zentrum wird mobil EUK auf der Messe InnoTrans 2012 Die ...

euk.info.de

zentrum wird mobil EUK auf der Messe InnoTrans 2012 Die ...

Dialog

Mitteilungsblatt der Eisenbahn-Unfallkasse

Gesetzliche Unfallversicherung

EUK auf der Messe InnoTrans 2012

Die Versorgung mit Hilfsmitteln und Hilfen

❚ Sicher durch den Winter

❚ Jahresinhalt 2012

❚ Beilage: Seminarprogramm 2013 der EUK

4/2012

❚ Das Reisezentrum

wird mobil


Gewinnen Sie den Deutschen Arbeitsschutzpreis

Bewerben Sie sich bis zum 15. Februar 2013

Weniger Krankmeldungen, höhere Produktivität,

zufriedenere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter –

Prävention lohnt sich. Sicherheit und Gesundheitsschutz

zahlen sich aber auch als gute Beispiele aus:

Der Deutsche Arbeitsschutzpreis honoriert im Jahr

2013 erneut gute Ideen und praktische Lösungen

für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit.

Studien zeigen: Ein aktives Gesundheitsmanagement

hat direkte Auswirkungen auf den Geschäftserfolg.

Mit dieser Botschaft geht der Deutsche Arbeitsschutzpreis

in die nächste Runde. Machen Sie mit

– und tragen Sie mit Ihren Impulsen dazu bei, den

Arbeitsalltag sicherer, gesünder und motivierender

zu gestalten.

Worum geht’s beim

Deutschen Arbeitsschutzpreis?

Gefragt sind clevere Konzepte und Prozesse oder

neuartige Produkte und Technologien. Maßnahmen,

die den Arbeitsschutz in Ihrem Betrieb wirksam

verbessern – und zum Nachahmen anregen.

Zum Beispiel:

• Ein Konzern führt ein speziell auf seine Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter abgestimmtes Gesundheitsmanagement

ein, das unter anderem Rückenschulungen

und Seminare zur Stressbewältigung

beinhaltet.

• Ein Handwerksbetrieb schnürt gemeinsam mit

Partnerbetrieben und der örtlichen Handwerkskammer

ein Maßnahmenpaket, das den Arbeitsschutz

auf Baustellen erhöht.

• Ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

eines mittelständischen Bergwerkbetriebs

entwickelt eine Bodenraumbeleuchtung für

Flurförderzeuge, um Unfälle in der Dunkelheit

zu vermeiden.

Mitmachen lohnt sich:

Der Deutsche Arbeitsschutzpreis ist

mit insgesamt 40.000 Euro dotiert.

Die Gewinner werden im November

2013 öffentlich auf der Fachmesse

A+A in Düsseldorf geehrt.

Gut zu wissen!

Teilnehmen können Unternehmen

und Institutionen aller Größen,

Branchen und Rechtsformen sowie

Einzelpersonen. Weitere Informationen

und die Bewerbungsunterlagen

finden Sie im Internet unter

www.deutscher-arbeitsschutzpreis.de

Als gemeinsame Ausrichter stehen das Bundesministerium

für Arbeit und Soziales, der Länderausschuss

für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik und

die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hinter

dem Arbeitsschutzpreis 2013, der Teil der Gemeinsamen

Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist.


Liebe Leserinnen und Leser,

viele von Ihnen haben bestimmt schon auf das vorliegende Heft gewartet. Auch in diesem Jahr

liegt der vierten Ausgabe des EUK-Dialogs das Seminarprogramm der Eisenbahn-Unfallkasse für

das nächste Jahr bei. Schauen Sie einmal hinein, sicher ist auch für Sie ein passendes Seminar

dabei. Sie können sich ab sofort für die Seminare anmelden. Bitte denken Sie daran, auch wenn

die Seminarkosten von der EUK übernommen werden und die Seminarteilnahme für die Teilnehmer

kostenlos ist, sollten Sie bei Verhinderung rechtzeitig absagen. Damit ermöglichen Sie in der Regel

anderen Interessenten die Teilnahme am Seminar und vermeiden Stornierungskosten, wenn

Seminarplätze nicht besetzt werden können.

Schwerpunktmäßig beschäftigen wir uns in diesem Heft mit weiteren Themen der Prävention.

Prävention kann nicht früh genug beginnen. Im Zuständigkeitsbereich der EUK sind Auszubildende

die jüngsten Versicherten. Seit vielen Jahren informieren wir alle in unseren Mitgliedsbetrieben

neu eingestellten Auszubildenden über die EUK und die gesetzliche Unfallversicherung. In vielen

Betrieben erhalten die Azubis diese Informationen aus erster Hand von unseren Aufsichtspersonen,

die bei dieser Gelegenheit auch die eigens für die Auszubildenden zusammengestellten

Informationsmappen persönlich übergeben. In unserem Telegramm informieren wir Sie unter anderem

darüber und über die Aktion „Jugend will sich-er-leben“, die bereits seit 1972 jährlich stattfindet.

Sie finden unter dieser Rubrik auch einen Bericht über die letzte Sitzung des „Ausschusses für

Prävention und Gesundheitsschutz“, der in Fulda stattfand.

Auf den Seiten 2 bis 5 stellen wir Ihnen anhand der im Regionalbereich Südwest der DB Vertrieb

GmbH durchgeführten Planungen für ein mobiles Reisezentrum dar, welche Anforderungen an

derartige Arbeitsplätze zu stellen sind und wie diese erfüllt werden können. Gesprächspartner für

das Interview dieser Ausgabe war René Bannier, Projektverantwortlicher der DB Vertrieb GmbH

für dieses Projekt. Hier erhalten Sie weitere interessante Informationen zu diesem Projekt.

Weiterhin berichten wir über die diesjährige Messe InnoTrans, die vom 18. bis 21. September 2012

in Berlin stattfand. Die Eisenbahn-Unfallkasse war auf der Messe gemeinsam mit anderen

Unfallversicherungsträgern vertreten. Auf den Seiten 6 bis 8 berichten wir, welche Themen den

Schwerpunkt am Stand der Unfallversicherungsträger bildeten.

In unserer Rubrik „Aus der Arbeit des Widerspruchsausschusses“ berichten wir diesmal über

einen Fall, in dem es um die Anerkennung eines schon sehr lange zurückliegenden Arbeitsunfalls

geht. Im folgenden Artikel auf der Seite 10 berichten wir über das bei der EUK neu eingeführte

Hilfsmittelmanagement. Von dieser neuen Arbeitsgruppe werden die Versicherten betreut, die

aufgrund ihres Unfalles Hilfsmittel, wie zum Beispiel Prothesen, benötigen. Durch die Bündelung

der Aufgaben in dieser Arbeitsgruppe soll eine noch schnellere und bessere Versorgung der

Versicherten erreicht werden. In diesem Artikel erläutern wir auch, wie das Genehmigungsverfahren

für Hilfsmittel bei der EUK geregelt ist.

Ein Blick auf den Kalender macht deutlich, dass es bald wieder zu winterlichen Straßenverhältnissen

kommen kann. Insbesondere der Weg von und zu der Arbeit birgt in dieser Jahreszeit ein erhöhtes

Unfallrisiko. Welche Möglichkeiten es gibt, um Wegeunfällen vorzubeugen, zeigen wir auf der Seite

20. Im Anschluss daran stellen wir Ihnen die EU-Kampagne „Partnerschaft“ vor, die in diesem

Jahr begonnen hat.

Hinweisen möchten wir noch auf das Jahresinhaltsverzeichnis des EUK-Dialogs, welches Sie in

der Mitte dieses Heftes finden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2013.

Ihr „EUK-Dialog“-Redaktionsteam

Prolog · Inhalt

Unsere Themen

EUK aktuell

2 Das Reisezentrum

wird mobil

Prävention

6 EUK auf der Messe

InnoTrans 2012

Unfallversicherung

9 Aus der Arbeit des

Widerspruchsausschusses

10 Die Versorgung mit

Hilfsmitteln und Hilfen

Dialog

12 Der Einsatz „mobiler Reisezentren“

als zusätzlicher

Vertriebsweg

Telegramm

14 Öffentliche

Bekanntmachung

14 Impulse für mehr Sicherheit

und Gesundheit am

Arbeitsplatz gesucht

15 Tagung des Ausschusses

für Prävention und

Gesundheitsschutz

16 Taschenbücher und

Jahreskalender

16 Azubi-Aktion 2012 der EUK

17 „Jugend will sich-er-leben“

mit „Check 5 – Dein Thema

Arbeitssicherheit“

Sicherheit überall

18 Seminare für Sicherheit

und Gesundheitsschutz –

Programm 2013

20 Sicher durch den Winter

21 Partnerschaft für Prävention

Checkliste

25 Unterweisungen

Weitere Rubriken

22 Leserforum

23 Wer schreibt, gewinnt...

24 Das gibt‘s im nächsten Heft

24 Impressum

Unser Titelbild

Sicher arbeiten –

es lohnt zu leben

EUKDialog 4/2012 1


EUK aktuell

Fliegende Händler für das fahrende Volk

Das Reisezentrum

wird mobil

Vor einiger Zeit erhielt die Eisenbahn-Unfallkasse aus verschiedenen Bereichen

der DB Vertrieb GmbH Anfragen zur sicherheits- und gesundheitsgerechten

Gestaltung, Ausführung und Ausstattung von Fahrzeugen zum Einsatz als

mobile Reisezentren“.

Im folgenden Beitrag von Dipl.-Ing. (FH) Andreas Bartholomä wird

anhand der bisher durchgeführten Planungen der DB Vertrieb GmbH, Regionale

Vertriebsleitung (RVL) Südwest, erläutert, welche Anforderungen hierbei zu

beachten sind, um allen, die sich mit diesem Thema beschäftigen oder darüber

nachdenken in Zukunft ebenfalls mit dieser Verkaufsstrategie zu arbeiten, eine

Handlungshilfe zu geben.

2

Foto: Spezialfahrzeugbau Tunger GmbH/DB Vertrieb GmbH

Die Zeiten, in denen Bahnreisende an

jedem noch so kleinen Bahnhof ihre

Fahrkarten am Schalter kaufen konnten,

sind vorbei.

Spätestens seit der Privatisierung handelt

die Deutsche Bahn einerseits ausschließlich

nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Andererseits schreiben Verkehrsverträge

teilweise die Präsenz von Fahrkartenverkaufsstellen

an Standorten vor, an denen

sich eine ständig besetzte Verkaufsstelle

in angemieteten Räumlichkeiten nicht wirtschaftlich

betreiben lässt. Darüber hinaus

besteht der Wunsch, die Bahnkunden

möglichst vor Ort, zum Beispiel auf Messen

oder sonstigen Großveranstaltungen

kundenfreundlich mit Informationen und

Fahrkarten zu versorgen.

Aus diesen Gründen versucht die DB

Vertrieb GmbH den genannten Problemen

zukunftsorientiert mit so genannten

mobilen Reisezentren“ zu begegnen.

Gesetzliche Vorgaben

Im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

werden grundlegende Pflichten für den

Arbeitgeber (gleichbedeutend mit Unternehmer)

festgeschrieben, die es immer

zu erfüllen gilt, unabhängig davon, ob

die zu betrachtenden Arbeitsplätze oder

Tätigkeiten unter den Geltungsbereich

spezieller Vorschriften, wie zum Beispiel

der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV),

der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV)

oder der Betriebssicherheitsverordnung

(BetrSichV) fallen.

Im § 2 „Begriffsbestimmungen“ des

ArbSchG wird darauf hingewiesen, dass

Maßnahmen im Sinne dieses Gesetzes

unter anderem auch Maßnahmen zur

menschengerechten Gestaltung der Arbeit

mit einschließen. Zu den Grundpflichten

des Arbeitgebers gehört es nach § 3 dieses

Gesetzes, die erforderlichen Maßnahmen

des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung

der Umstände zu treffen, die Sicherheit

und Gesundheit der Beschäftigten bei

der Arbeit beeinflussen. Der Arbeitgeber

hat die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit

zu überprüfen und erforderlichenfalls sich

ändernden Gegebenheiten anzupassen.

Dabei hat er eine Verbesserung von Sicherheit

und Gesundheitsschutz der Beschäftigten

anzustreben.

Der Arbeitgeber hat also weitreichende

Fürsorgepflichten gegenüber seinen

Beschäftigten. Allgemeine Grundsätze,

die es hierbei zu beachten gilt, sind in § 4

EUKDialog 4/2012


ArbSchG dargestellt. Unter anderem wird

hier darauf hingewiesen, dass verbleibende

Gefährdungen möglichst gering

zu halten, Gefahren an ihrer Quelle zu

bekämpfen und bei den Maßnahmen der

Stand von Technik, Arbeitsmedizin und

Hygiene sowie arbeitswissenschaftliche

Erkenntnisse zu berücksichtigen sind.

Diese Vorgaben stellen hohe Maßstäbe

dar, welche vom Arbeitgeber weitreichende

Überlegungen erfordern.

Der § 5 des Arbeitsschutzgesetzes enthält

die wohl bekannteste Forderung, welche

unter dem Stichwort „Gefährdungsbeurteilung“

zusammengefasst werden

kann. Demnach muss der Arbeitgeber

sämtliche Gefährdungen, welche sich für

die Beschäftigten bei einer bestimmten

Tätigkeit bzw. am Arbeitsplatz ergeben

können, ermitteln, bewerten und erforderliche

Maßnahmen festlegen. Dabei ist

es empfehlenswert, sich an Vorschriften

und Regelungen zu orientieren, die für

vergleichbare Arbeitsplätze gelten, da

sie den Stand der Technik darstellen (zum

Beispiel der ArbStättV).

Einsatzmöglichkeiten

Bevor man sich Gedanken zur Größe,

Ausstattung und Gestaltung des Fahrzeuges

macht, muss eindeutig festgelegt

werden, zu welchen Zwecken das

Fahrzeug eingesetzt werden soll, welche

Leistungen den Kunden angeboten und

wie viele Beschäftigte tätig werden sollen.

Eine weitere Frage, die zwar keinen unmittelbaren

Bezug zur Sicherheit und Gesundheit

bei der Arbeit hat, sich aber durchaus

darauf auswirken kann, könnte lauten: Wie

möchte ich mich meinen Kunden präsentieren?

Möchte man sich als großes und

modernes Unternehmen präsentieren

und seine Leistungen nicht ähnlich einem

Obstverkäufer auf dem Markt anbieten, so

hat das auch Auswirkungen auf die Größe

und Gestaltung des Fahrzeugs.

Die RVL Südwest der DB Vertrieb GmbH

hat zum Beispiel folgende Einsatzmöglichkeiten

in ihre Überlegungen mit

einbezogen:

z mobile Kundenberatung und -information

(Reise- und Fahrplanauskunft),

z Verkaufseinsätze als mobiler Shop

(Fahrkartenverkauf),

z mobiler Messestand für den Innen- und

Außenbereich,

z Promotion- und Imageeinsätze für die

Marke „DB“.

Anforderungen an die

Arbeitsumgebung

Wie an jedem anderen Arbeitsplatz auch,

gilt es die Arbeitsumgebung (Raumbedarf,

Klima und Beleuchtung) zu betrachten.

Raumbedarf

Um einen groben Anhaltspunkt dafür zu

bekommen, welche Anforderungen der

Gesetzgeber an Arbeitsräume im Allgemeinen

stellt, kann man sich an der Arbeitsstättenverordnung

orientieren. Dort heißt

es im Anhang unter anderem: „Arbeitsräume

müssen eine ausreichende Grundfläche

und eine, in Abhängigkeit von der

Größe der Grundfläche der Räume, ausreichende

lichte Höhe aufweisen, so dass

die Beschäftigten ohne Beeinträchtigung

Beispiel eines Counterarbeitsplatzes

EUK aktuell

Beispiel einer Raumgestaltung

(Quelle: Spezialfahrzeugbau Tunger GmbH)

ihrer Sicherheit, ihrer Gesundheit oder

ihres Wohlbefindens ihre Arbeit verrichten

können.“

Daraus kann abgeleitet werden, dass

auch Beschäftigte im Fahrzeug, schon

alleine aus ergonomischen Gründen,

einen gewissen Bewegungsraum benötigen,

um ihre Tätigkeiten ohne Beeinträchtigung

der Sicherheit, der Gesundheit

und des Wohlbefindens verrichten

zu können. Sie müssen sich dem Kunden

zuwenden, Eingaben am Bildschirm

tätigen, Ausdrucke oder Fahrkarten aus

dem Drucker entnehmen, Informationsmaterialien

holen und dem Kunden übergeben,

usw.

