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41556 Bundschuh_Asklepio#12EB8C - Asklepios

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Lob & Kritik

Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, noch einmal komme

ich darauf zurück: Die Asklepios

Führungsgrundsätze sind Leitlinien und

Hilfe für unser Handeln. Daher möchte

ich Sie heute an drei weitere Führungsgrundsätze

erinnern:

• »Berechenbare und schnelle Entscheidungen

fällen«,

• »Lösungsorientiert handeln«,

• »Lob und Kritik«.

Berechenbare und schnelle Entscheidungen

fällen: Entscheidungen müssen

schnell und berechenbar gefällt werden.

Relevant sind allein sachliche Gründe;

persönliche Motive sollten immer zurückstehen.

Werden Zustimmungen nach dem

Zustimmungskatalog erforderlich, sollten

Sie eine kurze Entscheidungsvorlage per

Fax oder E-Mail vorlegen, die Entscheidungsträger

bestimmen dann umgehend

über das weitere Verfahren. Bitte halten

Sie im Regelfall unbedingt den kurzen

und geraden Dienstweg ein. Allerdings ist

der Dienstweg kein Dogma: Niemand

sollte sich gezwungen sehen, an ihm festzuhalten,

wenn dem Unternehmen daraus

ein Nachteil entstehen könnte.

Lösungsorientiert handeln: Wie wir

alle wissen, sind Meinungsverschiedenheiten

in einem großen, dynamischen

Unternehmen unvermeidlich. Sie sind

sogar wünschenswert. Dennoch

muss jede Diskussion

lösungsorientiert geführt

werden. Probleme

dürfen nicht vertuscht, delegiert oder vertagt

werden. Vielmehr muss ihre Lösung

rasch in Angriff genommen werden. Sie

werden sicher meine Erfahrung bestätigen:

Ein Meeting, das im Ergebnis nicht

wenigstens den Ansatz einer Problemlösung

aufzeigt, ist sinnlos. Versuchen Sie

nur einmal, nach einer Konferenz oder

Sitzung auszurechnen, wie viele Euro

sämtliche »Mannstunden« der Teilnehmer

gekostet haben. Fanden Sie diesen finanziellen

Aufwand gerechtfertigt? – Ich

befürchte, Sie kommen manchmal zu

einem niederschmetternden Ergebnis. Im

Interesse der Lösungsorientierung sollten

die Ergebnisse solcher Treffen daher

dokumentiert und das Schicksal der vereinbarten

Projekte und Aufgaben unbedingt

weiter verfolgt werden.

Lob und Kritik: Häufig besteht

Anlass, einen Mitarbeiter für seinen Einsatz

zu loben. Loben Sie ihn gleich und im

besten Fall öffentlich. Und auch gern dreimal

mehr als einmal zu wenig. Doch die

größte Anerkennung kommt gewöhnlich

leise daher: Lautes Lob kann als Bloßstellung

oder als Peinlichkeit empfunden

werden. Das wäre genau das unerwünschte

Gegenteil. Besteht dagegen

Anlass, einen Mitarbeiter zu kritisieren,

Editorial

sollte die Kritik unverzüglich vorgetragen

werden. Bitte achten Sie auf einen sachlichen

Stil. Und sprechen Sie mit dem

Mitarbeiter unter vier Augen. Fehler, die

einmal korrigiert worden sind, sollten

dem Betroffenen später auch nicht mehr

vorgehalten werden. Übrigens: Auch die

Führungskräfte müssen sich sachlicher

und lösungsorientierter Kritik durch ihre

nachgeordneten Mitarbeiter stellen. Allerdings

verstärkt jede Kritik ohne Lösungsansatz

die Probleme nur, die sie eigentlich

bewältigen will. Und noch etwas: Bitte lassen

Sie sich nicht von den ewigen Nörglern

und Schwarzmalern beeindrucken,

die es nun einmal in jedem Unternehmen

gibt. Manchem darunter mag es leichter

fallen, seinen Arbeitsplatz zu wechseln

als seine pessimistischen Meinungen.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

mein letztes Vorwort hat offenbar

einiges Nachdenken ausgelöst. Das ist

auch gut so. Zwar wollte ich niemanden

unter Ihnen ganz besonders ansprechen,

aber jeden von Ihnen schon. Denn entscheidend

ist allein unser Handeln. Ich

möchte, dass unsere Führungsgrundsätze

auch gelebt werden.

ASKLEPIOS intern

22/2004

3


4 ASKLEPIOS intern 22/2004

Inhalt

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

Klinikübersicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

Medizin & Wissenschaft

Medizin-Ticker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Diagnose: Brustkrebs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Top-Story:

Diagnose: Brustkrebs

Optimale Behandlung von

Brustkrebspatientinnen in Goslar . . . . . . Seite 8

Wenn das Herz aus dem Rhythmus kommt Seite 14 Behandlung von Gleichgewichtsstörungen Seite 20 Fünf Jahre Asklepios Seite 27

Brustkrebs ist heilbar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Minimal invasive Chirurgie

in der Hüftendoprothetik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Wenn das Herz aus dem Rhythmus kommt . . . . . . 14

Inkontinenz: Aufklärung tut Not!. . . . . . . . . . . . . . . 16

Hilfe für Kinder mit Handicaps . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Gleichgewichtsstörungen –

innovative Diagnostik und Therapie . . . . . . . . . . . . 20

Management

Kurz & Knapp. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Unsere Asklepios Kollektion . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Fünf Jahre Asklepios . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Einführung des Berufes

Atmungstherapeut in Deutschland. . . . . . . . . . . . . 28

Neue Wege der Krankenhausversorgung . . . . . . . . 29


Erste Universitätsklinik bei Asklepios . . . . . . . . . . 30

Ein Leben lang gesund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

TÜV bestätigt Klinik höchste Qualität . . . . . . . . . . . 32

Langzeit-EKG Befundung per Mausklick. . . . . . . . . 33

Asklepios Klinik Parchim

Mandy Wolf

Chefredakteurin

erfolgreich auf Gesundheitsmarkt . . . . . . . . . . . . . 34

Liebe Leserinnen und Leser,

Zeit zum Lesen heißt die Rubrik, in der

wir Ihnen in jeder Ausgabe ein Buch vorstellen.

Dieses Mal ist es das Märchen

»Tausendundeine Nacht«. Zeit zum Lesen

bringt auch diese Jahreszeit. Machen Sie

es sich also ruhig gemütlich und lesen Sie

Ihre neue Asklepios intern.

Wieder einmal waren wir überwältigt

von der Vielzahl der Themen, die uns von

Ihnen vorgeschlagen wurden. Dafür

möchten wir Ihnen danken. Oft haben wir

uns gewünscht, dieses Magazin möge

eben so viele Seiten haben wie »Tausendundeine

Nacht« – so interessant, so spannend

sind die Nachrichten aus unserem

Konzern!

»Statistisch gesehen wird jede 7. deutsche

Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs

erkranken. Darum müssen wir das

Bewusstsein für die Bedeutung von Früherkennungsuntersuchungen

deutlich erhöhen«,

fordert Dr. Klingemann, Chefarzt

der Frauenklinik an der Asklepios Harzklinik.

Lesen Sie in unserer Titelstory, wie

in Goslar gegen den Krebs gekämpft wird.

Asklepios Award 2005 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

Figuren & Strukturen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Patienten-Forum

Wellness bei Asklepios . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Visite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Individualtherapie für Aids-Patienten. . . . . . . . . . . 41

Kampf gegen die Sucht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Inhalt

Ideenreichtum, Disziplin und Ausdauer

zahlen sich aus. Zumindest in unserem

Unternehmen. Ab sofort werden Einrichtungen,

die gute Leistungen bringen, ausgezeichnet

– mit dem Asklepios Award

2005. An wen? Wann? Wo? Auf Seite 35

erfahren Sie mehr.

Zum 1. November 2004 hat Asklepios

vom Bayerischen Roten Kreuz die Trägerschaft

für das Bayerische Rheuma- und

Orthopädiezentrum Bad Abbach übernommen.

Alles über die erste Universitätsklinik

bei Asklepios auf den Seiten 30

bis 31.

Was macht Herbert Grönemeyer in

Uchtspringe? Wie therapiert man Skoliose?

Wer ist neu im Unternehmen?

Zeit zum Lesen, Zeit für die neuesten

Nachrichten aus unserem Konzern.

Viel Vergnügen bei der Lektüre

Langzeit-EKG Befundung per Mausklick Seite 33 Wellness bei Asklepios Seite 38 Gastric Banding rettet Fettsüchtige Seite 44

Ihre

Brustkrebs – eine Mutter erzählt. . . . . . . . . . . . . . . 43

Gastric Banding rettet Fettsüchtige . . . . . . . . . . . . 44

»Es ist mutig, Schwäche einzugestehen« . . . . . . . . 45

Der Speck muss weg! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Leserbriefe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

Scharaden & Balladen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

ASKLEPIOS intern

22/2004

5


Medizin & Wissenschaft

Medizin-Ticker

Neue Funktionsabteilung in Wiesbaden

In der Asklepios Paulinen Klinik

Wiesbaden wurde die internistische

Funktionsabteilung neu gestaltet und mit

modernen Geräten ausgestattet. Die

rasante Entwicklung der Funktionsdiagnostik

in der Sonographie, Echokardiographie,

bei Doppler- und Duplexuntersuchungen,

machte die Neuorganisation

erforderlich. Vor allem die Endoskopie

setzt neue Maßstäbe in der Diagnostik

und Therapie innerer Erkrankungen mit

einer Vielzahl operationsersetzender

minimal invasiver Eingriffe. Insbesondere

finden hier Patienten mit gastroenterologischen

und onkologischen Krankheitsbildern

eine fachübergreifende, ganzheitliche

sowie organbezogene Diagnostik

und Therapie. Die enge interdisziplinäre

Zusammenarbeit mit dem Chirurgischen

Zentrum hat sich hervorragend bewährt.

Das erweiterte Raumangebot ermöglicht

auch die Anwendung neuer diagnostischer

und therapeutischer Verfahren wie

die Endo-Sonografie, die endoskopische

Mukosaresektion oder die Argon-Plasma-

Spezialisten sind Killerkrebs auf der Spur

6 ASKLEPIOS intern 22/2004

Koagulation. Den aktuellsten Untersuchungsstandard

gewähren Chefarzt Dr.

Klaus Tischbirek mit seinen Oberärzten

Michael Menger und Christian Hebbeker.

Fachkrankenhaus Uchtspringe

auf Weltkongress

Auf dem 16. Weltkongress für Kinderund

Jugendpsychiatrie/Psychotherapie in

Berlin war das SALUS-Fachkrankenhaus

Uchtspringe mit zwei Poster-Präsentationen

vertreten. Zu der weltweit bedeutendsten

Fachveranstaltung ihrer Art, die erst-

Prof. Dr. Karl Heinrich Link (Foto rechts), Leiter des Tumor-

Therapie-Centrums (ATC) in der Asklepios Paulinen-Klinik, führte

Spezialisten verschiedener Fachdisziplinen aus aller Welt in

Wiesbaden zusammen. Im Zentrum des Kongresses stand »das

Pankreas-Karzinom. Ein Killerkrebs«, so Link. Bei diesem Bauchspeicheldrüsen-Krebs

sei die Diagnose nicht einfach. Symptome

wie Rückenschmerzen, die gürtelförmig ausstrahlen, lassen den

Arzt nicht so schnell an Krebs denken. Wenn entdeckt werde,

dass sich ein Pankreaskarzinom dahinter verberge, sei es meistens

schon zu spät. Es sei ein »Krebs der Jüngeren. Denn meist

erkranken 40- bis 60-Jährige«, sagt Prof. Link. Auf dem Kongress

wurde eine Studie vorgestellt, die bewies, dass die Überlebenszeit

mit einer Behandlung verlängert werden könne, mit der Link

schon seit seiner Ulmer Zeit vertraut ist. Es handelt sich hierbei

um eine schonendere Operationsmethode, die ein US-amerikanischer

Kollege präsentierte und die »verhältnismäßig neu in

Deutschland« ist. Prof. Link wird demnächst auch in Yokohama

und Tokio Vorträge halten.

mals in Deutschland stattfand, kamen

Ende August 2004 rund 2.000 Teilnehmer

aus 67 Staaten in die Bundeshauptstadt.

Die Ärztinnen aus Uchtspringe stellten

umfassende klinische Erfahrungen

aus der therapeutischen Arbeit mit hörgeschädigten

psychisch kranken Mädchen

und Jungen vor. Das seit 1993 in die Klinik

integrierte »Deutsche Zentrum für

Psychiatrie und Psychotherapie mit hörgeschädigten

Kindern und Jugendlichen

Uchtspringe« ist die bundesweit einzige

Einrichtung, die diese spezifische therapeutische

Hilfe anbietet. Während des

Kongresses trafen die Ergebnisse der wissenschaftlichen

Arbeit von Chefärztin Dr.

Erika Lischka, Oberärztin Britta Wehrmann

und Pädagogin Dagmar Schwenzer

auf großes Interesse beim internationalen

Fachpublikum.

Dies galt auch für die zweite Kongress-Präsentation

aus Uchtspringe, in

der Stationsärztin Mechthild Bauer unter

dem Leitmotiv »Kinder brauchen Lebensziele«

das ungewöhnliche Projekt »TERRA

U.« – Therapie- und Erlebnisraum Auto

Uchtspringe« aufzeigte. Hier wurde in

den zurückliegenden drei Jahren ein realitätsbezogenes

Erprobungsfeld für junge


Patienten geschaffen, die unter fachkundiger

Anleitung ihre handwerklich-technischen

Interessen und Fähigkeiten entdecken

können. Die ursprünglich vom

Ausbildungsbereich der Volkswagenwerke

Wolfsburg und vom Fachkrankenhaus

entwickelte Projekt-Idee TERRA U.

erweist sich in der Praxis als überaus

erfolgreich und ist für das therapeutische

Anliegen hochwirksam.

Evidenzbasierte motorische Rehabilitation

nach Schlaganfall

Mit der Frage nach der besten medizinischen

Evidenz für die Behandlung zentraler

Paresen nach Schlaganfall stellte

sich das »Seesener Forum« an den Asklepios

Kliniken Schildautal einem

anspruchsvollen Thema. Eingeladen

waren bei der von den Kliniken für Neurologische

Rehabilitation und Frührehabi-

litation (Ärztlicher Leiter: Prof. Dr. med.

M. Holzgraefe) ausgerichteten Veranstaltung

regionale Vertreter der Krankenkassen,

des Gesundheitsamtes und des

Medizinischen Dienstes der Krankenkassen,

Neurologen, niedergelassene Internisten

und Allgemeinmediziner sowie Physiotherapeuten

aus umliegenden Krankenhäusern

und Praxen. Die mit über 130

Teilnehmern sehr gut besuchte Veranstaltung

fand ein ausgesprochen positives

Echo.

Endoskopie-Workshop in Seligenstadt

Der erste Endoskopie-Workshop

unter Leitung von Dr. med. Nikos Stergiou

war ein voller Erfolg. Praktische

Übungen und Hands-on-Training am

Erlangener Endotrainer begeisterten die

Teilnehmer. Dr. Stergiou hat seine Arbeit

als Chefarzt in der Inneren Abteilung der

Asklepios Klinik Seligenstadt zum

1.7.2004 aufgenommen. Gleich zu Beginn

initiierte Dr. Stergiou den Aufbau eines

Ausbildungszentrums für Endoskopie.

Mit dieser Idee stieß er bei seinen Kollegen

auf eine große Resonanz. Am ersten

Tag des zweitägigen Workshops ging es

um die Vorbereitung und Durchführung

der Notfall-Endoskopie sowie Techniken

Medizin & Wissenschaft

Kooperation zwischen Anästhesiologie und operativer Intensivmedizin

Zwischen der Asklepios Klinik Sankt Augustin GmbH und der Klinikum

Rhein-Sieg GmbH wurde ein Vertrag über eine Kooperation im Fachgebiet

Anästhesiologie und operativer Intensivmedizin abgeschlossen. Ziel dieses

Vertrags zwischen den Anästhesie-Abteilungen beider Häuser ist die Erweiterung

des Ausbildungsspektrums von Fach- und Assistenzärzten, die im

Austausch mindestens sechs und bis zu 12 Monate in der Kooperationsklinik

arbeiten. St. Augustin hält so seine Kompetenz auf dem Gebiet der Erwachsenen-Anästhesie

aufrecht und sammelt zugleich Erfahrungen in der

Erwachsenen-Intensivmedizin bei herzchirurgischen Patienten. Für die Siegburger

Anästhesisten ergibt sich die einmalige Gelegenheit, in die selbst an

großen Kliniken nur unterrepräsentierte Kinderanästhesie hinein zu schnuppern.

Auf beiden Seiten fand die Idee großen Anklang. Es gibt bereits längere

Wartelisten tauschfreudiger Kolleginnen und Kollegen. Je nach Anklang

und Durchführbarkeit wäre eine solche Kooperation beispielhaft auch für

den pflegerischen Bereich. Aufgrund des Vertrages wurde die Weiterbildungsberechtigung

für die »spezielle anästhesiologische Intensivmedizin«

auf 12 Monate verdoppelt.

und Limitationen der Musektomie am

oberen Gastrointestinaltrakt.

Am zweiten Seminartag konnten die

Teilnehmer unter Anleitung von Tutoren

acht Stunden lang an zwei Modellen des

Erlanger Endotrainers Blutstillungstechniken

und Musektomietechniken üben.

Parallel blieb noch Zeit für einen ausgiebigen

Erfahrungsaustausch unter den Ärzten.

In der Abschlussrunde waren sich

alle einig: Das war ein sehr gutes und

wichtiges Seminar! Aufgrund der durchweg

positiven Resonanz sind für die nächsten

Monate weitere, regelmäßig stattfindende

Workshops geplant.

Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen

über das Sekretariat Chefarzt Dr.

med. Nikos Stergiou, Asklepios Klinik

Seligenstadt.

E-Mail: Innere.seligenstadt@asklepios.com

ASKLEPIOS intern 22/2004 7


Medizin & Wissenschaft

Eine der Hauptursachen für die hohe

Sterblichkeit sieht Dr. Klingemann

darin, dass die diagnostische und

8 ASKLEPIOS intern 22/2004

Diagnose: Brustkrebs

Optimale Behandlung von Brustkrebspatientinnen in Goslar

Jährlich erkranken in Deutschland rund

52.000 Frauen an Brustkrebs. Etwa 18.000

dieser Patientinnen sterben. Besonders

gefährdet sind Frauen zwischen 50 und 60

Jahren. »Statistisch gesehen wird jede siebte

deutsche Frau im Laufe ihres Lebens an

Brustkrebs erkranken. Darum müssen wir das

Bewusstsein für die Bedeutung von Früher-

therapeutische Versorgung von Brustkrebspatientinnen

in Deutschland keinen

einheitlichen Qualitätsstandards unter-

kennungsuntersuchungen deutlich erhöhen«,

fordert Dr. Klingemann, Chefarzt der Frauen-

klinik an der Asklepios Harzklinik Goslar. Frau-

en sollten mindestens einmal im Jahr zur Vor-

sorge gehen. »Wir werden erst dann erfolgrei-

cher den Krebs bekämpfen können, wenn wir

Tumore entdecken, die kleiner als einen Zen-

timeter sind.«

liegt. Erschreckend ist außerdem die Tatsache,

dass Deutschland als eine der führenden

Industrienationen von 17 europäi-


schen Ländern an 8. Stelle liegt. Schlechter

gelistet als Deutschland sind nur noch

die ärmeren osteuropäischen Länder.

Mit dem Start des 1. Disease-Management-Programms

(DMP) in Niedersachsen

soll sich die Behandlungsstruktur für

den Brustkrebs entscheidend ändern. Das

Programm macht klare Vorgaben zur Qualität

von Diagnostik und Therapie, die an

internationalen Standards orientiert sind.

Regelmäßige Tumorkonferenzen, gemeinsame

Fallbesprechungen und Patientengespräche

nach

bestimmten

Vorgaben sollen

vor allem

die Koordination

und Abstimmung

der

medizinischen

Leistungsprozesse

zwischen Klinik und niedergelassenen

Ärzten verbessern helfen.

