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Landwirtschaftliche

Genossenschaften

Seite 10

Herunterladen und

bearbeiten

Seite 24

Besaugschutz bei

Tränkeautomat

Seite 54

Raritäten in der

Fundgrube

Seite 72


SWISS MADE

AGRAR GÜLLENTECHNIK

Standard bauen alle. Wir bieten Ihnen die Wahl zwischen Fässern mit Metall- oder Kunststoffbehälter.

Entscheiden Sie ob mit oder ohne Schleppschlauchsystem und wählen Sie, aus zahlreichen Optionen aus.

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1713 ST. ANTONI,

GABAG Landmaschinen AG

1734 TENTLINGEN, Jungo Felix

2575 HAGNECK, Dubler Agrar Service

3088 RÜEGGISBERG,

Ramseyer Landtechnik AG

3123 BELP, Stucki Landtechnik AG

3148 LANZENHÄUSERN, Staudenmann AG

3179 KRIECHENWIL,

Hämmerli AgroTech AG

3232 INS AG, GVS Agrar Ins AG

3324 HINDELBANK, Käser Agrotechnik AG

3365 GRASSWIL,

LMG Landmaschinen AG Grasswil

3433 SCHWANDEN I. E.,

Siegenthaler Anton

3532 ZÄZIWIL,

Ueli & Ruedi Herrmann GmbH

3555 TRUBSCHACHEN, Wingeier Alfred

3647 REUTIGEN, Burger Reutigen AG

3665 WATTENWIL, Wenger Paul

4147 ANGENSTEIN/AESCH,

Brunner Daniel

4434 HÖLSTEIN, Gysin Werner

4624 HÄRKINGEN,

Studer & Krähenbühl AG

4911 SCHWARZHÄUSERN,

Gerber & Reinmann AG

5054 KIRCHLEERAU, Peter Roos AG

5074 EIKEN, Schweizer Eiken AG

5078 EFFINGEN, Müller Juerg AG

5324 FULL-REUENTHAL, Kämpf Heinz

5502 HUNZENSCHWIL,

Odermatt Landmaschinen AG

5634 MERENSCHWAND,

Bucher Agrotechnik AG

5643 SINS, Burkhardt Paul

5644 AUW, Heer Alfred

5707 SEENGEN, R. Sandmeier AG

6014 LITTAU, Rüedi Josef

6016 HELLBÜHL, Amrhyn Gustav AG

6026 RAIN LU,

Burkart Landmaschinen GmbH

6112 DOPPLESCHWAND,

Lingg Agrartechnik AG

6130 WILLISAU, Kronenberg Hans

6145 FISCHBACH, Gebr. Imbach AG

6210 SURSEE, Paul Furrer AG

6221 RICKENBACH, Müller Sebastian AG

6289 HÄMIKON, Bucher Agro-Technik AG

6314 UNTERÄGERI, Merz Karl

6340 BAAR, Wismer Landtechnik AG

6370 OBERDORF, Leo Schallberger AG

6418 ROTHENTHURM, Moser Martin

7302 LANDQUART,

Kohler Landmaschinen AG

8197 RAFZ, Matzinger René

8207 SCHAFFHAUSEN, GVS Agrar AG

8214 GÄCHLINGEN, GVS Agrar AG

8308 MESIKON-ILLNAU,

Gujer Landmaschinen AG

8476 UNTERSTAMMHEIM,

Brack Landmaschinen AG

8500 FRAUENFELD, Hilzinger AG

8505 DETTIGHOFEN, H. + E. Roth AG

8587 OBERAACH/OPFERSHOFEN,

Jakob Hofer AG

8722 KALTBRUNN, Steiner Berchtold AG

8730 UZNACH, Technikcenter Uznach AG

8834 SCHINDELLEGI, Schuler Maschinen

und Fahrzeuge AG

8867 NIEDERURNEN,

Landmaschinen Pfeiffer AG

8934 KNONAU, Hausheer & Sidler

9042 SPEICHER, Rüsch AG

9050 APPENZELL STEINEGG, Fuchs Sepp

9204 ANDWIL SG,

Sutter Landmaschinen GmbH

9212 ARNEGG, Keller Landtechnik GmbH

9243 JONSCHWIL,

Technikcenter Jonschwil AG

9249 ALGETSHAUSEN,

Schedler Landtechnik AG

9303 WITTENBACH,

LV-Maschinencenter Wittenbach AG

9313 MUOLEN, Ebneter Bruno

9424 RHEINECK, Lantech AG

9445 REBSTEIN,

LV-Maschinencenter Rebstein AG

9475 SEVELEN,

LV-Maschinencenter Sevelen AG

9494 SCHAAN, Wohlwend Damian Anstalt

9548 MATZINGEN,

Schneider Landmaschinen AG

9562 MÄRWIL, Märla AG

9606 BÜTSCHWIL, Franz Bachmann AG


Alpwirtschaft

Die Infrastruktur ist ein wichtiges

Entscheidungskriterium, ob man

auf eine Alp geht. Weni ger

wichtig ist der Lohn.

20

Selbstbefüller im Test

Trioliet bietet den selbstladenden

Futtermischwagen «Triomix» in fünf

Grössen an – das Modell

«1-1200» im Praxistest.

Status kontrollieren

Ob via Injektion oder

Paste – die Eisenversorgung

der Ferkel ist match -

entscheidend.

Beim Tränken von

Kälbern sollte dem

gegenseitigen

Besaugen die

entsprechende

Aufmerksamkeit

geschenkt werden.

Foto: agrarfoto.com

28

Sonnenblumen gesucht

Die Sonnenblumenfläche muss noch

gesteigert werden, um die Nachhaltigkeit

der Branche langfristig

zu sichern.

40

61

FENACO AKTUELL

Vom Bauer zum Konsumenten

Qualitätssicherung entlang der Wertschöpfungskette 4

Aus der Verwaltung der fenaco 4

Auf ein Wort 5

MANAGEMENT

Eierproduktion

noch kein Meister vom Himmel gefallen 18

Kurzmeldungen 9

Tief verwurzelt und zukunftsorientiert 10

Weiterbildung für Profis 12

Ökonomisch und ökologisch auf Kurs 14

Währungsverlierer und -gewinner 16

Überbetriebliche Zusammenarbeit 20

Infrastruktur wichtiger als Lohn 21

LANDTECHNIK

Herunterladen und Bearbeiten

Geografische Online-Karten lassen sich landwirtschaftlich nutzen 24

Kurzmeldungen 23

Produktneuheiten 26

Trioliet «Triomix 1-1200»: Effizient und wirtschaftlich füttern 28

PFLANZENBAU

Einsatz von Branntkalk

Damit die Ernte leichter wird 38

Kurzmeldungen 31

Fruchtfolgen im Bio-Landbau: Flexibilität ist wichtig 32

Neue Sorten: Die neue Sortenliste liegt vor 35

Sonnenblumen: Anbau ist gefährdet 40

NUTZTIERE

Beta-Carotin zufüttern

spätestens ab Januar 49

Kurzmeldungen 43

Bio-Seite: Zukauf von Nicht-Bio-Tieren 44

UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter 45

Biotin hilft den Klauen und mehr 50

Warmes Getränk nach dem Abkalben 51

Mehrlinge: In der Fleischproduktion wirtschaftlich 53

Besaugschutz bei Tränkeautomaten 54

Muniaufzucht: Intensität beeinflusst Gesundheit 56

Gesunder Rindfleischmarkt und neue Zuschläge 58

Neues Herdenbuchsystem für Ziegen 59

Schweinestallbau ab 2018 60

Eisenversorgung bei Ferkeln 61

Anicom Regionalversammlung 62

Neues Schadnager-Bekämpfungssystem 64

LANDLEBEN

Der LID verbindet Stadt und Land

75 Jahre Landwirtschaftlicher Informationsdienst 69

Kurzmeldungen 67

Schweizer Bauern: Woher – wohin? 68

Raritäten und Nostalgie 72

Rezepte aus dem Berner Jura 77

Gärtnern mit Köpfchen beginnt im Januar 78

INHALTSVERZEICHNIS

info@ufarevue.ch

EDITORIAL

Roman

Engeler

Das neue Jahr, insbesondere der

Neujahrstag, wurde in der Vergangenheit

nicht selten als Erneuerungstag

angesehen, begleitet von

allerlei rituellen oder magischen

Handlungen. Zwar wurde dieses

Brauchtum durch den heute

üblichen Kommerz rund um den

Jahreswechsel fast verdrängt, bis in

die heutige Zeit geblieben sind

jedoch die guten Vorsätze, die in

dieser Saison wieder Hochkonjunktur

haben.

Man will die alten Laster loswerden

und strebt nach einer Besserung.

Doch, so schnell diese Vorsätze

gefasst sind, so schnell hat man sie

auch wieder vergessen. Da geht es

allen wohl in etwa gleich.

Es ist ja nicht unbedingt nötig, mit

solchen Vorsätzen gleich sein

eigenes Leben oder den ganzen

Betrieb auf den Kopf zu stellen.

Auch mit kleinen Schritten und

vergleichsweise einfachen Massnahmen

lässt sich ein anvisiertes Ziel

erreichen. Vielleicht gibt es ja noch

Potenzial, um Betriebsabläufe zu

optimieren. Möglicherweise hat

man noch nicht alles ausgeschöpft,

um die Qualität der erzeugten

Produkte zu verbessern. Oder man

kann den Hebel im oft wenig

geliebten administrativen Bereich

ansetzen.

Der Möglichkeiten sind bekanntlich

viele. Redaktion und Verlag der

UFA-Revue wünschen Ihnen, liebe

Leserinnen und Leser, entsprechende

Ausdauer bei der Umsetzung Ihrer

persönlichen Vorhaben für das Jahr

2012, einen nachhaltigen Erfolg bei

Ihrer täglichen Arbeit und insbesondere

alles Gute in Haus, Hof und

Stall.

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UFA-REVUE · 1 2012 3


FENACO

Urs

Vollmer

AKTUELL

Vom Bauer zum Konsumenten

QUALITÄTSSICHERUNG ENTLANG DER LEBENSMITTELKETTE Noch nie waren

Lebensmittel in unseren Breitengraden sicherer als heute und unbedenklicher zum

Konsumieren. Zu verdanken ist dies der Qualitätssicherung. Dieser Begriff steht für

hervor ragende Produkte und maximalen Genuss. Qualitätssicherung steht aber auch für

transparente Produktionsprozesse, Lebensmittelsicherheit, Sauberkeit und Hygiene.

VERWALTUNG FENACO

CONSEIL D’ADMINISTRATION

Die Qualitätssicherung fängt beim

Landwirt an und setzt sich auf allen

Stufen der Produktion, der Verarbeitung

und des Handels fort. Sie

endet mit der Zubereitung und dem

Verzehr beim Konsumenten. Am Beispiel

der Pommes-frites-Produktion

lässt sich gut nachvollziehen, was Qualitätssicherung

bedeutet.

Lebensmittelkette nach ISO

22 000 Für die Sicherstellung der

Qualitätsansprüche existieren eine ganze

Reihe verschiedener Qualitätsnormen

wie ISO 9001, BRC (British Retail

Consortium), IFS (International Food

Standard) oder die neusten Normen wie

ISO 22000 oder FSSC 22000 (Food

Safety System Certification). Jede dieser

Normen setzt den Schwerpunkt auf unterschiedliche

Bereiche. So beleuchten

beispielsweise die ISO-Normen eher

das Q-Management, die BRC und IFS

eher die Inspektion des Hygienestandards

in Betrieben. Der neuste und um-

Leistungszentrum Steinobst

Aufgrund von Kapazitätsengpässen der

Steinobstaufbereitungsanlagen in Utzenstorf

(BE) hat die Verwaltung fenaco

an ihrer November-Sitzung beschlossen,

1.75 Millionen Franken in die Modernisierung

zu investieren. Die zentrale

Infrastruktur für Steinobst wird so

auf den Standort Utzenstorf konzentriert.

Das Investitionsprojekt umfasst

die Neuanschaffung einer leistungsfähigen

Kirschen-Kalibrier- und Sortier-

fassendste Standard FSSC 22000 beinhaltet

beide Schwerpunkte durch die

Kombination der ISO 22000 mit dem

Lebensmittel-Inspektionsstandard PAS

220. Während die ISO-Normen ein internationaler

Standard für Qualitätsmanagement

und Lebensmittelsicherheit

darstellen, sind BRC und IFS Einzelinitiativen

einzelner Detailhändler und

Länder. Die Zertifizierung erfolgt immer

durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle.

Die Verarbeitungsbetriebe der

fenaco (frigemo, Ramseier, Ernst Sutter

AG, UFA, GOF) sind je nach Bereich

nach ISO 9001, BRC, IFS oder nach ISO

22000 zertifiziert. Aktuell bereitet sich

die frigemo-Gruppe für eine Zertifizierung

nach FSSC 22000 vor.

fenaco in der LM-Kette Die

fenaco ist zusammen mit den LANDI ein

genossenschaftlich organisiertes Unternehmen

mit einem Jahresumsatz von

5.4 Mia. Fr. Der Jahresumsatz (2010)

wird in den Geschäftsbereichen Agrar

anlage sowie eine automatisierte Packlinie

für Kirschen, Zwetschgen und Mirabellen.

Die neue Anlage ermöglicht

eine Verdoppelung der Stundenleistung.

Der technische Fortschritt ge

währleistet zudem gegenüber den Produzenten

und den Kunden eine lückenlose

Rückverfolgbarkeit und vollständige

Transparenz der Aufbereitung. Die

Inbetriebnahme der erneuerten Infrastruktur

wird vor der Ernte, im Mai

2012, erfolgen.

(30%), Detailhandel (28.4%), Nahrungsmittel

(25.3%) und im Brenn- und

Treibstoffhandel (16.8% erwirtschaftet.

Mit den drei erst genannten Geschäftsfeldern

steht die fenaco in der Lebensmittelkette

(LM-Kette) und ist angehalten

die Massnahmen zur Lebensmittelund

Qualitätssicherheit umzusetzen.

Frigemo in der LM-Kette Die

Tochtergesellschaft Frigemo der fenaco

entwickelt und produziert für zahlreiche

Geschäftspartner hochwertige Produkte

wie tiefgekühlte Kartoffelspezialitäten,

Gemüse, und Frischsalate. Sie

darf unter anderem McDonald’s, Coop,

Volg, Nestlé und Unilever (Knorr) zu ihren

Geschäftspartnern zählen. Das Unternehmen

verarbeitet und vermarktet

primär Schweizer Produkte und leistet

damit einen wichtigen Beitrag für eine

nachhaltige Inlandproduktion von gesunden

Lebensmitteln. In der Herstellung

von Kartoffelprodukten in der

Schweiz ist die frigemo die Nummer 1.

Die Infrastruktur Steinobst

in Utzenstorf erweitert ihre Kapazität.

4 1 2012 · UFA-REVUE


BILD DES MONATS

PHOTO DU MOIS

Für Braeburn, Golden, Jonagold, Cox Orange

und viele andere Apfelsorten

Braeburn heisst das neue Leistungszentrum bei der Union Fruits SA in

Charrat (VS). Die Inbetriebnahme findet im Januar 2012 statt. Zugute kommt

diese moderne Anlage den Walliser Apfelproduzenten. Verarbeitet

werden dort rund 15 000 t Äpfel mit einer Stundenleistung von 10 t. Auch wurden

die Lagermöglichkeiten auf den modernsten Stand gebracht. Die Bauzeit für

dieses moderne Leistungszentrum für Äpfel war kurz, Baubeginn war im Frühjahr 2011.

Investiert wurden dafür von der fenaco 15 Mio. Fr.

Jedes Jahr werden in der Produktionsstätte

Cressier rund 50 000 t Kartoffeln

zu über 100 verschiedenen Produkten

verarbeitet (tiefgekühlt, gekühlt, Flocken).

Die frigemo ist zudem der

Schweizer Lizenznehmer der Weltmarke

McCain, welche die Nummer 1 unter

den Marken im Schweizer Detailhandel

ist. Die Geschäftsprinzipien der frigemo

beruhen auf dem Prinzip der Loyalität

gegenüber den Bauern, die ihre Produkte

dem Unternehmen anvertrauen.

Die Bauern finden in der Frigemo einen

verlässlichen Marktpartner, der Sorgfalt

im Umgang mit den Produkten hegt,

der für Lebensmittelhygiene und -si-

Mittelland

• Gwatt-Tagung

10. und 11. Januar 2012

Ostschweiz

• Kartause Ittingen

19. und 20. Januar 2012

Fortsetzung Seite 6

Westschweiz

• Séminaire Léman, Montreux

26. und 27. Januar 2012

TERMINE

AGENDA

AKTUELL

FENACO

AUF EIN WORT

EN UN MOT

Die fenaco gilt in der Öffentlichkeit als

eher verschwiegen. Dieser Ruf kommt

wahrscheinlich daher, dass sie gegenüber

den Kunden nicht mit dem

Namen fenaco, sondern mit demjenigen

der bekannten Tochtergesellschaften

oder einer ihren beliebten Marken

auftritt. Die fenaco informiert jedoch

offen gegenüber ihren Eigentümern,

den LANDI und den Bauern.

Die LANDI Verwaltungsmitglieder sind

zweimal jährlich eingeladen zu den

Regionalversammlungen in den vier

Regionen. Mit rund 600 Teilnehmern

pro Jahr erfreuen sich diese Veranstaltungen

einer hohen Beliebtheit. Die

Landwirte erfahren aus erster Hand

vom Geschäftsgang der fenaco und den

LANDI. Sie nehmen Kenntnis von

Strategien und Konzepten der Geschäftsbereiche

und der Tochtergesellschaften

und sie können ihre Anliegen

einbringen. Auf demokratische Art und

Weise beantragen sie zudem der

Delegiertenversammlung ihre Vertreter

im fenaco Verwaltungsrat.

Alle zwei Jahre wird dieser Anlass

ausgeweitet auf zwei Tage, so in den

nächsten Wochen in den Regionen

Ostschweiz, Mittelland und Westschweiz

(siehe Box Termine). In der

Zentralschweiz fand die zweitägige so

genannte Waldstättentagung 2011

statt. An diesen Tagungen bleibt

genügend Zeit für spannende Diskussionen

und gezielten Erfahrungsaustausch

mit den fenaco Kaderleuten und

den LANDI Geschäftsführern, sei es in

Gruppen oder im Plenum. Schliesslich

sollen die Eigentümer nicht nur

zuhören, sondern auch mitreden

können. Diese gelebte Praxis ist eine

der Stärken der fenaco-LANDI Gruppe

und macht sie zu einem Unternehmen,

das so transparent und offen kommuniziert

wie sonst kaum ein anderes.

Christian Ochsenbein

Mitglied der Geschäftsleitung fenaco

UFA-REVUE · 1 2012 5


FENACO

Grafik 1: Wo die frigemo in der

Lebensmittelkette steht

Überwachungsbehörde

Landwirtschaftsbetrieb

Futtermittelhersteller

Lebensmittelhersteller

Weiterverarbeiter

von Lebensmitteln

Grosshändler

Konsumenten

AKTUELL

Einzelhändler, Gastronomie

und Gemeinschaftsverpflegungsbetriebe

cherheit steht, der kreativ neue Absatzkanäle

eröffnet und schliesslich, den

Konsumenten Freude am Essen vermittelt

und die Arbeit des Kochs optimal

unterstützt.

Lebensmittelkette Pommesfrites

Die Lebensmittelkette Pom -

mes-frites der frigemo umfasst sieben

Schritte der Qualitätskontrolle:

1. Eingangskontrolle: Im Beisein des

Produzenten werden die Kartoffeln

entgegengenommen und durch eine

neutrale externe Prüfstelle auf ihre

äussere und innere Qualität überprüft

(Schäden, Stärkegehalt, Krankheiten)

sowie die Kalibergrösse gemessen.

Für die Fritesproduktion

1 2 3

Hersteller von

Pestiziden, Dünge -

mitteln und

Tierarzneimitteln

Lebensmittelkette

für die Produktion

von Zutaten

und Zusatzstoffen

Transport- und

Lagerbetriebe

Gerätehersteller

Reinigungs- und

Desinfektionsmittelhersteller

Hersteller von

Verpackungsmaterial

Dienstleistungsanbieter

2

benötigt die frigemo diverse Kartoffelsorten

wie Innovator, Agria, Markies

und Fontane. Zur Eingangskontrolle

gehört auch der Backtest, der

zeigt, ob die Kartoffeln eine schöne

goldgelbe Fritesfarbe entwickeln

und nicht zuviel Acrylamid bilden.

2. Die Kartoffeln werden maschinell

nach Länge und Durchmesser kalibiriert,

von Hand auf grobe Schäden

sortiert, im Dampf geschält und

nachfolgend in Frites geschnitten.

Die Kontrolle erfolgt nachfolgend

automatisch mittels optischer Sensoren,

um schwarze Stellen auszusortieren.

3. Nach dem Blanchieren (Vorgaren)

und Trocknen der Kartoffeln wird der

Wassergehalt analysiert, damit die

Pommes-frites später die ideale

Knusprigkeit und eine feine Innentextur

haben.

4. Bei 180° Celsius werden die Frites ca.

2 Minuten vorfritiert. Die Qualitätskontrolle

umfasst erneut den Wassergehalt

sowie die Überwachung

der Ölqualität auf unerwünschte

Zersetzungssprodukte und Frischegrad

des Öls. Wichtig ist beim Fritieren,

dass das Öl laufend gefiltert

wird, um Krümel und Kleinstücke zu

entfernen, die sonst in der Fritteuse

verkohlen würden.

5. Nach dem Auskühlen werden die

Frites bei – 35° Celsius im Schockfroster

tiefgefroren. Durch die Qua-

litätskontrolle wird sichergestellt,

dass die gesetzlich geforderte Mindestkerntemperatur

von –18° Cel -

sius permanent eingehalten wird.

6. Die nachfolgende Abpackanlage

prüft automatisch jeden Beutel auf

das Soll-Gewicht und detektiert zudem

im sogenannten Metalldetektor

allfällige Fremdkörper. Bei der

kleinsten Abweichung, wird der

Beutel automatisch ausgeworfen.

Nach dem Abpacken werden die

Beutel stichprobenweise auf die

Dichtheit der Schweissungen gerprüft.

Auch der Produktionscodes

wird genau unter die Lupe genommen,

das ist nämlich das wichtigste

Element der Rückverfolgbarkeit.

7. Zur Endkontrolle der Produkte im eigenen

Labor vor dem Verladen gehört

chemische Analyse auf Wassergehalt,

Fettgehalt, Zubereitung und

Degustation der Produkte sowie die

optische Prüfung auf Fehler wie

Kurzstücke, schwarze Punkte, verbrannte

Spitzen oder graue Flecken.

Zuletzt werden die Produkte auf mikrobiologische

Keime untersucht.

Für alle diese Kriterien gibt es genaue

Grenzwerte, die einzuhalten

sind.

Rückverfolgbarkeit Die Rückverfolgbarkeit

der Pommes-frites gipfelt im

so genannten Produktions-Code. In

Kürzestform sind dort alle wichtigen In-

6 1 2012 · UFA-REVUE


Tabelle 1: Akteure der Lebensmittelkette und externe Anforderungen

Landwirtschaft Verarbeitung Handel

Konsumenten

Gastronomie

Produzenten,

Betriebsmittel,

Sortenpolitik,

Saatgut, Agrar -

technik, Über -

nahme, Taxation,

Lagerung,Transport

4

Warenannahme,

Taxation,

Eingangskontrolle,

Herstellprozess,

Prozesskontrolle,

Verpackung,

Lagerung,

Endkontrolle

Gesetzliche Grundlagen und Kontrollinstanzen

Landwirtschafts-

Verordnung,

Anbauricht linien

(ÖLN, Bio), Labels

(SGA SGAP),

Qualiservice.

Lebensmittelgesetze:

(LGM, LGV,

LKV, ZuV, Hyv, FIV)

Labels, Qualitäts-

Normen: (BRC,

AIB, ISO 22000).

formationen zu finden. Dabei handelt es

sich um das Produktionsdatum, Abfüllzeit,

Produktionslinie, Artikelnummer,

Artikelname, Ölsorte und Rohstoff-Sorte.

Wenn der Weg des Produktes noch

genauer verfolgt werden muss, wird ein

«Tracing-Back» durchgeführt, welches

den ganzen Weg vom Produzenten

durch die Verarbeitung bis zum Konsumenten

umfasst. Dazu dienen weitere

Daten wie die Lieferanten der eingesetzten

Rohstoffe, Linienkontrollen,

Laborkontrollen und Analysen, Lieferpapiere,

Aussenlager, die Silo- und

Lagerzelle sowie das Einlagerungszeitintervall

und nicht zuletzt der Lieferzeitpunkt

und der Weg der Endprodukte zu

den einzelnen Kunden.

Der Aufwand für eine komplette

Rückverfolgung ist für das Unternehmen

beträchtlich, dazu muss ein Team von

Kühlkette,

Transport,

Zentrallagerung,

Verteillogistik,

Feinverteilung,

Verkaufspunkt,

Anpreisung

Lebensmittel -

gesetze (LGM,

LGV, LKV),

Qualitäts-Normen

(ISO 9001, 22 000,

BRC, IFS).

Individualtransport,

Zubereitung,

Ernährungs -

gewohnheiten.

Verzehr, Gesundheit,

Entsorgung

Stifutng für

Konsumentenschutz,

Presse, TV

(Kassensturz),

Internet-Platt -

formen.

vier bis sechs Personen innert 3 Stunden

alle geforderten Daten zusammentragen

und interpretieren können. Solche «Tracing-Back-Tests»

werden zu Schulungszwecken

mehrmals pro Jahr durchgeführt.

Was ist, wenn etwas schief

läuft? Trotz diesen internen QS-

Massnahmen gibt es nie eine 100%-Sicherheitsgarantie,

da bei einer Linienleistung

von mehreren Tonnen pro

Stunde nicht jedes Kilo analysiert werden

kann, sondern die Prüfungen auf einer

repräsentativen Stichprobe beruhen.

Weiter verlassen die Produkte

irgendwann den Kontrollbereich des

Herstellers und die frigemo hat keinen

Einfluss auf die weitere Behandlung der

tiefgekühlten Produkte (langer Transport,

unpassende, zu warme Lagerung

oder fehlerhafte Zubereitung). Sollte der

unwahrscheinliche Fall eintreten und

5

Produkte zu einem grösseren gesundheitsgefährdenden

Problem werden,

bestehen in der frigemo und der fenaco

Massnahmen wie Notfallpläne, Verhaltensschemas,

eine Krisen-Taskforce sowie

erfahrene Riskmanagement-Teams,

welche zusammen mit den zuständigen

Behörden und betroffenen Kunden

schnell eingreifen können.

Fazit Noch nie waren Lebensmittel

in unseren Breitengraden sicherer als

heute und unbedenklicher zum Konsu-

6 7

AKTUELL

mieren. Wenn es in Einzelfällen zu Problemen

mit der Lebensmittelsicherheit

kommt, hat das jeweils ein enormes

Medienecho zur Folge. Was zeigt, das

Lebensmittel, wie schon der Name sagt,

die Menschen existentiell und emotional

betreffen. Die frigemo ist sich zusammen

mit der fenaco-LANDI Gruppe

dieser grossen Verantwortung im Umgang

mit Lebensmitteln bewusst, einerseits

gegenüber den Bauern, die einwandfreie

Rohprodukte anliefern, und

andererseits gegenüber den Konsumenten.


Autor Urs Vollmer ist dipl. Lebensmittelingenieur

ETH und in der frigemo-

Geschäftsleitung verantwortlich für

Qualität, Umwelt und Spezialprojekte.

INF INFO INFOBOX

INFO BOX

www.ufarevue.ch 1 · 12

FENACO

1 · Eingangskontrolle,

wenn der Landwirt die

Kartoffeln anliefert.

2 · Die Kontrolle

erfolgt auch auto -

matisch mittels

optischer Sensoren.

3 · Die Kartoffeln

werden maschinell

kalibiriert, im Dampf

geschält und in Frites

geschnitten.

4 · Goldgelb verlassen

die Kartoffelschnitze

die Fritteuse.

5 · Der Weg von der

Kartoffel zum

Pommes-frites wird

genau verfolgt.

6 · Nach dem

Abpacken werden die

Beutel geprüft.

7 · Die Qualitäts -

kontrolle findet auch

im eigenen Labor statt.

UFA-REVUE · 1 2012 7


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Uferbereich wird Gewässerraum

Gewässerraum entlang Fliess -

gewässern Die Änderungen der

Gewässerschutzverordnung (2011)

verlangen, dass entlang von Fliessgewässern

ein Gewässerraum ausgeschieden

wird. Der Gewässerraum

dient vor allem dem Schutz

vor Hochwasser, aber auch den natürlichen

Funktionen des Gewässers.

Vorgesehen ist, dass die Kantone

bis 2018 den Gewässerraum

ausscheiden und bei der Richt- und

Nutzungsplanung berücksichtigen.

Die betroffenen Kreise müssen dazu

angehört werden, das Vorgehen ist

jedoch in jedem Kanton anders.

Wichtig ist, dass die Bauern mit ihren

kantonalen Bauernverbänden

mitreden, wenn es bei der Richtund

Nutzungsplanung um die Ausscheidung

von Gewässerraum geht.

Beschwerde und Rekurs,

Einsprache und Revision

Mit der Beschwerde kann sich

der Betroffene gegen einen

behördlichen Entscheid bei

einer höheren Instanz wehren

(z. B. im Boden- und im Pacht -

recht). Gleichbedeutend ist

der Begriff Rekurs. Dagegen

richten sich die Einsprache

(z. B. im Steuerrecht) und das

Revisionsgesuch an die Behörde,

die den Entscheid getroffen

hat. Sie wird aufgefordert,

ihren Entscheid noch

einmal zu überdenken.

Dr. Eduard Hofer, Heimberg

Tiermeldungen via agate.ch

Ab 7. Februar 2012 müssen Meldungen

an die TVD über die Homepage

www.agate.ch gemacht werden.

Die TVD verlost bis zum 20.

Bei diesem Bach würde der

Gewässerraum eine Breite von

elf Metern ausmachen.

Januar Goldvreneli unter den Tierhaltern,

die die Browsererweiterung

«Microsoft Silverlight» installiert haben.

www.agate.ch

Rütti ISO-zertifiziert

Die Agro-Treuhand Rütti AG ist

neu zertifiziert nach ISO-Norm

9001:2008. Die Auszeichnung wurde

von Hans Ulrich Sturzenegger

(Qualitäts-Auditor Swiss TS, Bild l.)

an Hans Stalder (Geschäftsleitung

Agro Treuhand) überreicht. Das

Qualitätsmanagement-System umfasst

alle Geschäftsprozesse wie

Buchhaltungsabschluss, den Ablauf

einer Hofübergabe, die Durchführung

von Kursen aber auch die Einarbeitung

neuer Mitarbeiter.

Hans Imhof, Agro-Treuhand Rütti

E-Banking Plattformwechsel

Einige Regionalbanken haben auf

den 1.1.2011 einen E-Banking-Plattformwechsel

vorgenommen. Landwirte,

die von Agro-Office das Mo-

Gewässerraum hat Nutzungseinschränkungen

zur Folge. Die Bewirtschaftung

muss extensiv sein, es darf

nicht gedüngt werden, zudem gilt

ein Bauverbot. Die Folge sind Ertragsausfall

und Mehraufwand für

die separate Bewirtschaftung. Der

Flächenbedarf für den Gewässerraum

wird gesamtschweizerisch auf

20000ha geschätzt. Im Rahmen der

AP 2014– 2017 ist ein Budget für

den neuen Ökotyp Gewässerraum/

Uferbereich von 20 Mio. Fr. vorgesehen,

was rund 1000Fr. pro ha ausmachen

würde. Allerdings sind zu

diesem Beitrag die genauen Anforderungen

und allfällige Abstufungen

noch nicht klar.

Auskunft: Ruedi Streit,

SBV Treuhand und Schätzungen,

Brugg, 056 462 51 11.

dul Kontoabgleich im Einsatz haben

und diese Kontodaten im alten System

nicht abgeholt haben, müssen

nun manuell die Kontobewegungen

in der Finanzbuchhaltung erfassen.

www.agro-office.ch

Arbeiten mit Pferden

Der Kurs land- und forstwirtschaftliche

Arbeiten mit Pferden ist offen

für Leute mit Freude an der Arbeitspferdehaltung

und im Rahmen des

Modul B 57 anrechenbar für die Berufsprüfung.

Themen: Holzrücken

am 27./28. Februar 2012 (Hirschthal),

Transporte März/April (Arisdorf),

Futterbau 21. oder 28. Juni

(Witzwil), Ackerbau 30. August

oder 6. September 2012 (Witzwil).

Am 26. Oktober kann eine Prüfung

abgelegt werden (freiwillig).

Anmeldung bis am 27. Januar 2012

am Landwirtschaftlichen

Zentrum Liebegg, Sarah Vock,

062 855 86 12,

sarah.vock@ag.ch, www.liebegg.ch

KURZMELDUNGEN

MANAGEMENT

Schaden an ge -

mieteter Maschine

Viele Bauern nutzen oftmals Maschinen

der Nachbarn. Bei solchen

überbetrieblichen Einsätzen kommt

es immer wieder vor, dass die gemieteten

oder entlehnten und meist

teuren Landmaschinen beschädigt

werden. Diese Schäden an Sachen,

die unter Obhut genommen worden

sind, sind durch die Betriebshaftpflichtversicherung

nicht gedeckt.

Dafür muss der Mieter oder

Verursacher selbst aufkommen.

Es gibt die Möglichkeit eine «Obhutsschadenversicherung»abschliessen.

Diese Zusatzversicherung deckt

selber verschuldete Schäden an frem -

den landwirtschaftlichen Maschinen

und Geräten ab. SBV Versicherungen

empfiehlt den Abschluss einer solchen

Versicherung. Die Abdeckung

muss gut geprüft werden, soll doch

die Obhutsversicherung auf die eigenen

Bedürfnisse zugeschnitten sein.

Aufgepasst: Werden regelmässig

sehr teure Maschinen entlehnt,

deckt eine Obhutsversicherung den

Schaden nicht ausreichend ab. In

diesem Fall ist eine Maschinenbruchversicherung

zweckmässiger,

welche allerdings vom Vermieter

oder Eigentümer abzuschliessen ist.

Mit einer Maschinenbruchversicherung

sind alle Schäden gedeckt,

egal, wer sie verursacht hat. Auskunft:

SBV Versicherungen oder die

Versicherungsberatungsstellen, die

den kantonalen Bauernverbänden

angegliedert sind.

Christian Kohli,

SBV Versicherungen, Brugg

www.sbv-versicherungen.ch

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 1 2012 9


MANAGEMENT

Tief verwurzelt und

zukunftsorientiert

DIE GENOSSENSCHAFTEN sind ein Produkt des 19. Jahrhunderts. Sie haben

die Land- und Ernährungswirtschaft in den letzten hundert Jahren geprägt und werden

auch im 21. Jahrhundert noch eine wichtige Rolle spielen.

Peter

Moser

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts

machte das Schweizerische Bauernsekretariat

eine Umfrage bei den

landwirtschaftlichen Organisationen.

Bei der Antwort auf die Frage nach

ihrem Gründungsdatum antworteten

viele Alpgenossenschaften: «schon immer

bestanden», «seit Menschengedenken»

oder: seit «uralter Zeit». Einige

von ihnen hatten in der Tat eine lange

Geschichte. Diese reichte zuweilen bis

ins 15. Jahrhundert zurück. Allerdings

waren die Alpgenossenschaften lange

eher Institutionen mit öffentlichem

Mehr als nur gegen den Zwischenhandel

Produzenten und Konsumenten von Nahrungsmitteln schlossen sich

auch, aber bei weitem nicht nur zur Ausschaltung des Zwischenhandels

in Genossenschaften zusammen. Den Produzenten diente die Form der

Genossenschaft immer auch zur Organisation und Risikominimierung

der Produktion. Und für die ursprünglich im Verband Schweizerischer

Konsumgenossenschaften (VSK, heute: COOP) organisierten Konsumenten

waren Genossenschaften auch wichtig, um sich Kenntnisse über

die Produktion von Nahrungsmitteln zu verschaffen. Die vom VSK

gegründete Schweizerische Genossenschaft für Gemüsebau beispielsweise

war lange der grösste Gemüseproduzent in der Schweiz und

bestand bis vor zehn Jahren.

