Markt Woche Getreide Nr. 36/2012 - EZG Qualitätsgetreide und ...

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Markt Woche Getreide Nr. 36/2012 - EZG Qualitätsgetreide und ...

GETREIDE / ÖLSAATEN

Woche

Bericht Nr. 36/2012 Donnerstag, 06.09.2012

G etreide

● Den Terminmärkten geht die Puste aus, neue kurstreibende Nachrichten fehlen, Wetter wird besser, Export stockt

● Pariser Börse ohne eigene Impulse im Fahrwasser der US-Börsen, mittelfristige Tendenz stabil

● Brot- und Futterweizen preisgleich, Brotroggen preisgünstiger, Verarbeiter gut versorgt, Erzeuger zurückhaltend

● MRI: Weizen mit guter Back- aber schwächerer Mahlqualität, Roggen mit guter Mehlausbeute und Stärkequalität

Marktlage international

Welt: Schwäche überwiegt

Derzeit fehlt es den Terminbörsen an neuen Impulsen.

Die Kurse tendieren schwächer und drücken sich gegenseitig

nach unten. Die jüngsten Regenfälle haben die

Aussaatbedingungen für Weizen in den Hauptanbaugebieten

verbessert. Daher gehen Analysten nun sogar

von einer Ausweitung der Anbaufläche aus. Das

schwächt die Kurse. Gleichzeitig verdeutlichen die bislang

noch lebhaften Lieferungen Russlands die geringe

Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Weltmarkt.

Auch dies sorgte für Druck auf die Notierungen. Zudem

hat die russische Regierung einen Exportstopp bisher

abgelehnt. Die Chancen für US-Ware werden sich in

den kommenden Wochen daher kaum verbessern. Die

laufende Maisernte in den USA entwickelt zunehmend

Preiswirkung, zumal in den nächsten Wochen mit rasch

wachsendem Ernteangebot gerechnet wird. Die bislang

ermittelten schwachen Erträge konnten demgegenüber

nicht für einen neuen Aufwärtstrend sorgen. Es scheint,

als sei die schlechte US-Ernte an der Börse eingepreist.

Zusätzlich gab es umfangreiche Maisimporte aus Brasilien,

die dem US-Markt zusätzlich geringe Wettbewerbsfähigkeit

bescheinigten.

EU: Paris spiegelt Chicago wider

Die Notierungen in Europa klammern sich an die Entwicklungen

in den USA, das bewies der Handelstag am

Montag. Der Feiertag in den USA sorgte in Paris für geringes

Interesse am Kontrakthandel. Am 3.9. kamen nur

264 Maisumsätze zustande, drei Tage zuvor war es das

Zehnfache gewesen. Auch die Weizenumsätze waren

mit 8.035 weit entfernt von den 35.839 des Vortages.

Die Kassamärkte zeigen sich von den Entwicklungen am

Terminmarkt wenig beeindruckt, zumal es an bahnbrechenden

Entwicklungen mangelt. Die Großhandelspreise

zeigten zuletzt leichte Aufwärtstendenz und spiegeln

damit die stetige Nachfrage wider. Vor allem Futtergetreide

bleibt gefragt, sowohl bei den Mischfutterherstellern

als auch für den Export. Seit dem 1.7.12 wurden

mehr als 1,4 Mio. t Gerste exportiert, 500.000 t mehr als

im Vorjahreszeitraum. Dabei war besonders die letzte

Augustwoche sehr erfolgreich. Maislizenzen erreichten

167.351 (Vorjahr: 83.000) t. Demgegenüber erreichte

der Weizenexport nicht einmal die Hälfte des Vorjahresvolumens.

EUR/t

265

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260

255

250

Terminmarktnotierung für Mais

CME(CBoT)

NYSE Liffe

(MATIF)

245

25.7 1.8 8.8 15.8 22.8 29.8 5.9

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EUR/t

280

270

260

250

Terminmarktnotierungen für Weizen

CME (CBoT)

NYSE Liffe (Matif)

240

25.7 1.8 8.8 15.8 22.8 29.8 5.9

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EUR/t

Terminmarktnotierungen für Braugerste

Börse NYSE Liffe, Paris

270

Termin März 2013

1.000

900

800

700

600

265

500

Termin 400

260

255

0

51

0

Termin Januar 2013

20

57

11 17 34 0

November 2012 300

157

200

Umsätze

100

0

0

24.8. 26.8. 28.8. 30.8. 1.9. 3.9. 5.9.

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Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 2

Marktlage national

Brotgetreide: Ruhiger Markt

Der Kassamarkt in Deutschland verläuft sehr ruhig, zumal

die Abgabebereitschaft der Erzeuger sehr zurückhaltend

ist. Sie sollen ohnehin ja schon 60 % der Getreideernte

bereits vermarktet haben. Gleichzeitig sind die

Verarbeiter ausreichend versorgt. Brot- und Futterweizen

werden mit 256 EUR/t franko Hamburg bzw. Kraftfutterwerk

Südoldenburg zur Lieferung ab September

preisidentisch gehandelt. Größere Mengen Brot- und

Qualitätsweizen gingen Richtung Großbritannien um

dort das bislang qualitativ und quantitativ Angebot aus

der Ernte aufzustocken. Brotroggen ist zurzeit das

preisgünstigste Getreide, wird jedoch von den

Verarbeitern kaum beachtet. Das Max Rubner-Instituts

(MRI) in Detmold hat erste mühlengeeignete Brotgetreideproben

analysiert. Im Vergleich zum Vorjahr weist

Mahlweizen eine deutlich schwächere Kornausbildung

und in Folge dessen leicht höheren Mineralstoffgehalt

auf. Dadurch ist die Mahlfähigkeit etwas schlechter als

im Vorjahr. Die Proteingehalte und Kleberqualitäten erreichen

die Durchschnittswerte des Vorjahres. Die untersuchten

Roggenmuster weisen höhere Stärke- und

gute Backqualität aus. Der Mineralstoffgehalt ist niedriger

als im Vorjahr. Die Mehlausbeute wird als gut bewertet,

obwohl die Korngröße etwas geringer ist.

