2009_2 Kooperation.qxd - Evangelische Kirche der Pfalz

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2009_2 Kooperation.qxd - Evangelische Kirche der Pfalz

Ausgabe 1 • Sommer 2009

Gemeinsamer Gemeindebrief der Protestantischen Gemeinden

Maudach (Martinskirche) und Rheingönheim (Paul-Gerhardt-Kirche)

WORTe

Was - Warum und Wie?

Thema Kooperation

Seite 12

SchlagWORTe

Neues und Neustes aus

unseren Gemeinden

Seite 6

WORTwechsel

„Koop-Kopf“ Johannes

Sinn im Doppelspitze-

Interview Seite 16


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vorWORTe

Aus dem Inhalt:

zumThema:

Kooperation

WORTe 10

WORTwechsel 16

WORTwechselchen 20

LeitWORTe 22

vorWORTe 3

geistWORTe 4

schlagWORTe 6

Impressum 14

Konfirmation 2009

Maudach 28

Rheingönheim 30

Heaven’s Gate 33

Posauenchor 37

aus dem Kibitop 41

Regenbogenland 46

tatWORTe 50

Sommer 2009

Liebe Leserin, lieber Leser,

sie sehen, diesmal ist alles anders. Denn diesmal gibt es statt des

gewohnten Rheingönheimer Gemeindebriefs, bzw. des Maudacher

KONTAKT die erste Doppelspitze für unsere beiden Kirchengemeinden.

Zwei Kirchtürme ragen ja in der Region Südwest als Doppelspitze

Südwest in den Himmel, die der Paul-Gerhardt-Kirche und

der Martinskirche, gut erkennbar in dem neuen Logo dieses Blättchens.

Und damit nicht zweimal halb zu nichts Ganzem wird, hat

die Gesamtredaktion auch die Inhalte neu gestaltet. Lesen Sie daher

diese vorWORTe und lassen Sie sich auf den Sommer vorbereiten

mit geistWORTen. Alles zum Thema des Heftes, Kooperation, finden

Sie unter WORTe, das Interview unter WORTwechsel. In der Mitte

zum einfachen Heraustrennen gibt es die für Maudach schon

gewohnten Kinderseiten und den PiKo (das ist der Pinnwand-KON-

TAKT) und für Rheingönheim ein Paul-Gerhardt-Kirche aktuell mit

allen wichtigen Terminen, Adressen und der Gottesdienstvorschau.

Beim Schreiben dieser Zeilen und im Rückblick auf die Arbeit an der

Doppelspitze wurde deutlich, wie viele Ähnlichkeiten trotz aller

Verschiedenheit zwischen unseren beiden Gemeinden besteht.

Denn so selbstverständlich, wie man gern am eigenen Kirchturm

festhält (Kirchturmdenken wird das manchmal genannt), so wichtig

ist auch der Blick über den Zaun (oder den Acker, je nach Blickwinkel).

Von hier nach dort, von Maudach nach Rheingönheim und

zurück, da gibt es auch viel Verbindendes!! Menschen in beiden

Kirchengemeinden sind eng verbunden mit ihren Kirchen, beide

Kirchen bilden etwas von dem, was wir als „Heimat“ bezeichnen,

sie gehören (bei vielen) zu wichtigen Stationen der eigenen Lebensgeschichte. Die Türme zeigen an, wo

man „hingehört“. Nicht nur den Presbyter mit den persönlichen Wurzeln auf der anderen Seite der

Bahnlinie, nicht nur den Acker auf der anderen Gemarkung, der schon dem Großvater gehört hat.

Familiäre Bande gibt es von „hüben nach drüben“.

Genau darum geht es uns auch mit diesem Gemeindebrief. Wir wollen das Gemeinsame aufzeigen. Nach

einigen Jahren, in denen wir nun Kooperationsregion Südwest sind, mal danach sehen, was es so an

gemeinsamen Aktivitäten gibt, wo wir schon gut harmonieren und wo das vielleicht auch gar nicht

nötig ist. Darüber haben sich auch die beiden Presbyterien immer wieder und zuletzt am 22. April

Gedanken gemacht. „Wozu sollten Rheingönheimer nach Maudach zum „Regio-Gottesdienst“ fahren?“

„Wozu sollten Maudacher Frauen zum Frauenfrühstück nach Rheingönheim fahren?“ Diesen Fragen wollen

wir in dieser Doppelspitze auf den Grund gehen, zeigen, dass wir ein bisschen die Spitze, nein, der

Stachel im Fleisch sind, mit dem wir das Thema voranbringen wollen.

Mit der Kraft der zwei Redaktionen haben wir diesen gemeinsamen Gemeindebrief aus der Taufe gehoben

und freuen uns über das Werk, das vor Ihnen liegt. Über Kritik, Anregungen und den Willen zur

eigenen Mitarbeit freuen wir uns natürlich besonders.

Vor allem hoffen wir, dass Ihnen das Lesen neue Einsichten bringt, vielleicht auch ein paar nachdenkliche

Momente, sicher neue Informationen und möglicherweise auch den Spass, den wir bei der

Entstehungsgeschichte (fast immer) hatten.

Es grüßen Sie mit den besten Wünschen für einen gelingenden Sommer, stellvertretend für die beiden

Redaktionsteams die Kooperationsgeistlichen

Seite 3


Liebe Gemeinden,

wir dürfen uns freuen: unser erster

gemeinsamer Gemeindebrief liegt in ihren

Händen. Wir, die Kirchengemeinden Maudach

und Rheingönheim haben es geschafft

einen Kooperationsgemeindebrief zu erstellen.

Über was freuen sie

sich (noch)? Über den

Sommer? Die langen warmen

Abende, die Möglichkeit

zum Grillen, die

sonnigen Tage. Über die

Früchte des Sommers?

Erdbeeren, Kirschen,

Rharbarber.

Auf was freuen sie

sich? Auf den Urlaub, eine lang ersehnte

Auszeit vom Alltag.

Freuen sie sich über Gelungenes in

ihrem Leben?

„Freut euch in dem Herrn!“ Phil, 3,1.

Diesen Satz schreibt Paulus aus dem

Gefängnis. Zum wiederholten Mal ist er um

Christi Willen eingekerkert. Er hat nicht

aufgehört, das Evangelium zu verkündigen

und zur Nachfolge aufzurufen, trotz Verfolgung

durch die Staatsmacht.

Am Anfang des Philipperbriefes

schreibt er: „Christus ist mein Leben und Ster-

Monatsspruch Juli 2009

Freut euch in

dem Herrn!

geistWORTe

ben ist mein Gewinn,“ Phil 1, 21. Er sagt, dass

ihm das Leben mit seinen Schwierigkeiten

eine Last ist. Aber trotzdem will er weiterleben,

um das Evangelium zu verbreiten und

um andere mit seiner Botschaft und der

daraus erwachsenden Freude anzustecken.

Lassen wir uns

von Paulus

Freude anstek-

Philipper 3,1

ken! Sehen wir auf das

Gelingende in unseren

Gemeinden und in unserem

Leben. Lassen wir

unsere Sorgen hinter uns!

Hören wir voll

Vertrauen auf Paulus:

„Freuet euch in dem Herrn

allewege, und abermals

sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund

sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorgt

euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst

eure Bitten in Gebet und Flehen mit

Danksagung vor Gott kundwerden! Und der

Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft

bewahre eure Herzen und Sinne in Christus

Jesus.“ Phil. 4, 4-7. Amen

Ihre Pfarrerin

Seite 4 Doppelspitze


geistWORTe

Sommer 2009

Auftanken

Ich schöpfe Kraft bei Gott,

der mich annimmt, wie ich bin;

der sich mit mir freut;

der mich tröstet im Leid;

der alle Wege mit mir geht

und mir neue Wege zeigt.

Wenn ich mich freue

Über eine Blume,

über ein offenes Gesicht

und überhaupt über alles,

was er mir gibt.

Auftanken bei einem Freund.

Reinhard Ellsel

zum Monatsspruch Juli 2009

Seite 5


Gewählt

hat die Bezirkssynode

einen neuen Bezirkskirchenrat

und mit einem glänzenden Ergebnis

auch Angelika Ritthaler, Presbyterin

aus Rheingönheim, zur Bezirkskirchenrätin.

Sie tritt damit in die Fußstapfen von Prädikant

Henning Braess, ebenfalls aus Rheingönheim,

der dem Gremium in der letzten

Legislaturperiode angehörte. So war und ist

das Presbyterium auch weiterhin immer gut

informiert über das, was im Kirchenbezirk

läuft und geplant ist. Wir wünschen Frau

Ritthaler alles Gute, Geduld und Gottes

Segen für dieses wichtige Amt.

Gespart

wird in

der Mar-

tinskirche nicht nur beim

Geld, sondern nun auch

beim Strom, denn in

Eigeninitiative haben

zwei Energiesparfreunde

aus Maudach uns 110

Energiesparlampen geschenkt,

damit wir sparsamer

(aber keineswegs

schlechter) leuchten als

bisher. Statt knapp 5000

Watt pro Stunde verbrauchen

wir bei „Festbeleuchtung“

jetzt nur noch etwa

800 Watt. schade für die TWL,

gut, für unseren Geldbeutel!

Vielen Dank!

Gewacht haben

viele

bei der zweiten Osternacht der der Evangelischen

Jugend Ludwigshafen, die in der

Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag in

und um die Rheingönheimer Paul-Gerhardt-

Kirche stattgefunden hat. Schon beim stimmungsvollen

Abendgottesdienst am Samstag

zum Auftakt zeigte sich, dass die

Veranstaltung der EJL durchaus keine Sache

ausschließlich für Jugendliche war. Unter

den 140 Menschen, die gemeinsam in der

nur spärlich mit Kerzen erleuchteten Kirche

die Trauer um Jesu Tod am Kreuz nachspür-

schlagWORTe

ten, waren auch etliche Erwachsene.

Stadtjugendpfarrerin Kerstin Bartels,

Johannes Sinn vom GDP und das EJL-Team

zelebrierten mit Unterstützung von Pfarrerin

Corinna Weissmann einen Gottesdienst,

der berührte und anrührte. Meditative

Elemente und besinnliche Texte aber

auch lebensfrohe, lautstarke Beiträge der

Jugendband begleiteten im harmonischen

Wechsel die Thematik des Gottesdienstes,

die Kerstin Bartels formulierte: „Wir wollen

gemeinsam auf das Licht des Lebens zugehen“.

Erst zaghaft, dann immer heftiger lodernd

entflammte das Licht nach dem Gottesdienst

als das Osterfeuer im Hof hinter der

Kirche entzündet wurde. Von den Maudacher

Jugendlichen sorgsam gehütet, erhellte

es die Nacht bis zum Morgen. Ein Ort

stiller, wärmender Einkehr, an den die Jugendlichen

im Laufe der Nacht von den

Meditations-, Kreativ- und Spielstationen immer

wieder zurückkehrten.

Mit einer Andacht im Morgengrauen und

einem gemeinsamen Frühstück endete am

frühen Ostermorgen eine Nacht, die noch

lange in den Köpfen und Herzen derjenigen,

die sie miterlebt haben, nachhallen wird.

Gesucht

haben schon viele, aber

gefunden haben sie

nicht immer alle oder auf Anhieb: Die

Caches, die von Fans des „Geocaching“ mittlerweile

auf der ganzen Welt versteckt,

gesucht und meistens auch gefunden werden.