Schon 1898 hatten der VSK und der VOLG zusammen den Schweizerischen

Genossenschaftsbund gegründet. Doch der Streit um die Zoll -

belastung trieb einen Keil in die organisatorische Zusammenarbeit von

Produzenten und Konsumenten, so dass der Genossenschaftsbund

rasch an Bedeutung verlor. Doch mit der Schaffung gemeinsam betrie -

bener Verarbeitungsunternehmen wie den Milchzentralen und Molke -

reien vertiefte sich die Zusammenarbeit auf der geschäftsmässigen

Ebene trotzdem weiter. Mit der Gründung des Schweizerischen Aus -

schusses für Zwischengenossenschaftliche Beziehungen kam es 1934

erneut zu einem organisatorischen Zusammenschluss der Genossenschaftsverbände

der Konsumenten und der Produzenten. Der Ausschuss

verfolgte ähnliche Zielsetzungen wie der Genossenschaftsbund, war

aber lockerer strukturiert.

Seit den 1980er Jahren sind zudem neue Formen der genossenschaftlichen

Zusammenarbeit von Produzenten und Konsumenten entstanden:

In den letzten Jahren etwa im Rahmen der regionalen Vertragslandwirtschaft,

in der die Produzenten und Konsumenten zum Beispiel auch die

Produktionsrisiken teilen.

Charakter als Genossenschaften wie wir

sie seit dem 19. Jahrhundert kennen.

Milch- und Käsereigenossenschaften

Die ersten modernen

Genossenschaften, die in grosser Zahl

ent stan den, waren Milch- und Kä -

sereigenossenschaften. Deren Gründung

ging mit der Ausdehnung der

Hartkäseproduktion von den Alpen ins

Mittelland einher. Im Talgebiet, wo die

Viehhaltung bisher nur eine geringe Bedeutung

hatte, waren auch organisatorische

Massnahmen nötig, um genügend

Milch für die Produktion von

Hartkäse zur Verfügung zu haben. Die

ersten zu diesem Zweck gegründeten

Milch- und Käsereigenossenschaften

entstanden am Ende des 18. und zu Beginn

des 19. Jahrhunderts. Ab den

1850er Jahren nahm die Zahl der Neugründungen

stark zu, so dass es vor dem

Ersten Weltkrieg schweizweit rund

2800 lokale Milch- und Käsereigenossenschaften

gab.

Landwirtschaftliche Genossenschaften

Parallel zum Ausbau der

Milch- und Käsereigenossenschaften,

die als Milchkäufer und Milchverarbeiter

auftraten, erfolgte im letzten Viertel

des 19. Jahrhunderts die Gründung

zahlreicher Landwirtschaftlicher Genossenschaften

im engeren Sinn. 1910 gab

es bereits 550 solcher Genossenschaften,

vor allem in den sich rasch industrialisierenden

Mittellandkantonen

Bern, Solothurn, Aargau, Luzern und

Zürich. Die Landwirtschaftlichen Genossenschaften

funktionierten vor allem als

Scharnier zwischen der Industrie und

der Landwirtschaft. Sie vermittelten den

Bauern Maschinen, Geräte, Futtermittel

Conrad Schenkel (1834 – 1917) war

Mit gründer des VOLG und von 1886

bis 1902 dessen erster Präsident.

und Dünger und kauften umgekehrt deren

Produkte für den Lebensmittelhandel,

der sich auch zunehmend genossenschaftlich

organisierte (Kasten: Mehr

als nur gegen Zwischenhandel).

Genossenschaftsverbände Schon

in den 1880er Jahren begannen die lokalen

Genossenschaften sich in sogenannten

Genossenschaftsverbänden zusammenzuschliessen.

Im Sommer 1886

entstand der VOLG und 1889 die Verbände

der Landwirtschaftlichen Genossenschaften

von Bern (VLGB) und der

Zentralschweiz (VLGZ). Bis 1910 gab es

gesamtschweizerisch zehn solche Genossenschaftsverbände.

1993 schlossen

sich die meisten der damals noch bestehenden

neun Genossenschaftsverbände

zur fenaco zusammen.

Viehzucht Fast gleichzeitig wie die

Landwirtschaftlichen Genossenschaf-

10 1 2012 · UFA-REVUE


Rechtliche Definition

Auf schweizerischer Ebene erstmals

rechtlich geregelt wurden die Genossenschaften

im 1881 entstandenen Obliga -

tionenrecht (OR). Genossenschaften sind

gemäss Art. 828 OR als Körperschaft

organisierte Verbindungen, die in der

Hauptsache die Förderung oder Siche -

rung bestimmter wirtschaftlicher Inte -

ressen ihrer Mitglieder in gemeinsamer

Selbsthilfe bezwecken. Gemäss Artikel

830 OR entsteht eine Genossenschaft

nach Aufstellung der Statuten und deren

Genehmigung in der konstituierenden

Versammlung durch Eintragung in das

Handelsregister. An der Gründung einer

Genossenschaft müssen mindestens

sieben Mitglieder beteiligt sein.

ten entstanden auch viele Viehzuchtgenossenschaften.

Sie waren bedeutend

zahlreicher und auch gleichmässiger

über die ganze Schweiz verteilt. Um

1910 gab es bereits rund 1000 Viehzuchtgenossenschaften.

Dazu kamen

noch fast 50 Pferdezucht- und ebenso

viele Schweinezuchtgenossenschaften

sowie mehr als 200 Ziegen- und rund

50 Schafzuchtgenossenschaften.

Auch die Tierzuchtgenossenschaften

schlossen sich zu Genossenschaftsverbänden

zusammen. Allerdings nicht primär

nach geografischen Kriterien, sondern

nach der Gattung und Rasse der

Tiere.

Obst und Wein Von grosser Wichtigkeit

waren, vor allem in der Ost- und

Innerschweiz sowie im Bernbiet und der

Romandie, die Obstbau- und Obstverwertungs-

sowie die Weinbaugenossenschaften,

die ebenfalls schon im 19.

Jahrhundert entstanden. Dazu kamen

zahlreiche Genossenschaften im Verarbeitungsbereich.

So beispielsweise die

Dreschmaschinen- und Brennereigenossenschaften.

Genossenschaften spielten

zudem auch im Meliorations-, Kreditund

Versicherungswesen eine zentrale

Rolle.

Agrarpolitik Vom Ersten Weltkrieg

bis in die 1980er Jahre erleichterten die

Marktordnungen den Ausbau der geschäftsmässigen

Beziehungen zwischen

den Genossenschaften der Produzenten

und der Konsumenten. Die Agrarreformen

der 1990er Jahre hingegen erleichterten

gewinnorientierten Akteuren

So sah im 19. Jahrhundert das Maschinenlager des Volg aus. Heute gibt es eine Vielzahl

von Maschinen, Geräten und Traktoren.

Die alten Genossenschaftsgebäude sind zweckmässigen Gebäuden

mit einem schweizweit einheitlichen Auftritt gewichen.

Früher 100 kg-Säcke im Lagerhaus einer landwirtschaftlichen

Genossenschaft, heute wird in die Höhe gestapelt.

den Marktzutritt. Zahlreiche Genossenschaften

fusionierten, lösten sich auf

oder wurden in Aktiengesellschaften

umgewandelt. Doch viele der gewinnorientierten

Akteure stagnieren oder

sind sogar schon wieder verschwunden,

so dass die bestehenden Genossenschaften

heute weiter an Bedeutung

gewinnen und auch durch neue genossenschaftliche

Formen ergänzt werden.

Gerade weil Genossenschaften mehr als

nur den Zwischenhandel ausschalten,

sind sie für Produzenten und Konsumenten

auch in Zukunft eine geeignete

Form zur Gestaltung des Ernährungsbereichs.


MANAGEMENT

Getreide-Samenreinigung früher und

Getreideverarbeitung heute.

Autor Peter Moser

ist Leiter des Archivs

für Agrargeschichte,

Bern,

www.agrararchiv.ch

Die Uno erklärte 2012

zum Jahr der Genossenschaften.

In der UFA-

Revue werden im Laufe

des Jahres zum schwei -

zerischen Genossenschaftswesens

regel mäs -

sig Artikel zu lesen sein.

INF INFO INFOBOX

INFO BOX

www.ufarevue.ch 1 · 12

UFA-REVUE · 1 2012 11


MANAGEMENT

Weiterbildung für Profis

ARBEITSKREISE An das Motto «Von Berufskollegen lernen» halten sich bereits über

400 Landwirte im Kanton Bern. Sie pflegen in 37 Arbeitskreisen, die von Inforama-

Beratern geleitet werden, den Erfahrungsaustausch, geben einander Tipps und

ermutigen sich gegenseitig, den Herausforderungen, die sich der Landwirtschaft stellen,

erfolgreich die Stirn zu bieten.

Dietrich

Bögli

Bereits 2002 wurde am Inforama

(landwirtschaftliche Bildungs-, Beratungs-

und Tagungszentrum des

Kantons Bern) das Projekt «Stärkung

der Konkurrenzkraft der Futterbaubetriebe

mittels Arbeitskreisen» lanciert.

Die Entwicklung, welche die

Arbeitskreistätigkeit seither durchgemacht

hat, ist eindrücklich: Waren es im

März 2003 noch 14 Arbeitskreise sind

es heute bereits 37 und die Anzahl wird

nach der geplanten Kampagne im Frühling

2012 wohl noch weiter wachsen

(Grafik). Einzelne Kreise bestehen bereits

seit neun Jahren. Aber auch Arbeitskreise,

die deutlich weniger lang

zusammenarbeiten, haben sich bereits

zu einer «Lebensgemeinschaft» entwickelt,

in der der Erfahrungs- und Gedankenaustausch

weit über die produktionstechnischen

und fachlichen Fragen

hinausgehen.

So funktioniert es In einem Arbeitskreis

schliessen sich 10 bis 15 Bauern

oder Bäuerinnen zu einer Gruppe

zusammen. Moderiert wird die Gruppe

von einem Inforama-Berater. Ziele

setzen, die Anzahl Anlässe und Themenwahl

bestimmen, ist in erster Linie Sache

der Mitglieder. Der Erfahrungsaustausch

steht im Vordergrund, aber je

nach Thema werden Fachexperten beigezogen

oder der Moderator übernimmt

eine Expertenfunktion. Damit

ein Arbeitskreis erfolgreich arbeiten

kann, sind folgende Punkte zu beachten:

1. Die Grundsätze der Unternehmensführung

stehen im Zentrum der

Überlegungen.

2. Es wird konsequent mit Zielen gearbeitet:

Ziele steckt jeder für seinen

Betrieb. Ziele setzt die Gruppe für

den gesamten Arbeitskreis und jeden

Anlass. Die Zielerreichung wird

regelmässig überprüft.

3. Die Mitglieder bestimmen das Thema.

4. Die Anlässe finden auf einem Betrieb

statt.

5. Es werden konkrete und aktuelle

Probleme bearbeitet.

6. Es wird immer eine hohe Aktivität aller

Arbeitskreismitglieder angestrebt.

7. Eine Feedbackrunde schliesst jeden

Anlass ab.

8. Konsequent wird die Verbindung

zwischen Buchhaltung und Produktionstechnik

beachtet.

Vielfältige Themen Die 37 Arbeitskreise

im Kanton Bern teilen sich

thematisch wie folgt auf: Milchproduktion

(21), Rinderaufzucht (3), Arbeitskreis

Bäuerinnen (4), Mutterkuhhaltung

(2), Schweinhaltung (1), Grossviehmast

(1), Milchschafe (1), Biolandbau (1), Homöopathie

(1), Agrotourismus (1) und

Betreuungsleistungen (1).

Die Themen der Arbeitskreise lassen

sich in folgende drei Kategorien zusammenfassen:

• Gesamtbetriebliche Fragen zu Betriebsstrategien,

betrieblichen Neuausrichtungen,Vollkostenrechnungen,

Veränderungen durch das neue

Direktzahlungssystems, Kosten sen-

Erfahrungs- und Gedankenaustausch

zwischen Bauern, der jeweils

weit über produktionstechnische und

fachliche Fragen hinausgeht.

ken, Optimierungen der Arbeitsabläufe

oder kostengünstige Stallbauten.

• Produktionstechnische Fragen, wie:

Welches ist die optimale Milchkuh für

meinen Betrieb? Wie kann man die

Aufzucht optimieren, die Wiesenbestände

verbessern, die richtige Kunstwiesenmischung

für den Betrieb finden?

Auch werden Fragen zur

Tiergesundheit, Fruchtbarkeit, Optimierung

des Weidesystems und Futterkonservierung

behandelt.

• Persönliche und zwischenmenschliche

Themen über den Umgang mit

Überlastung und Dauerbelastung.

Wie kann man Burnout früh erkennen?

Wie lässt sich ideal die Steuerund

Vorsorgeplanung verbinden. Fragen

zur Büroorganisation, Scheidung,

Öffentlichkeitsarbeit, Erziehung, Familie,

Betrieb und Hobby.

12 1 2012 · UFA-REVUE


Auf den Betrieben Die meisten

Anlässe finden auf dem Betrieb eines

Arbeitskreis-Teilnehmers statt. Der Betriebsleiter

schildert ein bis drei Probleme,

die er diskutieren möchte. Die Sicht

der Kollegen bringt oft neue, unerwartete

und wertvolle Impulse und sogar

Lösungen. Je nach Thema be reiten der

Betriebsleiter und der Moderator Informationen

zum Betrieb vorgängig auf. So

können zum Beispiel Futterpläne, Arbeitskraftbilanzen

oder Wirtschaftlichkeitsrechnungen

eine Grundlage für die

Diskussion sein. Manchmal stellen die

Teilnehmer während des Anlasses selber

Berechnungen an. Experten werden je

nach Thema beigezogen und sorgen dafür,

dass Spezialistenwissen in den Arbeitskreis

einfliessen kann.

Einmal jährlich findet ein so genannter

Boxenstopp statt. Dieser dient als

Standortbestimmung. Üblicherweise

plant ein Arbeitskreis am Boxenstopp

die Anlässe für das kommende Jahr.

Beispiel Ein Arbeitskreisanlass zum

Thema «Fütterung» könnte etwa so ablaufen:

Zehn Landwirte des Arbeitskreises

der Region xy treffen sich um 19.30

Uhr auf dem Betrieb von Landwirt A.

Nebst dem Moderator ist der Fütterungsberater

des Inforama zugegen,

welcher zum Voraus mit Landwirt A die

Fütterung analysiert hat. Als erstes besichtigen

die Arbeitskreisteilnehmer

den Betrieb und machen sich ein Bild

Die Mitglieder bestimmen die

Themen weitgehend selber.

darüber, welche Futtermittel gefüttert

und gelagert werden. Nebenbei wird

die neue Liegehalle begutachtet. Im

zweiten Teil stellt der Fütterungsberater

die Ergebnisse vor. Ziel ist es herauszufinden,

ob der Anteil Mais optimiert

werden kann. Die Diskussion geht thematisch

weiter und Fragen wie «Lohnt

sich der Einsatz von Starterfutter?» oder

«Welchen Einfluss auf die Mineralstoffversorgung

hat der Maisanteil?» werden

aufgeworfen und diskutiert. Am Schluss

des Abends hat nicht nur A eine fundierte

und von Praktikern hinterfragte Analyse,

sondern jeder Landwirt nimmt für

sich Erkenntnisse mit nach Hause. Klar,

dass nach dem offiziellen Teil die Gespräche

bei Kaffee und Kuchen weitergehen

und kaum weniger interessant

sind.

Boxenstopp Regelmässig Rückmeldungen

einholen, ist eine wichtige Aufgabe

des Moderators. Mindestens am

Boxenstopp stellt er Fragen wie «Wollt

ihr mit dem Arbeitskreis weiterfahren?»

oder «Könnt ihr mit Hilfe des Arbeitskreises

eure gesteckten Ziele besser erreichen?»

Meistens sind die Rückmeldungen

auf diese Fragen über weite

Strecken sehr positiv. Hier ein paar Zitate

von Betriebsleitern: «Für mich ist der

Grafik: Entwicklung Arbeiskreise im Kanton Bern

Anzahl Arbeitskreise

2003 2006 2008 2011

Arbeitskreis eine Plattform, wo ich mich

mit Berufskollegen ehrlich, offen und

konstruktiv-kritisch austauschen kann.

Ich bin jetzt sechs Jahre dabei und bin

sehr überzeugt von dieser Weiterbildungsform.»

«Die Diskussionen im Arbeitskreis

stärken mich für die täglichen

Arbeiten. Überall gibt’s kleinere und

grössere Schwierigkeiten, die wir in einem

kleinen Rahmen besprechen. Daraus

schöpfe ich Kraft, herausfordernde

Situationen zu meistern.» Ein anderer

Landwirt meinte: «Ich schätze sehr, dass

wir in einer Gruppe auf Vertrauensbasis

offen über Erfolge und Misserfolge sprechen

können.»

Kampagne im Frühling Im Frühling

2012 finden jeweils um 20.00 Uhr

an jedem Inforama-Standort Informationsanlässe

statt und neue Arbeitskreise

können gebildet werden. Vorgesehen

sind Arbeitskreise zu den Themen

Milchproduktion, Fleischproduktion,

Rindvieh-Aufzucht, Schweinehaltung,

spezifische Bäuerinnen-Themen und

Agrotourismus. Interessierten Berner

Bäuerinnen und Landwirten ist sehr zu

empfehlen, diese Gelegenheiten für den

Einstieg zu nutzen. Auch in anderen

Kantonen finden Arbeitskreise statt.

Auskünfte gibt es bei den landwirtschaftlichen

Schulen.

MANAGEMENT

Autor Dietrich Bögli,

Regionalleiter Beratung,

Inforama,

3052 Zollikofen.

www.inforama.ch

Informationsanlässe

Inforama-Arbeitskreise:

20. Februar 2012

(Inforama Berner-Ober -

land),

1. März 2012

(Inforama Rütti),

5. März 2012

(Inforama Emmental)

und am 12. März 2012

(Inforama Waldhof).

INF INFO INFOBOX

INFO BOX

www.ufarevue.ch 1 · 12

UFA-REVUE · 1 2012 13

40

35

30

25

20

15

10

5

0

Waren es im März 2003 noch 14, so sind es heute bereits

37 Arbeitskreise zu den verschiedensten Themen.


MANAGEMENT

Ökonomisch und ökologisch auf Kurs

PROJEKT ZA-AUI Parallel zur jährlichen Datenerhebung und Ablieferung von

Buchhaltungsdaten an die Zentrale Auswertung ART Tänikon erfassen seit 2009

Betriebsleiter aus der ganzen Schweiz auch produktionstechnische ÖLN-Daten.

Diese Daten werden ausgewertet und liefern die quantitative Antwort auf die Frage

nach der ökologischen Nachhaltigkeit der schweizerischen Landwirtschaft.

Bendicht

Münger

Futuristische vision:

Wann gibt es eine

direkte Verknüpfung

vom Traktor

zur Datenbank.

Grundvoraussetzung für die beteiligten

Betriebe ist, dass parallel zu

den ÖLN-Daten auch ihre Buch -

haltungsdaten an die ART geliefert

werden. Dabei werden ökonomische

mit den ökologischen Daten verknüpft.

Es sind dann Aussagen möglich, wie

zum Beispiel jene, die kürzlich von der

ART veröffentlicht wurden: Der ART-

Forscher Pierrick Jan wies nach, dass

Synergien zwischen Ökologie und Ökonomie

möglich sind, und dass Skalen -

effekte (sinkende Stückkosten bei

zunehmender Grösse) nicht nur im ökonomischen

Bereich, sondern auch im

ökologischen Bereich möglich sind. Jan

untersuchte dies anhand von 56 Milchviehbetrieben

der Bergregion.

Software Buchhaltungsdaten, die an

die ART abgeliefert werden, müssen aus

technischen Gründen mit der Buchhaltungssoftware

Agro-Twin erfasst werden.

Die ökologischen Daten werden

mithilfe der Software Agro-Tech gesammelt.

Die Software Agro-Tech ermöglicht

ein professionelles Betriebs- und

Herdenmanagement und dient als Aufzeichnungsinstrument

zur vollständigen

Erbringung des ökologischen Leistungsnachweises.

Alle Massnahmen können

im Schlagregister aufgezeichnet werden.

Zudem gibt es eine Schnittstelle

zur Tierverkehrsdatenbank.

Mobile Erfassung Diese Software

motiviert vor allem jüngere Betriebslei-

ter an diesem Projekt, das unter dem

Namen ZA-AUI läuft (Zentrale Auswertung

von Agrar-Umwelt-Indikatoren),

mitzumachen. Den beteiligten Betrieben

wird die Software Agro-Tech gratis

zur Verfügung gestellt und sie können

zudem einen Einführungs- und Weiterbildungskurs

besuchen. «Agro-Tech hat

mich gerettet», erklärt Reto Kofel aus

Ottikon (ZH). Der junge Landwirt

möchte sogar einen Schritt weitergehen

und die Daten mobil erfassen, das

wäre dann für ihn wie Weihnachten

und Ostern zusammen. Ähnlich sieht es

der junge Betriebsleiter Walter Haas

aus Hellbühl. «Eine mobile Version wäre

super», sagt er, denn es gebe oftmals

auch in der Landwirtschaft Wartezeiten,

wo man Smartphones und Handy

benutzen könnte, um die Aufzeichnungen

quasi zeitgleich nachzuführen.

Genau das verspricht Urs Jacober von

der Agridea den Bauern. Ab März 2012

wird eine Testversion der mobilen Erfassung

im Einsatz sein. Die definitive Mobil-Onlineversion

der Agridea sollte ab

August 2012 zur Verfügung stehen.

Evaluation Das Projekt ZA-AUI ist

nun im dritten Jahr. Heute beteiligen

sich 300 Betriebsleiter daran. Im November

2011 fanden drei Informationsveranstaltungen

statt (Yverdon, Zolli -

kofen und Illnau), wo die beteiligten

Bauern über erste Resultate des Projekts

informiert wurden. Der Vertreter

des Bundesamtes für Landwirtschaft,

Samuel Vogel, definierte dabei die Ziele

der ZA-AUI. Man wolle Grundlagen haben,

um in der jährlichen Agrarberichterstattung

über die ökologische Nachhaltigkeit

zu informieren, man brauche

dieses Zahlenmaterial für internationale

14 1 2012 · UFA-REVUE


Vor allem junge Betriebsleiter setzen

auf die elektronische Erfassung des

ÖLN-Nachweises. Das Programm

Agro-Tech leistet dabei gute Dienste.

Bild: www.isignstock.com

Nutrition

Vergleiche und um die Agrarstützung

gegenüber der Öffentlichkeit zu legitimieren.

Die Bauern erhalten eine kleine Entschädigung

für die Ablieferung der Daten,

ebenso wie die Treuhandstellen.

Diese betreuen die Bauern auch bei

technischen Problemen mit der Software.

Die Bauern und Agro-Treuhänder

wollen wissen, was beim BLW und bei

der ART mit ihren Daten passiert.

Im Kanton Luzern ist es so, dass der

beteiligte Walter Haas Junior (siehe

oben) im Mandat der Agro-Treuhandstelle

Sursee 25 Projektbeteiligte mitbetreut.

Auch 2012 können interessierte Bauern

sich melden und am Projekt teilnehmen.

Voraussetzung ist, dass sie sowohl

Agro-Twin als auch Agro-Tech anwenden

und zeitnah und zuverlässig die

ökologischen Daten erfassen. Informationen

gibt es bei den kantonalen Agro-

Treuhandstellen. Die Adressen sind auf

www.satv-asaf.ch zu finden.

Mit L-Carnitin höhere

Produktivität

MANAGEMENT

Autoren Daniela

Clemenz, UFA-Revue,

8401 Winterthur

Bendicht Münger leitet

die Agro-Treuhandstelle

in Grangeneuve (FR)

und er ist Projektleiter

von ZA-AUI im Mandat

des schweizerischen

Agro-Treuhändervereins.

www.satv-asaf.ch.

INF INFO INFOBOX

INFO BOX

www.ufarevue.ch 1 · 12

Zuchtsauen gebären stärkere Ferkel und geben mehr Milch. Ferkel

weisen eine bessere Futterverwertung und eine höhere Resistenz

gegen Krankheiten auf. Eber produzieren mehr und vitalere Spermien.

Carniking

Carniking bietet reines

L-Carnitin und ist ein Warenzeichen

der Lonza AG, Schweiz.

www.lonza.com

Alleinvertrieb für die Schweiz und Liechtenstein:

Probiotic AG, Kirchbergstrasse 11/13, CH-3401 Burgdorf 1

Tel +41 34 427 00 20, Fax +41 34 427 00 05

www.probiotic.ch oder www.carniking.com

UFA-REVUE · 1 2012 15


MANAGEMENT

Währungsverlierer und -gewinner

DIE BAUERN, FENACO UND DIE EMMI Der starke Franken beschert der

Schweizer Landwirtschaft Währungsverluste im Export von Emmentaler Käse

oder Caffè Latte. Auf der Importseite hingegen bringt der schwach bewertete Euro

auch Vorteile, zum Beispiel beim Dünger- oder Landmaschinenkauf.

Einkaufs -

tourismus

Gemäss der Konjunkturforschungsstelle

BAK

Basel wurden 2011 für

2.3 Mrd. Fr. Produkte

im Ausland eingekauft.

Wenn diese Produkte

in der Schweiz gekauft

würden, ergäbe das

einen Wert von 3.2

Mrd. Fr. Gegenüber

2010 haben die

Schweizer Konsumenten

2011 310 Mio. Fr.

mehr für Lebensmittel

im grenznahen Ausland

ausgeben.

In den letzten Monaten beschäftigen

sich nicht nur Ökonomen und

Manager mit Finanzmarktproblemen,

Währungsverlusten und

Staatsverschuldung, auch für die Landwirtschaft

ist die Lage schwierig

geworden. Das zeigte der DLG-Unternehmertag

am Strickhof Lindau. Mechthild

Becker-Weigel referierte über

Trends in den Agrarmärkten. Sie ist Projektleiterin

des DLG-Agrar-Tickers, der

wöchentlich Analysen zu den wichtigsten

Agrarrohstoffmärkten verschickt.

Was treibt die Märkte an? Die

weltweiten Agrarmärkte für Getreide,

Ölsaaten, Futtermittel und Düngemittel

reagieren nachfrageseitig auf das steigende

Bevölkerungswachstum und den

zunehmenden Fleischkonsum. Gemäss

Becker-Weigel ist der Fleischkonsum ein

stärkerer Impuls für die Agrarmärkte als

das Bevölkerungswachstum. Die Agrarrohstoffe

werden sich dorthin verlagern,

wo Wohlstand und Kaufkraft ist. Zukünftig

steigen werden auch die Mobilität

und der Energiebedarf. Agrarrohstoffe

gelten angesichts der Finanz- und

Währungsturbulenzen als sichere Wer-

te, deshalb erweitern Finanzinvestoren

immer öfter ihr Portfolio und investieren

in Getreide, Mais oder Kaffee. Die Preistrends

werden durch das spekulative

Kapital verstärkt. An der Terminbörse in

Chicago (Chicago Board oft Trade CBoT)

werden an physischer Menge rund 2.5

Mrd. t Weizen gehandelt. Diese physische

Menge wird 6.7 Mal gehandelt.

Gemäss Frau Becker-Weigel werden

durch diese spekulativen Geschäfte die

Teilnehmer, die sich wirklich mit Getreide

eindecken wollen, zu Randfiguren an

den Agrarrohstoffmärkten.

Nicht dramatisieren Man müsse

die Situation nicht dramatisieren, erklärte

der Ökonom Reiner Eichenberger in

seinem Referat. Die Schweiz sei ein Hort

der Stabilität und die Zukunft sei positiv.

Das führte er auf die direkte Demokratie

und dezentrale Strukturen zurück. Der

schwach bewertete Euro sei gut für die

Konsumenten und in der Landwirtschaft

würden dadurch die Preise für Vorleistungen

sinken (Dünger, Maschinen).

Schlecht sei der überbewertete Franken

für exportorientierte Unternehmen und

für Firmen, die Produkte herstellen, die

sich mit Importprodukten konkurrenzieren.

Das Thema Spekulation mit Agrarrohstoffen

sei ebenfalls nicht überzubewerten,

fand der Freiburger Professor. Denn

die Spekulation werde durch die begrenzte

Lagerbarkeit von Agrarrohstoffen

und den Bedarf an geeigneten Lagerkapazitäten

begrenzt. Sobald der

Handel real würde, seien die Finanzinvestoren

gezwungen, das Getreide weiterzuverkaufen.

Für die Schweizer Landwirtschaft sah

Eichenberger folgende Trends:

1. Der Absatz von landwirtschaftlichen

Produkten wird durch die Zuwanderung

positiv beeinflusst.

2. Zum Vorteil gereicht den Schweizer

Bauern, dass sie währungsgeschützte

Einkommensbestandteile wie Direktzahlungen

haben.

3. Der Schweizer Markt ist durch den

Grenzschutz vor Importen zwar relativ

gut geschützt. Vor Einkaufstourismus

gibt es aber keinen Schutz.

4. Swissness kann vor Importprodukten

schützen. Eine Qualitätsstrategie muss

den Unterschied zwischen Schweizer

und ausländischen Produkten deutlich

machen (CH-Bio versus EU-Bio).

Währungsgewinner Weltweit

sind die Düngerpreise in den letzten

Jahren stark angestiegen. Vom billigeren

Euro profitiere die Düngerfirma Landor,

die zur fenaco-Gruppe gehört. Dieser

Wechselkursvorteil werde an die Bauern

weitergegeben, erklärte fenaco-Geschäftsleitungsmitglied

Martin Keller an

der Unternehmertagung. Keller illustrierte

dies an einem Beispiel: «Aufgrund

des sinkenden Euros, sind die

Preise für Ammon-Salpeter in der

16 1 2012 · UFA-REVUE


Die Euro-Krise ist täglich in den Schlagzeilen und betrifft auch den Agrarsektor.

Schweiz von 2009 auf 2011 ‹nur› um

30% angestiegen. In Deutschland hat

sich der Preis für das gleiche Produkt im

gleichen Zeitraum verdoppelt.»

Währungsgewinner seien auch die

Lohnunternehmer, führte Keller weiter

aus. Aktuell würden Mähdrescher in der

Schweiz bis zu 10% weniger kosten als

in den vorangehenden Jahren, und dies

trotz massiven Preissteigerungen seitens

der Hersteller und trotz Technologiefortschritten.

Fremdwährungsmanagement

Der Import von Claas-Traktoren für die

fenaco-Tochterfirma Serco Landtechnik

AG oder der Düngereinkauf für die

Landor erfolgt meistens in Euro. Verantwortlich

für diese Fremdwährungsbeschaffung

ist das fenaco Stammhaus in

Bern. Bei der Devisenbeschaffung für

die Geschäftsbereiche werde das Risiko

mit Teileindeckungen gesplittet. Das

heisst, bei verschiedenen Bankinstituten

werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten

Devisen beschafft.

Die fenaco habe bezüglich der Devisengeschäfte

strenge Richtlinien (Risk -

management), erklärte Keller und fuhr

fort, dass die Wechselkursgewinne an

Bauern und Kunden weitergegeben

werden. Fundierte Marktkenntnisse

und ein pro fessionel les Fremd wäh -

rungs ma na ge ment tragen dazu bei, die

Stabilität der Unter neh mer gruppe zu

wahren.

Keinen Währungsvorteil gebe es

beim Import von Futtergetreide. Die

Zollabschöpfung verteuert das Importgetreide,

dadurch sind keine Währungsgewinne

möglich. Durch die Zölle ist jedoch

der Preis für das Inlandgetreide

geschützt.

Emmi-Exporte Wichtigstes Exportprodukte

der Schweizer Landwirtschaft

ist Käse. Aufgrund der Währungsprobleme

kämpft Emmi um schwarze

Zahlen im Export von Caffè Latte, Emmentaler

und Emmi Griess Töpfli, wie

Daniel Weilenmann aufzeigte. Weilenmann

leitet den Bereich Wirtschaftsund

Agrarpolitik bei Emmi. Emmi hat

laut eigenen Angaben seit 2008 währungsbedingte

Umsatzeinbussen von

120 Mio. Fr. zu verkraften. Bei stabilen

Wechselkursen seit Anfang 2009 wäre

der Exportumsatz um einen Sechstel höher

gewesen. Die Halbjahreseinbusse

2011 sei bereits höher als jene des gesamten

Vorjahres 2010.

Ihre Exportstrategie will Emmi wegen

des gesättigten Inlandmarktes beibehalten.

Der Gewinn von Marktanteilen sei

teuer und brauche Zeit, erklärte Weilenmann.

Emmi versucht die Verluste klein

zu halten. Der Warenaufwand werde reduziert

durch Milchpreissenkungen und

durch den vermehrten Einkauf von Rohstoffen

im Ausland, zum Beispiel für

Verpackungsmaterialien.

Exportnische In kleinen Mengen exportiert

die fenaco Bündner Fleisch

nach Deutschland und Äpfel der Sorte

Golden Victor nach Frankreich. Diesbezüglich

sei die Lage nicht rosig, erklärte

Martin Keller. Diese Nischen will fenaco,

trotz Währungsverlusten, weiterhin

bedienen. Das Know-how über eine

Qualitätsstrategie sei für die Unternehmergruppe

wichtig, meinte Keller. Für

Deutschland als Absatzmarkt spreche,

dass es keine Sprachbarrieren gebe und

effiziente Strukturen vorhanden seien.

Trotzdem könne man Deutschland als

Absatzmarkt für Qualitätsprodukte hinterfragen.

Nirgends auf der Welt sei die

Discountermentalität bei Lebensmitteln

weiter verbreitet als dort. Die

fenaco setze aber grundsätzlich auf den

Binnenmarkt Schweiz, fuhr Keller fort.

Oberstes Ziel sei, die Marktanteile im

Inland zu halten. Er sehe auch noch

Potenzial zum Beispiel bei Eiern, Geflügelfleisch,

Gemüse und Stein -

obst.

MANAGEMENT

Der Schweizer

Franken ist

eine stabile

Währung.

Autorin Daniela

Clemenz, UFA-Revue,

8401 Winterthur

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UFA-REVUE · 1 2012 17


MANAGEMENT

Noch kein Meister

vom Himmel gefallen

EIERPRODUKTION Jeder neue Betriebszweig, so auch die Eierproduktion,

birgt in sich Chancen und Risiken. Es braucht eine solide Finanzierung, fundierte

Produktionskenntnisse und zuverlässige Abnehmer.

Oswald

Burch

Martin

Würsch

Die schweizerische Eierproduktion

kann sich dem allgemeinen Preisdruck,

dem Drang nach mehr Leistung

bei gleichzeitiger Margenschmälerung

nicht entziehen. Und doch

gelang und gelingt es der Branche immer

wieder, übermässige Produktionsmengen

im Griff zu behalten oder wieder

in den Griff zu bekommen.

Nicht unerheblichen Anteil hat das

periodische Zusammensitzen von Abnehmern

und Produzenten an einem

gemeinsamen Tisch. Miteinander zu

sprechen steht am Anfang vieler Lösungsfindungen.

Mit dem Grundziel

zum Wohle des Schweizer Eies zu agieren

werden gemeinsame Vorgehensweisen

realisierbar.

Der Markt kann aber Eierproduzenten

auch auf die Probe stellen: Läuft es

gut, ist die Lust nicht fern, den Schwung

zu nützen, noch ein bisschen mehr her -

ausholen zu wollen. Umsichtig und

weitsichtig soll man planen. Zustände

aus dem agrarischen Umfeld, beispielsweise

aus dem Milchsektor illustrieren,

wie der Markt leiden kann. Und was

übermässiger Druck zustande bringt,

sah man 2011 in Deutschland gleich

mehrmals anhand happiger Lebensmittelskandale.

Eiermarkt Die Inlandproduktion

an Eiern stieg 2010 an

(Grafik). Ein Fortsetzen des

Anstiegs wird erwartet und

könnte bei Absatzschwierigkeiten

zu Preiseinbrüchen führen. Aus diesem

Grunde ist ein guter Vertrag mit

den Abnehmern wichtig. Für Neueinsteiger,

die gross investiert haben, ist ein

guter Vertrag eine eigentliche Überlebensversicherung.

In neue Betriebszweige

einsteigen

Landwirtschaftliche Produkte stehen

unter Preisdruck. Der Milchmarkt ist in

der Landwirtschaft leider zum Dauerthema

geworden. Boden ist rar, so dass

kaum Land neu zugepachtet oder dazugekauft

werden kann. Wie und wo soll

der Landwirt sich entfalten können und

seine landwirtschaftliche Produktion

ausdehnen? Viele investieren in die

alternative Stromproduktion oder in die

intensivere Pflanzen- oder Tierproduktion.

Wo es möglich ist werden landwirtschaftsnahe

Dienstleistungen angeboten,

um so dem ewigen Preiskampf mindes -

tens teilweise entgehen zu können. SBV

Treuhand und Schätzungen hat zusam -

men mit Gallosuisse zwei Merkblätter

ausgearbeitet, die für Neueinsteiger in

die Eierproduktion zu empfehlen sind.

Download auf www.gallosuisse.ch oder

auf www.sbv-treuhand.ch.

