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AUS LIEBE ZUR FRISCHE

# Kunst, die aus der Kälte kommt

Das SCHAUWERK in Sindelfingen zeigt derzeit drei Ausstellungen parallel.

# Die Quellen des Finanziellen

Privat, öffentlich oder Crowdfunding – woher kommt Geld für die Kultur?

AUSGABE 104 | JUNI 2012


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Inhaltsverzeichnis

POOL

Kunst, die aus der Kälte kommt

Die Sammlung Schaufl er im Fokus.

Lichtempfi ndliche Hochkaräter

Das SCHAUWERK Sindelfi ngen präsentiert

zeitgenössische Fotografi e

6 aus der Sammlung Schaufl er.

Ein Nomade des Materials

Der Schweizer Künstler und Weltenbummler

Not Vital macht Station

12 im SCHAUWERK Sindelfi ngen.

LANDGANG

Junge Kunst im Spiegelsaal

Das Privatmuseum Biedermann

in Donaueschingen zeigt mit 16

Stipendiaten der Kunststiftung

Baden-Württemberg erstmals eine

Ausstellung, die nicht aus

18 der eigenen Sammlung stammt.

BRISE

Wenig Kohle = viel Asche

Privat, öffentlich oder gleich

Crowdfunding – woher kommt in

20 Zukunft das Geld für die Kultur?

KOMPASS

22 Glanzlichter im Juni

24 Stuttgart im Juni

26 Region im Juni

30 Vernissagen im Juni

30 Impressum

2 - STEUERBORD

geneigte Kämmerer,

im Lauf des Frühjahrs ist in

D-Land eine heiße Diskussion

entbrannt: Es geht vereinfacht gesagt

um die Frage, wie Künstler aber auch

Kunsteinrichtungen in Zukunft ihren

Lebensunterhalt bestreiten sollen.

Leere kommunale Kassen führen seit

Jahren zu Streichungen der Subventionen

für Ausstellungsbetrieb, Lehre

und Direktaufträge. Die Künstler

selbst sind darüber hinaus von einem

zunehmend wirkungslosen Urheberrecht

betroffen – ein Gesetz aus

Zeiten der Schreibmaschine, des

Zweikanalfernsehens und des Telefax.

Da die Verwertungsgesellschaften

wie der Gesetzgeber unfähig scheinen

eine längst anstehende Novellierung

auszuarbeiten, sieht es für viele Urheber

seit Etablierung des Internets so

aus: Um wahrgenommen zu werden,

muss man im Internet mit seinen

Werken vertreten sein – und wer

vertreten ist, dessen Inhalte werden

entgeltlos reproduziert. Ein internationales

Reglement muss her, doch

ACTA, das industriefreundliche aber

urheberfeindliche Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen,

ist keine

Lösung, sondern eher eine Entmündigungsmaschinerie.

Zumal die ACTA-

Regelungen ein Hauptaugenmerk auf

die Normierung der Vermarktung

des „geistigen“ Eigentums richtet und

dabei oft argumentiert, als sei dieses

immaterielle Eigentum, einem industriellen,

patentierten Produkt gleichzusetzen.

„Geistiges“ Eigentum zu

schützen und gleichzeitig Meinungsfreiheit

und ein zensurfreies Internet

zu erhalten, ist eine Gratwanderung,

die viel Finger/Zehenspitzengefühl

erfordert. Gefragt sind jetzt Beamte,

die mit Künstlern, Journalisten, Verwertungsgesellschaften

und Nutzern

an einem Tisch sitzen. Wie auch in

den Finanzausschüssen der Kommunen

Mitarbeiter gebraucht werden, die

eine Ahnung haben, von Kulturförderung,

Autonomie der Kunst, soziokultureller

Dynamik etc. Gesucht wird

eine kreative Verwaltung, bestehend

aus neugierigen, unbestechlichen

Beamtengenies. Kurz, wir brauchen

jemanden wie Panagiotis Karkatsoulis.

Die American Society of Public

Administration hat ihn vor kurzem

zum besten Beamten der Welt gekürt,

im März flog er nach Las Vegas, um

die Auszeichnung in Empfang zu

nehmen. Panagiotis Karkatsoulis –

allein der Name klingt schon wie ein

Künstlername – obliegt die schwere,

ja, kafkaeske Aufgabe, die griechische

Verwaltung zu reformieren. Es gibt

120000 kommunale Abteilungsleiter

in diesem Land aber nur 9000 Abteilungen.

Es gibt also viele Abteilungsleiter,

die zwar keine Abteilung haben,

aber trotzdem auf der Gehaltsliste der

Regierung stehen. Karkatsoulis lässt

nun die Luft raus, jagt die Phantombeamten,

macht sie dingfest. Könnte

dieser Künstlerbeamte nicht ein

internationales Urheberrecht und ein

Leitmanual der multilateralen Kunstfinanzierung

ausarbeiten? Mit leeren

Kassen kennt er sich aus.

Die Provenienz der Akteure beim

Kunstkauf, wie im Ausstellungsbetrieb,

hat sich in den letzten Jahrzehnten

von der öffentlichen Hand

Richtung Privatsammlern und Stiftungen

verschoben. Die Preise vieler

Kunstwerke überfordern die Kulturetats

der Kommunen. Private Kunsthallen

ergänzen die angestammten

öffentlichen Museen. Das SCHAU­

WERK in Sindelfingen beherbergt

die Kunstsammlung des Ehepaars

Schaufler. Derzeit finden zwei Sonderausstellungen

statt. Sebastian

Borkhardt und Laura Matz waren

vor Ort. Hansjörg Fröhlich hat sich

in einem Text die Absurditäten und

Auswüchse der Diskussion um die

Kunstfinanzen vorgenommen.

Steuerlich abzugsfähige Grüße vom

sonnendeck

Die Eheleute Peter und Christiane

Schaufler haben im Laufe dreier

Jahrzehnte eine Kunstsammlung aufgebaut

und dieser 2010 ein Zuhause

gegeben. Das SCHAUWERK in

Sindelfingen ist ein großes Ausstellungshaus,

das derzeit mehrere

Schauen parallel zeigt. Das Angebot

an den Kunstinteressierten gleicht

dem eines städtischen Museums –

regelmäßige Öffnungszeiten, mehrsprachige

Führungen und Zusatzveranstaltungen

wie Vorträge und

Zielgruppenevents inklusive. Peter

Schaufler hat von seinen Eltern die

BITZER Kühlmaschinenbau GmbH

übernommen und am ehemaligen

Produktionsort Sindelfingen eine

Werkhalle um- und angebaut, in der

er seine Sammlung zeigt.

Zur Kunst fand das Ehepaar Schaufler,

einem Interview im Katalog zur

SCHAUWERK-Eröffnung zufolge,

im Jahr 1979 bei einem Ausstellungsbesuch

in der Villa Merkel

Esslingen. Eine weiße, klar strukturierte

Collage des Künstlers Fritz

Ruoff war das erste Werk in der

Sammlung. Schaufler entwickelte

Leidenschaft und Ruoffs Werk gab

die Richtung der Sammeltätigkeit

der ersten Jahre vor: Reduzierte,

auf das Wesentliche konzentrierte

Kunstwerke, vielfach weiße, oft

vom Material geprägte Arbeiten

fanden den Weg ins Schauflersche

Archiv. Werke der damals gerade

in Auflösung befindlichen ZERO-

Bewegung begeisterten den Sammler,

wohl auch ob ihrer wissenschaftlich-technischen

Fragestellungen,

die für Schauf ler im Hauptberuf

alltäglich sind. Wie Lucio Fontana

aus Reduktion Sinnlichkeit schöpft,

Michael Wesely: Christiane Schaufler-

Münch und Peter Schaufler (16:35 – 16:40 Uhr,

21. 5. 2009) 2009, C-Print, Diasec

© VG Bild-Kunst, Bonn 2012

POOL – 3


Fritz Ruoff: Schnurcollage, 1979

Acryl und Schnur auf Holz

4 – POOL

befeuerte die Sammelleidenschaft

des Kühlmaschinenherstellers. In

Schauflers Vorstellung von Schönheit

treffen starke Farben auf klare

Formen und bilden entsprechend

den Kern der Sammlung – deren

Spektrum, schon aus Gründen der

Vervollständigung und Akzentuierung,

breiter angelegt ist. Er sieht

sich nicht als programmatischer

Sammler, sondern betont gerade

die Freiheit eines privaten Kollekteurs,

von einer Begrenzung auf

eine bestimmte Kunstströmung,

eine örtliche Szene oder eine fixe

Kunstgattung absehen zu können.

Hier sieht er die Aufgaben der

öffentlichen Häuser, die mit Methodik

und Didaktik befasst seien und

den Kanon fortschrieben. Freilich

führt das Sammeln „aus dem Bauch

heraus“ und das „wilde“ Wissen

des Kunstliebhabers unausbleiblich

auch zu einer Art privatem Kanon,

vor allem, wenn wie beim Ehepaar

Schaufler mittlerweile über

3000 Werke zusammengekommen

sind. Diese inoffizielle Sicht

auf die Kunst seit (circa) 1960 mit

einem Publikum zu teilen, bewog

die Schauflers das SCHAUWERK

aufzubauen. Nachdem die Kühlmaschinenproduktion

nach Rottenburg

verlegt wurde, zog nach eingehenden

Umbaumaßnahmen in die

leerstehenden Hallen in Sindelfingen

2010 eine ständige Ausstellung

ein, die in den letzten anderthalb

Jahren um eine gattungsspezifische

und eine Einzelausstellung ergänzt

wurde. Durch behutsames Vorgehen

der planenden Architekten sind

in dem zum Kunststandort umgeweihten

Produktionsstandort noch

Außenaufnahme SCHAUWERK

Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart

Pier Paolo Calzolari, Materasso, 1970

Matratze, Neon-Schrift, Transformator,

Kühlaggregat, Blei, Filz, Kupferrohre

einige Elemente und Raumcharakteristika

der früheren Bestimmung zu

erkennen. Dies ist Schaufler wichtig,

daher auch der Name SCHAUWERK,

der die Verbindung von Sehen und

Handeln, von Kunstgenuss und Produktion

abbildet.

