Wir feierten Firmung

rankweil

Wir feierten Firmung

Jg. 2005/2006 - Nr. 35 - 18. Juni 2006

Wir

feierten

Firmung


Seite 2 Rankweiler Pfarrblatt

Lesung: Ez 17,22-24

So spricht Gott, der Herr: Ich selbst

nehme ein Stück vom hohen Wipfel

der Zeder und pflanze es ein. Einen

zarten Zweig aus den obersten Ästen

breche ich ab, ich pflanze ihn auf einen

hoch aufragenden Berg. Auf die

Höhe von Israels Bergland pflanze ich

ihn. Dort treibt er dann Zweige, er

trägt Früchte und wird zur prächtigen

Zeder. Allerlei Vögel wohnen darin;

alles, was Flügel hat, wohnt im Schatten

ihrer Zweige. Dann werden alle

Bäume auf den Feldern erkennen,

dassch der Herr bin. Ich mache den

hohen Baum niedrig, den niedrigen

mache ich hoch. Ich lasse den grünen-

den Baum verdorren, den verdorrten

erblühen. Ich, der Herr, habe gesprochen,

und ich führe es aus.

Evangelium: Mt 4,26-34

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:

Mit dem Reich Gottes ist es so, wie

wenn ein Mann Samen auf seinen Akker

sät; dann schläft er und steht wieder

auf, es wird Nacht und wird Tag,

der Samen keimt und wächst, und der

Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt

von selbst ihre Frucht, zuerst den

Halm, dann die Ähre, dann das volle

Korn in der Ähre. Sobald aber die

Frucht reif ist, legt er die Sichel an;

denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte:

Womit sollen wir das Reich Gottes

vergleichen, mit welchem Gleichnis

sollen wir es beschreiben? Es gleicht

einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste

von allen Samenkörnern, die man

in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann

geht es auf und wird größer als alle

anderen Gewächse und treibt große

Zweige, so dass in seinem Schatten die

Vögel des Himmels nisten können.

Durch viele solche Gleichnisse verkündete

er ihnen das Wort, so wie sie

es aufnehmen konnten. Er redete nur

in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern

aber erklärte er alles, wenn er mit

ihnen allein war.

Das Reich Gottes und der Geist der Wahrheit

Im Evangelium zum Sonntag ist vom

Reich Gottes die Rede, das klein anfängt,

jedoch wächst und gedeiht. Der

Begriff "Reich Gottes" klingt schön,

erstrebenswert und faszinierend, hat

jedoch für viele von uns wenig konkreten

Inhalt. In das Reich Gottes

wird allerhand hineinprojiziert

und nicht selten beschleicht

mich Zweifel, ob alles

das, was wir uns unter dem

Reich Gottes vorstellen, auch

dem entspricht, was Gott für

uns vorbereitet hat. Auf jeden

Fall wird jedoch im Reich Gottes

der Geist der Wahrheit

herrschen, den Jesus seinen

Jüngern im Evangelium vom

Pfingstfest zugesagt hat. Dort

wo dieser Geist fehlt, wächst

ein anderes Reich! Bestand haben

wird aber nur das Reich

Gottes, weil allein der Geist

der Wahrheit Bestand haben

wird. Da bin ich mir sicher! Einigen

muss meine Predigt vom

Pfingstfest Anstoß zum Nachdenken

gewesen sein; sie wollten

nämlich meine damaligen

Gedanken nachlesen:

Der Geist von Pfingsten ist

der Geist von Wahrheit! Das haben

wir soeben im Evangelium gehört.

Das klingt schön, das klingt fromm

und lässt uns gleich mit Pilatus fragen:

Was ist Wahrheit? In der Tat: Viele

große und kleine Geister drängen auf

Menschen ein und erwarten, dass man

ihnen Gefolgschaft leistet, dass man

sie als Wahrheit anerkennt. Angesichts

der Vielzahl von Geistern, die uns

führen und leiten wollen, wird es

schwierig, Geister von Ungeistern zu

unterscheiden, sich führen und nicht

verführen zu lassen, kurzum den empfangenen

Geist der Wahrheit im Le-

ben zu erkennen und für sein Leben

fruchtbar zu machen.

