REALER NUTZEN AUS EINER VIRTUELLEN WELT - Fahrerclub

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REALER NUTZEN AUS EINER VIRTUELLEN WELT - Fahrerclub

NUMMER 2 2012 WWW.CAT.COM

REALER NUTZEN

AUS EINER

VIRTUELLEN WELT

AVESCO ROADSHOW

STARKES ENGAGEMENT FÜR EINE

NACHHALTIGERE ZUKUNFT


Galen Faidley und Abhishek Seth

bei der virtuellen Inspektion

eines Großbagger-Laufwerks

4 Home


UMFASSENDE

VISUALISIERUNG

>>

Mehr Informationen zum Thema unter:

http://www.caterpillar.com/innovation

Im Caterpillar Technical Center kann man auf reiche

Erfahrung mit der immersiven Visualisierung

zurückblicken − ein hochmodernes Instrument,

das eine noch nie da gewesene Schnelligkeit und

Effizienz bei der Produktkonstruktion bietet.

Die Qualität der Produktentwicklung vorantreiben

− dieser Leitsatz prägt Sinn und Zweck des

Caterpillar Technikzentrums. Wie plant und

entwickelt man in kürzester Zeit mit optimalem

Kostenaufwand die bestmöglichen Produkte?

Das ist die Frage, die von Forschern, Technologen,

Konstrukteuren und Designern immer wieder

aufs Neue beantwortet werden muss, seitdem das

Technikzentrum in Mossville (Illinois, USA) existiert.

Doch die Antworten haben sich im Laufe der Jahre

verändert, denn die Mittel und Wege sind zahlreicher

geworden. Trotzdem kann man die Geschichte und

den Fortschritt auch heute noch erkennen, wenn

man einige der vorhandenen Gebäude besichtigt,

wie es Besucher im September vergangenen Jahres

getan haben. Anlass war der Tag der offenen Tür

zum 50-jährigen Bestehen des Technikzentrums.

Alle sieben Gebäude des Anlagenkomplexes dienen

der Erforschung und Entwicklung von Maschinen-

und Antriebssystemen sowie Komponenten und

Fertigungsprozessen, die jedes einzelne der über

300 Caterpillar Produkte betreffen. Beispielsweise wird

das Gebäude L seit Eröffnung des Technikzentrums

im Jahr 1961 für Tests der Cat Motoren benutzt.

Auf 106 Prüfständen absolvieren Versuchsmotoren

mit Leistungen von 75 bis 6’700 kW unerbittliche

Dauer- und Emissionstests. Im Gebäude K wird mit

verbesserten Konstruktionen und Herstellungsverfahren

experimentiert, während man im neuesten Gebäude D

Schwingtische benutzt, um der strukturellen Dynamik

auf die Spur zu kommen. Modernste Technologie sorgt

dafür, dass die Schwingtische innerhalb einer Stunde

einen 20-stündigen Maschineneinsatz simulieren können.

Gebäude F dagegen gewährt den wohl besten

Einblick in die Ziele, die sich Caterpillar bei der

Technologieentwicklung gesetzt hat.

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5


Galen Faidley, Valerie Wiest und

Abhishek Seth (von links)

Galen Faidley, Valerie Wiest und

Abhishek Seth begehen ein

Caterpillar Werk der Zukunft

GEBÄUDE F − WEGWEISER IN DIE ZUKUNFT

Besonderes Merkmal des Gebäudes F ist die breite

Anwendung der virtuellen Produktentwicklung. Hier

werden neue Technologien und Konstruktionen

simuliert, sodass man auf den Einsatz echter Werkstoffe

verzichten kann. Neben anderen Aktivitäten geht es

dabei auch um die Motorenforschung. Im Gebäude

ist einer von nur drei weltweit vorhandenen

Hochtemperatur-Einspritzbehältern installiert, der eine

präzise Reproduktion des Verbrennungsablaufs unter

Laborbedingungen erlaubt. Caterpillar Wissenschaftler

nutzen diese Simulation, um die Auswirkungen

des Kraftstoff-Einspritzstrahls auf die Werkstoffe im

Motor zu analysieren. Damit werden Möglichkeiten

ausgelotet, Cat Motoren noch umweltfreundlicher,

sparsamer und beständiger zu machen.

Darüber hinaus beherbergt das Gebäude F Caterpillars

innovativste virtuelle Produktentwicklungs-

Einrichtung − das Zentrum für immersive

Visualisierung auf dem neuesten Stand der Technik.

Dr. Valerie Wiest, Leiterin der Abteilung Virtuelle

Produktentwicklung, hat theoretische und

angewandte Mechanik studiert und ist seit ihrer

Einstellung im Jahr 1994 in diesem Bereich tätig. „Die

Computersimulation wurde bereits in den 1970er Jahren

als Entwurfsunterstützung eingesetzt. Wir haben in

den 1990ern begonnen, die Konstruktion mithilfe der

virtuellen Realität weiter zu verbessern”, erzählte Valerie

Wiest kürzlich einem Besucher des neuen Laboratoriums.

„Aber unsere neue immersive Visualisierung brachte

uns einen Riesenschritt voran, denn sie gestattet

im Entwicklungsprozess viel früher als bisher eine

groß angelegte menschliche Interaktion mit einem

virtuellen Produkt oder einer virtuellen Umgebung.“

DER MENSCH ALS BESTIMMENDER FAKTOR

Was ist unter immersiver Visualisierung

zu verstehen, und wie verbessert sie den

Produktentwicklungsprozess?