Futtergetreide: Futtergetreide gefragt

Mischfutterhersteller suchen weiterhin stetig Ware für

die vorderen Liefertermine, halten sich aber mit Verträgen

für das kommende Jahr zurück. Die aktuelle, regional

teils sehr lebhafte, Nachfrage lässt die Preise für

Gerste und Weizen steigen. Für Gerste franko Hamburg

wurden 240 EUR/t, für Weizen 256 EUR/t bewilligt. Für

Körnermais bietet der Handel den Erzeugern ex Ernte

215-225 EUR/t, agiert allerdings aufgrund der knapp

verfügbaren Lagerkapazität noch verhalten. Regional

hat die anhaltende Trockenheit den Mais geschädigt,

insbesondere im Nordosten Deutschlands wird mit Ertragsverlusten

gerechnet.

Marktlage regional

Schleswig-Holstein

Auch nach Abschluss der Getreideernte können sich die

Erzeugerpreise auf relativ hohem Niveau behaupten.

Der Handel ist mit der Einlagerung beschäftigt. Es wird

nur wenig neue Ware umgesetzt. Da man im Herbst mit

einer größeren Weizennachfrage aus Nordafrika rechnet,

halten Erzeuger Ware zurück. Auch für Futtergetreide

wird mit einer Nachfragebelebung gerechnet. Solange

die feste Entwicklung der Soja- als auch der Rohölkurse

anhält, bleiben die Rapspreise auf hohem Niveau.

Die Rapsölnachfrage hat sich dagegen entspannt.

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Preisentwicklung: Getreide, Raps, Futtermittel

Notierungen ausgewählter deutscher Börsen, Ø-Preise

in EUR/t

Woche

bis

02.09.12 Anzahl

Börsen

Woche

bis

26.08.12 Anzahl

Mecklenburg-Vorpommern

Die feste Stimmung an den Getreide- und Rapsmärkten

hält an. Es wird nur wenig Ware umgesetzt. Die Nachfrage

der Mischfutterindustrie nimmt zu, hin und wieder

werden kurzfristige Geschäfte zur prompten Lieferung

abgeschlossen. Polnisches Futtergetreide ist präsent,

allerdings scheint auch dort kaum Futterweizen verfügbar

zu sein. Die Mühlen und auch Mälzereien sind vorerst

versorgt. Die Rapsnachfrage ist überschaubar, die

Ölmühlen sind größtenteils mit Ware gedeckt. Der Handel

erwartet steigende Chancen für das Exportgeschäft

mit Qualitätsweizen infolge geringer Erntemengen in

führenden Exportländern. Der hiesige Weizen hat sehr

gute Qualitäten aufzuweisen, wobei der Rohproteingehalt

allerdings mitunter aufgemischt werden muss.

Börsen

Vorjahr:

Woche

bis

04.09.11

A-Weizen 250,80 5 249,13 4 219,10

Brotweizen 249,29 7 247,75 7 210,42

Brotroggen 219,00 5 220,36 7 233,00

Futtergerste 219,50 3 218,00 4 190,67

Futterweizen 243,63 4 241,42 6 198,57

Braugerste 241,50 1 239,50 2 -

Körnermais AE 246,17 3 252,50 6 249,40

Raps 509,92 6 514,33 6 450,30

Weizenkleie 176,14 7 178,34 8 143,29

Rapsschrot 296,75 4 289,67 6 183,13

Sojaschrot 507,63 4 514,67 6 309,20

Anmerkung: Börsenplätze sind Köln, Würzburg, München, Hamburg,

Stuttgart, Frankfurt, Hannover, Dresden, Mannheim; AE = Ernte 2011

EUR/t

240

230

220

210

200

Erzeugerpreise für Getreide

frei Erfasser

Brotroggen

Triticale

190

180

170

Roggen andere

Verwendung

17. Apr. 22. Mai. 26. Jun. 31. Jul. 4. Sep.

Quelle: AMI

© AMI 2012


Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 3

Brandenburg

Die Preise auf dem Kassamarkt halten ihr hohes Niveau.

Das Handelsgeschehen verläuft überwiegend ruhig. Ein

großer Teil der Erntemengen ist bereits verkauft und

freie Mengen werden mit Blick auf die Lage am Weltmarkt

eingelagert. Erzeuger und Erfassungshandel warten

die weitere Marktentwicklung ab. Futtergetreide

wird zunehmend nachgefragt, die Preisvorstellungen

gehen jedoch häufig weit auseinander. Futterweizen ist

kaum vorhanden. Roggen ist derzeit nicht zu vermarkten.

Die ersten Sonnenblumen wurden dem Handel

angedient. Durch die Trockenheit geschädigte Silomaisbestände

wurden bereits geerntet.

Niedersachsen-Ost

Die Entwicklung am Getreidemarkt ist ruhig, die Erzeugerpreise

haben sich kaum verändert. Bei den Ölsaaten

herrschen weiterhin feste Tendenzen. Im Sog fester Sojanotierungen

zogen auch die Forderungen für Raps an.

Sachsen-Anhalt

Weizen- und Rapspreise setzen auch in dieser Woche

ihre leichte Aufwärtsbewegung fort. Dabei steht kaum

noch Angebot zur Verfügung. Freie Mengen sind eingelagert

und Erzeuger spekulieren vor dem Hintergrund

pessimistischer Angebotsprognosen am Weltmarkt auf

noch höhere Preise. Die Anfragen der Mischfutterindustrie

nehmen langsam zu. Demgegenüber verhalten sich

die Mühlen noch zurückhaltend, es wird jedoch von

Mehlgeschäften berichtet. Die Ölmühlen sind vorerst gut

gedeckt und zeigen kaum Kaufinteresse.

Niedersachsen-West

Für Futtergetreide ist die Marktlage unverändert. Das

Angebot nimmt ab, da bereits umfangreich während der

Ernte verkauft worden war. Die Preise tendieren durchweg

stabil, teils konnte sogar mehr als in der Vorwoche

durchgesetzt werden.

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Nordrhein/Westfalen-Lippe

Die Preise für Brot- und Futtergetreide bewegen sich in

Nordrhein weiterhin auf attraktivem Niveau. Mühlen kaufen

nur sporadisch einzelne kleinere Partien, zumal auch

die Absicherung der Brotgetreidekäufe durch Mehlkontrakte

fehlt. Landwirte und auch Handel bieten kaum Ware

an. Viele Landwirte haben Weizen eingelagert und

setzen auf weiter steigende Preise. Die Gebote für Brotroggen

liegen deutlich unter dem Brotweizenpreis. Da

die Märkte für Raps kurz- bis mittelfristig knapp versorgt

bleiben werden, geht der Handel weiter von festen Preisen

aus. Aufgrund der attraktiven Gebote haben viele

Erzeuger bereits Teile der Rapsernte 2013 verkauft.

