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Abschied vom Erinnern – Leben mit Demenz - Asklepios

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Behandlung mit Fliegenmaden

Wundzentrum Asklepios Harburg setzt auf altbewährte Therapie

Kupfer gegen Keime

Asklepios Klinik Wandsbek startet weltweit beachteten Feldversuch

Abschied vom Erinnern Leben mit Demenz

In 20 Jahren werden mehr als 2 Millionen Deutsche betroffen sein

Nr. 38 Dezember 2008

Asklepios intern 38/2008 1


aaaWas wäre, wenn es ein wirkungsvolles

Rezept für Ihren Ruhestand gibt?

Betriebliche Altersvorsorge zu Sonderkonditionen

für Asklepios-Mitarbeiter

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und Sozialabgaben sparen. Sichern Sie zum Beispiel Ihren Ruhestand in Form einer Direktversicherung

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Ihr Ansprechpartner:

Generalagentur Peter Elsner

06122 7072-0

info@ga-elsner.com

Editorial

Gemeinsam gegen Brustkrebs

Sehr geehrte Leserinnen,

sehr geehrte Leser,

Dr. Bernard gr. Broermann

jedes Jahr erkranken in den Industrienationen

nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) über

1,2 Millionen Frauen an Brustkrebs. In

Deutschland werden jährlich 55.000 neue

Erkrankungsfälle verzeichnet. Damit ist

das Mamma-Karzinom nach wie vor die

häufigste Krebserkrankung der Frau.

Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung

stehen in Deutschland auf einem

sehr hohen Niveau. Die jahrzehntelange

Forschung bei der Bekämpfung des Brustkrebses

hat zu deutlichen Fortschritten

geführt. Sowohl in der Früherkennung als

auch in den einzelnen Stadien des Brustkrebses

sind gesicherte und wirksame

Methoden der Therapie fest etabliert.

Dazu hat im großen Umfang der Aufbau

spezialisierter Einrichtungen, der Brustzentren,

beigetragen, deren Entwicklung

auch von Asklepios vorangetrieben wurde.

In den Asklepios Brustzentren findet

Teamwork von Experten unter einem

Dach statt. Hier wird die interdisziplinäre

Zusammenarbeit optimiert. Sie sind

die zentrale Anlaufstelle für Patientinnen

und ärztliche Kollegen in allen Fällen

von Brusterkrankungen. Durch enge

Zusammenarbeit vor allem der Fachdisziplinen

Diagnostische Radiologie, Gynäkologie,

Chirurgie, Pathologie, Innere

Medizin (Onkologie), Strahlentherapie,

Nuklearmedizin und den ambulanten

Frauen- und Hausärzten profitieren die

betroffenen Frauen vom gemeinsamen

Vorgehen.

Wir können stolz darauf sein, dass neun

unserer Asklepios Brustzentren die

strengen Anforderungen der Deutschen

Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft

für Senologie erfüllen. Weitere

werden folgen, davon bin ich überzeugt.

Trotz aller Bemühungen in der Diagnostik

und Therapie ist es von besonderer

Bedeutung, das Bewusstsein für Früherkennungsuntersuchungen

bei Frauen

jeden Alters nachdrücklich zu erhöhen.

Eine hervorragende Plattform dafür waren

die in diesem Jahr erstmalig in einigen

Asklepios Brustzentren veranstalteten

Brustkrebsaktionstage unter dem Motto

„Gemeinsam gegen Brustkrebs“. Über

800 Frauen und auch Männer informierten

sich bei unseren Spezialisten und

konnten sich über die optimalen Behandlungsmöglichkeiten

in unseren Einrichtungen

informieren. Ich freue mich über

die große Resonanz auf diese Aktionstage

und danke den Veranstaltern für ihr

Engagement.

2 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 3

Ihr


Titelthema S. 06

S. 26

S. 44

1. DEUTSCHER MÄNNERTAG

S. 51

WAS MÄNNER BEWEGT

Titelthema

▼Inhalt

06 Abschied vom Erinnern

Leben mit Demenz

Medizin & Wissenschaft

10 Medizinticker

12 Fibromyalgie ein psychosomatisches

Krankheitsbild?

14 Neue Therapie für Patienten mit Höhlen

im Rückenmark europaweit gefragt

15 Mit Kupfer gegen Keime

16 Endlich wiedere hören!

18 Sympathische Reflexdystrophie

(Morbus Sudeck) eine tückische Krank

heit mit Folgen

20 Überleben wie viel darf ein Jahr mehr

kosten?

22 CMD-Centrum im INI Hannover

Gesundheit & Wirtschaft

GESUNDHEIT IST

AUCH MÄNNERSACHE

24 Kurz und Knapp

26 Hochleistungsmedizin mit

Sehr verehrte Qualität Damen, und Menschlichkeit

sehr geehrte, liebe Männer,

30 „Praxistag" sensibilisiert für Bedürfnisse

kaum zu glauben: Nur 16 Prozent aller Männer kümmern

sich der aktiv Kollegen um ihre Gesundheit und kommen regelmäßig

31 zur Geschulter Männer-Vorsorge. Umgang Auch mit wenn aggressiven es um Herzens-

Angelegenheiten Patientengeht,

erscheinen Männer häufig erst

dann beim Arzt, wenn massive Beschwerden auftreten.

32 Zweiter AFHpartnerGipfel Bilanz eines

Und auch beim Thema Ernährung sind Männer nicht

gerade Jahres wählerisch. Zu viel, zu fett und ohne Rücksicht

auf Verluste … so die traurige Bilanz. Man(n) hat Stress

natürlich, auch das kommt noch dazu.

Wir Männer bringen vieles in Bewegung und vergessen

dabei oft uns selbst. Man(n), das muss anders werden!

Unsere Frauen sind uns da schon weit voraus.

Der 1. Deutsche Männertag will einen Beitrag zu mehr

Männer-Gesundheit leisten und bezieht auch die Frauen

34 „Wenn Asklepios wüsste, was Asklepios

alles weiß …”

35 Jugendliche engagieren sich für

Demenzkranke

36 „Die Asklepios-Klinik setzt unsere

Qualitätsvorstellungen ideal um“

37 Klassik in der Psychiatrie

38 Personalia/Impressum

41 Asklepios unterstützt Integration von

schwerbehinderten Mitarbeitern

Patientenforum

42 Erfolgreicher Tag der Bewegung

mit olympischer Beteiligung

44 Am höchsten Punkt der Erde

46 Heilen mit Maden

48 Eine Reise durch die Zeit

50 Innovative Wege in der Schlaganfall-

Rehabilitation

51 Was Männer bewegt

52 Optimale Heilungschancen bei Wunden

54 Muskelerkrankungen sind klassische

Erbkrankheiten

56 „Hilfe für Helfer beim Helfen“

57 Bewegung ist Leben

58 Asklepios Quiz/Vorschau auf die

Asklepios intern Nr. 38

59 Buchtipps

60 Klinikübersicht

63 Standortkarte

Sehr geehrte Leserinnen,

sehr geehrte Leser,

die weltweite Finanzkrise hat und wird tiefe

Spuren hinterlassen. Sicherheiten, Vertrauen

und Überzeugungen gerieten bei vielen Menschen

in den letzten Wochen ins Wanken. Das

Unternehmen Asklepios steht dabei allerdings

auf festen Fundamenten. Spekulationen sind

uns genauso fremd wie waghalsige Anlagen

auf undurchsichtigen Finanzmärkten.

Die Anforderungen an die Finanzierung eines

großen Krankenhausunternehmens erfordern

nicht erst seit diesen Tagen neben Vor- und

Umsicht umfangreiche Expertise. Die Beschaffung

von Fremdkapital am Kapitalmarkt

ist eine essenzielle Voraussetzung für weitere

Wachstumschancen und setzt den Einsatz

professioneller Instrumente voraus. Die Beobachtung

durch den Finanzmarkt begleitet

uns seit Jahren. Mit dem gerade wieder bestätigten

Investment Grade-Rating wird unsere

finanzielle Stabilität unterstrichen.

Asklepios blickt auf ein schnelles, aber dennoch

kontrolliertes und solide finanziertes

Wachstum zurück. Die Finanzierung des

Unternehmens ist auf Nachhaltigkeit und

Risikominimierung ausgerichtet. Diese bewährten

Grundsätze lassen uns beruhigt

auf die derzeitige Entwicklung schauen und

werden uns als wesentliches Element unseres

Unternehmenserfolgs auch künftig prägen.

Nur auf diese Weise können wir langfristig

Arbeitsplätze und den Fortbestand unserer

Einrichtungen sichern.

Dr. Tobias Kaltenbach

Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung


Titelthema

Abschied vom Erinnern

Leben mit Demenz

Derzeit ist in der Bundesrepublik über eine Million Menschen an einer Demenz erkrankt, zwei Drittel von ihnen

leiden unter Alzheimer. Die Prognose ist erschreckend: Bereits in 20 Jahren soll es in Deutschland mehr als zwei Millionen

Menschen mit einer Demenz geben. Asklepios intern sprach über diese Entwicklung mit Dr. Claus Wächtler,

Chefarzt der V. Psychiatrischen Abteilung der Asklepios Klinik Nord.

Asklepios Intern: Kann jeder Mensch an einer Demenz erkranken?

Dr. Claus Wächtler: Der größte und relevanteste Risikofaktor

ist und bleibt ein hohes Lebensalter. Im Alter steigt die Anzahl

der Erkrankungen exponenziell an. Derzeit ist ein Fünftel aller

Deutschen über 65 Jahre alt, in 20 Jahren werden es fast 35

Prozent sein. Es wird also in zwei Jahrzehnten auch mehr Menschen

geben, die an Demenz erkranken.

In drei Prozent aller Fälle ist eine genetische Veranlagung die

Ursache der Erkrankung. Die genetische Botschaft setzt sich

dann zu 100 Prozent durch.

Was passiert im Gehirn eines Demenz-Betroffenen?

Die Veränderungsprozesse im Gehirn eines Demenzerkrankten

beginnen bereits 30 Jahre vor Ausbruch der Erkrankung. Ursache

ist die Produktion abnormer, giftiger Eiweißmoleküle, die

den Hippocampus, den Kurzzeitspeicher des Gehirns, durchdringen.

Später sind auch weitere Teile des Gehirns betroffen.

Nervenzelle um Nervenzelle stirbt ab, ihre Funktion für das Gehirn

erlischt. Dadurch können all die Dinge, die der Demenzkranke

liest, hört und sagt, nicht mehr gespeichert und an die

anderen Teile des Gehirns weitergeleitet werden. Erinnerungen,

Gedanken und das Gedächtnis gehen für immer verloren.

Welche typischen Merkmale prägen eine Demenz?

Häufig werden die Anfänge einer Demenz von Angehörigen

und auch Hausärzten nicht adäquat wahrgenommen und mit

der gutartigen „Alterstütteligkeit“ verwechselt. Das Kernsymptom

ist jedoch eine rasante Zunahme der Vergesslichkeit.

Absprachen, Termine, Namen und Bezeichnungen werden

vergessen. Später treten Wortfindungsstörungen auf, die rasch

zunehmen. Es beginnen räumliche Orientierungsstörungen.

Orte, die bisher vertraut waren, werden nicht mehr erkannt.

Demenzkranke verlaufen sich im Stadtbezirk, in dem sie seit 30

Jahren leben. Sie finden den Supermarkt nicht mehr, in dem sie

seit 20 Jahren einkaufen, und sie suchen nach ihrem Haus, das

sie selbst gebaut haben. Auch das Autofahren muss aufgegeben

werden.

Beim Ausbruch der Erkrankung werden die meisten Symptome

von den Betroffenen noch sehr bewusst wahrgenommen. Das

kann zu Depressionen, Ungeduld, Angst und Gereiztheit führen.

Einige Patienten sind überfordert und werden laut, manche

furchtsam und traurig. Demenz kann langsam voranschreiten

oder schnell. Sie ist unberechenbar und kann unvermittelt ihr

Tempo wechseln. Sicher ist nur eines: Sie verkürzt das Leben.

6 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 7


Titelthema

Die mittlere Lebenserwartung liegt nach Ausbruch der Erkrankung

bei cirka sechs bis sieben Jahren.

Deshalb kläre ich meine Patienten und ihre Angehörigen darüber

auf, was auf sie zukommen wird. Ich halte dies für wichtig

im Hinblick auf die Würde des Betroffenen. Die Patienten sollen

die Möglichkeit nutzen, ein Testament und eine Patientenverfügung

aufzusetzen, solange sie das noch selbst tun können. Vielleicht

steht ein Gespräch mit dem Sohn aus, manchmal muss

noch ein Konflikt gelöst werden. Einige schleppen Träume mit

sich herum, deren Erfüllung sie immer vor sich hergeschoben

haben. Jetzt reicht die Zeit vielleicht noch, sie in die Tat umzusetzen.

Gibt es Möglichkeiten, eine Demenz zu verhindern oder zumindest

hinauszögern?

Verhindert werden kann eine Demenz nur bei extrem seltenen

Demenzarten, wenn beispielsweise eine Schilddrüsenfunktionsstörung

die Ursache war und diese entsprechend behandelt

werden konnte.

In allen anderen Fällen verabreichen wir den Patienten ein

Antidementivum. Wir behandeln alle Risikofaktoren, die eine

Demenz verschlimmern könnten, wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck,

Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht. Wir

ermuntern unsere Patienten, das Rauchen aufzugeben und Alkohol

nur moderat zu genießen. Wir empfehlen Mittelmeerkost

mit viel Fisch und pflanzlichen Ölen. Wichtig sind körperliche

und geistige Aktivitäten. Regelmäßiges Kreuzworträtseln, ein

Sprachkurs auf der Volkshochschule oder ein täglicher Spaziergang

sind auf jeden Fall hilfreich, um auch im Alter fit zu

bleiben. Diese Empfehlungen gelten aber nicht nur für Demenzkranke.

Welche Vorbereitungsmaßnahmen sollten getroffen werden, um

die steigende Anzahl von dementen Patienten zu versorgen?

Noch funktionieren die familiären Strukturen, die meisten Patienten

werden zu Hause gepflegt. Doch das soziale Gefüge

wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Die funktionierenden

Netze lösen sich auf. Es gibt immer weniger Betreuungspersonen,

weniger Kinder, die ihre Eltern pflegen könnten,

weniger gut ausgebildete Pflegekräfte, weniger Geld. Demenzpatienten

benötigen eine besondere Zuwendung. Es werden viele

ehrenamtliche Helfer benötigt, die mit den Patienten spazieren

gehen, mit ihnen reden und kleine Besorgungen erledigen.

Zusätzlich müssen natürlich qualifizierte Pflegekräfte ausgebildet

werden. Die Qualität der Heime sollte noch schärfer und

engmaschiger kontrolliert werden. Und wir benötigen mehr Betreuungseinrichtungen,

von Wohngemeinschaften für Demenzkranke

bis zu ganz speziellen Pflegeheimen. Auch in unseren

Krankenhäusern müssen wir den Umgang mit Patienten lernen,

die alle fünf Minuten vergessen haben, wo sie sind. Auf jeden

Fall muss eine menschliche Lösung für ein gesellschaftliches

Problem gefunden werden, das in einigen Jahren auf uns zukommen

wird.

Demenz gilt auch als „Angehörigenkrankheit“. Sechs von zehn

Erkrankten werden zu Hause gepflegt. Welche Unterstützung

sollten die betreuenden Angehörigen erhalten?

Die Pflege eines an Demenz erkrankten Menschen ist ein Fulltime-Job

und ein typisches Frauenschicksal. Denn überwiegend

wird die tägliche Betreuungsarbeit von den Ehefrauen, Töchtern

oder Schwiegertöchtern geleistet. Über zehn Stunden müssen

demente Patienten im fortgeschrittenen Stadium versorgt

werden. Das zehrt die körperlichen und seelischen Kräfte auf.

Durch die extrem hohe Belastung sind pflegende Angehörige

irgendwann komplett überfordert. Es häufen sich Depressionen

und körperliche Beschwerden. Manchmal kommen auch Aggressionen

hinzu. Der Umgang mit dem Demenzpatienten erfordert

viel Verständnis, die Gratwanderung zwischen Erschöpfung

und Toleranz ist nicht ungefährlich und kann meist nur

durch Unterstützung von außen abgefedert werden. Möglichkeiten

einer guten Tagespflege und die zeitnahe Unterbringung

in einer Kurzzeitpflege können helfen. Ich empfehle in jedem

Fall den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe, die auch Betreuungsmöglichkeiten

anbietet. Denn nichts hilft so wirkungsvoll

wie der Austausch der Pflegenden untereinander bei einer guten

Tasse Kaffee und das Gefühl des Verstandenwerdens.

Das Gespräch führte Mandy Wolf

A-SP08016 activC quer.qxd 15.10.2008 13:43 Uhr Seite 1

8 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 9

Literaturtipps

Inga Tönnies: Abschied zu Lebzeiten

Balance Buch + Medien, 14,90 €

Gabriele Zander-Schneider: Sind Sie meine Tochter?

Rowohlt, 8,90 €

Elisabeth Stechl: Demenz Mit dem Vergessen leben

Mabuse Verlag, 15,90 €

A-SP08016

Kontakt

activ C

Dr. Claus Wächter

Chefarzt der V. Psychiatrischen Abteilung

Asklepios Klinik Nord/Campus Ochsenzoll

Langenhorner Chaussee 560, 22419 Hamburg

Tel.: (040) 18 18 87 -23 37

E-Mail: c.waechter@asklepios.com

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Dr. Claus Wächter

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+Medizin & Wissenschaft

Medizinticker

+++ Neues pneumologisches Institut in München

Am Helmholtz Zentrum München wurde Anfang November 2008

ein pneumologisches Forschungsinstitut unter Leitung des Mediziners

Dr. Oliver Eickelberg (40) etabliert. Der Wissenschaftler wird

zusammen mit einem noch zu berufenden klinischen Pneumologen

die Leitung des Translationszentrums für Lungenforschung (Comprehensive

Pneumology Center CPC) übernehmen. Parallel dazu

erhält Eickelberg einen Ruf auf den neu eingerichteten Lehrstuhl

für Experimentelle Pneumologie an der Ludwig-Maximilians-Universität

München.

„Als Partner des CPC bringen die Medizinische Fakultät der Ludwig-

Maximilians-Universität München und die Asklepios Fachkliniken

für Lungenerkrankungen Gauting ihre Erfahrungen in der experimentellen

und klinischen Forschung ein“, erläutert Prof. Dr. Dr. h. c.

Dietrich Reinhardt, Dekan der Medizinischen Fakultät der LMU.

Ein Laborkomplex in unmittelbarer Nähe des Klinikums Großhadern

wird auf einer Gesamtfläche von 1.500 Quadratmetern im Sinne

translationaler Forschung Arbeitsgruppen der beiden Lehrstühle für

experimentelle und klinische Pneumologie vernetzen.

+++ Mattiacum Preis erstmalig vergeben

Zum ersten

Mal haben

der Lions

Club WiesbadenMattiacum

und die

Deutsche Gesellschaft

für

Neurologie (DGN) einen mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis vergeben.

Der „MATTIACUM-ALS-Preis“ zeichnet die Neurobiologin PD

Dr. Sibylle Jablonka für ihre herausragenden Forschungs-Leistungen

auf den Gebieten der spinalen Muskelatrophie (SMA) und amyotrophischen

Lateralsklerose (ALS) aus. Bei beiden Erkrankungen handelt

es sich um Muskelschwund, der durch den fortschreitenden

Rückgang von motorischen Nervenzellen im Rückenmark entsteht.

Dr. Jablonka forscht seit mehr als zehn Jahren am Institut für klinische

Neurobiologie der Universität Würzburg.

+++ Klinikum Uckermark wird Referenzzentrum

für Osteuropa

Im Zentrallabor des Klinikum Uckermark ist ein neues Diagnostikgerät

in Betrieb gegangen. Mit dem UniCel DxC 880i können über 800

Laboranalysen pro Stunde durchgeführt werden.

Moderne Krankenhauslabore stehen unter immensem Druck. Trotz

ökonomischer Zwänge und reduzierter Personalzahlen müssen ein

umfangreiches Analysenspektrum geboten, hohe Qualitätsstandards

der Labordiagnostik garantiert und eine schnellste Bearbeitung aller

eingereichten Proben gewährleistet werden. Im Klinikum Uckermark

in Schwedt werden über 1 Million Laboranalysen pro Jahr

durchgeführt. Die Diagnostik erfolgt sowohl für stationäre als auch

für ambulante Patienten der niedergelassenen Ärzte im Schwedter

Umland im Rahmen einer Laborpraxis.

„Mit der Inbetriebnahme des neuen Laborsystems ist es uns nun

möglich, noch schnellere Ergebnisse vorlegen zu können“, betont Dr.

Klaus Fritz, Leiter der Laborpraxis. „Somit sind die behandelnden

Ärzte in der Lage, noch raschere therapeutische Entscheidungen zu

treffen.“ Das hochwertige Analysensystem konsolidiert zwei Laborarbeitsplätze

in einem Gerät und ermöglicht somit die effiziente Bearbeitung

von sämtlichen Laborproben in den Bereichen Klinische

Chemie und Immunchemie. Die Patienten profitieren hiervon in

mehrfacher Hinsicht schnellere Entscheidungen bedeuten kürzere

Krankenhausaufenthalte, qualitativ hochwertigere Laborergebnisse

führen zur optimalen Therapie, beispielsweise zur genaueren Medikamentendosierung.

+++ Arbeitsgemeinschaft Neurologische Frührehabilitation in Schildautal in Seesen

Die Anforderungen des DRG-Systems stellen eine enorme Herausforderung

für alle Kliniken dar. Aber nirgendwo sind die Auswüchse

des Systems so skurril wie im Bereich der Neurologischen Frührehabilitation.

Länderspezifische Lösungen, eine Aufteilung zwischen

Akutkrankenhausbereich (§108 SGBV) und Rehabilitation (§111),

Einhaus- und Mehrhaus-Lösungen lassen einen Vergleich zwischen

einzelnen Einrichtungen schier unmöglich erscheinen. Neben diesen

erheblichen Differenzen gibt es aber auch viele Gemeinsamkeiten.

Um diese ging es bei dem ersten Treffen der Arbeitsgemeinschaft

Neurologische Frührehabilitation (AG-NFR-Asklepios) am 15.

und 16.9.2008 in den Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen.

Geschäftsführer, leitende Ärzte und Pflegedienstleitungen aus neun

Asklepios Krankenhäusern (Bad Salzhausen, Harburg, Teupitz, Lübben,

St. Georg, Bad König, Brandenburg und Pasewalk) folgten der

Einladung von Gastgeber Seesen und vom Chefarzt Prof. Dr. Manfred

Holzgraefe und Regionalem GF (Nord) Ullrich Gnauck.

+++ Klinikum Bad Abbach nimmt neuen Aufwachraum in Betrieb

Seit Oktober 2008 laufen im neuen Aufwachraum des Klinikums

Bad Abbach die Monitore. Der Neubau umfasst zwölf Aufwachbetten

und zwei Intensivzimmer. „Damit haben wir unsere Kapazität

um sechs Plätze gesteigert“, erklärt Dr. Georg Bonnländer, Chefarzt

für Anästhesiologie. Der Aufwachraum gehört zum dritten Bauabschnitt

des Klinikums.

