Steiermarkwein Ausgabe 12 - Frühjahr 2012

majorsams

Frühjahr 2012
Südsteiermark

€ 4,40 • Deutschland € 5,20 • Schweiz sfr 7,80 • Ausgabe 1 / 2012

Verlagspostamt 8430 Leibnitz 09Z038075M • P.b.b.

€ 4,40

W e i n | K u l i n a r i k | R e i s e n

Frankreichs

Wein-Elite in der

Steiermark

Der Weinbauer

als Revolutionär

Staribacher kocht

für uns groß auf

Muskateller

Welschriesling

Sämling 88

1954-2003: Große

Raritäten-Kost

in Silberberg

„Ti amo“ Blauer

Wildbacher

Südsteiermark

Der Frühling bringt im Weinland alle wieder auf Touren

1


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Foto: Harry Schiffer


Impressum:

steiermarkwein:

Österreichs Weinmagazin für steirische Weinkultur, Kulinarik und Reisen

Erscheint 2012 4x (Frühling, Sommer, Herbst, Winter)

Medieninhaber: Absolut-Genuss-Verlag (AG-Verlag)

Dr.-Billroth-Weg 14, 8430 Leibnitz, Österreich. Tel. +43 676 6017326

Herausgeber: Henry Sams, Josef Krassnig

Chefredaktion: Henry Sams (redaktion@steiermarkwein.at)

Mitglieder der Redaktion:

Hofrat Dr. Alois Bernhart (redaktion@steiermarkwein.at)

Ing. Werner Luttenberger, Landesweinbaudirektor (wl@ag-verlag.at)

Joachim Schnedlitz, Kolumnist (js@ag-verlag.at)

Holger Massner, Weinsteirer (hm@ag-verlag.at)

Friedrich Klementschitz (f.klementschitz@aon.at)

Claudia Brandstätter-Kobalt (bmm@bmm)

Dipl.-Sommeliere Maria Stelzer (ms@ag-verlag.at)

Dipl.-Sommeliere Anna Schachner (as@ag-verlag.at)

Mag. Wolfgang Kuhn, Publizist, Wien (redaktion@ag-verlag.at)

Mag. Valentin Simettinger, Publizist, Wien (vs@ag-verlag.at)

Dipl.-Sommelier Ljubo Vuljaj (lv@ag-verlag.at)

Arno Bergler, www.weinerleben.at (ab@ag-verlag.at)

Adi Brunner, Connaisseur (ag-verlag@brunner.ac)

Josef Summer, Eventkoch und Weinprediger

Alois Rumpf, freier Journalist (redaktion@ag-verlag.at)

Deutschland: Dr. Michael Bubik, Stuttgart (mb@ag-verlag.at)

Harry George, Frankfurt/Main (harry-george@t-online.de)

England: Maggie Quintrell, London (redaktion@ag-verlag.at)

Ted McArthur, Henley-on-Thames (redaktion@ag-verlag.at)

Schweiz: Leo Simettinger, Weinfelden (ls@ag-verlag.at)

Lektorat: Maria Sams (office@ag-verlag.at)

Office: Andrea Spath (as@ag-verlag.at) Tel. +43 676 6017326

Produktionsleitung: Josef Krassnig (produktion@steiermarkwein.at)

Fotos: Apresvino, Krassnig, KK = keine Kennung bzw. beigestellte Fotos

Gesamtherstellung: Multicreatives Werbeteam SaKra in Kooperation mit

Marko Druck, GmbH., Hauptstraße 42, 8430 Leitring, Wagna

Anschriften, Telefon, Fax:

AG-Verlag, Henry Sams, Dr.-Billroth-Weg 14, 8430 Leibnitz

Tel. +43 676/6017326 bzw. +43 3452/73744

Fax +43 3452/73744

www.steiermarkwein.at / Sie finden uns auch auf Facebook

Mit DB gekennzeichnete Artikel sind entgeltliche Druckkostenbeiträge

Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz

Medieninhaber: Absolut-Genuss-Verlag und Werbeagentur Henry Dietmar

Sams, Dr.-Billroth-Weg 14, 8430 Leibnitz. Tel. +43-3452-73744

Unternehmensgegenstand: Unabhängige Herstellung, Herausgabe und

Verlag von Büchern, Farbmagazinen und sonstigen Druckwerken. Abwicklung

von publizistischen, werblichen, web- und druckvorstufentechnischen

Aufträgen, welche der Information der Öffentlichkeit dienen können. Gerichtsstand

ist Leibnitz. UID-Nr.: ATU 59 47 71 77

Zum Cover

Unser Cover zeigt Regina Elsnegg

aus Gamlitz. Die ehemalige steirische

Weinkönigin repräsentierte

von 2004 bis 2007 den steirischen

Weinbau und den Landesweinbauverband

Steiermark bei Veranstaltungen,

die der steirischen Weinwerbung

dienten. Sie war die erste

Regentin, die drei Jahre hindurch

als Weinkönigin tätig war. Heute ist

die sympathische Winzerin für die

Weinstilistik am elterlichen Weingut

verantwortlich (siehe Seite 24).

E D I T O R I A L

Henry Sams

Chefredakteur

Der Roman „Ein guter Jahrgang“ von Peter Mayle stand Pate

für den Film „Ein gutes Jahr“, der vom Weinland Südfrankreich

handelt. Treffender könnte man das vergangene

Weinjahr in der Steiermark auch nicht bezeichnen. Es

zählt zu den besten der letzten drei Jahrzehnte und kann

mit den außergewöhnlich guten Jahrgängen 1983 und

1997 verglichen werden. Das lässt Großes für große Weine

erwarten. Die Klassiker – frisch und fruchtig mit guten Säurewerten

– sind bereits in der Flasche und im Verkauf. Wir

widmen uns daher in dieser Ausgabe beim großen Wein-

Test den Sorten Welschriesling, Muskateller und Sämling

bzw. Scheurebe. Gesamt 130 Weine haben wir getestet und

die besten beschrieben. Kostleiter Dr. Alois Bernhart, ein

geprüfter Weinakademiker, ist von der hohen Qualität der

klassisch ausgebauten 2011er Weine sehr begeistert „auch

wenn der Jahrgang vor allem die gehaltvollen Lagen- und

Selek tionsweine bevorzugt“, ist unser vinophile Hofrat

überzeugt. Welches Potenzial steirische Weine besitzen

macht unsere Archivweinverkostung im Landesweingut

Silberberg deutlich. 25 Weine der Jahrgänge 1954 bis

2003 machten dabei eine überaus gute Figur die selbst

altgediente Weinexperten überraschten (ab Seite 44).

Bewunderung lösten auch die steirischen Landessieger der

vergangenen zehn Jahre in der Kategorie „Hohe Prädikate“

aus (Seiten 54 und 55). Dem Potenzial reifer Weine widmet

sich unserer Weinsteirer Holger Massner nicht nur in seiner

Kolumne auf Seite 106, er stellt 20 steirische Raritäten für

eine phänomenale Jahrgangsverkostung 1992 für unsere

steiermarkwein-Leser zur Verfügung (Seite 12).

Die Zukunft gehört der Jugend in unserem Fall dem neuen

Jahr und so widmen wir ein großes Kapitel dem Weinfrühling

in der Südsteiermark. Wenn man anderswo noch

fröstelt, lässt man sich dort bereits die Sonne auf den Bauch

scheinen. Das macht Appetit und so kehren wir in vielen

Buschenschänken, Weingütern und Restaurants ein und

lassen uns verwöhnen (Seiten 14 bis 33). Als großes Kompliment

für steiermarkwein betrachten wir die exklusive

Einladung von Maestro Manfred Tement zu einem gemeinsamen

Tasting seiner Lagensauvignons Grassnitzberg und

Zieregg mit Persönlichkeiten der französischen Weinelite

von Chateaus wie d‘Yquem, Mouton Rothschild, Lagrange,

Pichon Longueville und anderen (Seiten 104 und 105).

Viel Freude mit unserer neuen Ausgabe wünscht Ihnen

herzlichst

Henry Sams

3


4

w w w . . a t Frühling 2012

14 Südsteiermark Spezial

20 Seiten prall gefüllt mit vielen

Tipps zu Wein & Küche

24 Viel Sonne und tolle Weine

Wir besuchen das Weingut der

Familie Elsnegg in Gamlitz

26 Fruchtbare Wurzeln

Drei Schwestern gehen einen

erfolgreichen Winzerweg

29 Aufgetischt in Pernitsch

Räuchern, Selchen, Beizen und Brot

backen im Weingut Schneeberger

32 So gut schmeckt Bio-Wein

Bio-Wein ist für Anton Hirschmugl

mehr als nur eine Berufung

34 54 Proben vom Welschriesling

Der Klassiker unter den steirischen

Weinen im Test von steiermarkwein

44 Der Schatz in Silberberg

Im Archivkeller des Landesweingutes

lagern viele Altweine – wir testen

52 Ein Original bleibt ein Original

Klaus Pauscha setzt die Tradition

seiner Fassbinder-Familie fort

54 Serie 10 Jahre Landessieger

steiermarkwein verkostet die

besten Süßweine 2001 bis 2011

56 Die TAU-Winzer aus Tieschen

12 Winzer aus dem Vulkanland

widmen sich den Burgundern

60 Ein Riesling der keiner ist

Die Steiermark ist ein guter Boden

für den Sämling 88 – wir testen 22

64 Mit Herz zum Erfolg

Eva Herzig findet „Das Glück dieser

Erde“ gerne in der Steiermark

66 Ein gutes Jahr 2011

Der Gelbe Muskateller avanciert

zum Star – wir testen 54 Proben

76 Eine starke Familie

Die Familie Pfanner kocht die

Leser von steiermarkwein ein

88 Revolte der Weinbauern

Steirische Winzer waren rebellisch –

auch jene in der Champagne

94 „Ti amo“ Blauer Wildbacher

Martino Zanetti aus dem Veneto

kultiviert die weststeirische DNA

104 Winzer-Elite in der Steiermark

Klingende Namen wie Sandrine

Garbay von d`Yquem bei Tement

106 Archi und der Weinsteirer

Joachim Schnedlitz und unser

Weinsteirer Holger Massner


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Kulinarikcheck 2012

2012 ist das Jahr der großen essbaren

(und trinkbaren) Chancen – ganz besonders

für die steirische Gastronomie!

Auch wenn berühmte Menschen der

Vergangenheit durch den Bau der Arche

Noah auffielen, setzten die Steirer und

Steirerinnen 2012 auf die „Arche des

Geschmacks“. Welche kulinarischen Eckpunkte

sind nun beim Rundum-Genuss

besonders wichtig?

Grundsätzlich gilt (wie schon in den Jahren

davor), wenn es nicht tiptop sauber

ist, wird auch Nichts gegessen. 73,3%

aller Steirerinnen und Steirer erwarten

rundum Sauberkeit vor Ort (am Örtchen!).

Übrigens, Hygiene liegt vor allem

der ganz jungen Altersgruppe bis 20

Jahren besonders am Herzen (der Wert

liegt hier jenseits der 80% Marke).

Für die Hälfte aller Steirer und Steirerinnen

muss das Preis-/Leistungsverhältnis

passen. Ein Kriterium, welches in den

letzten fünf Jahren stark an Wichtigkeit

gewonnen hat - der Gast muss wissen

wofür er wieviel bezahlt – Dienstleistungen

zählen. Ein Glück, dass die Hälfte

(51,1%) der Grazer und Grazerinnen

(und sogar 53,3% der Steirer und Steirerinnen)

mit dem Preis-/Leistungsverhältnis

in Österreich ganz allgemein

zufrieden sind. - Der Rest ist nicht unzufrieden,

sondern will sich erst 2012 ein

„Euro-Bild“ machen!

Des Weiteren muss die Stimmung/

Atmosphäre beim Essen und Trinken

passen, denn dann schmeckt es gleich

doppelt „mood“ gut. Die Steirer und

Steirerinnen 2012 sind aber auch Ästhetiker

und legen auf Atmosphäre und

Teller(s)kul(p)tur(en) zu 66,3% Wert.

Freundliche, symphytische, wissende

und geschulte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

(23,9%) werden darüber hinaus

von Herrn und Frau SteirerIn „zum

Trinken“ erwünscht.

Den Steirer und Steirerinnen sind frische

und hausgemachte Speisen sowie regionale

Schmankerl zu 29% ans kulinarische

Herz gewachsen – regionale Abwechslungen

zählen! 24,3% wünschen

sich Abwechslungsreichtum auf der

Speiselandkarte - frische und regionale

6

Essen & Trinken sowie Hygiene stehen bei den Steirerinnen

und Steirern beim Urlaub an erster Stelle

Gefühle sind 2012 total in. Auch Exoten

füttert das Steirerland – knapp 19% lieben

es multikulti (zumindest manchmal).

Entweder oder ist out, sowohl als

auch ist „ess- und trinkbar“.

Essen und Trinken ist Freizeit/Urlaubsfeeling

pur - Essen und Trinken zählt zu

den Lieblingsbeschäftigungen der steirischen

Urlauber. So zählen 75,7% der

Steirer und Steirerinnen diese zu den

fünf wichtigsten Tätigkeiten im Urlaub.

Deswegen gewinnen Kulinarikregionen,

wie die Steiermark, als Urlaubsdestinationen

für alle Inländer (und Ausländer)

immer mehr an Bedeutung.

Auch der Euro rollt (vorsichtig umgehen,

heißt nicht sparen - Vergleichen

muss nicht unbedingt zum Verzicht

führen), im Durchschnitt geben die

Steirer und Steirerinnen fast 110 Euro

(täglich) im kurzen Urlaub aus. Prost.

Aber auch Langzeiturlauber greifen

pro Tag mit fast 100 Euro gar nicht so

Claudia Brandstätter-Kobalt

wenig tief in die Reisegeldtasche. Prosit.

Der eine oder andere Urlaubstag

fällt weg - Urlaubstage werden geopfert,

gestrichen wird Urlaub nicht – Ess-

und Trinktourismus bleibt 2012 im touristischen

Aufwind.

www.bmm.at

Brandstätter Matuschkowitz Marketing GmbH

8010 Graz, Münzgrabenstraße 131a

ESOMAR World Research Member, Mitglied

im Verband der Marktforscher Österreich

Top 5 Essen & Trinken im Urlaub

Top 5 Tätigkeiten im Urlaub


Sigi Faschingbauer – Der Tänzer

»Bildtexte« nennt der Grazer Maler Sigi Faschingbauer seine Bilder,

die in Kontext zu seinen literarischen Werken stehen. In seinem

zweiten Roman verknüpft Sigi Faschingbauer die Geschichten des

Ermittlers Adam Facher, der nach einem Unfall in einen komatösen

Zustand verfällt in dem er sein Leben aus seiner persönlichen Sicht

„normal“ weiterführt, mit der Lebensgeschichte des autistischen

Tänzers Leonhard, auf den auch der Titel des Werks anspielt. Dieses

schon vom Sujet her anspruchsvolle Romanexperiment verwirklicht

der Autor nicht nur als sprachgewaltiges Ereignis, sondern

verwandelt es in Bildende Kunst, skripturale Gemälde, Zeichnungen

und Skulpturen, die die unterschiedlichsten Brechungen des

Romans reflektieren. Sigi Faschingbauer, geboren 1940 in Graz,

war von 1971-1997 als Grafikdesigner und ist heute neben seinem

Hauptberuf als bildender Künstler auch als Autor tätig. Seine kreativen

Leistungen wurden mit 26 österreichischen und internationalen

Auszeichnungen wie dem Staatspreis für Buchgestaltung

gewürdigt. Vernissage | Projektpräsentation DER TÄNZER findet

am 12. Juni 2012 in der Galerie Eugen Lendl in Graz statt.

7


Unter dem Motto „Sie lehnen sich zurück, wir

organisieren und arbeiten“ führt der Südsteirer

Thomas Resch gemeinsam mit Ehefrau Brigitte

ein umfassendes Partyservice. Thomas Resch: „Ob

private Geburtstagsfeier in kleinem Kreis oder Betriebsfest

für 400 Personen, wir organisieren jedes

Fest nach den Wünschen unserer Kunden.“ Das

Angebot von Partyservice Resch beinhaltet die

Aufschnittplatte für 10 Personen bis hin zur kompletten

Organisation eines großen Festes mit Musik

und Festzelt. Resch: „Ob vegetarische Küche,

steirisches Büfett, die Veranstaltung einer Hochzeitsfeier

oder eines Kinderfestes, wir sehen es als

unsere Aufgabe, alle Kundenwünsche individuell

zu erfüllen“, so der engagierte Eventmanager. Für

jede Veranstaltung bietet Resch eine Bandbreite

von Leihwaren im Event- und Cateringbereich wie

Besteck, Gläser, Geschirr, Tischwäsche, Mobiliar,

Stehtische, Leuchter, Küchen- und Büfetttechnik,

Zelte und vieles mehr an. Eine umfassende Checkliste

gibt es im Internet, ebenso eine große Referenzliste

mit zufriedenen Kunden. „Rufen Sie einfach

an, wenn sie etwas zu feiern haben. Wir sind

für Sie immer da“, so Thomas Resch.

Partyservice und Getränkefachmarkt Resch

8462 Gamlitz, Steinbach 103

Tel.: +43(0)3453-5899. Mobil: +43(0)664-30 44 044

www.partyservice-resch.at

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Thomas Resch aus Gamlitz:

Der Mann für Feste jeder

Art – von der privaten Feier

bis zum Großevent und

Betriebsfeiern.


Szene | Sieger | Flora-Tasting

Staatsbesuch. Bundespräsident Heinz Fischer fühlte sich in Vogau-Ehrenhausen

bei seinem Besuch im Genussregal der Brüder Polz sichtlich wohl. Am Foto (v.l.)

Heinz Fischer, Bgm. Franz Feldbacher und die Brüder Erich und Walter Polz.

Sieger der Steirischen Weintrophy 2012 in den Tourismusschulen Bad Gleichenberg

sind: Die Weingüter Oswald vlg. Trapl, Platzer, Ilgi, Posch, Silberberg, Krispel,

Rauch, Thurner-Seebacher, Domittner, Altenbacher. www.tourismusschule.com

Im Steirerland am Demmerkogel wurden die neuen Paul-Flora-Weine vom Weingut

Schmölzer ermittelt. Mit dabei Floras Tochter Elisabeth und Thomas Seywald,

Maria Stelzer, Ing. Luttenberger, Hans Mayer, Gustl Schmölzer, Victoria und Robert

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Fiat Freemont ab sofort mit Allrad

Das Autohaus Hirschmugl in Gralla führt jetzt die Allradversion des Fiat Freemont. Neue Features

sind: AWD (All-Wheel-Drive) in Kombination mit 6-Gang-Automatikgetriebe und die neue Ausstattungsversion

Lounge. Fiat Freemont 2.0 MultiJet II 170 AWD Automatik bereits ab 35.750,-

Die Vielseitigkeit und Funktionalität des Freemont hat jene

Kunden erobert, die an Raumangebot, Flexibilität, einem

exklusiven Design und einer reichhaltigen Ausstattung interessiert

sind. Dank seiner Fähigkeit, in einem einzigen Fahrzeug

die Merkmale von drei Fahrzeugtypen (Crossover, Kombi,

MPV) zu interpretieren, konnte der Freemont seit seiner

Markteinführung einen großen Erfolg verzeichnen und wurde

in Italien zum meistverkauften Siebensitzer. Die Baureihe

des siebensitzigen Multitalents von Fiat wird ab April 2012

um die AWD-Versionen (All-Wheel-Drive) ergänzt. Der Freemont

AWD wird stets mit 6-Gang-Automatikgetriebe kombiniert

und ist wahlweise als kultivierter, durchzugsstarker 2.0

MultiJet II mit 170 PS oder als kraftvoller 3.6 Liter V6 Benziner

mit 280 PS erhältlich.

Der fortschrittliche Allradantrieb verfügt über eine elektromagnetische

Kupplung und aktive, elektronische Steuerung

und legt dadurch selbstständig die Antriebskraftverteilung

zwischen den Achsen fest. Durch die Zusammenschaltung

von ABS- und ESP-Sensoren ist das aktive System in der Lage,

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das Fahrverhalten des Fahrzeugs vorherzusehen und rechtzeitig

einzugreifen, um Traktion und Stabilität zu optimieren.

Der On Demand-Allradantrieb ist nur dann im Einsatz, wenn

er tatsächlich erforderlich ist. In normalen Fahrsituationen

wird das Antriebsmoment fast vollständig an die Vorderräder

übertragen, um die Energieeffizienz zu optimieren.

Das innovative 6-Gang-Automatik-Getriebe vereint Komforteigenschaften

und optimale Schaltbarkeit. Der Fahrer kann

im sequentiellen Modus jederzeit den gewünschten Gang

einlegen oder dem elektronischen Steuergerät des Getriebes

die Wahl des am besten geeigneten Gangs überlassen.

Die Übersetzungen des Getriebes wurden gewählt, um eine

höhere Beschleunigung aus dem Stand und geschmeidige,

geräuscharme Schaltvorgänge zu gewährleisten und den

Kraftstoffverbrauch bei Autobahngeschwindigkeiten zu reduzieren.

Mit dem Fiat Freemont AWD wird auch erstmals

die Ausstattungsversion „Lounge“ vorgestellt. Zusätzlich zu

den Merkmalen der Version „Urban“ bietet diese reichhaltige

Ausstattung unter anderem elegante Ledersitze, 19 Zoll

Leichtmetallfelgen, Radio-Navigationssystem mit 8,4 Zoll

großen Farb-Touchscreen und DVD-Player, Rückfahrkamera

und eine Alpine® Audioanlage.

Die hohe Funktionalität und Flexibilität, die dem Konzept

des Fiat Freemont zugrunde liegt, in Verbindung mit fortschrittlichen

Technologien und der Bestnote im Euro NCAP-

Crashtest ist der Freemont eine ernstzunehmende Alternative

für alle jene, die ihre wechselnden Anforderungen in

einem Fahrzeug erfüllt sehen möchten. Gemäß dem Motto

„Immer das Auto, das Sie sich wünschen“.

Preise Fiat Freemont 2WD Versionen

Freemont 2.0 MultiJet II 28.450

Freemont 2.0 MultiJet II 140 Urban 30.250

Freemont 2.0 MultiJet II 140 Lounge 32.750

Freemont 2.0 MultiJet II 170 Urban 31.250

Freemont 2.0 MultiJet II 170 Lounge 33.750

Preise Fiat Freemont AWD Versionen

Freemont 2.0 MultiJet II 170 Urban AWD Automatik 35.750

Freemont 2.0 MultiJet II 170 Lounge AWD Automatik 38.250

Freemont 3.6 V6 Lounge AWD Automatik 40.250

DB


2x Big Bottle | Frühlingskost

Berlin. Stammgäste beim internationalen Big-Bottle-Event in Berlin sind immer

viele Steirer – Winzer wie Besucher (v.l.) Oliver Drennig, Manfred Tement, Trixi

Drennig, Peter Keller, Willi Sattler, Wolfgang Brenner und Johannes Gross.

Singapore. Ausgelassene Stimmung gab es bei der Big Bottle Party bei der Baltazaars

Opening Night in Singapur: Armin Tement versteigerte dort eine 12 Liter

Magnum Sauvignon Grassnitzberg zu Gunsten der Children's Society Singapore.

Gamlitz. Hunderte Kostproben des neuen Jahrganges standen auch heuer wieder

auf der Kostliste der Frühlingsweinkost auf Schloss Gamlitz. Unser Foto zeigt (v.l.)

Andrea und Werner Riegelnegg, Hausherr Fritz Melcher, Petra und Karl Menhart.

Foto: Jana ZILCAYOVA

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12

Weinverkostung mit Degustationsmenü

20 steirische Raritäten Jahrgang 1992

Mittwoch, 6. Juni 2012, 18 Uhr

Hotel Restaurant Staribacher, Kaindorf an der Sulm

Limitierte Teilnehmerzahl Verkostung & Menü 120 Euro

Nr. Winzer Rebsorte Lage/Selektion Jahrgang

1 Rebenhof Weiszer Riesling 1992

2 Prünte Riesling Summus 1992

3 Sattlerhof Grüner Sylvaner Prämium 1992

4 Polz Gelber Muskateller von den Rieden 1992

5 Rebenhof Klevner 1992

6 Gross Weißburgunder Kittenberg 1992

7 Tement Weißburgunder Graßnitzberg 1992

8 Sattlerhof Klevner halbtr. Pfarrweingarten 1992

9 Tement Morillon Zieregg 1992

10 Polz Morillon Obegg 1992

11 Sattlerhof Morillon Pfarrweingarten 1992

12 Gross Morillon Nussberg htr. 1992

13 Wohlmuth Sauvignon Blanc Summus 1992

14 Sattlerhof Sauvignon Blanc Prämium 1992

15 Tement Sauvignon Blanc Zieregg 1992

16 Gross Sauvignon Blanc Nussberg 1992

17 Polz Sauvignon Blanc Obegg 1992

18 Prünte Sauvignon Blanc Extreme halbsüß 1992

19 Tement Roter Traminer halbtrocken 1992

20 Wohlmuth Traminer Summus Spätlese halbsüß 1992

Menü:

Paradeisersalat mit Avocado,

Garnele & Jacobsmuschel

Champignondressing

Klare Suppe

Spätzle & Pesto von Bärlauch

mit Räucherfisch

Rosa gebratener Kalbstafelspitz

mit Karotteneis, Sellerie-Apfel-Salat,

knusprigem Semmelkren & frittiertem Lauch

Süße Überraschung

Sollte ein Wein fehlerhaft sein oder nicht genug ,singen'

behalte ich mir vor, einen ebenbürtigen Ersatz einzustellen.

Die Teilnahme ist bei Anmeldung zu bezahlen und somit

verbindlich - eine Rückerstattung ist nicht möglich.

Voranmeldungen an redaktion@steiermarkwein.at

Auf die Verkostung freuen sich:

Weinsteirer Holger Massner

und das Team vom

Hotel-Restaurant Staribacher

Holger´s tasting


Exklusiver Auftritt für Lambauer-Weine

Professionell, kreativ und innovativ

vermarktet das Weingut Lambauer

aus Kitzeck ab sofort seine Qualitätsweine.

Bernhard Lambauer geht es

dabei um die deutliche Erkennbarkeit

der hohen Qualitäten seiner edlen

Weine und positioniert diese über das

Label mit einem farblich prägnanten

Leitsystem. Die Etiketten seiner Frisch

& Fruchtig-Linie sind in Grün gehalten.

Diese stehen für leichte, duftige Weißweine

mit maximal 12% Alkohol. Die

Classic-Serie tritt weiterhin im traditionellen,

satten Gelb auf und gibt bei

den Leitsorten die Weinrichtung an: Sie

entsprechen dem traditionellen Charakter

des steirischen Weines. Unter

der Bezeichnung Select kommen die

weißen Premiumweine auf den Markt

und glänzen mit einem goldenen Label.

Die Trauben für solche Weine reifen

in Einzellagen mit hervorragendem

Terroir, sie zeichnen sich durch hohes

Reifepotenzial, Charakterstärke und

einer herrlichen Balance von Mineralik,

Druck, Frucht und Säure aus. Rotweine

sind mit einem roten Etikett versehen.

Bernhard Lambauer

präsentiert seine Qualitätsweine

mit einem neuen

durchgestylten Etiketten-

Design

i

Weingut - Buschenschank -

Gästezimmer

Bernhard Lambauer

8442 Kitzeck, Greith 19

Tel. 0 34 56 / 2235

www.weingut-lambauer.at

Von Frisch & Fruchtig über die Classic- bis hin zur Select- und Rotweinlinie:

Die Weine vom Weingut Lambauer aus Kitzeck treten ab sofort mit

einem farblich abgestimmten exklusiven Design auf.

Weinhaus und Buschenschank ab sofort geöffnet.

13


In der Südsteiermark weiß jeder etwas über den besten Winzer und Koch zu erzählen.

Wer sich jetzt im Frühling aufmacht wird großzügig belohnt. Die Landschaft zeigt

sich in voller Blüte, Restaurants und Buschenschänken kredenzen den neuen Wein

Von Henry Sams I Mit Fotos von Apresvino, Symbol, Schiffer, Werner Krug, KK.

15


Wenn man anderenorts in Österreich noch fröstelt,

werden im Frühling in der Südsteiermark die Tische

bereits im Freien gedeckt. So auch bei den Aktionen „In

der Wiese liegen und schlemmen“ oder „Tischlein deck

dich“ (Fotos rechts und ganz unten).

Von März bis Ende Juni feiert man

in der Südsteiermark den Frühling.

Traditionell trocken ausgebaut im Stil

der steirischen Klassik mit viel Frucht

und Frische werden dann die neuen

Weine kredenzt. Die unvergleichlich

schöne und abwechslungsreiche Hügellandschaft

macht es einem leicht,

sich mit Leib und Seele in dieses geografische

Kleinod zu verlieben. Es gibt

ein angenehmes Klima, dazu freundliche

Menschen, es wächst der Wein und

jetzt im Frühling blühen allerortens die

Bäume (siehe Foto vorige Seite).

16

Vom 26. bis 28. April 2012 rollen in der Südsteiermark

wieder die Oldtimer durch das Weinland (unten). Sie

machen auch Station in der Weinstadt Leibnitz

Das Land im Süden Österreichs sollte

man entspannt erkunden. Manche

Touristen bleiben oft nur über das

Wochenende, andere wiederum genießen

hier ihren wohlverdienten Urlaub.

Sie alle haben eines gemeinsam:

eine große Erwartungshaltung in die

Landschaft, den Wein, die Buschenschänken.

Vom Sausal über das Sulmtal,

vom Rebenland über die Südsteirische

Weinstraße bis nach Leibnitz – die

Südsteiermark bietet aber viel mehr

als die gängigen Klischees verheißen.

Spürbar jünger ist diese Region in den

vergangenen Jahren geworden, aufregender,

spannender. Wenn im Frühling

die Temperaturen steigen, verwandeln

sich so manche Plätze bereits zu fantastischen

Freilichtbühnen: Konzerte, Feste,

Sport events, Hobbykünstlermärkte.

Entspannt frönt man dem Nichtstun

auch in den Gastgärten der Buschenschänken

oder Wirtshäuser in der Stadt

und den Gemeinden, denn während es

im übrigen Österreich oft noch fröstelt,

werden in der Südsteiermark bereits

die Tische im Freien gedeckt. Wie bei

der Aktion „Tischlein deck dich“, wo


Tom Riederer seinen Gästen mitten im

Weingarten ein 5-Gang-Menü serviert.

Genießen und schlemmen kann man

dort auch mit einem prall gefüllten

Picknick-Korb, den man sich für das

Reininghaus-Jahrgangspils-Picknick

einfach bestellen und abholen kann.

Dann pulsiert das Leben. Das beflügelt

die Gastronomie und Weinbaube-

Dietmar Kappel kocht im Weinhof Kappel in Kitzeck seine Gäste auf Haubenniveau

ein (unten links). In den zahlreichen Buschenschänken wird man in der Südsteiermark

im Weinfrühling bereits im Freien bewirtet (großes Foto). Das Sausal ist eine

beliebte Destination für Wanderer, sichtbares Zeichen ist dort die Kirche in Kitzeck.

triebe. Im Land von Kernöl, Sterz und

Wein gehen Buschenschänken und

Restaurants gemeinsame Wege. Beide

sind mit der Region verwurzelt, aus der

man unglaublich viele gute Produkte

bezieht. Schmackhaft holt man sich

den Naturpark Südsteirisches Weinland

in die Küche und serviert eine verfeinerte

kulinarische Vergangenheit.

