CDU - Asta der Bergischen Universität Wuppertal - Bergische ...

astauniwuppertal

CDU - Asta der Bergischen Universität Wuppertal - Bergische ...

Die AStA-Zeitung

04.

kostenlos


Podiums

diskussion

zur Landtagswahl

zur Landtagswahl

Podiumsdiskussion mit den Landtagswahlkandidat_innen aus der Region von

Podiumsdiskussion mit den Landtagswahlkandidat_innen aus der Region von

AStA der Bergischen Universität Wuppertal

Gebäude ME, Ebene 04

Max-Horkheimer-Str. 15

AStA der Bergischen Universität 42119 Wuppertal

www.asta.uni-wuppertal.de

Gebäude ME, Ebene 04

Max-Horkheimer-Str. 15

42119 Wuppertal

www.asta.uni-wuppertal.de

Das

Vorwort

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

in leuchtendem Orange kommt die vierte Ausgabe der n.n.

dieses Mal daher, eine Farbe so fröhlich wie der Frühling,

der nun endlich auch seit ein paar Wochen in Wuppertal Einzug

gehalten hat.

»Alles neu macht der Mai«, sagt der Volksmund, so scheint

es auch hier im Tal zu sein.

Während man jetzt schon einmal ab und zu ein paar Kommilitonen

mit einem Eis in der Hand über den Campus laufen

sieht und die dicken Daunenjacken vorerst ganz weit hinten

im Schrank versteckt wurden, ist die vorlesungsfreie Zeit

auch schon wieder in Vergessenheit geraten.

Die Hörsäle sind wieder gut besetzt und die Mensa ist gut

gefüllt.

Auch hier auf der AStA Ebene — hinter der Kneipe links —

scheint das Sprichwort seine Gültigkeit zu besitzen.

Während ihr diese Ausgabe der n.n. in der Hand haltet, plant

das Info-Referat bereits die fünfte Ausgabe, im Kulturbereich

wird die Übertragung der WM geplant, die Jury unseres

Kurzwettbewerbs freut sich darauf, die Sieger zu küren

und das HoPo- Referat plant eine Podiumsdiskussion. Denn

»alles neu macht der Mai« gilt dieses Jahr auch in Bezug auf

den Landtag. Am 9. Mai bittet man Euch landesweit an die

Urnen, wer sich also noch kein Bild gemacht hat, sich noch

nicht ganz sicher ist oder aber auch wer sich schon sicher

ist, den entsprechenden Kandidaten aber gerne nochmal

sehen möchte, kann unsere Podiumsdiskussion am 29. April

um 18:00 Uhr auf der AStA-Ebene (ME.04) ja als Gelegenheit

vor der Wahl nutzen.

Bis dahin allerdings warten jetzt ein paar druckfrische und

vielfältige Artikel darauf, von Euch gelesen zu werden. So

könnt ihr einiges zur Landtagswahl und Bildungspolitik in

unserer Reihe Humboldts Werk und Pinkwarts Beitrag erfahren;

Interessantes zum Thema Uni in den Artikel Indect

und sicherer Arbeitsplatz Universität lesen und eure Studienstadt

durch die Artikel Berühmte Wuppertaler — Alice

Schwarzer sowie durch den Artikel So sehen Wuppertaler

ihre Stadt besser kennen lernen. Natürlich kommt auch der

kulturelle Themenbereich nicht zu kurz, und der Artikel zu

Monet, unser Kulturticker und der Bericht aus dem Baskenland

sind empfehlenswert.

Das alles und noch vieles mehr findet Ihr auf den nächsten

Seiten.

Viel Spaß beim Lesen und einen schönen Mai wünscht Euch,

Euer AStA

01


02

Impressum

n.n.

die AStA-Zeitung

Ausgabe 04.

Mai 2010

Herausgeber

AStA der Bergischen Universität Wuppertal

Max-Horkheimer-Straße 15

42119 Wuppertal

V.i.S.d.P.

AStA-Vorsitz

Redaktion

Bastian Wefes (bw), Beate Steinbach (bs), Bettina

Ülpenich (bü), Birte Fritsch (bf), Cendresa Sadiku

(cs), Christian Klamm (ck), Jenny Stacker (js),

Johannes Ulke (ju), Maren Butz (mb), Matthias

Zöllner (mz), Nicole Graff (ng), Oliver Schwarz (os),

Serhat Aydemir (sa) sowie die »Forschungsgruppe

Soziologie — Eigenlogik & Identifikationsmöglichkeiten

Wuppertal«

Redaktionsanschrift

AStA der Bergischen Universität Wuppertal

Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gebäude ME, Ebene 04, Raum 19

Max-Horkheimer-Straße 15

42119 Wuppertal

presse@asta.uni-wuppertal.de

02 02 / 24 25 821

www.asta.uni-wuppertal.de

Layout, Satz & Illustrationen

Thomas Volbach

www.thomasvolbach.com

Druck

Cornelia Heringhaus

Erichstr. 7

42283 Wuppertal

www.druckerei-heringhaus.de

Auflage

1000 Stück

Bildnachweise:

Titel:

Birte Fritsch

n.n.

Inhalt

Das Vorwort

Inhalt

Humboldts Werk und Pinkwarts Beitrag 3.0

Ein Auslandssemester in Tokyo

Glückwunsch — Wuppertal forscht für den Polizeistaat! 2.0

Sicherer Arbeitsplatz Universität? Von wegen!

Wuppertaler Retrospektive – So sehen Wuppertaler ihre Stadt

Persönlichkeiten Wuppertals: Alice Schwarzer und die Frauenbewegung

Mit der Nasenspitze knapp über der Wasseroberfläche

Ein Reisebericht aus dem Baskenland

Die Wahl des Studierendenparlamentes 2010

Was mein Herz mir rät

Buttje, Buttje in der See — Welcher Fisch gehört auf den Tisch?

Ausgrenzung hat viele Gesichter

AStA–Veranstaltungen im Sommersemester 2010

Termine

01

03

04

08

10

14

15

16

18

20

22

23

24

26

27

28

03


Humboldts Werk &

Pinkwarts Beitrag 3.0

oder: 26 Gründe gegen eine Wiederwahl der Landesregierung

Dieser Artikel ist der dritte Teil einer

Reihe, die sich kritisch mit der Hochschul-

und Bildungspolitik des Landes

NRW auseinandersetzt. Am 9. Mai

wird ein neuer Landtag gewählt und es

besteht die Hoffnung, dass der dritte

Teil der letzte Artikel sein wird, der

sich mit einer gegenwärtigen extrem

marktradikalen Ausrichtung in der

nordrhein-westfälischen Hochschulpolitik

auseinandersetzen muss. Auch

die aktuellen Oppositionsparteien

sind keine pauschalen Heilsbringerinnen,

in zentralen Fragen erwarten

wir von ihnen jedoch eine grundsätzlich

andere bildungspolitische Ausrichtung

— weg von Ökonomisierung,

Privatisierung und Wettbewerbsfetischismus,

hin zu (gebühren-)freier

Bildung, die sich verwertungsunabhängig

am Ideal der Aufklärung, Gemeinnützigkeit

und Chancengleichheit

orientiert — weg von Pinkwart

und hin zu Humboldt.

Kritik lässt sich fürwahr bei allen Parteien

anbringen. Die CDU leistet sich

einen offen rassistischen Spitzenkandidaten

und steht für Studiengebühren

und verklemmte Aggressionen gegenüber

Studierendenvertretungen.

Die FDP ist ebenfalls für ein »Weiter

so!« zu haben; »Privat vor Staat« ist

das offizielle Motto, Hochschulen und

Uni-Kliniken sollten zuerst dran glauben.

Und auf der anderen Seite? Die SPD

schickt eine Spitzenkandidatin ins

Rennen, die 2003 als Ministerin der

Regierung Steinbrück Langzeitstudiengebühren

eingeführt hat. Die

GRÜNEN zieht es immer stärker in

Richtung Macht, für eine Regierungsbeteiligung

verkaufen sie auch mal

ihr Ideal der gebührenfreien Bildung

(so geschehen in Hamburg). Die LIN-

KE scheint keine eigenen hochschulpolitischen

Positionen erarbeiten

zu wollen, sondern schreibt sie von

www.bildungsstreik.net ab. Die Piratenpartei

ist bislang (abgesehen von

dem in der letzten Amtszeit von der

SPD übergelaufenen Bundestagsabgeordneten

Jörg Tauss) noch in keinem

Landes- oder Bundesparlament

vertreten gewesen; außerhalb von

Internet und Datenschutz gibt es keine

einheitlichen oder fundierten bildungspolitische

Positionen.

Es ist durchaus verständlich und angesichts

der NRW-Politik der letzten

Jahre wohl auch folgerichtig, sein

Glück in den Oppositionskräften zu

suchen. Leider treten jedoch auch zur

Landtagswahl in NRW wieder Parteien

an, vor denen ausdrücklich gewarnt

werden muss. Dass hierzu die neofaschistische

NPD gehört, sollte jedem

rational denkenden Menschen bereits

bewusst sein; wesentlich subtiler

agieren hingegen die »Nazis in Na-

delstreifen«, die sich als »Bürgerbewegung«

ProNRW einen bürgerlichen

Anstrich geben wollen, AusländerInnenfeindlichkeit

letztendlich aber

ebenso schüren. Zu diesem Thema

veranstaltet der AStA am 27. April um

18:00 Uhr auf der AStA-Ebene (ME.04)

in Kooperation mit dem Antirassistischen

Bildungsforum Rheinland einen

Informationsabend zu extrem rechten

Parteien, ihrer Programmatik und ihren

Strategien als Auftakt zur antifaschistischen

Vortragsreihe »Ausgrenzung

hat viele Gesichter«.

Am 29. April schließlich stellen sich

die Parteien euren Fragen bei der vom

AStA organisierten Podiumsdiskussion

um 16:00 Uhr auf der AStA-Ebene.

Wer bis dato noch keine Wahlentscheidung

getroffen hat, kann den KandidatInnen

der Parteien hier noch einmal

das Letzte abverlangen und daraufhin

entscheiden, wer am 9. Mai zwischen

8:00 und 18:00 Uhr die eigenen beiden

Stimmen erhalten soll.

04 05

A

B

C

D

E

F

G

H

I

Andreas Pinkwart (FDP)

Minister Strahlemann und Guidos Adjutant.

Verantwortlich für ≥F, ≥G, ≥H, ≥Q und ≥S und

Namensgeber für eine grandiose Artikelserie

des AStA der BUW.

Barbara Sommer (CDU)

Wird von ihrem Vater nur »Püppi« genannt. Als

Schulministerin der kreative Kopf hinter ≥K und

≥T.

Centrum für Hochschulentwicklung

(CHE)

Hochschulpolitischer Think Tank der marktradikalen

Bertelsmann-Stiftung. Durfte für die

Regierung ≥H schreiben, verdient an ≥O und ≥V.

Dreigliedriges Schulsystem

Konzept aus dem 19. Jahrhundert, eine der

Grundlagen für Elitenbildung und soziale Ungleichheit.

Ergo gefällt’s CDU und FDP.

Einzelgespräch

Kann ins Geld gehen. Wer eins mit ≥J führen

will, könnte sich für das gleiche Geld zwölf Semester

≥S leisten.

Forschungsentideologisierung

Erklärtes Prinzip der Forschungspolitik von ≥A.

Bedeutet auf deutsch: Waffenentwicklung,

Kernkraft und Gentechnik.

Gebührenausfallfonds

Wird aus 14 % der ≥S gespeist, die nie an den

Hochschulen ankommen. Garantiert den Banken

ihre Einnahmen, wenn Studierende zahlungsunfähig

werden.

Hochschulfreiheitsgesetz

Das glorreiche Produkt der Zusammenarbeit von

≥A und ≥C. Leider ist noch nicht geregelt, wer

in den sterbenden Hochschulen als Letzter das

Licht ausmacht.

Ingo Wolf (FDP)

Böse Zungen werfen dem Innenminister ≥W vor,

nicht ganz so böse immerhin noch persönliche

Bereicherung und gelegentliche Verfassungsbrüche.