Dies setzt einen freien Bewegungsraum

von zirka 1,5 Quadratmeter und eine

Rückenfreiheit von zirka 1 Meter (m) an

EUKDialog 4/2012 3

Foto: Spezialfahrzeugbau Tunger GmbH/DB Vertrieb GmbH


EUK aktuell

dem direkten Arbeitsplatz und eine lichte

Raumhöhe von mindestens 2,0 m bis

2,2 m voraus. Verkehrswege müssen in

Anlehnung an die Arbeitsstättenverordnung

dimensioniert werden.

Klima

Da Fahrzeugaufbauten in der Regel

dünner und weniger isolierend ausgeführt

sind, als dies in normalen Arbeitsräumen

der Fall ist, gilt es darauf ein besonderes

Augenmerk zu richten. Es muss davon

ausgegangen werden, dass sich der

Innenraum des Fahrzeuges im Sommer

sehr schnell erwärmt und im Winter

rasch auskühlt. Daraus folgt, dass das

Fahrzeug sowohl mit einer ausreichend

dimensionierten Heizung als auch mit

einem entsprechenden Klimagerät ausgestattet

sein muss, welche die klimatischen

Erfordernisse auch bei Stillstand des

Fahrzeuges garantieren. Weiterhin sind

Zuglufterscheinungen zu berücksichtigen.

Soll aus dem Fahrzeug heraus beraten

bzw. verkauft werden (der Kunde steht vor

dem Wagen), wird man, um die erforderlichen

klimatischen Verhältnisse gewährleisten

zu können, eine Trennscheibe

zwischen Kunde und Mitarbeiter vorsehen

müssen, was wiederum eine kundenfreundliche

Beratung erschwert. Eleganter

und zugleich kundenfreundlicher ist die

Lösung der RVL Südwest. Hier findet die

Beratung bzw. der Verkauf im Fahrzeug

statt. Der Kunde betritt das Fahrzeug über

4

Abbildung 3: Beispiel eines geschlossenen Cashhandling-Systems

eine Treppe und hat zugleich die Möglichkeit

in einer Sitzecke eventuelle Wartezeiten

zu überbrücken. Mobilitätseingeschränkte

Personen können eine Rampe

benutzen. Durch Eingangstür und kleinem

Windfang werden annähernd konstante

klimatische Bedingungen gewährleistet.

Beleuchtung

Fotos: Gunnebo Deutschland GmbH

Ganz allgemein kann gesagt werden, dass

die von den Beschäftigten im Fahrzeug

auszuführenden Tätigkeiten auch die Art

und Stärke der erforderlichen Beleuchtung

bestimmen. Bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung

muss der Unternehmer

den Stand der Technik berücksichtigen.

Für alle Tätigkeiten an Bildschirmgeräten

ist eine blendfreie Beleuchtung mit einer

Beleuchtungsstärke von mindestens 500

Lux (lx) erforderlich. Auch Blendungen von

außen sind zu beachten. Bereiche, in denen

Beschäftigte Schreib- oder Lesetätigkeiten

durchführen sowie Kassenbereiche

müssen ebenfalls eine Beleuchtungsstärke

von 500 lx aufweisen. Die übrigen

Bereiche, wie zum Beispiel Verkehrswege,

Kunden-, Lager- oder Sozialbereiche,

können mit entsprechend geringerer

Beleuchtungsstärke ausgerüstet werden.

Aufgrund der engen und offenen Raumverhältnisse

in einem Fahrzeug muss jedoch

berücksichtigt werden, dass das menschliche

Auge bei großen Helligkeitsunterschieden

Adaptionsprobleme hat, was zu

einer starken Beanspruchung der Augen

und zu Ermüdungserscheinungen führen

kann. Zur Orientierung können die Werte

und Vorgaben der BildscharbV sowie der

Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR

A3.4 herangezogen werden.

Sozialbereiche

Für den Betrieb eines mobilen Verkaufs-

und Beratungsfahrzeugs muss sich

der Unternehmer Gedanken machen,

inwieweit er in der Nähe des jeweiligen

Fahrzeugstandortes den Zugang zu

einer Toilette und gegebenenfalls einem

Pausenraum gewährleisten kann. Es kann

von den Beschäftigten nicht verlangt

werden, dass sie selbst nach geeigneten

Möglichkeiten, zum Beispiel zur Nutzung

einer Toilette, suchen müssen.

Um sich von äußeren Bedingungen

unabhängig zu machen, bietet es sich

an, im Fahrzeug selbst eine Bordtoilette

und einen Pausenbereich vorzusehen.

Als mögliches Beispiel zur Planung von

Sozialbereichen kann wieder das Modell

der RVL Südwest herangezogen werden.

Im hinteren Teil des Fahrzeuges befindet

sich ein geschlossener WC-Bereich als

Caravan-Toilette mit außen liegender

Entsorgungsfunktion sowie ein abgetrennter

Bereich mit kleiner Teeküche

(Spüle mit autarker Wasserver- und

-entsorgung, Kaffeemaschine, Mikrowelle

etc.), Lagermöglichkeit und Garderobe.

Umgang mit Bargeld

Eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung

stellt der Umgang mit Bargeld dar.

Dies betrifft selbstverständlich sämtliche

Verkaufsstellen und gilt im Besonderen

für mobile Verkaufsstellen, da hier unter

Umständen nicht nur die Herausgabe

des Bargeldes erzwungen, sondern das

gesamte Fahrzeug gestohlen werden

kann. Maßnahmen zum Schutz vor Fahrzeugdiebstahl

können nicht aus dem

Arbeitsschutz abgeleitet werden; hier

spielen eher sachversicherungsrechtliche

Aspekte eine Rolle, auf die hier nicht näher

eingegangen wird.

Betrachtet werden hier daher hauptsächlich

Raubüberfälle. Die Höhe des im

Fahrzeug mitgeführten Geldbetrages ist

aus Sicht der Arbeitssicherheit nicht das

wesentliche Kriterium bei der Auswahl

von Maßnahmen. In der Straßen- und

Beschaffungskriminalität werden bereits

Raubüberfälle bei sehr geringer Beuteerwartung

ausgeführt. Unabhängig vom

EUKDialog 4/2012


erbeuteten Betrag führt ein Überfall bei

den Beschäftigten in der Regel immer

zu einem psychischen Schock bzw. zu

posttraumatischen Belastungsstörungen.

Am wirksamsten ist es daher, wenn der

Beschäftigte gar keinen Umgang mit

Bargeld hat und dies für mögliche Täter

erkennbar ist. Solche Systeme werden zum

Beispiel an einigen Tankstellen erfolgreich

eingesetzt. Es handelt sich hierbei um ein

geschlossenes System, in welches der

Kunde sein Bargeld über eine Münz- und

eine Banknoteneinheit eigenständig in die

Kasse einzahlt. Das Wechselgeld wird

automatisch vom System zurückgegeben.

Die Ver- und Entsorgung dieser Einheit

erfolgt durch einen externen Dienstleister

(zum Beispiel Cashcenter der Bahn). Der

Beschäftigte vor Ort hat somit keinerlei

Zugriff auf Bargeldbestände. Positiver

Nebeneffekt ist der Ausschluss von Fehlbeträgen

in der Kasse.

Als weiteres, wenn auch als geringer

einzuschätzendes Risiko verbleibt noch

die Entführung der Beschäftigten mitsamt

dem Fahrzeug, um an einem einsamen Ort

an die Beute zu gelangen. Maßnahmen

gegen dieses Risiko sind die Möglichkeit

zur Abgabe eines Alarms und eine GPS-

Ortung des Fahrzeuges.

Die Umgebung des jeweiligen Fahrzeugstandortes

(zum Beispiel belebte Plätze

oder einsame Orte, Kriminalitätsstatistik

am Standort) hat unmittelbaren Einfluss

auf die Gefährdung der Beschäftigten

und die notwendigen Schutzmaßnahmen.

Führen des Fahrzeuges

Die bisher betrachteten Punkte beziehen

sich alle auf den Arbeitsplatz im Fahrzeug,

wenn dieses seinen Standort eingenommen

hat. Nicht vergessen werden

dürfen aber auch alle Gefährdungen, die

mit dem Bewegen des Fahrzeuges zusammenhängen.

Nachfolgend beispielhaft ein

paar Stichpunkte, die es mit zu berücksichtigen

gilt:

z Das Fahrzeug sollte mit dem PKW-

Führerschein zu fahren sein, um

Einschränkungen bei der Personalauswahl

zu verringern. (Das dargestellte

Fahrzeug der RVL Südwest kann mit

der Führerscheinklasse BE gefahren

werden.)

z Zur Erleichterung beim Ein- und Ausparken

sollte das Fahrzeug, je nach

Größe, über Einparkhilfen (Sensoren,

Rückfahrkamera) verfügen.

z Den Beschäftigten sollten regelmäßig

entsprechende, auf das Fahrzeug

abgestimmte Fahrsicherheitstrainings

angeboten werden.

z Das Fahrzeug sollte über Möglichkeiten

verfügen schräge Standflächen

auszugleichen.

EUK aktuell

z Sämtliche Einrichtungsgegenstände

müssen während der Fahrt gesichert

werden können.

Zusammenfassung

Für die Ausstattung und den Betrieb

eines „mobilen Reisezentrums“ gibt es

keine konkreten gesetzlichen Vorgaben,

aus welchen sich alle zu treffenden

Maßnahmen einfach ablesen lassen.

Der Unternehmer hat dennoch weitreichende

Pflichten, welche einen besonderen

Anspruch an die sorgfältige Erstellung

einer Gefährdungsbeurteilung stellen.

Dabei sind neben der Arbeitsumgebung

(Raumbedarf, Klima, Beleuchtung) unter

anderem auch Anforderungen an persönliche

Bedürfnisse der Beschäftigten, den

Umgang mit Bargeld und an das Führen

des Fahrzeuges zu berücksichtigen.

Die Gestaltung eines sicheren, gesundheitsgerechten

und zugleich ansprechenden

Arbeitsplatzes beugt nicht nur

Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten

Gesundheitsgefahren vor, sondern erhöht

auch die Motivation und damit die Leistungsbereitschaft

der Beschäftigten und

hat eine gute Wirkung auf den Kunden.

Beides wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit

und damit auf den Erfolg aus. z

www.euk-info.de

Die Eisenbahn-Unfallkasse im Web. Klicken Sie doch mal wieder rein in www.euk-info.de.

Hier finden Sie neben unseren Kommunikationsverbindungen, aktuellen Meldungen, dem Regelwerk und den Publika-

tionen einfach alles, was Sie über die EUK wissen möchten. Viele neue Features, natürlich auch barrierefrei, machen

unsere Website noch benutzerfreundlicher. Durch die leichte Navigation und unsere komfortable

Volltextsuche kommen Sie sofort zum Ziel. Von A wie „Aufgaben“ bis Z wie „Zahnersatz“.

EUKDialog 4/2012 5


Prävention

EUK auf der Messe

InnoTrans 2012

Vom 18. bis 21. September 2012 fand in Berlin die Internationale Fachmesse

für Schienenverkehrstechnik und Schienenfahrzeugsysteme InnoTrans statt.

Auf der bislang größten InnoTrans präsentierten zirka 2.500 Aussteller aus

49 Ländern ihre neuesten bahntechnischen Innovationen und suchten das

Gespräch mit den über 125.000 Fachbesuchern aus mehr als 100 Ländern.

Die Eisenbahn-Unfallkasse (EUK), die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

(BG BAU), die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) sowie die Berufsgenossenschaft

Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) empfingen

auf ihrem Gemeinschaftsstand die Messebesucher zur Information und zum

Meinungsaustausch über lärmarme Baustellen und Arbeitsplätze im Gleisbereich,

dem diesjährigen Standthema. Auf Schaubildern wurden die Aspekte der

optimierten Warnsignalgeberausrichtung am Gleis, die Maschinenwarnung, das

Mitführen von Warnsignalgebern auf Zweiwege-Baggern sowie Lärmschutzmaßnahmen

für Triebfahrzeugführer und Lokrangierführer dargestellt.

6

Foto: EUK

Warnsignalgeberausrichtung am

Gleis optimieren

Akustische Warnsignalgeber von Automatischen

Warnsystemen (AWS) werden

derzeit üblicherweise in einem Winkel

von 90 Grad zur Gleisachse auf der Feldseite

des Nachbargleises aufgestellt. Der

notwendige Abstand der Warnsignalgeber

untereinander unterliegt akustischen

Gesetzmäßigkeiten. Berechnungen und

akustische Messungen Ende 2010 haben

zum Vorschlag für eine optimierte Ausrichtung

der Warnsignalgeber geführt (Abbildung

1). Wenn die Warnsignalgeber anstatt

in einem Winkel von 90 Grad (senkrecht)

nun in einem optimierten Winkel zwischen

0 Grad (parallel) und bis zu 25 Grad zur

Gleisachse – optimal wäre ein Winkel von

12 Grad – ausgerichtet werden, können bei

gleichem Abstand und gleicher Schallintensität

der Warnsignalgeber im Spitzenpegel

6 dB(A) „eingespart“ werden.

Außerdem kann durch die Schrägaufstellung

eine gleichmäßigere und damit eine

für die Beschäftigten deutlich bessere

Warnsignalabstrahlung erreicht werden.

Das bedeutet, die „Schallausbeute“ könnte

optimiert werden, obwohl die Spitzenpegel

für die Anwohner um 6 dB(A) abgesenkt

wären. Die optimierte Aufstellung der

Warnsignalgeber durch deren Schrägstellung

wäre ein deutlicher Beitrag zum

Umweltschutz und würde die Lärmbelästigung

unbeteiligter Anwohner vermindern.

Maschinenwarnung

Besonders schallintensive Gleisbaumaschinen,

das sind Bettungsreinigungsmaschinen,Planumsverbesserungsmaschinen

und Umbauzüge, erfordern eine

akustische Warnung durch schallintensive

und in geringen Abständen feldseitig

aufgestellte Warnsignalgeber.

Deshalb kam vor Jahren die Idee auf,

diese schallintensiven Maschinen mit

maschineneigenen Warnsystemen auszurüsten

(Abbildung 2). Dadurch können

die Warnsignalgeber, die fest auf den

Maschinen installiert sind, optimal auf

die Arbeitsstellen an den Maschinen

im Mittelkern ausgerichtet werden. Die

Maschinenwarnanlagen arbeiten akustisch

autonom, so dass das feldseitig des

Nachbargleises installierte AWS lediglich

die nicht so schallintensiven Vor- und

Nacharbeiten akustisch abdecken muss.

Da sich die schallintensiven Gleisbaumaschinen

relativ schnell weiter bewegen,

halten sich diese Lärmbelästigungen auch

für die Anwohner in Grenzen bzw. werden

EUKDialog 4/2012


dann akzeptiert. Die Maschinenwarnung

trägt so ebenfalls zur Lärmreduzierung auf

Gleisbaustellen bei.

Mitführen von Warnsignalgebern

auf Zweiwege-Baggern

Das Mitführen von Warnsignalgebern auf

Zweiwege-Baggern (Abbildung 3) würde

die Idee und das Prinzip der Maschinenwarnung

weiterführen und die Warnung

direkt an die lärmintensiven Arbeitsplätze

bringen. Die Warnsignalgeber, es würde

sich dabei um mobile, funkangesteuerte

Warnsignalgeber handeln, müssten nicht

fest installiert werden, sondern könnten an

vorbereiteten, akustisch sinnvollen Stellen

auf den Zweiwege-Baggern angeordnet

werden.

