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Vergleich zweier Messverfahren zur ... - RWTH Aachen University

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2 Klinische Indikation

2 Klinische Indikation und Problemstellung 2.1.6.5 Vermeidung periimplantärer Entzündungen Abb. 2.11: Ästhetisches Fenster nach GÓMEZ- ROMÁN [1997] zur Bestimmung der optimalen Implantatposition [modifiziert nach GEHRKE ET AL. 2008]. Primäre und additive ätiologische Faktoren werden für die Entstehung und Progression periimplantärer entzündlicher Veränderungen verantwortlich gemacht, die im Rahmen einer Spätkomplikation zum Implantatverlust führen können [SCHWARZ & BECKER 2007]. Eine ungünstige Implantatposition, die Mundhygienemaßnahmen nur schwer zugänglich ist, kann so z. B. zur vermehrten Anlagerung bakterieller Biofilme führen. Aber auch okklusale Fehl- oder Überbelastung, sowie Kieferkammdefekte können durch eine ungünstige Implantatlage bedingt sein. Abb. 2.12.a: Die Fehlpositionierung des Implantats in regio 23 führte zu einem bukkalen Dehiszenzdefekt mit nachfolgender Gingivarezession und Lokalisation in beweglicher Mukosa. Abb. 2.12.b: OPG mit deutlich erkennbaren schüsselförmigen bis horizontalem Knochenabbau im Bereich beider Implantate. Deutliche Überlagerung des Implantats in regio 45 mit dem Canalis mandibularis. Klinisch zeigte sich eine manifeste Parästhesie im Versorgungsgebiet des Nervus alveolaris inferior rechts [modifiziert nach SCHWARZ & BECKER 2007]. Im den nachfolgenden Kapiteln 2.2 und 2.3 werden weitere Komplikationen aufgezeigt. 19

2 Klinische Indikation und Problemstellung 2.2 Problemstellungen aus medizinischer Sicht Bei jeder medizinischen Behandlung ist eine möglichst geringe Belastung des Patienten anzustreben. Um etwaige Komplikationen zu vermeiden, sollten schon im Vorfeld Maßnahmen ergriffen werden, damit eventuelle Probleme im prä-, intra- und postoperativen Bereich so gering wie möglich gehalten werden können. Von entscheidender Bedeutung ist eine ausreichende Planung vor implantologischen Eingriffen. Durch eine gewissenhafte Behandlung lassen sich ein Verletzungs- und Infektionsrisiko des Patienten und die Gefahr eines Misserfolgs, einer suboptimalen Prothetik oder einer wiederholten Behandlung minimieren. Eine linguale Einziehung des Unterkiefers lässt sich beispielsweise bei der dreidimensionalen Darstellung des Kiefers mittels Planungssoftware frühzeitig erkennen. Eine Perforationsgefahr mit Abrutschen des Bohrers in die Weichteile beim implantologischen Eingriff besteht praktisch nicht mehr. Sollte die Notwendigkeit einer Transplantation von autologen Knochen bestehen, kann schon im Vorfeld der Knochenbedarf besser abgeschätzt werden. Dadurch lässt sich ebenfalls die zeitliche und psychische Belastung des Patienten einschränken. Für den Arzt ist es von besonderer Wichtigkeit, eine präoperative Planung intraoperativ exakt ausführen zu können. Darüber hinaus sollte die intraoperative Umsetzung der Planung zu jeder Zeit messbar sowie nachweisbar sein und auch postoperativ bestimmt werden können. Eine detaillierte Dokumentierbarkeit der Behandlung mit einem lückenlosen Behandlungsprotokoll auf Basis zuverlässiger Messdaten ist anzustreben. Die Angabe der genauen Implantatposition wäre für eine Abschätzung des Behandlungserfolgs, eine anschließende Therapie und zur Beurteilung von Komplikationen notwendig. Eine genau dokumentierte Behandlung ist nicht nur aus Gründen der Qualitätssicherung sinnvoll, sondern spielt ebenfalls aus forensischer Sicht eine Rolle für die präimplantologische Planung [BINGER & SPITZER 2000]. Die wichtigsten Problemstellungen aus medizinischer Sicht sowie die Anforderungen an den behandelnden Arzt werden in Tabelle 2.6 detailliert dargestellt: 20

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