Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

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Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

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Erich Hollerith

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

Die "Kalender" der alten Kulturen

Summary

Die Menschen der alten Kulturen in der Vorzeit haben Vorrichtungen und

Anlagen zur Beobachtung von Sonne, Mond und anderer Himmelskörper

errichtet. Sie haben dabei einen außerordentlich hohen operativen und

geistigen Aufwand getrieben.

Der für damalige Zeiten "wahnsinnige" Aufwand beim Bau von

Beobachtungsanlagen kann allerdings mit der Absicht einer bloßen

Zeitnahme nicht ausreichend erklärt werden. Auch der bisher

angenommene Nutzen für die Landwirtschaft war nicht der Anlaß für den

enormen astronomischen Aufwand: Aufwand und Ertrag stehen dabei in

keinem auch nur annähernd vernünftigen Verhältnis.

Vielmehr war das Motiv für diese aufwändigen astronomischen

Betätigungen die existenzielle Angst vor konkreten Bedrohungen

durch Himmelskörper. Diese Angst war begründet, weil die Menschen in

der Vorzeit mehrfach kosmische Katastrophen erlebt hatten. Die

periodische Wiederkehr der Bedrohungen veranlaßte die Menschen zu

versuchen, die nächste Katastrophe vorherzusehen, sie abzuwenden und

sich zu schützen.

Die "Astronomie der Vorzeit" wurde in den alten Kulturen zur öffentlichen

Hauptbeschäftigung, deren Ziel die Kontrolle der bedrohlichen

Himmelskörper war. Mond und Sonne lieferten dabei die Zeitschiene, ohne

die eine Kontrolle unmöglich gewesen wäre. Gegenstand der vorzeitlichen

Astronomie war also jeweils der Betrieb und die Verwaltung eines

Astronomischen Kontroll-Systems !

Im Rahmen der "astronomischen Hauptbeschäftigung" unserer Vorfahren

entstanden Gottesvorstellungen, die sich in Kulten/Religionen mit

Opferritualen manifestierten und weiterentwickelten. Nach einer längeren

Periode "relativer Ruhe" am Himmel geriet der Anlaß für die

astronomischen Betätigungen allmählich in Vergessenheit, während die

Kulte/Religionen als Machtinstrumente z.T. noch über Jahrhunderte weiter

bestanden. Ebenso überlebten die "Kultbücher", die "Kalender der

Vorzeit". Sie wurden zu unseren heutigen Kalendern weiterentwickelt.

1 von 1 24.07.2005 20:14


Vorbemerkung (T1) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/hauptmenue.html

Erich Hollerith

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

Die "Kalender" der alten Kulturen

Inhalt

Vorbemerkung

1. "Kalender" in der Vorzeit?

2. Astronomische Kontroll-Systeme in der Vorzeit?

2.1 Welchen Nutzen hat ein Kalender heute?

2.2 Welchen Nutzen hatte ein AKS in der Vorzeit?

2.3 Gefahren aus dem Weltall?

2.4 Gab es einen Zusatznutzen der AKS?

2.5 Voraussetzungen für die Entwicklung von AKS

2.6 Entwicklungsstufen von AKS

3. Theorie Astronomischer Kontroll-Systeme (AKS)

4. Leitfragen für weitere

Forschungen/Untersuchungen und Überlegungen

Summary

1 von 1 11.08.2005 15:26


Vorbemerkung (T1) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema1.html

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

Vorbemerkung zu diesem Beitrag

Dieser Beitrag will mit seinen Annahmen und Folgerungen Antworten auf folgende Fragen

vorschlagen:

Welches Motiv hatten Menschen in der Vorzeit, Himmelskörper zu beobachten?

Welchen Nutzen zogen Sie aus ihren Beobachtungen?

Welche Systeme gab es für die Beobachtungen?

Allgemein anerkannt ist, daß die Menschen in der Vorzeit mit

ihren Vorrichtungen und Anlagen "Zeit genommen" und auf

dieser Grundlage kalendarische Rechenwerke (Kalender) erstellt

haben. Darüberhinaus wird zu Motiv / Nutzen lediglich postuliert,

man hätte der Landwirtschaft wichtige Termine (Aussaat,

Erntebeginn, Nilflut u.ä.) zur Verfügung stellen können. Wenn

man aber den außerordentlichen operativen und geistigen

Aufwand betrachtet, den die Menschen in der Vorzeit getrieben

haben, kann das unmöglich der alleinige Nutzen gewesen sein.

Ich schlage in meinem Beitrag ein grundsätzlich anderes Motiv

und einen ungleich höheren Nutzen für die Menschen in der

Vorzeit vor:

Das Motiv war die Angst vor konkreten Bedrohungen aus dem Weltall

Der Nutzen war dreifach:

Man konnte die nächste Bedrohung vorhersehen (berechnen!)

Man konnte rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen

Man konnte versuchen, die Bedrohung durch Opfergaben

abzuwenden

Es gab mindestens zwei Systeme:

Kalender-Systeme für die reine Zeitnahme (Mond / Sonne)

Astronomische Kontroll-Systeme für die Katastrophenfrühwarnung

Ich beziehe mich bei meinen Erörterungen, Überlegungen und Schlußfolgerungen auf Erkenntnisse

der Fachdisziplinen Archäologie, Astronomie und Archäoastronomie, die anerkannt oder ernsthaft

wissenschaftlich diskutiert werden:

1 von 4 11.08.2005 15:26


Vorbemerkung (T1) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema1.html

In der Vorzeit wurden Vorrichtungen/Anlagen errichtet, die der Beobachtung von Mond und

Sonne dienten. (B)

In der Vorzeit wurden durch Beobachtung von Mond und Sonne Kontroll- und Meßzahlen

von hoher Genauigkeit gewonnen. (B)

In der Vorzeit wurden die gewonnenen Kontroll- und Meßzahlen auf Datenträgern

festgehalten. (B)

In der Vorzeit konnten mit dem vorhandenen Kalenderwissen auch künftige Ereignisse

vorhergesagt werden. (B)

In der Vorzeit wurden außer Mond und Sonne auch andere Himmelskörper beobachtet und

deren Lauf berechnet. (B)

Das Kalenderwissen wurde in allen alten Kulturen von einer Elite (Priester oder

vergleichbarer Stand) verwaltet. (B)

Das Kalenderwissen war immer eng verbunden mit kultischen/religiösen

Praktiken/Ritualen. (B)

Im Zusammenhang mit Kalenderwissen und kultischen/religiösen Praktiken/Ritualen

wurden Götter postuliert, die oft mit Himmelsobjekten gleichgesetz waren. (B)

Auf der Erde sind Krater zu erkennen, die vor mehreren Millionen Jahren von kosmischen

Projektilen mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer verursacht wurden

(Impact-Theorie über Kometen, Asteroiden, Planetoiden). (B)

Die Impact-Theorie gilt grundsätzlich auch für kleinere kosmische Projektile mit einem

Durchmesser von 100 m bis 1 km. (Q)

Für die Erde ist im Durchschnitt alle 1.000 Jahre eine Kollission mit einem kosmischen

Projektil mit einem Durchmesser von 100 m zu erwarten. (Q) In den letzten 10.000 Jahren

könnte dies also bis zu 10 mal passiert sein.

Der Einschlag eines Kometen mit einem Durchmesser von 100 m auf der Erde hätte

kontinentweite, katastrophale Auswirkungen. (Q)

Außerdem greife ich eine Schlußfolgerung des Autors Imanuel Velikovsky auf, die dieser nach

umfangreichem Studium von Überlieferungen der Griechen, der Mayas, der indischen Veden, des

Talmud u.a. ab 1950 veröffentlichte:

Die Venus war noch in der Vorzeit ein Komet, der die Erd- und Marsbahn störte. Sie wurde

in der Vorzeit vom Sonnensystem "eingefangen" und zum Planeten. (Q)

Diese Schlußfolgerung Velikovskys war gleich bei ihrer Veröffentlilchung heftigst umstritten. Es fehlt ihr

auch heute noch die wissenschaftlich Anerkennung. Die Anforderungen an eine wissenschaftliche

2 von 4 11.08.2005 15:26


Vorbemerkung (T1) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema1.html

Beweisführung sind naturgemäß nicht mehr zu erfüllen, weil der behauptete Vorgang abgeschlossen

ist.

Nehmen wir aber einmal die Schlußfolgerung Velikovskys als Hypothese. Mit der Annahme "Die

Venus war vor noch nicht allzulanger Zeit ein Komet, der von der Sonne in der Vorzeit eingefangen

und zum Planet wurde" kann nun versucht werden, das Motiv für die Phänomene "Kalender der

Vorzeit" und "Astrokulte" zu verifizieren:

Die Venus-Hypothese Velikovskys werden durch folgende Forschungsergebnisse

wesentlich gestützt:

Die Menschen in der Vorzeit haben Vorrichtungen und Anlagen unterhalten, die außer

Mond und Sonne speziell der Beobachtung der Venus dienten

Die Menschen in der Vorzeit haben die Venus eindeutig als Kometen beschrieben

Die Menschen in der Vorzeit haben die Venus als bedrohlich wahrgenommen

Die Menschen in der Vorzeit haben Daten der Venusbahn aufgezeichnet

Die Menschen in der Vorzeit haben die Venus kontrolliert in dem Sinne, ob eine

vorausberechnete Position der Venus von ihr tatsächlich eingenommen wurde

Es sind aus der Vorzeit Quellen überliefert, die Daten über abweichende

Bahnbewegungen der Venus enthalten (Venustafeln)

Die Menschen in der Vorzeit haben eine Abweichung der Venusbahn von der

vorausberechneten Position als besonders bedrohlich eingestuft

Die Menschen in der Vorzeit haben einer Venus-Gottheit geopfert (insbesondere auch

Menschenopfer)

Wem das alles zu abenteuerlich erscheint, den verweise ich auf die Urknalltheorie der

Quantenphysiker (Bild unten). Sie ist nicht weniger gewagt, als die Schlußfolgerung Velikovskys. Und

sie ist im Grunde nicht viel besser fundiert als die biblische Theorie über die Erschaffung der Welt (Die

Bibel, 1. Mose 1,1 - 2,4, Bild unten). Sicher, die Urknalltheorie ist wesentlich aufwändiger und

komplizierter aufgebaut. In beiden Fällen wird aber lediglich versucht, mit dem jeweils aktuell

vorhandenen Wissen/Unwissen einen unbekannten Vorgang zu erklären. Zyniker würden sagen, es

handele sich jeweils um in ihrer Zeit erzählte "moderne" Märchen.

3 von 4 11.08.2005 15:26


Vorbemerkung (T1) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema1.html

Das ist ja schließlich auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Der Urknalltheorie liegt die

mathematische Berechnung der Singularität zugrunde. Aber nicht alles, was man (zurück)rechnen

kann, muß auch real gewesen sein. Trotzdem wird diese Theorie nicht verworfen, weil sie

unwahrscheinlich klingt, sondern weil neue Erkenntisse oder Schlußfolgerungen dies gebieten.

Seit 1950, als Velikovsky seine Venus-Hypothese veröffentlichte, hat sich in der Wissenschaft

die Auffassung, was am Himmel alles möglich ist, erheblich geändert:

Damals konnte man sich noch nicht vorstellen, daß es auf der Erde

Einschlagkrater von Kometen gibt (auch eine Schlußfolgerung von Velikovsky).

Inzwischen ist das unbestritten.

Damals konnte man sich noch nicht vorstellen, daß das Massensterben auf der

Erde vor 65 Millionen Jahren auf den Einschlag eines Kometen zurückzuführen

ist.

Inzwischen ist das unbestritten (FN).