17


18

Ab Mai wird im Weinland wieder scharf geschossen.

Die Jagdsaison deckt dann die Tische

mit zartem Maibock wie bei Hannes Sattler

vom Restaurant Sattlerhof in Gamlitz (re.).

Die Südsteiermark ist ein Paradies für Wanderer

und Radfahrer. Unter dem Symbol des

Klapotetz genießt man dort in vollen Zügen

das südsteirische Weinland (Fotos unten)

Zugleich verwöhnt die Haute Cuisine

ihre Gäste auf hohem Niveau, denn nirgendwo

gibt es so viele von Gault Millau

geadelte Haubenrestaurants wie in

der Südsteiermark.

Attraktive Freizeitthemen

Die Tourismusverbände, Winzer oder

Gastronomen haben in der Südsteiermark

viele attraktive Freizeitthemen

entwickelt. Von der Weinerlebnis-Tour

über Riedenbesichtigungen von Top-

Lagen bis hin zu Wein-Erlebnisführungen

„Vom Ursprung bis zum edlen

Endprodukte“ und geführten Wildkräuterwanderungen

mit Kräuterexpertinnen

– die Angebote sind nahezu

unerschöpflich. Alles über Kräuter

erfährt man auch von Brigitte Pachler,

der Kräuterhexe am Sattlerhof, angeboten

werden in der Südsteiermark

Kochkurse mit Haubenköchen wie

Gerhard Fuchs, Tom Riederer oder Norbert

Thaller („Weltklasse“, Zitat eines

Teilnehmers). Dann treffen sich wiederum

Baukultur und Sauvignon Blanc,

dabei werden interessierte Gäste zu

architektonisch spannenden Weinbau-

betrieben geführt und anschließend

mit einem Degu-Menü verwöhnt. Der

Tourismusverband „Die besten Lagen.

Südsteiermark“ organisiert von Leibnitz

aus mit einem Imker Fahrten zur

Kastanienblüte, weiters gibt es geführte

Radtouren zum Wein, angesteuert

werden dabei lohnenswerte Adressen

von Weingütern. Der „Klimawandel“

ist in der Südsteiermark besonders im

Weinfrühling spürbar. Alle Informationen

zu einer ausgiebigen Landpartie

mit wertvollen Freizeittipps und Terminen

erfahren Sie auf Seite 22.


Im Duett: Herzhafte Jausen – tolle Weine

Endstation Sehnsucht: Im Weingut von August und Hilde Skoff gehen Wein

und Buschenschank-Küche gemeinsam einen köstlichen Weg. Als kostenlose

Beigabe gibt es von der Terrasse eine schöne Aussicht

Eine lohnende Adresse für den Genuss – auch für Kinder: Alle Fleischspezialitäten werden selbst gemacht: Selchen, Beizen,

Räuchern – auch das Brot wird immer frisch gebacken. Die Weine werden von Tochter Heike und ihrem Vater August gekeltert

Ein verlässlicher Wegweiser zu den

Spezialitäten des steirischen Weinlandes

ist die „Ausgezeichnete“ Buschenschank

von August und Hilde Skoff

und ihren Töchtern Heike und Silvia

in Gamlitz. Wer zu ihnen auf eine Entdeckungstour

fährt, kann sich den

Tisch üppig decken lassen, denn mit

den besten Produkten aus eigener Erzeugung

pflegt man dort eine klassische

Buschenschank-Küche zeitgemäß

verfeinert.

Fleischspezialitäten selbst erzeugt

Selchen, Beizen Räuchern – in der Buschenschank

Skoff wird das Veredeln

von Fleischspezialiäten alles selbst

gemacht. Herzhaft freundlich serviert

man viele appetitliche Schmankerln.

Zusätzlich zu den traditionellen Köstlichkeiten

wie z. B.: eine Brettljause,

luftgetrocknetes Lendbratl oder ein

knuspriges Brüst´l gibt es auch vegetarische

Variationen oder saure Kreationen

sowie Käse-, Wild- und Fischspezialitäten.

Zu all den Köstlichkeiten

reicht man Hildes frisches, selbstgebackenes

Bauernbrot. Auf der Speisekarte

stehen stets hausgemachte

Mehlspeisen. Als harmonische Begleiter

kredenzt man die vielen fruchtigfrischen

hauseigenen Qualitätsweine,

die Tochter Heike mit ihrem Vater vinifiziert.

Guten Appetit!

i

Weingut & Buschenschank

„Zur schönen Aussicht“

August & Hildegard Skoff

Kranachberg 96, 8462 Gamlitz

Tel. 0 34 53 / 42 50

Tel. 0664 / 464 62 590

www.skoff-buschenschank.at

tägl. ab 13 Uhr, Mi, Do Ruhetag

An Feiertagen geöffnet

19


Den Frühling bringt Tom Riederer in

seinem Restaurant in Leutschach auf

den Tisch. Von dort aus ist es nur eine

Handbreite zum Weinkulinarium.

Samstag, Samstag, 19. 19. Mai Mai 2012, 2012, ab ab 14.30 14.30 Uhr Uhr

im im Knielyhaus Knielyhaus Leutschach Leutschach an an der der

Südsteirischen Weinstraße Weinstraße

Ausgezeichnete

Weine Ausgezeichnete

und hervor-

Arnfelserstraße 10, 8463 Leutschach

ragende Weine Kulinarik. und hervor-

Arnfelserstraße 10, 8463 Leutschach

ragende Kulinarik.

Ab 11.00 Uhr: "Essen beim Lieblingswirt im Rebenland"

Ab 11.00 Uhr: "Essen beim Lieblingswirt im Rebenland"

Unsere Weinkulinariums-Wirte bieten spezielle "Rebenland-Menüs" in der gemütlichen

Unsere Weinkulinariums-Wirte bieten spezielle "Rebenland-Menüs" in der gemütlichen

Atmosphäre ihrer Gastronomiebetriebe an. Alle Wirte auf www.wein-kulinarium.at!

Atmosphäre ihrer Gastronomiebetriebe an. Alle Wirte auf www.wein-kulinarium.at!

Ab 14.30

Ab 14.30

Uhr:

Uhr:

Die

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Vielfalt

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der

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Weine

Weine

aus

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dem

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Rebenland

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- verkosten

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und

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genießen!

genießen!

100

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Weine

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warten

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Sie

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zu begeistern.

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Kulinarisch

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präsentieren

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die

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Wirtsleute

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aus

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dem

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Rebenland

Rebenland

mit

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einem

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vielfältigen

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Speisenangebot Speisenangebot aus aus regionalen regionalen Produkten. Produkten.

€ 34,- € 34,- incl. incl. Weinverkostung Weinverkostung und und regionalen regionalen Spezialitäten. Spezialitäten. Vorverkauf: Vorverkauf: € 29,- € 29,in

allen in allen österr. österr. Raiffeisen-Banken Raiffeisen-Banken od. od. online online auf auf www.wein-kulinarium.at.

Details Details zur zur Veranstaltung Veranstaltung unter unter Tel. Tel. 03454-707010

03454-707010

20

Das steirische Kürbiskernöl g.g.A. ist das

kulinarische i-Tüpferl. Ob in der Buschenschank

oder im Restaurant: Die Spezialität

verfeinert Salate und viele Speisen

Das Leben genießen

www.wein-kulinarium.at

Das Weinkulinarium in Leutschach wird

seit Jahren sehr gut besucht u. a. auch

von ORF-Moderatorin Kathi Wenusch

am Foto mit Winzer Helmut Mahorko

Heimatliebe geht in der kulinarischen Südsteiermark auch

über den Geschmack – beim Wein wie beim Essen

Der steirische Wein ist ein beliebter Begleiter in allen Lebenslagen.

Er bestimmt im Reigen der Jahreszeiten den Arbeitsrhythmus

der Weinbauern und läuft in der Südsteiermark

zur Höchstform auf. Wie beim Weinkulina rium im Rebenland

Leutschach im Knielyhaus. Die Vielfalt der heimischen Rebensäfte

kann man dort nicht nur Schluck für Schluck genießen,

Weinkulinariums-Wirte kochen dazu auch groß auf.

Eine der Top-Adressen in Leutschach ist auch das 2-Hauben-

Restaurant T.O.M. am Kochen. Die Küchentradition pflegt

dort Tom Riederer mit Hingabe, trotzdem gilt er als Erneuerer

und Visionär. Ein köstlicher Hauptdarsteller auf der großartigen

Naturbühne der Südsteiermark spielt auch das steirische

Kürbiskernöl g.g.A. Als kulinarisches i-Tüpferl verfeinert

es viele Speisen in Restaurants und Buschenschänken.

Österreichische Post AG

Info.Mail Österreichische Entgelt bezahlt Post AG

Info.Mail Entgelt bezahlt

im Rebenland Leutschach

im Rebenland Leutschach

TOP am Weinkulinarium:

TOP am Weinkulinarium:

Raritätenverkostung ab 17.00 Uhr

Raritätenverkostung ab 17.00 Uhr


Feinheiten vom Weingut Peter Masser

Im eleganten Degustationsraum

kann man die Weine verkosten.

Peter Masser und seine Frau Maria

produzieren auch Spezialitäten vom

schottischen Hochlandrind (re.)

Das Weingut Peter Masser bringt herrlich

würzige Weißweine mit fruchtigfrischen

Aromen und harmonischem

Säurespiel in besten Qualitäten hervor.

Das wesentliche Merkmal dieses

Familienbetriebes ist die beachtliche

Sortenvielfalt: Welschriesling, Sämling,

Muskateller, Sauvignon Blanc oder

Morillon – in klassisch-steirischer Stilistik

oder als charakterstarke, elgante

Lagen- und Selektionsweine wie der

Burgunder Hoisl oder die Rotweinreserve

PM1. Die Weine von Peter Masser

haben alle eine eigene Persönlichkeit

und zeichnen sich durch überaus animierenden

Trinkfluss aus. Dem Zeitgeist

folgend keltert der sympathische

Weinbauer auch ansprechende Cuvées

wie den Massimo, einen trinkfreudigen

Weißwein. Mit dem aktuellen Jahrgang

bringt Peter Masser mit dem Masser-

Rosa nun einen unbeschwerten Roséwein

in den Verkauf. Eine hochelegante

Komposition vom Blauen Wildbacher

und Zweigelt. Harmonisch vereinen

sich hier Frucht, Würze und feine Säure

mit gemäßigten 12 Volumsprozent Alkohol.

Alle Weine kann man am Weingut

im modernen Degustationsraum

glasweise verkosten und kaufen.

Peter Masser keltert Qualitätsweine

ganz im Stil der steirischen Klassik –

frisch und fruchtbetont. Prestigeweine

sind seine Lagenweine. Ab sofort

wird auch ein Roséwein angeboten.

Kommentierte Weinverkostung direkt

am Weingut gegen Voranmeldung

Weingut Masser

Fötschach 41

8463 Leutschach

Tel. +43 (0)3454 / 467

www.masser.cc

iGPS-Daten: N 46° 40` 27“ - E 15° 29` 39“

21


Tolle Freizeit-Tipps

Romantische Weinberge als Treibsatz der

Gefühle – ein Urlaub in der Südsteiermark ist

immer ein Erlebnis. Entspannen, Wandern,

Konzertbesuche oder Ausgehen: Die Region

hat zu jeder Jahreszeit viel zu bieten!

Am 16. Mai treffen in

der Buschenschank

Kögl in Ratsch/

Weinstraße zwei

hochkarätige Bands

beim „Buschenfunk“

unter freiem Himmel

aufeinander.

Die Wiener Band

Quadoval eröffnet

das Festival, als Lokalmatadore

geben

dann die Musiker

von Blue Connection

(re.) mit hippen Funk

den Ton an.

Mit dem Radl zum Wein – jeden Samstag vom 12. Mai - 9. Juni trifft

man sich um 13 Uhr vor dem Leibnitzer Rathaus zum gemeinsamen

Radln. Begleitet von Radclub Union Volksbank Leibnitz führt der

Weg vom Genussplatz Hauptplatz zu Weingüter in der Südsteiermark.

Angeboten werden auch spezielle Wochenendpauschalen

mit Weindegustationsmenü, Weinproben, Brettljause, Radkarte

und eine Flasche Wein. Infos: Tourismusverband „Die besten Lagen.

Südsteiermark“, Tel.: +43/3452/76811, www.leibnitz.info

22

Kitzeck hebt

ab – vom 17. bis

19. Mai bei der

Sulmtaler-Sausaler

Himmelfahrt, den

internationalen

Ballontagen. Info:

Info: 0043-3456-

3500

www.sulmtalsausal.at

Ostern - Oktober: Weinerlebnis-Tour

von der Traube bis zum Wein, jeweils

samstags (17 Uhr), Weingut Lieleg Kollerhof

in Eichberg-Trautenburg . Info:

0043-3454 439, www.kollerhof.com

12.-15. April: Steiermark Frühling am

Wiener Rathausplatz, Info: 0043-316-

4003, www.steiermarkdorf.at

22. April 2012: Frühlingszauber

im Naturpark, ab 11.00 Uhr. Der

Naturpark feiert diesen Neuanfang der

Natur mit einem Fest. Gemütlichkeit,

Naturpark-Spezialitäten, Weingenuss

und eBiken an der frischen Luft macht

Lust auf Frühling! Naturparkzentrum

Grottenhof; Info: 0043-3452-71305

www.naturparkweinland.at

26. bis 28. April 2012: Südsteiermark

Classic, Oldtimer-Rallye. 03453/3922,

www.suedsteiermark-classic.at

27. April 2011: Großkleiner Jahrgangsweinpräsentation

auf Schloss

Ottersbach, 17 Uhr. Info: 0043-3456-

3500, www.sulmtal-sausal.at

Ab 1. Mai 2012: Reininghaus Jahrgangspils

– Picknick an der Südsteirischen

Weinstraße. Das Naturerlebnis

schlechthin! Picknick-Korb buchen

und los geht’s in die Weinberge...

Heuer auch mit dem eBike möglich!

www.suedsteirischeweinstrasse.at

1. Mai 2012: Mai Glaggln - Kulinarisches

Kellergassenfest am Altenberg/

Demmerkogel – Kitzeck. Info: 0043-

3456-3500, www.sulmtal-sausal.at

3. Mai bis 4. Oktober 2012, ab 17

Uhr: Jeden Donnerstag Schratln im

Weindorf Heimschuh, www.schratln.at

Jeden Samstag von 12. 5. bis 6.

Juni 2012: Mit dem Radl zum Wein;

Geführte Radtour vom Genussplatz

Hauptplatz Leibnitz zu Weingütern in

der Südsteiermark. Treffpunkt 13 Uhr

Rathaus Leibnitz. www.leibnitz.info

5. Mai 2012, 19 Uhr: Mondscheinwanderung,

Buschenschank Stelzl,

Kitzeck-Einöd

5. Mai 2012: WELSCHLAUF – das

längste Weinfest: 21 Labestationen auf

42 km genießen… www.welschlauf.at

6. Mai 2012, ab 10 Uhr: Frühjahrshobby-Künstlermarkt

in Kitzeck.

www.sulmtal-sausal.at

12. Mai 2012, ab 14.00 Uhr: STK –

Steirische Terroir und Klassikwinzer

/ Jahrgangspräsentation, Weingut

Neumeister, Straden, www.stk-wein.at

12. Mai 2012, 18 Uhr: Bioweinverkostung

– biologisch & biodynamische

Weine der Südsteiermark, Knielyhaus

Leutschach. Info: 0043-3453-4872

oder 0043-664-424825,

www.bio-wein-steiermark.at

16. Mai 2012, 18 Uhr (bei Schlechtwetter

17. Mai um 13 Uhr): Buschenfunk.

Buschenschank Kögl in Ratsch/

Weinstrasse; mit quadoval feat. Katrin

Taucher (voc) und Blue Connection.

17.-19. Mai, jeweils ab 6 und 17 Uhr:

Sulmtaler-Sausaler Himmelfahrt -

Internat. Ballontage Kitzeck-Fresing

Info: 0043-3456-3500

www.sulmtal-sausal.at

18. Mai und 8. Juni, 15 bis 19 Uhr:

„Eine Entdeckungsreise ins biologischdynamische

Weingut Tauss". Inkl.

Jause, auch individuell buchbar ab

6 Personen; Info: 0043-3454-6715,

www.weingut-tauss.at

19. Mai 2012, ab 14.30 Uhr: Weinkulinarium

Rebenland Leutschach -

Knielyhaus. Info: 0043-3454-707010,

www.wein-kulinarium.at

www.rebenland.at

27. Mai 2012: Hoffest beim Buschenschank

Reiterer, Kitzeck. Info: 0043-

3456.2537 www.kitzecker-reiterer.at

31. Mai 2012, ab 16 Uhr: Kür der

steirischen Landessieger – Die besten

Weine der Steiermark , Seifenfabrik

Graz, Info: 0043-316-8050-1435

www.landessieger.at

1. und 2. Juni 2012: Gamlitzer Weinblütenfest.

Info: 0043-3453 3922,

www.gamlitz.at

3. Juni 2012: Eröffnung von Europas

größtem Motorikpark in Gamlitz. Info:

0043-3453-3922. www.gamlitz.at

9. Juni 2012: Eröffnung Genussladen

und Naturgarten Amtmann, Kranachberg/

Gamlitz. Info: 0043-664-5216256

www.die-amtmann.at

7. Juni 2012: Gamlitz trägt Tracht am

Strudeltag; nach dem Gottesdienst

ab 10 Uhr Am Peter und Paul Platz;

verschiedene Strudlspezialitäten zum

Verkosten, begleitet von Weinkostbarkeiten

aus der Region, Live Musik

www.gamlitz.at

10. J uni 2012: Kitzeck ist prickelnd

Info: 0043-3456-3500,

www.kitzeck-sausal.at

16. Juni 2012, Leibnitz: Kastanienblütenwanderung.

Geführte Wanderung

zu den Kastanienblüten mit Imkermeister

Horst Kuster. www.leibnitz.info

16. Juni 2012: Riegl aufi - Riegl obi Fest

in Mitteregg/St.Nikolai im Sausal

Info: 0043-3456-3500

www.rieglaufi-rieglobi.at

16.-17. Juni 2012: Tag der offenen Kellertür,

Die Weinbauern der Steiermark

öffnen ihre Kellertüren! Info: 0043-316-

8050 1435, www.steirischerwein.at

21. Juni 2012: Tischlein deck dich.

an der Südsteirischen Weinstraße.

Genießen Sie die längste Nacht des

Jahres unter freiem Himmel; 5-Gang

Menü mit Weinbegleitung.

www.suedsteirischeweinstrasse.at

30. Juni und 1. Juli 2012 : Lavendel-

Tage in Kitzeck, Hof Wunsum in Greith

Info: 0043-3456-3500,

www.wunsum.com

Buschenschänken, Restaurants, Zimmer, Events und weitere Infos:

www.suedsteiermark.com


Rebenhof – Naturkulisse für den Wein

DB

Wein – Küche – Urlaub, das sind in

der Südsteiermark unersetzliche Requisiten

des Lebens. Besonders ergiebig

ist ein Ausflug nach Ratsch an der

Südsteirischen Weinstraße zum Rebenhof.

Dort hat sich Hartmut Aubell

ein kleines, feines Imperium des guten

Geschmacks geschaffen. Weingut,

Einkehr und Moarhäuser führen hier

Weinliebhaber, Feinschmecker und Urlauber

zusammen, die eines gemeinsam

suchen und dort auch finden: Unvergessliche

Momente der Erholung.

Hartmut Aubell ist ein selbstbewusster

und kompromissloser Winzer, der seine

Weine nie in ein Korsett zwingt und sie

authenisch mit viel Eigengeschmack –

mitunter auch mit Ecken und Kanten

– in die Flaschen füllt. Er setzt damit

Maßstäbe, die an vergessene Traditionen

erinnern und dennoch dem heutigen

Zeitgeist nach Transparenz und

Eleganz im Wein entsprechen. Den

puren Genuss seiner Gewächse kann

man in der Rebenhof-Einkehr erleben.

Barbara Kainz führt dort einen großartigen

Logenplatz mit einer grandiosen

Naturkulisse, die ihresgleichen sucht.

Ob auf der Terrasse, Indoor oder im rustikal-romantischen

Keller: Zum grandiosen

Feeling tragen die feinen, köstlichen

Buschenschank-Schmankerln

bei. Die urgemütliche Location bietet

sich auch für Feierlichkeiten an.

Das Stakkato faszinierender Augenblicke

ergänzen die Rebenhof-Moarhäuser.

Komfortable Zimmer mit einem

ebenso tollen Ausblick, ein Pool und

ein Tennisplatz sind dort die Ingredienzien

für einen unvergesslichen Urlaub.

i

Entspannte Momente genießt man auf

der Terrasse der Rebenhof-Einkehr (großes

Foto). – Die Weine von Hartmut Aubell

(Foto) sind eigenständig und charakterstark.

– Die Zimmer der Rebenhof-Moarhäuser

sind geräumig und komfortabel.

Der Rebenhof

Ottenberg 38, 8461 Ratsch

an der Weinstraße

Tel. +43 (0)3453 / 25750

www.rebenhof.at

Rebenhof-Moarhäuser

Tel. +43 (0)3453 / 2135

23


Viel Sonne und fruchtbare Weinberge:

Der Ehrgeiz der Winzer ist groß.

Im Weingut Elsnegg auch die

Sortenpalette der Qualitätsweine

Weinkritiker und Weinfreunde erliegen

gerne der Faszination von steirischen

Sauvignon Blancs – gerne solche vom

Weingut Elsnegg an der Südsteirischen

Weinstraße in Gamlitz. Andere wiederum

schätzen bei Engelbert und Monika

Elsnegg und ihren Töchtern Regina

und Monika die fruchtigen Aromen

des Muskatellers oder das nussige Bukett

des Weißburgunders, manche Genießer

schwärmen von den herrlichen

exotischen Noten und der würzigen

Mineralik beim Morillon. Eines haben

alle gemeinsam: Sie glänzen mit sehr

viel animierenden Trinkfluss.

Die Familie Elsnegg ist tief mit den

Traditionen des steirischen Weins verwurzelt

ohne sich Neuem zu verschließen.

Die Winzerfamilie arbeitet seit

vielen Jahren mit dem Potenzial ihrer

24

Leben mit und für den Wein (v.l.): Regina, Monika, Engelbert und Monika Elsnegg

Weingärten und so sind der lagenreine

Ausbau vieler Qualitätsweine ein

fester Bestandteil ihrer Betriebsphilosophie.

„Unsere Weingärten grenzen

umittelbar an unseren Betrieb“, so Engelbert

Elsnegg, der gemeinsam mit

seiner Tochter Regina für den Ausbau

der Weine verantwortlich zeichnet.

„Das bringt uns viele Vorteile, wenngleich

auf wenigen hundert Metern

ein unterschiedliches Mikroklima vorherrscht“,

erzählt uns Regina, die als

steirische Weinkönigin die Botschaft

des heimischen Rebensaftes weit über

unsere Grenzen trug. Im Ertrag stehen

faszinierende Lagen wie Urlkogel,


Weingut Elsnegg Fruchtig-frisch sind die Weißweine – feurig-würzig der

Blaue Zweigelt – schäumend erfrischend der elSECCO

Die kulinarische Reiseroute führt an der Südsteirischen Weinstraße zur Buschenschank von Engelbert und Monika Elsnegg

Steilhang, Edelbach und Eckberg. Die

daraus entstehenden Weine sind konturiert

mit eigenständiger Persönlichkeit,

Finesse, Eleganz und Sortentypizität.

Ob klassisch frisch und fruchtig

oder tiefgründig und charakterstark –

die edlen Tropfen kann man direkt am

Buschenschank verkosten. Das macht

natürlich großen Appetit und so kann

man sich von Tochter Monika und ihrer

gleichnamigen Mutter mit Schmankerln

vom Allerfeinsten verwöhnen

lassen. Wer das alles ganz intensiv erleben

möchte, dem stehen schöne

Genuss-Komfortzimmer für einen erholsamen

Urlaub zur Verfügung.

i

Weingut - Buschenschank

Monika und Engelbert

Elsnegg

Eckberg 26, 8462 Gamlitz

Tel. +43 / 3453 4812

weingut@elsnegg.at

www.elsnegg.at

25


26

Einer für alle – alle für einen.

Am Foto von links: Gerti und

Josef Trabos mit Birgit und Harald

Lieleg sowie Anita Trabos

mit Partner Christian; rückwärts

oben Erwin und Sonja

Tschermonegg

DB


Fruchtbare Wurzeln

Drei Schwestern gehen in der Südsteiermark erfolgreich ihren Weg als Winzerinnen.

Sonja, Birgit und Anita sind starke Partnerinnen ihrer Männer und bewirtschaften mit

ihnen drei überaus renommierte Weingüter. Eine spannende Familiengeschichte.

Wein ist in der Südsteiermark seit

jeher ein bewährter sozialer Klebestoff,

der viele Familien und deren

Angehörigen fest zusammenhält. Der

Rebensaft trägt damit höchst effektiv

zur Wertschöpfung bei, er ist darüber

hinaus ein unverzichtbarer Bestandteil

im traditionellen Generationenvertrag.

Ein schönes Beispiel dafür ist die Weinbaufamilie

von Gerti und Josef Trabos

aus Gamlitz. Bei den beiden schwingt

eine große Portion Stolz mit, sind doch

ihre drei Kinder Sonja und die Zwillinge

Birgit und Anita dem Wein treu

geblieben und bewirtschaften heute

unabhängig von einander mit ihren

Ehemännern bzw. ihrem Partner renommierte

Weinbaubetriebe.

Im Stammhaus der Familie Trabos

erfüllt Tochter Anita mit Christian den

erwähnten Generationenvertrag. Die

Absolventin der Weinbauschule Silberberg

bringt sich mit ihrem Know-How

im Weinkeller und gemeinsam mit

ihrer Mutter in der ausgezeichneten

Buschenschank ein. „Es ist ein schönes

Gefühl, die Weinbautradition meiner

Eltern künftig fortzuführen“, sagt die

sympathische Winzerin.

Ihre Zwillingsschwester Birgit führt

mit ihrem Ehemann Harald das Weingut

Kollerhof Lieleg in Eichberg-Trautenburg.

Dort kommen Weinliebhaber

und Genussmenschen gleichermaßen

auf ihre Kosten, kann man sich

doch nach einer köstlichen Jause in

der ausgezeichneten Buschenschank

in den komfortablen Wein-Genießer-

Zimmern dem Müßiggang hingeben.

„Meine Eltern haben uns mit viel Leidenschaft

und Liebe erzogen und an

den Wein herangeführt“, schwärmt Birgit

von ihrem Elternhaus. „Das kommt

mir heute am Kollerhof sehr zugute“,

ergänzt die Silberberg-Absolventin.

Sonja, die erstgeborene Schwester

im Trabos-Bunde führt mit ihrem Ehemann

Erwin Tschermonegg in Glanz

an der südsteirischen Weinstraße ein

imposantes Weingut. Die Mutter zweier

Söhne unterstützt ihren Mann in

allen Weinbelangen, managt die angeschlossene

Pension sowie gemeinsam

mit ihrer Schwiegermutter Antonia die

Buschenschank. „Die Kraft für meine

Arbeit hole ich mir aus meiner Familie,

wo ein Augenblick mit ihr die anstrengende

Zeit vergessen macht.“

Steirische Landessieger. Eines haben

alle drei Weinbaubetriebe gemeinsam:

Sie keltern Weine von großer Qualität

und stehen in einem gesunden Wettbewerb

am Weinmarkt. Josef Trabos:

„Wir haben alle einen ausgeprägten

Familiensinn, das fördert die Kommunikation

und den Zusammenhalt“, so

der junggebliebene Stammvater. „Wir

kosten auch gemeinsam die Weine der

drei Betriebe und gehen in der Kritik

offen und konstruktiv um.“ Das Ergebnis

findet sich in der Qualität und so

rittern die Winzer regelmäßig um hohe

Auszeichnungen bei nationalen und

internationalen Weinbewerben. Fazit:

Alle Betriebe haben ihre Arbeit bereits

mit Landessiegern gekrönt. „Darauf

kann man mit Recht stolz sein“, so Gerti

Trabos, die wie ein Fels in der Brandung

zu ihrer ganzen Familie steht.

www.trabos.at

www.kollerhof.com

www.tschermonegg.at

Die Weine der

Familien Trabos,

Kollerhof Lieleg

und Tschermonegg

werden regelmäßig

hoch prämiert.

Alle drei Weingüter

konnten bereits

mehrfach den Titel

„Steirischer Landessieger“

verbuchen.

27


Entspannen in Mahorkos grünem Salon

Wer eine erstklassige, zeitgemäß

verfeinerte regional ausgerichtete

Küche bevorzugt, der kommt an

der Südsteirischen Weinstraße beim

Weingut-Hotel-Restaurant Mahorko

nicht vorbei. Gutes vom Fleisch wie

kurz gebratene Schweinemedaillons,

gegrillte Lammkoteletts, das steirische

Backhendel oder heimische Fische wie

eine steirische Forelle sind treffende

Visitenkarten für eine Küche, die sich

darauf konzentriert, die Qualität der

Speisen zur Geltung zu bringen – natürlich

mit kreativen Ideen, aber ohne

Schnickschnack. Entscheidend ist der

gute Geschmack. Den gibt es bei Irene

und ihrem Sohn Helmut Mahorko auch

bei den hauseigenen Qualitätsweinen.

Der junge Winzer keltert frisch-fruchtige,

klassisch ausgebaute Weine, aber

auch solche mit großem Format. Die

edlen Rebensäfte sind zudem herrliche

Begleiter zu den appetitlichen

Gerichten, die man im Restaurant im

neuen Gastraum oder auf der südseitig

gelegenen Terrasse serviert. Den

Aperitif oder Digestif nimmt man am

besten am Weinwalk ein. Intensiv erleben

kann man die Genüsse bei einem

Urlaub im angeschlossenen Hotel. DB

28

Eine großartige Naturbühne ist der

Weinwalk bei Mahorko (gr. Foto).

Eine ebenso tolle Aussicht gibt es

von der Terrasse. Im neuen Glanz

erstrahlt seit März das Restaurant

von Irene Mahorko und ihrem Sohn

Helmut (li.). Entspannt genießt man

im Hotel einen erholsamen Urlaub.

i

Weingut Hotel Restaurant

Mahorko

8463 Glanz/Weinstraße 82

Tel. +43 (0) 3454 / 7090

www.mahorko.at


FLOW

In ehrlichen Genüssen

treiben lassen

Text: Henry Sams Fotos: Josef Krassnig, KK

Das Lexikon für geschmackvolle

steirische Buschenschank-

Kost – Beizen, Räuchern, Suren,

Selchen, Wursten, Brotbacken

– hat einen Namen: Margret

Reinprecht vom Weingut-Buschenschank

Schneeberger in

Pernitsch. Nach alten Familienrezepten

veredelt sie hochwertige

heimische Produkte.

29


30

Das Räuchern, Beizen,

Selchen ist Margret

Reinprecht bereits in

Fleisch und Blut übergegangen.

Sie wählt

dafür nur erstklassige

heimische Produkte

von Lieferanten, die sie

auch persönlich kennt.

Im Buschenschank

geht ihr auch Mutter

Heide Schneeberger

(re.) zur Hand wie beim

Brotbacken.