Besonders Weizen- und Körnermaispreise konnten in

Westfalen-Lippe im Vergleich zur Vorwoche noch einmal

leicht zulegen. Die Mischfutterhersteller sind aus der Ernte

heraus mit Ware gedeckt und zeigen derzeit nur wenig

Kaufinteresse. Futterweizen liegt preislich auf dem Niveau

von Brotweizen. Futtergerste, Futterhafer und

Triticale fallen zum Futterweizen etwas ab. Das liegt

zum Teil auch am drückenden Angebot. Raps wird stabil

bewertet, die Nachfrage ist sehr verhalten; allerdings

auch die Abgabebereitschaft der Erzeuger, die bereits

einen Großteil ihrer Ernte vermarktet haben.

Rheinland-Pfalz

Es fehlt an Nachfrageimpulsen, insbesondere aus der

Mühlen- und Malzindustrie für vordere Ware. Demgegenüber

bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger für

spätere Liefertermine verhalten. Entgegen der Schwäche

an den Terminbörsen haben sich die Erzeugerpreise am

regionalen Getreidemarkt spürbar befestigt. Stetiger Absatz

an die Mischfutterindustrie stützte die Preise. Die

Rapsgebote zur Ernte 2013 mit 440-450 EUR/t stoßen

auf zunehmendes Interesse der Erzeuger.


Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 4

Erzeugerpreise für Getreide, Hülsenfrüchte und Raps

frei Handel und Genossenschaften, in EUR/t ohne MwSt.

AMI-Preiserfassung

EliteQualitätsBrot- Mahl- / Brau- Roggen Futter- Futteram

Dienstag, dem 04.09.2012 weizen weizen **) weizen Brotroggen gerste a.V.* gerste weizen

Schleswig-Holstein 262,00 258,00 249,00 210,30 - 203,00 216,30 236,00

Mecklenburg-Vorpommern 259,17 249,33 244,00 197,50 225,00 x 203,00 215,50 233,00

Brandenburg 255,75 246,25 239,50 190,67 - 180,00 205,00 218,33

Niedersachsen Ost++) - 252,50 248,10 209,37 230,97 207,04 224,32 238,73

Sachsen-Anhalt 247,50 240,75 235,00 195,75 220,00 x 176,88 208,88 219,38

Niedersachsen West+) - - - - - 213,94 232,85 244,15

Westfalen-Lippe - - 230,70 196,30 - 205,20 219,00 230,70

Nordrhein - - 236,00 201,80 220,50 195,60 221,90 232,80

Rheinland-Pfalz 240,14 235,15 229,45 195,25 218,37 184,84 205,77 220,11

Saarland - 230,00 226,00 199,00 215,00 - 199,00 215,00

Hessen 239,27 231,17 228,56 197,33 217,23 - 203,27 217,04

Thüringen 245,63 236,13 231,63 192,25 226,00 175,00 x 208,63 220,13

Sachsen 248,75 241,25 231,50 192,50 220,00 x 193,75 206,25 231,25

Bayern 247,71 237,62 229,66 210,56 220,96 - 206,69 223,52

Baden-Württemberg 242,00 235,00 230,00 205,00 220,00 - 215,00 215,00

Südbaden - 227,00 220,00 - 217,00 - 200,00 207,00

Gewichteter Durchschnitt 249,32 242,12 236,77 200,38 222,36 191,45 214,49 228,12

Vorwoche 250,37 241,25 235,82 200,20 221,95 196,21 213,64 225,53

Tendenz

AMI-Preiserfassung

am Dienstag, dem 04.09.2012

QualitätsFutterhafer hafer

Körnermais

Schleswig-Holstein 208,00 192,00 - 219,00 - - 495,00 -

Mecklenburg-Vorpommern - - 225,67 NE 219,00 - - 488,00 453,50

Brandenburg 220,00 x 160,00 209,17 NE 203,33 220,00 224,00 472,50 451,00

Niedersachsen Ost++) 233,58 218,55 247,61 229,05 - - 483,71 -

Sachsen-Anhalt 200,00 x 180,00 x 216,25 NE 206,75 245,00 - 479,38 455,63

Niedersachsen West+) - 230,01 266,11 233,58 - - 479,31 -

Westfalen-Lippe 212,50 196,30 237,00 221,60 - 265,00 x 476,30 -

Nordrhein 198,50 193,40 239,70 216,60 257,50 232,50 488,00 -

Rheinland-Pfalz - 182,96 227,29 207,74 252,06 - 494,00 445,30

Saarland 205,00 x 180,00 x - 200,00 - - 480,00 445,00

Hessen - 176,67 - 206,18 - - 489,18 -

Thüringen - - 220,00 NE 206,75 244,88 244,00 484,75 454,88

Sachsen - 175,00 x 205,00 xNE 208,75 245,00 x - 478,75 453,75

Bayern 190,00 182,50 233,25 202,39 237,25 237,63 488,20 -

Baden-Württemberg - - 232,00 NE 200,00 - - 490,00 -

Südbaden - - 225,00 NE - - - 485,00 -

Gewichteter Durchschnitt 208,93 197,63 224,45 NE 216,01 238,88 237,33 484,18 452,01

Vorwoche 210,82 195,69 - 217,50 237,65 - 483,48 455,05

Tendenz

Hessen

Am Getreidemarkt herrscht weiterhin ruhiges Bedarfsgeschäft.

Für Brot- und Futtergetreide halten sich die

Umsätze mangels Nachfrage in Grenzen. A-Weizen erzielt

nicht die Aufschläge, die in vergangenen Jahren

gezahlt wurden. Die feste Marktlage hält an, da der Export

wieder anspringt. Davon profitieren vor allem Regionen,

in denen die Schiffsverfrachtung möglich ist. Trotz

geringer Umsätze wird Futtergetreide generell gesucht

und erzielt festere Kurse. Die Rapspreise profitieren von

den sehr festen Rohöl- und Sojakursen und können

Triticale

Futter-

erbsen

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Ackerbohnen

Quelle: AMI/LK, Preise frei Lager des Erfassers; Anmerkung: x = Einzelmeldung; + = Preisniveau beeinflusst vom Zuschussgebiet; ++ = frei

Erfasserlager auch Lieferung Wasserplatz; * = anderer Verwendung, ** = A-Weizen.