Auch in Maudach und Rheingönheim

natürlich, und seit einiger Zeit haben wir

auch „Kirchencaches“. Der Maudacher Cache

Seite 6 Doppelspitze


schlagWORTe

wurde von Maudacher Kirchencachern

an der Martinskirche gelegt. Er fragt: „Wo

ist der Bus?“ (GC1K5K9, size: small; Multi).

34 Menschen haben sich mittlerweile in

das Logbuch eingetragen. Auch in Rheingönheim

haben Cacher die Kirche zum Ziel

gemacht, vor einiger Zeit wurden suchende

Cacher von einer Hochzeit allerdings am

Cachen „gehindert“. Der Cache heißt Schöpfung

Gottes (GC18JGW, size: micro; Multi).

Den haben schon 72 Cacher gefunden. Wer

mehr wissen will, suche auf www.geocach-

ing.com.

Geheiratet

haben sie schon,

nun lassen sie

sich auch trauen. Nach mehreren Terminverschiebungen

bekommen Silke und Dieter

Busam, bereits seit dem letzten Jahr ein Ehepaar,

am 8. August um 13.00 Uhr nun auch

den Segen Gottes - und die Gemeinde Maudach

darf sich mit freuen! Alles Gute den

beiden!

Gefragt

haben etwa 120.000

Christinnen und Christen

in Bremen: „Mensch, wo bist du?“ Mit

dem Motto des diesjährigen 32. Deutschen

Evangelischen Kirchentags in Bremen war

die Frage nach der Verantwortung des Menschen

für sich und die Gestaltung seiner

Welt gestellt. Die Antwort HIER wurde zwar

oft laut gesungen oder in kreativ-vielfältiger

Weise gegeben. Die

Bissigkeit früherer

Kirchentage fehlte

jedoch an vielen

Stellen, offensichtlich

suchen mehr

Menschen auf dem

Kirchentag nach

geistlicher Nahrung

und dem „Erlebnis

Kirche“, als nach

Antworten auf die

drängenden Fragen

unserer Zeit.

Kirchentäglich weiter

gefragt wird den-

Sommer 2009

Gereist

ist der Apostel Paulus ja

bekanntlich viel während

seiner Missionstätigkeit. Nun gehen wir

seine Wege nochmal nach bei unserer diesjährigen

„kubuKiBiWo: Paulus - unterwegs im

Auftrag des Herrn“ (das ist, für die, die das

immer noch nicht wissen, die kunterbunte

KinderBibelWoche). Vom 12.-17. Juli geht das

Ganze diesmal, natürlich wie immer in und

um die Maudacher Martinskirche. Anmeldungen

für kids im Grundschulalter gibt's

im Pfarramt Maudach.

n o c h ,

schon im kommenden

Jahr: Wieder über Christi

Himmelfahrt vom 12.-16. Mai 2010 treffen

sich evangelische und katholische ChristInnen

unter dem Motto „Damit ihr Hoffnung

habt“ zum 2. Ökumenischen Kirchentag in

München. Wer Interesse an dieser Fahrt hat,

kann sich schon jetzt im Protestantischen

Pfarramt Maudach melden (Tel.: 55 21 60).

Vom 1.-5. Juni 2011 (auch das ist wieder über

Christi Himmelfahrt) trifft sich dann wieder

die Evangelische Hälfte in Dresden. Auch dafür

haben die Vorbereitungen schon begonnen.

Und wer's schon heute wissen will:

Vom 1.-5. Mai 2013 (NICHT über Christi

Himmelfahrt) treffen wir uns wieder! Dann

in Hamburg....!

Seite 7


Anzeigen

Seite 8 Doppelspitze


schlagWORTe

Gedrechselt

wird Holz,

damit daraus

etwas Kunstvolles wird. Seit Ostersonntag,

den 12.04.2009, brennt unsere Osterkerze auf

einem eigens für unsere Paul-Gerhardt-

Kirche gefertigten Kerzenständer. Für die

Spende möchten wir uns ganz herzlich bei

der Schreinerei Trumpfheller, bei Herrn

Heinz Trumpfheller und Herrn Thomas

Kramb bedanken.

Geschoben

wird sicher wieder

am Wochenende

des 22./23. August, denn da ist auf der

Sommer 2009

Hauptstraße „Roigennemmer Schtrooße-

Fescht“. Und, apropos Trauung, es wäre

sicher interessant, zu erfahren, wie viele

Paare sich dort wohl im Laufe der Jahre

schon gefunden haben. Auch in diesem Jahr

ist dazu wieder reichlich Gelegenheit, weil

Menschen aus allen Ecken Ludwigshafens

(und darüber hinaus) nach Rheingönheim

kommen, um mit zu feiern. Herzlich laden

wir natürlich ein zum Ökumenischen Gottesdienst,

wie jedes Jahr Sonntagmorgen um

10.30 Uhr bei Familie Zickgraf im Hof.

Geläutet

wird in Maudach immer

am Ende eines

Gottesdienstes für 1 1/2 Minuten - so steht es

zumindest in unserer Läuteordnung von

2003. Damit signalisieren unsere Glocken

den BesucherInnen, dass sie nun gehen kön-

nen und dem Dorf, dass die Kirche aus ist.

Gelernt

hat Charlotte Seibert

schon eine ganze Menge

in ihrem Theologiestudium. Nun will sie

auch mal die Praxis des Pfarramtes noch

besser kennenlernen. Deshalb wird sie vom

19.08.-22.09. ihr Gemeindepraktikum in der

Maudacher Kirchengemeinde ableisten (und

sicher auch mal nach Rheingönheim schau-

en). Wir freuen uns auf sie!

Geklärt

hat sich die weitere Arbeitsverteilung

im Pfarramt

Maudach. Nach den Erfahrungen der

letzten Monate, in denen Pfarrerin Geburek-

Haag in Elternzeit war, steht nun fest, dass

es bei der aktuellen Arbeitsverteilung bleiben

soll. Während Pfarrer Geburek also die

Pfarrstelle Maudach versorgt und in Rheingönheim

unterstützt, kümmert sich

Pfarrerin Geburek-Haag weiterhin um den

Religionsunterricht in den beiden

Grundschulen, den Gottesdienst in der

Seniorenresidenz Änne Rumetsch und die

Gefängnisseelsorge. Mehr zur Arbeitsverteilung

lesen Sie auch im Thementeil unter

der Überschrift Hauptamtliche Kooperation.

Seite 9


Kooperation ist eines der kirchlichen

Schlagworte unserer

Zeit, allerdings nicht neu.

Schon immer gab es die

Situation, dass aufgrund sich

verändernder Bevölkerungsstrukturen Kirchengemeinden

geschrumpft sind oder

Pfarrstellen zusammengelegt wurden. Daraus

ergaben sich zwangsläufig Kooperationsstrukturen.

Ein anderes Motiv für Kooperation ist

allerdings Erkenntnis, dass durch eine

Zusammenarbeit manches vielleicht besser,

effektiver oder einfach sparsamer getan

werden kann. In den 80er Jahren erschien in

Braunschweig ein Buch mit dem Titel „Kooperationsmodelle“.

Darin aufgelistet waren

verschiedene Arbeitsergebnisse aus solchen

Kooperationen, die sehr unterschiedlich

funktionierten und auch in ihrer Zielrichtung

ganz verschieden waren.

WORTe

Bei vielen Kooperationen stand die

Absicht im Vordergrund, eine gemeinsame

Stelle zu finanzieren. Als

Beispiel seien neben- oder hauptamtliche

Kräfte für die Jugendarbeit,

die Kirchenmusik oder die Gebäudeunterhaltung

genannt.

Andere Gemeinde entdeckten, dass

sie sich in ihrer Arbeit gut ergänzten

und daher trotz jeweiliger

Schwerpunktsetzung eine Breite an

Arbeitsfeldern anbieten konnten.

Synergieeffekte wurden auch an

anderen Stellen erwartet, nicht

zuletzt in finanzieller Hinsicht, weil

viele Tätigkeiten nicht mehr doppelt

getan werden mussten.

Ein letztes Motiv lag in der

Erkenntnis, dass die Zusammenarbeit

mehrerer Geistlicher in die

Gemeinden hinein positiv wirken

kann, da die Ansprache stets unterschiedlich

gelingt.

Seite 10 Doppelspitze


WORTe

Die Entwicklung in Ludwigshafen

Die Bildung von Kooperationsregionen

in Ludwigshafen hat ihre Wurzeln in der

Schaffung des Gemeindepädagogischen Dienstes

(GPD). Im Kirchenbezirk gab es bis

2004 eine ungleiche Verteilung bei den

Pfarrstellen im Blick auf die Zahl der Gemeindeglieder.

Außerdem hatten manche

Gemeinden noch eigene GemeindepädagogInnen,

andere nicht. So beschloss der Bezirkskirchenrat,

ein Kooperationsmodell

einzuführen, um mit Hilfe der Zusammenarbeit

mehrerer Geistlicher in einer Region

einen Ausgleich für unterschiedliche Gemeindegrößen

zu schaffen. Der GPD soll

diese Maßnahme flankieren, verstärkt dort

aushelfen, wo die Pfarrstelle unterbesetzt

ist und dafür sorgen, dass allen Gemeinden

gemeindepädagogische Angebote gemacht

werden können.

Die Gemeinden wurden daraufhin aufgefordert,

sich Kooperationspartner zu suchen.

Nach einigen Monaten und Überlegungen

für und wider gab es bis Ende 2008

folgende Regionen:

Nord: Edigheim, Oppau, Pfingstweide

Friesenheim: Friesenheim 1+2, Nord

West: Oggersheim, Ruchheim

Mitte: Hemshof, Mitte, Süd, West

Gartenstadt: Ernst-Reuter-Siedlung,

Hochfeld, Niederfeld

Süd: Altrip, Mundenheim

Südwest: Maudach, Rheingönheim

Ende 2008 entschied die Region Süd,

ihre Zusammenarbeit zu beenden. Daher ist

nun sowohl Mundenheim als auch Altrip

auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern.

Gerade im Fall von Altrip erschwert

dies die besondere lokale Situation

mit den langen Wegen ins Stadtgebiet Ludwigshafens.

Andererseits müssen für die Zusammenarbeit

von Mundenheim eventuell

Sommer 2009

andere Kooperationspakete neu aufgeschnürt

werden. Der Prozess ist also noch

im vollen Gange. Für weitere Dynamik in

diesem Prozess dürften auch die zu erwartenden

Einsparungsmaßnahmen der Landeskirche

sorgen, für mit weiteren Stellenkürzungen

einhergehen werden. Da Maudach

(ca. 2.000 Gemeindeglieder) etwas kleiner

ist als Rheingönheim (ca. 2.600 Gemeindeglieder),

werden wir wohl auch auf Dauer

gut damit fahren, uns in der Region gegenseitig

zu unterstützen. Inwiefern weitere

Partner hinzu kommen könnten, ist im Moment

offen.

Wichtig ist an dieser Stelle, anzumerken,

dass die Arbeit in den Kooperationsregionen

lediglich Verabredungscharakter hat.

Es gibt für diese Arbeitsform in unserer Landeskirche

noch keine kirchenrechtliche

Grundlage, Kooperation kann also nicht „be-

Seite 11


fohlen“ werden, auch gibt es für die Arbeitsformen

keine verbindlichen Grundlagen.

