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Aktuelles

Januar 2008 Gesetzgebung

durch die Reform insgesamt rd. 5 Mrd. EUR betragen soll, sind weitere Gegenfinanzierungsmaßnahmen

in erheblichem Umfang vorgesehen, die auch mit dem

Jahressteuergesetz 2008 fortgefçhrt werden.

Der nachfolgende Querschnittsbeitrag gibt auch hierzu einen Ûberblick hinsichtlich

– Regelungen,

Aspekte;

Gestaltungsmæglichkeiten und Risiken der internationalen

– der Funktionsverlagerung und anderer Ønderungen im Außensteuergesetz;

– der Neuregelung der Hinzurechnungsbesteuerung;

– der Behandlung von Beteiligungsaufwendungen und

– der Neuregelung des § 42 AO (Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmæglichkeiten).

Hinweis:

Die internationalen Aspekte der erst zum 1.1.2009 in Kraft tretenden Regelungen der Abgeltungssteuer

werden in einem weiteren Beitrag im Fach „Aktuelles“ erlåutert.

B. Steuersatzånderungen bei der

Kærperschaftsteuer und Folgeprobleme

I. Steuersatzånderung und Gesamtbelastung bei

Kærperschaften und deren Anteilseignern

Die integrierte Gesamtbelastung thesaurierter Gewinne von Kapitalgesellschaften

durch Kærperschaftsteuer, Solidaritåtszuschlag und Gewerbesteuer wird auf knapp

unter 30 % abgesenkt.

Hierzu wird zum einen die Kærperschaftsteuer von derzeit 25 % auf 15 % reduziert

(§ 23 Abs. 1 KStG 2008). Zum anderen wird die Gewerbesteuermesszahl bei

gleichzeitiger Streichung des Abzugs der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe von

5 % auf 3,5 % gesenkt. Unter Einbeziehung des Solidaritåtszuschlags ergibt sich

damit bei einem ærtlichen Gewerbesteuerhebesatz von 400 % eine Gesamtbelastung

der thesaurierten Gewinne von Kapitalgesellschaften von 29,8 %.

Die Gewinnausschçttungen werden ab dem Jahr 2009 nicht mehr im Halbeinkçnfteverfahren

besteuert, sondern in voller Hæhe der Abgeltungssteuer von

25 % (zzgl. Solidaritåtszuschlag) unterworfen, sofern die Beteiligung im Privatvermægen

gehalten wird (§ 52a Abs. 15 EStG 2008). Gehært die Beteiligung dagegen

zum Betriebsvermægen eines Personenunternehmens, dann unterliegen die

Beteiligungsertråge nach wie vor der allgemeinen Einkommensteuer. Allerdings

wird das Halbeinkçnfteverfahren zu einem Teileinkçnfteverfahren umgestaltet,

bei dem 40 % der Ertråge aus einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft steuerfrei

bleiben (§ 3 Nr.40 Satz 1 EStG 2008). Auch die 60 %ige Steuerpflicht von Dividenden

und Gewinnen aus der Veråußerung von Kapitalbeteiligungen gilt nach

§ 52a Abs. 3 EStG 2008 erstmals ab dem VZ 2009, da sie im Zusammenhang mit der

Einfçhrung der Abgeltungssteuer steht.

Seite 6/Rupp/2008.

Leseprobe Seite 7

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