Das Museum wird ohne öffentliche

Mittel betrieben. Trägerin

des SCHAUWERKs ist die 2005

gegründete The Schaufler Foundation,

der auch ein Teil der Kunstwerke

gehört und die zu zwanzig

Prozent an der BITZER Kühlmaschinenbau

GmbH beteiligt ist.

Die Stiftung kümmert sich um die

Belange von Wissenschaft, Forschung

und Kunst, unter anderem

finanziert sie einen Lehrstuhl für

Kälte- und Kompressorentechnik

an der TU Dresden. RED

POOL – 5


Das SCHAUWERK Sindelfingen präsentiert zeitgenössische Fotografie aus der Sammlung Schaufler

6 – POOL

Eher selten wird in Musentempeln

der Segnungen von Kälteverdichtern

gedacht. Inzwischen hat man

allen Grund dazu: Denn der wirtschaftliche

Erfolg der BITZER

Kühlmaschinenbau GmbH legte

das Fundament, auf dem das Unternehmerehepaar

Peter und Christiane

Schaufler seine imposante

Kollektion zeitgenössischer Kunst

auf bauen konnte. Seit Juni 2010 ist

sie im SCHAUWERK Sindelfingen

für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die aktuelle Sonderausstellung

zeigt Hochkarätiges im Medium der

Fotografie.

Spätestens bei der Anreise wird

augenfällig, dass diese Gegend nicht

für die schönen Künste geschaffen

wurde: Es ist ein Industriegebiet, in

dem das SCHAUWERK Sindelfin-

gen ansässig ist. Wo sich heute die

Spitze der internationalen Gegenwartskunst

ein Stelldichein gibt,

fertigte die Firma BITZER GmbH

noch bis vor wenigen Jahren ihre

Kühlmaschinen. Als die Flächen

zu klein wurden, verlegte die Firma

ihren Produktionsstandort. In den

nun leerstehenden Hallen hielt nach

einem Umbau durch das Stuttgarter

Büro BFK Architekten die Kunst

ihren Einzug.

Und die kann – ohne Maschinenlärm

– vom Besucher in Ruhe betrachtet

werden. Auf den Umstand, dass

auch dies einige Anstrengungen

erfordert, macht Peter Koglers

(*1959) Edelstahlskulptur (Untitled,

2007/10) auf dem Vestibül des

SCHAUWERKs aufmerksam: Sie

stellt ein aus Dreiecken zusammengesetztes

menschliches Gehirn dar.

2007,

Embassy, Demand, Thomas Serie: der aus

Lichtempfindlich.

Arbeiten

Zeitgenössische Fotografie

mit

aus der Sammlung Schaufler

SCHAUWERK Sindelfingen

seit 1. Oktober 2011 (open end)

www.schauwerk-sindelfingen.de Raumansicht

(9-teilig), C-Print,Diasec, © VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Wolfgang Tillmans: paper drop (rainbow), 2006, C-Print, 137 x 200 cm

Auch das Betrachten von Kunst ist

eine Form der Arbeit: Hirnarbeit.

Eine Arbeit freilich, die im Unterschied

zu manch anderer das Vergnügen

bereits in sich birgt.

Diese Verheißung erfüllt sich schon

kurz nach Betreten des Museums.

Mit der Kontrastierung von Fläche

und Volumen, von Weiß und buntem

Kolorit, von klar definierten Umrissen

und diffusen Farbverläufen vollführt

Wolfgang Tillmans’ (*1968)

paper drop (rainbow) (2006) ein

raffiniertes Spiel mit den Augen. Als

vielversprechendes Entree macht es

Lust auf die 72 weiteren in der Ausstellung

gezeigten Werke, die aus

dem Zeitraum von 1968 bis 2007

stammen.

Die Schau gliedert sich räumlich

in zwei Teile. Die thematische

Klammer „New York“ umschließt

einen separaten Bereich im Erdgeschoss.

Dort bezaubert die Reihe

der New York Short Stories (1998)

von Michael Wesely (*1963), der

die Langzeitbelichtung zu seinem

Markenzeichen erkoren hat. New

Yorks Architektur wird dabei zur

klar definierten Kulisse, in der

das kurze Gastspiel der Menschen

allein verschwommene Spuren hinterlässt.

Dem Betrachter obliegt es,

anhand dieser Spuren die kleinen

Geschichten zu rekonstruieren, die

sich hier zugetragen haben. Konträre

Eindrücke vermittelt der vor

allem als Filmregisseur bekannte

Wim Wenders (*1945) in seiner

Serie New York, November 8 (2001),

die zwei Monate nach den Anschlägen

des 09/11 entstand. Die Türme

sind in ein qualmendes Trümmerfeld

verwandelt, von dem sich die

unversehrten Wolkenkratzer im

Hintergrund spannungsvoll abheben.

Es sind Bilder der Ernüchterung,

in deren Zentrum die klaffende

Wunde im Stadtkörper als

eine Leerstelle steht.

Der Rundgang setzt sich fort im

ehemaligen Hochregallager der

Firma BITZER, das den größten

Teil der Exponate beherbergt. Um

es seinem musealen Zweck zuführen

zu können, wurde eine sich nach

oben windende Rampe in das Lager

eingebaut, über die man die Aus-

POOL – 7


8 – POOL

stellung erschließt. Im Mittelpunkt

stehen hier fotografische Experimente

von Imi Knoebel (*1940), in

denen sich Plan und Zufall vereinen.

Bei seiner 72-teiligen Projektion 11

(1972) warf Knoebel mithilfe eines

präparierten Dias Lichtkreuze auf

die nächtlichen Straßenzüge einer

Stadt. Die strenge Symmetrie des

Kreuzes bricht sich in den unregelmäßigen

Strukturen des Außenraums

und nimmt dabei vielgestaltige,

oft bizarre Formen an.

Ein paar Schritte weiter gewahrt

man die bei Tag aufgenommene,

unmarkierte Fassade eines Hauses

(1980/82). Als handle es sich um

ein architektonisches Passfoto,

haben Bernd und Hilla Becher

(1931 – 2007; *1934) das schlichte

Wohngebäude bildfüllend, in

feinen Grauabstufungen und gänzlich

unprätentiös aufgenommen. Ihre

objektivierende, konzeptuell ausgerichtete

Arbeitsweise prägte an

der Düsseldorfer Kunstakademie

eine Reihe namhafter Schüler, die

in der Ausstellung gleichfalls vertreten

sind. Darunter Candida Höfer

(*1944) mit einer beeindruckenden

Serie (2000), bei der sie die Abgüsse

von Rodins Die Bürger von Calais an

ihren verschiedenen Standorten aufsuchte

und die konstitutive Bedeutung

des räumlichen Kontextes für

die Bildwirkung analysierte.

Einen optischen Höhepunkt stellen

die Painting flowers (2005) des

Japaners Nobuyoshi Araki (*1940)

dar, die sich über eine gesamte

Wandbreite hinweg erstrecken.

Teils im Verfall begriffen, sind die

vor schwarzem Grund fotogra-

Nobuyoshi Araki, Painting flowers, 2005, (69-teilig), Cibachrome Print, je 50 x 60 cm

Thomas Demand, Embassy I, 2007, (9-teilig), C-Print, Diasec, 168 x 204 cm

© VG Bild-Kunst, Bonn 2011

fierten Blüten mit grellen, feucht

glänzenden Farben bemalt. In

ihrem Oszillieren zwischen Eros

und Ekel entfalten die 69 [!] Nahaufnahmen

eine hochsuggestive

Wirkung. Der wegen seiner Darstellungen

gefesselter Frauenakte

umstrittene Araki knüpft an einen

größeren Themenbereich an, welcher

der Hinterfragung sexueller

Identitäten gewidmet ist – speziell

im Zusammenhang mit der Modefotografie.

Für gender trouble sorgt

der Schweizer Ugo Rondinone

(*1964) mit seinen Selbstporträts

als schnauzbärtiger Spaghettitop-

und Spitzenwäscheträger (I don’t

live here anymore, 2001). Zu einer

Auseinandersetzung mit durchaus

kontroversen Weiblichkeitsentwürfen

laden Vanessa Beecroft (*1969),

Astrid Klein (*1951) und Bettina

Rheims (*1952) ein. (Über Letztere

schrieb Alice Schwarzer 1993 einen

kritischen Aufsatz mit dem Titel

„Die Frau als Freier“.)

Innerhalb der Landschaftsfotografie

besticht Elger Essers (*1967) Tracysur-Mer

II, Frankreich (2006): ein

melancholisches Seestück in zarten

Weißtönen. Seine leise Melodie

kann es in der etwas dominanteren

Umgebung leider nur schwer entwickeln,

zumal es sich um die einzige

Arbeit von Esser in der Ausstellung

handelt. Es sind die seriellen respektive

mehrteiligen Werke, die hier die

markanten Punkte setzen.

Dies gilt ganz besonders für Thomas

Demands (*1964) Serie Embassy

(2007). Sie thematisiert den folgenschweren

Einbruch in die nigrische

Botschaft in Rom 2001. Dabei

wurden Briefpapier und Stempel

Woman in red sari, Varanasi, 2008 © 2012 Maxine Henryson

POOL – 9


entwendet, mit deren Hilfe man

‚Beweise’ für den Uranschmuggel in

den Irak und somit eine Rechtfertigungsgrundlage

für den Irakkrieg

schuf. Demands Fotografien wirken

wie eine Tatortbegehung. Verdächtig

erscheint weniger die Unordnung

auf den Tischen, als vielmehr die

Sterilität der Oberflächen und die

Abwesenheit von Schriftzeichen auf

den Aktenbergen – bis man erkennt,

dass Demand eine Bürowelt abgelichtet

hat, die er zuvor modellierte.

