Rueckblick 2008 - Schwäbische Post

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Rueckblick 2008 - Schwäbische Post

DAS WAR 2008 - AALEN UND UMGEBUNG Mittwoch, 31. Dezember 2008 2

Schon wieder beginnt eine neue Ära im Aalener Rathaus: OB Martin Gerlach begrüßt zusammen mit Gemeinderat und den

Spitzen der Stadtverwaltung seine neue Stellvertreterin, Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler.

Januar: Personalien und Ideen

8. Baubürgermeister Manfred Steinbach

wird feierlich in den Ruhestand verabschiedet

und Jutta Heim-Wenzler als

neue Baudezernentin und Stellvertreterin

des OB in ihr Amt eingeführt.

10. Die Ortsvorsteher fordern mehr

Spielraum und einen Finanzpool der

Ortschaften.

17. Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen

werden Großprojekte wie „Er-

Februar:

Grüner Aal

8. Stiftung Schloss Fachsenfeld: Joachim

Wagenblast wird „entmachtet“. An seiner

Stelle wird Stadtarchivar Roland

Schurig neuer Geschäftsführer.

14. Die Einzelhändler fordern, schnell

350 zusätzliche Parkplätze zu schaffen.

Die Stadt erstellt ein Gutachten. Die

neue Baubürgermeisterin Heim-Wenzler

setzt auf ein Parkleitsystem.

21. Die Unesco würdigt den „Grünen

Aal“; das Umweltzertifikat erhält die

Stadt auf der Didacta in Stuttgart.

28. Großdemo vor dem Rathaus von im

öffentlichen Dienst Beschäftigten, die

wegen erfolgloser Tarifverhandlungen in

Warnstreiks getreten sind.

Aus alt mach neu: SHW-Werkshalle

wird mit neuer Halle überbaut.

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Nördlichen Stadtgraben behandelt. Ein

Kinderhaus im Grauleshof soll in Kooperation

von kath.Kirche und dem Verein

„Aufwind“ schnell konzipiert werden.

22. In den SHW wird eine neue Werkshalle

gebaut, deren Träger die alte überspannen

soll, die erst abgerissen wird,

wenn die Außenhaut steht.

Dr. Manfred Abelein, der für die CDU

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im Wahlkreis von 1965 bis 1990 dem

Bundestag angehörte, stirbt im Alter von

78 Jahren.

23. Bilder vom organisierten Morden

an Kranken in Grafeneck erschüttern bei

einer Gedenkschau im Rathaus.

24. Neue Idee: Beim Café Gebhardt

könnte ein Durchgang vom Sprizenhausplatz

zum neuen Einkaufscenter

auf dem Orion-Gelände entstehen.

April: Der Rote Baron

9. Die Fußgängerzone soll für eine halbe

Million Euro verschönert werden, um

mit dem geplanten Mercatura-Kaufhaus

mithalten zu können.

14. Zur Komparsen-Premiere des „Roten

Barons“ kommen 800 Gäste in den

Aalener Kinopark.

15. Die Stadtverwaltung verfasst eine

Resolution gegen die Vollsperrung der

Bahnstrecke Aalen-Lorch, weil durch die

Sperrung riesige Staus auf der B 29 zu befürchten

sind.

16. In Aalen-Beuren schließt das Veterinäramt

einen Schweinemastbetrieb und

Der Umbau der Bahnhofstraße zu einem „Boulevard“

kommt langsam voran.

lässt 800 Schweine abtransportieren.

24. Nach 122 Jahren wird die Orgel der

Stradtkirche abgebaut und nach Krakau

in Polen verschickt.

Überraschend kündigt MdB Georg

Brunnhuber an, dass er bei der nächsten

Bundestagswahl nicht mehr kandidiert.

25. Hiobsbotschaft im Gemeinderat:

eine neue Eishalle wird 5,6 Millionen

Euro kosten.

Der Prozess gegen den Ex-Ringerstar

und KSV-Sportchef Zander wegen Unfallflucht

geht für ihn glimpflich aus - für

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in weiteres Jahr hat sich Aalen mit

E der Eishalle beschäftigt, ohne allerdings

eine Lösung zu finden. Die

Stadt hat erst eine Eishalle für 5,6 Millionen

vorgeschlagen, dann Kunststoff-

Eis, dann eine abgespeckte Variante,

doch für nichts gibt es eine Mehrheit.

Immerhin überbrückt nun eine mobile

Eisbahn die Wartezeit für Eissportfans.

in Aufreger war auch die Rasen-

E

heizung, die mit einem Macht-

kampf beim VfR Aalen zwischen den

Sponsoren Scholz und Imtech verbunden

war.

in ganzes Jahr wurde in Aalen

E

über Kinderbetreuung diskutiert.

Zu Beginn ging es um ein zentrales Kinderhaus,

das allerdings von den zwei

neuen Bürgermeistern Jutta Heim-

Wenzler (CDU) und Wolf-Dietrich Fehrenbacher

(SPD) schnell begraben wurde.

Erst gegen Ende des Jahres wurde

ein Plan vorgelegt: Aalen soll für ein

Drittel der Kinder Kitaplätze vorhalten,

das aber erst bis zum Jahr 2013.

ine Hängepartie bleibt Mercatura,

E

im Januar 2009 soll nun endlich

mit einem Jahr Verspätung der Abriss

des ehemaligen „Orion“ losgehen.

Beim Königergelände gab es viel Streit,

wenn auch ein Bürogebäude mit Zeiss

und den Firmen Cellent und BAX aus

dem Boden gestampft wurde, das

zweite ist in Aussicht.

ie Stadtwerke sind einerseits

D nach der Abfindung für Kohn zur

Ruhe gekommen, andererseits baut

der neue Chef Cord Müller den Kommunalversorger

im Rekordtempo um.

Was aber auch dringend notwendig ist,

denn der Gewinn ist dramatisch eingebrochen.

Eine Lösung deutet sich endlich

für die Nordumfahrung Ebnat an.

it Leidenschaft wurde in der Re-

M

gion ein weiteres Jahr übers

Oberzentrum diskutiert, über ein Gymnasium

in Abtsgmünd und die politische

„Achse“ zwischen Landrat Klaus

Pavel und Abtsgmünds Bürgermeister

Georg Ruf, beide CDU-Parteifreunde.

propos CDU; parteipolitisch war

A

die Nachfolge von Georg Brunn-

huber das spannendste Thema. Erst

wollte niemand richtig ran, dann gab

es ziemlich viele Namen wie Thomas

Wagenblast, Prof. Holger Wengert

oder Prof. Michael Brenner, die allerdings

wieder abtauchen. Nun wird der

Bundeswehr-Oberst Roderich Kiesewetter

gegen die Ellwangerin Claudia

Sünder (SPD) antreten.

mpört hat sich die Stadt über die

E

Unfallflucht der Ringerlegende

Thomas Zander, der ein anderes Auto

angefahren hat. Vor dem Amtsgericht

wurde er wegen vorübergehender

Amnesie freigesprochen. Die Thomas-

Zander-Halle wird am 1. Mai zur „Ichkann-mich-nicht-erinnern-Halle“.

Im April noch im Bau: die Lärmschutzwand für die B 29 zwischen Gewerbegebiet

West und Hofherrnweiler-Süd. Hier wird das Fundament gesetzt.

März: Stadtgeschichte

5. Mit einer Foto-Ausstellung von Roland von

Querfurth wird das Haus der Stadtgeschichte im

einstigen Leichenhaus beim St. Johann-Friedhof

eröffnet.

11. Die Friedhofstraße zwischen Roschmann-

Kreuzung und Fischerinnen-Brunnen wird umgebaut:

Mehr Fahrspuren sollen weniger Staus

bewirken.

14. Für das neue Baugebiet Galgenberg/

Schlatäcker gibt der Gemeinderat grünes Licht;

und auch für den Vergleich mit dem ehemaligen

Stadtwerkechef, der 115 000 Euro Abfindung erhält.

20. Nach milden Wintermonaten Schneemän-

ner in den Gärten zu Ostern: Das Wetter spielt wieder

mal verrückt. Erstmals in diesem Winter gehen

die Skilifte auf der Ostalb in Betrieb.

„Es muss einen Plan B geben“ fordert Dr. Karl

Franke von der CDU und fordert den OB auf, eine

eigene Strategie in Sachen Oberzentrum zu entwickeln.

OB Gerlach kontert: Nie ein Oberzentrum

ohne Aalen!

26. Im Gemeinderat wird über OB Gerlachs Verhandlungen

zum Oberzentrum gerätselt und gemurrt.

29. Zwischen B 29 und Bahnlinie wird auf Höhe

von Hofherrnweiler eine Lärmschutzwand gebaut.

Mit einer Fotoausstellung von Roland v. Querfurth (Mitte, im Gespräch mit Stadtarchivar

Dr. Roland Schurig) eröffnet das neue Haus der Stadtgeschichte.


DAS WAR 2008 - AALEN UND UMGEBUNG Mittwoch, 31. Dezember 2008 3

Wechsel an der HTW: Ekbert Hering (li.)

geht, Gerhard Schneider kommt.

Mai: Grönemeyer

10. Großer Bahnhof in der Hochschule:

Prof.Dr. Dr. Ekbert Hering übergibt das

Rektorat an Prof. Dr. Gerhard Schneider.

15. Zufriedene Patienten sorgen für einen

Boom im Heilstollen des Besucherbergwerks.

Bürger und Politiker gratulieren Gustav

Wabro zum 75. Geburtstag. Die Festrede

auf der Kapfenburg hält Lothar Späth.

Ministerpräsident Oettinger wird mit

dem Hubschrauber eingeflogen.

21. Der Mercatura-Durchgang beim

einstigen Café Gebhardt verzögert sich.

23. 70 Aussteller präsentieren sich bei

den Ostalbtagen. Aber trotz freien Eintritts

und großem Kinderprogramm halten

sich die Besucher in Grenzen.

27. Mensen an den drei Aalen Gymnasien

erwirtschaften Verluste und der Betreiber

kündigt die Verträge.

Das Grönemeyer-Konzert im Waldstadion

wird mit 22 000 Besuchern erneut

zu einem großen Erfolg.

28. Die Stadtwerke bereiten eine Gaspreiserhöhung

vor und wollen den Konzernen

die Stirn bieten.

Dafür hat sogar die SV Germania Fachsenfeld einen Trainingsplatz hergegeben: Der lang ersehnte Verbrauchermarkt in Fachsenfeld

hat jetzt eröffnet. Der „Netto“ erfreut sich schnell lebhafter Beliebtheit.

August: Neuer „Netto“, neue Orgel

Die neue Orgel in der Stadtkirche wird installiert. Das Instrument kostet über

650 000 Euro, die durch Kirchengelder und Spenden beschafft werden.

September: Es brennt

1. 150 000 Menschen haben sich von

„Aalen City blüht“ begeistern lassen.

2. Kommt die Eishalle auf das Königer-

Areal? Gemeinderäte greifen eine alte

Idee auf.

5. Pfarrer Richter will für den Erhalt der

Stadtkirche als Wahrzeichen der Stadt

eine Stiftung gründen.

6. Anwohner der Wellandstraße wehren

sich gegen Studentenwohnheim in

nächster Nachbarschaft.

11. Irmgard Heller kündigt an, nach 25

Jahren wegen Differenzen in der Schul-

November Oktober

6. Hiobsbotschaft für viele Aalener: Die

Traditionsbäckerei „Aißlinger Brotstadel“

soll Ende Dezember schließen.

18. Ausstellung „60 Jahre Schwäbische

Post in Aalen“ im Rathaus mit viel Lokalprominenz

eröffnet.

20. Pokern um den Wahlkreis Aalen:

Bei der Reform der Landtags-Wahlkreise

geht es auch um die Wahlchancen von

Ulla Haußmann (SPD).

21. Ringen um neues Gymnasium - OB

Gerlach und Schulbürgermeister Fehrenbacher

wollen Pläne für katholisches

Gymnasium in Abtsgmünd verhindern.

27. Im Advent lockt das Fachsenfelder

Schloss mit Lichterzauber - innen und

außen.

leitung die Musikschule verlassen zu

wollen.

24. Rosi Mittermaier und Christian

Neureuther stürmen bei den ersten Aalener

Gesundheitstagen einem Pulk von

„Nordic-Walkern“ voraus.

25. Jugendliche zündeln - und schon

steht das leerstehende Firmengebäude

Ostertag in Flammen.

26. Die Unternehmerfamilie Grimminger

bringt 3,5 Millionen in eine Stiftung

ein und ermöglicht damit ein „Zentrum

für junge Forscher“ an der Hochschule.

10. In einer Wohnung im Hüttfeld wird

ein toter Mann, der schon ein Jahr lang

dort lag, aufgefunden .

11. Kirchen und Wohlfahrtsverbände

schlagen Krach, weil auch in Aalen immer

mehr Kinder in Armut leben.

13. Der Oberst Roderich Kiesewetter

wird bei der CDU in einer Urwahl mit 75

Prozent zum MdB-Kandidaten gekürt. .

15. Die Stadtwerke legen den Gaspreis

offen, weil dies ein Bürger vor dem Gericht

erzwungen hat.

17. Kampfabstimmung im Gemeinderat

über Standort: Jetzt soll die mobile

Eisbahn ins Greut kommen.

20. Der Kocherladen meldet Probleme

bei der Warenbeschaffung.

Dezember: die Krise

4. Die Finanzkreise rückt näher: Immer

mehr Betriebe fragen beim Arbeitsamt

nach Kurzarbeit nach.

5. Die Grünbaum-Brauerei verlagert

den Brauprozess nach Heubach.

10. Das Café Dannenmann bleibt vorerst

zu. Wann es wieder öffnet, steht in

den Sternen.

11. In Aalen fehlen 200 Krippenplätze.

Dies ergibt eine Elternumfrage der Stadt.

Familien wollen mehr Kitaplätze und flexiblere

Öffnungszeiten.

20. Die Firma Intergraph erwirbt die

ehemalige, leerstehende Landeszentralbank

in der Ziegelstraße und lässt sich

dort nieder.

