„Wir tun was!“ - Erfolgsgeschichten aus der ... - Schwäbisches Tagblatt

tagblatt

„Wir tun was!“ - Erfolgsgeschichten aus der ... - Schwäbisches Tagblatt

„ Wir

tun

was! “

Erfolgsgeschichten

aus der Region Neckar-Alb

Im Blickfeld: Blickfeld:

Engagementund Engagementund Ehrenamt Ehrenamt

Mitdem Mitdem Blick Blick nach nach vorne: vorne:

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Augenblick:

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Kunst Kunst und Kultur Kultur für die Sinne Sinne

Verlagssonderbeilage

Donnerstag,22. Juli 2010


2 „Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb

Donnerstag, 22. Juli 2010 | ANZEIGE

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AUS DEM INHALT

Seite4

Palette erweitert: Kronenbrauerei Schimpf bringtzweineue

Biere auf denMarkt

Seite6

Hotel alsIdeenschmiede: Maik Hörz hatdas Schönbuch-

Hotelals Tagungshotelbundesweitandie Spitze gebracht

Seite7

SuchenachAbstraktion: DerTübingerKünstler Tilman Rösch

Seite8

Anwärter für denLandespreis: Zwei der»TopTen« derbesten

jungen UnternehmenimLandsitzeninder RegionNeckar-Alb

Seite9

TübingerRückenkonzeptnach McKenzie: TrotzBandscheibenvorfallohne

Operationschmerzfreiund beweglich

Seite10

DasGras wachsen hören: Das Metallzerspanungsunternehmen

Wabra istamPulsder Zeit

Seite11

Neue Herberge fürPilger: Der Förderverein

Frommenhausen setzt sichfür zahlreicheProjekt ein

Seite12

Hausputzeinmal anders: Wiedie Kawasch-Spezialisten das

Südwestmetall-Gebäude aufHochglanz gebrachthaben

Seite13

Weit mehrals Nudeln: Alb-Gold Teigwaren setzt sichfür

denNachhaltigkeitsgedankenein

Seite14

Allesuntereinem Dach: Marc Cain in Bodelshausen

Seite16

DieAbenteuer desBilly Bit: Frank Stoegerund Armin

Subke komponierten Musicalfür Hirrlinger Grundschulchor

Seite17

Kleine Revolution: Das neue CardiohelpSystemvon Maquet

Seite18

Von der Wurstküche zurBackstube: Museums-Backstube

und dieSchau-Backschuleder Reutlinger Konditorei Sommer

Seite19

Sehnsucht, Glückund Liebe: Gustav Klimt inBalingen

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Vor etwas mehr als zwei

Jahren führte Wolfgang

Zwergerein Gespräch mit

einem Schäfer aus Hechingen.

Ein Gespräch mit Folgen. Denn

besagter Hirte berichtete Zwerger

von der Not seiner Zunft,

den Wanderschäfern. Zum Beispiel

davon, dass nicht mehr genug

Weideflächen zurVerfügung

stündenund dass für Schafwolle

auf dem Weltmarkt quasi nichts

mehr zu bekommen sei. Kurz:

Dass es hinten und vorne finanziell

nicht reichen würde und

aufgrund dessen zunehmend

mehr Schäfer ihren Beruf aufgebenmüssten.

Das Gespräch gab Wolfgang

Zwerger (s. Bild unten), seines

Zeichens Inhaber des mittelständischenUnternehmensTutto

in Hechingen, zu denken.

Und nicht lange, so hatte der

Garnfabrikant auch schon eine

Idee, wie er die Schäfer unterstützen

könnte: Er rief im

„Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb 3

Eine wohlwollendeGeschichte

DerUnternehmerWolfgang Zwergerund seine Idee der»Schafpatenschaften«

Jahr 2008 das Projekt »Schafpaten«

ins Leben und richtete damit

verbunden einen »Schäferfonds«

ein, aus dem schnell und

unbürokratisch Hilfe für Schäfer

in Notfinanziertwerdenkann.

DieWanderschäfer–nichtnur

hier in Baden-Württemberg –

leisten mit ihren Tieren einen

wichtigen Beitrag zur Pflege der

Landschaft. Hier in der Region

zum Beispiel dadurch, dass sie

die Schwäbische Alb davor bewahren,

mit Gestrüpp zuzuwuchern.

Die Wanderschäferei ist

ein wenig ertragreicher Knochenjob,

der in den seltensten

Momenten mit dem idyllischen

Bild von glücklichen Schafen,

aufgeweckten Hütehunden, Ruhe

und Entspannung für den

Hirten übereinstimmt. »Von art-

gerecht inDeutschland erzeugter

Wolle kann kaum noch ein

Wanderschäfer leben«, sagt

Zwerger. Schuld daran sei die

Globalisierung, da sich die Arbeit

der heimischen Schäfer

durch die billige Importwolle

nichtmehrlohne.

Genau hier setzen der Unternehmer

und seine Mitstreiter

mit ihrer Initiative an: Wanderhirten

inDeutschland, die sich

zur traditionellen Schäferei bekennen,

erhalten einen Zuschuss

für jedes Kilogramm erzeugte

Naturwolle, zurzeit etwa

in Höhe von 40Prozent des

Marktpreises. »Damit ist selbst

der kleinste Wanderhirte wettbewerbsfähig«,

sagt Zwerger. Die

Gelder dafür stammen aus dem

durch die Schafpatenschaften

gefüllten Schäferfonds. Gefördert

werden Wanderschäfer im

gesamten Bundesgebiet. Die

Idee dahinter: »Eine zu100 Prozent

einheimische Produktions-,

Vertriebs- und Wertschöpfungskettezugewährleisten.«

Bereits im ersten Jahr ihres

Engagements konnten auf diese

Weise 16000 Kilo Schafpaten-

Rohwolle gewonnen, versponnen,

gefärbt und geknäuelt und

schließlich unter den beiden Label»Opal«

undSchoeller+Stahl –

beide erkennbar am grün-weißen

Schafslogo – weltweit verkauft

werden. Die Pullover- und

Sockenwolle »Opal« ist übrigens

erst dieser Tage mitdem zweiten

Platz ausgezeichnet worden, als

das Fachmagazin »markt intern«

21 Garne von Fachhändlern bewerten

ließ. Aber zurück zur

Schafpaten-Wolle: Aus dem Erlösdes

vergangenen Jahrswurde

ein Transportwagen für Lämmer

eingekauft –und zwei Böcke namens

Dieter und Josef, die bei

der Verbesserung der Zucht helfen

sollen. »In diesem Jahr wollen

wir rund 10 000 Euro für die

Steigerung der Wollqualität einsetzen«,

erläutert Zwerger. Dass

diese Summe zusammenkommen

wird, ist er sich sicher: »Bis

jetzt machen schonsieben Schäfer

mit bei der Aktion, sodass

wir bereits rund 30 000Kilo Rohwolle

aufkaufen konnten.«

Die Idee der Schafpaten –so

jung sie eigentlich noch ist –hat

bundesweit inzwischen bereits

eine große Zahl Fans gefunden.

»Knapp 400 Schafpaten haben

wir schon«, berichtet Zwerger.

Dazu gehören zum Beispiel der

Bündnis 90/Die Grünen-Bundestagabgeordnete

aus Tübingen,

Winfried Hermann, und die

Popsängerin Antonia aus Tirol.

Dazu gehört aber auch die Stadt

Hechingen, dieauf drei Jahredie

Patenschaft für neun Schafe

übernommen hat. »Wir tragen

damit zum Erhalt eines traditionellen

Kulturguts bei«, erklärte

Bürgermeister Jürgen Weber anlässlichder

Bekanntgabe.

Info: Die Patenschaft für ein

Schaf kostet proJahr60Euro. Wer

selber Pate einerdieserwolligen

Gesellen werden möchte, findet im

Internetunter www.schafpate.de

umfassende Informationen.

Aktionspreise vom 01.07. –31.07.10


4 „Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb

Donnerstag, 22. Juli 2010 | ANZEIGE

DiePalette erweitert

Die Kronenbrauerei Schimpf bringt zwei neue Biere auf den Markt

Kleine, regionale

Brauereien haben es

heute schwerer, sich

eine Nische im Biermarkt

zu erkämpfen und dauerhaft

zu besetzen. Die Kronen-Brauerei

Schimpf aus

Remmingsheim setzt auf die

lokale Identität, auf die Präsenz

vor allem in den Landkreisen

Tübingen und Reutlingen und

vor allem auf die Qualität ihrer

Produkte. Junior-Chef Martin

Schimpf (s. Bild) hat die Produktpalette

der Kronen-Brauerei

mit zwei neuen Facetten

versehen: Der Biersommelier

aus Remmingsheim schuf in

diesem Jahr mit dem »Gäu-

Radler« und »Martins No. 1«

zwei Biere für verschiedene

Jahreszeiten.

Für die heiße Jahreszeit ist

das Gäu-Radler aus der 0,33-Li-

ter-Flasche ideal. ImMischverhältnis

ist das Bier, in diesem

Fall das »Schimpf Spezial«,

nicht zu dominant gegenüber

der Zitronenlimonade. Diese

ist nur mit Zucker gesüßt, ohne

zusätzlichen Süßstoff. »So

bleibt das Radler immer

frisch«, sagt Martin Schimpf.