Kalkulation Während der Vertragsdauer

werden die Eierpreise entsprechend

Qualität, Label und Marktverhältnissen

verbindlich festgelegt, so

dass eine Kalkulation über die Vertragsdauer

hinaus möglich wird. Für die ersten

fünf Jahre ist ein Mindestpreis zu garantieren.

Absatzförderung Der Absatz von

Schweizer Eiern wird vom Bund durch

Absatzförderungsbeiträge unterstützt,

unter Vorbehalt von mindestens 50 %

Eigenfinanzierungsanteil durch die

Bran che. Zudem gilt noch eine Marktentlastungsstützung

nach Ostern für

den Aufschlag von Schaleneiern als Verarbeitungseier

und Verbilligungsaktionen

(Absatzeinbruch nach österlicher

Vollproduktion der Legehennen).

Futter- und Tierlieferung Der

Landwirt als Produzent sollte sich seine

Freiheit bei der Wahl seiner Zulieferer

nicht unnötig einschränken lassen. Angesichts

der steigenden Anforderungen

punkto Lebensmittelsicherheit, der im

Raum stehenden Qualitätsstrategie und

der Swissnessvorlage sind die Schweizer

Eierproduzenten und ihre Partner in Zukunft

noch mehr gefordert aktiv zu einer

überschaubaren, vertrauenswürdigen

und transparenten Produktion beizutragen.

Die Eierproduzenten sind gehalten,

ihre Produktionsmittel (Küken und Futter)

ausschliesslich von kontrollierten

und zertifizierten Partnerunternehmen

der Schweiz zu beziehen.

Die Produktion von Schweizer Eiern

unter der Garantiemarke «Swiss Garantie»

schliesst zwingend ein, dass nur in

18 1 2012 · UFA-REVUE


der Schweiz zu Mischfutter verarbeitetes

Futter verwendet werden darf.

Lehrgeld Kleine Fehler in der Leghennenhaltung

können sich kumulieren

und führen zu finanziellen Verlusten.

Das Risiko, das ein Neueinsteiger mit einem

grossen Stall eingeht, ist deshalb

um einiges grösser, als wenn er sein

«Lehrgeld» mit einer kleineren Einheit

beglichen hat und er den Betrieb erst als

Meister des Metiers vergrössert. Folgende

Aspekte gilt es zu berücksichtigen,

damit bei einem Einstieg in die Eierproduktion

das Risiko kalkulierbar

und fassbar bleibt:

• Gründliche Vorbereitung: Zur Vorbereitung

gehört das Studium des

Marktumfeldes und das Einholen von

Zweitmeinungen. Neben der persönlichen

Überzeugung und dem Engagement

des Betriebsleiterehepaars

muss sich das Bauernpaar überlegen,

ob die zusätzliche Arbeit auch bewältigt

werden kann.

• Aus- und Weiterbildung: Eine intensive

Produktion bedarf einer fundierten

Ausbildung. Fehler in der Haltung

und Fütterung der Leghennen haben

Auswirkungen auf den wirtschaftlichen

Erfolg.

• Gute Produktionsbedingung: Nicht

nur eine genügend grosse Eigenkapitalbasis,

sondern auch der gute

Standort ist für eine intensive Tierhaltung

von Bedeutung.

• Wirtschaftlichkeit: Der Einstieg in eine

neue Produktion bindet Liquidität.

Neben dem Bau müssen die Tiere, das

Futter und weitere Produktionsmittel

vorfinanziert werden. Ein Liquiditätsplan

für das erste Jahr zeigt den Kapitalbedarf

auf. Die Wirtschaftlichkeit

ist am besten durch eine unabhängige

Beratung überprüfen zu lassen. Neben

einem optimistischen Szenario ist

auch eine schlechtere Variante zu

rechnen, denn selten verläuft alles

wie am Schnürchen.

• Absatzsicherheit: Die Abhängigkeit

vom Abnehmer ist in der Regel gross.

Alternativen sind zu prüfen, denn nur

so kann der Bauer in einer guten Position

verhandeln. Die Marktrisiken

fallen in der Regel auf den Produzenten

zurück. Das Verhandlungsergebnis

ist schriftlich in einem Abnahmevertrag

festzuhalten.

• Rechtsform und Risikobegrenzung:

Obwohl mit einer GmbH oder AG das

Risiko auf diese Gesellschaft beschränkt

werden kann, muss für die

Kreditvergabe (Hypotheken, IK) der

Betrieb mit einem Grundpfand mithaften.

Die Wahl der Rechtsform hat

Einfluss auf Steuern, Sozialversicherung

und Mehrwertsteuer. Beratung

lohnt sich!

Grafik: Die Schweizer Eierproduktion

750

650

550

450

350

Produktion CH-Eier

250

40

1990 1995 2000 2005 2010

Fehler in der Haltung

und Fütterung der

Leghennen haben

Auswirkungen auf den

wirtschaftlichen Erfolg.

Eine intensive

Produktion bedarf

einer fundierten

Aus- und Weiter -

bildung.

Bild: Aviforum

Inlandanteil Schalenverbrauch

Inlandanteil Gesamt-Eierverbrauch

90

80

70

60

50

Vertrag und Verbindlichkeit Ein

Vertrag ist im Idealfall das Ergebnis unter

gleichberechtigten Parteien, welche

im Vertrauen aufeinander ein Geschäft

eingehen. Der Vertrag darf nie mangelndes

Vertrauen ersetzen.

In den Eierabnahmevertrag gehören

neben den Parteien folgende Punkte:

• Vertragsdauer (Empfehlung: 5 Jahre

fest).

• Pflicht zur Eierabnahme zu definierten

Abnahmebedingungen (inklusive

Nachbesserungsklausel, sollte der

gleiche Abnehmer gegenüber anderen

Produzenten bessere Konditionen

anbieten).

• Wahrung der Wahlfreiheit bei Futterund

Tierlieferung sowie bei der Finanzierung.

• Pflichten des Produzenten: Einhalten

der Produktionsrichtlinien, der Vorschriften

und der Qualitätssicherung.

• Schlussbestimmungen: Gerichtstand,

Massgebliches Recht, Zeitpunkt der

in Kraftsetzung, rechtsgültige Unterschriften.


Autoren Oswald Burch ist Geschäfts -

führer der Vereinigung der Schweizer

Eierproduzenten (Gallosuisse),

8049 Zürich, 031 915 35 48 und

Martin Würsch ist Leiter SBV Treuhand

und Schätzungen, Laurstrasse 10,

5201 Brugg, 056 462 51 11

Download der Merkblätter für

Neueinsteiger

www.sbv-treuhand.ch

www.gallosuisse.ch

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UFA-REVUE · 1 2012 19

Mio. CH-Eier

MANAGEMENT

% Inlandanteil


MANAGEMENT

Infrastruktur wichtiger als Lohn

ALPWIRTSCHAFT Trotz wenig Komfort, bescheidenen Löhnen und langen

Arbeitstagen zieht es Sommer für Sommer Männer und Frauen «z’Alp». Ob man

Jahr für Jahr wieder auf die Alp geht, hängt von positiven Erlebnissen und der

Infrastruktur ab. Die finanziellen Anreize dagegen spielen eine untergeordnete

Rolle. Das zeigte sich bei einer Befragung von Älplern.

Chiara

Calabrese

Stefan

Mann

Älpler sind oft junge

Aussteiger, die den

Alpsommer als

einmaliges Event

planen. Manche

bleiben dabei und

gehen Jahr für Jahr

wieder auf die Alp.

Schaut man beispielsweise nach

dem Zusammenhang zwischen der

Situation auf der Alp und dem Willen

der Arbeitskräfte, den nächsten

Sommer wieder auf der gleichen Alp zu

verbringen, so ist die Einschätzung der

Infrastruktur auf der Alp eine zentrale

Variable. Wer die Infrastruktur gut findet,

wird mit hoher Wahrscheinlichkeit

wiederkommen wollen. Eine Heizung

beispielsweise ist nicht auf allen Alpen

vorhanden, gehört aber zur unverzichtbaren

Grundausstattung für die Älpler.

Grafik: Erholung vom

gestressten Leben

40 %

30 %

20 %

10 %

0%

gar nicht

nicht

teilweise

ja

völlig

Dagegen scheinen die finanziellen Bedingungen

keinen Ausschlag für die Entscheidung

zu spielen, im Folgejahr zur

gleichen Alp zurückzukehren. Weder

die Zufriedenheit mit dem Lohn, der

tatsächliche Lohn noch der gezahlte Bonus

(oder Malus) gegenüber dem Standardlohn

liessen sich mit den Plänen der

Befragten für das kommende Jahr in irgendeinen

signifikanten Zusammenhang

bringen.

Soziale Schwierigkeiten spielen eine

wichtige Rolle. 21 der 120 befragten

Angestellten berichteten von fehlender

Kommunikation zwischen dem Alppersonal

und 16 Älpler gar von unerwartetem

Streit. Auch mit den Alpmeistern

kann es Probleme geben. Der Belgier T.

beispielsweise fühlt sich auf seiner Alp

im Unterengadin als einzelner Hirte mit

den vielen verschiedenen Tierkategorien

alleine gelassen. Wer solche Erfahrungen

macht, wird am Ende des Sommers

eher kein Retour-Billet lösen. Auch

die vielen Touristen auf der Alp machen

zu schaffen und sind ein Grund, sich

nächstes Jahr einen anderen Arbeitsplatz

zu suchen.

Älpler sind einerseits zumeist junge

Aussteiger, deren Alpsommer von vornherein

als einmaliges Event konzipiert

wurde und andererseits den erfahrenen

Älplern. Wer dem Satz zustimmte «Die

Alpsommer sind bei mir zur Gewohnheit

geworden» (und dies waren 18 der 120

befragten Angestellten), der wollte natürlich

in den meisten Fällen im nächsten

Jahr wiederkommen. Auch wenn

man gerade aus diesen Kreisen häufig

Klagen hört, die häufigen Wechsel im

Team würden es schwer machen, die eigenen

Erfahrungen in die nächste Generation

zu vermitteln. Eine besonders

Beispiel für eine Lohn -

kostenberechnung

Starten Sie mit dem

Grundgehalt 8000 Fr.

Addieren Sie für jedes Ihrer

Lebensjahre 50 Fr. +… Fr.

Wenn Sie mindestens einen

Alpsommer hinter sich haben,

addieren Sie 2000 Fr. +… Fr.

Wenn Sie eine Ausbildung

zum Senn oder Hirten haben,

addieren Sie 1000 Fr. +… Fr.

Wenn Sie in der Landwirtschaft

aufgewachsen sind,

addieren Sie 500 Fr. +… Fr.

Wenn Sie im Ausland wohnen,

ziehen Sie 1500 Fr. ab –… Fr.

Summe

wichtige Rolle spielte der Aspekt, vom

Leben im Tal eine Erholungspause einzulegen.

Dies unterstrichen nicht nur die

meisten Befragten, es war auch ein wichtiges

Kriterium für die Rückkehr: Wer auf

der Alp Erholung fand, wollte zumeist

auch wieder dorthin zurückkehren. Bei

den Älplern, die vor allem der Natur

oder der Tiere wegen «z’Alp» gehen, ist

das anders. Für sie ist eine einmalige

Alp-Erfahrung oft ausreichend.

Autor Chiara Calabrese und Stefan

Mann (Leiter Sozioökonomie) sind für

die Forschungsanstalt Agroscope

Reckenholz-Tänikon ART, Tänikon,

8356 Ettenhausen tätig.

Die Stiftung für Alpine Forschung

finanzierte ein Projekt, in dessen

Rahmen 50 Alpen besucht und

Interviews mit Alpmeistern und Älplern

geführt wurden.

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20 1 2012 · UFA-REVUE


Wirtschaftlich von Vorteil

GEMEINSAME GÜLLENPUMPE Franz Zürcher, Alois Meienberg und Bruno Hegglin

bewirtschaften je einen Grünlandbetrieb im Zuger Berggebiet. Gemeinsam schafften sie

eine Güllenpumpe an. Die überbetriebliche Zusammenarbeit bietet wirtschaftlich grosse

Vorteile, ist aber menschlich sehr anspruchsvoll. Die Artikelserie soll die Landwirte dazu

animieren, immer wieder über die überbetriebliche Zusammenarbeit nachzudenken.

Vor 10 Jahren drängte sich bei den

drei Betriebsleitern Franz Zürcher,

Alois Meienberg und Bruno Hegglin

der Ersatz der Güllenpumpe auf. Die

drei Landwirte sind in der Region zu

Hause, wo auch der Maschinenring

«MR Zuger Berggebiet» sein Tätigkeitsfeld

entfaltet.

Maschinenring sensibilisiert

Der Maschinenring besteht seit 1989

und animiert die Bauern, sich dauernd

über die Mechanisierungskosten Gedanken

zu machen. Und das mit gutem

Grund. Gemäss Auswertung der Buchhaltungen

2010 durch die ART Tänikon

weisen die untersuchten Betriebe im

Mittel 195000 Fr. Fremdkosten aus.

Davon sind rund 90000 Fr., also 46%,

Mechanisierungskosten.

Auch fördert der Maschinenring das

Gespräch und die Kommunikation unter

den Landwirten. Die Sensibilisierung für

die Maschinenkosten und das Gespräch

unter den Landwirten seien die Grundlage,

um im Maschinenbereich zusammenzuarbeiten,

erklärt Franz Zürcher,

Bio-Landwirt mit rund 29ha Grünlandfläche

im zugerischen Edlibach. Als er

sich über den Ersatz seines Güllefasses

Gedanken machte, hörte er sich um, ob

Berufskollegen vor den gleichen Fragen

stünden. Dies war der Fall bei Alois Meienberg

und Bruno Hegglin im benachbarten

Menzingen. Aus den Gesprächen

resultierte die gemeinsame Anschaffung

einer modernen und leistungsfähigen

Zweikolbenpumpe. Die in der Anschaffung

wohl teure, aber leistungsfähige

und zuverlässige Technik wurde durch

den gemeinsamen Kauf finanziell tragbar

und dank der überbetrieblichen Zusammenarbeit

ist die Auslastung hoch.

Tiefere Kosten Hohe Leistungsfähigkeit

und Robustheit waren für die

drei Betriebe wichtig, gilt es doch im

Berggebiet Höhendifferenzen zu überwinden,

welche zu entsprechend hohem

Leitungsdruck führten. Die Wahl

fiel auf eine doppelwirkende Zweikolbenpumpe

mit Elektromotor und Funksteuerung.

Die Anschaffungskosten

würden mit rund 28000Fr. für den Einzelbetrieb

einen vernünftigen Rahmen

sprengen.

Gemeinsam bewirtschaften die drei

Landwirte rund 60ha Grünland. So ist

eine gute Auslastung möglich. Gemäss

ART-Maschinenkosten-Berechnung ist

dieser Güllenpumpe eine Auslastung

von 60 Stunden pro Jahr zugrunde gelegt.

Bei der Zuger Güllenpumpen-Gemeinschaft

kommt die Pumpe auf 100

Jahresstunden und weist nach 10 Jahren

knapp 1000 Einsatzstunden auf.

Franz Zürcher beansprucht die Pumpe

rund 45 Stunden pro Jahr. Hätte er

sie nur für sich allein angeschafft, so

würden seine Jahreskosten ca. 3000 Fr.

betragen. Dank der Anschaffung zu

Dritt schlagen die Jahreskosten nun mit

1570 Fr. zu Buche und spart knapp die

Hälfte der Kosten.

KOOPERATION

Toleranz, Toleranz, Toleranz Auf

die Frage an die drei, was es braucht,

damit eine solche Zusammenarbeit

klappt, lautet die Antwort einhellig, es

brauche einfach Toleranz. Sehr wichtig

sei aber auch eine gute Organisation,

wobei das jeweils nach dem 1. Schnitt

am anspruchsvollsten sei. Da müsse

zum Voraus sondiert werden, wer, wann

zu mähen gedenke. Franz Zürcher hat

sich das Zeitfenster für das Güllen mit

der Anschaffung eines Schleppschlauchverteilers

im Frühjahr 2011 vergrössert

und so Flexibilität gewonnen. Auch diese

Anschaffung erfolgte überbetrieblich,

nicht mit seinen jetzigen Partnern, sondern

mit einem weiteren Partner. Seine

jetzigen Partner hatten aus unterschiedlichen

Gründen noch keinen Bedarf für

einen Schleppschlauchverteiler.

Fazit Alle drei sind sich einig. Der

gemeinsame Kauf der Güllenpumpe hat

sich gelohnt. Unter den Partnern

herrscht ein gutes Einvernehmen. Sie

können sich so eine leistungsfähige, zuverlässige

Pumpe leisten, die dank hoher

Leistung und Zuverlässigkeit hilft,

Zeit zu sparen. Und die Gülle wurde in

den letzten 10 Jahren auf allen drei Betrieben

immer zur richtigen Zeit ausgebracht.


MANAGEMENT

UFA-REVUE · 1 2012 21

Beat

Gügler

Die Güllenpumpen-

Gemeinschaft aus

dem Zuger Berggebiet:

Alois Meienberg,

Franz Zürcher und

Bruno Hegglin (v.r.).

Autor Beat Gügler,

Dipl. Ing. Agr. ETH, ist

Betriebsberater beim

Zürcher Bauernverband,

Nüschelerstrasse 35,

8001 Zürich.

Das Jahr 2012 widmet

die UFA-Revue dem

Thema überbetriebliche

Zusammenarbeit und

Kooperation. In jeder

Ausgabe erscheint ein

Artikel dazu.

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Eingrasung zu Rapid

505; Seilwinde zu

Rapid spezial

076 583 62 91 oder

041 758 18 16

Fortsetzung

Seite 34

22 1 2012 · UFA-REVUE


«Drive-Guard»

Die neue Überlastsicherung «Drive-

Guard» von Fella ist die Lösung gegen

die gefürchteten Fremdkörper

beim Mähen. Das für diese Überlastsicherung

wichtige Element sitzt

ausserhalb des Mähbalkens – leicht

zugänglich auf der Mähscheibe. Ein

zweiteiliger Profilflansch – verbunden

durch das Überlastelement und

einem Wälzlager – sorgt für die sichere

Übertragung des Drehmoments.

Das Überlastelement selbst

ist eine Blechscheibe, die ebenfalls

zweiteilig gestaltet ist. Der Sicherungsbereich

zwischen innerem und

äusserem Ring bietet durch Form

und Blechstärke ein exakt definiertes

Abscher-Drehmoment. Blockiert

ein Fremdkörper die Rotation

einer Mähscheibe, schert das

«Drive-Guard»-Überlastelement an

den definierten Sollbruchstellen ab.

Der Antriebsstrang ist somit unterbrochen

und die Mähscheibe kann

frei drehen.

Mengele heisst nun Lely

Mengele Agrartechnik AG vollzog

im Rahmen der Eingliederung in die

Lely-Gruppe den letzten Schritt. So

änderte sich der Firmenname von

Mengele Agrartechnik AG auf Lely

Agrartechnik GmbH.

Neue Verkaufsorganisation von Rapid etabliert sich

2011 wurde Rapid Technic AG neu

gegliedert. Ziel war eine schlagkräftigere

Verkaufsstruktur und eine

bessere Betreuung der Vertriebspartner.

Rapid Technic besteht nun

aus zwei Bereichen «Rapid Landund

Kommunaltechnik» und «Rapid

Engineering». Der Bereich «Rapid

Land- und Kommunaltechnik» ist in

die Sparten «Einachsgeräte» (Entwicklung,

Produktion und Vertrieb

von Einachsern) sowie «Traktoren

und Spezialfahrzeuge» (unter anderem

Import von Lindner Traktoren

und Transportern).

Der Einachser ist für Rapid ein

wichtiges Produkt, sowohl wirtschaftlich

(rund 50% des Gruppenumsatzes),

als auch emotional. Nach

100. «VMS»-Melkroboter

Der 100. Betrieb, auf dem das Melksystem

«VMS» von Delaval in Betrieb

genommen wurde, befindet

sich in Roggliswil (LU). Thomas

Blum (Bild) melkt seine Herde mit

der neuesten «VMS 2011»-Version.

Er profitiert vom neuen Herdenmanagement-Programm

mit übersichtlichem

Aufbau und allen notwendigen

Informationen pro Tier auf

einen Blick. Am Überwachungsbildschirm

direkt beim Euter sind alle

wichtigen Informationen abrufbar.

Thomas Blum weiss die verbesserte

Zitzenvorbereitung zu schätzen,

denn sein oberstes Ziel ist die Produktion

von Qualitätsmilch.

dem Einstieg in die Produktion von

hydrostatisch angetriebenen Modellen

im Jahre 1990 wurde mit den

Modellen «Euro», «Mondo», «Universo»,

«Swiss» und «Rex» (Bild) die

Palette ausgearbeitet und parallel

dazu das Programm von Anbaugeräten

erweitert. Zudem hat man in

den Vertrieb investiert und neben

dem Heimmarkt zusätzliche Exportmärkte

in Deutschland und Österreich

aufgebaut. 2006 wagte man

Claas «Xerion» im Jura

Seit Mitte Dezember ist im Kanton

Jura ein Claas «Xerion 5000» unterwegs.

Michel Guttly, Inhaber eines

Tiefbauunternehmens in Asuel (JU),

hat diese Maschine mit einer maximalen

Leistung von 524 PS (nach

ECE R 120) für seinen Betrieb angeschafft

und wird diesen «Xerion»

vor allem mit seinem 7 t schweren

und 3 m breiten Steinbrecher im

Strassenbau einsetzen. Gerade für

ein solches Anbaugerät, von denen

europaweit kaum eine Hand voll im

Einsatz stehen, sind die Leistung einerseits

und das stufenlose «Eccom

4.5» Getriebe anderseits die überragenden

Vorzüge. Bereits bei abgesenkter

Motordrehzahl von

1730 Umin wird beispielsweise die

Zapfwellendrehzahl von 1000 erreicht.

Das günstige Übersetzungsverhältnis

reduziert darüber hinaus

den spezifischen Kraftstoffverbrauch

bei Zapfwellenarbeiten mit

Mulch- oder Fräsgeräten.

sogar den Eintritt in den amerikanischen

Markt, was durch eine Zusammenarbeit

mit der Firma Ariens

möglich wurde.

Vor vier Jahren erfuhr der Handel

von Maschinen durch die Übernahme

der Generalvertretung für die

österreichische Marke «Lindner» eine

massive Stärkung. Rapid vertreibt

die Lindner Transporter des Typs

«Unitrac» in der ganzen Schweiz und

die Traktoren des Typs «Geotrac» –

in Ergänzung zum Parallel-Importeur

Sebastian Müller – im Berggebiet

sowie in den französisch sprechenden

Landesteilen. 2011 sind

rund 30% aller in der Schweiz verkauften

Lindner Traktoren über Rapid

vertrieben worden.

KURZMELDUNGEN

LANDTECHNIK

Neue Kompakte

Neu zur Baureihe «T5» stösst das

Modell «T5.115» mit 3.4-l-Motor,

der mit einer Höchstleistung von

114 PS aufwartet und die Abgasnorm

der Stufe 3b ohne SCR-Technik

erfüllt. Bei New Holland ist man

überzeugt, dass diese Serie mit

«T5.95», «T5.105» und «T5.115» bei

Vieh- und Gemischtbetrieben gefragt

sein wird. Bei Arbeiten mit

dem Frontlader profitiert der Fahrer

von der neuen Frontscheibe mit guter

Sicht nach oben. Die Traktoren

sind mit Load-Sensing-Steuergeräten

für den Heck- und Zwischen -

achs einbau ausgerüstet. Die Hydraulikleistung

beträgt 127 l/min

bei kombiniertem Ölstrom. Das

Schaltverhalten der Wendeschaltung

ist einstellbar und erleichtert

das Wenden am Feldrand und bei

der Arbeit mit dem Frontlader, der

voll integriert ist und bereits im

Werk montiert wird.

Die neue «TD5» Baureihe umfasst

sechs Modelle von 65 bis 113 PS, die

ebenfalls mit der neuen «Visionview»

Kabine ausgestattet sind, worin

der Fahrer einen optimalen Fahrerkomfort

und eine ergonomische

Gestaltung vorfindet. Die Modelle

«TD5.65» und «TD5.75» sind mit

Dreizylindermotoren ausgerüstet,

der «TD5.85» ist mit einem Motor

von FiatPowerTrain ausgestattet,

während die drei grösseren Modelle

einen 4.5-l-FPT-Turbomotor haben.

Erstmalig kann man in dieser Serie

als Option eine hydraulische Wendeschaltung

wählen, die an der

Lenksäule montiert ist und die Fahrtrichtungswechsel

ohne Betätigung

des Kupplungspedals ermöglicht.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 1 2012 23


LANDTECHNIK

Herunterladen und bearbeiten

ONLINE-KARTENDATEN Die meisten Kantone unterhalten ein Geographisches

Informationssystem (GIS) und stellen kantonsbezogene Kartendaten auf ihren

Geoportalen online zur Verfügung. Mit einem Grafikprogramm lassen sich damit

Betriebsübersichts-, Fruchtfolge- oder Anfahrtspläne einfach und effizient selber

herstellen.

Suzanne

Schnieper

Lisa

Burger

In einem GIS werden raumbezogene

Daten erfasst und verwaltet. Das

System ist nach dem Ebenenprinzip

aufgebaut. Die Erdoberfläche wird

in verschiedenen thematischen Datenebenen

erfasst. So gibt es zum Beispiel

eine Ebene mit Fliessgewässern, Wald

oder Parzellengrenzen. Alle Ebenen beziehen

sich auf ein einheitliches Koordinatensystem.

Dies ermöglicht es, dass

die Ebenen je nach Bedarf in verschiedenster

Weise miteinander kombiniert

werden können. Werden alle Ebenen

übereinander gelagert, entsteht die Gesamtdarstellung

der Karte.

Angebot Die kantonalen Online-

Portale (Tabelle) bieten eine grosse Vielfalt

an Online-Karten zu verschiedenen

Themen an. Für die Landwirtschaft interessant

sind Karten zu ökologischen

Ausgleichsflächen oder zur Nutzungsplanung

(Bauzonenplan, Kulturlandplan).

Bei jeder Karte können die Landwirte

einzelne Datenebenen ein- oder

ausschalten und nach ihren Bedürfnissen

anpassen. Die Benutzerfreundlichkeit

der Portale ist unterschiedlich. Hilfreich

kann eine ausgedruckte

Kurzanleitung sein, anhand derer der

Landwirt die Karten öffnen, mit dem

Massstab variieren, den eigenen Betrieb

suchen und die Werkzeuge der Menuliste

nutzen lernt. Die gewünschten Kartenausschnitte

können gedruckt oder

heruntergeladen werden.

Bearbeiten Grundsätzlich kann

man die Datei als pdf oder als Grafik

her unterladen. Pdf-Dateien sind Kopien

des gewählten Ausschnittes. Sie können

nicht mehr direkt bearbeitet werden.

Werden die Karten für eine Dokumen-

tation benötigt oder nur zum Ausdrucken,

dann ist ein pdf ideal. Pdf-Dokumente

können mit dem Programm

Acrobat Reader geöffnet werden und

gehören mittlerweile zum Standard am

PC. Ausschnitte aus dem pdf können in

ein Worddokument eingefügt werden.

Mit Hilfe von Kreis und Linien lässt sich

damit ein einfacher Situationsplan erstellen

(siehe rechte Seite).

Wer Pläne am PC bearbeiten will,

sollte die Ausschnitte als Grafik herunterladen.

Auf einigen Portalen kann man

wählen, in welchem Format man die

Karte möchte. Am idealsten ist das jpg-

Format. Teilweise geht auch ein separates

Fenster auf, wo die Karte mit einem

rechten Mausklick gespeichert werden

kann. Auch andere Grafikformate sind

möglich, müssen aber meist umgewandelt

werden. Für die Weiterbearbeitung

am PC benötigt man ein Grafikprogramm.

Fall keines installiert ist, gibt es

im Internet auch einfache Gratis-Grafik-

Programme zum Herunterladen.

Für den Umgang mit Grafikprogrammen

ist etwas Übung notwendig.

Erst wenn man die Werkzeuge kennt

und halbwegs beherrscht, sollte man

sich an die Arbeit machen. Allenfalls finden

an den kantonalen landwirtschaftlichen

Weiterbildungszentren auch Kurse

statt – im Aargau, an der Liebegg, ist

dies der Fall. Beim Herunterladen sollte

der Ausschnitt nicht zu knapp gewählt

werden. Es ist einfacher, nachträglich etwas

wegzuschneiden!

Die Karten können vielfältig bearbeitet

werden: Parzellen lassen sich einfärben,

Linien nachziehen oder zusätzliche

Elemente können eingefügt werden

(Symbole, Beschriftungen). Damit lässt

sich ein Fruchtfolgeplan erstellen, ein

Umbau planen oder auch ein Übersichtsplan

für ein Hoffest gestalten. Die

überarbeitete Grafik sollte neu benannt

und regelmässig abgespeichert werden.

Rechtliches Teilweise sind die Karten

als «öffentliche Karte» bezeichnet.

Wird ein Kartenausschnitt aber für eine

gedruckte Publikation verwendet, muss

mindestens die Quelle angegeben werden.

Je nach Verwendungszweck ist es

ratsam, beim Kanton nachzufragen. Infos

dazu sind auf der Homepage vorhanden.


Werden die Karten nicht

kommerziell genutzt, können

sie verwendet werden. Für

weitere Verwendungszwecke

ist es ratsam, beim kantonalen

Onlineportal nachzufragen.

24 1 2012 · UFA-REVUE


Tabelle: Geodaten der

einzelnen Kantone

Websites Gebiet

www.ag.ch/agis AG

www.geoportal.ch SG, AR, AI

www.be.ch/geoportal BE

www.geo.bl.ch BL

www.geo.bs.ch BS

www.geo.fr.ch FR

http://etat.geneve.ch/sitg GE

www.gis.gr.ch GR

http://geoportail.jura.ch JU

www.geoportal.lu.ch LU

http://sitn.ne.ch NE

www.lis.nw.ch NW

www.gis-ow.ch OW

www.gis.sh.ch SH

www.sogis1.so.ch SO

www.geo.sz.ch SZ

www.sitinfo.ti.ch TI

www.thurgis.tg.ch TG

www.lisag.ch UR

www.geoplanet.vd.ch VD

kein Geoportal VS

www.zugmap.ch ZG

www.gis.zh.ch ZH

http://map.geo.admin.ch ganze CH

Versuchsfelder 2012

Grasmischungen

Erdbeeren

Mais

Getreide

Gemüse

Festzelt

Festzelt

Gränichen,

Suhr, Aarau

Teufenthal

Reinach, Menziken

LANDTECHNIK

Landwirtschaftliches

Zentrum Liebegg

Zum Vergrössern und

Verkleinern immer nur

an der «Ecke» ziehen,

nicht seitlich oder

unten! Sonst wird das

Bild verzerrt.

Grafiken: agis

Autorinnen Suzanne

Schnieper, Dipl. Ing.

agr. Univ., Spezialistin

für Gemüse und Beeren

Lisa Burger, Master of

Science, Spezialistin

für Feuerbrand und

GIS-Daten

Landwirtschaftliches

Zentrum Liebegg,

5722 Gränichen,

www.liebegg.ch

INF INFO INFOBOX

INFO BOX

www.ufarevue.ch 1 · 12

UFA-REVUE · 1 2012 25


KNOW-HOW

Stärker, komfortabler und

umweltfreundlicher

DIE NEUE «MULI S»-SERIE hat eine stärkere Motorisierung, grössere Boden -

freiheit, höhere Bremswirkung sowie zahlreiche weitere technische Raffinessen. Hier

ein Überblick über die wichtigsten Highlights der neuen «S-Muli».

Gerade im Steilhang

ist ein hohes Anfahrmoment

wichtig.

Dieses bietet der

«Muli T7 S» bereits

knapp über Leerlaufdrehzahl.

NEUHEITEN

Die neuen Modelle der «S»-Bau -

reihe runden zukünftig das «Muli»-

Sortiment der Reform Werke ab.

Die Modelle «T8» und «T9» werden

jeweils durch deren Nachfolgemodelle

«T8 S» und «T9 S» ersetzt. Die bewährten

Modelle «T5», «T6» und «T7» sind

selbstverständlich weiterhin erhältlich

und das Sortiment wird nach oben hin

mit dem neuen «T7 S» abgerundet.

«Muli T7 S» und «T8 S» Beide

Modelle zeichnen sich durch eine neue

und stärkere Motorisierung aus. Der

Commonrail-Turbo-Diesel-Motor mit

elektronischer Einspritzung (4-Zylinder-

Viertakt-Dieselmotor, VM-R754 IE3,

74kW/101PS/340Nm) verfügt über Ladeluftkühlung

und Direkteinspritzung.

Sowohl «T7 S» als auch «T8 S» erreichen

das volle Anfahrmoment bereits

knapp über der Leerlaufdrehzahl. Wahl-

weise ist beim «T7 S» eine mechanisch

gefederte Vorderachse verfügbar, die für

komfortables Fahren auf der Strasse,

Schonung des Fahrers und Fahrgestells,

sowie eine bessere Traktion am Hang

sorgt. Das mechanische Schaltgetriebe

der beiden Muli-Modelle ist mit einer

Druckumlaufschmierung ausgestattet

und das elektronische Gaspedal verfügt

über «PTO»-Modus. Dieser «power takeoff»-Modus

ist eine Voreinstellungsmöglichkeit

der Motordrehzahl für den

Zapfwellenbetrieb. Somit kann ab sofort

bei «Muli T7 S» und «T8 S» mittels Kippschalter

eine präzise Motordrehzahleinstellung

ausgewählt werden. Diese Dreh -

zahl kann ausserdem stufenweise nach

oben oder unten justiert werden.

Doch nicht nur die Leistung, sondern

auch die Bremswirkung der beiden

«Muli» wurde deutlich verstärkt. Neben

der Vergrösserung des Bremsscheiben-

durchmessers, stehen die «T7 S» und

«T8 S» optional auch mit Retarder-

Brems system zur Verfügung, das eine

völlig verschleissfreie Geschwindigkeitsreduktion

des Fahrzeugs ermöglicht.

Auch Antriebsstrang und Fahrwerk wurden

beim «T7 S» und «T8 S» weiter verstärkt.

Die höheren Portale garantieren

ausserdem eine grössere Bodenfreiheit.

Der um rund 30mm längere Radstand

macht die «Muli» noch steigfähiger als

bisher. Die Montagepunkte zu den verschiedenen

Anbaugeräten bleiben dabei

unverändert. Auch in der Fahrerkabine

gibt es neue technische Raffinessen

zur Auswahl. So stehen dem Kunden ab

sofort ein integrierter Drei-Punkt-Gurt

sowie eine höhen- und neigungsverstellbare

Lenksäule zur Option.

«Muli T9 S» Selbstverständlich wurden

alle Neuheiten und Verbesserungen

der Modelle «T7 S» und «T8 S» wie elektronisches

Gaspedal, höhere Brems -

wirkung oder grössere Bodenfreiheit

auch im neuen «Muli T9 S» eingepflegt.

Ebenso wie bei den anderen Modellen

der «S»-Baureihe ist auch der «T9 S» ab

sofort mit einer neuen und stärkeren

Motorisierung verfügbar. Dabei handelt

es sich um einen Commonrail-Turbo-

Diesel-Motor mit elektronischer Einspritzung.

Der VM-R754 EU5 (72kW/

98PS/340Nm) mit Turboaufladung,

Ladeluftkühlung und Direkteinspritzung

verfügt zusätzlich über einen Russpartikelfilter,

der den «T9 S» zum wahren

«Umweltfreund» macht

Agromont AG

Reform Schweiz

6331 Hünenberg

www.agromont.ch

26 1 2012 · UFA-REVUE


Abschiebewagen der neuen Generation

«Drakkar» heisst ein neu entwickeltes

Fahrzeug des belgischen Transportspezialisten

Joskin. In Bezug auf

die Entladung stellt der Wagen eine

Innovation dar und unterscheidet

sich deutlich von herkömmlichen

Abschiebewagen.

«Die bewegliche Vorderwand

wird von einem ultrahochfesten

selbstaufrollenden Transportboden

angetrieben, so wird die Ladung

buchstäblich aus dem Fahrzeug

transportiert», erklärt man beim

Hersteller Joskin. Auf der Hinterseite

des Kastens rollt sich der Transportboden

automatisch auf. Die geringe

erforderliche Leistung

verringert erheblich den Treibstoffverbrauch.

Der «Drakkar»-Kasten

besteht aus einer gewichtsreduzier-

ten Struktur mit synthetischen Wänden

und verfügt somit über ein geringeres

Leergewicht. Das Ladevolumen

beträgt 37 m³ und kann mittels

Aufsätzen weiter erhöht werden.

Das Fahrzeug eignet sich für die verschiedensten

Transportarbeiten.

Neben der klassischen Verwendung

für Schüttgüter aller Art können

über die Heckklappe zum Beispiel

auch Ballen verladen werden.