Galen Faidley, Computertechnikexperte und Teamleiter

für immersive Visualisierung im Technikzentrum,

hat sich seit 2004 auf die Anwendung der virtuellen

Realität bei der Konstruktion von neuen Maschinen

spezialisiert. Gemeinsam mit Dr. Abhishek Seth, der

Maschinenbau und Mensch-Maschine-Interaktion

studierte, ist er eng in die Entwicklung von Tools

und Anwendungen der immersiven Visualisierung

bei Caterpillar eingebunden. „Bis jetzt wurde bei

der virtuellen Produktentwicklung alles auf dem

Computermonitor erledigt, also Desktopvisualisierung,“

stellt Galen Faidley fest. „Für diesen Zweck erstellt man

mit dem Computer ein digitales Konstruktionsmodell,

das auf dem Bildschirm sichtbar ist und beliebig

gedreht und manipuliert werden kann. Dabei handelt

es sich allerdings um keine echte 3D-Darstellung,

„Immersive Visualisierung mit echter

dritter Dimension im Maßstab 1:1“

sondern eigentlich um eine 2D-Präsentation. Erst bei

der immersiven Visualisierung kommt die authentische

dritte Dimension hinzu. Und das im Maßstab 1:1,

statt verkleinert auf einem Computermonitor.“

Abhishek Seth ergänzt: „Sie platziert den Menschen − ob

Fahrer, Techniker oder Konstrukteur − zusammen mit

der Maschine und ihren in Entwicklung befindlichen

Teilsystemen oder Komponenten direkt in der

virtuellen Umgebung. Von hier aus kann der Mensch

mit der vom Computer generierten Welt interagieren.

6 Home


Ein bisschen wie 3D-Kino, doch bei der immersiven

Visualisierung ist man wahrhaftig unmittelbar

in Produkt und Umgebung eingebunden.“

Physikalisch gesehen, besteht das immersive

Visualisierungssystem aus einer Ansammlung von

Projektoren und Projektionswänden, die um den

Benutzer herum gruppiert sind. „Stellen Sie sich einen

Würfel vor, dessen Seiten als Bildschirm fungieren“,

sagt Abhishek Seth, „dann ist die Sache leichter zu

verstehen. Der Benutzer trägt eine technisch hoch

entwickelte 3D-Brille. Zum System gehören optische

Kameras, die Bewegungen und Positionen des Benutzers

in Relation zu den Darstellungen auf den Bildschirmen

verfolgen. Die individuellen Hardwarekomponenten

sind in der Tat relativ simpel: Projektionswände,

Computer, Projektoren. Man muss lediglich dafür

sorgen, dass sie als geschlossenes System mit dem

komplexen Computermodell zusammenwirken. Wir

haben zehn Jahre für die Entwicklung gebraucht.

Der Wendepunkt war erreicht, als es uns gelang,

aus der Komplexität heraus ein robustes und

unkompliziert nutzbares System zu schaffen. Wir haben

es eingesetzt, damit unsere Ingenieure möglichst

schnell zu praktischen Ergebnissen kommen.“

„Die Anwendung immersiver Tools unterscheidet

sich deutlich vom Untersuchen einer Konstruktion

auf dem Computermonitor“, betont Galen Faidley.

„Es ist sehr schwierig, den menschlichen Körper und

seine Bewegungen zu simulieren. Bei der immersiven

Visualisierung ist diese Simulation nicht erforderlich,

denn hier können real existierende Menschen

mit der virtuellen Konstruktion interagieren.“

„JETZT KÖNNEN WIR MEHR TUN“

Die erste immersive Visualisierungsumgebung wurde

1998 im Technikzentrum gebaut. Nach intensiver

Weiterentwicklung war diese Technologie ab 2007

in einem größeren Maßstab einsetzbar. Heute

nutzt Caterpillar immersive Visualisierungssysteme

weltweit in mehreren Konstruktionszentren.

Und welche Vorteile bringt der ganze Aufwand?

Valerie Wiest: „Wir können jetzt ganz einfach

mehr Produkte ‚berühren‘ und zwar effektiver

und schneller als je zuvor. Es ist kein großes neues

Spielzeug für unsere Konstrukteure − obwohl sie

bei der ersten Besichtigung in Begeisterungsrufe

ausgebrochen sind. Hauptsächlich profitieren

jedoch unsere Kunden von dieser Technologie.“

„Zum Beispiel war es früher bei jeder Cat Maschine

schwierig, die Sichtverhältnisse zu optimieren. Wie sollte

man sicherstellen, dass der Maschinenführer nach einer

Design- oder Konstruktionsänderung der Maschine

wirklich noch alles sehen konnte, was er für seine Arbeit

sehen musste. Das geht heute bequemer. Man setzt

einen Fahrer in die virtuelle Maschine, lässt ihn mit

der Maschine interagieren und passt die Konstruktion

entsprechend an. Es werden keine Prototypen mehr

benötigt, die Entwicklung verläuft schneller und

kostengünstiger, die Kunden kommen früher zu

besseren Maschinen. Ich könnte hundert ähnliche

Beispiele aufzählen. Da wir die Technologie weiter

verfeinern und den Anwendungsbereich vergrößern,

werden sich neue hinzugesellen. Und alle tragen dazu

bei, dass unsere Kunden noch mehr tun können.“

„Genau das ist es, was wir im Caterpillar Technical

Center mit unserem Leitsatz ‚Die Qualität der

Produktentwicklung vorantreiben‘ ausdrücken wollen.“ ■

Die immersive Visualisierung

auf Weltklasseniveau erlaubt

den Ingenieuren eine natürliche

Interaktion mit ihrer eigenen

virtuellen Konstruktion

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Helm und Weste lagen für

jeden Besucher bereit

EINE FIRMA IN BEWEGUNG

DIE AVESCO-ROADSHOW UNTERWEGS

Man hört die kraftvollen Motoren der CAT-Radlader

und die fallenden Steine der sortierenden Finlay-

Siebanlage. Auf dem staubigen Feldweg, der ins

Kieswerk führt, fährt mehrmals ein Schwing-Stetter

Betonmischer vorbei. Pensionierte bleiben stehen und

betrachten amüsiert, was sich da auf ihrer gewohnten

Spazierroute abspielt, kleine Kinder am Arm ihrer Eltern

machen grosse Augen: soviel ist hier normalerweise

nicht los, schon gar nicht an einem Samstag.

Der Grund für die aussergewöhnlichen Vorkommnisse?

