Voith Paper Technology Center - Schwäbische Post

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Voith Paper Technology Center - Schwäbische Post

Der 11. Mai 2006 ist ein

großer Tag für die Voith

AG, für die Stadt Heidenheim,

für die Region und das Land –

ein zukunftsweisender Tag aber

auch für die weltweite Papierindustrie.

Denn mit dem Paper

Technology Center (PTC), das

an diesem 11. Mai eingeweiht

wird, beginnt eine neue Epoche

des Papiermachens.

„Alles, was auf die Qualität des

Papiers und seines Herstellungsprozesses

Einfluss hat,

steht der Forschung zur Verfügung“,

sagt Dr. Hermut Kormann,

der Vorstandsvorsitzende

der Voith AG. Dieses Paper

Technology Center eröffnet den

Papiermachern vollkommen

neue Möglichkeiten – die Zukunft

des Papiers wird in Heidenheim

an der Brenz gestartet,

das Paper Technology Center

ist der Schlüssel für die Zukunft

des Paper Valley.

Millionen Euro hat die

75Voith AG in dieses Zukunftsprojekt

investiert; das ist

die höchste Summe, die das

Heidenheimer Familienunternehmen

jemals für ein Einzelprojekt

ausgegeben hat. Die

Antwort auf die Frage nach dem

warum steckt in einer grundlegenden

Voith-Philosophie: Der

Glaube an die Kraft der Innovation,

die strikte Orientierung an

den Kundenwünschen und die

Unabhängigkeit eines Familienunternehmens.

Deshalb hat Voith dieses Paper

Technology Center

nicht für sich selbst gebaut, sondern

für die Kunden, die es

benötigen, damit Voith ihre Papierwünsche

realisieren kann.

11. MAI 2006: STARTSCHUSS – DIE ZUKUNFT DES PAPIERS BEGINNT

PAPER TECHNOLOGY CENTER

11. Mai 2006

Quantensprung

Die Bedeutung des 11.

Mai 2006 für Voith, die

Region und die Papierindustrie

erklärt

Dr. Hermut Kormann

im Interview.

DER 11. MAI 2006: EIN ZUKUNFTSWEISENDER TAG FÜR DIE REGION UND DIE PAPIERINDUSTRIE

Neue Epoche des Papiermachens beginnt

Augenscheinlich wird dies dadurch,

dass in das Projekt Paper

Technology Center so renommierte

Unternehmen wie BASF,

Siemens, Omya und Cargill mit

eingebunden sind und hier mit

PTC – ein Bau der Superlative

Das Paper Technology Center der Voith AG ist in jeder Hinsicht ein

Novum: Von der Grundsteinlegung am 26. Oktober 2004 bis zur

Einweihung am 11. Mai 2006 – die Baugeschichte der Superlative.

V O I T H A G H E I D E N H E I M

3

Das Paper Technology Center

Schon von außen wird sichtbar, was im Voith

Paper Technology Center drin steckt:

Spitzentechnologie. Das PTC ist eine komplette

Papiermaschine zur realen

Produktion von Papieren und zur

Erforschung der Prozesse. 7

Paper Technology Center: Aus der Luft und mit dem Herzstück.

Voith im Verbund forschen.

Diese Forschung wird zu Qualitätssteigerungen

und Kostenreduzierungen

insbesondere der

Energiekosten bei der Herstellung

von den verschiedensten

Voith und die Papiermaschine

Bereits im Jahre 1830 arbeitete der Firmengründer Johann Matthäus

Voith zum ersten Mal bei der Herstellung einer Papiermaschine mit.

Der Blick in eine bewegte Geschichte des Papiermachens.

Land der Ideen

Die Initiative

„Deutschland – Land

der Ideen“ zeichnet

Voith am 11. Mai

2006 zum „Ort der

Ideen“ aus. 15

Verteilt in ganz Ostwürttemberg

Papiersorten führen – und damit

zu einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

aller Beteiligten.

Das Paper Technology Center

bringt des Team von Voith Paper

in die erste Startreihe.

Vom legendären „Duft des

noch feuchten Papiers“

werden sich an diesem 11. Mai

2006, an dem die Voith AG in

Heidenheim auch von der Initiative

„Deutschland – Land der

Ideen“ als einer der „365 Orte

im Land der Ideen“ ausgezeichnet

wird, viele Ehrengäste aus

Wirtschaft und Politik und vor

allem die Partner und Kunden

von Voith Paper gerne

„betören“ lassen und sie werden

einmal sagen können: „Wir waren

dabei, als die Zukunft des

Papiers begann.

6 13 4

Das PTC – auf einen Blick

Was innen steckt, sieht man schon von außen: Spitzentechnologie.

Unsere grafische Darstellung zeigt alles: Gebäude, Papiermaschine,

Stoffaufbereitung, Bürotrakt – alles auf felsenfestem Fundament.


2

Als Landrat des Landkreises

Heidenheim

danke ich nachdrücklich

dem Konzern-Vorstand

und den Gesellschaftern,

den Ingenieuren und allen

Voithianern für ihr

großartiges Engagement

und ihre Treue zum

Standort Heidenheim.

Dass die herausragende,

weltweit gefragte Voith-

Technologie nicht von

ungefähr eine einzigartige

Spitzenstellung einnimmt,

belegt das Paper

Technology Center sehr

eindrucksvoll. Rund 75

Millionen Euro werden

mit diesem Projekt in

den Heidenheimer

Stammsitz investiert und

sichern auf diese Weise

nicht nur Beschäftigung,

sondern schaffen zugleich

hochqualifizierte

neue Arbeitsplätze. Wir

alle dürfen stolz sein auf

dieses Flaggschiff, das

nicht zuletzt auch den

Namen unseres Heimatkreises

als ein ausgezeichneter

Botschafter

in die globalisierte Welt

hinausträgt.

Ich bin sicher, dass dieses

neue PTC als markante

und innovative

Ideenschmiede dem

glänzenden Ruf des Unternehmens

einen weiteren

Feinschliff geben

wird. Beispielhaft im positivsten

Sinne zeigt

Voith, dass Aufbruchsignale

nicht von selbst

PAPER TECHNOLOGY CENTER

Grußworte zur PTC-Einweihung

Nicht etwa einen

Standort in Osteuropa

oder China, sondern

Heidenheim hat die Voith

AG als Standort für sein

weltweit größtes Papierforschungszentrumgewählt.

Dies ist ein klares

Endlich ist es soweit.

Mit dem heutigen Tag

ist der Startschuss in eine

neue Ära der Papierforschung

gemacht. Das

Paper Technology Center

ist der Wunschtraum eines

jeden Papiermachers

und eröffnet uns

vollkommen neue Möglichkeiten.

Wir können

unseren Kunden im neu-

Dr. Hermut Kormann, Vorsitzender des Vorstands der Voith AG, Heidenheim

Heute ist ein großer

Tag für Voith, für Heidenheim

und für die

ganze Region Ostwürttemberg.

Mit der feierlichen

Eröffnung des Voith

Paper Technology Centers

beginnt das Herz

des Paper Valley zu

Bekenntnis zum InnovationsstandortDeutschland.

Das Familienunternehmen

Voith leistet damit

einen wichtigen Beitrag,

um die langfristige

Wettbewerbsfähigkeit

und den Erhalt von Ar-

enPapierforschungszentrum die Zukunft schon

heute zeigen. Erstmals

können wir umfassend

bis in alle Details den gesamten

Prozess der Papierherstellungerforschen.

Dieses weltweit einzigartigePapierforschungszentrum

kommt für Voith

zur richtigen Zeit. Wir

schlagen. Im Paper

Technology Center wird

am Papier der Zukunft

geforscht. Hier werden

die modernsten Papiermaschinen

der Welt entstehen.

Im Paper Valley

werden Innovationen das

Licht der Welt erblicken,

beitsplätzen in Deutschland

zu sichern. Im Papierforschungszentrum

sollen ganzheitliche,

nachhaltige und wirtschaftliche

Lösungen für

Produktionssysteme erforscht

werden. Innovati-

werden uns hier den Herausforderungen

der Papierindustrie

stellen und

an Entwicklungen arbeiten,

die den Papierherstellungsprozess

noch

wirtschaftlicher macht,

mit den Zielen, weniger

Energieverbrauch, weniger

Wasserverbrauch

und einen effizienteren

Einsatz des Faserstoffes.

die Papiermacher in der

ganzen Welt begeistern.

Es ist eine große Freude,

dass wir dieses wichtige

Zukunftsprojekt hier in

Heidenheim, wo unsere

Wurzeln sind, in so kurzer

Zeit realisieren konnten.

ve Forschung und Entwicklung

sind die Voraussetzungen

für den Erfolg

eines Unternehmens

in einer Welt, die sich rasant

verändert. Mit dem

Papierforschungszentrum

investiert Voith bei-

Günther H. Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart

Zur Einweihung des

neuen Papierforschungszentrums

der

Voith AG gratuliere ich

der Firma und allen ihren

Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern sehr herzlich.

In Heidenheim ist ein

weltweit führendes Papierforschungszentrum

entstanden. Mit einer

Investitionssumme von

rund 75 Millionen Euro

beweist das traditionsreicheFamilienunternehmen

wieder einmal

Entscheidungsfreude

und unternehmerisches

Engagement.

Das erfolgreiche

Bernhard Ilg, Oberbürgermeister der Stadt Heidenheim

Das Jahr 2006 krönt eine

bemerkenswerte

Entwicklung Heidenheims.

Wenn Voith und

die Stadt Schlag auf

Schlag das Paper Technology

Center und die

Landesgartenschau

eröffnen, liegt darin mehr

als eine nur symbolische

Bedeutung. Weil die Firma

Voith dem Standort

ihrer Gründer die Treue

hält und weil Heidenheim

sich stets den wandelnden

Bedürfnissen der

Wirtschaft anpasst, profitieren

beide Seiten von-

Unternehmen ist ein

Vorzeigebetrieb Baden-

Württembergs. Es steht

für Werte und Qualitäten,

die unser Land nach vorne

gebracht haben. 400

Patente von Voith jährlich

veranschaulichen badenwürttembergischen

Erfinder- und

Darüber hinaus werden

Papierqualitäten mit

noch besseren Eigenschaften

für den Endverbraucher

bzw. für den

Weiterverarbeiter entstehen.

