UniDAZ Magazin 2013 als PDF downloaden

unidaz.de

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DAZ

UniDAZ

Aufbaustudium! Aber welches?

Hilfe im Buchstabendschungel

Für Calcutta Rescue in Indien

Sprengstoff als Arzneimittel

DAS StUDentenmAgAZIn

DeR DeUtSCHen ApotHekeR ZeItUng

1/2013

Sommersemester

Deutscher Apotheker Verlag

unidaz.de


Ausgezeichnete Voraussetzungen für

einen erfolgreichen Berufsstart

Der Marketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA e. V.) und seine Dachmarke LINDA sind mehrfach als die

beste Apotheken-Kooperation Deutschlands ausgezeichnet. Als Gemeinschaft von Apothekern für Apotheker

setzen wir uns für die Individualität und Eigenständigkeit unserer Mitgliedsapotheken ein und unterstützen

sie gleichzeitig mit vielfältigen professionellen Leistungen – für eine langfristige, starke und erfolgreiche

Entwicklung. Das sind beste Voraussetzungen für einen ausgezeichneten Berufsstart.

Starten Sie berufl ich durch bei der Nummer 1!

Schicken Sie uns Ihre Bewerbung an zukunft@linda.de, Stichwort „UNI DAZ“.

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Auch in 2013

als Nummer 1

ausgezeichnet!

Gewinner Apotheken-Kooperationspreis: Goldmedaille in den Kategorien „Marketing“ und „Einkauf“, coop-Studie 2011, 2012, 2013, Apotheken Management-

Institut • Gewinner Apotheken-Kooperationspreis: Goldmedaille in der Kategorie „Gewinnorientierung“, coop-Studie 2012, 2013, Apotheken Management-Institut •

Höchste Markenbekanntheit unter den Apotheken-Kooperationen inhabergeführter Apotheken, Markenerfolgskontrolle bei Verbrauchern 2012, iCONSULT Forschung

& Consulting GmbH • Nr. 1 der Apotheken-Kooperationen, Studie „Service-Champions 2011 und 2012“ (Kundenbefragung), Service Value GmbH • Beste

Apotheken-Kooperation 2005-2010, Kooperations-Award 2012 und 2013, jeweils PharmaRundschau.

NEU

eDItoRIAl

Liebe Studentinnen und Studenten,

Liebe Pharmazeuten im Praktikum,

Liebe koLLeginnen und koLLegen,

die neueste Ausgabe der UniDAZ, die Sie gerade in Händen halten,

ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Beginn eines neuen

Semesters unmittelbar bevorsteht. Ein Semester, in dem Sie wieder

titrieren, Strukturformeln pauken, Drogen identifizieren und

Tabletten pressen werden – eben alles, was man in einem Pharmaziestudium

klassischerweise tut und lernt. Einige von Ihnen werden

sich im neuen Semester aber vielleicht auch eingehend mit

Fragen der Pharmakoökonomie, der Arzneimittelzulassung oder

der Consumer Health Care beschäftigen, Themen also, die im normalen

Pharmaziestudium, nicht zuletzt aufgrund zeitlicher Restriktionen,

nur am Rande behandelt werden (können). Wer sich

für diese fachlich zweifelsohne nicht minder spannenden und anspruchsvollen

Inhalte interessiert, könnte sich beispielsweise im

Rahmen eines Aufbaustudiums intensiver damit beschäftigen. Wie

viele Spezialisierungsmöglichkeiten es mittlerweile für Pharmazeuten

gibt, veranschaulicht das Titelthema dieser UniDAZ. Ab

Seite 6 finden Sie eine große Übersicht über verschiedene Aufbaustudiengänge.

Die dort abgedruckte Liste umfasst zwar nur einen

Teil der mannigfaltigen Optionen, doch bereits diese Auswahl

zeigt eindrucksvoll, wie viele verschiedene Wege den Absolventen

eines Pharmaziestudiums offen stehen. Vielleicht ist ja auch für Sie

etwas Passendes dabei…

01/2013 UniDAZ 3

Wie Sie es von Ihrer UniDAZ mittlerweile schon gewohnt sind,

kommen auch dieses Mal wieder Studenten und PhiPs zu Wort, die

aus Ihrem Universitäts- und Arbeitsalltag berichten. Auch in dieser

Ausgabe können Sie daher wieder von spannenden Auslandserfahrungen

lesen oder von fachlichen Herausforderungen, die

beim Berufsstart auf Sie warten. Vielleicht lassen Sie sich von den

Berichten Ihrer (ehemaligen) Kommilitoninnen und Kommilitonen

ja inspirieren, selbst einmal zur Feder zu greifen… Wenn auch

Sie gerne berichten wollen, beispielsweise von ihrem interessanten

Praktikum, einer Exkursion oder auch von etwas völlig anderem,

das für Ihre Kollegen und Kommilitonen interessant ist – melden

Sie sich! Gerne auch, wenn Sie uns „nur“ Ihre Meinung sagen wollen.

Schreiben Sie einfach eine E-Mail an redaktion@unidaz.de oder

kommentieren Sie die Beiträge dieser Ausgabe direkt auf unidaz.de.

Viel Spaß beim Lesen wünschen

Dr. Andreas Ziegler Dr. Benjamin Wessinger


4 UniDAZ 01/2013 InHAlt InHAlt

01/2013 UniDAZ 5

machen Sie mit

bei unidaz!

Natürlich gibt es zu UniDAZ auch eine Website,

www.unidaz.de. Hier finden Sie nicht nur alle Artikel

aus den UniDAZ-Heften, sondern können diese auch

kommentieren. Wir freuen uns über Ihre Meinungen.

Wenn Sie selber bei UniDAZ mitmachen wollen: Auf

www.unidaz.de können Sie Ihren eigenen Blog einrichten.

Berichten und erzählen Sie doch von lustigen Erlebnissen

im Labor, interessanten Eindrücken während Ihres

Auslandssemesters, von brillanten Vorträgen oder ätzenden

Seminaren – oder von völlig anderen Dingen, die Sie

und Ihre Kommilitonen interessant finden.

Die UniDAZ-Hochschulporträts auf www.unidaz.de

können Sie – genau wie die Wikipedia – jederzeit und immer

wieder verändern, anpassen, korrigieren und ergänzen.

Helfen Sie Studienanfängern und Ihren Kommilitonen

mit Insidertipps und korrekten Infos über Ihre Uni

und die Stadt.

Und natürlich freuen wir uns auch über Autoren für

das UniDAZ-Magazin, über Berichte von besonderen

Praktika oder Ihre Erfahrungen an der Uni. Und für die

regelmäßige Rubrik „Pharmazeutische Karrieren“ über

interessante Laufbahnen in der Pharmazie suchen wir

ständig neue Beiträge.

meLden Sie Sich bei unS, wir freuen unS über

jeden, der mitmacht!

redaktion@unidaz.de, www.unidaz.de,

Tel.: 0711/25 82-215

UniDAZ, Postfach 10 10 61, 70009 Stuttgart

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Einfach auf www.facebook.com/

UniDAZ gehen oder mit dem

Smartphone den nebenstehenden

QR-Code scannen.

InHAlt

UniDAZ

1/2013

Sommersemester

StUDIUm

06 Aufbaustudium! Aber welches?

10 Aufbaustudien im Überblick

18 Kleine Helfer für den Berufsstart

22 Phar MS chool-Projekt

24 Gemeinsam für unsere Patienten – Promovieren in der

Klinischen Pharmazie Leipzig

wISSenSCHAFt

26 Im Buchstabendschungel

30 Buchbesprechung: Imunologie

32 FIRmenpoRtRätS

BeRUFSStARt

34 ADEXA: Krankheit und Urlaubsanspruch

im Praktischen Jahr

36 Pharmazeutische Karrieren I

38 Spürnasen gesucht! – Qualitätskontrolle

bei Klinischen Studien

42 Pharmazeutische Karrieren II

InteRnAtIonAleS

44 Für Calcutta Rescue in Indien

FeUIlleton

48 Sprengstoff als Arzneimittel

51 BPhD e.V.

58 Impressum

26

StUDIUm

AUFBAUStUDIUm!

ABeR welCHeS?

Sie interessieren sich für einen ganz bestimmten

Teilbereich der Pharmazie oder

für sozial-, rechts-, oder wirtschaftswissenschaftliche

Themen und möchten sich in

diese Richtung weiterbilden? Verschaffen

Sie sich einen Überblick über Aufbaustudiengänge

für Pharmazeuten.

wISSenSCHAFt

Im BUCHStABenDSCHUngel

Buchstaben auf Medikamentenschachteln – manchmal geheimnisvoll, manchmal

selbsterklärend. Ihre Bedeutung zu kennen ist in jedem Falle hilfreich, aber nicht immer

einfach herauszufinden. Dieser Beitrag bringt Licht ins Dunkel.

44

InteRnAtIonAleS

FüR CAlCUttA ReSCUe

In InDIen

Auf den Straßen Kalkuttas leben viele Menschen,

die sich Ihren Lebensunterhalt erbetteln

müssen. Für genau diese Menschen arbeitet

die Hilfsorganisation Calcutta Rescue.

Eine junge Apothekerin berichtet von Ihren

Erfahrungen.

06

38

StUDIUm 18 kleIne HelFeR

FüR Den BeRUFSStARt

MindCards sind handliche kleine Helfer, die

schnelle Information auf einen Blick bieten.

Ein Fallbeispiel zeigt, wie mindCards Ihren

Start in den Apothekenalltag erleichtern

können.

BeRUFSStARt

SpüRnASen geSUCHt! –

QUAlItätSkontRolle BeI klInISCHen StUDIen

Apotheke, Krankenhaus, Pharmaindustrie – Arbeitsfelder die jedem

Pharmazeuten geläufig sind. Eine dagegen oft unbeleuchtete

Sparte sind die Contract Research Organizations. Sie sind eine interessante

Variante für jeden, der sich im Bereich Klinische Studien

betätigen möchte.


Foto: Ed Simkins – Nanamee.com

6 UniDAZ 01/2013 StUDIUm

StUDIUm

01/2013 UniDAZ 7

weIteRBIlDUng

aufbauStudium!

aber weLcheS?

So vielseitig wie das Studium der pharmazie an sich, so vielfältig sind auch die möglichkeiten der

Bildungsmaßnahmen! Vielleicht interessiert sich der eine oder Andere schon während des Studiums ganz

besonders für eine bestimmte Fachrichtung und möchte sich nach dem Studium darauf spezialisieren,

oder er hat neben den naturwissenschaften auch Interesse an sozial-, rechts-, oder wirtschaftswissenschaftlichen

Fächern und möchte sich durch ein Aufbaustudium in diese Richtung weiterbilden? Auch

für diejenigen, die nach neuen beruflichen perspektiven suchen, oder sich persönlich weiter entwickeln

möchten, bietet sich ein Aufbaustudium an! Dieser Artikel gibt eine kleine übersicht und erste Informationen

zu ausgewählten Aufbaustudiengängen für pharmazeuten, weitere werden in der tabelle vorgestellt.

Dennoch kann aufgrund der Fülle an Angeboten und der teilweise großen Unterschiede in bestimmten

punkten kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden.

Allein das Interesse an einem Aufbaustudium

ist noch lange nicht

genug, um ein solches auch zu

absolvieren, denn es gibt gleich mehrere

wichtige Fragen, die es vor der Entscheidung

zur Teilnahme an einem Aufbaustudiengang

zu beantworten gilt: Soll das

Studium direkt im Anschluss an die Approbation

erfolgen oder erst nach einer gewissen

Berufserfahrung? Ist ein Vollzeitstudium

oder ein berufsbegleitendes Studium

möglich? Wie viel Zeit kann grundsätzlich

investiert werden? Welche Hochschulstandorte

sind denkbar? Wie hoch dürfen

die Kosten sein? Was ist über das Erststudium

hinaus tatsächlich von Interesse? Wo

möchte ich mich beruflich verwirklichen?

In welchen Berufsbranchen ist eine solche

Weiterbildung sinnvoll?

wIe kommt mAn An

ZUVeRläSSIge

InFoRmAtIonen?

Die erste zuverlässige Quelle für Informationen

zu Zusatzqualifikationen in Form eines

Studiums ist zunächst einmal der eigene

Hochschulstandort. Hier kann man sich

vor Ort informieren und erhält in einem

persönlichen Gespräch leicht viele Informationen

und Antworten auf die meisten

Fragen. Zusätzlich kann man vor Ort nützliche

Details von Teilnehmern eines Aufbaustudienganges

einholen und erhält Erfahrungsberichte,

die so sicherlich nicht im

Internet stehen. Natürlich gibt es auch online

zu jedem vorgestellten Abschluss umfassende

Angaben und in der Regel steht

einem über eine E-Mail-Adresse immer

eine Kontaktperson zur Verfügung. Auch

versenden einige Hochschulen kostenlos

Broschüren oder sogar ein ganzes Informationspaket

per Post.

Fragt man sich, wie man bei der Fülle an

Angeboten deren Qualität erkennen und

bewerten soll, so gibt es auch hierzu hilfreiche

Angebote im Internet. Zum Vergleich

und zur Beurteilung der Qualität der angebotenen

Studiengänge bietet sich eine kurze

Checkliste an. Anhand von verschiedenen

Fragen, die individuell gewichtet und ergänzt

werden können, kann man sich einen

Überblick verschaffen und alle Angebote

miteinander vergleichen. Auf der Internetseite

des Bundesinstituts für Berufsbildung

(www.bibb.de) findet man unter „Checkliste

Qualität der beruflichen Weiterbildung“

einen hilfreichen Ratgeber und auch das

Deutsche Institut für Erwachsenenbildung

(www.die-bonn.de) bietet im Internet eine

solche Checkliste an. Eine Fachkommission

(Akkreditierungsrat) hat auf der Homepage

der Agentur für Qualitätssicherung durch

Akkreditierung von Studiengängen (www.

aqas.de) bereits einige der im Folgenden

vorgestellten Studiengänge bewertet.

mASteRStUDIengAng

ARZneImIttel wISSenSCHAFten

Einige der Veranstaltungen dieses Studienganges

erinnern zunächst an Fächer aus

dem Pharmaziestudium, die hier noch intensiver

besprochen werden, aber spätestens

ab dem 3. Fachsemester kommen auch

neue Fächer hinzu (z.B. BWL, Patentrecht,

Management). Die Art der Lehrveranstaltungen

umfasst sowohl Vorlesungen, Seminare,

praktische Übungen, als auch selbständiges

Arbeiten und soll während drei

Semestern auf die Abschlussarbeit im 4. Semester

vorbereiten. Im Mittelpunkt stehen

dabei das Auffinden, die Entwicklung und

die Optimierung neuer Arzneistoffe. Darin

inbegriffen ist die Suche nach einer biologisch

aktiven Substanz, welche zunächst


8 UniDAZ 01/2013 StUDIUm

StUDIUm

01/2013 UniDAZ 9

zum Arzneistoff und schließlich zum Arzneimittel

entwickelt werden muss. Der Studiengang

vermittelt die methodische und

fachliche Grundlage für eine leitende Tätigkeit

in Herstellungs-, Prüfungs-, Forschungs-

und Entwicklungsabteilungen

der Pharmaindustrie und anderen Betrieben

im In- und Ausland.

mASteRStUDIengAng

ARZneImIttelFoRSCHUng,

DRUg ReSeARCH

Dieses Aufbaustudium mit starker Forschungsorientierung

vermittelt die Fähigkeit

zur selbstständigen Bearbeitung von

wissenschaftlichen Problemstellungen und

Aufgaben, insbesondere in der pharmazeutischen

und der Pharmazie-nahen Industrie

oder im Forschungsbereich. Während

des Studiums werden Pflicht- und

Wahlpflichtmodule belegt, die der Teilnehmer

gemeinsam mit einem betreuenden

Hochschul lehrer, seinem Mentor, individuell

gestaltet. Der Mentor steht dabei

stellvertretend für eines der sechs Fachgebiete

im Bereich der Pharmazie. Bis zum

Erstellen der Masterarbeit wird zu einem

Großteil der Zeit praktisch gearbeitet, bei

der Arbeit in Laboratorien der Arbeitsgruppen

werden die ersten Leistungspunkte

und die notwendigen Informationen für

die Abschlussarbeit gesammelt. Laut Einschätzung

des AQAS e.V. erweist sich das

Studium der Arzneimittelforschung als

echte Alternative für Studierende, die aus

verschiedensten Gründen keine Promotion

beginnen, bzw. die eine Masterarbeit zur

Vorbereitung auf eine mögliche Promotion

nutzen möchten.

HIlFReICHe InteRnetSeIten BeI

DeR SUCHe nACH AUFBAUStUDIengängen:

» Wo möchte

ich mich

beruflich

verwirklichen?«

mASteRStUDIengAng

ARZneImIttelZUlASSUng,

DRUg RegUlAtoRy AFFAIRS

Die Zulassung neuer Medikamente ist ein

komplexer Vorgang, der in jedem Unternehmen

über dessen Erfolg entscheidet und

hoch qualifiziertes Personal erfordert. Als

Grundlage für diese Herausforderung eignet

sich das Pharmaziestudium im besonderen

Maße, da auf dieser Grundlage weiteres

Fachwissen aufgebaut werden kann.

Von der Entwicklung des Arzneimittels bis

zum Antrag auf Zulassung ist es ein langer

Weg auf dem viele, zum Teil stark unterschiedliche

Fachdisziplinen eine wichtige

Rolle spielen. Der Drug Regulatory Affairs

Manager stellt dabei eine wichtige Schnittstellenfunktion

dar und arbeitet mit allen

Fachabteilungen eines Pharmaunternehmens

eng zusammen, ebenso mit Behörden

und außerbetrieblichen wissenschaftlichen

Institutionen. Vorrangig beschäftigt sich

der Apotheker im Bereich der Drug Regulatory

Affairs mit der Zulassung von Arzneimitteln,

insbesondere mit dem Nachweis

von Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.

Aber auch nach Marktreife muss

das Arzneimittel diesen Anforderungen

– Allgemeine Internet-Suchmaschinen

– AUBI-plus gmbH mit weiterbildungsangeboten, die nach Berufsgruppen

sortiert sind www.aubi-plus.de/weiterbildungsangebote/suchmaschine.html

– targroup media gmbH, ein wegweiser rund ums Studium gesundheit,

pflege & Soziale Arbeit www.gesundheitsmanagement-studieren.de

– wDA wirtschaftsakademie Deutscher Apotheker, ein berufsbegleitendes Ausbil -

dungskonzept speziell für Apotheker www.wda-akademie.de/die-wda.html

– auf der Seite der Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz

befinden sich umfangreiche Informationen zum Studium in Deutschland

www.hochschulkompass.de

– zahlreiche Studiengänge im Fachbereich medizin und pharmazie findet man

unter http://www.study-plus.de/studiengaenge/fachbereich/7/medizin%20

und %20pharmaziepHpSeSSID=5dpq6gb7vcsurcevmurh219823

entsprechen und weiter beobachtet werden.

Die Tätigkeiten eines Drug Regulatory

Affairs Managers erfordern dabei ein gewissenhaftes

und verantwortungsbewusstes

Arbeiten sowie ein hohes Maß an Sorgfalt

und Selbstorganisation.

mASteRStUDIengAng

geSUnDHeItSFüRSoRge, Con­

SUmeR HeAltH CARe (CHC)

Das CHC-Studium sieht sich als Ergänzung

zum abgeschlossenen Hochschulstudium

und setzt bereits erste berufliche Erfahrungen

in einem Gesundheitsberuf voraus.

Ein Gesamtziel des Masterstudienganges ist

die Förderung von Prävention und Selbstverantwortung

der Menschen zur Verbesserung

der Gesundheit der Bevölkerung.

Die im Studium erlangten Kenntnisse und

Fähigkeiten sind für verschiedenste Tätigkeiten

im Gesundheitswesen einsetzbar:

Management-Aufgaben in Firmen, in Krankenkassen,

bei Behörden und Verbänden;

ebenso zählen beratende und aufklärende

Tätigkeiten dazu. In den modular aufgebauten

Lehrveranstaltungen werden unter

anderem die Themen Klinische Pharmakologie

und Biostatistik, Pharmakoepidemiologie

und Pharmakoökonomie, Methoden

zur Analyse des Arzneimittel- und Gesundheitsmarktes,

Gesundheitsmanagement,

sowie ethische Aspekte der Arzneimittel-

und Gesundheitsversorgung besprochen.

Im Beruf kommen Management-Aufgaben

in Firmen, Krankenkassen, Behörden und

Verbänden, ebenso wie beratende und aufklärende

Tätigkeiten auf die Absolventen zu.

geSUnDHeItSwISSen­

SCHAFten, pUBlIC HeAltH

Der in der deutschen Bezeichnung verwendete

Plural weist schon auf die Vielfältigkeit

und interdisziplinäre Ausrichtung dieses

Studienganges hin. Im Studium Public

Health werden die Leistungen des Gesundheitssystems

untersucht und nach Möglichkeiten

gesucht, diese politisch und ökonomisch

zu beeinflussen. Dabei dient die

Medizin der Diagnostik von Erkrankungen,

im Bereich der Epidemiologe und Statistik

werden diese Krankheiten quantitativ

erfasst, durch die Sozialwissenschaften werden

gesellschaftliche, wirtschaftliche und

politische Einflüsse berücksichtigt. Mit Hilfe

der Psychologie versucht man, gesundheitsbezogene

Verhaltensweisen aufzuklären

und mit Strategien aus dem Bereich

der Erziehungswissenschaften möchte man

letztlich dieses Wissen umzusetzen.