Selbstverständlich ist der «Drakkar»

auf die bekannten Joskin Fahrgestelle

mit Hydro-Tandem- oder Hydro-Tridem-Fahrwerken

aufgebaut.

Althaus AG Ersigen,

3423 Ersigen

034 448 80 00

www.althaus.ch













Ein rundes Jubiläum feierte Claas im

November 2011, lief doch im Werk

Harsewinkel der 30000. «Jaguar»

Feldhäcksler vom Band – als Sondermodell

mit kompletter Ausstattung

in schwarzer Sonderlackierung.

Die Erfolgsstory des «Jaguar»

begann im Jahr 1972, als der erste

zweireihige, selbstfahrende Häcksler

«SF60» hergestellt wurde. Innerhalb

von zwei Jahren wurden über

500 Einheiten verkauft. Heute ist jeder

zweite Feldhäcksler, der auf den

Markt kommt, ein Claas «Jaguar».

Um diese enormen Stückzahlen zu

fertigen, arbeiten in Harsewinkel 50

Mitarbeiter an 16 Montagestationen.

Diese Montagestationen erstrecken

sich über eine Länge von

170m.

Beim «Jaguar» wirkt alles optimal

zusammen – und jedes Detail trägt

dazu bei, ein unter allen Erntebedingungen

«absolut professionell und

hochwirtschaftliches Häckseln» zu

gewährleisten. Mit der Komfortkabine

«Vista Cab» sind gute Rundumsicht,

volle Bewegungsfreiheit und

konzentriertes Arbeiten bei niedrigem

Geräuschpegel garantiert.

«Quick Access» (schneller Zugang)

NEUHEITEN

Vorfreude auf mehr «Jaguar»

KNOW-HOW

hält, was er verspricht und bietet einen

schnellen und leichten Zugang

zur Messertrommel. Das komplette

Einzugsgehäuse lässt sich leicht zur

Seite schwenken. Das Ergebnis sind

hoher Wartungskomfort und minimierte

Rüstzeiten. Der geradlinige

Gutfluss ist das Erfolgsrezept des

«Jaguar», optimal ausgelegt in Breite

und Durchsatzhöhe für eine maximale

Effizienz. Der Beweis: Viel

Durchsatz in Tonnen mit so wenig

Treibstoff wie nötig.

Serco Landtechnik AG,

4538 Oberbipp

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die Mehrwert schafft.

Telefon 044 857 26 00

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KNOW-HOW

Walter Bosshard.

Urs Jucker.

PRAXISTEST

Effizient und wirtschaftlich Füttern

TRIOLIET «TRIOMIX 1-1200» Vor rund 15 Jahren brachte Trioliet die ersten

Vertikalmischer mit Entnahmevorrichtung auf den Markt. Die Zahl von Anbietern

solcher Selbstbefüller ist bis heute klein geblieben. Erstaunlich, denn als Schneid-,

Misch- und Verteilwagen eignet sich der Trioliet «Triomix 1-1200» gut für einen

effizienten und wirtschaftlichen Einsatz auf mittleren bis grösseren Viehbetrieben.

Trioliet, der niederländische Spezialist

für Fütterungstechnik, bietet

den selbstladenden Futtermischwagen

vom Typ «Triomix» in fünf Grössen

von 8 bis 16 m 3 und mit einer oder

zwei vertikalen Schnecken an. Diese

Maschinen werden mit beweglichen

Schneidmessern (Version «M») oder mit

feststehenden Messern (Version «S» –

System Stanzen) angeboten. Der Vorteil

eines Selbstbefüllers liegt darin, dass

kein zweites Fahrzeug für das Füllen benötigt

wird. Voraussetzung ist allerdings,

dass man das Futter aus einem

Fahrsilo entnehmen kann.

Zum Befüllen fährt man rückwärts

und mit angehobenem Schneidschild

gegen den Fahrsilo, wobei die mit Laufrollen

versehene Ladeklappe unter das

Futter gedrückt wird. Mit einer einfachen

Hebelbewegung wird nun das

leicht gebogene Schneidschild mit seinen

beweglichen Messern in Betrieb genommen.

Eine vom Traktor aus sichtbare

Kontrollleuchte zeigt, wenn sich das

Schneidschild bis auf die Ladeklappe hinuntergeschnitten

hat.

Mit einem zweiten Bedienhebel wird

die hydraulische Ladeklappe hoch gekippt

und das komplett vom Schneid-

Praxisstimme zum Trioliet «Triomix 1-1200»

«Für uns ist der Futtermischwagen – neben

der Melkmaschine – das wichtigste Gerät

auf dem Betrieb», führt Walter Bosshard

aus. Deshalb schauen er und sein Partner

Urs Jucker von der Betriebsgemeinschaft

Bosshard und Jucker in Oberhittnau (ZH)

darauf, dass der Mischwagen stets in einem

einwandfreien Zustand ist. Nach rund fünf

Jahren wird die Maschine auch wieder

veräussert, weil sie dann noch über einen

gewissen Wiederverkaufswert verfügt.

Auf dem Betrieb wurde dieses Frühjahr

somit bereits der dritte Mischwagen seit

1999 angeschafft. «Ja, es war immer ein

Trioliet-Modell mit vertikaler Schnecke»,

antwortet Bosshard auf die entsprechende

Frage. Als Gründe nennt er neben der

soliden Konstruktion und der schonenden

Futterbehandlung auch die Tatsache, dass

Trioliet im Segment der Selbstbefüller

(«jedenfalls in dieser Qualität») fast ohne

Mitbewerber sei. «Trioliet ist ein Spezialist

für Futtermischwagen, konzentriert sich in

Forschung und Entwicklung ausschliesslich

auf solche Maschinen, da fühlt man sich

auch als Kunde an der richtigen Adresse».

Bosshard und Jucker haben einen

Selbstbefüller gewählt, weil sie den Wagen

ohne zusätzlichen Traktor oder Hoflader

füllen können. Ein Selbstfahrer ist für sie zu

teuer, da sie den Mischwagen ausschliesslich

für den eigenen Bedarf benötigen. Pro

Tag werden bis zu 9 t Futter gemischt,

jeweils zwei bis drei Füllungen. Das

Grundfutter stammt in der Regel aus dem

Fahrsilo, der mit Gras-, Mais- und

Zuckerrübersilage im Sandwich-Verfahren

gefüllt ist. Je nach Bedarf werden Stroh,

Heu oder Rundballen der Mischung

beigefügt und diese mit Kraftfutter und

Mineralstoffen, angepasst auf den Bedarf

der jeweiligen Fütterungsgruppe, ergänzt.

«Für uns ein effizientes System, in 20 Mi -

nu ten ist der Wagen gefüllt, nach weiteren

30 Minuten Mischzeit kann die Ration den

Kühen vorgelegt werden». Den Leistungsbedarf

des Traktors schätzt Bosshard auf

rund 80 PS, «weniger für das Laden und

Mischen, als vielmehr für den Transport

des bis zu 10 t schweren Wagens im

Über ein Förderband (optional in

der Höhe verstellbar) kann das

Futter wahlweise nach links oder

rechts verteilt werden.

schild umschlossene Futter fällt von oben

in den ovalen Mischbehälter. Durch diese

gefüllten Zustand». Voraussetzung für ein

einwandfreies Be laden sei eine rutschfreie

Fläche beim Fahrsilo, betont Bosshard. «Im

Winter muss man darauf schauen, dass

diese Flächen schnee- und eisfrei sind,

ansonsten kann man nicht genügend tief in

den Silo eindringen». Im Gegensatz zu

einer Fräs maschine brauche man etwas

Erfahrung, damit man die abgeschnittene

Futtermenge abschätzen könne. Zwar wird

das Gewicht auf der (optional verfügbaren)

Waage aufgezeigt, aber was einmal im

Wagen drin ist, lässt sich nicht so leicht

wieder entfernen.

Bis jetzt habe der Mischwagen «Triomix 1-

1200» einwandfrei funktioniert, betont Urs

Jucker. Der Verschleiss halte sich in

Grenzen. Das schaltbare Reduziergetriebe

trägt das Seine dazu bei: Die Schnecke

kann so bei grossem Widerstand lang samer

drehen. Nachträglich wurde zudem seitlich

ein dickes Schutzblech angebracht, damit

man exakt und schadlos an der Silowand

entlang fahren und Futter entnehmen

kann.

28 1 2012 · UFA-REVUE


Steckbrief

Trioliet «Triomix 1-1200»

Inhalt: 12 m3 ; 4500 kg.

Leergewicht: 6090 kg.

Masse: Länge: 5.22 m; Breite: 2.60 m;

Höhe: 2.99 m; Breite Schneidrahmen:

2.24 m.

Entnahmehöhe: 3.60 m.

Erforderliche Traktorenleistung: 82 PS;

25 l/min Hydraulikpumpe, ein einfach

wirkendes Ventil mit freiem Rücklauf.

(Herstellerangaben)

Technik sind Futterverluste, beispielsweise

durch Windeinwirkung oder Bröckeln,

fast ausgeschlossen. Nach dem Schneidvorgang

hinterlässt der «Triomix 1-1200»

eine sauber geschnittene und feste Anschnittfläche

am Silo, so dass Nachgärungen

kaum eine Chance haben.

Die vertikale Mischschnecke

ist das Herzstück der ovalen und oben

ganz offenen Mischkammer. Diese vertikal

arbeitende Schnecke ist auf einem

Auf Wunsch lieferbar: Elektronische

Wiegeeinrichtung mit programmierbarem

Wiegecomputer.

mit dem Mischkammerboden fest verbundenen

Turm montiert und ist unten

und oben gelagert. Die Schnecke ist mit

sechs Messern versehen (auf Wunsch

bis neun), so dass auch langfaserige Futterbestandteile

verarbeitet werden können.

Auf Wunsch gibt es (hydraulisch)

einklappbare Gegenmesser, die an der

Mischkammerwand montiert sind, als

eine Art Gegenschneide funktionieren

und die Schneidleistung speziell bei trockener

Silage verbessern können.

PRAXISTEST

Der Trioliet «Triomix 1-1200» ist

serienmässig mit einer elektrischen

Fernbedienung ausgestattet.

Verteilvorgang Der «Triomix 1-

1200» hat an der Vorderseite ein breites

Querförderband, das resistent gegen alle

aggressive Futtersorten ist und somit

nur wenig Pflege verlangt. Die Futterverteilung

erfolgt wahlweise nach links

oder nach rechts. Nicht unwichtig ist die

Position der beiden Räder: Sie sind so

angeordnet, das ein Überfahren des verteilten

Futters kaum stattfindet.

Zubehör Der Futtermischwagen

kann mit elektronischer Wiegeeinrichtung,

einer Abdichtbürste für mehliges

Kraftfutter oder mit einem schaltbaren

Reduziergetriebe ausgerüstet werden.

Eine Beleuchtung und eine Druckluftbremse

sind ebenfalls gegen einen Aufpreis

erhältlich.

KNOW-HOW

Zum Befüllen fährt

man rückwärts und mit

angehobenem Schneidschild

gegen den

Fahrsilo, wobei die mit

Laufrollen versehene

Ladeklappe unter das

Futter gedrückt wird.

Autor Dr. Roman

Engeler, UFA-Revue,

8401 Winterthur

In loser Folge publiziert

die UFA-Revue unter

dem Titel «Praxistest»

Berichte über landwirtschaftliche

Maschinen.

Die Interviewpartner,

respektive Eigentümer

dieser Maschinen,

werden jeweils in

Zusammenarbeit mit

den entsprechenden

Herstellern oder

Importeuren ausgesucht.

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www.ufarevue.ch 1 · 12

UFA-REVUE · 1 2012 29


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30 1 2012 · UFA-REVUE


Die 9. Agrovina, vom 24. bis 27. Januar in Martigny

Die alle zwei Jahre stattfindende

internationale Fachmesse für Weinbau,

Önologie und Obstbau hat sich

zum bevorzugten Treffpunkt für alle

Fachleute aus der Wein- und Obstbau-Branche

entwickelt. Sie ist weit

über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Die Agrovina mit ihren 15 500

Besuchern und rund 220 Ausstellern

ist eine Messe von sympathischer

Nähe. Darüber hinaus werden an

drei Tagen von anerkannten Forschungsstellen

Fachtagungen organisiert,

die als Ziel haben, einander

zu begegnen und auszutauschen,

um die zukünftigen Herausforderungen

von morgen zu erfassen. Damit

stellt die Agrovina eine einmalige

Chance dar, sich zu informieren

und sein Wissen mit allen Akteuren

der Weinbau-, Önologie- und Obstbaubranche

zu teilen.

Zielsortiment 2012

Das Zielsortiment 2012 der LANDI

ist ein wertvolles Nachschlagewerk,

um geeignete Pflanzenschutzmittel

zu finden. Unverzichtbar sind zudem

die Informationen über die

Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.

Mehr dazu in der Februarausgabe

der UFA-Revue.

Aromavielfalt von Äpfeln

Die Experten der Forschungsanstalt

Agroscope Changins-Wädenswil

(ACW) haben das erste Aromarad für

Äpfel entwickelt. Es funktioniert

ähnlich wie das Aromarad für Wein.

Daraus abgeleitete Informationen

können eingesetzt werden, um den

Konsumenten zu helfen, sich für ein

bestimmtes Produkt zu entscheiden.

Fachleute nutzen das Aromarad bei

professionellen Degustationen.

Rücksicht nimmt die Agrovina

auch auf die Schweizer Strukuren,

schliesslich sind 95 % der im Einzugsgebiet

der Agroviva tätigen Betriebsleiter

von kleinen und mittleren

Betrieben. Die Letzteren

Kartoffeln aus der Agrobox

Künftig wachsen Kartoffeln auch in

der Dose und bilden Knollen wie

dies Kartoffeln üblicherweise in

der Erde tun. Biotechnologie-Experten

der Forschungsanstalt

Agroscope Changins-Wädenswil

(ACW) haben zur Kartoffelsaatgutproduktion

einen Pflanzcontainer

entwickelt. Der Vorteil gegenüber

herkömmlichenSystemen

ist, dass

Kartoffelsaatgut

ganzjährig und in

noch besserer Qualität produziert

werden kann.

Kartoffellager sind voll

Die Kartoffelernte 2011 wurde

mengenmässig im Durchschnitt um

20% übertroffen und wird nicht

vollständig auf dem Markt ab -

gesetzt werden können. Bereits Anfang

Dezember wurden über

62 000 t Kartoffeln für die Fütterung

verarbeitet. Trotzdem sind die Vorräte

immer noch zu hoch. Ende November

beliefen sich die Lagerbe-

arbeiten im Bereich der Önologie,

des Weinbaus und Obstbaus in den

Bergregionen, genauer gesagt auf

dem Alpenbogen (in Frankreich, in

der Schweiz, in Österreich und Italien).

Sie finden dort alle Produkte,

Dienstleistungen und Technologien

für Betriebe in Hanglagen. Das ist eine

Besonderheit, mit der sich die

Agrovina von allen anderen Messen

unterscheidet. Anlässlich ihrer 9.

Ausgabe lanciert die Agrovina zudem

einen Innovationspreis. Teilnahmeberechtigt

sind alle Aussteller.

Mit diesem Preis werden die

besten Innovationen bei Geräten,

Produkten und Serviceleistungen im

gesamten Tätigkeitsbereich der

Messe ausgezeichnet. Eine Jury von

Fachleuten wird die drei besten Innovationen

bestimmen.

www.agrovina.ch

stände auf rund 185 000 t, 25 000 t

mehr als in den beiden Vorjahren.

Neuheiten in Sortenliste

Die Sorten Antina für Kartoffelchips

und Challenger, die zur Pommesfrites-Verarbeitung

oder als Speisekartoffel

einsetzbar ist, wurden in

die Sortenliste 2012 aufgenommen.

Antina ist eine relativ späte Sorte für

die Kartoffelchipsindustrie. Die eher

mehlige Sorte Challenger wird

zur industriellen Herstellung von

Pommes-frites oder als Speisekartoffel

verwendet. Die nicht mehr

angebaute Sorte Derby wurde von

der Liste gestrichen.

KURZMELDUNGEN

PFLANZENBAU

Volkswirtschaft -

licher Nutzen des

Pflanzenschutz es

Aus einer Studie der Universität

Berlin geht hervor, dass die Pflanzenschutzmittel

mit 4Mia. Euro

zum wirtschaftlichen Wohlstand

Deutschlands beitragen. Der Verzicht

auf Pflanzenschutzmittel

würde zu einem Verlust von

870Mio. Euro führen.

Die Studie wurde von Professor

Harald von Witzke geleitet und

vom Industrieverband Agrar (IVA)

unterstützt. Die Forscher bestätigen,

dass «der Pflanzenschutz eine

enorme wirtschaftliche Bedeutung

hat». Von den hohen Erträgen

und tiefen Preisen profitieren

alle Marktteilnehmer – nicht nur

die Bauern, sondern auch die Hersteller

von Produktionsmitteln,

Verarbeiterbetriebe sowie Verkäufer

und Konsumenten von landwirtschaftlichen

Produkten.

Laut der Studie kann mit dem

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

in Deutschland die Versorgung für

150 bis 200 Millionen Menschen

mit landwirtschaftlichen Produkten

gesichert werden.

Allein bei Weizen auf Pflanzenschutz

zu verzichten, würde zu

einem Angebotsrückgang führen,

mit dem jährlich 180 Millionen

Menschen ernährt werden könnten.

Würde man bei Kartoffeln auf

eine Behandlung verzichten, hätte

dies Ernteverluste zur Folge, mit

denen 60 Millionen Menschen ernährt

werden könnten.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 1 2012 31


PFLANZENBAU

Flexibilität ist wichtig

FRUCHTFOLGEN UND BODENBEARBEITUNG IM BIOLANDBAU Eine Umfrage

von Agroscope bei Bioackerbau-Betrieben zeigte, dass die Vielfalt an Fruchtfolgen

gross ist und diese vermehrt flexibel gestaltet werden. Während für den Anbau der

Acker- und Gemüse kulturen meistens gepflügt wird, werden Kunstwiesen und

Zwischenbegrünungen fast durchwegs pfluglos angebaut.

100

80

60

40

20

0

Urs

Zihlmann

Brigitte

Dorn

Fredi

Strasser

Marcel van

der Heijden

Die Forschungsanstalt Agroscope

Reckenholz-Tänikon (ART) führte

2010/11 bei den 400 grössten

Bioackerbau-Betrieben in der

Deutschschweiz und den 100 grössten

in der Westschweiz eine Befragung zu

Bodenbearbeitung, Fruchtfolgegestaltung

und anbautechnischen Herausforderungen

durch. Die Auswertung der

41%, beziehungsweise 30% retournierten

Fragebögen zeigte, dass die Betriebsvielfalt

gross ist. Die Deutschschweizer

Betriebe werden im Mittel

seit 16 Jahren biologisch bewirtschaftet,

die Westschweizer seit acht (Tabelle 1).

Die Biobetriebe in der Westschweiz bewirtschaften

eine grössere landwirtschaftliche

Nutzfläche und halten we -

niger Vieh. Der Anteil viehloser

Biobetriebe ist mit 26% in der Westschweiz

doppelt so hoch wie in der

Deutschschweiz. Um die Nährstoffbilanz

auf Betrieben ohne oder mit wenig

Vieh ausgeglichen zu gestalten, werden

Gülle, Mist und Kompost zugeführt so-

Grafik: Wichtigste Kulturen in Bio-Fruchtfolgen

Häufigkeit im 2010/11. Auswertung von 172 Fruchtfolgen in der

Deutschschweiz und 26 in der Westschweiz (ART-Umfrage 2010/11)

Anteil in %

Deutschschweiz

Westschweiz

Kunstwiese

Winterweizen

Mais

Dinkel

Triticale

Kartoffeln

Gerste

Raps

Roggen

Hafer

Karotten

Eiweisserbsen

Sonnenblumen

Soja

Leindotter

Konservenbohnen

Ackerbohnen

wie Handelsdünger eingesetzt. Fast die

Hälfte der knapp 200 Betriebe verwendet

Handelsdünger (z. B. Biorga-Dünger),

vornehmlich bei den Gemüsekulturen.

Die Kunstwiesen nehmen

durchschnittlich ein Drittel der Ackerfläche

ein.

Bodenbearbeitung Für Ackerkulturen

wird meistens und für Gemüsekulturen

fast immer gepflügt. Der Pflug

wird hauptsächlich eingesetzt, um Ernterückstände

und mit Pflanzenkrankheiten

befallene Erntereste zu beseitigen.

Die «saubere» Bodenoberfläche beim

Pflugeinsatz erleichtert zudem die mechanische

Unkrautregulierung (Foto).

Einige Betriebe versuchen flach zu pflügen,

was jedoch bei viel Ernterückständen,

wie zum Beispiel bei Maisstroh,

oder bei Wiesenumbruch wegen der

Gefahr von Durchwuchs, schwierig zu

realisieren ist. Die drei antwortenden

Betriebsleiter aus dem Tessin begründen

ihren konsequenten Pflugeinsatz

mit dem höheren Unkrautdruck in der

Südschweiz gegenüber der Alpennordseite.

Im Gegensatz zu den Acker- und Gemüsekulturen

wird für die Ansaat von

Kunstwiesen, Zwischenfutter oder

Gründüngungen nur selten gepflügt,

meistens wird gegrubbert (Tabelle 2).

Der Einsatz von Scheibeneggen wird

wegen dem Zerschneiden und damit

Vermehren von Wurzelunkräutern wie

Quecke oder Disteln eher kritisch beurteilt.

Die Kreiselegge ist das am häufigsten

(50%) eingesetzte Gerät für die Saatbettbereitung

(Tabelle 3). Auf eher

leichteren Böden wird vielfach mit der

Federzinkenegge gearbeitet (30%). Bo-

denfräsen werden praktisch nur beim

Anbau von Gemüse verwendet.

Unkräuter Die grösste Herausforderung

im Bioackerbau ist die Kontrolle

der Unkräuter. Deshalb sind vorbeugende

Massnahmen zur Unkrautregulierung

zentral. Im Zeitraum zwischen zwei

Hauptkulturen wird hauptsächlich (nach

Getreide) entweder mit Stoppelbearbeitung

und/oder der Ansaat von Zwischenfutter

oder Gründüngungen versucht,

die Unkräuter zu unterdrücken

(Foto). Teilweise werden Zwischenbegrünungen

bereits in ausreifendes

Getreide eingesät. Mechanische Un-

32 1 2012 · UFA-REVUE


krautkuren, die gleichzeitig die N-Mineralisierung

fördern, werden vor allem

vor Sommerfrüchten durchgeführt. Da

diese Kuren immer auch die Bodenstruktur

(zer)stören, werden sie eher

skeptisch beurteilt.

Bodenfruchtbarkeit Die Umfrage

zeigte, dass die Thematik Bodenschonung

und Förderung der Bodenfruchtbarkeit

den meisten Betriebsleitenden

sehr am Herzen liegt. So versuchen sie,

wo möglich auf den Pflug zu verzichten,

flach zu pflügen oder einen Onland-

Pflug einzusetzen. Bei problemlosen

Kulturübergängen – beispielsweise Anbau

von Wintergetreide nach Kartoffeln

– wird grösstenteils auf den Pflug verzichtet

und der Grubber eingesetzt, was

zudem Zeit und Geld spart. Bemerkenswert

ist, dass in 29% der Deutschschweizer

und 42% der Westschweizer

Fruchtfolgen mindestens eine Ackerkultur

pfluglos angebaut wird.

Pflugverzicht? Einige Bioackerbau-

Pioniere, meist viehlose Betriebe in der

Deutschschweiz, verzichten seit mehreren

Jahren gänzlich auf den Pflug, sowohl

auf mittelschweren als auch auf

schweren Böden. Abgestimmt auf ihre

PFLANZENBAU

Tabelle 1: Kennzahlen der Bioackerbau-Betriebe

Mittelwerte der Bioackerbau-Betriebe in der Deutsch- und Westschweiz (ART-Umfrage 2010/11)

Verwendete Dünger (Anteil Betriebe)

Anzahl Anteil offene

Anzahl Jahre viehlose Acker- Kunst- (Mist-) Handels-

Betriebe Bio Betriebe LN fläche wiesen Gülle Mist Kompost dünger

Deutschschweiz 165 (100 %) 16 13 % 29 ha 11 ha 7 ha 90 % 88 % 32 % 41%

Westschweiz 31 (100 %) 8 26 % 37 ha 18 ha 11 ha 66 % 68 % 61 % 61%

Kunstwiesen und

Zwischenbegrünungen

werden auf Bioackerbau-Betrieben

meist

pfluglos angebaut, wie

dieser direkt gesäte

Grünschnitt roggen als

Boden decker und zur

Unkrautunterdrückung

nach Silomais.

Auf Bioackerbau-

Betrieben sind oft

innovative Maschinenkonstruktionen

anzutreffen wie dieses

Selbstfahrgüllefass

kombiniert mit einem

Hackgerät. Damit kann

in einem Arbeitsgang

gehackt und hinter

dem Gänsefussschar

Gülle verlustarm direkt

in die Wurzelzone

eingearbeitet werden.

Fruchtfolge haben sie zum Teil sehr individuelle

pfluglose Anbausysteme entwickelt

wie beispielsweise Anbau aller

Ackerkulturen mit demselben Reihenabstand

(z. B. 33cm). Pflugverzicht hat

oft zur Folge, dass ein mehrmaliges

oberflächliches Bearbeiten über einen

längeren Zeitraum vor der Saat nötig ist,

um den Unkrautdruck zu reduzieren.

Dabei ist es von Vorteil, wenn für diese

Bearbeitungsgänge aus verschiedenen

Geräten jeweils das am besten passende

ausgewählt werden kann. Dies bedingt

jedoch Zugang zu einem grösseren (eigenen

oder fremden) Maschinenpark.

Aus diesen Gründen bezweifeln viele

der pflügenden Bioackerbauern die

wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile

des pfluglosen Anbaus gegenüber

dem (einmaligen) Pflugeinsatz und bearbeiten

ihre Äcker beispielsweise nach

dem Motto «Immergrün und Onland-

Pflügen» (Antwort eines Betriebsleiters).

Die Fruchtfolgen sind betriebsspezifisch

und oft flexibel gestaltet. Variieren

Bodenbeschaffenheit und/oder

Tabelle 2: Verwendete Geräte

als Pflugersatz

Häufigkeit (inkl. Direktsaat) im Bioackerbau

für den Anbau von Acker- und

Zwischenkulturen sowie Kunstwiesen.

Grubber 74 %

Scheibenegge 8 %

Federzinkenegge 6 %

Direktsaat 4 %

andere 8 %

Tabelle 3: Geräte für

Saatbettbereitung

Häufigkeit im Bioackerbau.

Kreiselegge 50 %

Federzinkenegge 30 %

Zinkenrotor 12 %

Fräse 5 %

Spatenrollegge 2 %

andere 1 %

Geländeeigenschaften auf einem Betrieb

sehr stark, werden zum Teil zwei

verschiedene Fruchtfolgen praktiziert.

Am häufigsten sind 6- oder 7-jährige

Fruchtfolgen: Ihr Anteil liegt in der

Deutschschweiz bei 50 % und in der

Westschweiz bei 70%. Auf viehhaltenden

Betrieben, bei denen die Futterproduktion

im Vordergrund steht, dominieren

in der Regel einfache Fruchtfolgen

mit 2- bis 3-jährigen Kunstwiesen, Mais

(meist nach Wiesenumbruch) und Wintergetreide

(hauptsächlich Winterweizen).

Diese drei Kulturen finden sich

denn auch am häufigsten in den gesamthaft

200 ausgewerteten Fruchtfolgen

(Grafik). Mit abnehmendem Tierbesatz

pro Hektar werden die Fruchtfolgen

im Allgemeinen flexibler und vielfältiger

gestaltet und die Anzahl angebauter

(Gemüse-)Kulturen nimmt zu. Diese

Flexibilität bei der Kulturwahl ist gemäss

den Befragten insbesondere erforderlich,

um rasch auf Marktänderungen

(Nachfrage, Preise) reagieren zu können.

Auch Betriebe ohne Tiere haben in

ihren Fruchtfolgen meistens kurzdauernde

Kunstwiesen.

UFA-REVUE · 1 2012 33


PFLANZENBAU

Die grösste Heraus -

forderung im

Bioackerbau ist nach

wie vor die Unkrautregulierung.

Bild: R. Tschachtli

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Angebaut wird praktisch das ganze

Spektrum der Ackerkulturen. Mais, Dinkel

und Kartoffeln sind häufiger in den

Deutschschweizer Fruchtfolgen zu fin-

Marktplatz

Fortsetzung

von Seite 22

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Fortsetzung

Seite 42

den. Sonnenblumen und Soja sind verbreiteter

in der Westschweiz, wo als

«Exklusivität» auch Leindotter zur Ölgewinnung

angebaut wird.

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Mit dieser Umfrage konnte ein guter

Einblick in die aktuelle Praxis im Bioackerbau

gewonnen werden. Um Anbautechniken

mit minimaler Bodenbearbeitung

zur Praxisreife zu bringen,

braucht es vor allem im Bereich Unkrautregulierung

noch viel Pionier- und

Forschungsarbeit.

Autoren Urs Zihlmann, Brigitte Dorn,

Fredi Strasser und Marcel van der

Heijden, Forschungsanstalt Agroscope

Reckenholz-Tänikon ART, 8046 Zürich

Dank Die Autorin und die Autoren

danken allen Betriebsleitenden, die sich

an der Umfrage beteiligt haben sowie

den beiden Übersetzern J. Taramarcaz

(agridea) und M. Bertossa (ACW) ganz

herzlich.

INF INFO INFOBOX

INFO BOX

www.ufarevue.ch 1 · 12

Serco Landtechnik AG

Niedermattstrasse 25

4538 Oberbipp

Telefon 058 434 07 07

info@sercolandtechnik.ch

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34 1 2012 · UFA-REVUE


Neue Sommersorten

Die Kommission tritt alljährlich zusammen,

um eine Auswahl jener

Sorten zu treffen, die für den Anbau

in der Schweiz am besten geeignet

sind. Es besteht die Vereinbarung, dass

eine Sorte aus der Sortenliste gestrichen

wird, sobald sie für die Landwirte wirtschaftlich

nicht mehr von Interesse ist.

Durchschnittlich ist eine Sorte während

fünf Jahren in der Sortenliste (SL) eingetragen.

Damit eine Sorte in die Sortenliste

aufgenommen wird, muss sie unabdingbar

eine höhere Qualität aufweisen

als der Durchschnitt der Standardsorten.

Unsere schweizerischen Kriterien

und Minimalanforderungen gelten als

die höchsten Europas.

Notwendiges Instrument Die

empfohlenen Sortenlisten sind unver-

zichtbare Entscheidungshilfen für die

Bauern. Sie können elektronisch über

die Internetseite www.swissgranum.ch

heruntergeladen werden. Einige Produzenten

hegen Zweifel am Nutzen der

Sortenlisten für die Schweizer Landwirtschaft,

da sie vor allem ausländische

Sorten, die nicht eingetragen sind, oder

solche, die von der Liste gestrichen wurden,

anbauen möchten. Die offiziellen

Sortenlisten haben zwei grosse Vorteile:

Einerseits enthalten sie Sorten, die aufgrund

der Ergebnisse aus den offiziellen,

schweizweit durchgeführten Sortenversuchen

ausgewählt wurden. Es werden

nur jene Sorten berücksichtigt, die tatsächlich

Vorteile bringen und sich am

besten für die Anbaubedingungen in

der Schweiz eignen. Andererseits wird

mit einer beschränkten Anzahl ange-

bauter Sorten das Marktangebot gesteuert.

Die geernteten Mengen jeder

Sorte sind grösser, wodurch die Logistik

vereinfacht und die Vermarktungskosten

gesenkt werden. Zudem schreiben

gewisse Labels, insbesondere Suisse Garantie,

vor, dass nur die in die Sortenlisten

eingetragenen Sorten angebaut

werden dürfen, wodurch ein Produzent,

der keine auf der SL eingetragene Sorte

produziert, Gefahr läuft, die Abnahmegarantie

für seine Produktion zu verlieren.

Mais 2012 In die Sortenliste für Silomais

wurden sieben neue Sorten eingetragen,

die bei allen Reifeklassen bessere

Ergebnisse aufweisen. Die richtige

Sortenwahl hängt nicht nur vom Ertragspotenzial

ab. So bestimmt die Kli-

PFLANZENBAU

DIE EMPFOHLENE SORTENLISTE für die Sommersaaten 2012 Jahr liegt

vor. Eine aus Experten bestehende Kommission kam unter der Leitung von

«swiss granum» zusammen. Ihr Auftrag lautete, aufgrund von Versuchen von Agroscope

Changins und Reckenholz, die Sorten zu bestimmen, die neu in die Sortenliste

eingetragen werden oder sie zu streichen.

Jean-Paul

Krattiger

Die empfohlenen

Sortenlisten bieten die

Gewissheit, dass das

Saatgut für Schweizer

Anbaubedingungen

geeignet ist und die

Übernahme der Ernte

gewährleistet wird.

Bild: Kverneland

UFA-REVUE · 1 2012 35


PFLANZENBAU

Qualitätssaatgut ist die

Grundlage für einen

erfolgreichen Anbau.

Bild: Kverneland

mazone, in der sich der Betrieb befindet,

die Frühreife. Ein weiteres entscheidendes

Kriterium ist die Endverwendung

der angebauten Kultur. Es gibt

zahlreiche Unterschiede zwischen Silound

Futtermais. Eine ertragsstarke Sorte

mit einer schlechteren Verdaulichkeit

weist im Endeffekt eine schlechtere Verwertung

durch das Vieh auf als eine etwas

ertragsschwächere Sorte, die dafür

besser verdaulich ist.

Die Kommission hat zudem entschieden,

von der Sortenliste die Maissilo-

Sorten Abrosini, Anjou 249, Aurelia, LG

32.52, Taxxoa und auch von der Sortenliste

Körnermais Ambrosini, Anjou 249

Avixxène, Koutelass, Podium, PR39G12,

Santurio, PR36B08, Sineno und Sphinxx

zu streichen.

Sommer-Eiweisserbsensorten

Die Mitglieder der Kommission wurden

informiert, dass in den nächsten zwei

Jahren keine Agroscope-Sortenversuche

durchgeführt werden. Für 2012 lieferte

nur die Sorte Audit qualitativ befriedigende

Ergebnisse. Für die neue Kampagne

und bis zur Wiederaufnahme offizieller

Sortenversuche sind auf der Liste

die bewährten Sorten Hardy, Starter, Alvesta

sowie neu Audit eingetragen. Gregor

wird dieses Jahr letztmals auf der

Sortenliste zu finden sein. Mascara wird

2012 noch vermarktet, bis die Lagerbestände

aufgebraucht sind.

Soja Es wurden keine Änderungen

vorgenommen. Zu den Hauptsorten

zählen somit immer noch Amphor, Gallec

und Opaline.

Tabelle 1: Neue Maissorten in der SL 2012

Früher Silomais Nitro Neue Sorte, die sich durch ihren Gehalt an

verdaulicher organischer Substanz abhebt.

DKc 3014 Diese Sorte weist einen interessanten

Durchschnittswert auf.

Mittelfrüher Silomais LG 30.223 Diese Sorte belegt mit einem Gesamtindex

von + 5.1 den zweiten Platz der Gruppe, gleich

hinter LG 30.218.

Geoxx Mit dem Index +1.6 liegt diese Sorte

bezüglich Ertrag weit in Führung, nicht aber

bei den Fütterungseigenschaften.

Millesim Mit einem Index von +0.5 ist diese Sorte im

Vergleich zur Ricardinio vom gleichen Züchter

nur geringfügig besser.

Mittelspäter Silomais KXA 9361 Sorte mit einem guten Ertragspotential,

aber die späteste der Gruppe.

PR38Y34 Gleiches Ertragspotential wie KXA 9361, aber

mit weniger verdaulicher organischer Substanz.

Mittelfrüher Körnermais SY Montecarlo Hoher Ertrag.

Tabelle 2: UFA Samen Empfehlungen

Um den Bauern eine Entscheidungshilfe zu bieten, hat UFA-Samen aus den verschiedenen

Reifeklassen zehn der interessantesten Maissorten aus der Sortenliste ausgewählt.

Reife Sorten Silo Körner Eigenschaften

Früh LG 30.222 + + Aussergewöhnliche Qualität für die

Mast- und Milchproduktion.

Fabregas + Ertragsstark

Coxximo + Bewährt und standfest

Ludixx + Robust und hoher Körnerertrag

Mittelfrüh LG 30.218 + Ideal zur Optimierung der Milchproduktion

Ricardinio + + Regelmässiger Mais, schwache Resistenz

gegen Helminthosporium

Ceresia + Aus Schweizer Züchtung mit sehr

gutem Ertrag

NK Cooler + Körnermaissorte, die auch als Silomais

verwendet werden kann

Mittelspät NK Silotop + Ausgezeichnetes Ertragspotenzial und

Nährwerte

DKc 3420 + Zahnmais ideal für Körnermais

Sonnenblumen Die von den Ölmühlen

verbreiteten Informationen,

wonach die Gefahr besteht, dass einheimische

Sonnenblumen nicht mehr übernommen

werden, wenn die Produktionsmenge

unter 10000 t sinkt, hat in

Landwirtschaftskreisen wie ein Blitz eingeschlagen.

