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Jeder ein Pornostar

Jeder ein Pornostar

gung: «Wer stinkt, kann

gung: «Wer stinkt, kann gleich wieder heimfahren», warnte sie. Es gibt auch Darstellerinnen, die unter ihren Zuschauern eine Art Wettbewerb ausschreiben: Wer am meisten Filme herunterlädt, darf beim Drehen einer Filmsequenz mitmachen. «Dass sich Pornodarstellerinnen ihren Zuschauern anbieten, war früher ein Tabu», sagt André Grab von der Mascotte Film in Zürich, mit rund 6000 Filmen im Programm und einem guten Dutzend Eigenproduktionen im Jahr ein «Youporn ist für unsere Branche kommerziell eher eine Chance denn ein Problem», findet André Grab von der Mascotte Film in Zürich. ernst zu nehmender Mitspieler auf dem deutschsprachigen Pornomarkt. Der Tabubruch hat Konsequenzen: «Es gibt heute keine richtigen Pornostars mehr. Die Darsteller sind nicht mehr exklusiv.» Der Internetboom führt laut Grab zu einem Imageverlust. Vorbei seien auch die Zeiten, als die Filme noch einen Hauch von Geschichte und Humor enthielten; dafür sei in den kurzen Filmsequenzen schlicht kein Platz mehr. Davon abgesehen aber steht der Verkaufsleiter von Mascotte der Internetisierung der Pornographie offen gegenüber. «Die Branche jammert. Lassen wir sie jammern.» Immer wenn eine neue Technologie auf den Markt komme, gebe es schmerzhafte Veränderungen. Als in den 1980er Jahren VHS markttauglich wurde, prophezeiten Pessimisten das Ende des Pornofilms. «Das Gegenteil ist eingetreten», sagt Grab. «In den USA wurde nur noch schneller produziert. VHS hat einen Pornoboom eingeläutet.» Die gegenwärtige Entwicklung wird für die Branche noch einschneidender sein: Multimedia- und Internettechnologien bauen weitere Schwellen ab –finanzielle, gesellschaftliche und moralische. Heute verfügt fast jeder über ein Mobiltelefon mit Kamera und einen Computer. Theoretisch ist also jeder in der Lage, wie «Maggy» selbst Pornos zu drehen. Während Pornographie früher in Spezialgeschäften oder Videotheken gekauft oder ausgeliehen werden musste, hat heute jeder zu Hause Zugang zu allen erdenklichen pornographischen Spielarten, auch zu illegalen. Die gesellschaftliche Ächtung der Pornographie bleibt bestehen. Sie hat ihre Wirkung aber weitgehend verloren. Zwar seien die Verkäufe physischer Datenträger rückläufig, bestätigt Grab. Die Nachfrage nach Pornographie insgesamt werde aber grösser. Wer über einen vernünftigen Internetshop verfüge, verkaufe weiterhin gut. Die Mascotte Film AG investiert darum kräftig ins Internet. Die Zukunft gehört der Video-on-Demand-Technik, die es ermöglicht, gegen Bezahlung das zeitlich begrenzte Recht 813110_IH_0054_Folio 54 22.09.2008 14:31:01

zum Herunterladen zu vergeben. «Youporn ist für unsere Branche kommerziell eher eine Chance denn ein Problem», findet Grab. Die Gratispornoseite sei ein effizientes Marketinginstrument geworden. Den meisten Pornokonsumenten genügten die kurzen Filmchen auf Dauer sowieso nicht. Schon bereut er, die Lancierung des letzten Mascotte­Stars, Louisa Lamour, nicht mit Trailern auf Youporn unterstützt zu haben. Die Probleme des Phänomens Youporn sieht der Zürcher Pornoverkäufer anderswo: im Altersnachweis, der gemäss Gesetz jederzeit für alle Protagonisten erbracht werden muss, und im HIV­Schutz. «All jene Hobbyfilmer, die selbst Filmsequenzen hochladen, verfügen nicht über die nötigen Dokumente, die in unserer Branche elementar sind», so Grab. Dazu gehört ein Aidstest. «Dank einer konsequenten Organisation hat die Pornoindustrie weniger Aidstote zu beklagen als Hollywood», sagt André Grab. «Homemade»­Produktionen würden diese Berufssicherheit untergraben. Neuerdings bietet Youporn einen «Premium»­Service an, ein Video­on­Demand­Portal, auf dem gegen Kreditkartennummer legal professionelle Pornos in voller Länge heruntergeladen werden können. Es scheint, als hätte «Mr. Jones» herausgefunden, wie die unglaublichen Besucherzahlen in Geld umzuwandeln sind: Man fixe möglichst viele Internetbenutzer gratis an –und offeriere ihnen den echten Stoff komfortabel im nächsten Regal. Gegen Bezahlung, versteht sich. Es ist die alte Regel: Wer seine Ware gratis anpreist, verkauft letztlich am meisten. Unklar ist weiterhin, wer wirklich hinter Youporn steht. Besitzerin der Internetdomain ist gemäss World Intellectual Property Organisation eine «Midstream Media International NV» mit Sitz in Curaçao auf den Holländischen Antillen. Juristisch vertreten wird die Firma von «Jeffrey Parker and Company» in London. Gehostet wird die Internetseite nach Angaben des Bundesamts für Polizei, das die Entwicklung der Gratispornoanbieter im Internet genau beobachtet, auf Servern in den USA. Interviewanfragen bleiben unbeantwortet. Der neue Pornogigant spielt Verstecken. Gut möglich, dass der Porno­Tycoon Steve Hirsch selbst an Youporn beteiligt ist und die «Portfolio»­Story nur eine geschickte PR­Aktion war, zur Untermauerung der «Amateur»­Legende und zum Erregen von Aufmerksamkeit –imunendlichen Datenmeer ein wichtiger Marktfaktor. Auch das eine These, die bestens geeignet ist, eine Internetlegende zu werden. Lukas Egli ist NZZ-Folio-Redaktor. Pakete online begleiten: Auch das ist Logistik. Mit der Post versenden Sie Ihre Pakete schnell und einfach. Nutzen Sie dazu die Annehmlichkeiten unserer E-Services. Damit können Sie zum Beispiel Ihre Pakete direkt vom PC ausaufgebenund jederzeit nützliche Sendungsinformationen online abrufen oder sich übermitteln lassen. Bei der Post profitieren Sie von individuellen Aufgabe- und Zustellmöglichkeiten, dem dichtesten Netz und der höchsten Zuverlässigkeit. Was immer Sie wünschen, vertrauen Sie auf die Logistikerin mit dem breitesten Angebot: 0848 888 888 www.postlogistics.ch 813110_IH_0055_Folio 55 22.09.2008 14:31:02

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