T Magazin Winter 2010 - Fahrerclub

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T Magazin Winter 2010 - Fahrerclub

AUSGABE 2 2010 WWW.CAT.COM

CAT MAGAZINE

HJERKINN / NORWEGEN:

SCHWERER EINSATZ,

DOCH DIE KABINE

BLEIBT LEER

CATERPILLAR INDUSTRIEDESIGN:

VON DER EVOLUTION ZUR REVOLUTION

VON MEKKA NACH MEDINA / SAUDI-ARABIEN:

DER WEG WIRD GEBAHNT


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DIE ZUKUNFT GESTALTEN

MIT FERN-

STEUERUNGEN


Ein öder, subarktischer Landstrich mitten in Norwegen.

Der knickgelenkte Cat Muldenkipper 730 fährt langsam

auf eine weitläufige Dammaufschüttung zu, wo bereits

eine andere Cat Maschine – ein Hydraulikbagger

324D – darauf wartet, ihn zu beladen. Kaum hat sich

der 730 neben dem Bagger in Position manövriert,

beginnt das Beladen mit ausgehobener Erde. Eine

scheinbar völlig normale Baustelle. Erst beim Blick

in die Fahrerkabinen fällt auf, dass keine Menschen

anwesend sind. Tatsächlich steuern die Fahrer ihre

Cat Maschinen von einem Kontrollraum aus, der sich

in einem drei Kilometer entfernten und etwas erhöht

stehenden, modifizierten Stahlcontainer befindet.

Was mag der Grund für die ungewöhnliche

Arbeitsmethode sein? Ihren Anfang nahm diese

Geschichte bereits vor 87 Jahren, dennoch

könnte sie durchaus geeignet sein, in den

kommenden Jahren den Betrieb von Maschinen

in gefährlicher Umgebung zu verändern.

weiter

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Der Nationalpark Dovre - er

wurde 2003 gegründet - erstreckt

sich über ein Areal von 289

km 2 in Höhenlagen von 1000

bis 1700 m. Heimisch sind hier

wildlebende Rentiere und

Europas einzige Herde der

seltenen Moschusochsen

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SCHWERER EINSATZ,

DOCH DIE KABINE

BLEIBT LEER

ZURÜCK ZUR NATUR

Der Nationalpark Dovre bedeckt eine Fläche

von 289 km 2 und wird jedes Jahr von tausenden

Menschen besucht. Eine Zone ist für Besucher

allerdings absolut tabu – der Schießplatz Hjerkinn.

Im Jahr 1923 wurde der 165 km 2 große Platz zu

Militärgebiet erklärt und bis Ende 2008 für diesen Zweck

genutzt. Nach der Schließung mussten die rund 50.000

verbliebenen Blindgänger geborgen und das Gelände in

seinen natürlichen Urzustand zurückversetzt werden.

Inzwischen hat sich die norwegische Firma Brødrene

Gjermundshaug Anlegg AS der Sache angenommen.

1949 gegründet, erwarb sich das Unternehmen im

Laufe der Zeit besonderes Vertrauen, wenn es um

heikle Projekte ging. Der heutige Eigentümer und

Geschäftsführer Jan Inge Gjermundshaug sagt: „Wir

suchen seit der Geschäftsgründung durch meinen Vater

immer wieder nach neuen Herausforderungen. Neben

anderen Kunden, haben wir deshalb auch schon mehrere

Jahre für die norwegische Armee gearbeitet. Mit diesem

aktuellen Projekt wurde die Tradition fortgesetzt.“

Zum ersten Abschnitt der Wiederherstellung, die

2011 beendet sein soll, gehört das Abräumen

von 80.000 m 3 Erde der beiden hinter der

Artilleriezone gelegenen Dammaufschüttungen,

die möglicherweise Unmengen scharfe Munition

enthalten. In weiteren Abschnitten wird dann die

Rückgewinnung der früheren Bombenabwurfzone

und der Rückbau von 90 km Straßen erfolgen.

Bei diesem Projekt sind vier Cat Maschinen

eingesetzt. Ein Hydraulikbagger 324D lädt das

ausgehobene Erdreich auf zwei knickgelenkte

Muldenkipper 730, die es zu einer fünf Kilometer

entfernten, ehemaligen Kiesgrube transportieren.

Ein Hydraulikbagger 312D baut das Material ein. Falls

bei diesen Arbeiten Blindgänger auftauchen, werden

die jederzeit erreichbaren Sprengstoffexperten

der norwegischen Armee hinzugezogen.

„Wegen der großen Gefahr“, sagt Jan Inge, „war

uns klar, dass ein normaler Maschinenbetrieb

nicht in Frage kam. So haben wir uns an die

Entwicklung einer Fernsteuerung gemacht.“

ENGE ZUSAMMENARBEIT

Die Fernsteuerung musste zum Startschuss des

Projekts am 10. August letzten Jahres funktionsfähig

sein. An der Entwicklung beteiligten sich neben

Brødrene Gjermundshaug auch der norwegische

Cat Händler PON Equipment, der Elektronikspezialist

Cavotec and Data Equipment sowie die Experten

für Videotechnologie Specto Remote.

Kai Ronny Løvtjernet von PON Equipment spinnt

den Faden weiter: „Unsere Zusammenarbeit mit

Brødrene Gjermundshaug besteht seit langer Zeit. Das

Unternehmen hat seine erste Cat Maschine Mitte der 50er

Jahre angeschafft und besitzt heute über 20 Maschinen.

Weil die für dieses Projekt vorgesehenen Muldenkipper

und Hydraulikbagger sowohl konventionell als

auch fernsteuerbar sein mussten, sind sie in der

Standardversion Baujahr 2009 ausgeliefert worden. Alle

Umbauten an den Hydrauliksystemen haben dann die

Servicetechniker von Gjermundshaug vorgenommen.“

„Zwischen uns und PON Equipment besteht ein gutes,

enges Verhältnis, um unsere Maschinen am Laufen zu

halten“, bestätigt Werkstattleiter Håvard Tronsmoen.

„Die Entscheidung für Cat Maschinen fällt uns leicht.

Wenn man Cat Produkte hat, kann man ruhig schlafen.


Beobachten Sie ferngesteuerte Maschinen im Einsatz

www.mycattv.com/remote

Wir nutzen unsere Maschinen drei bis fünf Jahre

und wenden viel Zeit für die Instandhaltung auf. Wir

wissen, dass sie einen guten Wiederverkaufswert

erzielen – was nicht auf jedes Fabrikat zutrifft.“

„In diesem Fall“, fügt er hinzu, „war es gar nicht so

schwierig, die Hydraulik der Cat Maschinen an die

Fernsteuerung anzupassen, obwohl die elektrische und

elektronische Vernetzung länger dauerte, als wir dachten.“

ENTFERNUNGEN ÜBERWINDEN

Die Fernsteuerung setzt sich aus vier Grundelementen

zusammen. Maschinenseitig besteht sie aus

einer Kombination von Elektronik-Bauteilen – die

sogenannte Cat Blackbox – und Hydraulikventilen. Vier

Fernsteuerkonsolen im Stahlcontainer sind vollständig

mit Joysticks, Instrumententafeln und Pedalen

ausgestattet – so wie man sie auch in der Maschine

vorfindet. Eine leistungsfähige Datenfernübertragung

verbindet die Fahrer mit den Maschinen und ermöglicht

eine präzise Ansteuerung aller Funktionen bis zu einer

„Es war ein Lernprozess für

uns alle – neue Maschinen,

neue Arbeitsmethoden.“

Jan Inge Gjermundshaug

Entfernung von sechs Kilometern. Zudem werden

die Fahrer durch ein hochauflösendes Videosystem

beim akkuraten, sicheren Betrieb unterstützt.

