Audrey Hepburn - S. Fischer Verlag

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Audrey Hepburn - S. Fischer Verlag

240 Audrey Hepburn wenn man jahrelang darauf gewartet hat, dann ist die Freude unbeschreiblich … Meine Fehlgeburten empfand ich als schmerzvoller als alles andere – einschließlich der Scheidung meiner Eltern und dem Verschwinden meines Vaters. Seitdem ich Sean hatte, klammerte ich mich seinetwegen an meine Ehe, und über die Zeit, die ich wegen Außendreharbeiten fort von ihm verbringen musste, ärgerte ich mich immer mehr. Das war immer mein wahres Ich. Die Kinofi lme waren Märchen.« Von Mel wärmstens empfohlen, machte es das nächste Märchen nötig, dass Audrey sich von Oktober bis zum Jahresende in New York und dann in den Studios Hollywoods aufhielt. Sie reisten zusammen, denn Mel hatte alle möglichen Kinoprojekte am Laufen, und sowohl Baby wie Kindermädchen waren mit von der Partie. Aber wieder einmal war Audrey zwiegespalten. Sie wollte nicht arbeiten, und sie wollte doch arbeiten; sie wollte auf Nummer Sicher gehen, und doch wollte sie gleichzeitig auch stets etwas Neues ausprobieren. Sie wollte eine Vollzeitmutter sein, doch sie wusste, dass ihr mit ihren 31 Jahren nicht immer gute Rollen angeboten würden. Und so ließ sie sich von Mel überzeugen, nach dem goldenen Ring zu greifen. Zudem brauchte sie Geld – nicht, um ihre Launen befriedigen zu können, sondern für die Zukunft ihres Sohnes. Audreys Arbeit in New York und Los Angeles in diesem Herbst galt der Rolle, mit der man sie schließlich am meisten identifi zieren sollte – der Holly Golightlys in Breakfast at Tiffany’s (Frühstück bei Tiffany), der Film, der die Enttäuschung der Kritiker und der Öffentlichkeit über Tropenglut und Denen man nicht vergibt umgehend vergessen ließ. Dank der von Givenchy entworfenen Garderobe machte der Film sie für immer zu einer Mode-Ikone: In Frühstück bei Tiffany übertraf ihr Status als herrschende Königin des Chics sogar die Position, die sie durch ihre Rolle in Sabrina erreicht hatte, die durch die

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