Foto: Robert Kneschke – Fotolia.com

geSUnDHeItSmAnAgement,

HeAltH CARe mAnAgement

(HCm)

Im HCM-Studium werden die Fächer Betriebswirtschaft,

Gesundheitsökonomie,

Gesundheitspolitik sowie Recht im Gesundheitswesen

unterrichtet und dabei

wichtig Managementkenntnisse (Managementtheorie

und -fähigkeiten) vermittelt.

Um die erlernten Managementfähigkeiten

optimal umsetzen zu können, wird starker

Wert auf Praxisnähe gelegt und die Teilnehmer

werden noch während des Studiums

in aktuelle Projekte im Gesundheitsbereich

einbezogen. Es geht darum, übergeordnete

Zusammenhänge zu erkennen und die

komplexen Abläufe im Gesundheitssystem

zu verstehen, um darin agieren zu können.

Absolventen des HCM-Studiums sollen

später Gesundheitssysteme gestalten und

Gesundheitsdienstleister (Pflegeeinrichtungen,

Krankenhäuser, Krankenversicherungen)

führen oder beraten können, auch

in industriellen Bereichen ist eine Anstellung

als HCM möglich.

InteRnAtIonAl HeAltH

(CARe mAnAgement)

Das International Health-Studium befasst

sich vorrangig mit armutsbedingten Gesundheitsproblemen

in Entwicklungsländern.

Das Leitbild des Studiums ist die

weltweite Verbesserung der Gesundheitsversorgung

benachteiligter Bevölkerungsgruppen.

Dies umfasst Gesundheitsförderung

und Krankheitsprävention sowie

Planung und Durchführung von Krankheitsbekämpfung

in Ländern, in denen es

häufig an einem (funktionierenden) Gesundheitssystem

fehlt. Inhaltlich geht es in

diesem Studium um den Vergleich der unterschiedlichen

Gesundheitssysteme und

um das Verständnis für diese verschiedenen

Strukturen. Auch das Gesundheitsmanagement

und dessen Wirtschaftlichkeit

sowie Gesundheitspolitik sind wichtige Inhalte

des Lehrplans. Weitere Schwerpunkte

liegen im Bereich der Tropenmedizin,

Reisemedizin, Ernährungswissenschaften,

Psychologie und Soziologie sowie Pflegewissenschaften

und der Anthropologie.

Zwischen den Kursen arbeiten die meisten

Studenten in Kliniken oder zur Praxissammlung

an Projekten internationaler

Organisationen.

Wer unter den hier vorgestellten Angeboten

der Aufbaustudiengänge noch nicht

das passende gefunden hat, kann sich

auch über vielseitige Angebote der ABDA

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

weiter qualifizieren. Neben der

Möglichkeit sich in unterschiedlichen Gebieten

zum Fachapotheker zu spezialisieren,

kann in weiteren Bereichen eine entsprechende

Zusatzbezeichnung erworben

werden. Auch die Apothekerkammern,

Fachgesellschaften, etliche Vereine und Institute

bieten regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen

an. Neben all der Theorie sei

letztlich noch zitiert „Probieren geht über

studieren“, denn auch die Praxis ist eine

geeignete Schulungsmaßnahme!

Von Annika van der Linde, PhiP,

Apotheke Hamminkeln


10 UniDAZ 01/2013 StUDIUm

StUDIUm

01/2013 UniDAZ 11

CHARAkteRIStIkA eIneR AUSwAHl Von AUFBAUStUDIengängen FüR pHARmAZeUten

StUDIengAng InHAlt AnBIeteR VoRAUS-

SetZUngen

Arzneimittelwissenschaft

Arzneimittelforschung,

Drug

Research

Arzneimittelforschung

/ pharmaforschung

und

management,

Drug Research

and management

Arzneimittelzulassung,

Drug

Regulatory Affairs

Consumer Health

Care (CHC),

gesundheitsfürsorge

public Health,

gesundheitswissenschaften

moderne Arzneistoff-

und Arzneimittelforschung

und –entwicklung

eigene Festlegung,

Spezialisierung

auf eines der

Fachgebiete der

pharmazie

medikamentenundArzneistoffentwicklung

Zulassung von

Arzneimitteln, insbesonderenachweis

von Qualität,

wirksamkeit und

Unbedenklichkeit.

gesundheitliche

Betreuung mit dem

Schwerpunkt der

Arzneimittelversorgung,

prävention

und gesundheitsmanagement

Untersuchung der

leistungen des gesundheitssystems

und einflussnahme

(Bedarfsanalyse,

Interventionsstrategien

und

evaluierung) zur

Förderung von

gesundheit und

prävention von

krankheiten;

prävention und

gesundheitsförderung

sowie gesundheitsplanung

und management

westfälische wilhelms-Universität

münster

Rheinische Friedrich-wilhelms-

Universität Bonn

Deutsche Universität

für weiterbildung,

Berlin

Dt. gesellschaft für

Regulatory Affairs

in kooperation

mit der Universität

Bonn

Charité-Universitätsmedizin

Berlin

Universität Bremen

(Bachelor), Berlin

School of public

Health, Heinrich

Heine Universität

Düsseldorf,

Hochschule Fulda,

ludwig-maximilians-Universität

münchen, Universität

Bielefeld

(master), HS niederrhein

Allg. Hochschulzulassungsvoraussetzungen(masterstudiengang)/

Abschluss eines

naturwissenschaftlichenHochschulstudiums(Aufbaustudiengang)

Abschluss eines

naturwissenschaftlichen

oder

medizinischen

Studiums

Hochschulabschluss

in einem lebenswissenschaftlichen

Studiengang +

mindestens ein

Jahr einschlägige

Berufserfahrung

+ nachweis

ausreichender

Sprachkenntnisse

in Deutsch und

englisch

Hochschulabschluss

in einem naturwissenschaftlichen

Studium

nachweis über ein

abgeschlossenes

Studium in einer

Consumer Health

Care-relevanten

Fachrichtung

i. d. R. Hochschulabschluss(Staatsexamen,

Diplom,

masterexamen,

Bachelorexamen);

z.t. + berufliche

erfahrungen, gute

Sprachkenntnisse

in englisch und

Deutsch; z. t. Aufnahmeprüfung

ABSCHlUSS DAUeR koSten weBlInk

m.Sc. 4 Semester (masterstudiengang)/

2

Semester (Aufbaustudiengang)

m.Sc. 4 Semester (Vollzeit)

m.Sc. Regelstudienzeit

von 24 monaten

(nur tlw. präsenzveranstaltungen)

master of Drug

Regulatory Affairs

3 Jahre (inkl.

praktikumszeit,

Blockunterricht

an Freitagen und

Samstagen)

m.Sc. 3 Semester (5

präsenzpflichtige

module jeweils als

14-tägige Blockveranstaltung),

integriertes Begleitstudium

B.Sc/m.Sc. oder

m.A.

i.d.R. 2–3 Jahre,

4 Jahre (berufsbegleitend)

Semestergebühren

der Universität

Semesterbeitrag

der Universität

www.uni-muenster.de/Chemie/studium/chem/mscarzneimittelwissenschaften.html

www.unidaz.

de/2012/einstiegin-die-arzneimittelforschung/

www.pharma.unibonn.de/lehre/m.sc.-in-arzneimittelforschung-drugresearch

15.600 € www.studierenberufsbegleitend.

de/studienprofile/

duw-arzneimittelforschung-pharmaforschung-undmanagement/#

cf45_field_3

6.000 € www.dgra.de/

studiengang/studiengang.php

8.500 € www.postgraduate.de/mBAmaster/Studium/

Consumer_Health_

Care_261.htm

Studiengebühr (an

Universitäten);

anders bis zu

7.200 €

*eigenständige Studiengänge Health Care management und Health economics am Hamburg Center for Health economics

der Universität Hamburg sind für das Jahr 2014 in planung.

www.deutschegesellschaftpublic-health.de/

informationen/

public-health/

StUDIengAng InHAlt AnBIeteR VoRAUS-

SetZUngen

epidemiologie

Health Administration

workplace Health

management

Health Care management

(HCm),

gesundheitsmanagement

International

Health

International

Health Care management

BevölkerungsbezogeneBeobachtungen

in Hinblick auf

erkrankungen und

Versorgung

theoretische und

methodische

grundlagen der

gesundheitswissenschaften

unter

Berücksichtigung

gesundheitspolitischer

und gesundheitsökonomischer

Aspekte

Vertiefung gesundheitswissenschaftlich

fundierter

Fach-, methodenundSozialkompetenzen

im Bereich

des betrieblichen

gesundheitsmanagements

Analyse und Bekämpfung

von

gesundheitsproblemen

in

ärmeren ländern,

Untersuchung von

gesundheitssystemen,

management

von gesundheitsdiensten

und tropenmedizinisches

wissen

armutsbedingte

gesundheitsprobleme

in ärmeren

ländern (gesundheitswesen,

epidemiologie und

tropenmedizin,

wirtschaft und

management)

wissenschaftliche

grundlagen

der operativen

Steuerung und

der Finanzierung,

strategisches management

sowie

Versorgungsmodelle

des gesundheitsbereichs

Universität Bielefeld,

Universität

mainz, Universität

münchen

Abschluss eines

Hochschulstudiums,

evtl.

eignungsfeststellungsverfahren

Bielefeld abgeschlossenes

Hochschulstudium

und eine mindestens

2-jährige gesundheitswissenschaftlich

relevante

Berufspraxis

Universität

Bielefeld

Hamburg Center for

Health economics

Humboldt Universität

zu Berlin,

Universität Heidelberg

Frankfurt School,

Dresden International

University,

munich Business

School, s.a. ausländischeUniversitäten

abgeschlossenes

Hochschulstudium

und eine mindestens

2-jährige, gesundheitswissenschaftlich

relevante

Berufspraxis

derzeit nur im

Rahmen eines

Bwl-Studiums*

Abschluss eines

4-jährigen

Bachelorprogramms

in einem

gesundheitsnahen

Feld, nachweis

ausreichender englischkenntnisse

Universitätsabschluss

oder äquivalente

Bachelor-

Qualifikation,

Berufserfahrung

im gesundheitswesen

(1–3 Jahre),

u.U. nachweis

ausgezeichneter

englischkenntnisse

in Sprache und

Schrift, u.U. Zulassungsgespräch

ABSCHlUSS DAUeR koSten weBlInk

m.Sc. 4 Semester, z.t.

berufsbegleitend

möglich

m. A. 4 Semester (regelmäßigepräsenzphasen

(Fr./Sa.))

m. A. 4 Semester (berufsbegleitend)

m.Sc. k.A. Studiengebühren

der Universität

Hamburg

m.Sc. 1 Jahr (Vollzeit) / 5

Jahre (berufsbegleitend)

mBA 20 monate–2 Jahre

(teilzeitstudium)

3000–7000 € www.uni-bielefeld.de/gesundhw/

ag3/wem/

www.unimedizinmainz.de/imbei/imbei/mse/allgemeines.html

www.m-publichealth.med.unimuenchen.de/

6.160 € www.uni-bielefeld.de/gesundhw/

studienangebote/

mha/

14.900 € www.bgm-bielefeld.de/

www.wiso.unihamburg.de/

professuren/hcm/

startseite/

8.500–10.000 € internationalhealth.charite.

de/en/

www.uni-heidelberg.de/studium/

interesse/faecher/

int_health.html

17.000–28.000 € www.frankfurtschool.de/content/en/education_programmes/mba/

ihm.html

www.di-uni.de/

index.php?id=60,

www.munichbusiness-school.

de/programme/

executive-mbahealth-caremanagement/dasstudium.html


12 UniDAZ 01/2013 StUDIUm

Feuilleton 01/2013 UniDAZ 13

StUDIengAng InHAlt AnBIeteR VoRAUS-

SetZUngen

Health Care

management

postgradualstudium

toxikologie und

Umweltschutz

projektmanagement

(Clinical

trial management)

Clinical Research

management

management im

gesundheitswesen

Apothekenbetriebswirt/praktischer

Betriebswirt

für die pharmazie

ökonomische,

gesundheitsökonomische

und gesundheitspolitische

Inhalte (trends aus

dem gesundheitswesen,

innovative

entwicklungen

auf dem gesundheitsmarkt,medizinisch-technischer

Fortschritt,

Ressourcenallokation,

…)

Sämtliche Aspekte

der toxikologie

(organtoxikologie,

Biotransformation

und Fremdstoffmetabolismus,

molekulare toxikologie,Arzneimitteltoxikologie,

...), Umwelt- und

Arbeitsmedizin

planung, Durchführung,koordination

klinischer

Studien

planung, Durchführung

und evaluation

klinischer

prüfungen von

Arzneimitteln und

medizinprodukten

verschiedene

Bereiche der

Betriebswirtschaftslehre

(z.B.

Controlling, Finanzierung,

marketing,

organisation etc.),

aber auch Volkswirtschaftslehre

und andere Disziplinen;

je nach

Uni unterschiedlich

aufgebaut

A-Bwl, A-Vwl,

marketing und

gesundheitsökonomie,

Steuern,

Rechnungswesen,

Recht (BgB/HgB)

und Finanzierung

(z.t. wahlpflichtfächer)

Duale Hochschule

Baden-württemberg,

Universität

marburg, munich

Business School,

Universität Hamburg*

Abgeschlossenes

Studium,

Berufserfahrung

(pharmaindustrie,

krankenversicherungen,krankenhaus,

Apotheke,

pflege, …)

Universität leipzig Abgeschlossenes

Hochschulstudium

im Fach pharmazie

(u.a.)

Beuth Hochschule

für technik Berlin

europäische

Fachhochschule

Brühl; verschiedene

Universitäten

(Freiburg; mainz)

über die Fernschule

lahr

zahlreiche Universitäten

/ Fachhochschulen

(privat/

staatlich)

FH Schmalkalden/

wirtschaftsakademie

Deutscher

Apotheker offenbach

Abgeschlossenes

Hochschulstudium

mit naturwiss.

Hintergrund + 1

Jahr Berufserfahrung

(empfohlen)

erster akademischer

Abschluss,

gute englischkenntnisse,

Auswahlverfahren

Hochschulzugangsberechtigung/

Berufsausbildung

Apotheker/innen,

pharmazieingenieure/innen,

sowie Studierende

der pharmazie

ABSCHlUSS DAUeR koSten weBlInk

m.A./mBA 2–4 Semester

(berufsbegleitend)

Fachapotheker

für toxikologie

„Clinical trial

manager“

5 Semester ( berufsbegleitend,

mit 12 einwöchigen

modulen)

5 Semester (Fernstudium)

m.Sc. 4 Semester

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monatlichen präsenzmodule)

B.A 6 Semester (Vollzeit),

9 Semester

(berufsbegleitend)

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entsprechend

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2–3 Semester

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Blistercentrum multidos.

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praktische Ausbildung je Halbjahr durch ein Intensiv-Fortbildungswochenende

mit theoretischem Unterricht sowie praktischer Arbeit

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Bewerbungsschluss

für den Praktikumsstart

Mai 2014:

01. April

2013

W i r w i s s e n w a s w i r k t .


14 UniDAZ 01/2013 StUDIUm

StUDIUm

01/2013 UniDAZ 15

StUDIengAng InHAlt AnBIeteR VoRAUS-

SetZUngen

gesundheitsökonomie/medizinökonomie

wissenschaftsjournalismus

pharmaziegeschichte

Verknüpfung

betriebswirtschaftlichen

know-hows

mit kenntnissen

der gesundheitsbranche

und

medizinischen

Fachinhalten

naturwissenschaften

+ Journalistik +

Sozialwissenschaften

(wahlpflicht)

Arzneimittelgeschichte,

entstehung und

entwicklung des

Apothekenwesens,

kulturgeschichte

zahlreiche Universitäten

/ Fachhochschulen

(privat/

staatlich)

zahlreiche Universitäten

/ Fachhochschulen

Universität marburg,

Universität

Braunschweig

Allgemeine

Hochschulreife

(Bewerbung an

Universitäten),

Fachhochschulreife

(Bewerbung an

Fachhochschulen)

i.d.R. Allgemeine

Hochschulreife,

Vorpraktikum/

Volontariat

abgeschlossenes

naturwissenschaftliches

Studium

ABSCHlUSS DAUeR koSten weBlInk

B.Sc./ m.Sc. 6 Semester Vollzeit/

9 Semester berufsbegleitend

B. A. (m.A. anschließend)

Diplom/ promotionsstudiengang

Semesterbeitrag/

Studiengebühr je

nach Standort

6–8 Semester Semesterbeitrag/

Studiengebühr je

nach Standort

3–4 Semester Verwaltungskosten

und Studentenwerksbeitrag

m.Sc. = master of Science, m.A. = master of Arts, B.Sc. = Bachelor of Science, mBA = master of Business Administration

k.A. = keine Angaben

DIE JUBILÄUMSAUFLAGE

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KLASSIKER FÜR STUDIUM, BERUF UND PRAXIS

Unabhängiges Wissen zu sämtlichen Gebieten

der Pharmakologie nach intensiver wissenschaftlicher

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Auf aktuellem Stand unter Berücksichtigung

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Mit zahlreichen neuen sowie didaktisch überarbeiteten

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der Wirkstoffe und Stoffgruppen anhand der Evidenz-basierten

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medizinischen Fachgesellschaften.

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16 UniDAZ 01/2013

StUDIUm

StAnDpUnkt

der PraktikumS-begLeitende

unterricht – kLaSSenfahrt oder

SinnvoLLer teiL der auSbiLdung?

Wer erinnert sich nicht gern an früher?

An die Schulzeit? Da war die

Welt noch in Ordnung, Stress ein Fremdwort

und Verpflichtungen gab es kaum.

Die Klassenfahrten waren besonders

schöne Zeiten, ohne Mama und Papa in den

Urlaub, zusammen mit den besten Freunden,

bis spät in die Nacht tratschen ...

Und vielleicht erinnert sich so mancher

genau so an den Praktikums-begleitenden

Unterricht. Egal ob öffentliche oder Krankenhausapotheke,

Industrie oder Universität

für zwei mal zwei Wochen kommen alle

wieder zusammen. Mehr oder weniger freiwillig

pilgern die angehenden Apotheker zu

den Kammern oder Universitäten. Mieten

sich ein Appartement, Hostel, Jugendherbergszimmer

oder schlafen bei Freunden

um in Selbstmedikation, BWL oder Rechtlichem

fürs das dritte Examen fit zu werden.

Nach Approbationsordnung § 4 Absatz 4

besteht das Ziel dieses Unterrichts darin,

dem angehenden Apotheker Grundprinzipien

der Pharamzeutischen Praxis sowie

ein Grundverständnis der Rechtsgebiete zu

vermitteln.

Was sich in der Theorie fantastisch anhört

scheitert meiner Auffassung nach oft in

und an der Praxis.

Wir sollten uns die Frage erlauben, macht

es Sinn, diesen Unterricht mitten in der Arbeitszeit

zu haben? Die Hälfte der vermit-

telten Inhalte hat sich der eine oder andere

bereits selbst beigebracht, da diese essentiell

für den Alltag in der Apotheke sind.

Abhängig davon, ob die Ausbildungsstätte

viel oder wenig Zeit in die Ausbildung der

PhiPs investiert hat, sind diese zwei Wochen

zum Teil vergeudete Zeit, aber eine tolle

Klassenfahrt.

Es ist doch eine ungeschriebene Wahrheit:

Probieren geht über Studieren.

Kommunikation lernt man nicht in acht

Stunden Vortrag, sondern in der Praxis.

Und so wäre die logische Konsequenz doch

die, im Begleitenden Unterricht Hilfestellungen

für die Praxis zu geben, anstelle lang

und breit über praktische Erlebnisse zu referieren,

da hört eh kaum einer zu.

Freilich hat nicht jeder die Gabe, ein

Thema so zu vermitteln, dass die Zuhörer

mitgerissen werden und wir wissen auch

alle, dass es Themengebiete gibt, welchen

man selbst bei einem erhöhten Koffeinplasmaspiegel

nur schwer folgen kann ohne einzuschlafen.

Der einzige Weg, der sich hier eröffnet, ist

die Investition in mitreißende Referenten

und die Freiheit, den einen oder anderen

„ach so wichtigen Punkt“ zu sparen um sich

auf den Kern zu konzentrieren. Dann geht

der Unterricht vielleicht nicht mehr zwei

mal zwei Wochen, sondern einmal drei oder

vielleicht sogar noch kürzer.

Wie wäre denn die Idee, den Unterricht an

den Beginn der praktischen Tätigkeit zu

stellen? Oder ihn in kleineren Einheiten zu

5-10 PhiPs in den Ausbildungsstätten stattfinden

zu lassen?

Diese Ideen werden oft viel zu schnell

vom Tisch gefegt, zu unausgereift, zu umständlich

oder es war doch schon immer so.

Diese „Argumente“ hindern uns daran, unsere

Ausbildung zukunftsfähig zu gestalten.

Entweder die Apotheker beginnen selbst etwas

zu bewegen, oder sie werden bewegt,

von Krankenkassen, der Politik oder sogar

der Industrie.

Die Frage ist doch: Sind wir zufrieden

mit dem, was wir haben oder einfach nur

zu faul, uns über mögliche Verbesserungen

Gedanken zu machen?

Ideen gibt es viele, Wünsche noch viel mehr.

Ich wünsche mir eine offenen Debatte darüber,

wie dieser Teil unserer Ausbildung endlich

vereinheitlicht und zugleich verbessert

werden kann.

