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Prävention im echten Leben - Asklepios

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Prävention

im echten Leben

Was Schüler im Krankenhaus

lernen können


Prof. Dr. Jörg Braun

Chefarzt Innere Medizin I

Pulmologie und Kardiologie

Asklepios Klinik Wandsbek

Dr. Jürgen Linzer

Chefarzt der Zentralen Notaufnahme

& der Sektion Nephrologie

Asklepios Klinik Harburg

Peter Niebuhr

Pfl egerische Leitung

Zentrale Notaufnahme

Asklepios Klinik Nord

Jörg Becker

Psychologe in der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen

Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll

Carola Burghard

Suchttherapeutin

Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll

Grußwort Gesundheitssenator Dietrich Wersich ..................................................................................................................

Grußwort Dr. Bernard gr. Broermann, Gründer und Alleingesellschafter der Asklepios Kliniken ...................................

Die Dr. Broermann Stiftung fördert Gesundheit ....................................................................................................................

Know-how für ein gesundes Leben: Warum sich Asklepios für Prävention einsetzt .......................................................

Präventionsunterricht à la carte: Carola Fröling vermittelt zwischen Lehrern und Medizinern .......................................

Stoffhund „Beke“ und seine kleinen Retter: Reportage aus der Asklepios Klinik Wandsbek ............................................

„Alkohol – ohne mich!“ – Kampagnenstart in der Asklepios Klinik Barmbek ...................................................................

Was einen Chefarzt bewegt: Interview mit PD Dr. Siegbert Faiss (Barmbek) .....................................................................

So hilft die „Rauschbrille“ bei der Alkohol-Prävention .......................................................................................................

Das Asklepios-Alkohol-Quiz für Kinder ...............................................................................................................................

Interview mit der Elternbeirätin Martina Mau vom Lessing-Gymnasium Norderstedt ....................................................

Rauchen ist uncool! Mediziner aus Wandsbek und Altona klären über Nikotin auf .........................................................

„Smoke Attack“ - Warum Fünftklässler auf Zigaretten schießen ........................................................................................

Mit Aufklärung gegen Krankheit: Interview mit PD Dr. Martin Merkel (St. Georg) ..........................................................

Alkohol und Nikotin als Gefahr: Interview mit Jürgen Jacobs von der Gesamtschule Mümmelmannsberg ....................

„Wo früher meine Leber war ist jetzt eine Minibar“ – Schüler entwickeln coole Präventionskampagnen .......................

Projektwoche der Initiative „Jugend denkt Zukunft“ ..........................................................................................................

Aufklärung zum Thema HPV: Interview mit Dr. Oliver Brummer (Altona) ......................................................................

Post vom Kindergarten Susettenstraße für Dr. Heinz-Dietrich Schwandt (Altona) ...........................................................

Gegen die Verharmlosung von Alkohol: Interview mit PD Dr. Stefan Ulrich Christl (Harburg) .......................................

Woher kommt die Sucht? Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Emil Branik (Harburg) klärt auf ........................................

Dankschreiben der Kita Rübe 1-2-3 aus Barmbek .................................................................................................................

Alkohol-Prävention im TV-Programm von Hamburg1 ........................................................................................................

Keine Angst vorm Krankenhaus: Die Kita Moltkestraße besucht die Klinik Barmbek ......................................................

Engagement für Prävention: Interviews mit Dr. Ulrich Mautsch (Nord - Ochsenzoll) und Nicola Riewe (Westklinikum)

Was ist gesundes Essen? Reportage der BILD Hamburg aus der Asklepios Klinik Wandsbek .........................................

Wie wirkt Prävention? Asklepios evaluiert die Veranstaltungen zu „Alkohol“ und „Rauchen“ ......................................

„Hanseatische Nachtvorlesungen“ – Prävention für Erwachsene im Hörsaal und im Internet ........................................

Fragen und Antworten zum Präventionsprogramm der Hamburger Asklepios Kliniken ................................................

Impressum ...................................................................................................

Bruno Sievers

Dipl.-Psychologe in der Suchtambulanz

für Abhängigkeitserkrankte

IV. Psychiatrische Abteilung

Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll

Inhalt

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Grußwort Grußwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

Kinder sind neugierig und wissbegierig. Diese Lust aufs Lernen gilt es täglich aufs

Neue zu stillen. Das Krankenhaus ist dafür ein geeigneter und spannender Ort. Denn

dort gibt es sehr viel zu erfahren und zu erleben. Nicht nur in der Theorie, sondern

auch ganz anschaulich und praktisch.

Immer wieder geraten Schülerinnen und Schüler in die Schlagzeilen, die mit einer

Alkoholvergiftung in Kliniken landen. Neben dem jugendtypischen Experimentierverhalten

scheinen früher und oftmals unkontrollierter Rauschmittelkonsum sowie

exzessive Verhaltensmuster für einige junge Menschen attraktiv zu sein. Wir kennen

die leider oft fatalen Folgen. Hier gilt es gegenzusteuern. Das fundierte Wissen über

die Gefahren und die Folgen kann Kinder und Jugendliche gegen die Versuchung

durch Rauschmittel stark machen.

Spannend aufbereitet können den Kindern im Krankenhaus anschaulich wichtige

Informationen über die Folgen von Alkohol- oder Tabakkonsum wie auch über

Krankheiten oder Operationen nahe gebracht werden. Das ist vielfach anschaulicher

als im Schulunterricht und bleibt im Gedächtnis. Und ganz nebenbei werden

vielleicht noch vorhandene Ängste über den Aufenthalt im Krankenhaus genommen.

Ich freue mich, dass Asklepios mit dem Schritt, die Türen für Schülerinnen und

Schüler zu öffnen und Aktionen zu bieten, einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen

Aufklärung von Kindern leistet und wünsche allen teilnehmenden Schülerinnen

und Schülern viel Spaß!

Dietrich Wersich

Senator der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit

und Verbraucherschutz in Hamburg

Liebe Leserin, lieber Leser,

Gesundheit ist ein hohes Gut. Mein persönliches Anliegen ist es, bei unseren Kindern

und Jugendlichen das Bewusstsein für eine gesunde Lebensführung zu wecken und

zu stärken. Prävention kann helfen, Krankheitsschicksale zu vermeiden. Nach

meiner festen Überzeugung hat die Prävention zudem auch eine große volkswirtschaftliche

Bedeutung, denn sie ist für die Gesellschaft kostengünstiger als eine

spätere Therapie. Deshalb engagiert sich die Dr. Broermann Stiftung seit über 20

Jahren in der Prävention.

Besonders wirkungsvoll ist die Prävention bei Schülern im Alter von zehn bis

zwölf Jahren. Wenn wir hier ansetzen, erreichen wir die Kinder in einer wichtigen

Entwicklungsphase. Sie sind bereits reif genug, die Zusammenhänge zu erkennen.

Sie können verstehen, welche Schäden Alkohol, Zigaretten, eine mangelhafte Ernährung

oder zu wenig Bewegung dem Körper zufügen. Mit der Pubertät nimmt die

Aufnahmebereitschaft für die Warnungen der Eltern, Lehrer und Mediziner oft ab.

Deshalb ist frühes Handeln gefragt. Die Hamburger Asklepios Kliniken engagieren

sich seit mehreren Jahren aktiv für die Prävention. In dieser Broschüre fi nden Sie

anschauliche Beispiele für den Präventionsunterricht in den Kliniken. Dazu Interviews

mit Medizinern, mit Eltern und mit Lehren. Ich lade Sie ganz herzlich ein, von

unserem Präventionsangebot Gebrauch zu machen. Damit unsere Kinder gesund

bleiben.

Dr. Bernard gr. Broermann

Gründer und Alleingesellschafter der Asklepios Kliniken

4 5


Gesellschaftliche Verantwortung

Die Dr. Broermann Stiftung

fördert Gesundheit

In Deutschland nehmen Krankheiten

zu, die durch frühzeitige Prävention

vermieden werden können. Krankheiten

beeinträchtigen die Lebensqualität,

können die Lebenserwartung

verkürzen und bewirken zudem hohe

Kosten für die Gesundheits- und Sozialsysteme.

Um diesen Entwicklungen

entgegenzuwirken, haben die Asklepios

Kliniken bundesweit zahlreiche

Präventionsprojekte für Kinder und

Jugendliche ins Leben gerufen.

Bereits seit mehr als zwanzig Jahren

setzt sich die Dr. Broermann Stiftung,

eine private Stiftung des Gründers der

Asklepios Kliniken, Dr. Bernard gr. Broermann,

für die Förderung der vorbeugenden

und therapeutischen Gesundheitspfl

ege ein. Gesunde Ernährung

und Anwendung der Erkenntnisse

aus der ganzheitlichen Medizin sind

die zentralen Ziele der Stiftung. Die

Vermeidung von Krankheiten durch

Aufklärung und Erziehung - gerade

in jungen Jahren - ist für Dr. gr. Broermann

eine persönliche Herzensangelegenheit.

Mit diesem Ziel der nachhaltigen Gesundheitsprävention

vergibt die Stiftung

Fördermittel, die nur für diesen

Zweck verwendet werden dürfen.

Über Fördermittel wird von Fall zu Fall

entschieden - ein Anspruch auf Förderung

besteht nicht. Die Hamburger Asklepios

Kliniken können jährlich Fördermittel

der Dr. Broermann Stiftung

für ihre Präventionsaktivitäten nutzen

– und sie tun dies auch, zum Wohle der

Kinder und Jugendlichen.

