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C

Länderdarstellungen/EU

Frankreich

A. Natürliche Personen

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Gewinne, die von Personengesellschaften erzielt wurden, die nicht fçr eine Besteuerung

als Kærperschaft optieren, werden nach dem Transparenzprinzip bei den

Gesellschaftern als gewerbliche Einkçnfte besteuert.

b) Freiberufliche Einkçnfte

Die Einkunftsart der freiberuflichen Einkçnfte umfasst hauptsåchlich Einkçnfte

aus freien Berufen, Einkçnfte aus nicht gewerbetreibenden Bçros (z. B. Notare) und

Einkçnfte aus jeder Tåtigkeit, die nicht in eine andere Einkunftsart fållt.

Grundsåtzlich wird das steuerpflichtige Einkommen aus freiberuflicher Tåtigkeit

durch die Differenz aus den Einnahmen und Aufwendungen wåhrend des Veranlagungszeitraums

mittels Einnahmen-Ûberschussrechnung bestimmt, es sei

denn, der Steuerpflichtige optiert fçr eine Gewinnermittlung durch Betriebsvermægensvergleich.

Freiberufliche Einkçnfte unterliegen dem gewæhnlichen progressiven Einkommensteuersatz

(fi Rz. 54 ff.) und den Sozialsteuern (CSG und CRDS, fi Rz. 72 ff.).

Ist der Steuerpflichtige kein Mitglied eines der offiziellen Buchfçhrungszentren,

das seine Bçcher fçhrt und kontrolliert, wird das steuerpflichtige Einkommen bei

der Einkommensteuerberechnung mit dem Faktor 1,25 multipliziert.

5. Einkçnfte aus Kapitalvermægen

a) Dividenden

Zum 1.1.2005 wurde das Kærperschaftsteuer-Anrechnungssystem durch ein modifiziertes

klassisches System ersetzt. Fçr Dividenden, die an ansåssige natçrliche

Personen nach dem 1.1.2005 gezahlt werden, wird keine Anrechnungsgutschrift

(avoir fiscal) mehr gewåhrt. Stattdessen werden die Dividenden zur Einkommensteuer

veranlagt, allerdings nur mit 60 % (2007) ihres Betrags („Teileinkçnfteverfahren“).

Dies gilt sowohl fçr franzæsische Dividenden sowie fçr auslåndische Dividenden

aus Låndern, mit denen ein DBA besteht, sofern die auslåndische

ausschçttende Gesellschaft dem Grunde nach (jedoch nicht notwendigerweise

tatsåchlich) im Ausland einer mit der franzæsischen vergleichbaren Kærperschaftsteuer

unterliegt. Weiterhin wird ansåssigen natçrlichen Personen ein Steuerfreibetrag

(1 525 EUR im Jahr 2007, das Doppelte fçr Paare) und eine geringe Steuergutschrift

(115 EUR, das Doppelte fçr Paare) hinsichtlich der Dividende gewåhrt.

Zusåtzlich zur Einkommensteuer unterliegen Dividenden den Sozialabgaben

(fi Rz. 72 ff.), die auf den vollen Betrag erhoben werden.

b) Zinsen

Im Allgemeinen unterliegen Zinseinkçnfte der Einkommensteuer nach dem allgemeinen

progressiven Steuersatz (fi Rz. 54 ff.). Allerdings kann eine abgeltende

Besteuerung (pr l vement lib ratoire) nach Pauschalsåtzen angewandt werden.

Diese abgeltende Pauschalsteuer ist fçr nichtansåssige Personen obligatorisch.

Ansåssigen natçrlichen Personen ist sie grundsåtzlich freigestellt, mit Ausnahme

verschiedener Zinsarten, fçr die sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Berçcksichtigung

entstandener Ausgaben ist im Allgemeinen nicht gestattet, soweit die

abgeltende Besteuerung angewandt wird.

Seite 10/Frankreich.

Leseprobe Seite 23

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