Speck, Geselchtes, Würste usw. werden im Buschenschank Schneeberger von

Margret Reinprecht nach überlieferten Rezepten ihrer Großväter hergestellt

Es existieren in der Südsteiermark viele

Haubenrestaurants, aber erst die Buschenschänken

machen den wahren

Reiz aus. Eine erste Adresse ist jene

des Weingutes Johann Schneeberger

im Sausal. Prämiert mit dem Prädikat

„Ausgezeichneter Buschenschank“

wird man hier kulinarisch weit über

alle Maßen verwöhnt. Gemeint ist damit

ein Stil, der seine Wurzeln in der

klassischen Buschenschankküche hat,

diese aber zeitgemäßen Anforderungen

anpasst und mitunter auch neu

interpretiert. Es ist das Reich von Margret

Reinprecht, der Tochter des Hauses

und Enkeltocher einer alt eingesessenen

Fleischhauerdynastie. Wenngleich

sie viele fleißige Helferinnen und Helfer

an ihrer Seite weiß, die sympathische

Mutter zweier Kinder ist der kreative

kulinarische Geist dieses Weinbaubetriebes,

dessen Stärke zweifellos die

harmonische Familienbeziehung zwischen

Alt und Jung ist. Die Küche von

Margret Reinprecht ist produktorientiert

mit Schwerpunkt auf Veredelung

von Fleisch und Fisch. Für das Beizen,

Räuchern, Suren, Selchen, Wursten

– nach überlieferten Rezepten ihrer

Großväter – verwendet sie ausschließlich

heimische Produkte und nur dann,


wenn sie extrem gut sind. Die Auswahl

nimmt die Küchenchefin pesönlich vor.

Wo vielen Buschenschänkern oft das

Verständnis abgeht, schöpft Margret

Reinprecht aus dem Vollen: Das rohe

Fleisch zum Veredeln stammt von ihrem

Onkel, einem qualitätsbewussten

Fleischhauer, die Flossentiere liefert

Franz Kulmer aus Weiz, Hühner die

Familie Posch aus Heimschuh, Wild,

Käse, Topfen, Gemüse, Salate, Eier,

Beeren stammen ausschließlich von

verlässlichen Landwirten und Lieferanten

aus der Region, nichts kommt aus

dem Supermarkt. Margret Reinprecht

behandelt ihre Produkte mit großem

Respekt und großer Sorgfalt, dementsprechend

gut schmeckt es ihren Gästen.

Zu Spezialitäten wie Pfefferkarree,

Osso Collo, Wacholderrohschinken,

gesurte Schweinszunge, Fischteller mit

gebeizter Lachsforelle, Forellensulzerl

und saurem Forellenfilet oder zur klassischen

Brettljause empfiehlt die geprüfte

Weinakademikerin die passenden,

vielfach prämierten hauseigenen

Qualitätsweine. Diese sind die Domäne

ihres Vaters Johann Schneeberger und

ihres Bruders Hansi. Aber das ist wieder

eine andere Geschichte. DB

Ein gutes Jahr: Vater Johann und

Sohn Hansi Schneeberger kultivieren

eine breite Palette steirischer Rebsorten.

Die hohe Qualität ihrer Weine

wird regelmäßig hoch prämiert

– national wie international. Den

ersten internationalen Medaillensegen

gab es im März dieses Jahres

bei der „Weintrophy Berlin“. Sowohl

der Weissburgunder Sausal 2011

und der Sauvignon blanc Klassik

2011 (links) wurden mit GOLD ausgezeichnet.

Alle Schneeberger Weine

kann man im Buschenschank auch

glasweise verkosten.

i

Weingut, Buschenschank,

Steirische Kellerei

Johann Schneeberger

Pernitsch 19

8451 Heimschuh

Tel.: +43/3452/83934

www.weingut-schneeberger.at

GPS-Koordinaten:

N 46° 47` 14.0“ - EO 15° 28` 37.2“

31


Die Bio-Weine von Anton und Astrid Hirschmugl präsentierten sich bei einer hochkarätigen Verkostung von ihrer köstlichsten Seite.

Es gibt viele Wege zum Erfolg, einer

der stärksten ist wohl der Wille

nach Perfektion. Die Domäne am

Seggauberg ist dafür ein klassisches

Beispiel, das sich transparent und sehr

authentisch personalisieren lässt: Hinter

diesem Weingut steckt mit Anton

Hirschmugl und seiner Frau Astrid eine

starke innovative Kraft. Der erfolgreiche

Unternehmer, er führt in Gralla bei

Leibnitz ein Autohaus, betreibt sein

Weingut ausschließlich biologisch.

PIWI-Sorten und Klassiker

Auf fünf Hektar Rebflächen am Seggauberg

wurzeln großteils pilzwiderstandsfähige

Rebsorten, kurz PIWI

32

genannt. Darunter Muscaris, Cabernet

Blanc und Cabertin. Kultiviert werden

aber natürlich auch klassische steirische

Leitsorten wie Welschriesling,

Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Traminer

und eine Rotwein-Cuvee aus

Zweigelt und Sankt Laurent.

Spektakuläre Weinverkostung

Anton Hirschmugl und sein Team mit

Kellermeister Alexander Scherübl und

Marketingleiter Christoph Sturm luden

kürzlich eine illustre Kostrunde zu einer

umfangreichen Degustation. Mit dabei

auch der internationale Weinexperte

Jason S. Turner. Der in Wien lebende

Brite ist Mitglied des renommierten

Decanter World Wine Awards in London

und schreibt für mehrere Fachzeitschriften

im deutschsprachigen

Raum. Als köstlicher Aperitif machte

der Bio-Sekt Decto Rosso 2010 mit null

Dosage Stimmung für die fulminante

Verkostung der rund 20 Bio-Weine, die

sich durchwegs in Bestform präsentierten.

Jason Turner: „Exceptional. So gut

schmeckt Bio-Wein.“ Die Weine kamen

einzeln, im 2er- oder 3er -Flight an den

Tisch. Vom Einsteigerwein Vinalio über

die klassischen Leitsorten bis zu den

PIWI-Sorten sowie weißen und roten

Premium-Weinen der Aurum-Serie.

Fazit: Auf hohem Niveau die Klassiker

Weißburgunder, Morillon und Sauvig-


So gut schmeckt Bio-Wein

Bio-Wein ist für Anton Hirschmugl vom gleichnamigen Autohaus in Gralla (Bezirk

Leibnitz) mehr als eine Berufung. Der leidenschaftliche Neo-Winzer lud zu einer umfassenden

Degustation seiner biologisch ausgebauten Qualitäts- und PIWI-Weine

Kellermeister Alexander Scherübl (li) und Christoph Sturm

Kostrunde (v.l.): Henry Sams, Erwin Wasler, Daniela Sturm, Hannes Ehmann, Matthias und Viktor König, Anton und Astrid Hirschmugl

non Blanc, tiefgründig mit nie endenwollenden

Fruchteindrücken und Unmengen

Extrakten der Cabernet Blanc

2011. Mit dem Muscaris der Jahrgänge

2011, 2010 und 2009 gab es eine

tolle Serie, die den Juroren sehr viel

Trinkspass machte. „Outstanding“ die

Aurum-Serie von Morillon 2009, 2010,

Traminer 2008, 2009, hervorragend die

Rotweine wie RWC 2009, RWC 2010.

Noch etwas verschlossen zeigten sich

die beiden Fass proben von Cabertin

2010 und 2011.

Staatlich geprüfte Qualität

Die Bio-Weine von Anton Hirschmugl

werden konsequent durch das Bun-

desamt für Weinbau geprüft – auch die

PIWI-Sorten – und führen als Visitenkarte

viele nationale und internationale

Auszeichnungen. Ein Kennzeichen

der Weine ist die Schlange am Etikett.

Seggauberg 41, 8430 Seggauberg

Südsteiermark, Österreich

Tel: +43/3452/86300

Mobil: +43 664 3008918

www.hirschmugl-domaene.at

Werner Kendlbacher ist nicht

nur ein großer Weinfreund,

er produziert für Anton

Hirschmugl auch Bio-Honig

Anton Hirschmugl (links) mit Jason Turner.

Der Engländer ist Mitglied des renommierten

Decanter World Wine Awards in London

33


54x Welschriesling im Kostglas

Die wichtigsten Attribute für den steirischen Welschriesling sind die

Faktoren sortentypische Frucht nach Äpfeln und rassig-frische Säure.

Der neue Jahrgang ist jetzt am Markt. Wir verkosten 54 Empfehlungen

Der Jahrgang 2011 hat viel zu bieten.

Nach den zwei kleinen Ernten in den

vorangegangenen Jahren hat die Natur

diese Mindererträge in quantitativer

und auch qualitativer Hinsicht ausgeglichen.

„Der 2011er ist ein spannender Jahrgang,

ein Abziehbild der Witterung des

vergangenen Jahres ist“, freut sich Willi

Sattler, Obmann der Marktgemeinschaft

steirischer Wein, über diesen außergewöhnlich

guten Jahrgang. Wenn

der Wein verkostet wird, so trinkt man

die Aufzeichnungen des letzten Jahres.

Die steirischen Weine sind sehr ausdruckstark,

mit schöner Aromatik, Tiefe

und Vielschichtigkeit.

Landesweinbaudirektor Ing. Werner

Luttenberger sieht im Jahrgang 2011

ein großes Lagerpotenzial. „Das wahre

Potenzial dieses Jahrganges wird bei

den Lagenweinen noch in den nächsten

zehn Jahren so richtig erkennbar

sein.“ Für die lagenrein ausgebauten

Leitsorten wie Sauvignon Blanc oder

Morillon ist der 2011er Jahrgang ein

Turbo-Puster für Langlebigkeit.

Spät reifender Welschriesling

Der warme Jahrgang 2011 war eine

Wohltat für den steirischen Welschriesling.

Die spät reifende Rebsorte bevorzugt

südliche Wärme und kühle Nachttemperaturen,

welche die Bildung von

Säuren und Aromen forcieren. Die

steirischen Winzer haben die Anforderungen

des vergangenen Jahreszyklus

angenommen und für die Rebsorte

Welschriesling ein tolles Qualitätsniveau

erzielt. Auch wenn die Säurewerte

gegenüber den vergangenen

Jahren etwas gezügelt sind, mit dem

Know-How der Winzer konnte diese

fruchtbetonte steirische „Brotsorte“

mit einer tollen Qualität in die Flasche

gefüllt werden. Und so sind auch dieses

Jahr wieder viele klassische Welschrieslinge

präsent.

34

Nummer 1 in der Steiermark

Der Welschriesling ist nach dem Grünen

Veltliner die am meisten kultivierte

Rebsorte in Österreich, in der

Steiermark ist sie mit rund 15% Anteil

die Hauptweißweinsorte. Irrtümlich

wird der Welschriesling gerne mit dem

Riesling verglichen, ist mit ihm aber

nicht verwandt. Vieles spricht dafür,

dass der Welschriesling aus der Champagne

stammt und über Deutschland,

wo er wegen seiner französischen Herkunft

„Wälschriesling“ genannt wurde,

in die Habsburgermonarchie kam. Es

gibt aber Ampelographen, die seine

Herkunft in Italien vermuten, da

Welschland ein üblicher Begriff für unser

Nachbarland war und heute noch

als Riesling Italico bekannt ist. Der

Welschriesling reift spät aus und stellt

hohe Ansprüche an Boden und Klima.

Durch seine knackige Säure ist er auch

als Süßwein ein begehrter Tropfen.

Herkunft: Ungeklärt, vermutlich

Frankreich (Champagne)

Synonyme: Laski Riesling (Slowenien),

Grasevina (Kroatien), Olasz Rizling

(Ungarn), Rizling vlassky (Tschechien)

Riesling Italico (Italien).

Verbreitung: Österreich, Italien (Lombardei,

Friaul), Slowenien, Kroatien,

Ungarn, Tschechien, Rumänien, Albanien,

China, Russland.

steiermarkwein

verkostete diesmal 54

steirische Klassiker: die

Rebsorte Welschriesling.

Das besondere

Merkmal dieses fruchtigen

Weines ist das

Aroma nach frischen

Äpfeln – frei nach dem

Motto „frisch – saftig –

steirisch“. Die Rebsorte

reift sehr spät und

sützt den Wein traditionell

mit genügend

Säure. Das sorgt für

frischen, spritzigen

Trinkfluss. Der Welschriesling

ist auch ein

idealer Speisenbegleiter

– sowohl zur steirischen

Jause als auch

zu Meeresfrüchten.


Steirischer Welschriesling

Peiserhof Fam.

Strohmeier

Haiden 50,

8552 Eibiswald

Tel.: +43/ 3466/42414

www.peiserhof.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Drahtiger Asket

mit charmanter

Fruchtausprägung,

Mix aus Kernobstnoten

und strukturgebender

würziger

Grapefruitaromatik,

straff, gebündelter,

pikant-würziger

Abgang.

Domäne Müller

8522 Groß St. Florian

Grazer Straße 71

Tel.: +43 / 3464/2155

www.domaenemueller.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Im Duft sofort

ansprechende Aromatik

von Kräuterwürze

und Obst, am

Gaumen prägnant

nach saftigen Äpfeln,

auch Anklänge

von frischen Birnen,

pikant, nervig und

belebend.

Weingut Hutter

8330 Feldbach

Reiting 2

Tel.: +43/3152/4422

www.hutterwein.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Expressives Bukett

mit klarer Apfelfrucht,

setzt sich

am Gaumen fort,

Golden Delicious,

auch Williams

Christ Birne, klar

und präzise, bei

zartgliedriger

Struktur guter Biss.

Weingut Triebl

8354 St. Anna/Aigen

Giesselsdorf 42

Tel.: +43 /3158/2530

www.triebl.com

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Herrliche Nase, Melange

von Kernobst

und Steinfrüchten,

am Gaumen dann

wiederum viele

Fruchteindrücke,

mit einem Hauch

von frischem Gras,

saftig, belebend

würzig, überaus

trinkanimierend.

Weinbau & Rebschule

Melbinger

8330 Feldbach

Wetzelsdorf 50

Tel.:+43 /3152/7923

www.weinbaumelbinger.at

Welschriesling 2011

12,5% Alc., trocken

Macht von Beginn

weg viel Druck, reif,

saftig, ja nahezu

schmelzig, viel

Wein, Mispel, Nashi,

strukturgebende

Passionsfrucht, bei

allem Druck elegant

und animierend.

Weingut Frühwirth

8493 Klöch

Deutsch Haseldorf 46

Tel.: +43 / 3475/2338

www.fruehwirth.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Pikant-würzige

Kräuternoten mit

ansprechender

Apfelfrucht am Gaumen,

Cox Orange,

Boskoop, auch zart

grasige Noten, verspielt

und elegant,

linear, gezügelte

Säure, dennoch mit

Struktur.

35


36

Steirischer Welschriesling:

Weinbauernhof

Klöckl

8493 Klöch

Gruisla 7

Tel. +43/3475/23 42

www.kloeckl.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Offenherzig mit

überaus freundliche

Frucht, reichhaltiger

Aromenbogen von

blumig bis exotisch,

strukturgebende

zarte Kräuterwürze,

mit gewissem

pikanten Druck im

Finale.

Weinhof Scharl

8354 St. Anna/Aigen

Plesch 1

Tel.: +43/3158/2314

www.weinhofscharl.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Elegante, schwebgend-schlanke

Stilistik, duftig,

feingliedrig mit

verführerischer

Aromatik nach

Kern- und Steinobst,

verlangt

sofort nach einem

zweiten Glas.

Weingut Bernhart

Hofberg 61

8333 Riegersburg

Tel.: +43/3153/8379

www.weingutbernhart.at

Welschriesling 2011

12% Alc., trocken

Von der Sortentypizizät

geprägte

Nase, reife, saftige

Äpfel, Jonagold,

Golden Delicious,

auch am Gaumen

viel Frucht zeigend

mit feinziselierten

Zitrusnoten und

pikanter Würze.

Weingut Burger

Gschmaier 84

8265 Großsteinbach

Tel. & Fax:

+43/3386/8602

www.burger-weine.at

Welschriesling 2011

12% Alc., trocken

Ein Klassiker,

tradi tionell saftigtrocken

vinifiziert,

Äpfel, Birnen, auch

Quitte, harmonisch

gestützt von getrockneterKräuterwürze,

geradlinig,

animierend, bleibt

lange am Gaumen.

Weingut Fassold

Neusetz 27

8345 Straden

Tel.: +43/3473/7144

www.fassold.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Klare Kernobstaromen

und herzhafte

Pikanz, schöner

Glanz, Aromen nach

herzhaft-frischen

Äpfeln, Hauch von

Passionsfrucht, wunderschöne

Balance

von Frucht und Säure,

ausgezeichneter

Trinkfluss.

Weinhof Wippel

8333 Riegersburg 67

Tel.:+43 /3153/7360

www.weinhofwippel.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Aufgeweckt und

jugendlich, am Gaumen

von juveniler,

schlanker Statur,

wirkt dadurch sehr

entgegenkommend,

Balance von Kernobst,

Kräuterwürze

und Säure, geht bis

ins Finale leicht über

den Gaumen.


Walter Frauwallner

8345 Straden

Karbach 7

Tel.: +43/3473/7137

www.frauwallner.com

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Attraktiver, sortentypischer

Apfelduft,

am Gaumen Roter

Delicious, zusätzlich

auch Noten nach

saftigen Birnen

mit einem feinen

Touch nach Zitrus,

geht trotz schlanker

Textur mit Biss über

den Gaumen.

54 starke Empfehlungen

Thurner-Seebacher

8355 Tieschen

Pichla 38

Tel.: +43/3475/2290

www.thurnerseebacher.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Elegante, überaus

sympathische,

zart-würzige Frucht

mit Aromen nach

Kräutern und Kernobst,

von schlanker,

trinkanimierender

Textur, spontan

ansprechender

Terrassenwein.

Winkler-Hermaden

Schloss Kapfenstein

8353 Kapfenstein 105

Tel.: +43/3157/2322

www.winklerhermaden.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Unkomplizierter,

schlanker Klassiker

mit strukturgebender

pikanter

Kräuterwürze und

ansprechender,

grüner Apfelnote,

juvenil, geht leicht

über den Gaumen,

gezügelte Säure.

Weingut Thaller

8263 Großwilfersdorf

Maierhofbergen 24

Tel. +43/3387/2924

www.weingutthaller.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Hat alle Attribute

eines Klassikers:

prägnante Sortentypizität,

hoher Trinkfluss;

frischer Apfel,

Citrus mit einem

eleganten Hauch

von strukturfördernder

Passionsfrucht,

großartig.

Weinhof Platzer

Pichla 25

8355 Tieschen

Tel.: +43 /3475/2331

www.weinhof-platzer.at

Welschriesling 2011

Aunberg

11,5% vol. Alc., tr.

Großartig definierte

hochelegante

Frucht, nach saftigsäuerlichemBraeburn,

auch Noten

nach Gartenkräuter

wie Minze, würzigfrische

Ader, zeigt

viele Details, in jeder

Phase animierend.

Lackner-Tinnacher

8462 Gamlitz

Steinbach 12

Tel.: +43 / 3453/2142

www.tinnacher.at

Welschriesling 2011

12% vol. Alc., trocken

Sofort ansprechende

sortentypische

Aromatik, im Duft

wie am Gaumen: Ein

Korb voller frischsaftig-steirisch

Äpfel, würzig anregend,

gebündelt,

elegant, beispielhaft

für einen jungen,

frischen Steirer.

37


38

Steirischer Welschriesling:

Hans Schneeberger

Pernitsch 19

8451 Heimschuh

Tel.: +43/3452/83934

www.weingutschneeberger.at

Welschriesling 2011

12% Alc., trocken

Im Duft zunächst

schüchtern, gewinnt

am Gaumen wunderbar

an Aromatik,

gelber, süßer Golden

Dilicious, auch Noten

von Steinobst wie

reifen Mirabellen,

bleibt lange am Gaumen,

animierend.

Pichler-Schober

Sabine Pichler

8505 St. Nikolai/Sausal

Mitteregg 26

Tel. +43 / 3456/3471

www.pichler-schober.at

Welschriesling 2011

10,5% Alc., trocken

Sehr frische, feinwürzige

Frucht,

schönes, schlankes

Spiel am Gaumen,

vielschichtig, kräuterwürzig,

grüne

Äpfel, jung und

„frech“, einladende,

trinkanimierende

Stilistik.

Weingut Gerngross

8441 Fresing

Hochbrudersegg 11

Tel.: +43 / 3456/2922

www.weingutgerngross.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Im Duft zunächst

reduktiv, in sich

geschlossen, am

Gaumen dann

sehr ansprechende

Noten nach Äpfel,

Kräuter mit einem

Schuss Zitrus (Passionsfrucht),würzigpikanter

Nachhall.

Weingut Lambauer

8442 Kitzeck

Greith 19

Tel.: +43 / 3456/2235

www.weingutlambauer.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Gebündelte, sortentypische

Aromatik,

nach saftigen

Äpfeln wie Golden

Delicious und Gala,

feine Zitrusnoten,

frisch und fruchtig,

Spiel von pikanter

Würze und rassiger

Säure, erfrischend.

Johann & Anneliese

Skringer

8453 Eichberg-

Trautenburg 28

Tel.: +43/3456/2666

www.skringer.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Transparente, blitzsaubere

Frucht nach

grünen, knackigen

Äpfeln, Touch Zitrus,

saftig-frisch und

trocken, pikant,

straff, würzig und

animierend, mit

langem Fruchtausdruck

im Finish.

Gerhard Wohlmuth

8441 Fresing 24

Kitzeck

Tel.: +43 / 3456/2303

www.wohlmuth.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Startet mit kühlen

Noten nach

saftigen gelben

und grünen Äpfeln,

Granny Smith und

McIntosh, feine

Zitrusnoten, würzig,

fordernde Säure

und Präsenz, vibrierender,

lebendiger

Abgang.


Weingut Schmölzer

8444 St. Andrä-Sausal

Altkerschegg 72

Tel.: +43 / 3185/8247

www.schmoelzerschneeberger.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Hochelegante, feinwürzige

Nase, am

Gaumen klassisch,

reife Äpfel, Gala,

saftig-frische Textur,

herrlich mundfüllend,

geradlinig,

frisch, akzentuiert,

im würzigen Finale

pikant liniert.

54 starke Empfehlungen

Weingut Familie

Adam-Lieleg

Kranach 78

8463 Leutschach

Tel.: +43 /3454/6115

www.adam-lieleg.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Ein Fruchtbündel

mit zartwürzigem

Spiel von saftiger

Stilistik und großer

Sortentypizität, Äpfel,

Ringlotte, auch

Hauch nach Orange,

sehr stimmig, ein

animierendes Trinkvergnügen.

Weingut Neubauer

8471 Spielfeld 51

Tel. +43 / 3453/2651

www.neubauerweine.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Ein Leichtfüßler

mit tollem Profil,

gibt ganz klar die

Richtung an, Säure,

Frucht und Körper

harmonisch aufeinander

abgestimmt,

schöne Apfelaromen

mit strukturgebendenKräuternoten,

ein Klassiker.

Weingut Primus

Christian & Thomas Polz

8471 Spielfeld

Grassnitzberg 53

Tel.: +43 / 3453/3911

www.primus.cc

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Stralend schlanke

Welschrieslingfrucht

mit würziger

Finesse, unmittelbar

ansprechend,

elegant, nahezu

feminin, zart-saftige

Apfelnoten, ziseliert

und feinwürzig im

Finale.

Weingut Scheucher

8423 Labuttendorf

Otterweg 3

Tel.: +43 / 3184/4080

www.weingutscheucher.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Enorm reichhalltiges

wie gleichermaßen

schlankes Spiel von

vordergründiger,

klassischer Frucht

nach Äpfeln und

zart-pikanter Würze

nach getrockneten

Gartenkräutern,

macht viel Spass.

Weingut Prugmaier

8424 Neudorf

an der Mur 46

Tel.+43/ 3452/82667

www.weingutprugmaier.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Beginnt mit klarer

Kernobstfrucht,

exemplarisch für einen

Welschriesling,

Apfel, Birne, Kräuter,

alles harmonisch abgestimmt,mineralische

Anklänge und

feine Zitrusnoten,

animierend.

39


40

Steirischer Welschriesling:

Adam-Schererkogel

8462 Gamlitz

Steinbach 53

Tel. +43/3453/3830

www.adamschererkogl.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Durchgehend modellhaft,

Kernobst,

Apfel, Mispel, lebendige,

frisch-saftige

Stilistik, kompakt

und elegant, bei

schlanker Textur

ansprechende Würze,

gibt dem Wein

Rückgrat, süffig.

Rudolf und Maria

Riegelnegg

Steinbach 49

8462 Gamlitz

Tel. +43 / 3453 /3053

www.riegelneggwein.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Sehr feine Frucht,

Noten von fest

gebauten Williamsbirnen

und saftigen

Äpfeln, sehr schöne

Stilistik, feine würzige

Länge, Säure

und Alkohol gut

abgestimmt.

Weingut August

und Hilde Skoff

Kranachberg 96

8462 Gamlitz

Tel. +43/34 53/42 50

www.skoffbuschenschank.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Sehr profunde Nase,

etwas verschlossen,

am Gaumen spürbare

Kräuterwürze und

Noten nach Golden

Delicious, passend

unterlegte Säure,

gibt dem Wein die

nötige Struktur.

Weingut Dietrich

Sernau 13

8462 Gamlitz

Tel. + 43/3453 / 3384

www.weingutdietrich.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Tolle, lineare Stilistik,

sehr stimmig,

harmonische

Balance von Frucht,

Säure und Würze,

wunderbares Spiel,

saftig-fruchtig geschlichtet

(wenn ich

nur aufhören könnt!

Zitat E. Jahrbacher)

Weingut Strauss

vlg. Schopper

8462 Gamlitz

Steinbach 16

Tel.: +43 / 3453/3434

www.weingutstrauss.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Schöne, reife Frucht

mit feinwürzigem

Bukett, am Gaumen

ansprechender Mix

aus Äpfeln, etwas

Steinobst mit einem

Hauch von Kiwi (!),

saftig, rund, sehr

guter Trinkfluss.

Weingut Nekrep

8462 Gamlitz

Eckberg 72

Tel.: +43 / 3453/2248

www.weinhofnekrep.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

In der Nase

würzige Noten,

am Gaumen frisch

und saftig, vielschichtig,

schönes

Aromenspiel, Apfelschale

und getrocknete

Kräuter,

pikant-würziges

Finish.


Weingut Brolli

Arkadenhof

8462 Gamlitz

Eckberg 43

Tel.: +43 / 3453/2341

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Sofort ansprechend,

exemplarischer

Sortenausdruck,

frischer, sympathischer

Duft nach

grünen und gelben

Äpfeln, auch am

Gaumen, mit einem

Touch nach Kräuterwürze,

angenehm

zum Trinken.

54 starke Empfehlungen

Germuth Stammhaus

Ewald Germuth

8463 Glanz an der

Weinstraße 24

Tel.: +43 / 3454/383

www.germuth.com

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Im Duft zunächst etwas

zurückhaltend,

am Gaumen dafür

mit sehr zugänglichen

Fruchtnoten,

Mix aus saftigen

Äpfeln und getrocknete

Apfelringen,

auch Zitrus, extrem

trinkfreudig.

Weingut Pilch

Ottenberg 34

8461 Ratsch

an der Weinstraße

Tel.: +43 /3453/2582

www.weingut-pilch.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Herrlich leichtfüßig,

fein und würzig,

hoch elegant, Quitte,

Apfel, etwas Steinobst,

von schlanker

Statur, dennoch

mit gewissem Biss,

geht überaus trinkanimierend

über

den Gaumen.

Weingut Peter Masser

8463 Leutschach

Fötschach 41

Tel.:+43/3454/467

www.masser.cc

Welschriesling 2011

12% Alc., trocken

Sehr elegante,

saftige Statur, wirkt

zart fruchtsüß, hat

dennoch Biss und

Rückgrat, nach

frischen, saftigen

Äpfeln mit einem

schönen Hauch

von Kräuterwürze,

lebendiger, toller

Trinkfluss.

Gründl-Labuttendorf

Hauptstrasse 45

8423 Labuttendorf

Tel.+43 / 3184 / 2318

www.gruendllabuttendorf.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Fein akzentuierter

Duft, am Gaumen

frisch, saftig, steirisch,

nach Granny

Smith, Gala, vibrierend,

elegant und

verspielt, funkelndes,

jugendliches

Spiel im würzigen

Finale.

Weingut Holler

8471 Spielfeld

Rosenberg 89

Tel. +43 /3453/5078

www.hollerweine.at

Welschriesling 2011

12% Alc., trocken

Vereint alle Vorzüge

eines steirischen

Welschrieslings:

frische, fruchtbetonte

Aromatik mit

klassischen Apfelnoten,

von schlanker

Statur, würze Säure,

gibt dem Wein Halt,

animierend.

41


42

Steirischer Welschriesling:

Silberberg

Landesweingut

Kogelberg 16

8430 Leibnitz

Tel. +43/3452/82339

www.silberberg.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Zunächst klare

Kernobstfrucht,

spielt sich am Kern

mit immer neuen

Facetten, Passionsfrucht,

vibriert förmlich,

mineralischer

Schliff, im Abgang

pikant-würziger

Druck. TOP!

Armin Polz Kiefer

Grassnitzberg 59

8471 Spielfeld

Tel.: +43 /3453/4650

www.polzkiefer.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Wunderbar

fruchtige Nase,

am Gaumen nach

frischen, saftigen

Äpfeln gestützt

durch elegante,

strukturfördernde

Kräuternoten, sehr

zugänglich, ab in

den Picknickkorb.

Hannes Sabathi

Kranachberg 51

8462 Gamlitz

Tel.: +43 /3453/2900

www.hannessabathi.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Back to the roots

– Heu und florale

Noten in der Nase,

am Gaumen frisch,

juvenil, anregend,

Aromen nach einem

vollen Korb frisch

gepflückter Äpfel,

saftig und schlank,

dennoch von Struktur.

Kompliment!

Weingut Gross

8461 Ratsch an der

Weinstraße 26

Tel.: +43/3453/2527

www.gross.at

Welschriesling 2011

11,5% Alc., trocken

Perfekt im Stil der

steirischen Klassik:

saftig-fester Granny

Smith, erfrischend

ansprechende

Zitrusnoten, im HIntergrund

Gewürze

(!), schöne Balance

von Frucht und

Säure, kompakt und

gebündelt. Toll!

Weingut Sattlerhof

8462 Gamlitz

Sernau 2a

Tel.: +43 / 3453/2556

www.sattlerhof.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Mister Sauvignon

goes Welsch. Und

wie! Durch und

durch klassisch,

leichtfüßig balancierend,frisch-saftigsteirisch,

Gala, Elstar,

Wiesenkräuter, bei

schlanker Textur mit

großartiger, rassiger

Säure! Los geht`s!

Weingut Sattlerhof

8462 Gamlitz

Sernau 2a

Tel.: +43 / 3453/2556

www.sattlerhof.at

Welschriesling 2011

Alte Rebstöcke

12,5% Alc., trocken

Auch so kann Welschriesling

munden:

Viel Wein mit Noten

nach Zitronenmelisse

und exotischer,

strukturgebender

Anjou-Birne und

würziger Mineralik,

guter Stoff, hat

Lagerpotenzial (!)


Weingut Tscheppe

8463 Leutschach

Pössnitz 168a

Tel.: +43 / 3454/205

www.tscheppe.com

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Ein Ballett-Tänzer

mit schwebender

Leichtigkeit und

festem Körperbau,

Kräuter, Gewürze,

frisches Kernobst,

auch strukturgebende

Grapefruit, alles

schön verwoben,

unkompliziertes

Trinkvergnügen.

54 starke Empfehlungen

Erich & Walter Polz

8471 Spielfeld

Grassnitzberg 54a

Tel.: +43 / 3453/2301

www.polz.co.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Vielschichtig, kühl

und leichtfüßig,

Fundament aus

knackiger Säure

und klassischer

Frucht nach grünen

Äpfeln und

strukturgebender

Kräuterwürze, gebündelt,pikantwürzig

im Finale.

