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HBMhotline 3/2012

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Blazej Maksym / Igor Zh / Dmitry Kalinovsky / Konstantin Shishkin / Lebedev Maksim / wandee007 / Shutterstock.com<br />

Bildcomposing: CONTRUST DESIGN<br />

Trends, Produkte, Anwendungen<br />

Und Action: Stuntsichere Messtechnik<br />

… für besonders harte Einsatzbedingungen<br />

_ Im Trend: Produkttests in realer Umgebung<br />

_ Messtechnik von heute - Automatisierungstechnik von morgen<br />

_ Sieben Irrtümer über das Testen von Elektromotoren<br />

3 <strong>2012</strong>


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

In dieser Ausgabe<br />

Impressum<br />

Herausgeber<br />

HBM Test and Measurement<br />

Im Tiefen See 45<br />

D­64293 Darmstadt<br />

E­Mail: info@hbm.com<br />

www.hbm.com<br />

2<br />

Messtechnik … im Trend<br />

Produkttests unter realen Bedingungen:<br />

eine Herausforderung für die Datenerfassung 4<br />

espressoDAQ Global Application Contest 13<br />

Ein Lifestyle­Flugzeug für Land, Wasser, Schnee 14<br />

Sieben Irrtümer über das Testen von Elektromotoren 16<br />

Messtechnik von heute – Automatisierungstechnik der Zukunft 20<br />

Produktneuheiten<br />

Für den Einsatz in rauer Umgebung: QuantumX in robuster Ausführung 6<br />

Berührungslos Geschwindigkeit messen – mit EGPS­200 7<br />

SomatCR: Von eiskalt bis glühend heiß 7<br />

Mechanische Größen fest im Griff – mit QuantumX MX1615 8<br />

QuantumX MX879 Multi­I/O­Modul:<br />

Auf Messergebnisse in Echtzeit reagieren 9<br />

Precision at its peak: DMP41 10<br />

Messen ohne Tempolimit:<br />

1 kV Datenerfassungskarte für Genesis HighSpeed 12<br />

Präzise und robust: S­förmiger Kraftaufnehmer S2M 18<br />

T40B: Hohe Auflösung auch bei geringen Drehzahlen 22<br />

Den Piezoeffekt effektiv nutzen –<br />

mit piezoelektrischer Messtechnik von HBM 26<br />

Kundenlösungen<br />

Volvo CE: Baumaschinen im Test 6<br />

Effiziente Prozesse dank standardisierter Messtechnik 9<br />

Im Dienste einer grüneren Automobilindustrie 23<br />

Auf die richtige Dosis Kraft kommt es an 24<br />

f9photos / Shutterstock.com<br />

Editorial<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

Ingenieure benötigen belastbare Erkenntnisse<br />

darüber, wie sich ihre Testobjekte<br />

unter tatsächlichen Einsatzbedingungen<br />

verhalten. Gemessen wird deshalb vor Ort.<br />

Dies gilt sowohl für Prototypen als auch für<br />

Sonderuntersuchungen in der Serie. Die gewonnenen<br />

Ergebnisse leisten einen wichtigen<br />

Beitrag zur Optimierung der Produkte<br />

hinsichtlich Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz<br />

sowie Betriebsfestigkeit und helfen<br />

zudem dabei, Umgebungsbedingungen und<br />

Modellannahmen für Labortests richtig abzubilden.<br />

Hohe Anforderungen: Robust und<br />

präzise<br />

Outdoor­Messungen stellen die eingesetzte<br />

Messtechnik vor ganz besondere Herausforderungen<br />

– hier sind die ‚Stuntmen‘ der<br />

Messtechnik gefragt. Sensoren und Datenlogger<br />

sind dabei starken Vibrationen,<br />

Stößen, Staub, Flüssigkeiten, extremen Temperaturen<br />

und Temperaturschwankungen


ausgesetzt. Zudem besteht meist nur eine<br />

einzige Chance, alle erforderlichen Daten zu<br />

erfassen. Hier spielen die Datenerfassungssysteme<br />

unserer SoMat­Reihe sowie die<br />

neuen extrem robusten QuantumX­Module<br />

ihre Stärken voll aus. Sie liefern auch unter<br />

widrigsten Umweltbedingungen präzise<br />

Messergebnisse.<br />

In der Praxis erprobt<br />

Volvo CE setzt daher bei der Erprobung<br />

neuer Ladertypen auf das robuste Messverstärkersystem<br />

SoMat eDAQ von HBM, um<br />

den Kraftstoffverbrauch der Baumaschinen<br />

kontinuierlich zu senken. Die Entwickler des<br />

AKOYA Leichtflugzeuges vertrauen ebenfalls<br />

auf unsere Messverstärker. Der kompakte<br />

und gegen Vibrationen unempfindliche<br />

ultra­robuste Messverstärker SoMat eDAQ<br />

wird direkt im Flugzeug installiert. Er bestimmt<br />

z. B. die Effekte einer kleinen Welle –<br />

kleiner als 10 Zentimeter – auf das mit 110<br />

Stundenkilometern landende Flugzeug beim<br />

Kontakt mit dem Wasser.<br />

Unsere neuen Actionstars<br />

„Präzision in robustem Gehäuse – Messtechnik<br />

für den Einsatz unter extremen Bedingungen“,<br />

so lässt sich der Anspruch zusammenfassen,<br />

den eine stetig wachsende Zahl<br />

anspruchsvoller Kunden an unsere Produkte<br />

stellt. Wir haben diese Herausforderung angenommen<br />

und präsentieren Ihnen heute<br />

mit SomatCR, EGPS­200 und der robusten<br />

Ausführung der QuantumX­Module innovative<br />

Neuheiten – für die Actionszenen Ihrer<br />

Messaufgaben. Darüber hinaus stellen wir<br />

Ihnen in dieser Ausgabe der <strong>HBMhotline</strong><br />

interessante Kundenanwendungen vor und<br />

beleuchten für Sie die Trends der Automatisierung.<br />

Viel Spaß beim Lesen.<br />

Ihr<br />

Andreas Hüllhorst<br />

Andreas Hüllhorst<br />

President HBM Group<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

3


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

4<br />

Messtechnik … im Trend<br />

Produkttests unter realen Bedingungen: eine Heraus<br />

Konstantes Anwenderfeedback zum Verhalten eines Produkts unter realen Bedingungen – das wünschen sich<br />

Produktentwickler und Vertriebsmitarbeiter. Mit den heutigen robusten Datenerfassungssystemen und den<br />

Möglichkeiten der Datenübertragung selbst von abgelegensten Orten ist dies kein Wunschdenken mehr. Im<br />

Gegenteil: Produkttests unter realen Bedingungen sind im Trend.<br />

Insbesondere bei der Entwicklung von Fahrzeugen ist das Testen<br />

unter realen Bedingungen von großer Bedeutung. Nicht nur auf<br />

dem Gelände der Fahrzeughersteller werden die Prototypen auf<br />

Herz und Nieren getestet. Der Trend geht hin zu Langzeittestes vor<br />

Ort beim Kunden.<br />

Dazu bedarf es präziser Datenerfassungssysteme, die speziell für<br />

den Einsatz in rauer Umgebung entwickelt wurden und auch über<br />

große Distanzen Daten sicher übertragen. Die bedienerlose Datenerfassung<br />

stellt hohe Anforderungen an die Messtechnik, bietet jedoch<br />

vielfältige Einsatzmöglichkeiten.<br />

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten<br />

Ob in der Entwicklung, im Kundendienst oder bei der Wartung – insbesondere<br />

Unternehmen aus der Branche der Nutzfahrzeugproduktion<br />

profitieren von der Vor­Ort­Datenerfassung:<br />

• Fahrzeugoptimierung<br />

Informationen darüber, wie Fahrzeuge unter realen Bedingungen<br />

genutzt werden dienen der Optimierung und der Verbesserung<br />

zukünftiger Modelle.<br />

• Guter Kundendienst<br />

Mit Daten, die unter realen Einsatzbedingungen erfasst werden,<br />

können Angebote genauer an die Kunden angepasst werden.<br />

Wäre etwa ein kleineres oder größeres Modell für den Kunden<br />

besser geeignet?<br />

• Fortschrittliche Warnsysteme<br />

Der Bereich Service und Wartung profitiert von der Möglichkeit<br />

der Fehler­Rückverfolgung. Darüber hinaus können auf Basis<br />

der gewonnenen Daten vorausschauende Wartungsmaßnahmen<br />

eingeleitet und fortschrittliche Warnsysteme implementiert<br />

werden.<br />

erfassen<br />

Data<br />

Acquisition


forderung für die Datenerfassung<br />

Die Herausforderungen<br />

Die robusten Datenerfassungssysteme von HBM sind in zahlrei­<br />

chen mobilen Installationen weltweit im Einsatz. Doch die Anfor­<br />

derungen an die Systeme sind hoch.<br />

• Schwachpunkt Infrastruktur<br />

Die gewünschte Infrastruktur, wie z. B. Mobilfunknetze, steht<br />

an entlegenen Testorten nicht immer zur Verfügung. Die Datenübertragungslösungen<br />