Zum ersten Mal in ihrer Firmengeschichte geht

die Avesco AG auf Schweizer Tour. Insgesamt fünf

Kieswerke wurden im Monat März anvisiert. Nebst

den eingeladenen Kunden waren auch alle spontanen

Besucher herzlich an der grossen Frühlings-Roadshow

willkommen und konnten sich jeweils freitags

und samstags diverser Highlights erfreuen.

Am Allerwichtigsten: zum ersten Mal wurden in

der Schweiz die neuen CAT Radlader der K-Serie,

CAT Kettenbagger der E-Serie und CAT Dumper der

D-Serie präsentiert. Nebst dem Vorführen standen die

Maschinen aber auch zum Probefahren zur Verfügung.

Nach einer kurzen Einführung durfte sich Jedermann

und Jedefrau selbst als Maschinist versuchen und

munter drauflosbaggern und laden. Viele Kunden

schwärmten von den Vorzügen der neuen Modelle

sowie der herausragenden Bedienfreundlichkeit.

Nebst dem Hauptbrand CAT waren aber auch Produkte

der Marken Schwing-Stetter, Finlay, Primetzhofer und

Edge im Einsatz. Ein Fuhrpark von insgesamt dreizehn

Maschinen stand den Besuchern zur Verfügung, weshalb

auch während der Stosszeiten keine grossen Engpässe

entstanden. Eco-Work Vorführungen rundeten das

Angebot ab. Nach dem fachlichen konnte auch der

persönliche Durst im Avesco-Festzelt gestillt werden.

Selbstgebrautes CAT-Bier, Bratwürste und Softgetränke

warteten hier kostenlos auf alle Besucher, ein Musiker

mit Gitarre rundete die gemütliche Stimmung ab.

Auch der mobile CAT-Shop erfreute sich grosser

Beliebtheit, da die Anwesenden die 10% Roadshowrabatt

sowie die besonders günstigen Tagesangebote zu

schätzen wussten. Die meisten Eltern kamen nicht

drum herum, ihren Sprösslingen einen Plastikbagger

oder Radlader zu kaufen. Diese wurden dann

sogleich im eigens dafür eingerichteten Sandkasten

getestet und fachmännisch verglichen, schliesslich

ist keiner zu klein um ein CAT-Fan zu sein.

Die vielen Besucher zeigten; man kann sich immer

noch dann am besten von den Qualitäten einer

Maschine überzeugen, wenn man sie selbst testet

und in ihrer wahren Arbeitsumgebung erlebt!

ROADSHOW FACTS AND FIGURES





8 Home


BAGGER: DER VIELSEITIGE


hohe Leistung und vielseitige Anwendung aus. Der

neue emissionsarme Dieselmotor verfügt über eine

Leistungssteigerung von 11%. Durch das modifizierte

Hydrauliksystem werden grössere Hub- und Grabkräfte

erreicht und beschleunigen die Arbeitstakte massgeblich.


diese Maschine neue Massstäbe.







Regeneration des Partikelfilters



tiefstem Dieselverbrauch

RADLADER: DER SICHERE

Die neue Joystick-Lenkung für ein ermüdungsarmes

Arbeiten ist ein Highlight. Die verbesserte Sicht nach

vorne und auf die Werkzeuge erhöht die Sicherheit.

Standardmässig sind diese Maschinen mit einer

ausfahrbaren Aufstiegstreppe ausgerüstet. Für den

täglichen Parkdienst sind alle Wartungspunkte von der

Standebene aus erreichbar.



Joysticklenkung



Materialrückhaltung und kürzeste Taktzeiten


und höchste Beschleunigungswerte


Regeneration des Partikelfilters



tiefstem Dieselverbrauch

DUMPER: DER NACHHALTIGE



und hohes Drehmoment bei niedrigen Betriebskosten.

Sowohl das geräumige Zwei-Personen-Fahrerhaus mit

Beifahrersitz in Fahrtrichtung als auch die vorderen

Stickstoff-Federungszylinder sorgen für Fahrkomfort.

Die Antriebsschlupfregelung moduliert unter Last

automatisch das korrekte sperren des Zentral- und der

Achsdifferenziale, was zu kürzeren Arbeitstaktzeiten und

höherer Produktivität führt.




Schaltzeiten für beste Durchzugsleistung



für vibrationsarmes Fahren


Regeneration des Partikelfilters



tiefstem Dieselverbrauch ■

Home

>> Mehr Infos zu den neuen CAT-Maschinen gibt es unter

www.catallday.de

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JEDEM SEIN CAT®

Die grossen CAT®-Baumaschinen bauen Strassen,

Häuser und Tunnel, bewegen Erdreich, Steine und

Abfall oder transportieren Aushub und Kies. Sie sind

der tägliche Arbeitsplatz von vielen Maschinisten,

welche mit diesen kraftvollen Geräten professionell und

doch sehr feinfühlig umzugehen wissen. Obwohl es

sich um Arbeitsgegenstände handelt, besteht oftmals

eine tiefe Bindung zwischen Mann und Maschine.

Ein CAT ist für Viele nicht bloss eine Baumaschine,

sondern ebenfalls eine Leidenschaft fürs Leben.

Deshalb ist es kein Wunder, dass auch die „Mini-CATs“

-massstabgetreue und nach Originalplänen gebaute

Modelle - viele Sammlerherzen erfreuen. Die Modelle

sind in verschiedenen Grössen erhältlich, hauptsächlich

jedoch im Massstab 1:87 und 1:50; einige auserwählte

Raritäten sind zusätzlich im Massstab 1:16 zu haben.

Für den Nachwuchs gibt es ausserdem eine stattliche

Auswahl an CAT-Spielsachen für die Baustelle im

Kinderzimmer oder den Sandkasten vor dem Haus.

Für die kleinsten Fans sind seit kurzem aus der Reihe

„Tough Tracks“ Bagger, Dumper, Dozer, Radlader

oder ganze Sets inklusive Kinderhelm, Schaufel

oder sogar motorisierten Werkzeugen erhältlich.

Diese Ausführungen sind ideal für Draussen und

garantieren einen langen Spielspass. Für die etwas

älteren Kids gibt’s das Angebot aus dem „bruder“-

Fahrzeugpark: Wie ihre echten Vorbilder sind auch

diese nachgebauten Spielsachen funktionell, stabil

und eignen sich für den täglichen Indoor und

Outdoor Einsatz, „just like the real thing“ eben.