Der Geist der Wahrheit - ein fürwahr

großes Wort, das Jesus uns Christen

verheißen hat. Vielleicht gelingt es uns

zu erkennen, wenn wir uns überlegen,

was das Gegenteil davon wäre: der

Geist der Lüge. Das klingt

hart! Wer lässt sich schon sagen,

dass er lügt, selbst wenn

man ihn dabei ertappt? Nehmen

wir andere Worte, die

harmloser klingen. Da ist der

Geist der Verschleierung.

Man lässt Menschen bewusst

im Dunkel der wirklichen

Ziele, weil man so leichter

das durchsetzen kann, was

man durchsetzen will. Man

baut Scheinwelten auf und

konstruiert Probleme, die

dann im Mittelpunkt des

Interesses stehen, um daneben

Entscheidungen zu treffen,

die wirklich das persönliche

und gemeinschaftliche

Leben beeinflussen. Sollten

wir meinen, dass eine solche

Taktik nur in der großen Politik

angewendet wird, irren

wir uns. Schauen wir aufmerksam

um uns. Vielleicht lassen uns manche

Vorkommnisse erblassen, weil wir

erkennen müssen, wie oft wir dem

Geist der Verschleierung begegnen.


Rankweiler Pfarrblatt Seite 3

Da ist der Geist der Einseitigkeit. Die

Menschheitsgeschichte ist geprägt von

Einseitigkeiten, die zu großem Schaden

geführt haben. Denken wir an

einseitige Information durch Zensur,

durch Manipulation und auch durch

die Auswahl, was und wie über etwas

informiert wird. Denken wir an die

Ungerechtigkeiten, die durch eine einseitige

Auslegung von Gesetzen geschehen

kann. Wir wissen auch um die

Gefahr, die von zweckgefärbter Deutung

von Bibelstellen, von kirchlichen

Dokumenten oder Suren aus dem Koran

ausgehen kann. Vergessen wir

nicht, wie sehr ein Text seinen Inhalt

verändern kann, wenn er aus dem Zusammenhang

gerissen wird, wenn

man nicht beachtet, in welcher Zeit

und unter welchen Umständen er verfasst

wurde. Schauen wir aufmerksam

um uns. Vielleicht lassen uns manche

Vorkommnisse erblassen, weil wir erkennen

müssen, wie leicht wir dem

Geist der Einseitigkeit auf den Leim

gehen.

Da ist der Geist des persönlichen Eigennutzes.

Wir oft erfahren wir diesen

Geist, der mit dem Geist der Wahrheit

so wenig zu tun hat, wie das Hoppeln

eines Hasen mit dem Eierlegen. Der

Geist des persönlichen Eigennutzes

siegt im alltäglichen Leben viel öfter

über den Geist der Wahrheit als wir es

wahrhaben wollen: Bequemlichkeit,

Ängstlichkeit, Unzucht, Egoismus,

Faulheit, Streit, Geheimniskrämerei,

Neid, Betrug, bewusstes Fördern von

Spaltungen und Parteiungen, um per-

Dämmerschoppen abgesagt

sönliche Wünsche und Vorstellungen

durchzusetzen. Schauen wir aufmerksam

um uns. Vielleicht lassen uns

manche Vorkommnisse erblassen,

weil wir erkennen müssen, wie erfolgreich

der Geist des persönlichen Eigennutzes

bei uns ist.

Dann ist da noch der Geist der Verführung.

Unseren Gedanken werden

durch diesen Geist nicht geführt sondern

verführt, vom Wichtigen und

Wahren abgelenkt, in die Irre geführt.

Scheinbar Edles, Erfüllendes, absolut

Notwendiges wird uns vorgegaukelt,

doch dahinter steht ein beinhartes

Interesse, sei es ein wirtschaftliches,

sei es ein ideologisches oder ein ganz

eigennütziges. Probleme werden instrumentalisiert

und manche Problemlösung

ist nicht viel mehr als ein

argumentatives Feigenblatt, um andere

Ziele zu erreichen. Schauen wir nur

darauf, wie uns Bedürfnisse eingeredet

werden, schauen wir nur darauf,

mit welcher Vehemenz mit dem Reiz

der Erotik gespielt wird oder wie Notsituationen

anderer emotional hochgewirbelt

werden, um in deren Luftschatten

eigene Wünsche durchzusetzen

- unter dem Deckmantel des Mitleids

und der Problemlösung. Schauen

wir aufmerksam um uns. Vielleicht

lassen uns manche Vorkommnisse erblassen,

weil wir erkennen müssen,

wie verletzlich wir dem Geist der Verführung

ausgesetzt sind.