Die Forderung unserer

Kunden nach neuen

und besseren Lösungen

für den Papierprozess

war noch nie so

hoch wie heute. Das Pa-

Ich glaube fest an die

Kraft der Innovation.

Voith hat in seiner langen

und erfolgreichen

Unternehmensgeschichte

als unabhängigesFamilienunternehmen

immer wieder

Technikgeschichte

Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Berlin

spielhaft in die Zukunft

des Unternehmens und

von Deutschland. Nur

durch solche Initiativen

kann Deutschland wieder

zu einem Pionierland

für Innovationen werden.

Unternehmergeist. Denn

Baden-Württemberg

steht an der Spitze, weil

unsere Unternehmen wie

die Voith AG ihr Bestes

geben, im Wettbewerb zu

bestehen und weltweit an

der Spitze zu stehen. Und

das in der internationalen

Fachwelt viel beachtete

Dr. Hans-Peter Sollinger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Voith Paper, Heidenheim

einander. Das Forschungszentrum

öffnet

Chancen für die Zukunft

unserer Stadt, die nicht

hoch genug einzuschätzen

sind.

Heidenheim strengt sich

erfolgreich und sichtbar

an, in die Rolle eines In-

per Technology Center

wird wesentlich dazu

beitragen, unsere Vision,

der Wegbereiter in der

Papierindustrie zu sein,

zu verwirklichen.

novations- und Technologiestandortshineinzuwachsen.

Die dafür erforderliche

technische,

gesellschaftliche und

ökologische Infrastruktur

bauen wir in enger Kooperation

mit der Wirtschaft

weiter aus. Ich

Hermann Mader, Landrat des Landkreises Heidenheim

kommen, sondern in den

Köpfen der Beteiligten

beginnen und von findigen

und kompetenten

Fachleuten gezielt in die

Tat umgesetzt werden.

Es erfüllt mich mit

großer Zuversicht und

mit Optimismus, dass

Voith stets den Fuß in

der Zukunft hat und diese

kraftvoll und vorausschauend

gestaltet. Mit

dieser entscheidenden

Weichenstellung, Zukunftstechnologie

bei

uns vor Ort weiterhin

massiv voranzutreiben,

gewinnt der gesamte

Landkreis Heidenheim

ein unverwechselbares

Profil und zudem eine

enorme Anziehungs-

geschrieben. Das Paper

Technology Center wird

entscheidend dazu beitragen,

die Zukunft von

Voith und die Zukunft unserer

Kunden zu sichern.

Projekt wird auch weiterhin

dazu beitragen, dass

wir unsere starke

Stellung in Wirtschaft,

Forschung und

Entwicklung werden behaupten

können.

freue mich auf weitere

Projekte, vor allem das

Veranstaltungszentrum

auf dem Schlossberg.

kraft. Dass sich diese

Entwicklung ungemein

positiv auf unsere Wirtschaftsstruktur

auswirkt

und die Wirtschaftskraft

immens stärkt, ist gerade

heute alles andere als

selbstverständlich und

verdient hohes Lob, Respekt

und Anerkennung.


PAPER TECHNOLOGY CENTER

IM INTERVIEW: DR. HERMUT KORMANN, VORSITZENDER DES VORSTANDS DER VOITH AG

Das PTC – ein Quantensprung

Voith hat in seiner langen und erfolgreichen Unternehmensgeschichte immer wieder Technikgeschichte geschrieben. Die Kraft zur Innovation

zieht Voith aus den festen Wurzeln und der Philosophie eines Familienunternehmens. „Wir freuen uns auf die Einweihung des Paper Technology

Centers, mit dem Voith seinen Beitrag zur Stärkung des Forschungsstandortes Deutschland leistet“, sagt Dr. Hermut Kormann. Mit dem Vorsitzenden

des Vorstands der Voith AG führte Winfried Hofele das nachfolgende Interview.

Herr Dr. Kormann, im Oktober

2004 erfolgte die Grundsteinlegung

für das Paper

Technology Center (PTC)

am Voith-Stammsitz in Heidenheim,

19 Monate später

wird nun das PTC offiziell

eingeweiht. Welche Bedeutung

hat dieser Tag für Voith?

Dr. Kormann: Zunächst einmal

danke ich allen, die an der Konzipierung

und der Realisierung

des Paper Technology Centers

mitgearbeitet haben. Wir haben

alle bei Voith diesem 11. Mai

2006 förmlich entgegengefiebert.

Der 11. Mai ist ein großer

Tag für Voith und ein großer

Tag für die Papierindustrie. Alle

Voithianer sind stolz auf das Paper

Technology Center, weil es

so etwas auf der ganzen Welt

nur im Paper Valley hier in Ostwürttemberg

gibt. Das Paper

Technology Center ist für Voith

und für alle Kunden, die diese

Forschungseinrichtung nutzen

werden, so hat es unser PTC-

Chef Ulrich Begemann richtig

ausgedrückt, ein Quantensprung.

In Heidenheim wurde lange

gezittert, ob Voith hier das

PTC überhaupt baut. Gab es

ernsthaft andere Standortalternativen?

Dr. Kormann: Sehen Sie, Voith

ist ein internationaler Konzern.

Von 189 selbstständigen Gesellschaften

im Konsolidierungskreis

sind am Standort Heidenheim

zwölf tätig. Von daher ist

es doch nur selbstverständlich,

wenn wir uns Gedanken über

mögliche Alternativen machen.

Wir haben, wie es bei Voith immer

Übung ist, die Entscheidung

nach Abwägung aller Argumente

getroffen. Wir haben

nichts überstürzt. Beim Paper

Technology Center handelt es

sich ja bei einem Volumen von

75 Millionen Euro um die größte

Einzelinvestition, die Voith

jemals stemmte. Nun haben die

Beschäftigten der Heidenheimer

Gesellschaften wesentlich

dazu beigetragen, dass wir sagen

konnten: Heidenheim ist der

beste Standort für das PTC. Ich

bin sehr froh darüber, dass wir

dieses Projekt hier so schnell

realisieren konnten.

Die Stadt Heidenheim und

die ganze Region freuen sich

über die Entscheidung. Das

Paper Technology Center in

Heidenheim wird als Aufbruchsignal

gesehen, als ein

beispielhaftes Bekenntnis

zum Standort Deutschland.

Dr. Kormann: Das freut uns

natürlich. Und das haben wir

auch beabsichtigt. Man spürt

diese Aufbruchstimmung auch

bei unseren Mitarbeitern. Voith

möchte seinen Beitrag zur Stärkung

des Forschungsstandorts

Deutschland leisten. Denn Erfindergeist,

Innovationskraft,

unternehmerischer Mut und

Weitsicht haben aus der kleinen

Schlosserwerkstatt, die unser

Firmengründer Johann Matthäus

Voith 1825 von seinem

Vater übernahm, eines der

großen Familienunternehmen

Europas mit einem Jahresumsatz

von über 3,5 Milliarden Euro

und mehr als 30.000 Mitarbeitern

gemacht.

Stichwort Familienunternehmen.

Voith ist bei seiner

Größe bedeutender als mancher

Dax-Konzern. Bietet

sich da beim Blick auf solche

Investitionen wie die des Paper

Technology Centers nicht

der Gang zur Börse an?

Dr. Kormann: Das ist für uns

kein Thema. In fast 140 Jahren

ist bei Voith noch nie eine Idee,

an die wir geglaubt haben, am

Geld gescheitert. Und an den

Erfolg des Paper Technology

Centers, da glauben wir ganz

fest. Aber der feste Glaube allein

reicht nicht. Die Erhaltung der

Unabhängigkeit der Voith AG

als Familienunternehmen steht

auf einer festen Grundlage: Wir

haben unsere Vorstellungen von

einer „rezessionsfesten“ Struktur

des Unternehmens mit unserer

Innovationskraft und unserer

breiten Präsenz in technisch

und regional diversifizierten

Märkten bereits weitgehend

verwirklicht – was zu einer stabilen

Umsatz-, einer guten Ertrags-

und Cashflow-Entwicklung

beiträgt.

Der Slogan von Voith lautet

Voith – Engineered reliability“.

Wie lässt sich dieses auf

das Paper Technology Center

übertragen?

Dr. Kormann: Die Märkte von

Voith, Papier, Energie, Mobilität

und Service, sind Märkte

der Zukunft. Die weltweite

Nachfrage in diesen Bereichen

wird in den nächsten Jahren stetig

weiter wachsen. Als innovatives

Unternehmen werden wir

die Entwicklung dieser Zukunftsmärkte

maßgeblich mitbestimmen.

Und zwar mit der

Leidenschaft, die Dinge zu verändern.

Die Zukunft zu gestalten,

fasziniert die Menschen bei

Voith seit Generationen. Mit

unseren Anlagen, Komponenten

und Dienstleistungen leisten

wir einen wesentlichen Beitrag

zum Erfolg unserer Kunden und

sichern damit den langfristigen

Erfolg von Voith. Die Zukunft

des Marktes Papier liegt im Paper

Valley. Hier werden wir die

Papiermaschine von morgen

entwickeln. Ganz im Sinne von

Voith – Engineered reliability.“

Sie betonen immer wieder die

Langfristigkeit. Gilt dies auch

für Kundenbeziehungen?

Dr. Kormann: Es ist keine

Floskel, sondern für unser eigenes

Wachstum ein Muss: Die

Bedürfnisse unserer Kunden

stehen im Mittelpunkt unseres

Handelns. Unsere weltweite

Präsenz und unsere Nähe zum

Kunden sind Grundlagen für eine

vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Über Generationen hinweg

wollen wir und sind wir unseren

Kunden ein zuverlässiger

Partner. Grundlage unserer Geschäftsbeziehungen

ist Vertrau-

Dr. Hermut Kormann, Vorsitzender des Vorstands der Voith AG.

en. Dieses Vertrauen wollen wir

bei jedem Auftrag neu rechtfertigen.

