1. Pädagogische Grundlagen und Leitlinien - Albert-Schweitzer ...

asschule

1. Pädagogische Grundlagen und Leitlinien - Albert-Schweitzer ...

SCHULPROGRAMM

der

ALBERT-SCHWEITZER-SCHULE

C

NEU-ISENBURG


Vorwort

Das Zitat von Albert Schweitzer, dem Namensgeber unserer Schule:

„durch die Ehrfurcht vor dem Leben treten wir mit

der Welt in geistige Beziehung“

trifft auf das, was wir täglich in unserer Schule leben und

praktizieren voll und ganz zu. Nur wer den Nächsten in seiner

Persönlichkeit akzeptiert, annimmt und mit ihm kommuniziert und

lebt, kann diese geistige Beziehung aufbauen und pflegen.


Bausteine

1. Seite die Leitlinien im Bild

0. Allgemeines

- Einleitung

- 0.1 Zum Umgang mit dem Schulprogramm

- 0.2 Schulsituation

- 0.3 Räumliche Gegebenheiten

(

1. Pädagogische Grundlagen und Leitlinien

- 1.1 Leitlinien

- 1.2 Pädagogische Grundlagen

- 1.3 Schulordnung

- 1.4 Rituale

- 1.5 Flexible Eingangsstufe

- 1.6 Ganztagsschule

- 1.7 Vertretungskonzept

- 1.8 Sozialarbeit an der Albert-Schweitzer-Schule

- 1.9 Förderverein

- 1.10 Betreuung

- 1.11 Hausaufgabenhilfe

- 1.12 SEB

- 1.13 Schuko

- 1.14 Zusammenarbeit mit der Stadt Neu-Isenburg

- 1.15 Zusammenarbeit mit den Kirchen

- 1.16 Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule

- 1.17 Zusammenarbeit mit anderen Vereinen

- 1.17 Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen

- 1.19 Zusammenarbeit mit den Kitas

- 1.20 Grundlagen der Klassenzusammensetzung

- 1.21 Grundlagen der Unterrichtsverteilung

- 1.22 Grundlagen der Hausaufgaben

- 1.23 Grundlagen der Benotung

- 1.24 Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen

- 1. 25 Schullaufbahnberatung – Kriterien für die Wahl des

weiterführenden Bildungsgangs

- 1.26 Zusammenarbeit mit den anderen Schulen Neu-Isenburgs

2. Fächerübergreifende Konzepte

- 2.1 Fächerübergreifende Aufgaben allgemein

- 2.2 Fördermaßnahmen

- 2.3 Rituale im Laufe eines Schuljahrs

- 2.4 Musikalische Grundschule

- 2.5 Soziales Lernen

- 2.6 Erziehungshilfekonzept

- 2.7 Konzept Gesunde Schule

- 2.8 IT – Medienkonzept

- 2.9 Lesekonzept

- 2.10 Forscherwerkstatt


- 2.11 Lernwerkstatt

- 2.12 Methodenlernen

- 2.13 Brandschutzerziehung

- 2.14 Schrift

- 2.15 Sportförderunterricht

- 2.16 Umgang mit LRS und Dyskalkulie

- 2.17 Konzept zur Förderung der Hochbegabten

- 2.18 Förderpläne

- 2.19 Deutsch als Fremdsprache

3. Fächer

- Deutsch – Standards für die Klasse 1 / 2, 3 / 4; Das lernt das Kind im 1.

Schuljahr, ..im 2. Schuljahr, …. im 3. Schuljahr, …im 4. Schuljahr

- Mathematik - Standards für die Klasse 1 / 2, 3 / 4; Das lernt das Kind im

1. Schuljahr, ..im 2. Schuljahr, …. im 3. Schuljahr, …im 4. Schuljahr

- Englisch - Standards für die Klasse 3 / 4; Das lernt das Kind im 3.

Schuljahr, …im 4. Schuljahr

- Sachunterricht Standards für die Klasse 1 / 2, 3 / 4; Das lernt das Kind

im 1. Schuljahr, ..im 2. Schuljahr, …. im 3. Schuljahr, …im 4. Schuljahr

- Kunst – schuleigenes Curriclum

- Musik - schuleigenes Curriclum

- Sport - schuleigenes Curriclum, Sportfeste und Wettkämpfe

- Religion - schuleigenes Curriclum

- Ethik - schuleigenes Curriclum

- DaF

4. Fortbildungskonzept


0. EINLEITUNG

O.1 Zum Umgang mit dem Schulprogramm

Das Schulprogramm dokumentiert das pädagogische Profil der Schule. Es

beinhaltet die Beschlüsse, die Vorhaben und die Evaluationskriterien und

ergebnisse. Insofern ist es auch ein Arbeitswerk, das einer ständigen

Entwicklung unterliegt. Aus Gründen der leichteren Handhabbarkeit ist jedes

Kapitel, jeder Baustein folgendermaßen gegliedert:

a. Aktuelle Beschlusslage, Vereinbarung und / oder Vorhaben.

b. Planung und Evalutation für einen bestimmten Zeitraum

c. Historie und Dokumentation.

Diese Aufteilung erleichtert einerseits den Umgang mit dem Schulprogramm

in der aktuellen Arbeit, andererseits erspart es Kopierkosten, da Eltern und

anderen Interessierten vor allem Teil a eines jeden Bausteins kopiert werden

kann.

0.2 Schulsituation

- Wird gerade überarbeitet–

0.3 Räumliche Gegebenheiten

- wird gerade überarbeitet -

1. Pädagogische Grundlagen und Leitlinien

1. 1 Leitlinien

- wird gerade in den Gremien der Schule verhandelt -

1.2 PÄDAGOGISCHE GRUNDLAGEN

Zentrales pädagogisches Anliegen ist die Schaffung einer kindgerechten

Schule, die Lern- und Lebenswelt der Kinder sein soll. Die Albert-Schweitzer-

Schule versucht unter Bezugnahme der Rahmenrichtlinien sowie des Hess.

Schulgesetzes einen Prozess in Gang zu setzen, der Schule als Lebensraum zu

erschließen versucht, wobei die verantwortliche Mitgestaltung der

Schulgemeinde angestrebt wird. Dieses Ziel soll durch die nachfolgenden

Strukturmerkmale erreicht werden.

Lernen und Lehren ist das gemeinsame Bemühen der Menschen innner- und

außerhalb der Schule, ihre unterschiedlichen Wertvorstellungen und

Fähigkeiten so zu nutzen, dass die Schüler/innen in die Lage versetzt werden,

sich den gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen produktiv zu

stellen. Die damit verbundenen Auffassungsunterschiede sind als Chance und

Herausforderung zu sehen.


Im Zusammenleben und –arbeiten in der Klasse leiten uns folgende

Pädagogischen Grundsätze:

Erziehung und Hilfestellung

beim Entwickeln der eigenen Persönlichkeit

Die Kinder werden in ihrem Selbstwertgefühl, ihrer Selbstständigkeit, ihrer

Fähigkeit zur kritischen Selbsteinschätzung und ihrem Selbstbewusstsein

gestärkt.

zur Individualität

Die verschiedenen Stärken und Neigungen der Kinder werden in eine

funktionierende Gemeinschaft integriert.

zum Verantwortungsbewusstsein

Die eigene Verantwortung gegenüber ihrem Umfeld wird den Kindern

nahe gebracht, damit sie diese nachhaltig in ihren Verhaltensstrukturen

aufnehmen und verinnerlichen.

zur Selbstständigkeit

Jedes Kind soll in die Lage versetzt werden, sich unabhängig von der

Meinung anderer ein Urteil zu bilden und zu entscheiden, welche

Arbeiten seinen Fähigkeiten entsprechen, um diese dann eigenständig

auszuführen.

zur Leistungsbereitschaft

Seinem Leistungsvermögen gemäß sollte jedes Kind motiviert werden

kontinuierlich und zielgerichtet die gestellten Aufgaben auszuführen.

zur Hilfsbereitschaft

Die Kinder sollen die Notwendigkeit gegenseitiger Hilfestellung erkennen

und diese in ihrem Verhalten umsetzen.

zur Toleranz

Offenheit, Rücksichtnahme, Konfliktfähigkeit und Einfühlungsvermögen

gegenüber Anderen soll ohne Aufgabe der eigenen Persönlichkeit

weiterentwickelt werden.

zur Kreativität

Wir versuchen Voraussetzungen zu schaffen, die die Kinder zur

Entwicklung von eigenen Vorstellungen, Lösungswegen und Gedanken

sowie deren effektive Umsetzung befähigen.

zum Umweltbewusstsein

Durch Ehrfurcht vor dem Leben und der Umwelt werden die Kinder

veranlasst, bewusst zu leben und zu handeln.


1.3 Schulordnung

- wird gerade überarbeitet –

1. 4 Rituale

Elemente des Unterrichts

An der Albert-Schweitzer-Schule werden bereits unter besonderer

Berücksichtigung eines rhythmisierten Schulvormittags angeboten:

Morgenkreis, Wochenabschlusskreis

Arbeit mit Tages- und/oder Wochenplan

Einrichtung von Lernecken, Lernwerkstatt, Stationenarbeit und

Computerecken in den Klassenräumen

Fremdsprachenunterricht

Klasseneigene Schulbücherei

Klassen- und jahrgangsübergreifende Projektarbeit mit

handlungsorientiertem Schwerpunkt

Freie Arbeit, Gruppen- und Partnerarbeit, Einzelarbeit mit Selbstkontrollle

Gemeinsames Frühstück in den Klassen

Gemeinsame Feste und Rituale in den Klassen

Gemeinsame Vorhaben: Unterrichtsgänge, Ausflüge,

Museumsbesuche, Theater- und

Kinobesuche, Lesenächte,

Wandertage,

Landschulheimaufenthalte,

Bundesjugendspiele, sonstige

Veranstaltungen

1. 5 Flexible Eingangsstufe

Am 17.05.2006 hat die Gesamtkonferenz, am 22.05.006 die Schulkonferenz

und am 23.05.2006 der Schulelternbeirat die schrittweise Einführung der

flexiblen Eingangsstufen an der ASS beschlossen.


Antrag auf Einführung der flexiblen Eingangsstufe

Die Albert-Schweitzer-Schule stellt den Antrag auf Einführung der flexiblen

Eingangsstufe nach § 20 des Hessischen Schulgesetzes und § 11 a der

Verordnung zur Ausgestaltung der Bildungsgänge und Schulformen der

Grundschule (Primarstufe) und der Mittelstufe (Sekundarstufe I) und der

Abschlussprüfungen in der Mittelstufe.

Die Gesamtkonferenz hat am 17.05.2006, die Schulkonferenz hat am

22.05.2006, der Schulelternbeirat hat am 23.05.2006 der Einführung der

flexiblen Eingangsstufe zugestimmt.

Begründung

Schule hat den Auftrag, Lebens-, Lern- Handlungs- und Erfahrungsraum für die

Kinder zu sein. Das Schulleben soll so gestaltet werden, dass das Lernen sich

im Sinne umfassender persönlichkeitsbildender Prozesse und individueller

Förderung und Forderung vollzieht, Zusammenarbeit und Gemeinsamkeit

ermöglicht. Schule muss den geänderten Lebensverhältnissen vieler Familien

Rechnung tragen und ihnen durch angemessene Betreuungszeiten die

Vereinbarkeit von Beruf und Erziehung ermöglichen.

Die flexible Eingangsstufe (gemeinsam mit der Ganztagsschule) bildet den

Rahmen, erweiterte Lernformen und gezielte Fördermaßnahmen für Kinder

aus sozial benachteiligten Familien sowie Kinder mit Migrationshintergrund zu

entwickeln und Kindern mit besonderen Fähigkeiten geeignete Angebote zu

machen.

Die Albert-Schweitzer- Schule ist eine typische Innenstadtschule. Die letzte

inoffizielle Umfrage ergab, dass ca. 47,5 % der Kinder mindestens ein Elternteil

nicht-deutscher Herkunft haben. Die Eltern der Kinder kommen aus 36 nichtdeutschen

Nationen.

Durch die Wohnlage ist diese Verteilung im Haupthaus und in der

Dependance unterschiedlich. Die Schüler im Haupthaus wohnen

überwiegend in Mehrfamilienhäusern – viele davon im sozialen

Wohnungsbau. Ein Teil der Kinder lebt in einem am Stadtrand gelegenen

Gebiet mit Sozialwohnungen, in dem viele Familien mit Migrationshintergrund

untergebracht sind. Auch liegt ein Asylbewerberheim im Einzugsgebiet des

Haupthauses. In einem neuen Wohngebiet etablieren sich immer mehr

Einfamilienhäuser und Reihenhäuser, deren Bewohner häufig in

bildungsnahen Zusammenhang leben. Mehr als die Hälfte der Schüler in der

Dependance wohnen in Einfamilienhäusern oder gepflegten / gehobenen

Wohnanlagen mit Eigentumswohnungen, die sich in verkehrsberuhigten

Straßen befinden. Ein kleinerer Teil der Schüler der Dependance lebt in

Hochhäusern oder Wohnblocks mit Sozialwohnungen.


So setzt sich die Schülerschaft der ASS aus sowohl sozial schwachen und

bildungsfernen Zusammenhängen als auch aus der sogenannten

Mittelschicht, aus bildungsnahen Lebensumständen zusammen. Bei vielen

Kindern sind beide Eltern berufstätig, bzw. sind alleinerziehend. Einige Eltern

sind nicht berufstätig, sind aber mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert.

In den ersten Klassen entspricht der Leistungsstand der Kinder einer Klasse

häufig vier bis fünf Jahren Unterschied. Um all diesen Kindern gerecht werden

zu können, müssen sie individuell gefördert werden.

In den letzten Jahren lehnten zunehmend Eltern die Einschulung ihrer Kinder in

die an der Albert-Schweitzer-Schule bestehende Vorklasse ab. Sie fürchteten

eine Stigmatisierung ihres Kindes und oft auch ihrer Familie. Ihre Kinder wurden

dann in die erste Klasse eingeschult und mussten häufig im Laufe ihrer

Schullaufbahn mindestens eine Klasse wiederholen. Diesen Kindern können in

der flexiblen Eingangsstufe durch individuelle Förderung deutlich bessere

Bildungschancen geboten werden. Andere Kinder werden eingeschult und

können z.B. bereits lesen und schreiben. Üblicherweise langweilen sie sich im

ersten Schuljahr. Durch das Lernangebot für Kinder der ersten und zweiten

Klasse in einer Gruppe können auch diese Kinder die Schulzeit als Lern- und

Bildungszeit für sich besser nutzen; auch sie können besser gefördert werden.

Die zu Schulbeginn für alle ersten Klassen und ihre Lehrer sehr viel Zeit und

Kraft raubende Eingewöhnung wird deutlich entzerrt, da die Kinder der

„2.Klasse“ den Kindern der „ersten“ Klasse vieles zeigen können und bei der

Sozialisation in die Schule helfen können. Auf diese Weise lernen alle Kinder

ihre sozialen Kompetenzen zu stärken und partizipieren deutlich stärker als

vorher am Schulleben und dessen Gestaltung.