Das Gäu-Radler, benannt nach

dem Remmingsheimer Umland,

ist im Sixpack oder in Kistenmit

24 Flaschen erhältlich.

Schimpfs erste völlig eigene

Kreation heißt entsprechend

»Martins No. 1«. Das mit zwei

dunklen Spezialmalzen gebraute

Bier fällt zunächst durch

seine Farbe auf, die an Bernstein

erinnert. Es schmeckt angenehm

malz-aromatisch

frisch und leicht süßlich. »Es

sollte ein Bier sein, das nicht so

extrem hopfig schmeckt, nicht

so bitter wie ein Pils«, erklärt

MartinSchimpf.

Mit diesem Produkt wolle er

gerade auch Frauen, die üblicherweise

eher zu Sekt oder

Wein greifen, davon überzeugen,

mal ein Bier zu trinken,

meint Schimpf. Allerdings werde

das »Martins« erst etwas

später im Jahr so richtig auf

den Markt kommen. »Man

kann es das ganze Jahr über

trinken. Aber bei dunklen Bieren

denken die Konsumenten

eher an den Winter«, so der

Bier-Sommelier aus Remmingsheim.

Für die neue Kreation gab es

kein direktes Vorbild. Schimpf

trug den Gedanken mehrere

Monate mit sich herum und

testete nach und nach Geschmacksmischungenmehrerer

Biersorten, bis erdem nahe

kam, was er sich vorstellte.

Dann brauchte es über zwei

Monate, bis der erste Sud so

weit gezogen war,bis er verkostet

werden konnte. Schimpf ist

mit seiner ersten eigenen Kreation

zufrieden: »Es ist ein Bier,

dasmir sehr gutschmeckt.«

Diese beiden Biere werden

auf absehbare Zeit die neues-

Trauringaktion

bis 15. August 2010

-20%

ten Produkte aus dem Hause

Schimpf bleiben. »Man kann

nicht jeden Tag ein neues Bier

kreieren, sonst hätte man irgendwann

Hunderte verschiedener

Sorten. Das verwirrt den

Verbraucher nur«, meint der

Juniorchef der Kronen-Brauerei.

So müsse eine kleine

Brauerei, wie die des Familien-

unternehmens Schimpf, einige

Jahre verstreichen lassen, bis

sie wieder ein neues Bier auf

den Markt bringen könne. »Wir

haben jetzt zehn verschiedene

Sorten, dazu das Bockbier als

Bier für die Maisaison. Das ist

für eine Spezialitäten-Brauerei

ziemlich viel«, findet Martin

Schimpf.


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sondern ebenso ein

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6 „Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb

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EinHotel alsIdeenschmiede

Maik Hörz hatdas Schönbuch-Hotel in Pliezhausen beiden Tagungshotels

in derKategorie »Events« deutschlandweit an dieSpitze gebracht

Floßbauen, GPS-Wanderungen,Bandwerkstatt

oder Powerpainting

–das sind nur vier

der insgesamt 180 Events, die

Maik Hörz fürseine Auftraggeber

organisieren kann. Nur

dass es sich bei seinem Unternehmen

nicht um eine große

Eventagentur, sondern umein

kleines, aber feines Vier-Sterne-Landhotelhandelt.

Vor rund acht Jahren übernahm

Maik Hörz das Hotel

Schönbuch in Pliezhausen.

Umbau undRenovierungs maßnahmen erforderten damals

hohe Investitionen, die es

zu kompensieren galt. Um die

Zahl der Tagungsgäste zuerhöhen,

fing der Hotelier an,

Events für Seminargruppen anzubieten.

»Wer sich nicht spezialisiert,

hat esschwer«, sagte

er sich damals. Und schaute

sich um, was die Gegend zu

bieten hatte. Kartfahren, Besuche

des Abenteuerparks in

Lichtenstein, Stocherkahnfahrten

auf dem Neckar – mit diesen

Events fing esan. Auf Dauer

aber zu wenig füreinen kreativen Kopf wie Maik Hörz,

der die Angebotspalette ständig

erweiterte. Neben sportlichen

Events wie Bogenschießen

veranstaltete er Tischfußballturniere

mit dem Tischfußballweltmeister,

baute Kontakte

zu einem Tonstudio auf, in

dem Seminarteilnehmer ihren

eigenen Song komponieren

können oder lässt die Teilnehmer

auf Schatzsuche im

Tauchturm gehen.

Bei allen Angeboten achtet

Maik Hörz darauf, nur mit richtig

guten Partnern zusammenzuarbeiten:

»Sie müssen au-

„ Es gibt

immerIdeen,

dieman umsetzen

will.

Maik Hörz

thentisch sein.« Und er kombiniert

die Events mit den kulinarischen

Spezialitäten seiner

Hotelküche.

Teamgedanken schmieden

Im Lauf der Zeit passte Hörz

seine Events immer mehr den

jeweiligen Seminarthemen an.

Absolutes Highlight bei den Tagungsevents

und einmalig in

Deutschland ist die »Ideenschmiede«.

In der alten Schmiede

des Kunstschmiedes Heiner

Zimmermann kreierenTagungsgruppen

passend zum Seminarthema

eine eigene Skulptur. Bei

den Arbeitsschritten lernen die

Teilnehmer den Umgang mit

Feuer, Amboss und Hammer

kennen, in erster Linie geht es

aber darum, Zielsetzungen,StrategienundTeamgedankenzuvisualisieren.

Kücheund Kunsterleben

Auch fürprivateAnlässe bietet

das Hotel besondere Erlebnis-

Veranstaltungen an.Sehrbeliebt

ist das Quizdinner, bei dem die

Gästewährenddes Menüstischweise

gegeneinander spielen.

Aber auch die Kleinkunstabende,

Kochkurse und Weinproben

kommen gut an. Aus der Feder

von Martin Eisele, dem Weltmeister

der Tischzauberei,

stammt die Reihe »Gourmet mit

Mag(g)ie«.

Teamentwicklung inder Schmiedewerkstatt – Hotelier Maik Hörz (rechts) bietet die »Ideenschmiede«

mit Kunstschmied Heiner Zimmermann (links) als trainingsbegleitende Maßnahme für

Seminargruppen an.

DamitsichSeminartrainer wie

Privatgäste vorab über die Vielzahl

an Events informieren können,

hat das Schönbuch-Hotel

auf seiner Homepage einen Tagungskalkulator

und einen

Eventkalkulatoreingestellt.

Immer in Bewegung

WieeskreativeKöpfe so an sich

haben, suchte Maik Hörz wieder

nach neuen Herausforderungen –

weg von der Ideenfindung. »Ich

verstehe mich als kreativen Innovator«,

sagt erund ist derzeit dabei,

Konzeptionen für Seminare

zu entwickeln. Mittlerweile bietet

er seine Ideen und Events auch

anderen Häusern an– quasi als

Dienstleister fürdie Gastronomie.

Dieregen Aktivitätenmachen sich

bezahlt: Das Hotel Schönbuch ist

bei Tagungsgästen äußerst beliebt.

»Wir sagen mehr ab als zu«,

sagt Hörz.Aus diesemGrund werden

in den nächsten Wochen

zwölf weitere Zimmer angebaut.

Auch eine Eventküche istgeplant.

ZudemwerdenimAugustdie Tagungsräumerenoviert.

Damit nicht genug, ein Gourmet-Shop

ist derzeit inArbeit –

»und das Schönbuch-Hotel wird

das erste Hotel inder Gegendmit

einem Onlineshop sein«, kündigt

Hörz stolz an. Die Kunden wer-

September

Kürbis &Kartoffel

03.09.

Fondueabend

10.09.

Drei vom

Dohlengässle

Kunst &Schmaus

(Kabarett)

18.09.

Kochkurs

Oktober

Thema: Wild

02.10.

Weinprobe

03.10.

Hausmesse

mit Küchenparty

15.10.

BerndKohlhepp

Kunst &Schmaus

31.10.

Martin Eisele

Gourmet m. Mag(g)ie

den dann von kulinarischen Spezialitäten

bis zu Veranstaltungsgutscheinen

alles online bestellen

können.

BeiallerKreativität:MaikHörz

isteswichtig,die Nähe zu seinen

Gästen beizubehalten. Hin und

wieder spielt der leidenschaftliche

Tischfußballer mit den Seminarteilnehmern

am Kickertisch.

»Sie bekommen einen

Vorsprung und dürfen zuzweit

gegen mich spielen.« Beim letzten

Mal haben die Seminarteilnehmer

gewonnen. Letztendlich

aber auch Maik Hörz: »Am Erlebnis

meiner Gästeteilzuhaben,

machtmichglücklich.«

Unser Tipp-Quiz

mit Biss

Werschrieb

»Robinson Crusoe«?

1.) Charles Dickens 2.) Arthur Miller

3.) Daniel Defoe 4.) Mark Twain

Wussten Sie die Antwort?

Dann melden Sie sich schnell zu

einem unserer Quizabende an!