7. Zwei Tage vor Beginn des Ramadan

Spatenstich für eine Moschee in Aalen.

8. In Fachsenfeld eröffnet ein Netto-

Verbrauchermarkt.

9. Ein Jahrhundertereignis in Aalen:

Der Einbau der neuen Orgel in der evangelischen

Stadtkirche beginnt.

13. Proteste gegen die neue Gas-Route

der EPS südlich von Dewangen.

14. Das Tauziehen ums Königergelände

geht weiter. Investor Scholz ist verärgert

über die Verzögerungstaktik der Stadt.

Die Kinderspielstadt „Ostalb-City“ ist

gut angekommen, wie Kreis- und Stadtjugendring

feststellen.

27. Bewegung bei Mercatura-Mietern?

C & A und DM-Drogerie sollen als Mieter

feststehen. Doch es gibt Probleme mit

der Stadt wegen des Baugesuchs.

Architekt Cemal Isin weht sich gegen

die Kritik an seinem

Eishallen-

Entwurf und

spricht von Geschäftsschädigung.

Juni: Lob

3. Geschäftsleute in der Bahnhofstraße

klagen über Umsatzeinbußen durch die

Baustellen vor ihren Geschäften.

7. Archäologen legen am „Appenwang“

in Wasseralfingen elf vorkeltische Grabhügel

frei.

10. Viel Lob für die Bauhofreform.

Durch die Zentralisierung werden jährlich

1,7 Millionen Euro gespart.

12. Das DRK stockt das Rettungszentrum

im Greut auf. Kosten: 1,4 Millionen

Euro.

Spezialhubschrauber setzt neue Antenne

auf Braunenberg-Fernsehturm.

16. Gigantische Zirkus-Show der Städtischen

Musikschule zum 50. Geburtstag.

19. Von der SPD gibt es zur Eishalle harte

Kritik an Architekt und Stadtverwaltung.

25. Altlasten verzögern den Abbruch

der ehemaligen Ostertag-Werke, wo ein

Einkaufszentrum entstehen soll.

Deutsche und Türken feiern vielfach

gemeinsam das EM-Halbfinale, das

Löws Elf in gegen die Türken gewinnt.

Juli: Turm

7. Mit großem Programm feiert die Viktoria

Wasseralfingen ihr 100jähriges Bestehen.

9. Plastik-Bahn für die Eishalle? Mit diesem

Vorschlag schockt die Verwaltung

den Gemeinderat, setzt sich aber später

nicht durch.

10. Schock für die Bürger: Die Gaspreise

explodieren - um 20 Prozent!

11. Der Sendeturm auf dem Braunenberg

erhält einen neuen Antennenmasten,

der unter Einsatz eines Hubschraubers

aufgesetzt wird.

12. Die Stadtwerke verblüffen mit der

Mitteilung, dass sie mit 2,3 Millionen

Euro ins Kohlekraftwerk Brunsbüttel

einsteigen, um von der EnBW unabhängig

zu werden.

16. Die Stadt testet für die Innenstadt

zwei neue Beleuchtungskonzepte.

17. Die 38jährige Claudia Sünder präsentiert

sich bei der SPD-Konferenz als

einzige Kandidatin für die Bundestagswahl.

19. Die Stiftung Haus Lindenhof übernimmt

die Mensen der Aalener Gymnasien

und will an Ort und Stelle kochen.

23. Die Friedhofstraße im Bereich der

Roschmann-Kreuzung wird mit neuen

Fahrspuren umgebaut.

Der neue Geschäftsführer will ein Programm

gegen die Krise der Stadtwerke

entwickeln.

31. Die Ratsmehrheit ist gegen eine

Kunststoffbahn-Testfläche in der Scholzarena

und eine Plastikeisbahn.


DAS WAR 2008 - ELLWANGEN Mittwoch, 31. Dezember 2008 4

llwangen und der Virngrund wa-

E ren im Jahr 2008 gleich in mehrfacher

Hinsicht schlagzeilenträchtig,

und das überwiegend in positivem

Sinne. Dem Kalten Markt folgte das

Landestreffen des Württembergischen

Landeskarnevalsverbandes,

dessen Umzug vom SWR-Fernsehen

stundenlang live übertragen wurde;

die Bürgergarde feierte ihr 50. Jubiläum

mit großem Pomp, die Basilika

St. Vitus wurde gleich 775 Jahre alt,

C&A entschied sich, in die Ellwanger

Kernstadt zu kommen, die Stadt erhält

Hochschuleinrichtungen, und –

wohl das Wichtigste – das ganze Jahr

über war die Stadt Primus in Sachen

Arbeitsplätze:Die Arbeitslosenquote

ist so gering, dass mit Fug und Recht

von Vollbeschäftigung gesprochen

werden kann. In der Kernstadt kam

die Planung für die Sanierung der

Stadtmitte in Gang, und es wird in

Schulen und Hallen investiert.

och die Schattenseiten fehlten

D nicht. Die Auseinandersetzung

vornehmlich der Virngrund- und Riesgemeinden

mit der Stadt Dinkelsbühl

wegen einer möglichen Sperrung der

B25 zerrte an den Nerven, und nach

einem Lichtblick im bayerischen Innenministerium

bekam der Dinkels-

bühler OB nun doch wieder Oberwasser

und darf im neuen Jahr sperren

– zumindest vorerst.

er Asbestfund in der Rund-

D

sporthalle ließ Träume vom

Bau einer weiteren Sporthalle beim

Waldstadion platzen, die plötzlich

lahmende Konjunktur und negative

Wirtschaftsprognosen tun ihren Teil

dazu.

och alles in allem bietet der

D Rückblick auf das Jahr 2008 aus

Sicht Ellwangens und des Virngrundes

doch ein überwiegend positives

Bild, die Schattenseiten überwogen

keinesfalls. Das ist nicht nur der Umsicht

und Bodenständigkeit der

Kommunalparlamente und Verwaltungen

zu verdanken, sondern vor

allem dem Engagement der Bürgerschaft,

die sich wieder in vielen Projekten

mit finanziellen Mitteln und

schier unglaublichen Eigenleistungen

einbrachte.

ieser Bürgersinn wird durch

D eine schlechte Konjunktur sicher

nicht gebrochen, eher ganz im

Gegenteil. Und so lässt sich auch dem

kommenden Jahr, allen Unkenrufen

zum Trotz, mit einem gerüttelt Maß

an Zuversicht entgegensehen.

Februar: ausgezeichnet

5. Nach dem Landesnarrentreffen im

Januar geht die Ellwanger Fasnacht im

Februar nochmal in die Vollen. Die größten

Umzüge finden wieder in Neuler sowie

in Ellwangen statt.

10. Die evangelische Kirchengemeinde

Ellwangens verabschiedet die Pfarrer

Tatjana Gressert und Ravinder Salooja.

24. Der Ellwanger Stadtrat Hans-Werner

Boecker, von Beruf Rechtsanwalt,

wird mit dem Bundesverdienstkreuz

ausgezeichnet.

Vom Landesnarrentreffen berichtete der SWR mit Sonja Schrecklein live.

Das ganze Jahr über wurde das 775-jährige Bestehen der Basilika St. Vitus gefeiert.

Der Kalte Markt war dieses Jahr ein nasser mit begossenen Pudeln und Ponys.

Trotzdem kamen wieder Zehntausende von Besuchern.

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Januar: närrisch

1. Das Ellwanger Schloss und

seine Umgebung bleibt in der

Nacht zu Neujahr diesmal von

Vandalismus verschont, wenn

man vom Müll der Silvester Feiernden

einmal absieht.

2. Spaziergänger entdecken in

der Jagst zwei Tote. Ein Rentnerehepaar

hat den Freitod gesucht.

7. Der Kalter Markt-Montag

verwöhnt heuer nicht mit Kaiser-,

sondern mit echtem Sudelwetter.

Trotzdem präsentieren

sich stolz 77 Stuten und 51 Gespanne

den Richtern, den Umzug

säumen im Regen an die

20 000 Menschen.

13. Eine Woche später

sind die Narren los: Das

Treffen des WürttembergischenLandeskarnevalverbands

führt gut 6000 „Aktive“

nach Ellwangen. Das

SWR-Fernsehen ist live dabei,

als am 13. Januar gut

30 000 Zuschauer entlang

des Umzugsweges durch

die Innenstadt stehen.

26. Eine Tradition erlischt:

Die Schule St. Gertrudis

lässt in der gymnasialen

Oberstufe nun auch

männliche Schüler zu.

Juni: aufregend

6./7. In Rosenberg-Hohenberg richtet sich das „Open

Ear-Festival“ gegen Rechtsradikalismus. Rund 1500 Besucher

kommen.

7. Auf dem Ellwanger Marktplatz ist wieder „Public viewing“

angesagt: Fußball-Fernsehen auf der Großbildleinwand.

Tausende kommen, mehr als zu jedem anderen

„Public viewing“ in weitem Umkreis.

11. Wird die Buchenbergschule geschlossen? Das fragt

auch die SchwäPo, nachdem entsprechende Gerüchte in

der Stadt kursieren. Vorschnell wird die Schule St. Gertrudis

verantwortlich gemacht, die die benachbarten Räume

gut gebrauchen könnte. Doch die zieht sich durch einen

grundsätzlichen Verzicht auf Buchenbergschulräume

aus dem Verdacht und baut selbst.

15. Das achte Jagstzeller Straßenfest sieht Tausende

von Besuchern.

25. Die Schwäbische Post erfährt, dass für „Weißer Ochsen“

und das Haus Mezger nebenan in der Fußgängerzone

Ellwangens eine neue Nutzung geplant ist. Dass hier

Abriss und Neubau warten, um C&A zu locken, weiß die

März:

Schnee und

Frühling

2. In Unterschneidheim findet die

10.Gewerbeschau statt, sie belegt stattliche

fünf Hallen.

Unerfreulicher ist, was in Neuler-

Schwenningen passiert: Weil ein Gutachten

fehlt, ruhen die Bauarbeiten an

der L1075. Und im ganzen Gäu ärgern

sich viele, weil der zuvor äußerst milde

Winter doch noch Kapriolen schlägt und

quasi über Nacht Schneepflüge statt

Schneeglöckchen angesagt sind. Doch

das ist nur ein Intermezzo.

29. Im Ellwanger Schloss erfolgt die offizielle

Außerdienststellung der Panzergrenadierbrigade

30 vor zahlreichen geladenen

Gästen.

30. Rechtzeitig zum „Ellwanger Frühling“

herrscht das passende Wetter.

Mai:

stürmisch

1. Im Maibaumwettbewerb der

Schwäbischen Post und der Rotochsen-Brauerei

werden heuer 126 Maibäume

bewertet.

In der Ellwanger Innenstadt geht’s

beim „Mailennium“ etwas verhaltener

zu als sonst: Das schlechte Wetter

ist schuld. Spaß macht’s trotzdem!

8. Eklat im Rainauer Gemeinderat:

Als der beschließt, eine Schule in

Schwabsberg „Schule am Limestor“

zu nennen, schmeißen zwei Dalkinger

Feuerwehrleute an Ort und Stelle

den Bettel, sprich ihre Funkmeldeempfänger

hin. Später am Abend

kommt noch gut ein Dutzend anderer

Feuerwehrleute aus dem

Schwester-Teilort und haut die Einsatzkleidung

hin. Grund für die Erregung:

Das Limestor steht auf Dalkinger

Gemarkung und ist auch auf der

neuen Dalkinger Feuerwehrfahne

abgebildet. Ein Streit, der sich noch

bis Jahresende mal lauter, mal leiser

hinzieht.

12. Am Blutritt in Neuler-Schwenningen

nehmen 210 Reiter teil.

15. Der Ellwanger Ehrenbürger Josef

Merz stirbt im Alter von 85 Jahren.

18. Das SWR 4-Hörerfest in Rainau-Buch,

von der SchwäPo präsentiert,

lockt 5000 Besucher an .

29. In der Reinhardt-Kaserne wird

offiziell das Sprachenzentrum Süd

der Bundeswehr eröffnet. Rund 3500

Lehrgangsteilnehmer werden nun

jedes Jahr erwartet.

Eine verschworene Gemeinschaft:

Die Dalkinger Feuerwehrleute

machten ihrem Unmut Luft.

Öffentlichkeit zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Am selben Tag sendet „Stern TV“ im Fernsehen

einen Beitrag über den Rechtsstreit der Eggenroter

Bäcker

mit der R+V-Versicherung.

28. Die Schwäbische

Post lädt

zum Leser-Frühschoppen

aufs

Ellwanger

Schloss. Bei Dudelsackmusik

und Weißwürsten

wird an Ort

und Stelle die

Zukunft des

Schlosses von

Fachleuten diskutiert.

Actionreich: das Jagstzeller

Straßenfest.


DAS WAR 2008 - ELLWANGEN Mittwoch, 31. Dezember 2008 5

April: aufsehenerregend

8. Schaudern: In Neuler-Gaishardt hat

ein Unbekannter eine Katze mit einem

Armbrustschuss schwer verletzt. Die

SchwäPo berichtet am 8. Januar über die

Tierquälerei, die Wellen der Empörung

auslöst.

9. Reimund Menner wird neuer Leiter

des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums

in Ellwangen, vormals „Standortverwaltung“

genannt.

13. Einsatz in Altmannsweiler: Ein

„psychisch auffälliger

Mann“, wie die Polizei

sagt, hat einen Nachbarn

massiv bedroht und sich

dann in seinem Haus verschanzt.

Das Sondereinsatzkommando

(SEK) der

Polizei wird gerufen, das

Problem glücklicherweise

friedlich gelöst.

14. Der Rosenberger

Gemeinderat stellt mit

dem Beschluss, in einer

Lagerhalle im Mühlweg

für Feuerwehr und DRK

ein gemeinsames Domi-

zil zu schaffen, Weichen.

16. Vor dem Stuttgarter

Landgericht stehen sich

Ententanz am Fuchseck: Die „lange Einkaufsnacht“

war ideenreich.