Konzept

1. Organisation

a. Es werden alle Kinder, die das 6. Lebensjahr erreicht haben, ohne

Zurückstellung aufgenommen. Die Arbeit der bisherigen Vorklasse wird

in die Arbeit der Eingangsstufe integriert. Jüngere Kinder („Kann-

Kinder“), die einen Antrag auf vorzeitige Einschulung gestellt haben,

können aufgenommen werden, wenn die Kindertagesstätte, die Eltern

und die Schule dem zustimmen. Hierbei wird auch die schulärztliche

Untersuchung in die Entscheidung einbezogen.

b. Die Klassen werden in jahrgangsgemischten Gruppen unterrichtet.

Jeweils zu Schuljahresbeginn werden die Gruppen neu aufgeteilt. Die

Sozialpädagogin, die bisher die Vorklasse geleitet hat, arbeitet in diesen

Klassen mit.

c. Die Kinder können ein bis drei Jahre in diesen Klassen verweilen, wobei

die Mehrheit der Kinder nach zwei Jahren in die dritte Jahrgangsstufe

wechselt. Über die Versetzung entscheidet die Klassenkonferenz. Das

dritte Jahr Verweilen in der Eingangsklasse wird nicht auf die

Schulbesuchszeit angerechnet.


d. Einschulungstermin ist der Schuljahresbeginn (August /September).

2. Inhaltliche pädagogische Konzeption

a. Sozialpädagogin(-nen), Lehrerinnen und sozialpädagogische

Fachkräfte der Stadt (im Rahmen der Ganztagsschule) arbeiten

gemeinsam sowohl integrativ als auch in Kleingruppenarbeit. Sie haben

feste Kooperationstermine, in denen sie sowohl den Unterricht vor- und

nachbereiten als auch die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung der

Kinder besprechen und bei Schwierigkeiten gemeinsam nach Lösungen

evtl. unter Einbeziehung weiterer Stellen suchen. Schulweit kooperieren

die Kollegen und Kolleginnen jahrgangsweise den Unterricht. In allen

Klassen werden die Eltern in die Erziehungsarbeit ihrer Kinder

einbezogen und ggf. unterstützt, ihre Erziehungsverantwortung zu

übernehmen. In den Eingangsklassen arbeiten die

sozialpädagogischen Fachkräfte (von der Stadt – aus dem

Ganztagsschulprogramm), die Sozialpädagogin und die Lehrkräfte

gemeinsam mit den Eltern.

b. Es werden mit den Eltern in regelmäßigen Abständen

Entwicklungsgespräche von den Lehrkräften gemeinsam mit den

sozialpädagogischen Mitarbeitern geführt. Diese werden dokumentiert.

c. Die Teams können fachliche Unterstützung zur Teamentwicklung

anfordern und diese erhalten sie (wenn die Mittel vorhanden sind) dann

entweder aus den Ressourcen der Stadt Neu-Isenburg, des

Fördervereins oder der Schule.

d. Die Eingangsklassenteams arbeiten eng mit den Kindertagesstätten

zusammen. Die Schule entwickelt mit diesen ein standortscharfes

Konzept zur Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsplans. Hierbei wird

vor allem mit den Kindertagesstätten, die sich in Schulnähe befinden,

zusammengearbeitet (Erlenbachaue, Eschenweg, Friedrich-List-Straße,

St. Josef, Buchenbusch, Marktplatz, Schillerstraße). Andere

Kindertagesstätten können sich anschließen.

e. Gemeinsam mit den Kindertagesstätten wird das Einschulungsverfahren

überarbeitet. Organisatorisch beginnt dies – so die Daten der Stadt

Neu-Isenburg vorhanden sind – im September. Auch der erste

Elternabend für Schulanfängereltern findet im September statt. Dies

ermöglicht einen qualitativ hochwertigen und für Kinder und Eltern

ruhigen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule.

f. Da die Stadt Neu-Isenburg mit allen Kindern in den Kindertagestätten

etwa im Mai Sprachtests durchführen, braucht die Schule dies bei der

Schulanmeldung nicht mehr zu berücksichtigen (Ausnahme: Kinder, die

keine Kindertagesstätte besuchen, was aber in Neu-Isenburg

ausgesprochen selten vorkommt). Die Schule bespricht mit den

Kindertagesstätten, welche Kinder am Vorlaufkurs der Schule und

welche an den Sprachkursen der Stadt Neu-Isenburg teilnehmen.

Hierbei werden nicht nur die Sprachleistungen der Kinder

berücksichtigt, sondern auch organisatorische Belange. Der Vorlaufkurs

findet in den ersten beiden Schulstunden statt, da auch in den


Kindertagesstätten in dieser Zeit verschiedene Kurse stattfinden (u.a.

Sprachkurse). Die Organisation des Vorlaufkurses gliedert sich der

Organisation der Kindertagesstätten an. Ziel ist es, möglichst allen

Kindern eine optimale Förderung zu ermöglichen. Es wird deshalb jedes

Jahr neu im Einzelfall eine Regelung für die Verteilung der Kinder in

Vorlaufkurse der Schule und Sprachkurse der Kindertagesstätten

erarbeitet.

g. Die Sprachförderung der Stadt Neu-Isenburg wird in die schulische

Arbeit der Eingangsklassen mit einbezogen. Kinder mit schlechten

Deutschkenntnissen (z.B. ehemalige Kinder des Vorlaufkurses) werden

außerdem aus Ressourcen der Schulen gefördert.

h. Die Schule entwickelt ihren Unterricht so weiter, dass in naher Zukunft

(ab Schuljahr 2007/08) alle Kinder selbstständig arbeiten können und

von den Lehrkräften individuell gefördert werden können, z.B. mit

individuellen Lernplänen, Lerntagebüchern, …. Hierzu erhalten die

Lehrkräfte schulinterne Fortbildungen und unterstützen sich gegenseitig

z.B. durch kollegiale Beratung, die u.a. ihren Raum in den regelmäßigen

Kooperationssitzungen hat. Das Kollegium / die Schule bemüht sich um

Methodenfortbildung (z.B. nach Klippert), um das Ziel, selbstständig zu

lernen, möglichst optimal umsetzen zu können.

i. Die Kinder werden von Anfang an in selbstständigem Arbeiten

geschult. Dies wird von den Kindertagesstätten im vorschulischen

Bereich vorbereitet.

j. Die sozial emotionale Entwicklung der Kinder hat einen großen

Stellenwert. Das schulinterne Konzept des Sozialen Lernens wird weiter

ausgebaut. Das Curriculum der Interaktionsstunden wird – soweit es

bereits Teil des Schulprogramms ist – durchgeführt. Im Laufe des

Schuljahres 2006/07 wird dies ausformuliert und vollständig

verabschiedet. Hierbei unterstützen die Sozialpädagoginnen der

Schulsozialarbeit das Kollegium sowohl in der Konzepterstellung, der

Fortbildung des Kollegiums als auch in der Umsetzung in den Klassen.

Die Mitarbeiterinnen der Schulsozialarbeit arbeiten vornehmlich im

Unterricht der Klassen 3 und 4 mit. In den Eingangsstufenklassen

übernehmen vor allem die sozialpädagogischen Fachkräfte der Stadt

(Ganztagsschule) und die Sozialpädagogin(-nen) der Schule in

Zusammenarbeit mit den Lehrkräften diese Aufgaben. Die

Schulsozialarbeit steht weiterhin jederzeit für Einzelberatungen zur

Verfügung.

k. Die Schule formuliert Standards, die zum Ende der Klasse 2 erreicht sein

sollen.

3. Zeitleiste der Umsetzung

a. Im Schuljahr 2006/07:

- Einführung von 14 – tägigen Jahrgangs-Kooperationssitzungen

(Klasse 1 und 2 getrennt) mit Protokoll.

- schulinterne Fortbildung zu individuellen Lernplänen; anschließend

gemeinsame (jahrgangsweise) Umsetzung und Erfahrungsaustausch


- Methodentraining für das Kollegium

- Integration der Vorklassenarbeit

- Aufbau einer schriftlichen Aufgabenbeschreibung und –begrenzung

der Sozialpädagogin (der Vorklasse)

- Schriftliche Formulierung von Standards für die Ziele der Klasse 1 und

2 in Mathematik und Deutsch

- Erprobungsphase für gemeinsame Elterngespräche (Soz.päd. und

Lehrer)

- Erprobungsphase für Entwicklungsberichte

- Absprache und Formulierung gemeinsamer Rituale, Regeln und

Ordnungsformen

- Einführung des Klassenrats

- Gegen Schuljahresende: Feststellung des Fortbildungsbedarfs für das

Kollegium, um die Aufgaben der flexiblen Eingangsstufe optimal

erfüllen zu können; Festlegung der Arbeitsschwerpunkte für das

folgende Schuljahr.

b. Im Schuljahr 2007/08:

- Aufnahme der Schulanfänger in jahrgangsgemischte Gruppen

- Reflexion der Arbeit des Schuljahres 2006/07, Modifikation der

Ergebnisse, Weiterentwicklung der Aufgaben.

- Aufbau eines Schülerparlaments

- Aufbau des Materialpools für die Klassen

1.6 Ganztagsschule

Am 17.05.2006 hat die Gesamtkonferenz, am 22.05.006 die Schulkonferenz

und am 23.05.2006 der Schulelternbeirat die schrittweise Einführung der

gebunden Ganztagsschule an der ASS beschlossen.

Modellprojekt

Bildungszentrum Albert Schweitzer Schule

Ganztagsschul- und Freizeitbereich

Antrag 1 :

Die Albert-Schweitzer-Schule beantragt die Aufnahme in das Programm als

Ganztagsschule, als Kooperative Ganztagsschule in teilweise gebundener

Konzeption.

Die Gesamtkonferenz hat am 17.05.2006, der Schulelternbeirat am 23.05.2006,

die Schulkonferenz am 22.05.2006 für die Einführung der Ganztagsschule

gestimmt.

1 Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird dieser Text in männlicher Form geschrieben, die Frauen

sind aber selbstverständlich immer mitgemeint.


Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neu-Isenburg hat am 13.06.2006

die Unterstützung der Ganztagsschulen beschlossen.

Die Albert-Schweitzer-Schule will in Zusammenarbeit und Verzahnung mit der

Jugendhilfe der Stadt Neu-Isenburg und den ortsansässigen Vereinen allen

Kindern zeitlich zuverlässige Betreuungsplätze sowie qualitativ hochwertige

Angebote im Bereich „Bilden, Erziehen und Betreuen“ - der Schule anbieten.

Alle Beteiligten stellen im Rahmen der Stundentafel und möglichst darüber

hinaus gemeinsam ihre Ressourcen für ganzheitliche Lern-, Förder- und

Freizeitangebote zur Verfügung.

Die ASS als Grundschule mit zwei Standorten will den Ausbau der

Ganztagsschule im Haupthaus beginnen. Nach Klärung der

Gebäudesituation soll das Konzept der Ganztagsschule auch auf die

Dependance ausgeweitet werden (momentan wird das Gebäude

übergangsweise vom Abendgymnasium und der Grundschule gemeinsam

genutzt). In der Übergangszeit wird die ASS eine Schule mit einem Halbtags-

und einem Ganztagszweig sein.

Schulstandortbezogene, pädagogische Begründung

Die Albert-Schweitzer-Schule ist eine typische Innenstadtschule. Die letzte

inoffizielle Umfrage ergab einen Anteil von ca. 47,5 % der Kinder mit

mindestens einem Elternteil nicht-deutscher Herkunft. Die Eltern der Kinder

kommen aus 36 nicht-deutschen Nationen.

Durch die Wohnlage ist diese Verteilung im Haupthaus und in der

Dependance unterschiedlich. Die Schüler im Haupthaus wohnen

überwiegend in Mehrfamilienhäusern – viele davon im sozialen

Wohnungsbau. Ein Teil der Kinder lebt in einem am Stadtrand gelegenen

Gebiet mit Sozialwohnungen, in dem viele Familien mit Migrationshintergrund

untergebracht sind. Auch liegt ein Asylbewerberheim im Einzugsgebiet des

Haupthauses. In einem neuen Wohngebiet etablieren sich immer mehr

Einfamilienhäuser und Reihenhäuser, deren Bewohner häufig in

bildungsnahen Zusammenhang leben. Mehr als die Hälfte der Schüler in der

Dependance wohnen in Einfamilienhäusern oder gepflegten / gehobenen

Wohnanlagen mit Eigentumswohnungen, die sich in verkehrsberuhigten

Straßen befinden. Ein kleinerer Teil der Schüler der Dependance lebt in

Hochhäusern oder Wohnblocks mit Sozialwohnungen.

Da schulische Erziehung vor allem im Primarbereich für alle Kinder eine

entscheidende Lernphase darstellt, will sich die ASS gemeinsam mit der Stadt

Neu-Isenburg diesen Anforderungen stellen. Unmittelbar neben dem

Haupthaus ist der Hort Wilhelmsplatz der Stadt Neu-Isenburg, der vornehmlich

von Kindern der ASS besucht wird. Dort gibt es 66 Hortplätze bis 17.30 Uhr und

in der Schule ist der Förderverein der im „Kinderclub“ 40 Kinder bis 14 Uhr

betreut. In beiden Bereichen steigt die Nachfrage stetig. In den letzten Jahren

bestand eine enge Zusammenarbeit mit dem Hort und der Schule, die nun

weiter ausgebaut wird und werden soll.


Für den Aufbau des Bildungszentrums Albert-Schweitzer-Schule mit

Ganztagsschul- und Freizeitbereich werden alle personellen, räumlichen und

sächlichen Ressourcen synergetisch genutzt.

Fachlich begründete Neuerungen leiten sich aus dem Hessischen Bildungs-

und Erziehungsplan ab.

Konzeptaufbau als Prozess

Es wird ein für alle Beteiligten unbekanntes Terrain betreten, das neben vielen

Schätzen auch Gewöhnungsbedürftiges, Stolpersteine und vor allem viele

Fragen beinhaltet.

Der Aufbauprozess der Ganztagsschule im Haupthaus benötigt voraussichtlich

4 Jahre. Begonnen wurde mit zwei ersten Klassen als Ganztagsklassen (GT-

Klassen). Im folgenden Schuljahr sollen zwei weitere erste Klassen als

Ganztagsklassen eingeführt werden. So entstehen nach und nach in jedem

Jahrgang Ganztagsklassen. Dadurch können im ersten Durchgang ca. die

Hälfte aller Grundschulkinder der ASS am neuen Angebot teilhaben.

Die Menge der Kinder, die zukünftig in der Schule essen, spielen und lernen,

stellt neue Herausforderungen an inner- und außerschulischen

Personalressourcen, Fachwissen, Planung und Kooperationstätigkeiten.

