04 - memoria.ch

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waffe (von steuern finanziert), und

in zahlreichen fällen wurden menschen

mit dem sturmgewehr bedroht!

mann ist versucht, den

rechtsstaat anzuklagen, der fahrlässig

beihilfe zum mord leistet.

aber hierzulande noch lange kein

grund, die gut 420'000 sturmgewehre

einzuziehen, wär ja noch

schöner, wenn die waffenbesitzer

ihren stolz zurückgeben müssten.

und dennoch bestätigen kriminologen:

„eine griffbereite waffe ermuntert

zur tat.“

wer von euch hat kein swiss army

knife zu haus? tja, und so wie wir

alle was so praktisches haben, lässt

sich mit dem qualitätsmerkmal arbeiten.

vor langen jahren machte

schon die firma “victorinox swiss

army knives, watches and sunglasses”

in den usa folgende werbung:

„history’s best equipped army

isn’t alexander the great’s, ceasar’s,

or charle-magne’s. but that

of a small country with really good

cheese. switzerland. the swiss alps

are postcard perfect. yet inside

they house hos-pitals, army divisions

and enough petroleum to

fuel the military for over a year.

seemingly innocent chalets double

as storage depots.” [die am besten

ausgerüstete armee der geschich-

te ist nicht die alexanders des grossen,

caesars oder charlemagnes.

sondern die eines kleinen landes

mit wirklich gutem käse. die

schweiz. die schweizer alpen sind

postkarten-perfekt. jedoch im innern

beherbergen sie spitäler, armeedivisionen

und genügend benzin,

um das militär für über ein jahr

zu versorgen. scheinbar unschuldige

chalets dienen als lagerhäuser.]

exklusiver geschmack war halt

schon immer etwas teurer, aber es

nur schon zeigen zu können, lohnt

sich doch.

hierzulande gibts noch mehr so

praktische dinger. angehörigederarmee

und deren angehörige können

einander fresspäckli neu bis

5 kg gratis per privatisierter post

zuschicken – der inhalt soll übrigens

nicht kontrolliert werden…

und päckli im tarnanzug können

sogar schon vorgefertigt als swissarmypack

erobert oder erstanden

werden.

und trotzdem. die helvetische militärküche

ist besser als ihr ruf. unlängst

hat unsere militärköchenationalmannschaft

(so was gibts

wirklich!) an deren weltmeisterschft

(ja, sogar das gibts) in luxemburg

die goldmedallie „unter

das war wieder ein fest!

habt ihr schon mal mitgemacht

beim knabenschiessen? da werden

übrigens keine, wie so oft mit einem

schmunzeln missverstanden

wird, knaben geschossen!... das

grosse volksfest, organisiert von

der schützengesellschaft der stadt

zürich, ist ein wettschiessen der 13

–16 jährigen knaben, an dem seit

1991 auch mädchen und nichtzürcher

mitschiessen dürfen. der

schützenkönig steht meist erst am

feiertäglichen knabenschiessenmontag

nach dem ausstich fest.

der sieger (oder die –in) darf sich

neben einem hohen militär posieren.

daneben findet die gigantische

chilbi statt.

nach beginn des 19. jahrhunderts

bildete das knabenschiessen den

abschluss der waffenübungen

(= rs) der zürcher jugend, das „von

alters her darauf abgesehen gewesen

sey, zürichs söhne zu kriegern

zu bilden und sie zur verteidigung

ihres vaterlandes geschickt

zu machen.“

getreu dem motto „den frieden

kriegen wir auch noch hin!“

AMEN

feldbedingungen“ erkocht…

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