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8 UniDAZ 01/2013 StUDIUm

StUDIUm

01/2013 UniDAZ 9

zum Arzneistoff und schließlich zum Arzneimittel

entwickelt werden muss. Der Studiengang

vermittelt die methodische und

fachliche Grundlage für eine leitende Tätigkeit

in Herstellungs-, Prüfungs-, Forschungs-

und Entwicklungsabteilungen

der Pharmaindustrie und anderen Betrieben

im In- und Ausland.

mASteRStUDIengAng

ARZneImIttelFoRSCHUng,

DRUg ReSeARCH

Dieses Aufbaustudium mit starker Forschungsorientierung

vermittelt die Fähigkeit

zur selbstständigen Bearbeitung von

wissenschaftlichen Problemstellungen und

Aufgaben, insbesondere in der pharmazeutischen

und der Pharmazie-nahen Industrie

oder im Forschungsbereich. Während

des Studiums werden Pflicht- und

Wahlpflichtmodule belegt, die der Teilnehmer

gemeinsam mit einem betreuenden

Hochschul lehrer, seinem Mentor, individuell

gestaltet. Der Mentor steht dabei

stellvertretend für eines der sechs Fachgebiete

im Bereich der Pharmazie. Bis zum

Erstellen der Masterarbeit wird zu einem

Großteil der Zeit praktisch gearbeitet, bei

der Arbeit in Laboratorien der Arbeitsgruppen

werden die ersten Leistungspunkte

und die notwendigen Informationen für

die Abschlussarbeit gesammelt. Laut Einschätzung

des AQAS e.V. erweist sich das

Studium der Arzneimittelforschung als

echte Alternative für Studierende, die aus

verschiedensten Gründen keine Promotion

beginnen, bzw. die eine Masterarbeit zur

Vorbereitung auf eine mögliche Promotion

nutzen möchten.

HIlFReICHe InteRnetSeIten BeI

DeR SUCHe nACH AUFBAUStUDIengängen:

» Wo möchte

ich mich

beruflich

verwirklichen?«

mASteRStUDIengAng

ARZneImIttelZUlASSUng,

DRUg RegUlAtoRy AFFAIRS

Die Zulassung neuer Medikamente ist ein

komplexer Vorgang, der in jedem Unternehmen

über dessen Erfolg entscheidet und

hoch qualifiziertes Personal erfordert. Als

Grundlage für diese Herausforderung eignet

sich das Pharmaziestudium im besonderen

Maße, da auf dieser Grundlage weiteres

Fachwissen aufgebaut werden kann.

Von der Entwicklung des Arzneimittels bis

zum Antrag auf Zulassung ist es ein langer

Weg auf dem viele, zum Teil stark unterschiedliche

Fachdisziplinen eine wichtige

Rolle spielen. Der Drug Regulatory Affairs

Manager stellt dabei eine wichtige Schnittstellenfunktion

dar und arbeitet mit allen

Fachabteilungen eines Pharmaunternehmens

eng zusammen, ebenso mit Behörden

und außerbetrieblichen wissenschaftlichen

Institutionen. Vorrangig beschäftigt sich

der Apotheker im Bereich der Drug Regulatory

Affairs mit der Zulassung von Arzneimitteln,

insbesondere mit dem Nachweis

von Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.

Aber auch nach Marktreife muss

das Arzneimittel diesen Anforderungen

– Allgemeine Internet-Suchmaschinen

– AUBI-plus gmbH mit weiterbildungsangeboten, die nach Berufsgruppen

sortiert sind www.aubi-plus.de/weiterbildungsangebote/suchmaschine.html

– targroup media gmbH, ein wegweiser rund ums Studium gesundheit,

pflege & Soziale Arbeit www.gesundheitsmanagement-studieren.de

– wDA wirtschaftsakademie Deutscher Apotheker, ein berufsbegleitendes Ausbil -

dungskonzept speziell für Apotheker www.wda-akademie.de/die-wda.html

– auf der Seite der Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz

befinden sich umfangreiche Informationen zum Studium in Deutschland

www.hochschulkompass.de

– zahlreiche Studiengänge im Fachbereich medizin und pharmazie findet man

unter http://www.study-plus.de/studiengaenge/fachbereich/7/medizin%20

und %20pharmaziepHpSeSSID=5dpq6gb7vcsurcevmurh219823

entsprechen und weiter beobachtet werden.

Die Tätigkeiten eines Drug Regulatory

Affairs Managers erfordern dabei ein gewissenhaftes

und verantwortungsbewusstes

Arbeiten sowie ein hohes Maß an Sorgfalt

und Selbstorganisation.

mASteRStUDIengAng

geSUnDHeItSFüRSoRge, Con­

SUmeR HeAltH CARe (CHC)

Das CHC-Studium sieht sich als Ergänzung

zum abgeschlossenen Hochschulstudium

und setzt bereits erste berufliche Erfahrungen

in einem Gesundheitsberuf voraus.

Ein Gesamtziel des Masterstudienganges ist

die Förderung von Prävention und Selbstverantwortung

der Menschen zur Verbesserung

der Gesundheit der Bevölkerung.

