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Konkrete Ziele

Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, ich vermute, Sie werden

mir zustimmen: Jeder Mensch

hat Ziele, die er in seinem Leben für sich

erreichen möchte. Für Unternehmen gilt

das noch mehr: Sie können auf Dauer nur

erfolgreich sein, wenn klare Ziele gesetzt

und diese auch erreicht werden. In unserem

Unternehmen werden diese Ziele mit

Hilfe der – in der Regel auf jede einzelne

Klinik und Abteilung fokussierten – Zielplanung

definiert; sie ist sozusagen die

Leitlinie des Geschäftsjahres.

Seit vielen Jahren orientiert sich die

Geschäftspolitik von Asklepios an solchen

konkreten Zielen, die sich häufig aus den

aktuellen Anforderungen ergeben. Im Alltag

bedeutet dies, dass jede Einrichtung

einmal jährlich einen Zielplan zu Medizin,

Qualitätsmanagement, Aus-, Fortund

Weiterbildung, Bau, Investitionen

und Instandhaltung, Marketing, Betriebsergebnis

und Liquidität vorlegt, der nach

Abstimmung mit der Unternehmensleitung

selbstständig umzusetzen ist. Konzerneinheitliche

Standards und Fristen

erleichtern die Einhaltung der Vorgaben

und das Erreichen der Ziele.

Bei Asklepios ist es üblich, mit Hilfe

von anforderungsorientierten Zielvereinbarungen

die Entscheidungen so weit wie

möglich auf die Ebene zu delegieren, auf

der die Arbeit und der Entscheidungsbedarf

tatsächlich anfallen. Durch interne

Budgetierungen wird die Ergebnisorientierung

– auch bei Chefärzten und Abteilungsleitern

– gefördert.

Zugleich setzt das Unternehmen auf

dezentrale Führung. Dezentralität bedeutet,

dass die wesentlichen Steuerungsmittel

in der Hand desjenigen Verantwortungsträgers

bleiben, der die jeweilige

Einrichtung tatsächlich steuert. Asklepios

vertraut seinen Führungskräften, ihrer

Selbstständigkeit, ihrem Verantwortungsbewusstsein

und ihrer Loyalität. Daher

werden alle betriebsüblichen Entscheidungen

grundsätzlich vor Ort und konkret

in der jeweiligen Einrichtung gefällt.

Abweichungen von diesem Grundsatz

können sich aus dem jeweils geltenden

Zustimmungskatalog, aus herkömmlich

etablierten Verfahrensweisen und unter

Beachtung der besonderen Anforderungen

des Einzelfalles ergeben. Im Ergebnis

verflacht sich die Hierarchie deutlich; wir

Editorial

profitieren von kurzen Entscheidungswegen,

die eine schnelle Reaktion auf

neue Herausforderungen ermöglichen.

Diesem Grundsatz folgt auch die

Organisation der Zentralen Dienste. Sie

sind als selbstständige Cost-Center strukturiert.

Und stehen – bis auf wenige Ausnahmen

– mit externen Leistungsträgern

im Wettbewerb, wobei sie – weil sie eben

nicht als Profit-Center arbeiten und damit

keine Renditeerwartung zu erfüllen

haben – regelmäßig die Vermutung hoher

Effizienz für sich beanspruchen können.

Die Einzelheiten sind im Zustimmungskatalog

und Geschäftsverteilungsplan

niedergelegt.

Insoweit freue ich mich, dass Sie alle

gemeinsam weiterhin eigenverantwortlich

und selbstständig an den hohen Zielen

des Konzerns mitwirken.

ASKLEPIOS intern

24/2005

3


4 ASKLEPIOS intern 24/2005

Inhalt

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

Klinikübersicht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

Medizin & Wissenschaft

Medizin-Ticker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Sommer, Sonne, Sonnenbrand. . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Brennende Fragen zum Sonnenschutz . . . . . . . . . . 10

Top-Story:

Sommer, Sonne,

Sonnenbrand

Klinik für Dermatologie und Allergologie

in Westerland/Sylt ist auf Hautschutz

spezialisiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 8

Prostata – der wunde Punkt beim Mann Seite 14 Neuartige Kurzschaft-Hüftprothese Seite 20 Microsoft, Intel und Asklepios kooperieren Seite 24

Per Schlüssellochchirurgie zur Schilddrüse . . . . . . 12

Prostata – der wunde Punkt beim Mann . . . . . . . . 14

Gehirnoperationen bei Frühgeborenen –

eine interdisziplinäre Herausforderung . . . . . . . . . 16

Neue Impulse für regenerative Medizin . . . . . . . . . 18

Klinische Behandlungspfade steigern die

Qualität der Behandlung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Asklepios implantiert erstmals neuartige

Kurzschaft-Hüftprothese in Deutschland. . . . . . . . 20

Frühjahrsputz mit dem Messer? . . . . . . . . . . . . . . . 21

Management

Kurz & Knapp. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Microsoft, Intel und Asklepios kooperieren . . . . . . 24

Schneller, besser, günstiger! . . . . . . . . . . . . . . . . . 26


Mandy Wolf

Chefredakteurin

Sicherheit hat in der Hochleistungsmedizin

höchste Priorität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Asklepios übernimmt Management für

Sächsisches Krankenhaus Hochweitzschen . . . . . 29

1. Casemix-Performer-Seminar im LBK Hamburg . 29

Auf Tim Mälzers Spuren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

»Entscheidend ist, welche Hilfe der

Jugendliche in seiner Situation braucht« . . . . . . . . 31

Liebe Leserinnen und Leser,

endlich Sommer! Warme Sonnenstrahlen

auf der Haut – ein Genuss! Doch

Vorsicht, zu viel des Guten kann schädlich

sein. Vor allem für Kinder. Über

Licht- und Schattenseiten der Sonnenstrahlen

sprachen wir mit Dr. Norbert

Buhles, Hautarzt in unserer Sylter Nordseeklinik.

Was der Experte rät, lesen Sie

in unserer Titelstory.

Doch nicht nur die Sonne hat ihre hellen

und dunklen Seiten. Auch die Psyche

des Menschen. Etwa vier Millionen Menschen

in Deutschland leiden unter bipolaren

Störungen, bewegen sich ständig zwischen

»Himmelhoch jauchzend und zu

Tode betrübt«. Nicht nur die Betroffenen

selbst, sondern auch deren Familien sind

mit den emotionalen Berg- und Talfahrten

überfordert. Wie diesen Menschen geholfen

werden kann und wie wichtig die rechtzeitige

Aufklärung über dieses Krankheitsbild

sein kann, lesen Sie auf den Seiten

40 bis 41.

Lässt sich die Kommunikation über

Patienten zwischen niedergelassenen Ärzten

und ihren Kollegen in den Asklepios

Kliniken optimieren? Im Mittelpunkt ei-

Datenschutzaktivitäten im Krankenhausverbund . 32

Figuren & Strukturen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Patienten-Forum

Medizin der Harmonie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Kann der plötzliche Säuglingstod

vermieden werden?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Ja, wo laufen sie denn? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Hilfe bei chronischem Unterbauchschmerz . . . . . . 39

Inhalt

nes einmaligen Kooperationsvertrages

zwischen Microsoft, Intel und Asklepios

steht die Entwicklung so genannter

Health-Produkte, deren Ziel es ist, Patientendaten

vom Patientenbett zum einweisenden

Arzt vollständig elektronisch zur

Verfügung zu stellen. Mehr über diese

innovative Zusammenarbeit erfahren Sie

auf den Seiten 24 bis 25.

Eine Berufsausbildung im Krankenhaus

– wer denkt dabei nicht an Krankenschwestern,

Pfleger oder Physiotherapeuten? Die

Asklepios Servicegesellschaft bietet mehr.

Jetzt können junge Menschen auch den

Kultberuf Koch erlernen oder sich zum Gebäudereiniger

ausbilden lassen. Lesen Sie

dazu unseren Beitrag auf S. 30.

Liebe Leserinnen und Leser, genießen

Sie den Sommer! Aber: Bleiben Sie mit

uns in Kontakt. Wir sind von Natur aus

neugierig.

Viel Vergnügen beim Schmökern in

Ihrer neuen Asklepios intern wünscht

Auf Tim Mälzers Spuren Seite 30 Medizin der Harmonie Seite 36 Die Kunst, richtig Urlaub zu machen Seite 44

Ihre

Absturzgefahr auf der Achterbahn der Gefühle . . . 40

Im Kopf hab’ ich die Worte,

aber ich bring’ sie nicht raus . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Die Kunst, richtig Urlaub zu machen . . . . . . . . . . . 44

Warum gerade ich? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Visite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

Balladen & Scharaden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

ASKLEPIOS intern

24/2005

5


Medizin & Wissenschaft

Medizin-Ticker

Seminar Psoriasis 2005 &

Forschungsstipendium 2006

Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. veranstaltet

zum Welt-Psoriasis-Tag am 29.

Oktober in der Charité Berlin eine Fortbildungsveranstaltung

»Psoriasis 2005«.

Die Teilnahme ist kostenlos. Zertifizierung

durch die Deutsche Dermatologische

Akademie (Anmeldungen: Deutscher

Psoriasis Bund e.V., Seewartenstraße 10,

20459 Hamburg).

1. Zukunftsseminar des SALUS-Instituts

Um zukunftsweisende und praktisch

relevante wissenschaftliche Projekte zu

entwickeln und zu realisieren, wurde das

SALUS-Institut für Trendforschung und

Therapieevaluation in Mental Health gegründet.

Aber wer definiert, welche Fragestellungen

wichtig sind, um qualitätsverbessernde

Entwicklungen in der psychiatrisch-psychotherapeutischenKrankenversorgung

zu befördern?

Institutsdirektor Prof. Dr. Christfried

Tögel ist überzeugt, dass für die Herausfindung

geeigneter Themen das »Querdenken

abseits des Mainstreams« notwendig

ist.

In diesem Sinne lud er zum 1.

Zukunftsseminar ein. Psychiater, Hochschullehrer

und Krankenhausmanager

aus dem Bundesgebiet sowie eine

Gesundheitspolitikerin der CDU-Landtagsfraktion

trafen zusammen, um über

Trends in der psychiatrischen Forschung

und Versorgung zu diskutieren.

6 ASKLEPIOS intern 24/2005

Jährlich vergibt der Deutsche Psoriasis

Bund ein Forschungsstipendium in

Höhe von 12.000 Euro für Forschungsvorhaben

über qualifizierte, unabhängige

Ergebnisse zum Themenkreis »Psoriasis

der Haut und der Gelenke«. Die Förderung

erfolgt für Vorhaben, die eine hohe

Relevanz für die praktische Nutzung

erwarten lassen. Frist: 30.9.2005. Infos:

Hans-Detlev Kunz, Deutscher Psoriasis

Bund e.V.

Weißenfels ist Hospitationsklinik für

minimal invasive Chirurgie

Seit dem 1.2.2005 ist die Klinik für

Allgemein- und Visceralchirurgie der

Asklepios Kliniken Weißenfels-Hohenmölsen

anerkannte Hospitationsklinik

der Deutschen Gesellschaft für minimal

invasive Chirurgie.

Die stattgefundene Zertifizierung

berücksichtigt die in den Jahren 2002

sowie 2003 vollzogenen laparoskopischen

Eingriffe in der Klinik. So werden nahezu

60% aller visceralchirurgischen Eingriffe

laparoskopisch bzw. laparoskopisch assistiert

durchgeführt. Durch die Prüfungskommission

der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft

Minimal Invasive Chirurgie

wurde die Klinik in Weißenfels als Hospitationsklinik

für laparoskopische Eingriffe

bei der Herniotomie in TAPP-Technik,

bei der Cholecystektomie, bei der Fundoplicatio

und bei laparoskopischen Kolonresektionen

bestätigt und ausgewiesen.

Damit können Chirurgen in Weißenfels

nach entsprechender Hospitation

Prof. Dr. Norbert Schmacke, Leiter grund sei es notwendig, den Einfluss

der Arbeits- und Koordinierungsstelle der Versorgungsforschung zu vergrö-

Gesundheitsversorgungsforschung an ßern.

der Universität Bremen, beschrieb in sei- Prof. Dr. Holger Pfaff aus Köln fornem

Auftaktvortrag die Situation der derte, »die Gesundheits- und Kranken-

Psychiatrie/Psychotherapie in Deutschversorgung in ein lernendes System zu

land und brachte dabei das »inverse care verwandeln, das in der Lage ist, die drei

law« seines britischen Kollegen Julian Endziele Patientenorientierung, Qualität

Tudor Hart auf den Punkt: »Diejenigen, und Wirtschaftlichkeit gemeinsam und

die es am nötigsten haben, kommen zu

kurz.« Er bezog

diese Kritik sowohl

auf die Behandlung

von Patienten

mit schweren und

chronischen psychischenErkrankungen

als auch

auf die Lage der

Versorgungsfor-

kontinuierlich zu verbessern«.

schung als Stief- Fachlicher Austausch am Rande des Zukunftsseminars: Dr. Alwin Fürle, Vorsitzenkind

der Förderder des Landespsychiatrie-Ausschusses Sachsen-Anhalt; Bernd Mathieu, stellverprogramme.

Vor

tretender Aufsichtsratsvorsitzender der SALUS gGmbH; Volker Thesing, Regionalgeschäftsführer

Psychiatrie der Asklepios Kliniken GmbH; und Dr. Frank Härtel,

diesem Hinter- leitender Chefarzt des Asklepios Fachklinikums Wiesenburg (v.l.n.r.)


eine zertifizierte Anerkennung zur selbstständigen

Durchführung der genannten

Operationsmethoden bekommen.

Weißenfelser Gesundheitsforum

Im Weißenfelser Gesundheitsforum

informieren einmal monatlich Chefärzte

und Oberärzte der verschiedenen Kliniken

über Krankheiten, Therapiemöglichkeiten

und Entwicklungen aus dem Feld

der Medizin. Interessierte können so mit

Technische Beratungs GmbH

Hermed

Technische Beratungs GmbH

Gasstraße 15

67292 Kirchheimbolanden

Telefon: 06352-40 16 0

Fax: 06352-40 16 10

E-Mail: kibo@hermed.de

den Medizinern ins Gespräch kommen.

Im September wird die gut besuchte

Reihe mit einem Vortrag über »Die

Geburt im Zeitalter der modernen Medizin

– Möglichkeiten und Risiken« fortgesetzt.

Im Oktober folgt »Die aktuelle

Behandlung des Krampfaderleidens«, im

November »Richtige Ernährung im Säuglings-

und Kindesalter« und im Dezember

»Ursache und Behandlung der Neurodermitis«.

Ästhetische Medizin in der Fachklinik

Fürstenhof

Der Dermatologe Dr. Michael H. Krokowski

und der Gynäkologe und ästhetische

Chirurg Dr. Wolf-Detlev Riemer

arbeiten seit März 2005 in Bad Wildungen

zusammen. Beide sind Kooperationspartner

der Tagesklinik für Ästhetische Medizin

an der Asklepios Fachklinik Fürstenhof.

Durch diese Leistungsergänzung der

Tagesklinik können jetzt kompetente

Medizin & Wissenschaft

Komplettlösungen angeboten werden.

Die Patienten haben die Möglichkeit, sich

ein individuell auf sie zugeschnittenes

Behandlungskonzept erstellen zu lassen,

das ihren persönlichen Anliegen und der

ästhetischen Wunschvorstellung gerecht

wird.

Ihr Dienstleister im Gesundheitswesen

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen individuelle Lösungen zu

erarbeiten, um eine hohe Verfügbarkeit der medizintechnischen

Geräte sowie die Budgetsicherheit Ihrer Bewirtschaftungskosten zu

gewährleisten.

Wählen Sie individuell und auf Ihre Anforderungen zugeschnitten!

Die Leistungsbausteine

• Gerätemanagement, wie Steuerung der Instandhaltungsmaßnahmen

• Instandhaltung medizintechnischer Geräte und Anlagen

• Durchführung von gesetzlichen Prüfungen

• Erarbeiten von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen

• Übernahme von Dokumentationspflichten

• Anwenderschulungen

• Betreiben von medizintechnischen Servicezentren

Oder entscheiden Sie sich für unseren Komplettservice im

Rahmen eines „Full-Service“ Vertrages

ASKLEPIOS intern 24/2005 7


Medizin & Wissenschaft

Sommer, Sonne, Sonnenbrand

Klinik für Dermatologie und Allergologie in Westerland/Sylt

ist spezialisiert auf Hautschutz

Die Sonne tut uns gut. Sie wärmt unsere Haut,

hebt unsere Stimmung. Und nicht zuletzt

stärkt sie unser Immunsystem. Aber Vorsicht:

Obwohl die Sonne 150 Millionen

Kilometer von uns entfernt ist,

sollten wir ihre Kraft nicht unterschätzen.

Wissen ist noch immer der

beste Schutz vor Sonnenbrand, Bläschenbildung

und Lederhaut. Je näher unser

Urlaubsort dem Äquator und je klarer die

Luft ist, desto größer ist auch die Gefahr

8 ASKLEPIOS intern 24/2005

eines Sonnenbrands. Bereits im Frühjahr

ist die Sonnenintensität beispielsweise

auf den Kanarischen Inseln doppelt so

hoch wie bei uns. Die Haut rötet sich auf

den Kanaren daher doppelt so schnell.

Direkt am Äquator bekommt man in

weniger als 20 Minuten einen Sonnenbrand.

Die Sonne hat auch ihre Schattenseiten. Nicht

nur Pessimisten denken hier gleich an Ozon-

loch, Sonnenallergie, Falten und Krebs.

Das Tückische am Sonnenbrand ist,

dass er ohne Vorankündigung circa sieben

Stunden nach dem Sonnenbaden

kommt. Wenn die Haut durch Kribbeln

und Brennen reagiert, ist es bereits zu

spät.

»Sonnenbrand ist eine Verbrennung

ersten Grades. Bilden sich Bläschen, so


liegt bereits eine Verbrennung zweiten

Grades vor«, sagt Dr. Norbert Buhles,

Chefarzt der Klinik für Dermatologie und

Allergologie auf Sylt. Meist hilft sich der

Körper selbst und repariert die so entstandenen

Hautschäden und bildet zum

Schutz eine Pigmentierung – was wir als

Bräunung wahrnehmen.

Nicht jeder Sonnenbrand verursacht

automatisch Hautkrebs. Erst die zunehmende

Summe der Strahlenbelastungen

kann geradewegs dorthin führen. Denn:

Die Haut vergisst nichts. Eine knackige

Bräunung zahlen wir mit bleibenden

Erinnerungen: Nach jahrelangem Sonnenbaden

wird die Haut großporig und

neigt zur Mitesserbildung. Sie verliert an

Elastizität, und Falten bilden sich viel früher.

Aber bei allen Vorsichtsmaßnahmen

sollten wir eines nicht vergessen: Die

Sonne tut auch Gutes! Die UV-Strahlung

ermöglicht die Aufnahme von Calcium im

Körper und stärkt somit die Knochen.

Zehn bis 15 Minuten Sonnenbaden reichen,

um das Immunsystem zu stärken,

somit die Infektanfälligkeit zu senken.

Hohe Dosen bewirken jedoch genau das

Gegenteil. Sonnenlicht trägt bei Hautkrankheiten

wie Neurodermitis oder

Schuppenflechte zur Besserung bei. Und:

Sonnenlicht regt die Produktion von Serotonin

und Endorphinen an. Der Körper

produziert mehr Glücks- und Sexualhormone.

Soforthilfe bei Sonnenbrand

Raus aus der Sonne! Haut mit Kleidung

bedecken, möglichst in dunklen Farben.

Wasser trinken! So viel wie möglich.

Schmerzmittel wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure

helfen gegen leichte Schmerzen

und leicht erhöhte Temperatur.

Feuchte, kühle Umschläge mit Wasser,

schwarzem Tee, Jogurt oder Quark lindern die

Schmerzen und ziehen die Hitze aus dem

Körper. Gerbstoffhaltige Cremes wie Tannolact

oder Tannosynth helfen bei leichten

Beschwerden. Bei starkem Jucken oder Brennen

hilft eine niedrig dosierte hydrocortisonhaltige

Lotion oder ein Antihistaminikum.

Zehn goldene Sonnenregeln

Den eigenen Hauttyp richtig einschätzen.

Bin ich Dick- oder Dünnhäuter? Rothaut

oder Bleichgesicht? Wie viel Sonne

kann ich, ohne rot zu werden, vertragen?

Erst wenn ich meinen Hauttyp kenne,

kann ich meine Sonnenempfindlichkeit

richtig einschätzen. Und mit dem richtigen

Lichtschutzfaktor (LSF) dauerhaften

Lichtschäden vorbeugen.

Banal, aber hoch wirksam: jede

Rötung der Haut durch zu viel Sonne vermeiden.

In der Sonne immer sonnendichte

Kleidung tragen. Auf jeden Fall eine

Kopfbedeckung. Und auch die Augen

nicht vergessen. Nur Gläser mit UV-Filter

bieten einen wirksamen Schutz.

Sonne in der Mittagszeit – zwischen

10 bis 16 Uhr – meiden. Stattdessen lieber

ein Mittagsschläfchen machen.

Langsam an die Sonne gewöhnen. In

den ersten Urlaubstagen eher im Schatten

bleiben. Aber mit Sonnenschutz! Denn

auch im Schatten oder unter bewölktem

Himmel wirken die Sonnenstrahlen.