Zum Aufbau der Ganztagsschule wird der städtische Hort Wilhelmsplatz und

die Betreuung (Förderverein) „Kinderclub“ Schritt für Schritt (Jahr für Jahr)

umgewandelt und mit der Schule vernetzt. Mit diesem Personal, dem

Fachwissen dieser sozialpädagogischen Kräfte und den Lehrkräften entsteht

an der Ganztagsschule ein Freizeitbereich, der sich mit den Unterrichtszeiten

verzahnt.

Es ist vorgesehen mit Fachkräften weiterer Disziplinen (z.B. Künstler, Schreiner,

…) zusammen zu arbeiten, um den Kindern eine Vielfalt an

Entwicklungsfeldern zu erschließen. (siehe Konzept Schul- und Bildungszentrum

Westend)

All dies wirkt sich aus auf Konzepte der Zusammenarbeit. Diese beinhalten die

neue Klärungen und Reflektionen von Rollen, Abläufen und Aufgaben,

Arbeitsplätzen, Strukturen, Organisationen und Lernkulturen etc. Diese

Neuerungen benötigen Zeit.

Der Tagesrhythmus von ursprünglich schulischer und betreuender (Hort bzw.

Betreuung) Arbeit wird vernetzt und neu strukturiert.

Nach 15.30 Uhr haben die Kinder reine Freizeit. Die „Hausaufgaben“ werden

in individualisierten Übungsphasen im Laufe des rhythmisierten Tages in

„Intensivstunden“ erledigt. Hier konnten und können die Ressourcen des Horts

genutzt werden, die ehemals für die schulische Förderung am Nachmittag

genutzt wurden.

Dies wurde zum Schuljahr 06/07 begonnen und soll weiter ausgebaut werden.

Im Schuljahr 2006/07 sind an zwei Vormittagen sozialpädagogische

Fachkräfte in der

Schule, an drei Nachmittagen haben die Kinder verpflichtenden Unterricht

(von Lehrkräften) bis 15.30 Uhr.


Im Schuljahr 2006/07 wurde für den Aufbau der Ganztagsschule bereits die

Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule und einem Verein, der TSG,

ausgebaut und erweitert. Für die dritten Klassen besteht das (kostenpflichtige)

Angebot, an je einer Streicherklasse in der Dependance bzw. im Haupthaus

teilzunehmen. Alle Kinder können das Angebot der TSG aus dem Bereich

Tanz, rhythmische Sportgymnastik nutzen. Der Antrag der ASS für die

Teilnahme am Kooperationsprojekt der Bertelsmannstiftung mit dem HKM

„Musikalische Grundschule“ wurde anerkannt. Die ASS hat sich auf den Weg

gemacht, Musik und Rhythmus in allen Fächern aufleben zu lassen. Weitere

Kooperationen z.B. mit anderen Vereinen sind im Gespräch bzw. in

Vorbereitung.

Bildungs- und Betreuungsangebot

Angebote der Schule und des Horts / Fördervereins bis zum Schuljahr 2005/06,

die jetzt verbunden werden

Bei der gemeinsamen Untersuchung der vorhandenen Angebote wie Räume

wurde deutlich, dass auf eine große Ressourcen- wie Erfahrungsschatz

zurückgegriffen werden kann, wenn die Bereiche zusammengeführt werden.

Im Hort (gab es und) gibt es für die dort angemeldeten Kinder, folgende

Angebote:

- Experimentierecke

- Ruheraum

- (Toberaum) Bewegungsraum

- Hausaufgabenbetreuung

- Atelier (Malen, Töpfern)

- Holzwerkstatt

- Essen

- Fußballplatz

- Freispielgelände

- Kochen und Backen

- Hortzeitung

Künftig werden diese Angebote auch den Ganztagsklassen zur Verfügung

stehen.

In der Schule (gab und) gibt es für die Kinder, (die nicht in Ganztagsklassen

sind,) folgende Angebote, die entweder durch den Förderverein oder die

Schule organisiert werden

- Hausaufgabenbetreuung durch den Förderverein

- Betreuung bis 14 Uhr durch den Förderverein

- Fußball für Mädchen (finanziert durch die Stadt Neu-Isenburg)

- Sprachförderung (finanziert von der Stadt und aus dem Lehrerstunden)

- Kunst AGs

- Spanisch (Privates Angebot an der Schule)


Ziele

- Englisch für die 1. und 2. Klassen (Privates Angebot an der Schule)

- Fußball AGs

- Knobel AG

- Schulgarten AG

- Musikalische Angebote am Nachmittag durch die Jugendmusikschule

- Musikalische Angebote am Vormittag durch die Jugendmusikschule

(z.B. Streicherklasse)

- Chor

- Flöten AG

- Tanz (in Kooperation mit der TSG Neu-Isenburg)

- Rhythmische Sportgymnastik (in Kooperation mit der TSG Neu-Isenburg)

- Schulzeitung

Diese Ziele sollen am Bildungszentrum Albert-Schweitzer-Schule bis 2016 2

erreicht werden:

Allen Kindern im Haupthaus der ASS wird eine ganzheitliche Bildung und

Erziehung im täglichen Rahmen von 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr angeboten. 3

Alle Kinder der ASS werden ihren Begabungen, Interessen und Schwächen

entsprechend gefördert und gefordert.

Die Ganztagsschule wird zum Lebens-, Spiel- und Lernort von allen Kindern.

Der Schultag wird eng verzahnt mit dem Freizeitbereich. Dieser Bereich

wird aufgebaut und erweitert durch den derzeitigen Hort, die Betreuung

an der ASS und ihrem Träger, dem Förderverein. (vgl. beispielhaften

Stundenplan im Anhang)

Um Kindern breite Entwicklungsfelder zu erschließen, erfolgen

Vernetzungen mit weiteren Personen, Fachdisziplinen und Vereinen.

2 Für das Haupthaus sollen diese Ziele bis 2010 erreicht werden, die Dependance benötigt aus

genannten Gründen einen größeren Zeitrahmen.

3 In der Dependance wird nach Klärung der Gebäudesituation die konkrete Planung des Aufbaus

der Ganztagsschule begonnen werden, hier werden auch Konzepte nach dem Modell der

Pädadogischen Mittagsbetreuung bedacht werden. Hier sind Kooperationen z.B. bezüglich des

Mittagessens mit der angrenzendenden Kindertagesstätte angedacht. Im Laufe des Prozesses

wird sich klären, ob die Dependance als Ganztagsschule mit Pädagogischer Mittagsbetreuung

oder als gebundene Ganztagsschule ausgebaut wird. Dies hängt von der konkreten Bedürfnissen

und den sächlich und räumlichen Gegebenheiten ab, was momentan nicht geklärt werden kann.

Bis zur Klärung der Gebäudesituation und der Doppelbelegung der Räumlichkeiten mit dem

Abendgymnasium können die Nachmittagsangebote für Schüler der Dependance vornehmlich im

Haupthaus stattfinden. Die aufgestellten Ziele gelten selbstverständlich für alle Kinder der ASS.


1.7 Vertretungskonzept (Unterrichtsgarantie Plus)

Die ASS vereinbart folgendes Vorgehen im Falle von Vertretung:

Aufteilen der Klassen:

Wenn keine Vertretungskraft zur Verfügung steht, wird die Klasse im

Vertretungsfall am ersten Tag aufgeteilt. Um zu vermeiden, dass ggf. immer

die gleichen Klassen aufgeteilt werden, wird darauf geachtet, dass die

Aufteilung sich möglichst gleichmäßig auf alle Klassen verteilt. So werden

Klassen, die schon häufiger aufgeteilt worden sind, von einer anderen

Lehrkraft unterrichtet und eine andere Klasse wird aufgeteilt.

2.Vertretungskraft:

Wenn die Vertretungskraft keine pädagogische Ausbildung hat, wird sie jeden

Tag in eine andere Klasse eingeteilt. Das Material erhält sie aus dem

Vertretungsordner und / oder findet es in der Klasse.

Wenn die Vertretungskraft eine pädagogische Ausbildung hat, unterrichtet sie

in der Klasse, in der die Lehrkraft fehlt. Wenn es sich absehbar um eine

längere Abwesenheit (z.B. längere Krankheitsmeldung) handelt, (d.h. um eine

absehbar längere Vertretung) muss die Vertretungskraft an den

vierzehntägigen Kooperationssitzungen des Jahrgangs teilnehmen. Dies wird

auch im mit den potentiellen Vertretungskräften zu schließenden

Rahmenvertrag vereinbart.

Wenn die Vertretungskraft keine pädagogische Ausbildung hat, wird sie nur

zur Betreuung einer Klasse eingesetzt. Sie verteilt Material in der Klasse, gibt

Arbeitsanweisungen und betreut die Kinder beim Arbeiten. Die Kinder

arbeiten selbstständig.

Sollte über mehrere Tage nur eine Betreuungskraft zur Verfügung stehen,

wechselt diese die Klassen. Die Lehrkräfte der betreuten Klassen übernehmen

dann den Vertretungsunterricht für die fehlende Lehrkraft. Die Lehrkräfte und

die Betreuungskraft „rotieren“ (analog des Aufteilungsprinzips).

3. Voraussetzungen:

a. . Die Klassen lernen, selbstständig zu arbeiten. In den Klassen steht

Freiarbeitsmaterial (Karteien, evtl. Arbeitsblätter, Logico, Klammerkarten, LÜK,

… evtl. Werkstätten), was den Kindern bekannt ist und mit dem sie arbeiten

können. Im Unterricht wird selbstständiges Arbeiten geübt.

Die Kinder sind für den Fall der Aufteilung in Gruppen zu ca. 3 Kindern

eingeteilt, sie kennen ihre Gruppenzugehörigkeit (z.B. Gruppe 1), sodass die

Aufteilung schnell erfolgen kann.

Die Parallelklassenlehrkräfte arbeiten eng zusammen und kooperieren

regelmäßig.

Im Lehrerzimmer ist ein Materialpool und Arbeitsmaterial für den

Vertretungsfall vorhanden.

Es gibt einen Pool von Vertretungslehrkräften, denen diese Regelung bekannt

ist und die sich zu ihrer Durchführung verpflichten.


Ansprüche an die Vertretungslehrkräfte:

Auf Wunsch der Klassenführung können Eltern der jeweiligen Klasse

ausgewählt werden, die nach vorheriger Absprache mit der Klassenführung

Vertretung / Betreuung in der jeweiligen Klasse übernehmen. Diese werden in

den Vertretungspool als Vertretungskraft für die bestimmte Klasse

aufgenommen.

In den Vertretungspool der Schule kommen:

StudentInnen eines pädagogischen Faches, LehramtsstudentInnen oder

ErzieherInnen,

ausgebildete LehrerInnen, ausgebildete PädagogInnen oder ErzieherInnen,

PraktikantInnen eines pädagogischen Berufs.

Eltern, Hausfrauen/-männer oder andere nicht-pädagogisch ausgebildete

Menschen werden nur im äußersten Notfall zur Betreuung eingesetzt. Sie

werden in einem „Ersatz-Notfall-Pool“ geführt (Ausnahme 4.1).

Alle Vertretungskräfte erhalten erst nach einem positiv verlaufenem

Auswahlgespräch einen Rahmenvertrag. Die Entscheidung über ihren Einsatz

liegt bei der Schulleitung.

1. 8 SOZIALARBEIT AN DER ALBERT-SCHWEITZER-SCHULE

Die städtische Jugendhilfeeinrichtung „Sozialarbeit an der Albert-Schweitzer-

Schule“ (im folgenden SAS) begann ihre Arbeit an der Schule Anfang des

Jahres 2000.

Hierfür hat die Schule drei Räume zur Verfügung gestellt.

Zwei Diplom-Sozialarbeiterinnen und eine Diplom-Sozialpädagogin

unterstützen besonders die Kinder, die Probleme im sozialen Verhalten haben

und/oder in der Klasse nicht zurecht kommen.

Ihre Aufgabe ist dabei vor allem

zur Integration von Kindern in die soziale Gemeinschaft beizutragen

Kinder in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern

mit den Erziehungsverantwortlichen und den Lehrkräften zu

kooperieren

präventiv tätig zu sein

Hierfür wurden Angebote entwickelt, die sich an Schulklassen, einzelne Kinder,

Eltern und Lehrer/innen richten.

Die Inanspruchnahme der SAS-Angebote ist freiwillig, die abgesprochene

Zusammenarbeit ist jedoch verbindlich.

Gesetzliche Grundlage der SAS-Angebote ist das Kinder- und

Jugendhilfegesetz.


Angebote:

Soziale Gruppenarbeit am Nachmittag

Ziele: Integration in die soziale Gemeinschaft

Stärkung der sozialen Kompetenz

Förderung der individuellen Entwicklung der Kinder in einer

Kleingruppe

Dazu gehören Beratungsgespräche mit Eltern und Kind sowie evtl.

Kooperationsgespräche mit Eltern, Kind und Lehrer/in.

Interaktionsstunden in den Klassen

Ziele: Stärkung der Klassengemeinschaft

Förderung der Persönlichkeit der Kinder

Dazu gehören Kooperationsgespräche mit den Lehrkräften.

Sozialpädagogische Kleinstgruppenarbeit am Vor- oder Nachmittag

Ziele: Integration in die Klassengemeinschaft bzw. in die soziale

Gemeinschaft

Förderung der individuellen Persönlichkeitsentwicklung einzelner

Kinder

Dazu gehören bei Angeboten am Nachmittag die Beratungsgespräche mit

Eltern und Kind sowie evtl. Kooperationsgespräche mit Eltern, Kind und

Lehrkraft. Bei Angeboten am Vormittag finden Kooperationsgespräche mit

der entsprechenden Lehrkraft statt.

Einzelarbeit mit Kind am Vor- oder Nachmittag

Ziele: Identitätsförderung und Selbststärkung für das Kind in einer

vertrauensvollen Beziehung

Vorbereitung auf die „soziale Gruppenarbeit“ oder

„sozialpädagogische Kleinstgruppenarbeit“

Dazu gehören bei Angeboten am Nachmittag die Beratungsgespräche mit

Eltern und Kind sowie evtl. Kooperationsgespräche mit Eltern, Kind und

Lehrkraft. Bei Angeboten am Vormittag finden Kooperationsgespräche mit

der entsprechenden Lehrkraft statt.


Vorstellen in der Vorklasse und in den 1. Klassen an Schuljahresanfang

Ziele: Bekanntmachen der SAS-Mitarbeiterinnen und der SAS-Arbeit

Abbau der Schwellenangst bei Kindern für ein evtl. SAS-Angebot

Hospitationen in den Klassen

Ziele: Gewinnung eines ersten Eindrucks von einzelnen Kindern und der

Klassengemeinschaft

Situationsbeschreibung der sozial auffälligen Kinder

Dazu gehört das Nachgespräch mit den Lehrkräften.