Tschermonegg

8463 Glanz an der

Weinstraße 50

Tel.: +43 / 3454/326

www.tschermonegg.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Ein Welsch zum

Relaxen: schlank,

frisch, saftig. Unglaublichharmonische

Balance von

rassiger Säure und

gezügeltem Alkohol,

herzhaft und

unbekümmert, Äpfel,

Limetten, auch

grasig. Bestellen.

Erwin Sabathi

8463 Leutschach

Pössnitz 48

Tel.: +43/3454/265

www.sabathi.com

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Durchgend steirisch

klassisch, bei schlanker

Textur vibrierend

frisch, fruchtig und

würzig, kompakt

und gebündelt,

geradlinig, gefällige,

saftige Aromen

nach knackigem

Apfel und saftigen

Birnen, animierend.

Weingut Kollerhof

Weinbau Lieleg

8463 Leutschach

Eichbg.-Trautenbg. 39

Tel.: +43 / 3454/439

www.kollerhof.com

Welschriesling 2011

12% Alc., trocken

Freundliche,

fruchtig anmutende

Nase, spielt am Gaumen

alle Vorzüge

aus, fruchtig, kompakt,

würzig, Golden

Delicious, auch

Noten von Williamsbirne,

kompaktes

Trinkvergnügen.

Familienweingut

Trabos

8462 Gamlitz

Kranachberg 30

Tel.: +43 / 3454/430

www.trabos.at

Welschriesling 2011

11% Alc., trocken

Frisch und würzig,

klassische Apfelnoten

wie Jonagold,

auch nach Quitten

und Kräutern,

schlank mit strukturfördernder

Pikanz,

Säure eingebunden,

würziges, trinkanimierendes

Finale.

43


44

Der Schatz

in Silberberg

Text: Henry Sams, Kostnotizen: Hofrat Dr. Alois Bernart und Holger Massner | Fotos: Josef Krassnig, KK


iLandesweingut und

Weinbauschule Silberberg

Kogelberg 16

8430 Leibnitz

Tel.: +43 (0) 3452 / 82339

www.silberberg.at

Im Archivkeller vom Landesweingut

Silberberg lagern Weinschätze

bis zurück zum Jahrgang 1946.

steiermarkwein öffnet für seine

Leser 25 Raritäten der Jahrgänge

1954 bis 2003. Eine Kostprobe.

45


Die Weinbaufachschule Silberberg

und die angrenzenden

Weingärten in Kaindorf an der

Sulm sind nicht nur eine starke Bildkulisse

sondern auch ein autonomes Sujet

für Bildung und Genuss. 1895 als Ausbildungsstätte

für Winzer gegründet

ist Silberberg unter der Leitung von Direktor

Anton Gumpel heute mehr denn

je eine bedeutende Kaderschmiede für

künftige Winzerinnen und Winzer. Seit

mehr als 100 Jahren bewirtschaftet das

angeschlossene Landesweingut auch

Weingärten, heute in einem Ausmaß

von 25 Hektar Rebfläche. Die vielfach

hochprämierten Weine kommen nicht

nur in den Verkauf, ein Teil davon wird

traditionsgemäß im eigens geschaffenen

Archivkeller für nächste Generationen

gelagert. Mit den jahrzehntelang

gereiften Altweinen setzt Silberberg

auch viele geschichtsträchtige Bezugspunkte

zur steirischen Weinkultur. Diese

Weinraritäten dokumentieren einen

verlässlichen Weg von der Historie bis

zur Gegenwart und projezieren damit

authentisch die laufend veränderende

Arbeitsweise der steirischen Winzer

und Stilistik der Weine von der Vergangenheit

bis Heute. Eine unabdingbare

Voraussetzung dafür ist es natürlich,

solche alte Flaschen auch zu dekandieren

und ihre edlen Weine interessierten

Weinfreunden wie Kennern zu

46

Im Archiweinkeller

von Silberberg

lagern Weinraritäten

bis zum

Jahrgang 1946.

Unsere köstliche

Zeitreise „Zurück

in die Zukunft“

begann mit dem

Traminer Jahrgang

1954 (re.)

und führte die

Kosterriege von

steiermarkwein

bis zum Sauvignon

Blanc B.o.S.

Jahrgang 2003.


Lobeshymnen für die

vinophilen Raritäten

gab es von (linke Seite)

Anna Schachner,

Maria Stelzer und

Armin Tement sowie

vom ehemaligen

Kellereiinspektor Ing.

Martin Gartner und

Landesweinbaudirektor

Werner Luttenberger

(Fotos oben v. l.)

kredenzen. Für steiermarkwein öffneten

Ing. Reinhold Holler, Leiter des

Landesweingutes, und Kellermeister

Josef Kratzer das gut gut verschlossene

Eisentor zum Archivweinkeller und

lüfteten für uns das Geheimnis vom

Schatz in Silberberg. Aus den ziegelgemauerten

Kojen wählten die beiden

Önologen einen repräsentativen Querschnitt

von 25 Altweinen beginnend

mit dem Jahrgang 1954 bis 2003.

Jungbrunnen für Altweine

Gleich mehrere Kriterien sind dafür verantwortlich,

dass Weine – in unserem

Fall ausschließlich Weißweine – über

Jahre, ja Jahrzehnte qualitätsstabil

und trinkbar sind. Eine Voraussetzung

für ein langes Leben ist in erster Linie

die hohe Qualität eines Weines und

damit zusammenhängend bestimmte

Faktoren wie Alkohol, Säure, Extrakte,

Restzucker. Das wertvollste Alterungspotenzial

haben zweifellos Prädikatsweine

mit einer hohen Restsüße. Das

Korsett und Rückgrat für jeden Wein ist

jedoch die Säure. Naturgegeben profitieren

die steirischen Weine gegenüber

den meisten anderen Weinbauländern

von hohen Säurewerten. Der Alkoholgehalt

spielt – wie am Beispiel unserer

Raritätenverkostung ersichtlich – eine

marginale Rolle. Ein bedeutender Faktor

ist die Lage der Weinberge. >>>

47


Spannende Verkostung

Zurück in die Zukunft – die Degustation

der 25 Raritäten wurde zu einem

eindrucksvollen Plädoyer für den steirischen

Wein.Verkostet wurde beginnend

mit einem Traminer Jahrgang

1954 aufwärts bis zum Sauvignon Blanc

B.o.S. 2003 (alle Kostnotizen auf Seite

49). Weinsteirer Holger Massner notierte

beim 54er: Helles Bernstein mit

Goldreflexen, hohe Viskosität, Kräuterwürze,

Waldboden, am Gaumen Buttercaramel;

sehr brotig, kräutrig, ölig,

wunderbar harmonisches Zucker-Säure-Spiel,

ein druckvoller zu huldigender

Top-Traminer!“ – Ein gelungener

Auftakt für diese geschichtsträchtige

Zusammenkunft, die noch viele Höhepunkte

erleben sollte. Mit „großartig,

zeitlos!“ dokumentierte Massner den

Sauvignon Blanc 1958 und streute

dann dem 1964er Morillon mit „beschwingt

wie auf einem erholsamen

Waldspaziergang!“ weitere Rosen. Euphorisch

sein Lobgesang „Groß!!!“ auf

den Rheinriesling Jahrgang 1974, ehe

ihn der 1986er Muskateller mit „ein Paradebeispiel

von einem gereiften Muskateller!“

total aus der Fassung brachte.

Weinakademiker Hofrat Dr. Alois Bernhart

fand begeisterte Worte für den

1987er Sauvignon: „Sehr viel sortentypische

Kräuternoten (Pastinak, Nesseln,

Stengel), getrocknete Vegetabilien

48

Im Laufe der Jahrzehnte

änderte sich

nicht nur in der Kellertechnologie

und

Weingartenbewirtschaftung

sehr viel,

auch die Stilistik der

Weine vollzog einen

Wandel. Am Bild der

Sauvignon Blanc Ried

Meletin Schlossberg

1987 und der Sauvignon

Blanc B.o.S.

Jahrgang 2003.

Weinphilosoph Ing. Reinhold

Holler: „Die Ehrfurcht

vor Altweinen ist nicht

unbegründet, haben doch

Menschen ihre Gedanken

und ihr Können in diesen

Weinen haltbar gemacht!

Es zeigt sich, dass die

späte Lese gesunder und

somit auch physiologisch

ausgereifter Trauben bei

entsprechendem Säuregerüst

Weine jung hält.“


Kellermeister Josef Kratzer:

„Die Raritätenverkostung

entwickelte sich zu einer

spannenden Bilderbuchreise

in die Vergangenheit

mit vielen erstaunlichen

Erkenntnissen. Die Weine

brillierten mit unglaublicher

jugendlicher Frische

und Fruchtausprägung.“

Die steiermarkwein-

Verkosterriege hatte gut

lachen, zeigten sich doch

die meisten Altweine in

bestechender Hochform.

Auf unseren Fotos links

von oben nach unten:

Dipl.-Sommeliere Maria

Stelzer, Weinsteirer Holger

Massner und Weinakademiker

Dr. Alois Bernhart

(Sommerstroh), prägnante erfrischende

Säure, langer von Nesseltönen getragener

Abgang; ein hervorragender

Sauvignon blanc mit Komplexität, Frische

und Balance!“ und entdeckte viele

Ähnlichkeiten mit dem 1996er. Armin

Tement vom Weingut Manfred Tement

über den 1974er Riesling: „Ein Riesling

von internationaler Größe. Er zeigt alles,

was ein gereifter, großer Wein haben

muss: frische Säure!“

In Erinnerungen schwelgte auch Silberberg-Kellermeister

Josef Kratzer

wie beim 1986er Muskateller Kabinett,

dem ersten Wein mit staatlicher Prüfnummer.

„Weine älteren Jahrgangs

weisen meist eine hohe Säure um die

10-Promille-Grenze und mehr auf. Der

86er Muskateller wurde damals auf

8,5‰ entsäuert worauf der damalige

Weinbaudirektor Engelbert Katschner

bei einer Verkostung diesen Tropfen

mit ‚Diesen Wein hat man die Hosen

ausgezogen‘“ kommentierte.“ >>>

49


Die Weinbaufachschule Silberberg ist

seit 1895 eine bedeutende Kultureinrichtung

für das Weinland Steiermark

und eine wichtige Kaderschmiede für

junge Winzerinnen und Winzer (re)

In den Kellern von Silberberg (Fotos)

reifen Weine von höchster Qualität

ihrer Vollendung entgegen. Unzählige

dieser Gewächse werden regelmäßig

national und international prämiert

Das steiermarkwein-Verkosterpanel:

Dipl.-Sommeliere Anna Schachner,

Landhauskeller Graz

Dipl.-Sommeliere Maria Stelzer, Hotel-

Restaurant Steirerland, Demmerkogel

Weinakademikerin Maria Bernhart

Weinakademiker Dr. Alois Bernhart

Ing. Werner Luttenberger, steirischer

Landesweinbaudirektor

Ing. Reinhold Holler, Önologe und

Leiter Landes weingut Silberberg

Josef Kratzer, Kellermeister Silberberg

Restaurantleiter Gerald Pfanner, Hotel-

Restaurant Staribacher, Kaindorf/Sulm

Weinsteirer Holger Massner, Vinofaktur/Genussregal

Vogau-Ehrenhausen

Prof. Alfred Köppel, HTBLA Kaindorf

Armin Tement, Winzer im Weingut

Manfred Tement, Berghausen

Chefredakteur Henry Sams

50

Hüter des guten

Geschmacks ist das

Team der Weinbaufachschule

Silberberg

(v.l.): Hans Thünauer,

Hans Schwarz, Kellermeister

Josef Kratzer,

Dir. Anton Gumpl

und Weingutleiter

Ing. Reinhold Holler


Zurück in die Zukunft – 25 großartige Silberberger von 1954 - 2003

Jahrgang 1954 Traminer: intensiv bernsteinfarbig,

starke Karamellaromen, etwas

Quitten und Rosinen, Honig und Rosendurft,

noch erstaunlich frisch, sehr füllig, gut balanciert,

ein großes Erlebnis!

1958 Sauvignon blanc: bernsteinfarbig,

etwas grünliche Farbreflexe, Noten von angebranntem

Zucker, noch frische pflanzliche

Aromen nach Eukalyptus und schwarzem

Tee, blättrige Frische vom Säurebett getragen,

anhaltender vegetabilgeprägter Abgang

1964 Morillon: mittlere Bernsteinfarben,

karamellisierte Aromen, Mandeln, Sommerstroh,

sehr komlexe Geschmacksstoffe, hohe

Sortentypizität.

1966 Traminer: intensiv bernsteinfarbig,

pflanzliche Aromatik, getrocknete Teeblätter,

gebrannter Zucker, Dörrobst, hervorragend

balanciert, komplex, gute Struktur, Restzucker

sehr gut eingebunden, langes Finale.

1966 Riesling: hohe Farbintensität, bernsteinfarbig

mit grünem Schleier, typischer

Petrolton in der Nase, straffe Tertiäraromen

aus der Flaschenreife (Stengel, Minze, Stroh,

Teeblätter), anhaltend frischer Abgang, schöner

Trinkfluss.

1974 Riesling: intensives Strohgelb mit

grunen Reflexen, klar und absolut reintönig,

zarter Petrolton, Zitrus, Grapefruit sowie

komplexe Aromen aus der Flaschenreife,

ausgeprägt erfrischende Säure, nicht endenwollender

von Frische getragener Abgang;

Aroma, Textur, Länge und Ausgewogenheit

lassen diesen Wein als eleganten Riesling

von internationaler Größe erleben!

1975 Traminer: intensiv Strohgelb, dezente

Nase, etwas dumpf, aber total sorten typisch,

Gewürzkräuter, vom Gerbstoff getragen.

1983 Riesling: wesentlich reifer als der

1974er Riesling aber einfacher strukturiert,

körperreicher, würziger Vertreter seiner Zunft

1986 Muskateller: erstaunlich frisch, rassige

Säure, geriebene Orangenschalen, Zitronen-

melisse, Muskatnuss, zarte Minzenoten und

komplexe Tertiäraromen, frisches Finale.

1987 Weißburgunder Annaberg: In der

Nase Kräuterwürze und Rauch einer verlassenen

Feuerstelle; am Gaumen gereift, Walnuß-

Mandelaromen, prägnante Säure, Frische,

bleibt lange hängen.

1987 Sauvignon blanc: Back to the roots

(H.S.), helles Strohgelb mit grünlichen

Reflexen, hohe sortentypische Kräuternoten

(Pastinak, Nesseln, Stengel), getrocknete

Vegetabilien (Sommerstroh), prägnante,

erfrischende Säure, langer von Nesseltönen

getragener Abgang; ein hervorragender Sauvignon

mit Komplexität, Frische und Balance!

1989 Weißburgunder Annaberg: mittleres

Strohgelb, dezente Aromatik mit Apfel und

nussigen Noten, starke Säure, gute Frische,

säurebetonter frischer Abgang.

1989 Ruländer Kabinett: intensives Strohgelb

bis helles Goldgelb, dezente Aromatik

nach Honig und Blüten, straff und frisch.

1990 Chardonnay: helles Strohgelb mit

grünlichen Reflexen, Ananas- und Zitrusaromen,

Brotrinde, Apfeltöne, gelbe Kriecherln,

Quitte, nussig, ausgeprägte Säure, exzellente

Frische, sehr klar mit präziser Textur!

1992 Weißburgunder Schlossberg: sehr

füllig und voluminös, ausgeprägte Burgunderaromarik,

reife Säure, etwas Zuckermelone,

reife Birne und Mandeln, langer runder und

harmonischer Abgang

1994 Weißburgunder Annaberg: in der

Nase typisches, zartes Burgunderstinkerl,

intensive Farbe, weit gereift, Honignoten,

Karamell und Toffifee (H.S.), markante Säure.

1996 Sauvignon blanc: grünlich unterlegtes

Strohgelb, erstaunlich viel Primäraromatik

nach Nesseln, Kräuterwürze, Gras, Heu, Paprika,

Ribiselholz, daneben viele komplexe Tertiäraromen,

pikante Säure; ein Sauvignon von

gewohnt steirischer Frische mit Komplexität,

Länge, Ausgewogenheit und Eleganz.

Die große Tafelrunde im

Landesweingut Silberberg

degustierte 25 Altweine

1997 Chardonnay: goldgelb, typische

Burgundernoten nach Brot, Biscuit, Marzipan,

Dörrobst, Lindenblüten, Hauch von Toast-

Aromatik, buttrig, langer Abgang.

1999 Weißburgunder Annaberg: eleganter

feinstrukturierter Burgunder, etwas Gerbstoff

im Abgang, Mandeln, Walnuß, reife gelbe

Äpfel, Lindenblüten.

1999 Sauvignon blanc B.o.S.: reife Aromatik,

viel Cassis und Minze, komplexe Aromen

aus der Flaschenreife, reife Säure, bleibt am

Gaumen lang liegen; ein großer Sauvignon

blanc durch vielschichtige Aromatik, Länge

und Balance.

2000 Chardonnay B.o.S.: stark karamellisiert,

hochreife Marzipan-Aromatik, gebratener

Apfel, intensiver breiter toastiger Abgang

2002 Sauvignon blanc Trebien: hochreife

Tertiäraromen, gut eingebundenes Holz mit

Kokos-Toastnoten, Kaffee, Primäraromen

nach reifem roten Paprika, langer komplexer

und finessenreicher Abgang

2003 Sauvignon blanc Meletin: Ausbau

in gebrauchten Barriques, gute Frische,

reife Säure und reifer Gerbstoff, Minze, feine

mineralisch-salzige Kräuterwürze, vollmundig,

langer komplexer Abgang.

2003 Sauvignon blanc Steinbruch: Stahltankausbau,

saftig, frisch durch stützende

Säure und Tertiäraromen nach Sommerstroh,

hochreife Frucht, feine Kräuterwürze; elegant

2003 Sauvignon blanc B.o.S.: sehr blättrig,

reife Aromatik, Kokos, dezente reife Paprika,

straffe Strukur, geradlinig, langer Abgang.

Fazit: Eine spannende Wein-Zeitreise für

den steirischen Weißwein am Beispiel der

wichtigsten Leitsorten mit sehr großem

Reifungs- und Lagerpotential sowie einer

großartigen, von ausreichend Säure getragenen

Frische bei den Tertiäraromen.

Weinakademiker Dr. Alois Bernhart

51


FOLDER Geschichte_11-2011.indd 10 15.11.11 10:56

Auch die großen Weine vom

Weingut Gross reifen in den

Fässern von Klaus Pauscha

ihrer Vollendung entgegen

Aufgedeckt – die lange Tradition der

Familie von Klaus Pauscha als Fassbinder

will sich auch ein vergleichbares

Unternehmen zunutze machen. Fakt

ist: Klaus Pauscha ist und bleibt das

Original. Als Geschäftsführer der Klaus

Pauscha & Partner GmbH. setzt der renommierte

Fassbinder aus Wolfsberg

in Kärnten das Handwerkerbe seiner

Familie gemeinsam mit Sohn Jakob in

fünfter Generation fort. Die Familienchronik

reicht bis 1875 zurück. Damals

gründete Jakob Pauscha die erste Fassbinderei

der Familie.

52

Klaus Pauscha bleibt

Seit Generationen fertigt die Familie Pauscha hochwertige Fässer. Die Klaus Pauscha &

Partner GmbH firmiert eigenständig und will nicht mit vergleichbaren Unternehmen

verwechselt werden, denn nur Klaus Pauscha setzt das Handwerkerbe seiner Familie fort

Innovation und Tradition

Heute fertigt Klaus Pauscha mit neuen

Partnern in einer neuen Produktionsstätte

in Wolfsberg hochwertige Fässer

in verschiedenen Größen an – vom

225 Liter fassenden Barrique bis zum

Großfass. „In der heutigen Zeit lassen

sich auf den Weltmärkten nur erstklassige

Produkte zu konkurrenzfähigen

Preisen absetzen“, so Klaus Pauscha

und weiter: „Ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis

lässt sich nur durch

modernste Fertigungsmethoden erreichen.“

Klaus Pauscha & Partner haben

daher mit zeitgemäßer Technologie

innerhalb kurzer Zeit einen Innovationssprung

vollzogen und verbinden

diesen mit traditioneller Handwerkskunst,

welche die Qualität der Handarbeit

präzisiert. „Jedes unserer Produkte

ist von einzigartiger Qualität, die seit

mehr als 100 Jahren für sich und unsere

Familie spricht“, so Klaus Pauscha.

Seine Fässer sorgen für einen harmonischen

Reifungsprozess der Weine und

gleichzeitig für großartige Finesse. Das

gilt sowohl für Rot- als auch für gehaltvolle

Weißweine.


und ist das Original

Michael Gross (re.) vom Weingut Gross aus

Ratsch aus Weinstraße ist ein treuer Kunde

von Klaus Pauscha

Große Referenzliste

Eine repräsentative Referenzliste von

Klaus Pauscha weist viele große Winzernamen

auf – nationale wie internationale.

Seine Produkte stehen in

den Weinkellern von vielen steirischen

Top-Betrieben wie Gross, Manfred Tement,

Lackner-Tinnacher, Walter Skoff,

Neumeister, Sattlerhof, Silberberg, Erwin

Sabathi und Hannes Sabathi. Auch

Bio-Winzer wie Sepp Muster ordern

bei Klaus Pauscha ihre Fässer. Die Liste

lässt sich beliebig lang fortsetzen.

Auch international renommierte Be-

triebe würdigen die solide Firmenphilosophie

von Klaus Pauscha und lassen

von ihm Fässer anfertigen. Unter anderen

weltweit anerkannte Winzergrößen

wie Elio Altare aus dem Piemont.

Klaus Pauscha: „Zusätzlich zur hohen

Fass qualität legen wir großen Wert auf

Service, Lieferpünktlichkeit und beste

Kundenberatung. Ich bin für jeden

Winzer für ein persönliches Beratungsgespräch

erreichbar.“ DB

Klaus Pauscha liefert

seine Fässer kontinuierlich

auch an das

Weingut von Manfred

Tement am Zieregg

FOLDER Geschichte_11-2011.indd 10 15.11.11 10:56

Kellermeister Josef Kratzer und Önologe

Reinhold Holler von Silberberg (re.) arbeiten

mit Produkten von Klaus Pauscha

iKlaus Pauscha & Partner

Weissenbachstraße 3

9400 Wolfsberg / Kärnten

Tel. +43 4352 / 30456

Tel. +43 664/85 86 492

www.pauscha-partner.at

klaus@pauscha-partner.at

53


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Hans Peter Temmel (li) vom Weingut Felberjörgl

und Manfred Birnstingl holten sich in den

vergangenen Jahren mit ihren Süßweinen je

zweimal den Titel „Steirischer Landessieger“


Werner Luttenberger Johannes Jöbstl Holger Massner Gerald Pfanner Verena Klöckl

Die besten Prädikatsweine des Landes

Süßweine sind kostbare Gewächse, denen sich kundige Weinfreunde mit großer

Leidenschaft widmen. steiermarkwein degustierte die Landessieger 2002 bis 2011

S üßweine sind herausragende

Spezialitäten, die Spitzenpreise

erzielen und das Ansehen eines Weingutes

prägen. Wie Goldbarren lagern

die meist kleinen Flaschen über Jahre

in den Weinkellern der Winzer und

schlummern ihrer Vollkommenheit

entgegen. Die weltweit renommiertesten

Anbaugebiete für edelsüße

Weine sind Sauternes im französischen

Bordelais, die Tokajerregion in Ungarn

sowie die Weinbauregionen am Rhein

und an der Mosel in Deutschland. Weltklassseformat

haben auch die edelsüßen

Kreszenzen um den Neusiedlersee,

besonders der Ruster Ausbruch.

Wenig bekannt, aber ebenso großartig

präsentieren sich die steirischen Süßweine.

Der Aufwand für solche edlen

Kreszenzen ist sehr groß, die klimatischen

Bedingungen nicht in jedem

Weinjahr gegeben, denn die Natur

gibt immer die Richtung vor. Edelsüße

Weine verdanken ihre Güte dem besonderen

Mikroklima der Lagen und

dem leidenschaftlichen Willen der

Winzer, Prädikatsweine zu keltern. Die

Harmonie solcher Elexiere besteht aus

einem ausgewogenen Verhältnis von

Bukett, Fruchtextrakt, Zuckerrest und

Säure. Sie glänzen meist durch leuchtendes,

tiefes Bernsteingold, sie duften

und schmecken nach Honig, exotischen

Früchten, erinnern an Karamell

und gedörrte Früchte, betören durch

großartige Süße, sie sind enorm dicht

konzentriert und durch die oft hohen

Säurewerte, die besonders steirische

Süßweine besitzen, sehr lebendig. Solche

Weine können auf unterschiedliche

Art und Weise vinifiziert werden.

Während man für Spät- und Auslesen

sowie Eis- und Strohwein vollreife,

gesunde Trauben verwendet, nützt

man überreife, edelfaule und eingeschrumpfte

Beeren für höherwertige

Prädikatsweine. Je nach natürlichem

Zuckergehalt in den Beeren steigern

sich die Essenzen von Aus- und Beerenauslesen

bis zu Eis- und Strohwein,

Ausbruch und Trockenbeerenauslese,

der höchsten Prädikatsstufe.

10 Jahre Landessieger Süßweine

Eine hochkarätige Verkosterrunde unter

dem Vorsitz von Landesweinbaudirektor

Werner Luttenberger (Fotos

oben und linke Seite) degustierte im

Seggauer Schlosskeller die Sieger der

steirischen Landesweinbewertung

2002 bis 2011 in den Kategorien Hohe

Prädikate und Spätlesen/Auslesen. Unzählige

der edlen Gewächse glänzten

mit viel Leben, Volumen und herrlichem

Trinkfluss. So auch der Morillon

Eiswein 2001 vom Weingut Olwitschhof

von Otto Riegelnegg oder die Sauvignon

TBA 2006 vom Weingut Karl

und Gustav Strauss, beide aus Gamlitz.

Die meisten Siegerweine der vergan-

genen zehn Jahre wurden von der

Rebsorte Traminer gestellt. Höchste

Aufmerksamkeit bei unserer Verkostung

erzielten die Landessieger der

Weingüter Manfred Birnstingl und

Felberjörgl. Kostnotiz Holger Massner

vom Großkarner Ausbruch 2007 von

Manfred Birnstingl: „Mittleres Goldgelb,

fantastische Kräuternase mit

Einsprenkelungen von gelber Kirsche;

explosive Exotik am Gaumen, Kumquat,

Minze, Süßwein aus einem Guss,

fordernd und trotzdem ruhig fließend,

elegant und geschmeidig, pikant, kann

es mit den besten Burgenländern aufnehmen,

großes Lagerpotential!“

Infos: www.steiermarkwein.at

Herzliche Gastgeber: Die Brüder Thomas

(links) und Erwin Wasler. Infos:

www.schlosskeller-seggauberg.at

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TAU – verwurzelt in Tieschen

Die große Familie der Burgunder-Rebsorten

wie Weißburgunder, Grauburgunder

oder Chardonnay haben alle

die Voraussetzung zum Superstar unter

den Trauben. In Frankreich nennt

man sie cépages nobles – edle Rebsorten

–, die im steirischen Vulkanland bei

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Wer seine Wurzeln nicht kennt, kennt keinen Halt. 12 Winzer aus

Tieschen im steirischen Vulkanland widmen sich gemeinsam der Familie

der Burgunder – Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay

den zwölf TAU-Winzern aus Tieschen

die erste Geige spielen. Die selbstbewussten

Winzer kultivieren auch andere

Leitsorten wie Sauvignon Blanc

& Co., als TAU-Gemeinschaft bieten sie

ihren weißen Burgundersorten einen

starken Soloauftritt.

12 Winzer - 12 Weine -1 Philosophie

Das Symbol der Verbundenheit mit

ihrer Heimat ist TAU. Im Jahr 2008 im

wahrsten Sinn des Wortes aus der Taufe

gehoben, bekennen sich die 12 TAU-

Winzer zu dem von ihnen ausgearbeiteten

und unterzeichneten TAU-Kodex.

„Bodenständig, Qualität, Gemeinschaft

und verwurzelt in Tieschen, das sind

unsere Werte die wir leben und die sich

in unserer TAU Gruppe widerspiegeln“,

so Sigrid Platzer, die als frühere Weinkönigin

kräftig für die Steiermark und

im besonderen für das Vulkanland und

seine Weine Werbung macht. Der gemeinsamen

TAU-Philosophie verpflichtet,

keltert jedes einzelne Mitglied der

Gruppe seinen eigenen TAU-Wein, der

am Etikett mit einem einheitlichen

Symbol vermarktet wird. Für 90 Euro

kann man 12 TAU-Weine mit je einer

Flasche der Winzer kaufen – Kontakte

rechte Seite.

Vinifiziert dürfen die TAU-Weine nur

aus hochreifen, händisch selektionierten

und gelesenen Trauben der

erwähnten drei Rebsorten Weißburgunder,

Grauburgunder oder Chardonnay

werden. Das feste Fundament

dafür sind die exponierten Lagen wie

Aunberg, Königsberg, Patzenberg oder

Pum im Steintal. „Was hier wächst hat

Wert“, ist das Motto der qualitätsbesessenen

TAU-Winzer.

16 Kilometer Entspannung

am TAU-Weg der Riede

Mit dem TAU-Weg der Riede bietet sich

ein 16 Kilometer langer Wein-Wanderweg

durch die vier großen Weinlagen

in Tieschen zum „Naturschauen“

und Entspannen an. Aufgebaut auf

die Grundwerte der TAU-Winzer (Bodenständig,

Gemeinschaft, Qualität,

verwurzelt in Tieschen) kann man entlang

des gut gekennzeichneten Weges

den TAU am Ursprung erleben und die

Weinlandschaft genießen. DB


Weingut

Altenbacher

A-8355 Tieschen 42

03475 / 7285

0664 / 4408462

www.weingut-altenbacher.at

Weingut

Engel

A-8355 Tieschen Pichla 20

03475 / 2533

0664 / 4503391

www.engelweine.at

Weinhof

Leo Gollmann

A-8355 Tieschen Pichla 15

03475 / 2415

0664 / 3689037

weinhof-gollmann@aon.at

Weingut

Kolleritsch

A-8355 Tieschen 5

03475 / 2305

0676 / 6805400

www.kolleritsch.com

Weinbau

Pachler

A-8355 Tieschen Größing 7

03475 / 2470

0664 / 3816238

www.gfwpachler.at

Weingut

Sigrid Platzer

A-8355 Tieschen

Patzen 11

0664 / 1345861

www.platzer-steintal.at

Wein-Termine der TAU-Winzer

TAU-Präsentation: 21. April, Kloster Tieschen

Weinblütenfest am TAU-Weg der Riede: 27. Mai

Terra Vulcania: 7. Juli, St. Anna/Aigen

Kellergasslfest am TAU-Weg der Riede: 30. September

TAU-Nächtigungspakete für Genießer:

Schlafen beim TAU siehe www.tauwein.at

Weingut

Ehrenfried Bischof

A-8492 Halbenrain 128

03476 / 2238

0664 / 2349956

www.dorfschenkepoelzl.at

Weinhof

Gollenz

A-8355 Tieschen Laasen 2

03475 / 2519

0664 / 9188446

www.weinhof-gollenz.at

Weinbau

Greifensteiner

A-8355 Tieschen

Größing 42

0664 / 4976771

www.greifensteiner.com

Weinhof

Neubauer

A-8355 Tieschen

Jörgen 15

0664 / 7926200

www.weinhof-neubauer.at

Weinhof

Platzer

A-8355 Tieschen

Pichla 25

03475 / 2331

www.weinhof-platzer.at

Weinhof

Thurner-Seebacher

A-8355 Tieschen

Pichla 38

03475 / 2290

www.thurner-seebacher.at

Kontakt:

TAU – verwurzelt in

Tieschen

8355 Tieschen

Pichla 38

Tel. 0664/43 17 204

tieschen@tauwein.at

www.tauwein.at

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2 Hauben am Teller – 10 Sauvignons im Glas

Zehn Winzer aus der Südoststeiermark begleiteten mit ihren Weinen in der Saziani

Stub‘n in Straden ein exzeptionelles 5-Gang-Menü – ein „Lokalaugenschein“

Gutes Essen und guter Wein sind

Balsam für jede Genießerseele.