Diesen Ungeistern gegenüber verheißt

uns Jesus den Geist der Wahrheit.

Mit Pilatus dürfen wir fragen:

Was ist Wahrheit? Vielleicht hilft uns

bei dieser Antwort, was Jesus im

Evangelium außerdem noch sagt: Der

Geist der Wahrheit wird Zeugnis für

mich ablegen; er wird mich verherrlichen.

Es geht beim Geist der Wahrheit

also um die Verehrung dessen,

was Jesus gesagt und getan hat, um

seinen Lebensstil. Genauso wenig wie

wir Liebe befehlen oder herzitieren

können, so wenig können wir den Lebensstil

Jesu anordnen und noch viel

weniger können wir den Geist Gottes

befehligen. Für Liebe, für den Lebensstil

Jesu, für den Geist der Wahrheit

braucht es Offenheit, braucht es Bereitschaft,

sich beschenken zu lassen.

Gott beschenkt uns mit seinem Geist.

Doch er stülpt ihn uns nicht über. Er

schenkt ihn jenen, die ihn inständig

und konsequent darum bitten. Diese

Haltung der Bitte, der Demut, der Bereitschaft,

der Offenheit ist Voraussetzung

für den Empfang des Geist der

Wahrheit. Es sind Haltungen, die wir

unser ganzes Leben einüben müssen.

Vielleicht können wir das mit den

Worten des Hl. Augustinus tun: Atme

in mir, du heiliger Geist, dass ich Heiliges

denke. Treibe mich, du heiliger

Geist, dass ich Heiliges tue. Locke

mich, du heiliger Geist, dass ich Heiliges

hüte. Hüte mich, du Heiliger

Geist, dass ich deine Gabe nie mehr

verliere! Amen, Halleluja!

Walter H. Juen

Weil an unserem traditionellen Termin auch heuer wieder

das Gastgartenfest der Rankweiler Wirtegemeinschaft stattfindet,

sagen wir den für 24. Juni geplanten Dämmerschoppen

am Kirchplatz bei der Basilika ab. So können wir

uns auch unter die Feiernden mischen und das reichhaltige

Angebot nützen. Sicherlich trifft man den einen oder die

andere, den/die man sonst vor der Basilika getroffen hätte.

Der AK Feste und Feier


Seite 4 Rankweiler Pfarrblatt

Feierliche Firmung mit Bischof Erwin Kräutler

Beim Eintritt in die blütenreich geschmückte

St. Josef-Kirche fällt der

Blick zuerst auf die Fuß-, Reifen- und

Handprofile an der Wand, die alle

nach oben gehen. "Christen sind

Menschen mit Profil" lautet das Motto.

Das greift Bischof Erwin bei seiner

mitreißenden Predigt im Dialekt

auch gleich auf: Mehr als nur ein Paar

Füße gehen diesen Weg - den Weg als

Christen mit Profil gehen wir gemeinsam.

Die Handabdrucke sieht er als

ein Symbol dafür, dass wir uns gegenseitig

Stütze und Halt geben, dem

Nächsten (nicht erst dem Übernächsten!)

die Hand einladend entgegenstrecken.

Schließlich holt sich Bischof

Erwin die Zustimmung einer Firmkandidatin,

dass heute der Firmweg

nicht zu Ende ist, sondern dass ein

selbst verantwortetes Leben kraft des

Heiligen Geistes beginnt - und mit einem

Lachen im Gesicht geht er davon

aus, dass sie im Namen aller FirmkandidatInnen

gesprochen hat. Das

"Amen", also die Bestätigung "So sei

In eigener Sache

es!" am Schluss der Predigt übergibt er

dem Volk und bringt so die volle Kirche

unter Begleitung der Chöre und

Instrumentalisten von Plesaure und

Shalom mit dem englischen "Amen"

zum Singen.

Dann treten die 38 Jugendlichen zur

eigentlichen Firmung vor den Altarraum.