Thema: Allgemeinwissen

Die nächsten Termine:

30. Juli 29. Oktober

24. September 26. November

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Tel. 07127/975-0 ·www.hotel-schoenbuch.de


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nach dem

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der Wirklichkeit

erreicheich durch

einen Ausschnitt

auseinemgroßen

Ganzen.Ich

bewege die

Kamerasolange,

bis ichmeinBild

gefunden haben.

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TilmanRösch

Künstler undFotograf

SuchenachAbstraktion

DerTübingerKünstler Tilman Rösch erforschtStädte

aufseineWeise

Es sind nicht die Postkartenansichten

von

Aix-en-Provence, Perugia,

Tübingen oder anderen

Städten, die den Tübinger

Künstler Tilman Rösch interessieren.

Wenn ersich auf Entdeckungsreise

mit Hilfe des Suchers

der Kamera begibt, dann

immer mit der Absicht, einen

Ausschnitt aus einem großen

Ganzen zu finden, der dasFragment

zum autonomen Bild

werden lässt: EinAusschnitt aus

einer Wand, Wasserspiegelungen,Texturenund

Schatten …

»Mein Auge sucht ständig

nach Abstraktionen«, sagt Tilman

Rösch. Manchmal entdeckt

er das künstlerische Detail

aucherstamComputer. Die

Zeiten, als erseine Bilder in der

Dunkelkammer bearbeitet hat,

sind vorbei. »Dort haben sich

Spinnweben angesammelt.«

Die Bildbearbeitung bietet ihm

viele Möglichkeiten, auch wenn

es ihm nie darum geht, Wirklichkeiten

zu verfremden. Im

Gegenteil: Seine durch Malerei

und Collage geschulte Sehweise

erkennt inAlltagsdingen einen

erstaunlichen Reichtum anFarben,

Formen und Strukturen,

den er stets auf seine eigene

Weisesichtbar macht.

Ungewöhnliche Stadtansichten

zeigte das Ausstellungsprojekt

»Double Reflet–zwei Begegnungen«.

Im Rahmen der StädtepartnerschaftenTübingenund

Aix-en-Provence erforschtenTil-

„Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb 7

Tilman Rösch in seinem TübingerAtelier. Bild: PR-Service

manRösch undGerardBerne im

Jahr 2003 die jeweils andere

Stadt. Auch hier immer wieder

Spiegelungen und Ausschnitte,

die für sich ein abstraktes Bild

ergeben: Verschieden farbige

Markisen spiegeln sich ineiner

Speisekarte, Klappstühle auf

dem Rathausplatz ergeben ein

Geflecht von symmetrischen Linien,

der Blick ineinen Lastwagen

enthüllt unzählige, übereinander

gestapelte Stoffrollen,

dieanBlütenerinnern.

Zwei Jahre später führten Tilman

Rösch und Marco Fagioli

das Ausstellungsprojekt in den

Städten Tübingen und Perugia

unter dem Titel »Doppio Riflesso«fort.

»Eau/Wasser« ist das Thema

einer Ausstellung, die bis zum

20. Juni im Musée des TapisseriesinAix-en-Provence

zu sehen

war. Anlässlich der 50-jährigen

Städtepartnerschaft von Tübingen

und Aix-en-Provence hatten

sich Tilmann Rösch, Dieter

Löchle und Alain Brunet dem

Element Wasser, als Verbindungsglied

der Städte und Lebensquell,

gewidmet.

»Der künstlerische Austausch

machtdie Städtepartnerschaften

lebendig«, sagt Tilman Rösch.

Für sich selbst und für seine Arbeit

empfindet Tilman Rösch

das Projekt ebenfalls als sehr

wertvoll. »Ich habe viele neue

Freunde gewonnen. Die Themenstellungen

haben meiner

Arbeit neue Impulse und be-

stimmteRichtungen gegeben.«

Ein weiteres Themenprojekt

war die Ausstellung »4 Elémente«

im Kreissparkassen-Carré

im Jahr 2008. Die Aufgabe an

die sieben teilnehmenden

Künstler: Eine Serie quadratischer

Bilder mit ein Meter Kantenlänge

zu schaffen. »Statt

mein rechteckiges Aufnahmeformat

zu beschneiden, hatte

ich die Idee, zwei unterschiedliche

Bilder zum Quadrat zusammenzufügen.«

Großes

Echo fand auch die internationale

Ausstellung »Les 4 éléments«

vom 17. April 2010 bis

2. Mai 2010 in Nancy .

Wie sieht die künstlerische

Zukunft von Tilman Rösch aus?

»Ich werde meine Themen Bewegung,

Texturen, vier Elemente

und Wasser weiterverfolgen.

Gleichzeitig möchte ich

mich auch wieder stärker der

Malerei, vielleicht in Verbindung

mit Collage oder auch

Fotografie zuwenden.«

»Die Boje«. Bild: Tilman Rösch

Der Wegzur

Kunst

Tilman Rösch im

Gespräch

Schwäbisches Tagblatt:

Ihr Vater hat die Firma

Rösch gegründet. War für

Sie der berufliche Weg

nicht in der väterlichen

Firma vorgesehen?

Tilman Rösch: Ich habe

mich sehr früh für Malerei

und Zeichnungen interessiert.

Trotzdem habe ich

dann BWL studiert und sieben

Jahre in der Firma

Rösch gearbeitet und dort

auch eine eigene Marke gegründet.

Gezeichnet und

gemalt habe ich am Abend.

An der freien Kunstschule

in Cannstatt habe ich dann

Aktkurse belegt und Bekanntschaften

mit Professoren

und Studenten geschlossen.

Irgendwann hat

sich die Frage gestellt: Mache

ich meinen Job in der

Firma weiter oder entscheide

ich mich für die

Kunst?

Fiel Ihnen die

Entscheidung leicht?

Zuerst habe ich zwei Tage

an der freien Kunstschule

Stuttgart studiert und drei

Tage inder Firma gearbeitet.

Es war eine anstrengende

Zeit, während der

ich immer das Gefühl hatte,

etwas Wichtiges verpasst

zu haben. Ich habe

mich schließlich ganz für

die Kunst entschieden.

Mein Vater war mit meiner

Entscheidung einverstanden.

Das war mir wichtig.

Von 1983 bis 1984 habe ich

dann in Barcelona studiert.

Meine Frau, die aus Spanien

kommt, hat mich begleitet.

Um meinen Abschluss

ander Kunstschule

zu machen, sind wir nach

einem Jahr wieder zurück

nach Deutschland: In den

Jahren zwischen 1984 und

1987 habe ich wieder an

der Freien Kunstschule in

Stuttgart studiert. Seit 1987

bin ich freischaffender

Künstler.

Was waren Ihre

Arbeitsschwerpunkte?

Zunächst habe ich mich

auf Malerei und Collage,

vor allem Papiercollagen,

konzentriert. Fotografiert

habe ich immer nebenher.

In den vergangen Jahren

hat die Fotografie einen

immer größeren Raum in

meinem Arbeitsalltag eingenommen.

Vor allem die

digitale Bildbearbeitung

hat viele neue Möglichkeiten

geboten.


8 „Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb

Donnerstag, 22. Juli 2010 | ANZEIGE

Bild:Archiv

Anwärterfür denLandespreis

Profilmetallund Arche-Regenbogen gehörenzuden »Top 10« derjungen

UnternehmeninBaden-Württemberg

Mehr als 400 Unternehmenhaben

sich um den

Baden-Württembergischen

Landespreis für

junge Unternehmen beworben.

Die Jury desbundesweit höchstdotierten Unternehmerpreises

war überrascht:

Auch im Jahr Zwei der Wirtschaftskrise

waren Zahl und

Qualität derBewerbungen gleichbleibend hoch. Durchweg

überzeugend seien die

eingereichten Unternehmenskonzepte,

das persönliche Engagement

der Unternehmer

und ihre wirtschaftlichen

Leistungen,

glieder.

so die Jurymit-

Bei derMehrzahl der Bewerber

kristallisierte sich eine

breite Aufstellung in der Unternehmensführung

als Erfolgsfaktor

heraus: Die meis-

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ten Top-Unternehmen sind

Teamgründungen. Eine Tendenz,

die bei den jungen Betrieben

seit einigen Jahren

festzustellen ist. Eserleichtert

den Start und zahlt sich aus,

wenn bei der Gründung Fachkompetenzenzusammengeführt

und die Verantwortung

auf mehrere Köpfe verteilt

werden.

Die erste Auswahlrunde für

die »Top 20« der jungen Unternehmen

aus Baden-Württemberg

wurde im Juni dieses Jahres

abgeschlossen. Derzeit

läuft die zweite Runde, bei der

aus den »Top 10« der Bewerber

die besten drei gekürt werden.

Zu den »Top 10« gehören

auch zwei Unternehmen aus

der Region Neckar-Alb: die Arche-Regenbogen

gGmbH in

Mähringen und die Profilmetall

GmbH in Hirrlingen.