Anmerkung: NE = Ernte 2012; Raps Vorkontrakte = Ernte 2013

Raps

Raps

Vorkont.

je nach Parität sogar die Marke von 500 Euro übersteigen.

Mit Abschluss der Ernte zeigte sich, dass Stroh in

guten Qualitäten ausreichend zur Verfügung steht. Bei

ruhigem Handel wurden die Preise deutlich zurück genommen.


Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 5

Thüringen

Die Preise auf dem physischen Markt sind weitgehend

auf Vorwochenniveau. Handel und Erzeuger können

sich nicht einigen, die Preisvorstellungen liegen zu weit

auseinander. Getreidemühlen halten sich mit Neukäufen

zurück und decken sich nur nach getätigtem Mehlgeschäft

ein. Veredelungsproduzenten suchen preiswerte

Futtergetreidepartien und Eiweißkomponenten. Etwas

Raps wurde an die heimischen Ölmühlen veräußert.

Saarland

Die Verarbeiter sind mit vorderer Ware gut eingedeckt.

Das Interesse richtet sich zunehmend auf die Novembertermine.

Allerdings liegen die Preisvorstellungen der

Marktteilnehmer weit auseinander. Nur vereinzelt kommen

Geschäfte zum Abschluss. Die Rapsaussaat steht

vor dem Abschluss. Die Aussaatfläche dürfte aufgrund

der guten Aussaatbedingungen und der attraktiven Preise

gestiegen sein. Vereinzelt wurden Kontrakte ex Ernte

2013 mit 440-445 EUR/t abgeschlossen.

Streckengeschäft

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Südbaden

Körnermaisbestände präsentieren sich weiterhin recht

gut. Regional ist mit einer guten bis mittleren Ernte zu

rechnen. Für die Abreife sind allerdings noch viele warme

Tage erforderlich.

Baden-Württemberg

Zuletzt schwankten die Getreidenotierungen an den Warenterminbörsen

kräftig. Diese Kursbewegungen haben

allerdings kaum Auswirkungen auf den Kassamarkt. Für

Qualitätsweizen und Futtergetreide bleiben die Erzeugerpreise

stabil. Die Landwirtschaft hat das Preisniveau

am Brotgetreidemarkt für umfangreiche Verkäufe genutzt.

Verarbeiter signalisieren eine gute Bedarfsdeckung.

Sommergerste wird in geringem Umfang gehandelt.

Roggen wird lebhaft offeriert, so dass die Preise

unter Druck geraten. Am Futtergetreidemarkt wird von

geringen Umsätzen berichtet. Die Preise sind fest, die

Einkäufer sind derzeit nicht bereit, die Forderungen zu

akzeptieren. Die Rapspreise liegen weiterhin auf hohem

Niveau.

ab Hof / Franko-Preise in EUR/t

AMI-Preiserfassung

Bundesam

04.09.2012 Schles.- Nieders.- Meckl.- Branden- Sachsen- Rhld.-

durch-

Holst. Ost Vorp. burg Anhalt Pfalz Thüringen Sachsen Hessen Bayern schnitt

Elite- ab Hof 270,00 - 264,17 260,75 252,50 246,30 250,63 253,75 246,86 - 255,59

weizen franko - - - - - 250,00 - - - - -

Qualitäts- ab Hof 265,00 456,28 254,33 251,25 245,50 239,80 241,13 246,25 239,83 242,50 271,64

weizen ** franko - 259,36 - - - 243,50 - - - - -

Brot- ab Hof 255,00 252,20 249,00 244,50 240,00 233,80 236,63 238,75 237,50 235,00 243,99

weizen franko - 255,04 - - - 237,80 - - - - -

Mahl/Brot- ab Hof - 213,07 202,17 196,67 200,75 202,50 197,25 197,50 206,50 215,00 203,71

roggen franko - 215,80 - - - 205,30 - - - - -

Brau- ab Hof - 235,39 230,00 - 225,00 x 221,80 228,33 225,00 x 219,00 225,00 x 228,15

gerste franko - 238,40 - - - 224,50 - - - - -

Futter- ab Hof 225,00 229,11 220,50 210,00 213,13 209,70 213,63 211,25 212,86 212,50 217,76

gerste franko - 231,74 - - - 214,20 - - - - -

Futter- ab Hof 245,00 243,33 236,33 225,50 224,38 223,10 225,13 236,25 228,57 230,00 231,56

weizen franko - 246,24 - - - 230,80 - - - - -

Qualitäts- ab Hof - 237,94 190,00 x - 205,00 x - - 195,00 x - - 237,94

hafer franko - 240,56 - - - - - - - - -

Futter- ab Hof - 223,80 - 165,00 x 185,00 x 185,00 - 180,00 x 183,50 - 206,97

hafer franko - 219,15 - - - 188,00 - - - - -

Körner- ab Hof - 253,40 230,67 NE 220,00 NE 221,25 NE - 225,00 NE 210,00 xNE - 240,00 223,72

mais franko - 256,92 - - - - - - - - -

Triticale f. ab Hof - 234,34 224,00 208,33 211,00 211,90 211,75 213,75 217,83 - 218,32

Futterzw. franko - 237,37 - - - 216,80 - - - - -

Raps ab Hof 510,00 486,59 493,00 480,00 484,38 500,20 489,75 483,75 498,80 495,00 491,22

franko - 489,74 - - - 506,20 - - - - -

Futter- ab Hof - - - 225,00 x 250,00 - 251,25 - - - 250,63

erbsen franko - - - - - - - - - - -

Roggen ab Hof - 211,22 206,67 183,33 x 182,50 x 190,00 185,00 198,75 - - 192,68

a. V.* franko - 213,91 - - - - - - - - -

Quelle: AMI/LK Streckengeschäfte = Lieferungen vom Erzeuger zum Verarbeiter/Exporteur;

Anmerkung: x = Einzelmeldung; * = anderer Verwendung, ** = A-Weizen, NE = Ernte 2012


Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 6

Sachsen

Das Preisniveau für Getreide und Raps hat sich am

Kassamarkt im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert.

Die abgeschlossene Ernte hat vorerst zu einer abwartenden

Haltung auf Erzeugerseite geführt. Einige Partien

Futtergetreide (Gerste, Hafer) sowie Erbsen, Brotroggen

und Qualitätsweizen wurden vermarktet. Die Anfragen

der Mischfutterhersteller nehmen zu. Futterweizenpartien

aus Tschechien finden zunehmend Käufer.