Vollkommenes Glück empfindet der

Feinschmecker, wenn beides harmoniert

und sich nicht konkurrenziert.

Um solches zu gewährleisten, müssen

Wein – sprich Sommelier – und Küche

– ist gleich Koch – einen konstruktiven,

ja gar leidenschaftlichen Dialog führen.

In der Saziani Stub‘n im südoststeirischen

Vulkanland setzt die Familie

Neumeister – nach einer kurzen selbst

verordneten künstlerischen Pause –

wieder erfrischende kulinarische Akzente.

Entspannt wird man nun wieder

auf Haubenniveau bekocht. Zwei dieser

begehrten „Kopfbedeckungen“ von

Gault Millau schmücken die Kochkunst

des 20 Jahre jungen Küchenchefs Harald

Pirker. Patron Albert Neumeister

genießt im wahrsten Sinn des Wortes

die mit geschickter Hand und frechen

Ideen geführte Naturküche des jungen

Wilden. Dieser nahm dann auch die

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große Herausforderung an, im Rahmen

eines 5-Gang-Menüs zehn klassisch

ausgebaute Sauvignon Blancs

des aktuellen Jahrganges 2011 zu begleiten.

Die Weine stellten renommierte

und junge, aufstrebende Winzer aus

der Südoststeiermark: Simon Engel,

Bernhard Fassold, Walter Frauwallner,

Stefan Krispel, Matthias Neumeister,

Stefan Müller, Fredi Ploder, Stefan

Reichmann, Georg Winkler-Hermaden

und Reinhard Wurzinger. Das freundschaftliche

Match Küche – Wein endete

mit einem glanzvollen Remis und

brachte dennoch nur Gewinner hervor.

Ein kleiner Auszug der Menüfolge: Junger

Spinat wurde mit Ziegenfrischkäse

und Interpretationen von Kapuzinerkresse

und Buttermilch auf Touren gebracht

– no Risk, no fun. Geröstete Zucchini,

Bärlauch und Grammeln ließen

sich auf eine köstliche Liaison mit dem

geschmorten Bauch vom Jungschwein

ein. Ein fulminantes Finale gab es mit

Margot und Georg Winkler-Hermaden mit

Gastgeberin Anni Neumeister (v. l.)

Schaum vom Österkron auf Kürbismarmelade

keck begleitet von Rosinen mit

zerbröselten Pumpernickeln und Salzmandeln.

Chapeau! Das gilt natürlich

auch für die zehn Winzer. Henry Sams

www. www.neumeister.cc


Die zehn Winzer mit ihren Weinen (v.l.): Simon Engel, Matthias Neumeister, Bernhard

Fassold, Walter Frauwallner, Stefan Krispel, Maria Ploder, Georg Winkler-

Hermaden, Stefan Reichmann, Reinhard Wurzinger und Stefan Müller.

Winzer Reinhard Wurzinger,

Daniela Hainzmann

mit Freund Stefan Krispel

vom Weingut Krispel (v.l.)

Zehn südoststeirische

Winzer begleiteten

mit ihren klassisch

vinifizierten Sauvignon

Blancs 2011 das

5-Gang-Menü in der Saziani

Stub`n in Straden

Großartige Gastgeber: 2-Hauben-

Koch Harald Pirker (li.) begeisterte die

Gäste mit einem 5-Gang-Menü, Albert

Neumeister führte als Master of Ceremony

durch den genussvollen Abend

Am Foto links außen: Winzer Bernhard

Fassold mit Freundin Johanna Parz

und Stefan Wurzinger

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Sämling 88/Scheurebe Jahrgang 2011

Diesmal in unserem Kostglas:

Der Sämling 88, auch

bekannt als Scheurebe

Der Sämling 88 ist in der Steiermark

ein unverdientermaßen

schwer unterschätzer Wein und

fristet ein sprichwörtliches Mauerblümchendasein.

Gerade einmal

rund 100 Hektar werden in der

gesamten Steiermark kultiviert,

die Rebflächen dieser Sorte sind

rückläufig. Er bringt alles mit, was

Weinfreunde von aromareichen

Rebsorten so schätzen: Viel Frucht

und noch mals viel Frucht. Vor

allem mutiert er in der Steiermark

gerne zum „getarnten Riesling“,

stehen doch in erster Linie Steinobstaromen,

wie wir sie auch beim

Riesling finden, im Vordergrund.

In der Stilistik wird der Sämling 88

gerne mit einer gewissen Restsüße

vinifiziert. Das macht diesen Wein

gemeinsam mit der ansprechenden

Fruchtausprägung und feinnervigen

Säure bei vielen Weingenießern

so beliebt. Der Sämling 88

bringt es auch vielfach zu hohen

Ehren. In guten Jahren – wie 2011

– wird er gerne als Prädikatswein

ausgebaut und glänzt dann mit

einem Feuerwerk voll exotischer

Aromen.

Der Sämling 88 wurde in Deutschland

von Georg Scheu aus Silvaner

und Riesling gekreuzt. Der Wein

wird gerne auch nach seinem

Schöpfer Scheurebe genannt.

Für die Verkostung unserer

steiermarkwein-Kostserie haben

wir diesmal wieder auf das große

Know-How von Hofrat Dr. Alois

Bernhart zurück gegriffen, der

gemeinsam mit seiner Frau Maria

– beide sind geprüfte Weinakademiker

– unser Kost-Team tatkräftig

unterstützte.

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Walter Frauwallner

8345 Straden

Karbach 7

Tel.: +43/3473/7137

www.frauwallner.com

Sämling 88 2011

11,5% Alc., trocken

Filigran und vielschichtig,verspielte

Aromatik mit

prägnanten Noten

nach Weingartenpfirsich,

Blüten,

finessreich, frisch,

blanciert, fruchtbetonte

ausgewogene

Stilistik, voll Glanz

und Charme, toll.

Weingut Burger

Gschmaier 84

8265 Großsteinbach

Tel. & Fax:

+43/3386/8602

www.burger-weine.at

Sämling 88 2011

12% Alc., trocken

Feine, aber intensive

Steinobstnase,

sehr frisch, offen

und unmittelbar

ansprechend, saftig,

funkelnd und vielschichtig,finessreich

trocken mit

genügend Säure,

pikantes Finale.

Weinhof Wippel

8333 Riegersburg 67

Tel.:+43 /3153/7360

www.weinhofwippel.at

Sämling 88 2011

11,5% Alc., trocken

Angenehm duftig,

nach Blüten, am

Gaumen ganz deutlich

nach Ringlotten,

durchgehend geprägt

von fruchtsüßer

aufgefächelter

Steinobstfrucht,

tolle Balance Fruchtsüße

und stützende,

frische Säure.

Weingut Frühwirth

8493 Klöch

Deutsch Haseldorf 46

Tel.: +43 / 3475/2338

www.fruehwirth.at

Sämling 88 2011

11,5% Alc., trocken

Offen, delikat,

vielschichtig und für

die Sorte reichhaltige

Aromatik,

prägnante Zitrusnoten,

gelber Apfel,

auch etwas Quitte,

alles von nahezu

selbstverständlicher

Harmonie, auch bei

Säure und Frucht.


Sämling 88/Scheurebe Jahrgang 2011

Weinhof Scharl

8354 St. Anna/Aigen

Plesch 1

Tel.: +43/3158/2314

www.weinhofscharl.at

Sämling 88 2011

11,5% Alc., trocken

Ein Prachtbeispiel

eines Sämlings,

fruchtbetont und

trocken, stützende

Säure, Druck,

rauchige Anklänge,

Pfirsich, Ringlotten,

sehr frisch und lebendig,

finessreich

und animierend.

Weingut Prugmaier

8424 Neudorf

an der Mur 46

Tel.+43/ 3452/82667

www.weingutprugmaier.at

Sämling 88 2011

12% Alc., trocken

Intensive Nase,

sehr frisch, süßer

Früchtreigen, nach

Steinobst wie

Mirabelle, Ringlotten,

sützende

Zitrusnoten, auch

Kräuter, harmonisch

verwoben, fruchtsüß

ausklingend.

Weingut Neubauer

8471 Spielfeld 51

Tel. +43 / 3453/2651

www.neubauerweine.at

Sämling 88 2011

12,5% Alc., trocken

Offen und lebendig

mit elegantem

Fruchtschmelz, extraktsüße

Aromatik

nach Pfirsich und

Marille, legt sich

am Gaumen schön

an, animierendes

Zusammenspiel von

Säure und Restsüße,

delikat.

Gründl-Labuttendorf

Hauptstrasse 45

8423 Labuttendorf

Tel.+43 / 3184 / 2318

www.gruendllabuttendorf.at

Sämling 88 2011

12% Alc., trocken

Wirkt durchgehend

elegant und nobel,

betörend feinfruchtig,

ansprechende,

saftige Noten nach

Steinobst, mundfüllend,

mit gewissem

Druck und Spiel, voll

Saft und Frucht im

langen Finish.

Weingut Pilch

Ottenberg 34

8461 Ratsch

an der Weinstraße

Tel.: +43 /3453/2582

www.weingut-pilch.at

Sämling 88 2011

12% Alc., trocken

Ganz feiner Duft,

Büten und Obst,

am Gaumen dann

wiederum schöne

Steinobst- und

Blütenaromen, mittelkräftige

Textur,

macht ihn dadurch

sehr sympathisch,

ein Genuss.

Hans Schneeberger

Pernitsch 19

8451 Heimschuh

Tel.: +43/3452/83934

www.weingutschneeberger.at

Sämling 88 2011

11,5% Alc.,halbtr.

Aromen nach reifen,

exotischen Früchten,

süßer Pfirsich, Hauch

von gelbem Apfel,

genügend Würze

und spürbare Fruchtsüße,

weich, cremig,

viel Schmelz, lässt

sich sehr angenehm

trinken.

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Sämling 88/Scheurebe Jahrgang 2011

Weingut Nekrep

8462 Gamlitz

Eckberg 72

Tel.: +43 / 3453/2248

www.weinhofnekrep.at

Sämling 88 2011

12% Alc., trocken

Fruchtige, geradezu

verlockende Aromen

nach reifem,

saftigem Steinobst,

Ringlotten, Mirabellen,

Hauch von

strukturgebendem

Zitrus, geht wunderbar

und trinkanimierend

ins Finale.

62

Weingut Schmölzer

8444 St. Andrä-Sausal

Altkerschegg 72

Tel.: +43 / 3185/8247

www.schmoelzerschneeberger.at

Sämling 88 2011

11,5% Alc., trocken

Verlockende,

fruchtsüße und ausdrucksstarkeAromatik,

vollreifer Pfirsich,

auch Ringlotten,

immer wieder neue

Facetten, Zitrus, Passionsfrucht,

Säure

stützt die Extraktsüße,

animierend.

Weingut Strauss

vlg. Schopper

8462 Gamlitz

Steinbach 16

Tel.: +43 / 3453/3434

www.weingutstrauss.at

Sämling 88 2011

11% Alc., trocken

Ein schönes Beispiel

für einen balancierten

Bogen von

Extraktsüße, Säure

und Steinobstfrucht,

bei schlanker Textur

genügend Grip,

zum Finale hin sehr

trinkanimierend.

Weingut Dietrich

Sernau 13

8462 Gamlitz

Tel. + 43/3453 / 3384

www.weingutdietrich.at

Sämling 88 2011

11% Alc., halbtr.

im Duft blumig,

am Gaumen dann

feinmaschig und

hochelegant, Aromatik

nach weißem

Weingartenpfirsich,

Hauch Mirabellen,

wirkt linear schlank

und ist dabei sehr

erfrischend.

Weingut Assigal

Seggauberg 45

8430 Leibnitz

Tel. +3452/86811

www.assigal.at

Sämling 88 2011

12% Alc., trocken

Glänzt mit einem

weiten Aromenbogen,

feine

Zitrusnoten und

Ringlotten, auch

sehr schöne Noten

nach Zitronenmelisse,

ansprechende

Fruchtsüße mit

gezügelter Säure,

dennoch frisch.

Adam-Schererkogel

8462 Gamlitz

Steinbach 53

Tel. +43/3453/3830

www.adamschererkogl.at

Sämling 88 2011

11,5% Alc., trocken

Strahlend und in

seiner Definition

beeindruckend,

fruchtsüße, saftige

Machart, Stachelbeeren,

Mirabellen,

reifer, süßer, saftiger

Pfirsich, von der

Säure fein unterlegt,

schmelzig-cremig,

sehr schlüssig.


Sämling 88/Scheurebe Jahrgang 2011

Tschermonegg

8463 Glanz an der

Weinstraße 50

Tel.: +43 / 3454/326

www.tschermonegg.at

Sämling 88 2011

11% Alc., halbtr.

Sehr konzentriertes

Bukett, am Gaumen

prägnant nach

kandierten Früchten

und reifen, süßen

Ringlotten, sehr

schlank, dabei erstaunlich

saftig und

klar, spannendes

Säure-Süße-Duell,

sehr süffig.

Weingut Familie

Adam-Lieleg

Kranach 78

8463 Leutschach

Tel.: +43 /3454/6115

www.adam-lieleg.at

Sämling 88 2011

11,5% Alc., trocken

Kühl und elegant,

dabei überaus

fruchtbetonte Stilistik,

süße Mirabellen,

Hauch von sützender

Passionsfrucht

harmonische Balance

von viel süßer

Frucht und feiner,

würziger Säure.

Weingut Gross

8461 Ratsch an der

Weinstraße 26

Tel.: +43/3453/2527

www.gross.at

Sämling 88 2011

11,5% Alc., trocken

Exemplarische,

intensive Nase,

Aromen nach

reifem, saftigem,

gelbem Pfirsich,

auch Kräuterwürze,

gleichermaßen von

fein geschliffener

Fruchtsüße und

vibrierend-frischer

Textur geprägt, toll.

Familienweingut

Trabos

8462 Gamlitz

Kranachberg 30

Tel.: +43 / 3454/430

www.trabos.at

Sämling 88 2011

11% Alc., halbtr.

Schöner, betörender,

purer Duft nach

süßen Weingartenpfirsichen,fruchtsüß,

sehr weinig und

saftig, in jeder Phase

fruchtbetont und

animierend, wird bis

ins Finale von der

Sorte geprägt.

Armin Polz Kiefer

Grassnitzberg 59

8471 Spielfeld

Tel.: +43 /3453/4650

www.polzkiefer.at

Sämling 88 2011

11,5% Alc., trocken

„Jetzt zerbeiß ich's!“

Fruchtbetont von

Beginn bis ins Finale,

eine Obstschüssel

voll mit Steinobst,

fruchtsüß und

elegant, prächtig

stützende Säure,

alles sehr ausgewogen,

trinkfreudig.

Weingut Peter Masser

8463 Leutschach

Fötschach 41

Tel.:+43/3454/467

www.masser.cc

Sämling 88 2011

12% Alc., trocken

Ein Riesling, der

keiner ist: Steinobst

pur, Weingartenpfirsich,

Hauch von

Nektarine, viel viel

funkelnde Finesse,

großartige Balance

von Fruchtsüße

und Säure, geht mit

gewissem Druck bis

ins Finale.

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Mit Herz zum Erfolg

Eva Herzig ist spätestens seit dem Publikumshit „Das Glück dieser Erde“ zu einer

Botschafterin der Steiermark geworden. Text: Wolfgang Kuhn. Fotos: Andrea Kratzer, Kleine Zeitung

Wenn Herzlichkeit ein typisches

Merkmal für die Steiermark ist,

dann ist Eva Herzig eine gute Botschafterin

ihrer Heimat: So freundlich und

bodenständig sind wohl nur wenige

Stars, und ihr Lachen wirkt zu jeder Sekunde

echt – obwohl sie doch eine der

besten Schauspielerinnen im deutschsprachigen

Raum ist: „Das war schon

als ganz kleines Kind mein Traumberuf!

Ich bin damals vor meinem Spiegel gestanden

und habe bis zu sechs Personen

auf einmal gespielt, die mir dann

geantwortet haben. Im Gegensatz zu

anderen Kindern hat der Traum bei

mir allerdings nie aufgehört.“ In der Tat

hat die gebürtige Salzburgerin („Dort

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war ich jedoch nur einige Tage, ich bin

also eine waschechte Grazerin!“) eine

erstaunliche Karriere hinter sich: Von

1990 bis 1994 studierte sie Schauspiel

an der Hochschule für Musik und Darstellende

Kunst in Graz. Bestärkt wurde

sie bei ihrer Berufswahl von ihren Eltern.

Beide sind künstlerisch veranlagt,

speziell der Vater wurde zur Inspiration

und Leitfigur, denn der versuchte sich

als Komponist, Schriftsteller und Maler,

ein echter Universalkünstler also. „Von

ihm habe ich auch mein Lebensmotto,

dass man nie aufhören soll, an sich

zu arbeiten“, erzählt Eva Herzig. Die

Mutter unterstützte sie ebenso, sicherheitshalber

gab sie der Tochter jedoch

ein Buch über die Leidenswege von

Schauspielern mit auf den Weg.

Nichts desto trotz ging es nach bestandener

Aufnahmeprüfung an der Grazer

Hochschule steil bergauf: Schon im

zweiten Studienjahr folgte ein Engagement

am Burgtheater. Ein Traum aller

Schauspielerinnen ging bei Eva Herzig

schon in Erfüllung, ehe sie sich dessen

überhaupt bewusst war. Große Rollen

wie die „Julia“ unter der Regie von Karl

Heinz Hackl waren weitere Karrieresprünge

– ehe sie dem Burgtheater

(kurz-)entschlossen den Rücken kehrte.

„Das war ein gewagter Schritt, aber

ich habe immer versucht, der Stimme


meines Herzens zu folgen.“ Und die

führte sie zum Film. Zu sehen war die

Steirerin unter anderem in „Doppelter

Einsatz“ oder der SOKO-Serie. Zuletzt

sorgte sie vor allem als Gestütsleiterin

Katharina Lenz in der Erfolgsserie „Das

Glück dieser Erde“ für tolle Quoten und

machte beste Werbung für die Drehorte

Köflach und Piber: „Es war eine

ebenso anstrengende wie schöne Zeit.

Von 104 Drehtagen stand ich 99 vor

der Kamera – und auch am letzten Tag

bin ich mit Freude um 6 Uhr in der Früh

am Set erschienen.“ Neben den weltberühmten

Lipizzanern war es vor allem

die einheimische Bevölkerung, die

für die gute Stimmung beim Dreh ver-

Eva Herzig mit ihren Filmpartnern in „Alles Glück dieser Erde“

im Lipizzaner-Gestüt Piber. Auf unserem Foto unten mit Thomas

Unger (links) und Christoph von Friedl

antwortlich war: „Wenn man in einer

Großstadt dreht, wird man oft missmutig

empfangen, hier hingegen haben

sich alle gefreut und mitgeholfen.“

Steirische Weine, Brettljause, Kernöl

Berufsbedingt ist Eva Herzig zwar oft

in Großstädten unterwegs – so lebt sie

hauptsächlich in Wien –, doch die Steiermark

ist im Herzen immer dabei: „Ich

liebe Kernöl, das habe ich beispielsweise

nach Berlin mitgenommen, als ich

dort gearbeitet habe.“ Die gute Brettljause

ist natürlich ein Grund mehr, regelmäßig

in die Heimat zurück zu kommen,

dazu darf es dann gerne ein Glas

Weißburgunder von Tement oder Polz

sein. Dass die Schauspielerin bei solchen

Gelegenheiten oft erkannt wird,

liegt auf der Hand – und doch gibt es

immer noch Menschen, die „Eva Herzig“

für einen Künstlernamen halten.

„Das geht schon seit dem Kindergarten

so – und alle glauben, dass sie mit

‚originellen‘ Gedankenspielen die ersten

sind. Aber gut, ich bin schon froh,

wenn sie mich nicht an meine frühere

Grazer Adresse erinnern. Dort habe ich

nämlich in der Peinlichgasse gewohnt.“

Und da ist es wieder, jenes herzliche

Lachen, das ihrem durchaus sprechenden

Familiennamen alle Ehre macht.

www.evaherzig.com

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Gelber Muskateller 2011

Der Gelbe Muskateller wird in der Steiermark immer mehr zum

heimlichen Star. Der fruchtige, aromareiche Wein ist ein idealer Aperitif,

als Essensbegleiter macht er vor allem mit der asiatischen

Küche eine gute Figur. Die SteirerInnen bevorzugen ihn als furiosen Solist

Das Klima in der Südsteiermark ist ideal für feine, trockene

Muskateller. Viele Weinfreunde, die sich dieser Aromasorte

verschrieben haben, sind längst zu Grenzwechslern geworden.

Sie lassen Gewächse aus den berühmten Muskateller-

Regionen in Italien (für den Moscato d'Asti) oder Südafrika

links liegen und schauen sich im tiefen Süden Österreichs

um. Unsere steiermarkwein-Verkostung wurde für uns alle

zu einem spannenden Weinforum mit vielen Wortspenden.

„Elegant, traubig, würzig – man spürt die Sonne im Glas“

oder „Eine spannende Reise der Sinne.“ Der Gelbe Muskateller

zählt zu den ältesten Rebsorten der Welt und sein Ursprung

wird in Vorderasien vermutet. In mehr als 200 Varianten und

Spielarten ist diese Sorte weltweit verbreitet und wird in den

unterschiedlichsten Stilrichtungen ausgebaut.

In der Steiermark hat der Gelbe Muskateller in den vergangenen

Jahren kräftig Gas gegeben. Die Anbaufläche hat in den

vergangenen zehn Jahren um mehr als 152 Prozent (!) zugelegt.

Heute werden etwa 220 Hektar Rebfläche mit Gelben

Muskateller kultiviert. Gegenüber dem Welschriesling mit

454 Hektar Anbaufläche hat er aber noch immer das Nachsehen.

Zu Unrecht hat der Muskateller heute oft noch das Image eines

lieblichen „Frauenweines“ mit merklicher Restsüße, dem

man abschätzig begegnet. Die ganz großen Muskateller-

Fans, deren Zahl beständig im Steigen begriffen ist, schätzen

vor allem das betörende Aromenspiel, die bilderbuchartige

Traubenfruchtausprägung und besonders die klassischstaubtrockene

Linie mit einem rassigem Säurespiel, wie

man es in der Steiermark, aber auch in der Wachau und im

Kamptal vorfindet. In dieser Ausbauart ist der Muskateller ein

ebenso idealer Aperitifwein wie Essensbegleiter und sollte

jung getrunken werden.

Für das steiermarkwein-Verkosterteam, das sich 54 steirische

Muskateller in mehrgängigen Sitzungen vornahm,

zieht Weinakademiker Hofrat Dr. Alois Bernhart Bilanz: „Die

verkosteten Muskateller werden großteils von erfrischender

Eleganz und Feinheit geprägt mit zitrusbetonter Pikanz, aber

auch von vielfältigen Orangenfacetten und Blütenaromen

bei durchwegs harmonischem Mundgefühl getragen von

reifer Säure.“ Viel Vergnügen mit unseren Empfehlungen.


Gelber Muskateller 2011

Peiserhof Fam.

Strohmeier

Haiden 50,

8552 Eibiswald

Tel.: +43/ 3466/42414

www.peiserhof.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Saubere und klare

Nase, Trauben und

Holunderblüten, am

Gaumen herzhaft

mit Noten nach

Zitrus, von feiner

Würze unterlegt,

Gartenkräuter, Melisse,

Minze, rund und

weinig, gute Länge.

Thomas Strohmaier

8544 Pölfing-Brunn

Brunn 41

Tel.: +43 / 3465/2322

www.strohmaier.

schilcher.com

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Prägnante Traubenaromen,

überaus

elegante und reife

Stilistik, süße Frucht

gestützt von feinen

Zitrusnoten, Kräuter,

saftig, kompakt,

durchaus feinmaschig

bei animierendem

Trinkfluss.

Weingut Hutter

8330 Feldbach

Reiting 2

Tel.: +43/3152/4422

www.hutterwein.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Ein ganzer Strauß

voll Gartenkräuter,

Eibisch, Dill,

Zitronenmelisse,

großartige Finesse

mit Druck und zarter

Würze, mineralische

Noten, gute

Substanz, bleibt

lange haften.

Weingut/Weinlokal

Wolfgang Maitz

8461 Ratsch an der

Weinstraße 45

Tel.: +43 / 3453/2153

www.maitz.co.at

Muskateller 2011

11% Alc., trocken

Im Duft zunächst

verhalten, geht im

Glas immer mehr

aus sich heraus,

geprägt von straffer,

schlanker Textur

und geschliffener

Aromatik, Zitrus,

Kräuter, Hauch von

würziger Mineralik.

Weinbau & Rebschule

Melbinger

8330 Feldbach

Wetzelsdorf 50

Tel.:+43 /3152/7923

www.weinbaumelbinger.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

In der Nase verhalten,

am Gaumen

dann viel Gewürze

und Kräuter,

ansprechbare Noten

von Zitrus, gutes

Rückgrat, sehr harmonisch,

mit kühler

Frucht ausklingend.

Weingut Frühwirth

8493 Klöch, Deutsch

Haseldorf 46

Tel.: +43 / 3475/2338

www.fruehwirth.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Startet mit einladender

Muskateller-

Nase, am Gaumen

sortentypisch

traubig mit stützenden

Zitrusnoten,

saftige Frucht, gute

Substanz, dabei

feinmaschig und

elegant, im Finale

schöner Fruchtkern.

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Gelber Muskateller 2011

Weingut Peterhof

8463 Glanz/Weinstraße,

Pößnitz 124

Tel. +43/664/2015816

www.weingut

peterhof.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Durchgehend

sortentypisch

und sympathisch,

reife Traubenfrucht,

saftig, weich, rund

mit jeder Menge

Kräuternoten, tapeziert

sehr schön den

Gaumen aus, ein

Klassiker.

Weinhof Scharl

8354 St. Anna/Aigen

Plesch 1

Tel.: +43/3158/2314

www.weinhofscharl.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Vereint alle Vorzüge

eines Muskatellers:

traubige Nase, am

Gaumen großartiger

Kräuterstrauss, Minze,

Zitronenmelisse,

geht voll aus sich

heraus, elegante, finessreiche

Struktur,

sehr animierend.

Weingut Bernhart

Hofberg 61

8333 Riegersburg

Tel.: +43/3153/8379

www.weingutbernhart.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Anfänglich etwas

verhalten im Duft,

geht zusehends

auf, sehr reduktiv,

herzhaft-knackiges

Säuregerüst, zupackende

Frucht, Gewürze

und tropische

Früchte, lebendiges,

geschliffenes Finale.

Weingut Burger

Gschmaier 84

8265 Großsteinbach

Tel. & Fax:

+43/3386/8602

www.burger-weine.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Elegante, mineralische

Anklänge, von

feiner Fruchtaromatik

unterlegt,

gebündelt, Zitrus,

Hauch von Grapefruit,

kompakt,

herzhaft-traubige

Textur, schönes

fruchtbetonte Finale

Weingut Fassold

Neusetz 27

8345 Straden

Tel.: +43/3473/7144

www.fassold.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Macht der Rebsorte

von Beginn

weg Komplimente,

extrem schöne, traubige

Nase, am Gaumen

ein Feuerwerk

klassischer Aromen,

Zitronenmelisse,

auch Minze, mit

vibrierender Frische,

toller Wein!

Daniela, Anton und

Stefan Krispel

8345 Hof bei Straden,

Neusetz 29,

Tel: +43/3473/7862

www.krispel.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Blumige Nase

mit Rosennoten

und sehr schönen

Gewürz aromen,

am Gaumen dann

ansprechende,

fruchtbetonte Aromatik,

Zitrus, Hauch

Orangen, Gewürze,

sehr viel Trinkfluss.


Gelber Muskateller 2011

Schilhan Willi

8462 Gamlitz

Kranach 8

Tel.:+43 /3453/6094

www.weingutschilhan.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Erinnert sofort an

den Frühling, Holunderblüten

in der

Nase, am Gaumen

tolle Balance von frischer

Kräuterwürze,

feinem Druck und

passendem Säureeinsatz,

ein toller

Sortenvertreter.

Ploder-Rosenberg

8093 St. Peter am

Ottersbach 86

Tel.: +43/3477/3234

www.ploderrosenberg.at

Muskateller 2011

11% Alc., trocken

Duftig, fruchtig,

fröhlich, dem es jedoch

keineswegs an

Ausdruck mangelt,

schöne Muskatellerwürze,

Minze, Zitronenmelisse,

weit

nuanciert, trocken,

alles in prächtiger

Balance (s. Seite 80)

Olwitschhof Otto &

Theresia Riegelnegg

8462 Gamlitz

Steinbach 62

Tel.:+43 /3454/6263

www.riegelnegg.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Streut im Duft schöne

Rosenblüten, am

Gaumen weinig mit

cremiger Finesse

und elegantem

Sortenausdruck,

Kräuter, Zitrus und

ein Hauch Orangenzeste

geben den

Ton an, animierend.

Weingut Thaller

8263 Großwilfersdorf

Maierhofbergen 24

Tel. +43/3387/2924

www.weingutthaller.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Sehr erdig und

straff, etwas eigenwillige

aber durchaus

schöne Aromen

nach Moschus, dann

wieder stützende Zitrusnoten,

markante

Säure, erinnert an

die Machart vergangener

Zeiten.

Weinhof Platzer

Pichla 25

8355 Tieschen

Tel.: +43 /3475/2331

www.weinhof-platzer.at

Muskateller 2011

11,5% vol. Alc., tr.

Mister Eleganz zeigt

hier wieder seine

Größe: Hochelegante,

würzige Stilistik

mit extrem schöner

Traubenfrucht und

einem Hauch von

Orangenzesten, von

großer Brillianz und

Eleganz, ganz trocken.

Wunderbar!

Lackner-Tinnacher

8462 Gamlitz

Steinbach 12

Tel.: +43 / 3453/2142

www.tinnacher.at

Muskateller 2011

12,5% Alc., trocken

Reichhaltiger

Aromenbogen nach

frischen Gartenkräutern,

Zitronengras,

etwas Salbei, auch

nach Steinobst,

saftig-steirische

Textur, elegant, mit

gewissem Druck

und Volumen, erfreuliche

Länge.

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Gelber Muskateller 2011

Hans Schneeberger

Pernitsch 19

8451 Heimschuh

Tel.: +43/3452/83934

www.weingutschneeberger.at

Muskateller 2011

12,5% Alc., trocken

Vorerst sortentypisch

traubig in der

Nase, am Gaumen

Mix von exotischem

Früchtereigen und

Kräutergarten, Mandarinen,

etwas Passionsfrucht,

Minze,

Melisse, weich, rund,

ausgewogen.

Pichler-Schober

Sabine Pichler

8505 St. Nikolai/Sausal

Mitteregg 26

Tel. +43 / 3456/3471

www.pichler-schober.at

Muskateller 2011

11% Alc., halbtr.