Mit dem Anschein indexikalischer

Sachlichkeit dokumentieren seine

Lichtbilder letztlich selbstgeschaffene

Realitäten.

Es sind Arbeiten wie Embassy,

welche die hohe Qualität der von

Barbara Bergmann kuratierten Sonderschau

ausmachen. Man sollte

darüber aber zwei weitere Momente

nicht vergessen. Erstens: die reizvolle

Architektur. Zwar schränkt die

Rampenkonstruktion die Freiheit

des Betrachters ein, insofern sie

seinen Weg vorzeichnet. Gleichwohl

strukturiert ihr terrassenför-

miger Auf bau die Ausstellung und

stellt überraschende Sichtbezüge

zwischen einzelnen Werken und

Ebenen her. Zweitens: die überzeugende

Hängung. Sie orientiert sich

weitgehend an den fotografischen

Genres, macht darüber hinaus aber

formale Parallelen erkennbar und

reflektiert die räumliche Position

von Bild und Betrachter, wie etwa

die Bewegung nach oben: So steigt

man in einem Foto mit Andreas

Gursky (*1955) die schier endlosen

Stufen der Cheops-Pyramide hinauf

(2005/07), blickt kurze Zeit später

mit Klaus Heider (*1936) durch

das Opaion (1982) des Pantheons,

um sich auf Hiroyuki Masuyamas

(*1968) Flug Düsseldorf-Mailand

02. 04. 2002 (2003) in himmlische

Sphären zu begeben – und beim

anschließenden Gang nach unten

die Ausstellung Revue passieren zu

lassen.

Wessen Hirn nach getaner Schauarbeit

nicht nach Feierabend trachtet,

dem sei die ständige Präsentation

der Sammlung Schaufler mit

Schwerpunkten auf der Gruppe

ZERO, dem Minimalismus und der

Konzeptkunst wärmstens empfohlen.

Sebastian Borkhardt

Astrid Klein, Ohne Titel, 1979, Fotocollage, 150 x 135 cm

Martin Weimar, „Jungle King“, Anthurium crassinervium (A. ellipticum), Pflanzeninstallation 2012

Gesellschaftsgarten

Martin Weimar

Pflanzeninstallation–Fotografie–Spurensuche

Edwin Scharff Museum

Neu-Ulm

26. Mai bis 29. Juli 2012

Edwin Scharff Museum

Petrusplatz 4

89231 Neu-Ulm

www.edwinscharffmuseum.de

Öffnungszeiten

Di, Mi 13-17 Uhr

Do, Fr, Sa 13-18 Uhr

So 10-18 Uhr

Mo geschlossen

Edwin Scharff Museum

Kunstmuseum. Kindermuseum.

Erlebnisräume

MARIO STRZELSKI · · · ROTEBÜHLPLATZ 30 · · · 70173 STUTTGART

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10 – POOL POOL – 11


Der Schweizer Künstler und Weltenbummler Not Vital macht Station im SCHAUWERK Sindelfingen

NOT VITAL, Werke 1989 bis 2011,

noch bis zum 13. Januar 2013

SCHAUWERK, Sindelfingen

12 – POOL

„Er hat seine Ziegen verloren“ murmeln

die Tuareg, als sie staunend vor

einem Haus in Agadez stehen. Der

Verlust der Ziegen ist für die Tuareg

mit dem Verlust des Verstandes

gleichzusetzen. Sie können nicht

verstehen, was sie vor ihren Augen

sehen: ein langer, schmaler Turm

aus Lehm, mit drei monumentalen

Treppenaufgängen. So etwas haben

sie hier noch nie gesehen.

Das imposante Bauwerk mitten

in einer Oase von Agadez gehört

dem Schweizer Künstler Not Vital.

Das Haus ist für ihn eine Art Beobachtungsturm,

von dem er die

Gestirne und den Mond betrachten

kann. Vor allem aber haben es ihm

die Sonnenuntergänge angetan,

deren Intensität er hautnah erleben

und aufsaugen will. Seiner Leidenschaft

für das beeindruckende

Naturschauspiel frönt er auch in

Moon No. 2, 2011, Edelstahl, Durchmesser 170 cm

1111 Knives, 2005, Edelstahl, 1111-teilig, 3 Größen 23-31 cm

anderen Ländern, weitere Beobachtungstürme

auf fünf Kontinenten

sind bereits in Planung. Not Vital

(übrigens kein Künstlername) ist

ein wahrer Weltenbummler, Sesshaftigkeit

im klassischen Sinne

scheint in seinem Vokabular nicht

vorzukommen. Sein nomadisches

Leben führt ihn zu den unterschiedlichsten

Erdteilen: Agadez

(Niger), Lucca (Italien), NotOna

(Insel in Patagonien/Chile), Sent

(Schweiz) und Beijing (China) sind

seine Hauptwohnsitze.

· ·

Der Künstler schöpft also aus den

unterschiedlichsten kulturellen

Ressourcen und gibt seinen Werken

den Zauber dieser Vielfalt mit. Diese

Magie ist schwer zu fassen, Einheitlichkeit

in puncto Materialität und

Motivik sucht man vergebens. In

Not Vitals Arbeiten finden die verschiedensten

Materialien Anwen-

The Boyfriend, 2006, Marmor,

Schlafsack, Silberfuchsfelle.

Leihgabe Privatsammlung

POOL – 13


270 (Detail), 2004, Plastiktassen, 270-teilig, Höhe ca. 520 cm

dung: Silber, Marmor, Gips, Holz,

Edelstahl, Aluminium, Kunststoff,

Bronze. Ihre Ästhetik ist für

den Schweizer entscheidend. Die

Ausstrahlung der Werke und der

Motive beeindruckt. Sie stehen

und wirken für sich, ohne jedoch in

einer Gesamtschau unterzugehen

oder anzuecken. Ein ausgestopftes

Reh mit einem Fischteller als Ohr,

ein Schlitten aus Marmor, Silberkugeln

mit getrocknetem Kamel oder

1111 Messer, die spitz und gefährlich

aus einer Wand ragen. Vital

fügt das Unvereinbare zusammen,

seine Person und seine ungewöhnliche

Lebensgeschichte stellen die

Verbindungen her. Den Werken

liegt eine substantielle Stimmung

zu Grunde, die sich fortwährend

speist aus dem kulturellen Gedächtnis

und den Erlebnissen, die Vital

antreiben: Märchenhaftes, Surreales,

Spirituelles aber auch traditionelle

Riten und Bodenständiges

wie Heimatgefühle prägen Not

Vitals Schaffen. Seine Heimat, die

Schweiz bleibt trotz seines Nomadendaseins

Fixpunkt und Ruhepol,

um welchen sein Künstlertum

zu kreisen scheint. Doch auf der

14 – POOL

White Horse, 1992, Gips, Holz, 342 x 244 x 20,5 cm

Lotus, 2008, Edelstahl, 7-teilig, Maße variabel, 343 x 320,9 x 68 cm (gesamt)

sicheren Seite ist der Rezipient bei

der Betrachtung seiner Werke nie.

Für uns gibt es keinen Ruhepol.

Not Vital lässt Raum für die unterschiedlichsten

Assoziationen ohne

jedoch seine eigenen Visionen und

Erlebnisse zu verschleiern oder gar

zu leugnen.

· ·

Die Zunge ist ein zentrales Motiv in

Not Vitals Schaffen. Silbern glänzend

schießt die Skulptur Tongue

wie eine Waffe empor. Zungen

thematisiert der Künstler seit den

1980er Jahren immer wieder. Das

Werk von 2008 misst 7,80m und

ist die bislang größte Fassung des

Motivs. In ihrer Monumentalität

wird die Macht dieses wichtigen

Organs deutlich und seine

unglaubliche Sinnlichkeit, die in so

vielen Bereichen des Lebens eine

wichtige Rolle spielt. Was hätte das

Essen und Trinken für einen Reiz

POOL – 15


Salami, 2002, Aluminium, 3-teilig, Höhe je ca. 345 cm

16 – POOL

ohne unsere Zunge? Was wären das

Liebesspiel oder die Sprache ohne

unsere Zunge? Wir wären in jeglicher

Hinsicht stumm.

· ·

Not Vital schickt den Betrachter auf

eine Reise durch sein Innerstes und

sein Leben. Wer teilhaben möchte an

dieser wundervollen Mischung aus

1000 und einer Nacht, wer schweizerische

Gelassenheit und träumerische

Distanz erleben mag, wird im

SCHAUWERK seine Freude haben.

Der Sammler Peter Schaufler hat

etliche Werke des Künstlers erworben

und zeigt sie nun im eigenen

Haus. Drei Leihgaben ergänzen die

beeindruckende Werkschau, welche

Schauflers Passion für Not Vital eine

beredte Zunge leiht. Laura Matz

Tongue, 2001, Marmor, 200 x 44 x 43 cm


Das Privatmuseum Biedermann in Donaueschingen zeigt mit 16 Stipendiaten der Kunststiftung

Baden-Württemberg erstmals eine Ausstellung, die nicht aus der eigenen Sammlung stammt.

Blick in die Ausstellung ausgezeichnet!

v.l.n.r.: Malereien von Jens Braun

Hanna Schwarz, Tür zu Tür, 2010

Björn Braun, versch. Vogel-Nester

aus künstlichen Materialien

Michaela Tröscher

saelur reitur, 2003 /2010

Bestickte Islandkarte

© Michaela Tröscher

Die Arbeiten von 16 jungen, mit

einem Stipendium des Landes

(2010 und 2011) ausgezeichneten

Künstlern sind noch bis zum 24.