Oktober:

feste

gefeiert

13. Die SchwäPo feiert 60. Geburtstag.

Diese „60 Jahre im Spiegel der Zeitung“

werden in einer Ausstellung im Palais

Adelmann gezeigt.

17. Die Kreuzwegstationen in Hohenberg

sind 125 Jahre alt und werden gefeiert.

Am selben Tag findet in Ellwangen

eine „lange Einkaufsnacht“ statt, und die

„Wildwochen“ werden eröffnet.

19. Tannhausen weiht die neue Gemeinschaftseinrichtung

für Feuerwehr

und Bauhof ein.

30. Auf der A7fährt ein 40-Tonner in

die Leitplanken und stürzt eine Böschung

hinunter: Der Fahrer hatte 2,3

Promille im Blut.

Das Bäckerpaar Thomas Kronika und Gaby Köninger mit

Stern-TV im Stuttgarter Landgericht.

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Birgit Wiedenhöfer Bodo Wiedenhöfer

Geschäftsleitung

das Bäcker-Ehepaar aus Eggenrot und

die R+V-Versicherung gegenüber: Nach

einem Brand der Bäckerei weigert sich

die Versicherung seit Jahren beharrlich,

die Kosten zu übernehmen. Im Gericht

dabei ist auch ein Fernsehteam, was

neuen Schwung in die Sache bringt...

(Siehe auch 25. Juli und 2. September.)

27. In Rainau findet zum dritten Mal

eine sehr beachtliche Gewerbeschau

statt.

September:

Applaus

2. Endlich: Die R+V-Versicherung

macht dem Spiel ein Ende und bezahlt

endlich den ganzen Brandschaden in

der Eggenroter Bäckerei (siehe auch 16.

April und 25. Juli). Nicht nur ganz Eggenrot

applaudiert dem tapferen, siegreichen

Bäcker-Paar.

3. In Nördlingen treffen württembergische

und bayerische Politiker zusammen,

um zu beraten, wie mit den Dinkelsbühler

Ideen zur Sperrung der B25

umzugehen ist. Auch Landrat Klaus Pavel

und der Vorsitzende der bayerischen

5. An diesem Tag wird bekannt,

dass in einer Wohnung in der Ellwanger

Kopernikusstraße bereits

am 31. Oktober ein Mann unter

fragwürdigen Umständen zu

Tode kam; die Kripo schließt eine

Gewalttat eindeutig nicht aus, es

fehlen Beweise.

8. Die Bürgergarde Ellwangens

feiert ihr 50. Jubiläum unter anderem

mit einem Großen Zapfenstreich

auf dem Marktplatz.

11. Im bayerischen Innenministerium

treffen Befürworter und

Gegner einer B25-Sperrung aufeinander.

Die Stimmung scheint

Das Ellwanger Sänftenrennen ist weit und breit einzigartig.

Juli: Neues und Tradition

4. -6. Alle vier Jahre sind nicht nur

Olympische Spiele, sondern auch das

Adelmannsfelder Dorfweiherfest. Der

Aufwand lohnt!

10. In der Neunheimer Eichenfeldhalle

diskutiert die Stadtverwaltung mit Stadtund

Ortschaftsräten, Lehrern und Elternvertretern

das Schulkonzept. Das

scheint inzwischen – vorerst – auf Eis gelegt.

11. Etwa 1000 Kinder kommen zum

Ellwanger Kinderfest in die Stadt.

Abends findet die „1. Sommer-Einkaufsnacht“

statt. Obwohl ein fürchterliches

Gewitter den Auftakt macht, wird sie ein

Die Ellwanger Bürgergarde wurde im November 50 Jahre alt.

November: Licht und Schatten

gegen eine Sperrung zu tendieren

– ein Irrtum.

13. Im Rainauer Gemeinderat

erklärt Bürgermeister

Achim Krafft die Debatte um

den Namen „Schule am Limes“

für beendet. In Dalkingen

legt sich der Widerstand

trotzdem nicht.

15. Der SWR mag Ellwangen

offensichtlich; schon wieder

berichtet er live aus der Stadt.

Diesmal vom Wochenmarkt,

in Begleitung der SchwäPo.

17. Der Zipplinger Ortschaftsrat

lehnt das Ansinnen

eines Bauern ab, mitten im Ort

eine Schweinemast zu beginnen –

ein Politikum.

20. In Ellwangen wird kommendes

Jahr ein Landestreffen des

Schwäbischen Albvereins stattfinden.

Der Ellwanger Ortsverband

schmeißt die Organisation aber

nach ersten Vorarbeiten hin.

Grund scheint Ärger mit dem Vorsitzenden

des Nordostalbgaus,

Gerhard Vaas, zu sein.

25. In einer Pressekonferenz wird

mitgeteilt, dass Ellwangen ab Februar

2009 ein Seminar für Sonderpädagogik

erhalten wird.

großer Erfolg.

13. Bei einem Extremberglauf auf die

Zugspitze stirbt der 45-jährige Ellwanger

Lehrer Hans Pöschl. Ein Wetterumschwung

hatte das Sportereignis für viele

Teilnehmer zur Hölle werden lassen.

17. Der Ellwanger Gemeinderat fasst

einen Grundsatzbeschluss für eine Einrichtung

der SRH-Hochschule.

19./20. In Ellwangen findet wieder der

beliebte Triathlon statt, außerdem die

traditionellen Heimattage.

26. Beim legendären Ellwanger Sänftenrennen

siegen diesmal die „Löschknechte“.

August:

unverhofft

Wo einst der „Weiße Ochsen“ war...

7. Golfballgroße Hagelkörner schlagen

abends in und um Ellwangen alles kurz

und klein.

15. In einer Pressekonferenz platzt die

Bombe: Die Rundsporthalle ist asbestverseucht.

Noch rechnet man mit Umbauverzögerungen

von acht Wochen.

Daraus wird bald mehr. Nach den Sommerferien

2009, lautet nun die Prognose,

kann die Halle wieder genutzt werden.

16./17. In Stödtlen feiern Württemberger

und Franken wieder das große Leonhardsfest.

Dezember:B25

5. Die SchwäPo berichtet, dass Aldi beabsichtigt,

ins Erdgeschoss des Neukamm-Gebäudes

an der Siemensstraße

einzuziehen.

8. Zum 25. Jubiläum des Freiwilligen

Hilfsdienstes im Schönbornhaus kommt

auch Ministerin Monika Stolz.

10. Prof. Dr. Bernd Ultsch wird in einem

großen Festakt in den Ruhestand

verabschiedet.

13. Aua: Dinkelsbühl hat doch die Genehmigung

erhalten, die B25 zu sperren.

Gegenmaßnahmen werden beraten,

zudem hofft man auf ein Gerichtsurteil.


DAS WAR 2008 - SCHWÄBISCH GMÜND Mittwoch, 31. Dezember 2008 6

al aufregend, mal zäh, mal

M Zuversicht, mal Sorge: 2008

verlief für den Gmünder Raum auf

jeden Fall spannend.

en Straßen gilt hohe Auf-

D merksamkeit. Manche bekommen

grünes Licht. Lorch kann

aufatmen, die Direktanbindung

der B29 an die B297 wird freigegeben.

Die Sorge der Händler,

dass Lorch abgehängt wird, erfüllt

sich nicht. In Schwäbisch Gmünd

kommt der Bau des Tunnels in

Fahrt, auch unter der Erde wird

das Jahrhundertprojekt nun vorangetrieben.

Die erwarteten Verkehrsbehinderungen

halten sich

bislang in Grenzen. Die Gmünder

können die Pläne für die Landesgartenschau,

die ohne den Tunnel

nicht möglich wäre, konkretisieren.

ögglingen dagegen wartet

M

immer verzweifelter auf die

definitive Ausbau-Zusage für die

Umgehung. Nach Schwäbisch

Gmünd komme Mögglingen dran,

diese Aussage des Parlamentarischen

Staatssekretärs Achim Großmann

hält Bürgermeister Ottmar

Schweizer aufrecht – vor allem, als

aus Aalen der Vorschlag kommt,

die Reihenfolge doch zu ändern.

Nur teilweise froh sind die Mögglinger

(und die Heuchlinger), dass

März: Mit Plakette

1. Seit Mitternacht ist die Feinstaubregelung

in Kraft. Motorisierte Fahrer müssen

in Gmünd eine Plakete haben.

1. Orkan Emma: Bäume werden entwurzelt,

es gibt mehrere Unfälle und die

Stadtlauf-Route wird geändert.

1. Richtfest an der Neuapostolischen

Kirche Lorch.

9. Angst vor dem Feuerteufel in Lindach:

Ein Holzstapel brennt auf dem

Grundstück, auf dem vor einem Jahr ein

Schuppen angezündet wurde.

13. Klaus-Peter Funk wird Nachfolger

Nur noch mit Plakette dürfen Autofahrer in die Gmünder Innenstadt

fahren. (Foto: Tom)

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die marode Landesstraße zwischen

den beiden Gemeinden

endlich saniert wird. Nur ein Teil

des Gesamtpakets ist zugesagt.

ber auch die Hinterlassen-

A schaften des Autoverkehrs

sind Themen des Jahres. Nach

monatelanger Diskussion und

Widerstand wird die Schwäbisch

Gmünder Innenstadt wegen

überhöhter Feinstaubwerte zur

Umweltzone erklärt, die Zufahrt

ist nur noch mit Kraftfahrzeugen

mit Plakette erlaubt. Die Aufregung

über die Vorschrift legt

sich, zumal Gmünd in prominente

Gesellschaft kommt: Auch in

Stuttgart und andere Städte des

Landes darf man nur noch mit

Plakette einfahren.

och nicht abgeschlossen ist

N

des verstorbenen Lindacher Ortsvorstehers

Peter Herkommer.

15. 7000 Eier zieren den Schechinger

Osterbrunnen. Landrat Klaus Pavel und

Bürgermeister Werner Jekel sind auf den

Eiern abgebildet – genau wie die Gmünder

Tagespost.

25. Die Pläne der Inhaberin der ehemaligen

Krone in Weitmars, dort einen

Wellness-Bereich einzurichten führt

zum Streit mit den Nachbarn.

26. Die Entscheidung ist gefallen: 2009

gibt es keinen Gmünder Herbst mehr –

zumindest nicht in

bisheriger Form.

27. Die WC-Anlagen

im Gmünder

Buhlgässle werden

abgerissen. Das

sorgt künftig für einige

Engpässe in der

Stadt.

27. Die Initiatoren

des Bürgerbegehrens

in Sachen

Stadthalle Heubach

drängen auf einen

Termin für den angestrebtenBürgerentscheid.

30. Die Gewalttaten,

in die betrunkene

Jugendliche verwickelt

sind, reißen

nicht ab. An einem

Wochenende zählt

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die Diskussion darum, ob

die Abluft des künftigen Gmünder

Tunnels gefiltert werden soll

oder nicht. Zunächst beharrt das

Regierungspräsidium auf der

Meinung, dass ein Filter nicht nötig

ist, dann will es eines der vorgeschlagenen

Filter-Verfahren

zumindest näher untersuchen.

Das Ergebnis dieser Prüfung werden

wir erst im nächsten Jahr erfahren.Es

war wirklich ein spannendes

Jahr, wir sind gespannt,

wohin die Fahrt 2009 geht.

die Polizei fünf Körperverletzungen.

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Januar: Unter Tuaregs

2. Hell erleuchtet beginnt das Jahr in

Schwäbisch Gmünd. Das Feuerwerk mit

Symbolcharakter für 2008: Start des eigentlichen

Tunnelbaus, Landesgartenschau-Planung

und Initiative für die

Schulsanierungen. Für Bürgermeister

Hans Frieser ein Grund, erneut für das

Amt zu kandidieren. Das lässt er gleich

zu Jahresbeginn wissen.

5. Die neue Pförtnerampel am Ortseingang

Mögglingens bewährt sich. Einen

Monat nach Inbetriebnahme ist es noch

zu keinen nennenswerten Staus gekommen.

7. Leinzell fiebert der neuen Schul-

Mensa entgegen. Drei Monate nach dem

Spatentsich ist die Bodenplatte fertig,

des Bauwerk kann wachsen. Dafür werden

800 000 Euro investiert.

8. Auf fremdem

Terrain bewegt sich

Heubachs Bürgermeister

Klaus Maier

zieht es nach Anderamblukane

in Mali.

Er schließt eine

Städtepartnerschaft

mit dem afrikanischen

Ort im Wüstenland

der Tuaregs

nicht aus.

9. Gmünds Gedächtnis

sagt

Tschüss: Nach 30

Jahren geht Stadt-

Pressesprecher

Klaus Eilhoff in den

April: Blaue Tonne

1. Die GOA führt die Blaue Tonne für Altpapier

ein. Vereine fürchten um ihre Einnahmen

aus Altpapiersammlungen.

1. Mit einer Axt greift ein 54-jähriger

Mann in Großdeinbach einen 24-jährigen

Paketzusteller an. Das Opfer wird

leicht verletzt. Das

Landgericht Ellwangen

verurteilt den Täter im

Oktober zu einer unbefristeten

Einweisung in

ein psychiatrisches

Krankenhaus.

1. Das Gmünder

Schulamt wird aufgelöst

und geht in einem

für mehrere Kreise zuständigen

Schulamt in

Göppingen auf. Das

entscheidet die Landesregierung

und erntet

Kritik aus Gmünd.

3. Die Bagger rücken

im Lern- und Spielgarten

des Lebenshilfekindergartens

für behinderte

Kinder an.

Dank der Spenden der

Tagespost-Leser für

diese GT-Weihnachtsaktion

wird der Garten

realisiert.

7. Richtfest beim Ausbau

des Leinzeller

Schulzentrums für

Ganztagsbetreuung.

8. Die Gemeinde

Mutlangen und die Initiative

„Pro Tunnelfil-

So soll die Moschee in Gmünd aussehen.

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Ruhestand. Er erlebte in dieser Zeit vier

Oberbürgermeister und den technischen

Wandel, der auch die Verwaltung

änderte.

