Otto Stein "Die Zukunft der Technik" (PDF)

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Otto Stein "Die Zukunft der Technik" (PDF)

Die Zukunft

der Technik

OTTO STEIN

1. Auflage 1972

Copyright © 1972 by Verlag Otto Stein

Gesamtherstellung

Kleins Druck- und Verlagsanstalt, Lengerich i. W.

Printed in Germany


INHALT

Kapitel I. Die absolute Bewegung der Körper im Raum.........................................................3

Kapitel II Die Identität von Energie und Masse.......................................................................9

Kapitel III. Die Ursache und das Wesen der Gravitation.........................................................10

Kapitel IV. Erste Methode der mechanischen Energiegewinnung...........................................21

Kapitel V. Der Drehradmotor - Eine verbesserte Methode mechanischer

Energiegewinnung .................................................................................................25

Kapitel VI. Technische und wirtschaftliche Aspekte ...............................................................32

Kapitel VII. Warum wurde die Raumenergie bisher nicht entdeckt? ........................................33

Kapitel VIII. Gab es in der Vergangenheit schon Technik?

Welche Art Lebewesen waren die Raumfahrer der Vergangenheit?.....................33

Kapitel IX. Die Bibel sagt den Drehradmotor voraus ..............................................................35

Quellenangaben .............................. .................................................................................................38

Vorwort und Einleitung

Befremdend und ungewöhnlich werden dem Leser alle Kapitel dieses Buches erscheinen. Die

dargestellten Ergebnisse widersprechen in fast allen Punkten gewohnten und landläufigen Denkweisen

und Anschauungen.

Trotzdem handelt es sich hier in jeder Einzelheit um reale Tatsachen und Wahrheiten. Weder die

physikalischen Ableitungen, die techn. Voraussagen, noch die Erörterungen über die Vergangenheit,

Gegenwart und Zukunft sind aus der Luft gegriffen. Es handelt sich also nicht um ein Werk irrationaler

menschlicher Ideenentwickelung oder Philosophie.

Die physikalischen Ableitungen mit ihren technischen Konsequenzen sind in jeder Weise exakt, korrekt

und durch praktische Experimente bewiesen. Kein ernst zu nehmender Fachmann wird jemals hiergegen

stichhaltige Einwände erheben können.

Die Erörterungen über die Vergangenheit decken sich mit den archäologischen Funden, mit den

Geschichtsberichten alter Völker und deren Überlieferungen. Die Vorgänge der Vergangenheit

widersprechen auch in keiner Weise den physikalischen Realitäten. Letzten Endes werden diese

Wahrheiten dadurch bestätigt, weil damit Voraussagen oder Prophezeiungen in der Bibel

übereinstimmen.

Es dürfte wohl ohne allen Zweifel sein, daß alle diese Dinge für die Zukunft zu weitgehenden

Folgerungen und Konsequenzen führen werden, die heute noch nicht überschaubar sind.

Otto Stein

März 1972

2


Kapitel I. Die absolute Bewegung der Körper im Raum

In diesem ersten Kapitel wird u. a. nachgewiesen, daß jedem Körper in einem stationären Raum eine

absolute Bewegung zugeordnet werden kann. Außerdem ergeben sich weitere Schlußfolgerungen über

das Vorhandensein der Raumenergie, die Ursache der Gravitation ist. In Wechselwirkung mit der Raumenergie

ändert sich das Arbeitsvermögen der Körper im Raum. Im Rahmen dieser und folgender

Überlegungen ergibt sich ferner, daß die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant ist, sondern sich mit der

Stärke der Gravitationsfelder ändert.

Nach dem stationären Raum oder Äther hat man bisher vergeblich gesucht und Bewegungen sowie alle

Naturvorgänge mehr oder weniger relativ aufgefaßt, obwohl Drehbewegungen schon immer absolut

erkennbar gewesen sind.

Bei einer absoluten Bewegung spricht man von einer Bewegung gegenüber dem unsichtbaren Raum, der

nicht ohne weiteres erfaßbar ist. Es konnte bisher auch kein Experiment angegeben werden, womit sich

eine absolute Bewegung hätte nachweisen lassen. Die relative Auffassung der Bewegungen entspricht

dem äußeren Schein der Dinge, was sich an dem folgenden Beispiel von 3 Körpern I, II und III in Abb. 1

erläutern läßt.

In Abb. la bewegt sich Körper II mit 20 km/s nach rechts gegenüber Körper I, und Körper III bewegt sich

mit 60 km/s gegenüber Körper I in derselben Richtung. Dann bewegt sich III gegenüber II mit der

Geschwindigkeit von 40 km/s. Für diesen Fall nach Abb. 1a hat ein auf I stationierter Beobachter die

Messungen angestellt.

In Abb. 1b macht jemand bei gleicher Geschwindigkeit der Körper von II aus seine Beobachtungen.

Körper I bewegt sich dann gegenüber II mit 20 km/s nach links und III gegenüber II mit 40 km/s nach

rechts. Für die gegenseitige Geschwindigkeit von

Abb. 1

III gegenüber I gilt dann 60 km/s. In Abb. 1c schließlich steht der Beobachter auf dem Körper III, und es

bewegt sich jetzt I gegenüber III mit 60 km/s nach links und II mit 40 km/s in der gleichen Richtung. Die

Körper I und II bewegen sich gegeneinander mit 20 km/s.

Wir sehen also, daß wir keinem der drei Körper eine bestimmte Geschwindigkeit zuordnen können; denn

diese ist jeweils nach dem Standort des Beobachters bzw. nach Art der Betrachtungsweise verschieden.

Hinzu kommt noch eine evtl. unbekannte Geschwindigkeit der Bezugsebene, auf der diese Betrachtung

angestellt wurde.

3


4

Um zu dem Nachweis einer absoluten Bewegung zu kommen, ist es notwendig, die verfeinerten

Bewegungsgesetze heranzuziehen, die sich aus dem physikalischen Erfahrungssatz Masse gleich Energie

ergeben. In den folgenden Gedankenexperimenten seien die Massen durch Waagen gemessen, weil der

Versuch z. B. auf der Erde stattfinden soll und hier das Gewicht jeweils proportional den Massen

angesetzt werden kann. In Abb. 2 steht ein Wagen mit der Ruhemasse 0 m auf der Waage mit der Geschwindigkeit

v = 0. Die Waage zeigt nun ein entsprechendes Gewicht an. Hat nun auf derselben Waage

der Wagen eine Geschwindigkeit v, so ist die Masse des Wagens um den Betrag

Abb. 3

dm = E/c 2 größer. Die Waage zeigt also ein entsprechend höheres Gewicht an. Dieses ist in Abb. 3

dargestellt.

E bedeutet hier die Bewegungsenergie des Wagens bzw. der Masse, und c 2 ist das Quadrat der

Lichtgeschwindigkeit. Die Masse in Abb. 3 berechnet sich nach folgender Formel:

m =

m

0

v

1− c

2

2


5

m ist hier immer der Ausdruck für den gesamten Energieinhalt der bewegten Masse, während m0 deren

Energieinhalt oder Masse im Ruhezustand bedeutet.

In Abb. 4 sind auf einer Waage zwei gleich große Massen dargestellt, die als Wagen ausgebildet sind und

unabhängig voneinander auf der Waage rollen können. Die Massen der Wagen betragen im Ruhezustand

m0. Die beiden Wagen in Abb. 4 sind mit zwei gleich großen Federn F gegeneinander verspannt. Die

potentielle Energie E der gespannten Federn sei mit dm =E/c 2 in den Massen m0 mit enthalten. Die Waage

mit den beiden Wagen kann z. B. auf der Erde, in einem Flugzeug oder in einem geschlossenen Raum

sich befinden, der die unbekannte Geschwindigkeit v hat. Es sei in diesem Fall einmal angenommen, daß

sich die beiden miteinander verspannten Wagen auf der Waage mit der Geschwindigkeit v nach links

bewegen und darum die Masse m gegenüber der Ruhemasse m0 haben, was sich nach obiger Formel

errechnet. Dementsprechend zeigt auch die Waage gegenüber dem Zustand v = 0 der Massen einen

erhöhten Betrag an. In Abb. 5 ist dargestellt, welche Geschwindigkeit die beiden Wagen nach der

Entspannung der Federn annehmen. Links ergibt sich eine Geschwindigkeit von v + v' bei der Masse m',

und der rechte Wagen nimmt die Geschwindigkeit v - v' an, wobei seine Masse m′ ′ groß wird.


Es gilt:

Die Formel

m

m

2

m'=

m

0

( v + v')

1−

2

c

0 = in Reihe entwickelt lautet:

2

v

1− c

m = m

2

v

1+

2⋅

c

2

4

3v

+

2⋅

4⋅

c

m"

=

6

3⋅

5⋅

v

+

2⋅

4⋅

6⋅

c

0( 2

4

6

m

0

( v − v')

1−

2

c

+ ...

Für m′ mit v + v' und m′ ′ mit v - v' gilt also für die ersten 2 Glieder der Reihe:

m'=

m

m"

= m

0

0

( v + v')

+ m0

⋅ 2

2c

+ m

0

( v − v')

⋅ 2

2c

2

2

m'+

m"

= 2m

= m

0

= m

0

0

2

2

m0v

+ 2m0

⋅v

⋅v'+

m0

⋅v'

+

2

2c

m0v

+

2m

⋅v

+

2c

2

0

2

2

− 2m

0

2c

2m0

⋅v'

+ 2

2c

2

2

⋅ v ⋅ v'+

m

2

2m0

⋅v

Demgegenüber war der Wert von 2m

= 2m0

+ vorher vorhanden.

2

2c

Die linke Masse m′ ist größer geworden als die Masse m′ ′ , wenn v ≥ v' ist.

2

m0 ⋅v'

Der Gesamtzuwachs an Energie ist 2×

.

2

Dieses ist soviel an Bewegungsenergie, die z. B.

einer relativen Beschleunigung gegenüber der Erde entspricht. Dieser Zuwachs wäre z. B. auch

vorhanden, wenn der Versuch z. B. in einem Flugzeug oder einem Satelliten stattgefunden hätte. Die

Geschwindigkeit v wäre unbekannt, wenn die Geschwindigkeit des Grundkörpers unbekannt gewesen

wäre. Die Geschwindigkeit v läßt sich aber aus den unterschiedlichen Massen m′ und m′ ′ errechnen bzw.

messen, wenn man den Versuch nach Abb. 4 und 5 so ausführt, daß auch m′ und m′ ′ getrennt gemessen

werden können. Man kommt dann zu einer Grundgeschwindigkeit Va die als die absolute Bewegung im

Raum bezeichnet werden muß. Man könnte behaupten, daß diese Bewegung in Wirklichkeit die

Bewegung gegenüber dem Gravitationsfeld der Erde sei; oder es würde nur die Bewegung der Erde plus v

gegenüber dem Sonnensystem bzw. der Sonne gemessen. Dieses wird aber nicht der Fall sein. Die

Ableitung erfolgt nur mit Bewegungsgesetzen und mit den Massen der Körper. Die Bewegungsgesetze

sind aber nach bisherigem Wissen im Raume überall dieselben. Die einzige logische Konsequenz kann

daher nur immer die absolute Bewegung des Körpers im Raum sein.

Es sei noch erwähnt, daß die übrigen Glieder der Reihen auch jeweils einen Zuwachs an Energie bringen,

deren Größe aber praktisch bei normalen Geschwindigkeiten keine Rolle spielt. - Eine weitere wichtige

Schlußfolgerung besteht darin, daß die gewonnene äußere Energie nicht aus der potentiellen Energie der

2

0

⋅ v'

2

6


7

Federn stammt; denn diese Energie wurde ja bereits zu Anfang berücksichtigt. Der Energiezuwachs

stammt vielmehr aus dem Raum. Es wird später erklärt, daß diese sogenannte Raumenergie

gleichbedeutend mit den Gravitationsfeldern der Körper ist. Es handelt sich hierbei auch nicht um einen

Taschenspielertrick, wie er schon öfter bei der Aufstellung sogenannter physikalischer Theorien benutzt

worden ist.

Die Massen- oder Energiezunahme der Masse m' ist noch größer, als es dem äußeren Energiezuwachs

entspricht, nämlich um den Wert 2 ⋅ m0 ⋅ v ⋅ v'

. Entsprechend verliert die Masse m′ ′ an Masse oder

Energie. Diese Zu- und Abnahme wird um so größer ausfallen, je größer die absolute Geschwindigkeit ist.

Die Federn spielen bei der Energiegewinnung nur die Rolle eines Auslösevorganges. Man kann deshalb

vermuten, daß alle anderen Arten der Energiegewinnung immer nur einen Gewinn aus der Raumenergie

bedeuten.

Aus den obigen Ableitungen und Versuchen läßt sich deshalb zunächst folgendes schließen:

Die Energie ist nicht konstant. Die Massen nehmen bei ihren Bewegungen Energie aus dem Raum auf

oder geben Energie an den Raum ab. Der Raum enthält also unsichtbare Raumenergie.

Eine Geschwindigkeit läßt sich auch ohne Beobachtung der Umgebung messen. Es wird hierbei jedoch

nicht eine relative Geschwindigkeit bestimmt, sondern die absolute Bewegung des Körpers gegenüber

dem Raum.