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

Jürgen Rüttgers (CDU)

Meister der Völkerverständigung und daher Ehrenbürger

in China, Indien und Rumänien. Träger

des Aachener Karnevalsordens. Pappnasen im

Kabinett!

Kopfnoten

Rasterfahndung für vorauseilenden Gehorsam.

Stigmatisieren SchülerInnen, sobald die Pädagogik

versagt.

Landesrecht

Dank CDU/FDP ist Bildungspolitik noch eins.

Machte zur Zeit der Postkutschen Sinn, heute

sind 16 verschiedene Schulsysteme und Hochschulgesetze

nur noch albern.

Mittelvergabe

Erfolgt seit ≥H bevorzugt nach Matthäus 25,29:

»Denn wer hat, dem wird gegeben, [...] wer aber

nicht hat, dem wird auch noch weggenommen,

was er hat.«

Numerus Clausus

Reduziert SchülerInnen auf eine Dezimalzahl

mit einer Nachkommastelle. Pädagogisch kaum

haltbar; für Schwarz-Gelb Ausdruck eines »Leistungsprinzips«.

Oekonomisierung

»Also sprach Sokrates: ›Ich weiß, dass ich nichts

weiß‹. Dieses Zitat wurde Ihnen präsentiert von

Allmaxx und Barmenia.«

Prekäre Beschäftigung

Phänomen bedingt durch die Verschiebung der

Personalverwaltung an die Hochschulen und

somit eine lustige Konsequenz aus ≥H.

Qualitätssicherungsgremien

Sollen die Verteilung von ≥S überwachen. Sind

paritätisch mit Studierenden besetzt, dürfen

also bloß keine Entscheidungsgewalt erlangen!

Rechtspopulismus

»Die Arbeiter in Rumänien [...] kommen und gehen,

wann sie wollen, und wissen nicht, was sie

tun.« — »Kinder statt Inder!« Siehe ≥J.


06

S

T

U

V

W

X

Y

Z

Studiengebühren

O-Ton des ehemaligen BUW-Rektors Volker

Ronge: »[...]nicht mal 100 Euro pro Monat! Wo

kommen wir denn hin, das für eine Belastung zu

halten?«

Turbo-Abi

Neologismus für den Schulwerdegang nach Püppis

(≥B) G8-Reform. Das Ergebnis sehen wir in

≥Z; Beruhigungspharmazeutika boomen schon

jetzt!

Unternehmensbeteiligungen

Werden über die Hochschulräte schleichend zur

neuen Schaltzentrale. Wes’ Brot ich ess, des’

Lied ich sing. In Wuppertal ist die Versicherungsbranche

schon da!

Verwertbarkeit

Seit ≥H und ≥O oberstes Ziel von Bildung. Der

Tag wird kommen, an dem die Geisteswissenschaften

kapitulieren.

Wahlbetrug

Wird demjenigen vorgeworfen, der die Kommunalwahl

nicht mit der Bundestagswahl zusammenlegen

will und die Stichwahl für BürgermeisterInnen

abschafft. Wem? ≥I!

Xaver Unsinn

Ehemaliger Eishockeytrainer. Politisch nicht

merklich in Erscheinung getreten, sein Nachname

steht jedoch Pate für den Geisteszustand

der NRW-Bildungspolitik.

Ypsilantismus

Die Neuauflage der »Rote-Socken«-Kampagne

der CDU. Kommt besonders gut von Parteien, die

mit »Linksruck stoppen« die Rechtsaußen im

eigenen Verein haben.

Zweitausenddreizehn

Jahr des doppelten Abiturjahrgangs, wurde bei

der Entwicklung von ≥T scheinbar ausgeblendet.

Oder wo bringt die BUW auf einmal 2.000

zusätzliche Studis unter?

Wer mit wem?

Die Koalitionspläne der Parteien

CDU

Die CDU setzt auf eine Fortsetzung der schwarz-gelben Landesregierung.

Sollten die Stimmen nicht ausreichen, wären die GRÜ-

NEN erster Ansprechpartner; auch eine Koalition mit der SPD kann

denkbar sein, wenn die CDU stärkste Partei bleibt.

FDP

Die FDP möchte weiter mit der CDU regieren. Wenn die Stimmen

nicht reichen, wird die FDP wohl in die Opposition gehen, da eine

Koalition mit der SPD auf Grund der Stimmanteile unrealistisch

erscheint und eine Zusammenarbeit mit den GRÜNEN und der LIN-

KEN abgelehnt wird.

Die GRÜNEN

Die GRÜNEN hoffen auf eine Koalition mit der SPD. Sollten die

Stimmen nicht reichen, könnte die LINKE hinzugezogen werden;

aber auch eine Koalition mit der CDU ist nicht ausgeschlossen.

Eine Zusammenarbeit mit der FDP wird kategorisch abgelehnt.

Die LINKE

Für die LINKE wäre die SPD der erste Ansprechpartner; rechnerisch

realistisch wäre nur eine Koalition mit SPD und GRÜNEN.

Mit CDU und FDP wird es keine Zusammenarbeit geben; unklar ist

auch noch, ob die LINKE sich überhaupt an einer Regierung beteiligen

will. Denkbar wäre eventuell noch die Tolerierung einer SPD/

GRÜNE-Koalition.

Die PIRATEN

Die PIRATEN geben den Einzug in den Landtag als oberstes Ziel an

und halten sich bedeckt in puncto Koalitionen. Politisch stehen sie

den GRÜNEN am nächsten, eine Zusammenarbeit mit der CDU gilt

als sehr unwahrscheinlich.

SPD

Die SPD gibt als Ziel eine rot-grüne Koalition aus - rechnerisch nur

realistisch, wenn FDP oder LINKE an der 5%-Hürde scheitern. Die

SPD ist theoretisch mit allen Parteien koalitionsfähig, würde aber

ein Modell bevorzugen, in dem Hannelore Kraft Ministerpräsidentin

werden kann.

Wie stehen die Parteien zu(r)...

VERFASSTEN STUDIE-

RENDENSCHAFT* bzw. zur

HOCHSCHULDEMOKRATIE?

CDU

Die CDU hätte ohne die FDP die demokratisch

legitimierten Studierendenvertretungen

an NRW-Hochschulen bereits

abgeschafft. In den »ewig schwarzen«

Ländern Bayern und Baden-Württemberg

gibt es keine verfasste Studierendenschaft,

das CDU-regierte Hessen denkt

sich für sie regelmäßig neue Repressalien

aus.

FDP

Die FDP steht zur verfassten Studierendenschaft

an staatlichen Hochschulen,

an den von ihnen herbeigesehnten Privathochschulen

würde jedoch der /die GeldgeberIn

bestimmen. Ein allgemeinpolitisches

Mandat wird abgelehnt.

Die GRÜNEN

Die GRÜNEN haben gemeinsam mit der

SPD versucht, die verfasste Studierendenschaft

im Bundesgesetz zu verankern.

Im Wahlprogramm wird eine paritätische

Besetzung aller Hochschulgruppen in den

Senaten gefordert.

Die LINKE

Die LINKE fordert ein gesetzlich garantiertes

allgemeinpolitisches Mandat für

Studierendenvertretungen. Zudem sollen

StudentInnen paritätisch an allen Gremien

mit Entscheidungsbefugnissen beteiligt

werden.

Die PIRATEN

Die PIRATEN wollen die verfasste Studierendenschaft

erhalten und in anderen

Hochschulgremien eine Drittelparität

(Studierende / Lehrende / MitarbeiterInnen)

der stimmberechtigten Mitglieder

einführen.

SPD

Die SPD wollte die verfasste Studierendenschaft

bundesweit einführen und stellt

sich auch im Wahlprogramm ausdrücklich

hinter die demokratisch legitimierten Studierendenvertretungen.

*Unter dem Begriff »Verfasste Studierendenschaft«

(VS) versteht man die politische Studierendenvertretung

durch StudentInnen der jeweiligen

Hochschule mit Satzungs- und Finanzautonomie.

In NRW sind AStA, StuPa und Fachschaften Organe

der VS, in anderen — speziell in ostdeutschen

Bundesländern — können AStA und StuPa auch zu

einem StuRa (= Student-Innenrat) zusammengefasst

werden. In Bayern und Baden-Württemberg

STUDIENGEBÜHREN?

CDU

Die CDU ist treibende Kraft für die Einführung

von Studiengebühren. In Hessen wurde

schon einmal laut über Gebühren von bis

zu 1.500 € /Semester im MA-Studiengang

nachgedacht, was in NRW (zumindest nach

außen) noch kein Thema zu sein scheint.

Die CDU hält an der aktuellen Form fest.

FDP

Die FDP möchte den Hochschulen die Entscheidung

zur Gebührenerhebung weiterhin

selbst überlassen; die Obergrenze von

500 € soll bestehen bleiben. Künftig sollen

bis zu 50 % für Professuren und wissenschaftliches

Personal eingesetzt werden.

Die GRÜNEN

Die GRÜNEN regieren in drei Gebührenländern

mit (Langzeitgebühren in Bremen und

im Saarland; nachgelagerte in Hamburg).

In NRW wurden 2003 mit den Stimmen der

Grünen Langzeitgebühren eingeführt, laut

Programm sollen jetzt aber alle Bildungsgebühren

abgeschafft werden. In Hessen

wurden jegliche Gebühren auch mit den

Stimmen der Grünen abgeschafft.

Die LINKE

Die LINKE fordert eine konsequente Abschaffung

aller Studiengebühren; in Hessen

half sie dabei. Die Forderung nach

Rückzahlung aller bisher geflossenen Gebühren

klingt traumhaft, entspringt aber

wohl eher dem Wolkenkuckucksheim.

Die PIRATEN

Die PIRATEN bekennen sich zu einer gebührenfreien

Bildung auf allen Ebenen und

verstehen diese als gesamtgesellschaftlichen

Auftrag.

SPD

Die SPD hat 2003 in NRW wie in anderen

Bundesländern Langzeitgebühren eingeführt.

Jetzt sollen aber wie in Hessen alle

Formen von Gebühren abgeschafft werden.

Unklar ist, in welchem Zeitraum dies

realisiert werden soll; Landeschefin Kraft

nennt das Jahr 2013, im Wahlprogramm

steht »zeitnah«.

wurde die VS in den 1970er-Jahren abgeschafft. Die

rot-grüne Bundesregierung schrieb die verfasste

Studierendenschaft und ein Verbot allgemeiner

Studiengebühren im Hochschulrahmengesetz fest,

scheiterte aber auf Grund der Kompetenzenverteilung

zwischen Bund und Ländern 2005 vor dem

Bundesverfassungsgericht, nachdem einige CDU/

CSU-geführten Länder gegen das Gesetz geklagt

hatten.

HOCHSCHUL-

GESETZGEBUNG*?

CDU

Die CDU konnte der FDP gerade noch ausreden,

dass Hochschulen pleite gehen

können; ansonsten wurde das HFG durchgewunken.

Änderungen sind nicht geplant.

FDP

Die FDP hat das HFG eingebracht und

durchgesetzt und hält es für gelungen.

Laut FDP ist auch das HFG ein Grund, warum

Hochschulen nicht mehr unterfinanziert

seien.

Die GRÜNEN

Die GRÜNEN sehen im HFG eine Entdemokratisierung

und Markthörigkeit der

Hochschulen und möchten es inklusive

der Hochschulräte wieder abschaffen und

mehr Verantwortung in die Hände demokratisch

legitimierter EntscheidungsträgerInnen

legen.

Die LINKE

Die LINKE fordert die Rücknahme des HFG

und die Abschaffung der Hochschulräte.

Rüstungs- und Industrieforschung sollen

nicht länger aus öffentlichen Mitteln finanziert

werden.

Die PIRATEN

Die PIRATEN befürworten einen Großteil

der Maßnahmen des HFG, sehen aber Demokratiedefizite

in der Ausgestaltung der

Hochschulselbstverwaltung. Hochschulräte

sollen wieder abgeschafft werden.