Der Lohn für uns: dynamisches

Wachstum und stabile

Erträge.

Gibt’s auch im Paper Technology

Center Partnerschaften?

Dr. Kormann: Andere Kollegen-Firmen,

die mit uns der Papierindustrie

dienen, leisten wesentliche

Beiträge zur Ausrüstung

dieses Paper Technology

Centers. Ich will vor allem die

Beiträge von BASF, Omya und

Siemens hervorheben. BASF

liefert die Chemikalien für die

Herstellung und Veredelung

von Papier und Karton, Omya

die Füllstoffe, Pigmente sowie

chemische Additive für das Füllen

und Streichen von Papier,

Siemens stellte die Antriebe für

unsere Anlage.

Wie viele Mitarbeiter werden

im Paper Technology Center

beschäftigt sein?

Dr. Kormann: 140.

Wie wird die weitere Entwicklung

der Arbeitsplatzsituation

im Paper Technology

Center und in Heidenheim

sein?

Dr. Kormann: Im letzten Jahrzehnt

sind die Arbeitsplätze in

den Entwicklungsbereichen in

allen Geschäften in Heidenheim

beträchtlich gewachsen. Ich gehe

davon aus, dass dies auch in

Zukunft so bleiben wird.

Hat Voith Probleme, ausreichend

qualifizierte Mitarbeiter

zu bekommen?

Dr. Kormann: Hochqualifizierte

Ingenieure finden bei Voith

immer spannende Aufgaben.

Voith ist ein attraktiver Arbeitgeber.

Dies wurde kürzlich in einer

Untersuchung des renommiertenBeratungsunternehmens

Hewitt bestätigt. In dieser

Untersuchung wurde nach den

attraktivsten Arbeitgebern für

Führungskräfte in Europa gefragt.

Neben BMW, Lufthansa

und Degussa konnte sich Voith

unter den 10 Besten in ganz Europa

platzieren. Das Voith-Leadership-Konzept,

das weltweit

in unserem Konzern verfolgt

wird, ist ein Element für diese

hervorragende Platzierung. Das

Ergebnis ist, dass in der oberen

Führungsebene des Konzerns

praktisch alle frei werdenden

Stellen mit internen Kandidaten

besetzt werden können. Zur Gewinnung

qualifizierter Mitarbeiter

arbeitet Voith in ganz Europa,

den USA und Kanada mit

renommierten Hochschulen zusammen.

Und das Voith Projektmanagement

Institut ermöglicht

eine maßgeschneiderte

Fortbildung für Projektmanager

3

bei Voith und liefert gleichzeitig

einen Qualitätsnachweis für die

Kunden. Voith war außerdem

im Jahr 2005 maßgeblich an der

Gründung der internationalen

Schule in Ulm beteiligt. Diese

Einrichtung erleichtert den

Mitarbeiteraustausch zwischen

den Voith-Unternehmen außerhalb

Deutschlands und dem

Standort Heidenheim und fördert

die Rekrutierung internationaler

Fach- und Führungskräfte.

Auch bei der Ausbildung geht

Voith besondere Wege.

Dr. Kormann: Hanns Voith,

der die Geschicke unseres Unternehmens

in den Jahren nach

dem Zweiten Weltkrieg leitete,

konstatierte schon in den 50er-

Jahren eine Bildungslücke bei

den Schulabgängern, die zu

Voith kamen. Deshalb realisierte

er ein spezifisches Bildungskonzept,

nach dem Kunstunterricht

und Kulturprojekte zum

Bestandteil der Ausbildung bei

Voith gehören.

Voith unterstützt die „Wissensfabrik

Deutschland“ und

hat sich der Initiative

„Deutschland – Land der

Ideen“ angeschlossen. Welche

Überlegung steckt dahinter?

Dr. Kormann: Aufgrund der

überragenden Bedeutung der

Innovationsfähigkeit für Voith

und für Deutschland unterstützt

Voith die Wissensfabrik. Ziel

dieses Zusammenschlusses von

über 30 Unternehmen ist es, mit

Initiativen an Kindergärten und

Schulen sowie mit Programmen

für Existenzgründer Bildung,

Erfindergeist und Unternehmertum

in Deutschland nachhaltig

zu stärken und Technikbegeisterung

bereits bei Jugendlichen

zu wecken. Die Initiative

„Deutschland – Land der Ideen“

macht im Jahr der Fußball-

Weltmeisterschaft 2006 weltweit

Werbung für die Ideenschmiede

Deutschland. Voith als

Weltunternehmen braucht ein

offenes, modernes Bild über

Deutschland in der Welt und

unterstützt deshalb diese Initiative,

weil der Imagegewinn unseres

Landes in jedem Fall auch

Voith zu Gute kommt.

Herr Dr. Kormann, herzlichen

Dank für das Gespräch.


4

PAPER TECHNOLOGY CENTER

5


6

Am 26. Oktober 2004 wurde

auf dem Werksgelände

von Voith der Grundstein

für das Paper Technology Center

gelegt. Vorstandsvorsitzender

Dr. Hermut Kormann

sprach dabei nicht nur von der

größten Investition der Voith-

Firmengeschichte, sondern versprach

das „größte und

modernste Papierforschungszentrum

der Welt“.

Ein Superlativ, der im wahrsten

Wortsinn nicht unbegründet

bleiben sollte. Tatsächlich verging

fast der ganze Winter

2004/2005 mit den Vorbereitungen,

um dem PTC einen

guten Grund zu bieten. Für die

extrem sensible Versuchspapiermaschine

war ein äußerst stabiles

und vibrationsfreies Fundament

nötig – und das auf einem

Gelände, das zwar von der felsigen

Alb umgeben ist, jedoch in

einem ausgeschwemmten Flusstal

mit relativ weichem Boden

liegt. Die Konsequenz: Das

PTC wurde eine Pfahlgründung

in XXL. Ab Februar (bei bis zu

15 Grad Minus) wuchteten die

Rammen Betonpfähle in den

Brenztalboden – bis sechs Meter

tief und kilometerweit hörbar.

Im späteren PTC durften die

Bodenplatten nicht einmal um

Millimeterbruchteile absinken.

Im Frühjahr 2005 begannen

dann die eigentlichen Hochbauarbeiten

an den drei Gebäudeteilen

des PTC: Der

großen Papiermaschinenhalle,

der Halle für das Fiberdesign

und dem markanten Bürobereich.

Die Hallen und den futuristischen

Bürotrakt entwarf der

Gerstetter Architekt Heinz-Jörg

PAPER TECHNOLOGY CENTER

DAS PAPER TECHNOLOGY CENTER IST FEST GEMAUERT IN GUTER HEIDENHEIMER ERDEN:

Das Gebäude – ein Superlativ

Betonskelett in XXL.

Als der Untergrund für das Paper Technology Center zementiert war: Die Geschichte des Hochbaus vom Frühjahr 2005 bis zur Fertigstellung im Zeitraffer.

Grundsteinlegung (v. l.) Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg, Voith Paper-Chef

Dr. Hans-Peter Sollinger, Voith-Vorstandsvorsitzender Dr. Hermut Kormann.

Auf felsenfesten Grund gebaut.

Hüper, die Oberbauleitung hatte

die Firma Schuster Engineering

und ans Werk gingen Mitarbeiter

der Bauunternehmen

Züblin/Glass.

Allein die Papiermaschinenhalle

beeindruckt

durch ihre gewaltigen

Ausmaße: Die Heimat der Versuchspapiermaschine

VPM 6 ist

115 Meter lang, bis zu 42 Meter

breit und 28 Meter hoch. Noch

gewaltiger werden die Zahlen,

wenn man alle Gebäudeteile zusammennimmt:

900 Tonnen Betonstahl

wurden verbaut, 9800

Kubikmeter Ortbeton und noch

einmal 1400 Betonfertigteile –

aus diesem Material hätte man

150 Einfamilienhäuser bauen

können. Und auch über der Bodenplatte

war höchste Stabilität

gefragt: In der Papiermaschinenhalle

sollen tonnenschwere

Module an Deckenkränen

schweben, um die Versuchspapiermaschine

immer wieder

neu konfigurieren zu können.

Die Arbeiten wurden in hohem

Tempo vorangetrieben: Bis zu

90 Mitarbeiter der Baufirmen

arbeiteten sechs Tage in der

Woche an den Gebäuden. Mitte

Juni 2005 wurde Richtfest gefeiert,

Ende Juli wurden die Rohbauarbeiten

abgeschlossen – die

komplizierten Bodenplatten gar

drei Wochen früher als geplant.

Unmittelbar im Anschluss wurde

mit den Vormontagen für die

Versuchspapiermaschine VPM

6 begonnen. Deren Montage

begann im September 2005 und

war im Januar 2006 abgeschlossen.

Im März dieses Jahres begannen

die ersten Versuche im

PTC – gerade 14 Monate nach

dem Beginn der Bautätigkeiten.

Für rund 75 Millionen Euro ist

die weltweit erste komplette Papierproduktionsanlage

im Maßstab

eines Technikums realisiert

worden. Und Voith ruht sich auf

seinen Lorbeeren nicht aus: Von

Anfang an hat man beim PTC

die Möglichkeit für Erweiterungen

eingeplant.

Hat alles im Griff: Projektleiter Jörg Wilhelm.


PAPER TECHNOLOGY CENTER

ARCHITEKT HANS-JÖRG HÜPER MACHTE DIE SPITZENTECHNOLOGIE SICHTBAR:

„Die Gebäudemaschine“

Für die Entwürfe der Gebäude

des Paper Technology

Centers zeichnet Dr.

Heinz-Jörg Hüper verantwortlich.