Die im Studium erlangten Kenntnisse und

Fähigkeiten sind für verschiedenste Tätigkeiten

im Gesundheitswesen einsetzbar:

Management-Aufgaben in Firmen, in Krankenkassen,

bei Behörden und Verbänden;

ebenso zählen beratende und aufklärende

Tätigkeiten dazu. In den modular aufgebauten

Lehrveranstaltungen werden unter

anderem die Themen Klinische Pharmakologie

und Biostatistik, Pharmakoepidemiologie

und Pharmakoökonomie, Methoden

zur Analyse des Arzneimittel- und Gesundheitsmarktes,

Gesundheitsmanagement,

sowie ethische Aspekte der Arzneimittel-

und Gesundheitsversorgung besprochen.

Im Beruf kommen Management-Aufgaben

in Firmen, Krankenkassen, Behörden und

Verbänden, ebenso wie beratende und aufklärende

Tätigkeiten auf die Absolventen zu.

geSUnDHeItSwISSen­

SCHAFten, pUBlIC HeAltH

Der in der deutschen Bezeichnung verwendete

Plural weist schon auf die Vielfältigkeit

und interdisziplinäre Ausrichtung dieses

Studienganges hin. Im Studium Public

Health werden die Leistungen des Gesundheitssystems

untersucht und nach Möglichkeiten

gesucht, diese politisch und ökonomisch

zu beeinflussen. Dabei dient die

Medizin der Diagnostik von Erkrankungen,

im Bereich der Epidemiologe und Statistik

werden diese Krankheiten quantitativ

erfasst, durch die Sozialwissenschaften werden

gesellschaftliche, wirtschaftliche und

politische Einflüsse berücksichtigt. Mit Hilfe

der Psychologie versucht man, gesundheitsbezogene

Verhaltensweisen aufzuklären

und mit Strategien aus dem Bereich

der Erziehungswissenschaften möchte man

letztlich dieses Wissen umzusetzen.

Foto: Robert Kneschke – Fotolia.com

geSUnDHeItSmAnAgement,

HeAltH CARe mAnAgement

(HCm)

Im HCM-Studium werden die Fächer Betriebswirtschaft,

Gesundheitsökonomie,

Gesundheitspolitik sowie Recht im Gesundheitswesen

unterrichtet und dabei

wichtig Managementkenntnisse (Managementtheorie

und -fähigkeiten) vermittelt.

Um die erlernten Managementfähigkeiten

optimal umsetzen zu können, wird starker

Wert auf Praxisnähe gelegt und die Teilnehmer

werden noch während des Studiums

in aktuelle Projekte im Gesundheitsbereich

einbezogen. Es geht darum, übergeordnete

Zusammenhänge zu erkennen und die

komplexen Abläufe im Gesundheitssystem

zu verstehen, um darin agieren zu können.

Absolventen des HCM-Studiums sollen

später Gesundheitssysteme gestalten und

Gesundheitsdienstleister (Pflegeeinrichtungen,

Krankenhäuser, Krankenversicherungen)

führen oder beraten können, auch

in industriellen Bereichen ist eine Anstellung

als HCM möglich.

InteRnAtIonAl HeAltH

(CARe mAnAgement)

Das International Health-Studium befasst

sich vorrangig mit armutsbedingten Gesundheitsproblemen

in Entwicklungsländern.

Das Leitbild des Studiums ist die

weltweite Verbesserung der Gesundheitsversorgung

benachteiligter Bevölkerungsgruppen.

Dies umfasst Gesundheitsförderung

und Krankheitsprävention sowie

Planung und Durchführung von Krankheitsbekämpfung

in Ländern, in denen es

häufig an einem (funktionierenden) Gesundheitssystem

fehlt. Inhaltlich geht es in

diesem Studium um den Vergleich der unterschiedlichen

Gesundheitssysteme und

um das Verständnis für diese verschiedenen

Strukturen. Auch das Gesundheitsmanagement

und dessen Wirtschaftlichkeit

sowie Gesundheitspolitik sind wichtige Inhalte

des Lehrplans. Weitere Schwerpunkte

liegen im Bereich der Tropenmedizin,

Reisemedizin, Ernährungswissenschaften,

Psychologie und Soziologie sowie Pflegewissenschaften

und der Anthropologie.

Zwischen den Kursen arbeiten die meisten

Studenten in Kliniken oder zur Praxissammlung

an Projekten internationaler

Organisationen.

Wer unter den hier vorgestellten Angeboten

der Aufbaustudiengänge noch nicht

das passende gefunden hat, kann sich

auch über vielseitige Angebote der ABDA

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

weiter qualifizieren. Neben der

Möglichkeit sich in unterschiedlichen Gebieten

zum Fachapotheker zu spezialisieren,

kann in weiteren Bereichen eine entsprechende

Zusatzbezeichnung erworben

werden. Auch die Apothekerkammern,

Fachgesellschaften, etliche Vereine und Institute

bieten regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen

an. Neben all der Theorie sei

letztlich noch zitiert „Probieren geht über

studieren“, denn auch die Praxis ist eine

geeignete Schulungsmaßnahme!

Von Annika van der Linde, PhiP,

Apotheke Hamminkeln

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