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Arche-Regenbogen gGmbH

Die imJahr 2006 gegründete

Einrichtung Arche-Regenbogen

inMähringen bietet künftig

zwölf dauerbeatmeten und

intensivpflegebedürftigen Kindern

und Jugendlichen vom

Säuglingsalter bis zum 18. Lebensjahr

dauerhaft beziehungsweise

vorübergehend

ein Zuhause. Die Verantwortlichen

der Einrichtung möchten

mit der Arche-Regenbogen einen

Lebensraum mit familiärem

und pädagogischem Charakter

schaffen, in dem die

Kinder und Jugendlichen jede

benötigte pflegerische, medizinische

und pädagogische Hilfestellung

erfahren, die sie

brauchen. Bereits 1998 hatte

die Fachkinderkrankenschwester

Christiane Miarka-

Mauthe die Idee, eine Einrichtung

für beatmete Säuglinge

und Kleinkinder aufzumachen,

die nicht zu Hause versorgt

werden können. Im Mai

2007 konnte die Arche-Regen-

bogen schließlich für sechs

Kinder ihre Türen öffnen. Aktuell

wurde die Einrichtung

um weitere sechs Plätze erweitert.

Dazu wurde in unmittelbarer

Nachbarschaft der jetzigen

Arche-Regenbogen ein

Haus behindertengerecht umgebaut

und an die Bedürfnisse

junger Heranwachsender angepasst.

Profilmetall GmbH

Daniela Eberspächer-Roth

und Manfred Roth haben das

Unternehmen im Jahr 1999

von ihren Eltern beziehungsweise

Schwiegereltern übernommen.

Die Profilmetall

GmbH mit Sitz in Hirrlingen

bietet dünnwandige rollgeformte

Metallprofile in jeder

Form und Menge an. 2008

wurde mit der Übernahme der

Maschinenfabrik Kurt Rüppel

ein weiteres Geschäftsfeld erschlossen.

Damit können nun

von der Herstellung von Musterserien

bis hin zur Lieferung

großserientauglicher modularer

Profilieranlagen erfülllt

werden. Dem Unternehmen

sei dadurch der Sprung vom

unbekannten Lohnprofilierer

zum Engineeringpartner und

Systemlieferanten gelungen,

so die Begründung der Jury. Zu

den Kunden von Profilmetall

gehören Unternehmen aus

den Bereichen Automotive,

Lagertechnik, Medizin, Solarund

Umweltechnik sowie

Elektroindustrie.

Info:

Der Landespreisfür jungeUnternehmen

wird vomLandund von

derL-Bankseitdem Jahr 1998 vergeben.

DerPreis zeichnetunternehmerische

Vorbilderaus,die sozialeVerantwortung

übernehmen

undanderen Mutzur Nachahmung

machen.Als Preisgeldwarteninsgesamt

100 000 Euro auf

die Gewinner. Am 28.Oktober

2010 findetdie Preisverleihungin

Stuttgart statt.


ANZEIGE | Donnerstag,22. Juli 2010

Nach einer ungewohntenkörperlichenBelastung

ziehtund spannt

es am nächsten Tag im

Rücken –wer kennt das

nicht. Dies isthäufig

nicht beunruhigend und

verschwindet nachwenigenTagen

wieder.

Aber wasist,wenndie

Schmerzen bleiben, sich

verschlimmern oder

neurologische Störungenentstehen?Gut,

wenn es beider Diagnose

Bandscheibenvorfall

Alternativen zur

Operation gibt.

Im Universitätsklinikum

Tübingen wurde

in den zurückliegenden

Jahren ein physiotherapeutischesBehandlungskonzept

entwickelt, das auch

bei Patienten mit großen

Bandscheibenvorfällen, mit

Taubheitsgefühlen und Lähmun

„Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb 9

Tübinger Rückenkonzept

nach McKenzie

TrotzBandscheibenvorfall ohne Operationschmerzfrei undbeweglich

gen sehr erfolgreich zum Einsatz

kommt: das Tübinger RückenkonzeptnachMcKenzie.

Im Rahmen einer strukturierten

physiotherapeutischen Befragung

und Untersuchung

wird die Wirbelsäulenbewegung

identifiziert, die die ausstrahlenden

Schmerzen zur

Wirbelsäule hin verlagert. Diese

Schmerzverlagerung zum Beispiel

aus dem Unterschenkel in

Richtung Gesäß hat eine hohe

prognostische Aussagekraft.

Wenn eine solche Wirbelsäulenbewegung

identifiziert werden

kann, ist die Wahrscheinlichkeit,

dass die Probleme

auch ohne Operation zurückbilden,

sehr hoch. Dies belegen

sowohl eine eigene Studie des

Universitätsklinikums Tübingen

als auch internationaleStudien.

Große Unterschiede

Welche Wirbelsäulenbewegung

zu dieser so genannten

Zentralisation führt, ist von

Patient zu Patient sehr unterschiedlich.

Hier ist vor allem

im akuten Stadium Vorsicht

geboten, denn was dem einen

Patienten hilft, kann einem

anderen Patienten nachhaltig

schaden.

Jeder Betroffene sollte Informationen

und Übungen wie

zum Beispiel aus dem Internet

kritisch mit seinem Physiotherapeuten

besprechen. So wird

beispielsweise die Stufenlagerung

in vielen Internetseiten

empfohlen, die jedoch nach

den Erfahrungen am Universitätsklinikum

Tübingen bei dem

überwiegenden Teil der Betroffenen

den Genesungsverlauf

negativ beeinflusst. Die Symptome

bilden sich bei vielen Patienten

schneller und nachhaltiger

zurück, wenn die Wirbelsäule

nicht gebeugt, sondern

gestreckt wird. Speziell für diese

Patienten wurde der

Bauchlagekeilentwickelt.

Eigeninitiative gefordert

Eigeninitiative ist ein wichtiger

Bestandteil des Tübinger

Rückenkonzepts nach McKenzie.

Denn nur die Betroffenen

selbst können die spezifische

Zentralisationsübung über den

Tag verteilt so häufig durchführen,

dass eine schnelle und

dauerhafte Verbesserung eintritt.

Wichtig ist außerdem,

dass Bewegungen und Körperhaltungen,

die eine Schmerzausstrahlung

provozieren, konsequent

über einen bestimmten

Zeitraum vermieden werden.

Ein weiterer Baustein des

Konzepts sind Übungen zur

Verbesserung der Nervengleitfähigkeit.

Kräftigungsübungen

Kräftigungsübungen werden

nach dem Abklingen der akuten

Symptome systematisch in

den Behandlungsplan integriert.

Am Anfang steht ein

Training der kleinen Muskeln,

die sich direkt an der Wirbelsäule

befinden und diese

schützen. Fortgeschrittene

können Geräte nutzen, die den

Trainingseffektverstärken.

Eine eigene entwickelte Pa-

tienteninformationsbroschüre

flankiert und unterstützt die

stationären Behandlungen im

TherapieZentrum (TZ) und die

ambulanten Behandlungen im

Medizinischen Trainings- und

Rehabilitationszentrum (MTR).

Die Physiotherapeuten des

TherapieZentrums und des

Medizinischen Trainings- und

Rehabilitationszentrums arbeiten

in allen medizinischen

Fachbereichen Hand in Hand

im Universitätsklinikum Tübingen

daran, dass ihre Patienten

schnell und effektiv wieder

gesundwerden.

Die Fachkräfte haben den

Anspruch, die Patienten von

der stationären Behandlung

nahtlos an die ambulanten

Therapeuten zu übergeben,

um so keine Informationslücken

entstehen zulassen. Damit

wird den Patienten des Tübinger

Universitätsklinikums

nicht nur ein gleich bleibendes

Behandlungskonzept, sondern

auch Sicherheit geboten.

Patienten die von einer anderen

Klinik oder einem niedergelassenen

Arzt behandelt

werden, sind selbstverständlichauch

herzlich willkommen.

Bild:MTR


10

„Wirtun was!“ -Erfolgsgeschichtenaus der RegionNeckar-Alb

PräzisionimBereich vonunter

1µm–diePräzisionsteile und

Schleifscheibenaufnahmen der

Hirschauer FirmaWabra sind

aufder ganzenWeltgefragt.

GeschäftsführerJoachim Braun

(links im Bild)sorgt durch

stetigeInvestition –imBildwird

dasneueBearbeitungszentrum

vomBedienerinBetrieb

genommen –dafür, dass die

Firmamit ihren32

hervorragend ausgebildeten

Mitarbeitern auch in

schwierigerenZeitenihren

Platz im Marktausbaut.»Bei

Neuerungen muss nichtnur die

Technik passen,sondern

Okönomieund Ökologie

müssen verbessert werden«,

erklärtGeschäftsführer Joachim

Braun.

DasGraswachsen hören

DasHirschauerMetallzerspanungsunternehmen Wabraist am Puls derZeit

Ein elektrischer Viehstriegel

war das erste Produkt,

mit dem die Hirschauer

Firma Wabra auf den

Markt kam. »Das war leider ein

klassischer Fehlstart«, weiß

Joachim Braun, geschäftsfüh-

render Gesellschafter des innovativen

und traditionsreichen

Unternehmens. »Das Produkt

warzugut –und zu teuer«.

Gut sind die Wabra-Produkte

bis heute –sogar sehr gut.

