S-Takt

achtungDB

Die S-Bahn München (September 2013)

Seite 6

Heute geht’s

woandershin

Entdecken Sie tolle Alternativen zur Wiesn –

und gewinnen Sie ein hochwertiges Wander-Paket

Seite 8

Entspannt und sicher zur Wiesn

So bereitet sich die S-Bahn München

aufs Oktoberfest vor

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Geld sparen und Umwelt schützen

Warum es sich doppelt lohnt,

S-Bahn zu fahren


interview Kulturgipfel

Geschäftsleiter Bernhard Weisser, Foto © zeegaro

Heute im Interview: Bernhard Weisser

Herr Weisser, wie sieht die Bilanz 2013 für die S-Bahn München bis jetzt aus?

Sehr erfreulich! Die Pünktlichkeit der S-Bahn München hat sich auf 95 Prozent verbessert,

der Ausfall von Zügen nach Störungen ist um 25 Prozent zurückgegangen und die Anzahl der

Notprogramme mit Unterbrechung aller Linien der Stammstrecke konnten wir im laufenden Jahr

um mehr als ein Drittel senken. Unsere vielfältigen qualitätsverbessernden Maßnahmen der

letzten Jahre tragen jetzt ihre Früchte.

Welche Maßnahmen waren das genau?

Seit 2010 haben wir ca. 50 Millionen Euro in die Verbesserung der Fahrzeugtechnik investiert.

Örtliche Aufsichten an Haltepunkten der Stammstrecke sorgen für eine schnellere Zugabfertigung.

Durch Einführung neuer Entlastungsmaßnahmen managen wir Großstörungen jetzt noch besser.

Die Investition von über 150 Millionen Euro der DB Netz AG in die Stellwerks- und Steuerungstechnik

bewirkt einen deutlichen Rückgang von Stellwerks- und Rechnerstörungen.

Was steht für das kommende Jahr bei der S-Bahn München an?

Die Modernisierungsarbeiten an der Station Donnersbergerbrücke mit Sperrungen und Teilsperrungen

der Stammstrecke stellen uns bis Mitte 2014 vor große Herausforderungen (siehe Seite

12–13). Die Haltestellen Siemenswerke und Mittersendling bekommen als Nächstes ein modernes

Gesicht. In den kommenden Jahren stehen noch elf weitere Stationen zum Ausbau an. Und schließlich

geht mit Freiham am 13. September der 150. Haltepunkt der S-Bahn München ans Netz.

Was wünschen Sie sich persönlich für die Zukunft?

Ab sofort erzählen Ihnen unsere

Geschäftsleiter persönlich, welche

Themen rund um die S-Bahn München

sie aktuell bewegen.

Eine erfolgreiche S-Bahn mit hoher Qualität, zufriedenen Kunden und begeisterten Mitarbeitern

als Beitrag zur hohen Lebensqualität in und um München.

Dabei kommt es vor allem auf uns Menschen an. Wenn es uns auch in Zukunft gelingt, am angespannten

Arbeitsmarkt engagierten und fachkundigen Nachwuchs zu gewinnen und zu halten, ist

das eine schöne Perspektive. Über viele interessierte Bewerber freuen wir uns natürlich immer sehr.

© Jim Rakete

So klingt der Herbst

Was gibt es Schöneres als einen stimmungsvollen

Herbsttag im Konzert oder Theater ausklingen zu

lassen? Der Veranstalter Kulturgipfel präsentiert in

München und Umgebung kulturelle Veranstaltungen

mit dem gewissen Etwas. Zwei davon stellen wir

Ihnen hier vor.

Katharine Mehrling singt Piaf

Eine Liebeserklärung an das französische Chanson

Lassen Sie sich für einen Abend ins Pariser Cabaret der Drei-

ßigerjahre entführen. Anlässlich des 50. Todestages von Edith

Piaf interpretiert Katharine Mehrling die schönsten Chansons

der französischen Sängerin auf ihre ganz eigene Art und kommt

der echten Piaf dabei stimmlich sehr nahe.

10. Oktober 2013, 20 Uhr, Carl-Orff-Saal, Gasteig

Anfahrt: Sie fahren mit den S-Bahn-Linien S1 bis S8 zum Rosenheimer Platz

und steigen direkt am Gasteig aus.

Couplet AG

Perlen für das Volk

Sie sind eine der erfolgreichsten Musikkabarettgruppen in Süddeutschland und

wurden schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Inzwischen feiert die Couplet

AG ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum und liefert auch 2013 eine vergnüglichernste,

manchmal deftige musikalische Bestandsaufnahme der Gesellschaft.

