Gemeindebrief, Ausgabe Oktober/November 2012 - Evangelische ...

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Gemeindebrief, Ausgabe Oktober/November 2012 - Evangelische ...

Kaisertums und mit dem Tod seines

Sohnes Konrad IV. (1254) brach auch

die Macht der Staufer in Deutschland

zusammen.

Während man sich bei der Königswahl

bisher meist an das regierende

Geschlecht hielt, wurde diese Regel

nun gebrochen. Es folgten verschiedene,

aber machtlose Ausländer auf

Rudolf I. von Habsburg

den deutschen Königsthron.

Nach dieser Zeit des Interregnums

folgte 1273 mit der Wahl des Landgrafen

von Elsass, Rudolf I. von

Habsburg, die vorübergehende Wiederherstellung

des deutschen Königtums.

Seine Güter befanden sich

überwiegend im Elsass und in der

Schweiz (Stammburg bei Brugg, Kanton

Aargau). Er ließ sich nach seiner

Wahl in Frankfurt durch die sieben

Kurfürsten (die Erzbischöfe von Trier,

Mainz und Köln, der Pfalzgraf vom

Rhein, der Herzog von Sachsen, der

Markgraf von Brandenburg und der

König von Böhmen) umgehend in

Aachen zum König krönen.

Mit seinem Feldzug gegen den Böhmerkönig,

Ottokar II., gelang es ihm

1276 die Herzogtümer Österreich,

Steiermark und Kärnten seinem

Machtbereich einzugliedern.

Auf diese Hausmacht gestützt, fe-

stigte er seine Herrschaft. Er begann

u.a. das vermehrt aufkommende

Raubrittertum zu bekämpfen.

Vier Jahre vor seinem Tod verlieh er

dem damaligen Etchestein, dem heutigen

Idstein, die Stadtrechte. Am 15.

Juli 1291 starb er und wurde im Dom

zu Speyer beigesetzt. Direkt rechts

hinter dem Haupteingang befi ndet

sich sein Gedenkstein, übrigens genau

gegenüber von dem von König

Adolf von Nassau, seinem Nachfolger

und einzigen deutschen König

aus dem Geschlecht Nassau.

(Fortsetzung folgt)

Dieter Seiler

Stadtgeschichte

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