Die Präzisionsteile mit einer

Genauigkeit teilweise unter

1µm werden in Brasilien genauso

nachgefragt wie in den

USA, in China, Japan und der

Schweiz. »Die meisten unserer

Kunden sitzen allerdings in

Baden-Württemberg, denn

hier werden sehr viele Präzisionsteile

gefertigt und es gibt

namhafte Werkzeugmaschinenhersteller

imLändle«, freut

sich Joachim Braun.

Drei junge Männer gründeten

1954 den Betrieb in einem

kleinen Keller. Dasie sich das

Geld für den Viehstriegel zusammen

geliehen hatten,

mussten sie Lohnarbeiten anbieten,

um ihre Schulden zurückbezahlen

zu können. Damit

waren Erwin Braun sowie

die Brüder Gerhard und Günther

Waiblinger erfolgreich

und sie konnten den Betrieb

sukzessive aus- und aufbauen.

Ab 1968 übernahm Otto Braun

als alleiniger Inhaber die Firma

und wagte 1974 den Bau

des ersten eigenen Firmengebäudes

im Industriegebiet

Rittweg in Hirschau, das bis

heute auf 3000 Quadratmeter

angewachsen ist.

Als 1978 die ersten CNC-

Drehmaschinen auf den Markt

kamen, bestellte der Onkel des

heutigen Chefs mit Mut zuInnovation

und Risiko sofort ein

Exemplar und kniete sich in die

Perfektionierung dieser neuen

Technik. Bald folgte die zweite

Maschine und 1986 das erste

Bearbeitungszentrum. Ende

der 80er-Jahre boomte das Geschäft,

doch auch da war der

Firmengründer hellsichtig und

sah die Rezession der 90er-Jahre

nahen.

1993 übernahm Joachim

Braun die Geschäftsführung,

bewies seine profunden Kenntnisse

gleich zu Beginn und

meisterte die Krise. »Es ging

zum Glück schnell wieder nach

oben. Heute sind wir viel breiter

aufgestellt und die aktuelle

Krise ist für uns glücklicherweise

zum großen Teil erledigt,

viele unserer Kunden haben

wieder eine gute Auftragslage.«

In modernsteMaschinenwird

nach wie vor investiert. »Wir

müssen handlungsfähig bleiben

und uns im Markt richtig positionieren.

Man muss das Gras

wachsen hören und mit viel

Bauchgefühl und wachen Auges

den Markt beobachten. Wir sind

zuversichtlich, denn unsere Präzisionsprodukte

werden auch in

Zukunft gebraucht werden«, ist

sich JoachimBraun sicher.


Neue Herberge fürPilger

EhrenamtlichesEngagement: Förderverein Frommenhausen

setztsichfür zahlreiche Projekte ein

Ganze 500 Jahre ist es

her, dass sich der gebürtigeFrommenhauser

Jacob Beyter

auf die lange Wanderung nach

Santiago deCompostela machte

–und gesund zurückkehrte.

Im Gedenken an Beyters Pilgerschaft

weiht die Ortschaft

Frommenhausen, die nah des

Kreuzungspunktes des Tübinger

Jakobswegs, des Hohenzollerischen

Jakobswegs sowie des

Beuroner Jakobswegs liegt, am

1. August die neue Pilgerherberge

ein, die im ehemaligen

Raiffeisengebäude eingerichtet

wurde.

Die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen

dauerten

rund zwei Jahre und waren ein

Kraftakt, der ohne das ehrenamtliche

Engagement der Mitglieder

des Fördervereins

Frommenhausen nicht zu

stemmen gewesen wäre. Mit

unermüdlichem Einsatz waren

die Mitglieder imEinsatz, jede

Menge Freizeit wurde investiert

und viele Urlaube dafür

eingesetzt.

Raum für Raum entstand die

neue Herberge. Schon von Beginn

der Renovierungsmaßnahmen

anübernachteten die ersten

Gäste. »Wir haben mit zwei

Betten imehemaligen Kassenraum

angefangen«, berichtet

Brigitte Abt-Harrer vom Förderverein.

Weitere Schlafräume

wurden eingerichtet, Vorhänge

und Tischdecken genäht, Tische

für den Aufenthaltsraum

gebaut, ein alter Ratstisch vom

Rathausspeicher geholt und

aufgemöbelt, Sitzkissen angefertigt

und nicht zuletzt eine

schöne Küche eingebaut. Die

Schränke füllten sich mit gespendetem

Geschirr und Besteck.

Und auch inZukunft ist Einsatz

gefragt, wenn es darum

geht, die Pilger zu betreuen und

dasFrühstück zu bereiten.

Dabei ist die Pilgerherberge

nur eines von vielen Projekten,

denen sich der Förderverein

widmet. 2005 beispielsweise

setzte sich der Verein für den

Erhalt des Backhauses ein. Im

gleichen Jahr begann man mit

der Erstellung eines großen

Wildbienenhauses. Zwei Jahre

später renovierten die Mitglieder

den alten Holzbackofen

und errichteten ein zweites

Wildbienenhaus. Im vergangenen

Jahr wurde dem Förderverein

Frommenhausen für die

Wildbienenanlageeiner der erstenPreiseaus

dem »20. Zwiefal-

ter Naturfond« verliehen. Für

das 750-jährige Jubiläumsfest

des Ortes steuerte der Förderverein

federführend viele Ideen

bei und setzte sie um. Aufgrund

der großen Resonanz auf eine

Patchwork-Ausstellung wurde

eine Kreativwerkstatt gegründet,

die sich seither Monat für

Monat trifft. Im Frühjahr dieses

Jahres begann die Arbeit für eine

Baumreihe mit 21»Bäumen

des Jahres«. Und auch an der

Konzeption des diesjährigen

Pilger-Jubiläumsprogrammes

war der Förderverein maßgeblichbeteiligt.

Info: Ausführliche Informationen

zur Pilgerherberge und

zum Einweihungsfest gibt es

unter www.pilgerherberge-frommenhausen.de

Donnerstag, 22. Juli 2010 | ANZEIGE

Ohne die ehrenamtlichen

Helfer vomFörderverein (hier

vorder Pilgerherberge) geht gar

nichts,obbei denaufwändigen

Bau- undRenovierungsarbeiten,beimBrotbackenfür

dieÜbernachtungsgästeoder

beider Programmgestaltung.

Biszu400 Stundenhaben

Einzelne im vergangenenJahr

unentgeltlich gearbeitet,um

diePilgerherbergein

Frommenhausen am 1. August

offizielleröffnenzukönnen.

Bilder:Förderverein

Frommenhausen

ImmermehrPilgermachensich

aufden Jakobsweg.Wem der

WegnachSantiago de

Compostela zu lang ist, kann

auch im Ländle aufPilgerreise

gehen.


12 „Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb

Donnerstag, 22. Juli 2010 | ANZEIGE

Hausputzeinmalanders

Die Kawasch-Spezialistenhabendas Südwestmetall-GebäudeinReutlingen

aufHochglanz gebracht

Einfach abstrahlen ging

nicht«, erklärt Raco

Gavrilovic, technischer

Leiter der Firma Kawasch.

Rein theoretisch sei das

zwar möglich gewesen, doch

durch die glatte Oberfläche der

Metallfassade hätten sich

Schlieren und Kalkflecken gebildet.

»Und das wäre natürlich

nicht der Sinn der Sache gewesen.

Denn die Oberfläche soll

ja glänzen.« Die Rede ist von

der markanten Fassade des

Südwestmetall-Gebäudes in

Reutlingen, dass die Reinigungsspezialisten

der Firma

Kawasch Dienstleistungen

GmbH aus Reutlingen-Betzingen

erst vor Kurzem wieder auf

Hochglanz gebracht haben.

Die preisgekrönte Metallfassade

des Südwest-Gebäudes

„ Per KnopfdruckfahrengelochteEdelstahlplattenals

Sonnenschutz vor

dieFenster. Dann

gleichteseiner

Festung.

Raco Gavrilovic

istbegeistertvon derGebäude-

Architektur und-Technik

der Bezirksgruppe Reutlingen

in der Schulstraße stellte die

Fachleute der Reinigungsfirma

vor eine besondere Herausforderung,

denn in diesem speziellen

Fall musste inaufwändiger

Handarbeit gesäubert

werden. Stück für Stück wurde

ein spezieller Edelstahlreiniger

von Hand auf die großen Edelstahlplatten

der Fassade aufgetragen

und mit einem feuchten

Spezial-Reinigungstuch nachpoliert.

Normalerweise setzen die

Gebäudereiniger leistungsstarke

Technik ein. Jenach Art der

Verschmutzung und Material

der Fassade werden verschiedene

Reinigungsverfahren verwendet

wie etwa Hochdruckreinigung,

Sandstrahler oder

das Bewässern mit Ringleitungen.

Doch nicht nur die Gefahr

von Kalkflecken setzte voraus,

dass das Gebäude besser von

Hand gereinigt wurde. Wichtig

sei auch gewesen, dass Edel-

stahl immer in Richtung Faser

gereinigt werden sollte. »Eine

Maschine macht kreisförmige

Bewegungen, sie hätte die Fassade

verkratzt«, erklärt Fachmann

Gavrilovic.

