EUK-DIALOG Heft 1/2002 - Eisenbahn-Unfallkasse

euk.info.de

EUK-DIALOG Heft 1/2002 - Eisenbahn-Unfallkasse

Stolpern, Rutschen, Stürzen

Der Arbeitsschutzausschuss

Die Haut – weit mehr als ein Schönheitsideal

Sicher durch den Winter

Öffentliche Bekanntmachungen

Mitteilungsblatt der Eisenbahn-Unfallkasse · Gesetzliche Unfallversicherung

Dialog

4. Quartal 2003

4·2003


EUKDialog 4/2003

Liebe Leserinnen und Leser,

wann sind Sie zum letzten Mal gestolpert oder gestürzt, erinnern Sie sich

noch an den Tag und die Umstände? Wohl kaum. Wir sehen uns selbst

doch selten davon betroffen. Tatsache ist aber, dass Stolper- und

Sturzunfälle bei manchen Tätigkeiten mehr als ein Drittel aller Unfälle

ausmachen. Prüfen Sie selbst, ob Sie die im Beitrag in diesem Heft zum

Stolpern, Rutschen und Stürzen genannten Situationen wie der

Autor einschätzen und ob das eine oder andere an Ihrer Arbeitsstelle,

im Betrieb zu veranlassen ist.

Die größte Ausstellung für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin der Welt,

kurz A+A genannt, hat in Verbindung mit einem internationalen Kongress

für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Oktober in Düsseldorf stattgefunden.

Die EUK hat sich an einem Gemeinschaftsstand des Bundesverbandes

der Unfallkassen mit anderen Unfallkassen zusammen beteiligt.

Durch Bildwände, Informationsmaterial, Videos usw. konnte gezeigt werden,

auf welchen Gebieten Expertenwissen verfügbar ist. Dementsprechend

führte die EUK parallel zur A+A im Kongresszentrum ein Seminar

über das Thema „Berufsbedingte traumatische Ereignisse bewältigen“

durch. Wir berichten über die A+A sowie das Seminar in diesem Heft nur

kurz, mehr dazu im Nächsten.

Das bisher schon umfangreiche Seminarangebot der EUK wird im Jahr

2004 fortgeführt und um aktuelle Themen erweitert z.B. über die

Betriebssicherheitsverordnung, Stressvermeidung und andere mehr.

Seminare bieten mehr als Wissensvermittlung, z.B. Erfahrungsaustausch

zu praktischen Problemen. Beachten Sie daher das beiliegende

Schulungsprogramm, vielleicht ist etwas für Sie oder Ihre Mitarbeiter dabei.

Im Rahmen der betrieblichen Prävention von Arbeitsunfällen und

Berufskrankheiten spielt der Arbeitsschutzausschuss eine wichtige Rolle,

aber haben Sie schon gehört, was dort verhandelt wird und wer dort

etwas zu sagen hat? Auf Seite 5 berichten wir darüber.

Damit Sie nicht nur die reine Lehre lesen, haben wir auch das Interview,

das in diesem Heft abgedruckt ist, mit den beiden wichtigsten Mitgliedern

jedes Arbeitsschutzausschusses, dem Betriebsleiter und dem

Betriebs- bzw. Personalrat, geführt. Lesen Sie nach wie ein erfolgreicher

Arbeitsschutzausschuss im Instandhaltungswerk Nürnberg arbeitet.

Wir berichten über interessante Themen, dabei wollen wir aber nicht

versäumen, auch Ihre Sicherheit im Winter anzusprechen. Lesen Sie

daher bitte unsere Tipps zur Vorsorge: „Sicher durch den Winter“.

Bleiben Sie gesund und munter.

Bis zum nächsten Mal.

Ihr „EUK-Dialog“-Redaktionsteam

Prolog

UNSERE THEMEN

EUK aktuell

2 Stolpern, Rutschen, Stürzen

Unfallversicherung

5 Aus der Arbeit des

Widerspruchsausschusses

6 Arbeitsschutzorganisation

8 Die Haut – weit mehr als ein Schönheitsideal

Dialog

11 „Hinter die Kulissen des Arbeitsschutzausschusses

geschaut“

Öffentliche Bekanntmachungen

13 Außerkraftsetzung der UVV

„Gartenanlagen“ (GUV 1.11;

neu GUV-V C50)

13 Zweiter Nachtrag zur Unfallverhütungsvorschrift

„Sicherheits- und

Gesundheitschutzkennzeichnung

am Arbeitsplatz“ (GUV 0.7; neu

GUV-V A8)

Telegramm

16 ● Die EUK auf der A+A 2003

● Explosionsschutz-Regeln

(GUV-R104, (bisher GUV 19.8))

● Versand von Unfallverhütungsvorschriften

nur durch die EUK

● Außerkraftsetzung der UVV

„Gartenanlagen“ (GUV 1.11; neu

GUV-V C50)

● Zweiter Nachtrag zur Unfallverhütungsvorschrift„SicherheitsundGesundheitschutzkennzeichnung

am Arbeitsplatz“

(GUV 0.7; neu GUV-V A8)

17 ● Seminare 2004

Checkliste

18 Ein Ausschuss für den Arbeitsschutz

Sicherheit überall

19 Medikamente am Arbeitsplatz und

im Straßenverkehr

20 Sicher durch den Winter

Weitere Rubriken

21 ● Leserforum

24 ● Das gibt’s im nächsten Heft

24 ● Impressum

Unser Titelbild

Sicher arbeiten – es lohnt zu leben

1


EUK aktuell

Anforderungen an

innerbetriebliche

Verkehrswege

Verkehrswege im Freien bzw.

innerhalb von Gleisanlagen sind

durch den Unternehmer dort

anzulegen, wo Beschäftigte die

Betriebsanlagen, Gebäude

oder auch Arbeitsplätze erreichen

müssen. Beschäftigte im

Eisenbahnbetrieb, z.B. Triebfahrzeugführer,

nutzen die Verkehrswege,

um von Sozialgebäuden

oder Meldestellen zu

ihrem Arbeitsplatz oder zurück

zu gelangen. Auch beim Ausführen

der Tätigkeiten ist es erforderlich,

die Verkehrswege zu

nutzen, z.B. beim Führerraumwechsel

an einem Wendezug

oder beim Rangieren.

Damit Beschäftigte die Verkehrswege

sicher begehen und

jederzeit benutzen können,

müssen diese bestimmte Anforderungen

erfüllen. Die Forderungen

gelten unabhängig

davon, ob die Verkehrswege

regelmäßig oder nur gelegentlich

begangen werden. Des

Weiteren gelten sie nicht nur für

neue Verkehrswege, sondern

auch für vorhandene.

Wichtige Voraussetzung für die

Benutzung von Verkehrswegen

ist eine ausreichend bemesse-

2

Stolpern, Rutschen, Stürzen

Kleine Ursachen –

große Wirkung

Im „EUK-Dialog“ 3/2003 berichteten wir über die derzeit laufende Präventionskampagne „Sicherer Auftritt“ des

Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften.

Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle haben in der Regel mehrere Ursachen. Dies gilt auch für Unternehmen im

Zuständigkeitsbereich der Eisenbahn-Unfallkasse und insbesondere dort, wo Beschäftigte im Eisenbahnbetrieb

und im Bereich der Gleise tätig sind.

In dem Fortsetzungsartikel informiert Dipl.-Ing. Gerhard Heres über Anforderungen an innerbetriebliche Verkehrswege

sowie über die Verantwortung der Unternehmer und die Pflichten der Beschäftigten. Abschließend

werden die neuen Plakate der Eisenbahn-Unfallkasse zu der Thematik „SRS-Unfälle“ vorgestellt.

ne Breite. Erfahrungswerte aus

der Praxis zeigen, dass die in

der Arbeitsstätten-Richtlinie

genannte Breite von 0,875 m

für die Verkehrswege im Freien

nicht ausreichend ist. Deshalb

müssen Verkehrswege in Gleisanlagen

mindestens 1,00 m

breit sein. Werden Verkehrswege

von Beschäftigten jedoch

gleichzeitig als Arbeitsplatz genutzt,

so müssen diese mindestens

1,30 m breit sein. Dies

ist erforderlich, da diese Beschäftigten

Tätigkeiten an

Schienenfahrzeugen ausführen

müssen, ohne vor Fahrten im

daneben liegenden Gleis gewarnt

zu werden.

Verkehrswege sollen eben und

trittsicher sein und dürfen keine

Stolperstellen aufweisen. Als

Oberflächenmaterial ist z.B.

gewalzter Feinsplitt geeignet,

Gleisschotter oder Sand sind

nicht geeignet. Abdeckungen,

z.B. von Kabelkanälen, können

in Verkehrswege integriert werden,

wenn deren Oberflächen

bündig eingepasst sind, sich

nicht verschieben lassen und

den jeweiligen Belastungen des

Geh- oder Fahrverkehrs standhalten.

Sind Verkehrswege auch bei

Dunkelheit zu begehen, muss

eine ausreichende Beleuchtung

vorhanden sein. Neue Verkehrs-

wege bzw. neue Beleuchtungseinrichtungen

an vorhandenen

Verkehrswegen sind nach dem

Stand der Technik mit einer

Nennbeleuchtungsstärke von

mindestens 10 Lux auszurüsten

(BGI 759).

Verantwortung

der Unternehmer

und Pflichten der

Beschäftigten

Mietet ein Unternehmer eine

Eisenbahnbetriebsanlage, z.B.

Zugbildungsanlage, bei einem

anderen Unternehmen, z.B.

Railion Deutschland (ehemals

DB Cargo) bei DB Netz, so ist

DB Netz als „Vermieter“ (Infrastrukturbetreiber)

für den sicherheitsgerechten

Zustand der

Anlage einschließlich der Verkehrswege

verantwortlich.

Dazu gehört auch eine regelmäßige

Vegetationskontrolle

sowie das rechtzeitige Planen

und Festlegen der jeweiligen

Verantwortlichkeiten für den

Winterdienst. Grundlage sollte

stets eine vertragliche Vereinbarung

sein, welche die erforderlichen

Angaben, z.B. über

Bestellung, Miete und Verantwortlichkeit,

enthält.

Die Verantwortung bzw. Fürsorgepflicht

für die Beschäftig-

ten hat immer der Unternehmer,

dessen Beschäftigte in der

Anlage arbeiten bzw. die innerbetrieblichen

Verkehrswege

benutzen. Daraus folgt, dass

der „Mieter“ beim Feststellen

von Mängeln in der Anlage, die

Beseitigung der Mängel bzw.

das Herstellen des sicherheitsgerechten

Zustandes gegenüber

dem „Vermieter“ geltend

machen muss. Weiterhin muss

der „Mieter“ die erforderlichen

innerbetrieblichen Verkehrswege

festlegen und den Beschäftigten

bekannt geben. Er bzw.

sein Beauftragter haben durch

regelmäßige Begehungen den

sicherheitsgerechten Zustand

der Verkehrswege zu kontrollieren.

In Bezug auf die Beschäftigten

und die auszuführenden Tätigkeiten

hat der „Mieter“ die Aufgabe,

anhand von Gefährdungsbeurteilungen

die jeweiligen

Gefährdungen zu ermitteln,

Sicherheitsmaßnahmen festzulegen

und deren Wirksamkeit

zu kontrollieren. Hierzu gehört

u.a. das Zurverfügungstellen der

Persönlichen Schutzausrüstung

(PSA), z.B. von geeignetem

Schuhwerk und Warnkleidung.

Die Beschäftigten selbst sind

verpflichtet, entsprechend ihren

Möglichkeiten sowie gemäß

EUKDialog 4/2003


Plakat 1

den Unterweisungen, für ihre

eigene Sicherheit und Gesundheit

bei der Arbeit zu sorgen

und alle dem Arbeitsschutz dienenden

Maßnahmen zu unterstützen.

Sie haben insbesondere

die festgelegten Verkehrswege

sowie die zur Verfügung

gestellte PSA zu benutzen.

Des Weiteren sind sie dazu verpflichtet,

dem Unternehmer

bzw. dem direkten Vorgesetzen

jede von ihnen festgestellte

erhebliche Gefahr für Sicherheit

und Gesundheit unverzüglich

zu melden.

Möglichkeiten zur

Reduzierung des

Fehlverhaltens

Einerseits müssen Verkehrswege

sicherheitsgerecht hergestellt

sein, andererseits müssen

sie jedoch durch die Beschäftigten

auch ordnungsgemäß

benutzt bzw. begangen

werden.

Oft werden die festgelegten

Verkehrswege durch die Beschäftigten

nicht genutzt, weil

sie nach deren Aussage „zu

lang“ oder zu „zeitaufwendig“

sind und das Risiko einer Abkürzung

unterschätzt wird. Der

Unternehmer muss die Ver-

EUKDialog 4/2003

Plakat 2 Plakat 4

kehrswege unter Berücksichtigung

betrieblicher und arbeitsschutztechnischerGesichtspunkte

planen und festlegen,

damit ein sicheres Begehen ermöglicht

wird. Deshalb sind

festgelegte Verkehrswege

manchmal etwas länger, dafür

aber weniger risikoreich. Innerhalb

von Bahnhöfen sieht man

Beschäftigte z.B. öfters beim

Überqueren mehrerer Gleise,

obwohl in geringem Abstand

daneben eine Unter- bzw. Überführung

vorhanden ist.

Stellt der Unternehmer bei Kontrollgängen

fest, dass ein festgelegter

Verkehrsweg nur in

geringem Umfang oder gar nicht

begangen wird, so muss er die

Gründe dafür ermitteln und ggf.

die Anordnung des Verkehrsweges

überprüfen.

Ein weiterer Punkt ist das Nutzen

der zur Verfügung gestellten

PSA. Die besten Schuhe

verfehlen beispielsweise ihre

Wirkung, wenn sie nicht getragen

werden. Fördernd für die

Akzeptanz sind Trageversuche.

Auch ein regelmäßig prüfender

Blick auf die PSA beantwortet

die Frage, ob z.B. das „Profil“

der Schuhe oder die Warnwirkung

der Warnweste noch ausreichend

sind. Ist das nicht der

Fall, ist kurzfristig für Ersatz zu

sorgen.

Plakat 3

Wer die Risiken in seinem Arbeitsbereich

kennt und etwas

gegen die Verringerung der Risiken

bzw. für Sicherheit und

Gesundheit tut, kann etwas

verändern. Dafür muss jedoch

die Wichtigkeit der jeweiligen

Thematik erkannt und die Bereitschaft

zu Verhaltensänderungen

bei jedem Einzelnen

geweckt werden. Nur regelmäßiges

Bewusstmachen der jeweiligen

Gefahren sowie der

sicherheitsrelevanten Botschaften

führen langfristig zu sicherem

Verhalten und somit zu einer

geringeren Anzahl von

„SRS-Unfällen“.

Vorstellung der

neuen Plakate

Ziel der Plakataktion ist es, die

Beteiligten für die Stolper-,

Rutsch- und Sturzgefahren auf

den Verkehrswegen innerhalb

von Gleisanlagen zu sensibilisieren,

ihnen wiederholt die

Gefahren bewusst zu machen

und sie somit zu sicherheitsgerechtem

und sicherheitsbewusstem

Verhalten zu motivieren.

Unternehmer bzw. Vorgesetzte

können die Plakataktion

durch Aushängen der Plakate

an geeigneten Stellen sowie

Erörterung der Thematik, z.B.

bei Unterweisungen, unterstützen.

EUK aktuell

Der 1. Plakatsatz (Plakate 1 bis

4) wurde im Juni 2003 an die

FASI der Unternehmensbereiche

DB Netz, DB Cargo, UB

Personenverkehr und der TI-

Werke verteilt. Die Verteilung

des 2. Plakatsatzes (Plakate 5

bis 8) erfolgt im November 2003

analog. Andere interessierte

Stellen im Zuständigkeitsbereich

der EUK können die Plakatsätze

kostenfrei unter folgender

Anschrift bzw. Faxnummer

anfordern:

Eisenbahn-Unfallkasse

Postfach 20 01 52

60605 Frankfurt am Main

Fax: (0 69) 4 78 63-5 73

Plakat 1

Beschäftigte benutzen Verkehrswege

innerhalb der Gleisanlagen

täglich und können

Mängel durch aufmerksames

Beobachten frühzeitig erkennen.