Ihnen wird in eindrücklicher

Weise nicht nur von Bischof und

Pfarrer die Hände aufgelegt, sondern

auch von allen HauskreisbegleiterInnen,

die in Vertretung der ganzen

Pfarrgemeinde um den Segen für jede/n

Einzelne/n bitten. Nachdem der

Bischof im Gebet den Heiligen Geist

herab gerufen hat, tritt jede/r der

FirmkandidatInnen vor den Bischof,

um mit Chrisam gesalbt zu werden.

Die volle Kirche ist ganz still, nur die

Namen der Jugendlichen sind zu hören,

wenn der Bischof spricht: "N., sei

besiegelt mit den Gaben des Heiligen

Geistes". Ein eindrückliches Ritual,

das die drei Teile der Firmung abschießt.

Wenn Sie frische Luft lieben, gerne spazieren

gehen und bereit sind wöchentlich

(außer Schulferien), ca. eineinhalb

Stunde Zeit für unsere Pfarre zu investieren,

melden Sie sich bitte.

Es sind bis jetzt folgende Sprengel ab

Herbst 2006 frei:

Sprengel 14: Baldebrechtgasse, Kemtergasse,

Habsburgerstraße, 49 Stück

Der ganze Gottesdienst wurde von

den einzelnen Hauskreisen durch verschiedene

Elemente mitgestaltet: Angefangen

von der Wandgestaltung

über die Begrüßungsworte und den

Rückblick auf die Firmvorbereitung

mit Symbolen, den Fürbitten, den

Dankesworte am Schluss bis hin zur

Überreichung eines dicken Kuverts

für die Projekte von Bischof Erwin in

seinem Wirkfeld am Xingu (Brasilien).

Die festliche Gestaltung, wesentlich

auch durch das Zusammenwirken der

beiden Chöre Shalom und Pleasure

unterstützt, die Nähe, die Bischof Erwin

sofort herstellten konnte, sein

Humor, der alle immer wieder zum

Lachen brachte und natürlich auch die

festtäglich gestimmte Feiergemeinde

machten diesen Gottesdienst wirklich

zu einem Höhepunkt. Allen Mitwirkenden

sei auf diesem Weg nochmals

herzlich gedankt!

Brigitte Knünz

Sprengel 15: In der Schaufel 31 bis 98,

Bifangstraße 71 bis 79, 31 Stück

Wenn Sie zwei bis drei Mal pro Jahr verhindert

sind, ist dies auch kein Problem,

wir sorgen für Ersatz.

Wir freuen uns über Ihren Anruf:

Inge und Gerhard Pedot, Tel. 41709

für das Pfarrblatt-Team:

Inge Pedot


Rankweiler Pfarrblatt Seite 5

Oldtimersegnung am Marktplatz

Die Idee dazu ist entstanden im Ministrantenführungskreis

im Rahmen der

Überlegungen, wie wir Geld für unsere

Assisifahrt im kommenden Som-

mer erarbeiten könnten. Alex Abbrederis

hatte die Idee, dieses Anliegen

mit seinen anderen Hobbies zu verknüpfen

und so wurden die Fühler zu

unserem Pfarrer ausgestreckt, ob

denn eine Fahrzeugweihe möglich sei.

In diesem Rahmen haben unsere Ministranten

die Unterschiede der Worte

"Weihe" und "Segnung" gelernt:

"Wenn ich die Fahrzeuge weihe, gehören

sie der Kirche. Was ihr wollt ist eine

Segnung!" hat uns unser Pfarrer erklärt.

Die Idee wurde konkret. Ein

Termin wurde festgesetzt, Alex nahm

Kontakt mit seinen anderen Steckenpferden

auf, schickte ein paar E-Mails,

hat alles Mögliche organisiert, angefangen

von der Werbung, über die

Wirtschaft, bis hin zu den Einladung.

Am 28. Mai um ½ 8 haben wir vom

Ministrantenführungskreis uns mit

den anderen Veranstaltern, den Mad-

Minis und den Youngtimern getroffen

und mit dem Aufbau angefangen. Das

Wetter haben wir mit einer Mischung

aus Misstrauen und Gottvertrauen beobachtet.

Aus unserer Sicht erfreulich

waren die zahlreichen wunderbaren

Torten und Kuchen, die aus verschiedenen

Kreisen der KJ, ganz besonders

vom "Pleasure-Chörle" geliefert wurden.