»Das DMP Brustkrebs ist ein strukturiertes

Behandlungsprogramm zur Verbesserung

der Versorgung von Brustkrebspatientinnen,

das die optimale Vernetzung

derjenigen gewährleistet, die an der

Diagnostik und Therapie von Brustkrebserkrankungen

beteiligt sind«, erklärt

Dr. Klingemann. Bereits bei der Auswahl

der beteiligten Einrichtungen wurden

hohe Qualitätsmaßstäbe zugrunde gelegt.

Das Hauptanliegen ist, fachübergreifend,

schnell und unkompliziert die Diagnostik

und Therapie von Erkrankungen

der Brustdrüse zu übernehmen. Überflüssige

Untersuchungen sollen vermieden

werden, den Patientinnen und ihren

Angehörigen soll kompetent und unkompliziert

geholfen werden. Im Goslarer

Behandlungsprogramm arbeiten alle

beteiligten Fachgebiete zusammen: Radiologen,

Onkologen, Gynäkologen, Strahlentherapeuten,

Psychologen und Pathologen.

Wichtig ist die Einbindung und

Mitwirkung der niedergelassen Gynäkologen

der Region, der Strahlentherapeuten,

Nuklearmediziner und Radiologen,

mit denen ein Kooperationsvertrag besteht.

Das Goslarer Team unter der Leitung

von Dr. Klingemann erfüllt alle Voraussetzungen

zur Teilnahme an einem Disease-

Management-Programm. Kliniken, die

sich für ein DMP Brustkrebs bewerben,

müssen in der operativen Versorgung

mindestens 150 Brustoperationen jährlich

und mindestens 50 Operationen pro Operateur

und pro Jahr durchführen. Durch

eine kontinuierliche Fallzahlsteigerung

wurden im Jahre 2003 in der Goslarer

Asklepios Harzklinik 213 Patientinnen,

die an Brustkrebs

erkrankt

waren, operiert.

Die Klinik

gehört

damit zu den

fallzahlstärksten

Kliniken

in Niedersachsen.

Ferner müssen alle beteiligten Klinikärzte

und zuweisenden Ärzte über fundierte

Spezialkenntnisse in der Versorgung

des Brustkrebses verfügen. »Nur so

kann gewährleistet werden, dass die

beteiligten Einrichtungen und ihre Ärzte

über die erforderliche Erfahrung verfügen

und unser DMP den hohen internationalen

Standards entspricht«, erläutert Dr.

Klingemann.

Wie funktioniert die Teilnahme am

DMP-Brustkrebsprogramm für die betroffene

Patientin? Ganz einfach: die Patientinnen

schreiben sich über ihren niedergelassenen

Gynäkologen in das Programm

ein. Dieser begleitet die betroffene

Patientin durch das gesamte Brustkrebs-

»Mir liegt sehr daran, trotz

radikaler OP-Technik, brusterhaltend

zu operieren und

damit die körperliche Integrität

der Frau zu bewahren.«

Patientin nach OP

Medizin & Wissenschaft

Frauenklinik Goslar etabliert

Behandlungspfad »Brustkrebs«

Zeitgleich mit der Teilnahme am DMP

und der Zertifizierung als Brustzentrum wird

in der Frauenklinik Goslar ein klinischer

Behandlungspfad »Brustkrebs« etabliert.

Klinische Behandlungspfade steuern den

Weg der Patienten unter Einbeziehung

aller Berufsgruppen, die an der Behandlung

der Grunderkrankung beteiligt sind.

Im Zentrum dieses Behandlungsplanes

steht die Patientin. Der koordinierte Ablauf

sorgt für eine weitestgehende Vermeidung

von Wartezeiten, schützt vor dem Verlust

von Informationen und sichert durch etablierte

medizinische Standards das hohe

Qualitätsniveau der Behandlung.

Kontakt:

Frauenklinik an der Asklepios Harzklinik

Chefarzt Dr. Klingemann

Tel. (0 53 21) 4413 71

Programm in enger Kooperation mit der

Goslarer Frauenklinik.

Seit 18 Jahren arbeitet Dr. Klingemann

in der Frauenklinik in Goslar, schon früh

spezialisierte er sich auf die Brustkrebs-

Chirurgie einschließlich Rekonstruktion

und ästhetischer Chirurgie. Er kennt die

Sorgen und Ängste der Frauen, die mit

der Diagnose »Brustkrebs« konfrontiert

werden. »Mir liegt sehr daran, trotz radikaler

OP-Technik, brusterhaltend zu operieren

und damit die körperliche Integrität

der Frau zu bewahren,« so Dr. Klingemann.

»Wenn die Möglichkeit besteht,

und alle medizinischen Voraussetzungen

gegeben sind, operiere ich grundsätzlich

brusterhaltend. Dabei spielt es keine

Rolle, wie alt meine Patientinnen sind.

Auch Frauen im hohen Alter haben ein

Anrecht auf ein unverändertes körperliches

Erscheinungsbild nach dem Eingriff.«

Wichtig sind neben der optimalen

und ausführlichen Aufklärung der Patientinnen

und ihrer Angehörigen, die schnelle

Rückintegration nach der stationären

Behandlung in den normalen Lebenszyklus

und die Anregung zu zukunftsorientiertem

Denken. Mandy Wolf

ASKLEPIOS intern

22/2004

9


Medizin & Wissenschaft

Welche Risikofaktoren gibt es für Brustkrebs?

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:

eine familiäre Häufung, auch Verwandte

2. Grades, das frühe Einsetzen bzw.

späte Ausbleiben der Menstruation, keine

Schwangerschaften bzw. erste Schwangerschaft

nach dem 35. Lebensjahr.

Stimmt es, dass regelmäßige sportliche

Betätigung das Brustkrebsrisiko senkt?

Das stimmt. Studien haben nachgewiesen,

dass regelmäßige sportliche Aktivität

vor Brustkrebs schützt. Frauen, die

regelmäßig Sport treiben, haben ein signifikant

niedrigeres Risiko an Brustkrebs zu

erkranken als Frauen, die sportlich nicht

aktiv sind.

Ist Brustkrebs erblich?

Die Veranlagung zu Brustkrebs kann

erblich bedingt sein. Wenn Mutter, Tante

oder Schwester an Brustkrebs erkrankt

sind, besteht ein höheres Risiko. Diese

Fragen sind in jedem Fall mit dem behandelnden

Arzt abzuklären.

Knoten entdeckt – was tun?

Auf jeden Fall sofort zum Arzt gehen

und den Knoten untersuchen lassen. Es

muss sich hier nicht unbedingt um Krebs

handeln, denn häufig ist es eine Zyste

oder eine gutartige Geschwulst, die ohne

große Probleme entfernt werden kann

10 ASKLEPIOS intern 22/2004

Brustkrebs ist heilbar

Ein Interview mit Dr. med. H. Klingemann,

Chefarzt der Frauenklinik Goslar

oder teilweise von selbst wieder verschwindet.

Der Arztbesuch sollte keinesfalls

aus Angst vor der Diagnose hinausgeschoben

werden, denn: Brustkrebs in

frühem Stadium ist heilbar!

Brustkrebs ist also heilbar?

Wenn er im frühen Stadium entdeckt

wird, ja. Aber auch für spätere Stadien

bestehen heute sehr gute Behandlungsmöglichkeiten,

durch die die Wahrscheinlichkeit

für einen Rückfall sehr gering ist.

Kann man der Selbstuntersuchung der

Brust trauen?

Die manuelle Untersuchung der Brust

ersetzt keine Mammographie oder Ultraschalluntersuchung.

Leider wird immer

noch ein Großteil der bösartigen Knoten

durch die Untersuchung von der Patientin

selbst entdeckt. Meist sind die Tumore

dann schon recht groß. Wünschenswert

wäre eine regelmäßige jährliche Früherkennungsmammographie

ab dem 35.

Lebensjahr. Dann können wir auch Tumore

entdecken, die noch sehr klein sind.

Erfolgreich können wir unseren Kampf

gegen den Krebs erst dann bezeichnen,

wenn wir in der Lage sind, Tumore zu entdecken,

die kleiner als 1 cm sind.

Tut eine Mammographie weh?

Eine Mammographie ist eine Röntgenaufnahme

der Brust. Bei dem Verfahren

muss die Brust etwas zusammengepresst

werden, um möglichst aussagekräftige

Bilder zu erhalten. Das kann, in Abhängigkeit

von der Schmerzempfindlichkeit

der Patientin, auch unangenehm sein.

Was ist eine Chemotherapie? Wann wird

sie eingesetzt?

Bei einer Chemotherapie kommen

Medikamente zum Einsatz, die die Zellteilung

hemmen (sog. Zytostatika). Es handelt

sich um eine systemische, im gesamten

Körper wirkende Behandlung. Ob

eine Chemotherapie sinnvoll ist und

wenn ja, welche, hängt von der Art und

dem Stadium der Tumorerkrankung und

vom Allgemeinzustand der Patientin ab.

Die Therapie wird in bestimmten Intervallen,

so genannten Zyklen, durchgeführt.

Auf eine Behandlungsphase folgt jeweils

eine Pause.

Der frühestmögliche Einsatz einer

Chemotherapie ist der so genannte primär-systemische

Einsatz (auch als »neoadjuvant«

bezeichnet). Er dient dazu, den

Tumor schon vor der Operation zu verkleinern,

um eine brusterhaltende Operation

möglich zu machen. Darüber hinaus

kann man bei diesem frühen Einsatz

überprüfen, ob die Therapie anschlägt

und der Tumor schrumpft. Ziel ist die

Heilung des Brustkrebses.

In Deutschland wird eine so genannte

adjuvante, d.h. einem Rückfall vorbeugen-


1993 wurde in den USA die Bewegung »Making Strides Against Breast

Cancer« gegründet. Ihr Symbol ist die rosa Schleife. Weltweit engagieren

sich Menschen, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Früherkennungsuntersuchungen

zu erhöhen. Der Monat Oktober wurde in vielen

Ländern offiziell zum »Monat des Bewusstseins für Brustkrebs« erklärt.

de, Chemotherapie schon seit vielen Jahren

standardmäßig durchgeführt. Dazu

stehen mehrere Medikamente zur Verfügung.

Die adjuvante Chemotherapie soll

verhindern, dass sich Metastasen bilden

oder die Patientin einen Rückfall erleidet.

Ziel dieser Therapie ist ebenfalls Heilung.

Was ist eine Hormontherapie?

Bei einem großen Teil aller Brustkrebse

finden sich Hormonrezeptoren, d.h.

über weibliche Sexualhormone kann das

Wachstum des Tumors zusätzlich angeregt

werden. In diesen Fällen lässt sich

das Tumorwachstum durch einen Eingriff

in den Hormonhaushalt der Frau aufhalten

bzw. bremsen.

Bei der Hormontherapie stehen verschiedene

Möglichkeiten zur Verfügung:

Bisher besteht die Standard-

Therapie aus der Gabe von

Tamoxifen. Es handelt sich

dabei um ein so genanntes

Antiöstrogen, das die Hormonrezeptoren

besetzt und

somit das körpereigene

Östrogen verdrängt, dass

das Tumorwachstum anregen

würde. Tamoxifen wird

in der Regel fünf Jahre lang

eingenommen. Als Therapieoption

für Frauen vor den

Wechseljahren stehen so

genannte GnRH-Analoga

zur Verfügung. Dies sind

Hormone, die die körpereigene

Hormonproduktion in

den Eierstöcken hemmen.

Eine operative Entfernung

der Eierstöcke wird damit

überflüssig.

Wie können sich verunsicherte

Lebenspartner beraten

lassen?

Die Erkrankung der

Lebenspartnerin, der Mutter

oder der Schwester verursachen

bei den Angehörigen

seelische Berg- und Talfahrten.

Über Angst, Verun-

sicherung und Hilflosigkeit können die

Angehörigen mit unserem gesamten

Team sprechen. Ärzte, onkologische Fachschwestern

und Psychosoziologen stehen

gerne zur Verfügung. Darüber hinaus halten

viele Selbsthilfegruppen speziell für

Angehörige verschiedene Angebote

bereit. Das Interview führte Mandy Wolf

Bitte lesen Sie auch unsere Patienten-Story auf

S. 43 »Brustkrebs – eine Mutter erzählt«.

Web-Tipp:

Das Programm »Freude am Leben« der

gemeinnützigen Gesellschaft Aktiv gegen

Krebs (AGK) bietet krebskranken Frauen in

Therapie umfassende Hilfe an und unterstützt

die Betroffenen dabei, ihr Selbstwertgefühl

und ihre Lebensfreude nicht zu

verlieren. www.aktiv-gegen-krebs.de


Medizin & Wissenschaft

Minimal invasive Chirurgie

in der Hüftendoprothetik

Orthopädische Klinik Hohwald geht neue Wege

Seit zehn Jahren wird bei der Hüftund

Knieendoprothetik versucht, die

guten Langzeitergebnisse der konventionellen

Techniken des künstlichen Gelenkersatzes

mit minimal invasiven Operationsverfahren

zu erreichen.

Mittlerweile haben sich verschiedene

OP-Techniken etabliert,

die diese Ziele entweder über

einen, zwei oder auch drei kleinere

Zugänge zum Hüftgelenk zu erreichen

versuchen. Bei diesen Verfahren soll vor

allem die pelvitrochantäre Muskulatur

geschont werden. Die Zugänge befinden

sich entweder konventionell anterolateral,

12 ASKLEPIOS intern 22/2004

direkt über dem Schenkelhals, dorsal gluteal,

inguinal oder auch direkt medial.

Die meisten Prothesenhersteller bieten

für die minimal invasive Vorgehensweise

und ihre Einschränkungen bei der

Sicht und dem Handlungsspielraum

angepasste Retraktoren, Fräs-, Probe- und

Einsetzinstrumente, die sich in ständiger

klinischer Weiterentwicklung befinden.

Die computergestützte Navigation der

Prothesenkomponenten wird dabei

zukünftig noch eine größere Bedeutung

erlangen.

Nach intensiver theoretischer Vorbereitung,

mehreren Hospitationen sowie

Operationsübungen an Leichenhüften

wurde im Juli 2003 die MIC des endoprothetischen

Hüftgelenkersatzes an der

Asklepios Orthopädischen Klinik Hohwald

eingeführt. Diese Operationsmethode

mit Zugang über einen Schnitt in der

Leiste – bei Rückenlage des Patienten –

lehnt sich an die der Orthopädischen Universitätsklink

Halle an.

In Hohwald wird ein zementfreies

Endoprothesensystem der Firma Zimmer

verwendet. Hier ermöglicht vor allem das

Design der Schaftkomponente ein minimal

invasives Vorgehen. Der spezielle

»Mayo-Schaft« aus Tivanium ® (Ti-6Al-4V-

Legierung) wurde 1981 von Prof. Bernard

F. Morrey, Direktor der Orthopädischen


Dr. Ch. Weber

Abteilung der Mayo-Klinik in Rochester,

Minnesota (USA), entwickelt. Nach seiner

Patentierung im August 1986 ist er im klinischen

Einsatz. Die Zehn-Jahres-Ergebnisse

zeigen dabei eine 98,2-prozentige

Überlebensrate der Prothese. Erst nach

Vorlage dieser Ergebnisse wurde die Prothese

zur weiteren Vermarktung freigegeben.

Durch seine konische Form ermöglicht

das Prothesendesign eine primär

feste Multipunktverankerung, unabhängig

von der individuellen Formvielfalt des

proximalen Femur.

Weitere Vorteile sind der geringe Knochenverlust

bei der Operation, das Vermeiden

von proximalem Stress Shielding,

die verringerte Inzidenz von Oberschenkelschmerzen

und die günstigeren Voraussetzungen

für spätere Revisionsoperationen.

Von Juli 2003 bis September 2004

wurden an unserer Klinik, wo jährlich im

Schnitt 450 Patienten hüftendoprothetisch

versorgt werden, insgesamt 25

Patienten mit dem »Mayo-Schaftsystem«

minimal invasiv endoprothetisch versorgt.

Minimal invasiv zu operieren bedeutet

nicht primär, den Hautschnitt maximal

zu verkleinern. Vielmehr geht es um

die Unversehrtheit der hüftgelenkstabilisierenden

Muskulatur und eine knochensparende

Resektion.

Obwohl die geringe Fallzahl noch

keine statistisch signifikanten Aussagen

erlaubt, macht sich im Vergleich zur konventionellen

Hüftendoprothetik ein geringerer

perioperativer Blutverlust durch

Schonung des femoralen Markraums und

der Muskulatur sowie ein niedrigerer

postoperativer Schmerzmittelbedarf

bemerkbar. Bereits am Abend des OP-

Tages ist den Patienten ein schmerzarmes

Aufstehen möglich.

Trotz der ersten ermutigenden Ergebnisse

ist dieser Eingriff noch kein Routineverfahren.

Aufgrund der Langzeitergebnisse

für den verwendeten Prothesentyp

ist die komplikationsarme Durchführung

des Operationsverfahrens der entscheidende

Faktor, um die Vorteile der

Röntgenbefund nach OP

Medizin & Wissenschaft

MIC insbesondere für den Patienten zum

Tragen zu bringen.

Richtige Indikation, ausführliche

Patientenaufklärung, perfektes intraoperatives

Zusammenspiel des OP-Teams,

maximal mögliche Relaxation des Patienten,

adäquate Lagerung und die weitere

Optimierung des Instrumentariums sind

die Basis, auf der sich das weitere Vorgehen

in dieser Richtung aufbauen lässt.

Eine prospektive Studie zur Validierung

der Ergebnisse ist in Vorbereitung.

Dr. Ch. Weber

Kontakt:

Asklepios Orthopädische Klinik Hohwald

Telefon: (0 35 96) 5 67-0

E-Mail: Hohwald@asklepios.com

ASKLEPIOS intern

22/2004

13


Medizin & Wissenschaft

Wenn das Herz aus dem Rhythmus kommt

Implantation von Schrittmachern und Defibrillatoren in Radeberg

Annähernd 1,2 Millionen Patienten in

der Bundesrepublik leben mit Herzinsuffizienz

(HF). Jedes Jahr kommen über

100.000 neue Fälle hinzu. Bereits seit

1995 werden in der Asklepios Klinik

Radeberg Herzschrittmacher implantiert.

Von den 100 Patienten, die hier pro Jahr

einen Herzschrittmacher erhalten, wird

bereits 70 Patienten ein Zweikammersystem

implantiert.

Die Herzinsuffizienz ist ein kompliziertes

klinisches Syndrom beziehungsweise

eine Häufung von

Symptomen, resultierend aus dem Effekt

von Einzelerkrankungen über die Zeit.

Die Herzinsuffizienz kann aus strukturellen

und funktionalen Herzstörungen

resultieren, die die Fähigkeit des Herzens

mindern, effektiv zu pumpen. Die Folge

ist ein unzulänglicher Blutfluss zu ande-

14 ASKLEPIOS intern 22/2004

ren Organen, wie dem Gehirn, der Leber

und den Nieren. Wegen der verminderten

Pumpfunktion kann das Blut im Herzen

verbleiben und dadurch eine schlechte

Oygenierung (Sauerstoffsättigung) zur

Folge haben.

Die Herzinsuffizienz ist die Störung

des Herzens, genügend Blut zu pumpen,

um den Stoffwechselbedarf des Körpers

zu befriedigen. Wenn das Herz nicht im

Stande ist, dem Gewebe ausreichend Sauerstoff

zur Verfügung zu stellen, können

Patienten ermüden, inaktiv werden, Stauungen,

Oedeme und Atemnot bekommen.

Die Innere Abteilung unter Leitung

von Chefarzt Dr. Matthias Czech, Internist

und Kardiologe, erhielt neben dem

breiten internistischen Leistungsspektrum

seit 1995 eine kardiologische Prägung.

Infolge eines Kooperationsvertrages

mit der Kardiologischen Praxisklinik

Dr. Spitzer et al Dresden werden alle invasiven

kardiologischen Leistungen (Herzkatheter,

EPU) vorgehalten und teilweise

selbst erbracht.