Kleine Mängel, z.B. im

Verkehrsweg liegende Hemmschuhe,

kann jeder Beschäftigte

selbst beseitigen. Große

Mängel, z.B. defekte Platten

oder Abdeckungen, müssen

den Vorgesetzen gemeldet

werden, damit diese die erforderlichen

Maßnahmen einleiten

und deren Durchführung veranlassen

können.

3


EUK aktuell

Plakat 2

Unfälle beim Auf- und Absteigen

von Triebfahrzeugen ereignen

sich sehr oft durch unzureichendes

Festhalten bzw. Abrutschen

von Tritten. Unaufmerksamkeit,

Hast oder zusätzliches

Tragen einer Arbeitstasche

in der Hand während des

Auf- oder Absteigens können

schnell zu Unfällen mit Verstauchungen,

Bänderrissen oder

Knöchelbrüchen führen. Zur eigenen

Sicherheit hat jeder beim

Auf- und Absteigen darauf zu

achten, dass die Hände frei von

Gegenständen sind und stets

die „Dreipunkt-Methode“ angewendet

wird.

Plakat 3

Rangierer oder Lokrangierführer

müssen ihre Arbeiten täglich

im Freien ausführen. Deformierte

oder gar fehlende Halteeinrichtungen

und Rangierertritte

sowie zu hohe Geschwindigkeit

der Schienenfahrzeuge

beim Auf- und Absteigen erhöhen

das Verletzungsrisiko erheblich.

Deshalb ist insbesondere

vor dem Aufsteigen darauf

zu achten, dass Rangierertritt

und Halteeinrichtungen in ordnungsgemäßen

Zustand sind

und die Geschwindigkeit der

Schienenfahrzeuge beim Auf-

4

Plakat 5

und Absteigen maximal Schrittgeschwindigkeit

beträgt.

Plakate 4 und 5

Beim Begehen der Verkehrswege

in Gleisanlagen sowie

beim Auf- und Absteigen von

Schienenfahrzeugen können

Beschäftigte ausrutschen, stürzen,

stolpern oder anstoßen.

Um die Füße vor Verletzungen

zu schützen oder den Knöcheln

einen „festen Halt“ zu geben,

muss geeignetes Schuhwerk

getragen werden. In der Regel

tragen Triebfahrzeugführer halbhohe

Berufsschuhe (Schuhe

ohne Zehenkappe), Rangierer

knöchelhohe Sicherheitsschuhe.

Grundlage für die Auswahl

des geeigneten Schuhwerkes

ist die Gefährdungsbeurteilung

des Unternehmers anhand der

jeweils durchzuführenden Tätigkeiten.

Beispielsweise können

für Triebfahrzeugführer,

welche auch Kuppeltätigkeiten

ausführen müssen, knöchelhohe

Berufsschuhe als geeignetes

Schuhwerk festgelegt werden.

Plakat 6

Plakat 6 Plakat 8

Verkehrswege in den Gleisbereich,

so genannte Überwege,

sind unter Berücksichtigung der

vorhandenen Infrastruktur, der

zulässigen Geschwindigkeiten

und der vorhandenen Sichtverhältnisse

durch den Unternehmer

festzulegen. Durch konsequentes

Nutzen der festgelegten

Verkehrswege erhöhen Beschäftigte

ihre eigene Sicherheit.

Abseits der festgelegten

Verkehrswege sind Gleise nur

dann zu überqueren, wenn es

die Ausführung der Tätigkeit

erfordert oder Schienenfahrzeuge,

z.B. beim Rangieren, den

Überweg blockieren.

Plakat 7

Der Gleisbereich darf nur betreten

werden, wenn es zur Erfüllung

einer durchzuführenden

Aufgabe erforderlich ist. Lokrangierführer

und Rangierer

müssen bei ihren Tätigkeiten

die Gleise betreten. Dabei ist

jedoch darauf zu achten, dass

nicht auf oder zwischen Teile

getreten wird, die ein sicheres

Gehen oder Stehen verhindern,

z.B. Schienenköpfe, oder Teile,

die sich bewegen können, z.B.

Weichenzungen.

Plakat 8

Plakat 7

Ist es erforderlich, dass Beschäftigte

bei der Ausführung

ihrer Tätigkeit auf einem dafür

vorgesehenen Standort des

Triebfahrzeuges oder auf einem

Rangierertritt mitfahren, so

müssen sie darauf achten, dass

sich ihr Körper grundsätzlich

innerhalb des Fahrzeug-Profils

befindet. Ein Hinauslehnen aus

dem Fahrzeug-Profil kann in

Verbindung mit vorhandenen

Einbauten neben oder zwischen

den Gleisen zu schweren Unfällen

führen.

Denken Sie bitte stets daran:

EUKDialog 4/2003


Versicherte, die Leistungen

des Unfallversicherungsträgers

EUK erhalten, werden

mittels Bescheid über die Anerkennung

des Ereignisses als

Unfall oder Berufskrankheit,

über die Höhe der Zahlungen

sowie über den Beginn und

das Ende der Leistungen informiert.

Sind Versicherte mit dem Inhalt

des Bescheides nicht einverstanden,

können sie innerhalb

der gesetzlich festgelegten

Frist (ein Monat) Widerspruch

einlegen. Daraufhin findet

verwaltungsseitig eine

Überprüfung statt. Sofern hier

keine Abhilfe möglich ist, wird

der angefochtene Bescheid

dem Widerspruchsausschuss

zur erneuten Überprüfung vorgelegt.

Wissenschaft und Forschung

bringen immer wieder neue Erkenntnisse,

auf die zum Beispiel

Arbeitsschützer reagieren

müssen. Arbeitsmittel und Arbeitsstoffe

werden dadurch

ständig verändert.

Ein Werkstoff, der zunächst

gesundheitlich als völlig unbedenklich

bezeichnet wurde,

änderte mit neuen Forschungsergebnissen

sein Gesicht und

wurde zum Schreckgespenst.

Die Rede ist hier von Asbest.

Ursprünglich als sehr vielfältig

einsetzbarer Arbeitsstoff in der

Fertigungsindustrie geschätzt,

haben wir heute häufig durch

Asbestfasern verursachte Gesundheitsschäden

zu verzeichnen.

Bei Hallendächern, Bremsbelägen,

elektrischen Isolierungen,

Wärme- und Schallisolierungen

usw. – überall kam dieser Stoff

zum Einsatz. Durch diese allgegenwärtigen

Anwendungen ist

die Abgrenzung zwischen einer

„beruflich“ bzw. „privat“ verursachten

gesundheitlichen

Schädigung durch Asbestfasern

sehr schwierig.

EUKDialog 4/2003

Aus der Arbeit des Widerspruchsausschusses

In unserer ständigen Rubrik „Aus der Arbeit des Widerspruchsausschusses“

berichtet Rudi Ludwig, Mitglied des Widerspruchsausschusses der EUK, über

einen Fall aus der Praxis und die dazu getroffene Entscheidung.

Werkstoff im Wandel der Zeit

Hergang

In unserem heutigen Fall geht

es um einen Mitarbeiter aus dem

Werkebereich. Im Laufe der

Jahre war er mit verschiedenen

Tätigkeiten betraut, bei denen

er mit Asbest in Kontakt kam.

Nach dem Ausscheiden aus

dem Berufsleben stellte sein

Hausarzt eine Erkrankung der

Atmungsorgane fest, deren

Entstehung auch durch den

Umgang mit Asbest verursacht

worden sein könnte. Er erstattete

deswegen bei der Eisenbahn-Unfallkasse

(EUK) eine

Anzeige auf Verdacht über das

Vorliegen einer Berufskrankheit

„Asbestose“.

Ermittlungen

Die EUK ermittelte aufgrund dieser

Anzeige den beruflichen

Werdegang sowie die ausgeführten

Tätigkeiten des Versicherten.

Solche Erhebungen

sind bei dem Unternehmen

Bahn AG nicht immer einfach.

Durch die massiven Umstrukturierungen,

durch Schließungen

von Dienststellen und durch

Arbeitsverlagerungen stehen

unsere Mitarbeiter des Technischen

Aufsichtsdienstes nicht

selten vor leeren Hallen oder es

gibt die Arbeitsstätten schon

gar nicht mehr. Auch in dem

beschriebenen Fall war die Halle,

in der der Versicherte gearbeitet

hat, dem Abrissbagger

zum Opfer gefallen. In mühevoller

Kleinarbeit wurden ehemalige

Mitarbeiter und Vorgesetzte

ermittelt. In einer gemeinsamen

Besprechung mit dem

Versicherten, den ehemaligen

Kollegen und den Vorgesetzten

wurden die Tätigkeiten und die

Arbeitsbedingungen in Erfahrung

gebracht. Es galt, die Zeitdauer

und die Intensität der

Asbestbelastung am Arbeitsplatz

des Versicherten möglichst

realistisch zu abzuklären.

Ergebnis der

Ermittlungen

Der Mitarbeiter unseres Technischen

Aufsichtsdienstes (TAD)

erstellte nach der Besprechung

vor Ort eine Arbeitsplatzanalyse.

Im Ergebnis wurde festgehalten,

dass eine nicht unerhebliche

Asbestbelastung bestanden

hat. Das Ergebnis des

TAD wurde nun dem Staatlichen

Gewerbearzt zugeleitet,

damit dieser, wie gesetzlich

gefordert, die Unterlagen sichten

und seinerseits der EUK

Empfehlungen zur weiteren

Vorgehensweise geben kann.

Auch der Staatliche Gewerbearzt

sah die berufliche Belastung

des Versicherten mit Asbest

als gegeben und empfahl

der EUK, die Abklärung einer

möglichen Asbesterkrankung

durch ein fachärztliches Gutachten

herbeizuführen.

Ärztliches

Gutachten

Unser Versicherter wurde von

einem Lungenfacharzt zwecks

Erstellung eines Gutachtens

untersucht. Der Gutachter stellte

fest, dass bei dem Versicherten

eine geringgradige Asbesterkrankung

im Sinne einer BK

4103 (Asbestose) BKV vorliegt,

die jedoch kein rentenberechtigtes

Ausmaß erreicht hat. Die

wesentliche Beschwerdesymptomatik

sei auf nicht berufsbedingte

Erkrankungen zurückzuführen.

Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung

des Versicherten sei

jedoch erforderlich.

Unfallversicherung

Bescheid der EUK

Die EUK folgte dem Fachgutachten,

indem sie das Vorliegen

einer Berufskrankheit anerkannte,

die Gewährung einer

Rente aber ablehnte. Der Versicherte

wurde in das Verzeichnis

der arbeitsmedizinischen

Vorsorgeuntersuchungen aufgenommen.

Widerspruch

Der Versicherte legte gegen den

Bescheid der EUK Widerspruch

ein. Er zweifelte die Zusammenfassung

des TAD über den

Umfang der Asbestbelastung

an. Des Weiteren seien seine

Beschwerden ausschließlich

auf die berufliche Belastung mit

Asbest zurückzuführen. Ärztliche

Unterlagen, die seinen Widerspruch

stützten, legte er

nicht vor.

Entscheidung

Der Widerspruchsausschuss

stellte fest, dass die Ermittlungen

des TAD dazu geführt haben,

dass die Berufskrankheit

anerkannt wurde. Auch die Aussagen

im ärztlichen Gutachten

seien fundiert und schlüssig.

Der Staatliche Gewerbearzt,

dem das Gutachten vor der

Bescheiderteilung nochmals zur

Stellungnahme zugesandt wurde,

hat die Anerkennung der

Berufskrankheit bei dem Versicherten

in nicht rentenberechtigter

Höhe empfohlen. Das

Facharztgutachten entsprach

nach den Erfahrungen der Mitglieder

der Widerspruchsstelle

allen Anforderungen und ließ

keine Zweifel an seiner Vollständigkeit

und Richtigkeit aufkommen.

Dem Widerspruch konnte

somit nicht abgeholfen werden.


5


Unfallversicherung

6

Arbeitsschutzorganisation

Der Arbeitsschutzausschuss

In Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten ist ein Arbeitsschutzausschuss

zu bilden. In ihm sollen in regelmäßigen

Abständen Angelegenheiten der Sicherheit

und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten

bei der Arbeit beraten werden

Dipl.-Ing. Lothar Berse, Technischer Aufsichtsdienst

der Eisenbahn-Unfallkasse, berichtet über Entstehung,

Aufgaben und Nutzen des Arbeitsschutzausschusses.

Abbildung1: Beispiel für die Einrichtung von Arbeitsschutzausschüssen in

einem Unternehmen mit mehreren Betrieben. Die Einrichtung eines Gesamtarbeitsschutzausschusses

auf Unternehmensebene wäre rechtlich unwirksam.

Einleitung

Durch die Bildung eines Arbeitsschutzausschusses

soll der

Arbeitsschutz an der Basis gefördert

und auf einem möglichst

hohen Niveau gehalten werden.

Die Bildung von Arbeitsschutzausschüssen

ist im Arbeitssicherheitsgesetz

(ASiG) verankert.

Dort ist festgelegt, dass, in

allen Betrieben mit mehr als 20

Beschäftigten Arbeitsschutzausschüsse

gebildet sein müssen.

Der Arbeitsschutzausschuss

organisiert die Zusammenarbeit

der im Betrieb mit

Sicherheit und Gesundheitsschutz

befassten Stellen und

bietet die Plattform zum Erfahrungsaustausch

und zur Beratung

gemeinsamer Anliegen.

Entstehung

Die Bildung von Arbeitsschutzausschüssen

wurde bereits mit

dem Inkrafttreten des ASiG

1974 vorgeschrieben. Zum damaligen

Zeitpunkt galt parallel

hierzu die Vorschrift aus der

Reichsversicherungsordnung

zur Bildung von Sicherheitsausschüssen.

Hier war ein monatlicher

Erfahrungsaustausch aller

Sicherheitsbeauftragten mit

dem Leiter des Betriebes vorgeschrieben.

Erst später wurde

eingeführt, dass, wer einen

Arbeitsschutzausschuss gebildet

hat, keinen Sicherheitsausschuss

bilden muss.

Hiermit wurde u.a. der erhofften

größeren Effizienz des ArbeitsschutzausschussesRechnung

getragen. Darüber hinaus

bedeutete die Bildung von Arbeitsschutzausschüssen

im

Vergleich zu den Sicherheitsausschüssen

eine nicht unerhebliche

Aufwandsminderung

für die Betriebe. Heute ist der

Sicherheitsausschuss aus den

Vorschriften verschwunden.

Dennoch wird mancherorts die

Tradition der Sicherheitsausschüsse

in abgewandelter Form

weiter gepflegt. Regelmäßige

Besprechungen der Sicherheitsbeauftragten

einer Abteilung,

eines Segments, eines

Bezirks etc. mit ihrem Leiter

sind nicht selten. Dies mag als

Beweis dafür gelten, dass dort,

wo Sinn und Nutzen eines bestimmten

Tuns anerkannt sind,

Vorschriften nicht notwendig

sind.

Bildung von

Arbeitsschutzausschüssen

Arbeitsschutzausschüsse sind

auf Betriebsebene zu bilden.

Als Betrieb in diesem Sinne ist

nicht in jedem Fall das gesamte

Unternehmen anzusehen. Dies

würde gegebenenfalls der Zielsetzung

der Bildung von Arbeitsschutzausschüssenzuwiderlaufen.

Hier wird das Ziel

verfolgt, durch eine arbeitsplatzbezogene,

die konkreten Anliegen

der Sicherheit und des

Gesundheitsschutzes berücksichtigende

Diskussion den Arbeitsschutz

vor Ort auf einem

hohen Niveau zu halten.

Als Betrieb, in dem ein Arbeitsschutzausschuss

zu bilden ist,

gilt jedenfalls auch ein Unternehmensteil,

der als Betrieb im

Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes

zu definieren wäre und

der über eine eigene Leitung

verfügt, die Weisungsrechte des

Arbeitgebers ausübt (Abb. 1).

Wenn wir hier einen Blick über

den Zaun wagen, können wir

uns am Beispiel der Seeschifffahrt

orientieren. Hier gilt als

Betrieb nicht etwa der Seebetrieb

insgesamt, sondern das

einzelne Schiff.