müssen so angelegt werden, dass sie mit<br />

Unterbrechungen zurechtkommen und die Verbindung selbst<br />

bei umfangreichen Dateien ohne Verluste wieder aufbauen<br />

können. Eine komfortable Lösung: Die zuverlässigen Datenrekorder<br />

von HBM.<br />

übertragen benachrichtigen<br />

GSM<br />

UMTS<br />

LTE<br />

verarbeiten<br />

Datenserver<br />

i<br />

Info<br />

bedienen & auswerten<br />

Internet<br />

Wifi / LAN<br />

mobile Benachrichtigung<br />

Download<br />

!<br />

Alert<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

• Ein Muss: die offene Schnittstelle<br />

Zur Berücksichtigung unterschiedlicher Infrastrukturen sind<br />

offene Schnittstellenkonfiguration gefragt. Datenerfassungssysteme<br />

von HBM verfügen über Ethernet­Schnittstellen und<br />

können so in jedem verfügbaren Netzwerk von UMTS, GPRS,<br />

3G oder 4G bis LAN verwendet werden.<br />

• Speicher- und Analyselösungen<br />

Da bei Produkttests vor Ort große Datenmengen übertragen<br />

werden, müssen die Speicher­ und Analyselösungen den Verarbeitungsansprüchen<br />

genügen. Mithilfe der passenden Software,<br />

wie z. B. nCode Automation, können Datenspeicherung,<br />

Analyse und Berichterstattung automatisiert werden.<br />

Christof Salcher, HBM<br />

Lesen Sie den kompletten Trendartikel auf<br />

hbm.com/trend_produkttest<br />

5


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

6<br />

Messtechnik … im Trend<br />

Volvo CE:<br />

Baumaschinen im Test<br />

Bei der Entwicklung von Baumaschinen spielt das Fahrzeugverhalten<br />

in realer Umgebung eine entscheidende Rolle. Daher testet<br />

Volvo CE seine Baumaschinen sowohl auf dem eigenen Testgelände<br />

als auch in Langzeittests vorort beim Kunden.<br />

Bei der mobilen Datenerfassung<br />

setzt das schwedische Unternehmen<br />

auf das robuste Datenerfassungssystem<br />

SoMat eDAQ von<br />

HBM. “Das System wird direkt im<br />

Lader installiert, muss also eine<br />

recht grobe Behandlung vertragen<br />

können. Bei einem einzelnen<br />

Test nutzen wir je nach Situation 10 bis 200 Kanäle und ermitteln<br />

damit Parameter wie Druck, Dehnung, Temperatur, Position und Beschleunigung“,<br />

erklärt Lennart Skogh, Testingenieur und Testfahrer<br />

für Volvo CE in Eskilstuna.<br />

Die Ergebnisse der Datenanalyse dienen als Grundlage für die Ent­<br />

wicklung der zukünftigen Lader mit sparsamem Kraftstoffverbrauch<br />

und verbesserten Fahreigenschaften.<br />

QuantumX in robuster Ausführung<br />

Für den Einsatz in rauer<br />

Umgebung<br />

Speziell für Anwendungen in rauer Umgebung stehen<br />

die QuantumX­Module MX840A, MX410, MX460 sowie<br />

MX1601 nun auch in ultra­robuster Ausführung bereit.<br />

Die neuen Module bieten optimale Voraussetzungen,<br />

um auch im rauen Feldeinsatz höchst zuverlässig Messdaten<br />

zu erfassen – abgesichert durch intensive Umweltprüfungen.<br />

Typische Anwendungsbereiche sind mobile Messungen<br />

und Tests in Fahrzeugen, stationäre Messungen sowie<br />

Tests an Bauwerken.<br />

Die wichtigsten Parameter im Betriebszustand:<br />

_ Auslegung nach Schutzart IP67 (Staub, Wasser)<br />

_ erweiterter Temperaturbereich von ­35 bis 80 °C<br />

_ Vibrations­/Schwingungsfestigkeit bis<br />

mindestens 10 g<br />

_ Schockfest bis 75 g<br />

mehr … www.hbm.com/de/quantumx


Lebedev Maksim / Robert Adrian Hillman / Leigh Prather / Shutterstock.com<br />

EGPS­200 für SoMat eDAQ und eDAQlite<br />

Berührungslos<br />

Geschwindigkeit messen<br />

Speziell für berührungslose Geschwindigkeits messungen<br />

in der Fahrzeugprüfung, z. B. im Rahmen von Bremstests,<br />

wurde der Präzisions­GPS­Empfänger EGPS­200 entwickelt.<br />

Die Anforderungen: Schnelle Signale und eine intelligente<br />

Steuerung.<br />

Der Präzisions­GPS­Empfänger EGPS­200 verknüpft Daten<br />

von GPS und Trägheitssensoren und erreicht dadurch eine<br />

stabile Aktualisierungsrate der Geschwindigkeit von 200<br />

Hz für maximale Zuverlässigkeit und Genauigkeit. Alle fünf<br />

Tausendstel Sekunden werden Informationen über das Testfahrzeug<br />

geliefert – und dies mit Positionsangaben.<br />

EGPS­200 ist ein gekapseltes, kompaktes Modul für den<br />

Einsatz in Temperaturbereichen von ­20 bis +65 °C und er­<br />

reicht die Schutzart IP67. Das Gerät ist optimal geeignet für<br />

den gemeinsamen Einsatz mit den Datenerfassungssystemen<br />

SoMat eDAQ oder eDAQlite von HBM.<br />

mehr … www.hbm.com/de/egps200<br />

Von eiskalt bis<br />

glühend heiß<br />

Sie möchten Temperaturdaten in rauer Umgebung mobil<br />

erfassen? Das kompakte Thermomodul SomatCR ist in extremen<br />

Temperaturbereichen zwischen ­40 und 80 °C einsetzbar<br />

und erreicht die Schutzart IP67. Dadurch ist hochpräzise<br />

Datenerfassung direkt im Testobjekt möglich, ganz<br />

ohne Kabelverbindungen und aufwendige Prüfaufbauten.<br />

Das Thermomodul ist einfach zu installieren und optimal<br />

geeignet für industrielle Anwendungen, z. B. Temperaturmessungen<br />

an Pumpen, Getrieben oder Generatoren. Bis zu<br />

16 Thermoaufnehmer können an ein Modul angeschlossen<br />

werden, mit nur einer CAN­Verbindung – eine raum­ und<br />

zeitsparende Lösung!<br />

SomatCR­Module sind kompatibel zu den Datenerfassungs­<br />

systemen SoMat eDAQ oder eDAQlite von HBM.<br />

Das Video zum neuen SomatCR unter<br />

www.hbm.com/de/somat-cr<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

Robuste und mobile Temperaturerfassung mit SomatCR<br />

7


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

8<br />

Produktneuheiten Für die experimentelle Spannungsanalyse: QuantumX MX1615<br />

Mechanische Größen fest im Griff<br />

Einfach perfekt für die experimentelle Spannungsanalyse: Bis zu 16 Aufnehmer oder Dehnungsmessstreifen<br />

(DMS) in Voll-, Halb- oder Viertelbrücken-Aufbau können an den DMS-Brücken-Messverstärker MX1615<br />

angebunden werden.<br />

Ob Materialuntersuchungen, Lastdaten­<br />

ermittlung, Belastungstests, Monitoring­<br />

aufgaben oder allgemein experimentelle<br />

Spannungsanalysen – QuantumX MX1615<br />

erfasst relevante physikalische Messgrößen<br />

und ist vielfältig einsetzbar.<br />

Der DMS­Brücken­Messverstärker verfügt<br />

über eine einzigartige Kanaldichte und inte­<br />

griert sich perfekt in das modulare Datener­<br />

fassungssystem QuantumX. Alle Kanäle sind<br />

zudem für 10 V oder 30 V Spannungssignale<br />

sowie den Anschluss von Pt100 ausgelegt.<br />

Darüber hinaus unterstützen sie TEDS und<br />

können damit automatisch parametriert<br />

werden.<br />

Robust gegen Störeinflüsse<br />

Der DMS­Brücken­Messverstärker zeichnet<br />

sich durch den Einsatz patentierter<br />

Technik aus, basierend auf 4­, 5­ oder<br />

6­ Leiter­Technik mit Trägerfrequenzverfahren<br />

(TF) und zyklischer Auto­Justage<br />

auf allen Kanälen für quasi­statische Mes­<br />

sungen. All dies macht MX1615 besonders<br />

robust gegen elektromagnetische und thermische<br />

Störeinflüsse wie z. B. Umrichter,<br />

hohe Ströme, elektrische Maschinen oder<br />

Temperatureinflüsse. Über einen Mausklick<br />

können alle Brückenschaltungen alternativ<br />

mit Gleichspannung gespeist und für dynamische<br />

Messungen verwendet werden.<br />

Der Messstelle so nah<br />

Auch weite Strecken zur Messstelle können<br />

mit QuantumX MX1615 überbrückt werden.<br />

Über Ethernet TCP/IP ist der Messverstärker<br />

schnell integrierbar und kann nahe der<br />

Messstelle eingesetzt werden, um möglichst<br />

kurze Sensorleitungen zu realisieren.<br />

mehr … www.hbm.com/de/mx1615


Auf Messergebnisse in Echtzeit reagieren<br />

Ausgestattet mit einer flexiblen Mathematikeinheit macht das<br />

MX879 Multi­I/O­Modul Berechnungen in Echtzeit möglich. Belie­<br />

bige Analogeingänge oder Bus­Signale von angebundenen Modulen<br />

können direkt miteinander verrechnet und ausgegeben werden ­<br />

ideal wenn zeitnahe Reaktionen gefragt sind. Darüber hinaus<br />

beinhaltet die Funktions bibliothek die Signalanalyse zur Überwa­<br />

chung von Grenzwerten und Spitzenwerten.<br />

* LabVIEW ist ein eingetragenes Warenzeichen von<br />

National Instruments Corporation<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