Das ganze Spielzeug- und Modellsortiment finden

Sie im Fahrerclub-Shop, wo Sie von Frau Birgit

Friedmann kompetent bedient werden. ■

10 Kettenbagger aus der “bruder”-Flotte Home

Massstabgetreues Modell eines Cat M316 D

>>

Grosse Auswahl unter

www.fahrerclub.de


START IN EIN ZWEITES LEBEN

Caterpillar produziert seit 1925 leistungsstarke,

robuste Maschinen, die zum Besten gehören,

was der weltweite Markt zu bieten hat. Und

seit 1985 werden im Rahmen der zertifizierten

Grundüberholungen „Cat Certified Rebuild“ (CCR) und

„Certified Power Train“ (CPT) betagte Cat Maschinen

in einen neuwertigen Zustand zurückversetzt.

Inzwischen haben die Caterpillar Händler mehr

als 5’000 Maschinen solchen Verjüngungskuren

unterzogen − zum Bruchteil der Kosten einer

Neumaschine. „In konkreten Prozentwerten drückt sich

das so aus“, bilanziert Marcus Pitt, Produktmanager

für Serviceverträge beim Cat Händler Finning. „Eine

fabrikneue Maschine kostet 100%, während man

für die Grundüberholung CCR im Durchschnitt

60% dieses Betrages aufwenden muss. Folglich

schlagen am Ende des zweiten Maschinenlebens

nur Kosten von 160% statt 200% zu Buche.“

„Die 12-monatige Caterpillar

Garantie ist ein gewichtiges

Argument für dieses Konzept“

Hamza W. Zahid, Servicemanager beim Cat Händler

Zahid Tractor in der westlichen Region, stimmt

dem ausdrücklich zu. „Bei CPT kommen wir auf

30% bis 50% des Neumaschinenpreises, und bei

CCR beläuft es sich auf rund 60%. Ein gewaltiger

Vorteil und ein überzeugendes Argument für unsere

Kunden, denn sie erhalten eine grundlegende

Aufarbeitung und Modernisierung ihrer Maschine.“

AUF DIE DETAILS KOMMT ES AN

Nur die strikten Qualitätsanforderungen

machen es möglich, dass Caterpillar als einziger

Hersteller zertifizierte Grundüberholungen

mit voller Neumaschinengarantie anbieten

kann. „Wir erhalten regelmäßig CPT-Aufträge,

insbesondere von Kunden, die mit der Qualität

und dem Ergebnis früherer Grundüberholungen

zufrieden waren“, berichtet Hamza W. Zahid.

Auch für den Fall, dass Neumaschinen nicht

kurzfristig lieferbar sind, drängt sich die zertifizierte

Grundüberholung geradezu auf. „Momentan betrifft das

den Muldenkipper 777, das wichtigste Transportfahrzeug

der Gewinnungsindustrie in Großbritannien“, sagt Marcus

Pitt. „Die Lieferfrist beträgt acht bis zwölf Monate. Manche

Kunden entscheiden sich daher für die Grundüberholung,

damit sie ohne Verzug weiter arbeiten können.“

Abhängig vom Maschinentyp lässt sich die CCR in

einem erheblich kürzeren Zeitraum durchführen.

CCR ist eine Langzeitstrategie, mit der Kunden

Profit und Produktivität maximieren können.

GENERELL 12 MONATE GARANTIE

Wann sollten Caterpillar Kunden eine zertifizierte

Grundüberholung in Betracht ziehen? Hamza

Zahid: „Wir haben Kettendozer D11R mit 38.000

Betriebsstunden grundüberholt. Die CPT findet

meistens zwischen 10’000 und 25’000 Stunden statt,

die CCR in der Regel ab 30’000 Stunden. Ich bin

überzeugt, dass auch die 12-monatige Caterpillar

Garantie bei der hohen Akzeptanz dieses Konzepts

eine große Rolle spielt. Für Maschinen mit CCR/CPT

gilt nicht nur die Neumaschinengarantie, sondern

es werden zusätzlich Garantieverlängerungen zu

günstigen Konditionen angeboten. Bei unseren

Kunden kommen diese Caterpillar Garantien sehr gut

an. Einige grundüberholte Maschinen haben bereits

10’000 Betriebsstunden ohne Probleme absolviert.“

GEWINNBRINGENDE GRUNDÜBERHOLUNG

Insgesamt kann man feststellen, dass sich die

Programme „Cat Certified Rebuild“ und „Certified Power

Train“ rund um den Globus als populäre, intelligente

Geschäftsentscheidungen etabliert haben. Peter

Sergeys, Werkstattleiter bei Bergerat Monnoyeur

in Belgien nimmt ein stetig wachsendes Interesse

wahr. „Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten

entspricht es gutem Geschäftssinn, vom zweiten

Arbeitsleben einer Maschine zu profitieren”, lautet

sein Fazit. „Man erhält Neumaschinenleistung

zum Bruchteil des Neumaschinenpreises.“ ■

Marcus Pitt, Produktmanager

bei Finning und Peter

Sergeys, Werkstattleiter bei

Bergerat Monnoyeur

CCR = Grundüberholung

gesamte Maschine

CPT = Grundüberholung

gesamter Antriebsstrang

CPT + = Grundüberholung

gesamter Antriebsstrang und

beliebige Komponenten

>> Hier finden Sie das Neueste zum Thema:

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www.zeppelin-cat.de/D/lieferprogramm/03de.html


12 Home


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NEUER ALLROUNDER IM EINSATZ

Seit dem 1. Juni 2011 ist auf den Baustellen

der Merz Gruppe (Gebenstorf/Baden) der erste

CAT DEM50 der Schweiz im Einsatz. Mit dieser

Maschine erweitert die Merz Gruppe ihren

Maschinenpark auf total 18 CAT Maschinen.