Die Stiftung wurde im Dezember 1988

von Dr. Bernard gr. Broermann ins Leben

gerufen und ist als gemeinnützig

anerkannt. Ihr Sitz ist in Königstein im

Taunus, und sie untersteht, wie jede

andere Stiftung auch, der staatlichen

Stiftungsaufsicht.

Dr. Bernard gr. Broermann, Gründer

und Alleingesellschafter der Asklepios

Kliniken

Asklepios ist sich seiner gesellschaftlichen

Verantwortung bewusst. Wir haben den Einsatz

für Gesunderhaltung und Prävention deshalb zum

Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie gemacht.

Jede Asklepios Klinik entwickelt mit

Partnerschulen vor Ort gemeinsame Projekte.

Dabei freue ich mich über jede Klinik und jede

Schule, die sich unserer Initiative anschließt.“

(Dr. Bernard gr. Broermann)

Asklepios hat sich das Thema Prävention

auf die Fahnen geschrieben. Vorbeugen,

bevor es zu spät ist, lautet unser

Motto. Seit mehr als zwei Jahren schon

laden die Hamburger Asklepios Kliniken

deshalb regelmäßig Kinder und Jugendliche

ein, damit sie einen Gesundheitsunterricht

zum Anfassen erleben

können. Kostenlos.

Bereits mehr als 2000

Teilnehmer

Mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler

sind schon gekommen. Die Kleinsten

haben Notaufnahmen besichtigt,

durften Blutdruck messen und gipsen.

Mit den Älteren haben die Ärzte über

Themen wie Alkohol, Rauchen oder

Ernährung diskutiert. Mal durften sie

bei einer Operation zusehen, mal mit

dem Endoskop oder Ultraschallgerät

umgehen. Mal gab es ein Quiz zu lösen,

mal eine kranke Leber zu betasten.

Manchmal stellten auch Patienten ihr

Schicksal vor. Wie wird man zum Raucher

oder Alkoholiker? Was sind die

Konsequenzen? Die Kinder erfahren es

aus erster Hand.

Darum ist Prävention so

wichtig

Zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung,

Stress und Schlafstörungen:

Was für viele Erwachsene gilt, trifft

zunehmend auch auf Kinder und Jugendliche

zu. Kein Wunder, dass die

Gemeinsam für Gesundheit

Know-how für ein gesundes Leben

Warum sich die Asklepios Kliniken für Prävention einsetzen

Leistungen in der Schule sinken und

körperliche Erkrankungen zunehmen.

Nicht nur Eltern und Lehrer sind besorgt.

Immer mehr Mediziner warnen

vor den Folgen eines ungesunden Lebensstils

schon in jungen Jahren. Denn

die sind absehbar: Diabetes durch falsche

Ernährung und Bewegungsarmut,

Hautkrebs durch zu viel Sonne und

häufi gen Solariumsbesuch, Hörschäden

durch MP3-Player und Diskothekenlärm,

Vereinsamung und soziale

Isolation durch Computer- und Internetspiele.

Besonders dramatisch aber

ist die Entwicklung beim Missbrauch

von Alkohol und Nikotin.

Immer jünger,

immer mehr

Fakt ist: Kinder

und Jugendliche

in Hamburg sind

stärker gefährdet,

Süchte zu

entwickeln,

als in den

meisten

anderen Bundesländern. Denn im Vergleich

zum Bundesdurchschnitt liegt

das Einstiegsalter in Hamburg besonders

niedrig. Bereits mit durchschnittlich

12,6 Jahren werden erste Erfahrungen

mit dem Rauchen gemacht, erste

Erfahrungen mit Alkohol machen die

Kinder im Durchschnitt schon mit 12,9

Jahren. Und Cannabis wird im Durchschnitt

schon von 14-Jährigen ausprobiert.

Das haben Befragungen von

mehreren Tausend Schülerinnen und

Schülern durch das Büro für Suchtprävention

der Hamburger Landesstelle

für Suchtfragen e.V. ergeben. Dabei ist

sich die Wissenschaft einig: Je früher

Alkohol und Tabak konsumiert werden,

desto größer ist auch die

Wahrscheinlichkeit,

6 7


eine Abhängigkeit zu entwickeln. Mehr

noch: Kinder, die schon früh anfangen

zu rauchen oder zu trinken, sind besonders

gefährdet, auch illegale Drogen

zu konsumieren. Und noch etwas

bereitet den Fachleuten Sorgen: Das

sinkende Einstiegsalter geht einher mit

einem zunehmend exzessiven Verhalten.

Schlagworte wie Komasaufen und

Flatrate-Party stehen dafür.

Auch hier gibt es Fakten: Die Zahl der

Kinder und Jugendlichen, die mit einer

Alkoholvergiftung in die Klinik eingeliefert

wurden, hat sich in den vergangen

fünf Jahren verdoppelt. Hamburg

allein verzeichnete vom Jahr 2000 bis

zum Jahr 2007 eine Zunahme um 143

Prozent bei der Zahl der Jugendlichen,

die mit einer Alkoholvergiftung in die

Klinik eingeliefert und stationär behandelt

wurden. Ein Kind war erst elf Jahre

alt!

Unser Angebot steht

Eltern und Lehrer können sich jederzeit

an eine der Asklepios Kliniken

wenden. Vorschulkinder sind genauso

willkommen wie Zwölftklässler. Der

Unterricht wird individuell gestaltet,

je nach Bedürfnis und Möglichkeiten

vor Ort. Ein „Schema F“ gibt es nicht.

Fragen Sie uns! Wir bemühen uns, ein

Angebot zusammenzustellen. Dabei

haben die Kliniken mit der Dr. Broermann

Stiftung, der Präventionsstiftung

der Gründers und Alleingesellschafters

der Asklepios Kliniken, einen starken

und erfahrenen Partner.

„Es gibt immer mehr jüngere

Alkoholabhängige. Ärzte

stellen bei 20-Jährigen

bereits Folgeerkrankungen

fest, die früher erst bei

Patienten um die 30 auftraten.“

(Priv.-Doz. Dr. Siegbert Faiss, Chefarzt III.

Medizinische Abteilung, Asklepios Klinik Barmbek)

Frau Fröling, Sie haben schon viele

Dutzend Veranstaltungen organisiert

und betreut. Wie haben Sie die ersten

Kontakte zwischen Lehrern und Medizinern

geknüpft?

Fröling: Ein Erfolgsrezept gibt es nicht,

es steckt viel Engagement dahinter.

Ich bin auf die Schulen zugegangen,

habe unser Konzept vorgestellt. Dabei

musste ich zunächst einige Vorurteile

ausräumen. Wo denn der Haken bei

solchen kostenlos angebotenen Veranstaltungen

sei, ob wir als Klinikbetreiber

auf diese Weise Werbung treiben

wollen. Als dann klar war, dass wir

wirklich reine Präventionsarbeit leisten

wollen und dass unser medizinisches

Personal motiviert ist – schließlich haben

die meisten ja selbst Kinder -, da

war das Eis gebrochen.

Wie läuft die Vorbereitung einer Präventionsveranstaltung

ab?

Fröling: Wenn wir mit der Lehrerin

oder dem Lehrer ein Thema festgelegt

haben, zum Beispiel „Rauchen“, dann

spreche ich die passende Abteilung in

unserem Haus an, also in diesem Fall

meist den Chefarzt oder seinen Vertreter

aus der Inneren Medizin.

Und wie läuft so eine Veranstaltung

ab?

Fröling: Wichtig ist vor

allem, nicht nur eine

PowerPoint-Präsentation

zu zeigen, sondern

die Kinder in den Unterricht

zu integrieren.

Und vor allem sollen

sie etwas erleben. Beim

Thema „Rauchen“ zum

Beispiel kann das ein

Lungenfunktionstest

sein. Wir haben ein

Bronchoskop mit Videokopf,

das wir vorführen. „Schwarze

Mamba“ nennen unsere Ärzte das Gerät,

mit dem sie bei den Patienten in

die Bronchien spiegeln. Am Ende sollte

allen klar sein, in welchem Zusammenhang

das Rauchen mit Krankheiten

steht.

Was ist mit der Alkohol-Prävention?

Fröling: Wir setzen häufi g die Rauschbrillen

ein, die einen Alkoholgehalt

von 1,3 Promille im Blut simulieren.

Die Kinder müssen dann Gläser nach

einem bestimmten Muster zwischen

Holzkegeln anordnen oder andere Geschicklichkeitsübungen

absolvieren.

Interview

„Wenn die Kinder Spass am Unterricht

haben, viel lachen, aber am Ende auch

den Ernst der Lage erkennen, dann sind

wir am Ziel.“

Und bei einer Veranstaltung durften

die Kinder bei einer Leber-Untersuchung

im Diagnostikzentrum zusehen.

Dort haben die Ärzte eine Bauchspiegelung

durchgeführt. Das hat sicher einen

nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Was wird noch getan, um den Unterricht

möglichst anschaulich zu gestalten?

Fröling: Die Kinder dürfen zum Beispiel

mal gipsen, oder sich gegenseitig

das Herz abhorchen, außerdem dürfen

sie in manchen Veranstaltungen ein

„verletztes“ Stofftier lagern und seine

Wunden versorgen. Unter anderem

wurde eine Braunüle gelegt. So lernen

die Kinder spielerisch, wie eine Notaufnahme

funktioniert und verlieren dabei

die Angst vor dem Krankenhaus. Was

Alkohol und Rauchen angeht: Reine

Verbote führen bekanntlich nicht zum

Ziel. Wenn die Kinder Spaß am Unterricht

haben, viel lachen, aber am Ende

auch den Ernst der Lage erkennen,

dann sind wir am Ziel. Dann kann Prävention

wirken.