QuantumX MX879 Multi­I/O­Modul Produktneuheiten<br />

Messen und aktiv testen – das QuantumX MX879<br />

Multi-I/O-Modul ermöglicht dem Anwender im<br />

Systemtest in Echtzeit zu reagieren. Es verfügt über<br />

acht frei parametrierbare Analogausgänge (± 10 V)<br />

sowie 32 digitale Ein-/Ausgänge.<br />

Spritzgießmaschinen von Arburg sorgen weltweit für höchste Qualität in der Kunststoffformung.<br />

In allen Bereichen des Produktlebenszyklus vertraut das Unternehmen auf das<br />

Messverstärkersystem QuantumX.<br />

In der Produktion ist QuantumX MX840A in der flexiblen Endmontage auf mobilen Mess­<br />

wagen im Einsatz. QuantumX MX440A wird als Service­Tool für das Einrichten und An­<br />

passen der Spritzgießmaschinen eingesetzt.<br />

So entsteht ein unternehmensweiter Datenpool, der Transparenz schafft und erhebliche<br />

Effizienz­ und Qualitätsgewinne mit sich bringt.<br />

Umfangreiches Softwarepaket für die einfache<br />

Bedienung<br />

Das Softwarepaket umfasst Treiber für Programmierer in LabVIEW *<br />

und Visual Studio .NET. Mit dem Softwarewerkzeug catman®EASY<br />

von HBM ist die einfache Parametrierung, Bedienung, Visualisierung<br />

und Analyse bis zur automatischen Berichterstellung möglich.<br />

Berechnungen und Reaktionen können damit auch online über die<br />

PC­Ebene durchgeführt werden.<br />

mehr … www.hbm.com/de/quantumx<br />

Effiziente Prozesse dank standardisierter Messtechnik<br />

Die Allrounder von Arburg:<br />

Spritzgießmaschinen der neuesten Generation<br />

Der flexible Messwagen mit Touch-<br />

Screen-Bedienung und WLAN-<br />

Integration im Einsatz.<br />

9


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

10<br />

Produktneuheiten Digitales Datenerfassungssystem für höchste Genauigkeit auf lange Dauer<br />

Precision at its peak: DMP41<br />

Seit mehr als 30 Jahren stehen die digitalen<br />

Präzisionsmessgeräte von HBM bei Anwendern<br />

aus Industrie, Forschung und Wissenschaft,<br />

besonders aber bei den nationalen Metro-<br />

logischen Instituten hoch im Kurs. Kein<br />

Wunder, immerhin garan tieren sie eine<br />

extrem hohe Auflösung, höchste<br />

Genauigkeit und Langzeit-Stabi-<br />

lität. An diese Tradition knüpft<br />

nun der neue Verstärker<br />

DMP41 an.<br />

Genauigkeitsklasse<br />

0,0005


Mit einer Genauigkeit von 5 ppm ist das digitale Datener­<br />

fassungs­System DMP41 unverzichtbar bei Hochpräzisions­<br />

Messungen zur Rückführbarkeit mechanischer Größen wie<br />

Kraft, Gewicht, Drehmoment und Druck. Darüber hinaus ist der<br />

Verstärker für Aufnehmer auf Basis von Dehnungsmessstreifen<br />

optimal geeignet, um bei der Herstellung von Hochpräzisions­<br />

Elementen kleinste Änderungen bei hohen statischen Belastungen<br />

zu ermitteln.<br />

Neue Funktionalitäten und mehr Komfort<br />

Im Vergleich zum Vorgängermodell DMP40 verfügt DMP41 über<br />

zahlreiche neue Funktionalitäten und bietet dem Anwender<br />

mehr Benutzerfreundlichkeit.<br />

_ Bessere Konnektivität und komfortablere Bedienung<br />

Das Datenerfassungssystem verfügt über Ethernet­ und<br />

USB­Schnittstellen sowie ein komplett überarbeitetes<br />

Benutzerinterface mit Touchscreen.<br />

_ Bis zu sechs simultane Messstellen<br />

Komplexe Kalibrieraufgaben sind mit DMP41 jetzt<br />

noch einfacher durchführbar. Dafür sorgen bis zu sechs<br />

vollständig simultane Messstellen, die dem Nutzer stets<br />

für höchst präzise Messungen zur Verfügung stehen.<br />

_ Sie haben die Wahl: DP15P- oder MS-Anschluss<br />

Jeder Kanal kann über einen DP15P­ oder MS­Anschluss<br />

mit einem eigenen Aufnehmer ausgestattet werden. So<br />

wird der Einsatz im Messalltag noch einfacher: Im Labor<br />

vorhandene Aufnehmer können ohne Adapterkabel sofort<br />

an den neuen DMP41 angeschlossen werden.<br />

Herstellung von Aufnehmern auf Basis von<br />

Dehnungsmessstreifen<br />

... und im Drucklabor.<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

Minimale Messunsicherheit<br />

Von der äußerst geringen Messunsicherheit des DMP41 profitiert<br />

die gesamte Messkette. Schließlich geht die Messunsicherheit<br />

in die Gesamtgenauigkeit der Messkette ein. Dies ist besonders<br />

dann von Vorteil, wenn hohe Nennbelastungen größere<br />

und deutlich kostspieligere Aufnehmer erfordern.<br />

Beim Einsatz des DMP41 ist davon auszugehen, dass die Ge­<br />

samtgenauigkeit der Messkette in etwa der des Aufnehmers<br />

entspricht und man die Messunsicherheit des Datenerfassungssystems<br />

mehr oder weniger vernachlässigen kann. Anwender<br />

können – etwa bei Vergleichen der Messergebnisse verschiedener<br />

Nationaler Metrologischer Institut – noch stärker auf die<br />

Präzision des neuen digitalen Messgeräts vertrauen.<br />

André Schäfer, HBM mehr … www.hbm.com/de/dmp41<br />

DMP41 in der Anwendung – beim Einsatz im<br />

Drehmomentlabor …<br />

11


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

12<br />

Produktneuheiten Neue isolierte Datenerfassungskarte für Genesis HighSpeed<br />

Messen ohne Tempolimit: 1.000 V mit 2 MS/s Abtastrate<br />

Wenn mechanische oder elektrische Signale schnell erfasst werden müssen, sind die modularen Genesis<br />

HighSpeed Transienten- und Datenrekorder von HBM stets erste Wahl. Denn sie garantieren Messungen ohne<br />

Tempolimit bei größtmöglicher Präzision. Mit der neuen isolierten 1 kV Datenerfassungskarte präsentiert HBM<br />

jetzt eine neue Verstärkerkarte für die Genesis HighSpeed-Serie, die deren Einsatzmöglichkeiten deutlich<br />