12. Die Umweltzone rückt näher. Nach

ersten Schätzungen gibt es für 400 Autos

in der Stadt keine Plakette.

16. Keine Steuern- und Gebührenanhebung

in der Stadt Heubach: Darauf

verständigten sich Sprecher im Gemeinderat.

18. Automobiler Glanz im Gmünder

Westen: Das Porsche-Zentrum Rems-

Jagst eröffnet.

19. Nicht nur die Jugend jubelt: Das

GT-Open-Air beschert am 24. Mai die

„Ärzte“. Schon im Januar sind die 14 000

Karten verkauft.

22. Die Muslimische Gemeinde entscheidet

sich für einen

Entwurf von Architekt

Wilhelm

Huber für die neue

Moschee.

30. Bestürzung:

Peter Herkommer,

Lindachs Ortsvorsteher

und langjährigerCDU-Gemeinderat

in Schwäbisch

Gmünd, stirbt.

31. Eva Maria

Stein wird als neue

Rektorin der Zen-

neck-Schule in

Ruppertshofen eingesetzt.

ter“ starten eine Veranstaltungsreihe,

um für einen Filter für den Gmünder

Tunnel zu kämpfen.

11. Die Parlerstraße verändert ihr Gesicht:

Melanchtonhaus und Villa Breidenstein

werden abgebrochen.

Der schreckliche Unfall bei Lorch kostete

ein Menschenleben.

Februar: Tragödie

auf der Straße

2. Vor 150 Jahren gründete sich die Gemeinschaft

der Barmherzigen Schwestern

vom heiligen Vinzenz von Paul. Die

Keimzelle war in der Bocksgasse.

8. Der Sportplatzneubau in Rechberg

wackelt. Die Naturschutzbehörden haben

Bedenken.

14. Bei einem schweren Unfall zwischen

einem Ferrari und einem Golf verbrennt

ein 16-Jähriger auf der B 29 bei

Lorch im Auto.

15. Warnstreik im öffentlichen Dienst:

200 Beschäftigte der Stadt gehen für höhere

Löhne auf die Straße.

20. Fürs Pall-Gelände in Waldstetten

gibt es zwei Kaufangebote. Die Flex-

Fonds-Gruppe plant einen Gewerbepark,

ein anderer Interessent will dort

produzieren.

21. Zum Festakt der Volksbank, sie ist

140 Jahre alt, kommt Ministerpräsident

Günther Oettinger in den Stadtgarten

Schwäbisch Gmünd.

27. Ohne Gegenkandidat tritt Rosalinde

Kottmann bei der Gschwender Bürgermeisterwahl

an. 35 Prozent der Wahlberechtigten

gehen zur Wahl und bestätigen

sie in ihrem Amt.

Die Parlerstraße verändert ihr Gesicht: Das Melanchtonhaus und wenige Meter weiter die Villa Breidenstein

werden abgerissen. (Foto: Tom)

Wir wünschen

Ihnen einen

guten Rutsch

ins neue Jahr!


DAS WAR 2008 - SCHWÄBISCH GMÜND Mittwoch, 31. Dezember 2008 7

Juni: Der Ball rollt auf dem Münsterplatz

2. Die Alfdorfer Feuerwehrleute sammeln

für ihren Kameraden Felix Günther,

der bei einem Verkehrsunfall

schwerst verletzt wurde. 6666 Euro

kommen zusammen, die für Therapien

verwendet werden sollen.

4. Der Geistesblitz kommt beim Döneressen.

Der Leinzeller Bülent Sagdics produziert

zur Europameisterschaft Flaggen

auf Magnetfolie.

1. Die Neubaupläne der Firma Weleda in

Wetzgau stoßen bei einer Präsentation

auf viel Zustimmung.

1. Ein 42-jähriger Böbinger wird zum

zweiten Mal wegen Volksverhetzung

verurteilt, weil er seine Nachbarn terrorisiert.

2. Der Heubacher Gemeinderat schafft

Klarheit: In der Helmut-Hörmann-Straße

soll eine dreiteilige Sporthalle entstehen,

in der Adlerstraße ein Hallenbad,

die Stadthalle soll abgebrochen werden.

10. Die Gemeinde Waldstetten stellt

noch mehr Hundekot-Stationen auf, um

Wege sauber zu halten.

6. Premiere in Schechingen: Schüler

führen das Musical vom „Löwen, der

nicht schreiben konnte“ auf.

7. „Tiramisu“, der Chor der Schwäbisch

Gmünder Klosterbergschule, singt vor

Bundeskanzlerin Angela Merkel. .

8. Die umstrittene ehemalige Tagesschau-Moderatorin

Eva Herman spricht

im Forum Schönblick.

10. In nie gekannter Schärfe weisen

Der Bau des Gmünder Tunnels macht sich für die Verkehrsteilnehmer im Juli bemerkbar: Um Bohrpfähle zu setzen, muss zwischen Pfitzer- und Baldungskreuzung ein

Fahrstreifen gesperrt werden. Die Abzweigung nach Herlikofen wird gesperrt, der Bereich östlich der Kreuzung verengt. (Foto: Tom.)

Juli: Die SPD blickt auf Tonolzbronn

11. Der 1. MV Stadtkapelle belebt das

Gmünder Stadtlied bei einem Platzkonzert

wieder.

12. Der Vorsitzende der evangelischen

Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang

Huber, würdigt die Anfänge der

EKD in Gmünd.

14. Erbprinz Karl Friedrich von Hohenzollern

jazzt in Leinzell.

16. Hoffnung für die SPD: In Tonolzbronn

gründet sich ein Ortsverein, viele

Prominente kommen.

18. Der Rektor des Gmünder Parler-

Gymnasiums, Gerhard Utz, geht mit herber

Kritik an der Schulverwaltung in den

Mai: Gebeine auf der Baustelle

1. Den Maibaumwettbewerb der

Gmünder Tagespost gewinnt die

Heuchlinger Feuerwehr.

3. Die Stadt Gmünd beschließt,

städtische Flächen an Landwirte

nur zu verpachten, wenn dort gentechnikfrei

bewirtschaftet wird.

6. Es geht in die Tiefe: Die eigentlichen

Arbeiten am Gmünder Tunnel

beginnen.

8. Der Mögglinger Bürgermeister

Ottmar Schweizer will, dass die

Umlandgemeinden Gmünds

rechtzeitig in die Gartenschaupläne

involviert werden.

9. Der Gmünder Walter Scheurle

hat Karriere gemacht: vom Briefjungen

in den Vorstand der Post

AG.

10. Nach einem Zeugenaufruf in

der GT kann die Polizei die Täter

ermitteln, die nachts einen 43-jährigen

Mann überfallen und zu Boden

geschlagen haben.

19. Einen großen Ansturm erlebt

die Ausstellung „Die Wahre Länge

Christi“ auch am Abschlusstag im

Museum im Prediger in Schwäbisch

Gmünd.

21. Die Küche der Justizvollzugsanstalt

Gotteszell ist ausgezeichnet.

In einem deutschlandweiten

Vergleich schneidet das Gmünder

am zweitbesten bei vegetarischer

Ernährung ab.

24. In Mutlangen wird der Vertrag

zum Bau und Betrieb eines katholischen

Gymnasiums unterzeichnet.

26. Begeistert sind die 14 000

Fans, die das Konzert mit den

„Ärzten“ besuchen. Damit ist das

September: Ermittlungen

1. Grandioses Maibaumfest der

GT in Leinzell.

1. Die Stauferstelen am Kloster

Lorch werden enthüllt.

4. Die Waldstetter Firma PTS

zieht ins ehemalige Pall-Werk.

6. Die evangelische Kirchengemeinde

Waldstetten feiert das

50-jährige Bestehen der Erlöserkirche.

8. Seit 125 Jahren besteht die

Freiwillige Feuerwehr in Bettringen.

13. Die Ortsdurchfahrt Ruppertshofen

wird für 1,1 Millionen

Euro ausgebaut.

17. Erfolgreiche GT-Aktion: der

Lern- und Spielgarten des Sterntalerkindergartens

ist eröffnet.

17. Alfdorf spricht sich gegen

den Bau der Ethylen-Pipeline

aus.

18. Die Staatsanwaltschaft ermittelt

bei Woha wegen des Verdachts

der Insolvenzverschleppung.

19. Die neue Mensa in Lorch

Gmünder Spitzenpolitiker Aalener

Oberzentrums-Ambitionen zurück.

14. In einem nassen Fiasko endet der

Fassanstich von Oberbürgermeister

Wolfgang Leidig beim Stadtfest. Das Fest

aber wird super.

18. Lorch begeht den 800. Todestag der

Irene von Byzanz.

19. Prozessauftakt gegen den selbsternannten

19-jährigen „König von

Ruhestand. Olav Stumme wird sein

Nachfolger.

18. Das „Umsonst und Draußen“ in

Heubach verbucht wieder ein Minus.

19. In Waldstetten werden ein neues

Feuerwehrhaus und ein Bauhof eingeweiht.

23. Die Eschacher Gemeinderäte sind

sauer auf Bürgermeister Reinhold Daiss,

weil der einen drei Jahre alten Beschluss

noch immer nicht umgesetzt hat.

25. Der Gemeinderatsbeschluss, am

Eingang der Gmünder Bocksgasse ein

Haus mit Glasfassade zu platzieren,

sorgt für heftige Diskussionen.

Openair das größte, das die

Gmünder Tagespost je präsentiert

hat. Die „Ärzte“ Farin, Bela und

Rod lassen sich auf die Gmünder

ein und geben sich, wie die Fans

sie kennen: meist rockig-fetzig,

mal ganz sanft und immer wieder

auch rotzfrech.

27. Arbeiter finden auf der Tunnelbaustelle

Knochen: Mutmaßlich

die Gebeine von Wiedertäufern,

die vor rund 500 Jahren auf

dem Remswasen hingerichtet

wurden.

28. Ein Oberzentrum gibt es nur

mit Schwäbisch Gmünd. Dies bekräftigt

Oberbürgermeister Wolfgang

Leidig gegenüber der GT.

30. Solidarität auf dem Acker:

Die Stadt Heubach erlässt den

Bauern im Milchstreik ihre Pacht.

Wer beim Maibaumfest der GT in Leinzell „Mister Maibaum“ werden

wollte, musste Einiges verdauen können. (Foto: Tom)

nimmt ihren Betrieb auf.

22. Thomas Hilsberg trägt eine

Eisenbahnschwelle als Protestaktion

zur Hauptpost.

21. Die Böbinger Feuerwehr

feiert ihr neues Feuerwehrhaus.

22. Das neue Kultur- und

Sportzentrum in Ruppertshofen

ist fertig gestellt.

23. Zum zweiten Mal hat ein Unbekannter

den Münsteraltar angezündet.

25. Tödlicher Unfall in Baugrube:

ein abgebrochener Kran-Ausleger

auf dem Rehnenhof erschlägt

40-jährigen Arbeiter.

Gmünd“, dem eine Serie von Gewalttaten

vorgeworfen wird.

20. Der schwedische Konzern Ytab

übernimmt die Geiger Industrielackierungen

in Brainkofen.

30. Rund 5000 Besucher verfolgen auf

dem Münsterplatz das Finale der EM

zwischen Deutschland und Spanien, sehen

die 0:1-Niederlage der Deutschen.

Und sind dennoch zufrieden mit der EM

25. Beim Lorcher Löwenmarkt soll weniger

Hochprozentiges ausgeschenkt

werden.

29. Flexfonds-Chef Gerald Feig will

„nicht hinnehmen“, dass er aus dem Investoren-Wettbewerb

um die Gmünder

Landesgartenschau ausgeschieden ist.

30. Wegen gefälschter Getränke-Bons

droht den Ausrichtern des Gmünder

Abi-Festes ein herber Verlust.

31. Bei einem Unfall in einem Zeltlager

in Mögglingen erleidet ein Zehnjähriger

schwere Kopfverletzungen und muss

mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert

werden.

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August: Lorch

atmet auf

1. Das Gmünder Traditions-Kaufhaus

Woha beantragt Insolvenz.

1. Heuchlingen siegt beim Kreiswettbewerb

„Unser Dorf hat Zukunft“.

6. Der Bau eines Schuppens in Leinzell,

„nur um die Nachbarn zu ärgern“, war

unzulässig. Mit diesem Spruch beendet

der Verwaltungsgerichtshof eine Prozess-Stafette.

9. Die Gmünder CDU kündigt zur OB-

Wahl 2010 einen „aussichtsreichen Kandidaten“

an.

9. Erleichterung in Lorch: Der Direktanschluss

der B 297 an die B 29 ist freigegeben

worden.

16. Der Bund kauft Grundstücke für die

Mögglinger B-29-Südumgehung auf.

19. Eine 55-Jährige aus Waldhausen

stirbt beim Baden am Plüderhäuser See.

23. Verwirrspiel für Woha-Beschäftigte:

Sind sie gekündigt oder nicht?

27. Ein Gschwender findet beim Pilzesuchen

einen weißen Trüffel im Wert

von 1000 Euro.

Oktober:

Günne sucht

1. Streit um die Räumlichkeiten in der

Krone Weitmars geht weiter.

6. Seit 100 Jahren besteht die Kirchengemeinde

St. Franziskus.

15. Die Vereinigung der Freunde des

Wäscherschlosses stellt Antrag auf Insolvenz.

21. Ohne Parkhaus droht 2009 an der

Stauferklinik das Chaos.

22. Anscheinend verzögert sich der Ausbau

der Landesstraße zwischen Heuchlingen

und Mögglingen erneut.

22. Milchbauer Günne aus Alfdorf

macht mit bei „Bauer sucht Frau“.

23. Alt-OB Norbert Schoch ist tot.

24. Waldstettens Bürgermeister Michael

Rembold will 2009 wieder kandidieren.

28. Die ZF reagiert auf die Finanzkrise

mit 21 Tagen Betriebsruhe über Weihnachten.

31. Investoren von „Ritterland Schwaben“

sind froh übers Durlanger Ja.


