Gemeindebrief - Evangelische Kirchengemeinde Berchtesgaden

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Gemeindebrief - Evangelische Kirchengemeinde Berchtesgaden

Nr. 136 Juli - Okt. 2012

Gemeindebrief

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Berchtesgaden

Hast Du Töne?

Berchtesgaden Bischofswiesen Marktschellenberg Schönau am Königss ee Ramsau


Liebe Leserin,

lieber Leser,

So urteilte kein anderer als Martin Luther

und begründete die Entwicklung

einer spezifisch evangelischen Musik

für den Gottesdienst, die von der singenden

Gemeinde ausging: Inhalte

des christlichen Glaubens wurden nun

in Form von Liedern zugänglich. Sei es

die alte Gottesdienstliturgie vom „Kyrie“

bis zum „Dona nobis pacem“, die

nun von allen in deutscher Sprache

gesungen wurde, Psalmvertonungen,

unter denen die des Psalms 46 („Ein

feste Burg“) wohl am bekanntesten

ist, Lieder zu den Festen des Kirchenjahres

(z. B. „Vom Himmel hoch“) –

mit seiner enormen poetischen

Sprachkraft hat Luther liturgische und

biblische Texte in Reimform gebracht,

Melodien selbst erfunden oder aus

weltlichem Gebrauch umgewidmet.

„Gassenhauer, Reiter- und Bergliedlein,

christlich verändert, damit die

unnützen und schandbaren Liedlein

2

Eingangswort

Martin Luther und die Musik

„Ich sage es gleich heraus und schäme

mich nicht zu behaupten, dass

nach der Theologie keine Kunst sei,

die mit der Musik könne verglichen

werden. Musica ist das beste Labsal

eines betrübten Menschen, dadurch

das Herz wieder zufrieden, erquickt

und erfrischt wird. Sie macht die Leute

gelinder und sanftmütiger, sittsamer

und vernünftiger“.

auf den Gassen, Feldern, in den Häusern

und anderswo zu singen, mit der

Zeit abgehen möchten, wenn man

christliche, gute, nützliche Texte und

Worte darunter haben könnte.“

Dichter und Kantoren nahmen Luthers

Impuls auf, aus Luthers Morgen- und

Abendsegen entstanden die ersten

Morgen- und Abendlieder. Ein immer

reichhaltigeres Liedschaffen fand seinen

Höhepunkt bei Paul Gerhardt und

seinem Umkreis mit den in der Zeit

des Dreißigjährigen Krieges gedichteten

zeitlos gültigen tröstenden Glaubensliedern.

Für kundigere Chorsänger

wurden die sonntäglichen Evangelientexte

zu mehrstimmigen Vertonungen

auskomponiert – von da

spannt sich der Bogen bis zu Johann

Sebastian Bach, der in Leipzig mit seinen

Hunderten von Kantaten im Wechsel

von Gemeindegesang, Chormusik,

Rezitativen und Arien jedem Sonn-


tag auch sein besonderes musikalisches

Gesicht gab. Kräftiger Gemeindegesang

(die Orgel beschränkte sich

lange Zeit auf einleitende Vorspiele),

musikalische Auslegung der biblischen

Texte mit Singstimmen und Instrumenten,

einleitende Instrumentalmusik

– das blieben die Säulen

evangelischer Kirchenmusik.

Nicht zu vergessen ist dabei die Blechbläsertradition

der Posaunenchöre,

welche im 19. Jahrhundert zur musikalischen

Gestaltung von Gottesdiensten

im Freien entstanden. Nach und

nach gewannen sie ihren Platz auch in

den Kirchen, mit Musik der Stadtpfeifer

aus Renaissance und Barockzeit

bis hin zu modernen Vertonungen in

Swing und Pop, ganz nach Luthers

Empfehlung, auch die „Gassenhauer“

für die gute Sache der geistlichen Musik

zu nutzen und auch zu benutzen.

Gut ist es daher auch, dass es neben

der Pflege und Überlieferung älterer

Lieder von Zeit zu Zeit immer wieder

Ergänzungshefte mit neuem Liedgut

gibt, die das fortsetzen, was Luther

Nach der aktuellen

Online- Abstimmung

der evang. Landeskirche

gehören zu den

sieben am liebsten

gesungenen Kirchenliedern

(in Klammer

Entstehungsjahr Text):

Eingangswort

angestoßen hat: Im Geist der Zeit den

Glauben mit aktuellen Texten und Melodien

den Menschen verständlich machen.

Nach dem „Silberpfeil“ der

1980er Jahre erschien jüngst „Kommt,

atmet auf“ als neues geistliches Liederbuch

– aufgrund des Einbandes

wird es bereits liebevoll „Brombeere“

genannt. Vielleicht schlummern hier

ein paar Stücke, die in hundert oder

zweihundert Jahren noch Bestand sind

und vom Glauben des 21. Jahrhunderts

erzählen.

Das Jahr der Kirchenmusik, das heuer

im Rahmen der Lutherdekade zum

Reformationsjubiläum 2017 ausgerufen

worden ist, soll ein Anstoß sein,

in den überlieferten Liedtexten zu

kramen, sie nachzulesen und zu singen,

und die Geschichte mit Neuschöpfungen

fortzuschreiben. Einen

Versuch ist es allemal wert.

Ihr Diakon

Geh aus mein Herz und suche Freud (1653)

Von guten Mächten wunderbar geborgen (1944)

Eine feste Burg ist unser Gott (1529)

Großer Gott wir loben dich (1768)

Du meine Seele singe (1653)

Lobe den Herren (ökumen. Fassung 1973)

Nun danket alle Gott (1636)

(www.luther2017-bayern.de)

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Rückblick

Amtseinführung von Pfarrer Peter Schulz

mit Empfang im Pfarrheim St. Andreas


Rückblick

Konfirmation 2012 in der Christuskirche

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Kasualien

GLÜCK- UND SEGENSWÜNSCHE

zur Taufe

25.02. Valentina Cozac, Hubertuskapelle Schönau a. K.

17.03. Berenike Eismann, Christuskirche Berchtesgaden

17.03. Laura Getzi, Christuskirche Berchtesgaden

24.03. Lennox Juhre, Hubertuskapelle Schönau a. K.

25.03. Jonas Wenig, Hubertuskapelle Schönau a. K.

31.03. Nico Stappmanns, Christuskirche Berchtesgaden

06.05. Jil Gundlach, Christuskirche Berchtesgaden

06.05. Tabea Bechtel, Hubertuskapelle Schönau a. K.

zur Trauung

28.04. Martin u Julia Bodi, Hubertuskapelle

05.05. Dr. Reinhard u Christine Grafl, Christuskirche

WIR TRAUERN

MIT

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Beerdigungen

18.01. Karola Habicht, 81 Jahre, Schönau a. K.

27.01. Marianne Gruhl, 88 Jahre, Marktschellenberg

06.02. Alice Zinkeisen, 96 Jahre, Berchtesgaden

10.02. Elisabeth Hielscher, 96 Jahre, Insula

15.02. Peter Schauseil, 86 Jahre, Insula

27.02. Dr. Helga Heyking, 76 Jahre, Bischofswiesen

21.03. Gertrud Hell, 91 Jahre, Felicitas

22.03. Marianne Wagner, 67 Jahre, Schönau a. K.

29.03. Anneliese Greb, 92 Jahre, Freilassing

30.03. Tobias Reeger, 41 Jahre, Piding

02.04. Christine Eck, 71 Jahre, Würzburg

04.04. Wolf-Dieter Nußer, 72 Jahre, Berchtesgaden

05.04. Hannelore Franke, 84 Jahre, Insula

12.04. Gertrud Glaser, 93 Jahre, Insula

13.04. Brigitte Kirchhoff, 58 Jahre, München

18.04. Hans-Peter Herold, 71 Jahre, Neu-Isenburg


Vergelt’s Gott sagen wir Ihnen für all

Ihre Kirchgeld-Gaben für das Jahr

2011: Es ergab sich der erfreuliche

Betrag von 15.328 Euro, den unsere

Gemeinde zur Erfüllung ihrer Aufgaben

einsetzt.