Juni unter dem Titel ausgezeichnet!

im Museum Biedermann zu sehen.

Eine Fachjury wählte dafür junge

Künstler aus, die entweder in Baden-

Württemberg leben oder dort gebo-

ren sind. Die Palette der gezeigten

Arbeiten reicht von Fotografie, Collage,

Malerei, Zeichnung, Skulptur

bis hin zu Installationen. Christl

Mudrak (*1972) untersucht in ihrer

installativen Malerei die räumliche,

physische und psychische Wirkung

von Farbe und Bildfläche. Indem

die Künstlerin einen ganzen Raum

im oberen Stockwerk mit dynamischen

neonfarbigen Mustern, wie

beispielsweise Spiralen überzieht,

geraten Wände, Decke und Boden

ins Schwanken, wirbeln Oben und

Unten, Rechts und Links durcheinander

und entziehen dem Gleichgewichtssinn

die Orientierung.

Im Gegensatz dazu findet sich im

historischen Spiegelsaal des Hauses

ein geordneter Zustand. Johannes

Esper (*1971) stellt zwei zu Gruppen

zusammengefasste Serien von Keramikschalen

auf dem Fußboden aus.

Die Schale, die Esper „nebenher“

zwischen Zeigefinger und Daumen

routiniert formt, spiegelt alles andere

als Perfektion wider. Ihr unverhohlener

Dilettantismus setzt sich

in Beziehung mit dem Pathos des

prächtigen Spiegelsaals und untergräbt

die Zweiteilung in Banales und

Erhabenes. Doch der Museumsbesucher

ist nicht nur Rezipient sondern

kann selbst zum Mitwirkenden

werden. Die Kollektive Speisekammer

von Gabriela Oberkofler (*1975) ist

auf eingemachte Speisen des Besuchers

angewiesen. Die gesammelten

Gaben werden dann mit den

Donaueschinger Landfrauen verarbeitet

und am Internationalen

Museumstag gemeinsam mit den

Besuchern verzehrt.

Der Berliner Kuratorin Carina Herring,

die unter anderem Projekte

des Dachverbandes der Kunstvereine

in Deutschland betreut und

die Ausstellung ausgezeichnet!

konzipierte, ist ein facettenreicher

Parcours aktueller Kunst gelungen,

dem das Museum Biedermann mit

seinen ganz eigenen architektonischen

Qualitäten einen angemessen

Rahmen bietet. Die über 900

Arbeiten umfassende Sammlung

des Unternehmerpaars Margit und

Lutz Biedermann wurde in den

bislang vier Ausstellungen seit der

Museumsgründung im Herbst 2009

bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Vielmehr entsprang die aktuelle Stipendiaten-Ausstellungausgezeichnet!

dem Wunsch nach Kooperation

mit dem künstlerischen Nachwuchs

der Region. „Die Stärke der Kunstförderung

in Baden-Württemberg

liegt in der Zusammenarbeit von

privaten und öffentlichen Förderern“,

betont Bernd Milla, Geschäftsführer

der Kunststiftung Baden-

Württemberg. Die Präsentation

von Nachwuchstalenten in einem

Sammlermuseum scheint nicht

verwunderlich zu sein. Über die

Sommermonate wird im Museum

Biedermann eine weitere Ausstellung

junger Künstler zu sehen sein.

Diesmal in Zusammenarbeit mit

der Frankfurter VAF-Stiftung, die

sich der Förderung italienischer

Kunst verschrieben hat und diese

vor allem in Deutschland

bekannt machen

möchte. Und bis dahin

präsentieren die von

der Kunststiftung

Baden-Wü r t temberg

geförderten Talente

ihre ausgezeichneten

Werke in dem klassizistischen

Gebäude an

der Donau. Nila Weisser

Blick in die Ausstellung ausgezeichnet!

v.l.n.r.: Hannes Schmidt: Ohne Titel

(ortsspezifische Installation), 2012

Katrin Ströbel: Polis, 2011

Gabriela Oberkofler:

Stadtrundfahrt …, 2011

Michaela Tröscher: Showcase

saelur reitur, 2003/2010 sowie:

The space of heritage, 2011

Alex Tennigkeit: Neue Andacht 2011

Öl auf Leinen, 160 x 180 cm

Foto, © Alex Tennigkeit.

18 – LANDGANG LANDGANG – 19


Privat, öffentlich oder gleich Crowdfunding – woher kommt in Zukunft das Geld für die Kultur?

Antonio Manfredi tritt vor sein Museum für

zeitgenössische Kunst, nickt den Pressevertreten

und Schaulustigen zu, greift zu einem Industrieflammenwerfer

– und fackelt ein surrealistisches

Gemälde des brasilianischen Künstlers José

D’Apice ab. In der Woche zuvor waren Astrid Stöfhas,

Séverine Bourguignon und Rosaria Matarese

dran. Alle zwei, drei Tage verbrennt der Fotograf,

Bildhauer und Museumsdirektor Manfredi Werke

namhafter Künstler aus dem Bestand seines Casoria

Contemporary Art Museum (CAM). Casoria

ist eine mittelgroße Stadt im Dunstkreis von

Neapel. An Flammen sind sie dort gewöhnt, die

brennenden Müllkippen der Metropole sind in

Sichtweite. Die Gemeinde beauftragte Manfredi

vor sieben Jahren ein Museum für Zeitgenössisches

im leerstehenden UG der Grundschule

einzurichten. Doch schon wenig später wurde

der Gemeinderat wegen Durchsetzung mit Mafia-

Typen aufgelöst. Der nachfolgende Rat war zwar

mafiafrei – aber auch weniger kunstsinnig, und

strich die Förderung des CAM. Nun stellten auch

die wenigen privaten Geber den Geldfluss ein, da

keine steuerfähigen Spendenbescheide mehr zu

20 – BRISE

erwarten waren. Seither machen Manfredi und

seine Mitarbeiter den Job für Umme. Im Jahr

2011 erbat der kunstvernarrte CAM-Direktor in

einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel

„politisch-kulturelles Asyl“ für seine auf über tausend

Werke angewachsene Sammlung. Merkel

lies das Goethe-Institut Neapel eine vierwöchige

Sommerausstellung in Berlin organisieren. Mehr

war nicht drin, denn eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis

sieht das deutsche Asylrecht auch

für Kunstwerke nicht vor. Nachdem die Gemeinde

Casoria nun auch noch die Nutzungsverträge für

die Museumsräume gekündigt hat, griff Manfredi

zum äußersten Mittel, dem Industrieflammenwerfer.

„Wenn die Werke keine Bleibe mehr haben,

sind sie eh verloren, da kann ich sie gleich verbrennen“

meint der frustrierte Kunstmensch, während

er Fotografien der österreichischen Künstlerin

Helga Gasser verheizt. Gasser gab wie alle anderen

Künstlerinnen die Erlaubnis zur Einäscherung

und war per Skype zugeschaltet. Gebracht hat die

Aktion bisher nichts, Manfredi sucht immer noch

Räume und Gönner und Asyl, jedoch hat sie auf

spektakuläre Weise zu einer Diskussion beigetra-

gen, die seit der Etablierung eines Dauerlochs in tungen dem „Sichtbarmachen“ des eigenen Hauses

den öffentlichen Kassen geführt wird: Wer soll die oder Logos gewichen. Die Massen, die vor der Tür

Kunst und ihre Präsentation finanzieren?

Schlange stehen, sind sichtbarer, als die Armselig-

Another Hedge – another Munch

keit der Exposition des Immergleichen, die drinnen

den kunstinteressierten Besucher erwartet.

Anfang Mai ging in New York Edvard Munchs Ausstellungen die Jahr für Jahr wie eine Musical-

Der Schrei für 107 Millionen US-Dollar netto über truppe auf Tournee durch Europas Kunsthäuser

den Tisch. Bieter öffentlicher Museen wurden in geschleust werden, sind Ausdruck eines öffentlich

den Räumen des Aktionshauses Sotheby‘s keine bezuschussten Kulturverständnisses, das Kunst

gesehen, sie hätten ohnehin nach drei Minuten nur noch auf ihre Eventtauglichkeit hin abklopft.

Bietergefecht wegen notorischer Klammheit aus- Wem das jetzt zu sehr nach Bashing der stadt- und

steigen müssen. Das international bekannte Bild staatstragen Großmuseen und Kunsthallen klingt,

steht symbolisch für die existentielle Angst und soll sich beruhigen – und in die kleinen und mitt-

die Verzweiflung des Menschen in der Moderne – leren Häuser gehen, wo oft aus mageren Börsen

und seit 2. Mai auch für die Impotenz öffentlicher Spitzenarbeit geschöpft und mit Messer und Gabel

Kulturetats. Im Falle von Der Schrei ist das nicht gegessen wird.

weiter tragisch, hängen doch zwei weitere Versi- Wer heute im großen Stil Kunst kauft, zeigt sie,

onen des Temperagemäldes in öffentlich zugäng- schon im eigenen Interesse. Banken, Versichelichen

Hallen in Oslo herum. Doch auf Dauer rungen und globale Wirtschaftsunternehmen

betrachtet ist es kein Zustand, wenn Teile unseres präsentieren ihre großen Sammlungen, auch, um

Kulturschatzes in den privaten Gemächern irgend- ein Image aufzupolieren das in ihren Hauptgewelcher

Telefonbieter verschwinden, deren Namen schäftsfeldern beständig leidet. Gemeinden und

man nicht erfährt, und die man nicht mal zurück- Städte sitzen zwar nicht mehr mit am Bietertisch,

rufen kann, da die gewieften Privatsammler mit verrenken sich aber schier, wenn es darum geht

Rufnummernunterdrückung arbeiten. „Gemach, einen Museumsneubau einer dieser privaten Groß-

gemach“, ruft da der Hedgefonds-Manager Steven sammler auf der eigenen Gemarkung anzusiedeln.