Die Kommission hat daher

nach Möglichkeiten gesucht, um den

Sonnenblumenanbau anzukurbeln.

Hier zu wurden die drei neuen Sorten ES

Biba für den konventionellen und

PR64H41 sowie SY Valeo für Ölsaaten

eingeführt. Da es sich leider um Spätsorten

handelt, sind sie nur für Regionen

geeignet, die für den Sonnenblumenanbau

besonders günstige Bedingungen

bieten. Infolgedessen ist es schwierig,

die Anbauzonen zu erweitern, hingegen

ist ein intensiverer Anbau in günstigen

Regionen wünschenswert. Mit den kon-

ventionellen Sorten Sanluca (sehr früh),

LG5380 und LG 5525 (früh) sowie mit

den beiden frühen und ölsäurehaltigen

Sorten Aurasol und LG 5450HO sollten

wir die Anbaufläche für diese Produktion

beibehalten oder gar erweitern können.

Die Sorte Dynamic ist nicht mehr

erhältlich.

Autor Jean-Paul Krattiger, UFA-Samen,

1400 Yverdon

Tipps Die UFA-Berater für Saatgut und

Futter beantworten Ihre Fragen gerne

ausführlich an der Swiss Expo (Stand

1515, Halle 15) vom 12. bis 15. Januar

2012 in Lausanne oder aber an der Tier

& Technik, die vom 23. bis 26. Februar

2012 in St. Gallen stattfindet.

INF INFO INFOBOX

INFO BOX

www.ufarevue.ch 1 · 12

36 1 2012 · UFA-REVUE


Publireportage

Axial One und Mondera: Die neuen Getreideherbizide von Syngenta

Syngenta lanciert mit Axial One und Mondera zwei neue Getreideherbizide, die dem Landwirt die

Unkraut bekämpfung weiter erleichtert. Axial One wirkt gegen Gräser und breitblättrige Unkräuter

und kann in Weizen und Gerste eingesetzt werden. Mondera wirkt gegen breitblättrige Unkräuter

und ist in allen Getreidearten anwendbar.

Axial One ist eine Kombination der beiden

Wirkstoffe Pinoxaden und Florasulam

und wirkt sowohl gegen Gräser als

auch gegen breitblättrige Unkräuter.

Pinoxaden wird von den Blättern der

Ungräser aufgenommen und verteilt sich

anschliessend systemisch in der ganzen

Pflanze. Die Gräser stellen nach der Behandlung

ihr Wachstum sofort ein und

sterben ab. Florasulam ist ebenfalls systemisch

und wirkt gegen die breitblättrigen

Unkräuter.

Anwendung sowohl im Frühjahr als

auch im Herbst

Axial One ist sehr flexibel bezüglich des

Anwendungszeitpunktes und kann sowohl

im Herbst als auch im Frühjahr im

Nachauflauf eingesetzt werden. Bei der

Behandlung im Frühjahr, ab Vegetationsbeginn

bis zum 2-Knotenstadium,

werden Ackerfuchsschwanz, Windhalm

und Raygras sehr gut bekämpft. Von den



















breitblättrigen Unkräutern werden Klebern,

Kamille, Hirtentäschel und andere

wichtige Arten sicher erfasst. Die Dosierung

von Axial One als Soloanwendung

bei der Frühjahrsbehandlung beträgt

1,3 l/ha.

Zur Erweiterung des Wirkungsspektrums,

insbesondere gegen Ehrenpreis,

Taubnesseln und Ackerstiefmütterchen

empfehlen wir die Mischung mit Mondera,

der zweiten Neuheit im Syngenta

Sortiment. Die Dosierungen liegen dann

bei 1 l/ha Axial One + 1,5 l/ha Mondera.

Die Mischung mit Mondera kann bis

Ende Bestockung des Getreides (Stadium

29) ausgebracht werden. Mondera enthält

die beiden Wirkstoffe Diflufenican,

welcher vorwiegend über den Boden

aufgenommen wird, und Mecoprop-P,

als blattwirksame Aktivsubstanz. Somit

vereint Mondera zwei unterschiedliche

Wirkstoffe die viele wichtige Unkräuter



die Gülleprofis

im Getreide inklusive Ehrenpreis, Ackerstiefmütterchen

und weitere sicher bekämpfen.

Mondera kann in allen Getreidearten

eingesetzt werden.

Der Einsatz von Axial One ist aber auch

im Herbst ab dem 2-Blattstadium des

Getreides möglich. Damit auch noch

nicht aufgelaufene Unkräuter und Gräser

miterfasst werden, empfehlen wir

im Herbst die Mischung von 1 l/ha Axial

One + 3–4 l/ha Boxer.

Optimales Produkt auch für Gerste

Nebst dem Einsatz in Weizen ist Axial

One auch in der Gerste anwendbar und

somit bietet Syngenta auch für diese Getreideart

ein neues innovatives Produkt

an. Die Unkrautbekämpfung in der Gerste

wird häufig bereits im Herbst durchgeführt.

Da Axial One, in Kombination

mit Boxer, auch im Herbst zugelassen ist,

stellt das Produkt eine optimale Lösung

auch für den Gerstenproduzenten dar.

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UFA-REVUE · 1 2012 37

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PFLANZENBAU

Für eine leistungsfähigere Ernte

BRANNTKALK Auf dem Markt stehen viele Kalkdünger zur Verfügung. Ihre

Unterschiede sind gross. Nicht nur der Preis, sondern auch der Gehalt, die Mahlfeinheit,

die Kalkform und die Anwendung sollen die richtige Auswahl bestimmen. Denn Kalk

hebt nicht einfach nur den pH-Wert des Bodens, es sind viele andere Wechselwirkungen

damit verknüpft.

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von Flüe

Sämi

Mathis

Feinkrümeliges

Saatbett fördert

optimales Auflaufen.

Der Regen hat im mitteleuropäischen

Raum einen pH-Wert von

5.6. Durch ihn werden laufend Säuren

in den Boden eingetragen. Kalk

neutralisiert diese Säuren, wodurch der

pH-Wert angehoben wird. Kalk wird

nach der Neutralisierung und auch zuvor

vom Regen ausgewaschen. Dazu

kommt, dass durch die Abfuhr der Ernteprodukte

dem Boden Kalk entzogen

wird (Tabelle 1). Der pH-Wert des Bodens

beeinflusst die Mobilisierung der

Nährstoffe massgebend. Das optimale

Verhältnis für die meisten Kulturen liegt

bei einem pH-Wert von 6 bis 7. Sinkt der

pH-Wert, ist die Verfügbarkeit von beispielsweise

Stickstoff und Phosphor reduziert.

Weicht der pH-Wert stark vom

Optimum ab, werden Schwermetalle

mobilisiert, die einen negativen Einfluss

auf das Pflanzenwachstum haben und

sogar toxisch wirken können.

Gutes Auflaufen Wenn sich die

Tonteilchen von den Schluffteilen trennen,

erfolgt eine Verschlämmung. Die

kleineren Tonteile spült es nach unten,

wo sie die Poren verstopfen. Die

Schluffteile bilden an der Oberfläche eine

Kruste. Damit ist der Luft und Wasserhaushalt

stark gestört. Kalk ist jener

Bestandteil, der die Struktur der Tonteilchen

schafft und den Ton-Humus-Komplex

fixiert. Er bildet eine stabile Krümelstruktur,

was für einen sauberen

Luft-, Wasser- und auch den Wärmehaushalt

wesentlich ist. Die Krümelstruktur

bietet Raum für eine bessere

Durchwurzelung, der Boden lässt sich

leichter bearbeiten und das Saatgut

läuft besser auf. Zudem ist dank des besseren

Wasserhaushalts die Befahrbarkeit

oftmals früher gegeben.

Förderung Bodenleben Mit der

Regulierung des pH-Werts wird auch

der optimale Lebensraum für Organismen

geschaffen. Bakterien, Einzeller,

Ringel- und Regenwürmer bevorzugen

einen pH um 7. Pilze hingegen entwickeln

sich am besten bei einem pH-Wert

unter 5.5 (siehe Tabelle 2). Mit der Aufkalkung

kann also auch eine Reduktion

der Schadpilze und eine erhöhte Bodenaktivität

angestrebt werden.

Welcher Kalk? Als Ausgangslage

zur Kalkung dient die Bodenprobe. Auf

ihr ist der pH-Wert ersichtlich. Er besagt,

ob eine Erhaltungskalkung oder

ein Aufkalken angebracht ist. Im Ackerbau

gilt es einen pH-Wert zwischen 6.5

und 7 zu erreichen. In Naturwiesen liegt

das Optimum zwischen 6 und 6.5. Auf

leichten Böden sogar 5.5 bis 6.5.

Grundsätzlich gilt, je schwerer der Boden,

desto näher soll an die obere Grenze

aufgekalkt werden. Bei Magnesium

armen Böden können über den Kalk di-

Tabelle 1: Ernte-Entzüge

Fruchtart Ertragsniveau CaO-Entzug

in dt/ha in kg/ha

Getreide 80 8

Raps 40 20

Zuckerrüben 500 50

Ackergras 100 100

Silomais 100 50

Quelle: Petter, 2001

Tabelle 2: Optimale pH-Bereiche

pH-Bereiche

Bakterien 6.0 – 9.0

Pilze < 5.5

Einzeller 6.5 – 7.5

Ringelwürmer 5.5 – 7.5

Regenwürmer 6.5 – 8.0

Quelle: FAL, 2003

38 1 2012 · UFA-REVUE


Tabelle 3: Landor-Kalke

Aufkalkung: Futterbau bis pH 5.8

Ackerbau bis pH 6.5

Mg-Feucht- 43 CaO, 15 % MgCO3

kalk Mahlfeinheit


PFLANZENBAU

Sonnenblumenanbau gefährdet

DAS INTERESSE DER PRODUZENTEN für den Sonnenblumenanbau ist seit

einigen Jahren rückläufig, obschon diese Kulturpflanze viele Vorteile aufweist. Zwischen

dem Getreideproduzentenverband und den Ölmühlen wurde eine Abnahmegarantie von

18 000 t vereinbart, eine Menge, die mit den für 2012 gemeldeten Vertragsflächen bei

Weitem nicht erreicht wird. Noch können Neueinsteiger Flächen nachmelden.

Obschon Sonnenblumenöl ein beliebtes

Produkt ist und sich einer

steigenden Nachfrage erfreut,

nimmt die Anbaufläche alljährlich

ab. Die Jahre 2011 und 2012 könnten

für den Sonnenblumenanbau in der

Schweiz richtungsweisend sein. Aufgrund

kleinerem Budgets sah sich

Agroscope Changins-Wädenswil (ACW)

veranlasst, das Aufnahmeprogramm für

Sonnenblumen zu stoppen, zudem wollen

die Ölmühlen ihrer Abnahmeverpflichtung

vorläufig nicht mehr nachzukommen,

wenn der Trend bei den

Anbauflächen weiterhin rückläufig

bleibt. Während 2007 noch auf rund

4900 ha angebaut wurde, waren es

2011 nur noch 3300ha. Das Rahmenabkommen

mit den Ölwerken umfasst

für die Ernten 2011 und 2012 ein Kontingent

von 18000t, 12000 davon mindestens

HO-Sonnenblumen.

Rentable Kulturpflanze Die zentrale

Auswertung der Buchhaltungsda-

ten ART für die Jahre 2007 bis 2009

zeigt , dass zwischen Raps und Sonnenblumen

wirtschaftlich gesehen kaum ein

Unterschied besteht. Die Vergleiche

zwischen den paritätischen Erträgen der

beiden Kulturen, die vom Forum Ackerbau

durchgeführt wurden, zeigen, dass

mit dem Sonnenblumenanbau ein normaler

wirtschaftlicher Ertrag möglich ist.

2010 enthielt die Tabelle als Referenz

einen ÖLN-Weizen der Klasse 1, mit

dem 70kg je Are produziert werden.

Um mit dem Sonnenblumenanbau die

gleiche wirtschaftliche Leistung zu erzielen,

ist ein Ertrag von 26kg notwendig.

Der Rückgang der Anbauflächen kann

somit nicht mit wirtschaftlichen Gründen

erklärt werden. Die möglichen Ursachen

müssen bei den Anbaubedingungen

gesucht werden. In der Schweiz

ist bei Sonnenblumenkulturen im Nachlauf

das Ausbringen von Herbizid verboten,

weshalb die Unkrautvernichtung

ausser für die spezifischen Graminiziden

vor dem Auflaufen vorgenommen werden

muss.

Viele Feinde Nebst Tauben, Krähen,

Schnecken, Blattläusen, Pilz er -

krankungen und der nicht möglichen

chemischen Unkrautregulierung beim

Nachlauf herrschen im Frühling für die

Sonnenblumen auch schwierige Wetterbedingungen.

Kommen eine späte Ernteperiode,

spezielle Erntegeräte und

grosse Trocknungskosten hinzu, ist die

Zurückhaltung der Bauern beim Sonnenblumenanbau

verständlicher. Dennoch

entspricht die Rentabilität wirtschaftlich

gesehen dem Raps, dem

grossen Konkurrenten bei der Fruchtfolge.

Die Tabelle 1 des Getreideproduzentenverbandes

(SGPV) zeigt eine Schätzung

der Bruttomargen für die

verschiedenen Raps- und Sonnenblumensorten

im 2011.

Begrenzte Anbaugebiete Sonnenblumenkulturen

benötigen Wärme

Tabelle 2: Empfohlene Sortenliste für Sonnenblumen für die Kampagne 2012 Quelle: swiss granum

Typ Normalsorten Ölsäurereiche Sorten *

Sorte Sanluca LG 5380 1 LG5525 Esbiba PR64H41 Aurasol LG5450HO Sy Valeo

Aufnahmejahr 1996 2004 2011 2011 2011 2002 2007 2011

Frühreife zum Erntezeitpunkt sf f f ms ms f f ms

Ertrag + ++ ++ ++ ++ + + ++

Ölgehalt + + ++ + + + + ++

Resistenz: Phomopsis 2 + ++ ++ + + ++ ++ +

Resistenz: Sclerotinia-Stengelhalsfäule 2 – + + + – + ø ø

Resistenz: Sclerotinia-Korbfäule 2 + ø ø + + + + +

* Diese Sorten stehen nur für den ölsäurereichen Sonnenblumenanteil mit speziellem Vetrag zur Verfügung.

1 Ohne Metalaxyl-Beizung verfügbar.

2 Angaben aus ausländischer Literatur.

Züchter: Syngenta Seeds (F) für Sanluca, Aurasol, SY Valeo; Euralis (F) für Dynamic und Es Biba; Limagrain (F) für LG5380; LG5525 und LG5450HO. Pioneer für

PR64H41. Dynamic (HO) ist nicht mehr auf der Liste eingetragen, kann aber im 2012 noch vermarktet werden.

Legenden: +++ = sehr gut | ++ = gut | + = mittel bis gut | ø = mittel | – = mittel bis gering | sf = sehr früh | f = früh | mf = mittelfrüh | ms = mittelspät | s = spät

40 1 2012 · UFA-REVUE


Tabelle 1: Vergleich der Bruttomargen von verschiedenen Rapsund

Sonnenblumensorten Quelle: FSPC

Raps Raps SoBlumen SoBlumen

«normal» HOLL «normal» HO

Ertrag 1 34.0 30.6 30.0 28.5

Preis 2011 (Schätzung) 2 83.7 93.7 88.3 93.1

Leistungen Produkte 2844 2866 2648 2652

Anbaubeitrag 1000 1000 1000 1000

Total Leistungen 3844 2866 3648 3652

Saatgut – 159 – 159 – 212 – 212

Düngung – 448 – 448 – 263 – 263

Pflanzenschutz (ohne Durchfahrten) – 388 – 388 – 225 – 225

Trocknung – 145 – 145 – 281 – 281

andere Kosten 3 – 104 – 104 – 78 – 78

Total Direktkosten – 1244 – 1244 – 1059 – 1059

Vergleichbarer Deckungsbeitrag 2600 2622 2589 2593

Aussaat – 120 – 120 – 120 – 120

Durchgänge Pflanzenschutz 4 – 240 – 240 – 80 – 80

Ernte/Dreschen – 465 – 465 – 515 – 515

Bodenbedeckung 5 0 0 – 210 – 210

Deckungsbeitrag 1775 1797 1664 1668

Differenz zum Raps 0 22 – 112 – 107

Stützungsbeiträge zum Ausgleich 0 0 14 12

aktueller Stützungsbeitrag (E 2011) 6 0 0 10 8

zusätzliche notwendige Stützung 0 0 4 4

1 angenommene Erträge: Holl-Raps = 10 % weniger als normaler Raps; HO-Sonnenblumen

= 5 % weniger als ormale Sonnenblumen

2 Nettoproduzentenpreis, nach Abzug der Annahmegebühren und Beiträge

3 Hagelversicherung und diverse Kosten

4 Durchgang = Fr. 80 Fr./ha. 1 Herbizid, 2 Insektizide für Raps; 1 Herbizid für Sonnenb.

5 Durchschnittlich 110 Fr./ha für die Aussaat und 100 Fr./ha für das Saatgut

6 Die Stützung 2012 beträgt 12 Fr. und 10 Fr. für Sonnenblumen HO

und einen langen und trockenen Herbst.

Dunkle Erde ist weniger geeignet. Günstige

Anbaugebiete sind daher in der

Schweiz begrenzt und liegen vorwiegend

in tiefen Lagen in der Westschweiz

sowie im Raum Bodensee. Ein entschei-

140

120

100

80

60

40

20

0

dendes Element bei der für die hiesigen

Bedingungen richtigen Sortenwahl ist

die Frühreife der Sorten. Da das Programm

zum Eintrag in die Sortenliste

nicht weitergeführt wird, ist die Einführung

von frühreiferen Sorten nicht mög-

Grafik: Paritätischer Ertrag in dt/ha pro Kultur im 2010

Die aufgeführten Erträge müssen erreicht werden, um eine Bruttomarge zu erzielen,

die vergleichbar ist mit jener von ÖLN-Weizen Klasse 1. (Quelle: Forum Ackerbau)

Ertrag in kg/Are

Eiweisserbsen

Sonnenblumen

Raps Holl

Raps ÖLN

Raps Ext.

Körnermais

Gerste ÖLN

W.Wweizen

Kl I ÖLN

Werden die Mähdrescher 2013

für die Sonnenblumenernte

eingesetzt? Der Ball liegt bei den

Produzenten.

lich. Die Erweiterung der Anbauflächen

wird somit hauptsächlich in den für den

Sonnenblumenanbau günstigen Regionen

erfolgen.

Vorteile Die Sonnenblumenkultur

ist nicht besonders anspruchsvoll. Ausser

der Unkrautbekämpfung vor dem

Auflaufen werden während der Kampagne

üblicherweise keine weiteren chemischen

Pflanzenschutzmassnahmen

ergriffen. Es handelt sich um eine problemlose

Kultur, die trockenverträglich

ist, was im Hinblick auf die Klimaänderung

ein entscheidender Faktor sein

dürfte, da häufiger Trockenperioden zu

erwarten sind. In Bezug auf das Düngen

benötigt die Sonnenblumenkultur viel

Kali und Magnesium (395kg/ ha bzw.

55kg/ha, gemäss Düngernormen von

2009), die über die Ernteabfälle wieder

abgegeben werden, so dass 90% des

Kalis und 80% des Magnesiums auf der

Parzelle verbleiben und den Folgekulturen

zur Verfügung stehen. Auf politischer

Ebene sollte eine Trennung der

Länge der Fruchtfolge bei Raps und

Sonnenblumen sowie eine allfällige Zulassung

eines Herbizids nach dem Auflauf

für Sonnenblumen diskutiert werden.

Jetzt handeln! Wenn die Anbauflächen

weiterhin zurückgehen, fehlen den

Ölwerken die notwendigen Mengen,

um die Ölproduktion aus Schweizer

Sonnenblumen aufrechtzuerhalten, und

sie werden diesen Produktionszweig

einstellen, woran die ganze Branche leiden

wird. Zur Rettung der Schweizer

Sonnenblumenproduktion muss jetzt

gehandelt und ein Vertrag für die Kampagne

2012 unterschrieben werden.

Wer mit dem Anbau bis 2013 zuwarten

will, sollte dies überdenken. Womöglich

ist er dann zu spät.

PFLANZENBAU

Autor Gaël Monnerat,

UFA-Revue,

1070 Puidoux

Es gibt keine Frist für

die Eintragungen.

Interessierte Produzenten

können sich bei

Agrosolution AG im

Büro in Lausanne über

021 601 88 08

anmelden oder das

Anmeldeformular von

den Webseiten

www.agrosolution.ch

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UFA-REVUE · 1 2012 41


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Deere 1950, 65 PS,

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antrieb, Pflegerad 1

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Zustand, Fr. 14500;

Fortsetzung

Seite 52

42 1 2012 · UFA-REVUE


Änderungen der Zuchtwertschätzung

Per 1. März 2012 ändert sich die

Zuchtwertberechnung bei den

Schweinen. Die grösste Anpassung

erfolgt bei den Produktionsmerkmalen.

Einerseits gibt es aufgrund

der ausgelagerten Schlachtung der

MLP-Prüftiere neue Selektionsmerkmale,

andererseits werden die

Populationsparameter (Erblichkeit

usw.) für die Zuchtwertschätzung

aktualisiert. Bisher wurde als Fleischigkeitsmerkmal

der Anteil wertvoller

Fleischstücke (AwF) gewichtet.

Nun soll ein Wechsel auf den

Magerfleischanteil (MFA; geschätzt

mit AutoFOM) und die Fleischfläche

(FlF, gemessen am Karreeanschnitt)

erfolgen. In einem ersten

Schritt wird die aktuelle Gewichtung

des AwF auf 50 % reduziert. Im

MRSA mal drei

In zwei Jahren hat sich die Zahl der

mit Multiresistenten Staphylokokken

(MRSA) infizierten Schweine in

der Schweiz verdreifacht, wie eine

Untersuchung der Universität Bern

zeigt. Die beste MRSA-Vorbeuge ist

eine Hygieneschleuse sowie der

Kleiderwechsel vor und nach der

Stallarbeit. Die Verbreitung des Keimes

gilt als problematisch, da sich

Tierbetreuer anstecken und die Keime

in Spitäler tragen können. MRSA

gehört zu den 6000 Staphylococcus-aureus-Stämmen,

die gegen eine

oft in der Humanmedizin eingesetzte

Antibiotika-Gruppe (Beta-

Lactam) resistent sind. Mitverantwortlich

kann die Unterdosierung

oder der zeitlich zu kurze Einsatz

von Antibiotika bei Mensch und Tier

sein. Der Verzehr von Fleisch

MRSA-positiver Tiere bleibt gefahrlos

möglich.

Mehr Tiere

Im Jahr 2011 haben in der Schweiz

– mit Ausnahme der Schafe – die Bestände

aller Tiergattungen zugenommen.

Den grössten Zuwachs

verzeichnete das Pouletfleisch mit

einem Plus von über 4%. Um rund

2% ist auch die Eierproduktion gewachsen.

Jahr 2013 soll dann der AwF ganz

aus dem Zuchtziel verschwinden.

Die Umstellung geschieht schrittweise,

damit die Produktionszuchtwerte

nicht zu stark ändern. Bei den

Mutterlinien erhält die Fleischigkeit

ein leicht höheres Gewicht. Die

Fleischfarbe wird neu mit dem Minolta-Gerät

beurteilt. Das bisher

verwendete Gerät ist sehr alt und

misst allein die Farbhelligkeit. Mit

dem Minolta-Gerät sind auch der

Farbton und die Pigmentierung des

Fleischs messbar. Neu soll der Pigmentgehalt

im Fleisch gewichtet

werden. Auch diese Umstellung

wird in zwei Schritten umgesetzt.

Bei der Schätzung des Reproduktionszuchtwerts

wird neu der Anteil

untergewichtiger Ferkel (AUF) mit

Potenzial beim Erstkalbalter

Laut den Zuchtverbänden beträgt

das Erstkalbalter (EKA) beim Braunund

Fleckvieh 30, bei Holstein 29

und bei Jersey 25 Monate. Mit einer

Senkung des EKA lassen sich die

Aufzuchtskosten effektiv senken.

Dippen bei Kälte?

Sind sie nass, können Zitzen bei extremer

Kälte erfrieren. Bei Dippmitteln

wird im Winter auf die pflegende

Komponente (z.B. Glyzerin,

Allantoin, Lanolin) geachtet, um Risse

und Hyperkeratosen zu vermeiden.

Vom Melkfett-Einsatz ist aus hygienischen

Gründen abzuraten.

geringem Gewicht zu Lasten der

Ferkelaufzuchtrate (FAR) integriert.

Unter den Exterieurmerkmalen erhält

die Grösse der Innenklauen eine

stärkere Gewichtung.

Andreas Hofer, Suisag

Kein Joghurt für Mastkälber

Gemäss einem österreichischen Versuch

eignet sich die Joghurt-Säuretränke

in der Kälbermast nicht, weil

sie von den Tieren schlechter aufgenommen

wird als Milch und dementsprechend

geringere Zunahmen

resultieren. Hergestellt wird die

Säuretränke, indem man zu kuhwarmer

Milch ein gekauftes Joghurt

beimischt, den Trank bei 20°C stehen

lässt und beim nächsten Melken

zusammen mit Milch verabreicht.

Neuartige Wärmegewinnung

Verschmutzung ist eines der grössten

Probleme, welches die Funktion

von Wärmerückgewinnungsanlagen

beeinträchtigen kann. Neuerdings

werden solche Anlagen deshalb ausserhalb

des Stalls installiert. Gemäss

Stallbauern ist eine Amortisation

der Wärmerückgewinnungsanlage

innert sechs Jahren möglich, da rund

50% der Energiekosten eingespart

würden.

KURZMELDUNGEN

NUTZTIERE

«Premo»

nach Brasilien?

Verbandspräsidenten, Zuchtleiter

und Vermarkter aus fünf Nationen

sind der Einladung der Suisag an

die Suisse Tier 2011 gefolgt und

haben sich über die Schweizer

Schweinezucht informiert. Für die

Gäste aus Slowenien, Italien,

Deutschland, Grossbritannien und

Österreich war vor allem die Freilaufbucht

im Abferkelstall eine der

Attraktionen im Besucherprogramm.

Die «Primera ® »-Sauen

sind bereits an Freilauf gewöhnt

und lagen trotz Besuchern ruhig

säugend in ihrer Bucht. Fredy Bürki

aus St. Urban zeigte, wie er den

Deckbetrieb eines AFP-Rings mit

400 Sauen führt. Ein Höhepunkt

war auch die Schweizer Zucht gegen

Ebergeruch. Dr. Baes liess die

Teilnehmer an standardisierten

Proben riechen, die Androstenon,

Skatol sowie verschiedene Cocktails

der beiden Stoffe mit Indol in

definierten Konzentrationen enthielten.

Auf diese Weise konnte

die Suisag demonstrieren, dass sie

auf dem Gebiet der Zucht gegen

Ebergeruch ein interessanter Partner

für ausländische Markenfleischprogramme

ist.

Unter anderem aus Brasilien

besteht konkretes Interesse an

«Premo ® » als Endstufeneber. Vor

Ort war auch ein Berater eines

führenden Labelprogrammes aus

Deutschland. Er berichtete eine

Woche nach dem Besuch in Luzern,

sein Vorstand habe ein Projekt

zur Ebermast mit «Premo» genehmigt.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 1 2012 43


BIO-SEITE

Zukauf von

Nicht-Bio-Tieren

UNTER GEWISSEN BEDINGUNGEN kann ein Bio-Tierhalter

auch Nicht-Bio-Tiere zukaufen. Denn manchmal sind auf

dem Markt keine Bio-Tiere verfügbar.

Christoph

Fankhauser

Grundsätzlich gilt: Bio-Betriebe

kaufen ihre Tiere bei Bio-Betrieben

ein. Dies nicht zuletzt, um zu garantieren,

dass etwa Bio-Milch auch

von einer biologisch aufgewachsenen

Kuh stammt. Aber es gibt Ausnahmen.

Aufzuchttiere Beim Rindvieh (inklusive

Bison und Büffel) können jährlich

10 % des Bestandes an ausgewachsenen

Nicht-Bio-Tieren zugekauft werden. Es

müssen Tiere sein, die noch nie geworfen

haben. Ein Betrieb mit 30 Milchkühen

kann also pro Jahr drei nicht biologische

Rinder erwerben, wenn er keine

Bio-Tiere findet. Um Letzteres für die

Bio-Kontrolle nachzuweisen, kann er das

Angebot der Bio-Börse (www.bioboerse.ch)

ausdrucken oder zwei Absagen

von Händlern (Telefonnotiz) vorweisen,

die zeigen, dass innerhalb 50 km Fahrdistanz

keine Bio-Tiere erhältlich waren.

Männliche Zucht- und Masttiere

Männliche Zuchttiere aus Nicht-Bio-Betrieben

können zugekauft werden, wenn

sie nicht aus einem Embryotransfer stam-

Der Tierzukauf gehört zu den

Knackpunkten für Bio-Betriebe.

men. Keine Bewilligung wird für männliche

oder weibliche Masttiere erteilt.

Mutterkuhhaltung Der Zukauf eines

nichtbiologischen Ersatzkalbes für eine

Mutter- oder Ammenkuh ist frei. Das

tote Kalb muss in der TVD gemeldet sein.

Ausnahmesituationen Auf Gesuch

kann die Zertifizierungsstelle den

Zukauf von bis zu 40 % nicht biologischer

Tiere bewilligen, wenn der Betrieb

• die Haltung erheblich ausweitet,

• die Rasse umstellt,

• einen Betriebszweig aufbaut oder

• Pro Specie Rara-Rassen hält.

Bei hoher Mortalität aufgrund einer

Seuche oder einer Katastrophensituation

bewilligt die Markenkommission die

Erneuerung oder den Wiederaufbau des

Bestandes mit Tieren aus nichtbiologischen

Betrieben, sofern keine Tiere aus

Bio-Betrieben verfügbar sind.

Vermarktung Für die Knospe-Vermarktung

von zugekauften Nicht-Bio-

Tieren und deren Produkte gelten Wartefristen:

• Fleisch: 12 Monate (mindestens drei

Viertel des Tierlebens)

• Milch: 6 Monate

Fazit Die Knospe-Bestimmungen

sehen Ausnahmen für Betriebe vor, die

innerhalb von 50 km keine Bio-Tiere finden

oder innert kurzer Zeit eine hohe

Anzahl neuer Tiere benötigen.

Autor Christoph Fankhauser,

Bio Suisse, 4053 Basel. www.bio-suisse.ch

INF INFO INFOBOX

INFO BOX

www.ufarevue.ch 1 · 12

KURZMELDUNGEN

Tagung «Bio gesucht»

Am 19. Januar 2012, 9.15 bis 14 Uhr,

findet in der Bündner Arena, Cazis (GR),

eine Tagung für Bio-Milchproduzenten

statt. Programm: Einkommensoptimierung

auf dem Bio-Milchproduktionsbetrieb

(Oscar Duschletta, Plantahof), ge -

sunde Kühe leisten mehr (Ignaz Hutter,

UFA-Beratungsdienst), mehr Milch aus

der Wiese (Hanspeter Hug, UFA-Samen),

Chancen in der Bio-Geflügelhaltung

(Othmar Hungerbühler, Eier Hungerbühler

AG), gemeinsames Mittagessen.

Anmeldung bis 13.1.: bdwil@ufa.ch,

Tel. 058 434 13 00. Unter den

rechtzeitig Angemeldeten werden drei

Futtergutscheine à 40 Fr. verlost.

Tagung «Schlachtqualität

in der Mutterkuhhaltung»

Im Hotel-Restaurant Bären, Zernez (GR),

sind Bio-Mutterkuhhalter am 26. Januar

2012, 13 bis 16 Uhr, für einen Vor tragsnachmittag

eingeladen. Programm:

Aktuelles von der SVAMH, Mutterkuhfütterung,

Wiesenbewirtschaftung,

Betriebsbesichtigung mit Futterstation

CFS top-beef. Anmeldung bis 20.1.:

bdwil@ufa.ch, Tel. 058 434 13 00.

Weltweite Anerkennung

Der Verband IFOAM (International

Federation of Organic Agriculture

Movements) hat das Ziel, die weltweite

Öko-Bewegung zu führen, zu unterstützen

und zu vereinen. Es sollen ökologisch,

sozial und ökonomisch nachhaltige

Systeme entwickelt werden. Ende 2011

ist Bio Suisse als eine der ersten Orga ni -

sa tionen in der «IFOAM Family of

Stand ards» aufgenommen worden. Bio-

Suisse-Präsident Urs Brändli sieht darin

eine Aufforderung, den hohen Standard

der Knospe auch in Zukunft aufrechtzuerhalten

und weiterzuentwickeln.

Würste aus Eberfleisch

Auch Eberfleisch mit Ebergeruch kann

ohne grosse Rezeptänderungen und

ohne geschmackliche Auswirkungen zu

bestimmten Wurstprodukten verarbeitet

werden, wie eine repräsentative Ver -

kos tung von fünf Verarbeitungsprodukten

zeigt. In der Untersuchung des

For schungs instituts für biologischen

Land bau Österreich schnitten die Wurstund

Speckwaren aus geruchlich unauf -

fälligem Eberfleisch im Vergleich

zu Fleisch von Kastraten und weiblichen

Masttieren am besten ab. Als gut emp -

fun den wurde ebenfalls die stark

geruchsbelastete Variante bei Mini-Rohwürstel,

während die mässig geruchs -

belasteten Proben bei Frankfurtern,

Kochschinken, Karreespeck und Dauer -

wurst am schlechtesten bewertet

wurden.

44 1 2012 · UFA-REVUE


TOP

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Was machen die Besten besser?

Management mit dem UFA 2000planer

In Zeiten tiefer Ferkelpreise ist ein

professionelles Sauenmanagement

wichtiger denn je. Wer auswertet,

erkennt Stärken und Schwächen.

Unproduktive Sauen fressen täglich

Futter, versperren Platz und

leisten nichts. Der überbetriebliche

Vergleich innerhalb des

Schweineproduktionsprogramms

UFA 2000 zeigt, wo Ihre Herde

steht. Eine praktische Auswertungshilfe

bietet der UFA 2000planer.

Ferkelproduzenten können

diese Software entweder mieten

und die Daten selber erfassen oder

die nötigen Dokumente der UFA-

Auswertungsstelle senden.

Informieren Sie sich jetzt beim

UFA-Beratungsdienst. Die UFA-

TIPP DES MONATS

CONSEIL DU MOIS

Häufen sich in Ihrer Milchviehherde

zu Beginn des neuen Jahres jeweils

die Fruchtbarkeitsprobleme?

Dann lohnt es sich, die

Beta-Carotin-Zufütterung zu prüfen.

Beta-Carotin ist eine Vorstufe

von Vitamin A und beeinflusst die

Vorgänge im Geschlechtstrakt

massgebend. Vor allem im Dürrfutter,

aber je nach Qualität und

Lagerdauer auch in Grassilage

wird dieses «Fruchtbarkeitsvitamin»

stark abgebaut. Maissilage

enthält von Natur aus nur wenig

Beta-Carotin.

Mit 3000 mg Beta-Carotin pro

Kilogramm ergänzt UFA 996 CYCLO

EXTRA Milchviehrationen in der

Schweinespezialisten stehen für

Fragen zur Verfügung, diskutieren

mit Ihnen die neuesten

Auswertungsergebnisse

und helfen bei der Produktionsoptimierung.

Die hohe

Anzahl Betriebe, die ihre

Resultate im UFA 2000 auswerten

lassen, ermöglicht

fundierte Aussagen über die

Erfolgsfaktoren in der Ferkelproduktion.

Die UFA 2000 Kern- und Vermehrungszüchter

gehören zur europäischen

Spitze. Pro Sau und

Jahr setzen sie über 26.3 Ferkel

ab. Die Saugferkelverluste befinden

sich weit unter dem Schweizer

Schnitt von 15 %. Wer UFA

zweiten Hälfte der Winterfütterung

ideal. Auf Betrieben mit

Ganzjahres-Silagefütterung und

nur wenig Weide empfiehlt sich eine

Beta-Carotin-Gabe über das gesamte

Jahr. Wo regelmässig UFA-

Ketonex zum Einsatz kommt, kann

2000 Jungsauen kauft, ist auf dem

richtigen Weg.