Wir dürfen Sie nun auf den beigelegten

Kirchgeldbrief 2012 hinweisen

und bitten wieder um Ihre Unterstützung.

Auch dieses Geld bleibt vollständig

in der Gemeinde. Danke für

Ihre Mithilfe.

„Ich glaub. Ich wähl.“ – unter diesem

Motto steht die Kirchenvorstandswahl

2012: Am 21. Oktober werden acht

Frauen und Männer aus unserer Gemeinde

gewählt, um die nächsten

sechs Jahre zusammen mit den Pfarrern

Peter Schulz, Christian Gerstner

und Diakon Markus Sellner die Entwicklung

unserer Gemeinde zu lenken.

Das bedeutet vor allem geistliche, geistige

und ganz praktische Mitarbeit

Aus dem Kirchenvorstand

Unser Gemeindebrief erscheint dreimal

im Jahr in einer Auflage von jeweils

3000 Stück. Etwa 350 bis 400

Stück davon müssen jedes Mal per

Post versendet werden. Wenn Sie mithelfen

wollen, Gemeindebriefe auszutragen,

so wenden Sie sich bitte an

unsere Pfarramtssekretärin, Andrea

Stoll (Tel. 2583). Dringend gesucht

werden vor allem Austräger für die

Bahnhofstraße und den Weinfeldweg.

in der Gemeinde, Mitgestaltung in

Gottesdiensten und bei der Konfirmandenarbeit,

Verantwortung für Finanzen,

Gebäude und Grundstücke.

Mit Ihrer Wahl setzen Sie Akzente,

wie die Zukunft unserer Gemeinde

gestaltet werden soll, wie Gemeindearbeit

nach Innen und Außen geschieht

und mit welchem Bild unsere

Gemeinde in der Öffentlichkeit wahrgenommen

wird.

Am 26. September, 19.30 Uhr haben

Sie die Möglichkeit, die Kandidaten

bei der Vorstellung in der Schöpfungskirche

kennenzulernen.

Gehen Sie zur Wahl und nehmen Einfluss

mit Ihrer Stimme. Wir alle sind

Gemeinde!

Ab Pfingsten gibt es zur Freude aller Kuchenliebhaber wieder Kirchenkaffee

nach dem Gottesdienst in Berchtesgaden: Zweimal im Monat können Sie sich

mit Kaffee, Tee und feinen Kuchen von Brigitte Pohnert stärken (oder Kuchen

nach Hause nehmen?) und dabei mit Gemeindegliedern ins Gespräch kommen,

wenn Sie Lust dazu haben.

(Insider-Tipp: Den Schmandkuchen probieren!)

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Hast Du Töne?

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Musik

Da in vielen katholischen Pfarrgemeinden

der Kirchenmusiker und nicht

der Pfarrer den Liedplan erstellt, gehört

es für mich dazu, sich über den

musikalischen Ablauf eines Gottesdienstes

Gedanken zu machen. Ich

suche zuerst nach inhaltlich zu den

Tageslesungen passenden Liedern für

den musikalischen Ablauf. Der schwierigste

Teil ist dann das Abwägen zwischen

literarischer und musikalischer

Qualität sowie zwischen künstlerischem

Anspruch und leichter Singbarkeit.

Natürlich spielen auch persönliche

Vorlieben eine Rolle. Dabei ist

für mich weniger von Bedeutung, ob

ein Lied alt oder neu ist, sondern vielmehr,

ob ein Lied gut oder schlecht ist.

Lautet also das Thema eines Gottesdienstes

„Sommer“, fällt mir spontan

„Geh aus mein Herz“ ein – wäre da

nicht die Anzahl der Strophen (15!)

und die nicht ganz einfache Melodie.

Sollten weniger geübte Sängerinnen

und Sänger in der Kirche sein, schlage

ich im Gesangbuch unter dem Kapitel

„Natur und Jahreszeiten“ nach.

Jetzt bitte das Gesangbuch, falls zur

Hand, aufschlagen: Das erste Lied, in

dem der Sommer erwähnt wird, ist

„Lobt Gott in allen Landen“ (Nr. 500).

Der Textinhalt ist nachvollziehbar,

eine gute Mischung aus Dank und Bitte,

aus Diesseits und Jenseits, auch

wenn manche Formulierungen etwas

altertümlich („Schloß’“) oder holprig

(„empfangn“) sind. Schön finde ich

auch den Übergang von der Jahreszeit

auf den

„geistlichen“

Sommer. Die

Melodie ist für

den durchschnittlichenGottesdienstbesucherjedoch

nicht so

ansprechend.

Deshalb würde

ich auf die

Melodie des

nächsten Liedes

„Wie lieblich

ist der

Maien“ zurückgreifen,

da diese viel

eingängiger

und fröhlicher

klingt. Die Betonungen

sind

an der richtigen

Stelle und

Charakter von

Text und Melodie

stimmen

überein. Dieses Lied könnte man mit

„Klassikern“ aus dem Bereich „Lob und

Dank“ kombinieren, die stilistisch dazu

passen, also beispielsweise „Nun danket

alle Gott“ oder „Nun danket all

und bringet Ehr“. So kann meiner Meinung

nach ein sonniger Sonntagmorgen

beginnen und vielleicht auch etwas

Sonne ins Herz bringen.

Markus Hanke


Musik liegt in der Luft ...

.... ich liebe Musik, vor allem solche,

die mich berührt. In der Form, dass

der Text mir etwas zu sagen hat oder

ich einen Kloß im Hals verspüre, mir

Tränen in die Augen schießen oder

ich auch auf einmal ganz beschwingt

und fröhlich meine Arbeit tue. Sie

unterstreicht die jeweilige Stimmung,

löst Assoziationen aus, weckt Erinnerungen.

So auch im Gottesdienst. In unserem

Gesangbuch kann man eine Fülle von

Liedern und Musik zu allen Gelegenheiten

in unserem Leben und zum

Kirchenjahr finden.

Bin ich jetzt altmodisch, wenn ich bei

einem „traditionellen“ Kirchenlied mehr

empfinde als bei einem modernen,

mir weniger oder nicht bekannten?

Deshalb verschließe ich mich nicht,

andere Musikformen in den Gottes-

Musik

Musikwünsche unserer Konfirmanden

„Wir würden gern Musik wie bei Pop-

Balladen hören und Gospelsongs, wie

sie in Amerika üblich sind. Und wir

würden uns Musicals wünschen, die

sich mit Geschichten aus der Bibel

beschäftigen."

Lea Zucker, Franziska Metzenleitner,

Andreas Kurz

„Ich finde Gottesdienste ohne Musik

langweilig. Musik ist ganz wichtig, die

muss peppig sein. Aber besondere

Vorlieben habe ich nicht."

Benedikt Haug

dienst einzubringen. Die Kirche kann

und darf sich den Strömungen der

Zeit nicht verschließen – nur der „Zeitgeist“

kann schnell dazu führen, dass

sich Kirche verbiegt. Und das wäre

nach meiner Meinung gefährlich.

Ich singe die Kirchenlieder, die mir

schon von Kind an vertraut sind, besonders

gerne. Deren Texte sind mir

sofort wieder im Gedächtnis. Ein mir

vertrautes Lied geht mir ans Herz, ich

muss mich nicht mit Melodie und Text

beschäftigen – ich kann einfach singen,

zur tosenden Orgel mich der

Stimmung hingeben. Es begleitet mich

oft den ganzen Tag. Wie ein Ritual, so

fühlt es sich an. Und Rituale werden

immer wichtig bleiben für uns Menschen.