Ein fruchtsüßes

Leichtgewicht mit

intensivem blumigtraubigen

Duft, am

Gaumen Kräutermischung

und süßes

Obst, deutlicher

Restzucker, herrlich

unkompliziert zu

trinken.

Weingut Gerngross

8441 Fresing

Hochbrudersegg 11

Tel.: +43 / 3456/2922

www.weingutgerngross.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Angenehm gerundete

Muskateller-

Noten bereits in der

Nase, am Gaumen

traubig und kräuterwürzig,

geht schön

aus sich heraus,

kompakt, gebündelt,

harmonische

Frucht und Säure.

Weingut Lambauer

8442 Kitzeck

Greith 19

Tel.: +43 / 3456/2235

www.weingutlambauer.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Durch und durch

exemplarisch, sehr

duftig, am Gaumen

nach Orangenzeste,

Minze und schönen

Zitrusnoten,

alles harmonisch

verwoben, saftiges,

traubig-frisches

Finish.

Johann & Anneliese

Skringer

8453 Eichberg-

Trautenburg 28

Tel.: +43/3456/2666

www.skringer.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Gute mineralische

Aromatik, erfrischend

elegant mit

Noten nach Orangenschalen

und

Muskat, zupackende

Säure, brilliert mit

Finesse und Glanz,

linear, langanhaltendes

Finale, toll.

Gerhard Wohlmuth

8441 Fresing 24

Kitzeck

Tel.: +43 / 3456/2303

www.wohlmuth.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Elegante, zartwürzige

Noten, feines

Muskateller-Aroma,

am Gaumen geprägt

von kühler,

herzhafter Textur,

würzig-mineralisch,

Kräuter, Zitrus,

Orangenzesten, alles

schön verwoben,

viel Trinkspass.


Gelber Muskateller 2011

Weingut Schmölzer

8444 St. Andrä-Sausal

Altkerschegg 72

Tel.: +43 / 3185/8247

www.schmoelzerschneeberger.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Anfangs Heublumennoten,

mit der

Luft dann klare

Kräuternoten und

ein Touch nach

frischen Zitrusaromen,

saftig und

süßwürzig, lässt sich

toll antrinken, klingt

lange nach.

Weingut Familie

Adam-Lieleg

Kranach 78

8463 Leutschach

Tel.: +43 /3454/6115

www.adam-lieleg.at

Muskateller 2011

12,5% Alc., trocken

Zeigt bereits im

intensiven Duft

alle Vorzüge eines

Muskatellers, am

Gaumen vielschichtig,

Orangenzeste,

kräftig, vollmundig,

elegant, Extraktsüße

mit stützender reifer

Säure. Kompliment!

Weingut Neubauer

8471 Spielfeld 51

Tel. +43 / 3453/2651

www.neubauerweine.at

Muskateller 2011

11% Alc., trocken

Im Duft noble Zurückhaltung,

glänzt

am Gaumen mit

animierender Leichtigkeit,

Noten von

frischem Steinobst

und Wiesenkräutern,

fruchtig-kühle

Stilistik, fokkusiert,

bemerkenswerte

Balance, animierend

Weingut Brenner am

Rossberg, Glanz 2

8463 Leutschach

Tel. +43/3454/6368

www.weingutbrenner.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Im Duft etwas

verschlossen, hat

seine Stärken am

Gaumen, Zitrus,

Muskat, Zimt, alles

in sich harmonisch

vereint, guter

Fruchtschmelz,

saftig, straff und

gebündelt.

Weingut Scheucher

8423 Labuttendorf

Otterweg 3

Tel.: +43 / 3184/4080

www.weingutscheucher.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Fruchtig und frisch,

pikante Würze, zarte

Mineralik, schönes

Volumen, traubig

und nach Gartenkräutern,

auch

Zitronenzeste, gibt

Struktur, Balance

von Frucht und Säure,

verlässlich gut.

Weingut Assigal

Seggauberg 45

8430 Leibnitz

Tel. +3452/86811

www.assigal.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

In der Nase ansatzweise

Noten

nach Rosen (!), am

Gaumen dann ein

herzhafter Mix

aus Zitrusfrüchten,

Limette, auch

Bergamotte, in jeder

Phase frisch und

fruchtig, schöne

Säure, toll.

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Gelber Muskateller 2011

Rudolf und Maria

Riegelnegg

Steinbach 49

8462 Gamlitz

Tel. +43 / 3453 /3053

www.riegelneggwein.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Wunderschöne, sehr

feine Fruchtnase,

am Gaumen hocheleganter

Ausdruck

mit feinziselierter

Frucht nach Gewürzen,

Hauch

Orangenzesten,

köstlicher Trinkfluss.

Adam-Schererkogel

8462 Gamlitz

Steinbach 53

Tel. +43/3453/3830

www.adamschererkogl.at

Muskateller 2011

12,5% Alc., trocken

Fruchtbetonte

Nase, am Gaumen

unmittelbar ansprechende

Aromen

nach Pfefferminze,

Zitronenmelisse,

auch nach Orangen,

saftig und fruchtsüß,

wirkt durch die

Säure sehr frisch.

Weingut Strauss

vlg. Schopper

8462 Gamlitz

Steinbach 16

Tel.: +43 / 3453/3434

www.weingutstrauss.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Schöne frische,

feinfruchtige

Muskateller-Nase,

traubig, am Gaumen

reife Zitrusfrüchte

und Gartenkräuter,

gut abgestimmt,

elegant, zarte Restsüße,

animierend.

Weingut Nekrep

8462 Gamlitz

Eckberg 72

Tel.: +43 / 3453/2248

www.weinhofnekrep.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Strahlender, sehr

traubiger Auftakt,

füllige Nase, am

Gaumen mit sattem

Früchtereigen,

Gewürze, Hauch

Orangen, lässt der

Frucht viel Spiel,

saftiger und langer

Nachhall.

Weingut Brolli

Arkadenhof

8462 Gamlitz

Eckberg 43

Tel.: +43 / 3453/2341

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Zeigt linear die

Muskateller-

Richtung an, im

Duft Hollerblüten,

am Gaumen Mix

aus Zitrusschalen,

Orangenzesten und

einem Hauch Zimt,

frisch, lebendig mit

zarter Fruchtsüße,

anhaltendes Finale.

Germuth Stammhaus

Ewald Germuth

8463 Glanz an der

Weinstraße 24

Tel.: +43 / 3454/383

www.germuth.com

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Verspielte Aromatik

in der Nase

und am Gaumen,

zunächst traubig,

dann feine Kräuter,

Hauch Garantapfel

(!) und Orangenzeste,

Extraktsüße und

Säure harmonisch

ausbalanciert, toll.


Gelber Muskateller 2011

Weingut Pilch

Ottenberg 34

8461 Ratsch

an der Weinstraße

Tel.: +43 /3453/2582

www.weingut-pilch.at

Muskateller 2011

12,5% Alc., trocken

Total schöne Kräuternoten

unterlegt

mit stützenden

Zitrusfrüchten,

sehr zugänglich

und geradlinig, mit

Druck und Volumen,

glänzt mit toller

Balance von Würze

und Säure.

Weingut Peter Masser

8463 Leutschach

Fötschach 41

Tel.:+43/3454/467

www.masser.cc

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Geht im Duft sofort

aus sich heraus,

traubig mit schönen

blumigen Noten,

am Gaumen dann

erfrischend kühl mit

einem Touch nach

Zitrus, Hauch von

strukturgebenden

Grapefruitnoten,

sehr animierend.

Gründl-Labuttendorf

Hauptstrasse 45

8423 Labuttendorf

Tel.+43 / 3184 / 2318

www.gruendllabuttendorf.at

Muskateller 2011

13% Alc., trocken

Elegante, zart parfümierte,sortentypische

Muskateller-

Nase, klar, dicht und

elegant, schönes

Spiel von Kraft,

Würze und Fruchtausdrück,

bleibt

lange am Gaumen,

hat Charakter.

Weingut Holler

8471 Spielfeld

Rosenberg 89

Tel. +43 /3453/5078

www.hollerweine.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Kontrastreicher

und spannender

Aromenbogen, Gewürze

wie Muskat,

Kräuter wie Melisse,

tropische Früchte

wie Orangen, alles

breit und fruchtsüß

verwoben, lässt sich

sehr schön trinken.

Silberberg

Landesweingut

Kogelberg 16

8430 Leibnitz

Tel. +43/3452/82339

www.silberberg.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Transparent und

frisch, schöne Aromen

von Kräutern,

Steinobst und Orangen,

fruchtbetont

und hochelegant,

Extrakte, Würze und

Säure im Einklang,

geradlinie, animierender

Trinkfluss.

Armin Polz Kiefer

Grassnitzberg 59

8471 Spielfeld

Tel.: +43 /3453/4650

www.polzkiefer.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Geprägt von der

Handschrift des

Winzers, hochelegant

mit finessreicher

Brillianz, bunter

Aromenbogen, Zitronengras,

Gewürze,

Hauch von Pfirsich,

fantastisch staubtrocken.

TOP!

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Gelber Muskateller 2011

Hannes Sabathi

Kranachberg 51

8462 Gamlitz

Tel.: +43 /3453/2900

www.hannessabathi.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Tanzt von Beginn

weg mit

viel reichhaltiger

Frucht, frische und

getrocknete Kräuter,

aber auch Gewürze

geben den Ton an,

ausdrucksstark und

perfekt ausgewogen,

lineares,

brilliantes Finish.

Weingut Gross

8461 Ratsch an der

Weinstraße 26

Tel.: +43/3453/2527

www.gross.at

Muskateller 2011

12,5% Alc., trocken

Prägnant duftig

nach Holunderblüten,

auch traubig

wie am Gaumen,

stützende Zitrusfrucht,saftigschmelzig,druckvoll,

ausgewogene

Textur von Fruchtsüße

und Säure,

trinkanimierend.

Weingut Sattlerhof

8462 Gamlitz

Sernau 2a

Tel.: +43 / 3453/2556

www.sattlerhof.at

Muskateller 2011

12,5% Alc., trocken

Elegante, sofort einnehmende

Nase, am

Gaumen vor Frucht

strotzend, traubig,

Zirtronenmelisse,

Minze, auch nach

Passionsfrucht, legt

laufend Schichten

frei, Balance von

Fruchtsüße und

Säure, langes Finish.

Weingut Tscheppe

8463 Leutschach

Pössnitz 168a

Tel.: +43 / 3454/205

www.tscheppe.com

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Im Duft anfangs

verhalten, am

Gaumen dann viele

strukturgebende

Zitrusaromen wie

Grapefruit, Bergamotte,

auch ein

Hauch von weißem

Pfeffer, frisch durch

lebhafte Säure,

pikanter Nachhall.

Erich & Walter Polz

8471 Spielfeld

Grassnitzberg 54a

Tel.: +43 / 3453/2301

www.polz.co.at

Muskateller 2011

12,5% Alc., trocken

Expressive duftigfrische

Nase nach

Zitrusfrüchten und

Rosenblätter (!), am

Gaumen noch etwas

verschlossen, frische

Gartenkräuter, dann

wieder Zitrusnoten,

zarter, strukturgebender

Gerbstoff,

kompakter Nachhall

Erwin Sabathi

8463 Leutschach

Pössnitz 48

Tel.: +43/3454/265

www.sabathi.com

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Ausdrucksstarke,

blumige Nase mit

traubigen Noten,

am Gaumen ein eleganter

Reigen nach

Kräutern wie Zitronenmelisse,

Minze,

zarte, feine Pfefferwürze,

straight und

lebendig, langer

Nachhall.


Gelber Muskateller 2011

Tschermonegg

8463 Glanz an der

Weinstraße 50

Tel.: +43 / 3454/326

www.tschermonegg.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Durchgehend

hochelegant mit

kühler, reduktiver

Textur, extrem

schöne Kräuternoten

vereint mit

Zitrusaromen, reichhaltig,

großartige

Säurestruktur, hält

den Wein lebendig,

saftiges Finale. TOP.

Weingut Kollerhof

Weinbau Lieleg

8463 Leutschach

Eichbg.-Trautenbg. 39

Tel.: +43 / 3454/439

www.kollerhof.com

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Verführerische,

einladende traubige

Nase, glänzt am

Gaumen mit viel

klassischer Muskatelllerfrucht,

frische

Kräuter, Noten nach

Mandarinenschale,

ausgewogen, gebündelt,

sehr schön.

Familienweingut

Trabos

8462 Gamlitz

Kranachberg 30

Tel.: +43 / 3454/430

www.trabos.at

Muskateller 2011

11,5% Alc., trocken

Hocharomatische

Kräuterfülle, Pfefferminze,Zitronenmelisse,

schöner,

griffiger Kern, rassig,

pointiert abgestimmtefruchtbetonte

Stilistik, engmaschig,

gebündelt,

exemplarisch.

Weingut Tement

8461 Berghausen

Zieregg 13

Tel.: +43 / 3453/4101

www.tement.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Lässt die Glocken

läuten! Duftigelegant,

auch am

Gaumen, feinwürzige

Kräuter,

fruchtbetont, Hauch

Steinobst, auch

Zitrus, großartige

Balance von Frucht

und Säure, großartige

Definition.

Weingut Elsnegg

Engelbert / Regina

8462 Gamlitz

Eckberg 26

Tel.: +43 / 3453/4812

www.elsnegg.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Elegantes, duftigklares

Bukett,

blumig und traubig,

am Gaumen eine

Vielfalt an Kräutern,

Zitronenmelisse,

Minze, Hauch Eibisch,

im Finale stützende

Zitrusnoten,

präzise vinifiziert.

Brigitte & Alois Gründl

vlg. Stefflbauer

8423 St. Veit a.Vogau

Sonnenstr. 11/Lind

Tel.: +43 / 3453/2110

www.weingutgruendl.at

Muskateller 2011

12% Alc., trocken

Traubige Aromatik

mit Noten

nach Mandarinen,

frischen Gartenkräutern

wie Minze und

Zitronenverbene,

hochelegant mit

feinziselierter Säure,

trinkanimierend mit

viel Frucht im Finale.

75


76

Ein starkes Team

Im Hotel-Restaurant Staribacher in der Südsteiermark beschränken sich

Küchenchef Christian Pfanner und seine Schwester und Pâtissière Ingrid

Sinner nicht nur auf traditionelle Klassiker der guten, alten, heimischen

Küche, sie verfeinern diese Gerichte auf zeitgemäße Art. Wir checken bei

ihnen ein und lassen uns mit einem 4-Gang-Menü verwöhnen. Restaurantleiter

Gerald Pfanner wählt dazu die passenden Weine. Guten Appetit.

Text: Henry Sams

Fotos: Josef Krassnig, KK


Unsere Gastgeber

Das Hotel und Restaurant Staribacher wird seit mehr

als 90 Jahren von einer Familie geführt. Die Kompetenzen

sind dabei klar verteilt. Jedes einzelne Familienmitglied

ist stark motiviert und so fühlt man sich bei

einem Aufenthalt im Hotel oder Restaurant immer sehr

wohl. Am Bild von links Schwiegersohn und Schwager

Hannes Sinner (Geschäftsführung), Wolfgang Pfanner

(Restaurantleiter-Stellvertreter | Bar-Leitung), Restaurantleiter

Gerald Pfanner, Seniorchefin Waltraud Pfanner,

Küchenchef Christian Pfanner, Pâtissière Ingrid

Sinner und ihre Kinder Mag. Birgit Sinner (Assistentin

Geschäftsführung | Marketing & Sales) und Wilfried

Sinner (Administration | IT-Abteilung).

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Kreativer Verwöhnfaktor am Kogelberg

Mit dem Geschwister-Trio Ingrid Sinner, Christian und Gerald Pfanner wird

man im Restaurant beim Staribacher verlässlich gut und herzlich verwöhnt

Pfanner mag man eben – könnte ein

Werbespruch für die Familie Pfanner

heißen, die mit ihrem Hotel-Restaurant

Staribacher seit 90 Jahren ihre Gäste

bewirtet. Hier gibt`s die Küche der

Region, die überaus kreativ sowohl

Traditionalisten als auch verwöhnte

Feinschmecker bedient und von Gault

Millau mit einer Haube geadelt wird.

Es drängt sich passend dazu ein Vergleich

aus der Musikszene auf, denn

wenn man Küchenchef Christian Pfanner

mit Jazzmusikern vergleicht, dann

wäre er ein virtuoser Free Jazzer wie

Ornette Coleman. Und trotz aller Freiheiten

hält sich Pfanner an Regeln. Er

ist ein risikofreudiger Individualist, der

von der Vor- über die Haupt- bis zur

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Nachspeise unentwegt die Harmonie

am Gaumen anstrebt und keine wilden

Experimente mit seinen Produkten

Vier Sterne

weisen das

Hotel Staribacher

als

gehobenes

Haus mit

komfortablen

Zimmern

und Suiten

aus.

unternimmt. Es geht ihm bei seinen

Gerichten um die kulinarische Balance

von Interpretation, Kreation, Varia-


tion – um das Verständnis des Gastes,

Neues zu entdecken. Der Küchenchef

forciert bei seiner Arbeit hochwertige

heimische Produkte. Es geht ihm um

den authentischen, unverfälschten Geschmack

der Speisen, auch wenn das

Auge mitisst. Getrieben von seiner kreativen

Unruhe gelingen Christian Pfanner

überraschende Kreationen, deren

raffinierte geschmackliche Feinabstimmungen

jede Erwartung übertreffen.

Zum Beispiel mit der knusprigen Früh-

lingsrolle vom geschmorten Ochsenschwanz,

die er gerne mit dem Filet im

Heu und der geschmorten Rindswange

mit Rindertatare serviert. Bei aller

Kreativität pflegt Christian Pfanner

eine traditionell-klassische Küche auf

hohem Niveau. Zur Legende wuchsen

bei ihm gleichermaßen Zwiebelrostbraten,

Wiener Schnitzel oder das steirische

Backhendl mit Röhrlsalat und

Erdäpfeln mit Kürbiskernöl-Dressing.

Ein kongeniales Duo bilden in der Kü-

Der Staribacher

ist eine

gern gebuchte

Urlaubs-

und Seminaradresse

mit

gepflegtem

Hallenbad

und einer

Sauna

An schönen Tagen wird die Terrasse zum

begehrten Logenplatz für Genießer

che „Maestro“ Christian Pfanner und

seine Schwester Ingrid Sinner, die als

Pâtissière nicht nur Naschkatzen, sondern

auch das figurbewusste Publikum

einmal klassisch, ein anderes mal kreativ

verwöhnt. Ein Klassiker ist ihre Kardinalschnitte,

während sie mit kunstvoll

gefertigten Desserts ihre kreative

Seite zeigt wie beim „Gletschereis von

Limone und Erdbeeren“.

Wein und Küche. Der dritte im kulinarischen

Bunde ist Bruder Gerald Pfanner,

der als Restaurantleiter nicht nur

mit ausgesprochen viel Charme und

Herzlichkeit seine Gäste empfängt,

seine Leidenschaft gehört dem Rebensaft.

Auch wenn er starke Präferenzen

für den steirischen Qualitätswein hegt,

die Karte ist umfassend und so lagern

im Keller viele große Gewächse aus

dem In- und Ausland. Da nimmt es

nicht wunder, dass sich bei ihm auch

viele heimische Winzer treffen, um mit

weitem Blick über den Kirchturm hinaus

ihren Weinhorizont auf köstliche

Art und Weise zu erweitern.

79


80

Zutaten:

Salate wie

Häuptelsalat,

Vogerlsalat

Bärlauch

Jungspinat

Kresse

Löwenzahn usw.

2 Jungzwiebel

8 Radieschen

4 Kaninchenrückstränge

4 Scheiben Rohschinken

2 Stangen weißer Spargel, gekocht

2 Stangen grüner Spargel, gekocht

4 Scheiben Tramezzinibrot

8 Wachteleier

Zutaten Dressing:

3 EL Rapsöl

3 EL Haselnußöl

125 ml Rindsuppe

2 EL Apfelessig

2 EL Balsamicobianco

1 TL Dijon-Senf

Salz

Zucker

Zubereitung:

Ploder-Rosenberg

www.ploder-rosenberg.at

Gelber Muskateller 2011

Duftig, fruchtig, fröhlich,

dem es jedoch keineswegs

an Ausdruck mangelt,

schöne Muskatellerwürze,

Minze, Zitronenmelisse, weit

nuanciert, trocken, alles in

prächtiger Balance.

Bringt mit der Vorspeise den

Frühling auf den Tisch.

Salat putzen, waschen und trocken schleudern. Jung-

zwiebel mit Grün, und Spargel in Rauten schneiden.

Radieschen in Scheiben schneiden. Wachteleier ca. 2,5

Min. kochen, kalt abschrecken, schälen und der Länge

nach halbieren. Kaninchen von Parüren befreien, mit

Farce bestreichen und in dünn geschnittene Tramezzi-

nibrot einwickeln, bei sanfter Hitze rosa braten.


Hotel-Restaurant Staribacher

Kaninchen im Brotmantel

Frühlings-Kräutersalat

Wachtelei

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Zutaten für 4 Personen:

Süßsauer eingelegtes Gemüse

1 Karotte

2 Selleriestangen

1 rote Zwiebel

1 EL Olivenöl extra vergine

1 Knoblauchzehe

1 Lorbeerblatt

1 EL Kristallzucker

200 g Apfelessig

500 ml Gemüsebrühe

1 Prise Salz

Zubereitung:

Das Gemüse putzen und schälen.

Den Knoblauch schälen. Die Karotten,

den Sellerie und die rote Zwiebel

in Julienne schneiden. In einem

Topf die Gemüsejulienne und den

82

Knoblauch in Olivenöl andünsten.

In einem weiteren Topf den Lorbeer

mit Zucker karamellisieren und mit

Essig ablöschen. Die Säure verdunsten

lassen. Den Seesaibling mit dem

angedünsteten Gemüse und der

Brühe übergießen. Das Gemüse einen

halben Tag lang ziehen lassen.

Zutaten Seesaiblingsfilet:

1 Seesaibling (800 g)

100 g Hartweizengrieß

Pflanzenöl zum Frittieren

Zubereitung:

Den Seesaibling filetieren, die Haut

abziehen und die Filets aufrollen.

Das Seesaiblingsfilet mit einem

Zahnstocher fixieren. Das Seesaiblingsfilet

in dem Grieß panieren und

anschließend in heißem Öl frittieren.

Felberjörgl

www.felberjoergl.at

Sauvignon Blanc

Kreuzegg 2010

Hochelgant und finessreich,

es folgt spürbare Fülle,

kompaktes, überströmendes

Fruchtbukett, Paprika, tropische

Früchte, extraktreich,

exzellente, terroirgeprägte

Mineralik, langes Finale.

Standfester, harmonischer

Begleiter zum würzigen

Kren-Erdäpfel-Pürre und

dem Seesaiblingsfilet

Zutaten Kren-Erdäpfel-Püree:

400 g mehligkochende Kartoffeln

140 g Butter

100 g Milch

100 g Sahne

Salz, Pfeffer

Muskatnuß, gerieben

frisch geriebener Kren

40 g Saiblings-Kavier

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, in Salzwasser

weich kochen und abgießen. Anschließend

stampfen und mit der

Butter, der Milch und der Sahne (im

Verhältnis 1:1) zu einem cremigen

Püree rühren, mit Salz, Pfeffer und

Muskatnuß abschmecken.

Zutaten Bärlauchschaum:

250 ml Milch

4 EL Bärlauchpüree

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Milch und Bärlauchpüree mit einem

Milchschäumer aufschäumen.

Anrichten: Den Kren frisch in das

Püree reiben. Mit Salz, Pfeffer und

Muskatnuss abschmecken.

Das Kren-Erdäpfel-Püree in der Mitte

eines tiefen Tellers anrichten, Bärlauchschaum

außen zugeben, das

Seesaiblingsfilet daraufgeben. Die

Gemüsejulienne mit einer Gabel

eindrehen und auf den Fisch setzen.

Hauch Rotweinsauce angießen und

das Gericht mit etwas Saiblings-Kaviar

auf dem Gemüse vollenden.


Hotel-Restaurant Staribacher

Seesaiblingsfilet

süßsaures Kren-Erdäpfel-Püree

Bärlauchschaum

Alle Rezepte finden Sie unter:

www.steiermarkwein.at

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Zutaten für 4 Personen:

Zutaten Filet im Heu:

1 Styria-Beef-Filet (300 g)

Heu (Bio Heu)

1 Knoblauchzehe

2 EL Butter

1 Thymianzweig

1 Rosmarinzweig

Fleur de Sel

Zubereitung:

Das Rindsfilet in einen Vakuumbeutel

geben, vakuumieren und im Roner-

Thermostat (alternativ im Wasserbad)

bei 65°C 25 Minuten garen. Das Filet

aus dem Beutel nehmen, auf ein Stück

Alufolie legen, das Heu von allen Seiten

anlegen und in der Folie einwickeln.

Das Rindfleisch 20 Minuten im

Heu ruhen lassen. Anschließend davon

84

befreien, das Filet in einer Pfanne von

allen Seiten gleichmäßig anbraten,

den Knoblauch schälen, in die Pfanne

geben, dazu 2 EL Butter, Thymian, Rosmarin,

Fleur de Sel.

Zutaten Rindswangen:

2 Rindswangen

geklärte Butter

1 Karotte

1 Selleriestange

1 rote Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1/2 EL Tomatenmark

1 Lorbeerblatt

1/2 TL schwarze Pfefferkörner

200 ml trockener Rotwein

100 ml roter Portwein

1 Liter Kalbsjus

Zubereitung:

Die Wangen putzen und in einer Pfanne

mit geklärter Butter gut anbraten.

Die Wangen aus der Pfanne nehmen

und beiseite stellen. Das Gemüse und

Otto Riegelnegg | Betty O.

www.riegelnegg.at

Herbstwind 2008

Ein weiter Reigen würziger

Fruchtaromen, Heidelbeeren,

schwarze Oliven, Mokka,

Tabak, Tannine rittern

um die Omnipräsenz, alles

großartig verwoben, Trinkfluss

lässt einem nicht mehr

los, ein idealer Begleiter zu

diesem Gericht.

den Knoblauch schälen oder putzen,

alles fein hacken und in einer Pfanne

gemeinsam anbraten. Das Tomatenmark,

den Lorbeer, die Pfefferkörner,

den Rotwein und Portwein hinzufügen,

einreduzieren lassen. Schließlich

das Kalbsjus dazugeben. Die Wangen

wieder in die Pfanne legen und alles

langsam zum Köcheln bringen, dann

2 Stunden lang schmoren lassen, sodass

die Wangen sehr weich werden.

Abschließend die Rindswangen aus

der Pfanne nehmen, abkühlen lassen

und halbieren. Den Fond passieren,

reduzieren lassen und zum Anrichten

beiseite stellen.

Zutaten Rindertatare:

160 g Rindsfilet

Maldonsalz

Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Olivenöl extra vergine

Zubereitung:

Das Filet mit einem scharfen Messer in

ganz kleine Stücke schneiden und diese

mit Salz, Pfeffer und dem Olivenöl

marinieren.

Zutaten für das Anrichten:

1 Räucherforellenfilet

4 Scheiben Brot

Jeweils 1 Hälfte der Rindswangen in

die Mitte des Tellers platzieren und mit

der erwärmten und abgeschmeckten

Rotweinsauce beträufeln. Das Tatare

darauf geben und auf dieses wiederum

1 Scheibe Brot und 1 Stück Räucherforellenfilet

legen. Das Gemüse mittig

auf einem separaten Teller anrichten.

Darauf eine dünne Schicht Heu mit

dem Filet legen.


Hotel-Restaurant Staribacher

Filet im Heu

Geschmorte Rindswange

Rindertatare

Alle Rezepte finden Sie unter:

www.steiermarkwein.at

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Zutaten Limetten-Parfait:

187 ml Limettensaft

86

87 g Zucker

3 Blatt Gelatine, eingeweicht

2 kleine Eiweiße

25 g Puderzucker

125 g Obers, geschlagen

Für das Limetten-Parfait den Saft mit

dem Zucker erhitzen, die ausgedrückte

Gelatine darin lösen und die Mischung

abkühlen lassen, bis sie leicht anzieht.

Die Eiweiße mit dem Puderzucker zu

cremigem Schnee schlagen. Zuerst das

geschlagene Obers, dann das Eiweiß

unter die Saftmischung ziehen. Die

Masse 2 cm hoch in Ringe von 6 cm Ø

füllen und gefrieren lassen. Vor dem

Anrichten jeweils 2 Kreise von 1,5 cm

Ø aus dem Parfait ausstechen und mit

Erdbeer-Sorbet füllen.

Zutaten Erdbeer-Gelee:

150 g Erdbeermark

25 g Zucker

1,25 g Agar-Agar

1/2 Blatt Gelatine, eingeweicht

Für das Erdbeergelee das Erdbeermark

mit 100 ml Wasser, Zucker und Agar-

Agar aufkochen und 2 Minuten kochen

lassen. Die ausgedrückte Gelatine darin

auflösen. Die Masse 1 cm hoch in

eine Form oder in einen Rahmen gießen,

kalt stellen und erstarren lassen.

Vor dem Anrichten in beliebig großen

Kreisen ausstechen.

Zutaten Mojito-Gelee:

125 ml Limettensaft

35 g Zucker

3 1/4 Blatt Gelatine, eingeweicht

65 ml Bacardi Limon

85 ml Apfelsaft

Für das Mojito-Gelee den Limettensaft

mit 100 ml Wasser und dem Zucker

aufkochen. Die ausgedrückte Gelatine

Lackner-Tinnacher

www.tinnacher.at

Riesling 2005

Beerenauslese

Ein Obstkorb voller Steinfrüchte,

Mirabelle, Pfirsich,

Ringlotten, auch prägnante

Williamsbirne, herrliche

Balance von Würze, Frucht,

Säure und Restzucker.

Finessreiche Liaison mit der

Säure der Früchte.

darin auflösen. Die übrigen Zutaten

untermischen und alles in der gleichen

Höhe wie das Erdbeergelee in eine

Form oder in einen Rahmen gießen.

Nach dem Erstarren ebenfalls in beliebig

große Kreise ausstechen.

Zutaten Erdbeer-Sorbet:

500g Erdbeeren

1 Zitrone, Saft

150 g Puderzucker

Für das Erdbeer-Sorbet alle Zutaten

miteinander pürieren und in der Sorbetiere

gefrieren lassen.

Zutaten Gletschereis-Hippen:

Gletschereis-Zuckerln

100 g Zucker

50 g Glukosesirup

Einige „Gletschereis“-Zuckerln zerstoßen

und zerreiben, danach mit dem

Zucker mischen. Das Zuckergemisch

samt Glukosesirup und 40 ml Wasser

auf 160 C° kochen. Auf eine Silikonmatte

gießen und dünn verrinnen lassen.

Noch lauwarm, beliebig große Scheiben

ausstechen.


„Gletschereis von

Limone & Erdbeere“

Alle Rezepte finden Sie unter:

www.steiermarkwein.at

Hotel-Restaurant Staribacher

i

Hotel-Restaurant

Staribacher

Grottenhof 5

8430 Kaindorf an der Sulm

Tel. +43 3452 / 82 55-0

www.staribacher.at

87


Der Weinbauer als Revolutionär

Der Weinbauer ist nicht unbedingt der Mensch, der zur Gutmütigkeit neigt, wenn er seine Existenz

gefährdet sieht. Bei früheren Landesfürsten waren die steirischen Bauern als rebellisch

bekannt – ein Charakterzug, der auch Bewohnern anderer Weinbauregionen nicht fremd war

Von Friedrich Klementschitz

Vor Jahrhunderten führten handfeste

Gründe sehr häufig zum Aufruhr von

Bauern. Die Aufzählung solcher Begebenheiten

ist keineswegs erschöpfend.