Jedes der zwölf Betten ist mit Geräten ausgestattet, die dem neuesten

Stand der Technik entsprechen. Alle Einzelmonitore sind

vernetzt und können über einen zentralen Bildschirm gleichzeitig

beobachtet werden.

10 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 11


Medizin & Wissenschaft

Fibromyalgie

ein psychosomatisches Krankheitsbild?

Experte des Asklepios Westklinikums Hamburg empfiehlt Therapie

Patienten mit einem Fibromyalgiesyndrom beklagen chronische Schmerzen. Körperliche wie apparative Untersuchungen

ergeben meist unauffällige Befunde. Viele Patienten fühlen sich nicht richtig verstanden und suchen neue

Ärzte auf. So entstehen neben dem persönlichen Leid auch hohe Kosten.

Frühere Bezeichnungen sprachen bei der Fibromyalgie (FM)

auch von der generalisierten Tendomyopathie und „Weichteilrheuma“.

Dieses chronische multilokuläre Schmerzsyndrom

weist bei Fehlen von Entzündungsparametern Schmerzen im

Bereich der Muskeln, des Sehnenapparates, der Ligamente und

der periartrikulären Strukturen auf. Die Arbeitsgruppe des

American College of Rheumatology (ACR) formuliert eine deskriptive

Definition des Syndroms:

12 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 13

ACR Definition

generalisierte Schmerzen seit mindestens drei Monaten

mindestens 11 von 18 druckschmerzhaften sogenannten

Tenderpoints

Schmerzen in mindestens drei Körperregionen

Vegetative Symptome im kardiovaskulären und gastrointestinalen

Bereich, affektive Störungen (Angst und Depression)

sowie Schlafstörungen treten häufig auf. Ein schlechter körperlicher

Trainingszustand bedingt viele der aufgetretenen körperlichen

Symptome.

Mit einem Verhältnis von 6:1 sind vorwiegend Frauen betroffen.

Der Erkrankungsbeginn liegt um das 35. Lebensjahr herum mit

einem Gipfel um das Klimakterium.

Klinisch klagen die Patienten meist über ausgedehnte Schmerzen

vorwiegend im Zervikal- und Lumbalbereich. Schmerzen

im Bereich der Extremitäten sind meist periartikulären Strukturen

und Sehneninsertionsstellen zuzuordnen. Die Patienten

klagen über eine Verschlimmerung der Schmerzen bei Witterungsumschlag,

Kälte und Nässe, aber auch nach schlechtem

Schlaf oder Stresssituationen. In der körperlichen Untersuchung

nimmt man z. T. ausgeprägte Myogelosen wahr. Neben

den druckschmerzhaften sogenannten Tenderpoints klagen

Fibromyalgiepatienten aber auch über eine allgemeine Senkung

der Schmerzschwelle. Der Krankheitsverlauf ist sehr individuell

und nicht vorhersehbar.

Differenzialdiagnostisch müssen das myofasziale Schmerzsyndrom,

blande verlaufende Kollagenosen, die Polymyalgia

rheumatica sowie die Poly- oder Dermatomyositis abgegrenzt

werden.

Folgende Therapieverfahren kommen bei der Fibromyalgie

zum Einsatz:

1. Psychotherapie: Zu Beginn sollten edukative Anteile im Vordergrund

stehen, um den Kontrollverlustängsten entgegenzuwirken.

Gerade wenn frühe psychosoziale Risikofaktoren

zugrunde liegen und sich daraus interaktionelle Probleme

ergeben, stehen tiefenpsychologische psychotherapeutische

Verfahren im Vordergrund der Behandlung. Diese sollten

wiederum als Gruppentherapie, die sowohl stationär als

auch ambulant erfolgen kann, umgesetzt werden.

2. Entspannungsverfahren: Allen voran ist hier das Biofeedback

zu nennen. Aus der klinischen Beobachtung heraus profitieren

einige Patienten auch von den Entspannungstechniken

nach Jacobson sowie autogenem Training.

3. Physikalische Behandlung: Neben passiven Elementen der

physikalischen Therapie sollte eine aktive Krankengymnastik

rechtzeitig einer frühen Entwicklung von Inaktivitätsatrophien

der Muskulatur entgegenwirken. Baldmöglichst sollte

ein Ausdauertraining begonnen werden. Aus der klinischen

Beobachtung profitieren viele Patienten vom Nordic Walking.

4. Medikamentöse Therapie: Bis heute gibt es kein einziges

speziell für die Behandlung der Fibromyalgie zugelassenes

Medikament. Insgesamt ist die Wirksamkeit trizyklischer

Antidepressiva, allen voran Amitriptylin, in niedrigen Dosen

auf die Symptome der Fibromyalgie als günstig anzusehen.

Auf weitere Medikation, allen voran die Muskelrelaxanzien,

sollte auch vor allem im Hinblick auf das bekannte Abhängigkeitspotenzial

verzichtet werden.

Die Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre zeigen, dass

es sich bei der FM nicht um eine peripher verursachte Störung,

sondern um eine zentrale Schmerz- und Stressverarbeitungsstörung

handelt. Auch bei der psychosomatischen Behandlung

von Fibromyalgiepatienten sollten nicht allein psychotherapeutische

Verfahren eingesetzt werden: Eine funktionsfähige

fachübergreifende Kooperation ist notwendig. Im Rahmen der

psychosomatischen Behandlung soll es um eine gezielte Bearbeitung

der Stressverarbeitung sowie die Veränderung von Beziehungsmustern

und unreifen Konfliktbewältigungsstrategien

gehen. Dadurch erkennt der betroffene Patient Zusammenhänge

zwischen Schmerz- und Stressverarbeitung. Die genannten

biopsychosozialen Zusammenhänge unterstreichen, dass es

sich bei der primären Fibromyalgie um ein Syndrom handelt,

dessen Diagnostik und Behandlung eine wesentliche Aufgabe

der psychosomatischen Medizin darstellt.

Lars C. Lauk

Kontakt

Lars C. Lauk

Facharzt für Psychiatrie und

Psychotherapie

Abteilung für Psychosomatik und

Schmerztherapie

Asklepios Westklinikum Hamburg

Suurheid 20, 22559 Hamburg

Tel.: (0 40) 81 91-25 05

Fax: (0 40) 81 91-25 99

E-Mail: l.lauk@asklepios.com


Medizin & Wissenschaft

Neue Therapie für Patienten mit Höhlen

im Rückenmark europaweit gefragt

Schauflinger Reha-Klinik entwickelt wirksame Spezialbehandlung

Dr. Frommelt (links) „Durch sanfte manuelle Therapie erzielen wir einen tiefen

Entspannungseffekt.“

Bei den Betroffenen bilden sich im Inneren

des Rückenmarks Höhlen durch

eindringendes Nervenwasser. Normalerweise

umspült es das Rückenmark. Welche

Mechanismen das Nervenwasser in

seinem natürlichen Fluss behindern und

vom Weg abbringen, ist noch unklar. Ein

Unfall oder eine Rückenmarksentzündung

kann die Krankheit auslösen.

Viele Betroffene klagen über äußerst unangenehme

Missempfindungen, furchtbare

Schmerzen, den Verlust von Beweglich-

Höhlen im Rückenmark verursachen starke Beschwerden.

Menschen mit dieser seltenen Erkrankung namens

Syringomyelie dürfen jetzt hoffen: Die Asklepios Klinik

in Schaufling hat ein neues Rehabilitationsprogramm

entwickelt. Es lindert die Leiden ohne Medikamente.

Psychologische Schmerztherapie und östliche Weisheiten

sind bedeutende Elemente der sanften Spezialbehandlung.

wickelt worden. Die tragenden Säulen

der Therapie sind intensive Gespräche,

spezielle Physiotherapie und psychologische

Schmerztherapie.

„Wir arbeiten mit Meditation und anderen

fernöstlichen Methoden. Große

Erfolge haben wir bei dieser Patientengruppe

auch mit der craniosakralen Therapie“,

sagt Peter Frommelt. „Durch diese

sanfte manuelle Therapie wird ein tiefer

Entspannungseffekt erzielt. Gleichzeitig

regt sie die Nerven stark an. Das bringt

positive Effekte für die Psyche mit sich.“

Der Spezialist trifft sich wöchentlich mit

den Patienten zu Gesprächen und freut

sich über die Erfolge: „Viele konnten ihre

Schmerzmittel reduzieren und fühlen

sich deutlich besser.“ Die Schmerztherakeit

und Kraft. Häufig spüren sie Tempepeutin der Klinik, Diplom-Psychologin

raturen und Verletzungen nicht mehr. Sie Nicole Kornprobst, ergänzt: „Unsere Pa-

verbrennen sich, ohne es zu bemerken. tienten lernen, den Schmerz anzunehmen

Durch chirurgische Eingriffe lässt sich in und mit ihm umzugehen, wie mit einem

einigen Fällen der Prozess der Höhlenbil- schreienden Kind.“

dung verlangsamen. „Es gelingt uns zwar Diese neue Therapie eignet sich auch für

nicht, die Schmerzen ganz zu beseitigen. Menschen mit einer angeborenen Fehl-

Wir können jedoch den Menschen das stellung am Übergang zwischen dem

Leben damit erleichtern“, erklärt Dr. Peter Hinterhaupt und der Halswirbelsäule,

Frommelt, Chefarzt der neurologischen der Chiari-1-Malformation. Hierbei sind

Rehabilitation in der Klinik. Unter sei- Teile des Kleinhirns zu tief gelagert, was

ner Leitung ist das neue Programm ent- den Fluss des Nervenwassers behindert.

Mit Kupfer gegen Keime

Asklepios Klinik Wandsbek startet weltweit beachteten Feldversuch

Kupfer galt schon in der griechischen

Antike als stark antimikrobiell. Diese

Fähigkeit spielt jetzt beim Kampf gegen

gefährliche Krankenhauskeime eine zentrale

Rolle. In einem weltweit beachteten

Feldversuch wurde kürzlich in der

Asklepios Klinik Wandsbek in Hamburg

eine komplette Krankenhausstation mit

Türgriffen, Türplatten und Lichtschaltern

aus Kupfer ausgestattet. Denn die

Keime werden nicht nur von Hand zu

Hand, sondern in vielen Fällen auch über

das Berühren von Klinken und Schaltern

übertragen. Wissenschaftler der Universität

Halle-Wittenberg werten derzeit die

Proben der ersten Untersuchungsphase

aus auch von der Nachbarstation, auf

der es weiterhin herkömmliche Oberflächen

aus Edelstahl gibt. Soviel ist nach

Angaben aller Beteiligten aber schon

sicher: Die Mikroben haben „signifikant

geringere Überlebenschancen“ auf

Kupfer-Oberflächen. Das Projekt wurde

Ende August auf einer Pressekonferenz

in Hamburg vorgestellt und sorgte innerhalb

weniger Tage rund um den Globus

für Schlagzeilen. Bis nach Asien und Südamerika

wurde über die Aktivitäten der

Klinik Wandsbek berichtet.

Hauptangriffsziel der neu entwickelten

Kupferlegierungen sind die gefährlichen,

antibiotika-resistenten Bakterien (MRSA),

an denen in Kliniken und Pflegeheimen

weltweit zunehmend Patienten erkranken.

Nach seriösen Schätzungen treten

allein in deutschen Krankenhäusern

jährlich mehr als eine halbe Million sogenannter

nosokomialer also in der Klinik

erworbener Infektionen auf. Europaweit

sind es nach Angaben des Europäischen

Zentrums für Prävention und die

Kontrolle von Krankheiten (ECDC) drei

Millionen Fälle, wovon 50.000 tödlich

verlaufen. „Der Kampf gegen hochresistente

Erreger ist mit den bisherigen

Mitteln wie dem Einsatz immer neuer

Antibiotika und intensiver Desinfektionsmaßnahmen

nicht zu gewinnen. Wir

müssen neue Wege gehen, um das Gefahrenpotential

für unsere Patienten zu

reduzieren“, erläutert Professor Prof. Dr.

Jörg Braun, Chefarzt der I. Medizinischen

Abteilung der Klinik Wandsbek, die Beweggründe

für den Feldversuch.

Anlass zum Feldversuch in der Klinik

Wandsbek haben Laboruntersuchungen

gegeben, bei denen 99,9 Prozent der Bakterien,

darunter auch die hochgefährlichen

MRSA-Erreger, innerhalb eines

Zeitraumes von wenigen Minuten bis

zwei Stunden auf Kupferoberflächen eliminiert

wurden. Auf Edelstahloberflächen

wurden dagegen Überlebensraten

derselben Mikroben von bis zu drei Tagen

gemessen. Mit einer Gesamtauswertung

wird Anfang 2009 gerechnet.

14 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 15

Mathias Eberenz


Medizin & Wissenschaft

Endlich wieder hören!

Implantierbare Hörsysteme helfen bei starker Schwerhörigkeit

Hören zu können, ist von allen Sinneswahrnehmungen die wichtigste Voraussetzung für die geistige Entwicklung

des Menschen und sein Leben in der Gesellschaft. Rund 14 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter mehr

oder minder starker Schwerhörigkeit. Ohne Behandlung entstehen bei Kindern Sprachentwicklungsstörungen, bei

Erwachsenen droht die soziale Isolation. Ein Hörsystem schafft rasche Abhilfe. Zunehmend setzen sich dabei implantierbare

Hörsysteme durch, die das Äußere des Trägers unangetastet lassen und selbst da helfen, wo außen

angebrachte Hörgeräte an ihre Grenzen stoßen.

„Den meisten Patienten mit einer Schwerhörigkeit

kann mit normalen Hörgeräten,

die außen auf dem Ohr oder in der Ohrmuschel

sitzen, gut geholfen werden“,

sagt Prof. Dr. Thomas Grundmann, Chefarzt

der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

in der Asklepios Klinik Altona. Das gelte

vor allem für leichte bis mittlere Schwerhörigkeit.

Bei hochgradiger Schwerhörigkeit

und Gehörverlust stoßen diese konventionellen

Hörgeräte aber auf Grund

ihrer Technik an ihre Grenzen. Da sie

elektrische Signale in hörbare Töne umwandeln,

gibt es abhängig von der individuellen

Form des Gehörgangs Einschränkungen.

Wird ein Mensch ganz taub, und

hat er noch funktionstüchtige Hörnerven,

helfen nur noch Innenohrimplantate, die

den Schall als feinste mechanische Vibrationen

direkt auf die Gehörknöchelchen

oder den Schädelknochen übertragen.

Daraus ergibt sich eine klarere Klangqualität

und eine bessere Übertragung von

Sprache. Das ist ein entscheidender Vorteil.

Die Erfahrungen in den Asklepios-

Kliniken zeigen, dass viele Betroffene

vor der Anschaffung eines Hörgerätes

zurückschrecken, weil es mit der akustischen

Qualität konventioneller Modelle

oft hapert. Sie hören lieber schlecht auf

natürlichem Wege, als verzerrt mit einem

Hörgerät.

Die HNO-Abteilung der Klinik Altona

setzt seit zwei Jahren implantierbare

Mittelohrhörsysteme ein. „Sie schließen

heute die Lücke, wenn es darum geht,

Schwerhörigkeit aufgrund von Erkrankungen

des Mittel- und Innenohres zu

beheben“, sagt Grundmann: „Das Hören

wird wieder klar und deutlich.“

Generell liegen die Vorteile implantierbarer

Hörgeräte in besserer Klangqualität

und differenzierter Spracherkennung

dank geringerer Verzerrung. Dass einige

Implantate komplett unter der Haut in

den Schädelknochen integriert werden,

macht sie für viele Patienten zusätzlich

attraktiv: Man sieht es ihnen nicht an,

dass sie auf ein Hörgerät angewiesen

sind. Bei bestimmten Veränderungen im

Bereich des Gehörganges und des Mittelohres

(Gehörgangsentzündungen,

Fehlbildungen, Vernarbungen im Bereich

der Gehörknöchelchenkette) stellt das

implantierbare Hörsystem zudem die

einzige Behandlung dar, die das Hören

wieder möglich macht. Die Bedienung

und Einstellung des Gerätes erfolgt von

außen über eine Funkstation.

Neben den vollständig implantierten

kommen auch halb implantierbare Sys-

teme zum Einsatz, bei denen nur der Prozessor

und der Schallüberträger unter der

Haut sitzen, während Mikrofon und Batterie

im Bereich des äußeren Ohres platziert

werden. Die Vorteile liegen darin,

dass der Schall von dem im Gehörgang

sitzenden Mikrofon naturnäher empfangen

werden kann, und in der geringeren

Größe des zu implantierenden Anteils.

Beiden Typen ist gemeinsam, dass sie mit

feinster Vibrationstechnik den Schall von

außen auf die Gehörknöchelchen übertragen

also ähnlich dem natürlichen Prinzip

arbeiten. Der Arzt befestigt während

der Operation den Vibrationsüberträger

am Schädelknochen und im Amboss.

Sollten Hammer und Amboss fehlen oder

durch Krankheit zerstört sein, bieten sich

für diese Methode weitere Reste des Mittelohres

an, die zum Schwingen gebracht

werden können, um Schall auf das Innenohr

zu übertragen. Dazu zählen etwa der

Steigbügel oder das sogenannte runde

Fenster auch dies ist ein entscheidender

Vorteil der implantierbaren Hörgeräte.

Bereits während der Operation wird die

Funktion des Implantats getestet. Rund

acht Wochen danach werden die Geräte

eingeschaltet und vom Audiologen beim

Patienten angepasst.

Die direkte Übertragung von Schall auf

die Gehörknöchelchen des Mittelohres

bietet eine bessere Verstärkung als konventionelle

Hörgeräte. Außerdem besteht

die Möglichkeit, das Hören auch

dann wieder zu erlangen oder zu erhalten,

wenn Mittelohr oder Gehörgang

durch Missbildung oder Krankheit stark

verändert sind. Zunächst gilt es abzuklären,

welche Therapie die richtige ist.

Bei Beginn der Schwerhörigkeit bleibe

das konventionelle Hörgerät die erste

Wahl, betont Grundmann: Erst wenn der

Patient damit nicht ausreichend hören

könne oder der Einsatz eines Hörgeräts

aufgrund von Unverträglichkeiten oder

Fehlbildungen des Mittelohres nicht

möglich sei, sollte geprüft werden, ob

ein implantierbares Mittelohrhörsystem

sinnvoll ist. In diesen Fällen seien diese

Geräte eine wertvolle Ergänzung in der

Versorgung hochgradiger Innenohr- und

kombinierter Schwerhörigkeiten.

16 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 17


Medizin & Wissenschaft

Sympathische Reflexdystrophie

(Morbus Sudeck)

eine tückische Krankheit mit Folgen

Die Sympathische Reflexdystrophie

(CRPS) kommt in allen Altersstufen vor.

Sie bevorzugt Frauen zwischen 45 bis 60

Jahren. Betroffen sind meistens die oberen

Extremitäten. Eine kleine Verletzung verursacht

den Ausbruch der Erkrankung,

oftmals nach Radiusfrakturen. Zwei Mechanismen

scheinen hier bedeutsam zu

sein:

Zum einen eine Fehlverarbeitung des

Schmerzreizes, die zu einer vegetativen

Dysregulation führt. Und eine entzündliche

Komponente, die zu einer krankhaften

Ausschüttung von Neuropeptiden

führt. Die Sympathische Reflexdystrophie

ist eine schmerzhafte Erkrankung

einer (oder mehrerer) Extremitäten, die

ohne Behandlung fortschreitet und über

eine Schrumpfung der Haut, der Sehnen

und der Muskeln zum Funktionsverlust

führt.

Die Sympathische Reflexdystrophie verläuft

in drei verschiedenen Stadien:

Stadium 1 die akute Phase.

Sie tritt zwei bis acht Wochen nach der

Verletzung oder dem operativem Eingriff

ein und ist gekennzeichnet durch

starke brennende Ruhe- und Bewegungs-

Experten der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie der Asklepios Klinik

Weißenfels empfehlen sofortige Therapie

Eine einfache Prellung, ein simpler Knochenbruch oder eine kleiner Schnitt können die Krankheit

namens Sympathische Reflexdystrophie (CRPS) auslösen. Erst Wochen oder Monate nach

der Verletzung treten unvorstellbare Schmerzen auf für eine Behandlung kann es dann bereits

zu spät sein. Die Schmerzen bleiben ein Leben lang.

schmerzen, Überwärmung und Schwellung

sowie durch vermehrtes Schwitzen

des betroffenen Körperteils. Eine Spontanheilung

ist in dieser Phase möglich.

Stadium 2 tritt ein bis vier Monate

nach der Verletzung ein.

Die Merkmale dieser Phase sind zunehmende

Beweglichkeitsstörungen, ein

Rückgang der Schwellung sowie eine

Atrophie (Schwund) von Haut und Muskeln.

Die Haut ist blass, glänzend und

aufgrund von Sauerstoffmangel im Blut

bläulich verfärbt. Der Knochen zeigt im

Röntgenbild bereits kleine Aufhellungen.

Eine Spontanheilung ist in dieser Phase

unwahrscheinlich.

Stadium 3 tritt drei bis sechs Monate

nach der Verletzung ein.

Die Atrophie von Haut und Muskulatur

ist fortgeschritten. Es können Versteifungen

der Gelenke eintreten und im

Röntgenbild lassen sich Glasknochen

feststellen. Diese Phase kann nicht mehr

vollkommen geheilt werden. Jedoch wird

das dritte Stadium aufgrund gezielter

und zeitiger Behandlung heute kaum

mehr erreicht.

Die Psyche scheint in manchen Fällen eine

Rolle zu spielen und kann die Entstehung

des Krankheitsbildes begünstigen. Unter

den psychischen Auffälligkeiten werden

übergroße Ängstlichkeit, besondere Empfindlichkeit,

niedrige Schmerzschwelle,

innere Unruhe, psychosomatische Störungen,

emotionale Instabilität und Depressivität

genannt. Aber nicht jeder Patient

zeigt psychische Auffälligkeiten.

Das Leitsymptom der Erkrankung ist der

Schmerz. Er wird jedoch häufig den auslösenden

und begünstigenden Ursachen

wie Unfallverletzungen, Operationen

oder Nervenerkrankungen zugeschrieben.

Damit bleibt die Krankheit leider oft

unerkannt. Erst das gezielte Suchen nach

weiteren Symptomen erhärtet den Verdacht

auf eine CRPS.

An der Klinik für Unfallchirurgie und

Orthopädie der Klinik Weißenfels stützen

sich die Experten bei der Diagnose dieser

schwerwiegenden Schmerzerkrankung

auf die folgende Punkte, die im Rahmen

einer Checkliste erfragt und recherchiert

werden:

Gab es eine auslösende Läsion oder

einen operative Eingriff?

Handelt es sich um einen persistierenden,

nicht adäquaten Schmerz?

Treten Störungen der Sensorik und/

oder der endgradigen Bewegungen

auf?

Gibt es verschiedene Hautverfär-

18 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 19

bungen?

Kann ein diffuses Ödem mit Temperaturdifferenz

(wärmer oder kälter)

ausgemacht werden?

Sind die Gelenke geschwollen und zunehmend

bewegungseingeschränkt?

Stimmt die Schmerzregion mit der

Region der Läsion überein?

Liegen Störungen in der Persönlichkeitsstruktur

vor ?