Der neuste CAT-Zugang im Merz-Betrieb hat ein

Einsatzgewicht von 42 Tonnen und bringt dank CAT

Acert Motor mit 270 PS die nötige Leistung um die

Maschine im Abbruch oder Aushub wirtschaftlich zu

betreiben. Der Ausleger kann mittels einer hydraulischen

Verriegelung gestreckt oder geknickt werden, was

dem Maschinisten eine individuelle Anpassung an

die jeweiligen Arbeitsbedingungen ermöglicht.

Das neue CAT-Modell bringt viele Vorteile mit sich.

Alleine mit der Tiefbauausrüstung kann bei gestrecktem

Arm auf einer Höhe von ca. 11m mit einem 4 Tonnen

Werkzeug gearbeitet werden, die Maschine lässt

sich in diesem Zustand sogar um 360° drehen. Der

DEM50 ist ausserdem mit einer 18m Langfront

ausrüstbar, welche mit Zusätzen auf 21 oder 23 Meter

erhöht werden kann. Auch auf dieser Höhe kann

noch problemlos mit einem 3,5 Tonnen Werkzeug

gearbeitet werden. Ein Druckluftreinigungssystem,

welches von der Kabine aus bedienbar ist, erleichtert

das Reinigen der Dachscheibe und garantiert eine

stets gute Sicht nach oben, im Rückbau Gold wert.

Der CAT DEM50 wird in Zusammenarbeit mit der Firma

Demlone gebaut. Die Transportbreite ist inklusive

600mm Platten unter 3,2m. Um die Werkzeuge

effizient wechseln zu können wurde der CAT DEM50

mit einem OilQuick-Wechselsystem ausgerüstet. ■

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ORT:

HAMBURG,

DEUTSCHLAND

MARINEMARKTSEGMENTE:











STARKES ENGAGEMENT FÜR EINE

NACHHALTIGERE ZUKUNFT

Als weltweit führender Hersteller von

Industrieausrüstung treibt Caterpillar den Fortschritt

rund um den Globus mit den legendären gelben

Maschinen voran, die das Markenzeichen Cat® tragen.

Während Cat Maschinen seit Langem massgeblich

daran beteiligt sind, der Festland-Infrastruktur

erdumspannend eine neue Gestalt zu geben, haben

Cat Antriebe der internationalen Schiffbauindustrie

im Verlaufe der letzten 80 Jahre zu deutlich höherer

Geschwindigkeit und Effizienz verholfen.

Caterpillar Marine Power Systems (CMPS), deren

Zentrale sich in Hamburg (Deutschland) befindet,

versorgt von hier aus Kunden in aller Welt mit

richtungsweisenden Marinelösungen und darauf

zugeschnittenen Dienstleistungen. Werke in zahlreichen

Ländern fertigen Haupt- und Nebenantriebe sowie

Bordaggregate für die seegehende Schifffahrt, für

Binnen- und Küstenschiffe, aber auch für Motorjachten

und Rennboote. CMPS hat sich zu einem innovativen

Marktführer entwickelt und bietet den Kunden ein

breites Motorenspektrum der Marken Cat und MaK. Das

Cat Lieferprogramm umfasst Hauptantriebsmotoren

von 93 bis 5’650 kW, Hilfsantriebsmotoren von

162 bis 5’420 kW und Stromaggregate von

11 bis 5’200 kW. Bei der MaK Produktlinie der

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mittelschnell laufenden Haupt- und Hilfsantriebsmotoren

sowie Bordstromaggregate reicht die Leistungsspanne

von 1’020 bis 16’000 kW. Dank dieser umfassenden

Palette deckt CMPS den Bedarf unterschiedlichster

Wasserfahrzeuge ab − von Fracht-, Fahrgast- und

Fischereischiffen über Militär- und Spezialschiffe bis zu

Sport- und Freizeitbooten. Zudem werden beispielsweise

Schwimmbagger und Bohrplattformen ausgerüstet.

NICHT NUR MOTOREN, SONDERN AUCH KOMPLETTLÖSUNGEN

In den vergangenen 80 Jahren hat die Komplexität der

Betriebsabläufe, die von den Kunden zu bewältigen

sind, erheblich zugenommen. Diese Tatsache veranlasste

CMPS, das Angebot stärker zu diversifizieren, um den

Industriebedürfnissen besser gerecht zu werden.

David Surroca, Regionalvertriebsleiter für Europa,

Afrika, Nahost und GUS, bestätigt den Trend des

Verkaufsgeschäfts weg vom traditionellen Dieselmotor

zu mehr und mehr Komplettlösungen. Als Beispiel führt

er das Offshore-Segment an, das heute immer noch

die eher konventionelle Erdöl- und Erdgasförderung,

aber mittlerweile auch die relativ neuen Windkraftparks

umfasst. „Offshore-Installationsschiffe für den Einbau

von Windturbinen weisen eine extrem komplizierte

Konstruktion auf und erfordern leistungsstarke

Antriebe. Aufgrund der enormen Komplexität und

Größe solcher Projekte wird von CMPS häufig die

Lieferung vollständig integrierter Systeme erwartet.

Das kann Dieselstromaggregate, dieselelektrische

Bordstromversorgung, Propellersysteme und sämtliche

Onboard-Navigations- und Kommunikationssysteme

einschließen“, sagt Surroca. „Damit kommen wir den

Wünschen unserer Kunden sehr entgegen. Neben den

mittelschnell laufenden MaK Motoren in seegehenden

Handelsschiffen offerieren wir auch Systemlösungen

für Spezialwasserfahrzeuge wie Kabel-, Mannschafts-

und Instandhaltungsschiffe. Bei diesen Anwendungen

installieren wir normalerweise schnell laufende

Cat Motoren und dementsprechende Systeme.“

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Home


Online-Community:





Doch CMPS hat nicht nur das Produktangebot

an die Marktänderungen angepasst. Wie Surroca

berichtet, geht man auch mit segmentspezifischen

Strategien und Mitarbeiterteams auf das vielschichtige

Schiffsmotorengeschäft ein. „Wir haben zur Kenntnis

genommen, dass kein Kunde dem anderen gleicht. Daher

müssen wir unserer in unterschiedlichsten Umgebungen

arbeitenden Kundschaft die Sicherheit geben, dass sie

von uns auch für außergewöhnliche Anwendungen

maßgeschneiderte Produkte und Services erhält“,

betont Surroca. „Um den Kunden in jedem Einzelfall

maximale Kompetenz garantieren zu können, haben

wir uns weltweit erfolgreich bemüht, hoch qualifizierte

Experten in unser Team aufzunehmen − ausgewiesene

Spezialisten, die genau wissen, wie wir unseren Kunden

zu noch größerem Geschäftserfolg verhelfen können.“

DAS STREBEN NACH SAUBERER ENERGIE

Surroca hat ganz bewusst das wachsende Marktsegment

der Offshore-Windenergie angesprochen. In Europa

weist diese aufstrebende Industrie eine der höchsten

Zuwachsraten in einem Teilbereich des Marineumfelds

auf. Das gilt besonders für Großbritannien und

Deutschland, denn in beiden Ländern sind neue

Offshore-Bauprojekte durch rasche staatsbehördliche

Genehmigungen wesentlich beschleunigt worden.

„Der Offshore-Energiemarkt ist ein hochinteressantes

neues Segment mit innovativen Technologien und

dem vorrangigen Ziel, nachhaltige Lösungen für die

„Wir bieten Support, Kompetenz,

Infrastruktur und Service“

Stromerzeugung zu entwickeln“, erläutert Surroca.

„Unsere segmentorientierte Marschroute hat es uns

ermöglicht, erstklassige Lösungen zu erarbeiten.

Damit können unsere Kunden erfolgreich die strengen

Emissionsrichtlinien erfüllen und die Nachhaltigkeit ihrer

Offshore-Windparkaktivitäten insgesamt verbessern.“

EINE HAUPTROLLE IM EXPANDIERENDEN MARKT ÜBERNOMMEN

Im Jahr 2000 als Ein-Mann-Unternehmen gegründet,

war die dänische Firma A2SEA einer der ersten Anbieter

von Transport-, Installations- und Servicelösungen für

die Offshore-Windparkindustrie. Inzwischen spielt der

Betrieb eine Hauptrolle in diesem Bereich und unterhält

eine eigene Flotte, bestehend aus Spezialschiffen mit

den Namen Sea Power, Sea Worker, Sea Energy und

Sea Installer. Bei „Sea Installer“ handelt es sich um die

neueste Installationsschiff-Generation, die gerade in

China gebaut und demnächst vom Stapel gelassen

wird. Konstruiert von der niederländischen Firma

GustoMSC, soll das Schiff die Windturbinen-Installation

unter den erschwerten Bedingungen in Tiefwasser-

Offshore-Windkraftparks übernehmen. Sechs MaK

Diesel-Generatoraggregate 9M25C mit jeweils 2’880 ekW

sorgen für den dieselelektrischen Antrieb des Schiffs.

„Im Rahmen eines derartigen Projekts arbeiten wir

bereits in einer frühen Konstruktionsphase eng mit dem

Kunden zusammen. Wir bieten Unterstützung während

der Durchführbarkeitsstudie, machen uns mit den

wichtigsten Leistungskriterien des Schiffs vertraut und

schlagen eine kundenspezifische Lösung passend zu den

Schiffsanforderungen vor“, erläutert Alexander Kohse,

Marktsegmentmanager für Offshore-Windkraftanlagen.

„Üblicherweise nimmt das Projektmanagement sechs

bis zwölf Monate in Anspruch. Dazu gehört auch die

Anwendungs- und Installationsunterstützung bis

zum Projektabschluss. Konstruktion und Bau eines

solchen Schiffes sind wirklich ein globales Ereignis,

das bestens im weltweiten Netzwerk von Caterpillar

und Caterpillar Schiffsmotorenhändlern aufgehoben

ist. Wir können Support, Kompetenz und Infrastruktur

in jeder Projektphase einbringen − bei Entwurf,

Konstruktion, Inbetriebnahme und Kundendienst.“

Kohse merkt an, dass sich Caterpillar schnell als einer

der führenden Lösungsanbieter auf dem Offshore-

Windenergiesektor etabliert hat. „Wir sind jedes

Jahr an mehreren Projekten dieser Größenordnung

beteiligt und betreuen gleichzeitig viele Projekte

für kleinere Schiffe, etwa Mannschaftsschiffe,

die das Personal der Windparks befördern.“

EIN WANDEL IST UNVERMEIDBAR

Das CMPS-Kerngeschäft sind zwar immer noch

Schiffsdieselantriebe und Stromaggregate, doch Kohse

weist darauf hin, dass sich bereits ein Wandel vollzieht −

speziell bei den hoch entwickelten Schiffen im Offshore-

Segment. „Im Hinblick auf das Leistungsvermögen

befassen wir uns mit dieselelektrischen

Antriebssystemen, die aus vier bis acht gekoppelten

Dieselstromaggregaten bestehen und das Schiff bei

allen vorkommenden Betriebsarten in Bewegung

setzen. Mittelfristig erwarten und begrüßen die Kunden

unsere Umstellung zum Systemlieferanten. Doch unsere

Ziele, die Position als führender Technologieanbieter zu

verteidigen und die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit

weiterhin sehr ernst zu nehmen, bleiben unangetastet.