Ich gebe zu, es ist ein kindliches

Empfinden von Zugehörigkeit

und Geborgensein.

Marliese Kamplade

„Mir ist es egal, welche Musik im Gottesdienst

gespielt wird."

Patrick Bors

„Ich finde Musik beim Gottesdienst

sehr wichtig, aber welche, da habe

ich keine Vorlieben; da mag ich fast

alles."

Florian Rusch

„Ich mag solche Lieder, wie wir sie

heute im Gottesdienst mit Pfarrer

Gerstner gesungen haben."

Thomas Schiller

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Kurz notiert

Am 1. Juni trat Dekan Gottfried Stritar

in den wohl verdienten Ruhestand,

für den wir ihm als Gemeinde dankbare

und achtungsvolle Grüße mitgeben.

Sein Nachfolger, Peter Bertram, der

nun ab 1. September das Dekanat

Traunstein leiten wird, ist unserer Gemeinde

noch in guter Erinnerung, da

er als junger Vikar in Berchtesgaden

tätig war. Wir wünschen ihm Gottes

Segen für sein neues Amt und freuen

uns darauf, ihn jetzt als Dekan bei

uns begrüßen zu dürfen.

Faschingsnachmittag der Freitagsrunde mit

Diakon Markus Sellner

Sonntag, 7. Oktober: Erntedank – ist

hier nicht Danken eine ganz intensive

Form von Denken? Und haben wir

nicht alle Vieles, wofür wir dankbar

sein können? So wollen wir das Denken

und das Danken zusammenbringen

und auch heuer ganz bewusst

das Erntedankfest feiern. Bringen Sie

doch, bitte, wieder Blumen, Obst und

Gemüse als Schmuck in unsere Kirchen

und feiern Sie mit. Mit Dankbarkeit

und Freude kann man gut in

die dunkle Jahreszeit gehen.

Freitagsrunde mit

Apothekerin Frau Alice Schmidt

Hoffnungsvoll:

Viele Menschen empfinden die kommende dunkle Jahreszeit als belastend.

Bunte Lichter-Dekorationen versuchen, diese Dunkelheit zu vertreiben und

können unsere Sehnsucht doch nicht wirklich erfüllen.

Verstehen wir Weihnachten als ein Zeichen der Hoffnung, als Lichtpunkt in

unserem Leben, weil wir angenommen sind, so wie wir sind? Wie viel Hoffnung

scheint in unser Leben?

Und nun sind wir voller Hoffnung auf Ihre persönlichen und unterschiedlichen

Gedanken zu diesem Leitthema der Novemberausgabe.


Der Neubau des Kindergartens in der

Insula nähert sich dem Ende. Kinder

und Erzieherinnen des Kindergartens

Insula freuen sich schon auf den Monat

Juni. Dann ist es soweit und der

neue Kindergarten wird am 29. Juni

eingeweiht. Ein großer Tag für alle

Beteiligten!

Einen Tag später, am 30. Juni, wird es

dann im Rahmen des „Festes der Generationen”

einen Tag der offenen

Tür geben und die Öffentlichkeit kann

sich das neue Schmuckstück ansehen.

Rolf Hopmann

Senioren und Pflegezentrum „Insula”

Einladung

Wir laden Sie alle herzlich ein zur Gemeindeversammlung

am 26.09.,

19.30 Uhr in der Schöpfungskirche.

Ein besonderer Punkt wird dabei die

Vorstellung der Kandidaten für die

Kirchenvorstandswahl sein.

Wir laden ein

Wir als Ihre katholischen Nachbarn

aus Ramsau feiern in diesem Jahr

„500 Jahre Pfarrkirche und 200 Jahre

eigenständige Pfarrei Ramsau“.

Als Veranstaltungen, die sich durch

das ganze Jahr ziehen, werden unter

anderem Bergmessen, eine Kirchenführung

und verschiedene Konzerte

angeboten. Ihren Höhepunkt finden

die Feierlichkeiten am Festwochenende

vom 10. - 12. August. Die detaillierten

Veranstaltungen finden sich

im Flyer, der bei den Tourist-Informationen

aufliegt. Sie als unsere evangelischen

Nachbarn sind uns dabei

zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen.

Klaus Foisner,

Pfarrbrief-Redaktion Ramsau

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Partnerschaft

Musik verbindet Nationen

Können Sie sich vorstellen, dass bei

Festen in den tansanischen Kirchengemeinden

mindestens 3 bis 5 Chöre

singen und sich mit selbst hergestellten

Musikinstrumenten begleiten?

Das können einfache Trommeln sein

(aus Blechgefäßen und mit Ziegenleder

bespannt), schrille Gitarren mit

Lautsprecherverstärkern von Kofferradios

oder auch ausgehöhlte Tierhörner.

Sehr beliebt sind alle Arten

von Blasinstrumenten. Ein Vorsänger

hat die Leitung des Chores. Die Mitglieder

tragen farbenfrohe Kleidung.

Oftmals sind Kleinkinder im Wickeltuch

mit Mama dabei und werden so

schon zeitig an rhythmische Bewegungen

und harmonische Gesänge

gewöhnt.Wussten Sie übrigens, dass

das alte, ausgediente Harmonium der

Ramsauer Kirche „Zum Guten Hirten"

fachgerecht verpackt im Container

nach Tansania gesandt wurde? Bei der

Kircheneinweihung 1994 in Dodoma

begleitete das europäische Instrument

zum ersten Mal die afrikanischen Kirchenlieder.

Es gibt auch ein evangelisches

Gesangbuch mit Kirchenliedern,

die unseren manchmal sehr ähnlich

sind. Doch in Tansania gehören Gesang

und Bewegung zusammen – von

der Fröhlichkeit dieser Menschen trotz

aller Armut, von ihrem Rhythmusge-

fühl und den intensiv harmonischen

Gesängen könnten wir gerade auch

für unsere Gottesdienste viel lernen.

Und die Tansanier brauchen unsere

Hilfe: Pünktlich zu Beginn der Regenzeit

2012 wurden jetzt die Regenrinnen

am Kirchendach von Bumila fertig.

Das Regenwasser wird in zwei

Auffangbehältern zu je 10.000 Litern

an beiden Seiten gesammelt, um sauberes

Trinkwasser für die Kindergarten-Kinder

zu haben. Auch in Mbori

und Mlenga bräuchte es solche Regenrinnen-Projekte

für ca. 2.500 €. –

Dazu machen zwei Frauen für ein Jahr

(à 750 €) die Kindergärtnerinnen-Ausbildung.

Wir freuen uns sehr, wenn

Sie diese wichtigen Projekte unterstützen

würden (bei der Spende angeben

„Tansania-Projekt (Wasser oder

Ausbildung)“. ASANTE SANA!

Tansania-Arbeitskreis,

Annegret Gaffal,

April 2012

Die Kreuze im Leben des Menschen sind wie die Kreuze in der Musik, sie erhöhen.

Ludwig van Beethoven


Choräle in drei Sprachen?

Können Sie sich so was vorstellen? Da

werden die Lieder und Choräle in drei

Sprachen gesungen.

Bei uns in Temesvar ist dies Alltag. Sie

denken jetzt bestimmt: das ist ein

sehr, sehr langer Gottesdienst. Aber da

kann ich sie beruhigen, unser Gottesdienst

dauert nicht länger als alle

anderen Gottesdienste. Sie können

sich gerne selber davon überzeugen,

falls Sie uns besuchen wollen. „Wie

geht das?” fragen Sie sich. Bei uns

werden zwar die Lieder in drei Sprachen

gesungen, aber gleichzeitig. Jeder

singt die ausgesuchten Choräle

in seiner Muttersprache. Ich gebe es ja

zu, es ist gewöhnungsbedürftig, aber

schön. Ein ungeübtes Ohr hört nur

ein heilloses Durcheinander. Sobald

aber genau hingehört wird, fängt man

an, die einzelnen Sprachen zu unterscheiden:

Deutsch, Ungarisch, Slowakisch.

