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Wenn einen Menschen der Schlag trifft ... - Asklepios

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Zu dünn, um schön zu sein

Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Magersucht

Mama – wann habe ich Urlaub?

Gestresste Kinder

Wenn einen Menschen der Schlag trifft ...

Stroke Units bieten optimale Diagnose und Therapie bei Schlaganfall

Nr. 36 Juli 2008

Asklepios intern 36/2008 1


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Editorial

Optimale medizinische

Versorgung bei Schlaganfall

Hinweis der Redaktion:

Mehr zum Thema Schlaganfall auf den

Seiten 6-9.

Sehr geehrte Leserinnen,

sehr geehrte Leser,

Dr. Bernard gr. Broermann

der Schlaganfall ist noch immer eine stark

unterschätzte Krankheit – mit schwerwiegenden

Folgen. Bundesweit erleiden fast

200.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall.

Er gilt damit als eine ernste Volkskrankheit.

Für die Betroffenen ändert sich das Leben

"schlagartig". Sämtliche Lebensgewohnheiten

müssen von einem auf den anderen

Tag komplett umgestellt werden. Nicht nur

alte, sondern auch junge Menschen sind davon

betroffen. Viele Schlaganfälle könnten

besser behandelt werden, wenn Betroffene

mehr Kenntnisse über diese Erkrankung

hätten und die Behandlung unmittelbar in

speziellen Schlaganfallabteilungen, den sogenannten

Stroke Units, stattfinden würde.

In den vergangenen zehn Jahren wurde in

Deutschland die Verbreitung von Stroke

Units zur Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten

intensiv vorangetrieben. Allein

der Asklepios Verbund verfügt über

acht Stroke Units, die durch die Deutsche

Schlaganfallgesellschaft zertifiziert wurden.

Hierbei handelt es sich um Akutstationen,

die in der Regel aus vier bis acht Betten bestehen.

Dem Patienten stehen alle erforderlichen

diagnostischen und therapeutischen

Maßnahmen bis hin zur Angiographie und

lokalen Lyse zur Verfügung. Rund um die

Uhr kümmern sich speziell ausgebildete

Ärzte und Pfleger um sein Wohl.

Die Verlegung auf eine Intensivstation in

den einzelnen Asklepios Kliniken ist jederzeit

möglich. In diesen Häusern besteht

im Bedarfsfall die sofortige Möglichkeit

einer gefäßchirurgischen oder neurochirurgischen

Intervention. Während der akuten

Phase werden die Patienten auf der Stroke

Unit behandelt. Nach ein bis drei Tagen

können sie dann auf die geeignete Weiterbehandlungsstation

im Hause oder in eine

entsprechende Rehabilitationseinrichtung

verlegt werden. Die Schlaganfallstation

hat damit neben der Akutbehandlung auch

eine Verteilerfunktion für die Patienten, um

einen optimalen Behandlungsablauf zu gewährleisten.

An einigen Standorten werden neben der

Akutversorgung des Schlaganfalles auch die

notwendigen Rehabilitationsmaßnahmen

angeboten. Damit erhalten die Betroffenen

eine medizinische Rundumversorgung auf

höchstem Niveau aus einer Hand.

Asklepios hat die Bedürfnisse und Wünsche

seiner Patienten stets fest im Blick. Die

hohe Qualität der gesamten medizinischen

Leistungen ist selbstverständlich. Mehr

noch: Sie ist das erklärte Ziel jedes Hauses.

2 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 3

Ihr


Titelthema S. 06

▼Inhalt

S.16 29 Asklepios Future Hospital für seine

Titelthema

Zukunftsfähigkeit als „Ausgewählter

Ort 2008“ ausgezeichnet

30 So schmeckt's in der Röhn

06

08

Wenn einen Menschen der Schlag

trifft

Stroke Units bieten optimale Diagnose

und Therapie bei Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall!

31

32

33

34

Gemeinsam geht's noch besser

Klinische Ethik im My.Asklepios-Portal

Mehr Autonomie für Menschen mit Diabetes

Braucht Pflege eine Wissenschaft?

Teil II

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

36 Personalia/Impressum

1,4 Millionen junge Menschen leiden in

Medizin & Wissenschaft

Deutschland unter Symptomen einer Essstörung,

betroffen ist jedes fünfte Kind zwi-

S. 18

10 Medizinticker

Patientenforum

S. 20

schen 11 und 17. Die Medien überschlagen

sich mit Berichten über dicke Kinder. Doch

wie kann Mädchen und jungen Frauen ge-

12

14

16

17

Laparoskopische Hysterektomie –

ein Ausweg aus der Misere

Wissen verbreiten – Kompetenz

fördern

Jeder dritte Deutsche leidet unter

Sodbrennen

Inkontinenz bei Männern

38

40

42

44

45

46

Diagnose MRSA – was nun?

Hamburger Angehörigenschule

Mama – wann habe ich Urlaub?

Ich will ein Uhu werden

Übergewicht kann krank machen

Hausaufgabe: riechen, fühlen,

holfen werden, die immer dünner werden,

sich aber dennoch zu rund fühlen? Auf den

Seiten 18-19 erfahren Sie mehr über die

Magersucht und deren Behandlungsmöglichkeiten.

Auch im Jahre 2008 finden Sie einen „Ausgewählten

Ort im Land der Ideen“ in un-

18

20

Zu dünn, um schön zu sein

Sommerzeit ist Zeckenzeit

48

schmecken

Medizinische Hilfe im Iran –

serem Unternehmen. Wer den Preis gewonnnen

hat, können Sie auf S. 29 lesen.

22 Immer mehr Patienten mit Diabetes

mellitus und Herzerkrankungen

50

Interplast & Asklepios

Die Burnout-Spezialisten

Wir hoffen, mit unserer Themenauswahl

Ihren Geschmack getroffen zu haben und

S. 46

52 Asklepios Quiz/Vorschau auf die

Asklepios intern Nr. 37

wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.

53 Buchtipps

Ihre

Gesundheit & Wirtschaft

24 Kurz und Knapp

26 Klinisches Risikomanagement

28 Klimawandel im Krankenhaus

54 Klinikübersicht und Standortkarte


Titelthema

Patient Ärztlicher Notdienst

Notaufnahme

Rettungsdienst Externes Krankenhaus

Aufnahmestation

Stroke Unit

Wenn einen Menschen

der Schlag trifft

Stroke Units bieten optimale Diagnose und Therapie bei Schlaganfall

Alle drei Minuten ereignet sich ein neuer Schlaganfall, alle neun Minuten stirbt ein Betroffener.

Allein in Deutschland ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache und weltweit der

häufigste Grund für eine lebenslange Behinderung. Nach einem Schlaganfall zählt jede Sekunde.

Je schneller eine qualifizierte medizinische Behandlung erfolgt, umso höher ist die Chance, die

Schädigung des Gehirns möglichst gering zu halten.

Die Symptome treten plötzlich auf. Typische Beschwerden können

Lähmungen einer oder beider Körperseiten sein. Besonders

stark betroffen sind dabei häufig das Gesicht und die Arme. Es

können Sensibilitätsstörungen einer oder beider Körperseiten,

Sprach- und Sprechstörungen sowie völliger oder teilweiser

Sehverlust eines oder beider Augen auftreten. Manche Patienten

sehen Doppelbilder, klagen über Drehschwindel oder sind unsicher

beim Gehen. Ein weiteres charakteristisches Anzeichen

sind plötzlich eintretende, extrem starke Kopfschmerzen.

Ein Schlaganfall ist zu 80 Prozent die Folge eines lokal begrenzten

Sauerstoffmangels des Gehirns durch Minderdurchblutung.

Dieser tritt durch eine sogenannte Ischämie auf: Eine

Embolie, die vom Herzen oder von den hirnversorgenden Halsgefäßen

ausgeht, verschließt ein Gehirngefäß. Weitere Möglichkeiten

sind eine hochgradige Einengung bzw. der Verschluss

eines hirnversorgenden Gefäßes oder eine Gefäßentzündung.

Bei 20 Prozent der Patienten ist die Ursache eine Hirnblutung,

die durch den Einriss eines Gehirngefäßes verursacht wird. Diese

tritt bei erhöhtem Blutdruck, beim Einreißen einer Gefäßaussackung

(Aneurysma) oder einer Hirnvenenthrombose auf.

Beide Krankheitsbilder (Hirnblutung und Hirndurchblutungsstörung)

haben ganz unterschiedliche Konsequenzen und müssen

rasch unterschieden werden. Sicher gelingt dies nur durch

eine frühzeitige Computer- und Kernspintomographie des Gehirns.

Beim Schlaganfall gilt: „Time is Brain!” Durch schnelles Handeln

kann in der akuten Situation wertvolles Hirngewebe gerettet

werden. Bei einer Durchblutungsstörung wird in den ersten

Stunden nach Eintritt des Schlaganfalls nur der sogenannte Infarktkern

unwiederbringlich zerstört. Die Randzone (Penumbra)

droht ebenfalls abzusterben, wenn nicht innerhalb der ersten

drei Stunden eine Thrombolyse durchgeführt wird.

Über die Therapie nach einem Schlaganfall sprach Asklepios intern

mit Dr. Rudolf Brodhun, Chefarzt der Klinik für Neurologie

und Neuropsychiatrie in den Schildautalkliniken Seesen. Lesen

Sie das vollständige Interview auf den folgenden Seiten.

6 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 7

Mandy Wolf


Titelthema

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall!

Interview mit Dr. Rudolf Brodhun, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neuropsychiatrie

in den Schildautalkliniken Seesen

Liegt der Verdacht auf einen Schlaganfall vor, sollten Angehörige und Freunde keine Zeit verlieren und sofort den

Rettungsdienst „ 112“ anrufen. Der Patient muss umgehend in einer speziellen Schlaganfallabteilung, der

sogenannten Stroke Unit stationär aufgenommen werden, denn die ersten Stunden nach Eintritt sind entscheidend

und bestimmen über sein weiteres Leben. Asklepios intern sprach mit Dr. Rudolf Brodhun.

Asklepios intern: Dr. Brodhun, welche

Risikofaktoren spielen beim Schlaganfall

eine Rolle?

Dr. Rudolf Brodhun: Die drei wichtigsten

Risikofaktoren für einen Schlaganfall

sind hoher Blutdruck, Nikotinkonsum

und der Diabetes mellitus. Aber auch

Übergewicht, Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörungen

und Alkoholmissbrauch

stellen Risikofaktoren dar.

Wie sieht die Therapie nach einem Schlaganfall

aus?

Der Patient muss auf schnellstem Wege

auf eine Stroke Unit. Bereits im Rettungswagen

sollte ein peripher venöser Zugang

gelegt werden, der Blutdruck, Blutzucker

und die Körpertemperatur müssen untersucht

und ggf. behandelt werden. Auch

sollte Sauerstoff verabreicht werden.

Auf der Stroke Unit erfolgt die sofortige,

mitunter auch nur orientierende neurologische

und internistische Untersuchung.

Der Patient wird an einen Monitor angeschlossen,

um seine Herz- und Atemfrequenz,

Blutdruck und Sauerstoffkonzentration

und Körpertemperatur zu

überwachen. Wichtigste diagnostische

Maßnahme ist die unmittelbare Durchführung

einer Computer- oder Kernspintomographie

des Gehirns, um sicher zwischen

einer Durchblutungsstörung oder

Blutung des Gehirns zu unterscheiden.

Beides hat ganz unterschiedliche therapeutische

Konsequenzen.

Wenn es sich um eine Durchblutungsstörung

handelt, sorgt eine Thombolyse

für die Auflösung des Thrombus. Das

muss innerhalb von drei Stunden nach

Auftreten der Symptome erfolgen. Im

nächsten Schritt werden mittels Dopplerund

Duplexsonographie die Blutgefäße

außerhalb und innerhalb des Gehirns untersucht,

um nach Einengungen und Emboliequellen

zu suchen, von denen sich

Thromben gelöst haben und die Gehirn-

arterien verstopft haben können.

Abgesehen von der Thrombolyse sind

weitere wichtige therapeutische Maßnahmen

die Behandlung des erhöhten

Blutdrucks, wobei in der Akutphase

Blutdruckwerte bis 220 mmHg systolisch

bei einer Durchblutungsstörung

zu akzeptieren sind, Senkung erhöhter

Blutzuckerwerte und einer erhöhten

Körpertemperatur, da beides sonst zu einer

Verschlechterung des Zustandes des

Schlaganfallpatienten führen kann.

Kann man einem Schlaganfall vorbeugen?

Sehr wichtig ist die Behandlung der Risikofaktoren,

die so genannte Primärprophylaxe.

Weiterhin kann man Medikamente

wie Thrombozytenaggregationshemmer

einsetzen, die das Zusammenballen von

Blutplättchen verhindern. Solche Medikamente

sind Aspirin, Plavix, Iscover

oder Aggrenox. Bei Vorhofflimmern mit

völlig unregelmäßigem Puls oder bei

einem Loch zwischen den Vorhöfen des

Herzens und bei Sinusvenenthrombosen

ist eine gerinnungshemmende Behandlung

mit Antikoagulantien wie Marcumar

angezeigt.

Die größte Gefahr nach einem Schlaganfall

ist, einen erneuten Schlaganfall zu

erleiden, der zu einer Verschlechterung

führt. Deshalb müssen diese Maßnahmen

bereits unmittelbar nach einem Schlaganfall

eingeleitet werden. Später können

Operationen oder eine Stent-Versorgung

erfolgen.

Wie kam es dazu, dass in Seesen eine

Stroke Unit eröffnet wurde?

Der Schlaganfall war schon immer einer

der Schwerpunkte neurologischer Krankheitsbilder

in Seesen. Das ergab sich aus

der Struktur der Gesamtklinik mit Kliniken

für Neurologie, Neurochirurgie

und Gefäßchirurgie, Neurologische Rehabilitation

und Frührehabilitation, Intensivmedizin

sowie Funktionsabteilungen

mit Neurophysiologie, Gefäßultraschallabteilung,

Allgemein- und Liquorlabor,

der radiologischen Praxis Drs. Huth und

Volk sowie den therapeutischen Abteilungen

mit Physiotherapie, Bäderabteilung,

Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie.

Eröffnet wurde unsere Stroke Unit vor

zehn Jahren. Das Zertifikat erhielten wir

am 25. 9. 1998, damals als 28. Stroke Unit

in Deutschland. Im November 2003 wurden

wir als überregionale Stroke Unit zertifiziert.

Sollten auch Patienten auf der Stroke Unit

aufgenommen werden, bei denen sich die

Symptome schon wieder zurückgebildet

haben?

Ja, denn jede Durchblutungsstörung bedarf

der sofortigen diagnostischen Abklärung

und Behandlung. Bei Patienten mit

vorübergehenden Symptomen könnte

die nächste Durchblutungsstörung ein

bleibender Schlaganfall sein. Das sollte

durch sofortige therapeutische Maßnahmen

verhindert werden.

Wie viele Patienten werden bei Ihnen behandelt?

1998 hatten wir 350 Patienten auf einer

Vier-Betten-Station. 2007 waren es bereits

1500 Patienten. Allerdings jetzt auf einer

Acht-Betten-Station. Übrigens wurden

drei Viertel dieser Menschen durch den

Rettungsdienst eingeliefert.

Gibt es weitere Pläne im Hinblick auf die

Seesener Stroke Unit?

Mit einigen Kliniken der Umgebung

laufen derzeit Verhandlungen bezüglich

einer teleneurologischen Anknüpfung

an die Seesener Stroke Unit, um dort Patienten,

die nicht frühzeitig genug nach

Seesen gebracht werden können, adäquat

zu versorgen.

8 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 9

Therapie

Diagnostik

Operation

Gefäßchirurgie

Neurochirurgie

Neurochirurgie

Gefäßchirurgie

Chirurgie

Innere- und Intensivmedizin

Neuroradiologie und

Radiologie

CCT, MRT, DSA

Asklepios Kliniken Schildautal Seesen

Intensiv

SU

Doppler- und Duplex-Sonografie

Echokardiografie

Funktionsdiagnostik

Allgemein- und Liquorlabor

mit Neurochemie und

Neuroimmunologie

Neuropsychologie, Logotherapie,

Ergotherapie, physikalische Therapie,

Krankengymnastik, Sozialarbeit

Neurologie

und

Neuropsychiatrie

Frühreha

Neurophysiologie

EVOP, EEG, EMG, NLG

Das Interview führte Mandy Wolf

Kontakt

AHB-Rehaklinik

Dr. Rudolf Brodhun

Chefarzt der Klinik Neurologie und

Neuropsychiatrie

Facharzt für Neurologie und

Neuropsychiatrie

Karl-Herold-Straß3 1, 38723 Seesen

Tel. Sekretariat: (05381) 74 13 53

E-Mail: r.brodhun@asklepios.com

Therapie

Diagnostik

Dr. M. Rohrbeck und Chefarzt Dr. R. Brodhun


+Medizin & Wissenschaft

Medizinticker

+++ Fortbildung Beatmungsentwöhnung in München-Gauting

Immer mehr Menschen werden im Rahmen schwerer Erkrankungen

künstlich beatmet. Am 15. März 2008 trafen sich 110 Experten zur

Fortbildungsveranstaltung „Beatmungsentwöhnung“. Unter Leitung

der Chefärztin Dr. Ortrud Karg wurde in Gauting bereits vor 15 Jahren

eine Beatmungs- und Weaning-Einheit aufgebaut, die jetzt eine

eigenständige Klinik für Intensivmedizin und Langzeitbeatmung ist.

Jährlich werden aus dem südbayerischen Raum ca. 70 bis 80 Patienten

zur Beatmungsentwöhnung hierher verlegt.

Teilnehmer der Fortbildungsveranstaltung

+++ Interdisziplinäres Darmzentrum

in Langen eröffnet

Die Deutsche Gesellschaft für Viszeralchirurgie

und die Deutsche Koloproktologische

Gesellschaft haben die Klinik Langen als

Darmzentrum zertifiziert. Damit wird die

exzellente interdisziplinäre Behandlung bei

Darmerkrankungen der Klinik von externen

Gutachtern bestätigt. Dazu gehört auch der

Aufbau eines Behandlungsnetzwerkes, das

weit über die Klinik hinaus reicht. Im Langener

Darmzentrum werden die Patienten

unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Ernst Hanisch

interdisziplinär und ganzheitlich behandelt.

Grundsätzlich werden hier Chirurgie,

medikamentöse- und Strahlen-Therapie

individuell auf den Patienten abgestimmt.

Neben fünf Beatmungsbetten auf der Intensivstation, existieren

nun zusätzlich 12 Überwachungsbetten, in denen die Beatmungsentwöhnung

durchgeführt wird.

Prof. Teschler aus Essen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für

Pneumologie, kritisierte in seinem Vortrag die fehlende Standardisierung

des Weaning-Verfahrens und den teilweise ungenügenden

Einsatz der nichtinvasiven Beatmung. Prof. Pfeifer, Regensburg,

skizzierte die Idealvorstellung von Weaning-Zentren. Prof. Schönhofer,

Hannover, berichtete über die Ergebnisse einer aktuellen

Umfrage an 37 deutschen Weaning-Zentren, als deren Ergebnis

strukturelle und organisatorische Verbesserungspotenziale abgeleitet

wurden. Es ist geplant, diese Zentren zu akkreditieren, um

einen vergleichbaren Standard in ganz Deutschland zu etablieren.

Dr. Geiseler, Gauting, ging auf die Problematik der Sterbebegleitung

in Weaning-Stationen ein.

v.l.n.r. Dr. Simone Rosseau, Dr. Martin Bachmann, PD Dr. Wolfram Windisch,

Dr. Ortrud Karg, Prof. Dr. Michael Pfeifer, Dr. Frank Bonin, Dr. Thomas Barchfeld,

Dr. Thomas Köhnlein, Dr. Thomas Müller, Dr. Jens Geiseler, Dr. Clemens

Kelbel

+++ Beatmungsmedizin in all ihren Facetten

Die Bedeutung der Beatmungsmedizin in all ihren Facetten nimmt

insbesondere aufgrund der demographischen Entwicklung für die

Pneumologie stetig zu. Aus diesem Grund fand an den Asklepios

Fachkliniken München-Gauting am 13. und 14. März 2008 zum

zweiten Mal die Fortbildungsveranstaltung „Curriculum Beatmung“,

veranstaltet von der Sektion Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft

für Pneumologie und Beamtungsmedizin e.V., statt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Pfeifer, Regensburg, Dr.

Jens Geiseler und Dr. Ortrud Karg aus Gauting wurden den teilnehmenden

Kollegen Grundzüge der maschinellen Beatmung und

neueste Aspekte der Beatmungsmedizin vermittelt. Insgesamt 72

Teilnehmer, vor allem aus dem süddeutschen Raum, nahmen an

der Fortbildung teil. Zentrale Themenbereiche wie invasive Beatmung,

nichtinvasive Beatmung und Beatmungsentwöhnung wurden

von namhaften Experten interaktiv in insgesamt vier Lehrmodulen

dargestellt.

+++ Klinik für Neurologie und

Neurophysiologie in Teupitz

als „Anerkanntes MS-Zentrum“

rezertifiziert

+++ Stroke Unit Brandenburg

erneut rezertifiziert

Für weitere zwei Jahre hat die Klinik das

begehrte Zertifikat der DMSG erhalten. Ein

Beleg dafür, dass hier die neuesten Therapien

angewendet werden und durch den

Einsatz eines MRTs der neuesten Generation

auch alle diagnostischen Möglichkeiten

zur Anwendung kommen. Darüber hinaus

besteht eine enge Zusammenarbeit mit der

Neuropathologie in Göttingen. Störungen

der Merkfähigkeit, Konzentration und Aufmerksamkeit,

sowie das Fatigue-Syndrom

können getestet und behandelt werden.

Alle modernen immunmodulatorischen Be-

Die Stroke Unit des Fachklinikums Brandenburg erhielt am 22.