Mit dabei: bekannte Figuren wie Dr. Kudernak und das GPS-gesteuerte Landwirtsehepaar

Berta und Josef, aber auch zahlreiche neue Protagonisten.

13. Oktober 2013, 19 Uhr, Circus Krone

Anfahrt: Sie fahren mit den S-Bahn-Linien S1

bis S8 zur Hackerbrücke und erreichen nach

ca. 5 Minuten Fußweg den Circus Krone.

Weitere Infos unter www.kulturgipfel.de

2 3

© Couplet AG


JobS bei der S-bahn

„Ich war damals die erste

Frau im Werk Steinhausen“

In Dresden geboren und aufgewachsen kam Kerstin Pooch vor 22 Jahren nach

München. Nachdem sie in der damaligen DDR ihre Ausbildung zur Maschinenbauerin

gemacht hatte, schulte sie nach der Wende bei der S-Bahn München zur

Elektrikerin um.

Eine große Umstellung für Frau Pooch. Als einzige Frau in einer Männerdomäne

musste sie sich erst einmal behaupten. Aber schon nach drei Tagen wich die

anfängliche Skepsis der Männer großer Akzeptanz und Frau Pooch bekam viel

Unterstützung von ihren damaligen Kollegen. Heute gibt sie ihre Erfahrung und

ihr Wissen an die jungen Mitarbeiter weiter.

Lust, ein Teil der S-Bahn München zu werden?

Wir suchen laufend motivierte Mitarbeiter.

Bewerben Sie sich jetzt! Aktuelle Stellenangebote und

Karriere-Infos unter www.deutschebahn.com/karriere

oder www.s-bahn-muenchen.de/karriere

3

Fragen

Frau Pooch, warum haben Sie sich als junge Frau für eine

technische Ausbildung entschieden?

Ich habe als Teenager zusammen mit meinem Bruder schon

immer gerne an Mopeds rumgebastelt. In der ehemaligen DDR

waren Frauen in technischen Berufen auch ganz selbstverständlich.

Die klassischen Verkäuferinnen und Kindergärtnerinnen

wie im Westen gab es bei uns nicht. So habe ich meine

Ausbildung im Maschinenbau gemacht und mich später bei der

S-Bahn München zur Elektrikerin weiterqualifiziert.

Was macht die Arbeit bei der S-Bahn München auch nach

22 Jahren noch spannend?

Die Vielseitigkeit und dass jeden Tag eine neue Aufgabe auf

mich wartet. Die Störungssuche macht mir großen Spaß und

überhaupt das Technische. Um es in Elektrikersprache auszudrücken:

Ich liebe die Spannung. Ich bin nicht der Mensch,

der stundenlang am Schreibtisch sitzen möchte. Und natürlich

genieße ich auch die vielen netten Männer um mich herum!

(lacht)

Im Ernst: Meine Kollegen sind wirklich super.

Vor 22 Jahren waren Sie die einzige Frau im Werk der

S-Bahn München – wie sieht das heute aus?

Heute bin ich natürlich nicht mehr die einzige Frau. Inzwischen

sind wir schon sieben Frauen – unter 150 Männern. Ganz

besonders freue ich mich, dass im neuen Lehrjahr gleich vier

weibliche Azubis bei uns anfangen. Wer weiß, vielleicht ist das

Männer-Frauen-Verhältnis bei der S-Bahn München in ein paar

Jahren ja ausgewogen.

Darum mein Aufruf: Mädels, bewerbt Euch!

4 5


auSflüge abSeitS der wieSn

Heute geht’s woandershin

Natürlich müssen wir Ihnen in der Oktoberfest-Zeit nicht erklären, was Sie rund um die

Theresienwiese erleben können. Aber es kann ja auch Tage geben, an denen Sie unternehmungslustig

sind und trotzdem keine Lust auf Bierzelt und Blaskapelle haben. Ist

heute etwa so ein Tag? Dann haben wir hier ein paar Ausflugstipps jenseits des Wiesn-

Trubels für Sie!

Schloss Dachau

Wollen Sie München einmal aus völlig anderer Perspektive erleben? Keine halbe Stunde

S-Bahn-Fahrt von München entfernt befindet sich der Dachauer Bahnhof. Von dort spazieren

Sie gemütlich hinauf zum Dachauer Renaissance-Schloss. Dort oben liegt Ihnen die Stadt in

der Ferne zu Füßen!