Energie bzw. Bewegung und Materie sind offensichtlich Erscheinungen des Raumes, die immer mit der

Raumenergie in Zusammenhang stehen. Die unsichtbare Raumenergie bewirkt außerdem noch die

gegenseitige Anziehung der Körper, was in den folgenden Kapiteln noch näher erläutert wird. - Die

absolute Bewegung der Erde im Raum muß z. B. je nach Jahreszeit verschieden sein. In Abb. 6 ist die

Sonne und die sich um dieselbe bewegende Erde in zwei Stellungen I und II schematisch dargestellt. Die

Drehrichtung der Erde um die Sonne ist durch den großen, runden Pfeil angezeigt. Die Sonne hat die

absolute Bewegung von der Größe V a nach links im Raum, die größer angenommen ist, als die

Umdrehungsgeschwindigkeit der Erde um die Sonne.

In Stellung I hat die Erde die absolute Geschwindigkeit von Ve = Va

+ 30 km/s nach links und in der

Stellung II von

Abb. 6

V e = Va

− 30 km/s nach links. Es fragt sich nun, wie diese absolute Geschwindigkeit der Erde gemessen

werden kann. Eine einfache Rechnung und Überlegung zeigt, daß dieses voraussichtlich nur mit

schnellsten Elektronen bzw. Kathodenstrahlen oder ähnlichen Mitteln möglich ist. Die Masse solcher

Kathodenstrahlen wächst ebenfalls mit der Geschwindigkeit und wird beim Erreichen der

Lichtgeschwindigkeit unendlich groß.


Abb. 7

In Abb. 7 ist die Erde mit der absoluten Geschwindigkeit V a dargestellt. Von dem Apparat E auf der Erde

werden nach beiden Richtungen Elektronen mit der gleichen Geschwindigkeit V r gegenüber der Erde

weggeschleudert. Die Teilchen haben dann nach links die absolute Geschwindigkeit a r V V V + = 1 und

nach rechts die Geschwindigkeit a r V V V − = 2 und folglich nach links eine größere Masse als nach rechts.

Es läßt sich leicht berechnen, daß erst dann erfolgversprechende Meßergebnisse zu erwarten sind, wenn

die Geschwindigkeit a r V V + möglichst nahe an die Lichtgeschwindigkeit c von zirka 300 000 km/s

heranreicht und wenn bei den Messungen feinste Meßapparate verwendet werden. - Es sei noch einmal

festgestellt, daß jedem Körper eine absolute Geschwindigkeit im Raum zugeordnet werden kann. Der

feste

Punkt im Raum ist gewonnen. Eine Steigerung der absoluten Geschwindigkeit eines Körpers ist

gleichzusetzen einer Erhöhung seiner Energie oder Masse, die er aus der Raumenergie aufnimmt Alle

Materie mit ihrer Masse oder Energie scheint uns absolute Bewegung im Raum zu sein, die bei den

Atomen in kreisende oder schwingende Bahnen gefesselt ist. Alle Materie ist außerdem von Raumenergie

begleitet, die sich mit unbekannter Geschwindigkeit wahrscheinlich bis in die Weiten des Weltraumes

erstreckt, nämlich soweit, wie die Gravitation wirkt. - Das Licht, das man als Wellenvorgang erkannte,

stellte man sich in einem unsichtbaren Stoff, dem sogenannten Äther, sich ausbreitend vor. Es wurde

angenommen, daß die Erde durch den stationären Raum oder Äther lief und somit die Lichtgeschwindigkeit

mit und gegen die Bewegungsrichtung der Erde verschieden sein müßte. In genauen Versuchen

(Michelson u. a.) wurde erwiesen, daß die Lichtgeschwindigkeit relativ zur Erde in allen Richtungen

immer gleich ist. Das Licht bewegt sich also im Raum in der Nähe der Erde gegenüber dem Raum mit

unterschiedlichen absoluten Geschwindigkeiten. Es folgt sozusagen der Erde in ihrem Gravitationsfeld,

was in weiteren Überlegungen noch bewiesen wird.

Als völlig absurd muß die Annahme bezeichnet werden, daß die Lichtgeschwindigkeit im Raum konstant

ist. Das Licht ist Energie oder Masse und folgt in gewisser Weise auch den Gravitationsgesetzen. Genau

so, wie ein an einem Planeten vorbeilaufender Lichtstrahl von dessen Gravitationsfeld in seiner Bahn

gekrümmt wird, wird ein senkrecht auf den Planeten zulaufender Lichtstrahl von dessen Gravitationsfeld

beschleunigt.

8


Kapitel II. Die Identität von Energie und Masse

Es ist bereits im 1. Kapitel gesagt worden, daß Energie auch Masse hat, d.h. der Massenanteil an der

Energie ergibt sich durch die Division mit dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit. Im Jahre 1904 gelang

es Hasenöhrl erstmalig, nachzuweisen, daß die Energie des Lichtes bzw. der elektromagnetischen

Strahlung Masse hat. Es ergibt sich hieraus durch Rechnung die bereits im 1. Kapitel angeführte Formel:

m = m −

2 2

0 / 1 v / c

Zu dem Nachweis wurde im Gedankenversuch ein rechteckiger Raum mit vollständig spiegelnden

Innenwänden untersucht, in dem von Spiegel zu Spiegel Lichtstrahlen in allen Richtungen laufen. Mit den

Kenntnissen vom Lichtdruck und mit Anwendung von Dopplers Prinzip ergibt sich dann das

physikalische Gesetz über die Masse der Energie:

2

dm = E / c

Man kann sich diesen Vorgang so vorstellen, wie es in den Abb. 8a bis c dargestellt ist. In Abb. 8a sind

die Lichtwellen im Ruhezustand des rechteckigen Raumes dargestellt. Die Wellen laufen von r nach l und

von l nach r mit derselben Wellenlänge. Der auf die Seiten l und r erzeugte Lichtdruck ist deshalb gleich.

In Abb. 8b ist der Raum mit einer Geschwindigkeit v dargestellt. Von l nach r ist die Wellenlänge kürzer

geworden und von rechts nach links ist dieselbe länger geworden. Dementsprechend ist der Lichtdruck

der Strahlen von l nach r auf beide Seiten stärker, und der von r nach l ist auf beide Seiten geringer. Sonst

ist wie im Ruhezustand die Summe beider Lichtdrücke auf den Flächen l und r gleich groß. In Abb. 8c

wird der Raum in starke Beschleunigung versetzt, und es entsteht das Gefälle der Wellenlängen nach

Dopplers Prinzip, wie es in der Zeichnung dargestellt ist,

9


Abb. 8a-c

d.h. links ist der Lichtdruck stärker als rechts. Die eingeschlossene Strahlung oder Energie verhält sich

demnach wie eine Masse, weil sie der Beschleunigung infolge der unterschiedlichen Lichtdrücke einen

Widerstand entgegensetzt. Es wird:

2

P = m ⋅b

= E / c ⋅b

Kapitel III. Die Ursache und das Wesen der Gravitation

Unter Gravitation versteht man bekanntlich das Gesetz von der gegenseitigen Anziehung der Körper. Die

Massen m1 und m2 mit dem Abstand r (Abb. 14) ziehen sich nach Newton mit der

Kraft

P

k

m ⋅ m

r

1 2 = ⋅ gegenseitig an.

2

10


Aus diesem Gesetz heraus erklärt sich auch die Tatsache, daß alle Körper mit der gleichen

Geschwindigkeit in der Nähe der Erde fallen müssen und dabei unabhängig von der Masse der fallenden

Körper gleiche Geschwindigkeiten und Wege in der Zeiteinheit zurücklegen. Dies ist auf die

überwiegende Größe der Masse der Erde zurückzuführen, die durch die kleinen fallenden Körper

praktisch nicht bewegt bzw. beeinflußt werden kann. Für die Geschwindigkeit eines fallenden Körpers

gilt z. B. in der Nähe der Erde:

v = 2gh

Hierin bedeutet v die Geschwindigkeit in m/s, g = Erdbeschleunigung in m/s 2 , h ist die durchmessene

Höhe in m.

Die Ursache der Gravitation ist bisher immer noch rätselhaft und unklar gewesen. Das Gravitationsfeld

eines Körpers reicht, soviel man weiß, bis in unendliche Weiten und die Stärke der Anziehungskraft

nimmt mit dem Quadrate der Entfernung ab. Man hat auch noch keine sicheren Beweise einer

Ausbreitungsgeschwindigkeit der Schwerefelder der Massen feststellen können, zumal hierzu wohl jeder

experimentelle Anhaltspunkt fehlt. - Im Gegensatz zu den Schwerefeldern der Körper zeigen die elektromagnetischen

Felder der Massen keine Fernwirkungen. Die Gravitationswirkung der Körper läßt sich

auch nach bisherigem Wissen nicht irgendwie abschirmen, sondern geht durch alle Körper hindurch. In

diesem Kapitel soll nun versucht werden, das Wesen und die Ursache der Gravitation aufzuklären, und es

sollen Experimente angegeben werden, die dazu geeignet sind, hierüber Auskunft zu geben. Es ist bereits

im 1. Kapitel ausgesprochen worden, daß das Licht einem sekundären Gravitationsgesetz gehorchen muß,

zumal es sich in mancher Beziehung wie ein Körper verhält und nach Hasenöhrl auch Masse hat. Dieser

Anschauung gemäß läuft das Licht im Gravitationsfeld der Erde relativ zu derselben mit der

Geschwindigkeit c = 300 000 km/s in allen Richtungen, gleichgültig, ob es von bewegten oder stillstehenden

irdischen oder außerirdischen Lichtquellen stammt.

Das Licht hat in der Nähe der Erde, relativ zu derselben, d.h. in ihrem Gravitationsfeld in allen

Richtungen die Geschwindigkeit = c. Dieses ist die einzig mögliche Deutung des Michelson-Versuches.

Völlig abwegig wäre es, daraus überhaupt auf eine Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zu schließen. Viel

natürlicher war die Annahme, daß sich das Licht in dem von der Erde mitgenommenen Äther ausbreitet.

Abb. 9

Abstrakt würde dieses nach Abb. 9 folgendermaßen aussehen. Hier bewegen sich zwei Massen m = m mit

den Geschwindigkeiten v nach links und rechts gegeneinander. Die Lichtgeschwindigkeit im Raum

wechselt je nach Richtung in der Nähe der Massen m von c + v auf c – v ; denn relativ zu den Massen m

hat sie in deren Nähe ja auf Grund des Michelson-Versuches den Wert c. In der Mitte der beiden Massen

wird das Licht wahrscheinlich die Geschwindigkeit c im Raum annehmen. Läuft z. B. ein Strahl von der

linken zur rechten Masse, so hat ein Beobachter auf dem rechten Körper den Eindruck, daß der Strahl

seine Geschwindigkeit von c - 2v bis auf c ändert, also ständig an Geschwindigkeit zunimmt. Betrachtet

man die Geschwindigkeiten v der Massen m in Abb. 9 als absolute Geschwindigkeiten im Raum, so sind

auch die eingetragenen Lichtgeschwindigkeiten absolut. - Auf Grund des im I. Kapitel gebrachten

11


12

Beweises der absoluten Bewegung der Körper im Raum muß angenommen werden, daß sich das Licht

ebenso wie die Massen im stationären Raum bewegt. Für die Änderung der Lichtgeschwindigkeit kann

natürlich nur eine von den Massen m ausgehende Wirkung in Betracht kommen, wofür nur noch deren

Gravitationsfelder übrig bleiben. –

Es fragt sich nun weiterhin, ob die Massen, die unter Einwirkung der Gravitation ihre Geschwindigkeiten

im Raum ändern, auch bei Geschwindigkeitszunahme an Masse oder Energie zunehmen und ob dieses

etwa auch für die ihre Geschwindigkeit im Raum ändernden Lichtstrahlen gilt.

In Abb. 10 ist dargestellt, wie ein kleiner Körper von der Masse m0 auf eine große im Raum ruhende

Masse M herabfällt und dabei

die Geschw. v annimmt. Es fragt sich jetzt, ob der unter der Einwirkung der Schwerkraft fallende Körper

bei Geschwindigkeitszunahme an Masse zunimmt oder ob sich ein Teil seiner Ruhemasse m0 in

Bewegungsenergie umsetzt. Es sei angenommen, daß die Masse m0 sich so verhält, als würde sie durch

eine Kraft P = m × g beschleunigt, wobei ihre Energie wächst. Dieses würde bedeuten, daß sich die

Masse des durch Gravitationswirkung bewegten Körpers aus der Ruhemasse m0 und der absoluten

Bewegung v im Raum bestimmt, d.h. dem Gesetz

m

m = folgt.

0

2 2

1− v / c

Die Weiterverfolgung dieser Annahme führt zu den Verhältnissen nach Abb. 11. Eine große

Masse M bewege sich mit der absoluten

Abb. 11


Geschw. v im Raum. Zwei kleine Massen m fallen in entgegengesetzten Richtungen auf die Masse M.