Lärmschutzmaßnahmen für

Triebfahrzeugführer und

Lokrangierführer

Beim Einsatz von älteren, dieselbetriebenen

Eisenbahnfahrzeugen können auch

Triebfahrzeugführer und Lokrangierführer

bei ihrer Tätigkeit gehörschädigendem

Lärm ausgesetzt sein (Abbildung 4).

Neben technischen und organisatorischen

Maßnahmen können eventuell persönliche

Schutzmaßnahmen in Form von Gehörschutz

zum Einsatz kommen. Trotz des

Tragens des Gehörschutzes müssen aber

sicherheitsrelevante Signale und Geräusche

wahrgenommen werden können.

Über die Auswahl des Gehörschutzes

und die Durchführung der individuellen

Hörprobe wurden intensive Gespräche

geführt.

Außerdem wurden weitere Möglichkeiten

der Lärmreduzierung auf Baustellen und

an Arbeitsplätzen im Gleisbereich diskutiert,

zum Beispiel:

AWS nur in Bereichen betreiben,

in denen gearbeitet wird

Die Unfallverhütungsregelungen verlangen

nur an den Orten eine Sicherungsmaßnahme,

an denen auch gearbeitet wird.

Deshalb kann in Bereichen, in denen

nicht gearbeitet wird und sich auch keine

Beschäftigen aufhalten, auf eine Sicherungsmaßnahme

verzichtet werden. Bei

der akustischen Warnung wäre es in

diesen Bereichen möglich, an den AWS die

Akustik zeitlich und/oder örtlich begrenzt

abzuschalten und lediglich die optischen

Erinnerungsleuchten zu betreiben. Dies

würde jedoch eine intensive und eindeutige

Absprache zwischen Bau- und Sicherungsunternehmen,

zum Beispiel im Sicherungsplan,

erfordern.

Vereinheitlichung der

Warnsignale und Befristung des

Einsatzes von CO 2 -Tyfonen

Die bei der DB zum Einsatz kommenden

AWS werden von zwei Herstellern, die

unterschiedliche Signalcharakteristiken

verwenden, und zwar das „Autoprowa-

Warnsignal“ sowie das „Minimel-Signal“,

vertrieben. Die Unfallversicherungsträger

hatten deshalb im Jahr 2010

das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen

Gesetzlichen Unfallversicherung

mit einer entsprechenden Untersuchung

nach dem „besseren“ Signal beauftragt.

Die Untersuchung ergab, dass es kein

„besseres“ Signal gibt, die Probanden

jedoch dem Minimel-Signal den Vorzug

gaben. Deshalb soll in Absprache mit

den Herstellern und der DB Netz AG ab

1. Januar 2014 nur noch dieses einheitliche

Abbildung 1: Schaubild Warnsignalgeberausrichtung

Prävention

Abbildung 2: Schaubild Maschinenwarnung Abbildung 3: Schaubild Warnsignalgeber auf

Zweiwege-Bagger

Warnsignal, genannt bi-sound-Signal,

verwendet werden. Gleichzeitig darf das

mit einem Schalldruckpegel von bis zu

136 dB(A) besonders schallintensive CO 2

Tyfon nicht mehr verwendet werden, da es

das bi-sound-Signal nicht abgeben und

nicht umgerüstet werden kann.

Verstärkter Einsatz von Festen

Absperrungen, auch für Arbeiten

geringeren Umfangs

Feste Absperrungen sind eine weitreichende

Sicherungsmaßnahme. Sie

verhindern wirksam das unbeabsichtigte

Betreten eines Gleisbereichs. Außerdem

muss grundsätzlich vor Fahrten im

Betriebsgleis nicht akustisch gewarnt

werden, soweit die Bedingungen aus

dem Unfallverhütungsregelwerk eingehalten

werden.

EUKDialog 4/2012 7

Quelle: BG BAU

Quelle: EUK

Quelle: BG BAU


Prävention

Quelle: VBG

Einsatz von mobilen

Instandhaltungseinheiten

Mobile Instandhaltungseinheiten (MIE),

die bereits in der Schweiz, in Österreich

und in den Niederlanden für die Ausführung

bestimmter Instandhaltungsarbeiten

eingesetzt werden, bieten den Beschäftigten

einen optimalen Schutz vor den

Gefahren des Bahnbetriebes bei gleichzeitigem

Verzicht auf die akustische Warnung

vor Fahrten im Nachbargleis.

Einsatz von mobilen

Schallschutzwänden

Wenn bei stationären Arbeitsstellen im

Gleisbereich z.B. Tiefbauarbeiten, die über

einen längeren Zeitraum andauern, die

Beschäftigten akustisch gewarnt werden

müssen, bieten sich mobile Schallschutzwände

zur Lärmreduzierung an.

8

Abbildung 4: Messwerte bei lärmintensiven Tätigkeiten des Lokrangierführers (Lrf)

Störschallpegelabhängige

Warnsignalgebung (z.B.

Autoprowa-Effekt) optimieren

Es sind bereits Warnsignalgeber im

Einsatz, die mit dem Effekt der „automatisch

proportionalen Warnsignalpegelanpassung“

arbeiten. Dabei passt sich die

Lautstärke der Warnung an den jeweiligen

Umgebungslärm an. Diese Anpassung

soll weiterentwickelt und optimiert werden.

Schallemission von Gleisbaumaschinen

und Geräten durch

konstruktive Maßnahmen

verringern

Ein akustisches Warnsignal kann wahrgenommen

werden, wenn es mit mehr

als 3 dB(A) über dem Störschall „am

Ohr des Beschäftigten ankommt“. Wenn

es gelingt, die Schallemissionen von

Gleisbaumaschinen und Geräten durch

konstruktive Maßnahmen zu reduzieren,

kann auch die Warnsignalintensität sinken.

Die Industrie bietet Lösungen an. So hat

ein Gerätehersteller einen um 10 dB(A)

schallreduzierten Schwingstopfer auf der

InnoTrans 2012 ausgestellt und seit Jahren

werden zum Beispiel schallreduzierte

Gleisstopfmaschinen gebaut. Bei diesen

Maschinen werden die Stopfaggregate

durch seitliche Schürzen gekapselt.

Betriebliche Maßnahmen,

z.B. weitere Gleissperrungen

oder das Umleiten von Zügen,

die Arbeiten in die Tageszeit

verlegen, die gezielte und

umfassende Information der

Anwohner über die Baumaßnahme

Bei Arbeiten in Bahnhöfen mit Überholungsgleisen

bzw. in größeren Bahnhöfen

mit Umfahrmöglichkeiten kann das

Sperren von Nachbargleisen in Erwägung

gezogen werden. Eine akustische

Warnung würde sich dann erübrigen.

Die intensiven Gespräche zeigten erneut,

dass es kein Allheilmittel zur Lärmreduzierung

gibt, sondern eine ganze Reihe

von Maßnahmen angegangen und dann

gezielt für den jeweiligen Arbeitsplatz

bzw. die jeweilige Baumaßnahme ausgewählt

werden müssen. Selbstverständlich

wurden am Stand der Unfallversicherungsträger

auch weitere Themen erörtert.

Beratung der Fahrzeughersteller

Gemeinsam mit der VBG hat die EUK

auf der InnoTrans deutsche und internationale

Hersteller von Eisenbahnfahrzeugen

zu Fragen der Sicherheit und des

Gesundheitsschutzes bei deren Gestaltung

beraten. Im Mittelpunkt standen dabei

immer die Tätigkeiten, die Beschäftigte

von Eisenbahnverkehrsunternehmen in

und an den Fahrzeugen durchführen. So

wurde zum Beispiel zur ergonomischen

Gestaltung von Führerständen, den Platzverhältnissen

und Lastgewichten bei der

Instandhaltung der Fahrzeuge und auch

zu den Verhältnissen beim Besteigen und

Verlassen der Fahrzeuge beraten. Bei den

Fahrzeugen handelte es sich um Mehrsystemlokomotiven,

Triebzüge und Triebfahrzeuge

für den Einsatz im Rangierbetrieb,

die für den Einsatz in Deutschland zugelassen

werden sollen.

Die nächste InnoTrans findet vom 23. bis

26. September 2014 in Berlin statt. Die

Unfallversicherungsträger freuen sich

schon heute auf den Meinungs- und Erfahrungsaustausch

mit Ihnen. z

EUKDialog 4/2012


Aus der Arbeit des Widerspruchsausschusses

Ein nicht

alltäglicher Fall

Hergang

Vor geraumer Zeit erreichte die EUK das

Schreiben einer Berufsgenossenschaft in

dem diese um Unterlagen über einen jetzt bei

der EUK versicherten Mitarbeiter der ehemaligen

Deutschen Reichsbahn (DR) bat. Es

wurden zwei angebliche Unfälle eines Herrn

K. während dessen Beschäftigung bei der

DR angeführt. Diese sollen sich in den Jahren

1975 bzw. 1983 ereignet haben. Aufgrund eines

Arbeitsunfalles im Zuständigkeitsbereich der

anschreibenden BG, der eine Minderung der

Erwerbsfähigkeit (MdE) von 10 v.H. zur Folge

hat, war zu prüfen, ob ggfs. zusammen mit

anderen Unfällen eine Leistung in Form einer

Stützrente zu gewähren ist.

Ermittlungen

In den Archiven der EUK fand sich kein Hinweis,

dass Herr K. jemals einen Arbeitsunfall in der

ehemaligen DDR erlitten hat. Im Rahmen des

so genannten Amtsermittlungsgrundsatzes

hat die EUK Unterlagen von verschiedenen

Stellen angefordert. Herr K. wurde ebenfalls

angeschrieben, mit der Bitte mitzuteilen, bei

welchen Dienststellen er zu den genannten

Unfallzeiten gearbeitet hat, wie sich die Unfälle

ereignet und welche Verletzungsfolgen diese

verursacht haben. Des Weiteren wurde er

gebeten, die damals ihn behandelnden Ärzte

zu benennen. Ebenfalls war es für die weiteren

Ermittlungen der EUK wichtig zu wissen, bei

welchen Krankenkassen Herr K. von damals

bis heute versichert war bzw. ist.

Soweit es ihm nach der langen Zeit überhaupt

noch möglich war, machte Herr K. die

gewünschten Angaben. In einem weiteren

Schritt hat die EUK alle von Herrn K. genannten

Stellen angeschrieben und um Übersendung

von entsprechenden Unterlagen gebeten. Im

Personalarchiv der DB AG waren keine Unterlagen

über Herrn K. aufzufinden. Die angeschriebenen

Ärzte waren zu einem Teil nicht

mehr ausfindig zu machen oder hatten aufgrund

der langen Zeit keine Unterlagen mehr. Auch

aus dem vorgelegten Sozialversicherungsausweis

ergaben sich keinerlei Hinweise auf eine

Verletzung, welche durch einen Arbeits- oder

Wegeunfall hervorgerufen worden sein könnte.

Rechtslage

Nach dem Recht der gesetzlichen Unfallversicherung

(Sozialgesetzbuch VII) muss der

Versicherte den Beweis dafür erbringen, dass

sich überhaupt ein Arbeitsunfall ereignet hat.

Kann dieser Nachweis nicht erbracht werden,

ist die Anerkennung eines Arbeitsunfalles

ausgeschlossen.

Bescheid

Nachdem alle Ermittlungen der EUK keinen

Nachweis für die Unfälle erbracht hatten und

Herr K. selbst auch keine weiteren Beweisunterlagen

vorlegen konnte, musste die EUK die

Anerkennung der Unfälle als versicherte Ereignisse

ablehnen.

Widerspruch

Herr K. legte gegen diesen Bescheid Widerspruch

ein. Im Widerspruchsschreiben seines

beauftragten Rechtsanwalts wurde jetzt erstmals

ein noch heute existierendes Krankenhaus

genannt, in dem sich der Versicherte

nach seinem Unfall 1975 behandeln ließ. Weiter

wurde eine ihn damals behandelnde Ärztin

benannt, die zwischenzeitlich einen anderen

Namen hat und in einer anderen Stadt praktiziert.

Zusätzlich wurde jetzt eine Berufskrankheit

wegen Erkrankung durch schweres Heben

und Tragen beantragt.

Ermittlungen

Die neuen Angaben der Rechtsvertretung

führten zu weiteren Ermittlungsmöglichkeiten

für die EUK. Das Krankenhaus teilte mit, dass

die Unterlagen aus dem fraglichen Zeitraum

an das Gesundheitsamt abgegeben wurden.

Unfallversicherung

Versicherte, die Leistungen des Unfallversicherungsträgers EUK

beantragt haben, werden mittels Bescheid über die Ablehnung des

Ereignisses als Unfall oder Berufskrankheit informiert.

Ist der Versicherte mit dem Inhalt des Bescheides nicht einverstanden,

kann er innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist

(1 Monat) Widerspruch einlegen. Daraufhin findet verwaltungsseitig

eine Überprüfung statt. Sofern hier keine Abhilfe möglich ist, wird

der Widerspruch dem Widerspruchsausschuss zur Entscheidung

vorgelegt.

In unserer ständigen Rubrik „Aus der Arbeit des Widerspruchsausschusses“ berichtet Rudi Ludwig, Mitglied des

Widerspruchsausschusses der EUK, über einen Fall aus der Praxis und die dazu getroffene Entscheidung.

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es die gewerblichen Berufsgenossenschaften (BG) und die Unfallversicherungsträger

der öffentlichen Hand, die jeweils in ihrem Zuständigkeitsbereich den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz

sowie die Prävention sicherstellen. Wechselt ein Arbeitnehmer die Firma, kann dies auch einen Wechsel in den

Zuständigkeitsbereich einer anderen Berufsgenossenschaft bedeuten.

Tatsächlich konnten von dort Unterlagen beigebracht

werden. In einem Arztbericht war als

Diagnose „Muskelzerrung“ angegeben, ohne

einen Hinweis auf das betroffene Körperteil

oder dessen Entstehung. Zum Zeitpunkt des

behaupteten zweiten Unfalles waren keine

Unterlagen vorhanden, viele Wochen später

fand sich lediglich die Eintragung „leichte

Gehirnerschütterung“. Ein Hinweis wodurch

diese hervorgerufen wurde, fand sich jedoch

auch dort nicht.

Die vom Versicherten benannte Ärztin teilte mit,

dass ihre damaligen Unterlagen an ein Zentralarchiv

abgegeben wurden. Da dieses von der

EUK schon zu einem früheren Zeitpunkt angeschrieben

worden war und die Antwort lautete

„Keine Unterlagen über Herrn K. vorhanden“,

erübrigten sich hier weitere Ermittlungen.

Wegen der Behauptung der Rechtsvertretung

des Widerspruchsführers, dass dieser aufgrund

seiner Tätigkeit bei der DR eine Berufskrankheit

erlitten habe, wurde von der EUK ein gesondertes

Feststellungsverfahren eingeleitet und

unabhängig vom vorliegenden Widerspruchsverfahren

beschieden.

Entscheidung

Auch für den Widerspruchsausschuss war dies

ein nicht alltäglicher Fall. Zwar kommt es immer

mal wieder vor, dass so genannte Altfälle, die

in ihrer Entstehung lange zurückliegen, behandelt

werden. Es ist aber eher selten, dass trotz

sehr intensiver und langwieriger Ermittlungen

absolut nichts, was einen Unfall belegen könnte,

gefunden werden kann.

Da das Gesetz fordert, dass das Unfallereignis

vom Versicherten bewiesen werden muss,

konnte der Widerspruchsausschuss dem

Widerspruch von Herrn K. nicht stattgeben.

Weil für den Zuständigkeitsbereich der EUK

keine MdE festgestellt werden konnte, kam

auch eine Stützrente seitens der anfragenden

BG nicht in Betracht. z

EUKDialog 4/2012 9


Unfallversicherung

Zentrales Hilfsmittelmanagement der EUK

Die Versorgung mit

Hilfsmitteln und Hilfen

In diesem Artikel berichtet Nikolai Kailing (Dipl.-Verwaltungswirt – FH) über

die Versorgung mit Hilfsmitteln und Hilfen bei der Eisenbahn-Unfallkasse.

Nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit gehört es zu den

gesetzlichen Aufgaben der Unfallversicherungsträger mit allen geeigneten

Mitteln den durch den Versicherungsfall verursachten Gesundheitsschaden zu

beseitigen, zu bessern, seine Verschlimmerung zu verhüten und seine Folgen

zu mildern. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen dem Unfallversicherungsträger

verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

10

Grundanspruch auf notwendige

Hilfsmittel und Hilfen

Neben dem Anspruch auf ärztliche Heilbehandlung,

Arznei- und Verbandmittel

hat der Verletzte oder der Erkrankte

darüber hinaus einen grundsätzlichen

Anspruch auf eine adäquate Versorgung

mit Hilfsmitteln und Hilfen, soweit solche

bei den bestehenden Unfallfolgen oder

bei der bestehenden Erkrankung in Frage

kommen. Aber nicht nur im Rahmen der

Heilbehandlung besteht dieser Anspruch.

Auch im Rahmen der Leistungen zum

Arbeitsleben oder am Leben in der

Gemeinschaft ist es dem Unfallversicherungsträger

im Einzelfall möglich, bestehende

Einschränkungen des Versicherten

mit entsprechenden Hilfen abzudecken

und auszugleichen. Im Bereich der Hilfsmittel

und Hilfen schreitet der Stand der

Technik immer weiter und vor allem immer

rasanter voran. Durch aufwändige Innovationen

der technischen Orthopädie

kann heutzutage ein Versorgungsniveau

erreicht werden, von dem die Betroffenen

noch vor wenigen Jahren träumten.

Einführung eines zentralen

Hilfsmittelmanagements

Damit die Eisenbahn-Unfallkasse bei

dieser rasanten Entwicklung auch künftig

die Leistungen nach dem gesetzlichen

Auftrag optimal erbringen und die Qualität

in der Versorgung noch weiter verbessern

kann, wurde zum 1. April 2012 ein „zentrales

Hilfsmittelmanagement“ eingeführt.

Drei Mitarbeiter der EUK sind nun mit

der Bearbeitung dieses Bereichs betraut.

Grund genug also, mit diesem Artikel näher

zum Thema „Versorgung mit Hilfsmitteln

und Hilfen“ zu informieren.

Hilfsmittel und Hilfen

Leistungen zur medizinischen Rehabilitation

werden in der gesetzlichen Unfallversicherung

grundsätzlich als Dienstleistungen

(ärztliche Behandlung, Krankengymnastik,

Ergotherapie usw.) oder als

Sachleistungen (Hilfsmittel) erbracht. In

seltenen Fällen können dem Versicherten

auch die Kosten für selbstbeschaffte Hilfsmittel

erstattet werden. Da eine Kostenerstattung

jedoch die Ausnahme bei der

Leistungsgewährung darstellt, soll sie in

diesem Beitrag auch nicht Thema sein.

Hier behandelt werden daher nur die Hilfsmittel,

die als Sachleistung, also in natura,

erbracht werden.

EUKDialog 4/2012


Es wird schwer möglich sein, eine abschließende

Aufzählung sämtlicher Hilfsmittel

und Hilfen anzuführen, da fast täglich

neue Produkte auf den Markt kommen.

Für einen kleinen Überblick trotzdem

ein paar Beispiele: Kunstglieder, Kunstaugen,

Zahnersatz, andere künstliche

Körperteile, orthopädisches Schuhwerk,

Rollstühle und deren Zusatzausstattung,

Elektrorollstühle, Kompressionsstrümpfe,

Pflegehilfsmittel usw.

Fachärztliche Verordnung

und Abnahme

Wie bei Medikamenten ist auch bei der

Genehmigung eines Hilfsmittels oder einer

Hilfe eine fachärztliche Verordnung erforderlich.

„Fachärztlich“ bedeutet dabei,

dass die Verordnung durch einen Mediziner

erfolgen soll, der auf dem Gebiet der

Hilfsmittelversorgung sehr erfahren ist. Eine

Verordnung durch den Hausarzt ist daher in

der Regel nicht ausreichend, insbesondere

wenn es sich um aufwändige Verordnungen

im Bereich der Prothetik oder der orthopädischen

Schuhtechnik handelt. In einem

Vertrag zwischen der ärztlichen Bundesvereinigung

und den Spitzenverbänden

der gesetzlichen Unfallversicherungsträger

wurde diese Kompetenz grundsätzlich den

Durchgangsärzten zugesprochen. Darüber

hinaus hat der Unfallversicherungsträger

jedoch stets die Möglichkeit, andere fachkundige

Ärzte an der Versorgung mit Hilfsmitteln

und Hilfen zu beteiligen. Gerade

bei der Versorgung mit orthopädischem

Schuhwerk oder bei der prothetischen

Versorgung werden daher oftmals die Ärzte

der Orthopädischen Versorgungsstellen

(Versorgungsamt) beteiligt, da diese Ärzte

über hohe Erfahrungswerte in der Versorgung

mit Hilfsmitteln verfügen. Sinn und

Zweck der fachärztlichen Verordnung ist

stets die optimale Versorgung der Versicherten.

Den gleichen Hintergrund hat auch

die fachärztliche Abnahme von maßangefertigten

Hilfsmitteln. Hierdurch soll erreicht

werden, dass sich der fachkundige Arzt

bei individuellen Anpassungen und Zurichtungen

von der Passgenauigkeit und der

ordnungsgemäßen Herstellung des Hilfsmittels

überzeugt.

Hilfsmittel im Rahmen der

medizinischen Rehabilitation

Wie eingangs bereits erwähnt, hat der

Unfallversicherungsträger nach dem

allgemeinen Grundsatz seine Leistungen

mit allen geeigneten Mitteln zu erbringen.

Für die Hilfsmittelversorgung im Rahmen

der medizinischen Rehabilitation gilt,

dass hierdurch der Erfolg der Heilbehandlung

gesichert oder die Folgen von

Gesundheitsschäden gemildert oder

ausgeglichen werden sollen. Insoweit

besteht zunächst „nur“ ein Anspruch auf

Hilfsmittel, die unmittelbar auf die Behinderung

selbst gerichtet sind und wenn

dadurch der Einsatz des Hilfsmittels zur

Lebensbetätigung im Rahmen der allgemeinen

Grundbedürfnisse benötigt wird.

Zu diesen Grundbedürfnissen zählen

zum einen die körperlichen Grundfunktionen

(Gehen, Stehen, Treppensteigen,

Sitzen, Liegen, Greifen, Sehen, Hören,

Nahrungsaufnahme, Ausscheidung) und

zum anderen die elementare Körperpflege

und das selbstständige Wohnen sowie die

Erschließung eines gewissen geistigen

und körperlichen Freiraums.

Beispiel 1

Als Folge eines Verkehrsunfalls auf dem

Weg zur Arbeitsstätte erleidet ein Versicherter

eine Querschnittslähmung beinabwärts.

Für den Ausgleich der körperlichen

Grundfunktion „Gehen“ erhält der Versicherte

einen handbetriebenen Rollstuhl.

Ein Elektrorollstuhl ist in diesem Fall im

Rahmen der medizinischen Rehabilitation

zunächst nicht notwendig, da eine Bewegung

der Arme möglich ist, die der Versicherte

für die Fortbewegung im handbetriebenen

Rollstuhl nutzen kann und soll.

Unfallversicherung

Anders verhält es sich im abgewandelten

folgenden Beispiel:

Beispiel 2

Wir nehmen an, der Versicherte hätte als

Folge des Versicherungsfalls eine Querschnittslähmung

halsabwärts erlitten. Die

körperliche Grundfunktion „Gehen“ kann

durch einen handbetriebenen Rollstuhl

nicht ausgeglichen werden, wohl aber

durch einen entsprechenden Elektrorollstuhl,

der ggf. mit einer Mundsteuerung

ausgerüstet wurde.

In der nächsten Ausgabe des EUK-Dialogs

berichten wir über Hilfen im Rahmen der

Leistungen zur Teilhabe sowie zur Art und

Umfang der Versorgung mit Hilfsmitteln

und Hilfen. Bei Rückfragen zum Thema

Hilfsmittel und Hilfen stehen die Mitarbeiter

des zentralen Hilfsmittelmanagements der

EUK sehr gerne zur Verfügung. z

Kontakt

Eisenbahn-Unfallkasse

Hilfsmittelmanagement

Salvador-Allende-Straße 9

60487 Frankfurt am Main

E-Mail hilfsmittel@euk-info.de

Fax 069 47863 - 430

Telefon 069 47863 -

Herr Kailing - 431

Herr Schultheis - 432

Frau Otto - 433

EUKDialog 4/2012 11

Fotos: DGUV


Dialog

Arbeitsschutz und Unfallverhütung vor Ort

Der Einsatz „mobiler

Reisezentren“ als zusätzlicher

Vertriebsweg

Der Verkauf von Fahrkarten und die Beratung der Kunden sind die wesentlichen

Aufgaben der DB Vertrieb GmbH. Bisher wurden diese Tätigkeiten fast

ausschließlich in klassischen Reisezentren innerhalb von Bahnhöfen durchgeführt.

Verschiedene Faktoren zwingen die Verantwortlichen der DB Vertrieb

GmbH über zusätzliche Alternativen nachzudenken. Eine Möglichkeit ist der

Verkauf und die Beratung in einem Fahrzeug, einem so genannten „mobilen

Reisezentrum“.

Wir sprachen dazu mit René Bannier, Projektleiter für dieses Projekt bei der

DB Vertrieb GmbH, Regionale Vertriebsleitung (RVL) Südwest.

12

EUK-Dialog: Stellen Sie doch bitte

kurz die Regionale Vertriebsleitung (RVL)

Südwest vor.

René Bannier: Die RVL Südwest

gehört zu den umsatzstärksten RVL´en

deutschlandweit mit 93 Reisezentren, 7

eigenen Reisebüros in Bahnhöfen, 1.217

DB-Automaten und 809 Entwertern. Insgesamt

arbeiten in der RVL Südwest zirka

490 Mitarbeiter. Größtenteils handelt es

sich dabei um unsere Reiseberater mit

direktem Kundenkontakt. Dazu kommen

noch 14 Konzernagenturen, welche von

der Deutschen Bahn beispielsweise in

Zusammenarbeit mit der DB Netz AG

betrieben werden, sowie 21 freie Agenturen.

26 Reisebüros, die in Bahnhofsnähe

oder im Bahnhof selbst ansässig sind,

werden durch unsere Agenturmanager

betreut. Als Besonderheit ist die Vielfalt und

Anzahl der Verkehrsverbünde zu nennen,

welche einzigartig in Deutschland ist.

EUK-Dialog: Was hat Sie dazu veranlasst,

sich über ein „mobiles Reisezentrum

Gedanken zu machen?

René Bannier: Durch die immer stärker

werdende Verlagerung des Verkaufs und

der Informationsbeschaffung durch das

Internet und das Handy und somit dem

Rückgang des Verkaufs im klassischen

Vertriebsweg, ist es nicht immer sinnvoll,

noch einen vollwertigen und ganztägigen

Verkauf aufrechtzuerhalten. Jedoch sind

wir als Dienstleister und Auftragnehmer

gegenüber unseren Kunden vertragsgemäß

verpflichtet, an vielen Standorten in

Baden-Württemberg zu den vereinbarten

Öffnungszeiten vor Ort zu sein. Dies kann

sich aufgrund der oftmals einmännigen

Besetzung jedoch als Herausforderung

erweisen. Ausfälle durch Krankheitstage

oder weit entfernte Standorte in besiedlungsarmen

Gegenden sind hier als

Beispiel zu nennen. Es waren also neue

Wege und Ideen gefordert, sicherzustellen,

dass dem Kunden hierbei keine

Nachteile entstehen. Am Anfang der

Überlegungen stand der Vertriebsbus, der

aber unseren Ansprüchen nicht genügte

und somit von uns weiterentwickelt wurde.

EUK-Dialog: Welche Einsatzmöglichkeiten

hatten Sie dabei im Sinn?

René Bannier: Neben dem kurzfristigen

Einsatz für ein Reisezentrum bei

Ausfall von Mitarbeitern und zur Sicherstellung

der Präsenzpflicht, war ein weiterer

Ansatz zum Beispiel die Ausweichmöglichkeit

bei Umbaumaßnahmen. Bislang

wurden meist Containerlösungen bei

EUKDialog 4/2012


EUK aktuell

Herbsttagung der Vertreterversammlung der

EUK in Gotha 1/2012 - 2

Öffentliche Bekanntmachung Satzungsänderung der EUK 1/2012 - 4

Sichere Vegetationsarbeiten 2/2012 - 2

Vertreterversammlung beschließt in Kassel über die Zukunft

der EUK 3/2012 - 2

Das Reisezentrum wird mobil 4/2012 - 2

Prävention

Arbeitsmedizinische Vorsorge – Baustein für Gesundheitsschutz

und die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit 1/2012 - 8

Das Mitarbeiter-Unterstützungsteam (MUT) der DB –

Anonym. Vertraulich. Professionell. 2/2012 - 6

„Rückraumüberwachung“ bei Arbeiten im Gleisbereich 2/2012 - 8

Sicherheit beim Rangieren 3/2012 - 6

Einfaches Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe 3/2012 - 10

EUK auf der Messe InnoTrans 2012 4/2012 - 6

Unfallversicherung

Aus der Arbeit des Widerspruchsausschusses:

– Ungeahnte Unfallfolgen 2/2012 - 11

– Folgen fehlender Mitwirkung 3/2012 - 5

– Ein nicht alltäglicher Fall 4/2012 - 9

Gesetzliche Unfallversicherung verabschiedet

Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention 2/2012 - 22

Zuzahlungen, Aufzahlungen und Eigenanteile in der

gesetzlichen Unfallversicherung 3/2012 - 4

Die Versorgung mit Hilfsmitteln und Hilfen 4/2012 - 10

Jahresinhalt 2012

EUKDialog Jahresinhalt 2012 I


Jahresinhalt 2012

Dialog

„Einsatzfahrten sicher durchführen“ Interview mit Dirk Brill,

Leiter Arbeitsgebiet Notfallmanagement/Notfalltechnik

der DB Netz AG 1/2012 - 12

„Sichere Vegetationsarbeiten“ Interview mit Klaus Brocker,

Niederlassungsleiter der Niederlassung Mitte

der DB Fahrwegdienste GmbH 2/2012 - 12

„Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Rangieren“

Interview mit Dipl.-Ing. (FH) Andreas Steiger,

Leiter des Standortes Erfurt im Produktionszentrum

Halle (Saale) der DB Schenker Rail Deutschland AG 3/2012 - 12

„Der Einsatz „mobiler Reisezentren“ als zusätzlicher

Vertriebsweg“ Interview mit René Bannier,

DB Vertrieb GmbH, Projektleiter,

Regionale Vertriebsleitung Südwest 4/2012 - 12

Sicherheit überall

Nur wer sicher fährt, erreicht mit Sicherheit das Ziel! 1/2012 - 18

Einflussnahme der europäischen Normung auf den

deutschen Arbeitsschutz 1/2012 - 20

Gesund und erfolgreich arbeiten im Büro“ –

Ein Zwischenstand 2/2012 - 18

Auf- und Absteigen an Eisenbahnfahrzeugen 2/2012 - 20

ALLES GECHECKT – Mein Fahrzeug. Meine Sicherheit. 3/2012 - 18

Erste Erfahrungen mit der DGUV Vorschrift 2 3/2012 - 20

Seminare für Sicherheit und Gesundheitsschutz –

Programm 2013 4/2012 - 18

Sicher durch den Winter 4/2012 - 20

Partnerschaft für Prävention 4/2012 - 21

II EUKDialog Jahresinhalt 2012


Checkliste

Arbeitsmedizinische Vorsorge 1/2012 - 25

Vegetationsarbeiten im Gleisbereich 2/2012 - 25

Rangieren im Eisenbahnbetrieb 3/2012 - 25

Unterweisungen 4/2012 - 25

Telegramm

Lärmschutzmaßnahmen für Triebfahrzeugführer und

Lokrangierführer 1/2012 - 14

Aktualisierung des Störschallkatasters 2011 1/2012 - 14

Neue Durchführungsanweisungen für die

Unfallverhütungsvorschrift „Bauarbeiten“ (GUV-V C22) 1/2012 - 15

Kampagne „Risiko raus!“ abgeschlossen 1/2012 - 16

„Jugend will sich-er-leben“ mit „Echt kapiert-sicher?!“ 1/2012 - 17

Nachtrag zur DGUV Vorschrift 2 1/2012 - 17

Interaktive Online-Handlungshilfe zur DGUV Vorschrift 2 2/2012 - 14

Tag der Verkehrssicherheit am 16. Juni 2012 2/2012 - 14

Eine Nummer europaweit: Notruf 112 2/2012 - 15

Karrierechance im Arbeitsschutz: Gesetzliche Unfallversicherung

fördert berufsbegleitendes Masterstudium 2/2012 - 16

Arbeitsstättenregel ASR A4.3 2/2012 - 16

XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit

bei der Arbeit 2014 2/2012 - 16

Neuer Organisationsaufbau der EUK 2/2012 - 17

Selbstverwaltungsmitglieder der EUK in den Gremien

der DGUV 2/2012 - 17

Achtung Baustelle: Nadelöhr mit hohem Risiko 3/2012 - 14

EUK auf der Messe InnoTrans 2012 in Berlin vertreten 3/2012 - 15

Aktualisierung des Störschallkatasters 03-2012 3/2012 - 15

Neue Arbeitsstättenregel ASR A1.6 3/2012 - 16

Informationsschriften zu Demografie und Stress 3/2012 - 16

Infostand der EUK 3/2012 - 17

14. Ausgabe: DVD Kompendium Arbeitsschutz der EUK

aktualisiert 3/2012 - 17

Impulse für mehr Sicherheit und Gesundheit

am Arbeitsplatz gesucht 4/2012 - 14

Tagung des Ausschusses für Prävention und

Gesundheitsschutz 4/2012 - 15

Taschenbücher und Jahreskalender 4/2012 - 16

Azubi-Aktion 2012 der EUK 4/2012 - 16

„Jugend will sich-er-leben“ mit

„Check 5 – Dein Thema Arbeitssicherheit“ 4/2012 - 17

Öffentliche Bekanntmachungen

Öffentliche Bekanntmachung Satzungsänderung der EUK 1/2012 - 4

Vertreterversammlung der EUK – Ankündigung 1/2012 - 14

Bekanntmachung von Arbeitsmedizinischen Regeln (AMR) 1/2012 - 15

Erster Nachtrag zur Unfallverhütungsvorschrift

„Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“

(DGUV Vorschrift 2) 1/2012 - 15

Vertreterversammlung der EUK – Ankündigung 2/2012 - 14

Vertreterversammlung der EUK – Ankündigung 3/2012 - 14

Vertreterversammlung der EUK – Ankündigung 4/2012 - 14

Jahresinhalt 2012

EUKDialog Jahresinhalt 2012 III


Jahresinhalt 2012

Die Eisenbahn-Unfallkasse (EUK) publiziert neben dem Mitteilungsblatt

EUK-Dialog“ noch folgende Periodika:

BahnPraxis B

Die Zeitschrift zur Förderung der Betriebssicherheit und der Arbeitssicherheit

bei der Deutschen Bahn AG informiert über aktuelle Themen der Betriebsführung,

über Betriebsabläufe und Betriebsanlagen aus dem Fachgebiet

„Betriebsdienst“. Aufgabe dieser Zeitschrift ist die Verhaltensbeeinflussung

der Beschäftigten mit dem Ziel einer betriebssicherheitsbewussten und

mitverantwortlichen Arbeitsausführung.

„BahnPraxis B“ wird von der EUK in Zusammenarbeit mit der DB Netz AG

monatlich herausgegeben.

BahnPraxis E

Die Zeitschrift für Elektrofachkräfte zur Förderung der Betriebssicherheit und

der Arbeitssicherheit bei der Deutschen Bahn AG informiert über aktuelle

Themen aus dem Fachgebiet „Elektrotechnik“ und erläutert Regelungen

zur Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Arbeiten an elektrischen Anlagen

und Geräten.

„BahnPraxis E“ wird von der EUK in Zusammenarbeit mit der DB Netz AG

sowie DB Energie GmbH etwa dreimal jährlich herausgegeben.

BahnPraxis W

Die Zeitschrift zur Förderung der Sicherheit und Gesundheitsschutz in den

Werkstätten der Deutschen Bahn AG informiert über aktuelle Themen aus dem

„Werkstättenbereich“. Ziel ist die Verhaltensbeeinflussung der Beschäftigten

zu einer sicherheitsbewussten und mitverantwortlichen Arbeitsausführung.

„BahnPraxis W“ wird von der EUK in Zusammenarbeit mit der Deutschen

Bahn AG zweimal jährlich herausgegeben.

IV EUKDialog Jahresinhalt 2012


Umbaumaßnahmen eingesetzt. Auch die

Teilnahme an Messen und der Einsatz bei

Promotionsveranstaltungen sind natürlich

mit einem solchen Fahrzeug möglich und

angedacht. Da in letzter Zeit immer mehr

Menschen Alternativen zum Autofahren

suchen, kann hiermit auch die Neukundengewinnung

auf einem neuen Weg

forciert werden.

EUK-Dialog: Soll das Fahrzeug ständig

im Einsatz sein oder nur bei Bedarf?

René Bannier: Unser Ziel ist der ständige

Einsatz, da schon ein hoher finanzieller

Aufwand entsteht, um das Fahrzeug

zu bauen. Mit ständigem Einsatz meine ich

ganzjährig, also im Sommer und Winter.

Das haben wir im Konzept mit berücksichtigt.

Klimaanlage und Standheizung

sowie verschiedene Möglichkeiten der

Energieversorgung sind Komponenten

des Fahrzeugs.

EUK-Dialog: Soll es eine Art Stammbesatzung

geben?

René Bannier: Ja, eine Stammbesatzung

aus mehreren Mitarbeitern ist angedacht.

Diese sollte mit dem Fahrzeug

umgehen können und natürlich auch eine

hohe Fachkompetenz zeigen, da wir in

Baden-Württemberg durch die Vielzahl

der Verbünde eine sehr gemischte Tariflandschaft

haben. Wir benötigen also sehr

flexible Mitarbeiter/innen.

EUK-Dialog: Ist das Fahrzeug

ausschließlich für Ihren Vertriebsbereich

gedacht?

René Bannier: Grundsätzlich ja. Durch

den hohen Kostenfaktor ist es wirtschaftlich

sinnvoll, hier übergreifend zu denken

und zu handeln und damit einen Einsatz

in ganz Deutschland möglich zu machen.

Gerade bei planbaren Ereignissen wie

Messen etc. spricht sehr vieles dafür. Man

kann dabei individuelle Aspekte berücksichtigen,

die neben dem klassischen

Verkauf immer wichtiger werden. Warum

also nicht unseren Kunden als zusätzliche

Servicedienstleistung zeigen, wie einfach

diese neuen Medien, wie zum Beispiel

Smartphone, Tablet-PC und Handyticket

funktionieren?

EUK-Dialog: Sie haben ein recht großes

und gut ausgebautes Fahrzeug geplant.

Wie kamen Sie auf diese Variante?

René Bannier: Es standen mehrere

Varianten im Raum. Im Südwesten haben

wir den Fokus auf Nutzbarkeit, Qualität

und Vielseitigkeit gelegt. Auch denke ich,

dass die DB Vertrieb GmbH die Bahn

entsprechend repräsentieren muss. Dies

darf nicht außer Acht gelassen werden.

Unsere Kunden haben hohe Ansprüche,

welchen wir auch gerecht werden wollen

und müssen. Natürlich sind auch unsere

Mitarbeiter ein wichtiger Faktor, denen

wir ein ansprechendes Arbeitsumfeld

im Rahmen der Möglichkeiten schaffen

wollten.

EUK-Dialog: Welche Rolle spielte für

Sie der Arbeits- und Gesundheitsschutz

bei der Gestaltung und Ausstattung des

Fahrzeuges?

René Bannier: Der Arbeits- und

Gesundheitsschutz hat eine große Rolle

gespielt. Wir haben von Anfang an die

EUK als unseren überbetrieblichen

Ansprechpartner zum Thema Arbeitsund

Gesundheitsschutz sowie die Fachkraft

für Arbeitssicherheit, aber auch den

Betriebsrat in unsere Überlegungen mit

einbezogen. Die Zusammenarbeit war

äußerst konstruktiv. Viele Aspekte wurden

so bereits im Vorfeld beachtet, welche evtl.

sonst keine Berücksichtigung gefunden

hätten. Vielleicht teilweise Kleinigkeiten,

diese können aber später für die Kunden

und unsere Mitarbeiter eine große Auswirkung

haben. Im Vertrieb selbst haben wir

auch noch andere Vorgaben und Richtlinien

wie zum Beispiel die Kassenvorschriften

zu beachten. Diese erfordern

eine Überwachung des Fahrzeugs und

die Sicherstellung, dass der Mitarbeiter

im Falle eines Überfalls entsprechend

reagiert. Nicht zu vergessen auch die

mobilitätseingeschränkten Kunden wie

Rollstuhlfahrer, die eine Rampe benötigen.

Dies alles sollte in ein Fahrzeug

integriert werden, welches mit einem

Führerschein der Klasse BE gefahren

werden darf. Das waren nur ein paar

wenige Punkte, die wir in der Planung

berücksichtigen mussten.

EUK-Dialog: Welche Anforderungen

stellt dieses Fahrzeug an die Beschäftigten?

René Bannier: Wie schon gesagt,

neben den fachlichen Herausforderungen

an die Beschäftigten, ist dies natürlich

ein ganz anderes Arbeitsumfeld

als der Verkauf in einem Reisezentrum.

Die Mitarbeiter müssen das Fahrzeug

bedienen können, sich im Straßenverkehr

auskennen, rangieren und teilweise

auch die Wartung übernehmen

können. Sie müssen zum Beispiel Tanken,

Frischwasser auffüllen und Brauchwasser

entsorgen. Auch muss die Logistik von

Dialog

Material wie Fahrkarten, Papier und Flyer

ganz anders organisiert werden.

EUK-Dialog: Wie werden die Beschäftigten

auf Ihre Aufgaben und den Umgang

mit dem Fahrzeug vorbereitet?

René Bannier: Hierfür war ein speziell

auf das Fahrzeug zugeschnittenes Fahrsicherheitstraining

bei einem Automobilclub

angedacht, welches es ja auch für Wohnmobilnutzer

oder LKW-Fahrer gibt. In das

Fahrzeug an sich, in die Bedienung der

internen Elemente, Anlagen und Möglichkeiten,

weist der Hersteller intensiv ein.

EUK-Dialog: Inwieweit war es Ihnen

wichtig, die Bahn in der Öffentlichkeit mit

einem ansprechenden und kundenfreundlichen

Fahrzeug zu präsentieren?

René Bannier: Für uns war das ein

sehr wichtiger Punkt, da die Bahn kein

kleines Unternehmen ist, sondern zu den

größten in Deutschland gehört und auch

weltweit tätig ist. Da die Wartezeit für den

Kunden immer ein wichtiges Kriterium

ist, wollten wir den Wartebereich so in

das Fahrzeug integrieren, dass sich die

Kunden während des Wartens auch mit

Informationen versorgen können. Negative

Schlagzeilen wie „Bahn lässt Kunden im

Regen stehen...“ möchten wir nicht lesen

und würden dann hier definitiv auch nicht

zutreffen.

EUK-Dialog: Sehen Sie in einem

mobilen Reisezentrum“ nur die Möglichkeit

kurzfristige Engpässe zu vermeiden

oder halten Sie dies eventuell für einen

zukunftsorientierten Vertriebsweg?

René Bannier: Ein mobiles Reisezentrum

kann ein zukunftsorientierter

Vertriebsweg sein. Dabei sind jedoch der

Umweltaspekt und sich ändernde Kundenanforderungen

zu berücksichtigen. Ebenso

müssen wir auf den immer stärker wachsenden

Wettbewerb reagieren. Zurzeit

wird das Projekt bei uns allerdings nicht

weiterverfolgt. Ein zukünftiger Einsatz in

dieser oder in ähnlicher Form ist jedoch

nicht ausgeschlossen.

EUK-Dialog: Wir bedanken uns für das

Interview und wünschen Ihnen und den

mobilen Reisezentren weiterhin viel Erfolg.

Das Gespräch führte Vlatko Stark. z

EUKDialog 4/2012 13


Öffentliche Bekanntmachung · Telegramm

Impulse für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz gesucht

Der Deutsche Arbeitsschutzpreis geht

in seine dritte Runde. Rund 3,9 Millionen

Betriebe und Einrichtungen in Deutschland

sind aufgerufen, sich mit ihren Maßnahmen

für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei

der Arbeit zu bewerben. Hinter dem Preis

stehen die wichtigsten Akteure im deutschen

Arbeitsschutz: Bund, Länder und

gesetzliche Unfallversicherung. Einsendeschluss

ist der 15. Februar 2013. Mitmachen

lohnt sich: Die Auszeichnung ist mit

insgesamt 40.000 Euro dotiert.

Der Deutsche Arbeitsschutzpreis hat das

Ziel, vorbildliche Lösungen betrieblicher

Prävention sowie Konzepte für gesundes

und sicheres Arbeiten bekannt zu machen.

Die eingereichten Best-Practice-Beispiele

sollen über alle Branchen und Betriebsgrößen

hinweg zum Nachahmen anregen.

Dabei sind innovative und wirksame

Maßnahmen ebenso gefragt wie neuartige

Produkte und Technologien.

Die Botschaft: Arbeitsschutz zahlt sich

aus. Denn weniger Fehlzeiten und zufriedene

Mitarbeiter sind nicht nur gut für das

Betriebsklima, sondern auch wirtschaftlich

sinnvoll. Preisträger der vergangenen

Jahre bauten beispielsweise ein regionales

Netzwerk für Arbeitsschutz auf oder entwickelten

eine Bodenraumbeleuchtung für

Flurförderzeuge, um Unfälle beim Auf- und

Absteigen in die Fahrzeuge zu vermeiden.

Die Gewinner des Deutschen Arbeitsschutzpreises

werden im November 2013

auf der Messe A+A – dem weltweit wichtigsten

Fachforum für Arbeitsschutz und

Arbeitssicherheit – in Düsseldorf mit einem

Öffentliche

Bekanntmachung

Die nächste Sitzung der Vertreterversammlung

der Eisenbahn-Unfallkasse

(EUK) findet am 19. und 20. November

2012 in Fulda statt.

Tagungsbeginn:

19. November 2012 um 17:00 Uhr

Tagungsende:

20. November 2012 vsl. um 12:00 Uhr

Die Tagungsstätte befindet sich im

Hotel Holiday Inn, Lindenstraße 45,

36037 Fulda.

Die Sitzung der Vertreterversammlung

ist öffentlich. z

14

Festakt geehrt. Vorab wird die fachkundige

Expertenjury auch diesmal zwölf Unternehmen

oder Institutionen nominieren, die

als Preisträger für den Deutschen Arbeitsschutzpreis

in Frage kommen.

Der Deutsche Arbeitsschutzpreis 2013

auf einen Blick

z Der Deutsche Arbeitsschutzpreis 2013

wird in den Kategorien „Prozesslösungen“

und „Produktlösungen“ vergeben.

Zusätzlich wird in „kleine und mittlere

Unternehmen“ (1 bis 499 Mitarbeiter)

sowie „große Unternehmen“ (ab 500

Mitarbeiter) unterschieden.

z Jeder der vier Gewinner erhält 10.000

Euro.

z Mitmachen können Unternehmen und

Institutionen jeder Größe und Branche

sowie Einzelpersonen.

z Bewerbungsschluss ist der 15. Februar

2013.

z Die Gewinner des Deutschen Arbeitsschutzpreises

werden im November

2013 auf der Messe A+A in Düsseldorf

öffentlich bekannt gegeben.

Als gemeinsame Ausrichter stehen das

Bundesministerium für Arbeit und Soziales,

der Länderausschuss für Arbeitsschutz

und Sicherheitstechnik und die Deutsche

Gesetzliche Unfallversicherung hinter dem

Deutschen Arbeitsschutzpreis 2013, der

Teil der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie

(GDA) ist.