Von Daniel Mädler, Pharmazeut im Praktikum

in einer öffentlichen Apotheke in München

und Präsident des Bundesverbands

der Pharmaziestudierenden in Deutschland

e.V. (PHhD)

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18 UniDAZ 01/2013

StUDIUm

mInDCARDS

kLeine heLfer

für den berufSStart

In dieser UniDAZ-Ausgabe möchten wir Ihnen mindCards für den Apothekenalltag vorstellen. mind-

Cards sind handliche kleine Helfer, die schnelle Information auf einen Blick bieten. Im mindmapprinzip

erschließen sie zur jeweiligen Indikation die entscheidungskriterien für die Arztzuweisung,

anwendbare wirkstoffe in ihrer Dosierung und Beratungstipps. wie mindCards Ihren Start in den

Apothekenalltag erleichtern können, zeigt das folgende Beispiel.

Gestärkt mit ganz viel Fachwissen und hoch

motiviert startet der Pharmazeut im Praktikum

in den Apothekenalltag. Eine Frau

mittleren Alters betritt die Apotheke.

PhiP: Schönen guten Tag, was kann ich für

Sie tun?

Kundin: Guten Tag, ich brauche etwas gegen

Durchfall für meine Tochter.

Ist das Anliegen dieses Kunden in Selbstmedikation

therapierbar oder sollte der

PhiP besser an den Arzt verweisen? Ein

Blick auf die mindCard verrät: Kinder < 2

Jahre sollten bei Durchfall generell einen

Arzt aufsuchen.

Der PhiP erfragt das Alter der Patientin

und erfährt, dass es sich um ein Schulkind

handelt.

PhiP: Und seit wann hat sie Durchfall – erst

seit heute oder schon länger?

5

Durchfall

Kundin: Vergangene Nacht musste sie plötzlich

auf die Toilette und heute bereits zweimal.

Außerdem möchte sie gar nichts essen.

Bisher hat sie nur Salzstangen geknabbert.

Ich werde gleich Cola besorgen, das soll doch

auch gut sein bei Durchfall.

Foto: Lee Pettet – iStockphoto.com

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20 UniDAZ 01/2013 StUDIUm

StUDIUm

01/2013 UniDAZ 21

PhiP: Cola geben Sie Ihrer Tochter bitte

nicht. Es ist richtig, dass der Körper beim

Durchfall wichtige Salze verliert. Die Empfehlung

Cola und Salzstangen ist allerdings

überholt. Heute weiß man, dass Cola zu

viel Zucker enthält. Der hohe Zuckergehalt

provoziert im Darm eine vermehrte Wasserabgabe

und führt somit zu weiterem

Flüssigkeitsverlust. Ich gebe Ihnen stattdessen

Oralpädon mit. In diesem Arzneimittel

sind Salze und Zucker in einem ganz bestimmten

Verhältnis gemischt. Dadurch erhält

der Körper die verlorenen Mineralien

zurück und Ihre Kleine wird schnell wieder

fit. Ich notiere Ihnen, in welchem Verhältnis

Sie das Pulver auflösen. Diese Lösung

ist im Kühlschrank 24h haltbar. Geben Sie

Ihrer Tochter innerhalb dieser Zeit immer

wieder kleine Portionen der Mischung.

PhiP: Wie heftig leidet denn ihre Tochter

unter dem Durchfall?

Kundin: Sie ist schon recht geschwächt. Ich

selbst nehme bei Durchfall immer Loperamid,

das hilft mir schnell – kann ich ihr das

zusätzlich geben? Die Plättchen bereiten ihr

sicher keine Schluckprobleme, da sie sich

schnell im Mund lösen.

Präparatebeispiele

Saccharomyces-cerevisiae-Trockenhefe (antisekretorisch, antibakteriell,

Darmflora regenerierend)

Perenterol ® Junior Pulver (WG 250 mg) → Päd. Zul.: ab 2 J.

Perocur ® forte Kapseln (WG 250 mg) → Päd. Zul.: ab 2 J.

Tanninalbuminat + Ethacridinlactat-Monohydrat (antiseptisch-bakteriostatisch,

adstringierend)

Tannacomp ® Filmtabletten (WG 500 mg + 50 mg) → Päd. Zul.: ab 5 J.

Uzara-Wurzel-Trockenextrakt (adstringierend, antisekretorisch, spasmolytisch, prokinetisch)

Uzara ® Saft (WG 7,56 mg pro ml) → Päd. Zul.: ab 2 J.

Uzara ® Tabletten (WG 40 mg) → Päd. Zul.: ab 6 J.

Loperamid (motilitätshemmend)

Imodium ® lingual akut Schmelztabletten (WG 2 mg) → Päd. Zul.: ab 12 J.

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Oralpädon ® Pulver (240 mosm/l; EG der Lsg. in mmol/l: Na + 60, K + 20, Cl- 60, Citrat3- 10,

Glucose 90) → Päd. Zul.: ab Säuglingsalter

Elotrans ® Pulver (311 mosm/l; EG der Lsg. in mmol/l: Na + 90, K + 20, Cl- 80, Citrat3- 5

10,

Glucose 111) → Päd. Zul.: ab Säuglingsalter

Durchfall

Welches Fertigarzneimittel enthält den

Wirkstoff, den ich empfehlen möchte? Ist

das entsprechende Produkt überhaupt für

das betreffende Alter zugelassen? Wie ist

die richtige Dosierung?

Die Kartenrückseite der mindCards bietet

Präparatebeispiele. Ein Farbcode erleichtert

dabei die schnelle altersgerechte Arzneimittelauswahl:

Das Arzneimittel Loperamid ist blau

gekennzeichnet und mit dem Hinweis auf

die Päd Zul.: ab 12 J versehen. Alle anderen

aufgelisteten Präparatebeispiele sind

grün dargestellt und somit auf einen Blick

für das Alter der Patientin im Beispiel geeignet.

Zu den angeführten Wirkstoffen bietet

die Karte ferner Information über die jeweilige

Wirkweise. So gilt es bei der Beispielindikation

Durchfall auszuwählen, ob die

adstringierende Wirkung im Vordergrund

stehen soll, etwas Krampflösendes benötigt

wird oder die Darmflora regeneriert werden

muß.

PhiP: Loperamidtabletten sind für Kinder

noch nicht geeignet. Hat Ihre Tochter denn

noch weitere Begleitsymptome wie beispielsweise

Fieber oder Krämpfe?

Kundin: Nein, sie hat keine weiteren Beschwerden.

PhiP: Es gibt ein für das Alter geeignetes

Arzneimittel, das ebenso schnell wie Loperamid

den Flüssigkeitsverlust stoppt und

die Darmbewegung normalisiert. Ich hole

es Ihnen. (PhiP legt Frau K. eine Packung

Tannacomp vor) Diese Tablette legen Sie

am besten auf einen Löffel und weichen sie

mit Wasser ein wenig auf, dann kann ihre

Tochter sie ganz leicht schlucken. Davon

nimmt sie täglich 3mal eine Tablette bis sie

wieder ganz fit ist. Übrigens wundern Sie

sich nicht, wenn der Darminhalt die gleiche

gelbliche Farbe annimmt wie die Tabletten

– bei dem einen Wirkstoff handelt es sich

um einen Farbstoff.

PhiP: Um die Ansteckung für alle weiteren

Personen im Haushalt so gering wie möglich

zu halten, waschen Sie bitte häufig die

Hände mit Seife.

Was trinkt Ihre Tochter denn gerne?

Kundin: Apfelsaft und Fencheltee sind ihre

Lieblingsgetränke.

PhiP: Säfte sind im Moment nicht empfehlenswert,

aber Fencheltee darf sie gerne

trinken. Fenchel lindert die Blähungen, die

einen Durchfall nicht selten begleiten.

Eine gute Beratung bietet Informationen

und Empfehlungen über die Dosierungs-

und Anwendungshinweise hinaus. Auch

hierzu bieten die mindCards mit den Beratungstipps

eine schnelle Hilfestellung –

nicht nur für Berufseinsteiger.

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


22 UniDAZ 01/2013 StUDIUm StUDIUm

01/2013 UniDAZ 23

pHAR mS CHool

da kann man waS Lernen

Angefangen hat alles mit dem Antrag auf Unterstützung seitens des Bund-länder-programms für

bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der lehre, heraus gekommen ist dabei das

„phar mS chool“-projekt. was sich genau dahinter verbirgt, lesen Sie hier.

Hinter der Wortschöpfung „Phar MSchool“ verstecken sich nicht nur die Wörter

„Pharmazie“ und „School“, sondern auch

der Studienstandort, „MS“ für Münster.

An der Westfälischen Wilhelms Universität,

kurz WWU, werden seit dem Sommersemester

2012 in allen Bereichen Initiativen

ergriffen, um die Bedeutung der

Lehre zu steigern. Im Fachbereich Pharmazie

wurde den Hochschullehrern bei

einem „Brainstorming“ schnell klar, dass

trotz Novellierung ein Schwachpunkt der

Approbations- und Studienordnung darin

besteht, dass die fünf Teil disziplinen

der Pharmazie (Pharmazeutische Chemie,

Pharmazeutische Technologie, Phar-

mazeutische Biologie, Pharmakologie und

Klinische Pharmazie) stark voneinander

getrennt betrachtet werden und auch Studenten

häufig diese Ansicht teilen. Um

auch innerhalb der pharmazeutischen

Lehre die Qualität zu verbessern, wurde

hier schnell ein Ansatzpunkt für ein bisher

einmaliges Projekt gefunden. Statt einer

isolierten Sicht auf die einzelnen Fächer,

statt einer Denkweise, die nur auf

die Erlangung eines „Scheins“ gerichtet

ist, sollen die Studenten noch während des

Studiums lernen, wie eng die Fächer miteinander

verbunden sind und wie leicht sich

das Wissen der einzelnen Fachdisziplinen

miteinander verknüpfen lässt!

StARtSCHUSS Im HeRBSt 2012

Verwirklicht werden soll dieser Wunsch

durch eine 4-semestrige Projektarbeit.

Dazu erhalten die Studenten zu Beginn

des Hauptstudiums unterschiedliche arzneimittelbezogene

Themen, welche bis

zum achten Fachsemester in allen angebotenen

Laborpraktika aufgegriffen werden.

Der Startschuss für den ersten Durchlauf

der Phar MS chool fiel bereits zu Beginn des

Wintersemesters 2012/2013. Die 80 Studenten

des damaligen 5. Semesters wurden

zunächst in 7er- bis 9er-Gruppen aufgeteilt,

erhielten ihr Projektthema und konnten

sofort mit der Arbeit beginnen. Die Themen

orientieren sich an den zeitgleich un-

Foto: CandyBox Images – Fotolia.com

Foto: goodluz – Fotolia.com

terrichteten Inhalten der Vorlesungen in

Pharmazeutischer und Medizinischer Chemie.

So hören die Studenten während der

Vorlesung die chemischen Grundlagen zu

ihrem Thema und können für ihre Projektarbeit

während der Laborpraktika darauf

aufb auen.

keIne BelAStUng

SonDeRn gewInn

Natürlich war die Skepsis von Studentenseite

anfangs groß, denn jeder weiß wie ausgefüllt

der Lehrplan im Pharmazie-Studium

ist und wie zeitintensiv die Lehrveranstaltungen

und Praktika sein können. Damit

das Projekt aber nicht als zusätzliche Belastung,

sondern als Gewinn zum Tragen

kommt, hat man die Zeit innerhalb bestehender

Veranstaltungen neu aufgeteilt und

die Seminare der Phar MS chool in den Stundenplan

integriert. Die Professoren waren

von dem Projekt so überzeugt, dass sie sich

noch im Laufe der konkreten Planung dafür

entschieden haben, die Gruppen als Mentoren

zu unterstützen. Mittlerweile ist die Idee

durchweg positiv aufgenommen worden

und die Studenten profitieren immer mehr

davon. Auch die Projektarbeiten sind inzwischen

gut angelaufen, reifen immer stär-

» Die Professoren waren

von dem Projekt so

überzeugt, dass sie sich

entschieden haben, die

Gruppen als

Mentoren zu

unterstützen.«

ker aus und es zeichnet sich immer deutlicher

ab, was daraus entsteht. So beschäftigt

sich beispielsweise eine Gruppe im Rahmen

des Praktikums Arzneistoffanalytik mit der

Rückstandsanalyse von Ethinylestradiol in

Trinkwasser, Wasser der Kläranlage und

des Münsteraner Aasees. Aber auch außerhalb

der Hochschule ergeben sich interessante

Ansätze, so stehen andere Gruppen in

Kontakt mit Ärzten, Patienten oder Selbsthilfegruppen

und besuchen externe Fortbildungsveranstaltungen.

Den Studierenden

ist bei ihrem Projekt völlig selbst überlassen,

wo Schwerpunkte gesetzt werden, wo

sie genauer nachforschen möchten oder in

welcher Richtung sie sich eher auf allgemeine

Angaben beschränken möchten. Jedes

Team entwickelt eigene spannende Fragestellungen

und die Zusammenarbeit mit

den Mentoren oder auch die wöchentliche

Phar MS chool-Sprechstunde beim eigens eingeführten

Koordinationsteam setzen weitere

Impulse, auch dann wenn ein Versuch

mal nicht auf Anhieb funktioniert.

SympoSIUm AlS

kRönenDeR ABSCHlUSS

Eine Abschlussveranstaltung (nach 4 Semestern

Recherche, Forschung und kreativer

Arbeit) soll den Studenten die Möglichkeit

geben, ihr Thema in einem festlichen

Rahmen zu präsentieren. Im Sommersemester

2014 wird es zum ersten Mal soweit

sein. Für den Abschluss ist ein ganztägiges

Symposium mit Präsentationen der Ergebnisse

in Form von Referaten und Postern

geplant. Außerdem sollen Gastredner, die

Vorträge rund um die bearbeiteten Themen

halten, das ganze abrunden. Die Motivation

der Studierenden eine qualitativ hochwertige

Abschlussveranstaltung zu gestalten ist

hoch, man darf also gespannt sein!

Annika van der Linde, PhiP,

Apotheke Hamminkeln

oFFIZIelle kontAktADReSSe:

pHARmSCHool­wwU@wwU.De

Sprecher der »phar mS chool«:

professor Dr. klaus langer

koordinationsteam: lisa wessels,

marei Hoffmann, Dr. Frauke weber


Foto: AK Klin. Pharmazie Uni Leipzig

24

UniDAZ 01/2013

StUDIUm

pRomotIon

gemeinSam für unSere Patienten –

Promovieren in der

kLiniSchen Pharmazie LeiPzig

ARZneImItteltHeRApIe­

SICHeRHeIt Im FokUS

Als Klinische Pharmazie der Universität

Leipzig beschäftigen wir uns in der

patientennahen Forschung mit dem

Schwerpunkt Arzneimitteltherapiesicherheit.

Unser Fokus liegt auf pädiatrischen,

onkologischen, palliativen und geriatrischen

Patienten. In den Projekten arbeiten

wir als Apotheker interdisziplinär mit

Ärzten, Pflegedienst, Psychologen, Medizininformatikern

und Translatologen

zusammen. Die Klinische Pharmazie ist

eingebunden in profilbildende Bereiche

und Forschungszentren des Universitätsklinikums

sowie in Projektgruppen, beispielsweise

zur elektronischen Verordnung.

Neben der besonders intensiven

Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum

Leipzig besteht auch eine weitreichende

Vernetzung mit zahlreichen

anderen Kliniken über extern betreute

Doktorate sowie mit Verbänden wie

Apothekerkammern oder der Deutschen

Pharmazeutischen Gesellschaft. Auch

eine deutsch-französische Kooperation

bauen wir derzeit aus.

IntenSIVe BetReUUng

gARAntIeRt

Obwohl sich unser Arbeitskreis zwischenzeitlich

erheblich vergrößert hat, ist eine

intensive Betreuung garantiert. Zu unseren

Dienstaufgaben gehört auch die Betreuung

von Studierenden als Forschungspraktikanten

auf Station, die wiederum die

Doktoranden bei ihrer Forschungsarbeit

unterstützen. Auch das ein oder andere

Seminar der Klinischen Pharmazie wird

von den Doktoranden gehalten. Für die

intensive Planung und Durchführung der

Forschungsarbeit bleibt während des Doktorats

aber ausreichend Zeit. Als Vorbereitung

für eine Promotion besteht auch die

Möglichkeit einer Diplomarbeit, die eng

mit den Doktoraten abgestimmt ist. Die

Doktoranden sind von Anfang an in das

Verfassen von Drittmittelanträgen und

Publikationen eingebunden und können

Ergebnisse ihrer Arbeiten auf Kongressen

vorstellen. Auch der interne Austausch ist

wichtig, so treffen wir uns regelmäßig zu

Journalclubs, Forschungskolloquien oder

zu Weiterbildungsgesprächen im Rahmen

der Qualifizierung zum Fachapotheker für

Arzneimittelinformation oder Klinische

Pharmazie. Oft schließt sich daran ein

gemeinsamer Besuch in einer der zahlreichen

Leipziger Kneipen oder Biergärten an,

manchmal auch ein gemeinsamer Konzert-

oder Kabarettbesuch.

engAgement FüR pAtIenten

Für eine Promotion in der Klinischen

Pharmazie ist es ganz besonders wichtig,

sich engagiert zum Wohle des Patienten

einzusetzen. Essentiell sind Teamfähigkeit,

kommunikative Fertigkeiten und die Bereitschaft,

sich gemeinsam mit anderen in

große schnittstellenübergreifende Projekte

einzubringen. Genauigkeit, Zuverlässigkeit

und hohe Einsatzbereitschaft sind ebenso

wichtige Voraussetzung. Zu Aspekten des

wissenschaftlichen Arbeitens, Scientific

English, der Arbeit mit Datenbanken oder

zur Projektplanung kann man das umfassende

Schulungsprogramm vor Ort nutzen.

Die meisten von uns waren bereits vor ihrer

Promotion auf klinisch-pharmazeutischem

Gebiet engagiert und haben beispielsweise

entsprechende Praktika oder Zertifikatskurse

an Einrichtungen im In- und Ausland

absolviert.

wIe geHt’S nACH DeR

pRomotIon weIteR?

Eine Promotion in der Klinischen Pharmazie

Leipzig bereitet optimal auf alle

Tätigkeiten vor, die fachliche und soziale

Kompetenzen in interdisziplinären patientenorientierten

Fragestellungen erfordern.

Solche Tätigkeiten finden sich nicht nur im

Krankenhaus oder der öffentlichen Apotheke,

sondern auch bei Krankenkassen, im

Verlagswesen, in der Pharmazeutischen Industrie

und selbstverständlich auch in der

universitären Forschung.

Thilo Bertsche, Martina Neininger,

Dorothee Niemann, Almuth Kaune,

Susanne Schiek

kontAkt

klInISCHe pHARmAZIe

Universität leipzig

eilenburger Str. 15a, 04317 leipzig

Internet:

www.uni-leipzig.de/~pharm/klipha

e-mail:

klinische.pharmazie@uni-leipzig.de

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Foto: Lauren Schulz – Nanamee.com

26 UniDAZ 01/2013 wISSenSCHAFt

wISSenSCHAFt

01/2013 UniDAZ 27

Am SCHUBSCHRAnk oDeR …

im buchStabendSchungeL

Zunächst einmal fallen sie einem wahrscheinlich gar nicht auf,

wenn man als Absolvent des 2. Staatsexamens im wirklichen

Alltag der Apotheke ankommt. genug hat man damit zu tun

die ganzen wirkstoffe mit den jeweiligen Handelspräparaten zu

verknüpfen. oft sind sie auch einfach unauffällig oder scheinen

kaum von Bedeutung zu sein. Ist der Blick aber erst einmal für

sie geschärft, können durchaus Fragen aufkommen: Buchstaben

- manche erscheinen geheimnisvoll, andere selbsterklärend. wie

auch immer man sie zunächst wahrnehmen mag; ihre Bedeutung

zu kennen ist in jedem Falle hilfreich, aber auf grund ihrer häufig

uneinheitlichen Anwendung ist sie aber nicht immer einfach

herauszufinden.

Nicht alles muss man mühsam recherchieren,

vieles lässt sich selbst

erschließen. Dass hinter BTA

Brausetabletten (Nac TEVA Akut 200mg

Brause BTA) und hinter K Kapseln (Vepesid

K) versteckt sind, klingt nicht allzu weit hergeholt.

Doch manchmal sind auch solche

offensichtlichen Buchstabenkombinationen

mit Vorsicht zu genießen, da es kein einheitliches

Prinzip gibt, das allen Buchstabenkürzeln

zu Grunde liegt.

So manches Mal locken einen die eigenen

Synapsen dann auf die falsche Fährte.

Dabei können recht amüsante Wortassoziationen

entstehen: Es wäre doch möglich,

dass NT (in Omeprazol-ratiopharm® NT

» So manches Mal

locken einen die

eigenen Synapsen auf die

falsche Fährte.«

10 mg) für „nicht teuer“ steht – tut es aber

nicht. Vielmehr verbirgt das Kürzel die interessante

Information einer neuen Technologie

(in diesem Fall: Mikrotabletten in

Kapseln, magensaftresistent überzogen).

Auch DB (in Erythromycin-ratiopharm 500

DB) steht sicher nicht für die Deutsche Bahn

sondern die Verpackung in Dosierbeuteln.

wIRkStoFFe

Häufig lässt sich von den Abkürzungen auf

die enthaltenen Wirkstoffe schließen. Diese

sind dann auch nochmal in kleinerer

Schriftgröße an anderer Stelle ausgeschrieben

auf der Packung zu finden:

DMP (als Zusatz bei Silomat) steht z.B. für

Dextromethorphan, einen Hustenstiller.

