Geprüfte Lernziele EUUS (schriftliche Prüfung)

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Geprüfte Lernziele EUUS (schriftliche Prüfung)

Einführung in den Umgang mit Umweltsystemen (LV 701-0005-00L) Lernziele HS 2009

Geprüfte Lernziele EUUS (schriftliche Prüfung)

Allgemeine Lernziele

Kapitel im Skript:

Die Studierenden besitzen einen Überblick über die Inhalte des Skripts und deren Bedeutung im

Problemlösezyklus. Sie kennen die darin vorgestellten grundlegenden Überlegungen und können

die Arbeitsschritte und Methoden im Hinblick auf Ablauf, Ziele sowie Begrenzungen beschreiben.

Die Vorlesungsunterlagen sowie die Übungen sind Teil des Prüfungsstoffs (siehe

http://www.euus.ethz.ch/docs).

Die Studierenden sind in der Lage, die in den Übungen vertieften Methoden anzuwenden und die

Dynamik verschiedener Umwelt(teil)systeme zu analysieren.

Die Kapitel 5.3 und 5.4 sowie Kapitel 6.6 sind nicht Bestandteil der Prüfung. Die fallbezogenen

Inhalte von Skript und Vorlesung zu den juristischen Rahmenbedingungen und der ökonomischen

Analyse werden hingegen geprüft.

Die Inhalte der Kapitel, welche in der mündlichen Prüfung vorkamen (Kapitel 7 und 8), sind

ebenfalls Bestandteil der schriftlichen Prüfung (Multiple Choice Fragen).

Spezielle Lernziele

Nachfolgend werden die spezifischen Lernziele für jedes Kapitel aufgeführt:

Kap. Lernziele

1 Sie können Umweltprobleme charakterisieren.

Sie kennen den schematischen Ablauf einer Problembearbeitung im Umgang mit

Umweltsystemen.

2 Sie kennen die Schritte bei der Beschreibung einer Problemstellung und können diese

erklären.

Sie kennen die Wissensarten der transdisziplinären Forschung und können diese

beschreiben.

3 Sie kennen den Zweck und das Vorgehen einer Akteuranalyse.

Sie können die Methode an einem einfachen Beispiel anwenden.

Sie wissen, wie Sie zu Quellen und Daten für eine Akteuranalyse kommen.

4 Sie kennen die Grundlagen für die Erhebung und wichtige Eigenschaften von Umweltdaten.

Sie können diese Grundlagen in einem einfachen Fall anwenden.

Sie kennen den Zweck der Stoffflussanalyse und können Beispiele für deren Anwendung

sowie die Grenzen dieser Methode nennen.

Sie kennen das Prinzip der Stoffflussanalyse, die wichtigsten Begriffe und die

Vorgehensschritte.

Sie kennen die Bedeutung der Systemgrenze (Zeit, Raum, Thema) und des Indikatorstoffes.

Sie kennen die Hauptcharakteristik der drei Systemtypen (stationäres, quasi-stationäres und

dynamisches System).

Sie können die Stoffflussanalyse in einem einfachen Fall anwenden.

5 Sie sind in der Lage einschlägige Rechtsgebiete und -erlasse zu finden.

Sie können an einem einfachen Fallbeispiel rechtliche Fragen erkennen und formulieren.

Sie können bei vorwiegend naturwissenschaftlich-technischen Projekten die wichtigsten

anwendbaren Rechtsnormen auf den verschiedenen Ebenen ausfindig machen.

2. Juni 2010 /Schmied


Einführung in den Umgang mit Umweltsystemen (LV 701-0005-00L) Lernziele HS 2009

6 Sie kennen die Intention und das methodische Vorgehen bei einer Kosten-Nutzen-Analyse.

Sie kennen Methoden, mit denen man immaterielle Kosten und Nutzen monetarisieren kann.

Sie wissen, wie bei einer Kosten-Nutzen-Analyse mit Unsicherheit über künftig anfallende

Kosten und Nutzen umgegangen werden kann.

Sie kennen die theoretischen Überlegungen zur Notwendigkeit des Diskontierens sowie zur

Wahl eines geeigneten Diskontsatzes.

Sie kennen die methodischen Grenzen der Kosten-Nutzen-Analyse und sind sich der

Auswirkungen bewusst, die einzelne Annahmen (etwa zu Betrachtungszeitraum, Diskontsatz,

künftige Preisentwicklung, etc.) auf das Resultat haben.

7 Sie kennen den Zweck und die Charakteristik von Systembildern und können ein solches

erstellen.

Sie kennen die Grundlagen, d.h. die Konzepte und wichtigsten Begriffe von mentalen

Modellen, systemischem Denken und der Systemdefinition.

Sie kennen das Ziel der qualitativen Systemanalyse sowie die wichtigsten Schritte und deren

methodische Grenzen.

Sie können einen Variablensatz erarbeiten und seine Repräsentativität (Systemabdeckung)

abschätzen.

Sie können anhand eines einfachen Beispiels eine Einflussmatrix sowie ein System Grid der

direkten Einflüsse erstellen und interpretieren.

Sie können ein Wirkungsgefüge erstellen sowie eine Loop-Analyse durchführen und die

Systemdynamik entsprechend interpretieren.

Sie kennen die Systemarchetypen nach Senge und ihren Anwendungszweck. Anhand von

Beispielen können sie die entsprechenden Muster finden und interpretieren.

Sie können mithilfe der qualitativen Systemanalyse ein konkretes (komplexes) Fallbeispiel

bearbeiten und dessen Systemdynamik interpretieren sowie mögliche Ansatzpunkte für

Massnahmen vorschlagen.

Sie wissen was ein Szenario ist und wozu es gebraucht wird.

Sie kennen die wichtigsten Schritte der Szenarioanalyse.

8 Sie kennen den Zweck und die generelle Struktur von Strategiekarten.

Sie können die Unterschiede der Modelle Balanced Scorecard, Triple Top Line und Viable

System Model erklären.

Sie können das Vorgehen beim Aufbau einer Strategiekarte erläutern.

Sie können den Bezug der Strategiekarte zur Systemanalyse beschreiben.

Sie können die Ergebnisse anhand eines einfachen Beispiels beurteilen.

9 Sie kennen die verschiedenen Grundtypen von Bewertungsverfahren und können deren

Möglichkeiten und Grenzen beurteilen.

Sie können die Methode der Nutzwertanalyse an einem einfachen Beispiel korrekt anwenden.

Sie können für spezifische Bewertungsverfahren ein geeignetes Bewertungsproblem

vorschlagen und die Wahl begründen.

Sie können an einem einfachen Fall eine SWOT-Analyse durchführen.

Sie können den Ablauf einer Ökobilanz erklären.

Sie können eine Ökobilanz in einem einfachen Beispiel anwenden.

Sie können die Schwachstellen einer Ökobilanz aufzeigen.

Sie kennen den Ablauf und die einzelnen Schritte einer Nachhaltigkeitsbewertung

Sie kennen die Konkretisierung des Konzepts der Nachhaltigkeit durch den Bund

Sie kennen die strukturellen und prozeduralen Aspekte einer Nachhaltigkeitsbewertung.

2. Juni 2010 /Schmied

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