Die kleineren Massen haben in ihrer Ausgangsstellung ebenfalls die absolute Geschwindigkeit v und

′ ′

nehmen dann beim Fall die Geschwindigkeiten v + v 1 und v - v 2 an. Die Körper m haben im Anfang die

Massen

m0

m = m0 bedeutet Ruhemasse.

2 2

1− v / c

Nach dem Fall nehmen die kleinen Körper die Massen:

m

0

1 = und

2

( v + v1'

)

1−

m

c

2

0

2 = an.

2

( v − v2')

Die linke Masse m1 ist also größer geworden und die rechte Masse m2 ist kleiner geworden, d.h. die

Massengröße bestimmt sich unter Voraussetzung der obigen Annahme aus Ruhemasse und absoluter

Bewegung im Raum. –

Zur weiteren Klärung gehen wir jetzt auf den einfachsten Fall von Masse bzw. der Energie, d.h. auf das

Licht oder die elektromagnetischen Wellen zurück, mit denen Hasenöhrl den Beweis von der Identität der

Energie und Masse gewonnen hat. –

In Abb. 12a und b sind zwei mit Wellenstrahlung erfüllte Räume mit spiegelnden Innenwänden

dargestellt, die abgestützt auf der Erde ruhen und von denen Raum b doppelt so lang wie Raum a ist, also

auch den zweifachen Energie- oder Masseninhalt hat. Es handelt sich hier um dieselbe Art von Räumen,

wie sie Hasenöhrl in seinem Gedankenversuch verwendet hat. Nach aller bisherigen Kenntnis unterliegen

die Massen der Strahlungsenergien in den Räumen der Gravitation bzw. haben Gewicht, was auch von

keiner Theorie bezweifelt wird. –

Es interessiert hier nur die Masse der eingeschlossenen und hin- und herreflektierten Strahlung. Bei

konstanter Lichtgeschwindigkeit und konstanter Energiedichte der eingeschlossenen Strahlungen über

den ganzen Raum, ist der Lichtdruck auf die Fläche a gleich dem Druck auf die Fläche b, d.h. die

Strahlung zeigt dann keinerlei Gewicht bzw. unterliegt nicht der Gravitation. Dieses ist aber

m

1−

m

c

2

13


14

ausgeschlossen. Es muß vielmehr in Abb. 12a ein Druck von G = mg und in Abb. 12b ein Druck von

2G = 2mg auf die Erdoberfläche ausgeübt werden. Dieses ist aber nur dann möglich, wenn der Lichtdruck

auf die Flächen a (a') kleiner als auf die Flächen b (b') ist. Der Druck b' - a' muß doppelt so groß sein wie

der Druck b - a, wegen des doppelten Gewichtes bzw. Energieinhaltes von Raum b. Es ist daher

anzunehmen, daß das Licht auf dem Weg von a nach b (a' nach b') an Energie zunimmt; denn der

Lichtdruck ist eine Funktion der Energie des Lichtes. Diese Energiezunahme kann einmal auf ein

Ansteigen der Intensität bei konstanter Lichtgeschwindigkeit und ein anderes Mal auf ein Anwachsen der

Lichtgeschwindigkeit zurückzuführen sein. Es scheint aber in der Natur der Sache zu liegen, daß das

Licht auf die Erde bzw. auf große Massen ,,zufällt", d. h. an Geschw. zunimmt, zumal nach Abb. 9 die

absoluten und auch die zu den Körpern laufenden relativen Geschwindigkeiten der Strahlen nicht als

konstant anzusehen sind. Durch die Annahme von an Geschwindigkeit zunehmenden Lichtstrahlen in den

mit Wellenstrahlung erfüllten rechteckigen Räumen erhält man einen analogen Fall zu Kapitel II. Dort

wird durch eine äußere Kraft Massenzunahme und Geschwindigkeitsänderung erzeugt, während hier die

Kraft durch innere Massenzunahme, hervorgerufen durch Anwachsen der Geschwindigkeit, entsteht.

Es steht aber auf Grund der obigen Überlegung in jedem Falle fest, daß ein fallender bzw. der Gravitation

unterliegender Körper bei Geschwindigkeitsänderung im Raum an Masse oder Energie zu- oder abnimmt.

Der Raum ist außer der Materie bzw. der wahrnehmbaren Energiemassen noch Sitz von unsichtbarer

Raumenergie, die mit den materiellen Körpern im Zusammenhang steht; denn es müssen z. B. zwei sich

gegenseitig aus dem Ruhezustand anziehende Massen an Energie zunehmen, und es findet dabei

Umwandlung der unsichtbaren Raumenergie in sichtbare Energie bzw. Masse statt.

Es ist keinesfalls anzunehmen, daß diese unsichtbaren Raumenergien Ausläufer der materiellen Massen

sind, weil die elektromagnetischen Energien keine Fernwirkung zeigen, wie die Gravitationskräfte es tun.

Auf dieses Problem ist später wieder zurückzukommen. –

Wir betrachten jetzt wieder die Abb. 12. Es sei angenommen, daß die Strahlung auf dem Wege von a

nach b um eine Geschwindigkeit von der Größe Va = 2 g ⋅ l zunimmt und auf dem Wege von a' nach b'

um eine Geschwindigkeit von der Größe Vb = 4 g ⋅ l zunimmt. g bedeutet die Erdbeschleunigung. Die

Geschwindigkeitszunahme v a muß eine Energiezunahme von ∆ E und v b eine von 2 ∆E

erzeugen.

Folgt aber die eingeschlossene Energiemasse m=E/c 2 den im 2. Kapitel aufgeführten

Bewegungsgesetzen, so gilt für die im Hohlraum fallende Masse des Lichtstrahles auch das Gesetz:

m =

m ist gleich Lichtenergie E dividiert durch c 2 , also:

E

m = = 2

c

c

4

E

0

− c

2

m

m ⋅ c

0

2 2

1− v / c

=

2

0

4 2 2

c − c v

⋅ v

2

; E =

2

E0

⋅ c

4 2

c − c ⋅ v

2

=

E

0

1−

v

Hierin bedeutet E0 die Anfangsenergie und E die Endenergie des Lichtstrahles nach Durchlaufen einer

Höhe l, bei der er analog zum Fallgesetz die Geschwindigkeitszunahme

v = 2 ⋅ g ⋅ l hat.

Das Licht nimmt demnach beim Durchlaufen eines Weges h um soviel an Geschwindigkeit zu, wie sie ein

materieller Körper beim Fallen um den Weg h zunimmt, also um v = 2 g ⋅ h . Unter Voraussetzung

dieser Annahme verhält sich die Masse der Strahlung in den rechteckigen Räumen nach Abb. 12 genau

2

/ c

2


so, wie es ein ruhender oder fallender Körper tun würde.

Die Energiezunahme beträgt z. B.:

∆E

=


E

1−

v / c

E

2

3 v 3⋅

5 v

⋅ ( 1+

⋅ + ⋅

2

4 c 4 ⋅ 6 c

0

E = E − E0

= −

2 2

1

2

E


c

4

0 2

⋅ v

+

2

4

Die Geschwindigkeiten v = 2 g ⋅ l und v = 2g ⋅ 2l

eingesetzt ergeben:

0

...)

1 E0

3 g

∆Ea = ⋅ ⋅ 2 ⋅ g ⋅l

⋅ ( 1+

⋅ ⋅ 2 ⋅l

+ ...)

2

2

2 c

4 c

1 E0

3 g

∆Eb = ⋅ ⋅ 4 ⋅ g ⋅l

⋅ ( 1+

⋅ ⋅ 4 ⋅l

+ ...)

2

2

2 c

4 c

Man sieht, daß die Energiezunahme bei geringen Größen von v und g für Abb. 12b praktisch das

Doppelte von Abb. 12a ergibt,

Abb. 13

wie es das zu erwartende zweifache Gewicht von Abb. b auch erfordert. Diese Rechnung ist natürlich

insofern fehlerhaft, als in der Nähe der Erde das Licht bereits eine Geschwindigkeit c + v' hatte und also

eigentlich c + v‘ + v eingesetzt werden mußte, was aber an der Sache nicht viel ändert. Theoretisch ist in

Abb.12b etwas mehr als das doppelte Gewicht zu erwarten. – In Abb.13 ist dargestellt, wie ein

Lichtstrahl, der sich auf die Erde zu bewegt, um den Wert v = 2gh

an Geschwindigkeit zunimmt.

M sei eine große Masse, die im Raume ruht, während eine kleine Masse ∆ m mit der Geschwindigkeit v

von der Masse M abgeschleudert wird. M sei so viel größer als ∆ m , daß praktisch M dabei keine

Geschwindigkeit annimmt. ∆ m bewegt sich also in einem konstanten Gravitationsfeld von M. ∆ m'

sei

die Ruhemasse der Masse

∆m

=

∆m'

2

1−

v / c

2

15


Für die Verzögerung gilt allgemein

Nach Newton's Gravitationsgesetz ist:

Gleichgesetzt ergibt sich:

r

2

∆m′

P = m ⋅ b also P = ⋅b

2 2

1−

v / c

M ⋅ ∆m'

2

⋅ 1−

v / c

P =

r

2

=

2


M ⋅ ∆m'

1−

v

1−

v

∆m'

2

2

/ c

/ c

2

2

⋅b;

M

b = 2

r

Die Beschleunigung b ist also in diesem Falle unabhängig von der Masse ∆ m oder deren

Massenveränderung, d.h. ein aus unendlicher Entfernung auf eine große Masse M herabfallender kleiner

Körper ∆ m'

nimmt dieselbe Geschwindigkeit v an, als wenn er keine Massenzunahme zeigen würde.

Seine Masse berechnet sich also als

∆m

=

∆m'

2

1−

v / c

wobei v die Geschwindigkeit ist, die sich aus Newton's Gravitationsgesetz ohne Berücksichtigung der

Massenveränderungen ergibt.

Beim Licht hat man es praktisch immer mit einer kleinen Energie oder Masse ∆ m gegenüber großen

Massen M zu tun. Das von einer großen Masse (z.B. der Erde oder einem Fixstern) abgehende oder auf

eine große Masse zulaufende Licht nimmt also über gleiche Wege um diejenige Geschwindigkeit ab oder

zu, wie es ein von oder zwischen denselben Massen unter Einwirkung der Gravitationskräfte laufender

kleiner Körper über gleiche Wege tun würde. Dieses ist die eindeutige und allgemeine Definition der

Gesetzmäßigkeit der Ausbreitung des Lichtes oder der elektromagnetischen Wellen im Weltenraum.

Die Masse eines Körpers ist nun demnach unmittelbar eine Funktion der Lichtgeschwindigkeit. Wird die

Masse unendlich groß, so muß das Licht die Geschwindigkeit 2c annehmen. Es fragt sich nun, wie groß

die Zahl c anzusetzen ist. Fest steht wohl, daß c nicht sehr von den bisher gemessenen Werten abweicht,

weil die Masse der Erde und auch der Weltenkörper verhältnismäßig gering ist.

Es sei nun der Zusammenhang zwischen Lichtgeschwindigkeit und einer großen Masse M gegeben. Die

Lichtgeschwindigkeit ist dabei die absolute Geschwindigkeit des Lichtes in der Nähe der im Raum

ruhenden großen Masse M. R sei der Radius der Masse M. Es kann wieder mit einem kleinen Körper ∆m

gerechnet werden, der von R bis in die Entfernung ∞ die Geschwindigkeit v benötigt.

Die Masse ∆ m hat am Anfang die Geschwindigkeit v und am Ende die Geschwindigkeit 0, d.h. v ist

diejenige Geschwindigkeit, die notwendig ist, um das Schwerefeld des Körpers M zu verlassen.

Anfangsenergie - Endenergie = Summe der gegenüber der Schwerkraft geleisteten Arbeit.

2

16


Hieraus ergibt sich für v

∆m

⋅ c

1−

v

2

2

/ c

v =

2

− ∆m

⋅ c

c

2

M

R

=

2

=



R

c

2

1−

v

6

c


M

( + c

R

2

)

M ⋅ ∆m

M ⋅ ∆m

dr =

2

r R

Dieses v ist die Zusatzgeschwindigkeit zur Raumlichtgeschwindigkeit c, d.h. die Lichtgeschwindigkeit in

der Nähe des Körpers M ist gleich c + v.

Ist hierin M = 0, so ist auch die Zusatzgeschwindigkeit v = 0. Wir erhalten also die Lichtgeschwindigkeit

c im Raum. Ist M = ∞ , so wird v = c, also die Lichtgeschwindigkeit wird 2c. Die Ableitung der Formel

gilt für im Raum ruhendes M, so daß c und 2c nicht nur Relativgeschwindigkeit zu M, sondern Absolutgeschwindigkeit

im Raum bedeutet. Die Geschwindigkeit v ist hier immer Zusatzgeschwindigkeit zur

Lichtgeschwindigkeit = c + v.

Um nun die Konstante c zu bestimmen, ist es notwendig, z. B. bei Messungen auf der Erde auch deren

absolute Bewegung zu bestimmen. Für die Erde ist die Zusatzgeschwindigkeit v ca. 11 km/s, d.h. diese

Geschwindigkeit benötigt ein Körper, um das Schwerkraftfeld der Erde zu verlassen.