Beratung für Eltern und Familien

(vgl. auch „soz. Gruppenarbeit“, „sozialpäd. Kleinstgruppenarbeit“ und

„Einzelarbeit mit Kind“ bei Angeboten am Nachmittag)

Ziele: Stärkung der Elternverantwortung

Kooperation mit anderen Institutionen

evtl. Weitervermittlung an andere Institutionen

Kooperationsgespräche mit allen Beteiligten

(vgl. auch „soz. Gruppenarbeit“, „sozialpäd. Kleinstgruppenarbeit“ und

„Einzelarbeit mit Kind“ bei Angeboten am Nachmittag)

Ziele: Stärkung der Elternverantwortung

Kooperation mit Lehrer/innen und anderen Institutionen

Kooperationsgespräche mit Lehrer/innen

(vgl. auch „Interaktionsstunden“, „sozialpäd. Kleinstgruppenarbeit“ und

„Einzelarbeit mit Kind“ bei Angeboten am Vormittag)

Ziele: Beratung und Austausch über Problemkinder

Absprache über SAS-Angebote am Vormittag

Beratung für Lehrer/innen

Ziel: beratende Unterstützung im Umgang mit den sozial auffälligen

Kindern und deren Eltern

Fazit

Die SAS wurde Anfang 2000 als eigenständige Jugendhilfeeinrichtung in der

Albert-Schweitzer-Schule installiert. Grundgedanke war, dass beide

Einrichtungen, trotz unterschiedlicher Aufträge und unterschiedlicher

Sichtweisen, mit den gleichen sozial auffälligen Kindern und deren Eltern zu


tun haben. Ziel war und ist dabei eine bessere Vernetzung und Kooperation

zwischen Schule und Jugendhilfe zu ermöglichen.

Im ersten Jahr lag der Arbeitsschwerpunkt vor allem darin, den Aufbau für die

Sozialarbeit an der Schule zu gestalten. Für die Installation der SAS-Angebote

war von Vorteil, den Gesamtbedarf der Schule zu erfassen sowie das

Bekanntmachen der SAS-Mitarbeiterinnen bei Lehrer/innen, Kindern und

Eltern. Die Kontaktaufnahme mit anderen Institutionen und Fachkräften wie

z.B. Jugendamt, Kinderschutzbund, Schulpsychologen, Beratungslehrer/innen,

Kindereinrichtungen, Sozialpädiatrisches Zentrum... erwies sich als hilfreich, um

den Eltern weitere Unterstützungsmöglichkeiten anbieten zu können.

Mit dem ganzheitlichen Ansatz, das gesamte Umfeld der Kinder mit

einzubeziehen, wird eine Vernetzung und Kooperation alle Beteiligten

angestrebt. Die Erfahrungen zeigten, dass dadurch bei vielen Kindern eine

positive Entwicklung erzielt werden konnte.

Einige Eltern, deren Kinder sozial auffällig sind, konnten nur mit intensiver und

zeitaufwändiger Motivationsarbeit erreicht werden. Durch die Bereitschaft der

Eltern zu einer Zusammenarbeit mit der SAS konnten daraufhin diese Kinder

sozialpädagogisch gefördert werden.

Insgesamt wurden die SAS-Angebote von vielen Lehrer/innen unterstützt und

von den betreffenden Eltern und Kindern gut angenommen. Sie bewirkten

zum großen Teil die gewünschten Verhaltensänderungen bei den Kindern.

Auf Grund der positiven Erfahrungen werden die SAS-Angebote wie oben

beschrieben fortgeführt. Dabei soll die Prävention im Vordergrund stehen.

1.9 Förderverein an der Albert-Schweitzer-Schule

- wird gerade überarbeitet -

1.10 BETREUUNG

Die Mittagsbetreuung der Albert-Schweitzer-Schule besteht nunmehr seit

Oktober 1997 und bietet eine verlässliche Betreuung der Schüler/Innen nach

dem Unterricht bis 14:00 Uhr.

Die Mittagsbetreuung hat sich als sinnvolle und notwendige Einrichtung

etabliert und ist für berufstätige Eltern eine große Hilfe.

Kinderclub und Mittagsmonster

Die Mittagsbetreuung im Haupthaus (Kinderclub) befindet sich im Haus 5 und

beherbergt eine Gruppe von 30 Kindern. Auch in der Dependance ist eine

Gruppe mit ebenfalls 30 Kindern (Mittagsmonster) in den Räumlichkeiten des

dortigen Pavillons installiert.


Unter der Prämisse – soviel Individualität wie möglich, soviel Regeln wie nötig –

können die Kinder die Zeit bis zum Nachhausegehen in der Regel nach ihren

eigenen Wünschen gestalten. Die Bedürfnisse der Kinder sind verschieden und

so gestalten sie auch ihre Zeit in der Mittagsbetreuung sehr unterschiedlich.

Daher wird die Möglichkeit zum gemeinsamen Spielen und Basteln

angeboten. In den eingerichteten Spielnischen wie Puppenecke, Toberaum,

Bauecke und auf dem Außengelände haben die Kinder die Möglichkeit, sich

in Gruppen zusammenzufinden und gemeinsam zu spielen bzw. sich

auszutoben. Daraus ergeben sich oftmals Rollenspiele, die sich über mehrere

Tage hinziehen. In der Essecke finden sich die Kinder eigenständig zum

gemeinsamen Frühstück zusammen, und häufig ergeben sich dabei

interessante Gespräche und Diskussionen. Es steht den Kindern aber auch frei,

sich zurückzuziehen, auszuruhen, zu lesen oder zu malen.

Ab 13:00 Uhr können die Kinder ihre Hausaufgaben erledigen. Eine Betreuerin

beaufsichtigt diese Gruppe und hilft bei den Aufgaben.

Obwohl Kinder der ersten bis vierten Klasse die Mittagsbetreuung besuchen,

ist ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden. Feste Rituale wie Stuhlkreis,

Geburtstage feiern, Faschingsfeste usw. werden von allen Kindern – gleich

welchen Alters – gerne wahrgenommen und sind mit ein Grund dafür, dass

sich die Kinder als Teil der Gruppe fühlen.

Die Schüler/innen, die auf Grund des neuen Stundenplans zusätzlich in die

Betreuung kommen, haben das Spiel- und Bastelangebot begeistert

angenommen. Aber auch innerhalb dieser Schülergruppen sind die Vorlieben

unterschiedlich. Daher ist es sinnvoll, für große Gruppen zwei Betreuerinnen

einzuplanen, um die immer wiederkehrende Frage „Basteln oder Fußball

spielen“ für alle Kinder zufrieden stellend zu beantworten.

1.11 Hausaufgabenbetreuung

Seit Herbst 1995 wird eine Hausaufgabenbetreuung an der Albert-Schweitzer-

Schule angeboten. Sie findet an vier Nachmittagen in je zwei Gruppen statt.

Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben

unter pädagogischer Aufsicht, Hilfe und Kontrolle anzufertigen, sodass

dadurch die Mitarbeit in der Schule erfolgreich gesteigert werden kann und

sich auch Erfolgserlebnisse einstellen. Gerade in der heutigen Zeit müssen

Kinder manchmal ohne Zuwendung der Familienmitglieder auskommen. In

der Betreuungszeit haben die Kinder eine feste Anlaufstelle und eine

Bezugsperson, an die sie sich mit ihren Fragen und Problemen werden

können. Neben dem Schwerpunkt „Hausaufgaben“ verbleibt auch noch Zeit

zum Spielen und Basteln. Dadurch bilden sich neue Kontakte und

Freundschaften unter den Kindern. Die Kinder kommen gerne und zahlreich

zur Hausaufgabenbetreuung, was zeigt, dass der Aufwand sich auf jeden Fall

lohnt.


Perspektiven

Schaffung weiterer Hausaufgabenplätze, da eine lange Warteliste existiert

Erweiterung der Hausaufgabenzeit um eine Spiel- und Bastelstunde

Eine Mittagsbetreuung für Kinder, die nach Schulschluss bzw. dem Ende

des Kinderclubs/Mittagsmonster bis zum Beginn der

Hausaufgabenbetreuung sich selbst überlassen sind

Ein Bistro oder eine Schulhofbetreuung wären geeignete Möglichkeiten,

über die mit dem Förderverein beraten werden sollen

1.12 Zusammenarbeit mit dem Schulelternbeirat (SEB)

wird momentan überarbeitet

1.13 Schulkonferenz

wird momentan überarbeitet

1.14 Zusammenarbeit mit der Stadt Neu-Isenburg

wird momentan überarbeitet

1.15 Zusammenarbeit mit den Kirchen

Seit Jahren werden ökumenische Gottesdienste (Schulgottesdienst,

Verabschiedung der 4. Klassen, Einschulungsgottesdienst) von den

Kirchengemeinden Neu-Isenburgs angeboten. Dazu kommen noch die

gemeinsamen Laternenumzüge mit der St. Josef-Gemeinde bzw. mit der

Heilig-Kreuz-Gemeinde im Buchenbusch.

Außerdem stellt die evangelische Buchenbuschgemeinde ihre

Gruppenräume während unserer Projektwochen großzügig zur Verfügung.

1.16 Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule

Klassenmusizieren, Unterrichtsspaß mit System

der Albert-Schweitzer-Schule, Neu-Isenburg

Klassenmusizieren ist eine Lernmethode, die den gesamten Unterricht in der

Schule lebendig und interessant gestaltet. Sie geht zurück auf Paul Rolland,

der in seiner langjährigen Tätigkeit als Professor für Violine und Violindidaktik

an der Universität Illinois seit 1966 diese Unterrichtsmethode anwendet und


dies in einem umfangreichen pädagogischen Werk vorgelegt hat. Dabei

stehen die Freude am Musizieren, das Musikerleben in der Gemeinschaft und

die Stärkung des Selbstwertgefühls im Mittelpunkt der musikalischen

Förderung.

Übertragen bedeutet das für uns, der Rahmenlehrplan Musik wird ganz nah

an der Musikpraxis nicht nur erarbeitet, sondern erlebt und darüber hinaus

fördert die Lehrmethode des Klassenmusizierens neben dem gemeinsamen

musikalischen Erfolgserlebnis auch das Sozialverhalten. Die Schüler üben nicht

nur Töne, sondern im gemeinsamen Musizieren auch Rücksicht und

Verantwortung. Die Motivation und Konzentration jedes Einzelnen wird durch

das Klassenmusizieren gesteigert und somit leistet das aktive Musizieren einen

guten Beitrag zur Persönlichkeits-entwicklung der Kinder.

Musik im Schulalltag

• Die Streicherklasse ist eingebunden in den Schulalltag und findet als AG im

Anschluss an die Schule statt, so dass „Mamis Taxi“ am Nachmittag einmal

in der Garage bleiben kann.

• Die Musiklehrer, die nach der Methode „Klassenmusizieren“ unterrichten,

sind ausgebildete Instrumentalpädagogen mit langjähriger

Unterrichtspraxis im Einzel- und Gruppenunterricht an der

Jugendmusikschule und wurden in Fortbildungskursen für die speziellen

Anforderungen der Streicherklassen geschult und haben bereits einige

Erfahrung auf diesem Gebiet, sowohl in der Grundschule als auch in

weiterführenden Schulen.

• Auch Schüler, die bereits ein Tasten-, Schlag- oder Blasinstrument spielen,

sind angesprochen. Das Streichinstrument kann die bereits vorhandenen

Kenntnisse in idealer Weise ergänzen.

An der Albert-Schweitzer-Schule gewinnt die musikalische Ausbildung einen

immer größeren Stellenwert. So sind wir inzwischen auch Teilnehmer des

Projekts „Musikalische Grundschule“. In Zusammenarbeit mit der Musikschule

und der Stadt Neu-Isenburg wird außerdem ein Chor für den gesamten ersten

Jahrgang, für die dritten und vierten Jahrgänge wird sowohl eine Chor- als

auch eine Flöten-AG von einer Musikkollegin angeboten. Diese AGs erfreuen

sich großer Beliebtheit.

Insgesamt ist es unser Wunsch und Ziel, Musik – neben dem Musikunterricht -

als „Unterrichtsprinzip“ in die Schule, in alle Fächer und Stunden einzuweben.

Musik ist Teil der Bildung – Bildung verstanden als Kompetenzerwerb zum

selbstständigen, toleranten Bürger.

Musik fördert das mathematische Denken, die Konzentrations- und die

Merkfähigkeit (Gesungenes merken viele sich leichter als Gesprochenes),

aber es fördert auch die Freude, das Zusammengehörigkeitsgefühl, das

Sprachvermögen und mindert letztlich das Gewaltpotential. Durch Musik wird

der Umgang mit Emotionen erlebt und geschult, die Köpererfahrung und


Köpersprache entwickelt. Sie kann für jeden Einzelnen zu einem qualitativ

höheren Lebensgenuss, zu einem ausgeglichen Wohlbefinden und so zur

Gesundheitserziehung beitragen.

Unser Ziel ist es, dass alle Kinder während ihrer Grundschulzeit mit vielen

verschiedenen Musikinstrumenten in Berührung kommen, dass alle Kinder

während ihrer Grundschulzeit, Instrumente gespielt haben, sie

Rhythmuserfahrung und Rhythmusgefühl entwickeln können, möglichst früh

mit klassischer Musik in Berührung kommen, diese erleben und kennen lernen

können und ihnen außerdem ein großes Repertoire an Liedern geläufig ist.

Musik als Prinzip im Schulalltag, jeden Tag mindestens einen musikalischen

Anfang und ein musikalisches Ende für alle Kinder ist unsere wegweisende

Idee.

1.17 Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen

wird momentan überarbeitet

1.18 Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen

Eine häufige Nutzung der Angebote von

Stadtbücherei

Stadtgärtnerei

Polizei

Feuerwehr

Stadtwerke / Wasserwerk

Schwimmbad / Sportpark

Heimatmuseum

Rathaus / Bürgermeister

ist in allen Klassen fester Bestandteil der Unterrichtsorganisation.

Ebenso besteht einen feste Verbindung zu Handel, Banken, Gewerbe und

Sponsoren, die bei einigen Veranstaltungen wie z.B. Schulfest oder

Lesewettbewerb mitwirken.

1.19 Zusammenarbeit mit Kitas

Übergang vom Kindergarten in die Grundschule

- hier wird momentan mit den Kitas ein neues Konzept erarbeitet -


1.20 Grundsätze der Klassenzusammensetzung

Die neuen Erstklässler werden nach folgenden Kriterien zu Klassen

zusammengesetzt:

Kindergarten

Konfession

Wohngebiet

Deutsche Sprachkenntnisse

Geschlecht

Verhaltensauffällige Kinder

Betreuungskinder

Vorklassenkinder

Wünsche der Eltern

Bei Eingliederung von Schüler/innen durch Zuzug werden nicht nur die

Schülerzahlen, sondern auch folgende Kriterien berücksichtigt:

Verhältnis Jungen/Mädchen

Verhalten

Leistung

Herkunftsland

Dies wird mit den jeweiligen Klassenlehrer/innen abgesprochen


1.21 Grundsätze der Unterrichtsverteilung

Bewegungsstunden

möglichst während

des Unterrichtstages,

nicht als Randstunde

LRS-Kurse

Eine

Förderstunde

pro Klasse

Hauptsächlich

Klassenlehrerunterricht in

den Klassen 1 und 2

Schwerpunkte

Sport, Musik, Religion und

Kunst in den Klassen 3 und 4

möglichst durch Fachlehrer

abdecken, falls die personellen

Voraussetzungen gegeben sind

Berücksichtigung

von

Jahrgangsteams

Englischunterricht

AG-Stunden

DaF-Unterricht


1.22 Grundsätze der Hausaufgaben

wird momentan erarbeitet

1.23 Grundsätze der Benotung

Deutsch

Mathematik

Sachunterricht

Bewertung von Diktaten

Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4

- bis zu 4

Klassenarbeiten

im

Schuljahr

- Diktate zwischen

15 und 60

Wörtern

- max.4

Klassenarbeiten

im Schuljahr

Das Hess.