8 9


Reportage

Stoffhund „Beke“

und seine kleinen Retter

Für die Pfl egekräfte und Mediziner der

Asklepios Klinik in Wandsbek ist die

Ankunft eines Rettungswagens nichts

Ungewöhnliches. Sie gehört zum Alltag.

Doch für die 22 Kinder der Projektgruppe

„Erste Hilfe“ aus der Grundschule

Am Hagen kann es kaum etwas

Spannenderes geben. Sie sind eigens

mit Bus und Bahn aus Ahrensburg angereist,

um ihr Unterrichtsthema in der

Praxis zu erleben. Und dann geht es

auch schon los: Ein in kräftigem Rotorange

leuchtendes Feuerwehrfahr-

10

zeug mit Blaulicht fährt vor. Rettungssanitäter

springen heraus und öffnen

die große Hecktür. Auf der Trage im

Inneren liegt der Patient: „Beke“, ein

großer Stoffhund. Er ist für die kleinen

Mediziner heute der „Notfall“: Beke ist

verletzt, benötigt dringend Hilfe. Unter

Anweisung des Leitenden Notarztes

der Asklepios Klinik Wandsbek, Torsten

Wilde, übernehmen die begeisterten

Kinder sogleich ihren Aufgaben:

Sie betten den fl auschigen Hund auf

eine neue Trage um und melden ihn

per Walkie Talkie aufgeregt bei den OP-

Schwestern für eine „septische Operation“

an. Dann geht es zügig durch die

Flure in den vorbereiteten OP-Saal,

wo „Beke“ von einigen der Kinder

behutsam auf den Operationstisch gelegt

wird. In grünen OP-Hemden, mit

Haar- und Mundschutz sowie Einmalhandschuhen

folgen die Kinder konzentriert

den Vorgaben des Anästhesisten

Wilde: Wundgebiet einsprühen,

Zugang legen, Spritze setzen, Atmung

berücksichtigen, Blutdruck und Kreislauf

überwachen, Splitter entfernen,

Gips anlegen, Zugang ziehen, Pfl aster

setzen. Als die Kinder den Stoffhund

für den Aufwachraum umbetten, sind

sie stolz darauf, den knuddeligen Vierbeiner

gerettet zu haben.

„Ich habe inzwischen bei unseren Prä-

ventionsveranstaltungen mehr als 180

Kinder erlebt, die am Anfang aufgeregt

und unsicher waren, aber am Ende

stolz als kleine Chirurgen oder Narkose-Ärztinnen

mit Mundschutz und

Haube nach Hause gingen,“ freut sich

Oberarzt Torsten Wilde.

In der Asklepios Klinik Wandsbek

werden regelmäßig Schulklassen eingeladen.

Nach dem Besuch haben die

Kinder meist ihre Angst vor dem Krankenhaus

überwunden – und eine konkrete

Vorstellung davon, wie eine Notfallversorgung

aussieht. (CF, ME)

„Ich habe bei

unseren Präventionsveranstaltungen

mehr als 180

Kinder erlebt,

die am Anfang unsicher

waren, aber am Ende stolz als kleine

Chirurgen nach Hause gingen.“

(Oberarzt Torsten Wilde)

Quelle: MARKT Ahrensburg


Reportage

Alkohol – ohne mich!

Kampagnenstart in der

Asklepios Klinik Barmbek

„Alkohol – ohne mich!“ – so lautet die

bundesweite Kampagne der Asklepios

Kliniken zur Alkoholprävention. Die

Auftaktveranstaltung fand im Juni

2008 mit 26 Schülerinnen und Schülern

einer 6. Klasse des Norderstedter Lessing-Gymnasiums

in der Asklepios Klinik

Barmbek statt. Der Chefarzt der III.

Medizinischen Abteilung, Priv.-Doz.

Dr. Siegbert Faiss, und sein Oberarzt

Dr. Niels Breese erklärten anschaulich

die Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums.

So mussten die Kinder einen

„Promille-Parcours“ absolvieren. Dabei

trugen sie sogenannte „Rauschbrillen“,

die einen Alkoholgehalt von 1,3 Promil-

le im Blut simulieren. Außerdem gab es

ein spannendes Alkohol-Quiz zu lösen,

und sie konnten am Bildschirm die

Ultraschalluntersuchung einer Leber

mitverfolgen. Anschließend wurden T-

Shirts der Kampagne „Alkohol – ohne

mich!“ verteilt.

12 13


Interview

Warum engagieren Sie sich für das

Thema Prävention?

Dr. Faiss: Als Gastroenterologe

bin ich eng mit dem Thema Prävention

verbunden, insbesondere durch die

Darmkrebsvorsorge. Aber auch ganz

allgemein gibt es gute Gründe, sich für

die Prävention zu engagieren. Die drei

wichtigsten Argumente lauten nach

meiner festen Überzeugung: Prävention

ist besser als Therapie, Prävention

vermeidet Langzeitschäden, und Prävention

spart Kosten im Gesundheitssystem.

Gibt es auch ganz persönliche Gründe

für Ihr Engagement?

Dr. Faiss: Ja natürlich, die gibt es.

Ich bin Vater von zwei Kindern, da liegt

mir das Thema besonders am Herzen.

Ich möchte auch meine eigenen Kinder

durch Präventionsmaßnahmen vor

gesundheitlichen Schäden bewahren.

Mein 14-jähriger Sohn war kürzlich bei

einer Nikotin-Präventionsveranstaltung

dabei und er war positiv beeindruckt.

Das hat mich schon gefreut.

Alkohol-Prävention ist Ihr Schwerpunktthema.

Dr. Faiss: Ja, das stimmt. Mir liegt

sehr daran, die potenzielle Suchtgefahr

des Alkohols schon durch geringe

Mengen hervorzuheben. Die sogenann-

14

ten „Flatrate“-Partys, bei

denen die Jugendlichen

gegen eine fi xe Gebühr

praktisch unbegrenzt Alkohol

konsumieren können,

müssten strikt unterbunden

werden.

Wo besteht die größte

Wissenslücke bei den

Kindern, wenn es um das

Thema Alkohol geht?

Dr. Faiss: Die Unkenntnis darüber, dass

übermäßiger Alkoholgenuss nicht nur

die Leber schädigt, sondern auch eine

Vielzahl anderer Körperorgane. Alkohol

im Körper wirkt schon in relativ

kleinen Dosen wie Gift und kann bei

dauerhafter Zufuhr die Bauchspeicheldrüse

schädigen. Auch Nervenerkrankungen

oder ein erhöhtes Herzinfarktrisiko

gehören zu den Risiken, die ich

den Kindern erkläre.

Wie gestalten Sie den Präventionsunterricht?

Dr. Faiss:

Möglichst anschaulich,

denn

wir wollen die

Kinder und

Jugendlichen

ja motivieren,

zuzuhören und

mitzudenken.

Da gehören auch interaktive Elemente

dazu. Neben einem Vortrag und dem

Alkohol-Quiz setzen wir zum Beispiel

die Rauschbrillen ein. Wir errichten im

Innenhof der Klinik einen „Promille-

Parcours“, den die Kinder mit Bobby-Cars

absolvieren. Mit dieser Art

Geschicklichkeitstest lernen sie, dass

man unter Alkoholeinfl uss nicht mehr

so gut reagieren kann und der Orientierungssinn

leidet. Das macht allen

zunächst viel Spaß, aber sie erkennen

auch schnell den Ernst der Lage.

„Mein 14-jähriger Sohn war kürzlich bei

einer Nikotin-Präventionsveranstaltung

dabei, und er war positiv beeindruckt.

Das hat mich schon gefreut.“

Wenn Sie zurückblicken: Lohnt sich

das Engagement?

Dr. Faiss: Auf jeden Fall! Ich habe

bislang nur positive Rückmeldungen

erhalten, von Lehrern, Schülern, aber

auch Eltern. Das motiviert mich, auch

weiterhin Präventionsveranstaltungen

durchzuführen.

Info: Rauschbrille

Die „Drunkbuster“-Rauschbrille, die bei vielen Präventionsveranstaltungen

eingesetzt wird, simuliert die Beeinträchtigung der Wahrnehmungsfähigkeit

durch einen Blut-Alkoholgehalt von 1,3 Promille.

Der Träger hat eine eingeschränkte Rundumsicht und sieht doppelt.

Dadurch entstehen Fehleinschätzungen für Nähe und Entfernungen,

und die Reaktionszeit ist verzögert. Bei den Veranstaltungen tragen

die Kinder die Brille bei Geschicklichkeitsübungen – und bekommen

so einen Eindruck, wie sehr Alkohol sie

beeinfl usst.

Bei den Alkohol-Präventionsveranstaltungen unterrichten

die Mediziner die Kinder unter anderem mit Hilfe einer

Powerpoint-Präsentation. Mehrere Chefärzte der bundesweit

fast 100 Asklepios Kliniken haben den Inhalt der Präsentation

gemeinsam erarbeitet.

15


Alkohol-Quiz

In den Präventionsveranstaltungen im Rahmen der Kampagne

„Alkohol – ohne mich!“ werden an die Kinder Fragebögen

ausgeteilt. Abgefragt wird der Wissensstand zum Thema

Alkohol: woraus besteht Alkohol, wie wirkt er, wie gefährlich

16

ist er? Wenn alle Fragen beantwortet sind, haben die Schüler

das Lösungswort herausgefunden. Gemeinsam werden dann

die wichtigsten Fragen mit dem Mediziner besprochen. Wo

haben die Schüler richtig gelegen, wo lagen sie falsch?

Warum liegt Ihnen das Thema Prävention

am Herzen?