Das Fruchtbarkeitsvitamin

UFA 996 CYCLO EXTRA jetzt mit 3000 mg Beta-Carotin

die Beta-Carotin-Versorgung auch

durch den Wechsel auf UFA-Ketonex

EXTRA sichergestellt werden.

Auf Betrieben mit Ganzjahressilage

und hohem Maisanteil eignet sich

das neue Mineralsalz UFA 197 Biotin,

welches Beta-Carotin enthält.

Das Problem Beta-Carotin-Gehalt nimmt insbesondere bei Dürrfutter

und Maissilage durch Konservierung und Lagerung ab.

Die Symptome Schwache oder fehlende Brunst und ungenügende

Frucht barkeit.

Die Lösung Ab Januar bis zum Beginn der Grünfütterung: 100 bis

150g / Kuh / Tag UFA 996 CYCLO EXTRA während drei

Wochen vor dem Abkalben bis zur erneuten Trächtigkeit.

Zusätzlich zu den üblichen Mineralsalzgaben.

UFA 996 eignet sich für Sauen: 100 g /Muttersau / Tag

während drei Tagen vor bis sieben Tagen nach dem

Absetzen.

UFA-REVUE · 1 2012 45


UNTERWEGS MIT...

EN ROUTE AVEC…

Kälberspezialist Kurt Fischli

«Mir gefällt der tägliche Kontakt zu den

Tierhaltern sehr», rühmt Kurt Fischli.

Der Kälberspezialist betreut die Regionen

St. Gallen, Glarus, Teile von Schwyz

und einzelne Kunden im Graubünden.

Zu manchen Landwirten sind die Geschäftsbeziehungen

innert der acht

Jahre, während denen Kurt Fischli im

UFA-Beratungsdienst tätig ist, freundschaftlich

geworden.

Gute Qualität Das merkt

man auch beim Besuch der Familie

Roffler in Luzein (GR).

Der Kälbermastbetrieb mit eigener

Milchproduktion bezieht

vorwiegend Brown-

Swiss-Tränker, die aus dem

Prättigau stammen. Zusammen

mit Kurt Fischli suchte

Hanspeter Roffler nach einer

Strategie, aus der

milchbetonten Genetik eine

möglichst gute Schlachtqualität

zu erreichen. Im

Schnitt werden rund 70%

Kuhmilch eingesetzt und mit

Milchpulver ergänzt. Mit der Kälbermilch

UFA 209 gelingt es, Tageszunahmen

von 1.5 kg zu erreichen

und das Ziel von 70%

T3-Klassierungen weit zu über-

Der Betrieb Roffler liegt

950 m über Meer.

Kurt Fischli, 8752 Näfels

Geboren 26. Juli 1973

Familie verheiratet mit Vreni, Tochter Sabrina

(6.5 Jahre)

Werdegang Nach der Ausbildung verschiedene Anstellungen

im Viehhandel und als Tierbetreuer,

seit 2004 im UFA-Beratungsdienst Wil

Hobbies Familie, Viehzucht

Motto «Den Kunden gute Beratungs- und

Auto matenservice-Dienstleistungen bieten.»

treffen. UFA 209 ist eine 4-Sterne-Milch

mit 85% Milchprotein am Gesamtprotein

und hohem Fettgehalt.

Stabiler als Milchmarkt Schon

immer war die Kälbermast bei Rofflers

ein wichtiger Betriebszweig gewesen.

Im Jahr 2000 wurde ein neuer Laufstall

für die Kühe inklusive einer Bucht für

die Mastkälber gebaut. Früher hatte

man zusätzlich Rinder im Aufzuchtvertrag,

mit dem Neubau spezialisierte man

sich ganz auf die Kälbermast. «Der

Bankkälbermarkt ist stabiler als der

Milchmarkt», bilanzert Hanspeter Roffler

heute – zufrieden mit seinem damaligen

Entscheid.

Keine offene Halle Ein ausgeklügeltes

Klimamanagement, ergänzt

Arbeit gespart – Mastleistung

gesteigert Die beiden Förster-

Tränkeautomaten sind auf dem Kälbermastbetrieb

Roffler kaum mehr

wegzudenken. Sie nehmen nicht nur

viel Arbeit ab, sondern tragen auch zu

höheren Zunahmen und einer verbes-

durch eine mit dem Tierarzt abgesprochenen

Einstallprophylaxe und einem

gezielten Mineral- und Wirkstoffeinsatz

sorgen für eine gute Kälbergesundheit.

Um Zugluft zu vermeiden, wurde das

Kälberabteil innerhalb der Stallhalle mit

Brettern abgedeckt und seitlich mit

Windschutznetzen ausgestattet. So ist

der nötige Luftaustausch gewährleistet,

ohne dass die Tiere Kälte oder Wind

ausgesetzt sind. Mit dem Scheren der

oberen Linie wird Schwitzen entgegengewirkt

und die Tierhygiene erhöht.

Die Eisenversorgung erfolgt zu

Mastbeginn mit UFA-Eisenpaste und

später mit Eisen-Plus über den Tränkeautomaten.

Zur Deckung des Wirkstoffbedarfs

kommt UFA top-fit zum Einsatz.

Neben Heu dienen die UFA-Rolls und

serten Kälbergesundheit bei, indem sie

die richtige Tränketemperatur gewährleisten

und eine über den ganzen Tag

verteilte Tränkeaufnahme ermöglichen.

Geradeso wichtig wie die Produktequalität

ist die Service- und Reparaturdienstleistung

des Anbieters. «Mit der

46 1 2012 · UFA-REVUE


der UFA-Kälberleckstein zur Beschäftigung

respektive Mineralstoffversorgung

der Kälber. Die Vitalität der Masttiere,

ihr schönes Haar und die Mastresultate

bestätigen das Fütterungskonzept.

Eigener Limousinstier Bei der

Milchviehherde läuft ein Stier der Rasse

Limousin mit. «Das wirkt sich positiv auf

die Fruchtbarkeit aus», ist Hanspeter

Roffler überzeugt. Alle Kühe werden zugekauft,

selber zieht der Betrieb keine

Kälber auf.

Automatenservice gesichert Im

Melkstand, der den Kuh- vom Mastkälberstall

trennt, führt eine Milchleitung

direkt in die Tanks zweier Förster-Tränkeautomaten.

Mit den je zwei Trinkstellen

für die beiden Kälbergruppen ist ge-

UFA bin ich diesbezüglich sehr zufrieden»,

versichert Hanspeter Roffler.

GRATIS! Zusatzoptionen für

über 1200 Fr. Bis Ende März 2012

wird der Kauf eines Förster-Tränkeautomaten

«Vario+» beim UFA-Beratungs-

währleistet, dass alle Kälber zu ihrer zugeteilten

Ration kommen.

Ebenso wie für die Fütterung sorgt

Kurt Fischli für das stete Funktionieren

des Tränkeautomaten. Während 365

BLICKPUNKT

POINT DE VUE

Hanspeter

Roffler

«Beratung und

Automatenservice der

UFA sind sehr gut.»

dienst zusätzlich versüsst. Drei praktische

Zusatzoptionen mit einem Totalwert

von über 1200 Fr. sind gratis erhältlich:

• Ausstattung mit Edelstahl

• Fliegenschutzpaket

• automatische Kalibrierwaage

Tagen im Jahr stellt er zusammen mit

dem Automatenfachmann Xaver Hasler

den Service sicher.

Am UFA-Leckstein können die Kälber ihren

Mineralstoffbedarf decken und das Leckbedürfnis stillen. Hoch

montiert ist er geschützt vor Verschmutzung.

Näht und

vermarktet originelle

Besenfiguren: Heidi

Roffler.

Betriebsspiegel

Hanspeter & Heidi Roffler,

7242 Luzein

LN: 32 ha, Bergzone 3,

teilweise Bergzone 4

Tierhaltung: 25 Kühe,

40 Mast kälberplätze

Arbeitskräfte: Betriebs -

leiterehepaar und Eltern

Wie der Vater,

so der Sohn.

Arno Roffler

mag die Kälber.

UFA-REVUE · 1 2012 47


ERFOLG IN DER PRAXIS

SUCCÈS DANS LA PRATIQUE

Valentin Von Arx, Niederbuchsiten (SO).

«Wirksamer als Natriumbicarbonat»

«Früher habe ich die Milchviehration

mit Natriumbicarbonat gepuffert,

doch der Effekt überzeugte nicht und

die Milchfettgehalte waren tief», erinnert

sich Valentin Von Arx. Gemäss einem

Tipp von UFA-Milchviehspezialist

Stefan Schmidt erfolgte der Wechsel

auf UFA-Alkamix. Mit seiner 3-Phasen-Wirkung

hält dieser Puffer den

Pansen-pH über eine längere Zeit konstant,

ein zu tiefes Absinken wird ver-

UFA-SPEZIALITÄTEN

SPECIALITÉS UFA

Bon

hindert. UFA-Alkamix korrigiert den

Säure-Base-Haushalt und liefert Kalzium,

Magnesium und Natrium.

Die Teilmischration des Betriebs

Von Arx besteht aus Mais-, Gras- und

Biertrebersilage, Luzerneheu, Weizen,

UFA 159, Futterharnstoff, UFA 197

Biotin, Viehsalz und 200g/Kuh und

Tag UFA-Alkamix. Ab einer Tagesmilchleistung

von 32kg erhalten die

Kühe noch UFA 263 Leistungsfutter

LANDI und UFA – an der Rammlerschau 2012

für Verlosung eines Kaninchen-Tranchiersets am UFA-Stand

Täglich zwei Verlosungen an der

Rammlerschau 2012, 10.00 Uhr und 15.00 Uhr.

Bon ausfüllen, am UFA-Stand abgeben und gewinnen.

Name

Vorname

Adresse

PLZ/Ort

E-Mail

Das Tranchierset wird zu den Verlosungszeiten persönlich

überreicht. Kein Postversand.


über die Abrufstation. «Wegen der beschränkten

Nutzfläche und häufiger

Trockenheit habe ich die Fütterung

meiner 68 Kühe auf einen hohen Silomaisanteil

ausgerichtet», erklärt Valentin

Von Arx. Die nährstoffreiche

Mischration bringt hohe Laktationsleistungen

von über 9500kg «und mit

den Milchgehalten und der Kuhgesundheit

bin ich jetzt sehr zufrieden»,

bestätigt der Betriebsleiter.

LANDI und UFA sind Hauptsponsoren

der 12. Rammlerschau 2012, die vom

6. bis 8. Januar in Freiburg stattfindet.

Highlights am UFA-Stand sind die Verlosung

von Tranchiersets, ein Glücksrad

mit Sofortgewinnpreisen sowie

das Starterfutter UFA 853.

Das Absetzen der Jungkaninchen ist

eine kritische Phase. Abgänge treten

oft zehn bis 14 Tage nach der Entwöhnung

von der Zibbe auf. UFA 853 enthält

Rohkomponenten, die das Darmmilieu

günstig beeinflussen und

schädliche Coli-Bakterien hemmen.

Zum Einsatz kommt das Starterfutter

ab zehn Tagen vor dem Absetzen während

des ersten Drittels der Aufzucht.

LESE-FUTTER

À LIRE

Mehr als Futter

Wer das Milchviehfutter bei der

UFA bezieht, profitiert von

wertvollen Zusatzdienstleistungen.

Im Rahmen des UFA HERD

SUPPORT unterstützen die

UFA-Milchviehspezialisten die

Kunden bei der Analyse der

Milchkontrollergebnisse und

helfen bei der Fütterungsoptimierung

anhand des Fütterungssystems

UFA W-FOS.

Lösung bei Umrindern

UFA 269 fertil plus ist ein neues

Produkt, das mit seinen Omega-

3-Fettsäuren dem Umrindern

vorbeugt und die Fruchtbarkeit

der Kühe steigert. Die würfelförmige

Futterspezialität verfügt

über eine hohe Mineralisierung

und Vitaminierung, wird ab

Brunstbeginn rund 20 Tage

eingesetzt und eignet sich auch

für die Abrufstation.

Damit sich Pferde

wohl fühlen

Regelmässige Gaben von

HYPONA 899 Mash erhöhen

das Wohlbefinden der Pferde,

unterstützen die Verdauung und

sorgen für glänzendes Fell.

HYPONA 899 enthält Leinsamen,

Gerstenflocken, gequetschten

Hafer, Kräuter, Salz

und Kleie. Es sollte immer mit

heissem Wasser aufbereitet und

handwarm verfüttert werden.

Aktuell ist HYPONA 899 Mash

mit Rabatt erhältlich.

UFA-Berater

Services techniques

3052 Zollikofen

058 434 10 00

1070 Puidoux

058 434 09 00

6210 Sursee

058 434 12 00

9500 Wil

058 434 13 00

ufa.ch

1 2012 · UFA-REVUE


Wichtiger Player

im Fruchtbarkeitsgeschehen

Auf vielen Betrieben wird die

Fruchtbarkeit als DIE Herausforderung

angesehen. Die Aussage «die

Fruchtbarkeit ist ein Dauerbrenner»

kommt vielen bekannt vor. Bekanntlich

wird die Fruchtbarkeit von vielen Faktoren

beeinflusst. Beta-Carotin ist einer

davon.

Mangelsymptome Der Bedarf an

Beta-Carotin liegt bei rund 300 bis

500mg pro Kuh und Tag. Eine unzureichende

Versorgung mit dieser Vitamin-

A-Vorstufe verschlechtert die Fruchtbarkeit.

Zu den Folgen gehören schlecht

Ein Beta-Carotin-Mangel

kann via Fruchtbarkeitsprobleme

hohe Kosten verursachen.

sichtbare Brunstsymptome, ein verzögerter

Eisprung und eine niedrige

Fruchtbarkeitsrate. Weiter tendieren die

Kühe zur Zystenbildung oder zu frühen

embryonalen Verlusten.

Gehalte im Grundfutter oft

überschätzt Sofern ein beachtlicher

Teil der Ration aus Grünfutter besteht,

ist ein Beta-Carotin-Mangel während

der Vegetationsperiode kaum ein

Thema. Auch qualitativ hochstehende

Grassilage vermag die Bedarfsdeckung

in der Regel sicherzustellen. Wenn die

Ration hingegen viel Maissilage enthält,

besteht das Risiko einer Mangelversorgung.

Ergänzende Grassilage kann das

Manko oft nicht kompensieren.

Beta-Carotin wird sowohl in Dürrfutter

als auch in Grassilage relativ schnell

abgebaut. So weist das konservierte

Futter nach rund fünf Monaten gerade

noch die Hälfte des ursprünglichen Gehaltes

an Beta-Carotin auf. Aus diesem

Grund sollte Beta-Carotin spätestens ab

Januar zugefüttert werden.

Vor dem Abkalben zufüttern

Beta-Carotin hat einen entscheidenden

Einfluss auf die Eibildung und die Gelb-

körperentwicklung. Aus diesem Grund

soll bereits vor der Abkalbung Beta-Carotin

zugefüttert werden. Am besten

wird Beta-Carotin in die Vorbereitungsfütterung

integriert. Dies beeinflusst

auch die Qualität der Kolostralmilch positiv.

Denn nur mit ausreichend Beta-

Carotin kann die Kuh genug von dieser

hochwertigen Erstmilch für das Neugeborene

produzieren.

Fazit Beta-Carotin ist ein wichtiger

Player im Fruchtbarkeitsgeschehen. Fut-

Grafik: Beta-Carotin-Gehalte

mg Beta-Carotin pro kg Trockensubstanz

300

250

200

150

100

50

0

Weide

Grassilage

Gras/Luzerne

Cobs

Luzernesilage

terkonserven verlieren im Lauf der Lagerungszeit

hohe Anteile an Beta-Carotin.

Vor allem in der zweiten Winterhälfte

besteht daher ein Mangel. Deshalb

gehört in diesem Zeitraum in jede Ration

eine Ergänzung von 300 bis 500mg

pro Kuh und Tag. Am besten wird Beta-

Carotin während der Vorbereitungsfütterung

bis zur erfolgreichen Trächtigkeit

verabreicht.

Heu

Hansueli

Rüegsegger

Luzerneheu

NUTZTIERE

EINE GUTE VERSORGUNG AN BETA-CAROTIN ist für Milchkühe entscheidend.

Beta-Carotin ist nicht nur die natürliche Vorstufe von Vitamin A, sondern hat auch eine

bedeutende Funktion als Fruchtbarkeitsvitamin.

UFA 996 mit noch mehr

Beta-Carotin

Der Beta-Carotin-Gehalt in UFA 996

Cyclo Extra ist auf 3000 mg/kg erhöht

worden. Zusätzliches Vitamin E ver -

mindert den oxidativen Stress, was sich

ebenfalls positiv auf die Fruchtbarkeit

auswirkt. Mit dem Einsatz von 100 bis

150 g je Kuh und Tag kann die Beta-

Carotin-Versorgung auch in der zweiten

Winterhälfte sichergestellt werden.

Maissilage

Quelle: DSM

UFA-REVUE · 1 2012 49

Stroh

Autor Hansueli

Rüegsegger, Ressortleiter

Milchvieh, UFA AG,

3360 Herzogenbuchsee.

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NUTZTIERE

Biotin mit vielen Vorteilen

WIRKSTOFFERGÄNZUNG Dass Biotin einen positiven

Einfluss auf die Klauen gesundheit hat, bezweifelt niemand

mehr. Obschon die Pansenmikroorganismen selber Biotin

herstellen, hat die Kuh oft ein Manko. Es muss abgewogen

werden, wann es Sinn macht, dieses Vitamin zuzufüttern.

Hansueli

Rüegsegger

Pierre-Yves

Favre

Fredéric und

Dominique Gendre,

Benoît Horner und

Philippe Villoz von

der LANDI (v.l.).

Biotin wird von Pansenbakterien

produziert. Früher nahm man an,

dass diese Menge ausreichend sei.

Neuere Untersuchungen haben jedoch

gezeigt, dass Milchkühe auf zusätzliche

Biotingaben ansprechen. Das

heisst, dass die im Pansen hergestellte

Menge oft nicht reicht, um den hohen

Biotinbedarf zu decken.

Effekte bei Klauenschäden

Zahlreiche Versuche bestätigen, dass

Biotin für die Klauengesundheit gut ist.

Die Zufütterung dieses Vitamins festigt

unter anderem das Ballenhorn und zeigt

bei Zwischenklauenbildungen positive

Reaktionen. Die Hornwachstumsrate

wird nicht unbedingt gesteigert, aber

die Festigkeit des nachwachsenden

Hornes erhöht sich.

Wann ist der Einsatz sinnvoll?

Vor allen bei hochleistenden Kühen in

der Startphase können die Pansenbakterien

oft nicht ausreichend Biotin her-

stellen. Der Biotineinsatz ist zudem bei

einem Wechsel von Anbindehaltung auf

Boxenlaufstall oder einem Futterwechsel

sehr empfehlenswert. Bei Beständen

mit vermehrten Klauenproblemen wirkt

der Biotineinsatz unterstützend. Alleine

mit Biotin können jedoch Bestandsprobleme

kaum eliminiert werden. Haltung,

Betreuung und Fütterung müssen

ebenfalls überprüft und optimiert werden.

Wird Biotin eingesetzt, muss dies

über mehrere Monate geschehen, um

einen Effekt zu erzielen. Bewährt hat

sich das schmackhafte Minex 976 mit

100mg/kg Biotin (siehe Kasten).

Milchleistungssteigerung Die

Zugabe von Biotin hat vor allem bei

Hochleistungskühen eine Leistungssteigerung

zur Folge. Neuere Versuche zeigen,

dass die Milchleistung bis zu 3kg

erhöht werden kann. Aber auch hier

spielt die Eigensynthese eine wichtige

Rolle, da der Abbau und die Bildung von

Biotin in den Vormägen gering sind.

Zur freien Verfügung

Die Betriebsgemeinschaft Gendre-Horner

von Villarsel-sur-Marly (FR) verfügt

über 83ha landwirtschaftliche Nutzfläche,

die hauptsächlich zur Grundfutterproduktion

für 80 Milchkühe und die

Aufzucht dienen. Zum Betrieb gehört

ebenfalls eine Alp für rund 80 Rinder.

«Seit seiner Lancierung setzen wir Minex

976 mit Biotin ein, welches die

Klauengesundheit unterstützt», stellen

die Betriebsleiter fest. Als «excellente»

bezeichnen sie die Schmackhaftigkeit

dieses Mineralsalzproduktes.

Die Milch des Nicht-Silo-Betriebs dient

zur Herstellung von AOC-Gruyere. Im

Winter besteht die Grundfutterration

der Milchviehherde aus Heu, Emd und

Trockenmais. Während der Vegetationsperiode

weiden die Tiere jeweils Tag

und Nacht. Nach dem Melken gibt es

Heu und UFA 253-8 am Futtertisch. Die

Verabreichung von Minex 976 erfolgt via

UFA Micro-Feeder. «So steht das

Mineralsalz den Kühen ad libitum zur

Verfügung», begründet Dominique

Gendre. Der hohe Magnesiumgehalt in

Minex 976 erlaubt es, während des

ganzen Jahres allein dieses Mineralsalzprodukt

einzusetzen – eine willkommene

Vereinfachung. «Mit Minex 976 legen

wir die Basis für eine optimale Fruchtbarkeit

und Klauengesundheit», erklären

die Betriebsleiter Gendre-Horner.

Aline Bapst, UFA Puidoux

Jahre

ans MINEX

Fazit Die Zufütterung von Biotin

zahlt sich in Stressituationen hochleistender

Milchkühe aus. Biotin hat nicht

nur auf die Klauengesundheit und die

MiIchleistung einen positiven Einfluss,

sondern auch auf die Zellzahlen, wenn

es genug lang eingesetzt wird.

Autoren Hansueli Rüegsegger,

Ressort leiter Milchvieh, UFA AG,

3360 Herzogenbuchsee. Pierre-Yves

Favre, Milchviehspezialist im

UFA-Beratungsdienst, 1070 Puidoux.

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50 1 2012 · UFA-REVUE


Warm oder kalt?

Verbesserungen in der Wasserversorgung

wirken sich in der Milchviehhaltung

besonders positiv aus.

Denn Wasser gehört zu den wichtigsten

Elementen in der Tierernährung

und ist an allen bedeutenden Lebensvorgängen

beteiligt. Wie viel Wasser eine

Kuh braucht, hängt von der Leistung,

Futterration, Temperatur und Luftfeuchtigkeit

ab. Ein Teil wird via Futter

aufgenommen. Pro Kilogramm Milch

beläuft sich der Flüssigkeitsbedarf auf 4

bis 5l. Steigt die Temperatur um 10°C,

trinkt eine Kuh zusätzlich rund 15kg.

Melk Staller (MS): Auf eine gute

Wasserversorgung meiner Kühe lege ich

hohen Wert. Kein Futter ist günstiger.

Ruedi Rathgeber (RR): Eine hohe

Flüssigkeitsaufnahme fördert den Futterverzehr

und damit die Milchleistung.

MS: Saufen Kühe mehr, wenn sie

warmes Wasser erhalten?

RR: Untersuchungen an der Universität

Hohenheim zeigten, dass leicht angewärmtes

Wasser mit 16°C von den

Kühen zwar bevorzugt wird. Im Vergleich

zu kaltem Wasser mit 4°C wurde

aber kein erhöhter Wasserkonsum und

auch kein vermehrter Futterverzehr

festgestellt. Einen Unterschied beobachtete

man in der Trinkgeschwindigkeit.

Diese lag bei kaltem Wasser zwischen

3.53 bis 4 l pro Minute und bei

warmem zwischen 4.53 bis 5.35l.

MS: Gibt es einen Einfluss auf die

Milchleistung oder den Milchgehalt?

RR: Die Milchleistung und der Milchfettgehalt

waren bei der Aufnahme von

kaltem Wasser geringfügig höher.

MS: Wenn Kühe warmes Wasser aufnehmen,

müssen sie doch keine Energie

aufwenden, um das Getrunkene auf

Körpertemperatur zu bringen. Aller-

Normales Leitungswasser mit 5 bis 15 °C genügt

den generellen Anfor derungen. Bei heissen

Temperaturen ist umgekehrt auf genügend kaltes Wasser zu

achten, damit die Tiere sich abkühlen können.

dings würden Krankheitserreger in den

Leitungen wohl besser gedeihen.

RR: Tiefere Wassertemperaturen

scheinen die rohfaserabbauenden Bakterien

im Pansen und damit das Angebot

an Essigsäure im Pansen eher zu fördern,

weshalb ein besserer Fettgehalt

resultiert.

MS: Wie kann ich die Wasseraufnahme

einer Kuh schätzen und fördern?

RR: Pro zehn Sekunden Trinkzeit nehmen

Kühe zirka 3.5 l Wasser auf. 40 %

ihres Wasserbedarfs decken sie nach

dem Melken. In Laufställen mit bis 40

Kühen werden pro Tier idealerweise 10

bis 12cm Troglänge zur Verfügung gestellt,

so dass auch rangniedere Kühe ihren

Bedarf stillen können. Wichtig ist

ein Wassernachlauf von mindestens 0.3

l pro Sekunde. Als Distanz zwischen den

Tränken werden 15m empfohlen.

MS: Was hältst du von Warmwassergaben

nach dem Abkalben?

PRAXISGESPRÄCH

RR: Beim Abkalben gehen der Kuh

mit dem Kalb, Fruchtwasser und der

Nachgeburt schlagartig um die 90kg

verloren. Viel Flüssigkeit und Mineralien

werden ausgeschieden, was den Kreislauf

belastet. Die meisten Kalberkühe

nehmen nach dem Abkalben grosse

Wassermengen auf, um den leer gewordenen

Platz in der Bauchhöhle zu füllen.

30 bis 70l Warmwasser in Kombination

mit Traubenzucker und Wirkstoffen –

etwa Kalzium, um Milchfieber vorzubeugen

– tragen zur Stärkung des erschöpften

Tiers bei.

MS: Der Labmagen bleibt an seinem

Platz, weil der Pansen mit Wasser aufgefüllt

ist.

RR: Ja, zudem wird der Abgang der

Nachgeburt beschleunigt, der Pansen

stimuliert, der Futterverzehr angeregt

und Gift ausgeschwemmt. Am besten

erfolgt das Extra-Tränken gleich nach

dem Abkalben.

NUTZTIERE

WASSERTEMPERATUR An kalten Wintertagen geht manchem Nord-Bürger nichts

über ein warmes Getränk. «Warum sollen sich Kühe fortwährend mit 4 °C kaltem Wasser

begnügen?», fragt sich Melk Staller folgerichtig. Experte Ruedi Rathgeber rät, warmes

Wasser ins besondere kurz nach dem Abkalben grosszügig anzubieten.

Autor Matthias Roggli,

UFA-Revue, 3360

Herzogenbuchsee.

Bei diesem Artikel

handelt es sich um ein

fiktives Gespräch

fiktiver Personen.

UFA start-fit enthält

Traubenzucker, Mine -

ralstoffe, Spurenelemente

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eignet sich als

Zusatz zu 30 l handwarmem

Tränke wasser

nach dem Abkalben.

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einen schnellen und

sicheren Start in die

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UFA-REVUE · 1 2012 51


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Fortsetzung

von Seite 42

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Fortsetzung

Seite 65

52 1 2012 · UFA-REVUE


Mehrlingsgeburten erwünscht?

WÄHREND DIE MILCHLEISTUNGEN LAUFEND ZUNEHMEN, gibt es

bezüglich Anzahl Kälber pro Geburt nichts Neues unter der Sonne. Dabei können

Zwillings- und Mehrlingsgeburten wirtschaftlich durchaus interessant sein,

sofern Mutter und Kälber gesund bleiben. Die Erblichkeit von Zwillingsgeburten

ist mit jener der Fitnesseigenschaften vergleichbar.

Das Rind gehört zu den «uniparen»

Tieren, bei denen normalerweise

nur eine Eizelle zur Reifung gelangt.

Dafür sind Abschnitte von vier

Chromosomen verantwortlich, wie Wissenschaftler

herausfanden.

Eineiige Zwillinge oder Mehrlinge,

die fast gleich aussehen, entstehen bei

einer zufälligen Teilung der Eizelle. Sogenannt

«monozygote» Geschwister

eignen sich in der Zucht, um den Umwelteinfluss

gewisser Eigenschaften zu

schätzen. Entwickeln sich mehrere befruchtete

Eier zu einem Kalb, dann

handelt es sich um di- oder trizygote

Geschwister, die sich äusserlich voneinander

unterscheiden. Selten geschieht

es, dass eine trächtige Kuh erneut

brünstig wird und durch eine zweite Besamung

ein weiteres Tier heranwächst.

Eine Untersuchung mit 4 Mio.

Kälbern (Analyse Zwillings- und Mehrlingsgeburten,

V. Attender, Boku) zeigt,

dass Zwillinge etwa bei 3 bis 5%, Mehrlinge

bei 0.02 bis 0.05% der Geburten

vorkommen. Väterlicherseits besteht eine

tiefere Erblichkeit (bis 0.5%) als mütterlicherseits

(6% ab 2. Laktation). Relativ

häufig sind Zwillingsgeburten bei

• mehrlaktierenden Kühen

• reinrassigen Tieren

• mehreren Belegungen pro Trächtigkeit

(Braunvieh, Fleckvieh und Holstein)

• Milchrassen (über 3 %); Pinzgauer,

Fleckvieh (je über 5%); Charolais (3%)

Risiken Weibliche Kälber aus gemischt

geschlechtlichen Zwillingsge -

burten sind oft unfruchtbar. Weitere Risiken

sind Geburtskomplikationen,

Nachgeburtsverhalten, Gebärmutterentzündung,

verzögerte Trächtigkeit

und Ketose. Mit wachsenden Würfen

nehmen Todgeburten besonders bei

Stierkälbern zu. Meist erreichen die Mütter

eine niedrigere Laktationsleistung.

Die Trächtigkeitsdauer ist bei Zwillingsgeburten

um rund fünf Tage, bei Mehrlingen

um bis zehn Tage verkürzt, womit

ein tieferes Geburtsgewicht resultiert.

Fazit «Zusatzkälber» wirken sich in der

Fleischproduktion tendenziell positiv

auf die Wirtschaftlichkeit aus, während

in der Milchviehnachzucht ein positiver

Effekt wegen der reduzierten Anzahl

fruchtbarer Kuhkälber sowie der tieferen

Geburtsgewichte und Milchleistungen

eher auszubleiben scheint.

Die Drillinge der Kuh

Ginette stammen

vom Limousin-Stier

Neplong.

GENETIK

NUTZTIERE

Kälberreiches Jahr 2011

Der 25. August 2011 bleibt bei Priska

und Martin Grob wohl noch lange in

Erinnerung. Kuh Ginette brachte

Drillinge zur Welt. «Wir nahmen den

dicken Bauch von Ginette wahr, aber mit

drei Kälbern rechneten wir nicht»,

erinnert sich Martin Grob. Die drei

Kuhkälber meisterten den Lebensstart

bestens. Ginette produ zierte ausreichend

Kolostrum, musste je doch später

behandelt werden, weil die Nachgeburt

nicht vollständig abging. Im Dezember

war die Red-Holstein-Kuh mit 25 bis

30 kg Milch pro Tag wieder voll im Saft.

Für den Betrieb Grob ist das 2011

kälberreich verlaufen. Fünf Mal brachte

eine Kuh Zwillinge zur Welt. Meist

wogen die Kleinen über 40 kg. Allesamt

handelte es sich um Tränker, die verkauft

wurden. Die Aufzuchtrate ist mit neun

Stück auf 35 Kühe tief, weil die meisten

Tiere mindestens zehnjährig werden.

Auf eine gezielte Fütterung wird Wert

gelegt. Mit Matthias Löhrer vom UFA-

Beratungsdienst wurde eine Winterration

mit Dürrfutter und UFA 243/249

erstellt. Die Mineralstoffergänzung erfolgt

mit Minex 971 (Galt), 972 (Start) und

Minex 975 (Produktion) phasenspezifisch.

Priska und Martin

Grob, Schön -

holzerswilen (TG).

Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,

3360 Herzogenbuchsee.

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UFA-REVUE · 1 2012 53


NUTZTIERE

STALLBAU & -TECHNIK

Schutz vor gegenseitigem Besaugen

TRÄNKESTÄNDE lassen sich mit automatisch gesteuerten Gittertüren ergänzen.

Im Hinblick auf die Zitzenschäden, Leistungseinbussen und Tierverluste, welche

gegenseitiges Besaugen unter Kälbern zur Folge haben kann, lohnt es sich, eine solche

Option zu prüfen. Zwei bayrische Rindviehhalter berichten über ihre Erfahrungen mit

der Erweiterung «CalfProtect».

Julia

Waldenspuhl

Für die Wahl eines Besaugschutzes

gab es für Anton Schober und Josef

Kari mehrere Gründe.

Praktisch beim Antränken Auf

dem Bullenmastbetrieb Schober im

Landkreis Deggendorf werden bis zu 40

Tiere über zwei Tränkestationen gefüttert.

«Gerade beim Anlernen neuer Tiere»,

so der Betriebsleiter, «ist eine

Schutzeinrichtung eine grosse Hilfe,

welche auch Zeit spart.»

Pneumatisch geregelt Die Erweiterung,

die an die reguläre Standbegrenzung

angebaut wird, besteht aus einer

Gittertür und einem pneumatischen

Schliessmechanismus. Betritt ein Kalb

mit Futteranrecht die Station, schliesst

die Tür über ein Druckluftventil und

bleibt für einige Minuten geschlossen.

«Dieser Mechanismus schützt kleinere,

schwächere Tiere davor, von stärkeren

Tieren verdrängt zu werden», so Schober.

Somit können alle Kälber in Ruhe

ihre Portionen abrufen, was sich auf das

gesamte Stallklima übertragen hat.

Wartezeit reduziert Saugdrang

«Weil die Kälber den Tränkestand nicht

sofort nach der Futteraufnahme verlas-

Tränkestationserweiterung «CalfProtect»

«CalfProtect» ist eine Tränkestationserweiterung der Förster-Technik

GmbH, die Kälber nach der Tränkeaufnahme vom Be saugen anderer

Tiere abhält. Die Nachrüstung ist einfach und jederzeit möglich. Im

Vergleich zu anderen Sys temen werden die Tiere beim Betreten der

Tränkestation nicht behindert, was gerade beim Anlernen von

besonderer Bedeutung ist.

Der UFA-Beratungsdienst verkauft und vermietet Förster-Tränkeautomaten

mit Zubehör wie «CalfProtect» und bietet während 365 Tagen im

Jahr einen umfassenden Reparatur- und Servicedienst an. Informieren

Sie sich beim UFA Beratungsdienst oder in der LANDI Ihrer Region.

sen können, klingt der Saugdrang der

Kälber ab», beobachtet Landwirt Schober.

Gegenseitiges Besaugen sei in seinem

Stall kaum noch zu beobachten.

Früher kam es zu Blähungen, welche

Schober auf das gegenseitige Besaugen

und das damit verbundene Verschlucken

von Haarbüscheln zurückführt.

Ruhige Atmosphäre Josef Kari,

von der Landwirschafts-GbR Kari im

Landkreis Dachau stiess durch Betriebsbesichtigungen

und Diskussionen in der

Technikerschule auf die Möglichkeit,

Kälbertränkeautomaten einzusetzen. Im

seit Februar 2011 bezogenen Offenstall,

wird die eigene Nachzucht nach der Einzelhaltung

in Kälberiglus in zwei Gruppen

über den Tränkeautomaten versorgt.

«Neben der Arbeitserleichterung

durch den Automaten herrscht im Kälberbereich

eine ruhigere Atmosphäre»,

was nach Karis Meinung auch durch die

Standerweiterung bedingt ist.

Muss ins Konzept passen Bevor

das Vieh anfangs 2011 in den Laufstall

umzog, hatte es Probleme mit gegenseitigem

Besaugen gegeben, was aber

auch durch das Tränkeverfahren bedingt

war. Die Kälber wurden mit Eimern, die

in das Fressgitter eingehängt wurden,

getränkt. «Mit der Erweiterung sieht

man gegenseitiges Besaugen kaum noch

und wenn, dann nur für sehr kurze Zeiträume»,

so Josef Kari. «Wir haben mit

dem Neubau versucht, so viele Arbeitsschritte

wie möglich zu automatisieren,

damit bei Arbeitsspitzen im Lohnunternehmen

nicht noch viel Arbeitszeit im

Stall aufgebracht werden muss», begründet

Kari den Einsatz des

Kälbertränkeauto maten.

Die Erweiterung der Tränkestation

ermöglicht jedem Kalb eine un -

gestörte Tränkeaufnahme und schützt

vor gegenseitigem Besaugen.

Fazit Zusammengefasst erleichtert

der Schutz an der Tränkestation das Anlernen

der Kälber, gegenseitiges Besaugen

wird minimiert, auch schwächere

Tiere können ungehindert saufen, es

herrscht mehr Ruhe im Stall und der Betriebsleiter

spart Arbeit.