Die lokal begrenzten Unruhen sind mit

den großen Bauernaufständen nicht

vergleichbar.

Proteste gegen hohe Besteuerung

Jene Bürger der Märkte und Städte,

die Weingärten besaßen, zahlten für

ihren Bürger-Wein den gleichen Weinaufschlag

wie die Weinbauern. Die Besteuerung

des Bürgers war seit dem

Mittelalter direkt und indirekt; letztere

Steuer als Taz- und Zapfengeld [frühe

Getränkesteuer] landständisches Einkommen,

und die Einhebung als Pauschale

den Wirten selbst überlassen,

oder durch Visierschreiber nach späterem

Gebrauch eingebracht. Zur Einhebung

von Steuern waren im Markt Mureck

Männer aus den Bürgern, meist

des Ratsgremiums gewählt, welche

die Steuer auch umlegten und öfters

persönlich eingegangenes Zapfengefällgeld

an die ehrsame Landschaft

abführten.

Nicht nur die Bürger, noch mehr die

Weinbauern leisten gegen den Weinaufschlag

Widerstand. 1575 protestierten

die Bauern gegen den neuen

Weinaufschlag. Am 3. Februar erlässt

Erzherzog Karl gegen den gemeinen

„pöfel“ (Pöbel), der infolge Aufreizung

durch böse Aufwiegler und Meuterer

gegen den neuen Aufschlag auf Wein

„Viech und ross“ mit „trutz und gewalt“

vorgeht, ein scharfes Mandat und fordert

besonders die Grenzgerichte auf,

energisch vorzugehen.

Beim Aufstand im Jahre 1632 erzwangen

die untersteirischen Bauern sich

die Minderung des Bergrechtes auf

die Hälfte und der Robot auf drei Tage,

88

verpflegt mit Wein und gekochten

Speisen. Der Schreibgulden für die

Weingartbriefe wurde abgeschafft. Die

Rebellion im Kolloser Weinbaugebiet

und bei Pettau brachten dem Landwirt

aber nur kurzfristige Minderungen in

der Abgabenleistung. Dieses Ereignis

hinterließ als „Kolloser Bauernrebellion“

seine Spuren in der steiermärkischen

Landesgeschichte.

Der Krieg der Jagdherren mit

den Weinbauern

Dass Füchse zu den notorischen Traubendieben

zählen, erwähnt bereits die

Parabel des Reineke mit den unerreichbaren

Weintrauben. Viel größere Schäden

als der Traubenfraß verursachten

die Verwüstungen durch Hochwild

und Wildschweine, die Bauern und die

adeligen Jäger gegeneinander aufbrachten.

Besonders in den Weingärten um Ligist

richten Wildschweine großen Schaden

an. Die Bauern um Graz klagen, sie

müssten tagsüber hart roboten und

nachts ihre Landwirtschaft bewachen,

und wenn sie dann vor Müdigkeit einnickten,

sei in einer kurzen Viertelstunde

die Arbeit von Wochen vernichtet.

Der Versuch der Bauern, sich vor durch

Zäune und Hunde vor Wildschäden

zu schützen, nützte wenig. Die Forstknechte

rissen die Wildzäune der Bauern

ein und erschossen die Wach- und

Hofhunde. Der Salzburger Pfleger

auf Deutschlandsberg meldete, einer

seiner Weinbauern sei von den Forstknechten

so schwer mit über hundert

Stockstreichen geprügelt worden, dass

er lange daran zu leiden hatte. Solche

Gewalttaten sprachen sich schnell herum;

so war es unmöglich Personal für

den Hüterdienst zu finden.

Die Klagen der Bauern blieben nicht

nur erfolglos, sondern der Landesfürst

erließ eine bizarre Verordnung über

die Hundehaltung: Bereits 1568 hatte

Erzherzog Karl dem Wildern der Bauernhunde

durch eine harte Maßregel

abzuhelfen versucht, in dem er verfügte:

„...und nachdem Uns eure Rüdenhunde

das Wildprät verjagen, auch

beschedigen, und Uns also unsern

landesfürstlichen Lust verderben und

zerstören, und uns aber solches lenger

zuzusehen oder gedulden nit gemeint,

so ist Unser ganz ernstlicher Befelch

und wöllen, das euer Yeder seinen

Rüdenhunden den rechten vorderen

Fueß in dem ersten glied abhackt, und

solches bey Peen fünfzehn Kreuzer von

ydem Hund, dem also der Fueß nit abgehackth,

nit underlaßt.“

Nach mehr als zweihundert Jahren

erfolgloser Bittgesuche an die Landesherren,

den Wildbestand unter Kontrolle

zu bringen, griffen die steirischen

Bauern zur Selbsthilfe. 1739 brach in

der Obersteiermark und 1740 in der

Untersteiermark unter dem Landvolk

ein Aufstand aus, der in der Gleinstättner

Chronik als „Hirschensturm“

bezeichnet wird. Der Name deutet

daraufhin, dass der Hauptexzess im

Zusammenschießen des Rotwildes

bestand. Dass der jährlich wiederkehrende

Wildschaden den Bauern sehr

gedrückt haben mag, steht außer Frage.

Auffällig ist nur, dass Militär zur

Unterdrückung desselben aufgeboten

werden musste. Was konnte eine solche

Aufregung bei dem sonst so geduldigen

steirischen Landvolk bewirkt

haben?

Vielleicht wirkten zwei Momente, ein

psychologisches und ein somatisches,

mit. Die Verarmung, die das Landvolk

durch die Rinderpest in diesen Jahren

traf, hatte alle Bauern gleich arm

gemacht. Da die Steuern und Gaben

nicht geringer wurden, wuchsen der

Groll und die Verbitterung gegen die

Herrschaften enorm an. Dazu kamen


noch wetterbedingte Krankheiten und

Mangelernährung sowie die ständige

Angst vor der Pestgefahr. Die Folge

war, wie bei gleichen Anlässen in den

vorausgegangenen Jahrhunderten,

die Neigung zu Zank, Rauferei und Rebellion.

Letzten Endes sühnten etliche

Bauern mit ihrem Leben den Widerstand

gegen die Staatsgewalt. Sie wurden

mit dem Richtschwert vom Leben

zum Tode befördert.

Furcht vor Konkurrenz führte

zum Aufstand

Wenig bekannt, aber historisch nicht

uninteressant, ist ein Bericht über den

Aufstand der ungarischen Hegyalja

im Herbst des Jahres 1776. Es hatte

sich Kaiserin Katharina von Russland

direkt an die Kaiserin Maria Theresia

gewendet, um aus Ungarn echte Tokajer

Weine zu bekommen, damit auch

in Russland Tokajer Wein erzeugt werden

könne, der dem damals allmächtigen

Günstling Katharina, dem Fürsten

Potemkin, ganz besonders mundete.

Die Kaiserin Maria Theresia gab den

Auftrag, dass man aus den königlichen

Weingärten aus Tokaj und Tarczal

dem Bevollmächtigten der russischen

Regierung Wurzelreben zur Auspflanzung

verabfolge. Es kommt in den

Rechnungen der königlichen Kammer

vor, dass solche Reben in Fässern nach

Russland verkauft wurden, das Fass mit

15 Dukaten; wahrscheinlich wurden

die Reben, der besseren Konservierung

wegen, für den langen Transport

in Fässern gepackt.

Die Bevölkerung der Tokajer Weingegend

sah diesen Export der einheimischen,

eifersüchtig gehüteten Sorten

nicht gerne. Die Weinbauern fürchteten,

dass, wenn die Russen zu Hause

aus solchen Reben Weine produzieren

würden, wie der ungarische Tokajer,

die Käufer von dort ausbleiben könnten.

Die Fuhrleute, welche die in den

Fässern verpackten Reben wegführen

sollten, wurden attackiert und mussten

Militärbedeckung erhalten.

Im November 1776 kamen wieder

zahlreiche Fuhrwerke aus Russland,

um die bestellten Wurzelreben abzuholen,

die der königliche Weingarteninspektor

Jakob Bernruth zufolge

allerhöchster Anordnung vorbereitet

hatte. Die Weinhauer in Tarczal, Mad

und den umliegenden Ortschaften,

ohnehin schon in Aufregung gehetzt

durch Element, die im Trüben fischen

wollten, rotteten sich zusammen und

erschlugen den Inspektor Bernreuth

in Tarczal und plünderten die dortigen

kaiserlichen Kellereien am 26.

November 1776. Die russischen Fuhrleute

wurden auch teils getötet, teils

verwundet, die vorbereiteten Reben

verbrannt. Diese anarchischen Zustände

dauerten gegen vierzehn Tage, bis

von Kaschau ein Regiment Infanterie

nach Tarczal kam und Ordnung schuf.

Graf Niczky kam als königlicher Kommissär

nach der Hegyalja und ließ

einige Haupträdelsführer standrechtlich

hinrichten; 27 Personen wurden

mit Gefängnis bestraft und mussten

den Schaden ersetzen. So endete sehr

traurig dieser Versuch eines Exportes

ungarischer Reben. Übrigens haben

die nach Russland gelangten Reben

unter den damals ganz verschiedenen

klimatischen und Bodenverhältnissen

auch annäherungsweise kein solches

Produkt ergeben, wie das Tokajer Gewächs

auch ist es dem Fürsten Potemkin

nicht gelungen, guten russischen

Tokajer zu erzeugen.

Winzerunruhen in der Pfalz

In den Jahren 1909 und 1910 tritt in

Europa, so auch in der Pfalz, der Sauerwurm

gewaltig auf und drohte den

Weinbau zu vernichten. Die bayrische

Regierung (damals auch zuständig für

Pfalz) ordnete den Weinbauern an, sie

hätten sämtliche Rebstöcke mit Drahtbürsten

abzureiben, was die Winzer

von St. Martin verweigerten. Die nachfolgenden

Reibereien mit den Behörden

gingen als „St. Martiner Abreibekrieg“

in die Weinbaugeschichte ein.

Durch die oberpolizeiliche Vorschrift

der pfälzischen Regierung vom 9. Oktober

1910 wurde die Winterbehandlung

des Heu- und Sauerwurmes für

die Pfalz zur Zwangspflicht gemacht

und in der Vorschrift unter anderem

auch das Abreiben und Abbürsten

der Reben bis längstens 1. April 1911

angeordnet. Die Vorschrift fand bereits

im Herbst in einzelnen Teilen des

Oberlandes, wo mehr Qualitätsweinbau

betrieben wurde, heftige Gegner,

und es kam nach dem 1. April 1911,

als die Regierung gegen die Säumigen

mit Zwangsmaßregeln vorging,

da und dort zu spontanen Demonstrationen,

die teilweise auch durch die

Tagespresse genährt wurden, welche

von Verfügungen sprach, vor deren

Erlassung nur theoretische Weinbaugelehrte

befragt wurden. Tatsächlich

wurde die oberpolizeiliche Vorschrift

erst nach vielen Kommissionsberatungen

unter Zuziehung wirklicher

Sachverständiger und in der Erkenntnis

des Umstandes erlassen, dass der

Weinbau in der Pfalz schon seit 1897

durch die Traubenwickler sehr geschädigt

wurde. Speziell 1910 zerstörte

dieser Schädling in einzelnen Gebieten

den Ernteertrag komplett. Von

der Ansicht geleitet, dass es vielen in

misslicher Lage befindlichen Winzern

schwer fallen würde der oberpolizeilichen

Vorschrift zu entsprechen, wurden

von der bayrischen Regierung

im Dezember 1910 zunächst 300.000

Mark zur Gewährung von Zuschüssen

und unverzinslichen Darlehen zur Verfügung

gestellt, dieser Betrag wurde

später auf 400.000 Mark, nachdem die

Staatsregierung kurz nach Erlassung

der Vorschrift bereits 18.000 Mark zur

Beschaffung von Abreibebürsten bewilligt

hatte. In Deutschland hat das

Kriegsministerium am 12. Dezember

1910 auch die Beurlaubung der Söhne

von Winzern und Weinbergsbesitzern

für die Wurmbekämpfung gestattet.

Militäreinsätze gegen die Winzer

An Stelle der von der Reblaus zerstörten

Pflanzungen begann Direktor

Babo 1879 in Klosterneuburg einen

neuen Versuchsweingarten mit einheimischen

noch unveredelten Reben

anzulegen, die er durch regelmäßige

Schwefelkohlen-stoffbehandlung am

Leben zu erhalten versuchte. Die Weinbauern

waren von dem neuen und

teuren Behandlungsverfahren wenig

begeistert und die Behörden mussten

oft Zwangsmaßnahmen anwenden.

Im Jahre 1877 war die ungehinderte

Durchführung der Bekämpfungsmaßnahmen

in der Riede „Ziegelgrub“ in

Klosterneuburg nur mit Hilfe von Militäreinsatz

möglich. Dabei ist nicht

mehr zu eruieren, ob es sich um das

Vernichtungsverfahren oder das Kulturalverfahren

handelte, was die Leute

aufbrachte.

Einen schweren Schlag erlitt der steirische

Weinbau in den achtziger Jahren

89


des 19. Jahrhunderts durch aus Amerika

eingeschleppte Peronospora und

Reblaus, die ganze Edelweinbaugebiete

vernichteten. Man hatte aber bereits

Erfahrung und daher wurden die Weingärten

gerodet und neu bestockt. Die

von der österreichischen Regierung

angeordnete Rodungspflicht stieß bei

den Weinbauern auf heftigen Widerstand,

die sich um ihr Vermögen und

ihre Wirtschaft gebracht sahen. Im Jahr

1883 brach in Wisell bei Rann in der

Untersteiermark eine Bauernrevolte

aus, die nur durch Einsatz des Militärs

niedergeschlagen werden konnte.

Der Kampf gegen Direktträgerwein

Die Reblauskrise führte zu einer dauernden

Konfrontation zwischen Erzeugern

von Qualitätswein und den

„Heckenklescher-Produzenten“. Der sogenannte

„Heckenklescher“, der auch

als „Deutscher Wein“ bezeichnet wurde,

hatte schon eine lange Tradition.

Die Pfarrchronik von Hatzendorf dokumentiert

über den Weinbau knapp

vor 1900 folgendes: „Das Erträgnis des

Weinbaues ist ungleich. Der Deutsche

Wein ist ein leichter Wein, in ungünstigen

Jahren wohl furchtbar sauer, aber

gesund, verträgt viel Wasser und wird

im Lande selbst getrunken.“

Seit der Neuanpflanzung der Weingärten

nach der Reblauskrise wurde der

Direktträgerwein wegen seines günstigen

Preises von der breiten Masse

geschätzt.

Die Absicht, die Produktion dieses

Volksgetränkes zu Gunsten des Qualitätsweines

einzuschränken, brachte

die Volksseele besonders in der Südost-Steiermark

zum Kochen. Erregte

Zeitungskommentare verlangten die

Rücknahme einer Gesetzesvorlage aus

dem Jahre 1928, die aber erst 1937

dem „Landbund“ gelang.

Ein Bauer aus Wolfsberg im Schwarzautal

schrieb an den „Sonntagsboten“ einen

Brief, der in der Nr. 3 am 20. Jänner

1929 veröffentlicht wurde:

„Es soll also das, was noch auf unseren

minderwertigen Böden gedeiht, genommen

werden. Es werden immer

Pläne genommen von den besten

Weinländern, wie Ungarn, Jugoslawien

usw. Mit diesen können wir nicht Konkurrenz

machen, weil die Bodenverhältnisse

und das Klima bei uns ganz

90

anders sind. Es wurden hier wiederholt

Versuche mit veredelten Amerikanern

vorgenommen, man hat viel Geld hinausgeworfen,

hat sich geplagt und

Zeit verschwendet. Nach der Weinlese

von etlichen Trauben brauchte man

kein Fass. Lasst uns pflanzen, was bei

uns gedeiht! Wir sind damit zufrieden.

Uns Bergbauern geht es noch nicht

so gut; zum Beispiel 1928 hat es von

oben nicht so mitgewirkt. In unserer

Gegend, in Glojach, St. Peter bis nach

Straden hat der Hagel alles vernichtet,

Obstbäume für zwei bis drei Jahre ruiniert,

viele sogar umgerissen. Und jetzt

soll unser Weinstock, der wieder ausgewachsen

ist, ausgerauft und vertilgt

werden? Tausende christlicher Weinbauern

von hier und der Oststeiermark

haben ihre Pflicht immer gewissenhaft

erfüllt, jetzt aber sind sie in erregter

Stimmung und harren von Stunde zu

Stunde auf die Entscheidung.“

„Und so haben wir den erprobten Direktträger,

der uns ein billiges Tröpfchen

verschafft. Der meiste gewonnene

Wein wird im eigenen Haushalte

selbst verbraucht. Ist in einem guten

Weinjahre ein Überfluss, dann wird

dieser meist in Buschenschenken verkauft,

er kommt also den Bewohnern

rings zugute, die sich mit dem sauer

erworbenen Groschen wohl dieses

billige Tröpfchen vergönnen können,

aber nicht einen teuren Edelwein. Und

was der Wirt kauft, das wird auch billig

an die Gäste abgegeben, die froh

sind, wenigstens diesen Wein kaufen

zu können. Das kann man in den Gasthäusern

von St. Margareten und St.

Marein beobachten. Übrigens wird

auch durch das Verschneiden ein ganz

guter, schmackhafter Wein, der billiger

abgegeben werden kann. Streng zu

verurteilen ist die künstliche Weinerzeugung

und die Pantscherei mit Birnmost.

Da sollen die 48 Weinbauvereine

streng eingreifen, und nicht uns arme

Bauern wegen des bisschen Direktträgerweines

als Konkurrenten anfeinden.

Es wäre eine Ungerechtigkeit,

wenn man die Direktträger verbieten

wollte. Dann wären die Quellen des

billigen Weines für die ärmere Bevölkerung

versiegt. Das wäre nicht volkswirtschaftlich

und nicht sozial. F.B.“

Die Weingutsbesitzer sprachen sich für

die Edelweinproduktion und für die

Gesetzesvorlage aus, die dem Direktträgerwein

den Garaus machen sollte,

die kleinen Bauern hingegen waren für

die Beibehaltung des bestehenden Zustandes.

Im sogenannten „Landbund“

vereinigten sich die Kleinlandwirte, im

„Katholischen Bauernbund“ die größeren

Grundherren. Der Landbund

hatte in seinem Organ „Bauernstimmen“

Folge 52/1928 eine Lanze für

den „Heckenklescher“ gebrochen. Eine

Sachfrage wuchs sich zu einem Politikum

aus. Ein Beweis für die erregte

Stimmung die unter der Bauernschaft

herrschte, war die Abhaltung von Protestversammlungen

des Direktträger-

Weinbauvereines, dessen Obmann Roman

Kiendler in Hart bei Straden war.

Einige solcher Protestversammlungen

fanden statt am 20. Jänner 1929: in St.

Peter am Ottersbach, nach dem Spätgottesdienst

in Sarias Gasthaus; um

halb drei in Hofstätten im Gasthaus

Schantl; um halb fünf in Hart im Gasthaus

Pock; am 27. Jänner 1929:um halb

elf Uhr vormittags in Straden im Gasthaus

Schadl; nachmittags um halb drei

in Dirnbach in Webers Gasthaus; um

halb fünf Uhr in Semlitsch’s Gasthaus

in Hof.

Was die Champagne einst

zum Schäumen brachte

Die Ursachen der Winzer-Demonstrationen

in der Champagne, welche mit

einem Meeting in Epernay bereits im

Oktober 1910 einsetzten und in der

Folge im Laufe der Monate März und

April 1911 ihren Höhepunkt erreichten,

sind tiefliegender Natur. Die Jahre

1904 bis 1908 brachten in Frankreich

eine Überproduktion an Wein und

ständig fallende Weinpreise. Das zur

Eindämmung des Preisverfalles erlassene

Abgrenzungsdekret vom 17. Dezember

1908, ging auf Kosten der Bewohner

der Aube, die sich nun von der

Champagne ausgegrenzt sahen. Dazu

kamen noch weitere Faktoren:

Bisher ignorierten die Winzer die rasch

zunehmende Reblausseuche, obwohl

die Zerstörung der Weingärten bereits

ein existenzgefährdendes Ausmaß erreicht

hatte. Das verheerende Auftreten

von Peronospora und Sauerwurm

gab den Weinstöcken den Rest. Infolge

der fast totalen Weinmissernte 1910

am Vorabend der Revolte, begann


sich die wirtschaftliche Situation der

Weinbauern zu verschärfen. Die fatalen

Ereignisse brachen plötzlich auf

die Winzer herein und die ausweglose

Situation trieb sie spontan auf die

Straße. An den Champagnerkellereien

ließ die Bevölkerung ihre Wut aus, die

in Verdacht standen, mit ortsfremden

Weinen zu produzieren. Erfolglos suchte

die Deputiertenkammer durch Diskussionen

mit den Aufmüpfigen einen

Interessenausgleich zwischen den Departments

Aube, Aisne und Marne zu

erreichen. Die Einigung mit einer Partei

war für eine andere Partei Anlass, zu

revoltieren. Die Unruhen eskalierten

schnell und griffen auf andere Weinbaugebiete

über. Von einem dieser

Tumulte erzählt ein zeitgenössischer

Zeitungsbericht vom 26. Jänner 1911:

„In den letzten Tagen fanden in der

Champagne abermals Revolten der

Winzer statt. Tausende Weinbauern

demonstrierten täglich in Massenaufzügen

für Abhilfe ihrer Notlage. Die

Weinbauern drangen in die Kellereien

des Champagnerfabrikanten Perrier

in Epernay ein, welcher beschuldigt

wurde, Wein aus fremden Gegenden

einzuführen, ließen mehr als 80 Hektoliter

Wein ausfließen und zerschlugen

70.000 gefüllte Champagnerflaschen.

Ebenso wurden in Hautevilliers die

Keller der Firma Bocquillon zerstört.

300 Fässer wurden zerschlagen, 5000

Liter Wein ließ man in den Fluss laufen,

das Haus selbst wurde zerstört, wobei

mehrere Verwundungen vorkamen.

Zur Verhütung weiterer größerer Unruhen

wurde Militär aufgeboten und

speziell Epernay durch militärische

Maßnahmen geschützt. Ein Communiqué

des Ministeriums des Innern bezeichnete

den Aufstand der Winzer als

unerklärlich. Das Parlament habe auf

Verlangen der Regierung im vergangenen

Herbst Unterstützungen an die

von der Missernte Betroffenen in möglichst

ausreichendem Maße gewährt.

Die Regierung anerkenne, dass infolge

der Missernten der letzten Jahre die

Lage der Weinbauern in der Champagne

prekär sei, beabsichtige auch, vom

Parlament eine neue Hilfe zu fordern;

bis dahin aber will die Regierung entschlossen

mit allen Mitteln der Energie

und auch der militärischen Unterstützung

Meutereien jeder Art unterdrücken.“

Heftige und ausgedehnte Unruhen

Zwei zeitgenössische Fotos (in der Allgemeinen

Wein-Zeitung vom 18. Mai

1911) vermittelten einen Eindruck von

dem Umfang und der Heftigkeit der

Winzerrevolten in der Champagne, die

überall Aufsehen erregten. Auf einer

Aufnahme ist großer Platz in Epernay

Die österreichische „Allgemeine

Wein-Zeitung“ berichtete 1911

über die Revolte französicher

Champagnerwinzer, die zum Beispiel

das renommierte Champagnerhaus

Perrier und damit auch

tausende Champagnerflaschen

zerstörte. Die Regierung setzte

damals die Kavallerie ein, um die

Unruhen der Winzer einzudämmen

(Foto links).

zu sehen, auf dem eine Menge Kavallerie

und etliche Gewehrpyramiden

versammelt sind. Ein anderes Bild zeigt

eine zerstörte Champagnerkellerei,

die den Gewaltakten der Winzer in der

Marne in der ersten Aprilhälfte 1911

zum Opfer fiel. Nach der militärischen

Besetzung der Champagne reagierte

die Bevölkerung mit einem Steuerstreik

und weigerte sich Lebensmittel

an das Militär abzugeben.

PS: Die Verpflichtung Österreichs im

Friedensvertrag von St. Germain, für

seine Schaumweine oder Sekte die Bezeichnung

„Champagner“ nicht mehr

zu verwenden, geht letzten Endes auf

die „Champagnerrevolte“ zurück.

Quellenangabe:

Dr. Richard Peinlich, Pest in der Steiermark, 1878.

Dr. Johann Krautgasser, „Aus den Ratsprotokollen von Mureck

1600 bis 1618.“

Vormerkbuch des Pfarrers von St. Martin im Sulmtal, Johann

Baptist Zmuegg.

Pfarrchronik von Hatzendorf.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1060/1004, 21. April 1904.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1094/1904, 15. 12. 1904.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1242/1907, 17. Oktober 1907.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1413/1911, 26. Jänner 1911.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1415/1911, 9. Februar 1911.

Allgemeine Weinzeitung Nr. 1419/1911, 9. März 1911.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1423/1911, 6. April 1911.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1424/1911, 13. April 1911.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1427/1910, 4. Mai 1911.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1429/1910, 18. Mai 1911.

Allgemeine Wein-Zeitung Nr. 1433/1911, 15. Juni 1911.

Bauernstimmen, Folge 52/1928 und 1/1929.

Sonntagsbote Nr. 3, 20. Jänner 1929.

Sonntagsbote 3. März 1929.

Sonntagsbote 4. Juli 1937.

Sonntagsbote 15. November 1929.

Ing. Reiter, Das Joanneum, 5. Band, 1941.

Hans Kloepfer „Sulmtal und Kainachboden“ 2. Auflage 1945.

91


92

Christian Reiterer ist einer der

renommiertesten Schilcher-Winzer

des Landes und Vordenker moderner

Wildbacher-Produzenten. Weinbau

aus Tradition, Qualität aus Überzeugung,

Zeitgeist als Herausforderung.

Seine Toplagen Lamberg,

Riemerberg und Engelweingarten

liefern Blaue-Wildbacher-Trauben

von höchster Qualität, der daraus

gewonnene Schilcher reiht sich

unter die besten der Steiermark. Er

produziert daraus auch „Schilcher

Frizzante“, „Schilcher Sekt“ und mit

Joseph Reiterer den „Arunda R & R“


Gipfelsieg für Schilcher in Südtirol

Einen Höhenflug unternimmt ein Schilcher aus der Weststeiermark,

um auf 1200 m Seehöhe in Südtirol gemeinsam mit zwei Burgunder

zu einem Winzersekt von großem Format heran zu reifen.

Die Sektkellerei Arunda | Vivaldi

in Südtirol ist ein reiner Familienbetrieb.

Patron Joseph Reiterer

ist ausgebildeter Önologe und

Techniker. Zusammen mit seiner

Ehefrau Marianne, eine ausgebildete

Sommeliere (Donne dei Vino),

komponiert er die Grundweine,

leitet die Flaschengärung ein,

kontrolliert die Flaschen während

ihrer langen Lagerzeit, degourgiert

sie mit der Familie und Mitarbeitern

und macht sie verkaufsfertig. Sohn

Michael Reiterer ist für Marketing

& Sales verantwortlich. Am Foto

unten die Südtiroler Familie Reiterer

Eine spektakuläre Idee realisierte

der weststeirische Winzer Christian

Reiterer. Er scheute dabei keine Kosten

und Mühen, um seine Vorstellungen

von einem grenzüberschreitenden

Weinprojekt zu verwirklichen. Gemeinsam

mit seinem Namenskollegen Joseph

Reiterer aus Südtirol produziert

er seit 1999 die Prestige-Cuvée „Arun-

da R & R“, einen erlesenen Rosésekt

Brut. Christian Reiterer liefert dafür

seinen besten Schilcher als Grundwein

in das 1200 Meter Seehöhe gelegene

Bergdorf Mölten in der Nähe von

Bozen. Dort vermählt sein Südtiroler

Freund und Winzerkollege den Schilcher

mit einem Weißburgunder (30

Prozent) und Pinot Noir (20 Prozent).

Jospeh Reiterer arbeitet in seiner Sektkellerei,

der höchstgelegenen Europas,

heute mit derselben Technik, die

seit rund drei Jahrhunderten in der

französischen Champagne praktiziert

wird. Die zweite Gärung des Weins findet

in der Sektflasche statt mit einem

langen Kontakt auf der eigenen Hefe.

Die Verfeinerungsphase reicht über

einen Zeitraum von mindestens 24

Monaten, eine Riserva aus dem Hause

Arunda | Vivaldi lagert bis zu fünf Jahre

ehe die Flaschen vom Lagerkeller

auf Rüttelpulte kommen und dort von

Hand über sechs Wochen gerüttelt,

gedreht und anschließend degorgiert

werden. Das Ergebnis sind schäumende

Perlen von außergewöhnlich hoher

Qualität wie der „Arunda R & R Rosé“:

Ein vollmundiger Sekt mit herrlicher,

cremiger Textur, vielschichtiger Frucht

wie Cassis, Granatapfel, hoher Eleganz,

feinperligem Mousseux, komplexem

Unterbau, klingt lange nach. TOP!

www.weingut-reiterer.com

www.arundavivaldi.it

93


„Ti amo“ Blauer Wildbacher

Die Leidenschaft von Martino Zanetti ist der Genuss. Der Grandseigneur

aus dem italienischen Veneto ist Eigentümer von Hausbrandt Triest 1892

und macht damit groß in Kaffee und braut auch das Theresianer Bier.

Seine ganze Liebe und Leidenschaft gehört aber dem Blauen Wildbacher!

Der Valpolicella und Prosecco haben

den Veneto zu einer florierenden Region

gemacht. Im Herzen des Prosecco-

Gebietes in Susegana besitzt Martino

Zanetti mit der Casa Bianche eine imposante

Wein- und Prosecco-Kellerei,

unweit davon mit der Tenuta Col Sandago

ein beachtliches Landgut, das

dem Verständnis des Lebens dient:

dem Müßiggang und dem Weingenuss,

denn in den angrenzenden Weinbergen

wächst der Rohstoff der besten

Weine von Martino Zanetti. Neben den

Rebsorten Glera für den Prosecco wurzeln

noch Merlot, Cabernet Sauvignon,

Cabernet Franc und vor allem die DNA

der weststeirischen Weinkultur: ein Urklon

vom Blauen Wildbacher. Die Wein-

Große Gesten für einen großen

Wein: Martino Zanetti baut mit

dem Blauen Wildbacher eine historische

Brücke zur Steiermark.

Fachlich kompetent, eloquent

und leidenschaftlich kommentiert

er für steiermarkwein eine

Vertikalverkostung von seinem

Lieblingswein

94

gärten besitzt Zanetti bereits seit 1995.