Schauen Sie sich unbedingt auch den berühmten Schlossgarten und die prunkvolle Renaissance-Holzdecke

im Festsaal an, die als eine der bedeutendsten Süddeutschlands gilt. Im

Restaurant mit Café und Biergarten lassen Sie sich dann mit Blick auf München Kaffee und

Kuchen schmecken.

Anfahrt: Sie fahren mit der S2 nach Dachau und erreichen das Schloss

nach ca. 20 Minuten Fußweg.

Öffnungszeiten: April–September: 9–18 Uhr, Oktober–März, 10–16 Uhr,

montags geschlossen

Das Valentin-Musäum am Isartor

Schöne Momente sind im Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor garantiert.

Denn die Mischung aus Information und Kuriositäten rund um den Münchner

Komiker, seine Partnerin Liesl Karlstadt und die Volkssängerausstellung ist eine

Hommage an den Münchner Humor. Noch bis zum 15. Oktober läuft die Sonderausstellung

„MünchenSkizzen in Wort und Bild“.

Was man sich nicht entgehen lassen sollte: das Turmstüberl unter dem Dach

des südlichen Isartorturms. Ob bei Kaffee und Schmalznudel oder Weißbier und

Weißwürsten – der Blick von oben auf die Stadt ist unbezahlbar. Im Stüberl

finden auch regelmäßig Kabarett- und Musikveranstaltungen statt.

Anfahrt: Sie fahren mit den S-Bahn-Linien S1 bis S8 zum Isartor.

Vom S-Bahn-Untergeschoss führt direkt ein Aufgang zum Musäum.

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag 11.01–17.29 Uhr,

Freitag und Samstag 11.01–17.59 Uhr, Sonntag 10.01–17.59 Uhr

Weitere Infos unter www.valentin-musaeum.de

Nutzen Sie unsere

preis werten Tageskarten.

Single-Tageskarte

Sie gilt für eine Person für beliebig

viele Fahrten im ausgewählten

Geltungsbereich an einem

Tag und kostet zum Beispiel für

das Gesamtnetz 11,20 Euro*.

Partner-Tageskarte

Sie gilt einen Tag lang für bis zu

fünf Erwachsene, wobei zwei

Kinder zwischen 6 und 14 Jahren

als ein Erwachsener zählen,

und kostet zum Beispiel für das

Gesamtnetz 20,40 Euro*.

Weitere Infos unter www.schloesser.bayern.de

*Tarifstand: 09.12.2012

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© Bayerische Schlösserverwaltung © Valentin-Karlstadt-Musäum


Brauerei Aying

Wer kulinarisch etwas

mehr als die Mass Bier und

das Hendl erwartet, der sollte

sich mit der S7 auf den Weg nach Aying

machen.

Der Brauerei-Gasthof in Aying blickt

auf eine über 600-jährige Geschichte

zurück und gehört zu den 400 besten

Restaurants in Deutschland. Serviert

werden vor allem Spezialitäten mit

frischen Zutaten aus der Region. Ausgeschenkt

werden Bierspezialitäten aus

der eigenen Brauerei sowie eiszeitliches

Mineralwasser aus dem hauseigenen

Brunnen. Interessant im Herbst: die

Ayinger Bräu-Kirta vom 11. bis 14.

Oktober, unter anderem mit Wolfgang

Ambros, vielen anderen Musikern und

großem Kunsthandwerkermarkt.

Anfahrt: Sie fahren mit der S7

nach Aying und erreichen die Brauereigaststätte

nach ca. 10 Minuten

Fußweg.

Weitere Infos unter www.ayinger.de

gewinnSpiel

© Valentin-Karlstadt-Musäum

© Brauereigasthof Aying

Eine Schifffahrt auf dem Starnberger See

Oder möchten Sie sich lieber ein bisschen

Seeluft um die Nase wehen lassen und gleichzeitig

Kultur erleben? Dann bietet Ihnen eine

Schifffahrt auf dem Starnberger See genau

das Richtige. Von Starnberg aus können Sie

verschiedene Anlegestationen ansteuern.

Im Schloss Berg verbrachte König Ludwig II.

seine Jugend und seine letzten Lebenstage.

Dort befindet sich auch die Votivkapelle zu

seinen Ehren. Von Tutzing aus können Sie

wunderschöne Spaziergänge machen. In

Bernried, einem Dorf mit historischem Ortskern

und alten Holzhäusern, gibt es die

berühmte Expressionisten-Sammlung von

Lothar-Günther Buchheim im „Museum der

Phantasie“.

Scharf stellen und gewinnen!

Anfahrt: Sie fahren mit der S6 nach Starnberg,

direkt am S-Bahnhof befindet sich

die Schiffanlegestelle.