Für den Architekten aus

Gerstetten stand eines im Vordergrund:

„Das neue Gebäude

beherbergt modernste Spitzentechnologie.

Unser oberstes Ziel

war es, sie für alle Besucher, aber

auch für die Passanten und Betrachter

sichtbar und erlebbar zu

machen“.

Hüper schuf einen gewollten

Kontrast: Die riesige Papiermaschinenhalle

wurde zum stark

reduzierten Kubus und damit

zum Hintergrund – eine Bühne,

vor der der Architekt das davor

gestellte Wartengebäude auftreten

lässt. Und das ist in der

Form umso ungewöhlicher.

„Das vorderste Gebäude ist das

Nervenzentrum der Anlage, es

beherbergt Schaltwarten, Kundenbereiche,

Büros und Konferenzräume“,

erklärt Hüper.

Für die ungewöhnliche Gestaltung

griff der Architekt denn

WAS IST EIGENTLICH EIN PAPER TECHNOLOGY CENTER?

7

auch auf das Zentrum, das Herzstück

des PTC zurück: Der

Bürobau wurde einer Papiermaschine

nachempfunden, wurde

zur Aufsehen erregenden „Gebäudemaschine“.

Der Papierlauf über die Rollen

des „Nassbereichs“ bestimmte

die Form des Daches, an der

Stelle, an der im Stoffauflauf der

Ausfgangsstoff in die Maschine

kommt, betritt man das Gebäude.

Und auch Fenster und Glaselemente

ahmen die Rollen einer

Papiermaschine nach und

sind farblich akzentuiert.

Ein auffälliges, dynamisches und

hell verkleidetes Gebäude vor

dem großen, ruhigen und dunklen

Hintergrund der Papiermaschinenhalle

– für Architekt

Hans-Jörg Hüper soll dieser

Kontrast auch ganz praktischen

Nutzen haben:

„Das Wartengebäude dominiert

den ganzen Vorbereich, Besucher

werden weniger durch

Schilder als durch die Architektur

geführt.“

Eine Papierfabrik zum Forschen

Die Frage klingt simpel,

hat es aber in sich: Was

ist eigentlich ein Paper

Technology Center? Nicht

mehr und nicht weniger als eine

komplette Papierfabrik zu Forschungszwecken.

Auch diese

Antwort klingt simpel – und

auch sie hat es in sich.

Erstmals kann man im Paper

Technology Center den kompletten

Ablauf der Papierherstellung

unter realitätsnahen

Umständen nachvollziehen. Das

beginnt bereits mit dem Rohstoff,

also den Faserstoffen und

dem Altpapier, der fast die Hälfte

der Herstellungskosten von

modernen Papieren ausmachen

kann: Frühere Versuchsmaschinen

mussten mit den jeweils gegebenen

Rohstoffen arbeiten,

im PTC hingegen gibt es eine

„Fiberdesignanlage“, in der man

schon mit den Faserstoffen experimentieren

kann, um eine

optimale Abstimmung zu erzielen.

Für den eminent wichtigen

Rohstoff gibt es ein komplettes

Nebengebäude, in dem neben

Behältern für bis zu 1000 Kubikmeter

Faserstoffe auch Anlagen

vom Reiniger bis zur Refinerstraße

die komplette Stoffversorgung

einer ganzen Reihe von

Papierfabriken nachahmen.

Hier kann Voith erforschen, wie

sich die Reißfestigkeit und Bedruckbarkeit

von Papieren

schon vor der Papiermaschine

verbessern lassen.

Architekt Hans-Jörg Hüper machte von außen sichtbar, was im Paper Technology Center steckt: Spitzentechnologie.

Am 4. Juli 2005 begann die Vormontage

der Versuchspapiermaschine

VPM 6 – auf den gewaltigen

Fundamentpfählen wurden

die Fundamentschienen befestigt.

Auf ihnen muss die Papiermaschine

felsenfest stehen:

Trotz der enormen Massen, die

beim rasenden Lauf der Maschine

bewegt werden, darf eine Papiermaschine

nicht einmal in die

kleinste Unruhe geraten. Um so

anspruchsvoller, wenn diese Anlage

auch noch aus Teilen bestehen

soll, die sich untereinander

tauschen lassen: Modulrahmen

und Fahrschienen mussten installiert

werden, ehe man im

September 2005 mit der Montage

der eigentlichen Papiermaschine

beginnen konnte.

Bei der VPM 6 kommt es nicht

auf eine möglichst große Produktion

an – bei Voith hat man

darum in der Breite gespart:

„Richtige“ Papiermaschinen für

die Produktion erzeugen heute

bis zu zehn Meter breite Papierbahnen,

aus der VPM 6 schießen

gerade mal 80 Zentimeter breite

Bahnen. Doch auf die Breite

kommt es nicht an: Wichtiger

ist, dass das Papier den kompletten

Produktionsweg nimmt –

und dass an der Maschine geforscht

werden kann.

Um den ungeheuren Fortschritt,

den die VPM 6 im neuen

Paper Technology Center mit

sich bringt, wirklich verstehen

zu können, muss man wohl

tatsächlich Papierforscher sein.

Doch schon ein Vergleich einiger

Eckdaten lässt den Stand der

Weiterentwicklung erkennen:

Die alte Versuchspapiermaschine

VPM4 war in der Lage, täglich

bis zu 4 Tonnen Faserstoffe

zu verarbeiten – typischerweise

sechs Stunden lang. Die VPM 6

schafft dagegen in zehn Stunden

bis zu 20 Tonnen.

Neben der Geschwindigkeit der

Produktion, die sich von 2100

auf 3000 Meter in der Minute

steigerte, ist der größte Trick

der VPM 6 ihre „Modularität“:

Nahezu jedes Bauteil der fast

100 Meter langen Maschine

lässt sich austauschen, und das in

für bisherige Verhältnisse ungeheuer

kurzer Zeit:

Dauerte beispielsweise die Umrüstung

von einer einzelnen auf

eine doppelte („Tandem“) NipcoFlex-Presse

früher bis zu sechs

17. März 2006, 16.27 Uhr: „Papier am Roller“. Das PTC-Team feiert den großen Augenblick.

Wochen, so ist dieser Umbau

heute in vier Tagen zu bewerkstelligen

– auch ein Ergebnis all

jener Fundamentschienen und

Kräne, die es erlauben, in kürzester

Zeit auch tonnenschwere

Bauteile hochpräzise in die Maschine

einzubauen – im PTC

spricht man sogar von einem

„Modulbahnhof“, in dem die einzelnen

Bauteile ähnlich wie in einem

Verschiebebahnhof zusammengestellt

werden können.

Freilich kann man hier nicht einfach

einkuppeln: Stimmen auch

nur Millimeter nicht, reißt die

Papierbahn bei ihrer Produktion

im Autobahntempo immer wieder

ein – die Details der Modultechnik

gehören denn auch zu

den streng gehüteten Betriebsgeheimnissen

im PTC.

Im Februar 2006 regte sich die

VPM 6 zum ersten Mal und im

März war es soweit: „Papier am

Roller“ hieß es, als erstmals eine

komplette Papierbahn aus der

Anlage schoss und mit „sehr guter

Qualität“ (Aussage der strengen

Prüfer) die Montage beendete.

Die VPM 6 kann ihre Arbeit

aufnehmen.


8

DIE VPM 6 IM PAPER TECHNOLOGY CENTER IST WELTREKORDREIF:

Extrem schnell und sauber

Besonders viel Papier muss

die VPM 6 bei gerade 120

Zentimetern Siebbreite

nicht produzieren. Doch neben

der Forschung am Papier zählt

hier besonders die Geschwindigkeit

– und da ist die VPM 6

weltrekordreif: Die schnellsten

Papiermaschinen der Welt stellen

grafische Papiere zurzeit mit

gut 1900 Metern in der Minute

fertig. Eine beeindruckende Geschwindigkeit

– um so mehr, da

viele der aktuellen laufenden Papiermaschinen

es mit Geschwindigkeiten

von unter 1000 Metern/Sekunde

bewenden lassen.

Doch die VPM 6 fährt bereits

heute in einer ganz anderen Liga:

Bereits bei den ersten Versuchen,

quasi „im ersten Gang“,

kam die Maschine auf über 1200

Meter pro Minute, schon eine

Woche später konnte die Anlage

2000 Meter pro Minute „wegfahren“,

wie die Experten sagen.

Und ausgelegt ist die VPM 6

schon heute auf Geschwindig-

PAPER TECHNOLOGY CENTER

PAPER TECHNOLOGY CENTER ERFÜLLT KUNDENFORDERUNGEN:

Innovationen senken Kosten

Vor 125 Jahren hat Voith

seine erste komplette Papiermaschine

verkauft.

Und schon vorher wird Voith

Papierforschung betrieben haben.

Heute stammt ein Drittel

des weltweit produzierten Papiers

aus Voith-Papiermaschinen,

und die Grundlage der oft

seit Generationen bestehenden

Partnerschaften zwischen Voith

und den Papierherstellern liegt

nicht allein in Beständigkeit und

Vertrauen, sondern eben auch in

einer ungebrochenen Folge teils

bahnbrechender Innovationen

in der Papierproduktion.

Voith produziert und forscht seit

jeher in allen Bereichen der Papierherstellung

– und die reicht

noch weit über die Rollen einer

Papiermaschine hinaus: Schon

im Vorfeld ist die Zusammensetzung

von Holzstoffen und Zellstoffen

mit dem (immer größer

werdenden) Altpapieranteil eine

Wissenschaft für sich – nach der

sogenannten Stoffaufbereitung

Eine Tuchwalze – Prozessoptimierung im PTC.

wird das Papier nicht allein mechanisch

erzeugt, sondern auch

mit Füllstoffen und Chemikalien

behandelt. Das fertige Papier

wird abschließend trickreich geglättet

(kalandriert) oder mit

Streichfarben überzogen. Die

tonnenschweren Glättzylinder,

Siebe und Walzenbespannungen

sind parallel dazu ebenso gefragt

wie der Bereich der Automation

und das komplette „Finishing“,

also das Kalandrieren, Schneiden

und Verpacken der Papierrollen.