Der „an Bord“ eingerichtete

Ausschuss hat sich insbesondere

mit den Fragen des Arbeitsschutzes

„vor Ort“ während

des täglichen Bordbetriebes

und des Gefahrenschutzes

auf hoher See zu befassen (Bundesarbeitsgericht

10.08.94).

Die Pflicht zur Bildung des Arbeitsschutzausschusses

weist

das ASiG dem Arbeitgeber

(dem Leiter des Betriebes) zu.

Von ihm muss die Initiative zur

Berufung der Ausschussmitglieder

und zur Einberufung der

Sitzungen ausgehen. Der Be-

EUKDialog 4/2003


triebsrat hat hierbei Mitbestimmungsrechte.

Die Besetzung des Arbeitsschutzausschusses

ist durch

das ASiG nicht abschließend

geregelt. Als gesetzliche Mitglieder

werden hier genannt:

der Arbeitgeber oder ein von

ihm Beauftragter,

zwei vom Betriebsrat bestimmteBetriebsratsmitglieder,

Betriebsärzte,

Fachkräfte für Arbeitssicherheit

und

Sicherheitsbeauftragte.

Die Zahl der im Ausschuss vertretenen

Betriebsärzte, Fachkräfte

für Arbeitssicherheit und

Sicherheitsbeauftragte lässt

das Gesetz also offen. Hier ist

der Arbeitgeber in der Verantwortung,

im Zusammenwirken

mit dem Betriebsrat eine sachgerechte

Besetzung des Arbeitsschutzausschussesvorzunehmen.

Dabei sind betriebliche

Besonderheiten zu berücksichtigen,

die u.a. dazu führen

können, das von Fall zu Fall

weitere Fachleute zu den Ausschusssitzungen

eingeladen

werden müssen.

Der Arbeitsschutzausschuss

muss mindestens einmal im

Vierteljahr tagen.

Der Vorsitz im Arbeitsschutzausschuss

fällt dem Arbeitgeber

oder einem von ihm dazu

Beauftragten zu. Die sachgerechte

Beauftragung zur Leitung

des Arbeitsschutzausschusses

kann sich nur an eine

Führungskraft in entsprechender

Stellung im Betrieb richten.

Eine Beauftragung der Fachkraft

für Arbeitssicherheit, des

Betriebsarztes oder eines Sicherheitsbeauftragten

ist nicht

zulässig.

In kleinen Betrieben oder Unternehmensteilen

wird gelegentlich

die Auffassung vertreten,

dass eine extra einberufeneArbeitsschutzausschusssitzung

wenig Sinn mache, da

sich die möglichen Ausschussmitglieder

ohnehin wegen des

EUKDialog 4/2003

täglichen Arbeitsablaufes sehr

viel häufiger beraten würden,

als dies für den Arbeitsschutzausschuss

vorgeschrieben sei.

Im Sinne eines effektiven und

die örtlichen Gegebenheiten

berücksichtigenden Arbeitsschutzes

ist es auf jeden Fall,

dass bei allen betrieblichen

Regelungen der Arbeitsschutz

einbezogen wird. Insoweit ist

der Gedanke, die Arbeitsschutzausschusssitzungen

mit

anderen, den Arbeitsablauf betreffenden

Besprechungen zu

verquicken, nicht völlig von der

Hand zu weisen. Hierbei ist allerdings

zu beachten, dass die

vorgesehene Besetzung des

Arbeitsschutzausschusses gewährleistet

ist und den betrieblichen

Belangen des Arbeitsschutzes

insgesamt Rechnung

getragen wird.

Aufgaben des

Arbeitsschutzausschusses

Der Arbeitsschutzausschuss

hat die Aufgabe, alle betrieblichen

Anliegen der Sicherheit

und des Gesundheitsschutzes

– hierin ist die Unfallverhütung,

die menschengerechte Gestaltung

der Arbeit und die Verhütung

von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren

mit eingeschlossen

– zu beraten. Er ist

kein selbstständiges Beschlussorgan.

Das heißt, der

Arbeitsschutzausschuss hat

keine Entscheidungskompetenz,

etwa durch demokratische

Abstimmung. Gleichwohl ist der

Arbeitsschutzausschuss aufgrund

seiner Besetzung sehr

gut geeignet, Entscheidungen

der Betriebsleitung herbeizuführen.

Als Themen im Arbeitsschutzausschuss

kommen insbesondere

Fragen in Betracht, die

sich mit komplexen betrieblichen

Zusammenhängen befassen.

Konkret bedeutet dies,

dass Auswirkungen der Einrichtung

oder Änderungen von Arbeitsplätzen

auf den Gesamtbetrieb,

Änderungen im Fertigungsablauf

oder in der Betriebsorganisation,

also Themen

§ 11 Arbeitsschutzausschuß

im Gesamtzusammenhang zu

beraten sind.

Einzelprobleme wie der Zustand

eines Verkehrsbereiches an einer

bestimmten Stelle im Betrieb

oder andere Probleme, die

einen Einzelfall darstellen und

die betrieblichen Belange nicht

insgesamt beeinflussen, sollten

von den unmittelbar Verantwortlichen

in Zusammenarbeit mit

den Arbeitsschutzfachleuten

außerhalb des Arbeitsschutzausschusses

gelöst werden.

Nur die Konzentration auf übergreifende

Themen wird zu einer

zufriedenstellenden Effizienz der

Arbeit des Arbeitsschutzausschusses

führen.

Nutzen

Bei sachgerechter Besetzung

und sachgerechtem Einsatz des

Arbeitsschutzausschusses für

die betrieblichen Belange wird

der Arbeitsschutzausschuss

einen unverzichtbaren Beitrag

zum Betriebserfolg leisten.

Maßgeblich hierfür ist neben der

zutreffenden Auswahl der Ausschussmitglieder

die Ausschussleitung.

Hier liegen die

Wurzeln für die Diskussionskultur

im Ausschuss und die maßgebliche

Entscheidung für die

Auswahl der im Ausschuss zu

Unfallversicherung

Soweit in einer sonstigen Rechtsvorschrift nichts anderes

bestimmt ist, hat der Arbeitgeber in Betrieben mit mehr als 20

Beschäftigten einen Arbeitsschutzausschuß zu bilden; bei der

Feststellung der Zahl der Beschäftigten sind Teilzeitbeschäftigte

mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von

nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 und nicht mehr als 30

Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen. Dieser Ausschuß setzt

sich zusammen aus:

dem Arbeitgeber oder einem von ihm Beauftragten,

zwei vom Betriebsrat bestimmten Betriebsratsmitgliedern,

Betriebsärzten,

Fachkräften für Arbeitssicherheit und

Sicherheitsbeauftragten nach § 22 des Siebten Buches

Sozialgesetzbuch.

Der Arbeitsschutzausschuß hat die Aufgabe, Anliegen des

Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung zu beraten. Der

Arbeitsschutzausschuß tritt mindestens einmal vierteljährlich

zusammen.

behandelnden Themen. Ziel der

Ausschussarbeit muss es sein,

die Arbeitsbedingungen im Betrieb

so zu beeinflussen und zu

bewahren, dass Gefährdungen

jeder Art möglichst gering gehalten

werden. Dazu zählen

nicht nur Gefährdungen, die ihren

Ursprung im Umgang mit

Arbeitsmitteln, Gefahrstoffen

oder der Arbeitsumgebung haben,

sondern auch alle weiteren

Faktoren, die Einfluss auf

die Gesundheit und damit die

Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter

ausüben. Dazu gehört die

Aufbau- und Ablauforganisation

genauso, wie die Frage des

Umgangs miteinander.

Fazit

Der Arbeitsschutzausschuss ist

bei entsprechendem Einsatz ein

Gremium, das mit hoher Fachkompetenz

die Weichen für eine

den heutigen Vorstellungen von

Sicherheit und Gesundheitsschutz

gerecht werdenden Betriebsführung

stellen kann. Dies

gelingt allerdings nur bei entsprechender

Ausschöpfung der

personellen Möglichkeiten und

dem Willen und dem Mut, sich

auf dieser Ebene mit den zuvor

beschriebenen komplexen Themen

zu befassen und nicht zu

versuchen, jeden Einzelfall im

Detail zu regeln.

7


Unfallversicherung

8

Die Haut – weit

mehr als ein

Schönheitsideal

Seit Jahren führen sie die „Hitliste“ der jährlichen Anzeigen

auf Verdacht einer Berufskrankheit (BK) an.

2001 waren es 19.237 Fälle; das sind 29,7 % aller angezeigten

Berufskrankheiten. Die Rede ist von den

berufsbedingten Hauterkrankungen.

Die Zahlen machen deutlich, dass den beruflich verursachten

Hautleiden innerhalb der Berufskrankheiten

eine besondere Bedeutung zukommt.

Hermann Guse, Sachbearbeiter in der Abteilung

„Berufskrankheiten“, wird deshalb einmal das Körperorgan

Haut insbesondere unter dem Blickwinkel der

BK Nr. 5101 der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung

(BKV) näher beleuchten.

Die gesunde Haut verleiht

bekanntlich ein schönes und

gepflegtes Erscheinungsbild.

Diese Erkenntnis wird uns nachdrücklich

in der täglichen Fernsehwerbung,

in einschlägigen

Hochglanzmagazinen usw. vor

Augen geführt, d.h., superattraktive

Menschen präsentieren

die aktuellsten Make-up-

Looks; die Behandlung mit speziellen

Cremes versprechen, die

Haut zu straffen, die Konturen

des Körpers zu festigen und ihn

damit wieder in Bestform zu

bringen. Pflegeserien für die

Haut sollen sie länger schön

aussehen lassen und für das

entspannende Wellness-Gefühl

sorgen. Nie war das Thema

„Anti-Aging“, also der Kampf

gegen die Hautalterung, so aktuell

wie heute. „Gib mir meine

Jugend zurück“. So heißt es

schon in Goethes „Faust“ – und

mit der Vermarktung dieser Bitte

lassen sich bekanntlich jährlich

viele Milliarden Euro verdienen.

Auch wenn man bei der Dauerberieselung

zuweilen aus der

Haut fahren könnte, ist jedoch

eine Botschaft unumstößlich:

Nur wer das Organ Haut und

seine vielfältigen Schutzfunktionen,

die eine intakte Haut

wahrnimmt, näher kennt, kann

verstehen, welche Angriffspunkte

sich den täglichen

schädlichen Einflüssen u.a. im

Beruf bieten und damit die Voraussetzungen

für sein persönliches

Schutz- und Pflegeverhalten

schaffen. In diesem Sinne

sind nachstehende Ausführungen

zum „Wunderorgan

Haut“ hilfreich.

Die Haut –

Schutzbarriere

zwischen Körper

und Außenwelt

Wer hätte das gedacht? Die

Haut (Cutis) ist mehr als nur ein

Behälter für Muskeln, Knochen

und innere Organe. Sie ist das

größte Organ, das wir besitzen.

Dies verdeutlichen folgende

Zahlen:

■ 1/6 bis 1/5 unseres Körpergewichtes

sind Haut,

■ ihre Ausdehnung beträgt

etwa zwei Quadratmeter,

■ 1/3 unseres Blutvolumens

kann von der Haut aufgenommen

werden (Gesamtvolumen

im Körper ca. 5-6

Liter),

■ innerhalb 24 Stunden können

500 bis 600 ccm Wasser

über die Haut abdunsten.

Bei extremem Schwitzen

können es bis zu 10

Liter sein,

■ die Reißfestigkeit der Haut

beträgt bis zu 90 kg/cm.

Auf einem Quadratzentimeter

(!) Haut befinden sich im Durchschnitt:

■ 3-5 Millionen Zellen,

■ 5.000 Sinnesorgane (d.h.

Nervenenden für Blutgefäße

und Drüsen),

■ 25 Schmerz- bzw. 12 Kälte-

und 2 Wärmefühler,

■ 1 Meter Blutgefäße,

■ 100 Schweißdrüsen,

■ 15 – 20 (im Gesicht bis zu

300) Talgdrüsen.

Die Haut – und damit ist der nur

ca. 5 mm dicke Hautmantel

gemeint – hält uns alle Arten

von Eindringlingen vom Leib,

ist also eine Schutzbarriere

zwischen Körper und Außenwelt.

Sie schützt vor Staub und

vor Wasserverlusten und wirkt

damit temperaturregulierend.

Sie scheidet Abfallstoffe aus und

bietet Lichtschutz, indem sie

das Sonnenlicht filtert. Die Haut

speichert mit ihrem Fettpolster

Wärme und trägt somit zur Regulierung

der Körpertemperatur

bei. Sie schickt bei drohender

Gefahr in unserer Umgebung

Warnsignale an das Gehirn

und sie ist Sinnes- und

Kontaktorgan, was sich u.a.

darin äußert, dass ihre persönliche

Duftnote zuweilen als unwiderstehlich

von unseren Mitmenschen

empfunden wird. Die

Haut kann extrem gedehnt

werden (z.B. bei Schwangeren

oder erheblich übergewichtigen

EUKDialog 4/2003


Menschen) bzw. – zum Schutz

vor Kälte – sich stark zusammen

ziehen und sie kann sich

– jedenfalls bei kleineren Verletzungen

– selbst reparieren.

Innerhalb eines Monats erneuert

sich die gesamte

Hautoberfläche.

Wie eng die Haut auch mit der

Psyche verbunden ist, wird z.B.

daran deutlich, dass ein ungewolltes

Erröten in manchen Situationen

nicht zu verhindern

ist; daher wird die Haut auch

als „Spiegel der Seele“ bezeichnet.

Die Aufzählung der Eigenschaften

des „Wunderorgans Haut“

könnte noch fortgeführt werden.

Schließen wir jedoch an

dieser Stelle und wenden uns

nun dem Aufbau der Haut zu.

Die Haut –

Aufbau und Arten

Die Haut ist vergleichbar mit

einem Dach, das schützend

über dem Gebäude des Körpers

liegt. Unter diesem „Dach“

befinden sich – von innen nach

außen besehen – drei Schichten,

d.h. die Unterhaut, die

Lederhaut und die Oberhaut.

Jede Hautschicht erfüllt spezielle

lebenswichtige Aufgaben;

insofern lohnt es sich, die jeweiligen

Hautschichten näher

vorzustellen.

Die Unterhaut

(Subcutis)

Die Unterhaut besteht im Wesentlichen

aus lockerem Bindegewebe,

in das Fettzellen eingebettet

sind, und stellt die Verbindung

zu den tiefer liegenden

Muskel- und Organgeweben

her. Dieses „Kissen“ aus Fettgewebe

wirkt isolierend gegenüber

starken Temperaturschwankungen,

fängt als „Stoßdämpfer“

Schläge und Stöße

ab und ist gleichzeitig eine Nährstoff-Vorratskammer,

auf die in

schlechten Zeiten zurückgegriffen

werden kann. Durch die Bindegewebe-

und Fettschicht

EUKDialog 4/2003

bleibt die gesamte Haut auf dem

Körper beweglich und kann bei

Bewegung oder Muskelspiel

verschoben werden. Die Unterhaut

ist die dickste

Schicht der Haut; nach oben

schließt sich die Lederhaut ohne

scharfe Begrenzung an.

Die Lederhaut

(Dermis)

Aus der Lederhaut tierischer

Häute wird das Leder hergestellt;

daher stammt der Name

„Lederhaut“. Im Bereich der

Hand- und Fußsohlen ist die

Lederhaut bis zu 2,4 mm

dick, an den Augenlidern nur

0,3 mm dünn. Die Lederhaut

besteht aus festem Bindegewebe

und ist durch kleine, zapfenförmige

Ausziehungen, den

so genannten dermalen Papillen,

mit der darüber liegenden

Oberhaut verbunden. In diesen

Papillen verlaufen zahlreiche

feinste Blut- und Lymphdrüse,

welche die Oberhaut mit Nährstoffen

versorgen und den Abtransport

von Schadstoffen

übernehmen. Die Dermis mit

ihren stabilisierenden Bindegewebsfasern

ist sowohl für die

Festigkeit und die Belastbarkeit

der Haut durch mechanische

Einwirkungen (Stoß, Zug,

Schub) verantwortlich als auch

für die Produktion der so genantnen„Hautanhangsgebilde“,

also der Haarwurzeln, der

Talg- und Schweißdrüsen.