Schulgesetz gibt

keine Anzahl vor, es

ist jedoch sinnvoll,

Lernzielkontrollen

(LZK) vorzunehmen.

0 - 0,5 Fehler fi Note:1

1- 3,5 Fehler fi Note:2

4 – 7,5 Fehler fi Note:3

8 - 12 Fehler fi Note:4

12,5 - 16 Fehler fi Note:5

16,5 und mehr Fehler fi Note:6

- max. 6

Klassenarbeiten

im Schuljahr

- 3 LZK im

Schuljahr

- Diktate zwischen

80 und 100

Wörtern

- 1 – 2

Klassenaufsätze

- max. 6

Klassenarbeiten

im Schuljahr

- 3 LZK im Schuljahr

- max. 3 LZK im

Schuljahr

- max. 6

Klassenarbeiten im

Schuljahr

- 3 LZK im Schuljahr

- Diktate zwischen

100 und 140

Wörtern

- 1 – 2

Klassenaufsätze

- Grammatikar

beiten

- max. 6

Klassenarbeiten im

Schuljahr

- 3 LZK im Schuljahr

- max. 3 LZK im

Schuljahr

Bewertung bei Klassenarbeiten und

LZK nach prozentualer Gewichtung

ab 98% → Note:1

ab 85% → Note:2

ab 65% fi Note:3

ab 50% fi Note:4

ab 25% fi Note:5

unter 24% fi Note:6


Die Bewertung erfolgt je nach Klassensituation, Länge und Schwierigkeitsgrad

der Arbeiten. In begründeten Fällen kann von der Bewertung abgewichen

werden.

1.24 Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen

- Die Weiterentwicklung wird gerade dokumentiert – dieser Teil des

Schulprogramms ist nicht auf dem neuesten Stand -

Die meisten Kinder besuchen nach der Klasse 4 die Förderstufe der Brüder-

Grimm-Schule in Neu-Isenburg, die als additive Gesamtschule bis zur mittleren

Reife führt.

Das Goethe-Gymnasium, ebenfalls in Neu-Isenburg ansässig, nimmt

empfohlene Kinder auf, falls noch Kapazitäten frei sind auch Kinder, die von

der Eignungskonferenz unserer Schule nicht empfohlen sind.

Ferner ist ein Trend zur Heinrich-Heine-Schule in Sprendlingen zu verzeichnen,

die den Status einer Europaschule innehat.

Übergangsmodalitäten

Koordinationstreffen

Im jährlichen Turnus treffen sich Vertreter aller Neu-Isenburger Grundschulen

mit Vertretern der weiterführenden Schulen, um gemeinsam einen

Minimalplan in den kognitiven Fächern zu erstellen. Auf dieser Basis kann die

weiterführende Schule dann aufbauen und weiß, wo unsere Kinder abzuholen

sind.

Informationsaustausch

Die Grundschullehrkräfte der ehemaligen 4. Klassen treffen

sich im November/Dezember mit den Lehrkräften der 5.

Klassen zu einem Erfahrungsaustausch.

Schulbesuch

Die 4. Klassen besuchen vor Weihnachten eine

„Schnupperstunde“ im 5. Jahrgang der weiterführenden

Schulen und haben dann Gelegenheit zu einem

Gedankenaustausch.

Tag der offenen Tür

An diesem Tag haben Eltern, Schüler und Lehrer/innen die

Gelegenheit, die zukünftige Schule näher kennenzulernen.

Informationsabend

Die Eltern der 4. Klassen werden auf einem Informationsabend durch die

Schulleitungen der weiterführenden Schulen über die Bildungschancen

ihrer Kinder an der jeweiligen Schule umfassend in Kenntnis gesetzt.


Beratungsgespräche

In Einzelgesprächen berät die Klassenlehrkraft der 4. Klasse die Eltern

über die Wahl des Bildungsganges ihres Kindes.

Eignungskonferenz

In einer Eignungskonferenz beraten die im 4. Jahrgang

unterrichtenden Lehrkräfte über die Eignung der Kinder für die von

den Eltern gewünschte Bildungseinrichtung.

Perspektiven

Wir wünschen uns:

Besuche der zukünftigen Klassenlehrkräfte der weiterführenden Schulen

in den 4. Klassen

Intensiven Meinungsaustausch zwischen den betreffenden Lehrkräften

in mündlicher oder schriftlicher Form

Teilnahme der weiterführenden Schulen zur Einstufungskonferenz nach

den Weihnachtsferien

1.27 Zusammenarbeit mit den anderen Schulen Neu-Isenburgs

Der SEB vertritt im Einvernehmen mit der Schulleitung die Meinung, dass es bei

den komplexen Aufgaben, die eine Schule heute zu leisten hat, wichtig ist,

den Dialog mit den anderen Grundschulen unserer Stadt zu suchen und zu

fördern.

Dieser Erfahrungsaustausch kann für alle Beteiligten nur Vorteile bieten.

Gerade im Hinblick auf die weiterführenden Schulen wären ein einheitliches

Bildungsniveau und ähnliche Schulerfahrungen aller Neu-Isenburger

Grundschulen von Nutzen.

- Dieser Abschnitt wird gerade überarbeitet und der Gegenwart

angepasst -

2. Fachübergreifende Konzepte

2.1 Fächerübergreifende Aufgabengebiete

Die fächerübergreifenden Aufgabengebiete sind nicht als zusätzliche

Unterrichtsfächer, sondern als besondere Bildungs- und Erziehungsaufgaben

zu erachten, die sich in die Themenbereiche Umwelt-, Gesundheits-, Sexual-,

Friedens-, Rechts- und Verkehrserziehung aufteilen lassen. Ihre Ziele und

Inhalte sind sehr verschieden, sodass unterschiedliche Konzepte erforderlich

sind, welche sich mehrperspektivisch, fächerüberschreitend und

fächerverbindend mit den regulären Lernbereichen der Grundschule


verzahnen. Übergreifende Vorhaben und Projekte unter Einbeziehung der

Eltern und außerschulischer Institutionen stellen hierbei die Ziele der

fächerübergreifenden Aufgabengebiete in einen größeren Zusammenhang.

2.2 Fördermaßnahmen im Schulalltag

Die Albert-Schweitzer-Schule legt einen ihrer pädagogischen Schwerpunkte

auf Grund ihrer Schulsituation (Innenstadtschule, hoher Ausländeranteil usw.)

auf die Schaffung von Hilfsangeboten und Unterstützungsmaßnahmen.

Mindestens eine Förderunterrichtsstunde pro Klasse

Einrichtung eines Kurses für leserechtschreibschwache Kinder (LRS-

Kurs)

Klassen- und jahrgangsübergreifendes Ausländersonderprogramm

(ASOP-Kurs)

Binnendifferenzierung in den Hauptfächern

Interaktionsstunden durch die Mitarbeiterinnen der „Sozialarbeit an

der Albert-Schweitzer-Schule“ (SAS)

Einrichtung von Computer-Ecken mit geeigneter Software in den

einzelnen Klassen

Ambulanter Sprachheilunterricht durch Kollegen/innen der Fröbel-

Schule

Sportlich, künstlerisch und musisch orientierte

Arbeitsgemeinschaften (AG’s)

Hausaufgabenbetreuung an vier Nachmittagen in der Schule

Vorklasse

Darüber hinaus bietet die Albert-Schweitzer-Schule „Muttersprachlichen

Unterricht“ an. Wir sind Stammschule für den Unterricht in türkischer Sprache

und haben Nachmittagsangebote in italienischer uns serbischer Sprache in

unserem Haupthaus.

2.3 Rituale im Laufe eines Schuljahrs

Zur Stärkung der sozialen Kompetenz und des „Wir-Gefühls“ finden im Laufe

eines Schuljahres zahlreiche fest verankerte Veranstaltungen statt.

Feste und Feiern sind für unsere Schüler, deren Eltern und uns Lehrer/innen

besondere Höhepunkte im Schuljahr. Das Zusammengehörigkeitsgefühl aller

und die Schulgemeinschaft werden durch gemeinsame Aktivitäten gestärkt,

So fühlen wir uns in der Schule miteinander verbunden und gut aufgehoben.


2.4 Musikalische Grundschule

Im Schuljahr 2006/07 ist die ASS in das Projekt Musikalische Grundschule

aufgenommen. Im Laufe dieses Schuljahres wird ein Konzept erarbeitet

werden.

Das Bewerbungsschreiben gibt einen Einblick in das Vorhaben:

Bewerbung für das Projekt „Musikalische Grundschule“

Hiermit beantragen wir die Teilnahme an dem Projekt „Musikalische

Grundschule“.

Die Gesamtkonferenz hat am 01.03.2006 die gemeinsame Entwicklung und

Umsetzung eines schuleigenen Konzepts „Musikalische Grundschule“

einstimmig befürwortet.

Für die Übernahme der Aufgaben der Musikkoordinatorin hat sich Frau Perdita

Beck bereit erklärt. Sie wurde auch vom Kollegium beauftragt, an den

Fortbildungen teilzunehmen und die Erarbeitung des Konzepts Musikalische

Grundschule an der Schule federführend zu entwickeln. Ihr Lebenslauf und

eine Beschreibung ihrer bisherigen Aktivitäten liegt diesem Antrag bei.

Die Schulleitung begrüßt und unterstützt die Entwicklung eines Konzepts

Musikalische Grundschule, sie stellt Frau Beck zu den Fortbildungen frei,

arbeitet an der Konzeptentwicklung aktiv mit, unterstützt die Organisation und

Durchführung des Vorhabens.

Begründung des Teilnahmewunsches:

In allen Klassen wird qualifizierter Musikunterricht erteilt, der ausgebaut und

entwickelt werden soll. Außerdem soll Musik auch im „Nicht-Musik-Unterricht“

eine deutlich größere Rolle spielen.

Die Das gesamte Kollegium hat an einer mehrtägigen Fortbildung „fachfremd

Musik unterrichten“ teilgenommen, zwei Kolleginnen absolvieren gerade die

Zusatzausbildung Musik, zwei weitere haben die Fakultas Musik.

An der ASS gewinnt die musikalische Ausbildung einen immer größeren

Stellenwert. In Zusammenarbeit mit der Musikschule wird bereits jetzt ein Chor

für den ersten und zweiten Jahrgang angeboten. Für den dritten und vierten

Jahrgang wird sowohl ein Chor als auch eine Flöten AG von einer

Musikkollegin angeboten. Diese AGs erfreuen sich großer Beliebtheit.

Ab dem Schuljahr 2006/07 soll – in Zusammenarbeit mit der Musikschule - in

den dritten Jahrgängen eine Streicherklasse eingerichtet und eine

Bläsergruppe angeboten werden. Außerdem bemühen wir uns gerade (auch

zum Schuljahr 06/07, auch in Zusammenarbeit mit der Musikschule), für die

Jahrgänge eins und zwei klassenübergreifend einen Chor einzurichten. Noch

ist die Finanzierung nicht ganz geklärt. Aber es sieht so aus, als könnten wir

mindestens in einem Jahrgang einen Chor je Schulhaus einrichten.


Insgesamt ist es unser Wunsch und Ziel, Musik – neben dem Musikunterricht -

als „Unterrichtsprinzip“ in die Schule, in alle Fächer und Stunden einzuweben.

Musik ist Teil der Bildung – Bildung auch verstanden als Kompetenzerwerb zum

selbständigen, toleranten Bürger.

Musik fördert das mathematische Denken und die Konzentrations- und die

Merkfähigkeit (Gesungenes merken viele sich leichter als Gesprochenes),

aber es fördert auch die Freude, das Zusammengehörigkeitsgefühl, das

Sprachvermögen und mindert letztlich das Gewaltpotential. Durch Musik wird

der Umgang mit Emotionen erlebt und geschult, die Köpererfahrung und

Köpersprache entwickelt. Sie kann für jeden Einzelnen zu einem qualitativ

höheren Lebensgenuss, zu einem ausgeglichen Wohlbefinden und so zur

Gesundheitserziehung beitragen.

Unser Ziel ist es, dass alle Kinder während ihrer Grundschulzeit mit den

verschiedensten Musikinstrumenten in Berührung kommen, dass sie während

dieser Zeit, den Körper Instrument erleben (schnipsen, trampeln,..),

Instrumente spielen und ausprobieren, sie Rhythmuserfahrung und

Rhythmusgefühl entwickeln können, möglichst früh mit klassischer Musik in

Berührung kommen, diese erleben und kennen lernen können und ihnen

dadurch auch ein großes Repertoire an Liedern geläufig wird und ist.

Musik als Prinzip im Schulalltag, jeden Tag mindestens einen musikalischen

Anfang und ein musikalisches Ende für alle Kinder ist unsere wegweisende

Idee.

In den ersten beiden Jahrgängen wird der Schwerpunkt vor allem auf der

Rhythmusausbildung und der Ausbildung mit Orff-Instrumenten liegen. In den

dritten und vierten Jahrgängen werden zusätzlich die klassische Musik und die

Streich- und Blasinstrumente mehr Bedeutung erhalten.

Die Einrichtung einer Bläserklasse scheitert im Moment noch an dem höheren

finanziellen Aufwand neben den Streichinstrumenten. Aber auch die

Einrichtung einer Bläserklasse – als Erweiterung der Bläsergruppe ist

angedacht.

Wir bewerben uns bei dem Projekt Musikalische Grundschule, weil wir uns für

unser Konzept der Musik-Grundschule durch die Fortbildungen professionelle

Unterstützung und Anregungen erhoffen. Das ganze Kollegium will Musik als

ein Unterrichtsprinzip einsetzen können. Durch das Projekt könnten wir unsere

Aktivitäten und Ziele möglicherweise schneller und weit mehr ausbauen, als es

ohne wissenschaftliche Unterstützung durch das Projekt möglich ist.

Die Idee des Konzepts

Ziel ist es, die ASS zu einer Musik-Grundschule zu entwickeln.

und 2. Klasse:

Jedes Kind pflegt selbstverständlichen Umgang mit den Orff-Instrumenten,

jedes Kind verfügt über ein großes Repertoire an Liedgut, kennt seinen Körper

auch als Instrument.