CPD bei Finalgon verweist auf die Wirkung

des Cayennepfeffers, der als Dickextrakt

enthalten ist und liefert somit eine direkte

Information über die Gewinnung mit.

Genauso ist auch Dulcolax nicht gleich Dulcolax:

Steht das eine Mal NP dahinter, so ist

als Wirkstoff Natriumpicosulfat enthalten.

Ein andermal verrät ein M, dass Macrogol

die abführende Wirkung hervorruft.

Dass ASS als Thrombozyten-Aggregations-Hemmer

zum Einsatz kommen kann,

weiß jeder Pharmazeut und so erklärt sich

auch die Abkürzung TAH (in ASS-ratiopharm®

100 mg TAH) von selbst.

Auch die Indikation kann manchmal

schon versteckt im Namen stehen: das S in

Nimotop S steht z.B. für Subarachnoidalblutung.

Bei Ciatyl-Z Acuphase erfährt man ebenso

bereits durch den Namen, dass es zur Initialbehandlung

akuter Psychosen eingesetzt

werden soll. Ciatyl-Z Depot wird hingegen

in der Langzeitgabe verwendet.

Das H in Decortin® H Tabletten gibt einen

direkten Hinweis auf die Struktur des enthaltenen

Wirkstoffs Prednisolon. Denn

Decortin gibt es auch ohne H und enthält

dann den Wirkstoff Prednison. Prednison

ist eine Vorstufe des aktiven Metaboliten

Prednisolon. Decortin H ist das Präparat,

das den Wirkstoff mit mehr H-Atomen enthält,

nämlich Prednisolon (28 H-Atome:

C 21 H 28 O 5 ), Decortin das Präparat mit weniger

H-Atomen (26 H-Atome: C 21 H 26 O 5 ).

Ein M in Doxy-M-ratiopharm® 100 Tabletten

liefert die Struktur-Information,

dass das Doxycyclin als Monohydrat enthalten

ist.

AnwenDUngSHInweISe

Die meisten Firmen verzichten bewusst auf

„kryptische“ Abkürzungen und so wird sich

jeder denken können wofür comp steht: Es

leitet sich vom lateinischen Wort compositum

ab und bedeutet, dass im jeweiligen

Präparat eine Kombination aus mindestens

zwei Wirkstoffen vorliegt.

Finden lässt sich diese Abkürzung beispielsweise

bei Amoxicillin-ratiopharm®

comp. 125 TS.

Dort stößt man bereits auf die nächste

Abkürzung, die sich zwar nicht so leicht

herleiten, aber einfach merken lässt. TS

steht für Trockensaft. Eine Information, die

einem so mancher Patient vor der Anwendung

danken wird.

Genauso gibt Voltaren Dispers in seinem

Namen den wichtigen Hinweis, dass

die Tablette zuvor in einem Glas Wasser zerfallen

gelassen (=dispergiert) werden muss.


28 UniDAZ 01/2013 wISSenSCHAFt

wISSenSCHAFt

01/2013 UniDAZ 29

»Alles in allem also eine rasante Fahrt

einmal quer durch den Gemüsegarten.«

Bei FAMs – übrigens eine gebräuchliche

Abkürzung für Fertigarzneimittel – mit

den Abkürzungen UD = Unit Dose und

EDO = Ein-Dosis-Ophtiolen handelt es

sich um konservierungsmittelfreie Einzeldosisbehältnisse,

was bei nur gelegentlicher

Anwendung besonders günstig ist.

Der Begriff UD wurde nachträglich „kreiert“,

da EDO patentrechtlich geschützt ist.

Bei COMOD = COntinuous Mono-

Dose-Augentropfen (z.B. Allergo-COMOD®

Augentropfen) faltet sich mit zunehmender

Entnahme ein Beutel zusammen, wodurch

keine Luftzufuhr möglich und somit auch

keine Konservierung mehr nötig ist. Es

handelt sich also um ein kontinuierliches

Einzeldosenbehältnis.

In Kürze soll auch eine neue Abkürzung

kommen: OSD. Sie steht für ophthalmic

squeeze dispenser. Dieser Begriff darf

dann auch für bestimmte Augentropfen-

Flaschen ohne Konservierungsmittel genutzt

werden.

Eine weitere Abkürzung auf dem Augentropfengebiet

ist POS = Producta Ophthalmica

Sterilisata. Diese tragen nur Produkte

der Firma Ursapharm.

Auch die Bedeutung von TN in Dolomo®

TN ist für die Anwendung hilfreich:

Enthalten sind zwei verschiedenfarbige

Schmerztabletten unterschiedlicher Zusammensetzung

von denen eine für den

Tag und die andere für die Nacht bestimmt

ist.

UNO (in Diamicron Uno® 60mg) deklariert

eine nur einmalige Applikation am

Tag. Wie bei Adalat Eins handelt es sich

um Retardtabletten, die aus einem Mantel

bestehen, der den Wirkstoff langsam abgibt

und einem Kern, der den Wirkstoff

rasch freisetzt. Diese Technologie kann

z.B. eine im Vergleich zum restlichen

Darm langsamere Resorption im unteren

Darmabschnitt kompensieren.

Ein einzelnes E muss nicht immer viel

bedeuten, kann aber auch wichtig sein: Ist

z.B. die Packung bei Cotrim E-ratiopharm®

480 mg/5ml Saft mit einem K für Kinder

statt einem E für Erwachsene versehen, so

ist die enthaltene Dosis nur halb so hoch.

(z.B. auch: Emesan E Erwachsenenzäpfchen,

K Kinderzäpfchen)

In Ketamin-ratiopharm® 50 mg O.K. Injektionslösung

steht O.K. für „ohne Konservierungsmittel“

(siehe auch Imidin o.K. Nasenspray

0,1% ohne Konservierungsstoffe).

Der lateinische Zusatz „sine“ hat die

gleiche Bedeutung. ACHTUNG: Dass die

Kürzel O.K. und 0.K. nichts miteinander

zu tun haben, wird sich im „galenischen“

Abschnitt zeigen.

Unter dem Namen Ketamin-ratiopharm®

findet sich auch noch ein Konzentrat

in Ampullen zur Herstellung einer Infusionslösung,

das mit den Buchstaben SF

versehen ist, was für sulfitfrei steht. Wie

O.K. also eine Kennzeichnung, die im Falle

von Unverträglichkeiten wichtig ist!

Bei Heparin-Calcium-7 500-ratiopharm®

FS ist nicht etwa ein Buchstabendreher passiert,

sondern mit FS ein Hinweis für die

enthaltenen Fertigspritzen aufgedruckt.

Dass nur Heparin-7500-ratiopharm mit FS

gekennzeichnet ist, hat zulassungsrechtliche

Gründe.

Von DeR BeDeUtUng DeR

BeDeUtUngSloSIgkeIt

Oft handelt es sich bei einzelnen Buchstaben-Zusätzen

nur um zulassungsrelevante

Unterscheidungsmerkmale nach Änderung

einer Rezeptur. So wird vermieden,

dass zwei unterschiedliche Rezepturen

zeitweise unter der gleichen Bezeichnung

im Handel sind.

Ein N im Namenszusatz taucht also

meist nach einer Veränderung / Verbesserung

(Neuerung) in der Dosierung / Verpackung

/ Darreichungsform auf. (Neurobion®

N forte, Preterax® N usw.)

Aber auch ein S (wie in Glib-ratiopharm® S

1,75) kann zur Unterscheidung vom alten

Präparat (Glibenclamid-ratiopharm) dienen.

(siehe auch Kytta-Salbe f)

Manchmal sind einzelne Buchstaben

einfach Teil des Warenzeichens selbst, wie

z.B. das H in Berlinsulin H. Trotzdem steht

auch hinter diesem H eine inhaltliche Bedeutung:

Humaninsulin.

Häufig weiß nur die betreffende Firma

was sich hinter mancher Abkürzung

verbirgt. So z.B. bei dem ausnahmsweise

wirklich sehr kryptischen Titel DNCG PPS

Inhalationslösung.

Enthalten ist Dinatriumcromoglicat

(DNCG), während PPS für eine Firma

steht, die es so nicht mehr gibt. Die Zulassung

wurde aber von dieser aufgekauft und

der Name beibehalten.

gAlenISCHe eIgenSCHAFten

Als Pharmazeut weiß man, dass nicht überall

wo Salbe draufsteht auch eine Salbe im

eigentlichen Sinn enthalten ist. Bei der

Frage, für welchen Hauttyp sie sich eignet,

kann ein einzelner Buchstabe wie in Kortikoid-ratiopharm®

F 0,1 % Salbe schon weiterhelfen:

F steht dort für Fettsalbe.

Es geht aber noch deutlich kreativer:

Beim Produkt Alfason stehen die Bezeichnungen

Crelo für eine galenische Form

zwischen Creme und Lotion und Cresa für

eine Form zwischen Creme und Salbe.

Und wer hätte gedacht, dass man

bei Propofol-ratiopharm® MCT 10 mg/ml

DMP

NK

ZOK

TN

MUPS

EDO

XR

(Emulsion zur Injektion und Infusion) bereits

dem bloßen Namen entnehmen kann,

dass mittelkettige (medium chain) Triglyceride

als Emulgatoren enthalten sind?

Der Patentschutz vieler Bezeichnungen

führt zu einer Fülle an Abkürzungen:

„Z“, „ZOK“, „NOK“, „ZOT“ oder

„Zero“. Sie alle wie auch NK (in Metoprololratiopham®

NK 50 mg) verbergen in ihren

Namen einen Hinweis auf die Freisetzungskinetik:

Nullte Kinetik oder „zero order

kinetics“ (ZOK). Ebenso wird 0.K. verwendet

(Metoprolol AbZ 0.K. 50 mg Retardtabletten).

In allen so gekennzeichneten Arzneiformen

wird pro Zeiteinheit die gleiche

Menge Wirkstoff freigesetzt. Es findet also

eine zeitunabhängige lineare Freisetzung

statt.

Vertigo-Vomex® S lässt mit einem S im

Namen für Suppositorien auf einen Blick

die Darreichungsform erkennen, während

Vertigo-Vomex® SR direkt im Namen auf

eine retardierte Freisetzung aufmerksam

macht: SR = slow/sustained release = langsame,

verzögerte Freisetzung. (siehe auch:

Natrilix® SR 1,5 mg)

Auch Retard, Ret oder Long, ER oder

XR können eine retardierte Freisetzung

kennzeichnen (=extended release). Voltaren

Resinat soll eine retardierte Freisetzung

aus Ionentauschern anzeigen, dabei ist Resinat

aber keine Abkürzung, sondern steht

für ein Harz. Demgegenüber kann IR für

immediate release, also eine schnelle Freisetzung

stehen. Sumatriptan-ratiopharm® T

Filmtabletten lösen sich deutlich schneller

auf als Filmtabletten ohne den Zusatz T.

Die Turbo-Tabletten enthalten keine Lactose,

welches für besonders stabile Tabletten

sorgt. Stattdessen wurden dieser Rezeptur

noch die Sprengmittel Calciumhydrogenphosphat

und Natriumhydrogencarbonat

zugegeben. Da letztere aber von empfindlichen

Personen nicht ohne weiteres ver-

tragen werden, sind beide Formulierungen

weiterhin nebeneinander im Markt.

VeloTab TM (bei Zyprexa® Velotab TM ) ist

ein geschützter Begriff und beschreibt auch

die Darreichungsform. Es handelt sich um

Lyophilisat- bzw. Schmelztabletten. Die

Bezeichnung setzt sich aus den Begriffen

velocity = Geschwindigkeit und Tablette

zusammen. Sie lösen sich im Speichel also

sehr schnell auf, sodass sie leicht geschluckt

werden können.

SL bedeutet schnell/langsam freisetzend:

bei Diclofenac-ratiopharm® 75 mg SL

Retardkapseln werden z.B. 25 mg Diclofenac-Natrium

sofort freigesetzt während 50

mg retardierter Wirkstoff sind. Auch bei

Adalat SL 20mg handelt es sich um eine solche

Zweischichttablette. Gleichbedeutend

verwendet Hexal bei Tramadolor® 100 ID

Retardtabletten die Abkürzung ID = Initial-

und Depotwirkung.

Auf magensaftresistenten Arzneiformen

findet man manchmal auch die Abkürzung

SK, was für „Säure-Kontrolle“ steht.

MUPS bedeutet Multiple Unit Pellet System.

(z.B. Antra MUPS® 10 mg/-20 mg magensaftresistente

Tabletten) Die Tabletten

enthalten in einer Cellulose-Matrix Mikropellets,

die mit einem magensaftresistenten

Überzug versehen sind. Im Magen werden

die einzelnen Mikropellets aus der Cellulose-Matrix

sehr schnell freigesetzt, passieren

aufgrund der geringen Größe rasch

den Magen und werden in den Dünndarm

weitertransportiert, wo der Wirkstoff freigesetzt

und resorbiert wird.

Schließlich trifft man bei all den innovativen

Systemen sogar auf kleine „Pumpen“:

PP = Freisetzung über Push Pull

System. (z.B. Cardular® PP 4 mg, Retardtabletten)

Die Liberation des Arzneistoffes erfolgt

dabei in zwei Schritten: Durch eine semipermeable

Membran kann Wasser in das

System eindringen („pull“ durch Osmose),

wodurch sich eine Quellschicht ausdehnt.

Da sich das Volumen der Tablette aber

nicht verändern kann, wird auf die Wirkstoffschicht

ein Druck ausgeübt („push“).

Durch eine Öffnung wird somit der Wirkstoff

mit einer konstanten Geschwindigkeit

„hinausgepumpt“.

Alles in allem also eine rasante Fahrt einmal

quer durch den Gemüsegarten. Bei Magenschmerzen

vom ganzen Buchstabensalat

bleibt jetzt wenigstens, neben warmem Kamillentee,

auch noch der Griff zur UniDAZ.

Diana Moll,

Pharmaziestudentin aus Tübingen


30 UniDAZ 01/2013 wISSenSCHAFt

BUCHBeSpReCHUng

aLLSeitS geSchätzt

voLLmar / zündorf / dingermann: „immunoLogie“

nach mehr als sieben Jahren ist nun die 2. Auflage des lehrbuches „Immunologie: grundlagen und

wirkstoffe“ aus der wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft Stuttgart erschienen – und das warten

hat sich gelohnt: Sowohl die Verfasser als auch die leser können sich über die neue Auflage freu-

en. Bereits die erste Auflage war so beliebt, dass selbst die exemplare eines nachdrucks schnell

vergriffen waren und die nachfrage bestehen blieb. Dabei überzeugt das werk vor allem durch sein

gelungenes didaktisches konzepts und wird gerade deshalb nicht nur von pharmaziestudentInnen,

sondern auch ApothekerInnen und professorInnen geschätzt.

Das Buch lässt sich grob in drei Teile

gliedern, darunter fallen die „Grundlagen“,

„Immunotherapeutika“ und „Immunologische

Techniken und Methoden“.

Das gesamte Spektrum der 1. Auflage wurde

übernommen und die einzelnen Kapitel

um etliche Informationen ergänzt, ohne

das Buch jedoch überladen wirken zu lassen.

Unter die Ergänzungen fallen beispielsweise

im Bereich der Immunotherapeutika

die neuen Impfempfehlungen und der aktuelle

Impfkalender, aber auch an anderer

Stelle wurde vieles auf den aktuellen Stand

gebracht, wobei wichtige wissenschaftliche

Erkenntnisse in die Texte eingeflossen sind.

Auch bei der Überarbeitung der Abbildungen,

die vom ersten bis zum letzten Kapitel

stark zum Verständnis der komplexen Vorgänge

des Immunsystem beitragen, wurden

fast unscheinbare aber dennoch wichtige

Hinweise ergänzt. Relevante Interaktionspartner

sind deutlicher hervorgehoben und

kleine Anmerkungen oder zusätzliche Symbole

helfen, das Gelesene jetzt noch besser

auch bildlich zu erfassen. Bevor aber tiefergehende

Abläufe angesprochen werden können,

muss das zum Verständnis notwendige

Basiswissen vermittelt werden. Im ersten

Kapitel werden dazu alle wichtigen Faktoren

und Bestandteile des Immunsystem vorgestellt,

so weiß der Leser schnell zwischen

B- und T-Zelle zu unterscheiden und ist gespannt

auf alle weiteren Bestandteile des Immunsystems.

Im darauf folgenden Kapitel

werden allgemeine Abläufe der Immunant-

wort und die wesentlichen Interaktionen bis

zu komplexeren Signalwegen besprochen.

Hier wird außerdem erläutert, wo sich mögliche

therapeutische Ansätze finden lassen

und welchen Einfluss Arzneimittel auf das

Immunsystem haben. Die dort aufgeführten

Präparate reichen von Immunsuppressiva,

-stimulantien, Impfstoffen und Immunglobulinen

über therapeutisch eingesetzte Antikörper

und Antiallergika bis hin zur Hyposensibilisierung.

Im abschließenden Teil

erfährt man vieles über die Grundlagen der

Arzneimittelherstellung im Bereich der Immunotherapeutika

und Diagnoseverfahren

von Immunerkrankungen, was besonders

für Pharmazeuten interessant sein dürfte

und besondere Fachkenntnisse vermittelt.

Auch im Vorwort der aktuellen Auflage

weisen die Autoren noch einmal darauf

hin, aus welcher Motivation heraus der

Entschluss zustande kam, ein (weiteres)

Lehrbuch im Bereich der Immunologie zu

schreiben und was auch bei der 2. Auflage

im Vordergrund stand: „Es sollte ein Buch

entstehen, das sich auf die pharmazeutischen

Aspekte der Immunologie spezialisiert

hat und besonders für Pharmazie-

Studenten, die sich auf die Vorlesung, die

Prüfung und die Praxis im Bereich der Immunologie

vorbereiten möchten gedacht

ist.“ Allen, die sich hier angesprochen fühlen,

sei dieses Buch empfohlen!

Annika van der Linde, PhiP,

Apotheke Hamminkeln

Vollmar, Angelika / Zündorf, Ilse /

Dingermann, theodor

immunologie

grundlagen und wirkstoffe

2., völlig neu bearbeitete und

erweiterte Auflage 2012.

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Technologie/Biopharmazie. 2012.

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Wissenschaftliche

Verlagsgesellschaft Stuttgart

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Expl. Neubeck, Last Minute Check –

Pharmakologie und Toxikologie. 2012.

337 Karteikarten in Kunststoffbox. € 42,– [D]

Expl. Braun · Kurth · Otten, Last Minute Check –

Klinische Pharmazie. 2012.

340 Karteikarten in Kunststoffbox. € 42,– [D]

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Datum/Unterschrift Fl Last Minute Check 2914 12-11- 05

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> Prüfungsrelevant an einschlägigen Lehrbüchern

und konkreten Examensfragen orientiert

> Lösungen auf der Kartenrückseite ermöglichen

sofortige Erfolgskontrolle

> Übersichtliche Gliederungen im Kartenkopf

erlauben die Wahl von Übungsschwerpunkten

> Verweise auf Lehrbuchkapitel zum schnellen

Aufpolieren von Schwachstellen

Ob kurzfristiger Last Minute Check oder Simulation

der Prüfung mit Leidensgenossen – diese Karten

bringen Sie sicher über die Ziellinie.

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LINDA Apotheken – Individualität und

Markenstärke perfekt vereint

Mit rund 1.300 angeschlossenen Apotheken ist

LINDA die deutschlandweit größte und bekannteste

Premium-Apothekendachmarke selbstständiger

Apotheker und Marktführer in ihrem Segment.

Die Bedeutung von Marken spielt beim

tagtäglichen Wettbewerb um die Kunden

eine entscheidende Rolle. Dies

gilt auch für den immer härter umkämpften

Apothekenmarkt. Mittlerweile existieren Billiganbieter,

Online-Apotheken und zentral gesteuerte

Franchiseanbieter. Gleichzeitig greifen

Drogerieketten und Lebensmitteldiscounter

in das Arbeitsfeld der Apotheken ein. Auch

die Differenzierung im Wettbewerb mit den

Apotheken vor Ort ist eine

große Herausforderung. In

dieser verschärften Wettbewerbssituation

ist es für jede

Apotheke wichtig, sich mit

herausragenden Leistungsangeboten

zu positionieren und

sich somit deutlich erkennbar

vom restlichen Marktumfeld

abzuheben. Hierfür ist der

Aufbau einer starken Marke

entscheidend. Der Anschluss

an eine bereits etablierte und

bekannte Markengemeinschaft bietet gleich

mehrere Vorteile: Ein Höchstmaß an innovativen

und qualitativ überzeugenden Leistungen

bei gleichzeitig effizientem Kosteneinsatz.

Das Angebot von LINDA ist so konzipiert, dass

es von allen teilnehmenden Apotheken individuell

nach der eigenen Bedarfslage eingesetzt

werden kann. Im Gegensatz zu Franchisemodellen

wird bei LINDA die Selbstbestimmung

jeder Apotheke erhalten – ein entscheidender

Grund, weshalb sich viele Apothekerinnen und

Apotheker dazu entschieden haben, mit ihren

teilweise seit mehreren Jahrzehnten existierenden

Apotheken an dem Premium-Dachmarkenkonzept

LINDA teilzunehmen.

DIE NR. 1 DER APOTHEKEN-

KOOPERATIONEN

Die Marke LINDA wurde im Jahr 2004 als erste

unabhängige Apothekengemeinschaft von dem

Marketing Verein Deutscher Apotheker e.V.

ins Leben gerufen. Mit der Markenbotschaft

„Wir kennen unsere

Kunden“ stehen die

LINDA Apotheken

für ein herausragendes

Qualitätsversprechen

und eine ganz besondere

Nähe zum Kunden.