Der mit Strahlung gefüllte Hohlraum von Hasenöhrl ist das einfachste Modell einer stationären

Energieanhäufung im Raum. Ebenso wie dieser Raum mit seiner elektromagnetischen Strahlung der

Gravitation gehorcht, tun dieses auch die Atome mit ihren elektromagnetischen Energien. Das Gesetz der

Lichtausbreitung ist also zugleich das Gravitationsgesetz. Dieser Zusammenhang bestätigt auch wieder

die Auffassung, daß die Massen oder Energien der Atome ebenfalls nur elektromagnetische

Schwingungen sind. Es müssen sich dann auch innerhalb der Atome bei steigender Masse M die

Geschwindigkeit oder Intensitäten ändern, genau so wie bei dem Licht. Das Atom eines großen Fixsternes

bzw. einer großen Masse M hat deshalb mehr Masse als das Atom eines kleinen Himmelskörpers. –

Die Änderung der Lichtgeschwindigkeit ähnlich den Fallgesetzen läßt sich praktisch dadurch beweisen,

daß man diese Geschwindigkeit einmal am Erdboden und einmal in einem Flugzeug in großer Höhe sehr

genau vergleichend mißt. Die Lichtgeschwindigkeit am Erdboden muß dann um das Maß der

Geschwindigkeit v eines aus dem betr. Flugzeug frei fallenden Körpers größer sein. Dieses ist natürlich

im Verhältnis zu der großen Lichtgeschwindigkeit von ca. 300 000 km/s sehr wenig. –

Auf dem Mond ist z.B. v = 2,3 km/s. Die vergleichbaren Lichtgeschwindigkeiten müssen demnach auf

der Erde c + 11 km/s und auf dem Mond c + 2,3 km/s sein.

2

2

/ c

2

− c

2

17


In Abb. 14 sind zwei im Raume ruhende Massen m1 und m2 beliebiger Größen dargestellt. Diese ziehen

sich auf Grund des Newton'schen Gravitationsgesetzes mit der Kraft

P

m ⋅ m

k

1 2 = an. Es gilt dann:

r2

1

P ⋅ dt = m1

⋅ dv1

; P ⋅ dt = m2dv2

; =

m2

Für eine kleine Wegstrecke ∆ s kann die Kraft P konstant angenommen werden und man kann deshalb

setzen:

m 1 v2

=

m v

Ist nun m1 größer als m2 (m1 > m2) so wird v2 größer als v1 (v2 > v1). Die Massen werden dann:

mv1 2

1

m

dv

dv

m1

m2

= ; m

2

v2

=

;

2

2 2

1−

v / c

1−

v / c

1

Die Massen werden also unter der Einwirkung der Gravitationskräfte größer, und es verhält sich:

m

m

v1

v2

m

=

m

1

2

1−

v

1−

v

2

2

2

1

/ c

/ c

2

2

m

=

m

Die kleinere Masse m2 nimmt also mehr zu als die größere Masse m1. Die Körper m1 und m2 haben also

unter der Einwirkung der Gravitation ihre Masse oder Energie bzw. ihre Bewegung vergrößert. Diese

Bewegung oder Masse kann aber nur aus dem Raum stammen. Es muß also jeder körperlichen, sichtbaren

Masse oder Energie noch eine unsichtbare, nur durch die Gravitation erkennbare Energie im Raum in

einem bestimmten Verhältnis zugeordnet sein. Bezeichnet man diese Energien im Raum, die zu den

Massen m1 und m2 gehören, mit Raumenergien m1 ≡ ER1

m2

≡ ER2

, so steht fest, daß die infolge der

Gravitation aufeinanderfallenden Massen

1

2


c

c

2

2

2

− v

− v

2

2

2

1

2

1

18


m

+

m

1

2

2 2

2 2

1− v1

/ c 1−

v2

/ c

weniger Raumenergie besitzen als die anfangs ruhenden Massen m1 + m2; denn ein Teil der beiderseitigen

Raumenergie hat sich in Masse umgesetzt. Steigende Masse bedeutet also abnehmende Raumenergie.

⎡⎡

⎢⎢

⎣⎣

m

1

2

ER +

ER

⎢⎢

2 2

2 2

1−

v1

/ c 1−

v2

/ c ⎥⎥

m

⎤⎤

⎥⎥

<

⎦⎦

[ m + m ]

Sicher ist auch, daß die Raumenergie eines Körpers sich bis in weite Fernen erstreckt, nämlich so weit,

wie die Gravitationswirkung reicht. Genau genommen ist bei Gravitationsgesetzen die Massenzunahme

und die sich daraus ergebende Änderung der Schwerefelder zu berücksichtigen. Bei den obigen

Überlegungen ist dieses Problem dadurch umgangen worden, daß ein im Raum ruhender großer Körper

mit konstantem Schwerefeld angenommen wurde, das durch einen Körper ∆ m und dessen Massenveränderungen

praktisch nicht geändert wird. Anders ist es natürlich, wenn zwei große Körper mit hohen

Geschwindigkeiten aufeinanderfallen; doch läßt sich hierfür kein allgemeines Gesetz aufstellen, weil die

Ausbreitungsgeschwindigkeit der Schwerefelder unbekannt ist. Diese ist möglicherweise eine Funktion

der Massen, ähnlich wie die Lichtausbreitung. Auf keinen Fall aber kann man annehmen, daß diese

Schwerefelder sich genau wie das Licht ausbreiten; denn eine solche Annahme liegt vollkommen fern.

Man kann jedoch vermuten, daß sich die Gravitationswellen mit weit höherer als der

Lichtgeschwindigkeit ausbreiten.

Es ist ferner unbekannt, wie groß die Raumenergie einer Masse ist. Man weiß nur, daß die zu einem

Körper gehörige Raumenergie mit wachsender Masse kleiner wird. –

Es ist bisher immer von absoluter Bewegung im Raum gesprochen worden. Alle Massen, Energien etc.

erscheinen uns als absolute Bewegung im Raum. Es soll nun hier weiter besprochen werden, welcher Art

diese absolute Bewegung im Raum wohl ist. Bei dem Licht, der Energie oder den Massen haben wir es

mit sogenannten elektromagnetischen Schwingungen zu tun, deren Wellenbewegung sich durch den

stationären Raum fortpflanzt.

Es ist bekannt, daß sich Wellenbewegung fortpflanzt, ohne daß das Medium, in dem diese Bewegung

stattfindet, sich fortbewegt Bei festen Körpern erfolgt diese Bewegung z. B. durch länglichen und

seitlichen Druck und Zug des Körpers.

1

2

19


In Abb. 15 ist in der Mitte ein ruhendes Raumelement dargestellt. Oben schwingt dieses Raumelement

seitlich aus, d.h. es handelt sich um transversale Schwingungen oder um eine transversale Welle. Unten

pflanzt sich in demselben Raumelement eine longitudinale Welle fort. In Physiklehrbüchern kann man

sich genau über Eigenschaften und Arten der verschiedenen Wellenbewegungen unterrichten.

In Abb. 16 ist ein Wellenbild einer schwingenden Platte dargestellt, wie es entstehen kann, wenn man

eine Platte mit aufgestreuten Spänen in Schwingungen versetzt. Hierbei handelt es sich um sog. stehende

Wellen. Es ist ferner bekannt, daß es sich bei den elektromagnetischen Schwingungen um transversale

Wellen handelt. Bei der sichtbaren absoluten Bewegung im Raum, d.h. bei allen Körpern, Energien oder

Massen handelt es sich also um transversale, elektromagnetische Schwingungen. Auf den abwechselnd

gerichteten elektrischen Kräften steht jeweils senkrecht eine magnetische Kraft. Es ist vielleicht möglich,

daß die bekannten elektrischen und magnetischen Kraftlinien ein Abbild des Drängens und Zerrens bzw.

der Verformung des Raumes sind. –

Es ist z. B. bekannt, daß Schwingungen in festen Körpern eine gewisse Ähnlichkeit mit den

elektromagnetischen Schwingungen haben. Allerdings vermißte man bisher in der Analogie longitudinale

Schwingungen, die in festen Körpern mit transversalen Schwingungen untrennbar verbunden sind. –

Wir können nun aber den stationären Raum als den wahren festen Körper auffassen, zu dem die

materiellen ,,festen Körper“, die ja nur elektromagnetische Schwingungen sind, nur ein Spiegelbild bzw.

eine unvollkommene Analogie abgeben. In diesem wahren festen Körper, d.h. in dem stationären Raum,

20


21

bilden die elektromagnetischen transversalen Schwingungen die Erscheinungen der Materie und die

damit verbundenen unsichtbaren longitudinalen Schwingungen verursachen die Erscheinung der Gravitation.

Die Atome kann man im Raum als elektromagnetische Schwingungsknoten analog zu Abb. 16 auffassen.

Es wirken hier außer Gravitationskräften noch elektromagnetische Kräfte, und es ist möglich, daß hier ein

ständiger Wechsel von transversalen in longitudinale Schwingungen innerhalb der Atome stattfindet.

Dieses würde seine Ursache in der Änderung der hohen Geschwindigkeit innerhalb des Atoms haben, so

daß dieses eine ständig wechselnde bzw. auf- und abschwingende Masse besitzt. Auf alle Fälle

entsprechen auch dem Atom keine mehrdimensionalen Gesetze oder sonstige Unwahrscheinlichkeiten;

denn der Raum, in dem wir leben, ist offensichtlich dreidimensional, und es ist nicht einzusehen, daß das

Atom seine Existenz in einem anderen Raum haben sollte. Auch kann man natürlich beim Atom nicht von

Korpuskeln bzw. Körperchen reden; denn die Schwingungen innerhalb des Atoms sind über dessen Raum

verteilt. Es ist experimentell nachgewiesen, daß Moleküle, Atome und Elektronen Wellencharakter haben.

Deswegen ist es auch nicht ausgeschlossen, die Art dieser Schwingungen nach Zeit, Form und

Ausdehnung etc. der Wirklichkeit entsprechend theoretisch zu beschreiben, auch wenn man das Atom

wegen seiner Kleinheit und der großen Geschwindigkeit meßtechnisch nur sehr schwer nachprüfen kann.

Kapitel IV. Erste Methode der mechanischen Energiegewinnung

Es kann auf Grund der vorherigen Überlegungen und Ableitungen als erwiesen gelten, daß die Energie

nicht konstant ist. Sie steht vielmehr in ständiger Wechselwirkung mit der Raumenergie. Es ist daher

naheliegend, einmal zu untersuchen, ob es nicht möglich ist, diese Raumenergie anzuzapfen. Anders

ausgedrückt, es muß möglich sein, Bewegungsenergie mechanischer Körper aus der Raumenergie zu

gewinnen –

Man betrachte eine sich drehende Scheibe nach Abb. 17. Die gegenüberliegenden Masseteilchen m' haben

infolge der Drehung der Scheibe die gegenläufigen Geschwindigkeiten v nach rechts und links.


Hat die sich drehende Scheibe noch eine geradlinige Geschwindigkeit v1, so lassen sich die beiden

Masseteilchen m' nach Abb. 18 darstellen.

Je höher jetzt die Geschwindigkeit v wird, um so größer muß die Arbeit sein, die notwendig ist, um die

gegenläufige Geschwindigkeit der beiden Massen zu steigern. Dieses ist scheinbar bei allen

mechanischen Vorgängen so, d.h. es gelingt scheinbar nicht, die Geschwindigkeit der beiden Massen mit

geringerem Arbeitsaufwand zu steigern, als es der Zunahme ihres Arbeitsvermögens entspricht.

In Abb. 19 ist eine fiktive Einrichtung dargestellt.

Die auseinanderstrebenden Massen werden hier von einem Apparat X beeinflußt. Sobald an diesem

Apparat X eine Kraft C wirkt, werden die beiden Massen m' infolge Fernwirkung durch die Kräfte P

auseinandergetrieben. Die Kräfte P verändern sich nicht, auch wenn die Geschwindigkeit v der Massen

noch so groß ist, d.h. die gleichbleibende Arbeit an dem Apparat X in Höhe von C ⋅ r treibt die Massen

m' immer mit demselben Impuls auseinander. Man sieht ohne weiteres ein, daß ein solcher Apparat zur

Energieerhöhung aus der Raumenergie führen wird. Der Energiegewinn wird um so größer sein, je höher

die Anfangsgeschwindigkeit v der beiden Massen m' war. Es scheint aber auf den ersten Blick unmöglich

zu sein, einen Apparat X zu konstruieren, der einen derartigen Vorgang ermöglicht. –

In Wirklichkeit ist ein solcher Effekt aber sehr einfach zu erzielen. In Abb. 20 dreht sich eine kreisrunde

Masse m um ihren Mittelpunkt mit der Umfangsgeschwindigkeit v, während die Winkelgeschwindigkeit

die Größe ω hat. Der Mittelpunkt der Masse m drehe sich nun aber mit der Geschwindigkeit v1 im

Abstand r um den Punkt 0, wie es in Abb. 20 dargestellt ist. Die kreisrunde Masse habe das

Trägheitsmoment J, und ihre Winkelgeschwindigkeit sei wie gesagt ω . Der Mittelpunkt der Masse m

drehe sich mit der Winkelgeschwindigkeit ω 1 um den Punkt 0, und die Zentrifugalkraft ist dann:

C = m ⋅ r

2

⋅ω1

Wird jetzt die Masse m von der Arbeit der Zentrifugalkraft nach innen gezogen, so erhöht sich die

Umdrehungszahl von m.

