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Projet_Notre Vision DE 10/01/06 11:31 Page 31

EUROPA: FÜR EINE SICHERE ZUKUNFT MÜSSEN WIR ZURÜCK ZU DEN ANFÄNGEN

Gefühle entsteht. Monnet drehte diesen Satz um: Gerade die gemeinschaftliche

Zusammenarbeit erzeugt die Freundschaft.

So errichteten die Gründerväter das empfindliche Haus des Friedens auf einem

Fundament von Kohle und Stahl.

In der Verfassung werden die Werte genannt, auf die sich die Union gründet:

Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit

und Wahrung der Menschenrechte. Dort heißt es: „Diese Werte sind allen

Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus,

Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und Nichtdiskriminierung auszeichnet“. Diese

gemeinsamen Werte sind der Zement zwischen den Steinen des immer größer werdenden

europäischen Gebäudes. Sie sind das Bindemittel zwischen Regierungen,

die begreifen müssen, dass es nicht vernünftig ist, nur an den eigenen Interessen

festzuhalten, wenn das gemeinsame Interesse gerade eine gemeinschaftliche

Strategie erfordert. Als Partner in der Europäischen Union sollten wir nämlich

nicht im Wettbewerb stehen, sondern uns gegenseitig ergänzen. Je größer das

Bewusstsein für gemeinsame Werte ist, desto größer kann die politische

Entschlusskraft der Europäischen Union sein.

Bauen an Europa nur möglich mit Menschen, die sich als Europäer fühlen

Mit der neuen Verfassung wird Europa unbestreitbar klarer, effizienter und

demokratischer.

Ist das jedoch ausreichend? Wie sorgen wir dafür, dass der europäische Bürger

den Nutzen Europas weiterhin vor erkennt und sich dem europäischen Gedanken

nicht entfremdet?

Entscheidend ist, dass wir jederzeit deutlich machen, welchem Zweck Europa

dient. Nämlich dem, für die Bürger notwendige Dinge zu tun, bei denen die einzelne

Länder aus eigener Kraft überfordert wären. Ich erwähnte bereits das strukturelle

Wirtschaftswachstum und die Sicherheit. Die einzelstaatlichen Politiker

müssen den Mut haben, sich hierzu klar zu äußern. Sie müssen den Wählern

deutlich machen, dass dabei nur ein europäischer Ansatz Erfolg verspricht und

dass die Übertragung bestimmter Befugnisse und Verantwortlichkeiten auf die

Union unverzichtbar ist.

„Aber Europa ist so kompliziert“, hört man dann oft. „Die Bürger verstehen

das nicht.“ Ist das wirklich so? Viele Dinge sind gerade dank Europa einfacher

geworden. Niemand wünscht sich die Zeit zurück, als wir noch 25 nationale

Zollverordnungen hatten. Wir erreichen auch sehr konkrete Dinge gemeinsam.

Derzeit sind gut 1,8 % des BIP der Europäischen Union dem Funktionieren des

Binnenmarkts zuzuschreiben. Damit einhergegangen ist die Schaffung von 2,5

Millionen Arbeitsplätzen. So gibt es noch weit mehr Beispiele für Ergebnisse, die

wir Europa zu verdanken haben und die den Menschen sehr gut zu erklären

sind.

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