SPD

Die SPD möchte die Beschäftigten der

Hochschulen zum Schutz vor Lohndumping

wieder zu Angestellten des Landes

machen. Sie stellt sich gegen die Privatisierung

von Hochschulen und Universitätskliniken

und möchte die Hochschulräte

wieder abschaffen.

*Das Hochschulfreiheitsgesetz (HFG) wurde 2006

mit den Stimmen von CDU und FDP beschlossen und

ersetzte 2007 das alte Hochschulgesetz. Mit ihm

wurden Hochschulräte eingeführt, die Finanzierungsverantwortung

auf die Hochschulen übertragen

und Schritte in Richtung ihrer Privatisierung

gegangen.

(bw)

07


08

Ein Auslandssemester

in

Tokyo

Einmal im Ausland leben, eine andere

Kultur kennen lernen, eine neue

Sprache lernen. All das lässt sich wohl

am einfachsten während eines Auslandssemesters

verwirklichen. Und

wo könnte man leichter ein Auslandssemester

verbringen, als an einer der

zahlreichen Partneruniversitäten unserer

Uni. Zu meinem Glück gehörte

die Ochanomizu-University in Japans

Hauptstadt Tokyo nicht zu den beliebtesten

Studienorten, so dass ich und

meine Kommilitonin keine Probleme

hatten dort für ein Semester angenommen

zu werden. Wir waren sogar

die ersten deutschen Austauschstudentinnen

an dieser Uni.

Die Ochanomizu University ist eine

von zahlreichen Universitäten im

Raum Tokyo und gleichzeitig eine von

zahlreichen Frauenuniversitäten der

Region. Während dies in Deutschland

eher unüblich ist, sind Frauenuniversitäten

in Japan ein fester Bestandteil

der Hochschullandschaft und genießen

z.T. auch beträchtliches Ansehen.

Nachdem wir uns schon länger auf den

Aufenthalt in Japan vorbereitet hatten,

indem wir die japanischen Austauschstudentinnen

der Ochanomizu-

University betreut haben, war es vor

gut einem Jahr dann auch für uns soweit.

Am ersten April ging unser Flug

nach Tokyo.

Neben all den vielen neuen Eindrücken,

die wir in den ersten Tagen bekamen,

hatten wir auch das Glück mitten

in der Kirschblütensaison anzukommen

und so ganze Stadtteile Tokyos in

einem Meer von weiß-rosa Blüten zu

sehen. Dies ging dann auch einher mit

den ersten Eindrücken davon, wie viele

Menschen in Tokyo leben. Denn zur

Kirschblütenzeit ist es üblich sich mit

Freunden, Verwandten, oder Kollegen

zu treffen und unter Kirschbäumen

zusammen zu picknicken. In einem

Park voller Kirschbäume, bedeutet

dies zu dieser Zeit auch einen Park

voller Menschen.

Trotz der enormen Anzahl Menschen

gibt es kaum jemanden, der sich nicht

an die allgemeinen Regeln halten

würde. Nicht nur, dass niemand die

Plastikplanen mit Schuhen betritt, es

bleibt auch kein Abfall zurück. Diese

Disziplin und Ordnung ist überall zu

finden. Ich bin immer noch fasziniert

davon, dass eine Großstadt wie Tokyo,

die im Stadtinneren über 12 Millionen

Einwohner beherbergt, so sauber ist,

und dass so gut wie keine Kleinkriminalität

existiert.

Erstaunlicherweise gibt es in Tokyo,

trotz der vielen Einwohner, kaum

Staus auf den Straßen. Die meisten

Leute in Tokyo nutzen die öffentlichen

Verkehrsmittel. Ein gutes Beispiel

hierfür ist der Bahnhof des Stadtteils

Shinjuku, der mit täglich über 3,6 Millionen

Nutzern der größte der Welt ist.

Die Yamanote Line ist die Hauptlinie

in Tokyo und führt kreisförmig um den

Stadtkern herum. Zu den Stoßzeiten

kommt alle 2,5 Minuten ein bis zu 220

Meter langer Zug, der voll gepackt mit

Menschen ist. Auf manchen Linien

stehen jeweils zwei Bahnangestellte

an jeder Tür, deren Aufgabe darin

besteht, alle Fahrgäste in die Züge

zu drücken, damit die Türen zugehen.

Außerhalb der Stoßzeiten ist es jedoch

sehr praktisch, mit den zahlreichen

Bahnen und U-Bahnen zu fahren.

Bemerkenswert am Schienenverkehr

in Tokyo ist die Pünktlichkeit. Wenn

irgendwo angezeigt wird, dass »der

nächste Zug in zwei Minuten« kommt,

dann ist das auch so. Sollte es aus irgendeinem

Grund doch einmal zu Verspätungen

kommen, so wird auch wegen

einer Minute eine lange Erklärung,

mitsamt großer Entschuldigung über

die Lautsprecheranlagen geschickt.

Ein weiteres Phänomen von (U-)Bahnfahrten

in Japan ist die große Anzahl

schlafender Menschen. Egal wie lang

die Zugfahrt dauert, manche Leute

scheinen schon im Hinsetzen oder

auch im Stehen einzuschlafen. Aber

selbst am Arbeitsplatz werden schlafende

Mitarbeiter gerne gesehen.

Denn das heißt in der Regel, dass sie

auch weit mehr als ihre Regelarbeitszeit

am Arbeitsplatz verbringen und

somit jederzeit, selbst im Schlaf, für

die Firma zur Verfügung stehen.

Während meiner Zeit dort habe ich

Japan als ein Land erlebt, dass tief in

seiner Kultur und in seinen Bräuchen

verankert ist, jedoch ebenso stark auf

Zukunft und Entwicklung setzt. Dabei

unterscheidet sich allerdings Tokyo

noch einmal grundsätzlich vom Rest

Japans. Im Stadtteil Akihabara gibt

es ganze Straßenzüge, in denen es

nichts anderes gibt als Geschäfte mit

Computern und Computerzubehör. Die

Stadtteile Toyko und Shinjuku sind als

Geschäftszentren mit riesigen Hochhäusern

bebaut und Harajuku und

Shibuya sind die Zentren für Popmu-

お茶の水女子大学

Ochanomizu University

Gründung:

1875

Art:

Staatliche Frauenuniversität

Fakultäten:

Geisteswissenschaften & Pädagogik

Naturwissenschaften

Hauswirtschaftswissenschaft

Studierende:

2.189 im grundständigen Studium

1.091 im postgradualen Studium

Lage:

Bunkyo, Tokyo, Japan

Website:

www.ocha.ac.jp

sik und schrille Jugendmode. Überall

steht man einer totalen Reizüberflutung

gegenüber. Alles ist hell, bunt und

laut. Ganz anders sieht es dagegen in

Städten Nikko und Kyoto aus, die mit

ihrer Vielzahl an Tempeln und Schreinen

besonders beeindrucken. Obwohl

Japan eigentlich kein religiöses Land

ist, sind die Tempel und Schreine für

die meisten Japaner von großer Bedeutung.

Wir hatten das Glück, während unseres

Aufenthalts dort, einige japanische

Freunde zu finden und mit ihnen Zeit

zu verbringen. Sei es durch Aktivitäten

eines Sportclubs den wir besuchten,

oder durch Ausflüge mit den Arbeitsgruppen,

in denen wir unsere Praktika

absolvierten. Ein besonderes Erlebnis

東京

Tokyo

war mit Sicherheit, dass die Eltern einer

Freundin uns einluden bei ihnen zu

übernachten. So hatten wir die Möglichkeit

bei einer japanischen Familie,

in einem japanischen Haus, mit japanischen

Betten zu übernachten. Viel

Schlaf haben wir in dieser Nacht ohnehin

nicht abbekommen, da unsere

Freundin und ihre Eltern uns um 5:00

Uhr morgens mit zu einem Volksfest in

ihrem Dorf genommen haben. Bei diesen

Festen tragen die Mitglieder einer

»Gemeinde« (zu einem Schrein gehörend)

einen tragbaren Schrein von seinem

Ursprungsort bis zum Meer und

wieder zurück. Am Strand gibt es dann

eine Art Fest mit vielen Ständen mit

Essen und Trinken. Wir haben in unserer

Zeit dort einige dieser Feste miterlebt,

wobei dieses ein eben so besonders

war, weil es am Strand stattfand.

Einen anderen Ausflug den wir mit einer

Gruppe Physik-Studentinnen unternommen

haben, war zum Mt. Fuji.

Leider hatten wir schlechtes Wetter

und so leider nicht die Möglichkeit den

Sonnenaufgang zu sehen. Wie uns ging

es an diesem Tag aber auch gefühlten

5000 anderen Menschen,die sich alle

zur gleichen Zeit die Besteigung des

Berges vorgenommen hatten und weswegen

es ca. 200 Meter unterhalb der

Spitze zu einem richtigen Stau kam.

In den letzten Wochen vor unserer Abreise,

im Juli und August konnten wir

eine weitere Tradition Japans miterleben.

Den Sommer über finden überall

im Land große Feuerwerke statt. Diese

sind dann immer auch kleine Volksfeste,

auf denen es Stände gibt und

die von tausenden Menschen besucht

werden, die teilweise auch traditionelle

japanische Kleidung tragen.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich

sehr froh bin, die Möglichkeit gehabt

zu haben ein Semester in Japan zu

verbringen.

Mehr zu meinen Erlebnissen in Japan

findet ihr auf:

www.marenintokyo.blogspot.com

(mb)

09


10

Glückwunsch —

Wuppertal forscht für

den Polizeistaat! 2.0

Nachdem bereits in der ersten N.N.-Ausgabe kritisch über

das EU-Forschungsprojekt INDECT berichtet wurde, werden

in diesem Artikel die aktuellen Entwicklungen und weitere

Details über das Projekt erörtert.

Im November 2009 fand das Gespräch mit Prof. Dr. Tibken

statt, welches seit Anfang Oktober durch den AStA gefordert

wurde. 1 Die Verzögerung entstand dadurch, dass neben

Prof. Dr. Tibken auch Prof. Dziech (INDECT Projekt-Koordinator

von der Universität AGH Krakau) anwesend sein

sollte. Neben der Vorstellung des Projektes sollten auch

bestehende Fragen geklärt werden. Auf Nachfragen zur

Transparenz des von der EU-Kommission geförderten Projektes

an der Universität Wuppertal bot Prof. Dr. Tibken an,

die Forschungsschwerpunkte transparent auf der Webseite

des Lehrstuhles darzustellen. Bis heute hat sich jedoch

weder auf der Seite des Lehrstuhles, bzw. auf der offiziellen

Uni-Webseite etwas getan.

»Ethics Board«

Während des Treffens schlug Prof. Dziech vor, dass es möglich

wäre, eine studentische Vertretung für das »Ethics

Board« zu benennen. Dort könnten unter anderem den

Projektpartnern Fragen zum aktuellen Forschungsstand

gestellt werden. Über dieses Angebot wurde schließlich im

Studierendenparlament (StuPa) diskutiert und entschieden.

Das StuPa lehnte diesen Vorschlag aber mehrheitlich

ab, da durch eine Mitarbeit die Legitimität des Gesamtprojekts

gestärkt werden würde. Zudem hätte das studentische

Mitglied nur eine beratende Funktion und keinen

direkten Einfluss auf die Entscheidungen, die in diesem

Kontroll-Gremium getroffen werden. 2 Vorsitzender des

»Ethics Board« ist Assistant Chief Constable Drew Harris

von der britischen Polizei. In allen FP7-Projekten schreibt

die EU-Kommission die Einrichtung eines »Ethics Boards«

vor, um Projektergebnisse mit europäischen und nationalen

Gesetzgebungen in Einklang zu bringen. 3

»Abnormales Verhalten«?

Laut Prof. Dziech ist die Formulierung des „abnormalen“

Verhaltens, welches für viel Aufsehen gesorgt hat, auf eine

juristische Formulierung zurückzuführen. Auf der offiziellen

Projektseite wurde dies erst im Nachhinein durch »criminal

behavior« ersetzt. 4

Da die bisher praktizierte Videoüberwachung immer ineffektiver

wird — zu wenige Polizisten müssen zu viele

Kameras im Auge behalten — zielt INDECT darauf ab, das

Erkennen von möglichen »Gefahrensituationen« zu automatisieren.