Am Südwestmetall-Gebäude

hatten sich imLaufe der Jahre

vorallemanden Stoßkanten der

Platten schwarze Ablagerungen

gebildet. Das seien vor allem

wetterbedingte Verschmutzungen

wie beispielsweise Ablaufspuren

von Regen, aber auch

Blütenstaub, Ruß und Staub, so

Gavrilovic. Und so waren während

des rund dreiwöchigen

»Hausputzes« zwei Kawasch-

Mitarbeiter mit einer Hubarbeitsbühne

vor Ort. »Wir mussten

immer wieder ausweichen,

da in dem Gebäude auch Schulungen

stattfinden. Da wäre es

nicht so geschickt gewesen,

wenn die Gebäudereiniger zum

Fenster reinschauen«, berichtet

der Handwerker. Aus diesem

Grund wurde jeder Einsatz mit

dem Haustechniker des Südwestmetallgebäudes

koordiniert.

Dank derArbeitder FirmaKawaschist

dieAußenhaut des Gebäudes

jetzt nicht nur sauber:

Die Oberfläche ist nun auch

konserviert und für einige Zeit

gegen Umwelteinflüsse geschützt.

Info:

Seit rund 30 Jahren bestehtdie Firma

KawaschDienstleistungen

GmbH mitSitzimIndustriegebiet

Mark West in Reutlingen-Betzingen.

Zu denDienstleistungendes

350Mitarbeiter-Unternehmens gehören

die Industrie-Reinigung,

Brand- undWasserschadensanierung,FassadenreinigungundSanierung

sowieRestaurierung und

Behandlungvon Bodenbelägen.

Abwehrmaßnahmengegen Tauben,

Teppich-und Polsterreinigung

sowieHausmeister-und Winterdienste

runden dasLeistungsspektrum

ab.


ANZEIGE | Donnerstag,22. Juli 2010

Nachhaltigkeit ist derzeit

das Thema bei

Unternehmen und

in der Presse. Der

mediale Einfluss durch die Berichterstattung

über Klimawandel

und Globalisierung löst bei

den Verbrauchern den Wunsch

nach »ethischem Konsum« aus.

Die Menschen wollen nicht nur

ihre individuellen Bedürfnisse

befriedigen, sondern helfen, die

Problemeder Welt zu lösen.Ein

neues Wir-Gefühl entsteht und

zeigt, dass durch die Macht der

Verbraucher ein Umdenken

eingeleitetwerdenkann.

Das schwäbische FamilienunternehmenAlb-GoldTeigwaren

hat seine Wurzeln als landwirtschaftlicher

Betrieb in

Trochtelfingen auf der Schwäbischen

Alb. Dort betreibt es

neben der Nudelherstellung

auch ein Kundenzentrum mit

Kräutergarten, gläserner Nudelproduktion,

Markt, Restaurant

und Kochstudio. Unter Beachtung

einer ganzheitlichen Produktionskette,

nämlich vom

Saatgut beziehungsweise Hühnerfutter

bis zum Teller, stellt

das Unternehmen Teigwaren

her, die dem Nachhaltigkeitsgedanken

in Qualität und Wertschöpfung

entsprechen. Neben

Hartweizen, der zum Großteil

für die Produktion verwendet

wird und nicht auf der Alb

wächst, setzt der Nudelhersteller

vor allem auf regionale Rohstoffe

wie Dinkel, Emmer und

Einkorn. Der direkte Kontakt zu

Lieferanten und Erzeugern ist

für Firmenchef Klaus Freidler

ein wichtiger Garant für Premiumqualität.

Für ihn genügt es nicht,

»bio«, »regional« oder »ohne

Gentechnik«auf dieLebensmit-

„Wir tun was!“ -Erfolgsgeschichten ausder Region Neckar-Alb 13

Weitmehrals Nudeln

Alb-GoldTeigwarensetzt sich für den Nachhaltigkeitsgedanken und

zukunftsorientiertes Wirtschaftenein

In Würdigung des Lebenswerkes

von Klaus

Freidler, der kurz vor

Drucklegung dieser Beilage

völlig unerwartet im

Alter von 52 Jahren verstorben

ist, hat sich der

Verlag entschlossen, den

Beitrag unverändert zu

veröffentlichen. Unser

Mitgefühl gilt der Familie

Freidler und allen Mitarbeitern

des schwäbischen

Unternehmens.

telverpackungen zu schreiben,

um aufgeklärte Verbraucher zu

erreichen –gemeinsames Handeln

ist gefragt. Kein Unternehmen,

keine Organisation und

auch keine Regierung kann die

Ziele des Nachhaltigkeitskonzepts

allein realisieren. Er fordert

eine Zusammenarbeit aller,

mehr Transparenz, aktive

Kommunikation in Form von

Verbraucherinformationsveranstaltungen,

um einen Bewusstseinswandel

zu erreichen.

Informationund Aufklärung

beiTafelrunden

Die Nudelspezialisten aus

Trochtelfingen machen mehr

als Nudeln. Gemeinsam mit

Partnern und lokalen Akteuren

laden sie in regelmäßigem AbstandzuDiskussionsveranstaltungen

zum Thema hochwertige,

natürliche Lebensmitteln

ohne Gentechnik ein. Diese so

genannten »Tafelrunden« sind

mit kontroversen Meinungsbildnern

und Fachleuten aus

Firmenchef Klaus Freidler †(links) und Dr. Vandana Shiva imAlb-Gold-Kräutergarten. Die indische

Trägerin des alternativen Nobelpreises war Ende Juni prominente Rednerin bei der Informationsveranstaltung

zum Thema Lebensmittel und Landwirtschaft ohne Gentechnik.

Rund 1000 Besucher kamen nach Trochtelfingen, um sich über das Thema Agro-Gentechnik

zu informieren (Bild unten). Bild: Alb-Gold

Unternehmen, Medien, Landwirtschaft

und Verbraucherschutz

besetzt. Ziel ist es, durch

Information und Aufklärung

von Verbrauchern Aufmerksamkeit

zu erzielen, Bewusstsein

zu schaffen und Inhalte

und Hintergründe zutransportieren.

Im Zuge dieser Tafelrunden

werden außerdem Gruppen

der Zivilgesellschaft (Schulen,

Initiativen, Verbände,

Volkshochschulen) inder Region

angesprochenund aktiviert.

Und warum macht ein Lebensmittelhersteller

dies? »Verbraucherinformationen

der Politik

und Medien zum Thema

Grüne Gentechnik gibt esderzeit

praktisch nicht«, so Klaus

Freidler. Ersieht sich somit als

Lebensmittelhersteller in der

Verantwortung, Verbraucherinformation

und -aufklärung zu

betreiben, damitjeder am Regal

selbst entscheiden kann, was

für den Einzelnen gut ist. Die

Wahlfreiheit für Verbraucher

stellt für ihn ein hohes Gut dar,

welcheseszuschützengilt.


14 „Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb

Donnerstag, 22. Juli 2010 | ANZEIGE

Allesunter einemDach

Marc Cain istder größte Arbeitgeber in Bodelshausen

In den vergangenen zehn

Jahren hat sich bei Marc

Cain in Bodelshausen einiges

getan: »In diesem

Zeitraum haben wir unseren

Umsatz verdreifacht«, berichtet

Isabell Haasis, die für die Öffentlichkeitsarbeit

des Mode-

Unternehmens zuständigist.

Aufgrund des wirtschaftlichen

Erfolgs beschloss Helmut

Schlotterer, der Gründer und

zuletzt alleinige Geschäftsinhaber,

das Unternehmen für die

Zukunft noch breiter aufzustellen.

Zuletzt entstand ein schöner,

repräsentativer Neubau in

Bodelshausen, den die Firma

nach und nach bezieht.

Dadurch fallen einige Wege

weg, die die Mitarbeiter bis dahin

zu bewältigen hatten. Isabell

Haasis beschreibt es so:

»Das hieß bisher beispielsweise,

mit einem Kleid unter dem

Arm zwei Straßen weiter ineine

andere Abteilung zu fahren.«

Mit dem neuen Gebäude

wurde die Infrastruktur des

Unternehmens eindeutig verbessert

– die Abteilungen wie

Design, Entwicklung, Produktion,

Nähsaal oder die Stickerei

sind nur noch durch die

Höhe des jeweiligen Stockwerks

getrennt.

Der Fabrikverkauf bleibt

weiterhin in einem eigenen

Gebäude. »Das ist ein wichtiger

Anziehungspunkt für unsere

Kunden«, sagt Isabell Haasis.

Man höre immer wieder

Lob von den Kunden, dass es

dort schön ruhig sei und dass

genügend Platz vorhanden wäre

–vor allem durch die große

Zahl an Umkleide-Kabinen –,

um passende Artikel zufinden.

Zudem gibt es im Fabrikverkauf

von Marc Cain ein Café,

in dem sich die Kunden nach

ihrem Einkauf gemütlich hinsetzen

können.

Helmut Schlotterer begreife

die räumliche Erweiterung des

Unternehmens als Bekenntnis

zum Standort Bodelshausen,

seinem Heimatort.