Handelt es sich um einen anormalen

sympathischen Reflex nach einem

Trauma, der sich jedoch im Verlauf

steigert und nicht wie sonst abklingt?

Zusätzlich komplettieren Röntgenaufnahmen

die Diagnostik. In Ausnahmefällen

kann eine Szintigraphie sinnvoll sein.

Die frühzeitige Diagnose und die daran anschließenden

optimalen Behandlungsmaßnahmen

können eine Chronifizierung der

Schmerzen verhindern. Die Behandlung

sollte so zeitig wie möglich einsetzen, um

Gelenkversteifungen und eine Gebrauchsunfähigkeit

der betroffenen Extremitäten

zu verhindern. Als Therapie empfehlen

wir stadienabhängig die konsequente Ruhigstellung,

später krankengymnastische

Übungsbehandlungen, Kryotherapie,

Lymphdrainagen und eine gezielte Ergotherapie.

Alle diese Maßnahmen dürfen

keine Schmerzen verursachen.

Die Behandlung sollte in Kooperation mit

einem erfahrenen Schmerztherapeuten

und gegebenenfalls einem Psychologen

erfolgen. Anfangs empfiehlt sich die stationäre

Behandlung von zwei bis drei

Wochen mit einer kontinuierlichen Nervenblockade.

In Weißenfels erhalten die

Patienten Calcitonin, Gabapentin und

NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika)

in ansteigender Dosierung. Lokal kann

die Applikation einer DMSO oder steroidhaltigen

Salbe hilfreich sein. In einigen

Fällen macht sich die zusätzliche Gabe

von Methylprednisolon, Antidepressiva

oder Opioden erforderlich.

Dr. Gunther Reinicke

Kontakt

Dr. Gunther Reinicke

Leitender Oberarzt der Klinik

Asklepios Klinik Weißenfels

Naumburger Str. 76, 06667 Weißenfels

E-Mail: g.reinicke@asklepios.com


Medizin & Wissenschaft

Überleben wie viel

darf ein Jahr mehr kosten?

Symposium „Kardiovaskuläre Medizin von der Prävention zur Intervention"

Über 400 Herzspezialisten trafen sich auf Einladung der Kardiologischen Abteilung der Asklepios Klinik St. Georg

zum Symposium „Kardiologie live Kardiologie heute" in Hamburg. Auf dem hochkarätigen Kongress diskutierten

Experten unter anderem die Bedeutung von Biomarkern und Genetik in der Prävention, die Stammzelltherapie und

den Einsatz beschichteter Stents. Im Zentrum stand hier die provokante Frage: „Überleben wie viel darf ein Jahr

mehr kosten?“

Das englische Gesundheitsinstitut

NICE (National Institute for

Health and Clinical Excellence)

empfiehlt, teurere Stents (DES)

nicht einzusetzen, weil der finanzielle

Aufwand durch die

Vorteile der neuen Gefäßstützen

nicht gerechtfertigt werde.

Im englischen Gesundheitssystem

gibt es eine willkürlich

gezogene Grenze für Kosteneffektivität

bei 30.000 Pfund pro qualitätsadjustiertem

Lebensjahr (QALY). Laut

NICE wird diese Grenze bei der Behandlung

mit DES überschritten. Dabei stellt

die NICE-Analyse weder die Wirksamkeit

noch die Sicherheit der DES in Frage, sondern

allein die Kosteneffektivität.

Nach Meldungen über eine Häufung späterer

Gefäßverschlüsse in Folge der Behandlung

mit Drug Eluting Stents (DES),

also mit Medikamenten beschichteten

Gefäßstützen, gegenüber den einfachen

SAPIEN-Aortenklappenprothese

Bare Metal Stents

(BMS), sorgte

eine Stellungnahme

des

e n g l i s c h e n

Gesundheitsinstituts

NICE

für Aufsehen

in der Fachwelt.

Die DES

sind mit Wirkstoffenbeschichtet,

die einen erneuten Verschluss des behandelten

Herzkranzgefäßes verhindern

sollen und werden vor allem bei Risikopatienten

wie Diabetikern eingesetzt.

Diese Haltung stößt bei deutschen Experten

und Fachgesellschaften auf harsche

Kritik, ebenso wie die willkürliche

Auswahl der für die NICE-Untersuchung

ausgewerteten Studien und weitere inhaltliche

Mängel. Diese auf das britische

Gesundheitssystem ausgerichteten Er-

gebnisse ließen sich auf das deutsche System

nicht übertragen, so die einhellige

Meinung.

Eine große gesundheitsökonomische Studie

für Deutschland, die unter maßgeblicher

Beteiligung der Techniker Krankenkasse

die Kosteneffektivität der DES

untersucht hat, komme zu völlig anderen

Ergebnissen: „Diese GERSHWIN-Studie

(German Stent Health Outcome and Economics

Within Normal Practice) zeigte,

dass die Kosten der DES-Therapie anfangs

zwar deutlich höher liegen als mit

den billigeren BMS. Jedoch unterscheiden

sie sich bereits nach sechs Monaten nicht

mehr signifikant”, betonte Prof. Dr. Karl-

Heinz Kuck, Chefarzt der Kardiologie in

der Klinik St. Georg. „Die Analyse des

NICE-Instituts ist inadäquat und wird der

positiven Gesamtbilanz der Drug Eluting

Stents als Meilenstein bei der Behandlung

der koronaren Herzkrankheit in keiner

Weise gerecht”, sagte Prof. Kuck.

Zusammengedrückte

Klappenprothese auf

Implantationsballon

Prof. Dr. Heiner Greten vom Herzzentrum Mit mehr als einer Million Betroffenen

St. Georg wies darauf hin, dass „Kardiovas- allein in Deutschland ist das Vorhofflimkuläre

Erkrankungen weltweit die Haupt- mern bereits heute die häufigste Herz-

Todesursache sind“ und auch bleiben werrhythmusstörung und eine echte Volksden.

„2005 forderten diese Krankheiten krankheit. Aufgrund der zunehmenden

etwa 17,5 Millionen Menschenleben. Das Alterung der Gesellschaft werde sich di-

sind 30 Prozent aller global aufgetretenen ese Zahl bis 2050 verdreifachen, schätzen

Todesfälle. Im Jahr 2015 werden etwa 20 Experten. Dabei ist Vorhofflimmern nicht

Millionen Menschen an kardiovaskulären nur mit einem Verlust an Lebensqualität

Erkrankungen sterben und somit erheb- verbunden, sondern auch mit einer erlich

zu den steigenden Gesundheitskosten höhten Sterblichkeit an Folgekrankheiten,

in der Welt beitragen.

vor allem dem Schlaganfall.

Vor allem in

„Mit Hilfe der sogenannten

den Ent-

Katheterablation, die in

wicklungs

der Klinik St. Georg

ländern, auf

maßgeblich mit entwi-

die 80 Prozent

ckelt wurde, kann Vor-

dieser hohen

hofflimmern heute in

Todesrate ent-

vielen Fällen gefallen.“heilt

werden”,

Das persön-

sagte Profeslichekorosor

Kuck.

nareRisi- Doch das

ko wird

Verfahren

durch die

sei kompliRisikofakziert

und

toren Alter,

e r f o rd e re

erhöhter Blut-

viel Gedruck,

erhöhtes

schick und

LDL-Choleste-

Erfahrung,

rin, Diabetes und

was in An-

Rauchen gesteigert.

betracht der

Die Bestimmung sogenannter

Positionierung der Prothese

großen Patientenzahl zu-

Biomarker kann den prädiktiven Wert nehmend zu Engpässen bei der Behand-

von Risikofaktoren erhöhen. Gleiches gilt lung führe. „Roboter-gestützte Verfahren

für die Bestimmung genetischer Marker. wie das vor vier Jahren in der St. Georg

Gegenwärtig gibt es mindestens zwölf eingeführte Magnetlabor und andere

genetische Marker, die mit erhöhtem Entwicklungen können die Behandlung

koronarem Risiko korrelieren. Für die unterstützen und vereinfachen”, so Kuck.

große Gruppe von Patienten mit inter- „Aber auch sie müssen von Menschenmediärem

Risiko erhöht die Bestimmung hand geführt werden. Eine vollständig

von Biomarkern und genetischen Mar- automatisierte Behandlung bleibt noch

kern den Aussagewert.

ein Traum.”

20 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 21

Kontakt

Prof. Dr. Karl-Heinz Kuck

Leitender Arzt der Kardiologie

Asklepios Klinik St. Georg

Lohmühlenstr. 5, 20099 Hamburg

E-Mail: k.kuck@asklepios.com


Medizin & Wissenschaft

CMD-Centrum im INI Hannover

Spezialisten für Cranio-mandibuläre Dysfunktion arbeiten im Übergang zwischen Medizin

und Zahnmedizin

Wer bei Google das Stichwort „CMD“ oder die Langversion Cranio-mandibuläre Dysfunktion eingibt, erzielt mehr

als 14.300 Treffer. Offenbar ist die CMD ein Problem, mit dem sehr viele Menschen zu tun haben. Asklepios intern

sprach mit Dr. med. dent. Alireza Amir, Zahnmediziner im International Neuroscience Institute (INI) Hannover, wo

er mit seinem Team Anfang August 2008 das CMD-Centrum eröffnete.

Asklepios intern: Dr. Amir, Sie widmen

sich primär dem Kiefergelenk. Gilt es

denn als besonders kompliziert?

Dr. Alireza Amir: Eigentlich nicht, ein

Kiefergelenk ist nicht komplizierter aufgebaut

als ein Kniegelenk. Seine Besonderheit

besteht darin, dass seine korrekte

oder physiologisch „richtige“ Position

auch durch die Stellung der Zähne beeinflusst

wird. Veränderungen der Zahnstellung

kommen relativ häufig vor. Hierzu

zählen Zahnverlust oder zahnärztliche

restaurative Maßnahmen. Wenn bei einer

zahnärztlichen Behandlung die Harmonie

von Zähnen, Kaumuskulatur und

Kiefergelenken verändert oder gestört

wird, können Beschwerden entstehen.

Die obere und untere Zahnreihe treffen

wünschenswerterweise präzise aufeinander.

Schon ein einziger fehlender Zahn,

eine schlecht angepasste Brücke oder eine

nicht optimale Füllung stören das empfindliche

Gleichgewicht.

Hier kommt der Begriff Cranio-mandibuläre

Dysfunktion ins Spiel. Was versteht

man unter CMD ?

Der Begriff subsummiert alle Beschwerden,

die in Zusammenhang mit einer

falschen Bisslage, einem Fehlbiss und den

entsprechenden Spätfolgen auftreten. Wir

unterscheiden hier zwischen (Kiefer-)gelenknahen

und (Kiefer)gelenkfernen Beschwerden.

Kann der Patient die Beschwerden, die

sich unmittelbar im Kiefergelenk manifestieren,

auch selbst einordnen?

Gelenknahe Beschwerden können die betroffenen

Patienten gut nachvollziehen.

Das Kiefergelenk knackt, es schmerzt

oder lässt sich nur eingeschränkt bewegen.

Abrieb der Kauflächen, nächtliches

Pressen oder Knirschen, Schmerzen beim

Kauen mit diesen Problemen sucht der

Betroffene typischerweise seinen Zahnarzt

auf. Die gelenkfernen Beschwerden

äußern sich oft chronisch, zum Beispiel

als Kopf-, Nacken- und atypische Ge-

sichtsschmerzen, Ischias- oder Knieprobleme,

dem Schulter-Arm-Syndrom bis

hin zum Tinitus oder gar depressiven

Verstimmungen. Diese Patienten suchen

meist Kollegen anderer Disziplinen auf,

wie Allgemeinmediziner oder Orthopäden.

Häufig leiden sie jahrelang, weil die

Ursache im Kiefergelenk sitzt und leicht

übersehen wird.

Muss hier die Schwelle zwischen Medizin

und Zahnmedizin überschritten werden,

um den Menschen besser helfen zu

können?

Es geht uns um den multidisziplinären

Ansatz. In der Behandlung von CMD ist

es unabdingbar, dass Spezialisten verschiedener

Disziplinen eng zusammenarbeiten.

In unserer CMD-Sprechstunde

untersuchen wir von Beginn an jeden Patienten

abhängig von seinem Beschwerdebild

zahnärztlich, kieferorthopädisch

oder neurologisch.

Welche Mittel setzen Sie bei der Diagnose

und Therapie ein?

Bei der Untersuchung des Patienten setzen

wir sowohl zahnärztliche als auch

neurophysiologische Methoden ein. Dazu

gehören die manuelle und instrumentelle

Funktionsanalyse, Okklusionsanalyse,

bildgebende Verfahren sowie fallbezogene

neurologische und neurochirurgische

Untersuchungen. Daraus entwickeln

wir Diagnostik und Behandlung.

Wir therapieren mit neuromuskulären

Schienen, transcutaner Elektro-Neurostimulation

(TENS) und Magnetstimulation.

Mit diesem außergewöhnlichen Therapiekonzept

unterstützen wir Kolleginnen

und Kollegen aus der Zahnheilkunde,

Humanmedizin und Alternativmedizin.

Warum hat sich das CMD-Centrum Anfang

Juli 2008 im INI Hannover etabliert?

Das INI Hannover, unter der Leitung seines

Gründers und Präsidenten Prof. Dr.

Majid Samii, ist eine Institution, die täglich

Spitzen-Medizin auf Weltniveau leistet.

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir

innerhalb dieser Struktur unseren Beitrag

leisten dürfen. Prof. Dr. Samii sagte anlässlich

unserer Eröffnungsfeier im INI:

„In den kommenden Jahren wird hier

tausenden von Patienten mit der multidisziplinären

Herangehensweise an das

Thema CMD geholfen.”

Wie ist Ihr Team zusammengesetzt?

Neben der zahnärztlichen Basisversorgung

verfügen wir über Spezialisten für

Implantologie, Parodontologie und Prothetik.

Wir können auf die Erfahrung

und Kompetenz der Top-Mediziner des

INI Hannover zurückgreifen. So gibt es

in unserer CMD-Sprechstunde eine enge

Zusammenarbeit mit PD Dr. Amir Samii

(Neurochirurgie), Prof. Dr. Wolfgang

Draf (HNO, Kopf-, Hals- und Plastische

Gesichtschirurgie) und auch PD Dr. Bahram

Mohammadi (Neurologie).

Darüber hinaus kooperieren wir natürlich

mit den jeweiligen Fachärzten, bei denen

der Patient zuvor in Behandlung war.

Das Gespräch führte Mandy Wolf

22 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 23

Kontakt

Dr. Alireza Amir

CMD-Centrum im INI Hannover

International Neuroscience Institute

Hannover

Rudolf-Pichlmayr-Straße 4

30625 Hannover

Tel.: (0511) 544 24 44

(0511) 228 95 87

E-Mail: a.amir@t-online.de

www.cmd-hannover.de


Gesundheit & Wirtschaft

»Kurz und Knapp

» Grundstein für 19 Mio. € Projekt gelegt

Mit der feierlichen Grundsteinlegung wurde der „Startschuss“

für die Rohbauarbeiten des Bauprojektes „Integration der städtischen

Klinik Seesen am Standort Asklepios Kliniken Schildautal

Seesen“ gegeben. Der Geschäftsführer der Asklepios Kliniken

Schildautal, Ulrich Gnauck, begrüßte anlässlich der Feierlichkeiten

das Mitglied des Bundestages, Dr. Hans Georg Faust, und

die Landtagsabgeordnete Petra Emmerich Kopatsch sowie den

Bürgermeister der Stadt Seesen, Hubert Jahns. Das zukunftsweisende

Bauprojekt schafft 84 zusätzliche Bettenplätze und

steigert somit allein die Zahl der Bettenplätze im Akuthaus von

228 auf 272 Pflegebetten. Zu ihnen gesellen sich noch jeweils

neun (ITS-)Betten zur Behandlung Schwerkranker für „Innere“

und „Chirurgie“, 12 „Intermediate-Care“-Betten sowie zehn

Betten der „Stroke Unit“. Die Bruttogeschossfläche wächst um

4.500 Quadratmeter auf dann rund 24.000. Mit der Fertigstellung

des Projekts wird Ende 2009 gerechnet. Die Kosten der

Maßnahme belaufen sich auf rund 19 Millionen Euro.

» KTQ-Rezertifizierung gelungen

Das Asklepios Fachklinikum Wiesen hat am 22.10.2008 erfolgreich

ihr KTQ-Siegel verteidigt. Die Urkunde zur KTQ-Rezertifizierung

wurde am 02.12.2008 übergeben.

» Spende für über 11.000 ehrenamtliche

Helfer

In der Trägerorganisation der Grünen Damen und Herren, der Ar-

beitsgemeinschaft evangelische Krankenhaus-Hilfe e. V., engagieren

sich mittlerweile 11.000 Helfer bundesweit in mehr als

700 Einrichtungen. Die Brigitte-Schröder-Stiftung unterstützt

diese Arbeit. Auch die Asklepios Kliniken helfen der Stiftung

mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro. Dr. Tobias Kaltenbach,

der Vorsitzende der Asklepios Konzerngeschäftsführung:

„Neben der Unterstützung wollen wir damit auch unserem Respekt

für die Arbeit der Ehrenamtlichen Ausdruck verleihen.“

» Strafvollzugskommission des Thüringer

Landtages besucht Fachklinikum Stadtroda

Die 33. Ausschusssitzung der Strafvollzugskommission des

Thüringer Landtages war Anlass für einen Besuch der Klinik für

Forensische Psychiatrie am Asklepios Fachklinikum Stadtroda.

Hauptanliegen war neben der umfangreichen Informationsgewinnung

über die Einrichtung auch die Anhörung von Patienten

der Klinik für Forensische Psychiatrie, die sich beim Strafvollzugsausschuss

in unterschiedlichen Belangen meldeten. Die

Kommissionsmitglieder prüfen nun die Sachverhalte. Die Ergebnisse

des Besuches werden u. a. im alljährlichen Arbeitsbericht

des Petitionsausschusses veröffentlicht.

24 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 25

» Prävention hautnah

Wie fühlt es sich an, wenn der Arm eingegipst ist? Wie sieht ein

Mensch von innen aus? Wie hält man sein Gleichgewicht mit

geschlossenen Augen? Seit drei Jahren können sich Kinder von

Klasse 1 bis 4 der John-Sutton-Schule in Kiedrich mit diesen

Themen hautnah auseinandersetzen. Möglich wurde dieses Projekt

durch eine Kooperation zweier engagierter Frauen: Walburga

Sprenger verantwortet den Konzernbereich Pflegemanagement

in den Asklepios Kliniken und Sabine Schneider ist ehrenamtliche

Mitarbeiterin beim Malteser-Hilfsdienst.

Um die theoretischen Kenntnisse zu festigen, wurden im August

2008 durch Stephan Murfeld im Namen der Dr. Broermann-

» Neue Trikots besiegeln Zusammenarbeit

Ein neuer Satz Trikots für die überregional erfolgreiche Jugendmannschaft

besiegelt die Sponsor-Partnerschaft zwischen dem

Asklepios Klinikum Bad Abbach und der Junioren-Förder-Gemeinschaft

(JFG) Donautal Bad Abbach. „Unsere Zusammenarbeit

geht aber weit darüber hinaus“, betont Raimund Rauscher,

Verwaltungsdirektor des Klinikums.

So werden Physiotherapeuten das Aufwärmtraining begleiten

und Tipps geben, wie sich Sportverletzungen vermeiden lassen.

Vor allem die Ärzte, allen voran Prof. Dr. Dr. Joachim Grifka, Direktor

der Klinik und Poliklinik für Orthopädie am Klinikum, und

Dr. Siegfried Marr, Chefarzt für Orthopädie am Rehazentrum,

werden sich an dem Programm mit verschiedenen Maßnahmen

beteiligen.

» Patientenkalender aus Bad König

Malen regt die Eigenaktivität des Patienten an! Der von Patienten

gestaltete Kalender 2009 aus Bad König kann bei Sybille

Erb bestellt werden. E-Mail: s.erb@asklepios.com.

Stiftung drei Bücher zu den Themen „Ich werde untersucht,

aber wie?“, „Ich hab´ mir wehgetan!“ und „Mich juckt es so!“

des Thieme-Verlages jeweils als Klassensatz der John-Sutton-

Schule überreicht.

Asklepios Kliniken überreichen Kiedricher Grundschülern Präventionsliteratur.

» Afrikanische Klänge im Krankenhaus

Im August 2008 fand im Klinikum Uckermark eine Präventionsveranstaltung

für Auszubildende statt. Die angehenden Gesundheits-

und Krankenpfleger des 2. Lehrjahres diskutierten

mit dem ehrenamtlichen Ausländerbeauftragten der Stadt über

Rechtsextremismus und Gewalt. Ibrahimo Alberto: „Es ist für

mich sehr wichtig, die jungen Menschen in ihrer Persönlichkeit

zu stärken und sie in ihrer kritischen Haltung zum Rechtsextremismus

zu unterstützen.“ Die Schüler lauschten seinen Berichten

und stellten spezielle Fragen zu Themen wie Gewalt und

Rechtsextremismus unter Jugendlichen.

Anita Jähnke, Beauftragte des Europazentrums Brandenburg-

Berlin des Regionalen Fördervereins hat sich auf derartige

Projekttage für Jugendliche ab 16 Jahren spezialisiert. „Es ist

nicht ungewöhnlich, dass wir Schulklassen und Auszubildende

besuchen, denn nur durch Bücher und Fernsehen allein kann

man sich nicht mit anderen Kulturen auseinandersetzen. Bei so

einer Veranstaltung können gezielt Vorurteile beseitigt werden.“

Mit fremdenfeindlichen Vorurteilen haben die Azubis im Asklepios

Klinikum manchmal sogar hautnah zu tun, immerhin sind

Mitarbeiter aus 13 verschiedenen Nationen unter einem Dach

beschäftigt.


Gesundheit & Wirtschaft

Hochleistungsmedizin mit

Qualität und Menschlichkeit

Asklepios verleiht zum vierten Mal zehn Awards für herausragende Leistungen

Bereits zum vierten Mal wurden am 30. September 2008 zur 12. Jahrestagung

der Asklepios Führungskräfte Mitarbeiter und ihre Teams mit dem

Asklepios Award geehrt. Die Preisverleihung fand im feierlichen Rahmen

im Kempinski Hotel Falkenstein statt. Wie in den Jahren zuvor hatte die

Jury auch 2008 keine einfache Aufgabe. Sämtliche Bewerbungen waren hochkarätig

und einer Ehrung würdig. Die zehn Preisträger, die schließlich ausgewählt

wurden, sind hervorragende und exemplarische Beispiele für die

Innovationskraft und Qualitätsbereitschaft des gesamten Konzerns.

„Die gute Seele des Labors“

Die Ehrung für besondere Mitarbeiter

nahm Ingrid Körner, Asklepios Orthopädische

Klinik Hohwald, entgegen.

Ingrid Körner ist schon ihr ganzes Leben

eng mit der Klinik in Hohwald verbunden.