Besonders erwähnenswert sind

auch die Ministrantenbuben aus der

Gruppe von Alex, die beim Kuchen

und beim Abwasch fleißig mitgearbeitet

haben! Langsam trödelten die ersten

Autos ein. Etliche Oldtimerlieb-

haber waren oben in der 9-Uhr-Messe,

sie und ihre Autos wurden oben am

Basilikaplatz gesegnet. Dann wurde

Pfr. Wilfried samt zwei Ministranten

in einem der Prachtfahrzeuge zum

Marktplatz chauffiert, wo er dann

auch den übrigen Fahrern und Fahre-

rinnen und ihren Fahrzeugen den Segen

spendete. Um Sicherheit im Straßenverkehr,

um eine gute Gemeinschaft

in den Vereinen, um das Bewusstsein

Vorbild zu sein, darum wurde

in den Fürbitten gebetet, bevor der

Pfarrer großzügig mit einem "ghöriga"

Aspergill (Weihwasserwedel) das

Weihwasser auf die Autos und deren

Fahrer verteilte. Der Satz von Pfr.

Wilfried, dass, wenn es wirklich geregnet

hätte, der Segen in noch mehr Fülle

hätte erfahren werden können, wurde

von den Anwesenden mit einem

Lächeln zur Kenntnis genommen, weniger

Fülle und ein ein wenig bewölktes

Wetter wurden vorgezogen. Die

Stimmung am Marktplatz war, auch

Dank der guten Musik, sehr gut. Man

aß, trank, besichtigte und bewunderte

die anwesenden Autos, fachsimpelte,

tanzte, usw. bis dann Petrus doch mit

einem Mairegenguss dem Festen ein

Ende setzte. Es war ein schönes, gelungenes

Fest. Uns vom Ministrantenführungskreis

hat es gut getan, wieder

einmal mit einem sehr motivierten

Verein wie den MadMinis zusammenzuarbeiten.

Ein herzliches DANKE

an unseren Hauptorganisator Alex

Abbrederis für alle seine Bemühungen.

Für den MFK: Cornelia Nagel


Seite 6 Rankweiler Pfarrblatt

Stimmt es, dass du gehst?

"Zieh fort aus deinem Land in das Land

das ich dir zeigen werde…" hörte Abraham

einst Gott sagen. Und er brach auf, ohne zu

zweifeln, verließ sein Land, verließ seine Sicherheit,

in die Ungewissheit hinein.

(vgl. Gen 12)

Aufbrechen in etwas Neues hinein ist

manchmal nicht leicht. Aufbrechen

und alle Sicherheiten hinter sich lassen

ist eine Herausforderung, der zu stellen

viel Mut erfordert. Manchmal

kommt der Ruf zum Aufbruch völlig

unerwartet. Manchmal entwickeln sich

Dinge anders, als man sie sich vorgestellt

hat. Manchmal sind neue Perspektiven

und Visionen einfach da

und es ist der richtige Zeitpunkt sich

darauf einzulassen.

"Conny, stimmt es, dass du weg

gehst?" Diese Frage hab ich in den

letzten Wochen öfter gehört und beantwortet

und ich möchte dies jetzt

auch im Pfarrblatt tun: Ja, es stimmt!

Ich gehe und ich setze mutig Schritte

in eine neue Richtung. Ich möchte ab

dem kommenden Herbst ein Rechtsund

Kirchenrechtsstudium in München

beginnen. Es ist sind dies Schritte,

die mich zwar in etwas andere Bereiche

hineinführen werden, die aber

doch aus meiner bisherigen Tätigkeit

als Pastoralassistentin in Rankweil

herausgewachsen sind. Ich habe hier

in Rankweil erfahren, dass kirchenrechtliche

Fragen - besonders im Zusammenhang

mit den Sakramenten

und Matriken - immer wieder wichtig

sind. Ich habe hier in Rankweil Menschen

kennen gelernt, die Experten

sind in diesem Gebiet und die es als

Krankensalbung 2006

Das Sakrament der Krankensalbung

will uns den Übergang von der Gesundheit

zur Krankheit, von der Vitalität

zur Gebrechlichkeit, vom Leben

zum Tod bestehen helfen. Zu dieser

Feier laden wir alle Betroffenen und

deren Angehörige, sowie die ganze

Pfarrgemeinde herzlich ein

am Samstag, 17. Juni,

um 15 Uhr,

in der St. Josef-Kirche.