Cohen, einer der größten Kunstsammler der Welt, Was man sich selbst nicht mehr leisten kann oder

„viele mir bekannte Blue-Chip-Sammler haben will, dessen Abglanz kann man sich wenigstens

doch längst Kunsthallen gebaut, wo die Werke wie noch erschleichen, um so, sozusagen mit der

in öffentlichen Museen zugänglich sind“. „Klasse“, letzten Puste, doch noch den Standortfaktor zu

ruft der Vertreter vom Deutschen Museumsbund, pushen. Man sieht, die Unterschiede zwischen pri-

„soll ich in die Emirate fliegen, um einen August vater und öffentlicher Kunstverwalterei sind mar-

Macke zu Gesicht zu bekommen? Längst werden ginal, beide folgen sie ähnlichen Strukturen, beide

doch die Werke der Top-50-Artists in Dirham, streben nach gleichen Zielen. Die konzentrischen

Rubel oder Rupien bezahlt!“ Man sieht, der Kampf Kreise von Wirtschaft, Kunst, Medien und Politik

um die Schätze der Kulturen, um die in Kunst- finden zusammen, doch was lauert in deren Mitte?

werke umgegossenen kollektiven Ängste und Sehn- Leserbriefe bitte an die Redaktionsadresse. Die

süchte ihrer Bürger, wird mit glühender Zunge und ersten drei Einsender einer sinnbehafteten Ant-

lauen Argumenten geführt. Das Klischee wort erhalten eine Freikarte für die Landesgarten-

vom selbstsüchtigen Großsammler schau 2012 in Nagold.

mit atomwaffensicherem Kunsttresor

in den kein Licht des Tages und

Bei Anruf – Kunst

kein Blick eines Sterblichen dringt, Es ist ein Desaster, und weil es ein Desaster ist,

ist ebenso falsch, wie die Mär von haben jetzt alle ganz viele tolle Ideen. Schirnder

fürsorgenden öffentlichen Kul- Direktor und Städel-Chef Max Hollein schwärmt

turförderung, die noch einem jeden in der SZ über die Vorzüge der Bürgerstiftung.

Künstler ein zimmerwarmes Plätzchen All die verdienten Sammler und Kleinanleger,

zuteilt. Längst haben auch in öffentlichen sollten doch die Kulturetats entlasten, indem

Kulturhäusern bizarre Verteilungsprozesse und sie stiften. Mehr „philanthropisches Handeln“

marktkapitalistische Entscheidungsstrukturen sei gefragt, „in der Kultur, in der Erziehung, im

Einzug erhalten. Des Öfteren entsteht der Ein- Gesundheitswesen“. Wir kennen das aus den USA,

druck, da wird bezuschusst, was eigentlich bezu- wo jede Zuschauerbank in der Videokabine eines

schussen sollte. Die Quotenfalle pervertiert Kunstmuseums den Namen des Spenders trägt

den „Erziehungsauftrag“, das „Sichtbar- und die ersten zehn Seiten des Biologiebuchs Klasmachen“

einer Vielheit aktueller Kunstsenstufe 7 aus einer Werbestrecke eines Düngewerke,

ist in einigen großen Einrichmittelherstellers besteht. Dann doch lieber gleich

BRISE – 21


GLANZLICHTER IM JUNI

„Crowdfunding“ – Kunst auf Bestellung. In der

Musik sind etliche Kapellen längst dazu übergegangen

ein neues Album erst dann einzuspielen,

wenn die Fans danach verlangen, und daher einen

frei festlegbaren Betrag auf ein Treuhandkonto

überwiesen haben. Ist genug zusammen, wird

losgerockt. Eine frühe Vorform dieses bedarfsorientierten

Finanzierungsmodells ereignete sich

in den 1960er Jahren als der beliebte Trompeter

Chet Baker eines frühen Morgens ohne Zähne von

einer konfliktreichen Kneipentour zurückkam.

Wer keine Zähne hat, kann nicht Trompete spielen.

Also legten Bakers Fans zusammen, und spendierten

dem Mann mit dem goldenen Ton neue

Zähne. Keine neuen Gebisse, aber Geld für Schnitt

und Promotion ihres Films „Bar 25 – Tage außerhalb

der Zeit“ bekamen die Regisseurinnen Nana

Yuriko und Britta Mischer. Den 271 Unterstützern

war es insgesamt 25.000 Euro wert die Reminiszenz

an den als Techno-Wunderland berühmt

gewordenen Abenteuerspielplatz am Spreeufer in

die Kinos zu hieven und Menschen beim Nichterwachsenwerdenwollen

zuzusehen. Wenn auch auf

Nischenniveau zeigen sich bei „Bar 25 – der Film“

schon die maßgeblichen Probleme des auch als

Schwarmfinanzierung bezeichneten Crowdfunding:

Produziert wird, was die Masse will – und

die will meist Massengeschmack. Bei größeren

Projekten mit Budgets im zweistelligen Mio-

Bereich, kann das schnell verdrießlich werden.

KUNSTVEREIN NEUHAUSEN e.V. 15. Juni – 29. Juli

Perpetual Motion · Rainer Ganahl

Ein multidisziplinäres

Ausstellungsprojekt

Rainer Ganahls PERPETUAL

MOTION PROJEKT setzt sich

aus mehreren Teilen zusammen, in

denen künstlerische, ökologische

und gesellschaftspolitische Aspekte

des Radfahrens und Radrennsports

herausgearbeitet werden.

Im Zentrum der Ausstellung steht

Rainer Ganahls „Bicycle Manifest“

(2010), in dem er die Vorteile traditioneller

und zeitgenössischer Möglichkeiten

der Eigenmobilität miteinander

vergleicht und die Vision von

einer autoreduzierten, humaneren

Stadt entwirft.

Rupert-Mayer-Straße 68, Neuhausen

/ Fildern, Tel 01 72 / 545 13 45, Sa,

So 14 – 18 h und nach Vereinbarung

Freunde des Crowdfundings sprechen jetzt häufig

von der „Demokratisierung der Kunst“. Doch lasst

euch gesagt sein, da gibt es nichts zu demokratisieren,

oder besser: da ist nach dem Demokratisieren

nichts mehr da. Und überhaupt, warum sollte

man mit dem Demokratisieren ausgerechnet bei

der Kunst beginnen? Bei der Kunst sollte man

mit dem Finanzieren beginnen. Die Quellen sind

zunächst uninteressant. Kunst verwandelt Geld

in etwas, was alles Mögliche, aber nicht Geld ist.

Das ist viel. Kunst ist eine Umwertungsmaschine.

Einen Masterplan für die Kunstfinanzierung gibt

es nicht. Viele Flüsse fließen ins Meer. Solange

sie fließen ist alles gut. Wenn sie versiegen wird’s

ungut. Dann werden wir uns nicht mehr fragen

„ob wir uns Kunst noch leisten können“, sondern,

ob wir es uns leisten können, keine Kunst

zu haben. Mit dem Geld das in die Kultur fließt,

kann schon kein Unfug betrieben werden. Kunst

ist also eine Investitionsmöglichkeit die Schaden

von der Gesellschaft abwendet. Und freilich wird

es immer Kunst geben. Die aktuelle Debatte dreht

sich zu sehr großen Teilen um die Erhaltung des

Status Quo. Der wird nicht zu halten sein. Neue

Formen werden kommen, sie zu entwickeln ist

eine Gemeinschaftsaufgabe – wie Heckenschneiden,

Rasenmähen und Mirabellenpflücken.

Hansjörg Fröhlich

www.kvnneuhausen.wordpress.com

Still aus dem Film Alfred Jarry’s Call of Nature, Stuttgart 2008

Utagawa Kunisada: Fujiwarano Okikazes Gedicht ‚Wem denn denn noch‘ und der der Samurai

Umeomaru, 1852, Farbholzschnitt, © Museum Kunstpalast, Düsseldorf

GALERIE DER STADT BACKNANG bis 19. August

GALERIE STIHL WAIBLINGEN 23. Juni – 9. September

Walk and Dissolve · Geert Goiris

www.galerie-der-stadt-backnang.de

Auf seinen Reisen, die ihn oft an die Ränder der

Zivilisation führen, findet Geert Goiris Motive, die

sich nicht in der Schilderung sublimer Naturzustände

erschöpfen, sondern stets auch irritierende

Details miteinbeziehen. Goiris fotografiert analog

– nichts ist nachbearbeitet, alles Dargestellte ist

real. Und doch vermitteln seine Fotografien etwas

Artifizielles; sie bewegen sich im Spannungsfeld

zwischen Fiktion und Realität. Goiris Motive

– seien es entlegene Landschaften oder Architekturvisionen

der 60er und 70er Jahre – haben

etwas ikonisches, sie erzählen keine Geschichten,

sondern wecken Assoziationen, die unweigerlich

eigene Geschichten entstehen lassen.

Stiftshof 2, Tel 0 71 91 / 34 07 00

Di – Do 17 – 19 h, Fr, Sa 17 – 20 h, So 14 – 19 h

www.galerie-stihl-waiblingen.de

Samurai, Bühnenstars und schöne Frauen.

Japanische Farbholzschnitte von Kunisada und

Kuniyoshi

Vom 23. Juni bis 9. September 2012 präsentiert die

Galerie Stihl Waiblingen in Kooperation mit der

Stiftung Museum Kunstpalast in Düsseldorf die

Ausstellung „Samurai, Bühnenstars und schöne

Frauen“. Gezeigt werden 80 faszinierende Farbholzschnitte

der japanischen Künstler Kunisada

(1786 – 1865) und Kuniyoshi (1798 – 1861), die

in ihrer Zeit zu den führenden Meistern des japanischen

Farbholzschnittes zählten. Ihre Arbeiten

überraschen durch moderne, dynamische Darstellungsweisen,

leuchtende Farben und anspielungsreiche

Details. Die Motive ihrer Sagen- und

Bühnenwelt waren nicht nur im 19. Jahrhundert

äußerst beliebt, sondern dienen bis heute in der

Populärkultur als Inspirationsquelle für Mangas,

Animé und die Tattoo-Szene. Ein spezieller multimedialer

Bereich der Ausstellung widmet sich den

starken Einflüssen der Farbholzschnitte auf die

heutige Gesellschaft.