erweitert.<br />

Eine breite Palette: Datenerfassungskarten für Genesis HighSpeed<br />

Die neue isolierte 1 kV Datenerfassungs­<br />

karte ist speziell für hohe Eingangsspannun­<br />

gen ausgelegt. Dank sechs Eingangskanälen<br />

für Spannungen von ± 20 mV bis ± 1.000 V<br />

können Anwender nun sehr kleine elektrische<br />

Spannungen sowie Signale bis 1.000 V bei Abtastraten<br />

von bis zu 2 MS/s messen – und das<br />

mit nur einer Datenerfassungskarte. Die Messgenauigkeit<br />

ist dabei wesentlich höher als bei<br />

Standard­Lösungen mit Tastköpfen.<br />

Eine sichere Sache<br />

Die 1 kV Datenerfassungskarte wurde so entwickelt,<br />

dass die Sicherheitsstandards gemäß<br />

IEC61010 erfüllt werden. Dementsprechend<br />

sorgt eine Isolation gemäß Kategorie CAT II<br />

(600 VRMS) bzw. CAT III (300 VRMS) auch in<br />

anspruchsvollsten elektrischen Einsatzumgebungen<br />

für sichere und verlässliche Messergebnisse.<br />

Schnell und kontinuierlich<br />

Umfangreiche Datenerfassungs­ und Triggermodi<br />

garantieren zudem auch bei höchsten<br />

Datenraten Sicherheit und Präzision. Alle Kanäle<br />

erfassen die Messdaten bei maximaler<br />

Geschwindigkeit von 2 MS/s und speichern<br />

diese kontinuierlich auf Festplatte ab.<br />

Energietechnik, Motoren und<br />

Generatoren<br />

Mit den beschriebenen Leistungsmerkmalen<br />

ist die neue 1 kV Datenerfassungskarte geeignet<br />

für Anwendungen in der Energietechnik,<br />

der Leistungselektronik an Elektromotoren<br />

oder Generatoren.<br />

Die Perception­Software der Serie Genesis<br />

HighSpeed erlaubt dabei entsprechende Ana­<br />

lysen wie die Berechnung von Wirk­, Blind­<br />

und Scheinleistung.<br />

mehr … www.hbm.com/de/gen2i<br />

Sicher und leistungsstark:<br />

die neue 1 kV Datenerfassungskarte


Galyna Andrushko / Vibrant Image Studio / Chudakov / Shutterstock.com<br />

Mitmachen und gewinnen …<br />

Ihre Idee zählt!<br />

Und so geht‘s:<br />

Arbeiten Sie an einer interessanten technischen Fragestellung oder Anwendung, die Sie gerne einmal<br />

messtechnisch überprüfen möchten?<br />

Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft – berichten Sie uns davon.<br />

Reichen Sie Ihren Vorschlag ein unter www.hbm.com/de/espressodaq-contest und gewinnen Sie einen<br />

espressoDAQ.<br />

Ob Kraft, Druck, Temperatur oder elektrische Spannung – espressoDAQ hält den passenden Messverstärker<br />

für Ihre Anwendung bereit.<br />

mehr unter … www.hbm.com/de/espressodaq-contest<br />

measure and predict with confidence<br />

Global Application Contest<br />

Wer wissen will,<br />

muss messen.<br />

Was würden Sie gerne einmal messen?<br />

Wir suchen das espressoDAQ­Messprojekt<br />

des Jahres <strong>2012</strong>. Machen Sie mit und<br />

gewinnen Sie einen ultra­kompakten USB­<br />

Messverstärker der Serie espressoDAQ.


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

14<br />

Messtechnik … im Trend AKOYA von LISA Airplanes, getestet mit Messtechnik von HBM<br />

Ein Lifestyle­Flugzeug für Land, Wasser, Schnee<br />

Fliegen wieder zum Vergnügen machen: Das ist der Anspruch des neuen, ultramodernen Leichtflugzeugs AKOYA.<br />

Das Besondere: Das Zweisitzer-Flugzeug kann ohne Umbauten auf Land, Wasser oder Schnee starten und<br />

landen. Für Sicherheit und Komfort an Bord sorgen Dehnungsmessstreifen von HBM sowie das ultra-robuste<br />

Messverstärkersystem SoMat eDAQlite.<br />

Das Leichtflugzeug AKOYA, das derzeit vom französischen Unternehmen<br />

LISA Airplanes entwickelt wird, ist in vielerlei Hinsicht eines<br />

der außergewöhnlichsten Projekte der modernen Luftfahrt. Nicht<br />

nur, dass es aus modernsten Verbundmaterialien gefertigt ist und auf<br />

nahezu jedem verfügbaren Untergrund landen kann – auf Wasser,<br />

auf Schnee und auch auf Land – und dies ohne Umbauten.<br />

Die vielleicht größte Neuerung des AKOYA ist die Idee und Moti­<br />

vation seiner Entwickler: Fliegen zum Vergnügen zu machen. Von<br />

Punkt zu Punkt zu ‚hüpfen’, ohne große Vorbereitungen und Einschränkungen:<br />

Die Besitzer eines AKOYA­Leichtflugzeugs werden<br />

in der Lage sein, einen spontanen Aus’flug’ zu unternehmen. Dazu<br />

bedarf es Highend­Technologie. So ist das Leichtflugzeug mit modernster<br />

sogenannter ‚Multi­Access’­Technologie ausgestattet, die<br />

neue Maßstäbe setzt und bereits patentiert wurde.<br />

Diese Technologie umfasst:<br />

_ ‚Seafoil‘­Technologie: Zwei Querruder, die unter dem<br />

Flugzeugrumpf installiert sind und eine gute Stabilität<br />

auf Wasser sowie eine schnelle und einfache Landung<br />

ermöglichen.<br />

_ Skis­in­Konzept: Eine Kombination aus einziehbarem<br />

Fahrwerk und fest an den Rädern montierten Skiern,<br />

was Landungen auf schneebedeckten oder rauen Flächen<br />

ermöglicht.<br />

_ Ausschwenkbare Flügel, um das Flugzeug einfach zu<br />

rangieren oder zu transportieren.<br />

Fotos: Copyright by LISA Airplanes


Messtechnik im Dienste von Sicherheit und Komfort<br />

Bei der Entwicklung eines neuen Flugzeugs spielen umfangreiche<br />

Tests an Strukturen und Bauteilen eine entscheidende Rolle. So wird<br />

bei AKOYA insbesondere das Verhalten der zahlreichen Verbundmaterialien<br />

im Betrieb genauestens untersucht. Die besonders leichten<br />

und gut formbaren Verbundwerkstoffe verleihen dem Flugzeug<br />

Flexibilität und Stabilität.<br />

Für die Messdatenerfassung setzt LISA Airplanes auf das ultra­<br />

robuste Messdatenerfassungssystem SoMat eDAQlite von HBM. Der<br />

kompakte und gegen Vibrationen unempfindliche Messverstärker<br />

kann direkt im Flugzeug installiert werden.<br />

SoMat eDAQlite unterstützt LISA Airplane dabei, genauere Erkennt­<br />

nisse über die auf die Struktur des Flugzeugs wirkenden Spannungen<br />

in verschiedenen Phasen des Flugs zu gewinnen. Mit verschiedenen<br />

DAQ­Karten und Modulen des eDAQlite (z. B. ELCPU, ELBRG, ELDIO)<br />

werden die Daten von auf den Flügeln applizierten Dehnungsmessstreifen<br />

(installiert als Viertel­, Halb­ und Vollbrücken) erfasst –<br />

neben weiteren Messdaten, wie z. B. GPS­Koordinaten.<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

Luc Bernole (li.), einer der Gründer von LISA Airplanes, an Bord des<br />

Leichtflugzeugs AKOYA.<br />

Die Dehnungsmessstreifen stammen ebenfalls von HBM. „Die hohe<br />

Auflösung von SoMat eDAQ erlaubt es uns, selbst die Effekte einer<br />

kleinen Welle, nicht höher als zehn Zentimeter, auf das mit 110 Stundenkilometern<br />

landende Flugzeug beim Kontakt mit dem Wasser zu<br />

bestimmen“, erklärt Laurent Vallet, leitender Entwickler bei LISA Airplanes.<br />

LISA Airplanes untersucht auch Möglichkeiten, den Komfort wäh­<br />

rend des Flugs zu steigern. Die installierten Dehnungsmessstreifen<br />

liefern dazu aussagekräftige Daten und ermöglichen Piloten später<br />

einen angenehmeren, ruhigeren Flug.<br />

AKOYA – the next generation<br />

2013 werden die ersten AKOYA­Flugzeuge abheben. Und schon jetzt<br />

ist das Folgemodell in Planung: HY­BIRD, ein Hybrid­Flugzeug. Die<br />

Pioniere des Fliegens, sie suchen weiter nach neuen Zielen – und<br />

setzen dabei auf sichere Ergebnisse von HBM.<br />

mehr … www.hbmhotline.com<br />

15


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

16<br />

Messtechnik … im Trend Neue Lösung für eDrive­Testing: T12 und Genesis HighSpeed<br />

Sieben Irrtümer über das Testen von Elektromotoren<br />

Es ist Zeit, die Leistungstests an Elektromotoren zu überdenken. Restriktionen bei der Geschwindigkeit der<br />

Mess datenerfassung und der Qualität der Messdaten müssen nicht sein. Wir zeigen Ihnen die sieben größten<br />

Irrtümer zum Thema eDrive-Testing – und wie Sie Ihre Tests an Elektromotoren besser und zuverlässiger<br />

durchführen können.<br />

Die HBM-Lösung für eDrive-Testing<br />

Ihre Vorteile:<br />

Fortlaufende Speicherung aller<br />

Rohdaten<br />

Synchrone Datenerfassung<br />

Speicherung aller Daten in einem<br />

standardisierten System<br />

Leistungsberechnung pro Halbwelle<br />

Ergebnisanzeige in Echtzeit<br />

Präzise Drehmoment- und<br />

Drehzahlmessung<br />

Datenrekorder GEN2i und<br />

Drehmomentaufnehmer T12<br />

HBM-Messtechnik an einem Prüfstand für Verbrennungs- und Elektromotoren des Instituts für<br />

Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe der Technischen Universität Darmstadt


Irrtum 1: „ Die Weiterentwicklung der Batterie wird die Lösung sein“<br />

7<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

Derzeit weisen Elektroautos eine Reichweite von maximal 100 km auf. Der Ausbau der Reichweite durch die Weiterentwicklung der<br />

Batterie ist aufgrund der chemischen Gegebenheiten begrenzt. Wer die Reichweite von Elektroautos steigern will, muss andere Methoden<br />

finden, z. B. durch den Einsatz leichterer Materialien oder die Effizienzsteigerung des Motors mit höherer Energieausbeute.<br />

Irrtum 2: „ Elektromotoren verfügen über keine Effizienzreserven“<br />

Heutige Elektromotoren im Automobilbereich weisen einen Nutzungsgrad von nur 50 bis 60 % auf. Fast die Hälfte der eingesetzten<br />

Energie wird nicht in Vortriebsleistung umgewandelt, sondern in Verlustwärme. Leistungstests am Antriebsstrang elektrisch betriebener<br />

Fahrzeuge helfen, die Motoren und andere Komponenten effizienter zu machen und Wirkungsgrade zu steigern.<br />

Irrtum 3: „ Leistungstests von Elektro- und Verbrennungsmotoren sind identisch“<br />

Werden bei Leistungstests an Verbrennungsmotoren vorwiegend mechanische Signale erfasst, kommen bei Tests an Elektromotoren<br />

Messungen elektrischer Signale zwischen Wechselrichter und Motor hinzu. Die Herausforderung beim Messaufbau: Bei der Erfassung der<br />

unterschiedlichen Signale darf es keine Phasenverschiebung geben, sonst sind die Auswertungen wertlos.<br />

Irrtum 4: „ Leistungstests liefern keine Rohdaten“<br />

Um die Messergebnisse und Leistungsdaten im Detail zu verifizieren, benötigen Anwender Rohdaten. Aus den bisher verwendeten<br />

Leistungsmessgeräten werden jedoch nur berechnete Leistungsdaten gewonnen. Mit der neuen Lösung für eDrive­Testing von HBM<br />

erhalten Anwender vollen Zugriff auf die Rohdaten.<br />

Irrtum 5: „ Messtechnik erfordert hohe Investitionen“<br />

Falsch! Mit dem richtigen Messaufbau kann man auch bei der Einrichtung des Prüfstands Kosten sparen. So ist der Einsatz von Genesis<br />

HighSpeed und Perception z. B. günstiger als die Ausstattung eines Prüfstands mit einem vielkanaligen Leistungsmessgerät.<br />

Irrtum 6: „ Die Verarbeitung der Testdaten dauert Stunden“<br />

Leistungsmessgeräte haben eine relativ lange Datenverarbeitungszeit. Deshalb werden wertvolle Details hochdynamischer Motortests<br />

oft nicht erkannt. Die Software Perception von HBM ermöglicht eine extrem schnelle Datenverarbeitung und die Berechnung der<br />

Leistungsdaten pro elektrischer ‚Halbwelle‘.<br />

Irrtum 7: „ Es gibt keine Alternative zu Leistungsmessgeräten“<br />

Voller Zugriff auf Rohdaten, synchrone Messdatenerfassung von mechanischen und elektrischen Signalen – es gibt sehr wohl eine<br />

Alternative zu herkömmlichen Leistungstests an Elektromotoren:<br />

• Der digitale Drehmomentaufnehmer T12 von HBM sorgt für sichere und<br />

hochgenaue Erfassung der Messgrößen Drehmoment und Drehzahl.<br />

• Zeitsynchron erfasst das Messdatenerfassungssystem Genesis HighSpeed<br />

elektrische Signale von Wechselrichter und Motor sowie die digitalen<br />

Signale vom Drehmomentaufnehmer.<br />

• In der Messdatensoftware Perception erhalten Anwender schnellen Zugriff<br />

auf ihre Rohdaten und können diese komfortabel analysieren.<br />

testing<br />

Klaus Lang, HBM mehr … www.hbm.com/de/edrivetesting<br />

by HBM<br />

17


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

18<br />

Produktneuheiten Präzise und robust: S­förmiger Kraftaufnehmer S2M<br />

Der Schlüssel zu neuen Anwendungen: Präzision<br />

Ob in OEM-Anwendungen, im experimentellen Bereich oder in der Fertigungsüberwachung – der Trend<br />

geht auch für industrielle Kraftaufnehmer hin zu Präzision. So erreicht der neue S-förmige Aufnehmer S2M<br />

von HBM die Genauigkeitsklasse 0,02. In der Klasse der Nennkräfte von 10 bis 1000 N setzt er damit neue<br />

Maßstäbe.<br />

Der Kraftaufnehmer S2M zum Messen statischer und dynamischer<br />

Zug­ und Druckkräfte ist ein sogenannter S­Type. Bei der Konstruk­<br />

tion des Aufnehmers stand neben einer erheblich besseren Genauig­<br />

keit auch eine – im Vergleich zum Vorgängermodell S2 – verbesserte<br />

Schutzart im Pflichtenheft, um den Einsatzbereich zu erweitern. Dies<br />

wurde mit der Schutzart IP67 erreicht. Auch an der Performance<br />

wurde gefeilt: Linearitätsfehler, relative Umkehrspanne und Temperatureinflüsse<br />

sind kleiner als 0,02 % relativ zum Endwert.<br />

Überwachung eines Prozesses<br />

mit einem herkömmlichen<br />

Kraftaufnehmer<br />

Bauteilstreuung<br />

Ausbeute<br />

Der hohe Anspruch an Genauigkeit bei Großserienprodukten für<br />

den industriellen Einsatz wird kombiniert mit Robustheit. Neben<br />

der Schutzart IP67 verfügt S2M über einen Überlastanschlag für<br />

Zug­ und Druckbelastung. Die Grenzkraft liegt damit bei 1000 %<br />

der Nennkraft, auch zehnfache Überlastung beschädigt den Aufnehmer<br />

nicht. Im Vergleich zu S2 ist der Kraftaufnehmer S2M auch mit<br />

einer Nennkraft von 10 N verfügbar, bei einem Ausgangssignal von<br />

2 mV/V.<br />

100 %<br />

… mit S2M


Effizient im Einsatz<br />

Die Vorzüge des S2M zeigen sich bei einer Messung im<br />

Teillastbereich: Wird der Aufnehmer bei 5 % der Nennkraft<br />

eingesetzt, kann dennoch die Messung mit einer Genauigkeit<br />

von 0,4 % erfolgen.<br />

Die Vorteile liegen auf der Hand:<br />

_ Durch den minimalen Einfluss der Temperatur<br />

auf den Nullpunkt kann ein und derselbe<br />

Kraftaufnehmer für verschiedene Messaufgaben<br />

eingesetzt werden – auch wenn er weit unter<br />

seiner Nennkraft betrieben wird.<br />

_ Zudem kann bedenkenlos zu einer größeren<br />

Nennkraft gegriffen werden, wenn dynamische<br />

Eigenschaften wie höhere Schwingbreite oder<br />

größere Steifigkeit gefordert sind – ein großer<br />

wirtschaftlicher Vorteil.<br />

_ Präzisere Messungen erlauben es, bei Gut­ /<br />

Schlecht­Entscheidungen ein kleineres Fehlerband<br />

anzusetzen: Bei gleichen Toleranzgrenzen steigt die<br />

Anzahl der Gutteile und damit die Ausbeute.<br />

Nach der erfolgreichen Einführung des Kraftaufnehmers<br />

S9M für große Nennkräfte stehen mit S2M nun wirtschaftliche<br />

und robuste Kraftaufnehmer für den Nennkraftbereich<br />

zwischen 10 N und 50 KN zur Verfügung.<br />

Thomas Kleckers, HBM<br />

mehr … www.hbm.com/de/s2m<br />

S2M in der Anwendung …<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

19


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

20<br />

Messtechnik … im Trend Mehr Effizienz auf allen Ebenen – mit der gesamten Messkette von HBM<br />