alles andere als eine trockene Materie

sehen. Ich habe erlebt, dass es oft hilfreich

und heilsam sein kann, die Regeln

zu kennen und mit ihnen umgehen

zu können. Ich habe erlebt, dass

es viele Unsicherheiten und Ungenauigkeiten

gibt, die aus dem Nichtkennen

und Nichtwissen heraus resultieren.

Ich bin nicht allein auf die Idee

gekommen, aber ich habe mich intensiv

damit auseinandergesetzt, nach-

dem ich die mir gestellte Frage: "Wo

siehst du dich in fünf Jahren?" nicht

wirklich beantworten konnte. Vor

zwei Jahren hätte ich gesagt: "als Pastoralassistentin

in "meiner" Pfarre

Rankweil". Aber es gibt Entwicklungen

- in mir und um mich herum - die

mich auf einen neuen Weg führen. Ich

habe viele positive Erfahrungen machen

dürfen, seit ich im Herbst 2000

begonnen habe. Ich habe von den verschiedenen

Vorgesetzten und Mitarbeitern,

die ich in diesen Jahren erleben

durfte, vieles gelernt. Ich habe

gerne mitgearbeitet in vielen Bereichen

der Pfarre: in der Liturgie, besonders

im Familienliturgieteam (ich

schätze besonders die vielen verschie-

denen Formen, die hier immer möglich

waren und hoffentlich auch bleiben

werden), in der Hinführung der

Kommunionkinder zum Tisch des

Herrn, im Jugendausschuss, im Ministrantenführungskreis,

bei den Offenen

Kindernachmittagen, in den Sommerlagern

(ich habe inzwischen doch

einige Kinder, die ich im Religionsunterricht

hatte, zu tollen, starken Jugendlichen

heranwachsen sehen) im

Herz-Jesu-Heim-Besuchsdienst der

Pfarrcaritas (wo es mir vor allem in

Stresszeiten immer gelungen ist, zurückzuschalten

und ruhiger zu werden),

ich habe gern mitgearbeitet in

den Gremien Pfarrgemeinderat und

Regionalrat (es ist schön, Menschen

zu erleben, denen die Pfarrgemeinde

und die Region Herzensanliegen sind).

Es fällt mir nicht leicht, zu gehen, aber

es ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

Die neue Ausbildung wird mir

mehr Tiefe, neue Blickwinkel und

neue Perspektiven eröffnen und ich

freue mich darauf. Auch wenn das

jetzt kitschig klingt, mein Herz wird in

Rankweil bleiben und ich werde sicher

mit einigen hier Kontakt halten und

mitfühlen. Ich bin dankbar für vieles,

was ich hier erleben und erfahren

durfte. Ich habe mich im vergangenen

Jahr viel mit der Abrahamsgeschichte

beschäftigt:

Er ist aufgebrochen, ohne zu zweifeln, aus

der inneren Sicherheit heraus, aus der äußeren

Sicherheit weg. Er ist zum Vorbild für

viele geworden. Es ist ihm und anderen zum

Segen geworden.

Cornelia Nagel

Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte,

die gerne kommen wollen, werden

von Rot-Kreuz-Helfern von zu Hause

abgeholt und nach der Feier wieder

nach Hause gebracht.

Wer den Dienst des Behindertentaxis

in Anspruch nehmen will, soll sich bitte

bis spätestens Mittwoch, 14. Juni,

im Pfarramt melden; Telefon:

44001.

Brigitte Knünz


Rankweiler Pfarrblatt Seite 7

BASILIKA:

Samstag, 17. Juni 2006

19.00 Vorabendmesse

Sonntag, 18. Juni 2006 - 11. Sonntag i. Jkr.

9.00 Messfeier

11.00 Messfeier

ACHTUNG: Basilika und Bergfriedhof bleiben aufgrund der Sanierungsmaßnahmen

am Gnadenaltar (chemische

Bekämpfung des Holzwurmbefalls) auf behördliche

Anordnung von Montag Früh bis Samstag Vormittag

geschlossen. Deshalb entfallen alle Gottesdienste von

Montag Früh bis einschließlich Samstag Früh.