Mau: Die Motivation ist naheliegend:

Eltern möchten ihre Kinder am

liebsten glücklich und gesund heranwachsen

sehen. Aber auch wenn man

sich als Elternteil selbst um eine Aufklärung

der Kinder bemüht, sind diese

mit zunehmendem Alter äußeren

Einfl üssen ausgesetzt, die man immer

weniger kontrollieren kann. Da hilft es

nur, den Kindern bis dahin so viel eigene

Überzeugung und Selbstbewusstsein

mitzugeben, dass sie von sich aus

‚Nein’ zu Zigaretten, Alkohol und Co.

sagen.

Mit welchen Erwartungen haben Sie

die Schulklasse zu den Präventionsveranstaltungen

begleitet?

Mau: Ich habe mir erhofft, dass die

Kinder in einer anderen Umgebung,

aber im vertrauten Klassenverband,

den Inhalten der Präventionsveranstaltungen

besondere Aufmerksamkeit

schenken würden. So war es auch.

Durch das Klinikumfeld erhält die

Veranstaltung noch deutlich mehr Gewicht,

als wenn diese beispielsweise in

der Schule durchgeführt würde.

Auch werden die Ärzte von den Kindern

ganz selbstverständlich als Fachleute

akzeptiert..

Als vorteilhaft sehe ich auch die positive

Gruppendynamik, die durch den

Klassenverband entsteht: Nach der

Veranstaltung sind die Kinder davon

überzeugt, niemals zu

Suchtmitteln greifen zu

wollen. Sollten einzelne

Kinder aus der Klasse das

später doch tun, werden sie es schwer

haben, ihre Klassenkameraden davon

zu überzeugen, dass Alkohol oder Nikotin

„cool“ sind.

Was haben die Kinder vor Ort erlebt,

war der Präventionsunterricht zielgruppengerecht?

„Auf jeden Fall würde ich jeder Schule

raten, sich ein solches Angebot der Suchtprävention

nicht entgehen zu lassen.“

Mau: Die „Alkohol-Veranstaltung“

war sehr anschaulich und vielseitig aufgezogen.

Sie begann mit einem Quiz,

in dem die Kinder ihr Wissen über Alkohol

testen konnten. Danach erklärte

der Arzt, wozu Alkoholkonsum führen

kann – sehr anschaulich auch durch Fotos

von geschädigten Organen, wie z.B.

einer Fettleber.

Die Ärzte sprachen

auch Fälle von Jugendlichen

an, die

in der Klinik wegen

unmäßigen

Alkoholkonsums

behandelt werden

mussten, und

stellten dar, wie

‚uncool’ eine solche

Verfassung

ist. Ein weiteres

Highlight war

eine freiwillige

Ultraschalluntersuchung,

bei der die

Kinder ihre

eigenen Or-

Interview

gane sehen konnten, natürlich durchgeführt

durch einen Arzt. Die angesetzten

zwei Stunden vergingen wie im

Flug, und zum krönenden Abschluss

erhielten die Kinder ein „Alkohol –

ohne mich!“-T-Shirt und wurden von

Asklepios zu einem Mittagsimbiss eingeladen.

Das war ein wirklich lehrreicher

und unterhaltsamer Vormittag!

Würden Sie anderen Schulen raten,

derartige Veranstaltungen zu besuchen?

Mau: Auf jeden Fall würde ich jeder

Schule raten, sich ein solches Angebot

der Suchtprävention nicht entgehen zu

lassen. Unsere Schule ist schon jetzt ein

dankbarer und regelmäßiger Teilnehmer

der Asklepios-Präventionsveranstaltungen.

Die Schulleitung und auch

die Eltern sind begeistert von dieser

zusätzlichen Chance der Suchtprävention!

Alle an den Veranstaltungen beteiligten

Mitarbeiter von Asklepios haben wir

stets als außerordentlich engagiert und

entgegenkommend erlebt.

Dort sind wir sehr gern immer wieder

zu Gast!

Prävention – „Alkohol - ohne mich!“

Besuch der Klasse 6d

Lessing-Gymnasium, Norderstedt

2.6.2008 10.30 Uhr - 12.30 Uhr

10.30 Uhr Begrüssung

Einführungs-Quiz zum Thema:

„Alkohol - ohne mich!“

Herr PD Dr. Faiss/ Herr Dr. Breese

(Seminarraum 1+2)

11.00 Uhr Kurzvortrag: Alkoholkonsum bei

jungen Menschen

Besichtigung der Endoskopie

Hr. PD Dr. Faiss/ Hr. Dr. Breese

(Endoskopie)

12.00 Uhr Spiel: „Promilleparcours (Innenhof)

12.30 Uhr Imbiss

17


Hintergrund

Rauchen?

Das ist doch total uncool!

Prävention ist wichtig wie nie, denn:

Jugendliche greifen immer früher zur Zigarette

Rauchen ist ungesund und gefährlich

– in der Theorie wissen das heutzutage

die meisten Jugendlichen. Aber ob

die Botschaft wirklich ankommt? Laut

einer Studie haben in Hamburg bereits

zwei Drittel der 14-Jährigen Erfahrungen

im Umgang mit Tabak. Dagegen

wollen die Asklepios-Kliniken mit ihren

Präventionsprogrammen etwas

tun.

Gerade weil das Rauchen noch immer

von vielen als cool angesehen wird,

stellen die Asklepios-Mediziner auch

weniger bekannte Folgen in den Mittelpunkt:

„Rauchen macht Falten, Zahnausfall

und Knochenschwund“, lautet

etwa die Botschaft.

Die 29 Schüler der 6. Klasse des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums

im Hamburger

Stadtteil Wandsbek waren

Anfang 2008 in der Asklepios Klinik

Wandsbek. „Rauchen ist nicht cool.

Kalter Zigarettenqualm stinkt. Rau-

chen macht gelbe Zähne und kaputte

Fingernägel. Rauchen macht die Lunge

kaputt. Wer raucht, bekommt Krebs.“

Die Kinder wissen genau, warum sie

gar nicht erst damit anfangen wollen:

Sie wollen nicht süchtig werden. Nicht

krank werden. Und vor allem nicht un-

Laut einer Studie haben in Hamburg

bereits zwei Drittel der 14-Jährigen

Erfahrungen im Umgang mit Tabak.

18

cool sein.

Der Oberarzt der

1. Medizinischen

Abteilung hat

keinen schweren

Stand. „Wer

raucht denn von

euch?“, fragt er

die Klasse am

Anfang der zweistündigenPräventionsveranstaltung.

Zwei

Hände schnellen

hoch. Die anderen

lachen, zeigen mit dem Finger auf

die Spaßvögel. Nein, zum Glück raucht

wirklich noch niemand. Doch es ist

traurige Realität: In Hamburg sind Elf-

und Zwölfjährige mit einer glimmenden

Zigarette in der Hand keine Seltenheit.

Das Einstiegsalter sinkt. Deshalb

muss die Prävention bereits bei den

Fünft- und Sechstklässlern ansetzen.

Dem Mediziner im weißen Kittel gelingt

es mühelos, die Klasse in seinen

Bann zu ziehen. Alle dürfen ihren Finger

in kleines Gerät stecken. „Damit

messen wir den Sauerstoffgehalt in eurem

Blut“, erklärt er. Dass Sauerstoff lebensnotwendig

ist, wissen bereits alle.

Als nächstes verteilt der Doktor Strohhalme.

„Nase zu halten und durch den

Strohhalm atmen!“ Die Kinder lernen

spielerisch, wie schwer das Luftholen

fällt, wenn man über Jahre kräftig geraucht

hat.

Es sind Erlebnisse wie diese, die bei

den Kindern einen bleibenden Eindruck

hinterlassen. Und die vielleicht

dafür sorgen, dass sie auf den Griff zur

Zigarette dauerhaft verzichten ...

Seit vielen Jahren lädt Prof. Dr.

von Olshausen Schulklassen

in den Hörsaal der Klinik ein

oder besucht die Schulen direkt

vor Ort. Mit seinen ebenso

unterhaltsamen wie eindrucksvollen

Vorträgen möchte er die

Schülerinnen und Schüler davon

abhalten, mit dem Rauchen

anzufangen.

Unterricht

19


Reportage

Warum Fünftklässler

auf Zigaretten schießen

Die „Rasselbande“ kommt aus der Gesamtschule

Mümmelmannsberg. Zwei

Dutzend Fünftklässler im Alter von

zehn bis zwölf Jahren, begleitet von

zwei Lehrern und einem Sozialpädagogen.

Heute sind die Kinder in der

Asklepios Klinik St. Georg zu Gast bei

Priv.-Doz. Dr. Martin Merkel, Oberarzt

der I. Medizinischen Abteilung. Auf

dem Programm steht Präventionsunterricht,

genauer: das Thema Rauchen.

Jetzt sitzen die Kinder im alten medizinischen

Hörsaal der Klinik und sind

zappelig. Auf der großen Leinwand

fl iegen virtuelle Zigaretten von links

nach rechts. Mit einer funkgesteuerten

Computermaus können die Kinder

die Zigaretten abschießen. Das macht

sichtlich Freude – und stimmt schon

mal aufs Thema ein. Dr. Merkel fragt

die Kinder: „Was ist denn in den Zigaretten

drin?“ Und gibt gleich die Antwort:

mehr als 4500 Inhaltsstoffe, darunter

Blausäure, Arsen und Cadmium.

Zucker und Aromen sorgen dafür, dass

die Zigarette besser schmeckt. Ammoniak

erhöht die Suchtgefahr.