Die Arbeit der Zentrifugalkraft ist: A = ∫C ⋅ dr .

Diese Arbeit ist vollständig unabhängig von der Anfangsdrehzahl bzw. Anfangsgeschwindigkeit v der

Scheibe m um ihren Mittelpunkt.

22


Die von der Arbeit A nach innen gezogene Masse m erfährt eine zusätzliche Winkelgeschwindigkeit ω′ ,

die sich nach dem Satz von der Erhaltung des DralIs D wie folgt errechnet:

D = m ⋅ v1

⋅ r = J ⋅ω′

. Es handelt sich hier nebenbei um den sogenannten Flächensatz, der für alle

Zentralbewegungen Gültigkeit hat, d.h. für alle Bewegungen, bei denen der betreffende Körper eine

Anziehung nach einem Zentrum erfährt. Diesem Gesetz entspricht auch das 2. Keplersche Gesetz.

Hiermit ist also ein Vorgang gefunden, den man in Abb. 19 noch als fiktiven Wunschtraum vor sich sah.

Mit konstanter Arbeit A = ∫C ⋅ dr gelingt es, verschiedene Energiezuwachshöhen zu erreichen, die allein

von der Anfangsgeschwindigkeit v der Masse m abhängen, wenn v1 konstant ist. Je höher die Anfangsgeschwindigkeit

v ist, um so größer wird der Energiezuwachs. –

Es sei nun ein praktisches Beispiel durchgerechnet.

2

Die Zentrifugalkraft ist = m ⋅ r ⋅ω



C 1 . Die Arbeit der Zentrifugalkraft errechnet sich wie folgt:

2

A = C ⋅ dr = m ⋅ r′

⋅ω

′ ⋅ dr wenn ω′ die Winkelgeschwindigkeit im jeweiligen Abstand r' ist.

Es gilt ferner:

2

2

m ⋅ v ⋅ r = m ⋅ v′

⋅ r′

= J ⋅ω′

oder m ⋅ω

⋅ r = m ⋅ω′

⋅ r′

1

′ r ′ ′ ω ′

2 2 2 2 4 4

ω = ω1

⋅ / r bzw.

ω = 1 ⋅ r / r oben eingesetzt:

∫ ∫ − ′ ⋅ ⋅ = ⋅ ′ ⋅ ⋅ ′ ⋅

r r m dr r r r m

2 4 4

2 4

ω1

/ ω1

= dr

A

3

0

2 4

2

2

A = m ⋅ω

⋅ r | −1/

2 ⋅ r′

| = m ⋅ω

⋅ r

1

Das Trägheitsmoment sei nach Rechnung J = 0,0375 bei einer Masse m = 2,5. Die

Winkelgeschwindigkeit sei ω = 105 bei n = 1000 Upm.

r

1

1

2

/ 2

23


Dann ist die Energie E1 der sich drehenden Masse J

2

ω

E 1=J⋅

/2=2O8 mkg

Die Drehzahl der Masse m um den Mittelpunkt 0 sei n1 = 1000 Upm bei r = 0,1 m mit der

Winkelgeschwindigkeit ω 1 = 105. Es ist dann die Geschwindigkeit des Mittelpunktes der Masse m um 0:

Die Energie E2 dieser Drehung ist dann:

v = π ⋅ d ⋅ n / 60 = π ⋅ 0,

2 ⋅1000

/ 60 = 10,

5m

/ s

1

2

1

2

E = v ⋅ m / 2 = 10,

5 ⋅ 2,

5/

2 = 138mkg

2

Die Arbeit der Zentrifugalkraft ist dann :

2 2

2 2

A = m ⋅ω

⋅ r / 2 = 2,

5⋅105

⋅ 0,

1 / 2 = 138mkg

Die aufgebrachte Energie beträgt demnach:

E a

1

= A + E + E = 138 + 208 + 138 = 484mkg

Für den Zuwachs an Winkelgeschwindigkeit der Masse m aus dem Drall gilt:

m ⋅ v ⋅ r = J ⋅ω′

; ω′

=

1

1

2

2,

5


10,

5


0,

1/

0,

0375

= 70

Diese Winkelgeschwindigkeit addiert sich zu der Winkelgeschwindigkeit ω = 105 , welche die Masse m

mit dem Trägheitsmoment J schon zu Anfang hatte. Die Endwinkelgeschwindigkeit ist also:

Die Endenergie wird:

Ee = J ⋅ω

e

2

We

/ 2

= 105 + 70 = 175

2

= 0,

0375 ⋅175

/ 2

= 575mkg

Die Endenergie ist somit höher als die aufgebrachte Energie. Diese wird um so größer, d.h. mit mehr

Energiegewinn ausfallen, je höher die Anfangsdrehung n bzw. ω von J war, wenn z. B. v1 konstant

bleibt. Es gilt immer:

2

2

2

2

( ω + ω′

) / 2 = ( ω + 2 ⋅ω

⋅ω′

+ ′ ) J / 2

J ⋅ω e / 2 = J ⋅

ω ⋅

Der Gewinn ist also immer höher, je größer der Wert J ⋅ω

⋅ω′

ist. Bei v1 konstant bleibt die Arbeit A der

Zentrifugalkraft konstant. Es ist hier also möglich, zwei mit hoher Geschwindigkeit auseinanderstrebende

Massen immer mit demselben Arbeitsaufwand auseinanderzutreiben, auch wenn ihre gegenläufige Geschwindigkeit

(in diesem Falle der kreisenden Massen von J) noch so hoch ist. Man braucht hier also

sozusagen nicht mehr hinter diesen auseinanderstrebenden Massen hinterherzulaufen, um deren

Geschwindigkeit zu erhöhen. Die fixe Idee von der Unmöglichkeit eines Perpetuum mobile ist somit mit

einfachen mechanischen Rechnungen widerlegt. Es sei hier noch erwähnt, daß auch u. a. verschiedene

2

verfeinerte Rechnungen mit verändelichem Trägheitsmoment von J, also J0 = J + m ⋅ r , durchgeführt

worden sind. Man kommt auch bei dieser Ausgangslage zu Energiegewinn. –

24


25

Logischerweise kann die gewonnene Energie nur aus der Raumenergie stammen, und es erweisen sich

somit die Ableitungen über die absolute Bewegung und die Raumenergie als richtig.

Kapitel V. Der Drehradmotor.

Eine verbesserte Methode mechanischer Energiegewinnung

Es ist im vorigen Kapitel gezeigt worden, daß es ohne weiteres möglich ist, auf mechanischem Wege

Energie zu gewinnen. Bei der im vorigen Kapitel gezeigten Methode kommt man bei konstruktiven

Überlegungen zu dem Schluß, daß es maschinenbautechnisch schwierig sein muß, auf diese Art und

Weise Energie zu gewinnen. Trotzdem würde es natürlich billiger sein, nach diesem System Energie zu

erzeugen, als es z. B. mit herkömmlichen Kraftwerken möglich ist. –

Man muß jedoch auf Grund der vorherigen physikalischen Ableitungen vermuten, daß es verschiedene

Wege geben wird, mit denen auf mechanischem Wege Energie erzeugt werden kann. – In diesem Kapitel

werden deshalb grundsätzlich Wege gezeigt, wie sich Maschinen zur Energieversorgung einfacher bauen

lassen. Es werde zunächst die geradlinige Rollbewegung eines Rades untersucht, wie es in Abb. 21

dargestellt ist. Die Energie eines solchen rollenden Rades ist bekanntlich zusammengesetzt aus der

Bewegungsenergie der geradlinigen Bewegung und aus der Drehbewegung des Rades. In Abb. 21 soll das

rollende Rad nur aus den zwei eingezeichneten Massenpunkten m = 1 bestehen. Diese Abstraktion ist

ohne weiteres zulässig, weil sich diese annähernd verwirklichen läßt, indem man die übrigen Teile des

Rades sehr leicht baut. Die geradlinige Geschwindigkeit des Rades sei 4 m/s. Hierfür sind die beiden

Geschwindigkeitsdiagramme eingezeichnet. Für die Drehbewegung der beiden Massenpunkte ergeben

sich somit die Geschwindigkeiten V a = 12 m/s. Die Bewegungsenergie des Rades ist also:

2

E = 2 ⋅ m ⋅ v / 2 + 2 ⋅ m ⋅ va

= 2 ⋅1⋅

4

2

/ 2

+ 2 ⋅1⋅12

Addiert man nun die beiden Geschwindigkeiten der Massen m,

2

2

/ 2

/ 2

=

= 16 + 144 = 160mkg

wie es der wirklichen Bewegung entspricht, so haben die Massen folgende Geschwindigkeiten:


26

oben v0 = 12 + 4 = 16 m/s; unten v u = 12 - 4 = 8 m/s. Die Bewegungsenergie des Rades nach diesen

Geschwindigkeiten errechnet sich zu:

E = m ⋅ v / 2 + m ⋅ vu

= 1⋅16

2

0

2

/ 2

+ 1⋅

8

2

2

/ 2

/ 2

=

=

256/

2

+

64/

2

= 160mkg

Nach beiden Betrachtungsmethoden kommt derselbe Wert heraus, wie es auch richtig ist und der

bisherigen Erfahrung entspricht. –

In den Abb. 22a und b sind die Bewegungs- und Energieverhältnisse auf ähnliche Art und Weise

untersucht, wenn das Rad im Kreise rollt. Das rollende Rad hat hier den angenommenen Radius 2, und es

rollt im Abstand 10 auf einem inneren Rad mit dem Radius 8. Auch hier ist angenommen, daß das Rad

nur aus den zwei Massepunkten m = 1 besteht wie in Abb. 21. Die Bewegung ist hier zusammengesetzt

aus einer Drehbewegung um den Mittelpunkt des Systems mit dem Radius 10. Diese Bewegung

hat eine dreieckförmige Geschwindigkeitsverteilung, wobei der Mittelpunkt des Rades die

Geschwindigkeit vs = 4m

/ s hat. Die andere Bewegung des Rades ist die Drehbewegung um den

eigenen Mittelpunkt. - Diese errechnet man am einfachsten so, daß man zuerst das gesamte System starr

um eine Umdrehung sich herum gedreht vorstellt. Dann wird das innere Rad, das ja starr sein soll,

zurückgedreht. Für eine Umdrehung des Systems erhält man dann für die Eigendrehung des Rades den

Wert 8/2, was dem Übersetzungsverhältnis vom inneren starren Rad zum Abrollradius des rollenden

Rades entspricht.

Das Rad hat, wie gesagt, mit seinem Mittelpunkt im Abstand r = 10 die Geschwindigkeit vs = 4m

/ s .

Dann ist die Winkelgeschwindigkeit um diesen Mittelpunkt:


ωs

= / r = 4/

10 =

Die Drehwinkelgeschwindigkeit des Rades um seinen Mittelpunkt beträgt dann:

ω

v s

0,

4

8 / 2 ⋅ω

= 4 ⋅ 0,

4 = 1,

6

r = s

Die Geschwindigkeit am Abrollradius 2 des Rades ist dann:

vr = r ⋅ω

r = 2 ⋅1,

6 = 3,

2m

/ s

Trägt man nun die Geschwindigkeitsdiagramme auf, so ergibt sich das Bild in Abb. 22a.

Für die Drehbewegung um den Mittelpunkt mit r = 10 hat die obere Masse die Geschwindigkeit von

oben Vso = 6,3 m/s, die untere Masse von Vsu = 1,5 m/s. Die Drehbewegungsgeschwindigkeit des Rades

um seinen Mittelpunkt beträgt außen für die beiden Massen:

V ra = 9,5 m/s

Die durch äußere Arbeit aufgebrachte Energie entspricht der Summe beider Bewegungsanteile:

2

2

2

E = m ⋅V

/ 2 + m ⋅V

/ 2 + 2 ⋅ m ⋅V

/ 2

E = 1⋅

6,

3

/ 2

E = 111,

22mkg

2

so

+ 1⋅1,

5

2

/ 2

su

+ 2 ⋅9,

5

2

/ 2

ra

= 19,

845 + 1,

125 +

90,

25

Diese Arbeit, die durch äußere Kraft eingebracht wurde, kann umgekehrt auf dieselbe Art und Weise

wieder abgenommen werden. Die wirkliche Geschwindigkeit der beiden Massen m = 1 ist aber in Abb.