Weltweit ist Voith Paper mit seinen

Papieren vertreten – und allein

für seine Divisionen gibt es

neun Standorte: In Heidenheim

geht es um grafische Papiere,

hier steht die Zentrale und hier

wird die Automation weiterentwickelt.

Papiermaschinen für

Kartonagen und Verpackungen

werden in St. Pölten in Österreich

entwickelt, für Stoffaufbereitung

und Spezialpapiere geht

es nach Ravensburg, Bespannungen

und Rolls kommen aus

Pfullingen und für das Finishing

ist man in Krefeld zuständig. Für

die grafischen Papiere wollte

Voith alle diese Bereiche nun

erstmals zusammenführen – und

angesichts so vieler Aufgaben

war der Titel keine Übertreibung:

Ein Paper Technology

Center sollte entstehen.

Für Voith bestand Bedarf: Seit

Jahren ist die Druckindustrie

und mit ihr auch die Papierindustrie

von einem enormen

Kostendruck gebeutelt. Papierhersteller

fordern zunehmend

umfassende Innovationen zur

Kostenreduzierung, gleichzeitig

wird in den Papierfabriken selbst

kaum noch geforscht. Risiken

kann und will die Branche aber

auch nicht mehr eingehen. Im

Die VMP 6 im Paper Technology Center – fünfmal schneller als die schnellsten Sprinter der Welt.

Diese Papiermaschine von Voith steht im Werk Hürth von Rheinpapier in Köln.

Klartext: Wer eine Papiermaschine

kauft, erwartet bahnbrechende

Neuerungen, die aber

sowohl perfekt erforscht und

ausgereift als auch sofort in die

Produktion zu implementieren

sind.

So vielen Ansprüchen kann man

nur mit umfassender Forschung

begegnen. Die Idee des PTC

keiten bis zu 3000 Metern in der

Minute. Dieser Weltrekord unter

den Papiermaschinen bedeutet,

dass das Papier mit fantastischen

180 Stundenkilometern

aus der Anlage schießt. Selbst

bei den zierlichen Bahnbreiten

der VPM 6 würde das fast eine

Tonne Papier in der Stunde bedeuten.

Die VPM 6 würde dabei

auch jeden olympischen Rekord

brechen: Mit 50 Metern in der

Sekunde läuft sie fünfmal

schneller als die schnellsten

Sprinter der Welt.

Keineswegs am Rande steht bei

Voith, dass das Paper Technology

Center nicht nur einzigartig

und schnell, sondern auch extrem

sauber ist. In der einst auch

von extremem Wasserverbrauch

geprägten Papierbranche setzt

das Wassermanagement des

PTC weltweit neue Maßstäbe:

Eine Vielzahl von Filtern entfernt

aus dem Wasser alle Füllund

Feinstoffe, die man braucht,

um eine möglichst glatte Papier-

Voith Paper Technology

Eine Sonderbeilage von

• Heidenheimer Zeitung

• Heidenheimer Neue

Presse

Schwäbische Post Aalen

• Gmünder Tagespost

• Wirtschaft Regional

in Zusammenarbeit mit

der Voith AG, Heidenheim

Verlage:

• SDZ Druck und Medien

GmbH & Co. KG, Aalen

• Heidenheimer Zeitung

GmbH & Co. KG,

Heidenheim

Impressum

war quasi eine kleine Papierfabrik,

in der man eine realitätsnahe

Produktion mit einem weltweit

einzigartigen Kompetenznetzwerk

sowie der Möglichkeit

verbinden wollte, in einer Versuchspapiermaschine

durch

schnelle Umbauten quasi sofort

das Maschinenkonzept zu ändern

und zu vergleichen.

Ein Voith-Papierforscher

oberfläche zu erzeugen. Und die

Filter tun dies so gut, dass man

das Wasser nicht nur erneut in

die Produktion schicken, sondern

wahrscheinlich sogar trinken

könnte. Ebenfalls extrem

umweltfreundlich ist ein guter

Teil der Energieversorgung:

Das Paper Technology Center

liegt direkt neben dem großen

Blockheizkraftwerk des Voith-

Werks. Und die dort ohnehin

anfallende Wärme kann direkt

für die Stoffaufbereitung und die

Heizung der Glättzylinder abgezweigt

werden.

Redaktion:

Winfried Hofele

Dr. Hendrik Rupp

Anzeigen:

Werner Gnieser

Eberhard Looser

Druck:

SDZ Druck und Medien

GmbH & Co. KG

Bahnhofstraße 65

73430 Aalen

Auflage:

100 000 Exemplare


PAPER TECHNOLOGY CENTER

DIE STANDORTFRAGE DES PAPER TECHNOLOGY CENTERS WURDE AM ANFANG HEFTIG DISKUTIERT:

Der Weg ins Paper Valley

Im Frühjahr 2003 fiel bei

Voith die Entscheidung für

die größte Forschungsinvestition

der Firmengeschichte –

das Paper Technology Center.

Bis zu 50 Millionen Euro waren

seinerzeit im Gespräch, mittlerweile

sind die Investitionen auf

gut 75 Millionen Euro gestiegen.

Dass das PTC am Voith-

Stammsitz Heidenheim und

dort auf dem Werksgelände entstanden

ist, war jedoch keineswegs

selbstverständlich. Zwar ist

die Forschung für grafische Papiere

seit jeher an der Brenz ansässig,

doch die Forschung für

Kartonagen und Verpackungen

befindet sich im österreichischen

St. Pölten – und auch die

Heidenheimer Partnerstadt hatte

großes Interesse an der Weltneuheit.

Fast noch stärker

machten Standorte in den neuen

Bundesländern von sich reden:

Im Großraum Dresden versprach

man Voith Subventionen

in zweistelliger Millionenhöhe,

auch die Europäische Union

hätte die Ansiedlung dort weit

massiver unterstützt als in Baden-Württemberg.

Im Spätherbst 2003 wurde die

Standortfrage mit einer Debatte

über die Stärkung des Standortes

Heidenheim verbunden. An

NICHT VON PAPPE:

Geschichte

des Papiers

Die Kunst des Papiermachens

wurde vor rund

2000 Jahren in China

erfunden: Aus dem Jahr 105

nach Christus ist die erste „Anleitung“

zum Papiermachen

überliefert. Von China aus gelangte

das Papier dann über den

Mittleren und Nahen Osten bis

nach Europa – ab 1140 wurde in

Spanien Papier gemacht, 1390

nahm die erste Papiermühle

Deutschlands in Nürnberg die

Arbeit auf.

Bis in die Neuzeit wurde Papier

vor allem aus alten Textilien hergestellt:

Zerstampfte „Haderlumpen“

wurden mit Sieben aus

Bütten geschöpft.

Mit der Erfindung des Buchdrucks

stieg auch der Bedarf an

Papier extrem an: Ab 1680 wurden

erstmals Maschinen zur

Aufbereitung der Textilfasern

eingesetzt, 1799 begann mit

dem mechanischen Sieb der

Weg zur Papiermaschine.

Im 19. Jahrhundert wurde klar,

dass der explodierende Papierbedarf

nicht mehr mit einer

Herstellung aus Textilfasern zu

decken war. Angesichts dieser

Krise entwickelte der sächsische

Weber Friedrich Gottlob Keller

die Idee, es wie die Wespen zu

machen und aus feinem Holzbrei

Papier herzustellen. Keller

verkaufte sein Verfahren des

Holzschliffs an den Heidenheimer

Papiermacher Heinrich

Voelter, der das Verfahren mit

Johann Matthäus Voith zur

Vollendung brachte.

Der Papierbedarf stieg ständig

weiter, Papier wurde zum Gegenstand

es Alltags, vom Toilettenpapier

(ab 1871, USA) bis zur

Milchtüte (1906, USA). Heute

verbrauchen wir pro Kopf und

Jahr durchschnittlich über 330

Kilogramm Papier und Karton,

die Branche kennt über 5000

Papiersorten als Basis für hunderttausende

Papierprodukte.

Papier zählt dabei neben Metallen

zu den am meisten wiederverwerteten

Rohstoffen: Die

Rücklaufquote liegt bei rund 75

Prozent – drei von vier Blättern

Papier kommen bildlich gesprochen

ins Altpapier und werden

wieder zur Papierherstellung

verwendet. Altpapier stellt bis zu

zwei Drittel des Rohstoffs in den

modernen Papierfabriken, viele

Schreib- und Zeitungspapiere

sind seit Jahren zu 100 Prozent

aus Altpapier. In den Papierfabriken

wird heute für ein Blatt

Papier nur noch 33 Prozent der

Energie benötigt, die 1955 verbraucht

wurde.

Bis in die Neuzeit wurde Papier aus „Haderlumpen“

hergestellt, die mit Sieben aus Bütten geschöpft wurden.

dessen Ende stand ein Kompromiss

zwischen den Beteiligten:

Die Voith-Belegschaft verzichtete

auf freiwillige Zulagen in

Millionenhöhe und sicherte

noch mehr Flexibilität bei der

Arbeitszeit zu, im Gegenzug sicherte

der Konzern die Arbeits-

plätze – und gab seine Zusage,

das PTC in oder um Heidenheim

zu bauen. Der Grundsatzentscheidung

folgten noch

Monate der genauen Standortsuche:

Gut möglich wäre gewesen,

dass Voith das PTC vor den

Toren Heidenheims gebaut hät-

te: Wasser und Abwasser galten

als ebenso wichtig wie Energie,

hinter den Kulissen rechneten

sich die Experten über Bau- und

Folgekosten die Köpfe heiß.

Im April 2004 fiel dann die letzte

Entscheidung: Voith gab bekannt,

das PTC auf dem Werks-

9

gelände zu errichten – unmittelbar

neben dem dortigen Blockheizkraftwerk.