Dann geht es rüber in die Zentrale

Notaufnahme, ein Blick in die Unter-

suchungsräume. Im Haupthaus geht es

dann zu Fuß bis in den 8. Stock. Jedes

Kind bekommt einen Strohhalm. „Ab

jetzt nur noch dadurch atmen, Nase

zuhalten, dann wisst Ihr, wie ein Lungenkranker

sich für den Rest seines

Lebens fühlt“, sagt Dr. Merkel – und

stürmt die Treppen hinauf. Die Kinder

kommen kaum hinterher, manche

wollen schummeln und den Fahrstuhl

nehmen.

Auf der Leinwand fl iegen virtuelle Zigaretten von

links nach rechts. Mit einer Computermaus können

die Kinder die Zigaretten abschießen.

20

Nach der Fitnessübung geht es zu Fuß

ins Parterre in die Endoskopie, vorbei

an Patienten, die auf ihre Behandlung

warten. Da werden die Kinder ganz

still. Schließlich sind Patienten darunter,

die echte Atemprobleme haben

und deren Bronchien in der Endoskopie

mit dem Bronchoskop „gespiegelt“

werden. Die Kinder haben Respekt vor

dem Gerät: „Hoffentlich muss bei mir

keiner mit dem dicken Schlauch in den

Hals und in die Lunge schauen“, sagt

ein Mädchen. „Wenn du gar nicht erst

anfängst zu rauchen, dann kommt es

auch nicht so weit“, sagt Dr. Merkel.

Für die Kinder waren die zwei Stunden

voller Erlebnisse. „Zumindest die Sensibleren

unter ihnen machen sich jetzt

Gedanken, ob es wirklich so cool ist zu

rauchen“, sagt Dr. Merkel.

(ME)

Warum engagieren Sie sich für das

Thema Prävention?

Dr. Merkel: Im Zusammenhang mit

meinem Spezialgebiet – Diabetes und

Fettstoffwechselstörungen – bin ich

mit den Folgen von falscher Ernährung

und Bewegungsmangel konfrontiert.

Bald wird fast jeder zehnte Mensch in

Deutschland an Diabetes mellitus Typ

2, dem früheren sogenannten „Altersdiabetes“,

erkrankt sein. Schon heute

ist ein Viertel unserer Patienten zuckerkrank,

mit allen schweren Folgen:

Herzinfarkt, Sehstörungen bis zur

Erblindung, Amputation, Nierenversagen

und Dialyse. Die Menschen mit

Zuckerkrankheit werden immer jünger:

Kürzlich lernte ich ein neunjähriges

Kind kennen, das einen Diabetes

durch Fettsucht und Bewegungsmangel

hat. Durch Prävention mit gesunder

Ernährung und Sport ließen sich solche

Krankheiten verhindern! Wenn das keine

Motivation ist …

Welche Rolle spielt der Klinikalltag

für Ihr Engagement?

Dr. Merkel: Auch bei unseren Patienten

sehe ich die Folgen der fehlenden

Prävention: Kein Tag, an dem nicht ein

Patient mit Leberzirrhose stationär aufgenommen

werden muss, das ist fast

immer eine Folge von Alkoholmissbrauch.

Raucher kommen zu uns mit

chronischer Bronchitis und schwerer

Luftnot nahe am Ersticken; über Lungenkrebs

muss ich an dieser Stelle wohl

nichts sagen. So wenig, wie ich diese

verhinderbaren Krankheiten unseren

Patienten wünsche, so wenig wünsche

ich sie einem meiner Kinder, sie sind

fünf, zehn und zwölf Jahre alt.

Wie gestalten Sie Ihren Präventionsunterricht?

Was sollen die Kinder mit

nach Hause nehmen, also lernen?

Dr. Merkel:. Um die Aufmerksamkeit

der Kinder zu gewinnen, versuche

ich, sie in ihrem Alltag abzuholen, zum

„Kürzlich lernte ich ein neunjähriges Kind

kennen, das einen Diabetes durch Fettsucht

und Bewegungsmangel hat. Das ließe sich

verhindern!“

Interview

Beispiel, indem ich mit

ihnen ein Computerspiel

spiele, oder wir machen

ein Quiz. Danach zeige ich

Fotos, zum Beispiel Abbildungen

von einer Raucherlunge. Im

Alltag der Kinder ist ungesundes Verhalten

ja „cool“. Also versuche ich zu

vermitteln, dass gesunde Lebensweise

„cool“ ist – und dass es nichts „uncooleres“

gibt, als durch eigenes Fehlverhalten

krank zu werden.

Wo bestehen die größten Wissenslücken

bei den Kindern? Was hat Sie am

meisten irritiert?

Dr. Merkel: Reine Wissensvermittlung

oder gar reine Abschreckung helfen

nicht weiter. In der Schule werden

den Kindern ja erfreulicherweise auch

viele erlebnisorientierte Lerninhalte

zur Prävention angeboten. Wichtig ist

die emotionale Bewertung; es muss ein

Umschalten von „ungesund ist cool“

auf „gesund ist cool“ erfolgen.

„Die Wirkung von Nikotin“: Rauchen vermindert nachweislich die

Durchblutung der Gefäße. Sie werden kälter, wie die Wärmebilder zeigen.

21


Interview

Wie sind Sie auf die Präventionsaktivitäten

der Asklepios Kliniken aufmerksam

geworden?

Jacobs: Wir haben durch Frau Metzner,

EDV-Beauftragte der Hamburgischen

Krankenhausgesellschaft, von Ihren

Aktivitäten erfahren und die Kontaktadresse

bezogen.

Warum liegt Ihnen das Thema Prävention

am Herzen?

Jacobs: Wir haben hier gerade in den

Ballungszentren und dort insbesondere

in Stadtteilen wie Mümmelmannsberg

viele Suchtprobleme. Alkohol und Nikotin

stellen dabei eine Gefahr dar.

Mit welchen Erwartungen haben Sie

die Schulklasse zu den Präventionsveranstaltungen

begleitet?

Jacobs: Gerade in dem Alter, in dem

sich Schüler der Jahrgänge 5 und 6 befi

nden, besteht eine noch hohe Aufnahmebereitschaft

für solche Themen. Das

muss man nutzen.

Wie hat Ihnen die Veranstaltung gefallen?

Jacobs: Den Kindern hat es großen

Spaß gemacht – und uns natürlich

auch. Sie haben durch Vorträge erlebt,

wie Nikotin schaden kann, sie haben

Krankheitsfälle aktuell vor Ort wahrgenommen

und die Arbeit des Krankenhauspersonals

ein wenig kennen

gelernt.

22

Würden Sie auch anderen Schulen raten,

derartige Veranstaltungen zu besuchen?

Jacobs: Ja, unbedingt! Vielen Dank für

Ihre Einladung!

Wir haben insbesondere in Stadtteilen wie

Mümmelmannsberg viele Suchtprobleme.

Alkohol und Nikotin stellen dabei eine Gefahr dar.

„Gesundes Leben – Coole Kampagnen

von Schülern für Schüler“ lautetet das

Motto, unter dem sich zwei 9. Klassen

zu Projektwochen in den Asklepios Kliniken

Barmbek und Wandsbek getroffen

haben. Die Schülerinnen und Schüler

der Gesamtschule Öjendorf und der

Franz-von-Assisi-Schule in Barmbek

nahmen an einem Innovationsspiel der

Initiative „Jugend denkt Zukunft“ teil.

Die bundesweite Initiative der Wirtschaft

wurde in Hamburg von Asklepios

unterstützt. Die TV-Sender RTL

und Hamburg1 berichteten über die

originellen Ideen der Jugendlichen,

jüngere Schüler vom Alkohol und vom

Rauchen abzuhalten.

Reportage

Wo früher meine Leber war,

ist jetzt eine Mini-Bar

Projektwoche in Barmbek

23


Reportage

Kämpf dagegen an!

Projektwoche in Wandsbek

24

„Hart, grau und rissig, wie ein Stück

eingeritzte Seife“, beschrieb ein Schüler

die kranke Leber, die er in der Hand

hielt. Ein bisschen mulmig war ihm

schon dabei, als er das lebenswichtige

Organ im OP-Nebenraum mit Handschuhen

befühlte. Seine Mitschülerin

hatte eine gesunde Leber in der Hand

und konnte kaum glauben, wie anders

sie aussah: deutlich kleiner und

dunkelbraun. Und sie fühlte sich auch

weicher an als die kranke Leber, die

ihr Mitschüler in der Hand hielt. Die

beiden gehörten zu den Mutigen der

20 Schüler aus der neunten Klasse der

Gesamtschule Öjendorf. Sie waren im

Rahmen der Projektwoche „Jugend

denkt Zukunft“ in die Asklepios Klinik

Wandsbek gekommen, um etwas

über Prävention und die Berufswelt im

Krankenhaus zu lernen.

Die Veranstaltungen boten ein breites

Aktionsprogramm zu richtiger Ernährung

und zu den aktuellen Trends im

Bereich Gesundheitswesen.

Beim Thema Alkohol und Folgeerkrankungen

setzten die Schüler „Drunkbuster

- Rauschbrillen“ auf und konnten so

erleben, wie verschwommen die Wahrnehmung

eines Betrunkenen ist. Mit

den Rauschbrillen geradeaus zu gehen,

Kegel aufzuheben und an gleicher Stelle

wieder abzusetzen – eine echte Herausforderung!

Dass diese Aktion ihre

Wirkung nicht verfehlt hatte, zeigte

sich in den Einzelinterviews, die das

Fernsehteam von RTL-Nord mit einigen

Schülern führte.