Tipp: Bei Vorlage einer gültigen MVV-

Tageskarte erhalten Sie 10 Prozent Ermäßigung

auf den regulären Fahrpreis.

Eine Schifffahrt auf dem Starnberger See

ist noch bis 20. Oktober 2013 möglich.

Fahrplan und Erlebnistouren unter

www.bayerische-seenschifffahrt.de

Dieser Schnappschuss ist leider verwackelt, doch mithilfe unserer Ausflugstipps erkennen

Sie das Motiv bestimmt:

1) Altes Rathaus 2) Isartor 3) Siegestor

Senden Sie die Lösungszahl bis zum 4.11.2013 auf einer ausreichend frankierten

Postkarte an: S-Bahn München, Stichwort Foto, Orleansplatz 9 a, 81667 München

Oder nehmen Sie einfach teil unter www.s-bahn-muenchen.de

© Bayerische Seen-Schifffahrt

Mit etwas Glück gewinnen Sie für Ihren nächsten Ausflug unser Paket mit Wanderstöcken,

einem DAV Rucksack, einem Fotokalender sowie einem Bayern-Ticket für 5 Personen!

Teilnehmen darf jeder, außer Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG und zugehöriger Tochterunternehmen sowie deren Angehörige. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Ihre personenbezogenen Daten werden für

die Abwicklung des Gewinnspiels und für Kunden bindungs zwecke bei der Bahn automatisiert erhoben, verarbeitet und genutzt. Sie können der Verwendung

Ihrer Daten für Kundenbindungszwecke bei der Bahn widersprechen. Ihren Widerspruch senden Sie bitte an: DB Regio AG, S-Bahn München, Marketing,

Orleansplatz 9 a, 81667 München

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© Brauereigasthof Aying


hinter den KuliSSen

André Räuber ist seit mehreren

Jahren zur Wiesn-Zeit im Einsatz

„Ich genieße die Wiesn-Zeit als S-Bahn-

Mitarbeiter sehr. Es ist schön, wenn

die Menschen feiern und sich freuen.

Wir freuen uns mit den Leuten und

sorgen im Hintergrund dafür, dass sie

sicher zur Wiesn und wieder nach

Hause kommen. Besonders mag ich die

gelöste Stimmung auf den Bahnsteigen.

„Es ist schön,

wenn die

Menschen

feiern und

sich freuen.“

Es kommt schon mal vor, dass eine

Popgruppe auf Wiesn-Besuch ein spontanes

Konzert auf dem S-Bahnhof gibt.

Oft singt der ganze Bahnsteig Wiesn-

Hits. Da singen wir vom Personal auch

schon mal lauthals

mit!“

André Räuber, Teamleiter Triebfahrzeugführer

und Notdienst S-Bahn München

© Emanuel Schregelmann

Wir planen, Sie feiern: damit

Sie die Wiesn genießen können.

Wiesn-Zeit ist Feierzeit und das ist auch gut

so. Was viele nicht wissen: Damit Sie das

Oktoberfest unbeschwert genießen können

und auch wieder zuverlässig nach Hause

kommen, hat die S-Bahn München schon

Monate im Voraus geplant und organisiert.

Bereits ein halbes Jahr vor dem Oktoberfest

beginnen S-Bahn-München-Mitarbeiter wie

Franz Fürle mit den Planungen für zusätzliche

Züge. Wegen der hohen Anzahl an Fahrgästen

wird der um 23.30 Uhr einsetzende planmäßige

40-Minuten-Takt zum Oktoberfest auf fast allen

Linien um etwa eine Stunde auf ca. 0.30 Uhr

verschoben. Das ist nur durch zusätzliche

S-Bahn-Fahrten möglich. Außerdem fahren zur

Wiesn-Zeit montags bis freitags ab 21 Uhr und

am Wochenende ganztägig nur Vollzüge und

keine Kurzzüge. Um die zusätzlichen Fahrzeuge

verfügbar zu machen, gibt es täglich Leerfahrten

zum Fahrzeugtransport von den Außenbahnhöfen

zum Betriebsbahnhof Pasing und Abstellbahnhof

Steinhausen.

Über die Bestellung und Bezahlung dieser

zusätzlichen Züge wird im Vorfeld mit der Bayerischen

Eisenbahngesellschaft mbH verhandelt.

Die Bezahlung übernimmt der Freistaat Bayern.

Damit die Durchführung der Zusatz- und Leerfahrten

möglichst nicht durch Baumaßnahmen

anderer Bahnunternehmen verhindert wird,

verhandelt die S-Bahn München im Vorfeld mit

der DB Netz AG.