Die Rhythmikausbildung wird in allen Fächern beachtet, in allen Fächern wird

gesungen, in allen Fächern wird möglichst viel Theater gespielt, was auch

musikalisch begleitet wird. Auch klassische Musikstücke werden so den

Kindern schon früh näher gebracht. Kinder sollen von Schulanfang an aktiv in

den Erlebnisprozess Musik eingebunden werden und die Aussage und Struktur

von Musik erfahren. Die Verbindung von Musik mit Farben und Formen wird

eine große Rolle spielen. Musik verknüpft die musischen ästhetischen Fächer

und nimmt auch Einzug in andere Fächer.

In den auszubauenden Nachmittagsangeboten werden viele AGs

angeboten, die ein musisch- künstlerisches Thema beinhalten.

Großen Raum nimmt die in diesen beiden Schuljahren die Hörschulung ein.

Dabei werden auch die verschiedenen Klänge, die in der Umgebung und /

oder der Natur zu hören oder herzustellen sind, beachtet (z.B. Wie klingt ein

dicker / ein dünner Baum?, wie klingt ein volles/leeres Glas, auf dem man mit

dem Finger reibt?,….)

Es sollen klassenübergreifende Chorgruppen für alle Kinder eingerichtet

werden. Wegen der Vielzahl der Kinder und der zwei Schulstandorte sollten es

vier Chorgruppen werden (mit je ca. 60 Kindern).

und 4. Klasse:

Jedes Kind hat die Möglichkeit, ein Instrument zu spielen.

Die Orff-Instrumente Ausbildung, die Rhythmikschulung die Kenntnis und der

Umgang mit klassischer Musik wird weiter ausgebaut.

Es wird Streicherklassen und Bläsergruppen geben, die möglichst zu einer

Bläserklasse ausgeweitet werden sollen.

Die Kinder haben in AGs die Möglichkeit, am Chor teilzunehmen. Nach dem

„Pflichtchor“ der ersten Schuljahre, erhoffen wir uns regen Zulauf.

In allen Klassen wird die Zusammenarbeit mit der Musikschule ausgebaut

werden.

In allen Fächern werden Projekte durchgeführt und „kleine musikalische

Alltäglichkeiten“ eingebaut.

Freude zur Musik soll die Freude zum Lernen stärken und unterstützen.

Ziel der Entwicklung soll sein, dass das ganze Kollegium Musik in allen Fächern

als ein Unterrichtsprinzip einsetzen und erleben kann. Die Fortbildung soll uns

auf diesem Weg unterstützen.

Die konkrete Entwicklung und Dokumentation des Konzepts ist für die

nächsten zwei Jahre geplant. Wir erhoffen uns durch die Teilnahme an dem

Projekt „Musikalische Grundschule“ weitere Unterstützung auf dem Weg der

Ausformulierung des Konzepts.

2.5 Soziales Lernen

Die Albert-Schweitzer-Schule arbeitet an einem Konzept zum Bereich „Soziales

Lernen“. In vielen Sitzungen (Plan .s Anlage) arbeitet die Gruppe Soziales

Lernen an der Fortbildung des Kollegiums, an der Vorbereitung von

beschlussfähigen Vorlagen und an der Weiterentwicklung des Konzepts. Im


Schuljahr 2005/06 veranstaltete die Schule eine Projektwoche „Soziales

Lernen“, die ein großer Erfolg wurde. Hier sollte vor allem die Stopp-Regel

eingeübt werden. Erklärtes Ziel war (und ist ) es, die Kinder selbstsicherer

werden zu lassen und ihnen Wege zu zeigen, Eigenverantwortung zu

übernehmen und auch Streit selbstständig zu schlichten. In einem

Streitschlichtungsgespräch erhalten die Kinder bei Bedarf die erforderliche

Unterstützung durch die Lehrkräfte.

Grundlage aller Regeln ist die Erarbeitung und Aufstellung der Regeln des

respektvollen Zusammenlebens in der Klasse. Diese sollen in jedem

Klassenzimmer gut sichtbar sein.

Das Kollegium hat die Stopp-Regel als Teil der Streitschlichtung, Formen der

Wiedergutmachung, Vorgehen bei Streitereien in der Pause beschlossen:

Die Handlungsmaxime der Stopp-Regel

„Wenn es mir zuviel wird, sage ich STOPP.“

Als Orientierung erarbeitet jede Klasse mögliche Formen der

Wiedergutmachung, die ebenfalls sichtbar in jedem Klassenzimmer hängen. .

.

Im Streitschlichtungsgespräch sind als Unterstützung der Konfliktlösung der

Kinder sind foglende Fragestellungen hilfreich:

Was ist aus deiner Sicht passiert?

Was hat dich verletzt oder aufgeregt?

Was wünschst du dir vom anderen?

Was bist du bereit zu tun, um den Streit zu beenden?

Für Streitigkeiten im Hof hat sich das Kollegium am 13.09.2006 auf folgende

Vorgehensweise geeinigt:

Alle Streitigkeiten möglichst während der Pause im Gespräch klären. Es ist

wichtig, die Kinder zu hören und sie an die Anwendung der Stopp-Regel zu

erinnern. Sollten sie die Stopp-Regel noch nicht eingesetzt haben, sollte die

aufsichtsführende Lehrkraft die Kinder unterstützen, die Stopp-Regel

anzuwenden, den Streit erst einmal allein zu lösen. Wenn die Kinder den Streit

nicht allein lösen, muss jedes Kind Zeit bekommen, seine Wahrnehmung des

Konflikts zu erklären, um gemeinsam einen Lösungsweg zu finden.

Sollte es mehrere Streitigkeiten auf einmal geben, dann muss die

aufsichtsführende Lehrkraft einer Gruppe erklären, warum sie warten muss

und dann später mit dieser Gruppe ihr Problem besprechen. Nur im

Ausnahmefall soll der Konflikt in den Unterricht („zum/r KlassenlehrerIn“)

eingebracht werden.

Die Information über die Wiedergutmachungsvereinbarung bekommt die

Klassenleitung mit einem Post-It Zettel an ihr Fach geheftet. Sie soll das Kind

dann nur erinnern, „Hast du deine Wiedergutmachung erledigt?“


Sollten mehrere Streitigkeiten gegen Pausenende geschehen, nimmt die

aufsichtsführende Lehrkraft die Streitenden mit vor ihr Klassenzimmer und hilft

bei der Streitschlichtung.

Dieses Verfahren soll bis zum nächsten Halbjahr (Ende Schuljahr 2006/07)

erprobt werden.

Streitschlichtung und Wiedergutmachung

Überlegungen zum Ablauf / Vorgehen

a. Regeln aufstellen (die das respektvolle Zusammenleben betreffen)

b. Stopp – Regel

c. Streitschlichtungsgespräch LehrerIn mit den betroffenen Kindern

(Reflexion, Dialog, Einsicht der Kinder gewinnen)

d. LehrerIn ist „Schlichter“ (= VermittlerIn)

e. Ergebnis: Wiedergutmachung (Kinder sind aktiv beteiligt, Bereitschaft zur

Versöhnung und Verhaltensänderung wird ermöglicht)

Einüben der Stopp-Regel

1. Stufe: Stopp-Signal setzen: „Stopp, hör auf mich zu ...(hauen)“

2. Stufe: eine Entschuldigung verlangen: „Wenn du nicht sofort

aufhörst und dich entschuldigst, gehe ich zur Lehrerin.“

3. Stufe: einen Erwachsenen um Hilfe bitten: LehrerIn klärt Konflikt

mit beiden Kindern durch Streitschlichtung / Wiedergutmachung

Plan für das Schuljahr 2006/07

Formen der Streitschlichtung werden weiter erarbeitet.

Die Stopp-Regel ist seit Mai 2006 v0on der Gesamtkonferenz beschlossener Teil

des Schulprogramms. Im Schuljahr 2006/07 wird der Umgang mit ihr reflektiert

werden. Mit den Eltern wird dies im ersten Halbjahr auf den SEB Sitzungen und

in der Schuko erläutert, besprochen und abgestimmt.

Formen der Wiedergutmachung als Teil der Streitschlichtung wurden

besprochen. Sie werden in den Klassen besprochen, aufgehängt und ihr

Umgang wird erprobt.

Vorgehensweise für den Umgang mit Streitereien im Schulhof wurden im

September aufgestellt. Diese werden im 2. Halbjahr überprüft und

gegebenenfalls modifiziert.


Im Schuljahr 2006/07 werden mögliche Formen der schulweiten Einführung

eines Klassenrats besprochen und erarbeitet werden. Hierfür soll es bis zum

Ende des Schuljahres eine Fortbildung im Kollegium geben.

Die Schulordnung und die Vereinbarungen der Schule muss überarbeitet

werden. Es soll ein einheitliches Konzept für beide Schulhäuser entstehen, in

denen die gemeinsam beschlossenen Punkte der Streitschlichtung mit

aufgenommen werden.

Im Schuljahr 2007/08 wird an einem Curriculum Soziales Lernen für die Schule

gearbeitet werden.

2.6 Erziehungshilfekonzept

- dieses Konzept wird gerade erarbeitet und wird ca. bis Weihnachten 2006 der

Gesamtkonferenz zur Abstimmung vorgelegt -

2.7 Gesunde Schule

- Hier werden momentan die verschiedenen Bereiche der Schule

zusammengetragen und verschriftlicht, um sie voraussichtlich im 2. Halbjahr 2006/07

der Gesamtkonferenz zur Abstimmung zu geben.

2.8 IT – MEDIENPÄDAGOGISCHES KONZEPT

- Das Medienpädagogische Konzept wird gerade komplett überarbeitet und

im Laufe des Schuljahres 2007/07 der Gesamtkonferenz zur Diskussion

vorgestellt -

2.9 Lesekonzept

- Dieser Entwurf muss noch abgestimmt werden –

Lesen in der Albert-Schweitzer-Schule Neu-Isenburg

Lesen sowie die Lesekompetenz sind notwendige Vorraussetzungen für die

Teilnahme am gesellschaftlichen und politischen Leben, für lebenslanges

Lernen sowie für den schulischen und beruflichen Erfolg. „Nicht lesen können

bedeutet, von den wesentlichen Bereichen des gesellschaftlichen,

wirtschaftlichen und kulturellen Lebens ausgeschlossen zu sein.“ (Spiegel

Verlag & Stiftung Lesen 1995, S.77)


Die Familie als erste und wichtigste Sozialisationsinstanz ist für die individuelle

Lesesozialisation des Kindes von grundlegender Bedeutung, da deren

Leseverhalten ausschlaggebend ist für die Vorerfahrungen, die das Kind mit in

die Schule bringt.

Da nicht in allen Familien ein lesefreundliches Klima vorhanden ist, welches zur

Entwicklung kindlicher Neugier und Lesemotivation entscheidend beiträgt,

steht die Schule als zweit wichtigste Sozialisationsinstanz vor der Aufgabe,

allen Kindern die literarische Kultur näher zu bringen.

Daraus entwickelt sich für uns als Grundschule die Zielsetzung, innerhalb der

vier Grundschuljahre bei allen Kindern die erforderlichen Fähigkeiten und

Kompetenzen zur Erschließung und Bewertung von Texten aller Art und damit

die Lesekompetenz anzubahnen. Ein wichtiger Baustein zum Erwerb der

Lesekompetenz ist die Lesemotivation, die durch vielfältige Anregungen

geschaffen werden kann.

Unsere Bausteine auf dem Weg zum Lesen

- Voraussetzungen prüfen – Diagnostik -

Wenn Kinder in die Schule kommen, ist ihr größter Wunsch, Lesen zu lernen. –

manch können schon lesen - Diesen Wunsch versuchen wir zu erfüllen, indem

wir vom ersten Schultag an Bücherkisten mit differenziertem

Lesematerial zur Verfügung stellen

wir Leseecken in den Klassen eingerichtet haben

sich frei zugängliche Lesematerialien (Spiele, Dominos, Bildkarten...) in

den Regalen befinden

neben Büchern auch Zeitschriften und Comics zum Leseangebot

gehören

feste Lesezeiten eingerichtet sind

Lesemütter und Omas in die Klassen kommen

wir durch den Besuch der Stadtbücherei, den Kindern Möglichkeiten

erschließen, auch außerhalb der Schule Lesematerial zu finden.

Um die unterschiedlichen Vorerfahrungen der Kinder berücksichtigen zu

können und jedes Kind individuell bei seinem Leselernprozess zu unterstützen,

arbeiten die wir zunehmend meisten Klassen nach der Methode „Lesen durch

Schreiben“. Damit knüpfen die Kinder direkt an ihr Vorwissen an und lernen

individuell alle Buchstaben und ihre Laute kennen und damit zu arbeiten.


Dadurch kann jedes Kind seiner Entwicklung gemäß mit dem Lesen (und

Schreiben) beginnen.

Ein wichtiger Bestandteil des Leseunterrichts im ersten und zweiten Schuljahr ist

das Vorlesen durch die Lehrerin, den Lehrer. In gemütlicher Atmosphäre

beisammen sitzend lernen die Schüler anhand ausgewählter Bücher (neue)

Geschichten kennen, sie erfahren Spannung und die Vorfreude auf den

nächsten Tag, wenn die Geschichte weiter gelesen wird. Die Geschichten

bieten Anlass zum Gespräch und nicht selten wird das aktuelle Buch in der

freien Lesezeit gegriffen, um eigenständig darin zu lesen.

Umgang mit Geschichten – Probehandeln -

Im dritten und vierten Schuljahr wird das Vorlesen der täglichen Lektüre von

den Schülerinnen und Schülern selbst übernommen. Durch den täglich

wechselnden Vorleser hat jedes Kind Gelegenheit, sein Kapitel so gut es

möchte vorzubereiten.

Neben dem Vorlesen werden ab dem ersten Schuljahr jährlich mindestens

zwei ein bis zwei Bücher gemeinsam gelesen und bearbeitet. Die

Klassenlektüren sind eingebettet in unterschiedliche Arbeitsaufträge, die vom

Malen zum Text über das Beantworten von Fragen, Nachspielen von Szenen,

Weiterschreiben von Kapiteln bis zum Schreiben von Buchkritiken reichen.

Damit die unterschiedlichen Interessen der Schüler aufgefangen werden

können, finden regelmäßige Buchvorstellungen statt, in denen die Kinder ihre

Lieblingsbücher vorstellen können.

Um den Vorlieben und den Lesefähigkeiten der Schüler noch besser gerecht

werden zu können, wird die Albert-Schweitzer-Schule ab dem kommenden

Schuljahr das Internetprogramm Antolin nutzen.

Des Weiteren versuchen wir werden wir versuchen, Kontakte zu

Kinderbuchautoren zu knüpfen, um diese in die Schule einzuladen.

Lesen wird dadurch sowohl als Gemeinschaftserlebnis als auch als

individuelles Vergnügen erfahren. Als Höhepunkte dieser Erfahrungen gelten

an der Albert-Schweitzer-Schule die Lesenacht (im Klassenzimmer oder der

Stadtbücherei durchgeführt) sowie der Vorlesewettbewerb im 4. Schuljahr.