Außerdem durften die Schüler die

Ärzte begleiten, die bei einem Alkoholkranken

eine Ultraschalluntersuchung

seiner kranken Leber machten

und mussten dafür in OP-Kleidung

schlüpfen. Alle waren über die Größe

der Leber erstaunt und betroffen, dass

sich das Organ durch die Wirkung des

Alkohols so verändert hat.

Am Ende der Projektwoche waren die

Schüler an der Reihe. Sie konnten zeigen,

wie aus ihrer Sicht das Thema Prävention

für ihre jüngeren Mitschüler

umgesetzt werden könnte. Sie stellten

in Präsentationen vielversprechende

Kampagnen vor. Diese Projektwoche

war für alle Beteiligten ein großer Erfolg.

Bei den Schülern hinterließ sie

einen bleibenden Eindruck: Das war

Prävention zum Anfassen.

(J. Nana Manu)

25


Interview

Sie werden regelmäßig von Schulen

eingeladen, um über das aktuelle

Thema HPV-Impfung zu

sprechen. Worum geht es da?

Dr. Brummer: Seit Anfang der 80er

Jahre wissen wir, dass die Infektion

mit humanen Papilloma Viren der entscheidende,

wenn auch nicht alleinige

Faktor für das Auftreten von Krebs

im Bereich des Gebärmutterhalses ist.

Bei nahezu 100 Prozent der bösartigen

Tumoren des Gebärmutterhalses lässt

sich HPV nachweisen. Jetzt gibt es eine

Impfung gegen die wichtigsten der

Gebärmutterhalskrebs auslösenden Virustypen.

Für wen ist die Impfung geeignet?

Dr. Brummer: Die Impfung ist vor

allem für junge Frauen und Mädchen

vor dem ersten sexuellen Kontakt geeignet,

um eine Infektion mit HPV von

Anfang an zu verhindern. Ich kläre darüber

auf, warum diese Impfung wichtig

ist, denn sie kann das Risiko, an

Gebärmutterhalskrebs zu erkranken,

deutlich senken.

Schützt eine Impfung gegen HPV zu

100 Prozent?

Dr. Brummer: Nein, einen hundertprozentigen

Schutz gibt es nicht. Aber

das Risiko kann erheblich gesenkt werden.

Frauen sollten also trotz durchgeführter

Impfung weiter regelmäßig zur

Vorsorgeuntersuchung gehen. Dazu

kommt: Die Vorsorgeuntersuchung

dient auch dem frühzeitigen Erkennen

anderer Krebserkrankungen wie z.B.

Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs.

Welche Fragen stellen die Mädchen?

„Bedenkt man, dass 50 Prozent der Frauen

in Deutschland nicht zur Krebsvorsorge

gehen, wird klar, warum Aufklärung und

Prävention so wichtig sind.“

26

Info: Humanes Papilloma Virus

Humane Papillomviren, abgekürzt HPV, sind Erreger, die Zellen der

Haut und der Schleimhaut infi zieren. Meistens klingt die Infektion

innerhalb weniger Monate wieder ab, ohne dass Krankheitszeichen auftraten.

Betroffene wissen daher oft gar nicht, dass sie Virusträger sind.

Nicht selten fü hrt eine bleibende Infektion zu Gewebeveränderungen,

die unbehandelt zu Krebs entarten können. Schätzungsweise 75 bis 80

von hundert sexuell aktiven Menschen infi zieren sich im Laufe ihres

Lebens mindestens ein Mal mit HPV. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich

über sexuelle Kontakte wie Geschlechtsverkehr. Eine Infektion

über Blut, Muttermilch oder Speichel (etwa beim Küssen) ist bis heute

nicht belegt. Vor allem der frühe Beginn der sexuellen Aktivität, ungeschützter

Geschlechtsverkehr und häufi ger Partnerwechsel erhöhen

rein statistisch die Wahrscheinlichkeit einer HPV-Infektion, ohne dass

die Zusammenhänge in allen Details bekannt sind.

Dr. Brummer: Da gibt es noch sehr

viel Unwissenheit. Zum Beispiel über

den Übertragungsweg, den das Virus

nimmt. Einige fragen zum Beispiel,

ob sie sich das Virus auch in der Sauna

oder im Schwimmbad holen kön-

nen. Vor allem geht es darum, wie

man sich schützen kann, etwa beim

Geschlechtsverkehr, und ob auch

der Freund geimpft werden sollte.

Natürlich wollen sie auch wissen,

ob die Impfung etwas kostet, wie sie

funktioniert, ob es Nebenwirkungen

gibt und wie lange die Wirkung der

Impfung anhält.

Was ist mit Mädchen oder Frauen, die

positiv auf HPV getestet werden?

Dr. Brummer: Nur bei lange bestehender

Infektion, also wenn das Virus

mehr als zwei oder drei Jahre nachweisbar

ist, besteht ein Risiko für die

Entstehung von Krebsvorstufen. Auf

jeden Fall sollte man dann zum Frauenarzt

oder zur Frauenärztin zur Abklärung

gehen.

Seit mehr als 20 Jahren besucht der Kindergarten Susettestrasse in Hamburg-

Ottensen die Asklepios Klinik Altona. Betreut werden die Fünfjährigen dann

von Dr. Heinz-Dietrich Schwandt. Er zeigt den Kindern alles – vom Gipsraum

in der Unfallchirurgie bis zu den Stationen, auf denen die Patienten

liegen.

Hintergrund

„Die Kinder sollen ohne Angst und

Schmerz ein Krankenhaus kennen lernen, und dieser

Besuch erfreut sich ungebrochen großer Beliebtheit bei den

Kindern und Eltern.“

27


Interview

Wie gestalten Sie Ihren Präventionsunterricht?

Was können die Kinder

und Jugendlichen erwarten? Was sollen

sie mit nach Hause nehmen, also

lernen?

Dr. Christl: Im Vordergrund steht

zunächst die Vermittlung von Information:

Wie wirkt Alkohol, wie viel Alkohol

ist in Getränken enthalten, was ist

eine Alkoholvergiftung, welche Langzeitfolgen

drohen, welche psychosozialen

Auswirkungen resultieren und

so weiter. Im Übrigen wird versucht,

anhand von Einzelschicksalen zu vermitteln,

wie konkret die Bedrohung für

den Einzelnen ist.

Wo bestehen die größten Wissenslücken

bei den Kindern? Was hat Sie am

meisten irritiert?

Dr. Christl: Am auffälligsten ist

die Verharmlosung auch und gerade

des exzessiven Trinkens, zum Beispiel

Vollrausch als Partyspaß. Auch fehlt

es sicher am Bewusstsein, welche gesellschaftliche

Bedeutung der Alkoholmissbrauch

tatsächlich hat. Die Akzeptanz

des Alkoholkonsums in unserer

Gesellschaft überträgt sich auf das Bewusstsein

der Jugendlichen: Was fast

alle tun, kann ja nicht falsch sein.

Welche Erfahrungen haben Sie bislang

gemacht? Was war Ihr eindrucksvollstes

Erlebnis?

Dr. Christl: Es ist eindrucksvoll,

wie unterschiedlich einzelne Gruppen

von Jugendlichen mit dem Thema und

auch mit einer derartigen Präventionsveranstaltung

umgehen - von sehr

ernsthafter Auseinandersetzung bis zu

weitgehender Nichtbeachtung. Ob Präventionsveranstaltungen

sich lohnen,

lässt sich seriös nur bei entsprechender

wissenschaftlicher Begleitung beantworten.

Aber ein Schritt in die richtige

Richtung sind sie allemal.

„Die Akzeptanz des Alkoholkonsums

in unserer Gesellschaft überträgt

sich auf das Bewusstsein der

Jugendlichen.“

28

Auch in der Hamburg1-Sendung „Gesundheitsmedtropole Hamburg

“ warnte Dr. Christl vor den Folgeschäden durch Alkoholkonsum:

„Es gibt viele Menschen, die zum Teil schon mit unter

30 Jahren an Leberzirrhose leiden. Das hat damit zu tun, dass das

Thema Alkohol in der Jugend eine größere Rolle spielt als früher.“

Dr. Branik hat zusammen mit PD Dr. Christl

mehrfach Schulklassen aus der Region Harburg im

Rahmen von Alkohol-Präventionsveranstaltungen

betreut. Dr. Branik stellte den Kindern und Jugendlichen

das Thema vornehmlich aus der Suchtperspektive

dar. Wie entsteht die Abhängigkeit? Ist

Alkoholtrinken im Übermaß wirklich cool? Welche

Folgen hat der übermäßige Alkoholkonsum für

das Verhalten?

Unterricht

29


30

„Keine Angst vorm Krankenhaus“ – Die Kinder der

Kita Rübe 1-2-3 in Hamburg-Barmbek bedanken sich

„Keine Angst vorm Krankenhaus“: Die Kita-Kinder der Kindertagesstätte Rübe 1-2-3 in Hamburg-

Barmbek hatten einen tollen Tag in der Asklepios Klinik Barmbek. Und sie hatten mit Marion Moormann

aus der Öffentlichkeitsarbeit die denkbar beste Begleitung für eine Tour durch das moderne

Krankenhaus. Sogar ein Blick in das Innenleben eines Notarztwagens stand mit auf dem Programm.

31


Fernsehen

„Alkoholprävention“

auf Hamburg1

Dr. Hanns nns Bred Bredereke-Wiedling, Leitender Oberarzt der Zentralen Notaufnahme

in der Asklepios Klinik Wandsbek, hat bereits mehrfach Schulklassen

im Rahmen der Präventionsaktivitäten betreut. Das TV-Team von

Hamburg1 hat eine der Veranstaltungen zur Alkoholprävention mit der Kamera

begleitet. Die Sendung wurde am 27. August 2008 ausgestrahlt. Wer den Beitrag

sehen möchte: Im Videoportal von Hamburg1 unter www.hamburg1video.de

das Stichwort „Alkoholprävention“ eingeben.