Die Oberhaut

(Epidermis)

Die wichtigste Schutzfunktion

gegenüber chemischen

und physikalischen Einflüssen

übernimmt die Oberhaut.

Sie ist ein sich ständig

erneuerndes Gewebe, das aus

vier Zellschichten besteht. Da

die Oberhaut einem hohen Verschleiß

ausgesetzt ist, werden

von der untersten Zellschicht,

der Keimschicht, ständig neue

Zellen gebildet, die an die nächst

höhere Zellschicht, der Stachelzellenschicht,abgegeben

werden und im Verlaufe

ihrer Wanderung durch die Körnerzellenschicht

auf der äu-

ßersten Zellschicht, der Hornschicht,

nach und nach „verhornen“,

d.h., die im Sinne einer

Ziegelsteinmauer streng

geometrisch aneinander fixierten

Zellen lösen sich auf und

werden in Form von Hornplättchen

abgestoßen. Dieser Prozess,

also von der Zellteilung

bis zum Abschälen der Hautschuppen,

dauert etwa vier

Wochen.

Bevor wir auf die überaus wichtige

Funktion der Hornschicht

näher eingehen, ist noch erwähnenswert,

dass in den

Oberhaut-Schichten u.a. Farbstoffzellen,

die das Pigment Melanin

enthalten, eingelagert sind

und damit dem Lichtschutz dienen

bzw. der Haut ihre Farbe

geben. Bemerkenswert sind

auch die in der Epidermis eingelagerten

Langerhanszellen,

die als Außenposten des körpereigenen

Abwehrsystems

gelten, da sie beispielsweise auf

Angriffe von Viren – etwa bei

der Entstehung von allergischen

Kontaktekzemen (Erklärung

folgt) – Immunzellen aktivieren,

oder die Merkelzellen, die als

Unfallversicherung

Druckfühler die Tastempfindungen

an das Nervensystem weiterleiten.

Die Barrierefunktion

der

Hornschicht

Die Dicke der Hornschicht

schwankt – je nach Körperregion

und Belastung – zwischen

0,5 und 4 mm. Durch

sie wird ein großer Teil der äußeren

physikalischen Einwirkungen

abgefangen. Die entscheidende

Schutzfunktion

liegt in der Abwehr von

Fremdstoffen. Dies können

Chemikalien jeglicher Art sein

oder auch Bakterien, Pilze etc.

Die Hornschicht verhindert also

zum einen das Eindringen dieser

Fremdstoffe in lebende

Hautschichten und zum anderen

weitgehend den Verlust von

Wasser aus dem Körper (ohne

die Hornschicht würde der

Körper ca. 20 Liter Wasser

pro Tag verlieren). Sie wirkt

somit als Barriere. Anders ausgedrückt:

Die Barriere-

9


Unfallversicherung

funktion wird überwiegend aus

abgestorbenen Hornzellen

übernommen. Stoffe, denen es

gelingt, diese Zone zu überwinden,

stellen eine Gefahr für den

Körper dar. Für die Barrierefunktion

der Hornschicht ist

sowohl ihr Wassergehalt als

auch der auf der Haut liegende

Oberflächenfilm, einem aus

Schweiß und Talg zusammengesetzten

Wasser-Fett-Film,

früher auch als Säure-Schutz-

Mantel bezeichnet, von größter

Bedeutung.

Werden diese Fette nun z.B.

durch organische Lösungsmittel,

Tenside etc. ausgewaschen,

oder die Hornschicht ist einem

längerem Wasserkontakt ausgesetzt

(was zur Quellung und

Austrocknung und damit zur

Aufhebung ihrer physikalischen

Eigenschaften führt), kommt es

zu einer Störung der Barrierefunktion

und oftmals zum Beginn

einer ernsthaften Hauterkrankung,

ohne dass diese von

den Betroffenen zunächst wahrgenommen

oder ernst genommen

wird, d.h., die sichtbaren

Schäden stehen häufig im Ge-

10

gensatz zu den tatsächlichen

Auswirkungen des vermeintlich

geringen Hautschadens.

Nachdem das „theoretische

Fundament“ nunmehr gelegt ist,

können die beruflich bedingten

Hauterkrankungen vorgestellt

werden.

Das Ekzem –

Arten und Verlauf

Zunächst einige Fakten

■ Fast 80% aller berufsbedingten

Hautkrankheiten

kommen aus sieben Berufsgruppen

(Frisör-, Metall-,

Heil- und Pflege-, Nahrungsmittel-,

Bau-, Reinigungs-

und Malerberuf).

■ Von berufsbedingten Hautkrankheiten

sind besonders

junge Altersgruppen betroffen

(Altersdurchschnitt bei

Frauen ca. 22 Jahre, bei

Männern ca. 31 Jahre).

■ Berufsbedingte Hautkrankheiten

treten häufig bereits

nach relativ kurzer (Gefahrstoff-)Belastung

auf.

■ Bei 90% der angezeigten

Fälle handelt es sich um

Ekzeme (die überwiegend

an den Händen auftreten).

Der Begriff „Ekzem“ (aus dem

griech. = koche auf) sagt zunächst

nichts über die Ursachen

und den Verlauf der

Erkrankung aus; vielmehr

sind unter ihm alle Hauterkrankungenzusammengefasst,

die sich dadurch auszeichnen,

dass eine Entzündung

der Oberhaut bzw. der

oberen Lederhaut vorliegt

und diese nicht ansteckend

erworben wurde.

Ein Ekzem kann sich durch

Rötung, Knötchen, Bläschen,

Nässen, Schuppenbildung, flächenhafte

Einlagerung von Endzündungsflüssigkeit

und eine

vergröberte Hautfältelung bemerkbar

machen. Bei akuten

Ekzemen stehen nässende Veränderungen,

bei chronischen

Ekzemen eine trockene Schuppung

im Vordergrund.

Die Ursachen für ein Ekzem sind

vielfältig. Hinsichtlich ihrer Unterteilung

werden sie zum einen

in die Gruppen

■ „durch innere Einflüsse bedingt“

(= endogene Ekzeme)

bzw.

■ „durch äußere Einflüsse bedingt“

(= exogene Ekzeme)

und zum anderen nach ihrer

Entstehungsursache gegliedert.

All diese Ekzemarten können

beruflich verursacht oder zumindest

durch bestimmte hautbelastende

Tätigkeiten verschlechtert

werden.

Im Folgenden werden deshalb

die häufigsten beruflich bedingten

Ekzem- und Allergieformen

genauer vorgestellt.

Das akut-toxische

Kontaktekzem

Dieses Ekzem entsteht durch

eine kurzfristige Einwirkung

stark giftiger (= toxischer) Stoffe.

Ausmaß und Stärke des klinischen

Erscheinungsbildes sind

abhängig von der Konzentration/Dosis

des Schadstoffes, der

Einwirkungszeit und der persönlichen

Hautempfindlichkeit.

Erste Symptome treten innerhalb

von wenigen Minuten bis

24 Stunden auf. Erkrankungsverlauf

und Abheilung erfolgen

stadienhaft: Rötung, Blasen,

Krustenbildung, Schuppung

und – wenn die Haut bis in

tiefere Schichten zerstört ist –

Narbenbildung. Eine vollständige

Abheilung gelingt meist

innerhalb von Tagen bis einigen

Wochen. Chemikalien wie Laugen,

Säuren und Lösungsmittel

(z.B. Verätzungen durch Löschkalk,

Natronlauge, Salzsäure,

Benzin usw.) aber auch Strahlen

(z.B. Verbrennungen infolge

von Röntgenstrahlen) können

toxisch wirken. Die Diagnose

eines akut-toxischen Kontaktekzems,

das – wenn die entsprechenden

Voraussetzungen

vorliegen – versicherungsrechtlich

als Arbeitsunfall und nicht

als Berufskrankheit gewertet

wird – ist für den behandelnden

Arzt meist leicht zu stellen, da

die Betroffenen in der Regel

den auslösenden Stoff selbst

benennen können.

Das

Abnutzungsekzem

Diese Ekzemform, auch toxisch-degenerativesKontaktekzem

bzw. kumulativ-subtoxisches

Kontaktekzem genannt,

ist mit 40 Prozent die am

häufigsten auftretende unter

den Ekzemerkrankungen. Im

Gegensatz zum akut-toxischen

Kontaktekzem, das

durch eine einzelne kurzfristige

Exposition ausgelöst

wird, ist zur Entwicklung und

Aufrechterhaltung des Abnutzungsekzemsdiewiederholte

und andauernde Einwirkung

von – in der Regel

nicht giftigen – Schadstoffen

über einen längeren Zeitraum

nötig, d.h., im Vordergrund

steht der Zeitfaktor.

Fortsetzung folgt

EUKDialog 4/2003


Arbeitsschutz und Unfallverhütung vor Ort

Hinter die

Kulissen des

Arbeitsschutzausschusses

geschaut

Interview mit Hans-Martin Gemählich,

Stellvertretender Leiter des Werkes Nürnberg für

Technische Instandhaltung der DB AG und dem

Betriebsrat Franz Wolf. In diesem Werk werden vor

allem Revisionen an ICE-Triebzügen ausgeführt sowie

Komponenten von Drehgestellen, Antrieben und

Radsätzen für den ICE aufgearbeitet.

Nach § 11 des Gesetzes über Betriebsärzte,

Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für

Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz) hat der

Arbeitgeber in Betrieben, in denen Betriebsärzte und

Fachkräfte für Arbeitssicherheit bestellt werden

müssen, einen Arbeitsschutzausschuss zu bilden.

Auch das Werk Nürnberg hat daher einen Arbeitsschutzausschuss.

Im folgenden Interview stehen

Fragen zur Arbeit dieses Ausschusses am Beispiel

des Werkes Nürnberg im Mittelpunkt.

EUKDialog 4/2003

EUK-Dialog: Herr Gemählich,

wie oft tritt der Arbeitsschutzausschuss

des Werkes zusammen

und wer nimmt daran teil?

Hans-Martin Gemählich: Der

Werkleiter als Vorsitzender des

ASA (Arbeitsschutzausschuss)

beruft die Sitzungen vierteljährlich

ein. Im ASA kommen der

Werkleiter oder sein Vertreter,

zwei Betriebsräte, die Fachkraft

für Arbeitssicherheit und die

Betriebsärztin zusammen, an

den Sitzungen nehmen auch

die Sicherheitsbeauftragten des

Werkes und gelegentlich auch

eine Aufsichtsperson der Eisenbahn-Unfallkasse

teil.

EUK-Dialog: Führen Sie mit

dem Betriebsrat, dem Betriebsarzt

und der Fachkraft für Arbeitssicherheit

(FASI) Arbeitsstättenbegehungen

durch?

Werden die Ergebnisse im Ausschuss

dann noch beraten?

Hans-Martin Gemählich:

Durchschnittlich finden zwei Begehungen

im Monat statt,

grundsätzlich z.B. nach Arbeitsunfällen

und Arbeitsplatzumgestaltungen.

Die Teilnehmer und

die Feststellungen während der

Begehung werden protokolliert.

Offene oder strittige Maßnahmenvorschläge

zur Abhilfe von

Mängeln werden im ASA beraten

und sodann Verantwortliche

sowie Termine festgelegt.

Über die Durchführung muss

zu gegebener Zeit berichtet

werden, Kontrolle muss sein.

EUK-Dialog: Wie gestaltet sich

die Zusammenarbeit mit dem

Betriebsarzt im Arbeitsschutzausschuss?

Franz Wolf: Die Betriebsärztin

ist wöchentlich im Werk und

stellt ihre sachverständige Beratung

zur Verfügung. Die Zusammenarbeit

auf dem Gebiet

des Gesundheitsschutzes ist

sehr gut. Die Betriebsärztin

nimmt grundsätzlich an allen

Sitzungen des ASA teil.

EUK-Dialog: Wie werden Anregungen

der Sicherheitsbeauftragten

und der Mitarbeiter vom

Ausschuss verwertet?

Dialog

Franz Wolf: Jeder Sicherheitsbeauftragte

kann grundsätzlich

bei einem seinen Arbeitsbereich

betreffendem Thema seine Anregungen

selbst vortragen,

Maßnahmen vorschlagen und

die Beratungen verfolgen.

EUK-Dialog: Wie kommen

Themen auf Ihre Tagesordnung?

Gibt es Prioritäten dabei?

Hans-Martin Gemählich: Alle

Beteiligten können Themen für

die Tagesordnung anmelden.

Die Prioritäten der Beratung

ergeben sich aus den Gefahren,

die mit den Mängeln verbunden

sind. Bestimmte Punkte

stehen daher ganz oben.

Grundsätzlich werden jedoch

alle vorgebrachten Mängel besprochen

und einvernehmliche

Maßnahmen mit allen ASA-Mitgliedern

vereinbart. Immer steht

aber auch der Punkt „Maßnahmenkontrolle“

auf der Tagesordnung,

wobei Verantwortliche

über den Bearbeitungsstand

früher festgelegter Maßnahmen

berichten. Das Sitzungsprotokoll

dient daher auch zur Vorbereitung

der nächsten Sitzung.

EUK-Dialog: Auf welche Weise

findet die Überwachung von

betrieblichen Arbeitsschutzmaßnahmen

statt?

Franz Wolf: Bei Betriebsbegehungen,Arbeitsplatzbesichtigungen,

durch Mitarbeitergespräche

mit den Betroffenen,

FASI, Vorgesetzten und Sibe.

EUK-Dialog: Herr Gemählich,

Sie haben zahlreiche Berührungspunkte

mit ihren für den

Arbeitsschutz zuständigen Mitarbeitern.

Welchen Stellenwert

hat für Sie darüber hinaus die

Beratungsrunde im Arbeitsschutzausschuss?

Hans-Martin Gemählich:

Durch die Präsenz aller, die den

Leiter des Werkes beraten und

zu Entscheidungen beitragen,

werden alle Meinungen und

Aspekte eines Problems zusammengetragen

und eine Lösung

wird oft schneller erreicht

als in Einzelgesprächen. Die

ASA-Sitzung hat deshalb

11


Dialog

einen besonderen Stellenwert

für den Arbeitsschutz.

EUK-Dialog: Herr Wolf, können

Sie die Ausführungen von

Herrn Gemählich anhand aktueller

Beispiele aus der letzten

Sitzung des Arbeitsschutzausschusses

verdeutlichen?

Franz Wolf: Es gab eine Beanstandung

durch einen Sibe,

dass in der Halle 1 die Heizlüfter

stark verunreinigt sind und bei

Inbetriebnahme durch die

Staubbelastung gesundheitliche

Belastungen oder gar Erkrankungen

zu befürchten seien.

Die Reinigung wurde umgehend

in Auftrag gegeben und

auch durchgeführt.

EUK-Dialog: Um im Arbeitsschutzausschuss

zu effizienten

Problemlösungen zu kommen,

müssen in der Sitzung alle Beteiligten

zu einem Konsens finden.

Herr Gemählich, wie werden

die ASA-Sitzung vorbereitet?

Hans-Martin Gemählich: Die

Einladungen des Werkleiters

gehen spätestens 10 Tage vor

der ASA-Sitzung mit der Tagesordnung

an die Beteiligten.

Spätestens 5 Tage vor der ASA-

Sitzung findet eine Vorbesprechung,

eine Vorklärung mit den

Verantwortlichen statt. Alle neh-

12

men in der Sitzung realistische

Standpunkte ein und setzen auf

das Realisierbare.

EUK-Dialog: In Ihrem Betrieb

wird eine Unfallstatistik geführt.

Beschäftigt sich der Arbeitsschutzausschuss

auch mit einzelnen

Unfällen und werden

daraus Präventionsmaßnahmen

abgeleitet?

Franz Wolf: Die Unfallstatistik

ist Tagesordnungspunkt in jeder

ASA-Sitzung. Alle Unfälle

werden besprochen und nach

Möglichkeit mit Maßnahmen

unterlegt, um zukünftig Mitarbeiter

vor Schaden zu bewahren.