22b dargestellt. Es ergibt sich:

V

V

o

u

= V

= V

so

ra

+ V

−V

ra

su

=

=

6,

3

9,

5

+ 9,

5 = 15,

8m

/ s für oben

−1,

5 = 8m

/ s für unten

Hieraus errechnet sich die innere oder wahre Energie der Massen zu:

2

2

E = m ⋅Vo

/ 2 + m ⋅Vu

2

2

/ 2 = 1⋅15,

8 / 2 + 1⋅

8 / 2

E = 249,

64/

2 + 64/

2 = 124,

82 + 32 = 156,

82mkg

Diese innere Energie ist höher als die durch äußere Arbeit aufgebrachte Energie. Würde man die beiden

Massen mit den Geschwindigkeiten V0 und V u in der gezeichneten Lage lösen und geradeaus laufen

lassen, so hätte man die volle innere Energie zur freien Verfügung. Natürlich kommt man bei der

Rechnung zu demselben Ergebnis, wenn an Stelle der Massen m die vollen Trägheitsmomente von

Schwungrädern eingesetzt werden.

In den Abb. 23, 23a und b ist eine maschinentechnische Ausführungsform des Drehradmotors dargestellt,

die es gestattet, die inneren Energien einer Anordnung nutzbar zu machen, die im vorigen Abschnitt

beschrieben worden ist.

In dem Grundgehäuse mit den Lagern 7 und 8 ist die Welle 9 und das Gehäuse 4 zentral gelagert. Das

Gehäuse 4 ist auf Welle 9 und im Lager 8 drehbar. Es kann über die Kupplung 24 mit Generator und

Motor 25 verbunden werden, d.h. Teil 25 kann abwechselnd als Generator oder Motor betrieben werden.

27


28

Die Welle 9 kann über die Kupplung und Bremse 22 einmal mit dem Generator 23 verbunden werden

und andererseits mit Bremse 22 gegen das Grundgehäuse abgebremst bzw. festgesetzt werden. Mit Welle

9 ist das Zahnrad 6 fest verbunden. Die Schwungräder 1 mit den Zahnrädern 2 sind mit den Wellen 3 fest

verbunden. Die Wellen 3 sind in dem Gehäuse 4 drehbar gelagert. Die Drehbewegung der Schwungräder

1 gegenüber dem Gehäuse 4 kann mit den Generatoren 5 abgebremst werden. –

Eine Periode der Energiegewinnung läuft nun folgendermaßen ab. Die Welle 9 wird mit der Bremse 22

gegenüber dem Grundgehäuse festgehalten, d.h. Zahnrad 6 ist starr bzw. steht still. Dann wird die

Kupplung 24 eingeschaltet und mit dem Motor 25 das Gehäuse 4 nach links beschleunigt. In Abb. 23a ist

schematisch dargestellt, wie sich Gehäuse 4 links herum dreht und wie die Schwungräder 1 sich links

gegenüber dem Gehäuse drehen. Die Bremse 22 wird jetzt gelöst, und die Generatoren 5 bremsen nun mit

dem Moment M die Schwungräder 1 rechtsherum gegenüber dem Gehäuse 4 ab. Dabei wird dem

Gehäuse 4 ein Iinksdrehendes Moment von der Größe 2 ⋅ M = 2 ⋅ P ⋅ r erteilt, wie es in Abb. 23 b

dargestellt ist.

Dieses Moment 2 ⋅ P ⋅ r wird von dem Generator 25 abgenommen, d.h. Gehäuse 4 behält seine

Geschwindigkeit bei.


Am Anfang waren vorhanden die Energien des Gehäuses = E1 und die Energien der Schwungräder =

2 ⋅ E2

; also E1 + 2 ⋅ E2

. Abgenommen werden die Energien der Schwungräder über die Generatoren 5,

d.h. 2 ⋅ E2

; von dem Generator 25 wird durch Abbremsung des Gehäuses die Energie von

2 ⋅ E3 = 2 ⋅ P ⋅ v ⋅t

gewonnen. Die Energie des Gehäuses 4 in Höhe von E1 bleibt erhalten, weil dieses ja

seine Geschwindigkeit nicht ändert.

Es ist bei dem Vorgang also die Energie in Höhe von 2 ⋅ E3

gewonnen worden. –

Um den Vorgang zu wiederholen, müßte zunächst das Gehäuse 4, d.h. auch E1 , abgebremst werden und

dann der Vorgang wiederholt werden. Eine andere Methode läuft so ab, daß man das Gehäuse 4 durch

29


30

Abbremsen der Schwungräder 1 beschleunigt und dann von dem starr sich drehenden System den

Energiegewinn abnimmt. Mit Generator 23 kann das System über Rad 6 abgebremst werden. Das

Gehäuse 4 mit Schwungrädern 1 hat dann nach Beendigung dieses Vorganges noch eine Restdrehzahl. Es

muß jedoch darauf geachtet werden, daß bei diesem

Abbremsen kein hoher Energieverlust eintritt. Nachteilig bei dieser Anordnung nach Abb. 23 sind die

hohen Zentrifugalkräfte, das Abbremsen von voller Drehzahl bis auf 0 und das periodische Wiederholen

der Vorgänge.

Man kann versuchen, diese nachteiligen Eigenschaften durch systematische Fortentwicklung der

Konstruktionen zu vermindern oder zu beheben.

Bei einem Versuchsmodell, wie es auf der Fotografie zu sehen ist, wurden Messungen gemacht. Es hat

sich dabei gezeigt, daß auf mechanischem Wege Energie gewonnen werden kann. Dieses Versuchsmodell

entspricht im Prinzip der Abb. 23.

An dem Modell wurde nachgewiesen, daß durch Abbremsen der Schwungräder gegenüber dem Steg

Energie gewonnen wird. Zur Sicherheit wurden auch die eingegebenen Energien gemessen. Diese

entsprechen genau der Größe, wie sie theoretisch angenommen wurde. Es hätte ja sonst sein können, daß

man anscheinend theoretisch Energie gewinnt, weil man die eingegebene Energie falsch eingeschätzt hat.

Dieses ist aber nicht der Fall. Es kann deshalb mit 100%iger Sicherheit gelten, daß es physikalisch oder

praktisch nachgewiesen ist, wie auf mechanischem Wege Energie gewonnen werden kann. - In Abb. 24

ist eine verbesserte Bauform eines Drehradmotors im Schnitt dargestellt. Das Gehäuse 4 ist hier mit Welle

9, die unterbrochen ist, links und rechts verbunden und kann über die Kupplung IV mit Motor oder

Generator 25 gekuppelt werden. Die Welle 3, die sich im Gehäuse 4 dreht, ist mit Schwungrad 1 und

Zahnrad 2 fest verbunden. Die Welle 3 bzw. das Schwungrad 1 können gegenüber dem Gehäuse 4 mit der

Kupplung III abgebremst werden. Das Zahnrad 2 greift in das zentral gelagerte Zahnrad 6 ein. Das

Zahnrad 6 ist im linken Lager 7 des Grundgehäuses zentral drehbar gelagert. Das Zahnrad 6 kann mit

Bremse II gegenüber dem Grundgehäuse festgesetzt werden. Ferner kann das Zahnrad 6 über Kupplung 1

mit dem Generator 23 gekuppelt werden. Die Konstruktion hat den Vorteil, daß hier infolge des

zentraleren


Schwungrades 1 geringere Zentrifugalkräfte entstehen (Abb. 24>. Ein Arbeitsablauf ist z. B. wie folgt

möglich:

a) Kupplung l und III sind ausgeschaltet. Bremse II und Kupplung IV sind eingeschaltet.

Dann wird 25 als Motor geschaltet und das ganze System nach links beschleunigt.

b) Bremse II, Kupplung 1 und IV sind ausgeschaltet. Die Kupplung oder Bremse III wird eingeschaltet,

und die Drehbewegung von Schwungrad 1 gegenüber dem Gehäuse wird abgebremst. Hat das Zahnrad 6

zu Zahnrad 2 das Übersetzungsverhältnis 1:1, so ist z. B. ω die Winkelgeschwindigkeit des Schwungrades

1 mit dem Trägheitsmoment J und des Gehäuses mit dem Trägheitsmoment J 0 vor dem Abbremsen.

Die eingegebene Energie ist also:

2

2

E = J ⋅ω

/ 2 + J ⋅ω

/ 2

1

Bremst die Kupplung III ab, so entsteht danach die Winkelgeschwindigkeit ω 0 des Gehäuses mit

Schwungrad. Es gilt nach dem Satz vom Drall:

J ⋅ω + J ⋅ω

= J ⋅ω

0

Es ist J ≤ J0

und es wird somit ω0 ≤ 2 ⋅ω,

d.

h.

ω0

wird nicht ganz den Wert von 2 ⋅ω

erreichen. Die

Endenergie ist dann:

2

E = J ⋅ω

/ 2

2

0

d.h. E2 ist annähernd das Doppelte an Energie wie E1.

c) Diese freigemachte innere Energie kann nun bei eingeschalteter Bremse III und bei eingeschalteter

Kupplung IV über Generator 25 abgenommen werden.

d) Vor Erreichung des vollständigen Stillstandes kann man z.B. die Kupplungen III und IV lösen und die

Kupplung 1 einschalten. Dann wird über Generator 23 und Rad 6 abgebremst und nach dem Stillstand

0

0

0

0

31


32

von 6 wird die Bremse II eingeschaltet. Mit der nun noch vorhandenen Restdrehung kann der Vorgang

von neuem beginnen.

Bei dieser Art der Energieabnahme ist die Arbeit der Kupplung oder Bremse III gering, weil ω ≅ ω0

ist.

Es konnte noch nicht praktisch erprobt werden, wie groß die Arbeit an Bremse III ist, wenn man bei

starrem Rad 6, d.h. bei eingeschalteter Bremse II versucht, das System abzubremsen. Das Schwungrad

muß bei solchen Versuchen eine möglichst geringe Exzentrizität haben. Falls praktische Versuche

ergeben sollten, daß hier auch Energie zu gewinnen ist, so kann man an Stelle von Bremse III

Energieabnehmer wie Generatoren oder Pumpen setzen.

Versucht man bei derartigen Konstruktionen mit Hilfe von anderen Getriebeanordnungen das

Schwungrad immer mehr in die Mitte zu rücken, so müssen gewisse dynamische und Kraftverhältnisse

noch genau erforscht und praktisch ermittelt werden, weil sich diese theoretisch allein nicht genau

berechnen lassen.

Kapitel VI. Technische und wirtschaftliche Aspekte

Auf Grund der vorliegenden praktischen Versuche, der physikalischen Ableitungen und bisherigen

Ermittelungen kann es mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß

es möglich sein wird, innerhalb kurzer Zeit brauchbare Drehradmotoren zu entwickeln. Aller Voraussicht

nach wird es eher möglich sein, mittlere bis kleine Aggregate zu bauen. Man wird sehen, wie weit dabei

kleinere Konstruktionen bereits im Fahrzeugbau einsetzbar sind. Man wird wahrscheinlich schneller in

der Lage sein, stationäre Stromerzeugungsaggregate herzustellen.

Die technischen und kaufmännischen Vorteile derartiger Konstruktionen sind offensichtlich. Durch

Fortfall des Treibstoffes entfällt jede Luftverschmutzung. Die Belästigung durch Geräusche wird geringer

sein als bei herkömmlichen Motoren.

Man wird diese Drehradmotoren billig in großen Serien bauen. Genauso, wie jeder sein eigenes Auto hat,

ist es denkbar, daß jeder seine eigenen Energieerzeugungsapparate besitzt, die im Rahmen der

installierten Leistung jederzeit genügend Energie liefern können. Damit kann die zentrale

Elektrizitätsversorgung entfallen. Bekanntlich sind hier die Fortleitungskosten der Energien sehr hoch.

Für die Industrie bedeutet billige Energie billigere Erzeugungskosten. Dieses gilt besonders bei der

Herstellung von Grundstoffen, wie z. B. Aluminium, Stahl, Kunststoffen, Zement etc., wo bekanntlich die

Energiekosten einen hohen Anteil der Gesamtkosten ausmachen. Möglicherweise ist dann auch die Erzeugung

dieser Stoffe an Ort und Stelle in kleineren Einheiten die günstigere Lösung; oder man erzeugt

dort, wo die Rohstoffe lagern.

Die Gewinnung von Süßwasser aus dem Meer wird auch im großen Maßstab möglich sein, da hier die

Energiekosten auch einen hohen Anteil haben. Man braucht bei allen neuen Verfahren voraussichtlich

nicht die Anlagen so auszulegen, daß Energie gespart wird, was sicher oft andere verfahrenstechnische

Vorteile bringen kann.

Bei voller Auslastung solcher Stromerzeugungsaggregate wird die Kilowattstunde nur noch den Bruchteil

eines Pfennigs kosten. Ein Flugzeug, welches mit derartigen Motoren getrieben wird, kann praktisch

unbegrenzt in der Luft bleiben. Die häufigen Brände des Benzins bei Luftfahrzeugen werden fortfallen

und hier die Unfalltoten wesentlich verringern. –

Die erzeugbare Energiemenge ist theoretisch unbegrenzt.

Das Klima kann mit derartigen Maschinen beeinflußt und verändert werden.

Der bisher erreichte Stand der Entwicklung und Erkenntnis wurde in jahrelanger Arbeit erreicht. Dabei

war der finanzielle Aufwand für einen Privatmann verhältnismäßig hoch.