Neben fachkompetenter

Beratung,

einer ganz persönlichen,

vertraulichen

und diskreten Betreuung in allen Gesundheits-

und Lebensfragen und einer optimalen Versorgung

mit Arzneimitteln bieten die LINDA

Apotheken ihren Kunden exklusive Leistungen,

die in Kooperation mit martktführenden

Partnern in dieser Form nur in LINDA Apotheken

erhältlich sind. Durch mehrmals im

Jahr stattfindende abwechslungsreiche Marketingaktionen,

Projekte zu ausgewählten Gesundheitsthemen,

einem umfangreichen Angebot

an Kundenzeitschriften, Kindermarketing

und vielen weiteren Kundengewinnungs- und

-bindungsmaßnahmen werden die Verbraucher

auf die Apotheken und die Marke aufmerksam

gemacht. Begleitende TV-Spots und PR-Maßnahmen

sorgen für mehr Wahrnehmung und

Wiedererkennbarkeit. Mit Erfolg, denn mittlerweile

sind die LINDA Apotheken bei über 40 %

der Bevölkerung bekannt, bei dem Anteil der

Frauen ist es sogar jede Zweite. 1 Aktuelle Auszeichnungen

bestätigen: LINDA bietet den besten

Markenauftritt. 2, 3 Und auch in puncto Service

liegen die LINDA Apotheken mit Abstand

vorn – in Deutschlands größtem Service-Ranking

belegen die LINDA Apotheken mit deutlichem

Abstand Platz 1 unter den Apotheken-

Kooperationen. 4

RENOMMIERTE PARTNERSCHAFTEN

Als marktführende Apotheken-Kooperation

arbeitet LINDA ausschließlich mit Top-Akteuren

anderer Branchen zusammen. Mit PAY-

BACK, dem erfolgreichsten Bonusprogramm

Deutschlands, können Verbraucher ihre PAY-

BACK Karte beim Einkauf in der Apotheke

einsetzen. Das System lohnt sich auch in wirtschaftlicher

Hinsicht: Kennzahlen im Bereich

„OTC und Freiwahl“ belegen, dass die Nutzung

des PAYBACK Systems zu einer überdurchschnittlichen

Entwicklung der Apotheke

führt – sogar im Rx-Bereich, bei dem keine

Punkte gesammelt werden können. Ein weiterer

exklusiver Partner ist der ADAC e.V., Europas

größter Automobilclub mit über 16 Millionen

Mitgliedern. Der Vorteil, der durch diese

Kooperation für die Kunden der LINDA Apotheken

entsteht, macht sich ebenfalls in barer

Münze bezahlt: LINDA schaltet mindestens

sechs Mal jährlich Coupon-Anzeigen in

der Mitgliederzeitschrift „ADAC Motorwelt“.

Und auch die Kooperation mit dem Deutschen

Fußballbund ist nicht nur ein prestigeträchtiges

Aushängeschild – die Zusammenarbeit dient

zugleich als ein unverwechselbares Marketinginstrument,

das jede Apotheke für sich nutzen

kann. Seit Oktober 2010 ist LINDA der offizielle

Ausstatter des Medizinkoffers der Deutschen

Fußball-Nationalmannschaft. Der Koffer

ist nicht nur bei jedem Länderspiel dabei – er ist

auch für jeden Fußballfan und Amateurverein

erhältlich. Viele LINDA Apotheken setzen den

DFB-Medizinkoffer für ihre eigene lokale und

regionale Imagewerbung ein.

INDIVIDUELLE

UNTERSTÜTZUNG

IM APOTHEKENALLTAG

Marketing ist wichtig, aber

nicht allein entscheidend

für den Apothekenerfolg.

Um die Apothekerinnen

und Apotheker auch in

den Bereichen der Apothekenführung,

der wirtschaftlichen

Aufstellung,

der Organisation des Apothekenalltags u.v.m.

zu unterstützen, bietet LINDA zahlreiche Hilfestellungen

an. Zum Beispiel mit dem professionell

entwickelten Category Management. Dieses

hilft der Apotheke, die eigene Sichtwahl und

Freiwahl am POS erfolgreich zu gestalten und

somit den Abverkauf zu steigern. Auch im immer

bedeutsamer werdenden Bereich der Hilfsmittelversorgung

wird LINDA Apotheken ein

Dienstleistungsangebot durch angebundene

Partnerunternehmen offeriert. LINDA unterstützt

darüber hinaus die unabhängige Apotheke

mit einem Qualitätsmanagementsystem

gemäß den Anforderungen der ApBetrO bei der

Umsetzung und Sicherstellung der Beratungsqualität,

der Erhöhung der Arzneimittelsi-

cherheit sowie Weiterentwicklung der fachlich

hochstehenden Berufsausübung in heilberuflicher

Verantwortung.

INDIKATIONSSPEZIFISCHE

LEISTUNGSANGEBOTE

Die Apotheke muss neben einer optimalen

Organisationsstruktur, einem professionellen

Marketing und pharmazeutischer Fachkompetenz

innovative Lösungsansätze

entwickeln,

mit denen sie sich langfristig

interessante Kundengruppen

sichert. Das

geht nur über Qualität,

Wissen und Geschick im

Umgang mit Menschen

und potenziellen Geschäftspartnern.

Im Bereich

der Diabetikerbetreuung

stellt LINDA den

Apotheken hierfür z. B.

ein besonderes Betreuungs-

und Produktangebot zur Verfügung. Mit

dem Patientencoaching-Programm „LINDA

Coaching diabetes“ kann sich das gesamte Apotheken-Team

mittels einer fachlich anspruchsvollen

E-Learning-Fortbildung der European

Health Care Foundation (EUHCF) zum Patientencoach

ausbilden, prüfen und zertifizieren

lassen. Insgesamt bieten diese Leistungsangebote

die einmalige Möglichkeit, sich frühzeitig

im Bereich des Compliance-Managements als

kompetenter Partner aufzustellen.

ARBEITGEBER MIT ZUKUNFTSPOTENZIAL

Die betriebswirtschaftliche Entwicklung der

Apotheken, die an dem LINDA Qualitätsdachmarkenkonzept

teilnehmen, liegt deutlich über

dem Durchschnitt, denn sie verfügen über alle

wichtigen Instrumente, um die Herausforderungen

des Marktes optimal zu bewältigen.

Beste Voraussetzungen also für ein sicheres,

vielseitiges und interessantes Anstellungsverhältnis.

1 Markenerfolgskontrolle bei Verbrauchern 2012; iCONSULT Forschung & Consulting

GmbH

2 Sempora-Studie 2013; Sempora Consulting GmbH

3 Goldmedaille in der Kategorie „Marketing“, coop-Studie 2011, 2012, 2013

Apotheken Management-Institut

4 Studie „Service-Champions 2012“, Service Value GmbH, Goethe-Universität

Frankfurt am Main, DIE WELT

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Foto: Gina Sanders - Fotolia.com

34 UniDAZ 01/2013 BeRUFSStARt

BeRUFSStARt

01/2013 UniDAZ 35

eIn FAll FüR DIe ReCHtSBeRAtUng

krankheit und urLaubSanSPruch

im PraktiSchen jahr

Die ersten sechs monate seines pJs verbrachte Arne D. in einer Berliner krankenhausapotheke, die

zweite Hälfte absolviert er jetzt in einer lebhaften kleinen kiez-Apotheke. Die tätigkeit macht D. großen

Spaß, so dass er sich jeden morgen beschwingt auf den weg zur Arbeit macht. Vielleicht etwas zu

beschwingt, denn an einem kalten Februar-morgen rutscht er auf dem weg zur S-Bahn auf einer eisplatte

aus und zieht sich eine prellung der Hüfte sowie ein verstauchtes Handgelenk zu. Für zwölf tage

schreibt der Arzt ihn krank, da die rechte Hand kaum zu gebrauchen ist. Als er in die Apotheke zurückkehrt,

gibt es eine Diskussion mit seiner Chefin: er soll die zwölf Fehltage nacharbeiten. Außerdem hat

sie sich mit dem Steuerberater beraten und ist darauf gestoßen, dass sie ihm zu viel praktikumsvergütung

gezahlt hat. Sie meint, ihm stünde nur die Vergütung für die ersten sechs monate des pJs zu.

Gehalt

Um für das nächste Gespräch mit seiner

Arbeitgeberin besser gewappnet zu sein,

lässt Arne D. sich rechtlich beraten. Im Moment

sind zwei Fragen zwischen ihm und

seiner Arbeitgeberin streitig. Zunächst ist

die Frage der Ausbildungsvergütung zu klären.

In seinem Praktikumsvertrag, der einer

Vorlage des Deutschen Apotheker Verlags

entspricht, ist die Vergütung geregelt: „laut

Tarif “ heißt es dort. Im aktuellen Gehaltstarifvertrag,

der seit dem 1.1.2011 gültig ist*,

findet sich zur Ausbildungsvergütung für

Pharmazeuten im Praktikum die folgende

Regelung:

„Pharmazeuten im Praktikum erhalten

während ihrer Ausbildungszeit in öffentlichen

Apotheken eine Ausbildungsvergütung,

die

in den ersten sechs Monaten

670,00 € und danach

880,00 € beträgt.“

Es ist nicht ausdrücklich formuliert, das die

höhere Vergütung nur dann anfällt, wenn

schon die ersten sechs Monate in einer öffentlichen

Apotheke absolviert wurden. Bei

Abschluss des Gehaltstarifvertrags waren

sich die Tarifparteien einig darüber, dass

die höhere Vergütung für alle Praktikanten

nach sechs Monaten gezahlt werden sollte,

weil diese aufgrund ihrer dann höheren Berufserfahrung

einen größeren wirtschaftlichen

Nutzen für die Apotheke darstellen.

Für Arne D. steht also fest, dass seine Arbeitgeberin

ihm völlig zu Recht eine Vergütung

von 880,00 Euro je Monat gezahlt hat,

denn er hatte ja zuvor bereits sechs Monate

seines Pharmaziepraktikums in der Krankenhausapotheke

absolviert.

Zu viele FehltaGe,

heiSSt nacharbeiten

Der zweite Streitpunkt ist das „Nacharbeiten“

der krankheitsbedingten Fehltage.

Hier könnte die Arbeitgeberin eventuell

im Recht sein. Die praktische Ausbildung

der Apotheker richtet sich nach der Approbationsordnung

für Apotheker (AAppO),

spezielle Regelungen zu diesem Ausbildungsabschnitt

sind in § 4 AAppO getroffen.

Danach darf die praktische Ausbildung

insgesamt nur für einen Zeitraum

unterbrochen werden, der dem Urlaubsanspruch

nach dem Bundesrahmentarifvertrag

(BRTV) entspricht. Die Approbationsordnung

geht davon aus, dass bei längeren

Unterbrechungen der Ausbildungszweck

nicht mehr gewährleistet wäre.

Nach § 11 BRTV steht jedem Mitarbeiter

ein Urlaubsanspruch von 33 Werktagen

je Kalenderjahr zu; dauert das Ausbildungsverhältnis

nicht das ganze Kalenderjahr, ist

entsprechend umzurechnen. Für Arne D.

müssen wir also zunächst den tariflichen

Urlaubsanspruch berechnen:

33 : 12 x 6 = 16,5

aufgerundet 17 Werktage.

Krankheitsbedingt hat er sein Praktikum

für 12 Werktage unterbrochen. Wenn er

darüber hinaus schon Urlaub genommen

hatte oder noch weitere Tage krank war,

kommt es darauf an, wie lange die Unterbrechung

insgesamt war. Sofern er nicht

mehr als 17 Werktage gefehlt hat, muss er

nicht nacharbeiten. Alle weiteren Fehlzeiten

müssten allerdings tatsächlich nachgearbeitet

werden, damit Arne D. seine Approbation

als Apotheker erhalten kann.

Minou Hansen,

Rechtsanwältin bei ADEXA

Hinweis: Der vorgestellte Fall ist beispielhaft und orientiert sich an echten Fällen aus der

ADEXA-Rechtsberatung.

*Bei Redaktionsschluss waren die Tarifverhandlungen für einen neuen Gehaltstarifvertrag

noch nicht abgeschlossen; den jeweils gültigen Tarifvertrag für das Bundesgebiet bzw. für

Nordrhein finden Sie unter www.adexa-online.de/tarife

VolleR SeRVICe

SCHon Im pJ

Der Anspruch auf tarifliche Ausbildungsvergütung

und 33 tage Urlaub, dazu die kostenlose

berufliche Rechtsberatung sowie viermal pro

Jahr die mitgliederzeitschrift Spektrum – das

sind wichtige gründe, warum auch Studierende

und phip mit einer mitgliedschaft bei ADexA

gut fahren. Und zwar kostenlos während des

Studiums bzw. bei niedrigen Beiträgen im pJ!

gleich informieren unter www.adexa-online.

de/mitglied-werden

ApotHekenpRAxIS

In StUDIUm UnD pJ

adeXa möchte von ihnen wissen:

– wie beurteilen Sie die Vorbereitung im pharmaziestudium

auf den Berufsalltag in öffentlichen

Apotheken?

– wann während des Studium bzw. des pJ wären

ggf. zusätzliche Informationsangebote

wichtig – und wenn ja, welche?

Bitte beteiligen Sie sich an unserer online-

Umfrage unter www.adexa-online.de/umfrage-pharmaziestudium.

Vielen Dank!


36 UniDAZ 01/2013

BeRUFSStARt

PharmazeutiSche karrieren

eVA­mARIA Fögen,

QUAlIFIeD peRSon (Amg) UnD

QUAlItätSmAnAgement­BeAUFtRAgte BeI eURImpHARm

Die vielfältige und breitgefächerte Ausbildung eines Apothekers

eröffnet Pharmazeuten zahlreiche Berufsfelder, in denen sie

auch außerhalb der Apotheke Verantwortung übernehmen können.

Ich habe mich daher nach meinem Studium der Pharmazie an der

WWU Münster und meinem Pharmazie-Praktikum bei Hoffmann

La Roche in Grenzach-Wyhlen sowie in einer Apotheke dafür entschieden,

meine Kenntnisse beim Arzneimittel-Importeur Eurim-

Pharm einzusetzen.

Nach Stationen als Herstellungsleiterin, Kontrollleiterin und

Vertriebsleiterin bin ich aktuell als „Qualified Person“ und Qualitätsmanagement-Beauftragte

übergeordnet für das Qualitätssicherungssystem,

die Bewertung des gesamten Herstellungs- und Kontrollprozesses

und die Chargenfreigabe verantwortlich.

Denn auch wenn EurimPharm als Re- und Parallelimporteur von

Arzneimitteln selbst keine Arzneimittel herstellt, so benötigen wir

wegen der Kennzeichnungsvorgänge der Arzneimittel die Herstellungserlaubnis.

Und dafür ist aus arzneimittelrechtlicher Sicht eine

„Sachkundige Person“ Voraussetzung. Schließlich hängt die Qualität

von Importarzneimitteln maßgeblich von der Qualität der Prozesse

in der Logistik, Produktion und Verpackung ab.

Die Anforderungen nach §15 Arzneimittelgesetz verlangen für diese

verantwortungsvolle Tätigkeit eine umfangreiche Sachkenntnis, die

für Absolventen anderer Studiengänge nur mit großem Aufwand zu

erlangen ist. Daher ist meine Tätigkeit als „Qualified Person“ ein Berufsbild,

das klassisch von Apothekern ausgeübt wird. Dazu gehört

auch, das Unternehmen gegenüber den Aufsichtsbehörden zu vertreten,

z. B. im Rahmen von Inspektionen.

Besonders spannend sind für mich auch Bereiche, die nicht ausschließlich

pharmazeutisch oder naturwissenschaftlich sind. So

erfordert beispielsweise die Qualifizierung von IT-Systemen, von

Kühlzellen oder der Raumklima-Überwachung eine sehr enge Zusammenarbeit

mit entsprechenden Fachabteilungen. Auch Audits

bei Dienstleistern und Lieferanten, interne Audits sowie Mitarbeiterschulungen

gehören zu meinem Aufgabengebiet.

Ein besonderer Schwerpunkt war die Planung unseres neuen

Produktions- und Logistikgebäudes unter GMP-Aspekten. Das gesamte

Gebäude wurde von Anfang an gemäß eines übergeordneten

Warenfluss-Konzepts geplant und ist einer der modernsten Importbetriebe

Europas. Der „EurimPark“ in Saaldorf-Surheim bietet rund

500 Mitarbeitern nicht nur optimale Arbeitsbedingungen, sondern

garantiert auch höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards für unsere

Arzneimittel.

UnIDAZ BeI FACeBook UnD Im InteRnet

Auf unidaz.de und unserer Facebook-Seite (www.facebook.com/UniDAZ) informieren

wir Sie auch zwischen den Heften über Neuigkeiten und Interessantes rund um das

Pharmaziestudium, das Praktische Jahr und den Berufsstart.

PharmazeutiSche karrieren

DR. DomInIC kRAm,

oFFIZInApotHekeR

In neUkIRCHen B. Hl. BlUt

Meine „Karriere“ hat insbesondere im Warenlager der elterlichen

Landapotheke begonnen. Schon früh wusste ich, in welchen

Kartonagen die besten Traubenzucker zu finden waren. Später

faszinierte mich dann das vielfältig ausgestattete Apothekenlabor mit

für mich exotisch wirkenden Glasapparaturen, riesigen Rührschüsseln

und den typischen Gerüchen der verschiedenen Rohstoffe. Hier

entwickelte mein Vater oft bis spät in die Nacht neue Rezepturen für

die ortsansässige Hautklinik. Damals war selbst die Herstellung größerer

Chargen noch anstrengende Handarbeit.

Am Studium freute mich, dass die Praktika einen Schwerpunkt

darstellten. Für reinen „Frontalunterricht“, wie er aus Studiengängen

der Geisteswissenschaften bekannt ist, bin ich nicht geschaffen. Nach

dem Studium bekam ich die Gelegenheit, die Besonderheiten einer

großen Stadt-Apotheke kennen zu lernen. Auch dort war die ureigene

Disziplin der Apotheken, die Herstellung von Arzneimitteln, ein

fester Bestandteil des Betriebs.

Trotz dieser positiven Erfahrungen in der öffentlichen Apotheke

wollte ich noch nicht in die elterliche Apotheke einsteigen. Eine

Promotion in pharmazeutischer Biologie in Kooperation mit dem

Robert-Koch-Institut in Berlin bot mir die Möglichkeit, zellbiologisches

Arbeiten zu lernen. Der Hauptgewinn aus dieser Zeit war

die eigenständige wissenschaftliche Arbeit. Rückblickend waren diese

Jahre für mich wertvolle „Gesellenjahre“ nach denen ich für den

Einstieg in den elterlichen Betrieb bereit war.

In einem Familienbetrieb sind die Aufgabenbereiche nahezu

unerschöpflich. Die Offizin, in der es nicht nur um die ordnungsgemäße

Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimittel geht, sondern

auch um soziale Kompetenz, die Führung des Betriebes, das

kaufmännische Geschick und meine „Leidenschaft“: die Galenik.

Aufbauend auf dem großen galenischen Wissen meines Vaters

habe ich begonnen, individuelle Pflegeprodukte zu entwickeln.

Inzwischen werden in einem separaten Labor, ausgestattet mit

Vakuumrührern, je nach Kundenwunsch Salben, Lotionen, Peelings,

Masken und Shampoos hergestellt. Selbstverständlich bietet

der industrielle Markt schon sehr gute Produkte, alle besonderen

Ansprüche können und wollen die großen Firmen er aber immer

noch nicht abdecken. Ich empfinde es daher sehr erfüllend, solche

Nischen zu erschließen, auch wenn es zugegeben aufgrund bürokratischer

Hürden ein steiniger Weg ist. Aber die Zufriedenheit

der Kunden ist den Einsatz wert.


Foto: Agnes Kus

38 UniDAZ 01/2013 BeRUFSStARt

BeRUFSStARt

01/2013 UniDAZ 39

QUAlItätSkontRolle BeI klInISCHen StUDIen

SPürnaSen

geSucht!

Apotheke, krankenhaus, pharmaindustrie – Arbeitsfelder, die jedem pharmazeuten geläufig sind.

eine dagegen oft unbeleuchtete Sparte sind die Contract Research organizations. Sie sind eine interes-

sante Variante für jeden, der sich im Bereich klinische Studien betätigen möchte.

Wenn die Stenose unter 70% liegt,

können Sie den Patienten einschließen.

Und vergessen Sie bitte

nicht vorher die unterschriebene Einverständniserklärung

einzuholen...“ Anna legt

auf. Gerade hat sie mit einem Studienarzt

einer Krakauer Klinik telefoniert. Er wollte

sich nochmal Rat holen, bevor er einen passenden

Probanden in die Studie einschließt.

Anna ist dafür genau die richtige Ansprechpartnerin.

Sie kennt den Studienplan und

das ganze Prozedere der Studie in und auswendig.

Das ist eine ihrer Aufgaben als CRA.

CRA steht für Clinical Research Associate,

auch Klinischer Monitor genannt. CRAs

arbeiten nicht nur in pharmazeutischen

Unternehmen oder als Freelancer (Selbständiger),

sondern vor allem auch in Auftragsforschungsinstituten,

den sogenannten

Contract Research Organizations (CRO).

Als Dienstleistungsunternehmen unterstützen

sie die produzierende Pharmazeutische

Industrie bei der Planung, Durchführung

und Überwachung von Klinischen Studien.