Entsprechend vielfältig ist auch das Bild der

verschiedenen Regionen, das von Fast-Fusionen

bis hin zu lediglich gegenseitigem Informationsaustausch

reicht.

Kooperation und Kommunikation im

Südwesten

Seit über vier Jahren arbeiten die beiden

Kirchengemeinden Maudach und

Rheingönheim nun als Kooperationspartner

zusammen. An vielen Stellen hat es in dieser

Zeit neue Berührungspunkte gegeben, andere

sind ausgebaut worden, weiteres ist

sicher noch möglich.

Mit der Doppelspitze haben Sie ein

wichtiges Zeugnis für das Verständnis unserer

beiden Kirchengemeinden als Kooperationspartner

vor sich liegen. Denn wir haben

nicht nur einen halben KONTAKT und einen

halben GEMEINDEBRIEF zwischen zwei

Deckel gefasst, die Doppelspitze ist ein

neues, gemeinsames Produkt und zeigt etwas

davon, was beide Gemeinden ausmacht:

Selbstbewusstes Auftreten als Partner

in dem Bewusstsein, auf gleicher Augenhöhe

miteinander zu arbeiten, in dieser Weise

arbeiten mit Maudach und Rheingön-

WORTe

heim zwei Kirchengemeinden zusammen,

die jede für sich einen guten Stand hat,

wenn auch beide auf ganz unterschiedliche

Weise.

Besonderen Stellenwert hat für die

Kooperation eine funktionierende

Kommunikation. Daher gibt es bereits

vom Anfang an ein jährliches Treffen

der beiden Presbyterien, zuletzt am 22. April

in Maudach. Diese Begegnungen dienen

dem Kennenlernen ebenso wie der gemeinsamen

Planung mancher Aktivitäten. Zuletzt

ging es um die Frage der Zusammenarbeit

in den Gremien des Kirchenbezirks.

Gemeinsame Gremienarbeit

Als Kooperationsregion werden

wir in der Zukunft auch nach außen

hin stärker unsere Interessen gemeinsam

vertreten. Daher ist auch in den

zuständigen Gremien eine gute

Zusammenarbeit und Verteilung der

Aufgaben notwendig. Bei den Wahlen

der vergangenen Monate haben wir

darauf geachtet, dass möglichst in

allen wichtigen Gremien ein/e Vertreter/

in der Kirchengemeinden Maudach

oder Rheingönheim vertreten

ist.

In die Landessynode wurde als 1.

geistlicher Stellvertreter für den

Dekan Dr. Gärtner Pfarrer Geburek gewählt.

Frau Marion Cirulli wurde zur

zweiten Stellvertreterin bei den weltlichen

Mitgliedern bestimmt.

Im Bezirkskirchenrat vertritt uns, wie

bereits als schlagWORT zu lesen, Angelika

Ritthaler. Sie hat damit eine sehr wichtige

Funktion inne, kommt doch den nur sieben

Mitgliedern dieses Gremium nach der Abschaffung

der Gesamtkirchengemeinde mit

der Gesamtkirchenvertretung eine große

Machtfülle zu. Nahezu alle wichtigen Entscheidungen

werden hier, in enger Zusammenarbeit

mit der Bezirkssynode zwar, aber

doch entscheidend behandelt und umgesetzt.

Seite 12 Doppelspitze


WORTe

In den Diakonieausschuss der Bezirkssynode

wurde Frau Dr. Elke Köglmmayr gewählt.

Sollte der Bezirkskirchenrat die angedachte

Regelung umsetzen, so wird im Bauund

Finanzausschuss des Kirchenbezirks

jeweils ein Vertreter aus jeder Region sitzen.

Die beiden Presbyterien haben sich in ihrer

gemeinsamen Sitzung auf die Herren Stefan

Röth (Rheingönheim) für den Finanzausschuss

und Claus Wolff (Maudach) für den

Bauausschuss geeinigt.

Hauptamtliche Kooperation

In beinahe allen Regionen spielt die

Zusammenarbeit der Hauptamtlichen die

größte Rolle, was ja auch durch die Schaffung

dieses Modells beabsichtigt war. Eine

wichtige Aufgabe ist eine verlässliche Vertretungsregelung,

so dass auch die Gemeinden

wissen, wer im Falle von Urlaub oder

Fortbildung die/der Ansprechpartner/in ist.

Darüber hinaus gibt es Absprachen für weitere

Arbeitsfelder:

Pfarrerin Weissmann ist in Rheingönheim

mit ihrer ganzen Stelle im Einsatz,

vereinbart ist lediglich ein etwa 2monatiger

Kanzeltausch mit Maudach. Darüber hinaus

ist Frau Weissmann zu wichtigen Anlässen

als Kooperationspfarrerin nach Maudach

eingeladen.

Pfarrer Geburek verstärkt, ganz im

Sinne des Kooperationsgedankens, Frau

Weissmann in vielen Bereichen der Gemeindearbeit,

übernimmt Kasualien (also Taufen,

Trauungen, Beerdigungen, nicht nur im Rahmen

von Vertretungen). Neben der Organisation

des Gottesdienstplans ist er für das

KiGo-XL!!-Team zuständig, arbeitet im

Kinder- und Jugendbereich mit und ebenso

bei der Fundraising-Arbeit.

Pfarrerin Geburek-Haag, vielen in

Rheingönheim gut durch ihre Vakanzvertretung

bekannt, ist für den Religionsunterricht

der 3. Klasse an der Mozartschule

und der 4. Klasse an der Alfred-Delp-Schule

zuständig. Hier kommt es durch sie immer

Sommer 2009

wieder zu Brückenschlägen und einer sinnvollen

Kommunikation zwischen den beiden

Schulen.

Verstärkt werden wir vom GPD durch

die beiden Gemeindediakone Uwe Lieser

und Johannes Sinn (siehe auch das

Interview unter WORTwechsel). Beide bieten

Konfi-Samstage an, die das Konzept der

Gemeindepfarrer/in ergänzt, Herr Sinn arbeitet

zur Zeit ein Konzept für eine gemeinsame

Konfi-Freizeit aus. Darüber hinaus gibt

es immer wieder einzelne Projekte, die in

der Region angeboten werden.

Regio-Gottesdienste

An vielen Stellen gab es in den letzten

Jahren daher bereits gemeinsame oder

gemeindeübergreifende Angebote.

Wichtigste Neuerung war die Einführung

von gemeinsam gefeierten „Regio-

Gottesdiensten“. Immer, wenn Sie diese Bezeichnung

im Gemeindebrief lesen, so können

Sie wissen, dass nur in einer der beiden

Gemeinden Gottesdienst gefeiert wird, so

am Neujahrstag, wo abwechselnd in

Maudach und Rheingönheim nachmittags

um 16.00 Uhr das neue Jahr

mit einem Gottesdienst und

anschließendem Umtrunk begrüßt

wird,

am Ostermontag, abwechselnd in

Maudach und Rheingönheim sowie

am 1.Weihnachtstag für die Region

in Rheingönheim mit Abendmahl

und am 2.Weihnachtstag für die

Region in Maudach mit einem

besonderen musikalischen Akzent.

Außerdem sind alle Jugendgottesdienste

„halleLUja!“ Regio-Gottesdienste

und darüber hinaus laden wir gegenseitig

zu besonderen Gottesdiensten ein, beispielsweise

zu den Frauengottesdiensten in Maudach.

Visitation

Seit Bestehen der Kooperationsregionen

hat der Bezirkskirchenrat beschlossen,

Seite 13


die Gemeinden nicht mehr einzeln zu besuchen, sondern

jeweils eine ganze Kooperationsregion. Die

„Visitation“, die der Kirchenaufsicht dient und zugleich

Beratung für die Gemeinden sein soll, umfasst seither

nicht mehr automatisch alle Gruppen, Kreise und

Angebote; vielmehr werden in allen teilnehmenden

Gemeinden exemplarisch Besuche durchgeführt und

zugleich die Kooperationspraxis

betrachtet.

Für das Jahr 2010 steht

in den Wochen nach Ostern

der Besuch in unserer Region

Südwest an. Damit

werden unsere Gemeinden

erstmals seit vielen Jahren

wieder visitiert und haben

Gelegenheit, auch im Austausch

mit den Mitgliedern

des (erweiterten) Bezirkskirchenrates

unsere Zusammenarbeit

zu reflektieren.

gg

WORTe

Impressum

Die Doppelspitze wird gemeinsam von der

Prot. Kirchengemeinde LU-Maudach (Martinskirche)

und der Prot. Kirchengemeinde LU-

Rheingönheim (Paul-Gerhardt-Kirche) herausgegeben

und erscheint einmal jährl ich. Sie

wird kostenlos an alle Haushalte mit evangel ischen

Gemeindegl iedern sowie auf Anfrage

verteilt.

Druck: Gemeindebriefdruckerei Groß Oesingen.

Auflage: ca. 3.000 Exemplare.

Redaktion: ViSdP Pfarrer Götz Geburek (gg),

Pfarrerin Corinna Weissmann (cw), Pfarrerin

Britta Geburek-Haag (bgh), Herbert Gorges

(Satz und Layout, hzg), Holger Kreisel (hk,

Anzeigen), Andrea Poigné-Karsten (apk),

Janina Mantay, Reinhard Mantay, Petra Ring

(pri), Angel ika Ritthaler (ak) und Judith Reinhardt

(Kinderseiten).

Freie Mitarbeiter: Antje Kluzik (klu).

Anschrift der Redaktion: Prot. Pfarramt LU-

Maudach, Kaiserstraße 28, 67067 LU-Maudach

bzw. Prot. Pfarramt LU-Rheingönheim, Am

Kantor-Josef-Jacob-Platz 1, 67067 LU-

Rheingönheim.

Mit Namen gekennzeichnete Texte müssen

nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Bildnachweis: Compas Media (6), Dittmer

(20), Fotol ia.com (5, 10, 31), Fotostudio

Antonio (30), GAW (51), Geburek (21, 29, 41),

Gorges (Titel, 4, 11, 12, 14), Kibitop (42, 43),

Kreisel (22), Rämisch (37, 39), Regenbogenland

(46, 47, 48), Ritthaler (33), Sinn (16), Tiki (24),

Weissmann (9)

Seite 14 Doppelspitze


Kooperation in Person

Johannes Sinn

Gemeindediakon

Zur Bildung der

Kooperationsregionen

kam es

nicht zuletzt,

weil der Bezirkskirchenrat

nach

einer Möglichkeit

gesucht

hat, hauptamtlicheKräfte

gerechter

und gleichmäßiger

auf die Ludwigshafener

Kirchengemeinden zu verteilen. Eine

Schlüsselrolle kam dabei dem neu gebildeten

Gemeindepädagogischer Dienst (GPD) zu. Ihm

gehören derzeit sechs Gemeindepädagoginnen

und -pädagogen mit unterschiedlicher Ausbildung

an. In der Region Südwest sind vor allem

Uwe Lieser und Johannes Sinn tätig. Sie sind also

„Koop-Köpfe“. Wir haben Johannes mal ein bisschen

ausgefragt, wie er die Kooperation der beiden

Gemeinden und seine Arbeit dort erlebt.

Doppelspitze: Hallo Johannes, kannst Du den

LeserInnen zunächst mal erklären, was ein

Gemeindediakon ist? Diakon klingt so katholisch?