Mit Unterweisungen der

Mitarbeiter, Mitarbeitergesprächen,

durch Hinweise in den

Betriebsversammlungen, durch

Schautafeln usw. wird versucht

auf das Verhalten der Mitarbeiter

präventiv Einfluss zu nehmen.

EUK-Dialog: Herr Gemählich,

viele Probleme im Arbeitsschutz

können oft relativ einfach oder

mit geringen Mitteln gelöst werden.

Warum waren gerade die

eben genannten Themen für Sie

so wichtig, dass sie im Arbeitsschutzausschuss

diskutiert

wurden?

Hans-Martin Gemählich: Jeder

Arbeitsunfall ist für den Mit-

arbeiter als auch für das Werk

schmerzhaft und teuer. Daher

ist es unser Bestreben, die Unfallgefahren

zu verringern und

durch gezielte Präventivmaßnahmen

Unfälle bereits im Vorfeld

zu vermeiden. „Null Unfälle“

ist unser Ziel.

EUK-Dialog: Herr Wolf, wenn

auf der Tagesordnung der ASA-

Sitzung ein Problem steht, das

Sie nicht selbst lösen können,

stehen Ihnen dann auch weitere

Berater zur Seite?

Franz Wolf: Ja, zunächst steht

mir die FASI und die Betriebsärztin

zur Beratung zur Verfügung,

dann kann ich mich an

das Außenbüro der Eisenbahn-

Unfallkasse mit der Bitte um

Beratung wenden, andere Werke

konsultieren und schließlich

bei Fachfirmen anfragen. Gewerbeaufsicht

und andere Ämter

helfen zusätzlich bei Fragen

zum staatlichen Recht.

EUK-Dialog: Herr Gemählich,

welche Personen nehmen bei

Ihren Arbeitsschutzausschusssitzungen

immer teil und welche

Personen holen Sie bei

Bedarf hinzu?

Hans-Martin Gemählich:

Ständige Teilnehmer sind der

Betriebsleiter, die Betriebsärztin,

unser FASI, der Betriebsrat

und die Sicherheitsbeauftragten.

Gut bewährt hat sich im

Werk Nürnberg die Teilnahme

der Segmentleiter und weiterer

Fachleute des Werkes, wie z.B.

der Leiter, der Materialbewirtschaftung

oder Betriebsstätteninstandhaltung.

Bei Bedarf werden

Experten für spezielle Aufgaben,

z.B. Fachleute für den

Strahlenschutz hinzugezogen.

EUK-Dialog: Welche Tipps

können Sie, Herr Wolf, als Betriebsrat

Kollegen und Mitarbeitern

geben, damit Sicherheit

und Gesundheitsschutz im Betrieb

auch praktiziert wird?

Franz Wolf: Miteinander reden,

gemeinsam handeln, Gefahrstellen

melden, Informationen

nutzen, Beispiel geben und

Vertrauen schaffen.

EUK-Dialog: Herr Gemählich,

welche Ratschläge können Sie

aus der Sicht des Betriebsleiters

zur erfolgreichen Arbeit im

Arbeitsschutzausschuss unseren

Lesern weitergeben?

Hans-Martin Gemählich: Es

muss eine offene und sachliche

Diskussion der angesprochenen

Themen stattfinden. Eine

Lösung der Probleme geschieht

nur, wenn alle Beteiligten eingebunden

werden und bei der

Umsetzung der Lösungen mitwirken.

Wobei von vornherein

die Lösungen auch hinsichtlich

ihrer Realisierbarkeit betrachtet

werden müssen. Schließlich

sollte auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes

eine enge und

vertrauensvolle Zusammenarbeit

zwischen Betriebsleitung

und Betriebsrat gepflegt werden.

EUK-Dialog: Herr Gemählich,

Herr Wolf, wir danken Ihnen für

dieses Interview und wünschen

Ihnen und dem Werk weiterhin

viel Erfolg.

Das Interview führte

Wolfgang Horstig,

von dem auch die Bilder

stammen.

EUKDialog 4/2003


EUKDialog 4/2003

Öffentliche

Bekanntmachung

der Eisenbahn-Unfallkasse

Gemäß § 34 Abs. 2 des Vierten Buches

Sozialgesetzbuch (SGB IV) in Verbindung mit

§ 38 Abs. 3 der Satzung

Außerkraftsetzung der Unfallverhütungsvorschrift

„Gartenanlagen“ (GUV 1.11; neu GUV-V C50)

Die Vertreterversammlung der Eisenbahn-Unfallkasse

hat in ihrer Sitzung am 05.06.2003 in Rostock

beschlossen:

Die Unfallverhütungsvorschrift „Gartenanlagen“

(GUV 1.11; neu GUV-V C50), vom Juli 1966, gültig ab

01. April 1997, in der Fassung vom Januar 1997, tritt

mit Wirkung vom 01. Januar 2004 außer Kraft.

Genehmigung

Die vorstehende Außerkraftsetzung der

Unfallverhütungsvorschrift „Gartenanlagen“

(GUV 1.11; neu GUV-V C50), wird genehmigt.

Bonn, 28. Juli 03

Az.: IIIB1-34124-5

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

Im Auftrag

gez. Becker

Öffentliche

Bekanntmachung

der Eisenbahn-Unfallkasse

Gemäß § 34 Abs. 2 des Vierten Buches

Sozialgesetzbuch (SGB IV) in Verbindung mit

§ 38 Abs. 3 der Satzung

Zweiter Nachtrag

zur Unfallverhütungsvorschrift

„Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

am Arbeitsplatz“

(GUV 0.7; neu

GUV-V A8)

„Die Vertreterversammlung der

Eisenbahn-Unfallkasse hat in

ihrer Sitzung am 05. Juni 2003

folgenden Nachtrag beschlossen:

Artikel 1

Die Unfallverhütungsvorschrift

„Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

am Arbeitsplatz“

(GUV 0.7; neu

GUV-V A8) wird wie folgt geändert:

1. In § 2 wird folgende Nummer

10 eingefügt; die bisherigen

Nummern 10 bis

15 werden

Nummern 11 bis 16:

„10. Kombinationszeichen

ein Zeichen, bei dem

Sicherheitszeichen und Zusatzzeichen

auf einem Träger

aufgebracht sind;“

2. § 8 Abs. 2 erhält folgende

Fassung: „(2) Die Kennzeichnungen,

die eine Energiequelle

benötigen,

müssen für den Fall, dass

diese ausfällt, über eine

selbsttätig einsetzende Notversorgung

verfügen, es sei

denn, dass bei Unterbrechung

der Energiezufuhr

kein Risiko mehr besteht.“

Telegramm

3. In § 10 Abs. 3 wird das Wort

„Sicherheitsaussage“ durch

das Wort „Erkennbarkeit“

ersetzt.

4. Abschnitt D mit den §§ 12

und 13 erhält folgende Fassung:

„D. Besondere Bestimmungen

für die Kennzeichnung

von Hindernissen und Gefahrstellen

sowie zur Markierung

von Fahrwegen

Hindernisse und Gefahrstellen

§ 12. Die Kennzeichnung von

Hindernissen und Gefahrstellen

muss durch gelb-schwarze

oder rot-weiße Streifen gemäß

Anlage 1 Abschnitt 6 deutlich

erkennbar und dauerhaft ausgeführt

werden.

Markierung von Fahrwegen

§ 13. Die Kennzeichnung von

Fahrwegsbegrenzungen ist auf

dem Boden farbig, deutlich erkennbar

und dauerhaft sowie

durchgehend auszuführen.“

5. Die Anlage 1 wird wie folgt

geändert:

a) In Abschnitt 3 werden in der

Tabelle die Worte „Material

und Einrichtungen zur

Brandbekämpfung“ durch

die Worte „Brandschutz;

Mittel und Geräte zur

13


Telegramm

Brandbekämpfung“ ersetzt;

b) in Abschnitt 4 wird die Vorbemerkung

gestrichen,

c) in Abschnitt 4.3 erhält der

erste Satz folgende Fassung:

„Der Anteil der Sicherheitsfarbe

Blau an der

Oberfläche des Zeichens

muss mindestens 50% betragen.“

d) in Abschnitt 4.4 wird der

Verweis „Abschnitt 4.8“

durch den Verweis „Abschnitt

4.9“ ersetzt,

e) nach Abschnitt 4.7 wird folgender

Abschnitt 4.8 eingefügt;

der bisherige Abschnitt

4.8 wird Abschnitt

4.9:

„4.8 Kombinationszeichen

Verbots-, Warn-, Gebots-, Rettungs-

und Brandschutzzeichen

können auch mit einem

Zusatzzeichen zusammen auf

einem Träger als Kombinationszeichen

ausgeführt werden.

Bei Kombinationszeichen können

die Lichtkante und der Rand

des Zusatzzeichens entfallen.“

f) die Überschrift in Abschnitt

7 erhält folgende Fassung:

„Erkennungsweiten von

Sicherheitszeichen und

Schrifthöhen handelsüblicher

Schildergrößen

(Berechnungsgrundlage:

Abschnitt 4.9 für beleuchtete

Schilder)“

6. Die Anlage 2 wird wie folgt

geändert:

a) In Abschnitt 1

- wird das bisherige Verbotszeichen

P21 Verbotszeichen

P00,

- erhält das Verbotszeichen

P13 folgende Sicherheitsaussage:„Personenbeförderung

(Seilfahrt) verboten“,

- werden folgende Verbotszeichen

eingefügt:


P15 Betreten der Fläche

verboten,

und

14

P19 Essen und Trinken verboten“,

b) in Abschnitt 2

- wird das bisherige Warnzeichen

W09 Warnzeichen

W00,

- wird das Zeichen W22 „Warnung

vor Fräswelle“ gestrichen,

- werden folgende Warnzeichen

eingefügt:


W09 Warnung vor optischer

Strahlung

und

W30 Warnung vor Einzugsgefahr“,

c) in Abschnitt 3

- wird das bisherige Gebotszeichen

M11 Gebotszeichen

M00,

- erhält das Gebotszeichen

M06 folgende Sicherheitsaussage:

„Handschutz benutzen“,

- erhält das Gebotszeichen

M08 folgende Sicherheitsaussage:

„Gesichtsschutz

benutzen“,

- erhält das Gebotszeichen

M09 folgende Sicherheitsaussage:

„Auffanggurt benutzen“,

- werden folgende Gebotszeichen

eingefügt:


M11 Sicherheitsgurt benutzen

und

M15 Rettungsweste benutzen“,

d) Abschnitt 4 erhält folgende

Fassung:

„4 Rettungszeichen

4.1 Richtungsangabe

E01 Richtungsangabe für

Erste-Hilfe-Einrichtungen,

Rettungswege, Notausgänge*)

E02 Richtungsangabe für

Erste-Hilfe-Einrichtungen,

Rettungswege, Notausgänge*)

*) Dieser Richtungspfeil darf nur

in Verbindung mit einem weiteren

Rettungszeichen verwendet

werden.

4.2 Rettungszeichen für Erste-Hilfe-Einrichtungen

E03 Erste Hilfe

E04 Krankentrage

E05 Notdusche

E06 Augenspüleinrichtung

E07 Notruftelefon

E08 Arzt

4.3 Rettungszeichen für Rettungswege

und Notausgänge/Türen

im Verlauf von Rettungswegen

E09 Rettungsweg/Notausgang*)

E10 Rettungsweg/Notausgang*)

E11 Sammelstelle

E12 Rettungsweg**)

E13 Rettungsweg**)

*) Dieses Zeichen darf nur in

Verbindung mit einem Richtungspfeil

verwendet werden.

**) Auf den Rettungswegzeichen

darf der Richtungspfeil

außerdem zum oberen

bzw. unteren Eckpunkt der

abgebildeten Türöffnung

zeigen, um den Verlauf des

Rettungsweges zu kennzeichnen,

z.B. Treppe.

E14 Notausgang

E15 Notausgang

E16 Notausgang“

e) Abschnitt 5 erhält folgende

Fassung:

EUKDialog 4/2003


„5 Brandschutzzeichen

F01 Richtungsangabe*)

F02 Richtungsangabe*)

*) Dieser Richtungspfeil darf

nur in Verbindung mit einem

weiteren Brandschutzzeichen

verwendet werden.

F03 Löschschlauch

F04 Leiter

F05 Feuerlöscher

F06 Brandmeldetelefon

F07 Mittel und Geräte

F08 Brandmelder (manuell)

zur Brandbekämpfung“

Artikel 2

§ 23 wird wie folgt ergänzt:

Der 2. Nachtrag zu dieser Unfallverhütungsvorschrift

tritt am

ersten Tag des Monats April

oder des Monats Oktober in

Kraft, der als erster der Bekanntmachung

folgt.

EUKDialog 4/2003

Genehmigung

Der vorstehende Zweite Nachtrag

zur Unfallverhütungsvorschrift

„Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

am Arbeitsplatz“ (GUV 0.7;

neu GUV-V A8) wird genehmigt.

Bonn, den 07. August 2003

Az.: IIIB2-34509-(89)-34124-2

Das Bundesministerium für

Wirtschaft und Arbeit

Im Auftrag

gez. Becker

Zweite Änderung der Durchführungsanweisungen

zur

Unfallverhütungsvorschrift

„Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

am Arbeitsplatz“ (GUV 0.7;

neu GUV-V A8)

Die Durchführungsanweisungen

(DA) zur UVV „SicherheitsundGesundheitsschutzkennzeichnung

am Arbeitsplatz“

(GUV 0.7; neu GUV-V A8) werden

wie folgt geändert:

1. Die DA zu § 1 Abs. 2 Nr. 1

wird wie folgt geändert:

„Im zweiten Satz wird nach

dem Wort „Eisenbahn-Verkehrsordnung“

das Wort

Eisenbahn-Signalordnung“

eingefügt.

2. In den DA zu § 8 Abs. 2 wird

der erste Satz gestrichen.

3. Die DA zu § 12 erhalten

folgende Fassung: „Es wird

empfohlen, gelb-schwarze

Streifen vorzugsweise für

ständige Hindernisse und

Gefahrstellen zu verwenden.

Dies sind z.B. Stellen,

an denen die Gefahr des

Anstoßens, Quetschens,

Stürzens, Ab- oder Ausrutschens,

Abstürzens, Stolperns

von Personen oder

des Fallens von Lasten besteht.

Es wird empfohlen,

rot-weiße Streifen vorzugsweise

für zeitlich begrenzte

Hindernisse und Gefahrstellen

zu verwenden. Dies sind

z.B. Kranhaken, Baugruben.

Die Kennzeichnung soll den

Ausmaßen der Hindernisse

oder Gefahrstellen entsprechen.“

4. Die DA zu § 13 werden wie

folgt geändert:

a) Im zweiten Absatz werden

die Worte „Kennzeichnung

der Wege des Fahrverkehrs“

durch die Worte

„Markierung von Fahrwegen“

ersetzt,

b) im vierten Absatz werden

die Worte „Wege für den

Fahrverkehr“ durch das

Wort „Fahrwege“ ersetzt.

5. Die DA zu § 18 werden wie

folgt geändert:

a) Im zweiten Satz wird die

Bezeichnung „Anhang 2“

durch die Bezeichnung „Anhang

3“ ersetzt.

b) Im letzten Satzteil des fünften

Absatzes werden das

Komma und die Worte „vorzugsweise

durch eine

schwarzen Punkt“ durch

den Klammerhinweis „(siehe

Anhang 3)“ ersetzt.

6. Die DA zu Anlage 2 Abschnitt

5 „Brandschutzzeichen“

werden gestrichen.

7. Anhang 1 wird wie folgt geändert:

a) Der Zeile zur Identifikationsnummer

P02 wird folgende

Zeile vorangestellt:

„P01 Rauchen verboten

bühnentechnische, darstellerische,produktions-technische

Bereiche

§ 29 GUV-V C1 (bisher GUV

6.15)

b) die Zeile zur Identifikationsnummer

W22 wird gestrichen,

c) die Angabe der bisherigen

Identifikationsnummer

„W09“ wird durch die Identifikationsnummer

„W00“

ersetzt,

d) die Zeile zur Identifikationsnummer

W12 wird gestrichen,

e) die Angabe der bisherigen

Identifikationsnummern

„F01 bis F06“ wird durch

die Identifikationsnummern

„F01 bis F08“ ersetzt,

f) die Angabe der bisherigen

Identifikationsnummern

„E06 bis E10, E13, E15“

wird durch die Identifikationsnummern

„E01 bis E08“

ersetzt,

g) die Angabe der bisherigen

Telegramm

Identifikationsnummern

„E01, E04“ wird durch die

Identifikationsnummern

„E01, E02, E09, E10, E12,

E13“ ersetzt,

h) die Angabe der bisherigen

Identifikationsnummern

„E02, E03, E05“ wird durch

die Identifikationsnummern

„E01, E02, E09, E10, E14

bis E16“ ersetzt.