Die Entwicklung machte weniger Probleme als

erwartet. Tore Andreassen von Data Equipment

sagt: „Datenübertragung und Empfangstechnologie

klappen bestens, obwohl wir sie wegen der Entfernung

etwas ‚strecken‘ mussten. Die an den Muldenkippern

montierten Antennen waren dagegen eine

Herausforderung, weil sich ihre Distanz und ihr relativer

Winkel zu den stationären Kontrollraumantennen

ständig ändert. Als Lösung des Problems haben wir

Gyroskope an Muldenkippern und Hydraulikbaggern

angebracht, sodass mobile und stationäre Antennen

im optimalen Winkel zueinander stehen.“

Data Equipment musste sich auch mit Störungen durch

militärische Signale befassen. Der von einem in der Nähe

befindlichen Militärposten erzeugte Rauschpegel machte

entsprechende Antennenabschirmungen erforderlich.

weiter

JAN INGE GJERMUNDSHAUG,

Eigentümer und Geschäftsführer

der Brødrene Gjermundshaug

Anlegg AS: „Wir suchen und

finden immer wieder neue

Herausforderungen.“

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Fahrer steuern ihre Maschinen

aus der Ferne über

maschinenseitig installierte

Antennen und Videokameras

Für Specto Remote erwies sich die notwendige

Datenübertragungsrate als Hauptproblem. Die Rate

musste groß genug sein, um Verzögerungen bei der

Übertragung hochaufgelöster Bilder der acht Kameras an

jeder Cat Maschine zu vermeiden. In der Praxis ergaben

sich keine Schwierigkeiten beim Umsetzen dieser

kritischen Anforderung, aber zukünftig will man das

System mit 3D-Video noch fahrerfreundlicher machen.

Die endgültige Beurteilung bleibt natürlich den

Fahrern vorbehalten. Håvard Thoresen, einer der Vier

im Kontrollraum, hat mehr als 16 Jahre Berufserfahrung

und ist der Meinung, dass er immer noch einen der

besten Jobs der Welt ausübt. „Es war eine ungewöhnliche

Erfahrung“, sagt er, „hier in einem Stahlcontainer zu sitzen,

während die tatsächliche Arbeit kilometerweit entfernt

stattfindet. Wir haben ungefähr zwei Wochen gebraucht,

um uns an die neue Arbeitsmethode zu gewöhnen.

Anfangs war es etwas schwierig, alles unter Kontrolle

zu behalten, aber jetzt gibt es keine Probleme mehr.“

EINE INVESTITION IN DIE ZUKUNFT

Sieht Jan Inge Gjermundshaug über dieses Projekt hinaus

eine Zukunft für Cat Maschinen mit Fernsteuerung?

Seine nachdrückliche Antwort: „Selbstverständlich.

Denken Sie nur an die vielen Gegenden, in denen das

Arbeiten Gefahren birgt. Die Öl- und Gasindustrie zum

Beispiel oder kürzlich erst der Bau eines Kraftwerks,

bei dem die Maschinen im Tunnel arbeiten mussten.

Die Decke brach zusammen und ein Mensch wurde

getötet. Mit Fernsteuerung wäre das nicht passiert.

Sicher haben wir viel Zeit und Geld in die Entwicklung

dieser Fernsteuerung gesteckt, dennoch bin ich

überzeugt, dass wir in den kommenden Jahren den

Lohn für unsere Bemühungen erhalten werden.“ n


WARTUNGSTIPPS

UM DIE LEBENSDAUER UND PRODUKTIVITÄT

VON MASCHINEN ZU MAXIMIEREN

Durch regelmäßige Inspektion und

Wartung – wie im Betriebs- und

Wartungshandbuch des jeweiligen

Hydraulikbaggers vorgeschrieben –

können Maschinenausfallzeiten auf ein

Minimum reduziert werden. Potenzielle

oder bisher unbemerkte Probleme lassen

sich rechtzeitig beheben, sodass die

Vorhalte- und Betriebskosten sinken. Auf

dieser Seite geben wir Ihnen nützliche

Tipps für die sichere und effektive

Erledigung von Wartungsarbeiten.

INSPEKTIONS-VORBEREITUNG

1: ABKÜHLEN LASSEN

Aus Sicherheitsgründen darf der

Kühlerverschlussdeckel nur bei

kaltem Dieselmotor abgenommen

werden. Daher den Kühlmittelstand

erst prüfen, wenn sich der Motor

vollständig abgekühlt hat.

2: SICHEREN STAND VERSCHAFFEN

Stellen Sie die Maschine in der normalen

Serviceposition ab und denken Sie daran,

sich beim Auf- und Absteigen immer an

mindestens drei Punkten festzuhalten.

3: AN DIE SICHERHEIT DENKEN

Während der Wartungsarbeiten stets

ein Warnschild am Startschalter der

Maschine anbringen, damit sie nicht

versehentlich in Gang gesetzt wird.

INSPEKTION IM UNTEREN MASCHINENBEREICH

TIP 2: DON’T GET TOO CLOSE

4: FÜR SAUBERKEIT SORGEN

Vor dem Prüfen der Füllstände unbedingt

die Umgebung von Messstäben,

Verschlussdeckeln und -schrauben

sauberwischen, damit kein Schmutz

in die Öffnung eindringen kann.

INSPEKTION IM MITTLEREN MASCHINENBEREICH

5: VOLLSTÄNDIGKEIT PRÜFEN

Kontrollieren Sie bei der Inspektion

des Kabinen-Innenraums

auch, ob ein Betriebs- und

Wartungshandbuch vorhanden ist.

HYDRAULIKBAGGER

INSPEKTION IM OBEREN MASCHINENBEREICH

TIP 2: DON’T GET TOO CLOSE

6: AUF GENAUIGKEIT ACHTEN

Prüfen Sie nicht nur den

Zustand von Turbolader

und Luftfilter, sondern

vergewissern Sie sich

ebenfalls, dass der

Wartungsanzeiger

des Luftfilters genau

funktioniert (siehe

Betriebs- und Wartungshandbuch).

7: KEILRIEMEN IM SATZ ERNEUERN

Wechseln Sie Keilriemen generell

satzweise aus, selbst wenn nur einer

der Riemen, die gemeinsam über eine

Riemenscheibe laufen, defekt sein sollte.

8: DRUCK ENTWEICHEN LASSEN

Vorm Inspizieren des Hauptsteuerblocks

zuerst das Hydrauliksystem drucklos

machen. Dazu den Schlüssel-Startschalter

in Position „Ein“ drehen, aber nicht den

Motor starten. Dann die Joysticks bis

zum Anschlag durch alle Stellungen

bewegen. Startschalter wieder in Position

„Aus“ zurückdrehen. Anschließend den

Batteriehauptschalter auf „Aus“ stellen.