DAS WAR 2008 - SCHWÄBISCH GMÜND UND JUGEND Mittwoch, 31. Dezember 2008 8

November: Hallenbau

3. Die Volleyballerinnen der DJK Gmünd

gewinnen den baden-württembergischen

Pokal.

5. Der Empfänger der GT-Weihnachtsaktion

steht fest: Der Förderverein Onkologie

plant eine psychosoziale Krebsberatungsstelle.

7. Bereit für Streik: Mehr als 2000 Metaller

demonstrieren im Schießtal für

deutlichen Einkommenszuwachs.

10. Nach zehn Jahren Gerangel: Der

Startschuss zum Bau der Sporthalle im

Unipark ist gefallen.

13. Streik von 250 Waldorfschülern für

eine bessere Schulpolitik erhitzt die Gemüter.

13. Ja zur Gartenschau – Nein zur Post:

Stadträte stimmen mit großer Mehrheit

für Vorentwurfsplanung der Landesgartenschau

und gegen einen Bürgerentscheid.

14. Ein 48-jähriger Marihuana-Gärtner

aus Gmünd muss ins Gefängnis.

16. Am Volkstrauertag wird die neugestaltete

Friedhof-Außenanlage in Waldstetten

eingeweiht.

17. Dietmar Spiller feiert mit einem

Herbstkonzert 30 Jahre Dirigententätigkeit.

18. Die Stadt Gmünd kauft das Horten-

Gebäude in der Ledergasse.

20. Mögglinger Bürgerinitiative kritisiert

Christian Lange (SPD) und Norbert

Barthle (CDU) wegen Südumgehung.

20. Rund 2000 PH-Studenten streiken

für bessere Lernbedingungen.

26. Führungsmanager Rudolf Frisch

verlässt nach Meinungsverschiedenheiten

die Weleda.

26. Großer Erfolg bahnt sich an: Vereine,

Unternehmen und Organisationen

engagieren sich und spenden für die GT-

Weihnachtsaktion.

27. Ende einer langen Tradition: Nach

vier Generationen beginnt Räumungsverkauf

bei Sport Geiger in Waldstetten.

Der erste Spatenstich für die Sporthalle im Unipark ist getan, der Rest der Erdarbeiten

soll bis Jahresende fertig sein. (Foto: Laible)

1. Auftakt zur Suppenküche des Rotary-

Clubs zugunsten der Lebenshilfe und

der GT-Weihnachtsaktion. In den

nächsten zwei Wochen zu Gast: zwölf

Promis.

2. Nach 0:5-Klatsche geht beim FC Normannia

die Angst um, dass Trainer Alexander

Zorniger den Verein verlässt.

3. Asyl für Schulmuseum: Historisches

Klassenzimmer bleibt vorübergehend

im Rittersaal des Heubacher Schlosses.

4. Zur Barbarafeier ist der Gmünder

Tunnel 50 Meter weit.

6. 1400 Einsendungen machen den 30.

„Blende“-Wettbewerb zum erfolgreichsten.

6. Der Gmünder Peter Kienzle bewirbt

sich um das Amt des Oberbürgermeisters

in Friedrichshafen.

8. Die Waldstetter feiern mit Bürgermeister

Michael Rembold dessen 40. Geburtstag.

10. Die Schüler des Parler-Gymnasiums

schlagen das Nationalteam im Debattieren.

11. DRK-Chef Dr. Rudolf Seiters verleiht

Pfarrer Karl-Heinz Scheide das Ehrenzeichen,

die höchste DRK-Auszeichnung.

12. Der Gmünder Schwimmverein präsentiert

der Stadtverwaltung Planungen

für eine Traglufthalle über dem Sportbecken

im Schießtal.

13. Ernst Kittel wird für 60 Jahre auf der

Theaterbühne geehrt.

13. Mögglingen tritt dem Tourismus-

Verein Remstalroute bei.

13. SWR4-Moderator Michael Branik

unterstützt die GT-Weihnachtsaktion

Jugendredaktion plaudert prominent

Die Jugendredaktion trifft sich

nicht nur einmal wöchentlich zur

Redaktionskonferenz, sondern hin

und wieder auch mit prominenten

Gesichtern. 2008 stellten sich Dirk

Sager und Henryk M. Broder den

Fragen der Jugendredakteure.

Fernsehjournalist und Weltenbummler

Dirk Sager erzählte den Jugendredakteuren

dieser Zeitung von seinen Erfahrungen

als Auslandskorrespondent, von

Ängsten und schönen Erlebnissen. Seine

bisher gefährlichste Situation hat Dirk

Sager in Tschetschenien erlebt. „Man

fährt von einem Ort zum anderen Ort,

aber wenn ein Hubschrauber von hinten

kommt, sieht man ihn nicht. Und dann

knallt auf einmal drei Meter vor dem

Auto die Rakete in die Straße“, erzählte

er im Februar der Jugendredaktion. Sager

berichtete aber auch von besonders

schönen Momenten, beispielsweise als

er im Tschetschenien-Krieg eine Woche

lang Unterschlupf bei einer Familie fand,

die ihn versorgte und als Familienmitglied

behandelte.

Spiegel-Autor Henryk M. Broder erzählte

den Jugendredakteuren von seiner

Schulzeit. „Ich war ein fauler Schüler

und ein Krawallmacher.“ Konzerte organisieren

fand er zum Beispiel besser als

lernen und in die SPD sei er eingetreten,

um Mädchen kennen zu lernen. Außerdem

berichtete Broder beim Treffen mit

der Jugendredaktion im November von

seinen Lesegewohnheiten: Bild-Zeitung,

taz, faz, die Welt und der Tagesspiegel

Dezember: Tunnel ist bei Meter 50

gehörten zu seiner täglichen Lektüre.

Sendungen wie „Desperate Housewives“

und Harald Schmidt sehe er sich

gerne an.

Auch im kommenden Jahr freuen sich

die Jugendredakteure auf spannende

Begegnungen mit Journalisten und

Buchautoren erleben.

Henryk M. Broder stellte sich den Fragen der Jugendredaktion. Er plauderte mit den

jungen Redakteuren über seine Jugendzeit und übers Lesen. (Foto: Tom)

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Kauf & Miete

auf dem Weihnachtsmarkt.

15. Das Begegnungszentrum in der

Schwäbisch Gmünder Südstadt öffnet

seine Pforten.

16. Breite Welle der Hilfsbereitschaft:

Mehr als 12 000 Euro sind seit Beginn der

GT-Weihnachtsaktion bereits eingegan-

gen.

16. „Trottwar“-Verkäufer Jörg Eibisch

tritt bei Oliver Geissen auf.

18. Mehr Investitionen – weniger

Schulden: Die Schwäbisch Gmünder

Stadtverwaltung stellt den Haushaltsentwurf

2009 vor.

Links die Fahrröhre (bereits 50 Meter tief), rechts der Rettungsstollen (30 Meter):

Die Barbarafeier gewährte einen interessanten Blick in die Baustelle des Gmünder

Tunnels. (Foto: Tom)

Die Jugendredakteure mit Journalist Dirk Sager im Gespräch. (Foto: Laible)

Großes SchwäPo-Familienfest im April

Mit großem Besucherandrang war das

Leserfest der SchwäPo anlässlich ihres

60jährigen Bestehens im April ein voller

Erfolg. Bereits am späten Nachmittag

wurden über 6000 Besucher auf dem

Gelände der Schwäbischen Post gezählt.

Zelte und Stehtische waren dicht

besetzt, vor der Bühne standen die

Menschen in dichten Gruppen und der

Spaß ging weiter bis in die Nacht mit

viel Musik. Zahlreiche Akteure mischten

mit, um das SchwäPo-Leserfest zu einem

besonderen Erlebnis werden zu

lassen: so die Big Band der Musikschule

Aalen, die Percussionsgruppe der Musikschule

Ellwangen, die Bronnenweiler

Weiber aus dem Reutlinger Raum, Jongleure,

Karikaturisten oder Komödianten.

Das besondere Interesse der Besu-

cher galt der Rotation, die über den

Tag verteilt, fünf immer wieder aktualisierte

Ausgaben eines Extrablattes

druckte. Während sich die Kinder bei

einem speziellen, auf sie zugeschnittenen

Programm im „Rollenlager“ der

Druckerei vergnügten, spielte die LC-

Hausband traditionellen Jazz in rockigem

und funkigem Gewand. Den

Abend versüßte die Aalener Band

„Funkaholish“ mit Eigenkompositionen.

Und Lee Mayall and the „Sax-Machine“

lieferten den vielen Leserfest-

Gästen spritzigen Rock’n’Roll, Bluesund

Soulknaller. Sue C. Mayall (Gesang),

Bernd Everding (Bass), James Robinson

(Gesang und Posaune) und Günter

Käszmann (Schlagzeug) sorgten für

ein stimmungsvolles Finale.


DAS WAR 2008 - REGIONALE WIRTSCHAFT Mittwoch, 31. Dezember 2008 9

pannend waren die vergangenen

S Wochen und Monate. Zwiespältig

fallt der Rückblick auf das Wirtschaftsjahr

2008 aus. Überwiegten zu Beginn

des Jahres noch die positiven Nachrichten

über Rekordgewinne und stetig fallende

Arbeitslosenzahlen in der Region,

kippte die Stimmung nach der Sommerpause

– Wendepunkt war die Pleite

der amerikanischen Investmentbank

Lehman Brothers am 15. September.

ie Finanzmarktkrise erreichte in

D der Folge ihren Höhepunkt, die

ersten Auswirkungen auf die Realwirtschaft

wurden sichtbar – vor allem im

Automotive-Bereich. Das Wort „Finanzkrise“

wurde zum Wort des Jahres

gekürt.

ar 2007 das Jahr, in dem in der

W Region Ostwürttemberg auf

Rekordniveau in Stein gemeißelte

Standortbekenntnisse geschaffen wurden,

ebbte die Neubautätigkeit 2008

etwas ab. Dennoch: die Maschinenfabrik

Alfing Kessler, die SHW-Firmen

Casting Technologies und Werkzeugmaschinen,

die Holzwerke Ladenburger,

Ritz Pumpen und diverse andere

Firmen investierten enorme Summen in

neue Produktionsstätten und die Modernisierung

ihres Maschinenparks.

er Arbeitsmarkt in der Region

D war Mitte des Jahres leergefegt

wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dies

manifestierte sich in der nahe an eine

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fürs Geld!

Jetzt bei Ihrem autorisierten Stützpunkthändler:

Vollbeschäftigung heranreichende

Quote von 3,6 Prozent im Juni – getoppt

vom Bezirk Ellwangen mit nur

2,4 Prozent. Bis zum Ende des Jahres ist

sie nur unwesentlich angestiegen, doch

für 2009 wird ein rasches Ansteigen

über die 4-Prozent-Marke erwartet –

die aufkommende Rezession lässt grüßen.

Viele befürchten, dass die Krise

tiefere Einschnitte hinterlassen, und

über 2009 hinaus reichen wird. Kurzarbeit

wird wieder Thema sein.

onflikte und Kämpfe gab es 2008

K ebenfalls in der Region. In den Tarifkonflikten

im Öffentlichen Dienst sowie

der Metall- und Elektroindustrie

wurde mit harten Bandagen gekämpft,

hinzu kam das zähe Ringen um eine

Nachfolgeregelung bei der Altersteilzeit

zwischen IG Metall und Südwestmetall.

Sie wurden wieder beigelegt –

ohne große Streiks, die der Region geschadet

hätten.

n den großen Städten der Region

I wurde um die Stadtentwicklung gerungen.

In Aalen kam das Errichten des

Mercatura-Einkaufcenters ins Stocken,

in Schwäbisch Gmünd stritt man um die

Verwirklichung eines neuen Entrees

und um die Nutzung des Margaritenhospitals.

Ellwangen kämpfte dafür,

Hochschulstandort zu werden. Scheinbar

davon unbeachtet mauserte sich

Heidenheim weiter und holt auf: Am

Schlossberg werden 44 Millionen Euro

investiert, das Ploucquet-Areal saniert.

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Arbeitsmarkt positiv entwickelt

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich 2008

in Ostwürttemberg erfreulich positiv.

nach den starken Rückgängen der Quote

im Vorjahr um rund 25 Prozent, verringerte

sich trotz der aufkommenden Wirtschaftskrise

die Quote weiter. Im November

lag sie bei 3,7 Prozent und damit

wie im gesamten Jahr 2008 unter dem

Landesdurchschnitt.

Trotz leicht reduziertem Stellenzugang,

ersten Anfragen zu Kurzarbeitergeld

und Meldungen zur Eintrübung der

Wirtschaftslage wurden im November

5759 Arbeitslose im Ostalbkreis registriert,

was einer Quote von 3,5 Prozent

entspricht. „Der Vorsprung gegenüber

der durchschnittlichen Arbeitslosenquote

von Baden-Württemberg von 0,2

Prozentpunkten konnte gehalten werden“,

sagte Hans-Joachim Gulde, Leiter

der Arbeitsagentur Aalen im Dezember.

Den niedrigsten Bestand an Arbeitslosen

konnte die Arbeitsagentur im Juni 2008

mit 3,6 Prozent verzeichnen. Damit hatte

sich die Quote von Januar 2008 von 4,5

Prozent binnen fünf Monaten nochmals

um 20 Prozent reduziert – angesichts der

relativ niedrigen Zahl eine bemerkenswerte

Entwicklung.

Dennoch hat Gulde und sein Team am

Ende des Jahres 2008 viel Arbeit bekommen:

Die Nachfragen und der Informationsbedarf

zu Kurzarbeitsregelungen explodierte

wahrlich. Aufgrund der weg-

Hohe Investitionen in der Region

Imposante industrielle Neubauten gab

es 2008 in der Region zu bestaunen – und

das nicht zum ersten Mal. Seit sich in der

Region die Zukunftsinitiative Ostwürttemberg

etabliert hat, die 2005 fortgeschrieben

wurde, wuchsen „in Stein gemeißelte

Bekenntnisse der Firmen zum

Standort Ostwürttemberg“ (Landrat

Klaus Pavel) wie Pilze aus dem kargen

Ostalb-Jura.

Ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit

zu erheben, seien hier einige Investitionen

erwähnt. Die größte davon wurde

bei der Maschinenfabrik Alfing Kessler

GmbH (MAFA) in Aalen-Wasseralfingen

getätigt, wo die Verantwortlichen die Zukunft

fest ins Visier genommen haben.

Mit dem Neubau der Fertigungshalle

und der Pressenschmiede für die Produktion

von Großkurbelwellen und den

damit verbundenen Investitionen von

über 80 Millionen Euro macht sich das

Traditionsunternehmen fit für die

nächste Runde im globalen Wettbewerb.

Dafür sind weitere Millionen Euro notwendig.

In atemberaubendem Tempo wuchs

Die Ritz Pumpenfabrik hat auf dem Gügling in Gmünd neu

gebaut. (Foto: Tom)

bei der SHW Casting Technologies eine

neue Gießerei für Großmotorengehäuse

aus dem Boden. Unter laufender Pro-

zeit eine neue Halle hochgezogen.

„In den nächsten Jahren wird dort

weiter investiert“, sagt Geschäftsführer

Herbert Klewenhagen. Der

Achshersteller für Sonderfahrzeuge,

Kessler & Co. in Abtsgmünd, plant

einiges: Im Gewerbegebiet Dettenried

soll die Produktionsfläche der

Firma verdoppelt werden, am Ortseingang

entstand in den vergangenen

Monaten ein neues Logistikzentrum.

Die Scholz AG und deren

Tochter Scholz Immobilien investierten

auch 2008 kräftig in den

Stammsitz in Essingen sowie in ein

Bürogebäude auf dem Königer-

Areal, in das Carl Zeiss Vision und

die Cellent AG ihren Sitz verlegen.

Relativ abgeschieden und ohne

großes Aufsehen haben die Holz-

Krankenfahrten

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Bei Automobilzulieferern droht 2009 vermehrt Kurzarbeit.

brechenden Aufträge vor allem bei den

Automobilzulieferern in der Region

mussten die Berater der Agentur Sonderschichten

fahren und haben eigens Veranstaltungen

für Personalabteilungen

angekündigt. Die Krise, wie sie in der Realwirtschaft

angekommen ist, wird sich

also auch auf dem Arbeitsmarkt 2009

niederschlagen.

Die Bemühungen der Verantwortlichen

zielen dahingehend, dass während

Das neue Logistikzentrum von Kessler & Co. am Ortseingang von Abtsgmünd. (Foto: hag)

duktion wurde der

5000 Quadratmeter

große Neubau realisiert.

In Wasseralfingen

steht nun die

wohl modernste

Gießerei Europas

für Handformguss.

Seit 2006 wurden

oder werden derzeit

in der SHW CT-

Gruppe 85 Millionen

Euro investiert.

Nebenan in Wasseralfingen

hat

SHW Werkzeugmaschinen

in Rekord-

werke Ladenburger in Kerkingen ihr

neues Sägewerk in Betrieb genommen.

Am Standort wurden rund 40 Millionen

Euro investiert, dort steht nun eines der

modernsten Sägewerke Europas. Vom

Gügling aus will Ritz Pumpen neue

Märkte erschließen. Die Firma hat ihren

Sitz beinahe komplett in dieses Industriegebiet

verlagert. Ritz ist dabei spezialisiert

auf die Sonderanfertigung großer

Pumpen.

Auch im Landkreis Heidenheim wurde

2008 kräftig investiert. In Heidenheim

selbst tat sich eine Riesenbaustelle am

Schlossberg auf, wo für 44 Millionen

Euro ein neues Kongresszentrum gebaut

wird. Auch wenn Voith seinen Headquarter-Bau

gestoppt hat, tut sich am

Fuße des Hellensteins einiges: Das

Ploucquet-Areal wird derzeit saniert.

einer möglicherweise auftretenden

Kurzarbeitsphase gezielt qualifiziert

werden soll, damit es gar nicht zu Entlassungen

kommt. Sollten diese ausgesprochen

werden, haben qualifizierte Arbeitskräfte

allemal bessere Vermittlungsaussichten.

Der Ruf nach Fachkräften

wird also auch 2009 nicht verstummen

und aufgrund der demografischen

Entwicklung latent auf dem Arbeitsmarkt

zu hören sein. Sascha Kurz

„Krise von allen

nicht richtig

eingeschätzt“

D ie Wende kam abrupt – kurz nach

den Sommerferien meldeten sich

die ersten Firmen zu Wort. Die Finanzmarktkrise

mit all ihren negativen Folgen

hatte quasi über Nacht auch die

Wirtschaftsregion Ostwürttemberg erreicht.

Selbst für einen Volkswirt, wie es IHK-

Hauptgeschäftsführer Klaus Moser ist,

war ein solches Szenario „bislang völlig

unbekannt“. Noch Anfang Oktober hatte

Moser bei der Präsentation der aktuellen

Konjunkturumfrage gedacht, die Finanzmarktkrise

treffe die Ostalb „nicht

mit voller Wucht“. Am Ende des Jahres

2008 sagt er: „Die Krise ist von allen nicht

richtig eingeschätzt worden.“

Moser, der in diesem Jahr sein „Zehnjähriges“

als IHK-Hauptgeschäftsführer

feierte, sieht die Betriebe der Region derzeit

allerdings besser aufgestellt als in

früheren Rezessionszeiten. „Eigenkapitalquote

und Investitionen wurden in

den guten Jahren bei vielen Unternehmen

erhöht“, sagt er und verweist auf

Rekordinvestitionen von über 500 Millionen

Euro in 2007. Moser: „Für 2008

gehen wir von einer ähnlichen Höhe

aus.“ Die steigende Zahl der Beschäftigten

und der Rückgang der Arbeitslosigkeit

unter das Landesniveau hätte Moser

sich vor wenigen Jahren noch nicht vorstellen

können.

Für 2009 hält er eine seriöse Aussage

derzeit noch nicht möglich. Die Intensität

der Probleme sei noch nicht abzusehen.

Ein Problem geht Moser und die

IHK in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur

bereits an: Durch Qualifizierungsmaßnahmen

soll die Zahl der

Kurzarbeiter so gering wie möglich gehalten

werden.


DAS WAR 2008 - SPORT Mittwoch, 31. Dezember 2008 10

Januar: Aus für

die Ringer

Das Jahr beginnt stimmungsvoll: mit der

STB-Gala vor 1300 Zuschauern in der

Greuthalle. Kurz danach ist erwartungsgemäß

Schluss für den TSV Dewangen:

Die Ringer scheiden im Achtelfinale um

die Deutsche Meisterschaft gegen Luckenwalde

aus. Der KSV Aalen kommt

eine Runde weiter und darf nach dem

15:15 im Hinkampf hoffen. Doch im

Rückkampf gewinnt der KSV Köllerbach

in Aalen 23:13. Das war’s.

Immer wieder ein Highlight: Die STB-

Gala zu Jahresbeginn in der Greuthalle.

Februar: Stankowski

Gelungenes Comeback: Uwe Nittel aus

Adelmannsfelden startet wieder. Der

Rallye-Fahrer wurde in Schweden auf

Anhieb Fünfter. Noch erfolgreicher ist

Nachwuchs-Handballerin Freya Stankowski

von der HG Aalen/Wasseralfin-

Auf Anhieb Fünfter: Uwe Nittel feiert in Schweden.

April: DJK Aalen

Beim VfR Aalen beginnen die Wochen

der Wahrheit. Noch immer haben Trainer

Edgar Schmitt und Manager Helmut

Dietterle keine neuen Verträge erhalten.

Dafür bekommt das Stadion eine neue

Rasenheizung.

Die Mannschaft beschließt zum Spiel

gegen 1860 München II (2:0) einen Presseboykott.

Nicht etwa, weil die Presse etwas

Böses getan hat, sondern um gegen

die öffentliche Kritik der Verantwortlichen

zu protestieren. Eine Woche später

gewinnt der FSV Frankfurt 2:0, während

VfR-Präsident Berndt-Ulrich Scholz bestätigt,

dass die Vertragsverlängerung

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Strahlende Gesichter bei der TG Hofen. Die Handballerinnen steigen in die Landesliga auf.

März: Läufer Gold, Handballerinnen Aufstieg

Meisterparty in Hofen: Die Handballerinnen

der TG sind frühzeitig durch und

feiern den Aufstieg in die Landesliga.

Auch Christine Sarembe-Stegmaier feiert,

sie holte sich Gold bei den Deutschen

Meisterschaften im Hallen-Ge-

gen, die bei Sichtungen des Deutschen

Handballbundes die Beste war. Handball

auf Landesliga-Niveau gibt’s im Derby,

das die HSG Oberkochen/Königsbronn

mit 28:20 gegen die TG Hofen gewinnt.

Schmitts und Dietterles geregelt sind.

Der VfR gewinnt gegen Sandhausen und

ist Erster. Doof nur, dass er mit 1:5 untergeht.

Das Chaos ist perfekt, auch wenn

der glückliche Sieg gegen Elversberg den

Aufstiegstraum am Leben erhält.

Andere Sportarten gibt’s auch noch: Patrick

Sorg ist Deutscher Junioren-Meister,

und auch sein Ringer-Kollege Coksun

Efe ist mit Silber erfolgreich.

Keinen Erfolg hat Volleyball-Regionalligist

DJK Aalen, dem lediglich ein Satz

zum Klassenerhalt fehlt. Künftig muss

die Truppe von Abunasr Hatam in der

Oberliga ran.

hen. Ähnlich erfolgreich: Die Taekwondokas

der DJK Aalen bei den Internationalen

Deutschen Meisterschaften, die

einmal Gold und zweimal Silber holen.

Andrea Riegel, Kriste Koch, Hemlut Borchert,

Hans Leberle und Sonja Ruf ste-

Mai: Essingen steigt

in die Landesliga auf

Wieder einmal wird darüber gesprochen,

Edgar Schmitts Vertrag beim VfR

Aalen zu verlängern. Alles ist klar für die

2. Liga, für die 3. allerdings noch nicht.

Niederlage gegen Ingolstadt, Klatsche

gegen Regensburg. Die Konsequenz ist

die Entlassung von Manager Dietterle.

Die Mannschaft und der Trainer wollten

es so. An der sportlichen Talfahrt ändert

das nichts: Der VfR vergeigt den Aufstieg.

Edgar Schmitt darf trotzdem bleiben.

Weniger unruhig geht es beim „Handballgipfel

der Weltmeister“ in Aalen zu.

Juni: Gymnasten

und schnelle Fahrer

Nun geht es richtig los: Arthur Abele qualifiziert sich für

die Olympischen Spiele in Peking. Der Hüttlinger sichert

sich in Ratingen das Ticket.

Die Fußballer hingegen beenden ihre Saison: Kerkingen

ist Meister der Kreisliga B IV, Rosenberg der B III,

die TSG Hofherrnweiler der B II. Hofherrnweiler steigt

aus der Landesliga ab, während die Dewanger Kicker

per Relegation in die B II aufsteigen.

Überragend drauf sind die Sportakrobaten von der Ostalb.

Bei den Deutschen Meisterschaften U16 holt die

TSG Hofherrnweiler Gold, Silber und Bronze, der TSV

Dewangen wird einmal Zweiter.

Beim Bike-Trans Germany stehen Steffen Thum und

Wilko Rochow am Ende auf Platz drei. Ebenfalls Bronze

gibt es für Kerstin Abele bei den Handicap-Meisterschaften

Deutschlands im Einzelzeitfahren. Ebenfalls

schnell unterwegs: Sabrina Rossow. Sie holt Silber bei

den Deutschen Speedskate-Meisterschaften im Halbmarathon.

Gold geht an die Sportakrobatinnen Franziska Böhm,

Nicole Abele und Sophie Brühmann bei den Deutschen

Meisterschaften der Jugend der Sportakrobaten.

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hen ganz oben.

Gold bei den Deutschen Cross-Meisterschaften

sichern sich Silke Fritz, Judith

Kieninger und Katrin Wallner von

der LSG Aalen.

Der VfR Aalen steckt mitten im Auf-

Unzählige Handball-Stars bieten ein torreiches

Spiel. Beim Kunstturn-Länderkampf

in Aalen bezwingt Deutschland

Großbritannien deutlich. Auf ähnlichem

Niveau agiert Kegler Fabian Seitz vom

KC Schwabsberg, der bei beim Weltcup

der U18 mit dem Team Silber holt. Den

Bezirkspokal sichern sich derweil die

Fußballer der DJK Schwabsberg. Ein

paar Tage später steigt der FV 08 Unterkochen

in die Bezirksliga auf, während

der TSV Essingen als Bezirksliga-Meister

den Sprung in die Landesliga feiert.

stiegskampf der Fußball-Regionalliga.

Ende März belegen die Aalener einen

aussichtsreichen dritten Platz, der zum

Aufstieg reichen würde, da der zweitpositionierte

VfB Stuttgart II nicht aufsteigen

darf.

Obenauf: der Schwabsberger Kegler

Fabian Seitz.

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DAS WAR 2008 - SPORT Mittwoch, 31. Dezember 2008 11

Juli: In Lauchheim

14 000 Fans

Lauchheim-Hülen erlebt das spektakulärste

Sportwochenende im Juli mit tausenden

Besuchern bei zwei Veranstaltungen:

14 000 Fans sahen die Truck-Trial-Europameisterschaftslauf,

bei dem

das heimische HS Schoch-Team Platz

sieben belegte. Beim Fahrsportturnier

der Reiter im gleichen Ort überzeugen

die Aurachers und die Brauchles.

Auch die Leichtathletik hat einiges zu

bieten: Lothar Taferner und Katharina

Kaufmann gewinnen den Aalener Stadtlauf.