Auf gerade einmal bescheidenen 1,5

Hektar stand damals bereits eine Wildbacher-Anlage,

heute bewirtschaftet

der große Steiermark-Fan 40 Hektar

mit dieser in der Weststeiermark beheimateten

Rebsorte. Wie der Blaue Wildbacher

zur Tenuta Col Sandago kam

weiß heute keiner mehr. Historische

Dokumente belegen aber, dass diese

Rebe bereits vor mehr als 300 Jahren

im Veneto kultiviert und vorwiegend

als Verschnittwein für Rotweincuvees

verwendet wurde. Heute vinifiziert

Martino Zanetti mit dem Blauen Wildbacher

kraftstrotzende, hochelegante

Rotweine von großem Format. Der

ton- und kalkhältige Boden mit Sand-

Foto links außen (v.l.) Martino Zanetti

mit dem Agronom Dr. Guido

Teot und seinem Geschäftsführer

Lionello Lot. – Foto links: Henry

Sams, Arabella Reiter, Martino

Zanetti und Sandra Zeck auf der

Tenuta Col Sandago im Veneto

steinschichten ist dafür ebenso verantwortlich

wie der reduzierte Ertrag

von durchschnittlich 1,2 kg pro Stock

bzw. 6500 kg je Hektar. Die Trauben

für seinen Wildbacher Col Sandago

werden alle händisch gelesen, praktiziert

wird eine 12 bis 15 Tage dauernde

Maischegärung im Tank mit täglichem,

schonendem Umpumpen. Nach dem

biologischen Säureabbau reift der

Wein zunächst 20 Monate in 500 Liter

fassende Eichenfässer und ehe er in

den Verkauf kommt weitere 12 Monate

in der Flasche. Die Trauben des Blauen

Wildbachers werden weiters zu einem

süßen Rotwein, zu Rosé-Sekt Brut verarbeitet,

mit dem Grappa vom Blauen

Wildbacher gibt es ein feines Destillat.


i

Tenuta Col Sandago

Case Bianche

Via Barriera 41

I-31058 Susegana

www.colsandago.com

Martino Zanetti stammt von einer

alten italienischen Kaffeerösterdynastie

ab und ist eng mit

der österreichischen Geschichte

verwurzelt. Zanetti ist Besitzer

der Triestiner Kaffeemarke

Hausbrandt 1892, die einst von

einem Grazer gegründet wurde,

und braut mit dem „Theresianer“

eine altösterreichische Biermarke.

Seine Liebe gehört dem Blauen

Wildbacher, den er im Prosecco-

Gebiet kultiviert.

95


Leitmesse für den Wein

Viele steirische Winzer nützen jährlich die ProWein in Düsseldorf,

um sich und ihre Weine auf dem globalen Markt zu positionieren

Von der ProWein in Düsseldorf berichtet Weinakademiker Hofrat Dr. Alois Bernhart | Fotos: Dr. Alois Bernhard (19), Rene Tilmann (1)

Die ProWein Düsseldorf ist die

wichtigste internationale Weinfachmesse.

Dieses Jahr kamen 3930

Aussteller aus rund 50 Ländern und

deutlich mehr als 40.000 Fachbesucher

aus aller Welt in die deutsche Messestadt.

Damit trafen sich erneut mehr

Branchenexperten zu länderübergreifenden

Geschäften und Gesprächen

als zur Veranstaltung 2011 (3.635 Aussteller,

39.034 Besucher). Die Zuwächse

auf Angebotsseite kamen dabei aus allen

Regionen der Welt, beispielsweise

aus Frankreich, Argentinien, Australien

und China. Besonders erfreulich war

die erneut überproportional gestiegene

Präsenz der internationalen Fachbesucher,

welche aus allen relevanten

Weinimportmärkten der Welt anreisten.

Die Besucher aller Handelskanäle

waren so zahlreich präsent wie noch

nie zuvor. Rund 50 Prozent der Besucher

kamen aus dem internationalen

Groß-, Einzel- und Fachhandel, Gastronomie

und Hotellerie stellten die

zweitgrößte Besuchergruppe. Dabei

stieg die Zahl der Führungskräfte mit

96

mehr als 60 Prozent aus dem Top-Management

erneut an. Insgesamt sind

über 80 Prozent der Besucher direkt an

Einkaufsentscheidungen beteiligt. „Neben

der hohen Internationalität bestätigt

auch die Kompetenz der Besucher

die ProWein als die Messe der Entscheider“,

sagt Hans Werner Reinhard, Stellvertretender

Geschäftsführer der Messe

Düsseldorf und bilanziert: „Auch in

diesem Jahr war die ProWein die beste

Basis für die Geschäfte der internationalen

Wein- und Spirituosenbranche.“

Das positive Fazit resultiert aus der

guten Stimmung in den Messehallen.

Etwa 98 Prozent der Besucher äußern

sich zufrieden mit ihrem ProWein-Besuch,

mehr als 94 Prozent sehen ihre

Ziele voll erfüllt. Viele Aussteller berichteten

von intensiven Gesprächen

mit neuen Interessenten sowie bestehenden

Kunden.

Steirer stark vertreten

Immer mehr steirische Weinbaubetriebe

nützen auf der ProWein die Gelegenheit,

sich der internationalen Fach-

welt zu präsentieren. Die Steiermark

war mit rund 40 Winzern vertreten,

die sich mit mehr als 200 Produzenten

aus Niederösterreich, Burgenland und

Wien die Halle 7 teilten. Matthias Neumeister:

„Auffallend war die gute Stimmung,

sowohl unter den Ausstellern als

auch bei den Besuchern.“ Als internationale

Leitmesse für die Weinwirtschaft

ist die ProWein in Düsseldorf alljährlich

auch ein Stimmungsbarometer für

die Branche. Der große Zuspruch der

Weinhändler stimmt die österreichische

Weinbranche zuversichtlich, begeistert

waren die Messebesucher von

der hohen Qualität der Weine wie von

der breiten Sortenpalette.

ProWein 2013

Im nächsten Frühjahr trifft sich die

Branche vom 24. bis 26. März 2013 in

Düsseldorf. Um der steigenden Nachfrage

aus aller Welt gerecht zu werden,

werden weitere Ausstellungsflächen

hinzukommen und das Hallenkonzept

neu strukturiert.

Weitere Infos unter: www.prowein.de


Steirer auf der ProWein 2012 (von oben links

nach rechts): Stephan Picillini, Hannes Grosss

• Daniel Jaunegg, Arno Bergler, Wolfgang

Maitz • Stefan Potzinger, Heidi Dorfer • Margot

und Georg Winkler-Hermaden • Manfred

und Heidi Tement, Maria und Dr. Alois

Bernhart • Maria und Sohn Andreas Sattler

• Matthias und Christoph Neumeister • Fritz

Tinnacher • Hannes Lamprecht, Anja Kujus

• Erwin Sabathi, Arno Bergler, Fredi Ploder,

Walter Frauwallner • Hannes Sabathi • Maria

Bernhart, Irene Bachkönig • Dr. Alois Bernhart

am Fachpressestand mit steiermarkwein •

Nora Trierenberg. • Arabella Reiter • Maria

und Gerhard Wohlmuth • Christof Polz • Manfred

Tement, FX Pichler • Reinhard Muster.

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98

40.000 Besucher auf der BioFach 2012

Die BioFach in Nürnberg ist die weltweit größte Leitmesse für Bioprodukte.

2400 Aussteller und 40.000 Fachbesucher ließen sich diese 2012 nicht entgehen.

Auf der BioFach 2012 und der angeschlossenen

Leitmesse für Naturkosmetik

und Wellness „Vivaness“ präsentierten

sich dieses Jahr 2420 Aussteller

mit einem internationalen Anteil von

70 Prozent. Mit rund 40.000 Fachbesuchern

aus 130 Ländern ist die BioFach

in Nürnberg eine der weltweit besten

besuchte Messe für Bioprodukte. Die

meisten Fachbesucher kamen aus dem

Gastland Deutschland sowie aus Italien,

der Niederlande, Frankreich und

Österreich. Auch eine steirische Delegation

nützte dieses Jahr die Gelegenheit,

um sich über den neuesten Stand

von Bioprodukten in Nürnberg zu informieren.

Organisiert wurde die Reise

von der Bio-Ernte Steiermark.

Steirer auf der BioFach 2012

Eine Reihe steirischer Bio-Produzenten

präsentierten sich und ihre Bio-Produkte

auf dieser traditionellen Fachmesse.

Darunter Sepp Zotter mit seiner

Schokoladenmanufaktur Zotter aus

Riegersburg, die OPST (Obst Partner

Steiermark) mit dem Bio-Apfel Topaz

und der Bio-Birne Uta, die Firma Steirerkraft

aus St. Ruprecht/Raab mit Bio-

Kürbiskernöl g.g.A., die Ölmühle Fandler

aus Pöllau, die Genussmanufaktur

Lukashof aus Stainz und weitere.

Das Weingut Hirschmugl aus Seggauberg

zeigte als einziger steirischer

Bio-Weinbaubetrieb mit seinen Bio-

Weinen die weiß-grüne Flagge. Die

von Mundus Vini mit einer Goldmedaille

prämierten Weine Muscaris und

RWC 2009 (Rotwein Cuvee, 15 Monate

Eine Halle voll Wein: Auf der

BioFach 2012 präsentierten

sich auch biologisch arbeitende

Weinbaubetriebe aus

der ganzen Welt.

im Holzfass) wurden mit weiteren ausgezeichneten

Bio-Weinen von Mundus

Vini in Nürnberg präsentiert. „Ein toller

Erfolg, auf den ich sehr stolz bin“, kommentiert

Anton HIrschmugl diese Auszeichnung

für seine Weine.

Neue und bewährte Bio-Produkte

Barbara Hauszer von Bio Ernte Steiermark

über die Messe: „Die Bio-Szene

lebt, professioneller denn je.“ Kritisch

äußert sie sich aber auch über ver-

Auch eine

Abordnung

steirischer Bio-

Bauern und

Mitarbeiter

von Bio-Ernte

Steiermark

besuchte die

diesjährige

BioFach in

Nürnberg


schiedene Produkte. „Es ist zu hinterfragen,

ob vorgegarte Spätzle in Plastik

eingeschweißt, Bio-Katzenfutter oder

Tiefkühlfertig-Pizza den Bio-Gedanken

in sich tragen.“ Gleichzeitig stellte Barbara

Hauszer die Frage, „ob der Ernährungstrend

im Bio-Bereich nicht wieder

in Richtung regionale und saisonale

Vielfalt gehen sollte.“ Und doch: Immer

mehr Aussteller verzichten mit ihren

Produkten auf den Einsatz von gentechnisch

veränderten Organismen

und chemisch-synthetischen Lager-

und Pflanzenschutzmitteln und tragen

bei aller Fragwürdigkeit einzelner Produkte

zur weltweiten Ökologisierung

der Landwirtschaft bei. Die BioFach

machte auch sehr deutlich, dass es ein

umfassendes internationales Bio-Netzwerk

gibt, an dem auch konventionelle

Produzenten nicht mehr vorbeikommen.

Barbara Hauszer: „So wird bereits

auch ein Bio-Cappy angeboten.“

„Der große Bio-Schmäh“

Kritisch unterfrägt Autor Clemens G.

Arvay mit seinem Buch „Der große Bio-

Schmäh“ die Bio-Szene. Der geborene

Grazer, er studierte in Graz und Wien

Biologie, geht wenig schmeichelhaft

mit ihr um ist er doch der Meinung,

dass hinter vielen Bio-Produkten im

Handel eine milliardenschwere Industrie

steckt, die mit dem ursprünglichen

Gedanken einer kleinstrukturierten

ökologischen Landwirtschaft nichts

ORF-Moderator Werner Ranacher berichtete für Radio Steiermark von der BioFach

2012 in Nürnberg. Unser Foto zeigt den Weinkenner auf dem BioFach-Weinstand

mit einer Flasche Muscaris 2010 vom Bio-Weingut Hirschmugl aus Seggauberg.

zu tun hat und auch Bio-Werbung und

Bio-Realität zwei paar Schuhe sind.

Riesenumsätze mit Bio

International werden mit Bio-Waren

knapp 60 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet.

Trotz anhaltender Finanzkrise gehen

der internationale Schirmherr der

BioFach, die International Federation

of Organic Agriculture Movements

(IFOAM), sowie der nationale ideelle

Träger, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft

(BÖLW), zukünftig von

weiterem Marktwachstum aus.

Bio-Vertrag zwischen EU und USA

Neben Indien, Land des Jahres, machte

ein handelspolitisches Ereignis die

wegweisende Rolle der BioFach für

den internationalen Markt deutlich:

USA und EU unterzeichneten am ersten

Messetag ein Gleichwertigkeitsabkommen

zur wechselseitigen Anerkennung

der Bio-Richtlinien.

Zuwächse von Bio-Produkten

Der Markt von Bio-Produkten legt in

Europa ständig zu. Stephan Mikinovic,

Geschäftsführer von AMA Marketing,

präsentierte auf der BioFach eindrucksvolle

Zahlen. „Österreich ist das

Bio-Land Nummer 1 in Europa.“ Rund

21.8000 landwirtschaftliche Betriebe

arbeiten auf einer Fläche von 545.000

Hektar an der Ökologisierung der österreichischen

Landwirtschaft und der

Produktion von hochqualitativen Bio-

Lebensmitteln. „Das entspricht 16,2

Prozent der Landwirtschaftsbetriebe

und 19,4 Prozent der landwirtschaftlichen

Nutzfläche Österreichs“, so Stephan

Mikinovic.

Bio Austria ist mit rund 13.000 Mitgliedsbetrieben

der größte Verband für

Bio-Landwirtschaft in Europa. Stephan

Mikinovic: „Bio ist in Österreich sehr

stark positioniert, nicht zuletzt dank

des Handels.“ Die beliebtesten Bio-

Produkte in Österreich sind Milch, Eier,

Käse und Joghurt. Die heimischen Bio-

Produkte erkennt man am rot-weiß-roten

AMA-Bio-Zeichen. Voraussetzung

dafür ist, dass alle wertbestimmenden

Zutaten aus Österreich stammen und

das Produkt in Österreich verarbeitet

wurde. Stephan Mikinovic: „Unser

AMA-Logo hat bereits einen Bekanntheitsgrad

von 55 Prozent.“

99


Guter Verlauf der BioFach

93 Prozent der Facheinkäufer waren

laut Erhebung eines unabhängigen

Instituts mit dem Besuch der BioFach

zufrieden, rund 80 Prozent wissen bereits

jetzt, dass sie auch 2013 wieder

zur international größten Gesamtschau

für Bio-Produkte nach Nürnberg

reisen werden. Claus Rättich, Mitglied

der Geschäftsleitung, NürnbergMesse:

„Der erfolgreiche Jahresauftakt der

weltweiten Bio-Branche stand ganz

im Zeichen von intensivem internationalen

Handel, einer zunehmend das

Angebot übersteigenden Nachfrage

sowie inspirierendem Austausch. Die

Stimmung in den Messehallen war an

allen vier Messetagen gut, obwohl wir

bei den Besuchern Rückgänge hinnehmen

mussten.“ Für ORF Radio Steiermark

berichtete Redakteuer Werner

Ranacher von der BioFach in Nürnberg.

Professionell und sehr stimmig präsentierte

sich das Team der Öl mühle Fandler.

100

Ein starker Auftritt: Steirerkraft-Vorstand

Franz Seidl (li.) mit Josef Renner.

Sehr zufrieden mit dem

Verlauf der BioFach zeigte

sich Sepp Zotter von der

Schokoladenmanufaktur

Zotter in Riegersburg.

Gemeinsam mit einem

großen Mitarbeiterstab betreute

er persönlich seinen

Stand (links)

Franz Schaden (re) und

sein Team repräsentierten

die frisch-saftig-steirisch

Bio-Linie der Obst Partner

Steiermark. „G`schmackig“

wurden auf der BioFach

in Nürnberg der Bio-Apfel

Topaz und die Birnensorte

Uta vorgestellt.

Dagmar Högler und Monika Strauß von

der Genussmanufaktur Lukashof

40 österreichische

Aussteller waren bei

der Gruppenausstellung

der WKÖ auf

550 Quadratmeter

verteten. Einen

Gemeinschaftsstand

betreuten weiters die

AMA Marketing und

Bio-Austria. Erstmals

konnten dort österreichische

Bio-Produkte

verkostet werden. Der

Gemeinschaftsstand

funktionierte auch

als Kommunikationsplattform

für rot-weißrote

Bio-Produkte und

erfreute sich regen

Zulaufs (Foto links).


Schladming 2013. Im Hinblick auf die Alpine Ski-WM

2013 realisierten die Volks- und Skihandelsschule & HAK-Maturalehrgang

Schladming das Schulprojekt „Kunst-Schnee“. Gemeinsam mit

dem Holzskulpturenschnitzer Josef Schnitzer kreierten die SchülerInnen

aus heimischem Holz verschiedene Holztrophäen passend zur

Ski-WM 2013. Die 10 individuell gestalteten Holztrophäen wurden

gold eingefärbt und von namhaften SkirennläuferInnen wie Felix

Neureuther, Manfred Pranger, Elisabeth Görgl, Anna Fenninger signiert

und von Sponsoren wie Winzer Peter Masser aus Fötschach

erworben. Am TOM-Foto die Proponenten des Projektes mit Präs. Dr.

Peter Schröcksnadel und LR Johann Seitinger an der Spitze.

Präsentation. Die Tiroler Weinbruderschaft

Gurgltal im Bezirk Imst lud

zu einer Verkostung steirischer Qualitätsweine

aus dem Hause Erich und Walter

Polz. Die honorigen Tiroler Weinbrüder

engagierten dazu Sommelier Christian

Maurer, der gemeinsam mit Andrea

Braunegger (beide Bildmitte) die Weine

vorstellten. Als Überraschung kredenzten

sie den Rotwein Oppidum Humiste von

Henry Sams, einem gebürtigen Imster.

Weinfrühling. Unter dem Motto „Langegg meets

Toskana“ stand der zweite Weinfrühling des Schilcherweingutes

Lazarus in St. Stefan ob Stainz. Zu Bruschetta, Prosciutto,

Grissini, Caprese vom Schaf mit Pesto oder Rucola kredenzte

die Familie Lazarus ihre aktuellen Weine wie Schlicher Klassik,

Eleganz, Schilchersekt, Wildbacher gleichgepresst und andere.

3 Sterne / 2 Hauben.

16 Tage lange praktizierte der Leutschacher

2-Hauben-Koch Tom Riederer von

T.O.M. am Kochen beim renommiertern

3- Sterne-Koch Christian Bau (re) im deutschen

Nennig. „Seine Küche ist europäisch-japanisch

ausgerichtet, es gibt auch

keine Speisekarte“, so Tom Riederer. „Bis

dato war das für mich ein einzigartiges

Erlebnis.“ Bau liegt im Ranking mit Joachim

Wissler in Deutschland auf Platz 1.

Juniorköche. Mit großen, funkelnden

Augen besuchten die Juniorköche

(10 – 13 Jahre) der Tourismusschulen

Bad Gleichenberg die Schokoladenmanufaktur

von Sepp Zotter in Riegersburg.

Die angehenden Kochkünstler durften

dabei ihre eigene Schokolade herstellen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten

dabei viel Spass beim Walzen, Befüllen,

Glacieren und Verpacken ihrer süßen

Kreationen.

75 Jahre Hochgenuss. Seit 75 Jahren befindet

sich der Landgasthof Wratschko in Gamlitz im Besitz der Familie

von Bürgermeister Karl Wratschko. Zum Jubiläum servierte die

Crew ihren Gästen ein Galamenü mit Weinbegleitung. Unser

Foto zeigt (v.l.): Küchenchef Christian Tieber, Gertrude und Karl

Wratschko, Sommelier Stephan Picillini und Hans Wratschko.

101


Bierbotschafter 2012. Die Tourismusschulen

Bad Gleichenberg luden kürzlich zu einem Galaabend, der zwei

hervorragenden Zusatzausbildungen gewidmet war: der Bier-

Jungsommelier- und Concierge-Ausbildung. Im Rahmen dieses

Events wurde Siegfried Nagl, Bürgermeister der Stadt Graz, zum

Bierbotschafter 2012 gekürt. „Als Bierliebhaber und Bürgermeister

der Genusshauptstadt Österreichs ist er für mich der perfekte

Bierbotschafter 2012“, so Gerald Paunger, Verkaufsdirektor der

Brau Union Österreich der gemeinsam mit Schulleiter Wolfgang

Haas (li.) dem neuen Bierbotschafter zum Titel gratulierte.

102

Großartig in Form. „ Der

Steirische Junker zeigt keine Ermüdungserscheinungen!“

Das kann als Resümee

einer Junkernachverkostung Mitte Februar

im Weinkeller der Landeskammer für

Land- und Forstwirtschaft zusammengefasst

werden. Unter fachkundiger Leitung

von Ing. Werner Luttenberger degustierten

Vertreter von Medien und Gastronomen

zehn Steirische Junker von den

Jahrgängen 2008 bis 2011. „Sehr lebendig

mit frischer Säure“ notierte Diplom-

Sommelière Anna Schachner vom Grazer

Landhauskeller den 2008er Junker. Unser

Foto zeigt (v.l.) Dipl.-Sommeliere Sabine

Flieser-Just, Anna Schachner, Dir. Werner

Luttenberger, Weinhoheit Simone und

Gertraud Schummer (MG Wein).

Junior Concierges. Die Tourismusschulen Bad

Gleichenberg bilden seit 20 Jahren in einer Kooperation mit dem

österreichischen Portiersverband Les Clefs d` Or Concierges aus.

Die beiden besten Junior Concierges – Peter Schmidt und Philipp

Weinkogl aus der 5. Klasse der Höheren Lehranstalt für Tourismus

– durften nun am internationalen Clefs d`Or Kongress in

London teilnehmen. Unterrichtet werden sie von Dipl.-Päd. Alois

Schöllauf, der seit über 20 Jahren die Kooperation mit Clefs d`Or

betreut. Gemeinsam mit etwa 500 internationalen Concierges

aus den besten Hotels der Welt aus rund 40 verschiedenen

Nationen, konnten die Schüler das internationale Concierge-

Netzwerk in London hautnah erleben. Das Motto „Service

through friendship“ stand dabei im Mittelpunkt des Kongresses

und so nützten die beiden Junior Concierges die Gelegenheit,

um Verbindungen rund um den Erdball aufzubauen.

Shaolinmönche. Die geistige Kraft, die ihren Körper

beherrscht – das ist das Spannende der Shaolin-Mönche. Die

Faszination von Ruhe und Meditation, die Geheimnisse des Qi

Gong erklärte eine Gruppe dieser Kampfsportler in Gamlitz dem

Landmaschinenhändler Helmut Ledinegg. Ledinegg: „Überaus

faszinierend, wie diese Mönche ihre Lebensenergie nutzen.“


Doppelsieger. Perfekt startete

für Stefan Langmann aus St. Stefan ob

Stainz die diesjährige „Wettbewerbssaison“.

Bei der 6. Kiwanis Schilcher-Prämierung

holte sich der erfolgsverwöhnte

Schilcherwinzer mit seinem Schilcher

Hochgrail 2011 in der Kategorie Schilcher

und mit seinem Schilcher Sekt Brut die

Kategorie Schilcher-Sekt jeweils den Sieg.

Eingereicht wurden 57 Schilcher und

sieben Schilcher-Sekte. Organisiert wurde

die Kiwanis-Prämierung vom Kiwanisklub

Schilcherheimat unter Präsident

Ing. Martin Wohlgemut. Unser Foto zeigt

(v.l.) Teresa Spari, Doppelsieger Stefan

Langmann, Weinbaudirektor Ing. Werner

Luttenberger und Mitorganisator Schilchermaler

Rudolf T. Spari.

Kälbertaufe. Eine schöne

Tradition pflegt der Landwirt Sepp Gahr

aus Strassgang. Zum Jahresbeginn tauft

der Obmann des Obst- und Weinbauvereines

Graz-Straßgang auf seinem landwirtschaftlichen

Betrieb immer ein Kälbchen.

Prominente Taufpatin war dieses

Jahr die steirische Weinhoheit Franziska

Thurner aus der Oststeiermark. Die junge

Prinzessin taufte das Kalb mit ihrem

Wein auf den Namen Maya.

Neues Projekt: Gut finden in der Südsteiermark

56 der führenden Betriebe der Region

aus den Bereichen Wein, Kulinarik und

Erlebnis bündeln ihre Kräfte unter der

Marke ‚Gutfinden Südsteiermark‘. Gutfinden

Südsteiermark ist ein Kreis ausgewählter

Betriebe aus den Bereichen

Wein, Kulinarik und Erlebnis rund um die

Südsteirische Weinstraße. Kultur, Charakter

und ein authentischer Stil prägen

die Winzerfamilien, Wirtsleute, Spitzenköche,

Künstler und Gastgeber, die sich

2011 entschlossen haben, das Projekt

„Gutfinden Südsteiermark“ zu initiieren.

Die Gruppe hat das Ziel, die Qualität im

Tourismus zu steigern, den Gästen die

Besonderheiten der Region näher zu

bringen und die Südsteiermark national

und international als hochwertige Destination

für Genussurlauber zu etablieren.

Intensive Zusammenarbeit und ein Austausch,

gemeinsame Projekte und hochwertige

Veranstaltungen sind in Zukunft

geplant. Das erste Projekt wurde am 21.

März im Genussregal in Ehrenhausen

von Ulrike (re.) und Katharina Tinnacher

vorgestellt: Infokarten auf Displays

in jedem Betrieb bieten Gästen Tipps

über regionale Highlights und sind ein

dynamischer Wegweiser und Reiseführer

durch die Südsteiermark. Informationen

über die Betriebe finden sich auf

www.gutfinden.at

103


104

Klingende Namen aus

Frankreich zu Besuch im

Weingut Manfred Tement


Die Weinelite aus Frankreich nützte

ihre Exkursion in die Steiermark

und besuchte auch das Weingut

von Manfred Tement. Nach einer

Führung im Tement-Weinkeller

(Foto) gab es für die französischen

Gäste eine Vertikalverkostung von

Sauvignon Blancs der Lagen Grassnitzberg

und Zieregg. Unter den

Gästen befanden sich so klingende

Namen wie Sandrine Garbay vom

Chateau d'Yquem, Eric Tourbier

(Château Mouton Rothschild), Stéphane

Leboucher (Château Lagran-

ge), Pierre Antoine Borie (Château

Grand Puy Lacoste und Château

Haut Batailley), Alexandra Lebossé

(Château Pichon Longueville), weiters

Jaques Desvernois (Maison Jaboulet),

Vincent Faure (Château Sociando

Mallet), Nicolas Mähler und

Jérémie le Duc von der Tonnellerie

Seguin Moreau. Mit dabei auch der

französische Starjournalist Bernard

Burtschy vom Le Figaro und der in

Österreich lebende französische

Önologe Philippe Ricoux.

www.steiermarkwein.at

105


Endlich ist er vorbei der harte Winter,

naja dem Kalender nach war er ja

da und hart ist was anderes, aber

immerhin hatten wir eine Woche mit

Minus 16 Grad. Just in der Woche

zuvor war ich in Moskau, davor in

Prag und danach in Warschau und

überall hatte es bedeutend weniger

Grade, in Moskau sogar Minus 32,

bei beträchtlichem Wind. Daher hat

der Frühling für mich schon weitaus

früher begonnen. Trotzdem ist es für

den steirischen Wein überraschend

finster, nächtlich, winterlich in den

östlichen Ländern. Überraschend,

denn sie bezahlen beinahe jeden

Preis für einen halbwegs guten

Tropfen. So trank ich in Warschau,

an und für sich für eine europäische

Hauptstadt und Gastgeber der

heurigen Fussball Europameisterschaft

eine billige Stadt, eine Flasche

Chauteauneuf du Pape 2003 für

wohlfeile 450,- Euro. Das besondere

daran ist der Importprozess dieses

Weines. Er wird in Frankreich in ein

Destillat umgewandelt und dann

lokal mit Wasser wieder gestreckt.

Dementsprechend schmeckt das

Gebräu und dementsprechend enttäuschend

war das Erlebnis. Selbiges

passierte mir auch in Moskau, da

war ich allerdings darauf vorbereitet,

denn die Alternative wäre ein

georgischer Wein gewesen, der bei

uns schon aus Prinzip von der Diabetes-Gesellschaft

als illegal erklärt

worden wäre und niemals in den

legalen Verkauf gelangt wäre.

Auf Rückfrage, wie es denn sei, wenn

Steirer qualitativen Wein dorthin

106

Unser Weinsteirer Holger

Frühling in den Märkten lässt herzlichst grüßen

Holger Massner schwelgt wieder in

Erinnerungen und öffnet Archivweine

exportieren würden, wurde darauf

geantwortet, dass eine Stadt mit

gezählten 11 Millionen Einwohnern

und geschätzen 18 Millionen etwas

mehr konsumiere als man liefern

könne. Daher würde man sich mit

Mikrostrukturen nicht anpatzen wollen.

In privater Gesellschaft, in der

ich dann Wein trinken konnte, entdeckte

ich ausschliesslich europäische

Weine, Frankreich, Italien, sogar

Deutschland war vertreten. Auf

Rückfrage wurde mir erklärt, dass es

sehr wohl einen Nischenmarkt gäbe,

der zu bedienen wäre. Diese Nische

hat natürlich für unsere Verhältnisse

eine riesige Dimension.

Wenn man sich gleichzeitig in

diesem Magazin davon überzeugen

kann, dass wir in unserer Region seit

mehr als 60 Jahren Weine in beträchtlicher

Qualität zustande bringen,

dann sollten wir vielleicht auch

versuchen einen neuen Frühling im

Osten zu initiieren. Die Umwegrentabilität

rechnet sich sicher, neben

der Tatsache, dass es Weine von

unserer Qualität nicht unter einem

vielfachen unseres Preises gibt.

Ich denke Frühling ist eine Zeit, wo

man sich befreit von den Mühen

des Vorjahres, seine Welt aufräumt

und Pläne schmiedet für das bevorstehende

Weinjahr. Vielleicht eine

Gelegenheit auch mal in andere

Richtungen zu denken.

Joachim Schnedlitz

Vorstand Boom Software AG

ein steirisches Softwarehaus

www.boomsoftware.com

Olivin 1994, Weingut Winkler-Hermaden

13,0 vol % alc trocken

Dunkelrubinrote Farbe mit Granatreflexen,

in der Nase Pferdeschweiß und

Leder, mit Luft auch Waldheidelbeeren

und Anis; am Gaumen kraftvoller

Körper, prägnante, aber gut eingebundene

Tannine, dicht verwoben, würzig,

feurig und füllig, von Schwarzbeere

in Sauerkirsche übergehend und mit

Schoko ausklingend. Großes Lagerpotential!

„Noch immer jung, halbstark

und respektlos!“

Ruländer (Pinot Gris) Kabinett 1987,

Weingut Tement 10,7 vol % alc tr.

Helles Gelb mit Grünreflexen, burgundische

Nase, am Gaumen unglaublich

frisch, fruchtbetont und fast reduktiv

wie ein junger STK-Wein, obwohl im

großen Holzfass ausgebaut, die 25

Jahre sind ihm in keiner Weise anzuschmecken,

die animierende Säure

verleiht dem Grauburgunder einen

herrlichen Trinkfluss! „Und ehe man

sich versieht, ist die Flasche (zur Silberhochzeit)

bereits ausgetrunken!

Muskateller „Wachstum Sattlerhof“

1982, Weingut Sattlerhof trocken

Strahlendes Goldgelb; verführerisch

vielschichtige Nase, die von reifen gelben

Äpfeln über Honig und Lindenblüte

zu Quitte und Wachs übergeht,

am Gaumen trocken mit feinmaschiger

Säure und zarter Mineralität, noch

immer viel Frucht, gute Substanz, elegante

Geschmeidigkeit, lang ausklingend!

„Wer zu seinem 30er mit diesem

Wein anstoßen darf, kann sich alle 10

Finger abschlecken!“


107


108

0,5 Liter

12 788 962

„g.g.A.“ steht für geschützte geografi sche Angabe

und bedeutet:

- gesicherte Herkunft der Kürbiskerne aus einem geografi sch

defi nierten Gebiet in Österreich

- Kürbiskernöl hergestellt in heimischen Ölmühlen

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Die Banderole mit der individuellen,

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