Wenn das Oktoberfest beginnt, sind viele Mitarbeiter

der S-Bahn München wie André Räuber

vor Ort am Bahnsteig im Sondereinsatz. Bei

so vielen Fahrgästen

gibt es

natürlich häufiger

Probleme als sonst,

zum Beispiel mit den

Fahrkartenautomaten und Entwertern,

die dem großen Ansturm nicht immer

standhalten. Häufig werden angetrunkene

Oktoberfest-Besucher übermütig und laufen

auf die Gleise. Die S-Bahn München reagiert dann

sofort und sperrt die betroffenen Bahnhöfe.

Diese Sperrungen dauern dann so lange, bis die

Personen die Gleise wieder verlassen haben.

Grundsätzlich können die Fahrgäste der S-Bahn

München dank der guten Planung im Vorfeld

die Feierstimmung der Wiesn auch in der

S-Bahn genießen.

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StaMMStreCKenSperrung

Dank der optimalen Planung durch unsere Mitarbeiter läuft die Stammstreckensperrung

problemlos ab.

Seit gut zwei Monaten sind die Bauarbeiten

an der Stammstrecke nun in vollem Gange.

Zur Erinnerung: In den Tunneln werden neue

Gleise und Brandschutzanlagen gebaut und

die S-Bahn-Station Donnersbergerbrücke wird

komplett barrierefrei umgebaut.

Die Bauphase 1 mit Komplettsperrungen an

vier Wochenenden im August und Bauphase

2 mit Teilsperrungen an drei Wochenenden

im September sind bereits ohne Probleme über

die Bühne gegangen.

Während des Oktoberfestes werden die Bauarbeiten

ausgesetzt. Danach, am 11. Oktober,

beginnt die 3. und letzte Bauphase. Während

dieser Phase verkehren nur wenige S-Bahnen

zwischen Ostbahnhof und Laim. Parallel dazu

dauern die nächtlichen Beeinträchtigungen

wochentags noch bis zum 20. Dezember an.

Zur Fahrgast-Information laufen seit Mitte

Juli Durchsagen über die Lautsprecher an den

Bahnsteigen und Spots auf den Video-Leinwänden.

Große Banner an den Bahnhöfen außerhalb

der Stadt weisen die Fahrgäste darauf hin,

dass sie aufgrund der Bauarbeiten ein bisschen

mehr Zeit für die Innenstadt einplanen müssen.

An den betroffenen Bahnhöfen ist je ein Mitarbeiter

als „Bahnhof-Chef“ für die Vor-Ort-Organisation

während der Stammstrecken-Bauarbeiten

verantwortlich.

Für die Mitarbeiter der S-Bahn München war

und ist die Stammstreckensperrung Kraftakt

und Herausforderung zugleich.

Michael Feuser, zuständig für die Baustellenkommunikation

bei der S-Bahn München, bereitet die Stammstreckensperrung

bereits seit 15 Monaten vor. Er formuliert seinen Job so: „Wir

informieren unsere Kunden umfassend über die Fahrtmöglichkeiten

trotz Stammstreckensperrung.“ Sprich: Er ist zuständig

für die Baustellenkommunikation. Ein besonderes Augenmerk

der S-Bahn München liegt während der Stammstrecken-Bauarbeiten

auf Großveranstaltungen wie Fußballspiele. Hier gilt es, die

Fanströme gezielt zum Schienenersatzverkehr umzuleiten.

Letzteres stellt für Michael Feuser auch eine persönliche

Herausforderung dar. „Ich organisiere unter anderem

die Fanströme des FC Bayern und TSV 1860

München. Und bin selbst bekennender Schalke-

Fan!“, sagt der Wahlmünchner lachend.

Michael Feuser

„Verschiedene Teams sind während

der Bauarbeiten auf den Bahnsteigen

unterwegs, die informieren, Fragen

beantworten und Flyer und Süßigkeiten

verteilen. Eine Mitarbeiterin

aus dem Promotion-Team erzählt:

„Viele Menschen sind sehr dankbar

für unsere Hilfe. Oft haben uns Leute

gesehen, sich an die Stirn gefasst und

dann grinsend gesagt: ‚Ah, Stammstreckensperrung

– hatte ich schon wieder

vergessen!‘ Durch die Informationen

der letzten Wochen wussten sie

ihren Weg ohnehin schon selbst.“

Promotion-Mitarbeiterin

Alles im grünen Bereich

Daniel Elsholz, Leiter der Stammstrecke

bei DB Station & Service, ist zuständig für

Sperrungen und Sicherheit an den Bahnhöfen.