Demgegenüber wurden in derselben Zeit mit einem riesigen personellen und apparativen Aufwand

ungeheure Kapitalien aufgebracht, die aller Voraussicht nach in nutzlose Objekte investiert wurden. Die

Entwicklung von Drehradmotoren hätte jedenfalls nur einen ganz geringen Bruchteil dieses Geldes

gekostet. Außerdem wären die Umweltschäden, die jetzt einen noch immer steigenden, nicht


33

berechenbaren Schaden verursachen, bereits zurückgegangen.

Es hat sich aber gezeigt, daß man mit den zuständigen Leuten und Institutionen nicht vernünftig reden

oder verhandeln kann. Deshalb kann diese Sache auch nicht erst entwickelt und dann verkauft werden,

wie es sonst wohl üblich ist.

Kapitel VII. Warum wurde die Raumenergie bisher nicht entdeckt?

Die Wissenschaft behauptet bekanntlich ganz bestimmt und unumstößlich, daß das ,,Perpetuum mobile"

oder die Gewinnung von Energie unmöglich ist. Diese ,,Logik" wird meist so begründet, daß man ja nicht

etwas aus dem ,,Nichts" hervorzaubern kann. In sogenannten wissenschaftlichen oder gebildeten Kreisen

gehört es allerdings mindestens teilweise zum guten Ton, daran zu glauben, daß etwas aus dem ,,Nichts"

entstehen kann. Nach diesem modernen Glauben ist man bereit, anzunehmen, daß die gesamte materielle

Welt mit allen Lebewesen von selber entstanden ist. Das automatische Entstehen von Leben kann man

heute allerdings nicht mehr beobachten. Man verlegt deshalb diese Vorgänge in riesige Zeiträume der

Vergangenheit, innerhalb deren es in Wirklichkeit früher noch kein Leben gegeben hat. Der Begriff Gott

wird deshalb in unlogischer Weise ausgeklammert, weil man diesen nicht sehen kann, obwohl in

Wirklichkeit seine Wirkungen jedem Menschen täglich vor Augen sind. In ,,analoger" Weise ist man bei

der Erforschung der unbelebten Natur rein ,,materiell" ausgerichtet. Man sieht wohl die Gravitation und

erkennt ihre Wirkungen. Trotzdem erkennt man nicht die Tatsache der Raumenergie an.

Das Dogma, die herrschenden Lehren und Meinungen, Komplexe und die Angst vor der Öffentlichkeit

stehen der Entwicklung des Drehradmotors entgegen. Man sagt eben einfach:

,,So etwas gibt es nicht." ,,Das ist unlogisch."

,,Mit derart einfachen Mitteln ist dieses nicht möglich." ,,Wir sind nicht davon überzeugt."

,,Haben sie nicht gelernt, daß dieses unmöglich ist?"

,,Da muß doch irgendwo ein Fehler in den Rechnungen und Überlegungen stecken."

Selbst wenn Fachleute die Richtigkeit der Dinge erkennen, so

hindert sie immer noch die Angst vor den Kollegen daran, für eine solche Sache öffentlich einzutreten.

Die Entdeckung der Raumenergie und der mechanischen Energiegewinnung macht automatisch ganze

Theorien - Gebäude und Vorstellungen zunichte. Für das Ansehen und für den Glauben an die

Unfehlbarkeit der Wissenschaft ergibt sich eine tödliche Blamage. Man muß sich nämlich immer wieder

fragen, warum eine im Grunde so einfache Sache bisher nicht entdeckt wurde und warum man nicht daran

glaubt, obwohl sie bereits manchen Leuten leicht verständlich dargestellt wurde.

Kapitel VIII. Gab es in der Vergangenheit schon Technik? Welche

Art Lebewesen waren die Raumfahrer der Vergangenheit?

Archäologische Funde, geschichtliche Berichte und zahlreiche in allen Völkern vorhandene Sagen und

Überlieferungen etc. haben die Vermutung aufkommen lassen, daß in früheren Zeiten auf der Erde

Raumfahrer gelandet sein können. Erstaunlich sind die genauen astronomischen Kenntnisse alter Völker.

Es ist auch unwahrscheinlich, daß mit den früher vorstellbaren technischen Mitteln Pyramiden und andere

Bauwerke errichtet werden konnten. Dieses sind nur wenige Punkte, die man als Beweise anführen kann.

Die Vermutung ist deshalb nicht abwegig, daß es sich hier um Raumfahrer gehandelt haben könnte.

Bei realer physikalischer Betrachtung erscheint es nicht möglich, daß menschenähnliche, materielle

Lebewesen von anderen Sternen mit Raumschiffen die Erde besucht haben.

Erstens wird es unmöglich sein, mit derartigen Raumschiffen auch nur annähernd die

Lichtgeschwindigkeit zu erreichen. Dieses ist aber die Voraussetzung, um in einigermaßen abschätzbaren

Zeiträumen die riesigen Entfernungen zu überbrücken.

Zweitens würde bei solchen hohen Geschwindigkeiten keine Zeitverschiebung entstehen, weil sich


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derartige ,,Relativitätstheorien" vollständig außerhalb der Realitäten bewegen.

Drittens ist es fraglich, ob ein materielles Lebewesen überhaupt je eine solch hohe Geschwindigkeit,

Schwerelosigkeit, Raumstrahlung etc. über größere Zeiträume je verträgt.

Viertens sind die Entfernungen und die Ungewißheiten über die anzusteuernden Ziele viel zu groß.

Fünftens muß man sich fragen, warum dann heute und in der geschichtlichen Vergangenheit, soweit sie

überschaubar ist, keine Raumfahrer mehr auf der Erde erscheinen.

Bei außerirdischen Lebewesen geht man immer von der Vorstellung materieller Lebewesen aus.

Die physikalischen Ableitungen haben aber gezeigt, daß die Materie nur eine Sekundärerscheinung ist.

Primär steht der Materie oder der elektromagnetischen Energie die unsichtbare Raumenergie gegenüber.

Diese erfüllt die unendlich großen Räume zwischen der Sternenwelt. Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit

der Raumenergie ist wahrscheinlich weitaus größer als die der Lichtgeschwindigkeit, ja vielleicht sogar

unendlich groß. Es ist deshalb keineswegs abwegig, anzunehmen, daß diese Raumenergie analog wie die

Materie Sitz von intelligenten Lebewesen ist. Der natürliche Aufenthaltsort derartigen Lebens ist der

Raum bei den Sternen, d.h. diese sind Raumfahrer von Jugend an. Man kann als sicher annehmen, daß die

Erde früher von intelligenten Raumlebewesen besucht worden ist, die hier ihre unverkennbaren Spuren

hinterlassen haben. Diese hatten die Möglichkeit, sich in materielle Lebewesen zu verwandeln. –

Der Geschichtsbericht der Bibel sagt über die Zeit vor der Sintflut in 1. Moses 6 Vers 1-8:

,,Und es geschah, als die Menschen begannen, sich zu mehren auf der Fläche des Erdbodens, und ihnen

Töchter geboren wurden, da sahen die Söhne Gottes, daß die Töchter der Menschen schön waren, und sie

nahmen sich zu Weibern, welche sie irgend erwählten. Und Jehova sprach: Mein Geist soll nicht ewiglich

mit dem Menschen rechten, da er ja Fleisch ist; und seine Tage seien hundert und zwanzig Jahre. In jenen

Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch nachher, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der

Menschen eingingen, und diese ihnen gebaren. Das sind die Helden, welche von alters her waren, die

Männer von Ruhm gewesen sind.

Und Jehova sah, daß des Menschen Bosheit groß war auf Erden, und alles Gebilde der Gedanken seines

Herzens nur böse den ganzen Tag."

Weiter heißt es in 2. Petrus 2 Vers 4 und 5:

,,Denn wenn Gott Engel, welche gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern, sie in den tiefsten Abgrund

hinabstürzend, Ketten der Finsternis überlieferte, um aufbewahrt zu werden für das Gericht."

Laut Judas Vers 5 und 6:

,,Ich will euch aber, die ihr einmal alles wußtet, daran erinnern, daß der Herr, nachdem er das Volk aus

dem Lande Ägypten gerettet hatte, zum andernmal die vertilgte, welche nicht geglaubt haben; und Engel,

die ihren ersten Zustand nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum

Gericht des großen Tages mit ewigen Ketten unter der Finsternis verwahrt."

Es handelt sich also um Engel oder Geistgeschöpfe, die ihren ersten Zustand nicht bewahrt haben. Man

kann von der Annahme ausgehen, daß es sich hier um Lebewesen handelt, die aus Raumenergie oder

verwandter Daseinsform bestehen. Es ist laut der Bibel eine höhere Daseinsstufe als sie die Menschen

einnehmen.

Psalm 8 Vers 4 und 5:

,,Was ist der Mensch, daß du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, daß du auf ihn acht hast? Denn ein

wenig hast du ihn unter die Engel erniedrigt; und mit Herrlichkeit und Pracht hast du ihn gekrönt."

Diese Engel hatten vor der Sintflut offensichtlich die Möglichkeit, sich in materielle, menschenähnliche

Lebewesen zu verwandeln. Die Paarung mit den Töchtern der Menschen führte dann zur Geburt von

Riesen. Als Himmelsbewohnern waren diesen Geistgeschöpfen die Kugelgestalt der Erde und die Umlaufbahnen-

und zeiten der Planeten sowie die Sterne bekannt. Es ist daraus erklärlich, woher die genauen

astronomischen Berechnungen der alten Völker stammen. Genauso hatten diese Engel auch die


35

Möglichkeit, Karten der Erde anzufertigen oder anzugeben. Es ist nicht auszuschließen, daß diese auch

in der Lage waren, Materie in beliebiger Form aus Raumenergie zu erzeugen oder mit Atomzersetzung

etc. zu arbeiten. Es kann auch als sicher gelten, daß diese die Schwerkraft aufheben konnten. Die

materialisierten Engel mit den Riesen und der ihnen zur Verfügung stehenden Technik waren dann auch

in der Lage, die großen Bauwerke wie die Pyramiden etc. zu errichten.

Im Gilgamesch - Epos heißt es über die Sintflut:

,,Adads Wut dringt bis zum Himmel; alles Helle in Finsternis verwandelnd.

Die Götter des Zweistromlandes werden von der Flut in Schrecken versetzt und flüchten hinauf in den

höheren Himmel des Gottes Anu. Bevor sie dort eintreten, ,kauerten sie sich nieder wie Hunde'. Sie sind

alle betrübt und erschüttert über die Katastrophe, gebeugt und weinend erheben sie Protest."

Diese ,,Raumfahrer" bestiegen also keine Raumschiffe, sondern es genügte ein Niederkauern, um sich in

den vorherigen Zustand zurückzuverwandeln.

Die Bibel sagt auch, warum diese Engel heute nicht mehr in Menschengestalt erscheinen können,

nämlich, weil sie in Ketten gehalten werden.

Der Geschichtsbericht der Bibel und anderer alter Schriften bestätigen die Wahrheit, wovon die

sogenannte moderne Wissenschaft nichts wissen will.

Die Herrschaft der Engel und Riesen auf der vorsintflutlichen Erde rief offensichtlich eine böse, von Gott

verworfene Welt hervor.

Heute wird auch die Menschheit noch von unsichtbaren Geistgeschöpfen und Dämonen in ungünstiger

Weise beeinflußt. Diese Tatsachen hebt die Bibel hervor. - (Epheser 6 Vers 10-12)

Trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnis und des technischen Fortschrittes läuft die Tendenz auf

Verdummung aus. Dieses wird durch die vielfältigen religiösen Irrlehren und die wissenschaftlichen

Irrtümer bewiesen. Religion und Weltanschauung sind auch heute noch meist die Ursache von Kriegen.

Die Rüstungskosten steigen immer höher an, und mit den modernen Vernichtungsmitteln ist man in der

Lage, die gesamte Schöpfung auszulöschen. Es kann deshalb als sicher angenommen werden, daß der

Satan und seine bösen Geister Politik, Wissenschaft und Religion in ihrem Sinne beeinflussen. –

Die Verdummung durch die sogenannte moderne Wissenschaft wird dann so gelenkt, daß man den

Menschen die Existenz Gottes ausredet und die Bibel als Märchenbuch darstellt; allenfalls läßt man diese

noch als Geschichts- oder Literaturdokument gelten, welche Ansicht sich auch in theologischen Kreisen

verbreitet hat. Es ist gezeigt worden, daß in vorsintflutlicher Zeit der Begriff Raumenergie" wegen der

materialisierten Geistgeschöpfe bekannt gewesen sein muß. In gewisser Hinsicht war man demnach

damals nicht so ,,vorsintflutlich" wie unsere heutige Erkenntnis. Nur die Männer von Ruhm und die

Helden haben sich bis in die heutige Zeit mit Bosheit und Gewalttat erhalten. Auch deutet die Zunahme

der Verbrechen und die Verbreitung sexueller Perversionen auf die vorsintflutliche Vergangenheit. Diese

Dinge beweisen, daß hier dieselben, jetzt unsichtbaren Kräfte am Wirken sind.