Alle unbedeckten Körperstellen mit

Sonnenschutzmittel eincremen. Mindestens

30 Minuten vor dem Sonnenbad.

Dabei hohen, typgerechten Lichtschutzfaktor

verwenden. Vor allem auf die so

genannten Sonnenterrassen (Kopf, Stirn,

Nase, Ohren, Nacken, Schultern, Hände,

Knie, Po, Füße) achten.

Sonnenschutz mehrmals am Tag

erneuern. Vor allem nach dem Baden.

Aber Vorsicht: Nachcremen verlängert

nicht die Schutzwirkung!

Die Höhe des Lichtschutzfaktors gibt

an, um wie viel länger man mit einem

Sonnenschutzmittel im Vergleich zu

ungeschützter Haut in der Sonne bleiben

kann, ehe eine Rötung der Haut entsteht.

Mit Faktor 20 können Sie entsprechend

Ihrem Hauttyp also 20-mal länger in der

Medizin & Wissenschaft

Sonne bleiben als ohne Schutzfaktor.

Danach ist der Schutz beendet – da hilft

auch kein Nachcremen.

Beim Schwimmen und Schnorcheln

nur wasserfeste Sonnenschutzmittel verwenden.

Denn auch einen Meter unterhalb

der Wasseroberfläche beträgt die

Intensität der UV-Strahlen fast noch 50

Prozent. Nach dem Abtrocknen also neu

eincremen.

Bei Medikamenteneinnahme auf

lichtsensibilisierende Nebenwirkungen

durch Sonneneinstrahlung achten. Eventuell

den behandelnden Arzt fragen. Sonnenallergiker

sollten nur Sonnenschutzgels

ohne Emulgatoren und Konservierungsstoffe

benutzen.

Vor dem Sonnenbaden keine Parfums

und Deos nehmen. Das verursacht bleibende

Pigmentflecken.

Zusatzregel für Kinder: Kleinkinder

gehören nicht in die direkte Sonne.

Immer Sonnenschutzkleidung anziehen

und gut eincremen. Kopfbedeckung ist

Pflicht!

Kleinkinder gehören nicht in die direkte Sonne.

Immer Sonnenschutzkleidung anziehen und gut eincremen.

Kopfbedeckung ist Pflicht!

ASKLEPIOS intern

24/2005

9


Medizin & Wissenschaft

Brennende Fragen zum Sonnenschutz

Interview mit Dr. Norbert Buhles

Dr. Norbert Buhles, Chefarzt der Klinik

für Dermatologie und Allergologie in

Westerland/Sylt beantwortet brennende

Fragen zum Thema Sonnenschutz.

Ist es sinnvoll, sich vor dem Urlaub

im Solarium vorzubräunen?

Der UV-B-Anteil der Strahler (also der

Sonnenbrand erzeugende Anteil des UV-

Lichtes) ist bei den meisten Geräten zwar

reduziert. Aber selbst Experten können

heute noch nicht sagen, welche Folgen

das »Sonnenbaden auf der Bank« auf

Dauer haben wird. Der Glaube, dass

Urlaubsvorbräunung mittels Solarien

harmlos sei, ist nicht ganz ungefährlich,

da nur das UV-B selbst den zweiten Eigenschutz

der Haut, die »Lichtschwiele«,

aktivieren kann. Darüber hinaus werden

nach Meinung der ADP (Arbeitsgemeinschaft

Dermatologische Prävention) die

wenigsten Solarien qualitätsgesichert betrieben

und stellen somit grundsätzlich

ein Risiko dar.

Muss ich mich auf den Malediven

mehr vor der Sonne schützen

als beispielsweise auf Sylt?

Dr. Norbert Buhles, Chefarzt der Klinik

für Dermatologie und Allergologie in Westerland/Sylt

10 ASKLEPIOS intern 24/2005

Auf jeden Fall. Auch die Tageszeit

spielt hier eine Rolle. Aufgrund der Wölbung

der Erdoberfläche ist der Weg der

Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre

mittags kürzer als morgens oder abends.

Je länger der Weg der Sonnenstrahlen ist,

desto mehr schädliche UV-Strahlung wird

von der Atmosphäre abgefangen. Das ist

auch der Grund dafür, warum die Strahlung

in Äquatornähe am stärksten ist.

Dagegen ist am Toten Meer, dem tiefsten

Punkt der Erde, die natürliche UV-B-

Strahlungsbelastung am geringsten.

Kann ich bei einem bewölkten Himmel

trotzdem einen Sonnenbrand

bekommen?

Je klarer der Himmel, desto intensiver

ist die Sonneneinstrahlung. Aber auch bei

einem wolkenverhangenen Himmel dringen

noch genügend Sonnenstrahlen durch,

um – je nach Hauttyp – einen Sonnenbrand

zu verursachen.

Gibt es Tageszeiten, die zum Bräunen

besonders geeignet sind?

Morgens bis zehn Uhr ist genügend

bräunende UV-Strahlung in der Natur

vorhanden und nachmittags ab 15 Uhr.

Dazwischen ist die UV-Strahlung sehr

aggressiv. Daher sollten Sie die Mittagszeit

meiden. Dabei sind die Ortszeitangaben

durch die Zeitumstellung nicht

immer identisch mit dem Sonnenhöchststand.

Bei der Sommerzeit steht die

Sonne nicht um 12 Uhr am höchsten, sondern

um 13.30 Uhr.

Welche Arten von Sonnenschutz

empfehlen Sie?

Ich würde im Urlaubsland immer

schauen, wie sich die Bevölkerung schützt.

Also in Mexiko einen Sombrero tragen

oder am Roten Meer leichte Stoffe, die

auch die Arme und Beine schützend

bedecken. Erste gute Erfahrungen machen

wir in Deutschland zur Zeit mit spezieller

Sonnenschutzkleidung wie T-Shirts, Mützen

und Shorts.

Welche Sonnenschutzcremes

empfiehlt der Hautarzt?

Ich bevorzuge physikalische Mittel.

Die darin enthaltenen Zink- oder Titanpartikel

legen sich wie ein Schutzschild

auf die Haut. Sie reiben oder waschen

sich auch nicht so schnell ab. Chemische

Sonnenschutzmittel müssen wegen des

»Verbrauchs« der Wirkstoffe öfter aufgetragen

werden.

Gibt es Hautkrankheiten, die

speziell durch den Sonneneinfluss

verursacht werden?

Der Sonnenbrand ist die bekannteste

krankhafte Reaktion auf zu viel Sonne.

Eine mögliche Spätfolge langer Sonnenbäder

sind so genannte Sonnenwarzen

und Hautkrebs. Ein körpereigener Reparaturmechanismus

in der Haut beseitigt

Hautschäden durch Sonnenstrahlung. Je

häufiger dieser Reparaturmechanismus

aktiv werden muss, umso größer ist auch

die Wahrscheinlichkeit, dass eine Reparatur

einmal nicht möglich ist oder fehlschlägt.

Die langfristige Folge: Hautkrebs.

Deshalb sollte man seine Haut auch nicht

zu oft durch zu viel Sonneneinstrahlung

überfordern. Viele bösartige Hauttumoren

treten gerade an den Körperstellen

auf, die dem Sonnenlicht die größte

Angriffsfläche bieten, wie Ohren, Gesicht

und Kopfhaut: die Sonnenterrassen des

Körpers.

Ist das Hautkrebsrisiko gestiegen?

Ja, eindeutig. Schließlich hat sich das

Freizeitverhalten der Menschen verändert.

Während man früher drei Wochen

Jahresurlaub machte, fährt man heute


öfter, dafür kürzer weg. Dabei will man

auf jeden Fall braun werden. Also legen

sich die Leute längere Zeit in die Sonne.

Statt der empfohlenen zwei Stunden liefern

sie sich vier Stunden der UV-B-Strahlung

aus. Oft liegen sie sogar in der lichtreichen

Mittagszeit am Strand.

Ist Sonnenbrand im Kindesalter

gefährlicher als bei Erwachsenen?

Amerikanische Studien belegen, dass

mehr als fünf schwere Sonnenbrände vor

dem 18. Lebensjahr das Melanomrisiko

um das 2,5-fache erhöhen. Aus diesem

Grund sollten Eltern ihre Kinder ganz

besonders schützen.

Wovon ist die Wahl des

Sonnenschutzfaktors abhängig?

Mit einer vorsichtigen Sonnengewöhnung

während der Freizeit oder bei Tätigkeiten

draußen kann man seinen biologischen

Körpersonnenschutz aufbauen,

der sich in zunehmender Pigmentierung

Wir versprechen nicht

das Blaue vom Himmel.

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und einer »Lichtschwiele« der Haut

äußert. So kann man auf einen körpereigenen

Sonnenschutz von Faktor acht

kommen. Dem normalen Durchschnittseuropäer

empfehle ich im Urlaub einen

Lichtschutzfaktor von 25, wobei das von

Urlaubsland zu Urlaubsland variieren

kann.

Was hilft bei einem Sonnenstich?

Aus der Sonne gehen, den Kreislauf

durch Schocklagerung stabilisieren, Eisbeutel

auflegen und viel trinken. Eventuell

sollte der Kreislauf ärztlich überwacht

werden und eine neurologische

Kontrolle stattfinden.

Was kann ich tun, um einen Sonnenstich

zu vermeiden?

Massenveranstaltungen meiden. Bei

schwüler Hitze zu Hause bleiben, viel

trinken. Unbedingt dafür sorgen, dass

kein Schwitz- und Schweißstau entsteht,

daher luftige Kleidung und eine Kopfbe-

Medizin & Wissenschaft

Die Asklepios Klinik für Dermatologie und Allergologie

in Westerland/Sylt

deckung tragen und den Schatten aufsuchen.

Macht viel Sonne viele Falten?

Das ist eine Frage der Dosis und der

Konsequenz in der Ausnutzung der »persönlichen

Schutzausrüstung«.

Das Gespräch führte Sabine Bundschuh

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bundschuh – Pressedienst für Ärzte

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ASKLEPIOS intern

24/2005

11


Medizin & Wissenschaft

Per Schlüssellochchirurgie zur Schilddrüse

Klinik Weißenfels führt Thyreoidektomie minimal-invasiv durch

An der Klinik für Allgemein- und

Visceralchirurgie in Weißenfels wurde im

November 2004 erstmals eine minimalinvasiv-video-assistierte

Thyreoidektomie/

MIVAT durchgeführt. Diese laparoskopische

Schilddrüsenentfernung stellt eine

neue Form der bisher bekannten laparoskopischen

Operationsmethoden dar –

insbesondere bei Schilddrüsenresektionen.

Seit Einführung der minimal-invasiven

Chirurgie (Schlüssellochchirurgie)

hat sich das Spektrum der laparoskopischen

Methoden stets erweitert.

12 ASKLEPIOS intern 24/2005

Chefarzt Jörgen Bretschneider nennt die

Vorteile dieser Vorgehensweise: »Verbesserung

des Patientenkomforts, weniger

Schmerzen, frühere Belastbarkeit, schnellere

Rekonvaleszenz und verbesserte

Ergebnisse.«

Erstmalig führte der New Yorker Chirurg

Gangner die laparoskopische Entfernung

der Nebenschilddrüse durch. Professor

Miccoli griff in Pisa diese Methode

auf. Er führte 1998 eine minimal-invasivassistierte

Thyreoidektomie zur Behandlung

einer Schilddrüsenvergrößerung

durch. In Deutschland gibt es mittlerwei-

le rund 15 Krankenhäuser (universitäre

und nicht universitäre Einrichtungen), in

denen derartige Eingriffe regelmäßig

durchgeführt werden.

Zur Optimierung dieser Operationsmethode

ist eine Patientenselektion notwendig.

Das Schilddrüsenvolumen sollte

pro Seite nicht mehr als 20 ml betragen

und der Knoten nicht größer als 3,5 cm

sein. Es sollte sich nicht um eine Erkrankung

mit entzündlichen Veränderungen

der Schilddrüse oder um malignomverdächtige

(krebsverdächtige) Knoten handeln.


Zur Einführung der Methode ist ein

spezielles Instrumentarium mit einer 3mm-

oder 5-mm-Optik sowie entsprechend

feinen Fasszangen, Scheren und

Präparationselevatorien notwendig. Eine

weitere Voraussetzung ist, dass man die

Schilddrüsenoperation nach der minimalinvasiven

Art durch entsprechendes Vorbereitungstraining

sichert. Dazu gehört,

dass zuvor konventionelle Schilddrüsen-

Operationen ohne Drainagen durchgeführt

wurden und für die Resektion oder

Entfernung der Schilddrüse das Harmonikskalpell

(Ultraschallsmesser) benutzt

wird, um so den bestehenden kleinen

Zugangsraum optimal auszunutzen.

Bisherige Erfahrungen mit dieser

neuen Vorgehensweise zeigen, dass die

Komplikationsrate ähnlich niedrig ist wie

bei der konventionellen Schilddrüsenchirurgie

hinsichtlich der Recurrenspareserate

(Stimmbandlähmung).

»In der Klinik für Allgemein- und

Visceralchirurgie in Weißenfels haben wir

seit dem 1. November des vergangenen

Jahres bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt

50 derartige Operationen sowohl einseitig

als auch beidseitig durchgeführt«, sagt

Chefarzt Bretschneider. »Die überwiegende

Zahl der Eingriffe gestaltete sich beidseitig

und musste als totale Thyreoidektomie

(Schilddrüsenentfernung wegen knotiger

Veränderungen) durchgeführt werden.«

Bei zwei Patienten habe man postoperativ

ein papilläres Karzinom gefunden.

Bei diesen Patienten wurde primär eine

totale Thyreoidektomie durchgeführt, so

dass nach Kenntnis der Histologie keine

Komplettierungsoperation nötig war.

»Postoperativ sind alle Patienten

äußerst zufrieden gewesen. Vor allem mit

dem kosmetischen Ergebnis. Schließlich

ist der Schnitt nicht größer als 2,5 cm«, so

Bretschneider.

Die Patienten waren nach der Operation

zügig mobilisierbar und wiesen kaum

eine Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes

auf, so dass sie bereits nach zwei

Tagen aus der Klinik entlassen werden

konnten. »Bei den von uns mit dieser

neuen Methode operierten Patienten traten

keinerlei Komplikationen wie Wundheilungsstörung,

Recurrensparese oder

Hypokalzämie auf«,

freut sich der Chefarzt.

Wie in der konventionellenChirurgie

wird auch bei diesenSchlüssellochoperationen

am Hals

die Kontrolle der

nicht zu beeinträchtigendenStimmbandnerven

elektrisch mit

dem Neuromonitoringgerätdurchgeführt.

»Unter Einhaltung

der strengen Selektionskriterienerachten

wir diese Methode

als sinnvolle Alternative

bei Operationen

an der Schilddrüse«,

sagt Chefarzt Jörgen

Bretschneider.

Sie bringe für die

Operierten einen sehr

gut nachvollziehba-

Medizin & Wissenschaft

Nur zwei Monate nach der OP ist die gerade einmal 2 cm große Narbe kaum noch zu sehen

ren Vorteil. »Aus unserer Sicht stellt sie

eine sinnvolle Erweiterung des operativen

Spektrums dar.«

ASKLEPIOS intern 24/2005 13


Medizin & Wissenschaft

Prostata – der wunde Punkt beim Mann

Positive Entwicklungen in der operativen Behandlung in Bad Tölz

Das Prostatakarzinom ist das am häufigsten

diagnostizierte Karzinom des

Mannes. Und die zweithäufigste Todesursache

unter den Krebserkrankungen des

Mannes in Deutschland. Prostatakrebs

wächst sehr langsam. Je früher man den

Krebs entdeckt, desto besser sind die

Ergebnisse einer Operation. Daher liegt

das Hauptaugenmerk der Urologen in der

Asklepios Stadtklinik Bad Tölz auf der

Früherkennung.

Die Prostata umhüllt den Beginn

der Harnröhre wie eine Manschette.

Sie besteht aus mehreren

Zonen, wobei man grob zwischen einer

inneren periurethralen Zone und einer

äußeren peripheren Zone bzw. Prostatakapsel

spricht. Im Laufe des Alters nimmt

der innere Anteil, der der Harnröhre

unmittelbar anliegt, kontinuierlich an

14 ASKLEPIOS intern 24/2005

Volumen zu. Durch die hierdurch entstehende

Kompression kommt es zu einer

Einengung der Harnröhre bzw. einem

zunehmenden Abflusshindernis.

Ab einem Alter von ca. 40 Jahren treten

die ersten Symptome auf: Harnstrahlabschwächung,

verzögerter Miktionsbeginn,

Nachträufeln und Restharnbildung.

Mehr als die Hälfte der über 60-jährigen

und 90 Prozent der 80-jährigen Männer

haben dann Symptome im Sinne einer

gutartigen Prostatavergrößerung (Benigne

Prostata-Hyperplasie, BPH). Spätestens ab

dem 50. Lebensjahr sollte sich jeder Mann

einer Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung

(Prostatacarcinom PC) unterziehen.

Die medikamentöse Behandlung

durch einen Facharzt ist in der Regel der

erste Therapieansatz. Von den zahlreichen

Phytotherapeutika (Prostatamedikamenten

auf pflanzlicher Basis) muss in der

Folge häufig zu chemisch definierten Arzneimitteln

gegriffen werden. Damit hat

man das Grundproblem zwar »aufgeschoben,

aber nicht aufgehoben«. Letztlich ist

jedoch die operative Therapie des Prostataadenoms

die einzige Erfolg versprechende

Langzeittherapie der Prostata.

Diese Aushobelung oder Ausschälung

der gutartigen Vergrößerung wird Transurethrale

Prostataresektion (TUR-Operation)

genannt. Bei diesem endoskopischen

oder endourologischen Eingriff ist

kein Schnitt von außen notwendig.

In der urologischen Abteilung der

Asklepios Stadtklinik Bad Tölz wird die

Endoskopie unter technisch modernster

Ausstattung durchgeführt und zählt zu

den Routinemaßnahmen. Trotz sich parallel

entwickelnder Alternativeingriffe stellt

diese OP heute den »Goldstandard« der

Adenomoperation dar.


Dabei wird die Prostata, die man über

die Harnröhre von außen mit einem Endoskop

(Resektoskop) erreicht, von innen

her mit einem hochfrequentem Urethrotom

(Elektroschlinge) in kleinen Schnitten

reseziert. Diese Resektate werden

anschließend über die Blase nach außen

gespült. Der Operateur bekommt das OP-

Feld mittels endoskopischer Videotechnik

auf einen Monitor übermittelt. In Spinalanästhesie

kann der Patient sogar, wenn

gewünscht, den Eingriff auf einem Zweitmonitor

verfolgen.

Alle resezierten Gewebsteile werden

anschließend vom Pathologen auf Gutoder

Bösartigkeit untersucht.

Mit dem im Blutserum nachgewiesenen

prostataspezifischen Antigen (PSA)

ist den Urologen ein Tumormarker in die

Hand gegeben, der eine frühe Erkennung

des Karzinoms möglich macht, bevor der

betroffene Patient Symptome verspürt.

PSA hat die Früherkennung revolutioniert.

Durch die Untersuchung des PSA

werden 90 Prozent aller Karzinome entdeckt

– vor allem in einem frühen, therapierbaren

Stadium. Vor Einführung des

PSA waren bereits zwei Drittel aller Karzinome

im organüberschreitenden Stadium

und somit häufig nicht mehr heilbar.

Der PSA-Wert sollte jährlich bestimmt

werden. Nach Beurteilung durch den Urologen

wird bei erhöhten Werten (i.d.R. >

Dr. Peter Daffner rät zu Vorsorgeuntersuchungen

4ng/ml) oder raschem Anstieg die weitere

Diagnostik festgelegt.

Zusätzlich sollten auch eine rektale

digitale Untersuchung und eine transrektale

Ultraschalluntersuchung erfolgen.

Nach einer ausführlichen Aufklärung

des Patienten muss entschieden

werden, ob eine Gewebsuntersuchung

(Biopsie) der Prostata notwendig ist.

Die operative Therapie des Prostatakarzinoms

hat ihre Schrecken verloren.

Die Entscheidung, welche Art der Therapie

zur Behandlung des Prostatakarzinoms

sinnvoll und Erfolg versprechend

ist, liegt im Stadium der Erkrankung.

Auch hier zeigt sich wieder, wie wichtig

es ist, das Karzinom in einem Frühstadium

zu entdecken. Ist dies der Fall,

haben wir heute die Option, den Patienten

vom Krebs zu befreien, ohne seine

Lebensqualität sehr einzuschränken.

Wir sprechen hier vom Stadium des

nicht organüberschrittenen Karzinoms.

Früher waren die Patienten nach der

Operation impotent und litten unter

unwillkürlichem Urinverlust (Inkontinenz).

Unter entsprechenden Vorraussetzungen

(PSA < 10ng/ml, gutes Ergebnis

der Prostatabiopsie) kann der Eingriff

mit dem Ziel der Potenzerhaltung

geplant und durchgeführt werden. Dies

hat als weiteren positiven Effekt zur

Folge, dass der Patient postoperativ

nahezu in 100 Prozent der Fälle kontinent

wird.

In der Urologie der Asklepios Stadtklinik

Bad Tölz ist dieser positive Trend

deutlich geworden. Die Zahl der organbegrenzten

Karzinome im Frühstadium

nimmt zu. Hält diese Tendenz an, werden

immer mehr Patienten nicht nur von

ihrem Krebsleiden befreit. Sie können

ihr Leben auch ohne große Einschränkung

fortsetzen.