Messtechnik von heute –<br />

Automatisierungstechnik der Zukunft<br />

Damit Unternehmen heutzutage wettbewerbsfähig bleiben,<br />

müssen Entwicklungszyklen verkürzt und Kosten gesenkt<br />

werden. Gleichzeitig werden Rohstoffe, Energie und Arbeitskraft<br />

teurer. Es gilt, die Effizienz der Prozesse zu steigern,<br />

ohne die Qualität der Produkte zu beeinflussen. Die Antwort<br />

auf diese vielfältigen Herausforderungen: Automatisierung.<br />

Auf die Anforderungen der Automatisierungstechnik von<br />

morgen muss sich die Messtechnik bereits heute einstellen –<br />

vom Sensor bis zur Software.<br />

Ob im Testumfeld, der Produktion oder Service und Wartung –<br />

automatisierte Abläufe sorgen überall für ein Plus an Effizienz und<br />

geringere Kosten. Die Automatisierung von Test­ und Produktionsanlagen<br />

etwa spart dauerhaft bares Geld, indem Energie eingespart<br />

wird, Ressourcen schonend eingesetzt oder die Produktionsabläufe<br />

und die Produktqualität verbessert werden.<br />

Ethernet<br />

Modbus<br />

Ethernet<br />

Remote IO<br />

Modbus<br />

IT-Ebene<br />

Kostenoptimierung<br />

im Betrieb<br />

Produktionsebene<br />

Ethernet<br />

Foundation FB<br />

ControlNet<br />

DeviceNet<br />

Profibus<br />

Sercos I & II<br />

AS-Interface<br />

Interbus<br />

FIP<br />

CC-Link<br />

CANopen<br />

Remote IO<br />

Modbus<br />

Messgeräte<br />

Hohe Anforderungen an die Messtechnik<br />

Ob Schnittstellen, Datenübertragungsrate oder Integrierbarkeit – Messtechnik als Teil der Automatisierungstechnik<br />

muss hohen Anforderungen genügen, um auch in Zukunft in dieser Branche zu<br />

bestehen. Hier ist modernste Technik gefragt.<br />

• Industrial Ethernet auf dem Vormarsch<br />

Die Implementierung echtzeitbasierter Ethernet­Schnittstellen, EtherCat und Profinet<br />

beispielsweise beschert Anwendern einen echten Performancesprung. Industrial<br />

Ethernet ist daher in der Produktionsautomatisierung rasant<br />

auf dem Vormarsch.<br />

Auch ein industrieller Messverstärker muss sich nahtlos in<br />

dieses Konzept einfügen. Daher verfügen die modularen<br />

PMX­Messverstärker von HBM standardmäßig über eine<br />

Industrial Ethernet­Anbindung und sind somit fit für<br />

die gängigen Standards in der Automatisierungstechnik.<br />

MES<br />

Manufacturing<br />

Execution System<br />

Maschine<br />

1975 1985 1995 2010<br />

Safety Networks<br />

Sensor Networks<br />

Wireless Networks<br />

Sercos III<br />

Profinet IO<br />

EtherCAT<br />

Powerlink<br />

CC-Link/IE<br />

FF HSE<br />

Ethernet/IP<br />

FL-net<br />

Modbus TCP<br />

Foundation FB<br />

ControlNet<br />

DeviceNet<br />

Profibus<br />

Sercos I & II<br />

AS-Interface<br />

Interbus<br />

CC-Link<br />

CANopen<br />

Modbus<br />

Leitsysteme<br />

Steuerungen<br />

El. Motoren /<br />

Aktoren<br />

Mit Intelligenz ausgestattete Anlagen helfen zudem, teure Produktionsausfälle<br />

zu vermeiden. Die Automatisierungstechnik gestaltet<br />

hier nicht nur Service und Wartung von Anlagen einfach und zeitsparend,<br />

sie meldet potenzielle Risiken für die Produktion bereits<br />

lange bevor daraus echte Probleme entstehen.<br />

Quelle: HMS Industrial Networks GmbH, www.anybus.de


• Prüfstände in Echtzeit überwachen<br />

Durch die Überwachung von Prüfständen in Echtzeit werden Anwender rechtzeitig auf<br />

kritische Betriebszustände hingewiesen. So lassen sich Ausfallzeiten verringern, Zerstörungen<br />

vermeiden und Kosten reduzieren. Zudem erleichtert die Selbstdiagnose die Handhabung und<br />

macht auf Bedienfehler sowie Einstellungen außerhalb der Spezifikationen aufmerksam.<br />

Dazu bedarf es jedoch präziser Messdaten, die jederzeit Auskunft über den Zustand des<br />

Prüfstands geben. Die Lösung: Drehmomentaufnehmer von HBM, wie z. B. T40B mit dem<br />

EtherCAT­Schnittstellenmodul TIM­EC – ein weiteres Beispiel für modernste Messtechnik,<br />

die effiziente Automatisierung per Echtzeit­Ethernet möglich macht.<br />

• Software, die verbindet<br />

Automatisierung betrifft jedoch nicht nur die Hardware. Auch die Software<br />

ist hier gefragt. Etwa indem Webserver oder offene Programmierbibliotheken<br />

verfügbar sind, die es Systemintegratoren erlauben, Geräte in bestehende<br />

Systemlandschaften zu integrieren.<br />

Ein Beispiel aus der Praxis: Mit dem offenen Befehlssatz des Messverstärkers<br />

PMX können Geräte ganz einfach in komplexe Prüfstände integriert werden.<br />

Die Steuerung aller Komponenten erfolgt über eine einheitliche Bedienoberfläche.<br />

Darüber hinaus ermöglicht der integrierte Webserver des PMX den<br />

mobilen Serviceeinsatz sowie Fernzugriff über Netzwerk und WLAN.<br />

Michael Guckes, HBM mehr … www.hbmhotline.com<br />

bis zu<br />

20 PMX<br />

Ethernet TCP/IP<br />

100 MBit/s<br />

* STEP7 ist eine eingetragene Marke der SiemensAG<br />

** TwinCAT ist eine eingetragene Marke der Beckhoff Automation GmbH<br />

Individuelle<br />

Bedienoberfläche<br />

durch die PMX-<br />

Befehlsbibliotheken<br />

(API)<br />

Industrie-<br />

Messverstärker<br />

PMX<br />

EtherCAT / ProfiNET<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

Die PMX-Software überzeugt durch Usability und<br />

Flexibilität.<br />

Maschinensteuerung<br />

und Programmierung<br />

durch Standard-Tools<br />

wie STEP7* oder<br />

TwinCAT**<br />

Produktion oder Prüfstand<br />

21


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

22<br />

Produktneuheiten T40B mit magnetischem Drehzahlmesssystem und Referenzimpuls<br />