Die Gemeinde ist mit dem Herzen

dabei, und auf diese Weise fühlt

sich ein jeder zu Hause. Einziges Problem:

Wir können nur Lieder nehmen,

die in allen drei Sprachen vorhanden

sind. In unserem Altarraum steht die

Inschrift: Eine feste Burg ist unser

Gott. Daher können Sie sich denken,

dass dies Lied bei uns häufig gesungen

wird. Ich selber mag auch „Von

guten Mächten“ oder „Ich bete an die

Macht der Liebe“. Die ungarischen

Lieder, die mir auch viel bedeuten,

sind leider nicht in den anderen Gesangbüchern

zu finden.

Partnerschaft

„Eine feste Burg ist unser Gott” steht auch

zweisprachig auf der Orgel.

Wie Sie sich denken können, lieben

unsere jungen Leute eine ganz andere

Musik. Nachdem wir seit ca. einem

Jahr auch eine Jugendband (Gitarre,

Cajon, Keyboard, Flöte und verschiedene

Volksinstrumente) haben,

kommen auch sie auf ihre Kosten. Zumindest

ab und an. Für mich ist es

eine echte Herausforderung, allen gerecht

zu werden.

Ein echtes Schmankerl ist die Barockmusikwoche,

die in unserer Kirche

stattfindet. Innerhalb von 10 Tagen

finden Konzerte mit Musikern aus

ganz Europa statt. Dass wir dafür

Gastgeber sind, ist für uns eine große

Ehre, denn Temesvar hat sehr viele

schöne Kirchen, die dafür geeignet

wären.Wie Sie sehen, spielt Musik für

uns eine große Rolle, und in unserer

Kirche erklingen die unterschiedlichsten

Töne. Doch eins haben sie gemeinsam:

Sie erklingen alle zur Ehre

Gottes.

Ihr Pfarrer Zsombor Kovacs

aus Temesvar Rumänien

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Urlauberpfarrer

Pfarrer i. R. Manfred Meyer aus Altdorf

vom 23.07. - 12.08.

Ob wir uns in einer Kirche oder bei einer

Andacht in luftigen Höhen oder am

Königssee begegnen: Ich, Manfred

Meyer, freue mich auf Sie.

Ich stamme aus Arzberg im Fichtelgebirge,

bin seit 40 Jahren mit Marianne

verheiratet. Die 4 Kinder sind

längst flügge. In Partenkirchen habe

ich meinen Dienst begonnen, war 13

Jahre in der kleinen fränkischen Gemeinde

Vorra, bis wir in die ehemalige

Universitätsstadt Altdorf gewechselt

sind. Zwischendurch gab es

Einsätze in der Campingseelsorge von

Bayern bis Österreich, sowie Urlauberseelsorgedienste

mehrere Mal in

Partenkirchen, Garmisch, Mittenwald

und Immenstadt. Mehr als ein dut-

Pfarrer Ernst Pallmann aus

Bad Oeynhausen vom 13.08. - 09.09.

Ein herzliches „Grüß Gott“ und „Glück

auf!“ aus der östlichen Ecke Westfalens,

aus Bad Oeynhausen!

Im August/September übernehme ich

die Urlauberseelsorge bei Ihnen. Ich

bin Pfarrer der Ev. Kirche von Westfalen

und arbeite in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde

Rehme, Bad Oeynhausen;

also ein Preuße, aber ein BvB-

Fan, da in Dortmund geboren.

Ich freue mich, bereits zum 4. Mal in

Bayern eine 4-wöchige Urlauberseelsorgestelle

zu übernehmen. Gespannt

bin ich auf die neuen Begegnungen

mit Ihnen, den Einheimischen und mit

zend Mal habe ich

mit meiner Frau 6tägigeGemeindefahrten

organisiert

und durchgeführt.

Im lockeren Ruhestand

hat man

auch Zeit, eine

ökumenische

Trauung auf Sizilien

oder gar in

Neuseeland zu

halten. Doch jetzt

möchte ich gerne mit Ihnen in Kontakt

kommen, über den christlichen Glauben

nachsinnen und mit Ihnen die

beglückende, tröstende und stärkende

Nähe unseres Gottes erleben. Sein

gutes und treues Geleit auf all unseren

Wegen!

Ihr Manfred Meyer

Ihnen, den Touristen

und Besuchern.

Ich habe es

selber gespürt,

dass es wichtig ist,

auch in der Urlaubszeit

das

kirchliche Angebot

von Gottesdiensten,

Andachten

und seelsorgerlicher

Begleitung

aufrechtzuerhalten.

So wünsche ich, dass es uns gelingt,

bereichernde Gottesdienste zu

feiern und mit Gottes Segen eine gute

gemeinsame Zeit zu erleben.

Ernst Pallmann, Pfarrer


Frau Margarete Wegener

aus Bergheim vom 13.08. - 02.09.

Grüß Gott, Berchtesgaden!

In den letzten Jahren war ich bereits

mehrfach als Kurkantorin in der Bayerischen

Landeskirche tätig. Schön

und bereichernd war es stets – zum

einen, in einer so wunderbaren Gegend

musizieren zu können – zum

anderen bin ich leidenschaftliche Bergsteigerin.

So freue ich mich auch in

diesem Jahr wieder sehr auf die Zeit

bei Ihnen.

Ich komme aus Bergheim in NRW, bin

verheiratet und unsere beiden Töchter

studieren in Eichstätt.

Nach meinem Studium der Kirchenmusik,

Schulmusik und Germanistik

war ich zunächst lange Jahre im

Herr Volker Bräutigam

aus Leipzig vom 23.07. - 12.08

Auf das Kurkantorat bei Ihnen freue

ich mich sehr, und dies aus zwei Gründen:

Im Hohen Westerzgebirge - fast am

Fichtelberg - geboren und aufgewachsen,

ist mir die Welt der Berge

sehr vertraut und heimatlich mit ihren

Orchideen und Moosen, Mineralen und

vor allem: ihren Bewohnern.

Zum anderen freue ich mich darauf,

nach den langen Jahren der Hochschularbeit

und der sehr einsamen Arbeit

als Komponist wieder mal für ein

Urlauberkantoren

hauptamtlichen

Kirchendienst tätig.

Heute arbeite

ich freiberuflich

als Chorleiterin

mehrerer Chöre

und als Organistin

im Raume

Köln-Bergheim.

Darüber hinaus

habe ich seit vielen

Jahren eine

therapeutische

Praxis.

Wenn Sie Lust auf gemeinsames Musizieren

während Ihres Urlaubs haben,

wenden Sie sich doch bitte an

das Pfarrbüro.

Bis auf bald!

Margarete Wegener

paar Wochen ein

Amt in einer Kirchengemeinde

zu haben.

Kommen Sie in

die Gottesdienste

und Musiken,

vielleicht sogar

zum Mitspielen

und - singen? Erwarten

Sie nicht

nur traditionelle

Klänge! Mit Sicherheit verspreche ich

Ihnen: Es wird bestimmt nicht langweilig.

Ihr Volker Bräutigam

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Gottesdienste im Freien

Die Gottesdienste finden samstags

jeweils um 11 Uhr statt.

