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C

Länderdarstellungen/EU

Frankreich

A. Natürliche Personen

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2. Bemessungsgrundlage

a) Steuerpflichtiges Einkommen

Im Inland ansåssige natçrliche Personen unterliegen der Besteuerung mit ihren

weltweiten Einkçnften, sofern nicht ein DBA etwas anderes vorsieht. Nichtansåssige

unterliegen der Steuer nur mit den Einkçnften aus franzæsischen Quellen

(fi Rz. 105 ff.).

Nach dem franzæsischen Steuerrecht erfolgt die steuerliche Veranlagung auf

Grundlage des Vorjahreseinkommens. Demnach wird im Jahr 2007 die Veranlagung

des Einkommens des Jahres 2006 durchgefçhrt. Grundsåtzlich werden

bei der Verabschiedung des Finanzgesetzes zum Ende des Jahres die neuen Zahlen

vorgelegt, die fçr das Einkommen dieses Jahres gelten, das im Folgejahr veranlagt

wird.

Eine allgemeingçltige Definition des steuerpflichtigen Einkommens fehlt. Steuerpflichtiges

Einkommen ist im Allgemeinen die Summe aller Einkunftsarten des

Steuerpflichtigen. Die Einkunftsarten sind Einkçnfte aus

– nichtselbståndiger Arbeit (einschließlich denen aus frçheren Dienstverhåltnissen),

– gewerblicher Tåtigkeit,

– unbeweglichem Vermægen,

– Landwirtschaft,

– freiberufliche und sonstige Einkçnfte (nichtgewerbliche Einkçnfte, z. B. Tåtigkeiten,

die von natçrlichen Personen als Anwålte oder Ørzte ausgeçbt werden,

sowie Tåtigkeiten, die keiner anderen Kategorie zuordenbar sind),

– Tåtigkeiten bestimmter Geschåftsfçhrer, die Kapitalgesellschaften mit wenigen

Gesellschaftern oder Kommanditgesellschaften leiten,

– Kapitalvermægen (bewegliches Eigentum, z. B. Aktien und Schuldverschreibungen),

– Veråußerungsgewinnen.

Die Einkçnfte jeder Einkunftsart setzen sich zusammen aus den Bruttoeinnahmen

abzçglich der Ausgaben, die dem Erwerb oder der Erhaltung der betreffenden

Einkçnfte dienen. Die jeweiligen Einkçnfte werden nach den Berechnungsverfahren

der jeweiligen Einkunftsart ermittelt (fi Rz. 12 ff.).

Die Summe der „Nettoeinkçnfte“ aller Einkunftsarten wird dann zum Gesamtbruttoeinkommen

zusammengerechnet. Persænliche Abzçge (fi Rz. 43 f.) und

Freibetråge (fi Rz. 45) werden bei der Berechnung des Gesamtnettoeinkommens

berçcksichtigt. Die darauf erhobene Einkommensteuer (fi Rz. 54 ff.) wird durch

Anrechnung bzw. Ermåßigung reduziert (fi Rz. 46 ff.).

Bestimmte Einkunftsarten, wie die Gewinne aus bestimmten Verkåufen von Anteilen,

unterliegen einer Pauschalsteuer, die die gesamte Steuerpflicht auf solches

Einkommen abdeckt.

Eine Einkommensnivellierung ist hinsichtlich außerordentlicher, nicht wiederkehrender

Einkçnfte (d. h. Einkçnfte, die auf Grund ihrer Natur nicht regelmåßig

erzielt werden, wie z. B. die Liquidationserlæse einer Gesellschaft) mæglich.

Begçnstigt sind die Einkçnfte, die das durchschnittliche steuerpflichtige Ein-

Seite 6/Frankreich.

Leseprobe Seite 19

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