„Weniger Züge bedeutet mehr Menschen

auf den Bahnsteigen, die vor allem zu

Stoßzeiten richtig gelenkt werden müssen.

Dafür setzen wir mehr Personal als üblich

ein, damit alles möglichst reibungslos läuft.“

Daniel Elsholz

12 13


deutSCher alpenverein erlebniSberiCht

Das Kletter-Virus So ein S-Bahn-Erlebnis

Es befällt Kinder und Erwachsene und ist oft unheilbar.

hat man nicht alle Tage

Warum trifft das Kletter-Virus so viele Menschen? Mit

dem Klettern kann man jederzeit anfangen und es macht

drinnen wie draußen riesig Spaß. Unterschieden wird

zwischen Bouldern und Klettern. Bouldern nennt man

Klettern ohne Hilfsmittel in Bodennähe. Beim Klettern

sind ein Partner zur gegenseitigen Sicherung sowie Gurt

und Seil notwendig.

Praktischer Nebeneffekt beider Varianten: Fast alle

Muskeln im Körper werden parallel trainiert. Die Verletzungsgefahr

ist im Vergleich zu anderen Sportarten

relativ gering.

Klettern ist aber viel mehr als nur Sport: Kletterprofi

Toni Lamprecht reizen die sozialen Aspekte des Kletterns

ebenso wie schwerste Erstbegehungen. Lamprecht hat

Routen auf der ganzen Welt erklettert. Der Sonderschullehrer

klettert auch mit behinderten und psychisch kranken

Menschen. Das gegenseitige Sichern hilft, Vertrauen

zu anderen Menschen aufzubauen und sich aufeinander

zu verlassen.

Probieren Sie es doch selbst einmal aus!

Hier können Münchner klettern (lernen):

Anfänger sollten auf jeden Fall einen Kurs für die richtigen

Sicherungs- und Klettertechniken besuchen, zum Beispiel

im DAV Kletter- und Boulderzentrum Gilching.

Anfahrt: Sie fahren mit der S8 nach Gilching-Argelsried

und laufen ca. 6 Minuten zur Frühlingsstraße.

Kurse für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene.

Weitere Infos unter www.kbgilching.de

Sowohl Anfänger als auch Profis sind begeistert: Das

DAV Kletter- und Boulderzentrum in Thalkirchen ist mit

zwei Kletterhallen und einer großzügigen Freianlage auf

insgesamt fast 7.800 Quadratmetern das größte der Welt.

Anfahrt: Sie fahren mit der S7 bis Mittersendling und

erreichen die Kletteranlage nach ca. 20 Minuten Fußweg.

Sandra Wiendieck hat beim Preisausschreiben in der S-Takt Nr. 1/13 eine

Führerstandsfahrt gewonnen. Hier erzählt sie, wie’s war.

Als ich das Preisausschreiben in der S-Takt

gesehen habe, dachte ich mir spontan: So

etwas Tolles kann man nicht kaufen, da mach

ich mit! Umso schöner, dann tatsächlich zu

gewinnen. Und ich muss sagen: Kompliment an

die S-Bahn München, der Tag war toll organisiert.

Unsere erste Fahrt ging mit der S8 direkt

nach Herrsching, anschließend sind wir mit der

S7 nach Wolfratshausen gefahren.

Ich hätte nicht gedacht, dass es im Führerstand

der S-Bahn fast so aussieht wie im Cockpit

eines Flugzeuges. Die verschiedenen Triebfahrzeugführer

haben mir geduldig alle meine

Fragen beantwortet und Dinge erklärt, die

ich noch nicht wusste. Für die Sicherheit des

Zuges gibt es zum Beispiel ein Fußpedal im

S-Bahn-Führerstand. Dieses muss der Trieb-

fahrzeugführer alle paar Sekunden drücken,

um zu zeigen, dass er wach und aufmerksam

ist. Wird das Pedal einmal nicht bedient,

bremst der Zug automatisch.

„Ich habe an diesem Tag wirklich

eine Menge dazugelernt. Tausend

Dank an die S-Bahn München für

das besondere Erlebnis!“

Interessant war auch mal die ganz andere Perspektive

von vorne.

Als Fahrgast weiß man ja auch oft nicht, warum

die S-Bahn plötzlich anhält oder langsamer

fährt. Jetzt kenne ich einige Hintergründe. Wie

zum Beispiel den nötigen Sicherheitsabstand

zwischen zwei Zügen und die dadurch nötigen

Signale, die beachtet werden müssen. Lange

halten mussten die Züge manchmal, weil die

Türen bzw. die Lichtschranken blockiert wurden.