Angesichts der Vielzahl der simultan zu überwachenden

Monitore sind speziell die britischen Polizeibeamten

überfordert, weil es dort besonders viele Kameras

gibt. Das Projekt ist dezidiert darauf ausgelegt, dass eingegriffen

werden kann, bevor oder während die Straftat

stattfindet. Daher müssen ganz alltägliche Handlungen als

suspekt eingestuft werden — immer dann, wenn sie auf

möglicherweise »abweichendes Verhalten« in der Folge

schließen lassen. Für die Definition von »atypischem, bzw.

kriminellen Verhalten«, das mittels INDECT aufgespürt

werden soll, wurden mehrere Hundert polnische Polizisten

befragt. Der größte Teil sieht etwa »Herumlungern«, »sich

umsehen« oder einen längeren Aufenthalt in Türbereichen

als verdächtig an. Wird ein solches Verhalten entdeckt, wird

auf die betreffende Person automatisch gezoomt und es

wird Alarm geschlagen. Dies wird »Highlighting« genannt.

Die Szene wird dann in höchstmöglicher Auflösung erfasst

und dem an der Videowall diensthabenden Beamten zur

Bewertung in Wiederholung vorgespielt. Danach wird die

Szene archiviert. Aber auch Phänomene wie »Flashmobs«

und spontane Demonstrationen werden thematisiert. Zwei

Drittel der befragten Polizisten sehen es als Alarmzeichen,

wenn sich Menschen aus allen Richtungen an einen bestimmten

Punkt bewegen oder auch umgekehrt. Ebenso

verdächtig ist es, wenn jemand eine Dose in Händen hält:

Es könnte ein/e Sprayer/in sein.

Als Teilergebnis von INDECT soll im letzten Forschungsjahr

eine Test-Installation an verschiedenen Orten aufgesetzt

werden. Diese soll aus 15 »Node-Stations« und einem dezentralen

Computersystem zur intelligenten Verarbeitung

der Daten bestehen, darunter wetterfeste Miniatur-Computer

mit Kameras, Mikrofonen, biometrischen Sensoren,

Handyidentifizierung, Übertragungsscanner, Überwachungsgeräte,

GPS, Mikro-Sender und RFID-Tags. Für Aufsehen

sorgte zudem ein offizielles Werbevideo, das im Internet

auftauchte. 5

Polizeidrohnen im urbanen Raum

Vernetzte unbemannte Flugzeuge (»Unmanned Air Vehicles«

, kurz: UAV oder »Drohnen«) spielen bei INDECT eine

tragende Rolle. Das geplante System zur Rundumüberwachung

in Städten ist den militärischen Kommandostrukturen

für die vernetzte Kriegsführung nachgebildet. Die

mit Lithium-Polymer-Batterien betriebenen unbemannten

Flugzeuge sollen im Rahmen des Forschungsprojekts

in die Lage versetzt werden, bewegliche Objekte sowohl

zu identifizieren als auch im städtischen Raum »durch die

Straßen« zu verfolgen. Alle Erkenntnisse aus dem Projekt

laufen über den Tisch der nordirischen Polizei. Das Ziel ist

die Bekämpfung künftiger Aufstände im urbanen Raum. Die

sogenannte Quadrocopter können mit Kameras und einer

direkten Übertragung per Funk zu einer in der Nähe be-

findlichen Empfangsstation ausgerüstet werden. Quadrocopter

können darüber hinaus mit GPS-Modulen ergänzt

werden, um programmierte Flugrouten einzuhalten und autonom

zu einem festgelegten Punkt zurückzukehren. Neu

am INDECT-Forschungsprogramm ist der Versuch, die vom

mobilen Sensor gelieferten Bilder umgehend automatisiert

auf potenzielle »Bedrohungen« oder »auffälliges Verhalten«

zu untersuchen und die Objekte zu verfolgen. Laut

einem offiziellen Dokument will man einen Schritt weiter

gehen und die Drohnen untereinander »intelligent und autonom«

vernetzen, um miteinander zu kooperieren. Damit

dockt INDECT an die Forschung zu künstlicher Intelligenz

an, innerhalb derer gegenwärtig Schwärme für eine der intelligentesten

Form von Organisierung gehalten werden.

Weltweit gibt es hierzu seit Jahren zahlreiche zivile und militärische

Forschungsprojekte, die daneben immer kleinere

Flugroboter in der Größe von Libellen entwickeln wollen. 6

Und Wuppertal?

An der Universität Wuppertal ist der Lehrstuhl für Automatisierungstechnik/Regelungstechnik

im Fachbereich E an

der Forschung beteiligt. Zuständiger Professor ist Prof. Dr.

Tibken. Geplant sind zwei Promotionsstellen — eine davon

ist schon besetzt.

Seit 1994 besteht ein wissenschaftlicher Austausch zwischen

Prof. Dziech und Prof. Dr. Tibken, damals war Erstgenannter

als Gastprofessor in Wuppertal. Insgesamt gab

es 800 Bewerbungen auf das Projekt INDECT und nur vier

bis fünf konnten berücksichtigt werden. Erst nach 2 Jahren

hat die Universität, aufgrund der guten Erfahrungen und

Verbindungen zu Prof. Dr. Tibken und Prof. Kummert, den

Zuschlag erhalten. Ziel der EU ist es möglichst viele europäische

Länder mit in das Projekt einzubinden. Dabei sollen

11


Beteiligte Unternehmen und Universitäten:

AGH University of Science and Technology (Polen) — Projekt Koordinator

Gdansk University of Technology (Polen)

InnoTec DATA G.m.b.H. & Co. KG (Deutschland)

Grenoble INP (Frankreich)

MSWIA - General Headquarters of Police (Polen)

Moviquity (Spanien)

PSI Transcom GmbH (Deutschland)

Police Service of Northern Ireland (Vereinigtes Königreich)

Poznan University of Technology (Polen)

Universidad Carlos III de Madrid (Spanien)

Technical University of Sofia (Bulgarien)

Bergische Universität Wuppertal (Deutschland)

University of York (Großbritanien)

Technical University of Ostrava (Tschechische Republik)

Technical University of Kosice (Slowakei)

X-Art Pro Division G.m.b.H. (Österreich)

Fachhochschule Technikum Wien (Österreich)

die Forschungsgelder nicht nur an Unternehmen fließen,

sondern auch an Universitäten, um die Forschung voranzutreiben.

Die Entwicklung der letzten Jahre, verstärkt Unternehmen

zu fördern, betrachtet Prof. Dr. Tibken kritisch.

Innerhalb des Projektes wird in Wuppertal an zwei Dingen

geforscht: Zum einen an der Wasserzeichen-Technologie

(»Watermarking technology«) und zum anderen an den

Algorithmen für die Suchmaschine, insbesondere der semantischen

Suche. Diese beiden Forschungsschwerpunkte

befinden sich im »Work package 5«. Insgesamt gibt es im

gesamten Forschungsprojekt zehn »Work packages«.

Die Wasserzeichen-Technologie basiert auf einer speziellen

Signaltransformation, die in den letzten 10 Jahren von Prof.

Dr. Tibken und Prof. Dziech entwickelt wurde. Mittels der

Wasserzeichentechnik ist es möglich, einen beschränkten

Zugriff auf bestimmte Dokumente herzustellen und unautorisierten

Zugriff auf Datenbanken zu verhindern. Ebenso

könnten durch diese Technik Datenpannen, wie sie im letzten

Jahr vermehrt aufgetreten sind, vermieden werden, da

Daten dadurch besser geschützt werden können.

Zudem wird in Wuppertal die semantische Suche weiterentwickelt,

insbesondere die Suche von Personen und Dokumenten

— auch in gescannten handschriftlichen Texten.

Die an der Universität entwickelten Suchmaschienen sollen

dazu beitragen, einfachere Suchstrategien zu schaffen,

bisher hohe Fehlerquoten zu beseitigen und größere

Mengen an Daten verwalten zu können. In der INDECT-Projektbeschreibung

findet sich ebenfalls der Hinweis, dass

damit auch Diskussionsforen, Usenet Groups, File Server,

P2P Netzwerke wie auch »Individuelle Computersysteme«

durchforscht werden könnten.

Wie weiter?

Kritisch gegenüber dem Forschungsprojekt äußerten sich

unter anderem Thilo Weichert (Leiter des Unabhängigen

Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein) 7 , Hannes Tretter

(ao. Univ. Prof., Institut für Staats- und Verwaltungsrecht

der Universität Wien, Leiter des Ludwig-Boltzmann

Instituts für Menschenrechte (BIM)) 8 , Eddan Katz (Direktor

der Electronic Frontier Foundation (EFF)) 9 und zuletzt Peter

Hustinx (Europäischer Datenschutzbeauftragter) 10 .

Der AStA beschäftigt sich weiter mit dem Thema und plant

auch zukünftig Aktionen und Veranstaltungen zum Thema

INDECT und Überwachungsstaat. So wurden bereits die

Studierendenvertretungen der verschiedenen beteiligten

Universitäten angeschrieben, mit dem Ziel eine internationale

Vernetzung zu schaffen. Auf der AStA-Webseite wird

zudem eine Sonderseite erstellt, auf der alle aktuellen Informationen

und Entwicklungen zu finden sein werden.

Nichts desto trotz fordert der AStA weiter die Einstellung

des EU-Forschungsprojektes INDECT und ein Ende an der

Beteiligung der Universität Wuppertal!

1: www.asta.uni-wuppertal.de/stupa/wp-content/uploads/2009/11/protokoll_gesprach-indect.pdf

2: www.asta.uni-wuppertal.de/wp-content/uploads/2009/11/informationen_ethikkommission.pdf

3: www.asta.uni-wuppertal.de/stupa/wp-content/uploads/2009/11/indect_handout.pdf

4: www.indect-project.eu

5: www.en.wikinews.org/wiki/File:INDECT-400px.ogv

6: www.futurezone.orf.at/stories/1638815/

7: www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/die-moderne-verbrecherjagd/

8: www.renner-institut.at/download/texte/2009-12-04_Resuemee_Rechtsraum_EU.pdf

9: www.privacyos.eu/uploads/Deliverables/PresentationsVienna/

KATZ.EDDAN_The.INDECT.Project.An.Activist.Strategy.pdf

10: www.futurezone.orf.at/stories/1643551/

(mz)

13


14

Sicherer Arbeitsplatz

Universität? Von wegen!

Während des Studiums als

Hilfskraft in der Universität

arbeiten und so vielleicht in

eine akademische Laufbahn

einsteigen zu können, dass

ist das Ziel so einiger Studenten,

die Ambitionen hegen,

eine wissenschaftliche

Laufbahn einzuschlagen. Ein

sicherer Job, gute Arbeitsbedingungen

und vor allem oft

fachbezogene Tätigkeiten, so

glaubt man.

Aber gerade Universitäten

sind ein Paradebeispiel dafür,

wie prekäre Beschäftigungsverhältnisse

etabliert und zur

gängigen Praxis werden.

So gelten die bestehenden

Tarifverträge des öffentlichen

Dienstes nicht für die

an den Universitäten beschäftigen,

so genannten

„wissenschaftlichen Hilfskräfte“

oder „studentischen

Hilfskräfte“. Um prekäre

Beschäftigungsverhältnisse

zu beenden sind daher die

Geltungsbereiche der Tarifverträge

für den öffentlichen

Dienst auf alle Beschäftigten

auszuweiten. Den besonderen

Anforderungen an die

Arbeit in Hochschulen muss

hierbei Rechnung getragen

werden. So sind Lehrverpflichtungen

(z.B. Tutorien)

als Teil der Arbeitszeitregelung

anzuerkennen. Die

einseitig erlassenen Arbeitgeber-Richtlinien

(und die

damit verbundene einseitig

beschlossene Höhe der Gehälter)

für die Beschäftigung

von „studentischen Hilfskräften“

sind durch Tarifbestimmungen

für studentische

Beschäftigte zu ersetzen.