Parallel zur Ausstellung in der Galerie Stihl

Waiblingen greifen zahlreiche Waiblinger Kulturinstitutionen

wie das Kulturhaus Schwanen,

die Stadtbücherei oder das Kommunale Kino den „Blickpunkt Japan“ auf und eröffnen in Vorträgen,

Lesungen, Filmen und kulinarischen Veranstaltungen Einblicke in die spannende Kultur Japans.

Weingärtner Vorstadt 12, Waiblingen, Tel 07151 / 50 01 -666, Di – So 11 – 18 h, Do 11 – 20 h

22 – GLANZLICHTER IM JUNI GLANZLICHTER IM JUNI – 23

Geert Goiris: Dead Bird, Lambda Print

GLANZLICHTER IM JUNI


Stuttgart im Juni

ABTART

bis 11. August U3, U5, U6, U8 Möhringen

powerFlower – Blütenzauber in der

zeitgenössischen Kunst · Gruppenausstellung

Malerei, Skulptur, Cuts, Foto, Video,

Performance, Installation. Rembrandtstr. 18

Tel 63 34 30 20, Di – Fr 14 – 19 h Sa 10 – 13 h u.n.V.

www.abtart.com

ARTARY

bis 29. Juni Österreichischer Platz

Between cave and gate · Simon Burton

Malerei (London)

Wilhelmstraße 5, Tel 91 26 08 95

Di – Fr 12 – 18 h, Sa 12 – 16 h

www. artary.de

AKADEMIE SCHLOSS SOLITUDE

15. Juni – 29. Juli Solitude

Veer · Ellie Abrons, Adam Fure, Ashley Fure

Monday Morning · David Brynjar Franzson

(ex) tensions · Marianthi Papalexandri-

Alexandri

Solitude 3, Tel 996 19 -0, Di – Do 10 – 12 und

14 – 17.30 h Fr 10 – 12 h und 14 – 16 h, Sa – So 12 – 17 h

www.akademie-solitude.de

BBK WÜRTTEMBERG e.V.

bis 3. Juni U15 Eugensplatz

Bestandsaufnahme · Andrea Eitel Malerei

Eugenstr. 17, Tel 838 59 93, Sa 14 – 18 h, So 11 – 16 h

www.bbk-wuerttemberg.de

10. Juni – 8. Juli

Falter, Wälder · Sabine Sulz Malerei

bis 28. Juni

80/40 – Ein Experiment

Christa Planck, Yvonne Rudisch

Rathaus Stuttgart, 4. Obergeschoss

Marktplatz 1, Mo – Fr 9 – 18 h

GALERIE REINHARD HAUFF

bis 8. Juni Stadtmitte

Living With Art · Gruppenausstellung

Paulinenstr. 47, Tel 60 97 70, Di – Fr 13 – 18 h u.n.V.

www.reinhardhauff.de

GEDOK GALERIE

16. Juni – 7. Juli Russische Kirche

Transkriptionen_dechiffriert · Ingrid Hermentin

Hölderlinstraße 17, Tel 29 78 12

Mi – Fr 16 – 19 h Sa 11 – 16 h

www.gedok-stuttgart.de

24 – KOMPASS

BRENZKIRCHE / HOSPITALHOF

bis 1. Juli

Casting Jesus · Christian Jankowski

Ausstellungsort: Brenzkirche, Am Kochenhof 7

Di, Fr 9 – 12 h und 14 – 18 h, Mi, Do 14 – 18 h

So 10.30 – 12.30 h

Interimsadresse Hospitalhof:

Jägerstr. 14 – 18, Tel. 20 681 50

www.hospitalhof.de

IFA- GALERIE

bis 1. Juli Charlottenplatz

prêt-à-partager · Gruppenausstellung

Kunst, Mode und Bewegung im Zusammenspiel

Charlottenplatz 17, Tel 22 25-0

Di, Mi, Fr, Sa, So 12 – 18 h Do 12 – 20 h

www.ifa.de

KUNSTAKADEMIE STUTTGART

bis 31. Juli Altbau Bibliothek Killesberg

APNS 12 – artists in residence revisited

Am Weißenhof 1 Tel 28 44 00, Mo – Do 11 – 17 h

6. Juni 18 h

Vorrichtungen des Zeigens: Rahmen und Sockel

Vortrag von Dr. Vanessa Joan Müller

(Veranstaltungsort: Altbau, Alte Aula)

Weitere Informationen: www.abk-stuttgart.de

16. Juni ganztägig

Symposium der Fachgruppe Kunst

„Zwischen zwei Avantgarden“

(Veranstaltungsort: Neubau 2, Vortragssaal)

Weitere Informationen: www.abk-stuttgart.de

KUNSTMUSEUM STUTTGART

bis 7. Oktober U5, U6, U7 Schlossplatz

RASTERFAHNDUNG.

Das Raster in der Kunst nach 1945

Gruppenausstellung

16. Juni – 7. Oktober

Sammlung Rudolf und Bertha Frank

Erich Heckel, Emil Nolde,

Karl Schmidt-Rottluff, Wilhelm Lehmbruck,

Alexej von Jawlensky und Otto Dix

Kleiner Schlossplatz 1, Tel 216 21 88

Di – So 10 – 18 h, Mi, Fr 10 – 21 h

www.kunstmuseum-stuttgart.de

LINDENMUSEUM

bis 10. Oktober Bus 40, 42 Hegelplatz

Maori – Die ersten Bewohner Neuseelands

Hegelplatz 1, Tel 202 23

Di – So 10 – 17 h, Mi 10 – 20 h

www.lindenmuseum.de

OBERWELT e.V.

bis 4. Juni Schwabstraße

Auftauchen · Klub Zwei, Wien

Simone Bader & Jo Schmeiser

8. – 25. Juni

Sind Künstler Sinngeneratoren?

Johannes Braig

Reinsburgstraße 93, Tel 65 00 67

Mo 21.30 – 24 h u.n.V.

www.oberwelt.de

PARROTTA CONTEMPORARY ART

bis 16. Juni

SAYES · Benjamin Badock

Augustenstraße 87 – 89, Tel 69 94 79 10

Di – Fr 11 – 18, Sa 11 – 16 h u. n. V.

www.parrotta.de

Schwabstraße

STAATSGALERIE STUTTGART

bis 24. Juni U1, U2, U9, Staatsgalerie

Das Augsburger Geschlechterbuch.

Wappenpracht und Figurenkunst

Hans Burgkmair d.J., Heinrich Vogtherr d.Ä.

Martin Schongauer und Albrecht Dürer

STAATSGALERIE STUTTGART

23. Juni – 30. September

To the Museum of Modern Dreams – Künstlerpositionen

der 1960er- bis 1980er-Jahre

Konrad-Adenauer-Straße 30 – 32, Tel 47 04 00

Mi, Fr – So 10 – 18 h, Di, Do 10 – 20 h

www.staatsgalerie.de

STADTBIBLIOTHEK AM MAILÄNDER PLATZ

bis 25. August U6,7,12,15 Türlenstraße

The internet, let me show you it

Olia Lialina, Dragan Espenschied

Mailänder Platz 1, Tel 21 69 65 26, Mo – Fr 9 – 21 h

www.stuttgart.de/stadtbibliothek/Galerie_b

STRZELSKI GALERIE

15. Juni – 29. Juli Rotebühlplatz (Stadtmitte)

Layer Players · Tino Geiß, Wonkun Jun, Uwe

Schäfer, Martin Bruno Schmid, Peter Lamb

Rotebühlplatz 30, Tel 601 48 18

Di – Fr 11 – 19 h. Sa 11 – 16 h u.n.V.

www.strzelski.de


Die Region im Juni

GALERIE DER STADT ALBSTADT

bis 12. August

junger Kunstraum – Otto Dix und die Kinder

bis 2. September

SPIEGELBILDER | LICHTREFLEXE

Christian Landenberger 1862 – 1927

Adolf Luther 1912 – 1990

bis 2013

Otto Dix – Dirnen, Weiber und Madonnen.

Frauenbilder zwischen Apotheose

und Wirklichkeit

Kirchengraben 11, Albstadt, Tel 0 74 31 / 60 -14 91

Di – Sa 14 – 17 h, So, Ft 11 – 17 h

www.galerie-albstadt.de

GALERIE DER STADT BACKNANG siehe Glanzlicht

bis 19. August

Walk and Dissolve · Geert Goiris

Stiftshof 2, Tel 0 71 91 / 34 07 00

Di – Do 17 – 19 h, Fr, Sa 17 – 20 h, So 14 – 19 h

www.galerie-der-stadt-backnang.de

STÄDTISCHE GALERIE BIETIGHEIM-BISSINGEN

bis 8. Juli

Hereinspaziert!