Im Süden des

Voith-Areals wurde dann im

Oktober 2004 der Grundstein

für das PTC gelegt – und damit

der Grundstein für das „Paper

Valley“.

Das ging ruck-zuck: Erde ausgehoben, Rohbau hingestellt – fertig.


10

ÜBER GENERATIONEN GEWACHSENE KUNDENBEZIEHUNGEN SIND BASIS DES ERFOLGS:

Mit einem Umsatz von

1,733 Milliarden Euro im

Geschäftsjahr 2004/05 und mit

über 10 000 Beschäftigten ist

Voith Paper der größte Bereich

innerhalb des Voith-Konzerns

und gleichzeitig eines der weltweit

führenden Unternehmen

in der Papiertechnologie. 30

Prozent des weltweit produzierten

Papiers wird heute auf

Voith-Papiermaschinen hergestellt.

Voith Paper ist Prozessund

Servicelieferant für Kunden,

zu denen oftmals über Generationen

gewachsene und auf

Vertrauen basierende Geschäftsbeziehungen

bestehen.

Voith Paper liefert anwendungsspezifische

Systeme, Komponenten

und Dienstleistungen,

die für die Kunden von enormer

Bedeutung und großem Wert

sind. Der Konzernbereich hat

sich aus den traditionellen Wurzeln

in Deutschland heraus zu

einer multikulturellen, weltweiten

Organisation entwickelt.

Eigene Forschung, Entwicklung

und anwendungsspezifische

Ausführungen sind Grundlage

für die stetige Expansion und für

eine ununterbrochene Folge

von bahnbrechenden Innovationen.

Als Prozess- und Service-

Lieferant steht Voith Paper für

neue Anlagen, Umbauten, Produkte

und Service für grafische

Papiere, Karton-, Verpackungsund

Spezialpapiere.

Schon im Geschäftsjahr 04/05

gingen einige interessante Neuanlagen

zu Voith Paper. Zum

Beispiel eine Produktionslinie

für Zeitungsdruckpapiere für

den langjährigen chinesischen

Kunden Shandong Huatai Paper

und im Geschäftsbereich

Karton/Verpackung Aufträge

aus Pakistan und China.

Für dieses Jahr geht man bei

Voith Paper davon aus, dass sich

die Marktbelebung fortsetzt.

Die Nachfragen nach Neuanlagen

ziehen bereits wieder an.

Und das Umbaugeschäft wird

weiter ausgebaut.

Mit dem neu entwickelten Angebot

„Rebuilds@Voith – maßgeschneiderte

Umbauten für

mehr Effizienz“ hat Voith Paper

die Stellung im Markt für Umbauten

gestärkt und bereits gute

Erfolge erzielt. Aufträge kamen

zuletzt unter anderem aus

Schweden, Frankreich, den

USA, Italien, Deutschland und

China. „Rebuilds@Voith“ bündelt

die Erfahrungen der Voith-

Paper-Spezialisten und bietet

den Kunden einen maßgeschneiderten

Umbau aus einer

Hand. Das Ergebnis: Die deutliche

Verbesserung der Effizienz

der umgebauten Maschine und

damit die langfristige Sicherung

der Wettbewerbsposition. Der

Fokus auf Umbauten ergibt sich

aus der Marktsituation: Es gibt

eben ein großes Segment von

Anlagen, die erneuert, modernisiert

und erweitert werden müssen.

Ein typisches Bespiel: die

PM 6 in Maxau. „Perfect Fit“

schaffte Voith Paper hier eine

maßgeschneiderte Umbaulösung:

Die Arbeitsbreite wurde

vergrößert, die Jahresproduktion

verdoppelt und das alles bei

einer Stillstandzeit von nur 75

Tagen.

Sehr rund läuft momentan auch

das Service- und Bespannungsgeschäft.

Voith Paper Fabrics ist

in Asien, in Europa und dem

nach wie vor größten Markt für

Bespannungen, den USA, auf

hohem Niveau erfolgreich. Bei

Voith Paper Rolls trägt die seit

drei Jahren vorangetriebene Fokussierung

auf das Kerngeschäft

„rund um die Walze“ Früchte.

Innovationen

Innovationen sichern auch bei

Voith Paper die Zukunft und

die Wettbewerbsfähigkeit. Mit

„ReleasePlus, Bahnführungselemente

für höhere Geschwindigkeiten“

kann die Bahnstabilität in

der Trockenpartie von Verpackungspapieranlagensignifikant

verbessert werden. Die

Maschine kann deutlich schneller

und effizienter betrieben werden.

Außerdem wurde die neue

PrintForm-H-Serie von Print-

Form EX für grafische Papiere

sowie der MultiForm V für

Verpackungspapiere erfolgreich

am Markt eingeführt. Der

Vorteil dieser neuen Formiersiebgeneration:

bessere Papierqualität

und höhere Produktivität

der Papiermaschine.

Mit der revolutionären

Schleiftechnologie „Virtual Reference

Grinding“ können Krepp-

PAPER TECHNOLOGY CENTER

Voith Paper – Prozess & Service

Papiermaschine in Maxau

Geschäftsführer Voith Paper (v. l.):

• Rudolf Estermann, Papiermaschinen Karton/Verpackung

• Andreas Endters, Rolls

• Dr. Roland Münch, Automation

• Kurt Brandauer, Papiermaschinen Grafisch

• Thomas Koller, Finishing

• Bertram Staudenmaier, Fabrics/Rolls

• Dr. Hans-Peter Sollinger, Vorsitzender der Geschäftsführung

• Norbert Nettesheim, Finanzen & Controlling

• Dr. Lothar Pfalzer, Fiber Systems

und Glättzylinder ohne umständlichen

Ausbau geschliffen werden.

Das Ergebnis: eine erhebliche

Reduzierung der

Stillstandzeiten.

„FeltView“, ein Gemeinschaftsprodukt

von Voith Paper

Automation und Voith Paper

Fabrics, ermöglicht die Online-

Messung der Pressfilze und bietet

die Voraussetzungen zur

optimalen Einstellung der

Pressenpartien und der

Filzwechselintervalle.

Ein Mitarbeiter von Voith Paper bei der Qualitätskontrolle.


PAPER TECHNOLOGY CENTER

DIE DIVISIONEN VON VOITH PAPER:

Sieben Mal prozessorientiert

Stoffaufbereitung

• Altpapierstoffaufbereitungsanlagen

inkl. Deinking

• Primärfaser-Stoffaufbereitungsanlagen

• Einzelkomponenten

• Engineering

• Beschickungs-, Förder- und

Entsorgungssysteme

Finishing

• Kalander

• Rollenschneider

• Rollentransport

• Rollenverpackung

• Bahnüberführung

Grafische und Spezial-

Papiermaschinen

• Zeitungsdruckpapier

• Ungestrichenes holzhaltiges Papier

• Gestrichenes holzhaltiges Papier

• Ungestrichenes holzfreies Papier

• Gestrichenes holzfreies Papier

• Spezialpapiere

Rolls

• Walzenbezüge

• Walzenservice

• Ersatzwalzen

• Mill Service

Karton & Verpackung

Papiermaschinen

• Wellpappe

• Liner board

• Gestrichener Karton

• Sackpapier

• Faltschachtelkarton

• Weißgedeckter Liner

• Flüssigkeitskarton

Automation

• Maschinennahe Steuerung

• Prozessleitsystem

• Qualitätsleitsystem

• Informationssystem

Fabrics/Bespannungen

• Formiersiebe

• Nassfilze

• Trockensiebe

• Pressbänder

11


12

Der Vorstand der Voith AG

Dr. Hermann Jung

Finanzen und Controlling

Bertram Staudenmaier

Voith Paper

Dr. Hubert Lienhard

Voith Siemens Hydro

Dr. Hermut Kormann,

Vorsitzender des Vorstands

Peter Edelmann

Voith Turbo

Dr. Hans-Peter Sollinger

Voith Paper

Martin Henrici

Voith Industrial Services

PAPER TECHNOLOGY CENTER

UNTERNEHMENSPORTRÄT:

Voith AG

Es begann mit einem kleinen

Handwerksbetrieb in

Heidenheim. Fünf Arbeiter

beschäftigte Johann Matthäus

Voith, als er 1825 die väterliche

Schlosserwerkstatt übernahm.

Am 1. Januar 1867, dem

offiziellen Gründungsdatum der

Firma Voith, übergab er seinem

Sohn Friedrich Voith ein florierendes

Unternehmen mit 30 Beschäftigten.

Innovationskraft, unternehmerischer

Mut und Weitsicht haben

aus der kleinen Schlosserwerkstatt

eines der großen Familienunternehmen

Europas

mit einem Jahresumsatz von

über 3,5 Milliarden Euro gemacht.

Heute beschäftigt Voith

an über 200 Standorten mehr als

30.000 Menschen und setzt

weltweit Maßstäbe an den

Märkten Papier, Energie, Mobilität

und Service.

Mehr als ein Drittel der gesamten

Papierproduktion wird auf

Voith Papiermaschinen hergestellt.

Ein Drittel der weltweit

aus Wasserkraft gewonnenen

Energie wird mit Turbinen und

Generatoren von Voith Siemens

Hydro Power Generation erzeugt.

Antriebselemente von

Voith Turbo werden rund um

den Globus sowohl in industriellen

Anlagen als auch auf Schiene,

Straße und auf dem Wasser

eingesetzt. Die größten Unternehmen

Europas vertrauen auf

technische Dienstleistungen von

Voith Industrial Services. Die

vier Konzernbereiche im Fokus:

Voith Paper

Voith Paper gehört sei jeher zu

den Technologieführern im internationalen

Markt für Anlagen

zur Papierherstellung und einer

der weltweit führenden Hersteller

von Filzen, Sieben und Bändern

für die Papierindustrie.

Schon 1881 wurde die erste

Voith Papiermaschine gebaut.

Mittlerweile stehen auf der Referenzliste

mehr als 2.500 ge-

baute Papiermaschinen sowie

eine Vielzahl von Anlagen für

die Rohstoffaufbereitung und

Papierveredelung.