8. Anhang 2 wird zu Anhang 3

und wie folgt geändert:

a) Die Spalte 2 zu Nummer 1

der Abbildung „Verhalten bei

Unfällen“ erhält folgende

Fassung:

„Wo geschah es?

Was geschah?

Wie viele Verletzte?

Welche Arten von Verletzungen?

Warten auf Rückfragen!“

b) die Spalte 2 zu Nummer 1

der Abbildung „Verhalten im

Brandfall“ erhält folgende

Fassung:

„Wer meldet?

Was ist passiert?

Wie viele sind betroffen/verletzt?

Wo ist es passiert?

Warten auf Rückfragen!“

9. Anhang 3 wird zu Anhang 2

und erhält folgende Fassung:

Bezugsquellenverzeichnis

Nachstehend sind die Bezugsquellen

der in den Durchführungsanweisungenaufgeführten

Vorschriften und Regeln

zusammengestellt:

1. Gesetze, Verordnungen

Buchhandel oder

Carl Heymanns Verlag KG,

Luxemburger Straße 449,

50939 Köln.

2. Unfallverhütungsvorschriften

Schriften mit GUV-Nr. zu beziehen

vom zuständigen

Unfallversicherungsträger,

alle anderen vom

Carl Heymanns Verlag KG,

Luxemburger Straße 449,

50939 Köln.

3. Normen

Beuth Verlag GmbH,

Burggrafenstraße 6,

10787 Berlin.

15


Telegramm

16

Die EUK auf der A+A 2003

Bereits zum 4. Mal präsentierte

sich die EUK gemeinsam mit

anderen Unfallversicherungsträgern

unter dem Dach des

Bundesverbandes der Unfallkassen

auf der weltweit führenden

Fachmesse „Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin“ (A+A) vom

27. bis 30. Oktober 2003 in

Düsseldorf mit einem eigenen

Ausstellungsstand.

Auf großen Plakatelementen,

einer Videowand und Ausstellungsvitrinen

stellte die EUK den

Explosionsschutz-Regeln

(GUV-R 104,

(bisher GUV 19.8))

Ab sofort kann die 11. Ergänzungslieferung

zur GUV-

R 104 (bisher GUV 19.8) „Explosionsschutzregeln“,

Stand 12/2002 abgefordert

werden.

Richten Sie Ihre Bestellung

bitte an:

Eisenbahn-Unfallkasse

Herrn Keßler

Postfach 20 01 52

60605 Frankfurt am Main

Telefon (0 69) 4 78 63-5 11

Fax (0 69) 4 78 63-5 70

E-Mail:

rainer.kessler@eukinfo.de


zahlreichen Besuchern drei aktuelle

Schwerpunktthemen sowie

die neuesten Publikationen

vor.

Schwerpunktthemen waren:

1. Werkstattarbeiten, insbesondere

Arbeiten an der

Stirnseite von Schienenfahrzeugen

unter Einsatz von

Stirnarbeitsbühnen.

2. Arbeiten im Bereich von

Gleisen; im Vordergrund

stand das Medienpaket der

EUK mit dem Titel „Selbst

sichern im Gleisbereich –

aber sicher“.

3. Persönliche Schutzausrüstung,

insbesondere der

Einsatz von Warnkleidung

im Gleisbereich.

4. Aktuelle Publikationen

der EUK; vorgestellt wurden

insbesondere die neue

Plakatserie zum Thema

„Stolpern, Rutschen, Stürzen“,

die neueste Ausgabe

der CD-ROM „Kompendium

Arbeitsschutz – Ausgabe

07/2003“ sowie die aktuellen

Ausgaben der Zeitschriften

der EUK, „EUK-

Dialog“ und „BahnPraxis“.

Der Stand der EUK erfreute sich

während der gesamten Messe

eines regen Besucherzuspruchs.

In vielen fachlichen Gesprächen

und Diskussionen, insbesondere

mit Fachkräften für Arbeitssicherheit,

Betriebsärzten sowie

anderen Verantwortlichen

für Sicherheit und Gesundheitsschutz

konnten die Fragen, die

sämtliche Themen der gesetzlichen

Unfallversicherung betrafen,

kompetent durch die

Standbesatzung der EUK beantwortet

werden.

Versand von Unfallverhütungsvorschriften

nur noch durch die EUK

Die Eisenbahn-Unfallkasse wird ab dem 1.1.2004 den Versand

ihres Regelwerkes und sonstigen Medien kostenfrei an alle

Mitgliedsunternehmen selbst durchführen. Eine Lieferung durch

DB Services Technische Dienste, Karlsruhe ist nicht mehr möglich.

Betriebe der DB AG bitten wir ab diesem Datum entsprechend

zu verfahren und ausschließlich bei der Eisenbahn-

Unfallkasse zu bestellen. Verwenden Sie bitte den Vordruck aus

dem EUK Medienverzeichnis 2003 und senden Sie Ihre Bestellung

an:

Eisenbahn-Unfallkasse

Herrn Keßler

Postfach 20 01 52

60605 Frankfurt am Main

Telefon: (0 69) 4 78 63-5 11

Fax: (0 69) 4 78 63-5 70

E-Mail: rainer.kessler@euk-info.de

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Die Angabe einer Kosten-/Bahnstellennummer ist nicht mehr

erforderlich.

Seminarveranstaltung der

EUK

Im Rahmen des 28. internationalen

Kongresses für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin führte

die EUK am 29. Oktober

2003 im Kongresszentrum ein

Seminar zum Thema „Berufsbedingte

traumatische Ereignisse

bewältigen“ durch.

Ziel dieses Seminars war die

Darstellung vorhandener Präventions-

und Rehabilitationsmaßnahmen,

um eine Optimierung

der Nutzungseffizienz zu

erreichen und die Teilnehmer

für eine menschengerechte und

wirtschaftliche Betrachtungsweise

der Behandlung von berufsbedingt

traumatischen Ereignissen

zu sensibilisieren.

In diesem Seminar wurde vor

ca. 100 Teilnehmern von kompetenten

Vertretern von Unternehmen,

der Deutschen Bahn

AG und der EUK Anlässe, Auswirkungen

und Maßnahmen zur

Kompensierung der Auswirkungen

vorgestellt.

In der nächsten Ausgabe unseres

EUK-Dialog“ werden wir

ausführlich über die A+A berichten.


Zweiter Nachtrag

zur UVV „Sicherheits-

und Gesundheitsschutzkennzeichnung

am

Arbeitsplatz“

GUV 0.7 (neu GUV-V A8)

Der Zweite Nachtrag zur Unfallverhütungsvorschrift

(UVV) wurde

erforderlich, um die Angleichung

an die Richtlinie 92/58

EWG des Rates über „Mindestvorschriften

für die Sicherheitsund/oderGesundheitsschutzkennzeichnung

am Arbeitsplatz“

vom 24. Juni 1996 vorzunehmen

und Erfahrungen der

betrieblichen Praxis zu berücksichtigen.

Es wurden technische Anforderungen

vereinfacht und die

Handhabung der Sicherheits-

EUKDialog 4/2003


kennzeichnung für die Praxis

verbessert.

Für häufig auftretende Gefahrensituationen

wurden neue

Bildzeichen aufgenommen.

Dabei handelt es sich um Sicherheitszeichen,

die in vielen

Branchen gleichermaßen gebraucht

werden, so dass eine

breite Anwenderbasis gegeben

ist.

Die materiellen Änderungen

betreffen den Verzicht auf die

bisher bei Netzausfall grundsätzlich

geforderte Notstromversorgung

und die Unterscheidung

der Kennzeichnung nach

ständigen und zeitlich begrenzten

Hindernissen und Gefahrstellen.

Hinsichtlich der Notstromversorgung

ist diese nur noch dann

erforderlich, wenn bei Unterbrechung

der Energiezufuhr –

und damit bei Ausfall der Sicherheitskennzeichnung

– ein

Risiko für die Versicherten besteht.

Redaktionelle Änderungen betreffen

im Wesentlichen die Aufnahme

des Begriffes „Kombinationszeichen“,

begriffliche

Klarstellungen, Präzisierungen,

Änderungen der Sicherheitszeichen

und deren Identifikationsnummern

sowie neue Gliederungen.

Alle Änderungen erfolgten, ohne

dass die Sicherheit und der

Gesundheitsschutz der Beschäftigten

verringert wurden.

EUKDialog 4/2003

Seminare 2004

Im Jahre 2004 wird die EUK

wieder über 100 Seminare zur

Aus-, Fort- und Weiterbildung

auf dem Gebiet der Sicherheit

und des Gesundheitsschutzes

durchführen.

Neben der Ausbildung von

Fachkräften für Arbeitssicherheit

und Sicherheitsbeauftragten

wird wieder eine bunte Palette

von Fachseminaren angeboten,

die die hauptsächlichen

sicherheitstechnischen Themen

unserer Mitgliedsbetriebe behandeln.

Einen besonderen Stellenwert

nehmen auch Führungskräfteseminare

ein, die sich thematisch

mit Arbeitsschutzmanagement,

Führungsaufgaben,

Rechtskonsequenzen, Unterweisungsmethoden

und

Stressvermeidung bzw. -bewältigung

befassen.

Neu in das Seminarprogramm

aufgenommen wurde ein Fachseminar

zur Betriebssicherheitsverordnung

sowie ein

Fachseminar zum Thema

Schweißen, Schneiden und

verwandte Verfahren.

Ebenfalls neu im Programm sind

spezielle Fortbildungsseminare

für Betriebsärzte und Fachkräfte

für Arbeitssicherheit. In den

Fortbildungsseminaren für Betriebsärzte

werden die Aufgaben

der Betriebsärzte nach Arbeitssicherheitsgesetz

und Un-

UVV „Gartenanlagen“ tritt außer Kraft

Die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Gartenanlagen“ (GUV 1.11;

neu GUV-V C50,) tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2004 außer Kraft.

In der UVV werden Regelungen zu Teiltätigkeiten getroffen, die in

der heutigen Praxis keine Bedeutung mehr besitzen. Schutzzielformulierungen

für den Umgang mit heute üblicherweise eingesetzten

technischen Arbeitsmitteln fehlen in der UVV.

Viele der fehlenden Schutzziele sind Bestandteil des geltenden

staatlichen Rechts sowie in übergreifenden Unfallverhütungsvorschriften

geregelt.

Da Doppelregelungen mit dem Charakter eines modernen und

anwenderfreundlichen Regelwerkes nicht vereinbar sind, wurde auf

eine Überarbeitung der UVV „Gartenanlagen“ verzichtet.

fallverhütungsvorschriftvorgestellt

und

diskutiert, die

Zusammenarbeit

der Betriebsärzte

mit

den betrieblichenFührungskräften

und Fachkräften

für ArbeitssicherheitsowiearbeitsmedizinischeAspekte

u.a. im

Zusammenhang

mit be-

sonderen betrieblichen Gegebenheiten

wie Schichtarbeit,

Haut- und Lärmbelastungen

besprochen.

Die Fortbildungsseminare für

Fachkräfte für Arbeitssicherheit

wenden sich in erster Linie an

Fachkräfte für Arbeitssicherheit,

die nach alter Ausbildungskonzeption

(A-, B- und C-Lehrgänge)

ausgebildet wurden. Diese

Seminare für Sicherheit und

Gesundheitsschutz –

Schulungsprogramm 2004

Seminare für Führungskräfte, Betriebs-/Personalräte,

Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit

Seminare für Sicherheitsbeauftragte

Seminare zur Erlangung der Fachkunde als FASI

Fachseminare

Telegramm

Seminare sollen

einen Einblick

in die Inhalte

der neu

gestalteten

Ausbildung

der Fachkräfte

für Arbeitssicherheit

vermitteln

und die Möglichkeit

der

autodidaktischenErarbeitung

der

aktuellen

Ausbildungsinhalte

der

Fachkräfteausbildung eröffnen.

Hinweis

Dieser Ausgabe des „EUK-Dialog“

liegt die Broschüre „Schulungsprogramm

2004“ der EUK

bei. Weitere Hinweise und Formulare

für Anmeldungen entnehmen

Sie bitte dem Seminarprogramm

oder dem Internetauftritt

der EUK unter

www.euk-info.de

17


Checkliste

18

Chefsache

Ein Ausschuss für den Arbeitsschutz

„Organisation“ in einem Unternehmen bedeutet, den Betrieb so zu regeln, dass „der Laden“ läuft. Diese

Aussage gilt nicht nur für die Arbeitsabläufe, sondern auch für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz

im Betrieb.

In den letzten Ausgaben des „EUK-Dialog“ haben wir Ihnen Fragen zu einzelnen Personen im Arbeitsschutz

(Betriebsarzt, FASI, Sicherheitsbeauftragte) gestellt, die der Unternehmer bzw. Arbeitgeber zu seiner

Unterstützung und Beratung zu bestellen hat. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Organisation des

Arbeitsschutzes in einem Unternehmen ist die Einrichtung des Arbeitsschutzausschusses. Nach § 11 des

Arbeitssicherheitsgesetzes hat jeder Arbeitgeber in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten einen Arbeitsschutzausschuss

zu bilden. Dessen Aufgabe ist es, die Anliegen des Arbeitsschutzes zu beraten und entsprechende

Lösungen herbeizuführen.

Die folgenden Fragen richten sich insbesondere an alle Unternehmer und Vorgesetzten, die für die

Sicherheit und den Gesundheitsschutz in den Betrieben verantwortlich sind, aber auch an die Beschäftigten,

die in den Betrieben tätig sind.

Bitte testen Sie sich ja nein

1. Werden die Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses in Ihrem Betrieb regelmäßig durchgeführt, d.h.

mindestens einmal vierteljährlich?

2. Gibt es in Ihrem Betrieb für die Arbeit des Arbeitsschutzausschusses eine Geschäftsordnung oder andere

Absprachen und Festlegungen, wie die „Geschäfte“ zu führen sind?

3. Nehmen an den Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses jeweils der Unternehmer selbst oder sein Beauftragter,

die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Betriebsarzt, zwei Mitglieder des Betriebsrates sowie ein oder mehrere

Sicherheitsbeauftragte teil?

4. Wird der genannte Personenkreis rechtzeitig zu den Sitzungen des Arbeitschutzausschusses eingeladen bzw.

werden die Termine frühzeitig festgelegt?

5. Leitet der Unternehmer bzw. dessen Beauftragter die Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses selbst?

6. Ist Ihnen bekannt, dass der Arbeitsschutzausschuss keine Anordnungsbefugnis, sondern eine beratende

Funktion hat?

7. Werden bei Bedarf andere Vertreter, z.B. Schwerbehindertenvertreter, oder Fachleute, z.B. Technische

Aufsichtsbeamte des Unfallversicherungsträgers, zu den Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses eingeladen?

8. Erörtern Sie im Arbeitsschutzausschuss Arbeitsschutzprogramme für Ihr Unternehmen bzw. für Ihren Betrieb?

9. Beraten Sie im Arbeitsschutzausschuss über die innerbetriebliche Statistik der Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten

und Störungen sowie deren Folgen?

10. Legen Sie im Arbeitsschutzausschuss Präventionsmaßnahmen und -schwerpunkte zur Reduzierung der

Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Störungen bzw. zur Minimierung der Folgen fest?

11. Erhalten Sicherheitsbeauftragte in den Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses ausreichend Gelegenheit,

die ihren Bereich betreffenden Probleme bzw. Mängel darzustellen und Hinweise oder Vorschläge zu deren

Beseitigung zu geben bzw. diese zu diskutieren?

12. Fertigen Sie bzw. lassen Sie über die Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses Niederschriften anfertigen?