Polnische Händler versuchen auf hohem Preisniveau

neuerntigen Körnermais zu vermarkten. Die Ölmühlen

nehmen sporadisch Raps auf, sind aber auf den vorderen

Terminen gut gedeckt. Auf schwachen Standorten

mit notreifen Maisbeständen soll nächste Woche der

Drusch beginnen.

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jedoch aus. Alle Rechte vorbehalten. Abdruck, Auswertung und Weitergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung.

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Bayern

Die Getreidepreise in Bayern konnten sich diese Woche

gut behaupten. Lediglich die Preise für Brotroggen

zeigten leichte Schwächen. Für Weizen bleiben die

Preise fest. Brot- und Eliteweizen finden in Italien Abnehmer.

Weizen mit Futterqualität ist kaum vorhanden.

Futtergerste finden wieder Abnehmer, sowohl nach Italien

als auch in die deutsche Mischfutterindustrie. Auch

Körnermais wurde zu festen Preisen gehandelt. Der

Erntebeginn wird für Ende September erwartet. Braugerste

wurde zuletzt leicht fester bewertet, es kam aber

kaum zu Umsätzen. Raps tendierte fester.

Börsennotierungen

Börsennotierungen für Getreide in EUR/t, franko

München Stuttgart Hamburg Hannover

franko

05.09.12 04.09.12 04.09.12 04.09.12

E-Weizen - - 285,00 280,00 B

A-Weizen 240,00-259,00 254,00-258,00 275,00 267,00 B

B-Weizen 238,00-255,00 250,00-254,00 269,00 264,00 B

Brotroggen 220,00-234,00 - 227,00 225,00 B

Futterweizen 245,00 - 260,00 252,00 B,fFu

Futtergerste - 219,00-223,00 x 242,00 231,00 B,fFu

Braugerste - 254,00-257,00 T - -

Mais - 250,00-252,00 x 280,00 -

Hafer - 216,00-220,00 x 245,00 Q -

Triticale - - 250,00 -

Dresden Mannheim Würzburg Köln

franko

04.09.12 03.09.12 31.08.12 30.08.12

E-Weizen - - 255,00-260,00 NE -

A-Weizen 250,00 x 259,00-262,00 248,00-255,00 NE -

B-Weizen 242,00 x 249,00-253,00 243,00-250,00 NE 263,00 xNE

Brotroggen 207,00 x 220,00-226,00 215,00-225,00 NE 230,00 xNE

Futterweizen 240,00 x 245,00-250,00 240,00 NE -

Futtergerste 220,00 x 225,00-228,00 215,00-220,00 NE -

Braugerste - 253,00-255,00 - -

Mais 260,00 x - 240,00-245,00 263,00-265,00 x T

Hafer - - - -

Triticale - 228,00-232,00 215,00 -

Anmerkung: = Tendenz gegenüber der Vorwoche; + = Handelsabgabepreise; x = ab Station; B = Briefkurs; T = Termin; fFu = frei Fuhre; Q =

Qualitätshafer; NE = Ernte 2012


Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 7

Börsennotierungen für Futtermittel in EUR/t, franko

Weizenkleie 165,00-175,00 * 156,00-160,00 * 203,00 fFu 187,00 fFu T

Roggenkleie - - - -

Trockenschnitzel - - 190,00 fFu T 189,00 B,fFu T

Rapsschrot 295,00 * - 297,00 fob 293,00 B,fFu

Sojaschrot 524,00 fob - 510,00 fob -

Heu - 90,00-110,00 x - -

Stroh - 80,00-90,00 x - -

Weizenkleie - 165,00-170,00 * 164,00 * 196,00 B

Roggenkleie - 160,00-165,00 * - -

Trockenschnitzel - 193,00-197,00 * T - 199,00 *

Rapsschrot 288,00 T 298,00-300,00 fob 293,00-297,00 * 294,00 B,fob

Sojaschrot - 513,00-515,00 - 508,00 B,x

Heu - - - -

Stroh - - - -

Fob- Preise für Getreide

Dollar und Mineralölpreise

München Stuttgart Hamburg Hannover

05.09.12 04.09.12 04.09.12 04.09.12

Dresden Mannheim Würzburg Köln

04.09.12 03.09.12 31.08.12 30.08.12

Anmerkung: = Tendenz gegenüber der Vorwoche; + = Handelsabgabepreise; x = ab Station; B = Briefkurs; T = Termin; fFu = frei Fuhre; fob = free on

Board; cif = cost, insurance, freight; s = gesackt; * = ab Mühle/ab Werk; M = Mainz

in EUR/t

von 05.09.2012

Brotweizen

Main 1)

Mittellandkanal 2)

Mosel 3)

Tiefst- Höchst- Durch- Ø Vorwert

wert schnitt woche

254,00 258,00 256,00 * 251,33

256,00 264,00 260,50 260,00 *

- - - 260,50 *

Hamburg 259,00 275,00 265,00 266,00

Rostock 258,00 274,00 264,00 264,50

Rhein 256,00 260,00 258,00 * 256,67

Futtergerste

Main 1)

230,00 234,00 232,00 * 227,00

Mittellandkanal 2)

229,00 235,00 232,50 230,00 *

Mosel 3)

- - - 237,00 *

Hamburg 231,00 237,00 234,67 241,00 *

1) = Würzburg/Bamberg, 2) = Magdeburg/Minden, 3) = Metz/

Frouard; * = Einzelmeldung; Extremwerte ausgeschieden;

Quelle: AMI

in USD

1,26

1,24

1,22

Eurokurs in Dollar

1,20

25.Jul. 02.Aug. 10.Aug. 20.Aug. 28.Aug. 05.Sep.

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EUR/t

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270

260

250

240

230

220

210

200

fob-Preise für Getreide

- am Mittellandkanal -

ab 21.6. Termin

September 2012

Brotweizen

Futtergerste

190

Apr. 12 Mai. 12 Jun. 12 Jul. 12 Aug. 12 Sep. 12

in USD/barrel

100

96

92

88

Mineralöl

- vorderer Kurs NYMEX -

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84

25.Jul. 02.Aug. 10.Aug. 20.Aug. 28.Aug. 05.Sep.

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Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 8

Auslandsmeldungen

Frankreich: Herausragende Gerstenexporte

Während die Getreidepreise weiterhin fest tendieren,

gab Raps zuletzt nach. Allerdings fielen die Preisbewegungen

nach oben mit 1 EUR/t nur sehr gering aus.