Hier verbrachte sie ihre Kindheit,

ihre Jugend und einen großen Teil des

Lebens mit ihrer Familie. Beginnend mit

ihrer Ausbildung zur Medizinisch-Technischen

Assistentin arbeitet sie seit mittlerweile

40 Jahren im Klinischen Labor,

das sie heute leitet. Nebenbei motiviert

und fördert sie Kollegen und Auszubildende,

führt Mitarbeitergespräche und

engagiert sich in Arbeitsgruppen zur

Qualitätssicherung. Der Elan und die Begeisterung

für ihre Arbeit, ihre Kollegen

und ihr Krankenhaus sind ihr in all den

Jahren erhalten geblieben.

Ingrid Körner bleibt bescheiden: „Ich

sehe diesen Preis nicht als persönliche

Auszeichnung, sondern nehme ihn stellvertretend

für alle Mitarbeiter unserer

Klinik entgegen. Dennoch freue ich mich

natürlich, dass meine 40-jährige Betriebszugehörigkeit

in diesem festlichen Rahmen

eine solche Anerkennung erfährt.“

Die Preisträger des Asklepios Award 2008 für medizinische Innovation und Qualität

26 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 27

1. Preise

Pflegebasierter Akutschmerzdienst

Die besondere Bedeutung der Pflege im

Behandlungsregime des Akutschmerzes

Für Patienten ist ein

Krankenhausaufenthalt

häufig mit

Ängsten verbunden.

Es ist auch die Aufgabe

eines Krankenhauses,

Patienten diese Angst zu

nehmen, individuell auf ihre

Bedürfnisse einzugehen und Schmerzen

so weit es geht zu verhindern und zu lindern.

Der Asklepios Klinik Lindenlohe

widmet sich dieser Aufgabe in vorbildlicher

Weise. Durch den Einsatz moderner

und schmerzlindernder Verfahren

sowie Engagement hoch kompetenter

Mitarbeiter ist es gelungen eine beispielhaft

hohe Zufriedenheit der Patienten mit

der Schmerztherapie zu erzielen.

Rudolf Lang:

„Der Preis ist für unser Team eine Bestätigung,

auf dem richtigen Weg zu sein. Leider

ist der Akutschmerzdienst in deutschen

Krankenhäusern noch immer ein

Stiefkind, da die Einrichtung eines Akutschmerzdienstes

in kleineren Kliniken

sowohl personell wie auch finanziell eine

größere Herausforderung ist. Dennoch

sollte kein Patient, egal in welchem Krankenhaus

er liegt, Schmerzen erleiden

müssen.“

Preisträger: Dr. Franz Jürgen Unterburger,

Rudolf Lang, Martin Wallinger, Thomas

Kastner, Asklepios Orthopädische

Klinik Lindenlohe, Anästhesie

Rationale Antibiotika-Therapie in den

Asklepios Kliniken Hamburg

Durch das große Engagement einer interdisziplinären

Arbeitsgruppe aus den

Bereichen Klinische Infektiologie, Apotheke

sowie Mikrobiologie und Hygiene

ist es gelungen, einen hohen medizinischpharmakologischen

Standard zu formulieren,

der eine optimale Behandlung der

Patienten sicher stellt und gleichzeitig

die Nutzung von Synergien in der Asklepios

Gruppe einbezieht und fördert.

Dieser Standard ist ein Beweis dafür, dass

durch die Verbindung von medizinischen

und medizinökonomischen Aspekten die

Behandlungsqualität nicht leiden muss,

sondern gesteigert werden kann.

Dr. Susanne Huggett:

„Interdisziplinäre Projekte sind die Zukunft.

Gerade bei der Versorgung von

infektiösen Patienten darf nicht in Fachdisziplinen

gedacht werden. Damit der

Patient schnell wieder gesunden kann,

ist Teamwork gefragt. Der Award ist

eine hervorragende Bestätigung unserer

Arbeit.“

Preisträger: Dr. Albrecht Stöhr, ifi,

Prof. Dr. Jörg Braun, Asklepios Klinik

Wandsbek, Dr. Susanne Huggett und

Prof. Dr. Hinrik von Wulffen MEDILYS,

Dr. Isabel Kreft, Thomas Garms, Krankenhausapotheke

Asklepios Kliniken

Hamburg

Mittendrin wir Kommunikative Antistigmatisierung

zur Überwindung der Ausgrenzung

psychisch kranker Menschen

Menschen mit psychischen Erkrankungen

leiden auch in unserer modernen

Gesellschaft unter Vorurteilen, Stigmatisierungen

und Ausgrenzungen. Obwohl

immer mehr Menschen erkranken, wird

das Thema noch immer nicht von der

Öffentlichkeit angenommen. Das Salus

Institut Uchtspringe ist seit Jahren mit

großem Engagement bestrebt, Vorurteile

gegenüber psychisch Erkrankten abzubauen.

Statt rein auf medizinische Aufklärung

und Anti-Stigma-Appelle zu setzen,

werden offener Umgang und Kommunikation

gefördert sowie Brücken gebaut.

Prof. Dr. Christfried Tögel:

„Dieser Preis wird positive Rückwirkungen

auf unser Krankenhaus haben.

Seit sieben Jahren engagieren sich viele

Menschen in diesem Projekt, obwohl es

keine medizinische Innovation ist. Unser

Schirmherr Herbert Grönemeyer freut

sich gemeinsam mit uns über diese besondere

Wertschätzung.“

Preisträger: Dr. Bernd Hahndorf, Salus

Fachklinikum Uchtspringe, MR Dr.

Volker Lischka, Prof. Dr. Christfried Tögel,

Salus Institut, Franka Petzke Salus

gGmbH


Gesundheit & Wirtschaft

2. Preise

Patientensicherheit: Aus Fehlern lernen

Zwischenfälle und Beschwerden als

Qualitätsimpuls nutzen

Fehler zu machen ist menschlich. Eine

völlige Fehlerfreiheit wird sich in keinem

klinischen Bereich jemals erreichen lassen.

Es ist aber die Pflicht der Krankenhäuser,

ihren Patienten Leid zu ersparen,

Fehlerquellen zu erkennen, aus Fehlern

zu lernen und Schäden von den Patienten

abzuwenden, wo und wann immer dies

geschieht. Die Abteilung für Geburtshilfe

und Pränatalmedizin der Klinik Nord

widmet sich in vorbildlicher Weise der

Etablierung einer Kultur, in der Fehler

und Beinahefehler im Krankenhaus erfasst

und offen und konstruktiv diskutiert

werden.

Dr. Michael Scheele:

„Der Preis ist für das gesamte geburtshilfliche

Team eine besondere Anerkennung

der seit über 8 Jahren geleisteten Arbeit

an diesem Thema. Er zeigt, dass Teamentwicklung

zum Vorteil der betreuten

Frauen als Qualität in der medizinischen

Versorgung wahrgenommen wird. Das

motiviert uns alle, unsere Anstrengungen

fortzusetzen.“

Preisträger: Dr. Michael Scheele, Asklepios

Klinik Nord, Gynäkologie & Geburtshilfe

Pflegerische Entlassungsplanung in der

Kinderorthopädie in Anlehnung an den

nationalen Expertenstandard

Durch eine koordinierte Entlassungsplanung,

bei der die Pflege als Mittler und

steuerndes Element auftritt, werden Kinder

mit orthopädischen Erkrankungen

und deren Eltern von der Aufnahme bis

zur Entlassung kompetent begleitet. Das

Ziel ist die exakte Erfassung des Unterstützungsbedarfes

und die Sicherstellung

einer optimalen Versorgung während des

gesamten Krankenhausaufenthaltes bis

zur Nachsorge für die kleinen Patienten.

Elisabeth Habbel:

„Wichtig ist mir, dass die Pflege den Entlassungsprozess

moderiert, begleitet und

koordiniert. Denn die Pflege hat den meisten

Kontakt zu den operierten Kindern

und deren Eltern. Den Asklepios Award

sehe ich als große Auszeichnung unserer

Arbeit. Für die Unterstützung in der Umsetzung

danke ich dem Team der Stat. 3,

dem Chefarzt der Kinderorthopädie PD

Dr. Urs von Deimling, der Pflegedienstleitung

Maria Günther und unserem Geschäftsführer

Günter Landwehr.“

Preisträger: Elisabeth Habbel und Team,

Asklepios Klinik St. Augustin, Kinderorthopädie

Verkürzung der Wartezeiten bis zum

1. Facharztkontakt: Das „First View-

Konzept“ in der Zentralen Notaufnahme

Jeder, der schon einmal

mehrere Stunden

in der Notaufnahme

eines Krankenhauses

mit Warten zubringen

musste, kann nachfühlen,

wie belastend eine solche

Situation ist. Für Patienten

und Angehörige sind daher

ein zügiger Zugang zur Behandlung,

Freundlichkeit, klare Zuständigkeiten

und eine hohe Behandlungsqualität

wichtig. Die Klinik in Altona

gewährleistet dies mit ihrem „First-View-

Konzept“ und konnte zudem die Wartezeiten

in der Notaufnahme auf maximal

15 Minuten beschränken.

Dr. Barbara Hogan:

„In der Verleihung des Preises sehen wir

eine große Wertschätzung des gesamten

Teams. Wir sind Notfallmediziner aus

Leidenschaft und sehen im ̦First-View-

Konzept’ das perfekte Prinzip für alle

deutschen Notfallaufnahmen.“

Preisträger: Dr. Barbara Hogan, Dr.

Manoj Singh, Asklepios Klinik Altona,

Zentrale Notaufnahme

Mit stehenden Ovationen in den Ruhestand

Wer 24 Jahre ein großes Krankenhaus in Hamburg leitet, hat schon so manchen Sturm erlebt. Doch mit stehenden Ovationen zur

Verabschiedung in den wohlverdienten Ruhestand hatte Wilfried Lühmann, Kaufmännischer Leiter der Asklepios Klinik Altona

ganz sicher nicht gerechnet. Überrascht und gerührt bedankte er sich für den Beifall und in das in ihn gesetzte Vertrauen.

28 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 29

3. Preise

Schule bewegt sich

Das Projekt „Schule bewegt sich“ widmet

sich der Prävention und Gesundheitsförderung

und setzt dabei gezielt

bei Schulkindern an. Durch die Einbindung

zahlreicher klinischer Experten

und einer engen Kooperation mit der

Theodor-Mommsen-Schule Bad Oldesloe

ist es gelungen, auch über den Schulalltag

hinaus ein Bewusstsein für Gesundheit

zu vermitteln und Anhaltspunkte dafür

zu liefern, in welchen Bereichen Gesundheitsförderung

für Schüler ansetzen sollte.

Stefanie Schwarz:

„Losgelöst vom Klinikalltag wirken berufsgruppenübergreifend

Kollegen der

Klinik mit Freude und Begeisterung seit

Jahren an dem Projekt mit. Wir freuen

uns sehr über diesen Preis, der das persönliche

Engagement vieler Einzelner honoriert.“

Preisträger: Andreas Tüting, Stefanie

Schwarz, Asklepios Klinik Bad Oldesloe

AQR Asklepios Qualität für Rezeptionen

Für die meisten Menschen, die in ein

Krankenhaus kommen, ist die Rezeption

die erste Anlaufstelle. Sie ist es auch,

die den ersten prägenden Eindruck eines

Hauses vermittelt. Deshalb ist es besonders

wichtig, an der Rezeption einen

guten Service durch qualifizierte Mitarbeiter

zu leisten. AQR widmet sich in

herausragender Weise der Sicherstellung

eines hohen qualitativen Standards durch

Kundenorientierung, Kommunikation,

Kompetenz, Information und Erscheinungsbild.

Stefan Kruse, Frank Tamm:

„Wir begrüßen, dass durch diese Anerkennung

das Projekt noch bekannter

wird. Wir freuen uns über weitere interessierte

Kliniken, in denen wir diesen

Standard ebenfalls etablieren können.

Umsetzbar ist AQR in allen Asklepios

Einrichtungen.“

Preisträger: Stefan Kruse, KB DRG-,

Medizin- und Qualitätsmanagement;

Martin Merbitz und Torsten Drößiger,

Bad Salzungen; Frank Tamm, Bad Griesbach

Cardiosport Integration der ambulanten

Phase-III-Rehabilitation von Patienten mit

koronarer Herzkrankheit in die Strukturen

einer Akut-Klinik

Zur Vorbeugung erneuter Herzerkrankungen

sind auf Seiten der Patienten

oftmals dauerhafte Änderungen des Lebensstils

und des Gesundheitsverhaltens

vorzunehmen. Das fällt den Patienten

nicht immer leicht. Umso bedeutsamer

sind daher Maßnahmen, die wie in

Seligenstadt direkt von der behandelnden

Klinik angeboten und die auch nach dem

stationären Aufenthalt alltagsbegleitend

unter medizinischer Beobachtung weiter

durchgeführt werden können.

Stefan Maximillian Müller, Dr. Nikos

Stergiou:

„Patienten, die unter medizinischer Beobachtung

trainieren, sind leistungsorientierter,

weil sie sich sicherer fühlen. Dieser

Preis ist die gelungene Ehrung eines

Engagements, das außerhalb der täglichen

Arbeit stattfindet und zufriedene

Patienten an die Einrichtung bindet.“

Preisträger: Stefan Maximillian Müller,

Dr. Nikos Stergiou, Asklepios Klinik

Seligenstadt


Gesundheit & Wirtschaft

„Praxistag” sensibilisiert für

Bedürfnisse der Kollegen

Verwaltungsmitarbeiter der Schwalm-Eder-Kliniken schlüpfen in die Rolle

von Ärzten und Krankenschwestern

Personalchef JörgUwe Liebisch aktiv auf der Intensivstation Geschäftsführer Andreas Holzner verschafft sich Einblicke im OP

Mit einer Überraschung begann für viele

Mitarbeiter der Schwalm-Eder-Kliniken

am 21.08.2008 der Arbeitstag. In ihre

Teams auf den Stationen, der Röntgenabteilung,

dem Aufnahmebereich oder

auch im Reinigungsdienst hatten sich

nämlich Verwaltungsmitarbeiter in der

jeweils bereichstypischen Berufskleidung

eingegliedert, um im Rahmen eines „Praxistages”

Klinikluft aus Sicht einer Krankenschwester,

eines Assistenzarztes oder

einer Arzthelferin zu schnuppern.

So trat beispielsweise der Geschäftsführer

der Kliniken, Andreas Holzner, am Morgen

seinen Dienst im OP an. Besonders

interessierten ihn dabei die Abläufe rund

um den Patienten. „Es ist wichtig, dass

die Mitarbeiter der Verwaltung die groben

Abläufe der Gesundheitsversorgung

im Krankenhaus kennen. Dies führt zu ei-

ner reibungsloseren Zusammenarbeit der

klinischen und der administrativen Mitarbeiter

und kommt damit letztendlich

auch den Patienten zugute”, so Holzner,

der selbst über berufliche Erfahrung im

OP sowie in der Notaufnahme verfügt.

Angeregt wurde die Aktion durch die

Lenkungsgruppe Qualitätsmanagement

der Schwalm-Eder-Kliniken. Die Ergebnisse

der ersten Mitarbeiterbefragung

im Rahmen des Qualitätsmanagements

hatten gezeigt, dass die Einsicht in die

Probleme anderer Kollegen nicht immer

gegeben ist. „Da liegt es nahe, einfach

einmal für ein paar Stunden die Seiten zu

wechseln und den Kollegen im Dienst am

Patienten ein wenig über die Schultern

zu schauen”, so Jörg-Uwe Liebisch, Leiter

der Personalabteilung und Mitglied der

Lenkungsgruppe. Liebisch, der selbst auf

der Intensivstation Schwalmstadt bei der

Basispflege der Patienten half, erkennt

beeindruckt an, dass dort „neben der

körperlich anstrengende Arbeit Medizin

auf qualitativ höchstem Niveau erbracht

wird. Und dennoch geht die pflegerischmenschliche

Zuwendung zu den schwer

kranken Patienten nicht verloren”.

Auch für den Leiter der Intensivstation,

Andreas Schäfer, machen diese Aktion

und die Erkenntnisse des Qualitätsmanagements

Sinn: „Nur so entsteht in der

Verwaltung ein zutreffendes Bild davon,

was wir hier leisten”, sagt er. Alle

Beteiligten zogen ein positives Fazit, so

dass es nicht lange dauern wird, bis der

nächste „Praxistag” den Mitarbeitern der

Schwalm-Eder-Kliniken die Augen für die

Probleme ihrer Kollegen erneut ein wenig

mehr öffnen wird.

Geschulter Umgang mit

aggressiven Patienten

Im Kontakt mit Patienten ist die Wahr-

scheinlichkeit für das Auftreten aggressiver

Verhaltensweisen und angespannter

Situationen deutlich erhöht. In den verschiedenen

Einrichtungen des Asklepios

Konzerns existieren je nach Patientenklientel

unterschiedliche Anforderungen

an ein Deeskalationsmanagement. Unabhängig

von der Art und Weise der Aggression

muss in jedem Fall der professionelle

Umgang mit diesen Situationen das

Ziel jeder Institution sein. Wenn aggressive

Verhaltensweisen auch nur zum Teil

durch Krankheit oder institutionelle Gegebenheiten

mitbedingt sind, hat der Patient

Anspruch auf geschultes Personal,

das mit seinen Anspannungszuständen

bzw. mit aggressiven Verhaltensweisen

kompetent umgehen kann.

Immer häufiger werden Mitarbeiter des

Sozial- und Gesundheitswesens durch

An- und Übergriffe von Patienten psychisch

und physisch zum Teil schwer

verletzt. Die Ursachen für diese Attacken

sind vielfältig (Angst, Schmerz, Anspannung,

Frust o. ä.). Entsprechende Statistiken

zeigen auf, dass je nach Institution

30 bis 50 Prozent aller Arbeitsunfälle

durch Patientenübergriffe bedingt sind.

Die Schulung der Mitarbeiter im Umgang

mit aggressiven Patienten beinhaltet

somit auch die Unfall-Prävention hinsichtlich

der Arbeitsplatzsicherheit der

Mitarbeiter.

Im Asklepios Fachklinikum Stadtroda

gibt es seit gut zwei Jahren einen speziell

geschulten Mitarbeiter, der über den Zeitraum

dieses Jahres und für die spezielle

Tätigkeit des Deeskalationstrainers freigestellt

wurde. Dies ist selten in der deutschen

Krankenhauslandschaft und zeugt

von der hohen Wertschätzung der Arbeit

aller Beschäftigten und Weitsicht seitens

der Klinikleitung.

Stefan Kraft, Pfleger in der Forensischen

Klinik, schult nun das Personal des Klinikums

gemäß dem ProDeMa-Programm.

Sein Wissen hat er bereits an cirka 250

Fachklinikum Stadtroda

setzt Deeskalationstrainer ein

Kolleginnen und Kollegen weitergeben

können. Das Feedback der Kollegen ist

rundum positiv. Im Falle eines Übergriffs

bleibt oft eine posttraumatische Belastungsstörung

bei dem angegriffenen

Mitarbeiter zurück. Dank des Trainings

und der gezielten Vorbereitung auf mögliche

Situationen wird nun die Deeskalation

ruhiger und klarer durchgeführt. Man

ist auf bestimmte Situationen vorbereitet.

Dies schützt zum einen den Patienten

durch sicheres, geschultes und der jeweiligen

Situation angepasstes Verhalten des

Personals und hilft diesem wiederum, bereits

präventiv bei der Verarbeitung solcher

Erlebnisse.

30 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 31

Stephan Kraft

Kontakt

Stephan Kraft

E-Mail st.kraft@asklepios.com angeben


Gesundheit & Wirtschaft

Zweiter AFHpartnerGipfel

Bilanz eines Jahres

Mit einem gemeinsamen Commitment aller 23 Partner startete die PartnerCommunity des Asklepios Future Hospitals

offiziell vor einem Jahr: Beim ersten PartnerGipfel trafen die Beteiligten erstmalig in der Asklepios Klinik Barmbek

zusammen. Grund genug, nach einem Jahr eine Standortbestimmung vorzunehmen mit welchen Zielen sind

wir angetreten, welchen Herausforderungen mussten wir uns stellen und wie weit sind wir bisher gekommen?

Anne Liedtke schildert die Dashboard-Lösung aus Sicht der Pflege

Rund 50 Teilnehmer kamen beim 2. AFHpartnerGipfel am

14.Oktober 2008 in der Asklepios Klinik Barmbek zusammen,

um sich über diese Fragen auszutauschen. Eines wurde dabei

deutlich: Die ambitionierten Ziele mögen manchmal schwierig

zu erreichen sein, aber die Initiative ist auf dem richtigen Weg.

Dies zeigen auch die vier neuen Projektpartner, die seit wenigen

Monaten im AFH mit dabei sind. Damit wuchs das AFH-

Programm nun auf insgesamt 28 Partner an.

Das AFH wächst weiter mit neuen Partnern in die Zukunft

Neu im AFH sind die vier Unternehmen 3M, Alcedis, Ekahau

und SOLVIN information management, die die Kompetenz des

AFH vielseitig erweitern: Die neuen Partner unterstützen Projekte

in der Neugeborenenmedizin, in Bereichen des Portfolio-

managements sowie des Informations- und Datenmanagements

für onkologische Behandlungszentren. Darüber hinaus läuft ein

weiteres Pilotprojekt im Bereich der Krankenhausversorgung

mit Apothekenwaren.

Ihre erste Teilnahme beim PartnerGipfel nutzten die neuen Partner,

um sich und ihr Engagement im AFH bei den bereits etablierten

Partnerunternehmen vorzustellen.

Beispielhafte Projekte Beispiele für Erfolg!

Um das bisherige Engagement bewerten zu können, wurden exemplarisch

einige der im vergangenen Jahr realisierten Projekte

vorgestellt, die typisch für das AFH sind. Typisch für die Art

und Weise der Zusammenarbeit, typisch für die Themen und

Ideen, typisch für ein Stück Erfolg. An diesen ausgewählten

Projekten wurde beispielhaft skizziert, wo die Erfolgsfaktoren,

aber auch mögliche Schwierigkeiten liegen. Und dass die Arbeit

des vergangenen Jahres bereits erste Früchte trägt: „Es ist

schon beeindruckend, so zurückzublicken und zu sehen, was

im vergangenen Jahr passiert ist“, sagte Jörg Focke, Sprecher

des Asklepios Future Hospitals, der als Moderator durch die

Veranstaltung führte.

Eines dieser Projekte ist das Dashboard-Projekt eines der

ersten AFH-Projekte überhaupt. Bereits zur Einweihung der

Asklepios Klinik Barmbek war das Dashboard in der Zentralen

Notaufnahme installiert worden; von dort wurde es zwischenzeitlich

in weitere Bereiche der Klinik ausgeweitet.

Anne Liedtke, Dr. Wirtz und Herr Stulpe-Diederichs schilderten

den Projektverlauf und die Entwicklung aus unterschiedlichen

Sichtweisen Pflege, Medizin, Wirtschaft. Es wurde deutlich,

dass viele dem Projekt zunächst etwas skeptisch gegenüberstanden,

nun aber die Vorzüge in ihrer täglichen Arbeit zu schätzen

wüssten. Und diese lassen sich bereits in Zahlen messen, erklärte

Herr Stulpe-Diederichs: Die Verweildauer auf den Stationen

mit Dashboard konnte bereits um 8 Prozent gesenkt werden. In

Konzeption ist derzeit eine Lösung für den OP, von der durch

Virtualisierung des aktuellen Prozess-Status' eine deutliche Effizienzsteigerung

der Abläufe erwartet wird.