Anna ist Pharmazeutin und arbeitet für das

Krakow Cardiovascular Research Institute

(KCRI), eine CRO mit Sitz im polnischen

Krakau. Für ein halbes Jahr durfte ich dort

als Pharmaziepraktikantin die Arbeit eines

Clinical Research Associates in einer CRO

hautnah miterleben.

auSwahl der

StudienZentren

In der Planungsphase einer Studie werden

zunächst passende Studienzentren ausgesucht.

Ein CRA kontaktiert unterschiedliche

Kliniken und Ärzte, fragt ob Interesse an ei-

ner Studie besteht und vereinbart eventuell

gleich ein erstes Treffen – den sogenannten

Pre-Study-Visit. Bei diesem ersten Besuch

des potentiellen Studienzentrums wird geprüft,

ob alle notwendigen Voraussetzungen,

wie Personal und Technik, gegeben sind und

ob eine ausreichende Patientenrekrutierung

möglich wäre. Schließlich wird für jeden

Studienstandort ein Vertrag aufgestellt,

auch hierbei kann ein CRA eingebunden

werden. Bevor die Studie richtig anlaufen

darf, bedarf sie einer Zulassung. Dazu wird

ein Antrag an die Ethikkommission und die

polnische Bundesoberbehörde – das Pendant

zum deutschen BfArM – gestellt. Anna

vervollständigt alle einzureichenden Papiere.

Ein Berg an Dokumenten stapelt sich

auf ihrem Schreibtisch. Sorgfalt ist gefragt,

denn die Behörde wird alles unter die Lupe

nehmen und auf Vollständigkeit prüfen:

Prüfplan, Dossier des Studienmedikamentes,

Versicherungspolice, eine Liste der teilnehmenden

Studienzentren – das ist nur ein

Bruchteil aller einzureichenden Unterlagen.

SchulunG deS

PerSonalS vor ort

Sind alle formellen Anforderungen erfüllt

und die Studienstandorte für die Durchführung

zugelassen, kann es losgehen. Anna

schnappt sich Ihren Laptop, packt alle nötigen

Dokumente ein und macht sich auf den

Weg. Sie besucht heute ein Studienzentrum

ganz in der Nähe von Krakau. Dort führt sie

den sogenannten Site Initiation Visit durch.

Studienärzte und -koordinatoren werden so

auf die Studie vorbereitet und geschult. Sie

hält eine Präsentation, erläutert den Prüfplan,

gibt Hinweise und Hilfestellungen


Foto: KCRJ

40 UniDAZ 01/2013 BeRUFSStARt

für möglicherweise auftretende Situationen

während des Studienverlaufs und beantwortet

alle aufkommenden Fragen. Schließlich

holt sie noch einige Unterschriften und Dokumente

ein: Lebensläufe des Studienpersonals,

Verschwiegenheitserklärungen und

so weiter. Nach dieser offiziellen Eröffnung,

kann das Zentrum mit der Patientenrekrutierung

beginnen.

KomPetente hilFeStellunG

am teleFon…

Am folgenden Tag bekommt Anna schon

den ersten Anruf. Das Studienzentrum hat

bereits einen potentiellen Patienten für die

Studie gefunden und möchte beim ersten

Einschluß eines Probanden gerne theoretische

Unterstützung. Anna hilft vom Telefon

aus: Sie erklärt, was nacheinander zu

machen ist, wo der Patient unterschreiben

muss, wann er welches Medikament bekommen

soll, wann die Blutproben genommen

werden müssen. Auch das gehört zu

den Aufgaben eines CRA – den Studienzentren

bei Fragen mit Hilfe zur Seite zu stehen

verhindert auch gleichzeitig Fehler in der

Studiendurchführung und gewährleistet die

Einhaltung des Prüfplans.

…und ÜberPrÜFunG

vor ort

Während des gesamten Studienverlaufs ist

der CRA für das Monitoring seiner Studienzentren

zuständig, besucht diese somit in

regelmäßigen Abständen. Dabei prüft der

Monitor im Wesentlichen, ob die Studie wie

geplant verläuft und gemäß Prüfprotokoll

durchgeführt wird. Patientenakten werden

durchforstet, um beispielsweise Verletzungen

des Prüfplans ausfindig zu machen. Der

CRA prüft, ob alle Ein- und Ausschlusskriterien

erfüllt wurden, der Patient die Einverständniserklärung

zur Studienteilnahme

unterschrieben hat, ob das Arzneimittel am

Studienort richtig gelagert wird.

Besonderes Augenmerk legt der Monitor

auf unerwünschte Beschwerden und Erkrankungen,

die der Patient während der

Studienteilnahme erlitten hat. Sie müssen

gründlich dokumentiert und je nach Schweregrad

auch an Ethikkommission und

Zulassungsbehörde gemeldet werden. Ein

wichtiger Punkt während des Monitorings

ist außerdem der Abgleich der vom Studienpersonal

gepflegten elektronischen Datenbank

mit den Originalunterlagen – den

Patientenakten. Korrekt übertragene Daten

sind das A und O für die spätere Auswertung

der Studie. Die Ergebnisse des Monitorings

hält der CRA in einem Bericht fest.

Bei Abschluss der Studie kümmert sich der

Monitor um Fragen rund um Komplettierung

und Archivierung aller Dokumente,

beseitigt letzte Unklarheiten beim Datenbankabgleich

und klärt ausstehende Zahlungen.

PharmaZeuten Sind

Gerne GeSehen

Für den Beruf des Klinischen Monitors

gibt es keinen einheitlichen Ausbildungsgang.

Ein Studium, meist ein naturwissenschaftliches,

ist Voraussetzung. Dabei

sind Pharmazeuten generell gerne gesehen.

Einsteigerpositionen in einer CRO sind

zum Beispiel der Clinical Trial Assistant

oder ein Trainee Programm. Mit etwas Erfahrung

in Klinischen Studien ist auch ein

Einstieg als Junior CRA möglich. CROs

übernehmen die Schulung Ihrer Monitore

» Pharmazeuten sind

als Klinische Monitore

generell gern gesehen.«

oft selbst. Mittlerweile ist auch das Angebot

an auswärtigen Schulungen für angehende

Monitore vielversprechend. Der zeitliche

Rahmen erstreckt sich dabei von eintägigen

Seminaren bis hin zu mehreren Monaten

berufsbegleitender Ausbildung oder

sogar Direktstudium. Ein Aufstieg vom

CRA zum Senior oder Lead CRA ist ebenso

möglich wie nach einigen Jahren Berufserfahrung

die Position des Projektmanagers

anzustreben. Je nach Unternehmen bestehen

aber auch noch andere Managementorientierte

Positionen.

viel auF achSe

Monitore sind oft mehrmals die Woche

unterwegs, weshalb man für diesen Job

auf jeden Fall Reisebereitschaft mitbringen

sollte. Englischkenntnisse sind ein Muss

und Gründlichkeit bei der Arbeit sehr

wichtig. Einen Großteil der Zeit verbringt

der CRA mit jeder Menge Dokumentation.

Von Papierbergen sollte man sich also nicht

abschrecken lassen.

CRA ist ein ungemein spannender Beruf.

Büroalltag und administrative Tätigkeiten

verbunden mit Reisen, engem Kontakt

zum Studienpersonal und inhaltlich den

neuesten Forschungsentwicklungen sorgen

allemal für Abwechslung. Interessant auch

in Sachen Familienplanung: denn erfahrene

Monitore können wunderbar von zu

Hause aus arbeiten.

Anna sitzt mittlerweile wieder auf gepackten

Koffern – morgen geht es zur Abwechslung

ins Ausland. Eine Monitoring in

Berlin steht an.

Agnes Kus, PhiP

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Deutscher

Apotheker

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geben Sicherheit. Mit dem „Neukirchen“ sind

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diese Be stel lung binnen zwei Wochen, ab Zugang der Ware,

durch schriftliche Erklärung ge genüber dem Deutschen

Apotheker Verlag, Birkenwald straße 44, 70191 Stuttgart,

widerrufen kann. Zur Wahrung der Frist genügt die

rechtzeitige Absendung des Widerrufs.

Datum/Unterschrift


42 UniDAZ 01/2013 BeRUFSStARt

BeRUFSStARt

01/2013 UniDAZ 43

PharmazeutiSche karrieren

DR. FRAnk mIlek,

FACHApotHekeR FüR pHARmAZeUtISCHe AnAlytIk,

SACHkUnDIge peRSon § 14 Amg, leIteR gmp & SHeQ

BeI AUg. HeDIngeR gmBH & Co. kg

Als Sohn eines Apothekerehepaars mit zwei öffentlichen Apotheken

war es wenig verwunderlich, dass auch ich Apotheker

werden wollte. Im Wintersemester 1984 begann ich an der Universität

Würzburg das Studium der Pharmazie. Dort lag der Schwerpunkt

auf Pharmazeutischer Analytik und mit dem damaligen

Institutsdirektor, Herrn Professor Ebel, waren wir mit einer der

„Größen“ in der Pharmazeutischen Analytik gesegnet. Die Pharmakologie

stand dagegen weniger im Fokus, es gab auch keinen

eigenen Pharmakologischen Lehrstuhl im Pharmazeutischen Institut.

Klinische Pharmazie gab es noch nicht. Nach dem Studium

wollte ich mir die Chancen, in allen möglichen Bereichen der Pharmazie

tätig zu sein, offen halten und entschloss mich zu einer Promotion,

ohne die damals kaum Aussichten auf eine Tätigkeit außerhalb

der Apotheke bestanden. Für eine Apothekenübernahme war

es zum Zeitpunkt meines 3. Staatsexamens außerdem noch zu früh.

In der Pharmazeutischen Biologie bei Professor Reinhard in Tübingen

bekam ich rasch ein Promotionsangebot. Dort beschäftigte ich

mich von 1990 bis 1994 in einer stark analytisch ausgerichteten Arbeit

mit Vorstufen von Herzglykosiden in Zellkulturen mit einem

Schwerpunkt auf Gaschromatographie.

Als ich mich im Jahr 1993 kurz vor dem Ende meiner Promotion

dann in der Pharmaindustrie bewarb, war das Angebot an Stellen

mehr als dünn. Dann sah ich eine Anzeige des mittelständischen

Unternehmens Aug. Hedinger aus Stuttgart in der DAZ. Die Firma

suchte einen Apotheker mit gaschromatographischen Kenntnissen

und Erfahrungen. Davon hatte ich in meiner Promotion mehr als

genug gesammelt und so bekam ich die Stelle.

Zuerst begann ich im Labor und führte diverse Analysen von

pharmazeutischen Ausgangsstoffen nach Arzneibuch durch. Diese

Ausgangsstoffe lieferte Hedinger mit Prüfzertifikat in erster Linie

an Apotheken und Krankenhäuser in Deutschland. Dann wurde

das Geschäft immer stärker auf die Belieferung der pharmazeutischen

Industrie ausgerichtet und damit auch internationaler. Ich

begann daher, mich an Arbeitsgruppen in internationalen Verbänden

zu beteiligen, in denen Hedinger Mitglied ist. Daneben ist es

interessant, sich in deutschen Verbänden, wie dem Bundesverband

der Arzneimittelhersteller (BAH) oder der Arbeitsgemeinschaft für

Pharmazeutische Verfahrenstechnik (APV) zu beteiligen, die den

Kontakt zu vielen Kollegen ermöglichen. Heute bin ich „Chair“ von

IPEC Europe, einem Verband, der sich aus Hilfsstoffherstellern und

Pharmaunternehmen zusammensetzt. Diese Position wurde bisher

nur von Vertretern multinationaler Großkonzerne besetzt. Außerdem

wurde ich von der United States Pharmacopoeia (USP) in deren

Expert Panel für Good Distribution Practice von Hilfsstoffen

berufen. All diese Aktivitäten haben sich aus dem internationalen

Geschäft meines Arbeitgebers entwickelt und tragen natürlich wesentlich

zur Horizonterweiterung bei. Die Kommunikationen mit

Kollegen vieler Nationen und Kulturen sind eine angenehme Begleiterscheinung.

Der Umgang mit den Begriffen GMP, Validierung, Kalibrierung

und Qualifizierung sind für unser Unternehmen als Ausgangsstofflieferant

vieler internationaler Pharmaunternehmen selbstverständlich

geworden. Analytisch arbeite ich jetzt immer weniger, dafür haben

wir eine eigene Qualitätsabteilung mit Apothekern, Chemikern

und Chemisch-technischen Assistenten (CTA). Vielmehr geht es

bei meiner heutigen Tätigkeit darum, das sich ändernde regulatorische

und gesetzliche Umfeld für das Unternehmen aufzuarbeiten

und die sich daraus ergebenden Änderungen der Prozesse zu implementieren.

Aus heutiger Sicht halte ich das Pharmaziestudium für ideal,

eine Qualifikation im naturwissenschaftlichen Bereich zu erwerben,

die vielfältige Möglichkeiten in der späteren Tätigkeit eröffnet. Das

Studium mit der Absicht zu beginnen, später eine bestimmte Tätigkeit

auszuüben, z. B. in Apotheke oder Krankenhaus, schränkt die

Möglichkeit nicht ein, nach dem Studium doch in andere Bereiche

zu gehen. Die Weiterqualifikation und das Engagement im späteren

Berufsumfeld sind dafür entscheidend. Das Studium liefert die

Grundkenntnisse dazu.

Pharmazeuten, die über den Tellerrand hinaussehen wollen,

rate ich außerdem weitere Kenntnisse, z. B. in juristischen oder betriebswirtschaftlichen

Fächern zu erwerben, da viele Positionen in

Management und Organisation mehr fordern als nur pharmazeutische

Fachkenntnisse.

Think what’s possible.

Die Aufgabe von Novartis ist es, innovative Medikamente und Therapien zu entdecken, zu entwickeln und erfolgreich zu

vermarkten, damit Krankheiten geheilt, Leiden gemildert und die Lebensqualität kranker Menschen verbessert werden

können.

Novartis, mit über 120 000 Mitarbeitenden, ist ein in über 140 Ländern tätiges und weltweit führendes Gesundheitsunternehmen,

das in der Schweiz zu Hause ist. Dabei sind wir als globales Unternehmen stolz, typisch schweizerische

Werte wie hohe Qualität, Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit in die Welt hinauszutragen. Für den Produktionsstandort

Stein (Bad Säckingen) suchen wir ständig neue Talente. Wir bieten Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen

oder Praktikumsmöglichkeiten.

Prozessexperte

Ihre zukünftige Aufgabe

• Unterstützung in allen prozessspezifischen Belangen

mit dem Ziel, die bestehenden Prozesse kontinuierlich

qualitativ und quantitativ zu verbessern

• Unterstützung bei der Einführung und Etablierung

neuer Prozesse

• Fachliche Unterstützung und Einführung neuer

Produkte sowie Produkttransfers

• Einhaltung von cGMP-Richtlinien sowie gültigen SOP's

bei allen Tätigkeiten

Praktisches Jahr (Pharmazie)

Ihre zukünftige Aufgabe

• Aktive Mitarbeit in Projekten wie Produkt-transfer,

Einführung von neuen Produkten in Zusammenarbeit

mit der Entwicklung, kontinuierliche Verbesserung von

Prozessen

• Dokumentation und Kommunikation von

prozessrelevanten Daten

• Dauer: 6 bis 12 Monate

Trainee-Programm

Als Trainee bieten wir Ihnen

• die Möglichkeit divisionisübergreifende und fachbereicsübergreibende

Erfahrungen zu sammlen

• Vielfältige Lernmöglichkeiten sowohl der technischen

Fähigkeiten als auch People- Leadership-Skills

• Dauer 2 bis 2,5 Jahre

• Nebst einer schnellen Auffassungsgabe für die

spharmazeutischen Prozesse erwarten wir vom Stelleninhaber

die Erreichung von Zielvorgaben zur

Verbesserung der Divisions-Performance.

Was wir von Ihnen erwarten:

• Diplom, bzw. höhere pharmazeutische oder

vergleichbare Ausbildung gerne mit PhD

• Erfahrungen mit pharmazeutischen Produkten und im

cGMP-regulierten Umfeld

• Mehrjährige Berufserfahrung im Bereich der sterilen

oder soliden Dareichungsformen von Vorteil

• Technisches Verständnis und starke analytische

Fähigkeiten

• EDV-Kenntnisse

• Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke, Flexibilität und

Zuverlässigkeit

• Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort

und Schrift

Was wir von Ihnen erwarten:

• Studium der Pharmazie

• Interesse an pharmazeutischer Produktion

• Hohe Selbstmotivation, Selbstständigkeit und hohe

Lernbereitschaft

• Analytische Fähigkeiten und Kommunikationsstärke

• Wüschenswert sind erste Erfahrungen im cGMP-Umfeld

und mit dessen Anforderungen

• Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse

Was wir weiterhin von Ihnen erwarten:

• M. Sc. mit überdurchschnittlichem Abschluss oder

intensive Fachspezialisierung mit Doktorat (PhD) in

Pharmazeutik, Chemie, Biotechnologie, Biochemie,

Logistik oder Engineering

• Sehr gute mündliche und schriftliche Deutsch- und

Englischkenntnisse

• Internationale Mobilität bildet einen integralen

Bestandteil der Geschäfts- und Karriereentwicklung

Wir bieten:

• Spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten

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• Leistungsorientierte Vergütung und finanzielle Unterstützung bei Umzug und Unterbringung

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung: roland.wolkewitz@novartis.com


Foto: Calcutta Rescue

44 UniDAZ 01/2013 InteRnAtIonAleS

InteRnAtIonAleS

02/2012 UniDAZ 45

eHRenAmt

für

caLcutta reScue

in indien

Mit den richtigen Hinweisen versehen erhalten

die Patienten ihre Arzneimittel in Papiertütchen.

kalkutta – dabei denken viele nicht zu Unrecht an das Armenhaus Indiens. Schließlich gibt es hier

millionen menschen, die auf der Straße oder in Slums leben und sich den lebensunterhalt jeden

tag aufs neue hart erarbeiten oder erbetteln müssen. Für genau diese menschen arbeitet Calcutta

Rescue, die Hilfsorganisation, für die ich unmittelbar nach Abschluss meines pharmazeutischen

praktikums sechs monate ehrenamtlich als Apothekerin tätig war.

»Hier setzt

Calcutta Rescue an:

die Lücken

im Versorgungssystem

der Regierung sollen

gefüllt werden.«

Die Reaktionen, wenn ich vor meiner

Abreise davon erzählt habe, reichten

von Bewunderung bis hin zu absolutem

Unverständnis. Ich selbst habe meine Entscheidung

nie bereut, auch wenn ich in Kalkutta

viele Höhen und Tiefen mitgemacht

habe. Normalität gibt es in dieser von extremen

Gegensätzen geprägten Stadt nicht.

FreiwilliGe auS aller welt

Calcutta Rescue wurde 1979 vom britischen

Arzt Dr. Jack Preger gegründet. Er

begann, die Ärmsten der Armen auf den

Gehsteigen von Kalkutta kostenlos zu behandeln.

Mittlerweile ist daraus eine große

Organisation geworden: es gibt drei Ambulanzen,

zwei Schulen, ein Handarbeits- und

diverse kleinere Projekte in Kalkutta und

den ländlichen Regionen Westbengalens.

Rund 170 indische Mitarbeiter werden in

Arzneimittelbestellung in der Apotheke.

Das Telefon steht selten still.

ihrer Arbeit von Freiwilligen aus aller Welt

unterstützt. Die medizinische Versorgung

und der Schulbesuch sind für die Slum- und

Straßenbewohner kostenlos. Die Kosten

werden ausschließlich aus Spenden bestritten.

Dazu haben sich Fördervereine z.B. in

England, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden

und den USA gegründet.

lÜcKen im Staatlichen

verSorGunGSSyStem decKen

Mein Arbeitstag als Freiwillige beginnt

meist in der zentralen Apotheke von Calcutta

Rescue. Von hier aus werden alle Projekte

mit Medikamenten und Hilfsmitteln

versorgt. Vier fest angestellte Inder kümmern

sich um das Alltagsgeschäft. Sie beliefern

die Bestellungen der Ambulanzen, sorgen

dafür, dass das Warenlager immer gut

gefüllt ist, kontrollieren Verfallsdaten sowie

die Kühlschranktemperatur und erledigen

weitere anfallende Aufgaben. Wir ehrenamtlichen

Apotheker und PhiPs unterstützen

sie dabei und sind die ersten Ansprechpartner,

wenn Probleme auftreten. Für die

Bestellung der HIV-Medikamente sind wir

alleine verantwortlich, da diese verhältnismäßig

teuer sind. Einmal pro Woche findet

die HIV-Ambulanz statt, zu der die Patienten

zum Teil mehrere hundert Kilometer

anreisen, weil es für sie die einzige Möglichkeit

ist, ihre lebenswichtigen Medikamente

zu bekommen. Viele HIV-positive

Patienten bekommen ihre Medikamente

kostenlos in öffentlichen Krankenhäusern,

aber wenn Resistenzen auftreten, sind die

richtigen Mittel oft nicht verfügbar. Hier

setzt Calcutta Rescue an: die Lücken im

Versorgungssystem der Regierung sollen

gefüllt werden.

Foto: Maria Baumann


Foto: Calcutta Rescue

46 UniDAZ 01/2013 InteRnAtIonAleS

InteRnAtIonAleS

01/2013 UniDAZ 47

von aSthma

biS tuberKuloSe

Weitere Tätigkeiten als Freiwilliger sind das

Sortieren und Verwalten von Sachspenden

sowie Besuche in den Ambulanzen. In diesen

warten die Patienten zum Teil stundenlang

geduldig, bis sie vom Arzt untersucht

werden. Privatsphäre gibt es nicht,

da alles einem Raum stattfindet. Der Arzt

verschreibt auf der Patientenkarte die Medikamente.