Damals konnte man sich noch nicht vorstellen, daß der Erde eine Kollision mit

einem Kometen droht. 1994 konnte man aber beobachten, wie der Komet

Shoemaker-Levy 9 auf dem Jupiter einschlug.

Seither ist unbestritten, daß der Erde fast jederzeit ernsthafte Gefahr von

Kometen drohen kann (FN).

Der inzwischen erreichte wissenschaftliche Stand sollte ermöglichen, mit Velikovskys

Hypothese von der ursprünglichen Kometeneigenschaft der Venus in der Vorzeit gelassener

umzugehen. Die vermutete zeitliche Nähe der Venus-Ereignisse (vor ca. 6.000 bis 2.500 Jahren)

macht es sicher nicht leichter, diese Hypothese anzunehmen. Die Menschen in der Vorzeit

waren aber Zeugen der Ereignisse und haben uns zahlreiche Hinweise und Exponate

hinterlassen. Wir sollten sie einfach nur ernst nehmen!

In diesem Sinne ist der nachfolgende Beitrag zu verstehen.

4 von 4 11.08.2005 15:26


1. Kalender in der Vorzeit (T2) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema2.html

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

Vorbemerkung

1. "Kalender" in der Vorzeit?

Der bei uns geltende bürgerliche Kalender (Gregorianischer Kalender) beruht auf der Beobachtung der

Sonne (Sonnenjahr), bestimmte Feiertage orientieren sich auch an der Beobachtung des Mondes (z.B.

Ostern).

Die Jahre werden - ausgehend von einem willkürlich gewählten Zeitpunkt in der Vergangenheit (1. Jahr

nach Christi Geburt = Jahr 1) - fortlaufend weitergezählt, was eine Orientierung über viele Jahre

hinweg gewährleistet, sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft.

Die Einteilung in Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst, Winter) beruht auf der Beobachtung der

Sonne (Sommer-/Wintersonnwende, Tag-/Nachtgleiche). Die Einteilung in Monate erfolgt willkürlich,

richtet sich also nicht nach dem Mond.

Der Kalender wird jeweils für ein Jahr aufgestellt und enthält die einzelnen 365/366 Tage tabellarisch,

sodass man jederzeit den aktuellen Tag ablesen/bestimmen kann.

Ebenso werden auf der Grundlage des Kalenders die Zeiten für die Auf- und Untergänge von Sonne,

Mond und Planeten u.a. festgelegt, d.h. vorhergesagt! Niemand würde heute daran zweifeln, daß die

so vorhergesagten Zeiten für Sonnenaufgang/-Untergang stimmen. Im Gegenteil, wir erwarten, daß

diese Angaben zuverlässig und "auf die Sekunde genau" eintreten werden.

Das war in der Vorzeit völlig anders! Zahlreich belegt sind für alle alten

Kulturen größte Befürchtungen, die Himmelskörper könnten von ihren

Bahnen abweichen und Unheil anrichten. Belegt sind auch Methoden

der Beobachtung von Sonne, Mond und Planeten (oft Venus) und die

dabei gewonnenen Kontrollzahlen (siehe Goldene Hüte, Nebra-Scheibe

und viele andere archäologische Exponate).

Die durch Beobachtung gewonnenen Mess-/Kennzahlen dienten in der

Vorzeit offensichtlich vor allem dazu, die beobachteten Himmelkörper

und ihren Bahnverlauf zu kontrollieren (was noch darzustellen sein wird).

Es ging also im Kern gar nicht darum, nur die "Zeit abzulesen", sondern

zu überprüfen, ob die Himmelskörper noch an ihrem "richtigen" Platz

standen! Die Befürchtung, diese könnten ihre Bahn verlassen und zur

Bedrohung werden, war der eigentliche Antrieb unserer Vorfahren für

die Entwicklung ihrer "Kalender".

Das Wort "Kalender" mit dem heutigen Begriffsinhalt und der jedem bekannten Optik birgt die Gefahr

in sich, dass der Blick auf andere/zusätzliche Verwendungen/Nutzen der vorgeschichtlichen "Kalender"

verstellt wird. Es liegt deshalb nahe, im Zusammenhang mit "Kalendern der Vorzeit" nicht den heutigen

Begriff "Kalender" zu verwenden, sondern von Astronomischen Kontroll-Systemen zu sprechen.

1 von 1 11.08.2005 15:26


2. Astronomische Kontroll-Systeme in der Vorzeit (T3) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema3.html

Die Megalithkultur-Anlage Stonehenge

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

2. Astronomische Kontroll-Systeme in der Vorzeit?

Warum haben Menschen in der Vorzeit Himmelskörper beobachtet und Astronomische

Kontroll-Systeme (AKS) entwickelt? Diese Frage soll verengt werden auf die Kernfrage:

Welchen Nutzen hatte ein AKS für die Menschen, die es verwendeten?

Alle anderen Fragestellungen basieren auf der Antwort auf diese Nutzen-Frage!

Zunächst aber:

2.1 Welchen Nutzen hat ein Kalender heute?

Die wesentlichen Antworten auf diese Frage können z.B. lauten:

Der Landwirt kann seine von der jahreszeitlichen Wetterlage

abhängigen Arbeiten taggenau planen

Die allgemeine Wirtschaft kann Liefer- und Zahlungstermine

taggenau festlegen;Verkehrsströme können taggenau

koordiniert werden (z.B. Bahnverkehr u.ä.)

Mond- und Sonnenfinsternisse können taggenau vorhergesagt werden

In der Seefahrt bedarf es zur Navigation genauer Zeitangaben (Datum und Uhrzeit)

und die Orientierung an Himmelsobjekten (im Zeitalter von GPS dürfte dies

allerdings inzwischen nur noch für Hobbysegler relevant sein)

Feier-/Gedenktage können taggenau festgelegt werden

Die Entwicklung technischer Zeitsysteme macht darüberhinaus möglich, Zeiten/Zeitpunkte noch

genauer zu bestimmen.

Galten die vorgenannten Nutzen aber auch für die Vorzeit?

1 von 1 11.08.2005 15:27


2.2 Welchen Nutzen hatte ein AKS in der Vorzeit? (T4) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema4.html

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

2.2 Welchen Nutzen hatte ein AKS in der Vorzeit?

Sind die sich aus dem heutigen Kalender ergebenden Nutzen auch für die Vorzeit anzunehmen; gab

es also vergleichbare Anforderungen/Notwendigkeiten?

2.2.1 Landwirtschaft/Jagd

Es wird oft darauf hingewiesen, dass die AKS in der Vorzeit für die Landwirtschaft wegen des

jahreszeitlichen Wetterwechsels besondere Bedeutung gehabt hätten.

Ausgefeilte AKS wurden insbesondere im subtropischen, im Mittelmeerbereich, im nahen Osten und in

Mittelamerika entwickelt und mit großer Sorgfalt verwaltet. Dort gab/gibt es den extremen

jahreszeitlichen Wetterwechsel aber eher nicht.

Beispielhaft wird auch begründet, AKS seien zur Vorhersage der

Nilschwemme notwendig gewesen (Beobachtung des Sirius im Sternbild

"Großer Hund", Bild ( FN) ). Aber: Mit einer Beobachtung der Gestirne

lässt sich die Nilschwemme überhaupt nicht auf den Tag genau

vorhersagen! Die Nilschwemme kommt einige Tage vorher oder nachher

oder gar nicht! Jedenfalls richtete sie sich nicht nach einer bestimmten

Sternenkonstellation. War es vielleicht doch nur ein praktisches

politisches/priesterliches Ritual der Machtausübung, dessen Ursprung

vergessen war?

Brauchte also Ägypten für die Vorhersage der Nilschwemme wirklich ein

ausgefeiltes AKS? Viel alltagstauglicher war es doch, zum Beginn der letzten Nilschwemme 365 Tage

hinzuzählen. Man ist dann im nächsten Jahr auch sehr genau "auf den Punkt" gekommen. Dieses

"System" hat sich so auch jährlich selbst justiert. Es kam ja nicht auf den Tag genau an.

Gleiches gilt natürlich auch für die gemäßigte Zone mit ihrem extremen jahreszeitlichen

Wetterwechsel. Auch für die Landwirtschaft in der gemäßigten Zone gibt es pragmatischere Methoden,

wichtige Zeitpunkte hinreichend genau zu bestimmen, z.B. die Blüte von bestimmten, natürlich

vorkommender Pflanzen (Leitpflanzen) u.ä. (siehe auch "Bauernregeln", die es in allen Kulturen mit

Landwirtschaft/Jagd gegeben haben dürfte).

Auch Meller betont in seinem Kommentar zur Nebra-Scheibe

das "naheliegende Argument Landwirtschaft", wenn er sagt:

"Ein tolles Memogramm, die Botschaft ist klar: Wenn du am

Himmel die Plejaden neben dem zunehmenden Mond siehst,

kommt der Frühling, und du kannst säen. Wenn sie mit dem

Vollmond auftauchen, ist es Herbst, und du solltest mit der

Ernte fertig sein." (FN) Er bezieht sich dabei auf Schlosser, der

aus der Nebra-Scheibe berechnet hat, dass die dort

abgebildeten Plejaden in der Bronzezeit den 10. März

markierten, und zwar dann, wenn sie sich am Westhimmel kurz

vor ihrem Verschwinden mit dem Sichelmond zeigten; waren sie

gemeinsam mit dem Vollmond zu sehen, dann markierten sie

den 17. Oktober.

Beginn/Ende einer Jahreszeit, insbesondere Frühling/Herbst mit

einer bestimmten Sonnen- Sternenkonstellation in Verbindung zubringen, war möglicherweise

bequemer und enthob zumindest einer "Strichliste" zur Zählung der Tage, die z.B. seit der letzten

Sonnenwende vergingen. Aber zwingend notwendig war auch diese Methode zur jahreszeitlichen

Zeitbestimmung für die Landwirtschaft keineswegs:

Es würde ja dem Landwirt nicht wirklich helfen, den Frühlingsanfang taggenau zu kennen, wenn an

diesem Tag Temperatur/Wetterlage die beabsichtigten Arbeiten (z.B. Aussaat) nicht zuließen. Auch

die Ernte ist fällig, wenn die Früchte reif sind, nicht wenn eine bestimmte Sternkonstellation erreicht

1 von 3 11.08.2005 15:27


2.2 Welchen Nutzen hatte ein AKS in der Vorzeit? (T4) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema4.html

wurde. ( FN)

Für Mitteleuropa würde auch noch zu beachten sein, dass z.B. der Aussaattermin in den

verschiedenen Großregionen oder in bestimmten Landstrichen (z.B. Oberrheinische Tiefebene)

außerordentlich differieren kann.

Fazit: Die Landwirtschaft/Jagd der Vorzeit brauchte kein taggenaues AKS.

Das Argument "nützlich für die Landwirtschaft der Vorzeit" sollte nochmals

auf landwirtschaftliche Realität hin überprüft werden. Selbst heute mit unserem

genauen Kalender richtet sich ein Landwirt keineswegs an diesem aus,

jedenfalls nicht für Aussaat oder Ernte oder andere wetterabhängige Tätigkeiten!

2.2.2 Allgemeine Wirtschaft

Der Warenverkehr in der Vorzeit wurde mit Lasttieren und Schiffen bewältigt. Beides sind langsame,

zeitlich nicht besonders zuverlässige Transportmöglichkeiten. Komplexere Systeme mit dem

Erfordernis taggenauer Justierung gab es nicht.

Auf den Tag genau wusste natürlich niemand, wann bestimmte naturbedingte, den Warenverkehr

behindernde Ereignisse, wie Schneefall oder Herbststürme, eintreten. Aber auch ein AKS konnte das

nicht leisten (siehe Nilschwemme).