Im Namen ihrer Mitarbeiter und Kollegen schlug Frau Liedtke

vor, wie das Dashboard weiter entwickelt werden könnte, um

es noch nützlicher zu machen. Die permanente Verbesserung

und Anpassung der Lösungen an die Bedürfnisse der Pfleger,

Schwestern und Ärzte ist absolut gewollt, denn der Austausch

mit den Ärzten und dem Pflegepersonal ist essenziell für die

Entwicklung neuer Lösungen im Rahmen des AFH. Nur praktikable

Lösungen kommen auch später in der Praxis zum Einsatz.

Ein weiteres Projekt, das exemplarisch für das AFH ist, ist das

Homecare-Projekt zur chronischen Lungenerkrankung COPD,

das die Firma Bosch in der Asklepios Klinik Gauting umsetzt.

Das Projekt ist beispielhaft für das AFH, weil es das starke Engagement

aller Beteiligten zeigt der Klinik, Industrie, Therapeuten

und auch der niedergelassenen Ärzte. Und weil das Projekt

Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft sucht

eines der zentralen Anliegen des AFH. Denn die chronische

Lungenkrankheit COPD gilt als eine der Krankheiten, die in

den nächsten 20 Jahren eine der häufigsten Erkrankungen sein

wird. Für das COPD-Projekt teilen alle Beteiligten eine zentrale

Vision: Bis zum Jahr 2015 soll das System im medizinischen

Alltag von Ärzten und Patienten etabliert und die Lebens- und

Behandlungsqualität signifikant gestiegen sein.

Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft gibt auch

das Projekt OneIT+: ein Wissens- und Kompetenzmanagementsystem,

das es den behandelnden Medizinern erlaubt, sich via

Live-Meeting in Echtzeit mit einem Kollegen auszutauschen.

Dies wurde mit einer Live-Schaltung zum US-amerikanischen

eHealth-Experten Ron Ribitzky demonstriert. Dieser zeigte

sich sehr beeindruckt von der Lösung, ebenso wie Neil Jordan,

Managing Director Worldwide Health von Microsoft Corporation,

der persönlich (siehe Bild) ebenfalls an der Veranstaltung

teilnahm. Und auch das ist typisch für das AFH: medizinische

Kompetenz lokal, regional aber auch global zur Verfügung zu

stellen. Daran arbeitet die Allianz mit den vereinten Kräften

ihrer Partner weiter.

Die positive Entwicklung wird auch in der Fachwelt und der Öffentlichkeit

zunehmend verstärkt wahrgenommen, stellte Jörg

Focke fest: „Es wurde viel über unser gemeinsames Projekt geschrieben.

Wir hatten sehr viele Besuche nationale, aber auch

internationale.“ Auch 2009 werden neue Lösungen entwickelt,

denn das Asklepios Future Hospital ist von der Überzeugung getragen,

dass Informationstechnologie eine wirkliche Entlastung

vor allem für Patienten, aber natürlich auch für Ärzte und Pflegepersonal

bringen kann und daran wird weiter gearbeitet.

PD Dr. Faiss im Gespräch mit Neil Jordan, Microsoft

AFH eine große Allianz mit gebündelter Kraft

32 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 33


Gesundheit & Wirtschaft

„Wenn Asklepios wüsste,

was Asklepios alles weiß …”

Programm 12plus will Know-how aller Einrichtungen bündeln

Das Wissen um einen wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Krankenhausbetrieb zusammenzutragen, ist das

Ziel des Programms 12plus. Es besteht aus mehr als zwölf Einzelprojekten, die bis zum Jahr 2012 Wirkung zeigen

sollen.

Asklepios ist ein erfolgreiches Unternehmen

mit dynamischem Wachstum. Die

zwischenzeitlich 111 Einrichtungen können

innerhalb des Verbundes zahlreiche

Synergien nutzen, die zentral und dezentral

unterstützt werden. Jede Einrichtung

ist im Laufe der Zeit fachlich gewachsen.

In jedem dieser Häuser gibt es Ideen,

Innovationen, erfahrene und mutige Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.

Einige dieser Kolleginnen und Kollegen

konnten für Teilprojekte des Programms

12plus gewonnen werden. Neben ihrer

täglichen Arbeit in ihren eigenen Einrichtungen

werden sie in den nächsten

Wochen und Monaten ihr Wissen und

ihre Kompetenz in die anderen Asklepios

Kliniken tragen. Auf Zentralstrukturen

wird dabei verzichtet. Die Lösungs- und

Verbesserungsvorschläge sollen von denjenigen

kommen, die sie jeden Tag in ihrer

eigenen Klinik praktizieren und umsetzen.

Diese Asklepios Experten werden nicht

nur den Stand der einzelnen Krankenhäuser

beurteilen und Verbesserungen

vorschlagen. Sie werden vor Ort sein,

Kontakt

Volker Haß

12plus-Programm-Management

Geschäftsbereich Finanzen

E-Mail: v.hass@asklepios.com

mit den Kolleginnen und Kollegen diskutieren,

um die Veränderungsprozesse

zu begleiten. Natürlich werden dabei die

regionalen und fachlichen Bedürfnisse

und Besonderheiten des jeweiligen Krankenhauses

Berücksichtigung finden.

Die Asklepios Gruppe hat mit über zwei

Milliarden Euro Umsatz und mehr als

36.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

eine Größe erreicht, bei der einerseits Wissen

und Erfahrungen im Krankenhausbetrieb

nicht mehr nur durch persönliche

Kontakte weitergegeben werden können.

Andererseits haben sich innerhalb der

Gruppe Exzellenzgebiete gebildet, die

aufgrund der Menge nur noch schwer

zu überblicken sind. Um die Vielzahl der

einzelnen Projekte in den verschiedenen

Krankenhäusern zu koordinieren, wurde

ein übergeordnetes Programm-Management

eingerichtet. Dadurch wird gewährleistet,

dass die Projekte systematisch verfolgt

und umgesetzt werden.

Die Konzerngeschäftsführung bittet alle

Asklepios Einrichtungen, das 12plus Programm

zu unterstützen und mit eigenen

Vorschlägen zu bereichern.

Jugendliche engagieren

sich für Demenzkranke

Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen der Asklepios

Harzkliniken gewannen den Wettbewerb „Alzheimer & You“

Der 10. September 2008 war ein großer Tag für acht Schülerinnen des Pflegeschulzentrums Goslar. An diesem Tag

wurde ihnen in Berlin stellvertretend für die Asklepios Harzkliniken GmbH Ambulante Dienste-Sozialstation der

Preis des Jugendwettbewerbs „Alzheimer & you Zeig Dein Engagement“ verliehen.

Ausgezeichnet wurden Jugendliche, die

sich kreativ mit dem Thema Alzheimer

auseinandergesetzt hatten. Heike von

Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der

Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V.,

beurteilte den Wettbewerb sehr positiv:

„Die Wettbewerbsbeiträge zeigen, dass

die junge Generation demenzkranken

Menschen mit viel Hilfsbereitschaft und

Respekt begegnet. Das ist von großer Bedeutung

für unsere Gesellschaft, denn

durch die Zunahme älterer und demenzkranker

Menschen werden künftig mehr

bürgerschaftliches Engagement und

Nachbarschaftshilfe gefragt sein, um die

betroffenen Familien zu unterstützen.“

Der Wettbewerb wurde im vergangenen

Jahr von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

e. V. mit Unterstützung des

Bundesministeriums für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend ausgelobt, um

Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren

zur Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild

Demenz anzuregen. Schirmherrin

war Bundesministerin Dr. Ursula von

der Leyen.

Es ging darum, junge Menschen für die

Krankheit zu sensibilisieren und für sie

eine aktive Unterstützung der älteren

Generation zu gewinnen. Mehr als 600

Jugendliche nahmen die Herausforderung

des Wettbewerbs an und reichten

110 kreative Beiträge ein. Dabei arbeiteten

die jungen Menschen teils allein, teils gemeinsam

mit anderen Schülerinnen und

Schülern oder im Rahmen ihrer beruflichen

Ausbildung und reichten Fotoarbeiten,

Texte oder Projektberichte ein.

Der Siegerbeitrag in der Kategorie Berufsschulklassen

gewann aufgrund

seiner Praxisnähe das Team des Pflegeschulzentrums

Goslar. Die Schülerinnen

entwickelte ein Konzept für einen Besuchsdienst

mit Tieren, das praktisch erprobt

wurde. „Wir haben die Erfahrung

gemacht, dass Tiere einen sehr positiven

Einfluss auf kranke Menschen haben.

Mein Wunsch wäre, dass unser Projekt

praktisch umgesetzt wird“, äußert die 21jährige

Schülerin Anja Schröter. Die Chancen

dafür stehen nicht schlecht, denn die

Leiterin des ambulanten Dienstes der

Sozialstationen der Asklepios Harzkliniken

GmbH Goslar, Gabriele Schröder-

Gewehr, konnte bereits für das Projekt

gewonnen werden und eine neue Dienstleistung

entwickeln.

Der Wettbewerb hat einmal mehr bewiesen,

dass Jugendliche viel bewegen können.

Mit ihren Arbeiten zeigten die jungen

Menschen, wie ein einfühlsames und

sich gegenseitig unterstützendes Miteinander

gelebt werden kann.

34 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 35


Gesundheit & Wirtschaft

„Die Asklepios Klinik setzt unsere

Qualitätsvorstellungen ideal um“

Größtes Rehabilitationszentrum Ostbayerns KTQ-zertifiziert

Gesine Dannenmaier freut sich gemeinsam mit Geschäftsführer Georg Detter über das Zertifikat

Asklepios Intern: Frau Dannenmaier, bringen Sie eigentlich jede

KTQ-Urkunde persönlich vorbei?

Gesine Dannenmaier: Da hätte ich eine Menge zu tun. Wir zertifizieren

ja nicht nur Reha-Einrichtungen. Ursprünglich war KTQ

auf Krankenhäuser zugeschnitten. Derzeit sind 620 der etwa

2.200 Kliniken in Deutschland zum ersten oder wiederholten

Mal zertifiziert. Ich kann beim besten Willen nicht jedes Mal vor

Ort sein. Aus Berlin hierher nach Schaufling zu kommen, war

mir ein persönliches Anliegen.

Warum das?

In dieser Klinik lebt man schon seit Jahren das, was wir an vielen

anderen Orten durch den KTQ-Zertifizierungsprozess erst

anschubsen und ins Rollen bringen müssen.

Wofür steht so ein KTQ-Zertifikat eigentlich? Und was hat der

Patient davon?

Das Ziel des KTQ-Zertifikats ist es, für Patienten die Leistungen

einer Klinik transparenter zu machen. Deswegen achten die unabhängigen

KTQ-Prüfer auch auf sehr verschiedene Dinge. Sie

haben 72 festgeschriebene Kriterien, um grundlegende Fragen

Gesine Dannenmaier, Bundesgeschäftsführerin

der Kooperation

für Transparenz und Qualität im

Gesundheitswesen (KTQ), ist vom

Teamgeist im Schauflinger Reha-

Zentrum begeistert. Im Rahmen

der Jubiläums-Feier „100 Jahre Klinik

am Hausstein“ im Juli 2008 in

Schaufling kam sie persönlich zur

Übergabe der Urkunde.

zu bewerten: Wie gut stellt sich eine Klinik auf ihre Patienten

ein? Und wie gut auf die Mitarbeiter? Wie ist es um die Sicherheit

in der Klinik bestellt? Wie offen informiert die Klinik ihre

Zielgruppen? Die Prüfer hinterfragen auch die Arbeit der Krankenhaus-Leitung

und das Qualitätsmanagement. Und glauben

Sie mir, wenn unser Team drei Tage lang rund um die Uhr in

einem Haus unterwegs war, dann kann man uns nicht mehr viel

vormachen.

Was war für Sie aus KTQ-Sicht das Besondere in der Asklepios

Klinik Schaufling?

Die Atmosphäre man spürt es einfach, wenn es Patienten und

Mitarbeitern in einem Haus gut geht und wenn das Ganze ein

Miteinander ist. Aber natürlich meine ich auch ganz konkret

unsere KTQ-Ideale: dass die Arbeit interdisziplinär ist, dass die

Teams über Hierarchien und Berufsgruppen hinweg zusammenarbeiten.

Und genau das tut man hier. Ich persönlich kenne

sehr wenige Kliniken, in denen man so patientenorientiert und

übergreifend arbeitet wie hier in Schaufling.

Das Gespräch führte Veronika Renkenberger

Klassik in der Psychiatrie

Stehende Ovationen für Künstler der Semperoper

Der Klinik Info Kanal macht

Fernsehen mit viel Herz!

Und deswegen ist er auch so

gerne gesehen. Ein wohltuender

Mix aus Dokumentationen und

Reportagen (Gesundheit, Gesellschaft,

Natur u.a.), brandaktuellen

und preisgekrönten Hollywood-Spielfilmen,

humorvollen

Beiträgen und Informationen

über die Region. KiK unterhält,

bewegt und motiviert Patienten.

Mit KiK können sich Patienten

auch klinikspezifisch informieren:

über Speisepläne, Besuchszeiten

oder Freizeitangebote. Für viele

Patienten ist KiK der beliebteste

und meist gesehene TV-Sender

und erreicht häufig auf Sendeplatz

1 ein interessiertes Millionenpublikum.

Ihr Hauskanal:

Schon in jeder dritten

Asklepios-Klinik!

Das Programm mit viel Herz!

Klinik Info Kanal. Wohlfühl-Fernsehen für Patienten.

www.kik-tv.de

Unter dem Motto „Mozart, oder was“ hatten am 23.5.2008 im

Fachklinikum Wiesen die Patienten und Mitarbeiter des psychiatrischen

Krankenhauses ein einzigartiges Konzerterlebnis.

Durch den persönlichen Einsatz der ärztlichen Leitung und der

Geschäftsführung gelang es, namhafte Mitglieder und Solisten

des Staatsopernchores Dresden unter Leitung von Rolf Schinzel

zur Gestaltung eines musikalischen Nachmittages zu gewinnen.

Alle beteiligten Künstler sind gegenwärtig an der Dresdner

Semperoper engagiert.

Im voll besetzten Veranstaltungssaal des Asklepios Fachklinikums

in Wiesen lauschten mehr als 100 Zuhörer einem amüsant

gestalteten Streifzug durch das Schaffen Mozarts und anderer

bedeutender Meister der Klassik. Mit stehenden Ovationen bedankte

sich das Publikum bei allen Künstlern.

36 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 37


Gesundheit & Wirtschaft Unternehmen uneingeschränkte Anerkennung. In seiner Nachfolge

wird zum 1.1.2009 Eva-Maria Bergerfurth, bisher Assistentin

der Geschäftsführung der von Asklepios auf der Basis eines

Managementvertrages unterstützten Salus GmbH, antreten.

°Personalia

° Neue Arbeitsdirektorin

Anja Rhode ist die neue Arbeitsdirektorin

der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH. „Ich

freue mich, dass wir mit Frau Rhode eine Persönlichkeit

finden konnten, die auf viele Jahre

Erfahrung in unseren Hamburger Kliniken

zurückgreifen kann“, erklärt der Vorsitzende

des Aufsichtsrats, Prof. Dr. Dieter Feddersen.

Rhode trat im Jahr 2000 in den damaligen LBK Hamburg ein.

Nach mehreren Stationen im Unternehmen, unter anderem als

Abteilungsleiterin Arbeitsrecht und Personalentwicklung, übernahm

sie 2006 die Leitung des Zentralen Personalmanagements

in den Hamburger Asklepios Kliniken. Später zeichnete

sie verantwortlich für den bundesweiten Konzernbereich Führungskräfte

und Personalentwicklung.

° Neue Leitung im KB Medizin & Wissenschaft

Der Ärztliche Direktor der Hamburger Asklepios

Klinik Nord, Dr. med. Heinzpeter

Moecke, hat im Asklepios Konzern zum

1.11.2008 die Leitung des Konzernbereichs

Medizin & Wissenschaft übernommen. Damit

wurde Dr. Moecke die Zuständigkeit für

die bundesweite Koordination der über einzelne

Asklepios Kliniken und Gesellschaften hinausgehenden

wissenschaftlichen Projekte und Aktivitäten des Unternehmens

übertragen. Dr. Moecke ist Mitglied des Aufsichtsrats der

Asklepios Kliniken Hamburg GmbH.

° Wahl zum Vorsitzenden der Sektion

Endoskopie

PD Dr. Siegbert Faiss, CA der Abteilung für

Gastroenterologie und Hepathologie in Barmbek,

wurde von der Deutschen Gesellschaft

für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten

für das Jahr 2011 zum Vorsitzenden

der Sektion Endoskopie gewählt.

° Vorbild für die Patienten

37 Mitarbeiter des Asklepios Klinikums Bad Abbach beteiligten

sich von Juni bis August 2008 an der bundesweiten AOK-

Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“.

Gemeinsam für Gesundheit dieser Leitspruch der Asklepios-

Klinikengruppe könnte auch über der Aktion der AOK stehen“,

betont Raimund Rauscher, Verwaltungsdirektor des Klinikums

Bad Abbach. Denn die Teilnehmer traten nicht allein in die

Pedale, sondern bildeten Teams mit jeweils vier Personen.

Fast zehn Prozent aller Mitarbeiter von Ärzten über Pflegefachkräfte

bis zu Verwaltungsangestellten haben sich den

neun Rad-Teams des Asklepios Klinikums angeschlossen. „Ein

Ergebnis, auf das Sie stolz sein können“, gratuliert Franz Moser,

Teamleiter Firmenkunden in der AOK-Direktion Kelheim.

„Es zeigt, dass Gesundheitsvorsorge in Ihrem Hause wirklich

ernst genommen wird.“

° Abschied in den Ruhestand

Der langjährige Geschäftsführer des Asklepios Fachklinikums

Wiesen, Heinz Schönfelder, geht zum Ende des Jahres 2008

in den wohlverdienten Ruhestand. Er hat die Entwicklung der

Einrichtung zu einem der leistungsstärksten und stabilsten

psychiatrischen Vollversorgungskrankenhäuser der Region und

des Konzerns in den letzten 15 Jahren unter Asklepios Trägerschaft

maßgeblich mit gestaltet. Seine Arbeit genießt daher im

38 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 39

° Neu in den Konzernbereichen Finanzen,

Recht und M&A

Am 1.7.2008 hat Dr. Kai Gregor Klinger seine Tätigkeit bei

Asklepios aufgenommen. Er ist verantwortlich für Corporate Finance,

das Berichtswesen, erstellt Finanzierungsmodelle und

Unternehmensbewertungen.

Der Rechtsanwalt Alessandro Piombo ist seit dem 1.10.2008 als

Jurist im Konzern beschäftigt. Er wird auf den Gebieten Vertragsrecht,

Krankenhaus- und Arztrecht unterstützend tätig sein.

Michael Erbe wirkt ab 1.10.2008 bei der Erstellung der Konzern-

Quartals- und Jahresabschlüsse der Asklepios Kliniken mit.

° Chefarztwechsel am Lindauer Krankenhaus

Ab November 2009 ist Dr. Christoph Wittenberg Leiter der Inneren

Medizin am Krankenhaus Lindau. Der 51-Jährige tritt

damit die Nachfolge von Dr. Wolfgang Berg an, der 30 Dienstjahre

in der Klinik beschäftigt war, 23 davon als Chefarzt der

Inneren Medizin.

Mit dem Chefarztwechsel wird in der Inneren Medizin der Lindauer

Klinik die ärztliche Leitung auf ein Kollegialmodell umgestellt.

Gemeinsam mit Christoph Wittenberg steht dann der

Internist und Neurologe Dr. Bernd Meyjohann, der seit Ende

2006 den Bereich Altersmedizin aufbaut, in der Verantwortung.

Künftig leiten die beiden Chefärzte die Innere Abteilung

gemeinsam.

° 13.Vattenfall Cyclassics in Barmbek

Gemeinsam mit mehr als 22.000

Teilnehmern radelten acht Mitarbeiter

der Asklepios Klinik Barmbek

beim Vattenfall Cyclassics

am 7.9.2008 in Hamburg mit.

Beim bedeutendsten Eintagesrennen

für Profis und Laien in

Deutschland belegte das Asklepios

Team gute Plätze. Stipo

Bilic: „Es war eine ganz besondere

Erfahrung, ohne Einschränkungen durch Hamburg zu fahren

und unsere Hansestadt mit dem Rad neu zu entdecken.

Wir sind im nächsten Jahr bestimmt wieder dabei!“

Impressum

Herausgeber:

Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

Hubertusstraße 12-22, 16547 Birkenwerder, www.asklepios.com

Chefredaktion:

Mandy Wolf (V. i. S. d. P.)

Redaktionelle Mitarbeit:

Jens Bonnet

Satz und Gestaltung:

Daniela Birk, daniela.birk@raketik.com

Redaktion:

Sabine Bundschuh, Hannover, www.bundschuh-pressedienst.de

Redaktionsanschrift:

Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing

Hubertusstraße 12-22, 16547 Birkenwerder

Tel. (0 33 03) 52 24 04 , Fax (0 33 03) 52 24 20

mandy.wolf@asklepios.com

Fotos:

Peter Hamel 7, 8, 19, 31, 41, 46, 47, 52, 53, 55, 57

Michael Rauhe 32-33, 4

Holger Peters 4, 5, 24, 26-29, 34

Marcel Eichenseher 48-49

Erhard Meyer 48-49

photocase: madochab, Titel und fult, 7 ("Denk dran")

Schlussredaktion:

Nora Döring, info@doering-bildart.de

Druck:

Möller Druck, Berlin

Erscheinungsweise:

4 x jährlich bundesweit

Auflage:

24.000 Exemplare

Anzeigen:

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Tel. (0 36 95) 62 86 20, sabine.malsch@t-online.de

Nächster Anzeigenschluss: 13.02.2009

Nächster Redaktionsschluss: 16.01.2009

Die nächste Ausgabe des Magazins erscheint am 31.03.2009.

Copyright:

Alle Rechte sind dem Herausgeber vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit dem Einverständnis der Redaktion. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des

Herausgebers oder der Redaktion wieder.


Gesundheit & Wirtschaft

°Personalia

° Neuer Chefarzt in den Kliniken Schildautal

Dr. Oliver Rittmeyer ist seit dem 1.8.2008

Chefarzt der Klinik für Chirurgie der Asklepios

Kliniken Schildautal. Vor seinem Dienstantritt

in Seesen war er als Oberarzt in der Unfallchirurgischen

Klinik des Verbundkrankenhauses

Bernkastell/Wittlich tätig. Dr. Rittmeyer ist

Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie.

Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Akuttraumatologie

und der Endoprothetik der Hüft- und Kniegelenke.

° Ehre für Prof. Dr. Andreas Gross

Der Chefarzt der Urologie in der Asklepios Klinik Barmbek,

Prof. Dr. Andreas J. Gross, wurde am 9.9.2008 auf der Jahrestagung

der New York Section der American Urological Association

(NYSAUA) zum Ehrenmitglied der renommierten Vereinigung

ernannt. Bereits seit Jahren führt der Laserexperte einen

regen wissenschaftlichen Austausch mit führenden New Yorker

Urologen auf seinem Spezialgebiet Endourologie und urologische

Lasertherapie.