In der GDA führen Bund, Länder und

Unfallversicherungsträger ihre Aktivitäten

rund um den betrieblichen Arbeitsschutz

zusammen. Gemeinsam erarbeiten die

Träger beispielsweise Arbeitsschutzziele,

die sich am betrieblichen Bedarf orientieren.

z

Mehr Informationen und die

Bewerbungsunterlagen erhalten Sie unter:

www.deutscher-arbeitsschutzpreis.de

EUKDialog 4/2012


Foto: EUK

Tagung des Ausschusses für Prävention und Gesundheitsschutz

Der Vorsitzende des Ausschusses für

Prävention und Gesundheitsschutz (APG)

der EUK, Vlatko Stark, berichtet über

eine Sitzung dieses Ausschusses mit viel

Bezug zur Praxis.

Im August tagte der APG in Fulda. Da sich

in unmittelbarer Nähe des Tagungsraums

auf dem Gelände der DB Fahrzeuginstandhaltung

GmbH Fulda auch ein Tunnelrettungszug

und ein Simulationszentrum

befinden, besuchten die Mitglieder des

APG diese beiden Einrichtungen nach

der Sitzung.

Auf der Tagesordnung der Ausschusssitzung

standen unter anderem:

z die Beratung des Programms der

präventiven Öffentlichkeitsarbeit der

EUK für das Jahr 2013,

z die Regel „Umgang mit Zahlungsmitteln

in Verkaufsstellen“ (BGR/GUV-R

141) und

z die beabsichtigte Außerkraftsetzung

von 6 Unfallverhütungsvorschriften der

EUK. Die Außerkraftsetzung soll aufgrund

der Neufassung des § 15 SGB

VII durch das Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz

erfolgen. Sie ist

das Ergebnis der im „Leitlinienpapiers

zur Neuordnung des Vorschriften- und

Regelwerks im Arbeitsschutz“ vereinbarten

Bestandsüberprüfung der

Unfallverhütungsvorschriften und dient

der Herstellung eines in sich konsistenten,

verständlichen, überschaubaren

und abgestimmten Vorschriftenwerks.

Nach der Sitzung mit angeregten Diskussionen

konnten die Sitzungsteilnehmer dann

den schienengebundenen Rettungszug

für Einsätze bei Unglücksfällen im Bahnbetrieb,

insbesondere in Tunneln der

Schnellfahrstrecken Hannover – Würzburg

und Stuttgart – Mannheim, aus der

Nähe betrachten. Insgesamt sechs dieser

Rettungszüge, stationiert in Hildesheim,

Kassel, Würzburg, Mannheim, Kornwestheim

und Fulda, wurden von der

ehemaligen Deutschen Bundesbahn auf

Vorschlag der Innenminister der Länder

und in Zusammenarbeit mit Rettungsdiensten

und Feuerwehren konzipiert.

Die Teilnehmer konnten sich von der

Funktionalität der Transport-, Geräte- und

Löschmittelwagen überzeugen. Besondere

Aufmerksamkeit erregten die beiden

Sanitätswagen, die vollständig gasdicht,

mit einer außenluftunabhängigen Luftversorgungsanlage

sowie einer Schleuse

ausgestattet sind. Im Ernstfall stehen

neben zwei Intensivbehandlungsplätzen,

Liegeplätze für Schwerverletzte sowie

Sitzmöglichkeiten für Leichtverletzte zur

Verfügung. Darüber hinaus befindet sich

eine umfangreiche medizinische Ausrüstung

an Bord.

Einblicke in die Arbeit eines Triebfahrzeugführers

konnten sich die Sitzungsteilnehmer

am nächsten Tag bei einer Fahrt im

Fahrsimulator von DB Training verschaffen.

Nach kurzer Einweisung durch einen

freundlichen Mitarbeiter konnte jeder

Teilnehmer eine Zugfahrt über Brücken,

durch Tunnel, bei Sonnenschein, Regen,

Schneegestöber oder bei Nacht in der

Rolle des Triebfahrzeugführers durchführen.

Der Führerstand, Geräusche,

Telegramm

Bewegungen des Zuges und der Blick aus

dem fahrenden Zug auf die Strecke waren

so realitätsnah, dass während der Fahrt

völlig vergessen wurde, dass man sich

nicht in einem realen Fahrzeug, sondern

in einem Simulator befand.

Während der Fahrt mussten die Signale

sowie der Gleisbereich beobachtet und

natürlich auch die Sicherheitsfahrschaltung

(Sifa) bedient werden, sonst wurde

eine Zwangsbremsung simuliert und der

„Zug blieb stehen“. Kein Wunder, dass

den meisten „Fahrern“ nach der Fahrt

die Schweißperlen auf der Stirn standen.

Wer gerade nicht selbst gefahren ist,

konnte die Wartezeit im Kontrollraum überbrücken,

wo die Strecke, die Fahrbedingungen

und natürlich der jeweilige Fahrer

überwacht wurden.

Fulda ist einer der 12 bundesweiten

Standorte von Simulationszentren, die die

Deutsche Bahn zu Ausbildungszwecken

eingerichtet hat. Die Simulatoren unterstützen

die Erstausbildung auf bestimmten

Baureihen und dienen den jährlichen Überprüfungsfahrten

der Triebfahrzeugführer.

Die Mitglieder des APG konnten sich

in dem Simulator einen guten Einblick

über den Arbeitsplatz und die Tätigkeit

des Triebfahrzeugführers verschaffen.

Wenn künftig im Ausschuss über Präventionsmaßnahmen

für Triebfahrzeugführer

beraten wird, werden die Mitglieder des

APG den Arbeitsplatz und die Tätigkeit des

Triebfahrzeugführers mit ganz anderen

Augen betrachten. z

EUKDialog 4/2012 15


Telegramm

Taschenbücher und Jahreskalender

Der Arbeitgeber hat nach dem Arbeitsschutzgesetz und anderen

Vorschriften die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die

Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der

Arbeit zu gewährleisten und somit Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten

und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten.

Bei der Durchführung dieser Maßnahmen unterstützen ihn Fachkräfte

für Arbeitssicherheit (Sifa) und Sicherheitsbeauftragte

(Sibe) in allen Fragen der Sicherheit und der Gesundheit der

Beschäftigten. Im Rahmen ihres Aufgabenbereiches tragen

daher die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte

einen wesentlichen Anteil zum Gelingen des betrieblichen

Arbeitsschutzes bei.

Diesbezüglich hat die EUK, wie auch in den vorangegangenen

Jahren, die Taschenbücher „Fachkräfte für Arbeitssicherheit“

und „Sicherheitsbeauftragte“ beschafft

und an die Unternehmen, für die die EUK zuständiger Unfallversicherungsträger

ist, im Oktober 2012 zur Weiterleitung an

die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Sicherheitsbeauftragten

versandt. Die Taschenbücher für das Jahr 2013 enthalten

neben vielen Beiträgen zu aktuellen Themen der Sicherheit und

Gesundheit bei der Arbeit auch Checklisten mit Erläuterungen

zu verschiedenen Sicherheitsthemen.

Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit erhalten darüber hinaus den

Jahreskalender „Betriebswacht“, ein Nachschlagewerk

mit Terminplaner. Er enthält unter anderem ein Adressverzeichnis

sämtlicher Institutionen, die sich in Deutschland mit dem Thema

Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit befassen.

Sollten Fachkräfte für Arbeitssicherheit das entsprechende

Taschenbuch und/oder den Jahreskalender „Betriebswacht“ bzw.

Sicherheitsbeauftragte das entsprechende Taschenbuch nicht

erhalten haben, so können noch Reststücke bei der EUK unter

der E-Mail stanley.doehren@euk-info.de abgefordert werden. z

16

Azubi-Aktion 2012 der EUK

Zahlreiche Jugendliche haben Anfang September ihre Berufsausbildung

in Unternehmen begonnen, für die die Eisenbahn-

Unfallkasse (EUK) zuständiger gesetzlicher Unfallversicherungsträger

ist.

Der Start in das Berufsleben hält für die Auszubildenden viel Neues

bereit: den Ausbildungsbetrieb, die Berufsschule, neue Arbeits-

und Ausbildungskollegen. Auch neue Rechte und Pflichten sowie

mehr Eigenverantwortung sind jetzt an der Tagesordnung.

Ein wichtiges Thema gerade zum Beginn des Berufslebens

betrifft die Sicherheit und Gesundheit im täglichen Arbeitsleben.

Denn europaweit haben unter 25 Jährige ein um mindestens 50

Prozent höheres Risiko, sich am Arbeitsplatz zu verletzen als

Beschäftigte anderer Altersgruppen.

Aufklärung und Information sind die ersten Schritte, um Arbeitsunfälle

und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden.

Denn wer die Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz

kennt, über die Sicherheitsmaßnahmen informiert ist und in

sicheres Verhalten umsetzt, hat die besten Voraussetzungen für

einen sicheren und unfallfreien Start in das Berufsleben.

Um die neu eingestellten Auszubildenden in Fragen zur Sicherheit

und Gesundheit bei der Arbeit zu unterstützen, hat die EUK

auch in diesem Jahr allen neuen Auszubildenden eine Informationsmappe

ausgehändigt.

Sie enthält unter anderem eine Broschüre zum Arbeitsschutz mit

dem Titel „Start in den Beruf“, einen Flyer mit Informationen zur

Eisenbahn-Unfallkasse als zuständigem gesetzlichen Unfallversicherungsträger

sowie weitere Hinweise zum Versicherungsschutz

bei Wegeunfällen.

Wir wünschen allen Auszubildenden einen guten Start ins Berufsleben

und allzeit unfallfreies Arbeiten. z

Quelle der Broschürentitel: Universum Verlag

EUKDialog 4/2012


Neue Berufsschulaktion der Gesetzlichen Unfallversicherung

„Jugend will sich-er-leben“ mit „Check 5 – Dein Thema Arbeitssicherheit“

Junge Beschäftigte sind am

Arbeitsplatz besonders gefährdet.

Europäischen Statistiken zufolge liegt

die Quote der Arbeitsunfälle bei

Arbeitnehmern zwischen 18 und 24

Jahren deutlich höher als in allen

anderen Altersgruppen. Insbesondere

Berufsanfänger bedürfen daher

einer besonderen Fürsorge.

Die Landesverbände der DGUV

unterstützen die berufsbildenden

Schulen mit Jahresaktionen, mit

denen sie Unterrichtsmaterialien zu

jährlich wechselnden branchen- und

berufsübergreifenden Themen jeweils

im Herbst zur Verfügung stellen. Ziel ist

es, Auszubildende für die Bedeutung

von Sicherheit und Gesundheit am

Arbeitsplatz zu sensibilisieren.

Neuer Film der Berufsschulaktion

„Jugend will sich-er-leben“

Check 5 – Arbeitssicherheit für

Azubis

Am Ende steht ein Rettungswagen im Hof

der Holzgroßhandlung. Azubi Nico muss

ins Krankenhaus. Aber was ist passiert?

Der diesjährige Aktionsfilm der Berufsschulaktion

„Jugend will sich-er-leben“ mit

dem Titel „Check 5“ lüftet das Geheimnis

um Nico erst beim zweiten Ansehen.

Dann werden bei genauem Hinschauen

die vielen kleine Lässlichkeiten erkennbar,

die Nico mit viel Charme und Engagement

kaschiert hat. Warum er ins Krankenhaus

muss, bleibt allerdings offen. Wer die

Auflösung wissen möchte, kann sich an

einer detektivischen Recherche im Internet

beteiligen.

Checkliste Arbeitssicherheit

Wie lerne ich sicheres Verhalten? Diese

Frage steht im Zentrum der Unterrichtskonzepte,

die die gesetzliche Unfallversicherung

in Zusammenarbeit mit der Universität

Landau entwickelt hat. Wie bereits im

vergangenen Jahr bildet die Checkliste

Arbeitssicherheit den roten Faden der

Aktion. Die Checkliste besteht aus fünf

einfachen Fragen. Deren Beantwortung

soll jugendlichen Berufsanfängern helfen,

frühzeitig Gefährdungen bei einer anstehenden

Tätigkeit zu erkennen.

In diesem Jahr rückt dabei ein Dilemma

in den Mittelpunkt, das in vielen Betrieben

beobachtet werden kann: Aufgrund

mangelnder Erfahrung und Routine bei

der Arbeit widmen viele Azubis einen

zu großen Teil ihrer Aufmerksamkeit den

Arbeitstechniken oder Arbeitsverfahren.

Die Folge: Sie verlieren Sicherheit und

Gesundheit.

Unterrichtsmedien

Ergänzend zum Kampagnenfilm wurden

für die aktuelle Aktion fünf kurze so

genannte Schiebeanimationen produziert.

Sie erklären und veranschaulichen auf

unterhaltsame Weise die fünf Punkte der

Checkliste. Mit jeweils 60 bis 90 Sekunden

können sie sowohl im Berufsschulunterricht

als auch in betrieblichen Unterweisungen

eingesetzt werden.

Unterstützt wird die JWSL-Aktion auch in

diesem Jahr durch einen Wettbewerb, bei

dem Schüler und Schülerinnen gewinnen

können. Zum Begleitmaterial gehört

zudem eine DVD mit Interviews. Prominente

sprechen aus ihrer Sicht über das

Telegramm

Die QR-Codes zur Checkliste können wie die meisten QR-Codes in den Filmunterlagen

mit Smartphone oder Tablet-Pc abgescannt werden.

Thema „Arbeitssicherheit“. Mit dabei sind

zum Beispiel Formel 1 Rennfahrer Nico

Rosberg und Skater Titus Dittmann.

Weitere Informationen und alle Unterlagen

zum Herunterladen auf www.jwsl.de.

Für die betriebliche Ausbildung wurde

parallel auch ein Unterweisungskonzept

für Ausbilder erarbeitet. Die EUK hat

dieses, auf die Berufsschulaktion aufbauende,

betriebsspezifische Medienpaket in

Form einer DVD inklusive Unterweisungskonzept

an die Ausbildungswerkstätten

und Trainingszentren verteilt. z

EUKDialog 4/2012 17


Sicherheit überall

Seminare für Sicherheit

und Gesundheitsschutz –

Programm 2013

Im Jahr 2013 bietet die EUK im Rahmen der Aus- und Fortbildung 107 Seminare

zu Themen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes an.

Um einen nachhaltigen Nutzen für die Präventionsarbeit der Eisenbahn-

Unfallkasse zu gewährleisten, orientiert sich die Themenauswahl an den

Zielgruppen, den Beschäftigtenzahlen, am Gefährdungspotenzial, an der

aktuellen Vorschriftenlage und dem Geschehen im Bereich des Arbeitsschutzes

sowie an der Nachfrage und den Erwartungen der Arbeitgeber und Versicherten.

Diese Kriterien sind nicht willkürlich gewählt, sondern durchdacht, im Sinne

einer angestrebten Qualität bei den EUK-Seminaren, die nachfolgend näher

durch Dipl.-Ing. (FH) Dietmar Schurig betrachtet werden.

18

Qualität in der Qualifizierung

Die EUK ist Mitglied im Qualitätsverbund

Qualifizierung (QVQ), einem Zusammenschluss

von Unfallversicherungsträgern

(Unfallkassen und Berufsgenossenschaften),

die sich das Ziel gesteckt haben,

die Qualität für den Bereich Aus- und Fortbildung

(Qualifizierung) auf einem einheitlichen

Niveau (Mindestmaß) zu halten, auf

Basis eines vom QVQ selbst erarbeiteten

Qualitätsrahmenmodells, denn immerhin

ist die Unfallversicherung der zweitgrößte

Bildungsträger in Deutschland.