Fazit: Die "allgemeine Wirtschaft" der Vorzeit brauchte kein taggenaues AKS.

2.2.3 Mond- und Sonnenfinsternisse

Zur Vorhersage von Mond- und Sonnenfinsternissen war die

Beobachtung von Gestirnen (mindestens Sonne, Mond) natürlich

notwendig. Es war aber auch erforderlich, ein auf diesen

Beobachtungen gestütztes Berechnungssystem zu entwickeln. Nur

wenn der Mond bei Neu- oder Vollmond die Erdbahnebene kreuzt, d.h.

in einem der beiden "Knotenpunkte" seiner Bahn mit der Ekliptikebene

steht, kommt es zu Finsternissen. Diese Zeitpunkte für einen

bestimmten Ort vorauszuberechnen war eine hohe geistige Leistung

unserer Vorfahren. Sie war nur auf der Grundlage langer, genauer

Beobachtungen und der entsprechenden Vorrichtungen möglich.

Fazit: Die Entwicklung eines AKS war für die Vorhersage von Mond- und

Sonnenfinsternissen unerlässlich.

2.2.4 Seefahrt

Solange Schiffe nur auf Flüssen oder an Küsten verkehrten, war eine Orientierung am Himmel nicht

erforderlich. Das änderte sich, als die Menschen der Vorzeit Meere und Ozeane befuhren und nicht

nur die Küste entlang "schipperten", sondern das Land länger aus den Augen verloren. Man kann

davon ausgehen, dass nach dem Entstehen der frühen Hochkulturen (ab ca. 3.500 v. Chr.) diese auch

mit der Hochseeschifffahrt begannen.

Für die Navigation standen lediglich die Horizontlinie und die

Himmelskörper zur Verfügung. Zur richtigen Interpretation des

aktuellen See-Standortes waren aber nicht nur astronomische

Kenntnisse erforderlich, sondern auch das Wissen um den

genauen aktuellen Zeitpunkt innerhalb des

Tages/Monats/Jahres.

AKS, die den Sonnen- und Mondstand kontrollierten, lagen zu

dieser Zeit sicher bereits vor (mind. seit 5.000 Jahren v. Chr.

2 von 3 11.08.2005 15:27


2.2 Welchen Nutzen hatte ein AKS in der Vorzeit? (T4) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema4.html

(FN)). Ein Problem war vermutlich, dass die "Zeitkomponente",

die vom Festland mitgenommen werden musste, unterwegs

nicht mehr kontrolliert/justiert werden konnte. Selbst noch die

Seekarten des Mittelalters zeigen: Meere und Landmassen

waren oft nur angedeutet, die tatsächlichen Uferlinien waren

sehr verzerrt dargestellt (Bild). Der Schiffsstandort war also offensichtlich nicht genau zu ermitteln.

Fazit: Für die Hochseeschifffahrt und -navigation war ein stationäres AKS nicht

wirklich hilfreich.

2.2.5 Feier-/Gedenktage/astronomische Stichtage

Typisch und nachgewiesen sind z. B. Sommer-/Wintersonnwende, Tag-/Nachtgleichen. Solche Tage

gab es, weil sie relativ leicht zu bestimmen waren und/oder weil es ein AKS gab. Sie bedingen sich

also gegenseitig.

Das Gleiche gilt für andere astronomische Stichtage, z.B. Beginn eines Weltalters bei den Maya.

Andere Feier-/Gedenktage (z.B. Krönungstage u.ä.) waren nicht zwingend auf ein AKS angewiesen.

Aber eine Verknüpfung von solchen Tagen mit Sondertagen eines AKS darf wohl angenommen

werden, weil sie die Bedeutung der ersteren erhöhten.

Fazit: Nur wenn ein AKS entwickelt war (oder mindestens die einfache

Beobachtung der Sonnenwenden), erhielten bestimmte Tage, die für das System

von Bedeutung waren, eine Heraushebung als Feier-/Gedenktag.

2.2.6 Zusammenfassung

Worin lag also der Nutzen eines AKS in der Vorzeit?

Die Antwort ist eher ernüchternd, besonders wenn man noch berücksichtigt, dass die Herausbildung

von AKS-Feier-/Gedenktagen kein Nutzen, sondern die Folge eines AKS ist.

Es bleibt tatsächlich nur die Vorhersage von Mond- und Sonnenfinsternissen, die zwingend die

Entwicklung eines AKS erforderte!

Das ist nun ein recht mageres Ergebnis, wenn man den operativen und geistigen Aufwand bedenkt,

der hinter den bisher vorgefundenen AKS steckt.

Und wie oft kommen diese beiden Ereignisse vor? Hatten sie überhaupt Folgen, die für die Menschen

der Vorzeit erlebbar, wichtig oder existenziell waren, die sie also dauerhaft interessant gemacht

hätten? Oder war es bei Finsternissen nicht viel anders als heute: Allgemeines Staunen, aber: "Aus

den Augen, aus dem Sinn"? Die Art der Ausführung der Exponate (Goldhüte u.a.) und die

Auffindesituationen zeigen, dass die AKS-Amtsträger offensichtlich über Macht, Autorität und Ansehen

verfügten. Eine "Priesterklasse" konnte sicher mit der Vorhersage einer Sonnen-/Mondfinsternis

Eindruck erwecken und Autorität begründen.

Reichen aber die eher seltenen und praktisch folgenlosen Ereignisse von Mond- und

Sonnenfinsternissen aus, um dauerhaft Autorität und Macht zu begründen? Eher nicht! Trotzdem, die

Machtverhältnisse waren offensichtlich so: Die astronomisch tätige Elite stand an der Spitze der

jeweiligen Gesellschaft in der Vorzeit.

Gab es einen Nutzen für die Menschen der Vorzeit,

den wir heute noch nicht erkannt haben?

3 von 3 11.08.2005 15:27


2.3 Gefahren aus dem Weltall? (T5) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema5.html

Komet Shoemaker-Levy 9 im Anflug auf Jupiter (bereits zerlegt)

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

2.3 Gefahren aus dem Weltall?

Hatte ein AKS der Vorzeit einen Nutzen, den wir nicht (mehr) kennen? Der oben unterstellte geringe

Nutzen von AKS erklärt deren aufwendige Entwicklung und ihre allgemeine Verbreitung in den alten

Kulturkreisen nicht. Insbesondere bleiben folgende Fragen offen:

Warum wurde neben dem Lauf von Sonne und Mond auch die Beobachtung von

Planeten (z.B. Venus, Mars, Merkur) und von Fixsternkonstellationen (z.B.

Plejaden, Löwe) in die Beobachtungen für ein AKS eingebunden?

Was veranlasste die "Herren eines AKS", schwierige Berechnungen vorzunehmen,

die insbesondere die Synchronisation von Mond-/Sonnenjahr zum Inhalt hatten?

Warum hatten die Mayas drei Kalender, davon einen für die Venus?

Wieso erstreckten sich die Berechnungen auch noch über die 19-jährige

Mondjahres-/Sonnenjahresperiode (Metonzyklus) hinaus?

Warum hat man die "Himmelsmechanik" derart akribisch beobachtet, also

"kontrolliert"?

Welches starke, existenziell bedeutsame Motiv bewegte die Menschen in der Vorzeit in praktisch allen

Kulturkreisen, der gleichen "Hauptbeschäftigung" nachzugehen. Die ausgefeilten AKS (Goldene Hüte,

Nebrascheibe, Diskos von Phaestos u.a.), über die wir Kenntnis haben, legen nahe, dass deren

Entwicklung und Pflege (durch Machtträger) eine existenzielle Bedeutung gehabt hatten. Die daran

anknüpfenden kultischen Tätigkeiten beherrschten das Leben unserer Vorfahren.

2.3.1 Der Komet Shoemaker-Levy 9

Im Juli 1994 schlug der Komet Shoemaker-Levy 9 (SL9) auf

dem Planeten Jupiter ein. Ein solches Ereignis in unserem

Sonnensystem hielt die Wissenschaft bis dahin für so selten,

dass niemand ernsthaft damit rechnete, es zu Lebzeiten

beobachten zu können. Das Ereignis hat daher unter

Wissenschaftlern höchste Beachtung gefunden. Außerdem

zeigt es, dass auch heute lebende Menschen mit dem

Einschlag eines großen, gefährlichen Kometen prinzipiell auch

auf der Erde rechnen müssen!

Vor dem Einschlag war der Komet bereits durch Jupiters

Gravitationskraft in 21 Teile zerrissen worden. Die Teile hatten

aber immer noch Durchmesser zwischen 2 - 10 km und

schlugen innerhalb von 7 Tagen an verschiedenen Stellen auf dem Jupiter ein. Die Einschlagstellen

und die Folgen der Einschläge waren noch nach einem Jahr zu beobachten!

Der Einschlag eines Kometen mit nur 2 km Durchmesser hätte auf der Erde verheerende Folgen. Die

wissenschaftlich fundierten Folgen eines solchen Ereignisses wurde bereits in mehreren Filmen

anschaulich in Szene gesetzt.

1 von 5 11.08.2005 15:28


2.3 Gefahren aus dem Weltall? (T5) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema5.html

Fazit: Aktuell konnte verfolgt werden, dass ein Komet den Planeten Jupiter

getroffen hat. Das zeigt, dass ein solches Ereignis auch für die Erde nicht

unbedingt in weiter Ferne liegt. Auch für die Vorzeit kann ein solches Ereignis

auf der Erde nicht mehr ausgeschlossen werden.

2.3.2 Könnten die Menschen der Vorzeit einen Kometeneinschlag erlebt haben?

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Erde im Durchschnitt wie folgt von Kometen

getroffen wird: (FN)

Kometendurchmesser Einschlag ca. alle ...

10 km 100.000.000 Jahre

1 km 1.000.000 Jahre

100 m 1.000 Jahre

50 m Verglüht meist in der Atmosphäre

Für Kometen ( FN) ab ca. 5 km Durchmesser werden globale Auswirkungen vorhergesagt, die auch

das Überleben der Menschheit in großen Regionen infrage stellen. Solche gab es auch bereits auf der

Erde:

Der Chicxulub-Krater (Bild mitte) ist einem Asteoriden/Kometen zu verdanken, der die Saurier vor ca.

65 Mill. Jahren ausgelöscht haben soll. Solche Großereignisse sind glücklicherweise tatsächlich selten

und müssen uns hier nicht weiter beschäftigen. Sie würden auch die Geschichte der Menschheit

beenden!

Für Kometen gilt aber: Je Kleiner, umso öfter.

Mit Blick auf die Vorzeit sind deshalb Einschläge von Kometen mit ca. 100 m Durchmesser auf der

Erde durchaus relevant. Immerhin könnten in den letzten 10.000 Jahren v. Chr. 10 Kometeneinschläge

dieser Größenordnung vorgekommen sein, d.h. die Menschen der Vorzeit waren bis zu 10mal Zeuge

eines solchen Vorkommnisses.

Diese Annahme wird bestätigt durch Einschläge von

Kometen/Asteroiden in jüngerer Zeit: Das große

Tunguska-Ereignis in Sibirien von 1908 ist wahrscheinlich auf

einen Asteroiden zurückzuführen. Der Asteroid explodierte

damals noch in der Atmosphäre, so dass kein Krater entstand.

Aber im Umkreis von ca. 65 km wurde das gesamte

Waldgebiet durch die nachfolgende Schockwelle zerstört.

(FN) Im September 2002 ist wahrscheinlich wieder ein Komet

in der sibirischen Region Irkutsk niedergegangen.