Ich habe an diesem Tag wirklich eine Menge

dazugelernt. Tausend Dank an die S-Bahn

München für das besondere Erlebnis!

14 15

© DAV Kletterzentrum Gilching

© Sonja Egger

©Alexander Höß


KliMaherbSt–auto–Öpnv–greenCity

Die Zukunft der Mobilität

Geht’s noch?!

Der durchschnittliche Deutsche legt am Tag zwei Wege mit dem Auto zurück, aber nicht

einmal einen Weg zu Fuß – ökologisch gesehen eine Katastrophe. Öffentliche Verkehrsmittel

wie die S-Bahn München bieten eine umweltfreundlichere Möglichkeit, mobil zu sein.

Der Münchner Klimaherbst widmet sich in diesem Jahr ganz dem Motto Mobilität. Jedes Jahr

im Herbst werden die Münchner für gut zwei Wochen auf das Thema „Klimawandel und Klimaschutz“

aufmerksam gemacht. Die Veranstaltungsreihe findet 2013 erstmals unter der Trägerschaft

von Green City e. V. statt.

Den besten Überblick über das gesamte Programm verschafft

man sich bei der Auftaktveranstaltung

„Zurück zur Mobilität – Anstöße zum Umdenken

in Zeiten des Klimawandels“.

10. Oktober 2013, 19 Uhr im

Alten Rathaussaal

Info und Anmeldung

089 54045307 oder

mona.fuchs@klimaherbst.de

Eintritt frei – Anmeldung erforderlich

Anfahrt: Sie fahren mit

den S-Bahn-Linien S1 bis

S8 zum Marienplatz und

befinden sich direkt am

Alten Rathaus.

Alle weiteren Veranstaltungen

unter www.klimaherbst.de

© sumikophoto

Unser Tipp

Vergleichen Sie den CO 2 -Ausstoß und die Kosten

zwischen Auto und Bahn auch für Ihre individuelle

Fahrtstrecke – mithilfe des Verkehrsmittelver-

gleiches der Deutschen Bahn im Internet unter

bahn.de/verkehrsmittelvergleich

Unseren S-Bahn-Kunden legen wir die Veranstaltung zum Mobilitätskostenrechner MOR€CO

(„Mobility and Residential Costs“) ans Herz. Mit ihm können die Kosten für das Fahren mit

dem eigenen Auto einerseits und dem Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln andererseits

verglichen werden.

Konkret haben Wissenschaftler der TU München unter anderem die Mobilitätskosten einer

vierköpfigen Familie in Haar bei München mit einem monatlichen Einkommen von 3.750 Euro

ausgerechnet. Die Familie nutzt zwei Autos. Bei einem Benzinpreis von 1,55 Euro/Liter fallen

1.135 Euro reine Fahrtkosten an – plus ca. 400 Euro für Anschaffung und Unterhalt. Abzüglich

der Miete bleibt der Familie monatlich etwas mehr als 1.000 Euro zum Leben.

Zum Vergleich: Ein IsarCard-Abo würde die Familie monatlich nur 227,20 Euro kosten

(IsarCard für zwei Erwachsene im Jahresabo je 65,40 Euro monatlich und für zwei Kinder

je 48,20 Euro monatlich). Wenn die Familie dann noch komplett aufs Auto verzichtet, spart

sie 907 Euro und hat fast 2.000 Euro monatlich übrig.

Wer die S-Bahn nutzt, spart also nicht nur jeden Monat viel Geld, sondern schont

gleichzeitig die Umwelt und macht sich unabhängig vom Benzinpreis.

Andere Szenarien und Berechnungen für weitere Wohnorte gibt’s bei der Veranstaltung.

15. Oktober 2013, 18 Uhr beim MVV, Thierschstraße 2

Info und Anmeldung

089 23322977 oder stefan.schott@muenchen.de

Eintritt frei – Anmeldung erforderlich

Anfahrt: Sie fahren mit den S-Bahn-Linien S1 bis S8 zum Isartor und erreichen die

Thierschstraße nach ca. 3 Minuten Fußweg.

16 17


... warum die Regionalbahn auf der Strecke

Freising–München meist Vorfahrt vor der

S1 hat?

Grundsätzlich ist die gesamte Bahnstrecke Landshut–

München von mehreren Zugunternehmen stark befahren.