13. Werden in den Niederschriften die jeweiligen Zuständigkeiten sowie die Termine für die Erledigung von

Arbeitsaufträgen festgelegt?

14. Kontrollieren Sie die Erledigung von Arbeitsaufträgen in der nächsten Sitzung des Arbeitsschutzausschusses?

15. Ist Ihnen bekannt, dass Sie als Unternehmer bzw. Arbeitgeber für die ordnungsgemäße Durchführung

der Aufgaben des Arbeitsschutzausschusses verantwortlich sind?

EUKDialog 4/2003


Medikamente

am Arbeitsplatz

und im

Straßenverkehr

Immer häufiger sollen „Happymacher“,

Schmerztabletten oder Schlafpillen helfen,

den Alltag zu meistern.

Mitunter haben Arzneimittel

aber neben den erwünschten

auch unerwünschte Wirkungen,

vor allem für Verkehrsteilnehmer.

Denn rund ein Fünftel aller

Medikamente, die sich derzeit

auf dem Markt befinden, können

beispielsweise das Reaktionsvermögen

beeinträchtigen.

Ca. 80% aller Verkehrsteilnehmer

wissen nicht, dass ihre

Fahrtüchtigkeit durch Medikamente

beeinflusst werden kann.

Nach allgemeiner Auffassung

wird vermutet, dass ein Viertel

aller Unfälle durch Arzneimittel

mit verursacht werden. Die erhöhte

Unfallgefahr durch bestimmte

Arzneimittel lässt sich

vor allem aus ihrer Wirkung auf

das Zentralnervensystem erschließen.

Persönlichkeitsveränderungen,

akute und chronische Vergiftungen

sowie Entzugserscheinungen

bei Suchtstoffabhängigkeit

können als mögliche

Folgen auftreten und sind

besonders zu beachten.

Deshalb sollte man sich über

die Arzneimittel und deren Wirkung

auf die Fahrtauglichkeit

genau informieren, bevor man

ins Auto steigt.

EUKDialog 4/2003

Gefährlich kann es aber nicht

nur im Straßenverkehr werden;

auch wer am Arbeitsplatz z.B.

Maschinen oder Fahrzeuge

steuert, muss ebenfalls sicher

gehen, dass sein Reaktionsvermögen

nicht beeinträchtigt

wird. Denn im Gegensatz zu

Alkohol ist die Wirkung von Arzneimitteln

von Fall zu Fall unterschiedlich

zu beurteilen.

Medikamente können z. B. Leistungsdefizite

hervorrufen, die

Wahrnehmung einschränken,

die Koordination behindern, die

Psyche beeinflussen oder sich

auch gegenseitig verstärken.

Anders als beim Alkohol lässt

sich bei Medikamenten nicht

genau festlegen, ab welchem

Wirkspiegel ein erhöhtes Risiko

am Arbeitsplatz und im Straßenverkehr

besteht; d.h. gesetzliche

Grenzwerte gibt es

nicht.

Wichtigste Informationsquelle

ist zunächst der Beipackzettel

des Medikamentes. Das Arzneimittelgesetz

sieht nämlich für

die Gebrauchsinformation zwingend

einen Hinweis auf die

(mögliche) Beeinträchtigung

beim Führen von Kraftfahrzeugen

oder Bedienen von Ma-

schinen vor, falls das entsprechende

Arzneimittel ein solches

Gefährdungspotential besitzt.

Vorsicht ist insbesondere geboten

bei der Einnahme von

Schlaf- oder Beruhigungsmittel.

Die Einnahme dieser Mittel

soll selbstverständlich nicht vor

Fahrtantritt erfolgen, weil sie vor

allem das Reaktionsvermögen

herabsetzen.

Auch muss bedacht werden,

dass bestimmte Schlaf- und

Beruhigungsmittel eine lang

andauernde Wirkung haben, die

noch am nächsten Morgen anhalten

kann.

Weiterhin ist Vorsicht bei einer

Reihe von Arzneimitteln zur

Behandlung der folgenden

Krankheiten geboten:

■ Bluthochdruck,

■ Herz-/ Kreislauferkrankungen,

■ Magenbeschwerden, Erkältungskrankheiten,

■ Allergien, Reisekrankheiten.

Schmerzmittel, die starken

Schmerzen entgegen wirken,

können ebenfalls die Fahrtüchtigkeit

beeinflussen.

Das Reaktionsvermögen kann

auch durch Arzneimittel verändert

werden, die anregend wirken.

Dies kann u.a. dazu führen,

dass die eigene Leistungsfähigkeit

überschätzt wird. Zu

diesen Medikamenten zählen

z.B. Appetitzügler und Aufputschmittel

wie Koffein.

Beim Thema Medikamente und

Straßenverkehr vergisst man

oft, dass das plötzliche Absetzen

von Medikamenten

genauso riskant sein kann, wie

die falsche oder übermäßige

Einnahme.

Daher der Hinweis an alle Teilnehmer

im Straßenverkehr und

Personen, die Maschinen und

Fahrzeuge steuern:

Notwendige Medikamente

nicht selbstständig und

plötzlich absetzen!

Hier eine Übersicht von einigen

Sicherheit überall

Medikamenten und ihren Nebenwirkungen:

■ Psychopharmaka

verändert das Auffassungsund

Reaktionsvermögen

sowie die Urteilskraft.

■ Beruhigungs- und Schlafmittel

vermindern Aufmerksamkeit,

Konzentration und Reaktion.

■ Schmerz- und Rheumamittel

können benommen machen

und das Reaktionsvermögen

einschränken.

■ Erkältungsmittel und Hustenblocker

reduzieren die Reaktionsfähigkeit.

■ Mittel gegen Verspannungen

können das Reaktionsvermögen

und die Bewegungsgenauigkeitbeeinträchtigen.

■ Medikamente bei Augenkrankheiten

spezielle Tropfen können

u.a. das Sehvermögen entscheidend

beeinträchtigen.

Wenn Sie also Medikamente

einnehmen müssen, überzeugen

Sie sich bitte vorher, dass

diese Ihre Fahrtüchtigkeit/Arbeitsfähigkeit

nicht negativ beeinflussen.

Lassen Sie im Zweifelsfall lieber

Ihren Wagen stehen und benutzen

Sie öffentliche Verkehrsmittel

oder lassen sich fahren.

Alkohol, Drogen und Aufputschmittel

sind am Steuer und am

Arbeitsplatz grundsätzlich tabu.

Denken Sie an das Leid, das sie

unter Umständen sich selbst

und anderen zufügen, wenn es

auf Grund solcher Einwirkungen

zum Unfall kommt. Die Folgen

eines so verursachten Unfalles

können nicht nur Ihr Leben,

sondern auch das anderer

zerstören.

Wenn Sie die Hinweise und

Tipps dieses Beitrages berücksichtigen,

haben Sie bereits einen

wesentlichen Beitrag für

Ihre und die Sicherheit anderer

im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz

geleistet.

19


Sicherheit überall

Sicher

durch den Winter

Herbst und Winter bezeichnet

man auch oft als die „dunklen

Jahreszeiten“, die uns alljährlich

auf allen Wegen Schwierigkeiten

bereiten. Die Tage sind

kürzer, Nässe, fallendes Laub,

Nebel, Eis und Schnee beeinflussen

die täglichen Wege von

und zur Arbeit, ebenso wie die

Tätigkeiten am Arbeitsplatz im

Freien. Die Unfallgefahren nehmen

in der „dunklen Jahreszeit“

zu.

Der nachfolgende Beitrag enthält

viele Tipps und Hinweise,

wie Sie Gefährdungen und Unfälle

vermeiden – und sich Ihre

Gesundheit bewahren können.

Nässe, Glätte, mangelnde Sichtund

wechselnde Wegeverhältnisse

erfordern insbesondere bei

Anbruch des Winters besondere

Verhaltensweisen von allen

Verkehrsteilnehmern.

Dies gilt vor allem auf den Wegen

zur Arbeit und zurück nach

Hause, die in dieser Jahreszeit

überwiegend bei Dunkelheit

zurückzulegen sind.

Hier gilt wie in fast allen Lebenslagen:

Vorsicht hilft Unfällen und

Gesundheitsschäden vorzubeugen.

So wie kein Fußgän-

20

Wer nur ein „Guckloch“ freimacht, haftet bei Unfall

ger Sandalen bei Nässe, Glätte

oder Schnee tragen wird, so

sollte auch der fahrbare Untersatz

rechtzeitig durch wirkungsvolles

Profil (Winterreifen) auf

die winterlichen Verhältnisse

vorbereitet werden. Wechseln

Sie rechtzeitig die Reifen, auch,

wenn Sie neuwertige Sommerreifen

mit hoher Profiltiefe besitzen.

Ab einer Durchschnittstemperatur

unter + 7° C sind

Winterreifen mit einer Profiltiefe

von wenigstens 4 mm die bessere

Wahl.

Dazu gehört auch die Überprüfung

der optimalen Funktionstüchtigkeit

der Scheibenwischer

und deren Austausch, wenn sie

verschlissen sind. Legen Sie ein

Antibeschlagtuch ins Auto, halten

Sie Türschlossenteiser und

Eiskratzer bereit, damit Ihnen

Minustemperaturen keine bösen

Überraschungen bescheren.

Das rechtzeitige Aufbringen von

fetthaltigen Substanzen auf Türund

Fenstergummis verhindert

das Festfrieren der Türen am

Karosserieblech.

Denken Sie an Frostschutz für

das Kühlwasser und für die

Scheibenwaschanlage.

Lassen Sie an Ihrem Fahrzeug

einen Lichttest durchführen.

Sehen und – vor allem gesehen

werden – beugt Unfällen vor.

Lassen Sie die Bremsen von

einem Fachmann überprüfen.

Bei nassen, schmierigen und

glatten Straßen ist oft die gute

Bremswirkung von ausschlaggebender

Bedeutung zur Verhinderung

von Blechschäden

oder Schlimmerem.

Hinweise zur Fahrt

Rechnen Sie stets mit feuchten

und nassen Fahrbahnen. Auf

nassem Untergrund greifen die

Reifen nicht mehr so gut wie auf

trockener Fahrbahn. Der Wasserfilm

auf der Fahrbahn kann

durch die Profilrillen der Reifen

nicht mehr ganz verdrängt werden,

es kommt zu dem so genannten

Aquaplaning. Zwischen

Reifen und Fahrbahnoberfläche

entsteht ein Wasserkeil,

auf dem der Wagen gleitet

und so den Kontakt zur Fahrbahn

verliert. Lenken ist dann

nicht mehr möglich.

Vermeiden Sie deshalb hektische

Schalt-, Lenk- und Bremsmanöver

und halten Sie ausreichend

Abstand.

Nasses Herbstlaub oder

Schneematsch verringern

ebenfalls die Kraftübertragung

und verlängern den Bremsweg.

Hier kann das Auto bei scharfen

Bremsvorgängen wie auf

Schmierseife zum Schlitten

werden. Deshalb Vorsicht bei

Fahrten durch Waldstücke, auf

Brücken und in Unterführungen

sowie vor Ein- und Ausfahrten

von Feldwegen.

Fahren Sie erst dann los, wenn

alle Scheiben Ihres Fahrzeuges

von Dunstbeschlag, Eis und

Schnee völlig befreit sind. Das

Fahren mit „Sichtlöchern“ bringt

Sie und andere unnötig in Gefahr.

Eis und Schnee auf Dach

und Motorhaube werden bei

der Fahrt erneut auf die Frontscheibe

gewirbelt und können

Ihnen plötzlich die Sicht nehmen,

oder andere gefährden.

Vermeiden Sie auf festgefahrenem

Schnee hochtouriges Fahren,

weil dabei sehr oft die Räder

durchdrehen. Dadurch füllen

sich die Reifenprofile mit

Schnee und Eis, der Grip geht

verloren. Fahren Sie im zweiten

Gang mit wenig Gas an, um ein

Durchdrehen und Wegrutschen

der Räder zu vermeiden.

Auch bei Nebel ist Vorsicht geboten.

Schalten Sie bei Nebel

sofort das Licht ein, reduzieren

Sie die Geschwindigkeit und

vergrößern Sie den Abstand

zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Als Faustregel gilt: Bei

50 m Sicht fahren Sie mit Tempo

50 und 50 m Abstand zum

Vordermann. Bei Sicht unter

50 m muss die Nebelschlussleuchte

eingeschaltet werden.

Schalten Sie bereits bei Dämmerungsbeginn,

bei diesigem

Wetter oder leichtem Regen das

Licht ein, um von anderen gesehen

zu werden.

Achtung: Nebelschlussleuchte

bei mehr als 50 m Sicht unbedingt

ausschalten, weil sie nachfolgende

Fahrzeuge blendet

und das eigene Bremslicht überblenden

kann.

Fazit

Die Liste der Tipps und Hinweise

in diesem Beitrag erhebt

keinesfalls den Anspruch auf

Vollständigkeit. Dennoch soll sie

dazu anregen, gerade bei widrigen

Witterungsbedingungen

besondere Vorsicht walten zu

lassen, auch wenn vieles als

selbstverständlich angesehen

wird.

Wir hoffen, liebe Leserinnen und

Leser, dass wir mit diesem Beitrag

wieder ihr Bewusstsein auf

die witterungsbedingten Gefahren

im Herbst und Winter lenken

konnten. Wenn Sie die

Tipps beachten, leisten Sie einen

aktiven Beitrag zum Erhalt

Ihrer Gesundheit und zur Senkung

der Unfallzahlen.

EUKDialog 4/2003


Aufbewahrungvon

Unterlagen bei

Mietverhältnissen

Wir, die DB Reise&Touristik AG,

betreiben unsere Reisezentren

zu einem Großteil in angemieteten

Räumlichkeiten bei der

DB Station&Service AG. Wer

muss für die Prüfung der Betriebsmittel

und sonstiger Anlagen,

z.B. automatischer Türen,

sorgen und wo sollen die Unterlagen

der Prüfung aufbewahrt

werden?

Herr Vetter,

Mitarbeiter der

DB Reise&Touristik

EUK-Dialog:

Für die Gewährleistung von Sicherheit

und Gesundheitsschutz

bei der Tätigkeit der

Beschäftigten am Betriebsort

hat der Unternehmer (im vorliegenden

Fall die DB Reise&Touristik

AG) Einrichtungen bereitzustellen

und Anordnungen zu

treffen, die dem Stand der Sicherheitstechnik

entsprechen (§

2 der Unfallverhütungsvorschrift

(UVV) „Allgemeine Vorschriften“

(GUV-V A1, bisher GUV 0.1)).

Dies gilt auch für Anlagen in

gemieteten Räumen.

Arbeitsmittel, sicherheitstechnische

Einrichtungen und Anlagen

von denen eine Gefahr ausgeht,

müssen in regelmäßigen

Abständen geprüft werden. Das

Ergebnis der Prüfung ist aufzuzeichnen

und durch den Unternehmer

(hier die DB Reise&

Touristik AG) am Betriebsort zur

Verfügung zu stellen (siehe z.B.

§ 11 der Betriebssicherheitsverordnung

und § 11 der UVV

„Allgemeine Vorschriften“ [GUV-

V A1, bisher GUV 0.1]). Es be-

EUKDialog 4/2003

Das schreib‘ ich mal an den

EUK-Dialog“

steht jedoch die Möglichkeit,

die Aufzeichnungen z.B. an

zentraler Stelle aufzubewahren,

dann sind diese für Prüfungen

durch den Unternehmer, hier

die DB Reise&Touristik AG, herbeizuschaffen.

Von der Eisenbahn-Unfallkasse

wird das Anbringen einer

Prüfplakette an den Anlagen

und Arbeitsmitteln als Dokumentation

am Betriebsort vom

Grundsatz her als ausreichend

angesehen, wenn die Prüfplakette

deutlich sichtbar und lesbar

angebracht ist und folgende

Angaben enthält:

■ Datum der nächsten (letzten)

Prüfung,

■ Prüforganisation bzw. prüfende

Firma oder Einrichtung,

■ Rechtsgrundlage auf der die

Prüfung beruht, z.B. GUV-

R 1/494.