Bei Kometen dieser Größenordnung sind keine globalen

Auswirkungen zu erwarten, aber doch Auswirkungen, die

einen großen Landstrich oder einen ganzen Kontinent in

Mitleidenschaft ziehen können. Der Komet von Irkutsk hatte

die Explosionskraft einer mittleren Atombombe und hinterließ

2 von 5 11.08.2005 15:28


2.3 Gefahren aus dem Weltall? (T5) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema5.html

eine 100 km lange Schneise der Verwüstung in der Taiga. Wäre der Komet in besiedeltem Gebiet

eingeschlagen, hätte dies eine Katastrophe mit Bränden, Vernichtung großer landschaftlicher Gebiete

sowie Massensterben von Menschen und Tieren bedeutet.

Fazit: Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Vorfahren in der Vorzeit mehrere

katastrophale Kometeneinschläge erlebt haben, ist hoch.

2.3.3 War die Venus ein Komet?

Eine provozierende Frage, nicht nur für die Wissenschaft. Die

Behauptung, die Venus sei in der Vorzeit ein Komet gewesen

und durch unser Sonnensystem "eingefangen" und zum Planten

geworden, hat der Buchautor Immanuel Velikovsky erstmals

1950 aufgestellt. (FN)

Er begründet das mit zahlreichen Beispielen von

Legenden/Mythen/Berichten alter Kulturen und Völker: Immerhin

erfahren wir in griechischen Schriften, dass der mit Phaéton

verknüpfte Weltenbrand dadurch hervorgerufen wurde, dass die

Himmelskörper aus ihrer Bahn gerieten. Können wir annehmen,

dass die alten Griechen den "Kometen Venus" meinten? Hesiod

erwähnte beispielsweise die Verwandlung Phaétons, des

"flammenden Sterns", in einen Planeten. Es war die allgemeine

Ansicht, dass sich Phaéton in den Morgenstern verwandelte. (...)

Die Eskimos Nordamerikas erzählen beispielsweise, dass ein

"flammender Stern" die sichtbare Bewegung der Sonne

unterbrochen habe und zum Morgenstern geworden sei. In den frühen Überlieferungen der Völker

Mexikos wird von Venus als "rauchender Stern" berichtet, und auch in den indischen Veden heißt es,

dass der Stern Venus wie "Feuer mit Rauch" aussehe. Ganz deutlich erfahren wir es schließlich im

Traktat Sabbat des Talmud: "Feuer hängt herab vom Planeten Venus". Könnte der Planet Venus

grundsätzlich ein später Planetengeselle geworden sein, wie es uns alte Überlieferungen berichten?

Woher hatten diese Völker schließlich dieses Wissen, und aus welchen zeitlichen Epochen stammten

diese Informationen? (FN)

Velikovsky, der auch zahlreiche andere Mutmaßungen und

Schlussfolgerungen in seinem Buch veröffentlicht hat, wurde von

Seiten der Wissenschaft heftig angegriffen und ist auch heute

noch umstritten.

Andererseits wurden Teile seiner scharfsinnigen Überlegungen

und Schlußfolgerungen inzwischen wissenschaftlich bestätigt, z.

B. seine Schlußfolgerung, auch auf der Erde müßten

Einschlagkrater von Kometen/Asterioden nachzuweisen sein.

Erst 1960 wurde z.B. bestätigt, daß das Nördlinger Ries nicht

vulkanischen Ursprungs, sondern durch einen Meteoriten

verursacht war. Inzwischen sind ca. 170 dieser Krater auf der

Erde bestätigt und es scheint sich auch die so genannte

Impact-Theorie wissenschaftlich zu etablieren. Sie will erklären,

warum vor 65 Mio. Jahren zahlreiche Pflanzenarten und etwa

Zweidrittel der damals lebenden urzeitlichen Geschöpfe,

darunter die Saurier, "schlagartig" ausgestorben sind. Als

Ursache wird ein ca. 10 Kilometer großer Komet/Asteroid

angenommen, der einen Krater von ca. 180 km erzeugte

(Chicxulub-Krater, Yukatan-Halbisel, Mexiko).

Die Überlegungen zur Umwandlung der Venus von einem

Kometen zu einem Planeten ist aus den Legenden und

Überlieferungen alter Völker gut belegt, hält harten wissenschaftlichen Ansprüchen aber nicht stand.

Allerdings "droht" der bisherigen wissenschaftlichen Lehrmeinung Gefahr von wissenschaftlicher Seite:

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2.3 Gefahren aus dem Weltall? (T5) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema5.html

Die Venus passt wegen vieler geologischer Besonderheiten eben nicht in die Planetenfamilie der

Sonne, z.B.

Die Venus rotiert extrem langsam (der Venustag ist mit 243 Tagen länger als das

Venusjahr mit 225 Tagen)

Venus rotiert als einziger Planet rückläufig

Die hohe Temperatur der Venusoberfläche von ca. 500° C ist nicht schlüssig zu erklären

Die Venusoberfläche ist im Vergleich zu Mond und Mars

recht jung - allem Anschein nach jünger als 500 Millionen

Jahre. Sie ist großflächig aufgeschmolzen und hat nur

wenige Krater. Es könnte fast der Eindruck erweckt werden,

dass sich unser Nachbarplanet frühestens zu dieser Zeit

von einem glutflüssigen Ball in einen festen Planetenkörper

wandelte. Deutet dies darauf hin, dass sich unser

Nachbarplanet tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt

in die Planetenfamilie eingliederte? Festigte sich die Bahn

des Planeten vor Jahrmillionen oder erst vor wenigen

tausend Jahren? Letztendlich lässt sich wohl schwer

rekonstruieren, wann dieses Ereignis stattgefunden

haben mag. (FN)

Ungeachtet des wissenschaftlichen Standes in dieser Frage, kann man aber feststellen:

Viele Völker/Kulturkreise glaubten, dass die Venus ein Komet war und sie in ihrer Zeit zum Planeten

wurde. Die Beobachtung der Venus war angstbesetzt! Sie hatten diesen Vorgang als existenzielle

Bedrohung erlebt. Möglicherweise verlief dieser Umwandlungsprozess über einen längeren Zeitraum,

in dem die Venus mehrfach wiederkehrte und die Bahnen von Erde, Mars und Merkur erheblich störte.

Denn auch dies wird berichtet (gut nachzulesen in der griechischen Mythologie und bei den Mayas).

Velikovsky begründet mit Überlieferungen und Berichten alter Kulturen das Auftauchen des "Kometen

Venus" etwa um 2.100 v. Chr. und den Zeitraum für den Umwandungsprozeß mit ca. 1.500 v.Chr. bis

ca. 800 v.Chr. Die Griechen jedenfalls wussten von den zwei Monden des Mars, obwohl diese mit

bloßem Auge nicht zu sehen sind. Kamen sich die Bahnen von Erde, Venus und Mars damals

vorübergehend näher?

Das hohe Interesse an der Venus, wie es sich uns aus den Überlieferungen darstellt, kann nicht mit

einem einmaligen Ereignis erklärt werden. Vielmehr ist anzunehmen, daß die "himmliche" Bedrohung

ein wiederkehrendes Ereignis war.

Bei welcher Wiederkehr-Frequenz gräbt sich eine Bedrohung derart stark in das Bewußtsein einer

Kultur ein? Der "schnellste" bekannte Komet ist der "Enckesche Komet" mit einer Periode von 3,3

Jahren, gefolgt von "Wirtanen" mit einer Periode von 5,5 Jahren. Obwohl beide also während eines

Menschenlebens mehrfacht zu beobachten waren, haben sie kein überragendes Interesse ausgelöst.

Erst Mitte des 16. Jahrhunderts begann man, das Phänomen "Komet" zu verstehen.

Es ist also offensichtlich so, daß zu einer regelmäßigen Wiederkehr, möglichst mehrfach während

eines Menschenlebens, noch etwas hinzukommen muß, um dauerhaftes und besonderes Interesse

oder auch Angst auszulösen. Für dieses "Etwas" gibt es nun aber zahlreiche Hinweise in den

Überlieferungen der alten Kulturen, bei denen oft die Venus im Mittelpunkt steht:

Die Venus wird ursprünglich als Komet beschrieben

Im Zusammenhang mit der Venus spielen Perioden eine Rolle, die auf eine regelmäßige

Wiederkehr hindeuten: 7 Jahre (Israeliten); 50 Jahre (7x7+1 Israeliten) und 52 Jahre (Mayas)

Vom ursprünglichen Komet Venus geht Gefahr und Zerstörung aus

Auch vom Planet Venus geht Gefahr und Zerstörung aus

Für die hier interessierende Frage, warum AKS entwickelt wurden, ist der Glaube unserer Vorfahren

an die von ihnen geschilderten Vorgänge am Himmel entscheidend. Er liefert das grundlegende Motiv

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2.3 Gefahren aus dem Weltall? (T5) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema5.html

für ihre astronomische Betätigungen. Es bedarf also in diesem Zusammenhang keiner

wissenschaftlichen Bestätigung für den Umwandlungsprozesses der Venus!

Fazit: Vor Kometen und der Venus hatte man Angst! Die Menschen der Vorzeit

waren davon überzeugt, dass die Venus zu ihrer Zeit von einem Kometen zu einem

Planeten wurde. Sie verbanden mit diesem Umwandlungsprozess auch beobachtbare

Störungen der Erde und der Planetenbahnen von Mars und Merkur.

2.3.4 Zusammenfassung

Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen der Vorzeit den Einschlag von Kometen mit großer

zerstörerischer Kraft erlebten, ist groß. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass sie Zeugen

der Veränderungen von Planetenbahnen wurden, die durch einen/mehrere kosmische "Störer"

verursacht wurden. Ebenso kann nicht ausgeschlossen werden, daß sich die Stör-Ereignisse

wiederholten.

Jedenfalls waren diese Ereignisse Teil ihrer realen Welt und sie erlebten sie als Bedrohung ihrer

Existenz. Deshalb stehen sie bei allen alten Kulturen im Zentrum der Überlieferungen.

Wie aber sind die Menschen in der Vorzeit mit ihren Erkenntnissen praktisch umgegangen?

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2.4 Gab es einen Zusatznutzen der AKS? (T6) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema6.html

Kitt Peak, das moderne Stonehenge

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

2.4 Gab es einen Zusatznutzen der AKS?

Bei aller Dramatik der Venusumwandlung oder der Kometeneinschläge von geringerer Größe gilt

allerdings auch: Viele Menschen haben die Katastrophen überlebt! Wenn Menschen der Vorzeit aber

solche Ereignisse überlebt haben, dann waren sie auch in der Lage, das Erlebte an die nächste

Generation weiterzugeben.

Die Annahmen, dass Menschen der Vorzeit Kometeneinschläge

mit katastrophalen Folgen erlebt/überlebt haben und beobachten

konnten, wie die Venus unter bedrohlichen Umständen vom

Kometen zum Planeten wurde, wird auch weiterhin

wissenschaftlich umstritten bleiben.

Für die hier zu überlegende Frage, ob die Menschen der Vorzeit

ein AKS entwickelt haben, dessen Hauptaufgabe die "Kontrolle"

von Himmelskörpern war, ist es allerdings unerheblich, ob diese

Annahmen heute schon wissenschaftlich anerkannt sind.

Maßgebend für die weiteren Überlegungen ist ausschließlich, dass die Menschen der

Vorzeit solche Ereignisse selbst als real begriffen.

2.4.1 Wie sind Menschen der Vorzeit mit ihren Erlebnissen umgegangen?

Was die Menschen der Vorzeit besonders beschäftigte, wissen wir aus astronomischen

Überlieferungen (in Sagen/Mythen/Berichten) und wie sie darauf konkret reagierten, wissen wir von

archäologischen Exponaten, die astronomische Kontrolldaten enthalten (letzteres z.B. für die

Goldenen Hüte inzwischen wissenschaftlich anerkannt!).