Hohe Auflösung auch bei<br />

geringen Drehzahlen<br />

Optische Messsysteme stoßen<br />

im industriellen Umfeld aufgrund<br />

von Feuchte, Betauung,<br />

Staub, Öl und Fett schnell an<br />

ihre Grenzen. Daher bietet<br />

HBM mit dem Drehmomentaufnehmer<br />

T40B nun ein<br />

äußerst robustes integriertes<br />

magnetisches Drehzahlmesssystem<br />

mit hoher Auflösung an.<br />

Die Ausgangsimpulszahl des Drehmomentaufnehmers<br />

T40B beträgt über alle<br />

Messbereiche hinweg 1024 Impulse/Umdrehung.<br />

Damit lässt sich auch bei geringen<br />

Drehzahlen eine ausreichend hohe Auflösung<br />

erzielen.<br />

Selbst den in Prüfständen üblichen hohen<br />

Drehbeschleunigungen hält das Drehzahlmesssystem<br />

stand. Es ist ohne Einschränkungen<br />

für die maximal ausgelegte Drehzahl<br />

des Drehmomentaufnehmers einsetzbar.<br />

Der metallische Träger des magnetisierten<br />

Kunststoffrings ist vollständig integriert.<br />

Dies spart Platz und vereinfacht den Installationsaufwand<br />

erheblich.<br />

Verschleißfreie<br />

Messwerterfassung<br />

Das Drehzahlmesssystem basiert auf dem<br />

berührungslosen und damit verschleißfreien<br />

Abtasten eines magneti sierten Polrades mit­<br />

tels eines magneto resistiven AMR­Sensors.<br />

Prinzipbedingt haben somit Schwankungen<br />

der Feldstärke in einem weiten Bereich keinen<br />

Einfluss auf die Signalgüte. Das Resultat<br />

sind störunanfällige Signale mit hoher Qualität.<br />

Daneben lässt sich ein Arbeitsabstand<br />

von bis zu 2,5 mm zwischen Rotor und Stator<br />

realisieren. Das Messsystem weist damit<br />

eine sehr große Toleranz gegenüber mechanischen<br />

Schwingungen, wie sie üblicherweise<br />

in der Prüfstandumgebung auftreten<br />

können, auf.<br />

Hochpräzise Signalauswertung<br />

Zur Erfassung der Drehzahl stehen als Ausgangssignal<br />

am Stator zwei um 90° elektrisch<br />

phasenverschobene Rechtecksignale<br />

zu Verfügung. Durch entsprechende Flankenauswertung<br />

der beiden Spuren lässt sich<br />

eine Drehrichtungserkennung realisieren.<br />

Optional steht als weiteres Signal ein Referenzimpuls<br />

zur Messung des Drehwinkels zur<br />

Verfügung. Bei entsprechender Auswertung<br />

aller Signale kann eine Winkelgenauigkeit<br />

von bis zu 0,1° erzielt werden. Das Ausgangssignal<br />

ist als symmetrisches 5V­RS422<br />

komplementäres Signal ausgeführt.<br />

Maximale Flexibilität<br />

Der T40B beschert Anwendern ein Höchstmaß<br />

an Flexibilität. Der Stator verfügt über<br />

die Standardschnittstelle Frequenz und<br />

Spannung. Darüber hinaus ist die digitale<br />

Schnittstelle TMC integriert. Der Aufnehmer<br />

kann somit im ‚Standalone­Betrieb‘<br />

eingesetzt oder in Verbindung mit dem<br />

Schnittstellenmodul TIM40 sowie dem neuen<br />

EtherCAT­Schnittstellenmodul TIM­EC<br />

als hochperformante Messkette in unterschiedlichste<br />

feldbusbasierte Prüfstandskonzepte<br />

eingebunden werden.<br />

Markus Haller, HBM<br />

mehr … www.hbm.com/de/t40b


Im Dienste einer grüneren Automobilindustrie<br />

Angesichts der schnellen Entwicklung<br />

der europäischen Umweltschutznormen<br />

ist die Automobilindustrie gezwungen,<br />

ihre Fertigungs- und Montageprozesse<br />

anzupassen. Es gilt neue Vorschriften<br />

umzusetzen und wettbewerbsfähig zu<br />

bleiben. Dabei steht auch die industrielle<br />

Messtechnik von HBM im Dienste einer<br />

grüneren Automobilindustrie.<br />

Die Anforderungen an die Energieeffizienz und CO2­Bilanz von<br />

Motoren steigen stetig. Neue Vorschriften müssen eingehalten<br />

werden und gleichzeitig flexible Lösungen gefunden werden, um<br />

langfristig Produktqualität gewährleisten zu können. Ein Hersteller<br />

von Wasser­, Öl­ und Vakuumpumpen für Wärmekraftmaschinen<br />

entschied sich daher für eine Komplettlösung von HBM.<br />

Präzise Kraftmessung auf kleinstem Raum<br />

Bei der Sensorik fiel die Wahl auf den piezoelektrischen Kraftmessring<br />

CFW von HBM. Der Aufnehmer ermöglicht sowohl das<br />

Aufpressen eines Lagers als auch eines Verschlusses oder einer<br />

Dichtung mit derselben Elektropresse.<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

Das Vorteilspaket für die Automatisierung: MP85A und FASTpress Suite Kundenlösungen<br />

Wasserpumpe<br />

Die Visualisierungssoftware EASYmonitor CE<br />

liefert Ergebnisse in Echtzeit.<br />

Flexibilität und Rückfährbarkeit<br />

Darüber hinaus kam MP85A bei dem Pumpenhersteller zum Einsatz.<br />

Der Messverstärker kann in der Automatisierung sehr flexibel<br />

integriert werden und ermöglicht Rückführbarkeit. Seine Software<br />

FASTpress Suite enthält ein neues Modul, das automatisch<br />

Produktionsmessberichte generiert, die per E­Mail versendet oder<br />

ausgedruckt werden können und zur Überwachung sämtlicher<br />

Produktionsschritte – auch aus der Ferne – dienen.<br />

Alles im Blick – mit der richtigen Software<br />

Am Ende der Messkette steht die Software – in diesem Fall ebenfalls<br />

von HBM. Die Visualisierungssoftware EASYmonitor CE, die<br />

auf einem marktüblichen Siemens­MP277­Bediengerät installiert<br />

wurde, zeigt dem Fertigungsstraßenleiter die Ergebnisse in Echtzeit<br />

an. Während HBM EASYteach den Benutzer durch<br />

Rückführbarkeitsdaten dabei unterstützt, Produktionsabweichungen<br />

vorauszusehen und zu vermeiden.<br />

mehr … www.hbmhotline.com<br />

Maximale Sicherheit in<br />

der Produktion – mit dem<br />

Messverstärker MP85A<br />

FASTpress von HBM.<br />

23<br />

marekusz / leonello calvetti / Shutterstock.com


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

24<br />

Kundenlösungen Präzision bei hoher Geschwindigkeit: Qualitätssicherung mit PMX<br />

Auf die richtige Dosis Kraft kommt es an<br />

Je präziser Pulverpressen ihre Kräfte einsetzen, desto höher ist die Qualität der hergestellten Formteile. Für eine<br />

exakte Steuerung muss der Druck genau gemessen werden. Bei einer neuen Serie von Pulverpressen setzt die<br />

Firma Dorst Technologies dafür auf die Messverstärkerplattform PMX, die HBM speziell für den industriellen<br />

Einsatz entwickelt hat.<br />

Automobilzulieferer, Keramikhersteller,<br />

Werkzeugproduzenten und Medizintech­<br />

nikunternehmen zählen zu den Kunden von<br />

Dorst Technologies, einem der führenden<br />

Anbieter von Maschinen und Anlagen für<br />

die Herstellung keramischer sowie pulvermetallurgischer<br />

Produkte. Das neue Modell<br />

EP 70 M, eine 70 Tonnen starke servomotorische<br />

Pulverpresse, presst beispielsweise<br />

Eisenmetallpulver zu einem festen Produkt,<br />

wie zu einem Zahnrad.<br />

An den Stempeln der Pulverpresse sind<br />

je zwei Dehnungs aufnehmer des Typs<br />

SLB700A/06 angebracht, die auch kleine<br />

Signale sehr präzise erfassen.<br />

„Bei diesem Herstellungsprozess ist es wichtig,<br />

dass die einzelnen Segmente etwa von<br />

einem Zahnrad – Nabe, Steg, Verzahnung –<br />

die gleiche Dichte haben. Je besser das automatisiert<br />

gelingt, desto höher ist die Qualität<br />

des Formteils“, erklärt Herbert Gröbl,<br />

Entwicklungsleiter Steuerungstechnik bei<br />

Dorst Technologies. Denn die Teile werden<br />

erst nach dem Pressen gesintert, eine spezielle<br />

Art der Wärmebehandlung. Ist dann die<br />

Dichteverteilung unterschiedlich, kann das<br />

Formteil Risse bekommen, die die Funktion<br />

beeinträchtigen.<br />

Exakt messen, präzise steuern<br />

Die Dichteverteilung wiederum hängt von<br />

der Kraftverteilung ab, die durch die Stempel<br />

der Presse über das formgebende Werkzeug<br />

auf das Pulver einwirkt. Die Kräfte in<br />

den einzelnen Segmenten müssen daher<br />

im Prozess permanent gemessen werden,<br />

um ihn exakt zu steuern und etwaige Abweichungen<br />

sofort zu korrigieren. Bei der<br />

EP 70 M übernehmen Dehnungsaufnehmer<br />

des Typs SLB700A/06 von HBM diese Aufgabe.<br />

Ihr Vorteil: Sie sind klein und können<br />

direkt an den Kolben der Stempel angebracht<br />

werden und messen auch kleine Signale<br />

sehr präzise.<br />

Zwei Dehnungsaufnehmer sind an den<br />

Kolben um 180 Grad versetzt angebracht,<br />

um Biegeeinflüsse zu kompensieren. Denn<br />

die Spindelpresse erzeugt ihre Kraft durch<br />

eine Rotation, die in eine lineare Bewegung<br />

umgewandelt wird. Diese bewegt dann die<br />

einzelnen Stempel aufeinander zu oder voneinander<br />

weg. „Das ist eine Herausforderung<br />

für die Messung, weil die Drehbewegung das<br />

Signal der eingesetzten Kraft überlagert“,<br />

erklärt Gröbl.<br />

Das Unternehmen Dorst Technologies aus Kochel am See zählt zu den Marktführern bei der Entwicklung<br />

von Maschinen und Anlagen zur Herstellung keramischer sowie pulvermetallurgischer Produkte.