(entfallen bei Regen, Rückfrage

0160/7322711 o. 08652/6556484)

30.06. Bindalm

09.07. Hirschkaser

14.07. Bindalm

21.07. Hirschkaser

28.07. Bindalm

04.08. Hirschkaser

11.08. Bindalm

18.08. Hirschkaser

25.08. Bindalm

01.09. Hirschkaser

08.09. Bindalm

15.09. Hirschkaser

22.09. Wartstein

29.09. Hirschkaser

Zusätzliche Gottesdienste am Hintersee

Gottesdienste am Hintersee, jeweils

Mittwoch, 11 Uhr am Seeufer im Zauberwald,

gegenüber dem CVJM-Haus.

Beachten Sie die Hinweisschilder!

18.07., 25.07., 01.08., 08.08.,

15.08., 22.08., 29.08., 05.09.

Gottesdienste im Freien

Wartstein, oberhalb vom Hintersee,

Wegdauer ca. 40 Minuten ab Parkplatz

Seeklause vor CVJM-Haus

Hirschkaser, Wegdauer ca. 1,5 Stunden

vom Parkplatz Hochschwarzeck

oder mit der Sesselbahn

Bindalm am Hirschbichl, ca. 2 Std. ab

Parkplatz Klausbachhaus Hintersee

oder mit dem Almbus 847, wir warten

auf die Fahrgäste!

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Gottesdienste im Freien


Gottesdienste

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Christuskirche

Berchtesgaden

Insulakirche Strub

Schöpfungskirche

Bischofswiesen

Gottesdienste

Regelmäßige Gottesdienste und Andachten

Hubertuskapelle

Schönau

Kirche

„Zum Guten Hirten“

Ramsau

Schönklinik Schönau

am Königssee

Altenheim Felicitas

Stangass

Gottesdienst jeden Sonntag 10.30 Uhr

Gottesdienst jeden Sonntag 09.15 Uhr

Morgenfeier jeden Mittwoch 10.00 Uhr

Gottesdienst Samstag

22.09, 18.00

Samstag, 14.07. 17.00 Uhr Gottesdienst im Freien

Samstag, 06.10. 18.00 Uhr Gottesdienst zu Erntedank

weitere Gottesdienste 30.06., 28.07. s. rechte Seite

Gottesdienst jeden Sonntag 10.30 Uhr

Gottesdienste, Sonntag 10.30 Uhr

24.06., 08.07., 22.07., 19.08., 16.09., 07.10.

Gottesdienst 14-tägig Sonntag 18.30 Uhr

01.07., 15.07., 29.07., 12.08., 26.08., 09.09., 23.09.,

07.10., 14.10., 28.10.

Ökum. Gottesdienst Mittwoch 14.30 Uhr

18.07./19.09./17.10.

Bitte beachten Sie auch die Angaben im Berchtesgadener Anzeiger!


Gottesdienste

Gottesdienste mit und für Jugendliche

Samstag, 30.06.,

Sonntag, 23.09.,

Sonntag, 14.10.,

Gottesdienste für Vorschulkinder

Ökum. Kinderkirche

Samstag, 14.07.

Samstag, 06.10.

Sonntag, 15.07.

05.08., 02.09.

17.00 Uhr Gottesdienst im Freien bei der Schöpfungskirche,

im Anschluss Grillen, Grillgut bitte

mitbringen, Getränke werden verkauft

10.30 Uhr Hubertuskapelle

10.30 Uhr Christuskirche,

Vorstellung der Konfirmanden

Samstag, 23. 06., 17.00 Uhr,

kath. Pfarrheim Bischofswiesen

Samstag, 28.07., 17.00 Uhr

evang. Schöpfungskirche Bischofswiesen

Kindergottesdienste in Berchtesgaden

Sonntag 10.30 Uhr, gemeinsamer Beginn in der Christuskirche

01.07., 15.07., 05.08., 19.08., 02.09., 16.09., 30.09.

Familiengottesdienste mit Abendmahl

Kantatengottesdienst

Gottesdienst mit Tanz

Samstag, 29.09.

Sonntagsmusik

17.00 Uhr im Freien bei der Schöpfungskirche

18.00 Uhr zu Erntedank in der Schöpfungskirche

17.00 Uhr Christuskirche,

Schöpfungskirche Bischofswiesen Tanz-Workshop

zu Engeltänzen, Anmeldung bitte im Pfarramt.

18 Uhr Gottesdienst zu St. Michaelis mit Engeltänzen.

18.00 Uhr Kirche „Zum Guten Hirten“ Ramsau

19

Gottesdienste


Hast Du Töne?

Ja! Und das seit über 45 Jahren!

2316 Pfeifen der Stiftskirchenorgel

unterstützen mich

dabei. Die Gemeinde singt Lieder,

die zu 98 % von mir ausgewählt

werden, dabei bin ich

natürlich an kirchliche Jahreszeiten

gebunden, in der Regel

ausgerichtet auf das Evangelium.

Zu Beginn meiner Tätigkeit als

Organist, damals im Kreiskrankenhaus

um 6:30 und

9:00 Uhr, hielt man es nach

der Methode, welche Liedreihe

haben wir letzten Sonntag gesungen,

dann kommt die nächste dran.

So wechselte man zwischen Schubert

und Haydn-Messe. Mit dem neuen „Gotteslob“

1975 teilte man der Gemeinde

eine bewusste Teilnahme am Gottesdienst

singenderweise zu. Es ist oft eine

Gratwanderung, allen gerecht zu werden.

Die einen wollen nur die alten und

die anderen nur die neuen Lieder singen.

Gleich beim ersten Lied im Gottesdienst

stellt sich die Frage, wer gibt den Ton

bzw. das Tempo an? Der Organist, die

Gemeinde oder der Geistliche am Altar

mit dem Mikrophon? Besonders interessant

wird es, wenn in der Stiftskirche

Berchtesgaden das „Vater unser“ so gebetet

wird: „ ... Reisch, die Kraft, und die

Herrlischkeit ...“ dann hat man die Bestätigung,

dass der Anteil der sowieso

nicht gerne singenden Heimatgemeinde

relativ gering ist.

20

Musik

Manchmal fehlen mir

allerdings die Töne,

wenn man die Arbeit

mit dem Chor betrachtet:

Wir bereiten

uns mit großem Aufwand

auf Weihnachten

vor, damit wir nicht

nur immer Mozart singen

sondern auch einmal

„Jauchzen, frohlocken“.

Als „Feedback“

kommt dann: „Laut

und lang wars“. Als Alternative

richte ich die

Bauernmesse für

Blech-Holzbläser und

Harfe ein, der Chor

nörgelt, weil unterfordert, ja eine Chorsängerin

weigert sich sogar, da mit zu

singen, und das „Feedback“ lautet dann:

„Mei, sooo schö wars“!

Wenn ich so die vergangene Zeit vorübergehen

lasse, im Bewusstsein, die

meiste Zeit als der südöstlichste Kirchenmusiker

Deutschlands hinter mir zu

haben, kann ich behaupten, kein einziges

Mal missmutig an der Orgel gesessen

zu sein. Es hat mich immer mit

Freude erfüllt, mit der Gemeinde zu

musizieren.

Aber die Schneeverhältnisse am Jenner

oder im Watzmannkar, im Sommer die

Wassertemperaturen im Königssee sind

halt doch auch sehr interessant.

Urban Hafenmair, südöstlichster

Kirchenmusiker Deutschlands


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21


Spektrum

Das Bild hier zeigt nicht die

Spektralverteilung des Lichts,

sondern die Häufigkeitsverteilung

der Entstehungsjahre unserer

Kirchenlieder.

Reformation, Aufklärung, Säkularisation

und industrielle

Revolution markieren Bruchlinien

im Denken und der sozialen

Struktur zwischen dem

Mittelalter und der Neuzeit.

Musik

Dieses neue, eigene Denken veranlasste

einen Martin Luther, die bestehende

Kirche reformieren zu wollen.