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DIE TREIBENDE KRAFT FÜR

HÖHERE PRODUKTIVITÄT

WIE CAT TECHNOLOGIE IHNEN VORTEILE VERSCHAFFT, DIE WEIT ÜBER DIE EINHALTUNG

DER VERSCHÄRFTEN EMISSIONSGRENZWERTE HINAUSGEHEN

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Tana Utley ist immer in Eile. Als Caterpillar Chief

Technology Officer und Vizepräsidentin des Product

Development Center of Excellence in Peoria (Illinois/

USA) treibt sie die Entwicklung aller neuen Cat

Maschinen voran. Und mit den neuen, strengeren

Stufen IIIB (2011) und IV (2014) der EU-Emissions-

Richtlinien muss sie über 350 neue Cat Produkte in

nur vier Jahren einführen. Was gibt ihr die Kraft, und

wie wird der von ihr kontrollierte Entwicklungsprozess

zu noch produktiveren Cat Maschinen führen?

KONZENTRATION AUF DIE STRATEGIE

In Tanas Adern fließt gelbes Cat Blut. Als sie noch

klein war, trat ihr Vater eine Stelle als Ingenieur bei

Caterpillar an und sie folgte ihm 1986. „Ich wollte nie

Ingenieur werden“, sagt sie. „Ich interessierte mich

sehr für Musik, habe dann aber meine Meinung

geändert. Mir war Vielseitigkeit in Verbindung mit

einem interessanten Beruf wichtiger geworden. Ich

war überzeugt, im Ingenieursjob beides zu finden.“

Im Laufe der Jahre haben sich die Probleme, mit denen

sie konfrontiert wurde, geändert. Als Ingenieurin

arbeitete sie an individuellen Produkten. Ihre jetzige

Funktion ist mehr strategisch ausgerichtet und zielt

auf Technologien ab, die Caterpillar Kunden den

größten Nutzen bringen. Und eine ihrer stärksten

Herausforderungen sind indes die schon erwähnten,

schärferen Richtlinien, die für Off-Highway-

Dieselmotoren Stickoxid-Minderungen von bis zu 87%

und Partikel-Reduktionen von bis zu 95% vorschreiben.

ENTWICKLUNGSZIEL PRODUKTIVITÄT

„Unsere Kunden“, sagt Tana, „wollen Erde

bewegen und sich nicht mit Richtlinien belasten.

So konzentrieren wir unsere Entwicklung ganz

eindeutig auf überzeugende Kundenvorteile. Das

heißt, unsere mit EU-Stufe IIIB bzw. IV konformen

Maschinen müssen ein Produktivitätsplus bieten.“

„Konzentrierte 24-Stunden-Tests

kompletter Maschinen verbessern die

Entwicklungs-Effizienz drastisch.“

„Einige der Technologien sind neu, aber der

Schwerpunkt liegt auf dem Verschmelzen von

Technologien, die über die letzten 20 Jahre hinweg

entwickelt wurden. Es geht um Detailarbeit an

Verbrennung, Einspritzung, Luftsystem und Elektronik.

Wir streben eine höhere Systemintegration an, um

die Leistung auf möglichst effektive Art zu nutzen.“

„Die bemerkenswerteste Entwicklung“, fügt sie hinzu, „ist

wohl die neue modulare Cat Abgasnachbehandlungs-

Anlage ‚Clean Emissions Module‘, die sich in rund 24

Versionen für alle Cat Off-Highway-Maschinen eignet

und über 200 separate Schalldämpfer ersetzt.“

PRÜFUNG AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Innovative Auswertungstechnologie spielt eine wichtige

Rolle. Zum Beispiel profitiert die Computersimulation von

leistungsfähigeren Rechnern, sodass die Konstrukteure

potenzielle Probleme bereits an Prototypen erkennen.

„Wir haben zudem viel in die Komponenten-

Untersuchung investiert“, erklärt Tana. „Ein Motorenwerk,

das Prototypen-Einstellungen vornimmt, arbeitet

an allen sieben Wochentagen rund um die Uhr. Und

wir besitzen einen Rütteltisch, der die stärksten

Vibrationen erzeugt, denen ein Bauteil im praktischen

Einsatz jemals ausgesetzt sein kann. Er simuliert 10.000

reguläre Betriebsstunden in nur 500 Zeitstunden.

„Dann ist da noch unser Entwicklungszentrum in

Peoria (USA) – eine Einrichtung, die jetzt mit einer

großflächigen Innenarena ausgerüstet wurde,

auf der man so gut wie alles steuern kann, sogar

die Bodenfeuchte. Unsere Entwicklungseffizienz

hat sich dadurch drastisch verbessert.“

PARTNERSCHAFT MIT DEN BESTEN

Zu Tanas Aufgaben gehört es auch, weiter voraus zu

schauen. „Wir haben zahlreiche Mitarbeiter, die sich

mit Zukunftstechnologien beschäftigen. Zusätzlich

arbeiten wir in verschiedenen Bereichen mit namhaften

Partnern zusammen. So haben wir schon mit der

NASA kooperiert und behandeln derzeit gemeinsam

mit der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh

das Thema Maschinenautonomie. Die italienische

Universität Parma und wir betreiben zusammen die

Entwicklung eines Videosystems für ferngesteuerte

Maschinen. Ähnliche Kontakte bestehen noch zu vielen

anderen Akademien in verschiedenen Ländern.“

„Ganz gleich, was wir tun und welche Partner wir

haben“, führt sie weiter aus, „es geht stets um ein

klar definiertes Ziel: neue Cat Maschinen entwickeln,

die für unsere Kunden rund um den Globus immer

effektiver und kostengünstiger arbeiten.“ n


TANA UTLEY

Chief Technology Officer und Vizepräsidentin

Product Development Center of Excellence

DER GRIFF NACH DEM MOND

Als Teil des jüngsten Projekts, das der Menschheit

erlaubt, auf den Mond zurückzukehren und dort eine

permanente Basis zu errichten, haben Wissenschaftler

der NASA mit Cat Ingenieuren zusammengearbeitet,

um die Technologie für ein Mehrzweck-Mondfahrzeug

zu entwickeln. Die Einstiegsarbeiten konzentrierten

sich auf einen Cat Deltalader 287C als Plattform zur

Einrichtung von automatischen Maschinenfunktionen

und ihre Integration in bestehende Technologie – zum

Beispiel die 3D-Animation in ein Fernsteuerungssystem.

Eric Reiners, als Cat Manager für Automatisierungstechnik

an diesem Projekt beteiligt, sagt: „Wir haben an einem

System gearbeitet, in dem die drahtlos übertragenen

Daten einen entfernten Fahrer mit 3D-Animationen über

die Maschine und ihre Bewegungen informieren. Das

Ziel ist die ferngesteuerte Mobilität auf dem Mond mit

der zusätzlichen Fähigkeit, infrastrukturelle Aufgaben

zu erledigen. Dabei könnte es sich beispielsweise um

den Bau einer Startfläche, das Verlegen von Kabeln

und Wohnräume unter Tage handeln – alles Dinge,

die man für eine permanente Basis benötigt.

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tRadition veRpflichtet eben

Lahofer Bau im Weinviertel ist ein heimisches Mittelstandsunternehmen, das langsam, aber sicher in die vierte Generation geht.

Da hält man nichts von Experimenten, sondern baut Beziehungen auf, die Jahrzehnte überdauern.