Zur Komplettierung des kardiologischen

Spektrums wurde am 7.5.2004 das

erste biventrikuläre Schrittmachersystem

implantiert und am 29.7.2004 der erste

biventrikuläre Defibrillator (mittlerweile

neun Aggregate).

Vordergründig dient beides der

Behandlung der schweren Herzinsuffizienz

(HF) und dem plötzlichen Herztod

(SCD).

Die Erkrankungshäufigkeit von HF

befindet sich im stetigen Anstieg. Sie ist

bei Männern höher als bei Frauen, resultierend

aus einem höheren Risiko von

Myocardinfarkt und alkoholischer Kardiomyopathie.


Koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck

sind die hauptsächlichen Ursachen

von Herzinsuffizienz. Diese Krankheit

trifft vorwiegend ältere Personen.

Ungefähr sechs bis zehn Prozent der

Bevölkerung über 65 Jahre sind betroffen.

Einen großen Einfluss hat das im Laufe

der vergangenen Jahre stetig gestiegene

Gesamtalter der Bevölkerung. Hieraus

erklärt sich auch die Erhöhung der Anzahl

von Patienten mit Herzinsuffizienz. Es

handelt sich hier um eine progressive

Krankheit, die mehrere Organsysteme

beeinflusst. Wenn sich der Funktionszustand

des Patienten verschlechtert, erhöht

sich seine Sterblichkeit. Patienten mit

stärksten Symptomen weisen eine einjährige

Sterblichkeit von 30 bis 70 Prozent

auf, 50 Prozent davon fallen auf den plötzlichen

Herztod an, dessen Ursache

zumeist eine Kammertachykardie oder

Kammerflimmern sind. Interessanterweise

liegt der Grund für den Tod der

Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz

häufig an der Verschlechterung der

Herzinsuffizienz und nicht an der Zunahme

des plötzlichen Herztodes.

In der Behandlung der Herzinsuffizienz

wird primär versucht, die Symptome

und die Lebensqualität des Patienten

zu verbessern und die Wahrscheinlichkeit

der Krankheitsweiterentwicklung zu verringern.

Im Medizinischen Management

Patient Friedrich, W. (erster Patient mit biventrikulärem Defibrillator), Dr. Czech

der Herzinsuffizienz konnten große Fortschritte

erzielt werden.

Dabei stellt die Behandlung dieser

Krankheit eine wachsende medizinische

Herausforderung dar, die medikamentöse

Behandlung ist nach wie vor der Goldstandard.

Die meisten Patienten nehmen

bis zu sechs unterschiedliche Medikamente

ein. Die kardiale Resynchronisationstherapie

(CRT) ist die erste Therapieform,

die speziell für das Management

der Herzinsuffizienz entwickelt wurde.

Letztlich führt jede Herzinsuffizienz

zu einer linksventrikulären Dysfunktion

mit einem Abfall von Blutdruck und Cardiac-Output.

Oft gekoppelt mit einer ventrikulären

Desynchronisation, das bedeutet,

dass die zeitlich adäquate Kontraktion

von linker und rechter Kammer sowie

zwischen Scheidewand und Seitenwand

der linken Kammer zeitlich nicht synchron

verlaufen. Damit wird die Pumpfunktion

weiter herabgesetzt. Die Leitungsverzögerung

im Herzen äußert sich

typischerweise in einem Linksschenkelblock

(LSB).

Die kardiale Resynchronisationstherapie,

auch bekannt als biventrikuläres

Pacing, ist eine Stimulationstherapie, die

die elektrische Leitungszeit verbessert,

die zur mechanischen ventrikulären Dyssynchronität

geführt hatte. In Ergänzung

zur rechtsventrikulären Stimulation (Sti-

Medizin & Wissenschaft

Position der SM-Elektroden bei CRT

mulation der rechten Kammer) wird die

linke Kammer über eine zusätzliche

Elektrode stimuliert, die an der linksseitigen

freien Wand platziert wird. Eine speziell

konzipierte Stimulationselektrode

wird durch eine transvenöse Schleuse

über den Koronarvenensinus in eine laterale

Vene vorgeschoben. Die CRT kann

bei dem Patienten eingesetzt werden, bei

dem entweder ein Schrittmacher oder ein

ICD indiziert sind.

Die Ziele der Behandlung in Radeberg:

> Verbesserung der Hämodynamik und

der Pumpfunktionssynchronisation,

der intraventrikulären Aktivitäten und

der Koordination der Kontraktion von

Scheidewand und freier Wand,

> Steigerung der Kammerfüllung durch

forcierte, komplette Kontraktion. Korrekte

Füllungszeiten und die richtige

Kontraktion der linken Kammer führen

zu einem verbesserten Schlagvolumen

und steigern den Cardiac-Output.

In Verbindung mit einer optimalen

medikamentösen Therapie strebt die kardiale

Resynchronisation eine Verbesserung

der Symptomatik und Lebensqualität

an. Krankenhausaufenthalte und

Krankheitsprogression sind zu mindern.

Bei allen in Radeberg mit einem solchen

SM-System versorgten Patienten hat

sich die Lebensqualität deutlich verbessert,

die körperliche Leistungsfähigkeit

spürbar gesteigert.

Dr. Matthias Czech

ASKLEPIOS intern

22/2004

15


Medizin & Wissenschaft

Inkontinenz: Aufklärung tut Not!

Neue Perspektiven an der Kreisklinik Fürstenfeldbruck

Unfreiwilliger Urinabgang ist ein weit

verbreitetes Leiden. Die Ursachen sind

vielfältig. Lange Zeit war die so genannte

Harninkontinenz ein Tabuthema. Doch

die Zahl der Betroffenen steigt aufgrund

der demografischen Entwicklung kontinuierlich

an. Ein neues Therapiekonzept

schafft Abhilfe.

Allein drei bis vier Millionen Frauen

sind in Deutschland betroffen.

Die genaue Zahl ist nicht

bekannt, weil viele Betroffene auf ärztliche

Hilfe verzichten. Oft überwiegt das

Schamgefühl, so dass die Patientinnen

selbst mit ausgeprägter Symptomatik

nicht den Arzt aufsuchen. Inkontinenz im

Alter wird gar als gegebenes Schicksal

16 ASKLEPIOS intern 22/2004

hingenommen. Je nachdem, wie stark die

Inkontinenz ausgeprägt ist, belastet sie

die Betroffenen in ihrem Alltagsleben. Die

Begleiterscheinungen sind nicht selten

seelische Qualen bis hin zu Depression

und sozialer Isolation.

Mit modernen urogynäkologischen

Untersuchungsmethoden und wirksamen

Verfahren der konservativen und operativen

Behandlung schöpfen Chefarzt Dr.

Bernd Köhler und sein Team alle medizinischen

Möglichkeiten aus, um die

Beschwerden ihrer Patientinnen zu lindern

oder zu beseitigen.

Unverzichtbare Voraussetzung für

eine fundierte Diagnostik ist die urogynäkologische

Sprechstunde. In dieser Spezialambulanz

untersuchen fachlich speziali-

sierte Gynäkologinnen die vorliegenden

Beschwerden. Die Ausstattung ist technisch

auf dem neuesten Stand. Sie

umfasst einen urodynamischen Messplatz

und leistungsstarke Sonografie-Geräte.

Aufbauend auf der Basisdiagnostik

(Gespräch, Urinanalyse, Erfassung des

Genital- und Beckenbodenstatus sowie

Sonografie) wird in der Kreisklinik eine

Spezialdiagnostik an einem urodynamischen

Messplatz vorgenommen. Hierbei

werden Verfahren wie die Zystometrie

(Messung des Blasendrucks), die Urethrozystoskopie

(Blasenspiegelung) eingesetzt

und das Ruhe- und Stressdruckprofil

gemessen.

Nach der Auswertung der Untersuchungsergebnisse

vereinbaren die Ärzte


Chefarzt Dr. Bernd Köhler ist spezialisiert auf die Behandlung von Inkontinenzpatientinnen

im gemeinsamen Gespräch mit der

Patientin, ob eine konservative oder operative

Behandlung gewählt wird.

Fortschritte in der konservativen Therapie

Wichtiger Bestandteil der konservativen

Therapie ist die Beckenbodenschulung

und -konditionierung. In manchen

Fällen hat sich auch eine Pessarbehandlung

bewährt. Unterstützend zur konservativen

Therapie werden auch Übungen

mit Stimulationsgeräten unter Anleitung

einer Therapeutin vermittelt. Erst wenn

alle konservativen Behandlungswege ausgeschöpft

sind, ohne dass der gewünschte

Erfolg eingetreten ist, empfehlen wir

unseren Patientinnen in der Kreisklinik

eine operative Therapie.

Differenzierte Herangehensweise bei der

operativen Therapie

Bei überwiegender Stressinkontinenz

führen wir die Behandlung entweder mit

einer TVT-Einlage oder einer Kolposuspension

nach Burch durch. Beim TVT

handelt es sich um ein Kunststoffband,

das um die Harnröhre gelegt wird, um ein

Absinken der Harnröhre bei Stress zu verhindern.

Die Burch-Operation verfolgt

das gleiche Ziel der Stabilisierung der

Harnröhre mit Nähten zwischen der oberen

Vaginalfascie und dem Beckenring.

Bei einer Kombination von Harninkontinenz

und Gebärmuttersenkung entscheiden

wir je nach Befund zusammen

mit der Patientin, ob eine Stabilisierung

der Harnröhre oder eine Senkungs-Operation

kombiniert wird oder ob diese im

Intervall durchgeführt werden.

In der gesamten Bandbreite dieser

Operationsverfahren blicken wir in der

Kreisklinik inzwischen auf mehrjährige

Erfahrungen zurück. Dadurch können

wir sicherstellen, dass unsere Patientinnen

eine Behandlung auf hohem Qualitätsstandard

erhalten. Ziel unserer Therapien

ist, unseren Patientinnen in jedem

Alter wieder zu körperlichem wie auch

seelischem Wohlbefinden zu verhelfen

und dadurch zu einer höheren Lebensqualität.

Dr. med. Bernd Köhler

Anmeldung zur urogynäkologischen Sprechstunde:

(08141) 99329

Ein Kunststoffband, das um die Harnröhre

gelegt wird, verhindert das Absinken der

Harnröhre bei Stress.

Medizin & Wissenschaft

Erscheinungsformen

der Inkontinenz

• Die Stressinkontinenz ist vor allem bei

Frauen verbreitet. Dabei kommt es zu

Harnabgang bei körperlicher Belastung.

Durch Schwangerschaften und natürliche

Geburten sind Frauen auch in jungen

Jahren nicht davor gefeit. Bei Männern

kann diese Störung nach chirurgischer

Entfernung der Prostata auftreten.

• Die Dranginkontinenz findet man bei

Männern und Frauen aller Altergruppen

gleichermaßen. Auslöser sind psychosomatische

Ursachen, gut- oder bösartige

Veränderungen der Blasenwand,

entzündliche Vorgänge in der Blasenschleimhaut,

Steinbildung oder Nervenschädigungen.

Man unterscheidet in

eine motorische Symptomatik, bei der

sich die Blasenmuskulatur so weit

zusammenzieht, dass trotz funktionstüchtigem

Schließapparat ein Harnabgang

nicht verhindert werden kann oder

eine sensorische, bei der ein hohes

Drangempfinden vorhanden ist, der Blasenmuskel

jedoch keine Aktivitäten

zeigt.

• Die Überlaufinkontinenz zeichnet sich

dadurch aus, dass bei großem Füllvolumen

der vorherrschende Druck den

Schließmuskel kontinuierlich überwindet

und es so zu Harnabgang kommt.

Verantwortlich dafür sind bei Männern

oft Ablaufbehinderungen durch eine

degenerative Prostata.

• Die neurogen verursachte Reflexinkontinenz

betrifft zumeist Patienten mit

Querschnittserkrankung oder Bandscheibenvorfall

oder Multipler Sklerose.

• Bei der eher selten auftretenden extraurethralen

Inkontinenz liegt eine organische

Fehlbildung der unteren Harnleiter

vor.

ASKLEPIOS intern

22/2004

17


Medizin & Wissenschaft

Hilfe für Kinder mit Handicaps

Kinderorthopädie in St. Augustin ist spezialisiert auf Wirbelsäulenerkrankungen

Sie liegen ihm besonders am Herzen:

Kinder mit angeborenen Handicaps. Oft

am Rande der Gesellschaft, schief angesehen

und mit einer gewissen Resignation

behandelt – stellt er sie in den Mittelpunkt

seines Handelns. Privat Dozent Dr.

Urs v. Deimling interessiert sich für diese

Kinder nicht nur als Arzt, sondern auch

als Mensch. Der Orthopäde diagnostiziert

und behandelt mit seinem Team in

der kinderorthopädischen Abteilung der

Asklepios Klinik Sankt Augustin viele

Kinder mit angeborenen und erworbenen

Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Kinder, die mit Mehrfachbehinderungen

auf die Welt kommen,

haben oft eine lange Odyssee an

Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten

hinter sich. Oder sie stehen

ihnen noch bevor. Ihnen möchte Dr. v.

Deimling eine aktive und würdige Teilnahme

am Leben ermöglichen. Spezialisiert

auf Kinderorthopädie mit dem

Schwerpunkt konservative und operative

Behandlung von Wirbelsäulen-Erkrankungen

(Skoliosen, Wirbelgleiten, Spondylosynthesen)

setzt er sein fachliches

Know-how gerade für diese Patienten ein.

»Die bestehenden Strukturen zur medizinischen

Behandlung dieser Kinder sollten

in Deutschland gründlich verändert wer-

Kinder mit angeborenen Handicaps stehen im Mittelpunkt seines Handelns. Privatdozent Dr. Urs v. Deimling

den. Kinder mit angeborenen Handicaps

müssen früh gefördert werden«, erklärt

interessiert sich für diese Kinder nicht nur als Arzt, sondern auch als Mensch.

Dr. Deimling. Seine Behandlung zielt in vielen Bereigerungen) als auch knöcherne Korrekturchen

auf die Vorbeugung und somit auf eingriffe und Gelenkspiegelungen/-ope-

die Verhinderung von Spätschäden. Dierationen durchgeführt. Selbstverständlich

ses Ziel kann auf vielfältigen Wegen ist die Nachbehandlung nach Operatio-

erreicht werden. Im nichtoperativen (konnen in enger Abstimmung mit den niederservativen)

Bereich zählen hierzu die gelassenen Ärzten ebenfalls Teil der The-

Krankengymnastik, Haltungs- und Bewerapie.gungsschulung sowie die orthopädisch- »Ich empfinde es als große Bereiche-

Junge Patientin

mit ausgeprägter

Nach der OP

ist der Rücken

technische Versorgung. Operativ werden

sowohl reine Weichteileingriffe (z.B.

rung, dass es mir die klinische Infrastruktur

in St. Augustin ermöglicht, auch Risi-

Skoliose.

sichtbar gerader. Muskelversetzungen oder Sehnenverlänkokinder zu operieren«, sagt Dr. Deim-

18 ASKLEPIOS intern

22/2004


ling. Ideal seien die im Hause vorgehaltene

hervorragende Kinder-Intensivstation,

die Kinderherzchirurgie und die Neonatologie.

Ein Team von Krankenschwestern

und Krankengymnasten, die sich im

Umgang mit schwer behinderten Kindern

auskennen, komplettieren das Leistungsspektrum.

Mit allen Abteilungen arbeite

er eng zusammen, der Austausch unter

den Kollegen trage sehr zur schnelleren

Genesung der kleinen Patienten bei.

»Kinder mit Handicaps sind trotzdem

wie andere Kinder. Sie wollen mit Neugier

ihre Umwelt erkunden und lernen. Sie

sind Kinder, die den Kontakt mit Gleichaltrigen

brauchen und daraus wichtige

Anstöße für die Entfaltung der eigenen

Fähigkeiten bekommen. Dabei möchten

wir ihnen helfen«, erklärt Dr. Deimling.

Mandy Wolf

Kontakt:

Abteilung für Kinderorthopädie in

St. Augustin, Chefarzt: Dr. Urs von

Deimling, Sekretariat: Frau Bubacz,

Telefon (0 22 41) 24 92 76

Wir versprechen nicht

das Blaue vom Himmel.

Wir drucken es.

Druckerei GmbH

Fränkische Straße 41 · 30455 Hannover

Telefon (05 11) 4 76 93-0

Telefax (05 11) 4 76 93-50

ISDN (05 11) 2 15 92 69

E-Mail: info@biewald-druck.de

Behandlungsschwerpunkte

der Abteilung:

• Angeborene Hüftreifungsstörungen und

–luxationen

• Durchblutungsstörungen des kindlichen Hüftkopfes

(Perthes’sche Erkrankung)

• Angeborene Fußfehlstellungen (z. B. Klumpfuß)

• Längenunterschiede oder Achselfehler der

Beine und Arme

• Behandlung von angeborenen und erworbenen

Wirbelsäulenerkrankungen (Skoliose,

Wirbelgleiten, Fehlanlagen von Wirbeln)

• Betreuung von Patienten mit angeborenen

Handicaps (z. B. Spastik, Spina bifida, Glasknochenkrankheit)

in enger Abstimmung mit

den Fachbereichen Neuropädiatrie, Kinderchirurgie

und Urologie.

Die Abteilung bietet neben einer allgemeinen

Sprechstunde Spezialambulanzen an: Skoliosesprechstunde,

Neuroorthopädische Sprechstunde,

Klumpfußambulanz.

Medizin & Wissenschaft

Presse & PR | Corporate Design | Werbung | Webauftritt

Auch Ärzte sind Unternehmer –

und was unternehmen Sie?

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und Heilverfahren bereiten wir medien- und

patientengerecht auf. Verständlich geschrieben

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ASKLEPIOS intern

22/2004

19


Medizin & Wissenschaft

Gleichgewichtsstörungen –

innovative Diagnostik und Therapie

Seesener Kliniken führen computergestützte dynamische Posturographie ein

Anfang des Jahres 2004 wurde unter

der Leitung von Prof. Dr. Manfred Holzgraefe,

dem geschäftsführenden Oberarzt

Christoph Herrmann und Oberarzt Dr.

Joachim Gerhards ein computergestützter

20 ASKLEPIOS intern 22/2004

dynamischer Posturograph vom Typ

Smart Balance Master ® der Fa. Viasys

Helthcare an der Asklepios Klinik für

Neurologische Rehabilitation in Seesen

eingeführt.

Damit der Mensch sein Gleichgewicht

halten kann, sind Informationen

mehrerer Wahrnehmungskanäle

erforderlich. Hierzu müssen im

Kleinhirn Mitteilungen des Sehapparates,

der Tiefensensibilität, der Lagesinn- und

Dehnungsrezeptoren von Gelenken und

Sehnen sowie des Gleichgewichtorgans

koordiniert werden. Jedes dieser Systeme,

auch die Koordination selbst, kann isoliert

oder in Kombination gestört sein.

Gleichgewichtsstörungen kommen

bei Neurologischen Erkrankungen wie

Schlaganfall, Multipler Sklerose, Parkinson-Erkrankungen

und Polyneuropathien

häufig vor. Sie führen zu erheblicher

Beeinträchtigung des Stehens und

Gehens, zum Teil mit Sturzgefährdung.

Daher wurde an der Neurologischen

Rehabilitationsklinik in Seesen bereits

kurz nach Eröffnung der Einrichtung im

Jahr 1995 begonnen, Gleichgewichtsstörungen

bei neurologischen Krankheitsbildern

mittels statischer Posturographie zu

objektivieren und mit einer Biofeedback-

Trainingsmethode zu therapieren.

Posturographie-Systeme untersuchen

die Körper-Schwankungen einer Person

im Stehen durch Messung des Körperschwerpunktes

auf einer Kraftmessplattform.

Diese Information kann dem

Patienten als »Biofeedback«, über einen

Bildschirm grafisch dargestellt, visuell

zurückgemeldet werden. Jährlich werden

an der Klinik etwa 550 Patienten mit dieser

Methode untersucht und trainiert.

Bei der neuen »dynamischen« Untersuchungseinheit

können nun erstmals

Plattform und Umgebungs-Horizont

Die Medizinisch-Technische Assistentin F. Hafermalz

demonstriert die Patienten-Gurtsicherung an der

dynamischen Posturographieeinheit.


Oberarzt Dr. med. J. Gerhards, Facharzt für Neurologie,

ist für die Posturographie-Diagnostik und –therapie

in Seesen verantwortlich.

Technische Beratungs GmbH

Hermed

Technische Beratungs GmbH

Gasstraße 15

67292 Kirchheimbolanden

Telefon: 06352-40 16 0

Fax: 06352-40 16 10

E-Mail: kibo@hermed.de

getrennt voneinander bewegt werden.

Damit lassen sich alle Wahrnehmungskanäle

für das Gleichgewicht durch gezielte

Variation der sensorischen Informationen

des Sehens, der Tiefensensibilität und des

Gleichgewichtsorgans unabhängig voneinander

untersuchen. Die Untersuchung

erlaubt damit eine differenzierte Aussage

über die Art bzw. den Schwerpunkt einer

vorliegenden Gleichgewichtsstörung: somato-sensorisch,

visuell oder vestibulär.

Ein zusätzlicher Adapatationstest gibt

durch Untersuchung – unter plötzlichem

Kippen der Plattform – Aufschluss über

die Fähigkeit einer Person, das Gleichgewicht

bei plötzlicher Veränderung des

Untergrundes zu halten. So kann das

Sturzrisiko eingeschätzt werden. Darüber

hinaus kann eine Charakterisierung der

Stabilitätsgrenzen der Standfläche eines

Patienten vorgenommen werden, die

einen zusätzlichen Prädiktor für Standsicherheit

darstellt.

Medizin & Wissenschaft

Die gewonnenen Untersuchungsbefunde

werden dann erneut zur Aufstellung

individuell störungsspezifischer

Trainingsaufgaben für ein Sequenztraining

unter visuellem Biofeedback des

Körperschwerpunktes verwendet. Die

Trainingsprogramme bieten statische

Übungen mit dem Ziel, das Gleichgewicht

zu halten und dynamische Übungen

für alternierende Gewichtsverlagerungen.

Der Schwierigkeitsgrad der

Übungen wird schrittweise an die Fähigkeiten

des Patienten angepasst. Unter

Zuhilfenahme eines Sicherungs-Gurtsystems

lassen sich auch Patienten mit

schwer gestörtem Gleichgewicht untersuchen

und behandeln.

Dr. Christoph Herrmann

Kontakt:

Geschäftsführender Oberarzt

Dr. Christoph Herrmann

Sekretariat: Telefon (0 53 81) 742 50 97

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erarbeiten, um eine hohe Verfügbarkeit der medizintechnischen

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ASKLEPIOS intern

22/2004

21


Management

Kurz & Knapp

Asklepios-Standort Gauting entwickelt

sich zum Bildungszentrum

Am 13.9.2004 eröffnete die Medizinische

Akademie des Internationalen Bundes

am Standort der Asklepios Fachkliniken

München-Gauting eine Berufsfachschule

für Physiotherapie. Mit dieser

Schule befinden sich nun bereits drei Bildungseinrichtungen

auf dem Klinikareal.

Jetzt gibt es neben der Schule für Operationstechnische

Assistenten und Krankenpflegehelfer

auch die Berufsfachschule

für Physiotherapeuten. Somit können

etwa 100 Schüler das Bildungsangebot der

Kooperationspartner IB Medizinische

Akademie und Asklepios in Gauting in

Anspruch nehmen. Bereits der erste Jahrgang

ist mit 25 Schülern voll besetzt. Bei

der letzten Ausbaustufe im dritten Jahr

werden somit etwa 75 Schüler die Berufsfachschule

für Physiotherapie besuchen.

Die Ausbildung dauert insgesamt drei

Jahre und endet mit einem staatlich anerkannten

Abschluss. Voraussetzung ist die

Vollendung des 17. Lebensjahres sowie

mindestens der Abschluss der Mittleren

Reife bzw. eine abgeschlossene andere

Berufsausbildung.

Kurhaus am Burgsee Hotel

»Haus Hufeland«

Das Kurhaus am Burgsee »Hotel &

Restaurant« befindet sich direkt am idyllischen

Burgsee und doch nur wenige

Meter vom Stadtzentrum entfernt. Es bietet

gute Tagungsmöglichkeiten. Die

attraktiven Preise gestalten sich von 20,00

Euro für ein Einzelzimmer bis 65,00 Euro

für eine Suite. Das nur wenige Meter ent-

22 ASKLEPIOS intern 22/2004

fernte stilvoll eingerichtete Kurhaus-

Restaurant mit seinem einzigartigen Blick

auf den malerischen Burgsee, bietet von

der regionalen thüringer bis zur internationalen

und mediterranen Küche alles,

was das Herz begehrt.

Paulinen Klinik strebt

umfassende Modernisierung an

Von links: Dr. Wolfgang Knauf (Ärztlicher Leiter),

Martina Kramp (Pflegedienstleiterin), Silke Lautenschläger

(Sozialministerin), Oliver Zimmer (Verwaltungsleiter)

· Foto: J.Piszczan / PR-Profitable

Mit rund 8,7 Millionen Euro fördert

das Land Hessen den Umbau und die

Erweiterung des Bettenhauses der Asklepios

Paulinen Klinik (APK) Wiesbaden.

Von der Klinik werden zusätzlich Eigenmittel

in Höhe von rund vier Millionen

Euro für das Investitionsvorhaben bereitgestellt.

In einer Feierstunde überreichte

die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger

den Förderbescheid persönlich

an die Geschäftleitung. Neben der

Modernisierung der technischen Anlagen

werden sukzessive umfangreiche Umbaumaßnahmen

auf allen neun Stockwerken

des Bettenhauses durchgeführt. So bekommen

alle Zimmer jeweils ein behindertengerechtes

Bad mit Dusche und WC.

Jede Station erhält einen zentralen Stützpunkt,

der als Anlaufstelle für Patienten,

Besucher und Personal dient und modernsten

Serviceansprüchen gerecht wird.

Warte-, Untersuchungs- und Behandlungsräume

werden neu gestaltet.

ASKLEPIOS Service GmbH mit zweifacher

Ausbildungsoffensive

Die ASKLEPIOS Service GmbH hat

am 1.9.2004 erstmals mit der Ausbildung

von Köchen und Gebäudereinigern

begonnen. Zuvor hatten die Geschäftsführer

entschieden, in Zukunft den eigenen

Nachwuchs intensiviert auszubilden.

Nach Klärung vieler Schwierigkeiten mit

den Arbeitsämtern und den Handwerkskammern

konnten zum 1.9. und 1.10.2004

insgesamt zwölf Auszubildende an zwölf

verschiedenen Standorten deutschlandweit

ihre Ausbildung aufnehmen. Im Jahr 2005

ist geplant, weitere Ausbildungsplätze zur

Verfügung zu stellen.

Um die Voraussetzungen zu erfüllen

Gebäudereiniger ausbilden zu dürfen,

werden derzeit neben den drei vorhandenen

Gebäudereinigermeistern bis Ende

November 2004 insgesamt neun unserer

seit vielen Jahren in dem Bereich tätigen

Objektleiter in einem berufsbegleitenden

Gesellenlehrgang zum Gebäudereiniger

ausgebildet. Dieser Lehrgang konnte in

Zusammenarbeit mit der Thüringer Gebäudereinigerinnung

organisiert werden.

Endspurt für Klinikneubau in Parchim

Die Neugestaltung der Asklepios Klinik

in Parchim geht voran. Gut zwei Drittel

der Investitionen von 16 Millionen

Euro sind bereits getätigt.

Es kann sich sehen lassen, was in den

letzten Monaten auf dem Parchimer Klinikgelände

entstand: Vom neuen Bettenhaus

schlägt der Rundbau einen Bogen zu

einem weiteren Neubau, einem Dreigeschosser,

der wiederum an das alte Krankenhaus

angebunden ist. Der Rundbau

beherbergt die pädiatrische Station,

Kreißsäle und den Bereich der Funktionsdiagnostik.

Im Neubau finden das Labor,

Ruheräume sowie Praxen für die Bereiche


Innere Medizin, Gynäkologie und später

auch Urologie ihren Platz. Mitte 2005 soll

die Hauptbaumaßnahme abgeschlossen

sein. Dann wird sich die Asklepios Klinik

nach gut dreieinhalbjähriger Bauzeit auch

optisch als attraktive und moderne Stätte

medizinischer Dienstleistungen präsentieren

können.

Grundsteinlegung für den Neubau in

Weißenfels

Für den Funktions- und Bettenneubau

in Weißenfels wurde am 21.10.2004 der

Grundstein gelegt. Mit den besten Wünschen

für die Zukunft der Klinik von Politikern,

Planern, Bauleuten, Vertretern der

Krankenkassen, der Asklepios Hauptgeschäftsführung

und natürlich den Mitarbeitern

des Hauses versenkte Geschäftsführer

Uwe Bauer die kupferne Hülse, die

eine Tageszeitung, Baupläne, Hausprospekte

und Münzen enthielt, unter der

Grundsteinplatte.

Der Neubau wird voraussichtlich

Mitte 2006 fertig gestellt sein. Im ersten

Stock wird sich eine interdisziplinäre

Intensivstation in direkter Nähe zum OP

im ersten (1998 fertig gestellten) Neubau

befinden. Die Bettenstationen werden in

den Geschossen 2–4 untergebracht sein,

in jedem Geschoss zwei Stationen mit je

38 Betten. Die Patientenzimmer werden

freundlicher und komfortabler. An den

Neubau schließt sich bis 2007 die Sanierung

des Altbaus an.

Tergumed schafft neue Perspektiven in

Bad Schwartau

Parallel zu den Baumaßnahmen des

Asklepios Medical Fitness wurden im

September 2004 im Asklepios Gesund-

Management

Termine

• Die Zielplanungsgespräche des Konzerns

für 2004/2005 wurden erstmals in den

Monaten Oktober und November geführt

und konnten so bis zum Jahreswechsel

2004 abgeschlossen werden.

• Das nächste Asklepios Führungskräfte-

seminar findet vom 29. bis 30.9.2005 in

Königstein-Falkenstein statt.

heitszentrum Bad Schwartau beschlossen,

das Gesamtangebot für Rückenpatienten

um ein Tergumed Test- und Trainingssystem

zu erweitern. Das System

ermöglicht es, Testdaten in ein Leistungsprofil

über das Kraftniveau der Rückenmuskulatur

und das Bewegungsausmaß

umzuwandeln. Anschließend wird das

Testergebnis und ein Trainingsvorschlag

mit dem Patienten besprochen. Diese

Leistung kommt auf ärztliche Verordnung

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ASKLEPIOS intern

22/2004

23


24

ASKLEPIOS intern

Management

zur Anwendung. Da für Patienten der

gesetzlichen Krankenkassen in der Regel

keine Möglichkeit auf Erstattung besteht,

bleibt Tergumed ein Selbstzahlerpotential.

Gemeinsam mit der Dräger & Hanse

BKK wurde zusätzlich ein Rehabilitationsmodell

zur Behandlung und Nachsorge

von Rückenpatienten erarbeitet und vertraglich

geregelt.

Tag der offenen Tür

in Weißenfels-Hohenmölsen

800 Besucher kamen am 25.9.2004

zum Tag der offenen Tür nach Weißenfels-Hohenmölsen.

Die zehn Kliniken

begeisterten mit zahlreichen Aktionen.

Unter anderem durften Interessierte einmal

in die Operationssäle schauen; aus

hygienischen Gründen selbstverständlich

durch eine Glasscheibe. Großen

Anklang fanden die Tanzgruppen aus der

Region (Foto). Durch eine Tombola und

den Verkauf von selbstgebackenem

Kuchen kamen 1.265,30 Euro zusammen.

Davon gehen 500 Euro an den Behindertenverband

Weißenfels zur Finanzierung

Akademie für Ärzte in Wiesbaden

Die Asklepios Paulinen Klinik hat

die erste Akademie zur Fortbildung

niedergelassener Ärzte in Wiesbaden

gegründet. Die Klinik bietet damit Ärzten

aus dem Großraum Wiesbaden die

Möglichkeit, die vom Gesetzgeber geforderte

Weiterbildung systematisch zu

betreiben.

Jede Medizinerin und jeder Mediziner

kann sich seit September 2004 aus

dem Vorlesungsverzeichnis der Akade-

22/2004

Eine Mädchentanzgruppe sorgte für Schwung.

einer Hebebühne zum Transport behinderter

Kinder. Weitere 500 Euro spendet

die Klinik der Selbsthilfegruppe Brust-

mie semesterweise ein am persönlichen

Bedarf orientiertes Fortbildungs-Programm

zusammenstellen. Ein Beirat legt

die Seminarinhalte fest. Er besteht aus

niedergelassenen Ärzten, Klinikern, je

einem Vertreter der Ärztekammer und

einem Vertreter der Krankenversicherung

sowie einem Patientenvertreter.

Der rasante Fortschritt in der Medizin

macht eine kontinuierliche Weiterbildung

unabdingbar. Der Gesetzgeber

schreibt daher vor, dass Ärzte innerhalb

von fünf Jahren 250 Weiterbildungspunkte

erreichen müssen.

Sie können durch zertifizierte

Vorträge, Seminare und

Workshops erworben werden.

Inhalte und zeitliche Gestaltung

der Asklepios-Seminare

sind daher so gewählt, dass

jeder teilnehmende Arzt die

Möglichkeit hat, die geforderte

krebs und 265,30 Euro bekommt der Verein

»Lachen hilft heilen e.V.« (Klinikclowns).

Punktzahl im vorgeschriebenen Zeitraum

zu erreichen. Da bisher die ärztliche

Weiterbildung dezentral durchgeführt

wurde, bietet die Asklepios Paulinen

Klinik als zentraler Veranstaltungsort

der Seminarreihen einen zusätzlichen

Anreiz zur Teilnahme.

Die Anmeldung zu den einzelnen

Fortbildungseinheiten kann telefonisch

oder per Fax bis eine Woche vor Seminarbeginn

erfolgen. Die Kosten belaufen

sich pro Semester für alle Standard-Veranstaltungen

auf insgesamt 65 Euro.

Zusatzveranstaltungen werden gesondert

berechnet.

Das Vorlesungsverzeichnis kann ab

sofort kostenlos im Sekretariat des Ärztlichen

Leiters Dr. Knauf unter der Telefon-Nr.

(0611) 8 47-28 02 angefordert werden.

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26

In dieser und in den kommenden Ausgaben

der Asklepios intern werden wir

Ihnen die Artikel unserer Asklepios Kollektion

vorstellen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick

über unser Angebot. Bestellungen

können Sie direkt in einer

Asklepios-Einrichtung in Ihrer Nähe aufgeben.

Die Adressen finden Sie auf unserer

Homepage www.asklepios.com. Gerne

stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter der Asklepios Service GmbH

für ergänzende Informationen zur Verfügung.

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Management

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Telefon (0 36 95) 65 11-87

Telefax (0 36 95) 65 11-99

E-Mail: kollektion@asklepios.com


Fünf Jahre Asklepios

Kliniken Bad Tölz und Falkenstein feiern Jubiläum

Die Jubelstimmung in Hessen und

Bayern kommt nicht von ungefähr. In beiden

Bundesländern feierten die Teams

der Kliniken ihre fünfjährige Zugehörigkeit

zu Asklepios.

Grund genug, einmal einen Blick

ins Innere der Häuser zu werfen.

Die Stadtklinik Bad Tölz ist ein

Haus der Grund- und Regelversorgung

mit 301 Betten und versorgt überwiegend

den Südlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Die Abteilung für Innere Medizin mit

den Tätigkeitsschwerpunkten Kardiologie,

Gastroenterologie und Schlaganfallbehandlung

verfügt über 98 Betten und

sechs Intensivbetten. 81 Betten werden

von der Chirurgie/Unfallchirurgie geführt.

Einen besonderen Schwerpunkt

bildet hier die Visceralchirurgie. In der

Orthopädischen Abteilung mit 40 Betten

wird neben vielen arthroskopischen Eingriffen

schwerpunktmäßig die Endoprothetik

von Hüft- und Kniegelenken durchgeführt.

In der Urologie werden sämtliche

urologisch-endoskopischen sowie offenchirurgischen

Standardverfahren durchgeführt.

Daneben verfügt die Abteilung

über einen Bereich mit einem eigenen

Lithotripter. Die Belegabteilungen, Gynäkologie/Geburtshilfe

(550 Geburten p.a.),

HNO und Augen runden mit 36 Betten

das Spektrum des Hauses ab. Unterstützt

werden die medizinischen Abteilungen

durch eine hauseigene Radiologie-Abteilung.

Die Neurologische Klinik Falkenstein

ist ein Zentrum zur Behandlung und

Rehabilitation von Patienten mit neurologischen

Erkrankungen, insbesondere von

Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt

sind oder die einen Schlaganfall

erlitten haben. Daneben hat die Klinik

den Versorgungsauftrag für die Früh- und

weiterführende Rehabilitation von Kindern

und Jugendlichen mit neurologischen

Erkrankungen in Südhessen.

Insgesamt stehen 150 Betten, überwiegend

in Einzelzimmern, zur Verfügung.

Ausstattung und Behandlungsangebot

Management

Neurologische Klinik Falkenstein

der im Jahr 2000 eröffneten Klinik sind

auf höchste Ansprüche hin ausgelegt. In

der neurologischen Abteilung für Erwachsene

werden alle Krankheiten des Fachgebietes

Neurologie behandelt. Neben der

stationären Behandlung ist auch die ambulante

Versorgung in einer Ambulanzsprechstunde

sowie die teilstationäre

Behandlung möglich. Die Pädiatrische

Neurologie verfügt über zwölf Betten in

der Frührehabilitation mit Überwachungs-

und Beatmungsmöglichkeit. 18

Betten befinden sich in der weiterführenden

Rehabilitation.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

ASKLEPIOS intern

Stadtklinik Bad Tölz

22/2004

27


Management

Einführung des

Berufes Atmungstherapeut

in Deutschland

Fachkliniken München-Gauting bilden aus

Der Atmungstherapeut ist ein erfahrener

und zertifizierter Spezialist in der

Betreuung von Patienten mit pneumologischen

Erkrankungen. Er arbeitet in verschiedenen

Bereichen des Gesundheitssystems

unter der Supervision eines Facharztes.

Angesichts zu erwartender personeller

Engpässe in der medizinischen

Versorgung ist die Entwicklung

kooperativer und vernetzter Strukturen

wichtig, um bereits erreichte Standards

in der Versorgung zu sichern und

weiterzuentwickeln.

Eine fortschreitende Professionalisierung

von Pflege und Therapeuten ist

künftig unverzichtbar, um neue Aufgaben

zu bewältigen, die selbstständiges Handeln

erfordern.

Aus diesen Gründen führen wir auch

in Deutschland das Berufsbild »Atmungstherapeut«

ein, jedoch nicht als Lernberuf

sondern in Form einer qualifizierten

Weiterbildung. Damit holen wir eine Entwicklung

nach, die in anderen Ländern

längst vollzogen ist.

28 ASKLEPIOS intern 22/2004

Respiratory care (Atmungstherapie)

bedeutet wesentlich mehr als die uns

geläufige, von Physiotherapeuten durchgeführte

Atemtherapie. Die berufliche

Tätigkeit eines Atmungstherapeuten

bringt eine Verknüpfung bisher getrennt

voneinander ablaufender Prozesse: Medizin,

Pflege, Physio- und Ergotherapie,

technische Assistenz und Sozialarbeit. Sie

ist somit deutlich stärker auf den Patienten

und sein Umfeld konzentriert.

Obwohl Atmungstherapeuten bestimmte

Aufgaben Atmungstherapeut Arzt

diagnostische und therapeutische Maßnahmen

durchführen können, bleibt die

Stellung von Diagnosen bzw. die Erstellung

von Behandlungsplänen Sache des

Facharztes (denkbare Aufgabenverteilung

s. Tabelle).

Die Weiterbildung wird von der Deutschen

Gesellschaft für Pneumologie

(DGP) durchgeführt. Als Ausbildungszentren

wurden zunächst die Lungenfachkliniken

in Bad Berka, Gauting, Großhansdorf

und Schmallenberg benannt. Von

diesen Zentren wurde das Curriculum

erarbeitet.

Zur Weiterbildung zugelassen werden

examinierte Krankenpfleger, Kinderkrankenpfleger

oder Physiotherapeuten mit

mindestens zweijähriger (oder einjähriger

fachspezifischer) Berufspraxis.

In der 600 Unterrichtsstunden umfassenden

Weiterbildung erwerben die

zukünftigen Therapeuten theoretische

und praktische Fähigkeiten auf dem

Gebiet der Atmungstherapie (Respiratory

Care). Das Abschlusscurriculum umfasst

eine schriftliche Facharbeit und eine praktische

und mündliche Prüfung.

Der theoretische Unterricht wird

zunächst in Gauting organisiert. Kursbeginn

ist für den Herbst 2005 geplant.

Dr. Ortrud Karg

Kontakt:

Dr. Ortrud Karg

Asklepios Fachkliniken München-Gauting

Tel. (0 89) 8 57 9173 02

E-Mail: o.karg @ asklepios.com

Röntgen-Thorax Interpretation einfacher Befunde schriftliche Befundung

Lungenfunktion

Durchführung und Interpretation einfacher

Messungen

Blutgasanalysen Durchführung und Befundung Kontrolle

schriftliche Befundung

aller Messungen

Sauerstofftherapie Durchführung und Überwachung Indikationsstellung

Beatmung Einstellung Indikationsstellung

Beatmungsentwöhnung Durchführung (Protokollvorgabe) Indikationsstellung

Inhalationen, Aerosole

Patienteneinweisung und -schulung,

Auswahl

Indikationsstellung

Atemwegsmanagement praktische Durchführung Kontrolle

Thoraxdrainagen Überwachung korrekte Funktion

Indikationsstellung und

Legen der Drainage

Patientenschulung Durchführung Evaluation


Die Logistik und Organisation der

Warenbestellung, -lagerung und des

Transports der medizinischen Ge- und

Verbrauchsmaterialien in Hohwald wurde

optimiert. Mit dem neuen Modulsystem

wurden standardisierte Pflegewagen eingeführt,

die eine konsequente Bereichspflege

zur Folge hatten.

Allein durch die konsequente Einführung

dieses Systems und der

entsprechenden Logistik der

Warenbewegungen für die allgemeinen

Verbrauchsartikel konnten bereits nach

kurzer Zeit folgende wirtschaftliche Effekte

erzielt werden:

> Das verbesserte und einheitliche

Artikelsortiment und die optimierte

Lagermenge verminderten die La-

gerhaltungskosten und damit unnötige

Kapitalbindung

> Geringerer Verfall des medizinischen

Verbrauchsmaterials

> Rationelle Arbeitsabläufe

> Bedarfsgerechte Bevorratung

> Sichere und schnelle Versorgung

Belegungsschwankungen werden mit

dem Versorgungssystem abgefangen.

Innerhalb eines Jahres wurden 13 Prozent

an medizinischen Ge- und Verbrauchsmaterialien

eingespart. So konnten bei gleichem

Verbrauch an medizinischem Verbrauchsmaterial

400 stationäre Patienten

mehr gegenüber dem Vorjahr behandelt

werden.

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg

des Systems im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit

und Qualitätssicherung ist das

Management

Neue Wege der Krankenhausversorgung

Orthopädische Klinik Hohwald

Die Orthopädische Klinik Hohwald

große Engagement der Mitarbeiter der

orthopädischen Klinik, die mit »Leib und

Seele« hinter ihrem Versorgungssystem

stehen.

ASKLEPIOS intern

22/2004

29


Management

Erste Universitätsklinik bei Asklepios

Übernahme des Rheuma- und Orthopädiezentrums Bad Abbach

Zum 1. November 2004 hat Asklepios

vom Bayerischen Roten Kreuz die Trägerschaft

für das Bayerische Rheuma- und

Orthopädiezentrum Bad Abbach übernommen.

Jetzt firmiert das Zentrum mit

seinen 500 Mitarbeitern, 268 Reha- und

270 Krankenhausbetten unter dem Namen

»Asklepios Klinikum Bad Abbach«.

Neben einem Krankenhaus für internistische

Rheumatologie und einer Reha-Klinik

für Orthopädie und rheumatologische

Erkrankungen ist hier auch die Orthopädische

Klinik der Universität Regensburg

unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Grifka

angesiedelt.

Mit dem Verkauf dieser Klinik

wird erstmalig in Deutschland

ein laufender Betrieb einer

30 ASKLEPIOS intern 22/2004

öffentlich-rechtlichen Universitätsklinik

an einen privaten Krankenhausträger

übertragen. Das Universitätsklinikum Regensburg

ist eine Neugründung, die 1991

in Betrieb ging. Im Gebäudekomplex des

Universitätsklinikums wurden einige Kliniken

nicht angesiedelt. Zu ihnen zählt

auch die Orthopädische Universitätsklinik,

die im Juni 2000 in Bad Abbach eingerichtet

wurde, nachdem Prof. Grifka im

Mai 2000 als erster Lehrstuhlinhaber für

Orthopädie an der Universität Regensburg

begonnen hatte.

Im Jahr 2003 sind an der Orthopädischen

Universitätsklinik 3047 Operationen

durchgeführt worden. Das Behandlungsspektrum

umfasst den gesamten

Bereich der akut-stationären Orthopädie,

einschließlich Handchirurgie, Rheumachi-

rurgie, Extremitäten-Traumatologie und

spezielle orthopädische Schmerztherapie.

Drei Bereiche seien wegen ihrer weit

überregionalen bzw. internationalen Vorrangstellung

hervorgehoben:

> Autologe Knorpelzelltransplantation

> Knieendoprothesen-Navigation

> Minimal-invasive Therapie bei Wirbelsäulenbeschwerden

Mit Hilfe der Knorpelzelltransplantation,

bei der körpereigene Knorpelzellen

nach Anzüchtung und Vermehrung als

Flüssigkeit (Suspensat) oder auch auf

einer Trägersubstanz (Matrix) eingebracht

werden, kann der Gelenkknorpel bei

lokalen Defekten wieder aufgebaut werden.

Dieses Verfahren kommt insbeson-


dere bei Sportlern zur Anwendung, um

die volle Funktionsfähigkeit eines Gelenkes

wieder herzustellen und der Entwicklung

einer Arthrose entgegen zu wirken.

Die exakte Implantation von Kniegelenkprothesen

mit Wiederherstellung der

geraden Beinachse ist für die Lastverteilung

im Gelenk und die Funktionsfähigkeit

einer Knieprothese entscheidend. In

Kooperation mit den Firmen BrainLAB

und DePuy ist es gelungen, die so genannte

bildfreie Navigation von Knieendoprothesen

zu einem Routineverfahren zu entwickeln.

Bad Abbach hat sich in diesem

Bereich eine internationale Vorrangstellung

erarbeitet. Mittlerweile waren mehr

als 100 Knieoperateure aus aller Welt bei

uns für Operationen zu Gast.

Im Rahmen der speziellen orthopädischen

Schmerztherapie werden in Bad

Abbach Patienten mit chronischen Halsund

Lendenwirbelsäulenbeschwerden

sowie bei Bandscheibenvorfällen mit

einem umfassenden Behandlungspro-

Die professionellen Langzeit-

EKG-Lösungen von SCHILLER

gramm vorsorgt. Die Besonderheiten dieses

Programms sind gezielte Injektionen

und Infiltrationen im Wirbelkanal, an den

Nervengeflechten, den Wurzelabgängen,

an den Bandscheiben und an den Wirbelgelenken.

Durch dieses spezielle, multimodale

Therapiekonzept ist es möglich,

Operationen zu vermeiden.

Auf dem gemeinsamen orthopädischunfallchirurgischen

Jahreskongress im

Oktober 2004 in Berlin war die orthopädische

Klinik mit 18 Vorträgen vertreten,

einschließlich eines eingeladenen Übersichtsreferats

des Klinikdirektors auf

einer unfallchirurgischen Sitzung zur

Navigation unikondylärer Prothesen.

In den vergangenen Monaten referierte

Prof. Grifka in Oslo, Madrid und auf

Zypern. Im November 2004 stellte die

Orthopädische Universitätsklinik mit

einem Symposium in Bad Abbach das

erste Navigationssystem für die Hüftprothetik

vor, das sowohl für CT und Fluoroskopie

als auch bildfrei einsetzbar ist.

Management

Prof. Dr. Joachim Grifka

Die Versorgung der Patienten profitiert

ganz wesentlich von den Forschungsaktivitäten

im klinischen und experimentellen

Bereich. Im Asklepios-Verbund bietet

die Orthopädische Universitätsklinik

neben der Zusammenarbeit im klinischen

Bereich die Möglichkeit zur Kooperation

bei wissenschaftlichen Untersuchungen.

Prof. Dr. Joachim Grifka

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ASKLEPIOS intern

22/2004

31


Management

Ein Leben lang gesund

REHA – REchtzeitig HAndeln / Erster Deutscher Reha-Tag auch in Triberg

Rund 1.000 Kliniken und Einrichtungen

der medizinischen und beruflichen

Rehabilitation beteiligten sich am Ersten

Deutschen Reha-Tag, der am 25.9.2004

deutschlandweit stattfand. Eine davon

war die Asklepios Klinik in Triberg. Auch

hier sollte auf die Bedeutung der Rehabilitation

für das Gesundheits- und Sozialwesen

aufmerksam gemacht werden. Als

Klinik, die speziell Patienten mit Krebsund

Bluterkrankungen behandelt, wurde

neben den allgemeinen Informationen

über Rehabilitationsmöglichkeiten ein

besonderes Augenmerk auf Onkologie

und Hämatologie gelegt.

Die Besucher der Klinik hatten

morgens die Möglichkeit, in Vorträgen

der behandelnden Ärzte

mehr über die Inhalte bei der Rehabilita-

Mit der Verleihung des Zertifikats

nach DIN ISO 9001:2000 hat die TÜV

Management Service GmbH die jahrelangen

Bemühungen der Verantwortlichen

von Klinik und Hotel St. Wolfgang

belohnt. »Damit ist die Voraussetzung für

eine hohe Erfolgsrate gegeben«, freute

sich Regionalgeschäftsführer Thomas

Kräh vom Klinik-Träger Asklepios.

Der Geltungsbereich des Zertifikats

umfasst den Betrieb einer

Klinik und die fachärztliche

Betreuung, Orthopädie und Sportmedizin

im Hotelbetrieb. Das St. Wolfgang habe

damit einen zusätzlichen Trumpf in der

Hand, sich trotz zunehmenden Wettbewerbsdrucks

erfolgreich platzieren und

seinen Kunden gleichbleibend hohe Leis-

32 ASKLEPIOS intern 22/2004

tion von Krebsbehandlungen, der psychologischen

Komponente bei der onkologischen

Rehabilitation und vielen anderen

Beiträgen rund um das Thema »Rehabilitation«

zu erfahren. Am Nachmittag

begann dann der praktische Teil des

Tages. Hier nahmen die Klinikgäste an

Wasser- und Wirbelsäulengymnastik teil,

wurden in der Kunsttherapie kreativ und

holten sich bei der Ernährungsberatung

wertvolle Tipps für gesundes Essen.

Gemeinsam mit Chefarzt Dr. Gerhard

Adam und Geschäftsführer Peter Kuntze

freute sich Landrat Karl Heim über den

breiten Zuspruch. Auch der AOK-

Geschäftsführer der Bezirksdirektion

Schwarzwald-Baar-Kreis und der stellvertretende

Bürgermeister der Stadt Triberg,

Rudi Allgaier, waren der Meinung: Der

Aufwand hat sich gelohnt!

TÜV bestätigt Klinik höchste Qualität

tungen anbieten zu können, hieß es im

Rahmen einer kleinen Feierstunde.

»Strategisches Ziel beim Aufbau eines

Qualitätsmanagement-Systems war und

ist die optimale Betreuung unserer Kunden,

die Stärkung unserer Kundenbindung

sowie eine Verbesserung unserer

Dr. Gerhard Adam, Geschäftsführer Peter Kuntze

und Dipl. Sozialarbeiterin Elke Merz-Schräbler

haben sich erfolgreich am Ersten Deutschen Reha-

Tag beteiligt.

Hauptziel des Reha-Tages ist es,

gemeinsam Versicherte, Ärzte, Unternehmen,

Betriebe und Politiker vom ökonomisch

wirksamen und sozialpolitisch

wichtigen Ansatz der Rehabilitation zu

überzeugen.

Asklepios Haus St. Wolfgang erfolgreich nach DIN ISO 9001:2000 zertifiziert

TÜV-Sprecherin Birgit Klusmeier (li.) überreichte das

Zertifikat an Frank Tamm, geschäftsf. Direktor des St.

Wolfgang und die Qualitätsbeauftragte Monika Niggl.

Leistung«, betonte Frank Tamm,

geschäftsführender Direktor des St. Wolfgang,

bei der Zertifikatsübergabe. Er

bedankte sich bei den anwesenden Mitarbeitern

und insbesondere bei der Qualitätsbeauftragten

Monika Niggl, ohne

deren Einsatz dieser Erfolg nicht möglich

gewesen wäre. Diesen Worten schloss sich

Asklepios-Regionalgeschäftsführer Kräh

an. Er lobte das Engagement aller Mitarbeiter:

»Qualität ist, wenn wir das, was wir

versprechen, auch halten können.«

Gerade die Bereiche Therapie, Diagnostik

und Pflege seien besonders genau

geprüft worden, erläuterte TÜV-Sprecherin

Birgit Klusmeier.

Zu den fünf Sternen superior, die das

Haus trägt, setzt das Zertifikat noch einen

imaginären Stern hinzu.


EKG-Daten und Befunde ver- und entschlüsseln

und automatisch per Mail versenden?

Computer-Spezialisten aus Gauting

machen das jetzt möglich. Der

Datentransfer zwischen den Kliniken hat

erhebliche Vorteile. Therapeutische Maßnahmen

können so schneller eingeleitet

werden. Und: 50 Prozent der bisherigen

Kosten werden durch diese Kooperation

eingespart.

Auf der Suche nach einem neuen

Partner für die Befundung der

Langzeit-EKGs wurde das EDV-

Team aus Gauting in der Stadtklinik Bad

Tölz fündig. Hier wird das (digitale) Holter-EKG

System MT-101/200 der Firma

Schiller eingesetzt. Und das funktioniert

so: Nach dem Ende der Datenakquisition

am Patienten werden die EKG-Daten aus

dem mobilen Speicher auf den PC übertragen

und von der Software des EKG-

Systems in Gauting gespeichert.

Anschließend startet die Medizinisch

Technische Assistentin das Verschlüsselungsprogramm,

wählt die zu verschlüsselnden

Dateien aus und versendet diese

dann per Mausklick.

In Bad Tölz werden die Dateien von

den Ärzten direkt am Arbeitsplatzrechner

mit der Gautinger Applikation entschlüsselt,

in das EKG-System eingelesen und

befundet. Der fertige Befund wird dann

als PDF-Datei exportiert, wiederum verschlüsselt,

gemailt, in Gauting entschlüsselt

und an die anfordernden Ärzte

weitergeleitet. Dr. Bergstermann aus Gauting

ist zufrieden: »Das System läuft pro-

Management

Langzeit-EKG Befundung per Mausklick

IT ermöglicht Kooperation zwischen Kliniken Gauting und Bad Tölz

blemlos!« Auch den Medizinisch Technischen

Assistentinnen bereiten die Verund

Entschlüsselung und der Mailversand

keine Schwierigkeiten. Nach einer kurzen

Einweisung durch seine Computerspezialisten

vor Ort konnte Dr. Gerbig aus Bad

Tölz problemlos mit dem System arbeiten.

Die Erlöse aus den eingesparten

Kosten verbleiben nun im Verbund.

Zudem ermöglicht der elektronische Versand

von EKG-Daten und -Befunden die

Beurteilung der Herzfunktion der Patienten

durch die Gautinger Ärzte.

Die Gautinger EDV-Experten freuen

sich, einen kleinen Beitrag zur Kostensenkung

bei gleichzeitiger Verbesserung der

Versorgungsqualität geleistet zu haben.

Olaf Lange/Henry Samuel

ASKLEPIOS intern

22/2004

33


Management

Klinik Parchim

erfolgreich auf Gesundheitsmarkt

Hunderte Besucher informierten sich

Am 18.9.2004 richtete der Landkreis

Parchim den fünften Gesundheitsmarkt

aus. Hunderte von Besuchern nutzten die

Gelegenheit, sich in Sachen Gesundheit

bestens zu informieren. Mit einem großen

Informationsangebot und rund 20

Mitarbeitern war auch die Asklepios Klinik

Parchim vertreten.

Neben der Präsentation des Klinikneubaus

standen die Fachabteilungen

den Besuchern mit spezifischen

Informationen Rede und Antwort.

So legte die Abteilung der Gynäkologie

den Schwerpunkt ihrer Präsenz auf

das Thema »Brustkrebs«. Mit Hilfe von

Modellen und eines Videos konnten Frauen

ihren Tastsinn schulen, um mögliche

Veränderungen in ihrer Brust so früh wie

möglich wahrzunehmen.

Gemeinsam mit der Anästhesie präsentierte

die geburtshilfliche Abteilung

alles zum Thema schmerzfreie Geburt.

Die effektivste Methode hierfür, die Periduralanästhesie,

wurde dem interessierten

Publikum durch die anwesenden

Experten und durch einen Film erklärt.

Die Abteilung der Pädiatrie hatte

unter anderem ein Ultraschallgerät zum

34 ASKLEPIOS intern 22/2004

Einsatz gebracht, um Kindern und Eltern

diese schmerzarme und effektive Untersuchungsmethode

zu präsentieren.

Die internistische Abteilung hatte gar

eine ganze Diagnostikstraße zur Ermittlung

des individuellen Arterioskleroserisikos

aufgestellt. Die Besucher füllten

zunächst einen Vordruck aus. Hier gaben

sie ihre individuellen Parameter an, die

ausschlaggebend für das Arterioskleroserisiko

sind. Hierzu zählen u. a. Körperge-

Geschäftsführer Stefan Menzel und das Team »Schmerzfreie Geburt«. Von links Brigitte Michel,

Dr. Kirstin Rogmann, Dr. Alexander Artunian, Marlies Hühn, Heike Lunow

Mit einem Hochleistungsultraschallgerät wird die Halsschlagader untersucht, um das Aterioskleroserisiko

ermitteln zu können.

wicht, Alter, Rauchverhalten, Blutzucker

und Gesamtcholesteringehalt. Danach

wurde mittels eines Hochleistungsultraschallgerätes

die Halsschlagader untersucht.

Abschließend klärte der Arzt, der

die sonographische Untersuchung durchführte,

den Patienten über sein Arterioskleroserisiko

auf.

Aus Sicht der Asklepios Klinik Parchim

hat sich der Aufwand im Vorfeld des

Gesundheitsmarktes gelohnt; der Tag war

ein voller Erfolg. Vor allem die praktischen

Elemente der Ausstellung zogen die Besucher

an. Im Ausstellungsbereich der Klinik

standen die Interessierten Schlange.

Mehr als 200 Patienten haben sich in

den knapp sieben Stunden ihr persönliches

Arteriosklerose-Risiko bestimmen

lassen. Wenn nur bei einem Teilnehmer

durch die Veränderungen der Lebensgewohnheiten

oder Einleitung entsprechender

diagnostischer Maßnahmen ein Herzinfarkt

oder Schlaganfall verhindert werden

kann, hat sich die Aktion auch im

medizinischen Sinne gelohnt.

Alexander Gross


Asklepios Award 2005

In einem Krankenhaus kommt es vor

allem auf die medizinischen Leistungen

an. Nicht umsonst werden Innovation

und Qualität seit jeher im Unternehmen

großgeschrieben.

Zum nächsten Jahrestreffen der

Asklepios-Führungskräfte möchten

wir daher drei Einrichtungen

mit dem Asklepios Award für die »Beste

Innovation und medizinische Qualität«

auszeichnen.

Die Auswahl erfolgt nach freier

Bewertung durch die Asklepios Executive

Group. Sie entscheidet, wo während des

vorausgegangenen Geschäftsjahres die

überzeugendsten Projekte an Innovation

und/oder medizinischer Qualität verwirklicht

wurden. Es ist beabsichtigt, einen 1.,

2. und 3. Preis zu verleihen.

Die Auszeichnungen sollen auf der

Abendveranstaltung des Asklepios Führungskräftetreffens

am 29.9.2005 übergeben

werden.

Wir sind gespannt auf Ihre Vorschläge,

die Sie im Interesse einer gerechten

Vorauswahl bis zum 30.6.2005 beim Sprecher

der Hauptgeschäftsführung, Dr.

Management

med. Dr. jur. Martin Siebert, einreichen

können.

ASKLEPIOS intern

Hauptgeschäftsführung

22/2004

35


Management

Figuren &

Strukturen

30 Jahre ist Hans-Jürgen Jabs nun

schon Koch in der Asklepios Klinik Bad

Schwartau. Am 1.11.1974 trat Herr Jabs

seinen Dienst in der Klinik an, die damals

lediglich 48 Zimmer hatte und noch

»Haus Holstein« hieß. Mittlerweile bereitet

der Küchenchef mit seinem Team täglich

400 Gerichte zu und versorgt damit

nicht nur die Asklepios Klinik, sondern

auch das benachbarte Helios-Agnes-Karll-

Krankenhaus mit Essen.

Der Mann mit dem grünen Daumen

Hans Partsch ist seit 1998 in der

Kreisklinik Fürstenfeldbruck für alles

zuständig, was grünt und blüht. Der

Gärtner pflegt den Patientengarten,

sorgt für dessen Nachbepflanzung und,

wenn erforderlich, für die Neugestaltung.

Auch für die Bepflanzungen der

Flachdächer und aller Pflanzbeete und

Rasenflächen rund um die Kreisklinik ist

er zuständig. Im Patientengarten kümmert

er sich um die Pflege der Apfel-, Birnen-

und Kirschbäume. Auch im Klinikgebäude

trägt seine Arbeit zu einer angenehmen

Atmosphäre bei. Ob das Sprechen

mit den Pflanzen auch zu seinem

Pflegeprogramm gehört, hat er uns nicht

verraten.

36 ASKLEPIOS intern 22/2004

PD Dr. Fröschle, der zuvor fünf Jahre als

Stellvertreter des amtierenden Ärztlichen

Direktors, Dr. Busack, tätig war,

hat zum 1.11.2004 das Amt des Ärztlichen

Direktors übernommen.

Seit dem 27.8.2004 heißt der neue

Ärztliche Direktor an der Asklepios Klinik

Birkenwerder Dr. Volker Gruner. Seit

zehn Jahren ist der Gefäßchirurg bereits

in Birkenwerder tätig. Jahre, in denen er

die gefäßchirurgische Medizin an der Klinik

etablieren konnte, die heute aus dem

Leistungsspektrum des Hauses nicht

mehr weg zu denken ist.

Dass die Gehwege und Zugänge zur

Kreisklinik stets sauber sind, ist dem

Mann mit dem grünen Daumen zu verdanken.

Gärtner Partsch würde sich

freuen, wenn die Besucher des Gartens

und die Passanten ihre Zigarettenabfälle

in die bereitstehenden Aschenbecher

werfen würden.

PD Dr. med. Bernd Klausch, langjähriger

Chefarzt der Gynäkologisch-geburthilflichen

Abteilung und Ärztlicher Direktor

der Asklepios Klinik Parchim, wurde

aufgrund seiner Leistungen in Forschung

und Lehre, in der Weiter- und Fortbildung

sowie seiner wissenschaftlichen Verdienste

(110 wissenschaftliche Publikationen

in Zeitschriften des In- und Auslandes, 13

Buchbeiträge, 212 wissenschaftliche Vorträge

auf Kongressen des In- und Auslandes

und 26 erfolgreich zum Diplom bzw.

zur Promotion geführte Diplomanden

bzw. Promovenden) mit Wirkung vom

27.9.2004 auf Vorschlag der Medizinischen

Fakultät zum außerplanmäßigen

Professor der Universität Riga/Lettland

berufen.

Prof. Dr. Karl Häußinger, aktiv in Forschung

und Lehre tätiger Universitätsprofessor

und Chefarzt der Klinik für Pneumologie,

wurde am 9.9.2004 zum Ärztlichen

Direktor der Asklepios Fachkliniken

München-Gauting ernannt.

Beginn einer neuen Lebensetappe

19 Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen

und -schüler haben Anfang

Oktober 2004 ihre dreijährige Ausbildung

an der Bad Oldesloer Krankenpflegeschule

begonnen. Sie wurden aus über 300

Bewerbern ausgewählt. Rund die Hälfte

der Schülerinnen und Schüler im ersten

Ausbildungsjahr haben für die Ausbildung

ihren Heimatort in Mecklenburg-

Vorpommern oder Brandenburg verlas-


Neue Leitung – neues Konzept

Dr. med. Matthias Zurstegge ist neuer Chefarzt der Orthopädischen

Abteilung der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz.

Seit Juli 2004 ist die Orthopädie neu aufgestellt: der 45-jährige

bisherige Leitende Oberarzt der Orthopädischen Klinik am

St. Franziskus-Hospital Münster ist für seine neue Aufgabe hervorragend

qualifiziert: Dr. Zurstegge ist Facharzt für Orthopädie,

Chirurgie und Unfallchirurgie mit den Zusatzbezeichnungen

Sportmedizin, Chirotherapie und Physikalische Therapie.

Weiterhin verfügt er über die fakultative Weiterbildung Spezielle

Orthopädische Chirurgie. Darüber hinaus ist er Ärztlicher

Qualitätsmanager. Neben dem allgemeinen orthopädisch-traumatologischen

Spektrum ist das Hauptarbeitsgebiet des ausgewiesenen

Kunstgelenk-Spezialisten die modulare Endoprothetik

des Hüft- und Kniegelenkes einschließlich computergestützter

Navigation.

Für jeden Patienten wird eine jeweils individuell endoprothetische

Versorgung gewährleistet, hierzu werden alle zeitgemäßen

modularen Implantat-Technologien vorgehalten. Als

Gleitpaarungen werden modernste Materialien und nahezu abriebfreie

Beschichtungen verwendet. Weitere Schwerpunkte der

sen. Während ihrer Ausbildung wohnen

sie im Schwesternwohnheim.

Sven Köhler ist seit dem 1.8.2004

Assistent der Geschäftsführung an den

Asklepios Kliniken Weißenfels-Hohenmölsen.

Er studierte zunächst acht Semester

Medizin, wechselte dann zur BWL

und beendete sein Studium mit dem

Schwerpunkt Personal- und Gesundheitswesen

im März diesen Jahres. Bereits

während seines Studiums arbeitete er

zwei Jahre als Praktikant und freier Mitarbeiter

in der Asklepios Zentrale.

Im September wurde Dr. Ulrich Riepenhausen

als Ärztlicher Leiter der Asklepios

Bildungsstätte Bad Salzungen in den

Ruhestand verabschiedet. Mit Dr. Kay

Steffan als Nachfolger ist ein nahtloser

Übergang in der ärztlichen Leitung möglich

geworden.

Am Asklepios Fachklinikum Stadtroda

gab es zum 1.9.2004 einen Wechsel in der

Leitung der Institutsambulanz für Erwachsenenpsychiatrie.

Der langjährige Leiter

und ehemalige Ärztliche Direktor des Hauses,

Dr. Joachim Stahl, verabschiedete sich

bereits im vorigen Jahr in den Ruhestand,

war jedoch noch stundenweise in der

Ambulanz tätig. Zu seiner Nachfolge

wurde nun der Facharzt für Psychiatrie und

Psychotherapie Thomas Frisch ernannt.

Frisch ist bereits seit acht Jahren im Klinikum

beschäftigt, begann mit dem Prakti-

Management

überwiegend operativ ausgelegten

Abteilung sind die spezielle

Schulterchirurgie, die

Sportmedizin und die Sportorthopädie.

Dr. Zurstegge war bis zu

seinem Wechsel nach Bad Tölz

langjähriger 1. Vorsitzender des

Sportärztebundes Westfalen

e.V. Jetzt wird er seine sportärztlichen

Aktivitäten in den

Bayerischeren Sportärzteverband

e.V. verlagern, er ist

bereits Mannschaftsarzt des EC

Bad Tölz und betreut die Erste Mannschaft der »Tölzer Löwen«

in der 2. Eishockey-Bundesliga.

Die Orthopädische Abteilung der Stadtklinik Bad Tölz hat

sich zum Ziel gesetzt, zur »ersten Adresse« für die orthopädische

Versorgung der Bevölkerung des Landkreises zu avancieren.

Hierbei steht neben einer qualifizierten medizinischen Leistung

die menschliche Zuwendung zum Patienten im Mittelpunkt.

schen Jahr und war zuletzt als Oberarzt in

der Abteilung für Suchterkrankungen tätig.

Neue Weiterbildungsmöglichkeit

Die Landesärztekammer Hessen hat

Dr. med. Horst Hoffmann, Chefarzt der

Asklepios Klinik Helenenheim, mit Wirkung

zum 31.3.2004 die volle Ermächtigung

zur Weiterbildung im Bereich »Sozialmedizin«

für zwölf Monate erteilt. In

Hessen gibt es im Bereich der Sozialmedizin

derzeit nur etwa 25 Weiterbildungsermächtigte,

von denen die meisten beim

Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen

oder den Rentenversicherungsanstalten

tätig sind. Damit wird das

Weiterbildungsangebot der Asklepios Kliniken

GmbH um eine seltene bereichert.

ASKLEPIOS intern

22/2004

37


Patienten-Forum

Wellness bei Asklepios

Vier Häuser mit Wohlfühlfaktor

Sie wollen sich mal so richtig verwöhnen lassen? Neue Kräfte für Körper, Geist und Seele tanken? Da haben wir etwas für Sie:

Wellness! Vier Asklepios Häuser bieten abwechslungsreiche Erholungs- oder Aufbauprogramme an. Maßgeschneidert auf Ihre individuellen

Bedürfnisse. Schauen Sie mal, und suchen Sie sich das für Sie beste persönliche Wohlfühl- und Fitnessprogramm heraus.

Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt

Die Asklepios Nordseeklinik liegt

direkt am 40 km langen Weststrand

der Insel Sylt mit seiner

einzigartigen Brandungszone.

Durch das Reizklima, die Pollenarmut

und die jodhaltige Luft (Rein-Luft-Gebiet)

ist das Reha-Zentrum speziell auf die

Behandlung von Atemwegserkrankungen,

Tumornachsorge, Hauterkrankungen und

Allergien ausgerichtet.

Die zwei Rehabilitationskliniken verfügen

über eine moderne und funktional

eingerichtete Lehrküche, Beschäftigungstherapie

und einen großzügig ausgestatteten

Sport- und Wellnessbereich mit

Schwimmbad, Sauna und Solarium. Darüber

hinaus bietet das Haus modernste

medizinische Trainingstherapie mit

Betreuung durch geschulte Therapeuten.

Ein abwechslungsreiches Veranstaltungs-

Asklepios Burgseekliniken Bad Salzungen

Die zwei Kliniken befinden sich

direkt am idyllischen Burgsee,

inmitten einer reizvollen Parkan-

38 ASKLEPIOS intern 22/2004

programmrundet das Angebot

ab.

Auf Wunsch

können Zimmer

und Suiten im

gehobenen Hotelambiente

mit separatenWohnundSchlafräumen

gebucht werden

(teilweise zur

Seeseite). Die

Zimmer sind mit

Dusche, WC, Telefon

und Fax,

Radio, Fernseher und TV-Klinikinformationssystem

ausgestattet.

Lassen Sie sich eine Woche verwöhnen,

buchen Sie die »Sylter Brise« oder

tanken Sie in 14 Tagen neue Energien mit

»Sylt aktiv«!

lage und doch nur wenige Meter vom

Stadtzentrum entfernt.

Zu den Burgseekliniken gehören die

Parkklinik mit 200 und die Seeklinik mit

70 Betten. Hier werden Anschlussheilbehandlungen

und stationäre, teilstationäre

sowie ambulante Heilverfahren für Kranken-

und rentenversicherte aller Träger

und Berufsgenossenschaftliche Weiterbehandlungen

durchgeführt.

Die medizinischen Schwerpunkte liegen

in der stationären und teilstationären

Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung

bei Atemwegserkrankungen einschließlich

HNO, Allergologie und Onkologie

(Frauenheilkunde), Orthopädie und

Sportmedizin sowie der Skoliosetherapie.

Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt

Norderstrasse 81

25980 Westerland/Sylt

Telefon: (0 46 51) 84 0

E-Mail: Sylt@asklepios.com

Einzelzimmer mit Dusche/WC, überwiegend

mit Balkon oder Terrasse, Telefon

und kostenlosem Kabelfernsehen sind

ebenso eine Selbstverständlichkeit wie

Schwimmbad, Sauna und Solarium.

Wir bieten mehrere Gesundheitswochen

und andere Dienstleistungen an, die

zur aktiven Lebensfreude, Entspannung

und Wohlbefinden beitragen.

Asklepios Burgseekliniken Bad Salzungen

Am See

36433 Bad Salzungen

Telefon: (0 36 95) 6511 97

www.asklepios.com/BadSalzungen/


Asklepios Klinik und Hotel St. Wolfgang

Im Herzen Niederbayerns, wo die heißen

Quellen der Thermen entspringen,

steht die Asklepios Klinik und Hotel St.

Wolfgang. In dem Fünf-Sterne-Hotel mit

integrierter Privatklinik erwartet Sie ein

kleines Paradies für Wellness, Entspannung

und Erholung.

Neben allen gewohnten Wellness-Vergnügungen

können sich die Gäste in eine

fernöstliche Welt der Entspannung und

Meditation für Körper, Geist und Seele

entführen lassen. Erleben Sie die hawaiianische

Tempelmassage Lomi Lomi, sammeln

Sie Energien bei einer Antistress-

Massage oder genießen Sie ganz einfach

eine revitalisierende Reiki-Behandlung.

Thalasso-Meerbäder beleben, entgiften

und entschlacken den Körper und bringen

so den Stoffwechsel in Schwung.

Wem das noch nicht genug ist, der

wird zur Cleopatra (Cleopatra-Milch-Öl-

Packung), fliegt mal kurz in die Karibik

Asklepios Medical Fitness

und Holstein-Therme

Bad Schwartau

Training den ganzen

Tag. Von früh morgens

bis spät abends. Und

anschließend im Jodsole-

Thermalbad der Holstein-

Therme relaxen!

Auf der Dachterrasse,

direkt über der Therme,

wurde das Medical Fitness-

Center neu gebaut. Trainer

mit spezieller Ausbildung in

der Medizinischen Sporttherapie

kümmern sich um die

Probleme der einzelnen

Gäste und erstellen nach

einem sorgfältigen Eingangstest

einen individuellen Trainingsplan.

Die Asklepios Medical

Fitness und Holstein-Therme

(Ganzkörper-Aroma-Massage mit fruchtigen

ätherischen Ölen) oder fällt in einen

Rosentraum (Peeling, Aroma-Massage mit

ätherischem Rosenöl).

Haben wir Sie verführt? Gerne

machen wir Ihnen ein individuelles Angebot,

das garantiert süchtig macht.

Patienten-Forum

Bad Schwartau bieten als ambulantes physikalisches

Therapiezentrum unter anderem

die natürlichen Heilmittel Jodsole

und Moor, Krankengymnastik, Massagen,

medizinisches Krafttraining, Spinning,

krankheitsbezogene Präventionsprogramme

und ein umfangreiches Kursprogramm.

Die unmittelbar angeschlossene

Holstein-Therme mit einem Innen- und

Außenbecken von je 300 qm, zahlreichen

Animationsmöglichkeiten wie Sprudelanlagen,

Massagedüsen, Whirlpools und

Saunalandschaft, sind eine ideale Kombination

von Freizeit und Gesundheit auf

hohem Niveau. Für höchsten Genuss

sorgt das Gourmet-Restaurant »Olive«.

Asklepios Medical Fitness

und Holstein-Therme Bad Schwartau

Am Kurpark 3

23611 Bad Schwartau

Telefon: (04 51) 2 00 41 48

E-Mail: badschwartau@holstein-therme.de

Klinik und Hotel St. Wolfgang

Ludwigpromenade 6

94086 Bad Griesbach–Therme

Telefon: (0 85 32) 98 00

E-Mail: BadGriesbach@asklepios.com

www.stwolfgang.de

ASKLEPIOS intern

22/2004

39


Visite

Fit durch den Winter

Patienten-Forum

Die kalte Jahreszeit hat auch ihre

guten Seiten: Grünkohl mit Bregenwurst,

selbst gebackene Plätzchen und die traditionelle

Weihnachtsgans. Figurbewusste

haben diese Leckereien längst auf die

Tabu-Liste gesetzt. Denn sie sind leider

gans(z) schön fettig.

Das muss nicht sein, meinen Nadine

Pibik und Claudia Esche, Diätassistentinnen

der Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt.

Hier ihre Tipps, um fit statt fett

durch den Winter zu kommen:

> Starten Sie Menüs mit einem knackigen

Salat oder einer Gemüsesuppe, das

bremst den Appetit und füllt den

Magen

> Wählen Sie eine fettarme Zubereitung,

indem Sie zum Beispiel Ihre Weihnachtsgans

einen Tag vorher zubereiten

und das erkaltete Fett vor der Weiterverarbeitung

einfach abschöpfen.

> Verfeinern Sie Soßen mit saurer statt

mit süßer Sahne oder nehmen Sie fettarme

Kondensmilch.

> Ist der Hauptgang bereits reichlich, servieren

Sie als Dessert lieber einen Obstsalat,

ein Joghurt- oder Beerenmousse

als Sahnecremedesserts.

> Essen Sie langsam und mit viel Zeit zwischen

den Gängen, das fördert das Sättigungsempfinden.

40 ASKLEPIOS intern 22/2004

> Ersetzen Sie beim Teig für die

Plätzchen ein Drittel des

Weizenmehls durch

Vollkornmehl

oder Haferflocken.

Das macht

auch das

Gebäck mineral-

und ballaststoffreicher.

> Trinken Sie mindestens

zwei Liter kalorienfreie

Flüssigkeit.

> Genießen Sie Ihre Süßigkeiten! Nehmen

Sie sich ganz bewusst Zeit zum

Schmecken, statt sie einfach so nebenbei

zu naschen.

Weitere wertvolle Tipps, um gesund

und munter durch die Kälte zu kommen,

finden Sie in Prof. Hademar Bankhofers

Buch »Winter-Wellness«.

Auf 235 farbig gestalteten Seiten hilft

uns der Autor, fröhlich durch die kühlen

und dunklen Monate zu kommen. Eine

Lichttherapie, die Sie zu Hause durchführen

können, gibt der Depression keine

Chance. Spezielle Winterernährung heizt

dem Körper so richtig ein. Wussten Sie,

Zeit zum Lesen: »Tausendundeine Nacht«

dass Anis

und Bananen

fröhlich machen?

Tanzen

baut Stress

ab, fördert

die Durchblutung

und

lockert die

Muskulatur.

Beim Foxtrott

verliert man

in einer Stunde 300 Kalorien, beim Walzer

sogar 350 und beim Rock ‘n’ Roll sind

es 650!

Den ersten Kater im neuen Jahr vertreiben

Sie mit Prof. Bankhofers Gesundheits-Cocktails

wirkungsvoll. Außerdem

finden Sie in diesem Buch eine Fülle von

guten Anregungen, um Ihre Wohnung

oder Ihren Arbeitsplatz gesundheitsfördernd

zu gestalten. Sie erfahren, welche

Naturarzneien wirklich helfen, wie Sie Ihr

Badezimmer zu einem Kur-Zentrum umfunktionieren

und Vieles mehr.