Zirkus und Jahrmarkt von Macke bis Matisse

Gruppenausstellung

Hauptstraße 60 – 64, Bietigheim-Bissingen

Tel 0 71 42 / 7 44 83, Di, Mi, Fr 14 – 18 h

Do 14 – 20 h, Sa, So, Ft 11 – 18 h

www.bietigheim-bissingen.de

MUSEUM BIEDERMANN DONAUESCHINGEN

bis 24. Juni

ausgezeichnet! Stipendiaten der Kunststiftung

Baden-Württemberg zu Gast im Museum Biedermann

· Gruppenausstellung

Fotografie, Collage, Zeichnung, Skulptur

Museumsweg 1, Donaueschingen

Tel 07 71 / 896 68 90, Di – So 11 – 17 h

www.museum-biedermann.de

KUNSTWERK SAMMLUNG KLEIN NUSSDORF

bis 16. September

SURFACE: DIE POESIE DES MATERIALS

Chun Kwang Young, Gotthard Graubner,

Anselm Kiefer

Siemensstraße 40, Eberdingen-Nussdorf

Tel 0 70 42 / 376 95 66, Mi, Do, Fr, So 11 – 17 h

www.sammlung-klein.de

26 – KOMPASS REGION

VILLA MERKEL, ESSLINGEN

bis 24. Juni

Melanie Smith

Videoarbeiten, Malerei, Photographie

Di 11 – 20 h, Mi – So 11 – 18 h

BAHNWÄRTERHAUS, ESSLINGEN

bis 8. Juli

Saatgut – Emblements – Gran

Max Santo Installationen, Performance

Ines Wuttke

Di – Fr 15 – 18 h, Sa, So 11 – 18 h

Galerien der Stadt Esslingen

Pulverwiesen 25, Tel 35 12 26 40

www.villa-merkel.de,

GALERIE DER STADT FELLBACH

bis 8. Juli

Erich Lessing

Europa nach dem Krieg 1950 – 1960 Fotografie

Marktplatz 4, Fellbach, Tel 585 14 17

Di – Fr 16 – 19 h, Sa, So 14 – 18 h

www.fellbach.de

STÄDTISCHE GALERIE FILDERSTADT

bis 24. Juni

rituelle vernetzung

Ulrike Saremba, Heinz Peter Fothen

Bonländer Hauptstraße 32/1, Filderstadt

Tel 77 66 01, Do 11 – 12.30

Fr, Sa, 15 – 18 h, So 11 – 17 h

www.staedtische-galerie-filderstadt.de

KONGRESSZENTRUM FREUDENSTADT

1. - 15 Juli

Dresscode · Brigitte Groth Malerei

Die Tracht – Dresscode von einst – auf Leinwand

in saftig, präzisen Farben gemalt.

Kur- und Kongresszentrum Freudenstadt

Lauterbadstraße 5, Freudenstadt

KUNSTHALLE GÖPPINGEN

bis 2. September

Kyungwoo Chun Performance, Fotografie

Marstallstraße 55, Göppingen

Tel 0 71 61 / 650 -777

Di – Fr 13 – 19 h, Sa, So u. Ft 11 – 19 h

www.kunsthalle-goeppingen.de

STÄDTISCHE MUSEEN HEILBRONN

bis 1. Juli

Aufbruch Realismus

Die neue Wirklichkeit im Bild nach ’68

Kunsthalle Vogelmann, Allee 28,

Tel 0 71 31 / 56 44 20, Di – So, Ft 11 – 17h

Museum im Deutschhof

Deutschhofstraße 6, Tel 0 71 31 | 56 22 95

Di – Fr 10 – 13 h, 14 – 17 h Sa, So, Ft 11 – 17 h

www.museen-heilbronn.de

BADISCHER KUNSTVEREIN KARLSRUHE

bis 17. Juni

Music Without Masters · Ruth Ewan

Do You Want Me To Draw You A Diagram?

Kaucyila Brooke

Text- und Bildcollagen, Fotografie und Video

Waldstraße 3, Karlsruhe, Tel 07 21 / 2 82 26

Di – Fr 11 – 19 h, Sa, So,Ft 11 – 17 h

www.badischer-kunstverein.de

KUNSTAKADEMIE KARLSRUHE

6. – 9. Juni

Ausstellung der Austauschstipendiaten

ERASMUS – und DAAD Austauschprogramm

Internationale Austauschstudenten

Reinhold-Frank-Straße 81, Karlsruhe

Tel 07 21 / 926 52 05, Mi, Fr, Sa 9 – 22 h

www.kunstakademie-karlsruhe.de

STÄDTISCHE GALERIE KARLSRUHE

bis 10. Juni

„Zeitgegenstände“ – Wolfgang Rihm

Gruppenausstellung

Lorenzstraße 27, Karlsruhe, Tel 0721 / 133 -44 44

Mi – Fr 10 – 18 h, Sa, So 11 – 18 h

www.staedtische-galerie.de

ZKM | KARLSRUHE

bis 19. August ZKM | Foyer

Dieter Meier

Works 1969 – 2011 and the YELLO Years

bis 15. Juli ZKM | Museum für Neue Kunst

Sensor. Zeitraum für junge Positionen

04_Asta Gröting

bis 9. September

Franz Erhardt Walther

bis 12. August

the name is BURROUGHS – Expanded Media

Lorenzstr. 19, Karlsruhe, Tel 07 21 / 81 00 12 00

Mi – Fr 10 – 18 h, Sa, So 11 – 18 h, www.zkm.de

STÄDTISCHE GALERIE IM KORNHAUS

KIRCHHEIM TECK

bis 8. Juli

Fachwerkausstellung

Max-Eyth-Straße 18, Kirchheim Teck

Tel 07 021/97 30 32, Di 14 – 17 h, Mi – Fr 10 – 12 h

und 14 – 17 h, Sa, So, Ft 11 – 17 h

www.vhskulturring.de

KUNSTSTIFTUNG ERICH HAUSER ROTTWEIL

24. Juni – 2. September

Wie viel Manierismus darf der Klassizismus

ertragen? Erich Hauser Zeichnungen, Skulpturen

Saline 36, Rottweil, Tel 07 41 / 28 00 18 -0

Mi, Do 9 – 13 h und 14 – 17 h u.n.V

www.erichhauser.com

STÄDTISCHES MUSEUM LUDWIGSBURG

bis 30. September

Loredana Nemes Fotografien

Wilhelmstraße 9/1 (Kulturzentrum)

Ludwigsburg, Tel 0 71 41 / 910 -22 90

Mi 11 – 18 h, Do – So 11 – 16 h

www.ludwigsburgmuseum.de

KUNSTVEREIN NEUHAUSEN e.V. siehe Glanzlicht

15. Juni – 29. Juli

Perpetual Motion · Rainer Ganahl

Ein multidisziplinäres Ausstellungsprojekt.

Rupert-Mayer Str. 68, Neuhausen/Fildern

Tel 01 72 / 545 13 45, Sa, So 14 – 18 h

www.kvnneuhausen.wordpress.com

EDWIN SCHARFF MUSEUM. KUNSTMUSEUM.

KINDERMUSEUM. ERLEBNISRÄUME

bis 29. Juli

Edwin Scharff: Zeitlebens Zeichner

Anlässlich des 125. Geburtstags von Edwin Scharff

bis 29. Juni

Martin Weimar: Gesellschaftsgarten

Pflanzeninstallationen, Fotografie, Spurensuche

Petrusplatz 4, Neu-Ulm, Tel 07 31 / 972 61 80

Di, Mi 13 – 17 h, Do – Sa, 13 – 18 h, So 10 – 18 h

www.edwinscharffmuseum.de

KUNSTVEREIN NÜRTINGEN

bis 1. Juli

„flüchtige Anwesenheiten“ · Anja Luithle

Abschlussausstellung der Atelierstipendiatin.

Kinetische Objekte, Druckgrafik

Mühlstr. 16, Nürtingen, Tel 0 70 22 / 412 47

Do 17 – 20 h, So 11 – 17 h u.n.V.

www.kunstverein-nuertingen.de

SCHAURAUM PROVISORIUM NÜRTINGEN

21. Juni - 12. Juli

Seitenbewegung ·Katja Pudor

Raumzeichnung

Heiligkreuzstraße 4, Souterrain K3N, Nürtingen

Tel 07022/208090, Di, Do 21 – 23 h u.n.V.

www.provisorium-nt.de

STÄDTISCHE GALERIE OSTFILDERN

bis 26. Juni

Homo schaparuikenellsis · Wolf Nkole Helzle

Fotoprojekt – Multimedia

Gerhard-Koch-Str. 1, Ostfildern, Tel 07 11 / 340 41 03

Mo, Di, So 15 – 18 h, Do 15 – 20 h, Fr 10 – 13 h u.n.V.

www.ostfildern.de

KOMPASS REGION – 27


SCHMUCKMUSEUM PFORZHEIM

bis 3. Juni

Transit – Schmuck aus Israel

23. Juni – 30. September

Weltsprache Ornament – streng gezackt und

schön verschnörkelt

Im Rahmen des Festivals Mix versteh’n des Kulturamtes

der Stadt Pforzheim

Jahnstraße 42, Pforzheim

Tel 0 72 31 / 39 21 26, Di – So, Ft 10 – 17 h

www.schmuckmuseum.de

STÄDTISCHE GALERIE REUTLINGEN

bis 15. Juli

entschieden indirekt

Die XYLON Deutschland und ihre Gäste

Eberhardstraße 14, Tel 0 71 21 / 303 23 22

Di – Sa 11 – 17 h, Do 11 – 19 h, So, Ft 11 – 18 h

www.reutlingen.de

STÄDTISCHES KUNSTMUSEUM REUTLINGEN

bis 8. Juli

Eros, Traum und Tod – Zwischen Symbolis mus

und Expressionismus. Das grafische Frühwerk

von Karl Hofer, Wilhelm Laage und Emil

Rudolf Weiß

Spendhausstraße 4 , Tel 0 71 21 / 303 23 22

Di – Sa 11 – 17 h, Do 11 – 19 h, So, Ft 11 – 18 h

www.reutlingen.de/kunstmuseum

KUNSTVEREIN REUTLINGEN

bis 3. Juni

Reinhold Adt, Anja Luithle

24. Juni – 5. August

Formation · Markus Strieder

Stahlplastik und Zeichnung

Eberhardstr. 14, Reutlingen, Tel 0 71 21 / 33 84 01

Mi – Fr 14 – 18 h, Sa, So, Ft 11 – 17 h

www.kunstverein-reutlingen.de

TECHNOLOGIEPARK TÜBINGEN-REUTLINGEN

bis 20. Juli

Erwin Holl – Bilder

Gerhard-Kindler-Straße 6, Reutlingen

Tel 0 71 21 / 909 79 90, Mo – Fr 9 – 16 h

www.ttr-gmbh.de

SCHAUWERK SINDELFINGEN

bis 13. Januar 2013

NOT VITAL – Werke 1989 bis 2011

bis 1. April 2013

lichtempfindlich – Zeitgenössische Fotografie

aus der Sammlung Schaufler

Eschenbrünnlestraße 15/1, Sindelfingen

Tel 0 70 31 / 932 -49 00, Sa, So 11 – 17 h

öffentliche Führungen Di, Do 15 – 16.30 h

www.schauwerk-sindelfingen.de

28 – KOMPASS REGION

GALERIEN FÜR KUNST UND TECHNIK

bis 17. Juni

Rue des Arts … Kunststraße … Strada dell´arte …

Künstlerinnen und Künstler aus Schorndorf,

Tulle und Dueville

Ein städtepartnerschaftliche Projekt von rund 60

Künstlerinnen und Künstlern aus den Partnerstädten

Schorndorf (D), Tulle (F) und Dueville (I).