Auch wenn die erwähnten Beschwerden

nicht in der hier dargestellten

Form auftreten, sollte sich jeder

Mann ab dem 50. Lebensjahr einer Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung(Prostatacarcinom

PC) unterziehen.

Dr. Peter Daffner


Medizin & Wissenschaft

Nach der Rettung ihres Babys ist die Mutter überglücklich

Gehirnoperationen bei Frühgeborenen –

eine interdisziplinäre Herausforderung

Neurochirurgie im Klinikum Nord/Heidberg rettet kleines Mädchen

Die kleine Mona kommt in der 35.

Schwangerschaftswoche als Zwilling zur

Welt. Ihr Bruder ist gesund. Bei einem

Geburtsgewicht von 1.680 g liegt ihr

Kopfumfang mit 29,5 cm jedoch deutlich

über der Norm bei Frühgeborenen. Bereits

in der ersten Ultraschalluntersuchung

finden die Ärzte einen 4 x 4 cm

großen Hirntumor unbekannten Ursprungs,

der zu einem Hirnwasseraufstau

führte.

Aufgrund ihres geringen Geburtsgewichtes

konnte Mona zunächst

nicht operiert werden. Die Kinderärzte

der Klinik kontrollierten aber

den weiteren Verlauf. Wenige Wochen

16 ASKLEPIOS intern 24/2005

nach der Geburt ist der Tumor bereits auf

4,5 x 5 cm angewachsen. Die feingewebliche

Untersuchung einer Gewebeprobe

zeigt ein so genanntes atypisches Plexuspapillom,

was die Referenzpathologie

der Universitätsklinik Münster (Prof. Paulus)

bestätigt. Diese Tumore machen 0,5

Prozent der Hirntumore aus. Etwa zwei

bis drei Prozent der Tumore treten im

Kindesalter (meist unter fünf Jahren) auf.

Angeborene Tumore in dieser Größe sind

Literaturfälle und extrem selten.

Leider konnte mit der Gewebeprobe

ein bösartiges, aggressiv wachsendes

»anaplastisches Plexuskarzinom« noch

nicht ausgeschlossen werden. Denn das

gutartige Plexuspapillom lässt sich im

vorliegenden Stadium nicht sicher vom

Plexuskarzinom unterscheiden. Gutartige

Tumore lassen sich entfernen und sind

heilbar. Auf einer erneuten Kernspintomographie

(siehe Foto) wurde ein fünf

Zentimeter großer Tumor sichtbar, der

auf das umgebende Hirngewebe drückte.

Die Hirnkammern waren verlagert, der

Tumor wuchs in Form eines »Blumenkohls«.

Damit stand fest, dass eine Operation

notwendig ist.

Nach gründlicher Aufklärung der

Eltern, unter Zuhilfenahme eines Modells,

operierten Prof. Dr. Henning Friedrich

und Oberarzt Dr. Matthias Hamann

die kleine Mona im Alter von zwei Monaten.

Der sechsstündige mikrochirurgische


Eingriff erfolgte durch einen 5 x 6 cm großen

Knochendeckel von einem funktionell

stummen Gebiet des Hirns aus. Dieser

breite Zugang war nötig, um möglichst

rasch die arterielle Versorgung des riesigen

Tumors zu unterbrechen. Im weiteren

Verlauf arbeiteten sich die Neurochirurgen

durch die Hirnfurchen bis in das so

genannte Unterhorn des Seitenventrikels

vor. Am Ende der Operation war der

Tumor vollständig entfernt, die Blutversorgung

des Gehirns völlig unversehrt.

Die für die Zukunft des Kindes und für

seinen Intellekt wichtigen Strukturen des

Limbischen Systems waren ebenso vollständig

erhalten wie auch die sehr bedeutenden

abführenden venösen Gefäße.

Nach der Operation kam es einmal zu

einem Krampfanfall, der weitere Verlauf

war unauffällig. Die postoperative Kernspintomographie

zeigte die vollständige

Die Kernspintomografie zeigt den ca. 5 cm großen Tumor

Die postoperative Kernspintomografie zeigt die vollständige Entfernung des Tumors.

Entfernung des Tumors, die feingewebliche

Untersuchung lieferte keinen Anhalt

für Bösartigkeit. Damit stand fest: Mona

ist geheilt. Was ihre Zukunft und endgültige

Überlebensqualität angeht, wird sich

das Kind nicht von anderen Frühgeborenen

unterscheiden.

Diese sehr seltenen Tumore stoßen an

die Grenzen der Neurochirurgie und sind

eine interdisziplinäre Herausforderung

für Geburtshelfer, Kinderärzte, Neuroradiologen,

Neuroanästhesisten, Neurochirurgen

und Neuropathologen. Weltweit

wurden bislang bei Frühgeborenen nur

sehr wenige Fälle in der Literatur mit dieser

Art von Tumor beschrieben. In früheren

Jahren war die Sterblichkeit bei dieser

Art von frühkindlichen Hirntumoren sehr

groß. Eine bessere Bildgebung, insbesondere

durch Ultraschallgeräte und die

Kernspintomographie, sowie die Entwick-

Medizin & Wissenschaft

Chefarztwechsel

Ende April traten der Ltd. Arzt der Abteilung

für Neurochirurgie, Prof. Dr. Henning

Friedrich, der erste Oberarzt der Klinik, Dr.

Thomas Hinzpeter, und die Kinderneurochirurgin

Dr. Gudrun Hänsel-Friedrich in den

Ruhestand. Die Leitung der Abteilung übernahm

PD Dr. Paul Kremer, der von der Uni

Heidelberg an das Klinikum Nord / Heidberg

wechselte.

lung der Mikrochirurgie führten in den

vergangenen Jahren aber zu einer raschen

Senkung der Komplikationsrate.

Prof. Dr. Henning Friedrich

Kontakt:

Abteilung für Neurochirurgie

Kopfzentrum im Klinikum Nord / Heidberg

Tangstedter Landstraße 400

22417 Hamburg

Telefon (0 40) 18 18 87-33 48

Telefax (0 40) 18 18 87-36 73

ASKLEPIOS intern

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Medizin & Wissenschaft

Neue Impulse für regenerative Medizin

Orthopädische Klinik Hohwald und Uni Leipzig kooperieren

Aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit nischem Interesse sind die so genannten

und ihrer hohen ärztlichen Kompetenz körpereigenen (autologen) Stammzellen

wurde die Orthopädische Klinik Hoh- und die zu dieser Gruppe gehörenden

wald von der Krankenhausgesellschaft gewebespezifischen Stammzellen. Die

Sachsen für eine Kooperation mit der Nähe autologer Vorläuferzellen zum Ziel-

Universität Leipzig empfohlen. Die Kliorgan ist in der Praxis ein erheblicher Vornik

wird in Zusammenarbeit mit der teil, da differenzierte Leistungen der in

Abteilung für Regenerative Medizin der vitro vermehrten Zellen besser erreichbar

Universität Leipzig unter Leitung von Pro- sind. Weil köpereigene Zellen immunolofessor

Bader körpereigene Knochenimgisch gesehen nicht abgestoßen werden

plantate mit Hilfe der Bioreaktortechno- können, haben diese einen entscheidenlogien

für die Patienten zielgerichtet vorden Vorteil gegenüber heterologen (von

bereiten.

anderen Spendern stammenden) Zellen im

Bereich der Implantate. Heterologe Zellen

Die Mechanismen der Regeneration

von körpereigenen Gewebestrukturen

werden zunehmend

als Implantate könnten fremde Krankheitserreger

übertragen oder benötigen

Immunstrategien. Die Verwendung kör-

verstanden und mit Methoden der Biopereigener Stammzellen stellt somit eine

technologie klinisch anwendbar. Von kli- therapeutisch relevante und heute schon

umsetzbare Entwicklungsstrategie

dar.

Konventionelle Implantate

sind bisher so

hart und stabil wie möglich

konstruiert worden,

damit sie möglichst lange

halten. Aber diese Implantatformen

können

sich den Veränderungen

des Körpers nicht anpassen.

Bioimplantate bestehen

daher langfristig aus

körpereigenen Strukturen

und könnten sich

daher im Idealfall an Veränderungsprozesseadaptieren.

Für den klinischen

Leiter der Asklepios

Orthopädischen Klinik

Hohwald, Dr. Weber,

Dr. Weber sieht viele Anwendungsmöglichkeiten für den körpereigenen

sind folgende Anwendungsmöglichkeiten

für

den körpereigenen Kno-

Knochenersatz

chenersatz denkbar:

ASKLEPIOS intern

24/2005

• nach Tumorentfernungen

• bei Pseudoarthrosen

• bei Knochendefekten nach Frakturen

(Fersenbein, Oberschenkel)

• bei Substanzverlusten

• bei juvenilen Knochenzysten

• bei rekonstruktiven Operationen z. B.

im Großzehenbereich oder den Extremitäten

• bei Wechseloperationen in der Endoprothetik

mit erheblichem Knochenverlust

»Eine geeignete Bioreaktortechnologie,

die passende Matrix sowie ein auf das

System adaptiertes Zellkultivierungsverfahren

sind die notwendigen Voraussetzungen

für die Generierung von 3D-Knochengewebe

in vitro«, sagt Dr. Weber.

Daher kommt der Bioreaktortechnologie

im Rahmen des gesamten Herstellungsverfahrens

eine Schlüsselstellung zu.

Bioreaktoren sind Instrumente der

Zellkulturtechnik und Apparate, die Zellkulturprozesse

individualisiert ablaufen

lassen können. Diese Reaktoren dienen

der Vermehrung von Zellen, aber auch

der Differenzierung. Sie können für eine

Vielzahl von Zellsystemen schon jetzt gut

eingesetzt werden. Bei der Züchtung körpereigener

Gewebe im Rahmen des Tissue

Engineering und bei den damit verbundenen

kurzen Vermehrungsphasen in

vitro stellen Bioreaktoren durch die Schaffung

von Mikromilieubedingungen einen

wichtigen Erfolgsfaktor für die physiologische

(d. h. normale) Differenzierung eines

späteren Implantats dar.

Die Vorteile für den Patienten liegen

auf der Hand: Die Regeneration wird

beschleunigt, Eigenknochenspenden können

ebenso vermieden werden wie

Fremdmaterialien mit den entsprechenden

Infektionsrisiken.

Dr. C. Weber und Prof. A. Bader


Klinische Behandlungspfade

steigern die Qualität der Behandlung

Die Krankenhäuser von morgen zeichnen

sich durch eine hohe Prozessorientierung

aus. Dabei kommt es darauf an,

einen reibungslosen Ablauf der Patientenbehandlung

zu gewährleisten. So

genannte »klinische Behandlungspfade«

straffen und vereinfachen die Wege durch

die Klinik.

Seit Einführung des fallbezogenen

pauschalierten Vergütungssystems

(G-DRG) werden immer neue Anforderungen

an die Krankenhäuser gestellt.

Um für die Patienten auch weiterhin

eine hohe Behandlungsqualität zu gewährleisten,

müssen strukturelle Abläufe

optimiert und gestrafft werden. Die eigentliche

Herausforderung besteht darin,

die Organisationsstruktur in der Klinik

auf einen reibungslosen Patientenbehandlungsablauf

auszurichten. Nur

durch die Verzahnung der Abläufe zwischen

allen beteiligten medizinischen

Fachdisziplinen kann eine hocheffiziente

Krankenversorgung gewährleistet werden.

Dies ist insbesondere vor dem

Hintergrund zunehmender Multimorbidität

und Interdependenz der Erkrankungen

wichtig.

Der Schlüssel zu diesem Ziel ist das

zukunftsweisende Modell der klinischen

Behandlungspfade (Clinical Pathways).

Sie stellen ein überaus wertvolles Werkzeug

dar, um die notwendige organisatorische

und ablaufbezogene Anpassung der

eigenen Leistungsprozesse vorzunehmen.

Klinische Behandlungspfade geben dabei

den »Weg« für Patienten mit einem genau

definierten Krankheitsbild vor, den diese

im Rahmen ihres Krankenhausaufhaltes

beschreiten.

Mit Hilfe des Pfades wird überwacht,

ob die Zwischenziele der Behandlung

(Operation, Mobilisation, Physiotherapie)

zeitgerecht erreicht wurden. So werden

Wartezeiten reduziert, bleiben wichtige

Informationen erhalten und das Qualitätsniveau

der Behandlung gesichert.

Redundanzen oder unnötige Doppeluntersuchungen

werden bereits im Vorfeld

vermieden.

Ein gut erstellter Behandlungsplan

gleicht einem »Maßanzug«. Dennoch

müssen in begründeten Einzelfällen Individualwege

und -lösungen gefunden werden.

Dies ist beispielsweise bei unvorhergesehenen

Ereignissen, wie dem Auftreten

neuer Erkrankungen oder nicht erwarteten

Zustandsveränderungen eines

Patienten, der Fall.

Durch die Transparenz der Abläufe

können sich nicht nur Patienten, sondern

auch einweisende Ärzte jederzeit über die

Qualität der Leistung informieren. Den

eigenen Mitarbeitern dient der Pfad als

Dokumentationshilfe und Qualitätssicherungsinstrument.

In Abgrenzung zu

anderen Terminologien wird in der Asklepios-Gruppe

der Begriff »Asklepios-

Pfade« verwendet.

Medizin & Wissenschaft

Der Zentrale Dienst DRG-, Medizin- und Qualitätsmanagement informiert

Das Konzept der Asklepios-Pfade sieht

vor, dass für die häufigsten Krankheitsbilder

so genannte Autorenpfade erstellt werden.

Sie werden durch asklepios-interne

Expertengruppen nach strengen EBM-Kriterien

laufend überprüft. So sichern sie

den aktuellsten wissenschaftlichen Standard

der Medizin und der Pflege.

Die jeweiligen Prozessabfolgen gelten

für alle als verbindlich. Die Pfade sind im

Intranet jederzeit online verfügbar.

Alle relevanten Informationen sind in

dem so genannten »Dokubogen« zusammengefasst.

Er ist fester Bestandteil der

Patientenkurve und begleitet den Pfad-

Patienten über den kompletten stationären

Aufenthalt hinweg. Die ersten Versuche,

die Prozessteuerung, wie sie im

Flussdiagramm beschrieben ist, durch

Unterstützung des Krankenhausinformationssystems

patientenbezogen zu organisieren

(so genannter »Workflow-Generator«

der Firma GWI) und zu monitoren,

erscheinen viel versprechend und werden

kontinuierlich weiterentwickelt.

Stefanie Sannemann, Dr. Uwe Kaulfuß,

Roland Dankwardt

ASKLEPIOS intern

24/2005

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Medizin & Wissenschaft

Im Asklepios

Klinikum Bad

Abbach wurde Anfang

März an der Orthopädischen

Klinik für

die Universität Regensburg

erstmals in Deutschland

ein neuer Typ Kurzschaft-Hüftprotheseerfolgreich

implantiert.

In einem internationalen

Entwicklerteam aus europäischen,

amerikanischen und asiatischen

Spezialisten hat Prof. Dr.

Grifka, Direktor der Orthopädischen Klinik,

den neuen Kurzschaft für ein künstliches

Hüftgelenk bis zur Serienreife mitentwickelt.

Die Grundlage für diesen

neuen Prothesentyp war ein individuell

angefertigtes Modell (custom made). »Seit

zehn Jahren wurden mit diesem Modell

bei mehr als 130 Versorgungen sehr gute

Erfahrungen gesammelt«, sagt Prof. Dr.

Grifka.

Der besondere Vorteil der jetzt zur

Serienreife entwickelten Kurzschaftprothese

gegenüber herkömmlichen Hüftimplantaten

ist ihre Eignung für einen altersmäßig

sehr breiten Empfängerkreis (18 bis

70 Jahre).

Ausführliche biomechanische Untersuchungen

unter Extrembelastungen in

20 ASKLEPIOS intern 24/2005

Asklepios implantiert erstmals

neuartige Kurzschaft-Hüftprothese

in Deutschland

Direktor der Orthopädischen Klinik Bad Abbach

an Entwicklung beteiligt

einem experimentellen

Labor in

Hamburg haben

die hervorragendesofortigeStabilität(Primärstabilität)

dieser kurzen

Prothese bestätigt.

Da die neuartige

Prothese über einen besonders

kurzen Schaft

verfügt, muss beim

Ersteingriff nur wenig

ursprünglicher Knochen

entfernt werden. So bleibt

von der eigenen Knochensubstanz so viel

wie möglich erhalten. Dies schafft für

einen eventuellen Wechsel der Schaftprothese

gute Bedingungen. Eine später

eventuell durchzuführende Zweitoperation

kann dann ähnlich einer heutigen

Erst-OP durchgeführt werden.

Ein weiterer Vorteil der neuen Kurzschaftprothese

liegt darin, dass sie in

einem sehr breiten Erkrankungsspektrum

angewendet werden kann. Sowohl bei

Arthrose als auch bei völlig zerstörten

Oberschenkelköpfen und auch bei Durchblutungsstörungen

im Hüftkopf findet sie

Einsatz.

Die neuartige Gelenkprothese kann

bei gutem Knochen auch für Personen

verwendet werden, die bereits in jüngeren

Jahren ein neues Hüftgelenk benötigen

und bei denen im Laufe der Jahre ein

Wechsel ansteht. Auch bei älteren Menschen

kommt dies aufgrund der zunehmenden

Lebenserwartung heute häufiger

in Frage.

»Die nun weltweit durchgeführten

Implantationen des Serienmodells werden

sorgsam im Rahmen einer Studie

über 15 Jahre kontrolliert«, sagt Prof. Dr.

Grifka.

Gertrud Pawlik


Frühjahrsputz mit dem Messer?

Klinik Birkenwerder ist einzige Klinik

für Plastische Chirurgie in Brandenburg

Selten fühlt sich der Mensch so den

kritischen Blicken seiner Umgebung

preisgegeben wie im Badeanzug. Unverhüllt

fallen echte oder vermeintliche Defizite

an der Figur stärker auf. Die Begriffe

Ästhetische Chirurgie, Kosmetische oder

Schönheitschirurgie sind beliebige Begriffe,

die jeder Arzt verwenden darf.

Was nützt? Was schützt?

Die so genannte Schönheitschirurgie

wird in den Medien oftmals

einseitig dargestellt. Der Alltag

Infos:

Vereinigung der

Deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC)

Bleibtreustraße 12 A

10623 Berlin

www.vdpc.de

Abteilung für Plastische Chirurgie

Asklepios Klinik Birkenwerder

www.plastische-chirurgie-birkenwerder.de

eines Plastischen Chirurgen sieht dagegen

ganz anders aus. Einerseits gibt es

zahlreiche Korrekturen, z. B. nach Verkehrsunfällen,

Operationen, Verbrennungen

oder Entfernungen von Hauttumoren,

die durch die plastische Chirurgie

behandelt werden. Andererseits ist die

wohlgebaute 18-Jährige, die von ihren

Eltern eine neue Nase zum Geburtstag

geschenkt bekommen hat, doch eher die

Ausnahme.

»Beinahe alle Patienten, die sich an

uns wenden, haben ein nachvollziehbares

Problem«, versichert Dr. Klaus Ueberreiter,

Leiter der Plastischen Chirurgie der

Asklepios Klinik in Birkenwerder. So sei

bei einer Patientin die Brust nicht sichtbar

vorhanden gewesen. »Nicht selten resultieren

hieraus ernsthafte Probleme im

Selbstbewusstsein«, weiß der Chirurg.

Auch bei dem anderen Extrem, der überschweren

Brust, kommen häufig Verspannungen

im Bereich der oberen Wirbelsäule

mit zum Teil unerträglichen Schmerzen

Medizin & Wissenschaft

hinzu. Die Eingriffe zur Brustverkleinerung

werden deshalb häufig von der

Krankenkasse übernommen.

»Wer trotz intensiven Trainings, beispielsweise

nach einer Gewichtsreduktion,

mit seiner Figur unzufrieden ist, weil

Pölsterchen an Bauch und Hüften oder

Oberschenkeln bestehen bleiben, gehört

ebenso zu unserer Klientel wie Patienten

mit abstehenden Ohren oder Nasendeformitäten«,

versichert Dr. Ueberreiter.

Die Fettabsaugung sei hingegen keine

geeignete Therapie zur Reduktion des

Übergewichts, sondern ausschließlich

eine Formkorrektur. Es ist besonders

wichtig, nach dem Absaugen ein gleichbleibendes

Gewicht zu halten, da es bei

Wiederzunahme zu Unregelmäßigkeiten

kommen kann. Zwar entstehen im abgesaugten

Bereich keine neuen Fettzellen,

aber die verbliebenen können sich vergrößern.

Durch die entstandenen Narben

kommt es zu hässlichen Einziehungen der

Haut.

»Plastische Chirurgie« ist ein Facharztstandard

mit mindestens sechsjähriger

Weiterbildung, der seit zwölf Jahren in

Deutschland eingeführt ist. Die Begriffe

Ästhetische Chirurgie, Kosmetische oder

Schönheitschirurgie sind beliebige Begriffe,

die jeder Arzt verwenden darf. Eine

besondere Ausbildung und Qualifikation

ist nicht notwendig. Nur im Bereich der

Plastischen Chirurgie wird während der

Facharztausbildung auch eine Qualifikation

in ästhetischen Operationen verlangt.