Alles begann 1914. Im ersten Jahr des

ersten Weltkriegs machte sich Rudolf

Lahofer der erste als Maurermeister

im Raum Auersthal selbstständig. Mit

Renovierungen und Sanierungen machte

er seine ersten Umsätze, der Wiederaufbau

nach dem damals häufig auftretenden

Hochwasser spielte eine wichtige Rolle.

RasanteR aufschwung

Der Gründervater verstarb frühzeitig, also

musste Sohn Rudolf der zweite sehr früh –

schon mit 27 – das Ruder übernehmen. Er

erweiterte zusammen mit seinem Bruder

die Firma auf rund 50 Beschäftigte und

wagte sich erstmals aus der Ortschaft

hinaus – für Baufirmen zur damaligen

Zeit ein erstes Zeichen für beginnende

Internationalität. 1961 schließlich wurde

in Gänserndorf ein Grundstück erworben

und ein Technik-Büro installiert – in der

Bezirkshauptstadt muss eine Firma einfach

vertreten sein.

Heute leitet Rudolf Lahofer der dritte

eine Holding mit vier Firmen, die sich mit

dem Baubetrieb, dem Schwertransport

und Kranverleih sowie Transportbeton

beschäftigen. Eine Immobilienfirma

errichtet in der Region Wohnungen und

Häuser und vertreibt diese.

Im Schnitt werden 110 bis 115 Mitarbeiter

beschäftigt, (in Spitzenzeiten kommen

immer die gleichen Leiharbeiter-

Partien dazu) und ca. 60 Maschinen.

Traditionen haben bei Lahofer einen

hohen Stellenwert: Noch heute kommen

alle Kräne im Betrieb von Liebherr, die

Lkw von MAN und die Sonderfahrzeuge

(Betonpumpen etc.) von Mercedes. „Die

MAN sind richtige Baustellen-Lkw, robust

und schwer,“ verrät der Firmenchef hinter

vorgehaltener Hand, „die Mercedes sind ein

bisserl weicher im Chassis.“ Und schwärmt

von ganz alten Zeiten: „Die luftgekühlten

Magirus-Deutz nach dem Krieg, das

waren richtige Panzer, einfach nicht

umzubringen.“

Genauso schwärmt er natürlich für seinen

Baumaschinenlieferanten: „Caterpillar

macht gute Produkte,“ gibt er zu Protokoll.

Nach mehreren Radladern, einem

Künettenbagger und zwei Muldenkippern

(der letzte davon im vergangenen Herbst)

macht er aber momentan Pause bei

den Anschaffungen. „Was Neues kommt

frühestens im Spätherbst 2010,“ vertröstet

er Niederlassungsleiter Harald Semerad

und Verkäufer Gerold Handler auf später.

Denn bei unserem Besuch hatte eisiger

Frost gerade so gut wie alle Aufträge

blockiert und der Aufschwung ließ

ebenfalls noch ein bisserl auf sich warten.

Junge geneRation in den staRtlöcheRn

Mit 59 Jahren bereitet Rudolf der dritte

außerdem langsam den Rückzug vor:

Tochter Regina hat nach Abschluss

des Architekturstudiums auch die

Baumeisterprüfung erfolgreich hinter sich

gebracht, Tochter Birgit ist vor allem im

kaufmännischen Bereich tätig. Die drei

Töchter des Bruders und Mitgesellschafters

Franz Lahofer stehen noch mitten in

der (teilweise auch facheinschlägigen)

Ausbildung. Gleichzeitig wird auf dem

Areal noch ein neues Bürogebäude

errichtet, damit alle schön Platz haben.

Starke Allianz: CAT-Verkäufer Gerold Handler und Niederlassungsleiter

Harald Semerad mit Ing. Rudolf Lahofer und Tochter Birgit

Was sich hingegen in der Lahofer-

Firmengruppe nicht ändern wird, sind wohl

die anderen Traditionen. CAT, Liebherr,

MAN und Mercedes werden wohl diesen

treuen Kunden weiter verwöhnen dürfen. n


VIRTUELLES TRAINING MACHT SICH IN DER

REALITÄT BEZAHLT

Um das verfügbare Leistungspotenzial Ihrer

Maschinen voll auszuschöpfen, benötigen Sie

optimal ausgebildete Fahrer. Zur Praxisschulung

müssen die erforderlichen Maschinen jedoch

vorübergehend aus der Produktion abgezogen

werden. Außerdem ist das Training für Fahrer

und Maschinen nicht ganz ungefährlich. Der Cat

Simulator empfiehlt sich als Problemlöser.

Beim Training auf dem Cat Simulator werden die

angehenden Fahrer mit der Maschinenbedienung

vertraut gemacht, bevor sie in einer realen Maschine

Platz nehmen. Durch verschiedene Übungen erlernen

sie auf virtuelle Art, welche Möglichkeiten die Maschinen

bei unterschiedlichsten Einsatzbedingungen bieten.

Die Verbindung von simulierten Einsatzorten und

realistischen Bedienelementen vermittelt praktische

Erfahrungen ohne die Risiken und Kosten einer direkten

Einweisung auf der Maschine. Darüber hinaus lässt sich

der Simulator auch für routinierte Fahrer nutzen, die

ihre Fähigkeiten erweitern und verfeinern möchten.

Nach dem ersten Kennenlernen der Bedienelemente

wird das Simulatortraining schrittweise mit

aufeinander aufbauenden Übungen fortgesetzt,

deren Schwierigkeitsgrad kontinuierlich ansteigt.

Erfolgskontrollen nach jedem Lernschritt erlauben die

laufende Beurteilung des erreichten Fortschritts.

SICHERHEIT HAT VORRANG

Die Ausbildung auf einem Cat Simulator gewährleistet

auch mehr Sicherheit für Ihre unerfahrenen Fahrer:

• Schwierige Manövriervorgänge werden bis

zur endgültigen Beherrschung eingeübt

• Das Training findet in einer überwachten,

sicheren Umgebung statt

• Neue Fahrer werden von Anfang an in den

sicheren Umgang mit Maschinen eingewiesen

und routinierte Fahrer können sich

„schlechte Gewohnheiten“ abtrainieren

• Das Simulatortraining kann zu jeder

beliebigen Zeit erfolgen

• Bei Ermüdungserscheinungen entsteht

keine reale Unfallgefahr

AMORTISATION DURCH NIEDRIGERE KOSTEN UND HÖHERE

PRODUKTIVITÄT

Aus der Tatsache, dass keine „Schulungsmaschinen“

aus der Produktion abgezogen werden

müssen, resultieren folgende Vorteile:

• Optimale Produktivität durch höhere

Maschinenverfügbarkeit und effektiveres Training

• Weniger Wartung

• Längere Motorlebensdauer

• Niedrigere Kraftstoffkosten

• Schulung von mehr Fahrern auf mehr

Maschinen ohne Maschinenausfall

Ihr Cat Händler informiert Sie gerne darüber,

wo Cat Simulatoren für Ihren spezifischen

Trainingsbedarf zur Verfügung stehen. n

*Kunde des Cat Händlers Delmas

MEINUNGEN ZUM SIMULATOR

PIETRO BUONO,

SCHULUNGSKOORDINATOR, AREVA

NC / IMOURAREN SA, NIGERIA*:

„Die verschiedenen

Simulatormodule ermöglichen

es uns, die Fähigkeiten

zukünftiger Fahrer im Tagebau

besser einzuschätzen.

Normalerweise absolvieren

sie ein 12-stündiges Training,

sodass wir eine zeitsparende,

aber vor allem sichere Schulung

durchführen können.“

ANGEL LUIS GONZALEZ,

WEITERBILDUNGSBERATER IM

VORFÜHR- UND SCHULUNGSZENTRUM

MALAGA (SPANIEN)

„Das ist eine kostengünstige

Methode der Fahrerschulung.

Zum Beispiel verbraucht

ein Schürfzug 627G rund 60

Liter Kraftstoff pro Stunde.

Bei einer 10-stündigen

Simulatorausbildung des Fahrers

werden folglich die Kosten für

600 Liter Diesel eingespart.“

>> 13

Hier finden Sie weitere Informationen

www.cat.com/simulators


CATERPILLAR INDUSTRIEDESIGN

14

GARY BRYANT

Manager der Caterpillar

Industriedesign-Gruppe

Im ersten von drei Artikeln über die Arbeit der

Caterpillar Industriedesign-Gruppe gehen wir

auf ihre Mission und Motivation ein. Außerdem

beantworten wir die Frage, was die Gruppe

tut, um den Bedürfnissen unserer Kunden in

puncto Erdbewegung gerecht zu werden.

VON DER EVOLUTION

ZUR REVOLUTION

NEUE ERDBEWEGUNGS-METHODEN FINDEN

2004 wurde Gary Bryant, Chef des Caterpillar

Industriedesign-Teams, beauftragt, dem „Global Brand

Identity Council“ sein neuestes Projekt vorzustellen.

Als „Breaking New Ground“ bezeichnet, gab dies

einen Ausblick auf das mögliche Erscheinungsbild

von Cat Maschinen in den Jahren 2014 und 2020.

Am Ende seines Vortrags herrschte einen Moment

lang bedrückendes Schweigen – bis Stu Levenick,

Präsident der Caterpillar Gruppe und Vorsitzender des

„Global Brand Identity Council“, die Stille unterbrach:

„Gary, so lange dürfen wir nicht warten. Diese neuen

Designvorschläge müssen wir schneller umsetzen.“

Damit war das oberste Ziel des Teams festgelegt.

Mit Stammsitz in Peoria, existiert die Gruppe bereits

seit mehr als 50 Jahren. Sie besteht aus einem Team

hochqualifizierter, erfahrener Designer und bietet

einen umfassenden Industriedesign-Service an – von

der kontinuierlichen Evolution bestehender Produkt-

Baureihen bis hin zu kreativen Ideen und Konzepten.

Die Gruppe verknüpft technische Aspekte der

Maschinenkonstruktion mit dem Maschinendesign


und ist in der Lage, direkt von der Arbeit an einzelnen

Maschinen auf die Schöpfung neuer „Maschinenfamilien“

mit unverkennbarer Caterpillar Identität umzusteigen.

Gary erklärt: „Wir beschäftigen uns mit allem und jedem,

von der Formgebung eines neuen Schalters bis zur

Gestaltung der kompletten Außenansicht einer Maschine.

Häufig betrachtet man uns als Stylisten, aber in der

Praxis verbinden wir Kunst mit Konstruktionstechnik.

Und wir nehmen grundsätzlich keine externe

Designberatung in Anspruch, damit alles, was wir tun,

der Caterpillar Kultur und Gemeinschaft entspringt.“

Er unterstreicht die Zielstrebigkeit ihres gesamten

Schaffens: „Egal, ob wir an aktuellen Produkten

arbeiten oder in die Zukunft schauen, unsere Aufgabe

besteht darin, produktivere, kostengünstigere

Maschinen herzustellen. Wenn unseren Kunden

dann auch das Styling gut gefällt, umso besser.

Aber das ist nicht unser vorrangiges Interesse. Und

ich glaube, unsere Kunden denken da genauso.“

ERFAHRUNG DER TOTALEN INBESITZNAHME

Zu 85% arbeitet die Gruppe an aktuellen Produkten,

die restlichen 15% werden dem langfristigeren

Denken gewidmet. Verständlicherweise sind es

eben diese 15%, die wegen des futuristischen

Aussehens besondere Aufmerksamkeit erregen. Es

ändert sich jedoch nichts an den Grundsätzen und

Vorgaben der Gruppe, wenn sie Konzepte wie den

hier abgebildeten Muldenkipper präsentiert.

„Sicherheit, Qualität und Produktivität bestimmen

nach wie vor unser Tun“, meint Gary. „Deshalb

verbindet unser 777X-Qualitätskonzept große

Nutzlasten mit überdimensionalen Rädern, um

maximale Fahrsicherheit bei hoher Geschwindigkeit im

Gelände sicherzustellen. Und es ist keine Fahrerkabine

„Wir betrachten Cat Maschinen als

verlängerten Arm des Menschen.“

vorhanden. Denn nur der Fernsteuerbetrieb

bietet optimale Sicherheit für den Fahrer.“

Gary stellt klar, dass die Technologie größtenteils bereits

existiert. „Grundsätzlich muss es möglich sein, unsere

entwickelten Konzepte auch zu produzieren“, sagt er.

„Dabei schauen wir zwei Maschinengenerationen weiter

– das sind nur rund 18 Jahre. Deshalb ist es wichtig, dass

alles was wir produzieren, auch wirklich funktioniert.“

Die Aufgabe der Gruppe reicht jedoch weit über die

einfache Kreation von neuen Versionen aktueller

Maschinen hinaus. Ihr Unternehmensauftrag verlangt

das Konzipieren und Bewerten völlig neuer Methoden,

um den gesamten Erdbewegungsprozess zu managen.

„Während wir weiter vorangehen“, sagt Gary, „wird

sich die Mensch-Maschine-Schnittstelle verändern.

Fernsteuerungen könnten es uns gestatten, mehr

als eine Maschine simultan zu betreiben. Per

Satellit übertragene Steuerinformationen könnten

Maschineneinsätze ermöglichen, die über die Grenzen

des menschlichen Vorstellungsvermögens hinausgehen.

Damit meinen wir nicht nur Maschinen, sondern wir

reden über eine Erfahrung der totalen Inbesitznahme.

Eine Cat Maschine muss so gestaltet sein, dass zukünftige

Fahrergenerationen mit Freude jeden Tag acht bis

zehn Stunden aktiv darin verbringen möchten.

Und wie werden wir das erreichen? Wer weiß, vielleicht

bewegen wir Erde dann nicht mehr mechanisch mit

einer Schaufel, sondern mit Schallwellen. Wäre das

machbar? Natürlich nicht sofort, aber die Modelle

werden sich ändern. Und die Caterpillar Industriedesign-

Gruppe wird helfen, den Weg dorthin zu ebnen.“

In der nächsten Ausgabe des Cat Magazine

stellen wir weitere Designkonzepte vor, die

von der Caterpillar Industriedesign-Gruppe

in letzter Zeit entworfen wurden. n

Dieses D8X-Kettendozerkonzept

weist nicht nur voll integrierte

Laufwerke auf, sondern

auch wahlweise eine

Fernsteuerung oder eine

verschiebbare Fahrerkabine

für optimale Sicherheit und

Sichtverhältnisse (siehe oben)

15


16

DER WEG WIRD

GEBAHNT

ZWISCHEN MEDINA UND MEKKA

Im Jahre 632 führte Prophet Mohammed (Friede sei mit

Ihm) seine Jünger in einer Wallfahrt von Medina nach

Mekka. Seinem Beispiel folgend, pilgern jetzt jedes Jahr

über drei Millionen gläubige Muslime aus aller Welt

nach Mekka. Um ihnen mehr Sicherheit und Komfort

auf dem Hadsch zu bieten, hat die Regierung des

Königreichs Saudi-Arabien vor einiger Zeit

entschieden, die beiden heiligen Städte durch eine

444 km lange Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke

miteinander zu verbinden, die über den Hafen von

Dschidda am Roten Meer verläuft. Schon in drei

Jahren soll die Strecke fertiggestellt sein. Für den

ersten Abschnitt des Haramain-Projektes müssen

mehr als 120 Millionen Kubikmeter Erde bewegt

werden. 180 Cat Maschinen arbeiten mit Hochdruck

in schwierigem Gelände bei glühender Hitze und

aggressivem Staub, um diese enorme Aufgabe zu

bewältigen. Welche Anforderungen stellt dieses

Bauvorhaben und wie hält man die Cat Maschinen

unter solchen Einsatzbedingungen am Laufen?


„200,000m 3 Beton, 2 Millionen Kubikmeter Zuschlagstoffe

und 500.000 m³ Asphalt – alle mit diesem Projekt

verbundenen Zahlen sind höchst beeindruckend“, meint

Mohamed Shouman, Projektleiter des Bauunternehmens

MASCO in Riad. „Die Zeit ist begrenzt. Wir haben im

April 2009 mit den Arbeiten begonnen und die erste

Probefahrt soll 2012 stattfinden. Verzögerungen

können wir uns also nicht leisten. Deshalb haben wir

uns für Cat Maschinen entschieden, denn wir wissen

die Zuverlässigkeit der Geräte und den Service des

hiesigen Cat Händlers Zahid Tractor sehr zu schätzen.

Zahid Tractor sorgt dafür, dass die Maschinen auch

bei extremen Verhältnissen einsatzbereit bleiben.“

weiter

VIEL STAUB IN RAUER UMGEBUNG

In einigen Regionen sind die

Cat Maschinen nicht nur hohen

Temperaturen, sondern auch

einem aggressiven Gemisch

aus feinem Sand und hartem

Vulkangestein ausgesetzt

17


80 CAT MOTORGRADER 14M

stehen im Einsatz, um ein

gleichmäßiges Planum mit einer

Neigung von höchstens 4 Prozent

herzustellen, das den Zügen

eine Höchstgeschwindigkeit

von 360 km/h erlaubt

SCHNELLER WARTUNGS- UND

REPARATURSERVICE

Sechs Stützpunkte hat Caterpillar

Händler Zahid Tractor entlang

der Trasse eingerichtet, damit

die gesteckten Verfügbarkeits-

und Produktivitätsziele

erreicht werden

18

Für das Projekt wurden 40 Kettendozer D9R, 80

Motorgrader 14M und 60 Radlader 966H bestellt.

Die Bahntrasse verläuft durch sehr unterschiedliches

Gelände. Zu über 80 Prozent handelt es sich um relativ

ebene Flächen, deren Bearbeitung keine übermäßigen

Schwierigkeiten bereitet. Im nördlichen Abschnitt –

südlich von Medina – durchquert die Strecke jedoch

hügeliges Terrain, das aus feinem Sand gemischt mit

Geröll und vulkanischen Gesteinsmassen besteht – eine

echte Herausforderung für Erdbewegungsmaschinen,

zumal die hohen Temperaturen eine zusätzliche

Beanspruchung mit sich bringen. Aber dank der

engen Zusammenarbeit zwischen MASCO und Zahid

Tractor ist bisher alles planmäßig abgelaufen.

PARTNERSCHAFT FÜR EFFEKTIVEN SERVICE

Die Beziehung bestand schon, bevor der Zuschlag

erteilt wurde. Mitarbeiter von Zahid Tractor

begleiteten MASCO bei den Besuchen der „Saudi

Railway Organisation“, um den, für eine optimale

Produktivität nötigen, Maschinenbedarf zu ermitteln.

Nachdem der Auftrag vergeben war, lieferte Zahid

Tractor nicht nur die Cat Maschinen für Abschnitt 1

des Projekts, sondern bot auch einen umfassenden

Service auf und außerhalb der Baustelle.

„Unsere Zielsetzung bestand darin“, erklärt Ishtiaq

Malik, Baustellen-Serviceleiter von Zahid Tractor, „die

Wartungseinrichtungen und die Mobiltrupps von

MASCO bei ihren routinemäßigen Wartungsarbeiten

vor Ort zu unterstützen. Wir mussten MASCO

zu maximal möglicher Maschinenverfügbarkeit

und Produktivität verhelfen. Deshalb haben wir

entsprechende Maßnahmen ergriffen, um richtigen

Maschineneinsatz, vorbeugende Instandhaltung

sowie korrekte Handhabung von Ölen und Kraftstoff

sicherzustellen. Wichtig war dabei auch die prompte

Ersatzteilversorgung durch Mitarbeiter von Zahid und

Caterpillar, damit auftretende Probleme umgehend

behoben werden konnten. Das ganze Maßnahmenpaket

war bereits beim Beginn der Arbeiten abgeschlossen.“

„Außerdem haben wir aufgrund der schwierigen

Arbeitsbedingungen das von Zahid Tractor angebotene

Öldiagnose-Programm S.O.S. SM installiert. Die regelmäßig

aus den Maschinen entnommenen Ölproben werden im

Zahid Tractor Labor in Dschidda untersucht. So können

wir rechtzeitig die geeigneten Aktivitäten starten, wenn

es die Analyseergebnisse erfordern. Die Öldiagnose

trägt im Rahmen dieses Projektes mit dazu bei, die beste

Maschinenverfügbarkeit und Produktivität zu erreichen.“

Zahid Tractor kümmert sich auch um die Schulung der

Fahrer. Mansour Sallam AL-Absi, Abschnittsleiter bei

MASCO und für eine der schwierigsten Streckenteile

zuständig, meint dazu: „Hier in Saudi-Arabien mangelt

es an ausgebildeten Maschinenführern, sodass wir

manchmal ungeübte Arbeitskräfte einstellen müssen.

Einige haben zwar Erfahrung mit Caterpillar Maschinen,

sind aber nicht mit den neuesten Geräten vertraut, die

wir hier einsetzen. Das bedeutet, alle benötigen eine

Schulung. Und eine intensive Schulung ist gerade bei

den schwierigen Einsatzverhältnissen, mit denen wir

es hier zu tun haben, besonders wichtig. Wenn die

Fahrer ihre Maschine nicht richtig beherrschen, sind

teure Schäden unvermeidbar. Da ist es für uns auf

jeden Fall zeit- und kostensparender, vor dem ersten

Einsatz ein angemessenes Training durchzuführen.“


HART IM NEHMEN

Einer der 40 Kettendozer

D9R aus der großen MASCO-

Maschinenflotte beim

Abschieben von Material

in schwierigem Gelände

Diese Methode macht sich offensichtlich bezahlt,

wie Iftikhar Wahab – Fahrer eines Cat Motorgraders

14M – ausdrücklich bestätigt. Nach seinen bisherigen

Einsätzen auf älteren Caterpillar Geräten ist er

vom 14M begeistert: „Mit dem 14M kann man viel

schneller arbeiten als mit anderen Maschinen.“ sagt

er. „Außerdem ist die Bedienung erheblich leichter

und komfortabler. Bei diesem Projekt schaffe ich

eine viel größere Fläche in derselben Zeit und

werde trotzdem nicht so schnell müde.“ n

>>

Hier sehen Sie Cat Maschinen im Einsatz:

www.mycattv.com/saudi

ISHTIAQ MALIK

Baustellen-Serviceleiter

von Zahid Tractor für das

gesamte Bahnbauprojekt

MANSOUR SALLAM AL-ABSI

Abschnittsleiter von MASCO:

„Gute Fahrerschulung ist bei den

schwierigen Einsatzverhältnissen

besonders wichtig.“

19


ROB POWELL, KUNDENBETREUER BEI

FINNING

„Einige große Unternehmen der

Gewinnungsindustrie geben

10 bis 20 Millionen £ im Jahr

allein für Kraftstoff aus. Wenn

man diese Summe um 10 bis

15 Prozent verringern kann,

ergibt das eine beträchtliche

Einsparung – ganz abgesehen

von der Schadstoffminderung.“

20

ECO-FAHRER-

SCHULUNG

DER DIREKTE WEG ZUM KRAFTSTOFFSPAREN

Heutige Baumaschinen arbeiten kraftstoffsparender

und umweltverträglicher als je zuvor, aber selbst

das genügsamste Gerät braucht ein wenig Diesel,

um zu funktionieren. Der Fahrer kann in Bezug auf

den Kraftstoffverbrauch einen erheblich größeren

Beitrag leisten, als man gemeinhin vermutet.

KOSTEN SENKEN

Versuche haben gezeigt, dass einfachste Maßnahmen

wie Reduzieren der Motordrehzahl und richtiges

Positionieren der Maschine den Kraftstoffverbrauch

um bis zu 15 Prozent senken können. Weil die

Dieselkosten rund ein Drittel der Maschinen-

Betriebskosten ausmachen, sind Fahrerschulungen

auf jeden Fall eine lohnende Investition.

Caterpillar hat die Initiative ergriffen und eine

eintägige Eco-Fahrerschulung entwickelt, in der dem

Fahrer aufgezeigt wird, wie er den Kraftstoffkonsum

verringern, die Produktivität maximieren und

den Schadstoffausstoß mindern kann.

DIE GEWINNE VERDEUTLICHEN

Im Mai 2009 startete der Cat Händler Finning

in Großbritannien seine eigene Version der

Schulung unter dem Namen „Eco-Drive“, die sich

an Personal, Maschinenpark-Manager sowie Fahrer

richtete. „Jeder, der etwas mit den Maschinen zu

tun hat – Fahrer, Monteure, Betriebsleiter usw.

– müssen Eco-Drive kennen“, sagt Steve Platt,

Entwicklungsmanager des National CAM bei Finning.

Während einer kürzlich im Caterpillar Werk Leicester

durchgeführten Schulung wurden die Teilnehmer

vormittags zunächst mit der Theorie vertraut

gemacht. Nachmittags durften sie dann geübten

Fahrern bei der Demonstration guter und schlechter

Arbeitstechniken zusehen. Am Cat Radlader 950H

hatte man Sensoren angebracht, die Daten per Funk an

einen Laptop sendeten. Auf dessen Bildschirm wurden

Kraftstoffverbrauch und Motordrehzahl in Echtzeit

angezeigt. Die Theorie ist eigentlich simpel: richtige

Maschineneinstellungen vornehmen, Maschine ruhig


und gleichmäßig bewegen, Motor nicht zu hoch drehen

lassen, unnötiges Manövrieren vermeiden und die

richtige Arbeitstechnik anwenden. Dennoch musste

Steve Platt feststellen, dass „der Einfluss der Fahrer-

Ineffizienz unterschätzt wird. Man geht davon aus,

dass für schwere Arbeit auch viel Kraftstoff benötigt

wird“. Das ist jedoch schlicht und einfach falsch.

WENIGER AUFWAND, MEHR LEISTUNG

Messungen haben ergeben, dass eine 20%-ige

Drehzahlabsenkung beim Entladetakt zu einer

Verbrauchsminderung von 45% führen kann. Ähnlich

sieht die Situation aus, wenn man die Schaufel zu hoch

anhebt. Das heißt, bei Radladern lassen sich durch

richtige Einstellung der Hub- und Senkausschalter

Wirtschaftlichkeit und Produktivität erhöhen.

Gleiches gilt für das Schaufelfüllen. Durchdrehende

Räder und falsche Schaufel-Einstechwinkel wirken

sich leistungsmindernd aus und treiben den

Dieselkonsum in die Höhe. Falls verfügbar, sollte die

kraftstoffsparende und produktivitätssteigernde Cat

Schaufel-Füllautomatik AutoDig zum Einsatz kommen.

Die Arbeitstechnik hat große Auswirkungen auf

Wartungskosten und Kraftstoffverbrauch. An Maschinen

mit Kettenlaufwerk beschleunigt das Rückwärtsfahren

den Verschleiß, während Maschinen mit Radfahrwerk

durch unachtsames Fahren Reifenschäden erleiden.

Nur 7% der Reifen werden bis zur Verschleißgrenze

genutzt, rund 80% sind infolge von Schnitt- und

Stoßverletzungen vorzeitig am Ende. „Auch das

Arbeiten mit abgenutzten oder schadhaften

Schneidwerkzeugen ist unwirtschaftlich“, erklärt Adam

Lyon, Schulungsberater bei Finning. „Das Eindringen

erfordert mehr Kraft und der maximal mögliche

Füllungsgrad lässt sich kaum erzielen“, sagt er. „Man sollte

die Schneidwerkzeuge so auf die Einsatzbedingungen

abstimmen, dass ein optimales Verhältnis zwischen

Bruch- und Verschleißfestigkeit besteht.“

MERKLICHE EINSPARUNGEN

Dank der praktischen Vorführung am Nachmittag wurde

das Ausmaß des Sparpotenzials deutlich. Im Load-and-

Carry-Betrieb benötigte der Cat 950H eine Umlaufzeit von

3 Minuten und 16 Sekunden bei schlechter Arbeitstechnik

– Laden über die Schaufelecke, falscher Einstechwinkel,

zu große Hubhöhe und überhöhte Drehzahl. Der

Kraftstoffverbrauch betrug beim Testzyklus 1,34 Liter.

Nach einigen einfachen Änderungen der

Maschineneinstellungen und Anpassungen der

Arbeitstechnik verkürzte sich die Umlaufzeit mit

demselben Fahrer auf nur noch 2 Minuten und

38 Sekunden. Der Dieselkonsum sank auf 0,89

>>

Mehr über „Eco-Drive“ unter:

www.mycattv.com/ecodrive

Liter. Wenn man die momentanen Spritpreise

zugrunde legt, ergibt das eine rechnerische

Ersparnis von 3.420 € für ein 48-Wochen-Jahr.

Das Beladen des knickgelenkten Muldenkippers mit

einem Hydraulikbagger 345B dauerte 1,74 min – eine

scheinbar akzeptable Zeitspanne. Doch derselbe Fahrer

schaffte es in 1,01 min, als der Abstand zwischen Dumper

und Bagger verkleinert wurde. In Verbindung mit der

verbesserten Arbeitstechnik wuchs die Produktivität von

geschätzten 661 Tonnen pro Stunde auf fast 1140 t/h.

VORTEILE NUTZEN

Cemex, das führende Unternehmen in der

Gewinnungsindustrie, ist von Finnings Eco-

Fahrerschulung begeistert. Im April 2009 hatte Cemex

probeweise eine Reihe von Einzelschulungen für sechs

ausgewählte Fahrer durchführen lassen.„Wir haben

spezifische Energieverbrauchsziele für jeden unserer

Gewinnungsbetriebe festgelegt und der Verringerung

des Dieselverbrauchs Priorität gegeben“, sagt Craig

Hooper, Betriebsleiter von Cemex in England. „Deshalb

ließen wir unsere Fahrer an der Eco-Drive-Schulung

teilnehmen. Wir können zwar unsere Leistung messen,

aber wir können nicht die nötige Schulung anbieten,

um sie zu verbessern. Die Ergebnisse sind erstaunlich,

denn der Kraftstoffverbrauch hat sich um bis zu 11%

reduziert und die Produktivität um 20 bis 25% erhöht.“

Seit der damaligen Probeschulung besuchten 330

Cemex-Mitarbeiter das Eco-Drive-Training und in

diesem Jahr werden weitere 110 Mitarbeiter geschult.“

DIE LEKTION GELERNT

Die Gewinnungsindustrie in aller Welt ist eine der

größten Caterpillar Kundengruppen. Sie gibt viel Geld

für Anschaffung, Betrieb und Instandhaltung ihrer

Maschinenflotten aus. Allein der Kraftstoff summiert sich

jährlich auf einen Betrag von bis zu 20 Millionen Euro.

Durch die gezielte Anwendung ökologisch orientierter

Arbeitstechnik ist es möglich, die Dieselrechnung

um 10 bis 15% zu kürzen – eine gewaltige Ersparnis.

Darüber hinaus vermindern sich Abgasemissionen,

Maschinenbeanspruchung und Maschinenverschleiß.

Zugleich steigt die Produktivität, während der

Fahrer physisch und psychisch entlastet wird.

Wahrlich kein schlechtes Ergebnis für

eine eintägige Schulung! n

21


EIN CAT KETTENDOZER D7F IN TUNESIEN

MIT 30 FÄNGT DAS

LEBEN ERST AN

Selbst bei robustesten Maschinen fordern die extremen Bedingungen in der Wüste Sahara ihren Tribut. Deshalb

war es nicht verwunderlich, dass ein Anfang der 70er Jahre gekaufter Cat Kettendozer D7F nach mehr als

40.000 Betriebsstunden endgültig abgeschrieben wurde. Die Geschichte ging damit aber noch nicht zu Ende.

BOUCHAMAOUI INDUSTRIE

gab es schon vor über 100

Jahren. Seit 1900 haben drei

Generationen der Familie

Bouchamaoui das Unternehmen

sicher durch mehr als 1000

Projekte in Tunesien und

Nachbarländern gelenkt.

Heute beschäftigt sich die

Firma mit Stahlbau, Schweißen

und Pipeline-Verlegung.

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Bouchamaoui Industrie ist eine der ältesten Firmen in der

Öl- und Gasgewinnung Tunesiens. Um die wirtschaftlich

schwierigen Zeiten überstehen zu können, sah sich das

Unternehmen gezwungen, eine Modernisierung des

Maschinenparks vorzunehmen, der größtenteils aus

Caterpillar Geräten wie Hydraulikbaggern, Kettendozern,

Rohrverlegern, Radladern und Motorgradern

besteht. Deshalb fiel kürzlich die Entscheidung,

die in die Jahre gekommene Flotte schrittweise zu

erneuern, denn sie drohte unproduktiv zu werden.

„Weil der schnelle Austausch einen hohen finanziellen

Aufwand erfordert hätte, machten wir den Vorschlag,

keine neuen Maschinen zu kaufen, sondern die

vorhandenen Maschinen einer Grundüberholung zu

unterziehen“, erklärt Anouar Ben Ammar, Geschäftsführer

„Die Grundüberholung war eine

sehr gute Entscheidung – nicht nur

ökonomisch, sondern auch ökologisch.“

des regionalen Caterpillar Händlers Parenin SA. „Als

erste Maschine haben wir jetzt einen Kettendozer

D7F generalüberholt. Das hat nur 40 Prozent einer

Neumaschine gekostet und schließt eine einjährige

Garantie mit ein. Im Vergleich zu einer Verschrottung

des D7F war die Aufarbeitung sowohl ökonomisch

als auch ökologisch eine sehr gute Entscheidung.“

Jetzt befindet sich der D7F in einem fast neuwertigen

Zustand. „Wir haben Getriebe und Laufwerk überholt,

Schild und Aufreißer gerichtet, Schläuche gewechselt,

die Bordnetzinstallation in Ordnung gebracht und den

betagten Motor erneuert. Außerdem wurde der gesamte

Aufbau sandgestrahlt und neu lackiert“, sagt Anouar.

Die Grundüberholung dauerte nur zwei Monate. Vier

geübte Servicetechniker haben jeden Tag acht Stunden

gearbeitet, um den vereinbarten Termin einzuhalten.

Der D7F ist nun wieder im Einsatz und wird für

Rohrverlegung sowie Graben- und Straßenbau

benutzt. Er leistet also wieder die gleiche Arbeit

in der Sahara, wie schon 40.000 Betriebsstunden

lang seit Anfang der 70er Jahre.

Wer sagt, man lebt nur einmal? n


1959

CAT FLASHBACK

Der „Wheel Traxcavator“ 944 war der erste Caterpillar Radlader.

Der ursprünglich von der

norwegischen Armee

beschaffte Radlader

922B gehört heute dem

norwegischen Eisenbahnverein

und dient zum Verladen von

Gleisschotter, Verschieben

von Fahrzeugen und

Räumen von Schnee.

Besitzer dieses 944A aus dem

Jahr 1960 ist der griechische

Bauunternehmer Nikos

Kotelides. Er übernahm den

Radlader nach ungefähr 24

Jahren von seinem Onkel.

Die Maschine ist noch immer

betriebsbereit und macht

sich bei kleineren Projekten

im Landschaftsbau nützlich.

>>

Vor 50 Jahren eingeführt, mit 1,5-m³-Schaufel und 78 kW starkem Otto- oder Dieselmotor ausgerüstet,

präsentierte sich die Maschine als Gipfelpunkt einer siebenjährigen Entwicklung. Damit begann

der Aufstieg von Caterpillar zum weltweiten Spitzenreiter im Marktsegment für mittlere Radlader.

Dieser 1960 gebaute 922A des

Schweizer Landwirts Waldy

Beney arbeitet rund 150

Stunden im Jahr um Schnee zu

räumen, Tierfutter zu verteilen

und Material umzuschlagen.

Beobachten Sie unsere Radlader im Einsatz

www.mycattv.com/MWL

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Fotos: Archiv Caterpillar Inc.

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