Februar 2008 erneut das anerkannte Siegel „Zertifizierte Stroke

Unit“ der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe und der Deutschen

Schlaganfallgesellschaft. Dieses Siegel erhielt die Abteilung erstmals

2004. Jetzt wurde es bestätigt und um den Zusatz „überregional“

erweitert. Der Zusatz beinhaltet eine weitaus höhere Erfüllung der in

den Zertifizierungskriterien gestellten Anforderungen. Damit gehört

die Fachabteilung des Klinikums zu den wenigen überregional zertifizierten

Stroke Units in Deutschland. Für das Land Brandenburg

ist dies ein Novum. Wie Chefarzt MR Dr. Eckard Marg betont, erfolgt

in der Stroke Unit des Fachklinikums jährlich die Komplexbehandlung

von ca. 500 Schlaganfällen. Im Anschluss an die umfassende

Diagnostik und medizinische Erstversorgung der Patienten schließt

sich zeitnah die neurologische Frührehabilitation an, die dann in

eine stationäre Rehabilitationsbehandlung einmündet. Diese umfassende

Patientenversorgung verbessert die Überlebenschancen von

Schlaganfall-Patienten um 25 % bzw. deren Chancen, keine bleibenden

Behinderungen nach einem Schlaganfall davon zu tragen.

Stolze Präsentation der Zertifizierungsurkunde: v.l.: Geschäftsführer V. Thesing,

CA MR Dr. med. E. Marg, OA P. Krause und OA J. Uhl, Klinik für Neurologie,

Neurologische Intensivmedizin - Zentrum für Hirngefäßerkrankungen

handlungen kommen zum Einsatz, auch die

Chemotherapie. Im akuten Schub ist neben

der etablierten Hochdosis-Therapie bei unzureichender

Wirkung eine Plasmapharese

möglich. Neben den medikamentösen Behandlungsansätzen

sind Physiotherapie,

Logopädie und Ergotherapie unverzichtbar.

Es besteht eine enge Kooperation mit dem

Rehabilitationszentrum Quellenhof in Bad

Wildbad.

Die mehr als 500 Patienten werden von

zwei Schwestern individuell betreut. Dieses

bemerkenswerte Konzept hat mittlerweile

nationale und internationale Anerkennung

gefunden. Eine enge Zusammenarbeit besteht

mit dem Landesverband der DMSG in

Brandenburg, Chefarzt Dr. Faiss engagiert

sich als stellvertretender Vorsitzender des

Ärztlichen Beirates.

10 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 11


Medizin & Wissenschaft

Laparoskopische Hysterektomie –

ein Ausweg aus der Misere

Schonende Therapie bei Gebärmutterschleimhautkrebs in der Klinik Nord Heidberg

Das Endometriumkarzinom ist in den westlichen Ländern die häufigste Genitalkrebsform bei Frauen, und sie

nimmt stetig zu. Weltweit erkranken jährlich 142.000 Patientinnen – 42.000 von ihnen sterben daran. Die betroffenen

Frauen sind meist adipös und in fortgeschrittenem Alter. Mit den adäquaten laparoskopischen Eingriffen ist

eine schonende Lösung bei gleichzeitig stadiengerechter Therapie möglich.

Da sowohl Adipositas als auch ein hohes Alter bei den Menschen

unserer Gesellschaft deutlich zunehmen, steigt die Anzahl der

erkrankten Frauen kontinuierlich. Adipositas und Alter erhöhen

bei Eingriffen darüber hinaus den Risiko- und Schwierigkeitsgrad.

Dazu kommt, dass dieser Krebs relativ früh in die Lymphknoten

des Beckens und der großen Gefäße streut. Bei einer

frühzeitigen und korrekten operativen Therapie liegt die Lebenserwartung

insgesamt bei über 80 Prozent.

Diese Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Ab einem

gewissen Stadium müssen neben der Gebärmuter und den Eierstöcken

alle Lymphknoten des Beckens und der Bauchaorta mit

entfernt werden, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Das größte Problem dabei: Die Stadieneinteilung kann erst

am entnommenen Uterus erfolgen. Konsequenterweise müsste

man alle Frauen mit einem großen Bauchschnitt vom Scham- bis

zum Brustbein operieren und die Lymphknoten entsprechend

entfernen. Hierdurch würde jedoch ein Drittel der Patientinnen

übertherapiert – und das bei Adipositas und hohem Alter.

Alternativ könnte man mit einer ersten Operation die Gebärmutter

und die Eierstöcke beidseits entfernen und anschließend,

je nach Stadium, durch einen zweiten Bauchschnitt evtl. die

Lymphknoten. Diese Vorgehensweise verbietet sich aufgrund

des deutlich erhöhten Risikos zweier belastender Eingriffe.

Einen Ausweg aus dieser Misere bietet die laparoskopische Entfernung

des Uterus und der Eierstöcke beidseits. So können

auch ältere und adipöse Patientinnen schonend und kurzstationär

operiert werden. Abhängig von den Ergebnisses des Pathologen

kann dann evtl. erneut kurzstationär eine wenig verletzende

laparoskopische Lymphknotenentfernung erfolgen. Sollten sich

Patientinnen für eine Laparoskopie nicht eignen, können selbstverständlich

auch beide Eingriffe offen durchgeführt werden.

Die totale laparoskopische Entfernung der Gebärmutter (TLH)

stellt eine schonende Alternative zur Entfernung durch die

Scheide oder über einen Bauchschnitt dar. Sie bietet sich an,

wenn beide Eierstöcke mit entfernt werden sollen oder ein auffälliger

Befund am Eierstock vorliegt. Der belastendere Bauchschnitt

kann so vermieden werden, die OP-Zeit ist vergleichbar.

Die Technik der TLH gleicht der klassischen Laparoskopie. Bei

Gebärmutterkrebs werden die Eileiter zu Beginn der OP ver-

schlossen, Eierstöcke und Uterus von den versorgenden Strukturen

über Verödung abgesetzt und auf die Scheide zu präpariert.

Schließlich wird der Gebärmutterhals von der Scheide abgesetzt

und die Gebärmutter wird samt Eierstöcke über die Vagina entfernt.

Die Scheide wird anschließend durch Einzelknopf-Nähte

laparoskopisch verschlossen. Intraoperativ wird die Möglichkeit

einer späteren laparoskopischen Lymphknotenentfernung mitbeurteilt.

Die Technik der laparoskopischen Lymphknotenentfernung ist

nach einer gewissen Lernkurve ebenfalls sehr elegant. Sie ist

blutungs- und verletzungsarm, da die feinen Strukturen im Bereich

der großen Gefäße siebenfach vergrößert dargestellt werden

und das eingebrachte CO2 im Bauchraum zusätzlich die zu

präparierenden Schichten trennt.

Nach vorliegenden Studien ist die laparoskopische Therapie des

Gebärmutterschleimhautkrebses gleich sicher zum offenen Verfahren.

Bei Patientinnen mit vielen Nebenerkrankungen zeigt sie

sogar eine bessere Prognose. Vorraussetzung ist eine optimale

Planung und große Erfahrung in der operativen Laparoskopie.

Dr. Alexander Braun, Dr. Ingo von Leffern

12 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 13

keine

weitere OP

Stadium 1A, 1B

und G1, G2 bei

Typ I -Karzinom

HSK,

Abrasio

Planung

Planung

der

der

OP

OP

Totale LSK

HE u AE beiderseitsonkologisch

korrekt

Alle Typ II, LSK

nicht möglich

(Vor-OPs), Pat.

wünscht ein

zeitiges Vorgehen

Stadium 1C

oder G3 bei

Typ I-Karzino

Ätiologie

Längs-Laparotomie,

HE und AE beiderseits,

pelvine u paraaortale Lnn.

(evtl. Omentektomie)

Laparoskopische

pelvine und paraaortale

Lymphonodektomie

2 Typen des Endometriumkarzinoms

Typ I : östrogenabhängige Karzinome (85 % der Korpuskarzi-

nome)

Typ II : östrogenunabhängige seröse oder klarzellige

Karzinome (15 % der Korpuskarzinome)

Die Entstehung des Typ I – Karzinoms beruht auf einem

endogenen oder exogenen Östrogenstimulus, so entsteht von

der einfachen Endometriumhyperplasie über die Hyperplasie

mit Atypien das hoch differenzierte endometroide

Adenokarzinom. Die Hormonabhängigkeit verliert sich bei

den entdifferenzierten Karzinomen (G3) oft.

Das Typ II Karzinom entsteht meist aus einem atrophischen

Endometrium heraus und ist sehr aggressiv. Diese Zellen

exprimieren keine Östrogen- oder Progesteronrezeptoren. Die

Frauen sind oft schlank und älter, eine Vorbestrahlung des

Uterus ist ein Risikofaktor.

Wesentliche Risikofaktoren des Typ I Endometriumkarzinoms

Adipositas

Metabolisches Syndrom

Diabetes mellitus

Langzeiteinnahme von Östrogenen ohne Gestagenschutz

Tamoxifentherapie

Frühe Menarche, späte Menopause

Flussdiagramm-Therapie des Endometriumkarzinoms


Medizin & Wissenschaft

Wissen verbreiten –

Kompetenz fördern

Konzerngeschäftsführer Dr. Dr. Martin Siebert im Interview

über das Wissens- und Kompetenzmanagement im Konzern

Die Qualität der Patientenversorgung ist stets auch von Wissen und Erfahrung der Mitarbeiter im Krankenhaus

abhängig. Als deutschlandweit und auch international tätiges Unternehmen entwickelt Asklepios an den

Standorten seiner Kliniken unterschiedlichste Exzellenz-Schwerpunkte; die Spezialisten und ihre Expertisen werden

im zunehmenden Umfang zu einer konzerninternen Knowledge Community. Asklepios intern sprach mit dem

Konzerngeschäftsführer, Dr. med. Dr. jur. Martin Siebert, über die aktuellen Entwicklungen des Wissens- und

Kompetenzmanagements im Konzern.

Asklepios intern: Die Asklepios Zentralbibliothek Online stellt für

alle wissenschaftlich und fachlich interessierten Nutzer einen

erheblichen Zugewinn an Praktikabilität, Aktualität und Umfang

dar. Werden auch die Patienten von dieser virtuellen Fachbibliothek

profitieren?

Dr. Dr. Martin Siebert: Die Asklepios Zentralbibliothek Online macht

den Experten im Unternehmen das in den meinungsbildenden

Fachpublikationen dokumentierte Wissen und den aktuellen

Stand der wissenschaftlichen Diskussion unbürokratisch und

schnell verfügbar. Wir versprechen uns davon eine Belebung der

wissenschaftlichen Kommunikation unter den Fachkollegen.

Zugleich wollen wir erreichen, dass die Patienten in den Asklepios

Kliniken jederzeit nach anerkannten wissenschaftlichen Kriterien

auf höchstem medizinischem Niveau behandelt werden.

Welche Rolle spielt die Asklepios Zentralbibliothek Online in der

internen Kommunikation des Unternehmens?

Als Kompetenzportal stellt die Asklepios Zentralbibliothek Online

nicht nur einen direkten Online-Zugriff auf über eine Million

medizinischer Fachpublikationen zur Verfügung, sie ermöglicht

gleichzeitig eine online-gestützte Identifikation und Vernetzung

der Experten innerhalb des Unternehmens. Das ist ein Standard,

der heute selbst von vielen Universitätskliniken nicht erreicht

wird. Die Asklepios Zentralbibliothek Online versteht sich als eine

Dienstleistung für unsere Mitarbeiter und steht über das Asklepios-

Portal https://www.my.asklepios.com an jedem PC-Arbeitsplatz

dieser Welt rund um die Uhr kostenfrei für den zugriffsberechtigten

Benutzer bereit.

Welche Fort- und Weiterbildungsangebote können die Asklepios-

Mitarbeiter in Anspruch nehmen?

Den Ärzten unseres Unternehmens wird via Intranet die exklusive

Möglichkeit geboten, Fort- und Weiterbildungsqualifikationen

zu erwerben. Asklepios beteiligt sich an anerkannten E-Learning-

Konzepten (Continuing Medical Education – CME). Auf diese

Weise können Ärzte in der Facharztweiterbildung die für

das persönliche Fortbildungszertifikat erforderlichen Punkte

erarbeiten. Mitarbeitern der pflegerischen Berufsgruppen wird

Welche Besonderheiten gibt es?

ein multimediales Fortbildungskonzept nach dem zertifizierten

Standard Certified Nursing Education (CNE) angeboten. Damit

stellen wir konzernweit sicher, dass auch das pflegerische

Ausbildungsniveau in den Asklepios Kliniken jederzeit höchsten

qualitativen Anforderungen genügt.

Im Herbst 2008 startet auf dem Campus Hamburg in Kooperation

mit der Medizinischen Fakultät der Semmelweis Universität

Budapest der erste Studiengang der Asklepios Medical School.

Welche Erwartungen knüpfen Sie an diese Zusammenarbeit?

Die Medizinische Fakultät der Semmelweis Universität Budapest

hat gemeinsam mit Asklepios einen nach europäischem Recht

akkreditierten Hochschulcampus für das Studium der Humanmedizin

in Hamburg gegründet. Die Ausbildung konzentriert

sich auf das klinische Studium, die vorklinische Ausbildung

findet weiterhin in Budapest statt. Die Institution erweitert die

Möglichkeiten zur Ärzteausbildung in Deutschland um ein völlig

neues Angebot, das in seiner Art und Zielrichtung zukunftsweisend

ist.

Was beinhaltet dieses Angebot?

Durch das Recht, die Bezeichnung „Universitätsklinikum –

Asklepios Campus Hamburg der Fakultät für Humanmedizin

der Semmelweis Universität Budapest“ zu führen, erhalten die an

der Ausbildung beteiligten Kliniken eine über den medizinischen

Versorgungsauftrag und die bestehende Expertise hinausgehende

akademische Aufwertung ihres Status als anerkannte medizinische

Kompetenz- und Leistungszentren.

Die Durchführung des Studiengangs unter Einbeziehung

der Asklepios Kliniken, speziell in Hamburg, ermöglicht das

frühzeitige Entstehen einer wechselseitig förderlichen Bindung

zwischen hochkarätigen Krankenhäusern und einem medizinisch

hoch qualifizierten Nachwuchs. Zugleich besteht das Ziel,

etwaigem ärztlichem Fachkräftemangel in den Einrichtungen

entgegenzuwirken. Jährlich bis zu 42 Absolventen werden ihr

Studium in Hamburg beenden. Projektleitung

n Eine riesige Bibliothek am eigenen PC rund um die Uhr

kostenfrei verfügbar - auch von zu Hause aus

n Das neue Multimedia-Fortbildungskonzept für Pflege

inklusive CNE von Thieme

n Online Firstzeitschriften

n Ausgewählte kostenfreie Fortbildungshörbeiträge

n Komplette Medicine Online Library von Springer

n Asklepios Knowledge Guide

n Auf allen Fachgebieten garantierte Fortbildung für

unsere Fachärztinnen und Fachärzte

n Kooperation mit dem Deutschen Institut für Information

und Dokumentation (DIMDI)

Hubertusstraße 12-22

Wie wirkt sich diese Kooperation auf die Asklepios Kliniken aus?

D-16547 Birkenwerder b. Berlin

Mit Unterstützung einer studienbegleitenden Telefon: +49 (0) 3303 522 - Personalentwicklung

402

Telefax: +49 (0) 3303 522 - 420

erwarten wir eine verbesserte E-Mail: Auswahl m.dohrn@asklepios.com der qualifiziertesten

Absolventen für ärztliche Tätigkeiten Dr. med. Heinzpeter in den MoeckeAsklepios

Kliniken.

D-22417 Hamburg

In punkto Ausbildung und Lehre also ein großer Zugewinn?

Telefon: +49 (0) 40 1818 87 - 3201

Die in den Asklepios Kliniken Hamburg Telefax: +49 (0) 40 tätigen 1818 87 - 3204 Experten gewinnen

E-Mail: h.moecke@asklepios.com

die Möglichkeit, zugleich als wissenschaftlich ausgewiesene ärztliche

Lehrer mit Professur wahrgenommen Zugang nur für Asklepios Mitarbeiter zu werden. über das Unternehmensportal: Damit ist

https://www.my.asklepios.com

die Erwartung verbunden, ein weiteres Alleinstellungsmerkmal

und einen Attraktivitätsvorsprung im überregionalen Wettbewerb

um die Berufung der leistungsstärksten und fachlich führenden

Experten in den medizinischen Fachdisziplinen hinzuzugewinnen.

Und nicht zuletzt trägt die frühzeitige und starke Praxisorientierung

des medizinischen Studienganges zu einem wirklichkeitsnahen

Berufsbild, einer weniger theorielastigen Ausbildung und zur

Verbesserung der personellen Versorgungssituation in den

kooperierenden Einrichtungen bei, was positive Effekte für die

Patientenversorgung mit sich bringen wird.

Beim Aufruf eines Artikels werden automatisch die

entsprechenden Spezialisten aus den über 100 Kliniken

der Asklepios-Gruppe mit der zum Thema passenden

Fachexpertise angezeigt.

„Das kann unseren Patienten ebenso wie

unseren Medizinern entscheidende Vorteile

bieten“, erklärt Dr. Heinzpeter Moecke.

Das Interview führte Mandy Wolf

Dipl.-Ing. Monika Dohrn

Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

Asklepios Klinik Nord - Heidberg

Tangstedter Landstraße 400

14 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 15

Link

https://my.asklepios.com

Asklepios Zentralbibliothek Online

E-Zeitschriften

E-Books

Multimedia-Angebote

Konzerngeschäftsführer

Dr. Dr. Martin Siebert

Zertifizierte Fortbildung (CME, CME-Podcast, CNE)

Netzwerk

Medizinische Datenbanken

Die virtuelle medizinische Fachbibliothek

Asklepios Zentral-

bibliothek Online

über eine Million medizinische Fachartikel

Dieser Flyer kann über

Frau Monika Dohrn,

m.dohrn@asklepios.com

bezogen werden.


Medizin & Wissenschaft

Darstellung einer Magenspiegelung PD Dr. Siegbert Faiss

Jeder dritte Deutsche leidet

unter Sodbrennen

Experten der Klinik Barmbek empfehlen, die Symptome nicht zu verharmlosen

Sodbrennen, saures Aufstoßen und ein dumpfer Schmerz hinter dem Brustbein: Bereits jeder dritte

Deutsche leidet zumindest gelegentlich unter den unangenehmen Säureattacken des Magens. Zehn Prozent

aller Bundesbürger sind sogar so stark betroffen, dass die Mediziner von einer Refluxerkrankung sprechen.

Das Gefährliche daran: Die ständig zurückfließende Magensäure schädigt die Schleimhaut der Speiseröhre

– und führt im schlimmsten Fall zu Krebs.

Die Ursache der Refluxerkrankung ist in

den meisten Fällen eine zu große Lücke

im Zwerchfell. In diesem Bereich befindet

sich auch der sogenannte untere Ösophagussphinkter(Speiseröhrenschließmuskel),

der als eine Art Ventil die Speisen

bei der Nahrungsaufnahme in den Magen

durchrutschen lässt, umgekehrt jedoch

verhindert, dass Mageninhalt in

die Speiseröhre zurückfließt. Im Laufe

des Lebens kann die Verschlusskraft des

Ventils nachlassen. Dann kommt es zum

Rückfluss von saurem Magensaft in die

Speiseröhre: Sodbrennen entsteht.

Neben diesem klassischen Sodbrennen

berichten betroffene Patienten oftmals

auch über einen dumpfen Druck oder

Schmerz hinter dem Brustbein, der häufig

als Herzleiden fehlgedeutet wird. Darüber

hinaus können weitere Symptome

wie Schluckstörungen, morgendliche

Heiserkeit und chronisch vermehrtes

Aufstoßen auftreten. Weniger bekannt

ist, dass die Refluxkrankheit zum chro-

nischen Husten, zur Bronchitis, zur Lungenentzündung

und zum Asthma bronchiale

führen kann.

Ein ständiger Säurerückfluss aus dem

Magen in die Speiseröhre kann zu einer

Entzündung, Blutungen sowie entzündlichen

Geschwüren führen. Als

längerfristige Folge einer chronischen

Refluxösophagitis kann sich die Speiseröhrenschleimhaut

irreversibel in die sogenannte

Barrett-Schleimhaut umwandeln.

Sie gilt als Krebs-Vorstufe.

Sodbrennen und die anderen Symptome

einer Refluxerkrankung sollte man deshalb

nicht verharmlosen, sondern vom

Facharzt durch eine Speiseröhren- und

Magenspiegelung (Gastroskopie) untersuchen

lassen. Liegt eine Barrett-Schleimhaut

vor, werden Biopsien entnommen

und nach Krebsvorläufern (Dysplasien)

gefahndet. Entsprechend dem Ausprägungsgrad

möglicher Dysplasien werden

Kontrollendoskopien bzw. eine endoskopische

Therapie der Barrett-Schleimhaut

zur Krebsvermeidung empfohlen.

Gelegentliches Sodbrennen oder eine

leichte Form einer Refluxerkrankung

lassen sich in der Regel durch eine Umstellung

der Lebensgewohnheiten (Vermeidung

von zu viel Süßem, Fettigem,

Alkohol und Nikotin) gut in den Griff bekommen.

Führen diese Maßnahmen nicht

zum Erfolg, können Medikamente, die die

Magensäureproduktion vermindern (Protonenpumpenblocker),

eingesetzt werden.

Ihre konsequente Einnahme führt in

den meisten Fällen zur vollständigen Beschwerdefreiheit.

Als Alternative zu einer

häufig notwendigen Dauermedikation

oder bei Unverträglichkeiten durch die

Medikamenteneinnahme steht die operative

Rekonstruktion des Mageneinganges

zur Verfügung (laparoskopische Fundoplicatio).

PD Dr. Siegbert Faiss

Urologie der Stadtklinik

in Bad Wildungen wendet

neue Therapieform an

Inkontinenz bei Männern

Die vollständige Entfernung der Prostata

bei Prostatakarzinom muss nicht zwangsläufig

zur Inkontinenz des Mannes führen.

In Kliniken, wo dieser Eingriff sehr

häufig (mehr als 50 Mal im Jahr) durchgeführt

wird, wie in der Stadtklinik Bad

Wildungen, kommt es äußerst selten

dazu.

In den internationalen Veröffentlichungen

wird eine starke Inkontinenz in bis zu

12,5 Prozent der Fälle beschrieben. Tritt

diese Inkontinenz in einer ausgeprägten

Form auf, so stellt sie für den Patienten,

der von seinem Tumorleiden geheilt ist,

aber eine starke Belastung und Einschränkung

im alltäglichen Leben dar.