Um Lesen nicht nur in seiner hedonistischen Funktion, also als Genuss und zur

Unterhaltung zu erfahren, muss Lesen fächerübergreifend stattfinden.


Dadurch erfahren die Schüler sowohl seine informatorische Funktion, d.h.

Lesen als Erfassen von Sachverhalten und zur Wissenserweiterung als auch

seine kognitive Funktion, Lesen als Erkenntnis von Sinnzusammenhängen.

Insbesondere der Werkstattunterricht bietet die Möglichkeit, durch seine

schriftlichen Arbeitsaufträge die Schülerinnen und Schüler zum Lesen

herauszufordern, da sich die Stationen nur nach vorherigem Lesen des

Arbeitsauftrags bearbeiten lassen, wobei das Verstehen des Gelesenen, d.h.

das sinnerfassende Lesen im Mittelpunkt steht.

Neben den Arbeitsaufträgen bietet der Werkstattunterricht eine Fülle von

Leseangeboten durch zum Thema passende Bücherangebote (Lesekisten

werden von der Stadtbücherei speziell zu den jeweiligen Themen

zusammengestellt), Informationstexte an einzelnen Stationen,

Zeitungsbeiträgen sowie Lexika.

Auf diese Weise werden die unterschiedlichen Leseinteressen der Kinder

berücksichtigt und abgedeckt.

Ein weiterer Baustein beim Aufbau der Lesekompetenz ist das differenzierte

Üben.

Da das Lesenlernen ein schwieriger, problemlösender Akt ist, sind Interesse

und Anstrengungsbereitschaft des Schülers wichtige Vorraussetzungen. Um

diese zu schaffen, muss das Kind die Bedeutung des Lesens auch beim Üben

in lebensnahen Situationen erfahren. Neben dem konkreten handelnden

Umgehen mit Lesematerialien ist auch die produktive Auseinandersetzung mit

dem Gelesenen wichtig. Annegret von Wedel-Wolff bietet dazu in ihrem Buch

„Üben im Leseunterricht der Grundschule“ eine Fülle von Anregungen, die es

uns ermöglichen, auf die spezifischen Fähigkeiten unserer Schüler einzugehen.

Um unsere Schülerinnen und Schüler adäquat fördern zu können,

beobachten wir regelmäßig ihr Leseverhalten, was die Lesehäufigkeit, das

Leseinteresse und die Lesefähigkeit (zum einen bezogen auf das

Textverständnis, zum anderen bezogen auf das Vorlesen können) umfasst.

Darüber hinaus nutzen wir aber auch standardisierte Lesetest wie den

Stolperwörtertest und die Hamburger Leseprobe. Zeitpunkt!!!

Damit wir unseren Schülerinnen und Schülern einen qualitativ hochwertigen

Leseunterricht bieten können, bildet sich das Kollegium der Albert-Schweitzer-

Schule regelmäßig auf diesem Fachgebiet fort.


2.10 Forscherwerkstatt

Hier wird gerade ein Konzept erarbeitet und mit der Planung der Einrichtung

des Raumes begonnen.

2.11 Lernwerkstatt

Die Weiterentwicklung dieser Arbeit wird gerade dokumentiert

Das Ziel einer solchen Lernwerkstatt ist die Förderung des eigenständigen

Lernens und Arbeitens der Kinder. Daraus leiten wir folgende Teilziele ab:

Die LWS soll

die Kinder zu Eigeninitiative anregen

die Eigenverantwortung fördern

das projektorientierte Arbeiten erleichtern

die Kommunikation zwischen den Klassen fördern

das selbstständige Einarbeiten der Kinder in

verschiedene Themen ermöglichen

Eine Entscheidung über die Form der angestrebten LWS wollen wir zum Ende

des Schuljahres 2001/2002 getroffen haben.

Dazu müssen die räumlichen, personellen und finanziellen Möglichkeiten und

Ressourcen geprüft und ausgeweitet werden.

2.14 Methodenlernen

Im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2006/07 wird die ASS in schulinterner

Lehrer-Fortbildung beginne, Methodenlernen nach Klippert zu lernen.

Die Ergebnisse werden im Anschluss als Konzept erarbeitet und im

Schulprogramm dokumentiert.

2.13 Brandschutzerziehungskonzeptkonzept

- ausgearbeitet in Zusammenarbeit mit Herrn Hörr, Feuerwehr Neu-

Isenburg,

Die Brandschutzerziehung des Kindergartens soll in der Grundschule

weitergeführt werden:


Die Brandschutzerziehung soll über das ganze Schuljahr in die Arbeit integriert

sein. Sie ist für alle Klassen verbindlich und ist Teil des Schulprogramms.

Die ASS macht in allen Schuljahren die Aktionen mit bzw. bei der Feuerwehr

immer im September.

Im Folgenden werden die Schwerpunkte der einzelnen Schuljahre genannt.

1. Schuljahr:

Die Klassen erhalten eine Feuerschnecke, mit der spielerisch die

verschiedenen Stationen der Rettung im Falle eines Brandes eingeübt

werden.

Außerdem erhalten die Klassen Brandschutz-Geschichten, die im Laufe des

Schuljahres vorgelesen und besprochen werden.

Jede Klasse erhält einen Löscheimer, der bei jeder Art von Feuer gefüllt und

neben die Feuerstelle (z.B. Kerze) gestellt werden soll.

2. Schuljahr:

Im 2. Schuljahr kommt – nach Terminvereinbarung – die Feuerwehr und führt

das Rauchhaus vor. Die Kinder erkennen, was im Brandfall die richtige

Fluchtentscheidung ist. Sie lernen, wie Rauch sich ausbreitet.

Im Unterricht wird dies vertieft.

Die Arbeit mit der Feuerschnecke wird vertieft-

3. Schuljahr:

Im 3. Schuljahr geht nach vorheriger Terminvereinbarung jede Klasse die

Feuerwehr besuchen. Die Kinder lernen die Feuerwehranzüge, die Schläuche,

etc. kennen.

Im Unterricht wird außerdem die Arbeit und die Einsatzbereiche der

Feuerwehr behandelt.

4. Schuljahr:

Im 4. Schuljahr besuchen die Klassen nach vorheriger Terminvereinbarung die

Feuerwehr und lernen, ein Lagerfeuer anzuzünden. Außerdem gibt es

Stockbrot.

Die Feuerwehrgeschichten werden für alle Schuljahre weiter entwickelt.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, eine Projektwoche Feuerwehr bei der

Feuerwehr zu gestalten.


2.14 Schrift

An der ASS wird nicht zwingend eine gebundene Schreibschrift unterrichtet. Es

kann die Druckschrift gelehrt und geübt werden, die Kinder entwickeln dann

ihre Schreibschrift selbst. Wenn eine gebundene Schrift – nach der

Druckschrift gelernt wird, ist dies an der ASS die Vereinfachte Ausgangsschrift.

2.15 Sportförderunterricht

Konzept für Sportförderunterricht

Vorbemerkungen

Im Rahmen unseres Anliegens, gesunde Schule zu sein und auch den Kindern

die Lernbedingungen so gut wie möglich zu gestalten, führen wir im ersten

Schuljahr Sportförderunterricht aus.

Ziele

Sportförderunterricht ist ein zusätzliches gezieltes Bewegungsangebot, was die

gesunde Entwicklung der Schulanfänger unterstützen soll.

Schulanfänger und –anfängerinnen haben einen großen Bewegungsdrang,

den einige aus verschiedenen Ursachen nicht ausleben können.

Sportförderunterricht will helfen, jedem Schüler / jeder Schülerin im Rahmen

seiner / ihrer Möglichkeiten eine positive Bewegungserfahrung erleben zu

können. Ein Teilziel ist es auch, den Kindern Spaß an Bewegung zu vermitteln,

den sie dann möglicherweise in ihrer Freizeit z.B. im Verein weiterentwickeln.

Das Konzept orientiert sich an einem ganzheitlichen Erziehungsziel, „mens

sana sit in corpore sano“ („ein gesunder Geist braucht einen gesunden

Körper).

Erfolgreicher Sportförderunterricht steigert auch die Sozial- und

Selbstkompetenz der Schülerinnen und Schüler, was wiederum zu einer

Steigerung der schulischen Leistungen führen kann.

Zielgruppe:

Schulanfänger mit z.B. Haltungsschäden, fehlender Muskelkraft,

feinmotorischen Schwierigkeiten, Koordinationsschwierigkeiten, fehlender

Ausdauer, Verhaltensauffälligkeiten, evtl. fehlender Sportlichkeit,

Übergewicht, ….

Didaktische Aspekte

Sportförderunterricht strukturiert seine Inhalte sportartübergreifend,

grundalgenorientiert, freizeit- und gesundheitsorientiert. Sportförderunterricht

integriert innovative Ideen und Erkenntnisse, er integriert Sportgeräte wie

auch Alltagsmaterialien und psychomotorische Arbeitsgeräte.


Der Unterricht ist handlungsorientiert, freudvoll und spielerisch. Er soll die

Kreativität der Kinder anregen. Es wird ohne Beurteilung, d.h. ohne jeglichen

Leistungsdruck gearbeitet.

Die Gruppe soll 15 Kinder nicht übersteigen, um individuelle Förderarbeit

möglich zu machen.

Auswahl der Schüler und Schülerinnen

Die Lehrkräfte aller ersten Klassen schlagen Kinder für den

Sportförderunterricht vor. Die Auswahl trifft die Lehrkraft des

Sportförderunterrichts.

Organisatorisches:

Die ausgewählten Kinder erhalten einen Informationsbrief an die Eltern mit

dem Angebot am Sportförderunterricht teilnehmen zu können. Die Eltern

melden ihr Kind (wenn sie dies wünschen) verpflichtend für ein Halbjahr an.

Für angemeldete Kinder ist die Veranstaltung eine schulische

Pflichtveranstaltung, d.h. ein fehlendes Kind muss entschuldigt werden (wenn

es am Schultag krank ist, gilt diese Entschuldigung selbstverständlich).

Der Unterricht findet am Montag Nachmittag von 14 bis 15.30 Uhr statt. Kinder der

Ganztagsklassen nehmen daran im Rahmen ihres normalen Unterrichts teil.

Kinder der Dependance kommen in die Hauptstelle – der Weg zur Hauptstelle ist

Schulweg und somit in der Verantwortung der Eltern.

2.16 Umgang mit Dyskalkulie und LRS

Momentan wird ein neues Konzept für den Umgang mit LRS und Dyskalkulie

erarbeitet. Die ersten Ergebnisse sind für Ende des Schuljahres 2006/07 in

Aussicht gestellt.

2.17 Konzept zum Umgang mit intellektuell hochbegabten Kindern

Die Albert-Schweitzer-Schule ist eine Grundschule und somit ein Ort für alle

Kinder, in der alle Begabungen gefordert und gefördert werden sollen. Die

Grundschule „entwickelt die verschiedenen Fähigkeiten in einem

gemeinsamen Bildungsgang“ (§ 17 Hessisches Schulgesetz).

Der Anspruch auf Förderung aller Begabungen beinhaltet auch die Gruppe

der intellektuell Hochbegabten. Sie benötigen zu ihrer optimalen Entfaltung

spezielle Begleitung und Förderung. Wir als Schule müssen und wollen für diese

Kinder differenzierte und individualisierte Forder- und Förderangebote

entwickeln und anbieten.

Da intellektuelle Hochbegabung einer möglichst frühzeitigen Erkennung und

Unterstützung bedarf, kommt der Grundschule hier eine besondere Aufgabe


und Verantwortung zu. Intellektuell hochbegabte Kinder zeigen häufig

andere Verhaltensmuster als ihre Mitschüler und Mitschülerinnen.

Wenn bei einem Kind die intellektuelle Hochbegabung nicht erkannt wird und

sein – häufig „anderes“ Verhalten falsch gedeutet wird, das Kind ständig

gebremst und intellektuell unterfordert wird, kann dies bei dem Kind zu

gravierenden Fehlentwicklungen führen, die später nur schwer oder gar nicht

zu korrigieren sind. Es können bei dem Kind Verhaltensauffälligkeiten

entstehen, die wiederum in der Klasse zu Unverständnis und Ablehnung führen

und das Kind sozial isolieren.

Es bedarf einer gezielten Ansprache der Lehrkraft, gezielter Forderung und

Förderung durch für das hochbegabte Kind anspruchsvolle

Aufgabenstellungen und Herausforderungen. Zum Beispiel bei

eigenständigem Experimentieren, Referaten, Vorträgen, eigenen

Forschungsaufgaben kann das Kind seine Talente gezielt und individuell

ausbauen und entwickeln. Die Albert-Schweitzer-Schule bemüht sich um

umfangreiche Fördermaßnahmen.

Identifizierung von Hochbegabung:

Die Lehrkräfte der Albert-Schweitzer-Schule stellen sich der Herausforderung,

die ein hochbegabtes Kind an einen Lehrer stellt. Durch vielfältige

Fortbildungen wurde im Kollegium ein Bewusstsein für die Schwierigkeiten

intellektuell hochbegabter Kinder entwickelt.

Wenn bei einem Kind intellektuelle Hochbegabung vermutet wird, berät sich

die Lehrkraft mit der Klassenkonferenz, mit der Jahrgangskooperation und mit

der Fachberatungslehrerin für Hochbegabung der Schule. Auch die

Unterstützung des Beratungszentrums Fröbelschule, mit der die Albert-

Schweitzer-Schule zusammenarbeitet, kann angefordert werden. Dies

geschieht in enger Kooperation mit den Eltern des Kindes.

Meist werden die Eltern gebeten, sich außerschulische Unterstützung für die

Diagnostik, für die Beratung und / oder für die Bewältigung möglicher

Schwierigkeiten einzuholen. Hier empfiehlt die Schule Anlaufstellen, die im

Bereich intellektueller Hochbegabung Erfahrung haben und mit der Albert-

Schweitzer-Schule kooperieren.

Auf diese Weise werden intellektuell hochbegabte Kinder an der Albert-

Schweitzer-Schule in der Regel frühzeitig erkannt und können gefördert

werden.

Jede Lehrkraft wird von unserer Fachkraft für Hochbegabung im Kollegium

beraten und unterstützt. Die Lehrer und Lehrerinnen bemühen sich um

Akzeptanz und Vertrauen jedes einzelnen Kindes.

Die Fördermaßnahmen innerhalb des Klassenunterrichts für das intellektuell

hochbegabte Kind lassen sich in zwei Kategorien beschreiben:

Alle Möglichkeiten der mit Akzeleration (Beschleunigung) benannten

Maßnahmen, d.h. die der äußerer Differenzierung, werden bei jedem


einzelnen Kind überdacht und je nach Bedarf durchgeführt, um den

individuell optimalen Weg für das Kind zu finden. Zu diesen gehören die

vorzeitige Einschulung, das Überspringen von Klassen, die Mitarbeit in der

älteren Gruppe der flexiblen Eingangsstufe, die Teilnahme am Unterricht

einzelner Fächer (z.B. Deutsch, Mathematik) einer höheren Klasse.