Im Videoportal fi ndet man unter dem gleichen hen Suchwort auch einen zweiten

Beitrag zum Thema Alkoholpräventi

Alkoholprävention: Priv.-Doz. Dr. Siegbert Faiss, Chefarzt

der Abteilung für Gastroenterologie der Asklepios Klinik Barmbek und der

stellv. Pressesprecher der Hamburger Asklepios Kliniken Mathias Eberenz

werden von der Moderatorin Sara Schönborn zum umfangreichen Präventionsangebot

der Kliniken befragt.

„Ich engagiere

mich für die Suchtprävention,

weil

nur rechtzeitige

Aufklärung unsere Kinder vor

einer Abhängigkeit schützen kann.“

(Dr. H. Bredereke-Wiedling)

32

Keine Angst vorm Krankenhaus“in der Asklepios Klinik Barmbek

15. Dezember 2008

Protokoll einer Präventionsveranstaltung mit der Kita Moltkestrasse

Beteiligte:

■ 10 Kinder der KITA Moltkestraße

■ Dr. Hoedtke (Anästhesist AK Barmbek)

■ Fr. Dümchen (Kindergärtnerin)

■ Fr. Moormann (Öffentlichkeitsarbeit AK Barmbek)

Ablauf der Veranstaltung

1. Station: Vorstellung eines Beatmungsgeräts

Erklärung: Gerät übernimmt maschinell Beatmung für narkotisierten

Patienten während der OP. Funktionserklärung, Messung von

■ Herzfrequenz

■ Blutdruck

■ Sauerstoffgehalt im Blut

■ Lungenkapazität (z.B. max. ein- und ausatembares

Sauerstoffvolumen) → Ist natürlich bei Rauchern erniedrigt

Alle Kinder dürfen Gerät testen

2. Station: Augenklinik mit Sehschule

■ Kinder bekommen 3-D-Sichttafeln, darauf sind Tiere abgebildet, die man nur

sieht, wenn man die Tafel in einem bestimmten Winkel hält.

■ Kinder gucken mit vorgehaltener 3-D-Brille auf Bildtafel mit Fliegen etc. Einige

Bilder stechen hervor

■ Kinder bekommen Augenpfl aster geschenkt

3. Station: Angiographie (Darstellung der Blutgefäße)

■ Kinder dürfen an das Messgerät für den Augenhintergrund

■ Es werden Bilder des Auges gemacht, ausgedruckt und den Kindern mitgegeben

4. Station: Mutter-Kind-Zentrum (Geburtsabteilung)

■ Kinder dürfen Babys angucken

■ Zum Abschluss gibt es eine Baby-Tasche.

„Keine Angst vorm Krankenhaus“ –

Klinikbesuch in Harburg

Im Februar 2009 haben 18 Harburger Erstklässler der Grundschule

Kerschensteinerstraße das Krankenhaus für sich entdeckt – von den

Rettungswagen über die Zentrale Notaufnahme und die Radiologie

bis hin zum Labor. Regelmäßig besuchen Kindergartenkinder, Vor-

und Grundschüler die Asklepios Klinik Harburg und werden dabei

von den Krankenschwestern Jeanette Geist, Monika Beutler, Hatice

Aslna, Annelie Petrausch und Jenny Schlünz liebevoll betreut.

33


Interview

Wie kann man sich den Ablauf einer

Präventionsveranstaltung bei Ihnen

vorstellen?

Mautsch: Wir vermitteln den Schülern

zunächst theoretische Grundlagen über

die Diagnostik und Behandlung von

34

Alkoholabhängigkeit. Danach

kommt das Wichtigste: Die

Schüler sprechen mit betroffenen

Patienten, die sich zum

Entzug in unserer Behandlung

befi nden. Die Patienten

erzählen, wie die Sucht entstanden

ist. Und sie schildern

ihre häufi g sehr desolate Lebenssituation

vor Aufnahme

in unserer Klinik. Wir wollen durch die

Auswahl der Patienten verdeutlichen,

dass Alkoholabhängigkeit in allen Bevölkerungsschichten

festzustellen ist.

Es sind nicht nur Obdachlose, die bei

uns behandelt werden!

„Ich engagiere mich für Prävention,

damit junge Menschen die Möglichkeiten

des Lebens erfahren können.“

Warum engagieren Sie sich

für das Thema Prävention?

Riewe: Weil das Leben ohne

Sucht und Drogen viel lebendiger

und farbiger ist und

richtig viel Spaß macht. Dies

versuche ich zu vermitteln.

Wie gestalten Sie Ihren Präventionsunterricht?

Riewe: Er besteht aus zwei Teilen, einem

theoretischen Teil mit wissenswerten

Daten und dem zweiten Teil mit praktischem

Erleben. Ich wünsche mir, dass

die Kinder und Jugendlichen kritischer

und wacher gegenüber Drogen

werden.

Wo sind die größten

Wissenslücken?

Riewe: Bei Kindern besteht eine große

Wissenslücke über die toxischen Potenziale

des Alkohols und über die Alkoholmenge,

bei der diese eintreten.

Was hat Sie im Umgang mit den Kindern

und Jugendlichen am stärksten

beeindruckt?

Wie wirken diese Erlebnisberichte der

Patienten auf die Schüler?

Mautsch: Die Schüler sind meist natürlich

neugierig. Und wenn sie erfahren,

wie sich Alkohol auswirkt, macht sie

das sehr betroffen. Es werden Fragen

gestellt, wie man mit Betroffenen auch

im persönlichen Umfeld umgeht, wie

es zu einem derart exzessiven, unvernünftigen

Alkoholkonsum kommen

kann, ab wann man von problematischem

und von abhängigem Konsum

spricht. Uns geht es darum, die Funktion

von Alkohol zu verdeutlichen. Viele

Jugendliche trinken aufgrund seelischer

Probleme – und geraten dadurch

in die Gefahr einer Abhängigkeit. Wir

wollen die Schüler dazu anregen, über

ihre eigenen Konsummuster nachzudenken.

Riewe: Am meisten irritiert hat mich,

wie viele der Schüler zwischen 11 und

13 Jahren bereits Erfahrungen mit Alkohol

hatten. Große Hilfl osigkeit besteht

auch bei der Frage: Wie gehen wir

damit um, wenn einer unserer Klassenkameraden

zu viel trinkt oder andere

Drogen konsumiert?

Lohnt sich das Engagement für die

Prävention?

Riewe: Auf jeden Fall! Und ich glaube,

die Prävention muss früh beginnen,

der Unterricht in der 6. Klasse erscheint

mir schon fast zu spät.

„Das Leben ohne Sucht und Drogen ist viel lebendiger

und farbiger und macht richtig viel Spaß.“

35


Wissenschaftliche Begleitung

Prävention

wissenschaftlich aufbereitet

Die Veranstaltungen zu den Themen

„Alkohol“ und „Rauchen“ werden

seit Anfang 2008 von Asklepios proresearch

wissenschaftlich begleitet. Auf

der Grundlage einer umfassenden Recherche

und Analyse wurden Fragebögen

entwickelt, die (mit Einverständnis

der Lehrer) vor und nach den Veran-

36

staltungen von den Schülern ausgefüllt

werden. Ziel des Forschungsprojektes

Prävention ist es, den Erfolg der Präventionsarbeit

in den Hamburger Asklepios

Kliniken zu ermitteln und zu bewerten.

Außerdem dienen die Erkenntnisse

dazu, die Veranstaltungen noch besser

auf die Schüler abzustimmen.

„Mir hat sehr gut gefallen, dass wir diese Brillen aufsetzen

durften. So konnten wir sehen, wie sich Betrunkene fühlen.“

(Schüler, 8. Klasse)

Die Fragebögen bestehen aus vorgegebenen

Antwortkategorien und auch

aus offenen Fragen. So erfahren wir,

was nach Meinung der Schüler zu verbessern

ist - und was ihnen besonders

gut gefallen hat. Abgefragt werden

Wissensstand und Einstellung zu den

Themen „Alkohol“ oder „Rauchen“,

wobei die Schüler Noten von eins bis

fünf vergeben können. Es gibt Fragebögen

für die Klassen 5 bis 7 (10 bis 12

Jahre) und für die Klassen 8 bis 10 (13

bis 16 Jahre) mit je 15 bis 17 Fragen zum

Thema Alkohol und 8 bis 10 Fragen

zum Thema Rauchen.

Eine der Fragen zum Thema Alkohol

lautet beispielsweise:

„Wie viele Kalorien enthält eine große

Flasche Bier (0,5 Liter)“?

Antwortmöglichkeit:

Genauso viele Kalorien wie …

a) 5 Gummibärchen

b) 21 Gummibärchen

Erste Ergebnisse zeigen, dass viele Kinder

besonders von den praktischen Elementen

der Veranstaltungen begeistert

sind, etwa vom Einsatz der „Drunkbuster-Rauschbrillen“

beim Thema

Alkohol.

„Am besten hat mir die Aufklärung darüber

gefallen, was Alkohol im Körper anstellt.“

(Schüler, 9. Klasse)

„Dass man viele Fragen stellen konnte, hat

mir am besten gefallen.“ (Schülerin 7. Klasse)

„Super, dass die Schlüsselanhänger

umsonst waren!“ (Schülerin, 9. Klasse)

„Der Mann könnte Politiker werden!!!