Kapitel IX. Die Bibel sagt den Drehradmotor voraus

Bei der Entwicklung der physikalischen Ableitungen wurden vor Jahren u. a. die vielfältigen Irrtümer der

Wissenschaft durchschaut und erkannt. Es wurde deshalb von Anfang an in Erwägung gezogen, zu

prüfen, ob eine Möglichkeit besteht, auf mechanischem Wege oder anders Energie zu erzeugen. Es war

jedoch von vornherein klar, daß der Begriff ,,Raumenergie" nicht unbedingt als Beweis zur Möglichkeit

eines ,,Perpetuum mobile" gelten konnte. Trotzdem wurden die Bemühungen fortgesetzt, die sich aus

Mangel an Zeit und Geld langwierig gestalteten. Vor allen Dingen die fehlende Möglichkeit zur

Durchführung von praktischen Versuchen wirkte sich und wirkt sich noch ständig sehr hemmend aus.

Später fand der Verfasser unter den Prophezeiungen des Propheten Hesekiel in Kap. 1 und Kap. 10 die

Voraussage auf den Drehradmotor auf dessen Fortentwicklung und wahrscheinlich noch auf weitere


36

unentdeckte Dinge. Es ist dieses wohl die einzige Stelle, wo in der Bibel von Technik oder

Wissenschaft konkret die Rede ist. Natürlich handelt es sich hier teilweise um eine Bildersprache, wie

diese in der Bibel häufig ist. Andererseits hat man es hier mit einer kombinierten Erscheinung zu tun. Es

beginnt damit die Erfüllung biblischer Prophezeiungen der Neuzeit.

Es heißt in Hesekiel Kap. 1 Vers 1-3:

,,Und es geschah im dreißigsten Jahre, im vierten Monat, am Fünften des Monats, als ich inmitten der

Weggeführten war, am Flusse Kebar, da taten sich die Himmel auf, und ich sah Gesichte Gottes. Am

Fünften des Monats, das war das fünfte Jahr der Wegführung des Königs Jojakin, geschah das Wort

Jehovas ausdrücklich zu Hesekiel, dem Sohne Busis, dem Priester, im Lande der Chaldäer, am Flusse

Kebar; und daselbst kam die Hand Jehovas über ihn. –„

Es handelte sich um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft des Volkes Israel. Hesekiel präsentierten

sich hier keine ,,Raumfahrer" oder falsche Geister, sondern Gesichte Gottes. Das Volk Israel befand sich

damals in der babylonischen Gefangenschaft. Die Befreiung erfolgte unter Kores1 dem König des

Nordens, der über Nacht Babylon eroberte, wie es in der Bibel geschildert und vorausgesagt wurde

(Jeremia 50 Vers 1-3 etc.).

Auch heute befindet sich die Christenheit und die Menschheit unter der Knechtschaft religiöser

Anschauungen und einer sogenannten modernen Wissenschaft, die mit ihren gegen Gott gerichteten

Lehren der ,,Weisen von Babylon" die Völker in Irrtümern gefangen halten. Damit soll nicht gesagt

werden, daß alles menschliche Wissen und alle Erfahrungen der Wissenschaft unwahr sind.

Hesekiel Kap. 1 Vers 4-8

,,Und ich sah: und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und ein Feuer, sich

ineinander schlingend, und ein Glanz rings um dieselbe; und aus seiner Mitte, aus der Mitte des Feuers

her, strahlte es wie der Anblick von glänzendem Metall. Und aus seiner Mitte hervor erschien die Gestalt

von vier lebendigen Wesen; und dies war ihr Aussehen: sie hatten die Gestalt eines Menschen. Und jedes

hatte vier Angesichter, und jedes von ihnen hatte vier Flügel. Und ihre Füße waren gerade Füße, und ihre

Fußsohlen wie die Fußsohle eines Kalbes; und sie funkelten wie der Anblick von leuchtendem Erze. -,,

Hier kommt ein feuriger Sturmwind von Norden, d.h. von Gott mit vernichtender Wirkung, der von vier

lebendigen Wesen hervorgerufen wird. Das Erz und die Fußsohle eines Kalbes lassen auf Maschinen

schließen, die mit Menschen in Verbindung stehen, zumal es sich um das Werk von Menschenhänden

handelt (Kap. 10, Vers 8).

Vers 9-14

,,Ihre Flügel waren verbunden einer mit dem anderen; sie wandten sich nicht, wenn sie gingen; sie gingen

ein jeder stracks vor sich hin. Und die Gestalt ihres Angesichtes war eines Menschen Angesicht; und

rechts hatten die vier eines Löwen Angesicht, und links hatten die vier eines Stieres Angesicht, und eines

Adlers Angesicht hatten die vier. Und ihre Angesichter und ihre Flügel waren oben getrennt; jedes hatte

zwei Flügel miteinander verbunden und zwei, welche ihre Leiber bedeckten. Und sie gingen ein jedes

stracks vor sich hin; wohin der Geist gehen wollte, gingen sie; sie wandten sich nicht, wenn sie gingen.

Und die Gestalt der lebendigen Wesen: ihr Aussehen war wie brennende Feuerkohlen, wie das Aussehen

von Fackeln. Das Feuer fuhr umher zwischen den lebendigen Wesen; und das Feuer hatte einen Glanz,

und aus dem Feuer gingen Blitze hervor. Und die lebendigen Wesen liefen hin und her wie das Aussehen

von Blitzstrahlen.

Neben Bildersprache ist hier konkret von der Gangart die Rede.

Löwe, Stier und Adler zeigen die beherrschende Kraft und

Weitsichtigkeit der Tiere, die gelenkt von menschlicher Weisheit

in Erscheinung treten. Die brennenden Feuerkohlen, Fackeln und


Blitze lassen außerdem auf Energie schließen.

Vers 15-16

,,Und ich sah die lebendigen Wesen, und siehe, da war ein Rad auf der Erde neben den lebendigen

Wesen, nach ihren vier Vorderseiten. Das Aussehen derder und ihre Arbeit war wie der Anblick eines

Chrysoliths, und die vier hatten einerlei Gestalt; und ihr Aussehen und ihre Arbeit war, wie wenn ein Rad

inmitten eines Rades wäre. -,,

Hier kommt es zu einer konkreten Schilderung der Haupteigenschaft der Tiere, d.h. es ist ein Rad im

Rade wie ein Chrysolith. Ein Chrysolith ist durchscheinend, wie man es bei laufenden Rädern kennt.

Vers 17-21

,,Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten hin; sie wandten sich nicht, wenn sie gingen. Und

ihre Feigen, sie waren hoch und furchtbar; und ihre Feigen waren voll Augen ringsum bei den vieren.

Und wenn die lebendigen Wesen gingen, so gingen die Räder neben ihnen; und wenn die lebendigen

Wesen sich von der Erde erhoben, so erhoben sich die Räder. Wohin der Geist gehen wollte, gingen sie,

dahin, wohin der Geist gehen wollte; und die Räder erhoben sich neben ihnen, denn der Geist des

lebendigen Wesens war in den Rädern. Wenn sie gingen, gingen auch sie, und wenn sie stehen blieben,

blieben auch sie stehen; und wenn sie sich von der Erde erhoben, so erhoben sich die Räder neben ihnen;

denn der Geist des lebendigen Wesens war in den Rädern."

In diesen Versen wird noch einmal auf die Räder hingewiesen, deren Feigen oder Radkränze furchtbare

Wirkungen haben. Augen empfangen Strahlungen, und die ,,Augen" derder empfangen die

Raumenergie bzw. die Longitudinalstrahlungen. Die lebendigen Wesen bilden eine Einheit mit den

dern, deren Geist oder Wesensmerkmal sie sind.

Vers 22-25

,,Und über den Häuptern des lebendigen Wesens war das Gebilde einer Ausdehnung, wie der Anblick

eines wundervollen Kristalls, ausgebreitet oben über ihren Häuptern. Und unter der Ausdehnung waren

ihre Flügel gerade gerichtet, einer gegen den anderen; ein jedes von ihnen hatte zwei Flügel, welche ihre

Leiber bedeckten. Und wenn sie gingen, hörte ich das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen großer

Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, das Rauschen eines Getümmels wie das Rauschen eines

Heerlagers. Wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken. Und es kam eine Stimme von oberhalb

der Ausdehnung, die über ihren Häuptern war. Wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken. -,,

Dieser und andere Texte zeigen, daß die Tiere oder die Räder auf Veranlassung Gottes in Erscheinung

treten. Die Erfüllung der Voraussagen der Bibel lassen die Wahrheit in einem ganz anderen Licht

erscheinen. Die Tiere rufen durch ihr Erscheinen einen Strom von Wahrheiten hervor, die mit dem

Rauschen großer Wasser und der Stimme des Allmächtigen zu vergleichen ist.

Noch deutlicher treten die Schilderungen und ihre Auslegungen in Kap. 10 in Erscheinung.

Kap. 10 Vers 5-17

,,Und das Rauschen ~ der Cherubim wurde bis in den äußeren Vorhof gehört wie die Stimme Gottes, des

Allmächtigen, wenn er redet. Und es geschah, als er dem in Linnen gekleideten Manne gebot und sprach:

Nimm Feuer zwischen dem Räderwirbel, zwischen den Cherubim weg, und er hineinging und zur Seite

des Rades trat, da streckte ein Cherub seine Hand zwischen den Cherubim hervor, zu dem Feuer hin,

welches zwischen den Cherubim war, und hob es ab und gab es in die Hände dessen, der in Linnen

gekleidet war; der nahm es und ging hinaus. Und es erschien an den Cherubim das Gebilde einer

Menschenhand unter ihren Flügeln. - Und ich sah: und siehe, vier Räder waren neben den Cherubim, je

ein Rad neben je einem Cherub. Und das Aussehen derder war wie der Anblick eines

37


38

Chrysolithsteines; und ihr Aussehen: die vier hatten einerlei Gestalt, wie wenn ein Rad inmitten eines

Rades wäre. Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten hin: sie wandten sich nicht, wenn sie

gingen; denn nach dem Orte, wohin das Vorderteil gerichtet war, folgten sie demselben: sie wandten sich

nicht, wenn sie gingen. Und ihr ganzer Leib und ihr Rücken und ihre Hände und ihre Flügel und die

der waren voll Augen ringsum; alle vier hatten ihre Räder. Dieder, sie wurden vor meinen Ohren

,,Wirbel" genannt. Und ein jedes hatte vier Angesichter; das Angesicht des ersten war das Angesicht eines

Cherubs' und das Angesicht des zweiten das Angesicht eines Menschen, und des dritten das Angesicht

eines Löwen, und des vierten das Angesicht eines Adlers. Und die Cherubim hoben sich empor. Das war

das lebendige Wesen, welches ich am Flusse Kebar gesehen hatte. Und wenn die Cherubim gingen, so

gingen die Räder neben ihnen; und wenn die Cherubim ihre Flügel erhoben, um sich von der Erde

emporzuheben, so wandten sich die Räder auch nicht von ihrer Seite. Wenn sie stehen blieben, blieben

auch sie stehen; und wenn sie sich emporhoben, hoben sie sich mit ihnen empor; denn der Geist des

lebendigen Wesens war in ihnen. -,, Der Geist der lebendigen Wesen waren die Räder, die wie ein Rad in

einem Rade als Räderwirbel erscheinen.

Der Drehradmotor in diesem Buch ist so geschildert, wie er nach dem heutigen experimentellen und

theoretischen Stand realisierbar erscheint. Er zeigt die charakteristischen Züge der biblischen

Beschreibung. Auch die Gangart, immer stracks vor sich hin, wird sich voraussichtlich verwirklichen

lassen. Es bleibt zu hoffen, daß es noch bessere physikalische und konstruktive Möglichkeiten gibt, die

sich aus einer weiteren Entwicklung ergeben werden. Irgendeine weitergehende Forschung ist bisher ja

total blockiert worden.

Bei aller Skepsis muß aber auch der nüchternste Betrachter zugeben, daß bei der vorhandenen Sachlage

diese Bibelstellen keine andere ernst zu nehmende Deutung zulassen.

Es ist auch nicht so, daß mit Hilfe von Bibelstellen die Durchführbarkeit technischer Erfindungen

bewiesen werden soll. Vielmehr beweisen richtige physikalische Ableitungen, Experimente und

Naturgesetze die Richtigkeit der Bibel. Will man daran glauben, daß die Bibel von Gott, der alle Dinge

geschaffen hat, inspiriert ist, so muß man auch an die Wahrheit aller Prophezeiungen und ihre Erfüllung

glauben, wenn diese richtig gedeutet und ausgelegt sind. Angesichts der babylonischen Verwirrung

innerhalb ,der herrschenden Lehren ist ein solch befremdender, völlig unerwarteter Vorgang notwendig,

um Wahrheiten an den Tag zu bringen.

Es ist auch völlig aussichtslos, zu glauben, daß andere technische Konstruktionen auf diesen Gebieten

noch irgendeine Chance in der Zukunft haben werden. Nach Beginn intensiver Entwicklungsarbeit wird

der Drehradmotor bereits in 1 bis 2 Jahren die führende Rolle übernehmen.

Quellenangaben

Werner Keller ,,Und die Bibel hat doch recht." Econ Verlag GmbH ,,Gilgamesch- Epos"

Die Bibeltexte wurden entnommen der:

„Elberfelder Bibel", Verlag R. Brockhaus, Wuppertal - Elberfeld 1957.22. Auflage

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