° Vortragspreispreis für Altonaer Chirurgie

Zum zweiten Mal wurde ein Beitrag aus

der Abteilung für Unfall-, Hand- und

Wiederherstellungschirurgie der Asklepios

Klinik Altona (Leitung: Prof. Dr. J.

V. Wening) mit einem Vortragspreis ausgezeichnet.

Im Rahmen der Fallvorstellungen

zur 181. Tagung der Vereinigung

Nordwestdeutscher Chirurgen in Oldenburg

(5. - 7.6.2008) referierte Dr. Bernd

Lechert über den Verlauf beidseitiger

hinterer Schultergelenkverrenkungsbrüche. Diese seltenen

Verletzungen treten nach Krampfanfällen oder elektrischem

Schlag auf. Die Darstellung wurde mit dem 2. Platz prämiert.

Das Preisgeld beträgt 250 Euro.

° Erfolgreiche Triathleten aus Bad Salzungen

Das Asklepios Medical

Team nahm

am 13.7.2008 als

Staffel bei der Challenge

2008 in Roth

teil. Steffi Ulsperger,

Leiterin der Physiotherapie

stellte sich

der Herausforderung

von 180 km Rennrad

fahren, Falk Weber,

Leiter des ambulanten Physiotherapiezentrums wählte den

Marathon. Und Dr. Sabine Herchet (Oberärztin Orthopädie)

ging ins Wasser. Mit der Gesamtzeit von 10:51,25 h waren die

Teilnehmer sehr zufrieden. Diese Zeit reichte bei den Trophy-

Staffeln zum Platz 32 von 52. Von allen Mixed-Staffeln, die

ins Ziel kamen, konnte sich das Team somit auf Platz 94 von

207 einrangieren.

° Erfolg beim 10. Regensburger

Leukämielauf

Leukämie gemeinsam besiegen!

Das Motto der Leukämiehilfe Ostbayern

ist beim Regensburger

Leukämielauf Programm. Zum 10jährigen

Jubiläum des größten Benefizlaufs

in Ostbayern trafen sich

am 5.10.2008 über 3.200 Läufer,

Walker und viele Gäste aus der

ganzen Region in Regensburg. Das

Asklepios Klinikum Bad Abbach

war mit einem mehr als 30 Mann

und Frau starken Team dabei und belegte gleich zwei vordere

Plätze. Physiotherapeutin Anne Toffel holte auf der Strecke über

fünf Kilometer den 1. Platz, Diplom-Sportlehrerin Regina Philips

wurde im 10-Kilometer-Lauf Zweite. Mit dem Erlös der Veranstaltung

werden Projekte für krebskranke Menschen unterstützt.

Asklepios unterstützt

Integration von

schwerbehinderten Mitarbeitern

Arbeitsgruppe hilft, Fördergelder zu beantragen

Der Rentenversicherungsträger, das Arbeitsamt oder das Integrationsamt

fördern die Ausstattung von Arbeitsplätzen für

schwerbehinderte Beschäftigte. Diese Förderungen für die

einzelnen Kliniken zu generieren und damit die Investition

des Arbeitgebers in schwerbehindertengerechte Arbeitsplätze

voranzutreiben, haben sich die gewählten Schwerbehindertenvertreter

gemeinsam mit den Asklepios Kliniken zur Aufgabe

gemacht.

Die Asklepios Klinik Weißenfels-Hohenmölsen erhielt im Rahmen

der Förderung mehr als 18.000 Euro für die Ausstattung

eines Arbeitsplatzes für einen Rollstuhlfahrer. Gleichfalls gefördert

wurde der Bau eines Carports in der Nähe des Arbeitsplatzes

des betroffenen Mitarbeiters. Auch in der Asklepios

Weserberglandklinik in Höxter sowie in den Harzkliniken in

Goslar wurden Bürostühle für Menschen mit schweren Rückenproblemen

gemeinsam vom jeweiligen Integrationsamt und

vom Arbeitgeber finanziert. Die Kosten für einen solchen Stuhl

können sehr schnell auf mehr als 4.000 Euro steigen. Dennoch

bedeuten diese orthopädisch besonders konzipierten Stühle eine

erhebliche Erleichterung für die betroffenen Arbeitnehmer, die

dadurch ihre Arbeit ohne Einschränkungen erledigen können.

In der Asklepios Kinderklinik St. Augustin wurde ein Arbeits-

platz mit hohen Kosten durch das Integrationsamt NRW gefördert.

Frau Gisela Swider, örtliche Vertrauensperson der schwerbehinderten

Menschen, betont: „Durch diese Förderung wurde

es der Klinik finanziell erleichtert, einen guten und engagierten

Mitarbeiter ohne Leistungsverluste weiterzubeschäftigen.“

Reinhardt Grethe und Katrin Paraidt, Konzernbeauftragte für

schwerbehinderte Menschen bei Asklepios, freuen sich über

die beispielhaft gute Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber

und Schwerbehindertenvertreter in diesen Fällen: „Durch Inanspruchnahme

der Fördermaßnahmen kann jeder Arbeitgeber

die Integration von Beschäftigten mit Handicap unterstützen.

Leider nutzen noch nicht alle Kliniken diese Möglichkeiten,

um Arbeitsplätze für schwerbehinderte Mitarbeiter zu erhalten

bzw. zu schaffen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle eindringlich

an die Geschäftsführer bei Asklepios appellieren: Geben Sie

schwerbehinderten Menschen ein Chance, und sprechen Sie mit

den Vertrauenspersonen oder mit den Vertretern der Konzernschwerbehindertenvertretung!

Mitarbeiter mit Behinderung

leisten qualifizierte Arbeit, wenn sie entsprechend eingesetzt

werden!“

Dr. Dieter Brenneis

40 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 41


Patientenforum

Erfolgreicher Tag der Bewegung

mit olympischer Beteiligung

Gold-Judoka Ole Bischof startete beim 1. Oberpfälzer

Prothesenlauf der Orthopädischen Klinik Lindenlohe

126 Läuferinnen und Läufer aller Altersklassen, Vereinsdelegationen und Einzelpersonen beteiligten sich am

„1. Oberpfälzer Prothesenlauf“ im Rahmen des „1. Oberpfälzer Tages der Bewegung“ am 20. September 2008 im

Schwandorfer Sepp-Simon-Stadion. Bürgermeister und Banker, Triathleten, Hobbysportler und begeisterte Kinder

rannten um die Wette. 1.584 Runden wurden auf der Tartanbahn des Stadions gelaufen. Zur Motivation hatte sich

Klinik-Geschäftsführer Matthias Meier eine besondere „Belohnung“ ausgedacht. Für jede gelaufene Runde gab es

einen Euro. Allerdings nicht für die Läuferinnen und Läufer, sondern für das gemeinnützige „Schwandorfer Hilfswerk“,

das die Bedürftigkeit von Einzelschicksalen in der Region ausgleicht.

Links: Radiomoderator Armin Wolf brachte durch seinen aktiven Einsatz nicht nur Olymiasieger, Abgeordnete und Professoren in Bewegung.

Rechts: Judo-Goldmedaillen-Gewinner Ole Bischof stellte sich zum Erinnerungsfoto mit Lindenlohe-Geschäftsführer Matthias Meier (links), dem Ärztlichen Direktor

Prof. Dr. Heiko Graichen und “Vorzeigepatient” und Langstreckenläufer Hans-Martin Schirner.

„Kann man mit einer Endoprothese überhaupt

Sport treiben?“ Diese Frage lag

dem Lauf zugrunde. Schnell wurde aus

dem Gedanken das Konzept für einen

kompletten Bewegungstag, bei dem vom

Training auf dem Spinning-Rad, Gleichgewichts-

und Bewegungsschule, Kräftigungsgymnastik

und Nordic-Walking-

Kurs mehr als 200 Menschen "bewegt

werden" konnten.

Prominentester Gast und Pate dieses

von der Asklepios Orthopädischen Klinik

Lindenlohe initiierten Projektes war

der frisch gekürte Judo-Olympiasieger

Ole Bischof, der selbst einige Runden

abspulte und einen wahren Autogramm-

Marathon hinlegte, bevor er sich zum

siegreichen Bundesliga-Kampf für den

Deutschen Rekordmeister TSV Abensberg

begab. Radiomoderator Armin Wolf

sorgte als Stadionsprecher eloquent und

kompetent dafür, dass der Lauf zu einem

ganz besonderen Erlebnis wurde.

„Ich bin fast mein ganzes Leben Langstrecken

gelaufen“, sagt Hans-Martin Schirmer

aus Unterköblitz in der nördlichen

Oberpfalz. Eines Tages attestierten die

Ärzte bei dem 69-Jährigen fortgeschrittene

Arthrose im rechten Hüftgelenk.

Im Oktober 2007 wurde der pensionierte

Betriebswirt von Prof. Heiko Graichen,

Ärztlicher Direktor in der Asklepios

Orthopädischen Klinik Lindenlohe, operiert.

Eine konsequente Rehabilitation, viel

Wassergymnastik und der regelmäßige

Besuch eines Fitness-Studios brachten

den passionierten Läufer schnell wieder

auf die Strecke. So konnte er sich für den

„1. Oberpfälzer Prothesenlauf“anmelden.

„Ich war von Anfang an optimistisch“,

bekräftigt Schirner, der für den TSV

DETAG Wernberg läuft.

Der älteste Teilnehmer trat mit 79 Jahren

mit seinen Nordic-Walking-Stöcken

an. Mit 90 Runden das beste Ergebnis

lieferte ein Nachwuchsläufer aus

Schwandorf. Die größte Abordnung stellte

das Bayerische Rote Kreuz, das mit 15

„Mann“ auf die Bahn ging und zugleich

auch die Notfallversorgung vor Ort übernahm.

Für die jüngste Teilnehmerin, die

dreijährige Ronja, die zusammen mit ihren

Großeltern zum „1. Oberpfälzer Tag

der Bewegung“ gekommen war und mit

ihrer Oma mehrere Runden absolvierte,

gab es einige Tage später eine besondere

Überraschung per Post: Geschäftsführer

Meier schickte ihr zum Dank einen großen

Asklepios-Teddy.

Unterstützt wurde die gesamte Aktion

von Firmen aus der Region, einem lokalen

Medium, der größten Schwandorfer

Grundschule, Industriepartnern, einer

Krankenkasse und ehrenamtlichen Trainern

vom Olympiastützpunkt Bayern, in

dem die Klinik seit eineinhalb Jahren die

Schulterkompetenz markiert.

Kompetenz war bei aller sportlichlockeren

Betätigung an diesem Tag immer

wieder Thema. Dr. Isabel Winter,

projektbetreuende Oberärztin aus der

Klinik Lindenlohe, stellte sich engagiert

den Fragen der Gäste: Welcher Sport ist

für mich richtig?, Wo liegen welche Risikopotenziale?

und vor allem: Wie gestalte

ich als Träger einer Endoprothese mein

Training optimal?

Dem Fazit des „1. Oberpfälzer Tages der

Bewegung“, das Initiator Matthias Meier

zog, schlossen sich die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer sowie die Helferinnen

und Helfer gerne an: „Diese Aktion ruft

nach Wiederholung!“

Hans Christian Wagner

Hand in Hand dem gemeinsamen Ziel

entgegen: Die dreijährige Ronja, jüngste

Teilnehmerin beim „Prothesenlauf” führte

die Oma sicher über die Ziellinie.

42 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 43


Patientenforum

Am höchsten Punkt der Erde

Interview mit Dr. Rüdiger Wenzel, Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Parchim, über sein

Engagement im Verein „Nepalmed“

Nepal zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Nur zehn Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu medizinischer

Hilfe. Es existiert kein staatliches Gesundheitswesen. Die Kosten für medizinische Leistungen müssen privat bezahlt

werden, ein Krankenversicherungssystem gibt es nicht.

Asklepios intern sprach mit Dr. Rüdiger Wenzel, Ärztlicher Direktor

der Asklepios Klinik Parchim über sein Engagement im

Verein „Nepalmed“, der in einem der rückständigsten Länder

am anderen Ende der Welt die medizinische Versorgung unterstützt.

Asklepios intern: Dr. Wenzel, welchem Ziel hat sich der Verein

„Nepalmed“ verschrieben?

Dr. Rüdiger Wenzel: Der Verein wurde im Jahre 1999 von deutschen

Ärzten gegründet. Ziel dieser privaten Hilfsorganisation

ist es, nepalesische Aktivitäten zur Förderung des Gesund-

heitswesens, der Volks- und Berufsausbildung, die Belange

der Frauen, Erziehung, Wissenschaft, Forschung, Kultur und

Wirtschaft zu unterstützen. Derzeit zählt unsere Organisation

180 Mitglieder. Elf Hauptsponsoren unterstützen uns. Begonnen

wurde mit kleinen Missionsstationen in Ampippal und der

Hauptstadt Kathmandu.

Wie sehen die konkreten Hilfsmaßnahmen aus?

Wichtig ist uns die Aus- und Weiterbildung des medizinischen

Fachpersonals. Der Verein organisiert und unterstützt den

Einsatz deutscher Fachleute, um vor Ort nepalesische Kolle-

Spendenkonto

Sparkasse Muldental

Kontonummer: 101 005 20 86

Bankleitzahl: 860 502 00

gen auszubilden. Dazu gehören neben den Ärzten auch Pflegepersonal

und Physiotherapeuten. Medizinstudenten können

Famulaturen absolvieren. Entsprechend der Bedürfnisse der

Krankenhäuser werden medizinische Geräte und Instrumente,

Fachzeitschriften und Lehrbücher finanziert. Wir sammeln Medikamente,

Verbrauchsmaterial und vieles mehr. Vor kurzem

wurde durch einen unserer Sponsoren eine Endoskopie- und

Narkoseeinheit zur Verfügung gestellt. Unser Hauptprojekt ist

der Betrieb des Amppipal Hospitals im Gorkha Distrikt. Hier

ist ein deutscher Arzt für die medizinische Versorgung der ca.

200.000 Einwohner zuständig. Regelmäßig kommen europäische

Zahnärzteteams in das Krankenhaus. Gerade wurde der

Bau einer Straße zum Krankenhaus abgeschlossen. Bisher kamen

die Patienten zu Fuß in die Klinik, etliche Kranke wurden

in Tragetüchern viele Kilometer in die auf einem Berg gelegene

Klinik getragen. Ich war bisher zweimal in Nepal. Meine Aufgabe

war es unter anderem, die Verwendung der finanziellen und

materiellen Zuwendungen zu kontrollieren, die die einzelnen

Einrichtungen durch unseren Verein erhalten haben.

Welche Faszination übt Nepal auf Sie aus?

Nepal ist das durchschnittlich am höchsten gelegene Land der

Erde. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind kompliziert,

die klimatischen Bedingungen verlangen Europäern einiges ab.

Durch das subtropische Klima ist es feuchtwarm, im Winter kann

es sehr kalt werden. Die Infrastruktur in diesem sehr rückständigen

Land funktioniert nur an wenigen Stellen. Stromsperren

von sechs bis acht Stunden am Tag sind daher keine Besonder-

Mehr Informationen zu „Nepalmed“

über www.nepalmed.de

44 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 45

Kontakt

Dr. Rüdiger Wenzel

Asklepios Klinik Parchim

John-Brinkmann-Str. 8-10

19370 Parchim

E-Mail: r.wenzel@asklepios.com

heit. Dinge, die für unsere westliche Sichtweise völlig normal

sind, wird man hier nicht finden. Doch wer sich auf dieses Land

und seine hinduistisch und buddhistisch lebenden Menschen

einlässt, nimmt viel mehr mit als das, was er zu geben imstande

ist. Manchen lässt der Himalaya nie wieder los.

Was ist das Besondere an einem Einsatz als Mediziner in diesem

Land?

Der Beruf des Mediziners hat hier eine ganz andere Bedeutung

als in Deutschland. So seltsam es auch klingen mag: In Nepal

werde ich als Arzt und Chirurg gebraucht. Hier zählen meine

Spezialkenntnisse über medizinische Hochleistungsgeräte oder

meine Dokumentationserfahrungen nicht. Es geht darum, schnell

und effektiv zu helfen, zu improvisieren. Wir arbeiten unter einfachsten

Bedingungen, oft reicht das Licht nicht aus oder es fehlen

Instrumente. Und dennoch können wir die Patienten behandeln.

Mir wurde meine ursprüngliche Motivation, den Beruf des

Arztes zu ergreifen, wieder klar: Helfen und heilen.

In ländlichen Regionen gibt es so gut wie keine ärztliche Hilfe,

das medizinische Personal ist entweder im Kathmandutal beschäftigt

oder in den größeren Städten. Die Patienten haben teilweise

einen mehr als 12-stündigen Fußmarsch hinter sich, ehe

sie in einem der wenigen Krankenhäusern des Landes behandelt

werden können. Menschliche Zuwendung und praktische

Hilfe nehmen die sie dankbar an. Geduld ist eine Tugend, die

man hier durchaus lernen kann.

Das Gespräch führte Mandy Wolf


Patientenforum

Heilen mit Maden

Wundzentrum Asklepios Harburg setzt auf altbewährte Therapie

Ungewöhnliche Wege gehen die Experten am Wundzentrum Asklepios Harburg. Hier werden Fliegenmaden zur

Wundbehandlung eingesetzt. Die Spezialisten sind überrascht vom Reinigungspotenzial dieser Methode, die auf

eine uralte Tradition in der Heilkunst zurückgeht.

Bereits die Maya und die Ureinwohner

Australiens sollen Fliegenmaden zur

Wundbehandlung eingesetzt haben. In

der Moderne berichteten Militärärzte

immer wieder von Verletzten, die längere

Zeit auf dem Schlachtfeld gelegen

hatten und deren Wunden über und über

mit Fliegenmaden besiedelt waren. Diese

Verletzungen waren völlig frei von Eiter

und Zellzerfall. Ähnliche Beobachtungen

machte auch der amerikanische Orthopäde

W. S. Baier im ersten Weltkrieg. So

begann er, Fliegenmaden bei Kindern einzusetzen,

die unter chronischen Entzündungen

des Knochenmarks litten.

Nach anfänglichen Erfolgen verlor er jedoch

vier Patienten durch Tetanus und

erkannte die Notwendigkeit, die Maden

steril aufzuziehen. Das führte zu einem

Durchbruch und einer breiten Anwendung

in den 30er Jahren des vergangenen

Jahrhunderts.

Durch die Entdeckung des Penicillins

wurde die Madentherapie dann Ende der

40er Jahre wieder verdrängt und geriet

zunächst in Vergessenheit. Erst ab 1989

besann man sich der alten Methode aufgrund

der zunehmenden Probleme mit

multiresistenten Keimen. Ab 1996 begann

auch in Deutschland eine Renaissance.

Verwendung finden die Maden der Goldfliege

Lucillia sericata. Diese Maden sind

reine Nekrophagen, d.h. sie tragen selektiv

nur Nekrosen ab. Gesundes Gewebe

bleibt erhalten. Das bewirkt das Speichelsekret,

das die Maden in die Wunde

abgeben. Es enthält Proteinasen und Kollagenasen,

die die Nekrosen andauen. So

entsteht eine Nährbouillon, die die Maden

aufschlürfen. Zugleich alkalisieren

sie die Wunde und verschieben so das

Keimspektrum, was eine Verdrängung

von Problemkeimen unterstützt. Darüber

hinaus vermutet man, dass im Speichelsekret

enthaltene Stoffe die Granulation

fördern.

Die Maden sind steril über den Apothekenhandel

zu beziehen und werden in

Chargen von 50, 100 oder 200 Maden

angeboten. Sie sind bei vier Grad Celsius

gekühlt drei Tage haltbar, bevor sie

eingesetzt werden müssen. Angeboten

werden sie in zwei Varianten: Eingenäht

in Netzte, sogenannte Biobags, können

sie problemlos auf Wunden aufgelegt

und auch wieder entfernt werden. Die

Anwendung ist einfach und die Maden

können nicht vorzeitig entlaufen.

Aufwendiger, aber noch wirkungsvoller,

ist der Einsatz von so genannten Freiläufern.

Hier muss zuvor ein „Madenkäfig“

um die mit Kochsalzlösung gereinigte

Wunde erstellt werden. Je nach Nekrosegrad

benötigt man pro cm² Wunde ca.

drei bis 15 Maden. Diese sind zu Beginn

1 bis 1,5 mm lang und werden in der Regel

drei Tage auf der Wunde belassen. Bei

idealem Verlauf vergrößern sie sich bis

über 1 cm Länge und sind dann fett und

rund gefressen. Im Gegenzug haben sie

reichlich Nekrosen abgetragen.

Die Mediziner waren überrascht, wie

problemlos die ersten Patienten diese

Methoden angenommen haben. Sie waren

bereits durch die Regenbogenpresse

positiv auf diese Behandlungsmethode

eingestimmt. Ferner macht es sicher einen

großen Unterschied, ob die Maden

vom Arzt empfohlen oder durch „wilde

Fliegen“ auf die Wunde kommen. Letzteres

ist natürlich mit dem Nimbus der Unreinlichkeit

verknüpft und damit negativ

besetzt. Bis auf ganz wenige Ausnahmen

tolerieren die Patienten diese Therapie

sehr gut. Sie klagen dabei auch keineswegs

über Unannehmlichkeiten oder

Ekelgefühl.

Interessant ist der Behandlungsverlauf

eines 68-jährigen Diabetikers mit Vorfußnekrosen,

der nach erfolgter Gefäßrekonstruktion

im Mittelfußbereich amputiert

wurde und eine Stumpfnekrose entwickelte.

Eine fußerhaltende Nachamputation

war nicht möglich, so dass die Ärzte

als ultima ratio vor einer Maioramputation

die Nekrosen weit im erkrankten

Bereich abtrugen und Maden aufsetzten.

Knochen und Sehnen lagen frei. Bereits

nach drei Zyklen Madentherapie war die

Wunde sehr gut granuliert und es kam zu

einer dauerhaften Abheilung.

Wie alle anderen Wundheilungsmethoden

stellt die Madentherapie kein Allheilmittel

dar. Sie ist ein Baustein in der

Wundversorgung, der bei geeigneten

Verletzungen eine wertvolle Komponente

darstellen kann.

Ferner muss man sich vor jeder Therapie

die Frage stellen, warum gerade dieser

Patient diese Wunde hat. In den meisten

Fällen werden die Ärzte eine chronische

Wunde nur dann heilen können, wenn

es gelingt, auch die eigentliche Ursache

positiv zu beeinflussen. Zum Beispiel

kann eine Wunde auf dem Boden einer

arteriellen Minderdurchblutung nur

dann abheilen, wenn zuvor durch eine

Gefäßrekonstruktion auch die Durchblutungsverhältnisse

optimiert wurden. Das

ist eine zentrale Frage der Wundtherapie,

die die Medizin nie aus dem Auge verlieren

sollte.

Dr. Harald Daum

Prof. Dr. Sebastian Debus

Dr. Harald Daum

46 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 47

Kontakt

Dr. Harald Daum

Asklepios Klinik Harburg

Eißendorfer Pferdeweg 52

21073 Hamburg

Tel.: (040) 18 18 86 - 21 10

E-Mail: h.daum@asklepios.com


Patientenforum

Eine Reise durch die Zeit

Interview mit dem Leiter des Museums im Fachklinikum Göttingen

Die Zeiten, als man dachte, Menschen seien irre oder vom Teufel besessen, sind vorbei. Die Pflege, Behandlung und

Zuwendung psychisch Kranker erlernte die Gesellschaft dennoch in einem sehr langwierigen und mühsamen Prozess.