Zum einen ist die Strecke nur zweigleisig, zum anderen

bietet sie wenige Überholmöglichkeiten. Überholt werden

kann nur in Bahnhöfen, denn nur dort ist das Wenden,

Enden und Überholen von Zügen möglich. Da die S-Bahn

alle Bahnhöfe anfährt, werden die Überholmanöver tat-

sächlich oft dann durchgeführt, wenn sich die S1 ohnehin

gerade in einem Bahnhof befindet. Außerdem soll

möglichst verhindert werden, dass ein schnellerer Zug inmitten

der Strecke durch einen langsameren wie die S-Bahn

ausgebremst wird.

Wussten

Sie schon…

18

Zahlen, daten, faKten

H

... warum es bei einer Störung eine Weile

dauert, bis der Busnotverkehr kommt?

Der S-Bahn München stehen keine eigenen Bereitschaftsbusse

zur Verfügung. Kommt es zu einer Störung, wird

unmittelbar das bahneigene Busunternehmen Regionalverkehr

Oberbayern GmbH (Oberbayernbus) kontaktiert.

Je nach Kapazität stehen meist innerhalb von 30 Minuten

durchschnittlich fünf Busse zur Verfügung. Leider sind die

ersten Ersatzbusse dann mit den Fahrgästen der unmittelbar

betroffenen S-Bahn erst einmal voll. Da bis dahin aber

schon die nachfolgende S-Bahn im Bahnhof steht, dauert

es eine Weile, bis sich der Busnotverkehr einpendelt.

Sollten einmal nicht genügend Busse zur Verfügung stehen,

werden ersatzweise Großraumtaxis bereitgestellt, die den

Transport der Fahrgäste übernehmen.

Die Stammstrecke der S-Bahn München ist die

meistbefahrene Bahnstrecke in Deutschland

An diesem Tag gingen offiziell die ersten 101 Züge für

die S-Bahn München an den Start.

Trassen werden stündlich in jeder Richtung befahren.

Das macht die Stammstrecke zum meistbefahrenen

Streckenabschnitt des Münchner S-Bahn-Netzes.

km/h beträgt die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit

der Münchner S-Bahnen.

Damit ist das Münchner S-Bahn-System

das schnellste in Deutschland.

28. Mai 1972

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tiCKetinforMation

Drei Tage bayerische und Münchner Höhepunkte

© Kloster Andechs

© Oktoberfestmuseum

© Klinglwirt

iMpreSSuM

Herausgeber:

DB Mobility Logistics AG

Marketingkommunikation (GMK)

Frankenallee 2–4

60327 Frankfurt am Main

Herrsching

Isartor

Kontakt:

S-Bahn München, S-Takt

Orleansplatz 9 a

81667 München

marina.radic@deutschebahn.com

Mit der CityTourCard schon ab 9,90 Euro*

Die CityTourCard ist das ideale Ticket für München-

Besucher mit Interesse an Stadt, Natur, Kultur

und Gastronomie. Mit der CityTourCard nutzen

Sie nicht nur alle öffentlichen Verkehrsmittel,

sondern erhalten auch Rabatt bei über 60 touristischen

Attraktionen in und um München. Unser

Vorschlag für eine Tagestour:

Natur, Kultur und bayerische Gemütlichkeit an

nur einem Tag erleben? Mit der CityTourCard

kein Problem! Los geht’s am Morgen mit der S8

bis Herrsching. Von dort aus wandern Sie zum

Kloster Andechs und genießen einen wundervollen

Ausblick und benediktinische Gastfreundschaft.

Das besondere Schmankerl für CityTourCard-

Inhaber: eine kostenlose Verköstigung in der

Klosterbrennerei.

Anschließend könnten Sie im Münchner Bier- und

Oktoberfestmuseum am Isartor vorbeischauen.

Mit der CityTourCard erhalten Sie 1,50 Euro Ermäßigung

auf den Eintrittspreis.

Zum Abschluss fahren Sie mit der S-Bahn zum

Rosenheimer Platz und lassen den Tag bayerischgemütlich

ausklingen, und zwar im Klinglwirt,

einer Wirtschaft „ein kleines bisschen so wie

es früher war“. CityTourCard-Inhaber bekommen

dort ein Glas Secco „Carlo“ oder einen Espresso

aufs Haus.

Rosenheimer Platz

V. i. S. d. P.

Frank Hole, S-Bahn München

Redaktion und Realisierung

www.achtung.de

*Einzelperson: 9,90 Euro für ein Tages-Ticket im Innenraum

Bildrechte sofern nicht angegeben:

achtung! GmbH

Änderungen vorbehalten

Einzelangaben ohne Gewähr

Stand: September 2013

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