Alterntiger Mais wird in den Regionen, die noch Angebot

haben, mit 264 EUR/t bewertet. Neuerntige Ware kostet

hingegen 256 EUR/t. Mischfutterhersteller suchen jetzt

immer häufiger nach Lieferungen ab Oktober. Aber Verkäufer

sind noch rar. Vor allem vor dem Hintergrund

sehr schwacher Maisernten in Osteuropa. Französische

Erzeuger erhoffen sich steigende Preise auch zur neuen

Kampagne und warten vorerst ab. Futtergerste wird

demgegenüber vernachlässigt, kostete zuletzt 235

EUR/t franko. Für den Export wird indes stetig Ware gesucht.

Bis zur letzten Augustwoche sind die Ausfuhren

an Gerste in Drittländer kräftig angestiegen. Insgesamt

wurden aus den französischen Exporthäfen 487.332 t

Richtung Drittländer verschifft. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum

waren es 1.485 t gewesen. Das größte Volumen

erhielt Saudi-Arabien mit 404.000 t, 51.481 t gingen

nach Marokko und 25.551 t nach Tunesien.

Großbritannien: Schwache Weizenqualität

Am Freitag gab die Home-Grown Cereals Authority

(HGCA) die Ergebnisse ihrer Erhebung zur Weizenqualität

bekannt. Das anhaltend schlechte Wetter und der

hohe Krankheitsdruck haben die Weizenqualität beeinträchtigt.

Vor allem die Hektolitergewichte fallen in diesem

Jahr mit 71,9 kg/hl niedrig aus und liegen 8 % unter

denen des Vorjahres. Auf normalem Niveau bewegen

sich hingegen die Fallzahlen und die Proteingehalte. Die

Fallzahlen, Indikator für die Mehlqualität, liegen im Bereich

des langjährigen Durchschnitts von 267 sec und

die Proteingehalte sind mit 12,7 % sogar höher als der

langjährige Durchschnitt von 11,8 %. Ende September

will die HGCA die neuesten Ergebnisse präsentieren,

wenn mehr Proben ausgewertet sind. Die Ernte ist derweil

wegen der nassen Witterung erst zu 40 % abgeschlossen

und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 10

Tage verzögert. Am weitesten ist sie im Osten des Landes,

im Norden hingegen gab es kaum Erntefortschritt.

In der Kalenderwoche 35 wurde Qualitätsweizen mit 272

EUR/t und Futterweizen mit 244 EUR/t ex Farm bewertet.

Brotweizen wurde nicht gehandelt, in der Vorwoche

lag der Preis bei 282 EUR/t.

Ukraine beschließt Exportlimits

Das Landwirtschaftsministerium und der Verband der

Getreidehändler haben sich nun darauf verständigt, das

Exportvolumen 2012/2013 auf 19,4 Mio. t Getreide zu

begrenzen. Das Abkommen war nötig, weil die Nachfrage

nach ukrainischem Getreide derzeit aufgrund der

schwächeren russischen Ernte sehr groß ist. Die Hauptabnehmer

versuchen, sich möglichst früh einzudecken.

So exportierte die Ukraine im Juli/August 2012 bereits

knapp 3,0 Mio. t Getreide und damit 60 % mehr als im

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Vorjahreszeitraum. Die Exporte setzten sich zusammen

aus 1,3 Mio. t Weizen, 1,1 Mio. t Mais und 551.000 t

Gerste. Die Marktanalysten der UkrAgroConsult gehen

davon aus, dass 2012/2013 4,0 Mio. t Weizen, 3,0 Mio. t

Gerste und 12,4 Mio. t Mais exportiert werden können,

ohne den inländischen Markt zu belasten.

Ägypten zeigt weiterhin Kaufbereitschaft

Unlängst hat die staatliche Agentur GASC eine weitere

Ausschreibung für ausländische Weizenlieferungen herausgegeben.

Das ist bereits die fünfte innerhalb von 30

Tagen. Gesucht werden 60.000 t Lieferungen an Weizen

aus den USA, der Ukraine und Australien sowie aus

Kanada, Frankreich, Deutschland, Argentinien, Polen,

Russland, Kasachstan und Rumänien. Vor allem kasachische

Ware liegt den Ägyptern am Herzen und darf

daher russische und ukrainische Partien ersetzen. Auf

seine vorangegangene Ausschreibung vom 1.9. erhält

Ägypten 240.000 t russischen Weizen, 60.000 t rumänischen

Weizen und 55.000 t ukrainischen Weizen. Ägypten

reagiert mit seinen äußerst lebhaften Ausschreibungen

in diesen Wochen auf die absehbar bald beendete

Exportsaison der Schwarzmeerregionen. Ab Oktober/November

könnte von dort, aufgrund der schwachen

Ernte, keine Ware mehr kommen.

In den USA reagiert die Börse auf die unerwartet große

Konkurrenz aus der Schwarzmeerregion mit schwächeren

Kursen. Trotz der kleineren Getreideernte wurde in

den ersten Wochen des Wirtschaftsjahres mehr exportiert

als im Jahr zuvor. US-Weizen ist gegenüber den

russischen Herkünften zu teuer. Die Differenz in den

Geboten auf die vorangegangene ägyptische Ausschreibung

lag bei 40 USD/t.

Russland: Keine Exportbeschränkungen

Das russische Agrarministerium hat nun doch seine

Prognose für die diesjährige Getreideernte nach unten

korrigiert. Bisher war das Ministerium noch von 75 Mio. t

ausgegangen, aktuell rechnet es mit 70 Mio. t. Die anhaltende

Trockenheit hatte den Beständen doch mehr

zugesetzt. Es soll aber dennoch keine Exportbeschränkungen

geben. Der Agrarminister sieht das Exportpotential

des Landes bei 10-14 Mio. t, abhängig davon, wie

die Ernte dann schlussendlich ausfällt. In den Regionen,

in denen das Getreide knapp wird, will das Ministerium

nach Abschluss der Ernte intervenieren. Die Interventionsmenge

soll sich auf knapp 5,0 Mio. t belaufen. Den

größten Teil der Interventionsbestände will das Land

aber bis Februar/März 2013 vorhalten.


Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 9

EU- Getreidepreise

in EUR/t KW 36 VW KW 36 VW KW 36 VW KW 36 VW KW 36 VW

Frankreich 260,00 260,00 229,00 235,00 - - 227,50 244,30 T 257,00 T 256,00 T

Italien 280,50 280,50 259,00 256,00 - - - - 277,00 277,50

Spanien - 271,00 - 249,00 - - - - - 273,00

Belgien - - - - - - - - - -

Niederlande 240,00 239,00 229,00 229,00 - - - - - -

Österreich - - 221,50 - - - - - - 246,00

UK - 317,90 - 228,80 - 257,20 - - - -

Dänemark - - - - - - - - - -

Interventionspreis: 101,31

Großhandelsnotierungen, vorderer Termin; Frankreich (Preise ohne Report) (Freitag) = Mahlweizen (11% P, FZ 220 s, 76 kg/hl) u. Futtergerste (62-

63 kg/hl) fob Mosel, Braugerste (Sebastian) fob Creil; Mais fob Rhein; Italien (Dienstag) = Qualitätsweizen (13% P) Börse Mailand; Belgien (Mittwoch)

= Börse Brüssel; Niederlande (Dienstag) = Groningen; Österreich (Mittwoch) = Mahlweizen (12,5% P, FZ 220 s) Börse Wien ; UK (Donnerstag) =

HGCA-Landesdurchschnitt; Dänemark (Wochennotierung, Kurs Mittwoch) = Preise des Handels fob ; Spanien (Freitag) = Lleida ;Vw = Vorwoche; T =

Termin; → = Tendenz gegenüber der Vorwoche; Reportberechnung f. Frankreich: für Getreide (August/Juni) ab 01.08. je 0,47 Euro für einen halben

Monat (01.-14.des Monats); für Mais Oktober bis September des folgenden Jahres (ab 01.10. je 0,47 Euro/halber Monat).

EU- Einfuhrpreise

US-$

800

700

600

500

400

300

EU- Einfuhrzölle

Brotweizen Futtergerste Futterweizen Braugerste Mais

Gerste und Sojabohnen cif Rotterdam

200

Mrz. 12 Apr. 12 Mai. 12 Jun. 12 Jul. 12 Aug. 12 Sep. 12

* = geringe Mengenumsätze

US-Sojabohnen

Futtergerste *

© AMI 2012

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Getreide- und Sojapreise cif Rotterdam

in US/Dollar/t 05.09.12 29.08.12 Aug 12 Aug 11

Futtergerste * 315,72 T 321,24 T 305,22 T 284,00

Sojabohnen, US 711,25 700,00 689,13 558,10

Sojaschrot 670,50 674,50 654,30 413,76

Mais, EU (in EUR/t) 270,50 T 275,00 T 264,80 T 250,00

1 US-$ = EUR 0,80 0,80 0,81 0,70

Quelle: AMI, Loko-Preise; * = geringe Mengenumsätze;

US-Getreidenotierungen (23.08.- 05.09.12) und EU-Einfuhrzölle (gültig ab 01.09.2012 in EUR/t)

Weizen Mais Hartweizen Gerste

Börse Minneapolis Kansas City Chicago Chicago Minneapolis Minneapolis

Qualität hoch (HRS 2) mittel niedrig YC 3 HAD 2

Aktuelle US-Notierungen 270,60 257,16 253,84 251,42 - -

Notierungen gem. EU * 287,58 - - 255,41 - -

Fob-Preis USA - - - - 260,22 -

Golf-Prämien * - - - 11,33 - -

Einfuhrzölle + 0,00 b 95,00 1) b 95,00 1) a 0,00 0,00 d 16,00 1)

Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union. Anmerkung: * = Berechnungszeitraum: 17.08-30.08.2012; Fracht/Kosten in EUR/t nach Rotterdam: Golf von Mexiko 15,59;

Große Seen 50,87; Prämie große Seen 16,18; + = Zollermäßigungen in EUR/t: Mittelmeer 3, Irland, Großbritannien, Skandinavien, iberische Atlantikküste 2; a =

pauschale Ermäßigung um 24 EUR/t, wenn Bedingungen von Art. 2 Abs. 5 der VO 1249/96 erfüllt sind; b = innerhalb des Kontingentrahmens Einfuhrzoll von 12 EUR/t;

d = im Kontingentrahmen Einfuhrzoll für Braugerste von 8 EUR/t und 16 EUR/t für andere Gerste, außerhalb des Kontingentes 93 EUR/t; Zuschüsse gem. Art. 4 Abs. 2,

dritter Unterabs. der VO 1249/96: 0; z = incl. 14 EUR/t positive Prämie; 1) Einfuhrzoll innerhalb des Kontingentes bis 30.6. ausgesetzt


Ölsaaten

Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 10

● Rapskurse können sich aufgrund positiver Vorgaben des Sojakomplexes behaupten, Rapsmarkt weiter ruhig

● US-Sojakomplex wird durch schwache Ernteaussichten in den USA und ein knappes Angebot gestützt

● Sojaschrotpreise fallen, Rapsschrot weiter auf stabilem Niveau, belebte Nachfrage am Niederrhein

● Palmölpreise aufgrund des großen Angebots leicht schwächer, übrige Pflanzenöle tendieren unvermindert fest

Einkaufspreise der Ölmühlen

EUR/t Ölsaaten Terminmarktkurse

Inland; in EUR/1.000 kg, vom 05.09.2012

Raps

Sept.12

Okt.-

Dez.12

Jan.-

Mrz.13

Apr.-

Jun.13

Rostock 505 511 517 512

Hamburg 508 514 520 515

Salzgitter 507 513 519 514

Niederrhein 518 523 524 508

Mainz - 523 523 -

Mannheim - 522 524 -

Straubing - 512 510 504

Verkaufspreise für Nachprodukte

umgerechnet in EUR/1.000 kg fob Ölmühle, vom 05.09.2012

Rapsöl

roh fob

Sojaöl

roh fob

Sobluöl

fob

Palmöl

roh cif

HH HH ARAG ARAG

Sept 12 1.010 1.060 1.090 799

Okt/Dez 12 1.013 1.060 1.086 811

Jan/Mär 13 1.015 1.060 1.082 819

April/Juni 13 1.010 1.065 1.082 .

Raffinat 1.075 1.122 . 863

Anmerkung: ARAG = Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen, Gent; fca =

free carrier RDM = Rotterdam Preise: T5/T5 nachhaltig

fob

Rapsschrot

Soblu-

schrot

Raps-

kuchen*

NR HH Deutschl. Nordostdtl.