Die Überlieferungen alter Kulturen über astronomische Vorgänge und die gefundenen astronomischen

Exponate gehören zusammen und müssen zusammen interpretiert werden. Die überlieferten

Furchtszenarien sind vielleicht nach Art der Zeit "ausgeschmückt" worden, aber im Kern keine

mystischen Erfindungen. Die Belege sind in den Kulturen so zahlreich und ihrer Art nach

übereinstimmend, daß es auch wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist, sie in Bausch und Bogen als

"Hirngespinste" abzutun.

Kometeneinschläge kamen i.d.R. nicht plötzlich. Die Annäherung der Kometen war oft über Tage oder

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2.4 Gab es einen Zusatznutzen der AKS? (T6) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema6.html

Monate zu beobachten! Der Komet Shoemaker Levy 9 hatte z.B. bereits ein Jahr vor seinem Einschlag

einen nahen Vorbeiflug an Jupiter, bei dem er zerlegt wurde. Die 21 größeren Bruchteile flogen

aufgereiht wie an einer Schnur noch eine Runde auf ihrer Bahn und schlugen erst dann nacheinander

innerhalb von sieben Tagen auf Jupiter ein. Bewohner auf dem Jupiter hätten also vermutlich ein

ganzes Jahr Zeit gehabt, sich auf den Einschlag vorzubereiten. Ohne die "Ehrenrunde" der

Bruchstücke wären es aber wohl nur Wochen oder Tage gewesen.

Konnten die Menschen der Vorzeit die Zusammenhänge

zwischen den Vorgängen am Himmel und den katastrophalen

Folgen erkennen? Klar, spätestens nach der ersten Katastrophe

mit Überlebenden konnten diese einen Zusammenhang

herstellen, wenn sie zuvor am Himmel besondere Vorgänge

beobachtet hatten. Danach waren sie sicher auch in der Lage,

das Erlebte an die nächste Generation dauerhaft zu überliefern.

Der Zeitpunkt für stabile mündliche Überlieferungen kann

durchaus auf 10.000 bis 8.000 v.Chr., für den Beginn

schriftlicher Überlieferungen auf ca. 3.500 v. Chr. (mit Entstehung der Hochkulturen) angesetzt

werden. Dass man dabei nicht einen Tatsachenbericht heutiger Machart erwarten darf, ist klar. Die

realen Vorgänge wurden im Laufe von Jahrhunderten zu Legenden/Mythen umgeformt. So wundert es

denn nicht, daß die Wissenschaft alten Überlieferungen keinen Realitätsgehalt zubilligt, selbst bei

Überlieferungen, die die alten Kulturen als Berichte über Tatsachen verstanden wissen wollen.

Überlieferungen geschildert.

Das rege Interesse der Menschen vieler Kulturen in der Vorzeit

an "himmlischen" Vorgängen kann also zwanglos erklärt werden,

wenn man die Zeugnisse der AKS (Goldener Hut,

Maya-Kalender u.a.) und die anderen "Nachrichten" (Sagen,

Mythen, Berichte) unserer Vorfahren im Zusammenhang sieht.

Der Kern dieser Nachrichten ist nämlich immer der gleiche: Am

Himmel war einiges los, das die Menschen konkret bedrohte.

Ein gutes Beispiel bietet der "Kalender" der Maya:

Seit vielen Jahrzehnten bemüht sich die Forschung darum,

diesen Kalender zu erhellen. Das ist besonders für die

Kulturgeschichte sehr wichtig, weil die religiösen Vorstellungen

und Kulte der Maya aufs Engste mit einer fast "neurotisch" zu

nennenden Beobachtung der Gestirne verbunden sind.

Dieser mehr als 5000 Jahre währende, angsterfüllte Blick auf

den Himmel kann nur die Reaktion auf ein Ereignis sein, das aus

dem Kosmos kam. (FN)

Auch wenn noch nicht alles verstanden ist: Die astronomischen

Kenntnisse der Mayas waren von hoher Qualität.

Aus heutiger Sicht hat ein Komet mit einem Durchmesser bis

100 m "nur" regionale Auswirkungen, z.B. auf einen Kontinent.

Aus der begrenzten Sichtweise der Menschen in der Vorzeit war

es aber eine "weltweite" Katastrophe, im wahrsten Sinne des

Wortes ein Weltuntergang (siehe z.B. Sintflutberichte). So ist es

vielleicht auch zu verstehen, dass in einigen alten Kulturen von

mehreren "Weltaltern" gesprochen wird. Der Prozess der

Venusumwandlung verlief möglicherweise über Jahrhunderte, in

denen die Venus als Komet und Störer der Planetenbahnen

erlebt wurde, bis sie durch die Einnahme der heutigen

Venusbahn "zur Ruhe kam". So wird das jedenfalls in alten

Fazit: Die Menschen der Vorzeit erlebten den Einschlag kosmischer Projektile

2 von 5 11.08.2005 15:28


2.4 Gab es einen Zusatznutzen der AKS? (T6) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema6.html

und wurden Zeugen der Veränderung von Planetenbahnen, vielleicht auch der

Erdbahn. Jedenfalls waren diese Ereignisse Teil ihrer realen Welt und sie erlebten

sie als Bedrohung ihrer Existenz. Sie sahen sich veranlasst, die bedrohlichen

Himmelskörper zu beobachten und darüber in ihrer Art und Weise zu berichten.

Die Beobachtungen ermöglichten ihnen, konkrete Bedrohungen durch

Himmelskörper vorherzusagen.

2.4.2 Der Gottesbezug der AKS

Die Entwicklung der Menschen war zu dieser Zeit bereits weit darüber hinaus, die Ereignisse einfach

nur als katastrophales Missgeschick hinzunehmen und zu resignieren.

Neben dem bloßen Weitererzählen wurde von unseren Vorfahren sicher auch bald überlegt, "wer"

hinter den Ereignissen steckt, wer oder was war die Ursache dieser bedrohlichen Vorgänge?

Auf der Erde gab es nichts, was mit den "himmlischen" Vorgängen und ihren Ursachen verglichen

werden konnte. Die menschliche Neugier/Wissbegierde verlangte aber nach einer Erklärung des

"Unbekannten". Diese unbekannte "machtvolle Kraft", die Himmelsobjekte aus ihrer Bahn werfen und

Katastrophen anrichten konnte, war hervorragend geeignet, Gottesvorstellungen zu entwickeln.

Es ist also zu erwarten, dass die bedrohlichen Vorgänge am

Himmel immer auch einen Zusammenhang mit religiösen

Vorstellungen haben. Wollte man die Gottesvorstellungen

kommunizieren, so war es auch erforderlich, den/die Götter mit

Namen zu versehen. Das ist auch in der Regel der Fall

gewesen! Zwar ist die Namensgebung für die Götter

unterschiedlich, sie haben aber i.d.R. einen gemeinsamen

Bezug (z.B. die Venus, Mars usw.). Es ist auch zu erwarten,

dass die Himmelskörper selbst als Götter klassifiziert wurden.

Auch das ist so festzustellen (z.B. griechische Mythologie,

Maya-"Kalender", Nordische Mythologie). Schließlich war für den

Menschen der Vorzeit zu bedenken, ob hinter diesen

(Planeten-)Göttern noch eine "oberste" lenkende Macht stand (Zeus als "Göttervater"?) Auch diese

Sichtweise ist in frühen Hochkulturen verbreitet!

Die unter Existenzangst erlebten Katastrophen verlangten aber

nach mehr als nur Erklärungen. Für die Menschen der Vorzeit

erschien es auf Grund der gemachten Erfahrungen existenziell

notwendig, solche katastrophalen Ereignisse vorhersehen zu

können. Zum einen wollte man sich schützen (z.B. Aufsuchen

von Erdhöhlen, die sich bereits als Schutz erwiesen hatten).

Zum anderen konnte man ja vielleicht durch Opfer für die

Verursacher (Götter) die Katastrophe abwenden. Auch dies ist

ein von allen alten Kulturen berichtetes Verhalten (Bild).

Bei den Ausgrabungen der Kreisgrabenanlage in Goseck (Sachsen-Anhalt) wurden vor kurzem bei der

archäologischen Erschließung Hinweise auf rituelle Menschenopfer gefunden! (FN) Gottesglaube und

Religionsausübung mit Opferkult hat also wohl eine konkrete Ursache in dem Erleben kosmischer

Katastrophen und führte unmittelbar auch zur Vorstellung heilbingender (heiliger) Orte, Handlungen

und Gegenstände. Die Auffindesituation des Goldenen Hutes von Schifferstadt und der Nebrascheibe

lassen erkennen, dass diesen Gegenständen eine hohe kultische Bedeutung zukam. Sie waren den

Nutzern "heilig". Das bestätigt auch andere Erkenntnisse, nach denen Vorzeit-"Kalender" i.d.R. mit

religiösen/kultischen Vorstellungen/Praktiken verbunden waren. Der zentrale Kern religiöser Kulte

hatte immer auch damit zu tun, dass man sich einerseits vor "etwas" fürchtete (Gott/Götter) und

andererseits dieses "etwas" mit Opfern günstig stimmen wollte.

Der Goldene Hut von Schifferstadt und die Nebrascheibe wurden unter "ehrenvollen" Umständen

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2.4 Gab es einen Zusatznutzen der AKS? (T6) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema6.html

"beerdigt"! Waren die darauf verzeichneten Daten nicht mehr zutreffend, brauchbar? Musste man sich

neu orientieren, weil sich die Verhältnisse am Himmel geändert hatten?

Wäre es also unseren Vorfahren lediglich um kultische/politische Absichten gegangen, mit denen das

gemeine Volk beeindruckt werden sollte, dann wäre ein so aufwendiges Systeme nicht notwendig

gewesen. Die AKS der verschiedenen Kulturkreise hätten auch nicht immer wieder die gleichen

Beobachtungsgegenstände zum Inhalt, z.B. erfreute sich die Venus häufig besonderer

Aufmerksamkeit und das sicher nicht nur, weil sie als hellster Stern "Karriere" gemacht hat (Morgenund

Abendstern).

Fazit: Es gibt zahlreiche Bezüge zwischen Berichten über kosmische Katastrophen

und Religionsausübung. Die existenzielle Bedrohung der Menschen in der Vorzeit

hat zu ausgeprägten Gottesvorstellungen und daran anschließender Religionsausübung

geführt.

2.4.3 Die kosmischen Bedrohungen heute

Die Beobachtung bedrohlicher Projektile im Weltraum erlebt heute nach einer "Pause" von ca. 2.800

Jahren eine Neuauflage (Spacewatch-Projekt): Die Universität Arizona (USA) beobachtet inzwischen

mehr als 500 Asteroiden/Kometen der Größenordnung 100m, von denen die Wissenschaftler

annehmen (!), dass sie die Erdbahn auf Kollisionskurs kreuzen könnten. Genau weiß man das nicht

(wie früher auch).

Die Methoden der Beobachtung sind unseren heutigen

Kenntnissen und Möglichkeiten angepasst, aber inhaltlich geht

es um das Gleiche: Die Befürchtung einer kosmischen

Katastrophe und der Wunsch nach einer Vorhersage. Warum?

Man will sich schützen (wie in der Vorzeit)

Man will die Katastrophe abwenden (wie in der Vorzeit)

Auch die Überlegungen zur Abwendung einer Katastrophe sind

modernisiert: Man denkt nicht mehr über Opfer an Gott/Götter

nach (hat sich in der Vergangenheit als unwirksam erwiesen), sondern will Atombomben zur

Ablenkung gefährlicher Objekte einsetzen (wirksam?).

In diesem Sinne haben wir in den letzen 8.000 bis 10.000 Jahren keine großen Fortschritte gemacht.