16 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 17

Kontakt

PD Dr. Markus Heuser

Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen

Tel. (05621) 795 - 22 21

E-Mail: urulogie.badwildungen@asklepios.com

Die Urologische Abteilung der Asklepios Stadtklinik in Bad Wildungen hat

ein neues und schonendes Verfahren bei Inkontinenz nach Prostataoperationen

eingeführt. Im Mittelpunkt der neuen Therapie für den unwillkürlichen

Urinverlust nach kompletter Entfernung der Prostata bei Karzinomen,

aber auch nach Ersatzblasenbildung bei Harnblasenkrebs sowie

nach Operationen bei gutartiger Prostatavergrösserung (TURP) steht die

Einlage einer Schlinge um die Harnröhre in ihrem hinteren Anteil.

Zur Behandlung der Inkontinenz nach

solchen Operationen kommen das Beckenbodentraining/Schließmuskeltraining,

Biofeedbackverfahren und die Elektrostimulation

in Betracht. Kommt es hierbei

zu keiner entscheidenden Besserung, so

hat der Urologe die Möglichkeit, Substanzen

in den Schließmuskel zu spritzen,

die zu einer Einengung der Urinpassage

führen, sogenannte Bulking Agents. Hier

sind die Langzeitergebnisse jedoch nicht

gut. Letztlich blieb bisher vielen Betroffenen

nur die Implantation eines künstlichen

Schließmuskels, der mit Hilfe einer

Pumpe vom Patienten zum Wasserlassen

geöffnet wird. Die Implantation eines solchen

Schließmuskels stellt jedoch einen

größeren Eingriff dar, und nicht jeder Patient

ist dafür geeignet.

In solchen Fällen stellt die neue Technik

der Implantation eines kleinen Bandes in

einem kurzen Eingriff eine gute Alternative

dar. Seit Neuestem wird diese Methode

in Bad Wildungen durchgeführt. Hierbei

wird über einen Schnitt hinter dem Ho-

densack die hintere Harnröhre dargestellt

und das Band so platziert, dass diese angehoben

wird. Man erreicht damit eine

Wiederherstellung der normalen Position

des Schließmuskels im Becken, so dass er

seine Kraft wieder entfalten kann. Dieser

Eingriff dauert etwa 45 Minuten und ist

im Vergleich zu der Implantation eines

künstlichen Schließmuskels, die ebenfalls

an der Stadtklinik durchgeführt wird,

für den Patienten eine sehr geringe Belastung.

Der Patient kann nach drei Tagen

die Klinik wieder verlassen, soll aber für

etwa sechs Wochen keine schweren Lasten

heben.

Ob jemand für die Implantation eines

solchen Bandes geeignet ist, entscheidet

Privatdozent Dr. Markus Heuser nach

gründlicher Untersuchung des Patienten.


Medizin & Wissenschaft

Zu dünn, um schön zu sein

Eveline Harnisch, Oberärztin in den Fachkliniken Stadtroda, im Interview über

Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Magersucht

„Magersucht ist überwiegend weiblich und sehr jung“, so Familienministerin Ursula von der Leyen. Gemeinsam

mit ihren Ministerkolleginnen Ulla Schmidt und Annette Schawan stellte sie im Dezember 2007 die Initiative

„Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“ in Berlin vor. Prominente wie Alice Schwarzer

und Jette Joop unterstützen die Kampagne. Einer der ausschlaggebenden Punkte für diese Initiative war die

Vorlage einer Studie des Robert Koch Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KiGGS). Danach

leidet jedes fünfte Kind zwischen elf und 17 Jahren unter Symptomen einer Essstörung. Das sind 1,4 Millionen

junge Menschen.

Asklepios intern sprach mit Eveline Harnisch,

Oberärztin in den Fachkliniken Stadtroda über

Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der

Anorexia nervosa, der Magersucht.

Asklepios intern: Frau Harnisch, warum sind primär

junge Frauen und Mädchen betroffen?

Eveline Harnisch: Die Magersucht tritt vor allem zwischen

dem 12. und 18. Lebensjahr auf. In dieses Alter

fällt die Pubertät. Neben den körperlichen Veränderungen

stehen die Ablösung vom Elternhaus und

der Aufbau eigener Bindungen zu Gleichaltrigen an.

In dieser Zeit der Orientierung sind sie sehr empfänglich

für entsprechende Vorbilder aus den Medien

und versuchen, diesen nachzueifern.

Wann hört Schlanksein auf und wo fängt Magersucht

an?

Jeder Mensch hat sein individuelles Normalgewicht,

das durch verschiedene Faktoren wie Veranlagung

und Körperbau bestimmt wird. Krankheitswertigkeit

besteht dann, wenn die Beschäftigung mit dem

Körpergewicht und dem Essen den Lebensalltag

bestimmt. Ein Alarmzeichen für eine ernst zu nehmende

psychische Erkrankung ist neben dem auffälligem

Essverhalten und dem Gewichtsverlust ein

Zurückziehen aus dem Freundeskreis bis hin zur

sozialen Isolation. Körperliche Belastbarkeit und

Konzentration nehmen ab, die Betroffenen sind oft

unruhig und gereizt, betreiben übermäßig körperliche

Aktivitäten.

Welche Warnsignale gibt es für Angehörige?

Die meisten betroffenen Jugendlichen haben Angst,

dass ihre Eltern etwas von ihren Problemen bemerken

und ihnen Vorwürfe machen könnten. Deshalb

versuchen sie, diesen auszuweichen. Die Körperwahrnehmung

ist weitgehend gestört. Der Körper

wird unter weiter Kleidung versteckt. Die Mädchen

nehmen sich als zu dick wahr, obwohl das objektiv

nicht der Fall ist. Die Eltern sollten ein sachlichruhiges

Gespräch suchen, ihr Kind mit ihren Beobachtungen

und Vermutungen konfrontieren, Hilfe

anbieten, bei eigener Rat- und Hilflosigkeit Unterstützungsangebote

nutzen.

Welche Unterstützung können Angehörige in Anspruch

nehmen?

Für Angehörige ist es oftmals schwer zu verstehen,

dass es sich um eine Krankheit handelt. Dadurch

entstehen zwischen ihnen und den Betroffenen häufig

heftige Streitgespräche, die jedoch nicht zum

gewünschten Erfolg führen. Daher ist zu empfehlen,

dass sich die Eltern Hilfe suchen. Meistens geschieht

dies durch eine Vorstellung beim Haus- bzw.

Kinderarzt. Zusätzlich können sich Angehörige an

Beratungsstellen für Essstörungen wenden oder Informationen

über das Internet beziehen. Weiterhin

bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

(BzgA) telefonische Beratung und Vermittlung

von Adressen von Beratungsstellen und therapeutischen

Einrichtungen an.

Welche Therapien bieten Sie in Stadtroda an?

In der Regel kommen die betroffenen Jugendlichen mit ihren

Eltern nach ärztlicher Überweisung zur Vorstellung in unsere

Institutsambulanz. Bei stark beeinträchtigtem bis bedrohlichem

körperlichem Zustand erfolgt eine sofortige Aufnahme. Da die

Jugendlichen oftmals keine Krankheitseinsichtsfähigkeit besitzen

und ihren kritischen Gesundheitszustand nicht mehr realistisch

wahrnehmen und einschätzen können, muss ggf. auch

eine Einweisung gegen den Willen des Patienten erfolgen. Psychotherapeutisch

arbeiten wir methodenübergreifend. Die tiefenpsychologische

Therapierichtung konzentriert sich auf das

Bewusstmachen der Entstehungsbedingungen der Erkrankung.

Die verhaltenstherapeutische Behandlung befasst sich mit der

Veränderung des Essverhaltens, der Einstellung zum eigenen

Körper und des Umgangs mit dem sozialen Umfeld. Wichtig ist

die enge Einbeziehung der Eltern/Familie, um mögliche Hintergründe

der Erkrankung und Zusammenhänge mit der Lebensund

Familiengeschichte erkennen und verstehen zu können.

Eine Therapie dauert in der Regel mehrere Monate. Nach der

stationären Behandlung bieten wir eine weiterführende ambulante

Betreuung an.

Was muss geschehen, damit die Betroffenen ihr verzerrtes

Schönheitsideal aufgeben?

Hier kommt ein großes gesellschaftliches Problem zur Sprache.

Werte und Normen, die den Kindern und Jugendlichen vermittelt

werden, beinhalten oft überzogene Vorstellungen vom

Schlanksein. Es wird suggeriert, dass Schlanksein, Schönheit,

Beliebtheit und Erfolg bedeutet. Weiterhin wird das Abnehmen

oft im Familien- und Freundeskreis gelobt und gestärkt.

Wesentliche Grundlagen für ein stabiles Selbstwertgefühl und

ein gesundes Selbstbewußtsein sind Vertrauen, ernst genommen

werden, ein offenes Auseinandersetzen mit Konflikten und

Problemen, das Zulassen und Ansprechen von eigenen Wünschen

und Bedürfnissen. Ein gutes Körpergefühl bietet Schutz

vor einer Essstörung.

Das Interview führten Anne Pape und Mandy Wolf

18 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 19

Kontakt

Eveline Harnisch

Oberärztin Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Asklepios Fachkliniken Stadtroda

Bahnhofstraße 1a, 07646 Stadtroda

E-Mail: e.harnisch@asklepios.com

Eveline Harnisch


Medizin & Wissenschaft

Sommerzeit ist Zeckenzeit

Experten aus der Kinderklinik St. Augustin empfehlen: Rechtzeitig impfen lassen

Zecken sind Parasiten, die sich vom Blut der Menschen und der Wirbeltiere ernähren. Man findet sie bevorzugt

auf Gräsern, Sträuchern, Büschen und den unteren Ästen der Bäume. Dort warten sie auf einen geeigneten

„Wirt", auf dem sie sich festbeißen, um sein Blut zu saugen. Eine Zeckenart, der „Gemeine Holzbock" (Ixodes

ricinus), kann dabei auch Krankheitserreger wie Borrelien und die FSME-Viren übertragen, die für den

Menschen gefährlich sind. Zecken sind vor allem in der warmen Jahreszeit aktiv.

Borrelien sind Bakterien, die verschiedene Organsysteme befallen

können. Bei Kindern ist am häufigsten die Haut betroffen.

Die so genannte „Wanderröte" (Erythema migrans) breitet sich

ringförmig um die Bissstelle aus. Weitere Erkrankungsformen

sind die Gesichtsnervenlähmung (Fazialisparese) und eine besondere

Form der Hirnhautentzündung (seröse Meningitis).

Seltener findet man bei Kindern auch Gelenkerkrankungen, die

durch Borrelien verursacht werden.

Borrelien werden überall in Deutschland durch Zecken übertragen.

Es gibt zurzeit keine Impfung. Eine Borreliose kann jedoch

mit einem Antibiotikum erfolgreich behandelt werden.

Anders dagegen die FSME, die „Frühsommer-Meningoenzephalitis",

die durch ein Virus verursacht wird. Die FSME wird nur

in bestimmten Regionen Deutschlands übertragen (z.B. in Hessen,

Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern). Es gibt eine

wirksame Impfung gegen FSME. Die Krankheit beginnt oft mit

grippe-ähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.

In einem zweiten Schub kommen dann die Zeichen

der Hirnhaut- und Gehirnentzündung hinzu: Kopfschmerzen,

Übelkeit, Erbrechen, Apathie bis zum Koma und bleibende

Hirnschäden. Im Kindesalter sind die Krankheitsverläufe meistens

milde.

Am sichersten ist es, den Lebensraum der Zecke zu meiden. Das

jedoch fällt vor allem Naturfreunden und Kindern, die gerne in

Grünanlagen spielen, schwer. Da die Gefahr einer Infektion um

so größer wird, je länger die Zecke auf der Haut sitzt, sollte man

Kinder abends regelmäßig und gründlich auf Zecken absuchen

– auch am Kopf und zwischen den Zehen.

Wenn man eine Zecke entdeckt, sollte man sie mit einer Pinzette

möglichst weit vorne, direkt über der Haut, fassen und

mit einem beherzten Ruck abziehen. Dazu gibt es in Apotheken

spezielle „Zeckenzangen". Längere Manipulationen an der

Zecke oder „Hausmittel" wie Klebstoff oder Öl sind unbedingt

zu vermeiden, weil die Zecke im Todeskampf möglicherweise

den Patienten im letzten Moment noch infizieren kann. Tritt innerhalb

von vier Wochen nach einem Biss an dieser Stelle eine

Wanderröte als Zeichen für eine Borrelieninfektion auf, sollte

man den Arzt aufsuchen.

Wer in einem Risikogebiet für FSME lebt oder in der warmen

Jahreszeit eine Reise dorthin plant, sollte sich und seine Kinder

vier Wochen vor Reiseantritt impfen lassen. Eine aktuelle

Übersicht über die Risikogebiete gibt das Robert-Koch-Institut

(www.rki.de), Karten mit den Risikogebieten in Deutschland

und Europa findet man unter www.zecken.info.

Dr. Friedrich Herrmann

Aktuelle Übersicht über Risikogebiete

20 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 21

www.rki.de

www.zecken.info


Medizin & Wissenschaft

Immer mehr Patienten

mit Diabetes mellitus und

Herzerkrankungen

Innere Medizin der Stadtklinik Bad Tölz spezialisiert sich

Epidemiologische Daten zeigen eine drastisch zunehmende Zahl von Patienten mit Diabetes mellitus und

konsekutiver koronarer Herzerkrankung. Die Herzinfarktwahrscheinlichkeit bei Diabetikern ist erhöht, vergleichbar

mit Menschen, welche bereits einmal einen Infarkt am Herzen erlitten haben. Damit sind präventive Maßnahmen

beim „Zuckerkranken“ ebenso wichtig wie bei Patienten mit bekannter koronarer Herzerkrankung. Cirka 25

Prozent aller Katheterinterventionen finden bei Diabetikern statt. Wegen dieser engen Verknüpfung konzentriert

sich die Innere Abteilung der Stadtklinik Bad Tölz auf die Diagnostik und Behandlung von Diabetes mellitus

und koronarer Herzerkrankung.

Seit der Anschaffung der modernen, multifunktionellen Röntgenanlage

Axiom Artis Mp bestehen in der Stadtklinik Bad Tölz

optimale Bedingungen für die Diagnostik und die kathetergestützte

Behandlung arteriosklerotischer Erkrankungen der

Koronarien sowie der Becken- und Beinarterien.

Bei der Arteriosklerose handelt es sich um einen diffusen Prozess,

insbesondere treten bei Diabetikern häufig Überschneidungen

einer koronaren Herzerkrankung, cerebro-vaskulären

Erkrankung und peripher arteriellen Verschlusskrankheit auf.

Dabei ist die Inzidenz der koronaren Herzerkrankung bei Diabetikern

zwei bis vier Mal so hoch wie bei Nichtdiabetikern. Bereits

bei gestörter Glukosetoleranz haben Patienten ein erhöhtes

Auftreten einer koronaren Herzerkrankung.

Die Koronargefäße von Diabetikern weisen häufig eine hohe

arteriosklerotische Plaquelast auf. Morphologisch finden sich

überproportional lipidreiche Plaques mit einer dünnen fibroatheromen

Kappe, die mit einer erhöhten Rupturgefahr und

nachfolgend akuten Verschlüssen einhergehen. Darüber hinaus

zeigen Diabetiker eine Reihe von typischen angiographischen

Befunden wie diffuse und teilweise langstreckige Stenosen, eine

verminderte Kollateralausbildung sowie insgesamt kleine Gefäßdurchmesser.

Im Kardiovakulärem Zentrum der Asklepios Stadtklinik Bad

Tölz wird diesen Diabetes spezifischen Gegebenheiten durch

spezielle Interventionsstrategien Rechnung getragen. Chefarzt

Dr. Hans Ulrich Kreider-Stempfle, (interventioneller) Kardiologe

und Diabetologe und seit kurzem zum Professor der Ludwig-

Maximilians-Universität München bestellt, sagt: „Aufgrund des

diffusen Charakters mit häufig multiplen Stenosen ist es zuerst

wichtig, die hämodynamisch wirksamen Stenosen in einem Koronargefäß

zu identifizieren. Daher haben wir im Katheterlabor

die Möglichkeit von intrakoronaren Druckdrahtmessungen fest

installiert. Nach Platzierung des Druckdrahtes distal in einem

multipel stenosierten Koronargefäß erfolgt ein kontinuierlicher

Drahtrückzug unter maximaler Vasodilatation mit Adenosin.

Die dabei gemessene fraktionierte Flussreserve (FFR) zeigt,

welche Stenose aktuell zu behandeln ist bzw. welche Lumeneinengungen

nur einer medikamentös-konservativen Behandlung

(DEFER-Strategie) bedürfen.“

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die korrekte Einschätzung der

wahren Gefäßgeometrie bei Diabetikern. Durch eigene Untersuchungen

mit intravaskulärem Ultraschall hat sich gezeigt,

dass koronarangiographisch häufig kleine Gefäße bei Diabetikern

in Realität große Gefäßkaliber mit einer hohen Plaquelast

haben. Diese Erkenntnisse sollten gerade beim Diabetiker zu

adäquaten Stentgrößen mit einer maximalen Optimierung des

Akutresultates führen. Optimales Akutresultat bedeutet, einen

Im Kathetederlabor: Prof. Dr. Hans Ulrich Kreider-Stempfle beim Eingriff

maximal großen postprozeduralen Lumendiameter in der ehemaligen

Engstelle zu erzielen, um damit die Restenoserate möglichst

niedrig zu halten.

Darüber hinaus ist die Wahl des Stents wichtig. Da Diabetiker

häufig lange Stenosen in kleinen Gefäßen aufweisen, kommen

häufig medikamentenfreisetzende Stents (Drug-eluting-Stents)

zum Einsatz. Weiterhin sind auch Unterschiede in dem freisetzenden

Medikament bei Diabetikern festzustellen. Immunsuppressiva

wie Sirolimus scheinen dabei Chemotherapeutika wie

Paclitaxel nach ersten Studien überlegen zu sein. Die Restenose

hängt im Wesentlichem von der Intimahyperplasie ab, d.h.

von der Gewebewucherung der Innengefäßwand, die durch

die Stentmaschen wieder in das Lumen einwächst. Diabetiker

zeigen im Vergleich zu Nicht-Diabetikern eine gesteigerte

inflammatorische Antwort und eine vermehrte neintimale

Hyperplasie. Um dieses Wachstum möglichst gering zu halten,

ist eine optimale Blutzuckereinstellung Voraussetzung.

Neue wissenschaftliche Ansatzpunkte konzentrieren sich auf

eine optimierte Thrombozytenaggregationshemmung während

und nach Koronarinterventionen. Bei Diabetikern ist die Blutplättchen-assozierte

Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezepter-Expression

häufig erhöht und nachfolgend mit einer verstärkten Thromboseneigung

verbunden. Inwieweit bei Diabetikern aber eine

verstärkte Resistenz bei der Hemmung der Thrombozytenag-

gregation durch Aspirin bzw. Clopidogrel besteht, ist unklar.

Möglicherweise kann zukünftig durch Messungen der Thrombozytenaktivität

die Blutblättchen-hemmende Dosis individuell

angepasst oder auf Ersatzsubstanzen umgestellt werden.

„Zum Abschluss ist es mir noch einmal wichtig zu betonen, dass

die Prävention einer Re-Stenose, das Fortschreiten der koronaren

Herzerkrankung und die Vermeidung von Myokardinfarkten,

im Wesentlichen von der individuellen Senkung der Risikofaktoren

abhängt. Hier sind die optimale Blutzuckereinstellung,

Optimierung der Blutfettwerte und des Blutdrucks sowie eine

Änderung des Lebensstils (körperliche Aktivität und gesunde

Ernährung) zu nennen“, so Prof. Kreider-Stempfle.

22 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 23

Kontakt

Prof. Dr. Hans Ulrich Kreider-Stempfle

Chefarzt Innere Medizin

Asklepios Stadtklinik Bad Tölz

Schützenstraße 15, 83646 Bad Tölz

Tel. (08041) 507-1221

E-Mail: u.stempfle@asklepios.com


Gesundheit und Wirtschaft

»Kurz und Knapp

» Asklepios

Westklinikum setzt

Qualitätsmaßstäbe

Als erstem Krankenhaus in Hamburg bestätigt die Kooperation

für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ ® ) dem

Westklinikum Hamburg die im Klinikbereich führende Qualitätsmanagement-Zertifizierung.

Damit ist das Westklinikum in

Rissen das erste nach KTQ ® Version 5.0 rezertifizierte Krankenhaus

der Hansestadt.

Bereits im Herbst 2004 bekam das Westklinikum erstmals das

KTQ ® -Zertifikat nach der Version 4.0 verliehen. Nun nahm es

auch die weitaus größere Hürde der Rezertifizierung. Sie besteht

aus Selbstbewertung und Visitation mit Fremdbewertung.

In allen Bereichen wurde dem Klinikum eine ausgezeichnete,

herausragende Qualität bescheinigt.

»

Mobile Datenerfassung macht Pflege flexibel

Im Sommer 2007 hat die Klinik Pasewalk einen ambulanten

Pflegedienst gegründet. Über die Tochterfirma der Klinik, das

Medizinische Versorgungszentrum (MVZ), zu dem neben mehreren

Arztpraxen auch die neue ambulante Pflegeeinrichtung

ProMEDAS gehört, werden derzeit rund 20 Patienten versorgt.

Sechs Mitarbeiter sind dafür verantwortlich, dass dies so gut

wie möglich funktioniert. Dabei unterstützt sie eine Software,

die sie in ihrem Pflegealltag von der Personaleinsatzplanung

über die Verwaltung bis hin zur Abrechnung begleitet und entlastet:

MediFox.

Zur Entlastung trägt vor allem die mobile Datenerfassung „MediFox

mobil“ bei. Diese bringe enorme Vorteile mit sich, so

Nicole Rosenow, stellvertretende Pflegedirektorin der Klinik in

Pasewalk.