Günther Widmann (LG Rems-Welland)

wird Deutscher Seniorenmeister

M40 im Hochsprung und Vizemeister im

Weitsprung. Martin Allgeyer (LSG Aalen)

holt bei den Deutschen Meisterschaften

Bronze über 3000 m Hindernis, ebenso

wie Manuel Ilg mit der Sindelfinger Staffel

über 4x400 Meter. Angelika Ilzhöfer

wird Deutsche Meisterin W50 über 5000

Meter. Sabrina Rossow gewinnt zum

dritten Mal in Folge Gold bei den Deutschen

Meisterschaften der Speedskater

(Doppelmarathon). Mehr noch: Sie pulverisiert

in 2:34:58 Stunden den alten Rekord.

Am Monatsende legen auch die Fußballer

wieder los. Der VfR Aalen gewinnt

das Auftaktspiel der 3. Liga in Sandhausen

mit 2:1. Was zu dem Zeitpunkt noch

niemand ahnt: Es wird der letzte Sieg für

Trainer Edgar Schmitt sein.

Zudem streitet der KSV Aalen mit dem

Deutschen Ringerbund. Es drohen Sperren

diverser Ringer, weil Anträge zu spät

gestellt worden sein sollen.

November:

Wirbel bei TSG

Daniel Dörrer aus Ellenberg ist Weltmeister

im Kickbox-Vollkontakt. Der

Deutsch- und Sportstudent (23) ließ sich

in Berlin nicht bezwingen und bestätigte

damit seine weltweite Ausnahmestellung,

die seit 2006 schon anhält.

Ein anderer Weltmeister tritt hingegen

zurück: Nach nur 80 Tagen ist Jürgen

Kohler nicht mehr Trainer des Drittligisten

VfR Aalen. Herzprobleme zwingen

ihn zu diesem Schritt. Ab sofort ist Kohler

nur noch Sportdirektor. Markus

Schupp soll sein Nachfolger werden,

doch es kommt anders. Nach einem

Spiel unter Leitung von Kosta Runjaic

unterschreibt Petrik Sander im Rohrwang.

Schmitt, Kohler, Runjaic, Sander –

vier Trainer in nicht einmal 100 Tagen

sind die Bilanz turbulenter Tage.

Turbulente Tage erleben auch Peter

Zeidler und Andreas Beck. Der Co-Trainer

aus Böbingen und der Außenverteidiger

aus Wasseralfingen sind mit Fußball-Bundesliga-Aufsteiger

TSG 1899

Hoffenheim Tabellenführer der Bundesliga

und sorgen für positive Schlagzeilen.

Nach nur vier Spieltagen war Schluss

für VfR-Trainer Edgar Schmitt...

...ihm folgte Jürgen Kohler, allerdings

nur für zehn Spieltage...

...seit Ende November ist Petrik Sander

für den Drittligisten verantwortlich.

Verpasster Aufstieg, drei Trainer

Querelen im April, die Entlassung von

Manager Helmut Dietterle, dann der

verpasste Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Unruhige Zeiten gegen Ende der letzten

Saison beim VfR Aalen.

Ruhiger wurde es in Aalen aber nicht zu

Beginn der Drittligasaison. Im Gegenteil.

Nachdem der Vertrag von Edgar Schmitt

im April erst verlängert wurde, war der

Trainer nach nur vier Spieltagen seinen

Job los. Die Begründung des Vereins in

einer Pressemitteilung: „Der Aufsichtsrat

und das Präsidium sind zu der Überzeugung

gelangt, dass man in der jetzigen

Konstellation die gesteckten Ziele

nicht erreichen kann.“ Auch Co-Trainer

Rainer Kraft musste gehen.

Bereits am selben Tag wird der Nachfolger

präsentiert. Es ist Jürgen Kohler.

Aber auch mit dem neuen Trainer geht

der Weg des VfR Aalen nicht wirklich

nach oben. Vielmehr ist Stagnation an-

gesagt. In seiner kurzen Amtsperiode

fährt Kohler zwei Siege ein, spielt siebenmal

unentschieden und kassiert zwei

Niederlagen. Anschließend zwingen

Kohler Herzprobleme zum Aufgeben.

Für ein Spiel übernimmt Co-Trainer

Kosta Runjaic, ehe vor der Partie gegen

die Stuttgarter Kickers Petrik Sander als

dritter Trainer binnen 100 Tagen vorgestellt

wird. Sind die unruhigen Zeiten mit

der Verpflichtung Sanders nun vorbei?

Silke Fritz ganz oben bei den DM

Die Bundesligisten

der Ringer

vereinen sich in

der Deutschen

Liga-Vereinigung

(DL Ringen),

um ihre Interessengegenüber

dem Ringerbund

besser

vertreten zu können.

Mitglieder

sind unter anderem

der TSV Dewangen

und der

KSV Aalen, wobei

letzterer Verein

mit Wolfgang

Winter einen von

zwei Gesamtkoordinatoren

stellt. Zuvor ist

der KSV-Streit

mit dem Ringerbund

beendet

worden: Alle Ringer

sind startberechtigt.

Das gilt

für acht Fußballer,

die Jürgen

Gold für LSG-Athletin Silke Fritz bei den

Deutschen Meisterschaften der A-Jugend.

Dezember: KSV träumt noch

Die Bundesliga-Saison geht mit einem 30:7 des KSV

Aalen über den TSV Dewangen zu Ende. Der Traum

von den Playoffs war bei den Dewangern schon eine

Woche zuvor zerplatzt, während der KSV noch immer

vom Finale träumt.

Geträumt wird auch wieder beim VfR Aalen. Der

gute Start von Petrik Sander als neuer Chefcoach lässt

hoffen: 3:1 gegen die Kickers, 1:1 beim Topteam in

Düsseldorf.

Die TSG Hofherrnweiler freut sich über Erfolge bei

den Deutschen Meisterschaften im Karate: Edzard

Saschka holt Silber im Freikampf, Andé Quester

Bronze Ü35.

Oktober: Schwäpo-Team

Das Team von Schwäbische Post und Gmünder Tagespost

holt sich bei der Ostalb Horse Tour den zweiten

Gesamtsieg. Letztmals hatte das Team 2006 Platz

eins belegt.

13 Sportakrobaten aus Dewangen und Hofherrnweiler

treten bei der Weltmeisterschaft in Schottland

an. Das Aalener Landesliga-Handball-Derby gewinnt

wie erwartet die HSG Oberkochen/Königsbronn mit

einem 24:19 gegen die TG Hofen. Die Ringer aus De-

Ganz vorne bei der Ostalb-Horse-Tour. Die Mannschaft der Schwäpo.

wangen hoffen nach ihrem Sieg gegen Freiburg auf

die Endrunde. Im Derby gegen den KSV ist man beim

10:24 erwartungsgemäß ohne Chance.

Die Abtsgmünder Ostalbhurgler begeistern die

südkoreanischen Fans bei einem Gymnastik-Festival

in Seoul.

Das Flugplatzblasen in Elchingen ist wieder einmal

ein echter Zuschauermagnet, bei dem Ronny Enzmann

die 422,3 Meter in 9,856 Sekunden zurücklegt.

Kohler beim VfR Aalen aussortiert,

nicht mehr. Echte Erfolge

lassen aber noch auf

sich warten.

Vierspänner-Reiter Michael

Brauchle holt mit der deutschen

Mannschaft Silber bei

den Weltmeisterschaften.

Schwimmerin Julia Fritze (SC

Delphin) sichert sich im

Fünfkampf W14/15 Gold bei

den Deutschen, ebenso Hundesportlerin

Sonja Zeller aus

Westhausen. Heike Gaugler

aus Ellwangen bestreitet ihr

erstes Bundesligaspiel für

Crailsheim.

Silke Fritz (LSG Aalen) holt

Gold bei der Deutschen Meisterschaft

der A-Jugend im

Rahmen des Sparkassenmarathons

in Darmstadt. Das

Truck-Trial-Team von HS

Schoch schließt die Europameisterschaft

auf Rang drei

ab.

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Alle Augen auf

Peking gerichtet

Olympia und Fußball: Im August richten

sich alle Augen auf Peking: Zehnkämpfer

Arthur Abele aus Hüttlingen scheidet

nach Patzern mit einem Muskelfaserriss

vorzeitig aus. Die Mountainbikerin Irina

Kalentieva hingegen jubelt: Die Wasseralfingerin

holt Bronze. Michael Kuhn,

Trampolin-Bundestrainer aus Mögglingen,

darf sich hingegen nicht über Erfolge

seiner Athleten freuen. Ganz anders

Andrea Minguzzi. Der Dewanger Ringer

holt in der Gewichtsklasse bis 84 kg griechisch

Gold. In der Vorrunde Schluss

war für die Volleyball-Nationalmannschaft

mit dem Lindacher Simon Tischer.

Kunstturner Helge Liebrich vom

TV Wetzgau ist als Ersatzturner dabei.

Ringer David Bichinashvili (KSV Aalen)

wurde Fünfter bis 84 kg Freistil. Auch die

Bogenschützin Anja Hitzler aus Alfdorf

war in Peking, ebenso wie der Heubacher

Ralf Tiede als Techniker der Radsportlerin

Gunn-Rita Dahle.

Keine positiven Schlagzeilen macht

hingegen der VfR Aalen: Völlig überraschend

trennt sich der Fußball-Drittligist

am 27. August von Edgar Schmitt. Präsident

Berndt-Ulrich Scholz unterbricht

am Nachmittag das Training und gibt

die Entscheidung dem Trainer und der

Mannschaft bekannt. Schmitt verabschiedet

sich kurz vom Team und verlässt

das Gelände.

Seinen Auftritt bei Olympia hatte sich

Arthur Abele anders vorgestellt.

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DAS WAR 2008 - KULTUR Mittwoch, 31. Dezember 2008 12

Januar: Bernd Lafrenz begrüßt als Überraschungsgast in seinem Shakespeare-

Kosmos den bejubelten Altmeister der Gmünder Theaterwerkstatt, Ernst Kittel.

Februar: 20 Journalistinnen aus der Region Ostwürttemberg haben über 20

zum großen Teil in Vergessenheit geratene Autorinnen aus der Region geschrieben

– angestiftet von Reiner Wieland (r.) vom Literaturarchiv Ostwürttemberg.

Dem Buch „Frauen greifen zur Feder I“ ist inzwischen ein zweiter Band gefolgt.

September: Der Theatermacher

Udo Schoen ist am 25. August gestorben.

Wenige Tage später hat ein Fest

im Wi.Z an den Gründungsintendanten

des Theaters der Stadt Aalen erinnert.

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April: Stolz zeigt die junge Dirigentin der Philharmonie Schwäbisch Gmünd, Tanja

Goldstein, die CD, die sie mit dem Orchester aufgenommen hat.

März: Eine fesselnde Uraufführung von Lisa Stadlers Stück „Halbkontakt“ hat das Theater der Stadt Aalen auf die Bühne

gebracht. Die Schweizer Autorin hat darin das Thema „Stalking“ sehr differenziert betrachtet.

Mai: Herbert Grönemeyer rockt, erzählt und träumt vor über 21 000 glücklichen Fans im Aalener Waldstadion. Er hat ihnen

„Ein Stück vom Himmel“ gepflückt.

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Juni: Zur Ausstellung „Dialog der Generationen“ auf Schloss Fachsenfeld „fuhr“

Peter Sauerer mit diesem kunstvoll verknoteten Miniaturboliden vor. Er hat ihn

dem Stromlinienpionier Baron Reinhard gewidmet. Eröffnet worden war die

Schau durch Lothar Späth.

Juli: Die fünf smarten Sänger des amerikanischen Vokalquintetts „Rockapella“ hatten einen Riesenspaß, als sie beim Festival Schloss Kapfenburg

„open air“ sangen. Das Publikum im malerischen Innenhof nicht minder.


DAS WAR 2008 - KULTUR UND JUGEND Mittwoch, 31. Dezember 2008 13

August: Mit großem regionalem Aufgebot wurde bei der EKM 2008 vor dem

Gmünder Münster die „Carmina burana“ von Carl Orff unter Uwe Renz aufgeführt

Oktober: Unbeirrt hält Maria Kloss an ihrer naiven Malerei fest. Im Gmünder

Landratsamt hat sie Werke aus über 40 Schaffensjahren gezeigt. Auch Landrat

Klaus Pavel genoss die bunte Bilderwelt.

November: Wenn diese Herrn aus Österreich ins Horn stoßen, bleibt kein

Auge trocken. „Mnozil Brass“ waren der Schlagobers auf dem 17. Aalener Jazzfest.

Toller Preis für die Aktivitäten zu Demografie

Die Jugendredaktion beschäftigte sich von März bis Juni 2008 mit dem „Erlebnis Generationen“

Einen tollen Preis haben Corinna Grabatin

und Daniela Bohner, zwei Jugendredakteurinnen

dieser Zeitung, am 13.

Juni in Berlin abgeholt: Sie gehören zu

den 16 Preisträgern, die im Medienwettbewerb

„Deutschland 2020: Geschrumpft?!“

eine Auszeichnung bekamen.

„Demografie geht alle an – so könnte

Deutschland 2020 aussehen“ lautete die

Schlagzeile der Jugendseite am 26. März

2008. Zu der Themenseite von Corinna

(20) und Daniela (19) gehörten eine fiktive

Geschichte mit einer selbst gestalteten

Grafik, Umfragen unter Jugendlichen,

„Fit in Politik“ über Demografie

und die Reportage über eine Altenpflegerin.

Auch das Logo „Erlebnis Generationen“

gehörte dazu – als Erkennungszeichen

für die gleichnamige folgende

Serie auf der Jugendseite.

Damit bewarben sich die Jugendredak-

Diese Grafik hat Jugendredakteurin Julia

Bohner zum Medienwettbewerb

„Demografie“ beigesteuert.

Im bundesweiten Medienwettbewerb

„Deutschland 2020: Geschrumpft?!“

erhielten die Jugendredakteurinnen

Corinna Grabatin und Daniela Bohner

im Juni 2008 in Berlin einen zweiten

Preis.

teurinnen im Wettbewerb der Jugendpresse

Deutschland in der Kategorie

„ehrenamtlich tätige Jugendliche, Azubis

und Studenten“. Mit Erfolg: Unter

den 245 jungen Leuten, die sich aus ganz

Deutschland an dem Wettbewerb beteiligten,

erhielten Corinna Grabatin und

Daniela Bohner den zweiten Preis.