Samstag, 24. Juni 2006

19.00 Vorabendmesse

Sonntag, 25. Juni 2006 - 12. Sonntag i. Jkr.

9.00 Messfeier

11.00 Messfeier

14.00 Tauffeier

ST. JOSEF-KIRCHE:

Samstag, 17. Juni 2006

15.00 Messfeier mit Krankensalbung

Sonntag, 18. Juni 2006 - 11. Sonntag i. Jkr.

7.30 Messfeier

10.00 Messfeier

19.00 Messfeier

Mittwoch, 21. Juni 2006

19.00 Messfeier (außer wenn Totenwache ist)

Freitag, 23. Juni 2006

19.00 KEINE Messfeier

Sonntag, 25. Juni 2006 - 12. Sonntag i. Jkr.

7.30 Messfeier

10.00 Messfeier

19.00 Messfeier

ST. PETER-KIRCHE:

Sonntag, 18. Juni 2006 - 11. Sonntag i. Jkr.

8.00 Messfeier

Montag, Mittwoch und Freitag

9.00 Messfeier

Werktags täglich (außer am Samstag)

19.30 Rosenkranzgebet

Sonntag, 25. Juni 2006 - 12. Sonntag i. Jkr.

8.00 Messfeier

KLEIN-THERESIEN-KARMEL:

Sonntag, 18. Juni 2006 - 11. Sonntag i. Jkr.

7.30 Messfeier

Werktags täglich um

6.30 Messfeier

Sonntag, 25. Juni 2006 - 12. Sonntag i. Jkr.

7.30 Messfeier

KAPELLE LKH-RANKWEIL:

Sonntag, 18. Juni 2006 - 11. Sonntag i. Jkr.

9.30 Messfeier

Mittwoch, 21. Juni 2006

18.00 Messfeier

Sonntag, 25. Juni 2006 - 12. Sonntag i. Jkr.

9.30 Messfeier

Gottesdienstordnung

KAPELLE HERZ-JESU-HEIM:

Sonntag, 18. Juni 2006 - 11. Sonntag i. Jkr.

10.00 Messfeier

Dienstag und Donnerstag

9.30 Messfeier

Sonntag, 25. Juni 2006 - 12. Sonntag i. Jkr.

10.00 Messfeier

Jeden ersten Freitag im Monat von 13.30 bis 17.30 Anbetung.

Bergmesse

Sonntag, 18. Juni,

um 11.30 Uhr

bei der Freschenkapelle

mit P. Georg Fischer SJ und der musikalischen Begleitung

von der MUHAGIT. Die Kapelle neben dem Freschenhaus

ist in einer leichten Wanderung in zwei bis drei Stunden aus

mehreren Richtungen erreichbar. Der Alpenverein Rankweil

ladet alle Wanderfreudigen aus Nah und Fern herzlich

ein.

Ernst Abbrederis

Wohnung für die Caritas gesucht

Wir haben in der Galina, Frastanz, eine armenische Familie

die dringend eine Wohnung benötigt. Die Familienmitglieder

haben ausgezeichnete Deutsch-Kenntnisse, ist sehr,

sehr lieb, sauber und hilfsbereit. Es sind viel Personen, zwei

Erwachsene und zwei jugendliche Söhne, die beide mit gutem

Erfolg den Hauptschulabschluss hier in Österreich gemacht

haben. Sie wären bereit, auch auf eine ältere Person

zu schauen. Sie leben jetzt über ein Jahr in zwei kleinen

Zimmern in der Galina. Deshalb benötigen wir dringend

eine günstige Wohnung. Anmieter ist die Caritas; die Familie

bleibt auch weiterhin in meiner Betreuung. Ich verbürge

mich für diese Familie.