Unseren Vorfahren war nur die Beobachtung und Berechnung von Objekten möglich, die mit bloßem

Auge zu erkennen waren. Der heutige "Fortschritt" liegt derzeit lediglich darin, dass wir nun in der Lage

sind, auch Objekte zu beobachten und zu kontrollieren, die viel weiter von der Erde entfernt sind.

Dabei wird ein enormer Aufwand getrieben

(wie früher z.B. beim Pyramidenbau): Am 4.

Juli 2005 hat die Raumsonde Deep Impact

einen sogenannten "Impactor" (360 kg) auf

den Kometen Tempel 1 (Größe ca. 14 mal 4

km; ca. 60 km 3 ) abgefeuert. Man erhofft sich

dabei erweiterte Kenntnisse über Kometen.

Der entscheidende Zeitrahmen für diese

Beobachtungen betrug nur 800 Sekunden,

das Projekt kostete 330 Mio $ (rund 41.000 $

je Sec. (!)). Begründung für diesen

"wahnsinnigen" Aufwand:

" ... die größte Bedrohung für die Menschheit

... ist der Einschlag von erdnahen Kometen

und Planetoiden. Die Brocken aus dem All haben immer wieder blutige Spuren in der Evolution

4 von 5 11.08.2005 15:28


2.4 Gab es einen Zusatznutzen der AKS? (T6) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema6.html

hinterlassen, doch erstmals in der Erdgeschichte kann sich das Leben jetzt wehren: Hinreichende

Kenntnis und auch genug Zeit vorausgesetzt, lassen sich die kosmischen Bomben vom Kollisionskurs

abbringen." (FN)

Deep Impact ist nicht die erste Raumsonde mit ähnlicher Zielsetzung! Vorausgegangen sind Giotto,

Deep Space 1, Stardust und unterwegs ist noch Rosetta (Landung 2014 auf dem Kometen

Churyumov-Gerasimenko).

Der Impactor von Deep Impact überträgt eine kinetische Energie

von 19 Gigajoule (Sprengkraft von 4,5 Tonnen TNT) auf den

Kometen Tempel 1 (Bild). Damit wird die Geschwindigkeit des

Kometen gerade mal um 0,0001 Millimenter pro Sekunde

verändert! Seine Umlaufdauer wird sich um weniger als eine

Sekunde verringern! Allerdings addieren sich die Werte im Laufe

der Zeit: Das Projekt Deep Impact verschiebt den Kometen

Tempel 1 in zehn Jahren immerhin um einen Erdradius!

Sicherer sind wir also durch diese Aktionen zunächst auch nicht,

denn eines dieser nicht weit entfernten Objekte kann in wenigen Wochen oder Monaten hier

einschlagen! Aus heutiger Sicht verfügen wir noch lange nicht über die notwendigen wirksamen

"Ablenkungsmethoden" und ob die "Vorwarnzeit" für die Abwehr reicht, muß offen bleiben.

Was aber an diesen Projekten der NASA beeindruckt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der

folgendes wissenschaftlich akzeptiert wird:

Die Erde wurde in der Vergangenheit mehrfach von "kosmischen Bomben" getroffen.

Das kann in absehbarer Zeit wieder passieren.

Vielleicht sollten die Archäologen da mal genauer hinhören und Zusammenhänge mit dem Verhalten

von Menschen der Vorzeit in Betracht ziehen. Zeugnisse darüber gibt es ja genug!

Fazit: Erneut versuchen die Menschen, kosmische Bedrohungen vorherzusagen

und entwickeln wieder Abwehrstrategien.

Wir sind wieder in der Steinzeit angekommen!

2.4.4 Zusammenfassung

Die von unseren Vorfahren real erlebten Bedrohungen durch Objekte am Himmel führten zur

Beobachtung der "himmlischen" Vorgänge. Aus diesen Beobachtungen entwickelten sich

Astronomische Kontroll-Systeme ( AKS), aber auch Gottesvorstellungen und die damit verbundene

Religionsausübung. Mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten waren die Menschen in der Vorzeit in der

Lage, durch Beobachtung der Himmelskörper die bedrohlichen kosmischen Gefahren konkret

vorherzusagen und zeitlich zu bestimmen.

Der heute unbekannte Nutzen der AKS war also, kosmische Katastrophen vorherzusehen, sich

zu schützen und durch Opfer an den/die (un)bekannten Verursacher (Gott/Götter) die

Katastrophen abzuwenden.

Heute hat sich erneut die Erkenntnis durchgesetzt, daß der Menschheit aus dem Weltraum konkrete

Gefahren drohen und man überlegt, wie man den Gefahren begegnen kann. Beobachtungsmethoden

und Abwehrstrategien sind zwar moderner, die Intentionen entspringen aber der gleichen Quelle. Die

moderne Motivation für die Kometen-/Asteroidenbeobachtung entspricht damit im Kern der Motivation

unserer Vorfahren in der Vorzeit.

War aber in der Vorzeit überhaupt eine hinreichend genaue Beobachtung schon möglich?

5 von 5 11.08.2005 15:28


2.5 Entwicklung von Astronomischen Kontroll-Systemen (T7) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema7.html

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

2.5 Voraussetzungen für die Entwicklung von AKS

Wie konnten die Menschen der Vorzeit künftige "himmlische" Bedrohungen vorhersagen? Ein System,

das dies leisten sollte, musste mindestens folgende Voraussetzungen erfüllen:

Beobachtung der Objekte am Himmel (Sonne, Mond, Planeten, Kometen, Fixsterne)

Festlegung von Kontrollmarken auf der Erde zur "Eichung" des Systems

Festlegung von Referenzpositionen am Himmel zur "Eichung" des Systems

Einordnung der Beobachtungen in eine Zeitschiene (Zeitsystem)

Feststellung von unregelmäßigen Veränderungen in der Bahn von Himmelsobjekten

Haben die Menschen der Vorzeit solche Leistungen erbracht?

2.5.1 Beobachtung der Objekte am Himmel

Es ist gut belegt, dass die Menschen der Vorzeit größtes Interesse entwickelten, Objekte am Himmel

zu beobachten, z.B. Sonne, Mond, aber auch Planeten, Fixsterne, Kometen usw. Gefunden wurden

auch Aufzeichnungen für Auf-/Untergänge von Objekten, z.B. unregelmäßige (!) Bewegungen der

Venus (Velikovsky, Venustafeln, a.a.O.). Wohlgemerkt: Es handelt sich um bestimmte Aussagen, nicht

um Möglichkeiten oder mythische Überlegungen!

Das Interesse war so groß, dass nicht nur die großen Objekte Sonne und Mond mit Namen versehen

wurde, sondern auch die Planeten. Die sind mit Ausnahme der Venus wenig auffallend und sie als

solche zu erkennen, war bereits eine herausragende Leistung und bedurfte langdauernder, genauer

Beobachtungen.

Selbst Fixsterne wurden zu Gruppen zusammengefasst und mit Namen versehen. Die

Zusammenfassung in Gruppen war erforderlich, weil ein einzelner Fixstern kaum zu lokalisieren ist,

wogegen die Mustererkennung eine hoch entwickelte geistige Leistung der Menschen ist.

2.5.2 Festlegung von Kontrollmarken auf der Erde zur "Eichung" des Systems

Auf der Erde war die Festlegung von Referenzpositionen erforderlich, denn Sonne und Mond waren

"sehr beweglich" und die "Fixpunkte" der Sternbilder waren nur scheinbar fix: Sie wanderten im Verlauf

eines Tages, eines Monats oder eines Jahres über den Himmel und waren z.T. nicht das ganze Jahr

über sichtbar. Mit der Verknüpfung ihres Aufgangs oder Untergangs z.B. mit "Kontrollmarken" auf der

Horizontlinie konnte man die diese Positionen mit der "Zeitschiene" in Verbindung bringen.

Geeignete Kontrollmarken konnten z.B. sein

die Horizontlinie selbst

Bergspitzen

Taleinschnitte

Errichtung fester Bauten (z.B. Kreisgrabenanlagen, Stonehenge)

Obelisken

Visierlöcher

Festlegung von Beobachtungsstandorten mit Hilfe von Visurlinien

Gab es in der Vorzeit solche "Kontrollmarken"? Es gibt zahlreiche

Funde, die die Nutzung von Kontrollmarken belegen. Es war z.B.

durchaus üblich, die Sonnenwenden mit einem Taleinschnitt am

Horizont in Verbindung zu bringen: Die Sonne "rollt" zur

Wintersonnwende berührungsgenau den Berghang herunter. Am

Tag davor oder danach ist das nicht der Fall, weil die Sonnenbahn

1 von 4 11.08.2005 15:28


2.5 Entwicklung von Astronomischen Kontroll-Systemen (T7) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema7.html

dann bereits zu einem Abstand zwischen Sonnenscheibe und

Berghang führt.

Diese Beobachtung war natürlich an einen bestimmten

Beobachtungsort gebunden, d.h. Kontrollmarken und

Beobachtungsort gehörten untrennbar zusammen. Solche Orte

entwickelten sich vermutlich zu heute so genannten

"Heiligtümern", also Orte mit ganz besonderer Bedeutung (siehe

Goldener Hut von Schifferstadt, Stonehenge u.a.). Das war

insbesondere dann der Fall, wenn der Beobachtungsort

ermöglichte, mehrere Ereignisse zu kontrollieren, wenn z. B. natürliche Kontrollmarken für beide

Sonnenwenden und die Tag-/Nachtgleichen vorhanden waren (FN).

Ein anderes Beispiel ist die Kreisgrabenanlage Goseck (Bilder).

Bei den Kreisgrabenanlagen wird mit

Verwunderung zur Kenntnis genommen, daß sie

offensichtlich nach einer Nutzungszeit von nur ca.

250 Jahren plötzlich alle aufgegeben wurden. War

es eine Modeerscheinung? Oder gab es nicht

einen wichtigen Grund für deren zahlreiche

Errichtung, aber auch einen für deren plötzliche

Aufgabe? Wenn der Nutzen (zutreffende

Beobachtung von Himmelskörpern) nicht mehr

gegeben war, konnte man so eine Anlage auch

aufgeben. Vielleicht wurden die Anlagen auch gar

nicht freiwillig aufgegeben, weil die Nutzer nach

einer Katastrophe nicht mehr in der Lage waren,

sie zu verwalten. Dafür spricht, daß die Anlagen

praktisch gleichzeitig aufgegeben wurden.

In Mitteleuropa wurden z.B. zahlreiche

Kreisgrabenanlagen gefunden, deren

Entstehung auf ca. 4.800 Jahre v.Chr. datiert

wird. Der zugehörige runde Palisadenzaun aus

Baumstämmen wurde von zwei Toren

unterbrochen, die so angeordnet waren, dass

die aufgehende Sonne zur Wintersonnenwende

genau durch die beiden Tore strahlte. Dieser

Tag konnte also auf einfachste Weise bestimmt

werden. Vor dem Palisadenzaun waren - auf

einer zweiten gedachten Kreislinie - weitere

einzelne Baumstämme angeordnet, deren

Bedeutung noch nicht untersucht ist (FN).

Waren es Kontrollmarken zur Beobachtung

weiterer Himmelsobjekte/Ereignisse?

Für Stonehenge wird ein Zusammenhang mit bestimmten Objekten am Himmel kontrovers diskutiert.