Die Grundlage für den Erfolg

des Modelabels Marc

Cain sei die Gestaltung der

Kollektion: Gründer Helmut

Schlotterer und seine Mitarbeiter

gestalten die Kollektionen

so, dass verschiedenste

Teile miteinandere kombiniert

werden können: Das

Outfit sei so zum einen per-

fekt aufeinander abgestimmt,

zum anderen treffen scheinbar

verschiedenartige Einzelteile

in subtiler Weise aufeinander.

Dadurch entstehen Widersprüche,

die zueinander finden

und die trotzdem ein

stimmiges Bild ergeben. Dieses

»Cross Styling« bringt auf

erfrischende und kultivierte

Art die Silhouetten und Materialien

zusammen. Die dadurch

entstehende Spannung

bildet eine eigene, neue Definition

des Begriffs »Look« –

die des Marc Cain Looks.


ANZEIGE | Donnerstag,22. Juli 2010

„Wir tun was!“ -Erfolgsgeschichten ausder Region Neckar-Alb 15


16 „Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb

Donnerstag, 22. Juli 2010 | ANZEIGE

DieAbenteuer desBillyBit

Frank Stoeger undArmin Subkekomponierten ihre Hörspielreihe zu einem

Musical fürHirrlinger Grundschulchor um

Der Hirrlinger Grundschulchor führte das Musical über die Erlebnisse

des kleinen Billy Bit im Computerreich Digitalia vor gut

250Gästeninder Eichenberghalle auf.

Wenn gerade keine

Konzerte anstehen,

benötigt

man ein anderes

kreatives Ventil. So kam für

Frank Stoeger, Musikpädagoge

und Schlagzeuger bei Dieter

Thomas Kuhn, der Einfall

von Sarah Kraus zum richtigen

Zeitpunkt. Die Leiterin

des Grundschulchors der

GHWRS Hirrlingen schlug

vor, das Hörspiel »Billy Bit«

zum Singspiel umzuschreiben.

Die beiden Autoren,

Frank Stoeger sowie Musiker

und Performancekünstler Armin

Subke machten sich ans

Werk, komponierten und

schrieben ihre gemeinsame

Hörspielreihe zueinem Musical

um. Anfang Juli kam es zur

Uraufführung.

Schon zum fünften Mal findet

die jährliche Aufführung

des Grundschulchors der

GHWRS Hirrlingen in der Eichenberghalle

statt, mit kräftiger

und ehrenamtlicher Unterstützung

der Eltern, Lehrerkollegen,

von Freunden

und Ehemaligen der Schule

und des Hausmeisters.

»Dies ist die Geschichte von

Billy Bit, einem Bitchen aus

dem Computer, der in die

Tiefen jeder Festplatte vordringt,

um neue Welten zu

entdecken und um Abenteuer

zu bestehen, die nie jemals

zuvor ein Bitchen erlebt

hat …«–das sind die einführenden

Worte des ersten Teils

der Hörspielreihe um den Titelhelden

Billy Bit.

Wer bis dahin geglaubt hat,

dass es nur eine Welt vor dem

Computer gibt, wird eines

Besseren belehrt. Es existiert

eine Welt im Computer, die

von den Digitaliern bevölkert

wird, und Billy Bit ist ein sol-

cher Digitalier, zwar noch ein

ganz junges Bitchen, aber ungemein

neugierig und immer

darauf aus, etwas Neues zu

erleben. Manchmal bringt er

dabei auch ein paar Dateien

durcheinander und wir Bildschirmglotzer

fragen uns

dann, warum unser Computer

schon wieder nicht funktioniert.

Übrigens, Bildschirmglotzer

ist der ganz offizielle

Ausdruck der Digitalier für

uns Menschen.

Eigentlich dürfte soein Bitchen

gar nicht in Kontakt mit

einem Menschen treten,

Denn es heißt auch, dass diese

Bildschirmglotzer ziemlich

primitiv sind und manchmal

sogar Bits löschen. Aber Billy

hat sich davon natürlich nicht

abhalten lassen und so die

Bildschirmglotzerin Kathrin

kennen gelernt. Obwohl die

Digitalier solche Vorurteile

uns Menschen gegenüber haben,

werden die beiden bald

Freunde und erleben spannende

Geschichten in und um

den Computer.

Der beste Freund des Menschen

ist der Hund und der

beste Freund von Billy ist eine

Promenadenmischung mit

dem Namen Chipper. Dieser

verfügt über Fähigkeiten, die

unserem Held öfter einmal

aus der Patsche helfen.

Dies ist das Handlungsgerüst

der Geschichten um Billy

Bit. »Ein Thema mit hochaktuellen

Zeitbezug, denn fast

jeder von uns hat beinahe

täglich mit dem Computer zu

tun und sich vielleicht schon

gefragt, warum das Ding wieder

nicht so funktioniert wie

man eswill«, sagt Frank Stoeger.

Die Geschichten von Billy

Bit sind so erzählt, dass sie

schon von Kindern im Vorschulalter

zu verstehen sind.

»Unseren Erfahrungen nach

gibt es kein ›typisches Hörspielalter‹.

Auch 14-Jährige

interessieren sich für ein solches

Thema, ganz zu schweigen

von uns Älteren.«

Lesen

macht Laune.

tagblatt.de


ANZEIGE | Donnerstag,22. Juli 2010

Kleine Revolution

Das Cardiohelp System vonMaquet

erleichtert Ärzten undPatienten das Leben

DieIngenieure des Medizintechnikunternehmens

Maquet mitSitzin

Hirrlingenhaben mit

demCardiohelpSystem,

demkleinsten

kompaktenund transportablenHerz-Lungen-Unterstützungssystem,

dieMedizinwelt

revolutioniert.Marcus

Felstead,Director Marketing,von

der Maquet

Cardiopulmonary AG

erklärt wieso.

Warumhaben sich dieIngenieure

von Maquet daran gemacht,

eine Alternativezur

klassischenHerz-Lungen-

Maschinezuentwickeln?

Marcus Felstead: Bereits vor

zehn Jahren begann man bei

Maquet Cardiopulmonary mit

der Umsetzung einer Idee,

nämlich ein komplexes System

von Einmalprodukten für den

herzchirurgischen Einsatz mit

künstlicher Lunge, Pumpe und

Schläuchen zu reduzieren –

und esdamit einfacher und sicherer

für die Patienten zumachen.

Das Ziel bestand nun darin,

nicht nur die Einmalprodukte

zuminimieren, sondern

auch das dazugehörige Gerät,

die Herz-Lungen-Maschine.

Der Grundstein für das Projekt

»Cardiohelp«, einem minimiertenHerz-Lungen-Unterstützungssystem,

wurde 2006 bei

Maquet intern gelegt. Sofinden

sich im Cardiohelp System Elemente

aus den Bereichen der

Automobil- undLuftfahrtindustriewieder.

Gab es währendder Entwicklungsarbeitenoder

in der

Testphase besondereHerausforderungen

zu meistern?

Eine der größten Herausforderungen

bestand sicherlich darin,

die Außenmaße und das

Gewicht möglichst gering zu

halten,umdas Gerät tragbar zu

machen. Geräte, die bisher

220 Kilogramm wiegen, ohne

Produkteinschränkungen auf

zehn Kilogramm zu reduzieren,

dabei aber noch intuitiv und

sehr einfach in der Handhabung

zu gestalten, war ein Meilenstein

für Maquet. Als Belohnung

erhielt das System vergangenes

Jahr den »iF Product

Design Award«, den »red dot

design award« und wurde für

den Designpreis Deutschland

2010 nominiert. Das Gerät

musste auch für den Patiententransport

im Krankenhaus und

von Klinik zu Klinik geeignet

sein und somit auch für den

Transport mit einem Hubschrauber.

Die dazu notwendige

Zulassung für den Transporteinsatz

in der Luft stellte

höchste Ansprüche an Erschütterung-

und Vibrationstests sowie

Temperaturschwankungen

dar. Auch an die Witterungsbedingungen

während des Weges

vom Landeplatz ins Klinikum

musste gedacht werden.

Seit wann wird Cardiohelpin

derPraxis eingesetzt undin

welchenBereichen?

Die ersten Einsätze des Cardiohelp

Systems wurden imRahmen

einer klinischen Anwendungsbeobachtung

vor zwei

Monaten gestartet, die inacht

europäischen Ländern und in

19 Kliniken stattfand. Das

Spannende war, dass das System

nun nicht mehr nur im

Herz-OP eingesetzt wurde,

MarcusFelstead präsentiert

das neueCardiohelpSystem.

Bilder:Maquet

„Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb 17

sondern auch inanderen medizinischen

Fachbereichen wie

die Kardiologie der Notfallmedizin

und natürlich der Intensivmedizin.

Unsere Kunden

sprechen von einem Paradigmenwechsel

in der kardialen

und pulmonalen Unterstützung.

Die offizielle Verkaufsfreigabe

für Cardiohelp erfolgt

am 27. Juli.

Wasist das Besonderean

Cardiohelp?