Die neuen Strömungen fanden auch

Eingang im Liedgut, erkennbar in vielen

neuen Liedern, in der Statistik als

deutliche Spitzen erkennbar. Die soziale

Ordnung des Mittelalters mit

Zünften und Obrigkeitsdenken ist uns

kaum noch vorstellbar, dennoch stammen

die Hälfte der Lieder in unserem

Gesangbuch aus dieser Zeit.

Taizé und Kirchentage stehen für Aufbruch,

Begeisterung und geistliche

Erneuerung und damit auch für neue

Lieder, die der gefühlten Verbindung

zu Gott Ausdruck geben. Ich war erstaunt,

wie viele neue Lieder in unserem

Gesangbuch zu finden sind. Da

ich im Jetzt und Heute lebe und fühle,

gefällt mir eine Vielzahl dieser neu-

22

40

35

30

25

20

15

10

5

0

Luther

30-Jähriger

Krieg

1500

1520

1540

1560

1580

1600

1620

1640

1660

1680

1700

1720

1740

1760

1780

1800

1820

1840

1860

1880

1900

1920

1940

1960

1980

2000

en Lieder, weitere finde ich in anderen

Gesangbüchern. So, wie wir untereinander

verschieden sind und uns ergänzen,

so sollten es auch unsere Lieder

sein. Ich gestehe aber, dass mir ein

Wechsel zwischen Mittelalter und Neuzeit

innerhalb eines Gottesdienstes

schwer fällt und mir die Unbeschwertheit

und Melodik der neuen

Lieder besser gefällt. Natürlich braucht

man einige Zeit, um die neuen Lieder

kennen zu lernen, doch dazu sind wir

sicher noch nicht zu alt. Ich freue

mich auf Gottesdienste, nach denen

ich ein Lied noch am Heimweg oder

am nächsten Tag summe. Aus reiner

Freude, wie der Buchfink auf der Titelseite.

Wolfgang Sauer

Dazu eine aktuelle Meldung aus dem Kirchenvorstand:

Auf Initiative von Pfarrer Christian Gerstner und dank großzügiger Spenden

konnten 60 Exemplare des Ergänzungsliederbuches angeschafft werden.

Wir freuen uns auf neue Lieder in unseren Gottesdiensten!


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23


70

Erika Hahn

Peter Lyssy

Werner Schubert

Klaus Scholz

Hannelore Plenk

Dieter Prüßing

Lore Tönnison

Thomas Garnier

Werner Neunemann

Rosemarie Amort

Hannelore Trepl

Ursel Tapetto

Erhard Herbst

Elke Uellendahl

Karin Hintermayer

Lieselotte Manß

Klaus Hillinger

Dieter Zänkert

75

Ingrid Königer

Marlies Hirneiß

Marianne Lück

Walter Illig

Ingrid Scherler

Helmut Leubner

Claus Piscantor

Waltraut Lyssy

Hans Seifert

Dieter Brasin

Bennita Voss

Wilhelm Bors

Hagen Böhnisch

Gertrudis Lampe

Sibylle Braungardt

24

Geburtstage

Wir gratulieren zum Geburtstag

70

75

80

80

Gerhilde Zeitter

Annemarie Goldmann

Inge Kolb

Renate Kehrein

Ulrich Tichter

Ingeborg Sauer

81

81

Helmut Halm

Karl-Hans Pretzsch

Ellinor Stoeffhase

Helga Weyer

82

82

Hans Scheuner

Gerhard Porst

Mary Hiebl

Gertraud Baur

Ingeborg Bolt

83

83

Liane Frost

Brigitte Kastner

84

84

Wilma Richter

Dr. Emil Köhler

Dr. Hans Meyer

Werner Eckhardt

Frieda Mallin

Emma Lindner

Alma Bos

85

85

Irene Löbermann

Ingeborg Ponn

Marianne Gödde

Dr. Hans Illig

Friedhelm Kleinert

Helene Bilz

Margarete Ziesel

Gertraude Vorberg

86

86

Ilse Weigl

Ursula Dyszak

87

87

Edith Walch

Else Luckamnn

Irene Graßl

Maria Wulf

Charlotte Wunderlich

Jutta Stöckl

Edith Krüger

Olga Hörner

Lore Leitner

Silvia Gloe

88

88

Helene Papst

Ursula Engler

89

89

Ingeborg Sander

Margarete John

Kurt Kotte

Elfriede Einkler

Hertha Bujak

Susanne Just

90

90

Annaliese Schiller


91

91

Ursula Funke

Dr. Heinz Loewe

92

92

von Papstein-Mottmann

Elna

Babette Meindl

Käthe Bankert

Gisela Becker

Veronika Rascher

Gerhard Krüger

Dr. Paul Ney

Ursula Maier

Erika Winkler

Elfriede Wagner

93

93

Margarete Normann

94

94

Alfred Garlipp

96

96

Erika Kirstein

97

97

Liselotte Kohnke

99

99

Charlotte Modrow

100

Christine Horn

Geburtstage - Rückblick

20 Jahre Partnerschaft Berchtesgaden - Temesvar mit Pfarrer

Zsombor Kovacs, Pfarrer i. R. Dr. Wolfgang Höhne und

Pfarrer Christian Gerstner

25


26

Musik

Musik hat eine „ansteckende“ Kraft

Musik hat eine „ansteckende“ Kraft, die

mitreißt. Wenn jemand anfängt zu singen,

dann trauen sich auch andere, so

erlebe ich es oft. Im Gottesdienst ist

es schön, wenn sich mutige Sänger und

Sängerinnen mit ihren Stimmen zusammentun

und so die Gemeinde ermutigen,

es ihnen gleich zu tun, wie

schon Paul Gerhardt dichtete: „Ich singe

mit, wenn alles singt und lasse, was

dem Höchsten klingt, aus meinem Munde

rinnen.“ (EG 503)

Vielleicht kann auch das „offene Singen“,

montags um 19.30 Uhr im Gemeindehaus

Berchtesgaden, eine Gelegenheit

sein, wieder mehr zu singen. Aber es

braucht auch da Überwindung, sich

aufzuraffen, um auch neue Lieder und

neue Menschen kennenzulernen.

Pfarrer Christian Gerstner


Musik

Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich still und leise ...

Die einfachen Melodien sind es, die in

unserem Leben Kreise ziehen und unsere

Worte wie ein Medium in Regionen

jenseits unserer Wahrnehmung

tragen.

In den ersten Jahren unseres Lebens

sind es die Kinderlieder, die uns mit

ihren Klängen Wärme und Geborgenheit

vermitteln.

Wer ein kleines Kind im Arm hält, dem

wird bestimmt das eine oder andere

Segenslied einfallen, mit dem wir

schon in den Schlaf gesungen worden

sind.

Aus den Schätzen, die uns die Liebe

schenkt, leben wir – aus den Klängen,

die uns die Musik gibt, leben

unsere Melodien.

Wir, die Rhythmusgruppe, erzählen

zur eigenen Freude und zur Freude

anderer in unseren Liedern von unserem

Glauben und der Liebe Gottes zu

den Menschen. Mit modernen, vielfarbigen

Klängen schlagen wir eine

hörbare Brücke zu Ihnen, liebe Gottesdienstbesucher.

In der Hoffnung,

miteinander Gott zu loben und zu ehren.

Unser Gott ist die Freude unter

den Menschen, er ist die Liebe, die

geschieht.

Andrea Reichenwallner

Rhythmusgruppe Unterstein

Sonntagsgottesdienst in der Hubertuskapelle mit

Pfarrer Christian Gerstner und den Konfirmanden

27


Hast Du Töne?