Nur so können wir unseren Kunden zum Geschäftserfolg

bei bestmöglichem Umweltschutz verhelfen.“ ■

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„Für moderne Installationsschiffe

sind MaK Motoren die beste Lösung“

Das 2002 in Dienst gestellte Installationsschiff „Sea Power“ transportiert bis zu drei Turbinen

im Leistungsbereich von 2,3 bis 3,6 MW und kann in Wassertiefen von bis zu 24 m arbeiten

„SEA INSTALLER“ MIT MAK ANTRIEB − STARK, ZUVERLÄSSIG, KOMFORTABEL

Thony Askjaer, Oberingenieur bei A2SEA, fasst zusammen: „Das neue Schiff wird mit sechs MaK Diesel-

Generatoraggregaten 9M25C ausgerüstet sein, die Strom nicht nur für den Antrieb, sondern auch für das gesamte

Bordnetz erzeugen. Die mit 750/min vibrationsarm und leise laufenden MaK Einheiten überzeugen durch hohe

Leistung und große Zuverlässigkeit − nicht zuletzt, weil sie 40% weniger bewegliche Teile aufweisen als konventionelle

Dieselmotoren. Daher ist das Schiff auf einem sehr hohen Leistungsniveau angesiedelt und bietet erheblich

mehr Aufenthaltskomfort für die Mannschaft. Außerdem gestattet uns das aufgeräumte Deck die gleichzeitige

Installation von bis zu zehn Windturbinen. Wenn wir ‚Sea Installer‘ im Sommer in Dienst stellen, wird sich zeigen,

dass dieses Schiff ein spürbares Produktivitätsplus für unsere Offshore-Windparkkunden mit sich bringt.“

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19


ORT:

BORDEAUX,

FRANKREICH

Cat Motorgrader beim Planieren

einer Straße im Tschad

KONTINENTALE LOGISTIK IN AFR

WIE JEAN JAQUES LE MOAL LEUTE IN GANZ AFRIKA ZUSAMMENBRINGT

Sogea Satom, Teil der französischen Vinci

Group, ist ein international führendes und auf

dem gesamten afrikanischen Kontinent tätiges

Bauunternehmen. Aufgrund ihrer Begeisterung

für Afrika haben Geschäftsführer Philippe Chavent

und sein Team eine Firma organisiert, die über

herausragende Erfahrung im Straßenbau und in

der Infrastrukturentwicklung verfügt und seit

langer Zeit Cat Maschinen einsetzt. Wir wollten vom

Logistik- und Flottenmanager Jean Jacques Le Moal

wissen, wie Cat Maschinen und Cat Händler zur

Effizienz und zum Erfolg des Betriebs beitragen.

SEIT WANN UND WIE HAT SICH SOGEA SATOM IN AFRIKA ENGAGIERT?

„In den 1930er Jahren gründete Sogea Satom die

Niederlassung Sidi Bouknadel in Marokko und verlegte

die ersten Wasserversorgungsleitungen nach Rabat.

1948 fand die Betriebseröffnung in Gabun statt

und 1951 wurden die ersten Straßenbauverträge

in Niger und im Tschad unterschrieben.“

„Wir betätigen uns in mehreren Geschäftsbereichen:

Straßenbau und Erdbewegung, Hoch- und

Tiefbau, Wasserbau und Umwelttechnik. Unsere

Einsatzgebiete sind erstens Nordafrika, Westafrika

und Madagaskar, zweitens Äquatorialafrika, drittens

Zentralafrika und viertens Ostafrika. 2011 haben wir

in 22 afrikanischen Ländern gearbeitet und einen

Umsatz von 870 Millionen Euro erwirtschaftet. Rund

53% kamen aus Straßenbau und Erdbewegung,

aber nur knapp 30% aus Hoch- und Tiefbau. Unsere

Belegschaft umfasst annähernd 10’000 Mitarbeiter.“

WELCHE AUSBILDUNG HABEN SIE ABSOLVIERT

UND WELCHE FUNKTION ÜBEN SIE AUS?

„Ich bin gelernter Ingenieur und habe den größten Teil

meines Berufslebens in der französischen Bauindustrie

verbracht. Unter anderem war ich bei der Firma Chantiers

Modernes für die Baustelleneinrichtung zuständig,

inklusive Betriebsanlagen, Werkstätten, Betonzubereitung

und Unterkünfte. Später hat sich mein Interesse mehr

„Bei Caterpillar kann man auf

konstante Qualität vertrauen“

auf internationale Projekte verlagert, insbesondere bei

Sogea Satom. Als Logistikmanager bin ich verantwortlich

für diverse Aktivitäten und Einrichtungen, die sich in

ganz Afrika über große geografische Areale erstrecken.

Im Gegensatz zu Europa werden die Fernstraßen hier

nicht in Baulose unterteilt, sondern man ist immer

für das gesamte Projekt zuständig. Dadurch wird die

Logistik sehr wichtig, denn die Entfernungen sind

größer und die Lieferketten länger. Alles was man

organisiert, muss auf Anhieb klappen. Deshalb bin ich

viel unterwegs − ungefähr 18 längere Reisen pro Jahr.“

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IKA

WELCHE ERFAHRUNGEN HABEN SIE MIT CAT

MASCHINEN IN AFRIKA GEMACHT?

„Unsere Flotte besteht zu 80% aus Cat Maschinen.

Und das ist beileibe kein Zufall, denn in allen von uns

durchgeführten Leistungsvergleichen haben Caterpillar

Produkte die Maßstäbe gesetzt. Man kann einfach

auf konstante Qualität vertrauen − ganz gleich, ob

es sich um Radlader oder Hydraulikbagger handelt.

Bei anderen Fabrikaten war das nicht immer so.“

„Wichtig ist außerdem, dass Caterpillar eine komplette

Produktlinie und einen guten Service anbietet. Wir

haben Werkstätten, zum Beispiel in Bamako (Gabun),

und brauchen dort jederzeit fähige Leute. Im Übrigen

besteht großer Schulungsbedarf für unsere Mitarbeiter.

Wir decken hier 33 Millionen Quadratkilometer ab

und müssen deshalb besonders mobil sein. Ständig

entstehen neue Baustellen, die über kurz oder lang

wieder aufgelöst werden. Das unterscheidet uns

beispielsweise von Bergbaukunden, die vielleicht

20 Jahre an ein und demselben Ort arbeiten. Unsere

eigenen Kompetenzen müssen daher unbedingt

durch einen Cat Händler ergänzt werden.“

SIND SIE MIT DEN CAT HÄNDLERN ZUFRIEDEN?

„Wir arbeiten mit mehreren Cat Händlern in ganz

Afrika zusammen − Tractafric, JA Delmas, Mantrac-

Unatrac, Henri Fraise und andere. Sie wissen genau,

welche Maschinen wir benötigen und wie man sie

gegebenenfalls an unseren Bedarf anpassen kann.

Die Händler reagieren sehr schnell und gehen stets

auf unsere Wünsche ein. Ich kann beispielsweise

von einem Fall in Mali erzählen. Aus bestimmten

Gründen mussten wir dort eine Baustelle stilllegen

und geplante Neumaschinenbestellungen stornieren.

Es war unumgänglich, Maschinen von einem Land ins

andere zu transportieren. Diese Situation erforderte

viel Flexibilität und Entgegenkommen − von uns

und unseren Händlern. Aber genau das ist bei Cat

Händlern eine Selbstverständlichkeit. Zu unserem

Glück, aber auch im Sinne der Händler, gibt es einen

übergeordneten Caterpillar Mittelsmann. Das ist

Vincent Migeotte, der als Großkundenmanager

über Ländergrenzen hinweg interveniert und eng

mit den Cat Händlern zusammenarbeitet.“

„Außerdem hat sich gezeigt, dass Caterpillar alle

Geschäfte auf eine geordnete, logische Weise abwickelt

und in jeder Phase kluge Entscheidungen trifft. Wir

profitieren eindeutig von der engen Partnerschaft

zwischen Caterpillar, Cat Händlern und Kunden.“

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Verkaufsleiter Vincent Colleu,

Geschäftsführer Joel Mikaelian

(JA Delmas), Direktor Jean

Jacques Le Moal (Sogea Satom)

und Hauptgeschäftsführer

Richard Ruspil (Bauwesen

und Gewinnung)

CAT MASCHINENFLOTTE














ZUKÜNFTIGE PROJEKTE (AUSWAHL)







BEI DEN MASCHINEN GIBT ES DERZEIT EINEN

KONTINUIERLICHEN EVOLUTIONSPROZESS. WIRKT

ER SICH AUF IHRE ARBEIT IN AFRIKA AUS?

„Für uns verlief diese elektronische Evolution reibungslos

und progressiv. Die Änderungen erfolgten schrittweise

und waren auf den praktischen Einsatz zugeschnitten.

In einigen afrikanischen Ländern existieren keine

Richtlinien oder Gesetze für Abgasemissionen.

Trotzdem stellt Caterpillar sicher, dass die Maschinen

der Stufe III entsprechen. In Burundi haben wir

Accugrade an einem Cat Motorgrader 14M eingesetzt.

Diese Maschinensteuerung ist natürlich nachrüstbar

und funktioniert hervorragend. Unsere Fahrer durften

an einem Training im Caterpillar Schulungs- und

Vorführzentrum Malaga in Spanien teilnehmen, sodass

sie Accugrade jetzt auch selber installieren können.“

WIE SCHÄTZEN SIE IHRE GESCHÄFTLICHE ZUKUNFT IN AFRIKA EIN?

„Die chinesischen Wettbewerber sind sehr stark,

„Wir erwarten ein weiteres

Wachstum von mindestens 10%“

doch Caterpillar und Cat Maschinen bieten uns zwei

wichtige Vorteile: innovative Arbeitsmethoden und

effektive Anpassung an die regionalen Bedingungen.

Analog zur Fußballersprache könnte man sagen,

dass wir in einer ganz anderen Liga spielen als die

Konkurrenz. Durch das Zusammenwirken von Sogea

Satom, Caterpillar Qualität und Cat Händlern können

unsere Kunden darauf vertrauen, dass ihre Aufträge

fachgerecht und pünktlich erledigt werden. Daher

bleiben wir zuversichtlich, das prognostizierte

Geschäftswachstum von 10% bis 15% zu erreichen.“

NACHHALTIGKEIT IST EIN WICHTIGES THEMA BEI IHREN EINSÄTZEN.

WIE GEHEN SIE DAMIT UM?

„Ganz unterschiedlich. Das hängt auch von der jeweiligen

Kommune ab. Wenn wir Camps einrichten, verwenden

wir dafür Fertigbauelemente. Die Gebäude werden

später von den Gemeinden als Schulen und/oder

Krankenhäuser benutzt. Und unsere Maschinen werden

vielfach vor Ort repariert. So haben wir Werkstätten in

>>

Bamako (Äquatorialguinea), die Reparaturen ausführen

und Motoren überholen. Ungefähr ein Viertel unserer

Maschinenflotte wechselt den Standort nach Bedarf über

Ländergrenzen hinweg. Ist kein Umsetzen notwendig,

werden die Maschinen repariert und örtlich oder weltweit

über die Gebrauchtmaschinenmärkte verkauft.“

„Unser Personal besteht zu 90% aus Afrikanern, die

wir regional ausbilden. Für diesen Zweck schließen wir

Partnerschaften mit den Schulen und Universitäten

in der Umgebung. Die Ausbildung der Fahrer und

Mechaniker dauert vier Monate. Weil die Fahrer häufig

wechseln, finden laufend Schulungen statt. Die Techniker

bleiben meistens länger bei uns. Sie gehen mit auf

die Baustellen, und wir lassen sie dort direkt von den

Servicetechnikern der Cat Händler einarbeiten. Es kommt

auch vor, dass die Händler eigene Fahrer abstellen.“

ZUM ABSCHLUSS: WAS GEFÄLLT IHNEN AN IHRER ARBEIT AM BESTEN?

„Die Tatsache, dass ich mich oft an weit abgelegenen

Orten aufhalte. Das bedeutet, ich muss jeden einzelnen

Logistikschritt von Anfang bis Ende organisieren.

Diese Vielfalt motiviert mich auf eine Art und Weise,

die man in Europa so nicht erleben kann. Ich genieße

diese Mannigfaltigkeit − sie ist einfach unschlagbar.“

Herr Le Moal hat seinen Arbeitsplatz inzwischen

an Herrn Lahuppe übergeben und sich neuen

Aufgaben zugewendet. Er befasst sich jetzt mit

der technischen Unterstützung in Afrika und dem

Materialmanagement in den French Overseas

Departments and Territories (DOM/TOM). Doch sein

Ruhestand rückt langsam aber sicher in greifbare Nähe. ■

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