Umsatz (04/05): 1,733 Mrd. Euro

Beschäftigte: ca. 10.000.

Voith Turbo

Voith Turbo ist der Spezialist für

mechanische, hydrodynamische,

elektrische und elektronische Antriebs-

und Bremssysteme zum

Einsatz auf Straße, Schiene, auf

dem Wasser und in der Industrie.

Überall dort, wo Zuverlässigkeit,

Sicherheit und Wirtschaftlichkeit

zählen, ist Voith Turbo weltweit

einer der bevorzugten Partner

seiner Kunden.

Umsatz: 814 Mio. Euro.

Beschäftigte: ca. 4.000.

Voith Siemens Hydro

Voith Siemens Hydro Power

Generation ist das Gemeinschaftsunternehmen,

in dem

sich die zwei Wegbereiter der

Wasserkraft zu einem der

führenden Komplettanbieter für

Wasserkraftwerke zusammengeschlossen

haben.

Umsatz: 597 Mio. Euro.

Beschäftigte: ca. 2.600.

Voith Turbo

Voith Siemens Hydro Power Generation

Voith Industrial Services

Integrierten Servicekonzepten

und Dienstleistungspakten

gehört die Zukunft. Voith Industrial

Services ist einer der größten

Anbieter technischer

Dienstleistungen - von Instandhaltung,

technischer Reinigung,

Engineering bis zu Industriemontage,

Facility- und Prozess-

Management. Voith Industrial

Services ist mit der Übernahme

von Premier und Hörmann in

den Wachstumsmärkten Europa,

Nord- und Südamerika und

Asien Markt global aufgestellt

und wird die ararbeiteten Synergien

für neue Geschäftsfelder

nutzen. Erster Erfolg: Ein 15

jahre laufender Wartungsvertrag

mit einer privaten holländsichen

Eisenbahngesellschaft.

Voith Industrial Services


PAPER TECHNOLOGY CENTER

VOR ÜBER 175 JAHREN ARBEITETE J. MATTHÄUS VOITH DAS ERSTE MAL AN EINER PAPIERMASCHINE

Erfolgsstory: Voith und Papier

Im Jahre 1999 feierte die Papiermaschine

ihren 200. Geburtstag

– und seit 175 Jahren

ist Voith mit Papiermaschinen

verbunden. Mit der Papierherstellung

hatte Voith schon

vor der offiziellen Firmengründung

zu tun. 1824 überholte der

Schlosser und spätere Firmengründer

Johann Matthäus Voith

mit seinem Vater eine Heidenheimer

Papiermühle. 1830 arbeitet

J. Matthäus Voith dann

das erste Mal bei der Herstellung

einer Papiermaschine – damals

freilich besuchsweise in

Heilbronn, wo eine andere Firma

die Maschine für die Heidenheimer

Papiermühle Rau &

Voelter herstellte.

Eben jener Papierfabrikant

Heinrich Voelter war es, der mit

Johann Matthäus Voith die Papierherstellung

aus Holzschliff

auf industriellen Standard

brachte. Ab 1848 bauten Voelter

und Voith Holzschleifmaschinen

in Serie und Voith begann

schnell, eigene Patente weiterzuentwickeln.

Mit dem „Defibreur“

und dem „Raffineur“

entwickelte Voith zwei Geräte,

welche die Feinheit und Qualität

der Holzschliffmasse erheblich

verbesserten und dem Holzschliff

bei der Papierindustrie

zum Durchbruch verhalfen.

Der „Raffineur“ war 1869 übrigens

das erste Patent der Voith-

Firmengeschichte. Heute hält

Die PM 3 in Dagang ist mit 356 Metern dreieinhalbmal so lang wie ein Fußballfeld und die

längste Feinpapiermaschine der Welt.

ROHRLEITUNGEN UND BEHÄLTER FÜR DAS PTC

Von Althammer

Die Althammer GmbH

u. Co KG aus Heidenheim

wurde von der

Voith AG mit der Verrohrung

des gesamten Prozessleitungssystems

sowie der innen und

außen liegenden Behälter für das

Paper Technology Center beauftragt.

Die langjährigen Erfahrungen

und guten Referenzen

aus vielen anderen Großaufträgen

in der Papierindustrie

und für Voith waren ausschlaggebend

für die Vergabe an Althammer,

der Inhaber Helmut

Althammer ist Präsident der Industrie-

und Handelskammer

Ostwürttemberg.

Bereits im April 2005 wurde mit

der Fertigung der 50 Behälter

und Türme begonnen. Aus 250

Tonnen Edelstahl des Werkstoffs

„1.4404“ wurden bis Oktober

des gleichen Jahres die

Bütten zwischen einem und

1000 Kubikmeter, einer maximalen

Höhe von 16,5 Meter und

einem Einzelgewicht bis zu 40

Tonnen gebaut und montiert.

Die Konstruktion und der statische

Nachweis waren zuvor in

der hauseigenen CAD-Abteilung

erstellt worden. Aus dem

Werk in Heidenheim wurden

die Behälter teils fix und fertig

auf die Montagestelle angeliefert

oder als vorgefertigte Baugruppen

in größtmöglichen Teilen,

bis fünf Meter Breite geliefert

und vor Ort zusammengeschweißt.

Die Rohrleitungssysteme für

Stoffaufbereitung und die Pa-

Rohrleitungsbau – Althammer

war beim PTC dabei.

piermaschine wurden ebenso im

Werk in Heidenheim vorgefertigt,

so dass sich die Montage auf

das Einbringen der Spools und

das Schweißen der Montagenähte

beschränkte.

18 000 Meter Rohrleitungen aus

größtenteils eigener Produktion

in Werkstoffen 1.4404 / 1.4571

und Durchmessern zwischen

DN 8 und DN 800 sowie einem

Gesamtgewicht von 120 Tonnen

versorgen das „Herz“ des Paper

Valley. Zur Aufnahme der Leitungen

wurden 80 Tonnen Halterungen

aus Edelstahl konstruiert

und eingebaut.

Ein Kerngeschäft von Althammer:

Behälterbau.

1881: Voith lieferte die erste komplette Papiermaschine nach Gemmrigheim am Neckar an

die Papierfabrik Raithelhuber, Bezner und Compagnie aus.

Start der Werksvorfertigung war

im Juli 2005, Montagebeginn

auf der Baustelle im August und

Fertigstellung des Gesamtsystems

im Januar 2006 - rechtzeitig

vor der Inbetriebnahme.

Neben dem handwerklichen

Können der Behälterbauer und

Rohrleitungsmonteure sowie

der effizienten Steuerung und

Kontrolle der Abläufe und Termine

war auch die hervorragende

Zusammenarbeit mit dem

Voith-Projektteam ein Schlüssel

für ein erfolgreiches Projekt.

Durch das breite Leistungsspektrum

ist Althammer idealer

Partner der Papierindustrie.

Firmengeschichte:

1948 gründete Wilhelm Althammer

in Heidenheim eine

Kupferschmiede. Aus dem

Handwerksbetrieb entstand ein

mittelständisches Unternehmen,

das sich heute auf die Verarbeitung

von Edelstahl und anderen

hochwertigen Legierungen

spezialisiert hat. Geschweißte

Rohre, Behälter,

Apparate sowie komplette

Rohrleitungssysteme und deren

Montage sind die Erzeugnisse

und Leistungen, die Althammer

heute weltweit liefert. Sie werden

in der Prozesstechnik eingesetzt

– in der Papier- und Zellstoffindustrie,

der Chemie, der

Öl- und Gasindustrie, der Umwelttechnik,

der Wasser- und

Meerestechnologie, dem Schiffbau

und weiteren Feldern des

Maschinen- und Anlagenbaus.

www.althammer.de

allein Voith Paper rund 5000

Patente, im Durchschnitt kommen

pro Jahr über 200 neue Patente

dazu. Für die Forschung

weihte Voith 1871 erstmals eine

Versuchs-Holzschleiferei ein.

Das war quasi die „Urgroßmutter“

des Paper Technology Centers.

Im Jahre 1881 lieferte Voith

schließlich seine erste komplette

Papiermaschine aus. Die Papierfabrik

Raithelhuber, Bezner und

Compagnie in Gemmrigheim

am Neckar erhielt für gewaltige

70 000 Mark eine Maschine, die

in der Minute 34 Meter Tapetenpapier

herstellte. Nicht nur

die Gemmrigheimer Fabrik bestellte

schnell weitere Voith-Papiermaschinen

(und wird bis

heute von Voith beliefert): Im

Jahre 1900 lieferte Voith seine

25. Papiermaschine aus, eine

enorme Stückzahl für die Giganten,

die teils über 50 Jahre

lang in Betrieb bleiben können.

1913 startete Voith mit den ersten

weltweiten Rekorden: Mit

einer Breite von 5,20 Metern

galt eine nach Schweden gelieferte

Zeitungspapiermaschine

als größte ihrer Art. Voith baute

weiter: 1917 wurde die 200. Papiermaschine

geliefert, 1942 waren

es 570.

Bereits 1960 entwickelte Voith

mit dem Flotations-Deinking

ein verbessertes Verfahren, um

Altpapier von Druckfarben zu

befreien – ein Meilenstein auf

dem Weg, mehr Altpapier zu

verwenden. Die erste Papiermaschine,

die Zeitungspapier zu

100 Prozent aus Altpapier herstellte,

wurde 1993 in Schweden

in Betrieb genommen – und

stammt natürlich auch von

Voith.

Größer, schneller, mehr

Seit bald 100 Jahren stellt

Voith Papiermaschinenrekorde

auf. Die fangen bereits

mit der Größe an: 1961

reichten 8,30 Papierbreite zur

größten Zeitungspapiermaschine

Europas (Voith lieferte nach

Finnland), fünf Jahre später wa-

13

ren es schon neun Meter (Voith

lieferte nach Schweden), 1998

hatte die größte Feinpapiermaschine

der Welt schon 9,45 Meter

Breite zu bieten (Voith lieferte

in die USA).