Dieses Modell umfasst ein unter Fachleuten

entwickeltes gemeinsames Qualitätsverständnis

sowie Qualitätsstandards

und soll die Mitglieder des QVQ unterstützen,

das gesamte pädagogische und

organisatorische Handeln im Rahmen der

Qualifizierung aufeinander abgestimmt

und reflektiert zu gestalten. Branchenspezifische

Besonderheiten (wie zum Beispiel

„Eisenbahn“) können dabei Berücksichtigung

finden. Hierfür garantiert die EUK

durch eine für drei Jahre gültige Selbsterklärung,

dass die Qualifizierungsmaßnahmen

nach § 23 SGB VII den Anforderungen

des Qualitätsrahmenmodells

„Qualifizierung“ an das Qualitätsverständnis

sowie die Kern-, Management-

und Serviceprozesse entsprechen und

insbesondere dass

z die jeweiligen Prozesse dokumentiert

sind,

z die Qualifizierungsmaßnahmen evaluiert

werden und

z eine Auditierung (Auditplan) erfolgt.

Die ersten beiden Punkte waren für die EUK

nicht neu, jedoch mussten Anpassungen

und Änderungen an der Dokumentation

der hausinternen Abläufe und Prozesse

im QM-Handbuch und teilweise bei der

Zuordnung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten

getätigt werden.

Die Verlagerung vieler Seminare an den

Standort Dresden (IAG) zur Erhöhung der

Praxisanteile durch Nutzung der Praxisfelder

ist zum Beispiel eine offensichtliche

und spürbare Veränderung auch

für die Seminarteilnehmer, die durch die

Vorgaben des Qualitätsrahmenmodells

aus Sicht der EUK erforderlich war.

Auch die Evaluation der Seminare wird

von der EUK ernst genommen und erfolgt

systematisch. Der dafür am Ende der

Seminare verteilte Teilnehmerfragebogen

ist sicher denjenigen, die schon an EUK-

Seminaren teilgenommen haben, bekannt.

Kurz gesagt werden die Seminare der

EUKDialog 4/2012


EUK durchweg gut bis sehr gut bewertet,

was die Leistungen der Dozenten betrifft.

Dies ist deren Fach-, Methoden und Sozialkompetenz

geschuldet, die auf den jährlich

(systematisch gemäß QM-Handbuch)

durchgeführten Dozententrainings der

EUK kontinuierlich erweitert werden sowie

deren persönlichem Engagement vor Ort.

Die Fachkompetenz wird insbesondere

bei den externen Experten (Juristen und

Psychologen) hoch geschätzt, die in den

Seminaren für Führungskräfte zum Einsatz

kommen.

Der dritte Punkt – die Auditierung –

war für das Seminargeschäft der EUK

neu. Im Jahr 2012 fand ein zweitägiges

Audit, durchgeführt durch die Unfallkasse

Hessen bei der EUK in Frankfurt

am Main, statt. Dabei wurden der Leiter

des Referats Aus- und Fortbildung, seine

mit der Seminarorganisation betrauten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie

Dozenten intensiv zu den Abläufen und

Regelungen befragt. Im Ergebnis gab

es eine erfreuliche Übereinstimmung

zwischen den Aussagen aller Befragten

und den dokumentierten Prozessen im

QM-Handbuch, das heißt, die Umsetzung

in die Praxis gelingt der EUK gut. Es ist

beabsichtigt, dieses Audit alle drei Jahre

zu wiederholen, um den kontinuierlichen

Verbesserungsprozess (KVP) einzuhalten

und einen Ansporn zu haben, in den Leistungen

nicht nachzulassen.

Um einen Einblick in die Inhalte und

Themen der neu dokumentierten (und

nachweislich gelebten) Prozesse zu

bekommen, seien die wichtigsten hier

auszugsweise in verständlicher Form

genannt:

z Qualitätspolitik, Qualitätsziele,

z Aufbauorganisation, Ablauforganisation,

z Angebotsplanung (Präventionsbedarf,

Wirtschaftlichkeit, Kundenorientierung),

z Kundeninformation,

z Ressourcenmanagement,

z Fortbildungsmanagement (Mitarbeiter-/Dozentenqualifizierung),

z Seminarkonzepte (Dozentenleitfaden),

z Medien und Materialien (Corporate

Design),

z Teilnehmermanagement,

z Dozentenmanagement,

z Materiallogistik,

z Infrastruktur (Seminar-, Unterbringungs-

und Verpflegungsinfrastruktur),

z Abrechnungsmodalitäten,

z Weiterentwicklung, Evaluation,

z Tagungsstätten und deren Leistungen

vor Ort.

Foto: BKK Akademie

Neue Tagungsstätten

Viele Seminare für Sicherheitsbeauftragte

sowie Fachseminare werden alternativ

zur gewohnten Tagungsstätte der DGUV

in Bad Hersfeld nun erstmalig im Jahr

2013 in der BKK-Akademie in Rotenburg

a.d. Fulda durchgeführt. Bei der Wahl

der Tagungsstätte kommen mehrere

Faktoren zusammen, wie zentrale Lage,

Erreichbarkeit, Ausstattung, Verpflegung,

Preis-Leistung, Freizeitangebot vor Ort,

Verfügbarkeit und ggf. Erfahrung aus den

Vorjahren oder Referenzen (natürlich sind

auch diese Kriterien im QM-Handbuch der

EUK so dokumentiert).

Die einwöchige Präsenzphase PV der

Sifa-Ausbildung (branchenbezogene

Ausbildung) wird im Kolpinghaus in Fulda

stattfinden.

Inhalte und Themen

Die Seminarinhalte werden den aktuellen

Entwicklungen angepasst und sind immer

aktuell. Rund ein Viertel der angebotenen

Seminare richten sich wieder an Führungskräfte.

Hier bleiben die bewährten Themen

zur Führungsverantwortung und rechtlichen

Konsequenzen, Fremdfirmeneinsatz

& Leiharbeitnehmer, Richtig unterweisen

und weniger Stress erhalten. An dieser

Stelle sei nochmals ausdrücklich erwähnt,

dass sich die Stress-Seminare der EUK

an Führungskräfte richten, die in Ihrem

Bereich Einflussmöglichkeiten haben und

Arbeitsbedingungen schaffen oder ändern

können und nicht an Mitarbeiter, die sich

gestresst fühlen und durch das Seminar

Abhilfe erhoffen.

Die 30 Seminare für Sicherheitsbeauftragte

(zwei mehr als im Vorjahr) werden

Sicherheit überall

Die zentral gelegene BKK-Akademie in Rotenburg a.d. Fulda erweitert im Jahr 2013 den Pool der

Standorte für EUK-Seminare

an den Standorten in Bad Hersfeld, Hamm,

Potsdam, Rotenburg a.d. Fulda und Nürnberg

durchgeführt. Diese Seminare sind

als Grundausbildung, aber auch als Fortbildung

für Sicherheitsbeauftragte, die seit

mehr als vier Jahren an keinem Seminar

für Sicherheitsbeauftragte teilgenommen

haben, zu verstehen. Ganz im Sinne des

neuen Qualitätsverständnisses wird hier

auf eine regionale Zuordnung der Anmeldungen

geachtet, um den Aufwand und die

Kosten für Reisen so gering wie möglich

zu halten.

Bei den Fachseminaren hat sich die

Zahl der Seminare „Gefährdungsbeurteilung“

um zwei auf sechs und „Tätigkeiten

mit Gefahrstoffen“ um eins auf fünf

auf Grund der gestiegenen Nachfrage

erhöht. Die EUK ist zuversichtlich, durch

ihr Angebot den Bedürfnissen aller versicherten

Betriebe gleichermaßen gerecht

zu werden.

Seminarprogramm 2013

Dieser Ausgabe des EUK-Dialogs liegt wie

gewohnt als Broschüre das Seminarprogramm

2013 bei, dem Sie weitere Informationen

sowie Formulare für Anmeldungen

entnehmen können. Ebenso finden Sie

das Programm auf der Internetseite: www.

euk-info.de unter der Rubrik Prävention =>

Aus- und Fortbildung.

Die Teilnahme an den Seminaren inklusive

der erforderlichen Fahrt-, Unterbringungs-

und Verpflegungskosten ist für die Versicherten

der EUK kostenfrei.

Eine rechtzeitige Anmeldung ist für alle

EUK-Seminare empfohlen. z

EUKDialog 4/2012 19


Sicherheit überall

Prävention – Straßenverkehr

Sicher durch den

Winter

Regen, Nebel, Schnee und Eisglätte können im Winter die normale Fahrt zur

Rutschpartie machen. Es kommt immer wieder zu vermeidbaren Unfällen, mit

oftmals schwerwiegenden Folgen. Im nachfolgenden Beitrag von Dipl.-Ing.

(FH) Martin Kluth erfahren Sie, wie man trotz dieser widrigen Umstände

im Winter das Unfallrisiko mit einfachen Mitteln minimieren kann.

Rücksicht nehmen und

Witterung beachten

Unfälle können im Winter verhindert

werden, wenn man noch mehr Vorsicht

walten lässt als sonst. Ein den Witterungsverhältnissen

angepasstes Fahrverhalten

beinhaltet langsames Fahren, Abstand

halten und Rücksichtnahme. Nicht nur bei

Nebel kann es sehr gefährlich sein, sich

an den Rücklichtern oder Nebelschlussleuchten

des Vordermanns zu orientieren.

Dies verleitet dazu, den Abstand zum

nächsten Fahrzeug bei dichtem Nebel

zu verkürzen, was wiederum Auffahrunfälle

provoziert. Besser ist es, sich an den

Leitpfosten am Straßenrand zu orientieren,

die immer 50 m voneinander entfernt

stehen. Ist der nächste Pfosten nicht mehr

zu erkennen, helfen die Fahrbahnmarkierungen

in der Straßenmitte. Der Abstand

vom Beginn einer Markierung zur nächsten

beträgt auf Bundesstraßen genau 12

Meter und auf Autobahnen 18 Meter. Zur

Rücksichtnahme zählt natürlich auch, die

Nebelschlussleuchte erst bei Sichtweiten

unter 50 m einzuschalten. Dabei gilt dann

die zulässige Höchstgeschwindigkeit von

50 km/h.

Besonders gefährlich sind Temperaturen

um den Gefrierpunkt. Ist der Fahrbahnzustand

zu Beginn der Fahrt noch griffig

und gut beherrschbar, kann sich dies auf

Brücken, bei Tunnelausfahrten und in

Waldgebieten schnell ändern. Wenn sich

20

durch Wind und Feuchtigkeit Eis auf der

Fahrbahn gebildet hat, erhöht sich dadurch

deutlich der Bremsweg. Vor Kurven,

Brücken, in Waldgebieten und anderen

gefährdeten Bereichen deshalb: Runter

vom Gas und erhöhte Aufmerksamkeit!

Fahrzeugvorbereitung

Die Wintertauglichkeit des Fahrzeugs

sollte rechtzeitig geprüft werden. So ist

der Frostschutz von Kühlflüssigkeit und

Scheibenwaschwasser zu überprüfen.

Die Batterie ist bei tiefen Temperaturen

besonders belastet. Es ist sinnvoll, eine

schwache Batterie rechtzeitig auszutauschen,

damit der Motor jeden Morgen

anspringt.

Für die Reifen gilt die Regel: Von Oktober

bis Ostern auf Winterreifen fahren. Zulässige

Reifen sind M+S Reifen mit dem

entsprechenden Schneeflockensymbol

oder Ganzjahresreifen.

Vor jeder Fahrt sind Vorbereitungen für

eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr

wichtig. Die Scheiben sind von Eis und

Schnee so zu befreien, dass der Fahrer

eine ungehinderte Rundumsicht hat.

Das Befreien aller Fahrzeugflächen vom

Schnee verhindert Sichtbehinderungen

durch Schneeverwehungen aufgrund des

Fahrtwindes. Dies kann sowohl einem

selbst, als auch anderen Verkehrsteilnehmern

zum Verhängnis werden. Eine

Nachlässigkeit in diesen beiden Punkten

ist ebenso bußgeldbewehrt wie das Fahren

mit falschen Reifen.

Unterwegs zu Fuß und

mit dem Rad

Radfahrer sollten rechtzeitig vor Beginn der

dunklen Jahreszeit Bremsen, Beleuchtung

und Reflektoren überprüfen. Durch helle

Kleidung möglichst mit reflektierenden

Elementen können Fußgänger genauso

wie Radfahrer bei Dunkelheit schnell

erkannt werden.

Fahrzeuge des Winterdienstes

Diese Fahrzeuge fahren beim Räumen

und Streuen maximal 60 km/h. Auch

wenn man meint, selbst eine schnellere

Geschwindigkeit fahren zu können, kann

es nach Überholen der Räum- und Streufahrzeuge

auf eisglatter Straße schnell

zu Unfällen kommen. Hinter den Fahrzeugen

des Winterdienstes herrschen

kontrollierbarere Straßenverhältnisse, es

lohnt sich also, diese passieren zu lassen,

die Geschwindigkeit anzupassen und zu

warten bis die Straße ganz von Schnee

und Eis befreit wurde.

Frühzeitige Prävention

Die Unternehmer können viel dazu

beitragen, dass ihre Beschäftigten auf

dem Weg zur Arbeit oder beim dienstlichen

Gebrauch von Fahrzeugen sicher

ans Ziel kommen. In Unterweisungen

ist dieses Thema aufzugreifen und den

Beschäftigten wiederkehrend nahezubringen.

Durch die Teilnahme an einem

Fahrsicherheitstraining lernt man Gefahren

zu erkennen und sein Fahrzeug auch in

Extremsituationen zu beherrschen. Denn

wer die Gefahren kennt und sein Fahrzeug

beherrscht, kommt nicht nur durch

die kalte Jahreszeit sicherer an sein Ziel.

Die Eisenbahn-Unfallkasse fördert für

Beschäftigte ihrer Mitgliedsunternehmen

die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining

nach den Richtlinien des Deutschen

Verkehrssicherheitsrates (DVR) mit

einem Kostenzuschuss. z

Informationen und Anträge zum Fahrsicherheitstraining finden Sie auf unserer Internetseite

unter: http://www.euk-info.de/praevention/verkehrssicherheitsarbeit/fahrsicherheitstraining.html

EUKDialog 4/2012


EU-Kampagne 2012/2013

Partnerschaft für

Prävention

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

(EU-OSHA) hat im April 2012 ihre neue Kampagne für gesunde Arbeitsplätze

gestartet. Ziel ist es, europaweit den zirka 5.500 tödlichen Unfällen und dem

Verlust von geschätzt 159.000 Menschenleben im Zusammenhang mit Berufskrankheiten

mit neuen Konzepten entgegenzuwirken.

Die Kampagne 2012/2013 „Partnerschaft für Prävention“ soll europaweit die

Zusammenarbeit zwischen allen innerbetrieblichen Interessensgruppen fördern.

Arbeitsschutz wurde in der Vergangenheit

relativ einseitig als Aufgabe des

Managements verstanden. Schlagwörter

wie gerichtsfeste Organisation verdeutlichten

zudem die starke Ausrichtung auf

das (bloße) Erfüllen rechtlicher Vorgaben.

Soziale Verantwortung und die Bedeutung

der Zufriedenheit von Mitarbeitern am

Arbeitsplatz sind Themen die dadurch

drohten in den Hintergrund gedrängt zu

werden.

Die Suche nach den Erfolgsfaktoren für

den Arbeitsschutz in der betrieblichen

Praxis der letzten Jahre zeigt jedoch, dass

nennenswerte und messbare Verbesserungen

im Arbeits- und Gesundheitsschutz

dann erzielt werden, wenn betriebliche

Führung und Belegschaft intensiv zusammenarbeiten.

Entsprechend positioniert

man sich nun bei der Formulierung der

Programme.

Während der letzte Arbeitstitel für die Jahre

2010/2011 sich mit dem Motto „Sichere

Instandhaltung“ noch Technik-orientiert

zeigte, geht es in der aktuellen Kampagne

„Partnerschaft für Prävention“ nun verstärkt

um das Miteinander im Betrieb. Hierzu

hat die europäische Agentur Grundsätze

formuliert.

Führungsverhalten

des Managements (Auszug)

z Das Management ist gesetzlich wie

moralisch dazu verpflichtet, bei Sicher-

heit und Gesundheitsschutz bei der

Arbeit führend voranzugehen.

z Sichtbares und aktives Engagement

des Managements.

z Beteiligung der Arbeitnehmer und ihrer

Vertreter.

z Bei Entscheidungen Zuhilfenahme von

Instrumenten zur Gefährdungsbeurteilung.

z Einbinden eines wirksamen Managements

von Sicherheit und Gesundheitsschutz

in der gesamten Organisation.

z Fördern dieser Kultur über die gesamte

Lieferkette hinweg.