Sep 12 290 296 . .

Okt 12 292 296 . .

Nov/Jan 13 294 296 . 328

Feb/April 13 296 296 255 .

Anmerkung: *= Rapsexpeller aus dezentralen Ölmühlen

Sojaschrot

44/45% Protein

Sojaschrot

48/49% Protein

fob HH cif RD fob HH cif RD

Sep 12 506 528 545 535

Okt 12 506 530 545 536

Nov/Jan 13 511 530 550 536

Anmerkung: Briefkurse sofern nicht anders angegeben

HH = Hamburg, NR = Niederrhein, RD = Rotterdam

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540

520

500

480

Raps,

NYSE Liffe (Matif)

Sojabohnen, CME (CBoT)

460

25.07. 01.08. 08.08. 15.08. 22.08. 29.08. 05.09.

© AMI 2012

Sojakomplex stützt Rapskurse

Die Aussicht auf eine schwache US-Sojabohnenernte in

den USA und das befürchtet knappe weltweite Angebot

an Sojabohnen helfen den Sojakursen im Plus zu

schließen. Aufgrund von Gewinnmitnahmen konnten die

Kurse aber kein neues Hoch erreichen. Die Nachfrage

nach Sojabohnen bleibt trotz der hohen Preise ungebrochen.

Eine deutliche Entspannung der Preise wird erst

mit Beginn der südamerikanischen Ernte erwartet, die

nach bisherigen Prognosen einen Rekord erreichen soll.

Bis dahin wird mit eher fester Tendenz der Kurse gerechnet.

Da die Börse in Chicago zu Anfang der Woche

wegen des Labour-Days geschlossen war, blieb es an

der Pariser Börse zu Wochenanfang zunächst ruhig.

Derzeit können sich die Rapskurse aufgrund der positiven

Vorgaben des US-Sojakomplexes knapp behaupten.

Auch die besser als erwartet ausfallende EU-

Rapsernte stützt die Rapsnotierungen. Am Kassamarkt

bleibt es weiter ruhig, da die Ölmühlen ihren Bedarf vorerst

gedeckt haben und auf sinkende Rapspreise spekulieren.

Die Abgabebereitschaft ist derzeit auch eher gering,

die Abgeber hoffen auf höhere Preise. Die schwache

Nachfrage spiegelt sich auch in den Prämien wieder,

die bis Dezember im Minus liegen.


Woche Getreide/Ölsaaten Nr. 36 | Seite 11

Rapsschrotpreise stabil auf hohem Niveau

Die Ölschrote folgen den positiven Vorgaben der Börsen

derzeit nicht. Die Forderungen für 44er Sojaschrot gingen

wegen des schwachen Dollars und den sinkenden

Preisen für konkurrierende Importware deutlich zurück.

Im Norden sanken die Preise um 8 EUR/t dabei am

stärksten, dort wird derzeit eher Rapsschrot nachgefragt

als teures Sojaschrot. Die Nachfrage nach prompter Ware

hat sich im Süden belebt. Für vordere Ware muss ein

Aufschlag von 4 EUR/t auf den Oktoberpreis bezahlt

werden. Auch die Rapsschrotpreise sind im Vergleich

zum Vortag gesunken. Allerdings sind die Verluste aufgrund

der besseren Nachfrage nicht so ausgeprägt wie

bei Sojaschrot. Rapsschrot hält sich seit zwei Wochen

stabil bei über 290 EUR/t. Am Niederrhein ist die Nachfrage

weiterhin gut, im Osten hingegen kann die Nachfrage

nur mit Abschlägen mobilisiert werden. Über den

Januartermin hinaus wurden bisher kaum bedeutende

Mengen gehandelt.

EUR/t

1100

1050

1000

950

900

850

800

Pflanzenölpreise fob Mühle

Sojaöl Rapsöl

Sonnenblumenöl Palmöl, cif

750

25.07. 01.08. 08.08. 15.08. 22.08. 29.08. 05.09.

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EU- Ölsaaten- /Nachproduktpreise

EUR/t

560

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520

480

440

400

360

320

280

Ölschrotpreise fob Mühle

Sojaschrot 44 % Sojaschrot 49 %

Rapsschrot 35 %

240

25.07. 01.08. 08.08. 15.08. 22.08. 29.08. 05.09.

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Pflanzenöle mit fester Tendenz

In den kommenden zwölf Monaten wird es wohl zu einer

größeren Abhängigkeit vom Palmöl kommen, aufgrund

der knappen Versorgung mit den übrigen Pflanzenölen.

Die weltweite Nachfrage nach Pflanzenölen soll sich

zwar im Jahresverlauf 2012/13 abschwächen, jedoch

könnte die Produktion dennoch zu gering ausfallen, um

die Nachfrage zu decken. Die Preise für Palmöl sind

aufgrund des erwartet großen Angebotes aus Malaysia

und Indonesien leicht gesunken. Die anderen Pflanzenöle

tendieren unvermindert fest. Sojaöl legt im Vergleich

zur Vorwoche um 25 EUR/t zu, der Preisabstand zu

Rapsöl vergrößert sich auf 50 EUR/t. Bei Sonnenblumenöl

setzt sich die anhaltend feste Tendenz fort. Gegenüber

der Vorwoche ist der Preis sprunghaft um 29

EUR/t gestiegen.

Raps Rapsschrot Sojaschrot

in EUR/t KW 36 Vw KW 36 Vw KW 36 Vw

Frankreich 517,00 504,00 T 313,00 310,00 565,00 550,00 T

Italien - - 326,50 326,50 578,30 559,80

Spanien - - - 348,00 - 542,00

Niederlande 518,00 512,00 - - 536,30 522,40

Österreich 482,50 - 300,00 282,50 550,00 540,00

UK 632,60 631,50 - - - -

Dänemark 685,80 681,90 - - - -

Großhandelsnotierungen, vorderer Termin; Frankreich = Raps fob Mosel, Rapsschrot ab Werk Rouen, Sojaschrot ab Werk Sète; Italien = Börse Mailand;

Belgien = Börse Brüssel; Niederlande = Sojaschrot cif Rotterdam; Österreich = Wien; UK = HGCA-Landes-durchschnitt; Dänemarkt = Preise des Handels

fob; Vw = Vorwoche; T = Termin; → = Tendenz gegenüber der Vorwoche;

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