„Das können wir zwar herausrechnen, aber<br />

das ist sehr aufwändig. Deshalb haben wir<br />

uns nun dafür entschieden, an zwei Punkten<br />

gleichzeitig zu messen, damit sich die Signale,<br />

die durch die Drehung zustande kommen,<br />

gegenseitig aufheben. Den neuen Messaufbau<br />

haben wir dann gemeinsam mit HBM<br />

entwickelt.“ Dorst Technologies entschied<br />

sich daher für die Messverstärkerplattform<br />

PMX von HBM, denn diese kann durch den<br />

modularen Aufbau den Bedürfnissen der<br />

Anwendung angepasst werden.<br />

Perfekt integriert: Der Messverstärker PMX fügt sich<br />

optimal in das System der Pulverpresse ein.<br />

Messverstärker PMX –<br />

der neue Industriestandard für Messtechnik<br />

Synchrone Signale<br />

Der Messverstärker PMX wandelt die Messungen<br />

der Dehnungsaufnehmer in ein<br />

Lastsignal um. Insgesamt entstehen aus den<br />

jeweils vier Stempeln auf Ober­ und Unterseite<br />

acht Signale, die PMX in Echtzeit synchron<br />

über eine ProfiNet IRT (Isynchrones<br />

RealTime) direkt an das Steuerungssystem<br />

der Presse überträgt. „Es ist ein großer Vorteil<br />

des Messverstärkers, dass wir ihn über<br />

die ProfiNet IRT­Schnittstelle direkt in unser<br />

Steuerungssystem integrieren können, so<br />

erhalten wir eine hohe Datenqualität und<br />

können Datenverlust ausschließen“, sagt<br />

Gröbl.<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

PMX fügt sich optimal in das System der<br />

Presse ein. Mit einer Abtastrate von bis zu<br />

19,2 kHz und einer Messwertaufl ö sung von<br />

24 Bit bietet der Messverstärker höchste<br />

Präzision bei sehr großer Geschwindig­<br />

keit für eine optimale Qualitätssicherung.<br />

Die Messverstärkerplattform erlaubt zudem<br />

durch ihren robusten Aufbau und<br />

eine hohe Störsicherheit den Einsatz neben<br />

starken Genera toren oder in einem<br />

Umfeld mit starken Maschinenvibrationen.<br />

mehr … www.hbmhotline.com<br />

Herbert Gröbl, Entwicklungsleiter Steuerungstechnik<br />

bei Dorst Technologies<br />

25


HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

26<br />

Produktneuheiten Neues aus der PACEline­Familie<br />

Den Piezoeffekt effizient nutzen –<br />

mit piezoelektrischer Messtechnik von HBM<br />

Um den piezoelektrischen Effekt effizient zu nutzen,<br />

bedarf es präziser piezoelektrischer Messtechnik -<br />

vom Sensor über den Ladungsverstärker bis zum<br />

Zubehör. Die piezoelektrische Produktfamilie<br />

PACEline von HBM wird ständig erweitert und<br />

optimiert, um den Anwendern perfekte Lösungen<br />

für ihre Messaufgaben zu bieten. Der Beweis: Die<br />

neuen Kraftmessringe CLP sowie die optimierten<br />

Ladungsverstärker CMD600 und CMA.<br />

Piezoelektrische Sensoren sind aufgrund ihrer Beschaffenheit prädestiniert<br />

für den Einsatz in der Industrie. Sie zeichnen sich durch<br />

Robustheit, hohe Eigenfrequenz und exzellente Überlastfähigkeit<br />

auch unter schwierigen Einsatzbedingungen aus.<br />

Eine platzsparende Lösung: PACEline CLP<br />

Mit den piezoelektrischen Kraftmessringen PACEline CLP sind Kraftmessungen<br />

auf kleinstem Raum möglich. Ob in Schweißmaschinen<br />

oder Maschinen zur Kabelkonfektionierung – die niedrig bauenden<br />

piezoelektrischen Kraftmessringe lassen sich durch ihre kompakte<br />

Bauform bestens in Systeme und Maschinen integrieren.<br />

CLP/7 kN baut nur 3 mm hoch, und selbst der Messring<br />

mit einer Nennkraft von 62 kN ist nur 4 mm hoch.<br />

CMA: Erweiterter Messbereich für hohe Auflösung<br />

Anwender des Ladungsverstärkers PACEline CMA profitieren von hoher<br />

Auflösung durch erweiterte Messbereiche. CMA ist jetzt auch für die<br />

folgenden Messbereiche verfügbar, wodurch der Messverstärker dem<br />

Messbereich der Sensoren entsprechend ausgewählt werden kann:<br />

• 1.000 pC<br />

• 2.000 pC<br />

• 5.000 pC<br />

• 20.000 pC<br />

• 2.000.000 pC<br />

• 5.000.000 pC<br />

Der Ladungsverstärker PACEline CMA gewährleistet die sichere Übermittlung<br />

von Daten piezoelektrischer Kraftaufnehmer. Dies erfolgt<br />

mittels der Signalkonditionierung auf analoge Normsignale +/­ 10 V.<br />

Sensoren werden dank integrierter TEDS­Funktionalität sofort erkannt.<br />

Zum Überprüfen überlastkritischer Abschnitte und sicherer<br />

Messungen im Teillastbereich stehen zwei kalibrierte Messbereiche<br />

über 100 % und 20 % der Nennkraft bereit.<br />

Durch die erweiterten Messbereiche ermöglicht<br />

PACEline CMA eine hohe Auflösung des Messsignals.


CMD600 mit integriertem Hochpassfilter<br />

Von nun an verfügt der digitale Ladungsverstärker PACEline CMD600<br />

über einen intergierten Hochpassfilter, mit dem die natürliche Drift<br />

piezoelektrischer Sensoren wirkungsvoll unterdrückt werden kann.<br />

Bei schnellen, dynamischen Vorgängen entsteht kein Signalverlust,<br />

da nur die statischen und quasistatischen Signalanteile gefiltert<br />

werden. Der Vorteil: Auch bei langen Messzeiten wird der Ladungsverstärker<br />

nicht übersteuert und bei dynamischen, wiederkehrenden<br />

Messungen kann auf das Reset­Signal verzichtet werden.<br />

PACEline CMD600 garantiert den flexiblen Einsatz in zahlreichen<br />

Anwendungen im Labor­ und Produktionsbereich. Der digitale<br />

Ladungsverstärker misst sehr schnelle Kraft­, Drehmoment­ und<br />

Drucksignale bis Frequenzen von 30 kHz und lässt sich mit piezo­<br />

elektrischen Sensoren bis maximal 600.000 pC einsetzen.<br />

Mit Spitzen­ und Grenzwerten sowie digitalen Ein­ und Ausgängen<br />

verfügt CMD600 zudem über universelle Überwachungsmöglichkei­<br />

ten des Mess­ und Prüfprozesses.<br />

Signalverhalten<br />

des CMD600<br />

mit aktiviertem<br />

Hochpassfilter<br />

Der Ladungsverstärker CMD600 für piezoelektrische Kraftaufnehmer<br />

ist nun auch mit einem integrierten Hochpassfilter<br />

ausgestattet.<br />

HBM hotline.com 3 <strong>2012</strong><br />

Kurze Lieferzeiten und ständige Verfügbarkeit<br />

HBM bietet die gesamte piezoelektrische Messkette aus einer Hand –<br />

von Vorspannsätzen über Kraftaufnehmer und Ladungsverstärker<br />

bis zum Zubehör.<br />

Neben hoher Präzision und Qualität profitieren Anwender piezoelek­<br />

trischer Messtechnik von HBM von einem exzellenten Service: Kurze<br />

Lieferzeiten und ständige Verfügbarkeit durch Verkauf ab Lager sind<br />

garantiert.<br />

mehr … www.hbm.com/de/paceline<br />

Sie haben Fragen zu unseren Produkten,<br />

Lieferzeiten, technischen Spezifikationen?<br />

Ihre persönlichen Ansprechpartner für Anwendungsberatung,<br />

Lieferzeiten und Support helfen Ihnen gerne<br />

weiter – direkt und unkompliziert:<br />

<br />

Tel. 06151/803-6600<br />

Sebastian Schimmack<br />

Diplom­Ingenieur,<br />

Vertriebsinnendienst<br />

E­Mail:<br />

sebastian.schimmack@hbm.com<br />

Christoph Brand<br />

Diplom­Ingenieur,<br />

Vertriebsinnendienst<br />

E­Mail:<br />

christoph.brand@hbm.com<br />

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Neu auf HBM.com<br />

Messdatenerfassung – gewusst wie<br />

Kompaktes Fachbuch von Experten für Experten<br />

In der Reihe ‚Die Bibliothek der Technik‘ veröffentlicht der Verlag<br />

‚Moderne Industrie‘ ein Fachbuch zur Messdatenerfassung. Das<br />

Buch ist in Zusammenarbeit mit einem Expertenteam von HBM<br />

entstanden und gibt einen Überblick über die elektrische Messdatenerfassung<br />

mechanischer und physikalischer Größen – von der<br />

Signalerfassung bis hin zur Datenspeicherung, Auswertung und<br />

Analyse.<br />

Im Buchhandel erhältlich unter ISBN: 978-3-86236-031-4<br />

www.hbm.com/fachbuch<br />

Aus DKD wird DAkkS<br />

HBM-Kalibrierlabor von nun an DAkkS-akkreditiert<br />

Die Akkreditierungsstelle des Deutschen Kalibrierdienstes (DKD)<br />

wurde in die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) überführt.<br />

Daher ist auch das HBM­Kalibrierlabor von nun an DAkkS<br />

akkreditiert – eine rein formale Änderung. Anwender profitieren<br />

weiterhin von der Akkreditierung nach ISO 17025 und somit von<br />

Präzision und Sicherheit bei der Kalibrierung ihrer Messmittel.<br />

www.hbm.com/kalibrierung<br />

HBM Test and Measurement<br />

www.hbm.com<br />

E-Mail: info@hbm.com<br />

Tel. +49 6151 803-0<br />

Fax +49 6151 803-9100<br />

measure and predict with confidence<br />

S3209-3.0 de 7-1001.3209

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