Neben der mangelnden tariflichen

Absicherung vieler Beschäftigungsverhältnisse

an

den Universitäten sind auch

die vielen befristeten Verträge

nicht haltbar. Dies betrifft

mitunter die zweitgrößte an

deutschen Universitäten beschäftigte

Gruppierung, die

der Lehrbeauftragten. Langfristige

Lehraufträge sind

daher in reguläre, sozialversicherungspflichtigeArbeitsverhältnisse

umzuwandeln.

Die Arbeit im Wissenschaftsbetrieb

muss berechenbare

Perspektiven bieten

und angemessen bezahlt

werden. Wissenschaft als

Beruf muss eigenständig,

selbständig und auf Dauer

möglich sein. Befristete

Beschäftigung muss durch

Mindestvertragslaufzeiten

tariflich abgesichert sein.

Das individuelle Risiko, nach

Vertragsende nicht weiter

beschäftigt zu werden, ist

durch entsprechende Gehaltszuschläge

abzufedern.

Dies gilt insbesondere auch

für die hohe Zahl an studentischen

Beschäftigten, die

oftmals auf wenige Monate

befristete Verträge erhalten.

Auch die durch die Bachelor-

Studiengänge eingeführte

Abstufung ist zu ändern.

Wie kann es sein, dass die

Universität nach außen hin

nicht müde wird zu proklamieren,

dass der Bachelor-

Abschluss ein „berufsbefähigter

Abschluss“ sei, den

studentischen Beschäftigen

im Master-Studiengang aber

eine geringere Stundenentlohnung

gezahlt wird, als

Absolventen eines Magister-

oder Diplomstudienganges?

Hier wird deutlich, dass die

Universität intern die von ihr

neu vergebenen Titel nicht

so würdigt, wie sie es von der

Wirtschaft verlangt. Darüber

hinaus ist sicherzustellen,

dass keinen Studierenden

mehr „gekündigt“ wird (in der

Realität muss ja nur der auf

wenige Monate beschränkte

Vertrag nicht verlängert

werden), weil sie durch den

Abschluss ihres Bachelor-

Studiums Anspruch auf eine

höhere Entlohnung haben!

Auch eine Reform der Karrierewege

nach dem Abschluss

des Studiums ist überfällig.

Ein erster Schritt wäre

es, die Promotion nicht als

dritte Phase des Studiums,

sondern als erste Phase der

wissenschaftlichen Berufstätigkeit

anzuerkennen. Die

Einstellung von Promovierten

sollte auf Basis eines

Tenure Track erfolgen, der

den dauerhaften Verbleib in

der Wissenschaft ermöglicht

– unabhängig davon, ob die

Berufung auf eine Professur

erfolgt oder nicht. Auch die

Habilitation als Voraussetzung

für eine Professur sollte

nicht nur formal abgeschafft

werden, alternative Qualifikationswege

müssen endlich

anerkannt werden.

Solange Frauen in den leitenden

Funktionen des Wissenschaftsbetriebesunterrepräsentiert

sind (so sind nur

15% der Lehrstühle mit Professorinnen

besetzt), sind

wirksame Maßnahmen von

Nöten, um den Frauenanteil

auf allen wissenschaftlichen

Karrierestufen mit dem Ziel

eines ausgeglichenen Geschlechterverhältnisses

zu

erhöhen. Die Qualität von

Hochschulen ist auch danach

zu beurteilen, inwieweit

und mit welchem Erfolg sie

aktive Gleichstellungspolitik

betreiben, geschlechtergerechte

Arbeitsbedingungen

schaffen und den wissenschaftlichen

Arbeitsprozess

familienfreundlich gestalten.

(ju)

Wuppertaler Retrospektive

So sehen Wuppertaler ihre Stadt

Langer Tisch in Wuppertal, 27. Juni 2009. Eine Gruppe Soziologiestudenten

der Bergischen Universität Wuppertal

besucht das Stadtfest. Es wird die Gründung der Stadt vor

80 Jahren mit dem Zusammenschluss Barmens, Elberfelds

und weiteren kleineren Ortschaften gefeiert.

Doch die Studenten haben anderes im Sinn als zu feiern. Ihnen

geht es darum Interviews mit Wuppertalern zu erhalten.

Sie wollen vom Sommersemester 2009 bis zum Ende des

Wintersemesters 2009/2010 erforschen, inwiefern die Bürger

sich mit ihrer Stadt identifizieren, sie diese wahrnehmen.

Es werden Bezugspunkte genannt wie die Schwebebahn,

der Wuppertaler Zoo mit seinem stadtweit bekannten

und dargestellten Emblem — den Pinguinen. Die Hardt wird

betont, als Zeichen für die natürliche Umgebung Wuppertals,

gerade im Vergleich zum Ruhrgebiet. Die Stadthalle,

diverse Schwimmbäder und die Wuppertaler Bühnen waren

weitere Nennungen.

Überraschend waren für die Studenten vor allem Antworten

auf Fragen nach besonderen Kennzeichen Wuppertals

und Wünschen für die Zukunft der Stadt. Hier wurde über

Generationen und Schichten hinweg eine große Schuldenlast

der Stadt erkannt und weggewünscht. Die desolate

Haushaltslage ist den Bürgern bewusst und sie fassen es

als Problem ihrer Stadt auf; sie distanzieren sich nicht. Die

Misswirtschaft sehen die meisten in einer fehlgeschlagenen

Finanzpolitik, anstatt, wie vielleicht von einigen Politikern

vorgeschoben, die Finanzkrise. Befürchtete Folgen

sind Einschränkungen in der Tagesgestaltung bis hin zu einer

Fremdverwaltung der Stadt. Aber auch, dass die Stadt

von Nicht-Wuppertalern als noch unattraktiver wahrgenommen

werden könnte. Denn einige Menschen sehen die

Anziehungskraft der größten Stadt im Bergischen Land

schwinden. Ursachen sind ein Strukturwandel — weg von

der industriellen Produktion, der rasche und anscheinend

konkurrierende Wandel im Ruhrgebiet und nicht zuletzt die

kulturelle Dominanz Kölns und Düsseldorfs. Natürlich nicht

zuletzt die gewaltigen Konsummöglichkeiten in den Rhein-

städten und der damit einhergehenden Abwanderung des

Geldes aus einer Stadt, die sowie schon finanzielle Nöte

hat.

Stellt sich also die Frage ob Einschnitte, gerade im sozialen

Bereich, kurzfristig die Haushaltslage verbessern, aber

mittel- und langfristig zu größeren sozialen Ungleichheiten

führen wird, was wiederum den Konsum unterer Schichten,

die noch in der Stadt konsumieren und nicht nach Düsseldorf

auf die Königsallee fahren, einbrechen lässt.

Was ist mit den Menschen die von sozialen Einrichtungen

abhängig sind? Ihnen wird Hilfe verwehrt und sie werden

sozial ausgegrenzt. Über diese Ausgrenzung entsteht und

verfestigt sich eine ganze Schicht von Bürgern, denen früher

oder später die Identifikation mit ihrer Stadt nicht mehr

möglich sein wird.

In dem Forschungsprozess soll außerdem eruiert werden,

was die Eigenlogik der Stadt ist. Eigenlogik bezeichnet die

Summe an Ausdrucksformen der Stadt und Handlungsmuster

in einer Stadt. Also was typisch Wuppertal ist. Dabei

wird der Habitus der Bürger erforscht und ausgewertet. Das

Klischee »früher war alles besser« kennen wir alle. Jedoch

kann der Wuppertaler dies auch begründen. Einige Interviews

ergaben, dass sich in einigen Stadtteilen das Bild in

den näheren vergangen Jahrzahnten stark verändert hat.

Elberfeld ist dabei das durchgehend einzige Positivbeispiel

gewesen. Gerade die einstige Konkurrenzstadt Barmen

wird als zunehmend unattraktiv wahrgenommen. Der böse

Spruch »in Barmen wohnen die Armen — Elberfeld hat immer

Geld« scheint sich mit den Eindrücken und Erfahrungen

der Bürger zu decken, egal aus welchem Stadtteil sie

kommen. Anstatt mit diesem Vorurteil aufzuräumen, werden

weiter soziale Leistungen gekürzt und geben solchen

Aussagen Vorschub.

Dies entfernt die Menschen voneinander und verhindert ein

weiteres Zusammenwachsen der Stadt.

(Forschungsgruppe Soziologie — Eigenlogik &

Identifikationsmöglichkeiten Wuppertal)

15


16

LEBENSLAUF

ALICE SCHWARZER:

3. Dezember 1942: Geboren in Wuppertal-

Elberfeld, Deutschland.

1959: Beginn der Berufstätigkeit (als kaufmännischer

Lehrling).

1964-1965: Sprachstudium in Paris.

1966-1968: Volontärin und Redakteurin bei

den Düsseldorfer Nachrichten.

1969: Reporterin bei der Zeitschrift »pardon«.

1970-1974: Freie politische Korrespondentin

in Paris für Funk, Fernsehen und Printmedien.

1970-1973: Studium der Soziologie und Psychologie

an der Fakultät Vincennes, Paris.

Ab 1970: Engagement in der Frauenbewegung,

zunächst in Frankreich, ab 1974 auch in

der Bundesrepublik.

Seit 1971: Zahlreiche Buchpublikationen bis

2010: als Autorin 21 Bücher, als Herausgeberin

16 Bücher.

1974-1975: Lehrauftrag für Soziologie an der

Universität Münster.

1975: »Der kleine Unterschied und seine großen

Folgen«, der erste feministische Bestseller

in Deutschland (übersetzt in 12 Sprachen).

Ab 1975: Verstärkte feministische Öffentlichkeitsarbeit:

Veranstaltungen, Lesungen,

Kampagnen etc. Verstärkte Arbeit im

Fernsehen, als interviewter Gast ebenso wie

als interviewende Journalistin, u.a.: 1975 TV-

Streitgespräch mit Esther Vilar (WDR), 1984 mit

Rudolf Augstein (WDR); 1989 bis 1996 Teilnahme

an der Ratesendung »Ja oder Nein?« (ARD).

1992 und 1993: Moderation der Talkshow

»Zeil um Zehn« (HR); 1998 »Kreuzfeuer« (RTL):

Serie von Interviews mit Spitzenpolitikern der

Parteien (zusammen mit Johannes Gross).

1977: Gründung von »EMMA«, seither Verlegerin

und Chefredakteurin. »EMMA« ist heute

mit rund 70.000 Druckauflage und 120.000

LeserInnen die weltweit einzige unabhängige

feministische Publikumszeitschrift. Die

Monatszeitschrift erscheint seit Januar 2010 im

Drei-Monats-Rhythmus.

Persönlichkeiten Wuppertals

Alice Schwarzer

und die Frauenbewegung

Weibliche Unterlegenheit ist nicht naturgegeben, sondern

gesellschaftlichen Ursprungs, diese These vertritt

auch die Chefredakteurin der Zeitschrift »Emma«, Alice

Schwarzer.

Alice Schwarzer, die am 03. Dezember 1942 in Wuppertal-

Elberfeld geboren wurde, und bei ihren Großeltern aufwuchs,

wurde sehr früh mit der Frage konfrontiert: Leben

wir noch in einer »männlich dominierenden« Gesellschaft?

Und bestimmen nicht nur sozioökonomische Ursachen die

gesellschaftliche Lage der Frau? Für Alice Schwarzer sind

es nach wie vor die Strukturen dieser Gesellschaft, die

Frauen und Männern unterschiedliche Rollen zuweisen.

Daher lautet ihr Plädoyer mehr »Chancengleichheit für

Frauen und Männer« und gegen jede Rollenzuweisung im

Namen des biologischen Geschlechts (oder der Klassen-

bzw. Rassenzugehörigkeit).

Die Geschlechterrollen engen Frauen wie Männer ein. Beide

müssen sich davon befreien. Denn die Verhältnisse zwischen

den Geschlechtern sind nicht von der Natur vorgegeben,

sondern gesellschaftlich konstruiert. Damit sind sie

nicht statisch, sondern veränderbar. Um Chancengleichheit

zu erreichen, müssen verfestigte Rollen aufgebrochen

und verändert werden. Deshalb setzt sich Alice Schwarzer

seit Jahrzehnten konsequent für die Gleichstellung von

Frau und Mann ein. Durch ihre Arbeit als Journalistin und

Frauenaktivistin enttabuisierte sie viele gesellschaftlich

kontroverse Themen. Sie war eine der ersten Frauen in

Deutschland, die durch die Kampagne »Mein Körper gehört

mir«, die Schwangerschaftsabbruchproblematik thematisierte

und sich öffentlich mit der Thematik »Gewalt gegen

Frauen« auseinandersetzte.