Hademar Bankhofer: Winter-Wellness, Kneipp,

Leoben; Gebundene Ausgabe, 235 Seiten,

19,90 Euro

Claudia Ott führt uns in ihrer Übersetzung der alten arabischen Märchen mit einer Frische und

Ungezwungenheit durch das Labyrinth der kunstvoll verwobenen Erzählfäden, dass man meint,

Schahrasad selbst zu hören. Die nächtlichen Erzählungen

von Schahrasad, mit denen sie ihren königlichen

Gatten verzaubert und so ihre Tötung immer wieder

aufschiebt, entführen den Leser in die Welt der Basare

und Karawansereien, der weisen Kalifen und verschlagenen

Händler, der vornehmen Damen und klugen

Ehefrauen, der mächtigen Zauberinnen, Dschinnen

und bösen Dämonen. Sie berichten von erotischen Vergnügen

und harten Schicksalsschlägen. Wie kein

anderes Werk ist Tausendundeine Nacht Inbegriff eines

romantischen, exotischen Orientbildes.

Tausendundeine Nacht. Nach der ältesten arabischen

Handschrift in der Ausgabe von Muhsin Mahdi

erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott;

687 Seiten, Leinen, 29,90 Euro.


Individualtherapie für Aids-Patienten

Immunologische Ambulanz an der Paulinen Klinik Wiesbaden

In der Immunologischen Ambulanz

arbeitet Dr. Klaus Tischbirek auf der

Basis der neuesten Erkenntnisse und Forschungsergebnisse

in der Behandlung von

Aids. Seit mehr als einem Jahrzehnt engagiert

sich der Chefarzt der Medizinischen

Klinik für Gastroenterologie, Hämatologie,

internistische Onkologie und

Infektionserkrankungen für eine optimale

Versorgung betroffener Patienten.

HIV (Human Immunodeficiency

Virus) wird von Mensch zu

Mensch übertragen. Und zwar

durch Körperflüssigkeiten, die das Virus

enthalten – vor allem durch Geschlechtsverkehr

oder durch Injektionen, beispielsweise

durch Nadelaustausch unter Drogenbenutzern.

HIV greift vor allem die

Helferzellen an und schaltet sie allmählich

aus. Dadurch ist der Körper selbst

Krankheitserregern, die eine funktionierende

Immunabwehr leicht bewältigt,

hilflos ausgeliefert.

Von Aids (Aquired Immunodeficiency

Syndrome) spricht man beim Vollbild

eines Immunmangelsyndroms. Es ist

durch das Auftreten bestimmter Zweiterkrankungen

definiert, die bei einem fortgeschrittenen

Immundefekt unmittelbar

lebensbedrohlich sind oder eine ernste

Prognose anzeigen. Beispiele sind ausgedehnte

Lungenentzündungen, Tuberkulose,

Pilzinfektionen, Virusinfektionen der

Augen, Geschwülste, Erkrankungen des

Gehirns oder Auszehrung. Die Behandlung

zielt darauf ab, die Virusvermehrung

zu unterdrücken und die eingeschränkte

Immunfunktion wieder herzustellen.

Intensive Forschungsaktivitäten haben

die Entwicklung von nunmehr 20 Substanzen

ermöglicht, die in verschiedenen

Kombinationen eine äußerst wirksame

Therapie erlauben. Trotz aller Bemühungen,

die schlechte Nachricht bleibt: Eine

Dr. Klaus Tischbirek hat sich auf die Behandlung

von Aids-Patienten spezialisiert.

Heilung von HIV oder Aids ist heute nicht

möglich und ist in den nächsten Jahren

auch nicht absehbar. Die gute Nachricht:

Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme

und professioneller medizinischer

Betreuung ist von einem Lebenszeithorizont

von mehreren Jahrzehnten auszugehen.

In der Immunologischen Ambulanz

von Dr. Klaus Tischbirek wird die Therapie

ganz auf den Einzelnen abgestimmt.

Der Arzt legt bei der Behandlung Wert auf

eine vertrauensvolle Atmosphäre. Die

Räume sind so gestaltet, dass sie dem

Patienten und seinen Angehörigen oder

Lebenspartnern ein Gefühl der Geborgenheit

vermitteln.

So können sensible Fragen erörtert

werden: Was bedeutet die HIV-Infektion

für mich und meinen Partner? Wann soll

ich mit der Behandlung anfangen? Welche

Medikamentenkombination ist für

mich die beste? Wie ist ihre Verträglichkeit?

Auch für Ihre Fragen nehmen wir uns

gerne Zeit! Rufen Sie an oder schreiben

Sie uns eine E-Mail.

Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden

Telefon: (06 11) 8 47 23 31

E-Mail: Wiesbaden@asklepios.com

Patienten-Forum

In jedem Jahr: der Welt-Aids-

Tag am 1. Dezember

Seit 1988 wird an jedem 1. Dezember der

Welt-Aids-Tag begangen. Rund um den Globus

erinnern verschiedene Organisationen an

das Thema Aids und rufen dazu auf, aktiv zu

werden und Solidarität mit Infizierten, Kranken

und ihnen Nahestehenden zu zeigen. Der

Welt-Aids-Tag dient dazu, weltweit Verantwortliche

in Politik, Medien, Wirtschaft und

Gesellschaft daran zu erinnern, dass das HI-

Virus noch nicht besiegt ist. Damit überall

Mittel bereitgestellt werden und sich Vorbeugung,

Aufklärung, Behandlung und Hilfe für

die Betroffenen an ihren Lebensrealitäten

orientieren können. UNAIDS, die Aids-Organisation

der Vereinten Nationen, gibt dem Welt-

Aids-Tag in jedem Jahr ein Motto, an dem sich

die Aktivitäten der Aids-Organisationen in

den verschiedenen Ländern orientieren können.

Für 2004 lautet es: »Women, Girls, HIV

and Aids« (Frauen, Mädchen, HIV und Aids).

In Deutschland unterstützen Hannelore Elsner,

Moderatorin Bärbel Schäfer und Sängerin

Sandy die Umsetzung dieses Mottos mit

einem gemeinsamen Plakatmotiv und ihrer

Botschaft: »Wir wissen, was wir wollen: Lieben!

Leben! Schutz vor HIV!«

ASKLEPIOS intern

22/2004

41


42

Patienten-Forum

Kampf gegen die Sucht

Substitutionsgestützte Therapie am SALUS-Fachkrankenhaus Bernburg

Seit seinem 16. Lebensjahr nimmt

Marc* Drogen. Er fing mit Marihuana an,

ging schon bald zu Koks über und war am

Ende Fixer. Er hielt sich durch Diebstähle

»flüssig«, wurde strafrechtlich bekannt.

Nach fünf gescheiterten Entgiftungen

wählte er die Substitutionsbehandlung

im SALUS-Fachkrankenhaus Bernburg.

Mit der substitutionsgestützten

Therapie ist es möglich, manifest

opiatabhängigen Patienten

nach erfolglosen Abstinenztherapien das

Überleben zu sichern, ihre Chancen auf

Resozialisierung zu verbessern und das

Risiko von Infektionserkrankungen zu

senken. »In der Regel sind sie bereits zwei

Jahre oder länger abhängig und leiden

unter schwerwiegenden Co-Morbiditäten.

Es muss also eine Indikation vorliegen,

bei der eine Abstinenztherapie zum

aktuellen Zeitpunkt nicht möglich ist und

die substitutionsgestützte Behandlung die

vergleichsweise aussichtsreichsten Heilungs-

oder zumindest Besserungschancen

bietet«, erklärt die Bernburger Oberärztin

Dr. Gabriele Jungbluth, die von der

ASKLEPIOS intern

22/2004

Kassenärztlichen Vereinigung für diese

Behandlungsform ermächtigt ist.

Letztendliches Ziel bleibe aber die

Suchtmittelfreiheit. Sie sei dann erreichbar,

wenn die Substitutionstherapie durch

eine engmaschige und wirksame psychosoziale

Begleitung flankiert werde. »Hier

arbeiten unsere Sozialarbeiterinnen eng

mit den Drogenberatungsstellen zusammen«,

so Dr. Jungbluth.

Das Einzugsgebiet ist groß, denn

niedergelassene Hausärzte in Wohnortnähe

bieten diese Behandlung nur selten an.

Dr. Jungbluth: »Suchtmedizinische Leistungen

werden nicht gut vergütet und

sind schwer abzurechnen. Außerdem hat

kaum jemand Interesse daran, dass Drogenpatienten

in seiner Praxis ein- und

ausgehen. Hinzu kommt der Verwaltungsaufwand.«

Nicht zuletzt müssen

Ärzte, die sich dieser Behandlung zuwenden,

auch suchtmedizinisch besonders

qualifiziert sein.

Es gibt also eine ganze Reihe von

Hemmschwellen, die in diesem Bereich

eine wohnortnahe hausärztliche Versorgung

verhindern. Die meisten Patienten

aus der Region kommen letztlich im Fachkrankenhaus

Bernburg »an«. Vielfach leider

sehr spät, nachdem sie aufgrund ihrer

gesundheitlichen Folgeschäden oft

wochenlang auf den Stationen somatischer

Krankenhäuser zugebracht haben –

ohne Motivationsbehandlung«, bemängelt

die Oberärztin.

Zurück zu Marc, der stationär

zunächst auf Subutex eingestellt wurde,

damit aber noch nicht zum gewünschten

Therapieerfolg fand. »Ich hatte Rückfälle

sowie Probleme mit Alkohol. Nach weiteren

Arztgesprächen wurde ich mit Polamidon

substituiert. Seitdem hatte ich keine

Rückfälle mehr und trinke keinen Tropfen

Alkohol.«

Der junge Mann hält wieder Termine

ein, hat einen festen Tagesablauf, kommt

seinen Pflichten nach und konnte zu seiner

Familie wieder ein gutes Verhältnis

aufbauen. »Demnächst ziehe ich in eine

Substi-WG und versuche mich soweit zu

stabilisieren, dass ich bald ganz ohne

Medikamente neu starten kann.«

Franka Petzke

*Name geändert


Brustkrebs –

eine Mutter erzählt

Zur Reha in der Nordseeklinik Westerland/Sylt

Ich träume eigentlich nie. Aber Ende

März wachte ich mit einer irren Angst

auf. Ich hatte geträumt, dass ich einen

Knoten in der Brust hätte. Tatsächlich

konnte ich in meiner linken Brust eine

Verhärtung tasten. Nach der Mammografie

und einem Ultraschall stand fest: In

meiner Brust waren Knoten. Zwei sogar.

Nur Verhärtungen? Oder bösartig?

Im Krankenhaus nahm man eine Gewebeprobe

aus beiden Knoten. Die zwei

Tage bis zum Ergebnis des Laborbefun-

des habe ich bis zuletzt gehofft, dass alles

gut sein möge. Dann kam das Ergebnis:

Krebs. Mein Mann, meine Jungs (15 und

18 Jahre alt) und ich saßen zusammen

und haben geweint. Aber danach haben

wir entschieden: Wir schaffen es und

besiegen den Krebs gemeinsam! Gleich

darauf wurde mir die linke Brust abgenommen.

Vor der OP hatten mir die Spezialisten

verschiedene Arten des Brustwiederaufbaus

gezeigt. Ich entschied mich für ein

vorübergehendes Implantat, das nach

Patienten-Forum

und nach mit Kochsalz aufgefüllt wird. So

wird die Haut gedehnt, um Platz für das

endgültige Silikonkissen zu schaffen.

In dieser Situation war ich unendlich

froh, dass mein Mann an meiner Seite

war. Er hat mir geholfen, die nötigen Entscheidungen

zu treffen und er hat mir

ständig Mut gemacht: Wir schaffen das!

Nach erfolgreicher Operation fühlte

ich mich gar nicht so schlecht, wie ich

gedacht hatte. Die Brust war ja auch nicht

vollkommen weg, da war ja das Kochsalzkissen.

Nur die Brustwarze fehlte. Ich

habe dann sehr schnell mit Physiotherapie

angefangen, um die Muskeln im linken

Arm zu trainieren.

Dann kam die Chemotherapie. Wie

von den Ärzten prophezeit, fielen mir

nach 14 Tagen die Haare aus. Büschelweise

hatte ich sie beim Kämmen in der

Hand. Ich habe sie dann radikal abschneiden

lassen. Danach fühlte ich mich besser.

Schließlich hatte ich ja schon meine

Perücke und Tücher. Ich war gewappnet.

Die Chemotherapie hat viel Kraft

gekostet, denn ich habe versucht, nebenbei

meinen Haushalt und meine Arbeit in

unserem landwirtschaftlichen Betrieb so

gut es ging zu erledigen.

Um wieder Kraft und Kondition zu

bekommen, nahm ich an einer Anschlussheilbehandlung

in der Asklepios Nordseeklinik

Westerland/Sylt teil. Im Einführungsgespräch

habe ich der Ärztin gesagt,

dass ich vor allem Ruhe haben möchte

und körperlich wieder fit werden will.

Und genau so wurde ich auch behandelt.

Ich bekam Massagen und Krankengymnastik.

Ich habe Autogenes Training

gelernt und konnte mir viele Fachvorträge

anhören. Dadurch habe ich mich besser

mit der Krankheit und ihrer Heilung auseinandersetzen

können. Bei all dem blieb

mir aber noch genug Zeit für mich.

Ich habe mich sehr wohl gefühlt und

gut erholt. Für die liebevolle Betreuung

möchte ich mich bei dem Team der Asklepios

Nordseeklinik ganz herzlich bedanken!

Hella Burdorf aus Warpe bei Hoya

44 Jahre alt

ASKLEPIOS intern

22/2004

43


Patienten-Forum

Gastric Banding rettet Fettsüchtige

Südpfalz-Klinik in Kandel hilft bei Morbider Adipositas

Die Morbide Adipositas (übermäßige

Fettsucht) stellt eine erhebliche Gesundheitsgefahr

mit einem erhöhten Risiko für

Diabetes, Gelenkprobleme, arteriellen

Bluthochdruck und Darmkrebs dar. Zwei

magenchirurgische Methoden helfen.

Von krankhafter Fettsucht spricht

man bei einem Übergewicht von

45 kg über dem Idealgewicht oder

bei doppeltem Normalgewicht. Die konservativen

Therapieangebote wie Diäten,

Sport, Hypnose oder Verhaltenstherapie

führen häufig nur zu einer kurzfristigen

und unzureichenden Gewichtsreduktion.

Hier bietet sich in ausgewählten Fällen

die Möglichkeit einer chirurgischen Intervention

an.

Zwei bekannte und praktizierte

Methoden in der Magenchirurgie sind das

Einsetzen eines Magenballons oder eines

Magenbandes, auch als Gastric Banding

bezeichnet.

Beim Magenballon führt das Füllungsvolumina

von mehr als 400 Milliliter zu

einer Reduktion der Nahrungsaufnahme.

Mithilfe eines Gastroskops wird der Ballon

in den Magen eingebracht und

44 ASKLEPIOS intern 22/2004

anschließend mit Flüssigkeit oder Luft

gefüllt. Während der Magenballon nach

einem Jahr wieder entfernt werden muss,

kann das Magenband ein Leben lang verbleiben.

Der operative Einbau (Implantation)

eines Silikon-Magenbandes (Gastric Banding)

ist ein die Nahrungsaufnahme limitierender

Eingriff. Die Operation ist ein

minimal invasives Verfahren, das bei

einem BMI zwischen 40 und 50 kg erfolgreich

eingesetzt werden kann. Der so

durchschnittlich erreichbare Gewichtsverlust

beträgt 40 bis 60 Prozent. Das mit

Flüssigkeit füllbare Band wird um den

oberen Magenteil gelegt und zu einem im

Durchmesser etwa fünf cm großen Ring

geschlossen. Hierdurch wird der Magen

in zwei ungleich große Teile aufgeteilt. So

entsteht ein etwa 30 ml fassender kleiner

Vormagen und ein voll funktionsfähiger

großer Restmagen. Beide werden durch

eine etwa zehn mm große Verbindungsöffnung,

die man auch Stoma nennt,

getrennt. Durch Injektion von Flüssigkeit

über ein unter der Haut implantiertes

Reservoir mit Schlauchverbindung zum

Silikon-Magenband kann der Stoma-

Vor der Operation im September

1998 wog Silvia 160 kg (oben).

Heute wiegt sie 86 kg (unten). Mit

dem Magenband hat sie 74 kg

Gewicht verloren. »Ich habe jetzt

keine Gelenkbeschwerden mehr.

Mein Blutdruck ist normal. Ich

ernähre mich bewusst und habe viel

mehr Selbstbewusstsein.«

durchmesser jederzeit postoperativ variiert

werden.

Voraussetzung für eine erfolgreiche

Therapie sind jedoch die Kooperationsbereitschaft

und Selbstdisziplin des Patienten.

Der Patient muss auf sein – durch das

Magenband herbeigeführtes – vorzeitiges

Sättigungsgefühl hören und seine Nahrungsaufnahme

frühzeitig unterbrechen.

Das Gastric Banding bietet bei Beachtung

gewisser Regeln eine Starthilfe und Reglementierung

zur dauerhaften Gewichtsreduktion.

Leider weigern sich die Krankenkassen,

entgegen der Rechtsprechung, die

morbide Adipositas vollwertig als Erkrankung

anzuerkennen. Daraus resultieren

mitunter Schwierigkeiten mit der Übernahme

der Kosten von ca. 4.000 Euro. In

Bezug auf die zu erwartende Steigerung

der Lebensqualität und nicht zuletzt auch

unter dem Gesichtspunkt der Einsparung

an Essenskosten finanzieren viele Patienten

diesen Eingriff selbst. Kredite hierzu

können vermittelt werden.

Prof. Dr. W. Kramer

Mehr Infos: www.magenband-deutschland.de


Herbert Grönemeyer, Katrin Saß

(»Good bye, Lenin«) und Manfred Bofinger

(Cartoonist) diskutierten im SALUS

Fachkrankenhaus Uchtspringe mit Patienten

über ihre Erfahrungen und Wertvorstellungen

im Umgang mit seelischem

Leid und leidenden Menschen.

Um den Abbau von Berührungsängsten

gegenüber der Psychiatrie

zu fördern, wurde vor drei

Jahren die Veranstaltungsreihe »Mittendrin

wir« ins Leben gerufen. Gemeinsam

mit dem krankenhausnahen Förderverein

»Psychiatrie in Geschichte und Gegenwart

e.V.« werden Musikabende, Ausstellungen

und andere öffentlich zugängliche

Veranstaltungen organisiert, zu denen

auch Menschen eingeladen sind, die sonst

kaum Kontakte zur Klinik haben.

Moderiert vom Programmleiter des

NordwestRadios, Jörg-Dieter Kogel,

diskutierten die Prominenten mit dem

ehemaligen Chefarzt der Uchtspringer

Psychotherapie, Dr. Gerhard Schulz.

»Schwäche zu zeigen, ist in unserer Ellenbogen-Gesellschaft

nicht vorgesehen«, so

Herbert Grönemeyer. »Preußisch-diszipliniert,

wie wir nun mal sind, soll es jeder

allein schaffen.« Aus seiner persönlichen

Überzeugung – letztlich auch Motiv seines

Engagements für die Uchtspringer

Fachklinik – machte Grönemeyer indes

kein Hehl: »Es ist mutig, Schwäche einzugestehen

und Hilfe in Anspruch zu nehmen,

um den Kopf neu zu sortieren.

Wenn gebohrt werden muss, gehe ich

schließlich auch zum Zahnarzt«, erklärte

der erfolgreiche Musiker, der »nach dem

psychischen Atombombenangriff« durch

den Tod seiner Frau selbst die Unterstützung

durch eine Therapeutin in Anspruch

nahm.

Große Bewunderung empfindet der

Zeichner Manfred Bofinger für jene Menschen,

die sich um psychisch Kranke

kümmern. Auch er sieht im gesellschaftlichen

Umgang mit vermeintlich Schwächeren

große Verständnisprobleme: »So

wurde ich bei Einladungen schon mal

gefragt, ob es mich stört, wenn Kinder aus

der Hilfsschule dabei sind«, schüttelt der

sympathische Zeichenkünstler den Kopf.