Um zu verdeutlichen, welchen Fortschritt die Psychiatrie machte, ist die Ausstellung im Museum des Asklepios

Fachklinikums Göttingen nicht nur lehrreich, sondern auch eine Reise durch die Zeit.

Asklepios intern sprach mit Erhard

Meyer, einem engagierten Krankenpfleger

und Leiter des Museums.

Asklepios intern: Wie entstand der Gedanke

zu Ihrem Museum?

Erhard Meyer: Die Entstehungsgeschichte

des Museums führt in das Jahr 1983 zurück.

Die spärlichen Anfänge fanden jedoch

1996 ein jähes Ende. Das Museum

geriet in Vergessenheit. Über zwei Drittel

aller Exponate verloren sich im Krankenhaus.

Oberarzt Hendrik Faure ist es zu

danken, dass ab 2006 neues Leben in die

Museumsgeschichte kam. Durch unsere

Zusammenarbeit war ihm mein ausgeprägtes

Geschichtsinteresse bekannt. Er

weckte in mir die Begeisterung für dieses

kleine Stück Zeitgeschichte. Für mich war

sofort klar: „Das Museum muss wieder

ein Museum werden!“

Ich konnte von Anfang an mit der Unterstützung

der Geschäftsführung rechnen.

Ein Konzept zu genehmigen, ist das eine.

Sich selbst einzubringen, das andere. Dafür

möchte ich Jens Betker danken und

unserem Ärztlichen Leiter, Dr. Manfred

Koller. Er ist die fachliche Stütze des Projektes

und berät uns noch immer.

Handelt es sich bei Ihren Exponaten ausschließlich

um hauseigene Objekte?

Ja. Und darauf sind wir ganz besonders

stolz. Wir können nachweisen, dass alle

Exponate aus unserer Klinik stammen

oder in einer Beziehung zum Krankenhaus

stehen. Nach der aufwendigen Reinigung

und Aufbereitung der Museumsräume

haben wir jedes Ausstellungsstück

instand gesetzt. Wir haben die im ganzen

Krankenhaus verstreuten Exponate wieder

zusammengesucht. Nichts sollte verloren

gehen. Manche unserer Stücke sind

140 Jahre alt und älter.

Das Geschichtsbewusstsein einiger unserer

Mitarbeiter hat viele Exponate vor

dem Sperrmüll und dem Verfall gerettet.

Ich bekomme oft Tipps, wo ich weitere

historische Stücke finden kann. Noch stehen

uns Zeitzeugen zur Verfügung, die

gerne und bereitwillig Auskünfte geben.

Beispielsweise habe ich engen Kontakt

mit einer Pflegerfamilie, die seit 1945 in

unserem Krankenhaus gearbeitet hat. Ich

besuche auch regelmäßig unseren ehemaligen

Direktor Prof. Dr. Venzlaff. Diese

Kontakte sind unersetzbar.

Das einzige Stück, das tatsächlich für das

Museum angeschafft wurde, war eine

Zwangsjacke. Denn eine solche kam in

unserem Hause nie zum Einsatz. Zu verdanken

hatten dies die damaligen Patienten

dem ersten Direktor der Klinik,

Prof. Dr. Ludwig Meyer (1827-1900), ein

für damalige Zeiten erstaunlich moderner

Psychiater und Verfechter einer freiheitlich

ausgerichteten Psychiatrie. Er leitete

die Klinik 34 Jahre lang bis zu seinem

Tode.

Inwieweit gehen Sie auf die einzelnen

Epochen der Psychiatrie ein?

Man muss schon sehr intensiv in die

Geschichte der Psychiatrie eindringen,

um die Exponate den Epochen zuordnen

zu können. Eine Bestandsaufnahme

und sorgfältige Auseinandersetzung mit

jedem einzelnen Gegenstand ist unumgänglich.

Ich teile die Psychiatrie in zwei

Hauptepochen: in die 1945 endende Anstaltspsychiatrie

und in die Geschichte

der psychiatrischen Krankenhäuser der

Bundesrepublik Deutschland. Vor 1945

war die Psychiatrie eine in sich geschlossene

Einheit, in der gelebt und gestorben

wurde. Hier ging man zum Gemüsehändler,

zum Zahnarzt und zur Schule.

Das Krankenhaus verfügte daher über eigene

Versorgungsmöglichkeiten und war

eine Stadt für sich. Deshalb finden Sie in

unserem Museum auch einen zahnärztlichen

Behandlungsstuhl und viele Gegenstände

des täglichen Bedarfs.

Wir haben versucht, in den Räumen des

Museums nicht nur Gegenstände auszustellen,

sondern ganze Zimmereinrichtungen

nachzugestalten, Krankenhausabläufe

nachzubilden und einzelne

Gewerke darzustellen. Was wir heute als

Arbeitstherapie kennen, war in der Anstaltspsychiatrie

eine gängige Art und

Weise, sich selbst während der Therapie

zur versorgen.

Welche Erkenntnisse sollen die Besucher

mit nach Hause nehmen?

Ein Museum ist ein Ort, an dem Lebensleistungen

eingebettet in die Zeitgeschichte

aufbewahrt und weitergegeben

werden. Seid unserer Wiedereröffnung

im November 2007 konnten wir bereits

700 Gäste begrüßen. Das ist ganz ordentlich

bei lediglich zwei Tagen im Monat

Öffnungszeit. Ich möchte, dass unsere

Gäste ein tolerantes Verständnis für die

Psychiatrie entwickeln, daher möchte

ich Dogmen und Vorurteile abbauen und

helfen, dass Mitarbeiter die Arbeit ihrer

Vorgänger kennen und schätzen lernen.

Wie finanziert sich das Museum?

Neben einem Zeitkontingent, das mir die

Geschäftsführung für das Museum zur

Verfügung stellt, investiere ich viel an

privater Zeit und Kraft, um in Stadt- und

Landesarchiven zu recherchieren und um

fachliche Schriften und Bücher für die

Medizingeschichte zu digitalisieren und

zu archivieren. Verbrauchsmaterialien

und Fahrkosten stellt mir die Geschäftsführung

zur Verfügung. Ansonsten freuen

wir uns über Spenden.

Das Gespräch führte Mandy Wolf

48 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 49

Kontakt

Erhard Meyer

Tel.: (0551) 402-15 30

E-Mail: er.meyer@asklepios.com


Patientenforum

Innovative Wege in der

Schlaganfall-Rehabilitation

Neurologische Klinik Falkenstein setzt auf „Forced-use-Therapie“ Das Gehirn verfügt in jedem Lebensalter

über eine „neuronale Plastizität“.

So kann sich nach einer

Schädigung eine neue funktionelle

Organisation entwickeln. Möglichst

früh nach einem Schlaganfall, aber

auch noch Jahre danach, können diese

Prozesse durch gezielte Therapieverfahren

angeregt werden. Immobilen

Gliedmaßen kann damit häufig wieder

ein Großteil ihrer Beweglichkeit

zurückgegeben werden. Besonderen

Wert legt das Team von Dr. Krakow

in der Neurologischen Klinik

Falkenstein dabei auf den Einsatz

evidenzbasierter Therapieverfahren.

eine Umorientierung im Gehirn statt. Hier ist die so genannte „constraint-

Die Nutzung des kranken Armes wird so

wieder zur alltäglichen Erfahrung.

Die Therapie wird über zwei Wochen

durchgeführt. Sie setzt eine gute inter-

induced-“ oder „Forced use“-Therapie

führend.

disziplinäre Organisation der therapeu- besserungen halten auch nach Ende der

tischen Teams voraus. Der hohe Aufwand Therapiephase dauerhaft an.

rechtfertigt sich durch die guten Behand- Neben der „Forced-use-Therapie“ komlungsresultate.

Alle Patienten der Neuromen weitere evidenz-basierte Verfahren

logischen Klinik Falkenstein werden bei in der Schlaganfall-Rehabilitation zum

Schlaganfall-Patienten mit einer Halb- der Aufnahme und während des Aufent- Einsatz. Dazu zählen das frühzeitige

seitenlähmung neigen dazu, nur noch haltes daraufhin untersucht, ob sie für die Laufbandtraining zur Wiederlerlangung

den gesunden Arm zu gebrauchen. Der Anwendung dieses Rehabilitationsver- der Gehfähigkeit, der Einsatz von The-

geschädigte Arm wird in den Alltagsakfahrens geeignet sind.

rapierobotern zum Training der oberen

tivitäten nicht oder kaum genutzt. Bei der Grundvoraussetzung für den Einsatz Extremität sowie die funktionelle Elek-

„Forced-use-Therapie“ wird durch die dieser Methode ist, dass die betroffene trostimulation.

gezielte Immobilisierung des gesunden Extremität noch eine Restfunktionalität „Entscheidend für den Rehabilitations-

Armes mittels spezieller Handschuhe besitzt. Die „Forced-use-Therapie“ kann erfolg ist neben der Auswahl der für den

oder Schienen der Gebrauch des teilwei- sowohl in der Subakutphase (wenige individuellen Patienten erfolgversprese

gelähmten Armes „erzwungen“. Durch Wochen nach dem Schlaganfall) als auch chendsten Therapieverfahren eine mög-

den permanenten Einsatz der kranken zu jedem späteren Zeitpunkt erfolgreich lichst hohe Behandlungsintensität“, fasst

Extremität findet in relativ kurzer Zeit einsetzt werden. Die funktionellen Ver- Dr. Krakow zusammen.

Was Männer bewegt

1. Deutscher Männertag in Wiesbaden rückt den Mann in den Mittelpunkt

Dass Männer eher selten einen Arzt konsultieren, ist keine Neuigkeit. Nur 16 % aller deutschen Männer kümmern

sich um ihr gesundheitliches Wohlergehen, gehen regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen, ernähren sich gesund

und treiben Sport.

36_107 Männertag 08 Flyer_8s 18.09.2008 14:01 Uhr Seite 1

ÜBER DEN VERANSTALTER

Der 1. Deutsche Männertag im Kurhaus Wiesbaden ist

Teamarbeit und steht unter der Leitung von Dr. med.

Karl-Heinz von Kellenbach, Chefarzt der Abteilung

Urologie und Andrologie Asklepios Paulinen Klinik,

Wiesbaden.

Großer Dank gebührt Herrn Bernd Hartlieb, Regionalgeschäftsführer

der BEK Hessen, der Congress-Alliance

Wiesbaden und Herrn Henning Wossidlo, Kurdirektor

der Stadt Wiesbaden, die durch ständige Präsenz,

Kreativität und Professionalität wesentlich zum Gelingen

dieser Veranstaltung beitragen.

Dank allen Referenten, die als Spezialisten durch ihre

hervorragende Kompetenz dieser Veranstaltung einen

sehr hohen Stellenwert verleihen und allen Besuchern

Wissen und Erfahrung aus erster Hand vermitteln. Dank

auch an alle Sponsoren, die großzügig unser Vorhaben

unterstützen.

Der Großteil der Männer vereinbart jedoch

erst dann einen Termin in einer Praxis,

wenn tatsächlich Beschwerden auftreten

oder die Ehefrau drängelt. Denn beim

Thema Gesundheit sind die Frauen den

Männern um Längen voraus. Doch wie

wird ein Thema schmackhaft gemacht,

das man(n) am liebsten ignoriert? Dr.

Karl-Heinz von Kellenbach, Chefarzt der

Klinik für Urologie und Andrologie an

der Asklepios Paulinen Klinik, ist Männerexperte

und kennt deren Bedürfnisse

sehr genau. Deshalb rückte er gemeinsam

mit vielen renommierten Fachkollegen

die Lust am Leben und am Lernen in den

Mittelpunkt der Veranstaltung, die am

18. Oktober 2008 im Kurhaus Wiesbaden

stattfand.

Einen ganzen Tag lang informierten Mediziner

und andere Experten rund um das

Thema „Mann“. Themen waren Präventi-

1. DEUTSCHER MÄNNERTAG

WAS MÄNNER BEWEGT

Informationen, Sport, Spaß und

Unterhaltung für Männer und Frauen

18. Oktober 2008 · 9.00 bis ca. 19.00 Uhr

im Kurhaus Wiesbaden · Vorträge im Christian-Zais Saal

on, Herzerkrankungen, Prostata-Checks,

Blasenprobleme, Erektionsstörungen,

der Mann im Alter und der ewige Mythos

Porsche. In informativen und leicht

verständlichen Vorträgen wurden die

Themen durch Ärzte und engagierte Experten

auf den Punkt gebracht.

Der ehemalige Profi-Boxer Torsten May

erklärte sehr anschaulich, wie man nach

Niederlagen wieder aufsteht. Doch auch

das Verständnis für gesundes Essen sollte

geweckt werden. Bestseller-Autor Hans

Lauber („Schönkost“) zeigte den Teilnehmern,

wie man sich gesund ernährt,

denn bei Thema Ernährung ist die Mehrheit

der Männer nicht gerade wählerisch.

Zu viel, zu fett und ohne Rücksicht auf

Verluste … so die traurige Bilanz. Unterstützt

wurden diese Thematik durch den

Vortrag „Ein guter Hahn wird niemals

fett“ von Prof. Dr. Richard Raedsch, St.

50 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 51

Chefarzt Dr. Karl-Heinz von Kellenbach

Veranstalter

· Zentrum für Urologie und Andrologie

Asklepios Paulinen Klinik

Urologisches Sekretariat:

Frau B. Masaad, Telefon 0611/847- 2481

Geisenheimerstr. 10, 65197 Wiesbaden

· die

· die Congress Alliance

· und das Kurhaus Wiesbaden

Veranstaltungsort

Kurhaus Wiesbaden

Kurhausplatz 1

65189 Wiesbaden

EINTRITT

FREI

GESUNDHEIT IST

AUCH MÄNNERSACHE

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte, liebe Männer,

kaum zu glauben: Nur 16 Prozent aller Männer kümmern

sich aktiv um ihre Gesundheit und kommen regelmäßig

zur Männer-Vorsorge. Auch wenn es um Herzens-

Angelegenheiten geht, erscheinen Männer häufig erst

dann beim Arzt, wenn massive Beschwerden auftreten.

Und auch beim Thema Ernährung sind Männer nicht

gerade wählerisch. Zu viel, zu fett und ohne Rücksicht

auf Verluste … so die traurige Bilanz. Man(n) hat Stress

natürlich, auch das kommt noch dazu.

Wir Männer bringen vieles in Bewegung und vergessen

dabei oft uns selbst. Man(n), das muss anders werden!

Unsere Frauen sind uns da schon weit voraus.

Der 1. Deutsche Männertag will einen Beitrag zu mehr

Männer-Gesundheit leisten und bezieht auch die Frauen

ganz bewusst mit ein. Denn Sie, liebe Damen, sind es, die in

vielen Fällen den Anstoß für einen Arztbesuch geben. Nicht

nur, wenn es Probleme beim Sex gibt. Daher sollten auch

Sie wissen, was moderne Männer-Medizin leisten kann.

Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen laden

wir Sie ein, mit uns in den Dialog zu treten. Informieren

Sie sich und stellen Sie all’ die Fragen, die Ihnen auf den

Nägeln brennen. Sie wissen doch: Man(n) muss nur die

erste Hürde überspringen…

Ihr

Dr. Karl-Heinz von Kellenbach

Josefs-Hospital Wiesbaden, und praktische

Erfahrungen einer Selbsthilfegruppe

für Essstörungen.

Männer bringen vieles in Bewegung und

vergessen dabei häufig sich selbst. Der

1. Deutsche Männertag leistete einen Beitrag

zur Männer-Gesundheit und bezog

dabei auch die Frauen ganz bewusst mit

ein. Denn der Anstoß für einen Arztbesuch

geht in vielen Fällen von den Frauen

aus. Daher sollen auch sie wissen, was

moderne Männer-Medizin leisten kann.

„Man(n) muss anders werden“ lautete

der folgerichtige Appell, den Dr. von

Kellenbach an seine Geschlechtsgenossen

mit dem Wunsch richtete, dass bei künftigen

Folgeveranstaltungen noch mehr

Männer die Lust am Leben und damit an

sich selbst entdecken.

Dr. Karl-Heinz von Kellenbach, Mandy Wolf

Kontakt

Dr. Karl-Heinz von Kellenbach

E-Mail: v.kellenbach@uropraxis-wiesbaden.de


Patientenforum

Optimale Heilungschancen bei Wunden

Dekubitusprophylaxe im Fachklinikum Stadtroda

Wenn ein Patient über eine lange Zeit kontinuierlich liegen muss, kann

seine Haut darunter leiden. Experten sprechen dann von einem Dekubitus.

Das geschwächte Gewebe wird durch Schweiß, der reich an Stoffwechselschlacken

ist, angegriffen und zersetzt. Es kommt zu eitrigen, oft schmerzhaften

Geschwüren.

Im Asklepios Fachklinikum Stadtroda hat sich die Arbeitsgruppe Wundmanagement

zum Ziel gesetzt, durch Wunddokumentationen einen besonderen

Qualitätsstandart in der Behandlung und Pflege der Patienten zu

gewährleisten. Unter der Leitung von Jan Henniger, Pfleger auf der Station

F4, befasst sich die Gruppe mit der Erstellung von Wunddokumentationen.

Zunächst wird die Wunde fotografiert,

dann exakt beschrieben (Größe, Lage,

Wundbeschaffenheit). Schließlich erstellen

die Pflegemitarbeiter eine Therapieplanempfehlung

für den Stationsarzt/

das Stationsteam. Auf dieser Basis wird

ein individueller Pflegeplan für den Patienten

erstellt und mit den behandelnden

Ärzten zur gezielten Therapiemaßnahme

besprochen.

Diese Angaben werden in das sogenannte

Dekubit-Programm eingepflegt (digitale

Dokumentationssoftware), auf das

nur die Mitglieder der AG Wundmanagement

Zugriff haben. Ein ausgedrucktes

Exemplar geht auf die Station, auf der der

Patient behandelt wird. Somit wird eine

vollumfängliche Information des Pflegepersonals

gewährleistet. Die Verlaufskontrolle

zur Wundheilung wird aufgrund

der Diagnose und Schwere der Wunde

nach Ermessen des Wundpflegers durchgeführt.

Pfleger Jan Henniger: „Im Zusammenhang

mit der Kostenersparnis ist die

Zeit- und Belastungsminimierung auf

Jan Henninger,

2. v. li. mit den

Mitgliedern der

Arbeitsgruppe Wundmanagement

in Stadtroda

den Stationen zu nennen. Hier findet

eine erhebliche Entlastung statt, da diese

keine eigene Wunddokumentation mehr

durchführen müssen. Das Pflegepersonal

erhält den mit den behandelnden Ärzten

ausgearbeiteten Therapieplan und kann

sich gezielt nach diesen konkreten Vorgaben

richten.“ Auch die intern angebotenen

Weiterbildungen auf den Stationen

werden sehr gut angenommen.

Darüber hinaus wurde ein Verbandmittelkatalog

erstellt, um alle Artikel über eine

Firma ordern zu können. Die Einführung

eines Schmerzmanagements bei Wundbetreuung,

die Etablierung eines Ernährungsmanagements

sowie die Erstellung

einer hauseigenen Wundfibel sind bereits

in Planung.

„Mit einem wohlgeordneten Wundmanagement

geben wir unseren Patienten

optimale Heilungschancen. Die Kosten

werden gesenkt, da spätes Erkennen und

eine daraus folgende ‚Vergeudung’ von

Verbandsmaterial und Medikamenten

entfallen“, zieht Jan Henniger Bilanz.

52 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 53


Patientenforum

Muskelerkrankungen sind

klassische Erbkrankheiten

Muskelerkrankungen beruhen überwiegend auf genetischen Defekten. Sie haben verschiedene Verlaufsformen. Eines

jedoch verbindet sie: sie verlaufen chronisch und sind in den meisten Fällen unheilbar. Zur Behandlung muskelkranker

Patienten werden spezialisierte Einrichtungen empfohlen, an denen Kompetenz gebündelt vorliegt. In diesen

Muskelzentren arbeiten spezialisierte Ärzte auf dem Gebiet der neuromuskulären Erkrankungen interdisziplinär

mit weiteren Fachärzten zusammen. Asklepios intern sprach mit Dr. Valentin Heinsius, Oberarzt in der Klinik für

Neurologie und Neurologische Intensivmedizin am Fachklinikum Brandenburg, der gemeinsam mit seinem Team am

einzigen zertifizierten Muskelzentrum des Landes Brandenburg vererbte und erworbene Muskel- und Nervenkrankheiten

diagnostiziert und behandelt.

Asklepios intren: Herr Dr. Heinsius, welche Symptome sind prägnant

für eine Muskelerkrankung?

Herr Dr. Heinsius: Die Anzeichen sind je nach Ausmaß und zeitlicher

Dauer immer eine muskuläre Schwäche und ein meist

schmerzloser und daher in der Anfangsphase kaum bemerkbarer

Muskelschwund. In den meisten Fällen sind die Oberschenkel,

Arme und Schultergürtel betroffen. Bei manchen Patienten

beginnt die Erkrankung sehr schleichend, oft bereits im

Kindesalter oder in der Jugend. Diese Kinder und Jugendliche

gelten oft als unsportlich. Sie finden sich mit ihrem Defizit ab,

bis im Erwachsenenalter zwischen 30 und 50 auch das Treppensteigen

zur Herausforderung wird. Stürze häufen sich, die Beine

werden weich, sie kommen nur noch schwer aus dem Sessel.

Einkaufstüten und Wasserkästen können nicht mehr getragen

werden. Viele Erwachsene verdrängen diese Signale des Körpers.

Bei einigen Patienten kann sich die Erkrankung innerhalb

kurzer Zeit, also in Wochen und Monaten entwickeln und ausbrechen.

Welche Ursachen können neben den genetisch bedingten Faktoren

eine solche Erkrankung auslösen?

Die Ursache ist in den überwiegenden Fällen ein genetischer Defekt.

Muskelerkrankungen sind klassische Erbkrankheiten und

leider noch nicht heilbar. Die schwerste Form einer vererbten

Muskelerkrankung ist die Muskeldystrophie Typ Duchenne. Sie

tritt bereits im frühesten Kindesalter auf und betrifft ausschließ-

lich Jungen. Schon ab dem 3. Lebensjahr fällt bei den Kindern

eine leichte Muskelschwäche auf, mit 12 Jahren sind die meisten

von ihnen bereits auf den Rollstuhl angewiesen, ab dem 18.

Lebensjahr sind sie pflegebedürftig. Die Lebenserwartung der

Betroffenen liegt bei ca. 20-30 Jahren.

Andere Muskelerkrankungen verlaufen wesentlich milder. Dennoch

handelt es sich immer um eine schwere Erkrankung.

Relativ häufig treten auch autoimmune Muskelerkrankungen

auf. In der Regel sind diese gut behandelbar.

Gibt es Vorteile für Betroffene, die sich in einem Muskelzentrum

behandeln lassen?

Muskelkrankheiten sind selten. Die Erfahrungen bei Haus- und

anderen niedergelassen Ärzten sind noch nicht so hoch. Die

Betroffenen werden meist symptomatisch und häufig jahrelang

nicht adäquat behandelt. Die neuromuskuläre Erkrankung

selbst ist oft ein Zufallsbefund.