Wird auf das Anbringen von

Prüfplaketten verzichtet oder

sind diese in ihrer Aussage nicht

eindeutig bzw. nicht erkennbar,

so muss auf andere geeignete

Art und Weise am Betriebsort

der Nachweis der Prüfungen

geführt werden.

Wenn die Verantwortung für den

ordnungsgemäßen sicherheitstechnischen

Zustand der Anlagen

und Einrichtungen jemand

anderem übertragen wurde,

z.B. mit dem Eigentümer des

Betriebsortes (im vorliegenden

Fall DB Station&Service AG)

vertraglich vereinbart wurde, so

verbleibt es die uneingeschränkte

Pflicht des Unternehmers,

die ordnungsgemäße

Durchführung dieser Vereinbarung

zu überwachen.

Die Überwachung kann der

betreffende Unternehmer an

Hand der Prüfplaketten oder

durch Einsichtnahme in die Prüfunterlagen

durchführen. Eine

Möglichkeit zur Regelung der

Bereitstellung der Unterlagen

bietet die Vertragsgestaltung

zwischen dem Eigentümer (DB

Station & Service AG) und dem

Unternehmer (DB Reise&Touristik

AG).

Gesondert ist der Fall zu betrachten,

wenn von den in den

einschlägigen Vorschriften und

sicherheitstechnischen Regeln

aufgeführten Mindestprüffristen

abgewichen werden darf. Dies

kann z.B. auf Grund der Einhaltung

vorgegebener Kriterien

(Fehlerquoten) möglich und zulässig

sein.

Der Nachweis, dass die Abweichung

von den Mindestprüffristen

den vorgegebenen Kriterien

entspricht, muss am Betriebsort

geführt werden. Hier

ist eine zentrale Aufbewahrung

nicht zulässig, da ansonsten am

Betriebsort keine ordnungsgemäße

Überwachung erfolgen

kann.

Diese Besonderheit wäre bei

einer Vertragsgestaltung zu

berücksichtigen.

Kurz gesagt:

Für Einrichtungen und Anlagen

muss die fristgerechte Prüfung

jederzeit am Betriebsort nachgewiesen

werden können. In

der Regel ist dafür eine geeignete

Prüfplakette ausreichend.

Bei Besonderheiten müssen

jedoch die kompletten Prüfunterlagen

am Betriebsort aufbewahrt

werden.

Leserforum

Versicherungsschutz

Bei unserer jährlichen Unfallverhütungsunterweisung

tauchte die Frage auf, ob und

wenn ja, ein Mitarbeiter der sich

im Krankenstand befindet (z.B.

mit einem gebrochenem Arm,

also nicht bettlegerisch krank

ist) und in dieser Zeit an unserem

FIT- oder Unfallverhütungsunterrichten

teilnehmen würde,

bei einem auftretenden Wegebzw.

Arbeitsunfall versichert ist.

Kurt Caron, DB Netz AG,

Niederlassung Süd,

IH-Standort Augsburg

EUK-Dialog:

Mitarbeiter, die sich im Krankenstand

befinden und eine

vom Arbeitgeber veranlasste

Unterweisung besuchen, sind

auf dem Wege zu und von dem

Ort der Unterweisung sowie

während der Unterweisung gesetzlich

versichert, wenn sie dies

mit dem tatsächlichen oder

mutmaßlichen Einverständnis

ihres Arbeitgebers tun. Voraussetzung

ist natürlich, dass der

betreffende Mitarbeiter aus

medizinischer Sicht wegefähig

ist.

Aus Gründen der Beweisführung

empfehlen wir jedoch, solche

Vorhaben zuvor zwischen

Mitarbeiter und verantwortlichem

Personalleiter abzusprechen

und zu dokumentieren.

Die Beweislast, dass ein versicherter

Weg vorgelegen hat,

liegt bei dem Mitarbeiter.

21


Leserforum

Ausbildung

von Gabelstaplerfahrern

Die Unfallverhütungsvorschrift

(UVV) „Flurförderzeuge“ (GUV

5.2) regelt in § 7 Abs. 1 die

Ausbildung von Gabelstaplerfahrern.

In unserem FASI-Betreuungsbereich

haben wir Beschäftigte,

die Ihre Ausbildung

zu „DB-Zeiten“ erhielten und da

wurde die UVV und die ZH 1/

554 „Ausbildung und Beauftragung

der Fahrer von Flurförderzeugen

mit Fahrersitz und Fahrerstand“

noch nicht zugrunde

gelegt. Ich bitte um Mitteilung,

ob diese Nachweise ausreichend

sind, damit es auch im

Falle eines Unfalls keine rechtlichen

Probleme gibt.

Brigitte Winkler,

Fachkraft für Arbeitssicherheit,

DB Reise&Touristik,

NL Hannover

EUK-Dialog:

Für Flurförderzeuge galt bis zum

Inkrafttreten der Unfallverhütungsvorschrift„Flurförderzeuge“

(GUV-V D27, bisher GUV

5.2) am 1. Oktober 1997 für

den Bereich der DB AG Abschnitt

115 der Unfallverhütungsvorschrift

DS 132 02 „Gemeinsame

Bestimmungen für

alle Dienstzweige“ – (UVV2).

Nach dieser Unfallverhütungs-

22

vorschrift durften Flurförderzeuge

mit Fahrersitz oder Fahrerstand

nur von mindestens 18

Jahren alten Mitarbeitern geführt

werden, denen die Berechtigung

für das betreffende

Flurförderzeug schriftlich zuerkannt

war; auf die Tauglichkeitsvorschrift

– DS 107 – wurde

verwiesen.

Den Mitarbeitern der ehemaligen

Deutschen Bundesbahn

wurde die Berechtigung für das

Führen von Flurförderzeugen

nur nach einer entsprechenden

Ausbildung zuerkannt.

Die Unfallverhütungsvorschrift

„Flurförderzeuge“ fordert im §

7: „Der Unternehmer darf mit

dem selbständigen Steuern von

Flurförderzeugen mit Fahrersitz

oder Fahrerstand Personen nur

beauftragen, die

1. mindestens 18 Jahre alt

sind,

2. für diese Tätigkeit geeignet

und ausgebildet sind und

3. ihre Befähigung nachgewiesen

haben.

Der Auftrag ist schriftlich zu erteilen.“

In den DA zu § 7 wird als Kriterium

für die Ausbildung und Befähigung

der Fahrer von Flurförderzeugen

auf den BG-Grundsatz

„Ausbildung und Beauftragung

der Fahrer von Flurförder-

Stufe 1: Allgemeine Ausbildung

Theoretischer Teil: Praktischer Teil:

Abschlussprüfung

Stufe 2: Zusatzausbildung

Ausbildung im Umgang mit speziellen Flurförderzeugen

Abschlussprüfung

Stufe 3: Betriebliche Ausbildung

Gerätebezogener Teil Verhaltensbezogener Teil

Durchführung dokumentieren

zeugen mit Fahrersitz und Fahrerstand“

(BGG 925, bisher ZH

1/554) verwiesen.

Hinsichtlich Tauglichkeit der

Fahrer von Flurförderzeugen findet

sich ein Verweis auf den

Grundsatz für arbeitsmedizinische

Vorsorgeuntersuchungen

G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“

(BGI 504,

bisher ZH 1/600.25).

Die Ausbildung nach BGG 925

verläuft in drei Stufen und gliedert

sich wie in der Abbildung

dargestellt.

Führer von Gabelstaplern, denen

vor dem Inkrafttreten der

Unfallverhütungsvorschrift

„Flurförderzeuge“ bereits die

Berechtigung für das Führen

von bestimmten Flurförderzeugen

gem. Abschnitt 115 der

Unfallverhütungsvorschrift DS

132 02 „Gemeinsame Bestimmungen

für alle Dienstzweige“

– (UVV2) – zuerkannt war und

die diesen bestimmten Fahrzeugtyp

vor dem 01. Oktober

1997 regelmäßig geführt haben,

dürfen diesen Fahrzeugtyp

grundsätzlich auch nach

Inkrafttreten der Unfallverhütungsvorschrift„Flurförderzeuge“

(GUV-V D27) weiterhin führen.

Eine neue Ausbildung gem. Stufe

3 (Betriebliche Ausbildung)

wird für diesen Personenkreis

erforderlich, wenn sich die betrieblichen

Verhältnisse ändern.

Eine Ausbildung gem. Stufe 2

(Zusatzausbildung) und 3 (Betriebliche

Ausbildung) wird erforderlich,

wenn sich der Typ

des eingesetzten Flurförderzeu-

ges oder die Aufgaben, die mit

diesem Flurförderzeug ausgeführt

werden müssen, ändern.

Bei Personen, die zum Inkrafttreten

der Unfallverhütungsvorschrift

„Flurförderzeuge“ oder

zu einem späteren Zeitpunkt,

über einen Zeitraum von einem

Jahr keine ausreichende und

regelmäßige Fahrpraxis haben,

sollte vom Unternehmer die

Beauftragung zum Führen von

Flurförderzeugen zurückgenommen

werden. Der Unternehmer

muss hier vor einer erneuten

Beauftragung für den

Einzelfall festlegen, bei welcher

Ausbildungsstufe beginnend

die Ausbildung wiederholt werden

muss.

Bei allen Beschäftigten, die über

ein Jahr keine regelmäßige Fahrpraxis

haben und keine Ausbildung

gem. BGG 925 absolviert

haben, empfehlen wir eine komplette

Ausbildung, beginnend

mit der Stufe 1 nach BGG 925

durchzuführen, bevor diese

Beschäftigten mit dem Führern

von Flurförderzeugen beauftragt

werden.

In diesem Zusammenhang verweisen

wir auch auf die gem.

Unfallverhütungsvorschrift „Arbeitsmedizinische

Vorsorge“

(GUV-V A4, bisher GUV 0.6) in

Verbindung mit BGI 504 durchzuführende

arbeitsmedizinische

Vorsorgeuntersuchung nach

dem Berufsgenossenschaftlichen

Grundsatz G25 „Fahr-,

Steuer- und Überwachungstätigkeiten“.


EUKDialog 4/2003


Wer schreibt …

In der letzten Ausgabe des „EUK-Dialog“ hatten wir Sie gebeten, mit

uns weiterhin in den „Dialog“ einzutreten, uns Fragen und Anregungen

mitzuteilen und an unserem Preisausschreiben teilzunehmen.

Unter den Einsendern der Leserzuschriften wurden die ausgelobten

Preise gezogen und die Gewinner schriftlich benachrichtigt.

Der 1. Preis, ein wertvoller Chronograph, ging an Thomas Markgraf

aus Baunatal, der 2. Preis, eine Erste-Hilfe-Tasche, an Frank

Jokel aus Berlin und einer der 3. Preise, eine Collegemappe mit

Schreibset, an Lothar Vetter aus Freiburg.

Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch.

Wir möchten den „Dialog“ mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser,

gerne fortsetzen. Bitte Schreiben Sie uns auch weiterhin und

Name

Anschrift

Ruf-Nr. (mit Vorwahl)

Ich bin bei (Stelle)

als (Tätigkeit)

Eisenbahn-Unfallkasse

EUK 51

Postfach 20 01 52

60605 Frankfurt am Main

✁ Liebe Leserinnen und Leser, Sie erinnern sich?

EUKDialog 4/2003

beschäftigt.

Leserforum

… gewinnt!

benutzen Sie wie bisher, den Vordruck auf den Seiten 23 und 24 und

senden oder faxen ihn uns zu (0 69 - 4 78 63-5 70) oder schicken

Sie eine E-Mail an info@euk-info.de unter dem Betreff „EUK-Dialog

Leserforum“.

Unter dem Motto „Wer schreibt … gewinnt“ verlosen wir unter

allen Einsendern von Leserzuschriften zum „EUK-Dialog“ 4/2003

wieder zehn Preise. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2003,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

1. Preis: Ein wertvoller Chronograph

2. Preis: Ein Taschenwecker

3. bis 5. Preis: Je eine College-Mappe mit Schreibset

6. bis 10. Preis: Je ein DB-Fachbuch Ihrer Wahl

Bitte ausschneiden

Die Ausgabe 4/2003 vom „EUK-Dialog“ habe ich durchgesehen.

Sie gefiel mir gut □ weniger gut □ überhaupt nicht □

Besonders gut gefielen mir die Beiträge

Stolpern, Rutschen, Stürzen ........................................... □

Aus der Arbeit des Widerspruchsausschusses ................ □

Arbeitsschutzorganisation ............................................... □

Die Haut – mehr als ein Schönheitsideal .......................... □

Dialog ............................................................................. □

Telegramm ...................................................................... □

Checkliste ....................................................................... □

Medikamente am Arbeitsplatz und im Staßenverkehr ...... □

Sicher durch den Winter .................................................. □

Das schreib‘ ich mal an den „EUK-Dialog“ ....................... □

Folgende Beiträge fanden mein Interesse nicht oder nur wenig:

23


Leserforum · Impressum

Das gibt’s im nächsten Heft

Der nächste „EUK-Dialog“ erscheint Mitte Februar 2004. Das Heft

hat wieder einen Umfang von 24 Seiten. Unter den Rubriken

EUK aktuell Prävention Unfallversicherung EUK-Telegramm

Dialog Checkliste Sicherheit überall Leserforum

werden wieder viele aktuelle und interessante Beiträge für die

Versicherten und die Mitgliedsbetriebe der EUK erscheinen.

Auf dem Redaktionsprogramm stehen u.a. folgende Themen:

Die Vertreterversammlung tagte in Karlsruhe

Betriebliche Arbeitsschutzorganisation – Betriebs-/Personalrat

Posttraumatische Belastungen und Rehabilitation

Unfallversicherung

Hauterkrankungen

24

Besuchen Sie uns auch im Internet:

www.eisenbahn-unfallkasse.de

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen über die EUK und

interessante Links zu allen Themen rund um die gesetzliche

Unfallversicherung.

Ich möchte Folgendes vorschlagen:

Ich habe folgende Frage(n):

Was mir sonst noch auffiel und Sie wissen sollten:

Mit freundlichen Grüßen

Impressum „EUKDialog“

Mitteilungsblatt der Eisenbahn-Unfallkasse (EUK) – Gesetzliche Unfallversicherung

– Körperschaft des öffentlichen Rechts, Sitz Frankfurt am Main.

Herausgeber: Eisenbahn-Unfallkasse.

Redaktionsbeirat: Rudi Ludwig, Vorsitzender des Vorstandes der EUK,

Otto Kaletsch, stv. Vorsitzender des Vorstandes der EUK,

Wolfgang Horstig, Mitglied des Vorstandes der EUK.

Redaktion: Dieter Kersten (Chefredakteur), Dieter Mohr (Selbstverwaltung

und Unfallversicherung), Werner Grießhammer (technischer Arbeitsschutz

und technische Unfallverhütung), Paul Ansion (allgemeiner Arbeitsschutz

und allgemeine Unfallverhütung), Monika Trautwein (Redaktionsbüro).

Anschrift: Eisenbahn-Unfallkasse, Redaktion „EUK-Dialog“,

Rödelheimer Straße 49, 60487 Frankfurt am Main,

Telefon (0 69) 4 78 63-0,

Telefax (0 69) 4 78 63-1 51.

Erscheinungsweise und Bezugspreis: Erscheint jeden dritten Monat.

Der Bezugspreis ist für Mitglieder der EUK im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Für andere Bezieher: Jahresabonnement E 4,40 zuzüglich Versandkosten.

Verlag und Anzeigen: Eisenbahn-Fachverlag GmbH, Postfach 23 30,

55013 Mainz,

Telefon: Telekom (0 61 31) 28 37-0, Arcor (9 59) 15 58,

Telefax: Telekom (0 61 31) 28 37 37.

E-mail: Eisenbahn-Fachverlag@t-online.de

Verlagsleitung: Dipl.-Kfm. Holger Hüthig.

Anzeigen und Vertrieb: Monika Trautwein.

Anzeigenpreisliste Nr. 4 z.Z. gültig. Alle Rechte vorbehalten;

Nachdruck oder Vervielfältigung, auch auf fotomechanischem Wege,

nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Gestaltung und Druck: Meister Druck, Werner-Heisenberg-Straße 7,

34123 Kassel.

Titelbild: Bildagentur Mauritius, 82481 Mittenwald.

EUKDialog 4/2003

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