Für die Anwender liegt die Besonderheit

sicherlich darin, dass

das System mit der neuesten

Sensortechnik auf dem Markt

ausgestattet ist. Dies führt zu einem

direkten Vorteil für den Patienten,

da Komplikationen

während der Behandlungen verringert

werden. Hinzu kommt

dieZulassung füreinebesonders

langeAnwendungsdauervon bis

zu 30 Tagen – ein weiterer Sicherheitsaspekt,

da ein Systemwechsel

inder Intensivmedizin

als risikobehaftet gilt. Die Maße,

die Kompaktheit des Geräts und

dass es von einer Person leicht

zu tragen ist, kommtden Patienten

zugute, denn wo bislang der

Patient zum System gebracht

werden musste, kann nun das

Cardiohelp System zum Patientengebrachtwerden.

Cardiohelp istein komplexes

Hightech-Gerät. Lässt es sich

von »Normalsterblichen«

überhaupt bedienen?

Komplex und Hightech ist richtig,

mandarfaberkomplexnicht

mit kompliziert verwechseln.

Komplex ist nicht kompliziert,

wenn das Gerät intuitiv für den

Anwender gestaltetist.

Die Anwendung –also die therapeutische

Behandlung – bedarf

intensiver Schulung und

Ausbildung. Das Cardiohelp

System muss nicht unbedingt

voneinem Arzt bedientwerden,

aber dennoch von ausgebildetem

medizinischen Personal.

Hierzu hat die Maquet Cardiopulmonary

AGmit der Maquet

Medical Academy erste Maßnahmen

eingeleitet, um die

Therapie der Herz- und Lungenunterstützung

den Medizinern

näher zu bringen. Das

Universitätsklinikum Tübingen

ist hierbei ein wichtiger Partner

füruns.

IstCardiohelpdas einzigeGerät

seiner Artund Wirkungsweise?

Das Cardiohelp System ist einzigartig

mit seinen Möglichkeiten

verschiedene medizinische

Fachdisziplinen anzusprechen.

So etwas existiert bislang noch

nicht auf dem Markt. Das Cardiohelp

System stellt mit seiner

Größe und dem geringen Gewicht,

die esmobil und flexibel

einsetzbar machen, einen Paradigmenwechsel

für schwerst

herz- und lungenkranke Patientendar.


18 „Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb

Donnerstag, 22. Juli 2010 | ANZEIGE

Auseiner Wurstküche

eine Backstube gemacht

DieReutlinger Konditorei Sommer hat ihr Caféumeine Museums-Backstube

undeine Schau-Backschule erweitert

Es ist eine stattliche

Sammlung, die die

Sommersübermehrere

Generationen zusammen

getragen haben und nun in

derneu eröffneten, hochmodern

eingerichteten»altenBackstube«

zeigen.Daist etwa eine Konditorenschrift

von 1840 zu sehen. An

den Wänden hängen Kupferkessel

inallen Größen, in den Vitrinen

liegen Springerle-Model.

Das älteste stammt aus dem

Jahr 1750. Hauseigenes Geschirr

ausden 50er-Jahren istzusehen,

alte Ausstecherformen, Modelierhölzer

oder ein Rezeptbuch

von Heinrich Sommer, dem

Großvaterdes heutigen Inhabers

Andreas Sommer, das dieser ab

1920führte.

»Es war für mich immer eine

Freude, die Sachen zu sammeln,

aber sie waren imKeller

und auf der Bühne. Mit der ›Alten

Backstube‹ ergab sich die

Möglichkeit, die Sachen auch

zu zeigen«, sagt Andreas Sommer.

Was heute Teil des Cafés

ist, war bis voriges Jahr noch eine

Wurstküche. »Wurstküche

und Backstube sind durchaus

Aus einer ehemaligen Wurstküche machte Andreas Sommer ein

modernes Museums-Café mitSchau-Backschule.

vergleichbare Produktionsstätten«,

sagt Sommer. Beides

brauche hohe Räume, damit

die Luft zirkulieren könne. Die

Oberlichter sind noch original.

»Wir konnten leider nur wenig

erhalten«, sagt Sommer. Das

galt auch für die Bodenfliesen.

»Irgendwann standen wir mit

dem Bagger hierdrin.«

Die Eröffnung der Backstube

war die dritte große Erweiterung

der Konditorei Sommer, die

heute 20 Mitarbeiter/innen mit

rund zehn Auszubildenden hat.

Gegründet hat den Betrieb 1930

der Bäcker- und Konditormeister

Heinrich Sommer injenem

kleinen Häuschen, in dem die

Konditorei heute ihre Pralinen

verkauft. Sein Sohn Heinz Sommer

übernahm den Betrieb Ende

der 50er-Jahre und erweiterte

ihn zusammen mit seiner Frau

Waltraud um ein Cafe imersten

Stock der Bäckerei. 1985 konnte

er das benachbarte Gebäude, in

demein Konsum-Markt war,dazu

kaufen. Zu dieser Zeit stieg

auch sein Sohn Andreas ins Geschäft

ein. Der war nach seiner

Ausbildung auf Wanderschaft, arbeiteteinder Schweizund den

USA. Der Anruf vom Vater erreichte

ihn in Kalifornien. »Ich

habe dort abgebrochen und bin

heimgekommen.«

Als sich nun imvergangenen

Jahr die Möglichkeit ergab, die

benachbarte Wurstküche dazu

zu kaufen, war noch längst

nicht klar, dass damit das Café

erweitert werden sollte. »Wir

wollten da erst ein Lager rein

machen«, sagt Sommer. Dann

aber merkten erund seine Frau

Uschi, welches Potenzial in

dem alten Raum lag. Nach und

nach wuchsdie Idee zumheutigen

Konzeptheran.

In der »Alten Backstube«könnendie Gästeimmer wieder den Profis über dieSchulter schauen. Bei

derEröffnung zeigten (von links) NicoleSpeidel,Michael Kahl undSandraLuz,wie es geht.

Nur ein Museumscafé wäre

den Sommers zu wenig gewesen.

Siewolltenhierauch zeigen,

wiedas Gebäck,die Kuchenund

Pralinen entstehen, die imCafé

angeboten werden. »Das hier

sollte eben nicht nur ein Gast-,

sondern auch ein Produktionsraum

werden«, sagt Sommer.

So können dieGäste,während

sie ihren Kaffee trinken nun gelegentlich

den Konditor/innen

über dieSchulterschauen,wenn

die dort Marzipanfiguren formen

oder imWinter auch mal

Pralinen gießen. Daneben bietet

Sommer in der »alten Backstube«

aber auch Workshops und

Seminare an, indenen die Teilnehmer

selbst Hand anlegen.

Hier zeigen die Profis, wie man

Schokolade verarbeitet, Pralinen

oder eine Schwarzwälder

Kirschtortemacht.

Eine (Filter-)Kaffeemaschine

ausden frühen 60er-Jahren.


ANZEIGE | Donnerstag,22. Juli 2010

Gustav Klimt:Beethovenfries, 1902,(Detail)

Sehnsucht, Glückund Liebe

StadthalleBalingen zeigt Beethovenfries vonGustavKlimt

Die Stadthalle Balingen

setzt ihre Folge von

Sommerausstellungen

zur Klassischen Moderne mit

der Ausstellung »Gustav Klimt.

Beethovenfries, Zeichnungen«

fort. Sie bildet den Auftakt der

Ausstellungstrilogie »Die Kunst

der Linie –Vom Wiener Jugendstil

zur Moderne«, die vom

10. Juli bis zum 26. September

2010 in drei Häusern inBalingen

zu sehenseinwird.

Gustav Klimts Beethovenfries

wird in dieser Ausstellung zum

ersten Mal vollständig in

Deutschland zusehen sein, was

die Schau zu einem absoluten

Höhepunkt dieses Balinger

Kunstsommers macht. Der aus-

„Wir tunwas!“ -Erfolgsgeschichtenaus der Region Neckar-Alb 19

gestellte 31 Meter lange Fries

entstand als einzige originalgetreue,

reisefähige Kopie während

der Restaurierung des Originals,

das imSecessionsgebäude

in Wien fest installiert ist.

Der prachtvolle Beethovenfries

wurde 1902 von Gustav Klimt

geschaffen und markiert den

Beginn seines »Goldenen Stils«.

Seine berühmten Gemälde dieser

Zeit, wie »Der Kuss« und das

»Bildnis Adele Bloch-Bauer I«,

machten ihn zum internationalen

Star des Jugendstils. Klimts

Werk stand um1902 aneinen

Wendepunkt und ließ den

Künstlerzum wichtigen Wegbereiter

der »Moderne« inÖsterreich

werden. Die Kuratorin der

Ausstellung, Annette Vogel (Sabarsky

Collection New York/

München), vervollständigt die

Präsentation des berühmten

Wandfrieses mit 80 Zeichnungen

von Gustav Klimt und erschließt

dem Besucher damit

die künstlerische Entwicklung

des KlimtschenSchaffens.

Zwei Ausstellungen, die mit

dem Titel ›Die Kunst der Linie‹

den Bogen vom Wiener Jugendstil

zur Moderne spannen, präsentieren

den Architekten und

Entwerfer der Jahrhundertwende

Josef Hoffmann in der

Zehntscheuer und den zeitgenössischen

Künstler Oswald

Oberhuber in der Rathausgalerie.

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