Mithilfe des MDA, des mobilen digitalen Assistenten, sparen

Kollhof und ihr Team viel Zeit. „Unsere Mitarbeiter sehen auf

dem Display des Handys alle zu erbringenden Pflegeleistungen,

können diese direkt als erbracht markieren und anschließend

den Einsatz beenden“, berichtet Kollhof. Dienst- und Tourbeginn

werden separat und in Echtzeit über den MDA erfasst.

Die regelmäßige Synchronisierung von MDA und zentralem

Rechner überträgt die Arbeitszeiten sofort in

das Stundenkonto der Mitarbeiter –

auch das spart Zeit. Da Controlling

immer wichtiger werde, sei der MDA

als geeignetes Instrument höchst

willkommen, findet Rosenow. Bei

der Synchronisierung werde auf

einen Blick deutlich, ob Vorgabezeiten

mit der tatsächlich

benötigten Zeit übereinstimmten.

Girls Day in der Klinik Harburg

Bereits zum dritten Mal organisierten die Kliniken Harburg den

Girl’s/Boy’s Day. 26 Mädchen und Jungen nutzten die Gelegenheit,

den Arbeitsplatz ihrer Eltern in der AKH unter die Lupe zu

nehmen. Der Sohn von Dr. Kurumlu begleitete seinen Vater in

den OP, andere Kinder waren im Labor, im Aufnahmebereich

und auf der Intensivstation.

In der Zentralen Notaufnahme wurde der Schockraum besichtigt,

im Visitenraum der Radiologie konnte man die Knochenbilder

sehen und das große CT. Was nützt die beste Operation,

wenn es kein Blut gibt? Die Antwort gab es im Blutspendedienst.

Der Höhepunkt war für viele Kinder die Besichtigung

des Geburtszentrums – live gesehen und gehört: Herztöne des

Babys!

Alle Kinder erhielten am Ende die begehrte Girl’s/Boy’s-Day

Urkunde und den Asklepios Schlüsselanhänger.

» Neue Notfall-Aufnahmestation an der

Paulinen Klinik

Mit der Eröffnung der neuen Aufnahme-Station hat die Paulinen

Klinik einen weiteren Schritt hin zu einem reibungslosen

Procedere bei der außerplanmäßigen Aufnahme neuer Patienten

getan. Auf der Station stehen insgesamt 22 Aufnahme-

Betten zur Verfügung. Davon sind 12 Betten als sogenannte

IMC-Betten (intermediate care) ausgerüstet. Hier können Patienten

versorgt werden, deren Gesundheitsstatus einer ständigen

Überwachung bedarf, die aber nicht intensivmedizinisch

behandelt werden müssen.

Das neue Aufnahmekonzept bietet Patienten, Pflegepersonal

und Ärzten viele Vorteile. So mussten die Patienten früher zum

Teil mehrfach verlegt werden, bis sie auf die für ihre Erkrankung

richtige Station gelangten, jetzt entfällt diese Odyssee.

„Wir haben jetzt ein geschlossenes Konzept rund um die optimale

Aufnahme und die weitere Verteilung der Patienten innerhalb

der Klinik geschaffen, das an 365 Tagen im Jahr rund

um die Uhr zur Verfügung steht“, so unisono die drei leitenden

Chefärzte Dr. Wolfgang Knauf, Prof. Dr. Karl-Heinrich Link und

Dr. Klaus Tischbirek.

24 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 25

»

» Schüler „leiten“ eine Station

In dem Projekt „Schüler übernehmen Verantwortung – leiten

eine Station“ probten die Schüler des Ausbildungskursus

zur Gesundheits-Krankenpfleger(in) der Kliniken Seesen vom

8. bis 22. Februar 2008 den Ernstfall.

Ein halbes Jahr vor dem Ausbildungsende leiteten zehn

Schülerinnen und zwei Schüler die Station 54 der Kliniken

Schildautal in Eigenregie. Die Neurologische Station verfügt

über 25 Betten. Hier werden MS-Kranke, Patienten mit Morbus

Parkinson, Bandscheibenvorfälle, Apoplex und andere neurologische

Krankheitsbilder medizinisch und pflegerisch versorgt.

Das kollegiale Fachpersonal stand den Schülern für Fragen und

praktische Hilfen engagiert zur Seite. Der Chefarzt der Klinik

für Neurologie, Dr. Rudolf Brodhun und Oberarzt Dr. Arndt Grupe,

genehmigten das Schülervorhaben und informierten sich

regelmäßig über den Verlauf.

Mit diesem Projekt der Gesundheits- und Krankenpflegeschule

ist ein deutlich besserer und wirkungsvoller Transfer zwischen

Theorie und Praxis gelungen und gleichzeitig wird ein weiterer

Ausbildungsschwerpunkt, der im Krankenpflegegesetz gefordert

ist, umgesetzt.

Wolfgang Nowak, Leiter der Krankenpflegeschule, bedankte

sich für die sehr gute Zusammenarbeit bei der Stationsleitung,

Schwester Ulrike Ernst. Ebenso gilt sein Dank der Schwesternschülerin

Nancy Bartelmus, die die neurologische Station sehr

gut geführt hat.


Gesundheit & Wirtschaft

Klinisches Risikomanagement

Nicht WER, sondern WAS führt zu Beinaheschäden, soll die entscheidende Frage sein

Patientensicherheit rückt in den Fokus: Zog im Gesundheitswesen noch bis vor einem Jahrzehnt praktisch

niemand eine Parallele zu Luft- und Raumfahrt, Kernkraft oder Petrochemie als „ultrasafe industries“,

wird dieser Vergleich heute im Zusammenhang mit der Patientensicherheit immer häufiger bemüht.

Seit den frühen 90er Jahren beschäftigten sich internationale

wissenschaftliche Studien zunehmend mit den erheblichen medizinischen

und wirtschaftlichen Auswirkungen vermeidbarer

Medizinfehler. Auch in Deutschland wird das Thema zunehmend

enttabuisiert und sachlich angegangen. Nach der Statistik

der Bundesärztekammer (BÄK) aus 2006 wandten sich 10.000

Patienten mit Verdacht auf einen Behandlungsfehler an die Gutachter-

und Schlichtungsstellen der Ärztekammern. Nur bei

knapp einem Viertel stellten die Gutachter tatsächlich Fehler in

der Behandlung oder Aufklärung fest, im überwiegenden Teil

der Anspruchsanmeldungen wurde also keine Fehlbehandlung

bestätigt. Dabei wurden in Krankenhäusern nahezu doppelt so

viele Fehler nachgewiesen wie in Arztpraxen: Die BÄK-Statistik

zeigt 1.336 Fehler in Krankenhäusern im Gegensatz zu 657 Fehlern

bei Niedergelassenen auf.

Nicht zuletzt veranlasst durch steigende Versicherungsprämien

und drohende oder bereits erfolgte Kündigungen von Haftpflichtverträgen

durch die Versicherer betreiben Krankenhäuser

bundesweit zunehmend klinisches Risikomanagement. Ziel

ist, Risiken zu begrenzen und Kosten zu steuern. Damit wird

das Risikomanagement als Treiber erachtet, der nachvollziehbare

Akzeptanz bei den Beteiligten im immer stärker bürokratisierten

Klinikalltag schaffen soll. Konkret betrachtet werden

Strukturen und Arbeitsabläufe im Blickwinkel früherer Schäden

oder Beinaheschäden. Um dem Ganzen eine Systematik zu

geben, werden terminologisch fein säuberlich „unerwünschte

Ereignisse“ von „Behandlungsschäden“ und „vermeidbaren

Behandlungsfehlern“ unterschieden. Tatsächlich geht es darum,

Schwachstellen, die zu Haftungsansprüchen führen könnten,

sichtbar zu machen und zu benennen.

Klinisches Risikomanagement bedeutet daher juristische Qualitätssicherung

(Was ist rechtlich vorgegeben?). Die direkte Einflussnahme

auf die klinischen Prozesse soll die Patientensicherheit

stärken und auch die Mitarbeitersicherheit steigern, da diese

vor zivil- und strafrechtlichen Verfahren geschützt bleiben.

Die Asklepios Kliniken in Hamburg verfügen über eine umfangreiche

ACCESS-gestützte Datenbank, in der alle berechtigten

und unberechtigten Behandlungsfehlervorwürfe, unterschieden

nach Abteilungen und einzelnen Kategorisierungen des

Vorwurfes, erfasst werden. Nachdem in den vergangenen Jahren

35 Audits, also externe Prüfungen einzelner High-Risk-Abteilungen

von der Aufnahme bis zur Entlassung, durchgeführt

wurden, erfuhr die Thematik eine zunehmende Durchdringung.

Da es sich bei Arzthaftungsrisiken um Long-Tail-Risiken

handelt, die auch noch deutlich nach dem eigentlichen Eingriff

geltend gemacht werden können, ist die Messbarkeit der

durchgeführten Risikomanagement-Maßnahmen vorsichtig

zu beurteilen. Angesichts des bisherigen Schadensverlaufes

der jüngsten Vergangenheit lässt sich jedoch ableiten, dass bestimmte

Präventionsmaßnahmen ihre Wirkung gezeigt haben.

So wurde die Patientendokumentation in den vergangenen Jahren

deutlich verbessert. Bot in der Vergangenheit die Lückenhaftigkeit

der klinischen Dokumentation häufig Angriffsfläche

für Patientenanwälte, hat die Einführung von TEMPA ® die

Dokumentation deutlich verbessert. In den Asklepios Kliniken

Hamburg wurde seit 2004 die einheitliche, berufsgruppenü-

bergreifende Patientendokumentation eingeführt. TEMPA ® ist

die Kurzbezeichnung für „Teamorientierte Multiprofessionelle

Patientendokumentation“ und eine eingetragene Marke der

Asklepios Kliniken Hamburg GmbH. TEMPA ® bedeutet einen

Informationsgewinn auch über die Risikolage und damit eine

Reduktion von Behandlungsfehlerquellen.

Auch die Akzeptanz, sich aktiv mit stattgehabten Schadenssituationen

zu konfrontieren und – wenn dies auch inzwischen

etwas abgegriffen klingen mag – aus den Fehlern zu lernen, ist

gestiegen. Auch um das Risikomanagement effektiv und passgenau

in die Kliniken zu transportieren sind die Asklepios Kli-

niken Hamburg als Company Mitglied des 2005 gegründeten

Aktionsbündnisses Patientensicherheit e. V. (APS).

Das APS hat eine gemeinsame Plattform zur Verbesserung der

Patientensicherheit in Deutschland aufgebaut. Die fachlich

kompetent erarbeiteten Empfehlungen der APS werden im klinischen

Risikomanagement der Hamburger Asklepios Kliniken

zunehmend genutzt.

Die Weiterentwicklung von CIRS bedarf eines hohen Vertrauensschutzes.

Hier geht es um die Abkehr von der blame culture

hin zur safety culture. Nicht WER, sondern WAS hat zu den

Beinaheschäden geführt, soll die entscheidende Frage sein. Die

Arbeit mit einer Beinahefehleranalyse im wirtschaftlichen und

Patientenschutzinteresse geht also einher mit einem Kulturwechsel.

Vergleicht man das Fehlerbewusstsein in der Medizin

mit dem in der Anwaltschaft oder unter Architekten, lässt sich

zusammenfassend sagen, dass sich dieses allen Unkenrufen

zum Trotz deutlich entwickelt hat.

26 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 27

Dr. Cornelia Süfke

Kontakt

Dr. Cornelia Süfke

Asklepios Kliniken Hamburg GmbH

Interner Versicherungsfonds (IVF)

Hohenfelder Straße 13, 22087 Hamburg

Tel. (0 40) 41 26 30-0

Fax (0 40) 41 26 30-29

E-Mail: c.suefke@asklepios.com

Dr. Cornelia Süfke


Gesundheit & Wirtschaft

Klimawandel im Krankenhaus

Klinik Barmbek und Philips starten Energiesparinitiative

Rund 150 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und 25.000 Euro Energiekosten spart die Asklepios Klinik Barmbek

durch einen Wechsel ihrer Leuchtstoffröhren auf die effizienteren „TL-D Eco“-Lampen der Firma Philips.

Umweltsenator Axel Gedaschko, Philips Geschäftsführer Robert Pfarrwaller, Dr. Christoph Mahnke, Geschäftsführer

der Asklepios Kliniken Hamburg und der Kaufmännische Direktor Hans-Friedrich Günther tauschten im

Januar dieses Jahres gemeinsam die letzte der rund 12.000 Leuchtstoffröhren in dem auch als

„Krankenhaus der Zukunft“ bekannten Klinikum aus. Damit ist die Asklepios Klinik Barmbek auch auf diesem

Gebiet europaweit Vorbild für ähnliche Projekte.

Beleuchtungssysteme verbrauchen ein Fünftel des weltweit produzierten

Stroms und tragen so erheblich zur globalen Erwärmung

bei. Ein großer Teil dieses Energieverbrauchs ließe sich durch den

konsequenten Einsatz moderner, energieeffizienter Lichtlösungen

vermeiden. „Der komplette Wechsel eines Krankenhauses hin zu

energiesparender Technologie ist ein großer Schritt in die richtige

Richtung“, lobte Umweltsenator Axel Gedaschko. „Ich freue mich,

dass die Klinik Barmbek hier mit gutem Beispiel vorangeht.“ Die

eingesparte CO2-Menge entspricht dem jährlichen Schadstoffausstoß

von 50 Fahrzeugen der Mittelklasse.

Drei Viertel aller europäischen Bürogebäude würden noch mit

veralteten Technologien beleuchtet, sagt Robert Pfarrwaller, Mitglied

der Geschäftsführung der Philips GmbH. Er geht von einem

EU-weiten Einsparpotenzial von fünf Millionen Tonnen CO2 pro

Jahr aus, wenn die rund eine Milliarde Leuchtstofflampen in Büros,

Zahlen, Daten, Fakten

3.779 Leuchtstoffröhren TL-D Eco mit 51 Watt, statt konventionell 58 Watt

8.005 Leuchtstoffröhren TL-D Eco mit 32 Watt, statt konventionell 36 Watt

Mehrkosten der energiesparenden Leuchtmittel: 41.643,50 Euro

Energieeinsparung: rund 25.000 Euro pro Jahr (10 Prozent) = 150 Tonnen CO2 pro Jahr

CO2-Einsparung pro Leuchtmittel über die gesamte Lebensdauer: 84 kg

Energieeinsparung pro Leuchtmittel über die gesamte Lebensdauer: 14 Euro

Amortisation: nach etwa einem Jahr und acht Monaten

Weitere Einsparungen bei den Wechselkosten durch das Lichtmanagementsystem

LightMASTER: 11.000 Euro pro Jahr (Wechsel-, Anschaffungs- und Anfahrtskosten)

Schulen, Geschäften, Krankenhäusern und öffentlichen Gebäuden

konsequent gegen ihre gleich hellen, aber energieeffizienteren

Nachfolger ausgetauscht würden.

Da in Krankenhäusern viele Bereiche Tag und Nacht hell beleuchtet

werden müssen, mache die Investition in energiesparende Technik

hier besonders viel Sinn, sagt Dr. Christoph Mahnke, Geschäftsführer

der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH: „Wir sind sehr gespannt

auf die Erfahrungen des Pilothauses Barmbek, um auch die

anderen Kliniken möglichst schnell umstellen zu können.“

Der kaufmännische Direktor Hans-Friedrich Günther lobt seinen

Technischen Leiter Stefan Tefke als Initiator der außergewöhnlichen

Energiesparaktion: „Diese Initiative ist sowohl wirtschaftlich

wie klimapolitisch eine tolle Sache!“

Technischen Leiter Stefan Tefke

Allein durch den Wechsel bei der Beleuchtung der Patientenräume

und Flure auf Philips MASTER TL- D Eco Lampen haben wir mehr

‘‘Ich habe meiner Klinik

geholfen, Kosten zu

sparen und die Umwelt

zu schonen!’’

Stefan Tefke (Techn. Direktor der Asklepios Klinik

Barmbek, Hamburg, Deutschland)

Asklepios Future Hospital für seine

Zukunftsfähigkeit als „Ausgewählter

Ort 2008“ ausgezeichnet

Das Asklepios Future Hospital (AFH) wurde am 29. April 2008 für seine Zukunftsfähigkeit als

„Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand in einem festlichen

Rahmen im Referenzzentrum des Asklepios Future Hospitals der Asklepios Klinik Barmbek statt.

Den Pokal und die vom Bundespräsidenten Horst Köhler unterzeichnete

Urkunde überreichte Olaf Meuser, Mitglied der

Geschäftsleitung der Deutschen Bank und verantwortlich für

das Firmenkundengeschäft der Region Hamburg/Schleswig-

Holstein, an Dr. Tobias Kaltenbach, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung

der Asklepios Kliniken und Uwe Pöttgen, Leiter

des Konzernbereichs IT. Die Asklepios Kliniken sind damit

einer der Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs

„365 Orte im Land der Ideen“.

Olaf Meuser betonte in seiner Laudatio: „Das Asklepios Future

Hospital eröffnet einen beeindruckenden Blick auf den schnellen,

d.h. lebensrettenden und hochmodernen Klinikalltag von

morgen. Das Programm ist aber auch ein gutes Beispiel, wie viel

wir hierzulande mit einer zukunftsweisenden Partnerschaft von

Medizin, Wirtschaft und Technologie zum Wohle von Patienten,

Ärzten und unserem Gesundheitssystem bewegen können.“

Uwe Pöttgen, Leiter des Konzernbereiches IT freut sich über

die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, ein ausgewählter Ort

im Land der Ideen zu sein“. „Das AFH-Programm ist von der

Überzeugung getragen, dass die IT eine wirkliche Entlastung

für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal bringen kann“, so Dr.

Tobias Kaltenbach, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung

der Asklepios Kliniken.

Rund 1.500 Orte hatten sich mit ihren Ideen an dem Wettbewerb

„365 Orte im Land der Ideen“ beteiligt, den die Standortinitiative

„Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der

Deutschen Bank seit nunmehr drei Jahren unter der Schirmherrschaft

von Bundespräsident Horst Köhler ausschreibt. „Wir

wollen Botschafter für Leistungsfähigkeit und Innovation sein

und sichtbar machen: Deutschland ist ein Land der Ideen, das

seine Zukunft gestaltet“, begründet Olaf Meuser das Engagement

der Deutschen Bank.

An der Preisverleihung nahmen neben Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der Klinik und des Konzernbereiches IT auch Vertreter

Industriepartner des AFH teil.

28 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 29

als 10% Energie gespart und unsere CO2 Emissionen gesenkt.

Eine verantwortungsvolle Beleuchtung zu wählen, war nie einfacher.

Ein einfacher Wechsel macht es möglich.

Mandy Wolf

v.l.n.r. Dr. Tobias Kaltenbach, Uwe Pöttgen, Olaf Meuser


Gesundheit & Wirtschaft

So schmeckt’s in der Rhön

Auszubildende vom Kurhaus am Burgsee in Bad Salzungen holen erste Preise

Freude über den Erfolg: Susen Rückert (links) mit ihrem Ausbilder Christian

Wilhelm und Restaurantfachfrau-Auszubildende Janis Hohmann (rechts) neben

dem Leiter des Kurhaus-Restaurants und Ausbilder Jürgen Ulbrich

Zu Beginn der Veranstaltung erklärte der Geschäftsführer der

ARGE Rhön, Ewald Klüber, den zahlreichen Gästen den Hintergrund

des Wettbewerbs: Junge Menschen sollen an der Selbstvermarktung

heimischer Produkte im Rahmen des Projektes

Dachmarke Rhön herangeführt werden. Sie sollen die Verwendung

regionaler Erzeugnisse in der Gastronomie schon in ihrer

Lehrzeit fördern, um mitzuhelfen, insbesondere den Gästen der

Rhön ein unverwechselbares Profil zu bieten.

Der länderübergreifende Wettbewerb setzte sich aus zwei Teilen

zusammen: der fachlichen Bewertung der Jury und der Gästebewertung.

Der Fachjury gehörten vereidigte Prüfungsmitglieder

der Industrie- und Handelskammer aus Hessen, Bayern

und Thüringen an. Die Gästebewertung übernahmen 54 Gäste

aus den fünf Landkreisen, unter anderem Politiker, Touristiker,

Vertreter der Berufsschulen, regionale Vermarkter und Vertreter

der Unternehmen, aus denen die Auszubildenden kamen.

Bei den Restaurantfachleuten lag der Schwerpunkt der Bewertung

auf den Cocktails, den Tischdekorationen und dem Service

am Gast. In die Wertung der Köche flossen die Menüauswahl

unter Berücksichtigung von Menüregeln und der Verwendung

regionaler und saisonaler Produkte bis hin zu Organisation und

Arbeitsabläufen, Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz ein.

„So schmeckt’s in der Rhön“ lautete der Titel des

1. Länderübergreifenden Wettbewerbs im Gastgewerbe,

den die Arbeitsgemeinschaft Rhön für Auszubildende

im zweiten und dritten Lehrjahr veranstaltete.

Zu den Teilnehmern zählten auch Janis Hohmann

und Susen Rückert, zwei Auszubildende der Burgseekliniken

Bad Salzungen, die sich aufgrund ihrer

guten Leistungen im Ausbildungsbetrieb und in der

Berufsschule für den Wettbewerb qualifizierten.

Nach dem Begrüßungscocktail aus Rhöner Zutaten wurden die

eingedeckten Tische der Restaurantfachleute besichtigt. Rhöner

Äpfel, das Rhönschaf, die Wasserkuppe, die Rhöner Quellen

und Flüsse und auch die Kelten hatten sich die jungen Restaurantfachleute

zum Thema gewählt.

Die Köche waren aufgerufen, Menüs mit einer Suppe, einem

Hauptgericht und einer Nachspeise passend zur Saison und mit

möglichst vielen regionalen Produkten zu kreieren. Ob Lamm,

Pute, Rind oder Ente, die jungen Leute haben ausschließlich

Fleisch aus der Region verarbeitet. Bei den Beilagen wurde, der

Jahreszeit entsprechend, auf saisonales Gemüse zurückgegriffen.

Abgerundet wurden die Speisen durch Getränke aus der

Region.