Arnoldstraße 1, Schorndorf, Tel 0 71 81 / 99 27 940

Di – Sa 10 – 12 h und 14 – 17 h, So 10 – 17 h

www.kunstverein-schorndorf.de

SMUDAJESCHECK GALERIE

bis 6. Juli

16 // oxymora · Lev Khesin Malerei, Objekte

werkraum, Rabengasse 16, Ulm

Tel 07 31 / 934 07 92, Di, Do, Fr 14 – 18 h

Mi 11 – 18 h, Sa 11 – 15 h

www.smudajescheck.com

ULMER MUSEUM

bis 27. Januar 2013

Studio Archäologie: Brennt wie Zunder.

Der Zunderschwamm von der Steinzeit bis in

die Neuzeit

Marktplatz 9, Ulm, Tel 07 31 / 161 -0

Di – So 11 – 17 h, Do 11 – 20 h

www.ulmer-museum.ulm.de

GALERIE STIHL WAIBLINGEN siehe Glanzlicht

23. Juni – 9. September

Samurai, Bühnenstars und schöne Frauen.

Japanische Farbholzschnitte von Kunisada und

Kuniyoshi

Weingärtner Vorstadt 12, Waiblingen,

Tel 0 71 51 / 500 16 66, Di – So 11 – 18 h, Do 11 – 20 h

www.galerie-stihl-waiblingen.de

MUSEUM RITTER

bis 30. September

Kunst mit Schokolade · Gruppenausstellung

Alfred-Ritter-Straße 27, Waldenbuch

Tel 0 71 57 / 53 51 10, Di – So 11 – 18 h

www.museum-ritter.de

GALERIE DER STADT WENDLINGEN

21. Juni – 22. Juli

Freizeitkunst trifft Schulkunst

FreizeitkünstlerInn und SchülerInnen der Anne

Frank Schule, Wendlingen

Weberstraße 2, Wendlingen

Mi – Sa 15 – 18 h, So, Ft 11 – 18 h

www.galerie-wendlingen.de

SPIEGELBILDER | LICHTREFLEXE

Christian Landenberger 1862 - 1927

Adolf Luther 1912-1990

bis 2. September 2012

In einen spannenden Dialog treten Spiegelbilder

im Werk Christian Landenbergers,

eines der wichtigen deutschen Freilichtmaler

und Impressionisten um 1900, mit Spiegelobjekten

von Adolf Luther, der nach dem

Zweiten Weltkrieg ganz konkret mit Licht

und Raum arbeitete.

Otto Dix, Badende II, 1913 © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Di - Sa, 14 - 17 Uhr; So, Fei 11 - 17 Uhr

Kirchengraben 11, 72458 Albstadt (Ebingen)

Telefon 07431/160-1491 und 160-1493

www.galerie-albstadt.de

C. Landenberger, Badende Knaben, 1913 - A. Luther, Spiegelobjekt, 1982

OTTO DIX – DIRNEN, WEIBER UND MADONNEN

bis 2013 - ab Juni 2012 in neuer Auswahl

junger kunstraum: Otto Dix und die Kinder

bis 12. August 2012

Jeden Sonntag 14.30 Uhr öffentliche Führung.

Am 17. Juni und 15. Juli parallel Workshop für junge Leute

S t ä d t i s c h e Ku n s t s a m m l u n g e n


Vernissagen im Juni

5. 6. 19.00 h Staatl. Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe Gruppenausstellung

8. 6. 19.00 h Oberwelt e.V., Stuttgart Johannes Braig

10. 6. 11.00 h BBK Württemberg, Atelierhaus, Stuttgart Sabine Sulz

15. 6. 18.30 h Kunstverein Neuhausen e.V. Rainer Ganahl

19.00 h Strzelski Galerie, Stuttgart Gruppenausstellung

19.30 h Gedok-Galerie, Stuttgart Ingrid Hermentin

17. 6. 11.00 h Bahnwärterhaus Esslingen Ines Wuttke

2 0 . 6 . 19.30 h Galerie der Stadt Wendlingen am Neckar Gruppenausstellung

21. 6. 21.00 h SCHAURAUM Kulturverein Provisorium Katja Pudor

22 . 6 . 18.00 h Stihl Galerie Waiblingen Utagawa Kunisada, Utagawa Kuniyoshi

19.00 h Schmuckmuseum Pforzheim Gruppenausstellung

2 4 . 6 . 11.00 h Kunstverein Reutlingen Markus Strieder

16.00 h Kunststiftung Erich Hauser, Rottweil Erich Hauser

30 . 6 . 17.00 h Kongresszentrum Freudenstadt Brigitte Groth

Leserbriefe

Liebes Sonnendeck-Team,

mit amüsierter Genugtuung habe ich die gedruckte Mai-Ausgabe 2012 des sonnendeck gelesen, weil ich

die Liebe zum Fokusverlust teile, seit ich fotografiere – was ich seit über 20 Jahren auch beruflich tue.

Besonders den Bericht über die Fotografin Maxine Henryson habe ich genossen, aber auch die anderen

Beiträge, aufgrund ihres „unscharfen“, treffenden Humors.

Anbei der Hinweis zur laufenden Ausstellung meines Schwetzinger Foto-Salons mit dem Titel Wir sehen

nur die Hälfte - Scharf und Unscharf begegnen sich. Die Ausstellung dauert noch bis zum 29. Juni 2012

(siehe auch www.schroedel.de/kunstportal/galerien/2012_02.php).

Ich freue mich auf weitere bewusstseinserweiternde Fokusverluste. Herzliche Grüße, Jessen Oestergaard

Impressum Sonnendeck

Schwerpunktthema im Juli / August: Lost forever

Herausgeber Mario Strzelski (V.i.S.d.P.) Redaktionsadresse Rotebühlplatz 30, 70173 Stuttgart, Tel: 0711 / 601 48 18, Fax: 0711 / 248 69 60

redaktion@sonnendeck-stuttgart.de Auflage 10.000 Exemplare Grafik-Design Müller Steeneck, Stuttgart Redaktion Hansjörg Fröhlich

Mario Strzelski, Sebastian Borkhardt, Arnika Fürgut

Druck saxoprint Auslegeorte Stuttgart abseits, Akademie der Bildenden Künste, Artary, Atelier am Bollwerk, Auszeit, Buchhandlung

König, Buchhandlung Limacher, Bürgerhaus West, Cafebar unterm Tagblatt-Turm, Film galerie 451, Folien Express, Galerie

Harthan, Galerie Reinhard Hauff, Galerie Müller-Roth, GEDOK, Haus der Wirtschaft, Hospitalhof, Hüftengold, IFA-Galerie,

I-Punkt, Kaiserbau Süd, Kino Delphi, Künstlerhaus Reuchlinstraße, Kulturgemeinschaft, Kulturzentrum unterm Tagblatt-Turm

Linden Museum, Literaturhaus Stuttgart, Oberwelt, Parrotta contemporary, Piazza, Platten Tommes, Rathaus, sans (Bistro), Sichtbar

Augenoptik, Staatsgalerie, Stadtbücherei, STRZELSKI Galerie, Theaterhaus Stuttgart, Württembergischer Kunstverein Württembergische

Landesbibliothek, Zentrum Rotebühlplatz, u.v.m. Auslegeorte Region Brisky Galerie, Esslingen, ZKM, Kunsthalle Göppingen,

Schmuck museum Pforzheim, Museum Ritter, Kunstmuseum Reutlingen, Kunsthalle Karlsruhe, HfG Karlsruhe Ulmer Museum, VHS

Esslingen, Städtische Galerie Esslingen, Badischer Kunstverein u.v.m. Anzeigen anzeigen@sonnendeck-stuttgart.de Abonnements

für 28,– EUR pro Jahr, abo@sonnendeck-stuttgart.de Internet www.sonnendeck-stuttgart.de

Titel: © Not Vital: Portrait Peter Schaufler, 2008, Portrait Christiane Schaufler-Münch, 2009, Silber, je 2-teilig, Höhe 51 cm bzw. 46 cm

Anzeigen sind im Format 1/1, 1/2 (hoch- und querformatig) und 1/4 buchbar laut

Preisliste. Redaktions- und Anzeigenschluss ist jeweils der 10. des Vor monats.

Freie Artikel und Leserbriefe nimmt die Redaktion dankend entgegen. Die

Redaktion behält sich das Recht zum Abdruck und zu Kürzungen vor. Auf Wunsch

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