Es klingt vor allem Griechisch, denn „diakonos“

heißt zu deutsch „Diener“. Der Diakon

dient Gott und den Menschen. So wird bereits

in der Bibel berichtet, wie Menschen in

das Amt des Diakons eingesetzt wurden, um

den Kranken, Witwen und Waisen der

Gemeinde zu helfen - ein wichtiger Grund,

warum die junge Kirche so anziehend war.

In der evangelischen Kirche wird heute dieser

Bereich professionell vom Diakonischen

Werk abgedeckt. Wir GemeindediakonInnen

dagegen arbeiten stärker gemeindepäd-

WORTwechsel

gisch, d.h. zusammen mit ehrenamtlichen

MitarbeiterInnen in Gruppen und Projekten.

Doppelspitze: Bist Du freiwillig ein GPD-Mitarbeiter

geworden? Wie ging's Dir dabei?

Es ist mir nicht leicht gefallen, mein Berufsbild

so stark zu verändern und nicht mehr

in einer Gemeinde sondern in mehreren Regionen

zu arbeiten. Wo früher bis zu 14

KollegInnen in einem Teil der Gemeinden

des Kirchenbezirks arbeiteten, sollen nun

wir 6 KollegInnen alle 18 Gemeinden „beglücken“.

So sind viele klärende Gespräche

in den Regionen und Gemeinden nötig, bis

man die Gemeindestrukturen durchschaut,

die Arbeitsbedingungen geklärt und sich

mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter-

Innen abgestimmt hat. Dadurch verbringe

ich mehr Zeit als früher am PC, am Telefon

und im Auto. Als positiven Effekt kann ich

hervorheben, dass wir 6 DiakonInnen von

früheren „Einzelkämpfern“ durch den GPD

viel stärker zu einem Team zusammengewachsen

sind.

Doppelspitze: Was unterscheidet Deine Arbeit

heute von der, als Du noch Diakon für Altrip

warst?

In Altrip hatte ich neben dem Pfarrer eine

Leitungsfunktion in der Gemeinde und

konnte mich in der ganzen Bandbreite der

Gemeindearbeit einbringen. Ich war präsent

im Gemeindehaus und habe viele Kontakte

zu Menschen und Gruppen gepflegt. Besonders

zum Ausdruck kam das z.B. beim Organisieren

großer Gemeindefeste mit sehr vielen

Aktiven. Mein derzeitiger Einsatz in

Maudach und Rheingönheim dagegen ist

auf klar definierte Aufgaben begrenzt: Highlights

in der Konfirmandenarbeit und „Kun-

Seite 16 Doppelspitze


WORTwechsel

terbunter Kindermorgen“. Habe ich früher

eher wie ein Unternehmer gearbeitet, bin

ich jetzt in der Funktion eines Dienstleisters.

Nur in Altrip verantworte ich mit

der Jugendarbeit noch einen größeren Bereich.

Doppelspitze: Du arbeitest ja nun seit längerem

in Maudach und in Rheingönheim. Sicher

wollen alle wissen, wo Du lieber bist. Aber das

behältst Du natürlich lieber für Dich. Erzähl

uns stattdessen doch mal, worin sich die beiden

Gemeinden Deiner Beobachtung nach

unterscheiden.

Darüber habe ich noch gar nicht bewusst

nachgedacht. Ich arbeite in beiden Gemeinden

gerne. In beiden Gemeinden erlebe ich

wohlwollende Unterstützung und kooperative

Zusammenarbeit mit dem Pfarrer bzw.

den Pfarrerinnen.

Dabei sind die Gemeinden so unterschiedlich

wie ihre Gebäude. Maudach lebt in

einem relativ jungen Kirchengebäude mit

zweckmäßiger Unterkirche. Gottesdienst

und Gemeindeleben sind eng verbunden.

Der freundliche, kommunikative Kirchenraum

entspricht der relativ großen Beziehungsnähe

in der Gemeinde. Ich habe sie als

„Gemeinde der hochgekrempelten Ärmel“ kennengelernt:

Ein sehr engagiertes Pfarrerehepaar

lebt in enger Zusammenarbeit mit

einem hochmotivierten Presbyterium lebendige

Gemeinde. Höhepunkte mit persönlicher

Note sind dabei die Gemeindefeste

mit selbstgemachter frischer Musik von

Projektchor und Band und dem Frauenkabarett

als Schmankerl. Ein besonderes

Gewicht liegt auf der Kinder- und Jugendarbeit,

die seit Jahren mit starkem persönlichem

Einsatz von Pfarrer und Jugendmitarbeitern

geleistet wird.

Rheingönheim präsentiert sich dagegen mit

einem großzügigen Raumangebot: einer

ehrwürdigen sakralen Kirche, einem großen

Innenhof mit Flair, einem Gemeindehaus

mit Hausmeisterwohnung. Das signalisiert

zu Recht eine starke, traditionsbewusste

Sommer 2009

Gemeinde. Ich habe sie in der Pfarrer-

Vakanz aus der Perspektive der Konfirmandenarbeit

kennen gelernt. Beim Gestalten

von Gottesdiensten lernte ich die verschiedenen

kirchenmusikalischen Gruppen kennen:

den Kirchenchor, den Gospelchor, die

Dominos, den Posaunenchor, bei dem ich

jetzt selbst mitwirke und den virtuosen

Organisten. Da gilt es, die Balance zwischen

den Musikern gut auszutarieren. Als einzige

Kirchengemeinde im Bezirk bietet Rheingönheim

mit seinem Beffchen Offene Jugendarbeit

an, so dass die Jugendlichen

während und nach der Konfi-Zeit einen

kirchlichen Anlaufpunkt haben. Schön, dass

sich die Mitarbeitenden nicht zuletzt bei

den Konfirmanden-Wochenenden engagiert

einbringen.

Doppelspitze: Wie erlebst Du die Zusammenarbeit

in der Region?

Davon habe ich nur eine vage Vorstellung.

Ich erlebe, wie sich die PfarrkollegInnen in

ihrer Unterschiedlichkeit ergänzen und gut

zusammenarbeiten. Ansonsten habe ich den

Eindruck, dass die Gemeinden geschlossene

Einheiten in sich sind, die sich schwer tun,

über ihre Großdorfgrenzen hinaus intensiver

zu interagieren.

Doppelspitze: Findest Du die Kooperation und

die Regionen sinnvoll?

Die Kooperation bietet die Chance, über den

eigenen Kirchturm hinaus zu schauen und

sich von den Eigenheiten und Besonderheiten

der anderen Gemeinde(n) bereichern

zu lassen. Die schon skizzierte Unterschiedlichkeit

lädt geradezu ein, flexibel die wenigen

Kilometer - und inneren Grenzen - zu

überwinden und reizvolle Angebote der anderen

Gemeinde wahrzunehmen.

Doppelspitze: Noch eine letzte, ganz andere

Frage. Die Fertigstellung der Versöhnungskirche

als neues Zuhause von Stadtjugendpfarramt,

GPD und Evangelischer Jugend naht

mit Riesenschritten. Am 26. September wird sie

Seite 17


eröffnet. Freust Du Dich auf die Arbeit in der

Jugendkirche? Was erwartest Du Dir von dieser

Riesenchance für die Jugendarbeit in Ludwigshafen?

Ob die Chance so riesig ist, weiß ich noch

nicht. Die Personaldecke wird dadurch ja

nicht größer. Das Gebäude selbst bietet Platz

für viele Träume: Zunächst freuen sich die

MitarbeiterInnen des GPDs und des Stadtjugendpfarramts

auf ihre neuen Büros mit

kurzen Kommunikationswegen zueinander.

Dann lädt das ungewöhnliche Raumprogramm

zum Träumen ein: ein großes, einladendes

Foyer mit Tagungsräumen und Küche,

ein Kirchenraum, der mit Licht- und

Verstärkeranlage ausgestattet sein wird und

das Untergeschoss, in dem die Evangelischen

Jugend Ludwigshafen künftig ein eigenes

Quartier bezieht.

Entsprechend vielfältig werden auch die

Angebote sein, die darin stattfinden: Von

WORTwechsel

Alltagsarbeit bis Event, von spirituellen

Angeboten bis Bildungsveranstaltung, von

Jugendkultur bis soziales Projekt. Was auch

immer man sich mit diesem Haus der

Kirche und der Jugendkirche erhofft, spannend

wird sein, wie das Zusammenspiel

zwischen den Ortsgemeinden und diesem

Zentrum in Süd gelingen wird. Was kann

z.B. Maudacher oder Rheingönheimer Jugendliche

in die Versöhnungskirche locken?

Besondere Events wie die Churchnight am

31. Oktober, die Osternacht in 2010 oder die

Casting-Show für junge Musiker, von der ich

gerade träume?

Jedenfalls hoffe ich, dass die Resonanz in der

Kooperationsregion Südwest so gut sein

wird, dass immer wieder etwas davon in

den Gemeindebriefen auftauchen wird!

Die Fragen für die Doppelspitze stellten

Corinna Weissmann und Götz Geburek.

Seite 18 Doppelspitze


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Seite 19


Osternacht der EJL in Rheingönheim

Licht im Dunkel

Habt ihr schon einmal erlebt, wenn

Licht ins Dunkel kommt? Wenn in traurigen

Momenten ein Funken Hoffnung aufglimmt

und daraus dann eine große, helle Flamme

der Freude wird?

Dieses Gefühl haben bei der Osternacht

der EJL (Evangelische Jugend LU) in

der Rheingönheimer Paul-Gerhardt-Kirche

über 70 Jugendliche durchlebt. Gemeinsam

mit dem EJL-Team unter der Leitung von

Stadtjugendpfarrerin Kerstin Bartels und

Johannes Sinn vom GPD (Gemeindepädagogischer

Dienst) haben sie die Nacht von

Karsamstag auf Ostersonntag am offenen,

wärmenden Feuer, an Meditationsstationen

und bei Spielen durchwacht. Sie haben miteinander

erlebt, wie das Licht des Ostermorgens

die Dunkelheit der Nacht vertrieben

hat. Mit einer Morgenandacht am Feuer

haben sie den Tag begrüßt, an dem Christen

auf der ganzen Welt

der Auferstehung

Jesu von den Toten

gedenken.

Mit dabei

war auch Jaqueline

aus Rheingönheim,

die genau

eine Woche

zuvor, am Palmsonntag

2009,

konfirmiert

worden ist. Jaqueline

ist 13

Jahre alt und

arbeitet seit

einem Jahr

aktiv bei der

EJL mit. Außerdem

ist

sie im Beffchen

Team (das „Beffche“ ist

WORTwechselchen

das Jugendzentrum der ProtestantischenKirchengemeinde

Rheingönheim), unterstützt

beim Kigo XL und

hilft - so sagt sie selbst -

„auch so, wenn etwas zu helfen ist“. Und zu

helfen gibt es in so einer Gemeinde natürlich

viel.

Von der Osternacht war Jaqueline begeistert,

wie das folgende Interview zeigt:

Redaktion: Jaqueline, wie hast du den

Gottesdienst am Samstagabend erlebt?

Jaqueline: Ich fand ihn für Jugendliche richtig

gemacht von Musik (Jugendband) bis zu

den Elementen wie Schauspiel und Predigt

war alles für die Jugend bestimmt.

Redaktion: Hast du nachempfinden können,

wie die Freude über die Auferstehung Jesu die

Trauer über seinen Kreuzigung und seinen Tod

vertrieben hat?