Demografie beschäftigt aber nicht nur

die Jugendredaktion. Auch weitere junge

Leute aus dem Ostalbkreis reichten Arbeiten

zu dem Medienwettbewerb

„Deutschland 2020: Geschrumpft?!“ ein.

Die Jury war überzeugt: Auch die Azubis

Stefanie Blum (17), Anja Berroth (17),

Jennifer Balzer (17) und Tobias Hamm

(18) vom Kolping-Bildungszentrum Ellwangen

erhielten einen zweiten Preis –

in der Kategorie Förder-/Sonderschule.

Die vier Jugendlichen hatten sich mit einem

Video beworben, das einen Bogen

vom Mittelalter bis zum Jahr 2010

spannt. Sie absolvieren in Ellwangen

eine Reha-Ausbildung, gefördert von der

Agentur für Arbeit.

Just an dem Tag, als die Jugendlichen

in Berlin ihre Preise bekamen, sorgte

Treppensteigen fand Jugendredakteurin

Amelie Niederhafner – wie alle Testpersonen

– besonders anstrengend.

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Wie fühlt sich Alter an? Jugendredakteur

Alexander Hauber schlüpfte für

diesen Test in einen Alterssimulator.

eine andere Gruppe der Jugendredaktion

für einen spektakulären Abschluss

der Serie „Erlebnis Generationen“: Zusammen

mit Altenpfleger-Azubis in der

DAA-Altenpflegeschule in Aalen testeten

sie einen Age-Explorer (Alterssimulator)

des Meyer-Hentschel-Instituts. Alle Beteiligten

durften sich in den Alterssimulator

begeben, der aus einem schweren

Overall und einem speziellen Helm zur

Veränderung des Sicht- und Hörvermögens

besteht. Das Treppensteigen fanden

sie besonders anstrengend.

Dezember: 75 immer noch temperamentvolle

Lenze zählt die große Sopranistin:

Montserrat Caballé hielt Hof

in Aalens Stadthalle.

Jugendredakteur Alexander Hauber

hat angesichts der Finanzkrise im November

auf der Jugendseite erklärt,

was an der Stuttgarter Börse passiert.

Zur Finanzmisere

die Börse besucht

Jugendseite macht fit in Politik

„Fit in Politik“ war im Jahr 2008 jeden

Dienstag ein Thema auf der Jugendseite.

Dabei beleuchten die Jugendlichen politische

Themen und Begriffe, Anfang November

auch die Finanzkrise.

In den Nachrichten hörten die Jugendredakteure

bereits ständig von fallenden

Aktienkursen an der Börse. Was ist eine

Börse und was passiert dort eigentlich

genau? Das wollten sie wissen.

Jugendredakteur Alexander Hauber

machte sich für die Leserinnen und Leser

der Jugendseite schlau. Er blickte

hinter die Kulissen von Deutschlands

führender Privatanlegerbörse, der Stuttgarter

Börse. „Die Halle, in der die Börsenhändler

sitzen, nennt man Börsenparkett“,

erklärte er zum Beispiel. Oder:

„Der Aktienkurs zeigt das Verhältnis von

Angebot und Nachfrage. Ein Aktienhandel

findet nur dann statt, wenn es einen

Käufer und Verkäufer gibt, die sich über

die Anzahl und den Preis der Aktien einig

sind.“

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DAS WAR 2008 - JAHRESRÜCKBLICK Mittwoch, 31. Dezember 2008 14


DAS WAR 2008 - JAHRESRÜCKBLICK Mittwoch, 31. Dezember 2008 15


DAS WAR 2008 - OSTALBKREIS Mittwoch, 31. Dezember 2008 16

35 JAHRE OSTALBKREIS

Was schätzen Sie

am Ostalbkreis?

Albert

Däffner

(62),

Rentner

aus Aalen:

Ich bin mit

meiner Regionzufrieden,

in der

Stadthalle

In Aalen

gibt es viele

Musikangebote und die

Reichsstädter Tage sind auch

sehr schön. Ich würde mir

wünschen, dass der VfR Aalen

aufsteigt.

Marcel Koziara (20), SportundFitnesskaufmann

aus Lindach:

Toll an dem

Ostalbkreis

finde ich das

Weltkulturerbe,

den Limesring.Außerdem

finde

ich die Landschaft, in der wir

hier wohnen auch sehr schön.

Die Traditionen des Ostalbkreises

gefallen mir besonders.

Ich als Guggenmusiker

bin von dem internationalen

Guggenmusikstreffen im Ostalbkreis

immer besonders

angetan.

Amer El-Maoula, 40 Jahre,

aus Ellwangen, selbständig:

Ich lebe nun schon seit 22 Jahren

hier und will auch nicht

mehr weg. Ich schätze es sehr,

dass es viele Möglichkeiten

auch für die Kinder gibt, mit

tollen Spielplätzen. Es ist auch

für die Erziehung der Kinder

einfacher, weil sie in der eher

kleinstädtischen Gegend weniger

mit Drogen und Alkohol

in Kontakt kommen.

„Die Kreisreform ist noch spürbar“

Der Politikwissenschaftler und Kommunalpolitik-Experte Hans-Georg Wehling zu 35 Jahren Ostalbkreis

Auch nach 35 Jahren sind die

Narben der Kreisreform noch

nicht überall verheilt. Auch nicht

im Ostalbkreis. Schwäpo-Redakteur

Rafael Binkowski hat darüber

mit Professor Hans-Georg

Wehling gesprochen, dem Tübinger

Politikwissenschaftler und

ausgewiesenen Experten für

Kommunalpolitik.

Warum war die Kreisreform 1973 so umstritten?

Zunächst war ja die Gemeindereform

viel aufregender, weil die Städte für die

Bürger viel gegenwärtiger sind. Die

Kreisreform wurde vorgezogen, weil sie

weniger umstritten war. Sie betraf ja oft

auch eher die ländlichen Regionen als

die großen Städte.

Im Ostalbkreis gab es aber heftige Debatten

um den Kreissitz, um den Sitz des Regionalverbandes,

und um die Frage, wo

das Oberzentrum sitzt.

Im Ostalbkreis sind ja mit Gmünd eine

alte katholische Reichsstadt und mit Aalen

eine alte evangelische Reichsstadt

vereint worden. Und Ellwangen hat im

Prinzip seit 200 Jahren einen stetigen Abstieg

erfahren, von einer Oberamtsstadt

und früher Fürstpropstei, die sogar einmal

Hauptstadt von Neuwürttemberg

hätte werden sollen, zu einer kleinen

Stadt, die gerade noch Landgericht und

Staatsanwaltschaft hat.

Welche Rolle spielt Schwäbisch Gmünd

in dieser Konstellation?

Die Stadt ist natürlich viel stärker nach

Helga Aye, 72 Jahre, gelernte

Frisörin aus Ellwangen:

Es gefällt uns hier im Ostalbkreis

sehr gut. Wir wandern

viel im Umland und das ist in

dieser Landschaft natürlich

toll. Meinem Mann, er kommt

aus Norddeutschland, fehlt

nur ab und zu das Wasser.

Aber sonst fühlt auch er sich

hier sehr wohl, landschaftlich

ist es wirklich schön hier, auch

mit den

Wäldern.

Stuttgart ausgerichtet, auch durch die

Nachbarschaft zum Rems-Murr-Kreis.

Allerdings fehlt die S-Bahn-Anbindung,

das merkt man deutlich im Vergleich zu

Waiblingen oder Schorndorf. Gmünd

hat natürlich viel an Prestige verloren,

weil Aalen die Hauptstadt des Ostalbkreises

wurde. Gmünd war keine Kreisstadt

mehr mit eigenem Landrat.

Das Autokennzeichen GD war ein Symbol

für diesen Verlust?

Ja, das war wohl ein politischer Fehler

damals. So mussten die Gmünder das

ungeliebte Autokennzeichen AA ertragen.

Das Kürzel OAL war ja schon durch

die Bayern mit dem Ostallgäu besetzt.

Das war für die Gold- und Silberstadt mit

großem, historischem Selbstbewusstsein

natürlich schwer zu akzeptieren.

Spielt auch die Größe der Städte eine Rolle,

also die Einwohnerzahl?

Die Größenunterschiede sind ja nicht so

gewaltig. Aalen und Gmünd sind fast

gleich groß, wobei Aalen etwas mehr

Einwohner hat. Aber im Prinzip sind beide

fast gleich, da war es für Gmünd

schon schwierig, sich einer auch noch

evangelischen Reichsstadt unterzuordnen.

Zumal Gmünd im 19. Jahrhundert

ja anstelle von Rottenburg den Bischofssitz

beansprucht hat, das war ein Schlag

ins Kontor.

Ist das alles nach 35 Jahren Kreisreform

immer noch ein Thema? Erst kürzlich

hatte ein Gmünder Professor keine Chance,

in Aalen CDU-Bundestagskandidat

zu werden, weil er aus Gmünd kam.

Der Bedeutungsverlust Gmünds ist wohl

immer noch nicht verdaut, und es gibt

Wie gefällt es

Ihnen hier?

Alexandra

Hesse

(28),

Lehrerin

aus Aalen:

An meiner Region schätze ich

besonders die schöne Umgebung.

Ich finde die Stadt Aalen

klein, beschaulich und man

bekommt alles, was man benötigt.

Was schätzen sie

am Ostalbkreis?

Katrin

Ensslin

(29), Bilanzbuchhalterin

aus Hüttlingen:

Aus dem

Ostalbkreis

würde ich nie wegziehen. Mir

gefallen die Läden in Aalen.

Die Bars und Kneipen sind optimal

und in der Umgebung ist

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auch in umgekehrter Richtung Ressentiments.

Die Erinnerung an diese Ereignisse

wird irgendwann verblassen, die

Vorbehalte werden nachlassen. Aber die

Emotionen von damals prägen eben

noch die aktuelle politische Diskussion.

Ist auch die dauernde Diskussion um ein

Oberzentrum in Ostwürttemberg ein

Überbleibsel der Kreisreform?

Es ist eine symbolische Frage. Und auch

der Wettlauf zwischen Aalen und Heidenheim

um Mineralbäder oder Eislauf,

das gehört dazu.

Wie sieht das anderswo im Land aus?

Gibt es ähnliche Konflikte?

Besonders stark ist das natürlich in Villingen-Schwenningen.

Das katholische,

ehemals vorderösterreichische und

dann badische Villingen und das evangelische,

ehemals württembergische

Schwenningen. Ich habe die Kommune

in einem Artikel mal „Baden-Württemberg-Stadt“

genannt, das haben sie inzwischen

selbst übernommen.

Gab es bei der Reform der Landkreise dort

auch Konflikte?

Der Verlust des Kreises Donaueschingen

war schwer zu verkraften, während Rottweil

und Tuttlingen politisch starke Fürsprecher

hatten und selbstständig blieben.

Schwierig war es auch am Bodensee:

Der Verlust des Kreises Tettnang,

der vom Bodenseekreis mit Friedrichshafen

kam. Hier wurde auch die Grenze

zwischen Baden und Württemberg

überschritten. Es gibt einen Grenzort namens

Kluftern, ich spreche immer von

der Kluft bei Kluftern.

Wo läuft es denn besser?

Yvonne Weise (25), Hausfrau

und Mutter aus Schwäbisch

Gmünd:

Ich persönlich schätze nicht

besonders viel am Ostalbkreis.

Zwar ist die Landschaft hier

sehr schön und auch die Gegend

ist nett. Aber trotzdem

fühle ich mich hier nicht richtig

wohl. Besonders die Menschen,

die im Ostalbkreis leben

und die Verkehrslage sind

manchmal sehr angespannt.

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Hier wo ich wohne, war das kein Problem.

Reutlingen und Münsingen wurden

zusammengelegt, aber das war klar:

Münsingen war ein sehr kleiner Kreis. Es

gibt viele Kreise, wo das nach 35 Jahren

gar kein Thema mehr ist.

Wie präsent ist die Kreisreform noch?

Die Kreisreform ist noch spürbar, allerdings

ist sie oft nicht mehr so im Bewusstsein

wie die Gemeindereform. Das

hängt mit der generellen Bedeutung der

Kreise zusammen, die in der Bevölkerung

nicht so wahrgenommen werden.

Das macht ja den Landräten oft zu schaffen,

weil es mit ihrem Selbstbewusstsein

nicht zusammenpasst.

■ Prof. Hans-Goerg Wehling ist Politikwissenschaftler

an der Universität

Tübingen und war bis 2002 Abteilungsleiter

der Landeszentrale

für politische Bildung in Baden-

Württemberg. Er hat zahlreiche Bücher

über Baden-Württemberg und

Kommunalpolitik veröffentlicht.

mit den Schwerpunkten Landespolitik,

Landeskunde, Politische Kulturforschung,

Kommunalpolitik.

■ Neuste Veröffentlichungen: „Baden-Württemberg.

Vielfalt und

Stärke seiner Regionen“ (Festschrift

des Landes zum 50jährigen Landesjubiläum,

2002), „Kommunalpolitik

in den deutschen Ländern“ (mit Andreas

Kost, 2003), „Wegmarken

südwestdeutscher Geschichte“ (mit

Rosemarie Wehling, 2004), „Geschichte

Baden-Württembergs“

(mit Reinhold Weber, 2007).

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35 JAHRE OSTALBKREIS

Wie gefällt es

Ihnen hier?

Anna Köhler (26), Einzelhandelskauffrau

aus Oberbettringen:

Ich wohne

sehr

gerne

hier, im

Ostalbkreis.

Auch

wenn die

Verkehrsanbindung

hier nicht wirklich

das Wahre ist, genieße ich die

Landschaft und die Gegend

hier sehr. Ich bin glücklich

hier.

Marienstr. 43, 73479 Ellwangen

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