»Alle, die sich mit dem Gedanken

an einen entsprechenden Eingriff tragen,

sollten daher ihren Arzt mit Bedacht

suchen«, rät Dr. Ueberreiter.

18-Jährige mit Brustfehlform vor und nach OP

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ASKLEPIOS intern

Management

Kurz & Knapp

KTQ –Zertifikat für

gelebte Qualität in Parchim

Geschäftsführer Stefan Menzel und Stefan Kruse, ZD

QM, bei der Überreichung der KTQ-Urkunde

Als erste Klinik in Mecklenburg-Vorpommern

wurde die Asklepios Klinik in

Parchim Ende April 2004 mit dem KTQ-

Zertifikat ausgezeichnet. Die Visitoren

bescheinigten der Klinik bereits während

der Visitation ein überragendes Engagement

im Qualitätsmanagement und der

Qualitätssicherung.

»Wie viel Sport braucht der Mensch –

Zivilisationskrankheit Bewegungsmangel«

Beim 7. Symposium der Burgseekliniken

in Bad Salzungen drehte sich alles um

die Themem Bewegungsmangel und

Sport. Dr. Christina Graf vom Sportmedizinischen

Institut der Uni Köln sprach

zum Thema »Übergewicht im Kindesalter«.

Dr. Karsten Glende, Facharzt für

Sportmedizin und Leitender Arzt des

Olympiastützpunktes Mecklenburg-Vorpommern,

schilderte eindrucksvoll die

Abhängigkeit von sportlicher Betätigung

Olympiasieger Hartwig Gauder

24/2005

und muskulärem Defizit. Ein Highlight

war der Vortrag von Hartwig Gauder

(Foto) zum Nordic Walking. Gauder war

1980 Olympiasieger im 50-km-Gehen

sowie 1987 Weltmeister im 50-km-Gehen.

Unterstützend zur Trainingsanleitung

stellte Dr. Markus Walter, Oberarzt der

Orthopädischen Klinik König-Ludwig-

Haus in Würzburg, die Interaktion zwischen

Fuß und Sportschuh dar.

Neuer Funktionstrakt in Rissen

Nach einjähriger Bauzeit eröffnete das

Westklinikum in Rissen den Neubau des

Funktionstraktes. Hier werden die interdisziplinäre

Patientenaufnahme, die

Akut- und Unfallversorgung und alle

Funktionsbereiche zusammengeführt.

Gesundheitssenator Jörg Dräger: »Insgesamt

30,9 Millionen Euro haben wir aus

dem Hamburger Haushalt in das Klinikum

investiert. Allein für den neuen

Funktionstrakt hat der Senat 20 Millionen

Euro bereitgestellt.« Dr. Dr. Martin Siebert,

Hauptgeschäftsführer der Asklepios

Kliniken, bedankte sich bei der Stadt

Hamburg für die Förderung: »Dieser Neubau

nützt unseren Patienten und Mitarbeitern.

Seit Asklepios die Trägerschaft

übernommen hat, konnten viele

zukunftssichernde Projekte begonnen

und abgeschlossen werden. Mit dem

Umbau des Hauses 5 in

Uchtspringe abgeschlossen

Im SALUS-Fachkrankenhaus

Uchtspringe wurde ein

moderner Therapiekomplex

für psychisch Kranke eröffnet.

Das über 110 Jahre alte,

denkmalgeschützte Haus 5

war zuvor saniert und

erweitert worden. In das Vorhaben

flossen insgesamt 9,5

Euro aus Mitteln des Landes.

Ministerpräsident Prof. Dr.

Wolfgang Böhmer: »Die Ent-

Senator PH. D. Jörg Dräger übergibt den Schlüssel

an GF Erhard Eder

Erwerb der LBK Hamburg GmbH und der

Eingliederung des Westklinikums in diese

Gesellschaft werden wir den Standort

Hamburg und die Gesundheitsversorgung

der Hansestadt weiter stärken.«

LBK Hamburg GmbH gegründet

Die LBK Hamburg GmbH wurde am

5.4.2005 ins Handelsregister eingetragen

(HRB 93/371). Mit dem Formwechsel des

zum 1. Januar 2005 als Anstalt öffentlichen

Rechts gegründeten LBK Hamburg

in eine GmbH scheiden LBK-Vorstandssprecher

Prof. Heinz Lohmann

und LBK-Vorstand Karsten Becker planmäßig

aus dem Unternehmen aus. Die

Geschäftsführung der neuen LBK Ham-

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer

(rechts) informierte sich über die Investitionsfortschritte

wicklung, die hier in den letzten Jahren vollzogen wurde, ist beachtlich.« Insbesondere

die Bedingungen zur Behandlung von Patienten, die unter Depressionen und Angsterkrankungen

leiden, hat sich so verbessert.


urg GmbH besteht aus den drei

Geschäftsführern Julia Kähning, Dr. Jörg

Weidenhammer und Dr. Heiner Meyer

zu Lösebeck.

Erstes MVZ in Mecklenburg-Vorpommern

Die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

hat das erste Medizinische

Versorgungszentrum (MVZ) an

der Klinik Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern

ab Mai zugelassen. Träger des

neuen MVZ in der Chausseestr. 30 ist eine

Tochtergesellschaft der Klinik Pasewalk.

Ein Kinderarzt und ein hausärztlicher

Internist mit onkologischem und diabetologischem

Schwerpunkt übernehmen die

Behandlung ambulanter Patienten in

enger Zusammenarbeit mit der Klinik.

Die europäische Zukunft mitgestalten

Eine deutsch-tschechische-Kooperation

schlossen die Sächsische Schweiz

Klinik Sebnitz und die Karls-Universität

Prag-Pilsen im Bereich der Schlafmedizin.

Inhalt der länderübergreifenden Zusam-

hinten v.r.n.l.: Maria Michalk, Staatsministerin Helma

Orozs, Klaus Brähmig, CA Dr. Ernst-Udo Radke;

vorne v.r.n.l.: MU Dr. Bastl, Dr. Vyskocilova, CÄ der

Pulmologischen Klinik der Uniklinik Pilsen, VL J.

Scharfenberg

menarbeit ist ein 14-tägiges Praktikum für

tschechische Studenten, das in diesem

Jahr je zur Hälfte an den beiden Standorten

stattfinden wird. Damit wird die Sächsische

Schweiz Klinik Sebnitz Ausbildungseinrichtung

der Karls-Universität

Prag-Pilsen.

5.555.555ste Briefmarke für Bethel

»Das ist Weltrekord«, stellte Bürgermeister

Gerth Schubert bei der feierlichen

Übergabe der 5.555.555 Briefmarke an

Management

den Leiter der Briefmarkenstelle der

Bodelschwinghschen Anstalten Bethel,

Hans-Werner Mohrmann, fest. Seit zehn

Jahren koordiniert Gert Kayser in Bad

Schwartau die Sammlung der Briefmarken

für Bethel. Hier werden die Marken

von den Kranken abgelöst, sortiert und zu

Sammlerpäckchen abgewogen und verkauft.

Bei drei Millionen Marken gab es

die Eintragung ins Guinness-Buch der

Rekorde. Jetzt hat er die Staffel an Eva-

Maria Lindemann, Behindertenbeauftragte

der Stadt, übergeben.

Klinik München-Gauting

erhält KTQ-Zertifikat

KTQ = Kooperation für Transparenz

und Qualität im Krankenhaus – dieses

Siegel trägt jetzt auch die Klinik München-Gauting.

Die spürbare Gastfreundschaft,

Offenheit und das freundliche

Engagement wurde von den Prüfern

besonders hervorgehoben. Der Alltag der

Klinik entspreche in hohem Maße den

offiziell gesetzten Zielen.

IM TEAM DAS BESTE LEISTEN

Besuchen Sie uns im Internet:

www.gv-partner.de

ASKLEPIOS intern

24/2005

23


Management

Microsoft, Intel und Asklepios kooperieren

Bessere Kommunikation zwischen Kliniken und Praxen

Wie lässt sich die Kommunikation

über Patienten zwischen niedergelassenen

Ärzten und ihren Kollegen in den

Asklepios Kliniken optimieren? Die Lösung

bietet jetzt ein einmaliger Kooperationsvertrag:

Ab diesem Sommer entwickeln

Microsoft, Intel und Asklepios gemeinsam

so genannte eHealth-Angebote.

Ziel ist es, Patientendaten vom Patientenbett

bis zum einweisenden Arzt vollständig

elektronisch, also ohne Medienbruch

(z. B. von Papier), zur Verfügung zu stellen.

Europäisches Referenzzentrum für

den Einsatz und die Erprobung neuester

Technologien aus den Bereichen

IT und Medizintechnik wird das Klinikum

Barmbek in Hamburg, das im

Herbst eröffnet wird.

24 ASKLEPIOS intern 24/2005

Primär geht es Asklepios darum, die

Computertechnologie im Interesse der

Patienten so zu nutzen, dass sich die

Informationswege verkürzen und Ärzte

und Pflegekräfte dadurch mehr Zeit für

die Kranken haben. Künftig können

zuweisende Ärzte über ein interaktives

Einweiser- und Telemedizinportal mit

den Asklepios Häusern kommunizieren.

Das scheiterte bislang an den vielen

unterschiedlichen Systemen, die mühsam

oder gar nicht verknüpft werden

können.

Die Partner entwickeln gemeinsam

eine standardisierte Architektur für Integrierte

Versorgung und Telemedizin für

aktuelle und zukünftige Projekte. Diese

muss nicht nur sicher und skalierbar sein,

sondern auch problemlos erweiterbar und

kostengünstig im Betrieb.

»Wir wollen Mehrwertangebote schaffen

für die Ärzte, die mit uns zusammenarbeiten,

und ihre Patienten«, erklärt LBK-

Geschäftsführer Dr. Jörg Weidenhammer.

»Daneben geht es uns um die Verbesserung

der Zusammenarbeit der Krankenhäuser

im Konzern sowie um die Einbindung

von Krankenkassen, Pflegeeinrichtungen

und anderen Partnern.«

Niedergelassene Ärzte können ab

Herbst über ein vernetztes Einweiserportal

jederzeit Informationen wie den Arztbrief,

Befunde oder geplante Therapieschritte

über ihre Patienten aus dem Klinikum

Barmbek abrufen, so Weidenhammer.

Gleichzeitig werden über dieses Einweiserportal

weitere Informationen für

niedergelassene Ärzte aus der Klinik und

dem Konzern angeboten. Neben der Optimierung

des Informationsaustausches


werden so die Behandlungsqualität ver- für die Integrierte Gesundheitsversorbessert

und die Verweildauer der Patiengung«, sagt Jens Dommel, Geschäftsbeten

im Krankenhaus verringert. Darüber reichsleiter Öffentliches Gesundheitswe-

hinaus hilft die neue Form der vernetzten sen und Kommunen der Microsoft

Kommunikation, Doppeluntersuchungen Deutschland GmbH. »Durch die Partner-

zu vermeiden.

schaft mit Microsoft und Asklepios bün-

»Mit Microsoft und Intel haben wir deln wir unsere Kompetenz für die

starke Partner gewonnen, die wie wir kon- Gesundheitsbranche«, ergänzt Dietmar

sequent auf Standards setzen«, so Uwe Rohlf, Leiter der Digital Enterprise

Pöttgen, Leiter Informationstechnologie Group, Intel Deutschland: »Mit unserem

der Asklepios Kliniken. »Durch gemein- gemeinsamen Angebot vernetzen wir

same Anwendungsentwicklung möchten Krankenhäuser, Kostenträger, Apothe-

wir innovative Lösungen schaffen, die ken, Ärzte und Patienten miteinander, um

einen Beitrag zur Überwindung der he- die Zusammenarbeit mit und den Service

terogenen IT-Infrastrukturen im Gesund- für den Patienten zu verbessern sowie die

heitswesen leisten.« Im Konzern bereits Gesamtkosten zu reduzieren. Es geht

vorhandene Lösungen zur Integrierten darum, Informationstechnologie und

Gesundheitsversorgung und Telemedizin Technik intelligent im Gesundheitswesen

werden auf die eHealth Interoperability einzusetzen.«

Platform eH.I.P. (siehe Kasten) überführt. Für Dietmar Rohlf von Intel Deutsch-

Bernhard L. Lacroix, Leiter Basistechland zielt die Zusammenarbeit »auch auf

nologie Zentrale Dienste IT (ZD.IT), eine Kostenreduzierung«. Bei der Arbeit

betont: »Wir werden in Zukunft auch IT- an neuen Systemen wollen die Partner auf

Dienste für unsere Partner in der Gesund- bestehenden Lösungen aufbauen. Microheitsbranche

anbieten.« So sind Angebote soft und Intel versprechen sich von der

wie spezielle DSL-Zugänge zum Bran- Zusammenarbeit mit Asklepios in erster

chennetz für niedergelassene Ärzte und Linie Branchen-Know-how. Nach einer

Pflegedienste geplant, die an der Inte- Erprobung in den Asklepios Einrichtungrierten

Gesundheitsversorgung der gen können die entwickelten Lösungen

Asklepios Kliniken teilnehmen.

vermarktet werden.

Das Angebot umfasst Serviceleistun- Die Ergebnisse der Entwicklungen

gen und Lösungen rund um die Themen aus der Kooperation stehen der gesamten

heimische Pflege, Medizinportale und Asklepios Gruppe zur Verfügung. So wer-

Telemedizin. »Wir verstehen uns als den bereits in diesem Jahr neben dem

Impulsgeber und technologischer Beglei- LBK weitere Kliniken in das Portal eingeter

der Reformen im Gesundheitswesen.

Intel und Microsoft

ergänzen sich in

ihrem technischen

bunden.

Know-how und

bringen internationale

Erfahrung im

Gesundheitswesen

in die Partnerschaft

ein.

Das Ergebnis

dieser Zusammenarbeit

ist eine

kostengünstige und

schnell implementierbare

Plattform Die Microsoft-Zentrale in Deutschland

Management

eHealth Interoperability

Platform eH.I.P

Microsoft und Intel konzipieren eine

eHealth Interoperability Platform (eH.I.P.),

die die Anforderungen der Lösungs- und

Sicherheitsarchitektur des bIT4health

Konsortiums und der Gematik gGmbH

erfüllen wird und voraussichtlich ab Mitte

2005 zur Verfügung steht.

Diese interoperable Telematikarchitektur

wird als Informations- und Kommunikationsplattform

dazu beitragen, die

Abläufe und Dokumentationsprozesse in

integrierten Versorgungsnetzen organisationsübergreifend

zu unterstützen, und

gleichzeitig für die Nutzung der Gesundheitskarte

einsetzbar sein.

Das Konzept basiert auf Servern der

Intel ® Xeon Prozessoren und neuesten

64-bit-Entwicklungen wie dem Intel ® Itanium

® -2 Prozessor und aktuellen Microsoft

Serversystemen. Damit entsteht eine

leistungsfähige und skalierbare Betriebsplattform

für Rechenzentren und beteiligte

Dienstleister im Gesundheitswesen. Die

eH.I.P. Plattform soll den Partner-Netzwerken

beider Unternehmen zur Verfügung

gestellt werden, um einen positiven Beitrag

zur Vereinfachung und Standardisierung

und zur Entwicklung neuer Lösungsszenarien

im Gesundheitswesen zu leisten.

Diese Kombination modernster Technologien

unterstützt vorhandene Systemumgebungen

ebenso kooperativ wie neueste

zukunftsorientierte Informationsund

Telekommunikationstechnik sowie

Lösungsszenarien der Telemedizin. Dieses

gilt nicht nur für plattformübergreifende

Kommunikation und Interoperation, sondern

vor allem auch für Szenarien wie

Live-Kommunikation, Instant-Messaging,

Online-Dienste oder hochintegrative Portal-

und Client-Lösungen, wie z. B. mobiles

Arbeiten in einer modernen Gesundheitsversorgung

mit Tablet-PCs oder »Medizinisch-Digitalen-Assistenten«

(MDA).

ASKLEPIOS intern

24/2005

25


Management

Schneller, besser, günstiger!

Klinik Bad Oldesloe wurde mit digitalen Multifunktions-Drucksystemen ausgestattet

Bad Oldesloe wurde klinikweit mit

digitalen Multifunktionssystemen ausgestattet.

Die Firma Nashuatec implementierte

eine mustergültige Lösung zur Optimierung

und Kostensenkung der gesamten

Druckinfrastruktur.

Durch die Anschaffung einer zentralen

Druckmaschine für die Klinik

sollten die bisher extern in

Auftrag gegebenen Druckjobs zu günstigeren

Kosten im eigenen Hause abgewickelt

werden. Bereits während der Angebotseinholung

zeichnete sich ab, dass

eine umfassende Restrukturierung der gesamten

Systemlandschaft bisher ungeahnte

Einsparungspotenziale freilegen könnte.

Eine Aufstellung der aktuellen Kostensituation

im Druck-, Kopier- und Faxbereich

sowie die Erstellung von Etagenplänen

zur Abbildung der momentanen

Büroinfrastruktur machten den Nutzen einer

klinikweiten Gesamtlösung deutlich:

Viele Arbeitsplatzdrucker waren veraltet

Shake Hands! Björn Pestinger und Frank Dorsch

von NRG Deutschland

26 ASKLEPIOS intern 24/2005

und wartungsanfällig.

Der Einsatz verschiedener

Systeme unterschiedlichster

Hersteller machte

den Betrieb und die

administrative Betreuung

immer zeit- und kostenintensiver.

Kurz: Eine

klinikweite Gesamtlösung

war gefragt!

Neben der Kostenersparnis

durch einen

Druckeraustausch ging

es auch darum, eine

intelligente und homogene

Neustrukturierung

des Office-Workflows zu

schaffen. So wollte man

den administrativen Aufwand

verringern und die

IT nachhaltig entlasten.

»Mit gutem Preisvor-

OP-Schwester Andrea Mirow am Multifunktionsdrucker

sprung hat die Firma Nashuatec das Renjobs zum Einsatz. »Die Einspareffekte lienen

gemacht«, bestätigt Björn Pestinger, gen neben den geringen Wartungskosten

Assistent der Geschäftsführung in der auch in den wegfallenden Reparaturkos-

Asklepios Klinik Bad Oldesloe.

ten«, sagt Björn Pestinger.

In enger Zusammenarbeit und Ab- Ein Element der Gesamtlösung von

stimmung zwischen der IT vor Ort und Nashuatec ist der Einsatz eines separat

den Experten der Presales Consultancy aufgestellten Print-Servers von Dell. In

Division von NRG wurde der Projektver- Verbindung mit der Softwarelösung

lauf strategisch vorbereitet. Nach der ge- PCSM (Printer-Cost & Security-Manager)

planten und projektierten Auslieferung ist es jetzt möglich, Zählerstände automa-

der benötigten Systeme folgte schließlich tisch auszulesen und die anfallenden

die Implementierung der neuen Gesamt- Kosten direkt den entsprechenden

lösung von NRG. Im Zuge dieser Umset- Kostenstellen zuzuordnen.

zung wurden die vorhandenen Drucksys- Dass bei gleichzeitiger Verbesserung

teme durch 45 hochwertige Multifunk- der Druckqualität und deutlicher Erhötionssysteme

(mit Kopier-, Druck- und hung der Ausgabegeschwindigkeit der

Faxfunktion) ersetzt.

neuen Systeme auch noch derartige

Neben den Platz sparenden Multi- Kostensenkungen realisiert werden konnfunktionsdruckern,

die eine Vielzahl der ten, erfreut die Projektbeteiligten und

bisherigen Arbeitsplatzdrucker ersetzen, Nutzer der Maschinen. »Bei der Kalkula-

kommen nun auch multifunktionale Farbtion ergab sich eine wesentliche Verringesysteme

und Geräte mit hoher Ausgaberung des Seitenpreises«, so Björn Pestingeschwindigkeit

für hochvolumige Druckger. Frank Dorsch


Management

ASKLEPIOS intern

24/2005

27


Management

Sicherheit hat in der Hochleistungsmedizin

höchste Priorität

Klinik Westerland unterstützt LBK Hamburg bei Betriebssicherheitsverordnung

Frühzeitig wurde innerhalb der Asklepios

Gruppe das Ausmaß des neuen

Betriebssicherheitsrechts erkannt. Die

Zentralen Dienste Architektur und Bau

haben gemeinsam mit technischen Leitern

vor Ort Pilotprojekte in Langen,

Wiesbaden und Westerland für die

Betriebs- und Arbeitssicherheit initiiert.

Auch in den LBK Kliniken wird jetzt die

neue Betriebssicherheitsverordnung implementiert.

Im Zuge der Reorganisation des Baus

und Betriebs der Krankenhausbetriebstechnik

in den LBK-Krankenhäusern

schafft Asklepios in Hamburg hervorragende

technische Voraussetzungen

für die Hochleistungsmedizin. Hierbei ist

ein risikoarmer Anlagenbetrieb ebenso

wichtig wie ein sicheres Arbeitsumfeld.

Aus diesem Grund ist die unverzügliche

Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung

bis Anfang 2006 das erklärte Ziel für

alle sieben Hamburger Krankenhäuser.

Gefährdungsbeurteilung

gem. §5 Arbeitsschutzgesetz

arbeitsplatzorientiert / tätigkeitsbezogen

konkrete Gefährdungen

Klassifikation

der Arbeitsmittel

Definition

der notwendigen Maßnahmen

Die Klinik Westerland hat im Jahr

2003 gemeinsam mit der DEKRA und den

Zentralen Diensten Architektur und Bau

der Asklepios Klinken Verwaltungsgesellschaft

mbH begonnen, die novellierte

Betriebssicherheitsordnung in die Praxis

umzusetzen (siehe Asklepios intern Nr.

4/2003).

Die Novelle der Betriebssicherheitsverordnung

regelt den betrieblichen

Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie

die Benutzung von Arbeitsmitteln und

den Betrieb von überwachungsbedürftigen

Anlagen europaweit von Grund auf

neu. Primär geht es hier um die Verbindung

berufsgenossenschaftlicher Regelungen

mit dem staatlichen Recht für

Arbeitsmittel und überwachungsbedürftige

Anlagen. Bei Letzteren liegt der

Schwerpunkt bei den Gefahrenmomenten

Druck, Explosionsschutz, Brandschutz

sowie Heben von Personen und Gütern.

Bei der Prüfung überwachungsbedürftiger

Anlagen entfallen künftig die bisher

bestehenden Prüfmonopole der Technischen

Überwachungsvereine (TÜV). Von

dieser Novelle sind alle Betriebe in

Deutschland betroffen – also auch Krankenhäuser.

Um die Betriebssicherheitsverordnung

zügig in Hamburg umsetzen zu können,

wurde auf Sylt ein zweitägiger Erfahrungsaustausch

organisiert. Die sieben

neuen Hamburger Krankenhäuser im

Asklepios Verbund werden nun ähnlich

wie in Westerland die gesetzlichen Prüfund

Dokumentationspflichten in die notwendigen

Wartungsintervalle integrieren.

Gleichzeitig werden die Hamburger

Kliniken zur Validierung des in Westerland

entwickelten Modells herangezogen.

Das sichert allen Beteiligten ein hohes

Maß an Qualität und fördert den Erfahrungsaustausch

über das selbstständige

Lösen von Problemen. Und das ist

schließlich eine Stärke von Asklepios.

Gefährdungsbeurteilung

unter Berücksichtigung

§7 Gefahrstoffverordnung

tätigkeitsorientierte Gefahrstoffermittlung

Pflicht des Arbeitgebers gemäß §3 BetrSichV

»Maßnahmen für sichere Bereitstellung und Benutzung der Arbeitsmittel zu ermitteln«

BetrSichV – arbeitsmittel- und anlagenbezogen

Neuordnung der Betriebs- und Anlagensicherheit – Pflichten des Arbeitgebers aus dem §5 ArbSchG und §3 BetrSichV

28 ASKLEPIOS intern 24/2005

Gefährdungsbeurteilung

nach Vorgaben der EX-RL,

BGR 104, Abschnitt D2 und E2

arbeitsplatzorientiert

Bestandteil des

Explosionsschutzdokuments §6 BetrSichV

Dr. Wolfgang Sittel

Gef.

explos.

Atmosphäre


Im April hat Asklepios das Management

für das Sächsische Krankenhaus

Hochweitzschen übernommen. Aufgrund

bundesweiter Kompetenzen in der

Psychiatrie konnte sich Deutschlands

größter Klinikbetreiber gegenüber mehreren

Mitbewerbern erfolgreich durchsetzen.

Das Fachkrankenhaus für Psychiatrie

ist mit 108 Krankenhausbetten

im sächsischen Krankenhausplan

vertreten. Die Einrichtung versorgt

das mittlere und südliche Mittelsachsen,

somit mehr als drei Landkreise: Döbeln,

Kreis Freiberg, Teile des Kreises Mittweida

und die westliche Hälfte des Landkreises

Meißen. Im Rahmen der freien Krankenhauswahl

kommen darüber hinaus

auch Patienten aus dem Raum Chemnitz

Seit Januar dieses Jahres ist die Einführungsphase

der Krankenhausfinanzierung

durch das DRG-System nach zwei so

genannten budgetneutralen Jahren der

praktischen »Übung« von der Anpassungsphase

(Konvergenzphase) abgelöst worden.

Durch die damit verbundenen Budget-

Anpassungen sind außerordentliche Anstrengungen

bei der Erbringung von Leistungen

und deren Darstellung notwendig.

Im April veranstalteten die Zentralen

Dienste DRG-, Medizin- und Qualitätsmanagement

aus diesem Grunde erstmalig

das Casemix-Performer-Seminar

und Riesa zur stationären Aufnahme nach

Hochweitzschen.

Die Einrichtung gliedert sich in den

stationären Teil in Hochweitzschen und

die beiden psychiatrischen Tageskliniken

in Döbeln und Freiberg. Ergänzt wird das

ambulante und teilstationäre Versorgungsangebot

durch psychiatrische Institutsambulanzen.

Hochweitzschen beschäftigt

195 Mitarbeiter, davon

sind 151 im medizinischen

und pflegerischen Bereich

tätig, 44 Mitarbeiter arbeiten

im Versorgungsbereich, der

Technik und in der Verwaltung.

»Wir freuen uns auf die

besonderen Herausforderungen

in Hochweitzschen«,

auch für den LBK in Hamburg. Die Schulungen

im Center Park Bispingen richten

sich hauptsächlich an die dokumentationsbeauftragten

Ärzte der medizinischen

Abteilungen, die als »Schnittstelle«

zwischen Medizin und Administration

agieren.

Knapp 200 Mitarbeiter des LBK Hamburg

nahmen an den Seminaren teil, um

die umfangreichen Kenntnisse in den verschiedenen

Bereichen der DRG-Systematik

zu vertiefen und den Umgang mit den

notwendigen Werkzeugen zu üben.

Neben dem aktuellen Überblick über

die DRG-Fallpauschalen vermittelten die

Management

Asklepios übernimmt Management für

Sächsisches Krankenhaus Hochweitzschen

Fachklinik für Psychiatrie verfügt über 108 Betten

sagt Volker Thesing, Regionalgeschäftsführer

Psychiatrie der Asklepios Kliniken.

»Wir möchten den Status des Hauses für

die Region erhalten und weiter ausbauen.

Unser psychiatrisches Know-how ist einzigartig

in Deutschland. Davon soll auch

Hochweitzschen profitieren.«

Mandy Wolf

1. Casemix-Performer-Seminar im LBK Hamburg

Schulung über DRG-Systematik war überaus erfolgreich

Schulungen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen,

die Entwicklung der

Krankenhausbudgets und das Berichtswesen.

Ein »zauberhaftes« Rahmenprogramm

rund um die Veranstaltung gab

den Teilnehmern die Gelegenheit zum

Kennenlernen und intensiven Erfahrungsaustausch.

Eine CD mit allen gemeinsam erarbeiteten

Dokumenten und benutzten Materialien

für alle Teilnehmer befindet sich in

Vorbereitung.

Stefanie Sannemann,

Dr. Lutz Blase, Roland Dankwardt

ASKLEPIOS intern

24/2005

29


Management

Auch Michael Lewalter, Küchenmeister in Bad Tölz, freut sich auf Auszubildende

Auf Tim Mälzers Spuren

Asklepios bietet Lehre zum Trendberuf Koch

Eine Berufsausbildung im Krankenhaus

– wer denkt dabei nicht an Krankenschwestern,

Pfleger oder Physiotherapeuten?

Asklepios bietet mehr. Hier können

junge Menschen auch den Kultberuf

Koch erlernen oder Gebäudereiniger.

Neben den 14 eigenen Asklepios-

Ausbildungsstätten und Bildungsstätten

des Internationalen Bundes

(IB) bietet jetzt auch die unternehmenseigene

Servicegesellschaft Berufsausbildungen

an.

Erstmals führte das Asklepios Tochterunternehmen

im Jahre 2004 in Kooperation

mit dem IQG Institut für Gebäudemanagement

Jena einen Lehrgang durch,

in dem Gebäudereiniger ihren Gesellenschein

erwerben konnten. Die Ausbildung

der 14 Lehrgangsteilnehmer umfasste

vier Wochen Theorie und eine Woche

30 ASKLEPIOS intern 24/2005

praktische Lehrunterweisung. Die Abschlussprüfung

vor der Handwerkskammer

Thüringen haben alle Teilnehmer

erfolgreich bestanden. Hierdurch ist es

jetzt möglich, zwölf Ausbildungsplätze

für den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf

Gebäudereiniger nach der

Handwerksordnung (HwO) zur Verfügung

zu stellen. Im Jahre 2004 haben

bereits fünf Jugendliche ihre Ausbildung

in diesem Beruf aufgenommen.

Durch die engagierte Unterstützung

der Küchenleiter im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen

zum Küchenmeister

wurden auch die Voraussetzungen geschaffen,

Jugendliche in dem derzeit als

trendy geltenden Beruf des Kochs auszubilden.

Der erste Ausbildungskursus begann

bereits im August 2004 mit sieben

Jugendlichen. Im Jahr 2005 stehen jetzt

acht Ausbildungsplätze zum Koch bzw.

zur Köchin zur Verfügung. Die Abschlussprüfung

findet vor der Industrie- und

Handelskammer (IHK) statt.

Neben der praktischen Ausbildung in

den einzelnen Einrichtungen wird das

theoretische Wissen in Berufsschulen ausbildungsbegleitend

(Teilzeit oder Blockunterricht)

sowie berufsbezogen in Lernfeldern

und allgemeinbildend vermittelt.

Zugangsvoraussetzungen:

mindestens Hauptschulabschluss, freundliches

und offenes Wesen, Liebe zum Beruf und die

Bereitschaft zur Dienstleistung

Ausbildungsorte:

Beruf Koch: Bad Salzungen, Bad Schwartau, Bad

Tölz, München-Gauting, Langen, Lich, Sebnitz,

Weißenfels

Beruf Gebäudereiniger: Bad Abbach, Bad Oldesloe,

Bad Tölz, Bad Wildungen, München-Gauting,

Kandel/Germersheim, Pasewalk, Sebnitz, Stadtroda,

Sankt Augustin, Weißenfels, Wiesbaden

Bewerbungen & weitere Infos:

Peggy Rässler, Asklepios Service GmbH, Personalabteilung,

Am See, 36433 Bad Salzungen, Telefon

(0 36 95) 65 28 88

E-Mail: p.raessler@asklepios.com

Internet: www.bundesagenturfuerarbeit.de unter

dem Menüpunkt BERUFEnet


Dorit Brandauer (rechts), Teamleiterin des SALUS-Jugend-Landhofes Woltersdorf,

nimmt Glückwünsche zur Eröffnung entgegen

Das SALUS-Kinder- und Jugendheim

Pretzsch hat eine neue Außenstelle. Im

Ortsteil Woltersdorf, nördlich von Wittenberg,

wurde ein Jugend-Landhof eingerichtet.

Bis zu sechs Kinder und Jugendliche

können hier jetzt intensiv-pädagogisch

betreut werden.

Für junge Menschen von zehn bis 18

Jahren, die unter besonders ausgeprägten

psychosozialen Problemen

leiden oder aufgrund ihres Suchtmittelkonsums

stark gefährdet sind, mangelte

es in Sachsen-Anhalt bislang an adäquaten

Jugendhilfe-Angeboten. Große Sorgen

bereiten vor allem jene, die sich jeglicher

Zuwendung entziehen, noch bevor durch

pädagogische Arbeit ihre Motivation und

Mitwirkungsbereitschaft geweckt werden

können. Die Konsequenz lautete bislang

vielfach: »Geschlossene Unterbringung

nach § 1631 b BGB«. Weil hierfür im Land

keine Jugendhilfeeinrichtungen vorhanden

sind, kam das im Regelfall der Einweisung

in die Kinder- und Jugendpsychiatrie

gleich. So wurden teilweise auch

Mädchen und Jungen eingewiesen, bei

denen eine qualifizierte Erziehungshilfe

in Verbindung mit einem heilpädagogi-

schen Angebot von vornherein ausreichend

und besser geeignet gewesen wäre.

An dieser Schnittstelle wird die intensiv-pädagogische

Wohngruppe auf dem

Jugend-Landhof Woltersdorf wirksam.

Ein weiteres Arbeitsfeld besteht in der

nachsorgenden Betreuung im Anschluss

an eine stationäre kinder- und jugendpsychiatrische

Therapie, um den Behandlungserfolg

durch stabilisierende und

integrierende Hilfen zu sichern.

Das Konzept der Einrichtung verbindet

familien- und verhaltenstherapeutische

Elemente mit erlebnis- und heilpädagogischen

Methoden, wobei der schulischen

Förderung und der beruflichen

Orientierung ein hoher Stellenwert beigemessen

wird. Auf dem Landhof selbst

gibt es handfeste Aufgabenfelder für handwerkliche,

gärtnerische und landwirtschaftliche

Tätigkeiten. Derzeit bauen die

Jugendlichen unter Anleitung des Arbeitserziehers

beispielsweise eine Werkstatt

aus. Auch die Tierhaltung soll weiter

entwickelt werden – drei Hühner und

eine Katze gehören bereits zu den »Mitbewohnern«.

Für die Zukunft sind außerdem

Projekte in Kooperation mit der

Gemeinde in Planung.

Management

»Entscheidend ist, welche Hilfe

der Jugendliche in seiner Situation braucht«

Neues SALUS-Jugendhilfe-Angebot in Woltersdorf

Auf dem Jugend-Landhof Woltersdorf werden junge Menschen betreut und

gefördert, die einer besonders intensiven pädagogischen Zuwendung bedürfen

Zum Team des Jugend-Landhofes

unter Leitung von Dipl.-Sozialpädagogin

Dorit Brandauer gehören bislang sechs

Fachkräfte – drei Erzieherinnen und Erzieher,

eine weitere Diplom-Sozialpädagogin

und ein Arbeitserzieher.

»Entscheidend ist immer, welche Hilfe

der einzelne Jugendliche in seiner Situation

benötigt«, erklärt Dorit Brandauer

und verweist darauf, dass der intensiven,

maximal 1,5 Jahre dauernden Betreuungsphase

in Woltersdorf stets ein individueller

Kontakt- und Klärungsprozess vorangeht.

Dabei werde eine enge Zusammenarbeit

mit den Jugendämtern, mit kinderund

jugendpsychiatrischen Kliniken, Trägern

der offenen Jugendarbeit, Drogenberatungsstellen

und natürlich mit den

Eltern angestrebt.

Franka Petzke

Eine Katze und drei Hühner gehören bereits zu den

»Mitbewohnern«

ASKLEPIOS intern

24/2005

31


Management

Datenschutzaktivitäten

im Krankenhausverbund

Sieben Kliniken einigen sich auf einen gemeinsamen Datenschutzbeauftragten

Mit der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes

und dem Ablauf der

Übergangsfrist im vergangenen Jahr haben

die Krankenhäuser zusätzliche gesetzliche

Anforderungen zu erfüllen, die nur

mit verstärktem Einsatz aller Beteiligten

zu bewältigen sind. Die Kliniken Seesen,

Birkenwerder, Parchim und die Harzkliniken

gehen in Sachen Datenschutzmanagement

jetzt gemeinsame Wege.

Die Krankenhäuser sind verpflichtet,

die Datenschutzgesetze umzusetzen

und einzuhalten. Daher

sind sie gut beraten, eine effektive Datenschutzorganisation

vorzuhalten.

Um die Anforderungen angemessen

und effizient zu erfüllen, wurde auf Initiative

der Regionalgeschäftsführung Nord-

Ost in Person von Ulrich Gnauck in

Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten

der Asklepios Harzkliniken

32 ASKLEPIOS intern 24/2005

GmbH, Jürgen Radde, ein regionales

Datenschutzkonzept erstellt. Die Kliniken

Seesen, Birkenwerder, Parchim und die

Harzkliniken haben jetzt einen gemeinsamen

Datenschutzbeauftragten. Darüber

hinaus wird die Klinik in Pasewalk von

ihm beratend unterstützt und ist vor allem

in den Bereichen Datenschutzcontrolling

und Mitarbeiterschulungen integriert.

Durch strukturiertes Vorgehen soll ein

angemessenes Datenschutzniveau erreicht

werden. Hier liegt der Schwerpunkt

auf der Prävention. Die Kliniken haben

sich auf folgende »Big Points« geeinigt:

• Integration eines effektiven Datenschutzmanagementsystems

in eine

»Quality-Philosophie«, die sich an

KTQ-Standards orientiert. Hierzu

gehören unter anderem die Erstellung

eines Datenschutzhandbuches und

eines IT- Sicherheitskonzeptes

• Durchführung eines Datenschutzcontrollings

(z. B. Bestandsaufnahme per

Interview, Fragebogen oder stichprobenartige

Kontrollen, Stärke-Schwäche-Analysen;

Dokumentation der

Ergebnisse, Nachschau)

• Mitarbeiterschulungen

• Erstellung eines revisionsfähigen Verfahrensverzeichnisses

• Zulässigkeitsprüfungen

Die Einigung auf einen gemeinsamen

Datenschutzbeauftragten hat viele Vorteile.

So werden effektivere Ergebnisse erzielt,

da der Datenschutzbeauftragte durch

den Einsatz in mehreren Krankenhäusern

einen größeren Erfahrungsschatz besitzt.

Hierdurch können Synergieeffekte und

die vorhandenen Ressourcen besser genutzt

werden.

Auf lange Sicht winken denjenigen

Krankenhäusern Marktvorteile, die ihren

Patienten mit einem überzeugenden

Datenschutzkonzept gegenübertreten.

Vor allem im Krankenhauswesen, wo die

Kundenbindung zu einem nicht geringen

Anteil auf Diskretion und Vertrauen

basiert, kann die prononcierte Beachtung

des Datenschutzes zudem ein erheblicher

Faktor zur Kanalisierung von Patientenströmen

in die Asklepios Kliniken sein.

Die bisherigen Datenschutzaktivitäten

im Krankenhausverbund haben sich hervorragend

bewährt, was sich in den vorliegenden

KTQ-Bewertungen niederschlägt.

Sowohl Wirtschaftsprüfer als auch KTQ-

Visitoren und Datenschutzaufsichtsbehörden

haben sich ausgesprochen positiv zu

der Vorgehensweise geäußert und bescheinigen

eine rechtskonforme Handhabung

und große Nachhaltigkeit im vorbildlichen

Umgang mit der sensiblen Thematik.

Jürgen Radde, Ulrich Gnauck


Management

ASKLEPIOS intern

24/2005

33


Management

Figuren &

Strukturen

Neue Gynäkologie-Chefärztin

schätzt Teamarbeit

Dr. Corinna Doll, Fachärztin für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe, ist seit

1.4.2005 Chefärztin der Gynäkologischen

Abteilung der Asklepios Klinik Am Kurpark

in Bad Schwartau. Hier hat sie bereits

zuvor als Oberärztin gearbeitet. Bei

ihrer neuen Aufgabe wird sie daher von

einem bestens eingespielten Team unterstützt.

Auch privat schätzt Dr. Doll Teamarbeit.

Die 37-Jährige will die Zusammenarbeit

mit dem Brustzentrum Nord

und den Kliniken des LBK ausbauen und

die »Patientinnen mit den Möglichkeiten

der medizinischen Rehabilitation auf den

Weg der Genesung und gesellschaftlichen

Wiedereingliederung bringen«.

PD Dr. Hans Ulrich Kreider-Stempfle

(Foto) ist seit dem 1.4.2005 neuer Chefarzt

der Abteilung Innere Medizin der Stadtklinik

Bad Tölz. Der Nachfolger von Dr. Wil-

34 ASKLEPIOS intern 24/2005

fried Rothenberger ist Kardiologe und

Internist. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen

auf den Gebieten Endokrinologie,

Nephrologie und Intensivmedizin. Um

fit zu bleiben, läuft der dreifache Vater im

Winter Ski, fährt im Sommer Fahrrad oder

spielt Tennis. Der 43-Jährige ist Mitglied

zahlreicher nationaler und internationaler

Fachgremien und des Prüfungsausschusses

der Bayerischen Landesärztekammer.

Andreas Holzner arbeitet seit dem

17.5.2005 als stellvertretender Geschäftsführer

der Asklepios Schlossberg Klinik

Bad König.

Dr. Sven Reisner, bisher ZD DRGund

Medizinmanagement, wechselt zum

1.6.2005 als Leiter »Task Force Zuweiserbindung«

zum LBK Hamburg.

Von der Charité nach Birkenwerder

Zum 1.5.2005 übernahm PD Dr. Karsten

Labs (Foto) die Leitung der Abteilung

für Orthopädie in der Klinik Birkenwerder.

Von 2003 bis 2004 war der 40-Jährige

Oberarzt im Centrum für Muskuloskeletale

Chirurgie, Universitätsklinik Charité

der Humboldt-Universität Berlin unter

Leitung von Prof. Haas.

Im Februar 2004 wurde er Chefarzt

des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie

des Städtischen Klinikums

Brandenburg an der Havel. In seiner

neuen Aufgabe als Chefarzt der Abteilung

für Orthopädie will der Vater zweier

Töchter bewährte Strukturen erhalten, die

therapeutische Breite erweitern und die

Kooperation mit niedergelassenen Kolleginnen

und Kollegen vertiefen.

Seit dem 1.4.2005 ist Martin Gösele

stellvertretender Geschäftsführer in Bad

Wildungen.

Achim Gässler, zuvor Leiter Stabsstelle

Unternehmensentwicklung, ist seit dem

1.4.2005 Kaufmännischer Geschäftsführer

des AK St. Georg, LBK Hamburg.

Am 1.6.2005 hat Peter Schmitz seine

Arbeit als neuer Verwaltungsleiter der

Asklepios Katharina-Schroth-Klinik in

Bad Sobernheim aufgenommen.

Oleg Giese geht seit dem 1.3.2005

neuen Aufgaben als stellvertretender Verwaltungsleiter

der Klinik Pasewalk nach.

Zuvor war er in gleicher Funktion in der

Seesener Asklepios Klinik tätig.

Jörg Scharfenberg ist seit dem

1.4.2005 Verwaltungsleiter Sächsische

Schweiz Klinik Sebnitz. Er tritt damit die

Nachfolge von Olaf Stier an, der aus dem

Unternehmen ausgetreten ist.

Dr. Heiner Meyer zu Lösebeck (Foto)

ist neuer, dritter Geschäftsführer der LBK

Hamburg GmbH. Mit dem Formwechsel

des LBK Hamburg als Anstalt öffentlichen

Rechts in eine GmbH wurde Dr.

rer. pol. Heiner Meyer zu Lösebeck (52)

neuer und damit neben Julia Kähning

und Dr. Jörg Weidenhammer dritter

Geschäftsführer des Krankenhausunternehmens.

In der künftigen Geschäftsführung

ist er für die zentralen Bereiche Finanzen,

Rechtsangelegenheiten und Tarifrecht

verantwortlich.


Neuer Verwaltungsleiter des Asklepios

Klinikums Bad Abbach ist Andreas

Kreiss. Am 1.3.2005 hat er seine Tätigkei-

ten in dieser Funktion aufgenommen.

Neuer Chefarzt in St. Augustin

PD Dr. Martin Schneider hat zum

1.4.2005 die Nachfolge von PD Dr. Lutz

Grävinghoff als Chefarzt der Kinderkardiologie

in St. Augustin übernommen.

Seit September 1994 war PD Dr. Schneider

zunächst Oberarzt und später leitender

Oberarzt an der Klinik für Pädiatrie

mit Schwerpunkt Kardiologie der Charité.

Hier leitete er auch das Herzkatheterlabor.

Zwischenzeitlich war er im Jahre

1997 als Senior Lecturer am Guy’s and St

Thomas Hospital in London tätig. Der

Lebensweg von PD Dr. Schneider zeigt

eine hohe Qualifikation. Sie ist die Basis

für die weitere Entwicklung des Deutschen

Kinderherzzentrums an der Asklepios

Klinik Sankt Augustin.

Dietmar Volk wurde zum 1.4.2005 zum

Geschäftsführer des Sächsischen Kranken-

Management

CHefArztSekretärInnen-Tag

Im Oktober vergangenen Jahres fand in der Asklepios Neurologischen Klinik

Bad Salzhausen der 1. »CHefArztSekretärInnen-Tag« des Vereins zur Förderung

der Sekretariatsarbeit im Gesundheitswesen – CHAS e.V. – statt. Ein

Drittel der 44 Teilnehmerinnen kamen aus Asklepios Kliniken. Zu den Höhepunkten

der Veranstaltung zählte ein Vortrag von Luise F. Pusch, Professorin

für Sprachwissenschaft, Schriftstellerin und Publizistin (Hannover/Boston).

Der Verein engagiert sich primär dafür, dass der Beruf der Chefarztsekretärin

als Ausbildungsberuf staatlich anerkannt wird. Die Teilnehmerinnen

des 1. »ChefArztSekretärInnen-Tags« waren von der Veranstaltung, Organisation und Durchführung begeistert. Der 2. »CHefArzt-

SekretärInnen-Tag« findet vom 7. bis 9.10.2005 im Asklepios Klinikum in Bad Abbach (Regensburg) statt. Anforderung von Informationen

per E-Mail: s.hachenberg@asklepios.com

Hinter den Kulissen des Bundestages

Asklepios Mitarbeiterin Ulrike Molzio

vom ZD Qualitätsmanagement durfte

die Bundestagsabgeordnete Ina Lenke in

Berlin eine Woche lang bei ihrer Arbeit

begleiten. Dabei ging es ihr vor allem darum,

»den Bundestag von innen zu sehen

und die Menschen, die unser Land regieren,

kennen zu lernen.«

Gemeinsam mit der FDP-Abgeordneten

nahm sie an Arbeitskreissitzungen, Fraktionssitzungen und Diskussionen im

Bundestag teil. Sie ging mit Dr. Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion,

und Dr. Guido Westerwelle, Bundesvorsitzender der FDP, essen und hörte den

neuen ukrainischen Ministerpräsidenten Viktor Juschtschenko im Bundestag sprechen.

Dort traf Ulrike Molzio auf die gesamte politische Prominenz. Vom Bundeskanzler über

Angela Merkel bis zu Joschka Fischer. »Alle waren da, alle hautnah, freundlich und

zugewandt.« Interessiert folgte sie der Rede von Prof. Dr. Bert Rürup, Vorsitzender des

Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zum

Thema »Perspektiven der Krankenhauspolitik«. Richtig spannend war für Ulrike Molzio

die »heftige, aber sehr sachliche Diskussion zur Patientenverfügung«. Die Woche in

Berlin war voller intensiver Eindrücke und Erlebnisse und hat sich gelohnt: »Wenn

heute oder morgen irgendjemand mit mir über Politik philosophieren möchte, habe ich

nun eine fundiertere Meinung, auf die ich zurückgreifen kann. Und keine Vorurteile.«

haus Hochweitzschen ernannt. Bisher war

er als Assistent der Geschäftsführung in

München-Gauting und Bad Salzungen tätig.

Stationsleiterbildung

erfolgreich abgeschlossen

Eine strukturierte Personalentwicklung

ist aus dem modernen Klinikalltag nicht

mehr wegzudenken. Zehn Mitarbeiterinnen

der Asklepios Klinik Parchim hatten

die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Stationsleitung

zu absolvieren. In 462 Unterrichtsstunden

wurde Wissen in Recht,

Berufskunde, Führen und Leiten, Organisations-

und Personalentwicklung sowie

Supervision vermittelt. Auch Konsultationen

zu anderen Pflegeeinrichtungen waren

Teil der Ausbildung. Da alle Mitarbeiterinnen

schon mitten in ihrer Tätigkeit als Stationsleiterin

bzw. stellvertretende Stationsleiterin

standen, war es eine besondere

Herausforderung, eine Hausarbeit für

erfolgreiche Mitarbeiterführung anzufertigen

und sich auf das Kolloquium vorzubereiten.

Natürlich war die Freude riesengroß,

als alle die begehrten Abschlusszeugnisse

in den Händen hielten.

ASKLEPIOS intern

24/2005

35


Patienten-Forum

Medizin der Harmonie

TCM-Praxis für ambulante Patienten in Bad Wildungen eröffnet

Die Kliniken Bad Wildungen haben

es sich zur Aufgabe gemacht, eine gute,

umfassende und patientenbezogene Medizin

anzubieten. Nach Einführung der

Naturheilkunde in der Inneren Medizin

geht man konsequent noch einen Schritt

weiter: Jetzt wurde hier eine Praxis zur

Versorgung der ambulanten Patienten in

Traditioneller Chinesischer Medizin

(TCM) eingerichtet.

Während sich die Schulmedizin

an Symptomen orientiert und

diese zu beseitigen versucht,

verfolgt die Traditionelle Chinesische

Medizin (TCM) gewissermaßen die Spur

der Krankheit. Die Ursache wird zu beseitigen

versucht, indem der Körper an der

richtigen Stelle gestärkt wird. Die TCM

setzt dabei auf die Selbstheilungskräfte

des Menschen.

Die Wurzeln der TCM reichen mehr

als zwei Jahrtausende zurück. Sie gründet

sich auf den Taoismus, eine Philosophie,

der es um die Harmonie zwischen Mensch

und Kosmos geht. TCM fasst den Men-

36 ASKLEPIOS intern 24/2005

schen als Mikrokosmos auf, der nach den

Gesetzen des Makrokosmos funktioniert.

Der Mensch ist danach ein dynamischenergetisches

System, das sich ständig

erneuert. Ist der Organismus, beziehungsweise

sind seine vitalen Funktionen im

Gleichgewicht, ist der Mensch gesund.

Ungleichgewicht bedeutet Krankheit.

In Bad Wildungen versteht man TCM

und die klassische Schulmedizin nicht als

konkurrierende, sondern einander ergänzende

Systeme. Als Akutmedizin, zum

Beispiel bei Herzinfarkten, ist die Schulmedizin

der TCM überlegen. Die TCM

hingegen hat sich besonders bei chronischen

und funktionellen Störungen als

hilfreich erwiesen, das heißt bei solchen

Erkrankungen, für die die westliche

Schulmedizin keine Erklärung findet.

Auch in China ist es keineswegs gang

und gäbe, dass Krankheiten ausschließlich

mit Hilfe von TCM behandelt werden.

Schon lange existieren in China die Schulmedizin

und die fernöstlichen Heilmethoden

mehr oder weniger gleichberechtigt

nebeneinander.

TCM ist längst nicht nur Akupunktur.

Die Akupunktur ist lediglich die bei uns

bekannteste Heilmethode der TCM. Außer

der Akupunktur gehören zu ihr noch

die Kräutertherapie, Qigong, Tuina-Massage,

das Schröpfen, die Moxibustion, Tai-

Chi und die Ernährungsberatung. Meistens

werden die Methoden nicht isoliert,

sondern in Kombination eingesetzt.

Obwohl in der modernen westlichen

Medizin immer ausgefeiltere Diagnosetechniken

und immer schneller und besser

wirkende Therapeutika eingesetzt

werden, fühlt sich ein Großteil der Bevölkerung

nicht richtig gesund. Dr. Christina

Starke, die ihre Patienten zur Sprechstunde

in der TCM-Praxis im Erdgeschoss des

Anbaus der Asklepios Fachklinik Fürstenhof

empfängt, nennt einige Krankheiten,

bei denen sie mit TCM gute Heilungserfolge

erzielen konnte: »Bei Atemwegserkrankungen

wie allergischem Asthma,

Heuschnupfen oder Infektanfälligkeit hilft

TCM genauso wie bei Schmerzsyndromen.

Aber auch bei funktionellen Verdauungsstörungen

und Hautkrankheiten wie

Neurodermitis erzielen wir gute Heilungserfolge.«


Kann der plötzliche Säuglingstod

vermieden werden?

Das eigene, scheinbar vollkommen

gesunde Baby plötzlich und vollkommen

unerwartet tot im Kinderbett aufzufinden,

gehört zu den bedrückendsten

Schicksalsschlägen für Eltern und ihre

Angehörigen. Trotz intensiver Suche

kennt man beim SIDS (sudden infant

death syndrome) keine eindeutige Todesursache.

»Eine Reihe von Maßnahmen

kann jedoch helfen, SIDS zu vermeiden«,

sagt Dr. Wolfgang Knopp, Chefarzt der

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in

Weißenfels.

Zumeist tritt dieses tragische Ereignis

während des Schlafes auf.

Obwohl die Häufigkeit seit 1991 in

Deutschland erfreulicherweise rückläufig

ist, kamen 2002 aber immer noch 0,46

SIDS-Fälle auf 1.000 Lebendgeborene

(1991 = 1,55/1.000). Der Sterblichkeitsgipfel

liegt im zweiten bis vierten Lebensmonat

des Säuglings. Männliche Säuglinge

sind mit 60 Prozent häufiger als weibliche

betroffen. Damit steht SIDS unverändert

an der Spitze der Säuglingssterblichkeit

in einem Land, das hinsichtlich der medizinischen

Betreuung zu den führenden in

der Welt zählt.

Das psychische Trauma der plötzlich

verwaisten Eltern wird durch die erforderliche

Einschaltung der Ermittlungsbehörden

noch massiv verstärkt. »Hierbei geht

es primär um eine Ausschlussdiagnose,

zu der gemäß Definition eine Obduktion,

eine genaue Untersuchung des Ereignisortes

und eine Berücksichtigung der Vorgeschichte

des Kindes hinsichtlich Erkrankungen

gehören«, erläutert Dr. Knopp.

Nur so könne eine klare Differenzierung

von natürlichem und nicht natürlichem

Tod vorgenommen werden.

Gründliche Analysen aufgetretener

SIDS-Fälle deckten eindeutige Risikofaktoren

auf, bei deren Vermeidung das Auftreten

von SIDS erfolgreich vermindert

werden kann.

Aufgrund dieser Erfahrungen wurden

von der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde

und Jugendmedizin folgende

Empfehlungen ausgesprochen:

• Im ersten Lebensjahr sollte der Säugling

immer in Rückenlage schlafen,

niemals in Bauchlage und auch nicht

in instabiler Seitenlage

• mütterliche Nikotinabstinenz während

und nach der Schwangerschaft

Patienten-Forum

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Weißenfels nennt präventive Maßnahmen

• keine Bedeckung durch schweres

Bettzeug oder Kopfkissen, stattdessen

Schlafsack verwenden

• Baby niemals im Bett der Eltern

schlafen lassen. Stattdessen im eigenen

Bett im elterlichen Schlafzimmer

• Überwärmung vermeiden, durch Einhaltung

einer Raumtemperatur von

18 °C während des Schlafes

• mindestens sechsmonatiges Stillen

Werden diese Maßnahmen beachtet,

die mit wenig Aufwand leicht zu realisieren

sind, so ist bereits ein wichtiger

Schritt zur Vermeidung eines plötzlichen

Säuglingstodes getan.

In Deutschland hat sich für betroffene

Eltern eine »Gemeinsame Elterninitiative

Plötzlicher Säuglingstod e.V.« (GEPS)

gegründet.

GEPS Deutschland e.V.

Bundesgeschäftsstelle

Fallingbosteler Straße 20

30625 Hannover

Tel.: (0511) 83 86 202

Fax: (0511) 83 86 202

E-Mail: GEPS-Deutschland@t-online.de

ASKLEPIOS intern

24/2005

37


Patienten-Forum

Ja, wo laufen sie denn?

Erstes Kinder-Nordic-Walking-Land in Deutschland

auf dem Gelände der Asklepios Burgseekliniken eröffnet

In der heutigen Zeit von absolutem

Bewegungsmangel, steigendem Body-

Mass-Index, Spielen am PC oder dem

»Sport mit der Fernbedienung« hat es ein

Projekt der Asklepios Burgseekliniken

gemeinsam mit dem Pummpälzweg e.V.

und der AOK Thüringen geschafft, Kinder

für den Trendsport Nordic Walking

zu gewinnen. Am 14. April hatte »Gaudigo«,

das erste Kinder-Nordic-Walking-

Land Deutschlands, Premiere.

Das Projekt zielt auf eine »fun«orientierte

Konditionierung und

Koordinationsschulung der Kinder.

Ohne Leistungsdruck und jahreszeitenunabhängig

bietet das Nordic Walking

der ganzen Familie die Möglichkeit, den

häufig bestehenden Bewegungsmangel

auszugleichen.

Die sehr gute Resonanz auf die monatlichen

Aktivitäten in Sachen Nordic Walking

an den Asklepios Burgseekliniken

gemeinsam mit der AOK Thüringen und

dem Pummpälzweg e.V. im vergangenen

Jahr bestätigte den Initiatoren, dass diese

Trend-Sportart nicht nur für ältere Menschen,

sondern auch für Familien bestens

geeignet ist. Denn auch die Kleinen finden

Nordic Walking »toll«. Doch bislang gab

es keine kindgerechten Stöcke.

38 ASKLEPIOS intern 24/2005

In Zusammenarbeit mit Hartwig Gauder,

dem Olympiasieger, Welt- und Europameister

im Gehen, entwickelte die

Firma Hahn aus Oberrohn kindgerechte

Stöcke. Erstmals konnten sie am 14. April

dieses Jahres zur Eröffnung des »Gaudigo«

Kinder-Nordic-Walking-Landes am

Burgsee in Bad Salzungen eingesetzt werden.

Martin Merbitz, Geschäftsführer der

Asklepios Burgseekliniken, und die beiden

Hauptinitiatoren, Olympiasieger

Hartwig Gauder und Werner Wolf vom

Pummpälzweg e.V., übergaben an diesem

Tag an 100 Schüler aus Bad Salzungen

und Gumpelstadt die neu entwickelten

Stöcke. Die Kinder bedankten sich bei

den Sponsoren (Asklepios Burgseekliniken,

Restaurant »Zur Scheuer«, manus-

Zeitarbeit und LVM-Versicherungsbüro

Neubert).

Nach der Übergabe der farbenfrohen

Stöcke ging es mit Klaus Schulz, Master-

Trainer des deutschen Nordic Walking

Verbandes, zum Aufwärmen. Schulz

motivierte die Kinder und ihre Lehrer

nicht nur dazu, mit den Stöcken zu walken.

Er zeigte ihnen auch einige variantenreiche

gymnastische Übungen, die

schließlich im Stockzielwurf gipfelten.

Gleich darauf ging‘s zur ersten Tour

vom Burgsee zu den Gradieranlagen und

zurück. Teilweise verschwitzt, aber mit

glücklichen Gesichtern, gehörten die Kinder

zu den »Gewinnern« dieser Aktion.

Künftig werden speziell ausgebildete

Lehrer in den Schulen das Projekt im Ergänzungsunterricht

fortführen. Schautafeln

geben im Bereich des Burgsees und

des Parcours Hinweise zum richtigen Nordic

Walking und zeigen, welche Übungen

man außerdem mit den Stöcken machen

kann.

So lernen die Kinder spielerisch, das

Bewegen auch »Gaudi« machen kann.

Eine Voraussetzung, will man die Kleinen

und ihre Eltern dauerhaft »bewegen«.


Hilfe bei chronischem

Unterbauchschmerz

Klinik Am Kurpark Bad Schwartau bietet Reha

Viele Frauen leider unter chronischem

Unterbauchschmerz, doch es gibt kaum

Rehabilitationsmöglichkeiten. Während

bei gynäkologischen Karzinomerkrankungen

ca. 50 Behandlungsstätten in

Deutschland Anschlussheilbehandlungen

anbieten, gibt es lediglich acht Häuser

mit entsprechenden Heilmaßnahmen für

Frauen mit chronischem Unterbauchschmerz.

Die Asklepios Klinik Am Kurpark

Bad Schwartau ist eine von ihnen.

Die Patientinnen der Klinik kommen

in der Regel nach erfolglosen

Spasmolytika-, Analgetika- und

Antibiotikabehandlungen. Sie wurden

meistens bereits einmal oder öfter operiert

und haben eine lange Leidensgeschichte

hinter sich. Daraus resultieren

weit reichende körperliche, seelische und

sozialen Folgen, ohne dass eine Heilung

eingetreten wäre. Die Schmerzen sind

geblieben. Die Lebensqualität ist infolge

der Schmerzen spürbar gesunken.

Hilfe finden betroffene Frauen in der

Klinik Am Kurpark in Bad Schwartau.

Das Haus ist auf Rehamaßnahmen für

Frauen mit chronischem Unterbauchschmerz

spezialisiert. Dabei geht die

medizinische Rehabilitation von einem

ganzheitlichen Betreuungsmodell aus, das

auf mehreren Säulen basiert, die sich

untereinander ergänzen.

Physiotherapie

Durch verschiedene physiotherapeutische

Anwendungen in Form von Einzelund

Gruppenkrankengymnastiken kommen

zunächst Entspannungsverfahren

zur Anwendung. Erst wenn ein Zustand

Patienten-Forum

der Reizfreiheit und muskulären Entspannung

erreicht ist, beginnt die aktive Phase

mit einer Kräftigung der Muskulatur. Zusätzlich

nehmen die Frauen an einem Ausdauertraining

in Form von Walking oder

Fahrradergometrie teil.

Psychologie

Besonders bewährt hat sich die therapeutische

Gruppenarbeit. Hier ist vor

allem der Austausch unter Betroffenen

wichtig. Darüber hinaus wird das Wissen

darüber vertieft, wie Schmerz und Spannung

zusammenhängen. Zusätzlich werden

Entspannungsverfahren wie die progressive

Muskelrelaxation nach Jacobson

genutzt. So werden über die Zeit des stationären

Aufenthaltes hinausgehende psychotherapeutische

Impulse gesetzt.

Die Patientinnen erfahren, dass körperliche

Schonung und Rückzug nicht bei

der Schmerzbewältigung helfen. Das Gegenteil

ist der Fall: Körperliche Aktivität

hilft, die Schmerzen zu reduzieren.

Balneologie

In Bad Schwartau macht man sich das

natürliche Vorkommen von Jodsole und

Moor zunutze. Durch die gezielte Anwendung

von körperwarmen Jodsole-Vaginalspülungen

und Moorpackungen wird eine

deutliche Durchblutungssteigerung erzielt,

so dass diese Gebiete besser mit

Sauerstoff und Nährsubstraten versorgt

werden. Stoffwechselprodukte werden so

schneller abtransportiert. Darüber hinaus

lindern lokale Wärmeanwendungen die

krampfhaften Beschwerden und tragen so

zu einer wohltuenden Entspannung bei.

Durch das vermittelte Wissen über die

möglichen Ursachen der Unterbauchschmerzen

und ihre Überwindung befreien

sich die Frauen aus ihrer Isolation.

Mit der Wiederaufnahme sozialer Kontakte

steigt die Lebensqualität. Der Schmerz

steht nicht mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Für die betroffenen Frauen

ist das ein großer Gewinn.

ASKLEPIOS intern

Dr. Corinna Doll

24/2005

39


Patienten-Forum

Absturzgefahr auf der Achterbahn der Gefühle

Vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter bipolaren Störungen

Jeder ist mal schlecht drauf. Dann

gibt es Tage, an denen man die ganze

Welt umarmen könnte. Ganz normal.

Allerdings gibt es Menschen, bei denen

der Zeiger zwischen den emotionalen

Polen ins Extreme ausschlägt: Sie sind

manisch-depressiv, sagte man früher.

Mediziner beschreiben die verschiedenen

Erscheinungsformen der Erkrankung

heute als bipolare Störungen, unter denen

in Deutschland etwa vier Millionen Menschen

leiden. Wie man sie diagnostiziert

40 ASKLEPIOS intern 24/2005

und behandelt, stand vor einiger Zeit im

Blickpunkt einer wissenschaftlichen Tagung

des SALUS-Fachkrankenhauses

Uchtspringe.

Es sollte eine schöne Geburtstagsfeier

im Familienkreis werden.

Doch der 32-jährige Robert K.

sprengte mit seinem Redeschwall mal

wieder jedes gute Gespräch. Alle mussten

zuhören, wie genial er seinen Job macht,

dass er eine Weltreise plant und gerade

ein Aktienpaket mit Traum-Rendite gekauft

hat. Ohne sich unterbrechen zu lassen,

holte er zwischendurch den Werkzeugkoffer

aus dem Schrank und bohrte

einen Dübel in die Wand. Selbst spät in

der Nacht, schon sturzbetrunken, war er

nicht zum Schlafengehen zu bewegen…

»Übersteigerte und planlose Aktivitäten,

Distanzlosigkeit, ungebremster

Rededrang, Ablenkbarkeit, ein vermindertes

Schlafbedürfnis und das Gefühl

von Grandiosität sind typisch für die


manischen Episoden einer bipolaren Störung«,

erklärt Dr. Bernd Hahndorf, Chefarzt

der Klinik für Psychiatrie/Psychotherapie

des SALUS-Fachkrankenhauses

Uchtspringe. »Demgegenüber stürzen die

Betroffenen in der depressiven Phase in

das sprichwörtliche schwarze Loch: Sie

fühlen sich wertlos, traurig, leer und

kraftlos.« Diese verzweifelte Hoffnungslosigkeit

war es, die Robert K. ein halbes

Jahr später zu einem Suizidversuch trieb

– er kam daraufhin in psychiatrische

Behandlung. »Die genaue Befragung des

Patienten unter Einbeziehung seiner Ehefrau

führte uns schließlich zur Diagnose

der bipolaren Störung, die sich medikamentös

und psychotherapeutisch gut

beeinflussen ließ«, erklärt der Chefarzt.

So dramatisch polarisiert wie bei Robert

K. verläuft die Gemütskrankheit allerdings

selten. Häufig liegen schwere

Depressionen vor, während die manische

Phase nur von leicht gehobener Stimmung

geprägt ist. Bei anderen ist es

umgekehrt oder das emotionale Gleichgewicht

ständig unausgeglichen. Die

Mediziner klassifizieren deshalb verschiedene

Erscheinungsformen der bipolaren

Störung.

»Das variable Wesen der Erkrankung

birgt die Gefahr von Fehldiagnosen in

sich«, weiß Prof. Dr. Peter Bräunig, 2. Vorsitzender

der Deutschen Gesellschaft für

bipolare Störungen und Chefarzt am Klinikum

Chemnitz. »Vor allem ist zu berücksichtigen,

dass die Patienten nur in den

depressiven Phasen leiden und ihre Höhenflüge

im Gespräch mit dem Arzt oft

gar nicht erwähnen, weil sie damit gute

Erinnerungen und keine Krankheit verbinden.

Die übersteigerte Euphorie ist

eher für das unmittelbare Lebens- und

Arbeitsumfeld ein Problem.« Nach auffälligen

Stimmungsschwankungen zu fragen

und möglichst auch die Wahrnehmungen

von Angehörigen aufzunehmen, sei daher

für das diagnostische und therapeutische

Vorgehen sehr wichtig. Auch bei Wahnvorstellungen,

Ängsten oder Suchtmittelmissbrauch

sei nicht auszuschließen, dass

eine bipolare Störung vorliegt.

Für die Behandlung sind stimmungsstabilisierende

Medikamente hilfreich –

sie können das Rückfall-Risiko aber nur

absenken. Wie die Experten in Uchtspringe

betonen, haben deshalb auch psychotherapeutische

Methoden sowie die gezielte

Hilfe zur Selbsthilfe große Bedeutung.

Dabei geht es beispielsweise darum,

die Akzeptanz der Erkrankung, Sensibilität

gegenüber Frühwarnsignalen einer

Krise und emotionales »Selbstmanagement«

zu fördern.

»Aufklärung über die Erkrankung ist

bitter nötig, denn die Erfahrung zeigt: Je

weniger Krankheitsphasen bis zur Einleitung

einer Therapie durchgemacht wurden,

desto besser sprechen die Patienten

darauf an. Derzeit vergehen zwischen

erster Krankheitsepisode, richtiger Diagnose

und Beginn einer adäquaten Therapie

aber häufig mehr als fünf, manchmal

sogar über zehn Jahre«, verweist Chefarzt

Dr. Bernd Hahndorf auf die damit verbundenen

Risiken für Betroffene und ihre

Angehörigen: Unter bipolar erkrankten

Menschen gibt es eine überdurchschnittlich

hohe Scheidungsrate, weil die Familie

mit ihren emotionalen Berg- und Talfahrten

überfordert ist. Menschen mit bipolaren

Störungen schweben in großer Gefahr,

sich das Leben zu nehmen – im Vergleich

zur Normalbevölkerung besteht ein

dreißigfach erhöhtes Suizidrisiko, bei

etwa 15 Prozent der Betroffenen kommt

jede Hilfe zu spät. Laut Report der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) 2001

gehören bipolare Störungen zu den zehn

Erkrankungsbildern, die weltweit am häufigsten

zu andauernder Behinderung führen.

Übrigens: Die ersten Symptome einer

bipolaren Störung treten überwiegend

zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten

Lebensjahr auf, nur selten kommen

die ersten Krankheitsepisoden auch

schon im Jugendalter vor. Männer sind

ebenso häufig betroffen wie Frauen,

wobei die Erkrankung bei Männern eher

mit manischen Episoden und bei Frauen

eher mit depressiven Episoden beginnt.

Franka Petzke

Patienten-Forum

Impressum

Herausgeber

Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

Konzernzentrale Berlin, Hubertusstraße 12–22,

16547 Birkenwerder

www.asklepios.com

Redaktion, verantwortlich für den Inhalt

Mandy Wolf, ZD Marketing

Hubertusstraße 12–22, 16547 Birkenwerder

Tel. (0 33 03) 52 24-04, Fax (0 33 03) 52 24-20

E-Mail: mandy.wolf @ asklepios.com

und die jeweiligen Autoren

Produktion

Bundschuh – Pressedienst für Ärzte

Projektleitung: Sabine Bundschuh

www.bundschuh-pressedienst.de

Satz & Gestaltung

Gero Pflüger Grafik & DTP, Hannover

Fotos

Bundschuh – Pressedienst für Ärzte (S. 8, 10, 44,

46, 47), Peter Hamel (S. 6, 7, 12, 14, 19, 24, 30,

32, 37, 39, 40, 42 ), Marc Hanke (Titelfoto),

Susanne Kober (S. 9), Andrea Weitze (S. 5),

ZDF-Bilderdienst (S. 48)

Druck

Druckerei Biewald, Hannover

Erscheinungsweise

4 x jährlich bundesweit

Auflage

25.000 Exemplare

Anzeigen

Sabine Malsch DTP-Grafik & Layoutgestaltung,

Zellerodaer Weg 18, 36433 Bad Salzungen

Tel. (0 36 95) 62 86 20

E-Mail: sabine.malsch @ t-online.de

Nächster Anzeigenschluss: 19.8.2005

Nächster Redaktionsschluss: 5.8.2005

Die nächste Ausgabe von Asklepios intern

erscheint am 30.9.2005.

Copyright

Alle Rechte sind dem Herausgeber vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit dem

Einverständnis der Redaktion. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine

Haftung übernommen.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben

nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers

oder der Redaktion wieder.

ASKLEPIOS intern

24/2005

41


Patienten-Forum

Im Kopf hab’ ich die Worte,

aber ich bring’ sie nicht raus

Therapie von Sprachstörungen (Aphasien) in der Klinik Schaufling

In Deutschland tritt jährlich bei rund

55.000 Menschen infolge einer neurologischen

Erkrankung eine Sprachstörung

auf. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen

ist diese Aphasie ein schwerer

Schlag. Unterhaltungen sind dadurch entweder

gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt

möglich. Um die Auswirkungen

der Aphasie zu verringern, wird in

der Asklepios Klinik Schaufling seit über

17 Jahren Sprachtherapie (Logopädie)

durchgeführt.

42 ASKLEPIOS intern 24/2005

Der Mensch verfügt über erstaunliche

sprachlichen Fähigkeiten:

Bei einem normalen Sprechtempo

werden zehn bis 15 Laute und bei

Schnellsprechern sogar 20 bis 30 Laute

pro Sekunde erkannt. Damit können

viele Wörter bereits verstanden werden,

noch ehe sie ganz ausgesprochen worden

sind. Ähnlich bemerkenswert ist,

dass bei einer Sprechgeschwindigkeit

von circa drei Wörtern pro Sekunde

lediglich ein Versprecher pro eine Mil-

lion Wörter auftritt. Diese Leistungen

werden durch die Zusammenarbeit von

zwei Sprachzentren gesteuert, die sich

bei den meisten Menschen in der linken

Gehirnhälfte befinden (s. Abbildung 1).

Das erste Zentrum, das Broca-Areal,

ermöglicht die Sprachproduktion. Es

liegt im vorderen Anteil des Gehirns.

Das zweite Zentrum, das Wernicke-

Areal, ist für das Sprachverständnis

zuständig und ist im hinteren Anteil des

Gehirns lokalisiert.


Werden die sprachrelevanten Hirnareale

als Folge eines Schlaganfalls oder

einer Schädel-Hirn-Verletzung geschädigt,

tritt eine Aphasie auf. Je nach Ort

und Ausmaß der Schädigung zeigen sich

unterschiedliche sprachliche Schwierigkeiten:

Es kann zu Störungen in der Kombination

von Lauten (»Türgel« statt »Gürtel«),

in der Wortbildung (»Steinzeugdreher«

statt »Schraubenzieher«), in der

Wortfindung (»Bäcker« statt »Specht«)

oder im Satzbau (»keiner kümmert man

sich er mich«) kommen.

Häufig sind auch das Sprachverständnis,

das Lesen und Schreiben beeinträchtigt.

Dadurch fällt es den Betroffenen

schwer, ihre Gedanken mündlich oder

schriftlich mitzuteilen. Im schlimmsten

Fall sind Unterhaltungen sogar unmöglich.

Heinz Weiß schildert seine Schwierigkeiten:

»Im Kopf war ich fertig zum

Reden, aber wie heißt das alles, was ich

reden wollte? Beim Bäcker wusste ich die

verschiedenen Semmelsorten nicht und

hab‘ immer mit dem Finger gezeigt, was

ich will. Im Lokal hab‘ ich oft das gegessen,

was ich sagen konnte, obwohl ich

etwas anderes wollte. Im Kopf hab‘ ich die

Worte, aber ich bring‘ sie nicht raus – wie

ein Ausländer, der nicht die richtigen

Vokabeln weiß.«

Wie kann das Gehirn wieder lernen,

die richtigen Wörter zu finden? »Das Gehirn

bildet neue Nervennetze, mit denen

die Verbindungen zu den gesuchten Wörtern

wieder hergestellt werden. Diese

Holger Grötzbach

Fähigkeit, zerrissene Nervennetze zu flicken,

nennen wir Plastizität. Wir können

die Plastizität des Gehirns nur bewundern«,

so der Neurologe Dr. Peter Frommelt,

Chefarzt der Asklepios Klinik

Schaufling. Damit neue Netze für die

Sprache geknüpft werden können, müssen

dem Gehirn die richtigen Aufgaben

gestellt werden.

»Leider haben wir keine Lötkolben,

um das Gehirn zu reparieren«, sagt der

Leiter der Abteilung Sprachtherapie, Holger

Grötzbach. »Wir verfügen jedoch über

ein großes Repertoire an Aufgaben, die

das Gehirn anregen, neue Netze zu bilden.«

Holger Grötzbach hat zusammen

mit Meike Schöler ein Lehrbuch geschrieben,

das eine Vielzahl derartiger Aufgaben

enthält. Dadurch lernen über 80 Prozent

aller Personen mit einer Aphasie wieder,

einen Gesprächspartner zu verstehen

und die richtigen Wörter zu finden. Voraussetzung

dafür ist jedoch eine intensive

Therapie, die für viele Patienten tägliche

Logopädie bedeutet. Hinzu kommen noch

Übungsaufgaben, die von den Patienten

mit oder ohne Hilfe ihrer Angehörigen

bearbeitet werden. Selbst wenn die Aphasie

schon seit Jahren besteht, sind noch

sprachliche Fortschritte möglich.

Patienten-Forum

Abbildung 1: Lokalisation der Sprachzentren in der linken Gehirnhälfte (Nachdruck mit freundlicher

Genehmigung aus Schöler & Grötzbach)

Wenn ein Mensch nicht mehr die richtigen

Wörter findet, gibt er seinen

Gesprächspartnern schwere Rätsel auf. In

der Sprachtherapie wird daher auch versucht,

den Partnern Wege zu zeigen, zwischen

den Zeilen zu lesen. Bei richtiger

Anleitung können die Partner sehr viel

dazu beitragen, dass Gedanken und Wörter

wieder übereinstimmen.

Kontakt:

Holger Grötzbach, M. A.

Leiter der Abteilung Sprachtherapie

in Schäufling

Telefon: (0 99 04) 77 22 00

E-Mail: h.groetzbach@asklepios.com

Buch-Tipp: Aphasie – Wege aus dem

Sprachdschungel. Von Meike Schöler und

Holger Grötzbach, Springer-Verlag, Berlin/

Heidelberg, 2004

ASKLEPIOS intern

24/2005

43


Patienten-Forum

Die Kunst, richtig Urlaub zu machen

Profis sagen, was dabei zu beachten ist

Jeder sehnt sich nach Urlaub.

Abschalten vom Alltag und nur noch

genießen. Doch woran liegt‘s, dass es mit

der Unbeschwertheit oft nicht so recht

klappen will? Ein Schnellkursus in

Sachen Erholung von Prof. Sadre-Chirazi-Stark,

Chefarzt der Psychiatrie &

Psychotherapie des Asklepios Westklinikums

in Hamburg-Rissen, und Dr. Peter

Sandmeyer, Reporter beim Magazin

»Stern«.

In der Sehnsucht nach Urlaub spiegelt

sich die Realität des Alltags – und der

wird immer härter. 85 Prozent der deutschen

Manager, so hat eine Studie zur

44 ASKLEPIOS intern 24/2005

Jahrtausendwende ermittelt, sind

»psycho-mental« belastet und vom »Burnout«-Syndrom

bedroht. Der Beruf des

Managers gilt dabei als modellhaft: Immer

mehr Menschen stehen ständig unter Zeit-,

Entscheidungs- und Flexibilitätsdruck.

Diesem Druck kann nur standhalten,

wer ausreichend Zeit für Erholung hat

und diese Zeit auch richtig nutzt. Umfragen

zeigen aber, dass viele Menschen

diese Gelegenheit nicht richtig nutzen

können. Fast die Hälfte aller Urlauber, die

unmittelbar vor ihrem Rückflug vom

Urlaubsort befragt wurden, geben an, mit

dem Urlaub und dem erreichten Grad der

Erholung nicht zufrieden zu sein. Als die

gleiche Gruppe einige Wochen später

noch einmal befragt wurde, sank der

Anteil der Unzufriedenen auf 15 Prozent.

Urlaub wird offenbar umso schöner, je

länger er her ist.

Die falsche Urlaubsstrategie

Für Urlaub gilt eine Art »Glückszwang«.

Selbstverständlich war die Reise

wieder ganz großartig. Wer gibt schon

gerne zu, dass er sich auch nach den

schönsten Wochen des Jahres kaum weniger

müde und zermürbt fühlt als vorher?

Meist ohne genau zu wissen, weshalb.

Der Grund: Es kommt nicht darauf an,

dass man Urlaub macht, sondern gerade


darauf wie – und nach welchen Kriterien

– man ihn verbringt.

Was ist aber richtige Erholung? Durch

Erholung können verbrauchte Energien

unter physischen und psychischen

Gesichtspunkten wieder gewonnen werden.

Körperlich ist der Mensch umso

gesünder, je vielfältiger sein Bewegungsprogramm

ist. Seelisch ist er umso gesünder,

je besser es gelingt, Belastungen aus

einem Lebensbereich – durch gekonntes

Ausbalancieren – in einem anderen

Bereich auszugleichen. Ist der Beruf ein

Kampf, können die Kinder oder der

Lebenspartner durchaus für die nötige

Aufmunterung sorgen.

Auf die Balance achten

Allerdings gilt: Wer immer seine

gesamte Energie in die Arbeit steckt und

dabei alle anderen Bedürfnisse zurückstellt,

wird auf Dauer das Ungleichge-

wicht nicht mehr austarieren können.

Denn wo sollen Kraft und Lebensfreude

herkommen, wenn Freundschaften nicht

mehr gepflegt werden und die Familie

sich vernachlässigt fühlt?

Vom Urlaub mag dann zwar erwartet

werden: »endlich Ruhe, endlich ausschlafen,

endlich heile Welt«. Aber die heile

Welt findet man nicht einfach so vor. Man

muss sie herstellen. Und ausgleichen, was

im Alltag nicht rund gelaufen ist. Aber

Vorsicht: nicht alles auf einmal wollen. Ein

toller Spielgefährte für die Kinder zu sein,

die Ehefrau zu verwöhnen und trotzdem

etwas für die eigene Fitness zu tun, kann

nicht funktionieren. Weil der Alltag immer

zu Einschränkungen zwingt, ist es nur

wichtig, sich die entstandenen »Schieflagen«

bewusst zu machen, um dann in kleinen

Schritten gegenzusteuern.

Was könnte mir gut tun?

Fremdbestimmt? Wer im Alltag stark

fremdbestimmt ist, sollte im Urlaub auf

Erlebnisse wie Kraftzuwachs und das

Erreichen eigener Ziele achten. Gut geeignet

sind beispielsweise Wanderungen

und Bergtouren. Auch Urlaub auf einem

gecharterten Schiff hat den gleichen psychischen

Effekt: Man steht einmal buchstäblich

auf der Kommandobrücke.

Eintöniger Alltag?

Wer zu besonders eintöniger Arbeit

gezwungen ist, sollte in seiner Erholungszeit

vor allen seine Wahrnehmungskanäle

trainieren: am besten durch ein Kontrastprogramm.

Wer ständig mit vielen Menschen

zu tun hat, sollte sich im Urlaub

auch mal zurückziehen und sich auf sich

selbst besinnen.

Ich packe in meinen Koffer:

ein Problem …

Die meisten Urlaubsprobleme gleichen

dem unteren Teil des Kofferinhalts;

völlig gedankenlos werden sie mit in den

Urlaub geschleppt. Daneben gibt es die

äußeren Probleme, auf die man am

Urlaubsort treffen kann: schlechtes Wetter,

mieses Hotel. Besonders heimtü-

Patienten-Forum

ckisch (dafür aber häufig!) ist die Konstellation,

dass die inneren und äußeren Probleme

eine Koalition bilden und gemeinsam

Krieg gegen die Urlaubsfreude und

Erholung führen.

Man wird natürlich nicht für jedes

denkbare Problem im Vorfeld eine Verhaltensweise

verabreden können. Aber mit

konkreten Absprachen vor der Reise lässt

sich abklären, welche Empfindlichkeiten

jeder hat. Das erleichtert die Rücksichtnahme

und die Kooperation im konkreten

Konfliktfall. Außerdem fallen einem dabei

auch die Konflikte und kleinen Ärgernisse

zurückliegender Urlaube wieder ein. Und

man kann Vorkehrungen treffen, um solche

Erholungskiller zu vermeiden.

Auf Dauer plötzlich sauer

Viele »Kleinigkeiten« können im

Urlaub plötzlich eine große Bedeutung

bekommen, weil Dauer und Intensität des

Zusammenseins sprunghaft zunehmen.

Ein prächtiger Nährboden auch für Partnerschaftsprobleme,

die gern und oft im

Urlaub zum Ausbruch kommen. Gründe

dafür gibt es genug: weil es weniger Rückzugsmöglichkeiten

gibt und der Wechsel

zwischen Familien- und Berufswelt entfällt.

Sehr häufig entsteht Beziehungsstress

nur deshalb, weil einer der Partner sich

vernachlässigt fühlt oder der gemeinsame

Alltag als »so eintönig« empfunden wird.

Eine Möglichkeit, mit der in der Phase der

Urlaubsplanung gute Erfahrung gemacht

wird, ist die simple Umkehr der sonst

üblichen Verantwortung: einfach mal die

Rollen tauschen und dem anderen die Reisevorbereitungen

überlassen. Auch der

nörgelnde Nachwuchs kann in die Planungen

einbezogen werden. Je ernster Sie

die Wünsche Ihrer Kinder nehmen, desto

besser ist das für das Gelingen einer Reise.

Im Urlaub wird alles sichtbarer, die

soziale Kompetenz und die Defizite, Stärken,

Schwächen und Schieflagen – auch

die der Partnerschaften. Die Chance,

mehr Zeit miteinander zu verbringen,

kann nur nutzen, wer damit etwas anfangen

kann. Gemeinsamer Urlaub bietet

immer beides – Risiko und Chance.

ASKLEPIOS intern

24/2005

45


Patienten-Forum

Warum gerade ich?

So oder ähnlich stellt sich mancher

die Frage, warum er abhängigkeitskrank

geworden ist. Eigentlich ist diese Fragestellung

falsch, denn es geht nicht so sehr

darum, warum gerade ich es bin, sondern

wie es dazu kam, dass ich es bin.

Die Antwort darauf gab ich mir

größtenteils während meiner Entwöhnungsbehandlung

(EWB) im

Asklepios Klinikum Wiesen. Die Entgiftung

hatte ich bereits von Oktober 2001

bis April 2002 hinter mich gebracht.

Kurz zur Vorgeschichte: Bis zu meinem

Aufenthalt in Wiesen hatte ich eine

etwa 25-jährige Trinkerkarriere hinter mir,

die mich letzten Endes Familie, Job und

Führerschein kostete. Ein »gelungener

Rundumschlag« also. Ein ehrenamtlicher

Suchtberater brachte mich dazu, eine

EWB zu beantragen, was ich dann mit

Hilfe einer örtlichen Selbsthilfegruppe tat.

Während der ersten Zeit in der Klinik

war ich so gut wie nicht bei der Sache; ich

war nur mit meinem Selbstmitleid beschäftigt

und damit, was für einen Scherbenhaufen

ich angehäuft hatte. Am angenehmsten

empfand ich noch die Ergotherapie,

weil man sich dabei ablenken konnte,

und das Autogene Training. In den

Gruppenstunden unter Leitung der Therapeuten

Frau Kalbus und Herrn Lindner

war ich eher in der Rolle des Zuhörers.

In der Mitte der Reha sollte ich einen

so genannten Lebensbericht schreiben.

46 ASKLEPIOS intern 24/2005

Acht bis zehn Seiten lang. So beschäftigte

ich mich zum ersten Mal eingehender mit

meinem Problem.

Und so erinnerte ich mich meiner

Kindheit und meiner Entwicklung in den

ganzen Jahren, immer in Zusammenhang

mit dem Alkohol. Ich erinnerte mich

daran, dass mir das Lernen sehr leicht fiel

und sich daraus eine gewisse Überheblichkeit

entwickelte, die so weit führte,

dass ich niemanden mehr um Hilfe bei

Problemen fragte – und damit ab und zu

auf die Nase fiel. Parallel dazu entdeckte

ich den Alkohol als Tröster und »Freund«.

So nahm meine Entwicklung zum Abhängigkeitskranken

ihren Lauf.

Ohne die Anleitung und Unterstützung

der Gruppentherapeuten, die immer

wieder Anhaltspunkte und Stichpunkte

gaben, ohne die ganze Therapie in Wiesen

wäre ich wahrscheinlich nicht in der Lage

gewesen, meine Vergangenheit aufzuarbeiten.

Den nächsten und, wie ich finde, entscheidenden

»Knackpunkt« gab es, als ein

Mitglied einer anderen Reha-Gruppe einen

Rückfall hatte. Da stellte ich mir die

Frage: »Was muss passieren, damit du

rückfällig wirst? Oder besser: »was wäre

es wert, rückfällig zu werden?« Die Antwort

lautete: »NICHTS!« – und daran

halte ich mich bis heute.

Mittlerweile habe ich die Möglichkeit,

25 Jahre Trinken und drei Jahre Abstinenz

miteinander zu vergleichen. Mit dem Trinken

hatte ich meine Gesundheit gefährdet

(knapp an der Leberzirrhose vorbei) und

die Familie geopfert. In den drei Jahren

Abstinenz konnte ich einiges von dem, was

ich zerstört hatte, zum Teil wieder gutmachen.

Ich habe wieder Arbeit bekommen

und neue Freunde. Das Vertrauen meiner

Tochter konnte ich wieder gewinnen. Und

ich habe eine Partnerin gefunden.

Jedoch – ohne die Entwöhnungsbehandlung

in Wiesen, in der Reha-Station,

wäre ich jetzt wohl tot. Ich würde mich

nicht am Licht der Sonne in meinem Fenster

freuen können.

Ralf Epperlein


Visite

Wespenplage?

Der vergangene Sommer war für viele

Menschen ein Alptraum. Grund: die

Wespenplage! Die gelb-schwarzen Tierchen

waren überall: beim Grillen, im Freibad

und vor allem – über dem leckeren

Apfelkuchen im Straßencafé.

In diesem Sommer sollen wir mehr

Glück haben. Denn der letzte Sommer

war nicht so trocken und heiß. Daher gibt

es weniger Königinnen. Der frostige Winter

sorgte außerdem dafür, dass nicht alle

Königinnen überleben konnten. Und so

werden wir es in diesem Jahr nur mit der

üblichen Zahl Wespen zu tun bekommen.

Die allein macht vielen Menschen

dennoch Angst und Bange. Wie soll man

sich verhalten, wenn man von Wespen

umgeben ist?

Das Wichtigste (und für viele aber

auch Schwerste) ist, sich absolut ruhig zu

verhalten. Also nicht nach den Wespen

schlagen oder pusten, sondern sie einfach

ignorieren. Leider fällt das den meisten

Menschen nicht leicht, weil die Tiere oft

dicht vor dem Gesicht oder dem Ohr

umherfliegen. Dennoch bedeutet dieses

Verhalten noch keine Aggressivität. Stattdessen

schauen sich die Tiere ihr Gegenüber

nur an – Wespen können nämlich,

wie viele schnelle Flugjäger, erst ab einer

Patienten-Forum

Zeit zum Lesen: Zusammen ist man weniger allein

Philibert, von verarmtem Adel, ist zwar ein historisches Genie, doch wenn er mit

Menschen spricht, gerät er ins Stottern. Camille, magersüchtig und künstlerisch

begabt, verdient sich ihren Lebensunterhalt in einer Putzkolonne und Franck schuftet

als Koch in einem Feinschmeckerlokal. Er liebt Frauen, Motorräder und seine

Großmutter Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat. Vier grundverschiedene

Menschen in einer verrückten Wohngemeinschaft in Paris, die sich lieben, streiten,

bis die Fetzen fliegen, und versuchen, irgendwie zurecht zu

kommen. Anna Gavalda erzählt vom wirklichen Leben:

witzig, charmant und liebevoll.

Dieser Roman erinnert ein bisschen an den Film »Die

fabelhafte Welt der Amélie«. Er ist aber noch schöner.

Anna Gavalda erzählt mit Leichtigkeit, Eleganz und Witz

von der behutsamen Annäherung vier einsamer Menschen.

Ein wunderbar versponnener Roman, der menschliche

Wärme, Anteilnahme und Liebe hochhält.

Anna Gavalda: Zusammen ist man weniger allein

(Roman), Hanser-Verlag 2005, 550 Seiten, 24,90 Euro

höheren Fluggeschwindigkeit scharf

sehen. Sie umfliegen einen Menschen

derart »nervös«, um ihn scharf sehen zu

können.

Experten-Tipp: den Wespen nichts zu

futtern bieten. Speisen konsequent und

ständig abdecken. Gläser mit Bierdeckeln

zudecken. Nach dem Trinken kurz mit

einer Serviette über den Glasrand fahren,

damit sich dort keine süßen Tropfen sammeln.

Verkleckerte Süßspeisen gleich

gründlich abwischen.

Die neue, große Stellenbörse

für Mediziner ist da!

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ASKLEPIOS intern

24/2005

47


48

Balladen & Scharaden

Asklepios fragt

Im nächsten Heft

Unruhe im Darm – Morbus Crohn

Die entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn ist eine Zivilisationskrankheit, die offenbar mit dem

westlichen Lebensstil in Verbindung steht. Seit den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist die

Zahl der Morbus-Crohn-Patienten steil angestiegen. Die gastroenterologische Abteilung des Westklinikums

Hamburg-Rissen stellt ihr Therapiekonzept vor.

Integrierte Versorgung

Die integrierte Versorgung wird in Zukunft einen noch höheren Stellenwert in der medizinischen

Behandlung der Patienten einnehmen. Was diese Versorgungsform bedeutet und was sie leisten kann,

wird am Beispiel der Behandlung chronischer Wunden aufgezeigt.

Psoriasis

Die Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine der häufigsten Hautkrankheiten. In Deutschland sind rund

zwei Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Auch Prominente leiden unter Psoriasis. Die ZDF-Moderatorin

Annika de Buhr (»heute nacht«, Foto rechts) erzählt, wie sie mit der Krankheit lebt.

Das nächste Asklepios intern erscheint am 30.9.2005

ASKLEPIOS intern

Asklepios (Foto links) ist in der griechischen

Mythologie der Gott der Heilkunst. In diesem

Magazin hat er wieder einmal Antworten auf

wichtige medizinische Fragen gegeben. Leser, die

dieses Heft aufmerksam studiert haben, können

uns sicherlich die folgenden drei Fragen beantworten.

Einsender, die alle Antworten richtig

haben, nehmen an der Verlosung teil.

1. Ab welchem Lebensjahr sollte jeder Mann

zur Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung

gehen?

A: 40 Jahre

B: 45 Jahre

C: 50 Jahre

2. Die Ärzte der Asklepios Klinik Weißenfels

führen Operationen an der Schilddrüse minimal-invasiv

durch. Diese Methode hat einen

speziellen Namen. Wie wird sie genannt?

A: Schmetterlingschirurgie

B: Schlüssellochchirurgie

C: Hemdkragenchirurgie

24/2005

3. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt – diesen extremen

Stimmungsschwankungen sind Menschen unterworfen, die

an einer ganz bestimmten Krankheit leiden. Wie heißt sie?

A: Bipolare Störungen

B: Achterbahnsyndrom

C: Jojo-Effekt

Unter den Einsendern der richtigen Lösung verlosen wir ein

Sonnenscheinpaket mit Sonnenmilch, Sonnenschirm, Sonnenbrille,

Sonnenblumen… Lassen Sie sich überraschen!

Gewonnen!

Die Lösung des Asklepios Urlaubs-Rätsels aus der letzten Ausgabe lautet:

Die kürzeste Straßenverbindung zwischen Nuben und Kado beträgt 1.050 km.

Zinas Route:

Tag 2: Kado

Tag 3: Kado

Tag 4: Lapat

Tag 5: Lapat

Tag 6: Campingplatz zwischen Lapat und Angaz

Karl Haberl aus Simbach am Inn hat für die richtige Antwort eine tolle Wellness-

Verwöhn-Box gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!


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Ihrem Krankenhaus. Wir warten nicht nur Ihre vorhandenen medizintechnischen

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Das Unternehmen

Akutkliniken – Klinikträgerschaft

1 Asklepios Klinikum Bad Abbach I Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumatologie 270

2 Asklepios Klinik und Hotel St. Wolfgang Bad Griesbach Akutkrankenhaus 178

3 Asklepios Harzklinik Bad Harzburg Fachkrankenhaus für Orthopädie und Innere Medizin 70

4 Asklepios Schlossberg Klinik Bad König Fachklinik für Neurologische Frührehabilitation 70

5 Asklepios Klinik Bad Oldesloe Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 239

6 Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 301

7 Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 180

8 Asklepios Klinik Birkenwerder Fachkrankenhaus für Orthopädie, Gefäßchirurgie, 180

Plastische Chirurgie und Diabetologie

9 Asklepios Harzklinik Clausthal-Zellerfeld Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 44

10 Asklepios Südpfalzklinik Germersheim Krankenhaus der Grundversorgung 171

11 Asklepios Harzklinik Goslar Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 333

12 Asklepios Westklinikum Hamburg Akutkrankenhaus 398

13 Asklepios Kreiskrankenhaus Hohenmölsen Krankenhaus der Regelversorgung 160

14 Asklepios Orthopädische Klinik Hohwald Fachkrankenhaus für Orthopädie und 120

Rheumaorthopädie

15 Asklepios Südpfalzklinik Kandel Krankenhaus der Regelversorgung 239

16 Asklepios Klinik Langen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 321

17 Asklepios Klinik Lich Krankenhaus der Regelversorgung 242

18 Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe Fachkrankenhaus für Orthopädie 160

19 Asklepios Fachkliniken München-Gauting Fachkrankenhaus für Lungenkrankheiten und 302

Thoraxchirurgie

20 Asklepios Klinik Parchim Krankenhaus der Regelversorgung 149

21 Asklepios Klinik Pasewalk Krankenhaus der Regelversorgung 390

22 Asklepios-ASB Klinik Radeberg Krankenhaus der Regelversorgung 142

23 Asklepios Klinik Sankt Augustin Krankenhaus der Maximalversorgung 219

24 Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz Krankenhaus der Regelversorgung 230

25 Asklepios Klinik Schildautal Seesen I Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, Neurologie, 213

Gefäßchirurgie und Anästhesiologie

26 Asklepios Klinik Seligenstadt Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 150

27 Asklepios Fachklinik Stadtroda Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 292

28 Asklepios Kreiskrankenhaus Weißenfels Krankenhaus der Regelversorgung 312

29 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt I Krankenhaus der Regelversorgung 135

30 Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden Krankenhaus der Regelversorgung 304

31 Asklepios Fachklinikum Wiesen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie 168

32 Anaheim General Hospital Krankenhaus der Regelversorgung 100

33 Bellflower Medical Center Krankenhaus der Regelversorgung 170

34 Buena Park Medical Center Fachkrankenhaus für Geriatrie 55

35 Hawthorne Medical Center Fachkrankenhaus für Psychiatrie 72

36 L. A. Metropolitan Medical Center Krankenhaus der Regelversorgung 170

37 Tustin Medical Center Krankenhaus der Regelversorgung 250

Akutkliniken – Klinikmanagement

38 Salus Fachkrankenhaus Bernburg* Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 255

39 Kreiskrankenhaus Eggenfelden Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 300

40 Kreisklinik Fürstenfeldbruck Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 380

41 International Neuroscience Institute Hannover Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, stereotaktische

Neurochirurgie und Neuroradiologie

108

42 Collm Klinik Oschatz Krankenhaus der Regelversorgung 258

43 Kreiskrankenhaus Pfarrkirchen Krankenhaus der Grundversorgung 215

44 Kreiskrankenhaus Simbach Fachkrankenhaus für Ganzheitsmedizin 150

45 Salus Fachkrankenhaus Uchtspringe* Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie 271

46 Sächsisches Krankenhaus Hochweitzschen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie 108

Kliniken des LBK Hamburg

47 Allgemeines Krankenhaus Altona Krankenhaus der Maximalversorgung 922

48 Allgemeines Krankenhaus Barmbek Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 716

49 Allgemeines Krankenhaus Eilbek Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 680

50 Allgemeines Krankenhaus Harburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 741

51 Allgemeines Krankenhaus St. Georg Krankenhaus der Maximalversorgung 758

52 Allgemeines Krankenhaus Wandsbek Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 605

53 Klinikum Nord Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 1.647

50 ASKLEPIOS intern 23/2005

Betten/

Plätze


Akutnahe Rehakliniken – Klinikträgerschaft

54 Asklepios Neurologische Klinik Bad Salzhausen Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 190

55 Asklepios Klinik Schaufling Zentrum für Neurologische, Orthopädische 350

und Geriatrische Rehabilitation

56 Asklepios Kliniken Schildautal Seesen II Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 176

57 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt II Fachklinik für Pneumologie, Onkologie, 290

Dermatologie und Allergologie

58 Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein Fachklinik für Neurologie 150

Rehakliniken – Klinikträgerschaft

59 Asklepios Klinikum Bad Abbach II Zentrum für orthopädische und

rheumatologische Rehabilitation

268

60 Asklepios Burgseekliniken Bad Salzungen Fachklinik für Onkologie, Pneumologie und

Orthopädie

270

61 Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau Fachklinik für Orthopädie und Gynäkologie 220

62 Asklepios Katharina-Schroth-Klinik Bad Sobernheim Fachklinik für Orthopädie 130

63 Asklepios Klinik Helenenheim Bad Wildungen Fachklinik für Innere Medizin, Orthopädie,

Urologie und Nephrologie

160

64 Asklepios Fachklinik Fürstenhof Bad Wildungen Fachklinik für Herz-/Kreislauferkrankungen 210

65 Asklepios Klinik Triberg Fachklinik für Onkologie 140

66 Asklepios Hirschpark Klinik Alsbach-Hähnlein Fachklinik für Innere Medizin und Orthopädie 120

67 Asklepios Weserberglandklinik Höxter Fachklinik für neurologische und orthopädische Rehabilitation,

Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen

250

Forensische Psychiatrie (Maßregelvollzug) – Klinikträgerschaft

68 Asklepios Klinik für Forensische Psychiatrie Stadtroda 55

69 LBK Klinik für Forensische Psychiatrie 178

Forensische Psychiatrie (Maßregelvollzug) – Klinikmanagement

70 Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Bernburg* 105

71 Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Uchtspringe* 209

Soziale Einrichtungen – Trägerschaft

72

73

Asklepios Pflegezentrum Ahrensburg

Asklepios Kurstift Bad Kreuznach

KLINIKTRÄGERSCHAFT UND KLINIKMANAGEMENT

83

82

74 Asklepios Pflegezentrum Reinfeld

Westerland/Sylt

87

2

Soziale Einrichtungen – Management

75 Salus Tagesklinik Dessau*

Ahrensburg

Parchim

12

76 Salus Heim zur U-Haftvermeidung Haus Eisenhammer Tornau*

Hamburg

Salzwedel *

Birkenwerder

20

77 Salus Heimeinrichtung Gardelegen* Stendal*

39

78 Altenpflegeheim Jesenwang

Gardelegen*

4

Uchtspringe*

Berlin

64

79 Salus Kinder- und Jugendheim Schloss Pretzsch*

Osnabrück

Hannover *

3

Bad Harzburg

Magdeburg*

Goslar

Wittenberg *

107

80

81

82

83

84

Salus Pflegeheim St. Georgii I Magdeburg*

Salus Pflegeheim St. Georgii II Magdeburg*

Salus Ambulanter Pflege- und Hauswirtschaftsdienst Magdeburg*

Salus Tagesklinik Salzwedel*

Salus Tagesklinik Stendal*

Dessau *

Seesen 2

Pretzsch *

2

Eisenhammer *

Höxter

Clausthal-

Bernburg * Leipzig

Radeberg

Zellerfeld

Oschatz

Weißenfels

Kassel

Dresden Hohwald

3

Hohenmölsen Hochweitzschen*

Köln

Bad Wildungen

Sebnitz

Stadtroda 2

Döbeln*

Sankt Augustin

Bad Salzungen

Freiberg *

Wiesenburg

Lich

Bad Salzhausen

Falkenstein

Frankfurt

78

48


12

19

85 Salus Heimbereich Uchtspringe*

Wiesbaden

Bad Sobernheim

Langen

Seligenstadt

268

86 Salus Tagesklinik Wittenberg*

Bad Kreuznach

Bad König

Würzburg

Alsbach-Hähnlein

15

87 Salus Altenpflegeheim Uchstpringe* Germersheim

Lindenlohe 1

50

88 Tagesklinik Döbeln

Kandel

Bad Abbach Schaufling

20

89 Tagesklinik Freiberg

Karlsruhe

Stuttgart

Bad Griesbach

Pfarrkirchen*

25

2

14

Soziale Einrichtungen des LBK Hamburg

90 LBK Tagesklinik Alstertor 24

91 LBK Drogenambulanz I Altona

2 Von den 94 Asklepios Einrichtungen (Trägerschaft und Management) sind die 88 deutschen Standorte

auf der Karte markiert. 6 weitere Kliniken befinden sich in den USA. Wenn mehr als eine Einrichtung

92 LBK Drogenambulanz II Wandsbek

*

am Standort betrieben wird, gibt die Ziffer in der Markierung die Anzahl der Einrichtungen an.

Einrichtungen in Betriebsführung der Asklepios Kliniken GmbH

93

94

LBK Drogenambulanz III Harburg

LBK Drogenambulanz IV Högerdamm

Einrichtungen des LBK Hamburg

Stand: Mai 2005 · Aktuelle Informationen im Internet unter: www.Asklepios.com

Insgesamt zählen 94 Einrichtungen zu den Asklepios Kliniken.

ASKLEPIOS KLINIKEN

* Bei diesen Einrichtungen handelt es sich um das gesamte Management der landeseigenen Gesellschaft SALUS gGmbH

Triberg

Freiburg

Kiel

Bad Schwartau

1

Bad Oldesloe

Jesenwang *

Das Unternehmen

Reinfeld

Bad Tölz

Eggenfelden*

Simbach*

Fürstenfeldbruck*

München

München-Gauting

Pasewalk

ASKLEPIOS intern

Betten/

Plätze

23/2005

www.asklepios.com 51


Ärzte und Pflegekräfte wollen

am Patientenbett

Zugriff auf die Elektronische Patientenakte.

Patienten wollen ins Internet und

beim Fernsehen in der

ersten Reihe sitzen.

HiMed Cockpit bringt’s zusammen:

Sicheren Zugang zum Informationssystem

für besseren Workflow am Patientenbett und

Multimedia-Services

für mehr Patientenkomfort.

Klaus.Bracht@siemens.com

Telefon: 0421/364 36 16

www.siemens.de/solutionprovider/gesundheitswesen

www.gillitzer.net

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