Musik

Ja, schon von klein auf viele verschiedene:

Von allen Richtungen flogen sie

mir zu. In der vierten Klasse beeindruckte

mich mein Lehrer, als er uns

sagte, sein Lieblingskomponist sei

Anton Bruckner — Da hat er bei mir

schon frühzeitig eine Verbindung zur

großen Sinfonik hergestellt — ganz

ohne Töne.

Die Basis für das Singen in der Gemeinde

ist das „Evangelische Kirchengesangbuch"

und seit neuestem

zusätzlich das 2011 erschienene Liederheft

"Kommt, atmet auf". Kriterien

für die Auswahl der neuen Lieder waren

Singbarkeit, aber auch textliche

und theologische Qualität.

In Gottesdiensten wird ein ganz spezifisches

Lied-Repertoire gepflegt. Ich

würde sogar von einer ganz eigenen

erkennbaren „liturgische Klanglandschaft"

sprechen, die auch von persönlichen

Vorlieben bzw. von der eigenen

kirchlich-religiösen Prägung

bestimmt wird:

Bei unseren Gottesdiensten in der

Christuskirche gestaltet sich die Liedauswahl

besonders abwechslungsreich,

weil sich für die Leitung der

Gottesdienste Pfr. Schulz, Pfr. Gerstner

und Diakon Sellner abwechseln,

sowie bei Bedarf die Prädikanten Frau

Landes und Herr Bechtel, sowie Pfr. i.

R. Wagner die Aufgabe übernehmen.

Im Sommer kommen zusätzlich „Urlauberseelsorger"

hinzu. Sie alle verstehen

es vortrefflich, mit einer an-

28

gemessenen und passenden Liedauswahl

die Sangesfreude der Gemeinde

zu fördern. Im Gottesdienst ist das

gemeinsame Singen und die Gemeinschaft

im Singen mit das Entscheidende

— und das sehe ich mittlerweile,

in der heutigen Zeit, schon als

ein kleines Wunder an! Und: Kirchenmusik

ist auch Verkündigung.

Als ich das erste Mal völlig ahnungslos

das Lied „Geh unter" auf meinem

Liedzettel las, fand ich das ein wenig

befremdend: Sollte das ein Pendant

zur Rache-Arie der „Königin der Nacht"

aus der Zauberflöte sein? … Über die

Jahre hat sich das Lied mit der schönen

Melodie „eingebürgert". Vom Text

her finde ich den Anfang des Liedes

immer noch ein bisschen komisch:

erst der Imperativ „geh" und dann die

Präposition "unter". Die „Gnade"

kommt erst im 2. Takt! Warum nicht

zuerst: „Geh mit Gottes Segen", dann

„geh mit seiner Gnade" usw. Kann man

denn unter einer Gnade gehen wie

unter einem Schirm? Was sagt da die

Theologie?

Über den Liedermacher Manfred Siebald

erfahren wir einiges in der „Wikipedia"

und finden unter „Weblinks"

ein beeindruckendes „Interview vom 8.

Juni 2007 im BR-Alpha Forum", das ich

zur Vertiefung zum Themenbereich

„Neues Lied" empfehlen kann.

Mag. Elke Michel-Blagrave

Kirchenmusikerin


Hast Du Töne?

Die Tatsache, dass ich „Töne habe“,

wie es das Motto des Gemeindebriefs

formuliert, also die Fähigkeit, am Klavier

und an der Orgel Musik zu machen,

begreife ich vor allem als Gabe und

Geschenk, wie sie Paulus auch im Römerbrief

beschreibt (Röm. 12, 4-6).

Ich kann mich noch gut an den Moment

erinnern, als ich vor elf Jahren zum ersten

Mal auf einer Orgelbank saß; das

war in der katholischen Kirche in Unterstein.

Unzählige Tasten und Pedale vor

und unter mir, hunderte Pfeifen hinter

und über mir. Die Möglichkeiten, die

sich dem Organisten mit diesem Instrument

bieten – etwa einen derart

großen Kirchenraum akustisch komplett

auszufüllen – haben mich sehr

beeindruckt und faszinieren mich noch

heute. Für mich entscheidend dabei:

Ich spiele in erster Linie nicht für mich

selbst, zur eigenen Erbauung – das ist

freilich ein wunderbarer Nebeneffekt -,

sondern weil ich mit meinem Orgelund

Klavierspiel meine Gabe zunächst

weitergeben darf an die singende Gemeinde,

und dann vor allem: zurükkgeben

an den, der sie mir geschenkt

hat.

Im Orgelunterricht habe ich unser Gesangbuch

über viele Jahre hinweg genau

kennengelernt. So bin ich auf Lieder

gestoßen, deren Text und Melodie

mir besonders gut gefallen. In einem

heißt es: „Dankt unserm Gott, lobsinget

ihm, rühmt seinen Namen mit lauter

Stimm; lobsingt und danket allesamt!

Gott loben, das ist unser Amt.“ (EG

Musik

288) Obwohl schon sehr alt (Text von

1646, Melodie um 1360), spricht es

mich und viele andere immer noch an.

Zum Gottesdienst, zum Lob Gottes,

gehören für mich heute solche alten,

vor allem einer älteren Generation vertrauten

Lieder, aber auch neue, wie sie

sich in unserem Gesangbuch nicht mehr

finden. In Jugendgottesdiensten, freien

Gemeinden, aber auch Landeskirchen

werden diese neueren Lieder mit Gitarre,

Klavier, Schlagzeug und anderen

Instrumenten begleitet – gerade

junge Menschen und Erwachsene sprechen

solche zeitgenössischen Lieder

oft mehr an. Beides hat unzweifelhaft

seine Berechtigung und sollte nicht

gegeneinander ausgespielt werden –

beides wünsche ich mir für unsere Kirche,

denn Gott will uns sowohl in „alter“

als auch in „neuer“ Musik ganz

persönlich begegnen.

Florian Stocker

29


30

Gruppen

Für Kinder und Jugendliche

MUKI-GRUPPEN Für Kinder ab 1 Jahr

mit ihren Müttern und Vätern

Berchtesgaden Mi. 9 – 11 Uhr

im Gemeindesaal Christuskirche

Bischofswiesen Mo. und Di. 9 - 11 Uhr

im Gemeindezentrum Schöpfungskirche

Bischofswiesen Do. 14.30 Uhr

im Gemeindezentrum Schöpfungskirche

SPIELGRUPPEN Für Kinder ab 2 Jahren

Di. und Do. von 8.30 - 11.30 Uhr im Gemeindesaal

Christuskirche

Konzerte & Musikalisches

Die Spielgruppe Berchtesgaden ist eine Gruppe

von Kindern im Alter von 2 Jahren bis zum Kindergarteneintritt,

die sich dienstags und donnerstags

während der Schulzeit trifft. Sie steht

unter der pädagogisch qualifizierten Leitung

von Frau Pia Vasic.

Für das Spielgruppenjahr ab September sind noch Plätze frei.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Pfarramt, Frau Andrea Stoll, Tel. 2583

oder an Frau Pia Vasic.