Autorin Julia Waldenspuhl,

Förster-Technik GmbH, 78234 Engen.

www.foerster-technik.de

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54 1 2012 · UFA-REVUE


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UFA-REVUE · 1 2012 55


NUTZTIERE

Gesünder mit Intensivregime

AUFZUCHTPHASE IN DER MUNIMAST Wissenschaftliche Versuche zeigen, dass

hohe Zunahmen in den ersten Lebenswochen nicht nur die spätere Mastleistung,

sondern auch die Gesundheit der Kälber positiv beeinflussen. Aus Sicht der Wirtschaftlichkeit

ist es sinnvoll, die tägliche Milchmenge zu beschränken, um die frühe Aufnahme

von Kraft- und hochwertigem Grundfutter zu fördern.

Markus

Voegeli

Das Zusammenführen von Kälbern

unterschiedlicher Herkunft begünstigt

einen hohen Krankheitsdruck

im Rindviehmaststall. Die Tiergesundheit

beeinflusst den wirtschaftlichen

Erfolg entscheidend.

Bessere Genesungschance Ein

intensives Fütterungsregime hilft die

Krankheitsresistenz der Tiere steigern,

wie Beobachtungen und Versuche bestätigen

(u.a. DLG). Gut entwickelte

Kälber sind weniger krankheitsanfällig

und weisen im Krankheitsfall eine höhere

Genesungschance auf.

Auch in der späteren Ausmast erreichen

intensiv aufgezogene Kälber bessere

Resultate, weil sie «metabolisch»

Tabelle: Fütterungsplan für intensive Aufzucht (75kg Einstallgewicht)

Wochen Tränke UFA 207 plus/ UFA 114/116 UFA 230 Mineral- und

nach Zukauf (l/Tag) 209 start (g/l) (kg/Tag) (kg/Tag) Heu Maissilage Wirkstoffe

1 2x3 100 UFA top-start/-punch

2 2x3 100 Ad libitum UFA Kälber-

3 2x3 100 Ad libitum mineralleckstein

4 2x3 100

5 2x2 100 Angewöhnen Rationen auf Langsam UFA top-fit

6 2x2 100 1 kg beschränken angewöhnen

7 1x2 100 1.5 – 2

8 2 0.5 Ad libitum

9 1.5 1.2

10 0.5 1.7

11 2.2

12 2.2

entsprechend programmiert sind.

Wachstumsrückstände in den ersten

Lebensmonaten können später nicht

mehr kompensiert werden.

Erfolgreich starten Zentral ist ein

erfolgreicher Maststart. Das Antränken

soll frühestens zwei Stunden nach Ankunft

im Maststall erfolgen, weil gestresste

Tiere sonst mit Durchfall reagieren

können. Durch eine Begrenzung der

Milch auf 6l pro Tag und das frühe Angebot

von Festfutter entwickelt sich das

Aufzuchtkalb rasch zum Wiederkäuer. In

der Tabelle ist ein bewährter Aufzuchtplan

aufgeführt.

Gesundheitskonzept Ein mit dem

Tierarzt abgesprochenes Gesundheitskonzept

minimiert den Krankheitsdruck

bei den Tränkern. Zur Stärkung des Immunsystems

ist die Eisen- und Selenversorgung

(Tabelle) besonders wichtig. Ein

rascher Wiederaufbau der Darmflora bei

Durchfall oder nach Medizinierungen

lässt sich mit Hefeprodukten wie UFA-

Alkamix ready begünstigen. Die erwünschten

Laktobazillen und Bifidobakterien

werden gefördert, unerwünschte

Keime wie E. coli werden an

die lebenden Hefen gebunden und mit

dem Kot ausgeschieden.

Höhere Dosierung? Um das

Wachstumspotenzial junger Kälber zu

nutzen, werden in einigen Ländern höhere

Pulverkonzentrationen empfohlen

als in der Schweiz. Wie Erfahrungen im

UFA-Beratungsdienst zeigen, verbessert

sich die Wirtschaftlichkeit mit Tränkekonzentrationen

von über 100g/l im

Gegensatz zum Ausland nicht, sofern

die Empfehlungen zur Milchpulver-

Wahl und Festfutter-Angewöhnung befolgt

werden. Eine wichtige Rolle spielt

die Eiweissqualität des eingesetzten

Milchpulvers. Die Enzyme junger Kälber

sind auf Milchprotein ausgerichtet.

Kraftfutter ad libitum Die Festfutteraufnahme

lässt sich mit dem Ein-

satz geeigneter Starterkraftfutter fördern.

Gute Erfahrungen werden mit

dem Ad-libitum-Angebot von Kraftfutter

– gemischt mit kurzem Heu oder kurzer

Luzerne – gemacht. Flocken wie UFA

116 verfügen über einen hohen Anteil

an langsam abbaubarer Stärke und wer-

56 1 2012 · UFA-REVUE


den daher besser absorbiert. Die Pansenbakterien

entwickeln sich rasch, so

dass das Kalb bald viel Raufutter verwerten

kann. Stabiles Eiweiss mit einem

engen APDE/Rohprotein-Verhältnis legt

in der Aufzucht- und Vormast den

Grundstein für das Muskelwachstum.

Heumenge begrenzen Locker in

die Krippen verteiltes Heu oder gut

strukturiertes Emd wird besser aufgenommen

als Dürrfutter aus Heuraufen.

Die Heumenge ist auf 0.5 bis 1kg pro

Tag zu beschränken. Sonst gelingt es

nicht, die erforderliche Energiedichte in

der Ration zu erreichen. Mit einer Begrenzung

der Heumenge werden zudem

die Schleimhäute weniger forciert.

Flocken enthalten gegenüber anderen Kraftfutterstrukturen

mehr langsam abbaubare Stärke.

«OptiCell» für bessere

Kotkonsistenz

Der Zusatz «Opticell» in UFA 207 plus

beschleunigt die Dickdarm passage,

verbessert die Kotkonsistenz und hat

einen stressmindernden Effekt. Mit dem

Vollmilchersatz UFA 207 plus hat Simon

Müller gute Erfahrungen ge macht. Auf

dem Munimastbetrieb werden die

Tränker via Stand-Alone-Tränkeautomat

versorgt. Die Milchmenge wird ab 90 kg

Lebend gewicht reduziert, so dass die

Masttiere mit 110 kg abgetränkt sind.

Zur Erhöhung der Sauglust und Stärkung

des Immunsystems kommt das Wirk -

stoff konzentrat UFA top-punch über den

Zudosierer zum Einsatz. «Die Vitalität

der Kälber überzeugt mich, seit wir UFA

top-punch verabreichen», bestätigt

Simon Müller.

Junge Kälber sind der falsche Ort, um

auf dem «Ausfressen» zu beharren.

Zweimaliges Reinigen der Krippe pro

Tag und das Angebot frischer Futter erhöht

den Verzehr und die Zunahmen.

Sorgfältiges Absetzen Um einen

Wachstumsknick zu vermeiden, sollten

die Kälber über zwei bis drei Wochen

schrittweise von der Milch abgesetzt

werden. Ansonsten besteht die Gefahr

von Verdauungsstörungen und hoher

Kalziumausscheidungen via Harn. Auch

Kraftfutterwechsel werden am besten

schrittweise über einen Zeitraum von

zwei Wochen vorgenommen, um nicht

die Mikroorganismen im Kälberpansen

zu überfordern.

Betriebsspiegel

Simon & Fränzi Müller, 5054 Moosleerau

LN: 25 ha

Tierhaltung: 130 Muni (IP-Suisse), 80 Zuchtsauen

Pflanzenbau: Silomais, Futterweizen, Gerste, Kunst- und Naturwiesen

Arbeitskräfte: Simon und Vater Rudolf Müller (30 %)

Dario, Mailin,

Simon, Fränzi,

Finia und

Elia Müller.

Autor Markus Voegeli, Rindvieh -

spezialist im UFA-Beratungsdienst,

6210 Sursee. www.ufa.ch

Aktion Die Aufzuchtmilchen UFA 207

instant/207 plus/209 start sind in Ihrer

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UFA-REVUE · 1 2012 57


NUTZTIERE

Gesunder Rindfleischmarkt

und neue Zuschläge

LEICHTE MUNI-SCHLACHTKÖRPER erfreuen sich in der Gastronomie einer grossen

Beliebtheit. Die Gewichtszuschläge für Swiss Quality Beef konnten deshalb angepasst

werden. Auch in anderen Bereichen präsentiert sich der Rindfleischmarkt positiv.

Yvan

Meuwly

Vermarktungsinnovationen

wie SQB tragen

dazu bei, den Importdruck

in Schach halten.

Für Gastronomen ist Swiss Quality

Beef (SQB) ideal. Die Grösse der

Teilstücke sowie ihre Zartheit sind

von gleichmässig sehr guter Qualität.

Entsprechend wächst das SQB-Produktionsprogramm

stetig. 2011 wurden

rund 6500 Tiere vermarktet.

Im Schnitt erhalten die SQB-

Produzenten mehr Die zunehmende

Nachfrage nach Fleisch leichter Muni

hat eine Anpassung der SQB-Zuschläge

per 1. Januar 2012 (Tabelle) ermöglicht.

Mit dem neuen System, das zwar

Schlachtgewichte von 200 bis 240kg

weniger, dafür Schlachtgewichte von

270 bis 280kg mehr honoriert, erhalten

Tabelle: Zuschläge für Swiss Quality Beef

Bisher Seit 1.1.2012

Gewichtsbereich (kg) pro kg Schlachtgewicht

200.1 – 220 0.50 0.00

220.1 – 240 0.50 0.30

240.1 – 250 0.75 0.75

250.1 – 260 0.75 0.75

260.1 – 270 0.45 0.45

270.1 – 280 0.10 0.20

Hinzu kommen die CH-TAX-Zuschläge.

SQB-Produzenten anhand der aktuellen

Gewichtsverteilung je SQB-Muni einen

Mehrpreis. Neben den Zuschlägen profitieren

SQB-Produzenten von einer

rund 30 Tage kürzeren Mastdauer pro

Umtrieb und einem tieferen Grundfutterbedarf.

Gutes 2011 Im vergangenen Jahr

haben Bankmuni höhere Preise erzielt,

obwohl mehr Tiere der Schlachtung zugeführt

wurden. Die Labelprämie für IP-

Suisse Banktiere konnte erfreulicherweise

per 1. September 2011 um 10 Rp.

auf 65 Rp. erhöht werden.

Schweizer Rindfleisch geniesst bei

den Konsumenten starkes Vertrauen.

Mit marktkonformen Importfreigaben,

sowohl bei Nierstücken wie auch Kühen

in Schlachthälften, wurde die inländische

Produktion nicht wesentlich konkurrenziert.

Einen faden Nachgeschmack

hinterlässt die Gesetzeslücke

beim gepfefferten Fleisch mit dem tiefen

Zollansatz. Zum wiederholten Male

sind die Mengen an Würzfleisch teilweise

massiv angestiegen. Glücklicherweise

liess sich die insgesamt verfügbare

Mehrmenge von gut 1.8% Rindfleisch

im 2011 gut absetzen, obschon Schweinefleisch

sehr günstig verkauft wurde.

Verknappung der Tränker? Wie

sich der Schweizer Grossviehmarkt weiterentwickelt,

hängt von verschiedenen

Faktoren ab. Der Rückgang der Milchviehbestände

scheint in den nächsten

Monaten zu einer Verknappung qualitativer

Tränker zu führen. Dies obwohl der

Anteil an Mastrassenbesamungen am

Steigen ist. Am Terminmarkt in den USA

rechnet man noch bis weit ins 2012 mit

höheren Rindfleischpreisen. Diese Prognose

dürfte jedoch ändern, wenn die

globalen Wirtschaftsaussichten sich

weiter verschlechtern und nachteilig auf

den Konsum auswirken.

Autor Yvan Meuwly, Leiter Produktionsprogramm

Rindfleisch, Anicom AG,

9501 Wil. www.anicom.ch

Stabsübergabe Per 1. Januar 2012

hat Fritz Röthlisberger, der massgeblich

zum Erfolg von «Swiss Quality Beef»

(SQB) beitrug, die SQB-Projektleitung an

Yvan Meuwly übergeben.

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58 1 2012 · UFA-REVUE


Vereinfachung für Ziegenzüchter

EIN NEUES HERDEBUCHPROGRAMM soll den administrativen Aufwand für

Ziegenzüchter per 2013 reduzieren. Kernpunkt ist der direkte Internetzugang

für Tierhalter und Zuchtbuchführer. Geprüft wird der Meldeweg über die Tierverkehrsdatenbank.

Auch mit Blick auf die steigende Nachfrage nach Ziegenmilch

und -produkten befindet sich die Schweizer Ziegenzucht im Aufwind.

Der Schweizerische Ziegenzuchtverband

(SZZV) führt das Herdebuch

(HB) für zehn Rassen: Saanenziege,

Appenzellerziege, Toggenburgerziege,

Gämsfarbige Gebirgsziege,

Bündner Strahlenziege, Nera Verzascaziege,

Walliser Schwarzhalsziege, Pfauenziege,

Anglo Nubian, Burenziege. Ursula

Herren erklärt, wie die HB-Führung

optimiert werden soll.

UFA-Revue: Die Ziegenhaltung gewinnt

an Bedeutung. Warum?

Ursula Herren: Schweizer Landwirte

trachten nach neuen Betriebszweigen

und versuchen sich unter anderem in der

Nischenproduk tion. Ziegenmilchprodukte

erfreuen sich an der Verkaufsfront

Milcheiweissgehalte

wieder im Hick

Die Ziegenmilchproben werden bei

Suisse lab AG in Zollikofen mit dem Kuh -

milchprogramm analysiert und nach träg -

lich mit einer linearen Regressionsgleichung

auf «Ziegenwerte» umge rechnet.

Eine auf Wunsch des SZZV durchgeführte

Untersuchung zeigte, dass bis Dezem -

ber 2008 zu hohe und seit Dezember

2008 zu tiefe Eiweissgehalte ausgewiesen

wurden, während die Fett- und

Harnstoffwerte stimmten. Dieser Sach -

verhalt führte zu grossen Unter schieden

bei den Eiweisswerten ver gli chen

zwischen 2008 (und früher) und 2009/

2010. Seit Mai 2011 werden die er -

mittel ten Gehaltswerte korrekt von

Qualitas AG umgerechnet und ent sprech -

end vom SZZV publiziert. Per 1.

Dezember 2010 wurden die Gehaltswerte

rück wirkend korrigiert. Die zu tiefen

Ei weissgehalte von 2009 und 2010

wurden aus statistischen Gründen

(Werte bereits veröffentlicht) nicht

angepasst. Ursula Herren

UFA-REVUE · 1 2012

einer zunehmenden Beliebtheit. Gerade

die Nachfrage nach schmack haftem Ziegenkäse

ist stark gestiegen. Die Produktion

von reinem Ziegenkäse konnte –

trotz zunehmenden Importen – in den

letzten knapp 20 Jahren massiv gesteigert

werden. Eine steigende Verbreitung

weisen auch Bio-Ziegenprodukte auf.

Inwiefern profitiert der Züchter vom HB?

Für den Zuchtfortschritt ist ein HB unerlässlich.

Die Kenntnis der Leistungen,

Exterieurdaten und korrekten Abstammung

bildet die Basis für eine gezielte

Selektion und Anpaarung. Zuchtwerte

der Einzel- oder Elterntiere liefern wichtige

Informationen beim Tierkauf.

Die HB-Führung soll vereinfacht

werden. Wie?

Mit dem neuen HB-System, welches

Züchtern und Zuchtbuchführern einen

direkten Internetzugang ermöglicht,

wird der Aufwand zur Datenaufzeichnung

geringer. Es fällt weniger Papierkram

an, die direkte Dateneingabe wird

erleichtert und Zwischenschritte werden

ausgeschaltet. Der

Züchter kann seine Tiere

und deren Leistungen direkt

online verfolgen sowie

Auswertungen, Abstammungsund

Leistungsausweise bequem von

zu Hause aus ausdrucken. Meldungen in

Papierform werden auch mit dem neuen

System noch möglich sein.

Geprüft wird der Meldeweg über die Tierverkehrsdatenbank

(TVD). Wie hoch ist

das Interesse in der Praxis?

Hoch, wie nicht repräsentative Umfragen

anlässlich der SZZV-Veranstaltungen

und der Suisse Tier 2011 gezeigt ha-

ben. Die grosse Mehrheit der befragten

Züchter sprach sich für den Meldeweg

via TVD aus – vor allem jene, die auch

Grossvieh halten und die jüngeren

Züchter. Eine Umfrage bei allen Ziegenhaltern

erfolgt diesen Winter.

Wird auch die Milchkontrolle angepasst?

Der SZZV sucht Möglichkeiten, um etwa

den Zeitbedarf der Milchkontrolle in der

professionellen Ziegenzucht zu verringern.

Er ist mit Melktechnik-Anbietern

in Kontakt, damit praxistaugliche Milchmessgeräte

auf den Markt kommen. Das

bei den Kühen bewährte Milchmessgerät

TRU-TEST konnte im Einsatz bei Ziegen

noch nicht überzeugen.

Wann ist das neue HB-System umgesetzt?

Die Programmierung erfolgt 2012, die

Inbetriebnahme ist für März 2013 vorgesehen.

Basis bildet das von der Qualitas

AG erarbeitete neue Programm für

Swissherdbook und für Braunvieh

Schweiz.

NUTZTIERE

Ursula Herren,

Geschäftsführerin

vom Schweizerischen

Ziegenzuchtverband.

Die Schweiz gilt als

Ursprungsland der

modernen Ziegenzucht.

Interview

Matthias Roggli, UFA-

Revue, 3360

Herzogen buchsee.

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NUTZTIERE

Genügend Zeit einberechnen

SCHWEINESTÄLLE AB 2018 Die Übergangsbestimmung für die klassischen Voll -

spaltenställe läuft bis Ende August 2018 aus. Da die gesetzlichen Grundlagen bezüglich

Perforation noch ändern können, ist sofortiges Handeln nicht erforderlich. Allerdings

muss genug Zeit für die Planung und Bewilligung allfälliger Ersatzbauten einberechnet

werden, um verlorengehende Mastplätze zu kompensieren.

Markus

Bucheli

Für am 1. September 2008

bestehende Mastställe

gelten während der

Übergangszeit folgende

Gesamtflächenmasse:

• abgesetzte Ferkel

bis 25 kg: 0.30 m2 • Schweine mit

25 bis 60 kg: 0.45 m2 • Schweine mit

60 bis 110 kg: 0.65 m2 Die Prozentzahlen

für die maximale

Perforation der

Liegeflächen sind

noch nicht definitiv.

STALLBAU & -TECHNIK

Die Liegefläche darf in Schweineställen

ab dem 1.9.2018 nur noch

einen geringen Perfora tionsanteil

zum Abfliessen von Harn aufweisen.

Zudem soll die Liegefläche ab diesem

Zeitpunkt bei Neubauten 2% und

bei einem Umbau maximal 5% Perforation

umfassen. Diese Prozentzahlen sind

aber noch nicht in Stein gemeisselt.

Seit August 2008 arbeiten Agroscope

(Projektleitung), das Bundesamt für Veterinärwesen,

die Suisseporcs, Mäster

und Stalleinrichter am Projekt «Perforierte

Liegeflächen in der Mastschwei-

nehaltung». Auf vier Betrieben werden

folgende Produkte getestet:

• Vollspalten

• Rost mit 5%, 6%, und 8% Perforation

teilflächig (Schmidiger CH)

• Rost mit 6.4% Perforation (D)

• Spaltenklick

• Gummimatten mit 10% Perforation

(Kraiburg)

Die Datenerhebung erstreckt sich

über drei Mastperioden, damit jahreszeitliche

Unterschiede erfasst werden

können. Erste Ergebnisse sind im Verlauf

dieses Jahres zu erwarten.

Umgestaltung meist nötig In

den von der Firma Krieger realisierten

Bauten hat sich gezeigt, dass das alleinige

Auswechseln bestehender Roste durch

Platten zu keinem befriedigenden Ergebnis

führt. Will man eine saubere und trockene

Liegefläche erhalten, so kommt

man um eine Umgestaltung der Buchten

oft nicht herum. Ziel muss eine lange und

schmale Bucht sein. Dadurch wird eine

Rosttiefe erreicht, welche es auch einem

schlachtreifen Schwein erlaubt, den Kot

sauber auf den Rost zu setzen.

Durchlass der Roste Wichtiger als

die Perforation in der Festfläche erach-

Tabelle: Schweineställe ab 1. September 2018

abgesetzte Ferkel Schweine

bis 15 kg bis 25 kg 25 – 60 kg 60 – 85 kg 85 – 11 0kg 110 – 160 kg

Gesamtfläche 0.2 0.35 0.6 0.75 0.9 1.65

(m 2 /Tier)

Liegefläche 0.15 0.25 0.4 0.5 0.6 0.95

(m 2 /Tier)

maximaler 0.05 0.1 0.2 0.25 0.3 0.7

Rostanteil (m 2 )

Wandschlitz < 2 cm od. < 2 cm od. < 4 cm od. < 4 cm od. < 4 cm od. < 6 cm od.

4– 5cm 4– 5cm 8– 9cm 8– 9cm 8– 9cm 10– 11cm

tet die Firma Krieger den Durchlass der

Roste. Nur wenn der Kot rasch in den

Kanal fällt, kann mit einer geringen Verschmutzung

der Liegefläche gerechnet

werden. Dies lässt sich mit Metallrosten

und einem Wandschlitz gewährleisten.

Bei Mastschweinen darf die Randspalte

8 bis 9cm breit sein (Tabelle).

Bewilligung und Lüftungshygiene

Bevor man sich mit viel Elan an das Auswechseln

alter Roste macht, muss man

noch einige Punkte beachten. Dieser

Eingriff gilt als Umbau und ist als bewilligungspflichtig

anzusehen. Leider ist

davon auszugehen, dass die Bewilligungspraxis

vor allem im Bereich der

Neue Vorschriften per 2013

Schon bis am 1. September 2013

müssen in der Schweinehaltung erste

Anpassungen vorgenommen worden

sein. Die Schweine sollen sich jederzeit

beschäftigen können. Als geeignetes

Beschäftigungsmaterial wird Stroh, China -

schilf oder betriebseigenes Raufutter wie

Heu oder Ganzpflanzensilage angesehen.

Mit Blick auf die Hygiene und die Arbeits -

wirtschaft in Vollspaltenbuchten erreicht

man mit Stroh- oder Heuwürfeln mit

Sicherheit die besten Ergebnisse. Des

Weiteren müssen die Tiere jederzeit

Zugang zu Wasser haben.

Wie bei allen Neu- und Umbauten ist

natürliches Tageslicht erforderlich. Als

Faustregel gilt: Die Glasfläche muss

zirka 5 % der Stallfläche betragen, womit

15 Lux im Tierbereich erreicht werden

sollten. Allen Schweinen ab 25 kg muss

bei neu eingerichteten Ställen die

Möglichkeit gegeben werden, sich ab

25 °C abzukühlen. Durch Kühlung der

Zu- oder Stallluft mittels einer Hochdruckvernebelung

oder der Zuluftführung

über das Erdreich erzielt man einen

sehr guten Effekt.

Ammoniakreduktion nicht zu einer Vereinfachung

führen wird.

Sollte sich in der Umgebung die

Wohnbausituation geändert haben,

kann es zu Problemen mit der Lufthygiene

kommen. Zu rechnen ist mit einer

Anpassung der Lüftungsanlage, da

durch die veränderte Haltung der Lüftungseffekt

oft nicht mehr genügt.

Autor Markus Bucheli, Projektleiter/

Leiter Schweinecenter, Krieger AG,

6017 Ruswil

www.krieger-ruswil.ch

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www.ufarevue.ch 1 · 12

60 1 2012 · UFA-REVUE


Versorgungsstatus gut beobachten

EINE GEZIELTE EISENVERSORGUNG gehört zu den bedeutendsten Voraussetzungen

für eine problemlose Entwicklung der Ferkel. Bei einzelnen Tieren ist die Eisenreserve

bereits vor der Injektion am dritten Lebenstag aufgebraucht. Ein Manko in dieser Phase

ist heikel. Es gilt, den Versorgungsstatus im Auge zu behalten. Zu empfehlen ist die

Ergänzung der Eiseninjektion oder -paste mit Eisenzuckerprodukten wie UFA-Fenergie.

Ferkel kommen mit einem Eisen -

reservoir von 40 bis 60mg pro Kilogramm

Körpergewicht zur Welt. Bereits

bei der Geburt weisen manche

Tiere ein Eisendefizit auf. Der Eisenbedarf

liegt bei 10mg pro Ferkel und Tag.

Da Sauenmilch bloss 1mg pro Liter enthält,

ist der Vorrat schnell erschöpft.

Mangel erkennen Eisen ist Bestandteil

des Blutfarbstoffes Hämoglobin

sowie des Muskelfarbstoffes Myoglobin.

Es ist unverzichtbar für den

Sauerstofftransport zu den Organen und

Geweben. Fehlt es an Eisen, leidet das

Ferkel an Blutarmut, was sich in einer

weiss-gelblichen Verfärbung der

Schleimhäute und in extremen Fällen

der Haut zeigt. Ein Eisenmangel kann

auch zu Trägheit, Atmungsstörungen,

gehemmtem Wachstum und erhöhter

Durchfallanfälligkeit führen.

Vor- und Nachteile

der Spritze Unter

Fachleuten ist unbestritten,

dass Ferkel

mit Eisen versorgt

werden müssen. Die

klassische Eiseninjektion am dritten Lebenstag

stellt bei richtiger Durchführung

eine sichere Variante dar, weil die

ganze Dosis ins Blut gelangt. Zu den

Nachteilen gehören mögliche Oxidationsprozesse

im Blut sowie die Vermehrung

unerwünschter Keime wie Streptokokken.

Ferkeln, die bereits mit einem

Eisenmangel geboren werden, steht

dieses Spurenelement bei einer Verabreichung

am dritten Lebenstag zu spät

zur Verfügung. Vor verlegen lässt sich die

Eiseninjektion schlecht, weil insbesondere

Ferkel mit einem Körpergewicht

von unter 1.4kg durch den Einstich

noch mehr gestresst würden.

Paste mit guten Ergebnissen

Als Alternative oder Ergänzung zur Injektion

bietet sich Eisenpaste (Eisendextran)

an. Untersuchungen – unter anderem

am Lehr- und Forschungszentrum

Raumberg-Gumpen stein – zeigen, dass

der alleinige Einsatz von Paste vergleichbare

Effekte bringt wie die Injektion.

Eisenpräparate enthalten Verbindungen,

welche die Aufnahme des Eisenmoleküls

verbessern und die Darmverträglichkeit

sicherstellen.

Eisenpaste – eine

tierfreundliche

Eisen-Verabreichungsmethode.

Nach einer Woche kontrollieren

Ob es nach der der ersten Pastengabe

oder Injektion noch Nachschub braucht,

hängt vom Geburtsgewicht, von der angestrebten

Wachstumsintensität, der

Beifütterung sowie vom Gesundheitsmanagement

ab. Um eine nachhaltige

Versorgung sicherzustellen, empfiehlt

sich eine zweimalige Gabe eines Eisen-

Urs

Berweger

Strategie mit Eisenpaste

Bewährt hat sich die orale Verabreichung von Eisenpaste, kombiniert

mit dem freien Angebot von Eisenzucker (UFA-Fenergie). Die UFA-

Eisenpaste wird nach erfolgreicher Kolostrumaufnahme sowie je nach

Bedarf acht bis zehn Tage später mit je 2 x 2 ml dosiert. Ab dem

zweiten Lebenstag wird UFA-Fenergie auf den Boden gestreut, damit

bedürftige Ferkel über eine zusätzliche Eisenquelle verfügen. Verabreicht

werden 50 g UFA-Fenergie pro Wurf und Tag während 20 Tagen.

Eine andere Variante ist der Einsatz von Wühlerde (UFA 303), von der

0.5 bis 1l pro Wurf und Tag auf den Boden verteilt werden. UFA-Fenergie

liefert neben Eisen weitere wichtige Stoffe wie Vitamin C und E zur

Stärkung des Immunsystems. UFA 303 enthält Huminsäuren, welche

toxische Verbindungen und Durchfallerreger in Schach halten helfen.

Beide Produkte lassen sich mit Ferkel-Starterfutter problemlos mischen,

was die frühzeitige Festfutter-Aufnahme fördert. Als alleinige Eisenquelle

genügen UFA-Fenergie und UFA 303 nicht. Eine Ergänzung mit

Eisenpaste ist nötig.

Dextranpräparates am ersten und achten

Lebenstag. Auf jeden Fall will der

Versorgungsstatus gut kontrolliert sein.

Ergänzende Substanzen Auf den

Boden verteilte Eisenzucker- oder

Wühl erdeprodukte bewähren sich als

Ergänzung zur Eiseninjektion oder -paste.

Tiere, die es brauchen, haben so die

Möglichkeit, mehr Eisen aufzunehmen.

Fazit Eisenpaste bringt ähnliche Resultate

wie die Injektion. Wichtig ist, auf

Mängel rasch zu reagieren. Der Einsatz

von Eisenzucker oder Wühlerde steigert

die Versorgungssicherheit.

NUTZTIERE

Autor Urs Berweger,

Schweinespezialist

und Ressortleiter im

UFA-Beratungsdienst,

9501 Wil.

www.ufa.ch

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UFA-REVUE · 1 2012 61


NUTZTIERE

Zu hohe Inlandproduktion beim

Schweinefleisch

ANICOM REGIONALVERSAMMLUNGEN Wiederum gross war der Aufmarsch

der Tierproduzenten zu den Regionalversammlungen. Neben Orientierungen über die

Situation auf den einzelnen Märkten interessierten die Referate zur Agrarpolitik.

1 · Christian Probst,

neuer Leiter der

Niederlassung

Mittelland.

2 · Die Tierhalter

lassen sich über das

aktuelle Markt -

geschehen informieren.

3 · Peter Widmer (Bild)

ersetzt René Kocher…

4 · …und Stefan

Brodbeck Ernst Lüthi

im Regionalausschuss

Mittelland.

5 · Rudolf Bigler,

Präsident des

Regionalausschusses

Mittelland, dankt

fenaco Geschäfts -

leitungsmitglied

Eugen Brühlmeier für

sein Referat.

BILDBERICHT

Beim Fleischkonsum, der momentan

bei 62.4kg pro Person und Jahr

liegt, herrscht in der Schweiz eine

stabile Situation. Im Schweinesektor

haben die Produzenten jedoch mit

tiefen Preisen zu kämpfen. So galten die

Schlachtschweine 2011 im Schnitt nur

rund 3.60Fr. pro kg Schlachtgewicht

und die Mastjager (SGD-A zu 25kg) liegen

um die 4.47Fr. Knapp 9000 Zuchtbetriebe

liefern heute jährlich 323

Schlachtschweine je Betrieb ab. «Die Inlandproduktion

mit einem Anteil von

aktuell 95.1% des Konsums ist zu hoch,

das Angebot muss gesenkt werden»,

wurde an den Regionalversammlungen

der Anicom betont.

Beim Rindvieh hingegen ist die

Marktsituation besser. «Bei den Kälbern

läuft der Markt knapp, bei den Muni

ziemlich und beim übrigen Rindvieh sei

der Absatz recht gut», lautete die Analyse.

Alternativen für Milchproduzenten

oder für Muni-Mäster, die wegen den

Stallbauvorschriften per 2013 aufzuhören

gedenken, sieht man bei der Anicom

in der Kälbermast, in der Erzeugung

von Label-, High-Qualitiy oder

Swiss-Quality-Beef, von Fressern oder

sonstigem Label-Fleisch.

Transparent und leistungsfähig

Die Anicom ist bestrebt, als Vermarkter

volle Transparenz hinsichtlich Taxation,

Preisgestaltung und Abrechnung zu bieten.

«Heute sind Abnehmer gefragt,

welche dies und darüber hinaus noch

weitere Dienstleistungen bieten können».

Erwähnt wurden dabei Vorzüge

wie die Bezahlung innert zehn Tagen,

die zusätzlichen Auswertungen oder das

breite Angebot verschiedener Produktionsprogramme.

Topmoderne fenaco «Basierend

auf 216 landwirtschaftlichen Genossenschaften

mit über 48000 bäuerlichen

Mitgliedern behauptet sich die fenaco

als solides und topmodernes Unternehmen»,

hielt fenaco-Präsident Lienhard

Marschall fest. «Unser Auftrag ist es, die

Bauern mit Produktionsmitteln zu versorgen

und von ihnen die Erzeugnisse

abzukaufen, diese zu veredeln und letztlich

wieder zu verkaufen», sagte Mar-

1

2

3

schall weiter. Zu diesem Zweck investiert

die fenaco jährlich weit über 200

Mio. Fr. in neue Anlagen – für eine produzierende

Schweizer Landwirtschaft.

Kooperation anstreben Wie

sieht die Zukunft in den Teilmärkten der

Schweizer Tierproduktion aus? «Die

Milchproduktion muss erhalten bleiben,

um die Wertschöpfung der Schweizer

Landwirtschaft zu halten«, ist Eugen

Brühlmeier, Mitglied der fenaco-Geschäftsleitung,

überzeugt. Investieren

müsse man vor allem in die

Strukturverbesserung. In der

Fleischproduktion selbst bestehe

wenig Ausdehnungspotenzial. «Die

Flächenmobilität setzt einer Betriebsvergrösserung

oft Grenzen, da

62 1 2012 · UFA-REVUE

4

5


ist es vorteilhaft sich mit einem Partner

zusammenzutun und gemeinsam zu investieren»,

meinte Brühlmeier.

Landwirtschaft nicht schwächen

«Die schweizerische Agrarpolitik basiert

auf den drei Pfeilern Grenzschutz,

Marktstützung und Direktzahlungen

und in jedem dieser Bereiche setzt sich

der Bauernverband (SBV) dafür ein, dass

die Landwirtschaft nicht geschwächt

wird» betonte Bauernverbandspräsident

Hansjörg Walter. Der Grenzschutz müsse

erhalten bleiben, wobei der bilaterale

Weg mit der EU weiterverfolgt werden

müsse, «Der SBV sträubt sich aber gegen

6

7

ein Freihandelsabkommen mit der EU.»

Skeptisch stehe man zudem Freihandelsabkommen

mit Ländern wie China,

Indien und Brasilien gegenüber. Punkto

Direktzahlungen und Agrarpolitik

2014– 2017 gäbe es Knacknüsse, erklärte

Hansjörg Walter weiter. Zurzeit

werde bundesintern die Botschaft zur

Agrarpolitik erstellt. Positiv sei, dass Ernährungssouveränität

und Qualitätsstrategie

nun Bestandteil seien. Zudem

soll das Budget für die Landwirtschaft

nicht geschmälert werden. Negativ falle

ins Gewicht, dass die produzierende

Landwirtschaft, insbesondere die Tierhaltung,

geschwächt werde, dass Pla-

9

10

8 13

UFA-REVUE · 1 2012 63

11

12

BILDBERICHT

nungsunsicherheiten mit der Agrarpolitik

verbunden seien und längerfristig die

Verwaltungskosten zunehmen werden.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die

Swissness. Eine glaubwürdige Swissness-Regelung

sei für die Schweizer

Landwirtschaft existenziell, erklärte

Walter. Nur wenn Schweiz drin sei, wo

Schweiz drauf stehe, könne die Primärproduktion

an dem mit der Marke

Schweiz verbundenen Mehrwert teilhaben.

Deshalb hätten die SBV-Delegierten

ihrem Vorstand für die Lancierung

einer Swissness-Initiative grünes Licht

erteilt.

Agrarpolitik im Waadtland «Wegen

der geringeren Konzentration der

Tierproduktion scheint die neue Agrarpolitik

die Landwirte in der Romandie

weniger zu beeinträchtigen», prognostiziert

Luc Thomas, Direktor Prométerre.

Das Herz der neuen Agrarpolitik sei die

Weiterentwicklung der Direktzahlungen,

die 83% aller in der Landwirtschaft

eingesetzten Mittel ausmachen. Der

Anteil für Ökologie und Tierschutz soll

2014 um 100 Mio. und 2017 nochmals

um 170 Mio. Fr. zu Lasten der allgemeinen

Direktzahlungen erhöht werden.

Die Prométerre setzt sich – als Waadtländer

Organisation zur Förderung der

Landwirtschaft – dafür ein, dass die

landwirtschaftliche Produktion nicht

durch weitere Extensivierungen reduziert

wird.

14

NUTZTIERE

6 · Engagierte Dis -

kussion mit Suisseporcs-Präsident

Ulrico

Feitknecht (links).

7 · Yvan Meuwly, hier

mit Josef Schmid

(Präsident Regionalausschuss

Ostschweiz)

und Hansjörg Walter,

wird nationaler

Bereichsleiter Rindvieh

und übergibt die

Funktion des Niederlassungsleiters

Ostschweiz…

8 · …an Roland

Lienhard.