Jaqueline: Ja, da alles so gut rüber gebracht

wurde, dass es man es auch nachempfinden

konnte.

Redaktion: Wie hast du die Nacht verbracht?

Jaqueline: Also, ich habe am Abend von Spielen

im Beffchen bis zum Lagerfeuer und

Nachtkino alles gemacht - Nein, eins nicht:

Geschlafen! Aber das hat kein Mitarbeiter

(grins)

Redaktion: Welche der Meditations- und

Kreativstationen hat/haben dir besonders gefallen?

Jaqueline: Die Filz- und die Kerzenstation, da

man da kreativ sein konnte.

Redaktion: Was hat dich in dieser Nacht am

meisten beeindruckt?

Jaqueline: Es gab nix was mir besonders gut

gefallen hat. Ich finde die Osternacht einfach

nur Spitze und bei so einem Event ist

alles beeindruckend !

Das Interview mit Jaqueline führte für die Doppelspitze

Angelika Ritthaler.

Seite 20 Doppelspitze


WORTwechselchen

Aktiv mit dabei war auch Daniel (21) aus

Maudach:

Redaktion: Was machst Du sonst so in

Maudach?

Daniel: Also ich arbeite hauptsächlich im

Kinderbibeltagsteam in Maudach, dort

behandeln wir an einem Tag ein biblisches

Thema oder eine biblische Figur, aber eben

so, dass ein Kind damit etwas anfangen

kann, also wir basteln, spielen und reden

über dieses Thema. Darüberhinaus bin ich

auch bei fast allen sonstigen Aktionen in

unserer Gemeinde anzutreffen, sei es das

Gemeindefest oder ein größerer Gottesdienst

bei dem in irgendeiner Form Hilfe gebraucht

wird.

Redaktion: Wie hast Du den Gottesdienst

am Samstagabend erlebt?

Daniel: Vom Gottesdienst an sich habe ich

nicht wirklich viel mitbekommen, in dieser

Zeit habe ich die letzten Vorbereitungen für

das Osterfeuer vorgenommen, welches

nämlich direkt nach dem Gottesdienst entzündet

werden sollte. Darüber hinaus musste

ich auch aufpassen, dass nichts abhanden

kommt, da ich der einzige war, der

nicht im Gottesdienst war und es lag schon

jede Menge vorbereitetes Material herum.

Redaktion: Wie hast Du die Nacht verbracht?

Wir saßen hauptsächlich um das Feuer

herum, redeten mit den anderen noch

Wachgebliebenen. Natürlich war das nicht

alles, wir kümmerten uns darum, dass das

Feuer immer brannte, dass sich niemand

daran verletzte und natürlich passten wir

auch auf, dass das Feuer unter Kontrolle

blieb.

Redaktion: Was hat Dich in dieser Nacht

am meisten beeindruckt?

Mich beeindruckte vor allem das rege Interesse

an unserer Aktion, schon während

des Gottesdienstes kamen Anwohner und

Personen, die sahen, dass hier etwas passiert

und fragen nach was alles gemacht

wird und ob sie bleiben dürften. Die Zahl

Sommer 2009

der Gottesdienstbesucher hatte mich auch

überrascht, jedoch erwartete ich, dass mehr

Leute bleiben würden.

Redaktion: Warum bist Du mit ein paar

anderen am frühen Morgen plötzlich verschwunden?

Wir als „Feuerspezialisten“

sind natürlich

gefragt,

so war Rheingönheim

nicht

unsere einzige

Baustelle, denn

auch unsere eigeneGemeinde

wollte am

Sonntagmorgen

ein schönesOsterfeuer

haben.

Deswegen

legten wir

morgens in

Rheingönheim

noch

ein bisschen

Holz

nach und bereiteten

in Maudach für uns mitten

in der Nacht das nächste Feuer vor.

Redaktion: Vielen Dank für Deine Auskunft!

Das Interview mit Daniel führte für die Doppelspitze

Götz Geburek.

Seite 21


Martinskirche

Presbyteriums-Klausur

Es ist eine beliebte Tradition: Ein Mal

im Jahr treffen sich alle Presbyterinnen und

Presbyter und begeben sich mit einer

Aufgabenstellung in Klausur. Dieses Einschließen

findet oft irgendwo in einer schönen

Gegend statt, die zum kreativen Ar-

Dringend benötigte Pause im Verlauf der Presbyteriumsklausur.

v.l.n.r.: Ursula Böhm, Mario Šandor, Volker

Schwarz, Karl Kaiser, Mike Scheiner, Pfarrer Geburek und

Pfarrerin Geburek-Haag

LeitWORTe

beiten motiviert. Leider

klappte es diesmal nicht,

dass die diesjährige Klausur

in einem netten Tagungshotel

stattfand. Trotzdem

wohlgelaunt traf sich das Presbyterium am

letzten Samstagmorgen im April in der

Martinskirche zu seiner dann nicht mehr

ganz eingeschlossenen Klausurtagung.

Pfarrer Geburek hatte ein straffes,

lehrreiches und gleichwohl unterhaltsames

Programm ausgearbeitet,

um dem neu zusammengesetzten

Presbyterium die Gelegenheit zu geben, sich

zu beschnuppern, ihre Martinskirche kennen

zu lernen und sich dabei eine

Zielrichtung für die kommenden Jahre zu

erarbeiten. Nach nunmehr drei ordentlichen

Presbyteriumssitzungen, die mit

Formalien vollgestopft waren, hatten die

TeilnehmerInnen Freude daran, sich mit den

einzelnen Persönlichkeiten und ihren Gedanken

und Meinungen auseinander zu setzen.

Um es schon einmal vorweg zu nehmen:

Am Ende des Tages waren sich alle

näher gekommen.

In mehreren, immer wieder neu zusammengestellten

Gruppen wurde erarbeitet, was

die Maudacher Martinskirche heute darstellt.

In weiteren Schritten wurden Pläne

und Visionen und Ziele formuliert, wie die

Gemeinde im Jahr 2020 aussehen wird.

Zwischen den jeweiligen Arbeitseinheiten

gab es Lehrreiches: 5 Stationen mit Schau-

Seite 22 Doppelspitze


LeitWORTe

tafeln - im ganzen Kirchenhaus verteilt -

halfen Pfarrer Geburek den alten und neuen

PresbyterInnen den Aufbau, die

Organisation und die Geschichte der evangelischen

Kirche der Pfalz zu erklären. Da

gab es auch für die „Alten“ noch einiges

Neues zu lernen.

Dr. Helmut Mack, der ja schon liebevoll

die Geschichte der Martinskirche

zusammengetragen und im Oster-KONTAKT

2005 niedergeschrieben hat, hatte eine sehr

überzeugende und sachkundige Präsentation

gestaltet, die Möglichkeiten aufzeigte,

wo die Maudacher Gemeinde ihren Auftrag

in der weltweiten Ökumene mit Leben

erfüllen könnte. Das wird in den nächsten

Monaten ein vorrangiges Thema in den

Presbyteriumssitzungen sein.

Das Mittagessen an diesem Tag fiel

aus Zeitnot etwas kurz und dürftig

aus. Aber alle Teilnehmer wussten

sich kulinarisch auf den Abend zu freuen:

Sommer 2009

Zum Abschluss des Tages wurde ein von vielen

PresbyterInnen selbst vorbereitetes, ausführliches

Grillfest bei idealem Wetter auf

der Domplatte gefeiert. Bei einer von

Sabrina Kiesow kurzfristig organisierten

Pfälzer Weinprobe tasteten sich die immer

fröhlicheren PresbyterInnen auch geschmacklich

ab und rückten näher zusammen.

Viele verschiedene Menschen mit vielen

verschiedenen Einstellungen, Motivationen

und Lebenserfahrungen haben ein

Ziel: Gottes Wort möglichst vielen Menschen

nahe bringen. Jeder und jede von

Ihnen wird seine und ihre Begabungen und

Fähigkeiten für dieses gemeinsame Ziel einsetzen.

Eine tolle Gruppe hat

sich da formiert!

hk

Seite 23


LeitWORTe

Paul-Gerhardt-Kirche

Gemeinsam lernen – gemeinsam entwickeln

Nach den Wahlen stehen für das

Presbyterium viele Fortbildungen an. Neben

den Fortbildungen des Dekanates und der

Landeskirche haben wir in Rheingönheim

zwei gemeinsame Samstagnachmittage miteinander

verbracht,

die Presbyter Uli

Balde vorbereitete

und moderierte.

Unser erster

Nachmittag am

21. März stand

unter dem Motto

„Kennenlernen

und Zusammenwachsen“.

Herr Balde

schickte uns

mit einem

Fragebogen

los: Als rasendeReporter

mussten

wir möglichst

viele

finden, die

„auf italienisch

bis 10

zählen können“,

„die ein Musikinstrument spielen“ oder auch

„finden, dass sie mutig sind“. So lernten wir

uns alle besser kennen in Ergänzung zu formalen

Informationen wie „Ich heiße,

komme aus und bin beruflich…“.

Danach knüpften wir inhaltlich an

Zielstellungen des alten Presbyteriums an

und legten Spielregeln für unsere Zusammenarbeit

fest: „Was ist uns wichtig, wie wollen

wir miteinander umgehen?!“. Dieser erste

Nachmittag hat viel Spaß gemacht und sein

Ziel des „Kennenlernens und Zusammenwachsens“

erfüllt.

Unser zweiter Nachmittag (09.05.09)

stand unter dem Motto „Meine Stimme in

der Kirche“. Es ging

tatsächlich um

die Stimme, die

Sprechstimme:

„Wie setze ich

meine Stimme ein,

was muss ich im

Kirchenraum beachten?“

Denn

Presbyterinnen

und Presbyter

sollen öfter als

bisher bei der

Schriftlesung im

Gottesdienst

mitwirken.

Zuerst

übten wir im

Gemeindezentrum

das Lesen

von Bibeltexten.

Dies taten wir

recht unbefangen.

Dann holte Herr

Balde Korken (!) aus seiner

Tasche hervor. Diese Korken

hatte er zuvor frisch aus der Apotheke

besorgt. Mit Korken im Mund übten wir

weiter. Mit Bravour meisterten alle diese

Aufgabe. Aber keine Angst: Auch in

Zukunft sprechen wir die Schriftlesung in

der Kirche wie gewohnt ohne Korken.

Versprochen!

Seite 24 Doppelspitze


LeitWORTe

Sommer 2009

Seite 25


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Zwei Stimmen zum

Vorstellungsgottesdienst

Mir hat der Vorstellungsgottesdienst

am Besten gefallen wegen unserem

Interview. Ich war sehr aufgeregt aber es

hat mir viel Spaß gemacht, so kreativ zu

arbeiten. Ich fand es gut, dass das

Abendmahl in diesem Gottesdienst war, da

die Konfirmation ansonsten so lange gewesen

wäre. Was war das Schönste ?

(natürlich kein Konfi-Unterricht mehr

*grins*), Teil der Gemeinde zu sein und die

2-jährige Arbeit abzuschließen mit der

Konfi.-Gruppe. Geschenke waren natürlich

auch nicht schlecht .... wir waren bei

Dante essen, meine Taufpaten und ein

Freund waren dabei, natürlich die

…Verwandtschaft. Es war alles sehr schön

Der Vorstellungsottesdienst hat viel

spaß gemacht. nach den Proben am

Donnerstag sind doch noch einige damalige

konfis geblieben (so wie AfterKonfi) und

haben in der Zeit auch viel Spaß gehabt.