Im Gesamtergebnis konnte Janis Hohmann vom Bad Salzunger

„Kurhaus am Burgsee“ die Jury überzeugen und sicherte sich

den ersten Platz unter den Restaurantfachleuten. Als Siegerin

bei den Köchen wählte die Jury Susen Rückert. Sie überzeugte

unter anderem mit dem „Rhöner Lammrücken mit Prinzessbohnen

und Geflügelfarce im Erdapfel-Karottenkleid, begleitet

von glacierten Zucchini und einer Schalotten-Portweinsauce“.

Gemeinsam geht’s noch besser

Krankenpflegeschulen Göttingen und Seesen kooperieren bei der Ausbildung von Pflegekräften

Nachdem das ehemalige Niedersächsische Landeskrankenhaus Göttingen seit November vergangenen

Jahres Fachklinikum der Asklepios Gruppe ist, lag es auf der Hand, durch die regionale Nähe künftig auf

dem Ausbildungssektor mit der Krankenpflegeschule in Seesen zusammenzuarbeiten.

„Für uns ist die gemeinsame Vorgehensweise ein wichtiger

Schritt, die Ausbildungsqualität noch weiter zu optimieren“,

in diesem Punkt waren sich die beiden Leiter der Krankenpflegeschulen

einig. Kooperation auf verschiedenen Ebenen zu gestalten,

ist somit die definierte Zielsetzung beider Schulen, die

von den Geschäftsführern der beiden Kliniken Jens Betker und

Ulrich Gnauck sowie den verantwortlichen Pflegedirektoren,

Jörn Heinecke und Margret Drüge unterstützt wird. Gemeinsame

Projekttage zu ausbildungsrelevanten Themen sowie der

Austausch im Rahmen der Übernahme von Fachunterricht sind

nur einige Aspekte der vielschichtigen Zusammenarbeit beider

Ausbildungsstätten.

Das erste gemeinsame Projekt, das die beiden Schulleiter initiiert

haben, war der praktische Einsatz in den Ausbildungsbereichen

Psychiatrie und Neurologie ab Januar 2008. Die Bereitstellung

von Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der praktischen Ausbildung

sorgt für ein Plus in der Ausbildungsqualität. Während

auf der einen Seite die Schüler von einer hoch spezialisierten

neurologischen Fachabteilung profitieren, stellt das Asklepios

Fachklinikum Göttingen Einsatzbereiche in einer modernen

psychiatrischen Fachklinik zur Verfügung.

Es war eine sehr einfache und unkomplizierte Zusammenarbeit.

Die Schülereinsätze für beide Kliniken wurden innerhalb kurzer

Zeit mit den Pflegedirektoren abgestimmt. Auch die Entfernung

zwischen den Kliniken war kein Hindernis für die praktischen

Schülereinsätze.

Nicht nur die Schüler, sondern auch die Praxisanleiter profitieren

vom Austausch. Das erste gemeinsame Praxisanleitertreffen

in Seesen sorgte für einen fruchtbaren Erfahrungsaustausch und

den bekannten „Blick über den Tellerrand“.

Dass künftig die Praxisbegleitung von den Lehrkräften der jeweiligen

Klinik erfolgt, spart dabei nicht nur Zeit, es ist auch

deutlich günstiger.

Für das zweite Projekt sind die Einführung eines Assesment-

Centers in beiden Schulen und ein gemeinsamer Bewerberpool

geplant, und zwar in direkter Abstimmung mit der Geschäftsführung

und der Pflegedirektion beider Kliniken. Grund hierfür

sind die qualitativ und quantitativ aufgewerteten Ausbildungsinhalte

in der dreijährigen Ausbildung zur Gesundheits- und

Krankenpflege, die an die Auswahl von geeigneten Bewerbern

neue Anforderungen stellen.

„Es geht vor allem darum, auf genügend Bewerber zuzugreifen,

die für den Ausbildungskurs geeignet sind und bei denen auszugehen

ist, dass sie auch nach der Ausbildung die Unternehmensziele

der Asklepios Kliniken unterstützen“, so Wolfgang

Nowak, Leiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der

Asklepios Kliniken Seesen.

Gemeinsame Ziele im Rahmen von gemeinsamen Projekten im

Ausbildungsbereich sollen künftig die Zusammenarbeit beider

Schulen bestimmen, entsprechend dem Motto: „Gemeinsam

geht’s noch besser“.

30 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 31


Gesundheit & Wirtschaft

In einem großen Konzern wie Asklepios

bietet es sich an, IT-gestützte Informations-

und Kommunikationsplattformen

zu schaffen, um die ethischen Aktivitäten

der einzelnen Häuser im Sinne des One-

Group-Gedankens für alle transparent

zu machen. Einen ersten Schritt in diese

Richtung haben die Asklepios Kliniken

Hamburg unternommen und eine Ethik-

Website in das My.Asklepios-Portal

eingestellt.

In den einzelnen Berufsgruppen und Bereichen des Unternehmens

oder Krankenhauses vollzieht sich ein Wertewandel.

Daraus resultieren Interessenskonflikte, Kommunikationsprobleme

und veränderte Anforderungen an das Problemlösungsverhalten.

Die Krankenhäuser reagieren hierauf mit dem Aufbau

verschiedener Strukturen des Ethischen Dialogs – so auch

die Asklepios Kliniken. Als Vorbild dienen dabei insbesondere

Ansätze und Standards der Klinischen Ethik in den USA.

Die Asklepios Kliniken Hamburg hat ein Programm Klinische

Ethik gestartet, um die Konzepte und Erfahrungen aus dem

internationalen Raum für den eigenen klinikinternen Kontext

fruchtbar zu machen. Darüber wurde in den Ausgaben 32, 33

und 35 von Asklepios intern berichtet. Ziel dieses Programms

ist es, eine offene Diskussion über ethische Fragen in der Asklepios

Kliniken Hamburg anzustoßen und in die Alltagsprozesse

zu implementieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen und

Angebote stehen Themen der konkreten klinischen Tätigkeit,

der berufsübergreifenden Kommunikation sowie Fragen der

Unternehmensentwicklung und deren Auswirkungen. Die Mitarbeiter

erhalten Angebote zur Weiterqualifizierung und lernen

Methoden und Strukturen kennen, die ihnen helfen, ethische

Konflikte vor Ort wahrzunehmen und zu lösen.

Link

https://my.asklepios.com/infocenter/Projekte_Programme/

Ethik_Kommunikation_Kultur

Klinische Ethik im

My.Asklepios-Portal

Asklepios Kliniken Hamburg starten Programm

Auf der Ethik-Website können sich alle Asklepios-Mitarbeiter

über die zentral organisierten Veranstaltungen in Hamburg,

die Aktivitäten einzelner Häuser und über Sonderaktionen informieren.

Ferner finden sie Hinweise auf interne und externe

Kooperationspartner und Wissenswertes über die Entwicklungsgeschichte

des Programms sowie grundsätzliche Fragestellungen

der Klinischen Ethik. Schließlich haben sie Zugriff

zu Literaturdatenbanken und finden die richtigen Ansprechpartner

zu speziellen Themen.

Die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen ist ein

fortdauernder Lernprozess. In diesem Sinne wird auch die

Ethik-Website nie „fertig“ sein – vielmehr soll sie wachsen, sich

verändern und zu einem lebendigen Forum entwickeln.

Ziel ist es, im Netzwerk der Asklepios Kliniken voneinander

zu lernen. Ganz bestimmt haben engagierte Mitarbeiter in vielen

Asklepios Kliniken Ethik-Projekte ins Leben gerufen und

Foren für den ethischen Dialog geschaffen. Alle sind herzlich

eingeladen, über die Aktivitäten in ihren Häusern zu berichten.

Diese Berichte werden ins Intranet eingestellt. Unsere Vision

ist, die Ethik-Website mittel- bis langfristig zu einem Abbild der

Ethik-Aktivitäten in der Asklepios-Landschaft in Deutschland

zu machen. Damit wird sie zum Spiegelbild gelebter Unternehmenskultur.

Dr. Susanne Faby

Martin Hoff, MBA

Prof. Dr. Dreyer und sein seit

20 Jahren bewährtes Team

Mehr Autonomie für Menschen mit

Diabetes

Vor genau 20 Jahren wurde der erste Patient in ein strukturiertes

Diabetestherapie- und –trainingsprogramm von Prof. Dr. Manfred

Dreyer und seinem Team stationär aufgenommen. Seit nunmehr

zwei Jahren sind diese Kollegen am Westklinikum Rissen engagiert.

Das Programm wendet sich an Patienten mit Diabetes und erforderlicher

Insulintherapie, die mit einer ambulanten Behandlung allein

keine ausreichende Einstellung ihres Stoffwechsels oder keine

komplikationsfreie Therapie erreichen.

In einem Assessment werden der Wissensstand und die individuellen

Bedürfnisse des Patienten definiert. Daraus werden die

Hauptziele für den Behandlungserfolg abgeleitet. Anschließend

wird gemeinsam mit dem Kranken eine Strategie der Diabetes-

q

Professor Dr. Dreyer arbeitet seit 20 Jahren nach einem Spezialprogramm

Aesculap Orthopaedics

Für die schnelle Rückkehr der Patienten in ihren

Alltag tragen folgende Eigenschaften der Metha ®

Kurzschaftprothese bei:

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32 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 33

A-OT08043

therapie erarbeitet. Erkrankung und Therapie werden so gestaltet,

dass der Patient eine gute Lebensqualität erreicht.

Am Westklinikum steht nicht das „Compliance-Modell“ im Vordergrund,

sondern der „Empowerment-Gedanke“. Der Patienten

wird als entschlussfähiger Menschen ernst genommen. Die therapeutischen

Entscheidungen werden ihm überlassen. Prof. Dr.

Dreyer :„Unsere Aufgabe ist es, dem Patienten das Rüstzeug mit

auf den Weg zu geben, damit er ein hohes Maß an Autonomie im

Alltag erreichen kann.“

Die enge Zusammenarbeit mit der psychosomatischen Abteilung im

Klinikum erleichtert es, auch für jene Patienten Lösungen zu erarbeiten,

bei denen wesentliche psychosomatische Probleme vorliegen.

Metha ®

Kurzschafthüftsystem


Gesundheit & Wirtschaft

Braucht Pflege eine Wissenschaft?

Bachelor- & Masterstudiengänge in der Pflege, Teil II

Aufgrund eines Kooperationsvertrages zwischen der Katholischen

Fachhochschule Mainz und dem Asklepios Bildungszentrum

für Gesundheitsfachberufe Wiesbaden in Zusammenarbeit

mit der Paulinen Klinik Wiesbaden können im Mai 2008

drei Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege ihr

pflege- und gesundheitswissenschaftliches Studium aufnehmen.

Für die Pflegeaus-, -fort- und -weiterbildung sowie den Pflegemanagementbereich

lässt sich ein qualifikatorischer Anstieg

erhoffen, da seit den Neunziger Jahren deutschlandweit über 50

Pflegestudiengänge an (Fach-)Hochschulen und Universitäten

eingerichtet und aufgebaut wurden. Die Aufnahme eines Studiums

im Pflegepädagogik-, -management- und -wissenschaftsbereich

setzt in der Regel eine pflegerische Grundausbildung

sowie eine Berufstätigkeit von zwei Jahren voraus. Damit hinkt

Deutschland seit Jahren seinen europäischen Nachbarn hinterher,

die bereits die pflegerische Grundausbildung mit einem

durchschnittlichen Umfang von vier Jahren auf einem akademischen

Niveau angesiedelt haben. Dieser erste berufsqualifizierende

Bachelorabschluss orientiert sich dabei an einer generellen

Ebene von Pflege ohne Spezialisierung, d. h. das Studium

umfasst u. a. Inhalte der drei in Deutschland bestehenden Ausbildungsbereiche

Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits-

und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege. Seit zwei

Jahren findet an einigen deutschlandweiten Hochschulstandorten

eine Verlagerung der Pflegeausbildung in den Hochschulbereich

statt und zielt mit einem systematischen Ablauf und einer

(pflege-)wissenschaftlichen Fundierung auf die Möglichkeiten

erweiterter Handlungs- und Entscheidungsspielräume für professionelle

Pflegepersonen ab.

Beim Aufbau dieser grundständigen Pflegestudiengänge wird

in Deutschland auf die Einhaltung der in der Deklaration von

Bologna 1999 verfassten Richtlinien zur Umstellung auf Bachelor-

und Masterstudiengänge im Hochschulbereich geachtet.

Im Rahmen des sogenannten „Bologna-Prozesses“ hat sich

Deutschland bis 2010 verpflichtet, die gesamte akademische

Struktur und somit auch die seiner Pflegestudiengänge neu zu

organisieren.

Thematische Schwerpunkte eines pflege- und gesundheitswissenschaftlichen

Studiums sind z. B. die Kontinenz-, Wundmanagement-

und Schmerzmanagementberatung, die Praxisanleitung

sowie die Personal-, Budget- und Pflegeprozesssteuerung

auf Ebene des mittleren Managements. Mit Abschluss des Studiums

sollen die examinierten Pflegepersonen/„Bachelor of

Science (Pflege & Gesundheit)“ fähig sein,

ausgewählte pflegewissenschaftliche und

pflegerelevante Theorien, Prinzipien und Methoden

zu verstehen und kritisch zu hinterfragen,

pflegerelevante Situationen zu analysieren und

wissenschaftlich fundierte Urteile abzuleiten,

wissenschaftliches Regelwissen vor dem Hintergrund

einer individuellen pflegerischen Situation abzuwä–

gen und anzuwenden,

Pflegepersonen in der Reflexion beruflich relevanter

Situationen zu unterstützen sowie

Problemlösungsstrategien zu erarbeiten und

weiterzuentwickeln.

An die berufliche Erstqualifikation auf Bachelor-Ebene können

sich Spezialisierungsstufen u. a. im Pflegewissenschaftsbereich

auf Master-Ebene anschließen. Nach durchschnittlich zwei

Jahren kann der zweite akademische Grad u. a. mit dem Titel

„Clinical Specialist“, „Advanced Practice Nurse“ oder „Nurse

Practitioner“ abgeschlossen werden. Mit dem gezielten Einsatz

solch hoch qualifizierter Pflegepersonen lässt sich eine Verbesserung

von Pflegeleistungen u. a. in folgenden Aufgabenfeldern

erzielen:

Entwicklung von Beratungs- und Pflegekonzepten

zu spezifischen Fragestellungen, z. B. Überleitungs-

management, Pflege von Personen mit chronischen

Erkrankungen

Durchführung von Case- und Nahtstellenmanage–

ment sowie interdisziplinärer Austausch

Gutachtenerstellung im Kontext von Pflegebedarf

und Pflegebedürftigkeit, z. B. in Gerichts- sowie

Widerspruchsverfahren

Der geringer werdende Anteil der Pflegenden im akutstationären

Bereich benötigt tragfähige Konzepte, die die Versorgung

des Patienten von der Aufnahme, über die Behandlung bis über

die Entlassung hinaus sichert, sowie deren Qualität weiterentwickelt.

Dabei reicht die Umsetzung standardisierter Pflegepfade

häufig nicht aus, denn Pflegephänomene wie Ischämie, Atemnot,

Verwirrung, Veränderung des Körperbildes, Verluste und

Verlassenheitsgefühle gehen über die medizinische Diagnostik

hinaus und beschäftigen sich mit Aspekten des persönlichen

Verhaltens und Erlebens.

Mit dem Pflegebedarf einer Person eröffnet sich für die Pflegenden

ein komplexes Handlungs- und Beziehungsfeld,

welches sich ständig ändert. Deswegen müssen Pflegesituationen

von den Pflegepersonen stets neu gedeutet und verstanden

werden, ihr Regelwissen immer wieder neu angewendet

34 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 35

Kontakt

Sandra Bensch

Krankenschwester, Diplom-Pflegepädagogin (FH), Studierende

Master of Science (Pflegewissenschaft)

Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe Wiesbaden

Geisenheimer Straße 10, 65197 Wiesbaden

E-Mail: s.bensch@asklepios.com

werden. Dazu benötigen Pflegende nicht nur extensives inhaltliches

Fachwissen, sondern auch verschiedenartige intellektuelle

Kompetenzen, z. B. Steuerungs- und Deutungskompetenz.

Auch wenn bis zum heutigen Tage nur wenige Pflegende in der

Lage sind, klinische Situationsbeurteilungen vorzunehmen, so

besitzen doch viele ein immenses valides Erfahrungswissen,

welches für die Modifizierung und Entwicklung bestehender

oder die Entwicklung neuer Pflegetheorien und -konzepte genutzt

werden könnte. Pflege benötigt eine Wissenschaft, die einerseits

Pflegehandlungen reflektiert, um die zukünftige Praxis

zu modifizieren und andererseits wissenschaftliche Theorien

bietet, deren individuelle Anwendbarkeit in der Praxis überprüft

werden muss.

Sandra Bensch

in Abstimmung mit dem KB Pflegemanagement,

Aus- und Weiterbildung Walburga Sprenger


°Personalia

°

°

Stipentiat aus Jordanien in Sankt Augustin Chefarztwechsel in Heidberg

Seit dem 22.3.2008 ist Dr. Omar Samarah, ein Stipendiat der

Jordan-Universität, Amman (Jordanien), für zwei Jahre in der

Klinik Sankt Augustin tätig. Er verfügt über exzellente orthopädische

Kenntnisse auf dem Gebiet der kindlichen Skoliose-

Therapie. Dr. Samarah ist bereits Facharzt für Orthopädie und

wird seine Ausbildung auf dem Gebiet der Kinderorthopädie in

Sankt Augustin vervollständigen.

Neuer Chefarzt für Suchterkrankung

Zum 1.4.2008 wurde Frank Grell-Gutdeutsch zum Chefarzt der

neu ausgebildeten Klinik für Suchterkrankungen im Fachklinikum

Brandenburg berufen. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie,

Suchterkrankungen und Gerontopsychiatrie am

Fachklinikum wird strukturell umgestaltet. Ein wesentliches Ergebnis

ist die neu ausgebildete Klinik für Suchterkrankungen.

Der 46-jährige Spezialist kann auf umfassende Erfahrungen

des früheren Fachbereichs Suchttherapie und Entwöhnung am

Fachklinikum Brandenburg zurückgreifen. Zudem hat er sich

seit September 2002 durch seine oberärztliche Tätigkeit an der

Hamburger Asklepios Klinik Nord/Ochsenzoll in der dortigen

Fachabteilung für Abhängigkeitserkrankungen profiliert.

Grell-Gutdeutsch arbeitete in verschiedenen Hamburger Krankenhäusern,

unter anderem dem heutigen Asklepios Klinikum

Barmbek und dem Klinikum Nord/Ochsenzoll. Seine Weiterbildung

zum Facharzt für Psychiatrie und seine Weiterqualifikation

zur Psychotherapie absolvierte er im Klinikum Nord/Ochsenzoll

und am Universitätskrankenhaus Eppendorf in Hamburg.

Vom IOC für Peking nominiert

° Nach Vorschlag des FIVB (Weltverband Volleyball) wurde

Prof. Dr. Manfred Holzgraefe, Ärztlicher Leiter der Kliniken

für Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation der

Schildautalkliniken Seesen vom IOC als Medical Delegate für

die Olympischen Spielen in Peking nomeniert.

°

PD Dr. Marc Schult ist seit dem 01.04.2008

Chefarzt der Abteilung für Unfall- und Orthopädische

Chirurgie der Asklepios Klinik Nord

- Heidberg. Der geborene Lüneburger ist 40

Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder.

Vor seinem Dienstantritt in Hamburg war Dr.

Schult in der Universitätsklinik Münster als

geschäftsführender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Unfall-,

Hand- und Wiederherstellungschirurgie beschäftigt. Dr.

Schult ist Arzt für Chirurgie/Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie

und Rettungsmedizin.

°

Neuer Chefarzt in der Klinik Nord

Am 1.2.2008 übernahm Dr. Peter Flesch (56)

als Nachfolger von PD Dr. Werner Hofmann

die Leitung der Abteilung für medizinische

Geriatrie in der Klinik Nord. Dr. Flesch wird

sich für die bessere Vernetzung ambulanter

und stationärer Therapieangebote einsetzen.

Gemeinsam mit Dr. Claus Wächtler, Chefarzt

der geronto-psychiatrischen Abteilung, und den Mitarbeitern

der beteiligten Abteilungen wird er das Zentrum für Ältere inhaltlich

weiter entwickeln und ausbauen.

°

Personalentwicklung

Seit Januar 2008 hat Ulrike Moldzio in der Klinik Bad Oldesloe

die Funktion der Stellvertretenden Verwaltungsleiterin übernommen.

Bereits seit Mitte 2006 ist sie in der Klinik mit den

Aufgaben des Qualitätsmanagements und Marketings betraut.

Diese Aufgaben nimmt Frau Moldzio weiterhin wahr.

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin

hat Prof. Dr. Gerhard Hintze, Chefarzt der Abteilung

für Innere Medizin in der Klinik Bad

Oldesloe, in den Ausschuss der Deutschen

Gesellschaft für Innere Medizin gewählt. Die

Amtszeit beträgt satzungsgemäß vier Jahre.

Der Ausschuss setzt sich neben den gewählten

Mitgliedern aus den Vertretern der einzelnen internistischen

Fachgesellschaften zusammen. Er berät den Vorstand bei dessen

Entscheidungen.

PD Dr. Dietmar E. Kivelitz (41) leitet seit

dem 1.2.2008 als Nachfolger von Prof. Dr.

Hermann Vogel das Albers-Schönberg-Institut

für Strahlendiagnostik in der Klinik St. Georg.

Von 2006 bis 2007 leitete Kivelitz kommissarisch

die Abteilung für Radiologie am

Herzzentrum des Universitätsklinikums Leipzig.

Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der innovativen

Schnittbilddiagnostik, vor allem der kardialen Magnetresonanzund

Computertomographie, sowie der muskuloskelettalen Bildgebung

einschließlich CT-gestützter Interventionen an der Wirbelsäule.

In St. Georg wird Kivelitz mit seinem Team zunächst

die moderne Schnittbilddiagnostik weiter ausbauen.

Dr. Stephan Meister ist seit dem 1.2.2008 als

Verwaltungsleiter der Klinik für Psychische

Gesundheit Langen tätig. Der ehemalige Leiter

(COO) des Gesundheitszentrums Wiesbaden

und des Asklepios Medizinisches Versorgungszentrum

(Wiesbaden) leitet die Klinik

mit insgesamt 95 Planbetten, 25 Tagesklinikplätzen

und einer Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA).

Freddy Bergmann wurde zum 1.1.2008 zum Leiter des Konzernbereiches

Finanzen bestellt. Seit Oktober 2003 war er

verantwortlich für den Bereich Controlling/Interne Revision des

Konzerns.

Copyright: Alle Rechte sind dem Herausgeber vorbehalten. Nachdruck,

auch auszugsweise, nur mit dem Einverständnis der Redaktion. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des

Völker AZ KPF7111AI_VS 30.04.2008 9:55 Uhr Seite 1

Herausgebers oder der Redaktion wieder.

Der Patient wünscht sich mehr Komfort am

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36 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 37

°

°

°

°

In den Ausschuss gewählt

Chefarztwechsel in St. Georg

Neuer Verwaltungsleiter in Langen

Neue Führung in Konzernbereichen

Seit dem 1.1.2008 leitet Ivo Schramm die

Konzernbereiche Recht sowie Mergers & Akquisition.

Der Jurist ist seit September 2001

im Unternehmen beschäftigt.

Impressum

Herausgeber: Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

Hubertusstraße 12-22, 16547 Birkenwerder, www.asklepios.com

Chefredaktion: Mandy Wolf (V. i. S. d. P.)

Redaktionelle Mitarbeit: Jens Bonnet

Satz und Gestaltung: Daniela Birk, Raketik Content GmbH

Redaktion: Sabine Bundschuh, Hannover, www.bundschuh-pressedienst.de

Redaktionsanschrift:

Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing

Hubertusstraße 12-22, 16547 Birkenwerder

Tel. (0 33 03) 52 24 04 , Fax (0 33 03) 52 24 20

mandy.wolf@asklepios.com

Fotos:

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Arlene Knipper (S. 19)

Phillips (S. 28)

photocase: 1100 (S. 4, 19), Mr. Nico (S. 4, 46), Frank Martin Dietrich

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Romantik-Hotel Zur Schwane, www.schwane.de (S. 46)

Schlussredaktion: Nora Döring, info@doering-bildart.de

Druck: Möller Druck, Berlin

Erscheinungsweise: 4 x jährlich bundesweit

Auflage: 25.000

Anzeigen: Sabine Malsch DTP Grafik & Layoutgestaltung,

Zellenrodaer Weg 18, 36433 Bad Salzungen

Tel. (0 36 95) 62 86 20, sabine.malsch@t-online.de

Nächster Anzeigenschluss: 18.7.2008

Nächster Redaktionsschluss: 11.7.2008

Die nächste Ausgabe des Magazins erscheint am 30.9.2008

Disposition

Komplettierung

M o t i v a t i o n

Mobilisierung

Pro t e k t i o n

Prophylaxe

P r ä v e n t i o n

Therapie


Patientenforum

Diagnose MRSA – was nun?

Systematisches Hygienemanagement soll Verbreitung des Bakteriums reduzieren

Steigende Infektionsraten mit dem resistenten Bakterium MRSA sind ein wachsendes Problem – vor allem für

Kliniken, Alten- und Pflegeheime. Experten schätzen, dass sich in Deutschland etwa 50.000 Menschen jährlich

infizieren. Neben dem unkritischen Einsatz von Antibiotika liegen die Ursachen dafür auch in der unzureichenden

Umsetzung prophylaktischer Hygienemaßnahmen und fehlender Schulung des Personals. Den Medizinern

bereitet diese Entwicklung große Sorgen. Bei den Patienten steigt die Angst, sich mit diesem „Problemkeim“ zu

infizieren.

MRSA bedeutet Methizillin resistenter Staphylococcus aureus.

Das kugelförmige Bakterium ist auf der Haut und Schleimhaut

des Menschen anzutreffen und fühlt sich auch sonst überall in der

Natur wohl. Es überlebt ohne Nahrung auf Wäsche, Nachttischen,

Türklinken, Fußböden und Bettgestellen bis zu sieben Monate.

Etwa 30 bis 40 Prozent aller Menschen sind vorübergehend oder

ständig mit diesem Keim besiedelt, vorwiegend im Nasen- und

Rachenraum. Oft wissen die Betroffenen gar nichts davon, denn

bei gesunden Menschen verursacht er keine Krankheiten oder Beschwerden.

Erst wenn der Keim durch Verletzungen oder medizinische

Maßnahmen einen Weg unter die Haut findet, verursacht

der klassische Eitererreger Hautinfektionen, die meist schlecht

heilen. Wenn jetzt noch das Immunsystem schwächelt, kann es zu

schweren Infektionen – wie Lungenentzündung oder Blutvergiftung

– kommen. Tritt eine solche Entzündung ein, hilft eine gezielte

Antibiotikatherapie die Bakterien zu eliminieren.

Das Methizillin war in den 60er Jahren ein häufig verwendetes Antibiotikum.

Das MRSA-Bakterium ist gegen dieses Antibiotikum resistent

und darum schwer zu bekämpfen. Meist ist die Methizillin-

Resistenz mit Resistenzen gegen viele andere Antibiotika verknüpft.

Im Falle einer behandlungsbedürftigen Infektion bleiben dann nur

noch einige wenige Antibiotika zur wirksamen Bekämpfung übrig.

Von einer MRSA-Besiedlung (Kolonisation) spricht man, wenn sich

das Bakterium in großer Zahl auf der (Schleim)-Haut angesiedelt

hat, ohne eine Erkrankung zu verursachen. Bei diesen Patienten

werden vorbeugend die gleichen Hygiene- und Sanierungsmaßnahmen

wie bei einer Infektion durchgeführt.

Die Sanierungstherapie dient der Eliminierung der MRSA-Bakterien

von der Haut und den Schleimhäuten des Trägers, um potenzielle

Infektionen zu verhindern. Bei gesunden Menschen ohne

Risikofaktoren lässt sich MRSA aus seinem Hauptreservoir, dem

Nasenvorhof, leicht entfernen. Hierzu werden antibiotisch oder antiseptisch

wirksame Nasensalben angewendet. Innerhalb weniger

Tage ist der MRSA entfernt und der Erfolg der Sanierung kann mittels

Abstrich bestätigt werden. Die Erfolgsrate dieser einfachen Sanierung

ist sehr hoch und dauerhaft. Liegen sanierungshemmende

Faktoren vor (Wunde, Katheter etc.), muss zunächst die Heilung

bzw. die Beseitigung des jeweiligen Faktors abgewartet werden.

Darüber hinaus sind im Krankenhaus eine Reihe besondere Hygienemaßnahmen

notwendig, um eine Weiterverbreitung des Keimes

zu verhindern. Für gesunde Menschen außerhalb des Krankenhauses

stellt der MRSA-Keim in der Regel keine Gefahr dar. Aus

diesem Grund sind zu Hause auch keine besonderen Schutzvorkehrungen

nötig. Die Übertragung von MRSA bei einmaligem

Kontakt ist kaum möglich. Die Wahrscheinlichkeit steigt jedoch bei

häufigen und intensiven Kontakt.

Von besiedelten Personen aus kann das Bakterium über deren Hände,

beim Niesen oder Husten auf Patienten im ganzen Krankenhaus

verteilt werden. Um diesen Weg der Ausbreitung zu unterbinden,

müssen infizierte Patienten isoliert werden. Durch das Tragen von

Handschuhen, Schutzkittel sowie Mund- und Haarschutz beim Betreten

des Zimmers wird die Übertragung von MRSA über das Klinikpersonal

auf andere Mitpatienten verhindert. Bevor das Zimmer

verlassen wird, muss eine Händedesinfektion durchgeführt

und die Schutzkleidung innerhalb des betreffenden Raumes ausgezogen

werden. Diese Maßnahmen gelten auch für alle Besucher.

Nach einem Anstieg an Infektionen bis 2003 auf fast 30 Prozent

blieb seit dem Jahr 2004 die Zahl der Infektionen auf gleichbleibendem

Niveau – ein erster Sieg im Kampf gegen den Keim.

MRSA-Infektionen erhöhen die Morbidität und Mortalität und verlängern

den Klinikaufenthalt. Die Mehrkosten für die Behandlung

eines MRSA-infizierten Patienten werden im Durchschnitt mit ca.

9.000 € beziffert. Damit die Kliniken diese anfallenden Mehrkosten

anteilig vergütet bekommen, muss neben den entsprechenden

ICD-10-Diagnosen auch die MRSA-Behandlung durch eine seit 2007

erlösrelevante OPS-Prozedur (Komplexbehandlung bei Besiedlung

und Infektion mit multiresistenten Erregern) abgerechnet werden.

Einen standardisierten Erfassungsbogen zur fachgerechten und

prüfungssichern Abrechung sowie eine dazugehörige Leitlinie hat

der Asklepios Konzerbereich DRG-, Medizin- und Qualitätsmanagement

entwickelt. Dieser kann jederzeit angefordert werden.

Das erklärte Ziel der Asklepios Kliniken ist es, durch die Realisierung

eines konsequenten und systematischen Hygienemanagements

die Verbreitung von MRSA effektiv zu reduzieren. Eine frühzeitige

labordiagnostische Identifizierung von Risikopatienten,

eine standardisierte Therapie und Sanierung von infizierten bzw.

kolonisierten Personen sowie ein professionelles Wundmanagement

unter Einbeziehung von MRSA-Spezialisten zählen dabei

zu den bereits getroffenen Präventionsmaßnahmen des Unternehmens

im Kampf gegen den „Problemkeim”.

Angesichts der beschriebenen Maßnahmen schaut Dr. Hans Körner,

chirurgischer Oberarzt der Nordseeklinik Weserland/Sylt,

durchaus zuversichtlich in die Zukunft: „Langfristig wird sich

unser Konzept auszahlen, wenn wir damit die Rate von neuen

MRSA-Infektion dauerhaft mit Erfolg reduzieren können. Nur so

ist es uns möglich, auch weiterhin eine hohe Versorgungsqualität

der Krankenhaus-Behandlung sicherzustellen.“

Stefanie Sannemann

38 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 39


Patientenforum

Hamburger Angehörigenschule

Neuartiges Angebot in der Asklepios Klinik Harburg im April gestartet

Adresse

Asklepios Klinik Harburg

Eißendorfer Pferdeweg 52

21073 Hamburg

www.asklepios.com/harburg

Veranstaltungsort

Asklepios Klinik Harburg

Medienzentrum Haus 6

Faxantwort (bitte bis 09.04.08 an 040/1818-86 2788, Herrn Burka)

Ich nehme mit ........ Personen an der Veranstaltung teil.

Ich kann an der Veranstaltung nicht teilnehmen.

Absender: ...................................................................................

...................................................................................................

...................................................................................................

Asklepios Klinik Harburg

Einladung zur Eröffnung der

Hamburger

Angehörigenschule

Freitag, 11.04.08, 11:00 Uhr

Asklepios Klinik Harburg

Klinik Harburg

Bei gemeinsamen Kursangeboten für Angehörige in der Asklepios

Klinik Harburg lernte Moritz den dortigen Lehrer für Pflegeberufe

und Kinaesthetics-Trainer Martin Burka (49) kennen.

Beide gehen jetzt noch einen Schritt weiter. Neben einer Angehörigenberatung

haben sie eine Angehörigenschule gegründet.

„Wir wollen damit einen Ort schaffen, an dem die Angehörigen

im Mittelpunkt stehen und nicht die Pflegebedürftigen“, sagt

Martin Moritz. In der Asklepios Klinik Harburg und besonders

bei deren Pflegedirektorin Christa Meyer stießen sie mit ihrer

Idee für die Schule auf offene Türen. Sie begrüßte die Kooperation

und stellte die notwendigen Schulungsräume zur Verfügung.

Damit stand der „Hamburger Angehörigenschule“ nichts

mehr im Wege. Sie startete mit einem Festakt am 11.April 2008

und präsentierte sich bei einem Tag der Offenen Tür. In einem

Grußwort der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt heißt

es: „Menschen, die ihre Angehörigen pflegen, wenden viel Zeit

und Kraft auf und nehmen oft Einschränkungen in Kauf. Dafür

gebührt ihnen Dank und Respekt. Vor allem aber müssen wir

ihnen diese schwierige Aufgabe soweit wie möglich erleichtern.

Darum habe ich mich über die Eröffnung der Hamburger Angehörigenschule

zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen

und Ehrenamtlichen sehr gefreut. Ich halte dieses Konzept für

vorbildlich und würde mich freuen, wenn es viele Nachahmer

in ganz Deutschland findet. Ich wünsche der Hamburger An-

Manchmal geht es ganz schnell. Plötzlich und völlig unvorbereitet

wird ein Verwandter oder jemand, der einem sehr nahe steht, zum

Pflegefall. Das kann durch einen Unfall geschehen oder durch

einen Schlaganfall. Auch schwere Krankheiten oder altersbedingte

Verwirrtheit enden oft damit, dass man sich nicht mehr alleine

versorgen kann. „In diesem Moment tauchen für die Angehöri-

gen unzählige Fragen auf, auf die sie ganz schnell eine Antwort

brauchen“, sagt Martin Moritz (43). Seit mehr als drei Jahren

berät und schult der studierte Philosoph und Altenpflege-Aus-

bilder von „Hanseatic – die Pflegeberater“ die Angehörigen und

erklärt, wie mit demenzkranken Eltern umzugehen ist oder

welche Leistungen die Pflegekasse übernimmt.

gehörigenschule einen guten Start und danke den Initiatoren

aus der Asklepios Klinik und dem Hanseactic-Pflegedienst, die

dieses innovative Projekt ermöglicht haben.“

Wer einen Angehörigen selbst betreuen möchte, kann sich in

der Hamburger Angehörigenschule kostenlos für eine optimale

Pflege weiterbilden lassen. Die Schulungen werden von der

Pflegekasse bezahlt. Burka und Moritz bieten zahlreiche Kurse

an, zum Beispiel zur ersten Orientierung, zur Pflege oder zur

sogenannten Kinaesthetics, einem Konzept zur individuellen

Bewegungsunterstützung. Kinaesthetics ist eine neue Möglichkeit,

den Alltag für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige

leichter zu machen. Das neu entwickelte Schulungsprogramm

„Kinaesthetics – Individuelle Bewegungsunterstützung für

pflegende Angehörige“ hilft Pflegepersonen im Pflegealltag und

schützt sie vor körperlicher Überlastung. Als erste Pflegekasse

hat die Barmer deshalb eine bundesweite Rahmenvereinbarung

mit Kinaesthetics Deutschland über Pflegekurse und individuelle

Schulungen im häuslichen Umfeld geschlossen.

Pflegende wie Pflegebedürftige werden in ihren Kompetenzen

gestärkt. Pflegebedürftige lernen und erleben, wie sie ihre Pflege

wirkungsvoll unterstützen und somit für die Pflegeperson

erleichtern können. Dies führt zur Steigerung des Selbstwert-

gefühls und der Lebensqualität. Die pflegenden Angehörigen

lernen, auf ihre eigene Bewegungssituation zu achten und vermeiden

belastendes Heben und Tragen. Außerdem wird durch

den Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen die soziale

Integration gefördert.

Die Hamburger Angehörigenschule bietet aber auch spezielle,

auf den einzelnen Fall abgestimmte Schulungen an. Dafür kommen

die Pflegeberater ins Haus und unterrichten die Angehörigen

vor Ort, damit die Pflege bestmöglich gelingt. So lernen

Angehörige unter anderem, wie sie den Patienten drehen oder

lagern müssen, ohne sich selbst zu verrenken oder den eigenen

Rücken zu belasten. Liegt der Patient noch im Krankenhaus,

kann die Schulung bereits dort beginnen.

Aus der Praxis berichtet Kinaesthetics-Trainer Martin Burka,

der bereits erste Schulungen nach dem neuen Konzept durchgeführt

hat: „Die spezielle Pflegesituation kennen die Angehörigen

selbst am besten. Meine Aufgabe ist es, mit ihnen nach

Möglichkeiten zu suchen, die das Zusammenspiel mit den

Pflegebedürftigen erleichtern und angenehmer machen.“ Als

Beispiel für die vielen positiven Rückmeldungen, die er während

der Schulungen erhält, zitiert er eine Frau, die ihren Mann

pflegt: „Ich habe mich nun etwas zurückgehalten und meinen

Mann erst einmal selber machen lassen. Ich bin erstaunt, was er

noch alles kann – und auch möchte!“

Optimieren Sie Ihre Materialversorgung mit dem

Designed with with care --

for for people who who care

v.l.n.r. Martin Moritz und Martin Burka werden pflegende Angehörige unterstützen.

Antriani Steenebrügge, Vorstandsvorsitzende von Kinaesthetics

Deutschland ergänzt: „Durch Kinaesthetics lernen Menschen,

die eigene Bewegung in Alltagsaktivitäten zu verstehen und zu

analysieren. Diese Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung

steigert die Bewegungskompetenz. Pflegende Angehörige

lernen, die Angebote zur Unterstützung der Bewegung in allen

Aktivitäten des täglichen Lebens wie Essen, Trinken, An- und

Auskleiden, Ausscheiden, sich Bewegen usw. einzusetzen.“

In Deutschland leben mehr als zwei Millionen Menschen, die

ständig oder häufig auf Hilfe angewiesen sind. Cirka 1,3 Millionen

davon werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt,

betreut und begleitet. Ein Großteil der pflegenden Angehörigen

leidet an körperlicher und psychischer Überlastung. Im Hinblick

auf diese Zahlen besteht dringender Handlungsbedarf.

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Patientenforum

Klavierunterricht, Fußball, Tennis, Ballett, Kindergeburtstag und jeden Tag Hausaufgaben – Deutschlands

Kinder sind gestresst. Eine Vielzahl von Untersuchungen zeigt, dass Kinder und Jugendliche bereits eine

Reihe von Befindlichkeitsstörungen haben, die auf ein hohes Stressniveau und mangelnde Bewältigungsstrategien

hindeuten. Wenn Stress zu einer chronischen Belastung wird, kann er bereits bei Kindern starke Auswirkungen

auf die Gesundheit haben. Neben Bluthochdruck, Diabetes und Asthma können auch Essstörungen und

chronische Magen-Darm-Probleme die Folge sein.

Asklepios intern sprach mit Dr. Thomas Schneider, Kinder-

arzt und Experte für Kindergastroenterologie in der Asklepios

Klinik Nord-Heidberg.

Asklepios intern: Dr. Schneider, welche Faktoren sind die überwiegenden

Ursachen für Stress?

Dr. Thomas Schneider: Rechnet man die Stunden zusammen, die

Kinder außerhalb der Familie verbringen, kommen in einigen

Fällen schnell zehn bis 12 Stunden zusammen. Das ist mehr

Zeit, als die Eltern unterwegs sind, um ihrer Arbeit nachzuge-

Mama –

wann habe

ich Urlaub?

Interview mit Dr. Thomas Schneider, Kinderarzt

und Experte für Kindergastroenterologie in der

Asklepios Klinik Nord-Heidberg

hen. Diese Stunden sind meist komplett verplant, in einer generalstabsmäßig

durchstrukturierten Freizeit hetzt das Kind von

Termin zu Termin. Für phantasievolles Spielen und ausgelassenes

Toben mit Freunden bleibt kaum noch Zeit.

Unsere Kinder müssen schon sehr früh lernen, mit Stress zu

leben. Entfällt jedoch der Stress, entsteht Langeweile, denn Entspannen

oder Relaxen fällt ihnen schwer. Sie haben nie gelernt,

den Tag zu verträumen und die Beine baumeln zu lassen. Über

80 Prozent der Kinder nehmen aus Bewegungsmangel und

falscher Ernährung an Gewicht zu.

Schulische Überforderungen, soziale Probleme, Geldmangel der

Eltern, die Abwesenheit eines Elternteils, aber auch Eltern, deren

schulische Erwartungen größer sind als die intellektuellen

Möglichkeiten ihres Kindes, sind weitere Stressfaktoren.

Ist die Reizüberflutung der Ursprung allen Übels?

Sicherlich liegt darin auch ein wesentlicher Grund. Unsere Welt

ist voller künstlicher Geräusche und bunter Bilder. Viel zu viele

Informationen strömen auf uns ein. Mit der Verarbeitung haben

selbst Erwachsene ihre Probleme. Wie soll ein Kind mit einer

solchen permanenten Dauerberieselung klarkommen? Wie viele

Kinder spielen noch im Wald oder in einer Pfütze? Wie viele

erobern noch selbst ihre Umwelt?

Wie viele von ihnen

sitzen lieber vor dem Fernseher

oder treffen sich zum

Gameboy-Match? Selbst die

heutige Elterngeneration ist

bereits mit einer medial geprägten

Freizeitgestaltung

aufgewachsen.

Welche Kinder reagieren bei

Stress am ehesten mit Magen-Darm-Problemen?

Der Magen-Darmtrakt ist ein häufiges Projektionsfeld stressinduzierter

psychosomatischer Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen.

Darunter sind aber auch Kinder, bei denen Grunderkrankungen

bestehen, die die natürliche Stressbewältigung

mindern. So können sich Nahrungsmittelallergien, eine Zöliakie,

inapparente Infektionen oder eine Nahrungsmittel-Intoleranz

erst unter Stress manifestieren. Die Kinder klagen über starke

Bauschmerzen und unangenehme Blähungen. Wir gehen den

Ursachen durch eine genaue Diagnostik ganz gezielt auf den

Grund. Bei 70 Prozent der Kinder handelt es sich um funktionelle

Bauchschmerzen ohne organische Störungen. Hier müssen

wir daran arbeiten, dass das Kind seine Schmerzwahrnehmung

verändert. Stressbedingte Oberbauchschmerzen durch Magenschleimhautschäden,

starke Blähungen und Verstopfungen

werden selbstverständlich medikamentös behandelt.

Unsere Kinderklinik arbeitet eng mit Kinder- und Jugendpsychiatern

zusammen. Meine kindergastroenterologische Praxis

stellt hier das Bindeglied zur Kinderklinik dar. In der Klinik

kümmern sich zusätzlich zwei Lehrer, eine Psychologin und

eine Ernährungsberaterin nach einem definierten Plan um die

Kinder, die einer stationären Behandlung bedürfen. Grundsätzlich

binden wir alle niedergelassenen Kinderärzte sehr stark in

die Therapie mit ein, denn sie sind es, die das Kind dauerhaft

weiter behandeln.

Welche Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes kommen am

häufigsten vor?

Wir beobachten eine fast epidemieartige Zunahme der Zöliakie,

einer durch Getreideeiweiß ausgelösten Dünndarmerkrankung.

Wöchentlich diagnostizieren wir einen weiteren Fall von Diabetes

Typ 1. Wir behandeln regelmäßig Kinder mit Morbus Crohn.

Dabei handelt es sich vorwiegend um überehrgeizige Kinder,

die sich schulisch überlasten. Die immunologisch vermittelten

Krankheiten, zu denen Allergien gehören, nehmen zu. Ebenso

die verschiedenen Arten von Sonderkost. Es gibt so gut wie keinen

Menschen mehr, der alles essen kann.

Was raten Sie gestressten Kindern und deren Eltern für die Zukunft?

Bei allen Sorgen in der Schule und für die Zukunft sollte Raum

für körperliche Belastung und Zeit zum Träumen bleiben. Nur

so lernt man Schmerzbewältigung und Entspannung. Treten

Bauchschmerzen in den Mittelpunkt von Beschwerden, kann

die Ursache psychosomatisch und auch stressinduziert sein. Es

kann aber auch eine ernstzunehmende Erkrankung dahinter

stecken. Kommt es zu Gewichtsabnahme, Aufgabe von Hobbys,

Schulausfall und weiteren Problemen wie Durchfall, Erbrechen,

Fieber, sollte man den Kinder- und Jugendarzt aufsuchen. Hinter

eigenartigen Essgewohnheiten (das Kind mag kein Gemüse,

isst kein Obst, lehnt Müsli ab) stecken möglicherweise Unverträglichkeiten,

die medizinisch abgeklärt werden sollten.

Das Gespräch führte Mandy Wolf

42 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 43

Kontakt

Dr. Thomas Schneider

Leitender Oberarzt der Kinderklinik

Asklepios Klinik Nord/Campus Heidberg

Tangstedter Landstr. 400, 22417 Hamburg

Tel: (040) 18 18 87-33 51 oder -33 52

Fax (040) 18 18 87-34 68

E-Mail: th.schneider@asklepios.com

Dr. Thomas Schneider


Patientenforum

„Ich will ein Uhu werden!“

Mitglied der Adipositas-Selbsthilfegruppe

der Klinik Fürstenhof nahm 100 kg ab

Bereits als Kind und Jugendliche war Kerstin Gröll aus

Bad Wildungen übergewichtig. „Ich stamme aus einer

traditionell dicken deutschen Familie,“ sagt die Hessin.

„Mit einer Ausnahme waren wir alle korpulent.“ Drei

kräftige Mahlzeiten gab es pro Tag, kohlenhydrathaltig

und fett. Morgens das Nutella-Brötchen, mittags warm

und abends Wurstbrot. Typisch deutsch eben. „Die

Schienen waren eingefahren und wenn man sich dann

kaum noch bewegt, ist doch klar, dass man zunimmt“

weiß Kerstin Gröll.

Bis zu ihrem 14. Lebensjahr spielte sie aktiv Handball, durch

eine Verletzung musste sie den Sport aufgeben. Von da an ging

es mit dem Gewicht rasant nach oben. An ihrem Hochzeitstag

wog sie bereits 140 kg. Damals war sie 18 Jahre alt. Nach der

Geburt ihres Kindes nahm sie jährlich fünf bis zehn Kilo zu.

Im Sommer 2006 brachte sie 204 kg auf die Waage. „Diese Zahl

kann eine herkömmliche Waage gar nicht mehr anzeigen. Zum

Wiegen musste ich immer in die Apotheke,“ so Kerstin Gröll.

Doch diese Grenze wollte sie auf keinen Fall überschreiten. Im

September 2006 ließ sie sich einen Magenballon einsetzen. Im Januar

2007 folgte dann eine operative Magenverkleinerung. Seitdem

hat sie fast 100 kg abgenommen. „Essen spielt in meinem

Leben nicht mehr diese bedeutende Rolle,“ sagt die junge Frau.

„Ich überlege jetzt sehr genau, ob ich Hunger oder Appetit habe,

bevor ich mir einen Bissen in den Mund stecke.“ Viele alte und

festgefahrene Gewohnheiten musste sie ablegen. Geholfen hat

ihr dabei auch eine begleitende Verhaltenstherapie. Anfangs benötige

Kerstin Gröll wöchentliche Sitzungen, jetzt holt sie sich

bei Bedarf Rat und Unterstützung. „Ich fühle mich großartig,“

sagt sie stolz.

Im Januar 2008 übernahm sie ihren eignen Bioladen und sitzt

jetzt sozusagen an der Quelle, wenn es um gesunde Ernährung

geht. Familie und Freunde haben sehr positiv auf die Gewichtsabnahme

reagiert, andere Menschen aus der hessischen Kleinstadt

waren erstaunt und überrascht. „Die Kerstin war doch

immer dick!“. Superschlank ist sie auch heute noch nicht, doch

hat sie für sich ein klares Ziel definiert: „Ich möchte ein Uhu

werden!“ sagt sie lachend. Uhu heißt: unter 100 Kilo! Bei den

jetzt verbliebenen 116 kg scheint das Ziel in greifbarer Nähe.

Die überschüssigen Hautlappen werden im Sommer 2009 durch

eine plastische Operation entfernt. Die Kosten übernimmt die

Krankenkasse.

Mit ihrer Adipositas-Selbsthilfegruppe möchte sie anderen Betroffenen

Unterstützung und Hilfe anbieten. „Ich will wachrütteln

und andere dicke Menschen aus ihrer Isolation herausholen.“

Denn auch mit ihren 204 kg habe sie immer gearbeitet und

sich nicht eingeigelt.

Ihr Rat für andere Übergewichtige, die abnehmen wollen: „Ein

BMI ab 40 ist allein nicht in den Griff zu kriegen. Lassen Sie sich

ärztlich unterstützen. Oft ist der Magenballon der erste Schritt

zu einem leichteren Leben.“

Mandy Wolf

Kontakt

Kerstin Gröll


E-Mail: info@shg-bw.de

www.shg-bw.de

-100 kg

Übergewicht kann

krank machen

Team der Inneren Abteilung der Stadtklinik

Bad Wildungen setzt Magenballon ein

Der Gewinner ist Deutschland! Sieger in einer Kategorie,

die unschöner nicht sein kann. Deutschland ist

Europas dickstes Land. Nirgendwo sonst sind 75

Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen übergewichtig.

Jeder zweite Erwachsene in Deutschland ist

Übergewichtig (ab BMI 25) mit „ansteigender Tendenz“.

Mehr als neun Millionen Menschen in Deutschland leiden an

krankhaftem und behandlungsbedürftigem Übergewicht (14,4

Prozent).

Mehr als neun Mill. Menschen in Deutschland leiden an krankhaftem

und behandlungsbedürftigem Übergewicht (14,4 %).

Dieser traurige Rekord kommt nicht von ungefähr. Trotz boomender

Fitnessbranche, unzähligen Koch-Shows und viel versprechenden

Ernährungsratgebern essen die Deutschen zu viel

und zu fett. Übergewicht kann krank machen. Menschen mit

Übergewicht leiden signifikant häufiger an:

Diabetes Mellitus

Rücken- und Gelenksprobleme

Hohem Blutdruck

Erhöhtem Cholesterin

Krebserkrankungen

Problemen der Gallenblase

Atemproblemen

Erkrankungen der Herzkranzgefäße

Neben ernährungsmedizinischer und Psychologischer Betreuung

ist der Magenballon ein nicht chirurgisches Hilfsmittel

für eine gesundheitliche und ästhetisch wünschenswerte Gewichtsabnahme.

In der Inneren Abteilung der Stadtklinik Bad

Wildungen hat sich um den Oberarzt Dr. Martin Schnaubelt ein

Team gebildet, das sich auf den Einsatz von Magenballons spezialisiert

hat. Unter Mitarbeit der Ernährungsexpertin Dr. Ulrike

Knoll, Oberarzt und Magenbandchirurg Dr. Franz Opfermann

sowie des Leitenden Arztes und plastisch-ästhetischen Chi-

rurgen für Fettschürzenschneiden, Dr. Detlef Riemer, blickt das

Team auf eine beieindruckende Erfolgbilanz: Die durchschnittliche

Gewichtsreduktion beträgt 15 bis 25 kg.

Indikationen für einen Magenballon sind ein Body Maß Index

(BMI) von 30 bis 40 kg/m², die bisher erfolglose Gewichtsreduktion

oder die Verhinderung von geplanten chirurgischen

Eingriffen.

Wenn keine der folgenden Kontraindikationen (BMI kleiner als

30, Alter geringer als 18 und nicht älter als 55 Jahre, bekannte

Magenpathologien, aktive Ulcera, kürzlich Hämatemesis, Zustand

nach Magen-Darm-Operationen oder Große Hiatushernien)

vorliegen, wird der Magenballon ungefüllt nach endoskopischer

Untersuchung über den Mund und die Speiseröhre in

den Magen eingesetzt.

Der Ballon besteht aus einem weichen und geschmeidigen

Silikonelastomer. Über einen Füllschlauch wird der Ballon mit

einer sterilen Kochsalzlösung (400 bis 700 ml) gefüllt. Nach

dem Füllvorgang wird der Füllschlauch entfernt, der Ballon

schwimmt frei im Magen. Bei sachgemäßem Einsatz sind nur

minimale Komplikationen bekannt. Der Ballon verbleibt bis zu

sechs Monate im Magen.

In den ersten zwei Tagen kann es zu Übelkeit und Refluxsymptomen

kommen. Darüber wird der Patient vor Legen des Ballons

informiert. In den ersten Tagen wird zu einer behutsamen

Nahrungsaufnahme geraten. Der Magen muss sich erst einmal

an den neuen „Dauergast“ gewöhnen.

Nach sechs Monaten wird der Ballon so entfernt, wie er eingesetzt

wurde. Eine weiterführende ernährungsmedizinische Beratung

wird empfohlen.

Dr. Martin Schnaubelt

Dr. Martin Schnaubelt

44 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 45


Patientenforum „Erfinderder Genusstherapie ist der

Psychologe Dr. Lutz, der sich an der Universität

Marburg in den 80er Jahren unter

anderem mit Entspannungstechniken

befasst hat. Besonderen Wert legte er dabei

auf den Praxisbezug. Hier arbeitete

er eng mit Patienten und Therapeuten

zusammen. Als Ergebnis dieser Arbeit

ist das Konzept der „Kleinen Schule des

Genießens“ entstanden. Ursprünglich

war es nur für Patienten mit Depressionen

gedacht. Im Laufe der Jahre hat

sich diese Behandlungsform nicht nur

verfeinert und in weitere Behandlungsgebiete

ausgeweitet, sondern in ganz

Deutschland verbreitet. Inzwischen wird

das Programm erfolgreich im gesamten

Spektrum psychiatrischer Erkrankungen

angewendet, jetzt sogar bei Schmerzpatienten.

Zum Thema sind bereits mehrere

Bücher erschienen. Gunnar Scheibner

besuchte Kurse bei Dr. Lutz und führt

jetzt selbst regelmäßig diese Therapie bei

seinen Patienten durch. Als Multiplikator

gibt er seine Erfahrungen weiter. Kürzlich

hielt er einen Vortrag über das Thema an

der Berliner Charité.

Hausaufgabe: riechen, fühlen, schmecken

Tagesklinik des Fachklinikums

Teupitz wendet erfolgreich

Genusstherapie an

In die Tagesklinik Königs Wusterhausen

des Fachklinikums Teupitz

kommen Patienten mit den unterschiedlichsten

psychiatrischen

Symptomen. Den größten Anteil

haben Menschen mit depressiverund

Angst-Symptomatik.

Gerade bei ihnen zeigt die Genusstherapie,

die Gunnar Scheibner,

Stationsleiter der Tagesklinik und

Fachpfleger für Psychiatrie, erfolgreich

in der Tagesklinik einsetzt,

eine große positive Wirkung.

Als eine klassische verhaltenstherapeutische

Therapieform geht die Genusstherapie

von einem Ungleichgewicht zwischen

Gesundheit und Krankheit aus.

Was kann man selber tun, um dieses Ungleichgewicht

zugunsten der Gesundheit

zu verschieben? Eigentlich sind es ganz

einfache Dinge, wie z.B. die Aufmerksamkeit

auf positive Dinge lenken, von

angenehmen Erinnerungen sprechen,

wohltuende Reize aufnehmen, sich selbst

etwas Gutes tun. In dem Moment, in dem

die Aufmerksamkeit auf etwas Positives

fokussiert wird, kann nicht gleichzeitig

an etwas Negatives gedacht werden.

Bei der Anwendung der Genusstherapie

in der Gruppensitzung kommt jeder

der sechs bis zehn Teilnehmer einmal

zu Wort, jeder steht mal im Mittelpunkt.

Hier wird über angenehme Bilder und Erinnerungen

gesprochen und viel gelacht.

Die Teilnahme ist freiwillig. Wichtigste

Grundregeln des Genießens sind:

Genuss braucht Zeit

Genuss muss erlaubt sein

Genuss geht nicht nebenbei

Wissen, was einem gut tut

Weniger ist mehr

Ohne Erfahrung kein Genuss

Genuss ist alltäglich

Wichtigste Regel ist, dass in der Gruppe

nur über positive Dinge gesprochen

wird, Negatives bekommt keinen Raum.

Wesentliche Elemente sind die fünf Sinne

(Riechen, Fühlen, Schmecken, Sehen, Hören),

über die in den folgenden Sitzungen

nacheinander gesprochen wird. In einer

Art Brainstorming sammelt der Therapeut,

welche angenehmen, wohltuenden

Erlebnisse die Patienten kennen. Hier

gleichen sich die Bilder: Haustier streicheln,

Musik hören, Lesen, sich einkuscheln,

Spazieren gehen, im Garten sein,

Schaumbad nehmen, Sport treiben usw.

Immer wieder muss Gunnar Scheibner

erfahren, dass Patienten nichts dergleichen

für sich kennen, oder nicht mehr

kennen. Möglicherweise gab es früher

wohltuende Dinge, die sie wegen eines

stressigen Jobs, der jahrelangen Kindererziehung

usw. aus den Augen verloren

hat. Genau hier kann die Genusstherapie

ansetzen. Positive Erlebnisse von früher

werden wieder lebendig gemacht, aber

auch Anregungen für neue, positive Erlebnisse

gegeben.

Infos und Kontakt [auch für Fortbildungsinteressierte]

Gunnar Scheibner

Fachpfleger für Psychiatrie

Stationsleiter der Tagesklinik Königs

Wusterhausen des Fachklinikums Teupitz

E-Mail: g.scheibner@asklepios.com

Zur intensiven Einbindung der Patienten

bekommen sie „Hausaufgaben“ auf.

Beispielsweise sollen sie zur nächsten

Sitzung zum Thema „Riechen“ ein gut

riechendes Objekt mitbringen und den

anderen vorstellen. Anschließend wird

in der Gruppe über diese Objekte und

die dadurch hervorgerufenen Gefühle

gesprochen. In einer zweiten Runde werden

dann die Objekte herumgereicht und

erläutert.

So entsteht im Laufe des Kurses ein Gruppengefühl.

Sonst eher zurückhaltende

Menschen trauen sich mehr zu, sprechen

über Erlebtes und Emotionen.

Viele Patienten möchten nach Abschluss

des Kurses in Form eines gemeinsamen

Projektes all das Erlernte noch einmal zusammenfassen.

So gab es schon sehr kreative

und schöne Genussgruppen-Projekte.

Meist ist das ein Genussfrühstück,

besonders lecker hergerichtet, festlich

gedeckt, mit Musik untermalt. Auch eine

sehr kreativ gestaltete Beach-Bar mit Reggaemusik,

Strandsand und alkoholfreien

Cocktails gab es schon. Andere Genuss-

Projekte heißen „Genuß-Spaziergang”

mit Baum-Anfassen und Lauschen auf

das Vogelgezwitscher oder Barfußgehen

über die Wiese.

Inzwischen findet die Genusstherapie auf

weiteren Stationen statt, durchgeführt

von engagierten Kolleginnen und Kollegen.

Mit spezieller Ausrichtung auch

in der Gerontopsychiatrie und sogar im

Maßregelvollzug.

Höhepunkt war ein bundesweites Treffen

der Genusstherapeuten 2004 mit Dr. Lutz,

das neben dem Erfahrungsaustausch auch

neue Anregungen brachte.

46 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 47


Patientenforum

Interplast Germany e.V.

Gemeinnützigkeit – Ehrenamtlichkeit

– Mildtätigkeit: Diese

Werte hat sich Interplast Germany

e.V., ein gemeinnütziger Verein

für kostenlose Plastische Chirurgie

in Entwicklungsländern, auf die Fahne

geschrieben. Bei den Interplast-Operationsteams handelt

es sich um erfahrene Plastische Chirurgen, Anästhesisten

und OP-Schwestern, die ihren Urlaub zur Verfügung stellen,

um unentgeltlich in Entwicklungs- und zum Teil auch in

Schwellenländern zu operieren. Die entstehenden Kosten für

Transport und Unterkunft der Teams werden aus Spenden

finanziert.

Gemeinnütziger Verein für

kostenlose Plastische Chirurgie

in Entwicklungsländern

Die Operationsteams fliegen auf Einladung eines Krankenhauses

für zwei bis drei Wochen ins Gastgeberland. Teil der

Mission ist es, Ärzte und Pflegekräfte vor Ort in die Arbeit einzubinden

und vor allem auch zu schulen. Bei der Auswahl der

Patienten wird besonderer Wert darauf gelegt, dass nur diejenigen

operiert werden, die sich eine Behandlung sonst nicht

leisten können.

Mit ihrer Arbeit wollen die derzeit rund 500 Interplast-Mitglieder

Patienten in die Lage versetzen, ein sozial integrierter

Bestandteil ihrer Gesellschaft zu werden. Angeborene Fehlbildungen

oder Erkrankungen werden in Ländern wie im Iran

häufig als Bestrafung durch göttliche Mächte für falsches Verhalten

gesehen. Die Betroffenen werden gesellschaftlich nicht

akzeptiert.

Für „Dr. Ubu” heißt Urlaub: Einsatz

im Iran Chefanästhesist aus Lindenlohe rettet mit Interplast Leben

Das Todesurteil für einen neunjährigen Flüchtlingsjungen aus

Afghanistan scheint besiegelt. Ein offener Unterschenkelbruch

als Folge eines Autounfalls, eine klaffende, hochgradig infizierte

Wunde und eine medizinische Versorgung im Iran, die

in diesem Fall aus politischen Gründen nicht greift. Der Junge

liegt zu Hause oder besser dort, wo ihn das Flüchtlingsschicksal

abgeworfen hat und wartet aufs Sterben. Für Warten und Politik

hat das Ärzteteam von Interplast Germany e.V. keine Zeit: Es

erfährt vom Fall des Jungen, entscheidet sich zu einer sofortigen

Hautverpflanzung, setzen die Operation in der Universitätsklinik

Rafsanjan um und rettet so ein Leben, das noch gar nicht so

richtig angefangen hatte.

Mitglied des siebenköpfigen Teams der Interplast-Sektion

Südbayern, die auf Einladung der iranischen Regierung 14 Tage

in Rafsanjan arbeitet und ausbildet, ist Dr. Franz-Jürgen Unterburger.

Der 45-jährige in Kemnath-Stadt geborene Oberpfälzer

verbringt im Auslandseinsatz einen Teil seines Urlaubs – unentgeltlich.

Regulär ist er Chefarzt für Anästhesie und Schmerztherapie

an der Orthopädischen Klinik Lindenlohe. Einen Großteil

seiner Freizeit widmet er ebenfalls der Medizin, allerdings

fernab des geregelten Klinik-Alltags. So leistet er Dienste bei

der Österreichischen Luftrettung in Kufstein und – als einziger

Deutscher – bei der „Air Zermatt”, deren Hubschrauberpiloten

als die besten der Welt gelten. Darüber hinaus arbeitet Dr. Unterburger

seit 1997 ehrenamtlich für Interplast Germany e.V.

Bislang hat er an fünf Auslandseinsätzen teilgenommen.

Die Gradwanderung zwischen Leben und Tod ist für den

aktiven Notarzt Teil seines Lebens und seiner Profession. Das

lebendige Lachen des Neunjährigen nach erfolgreicher Operation

ist mehr als Motivation – es ist unbezahlbar.

„Wir heißen das deutsche Ärzteteam herzlich Willkommen“,

steht in großen Lettern in deutscher Sprache neben der Eingangstür

des Uni-Klinikums Rafsanjan. Der Südosten des Irans

ist nicht arm. Die Region in der Provinz Kerman ist Mittelpunkt

des iranischen Pistazienanbaus, wirtschaftlich besser gestellt als

viele Teile des Landes und vor allem: kein Krisengebiet. Anders

als andere medizinische Hilfsdienste entsendet Interplast Germany

e.V. Teams ausschließlich in befriedete Landstriche und

nur auf ausdrückliche Einladung.

Was das Interplast-Team unter Leitung des Plastischen Chirurgen

Dr. Andreas Schmidt aus Murnau in Rafsanjan vorfindet,

ist eine medizinische Ausstattung, die sicherlich nicht westlichem

Niveau entspricht, aber doch gut und in einwandfreiem

Zustand ist. In Kombination mit dem erfahrenen deutschen

Team gut genug, um in 14 Tagen das Leben von 84 Patienten

nachhaltig zu verbessern – und ein Leben zu retten. Im Regelfall

führt Interplast plastisch-chirurgische Eingriffe in Entwicklungsländern

durch. Die Patienten, die in die Universitätsklinik

im Iran kommen, leiden an Fehlbildungen wie Lippen-Kiefer-

Gaumen-Spalten, Verkrüppelungen an Händen und Füßen

sowie Tumoren und vor allem schweren Verbrennungsnarben

nach Explosionen undichter Gasleitungen und Verbrühungen

durch heißes Samowarwasser. In enger Abstimmung mit dem

medizinischen Personal vor Ort wird nach einem klar strukturierten

Plan den ganzen Tag operiert. Doch damit nicht genug:

Parallel werden einheimische Ärzte und Pflegepersonal geschult

und weitergebildet.

„Dr. Ubu“ steht in schwarzen, mit der Hand geschriebenen

Buchstaben auf dem weißen Pflaster, das beim Einsatz in Rafsanjan

auf der grünen OP-Kluft von Dr. Franz-Jürgen Unterburger

klebt. Der 1,94 Meter große Doktor aus Deutschland sticht

nicht nur durch seine Körpergröße im Land der Pistazien und

Wasserpfeifen heraus. Vielmehr ist es seine ruhige und bedachte

Herangehensweise, die auffällt. Dazu kommt Bescheidenheit,

gepaart mit einer scheinbaren Unermüdlichkeit sowie der

Wissbegierde und dem Tatendrang eines Heranwachsenden.

Vergleichbar mit dem Tatendrang, den ein neunjähriger Flüchtlingsjunge

aus Afghanistan dank seiner Hilfe und der des gesamten

Interplast-Teams jetzt ausleben darf.

48 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 49


Patientenforum

Die Burnout-

Spezialisten

Psychosomatisches Fachzentrum Falkenried

eröffnete private Tagesklinik

Der Schwerpunkt der Tagesklinik liegt in der Therapie von

depressiven Erschöpfungssymptomen und Burnout-Erkrankungen.

Im Weiteren werden hier Psychosomatosen, somatoforme

Beschwerdebilder, neurotische Störungen, Angst- und

Panikstörungen, Depressionen, sowie Persönlichkeits-, Anpassungs-

und Essstörungen behandelt.

Die Besonderheit des therapeutischen Angebots liegt in einer

integrativen und kombinierten Psychotherapie mit tiefenpsychologischen

und verhaltenstherapeutischen Elementen. Das

bedeutet, dass die Psychotherapie sowohl konflikt- als auch lösungsorientiert

ausgerichtet ist.

Darüber hinaus hält das Behandlungskonzept optionale Einheiten

vor, die individuell auf das Beschwerdebild abgestimmt

werden, wie beispielsweise Feldenkrais, Shiatsu, Craniosa-

Unter ärztlicher Leitung von Prof. Dr. Dr. Stephan

Ahrens, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung

für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im

Asklepios Westklinikum Hamburg, wird am Psychosomatischen

Fachzentrum Falkenried ein integratives

Behandlungskonzept mit interdisziplinären Therapieformen

in tagesklinischer Betreuung angeboten.

craltherapie, Ostheopathie, psychodynamische Körpertherapie-Einzelangebote,

Anleitung in Entspannungsverfahren,

psychoedukative, supportive oder symptomorientierte Gesprächseinheiten.

Darüber hinaus besteht ein homöopathisches

Behandlungsangebot.

Die Behandlungen werden mit einer Frequenz von ein, zwei

oder drei Tagen pro Woche angeboten. Die verbleibende Zeit

verbringen die Patienten in ihrem jeweiligen häuslichen Umfeld.

So wird eine relativ niederfrequente, jedoch intensive

psychotherapeutische Arbeit und Begleitung der Patienten ermöglicht.

Je nach Bedarf kann diese Therapieform auch ein berufsbegleitendes

Angebot darstellen. Diese Art der fokussierten

therapeutischen Behandlung bietet einen intensiven Therapieprozess,

der erfahrungsgemäß eine Behandlungsdauer von 15

bis 30 Tagen vorhält.

Das tagesklinische Angebot ist insbesondere auf folgende Indikationsstellungen

ausgerichtet:

als Anschlussbehandlung bei ungenügender Stabilisierung

mit drohender Rückfallneigung nach initial erfolgter stationärer/teilstationärer

Behandlung,

als eine intensivierte psychotherapeutische Behandlungsform

aufgrund von Schwere und Störungsbild, für Pa–

tienten, die durch berufliche oder familiäre Verpflichtungen

ein stationäres oder durchgehendes teilstationäres Angebot

nicht wahrnehmen können,

bei Patienten mit einer Abwehrstruktur, welche ein intensiviertes

multimodales Behandlungskonzept erfordert, um

dieser Abwehrstruktur begegnen zu können und eine Arbeit

an psychotherapeutischen Themen möglich werden zu lassen,

bei Patienten mit wenig stützendem sozialen Umfeld, eingeschränkten

sozialen Kontakten bzw. mit Störungen in der

Beziehungsgestaltung.

Die Integration von Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie

ist in dieser Form bundesweit einmalig und nur durch die besondere

fachlich-personelle Konstellation umsetzbar.

50 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 51

Kontakt

Prof. Dr. Dr. Stephan Ahrens

Ärztlicher Leiter

Psychosomatisches Fachzentrum Falkenried

Private Tagesklinik – Privatambulanz – Coaching und Beratung

Lehmweg 17, 20251 Hamburg

Tel.: (040) 41 3434 3-0

Prof. Dr. Dr. Stephan Ahrens

Ihr Dienstleistungsunternehmen

in der Medizintechnik

Die HERMED GmbH erarbeitet gemeinsam mit Ihnen

individuelle Lösungen für Ihre gesamte Medizintechnik

im Krankenhaus. Unsere Dienstleistungen orientieren

sich an Ihren Ansprüchen und Bedürfnissen!

Unser Leistungsspektrum reicht von der Einzelrepa-

ratur bis hin zur ganzheitlichen Bewirtschaftung Ihrer

Geräte und Anlagen. Wir sorgen für eine hohe Verfügbarkeit

und Sicherheit Ihrer medizinischen Geräte und

Anlagen. Ein weiterer wichtiger Leistungsbaustein der

HERMED GmbH ist die Einführung von Qualitätsmanagementsystemen.

Unser kompetentes Team

begleitet Sie bei der Umsetzung Ihres internen oder externen

Qualitätsmanagementsystems – KTQ-Zertifizierung,

DIN ISO-Zertifizierung - im Bereich Medizintechnik.

Qualität, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit!

Mit unserer mehr als 20jährigen Krankenhauserfahrung

garantieren wir Ihnen eine hohe fachliche Kompetenz in

der Gerätetechnik und den klinischen Betriebsabläufen.

Die herstellerunabhängige Dienstleistung in den Bereichen

Service, Planung und Beratung ist dabei wichtigster

Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie.

Die HERMED GmbH ist Ihr herstellerunabhängiger Partner

in der Medizintechnik!

Gerne übersenden wir Ihnen weitere Informationen.

Senden Sie uns ein eMail oder rufen Sie

uns direkt an.

Robert-Bosch-Strasse 6 | 67292 Kirchheimbolanden

Tel.: 06352-4 01 60 | Fax: 06352-40 16 10

Email: kibo@hermed.de | http://www.hermed.de


Patientenforum

? Asklepios

Im nächsten Heft

Quiz

Sie haben die aktuelle Ausgabe derAsklepios intern“ aufmerksam

gelesen? Dann rätseln Sie mit und gewinnen Sie! Wie das

geht? Ganz einfach! Beantworten Sie die nachstehenden vier

Fragen und erraten Sie so das Lösungswort. Dieses ergibt sich

aus den Buchstaben vor der korrekten Antwort. Als Preis winkt

der Bestseller „Die kleinen Gärten des Maestro Puccini“ von

Helmut Krausser.

Bitte senden Sie Ihre Lösung bis zum 15. August 2008 an:

Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing

Mandy Wolf

Hubertusstraße 12-22

16547 Birkenwerder

E-Mail: Mandy.Wolf@asklepios.com

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gewonnen!

Wir gratulieren der Preisträgerin unseres Rätsels aus der

Asklepios intern Nr. 35!

Gewonnen hat Petra Strehlau aus Birkenwerder

Aufrecht gehen

30.000 Bandscheiben werden pro Jahr in

Deutschland operiert. Eine Standardtherapie

gibt es nicht. Wichtig ist die individuell

abgestimmte Therapie auf Basis einer

gründlichen Diagnostik. Beim fortgeschrittenen

Bandscheibenverschleiß hat man bisher

die betroffenen Segmente versteift. Hier

deutet sich eine Wende an: Für Hals- und

Lendenwirbelsäulen wurden Endoprothesen

entwickelt. Mehr dazu im Interview

mit Dr. Reinhard Bremen-Kühne.

Pulleralarm!

Welche Eltern kennen das nicht: Der

Sprössling wird morgens geweckt – und

das Bett ist nass. Die meisten Eltern reagieren

gelassen auf eine solche Situation.

Doch was tun, wenn das Kind über

fünf Jahre alt ist und das Bettnässen zum

Dauerzustand wird? Das Fachklinikum

Brandenburg bietet eine wirkungsvolle

Therapie.

1. Wie oft ereignet sich in Deutschland ein Schlaganfall?

L) alle 9 Minuten

M) alle 3 Minuten

N) alle 30 Minuten

2. Welche Warnsignale gibt es für Eltern, deren Töchter an

Magersucht leiden?

R) Die Mädchen nehmen sich als zu dick wahr.

S) Die Mädchen nehmen sich als zu dünn wahr.

T) Die Mädchen gewinnen immer mehr Freunde.

3. Welche Faktoren können Anlass von Stress bei Kindern

sein?

(Q) ausgelassenes Toben mit Freunden

(R) verständnisvolle Eltern

(S) schulische Überforderung

4. In welchem Land Europas leben die dicksten Menschen?

A) Deutschland

B) Großbritannien

C) Schweden

Lösungswort: __ __ __ __

Lösungshinweis: Gesucht wird ein Keim, der bei gesunden

Menschen keine Krankheiten und Beschwerden verursacht.

Aktion „Saubere Hände“

Jährlich treten in Deutschland ca. 500 000

Infektionen in Kliniken auf. Sie führen zu

zusätzlichem Leid der Patienten, zur Verlängerung

des Aufenthaltes und damit

auch zu zusätzlichen Kosten. Experten

sind sich einig: sorgfältige Desinfektion

der Hände ist die wichtigste Maßnahme

zur Vermeidung von Infektionen.

Die nächste Asklepios intern

erscheint am 30.9.2008

! Buchtipps

Martin Walser: Ein liebender Mann

Walsers neuer Roman erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe: bewegend, aufwühlend

und zart. Der 73-jährige Goethe liebt die 19-jährige Ulrike von Levetzow. 1823

in Marienbad werden Blicke getauscht, Worte gewechselt, die beiden küssen einander auf

die Goethe’sche Art. «Das war sein Zustand: Ulrike oder nichts.» Aber sein Alter holt ihn

ein. Auf einem Kostümball stürzt er, und bei einem Tanztee will sie ein Jüngerer verführen.

Der Heiratsantrag, den er Ulrike trotzdem macht, erreicht sie erst, als ihre Mutter mit

ihr nach Karlsbad weiterreisen will. Die Glaubwürdigkeit, die Wucht der Empfindungen

und ihres Ausdrucks – das alles zeugt von einer Kraft und (Sprach-)Leidenschaft ohne

Beispiel. In seinem Roman „Ein liebender Mann” trifft Walser den Ton der Zeit, ohne

antiquiert zu wirken. Eine klassische Meisterleistung.

Ein liebender Mann, Rowohlt Verlag, 288 Seiten. Preis: 19,90 Euro

Robert Domes: Nebel im August

Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von „Jenischen“, Zigeunern,

wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben,

bis er schließlich in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier

nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt

er die Todesspritze verabreicht. Obgleich geistig völlig gesund – mit dem Stempel

„asozialer Psychopath“ wird er als unwertes Leben aus dem Weg geräumt. Der Journalist

Robert Domes erzählt (die wahre Geschichte) aus der Perspektive des Jungen mit beeindruckender

Intensität. Er macht die Denkstrukturen des nationalsozialistischen Regimes

sichtbar und berichtet von der damit einhergehenden Ideologie der Euthanasie.

Nebel im August, Verlag: CBT, 349 Seiten. Preis: 7,95 Euro

Helmut Krausser: Die kleinen Gärten des Maestro Puccini

Aus Liebe zu den Opern Puccinis begann Krausser, dessen verborgene Lebensumstände

zu erforschen. Mit den Ergebnissen seiner Recherchen schrieb er einen Roman, der zehn

ereignisreiche Lebensjahre des Meisters in neuem Licht erscheinen lässt. Es gelang Krausser

nicht nur, die streng gehütete Identität der Puccini-Geliebten Corinna zu enthüllen,

sondern auch die tragischen Umstände, die zum Skandal um sein Hausmädchen Doria

Manfredi führten. Die Spannungsfelder zwischen Kunst und Erfolg, Liebe und Begierde,

Neid und Intrige, Revolte und Versagen liefern den Stoff zu einem oft bizarren Geflecht

der Verstrickungen. Rund um die Person des heute populärsten Opernkomponisten entfaltet

sich ein Panorama jener letzten Phase der Belle Epoque in einer neuen Perspektive.

Die kleinen Gärten des Maestro Puccini, Dumont Literatur und Kunst Verlag, 382 Seiten.

Preis: 19,90 Euro

52 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 53


Klinikübersicht

Akutkliniken – Klinikträgerschaft Anzahl Betten

1 Asklepios Klinik Altona Krankenhaus der Maximalversorgung 922

2 Asklepios Klinikum Bad Abbach I Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumatologie 225

3 Asklepios Klinik und Hotel St. Wolfgang Bad Griesbach Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 278

4 Asklepios Harzklinik Bad Harzburg Fachkrankenhaus für Orthopädie und Innere Medizin 90

5 Asklepios Schlossberg Klinik Bad König Fachklinik für Neurologische Frührehabilitation 70

6 Asklepios Klinik Bad Oldesloe Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 198

7 Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 270

8 Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 180

9 Asklepios Klinik Barmbek Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 716

10 Asklepios Klinik Birkenwerder Fachkrankenhaus für Orthopädie, Gefäßchirurgie, Plastische Chirurgie und Diabetologie 175

11 Asklepios Fachklinikum Brandenburg Zentrum für Neurologie und Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie 374

12 Asklepios Harzklinik Clausthal-Zellerfeld Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 44

13 Asklepios Südpfalzklinik Germersheim Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 132

14 Asklepios Fachklinikum Göttingen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie 360

15 Asklepios Harzklinik Goslar Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 333

16 Asklepios Westklinikum Hamburg Rissen Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 540

17 Cardio CliniC Hamburg Fachkrankenhaus für Kardiochirurgie 25

18 Fachklinik Helmsweg/Hamburg Klinik für Gynäkologie und Chirurgie 20

19 International Neuroscience Institute Hannover 2 Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, stereotaktische Neurochirurgie und Neuroradiologie 108

20 Asklepios Klinik Harburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 741

21 Asklepios Kreiskrankenhaus Hohenmölsen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 100

22 Asklepios Orthopädische Klinik Hohwald Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumaorthopädie 110

23 Asklepios Südpfalzklinik Kandel Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 188

24 Asklepios Klinik Langen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 273

25 Asklepios Klinik Lich Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 242

26 Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe Fachkrankenhaus für Orthopädie 132

27 Asklepios Fachklinikum Lübben Zentrum für Neurologie, Psychiatrie, Kinder – und Jugendpsychiatrie 215

28 Asklepios Fachkliniken München-Gauting Fachkrankenhaus für Lungenkrankheiten und Thoraxchirurgie 300

29 Asklepios Klinik Nord Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 1.440

30 Collm Klinik Oschatz 2 Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 240

31 Asklepios Klinik Parchim Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 149

32 Asklepios Klinik Pasewalk Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 325

33 Asklepios-ASB Klinik Radeberg Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 143

34 Asklepios Klinik Sankt Augustin Krankenhaus der Schwerpunkt- und Maximalversorgung 210

35 Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 200

36 Asklepios Klinik Schildautal Seesen I Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, Neurologie, Gefäßchirurgie und Anästhesiologie 242

37 Asklepios Kliniken Schwalm-Eder Klinikum Homberg Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 102

38 Asklepios Kliniken Schwalm-Eder Klinikum Melsungen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 76

39 Asklepios Kliniken Schwalm-Eder Klinikum Schwalmstadt Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 192

40 Asklepios Stadtkrankenhaus Seesen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 125

41 Asklepios Klinik Seligenstadt Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 133

42 Asklepios Klinik St. Georg Krankenhaus der Maximalversorgung 758

43 Asklepios Fachklinik Stadtroda Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 386

44 Asklepios Fachklinikum Teupitz Zentrum für Neurologie und Psychiatrie 196

45 Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn Fachkrankenhaus für Psychotherapie, Psychiatrie und psychosomatische Medizin 176

46 Asklepios Klinikum Uckermark Schwedt Krankenhaus der Schwerpunkt- und Maximalversorgung 507

47 Asklepios Klinik Wandsbek Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 605

48 Asklepios Kreiskrankenhaus Weißenfels Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 355

49 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt I Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 128

50 Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 331

51 Asklepios Fachklinikum Wiesen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie 173

52 Anaheim General Hospital Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 100

53 Bellflower Medical Center Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 144

54 Buena Park Medical Center Fachkrankenhaus für Geriatrie 43

55 Hawthorne Medical Center Fachkrankenhaus für Psychiatrie 52

56 L. A. Metropolitan Medical Center Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 161

57 Tustin Medical Center Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 177

Akutkliniken – Klinikmanagement

58 Salus Fachkrankenhaus Bernburg 1 Fachkrankenhaus für Psychiatrie/Psychotherapie 276

59 Kreiskrankenhaus Eggenfelden Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 294

60 Kreiskrankenhaus Pfarrkirchen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 175

61 Kreiskrankenhaus Simbach Fachkrankenhaus für Innere Medizin 140

62 Salus Fachkrankenhaus Uchtspringe 1 Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 350

www.asklepios.com

Akutkliniken in Athen/Griechenland3 Anzahl Betten

63 Athens Medical Center3 64 Interbalkan European Medical Center3 65 Athens Pediatric Center3 66 Psycho Clinic Athen3 67 P. Faliro Clinic3 68 Dafni Klinik3 69 Iasis Piraeus3 70 Peristeri Clinic3 54 Asklepios intern 36/2008 Asklepios intern 36/2008 55

Insgesamt 1.130

Akutnahe Rehakliniken – Klinikträgerschaft

71 Asklepios Klinikum Bad Abbach II Zentrum für Orthopädische und Rheumatologische Rehabilitation 269

72 Asklepios Neurologische Klinik Bad Salzhausen Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 190

73 Asklepios Klinik Schaufling Rehabilitationszentrum für Neurologie, Orthopädie, Geriatrie und Kardiologie 350

74 Asklepios Kliniken Schildautal Seesen II Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 160

75 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt II Fachklinik für Pneumologie, Onkologie, Dermatologie und Allergologie 290

76 Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 160

Rehakliniken – Klinikträgerschaft

77 Asklepios Burgseekliniken Bad Salzungen Fachklinik für Onkologie, Pneumologie und Orthopädie 270

78 Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau Fachklinik für Orthopädie und Gynäkologie 220

79 Asklepios Katharina-Schroth-Klinik Bad Sobernheim Fachklinik für Orthopädie 173

80 Asklepios Helenenklinik Bad Wildungen Fachklinik für Innere Medizin, Orthopädie, Urologie und Nephrologie 140

81 Asklepios Fachklinik Fürstenhof Bad Wildungen Fachklinik für Herz-/Kreislauferkrankungen und Neurologie 228

82 Asklepios Klinik Triberg Fachklinik für Onkologie 140

83 Asklepios Hirschpark Klinik Alsbach-Hähnlein Fachklinik für Orthopädie 120

84 Asklepios Weserberglandklinik Höxter Fachklinik für Neurologische und Orthopädische Rehabilitation,

Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen

250

Forensische Psychiatrie (Maßregelvollzug) – Klinikträgerschaft

85 Asklepios Klinikum Brandenburg 101

86 Asklepios Klinik Forensische Psychiatrie Göttingen 63

87 Asklepios Klinik für Forensische Psychiatrie Stadtroda 80

88 Asklepios Klinikum Teupitz 20

89 Asklepios Klinik für Forensische Psychiatrie Hamburg Campus Ochsenzoll 178

Forensische Psychiatrie (Maßregelvollzug) – Klinikmanagement

90 Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Bernburg1 137

91 Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Uchtspringe1 290

Soziale Einrichtungen – Trägerschaft

92 Asklepios Pflegezentrum Ahrensburg 83

93 Asklepios Kurstift Bad Kreuznach 82

94 Asklepios Pflegezentrum Reinfeld 87

95 Asklepios Pflegeheim Weserblick 34

96 Drogenambulanz Hamburg-Altona

97 Drogenambulanz Hamburg-Harburg

98 Drogenambulanz Hamburg-Högerdamm

99 Drogenambulanz Hamburg-Wandsbek

Soziale Einrichtungen

100 Salus Pflegeheim St. Georgii I1 109

101 Salus Pflegeheim St. Georgii II1 48

102 Salus Altenpflegeheim Uchstpringe1 50

103 Salus Kinder-und Jugendheim Schloß Pretzsch1 121

104 Salus Heim zur U-Haftvermeidung Tornau1 14

105 Salus Heim Gardelegen1 39

106 Salus Heim Uchtspringe1 117

107 Salus Kinder- und Jugendheim Jugend-Landhof Woltersdorf1 108 Salus Ambulanter Pflege- und Hauswirtschaftsdienst Magdeburg1 109 Soziotherapeutische Einrichtung Uchtspringe 11

110 Intensiv Betreutes Wohnen Gardelegen 34

1 Bei diesen Einrichtungen handelt es sich um das gesamte Management der landeseigenen Gesellschaft SALUS gGmbH.

2 Einrichtungen mit Minderheitsbeteiligung und Managementvertrag 3 Einrichtungen mit Minderheitsbeteiligung

Insgesamt zählen 110 Einrichtungen zum Asklepios Verbund,

die ergänzt werden durch 37 Tageskliniken.

Von den 110 Asklepios Einrichtungen (Trägerschaft

und Management) sind die 96

deutschen Standorte auf der Karte markiert.

Sechs weitere Standorte befinden sich in den

USA, acht Kliniken in Griechenland.

Einrichtungen in Betriebsführung

der Asklepios Kliniken


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56 Asklepios intern 36/2008

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