Er hat gut erklärt.“ (Schülerin, 10. Klasse)

„Wir haben viele interessante Sachen

gelernt, die ich vorher noch nicht wusste.“

(Schülerin, 9. Klasse)

„Dass alle Fragen stellen durften und es

insgesamt eine angenehme Atmosphäre war,

fand ich toll.“ (Schülerin 8. Klasse)

Josephine Nana Manu betreut das Forschungsprojekt

Prävention der Hamburger Asklepios Kliniken. Die

angehende Gesundheitswissenschaftlerin studiert

Health Sciences an der Hochschule für angewandte

Wissenschaften in Hamburg. „Nach Beendigung

meines Studiums könnte ich mir vorstellen, in Präventionsprojekten

oder auch in der klinischen Forschung

tätig zu sein.“

37


Prävention für Erwachsene

Was Hänschen nicht lernt,

lernt Hans

Die „Hanseatischen

Nachtvorlesungen für Laien“

Auch für Erwachsene halten die Hamburger Asklepios Kliniken ein reichhaltiges

Angebot an Präventionsveranstaltungen bereit. Bereits seit dem Sommer

2007 erklären Chefärzte aus den Hamburger Asklepios Kliniken in einer beliebten

Vortragsreihe die wichtigsten Erkrankungen. Wie kommt es zu der

Erkrankung? Wie wird sie diagnostiziert? Wie wird

sie behandelt? Und vor allem: Wie kann man der

Erkrankung vorbeugen? Die Themen reichen von

Augenerkrankungen über Diabetes und Rückenleiden

bis hin zu Krebserkrankungen. Die „Nachtvorlesungen“

fi nden jeden Donnerstag und jeden

letzten Freitag im Monat statt, immer in einer der

Hamburger Asklepios Kliniken. Die Teilnahme ist

natürlich kostenlos!

Anmeldung unter (0 40) 18 18-82 66 33 oder

www.asklepios.com/nachtvorlesungen

38

„Nachtvorlesung nachgefragt“

im Internet

Haben Sie eine „Nachtvorlesung“

verpasst? Fast alle Vortragenden lassen

sich nach der Vorlesung von der

bekannten Hamburger Moderatorin

Theresa von Tiedemann vor der Kamera

interviewen. In entspannter Atmosphäre

werden alle wichtigen Fragen

aus der „Nachtvorlesung“ noch einmal

erörtert. Die Videos – meist 15 oder 20

Minuten lang – kann man jederzeit kostenlos

im Internet ansehen unter www.

asklepios.com/nachtvorlesungen.

„Gesundheitsmedtropole

Hamburg“ im TV-Sender

Hamburg1

Immer mittwochs berichtet der TV-

Sender Hamburg1 aus den Hamburger

Asklepios Kliniken. Es gibt Reportagen

und Interviews mit den Chefärzten -

in der Regel zum gleichen Thema wie

in der folgenden „Nachtvorlesung“.

Ausgestrahlt wird „Gesundheitsmedtropole

Hamburg“ mittwochs um 17:45

Uhr, 18:45 Uhr und 19:45 Uhr, die Wiederholung

läuft sonnabends um 15:15

Uhr. Auch im Internet zu sehen unter

www.hamburg1video.de, Suchwort

„Gesundheitsmetropole“.

39


Fragen & Antworten

■ An wen kann ich mich wenden, wenn mein Kind / meine Schulklasse an

einer Präventionsveranstaltung der Asklepios Kliniken teilnehmen möchte?

Am besten direkt an eine Asklepios Klinik in ihrer Nähe. Oder an die Unternehmenskommunikation

der Asklepios Kliniken. Die Kontaktdaten fi nden Sie

auf der Seite gegenüber.

■ Sind die Präventionsveranstaltungen kostenlos?

Ja, die Asklepios Kliniken bieten die Veranstaltungen grundsätzlich kostenlos

an. Wir freuen uns über jede Anfrage und versuchen dann jeweils im Gespräch

mit den Eltern, Lehrern und Medizinern einen geeigneten Termin für die Veranstaltung

in der Klinik zu fi nden.

■ Kommen die Ärzte und Pfl egekräfte auch zu uns in die Schule?

Im Regelfall laden wir die Schulklasse oder Kindergartengruppe zu einer zweistündigen

Veranstaltung in die Klinik ein. Dort gibt es dann viel zu erleben.

Die Lehrer haben uns immer wieder bestätigt, dass es die Kinder viel spannender

fi nden, wenn der Unterricht nicht im Klassenzimmer, sondern in einem

ungewohnten Umfeld stattfi ndet – mit anderen Geräuschen, anderen Gerüchen

und mit einem Arzt im weißen Kittel, der eben noch Patienten behandelt hat.

■ Gibt es einen Haken an der Sache? Warum sollte ein privates Unternehmen

etwas verschenken?

40

Die Asklepios Kliniken verfolgen mit ihrem Präventionsangebot für Kinder und

Jugendliche kein wirtschaftliches Interesse. Ganz im Gegenteil. Der Gründer

und Alleingesellschafter der Asklepios Kliniken, Dr. Bernard gr. Broermann,

betrachtet die Aktivitäten seiner bundesweit rund 100 Einrichtungen und der

etwa 35.000 Mitarbeiter in diesem Bereich als gesellschaftliche Aufgabe (siehe

S. 6, Dr. Broermann Stiftung).

„Vorbeugen ist immer besser als reparieren.

Das große Engagement unserer Mediziner

und Pfl egekräfte für das Thema Prävention

fi nde ich beachtlich und lobenswert.“

Mathias Eberenz ist stellv. Pressesprecher der Asklepios Kliniken. Zu seinen Aufgaben gehört

auch die Koordination der Präventionsaktivitäten. Interessierte Eltern und Lehrer können

sich gerne an ihn wenden: Tel.: (0 40) 18 18-82 66 32, oder E-Mail: m.eberenz@asklepios.com

Interesse an einer

Präventionsveranstaltung?

Ansprechpartner in der

Unternehmenskommunikation:

Mathias Eberenz (Pressesprecher)

Tel.: (0 40) 18 18-82 66 32

E-Mail: m.eberenz@asklepios.com

Ansprechpartner in den Kliniken:

Asklepios Klinik Altona

► Angela Lichtner

Tel.: (0 40) 18 18-81 20 35

E-Mail: a.lichtner@asklepios.com

► Frank Kühl

Tel.: (0 40) 18 18-81 10 12

E-Mail: f.kuehl@asklepios.com

Paul-Ehrlich-Str. 1

22763 Hamburg

Asklepios Klinik Barmbek

► Karen Schäfer

Tel.: (0 40) 18 18-82 64 62

E-Mail: k.schaefer@asklepios.com

Rübenkamp 220

22291 Hamburg

Asklepios Klinik Harburg

► Annette Elwert

Tel.: (0 40) 18 18-86 21 36

E-Mail: a.elwert@asklepios.com

► Anne Langer

Tel.: (0 40) 18 18-22 55

E-Mail: an.langer@asklepios.com

Eißendorfer Pferdeweg 52

21075 Hamburg

Asklepios Klinik Nord

(Ochsenzoll, Heidberg)

► Nadine Fleck

Tel.: (0 40) 18 18-87 32 64

E-Mail: n.fl eck@asklepios.com

Tangstedter Landstraße 400

22417 Hamburg

Asklepios Klinik St. Georg

► Ulrike Döhrn

Tel.: (0 40) 18 18-85 25 63

E-Mail: u.doehrn@asklepios.com

Lohmühlenstr. 5

20099 Hamburg

Asklepios Klinik Wandsbek

► Carola Fröling

Tel.: (0 40) 18 18-83 14 40

E-Mail: c.froeling@asklepios.com

Alphonsstr. 14

22043 Hamburg

Kontakt

Keine Hamburger Schule ist weiter als sieben Kilometer von einer Asklepios Klinik entfernt.

Asklepios Westklinikum Hamburg

► Silke Zacharias

Tel.: (0 40) 81 91 20 00

E-Mail:

s.zacharias@asklepios.com

Suurheid 20

22559 Hamburg

41


42

Jens Niehaus

Oberarzt, II. Medizinische Abteilung,

Asklepios Klinik Harburg

Dr. Clauspeter Pfad

Oberarzt Abteilung für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin

Asklepios Klinik Altona

Priv.-Doz. Dr. Gunther H. Wiest

Chefarzt der Lungenabteilung

Asklepios Klinik Harburg

Dr. Nils Breese

Oberarzt III. Medizinische Abteilung

Gastroenterologie und Hepatologie

Asklepios Klinik Barmbek

Prof. Dr. med. Christian Arning

Chefarzt der Abteilung Neurologie

Asklepios Klinik Wandsbek

Professor Klaus von Olshausen

Chefarzt Kardiologie-Pneumologie

Asklepios Klinik Altona

Anette Elwert

Leitung Krankenhauskommunikation

& Service

Asklepios Klinik Harburg

Dr. Klaus Behrendt

Chefarzt IV. Fachabteilung:

Abhängigkeitserkrankungen

Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll

Stand 04/2009


Herausgeber

Asklepios Kliniken Hamburg GmbH

Konzernbereich Unternehmenskommunikation

& Marketing

Rudi Schmidt V.i.S.d.P.

Rübenkamp 226

22307 Hamburg

Konzept und Redaktion

Mathias Eberenz

m.eberenz@asklepios.com

Tel.: (0 40) 18 18-82 66 32

Redaktionelle Mitarbeit

Nana Josephine Manu

Gestaltung

Semler Grafi k- und Layoutarbeiten GbR

info@semler-grafi k.de

Bildmaterial

Asklepios Bildarchiv

Privatfotos

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