Wir hatten verschiedene Möglichkeiten,

wie wir uns beschäftigen konnten (Kicker,

Tischtennis, Dart, Billard), und langweilig

wurde es nicht. Die konfirmation war sehr

schön...nicht zu lang...hatten zum glück

schönes Wetter ....

Und jetzt

geht's immer

freitags ab

17.30 Uhr in

die

Unterkirche

zum

Konfirmation 2009

Konfirmation 2009 in Maudach

02.05.2009

Jubilate

vordere Reihe: (jeweils von links nach

rechts) Julia, Tamara, Katrin, Sina,

Marcel

hintere Reihe: Larissa, Kassandra, Sven,

Anja, Barbara, Jaqueline, Sophie,

Nicolas, Gregor

Konfirmation 2009 in Maudach

03.05..2009

Jubilate

vordere Reihe: (jeweils von links nach

rechts) Felix, (dahinter) Tobias, Marco,

Laura, Julian

Mittlere Reihe: Steffen, Timo, Nico,

Melina, Jessica.

hintere Reihe: Daniel P., Nico P., Philipp,

Danny

Seite 28 Doppelspitze


Konfirmation 2009

Sommer 2009

Seite 29


Konfirmation 2009

Seite 30 Doppelspitze


Konfirmation 2009

Konfirmation 2009 in Rheingönheim

05.04.2009

Palmarum

Reihe 1 (jeweils von links nach rechts):

Alexander Gößner, Kim Kreimes, Alina

Erk, Luisa Hallanzy, Janina Schwaninger,

Lena Obeldobel, Marius Kurth

Reihe 2: Ramona Gräf, Kirsten Etter, Denise

Diefenbach, Philippa Faul, Jaqueline

Dittmer, Alessia Mulas, Laura Salmen,

Carolin Schuh, Vanessa Hoffmann

Reihe 3: Dominik Hoffmann, Simon Wolter,

Gemeindediakon Johannes Sinn,

Pfarrerin Corinna Weissman

Konfirmation 2009 in Rheingönheim

19.04.2009

Quasimodogeniti

Reihe 1 (jeweils von links nach rechts):

Denise Brug, Marc Weigel, Dominik

Angel, Max Geißer

Reihe 2: Christian Frosch, Oliver Schroth,

Tina Graf, Sarah Kropacz, Sara Kopf, Ruben

Meyer

Reihe 3: Sascha Bender, Pauline Bort,

Linda Storch, Tina Fischer, Pfarrerin Corinna

Weissmann

Sommer 2009

Vielen herzlichen Dank an die

Konfirmandinnen und Konfirmanden

für die Konfirmandendankspende!

Ihr habt von euren Geschenken

etwas für das Projekt Voll gut –

mach mit abgegeben.

Dadurch kamen 360 Euro zusammen.

Seite 31


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Seite 32 Doppelspitze


heaven’s gate

heaven’s gate hat einen neuen Chorleiter

Alexander Mudrow führt das Gospelund

Musicalensemble ins Jubiläum

Als unser Dirigent und Freund

Matthias Weickl im Dezember 2008 nach

fast zehn Jahren die musikalische Leitung

unseres Chores zugunsten seiner beruflichen

Entwicklung aufgegeben hat, machte

sich bei uns zunächst Traurigkeit breit. Wir

hätten im Traum nicht daran gedacht, dass

wir so schnell einen famosen Menschen und

Musiker finden würden, der uns den Spaß

an der Musik zurückbringt.

Alexander Mudrow heißt der neue

Mann, der bei uns seit Mitte März in die

Tasten greift. Die musikalische Begabung

wurde dem 29-jährigen von Mutter und

Großvater in die Wiege gelegt. Sein Wiegengeschenk

hat der aufgeweckte Knabe sukzessive

vermehrt und so einiges ausprobiert

und perfektioniert, was Töne von sich gibt:

Mundharmonika, Glockenspiel, Hammond-

Orgel, Keyboard, Klavier, Gitarre - und natürlich

seine Stimmbänder. Bereits im zarten

Alter von zwei Jahren hat der Musikbegeisterte

seine erste Musikkassette aufgenommen

- was sicher als Omen dafür gewertet

werden darf, dass er heute unter anderem

ein Tonstudio betreibt. Seine frühzeitig und

mit großer Disziplin gesammelten Erfahrungen

brachte er später in Rock- und

Jazz-Bands, als Pianist, Sänger, Komponist,

musikalischer Leiter, Tontechniker und auch

als Schauspieler auf den Brettern ein, die

zeitlebens zu seiner Welt gehören. Obwohl

er schon im Kindesalter sein Herz an die

Musik verloren hatte und mehr oder minder

unbewusst seine berufliche Laufbahn vorgezeichnet

war, vergaß der clevere Knabe darüber

nicht, dass umfassendes Allgemeinwissen

eine Lebensversicherung ist, die man

abgeschlossen haben sollte. Also machte er

trotz früher musikalischer Erfolge konsequent

sein Abitur und nahm ein Studium

Sommer 2009

auf. Dass er seinen Bildungsdrang ausgerechnet

in Physik und Nachrichtentechnik

auszuleben versuchte, mag als Bemühen

gewertet werden, sich mit den Gesetzen der

Akustik und Resonanz vertraut zu machen.

Wirklich erfüllend war es für den musisch

Kreativen nicht. Fortan widmete er sich -

wie er in seinem humorigen Lebenslauf auf

„mudrow.de“ bekennt - ausschließlich

„Musik, Essen und Schlafen“. Was - seiner

„Der Neue“: Alexander Mudrow.

Bescheidenheit entsprechend - stark untertrieben

ist. Außer der Aneignung vielfältiger

musikalischer Fähigkeiten erwarb der kleine

Alexander beim Großwerden nämlich noch

eines in ausgeprägtem Maße: Herzensbildung.

Ob beim Zivildienst mit alten und

behinderten Menschen sowie schwer

erziehbaren Kindern oder bei seinen musi-

Seite 33


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Seite 34 Doppelspitze


heaven’s gate

kalischen Projekten mit Gesangsensembles,

Kinder- und Gospelchören

und in Laientheatergruppen

- dem sympathischen

Blondschopf waren und sind immer auch

die Menschen wichtig, mit denen er

umgeht. Neben musikalischem Gespür

besitzt er eine gehörige Portion

Einfühlungsvermögen und mitreißenden

Optimismus. Auch wenn sein Namenszug

längst zur Marke geworden ist, der für

musikalische Vielfalt und moderne Unternehmensberatung

steht, und in seiner

Produktionsfirma prominente Musiker ein

und aus gehen, arbeitet Alexander Mudrow

nach wie vor gerne und mit ansteckender

Begeisterung mit engagierten Laien zusammen.

Das haben auch wir von Heaven´s

Gate sofort gespürt, als er sich bei uns vorstellte

mit den Worten: „Hallo, ich bin

Alexander“. In diesem Moment sind wir alle

zu glücklich grinsenden Honigkuchenpfer-

Sommer 2009

den mutiert…

Na, neugierig geworden?

Wir freuen uns darauf, Sie an unserer

Begeisterung teilhaben zu lassen! AR

Erleben Sie Alexander Mudrow

und Heaven´s Gate beim

Jubiläumskonzert zu

10-Jahre Heaven´s Gate e.V.

08.11.2009, 18 Uhr,

Paul-Gerhardt-Kirche

Seite 35


heaven’s gate

kalischen Projekten mit Gesangsensembles,

Kinder- und Gospelchören

und in Laientheatergruppen

- dem sympathischen

Blondschopf waren und sind immer auch

die Menschen wichtig, mit denen er

umgeht. Neben musikalischem Gespür

besitzt er eine gehörige Portion

Einfühlungsvermögen und mitreißenden

Optimismus. Auch wenn sein Namenszug

längst zur Marke geworden ist, der für

musikalische Vielfalt und moderne Unternehmensberatung

steht, und in seiner

Produktionsfirma prominente Musiker ein

und aus gehen, arbeitet Alexander Mudrow

nach wie vor gerne und mit ansteckender

Begeisterung mit engagierten Laien zusammen.

Das haben auch wir von Heaven´s

Gate sofort gespürt, als er sich bei uns vorstellte

mit den Worten: „Hallo, ich bin

Alexander“. In diesem Moment sind wir alle

zu glücklich grinsenden Honigkuchenpfer-

Sommer 2009

den mutiert…

Na, neugierig geworden?

Wir freuen uns darauf, Sie an unserer

Begeisterung teilhaben zu lassen! AR

Erleben Sie Alexander Mudrow

und Heaven´s Gate beim

Jubiläumskonzert zu

10-Jahre Heaven´s Gate e.V.

08.11.2009, 18 Uhr,

Paul-Gerhardt-Kirche

Seite 35


Posaunenchor

Posaunenchor im Trainingslager

Strampelnde Bläser,

flüchtende Kühe

Wenn Fußballer vor großen Herausforderungen

stehen, werden sie ins Trainingslager

geschickt. Steht dem Posaunenchor

Rheingönheim ein Konzert bevor, bietet

sich so etwas auch an. Im Gegensatz zu

den Gepflogenheiten bei den Kickern heißt

das im Posaunenchor jedoch Übungswochenende

und die Teilnahme erfolgt freiwillig.

Trotzdem waren fast alle dabei!

Am dritten Wochenende im Mai starteten

die Bläserinnen und Bläser zur

Fahrt in die Jugendherberge Wolfstein,

schön gelegen am Hang mit einem

prächtigen Ausblick auf die kleine Stadt im

Lautertal. Viel Zeit zum Umschauen gab es

jedoch nicht, denn gleich nach dem

Abendbrot versammelte Dirigent Günter

Buhl die Musiker zur ersten Probe. Nach

dem Warmlaufen ging es darum, den geplanten

Stücken des Frühjahrs-Konzertes den

letzten Schliff zu geben. Zwei Stunden konzentrierte

Arbeit lohnte sich, zufrieden

konnte man den Rest des Abends beim Kartenspielen

oder mit Getränken beschließen.

Ohne Aufwärmen ging es am Samstagmorgen

ans Werk - dieses Mal jedoch

nicht mit den gewohnten Instrumenten,

sondern körperlich mehr oder weniger hart

Sommer 2009

beansprucht mit Kniebeugen

an den Handhebeln

oder strampelnd an den Pedalen

zweier Draisinen. Von

Altenglan bis St. Julian war

der Posaunenchor auf den

Schienen der ehemaligen Kanonenbahn unterwegs,

flott bei der Hinfahrt, weniger

Platzkonzert auf der Burgruine Neu-Wolfstein

schnell beim nicht sicht-, dafür aber deutlich

spürbaren leichten Anstieg der Strecke.

In St. Julian wurden wir mit Mineralwasser,

Kaffee und selbstgebackenem Kuchen empfangen

- die dort lebende Oma von Erich

Bergmann wusste über unsere Aktion Bescheid

und sorgte damit für eine besondere

Überraschung.

Seite 37


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Seite 38 Doppelspitze


Posaunenchor

Bei der Rückfahrt von Altenglan nach

Wolfstein gab es noch einen kurzen Stopp

am Aussichtsturm auf dem Selberg, danach

standen wieder Mendelssohn-Bartholdy,

unser Freund Purcell, Haydn und die Stücke

der anderen Komponisten auf der Tagesordnung.

Ein Pausen-Experiment ergab, dass die

neben der Jugendherberge auf der Weide

grasenden Kühe Posaunenchorklänge offenbar

genießen. Anders beim Tuba-Solo: hier

stob die Herde fluchtartig auseinander

Nach insgesamt fünf Proben stellte

sich die Frage, wie der frühe Sonntagnachmittag

gestaltet werden sollte. Statt der

sechsten Einheit im Probenraum der Jugendherberge

verabschiedeten wir uns dort

und schleppten Instrumente, Notenpulte,

Bücher und Hefte auf die Burgruine Neu-

Wolfstein. Mit dem spontanen Freiluft-

Konzert wurde das gesamte Tal beschallt.

Kritik an der unangemeldeten Veranstaltung

gab es nicht, dafür den Beifall einiger

Sommer 2009

Spaziergänger, die sich auf der Ruine aufhielten.

Insgesamt erwies sich das Wochenende

als günstig für die Vorbereitung des

Konzertes in der Rheingönheimer Kirche.

Darüber hinaus genossen wir aber auch das

Zusammensein, die Gespräche, das Draisinenfahren

oder den sportlichen Einsatz an

der Tischtennisplatte oder dem Kicker-

Automaten - also doch ein Trainingslager!

Günter Buhl

Seite 39


aus dem Kibitop

Keine Atempause - es

geht voran!!

Ein Musiktitel der Gruppe Fehlfarben

in den 80er Jahren hieß so wie

die Überschrift zu diesem Kurzbericht

über den Stand im Anbau unseres

Kindergartens Kibitop. Mittlerweile geht es

wirklich dem Ende der Baustelle entgegen,

lediglich am Dach außen sind noch Anschlussarbeiten

zu machen und der Wärmeschutz

am alten Turnraum fehlt. Im Innern

ist bereits alles verputzt, es fehlt noch der

Bodenbelag, die Armaturen und die Elektroinstallation.

Wir hoffen also sehr, dass wir

mit Ablauf der Sommerpause in Betrieb gehen

können. Die Eröffnung der Räume wird

sehnsüchtig erwartet, damit die zahlreichen

Angebote endlich auch wieder angemessen

räumlich untergebracht werden können.

Sommer 2009

Und das nächste Projekt steht ja

schon kurz vor dem Beginn: NATUR PUR.

Die Neugestaltung des Außengeländes

im Rahmen der BASF-Offensive Bildung bildet

den Abschluss langjähriger Renovierungen

unserer Einrichtung und wir glauben,

dass nun viel getan ist für die Zukunft. Für

50 Kinder in zwei Gruppen - je 6 davon ab

dem 2. Lebensjahr - entsteht

nun nach und nach

ein wirklicher „Lebensraum“

zum Wohlfühlen,

Spielen, Aufwachsen und

Lernen, Begegnen und

Entdecken, halt „Kibitop -

Kinder-Biotop“. Achten Sie

auf die entsprechenden

Ankündigungen zur Einweihung

und zum Kennenlernen.

gg

Seite 41


Liebe „Rheingönheimer“,

Sie stellen sich jetzt sicher die Frage,

was ist Kibitop. Die Bilder und Artikel unter

dieser Rubrik sind sicherlich selbsterklärend

- es handelt sich hierbei um den Kindergarten

der Maudacher Martinsgemeinde.

Doch wollen wir Ihnen auch die Erklärung

des Begriffs Kibitop nicht vorenhalten.

Kibitop setzt sich aus dem Ki von

Kinder und bitop aus Abkürzung für Biotop

zusammen. Hiermit wollen wir zum

Ausdruck bringen, dass unsere Kinder dort

behütet und gefördert wie in einem Biotop

aufwachsen.

der Maudacher Redaktionsteil

Alle unter einem Dach. Viel Spass beim Familienausflug hatten

nicht nur die Kinder.

aus dem Kibitop

Familienausflug des Kibitop

„Wenn einer sagt, ich

mag Dich Du“….

…tönte es am Samstag vor Muttertag

im Maudacher Bruch. Wir hatten zum

Familienausflug eingeladen und viele waren

der Einladung gefolgt.

Unser Ziel war die Schutzhütte

Richtung Oggersheim. Dort wurden alle

begrüßt und die Kindergartenkinder sangen

das Lied, welches sie für Mama und Papa

gelernt hatten. Alle Familien standen

zusammen im Kreis. So konnte man die

Familie des Kindergartenfreundes seines

Sprösslings einmal komplett sehen.

Seite 42 Doppelspitze


aus dem Kibitop

Dann standen Schwungübungen mit

dem Fallschirm auf dem Programm.

Begeistert wechselten Groß und Klein unter

dem Tuch die Plätze. Danach war erst einmal

eine Stärkung fällig. Jeder genoss sein

mitgebrachtes Picknick.

Nun konnte man im Wald strolchen,

naturpädagogische Spiele wagen oder einfach

alte Evergreens wie „Der Fuchs geht um“

Sommer 2009

und Seilspringen wieder neu entdecken.

Um den Rückweg gefahrenfrei

zu machen, gab es zum

Abschluss noch eine gemeinsame

„Löwenjagd“.

Beinahe hätte auch das

Wetter allen Vorhersagen zum

Trotz durchgehalten, aber auf

dem Rückweg wurden wir doch

noch ein wenig feucht. – Aber da wir nicht

aus Zucker sind, war es somit ein rundum

gelungener Ausflug. pri

Seite 43


Liebe Leserinnen und Leser,

Wie Sie im letzten Kontakt lesen konnten,

wird unser Außengelände dieses Jahr

umgestaltet. Weil wir vom Kindergarten

nicht alleine entscheiden wollten, haben

wir als erstes die Kinder gefragt, was diese

sich so wünschen. Da kamen ganz viele

Ideen, z.B. eine Schaukel, Wasserbaustelle,

was zum Draufklettern und noch vieles

mehr. Auch unsere Eltern durften an einem

Elternnachmittag Wünsche äußern, auch

hier kamen die Ideen einer Schaukel, mehr

Wasser zum Spielen, was zum Runter- hüpfen,

Nutzsträucher und Pflanzen zum

Hegen und Pflegen, usw. Auch die Erzieher

hatten ähnliche Vorstellungen von der

Umgestaltung des Außengeländes. Letztendlich

wurde mit der Architektin ein Entwurf

gestaltet, der viele Wünsche in Erfüllung

gehen lässt. Damit sie auch einen klei-

aus dem Kibitop

nen Einblick haben was sich bei uns ab

Sommer tut, sehen Sie hier den letztendlichen

Entwurf.

Da dieses große Projekt unseren finanziellen

Rahmen sprengt, haben wir uns

bei einigen Stiftungen und Gesellschaften um

Unterstützung beworben. Von dort bekämen

wir Gelder für Materialien und nun kommen

Sie ins Spiel. Wir haben ein Wochenende

geplant an dem wir generationenübergreifend

graben, pflanzen und bauen wollen.

Haben Sie nicht Lust, mit an zu packen, andere

Menschen kennen zu lernen (vielleicht

treffen sich viele Ehemalige) und zum

Abschluss gemeinsam zu essen und mit uns

zu feiern?

Wenn Sie auch mit dabei sein wollen,

melden Sie sich einfach bei uns im Kibitop

(Tel: 0621-554480)! klu

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Anzeigen

Sommer 2009

Seite 45


Der Förderverein informiert

Einweihungsfest des neuen

Außengeländes im Kindergarten

Nach einer verregneten Woche hatten

alle Beteiligten das große Glück, dass für

den Tag des Einweihungsfestes des Kindergartens

der sonnige Nachmittag des 16. Mai

2009 gewählt worden war. Gefeiert und eingeweiht

wurde so mit vielen lachenden Gesichtern

das naturnah umgestaltete Außengelände

im Kindergarten, das mit Hilfe von

vielen Spendern und Sponsoren im Rahmen

des BASF-Projektes „Natur Pur“ ermöglicht

werden konnte.

Auch der Förderverein sponserte

einen Baustein in diesem Projekt

und konnte stolz die neue Dschungelbrücke

präsentieren, die die Kinder – genau

wie die anderen neuen Spielgeräte – an

diesem Nachmittag einweihen durften! Das

Kinderzitat „Wir bekommen eine richtige

Brücke wie im Dschungel – in ECHT!“ konnte

jetzt also bestaunt und erlebt werden.

Nach den Begrüßungs- und Dankesworten

von Frau Heinz wurde das Fest mit

einem Gottesdienst eröffnet. Im Anschluss

daran stellte sich die im Februar dieses

Jahres frisch gewählte 1. Vorsitzende des

Fördervereins Regenbogenland allen Festbesuchern

vor und rekapitulierte: „Und natür-

Regenbogenland

lich möchten wir es

heute nicht versäumen,

unseren

Mitgliedern und den

ehrenamtlichen

Helfern des

Fördervereins vor allem für den unermüdlichen

Einsatz bei den Basaren zu danken. Einen ganz

herzlichen Dank vor allem auch an die ehemaligen

Vorstandsmitglieder, hier in Vertretung

von Herrn Weimann und Frau Lohmann, die

das Projekt „Dschungelbrücke“ überhaupt erst

verwirklicht haben.“

Ein nächster großer Höhepunkt des

Festes ließ jetzt auch nicht länger auf sich

warten: Der Zauberer Borretti begeisterte

und faszinierte mit seiner Vorführung nicht

nur die Kinderherzen! Auch diese Vorführung

wurde ebenso wie die Luftballons und

das Zubehör für den vom Kindergarten veranstalteten

Luftballonwettbewerbs durch

den Verein finanziert.

An unserem Stand erfrischten sich

Groß und Klein bei Kiba und zwei alkoholfreien

Cocktails – angeregt durch das

Dschungelmotto hatten wir uns für

„Dschungelfieber“ in quietschgrün und „Maracuja-Exotik“

entschieden. Alle Erwachsenen

hatten ebenso Gelegenheit ein prickelndes

Glas des beliebten „Regenbogenlandsekts“

zu genießen! Auch das Kochbuch und die

„Regenbogenkappen“ hatten wir im Angebot!

Mit drei Fühlkisten konnten die Kin-

Seite 46 Doppelspitze


Regenbogenland

der ihren Tastsinn schulen und dabei drei

Projekte des Vereins (die Kletterwand, das

Werkhäusl und die Dschungelbrücke) „begreifen“.

Der Erlös des Nachmittags wird natürlich

wieder neuen Projekten im Kindergarten

zu Gute kommen.

Uns hat der Nachmittag viel Spaß

gemacht, und wir freuen uns mit den

Kindern und dem Kindergarten-Team über

ihr neues spannendes und schönes

Außengelände! Birgit Steuerwald

Förderverein Regenbogenland e.V.

Neuer Vorstand

Am 26. Februar 2009 wurde bei der

Mitgliederversammlung der neue Vorstand

des Fördervereins „Regenbogenland“ gewählt.

Neben Frau Groß-Jakobi, die bereits

ihre 3. Vorstandsperiode als Schriftführerin

absolviert, wurden 6 neue Vorstandsmitglieder

gewonnen:

Jessica Kempf, 1. Vorsitzende

Stefan Bentz, stellv. Vorsitzender

Birgit Steuerwald, Kassiererin

Marion Groß-Jakobi, Schriftführerin

Karin Gade, Beisitzerin

Tanja Gerstner, Beisitzerin

Andreas Krebs, Beisitzer

Auch in der neuen Zusammensetzung

möchte der Förderverein den evangelischen

Sommer 2009

Der neue Vorstand: (von links) Birgit Steuerwald, Marion

Groß-Jakobi, Karin Gade, Stefan Bentz, Jessica Kempf,

Andreas Krebs, Tanja Gerstner

Kindergarten materiell und ideell unterstützen.

Der Verein finanziert sich vor allem

durch die Beiträge seiner Mitglieder, Spenden

und den Einnahmen verschiedener Veranstaltungen

und Aktivitäten, wie z.B. die

Kleider- und Spielzeugbasare. Die Gelder

kommen unseren Kindern zugute!

Das hat der Förderverein bisher erreicht

und finanziert:

Kletterwand in der Turnhalle;

Regenbogen Werkhäusl’ mit Werkbänken

und Werkzeugen;

Unterstützung der Aktivitäten für

die Schukis,

Kulturelle Veranstaltungen exklusiv

für den Kindergarten: Zauberer Gafraschilli,

Kindermusical „Ritter Rost

und das Gespenst“, „Zopp macht Zirkus“,

„Zauberer Boretti“

Finanzierung der Dschungelbrücke

im Rahmen von NaturPur

Beim Gemeindefest am 21. Juni 2009

vor der Paul-Gerhardt-Kirche veranstaltet

der Förderverein zum wiederholten Male

einen Luftballonwettbewerb für die Kinder.

Außerdem können Sie durch den Erwerb des

Regenbogenlandsekts, Koch- und Backbuches

sowie der Kinderkappen den Förderverein

unterstützen. Der Vorstand

Seite 47


Besuch der Schukis im Planetarium / MA

Lilli’s Reise zum Mond

Am 26. Februar 2009 starteten unsere

Schukis ihre Fahrt mit der Straßenbahn -

über den Rhein - nach Mannheim ins Planetarium.

Die Kinder waren von den Räumlichkeiten

dieser Einrichtung fasziniert - am

helllichten Tag den Sternenhimmel direkt

über sich zu sehen! Das war schon ein beeindruckendes

erstes Erlebnis an diesem

Tag.

Das Licht wurde gedimmt und wir

waren binnen weniger Minuten in einer

Wollen auch sie zukünftige Projekte für den

Kindergarten Regenbogenland fördern?

Dann werden Sie Mitglied!

Eine Familienmitgliedschaft kostet nur 15 € im Jahr. Durch Ihre

Mitgliedschaft bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie die Arbeit

des Fördervereins Regenbogenland unterstützen und eine

zusätzliche Förderung unserer Kinder im Kindergarten für

wichtig erachten.

Wir danken für Ihre Unterstützung!

Kontakt:

Regenbogenland

anderen Welt. Heute durften wir mit dem

Huhn Lilli und seinen Freunden auf einem

Hexenbesen eine Reise zum Mond unternehmen.

Lilli hatte schon oft die Veränderungen

des Mondes am Nachthimmel

beobachtet. Sie war sehr wissbegierig

und wollte unbedingt herausfinden,

ob da oben am Himmel wirklich

ein Drache wohnt, ein Ungeheuer, das

Teile des Mondes immer wieder stückweise

auffrisst, und es dann auch immer

wieder in regelmäßigen Abständen

ausspuckt, so dass der Mond mal

die Form einer Banane oder einer

Zitrone angenommen hatte.

Auf unserer Reise wurden die

Kinder in viele Geheimnisse des Himmelzeltes

eingeweiht. Sie machten

unter anderem Bekanntschaft mit

dem großen und dem kleinen Bären,

dem kleinen und dem großen Wagen.

Natürlich mussten Lilli und ihre

Freunde auf dem Mond auch eine

Sauerstoff-Ausrüstung tragen.

Nach zahlreichen Begegnungen, fernab

der Erde und Antworten auf vielerlei Fragen

kehrten alle wieder zufrieden zurück

zur Mutter Erde.

Da die meisten unserer Schukis im

Vorfeld an den im Kindergarten angebotenen

Astronomie AG´s teilgenommen hatten,

waren sie für diese Reise ins Weltall bestens

vorbereitet. Traudel Heinz

Förderverein Regenbogenland e.V.

Limesstraße 4, 67065 Ludwigshafen,

Tel. 54 33 55, eMail:

FoeVeRegenbogenland@web.de

Jessica Kempf, Tel. 588 96 71 und

Stefan Bentz, Tel. 62 25 57


Regenbogenland

Regenbogenland unterwegs

Kirchenführung in der

Paul-Gerhardt-Kirche

Am Freitag, den 06.03.09 bekamen die

Schukis und die mittleren Kinder unseres

Kindergartens eine Kirchenführung in der

Paul-Gerhardt-Kirche. Trotz strömenden

Regens machten wir uns auf den Weg und

wurden dort von Frau Pfarrerin Weissmann

und Frau Bentz freundlich in Empfang

genommen.

Vor der eigentlichen Führung durften

die Kinder erzählen, ob sie

schon einmal in der Kirche waren

und was man an diesem Ort alles erleben

und machen kann. So z.B. gemeinsam beten,

Lieder singen, Gott danken und an ihn denken.

Nach einer

kurzen Einweisung,

wie man

sich in einer Kirche

verhält, begann

der eigentliche

Teil der

Führung durch

die Kirche. Die

Gruppe folgte

Frau Pfarrerin

Weissmann und

Frau Bentz durch

den Mittelgang,

vorbei am Altar

bis in die Sakristei.

Frau Pfarrerin

Weissmann

erklärte den Kindern,

dass sie

sich in der Sakristei

auf den

Gottesdienst vorbereitet

und sich

dort ihren Talar

Sommer 2009

und ihr Beffchen anzieht.

Die bunten Fenster hinter dem Altar

zogen die Aufmerksamkeit der Kinder auf

sich, die die Geburt Jesus und den Tod am

Kreuz darstellen.

Frau Bentz und Frau Pfarrerin Weissmann

erklärten uns, dass die Bibel, Kerzen

und Blumen auf diesen Altar gehören.

Besichtigt und erläutert wurden auch die

Kanzel und aus der Ferne die Orgel.

Aus der frühreligiösen Erziehung ist

allen Kindern das Lied „Vom Anfang bis zum

Ende“ bekannt und wurde auch an diesem

Tag zum Abschluss gesungen.

Für die Führung und die anschließende

Stärkung (Traubensaft und kleine Brezel)

bedanken wir uns herzlich bei Frau

Pfarrerin Weissmann und Frau Bentz.

Melanie Herrmann

Seite 49


GAW - Gustav-Adolf-Werk

Kennen Sie das Gustav-Adolf-Werk?

Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) hat

seinen Namen vom Schwedenkönig

Gustav Adolf II., der im 30jährigen

Krieg wohl entscheidend dazu

beitrug, dass die Protestanten in

Deutschland nicht von der Gegenreformation

überrollt wurden,

ist das älteste

evangelische

Hilfswerk in

Deutschland

(gegr. 1832),

hilft religiösenMinderheiten

in der

Welt, Partner

sind protestantischeMinderheitskirchen

in Europa,Lateinamerika

und

Zentralasien,

unterstützt

u.a. beim Gemeindeaufbau, bei der

Renovierung, beim Kauf und beim

Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen,

bei sozialdiakonischen

und missionarischen Aufgaben in

den Gemeinden, bei der Aus- und

Weiterbildung von kirchlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

und

wird bundesweit getragen von 24

Hauptgruppen und 17 Frauengruppen

durch das biblische Motto:

Lasset uns Gutes tun an jedermann,

allermeist aber an des Glaubens Genossen.

(Galater 6,10).

TatWORTe

Jährlich feiert das GAW Pfalz das Hauptfest

des Gustav-Adolf-Werks, in diesem Jahr in

Ludwigshafen-Süd (Lukaskirche). Am Sonntag,

den 20. September, predigen Geistliche

aus den Partnerkirchen des GAW in verschiedenen

Ludwigshafener Kirchen, am

Nachmittag wird um 14.00 Uhr eingeladen

zum Festgottesdienst mit dem Präsidenten

des GAW, Dr. Hüffmeier,

Leipzig, Dekan Dr. Gärtner

u.a.

Der Spendenaufruf

in diesem Jahr gilt

dem Schwerpunkt Bolivien

und Brasilien:

Miteinander-Füreinander.

Das Gustav-

Adolf-Werk Pfalz ruft

zur 139. Sammlung

auf.

Die kirchliche

Entwicklung in Südamerika

ist spannend.

Junge Kirchen wie in

Bolivien oder Peru benötigen unsere

Partnerschaft ebenso wie die von

Einwanderern geprägten Partnergemeinden

in Brasilien oder Argentinien.

Der „Silberling“ für jede Gemeinde

Nach Jesu Gleichnis von den

Arbeitern im Weinberg gibt Gott

jedem die Chance, das Mindestziel zu erreichen.

Das Mindeste ist aber nicht nur eine

Sache des Himmels. Das Mindeste ist auch

ein Recht zur Bestreitung des täglichen

Auskommens.

Dasselbe Recht haben auch Kirchengemeinden:

Das Mindeste sollen sie bestreiten

können: Gottesdienst und Unterricht

und was sonst zu einer evangelischen Ge-

Seite 50 Doppelspitze


TatWORTe

meinde gehört. Um dieses Ziel auch in

der Diaspora zu erreichen, sind wir zur

Hilfe aufgerufen. Das Gustav-Adolf-Werk

leistet mit Erfahrung seit 1832 unbürokratische

Partnerhilfe von Gemeinde zu

Gemeinde und Kirche zu Kirche.

Bedeutsam ist der Austausch von

Stipendiaten und die Förderung der Ausbildung

auf allen kirchlichen Ebenen:

Elementarunterricht über Lektoren, Diakonen

und Pfarrausbildung. Wir nennen

die Evangelische Hochschule in São

Leopoldo in Südbrasilien und das Stipendiatenprogramm

in Leipzig. Aber

Kirche braucht auch ein Dach über dem

Kopf; ein Beispiel: In Bolivien gibt es bis

zu 70 Jahre alte Kirchengebäude aus der

Gründungszeit. In entlegenen Gebieten, in

denen Gemeinden die Aimará- und

Quechuasprache sprechen, drohen die einfachen

Kirchen zu zerfallen.

Steuern wir unseren „Silberling“ bei:

72 Kirchen benötigen zusammen

nicht einmal 100.000 Euro. Das

GAW will mit Ihrer Hilfe die fehlenden

Wenn Sie spenden wollen, dann

bitte unter Angabe des Verwendungszweckes

auf das Konto 885 bei der

Sparkasse Vorderpfalz (BLZ 545 500 10)

mit dem Vermerk

MAU-GAW 2009 für Maudach oder

RHG-GAW 2009 für Rheingönheim

Sommer 2009

25.000 Euro aufbringen.

Mehr unter www.gaw-pfalz.de und

www.gustav-adolf-werk.de

Falls Sie unsere Kirchengemeinden

unterstützen wollen,

dann bitte mit der gleichen

Kontoverbindung und dem jeweiligen

Kürzel unter Angabe

des Verwendungszwecks, z.B.

„Doppelspitze“ für den gemeinsamen

Gemeindebrief oder für

entsprechende andere Zwecke.

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