Trotz der Bemühungen der Gleichheitsfeministin Alice

Schwarzer, sind ungleiche Stellungen von Frauen und

Männern in unserer Gesellschaft nach wie vor evident.

Immer noch bestimmen traditionelle gesellschaftliche

Geschlechtsrollenzuweisungen die Einstellungen und

Verhaltensweisen von Frauen und Männern, sowie die

strukturellen Rahmenbedingungen ihres individuellen und

kollektiven Handelns. Zwar haben sich in unserer Gesellschaft

seit den letzten Jahrzehnten und durch die Frauenbewegung,

die u.a auch durch Alice Schwarzer initiiert

worden ist, die vorfindbaren Auffassungen zur Rolle der

Frau in Familie und Beruf erheblich gewandelt. Das traditionelle

Rollenverständnis, nach dem die Frau vorrangig

für die Haus- und Reproduktionsarbeit verantwortlich und

Männer hingegen in erster Linie für die Erwerbsarbeit zuständig

waren, löst sich zunehmend auf, denn berufliche

Tätigkeit hat in der Lebensplanung der meisten Frauen einen

ganz anderen Stellenwert bekommen als noch in den

50er und 60er Jahren.

Dieser Trend lässt sich auch in der Wissenschaftsdebatte

rekonstruieren. Die Zahlen in der Wissenschaftspolitik

sind eindeutig: 2009 waren ca. 52 % aller HochschulabsolventInnen

weiblich, 41 % aller Promotionen und 24 % aller

Habilitationen wurden von Frauen verfasst. An der Spitze

gelangen schließlich 17,2 % Professorinnen an. Der Frauenanteil

unter den Professoren an den heimischen Universitäten

ist in den vergangenen Jahren langsam, aber kontinuierlich

angestiegen.

Diese Statistik des Bundesministeriums für Bildung und

Forschung impliziert, dass trotz des partizipativen, kontinuierlichen

Anstieges des Professorinnenanteils, der Frauenanteil

mit jeder weiteren Stufe der wissenschaftlichen

Karriereleiter umgekehrt proportional abnimmt, denn in

den akademischen Führungsebenen sind Frauen nach wie

vor unterrepräsentiert. Auch in Entscheidungspositionen

der Politik, der Verbände und im Berufsleben sind Frauen

deutlich weniger vertreten. Insgesamt liegt das Einkommen

von Frauen in Deutschland bei ungefähr gleicher Arbeitszeit

mindestens 23 % unter dem von Männern. In den Vorstandsetagen

der 200 größten Unternehmen der Welt sitzen

nur 10,4 % Frauen auf den insgesamt 2751 Chefsesseln.

Was läuft also falsch?

Wir wollen, dass Frauen und Männer gleiche Rechte haben,

nicht nur auf dem Papier, sondern im täglichen Leben. Es

ist ein Prozess, den Alice Schwarzer und andere Feministinnen,

sei es Gleichheitsfeministinnen oder Differenzfeministinnen

ins Rollen gebracht haben und der wahrscheinlich

noch weitere Generationen braucht, bis eine absolute

Chancengleichheit und Gleichstellung auf allen Ebenen

realisiert worden ist, vielleicht müssen wir auch nur die

»Männliche Gesellschaft überwinden, um die Menschliche«

zu erreichen.

(ad & cs)

17


18

Mit der Nasenspitze knapp über der Wasseroberfläche

Die Monet-Ausstellung in Wuppertal

ist nach monatelangem Massenansturm

zu Ende gegangen. Den ganzen

Winter wandte sich eine lange Schlange

durch Wuppertal und so manche

Schwanzspitze wurde in mitunter 4 ½

Stunden zu einem Schlangenkopf und

schließlich zum Museumsbesucher.

Häppchenweise wurden die Besucher

vorgelassen, um die Trauben vor den

Bildern nicht zu sehr anschwellen zu

lassen und den Blick der einzelnen

Besucher nicht zu versperren. Wem

es gelang, sich geschickt zwischen

den Einzelnen Gruppenführungen zu

bewegen und den Raum zu wechseln

sobald der nächste Reisebustross diesen

betrat, der konnte einigermaßen

entspannt vor den Bildern verweilen.

Wem Einlass in die Retrospektive

gewährt wurde, die 100 Werke des

französischen Malers präsentierte,

der konnte Revolutionäres erleben.

Claude Monets Abkehr von jahrhundertealten

festgefügten Normen in

der Kunst legten den Grundstein für

die Emanzipation von Farbe und Licht

in der Malerei. Wer die Bildserie des

Londoner Parlaments betrachtet, der

erkennt den Mut dieses Malers, der

die verschiedenen Stimmungen der

Jahres- und Tageszeiten durch pfirsichfarbenen

Himmel und dessen

Spiegelung auf der Wasseroberfläche

und sich immer stärker ins Ultramarin

wandelnde Schatten des Parlamentsgebäudes

darstellt. Licht und Farbe

schlägt einem an einem Ort entgegen,

den man gebräuchlich als trist und

grau beschreiben würde und lehrt das

Auge neu zu sehen. Wie würde dann

erst der Seerosenteich leuchten? Einen

Raum weiter wusste man es.

Als Betrachter von Monets »Nympheas«

befindet man sich mitten im

Seerosenteich in Giverny und reckt

seine Nasenspitze nur knapp über die

Wasseroberfläche. Doch das reicht

aus, um weit zu blicken. Sich von

Zeit zu Zeit über die Teichoberfläche

zu recken verschafft neue Einsichten.

Die Spiegelungen auf die man

schaut, nehmen den Blick gefangen

und rauben die Orientierung. Wachsen

die Teichpflanzen in den Himmel

oder sind sie eine Spiegelung, hängt

am Ende das Seerosenbild verkehrt

herum? Niemals kann man sich ganz

sicher sein, sicher ist nur, dass alles

auch andersherum sein könnte. Auch

Monet musste dies erfahren, als er

zwischenzeitlich nahezu erblindet,

auf Licht, Schatten und Farben verzichten

musste. Wie sehr die Farben

sein Leben bestimmten wird ersichtlich,

wenn man von seinem eigenen

Erschrecken erfährt, als er den Leichnam

seiner Ehefrau betrachtend, in

ihrem eingefallenen Gesicht nur nach

der Farbigkeit der Schatten ihrer Wangenknochen

suchen und keine Trauer

empfinden kann.

Nachdem fast 300.000 Besucher an

den Seerosenbildern vorbei defiliert

sind, muss das Museum sich einer

Renovierung unterziehen und bleibt

einen Monat geschlossen. Anschließend

können die sich dem Impressionismus

anschließenden Revolutionen

in der Kunst betrachtet werden. Die

Ausstellung Retour de Paris — Unsere

Meisterwerke vom Expressionismus

bis heute ist vom 02. April bis 01. August

2010 in den Museumsräumen zu

sehen.

(bü)

19


20

Ein Reisebericht aus

dem Baskenland:

mit einer kleinen Gruppe von Studenten der BUW

reisen wir seit nunmehr 5 Tagen durchs Baskenland.

Kurz vor unserer Heimreise will ich nun die

Zeit nutzen euch von hier aus ein paar Zeilen zu

widmen. Bevor ich beginne, sei drauf verweisen,

dass ich meine persönlichen Erfahrungen schildern

möchte, folglich erwartet kein Protokoll...

Mir hat sich das Baskenland auf eine sehr vielfältige

Art und Weise gezeigt und mich somit

sehr beeindruckt. Als wir am 11.03. hier ankamen,

war seit kurzem bekannt, dass Jon Anza

in Toulouse tot aufgefunden worden war. Dieses

Ereignis sollte unsere Reise, unsere Erlebnisse

und nicht zuletzt meine Weltsicht prägen...

Denn als wir am zweiten Tag unsere Exkursion in

Guernica auf streikende Jugendliche trafen und

die Gelegenheit hatten sie zu interviewen,

beeindruckten mich ihre Aussagen. Sie sprachen

von der Schulbildung und der mangelnden

Meinungsfreiheit und ihrem Unwillen,

sich zu unaufgeklärten Puppen erziehen zu

lassen. Sie waren es, von denen wir zum ersten

Mal vom Tode Anzas erfuhren.

Anza war ETA-Aktivist und hatte viele Jahre

im Gefängnis verbracht. Als er nach seiner

Freilassung eine Zugreise antrat, hat er seinen

Bestimmungsort nie erreicht... Nun, etwa ein

Jahr nachdem er als vermisst gemeldet wur-

de, tauchte er in der Leichenhalle

eines Krankenhauses in Toulouse

wieder auf, in der er wohl Monate

unidentifiziert gelegen haben muss.

Eingeliefert worden war er noch lebend,

doch ohne Papiere, die den Mann hätten identifizieren

können, welcher zu diesem Zeitpunkt

schon nicht mehr ansprechbar war. Ich schreibe

deshalb so schwammig, da es hier in den spanischen

Zeitungen kaum Informationen gibt und

ich nur mit Mühe auf Baskisch nach der Toilette

fragen und mich für etwas bedanken kann, für

ein Interview zum Beispiel.

Die sechzehnjährige Schülerin, mit der ich an

besagtem Tag gesprochen habe, sagte mir etwas,

wodurch ich sie besser verstehen

konnte. Sie meinte, um

denken zu können, sich auszudrücken,

ja überhaupt um

zu sein, brauche man Sprache.

In einer uralten und

lang gereiften Sprache,

wie dem Baskischen, werde

ihr und den Basken etwas

möglich, dass sie als

einzigartig empfände. Das

geplante Verbot, baskischer

Redewendungen in gewissen öffentlichen

oder schulischen Kontexten machte sie

traurig. Ich begann zu verstehen...

Nun habe ich auf meiner Reise nicht alles hier

verstanden, nicht alles sehen können und kaum

geschlafen – trotzdem habe ich eine Menge gelernt

und reise ab mit einem Koffer voller Fragen.

Euch möchte ich aus diesem vielfältigen Land,

über das Ingo Niebel zu Recht sagte, hier würde

Gemeinschaft gelebt, nur eines zurufen:

Kommt her! Seht Euch das Guggenheim

Museum in Bilbao an, staunt über Chillida

Leku, besucht eines der vielen kleinen Fischerdörfer

und lasst Euch von der mannigfaltigen

Art und Weise der unendlich vielen Arten

des Stockfisches beeindrucken... So wie wir es

gemacht haben. Erlebt eine Gemeinschaft, die

in ihrer schönen alten Sprache mehr zu erzählen

weiß, als wir es uns je haben ausmalen können.

Dazu laden wir euch gern im Sommersemester

ein unseren

Dokumentarfilm über die

Reise & Erlebnisse anzusehen.

(bf)

21


Die Wahl des

Studierendenparlamentes

2010

Was ist das StudierendenParlament (StuPa)?

Das StuPa ist das höchste beschlussfassende

Organ der Studierenden der BU Wuppertal und

die Legislative der Studierendenschaft.

Was macht das StuPa?

Unter anderem hat es die Aufgabe, die Exekutive

der Studierendenschaft — den AStA (Allgemeiner

Studierenden Ausschuss) — zu wählen und

seine Arbeit kritisch zu beäugen, einen Haushaltsplan

zu verabschieden und über Finanzierungen

von größerem Umfang sowie über den

Studierendenbeitrag zu entscheiden. Es berät

über hochschulpolitische Probleme und fasst

Beschlüsse über grundlegende Richtlinien der

Arbeit der studentischen Selbstverwaltung.

Wie wird das StuPa gewählt?

