Activities 2006 - European Academy of Sciences and Arts

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Activities 2006 - European Academy of Sciences and Arts

EUROPEAN ACADEMY OF SCIENCES & ART

einer Versicherungspflicht. Jeder die hat Wahlmöglichkeit über die Standardfinanzierung

der medizinischen Solidarsicherung zusätzliche Wünsche zu decken.

In der Medizin bestehen aufgrund der historischen Struktur alleine schon in Österreich

4.000 verschiede Umwege bis ein Spital seine medizinischen Leistungen finanziell ersetzt

bekommt (Abb. 3). Ein Spital hat kein Defizit, sondern es werden die Medizinischen

Leistungen nicht voll bezahlt. Es ist klar, dass die Versicherungen nicht so hohe Prämien

verlangen können. Ein zentraler Fonds aus den Steuergeldern speist dann im Bedarf die

Versicherungen, die nun die vornehme Aufgabe des Monitorings und der Qualitätskontrolle

haben. Es liegt alleine in der Doppelgleisigkeit oder Dreigleisigkeit, alleine in der komplizierten

Struktur zwischen Bund, Ländern und Gemeinden ein derartig großer

Reibungsverlust. Auf jeden Fall kann eine Kostenreduktion von 10 – 15 % angesetzt

werden.

Im Wesentlichen hat „Health is Wealth“ gezeigt, dass in Europa eine Harmonisierung aller

medizinischen Leistungen im Sinne der Europäischen Kohäsion erstrebenswert ist und ein

Raum eines „Leadmarkets“ entstehen muss. Mit grenzüberschreitender Innovation soll

dieser Markt aufgebaut und international beispielgebend sein. Über die Finanzierung kann

ganz klar die Qualität und der Standard in Europa homogenisiert werden, darüber hinaus

kann man durch die Standardisierung auch zunehmend Spitzenleistungen in einzelnen

Zentren in Clustern forcieren. Das ist mit einem Wissenstransfer zu erzielen.

Vorschlag

Ziel dieser Konzepte ist es, durch eine Effizienzsteigerung eine Qualitätssteigerung zu

erzielen und damit die Kosten um rund 10 – 15 % zu senken.

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste hat dieses Projekt „Health is

Wealth“ interdisziplinär durchgeführt. Als weiteres Procedere ist vorzuschlagen, dass ein

Report: der Europäische Gesundheitsmarkt, Kostenreduktion durch Effizienzsteigerung

von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe erstellt wird.

Die 17 großen medizinischen Fachgesellschaften werden eingeladen, Vorschläge für die

Klassifizierung und Standards zu erarbeiten. Die Ärztevertretungen, die Patientenverbände,

Ökonomen aus dem Bereich der Krankenhausökonomie und der Versicherungsökonomie

und Finanzexperten werden die Vorschläge zur Struktur und Finanzierung erarbeiten.

In 3 Clustern wird die Klassifizierung, Organisation und Finanzierung auf

Kostenreduktion beleuchtet und dementsprechende Empfehlungen zur Kostenreduktion

gegeben. Wir brauchen eine langfristige Strategie um mit Effizienzsteigerung den

Gesundheitsmarkt zu sichern. Hier liegt auch ein Kohäsionsbeitrag zugrunde.

Von der ärztlichen Seite wird die Basis geschaffen, im Sinne des Wesens der Medizin die

Leistungen zu definieren, die unabdingbar für das Wohl unserer Solidargemeinschaft ist.

Die Solidargemeinschaft wiederum durchforstet ihre historischen Strukturen um ein europäisches

Konzept zu entwickeln, das letztlich auf der Erde einen neuen Leadmarket darstellen

sollte, wie man „Health for All“ in Europa sichern kann. Europa hat eine enorme

Innovationskraft, die durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Wissenstransfer als

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