Möglicherweise entsprechen die heutigen Positionen einzelner Steine nicht mehr ganz der

ursprünglichen. Schon in der Vorzeit wurden in Stonehenge Korrekturen vorgenommen: "In dieser Zeit

[2.100 v. Chr.] wurde der nordöstliche Zugang um 3° in Richtung des Sonnenaufgangs bei

Sommersonnenwende korrigiert und dessen Ausrichtung durch eine 500 m lange und 14 m breite in

gleicher Richtung verlaufende Avenue ... präzisiert." (FN)

Es ist schon sehr verwunderlich, wenn eine so

einfache Festlegung wie die Sonnenwende korrigiert

werden musste. Sollten die Erbauer von Stonehenge

tatsächlich nicht in der Lage gewesen sein, ihre

Anlage genau auszurichten, oder hat sich etwas am

Himmel (oder auf/mit der Erde) geändert?

2 von 4 11.08.2005 15:28


2.5 Entwicklung von Astronomischen Kontroll-Systemen (T7) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema7.html

Gleichzeitig mit der Korrektur wurde eine große

Prachtstraße gebaut. Als "Belohnung", weil man sich

zuvor bei der Ausrichtung geirrt hatte? Oder deshalb,

weil eine neue "Gefahrenlage" entstanden war,

gegen die etwas unternommen werden musste?

Vielleicht kann die konkrete Bedeutung von

Stonehenge nur deshalb heute nicht mehr

entschlüsselt werden, weil sich die Koordinaten der beobachteten Objekte inzwischen geändert haben!

Wenn immer davon ausgegangen wird, dass alle Objekte am Himmel "ewig unveränderlich" ihre

Bahnen ziehen, wird es keine neuen Erkenntnisse geben!

2.5.3 Festlegung von Referenzpositionen am Himmel zur "Eichung" des Systems

Wenn das Beobachtungsziel war, unregelmäßige, abweichende Bewegungen von Himmelskörpern

festzustellen, dann bedurfte es auch zuverlässiger Refernzpositionen am Himmel. Da war aber alles in

Bewegung.

Die Menschen in der Vorzeit erkannten jedoch bald, daß es eine gewisse Ordnung am Himmel gab.

Die Bewegungen der Himmelskörper folgen bestimmten Regeln und es gab Relationen zwischen den

Bewegungen, z.B. nehmen Sonne und Mond nach 19 Jahren wieder die gleichen Ausgangspositionen

zueinander ein.

Bei Sonne und Mond, aber auch bei anderen Himmelsobjekten konnte man mit Hilfe der

Kontrollmarken auf der Erde deren Auf- und Untergangspunkt genau kontrollieren. Dabei konnte man

feststellen, daß diese Punkte im Laufe eines Jahres "hin- und herwanderten" (z.B. Sonnenwenden).

Gut zu bestimmen war auch die Mitte zwischen den Endpunkten der Wanderbewegungen (z.B. Tagund

Nachtgleichen). Referenzpositionen konnten also z.B. sein:

Auf- und Untergangspositionen

Wendepositionen im jahrszeitlichen Verlauf

Mittelpositionen zwischen Wendepositionen

Stellung der Himmelobjekte zueinander

Reset-Zyklen (Einnahme der Ausgangsstellung zweier Objekte)

Auch für die Referenzpositionen gilt, daß sie nur im Zusammenhang mit dem Ort, von dem aus

beobachtet wurde, gelten.

2.5.4 Einordnung der Beobachtungen in eine "Zeitschiene"

Die Beobachtungen am Himmel waren natürlich nur dann von Nutzen, wenn sie zweidimensional

eingeordnet werden konnten: Der Himmelskörper musste zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem

bestimmten Ort sein. Der Ort wurde durch die Kontrollmarken bestimmt. Für die zeitliche Festlegung

standen den Menschen der Vorzeit zwei ausgezeichnete, sehr genau gehende "Uhrwerke" zur

Verfügung, nämlich die Sonne und der Mond.

Die Beobachtung der Sonne war trotz einfachster Methoden so genau, dass man den Tag vor/nach

einer Sonnenwende klar vom Tag der Sonnenwende selbst gut unterscheiden konnte. Diese

Genauigkeit machte es möglich, auch andere Objekte am Himmel exakt mit dem jahreszeitlichen

Sonnenlauf in Beziehung zu setzen und damit in ihrer zeitlichen und örtlichen Positionierung zu

kontrollieren.

Notwendig wurde dies z.B. hinsichtlich des Mondes. Er war innerhalb eines Sonnenjahres nicht

synchron. Aber die Menschen der Vorzeit hatten alsbald herausgefunden, dass Sonne und Mond nach

19 Jahren (Metonzyklus) wieder die gleiche Position zueinander einnahmen. Man verfügte also nun

über zwei "Zeitgeber", mit denen man andere Himmelskörper kontrollieren konnte. Die dazu

notwendigen Kontrolldaten können wir noch heute an archäologischen Exponaten ablesen (Goldener

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2.5 Entwicklung von Astronomischen Kontroll-Systemen (T7) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema7.html

Hut von Schifferstadt u.a.).

2.5.5 Feststellung von unregelmäßigen Veränderungen der Himmelsobjekte

Die Menschen der Vorzeit hatten die Erfahrung gemacht, dass astronomische Abweichungen zu

existenziellen Katastrophen führen konnten. Sie waren also darauf aus, diese möglichst früh

festzustellen.

Die Festlegung der terrestrischen Kontrollmarken und der "himmlischen" Referenzpositionen machte

es jetzt möglich, die Himmelsobjekte in ihrer Bewegung zu beobachten und deren "Bewegungsregeln"

zu erfassen. Schließlich konnte man auch aus der längeren Beobachtung eines Objekts dessen

künftige Position ermitteln/berechnen. Von da an war man in der Lage, die beobachteten Objekte auch

zu kontrollieren.

Die Kontrolle der Sonne diente also nicht nur zur Bestimmung des aktuellen Tages der Sonnenwende

("heute ist Sonnenwende, weil die Sonne den Wendepunkt erreicht hat"), sondern es war möglich

vorherzusagen, wann die Sonnenwende sein wird ("in 180,179,178 ... Tagen wird die

Wintersonnenwende sein!").

Ebenso wurde es auch möglich, Position und Bahnverlauf anderer Himmelskörper vorherzusagen.

Wenn es aber möglich war, Position und Bahnverlauf vorherzusagen, dann war es auch möglich,

Abweichungen festzustellen (z.B. Bahnabweichungen, Abweichungen beim Aufgang/Untergang oder

beim Auftauchen/Verschwinden). Der Leitgedanke, den uns die Menschen in der Vorzeit in zahlreichen

Dokumenten überliefern, war:

Wenn sich ein Himmelobjekt nicht an der vorhergesagten Position befand, dann drohte höchste

Gefahr!

2.5.6 Zusammenfassung

Die Menschen der Vorzeit verfügten über alle Voraussetzungen, die ein System zur Kontrolle von

Himmelskörpern voraussetzt. Die notwendigen Vorrichtungen waren relativ einfach herzustellen (z.B.

Stelen, Obelisk, Visierloch) oder es wurden natürliche Gegebenheiten genutzt (z.B. Horizontlinie,

Bergspitzen, Taleinschnitte usw.). Sie stellen aber auch aufwendigere Bauten her (z.B. Stonehenge,

Kreisgrabenanlagen, Tempelanlagen ( FN) ).

Läßt die Vielzahl von Beobachtungsvorrichtungen und Berechnungssystemen

Gemeinsamkeiten zu erkennen?

4 von 4 11.08.2005 15:28


2.6 Entwicklungsstufen von Astronomischen Kontroll-Systemen (T8) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema8.html

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

2.6 Entwicklungsstufen von Astronomischen Kontroll-Systemen

Wir dürfen annehmen, dass sich Entwicklung von AKS über einen längeren Zeitraum erstreckte. Im

Verlauf ihrer Entwicklung wurden sie über die Jahrhunderte/Jahrtausende hinweg verbessert und

verfeinert - je nach kulturellen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Es darf also eine Entwicklung von

einfachen zu komplexeren AKS ausgegangen werden. Motor für die Weiterentwicklung waren

vermutlich neue Anforderungen an das System, d.h. der Wunsch nach höherem Nutzen ( dieses

Prinzip beherrscht auch heute noch z.B. die Entwicklungen von Wissenschaft und Technik).

2.6.1 Datenträger für ein AKS

Mit der Zunahme des Datenbestandes ergab sich die Notwendigkeit, die Kontroll- und Mess-Zahlen

dauerhaft festzuhalten. Es wurden Datenträger (ganz in heutigem Sinne) benötigt ( FN). Als Material,

das Dauerhaftigkeit garantierte, stand in der Vorzeit Stein, Metall (Kupfer, Bronze, Gold) und

gebrannter Ton zur Verfügung, z.B.

Nebrascheibe (Bronze/Gold)

Goldhut von Schifferstadt und seine Entsprechungen (Gold)

"Kalender" der Maya (Stein)

Diskos von Phaistos der Minoer (gebrannter Ton)

astronomische Beobachtungsdaten der Babylonier/Ägypter (Tontafeln)

Es gibt bereits zahlreiche Versuche, diese Datenträger "auszulesen" und ihre ursprünglichen

Bedeutungen zu verstehen, z.B.

"Professor Dr. Wolfhard Schlosser (Nebra-Scheibe) (FN)

Kurt E. Kocher (Goldener Hut von Schifferstadt (FN), Diskos von Phaistos (FN))

Armin Naudiet ("Kalender" der Maya) (FN)

Bernd Schomburg (Diskos von Phaistos) (FN)

Bernd Schomburg (Nebra-Scheibe) (FN)

Wenn man die Bedeutung von astronomischen Datenträgern der Vorzeit verstehen will, müssen sie

immer zusammen mit den Beobachtungsorten und Beobachtungsvorrichtungen betrachtet werden!

Eine nachgehende Betrachtung der bisher vorgefundenen AKS deutet auf eine zweistufige

Entwicklung hin: Die erste Stufe entwickelte eine reine Zeitmessung, in einer weiteren

Entwicklungsstufe wurde das "Zeitmess"-System erweitert zu einem "Katastrophenmelde- und

Vorwarn-System".

Es ist deshalb zweckmäßig, die vorgefundenen AKS diesen beiden Entwicklungsstufen zuzuordnen

und zu unterscheiden:

2.6.2 AKS als Zeitmesser

Dieser Typ diente der Zeitmessung, kontrollierte lediglich die "Uhrzeit". Taktgeber waren Mond und

Sonne.

Zunächst bot sich der Mond mit seiner alle sieben Tage wechselnden Gestalt als zeitlicher Taktgeber

an. Er war leicht zu beobachten und leicht "abzulesen". Auch die Sonne konnte für die tägliche oder

jahreszeitliche Zeiteinteilung benutzt werden.

Hierfür waren Vorrichtungen erforderlich, mit denen man die Jahresläufe von Sonne und Mond

beobachten und justieren konnte (z.B. die Kreisgrabenanlagen in Mitteleuropa, Stonehenge,

Qumran-Sonnenuhr der Essener, Obelisken usw.).

1 von 3 11.08.2005 15:29


2.6 Entwicklungsstufen von Astronomischen Kontroll-Systemen (T8) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema8.html

Es kann dahingestellt bleiben, ob die Kultur der Mond- und Sonnenbeobachtung

gleichzeitig/gleichwertig erfolgte oder auch nicht. Maßgebend hierfür war wiederum der Nutzen, den

man aus den Beobachtungen ziehen konnte. Für Bewohner von Gebieten mit extremen

jahreszeitlichen Wetterwechseln war neben der Beobachtung des Mondes auch die Beobachtung der

Sonne von Bedeutung.

Wurde sowohl Mond als auch Sonne regelmäßig beobachtet, ergab sich die Notwendigkeit, beide

Himmelskörper zu synchronisieren. Zu den allgemeinen Voraussetzungen für ein AKS kam also das

Erfordernis, aus den beobachteten Daten Zusammenhänge zu erkennen, Berechnungen anzustellen

(in die Zukunft und in die Vergangenheit) sowie die erforderlichen Schlussfolgerungen zu ziehen. Das

bedurfte geistiger Höchstleistung! Das würde erklären, warum die AKS vermutlich jeweils von einer

(kleinen) Elite verwaltet wurden.