NACHTKONZERT

BEI KERZENLICHT

Freitag 06.07. 21 Uhr Christuskirche

Ein Streichquintett und Harfe spielen Werke von

Vivaldi bis Débussy

KANTATENGOTTESDIENST Sonntag 15.07. 17 Uhr Christuskirche

Bach-Kantate BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis"

Ausführende: Kammerchor Berchtesgaden,

Salzburger Instrumentalsolisten, Vokalsolisten

Leitung Mag. Elke Michel-Blagrave


Treffpunkte & Veranstaltungen

Gruppen

SITZEN IN DER STILLE jeden Di. 19.45 Uhr (außer Ferien) in der

Schöpfungskirche Bischofswiesen

VON FRAU ZU FRAU

TEE NACH SIEBEN -

FRAUENTREFF

FREITAGSRUNDE -

TREFFPUNKT FÜR

ÄLTERE MENSCHEN

Do. 20.00 Uhr Gemeindesaal Berchtesgaden

12.07. Kochen mit (Wild-)Kräutern (Irene Aschauer)

20.09. Tanzabend zur Herbst-Tag- und Nachtgleiche

„Sonne, Mond und Sterne"

(Diakon Markus Sellner)

25.10. Leben im Pamir, in Tadschikistan

(Gisela Bondes)

Fr. 14.30 Uhr Gemeindesaal Berchtesgaden

13.07. „Sommer - damals und heute" -

Erzählcafé-Nachmittag

August Sommerpause

21.09. Herbstanfang (mit Pfr. Schulz)

19.10. Sprichwörter und Redensarten der Bibel

(mit Diakon Sellner)

OFFENES SINGEN Mo. 19.30 Uhr Gemeindehaus Berchtesgaden

02.07., 16.07., 17.09.

BIBELGESPRÄCHE

TANZ- WORKSHOP

PROBE KAMMERCHOR Di. 20.00 Uhr Christuskirche Berchtesgaden

RHYTHMUSGRUPPE Mi. 19.00 Uhr Gemeindesaal Christuskirche

BLÄSERKREIS

PROBE TAIZÉ-CHOR

Do. 9 Uhr bis 11 Uhr im Kaminzimmer der

Schöpfungskirche, 19.07., 20.09., 18.10.

Kontakt Frau Maria Gerstner 08652/6 55 64 84

Fr. 16.00 Uhr Insula — Haus am Park,

Begegnungsraum 27.07., 24.08., 21.09., 26.10.

Sa. 29.09. Bischofswiesen Schöpfungskirche Tanz-

Workshop zu Engeltänzen mit Markus Sellner

nach Vereinbarung mit Frau Michel-Blagrave

31


Erntedankfest

32

Musik

Endlich wieder ein Fest, wenn Pfingsten

und Trinitatis schon ein paar Monate

her sind! Der Gottesdienst soll für

mich dann wirklich besonders werden:

Mesner und Ehrenamtliche übertreffen

sich mit den Gaben für den

Altar. Die Freude über so vieles, was

uns heute selbstverständlich ist,

drückt sich hier aus und soll es auch

in der musikalischen Gestaltung tun:

sich vergegenwärtigen, was wir schon

„normal“ finden, „gar nicht der Rede

wert“.

Doch, davon will ich reden, dass alle

Facetten zusammengehören, wie es

unser Schöpfer erdacht hat. Dazu

passt für mich am besten das Lied

„Wir pflügen und wir streuen“, EG 508:

Mir gefällt die mitunter wirre Aneinanderreihung

und Beschreibung der

Gaben Gottes. Sie ist so bunt und farbenfroh

wie ein Erntedankaltar. Matthias

Claudius verstand es, einfache

Dinge mit einem leichten Zauber zu

beschreiben. Die Melodie ist eine ganz

eigene, sie wird für kein anderes Lied

im Gesangbuch verwendet und drückt

diesem Thema damit den Stempel absoluter

Individualität auf. Sie ist nicht

leicht zu singen, zugegeben, aber dafür

hat das Lied auch vier Strophen,

sodass sich bei der letzten Strophe

vielleicht mehrere zum Singen hinreißen

lassen als zu Anfang – und

wenn, es bleibt immer noch der Kehrvers

übrig, den am Schluss „die Spatzen

von den Dächern pfeifen“.

Die Tonart As-Dur ist auch etwas Besonderes

für unser Liedgut im EG, leider

für viele nebenamtliche Kräfte zu

schwer zu spielen. Nicht einfach für

viele Kantorinnen, Kantoren und Gemeinden,

aber ich habe es ins Herz

geschlossen. Mit diesem Lied fühle

ich meinen Dank und lerne, auch wieder

auf einfache Dinge zu schauen.

Matthias Roth,

Dekanatskantor


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34

So erreichen Sie uns

Pfarrer Peter Schulz

Ludwig-Ganghofer-Straße 28

83471 Berchtesgaden

Tel. 08652/2583

Fax 08652/3317

Email peter.schulz@elkb.de

Gesprächstermine nach Vereinbarung

Pfarrer Christian Gerstner

Rathausplatz 2 a

83483 Bischofswiesen

Tel. 08652/6556484

Fax 08652/6556485

Email gerstner-biwi@t-online.de

Gesprächstermine nach Vereinbarung

Diakon Markus Sellner (Mi. - Fr.)

Ludwig-Ganghofer-Straße 28

83471 Berchtesgaden

Tel. 08651/7174937

Fax 08652/3317

Email diakon@berchtesgaden-evangelisch.de

Gesprächstermine nach Vereinbarung

Pfarramt

Pfarramtssekretärin Andrea Stoll

Ludwig-Ganghofer-Straße 28

83471 Berchtesgaden

Tel. 08652/2583

Fax 08652/3317

Email ev-pfarramt-bgd@t-online.de

pfarramt.berchtesgaden@elkb.de

Bürozeiten: Mo.-Fr. 10.00 - 12.00 Uhr


So erreichen Sie uns

Kirchenmusikerin

Mag. Elke Michel-Blagrave

(Berchtesgaden und Bischofswiesen)

Tel. 08654/69149

Email michel-blagrave@gmx.de

Diakoniestation

Leiterin Anette Brieden

Aschauerweiherstraße 25

83483 Bischofswiesen

Tel. 08652/5264

Fax. 08652/964297

Konten

Spenden Kto.-Nr. 360 776 Sparkasse BGL

Diakonieverein Kto.-Nr. 356 642 BLZ 710 500 00

Besuchen Sie unsere Homepage:

www.berchtesgaden-evangelisch.de

Bildnachweis

Titel und Rückseite: Text und Melodie von Simone Unglert, Bild J. Jerger

Fotos von: A. Gaffal, C. u. M. Gerstner, U. Hafenmair, M. Hanke, R. Hopmann,

Z. Kovacs, G. Kühlewind, Ch. Leubner, M. Roth, B. Pohnert, W. Sauer,

M. Sellner, S. Unglert

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 15. Sept. 2012

Auflage 3500 Druck: Berchtesgadener Anzeiger

Der Gemeindebrief erscheint dreimal im Jahr.

Manchmal gibt es Situationen im Leben, in denen ein verschwiegenes Gespräch

hilfreich ist. Unter der kostenlosen Nummer der Telefonseelsorge

0800-1110111 (freecall) finden Sie jederzeit einen Gesprächspartner.

Impressum Herausgeber: Evang.-Luth. Kirchengemeinde Berchtesgaden

Redaktion: Marliese Kamplade, Ursula Kühlewind, Christian Leubner, Susanne Michalik, Wolfgang

Sauer (verantwortlich)

35


Musik

Das ist zunächst einmal „schwingende Luft“.

Man kann sie nicht sehen, und doch kann sie Bilder in uns hervorrufen.

Man kann sie nicht erfühlen, und doch spricht sie direkt

unsere Gefühlswelt an.

Musik hat keine Worte, und doch kann sie uns

Geschichten erzählen:

Musik kann

... Entspannung sein

... Erinnerungen wach rufen

... uns mit Menschen zusammen

bringen

... unsere ganze Konzentration

erfordern

... zum Tanzen anregen

... beruhigen

... in schwierigen Situationen

trösten und

einfach gut tun

... Lebensinhalt sein

... Völker verbinden

... in geselliger Runde zum

Fröhlichsein ermuntern

... vom Alltagstrubel ablenken

... das Leben verschönern

... ganz einfach Spaß machen

... wichtig sein wie die Luft zum Atmen

... unsere Seele berühren Simone Unglert

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