Das Sortiment reicht von ganz

„normalen“ Medikamenten wie Antidiabetika,

Antibiotika oder Asthmasprays bis

hin zu Arzneimitteln gegen Tuberkulose

und Wurminfektionen. Zunächst wird die

Verschreibung in der so genannten „medicine

section“ von Mitarbeitern auf ein Papiertütchen

übertragen, welches mit Piktogrammen

versehen ist. Viele Patienten sind

Analphabeten und so ist eine auf- oder untergehende

Sonne die einzige Möglichkeit

zu kennzeichnen, wann die Medikamente

einzunehmen sind. Danach werden die Tabletten

genau abgezählt und mitsamt Blistern

in die Tüten gesteckt. Packungen oder

Beipackzettel gibt es nicht, dafür wird den

Patienten von besonders dafür ausgebildetem

Personal die genaue Einnahme erklärt.

Für die pharmazeutische Weiterbildung der

Angestellten sind ebenfalls die Freiwilligen

verantwortlich. Hierfür werden Unterrichtseinheiten,

z.B. zu Bluthochdruck oder

dazu, was bei verschiedenen Darreichungsformen

zu beachten ist, angeboten und mit

einer Prüfung abgeschlossen.

Die Medicine Section in einer Ambulanz.

Hier werden die Medikamente für die Patienten

einzeln in Papiertütchen abgepackt.

Für uns sehr ungewohnt: die Blister werden

nicht in ihren Schachteln, sondern in

Schraubdosen aufbewahrt.

SpenDenkonto

Stadtsparkasse münchen

BlZ: 70150000

kontonummer: 135509

kontAktADReSSe

Calcutta Rescue Deutschland e.V.

kaulbachstraße 10

80539 münchen

www.calcutta-rescue.de

Das Apotheken-Team in Kalkutta

(von links): Deonanda Shaw,

Maria Baumann, Robin Makhal,

Subhasis Som, Asit Maity

reGelmäSSiGer auStauSch

mit ärZten

Auch die regelmäßige Teilnahme an Meetings,

zum Beispiel einmal monatlich mit

allen Ärzten, steht auf dem Arbeitsplan. Es

werden verschiedene Patientenfälle diskutiert

und oft kommen dabei pharmazeutische

Fragen auf. Das kann von einer simplen

Auskunft über Preis und Verfügbarkeit

eines Medikaments bis hin zur leitliniengerechten

Therapie von Lipidstoffwechselstörungen

gehen. Dabei lernt man auch einiges

über Krankheiten, von denen man bis dahin

noch nichts gehört hatte.

mehr alS eine Fachliche

herauSForderunG

Doch Kalkutta ist nicht nur eine fachliche

Herausforderung. Das Leben in der 16-Millionen-Metropole

mit dem unbeschreiblichen

Lärm und dem lebensbedrohlichen

Verkehr brachte mich das ein oder andere

Mal auch an meine persönlichen Grenzen.

Ohne Selbständigkeit, Durchhaltevermögen

und Einfallsreichtum kommt man dort

nicht weit. Selten funktioniert ein Versuch

auf Anhieb, aber dafür ist das Glücksgefühl

umso größer, wenn man ein Projekt erfolgreich

zu Ende bringt. Sich über die kleinen

Dinge freuen – das lernt man im Trubel von

Kalkutta ziemlich gut. Das kann eine Lieferung

von Vitamin-A-Kapseln sein, die

nach zwei Monaten Papierkram und vielen

E-Mails endlich ankommt. Oder auch einfach

der freundliche Chaiverkäufer, der

mich schon nach wenigen Tagen wieder

erkannte und von da an immer freundlich

gegrüßt hat. Auch wenn die Menschen

nicht viel haben, sie haben fast immer ein

Lächeln auf den Lippen und erinnern mich

daran, dass man das Leben nicht so schwer

nehmen, sondern das Beste daraus machen

sollte.

Foto: Maria Baumann

unverGeSSliche Zeit

Alles in allem war die Zeit bei Calcutta

Rescue unvergesslich. Meine Bedenken,

dass ich als Berufsanfängerin der

Aufgabe vielleicht nicht gewachsen

wäre, haben sich schnell zerstreut. Es

kommt nicht nur auf fachliches Wissen

an, sondern vor allem auf Eigenschaften

wie Selbstverstrauen, Eigenständigkeit

und Organisationstalent.

Neben einigen fachlichen Gesichtspunkten

habe ich in Kalkutta viel für

mich persönlich und darüber, was ich

im Leben erreichen möchte, dazu gelernt.

Maria Baumann,

Apothekerin in Regensburg

InteReSSe An

eIneR mItARBeIt?

wir suchen regelmäßig Apotheker

und pharmazeuten im praktikum,

die für 6 monate bei Calcutta

Rescue mitarbeiten. neben den

Herausforderungen, die die Arbeit

mit sich bringt, bietet die mitarbeit

bei Calcutta Rescue die möglichkeit,

viele wertvolle persönliche

erfahrungen zu machen und

die faszinierende indische kultur

kennenzulernen. Uns ist es wichtig,

dass die Freiwilligen gut vorbereitet

und mit realistischen

Vorstellungen nach kalkutta gehen.

Deshalb findet zweimal im

Jahr eine Informationsveranstaltung

statt, bei der wir die Interessenten

ausführlich informieren.

Selbstverständlich stehen wir bei

allen Fragen vor, während und

nach der Zeit in kalkutta als Ansprechpartner

zur Verfügung. nähere

Informationen erhalten Sie

unter

apotheker@calcutta-rescue.de

monika küppers und Jutta Zwicker

XIII

» Auch wenn die Menschen nicht viel haben,

sie haben fast immer ein Lächeln auf den Lippen und

erinnern mich daran, dass man das Leben nicht so schwer

nehmen, sondern das Beste daraus machen sollte.«

Universitäre Weiterbildung

zur Erlangung des akademischen Grades

Master of Drug Regulatory Affairs

Berufsbegleitender Weiterbildungsstudiengang für Naturwissenschaftler

Seit 1999 bietet die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in

Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Regulatory Affairs den

M.D.R.A.-Studiengang an.

Über 80 Lehrbeauftragte aus Behörden, Industrie und Beratungspraxis

vermitteln in zwölf Modulen das breite Spektrum der nationalen und

internationalen Zulassung von Arzneimitteln und Medizinprodukten.

Da das Studium berufsbegleitend ausgelegt ist, finden die Vorlesungen

meist freitags und samstags statt.

Der seit 2011 nach Bologna-Kriterien akkreditierte Master-Studiengang

ist der einzige dieser Art in Deutschland. In den letzten 13 Jahren war er

bereits für über 400 Absolventen wichtiger Baustein für eine erfolgreiche

Karriere.

Voraussetzungen:

Erfolgreich abgeschlossenes naturwissenschaftliches Erststudium.

Mindestens ein Jahr Berufserfahrung.

Gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch.

s s s

Die Bewerbungsfrist für den 15. Jahrgang endet am 15. Juni 2013.

Der Studiengang beginnt im September 2013.

Informationen und Beratung zum Masterstudiengang

„Master of Drug Regulatory Affairs“ M.D.R.A. der Universität Bonn

durch die DGRA-Geschäftsstelle unter www.dgra.de

Oder Sie wenden sich direkt an uns:

Tel. 02 28 / 3 68 26 46 oder info@dgra.de

DGRA e.V., Adenauerallee 15, 53113 Bonn

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Foto: fergregory – Fotolia.com

48 UniDAZ 01/2013 FeUIlleton

Feuilleton 01/2013 UniDAZ 49

Vom DynAmIt ZUR AngInA peCtoRIS­tHeRApIe

SPrengStoff aLS

arzneimitteL

Die wege neuer Arzneistoffe vom Reagenzglas ans krankenbett verlaufen oft sehr verschlungen und

nicht selten sind es eher beiläufige Beobachtungen aufmerksamer Forscher, die einem wirkstoff

letztlich zum Durchbruch verhelfen. So war es auch im Falle des glyceroltrinitrats, das zunächst als

Sprengstoff bekannt wurde, ehe man sein potenzial für die Angina pectoris-Behandlung erkannte.

Die Historie dieser wirksubstanz zeigt auf anschauliche und unterhaltsame weise, welch kuriose

geschichten nicht nur das leben, sondern auch die wissenschaft manchmal schreibt...

KleineS malheur –

durchSchlaGende wirKunG

1846 verschüttete der Chemiker Christian

Friedrich Schönbein bei Arbeiten im Labor

versehentlich ein Gemisch aus konzentrierter

Schwefel- und Salpetersäure. Er beseitigte

das kleine Malheur mit einem Baumwolltuch,

das er danach zum Trocknen an

den Ofen hängte, wo der säuregetränkte

Lappen nur wenige Augenblicke später im

Am 25. Oktober 1896 schrieb Alfred Nobel:

» Ist es nicht eine Ironie

des Schicksals,

Feuerschein explodierte. Schönbein erkannte,

dass die Baumwolle mit der Säuremixtur

reagiert hatte. Dabei war Cellulosenitrat entstanden,

das fortan unter der Bezeichnung

„Schießbaumwolle“ als Explosivmunition

eingesetzt wurde. Angeregt durch Schönbeins

Beobachtung, versuchte der Turiner

Arzt und Chemiker Ascanio Sobrero wenig

später, noch durchschlagendere Sprengstoffe

zu entwickeln. Unter anderem ver-

dass man mir die Einnahme von

Foto: Gösta Florman – wikipedia.de

Nitroglycerin verordnet.

Sie nennen es zwar Trinitrin,

aber doch wohl nur, um

Apotheker und Patienten

nicht zu erschrecken.«

setzte er Glycerol mit dem konzentrierten

Säuregemisch und erhielt auf diese Weise

Glyceroltrinitrat, das – chemisch inkorrekt

– häufig auch als Nitroglycerin bezeichnet

wird.

alFred nobel erFindet

daS dynamit

Die Wirkung von Glyceroltrinitrat übertraf

alle Erwartungen. Allerdings ließ sich

die Verbindung nicht gefahrlos handhaben.

Eine leichte Erschütterung, ein kleiner

Funke oder zu große Hitze genügten, um

die Substanz zum Explodieren zu bringen.

Sobrero selbst hatte sich bei einer solchen

Explosion schwere Gesichtsverletzungen

zugezogen. Da der italienische Forscher

trotz intensiver Suche keine Möglichkeit

fand, das Glyceroltrinitrat zu zähmen, zog

er sich aus der Explosivstoff-Forschung

zurück. So war es schließlich sein Schüler

Alfred Nobel, dem es 1866 doch noch gelang,

die Substanz sicherer zu machen. Er

vermischte sie mit Kieselgur zu einer Paste,

die sich zu Stangen formen und gezielt entzünden

ließ – damit hatte er das Dynamit

erfunden.

mediZiniScher einSatZ

bei anGina PectoriS

Unabhängig von seiner Verwendung als

Sprengstoff fand Glyceroltrinitrat schon

bald auch Eingang in die Medizin. Bereits

Sobrero hatte beobachtet, dass die Substanz

bei allen, die mit ihr hantierten, rote

Wangen, pochende Schläfen sowie anhaltende

Kopfschmerzen verursachte, was auf

eine Erweiterung der Blutgefäße und eine

erhöhte Pulsfrequenz hindeutete. Diese

Erkenntnis brachte den Londoner Arzt

William Murrell 1879 auf die Idee, Glyceroltrinitrat

könnte – in stark verdünnter

Form – für die Behandlung der Angina

pectoris geeignet sein. Dies erschien insofern

logisch, als bereits bekannt war, dass

die bei Angina pectoris-Anfällen auftretenden

Beklemmungsgefühle im Brustkorb

auf Gefäßverengungen und eine unzureichende

Durchblutung des Herzmuskels

zurückzuführen sind. In der Tat gelang es

mit Glyceroltrinitrat, die Durchblutung der

Herzkranzgefäße durch eine Weitstellung

der Blutgefäße zu steigern und so einen

Angina pectoris-Anfall rasch zu beenden.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde

von Murrells therapeutischen Erfolgen

und schon bald galt Glyceroltrinitrat bei

Angina pectoris als Mittel der Wahl.


Foto: fergregory – Fotolia.com

50 UniDAZ 01/2013 FeUIlleton

BpHD e.V.

01/2013 UniDAZ 51

„Sie nennen eS trinitrin,

um aPotheKer

nicht Zu erSchrecKen!“

Der wohl prominenteste Patient, der mit

Glyceroltrinitrat behandelt werden sollte,

war Dynamit-Erfinder Alfred Nobel

höchstpersönlich. Nur wenige Wochen vor

seinem Tod schrieb er: „Ist es nicht eine

Ironie des Schicksals, dass man mir die

Einnahme von Nitroglycerin verordnet. Sie

nennen es zwar Trinitrin, aber doch wohl

nur, um Apotheker und Patienten nicht zu

erschrecken.“ Den großen schwedischen

Erfinder konnte man damit freilich nicht

überlisten. Er lehnte die Behandlung ab, da

er von den Nitroglycerindämpfen in seiner

Fabrik häufig Kopfschmerzen bekommen

hatte. Seinen Mitarbeitern erging es übrigens

ganz ähnlich. Besonders montags,

nach dem freien Wochenende, klagten viele

von ihnen über Kopfschmerzen, die dann

im Laufe der Woche verschwanden. Vermutlich

war dies die erste Beschreibung

eines Phänomens, das heute als Nitrattoleranz

bezeichnet wird. Die Gewöhnung an

Glyceroltrinitrat oder andere, später davon

abgeleitete, organische Nitrate, führt nämlich

nach einiger Zeit zu einer deutlichen

Abschwächung der gefäßerweiternden Wirkung.

Durch ein geeignetes Dosisregime

kann die Entstehung einer Nitrattoleranz

mittlerweile jedoch weitgehend vermieden

werden. (zie)

Ziegler, Andreas S.

moLeküLe, die geSchichte Schrieben

SteRn­ UnD SCHICkSAlSStUnDen DeR ARZneImIttelFoRSCHUng

gesamtspielzeit: ca. 118 min.

2 audio-cds. € 24,90

iSbn 978-3-7776-2170-8

wenn Sie diese und 24 weitere spannende Geschichten

aus der arzneimittelforschung noch einmal lebendig erzählt

und mit Soundeffekten untermalt nachhören wollen,

empfehlen wir ihnen das folgende hörbuch:

Anhand von 25 ausgewählten wirkstoffen lässt dieses Hörbuch faszinierende

Stern- und Schicksalsstunden der Arzneimittelforschung lebendig werden und

führt vor Augen, auf welch abenteuerlichen wegen viele wirkstoffe vom labor

ans krankenbett gelangten.

Begeben Sie sich auf eine spannende entdeckungsreise zu den wurzeln der Arzneistoffe

und erfahren Sie unter anderem,

…wie aus der Zirkusattraktion lachgas ein narkosemittel wurde.

…inwiefern giftgasangriffe während des ersten weltkriegs den grundstein für

die moderne krebstherapie legten.

…was die Rolling Stones und eine Apothekenexplosion an der Adria miteinander

verbindet.

…warum dem amerikanischen präsidenten Dwight D. eisenhower nach einem

Herzinfarkt Rattengift verabreicht wurde.

…was das tödliche gift der brasilianischen lanzenotter mit modernen Blutdruckmedikamenten

zu tun hat.

lassen Sie sich faszinieren von molekülen, die geschichte schrieben und die

pharmazie zu dem machten, was sie heute ist: eine moderne, facettenreiche

und hochspannende wissenschaft im Dienste der menschen.

Foto: BPhD e.V.

bPhd e.v. -

mit neuem wind in den SegeLn voLLe kraft vorauS

Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland

e.V. (BPhD e.V.) ist die offizielle Vertretung aller Pharmaziestudierenden

in Deutschland. Mitglied im BPhD e.V. sind alle 22

Fachschaften der pharmazeutischen Institute Deutschlands. Also

ist jeder Pharmaziestudierende automatisch Teil der Fachschaft

und somit auch des BPhD. Der Vorstand des BPhD e.V. vertritt

dabei die Interessen der Pharmaziestudierenden an den Universitäten

und in der Öffentlichkeit und bietet Studierenden einige

Vorzüge.

Seit der 113. Bundesverbandstagung in Jena gibt es durch eine neue

Satzung einige Veränderungen im BPhD. Zum einen wurde der

Young Phamacist als neuer Beauftragter des Vorstandes eingeführt,

aus dem Gedanken heraus, die Pharmaziestudierenden lückenlos

vom Anfang der Studienfachwahl bis hin zum Berufsalltag zu begleiten.

Durch den Beauftragten für Studium und Lehre sowie den

Beauftragten für das Praktische Jahr und Recht haben wir bereits für

den theoretischen und den praktischen Abschnitt der Ausbildung

kompetente Ansprechpartner. Diese kümmern sich um die Belange

der Studierenden und somit stetig um die aktuelle Lehrsituation.

Allerdings gibt es gerade beim Start ins Berufsleben Probleme, bei

denen man auf sich alleine gestellt ist. Der Young Pharmacist soll

als Schnittstelle für den Einstieg ins Berufsleben dienen, wobei alle

möglichen Einsatzgebiete eines Pharmazeuten (Apotheke, Krankenhausapotheke,

Bundeswehrkrankenhausapotheke, Industrie,

Forschung, Lehre, Journalismus, etc.) berücksichtigt werden sollen.

Eine weitere Neuerung sind die Assistenten im BPhD, wozu

der TWINNET Coordinator, der IMP Coordinator und der Student

Exchange Officer zählen.

Der Vorstand des BPhD sieht sich mit vielen Aufgaben konfrontiert

und versucht diese strukturiert zu bearbeiten. Während Projekte

einen definierten Zeitrahmen, ein zeitlich gesetztes Ziel und

einen definierten Endpunkt besitzen, laufen Programme fortlaufend

und wiederkehrend. Um für euch - als Mitglieder des BPhD

- die Teilnahmemöglichkeiten und den reibungslosen Zugang zu

diesen Programmen zu ermöglichen, übernehmen Assistenten des

Vorstandes die Betreuung eines jeweiligen Programmes. Während

die Aufgaben der Beauftragten im Vorstand vielfältig, flexibel sind

und ein schwankendes Arbeitsvolumen beinhalten, sind die Aufgaben

der Assistenten eingegrenzter und definierbarer. So kann jeder

interessierte Pharmaziestudierende erste Erfahrungen in der Vereinsarbeit

sammeln und sich engagieren.

Des Weiteren ist nun eine Fortführung der Mitgliedschaft im

BPhD bis zu zwei Jahre nach Erhalt der Approbation möglich. So

können sich junge Apotheker als Außerordentliche Mitglieder aktiv

beteiligen.

Matthias Buchheim,

ehemaliger Beauftragter für PR und Datenschutz


52 UniDAZ 01/2013 BpHD e.V. BpHD e.V.

01/2013 UniDAZ 53

unterwegS mit dem bPhd e.v.

Während des Jahres kann man neben dem intensiven Pharmaziestudium auch eine Vielzahl von Veranstaltungen des BPhD e.V. besuchen.

Jeder hat dazu die Möglichkeit und kann so neue Erfahrungen sammeln. Im Nachfolgenden stellen wir unsere Veranstaltungen

und was dort zu erwarten ist etwas genauer vor.

Bundesverbandstagung (BVT)

Zu den Bundesverbandstagungen, den

höchsten beschlussfähigen Versammlungen

des BPhD, werden von allen 22 Fachschaften

Deutschlands Delegierte entsandt. Die

Anzahl der Delegierten sowie der Stimmrechte

richtet sich hier nach der Anzahl der

Pharmaziestudierenden an der jeweiligen

Universität. Die Bundesverbandstagung

findet zweimal im Jahr zu Beginn eines jeden

Semesters statt. Sie wird von einer auf

der vorangegangenen Tagung gewählten

Fachschaft ausgerichtet.

Die BVT steht immer unter einem

Hauptthema, zu dem dann an diesem Wochenende

interessante Vorträge gehalten

werden und zu dem die Pharmaziestudierenden

so noch tiefere Einblicke erhalten

können. Generell werden auf einer BVT

zunächst einmal alle wichtigen organisatorischen

Sachverhalte des Vereins geklärt.

Dazu zählen die Berichte der einzelnen

Vorstandsämter, die Wahl der neuen Vorstandmitglieder,

sowie die Diskussion und

Abstimmung über diverse Anträge. Es

werden aber auch die Ziele für die nächste

Amtsperiode festgelegt.

» Dieses Netzwerk

unter den

Pharmaziestudierenden

ist wichtig,

um gemeinsam und aktiv

an zukünftigen

Veränderungen

zu arbeiten.«

In verschiedenen Workshops kann dann jeder

Teilnehmende nach seinen eigenen Interessen

aus dem Angebot auswählen und

mit anderen Pharmaziestudierenden zusammen

diskutieren, Erfahrungen austauschen

und neue Anregungen mitnehmen.

Der große Vorteil einer solchen Tagung

ist, dass man Pharmaziestudierende von

verschiedenen Standorten in Deutschland

kennenlernen kann, wodurch ein reger

Austausch untereinander möglich wird, der

Alle Fotos: BPhD e.V.

zu einer Vernetzung der Studierenden untereinander

beiträgt. Es können Erfahrungen

geteilt, sowie Ideen und Probleme vor

Ort diskutiert werden. Dieses Netzwerk unter

den Pharmaziestudierenden ist wichtig,

um gemeinsam und aktiv an zukünftigen

Veränderungen zu arbeiten.