Das Studierendenparlament Wuppertal besteht

aus 21 Mitgliedern, die jedes Jahr neu gewählt

werden. Die Wahl findet dieses Jahr in der Woche

vom 21. bis zum 25. Juni (Montag bis Freitag)

statt. Jede/r Studierende hat dabei eine Stimme

und wählt eine Kandidatin bzw. einen Kandidaten

von einer der aufgestellten Listen. Parallel

dazu können dieses Jahr auch die Fachschaften,

mit Ausnahme von Fachschaft B, gewählt

werden.

Am Ende wird anhand der Gesamtergebnisse

der Listen die prozentuale Sitzungsverteilung

errechnet. Innerhalb der Listen ziehen dann die

Kandidaten und Kandidatinnen mit dem besten

Stimmergebnissen ins Studierendenparlament

ein. Nun beginnen die sog. Koalitionsverhandlungen,

als Ergebnis dessen formiert sich eine

Koalition, sowie eine Opposition, wie wir es vom

Bundestag kennen.

Wenn ihr selbst Interesse habt für das StuPa für

die kommende Legislaturperiode zu kandidieren,

so könnt ihr eure eigene Liste gründen und den

Wahlvorschlag bis zum 25. Mai 2010 12:00 Uhr

(Ausschlussfrist) beim Wahlausschuss (oder im

AStA-Shop) einreichen. Eine Einzelkandidatur ist

natürlich auch möglich.

Ab dem 10. Mai wird die Wahlbekanntmachung

aushängen, auf welcher ihr genauere Informationen

findet.

Weitere Information zum StuPa findet ihr unter:

www.asta.uni-wuppertal.de/stupa

(cs & js)

Wahl zum Studierendenparlament

ab 10. Mai

Aushang der Wahlbekanntmachung

bis 25.Mai, 12:00 Uhr

Wahllisten einreichen

bis 14. Juni, 12:00 Uhr

Anträge auf Briefwahl einreichen

21. — 25. Juni

Wahl

Was mein Herz mir rät

»Nichts ist gut in Afghanistan«, mit

diesem Zitat sorgte die damalige

EKD-Vorsitzende Margot Käßmann

für Furore. Nicht weil es nicht stimmte.

Die Taliban auf dem Vormarsch, immer

mehr tote ausländische Soldaten

und immer mehr tote Zivilisten durch

eben diese ausländischen Soldaten.

Soweit die nüchternen Fakten. Aber

es gehört sich eben nicht in Deutschland,

die unangenehme Wahrheit öffentlich

auszusprechen. Manch ein

Politiker warf ihr daher schon eine

»Gesinnungsethik« vor, mit der sie

den Soldaten in den Rücken falle.

Käßmann hätte auch sagen können,

wir werden die Staatsschulden

niemals wieder zurückzahlen

können. Der Wahrheitsgehalt wäre

der gleiche gewesen, nur ihr Diskussionsgegner

wäre nicht Gutenberg

sondern Schäuble. Und mit ihrer Gesinnungsethik

wäre sie vermutlich

dem deutschen Steuerzahler in den

Rücken gefallen. Doch zum Glück kam

es nicht so weit. Käßmann zog rechtzeitig

die Notbremse und trat alkoholisiert

vor einer roten Ampel aufs Gas.

Doch war der Rücktritt notwendig und

richtig? Die Gegenfrage lautet: Für

wen? Auf persönlicher Ebene war der

Rücktritt sicherlich richtig. Er spiegelt

die Konsequenz wider, die sie in

all ihren Entscheidungen und Äußerungen

an den Tag legt. Margot Käßmann

will als ein ehrlicher Mensch

wahrgenommen werden, als jemand,

dessen Handlungen zu 100% mit sei-

nen Ansichten in Einklang stehen.

Dieses Bild hätte irreparablen Schaden

genommen, wäre sie im Amt verblieben.

Denn, und so kommen wir zur zweiten,

der gesellschaftlichen Ebene,

ein Funktionär in ihrer Stellung tritt

nicht zurück. Nicht in dieser Gesellschaft.

Nicht für eine solche Lappalie.

Rüttgers ließ seinen Generalsekretär

zurücktreten, Koch opferte Jung.

Käßmann hätte kreativ sein können

und ihrem Chauffeur die Schuld zuschieben,

oder standhaft und im Amt

verweilen. Doch damit wäre sie ein Teil

der gesellschaftlichen Elite geworden,

jener unantastbaren Minderheit,

für die die Spielregeln der Normalsterblichen

nicht gelten.

Zu guter Letzt stellt sich die Frage

nach der theologischen Rechtfertigung

des Rücktritts. Käßmann ließ

verlauten, dass das Amt durch ihre

Handlungsweise irreparablen Schaden

erlitten hat. Doch Schaden kann

sie ihrem Amt nur in der Rolle als

Ratsvorsitzende der EKD zufügen. Wie

etwa durch ihre Kritik am Afghanistaneinsatz

in einer Predigt. Außerhalb

der Kirche und ihres Amtes verkörpert

sie zwar noch immer die Ratsvorsitzende,

jedoch ist sie zuallererst ein

Privatmensch. Dieser Mensch beging

einen Fehler, ja, sogar eine Straftat,

für die sie von einem weltlichen Gericht

verurteilt wurde. Glaubt sie jedoch

an das, was sie vorgibt zu glau-

ben, so wird ihr geistlicher Richter sein

eigenes Urteil fällen. Für ihn muss sie

nur ehrlich bereuen, um Vergebung zu

erfahren.

Margot Käßmann lässt eine Kirche

zurück, die viel für ihre Vorsitzende

tat und erduldete. So brach die Russisch-Orthodoxe

Kirche nach ihrer

Wahl den Kontakt zu den Lutheranern

in Deutschland ab. Eine Frau in eine

Führungsrolle war für die russischen

Evangelen ein untragbarer Affront.

Gleichzeitig erhielt die Kirche aber

auch eine Vorsitzende, die außerhalb

der eigenen Gläubigen viel Zuspruch

fand.

Nach dem »Wir sind Papst«-Hype vor

einigen Jahren und der Ernüchterung

über das Verhalten Ratzingers und anderer

katholischer Geistlichen in Bezug

auf die sexuellen Übergriffe in den

letzten Jahrzehnten wäre Käßmann

für viele Christen sicherlich trotz ihrer

Alkoholfahrt noch eine Bestätigung

ihrer Glaubens gewesen. Ein Zeichen,

dass auch Geistliche Fehler machen

können, aber dazu stehen. Ein Zeichen,

dass die Kirche nach dem ersten

auch den zweiten Schritt in Richtung

Geschlechtergerechtigkeit macht.

Doch dafür hätte Käßmann den Fleck

auf ihrer ansonsten so weißen Weste

hinnehmen müssen.

22 23

(os)


Buttje, Buttje

in der See...

oder: welcher Fisch gehört auf den Tisch?

Auf die Frage, welchen Fisch man guten Gewissens essen

kann, werden viele ganz selbstverständlich »keinen« sagen,

denn auch bei Fischen handelt es sich um Lebewesen,

welche nicht einfach existieren um uns Menschen Mahlzeit

zu sein. Wer es aber mit seinem Gewissen vereinbaren

kann, diese Tiere zu essen, sollte sich bewusst sein, dass

die Meere quasi leer sind. Die menschliche Maßlosigkeit,

zerstörte Jagd- und Leichgründe und nicht zuletzt die bedenkenlose

Umweltverschmutzung hat viele Bewohner der

Meere an den Rand der Ausrottung gebracht. Besonders

trägt der industrielle Fischfang mit Schleppnetzen zur Entvölkerung

der Ozeane bei.

Wer also seinen Kinder oder Enkeln den Geschmack von

Heringstipp und Thunfischpizza nicht vorenthalten möchte,

sollte seine Essgewohnheiten an den folgenden Informationen

messen:

Leider sollte man in Zukunft auf das Essen von Alaska-

Seelachs, Aal, Steinbeißer/Seewolf, Makrele, Scholle und

sogar Hering unbedingt verzichten. Auch wenn ein Blick im

Supermarktregal was anderes zeigt. Diese uns bekanntesten

Speisefische werden bald nicht mehr existieren! Sie

leiden an einem sehr schlechten Bestand, trotz leichter Erholung.

Der Verzehr ist schlicht und einfach nicht mehr vertretbar,

da diese Arten zu langsam wachsen, sich zu langsam

erholen oder eine zu geringe Nachwuchsrate haben.

Entscheidet ihr euch trotzdem für Fisch, sollte der Verzehr

selten und bewusst sein, außerdem solltet ihr auf die

folgenden Arten ausweichen: Der Schellfisch, Tilapia und

Thunfisch sind noch vertretbar, ebenso wie das Essen von

Shrimps. Letztere sollten aber bitte wild gefangen sein,

da die Shrimp-Farmen meist dem Regenwald seinen Platz

streitig machen. Die Tiere von dort sind außerdem überzüchtet

und chemisch belastet.

Auch der bekannte Seelachs/Köhler kann noch mit einigermaßen

guten Gewissen gegessen werden. Doch sollte beim

Einkauf auf zertifizierte, ökologische Aquakultur-Etikettierung

oder auf zertifizierten Fischfang geachtet werden. So

kann sich der Bestand in Ruhe erholen und die Fische werden

in Zukunft auch noch existieren.

Sollte also in eurer Umgebung ein Fisch verkauft oder verzehrt

werden, der einen miserablen Bestand aufweist:

Informiert eure Mitmenschen und klärt sie auf diese

Missstände auf. Damit auch morgen noch Fische in den Gewässern

dieser Erde herumschwimmen!!

Weitere Informationen und einen ausführlichen Fisch-Einkaufs-Ratgeber

gibt es auf www.greenpeace.de

Steinbeißer

Anarhichas lupus

Seelachs

Pollachius virens

Tilapia

Tilapia galilea

Makrele

Scomber scombrus

Thunfisch

Thunnus thynnus

Riesengarnele

Aristeomorpha foliacea

Schellfisch

Melanogrammus aeglefinus

Alaska Seelachs

Theragra chalcogramma

Aal

Anguilla anguilla

Scholle

Pleuronectes platessa

(ck)

24 25


26

AUSGRENZUNG HAT

VIELE GESICHTER!

Von Ende April bis Mitte Juni veranstaltet der AStA der

Bergischen Universität Wuppertal in Zusammenarbeit mit

den GEW Studis Wuppertal und der Wuppertaler Stipendiat_innengruppe

der Hans Böckler Stiftung eine Veranstaltungsreihe

unter dem Motto »Ausgrenzung hat viele Gesichter«.

Ziel der Reihe ist es mit Vorträgen verschiedene

Formen von Diskriminierung aufzuzeigen. Alle Veranstaltungen

finden um 18:00 Uhr auf der AStA-Ebene (ME04) an

der Bergischen Universität Wuppertal statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen

teilzunehmen!

Dienstag, 27. April 2010: Die extreme Rechte vor den

Landtagswahlen — Ein Überblick über das Spektrum der

extrem rechten Wahlparteien in NRW

Referent: Jürgen Peters (Freier Journalist und Bildungsreferent

des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland,

u.a. Mitautor der Expertise »Rechtsextremismus in Gestalt

einer Bürgerbewegung«. Neufassung 2010)

Die selbsternannte »Bürgerbewegung pro NRW« macht mobil

— schließlich stehen die nordrhein-westfälischen Landtagswahlen

vor der Tür, doch sie hat Schwierigkeiten. Zwar

konnte die extrem rechte Partei bei den Kommunalwahlen

2009 punktuelle Erfolge verbuchen, diese beschränkten

sich aber größtenteils auf das Rheinland. Eine erwünschte

NRW-weite Ausweitung konnte bisher nicht umgesetzt werden.

Es blieb im Regelfall bei medialen Inszenierungen, wie

beispielsweise den vermeintlichen »Sternmarsch« am 28.

März in Duisburg.

Ausgerechnet am 1. Mai möchte »pro NRW« nun in Solingen

eine Wahlkampfkundgebung durchführen, vom 2. Mai bis

zum 8. Mai ist ein siebentägiger »Kreuzzug« in Form einer

Wahlkampftournee des »pro NRW«-Finanziers Patrik Brinkmann

durch 20 NRW-Städte »mit eigenem Tourbus, Bühnen-

Lkw und Hubschraubereinsatz« in Planung. Abschluss soll

ausgerechnet am 8. Mai sein — in der Landeshauptstadt.