Caritas Vorarlberg, Andrea Baumgartner, Telefon 46131

Impressum: Rankweiler Pfarrblatt:

Herausgeber: Medieninhaber, Redaktion und Verlagsanschrift:

Kath. Pfarramt Rankweil, Hadeldorfstraße 18

6830 Rankweil, Tel: (05522) 44001,

E-mail: pfarramt.rankweil@cable.vol.at

Internet: http://members.aon.at/basilika.rankweil

Redaktion: Cornelia Nagel, Christian Matt, Walter H. Juen

Druck: Druckerei Thurnher, 6830 Rankweil, Grundweg 4

Vertrieb: I. und G. Pedot, Rankweil, Tel: 41709

Fotos: E. Abbrederis, W. Blum, M. Springer, E. Graber


Seite 8 Rankweiler Pfarrblatt

Nachfolger gesucht!

Nach sechs Jahren ist es

Zeit, die Organisation der

Verteilung unseres Pfarrblattes

in neue Hände zu

geben. Vielleicht möchte

einer der AusträgerInnen

zum "Chef" werden. Auch

"Quereinsteiger" sind herzlich

eingeladen, diese schöne

Aufgabe zu übernehmen.

Oder gibt es jemanden,

der sich in seiner bisherigen

Mitarbeit in unserer

Pfarrgemeinde verändern

möchte? Zu unseren

Aufgaben zählen:

die Verwaltung der Adressen mittels PC (Excel);

der Transport des Pfarrblattes am Freitag von der Druckerei

Thurnher in die St. Josef-Kirche;

Betreuung und Kontakt zu unseren verlässlichen AusträgerInnen;

hin und wieder die Suche einer Aushilfe oder eines Nachfolgers

für einen AusträgerIn;

Mitarbeit bei 5 bis 6 Sitzungen des Pfarrblattteams pro Jahr.

Die Mitarbeiter des Pfarrbüros unterstützen und springen

ein, wenn es nötig ist. Natürlich stehen auch wir bei eventuellen

Anlaufschwierigkeiten unterstützend zur Seite.

Wenn Sie Interesse haben, diesen interessanten Dienst ab

Herbst zu übernehmen und nähere Auskünfte wünschen, rufen

Sie einfach an: Inge und Gerhard Pedot, Tel 41709, oder

im Pfarrbüro, 44001.

Inge und Gerhard Pedot

Geschlossen!

In der Woche vom 19. bis 23. Juni

bleibt die Basilika aufgrund der Sanierungsmaßnahmen am

Gnadenaltar geschlossen. Weil die Holzwürmer, die dem

Gnadenaltar in den letzten Jahren arg zugesetzt haben, chemisch

bekämpft werden, muss die ganze Kirche wie auch

der Bergfriedhof aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, die

unserer Gesundheit dienen, geschlossen bleiben. Die Werktagsmessen

in der Basilika entfallen und allfällige Beerdigungsgottesdienste

werden in der St. Josef-Kirche oder in

der St. Peter-Kirche gefeiert. Bitte denken Sie auch bei der

Bepflanzung der Gräber am Bergfriedhof daran, daß für eine

Woche die Blumen dort nicht gegossen werden können.

Die Vorabendmesse am 24. Juni kann wie gewohnt stattfinden.

Walter H. Juen

Freundliche Bitte um Unterstützung!

Wir freuen uns, dass Sie mit dieser Ausgabe bereits wieder das 35. Blättle im heurigen Jahr in der Hand haben und hoffen,

dass Ihnen unser Druckwerk gefällt und Sie es gerne lesen. Jedes halbe Jahr bitten wir um Ihre finanzielle Unterstützung, damit

die Herausgabe des Pfarrblattes weiterhin gesichert werden kann. Wir haben dem Pfarrblatt von letzter Woche einen

Zahlschein beigelegt. Wenn Sie dem Blättle finanziell unter die Arme greifen, sind wir Ihnen dafür sehr, sehr dankbar (die reinen

Druckkosten betragen € 0,47 pro Stück). In diesem Jahr erhalten Sie das Pfarrblättle 37 Mal nach Hause geliefert.

Aus buchhalterischen Gründen bitten wir Sie den beigelegten Zahlschein zu verwenden (Vorarlberger Volksbank BLZ:

45710, Konto-Nr: 101023740). Falls Sie diesen Zahlschein verlegt oder verloren haben und dennoch eine Spende für das

Pfarrblatt tätigen wollen, können Sie diese im Pfarramt, im Wallfahrtsamt oder einfach unseren Mesnern geben. Herzlichen

Dank für Ihre Unterstützung!

für das Pfarrblatt-Team:

Christian Matt