»Schon der Gedanke, hier irgendwelche

Unterschiede zu machen oder auszugrenzen,

ist für mich absurd.«

Schauspielerin Katrin Saß gehört zu

jenen Menschen, deren Erfolg vorprogrammiert

schien. Sie war bis zur Wende

eine der populärsten Darstellerinnen der

Patienten-Forum

»Es ist mutig, Schwäche einzugestehen«

Projekt in Uchtspringe nimmt Berührungsängste gegenüber Psychiatrie

»Kinder an die Macht.« Herbert Grönemeyer mit der Musical-Factory Gardelegen – einem Schüler-Laienensemble,

das die Veranstaltungsreihe »Mittendrin wir« seit zwei Jahren mit ihren Inszenierungen unterstützt.

Herbert Grönemeyer hat sein seelisches Tief nach

dem Tod seiner Frau durch therapeutische Hilfe

überwunden.

DDR. Allerdings musste sie erfahren,

dass ihre Fähigkeiten im wiedervereinigten

Deutschland nicht mehr gefragt

waren. Sekt und Bier wurden ihre ständigen

Begleiter, brachten sie an den Rand

des Ruins. Doch kurz vor dem Absturz

schaffte sie die Umkehr: »Es ist mir einfach

passiert«, schilderte sie in Uchtspringe

die schwierige Zeit bis zur Selbsterkenntnis,

dass sie alkoholkrank ist.

Kann das Engagement prominenter

Persönlichkeiten zum Abbau von Berührungsängsten

gegenüber psychischen Leiden

beitragen? »Wenn sich Prominente

auf diesem Gebiet für mehr Verständnis

einsetzen, werden auch Menschen ermutigt,

die seit Jahren innerlich wissen, dass

sie Hilfe brauchen«, so Dr. Gerhard

Schulz. Wer die Begeisterung und Freude

der Uchtspringer Patienten an der Begegnung

mit Herbert Grönemeyer, Katrin

Saß und Manfred Bofinger erlebt hat,

weiß um deren motivierende Wirkung bei

den Betroffenen. Franka Petzke

ASKLEPIOS intern

22/2004

45


46

Patienten-Forum

Der Speck muss weg!

Fit is(s)t cool – Aktionstag in Bad Oldesloe

Mehr Bewegung, gesünderes Essen

und ein bewusster Umgang mit Problemen

im Alltag. Das sind die Empfehlungen

der Deutschen Gesellschaft für

Ernährung und der Deutschen Adipositas-Gesellschaft,

um Übergewicht bei

Kindern in den Griff zu bekommen.

Übergewicht und Fettsucht sind

nicht nur ein Massenphänomen

in den USA. Auch in Europa und

Asien werden die Taillen breiter und breiter.

Jeder dritte Jugendliche und jedes

fünfte Kind sind in Deutschland überge-

ASKLEPIOS intern

22/2004

wichtig. Eine Folge der Wohlstandsgesellschaft.

Gemeinsam mit der Barmer Ersatzkasse,

Glaxo Smith Kline, der Tanzschule

Dietz sowie der Klaus-Groth-Schule veranstaltete

die Asklepios Klinik Bad Oldesloe

im September 2004 einen ersten

Gesundheitstag unter dem Motto »Fit

is(s)t cool«, um auf die Probleme mit den

Fettpölsterchen im Kindes- und Jugendalter

aufmerksam zu machen. 500 Kinder

und 300 Erwachsene nutzten das Angebot

und informierten sich über Ernährung

und Bewegung.

Damit der Speck keine Chance hat –

Gemüsespieße sind cool.

»Eine Folge von Fehlernährung und

Bewegungsmangel kann neben Fettleibigkeit,

Gelenk- und Gefäßerkrankungen

auch ein Diabetes Typ 2 sein, der normalerweise

erst bei Erwachsenen zwischen

50 und 60 Jahren auftritt. In Deutschland

sind daran bereits erschreckend viele Kinder

erkrankt. Diese Entwicklung ist alarmierend«,

erklärt Dr. Heike Fink, Oberärztin

an der Asklepios Klinik.

Der gemeinsame Aktionstag sollte

dazu beitragen, den Trend umzukehren.

Das Bewegung Spaß macht und gesunde

Ernährung nicht uncool ist, wurde den

Kindern und deren Eltern schnell

bewusst. Ob beim Schulranzen-Wettlauf,

Sackhüpfen, Völkerballturnier oder dem

Fun-Dance der Tanzschule – die Besucher

waren mit Begeisterung dabei.

»Gesunde Ernährung lässt sich erlernen.

Dabei sind natürlich zuallererst die

Eltern gefragt«, so Dr. Fink. »Wir waren

erstaunt, wie gut unser Ernährungsquiz

ankam. Nicht nur die kleineren Kinder

stürzten sich auf die Obst- und Gemüsespieße,

auch die Teenies.«

Weitere Aktionen folgen, dass steht

für die Veranstalter schon heute fest. Die

Ernährungsberatung der Klinik wird von

den Krankenkassen bezuschusst und

freut sich über regen Zulauf. Mandy Wolf

Kontakt :

Ernährungsberaterin Heike Hasbargen

Tel.: (04531) 681435

Großer Spaß: Schulranzenrennen


Leserbriefe

Asklepios intern Nr. 21

Für Lob & Tadel möchten wir uns bei allen

Leserinnen und Lesern ganz herzlich bedanken.

Bitte sagen Sie uns auch weiterhin, was

Ihnen gefällt, missfällt und welche Themen Sie

in unserem Magazin vermissen.

In Ihrer Zeitschrift habe ich die Artikel über

Krebs und über Babys gelesen. Am Ende ist das

ja auch der natürliche Kreislauf, Werden und

Vergehen, Vanitas in der Kunst als Vergänglichkeit.

Ist eine kleine Meckerei erlaubt? In den

Artikeln kommen immer wieder Abkürzungen

vor, die kein anderer versteht außer Asklepios-

Leute: MVZ, IFZ, SSW, ZNS, COPD etc. etc. Nur

selten geht die Erklärung am Anfang aus dem

Text hervor. Könnten Sie dies nicht leserfreundlicher

gestalten, indem diese Begriffe ausgeschrieben

werden? • Jörg-Heiko Bruns, Erfurt

Lieber Herr Bruns, vielen Dank für diesen Hinweis.

Wir werden diese Abkürzungen künftig

ausschreiben.

Glückwunsch zur letzten Ausgabe! Gute Themenmischung,

schöne Bilder und

auch etwas mehr als Asklepios-

Produkt erkennbar. Gelungen! •

Katrin Leibing, Weißenfels

Eine tolle Zeitung. Weiter so! •

Reinhard Beyer, Bad Wildungen

Vielen Dank für die anspruchsvollen

Rätsel. Bitte weiter so. •

Dietlinde Lück, Münster

Auch dieses Mal habe ich mit

Begeisterung die Asklepios intern

gelesen. Die kleinen Füßchen auf

dem Titelblatt lassen wohl jedes

Mutter-(Frauen)-Herz höher schlagen

und machen neugierig auf

das, was da berichtet wird.

Schnell ist der Artikel im Inhaltsverzeichnis

gefunden und dank

des Farbregisters auch im Magazin.

Als ich über das »Känguru-

hen« las, wurde mir warm und ich bin sehr

beglückt darüber, wie wichtig neben der medizinischen

die emotionale Situation der kleinen

Menschen genommen wird.

Nachdem ich den Artikel über Dr. Christian

Liebau in der Bad Harzburger Klinik und seine

Kunst, den Knorpel im Kniegelenk wieder aufzubauen,

gelesen hatte, habe ich den Artikel

sofort an eine betroffene Freundin weitergegeben.

• Maren Kubisch, Nordhausen

Dieser Dankesbrief von Annica und ihrer Familie wurde uns freundlicherweise

von der Asklepios Klinik Weißenfels zum Abdruck überreicht.

Patienten-Forum

Impressum

Herausgeber

Asklepios Kliniken GmbH

Konzernzentrale Berlin, Hubertusstraße 12–22,

16547 Birkenwerder

www.asklepios.com

Redaktion, verantwortlich für den Inhalt

Mandy Wolf, ZD Marketing

Hubertusstraße 12–22, 16547 Birkenwerder

Tel. (0 33 03) 52 24-04, Fax (0 33 03) 52 24-20

E-Mail: mandy.wolf @ asklepios.com

und die jeweiligen Autoren

Produktion

Bundschuh – Pressedienst für Ärzte

Projektleitung: Sabine Bundschuh

www.bundschuh-pressedienst.de

Satz & Gestaltung

Gero Pflüger Grafik & DTP, Hannover

Fotos

Bundschuh – Pressedienst für Ärzte (S. 8, S. 11, S.

18, S. 38, S. 40, S. 44), DAK (S. 16), Monika Dohrn

(S. 35), Peter Hamel (S. 1; S. 4, S. 6–7, S. 12, S.

14, S. 28), G. Pflüger (S. 49), J. Piszczan (S. 22),

Andrea Weitze (S. 5).

Druck

Druckerei Biewald, Hannover

Erscheinungsweise

4 x jährlich bundesweit

Auflage

25.000 Exemplare

Anzeigen

Sabine Malsch DTP-Graphik & Layoutgestaltung,

Zellerodaer Weg 18, 36433 Bad Salzungen

Tel. (0 36 95) 62 86 20

E-Mail mario.malsch @ t-online.de

Nächster Anzeigenschluss: 18.2.2005

Nächster Redaktionsschluss: 4.2.2005

Die nächste Ausgabe von Asklepios intern

erscheint am 31.3.2005.

Copyright

Alle Rechte sind dem Herausgeber vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit dem Einverständnis

der Redaktion. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos wird keine Haftung

übernommen.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung des Herausgebers oder der

Redaktion wieder.

Leserbriefe geben die Meinung des Autors wieder,

die nicht mit der Redaktionsmeinung übereinstimmen

muss. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe

zu kürzen.

ASKLEPIOS intern

22/2004

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Scharaden & Balladen

Wo ist

der Salat?

Bilden Sie 14 Wörter aus den Buchstaben,

aus denen das Wort »Weinbergschnecke«

besteht.

Gewonnen!

Die Lösung des Gewinnspiels »Mondgesichter« aus der letzten Ausgabe

lautet:

A1 – Kevin, A2 – Björn, A3 – Jessica, A4 – Simone, A5 – Marius, A6 – Lilith

B1 – Eike, B2 – Jana, B3 – Franco, B4 – Gesa, B5 – Miriam, B6 – Sören.

Frau Anne Louise Meß aus 23867 Sülfeld wusste die richtige Antwort!

Glückwunsch zur neuen »Persönlichen Hausapotheke«!

Ein Bericht

»Am 9.9.2004 ereignete sich um 17:30 Uhr ein schwerer Unfall bei der

Kurzstraße in Reinfeld. Paul Z., Tobias H. und Marvin J. spielten dort auf

dem Spielplatz Fußball. Tobias H. hatte einen Schuss ins Tor gewagt, …

jedoch landete der Ball auf der Straße. Tobias H. rannte, ohne den Verkehr

zu beachten, auf die Straße. Da kam plötzlich der Autofahrer Jannik

H., konnte nicht mehr bremsen und fuhr seinen Bruder Tobias H. an. Tobias

H. blieb reglos am Boden legen. Seine Freunde alarmierten die Feuerwehr

und die Polizei. Die Feuerwehr und die Polizei kamen auch sofort.

Die Polizei vernahm die Zeugen. Tobias H. wurde in die Asklepios Klinik

eingewiesen und hatte ein gebrochenes Bein.«

Diesen Unfallbericht schrieb uns Kevin Schütt, 10 Jahre,

aus Bad Oldesloe

48 ASKLEPIOS intern 22/2004

Jeder Buchstabe darf dabei nur so oft verwendet

werden, wie er im angegeben Wort enthalten ist.

Unter den Einsendern verlosen wir ein Wellness-

Wochenende zum Wohlfühlen und Relaxen in

den Burgseekliniken Bad Salzungen (Näheres

siehe Seite 38). Einsendeschluss der Rätselauflösung

ist der 10.2.2005, es gilt das Datum des

Poststempels. Senden Sie die Lösung einfach

per Postkarte oder E-Mail an die Redaktionsleitung:

Asklepios Kliniken GmbH

Mandy Wolf, ZD Marketing

Hubertusstraße 12–22

16547 Birkenwerder

E-Mail: mandy.wolf@asklepios.com

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Im nächsten Heft

Diabetes bei Kindern

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Inzidenzrate für Diabetes bei

Kindern verdoppelt. Die individuelle Schulung der Kinder und ihrer Eltern

ist entscheidend.

Ein Tag in der Vorsorgekur für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus.

Ein Turm geht auf Reisen

Das Wahrzeichen des Krankenhauses Hamburg-Rissen wurde versetzt.

Asklepios transportierte den 18 Meter langen Glockenturm per Kran nach

Gudendorf und baute ihn dort neu auf.

Bauchaortenaneurysma

Viele Patienten wissen gar nicht, dass sie ein Bauchaortenaneurysma in

sich tragen, da es keine Beschwerden macht. Aber: Die aufgeweitete

Bauchschlagader kann platzen. In Weißenfels wurde eine lebensrettende

und zugleich schonende Behandlung neu eingeführt.

Das nächste Asklepios intern erscheint am 31.3.2005.


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ASKLEPIOS intern

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www.asklepios.com

Das Unternehmen

Akutkliniken – Klinikträgerschaft

1 Asklepios Klinikum Bad Abbach I Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumatologie 270

2 Asklepios Klinik und Hotel St. Wolfgang Bad Griesbach Akutkrankenhaus 178

3 Asklepios Harzklinik Bad Harzburg Fachkrankenhaus für Orthopädie und Innere Medizin 109

4 Asklepios Klinik Bad Oldesloe Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 239

5 Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 301

6 Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 180

7 Asklepios Klinik Birkenwerder Fachkrankenhaus für Orthopädie, Gefäßchirurgie,

Plastische Chirurgie und Diabetologie

180

8 Asklepios Harzklinik Clausthal-Zellerfeld Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 70

9 Asklepios Südpfalzklinik Germersheim Krankenhaus der Grundversorgung 171

10 Asklepios Harzklinik Goslar Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 345

11 Asklepios Westklinikum Hamburg Akutkrankenhaus 398

12 Asklepios Weserberglandklinik Höxter Fachkrankenhaus für Physikalische Medizin 496

13 Asklepios Kreiskrankenhaus Hohenmölsen Krankenhaus der Regelversorgung 160

14 Asklepios Orthopädische Klinik Hohwald Fachkrankenhaus für Orthopädie und

Rheumaorthopädie

120

15 Asklepios Südpfalzklinik Kandel Krankenhaus der Regelversorgung 239

16 Asklepios Klinik Langen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 321

17 Asklepios Klinik Lich Krankenhaus der Regelversorgung 242

18 Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe Fachkrankenhaus für Orthopädie 160

19 Asklepios Fachkliniken München-Gauting Fachkrankenhaus für Lungenkrankheiten und

Thoraxchirurgie

302

20 Asklepios Klinik Parchim Krankenhaus der Regelversorgung 167

21 Asklepios Klinik Pasewalk Krankenhaus der Regelversorgung 390

22 Asklepios-ASB Klinik Radeberg Krankenhaus der Regelversorgung 142

23 Asklepios Klinik Sankt Augustin Krankenhaus der Maximalversorgung 219

24 Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz Krankenhaus der Regelversorgung 230

25 Asklepios Klinik Schildautal Seesen I Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, Neurologie,

Gefäßchirurgie und Anästhesiologie

213

26 Asklepios Klinik Seligenstadt Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 150

27 Asklepios Fachklinik Stadtroda Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 292

28 Asklepios Kreiskrankenhaus Weißenfels Krankenhaus der Regelversorgung 312

29 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt I Krankenhaus der Regelversorgung 135

30 Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden Krankenhaus der Regelversorgung 304

31 Asklepios Fachklinikum Wiesen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie 168

32 Anaheim General Hospital Krankenhaus der Regelversorgung 100

33 Bellflower Medical Center Krankenhaus der Regelversorgung 170

34 Buena Park Medical Center Fachkrankenhaus für Geriatrie 55

35 Hawthorne Medical Center Fachkrankenhaus für Psychiatrie 72

36 L. A. Metropolitan Medical Center Krankenhaus der Regelversorgung 170

37 Tustin Medical Center Krankenhaus der Regelversorgung 250

38 Vencor Hospital Atlanta Krankenhaus der Regelversorgung 72

Akutkliniken – Klinikmanagement

39 Salus Fachkrankenhaus Bernburg* Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 255

40 Kreiskrankenhaus Eggenfelden Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 300

41 Kreisklinik Fürstenfeldbruck Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 380

42 International Neuroscience Institute Hannover Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, stereotaktische

Neurochirurgie und Neuroradiologie

108

43 Illertalklinik Illertissen Krankenhaus der Grundversorgung 180

44 Donauklinik Neu-Ulm Krankenhaus der Grundversorgung 220

45 Collm Klinik Oschatz Krankenhaus der Regelversorgung 258

46 Kreiskrankenhaus Pfarrkirchen Krankenhaus der Grundversorgung 215

47 Kreiskrankenhaus Simbach Fachkrankenhaus für Ganzheitsmedizin 150

48 Salus Fachkrankenhaus Uchtspringe* Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 271

50 ASKLEPIOS intern 22/2004

Betten/

Plätze


Akutnahe Rehakliniken – Klinikträgerschaft

49 Asklepios Schlossberg-Klinik Bad König Fachklinik für Neurologische Frührehabilitation 75

50 Asklepios Neurologische Klinik Bad Salzhausen Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 190

51 Asklepios Klinik Schaufling Zentrum für Neurologische und Orthopädische

Rehabilitation

494

52 Asklepios Kliniken Schildautal Seesen II Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 176

53 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt II Fachklinik für Pneumologie, Onkologie,

Dermatologie und Allergologie

290

54 Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein Fachklinik für Neurologie und Neuropädiatrie 150

Rehakliniken – Klinikträgerschaft

55 Asklepios Klinikum Bad Abbach II Zentrum für orthopädische und

rheumatologische Rehabilitation

268

56 Asklepios Burgseekliniken Bad Salzungen Fachklinik für Onkologie, Pneumologie und

Orthopädie

270

57 Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau Fachklinik für Orthopädie und Gynäkologie 220

58 Asklepios Katharina-Schroth-Klinik Bad Sobernheim Fachklinik für Orthopädie 130

59 Asklepios Klinik Helenenheim Bad Wildungen Fachklinik für Innere Medizin, Orthopädie,

Urologie und Nephrologie

160

60 Asklepios Fachklinik Fürstenhof Bad Wildungen Fachklinik für Herz-/Kreislauferkrankungen 210

61 Asklepios Klinik Triberg Fachklinik für Onkologie 140

62 Asklepios Hirschpark Klinik Alsbach-Hähnlein Fachklinik für Innere Medizin und Orthopädie 120

Forensische Psychiatrie (Maßregelvollzug) – Klinikträgerschaft

63 Asklepios Klinik für Forensische Psychiatrie Stadtroda 55

Forensische Psychiatrie (Massregelvollzug) – Klinikmanagement

64 Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Bernburg* 105

65 Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Uchtspringe* 209

Soziale Einrichtungen – Trägerschaft

66 Asklepios Pflegezentrum Ahrensburg 83

67 Asklepios Kurstift Bad Kreuznach 82

68 Asklepios Pflegezentrum Reinfeld 87

Soziale Einrichtungen – Management

69 Salus Tagesklinik Dessau* 12

70 Salus Heim zur U-Haftvermeidung Haus Eisenhammer Tornau* 20

71 Salus Heimeinrichtung Gardelegen* 39

72 Altenpflegeheim Jesenwang 64

73 Salus Kinder- und Jugendheim Schloss Pretzsch* 107

74 Salus Pflegeheim St. Georgi I Magdeburg* 78

75 Salus Pflegeheim St. Georgi II Magdeburg* 48

76 Salus Ambulanter Pflege- und Hauswirtschaftsdienst Magdeburg* –

77 Salus Tagesklinik Salzwedel* 12

78 Salus Tagesklinik Stendal* 19

79 Salus Heimbereich Uchtspringe* 268

80 Salus Tagesklinik Wittenberg* 15

* Bei diesen Einrichtungen handelt es sich um das gesamte Management der landeseigenen Gesellschaft SALUS gGmbH

Das Unternehmen

ASKLEPIOS intern

Betten/

Plätze

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www.asklepios.com

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