9 · Die neue Geschäftsleitung

der Anicom mit

Paul Steiner, Stefan

Schwab (Vorsitz) und

Alice Brüschweiler

(v.l.n.r.). Auf dem Bild

fehlt Marcel Allemann.

10 · Luc Thomas,

Direktor von

Prométerre.

11 · fenaco-Präsident

Lienhard Marschall und

fenaco-Geschäfts -

leitungsmitglied Josef

Sommer (v.r.n.l.).

12 · Gilbert Catillaz,

Niederlassungsleiter

Westschweiz, Cédric

Roch, Leiter Schweinebereich,

und Ulrich

Kocher, Präsident

Regionalausschuss

Westschweiz (v.l.n.r.).

13 · Oskar Brunner,

Präsident Regionalausschuss

Zentralschweiz,

verabschiedet Fredy

Bürki aus diesem

Gremium (in der Mitte

Niederlassungsleiter

Beat Wandeler) und...

14 · … heisst

Niklaus Küchler dort

willkommen.

Autoren Dr. Roman

Engeler, Daniela

Clemenz, Matthias

Roggli, UFA-Revue,

8401 Winterthur

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NUTZTIERE

Effektive Schadnagerbekämpfung

RATTEN UND MÄUSE sind auf Landwirtschaftsbetrieben weit verbreitet. Das

Ausmass eines Schadnagerbefalls und die Gefährdung der Tiergesundheit werden oft

unterschätzt. Neuartige Hygienemanagement-Verfahren, die an den UFA 2000

Tagungen im Detail präsentiert werden, reduzieren die Gefahr einer Krankheits -

einschleppung wirkungsvoll.

Volkmar

Hedwig

An Nahrungsangeboten

für

Schadnager

mangelt es auf dem

Bauernhof nicht.

Bild: Roman Engeler

Ein mittlerer Befall mit 100 Ratten

produziert im Jahr über 700l Urin

und 1000000 Kotpartikel. Wenn

nur ein Promille dieser Fäkalien in

das Tierfutter – und damit in die Kette

der Lebensmittelproduktion – gelangt,

so sind das im Jahr 700ml Urin und

1000 Kotpartikel.

Reservoir der Krankheitserreger

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen,

dass Mäuse und Ratten als Überträger

und Reservoir gefährlicher Krankheitserreger

dienen. Einige davon, wie

Salmonellen oder Campylobacter, werden

mit dem Kot ausgeschieden. Leptospiren

und Brucellen werden mit dem

Urin verbreitet und Erreger wie das Aujeszky-Virus

können verschiedene Organe

der Nager befallen und werden von

Schweinen beim gelegentlichen Verzehr

einer Ratte aufgenommen.

Desinfektion und Bekämpfung

Schadnager können die infektiösen Partikel

über lange Zeit ausscheiden. Sie

UFA 2000 Tagungen

An den UFA 2000 Tagungen werden

griffige Massnahmen zur Bekämpfung

von Schadnagern im Detail vorgestellt.

Präsentiert werden zudem die Ergebnisse

der UFA 2000 Zuchtauswertung

sowie Wissenswertes rund um die

Schwei ne fütterung und den Schweinemarkt.

Eine Anmeldung beim UFA-Beratungsdienst

ist erforderlich.

• 17.1.12, 9 Uhr, Begegnungszentrum

Schenkon (LU)

• 18.1.12, 9 Uhr, Restaurant Toggenburgerhof,

Kirchberg (TG)

• 19.1.12, 9 Uhr, Saalbau Kirchberg (BE)

• 7.3.12, 9 Uhr, Hôtel restaurant de la

Gare, Moudon (VD)

übertragen die Erreger zwischen Beständen,

zwischen Wildtieren und Beständen

und auch in zeitlich aufeinander folgende

Bestände. Um die Infektionskette

zu unterbrechen, ist neben der Desinfektion

auch die Nagetierbekämpfung

notwendig.

Welcher Köder? Ratten und Mäuse

besitzen einen guten Geruchs- und

Geschmackssinn. Besonders Ratten sind

äusserst wählerisch. Ein Köder muss mit

den anderen Futterquellen auf dem

Bauernhof konkurrieren können.

Der Erfolg einer Schadnagerbekämpfung

hängt wesentlich von der Verteilung

und regelmässigen Versorgung der

Köderstellen ab. Üblicherweise wird

empfohlen, den Betrieb genau zu inspizieren

und überall dort, wo Rattenaktivität

vermutet wird, eine Köderstelle

einzurichten. Dieser Ansatz führt nur

dann zur Tilgung des Befalls, wenn auch

im normalen Tagesablauf kaum besuchte,

aber von Ratten bevorzugte Plätze

des Betriebes einbezogen werden und

der Landwirt sich als guter Spurensucher

erweist.

Neues Bekämpfungsverfahren

Selbst der Einsatz von Ködern mit hoher

Attraktivität für Ratten garantiert nicht

immer den Erfolg. Im Rahmen einer

Kampagne und weiterer Feldversuche

im Münsterland und in Niedersachsen

wurde ein Verfahren entwickelt, mit

dem ein auf den jeweiligen Betrieb zugeschnittenerSchadnager-Bekämpfungsplan

erstellt werden kann, dessen

Umsetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit

zur Tilgung führt. Ohne auf Spurensuche

gehen zu müssen, erhält der Landwirt

kostenlos einen zuverlässigen

Bekämpfungsplan.

Fazit Schadnager können Krankheiten

via Harn und Kot auf Nutztiere übertragen.

Neue Verfahren helfen, die Bekämpfung

zu erleichtern.

Autor Volkmar Hedwig,

Bayer CropScience, 51373 Leverkusen.

www.bayercropscience.de

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64 1 2012 · UFA-REVUE


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2800 Delémont 058 434 04 20

1564 Domdidier 026 675 21 41

1470 Estavayer-le-Lac 026 663 93 70

3360 Herzogenbuchsee 062 956 62 25

3052 Zollikofen 058 434 07 90

1733 Treyvaux 026 413 17 44

HOFTECHNIK

Fortsetzung

von Seite 52

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UFA-REVUE · 1 2012 65


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DAUERTIEFPREIS

Artikel- und Preisänderungen vorbehalten gültig: 04.01. – 21.01.12


Betreuungsangebote weiterentwickeln

Soziale Dienstleistungen bieten

Bäuerinnen und Bauern die Möglichkeit,

ein zusätzliches Einkommen

zu erzielen. Dazu gehören

beispielsweise Kinderbetreuung,

Arbeiten mit behinderten Menschen,

Pflege von älteren Personen

oder Time-outs für Suchterkrankte.

Damit die Qualität der erbrachten

Dienstleistungen hoch bleibt

und weitere Betriebe für diese Art

der Dienstleistung gewonnen werden

können, sind im Agrarbericht

2011 eine Reihe von Massnahmen

vorgeschlagen. Zum einen solle die

Transparenz innerhalb der aktiv Beteiligten

und die Kommunikation

gegen aussen verbessert werden.

Für Familienbetriebe wäre es sinnvoll,

die Charakteristiken der Fami-

Karins Kräutertipps

Kräuter-Badesalz

An Winterabenden sind wohl -

tuende Kräuterbäder besonders

willkommen.

Duftende Kräuter und grobes

Meersalz lagenweise in ein

geruchfreies Schraubverschluss-

Glas füllen, verschliessen und

drei bis sechs Wochen ziehen

lassen. Eine ordentliche Handvoll

des fertigen Badesalzes in

ein Gaze- oder Baumwollsäcklein

abfüllen. Dieses in den

Heisswasserstrahl halten und

anschliessend ins Badewasser

legen und das Bad geniessen.

Als Badekräuter eignen sich

ungespritzte Rosen-, Lavendelund

Ringelblumen-Blüten, Frauenmantel,

Schafgarbe, Basilikum,

Rosmarin (Letzteres nicht

bei Bluthochdruck).

Karin Näf

www.kraeuterkurse.ch

lie in einer Art Portfolio gegen aussen

darstellen zu können. Dieses

könnte dazu beitragen, dass eine zu

betreuende Person eine ideale Fa-

Ideenbörse Landjugend

Keine Ideen für das nächste Landjugend-Treffen?

www.landjugend.ch

Rubrik Service-Ideenbörse sind Beschreibungen

von Anlässen zu finden.

So profitiert man von den guten

Ideen der anderen – erst noch

gewollt und kostenfrei.

Mein Hof im Internet

Wer jetzt noch

keine eigene

Homepage von

seinem Hof hat, dem wird das mit

www.swissfarm.ch leicht gemacht.

1. Schritt: Registrieren. 2. Schritt:

Unter der Rubrik Anwendungen

«Eigene Seite erstellen» anklicken

und die Menüpunkte durchgehen

(Text, Bilder, Videos einfüllen).

3. Schritt: Den Hof mit Google-

Maps einbinden, dass man auch gefunden

wird. 4. Schritt: Fans und

Freunde einladen, damit sie den Hof

kennen lernen. 5. Ab und zu News

aufschalten. Zu schwierig: Dann erstens

die Startseite herunterscrollen,

milie zu ihrer Betreuung findet. Eine

zweite Massnahme könnte darin

bestehen, die Qualität der geleisteten

Arbeit durch die Netzwerkorganisationen

sowie durch die Familienbetriebe

weiter zu entwickeln,

indem Qualitätssicherungssysteme

aufgebaut und systematisch implementiert

werden. Drittens wäre es

wünschbar, wenn Akteure von sozialen

Dienstleistungen die Weiterentwicklung

und Sicherung solcher

Leistungen durch eine eigene Interessengemeinschaft,

Gesellschaft

oder Plattform weiter vorantreiben

könnten.

Agrarbericht 2011, Bundesamt für

Landwirtschaft. www.blw.admin.ch

den Hilfe-Punkt anklicken und das

Installationsvideo für die Fanpage

anschauen. Und zweitens die Beispiele

anderer Bauern durchsehen.

Melkbare Kuh

Für Veranstaltungen/Messen oder

private Anlässe vermietete die

Zentralschweizer Milchproduzenten

(ZMP) zwei melkbare Kunststoff-

Kühe (Jaqueline und Simona), beide

braun. Der Transport geht zu Lasten

des Benutzers. Für ZMP-Mitglieder

ist die Miete gratis. Private zahlen

100Fr. für zehn Tage.

Onlinereservation: www.zmp.ch

Kochtipps fürs neue Jahr

In der Reihe Landfrauen kochen

wurden die beliebtesten

Rezepte neu

zusammengestellt.

Aussergewöhnlich,

praxisnah mit

wunderschönen

Bildern kostet 29 Fr. Er hältlich

edition Vorsatz, Staatsstrasse 159,

3626 Hünibach, Tel. 033 243 00 77.

www.landfrauenkochen.ch

KURZMELDUNGEN

Verlosung

LANDLEBEN

Edelweisskrawatte

Zu seinem 75-Jahr-Jubiläum im Jahr

2012 verlost der Landwirtschaftliche

Informationsdienst monatlich in

der UFA-Revue tolle Angebote aus

dem LID-Shop beispielsweise Edelweisskravatten,

wie sie auch öfters

unser zurzeit höchster Schweizer,

Nationalratspräsident Hansjörg

Walter (Bild), trägt. Schreiben Sie eine

SMS an 880 (90Rp.) mit KFL

Edelweiss Name Adresse. Ein -

sendeschluss ist der 23. Januar

2012. Sie haben die Chance eine

von fünf Edelweiss kravatten im

Wert von je 35Fr. zu gewinnen

Gewinner 12/2011

Einen Birchmeier Granulatstreuer

Granomax im Wert von je 39 Fr.

gewannen: Dominique Berger aus

Bonfol, Rahel Bohrer aus Nenzlingen,

Irene Mühlebach aus Teger -

felden, Beatrice Schmidlin aus

Ettenhausen und

Tavernier Didier aus

Vionnaz. Wer auch

so einen Birchmeier

Granulatstreuer

Granomax will,

findet ihn in den

LANDI und Gartencenter

zu kaufen.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

67


SCHWEIZER BAUERN: WOHER – WOHIN?

LANDLEBEN

Als Farmer

geschätzt

Wenn sich ein junger Milchproduzent

wie Stefan Muntwyler (31) mit einem

ehemaligen Melker wie Burkhard Eggenberger

(86) unterhält, stellen sie Gemeinsamkeiten

fest. Dabei ist heute

vieles anders als früher: Melker waren

früher angesehene Leute und wurden

vergleichsweise gut entlöhnt, wie Burkhard

Eggenberger (86) aus Hinterforst

(SG) erzählt. Und heute? Stefan Muntwyler

(31) vom Hof Onderegg in Oberriet

(SG): «In der Stadt schauen sie einen

schon mal komisch an, wenn man sagt,

man sei Bauer. Im ländlichen Raum ist

das weniger der Fall.» Ganz anders als in

Neuseeland, wo er vor neun Jahren einmal

war: «Wenn man dort sagte, man

sei Farmer, dann war man der King.»

Muntwyler bewirtschaftet seinen Hof

im St. Galler Rheintal mit 34ha Land,

75 Kühen, 65 Mastschweineplätzen

und drei Pensionspferden weitgehend

allein mit einem Lehrling. Bei Arbeitsspitzen

helfen seine Mutter und die

Freundin mit. Eggenberger hat früher

auf Höfen gearbeitet, welche allein für

60 Kühe drei Melker anstellen mussten.

Damals hat man das Heu noch getragen,

das Gras von Hand gemäht und die

Kühe manuell gemolken.

Heute geht die technische Entwicklung

immer noch weiter. Aber auch gegenläufige

Trends finden den Weg in

den modernen Stall. So ist Muntwyler

zum Beispiel via Melkroboter zur Homöopathie

gekommen.

Fragt man nach der Zukunft, dann fallen

die Antworten durchwachsen aus.

Muntwyler: «Kurzfristig wird es wohl

nicht viel besser. Aber langfristig sehe

ich nicht nur schlecht, sonst müsste ich

sofort aufhören.» Eggenberger: «Essen

brauchts immer.» Aber vor allem vereint

die beiden Herren die Freude am Beruf.

Sie scheint heute wie früher die treibende

Kraft zu sein. Eveline Dudda

Schweizer

Bauern:

Woher – wohin?

Seit 75 Jahren

schlägt der

Landwirtschaft -

liche Informa -

tionsdienst (LID)

Brücken zwischen

Stadt und Land.

In einer Artikel -

serie mit Bauern

verschiedener

Gene rationen

sucht der LID

2012 Perspek -

tiven für die

Schweizer Landund

Ernährungs -

wirtschaft.

www.lid.ch

75 Jahre Kommunikation

zwischen Stadt und Land

68 1 2012 · UFA-REVUE


Der LID verbindet Stadt und Land

IMMER MEHR MENSCHEN IN DEN STÄDTEN wissen immer weniger

über die Landwirtschaft. Da braucht es gezielte Kommunikation, um

Verständnis und Vertrauen zu fördern. Dafür arbeitet der Landwirtschaftliche

Informationsdienst LID seit 75 Jahren.

Die Schweizer Bauern stellen einen

immer kleineren Anteil an der Bevölkerung.

Sie stehen unter wachsendem

Marktdruck und müssen

sich auf ständig veränderte Ansprüche

einstellen. Da sind sie für ihre Existenz

mehr denn je auf das Verständnis und

Vertrauen der Konsumenten und Stimm -

bürger angewiesen. Dies ist keine neue

Erkenntnis: Sie war 1937 ausschlaggebend

dafür, dass der Landwirtschaftliche

Informationsdienst gegründet und erstmals

das «Bauernblatt für die Schweizer

Stadt» an die Städter verteilt wurde.

Brückenbauer seit Generationen

Durch Information und Kommunikation

bei der Bevölkerung Verständnis für die

Landwirtschaft schaffen und Vertrauen

aufbauen, Begegnungen zwischen Stadt

und Land fördern, das ist die Vision und

bleibt das Ziel des LID. Alle sollen verstehen,

dass unsere Landwirtschaft mit

ihren vielfältigen Werten ein wertvolles

Allgemeingut ist und sich als Konsumenten

und Stimmbürger dafür einsetzen,

dass sie es auch für die nächsten

Generationen bleibt. Mit vielfältigen

Massnahmen und Projekten baut der

LID Brücken: zwischen der Schweizer

Land- und Ernährungswirtschaft und

den Medien, zwischen Bauernfamilien

und Schulklassen, zwischen Produzenten

und Konsumenten.

Bauernfamilien setzen

gerne Lockpfosten ein.

Für Medien Regelmässige Gespräche

mit Journalisten zeigen, dass der

LID für die Medien ein bewährter und

vertrauenswürdiger Partner ist. Mit täglichen

Agro-News, dem Mediendienst

und Dossiers informiert er über das

aktuelle Geschehen in der Land- und

Ernährungswirtschaft. Die Medien nehmen

die LID-Artikel und Themenimpulse

regelmässig auf.

Theodora Peter, die Leiterin der Inlandredaktion

der Schweizerischen Depeschenagentur

(SDA), hält den LID-

Mediendienst für «sehr professionell

gemacht», man merke, dass unabhängige

Autoren journalistisch an die Themen

herangehen. Der Mediendienst sei

«übersichtlich, gut portioniert, mit einem

guten Überblick». «Der LID hilft

auch, Trends herauszuspüren, er ist

glaubwürdig, nützlich und relevant»,

sagte auch der Redaktor Marc Lettau

von der Tageszeitung «Der Bund». Niklaus

Bernhard von der Berner Zeitung

meint, dass das Schweizer Fernsehen

(vor allem 10 vor 10) viele Beiträge über

die Landwirtschaft bringe, die nach-

Markus

Rediger

LANDLEBEN

Jürg

Rindlisbacher

Für’s Leben lernen auf

dem Bauernhof: Schule

auf dem Bauernhof

www.schub.ch.

75 Jahre Kommunikation

zwischen Stadt und Land

LID: Für die Bauern!

• Der LID ist ein Verein. Er wird von seinen rund 80 Mitglieder -

organisationen aus der Land- und Ernährungswirtschaft zur Kommunikations-

und PR-Arbeit beauftragt und von diesen getragen.

• Im LID-Team arbeiten zurzeit 9 Personen. Sie werden in ihren

Projekten durch externe Partner ergänzt.

• Der LID gibt Wissen und Erfahrung weiter. Mit Schulungen und

Publikationen für Bauernbetriebe und Organisationen motiviert er

diese, auch ihr grosses Kommunikationspotenzial zu nutzen.

• Beim LID gibt’s praktische Unterstützung. Bauernbetriebe und

Organi sationen können beim LID Informationsbroschüren und

Werbe artikel für ihre Kommunikation bestellen und sich auch in

ihren PR-Aktivitäten und -Projekten beraten lassen.

• LID, Landwirtschaftlicher Informationsdienst, Weststrasse 10,

3000 Bern 6, Tel. 031 359 59 77, info@lid.ch, www.lid.ch

UFA-REVUE · 1 2012 69


LANDLEBEN

Rahmdeckeli-Aktion

des LID und der Cremo.

Für eine Landwirtschaft,

die Neugier

weckt und begeistert.

weislich vom LID übernommen werden

oder inspiriert sind, der LID liefere quasi

das Drehbuch für TV-Sendungen.

Medienschaffende können sich für

Auskünfte direkt an den LID wenden

oder für Recherchen das umfangreiche

Archiv der LID-Publikationen im Internet

nutzen. Mit der Presseschau beo -

bachtet der LID täglich, wie die Landund

Ernährungswirtschaft in den Medien

abgebildet ist. Diese Informationen

sind auch für Verantwortliche innerhalb

der Landwirtschaft von Nutzen und

können abonniert werden.

Für Schulen Schon früh war beim

LID klar, dass «nicht nur das Geschriebene

im ausgebauten Pressedienst»

zur Wirkung kommen müsse, sondern

«auch alle andern modernen Mittel der

Public Relations», so Oskar Howald, der

erste LID-Präsident, 1962 in der Agrarpolitischen

Revue zu 25 Jahre LID. Diesem

Grundsatz lebt der LID auch heute

nach.

In den letzten fünfzehn Jahren hat

sich der LID immer mehr auch auf die

Zielgruppe Schulen ausgerichtet. Kindern

und Jugendlichen Bauernhof-

Grundwissen und Bauernhoferlebnisse

Jubiläumsaktivitäten LID.75 im Jahr 2012

Artikelserie «Von Bauer zu Bauer – Generationengespräche in der Landwirtschaft»:

monatlich im Mediendienst und in der UFA-Revue 1-12/2012

Verlosung von Edelweissartikel: UFA-Revue 1-12/2012 (Seite 67)

LID-Dossier 75 Jahre LID, Januar.

Aktion «Baumschule»: Schulklassen setzen von Januar bis März 75 Obstbäume

PR-Ausstellung «Wegweiser», ganzjährig, an diversen Veranstaltungen und in

landwirtschaftlichen Schulen

Lehrset «PR auf dem Bauernhof»: ab Juni erhätlich

Medien-Event «Vom Schwein zum Schnitzel»: Ende August

LID-JUBILÄUMS-DV: Mittwoch, 17. Oktober, Olma St. Gallen

Wettbewerb «Den LID entdecken»: Januar bis September

Kaffeerahmdeckel-Serie LID «Was ist das?»: Cremo, erstes Halbjahr 2012

vermitteln, ist eine nachhaltige Arbeit.

So engagiert sich der LID stark für das

Projekt «Schule auf dem Bauernhof».

Durch selbst erstellte Unterrichtsmittel

verschafft er Lehrpersonen vereinfachten

Zugang zum Thema Landwirtschaft

und Ernährung. Lehrer Andreas Riedwyl

schätzt die Angebote: «Das Lernheft

Pick up 22 ist ein Volltreffer». In Schulen

und bei Konsumenten sehr geschätzt

sind die LID-Broschüren zu Pflanzen

und Tieren in der Landwirtschaft.

Für Konsumenten Wo es darum

geht, Konsumenten anzusprechen und

Beziehungen zwischen ihnen und der

Land- und Ernährungswirtschaft aufzubauen,

setzt der LID in seiner PR-Arbeit

alle gängigen Kommunikationsinstrumente

ein. Internetauftritte, Facebook,

Minibroschüren, Stallvisite, Lockpfosten,

Messeauftritte und Ausstellungen,

Werbeartikel, Plakatkampagnen und

TV-Spots zeugen vom breiten Repertoire.

Vieles davon wird im Rahmen der

Imagekampagne «Gut, gibt’s die

Schweizer Bauern» des Schweizerischen

Bauernverbandes umgesetzt.

Glaubwürdig kommunizieren.

Albert Rösti, Präsident des LID sagt zur

Aufgabe des LID: «Die Kommunikation

zur Qualität, zum Vertrauen und zum

Wert der Schweizer Landwirtschaft ist

dann am glaubwürdigsten, wenn sie

von einer unabhängigen Stelle aus erfolgt

und die Informationen auf Fakten

basieren. Dies ist die zentrale Aufgabe

des LID. Wir dürfen, unter anderem

gestützt auf Medienkritiken, feststellen,

dass der LID mit seiner heutigen Arbeit

dieser Anforderung vollauf gerecht

wird.»

Erfreuliche Echos

«Soeben habe ich ihre neuste Ausgabe

des LID Dossiers erhalten und gelesen.

Vielen Dank für die gute, wichtige

und interessante Informations-Arbeit,

welche sie damit leisten! Ich schätze

ihre Zeitschrift sehr».

Irmgard Bühler, Wissenschaftliche

Mitarbeiterin bei der CVP Schweiz, Bern

«Die Minibroschüren sind echt super.

Ich freue mich diese zu verschenken.

Das habt Ihr gut gemacht.»

Ruth Osterwalder, Aadorf

«Vielen Dank, dass Sie an unserem

Anlass teilgenommen haben und

für den Bericht und das Bild mit Frau

Sommaruga, das hat mich sehr

gefreut.»

Christine Gerber, Bäuerin, Dettligen.

«Ich habe an der Olma den Landwirtschaftlichen

Informationsdienst

kennen gelernt. Ich war begeistert!

Gerne bestelle ich einige Exemplare

Ihrer Broschüren für meine Praxis

für Ernährungsberatung und für den

Unterricht in der Erwachsenenbildung

und im Einzelunterricht.»

Angela Zwisler, dipl. Ernährungs -

beraterin, Schaffhausen

«Vielen Dank für das sehr gut

aufgearbeitete und umfangreiche LID-

Dossier anlässlich unseres Jubiläums.»

Stefan Felder, Swissgenetics Zollikofen.

Autoren Markus Rediger, Geschäftsführer,

Jürg Rindlisbacher Projektleiter

PR, Land wirtschaftlicher Infor ma tions -

dienst LID, West strasse 10, 3000 Bern

Hilfsmittel und Projektangebote für

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

finden sich auf www.lid.ch oder

www.landwirtschaft.ch.

INF INFO INFOBOX

INFO BOX

www.ufarevue.ch 1 · 12

70 1 2012 · UFA-REVUE


Fortsetzung

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Fortsetzung

Seite 79

UFA-REVUE · 1 2012 71


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RARITÄTEN & NOSTALGIE

DER VERBAND «Freunde alter Landmaschinen

der Schweiz» (FALS) ist die Dachorganisation

von neun regionalen Sektionen.

Datum, Unterschrift

Die regionalen Sektionen in Zürich-

Schaffhausen, Ostschweiz, Linth,

Zentralschweiz, Aargau, Nordwestschweiz,

Bern, Westschweiz, Tessin

sowie des Agro-Modell-Clubs (AMC)

vereinigen über 4000 Mitglieder (auch

aus dem Ausland).

FALS ist Herausgeber der Verbandszeitschrift

«alteLandtechnik», welche

vier Mal pro Jahr erscheint, mit Beiträgen

in den Sprachen deutsch, französisch

und italienisch. Die «alteLandtechnik»

kann auch ohne Mitgliedschaft

abonniert werden. Das eigentliche Geschehen

spielt sich in den Sektionen ab.

Diese haben folgende Vereinsziele:

• Erhaltung, Restaurierung und Betrieb

alter Landtechnik (Handgeräte, Geräte

und Maschinen für Tier- und Traktorzug).

• Veranstaltung von Vorführungen,

Mithilfe bei historischen Anlässen,

Umzügen und Festen.

• Durchführung von Weiterbildungskursen,

Museumsbesuchen und Reisen.

• Zusammenarbeit mit anderen Vereinen,

Verbänden und Museen, welche

sich mit der Arbeits- und Lebensweise

unserer Vorfahren beschäftigen.

Paul Müri, Gränichen

www.fal-schweiz.ch

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Machen Sie ein Inserat in unserem Kleinmarkt, wenn Sie Rustikales/Raritäten (alte Milchkannen, Werkzeuge, Geräte

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Sennenkultur in Stein (AR)

Das Volkskunde-Museum Stein

dokumentiert im Eingangsgeschoss die

Kulturen der Sennen. Im

Zentrum stehen die

Alpkäserei sowie die

Geräte und Gefässe, die

dabei Verwendung fanden:

Eimer, Käsegeschirr, Tansen, Brenten

oder Buder. Ebenso wird ein Überblick

über den regional typischen Schmuck für

Tier und Mensch gegeben: Schellen und

Schellenriemen, Hosenträger oder

Hundehalsbänder sowie über Tracht,

Trachtenschmuck und Accessoires. In

einer Sonderausstellung präsentieren

sich zudem Menschen und ihr Kunst-

Hand-Werk. Sie arbeiten

täglich abwechselnd in

einer offenen Werkstatt,

lassen sich bei ihrem

Schaffen über die

Schulter schauen und

stellen ihre fertigen

Werke zum Verkauf aus.

Das Museum ist offen: Dienstag bis

Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr Montag

geschlossen). Eintrittspreise: Erwachsene

7 Fr., Lehrlinge, Studenten, AHV 6 Fr.,

Kinder bis 16-jährig: 3.50 Fr. Für Grup -

pen gelten ermässigte Tarife. Gratisführung:

Jeden 1. Sonntag im Monat um

14.00 Uhr gibt es eine Gratisführung.

www.appenzeller-museum-stein.ch

Anreise öffentliche Verkehrsmittel:

Mit der Bahn nach Herisau AR oder

nach St.Gallen, dann mit dem Postauto

nach Stein AR.

1 2012 · UFA-REVUE


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2 dl Rahm oder Sauerrahm

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20 g Mehl

Salz, Pfeffer

Für den Rand:

1 Eigelb

1 EL Öl

Einen Hefeteig herstellen, das Kuchenblech

belegen und einen Rand hoch -

ziehen. 15 Minuten ruhen lassen. Teig -

boden mit einer Gabel einstechen. Für

die Füllung alle Zutaten vermischen und

auf dem Teig verstreichen. Den Rand

mit vermischtem Eigelb/Öl einstreichen.

Backen bei 220°C ungefähr 25 Minuten.

Eignet sich sowohl zum Apéro

oder zum Zvieri, als auch mit einem

Salat zum Abendessen.

Gelbe-Rüben-

Stock

6 grosse Kartoffeln

1 grosse Gelbe Rübe (Kohlrübe)

Rahm

Salz, Pfeffer, Muskat

REZEPT

AUS DEM BERNER JURA Thérèse Sommer aus Les Reussilles ist in

der Westschweiz bekannt durch die Kochsendung «Dîner à la ferme»,

wo vier Bäuerinnen und drei Bauern um die Wette kochten. Für die UFA-

Revue besinnen sich Thérèse und Pierre Sommer auf ihre jurassischen

Wurzeln und präsentieren Gerichte aus der Region und der Familie.

Totché ist ein pikanter

Rahmkuchen.

Bild: Radio Télévision Suisse

«Dîner à la ferme» mit Thérèse

Sommer (4. von links).

Bild: Radio Télévision Suisse

Thérèse

und

Pierre

Sommer.

Die Kohlrübe waschen, schälen und in

Würfel schneiden, in kochendes Wasser

geben und köcheln lassen. Die Kartoffeln

schälen und in Würfel schneiden und

den Kohlrüben beifügen. Weich kochen.

Das Wasser abgiessen und mit dem Kartoffelstampfer

zu einem Mus verarbeiten.

Rahm darunter rühren und würzen.

Servieren mit Räucherspeck

oder Räucherwurst

und einem feinen

Salat.

Die Gelbe Rüben (Kohlrüben)

halfen früher Notzeiten zu über -

brücken. Heute ist diese alte

Gemüsesorten wieder im Trend.

Das Rezept stammt von der

Mutter von Pierre Sommer.

LANDLEBEN

Das Westschweizer

Fernsehen suchte für

die Kochsendung

«Dîner à la ferme» die

Kandidaten aufgrund

ihre Verbundenheit zu

volkstümlichen An -

lässen aus. So traf die

Wahl Thérèse Sommer,

die am Bauernmarkt

«Foire de Chaindon»

Bauernhof-Glace ver -

kauft. «Dîner à la ferme»

war ein Quoten renner.

Thérèse und Pierre

Sommer sind seit 40

Jahren verheiratet,

ha ben fünf Kinder und

sechs Enkelkinder.

Der mittelgrosse

Bauern betrieb auf über

1000 m ü. M. wird

von Sohn Raphaël ge -

leitet und Vater Pierre

arbeitet mit. Neben

der Glaceproduktion

liefert Thérèse Sommer

Biscuit und Meringue

für den Geschenkkorb

«Das Beste aus dem

Jura Bernois».

UFA-REVUE · 1 2012 77


LANDLEBEN

Edith

Beckmann

GARTENSEITE

Gärtnern mit Köpfchen

ANBAUPLÄNE bereits im Januar schmieden? Doch, doch,

das lohnt sich, wenn man eigenes Gemüse und Salat anbauen will.

Mit der richtigen Wahl und ein paar Kniffen lässt sich die Arbeit

im Nutzgarten reduzieren und wird mit Kräutern und Blumen zum

attraktiven Gartenvergnügen.

Was ist im vergangenen Jahr besonders

gut gediehen – und was möchte

man diesmal unbedingt ausprobieren?

An langen Abenden bleibt

Zeit, Samenkataloge und Internet-Angebote

zu studieren. Achten Sie bei der

Sortenwahl auf Bezeichnungen wie «robust»

oder «resistent».

Welche Samentütchen sind noch vorhanden?

Es lohnt sich, überlagerte Briefchen

auszusortieren, andernfalls spart

Geordnetes Durcheinander mit Stangensellerie, Gurken

und Busch bohnen, flankiert von Blumen. Foto: CMA

Kunterbunter Küchengarten: Blumen setzen Salatbeete und die

Beerensträucher im Hintergrund so richtig in Szene. Foto: CMA

man am falschen Ort! Aufschluss gibt

eine Keimprobe. Dazu einige Sämchen

auf einen Teller mit feuchtem Haushaltpapier

streuen und bei Zimmertempe -

ratur zum Keimen bringen. Falls nicht

mindestens die Hälfte der Samen austreibt,

ist das Saatgut wertlos.

Gut zu wissen Für die Selbstversorgung

einer 4-köpfigen Familie rechnet

man mit rund 100 Quadratmeter

Nutzgarten. Das entspricht in etwa auch

einem Einsatz von 100 Arbeitsstunden.

Klug ist, wer auf gestaffelte Ernten achtet

und lagerfähigem Gemüse und tiefkühlgeeigneten

Sorten den Vorzug gibt.

Beete von einem Meter Breite sind

leichter zu bestellen als solche mit dem

Normalmass von 120 Zentimetern. Für

die Wege dazwischen empfehlen sich 30

Zentimeter Breite. Praktisch sind Gehplatten:

Sie ermöglichen einen sauberen

Zugang bei Regen, speichern Wärme

und ersparen das Jäten in den Wegen.

Kunterbunt gewinnt Beim Anbauplan

gilt es, den Turnus von Frucht,

Blatt- und Wurzelgemüse einzuhalten.

Leichter gelingt dies mit Mischkulturen

auf dem gleichen Beet, die sich gegenseitig

beim gesunden Wachstum unterstützen.

So vertreiben etwa Rüebli die Lauchmotte,

Lauch die Möhrenfliege. Kopfund

Schnittsalat zwischen Kohlgewächsen

helfen gegen Erdflöhe. Tomaten

neben Kohlgewächsen halten die Kohlfliege

ab. Knoblauch und Zwiebeln

schützen Erdbeeren vor Pilzkrankheiten

und Erdbeermilben. Ringelblumen und

Tagetes sollten nicht fehlen: Sie regenerieren

den Boden und machen ihn

fruchtbar.

Ringelblumen im

Gemüsebeet regenerieren

den Boden und locken

Schmetterlinge wie den

Perlmuttfalter an.

Foto: Dieter Haugk/pixelio

Grüne Tipps für den Nutzund

Ziergarten

• An milden Tagen bis Ende Februar

Reben, Kiwi, Obstbäume und Gehölze

schneiden, aber keine Ziersträucher,

die im Frühling blühen.

• Kübel- und Zimmerpflanzen auf

Schädlingsbefall kontrollieren, ab -

gestorbene Pflanzenteile entfernen.

Im kühlen Winterquartier nur gerade

so viel giessen, dass der Wurzelballen

nicht austrocknet.

• Aussaaterde an einen temperierten

Platz stellen: Ab Ende Januar ist Saat -

termin für Geranien, Petunien, Fleissige

Lieschen und Rizinus. Schalen für

gleichmässige Feuchtigkeit mit Haus -

haltfolie abdecken, bis sich erstes

Grün zeigt.

• Saattermin auf der Fensterbank ist

auch für Peterli, Schnittlauch und

Rucola.

• Sind noch ein paar Steckzwiebeln

übrig geblieben? In einen Topf mit

Erde gepflanzt, liefern sie frischen

Ersatz für Schnittlauch.

Denken Sie bei der Planung auch

an den praktischen Nutzen: In der Beetmitte

Gemüse mit wenig Handarbeit

platzieren, etwa Kohlarten, Kopfsalat

oder Tomaten. Buschbohnen lassen sich

hingegen am Beetrand einfacher Pflücken,

Rüebli, Radiesli und Rettich besser

vereinzeln. Oder man wählt Saatbänder,

die das mühsame Erdünnern

überflüssig machen.

Autorin Edith Beck mann, Freie

Journalistin BR aus Frauenfeld (TG),

leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzeln

in der Landwirtschaft.

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78 1 2012 · UFA-REVUE


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Fortsetzung

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Zu diesen Themen lesen Sie

mehr in der nächsten Nummer

Photovoltaikanlagen:

Wie bewerten?

Für eine Hofübergabe

reicht es längst nicht mehr

Land und Gebäude zu

bewerten, sondern auch

die Photovoltaikanlage hat

ihren Wert.

Impressum

UFA-Revue

Die Mitglieder-Fach zeit schrift

der fenaco-LANDI Gruppe.

Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8,

9 und 11 erscheinen mit im

Abonne ment inbe grif fener

Beilage des LANDI-Contact.

ISSN 1420-5106

Herausgeber

fenaco Genossenschaft,

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