Die konkurrierende nordrhein-westfälische NPD betrachtet

das Wirken von »pro NRW« als Provokation und als unerwünschte

Konkurrenz. Pro NRW ist sich einig mit den neonazistischen

»Freien Kameradschaften«, deren Anbindung

durch die NPD aber nur teilweise gelingt bzw. vorangetrieben

wird. Insbesondere mit dem in NRW immer größer werdenden

Spektrum der »Autonomen Nationalisten« kommt

es immer wieder zu Spannungen. Während »pro NRW« und

NPD zumindest darauf hoffen können, sich bei den Land-

tagswahlen einen Anspruch auf staatliche Parteienfinanzierung

zu erwirken, »pro NRW« sogar von einem möglichen

Einzug in den Landtag träumt, sieht es bei den »Republikanern«

(REP) und der »Deutschen Volksunion« (DVU) düster

aus. Nicht wenige REP-Mitglieder und -Funktionäre haben

sich bereits »pro NRW« angeschlossen, die Partei droht zu

zerfallen, doch für einen Wahlantritt reicht es noch. Anders

sieht es bei der DVU aus, der erst jüngst von der NPD der

»Deutschlandpakt« aufgekündigt wurde und die in NRW

nicht über handlungsfähige Strukturen verfügt. Bei den

letzten Kommunalwahlen konnte sie nur noch einen einzigen

Sitz erringen, nämlich in Dortmund.

Der Vortrag möchte mit Schwerpunkt auf »pro NRW« eine

Bestandsaufnahme des Spektrums der extrem rechten

Wahlparteien in NRW vornehmen.

Montag, 17. Mai 2010: Türkischer Nationalismus

Referent: Emre Arslan (Lehrbeauftragter an der Fakultät

für Soziologie an der Universität Bielefeld, Autor des Buches

»Der Mythos der Nation im Transnationalen Raum -

Türkische Graue Wölfe in Deutschland«)

Weitere Infos findet ihr so bald wie möglich auf unserer

Homepage: www.asta.uni-wuppertal.de

Montag, 31. Mai 2010: Christlicher Fundamentalismus

und politische Rechte

Referentin: Regina Wamper (Wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung,

Autorin des Buches »Das Kreuz mit der Nation — Christlicher

Antisemitismus in der Jungen Freiheit«)

Unbeugsame katholische Gruppen, wie auch Teile der evangelikalen

Bewegung in Deutschland, stehen der extremen

Rechten in vielen Themenbereichen nicht nach. Geht es um

Antisemitismus, Antimodernismus, Antipluralismus, autoritäre

Gesellschaftsverständnisse, Homophobie, Rassismus

und Androzentrismus lassen sich nicht nur diskursive

Überschneidungen finden, sondern auch organisatorisch

wird zusammengearbeitet.

Die Referentin wird in diesem Vortrag sowohl die Gesellschaftsbilder

rechter christlicher Zusammenhänge beleuchten,

wie auch das Verhältnis von extremer Rechter zu

rechten christlichen Gruppierungen.

07. bis 11. Juni — »festival contre le racisme 2010«

Bereits zum siebten Mal in Folge veranstalten Studierende

an vielen Hochschulen diese Aktionswoche zu Themen wie

Rassismus, Xenophobie, Migration oder AusländerInnenstudium.

Montag, 7. Juni 2010: Sexismus

»Lisa gegen Malibu Stacy«

Referentin: Ulla Heinrich

Eine interessante Seximusanalyse westlicher Gesellschaften

gibt diese Simpsons-Folge vor, in der Lisa gegen

die Puppe in den Kampf zieht, die ihre Altersgenossinnen

verblödet und verblendet. Anhand des gezeigten Trickfilms

werden anschließend In-Put-Formen und Strukturen des

Seximus vorgetragen und diskutiert.

Donnerstag, 10. Juni 2010: Rechtsextremismus

Rechtsextremismus... was heißt das überhaupt?

Referent: Initiative für Demokratie und Toleranz, Wuppertal

(Die Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz

e.V. wurde im Jahr 2000 aufgrund verschiedener fremdenfeindlicher

Übergriffe ins Leben gerufen. Seitdem berät die

Initiative Institutionen bei der Planung und Durchführung

von Projekten und bietet Fortbildungen für Fachkräfte und

Interessierte an.)

Der Sammelbegriff »Rechtsextremismus« soll betrachtet

werden. Dieser bezieht sich auf verschiede gesellschaftliche

Erscheinungsformen, welche politisch gesehen als extrem

rechtsgerichtet, undemokratisch und inhuman gelten.

Dass das Thema kein »Schnee von gestern« ist, zeigen die

Aktivitäten der rechtsgerichteten Parteien vor der Landtagswahl.

Aber auch die Zunahme von Straftaten, die dem

rechten Spektrum zugeordnet werden konnten, belegt die

traurige Aktualität des Themas.

Die Erkennungsmerkmale der Szene sind hierbei oftmals

nicht so klar definiert, wie man erwarten würde. Der Weg in

die Mitte der Gesellschaft ist erklärtes Ziel der neuen Rechten

in Deutschland. Die verschiedenen Erkennungszeichen

und Merkmale der Rechten Szene sind daher, neben den

aktuellen Ambitionen und Zielen der extremen Rechten,

Hauptthemen an diesem Abend.

(bs)

Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch

zu machen und Personen, die extrem rechten und/oder rassistischen

Parteien, Organisationen oder Szenen angehören bzw. bereits

in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder

sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten

sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser

auszuschließen.

AStA-Veranstaltungen im

Sommersemester 2010

— 27. April

Vortrag zum Thema »Die extreme Rechte vor den

Landtagswahlen«

Jürgen Peters, Antirassistisches Bildungsforum

18:00 Uhr, AStA-Ebene (ME 04)

— 28. April

Gremientag

18:00 Uhr, AStA-Ebene (ME 04)

— 29. April

Podiumsdiskussion zur Landtagswahl

16:00 Uhr, AStA-Ebene (ME 04)

— 05. Mai

Preisverleihung des Kurzgeschichtenwettbewerbs

»Wettergeschichten«

18:00 Uhr, AStA-Ebene (ME 04)

— 17. Mai

Vortrag zum Thema »Türkischer Nationalismus«

Emre Arslan

18:00 Uhr, AStA-Ebene (ME 04)

— 31. Mai

Vortrag zum Thema »christlicher Fundamentalismus

und politische Rechte«

Regina Wamper

18:00 Uhr, AStA-Ebene (ME 04)

— 07. Juni

Vortrag zum Thema »Sexismus«

Ulla Heinrich

18:00 Uhr, AStA-Ebene (ME 04)

— 10. Juni

Vortrag zum Thema »Rechtsextremismus«

Initiative für Demokratie und Toleranz, Wuppertal

18:00 Uhr, AStA-Ebene (ME 04)

Weitere Termine findet Ihr wie immer unter:

www.asta.uni-wuppertal.de

WANTED!

............................................................

Du hast die Zeitung gelesen und denkst jetzt »Das kann

ich doch auch!« Du schreibst gerne Artikel und kannst

dir vorstellen deine Artikel als freie /r MitarbeiterIn in

zukünftigen Ausgaben der n.n. zu veröffentlichen?

Wunderbar, dann melde dich doch bei uns unter:

presse@asta.uni-wuppertal.de

oder komm einfach im ReferentInnenbüro auf der AStA-Ebene

ME.04 (hinter der Kneipe links) vorbei und stell uns deine

Ideen vor.

Wir freuen uns auf deine Artikel!


Termine im

April, Mai & Juni

KULTUR

Ausstellung:

Kunst, die auf der Strecke

bleibt

22.03.2010 – 31.05.2010

Mo-Fr 11:00 – 23:00 Uhr

Uni-Kneipe

Campus Grifflenberg

www.outsides.de

Retour de Paris — Unsere

Meisterwerke von Expressionismus

bis heute

02.04.2010 – 01.08.2010

ganztägig

Von der Heydt Museum

Turmhof 8

www.von-der-heydt-museum.de

KinoKlandestin zeigt:

Gernstls Reisen: Auf der

Suche nach dem Glück

29.04.2010

18:00 Uhr

Milliways

Gebäude N, Ebene 10

Campus Grifflenberg

kinoklandestin.wordpress.com

Wuppertaler Wortpiraten

Der Wortex-Poetry-Slam

04.05.2010

20:00 Uhr

Die Börse

Wuppertal Elberfeld

wuppertaler-wortpiraten.de

KinoKlandestin zeigt:

The Addiction

13.05.2010

18:00 Uhr

Milliways

Gebäude N, Ebene 10

Campus Grifflenberg

kinoklandestin.wordpress.com

KinoKlandestin zeigt:

The Match Factory Girl

27.05.2010

18:00 Uhr

Milliways

Gebäude N, Ebene 10

Campus Grifflenberg

kinoklandestin.wordpress.com

Konzert: Trashboy

09.06.2010

18:30 Uhr

Milliways

Gebäude N, Ebene 10

Campus Grifflenberg

myspace.com/trashboyart

KinoKlandestin zeigt:

Save the green Planet

10.06.2010

18:00 Uhr

Milliways

Gebäude N, Ebene 10

Campus Grifflenberg

kinoklandestin.wordpress.com

POLITIK

Gremientag

28.4.2010

Der AStA lädt alle studentischen

Vertreter_innen und

interessierte Studierende

am 28. April zu einem Gremientag

ein, um gemeinsam

die Verbesserung

der Studiensituation und

aktuelle Entwicklungen an

der Bergischen Universität

zu diskutieren.

Solingen stellt sich quer

— »pro NRW«-Kundgebung

verhindern!

01.05.2010

10:00 Uhr

Mühlenplatz, Solingen

solingen-stellt-sich-quer.tk

Autonome 1. Mai Demonstration

- anschließend

Straßenfest auf dem

Schusterplatz

01.05.2010

14:00 Uhr

Markomannenstr/Gathe

Wuppertal

www.az-wuppertal.de

17. StuPa-Sitzung

03.05.2010

18:00 Uhr

Campus Haspel

Eine (demokratische)

Schule für alle? Wie weiter

in der Schulpolitik?

mit: Karl-Heinz Heinemann

07.05.2010

Nachbarschaftszentrum

Alte Feuerwache, Gathe 6,

Wuppertal-Elberfeld

www.rlcwuppertal.twoday.net

»Liberalismus — Ein

Versuch, Probleme des

21. Jahrhunderts mit Rezepten

des 18. Jahrhunderts

zu lösen« Vortrag

und Diskussion mit Dr. Ton

Veerkamp

18.05.2010

19:30 Uhr

im Roten Saal der börse,

Wolkenburg 100

42119 Wuppertal

www.attac-wtal.de

Tag des Studiums

19.05.2010

12:00 — 19:00 Uhr

Am 19. Mai findet an der

Bergischen Uni der »Tag

des Studiums« statt, an

dem die Ergebnisse des

sog. Bologna-Checks und

weitere Verbesserung in

Studium und Lehre diskutiert

werden sollen. Das

Rektorat greift mit diesem

Beschluss die Forderung

des StuPa nach einem Tag

der Lehre auf. StuPa und

AStA begrüßen dies außerordentlich

und werden

sich an den Vorbereitungen

beteiligen.

18. StuPa-Sitzung

20.05.2010

17:00 Uhr

AStA-Ebene

19. StuPa-Sitzung

09.06.2010

18:00Uhr

AStA-Ebene

Schwarzbuch Deutschland.

Das Handbuch der

vermissten Informationen.

Lesung mit Walter van

Rossum

09.06.2010

19:00 Uhr

Nachbarschaftszentrum

Alte Feuerwache, Gathe 6

Wuppertal-Elberfeld

www. rlcwuppertal.twoday.net

StuPa-Wahl:

21. Juni bis 25. Juni 2010


AStA

UNI WUPPERTAL

www.asta.uni-wuppertal.de

Nomen Nominandum: Der Name muss noch genannt werden.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine