Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder Maßgaben des ...

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Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder Maßgaben des ...

Einladung zur Fachveranstaltung

Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder

Maßgaben des Bundeskinderschutzgesetzes zur Kooperation von

Jugendhilfe und Psychiatrie – Wie kann es gelingen?

Dienstag, 15. Mai 2012, 10.00 bis 15.30 Uhr

Jugend- und Bürgerzentrum Karthause, Potsdamer Straße 4, 56075 Koblenz

Sehr geehrte Damen und Herren,

Kinder psychisch erkrankter Eltern sind als Zielgruppe der Kinder- und Jugendhilfe, aber

auch der (Gemeinde-)Psychiatrie in den vergangenen Jahren stärker ins Blickfeld gerückt.

Sie wachsen insofern in einer besonderen Situation auf, als der psychisch erkrankte

Elternteil ja nach Art und Verlauf der Erkrankung seinen originären Erziehungsaufgaben nur

begrenzt nachkommen kann. Im Sinne eines Krankheit akzeptierenden und

enttabuisierenden Zugangs stellt sich hier die Frage, welche Unterstützung diese Familien –

Eltern und Kinder – benötigen, um diesen Aufgaben dennoch angemessen nachkommen zu

können. Die Bedeutung dieser Frage wird durch Untersuchungen unterstrichen, die

aufzeigen, dass Kinder psychisch erkrankter Eltern einem erhöhten Risiko unterliegen, selbst

psychisch zu erkranken (vgl. bspw. Remschmidt/Mattejat 1994).

Wie können nun Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil in ihrer besonderen

Situation möglichst angemessen unterstützt werden? Welche Entlastung, aber auch welche

Unterstützung brauchen Eltern und Kinder? Was können Jugendhilfe und Psychiatrie hierzu

beitragen und wie können sie angemessen zusammenwirken? Auch diesen Fragestellungen

wurde in den vergangenen Jahren in verschiedenen Forschungsprojekten nachgegangen.

Dabei konnte deutlich herausgearbeitet werden, dass die Entwicklung passender

Hilfesettings unbedingt die Kooperation von Jugendhilfe und Erwachsenenpsychiatrie

erfordert. Außerdem gilt es in beiden Hilfesystemen den Blick für die Bedarfe der Kinder und

ihrer Familien zu schärfen.


Mit dem zum 1.01.2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetz wurde inzwischen ein

rechtlicher Rahmen geschaffen, der gerade auch frühzeitige und präventiv ausgerichtete

Unterstützungsangebote im Zusammenwirken von Jugend- und Gesundheitshilfe stärkt. Im

Rahmen der Fachveranstaltung werden die maßgeblichen neuen gesetzlichen Regelungen

vorgestellt und mit den fachlichen Erkenntnissen zur Unterstützung von psychisch erkrankten

Eltern und ihren Kindern in Verbindung gebracht. Auf dieser Basis sollen geeignete Wege

der Kooperation diskutiert werden. So weit möglich sollen konkrete Vereinbarungen zur

weiteren Zusammenarbeit getroffen werden.

Zu dieser Fachveranstaltung sind Fach- und Leitungskräfte aus Jugendhilfe, Psychiatrie und

Eingliederungshilfe herzlich eingeladen. Die Akkreditierung der Veranstaltung durch die

Ärztekammer Koblenz ist beantragt.

Der Tagungsbeitrag beträgt 10,00 Euro und wird vor Ort erhoben. Im Tagungsbeitrag sind

Tagungsgetränke enthalten. Möglichkeit zum Mittagessen besteht in der Kantine des

benachbarten Bundesarchivs. Sie können dort aus dem Tagesangebot auswählen und

bezahlen bitte selbst vor Ort. Damit sich das Bundesarchiv auf eine ungefähre Anzahl an

Gästen einstellen kann, bitten wir im Rahmen der Anmeldung um Rückmeldung, ob Sie von

diesem Angebot Gebrauch machen möchten.

Bitte melden Sie sich mit beiliegendem Formular bis 30. April per Fax oder Email an.

Freundliche Grüße

Roswitha Beck

Vorsitzende des Kuratoriums des Vereins zur Unterstützung gemeindenaher Psychiatrie

Rheinland-Pfalz e.V.

Dr. Richard Auernheimer

Geschäftsführer des Vereins zur Unterstützung gemeindenaher Psychiatrie Rheinland-Pfalz

e.V.

Elisabeth Schmutz

Mitarbeiterin des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V.


Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder

Maßgaben des Bundeskinderschutzgesetzes zur Kooperation von Jugendhilfe

und Psychiatrie – Wie kann es gelingen?

Dienstag, 15. Mai 2012, 10.00 bis 15.30 Uhr

Tagesordnung

10.00 Uhr Anmeldung und Stehkaffee

10.30 Uhr Begrüßung

Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Koblenz, Herr Prof. Dr.

Joachim Hofmann-Göttig

10.45 Uhr Kinder psychisch erkrankter Eltern: Den Blick für ihre besondere

Situation schärfen

Roswitha Beck, Kuratoriumsvorsitzende des Vereins zur Unterstützung

gemeindenaher Psychiatrie in Rheinland-Pfalz

11.00 Uhr Kooperation von Jugendhilfe und Erwachsenenpsychiatrie:

Fachliche Anforderungen bezogen auf psychisch erkrankte

Eltern und ihre Kinder

Rechtliche Anforderungen aus dem

Bundeskinderschutzgesetz

Dr. Mike Seckinger, Deutsches Jugendinstitut

Vortrag mit anschließender Gelegenheit zu Rückfragen

12.30 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr Diskussion in Arbeitsgruppen:

Impulse für eine engere Kooperation von Jugendhilfe und

Psychiatrie – erste Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten

Arbeitsgruppen

14.30 Uhr Präsentation der Arbeitsgruppenergebnisse

Bilanzierung und Vereinbarungen zum weiteren Vorgehen

15.15 Uhr Schlusswort und Ausblick

15.30 Uhr Ende

Dr. Richard Auernheimer, Geschäftsführer des Vereins zur

Unterstützung gemeindenaher Psychiatrie in Rheinland-Pfalz

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