Viele Möglichkeiten der Maßnahmen aus dem Bereich Enrichment

(Bereicherung), dem der inneren Differenzierung, die zu vertiefendem, breiter

gefächerten Lernen führen, werden zur Förderung hochbegabter Kinder

eingesetzt. Dies sind alle Formen individualisierenden Unterrichts wie

Wochenplan, Stationenarbeit, Werkstattarbeit, Schreibwerkstatt, individuelle

Lernpläne, Projektarbeit sind Teil der speziellen Förderung hochbegabter

Kinder. Ein offener Unterricht, der entdeckendes Lernen fördert, unterstützt

hochbegabte Kinder. Außerdem können hochbegabte Kinder Referate,

Vorträge und / oder Präsentationen vorbereiten und halten und so ihre

Fähigkeiten weiter individuell entwickeln. Für individuelles Arbeiten ist eine

Lernwerkstatt eingerichtet, eine Forscherwerkstatt ist im Aufbau. An der Albert-

Schweitzer-Schule bemühen wir uns durch ständige Weiterentwicklung der

Unterrichtsqualität, durch kontinuierliche Fortbildung der Lehrkräfte intellektuell

hochbegabte Kinder optimal zu fördern.

In einem Unterricht, in dem hochbegabte Kinder integriert gefördert werden,

profitieren alle Kinder von der Hochbegabung des Einen und der / die Eine

profitiert vom sozialen Leben in einer „normalen“ Klasse, was wir als

Bereicherung der sozialen Kompetenz werten und schätzen.

Neben der Förderung und Ausbildung der intellektuellen Fähigkeiten

intellektuell hochbegabter Kinder stellt die Kompensation von eventuellen

Schwächen im Lern- und / oder Verhaltensbereich eine Herausforderung dar,

der wir uns als Schule individuell stellen.

Das schuleigene Konzept des sozialen Lernens wird kontinuierlich weiter

entwickelt, die Schule arbeitet intensiv an einem schuleigenen Konzept für

Erziehungshilfe, die Schulsozialarbeit unterstützt die Arbeit in den Klassen in

Interaktionsstunden, um nur einige schulübergreifende Maßnahmen zu

beschreiben.

Zur individuellen Begleitung hochbegabter Kinder werden Förderpläne

geschrieben, in denen die konkrete Umsetzung der Unterstützung beim

Abbau von Schwächen und Aufbau von Stärken vereinbart und dokumentiert

werden.

Außerdem wird die Hochbegabung durch die Teilnahme an

außerunterrichtlichen Angeboten wie z.B. Arbeitsgemeinschaften gefördert.

Neben den von der Schule angebotenen Arbeitsgemeinschaften, bietet die

enge Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule an der Albert-Schweitzer-

Schule im musischen Bereich vielfältigen Herausforderungen und Angeboten.


Durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Neu-Isenburg wird an der

Albert-Schweitzer-Schule ein Atelier errichtet, was von einer Künstlerin betreut

wird und so den Kindern zusätzlich im gestaltend künstlerischen Bereich

Weiterentwicklungsmöglichkeiten bietet. Durch die Zusammenarbeit mit

Sportvereinen wird das sportliche Angebot der Stundentafel um ein

Vielfaches erweitert.

Das sich im ständigen Ausbau befindliche Angebot an

Arbeitsgemeinschaften, das bereits Möglichkeiten von Fremdsprachenlernen,

Schreiben und Lesen und Sport beinhaltet, unterstützt die Entfaltung

vielfältiger Talente.

Eine Zusammenarbeit im Themenbereich Hochbegabung mit dem

benachbarten Goethegymnasium befindet sich im Aufbau. Da das

Goethegymnasium die Zertifizierung für Hochbegabung erhalten hat, kann

die Arbeit mit hochbegabten Kindern der Albert-Schweitzer-Schule

kompetent weitergeführt werden.

Die Albert-Schweitzer-Schule hat zu diesem Themenbereich eine weitere

Ausbildung der Lehrkräfte durch Fortbildungsangebote geplant.

Eltern werden gezielt beraten und unterstützt. Sie erhalten auch vielfältige

Angebote und Literaturempfehlungen zu intellektueller Hochbegabung von

der Schule und aktuelle Informationen zu speziellen Kursen für begabte Kinder

z.B. in der VHS.

Die Arbeit mit hochbegabten Kindern wird von Staatlichen Schulamt sehr

unterstützt. Seit 2003 werden Eltern hochbegabter Kinder gezielt durch die

Klassenlehrkraft zu Elternabenden in das Staatliche Schulamt Offenbach

eingeladen. Fachberater, Lehrer/innen und Schulpsychologen im Staatlichen

Schulamt unterstützen die Ausbildung hochbegabter Kinder.

Die Schule will dieses Konzept zum Umgang mit hochbegabten Kindern bis

zum Ende des Schuljahrs 2008/09 erproben. Sollte sich im Laufe der

Erprobungszeit die Notwendigkeit zu Änderungen ergeben, werden diese

entsprechend vorgenommen. Im Schuljahr 2009/10 soll das Konzept überprüft

und gegebenenfalls modifiziert werden.

Die Evaluierung zeigt sich in der Realität und den Erfahrungen der ca. fünf

hochbegabten Kinder, die momentan an unserer Schule unterrichtet werden.

Im Schuljahr 2006/07 wird der Antrag auf Zertifizierung zur

„hochbegabtenfördernde Schule“ gestellt.

2.18 Förderpläne

Die Aufgabe, Förderpläne zu schreiben ist relativ neu. Das Kollegium der ASS

erarbeitet gerade an einem einheitlichen Konzept. Erste Ergebnisse werden

Ende des Schuljahres 2006/07 verschriftlicht.


2.19 Deutsch als Fremdsprache

Zielgruppen: Seiteneinsteiger und Kinder, die schlecht Deutsch sprechen

Diagnostik

Bei jedem Kind muss zu Beginn des Unterrichts eine Eingangsdiagnostik

durchgeführt werden. Neben dem Sprachstandstest gehören dazu:

Analyse der Umstände der Flucht oder Einreise durch Gespräche mit Eltern,

Kind. Hierbei können entweder andere Eltern als Übersetzer/in dienen oder

ein/e Übersetzer/in, die z.B. vom Ausländerbeirat der Stadt Neu-Isenburg

vermittelt wird. Diese Analyse kann dazu führen, dass auch die

Sozialarbeiterinnen an der Albert- Schweitzer-Schule in die Arbeit mit dem

Kind und/oder der Familie einbezogen werden.

Die Lehrkraft informiert sich über das Herkunftsland in Bezug auf Politik,

Schulsituation, Schriftsprache (Besonderheiten??), Religion

Es wird im Gespräch versucht, mögliche schlimme Erlebnisse und / oder

Traumata des Kindes zu erfahren. Hier kann die Einschaltung eines

Psychologen (erste Anlaufstelle z.B. Kinderschutzbund Neu-Isenburg)

notwendig werden.

Aufbau von Vertrauen in die neue Heimat

Die Lehrkraft bemüht sich, Kontakt zur Familie aufzubauen. Eventuell sind

hierzu Hausbesuche notwendig. Ziel ist es für die Lehrkraft – neben dem

Aufbau von Vertrauen – die Lebensumstände der Familie kennenzulernen und

evtl. Hilfe zu organisieren.

Das Wissen um die Lebensumstände und die Geschichte der Familie hilft der

Lehrkraft, mögliche Verhaltensauffälligkeiten zu verstehen, um sie dann auch

verändern zu können.

Der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen Kind, Schule und Familie

unterstützt einen positiven Bildungsgang des Kindes außerordentlich.

Die Lehrkraft weist die Eltern auf Sprachkurse für Erwachsene hin.

Aufbau des Lehrgangs für Seiteneinsteiger und /oder Kinder, die schlecht

Deutsch sprechen

Die wöchentliche Stundenzahl des Kurses hängt ab vom Bedarf der Kinder

und von der Verfügbarkeit von Lehrerstunden. Die Stadt Neu-Isenburg

finanziert zusätzlich Stunden Deutsch als Fremdsprache an der ASS.

Das Kursangebot wird differenziert nach dem Können der Kinder und / oder

nach dem Alter der Kinder (1./2. Klasse und 3./4. Klasse).

Der Inhalt des Unterrichts hängt von der Lebenssituation der Kinder ab. Die

Inhalte sollten sich auf das Leben der Kinder beziehen (z.B. Freundschaften

schließen / einkaufen / Familienleben / ….). Es sollten nicht mehr als 2 Lehrer

den Unterricht erteilen, um das Vertrauen des Kindes zu stärken und als

Ansprechpartner für die Familie und das Kind zu dienen.


Der Unterricht soll vorwiegend handelnd geschehen. Theaterspiele,

Rollenspiele, Bastelarbeiten, … bestimmen das Unterrichtsgeschehen.

Der Unterricht findet während des Klassenunterrichts und auch in

Randstunden statt, um den Unterricht und das soziale Geschehen im

Klassenverband möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Regelmäßig (alle 6-8Wochen) sollte das Sprachwissen der Kinder überprüft

werden.

Außerdem sollen die Kinder vorrangig an AGs der Schule teilnehmen können,

um ihnen möglichst häufig ein „deutsches Sprachbad“ zu bieten und um

ihnen viele Kontakte zu anderen Kindern zu ermöglichen. Außerdem können

auf diese Weise evtl. außerschulische Fähigkeiten des Kindes entdeckt und

gefördert werden. Dies kann auch den Aufbau des Selbstwertgefühls des

Kindes stärken.

Unerlässlich ist ein kontinuierlicher Kontakt zu den Eltern.

Integration von ausländischen Schülern an der Schule

Im Unterricht im Klassenverband ist der Abbau von Vorurteilen

Unterrichtsprinzip. Es gilt weiterhin, die Lebensumstände der Kinder und ihrer

Situation hier und im Herkunftsland in der Klasse möglichst umfassend – in

allgemeiner Form – zu besprechen. Vorurteile entstehen durch Unwissenheit,

diese gilt es zu beheben.

Die ASS plant jährliche Nationalitäten Wochen / Projekte, die gemeinsam mit

den Migrantenfamilien organisiert werden. Hier werden Tänze, Essen, Feste,

Spiele, … vorgeführt, gezeigt und ausprobiert.

3. Fächer

Momentan werden alle schuleigenen Curricula überarbeitet.

4. Fortbildungskonzept

Schulentwicklung geschieht auf den Ebenen Organisationsentwicklung,

Unterrichtsentwicklung und Personalentwicklung.

Fortbildung soll das Kollegium befähigen, Schulentwicklung und damit vor

allem den Unterricht zu höchster Qualität zu entwickeln. Dies ist ein Prozess,

der immer neuen und wechselnden Anforderungen zu begegnen hat. So

besteht die Gefahr, dass man auf „jedes neue Pferd springt“ und eine

profunde Qualitätsentwicklung nicht möglich wird.


Fortbildung ist die Weiterentwicklung der Schule im Bereich

Personalentwicklung. Nach der Analyse der Ist-Standes wird der Bedarf

festegelegt.

Im Mai 2006 hat die Schule im Bereich Organisationsentwicklung beschlossen,

für zwei Klassen die gebundene Ganztagsschule und schrittweise die flexible

Eingangsstufe einzuführen. Aus diesem Beschluss ergibt sich

Fortbildungsbedarf für das Kollegium im Bereich individuelle Lernpläne, was

sich in der Fortbildung gut mit den gesetzlich vorgeschriebenen Förderplänen

kombinieren lässt. Individuelle Lernpläne beinhalten u.a. selbständiges

Arbeiten der Schüler, was u.a. auch durch die neue Vertretungsregelung für

alle notwendig wird.

Im März 2006 hat sich das Kollegium zum Ausbau der musikalischen

Grundschule entschieden. Hier wird eine Kollegin die Fortbildungen als

Multiplikatorin wahrnehmen und das Kollegium anschließend fortbilden.

Da die Schule noch kein Konzept hat, mit schwierigen Kindern umzugehen,

muss dieses erstellt werden. Dies fordert zum einen die Realität der

zunehmenden Zahl der schwierigen Kinder und zum anderen die Dezentrale

Schule für Erziehungshilfe, auf deren Zusammenarbeit wir angewiesen sind.

Das Kollegium hat begonnen, ein Konzept für soziales Lernen zu erarbeiten.

Dies soll weitergeführt werden und auch um das Konzept zum Umgang mit

schwierigen Kindern weiterentwickelt werden.

Ein strategisches Ziel des Kultusministers ist die Lesekompetenz der Schüler. Hier

wurde mit Fortbildungen begonnen, diese sollen im Schuljahr 2006/07

weitergeführt werden.

Nach dem Motto „weniger ist mehr“ setzen wir für das Schuljahr 2006/07

folgende Schwerpunkte:

Schuljahr 2006/07:

Schwerpunkt 1: Lesen

Schwerpunkt 2: Musik

Schwerpunkt 3: Soziales Lernen / Gesunde Schule

Schwerpunkt 4: Förderpläne / individuelle Lernpläne

Zu 1: Hier soll der Aufbau und Ausbau des Lesekonzepts der Schule

weiterentwickelt werden. Das strategische Ziel des Kultusministeriums wollen

wir auf hohem Niveau erreichen.

Zu 2: hier soll das Konzept der Musikalischen Grundschule umgesetzt und

weiterentwickelt werden.

Zu 3: Es wird ein schuleigenes Curriculum für die Interaktionsstunden der Klasse

1-4 entwickelt werden. Diese sollen viele Bewegungsanteile enthalten.

Außerdem soll ein Konzept für den Umgang mit erziehungsschwierigen


Kindern entwickelt werden. In einem weiteren Schritt muss die Schulordnung

überarbeitet werden.

Zu 4: Dieses Ziel steht mit den anderen Zielen in enger Verbindung. Es soll ein

Förderkonzept für die ganze Schule erarbeitet werden. Hierzu gilt es, die

diagnostischen Möglichkeiten und Fähigkeiten, den Blick für die

unterschiedlichen Kernkompetenzen zu entwickeln und zu schulen und eine

Verschriftlichung möglichst hilfreich zu gestalten.

Weitere notwendige Fortbildungen im Schuljahr 2006/07, die mit oben

genannten Themen in Zusammenhang stehen:

LRS

Dyskalkulie

Dies ergibt folgende Fortbildungsplanung für das Schuljahr 2006/07:

3 Termine Lesen

2 Termine Musik

1 Termine Soziales Lernen

1 Termine Umgang mit schwierigen Kindern

4 Termine individ. Lernpläne / Förderpläne

LRS und Dyskalkulie praktisch

Viele von den Terminen lassen sich vor oder nach einer Konferenz /

Dienstversammlung erledigen. Es können weitere Fortbildungsangebote

während der Dienstversammlungen und / oder Konferenzen folgen.

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