Zu beachten dürfte aber auch sein, dass in Gebieten, in denen jahreszeitliche Wetterunterschiede

geringer ausfielen (z.B. Babylonien, Ägypten), die Sonnenbeobachtung zunächst untergeordnet

gewesen sein könnte. Vielleicht liegt hierin ein Grund für die ursprüngliche Bevorzugung von

"Mondkalendern" in den Hochkulturen. Beispiele für den AKS-Typ "Zeitmesser" könnten sein:

Goldhüte u.a. Exponate mit typischen Mond-/Sonnendaten

Nebrascheibe (Bronze/Gold)

Falls mit der Nebra-Scheibe auch andere Himmelskörper konkret kontrolliert werden konnten, dann

wäre sie eher dem AKS-Typ "Katastrophenmelder und -vorwarnung" zuzuordnen.

2.6.3 AKS als "Katastrophenmelder und -vorwarnung"

Dieser Typ stellt eine Erweiterung mit Zusatznutzen dar. Er stellt die Verbindung zu anderen

Himmelsobjekten her (z.B. zur Venus, Mars) und sollte astronomische Abweichungen aufdecken.

Die von den Menschen in der Vorzeit erlebte Bedrohung durch Kometen könnte anfänglich Anlass

genug gewesen sein, die zusätzlichen Beobachtungsdaten in das vorhandene Zeitmesser-AKS zu

integrieren, zumindest aber in Beziehung zu setzen (z.B. die verschiedenen Kalender der Maya).

Umfasste der Erfahrungshorizont der Menschen aber auch Ereignisse wie den jahrhundertelangen

Umwandlungsprozess der Venus, so war es logisch, die damit verbundenen Vorgänge am Himmel in

ein Zeitmesser-AKS zu integrieren.

Beispiele für AKS mit so erweitertem Nutzen könnten sein:

die "Kalender" der Mayas, Ägypter, Babylonier und Inder

der Diskos von Phaestos

Es handelte sich bei den genannten Ereignissen ja nicht nur um "Himmelsschauspiele" ohne Folgen;

die hätte man einfach nur zur Kenntnis nehmen können. Vielmehr waren es lebensbedrohliche

Vorgänge mit Katastrophencharakter, deren Begleitumstände weit über das hinausgingen, was z.B.

der Tsunami Ende 2005 im Pazifik und Indischen Ozean anrichtete. Es ist logisch und passt

zusammen, wenn sich diese Vorgänge in den Sagen, den Mythen und in den Berichten der alten

Kulturen wiederfinden. Das ist aber genau das, worauf sich die AKS der Babylonier, der Ägypter und

der Mayas beziehen.

Die "Verbissenheit", mit der in den Hochkulturen der Lauf der Venus beobachtet wurde, zeigt doch die

hohe Bedeutung dieses Kometen/Planeten. Verständlich ist dieses negative Ansehen nur dann, wenn

die Bedrohung als real wahrgenommen wurde!

"Der Krieg ist der Vater aller Dinge". Dieser Spruch kennzeichnet die Erfahrung der Menschen, dass

für die Kriegsführung zu allen Zeiten besondere Anstrengungen unternommen wurden, die die Technik

und Kultur besonders (schnell) weiterentwickelten. Kann man die Erlebnisse der Menschen in der

2 von 3 11.08.2005 15:29


2.6 Entwicklungsstufen von Astronomischen Kontroll-Systemen (T8) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema8.html

Vorzeit als "vorzeitlichen Krieg der Sterne" sehen, bei dem sie allerdings in der Defensive und nur

Leidtragende waren?

Vielleicht war dieser "Krieg am Himmel" der Motor zur beschleunigten Entwicklung der alten Kulturen

etwa ab 2.500 v. Chr. und des "wahnsinnigen" Aufwandes, den sie getrieben haben (Stonehenge,

Pyramiden der Ägypter, der Mayas und andere astronomisch bedeutsame Bauten/Vorrichtungen

ebenso wie vorzeitliche Beobachtung/Forschung)! Hätten sich die vielen Menschen, die über

Jahrzehnte an den monumentalen Bauten hart arbeiteten, nur mit kulturellen Überlegungen und/oder

körperlichem Zwang "bei Laune" halten lassen. Oder hatten sie nicht durch die erlebten Ereignisse am

Himmel eine eigene hohe Motivation und Einsicht in die "Kontroll- und Abwehrmaßnahmen"?

Sie wären tatsächlich wahnsinnig gewesen, hätten sie diesen Aufwand nur aus kulturellen Gründen

ohne weitergehende starke Motivation getrieben!

2.6.4 Zusammenfassung

Am Beginn der astronomischen Tätigkeit der Menschen in der Vorzeit stand die Beobachtung von

Mond und Sonne. Nachgewiesen ist die Kontrolle der Sonne mittels Kreisgrabenanlagen für den

Beginn der Steinzeit in Europa seit ca. 4.800 v. Chr. Der Beginn kann auch noch früher liegen, denn

solche Vorrichtungen wurden sicher nicht aus dem Stand heraus entwickelt. Auf der Grundlage dieser

steinzeitlichen Beobachtungen wurde ein Astronomisches Kontroll-System entwickelt, mit dem man die

Zeit im Tages- und Jahresverlauf einteilen und justieren konnte (AKS als "Zeitmesser"). Dieses

System kommt unserer heutigen Kalendereinteilung schon recht nahe.

Spätestens ca. 2.100 v. Chr. machten die Menschen der Vorzeit die Erfahrung, dass von

Himmelskörpern erhebliche Gefahr drohte. Sie versuchten, durch Beobachtung der bedrohlichen

Vorgänge am Himmel die sich wiederholenden Gefahrenkonstellationen vorherzusagen. Die

Beobachtungen ließen sich gut in das bereits vorhandene Zeitmesssystem integrieren, das damit zu

einem System der Katastrophenvorwarnung wurde. Neben Mond und Sonne ist insbesondere die

Beobachtung der Venus belegt.

Seit etwa 800 v. Chr. hatten sich die gefährlichen Vorgänge am Himmel offensichtlich konsolidiert.

War es deshalb notwendig, Kalenderreformen durchzuführen? Die Kalender der Römer und der

Babylonier beginnen alsbald nach diesem Zeitpunkt (753/749)! Nachdem die weitere Gefährdung

ausblieb, ging das Wissen darüber in den nächsten Jahrhunderten wieder verloren. In zahlreichen

Überlieferungen alter Kulturen aus der Zeit davor finden sich jedoch noch die Zeugnisse der

Ereignisse in der Vorzeit.

Das vorzeitliche astronomische System der Katastrophenvorwarnung wurde nach und nach von den

Teilen, die nicht der Beobachtung von Mond und Sonne dienten, wieder befreit. Es wurde zu unserem

heutigen Kalender weiterentwickelt.

3 von 3 11.08.2005 15:29


3. Theorie Astronomischer Kontroll-Systeme (T9) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema9.html

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

3. Theorie Astronomischer Kontroll-Systeme (AKS) der Vorzeit

Der Beitrag erläutert ein Konzept mit folgenden Annahmen und Folgerungen:

Die Menschen erlebten in der Vorzeit konkrete Bedrohungen durch kosmische

Katastrophen (Kometeneinschläge, Bahnänderungen von Planeten und/oder Erde)

Das Erleben kosmischer Katastrophen führte zur Beobachtung der Himmelskörper

und zur Entwicklung von Astronomischen Kontroll-Systemen - AKS ("Kalender" der

Vorzeit)

Zweck der AKS war die Vorhersage von kosmischen Katastrophen durch Kontrolle

der Bahnen von Himmelskörpern. Ziel war es, sich zu schützen und/oder durch

kulturelle/religiöse Opfer die bedrohlichen Ereignisse abzuwenden

Die Beobachtungen, Auswertungen und Vorhersagen waren die öffentliche

Hauptbeschäftigung einer Elite (z.B. Priester)

Die astronomische Betätigung hatte höchste Priorität und durchdrang das gesamte

öffentliche Leben

Aus dem Bestreben, die erlebten kosmischen Katastrophen zu erklären und mit AKS

zu kontrollieren, entwickelten sich Gottesvorstellungen und religiöse Kulte

Die astronomischen Eliten waren auf Grund ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten

Machtträger in der jeweiligen Kultur

Nach dem Wegfall der kosmischen Bedrohungen ging das Wissen der "Kalendermacher"

um die eigentlichen Ursachen weitgehend verloren

Danach dienten die inzwischen "verselbständigten" religiösen Kultsysteme zusammen

mit der weiteren astronomischen (Leerlauf-)Betätigung nur noch dem Machterhalt

der Eliten, zum Teil bis heute.

Ich konstatiere diese Annahmen und Folgerungen als Theorie Astronomischer Kontroll-Systeme

(AKS) der Vorzeit.

Viele der anderen Überlegungen sind spontan entstanden und haben eher den Charakter von

Hypothesen. Ich gehe aber davon aus, dass sie durch die weitere Forschung, aber auch weitere

Querverweise auf Forschungsergebnisse erhärtet/bestätigt werden können.

1 von 1 11.08.2005 15:29


4. Leitfragen für weitere Forschungen (T91) http://www.hollerith-privat.de/U_Order01/thema91.html

Astronomische Kontroll-Systeme der Vorzeit

4. Leitfragen für weitere Forschungen/Untersuchungen

Alle hier dargestellten Annahmen, Folgerungen und Überlegungen bedürfen der weiteren Überprüfung,

eine Aufgabe die nur gemeinschaftlich von interessierten "Mitstreitern" bewältigt werden kann. Ich

würde mich über Kritik und Hinweise freuen.

Wenn man die Grundmotivation "Kontrolle gefährlicher Himmelskörper" akzeptiert, wird man davon

ausgehen müssen, daß die Maßnahmen, die der Kontrolle (Beobachtungsvorrichtungen, Messzahlen)

und der Gefahrenabwehr (Opferkulte u.ä.) dienten, je nach Kultur und Zeitabschnitt auch

unterschiedliche Ausprägungen erfahren haben, einschließlich der "Zierleisten" zur kultischen

Ausschmückung. Das Grundmotiv "Kontrolle, Schutz und Abwehr" wird aber wohl in allen alten

Kulturen erkennbar sein.

Bei der Suche nach "Beweisen" ist systematisches Vorgehen erforderlich. Die Funde/Belege sollten in

zweifacher Hinsicht in eine Reihenfolge gebracht werden:

Zum einen braucht es natürlich für jede kulturelle Epoche ein Zeitprofil, das

Art, Beobachtungsgegenstände und Intensität der astronomischen Betätigungen

in der Vorzeit aufzeigt. Die verschiedenen Zeitprofile wären daraufhin zu untersuchen, ob

sie in diesen Kategorien Gemeinsamkeiten aufzeigen.

Zum anderen wären die Funde/Belege zu klassifizieren im Grad ihrer derzeit erkannten

Zuverlässigkeit in Bedeutung und zeitlicher Zuordnung.

Viele Forschungsergebnisse sind mir derzeit (noch) nicht zugänglich. Ich würde mich freuen, auch hier

Hinweise zu erhalten auf Arbeiten, die bereits geleistet wurden. Das Rad muß ja nicht zweimal

erfunden werden!

Eine Liste mit Leitfragen für interessierte Forscher und Hobby-Forscher ist in Vorbereitung und

wird in Kürze auf dieser Seite zur Verfügung stehen.

1 von 1 11.08.2005 15:30

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