Mitarbeiterbeteiligung (Auszug)

z Frühzeitig über Probleme sprechen.

z Sich nach den Ansichten des anderen

erkundigen und Meinungen und Informationen

austauschen.

z Gemeinsam Entscheidungen treffen.

Foto: EU-OSHA

Sicherheit überall

z Einander vertrauen und sich gegenseitig

respektieren.

Umsetzung in der Praxis

Welchen Nutzen können nun die betrieblichen

Führungskräfte und Mitarbeiter bzw.

deren Vertretungen aus der Kampagne

ziehen?

Bisher wurden die Leitfäden

z Managementführung und

z Beteiligung der Arbeitnehmer

veröffentlicht.

In diesen Leitfäden werden unter anderem

die verschiedenen Rollen im Unternehmen

beleuchtet und Möglichkeiten zur Verbesserung

der Zusammenarbeit aufgezeigt.

Für alle interessierten Gruppen, die Medien

und Hilfsmittel der EU-Kampagne, wie

beispielsweise Praxisleitfäden, Handzettel,

DVDs und Poster nutzen wollen,

ist der nationale Stützpunkt (focal point)

in Berlin eingerichtet worden:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Referat IIIb2 – Grundsatzfragen des

Arbeitsschutzes

Focal Point Deutschland

Wilhelmstrasse 49, 10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 18 527 6766

Fax: +49 (0)30 18 527 5374

E-Mail: reinhard.gerber@bmas.bund.de

URL: http://osha.europa.eu/fop/germany/de

Europäischer Wettbewerb

Im Rahmen dieser Kampagne ruft die Europäische

Agentur auch zur Einreichung von

Beiträgen für den 11. Europäischen Wettbewerb

für gute praktische Lösungen im

Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz

bei der Arbeit auf. Der Wettbewerb endet

im Frühjahr 2013 mit einer Preisverleihung.

Die Details können auch hier über den

Kontakt in Berlin oder den Internet-Auftritt

erfragt werden. z

EUKDialog 4/2012 21


Leserforum

Fragen zum

Versicherungsschutz

22

Foto: Fotolia

Auffahrunfall

Frage

Neulich bin ich auf dem Weg zur Arbeit

mit meinem Auto an einer roten Ampel auf

das Auto des vorausfahrenden Verkehrsteilnehmers

aufgefahren. Bei dem Unfall

erlitt ich Verletzungen und wurde für ein

paar Tage stationär im Krankenhaus aufgenommen.

Wenige Wochen später fand ich

in meinem Briefkasten einen Fragebogen

der Regressabteilung der EUK. Ich sollte

Angaben zum Unfallhergang machen,

damit von Seiten der EUK gegenüber

dem Unfallgegner unter Umständen

Regress beüglich der Heilbehandlungskosten

genommen werden könnte. Wieso

will die EUK Schadensersatzansprüche

gegenüber dem Unfallgegner geltend

machen, wenn ich doch an dem Unfall

allein schuld bin? Schließlich hat mich die

Polizei doch wegen des Unfalls auch mit

35 Euro verwarnt.

Alois Schmidtbauer, München

EUK

Die durch einen Unfall entstandenen Schadensersatzansprüche

gehen gem. § 116

Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB X)

auf die EUK als gesetzlich zuständigen

Unfallversicherungsträger über. Diese

Schadensersatzansprüche macht die EUK

gegenüber den Schädigern bzw. ihren Kfz-

Haftpflichtversicherungen geltend, um ihre

eigenen Aufwendungen möglichst gering

zu halten. Wäre der in Rede stehende

Unfall ausschließlich nach Sach- und

Rechtslage zu beurteilen, könnte die EUK

gegenüber dem Unfallgegner bzw. seiner

Kfz-Haftpflichtversicherung keine Schadensersatzansprüche

geltend machen,

da der Unfall ausschließlich durch den

Versicherten verursacht worden ist.

Zwischen der EUK als gesetzlichem Unfallversicherungsträger

und verschiedenen

Kfz-Haftpflichtversicherungen gibt es

jedoch so genannte Teilungsabkommen.

Foto: Fotolia.com-Benjaminnolte

Bei diesen Teilungsabkommen kommt es

auf die Frage des Verschuldens nicht an.

Ausreichend für eine Zahlungsverpflichtung

der Versicherung ist es, dass ein bei

ihr versichertes Kraftfahrzeug irgendwie an

dem Unfall beteiligt ist. Bei einer Abrechnung

nach Teilungsabkommen zahlt die

Kfz-Haftpflichtversicherung stets eine

im Teilungsabkommen fest vereinbarte

Quote.

Die Teilungsabkommen hat die EUK

abgeschlossen, um Verwaltungskosten

zu sparen. Bei der großen Anzahl der zu

bearbeitenden Fälle können die Schadensersatzansprüche

mit wenig Personal, ohne

große Ermittlungsarbeit oder ohne Streit

um Haftungsquoten schnell und unbürokratisch

abgeschlossen werden. Zwar

wird in Fällen, in denen der Versicherte

der EUK den Unfall nicht verursacht hat,

auch nur die vereinbarte Quote gezahlt,

bei der großen Anzahl der Fälle gleicht

sich dies aber wieder aus. Um herauszufinden,

ob der Unfallgegner seine

Kfz-Haftpflichtversicherung bei einer

Versicherung abgeschlossen hat, die mit

der EUK über ein Teilungsabkommen

verbunden ist, muss bei jedem Unfall ein

entsprechender Fragebogen verschickt

werden. Nur mit den darin enthaltenen

Angaben des Versicherten ist die EUK

in der Lage, alle Regressmöglichkeiten

auszuschöpfen.

Sofern bei einem unverschuldeten Unfall

die Kfz-Haftpflichtversicherung aufgrund

eines Teilungsabkommens eine anteilige

Schadensregulierung vornimmt, hat

dieses keinen Einfluss auf den Schadensfreiheitsrabatt.

Dies folgt daraus,

dass die Kfz-Haftpflichtversicherungen

Teilungsabkommen ebenso wie die EUK

aus wirtschaftlichen Gründen abschließen,

um Verwaltungskosten zu sparen. Dieses

Bestreben der Versicherungen kann

jedoch nicht zum Nachteil des Versicherungsnehmers

gereichen. Anderenfalls

würde es sich bei Teilungsabkommen um

Verträge zu Lasten Dritter handeln, die

aber gesetzlich nicht zulässig sind. z

EUKDialog 4/2012


Wer schreibt, gewinnt …

Liebe Leserinnen und Leser,

wie bereits in den vergangenen Ausgaben des „EUK-Dialog“,

besteht auch weiterhin für Sie die Möglichkeit mit uns in Kontakt

zu treten und wertvolle Preise zu gewinnen.

Wir bitten Sie, hiervon regen Gebrauch zu machen. Schreiben

Sie Ihre Anregungen und Fragen auf die Vordrucke der Seiten 23

und 24 und faxen diese an 069 47863-571. Selbstverständlich

können Sie auch eine E-Mail an dialog@euk-info.de mit dem

Betreff „Leserforum“ an uns senden. Gleichzeitig nehmen Sie

an unserem Preisausschreiben teil.

Unter dem Motto „Wer schreibt, gewinnt…“ werden unter allen

Einsendern der Leserzuschriften zum „EUK-Dialog“ 4/2012 wieder

zehn Preise verlost.

Einsendeschluss ist der 2. Januar 2013, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Name

Privatanschrift

Telefon (mit Vorwahl)

Ich bin bei (Stelle)

als (Tätigkeit)

Eisenbahn-Unfallkasse

EUK 51

Postfach 20 01 52

60605 Frankfurt am Main

beschäftigt.

Leserforum

1. Preis: Ein Werkzeugkoffer

mit umfangreicher Werkzeugbestückung

2. Preis: Ein MP3-Player

3. bis 5. Preis: Je eine große Briefmappe

6. bis 10. Preis: Je ein DB-Fachbuch Ihrer Wahl

Unter den Einsendern der Leserzuschriften zum „EUK-Dialog“

3/2012 wurden die Gewinner ermittelt und schriftlich benachrichtigt.

Der 1. Preis, ein Gutschein für ein Fahrsicherheits-

training ging an Monika Möller aus Andernach, der 2. Preis, eine

Armbanduhr ging an Maximilian Weiser aus Büchenbach und

der 3. bis 5. Preis, je ein Mehrsystemschreiber von Lamy ging

an Petra Kacar aus Siegen, Tobias Fritsch aus Hiddenhausen

sowie Dirk Hartmann aus Bochum.

Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch.

Die Ausgabe 4/2012 vom „EUK-Dialog“ habe ich durchgesehen.

Sie gefiel mir gut □ weniger gut □ überhaupt nicht □

Besonders interessant waren die Beiträge

Das Reisezentrum wird mobil ................................................□

EUK auf der Messe InnoTrans 2012 ......................................□

Aus der Arbeit des Widerspruchsausschusses ....................□

Die Versorgung mit Hilfsmitteln und Hilfen ............................□

Dialog ....................................................................................□

Telegramm .............................................................................□

Seminare für Sicherheit und Gesundheitsschutz 2013 .........□

Sicher durch den Winter ........................................................□

Partnerschaft für Prävention ...................................................□

Checkliste ...............................................................................□

Folgende Beiträge fanden mein Interesse nicht oder nur wenig:

EUKDialog 4/2012 23



Leserforum · Impressum

Das gibt’s im nächsten Heft

Der nächste „EUK-Dialog“ erscheint Mitte Februar 2013. Das

Heft hat wieder einen Umfang von 24 Seiten. Unter den Rubriken

z EUK aktuell z Prävention z Unfallversicherung z Telegramm

z Dialog z Checkliste z Sicherheit überall z Leserforum

werden wieder viele aktuelle und interessante Beiträge für die

Versicherten und die Mitgliedsbetriebe der EUK erscheinen.

Auf dem Redaktionsprogramm stehen u.a. folgende Themen:

z Die Vertreterversammlung der EUK tagte in Fulda

z Forschungsprojekt „Individuelle Warnung“

z Zentrales Hilfsmittelmanagement der EUK – Fortsetzung

z Neue Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“

z Rechtsfragen bei Erste-Hilfe-Leistungen

Besuchen Sie uns auch im Internet

www.euk-info.de

Hier finden Sie wichtige Informationen über die Eisenbahn-

Unfallkasse und interessante Links zu allen Themen rund um

die gesetzliche Unfallversicherung.

Ich möchte Folgendes vorschlagen:

Ich habe folgende Frage(n):

Was mir sonst noch auffiel und Sie wissen sollten:

Mit freundlichen Grüßen

24

Impressum „EUKDialog“

Mitteilungsblatt der Eisenbahn-Unfallkasse (EUK) – Gesetzliche Unfallversicherung

– Körperschaft des öffentlichen Rechts, Sitz Frankfurt am Main.

Herausgeber: Eisenbahn-Unfallkasse.

Redaktionsbeirat: Ute Widmaier, Vorsitzende des Vorstandes der EUK,

Rudi Ludwig, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der EUK,

Vlatko Stark, alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der EUK.

Redaktion: Dieter Kersten (Chefredakteur), Johannes Spies (Selbstverwaltung

und Unfallversicherung), Helge Kummer (technischer Arbeitsschutz

und technische Unfallverhütung), Paul Ansion (allgemeiner Arbeitsschutz und

allgemeine Unfallverhütung), Elke Sachs (Redaktionsbüro).

Anschrift: Eisenbahn-Unfallkasse, Redaktion „EUK-Dialog“,

Salvador-Allende-Straße 9, 60487 Frankfurt am Main,

Telefon 069 47863-0, Telefax 069 47863-151.

Erscheinungsweise und Bezugspreis: Erscheint jeden dritten Monat.

Der Bezugspreis ist für Mitglieder der EUK im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Für andere Bezieher: Jahresabonnement Euro 4,40 zuzügl. Versandkosten.

Verlag und Anzeigen: Bahn Fachverlag GmbH, Linienstraße 214,

10119 Berlin, Telefon 030 2009522-0, Telefax 030 2009522-29.

E-Mail: mail@bahn-fachverlag.de

Geschäftsführer: Dipl.-Kfm. Sebastian Hüthig.

Anzeigen und Vertrieb: Marion Clevers.

Anzeigenpreisliste Nr. 6 z.Z. gültig. Alle Rechte vorbehalten;

Nachdruck oder Vervielfältigung, auch auf fotomechanischem Wege,

nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Druck: Laub GmbH & Co. KG, Brühlweg 28, 74834 Elztal-Dallau.

Titelbild: DB AG/Christian Bedeschinski.

EUKDialog 4/2012


Chefsache: Unterweisungen

Unterweisungen sind nicht nur eine

gesetzliche Pflicht. Sie sind ein wichtiger

Baustein des betrieblichen Arbeits- und

Gesundheitsschutzes. Durch Unterweisungen

erhalten alle Beschäftigten die für einen

sicheren Betriebsablauf und gesunde

Arbeitsbedingungen wesentlichen Informationen.

Checkliste

Die folgende Checkliste gibt Ihnen Hinweise,

wie Sie Ihre gesetzliche Pflicht zur Unterweisung

Stephan

erfüllen, Ihre Mitarbeiter motivieren und die

Unterweisung zu einem gewinnbringenden

AG/Axel

und qualitätssichernden Element in die Arbeits-

DB

abläufe integrieren. Foto:

Bitte testen Sie sich ja nein

1. Werden neue Mitarbeiter vor Arbeitsaufnahme über die Gefahren im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit

und das sicherheitsgerechte Verhalten unterwiesen?

2. Ist sichergestellt, dass alle Beschäftigten entsprechend den betrieblichen Erfordernissen regelmäßig

wiederkehrend, mindestens jedoch einmal jährlich, unterwiesen werden?

3. Berücksichtigen Sie, dass nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz für Jugendliche unter 18 Jahren Unterweisungen

mindestens halbjährlich zu wiederholen sind.

4. Führen Sie bei jedem Arbeitsplatzwechsel oder bei Veränderungen im Aufgabenbereich die notwendigen

Unterweisungen durch?

5. Ist sichergestellt, dass das Datum der Unterweisung, Unterweisungsinhalte und die Teilnehmer der Unterweisung

dokumentiert werden?

6. Ist bei der Benutzung elektronischer Unterweisungshilfen sichergestellt, dass ein Gespräch zwischen

Beschäftigten und Unterweisenden jederzeit möglich ist?

7. Ist sichergestellt, dass Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen, als Grundlage für die Unterweisung,

stets aktuell sind?

8. Prüfen Sie, ob die Inhalte der Unterweisung von allen Beschäftigten verstanden wurden?

9. Wird das mit der Unterweisung geforderte Verhalten regelmäßig überprüft?

10. Dulden Sie kein sicherheitswidriges Verhalten?

11. Verhalten sich alle Führungskräfte so, wie Sie es von Ihren Mitarbeitern entsprechend der Unterweisung

erwarten?

12. Zeigen Sie Ihren Beschäftigten den persönlichen Nutzen von sicherheitsgerechtem Verhalten auf und

vermeiden Drohungen und Begründungen durch Vorschriften?

13. Werden Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der Vorbereitung der Unterweisung beteiligt?

14. Behandeln Sie in der Unterweisung auch Themen der Ergonomie und der Gesundheitsförderung?

15. Nutzen Sie für die Unterweisung verschiedene Methoden?

16. Gestalten Sie die Unterweisung so, dass sich Ihre Mitarbeiter aktiv beteiligen können?

17. Stimmen Sie Art und Inhalt der Unterweisung auf die Kenntnisse und Erfahrungen der Beschäftigten ab?

18. Führen Sie nach Unfällen, Beinaheunfällen, sonstigen Schadensereignissen oder bei festgestellten sicherheitswidrigen

Verhalten von Mitarbeitern anlassbezogene Unterweisungen durch?

EUKDialog 4/2012 25


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