Darüber hinaus bietet das Rahmenprogramm

einer BVT, wozu auch das Kennenlernen

der jeweiligen Stadt gehört, eine

gelungene Abwechslung vom Studienalltag.

Die nächste Bundesverbandstagung wird

vom 09.–12. Mai in Berlin stattfinden. Diese

wird unter dem Motto „Die öffentliche

Apotheke und Kombinationsmöglichkeiten

mit anderen Tätigkeitsfeldern“ stehen.

Des Weiteren soll es eine Podiumsdiskussion

geben. Hierbei wollen wir mit Politikern

und Apothekern über die Zukunft

der öffentlichen Apotheke sprechen. Dazu

sind unter anderem Friedemann Schmidt

(ABDA-Präsident), Daniel Bahr (Bundesgesundheitsminister),

Ulrich Weigelt (Vorsitzender

Bundeshausärzteverband) und

Ann-Katrin Kossendey (Apothekeninhaberin)

eingeladen.

Eine weitere Möglichkeit, an einer BVT

teilzunehmen ist dann vom 08.–10. November

in Frankfurt am Main gegeben.

PharmaWeekend

Seit 2003 veranstaltet der BPhD e.V. in

Zusammenarbeit mit der jeweils vor Ort

ansässigen Fachschaft einmal im Jahr das

PharmaWeekend. Ein Wochenende im Juni

steht dann ganz im Zeichen eines studentischen

Fortbildungskongresses, der für alle

Studierenden der Pharmazie sowie Pharmazeuten

im Praktikum (PhiPs) gedacht

ist. Auch Pharmaziestudierende aus Europa

und der Welt sind hierzu herzlich eingeladen.

Deswegen werden die Vorträge zu ei-

» Auch

Pharmaziestudierende

aus Europa

und der Welt

sind herzlich

eingeladen.«

nem Themenkomplex sowohl in deutscher

als auch in englischer Sprache angeboten.

Seit dem 6. PharmaWeekend in Regensburg

stehen die Vorträge unter einem

bestimmten Hauptthema. So können an

dem Wochenende die Kenntnisse auf einem

Gebiet, welches oft im Studium zu

kurz kommt, vertieft und von mehreren

Gesichtspunkten her betrachtet werden.

Beim PharmaWeekend soll die fachliche

Kompetenz im Vordergrund stehen. Allerdings

bleibt auch genügend Zeit, um die

kulturellen Vorzüge der jeweiligen Stadt zu

genießen. Bei den Abendveranstaltungen

bietet sich auch der Rahmen, um andere

Pharmaziestudierende aus ganz Deutschland

und anderen Ländern kennenzulernen

und Freundschaften zu knüpfen. Da viele

regelmäßig teilnehmen wird das Pharma-

Weekend zu einem Treffpunkt, um deutschlandweite

Freundschaften zu pflegen.

Nach unserem kleinen Jubiläum im

letzten Jahr (10. PharmaWeekend in Würzburg)

freuen wir uns auf die kommenden

Veranstaltungen. Das diesjährige Pharma-


54 UniDAZ 01/2013 BpHD e.V.

BpHD e.V.

01/2013 UniDAZ 55

» In der heutigen Zeit

zählt nicht nur

Fachwissen, sondern

auch die sogenannten

„Soft Skills“, insbesondere

wenn man in

einem Team arbeitet.«

Weekend findet unter dem Motto „Selbstmedikation

– Was muss in der Praxis beachtet

werden?“ vom 07. bis 09. Juni in

Bonn statt.

Informationen zur Anmeldung könnt

Ihr unserer Homepage entnehmen oder bei

eurer jeweiligen Fachschaft vor Ort erfragen.

Leaders in Training (LIT)

In der heutigen Zeit zählt nicht nur Fachwissen,

sondern auch die sogenannten „Soft

Skills“, insbesondere wenn man in einem

Team arbeitet. Deshalb fand vom 30. November

bis 02. Dezember 2012 zum 2. Mal

das LIT in Regensburg statt. Dazu kamen

etwa 30 Pharmaziestudierende von fünf

Universitätsstandorten zusammen, um ihre

Soft Skills zu verbessern. Dabei geht es um

eine Reihe von persönlichen Eigenschaften,

Einstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten

besonders aus dem Bereich Kommunikation

und Motivation. Einiges davon kann

man nicht lernen, sondern es ist eine Sache

der Erfahrung, vieles andere lässt sich allerdings

trainieren und genau darum geht es

bei dem LIT: „Learning by doing“.

Neben Übungen zum Teambuilding, Zeitmanagement,

Rhetorik und Projektplanung

wurden auch Tipps zum Umgang mit hilfreichen

Tools rund um das Thema Internet

vermittelt. Die Informationen wurden sinnvoll

mit praktischen Übungen verknüpft, so

dass jeder wertvolle Erfahrungen mitnehmen

konnte. Besonders die Videoanalyse

eines kurzen Vortrages und die anschließende

Auswertung von Körpersprache und

Betonung haben jedem Teilnehmer individuelle

Stärken und Schwächen offenbart.

Dank des tollen Rahmenprogramms

mit Bowling, Weihnachtsmarkt und Abendprogramm

war für alle etwas dabei.

Das Leaders in Training Programm

wird regelmäßig auf der Bundesverbandstagung

vorgestellt, wobei sich interessierte

Fachschaften melden können, wenn sie dieses

Wochenende bei sich vor Ort organisieren

wollen.

Training Weekend

Vom 5. bis 7. April 2013 wird in Frankfurt

das EPSA Training Weekend stattfinden.

Neben Teilnehmern aus Deutschland

werden auch Gäste aus dem europäischen

Ausland erwartet. Die Lehreinheiten wer-

den von qualifizierten Trainern aus dem

EPSA Training-Project geleitet. Hierbei

steht die Interaktion und die persönliche

Entwicklung der Teilnehmer im Vordergrund.

Ausgehend von unterschiedlichen

Problemstellungen in den Bereichen Kommunikation,

Präsentation und Organisation

führen die Trainer ihre Teilnehmer in

eine eigenständige Reflexion und geben

Hilfestellung in der Bewältigung dieser Situationen.

Es ist also ein sowohl interessantes, als

auch vielseitiges Wochenende, welches viele

wertvolle Erfahrungen für jeden einzelnen

bereit halten wird.

Matthias Buchheim, ehemaliger

Beauftragter für PR und Datenschutz

Angela Sester, IPSF Secretary General

Alle Fotos: BPhD e.V.

ePSa PLattform “educationaL & ProfeSSionaL affairS”

Seit August 2013 arbeitet die EPSA (European

PharmaceuticalStudents´ Association)

an der Etablierung der Plattform Educational

& Professional Affairs.

Da es für eine solch große Organisation

wie EPSA nicht einfach ist, die Meinung

der Mitglieder adäquat zu vertreten, hat das

EPSA Educational Board die Einrichtung

dieser Plattform initiiert. Dabei werden die

EPSA Liaison Secretaries (EPSA-Beauftragte

eines Landes) der Mitgliedsorganisationen

wesentlich an der Ausarbeitung dieses

Projektes beteiligt sein.

Zweck dieser Plattform ist eine Aufarbeitung

von Fragen rund um die Gestaltung

des Pharmaziestudiums, der Vergleich der

„Pharmazie 2020“ – die zukunft beginnt morgen

verständnis des

arzneistoffes

verständnis des

vermittelns

& Praxis

verständnis des

körpers

Bei Pharmazie 2020 handelt es sich um ein

Projekt, bei dem eine eng vernetzte Plattform

geschaffen werden soll, mit dem Ziel

die Pharmazie in den Bereichen Forschung

und Lehre weiter voranzubringen. Es ist ein

Projekt der DPhG (Deutsche Pharmazeutische

Gesellschaft e.V.) bei dem sich der

BPhD ebenfalls mit großem Interesse und

Engagement mit beteiligen wird.

Die Pharmazie ist eine sich ständig verändernde

Disziplin. Mit neuen Erkenntnissen

in der Forschung gibt es stets viele

Neuerungen, die das Verständnis des Arzneistoffes

und das Verständnis des Körpers

betreffen. Diese Kenntnisse müssen auch

entsprechend in der Praxis vermittelt werden

können. Es ist also ein komplexes Zusammenspiel

aus dem nötigen Fachwissen,

Curricula auf europäischer Ebene und der

Erfahrungsaustausch sowie gegenseitige

Hilfestellung.

Sie soll ein ständiges Instrument zur inhaltlichen

Arbeit werden. Ebenso soll sie im

Bedarfsfall eine effiziente Struktur in der

Meinungsbildung darstellen.

Die Plattform arbeitet bilateral, das

heißt, dass der Informationsfluss in Richtung

der Mitglieder und wieder zurück

verlaufen soll. Hierzu werden aus jeder

nationalen Mitgliedsorganisation der EPSA

zwei ständige Vertreter benannt, die an den

Online-Meetings und in der Diskussion im

E-Mailverteiler teilnehmen.

Zwischen den Meetings soll genügend

welches im Pharmaziestudium gelehrt wird,

und den sogenannten Soft Skills.

Neue Inhalte sollten dementsprechend

auch in der Lehre mit berücksichtigt werden,

da nur eine qualitativ hochwertige Lehre

unter Berücksichtigung neuer Aspekte

hervorragend qualifiziertes Fachpersonal

hervorbringen kann.

Dies bedeutet, dass in den fünf großen Fächern

der Pharmazie ein Umdenken erfolgen

muss. Nicht mehr zeitgemäße Lehrinhalte

müssen gestrichen werden und den

Weg für neue Lehrinhalte freimachen, ohne

dabei die Grundausbildung zu gefährden. Es

muss also das „nötige Fachwissen“ von Zeit

zu Zeit neu definiert werden.

Die derzeit geltende Approbationsordnung

lässt die Möglichkeit zu, relativ flexibel

über Inhalte der einzelnen Lehrveranstaltungen

verfügen zu können, so dass man

sich darüber gut austauschen kann.

Am 12. und 13. April findet in Weimar

eine Tagung statt, um über diese Thematik

zu diskutieren. Dabei geht es unter anderem

um wichtige Lehrinhalte aus der Sicht

des Offizinapothekers, Krankenhausapothekers,

Industrieapothekers und natürlich

auch der Pharmaziestudierenden. Daniel

Mädler (Präsident des BPhD) und Juliane

Zindler (Beauftragte für Lehre und Studium

Zeit für Umfragen und Diskussionen zur

Konsensfindung bleiben. Über einen Informationsverteiler

werden Interessenten über

den jeweiligen Arbeitsstand und die Ergebnisse

informiert. Ebenso werden aus den

Ergebnissen Working Statements und Statements

of Opinion gebildet, die zur weiteren

Arbeit der EPSA und auch der nationalen

Organisationen dienen.

Der BPhD sieht in dieser Plattform ein

wichtiges Instrument für die Verbesserung

der Lehre in Deutschland. Durch den Austausch

gibt es neue Ideen und Anregungen,

die es ermöglichen, diese Impulse auch hier

zu initiieren. Daher wird der BPhD dieses

Programm im vollen Umfang unterstützen.

des BPhD) werden als Teilnehmer dieser Tagung

die studentische Sichtweise darlegen.

Um die einzelnen Themen zu besprechen,

wird es Workshops geben, in denen

diese diskutiert und erarbeitet werden sollen.

Dieser Austausch wird der erste Schritt

für eine gemeinsame Bearbeitung eines

Konzeptes sein, das maßgeblich die Lehre in

der Zukunft beeinflussen wird.

Der BPhD wird sich aktiv in dieses Projekt

mit einbringen, um bei der Verbesserung

der Lehre durch Pharmazie 2020 mitwirken

zu können.

Matthias Buchheim, ehemaliger

Beauftragter für PR und Datenschutz

Juliane Zindler

Beauftragte für

Lehre und Studium

Daniel Mädler

Präsident


Alle Fotos: BPhD e.V.

56 UniDAZ 01/2013 BpHD e.V.

BpHD e.V.

01/2013 UniDAZ 57

die aPothekerkammer – freund und heLfer

Der BPhD e.V. möchte in Zukunft noch

intensiver mit den Apothekerkammern

zusammenarbeiten und die bestehenden

Kontakte weiter ausbauen. Mache stellen

sich vielleicht zunächst einmal die Frage,

wozu eine solche Zusammenarbeit gut sein

sollte, zumal der erste Kontakt der meisten

Pharmaziestudierenden mit den Kammern

durch die Bezahlung der Kammerbeiträge

entsteht. Unserer Meinung nach ist es

sehr schade, dass dieser erste, oft bittere

und zugleich falsche Eindruck entsteht. Die

Kammern stärken den Studierenden auch

bereits während des Studiums und vor allem

während des Praktischen Jahrs den

Rücken, indem sie sich für unsere Belange

einsetzen. Schon in der Vergangenheit haben

die Kammern den Bundesverband der

Pharmaziestudierenden unterstützt, indem

eine Apothekenkammer eine Art Patenschaft

für unseren Verein übernommen hat,

damit auch BPhD-Anträge beim Deutschen

Apothekertag mit einfließen konnten.

Im ersten Schritt stellen wir vom BPhD

uns bei den verschiedenen Kammern vor

und wir sind sehr froh darüber, dass uns die

Kammern zu ihren Sitzungen einladen und

uns so eine gute Möglichkeit bieten, den

BPhD und seine Ziele vorstellen zu können.

Unser Präsident Daniel Mädler aus Greifs-

wald war beispielsweise bereits bei den

Kammern in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz,

Niedersachsen und Bayern, um

nur einige zu nennen. Tobias Köpcke in der

Funktion als Internet- und Pressebeauftragter

besuchte die Delegiertenversammlung

Dr. Günther Hanke (Präsident LAK BaWü), Daniel Mädler (Präsident BPhD), Daniela

Kolberg (EPSA Beauftragte BPhD), Dr. Karsten Diers (Geschäftsleitung LAK BaWü) und

Patrick Schäfer (Leiter Aus-, Fort- und Weiterbildung LAK BaWü)

Thomas Behr (Vorstand LAK RLP), Dr. Arnuf Klein (Geschäftsführer LAK RLP), Joachim

Thoss (Aus-, Fort- und Weiterbildung LAK RLP), Daniel Mädler (Präsident BPhD) und

Matthias Hohner (FS Mainz)

in Berlin und weitere Besuche bei anderen

Kammern sind für dieses Jahr fest eingeplant.

Als Beispiele der Zusammenarbeit zwischen

Kammern und BPhD sind natürlich

der Ausbildungsausweis bzw. eine Ausbildungsbestätigung

zu nennen, aber auch die

Kursangebote zur Fortbildung während des

Praktischen Jahrs sollten nicht außer Acht

gelassen werden. Gemeinsam sollte man

auch über die Möglichkeiten diskutieren,

die dazu beitragen, dass jedem Pharmazeuten

im Praktikum (PhiP) eine gute praktische

Ausbildung geboten wird. Neben der

Qualität der Ausbildung sollten natürlich

auch die Rahmenbedingen, wie beispielsweise

die Vergütung eines PhiPs, stärker in

den Fokus rücken.

Aber wir sind zuversichtlich, dass

wir als Nachwuchs bei den Kammern auf

eine erfolgreiche und intensive Zusammenarbeit

hoffen können.

Tobias Köpke,

Beauftragter für Internet und Presse

des BPhD e.V.

der bPhd e.v. –

einer für aLLe und aLLe für einen

Seit Jahren engagiert sich der BPhD e.V., um das Pharmaziestudium zu verbessern

und den Studierenden einige Vorteile bieten zu können. So hat der BPhD beispielsweise

bei der Änderung der Approbationsordnung mitgewirkt und sich an den Diskussionen

beteiligt und so die Funktion einer aktiven Interessenvertretung wahrgenommen.

Darüber hinaus bietet der BPhD ein vielfältiges

Informationsangebot. Neben einem

Newsletter für alle Studierenden und Pharmazeuten

im Praktikum haben wir auch für

alle Ehemaligen und Fördermitglieder einen

Ehemaligenreport etabliert. Dadurch erfahren

alle Mitglieder immer zuerst, was beim

BPhD gerade aktuell auf der Tagesordnung

steht. Dabei dient auch unser Facebook-

Auftritt dem Austausch aller Pharmaziestudierenden

in Deutschland untereinander.

Auch die Hilfestellung in Form von Leitfäden

zum Praktischen Jahr, einem Auslandsaufenthalt

oder der Famulatur können eine

wertvolle Unterstützung während der Ausbildung

zum Apotheker sein.

Hilfreich für alle diejenigen, die einen Auslandsaufenthalt

planen, sind auch die Erfahrungsberichte

im entsprechenden Bereich

unserer Homepage. So kann ein erster

Eindruck vom Wunschziel gewonnen werden.

Außerdem koordinieren wir die Austauschprogramme

des IPSF „SEP“ (Student

Exchange Programme) und des EPSA

„IMP“ (Individual Mobility Project) hier in

Deutschland, die einen Aufenthalt im Ausland

ermöglichen können.

Neben diesen Informationen hat der BPhD

eine Online-Plattform zum Datenaustausch

eingerichtet, sodass die Fachschaften

stärker miteinander vernetzt sind und noch

effektiver zusammenarbeiten können.

Ein weiteres Kernstück unserer Homepage

ist die PJ-Stellenbörse. Angehende Pharmazeuten

im Praktikum können auf diese

Weise leicht eine geeignete Ausbildungsapotheke

finden. Der BPhD e.V. sammelt

die Erfahrungen im Praktischen Jahr, um

sie dann den nachfolgenden PhiP-Generationen

zur Verfügung stellen zu können.

So kann sich jeder vor seinem Praktischen

Jahr informieren, welche Apotheken eine

gute Ausbildung anbieten. Dazu führt der

BPhD Umfragen bei „fertigen“ PhiPs durch,

um die Ausbildungssituation zu erfassen. In

Zukunft möchte der BPhD e.V. unter allen

PhiPs, die den Fragebogen ausgefüllt haben,

jährlich drei Preise verlosen.

Daneben ist auch die Stellenbörse für Promotionsstellen

und die Anzeigen für Apotheker

zu nennen, die das Stellenmarktangebot

abrunden.

Zu finden sind auf der Homepage einige

nützliche Downloads von Musterverträgen

und Bescheinigungen (Famulaturbescheinigung),

die den Start in den Beruf ungemein

erleichtern können.

Der BPhD e.V. bietet also einige Vorzüge

für alle Pharmaziestudierenden. Auch in

Zukunft wird der Bundesverein der Pharmaziestudierenden

in Deutschland e.V. seine

Aufgaben wahrnehmen und versuchen,

das bestehende Angebot noch weiter auszubauen.

verantwortlich FÜr die rubriK bPhd e.v.:

Tobias Köpcke, Beauftragter für Internet und Presse des BPhD e.V.

Turmstraße 9 | 10559 Berlin

internet@bphd.de | www.bphd.de

Termine BPHD 2013

05.04.–07.04.

epSA training weekend in Frankfurt

12.04.–13.04.

„pharmazie 2020“ – Zusammenarbeit

der Dphg mit dem BphD in

weimar

22.04.–28.04.

36. epSA Annual Congress

in Catania (ItA)

09.05.–12.05.

114. BVt in Berlin

07.06.–09.06.

pharmaweekend in Bonn

30.07.–09.08.:

59 th IpSF world Congress

in Utrecht (nl)

08.09.–13.09.:

world Health Students Symposium

in lausanne (CH)

31.08.–05.09.:

FIp world Congress 2013

in Dublin (IRe)

18.09.–21.09.:

expopharm in Düsseldorf

08.11.–10.11.:

115. BVt in Frankfurt


Immunologie,

58 UniDAZ 01/2013 Feuilleton Feuilleton 01/2013 UniDAZ 59

imPreSSum

UniDAZ – Das Studentenmagazin der

Deutschen Apotheker Zeitung

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Apotheker Dr. Benjamin Wessinger (wes)

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Telefon: 0711/25 82-215

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Deutscher Apotheker Verlag

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Verlag: 0711/25 82-0

Redaktion: 0711/25 82-215

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Apotheker Dr. Benjamin Wessinger

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Thomas Christ, Tel. 0711/25 82-241

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UniDAZ – das Studentenmagazin der

Deutschen Apotheker Zeitung erscheint

zweimal jährlich. Es ist Bestandteil des

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Zeitung zum Vorzugspreis für Studenten

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genauso langsam heraus. Der

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Wirksto : 8% Ciclopirox. Zusammensetzung: 1 g wirksto -

haltiger Nagellack enthält 80 mg Ciclopirox. Sonstige Bestandteile:

Ethylacetat, Ethanol 96%, Cetylstearylalkohol,

Hydroxypropylchitosan, gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete:

Durch Dermatophyten und/oder andere Ciclopirox-sensitive

Pilze hervorgerufene Pilzerkrankungen der Nägel.

Gegenanzeigen: Überemp ndlichkeit gegen einen der

Inhaltssto e. Kinder unter 18 Jahren (fehlende Erfahrung).

Nebenwirkungen: Sehr selten Rötung, Schuppung, Brennen

und Jucken an den behandelten Stellen. Warnhinweis: Enthält

Cetylstearylalkohol, örtlich begrenzte Hautreizungen (z.

B. irritative Kontaktdermatitis) möglich. Packungsgrößen:

3,3 ml und 6,6 ml. Apothekenp ichtig. Stand: August 2012.

Taurus Pharma GmbH, Benzstr. 11, 61352 Bad Homburg.

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