In einem Muskelzentrum werden die Erfahrungen, die auf diesem

Gebiet gesammelt wurden, gebündelt. Der Sinn eines solchen

Kompetenzzentrums liegt in der Erkennung dieser langwierigen

und verzögerten Erkrankungsart, die in den meisten

Fällen chronisch verläuft.

In Brandenburg hat die Behandlung Muskelerkrankter eine

lange Tradition. Bereits seit den 80er Jahren verfügt die Klinik

über ein Muskellabor mit spezieller Laborchemie. Neben neuro-

physiologischen Diagnostikmöglichkeiten wie EMG und iENG

bieten wir MRT und Genetik. Wir führen offene Muskel- und

Nervenbiopsien sowie feingewebliche Nerv- und Muskeluntersuchung

durch, um die Art der Muskelerkrankung zu erkennen.

Wir bieten den Patienten ein umfassendes Diagnostik- und

Therapieangebot und stehen für unsere niedergelassenen Kollegen

als Ansprechpartner zur Verfügung.

Welche Therapiemöglichkeiten bieten Sie den Patienten im

Muskelzentrum Brandenburg und speziell in der Muskelsprechstunde?

Die Muskelsprechstunde besteht aus fachkompetenter Beratung,

klinischer Untersuchung und gegebenenfalls Diagnostik

bzw. Therapievorschlägen. Wir behandeln in unserer Klinik

überwiegend ältere Patienten. Die Beweglichkeit dieser Patienten

ist solange wie möglich zu erhalten, damit sie möglichst

weitgehend ihr Leben autonom führen können. Dabei helfen

gezielte Krankengymnastik, Medikamente und Gespräche.

Welche Möglichkeiten der Langzeitbetreuung können Sie Ihren

Patienten anbieten?

In unserer Ambulanz arbeiten wir interdisziplinär mit anderen

Fachgebieten zusammen. Dazu zählen beispielsweise Neuroorthopäden,

die sekundäre Beschwerden wie Gelenkprobleme

und Skoliose behandeln. Ist der Herzmuskel mit erkrankt, können

Herzrhythmusstörungen auftreten. Hier ist der Kardiologe

gefragt. Die Schwere der Erkrankung lastet auf vielen Patienten.

Gerne stellen wir über die Deutsche Gesellschaft für Muskelkrankheiten

(DGM) Kontakt zu Selbsthilfegruppen her.

Betroffene erhalten zusätzlich soziale Beratung. Früher oder

später stellen sich Fragen nach einem Schwerbehindertenantrag.

Hilfsmittel wie Rollstühle und Treppenlift werden benötigt.

Vielleicht muss die Wohnung umgebaut und das Auto auf

Automatik umgerüstet werden. Im Rahmen der Palliativmedizin

beraten wir über Möglichkeiten der Heimbeatmung und

der künstlichen Ernährung über eine Magensonde. Jede unserer

Maßnahmen ist darauf ausgerichtet, die Würde des Patienten

zu erhalten und ihm in jeder Phase der Krankheit seine Lebensqualität

zu sichern.

Das Gespräch führte Mandy Wolf

54 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 55

Kontakt

Dr. Valentin Heinsius

Asklepios Fachklinikum Brandenburg

Anton-Saefkow-Allee 2

14772 Brandenburg

Tel.: (03381) 78 19 10

E-Mail: v.heinsius@asklepios.com


Patientenforum

„Hilfe für Helfer beim Helfen“

Schlossberg Klinik bietet Kinaesthetics Grundkurse für pflegende Angehörige

Wer einen pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause versorgen muss, leistet Schwerstarbeit. Dabei würde das Wissen

um die richtige individuelle Bewegungsunterstützung die körperliche Belastung der pflegenden Personen erheblich

reduzieren. Seit April dieses Jahres ermöglicht die BARMER Krankenkasse gemeinsam mit Kinaesthetics Deutschland,

pflegenden Angehörigen die Teilnahme an Kinaesthetics Grundkuarsen.

In der Schlossberg Klinik Bad König beendeten

bereits zehn Teilnehmer den

zweiten Kinaesthetics-Grundkurs.

Er wurde vollständig von den Mitgliedern

der Parkinson Selbsthilfegruppe

Odenwald belegt. Zum Teil selbst an

Parkinson erkrankt, erweiterten die Teilnehmer

durch den Kurs ihre Bewegungskompetenz.

Jetzt sind sie in der Lage, auf

Probleme in ihrem Alltag, bedingt durch

Bewegungseinschränkungen ganz individuell

zu reagieren.

Jeder Kinaesthetics-Grundkurs verläuft

über sieben Wochen à drei Stunden pro

Woche. In den einzelnen Phasen werden

den Teilnehmern über die Bewegungserfahrung

Möglichkeiten geboten, sich

selbst wahrzunehmen. So wird die indi-

viduelle Bewegungskompetenz erweitert.

Hierdurch können die Teilnehmer sich

entweder selbst wieder besser bewegen,

oder andere, pflegende Angehörige, in ihrer

Bewegungsaktivität unterstützen.

Hannelore Fiedler ist seit Juni 2006 an

Parkinson erkrankt und pflegt zusätzlich

einen 90-jährigen Parkinsonpatienten:

„Ich habe in diesem Kurs viel gelernt.

Wie ich durch bestimmte Bewegungsabläufe

Kraft sparen kann, oder richtig von

einem Stuhl und aus dem Bett aufstehe.

Ich bin sehr begeistert von Kinaesthetics

und werde beim nächsten Kurs wieder

dabei sein.“

Auch Frank Helmus, der seine Ehefrau

und seine Mutter in häuslicher Umge-

Kinaesthetics hilft, den Handlungsspielraum

bei der Versorgung pflegebedürftiger

Angehöriger im privaten

Alltag und im Beruf zu vergrößern.

bung betreut, sagt: „Der Kinaesthetics-

Grundkurs in der Schlossberg Klinik war

sehr aufschlussreich. Ich kann meiner

63 Jahre alten Ehefrau und meiner 86jährigen

Mutter bei Bedarf helfen und

Ratschläge über ihren Bewegungsablauf

geben.“ Frank Helmus ist selbst seit fünf

Jahren an Parkinson erkrankt. Im Kurs

hat er gelernt, wieder besser zu laufen.

Die durchweg positive Resonanz der

Teilnehmer belegt, dass bei der Unterstützung

pflegender Angehöriger in der

häuslichen Versorgung dringender Handlungsbedarf

besteht.

Volker Müller

Bewegung ist Leben

Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz bietet Physiotherapie auf höchstem Niveau

Bewegung ist eine bedeutsame Grundlage für unsere Gesundheit. Oft sind Bewegungseinschränkungen die Ursache

für Schmerzen. Die Physiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil zur medikamentösen und operativen Behandlung. Die

physiotherapeutische Abteilung der Sächsischen Schweiz Klinik Sebnitz bietet sowohl stationären als auch ambulanten

Patienten vielfältige Therapiemöglichkeiten. Hierzu stehen dem engagierten Team modernste Geräte zur Verfügung.

Ziel der Physiotherapie ist die allgemeine

Vorbeugung und Verhütung von Körperschäden,

die Behandlung akuter und

chronischer Erkrankungen, die medizinische

Wiederherstellung nach schwerer

Krankheit, Operation, Entbindung sowie

die Nachsorge und Dauerbetreuung geschädigter

Patienten.

Für die körperliche und seelische Rehabilitation

verfügt das Team der Physiotherapie

über separate, großzügig gestaltete

Behandlungsräume, einen Turnraum,

ein speziell eingerichtetes Kindertherapiezimmer

sowie ein 15 qm großes Therapiebecken

mit behindertengerechtem

Zugang. Etabliert hat sich dieses 36°C

warme Wasser vor allem bei orthopädischen

Erkrankungen. Großen Zulauf

haben auch die speziellen Angebote für

das Baby- und Kleinkinderschwimmen.

Alle Mitarbeiter der Abteilung haben ein

außerordentlich hohes Qualifikationsniveau,

so dass die gegenseitige Vertretung

jederzeit gewährleistet werden kann.

Seit mehreren Jahren werden in der Sächsischen

Schweiz Klinik Sebnitz zerebral

entwicklungsgestörte Kinder durch die

Komplexbehandlung „Bobath und Vojta“

optimal therapiert. Hierbei stehen die

Therapeuten in einem kontinuierlichen

Dialog mit Experten des Universitätsklinikums

Dresden, dem sozial-pädiatrischen

Zentrum und den ortsansässigen

Kinderärzten.

Um noch besser auf Patienten mit neurologischen

Erkrankungen und Gleichgewichtsstörungen

eingehen zu können,

wurde im vergangenen Jahr eine zehn

Meter lange Gehstrecke errichtet, die ver-

56 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 57

Kontakt

Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz

Physiotherapie, Dr.- Steudner-Straße 75b

Tel.: (03 59 71) 6- 16 41

Fax.: (03 59 71) 6- 18 12

E-Mail: physiotherapie@klinik-sebnitz.de

Internet

www.klinik-sebnitz.de

www.asklepios.com

www.bzos.de

schiedene Untergrundbeschaffenheiten

(Sand, Gras, Steine, Holz und Rindenmulch)

zur weiteren Sensibilisierung und

Stabilisierung des Gangbildes bietet. Bei

schönem Wetter kann die Gangschule von

Patienten mit Hüft- oder Kniebeschwerden

in der Natur durchgeführt werden.


Patientenforum

? Asklepios

Im nächsten Heft

Quiz

Sie haben die aktuelle Ausgabe der „Asklepios intern“ aufmerksam

gelesen? Dann rätseln Sie mit und gewinnen Sie! Wie

das geht? Ganz einfach! Beantworten Sie die nachstehenden

drei Fragen und erraten Sie so das Lösungswort. Dieses ergibt

sich aus den Buchstaben vor der korrekten Antwort. Als Preis

winkt Paul Austers Bestseller: „Mann im Dunkel“.

Bitte senden Sie Ihre Lösung bis zum 30. Januar 2009 an:

Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

KB Unternehmenskommunikation & Marketing

Mandy Wolf

Hubertusstraße 12 22

16547 Birkenwerder

E-Mail: mandy.wolf@asklepios.com

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gewonnen!

Wir gratulieren dem Preisträger unseres Rätsels aus der

Asklepios intern Nr. 37. Gewonnen hat Marcel Klonnek

aus Seesen.

Früherkennung kann Leben retten

Darmkrebs

Darmkrebs ist eine der häufigsten

Krebserkrankungen in den Industrienationen.

Die Entstehung der Krankheit

wird neben den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten

oft durch genetische

Faktoren ausgelöst. Mehr über Vorbeugung

und frühzeitige Erkennung im

Interview mit Experten des Asklepios

Klinikums Uckermark in Schwedt.

Lotsin durch Klinik und Krankheit

Die Brustkrebsschwester begleitet Patientinnen

mit Brustkrebs während ihres

gesamten stationären Aufenthaltes. Sie

ist für die Frauen da, beantwortet Fragen,

hört zu. Und nicht nur ihnen, sondern

auch den Angehörigen. Am Beispiel

Ina Dietrichs aus der Asklepios Klinik

Barmbek gehen wir diesem noch sehr

jungem Berufsbild und seiner Bedeutung

für betroffene Frauen nach.

Frage 1

Welche Symptome weisen auf eine Fibromyalgie hin?

H Schmerzen in mindestens drei Körperregionen

I Schlaflosigkeit und Nachtschweiß

J Angst und Unruhe

Frage 2

Um was für einen Preis handelt es sich beim Asklepios

Award?

L Preis für medizinische Publikationen

M Preis für die beste Einrichtung des Unternehmens

N Preis für medizinische Innovation und Qualität

Frage 3

Wie heißt die Hauptstadt Nepals?

O Kathmandu

P Rangun

Q Lhasa

Lösungswort: __ __ __

Kampf gegen Infektionen

Gerade bei Infektionskrankheiten

kommt es auf eine rasche Differenzialdiagnose

mit unmittelbarer Initiierung

einer wirksamen Therapie an. In einem

interdisziplinären Team der Asklepios

Kliniken Hamburg konnten Standards

für eine rationale Antibiotikatherapie

erarbeitet werden, die wir vorstellen

werden.

Die nächste Asklepios intern

erscheint am 31.03.2009

! Buchtipps

Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter

Er setzt alles auf eine Karte, der Hundebesitzer, der auf der Rennbahn sein Geld verwettet,

um eine teure OP zahlen zu können. Sie will es allen zeigen, die junge Frau, und boxt

sich vom Flüchtlingsschiff in die erste Liga hoch. Beide treffen sich zufällig wieder. Meyer

erzählt von dem Willen, etwas aus sich zu machen und der verpassten Liebe. Dabei trifft

er die Töne unserer Zeit. Er spricht von verlorenen Illusionen, von Sehnsucht und Einsamkeit.

Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter, Fischer S., 18,90 €

Julie Kavanagh: Nurejew Die Biografie

Sein Talent und sein Lebensstil machten Rudolf Nurejew (19381993) weltberühmt. Er

revolutionierte das Ballett und wurde sein erster großer Star. Im Juni 1961 setzte er sich

bei einem Gastspiel in Paris in den Westen ab der Beginn einer glänzenden Karriere, die

ihn auf die Bühnen der ganzen Welt führte.

Mit der Londoner Journalistin Julie Kavanagh, selbst ehemalige Tänzerin, hat sich die

ideale Biografin gefunden. Entstanden ist eine beispiellos fundierte Biografie.

Julie Kavanagh: Nurejew Die Biografie, Propyläen, 29,90 €

Paul Auster: Mann im Dunkel

In „Mann im Dunkel” hantiert Paul Auster meisterlich mit verschiedenen Fiktionsebenen,

er lässt sie scheinbar ineinander laufen und nähert sich der perfekten Entsprechung

von Inhalt und Form. Hauptfigur und Erzähler ist der 72-jährige Literaturkritiker August

Brill. Ans Bett gefesselt, kämpft er gegen die Schlaflosigkeit und flieht vor den quälenden

Erinnerungen an seine verstorbene Frau, indem er Geschichten erfindet.

Paul Auster: Mann im Dunkel, Rowohlt, 17,90 €

58 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 59


Klinikübersicht

Kliniken in Deutschland Betten/Plätze

1 Asklepios Klinikum Bad Abbach (Krankenhaus) Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumatologie 225

2 Asklepios Klinikum Bad Abbach (Rehabilitation) Zentrum für Orthopädische und Rheumatologische Rehabilitation 269

3 Asklepios Hirschpark Klinik Alsbach-Hähnlein Fachklinik für Innere Medizin und Orthopädie 120

4 Asklepios Klinik und Hotel St. Wolfgang, Bad Griesbach Spezialklinik für Orthopädie und Sportmedizin 278

5 Asklepios Harzklinik Bad Harzburg Fachkrankenhaus für Orthopädie 90

6 Asklepios Schlossberg Klinik Bad König Fachklinik für Neurologische Frührehabilitation 70

7 Asklepios Klinik Bad Oldesloe Krankenhaus der Regelversorgung 198

8 Asklepios Neurologische Klinik Bad Salzhausen Fachkrankenhaus für Neurologie und neurologische Rehabilitation 190

9 Asklepios Burgseekliniken Bad Salzungen Fachklinik für Onkologie, Pneumologie und Orthopädie 270

10 Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau Fachklinik für Orthopädie und Gynäkologie 220

11 Asklepios Katharina-Schroth-Klinik Bad Sobernheim Fachklinik für Orthopädie, Skoliosezentrum 173

12 Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Krankenhaus der Regelversorgung 270

13 Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen Krankenhaus der Regelversorgung 180

14 Asklepios Helenenklinik Bad Wildungen Fachklinik für Innere Medizin, Orthopädie, Urologie und Nephrologie 140

15 Asklepios Fachklinik Fürstenhof Bad Wildungen Fachklinik für Herz-Kreislauferkrankungen und Neurologie 228

16 M Salus Fachkrankenhaus Bernburg Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, Forensische Psychiatrie 413

17 Asklepios Klinik Birkenwerder Fachkrankenhaus für Orthopädie, Gefäßchirurgie, Plastische Chirurgie, Diabetologie 175

18 Asklepios Fachklinikum Brandenburg Zentrum für Neurologie, Psychiatrie und KJP, Forensische Psychiatrie 475

19 Asklepios Harzklinik Clausthal-Zellerfeld Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 44

20 M Kreiskrankenhaus Eggenfelden Krankenhaus der Regelversorgung 294

21 Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 160

22 Asklepios Südpfalzklinik Germersheim Krankenhaus der Regelversorgung 132

23 Asklepios Harzklinik Goslar Krankenhaus der Regelversorgung 333

24 Asklepios Fachklinikum Göttingen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, Forensische Psychiatrie 423

25 Asklepios Klinik Altona, Hamburg Krankenhaus der Maximalversorgung 922

26 Asklepios Klinik Barmbek, Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 716

27 Asklepios Klinik Harburg, Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 741

28 Asklepios Klinik Nord, Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 1.618

29 Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg Krankenhaus der Maximalversorgung 758

30 Asklepios Klinik Wandsbek, Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 605

31 Asklepios Westklinikum Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 540

32 Cardio CliniC Hamburg Fachklinik für Kardiochirurgie 25

33 Fachklinik Helmsweg, Hamburg Fachklinik für Gynäkologie und Chirurgie 20

34 MB International Neuroscience Institute Hannover Spezialklinik für Neurochirurgie, stereotaktische Neurochirurgie und Neuroradiologie 108

35 Asklepios Klinik Hohenmölsen Krankenhaus der Regelversorgung 100

36 Asklepios Orthopädische Klinik Hohwald Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumaorthopädie 110

37 Asklepios Schwalm-Eder Klinikum Homberg Krankenhaus der Regelversorgung 102

38 Asklepios Weserberglandklinik Höxter Fachklinik für Neurologische u. Orthopädische Rehabilitation, Neuromuskuläres Therapiezentrum 250

39 Asklepios Südpfalzklinik Kandel Krankenhaus der Regelversorgung 188

40 Asklepios Klinik Langen Krankenhaus der Regelversorgung 273

41 Klinik Lich Krankenhaus der Regelversorgung 242

42 Krankenhaus Lindau Krankenhaus der Regelversorgung 115

43 Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe Fachkrankenhaus für Orthopädie 132

44 Asklepios Fachklinikum Lübben Zentrum für Neurologie, Psychiatrie, Kinder und Jugendpsychiatrie 215

45 Asklepios Schwalm-Eder Klinikum Melsungen Krankenhaus der Grund-und Regelversorgung 76

46 Asklepios Fachkliniken München-Gauting Fachkrankenhaus für Pneumologie und Thoraxchirurgie 300

47 MB Collm Klinik Oschatz Krankenhaus der Regelversorgung 240

48 Asklepios Klinik Parchim Krankenhaus der Regelversorgung 149

49 Asklepios Klinik Pasewalk Krankenhaus der Regelversorgung 325

50 M Kreiskrankenhaus Pfarrkirchen Krankenhaus der Regelversorgung 175

51 Asklepios-ASB Klinik Radeberg Krankenhaus der Regelversorgung 143

52 Asklepios Klinik Sankt Augustin Krankenhaus der Maximalversorgung in der Kinder- und Jugendmedizin 210

53 Asklepios Klinik Schaufling Rehabilitationszentrum für Neurologie, Orthopädie, Kardiologie und Geriatrie 350

54 Asklepios Schwalm-Eder Klinikum Schwalmstadt Krankenhaus der Regelversorgung 192

55 Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz Krankenhaus der Regelversorgung 200

56 Asklepios Klinik Schildautal Seesen (Krankenhaus) Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, Neurologie und Gefäßchirurgie 242

57 Asklepios Kliniken Schildautal Seesen (Rehabilitation) Fachklinik für Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation 160

58 Asklepios Stadtkrankenhaus Seesen Krankenhaus der Regelversorgung 125

59 Asklepios Klinik Seligenstadt Krankenhaus der Grund-und Regelversorgung 133

60 M Kreiskrankenhaus Simbach Fachkrankenhaus für Innere Medizin 140

61 Asklepios Fachklinikum Stadtroda Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Neurologie und KJP, Forensische Psychiatrie 466

62 Asklepios Fachklinikum Teupitz Zentrum für Neurologie und Psychiatrie, Forensische Psychiatrie 216

63 Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin 176

64 Asklepios Klinik Triberg Fachklinik für Onkologie 140

65 Asklepios Klinikum Uckermark, Schwedt Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 507

66 M Salus Fachkrankenhaus Uchtspringe Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie, Forensische Psychiatrie 640

67 Asklepios Klinik Weißenfels Krankenhaus der Regelversorgung 355

68 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt (Krankenhaus) Krankenhaus der Regelversorgung 128

69 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt (Rehabilitation) Fachklinik für Pneumologie, Dermatologie und Onkologie 290

70 Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden Krankenhaus der Regelversorgung 331

71 Asklepios Fachklinikum Wiesen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie 173

Weitere soziale Einrichtungen in Deutschland Betten/Plätze

72 Asklepios Pflegeheim Ahrensburg 83

73 Asklepios Kurstift Bad Kreuznach 82

74 M Salus Heim Gardelegen 39

75 M Salus Intensiv Betreutes Wohnen Gardelegen 34

76 Asklepios Pflegeheim Weserblick Höxter 34

77 M Salus Pflegeheim St. Georgii I, Magdeburg 109

78 M Salus Pflegeheim St. Georgii II , Magdeburg 48

79 M Salus Kinder- und Jugendheim Schloß Pretzsch 121

80 Asklepios Pflegeheim Reinfeld 87

81 M Salus Heim zur U-Haftvermeidung Torgau 14

82 M Salus Altenpflegeheim Uchtspringe 50

83 M Salus Heim Uchtspringe 117

84 M Salus Soziotherapeutische Wohngemeinschaft Uchtspringe 11

85 M Salus Kinder- und Jugend-Landhof Woltersdorf 6

835

Kliniken im Ausland Betten/Plätze

86 Anaheim General Hospital Pacific Health Corp., USA

87 Bellflower Medical Center Pacific Health Corp., USA

88 Buena Park Medical Center Pacific Health Corp., USA

89 Hawthorne Medical Center Pacific Health Corp., USA

90 L. A. Metropolitan Medical Center Pacific Health Corp., USA

91 Tustin Medical Center Pacific Health Corp., USA

680

92 B Athens Medical Center Athens Medical Group, Griechenland

93 B Interbalkan European Medical Center, Athen Athens Medical Group, Griechenland

94 B Athens Pediatric Center Athens Medical Group, Griechenland

95 B Psycho Clinic Athen Athens Medical Group, Griechenland

96 B P.Faliro Clinic, Athen Athens Medical Group, Griechenland

97 B Dafni Klinik, Athen Athens Medical Group, Griechenland

98 B Iasis Piraeus, Athen Athens Medical Group, Griechenland

99 B Peristeri Clinic, Athen Athens Medical Group, Griechenland

Legende

Akutkliniken

Rehakliniken

Soziale Einrichtung

Trägerschaft bzw. Mehrheitsbteiligung

M Managementvertrag

B Minderheitsbeteiligung

MB Minderheitsbeteiligung mit Managementvertrag

60 Asklepios intern 38/2008 Asklepios intern 38/2008 61

19.732

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