Zurzeit liegt der Rekord bei 10,5

Meter breiten Papierbahnen –

und wird natürlich von Voith gehalten.

Für derartige Breiten

werden auch immer gewaltigere

Bauteile nötig: 1985 stellte

Voith den größten Glättzylinder

der Welt her – das 125-Tonnen-

Monster wurde in einem Stück

gegossen.

Fast noch wichtiger als die Breite

ist das Tempo der Papierbahn:

1881 schaffte die erste Voith-

Maschine 34 Meter pro Minute

– ein Wert, der sich bis zum

Zweiten Weltkrieg fast verzehnfacht

hatte. Aus 300 Metern

wurden 500 in der Minute, in

den 1970ern spuckten Papiermaschinen

erstmals einen Kilometer

Papier pro Minute aus.

Das Tempo wird immer höher

und die Rekorde purzeln immer

schneller:

1996 setzte Voith den Weltrekord

bei 1700 Metern/Minute,

schon ein Jahr später raste eine

Voith-Maschine auf 1912 Meter/Minute.

Die VPM 6 im Paper

Technology Center hat

schon in den ersten Wochen ihres

Betriebs gut 2000 Meter/Minute

geschafft – und ist in der

heutigen Form bis 3000 Meter/Minute

ausgelegt.

Immer breiter und immer

schneller summiert sich zu immer

mehr: Neben den 1996 in

Dagang/China gebauten Voith-

Papiermaschinen gilt die 1997

von Voith gebaute „Triple Star

Austria“ als leistungsfähigste Papiermaschine

der Welt. Sie

schafft 2605 Tonnen am Tag.


14

PAPER TECHNOLOGY CENTER

VOITH PAPER FORCIERT IM PTC MIT BASF, OMYA, CARGILL UND SIEMENS PROZESSTECHNOLOGIE

Bündelung der Kompetenzen

Als Maschinenbauer ist

Voith groß geworden,

doch zunehmend sind die

Heidenheimer Tüftler als Lieferanten

für Rundumlösungen gefragt.

Das gilt nicht nur für Papier

(in der Antriebstechnik baut

Voith inzwischen komplett Lokomotiven),

aber hier ganz besonders.

Die Ziele, die Voith mit dem Paper

Technology Center verfolgt,

sind denn auch der Grundidee

ähnlich: Ein „Cluster“ soll entstehen,

im, am und um das PTC

sollen nicht mehr nur allein die

reine Papierherstellung, sondern

der komplette Prozess

rundherum erforscht und weiterentwickelt

werden. Die Bedeutung

der Anwendung und

der Prozessoptimierung geht

sogar soweit, dass das Kürzel

PTC bei Voith auch schon als

„Process Technology Center

gelesen wurde. Das PTC wird

dann auch weit mehr sein als eine

reine „Voith-Forschungsabteilung“

– es wird auch von

langjährigen Partnerunternehmen

genutzt werden.

Allen voran stehen dabei die

Konzerne Siemens, Cargill,

DAS PAPER TECHNOLGY CENTER IST DER BEWEIS

Voith stellt sich der Zukunft

Die Papierindustrie bleibt

ein harter Wirtschaftsfaktor.

Prophezeiungen, dass Internet,

TV und der elektronische

Datenaustausch den Papierbedarf

einschränken würden, haben

sich nicht bewahrheitet. Die

neuen Kommunikationstechniken

haben zwar weltumspannend

schnelleren Nachrichtenfluss

bewirkt, doch sie werden

zusätzlich, nicht aber anstelle

gewohnter Informationsmittel

genutzt.

Die deutsche Papierindustrie

hat 2005 mit einer Rekordproduktion

von 21,6 Millionen

Tonnen Papier und Karton abgeschlossen.

Deutschland ist damit

nach den USA, nach China

und Japan der viertgrößte Papierproduzent

der Welt. Im ersten

Quartal 2006 konnten die

deutschen Hersteller nochmals

einen Produktionszuwachs von

7,2 Prozent erzielen. Weltweit

wird mit einem Anstieg des Papier-

und Kartonbedarfs von

derzeit 340 Millionen auf über

400 Millionen Jahrestonnen bis

2015 gerechnet.

Papier und Kartonverbrauch

spiegeln wider, welche wirtschaftliche

Entwicklung ein

BASF und Omya. Mit der

BASF The Chemical Company

in Ludwigshafen arbeitet Voith

erfolgreich im Bereich jener

Chemikalien zusammen, die für

die Herstellung und Veredelung

von Papier und Karton benötigt

werden.

Der Omya-Konzern mit

Stammsitz in Oftringen in der

Schweiz (in der Region unter

anderem für seinen Kalksteinbruch

in Giengen-Burgberg bekannt)

liefert Füllstoffe und che-

Land durchläuft, welche Einkommens-

und Konsumverhältnisse

vorherrschen. Während in

den USA der Verbrauch pro

Einwohner und Jahr schon seit

geraumer Zeit bei etwa 300 Kilogramm

liegt, sind es in China

derzeit knapp 40 Kilogramm.

Noch vor einem Jahrzehnt lag

der Verbrauch pro Kopf und

Jahr in Reich der Mitte unter

der Hälfte dieser Menge. In Europa

werden pro Einwohner

jährlich im Durchschnitt 170

Kilo benötigt. Spitzenverbraucher

sind dabei Schweden mit

267, Österreicher mit 250 und

Deutsche mit 230 Kilogramm.

Eigentlich könnte die Papierindustrie

mit diesen Marktperspektiven

zufrieden sein. Sie

ist es keineswegs! Papier- und

Kartonerzeugung sind sehr kostenintensiveProduktionsverfahren.

Es wird eine Menge Energie

und Wasser neben Faserund

Füllstoffen benötigt. Die

Aufwendungen hierfür laufen

davon, stehen in keinem Verhältnis

zu den möglichen Absatzsteigerungen.

Eine Abwälzung

der Mehrkosten auf den

Papierpreis läßt der zunehmen-

Einfach zugreifen

Voith zählt zu den Weltmarktführern

bei Papiermaschinen

– wie

sich so ein Papier anfasst, muss

man darum gar nicht lang beschreiben:

Diese Zeitung wurde

auf Papier gedruckt, dass aus einer

Voith-Papiermaschine

Knapp 2000 Meter in der

Minute können derzeit

die schnellsten Papiermaschinen

„wegfahren“. Das

sagt sich leichter, als man es sich

vorstellen kann. 2000 Meter pro

Minute bedeuten, dass das Papier

mit über 120 Stundenkilometer

durch die Maschine rast.

Während einer achtstündigen

kommt. Es handelt sich um das

hochwertige Zeitungsdruckpapier

Palmprint B1 der Aalener

Papierfabrik Palm. Das hochweiße

Papier (für Experten: Die

Weiße nach Elrepho liegt bei

75) mit einer Grammatur von

60 Gramm pro Quadratmeter

Schicht produziert eine solche

Maschine also eine Papierbahn,

die ausgerollt von Flensburg bis

nach Garmisch reichen würde.

Und in 13 Arbeitstagen würde

die Papierbahn einmal um den

Äquator reichen. Die größten

Papiermaschinen der Welt

schaffen es mit diesem Tempo

auf über 2600 Tonnen Tages-

mische Additive für das Füllen

und Streichen von Papieren.

Schon bisher haben Voith Paper,

BASF und Omya nicht nur projektorientiert,

sondern auch in

der Forschung zusammengearbeitet

und dabei gegenseitig ihre

Versuchsanlagen genützt. Und

natürlich sind die BASF und

Omya auch beim PTC wichtige

strategische Partner.

Cargill Industrial Starches (CIS)

mit Sitz in Krefeld (der Hauptsitz

ist in Mechelen/Belgien) ist

de Wettbewerbsdruck nur bedingt

zu. Von diesen Rahmenbedingungen

sieht sich die

europäische Papierindustrie

besonders betroffen. Der Verband

Deutscher Papierfabriken

(VDP) nennt an erster Stelle der

Kostenexplosion exorbitant ge-

stiegene Aufwendungen für Öl,

Gas, Elektrizität und Wasser.

Doch selbst die Preise für Faser-

Rohstoffe (Zellstoff und Holzstoff)

wie auch für Faser-Sekundärstoffe

(wiederaufbereitbares

Altpapier) klettern, nachdem

Länder ohne ausreichendes Ei-

wird vollständig aus Altpapier

gewonnen. Die Papiermaschine

Palm PM 2N, die Voith an die

Firma Palm auslieferte und

1983 generalüberholte, hat eine

Papierbreite von 5,05 Metern

und liefert bis zu 80 000 Tonnen

Papier pro Jahr.

In 13 Tagen um die Welt

Im Labor von BASF, dem Voith-Partner im PTC Pigmente liefert der Voith-Partner Omya.

produktion – das entspricht dem

Ladenvermögen von 85 großen

Sattelschleppern. Anders ausgedrückt:

In einer halben Stunde

hätte eine solche Maschine so

viel Papier hergestellt, dass es

für alle Zeitungen reichen würde,

die in ganz Ostwürttemberg

an einem durchschnittlichen

Werktag gelesen werden.

ein führender Lieferant hochwertiger

Stärkeprodukte und

Dienstleistungen für Industrieanwendungen.

Cargill ist bestrebt,

bei Innovationen an der

vordersten Front zu sein. Das

Engagement von Cargill Industrial

Starches in der Papierindustrie

ist sehr stark, wobei

mehr als 100 Profis aktiv diesen

Markt weltweit bedienen, und

mit einer vollständigen Palette

von Produkten für den Nassbereich,

das Sprühen, die Ober-

genaufkommen diese Ausgangs-

Materialien für ihre ausgeweiteten

Papierproduktionen auf dem

Weltmarkt zukaufen.

Papiermaschinen sind sehr solide

gebaute Produktionsanlagen.

Von ihrer Investition und Dimension

sind sie in der Regel für

Der Papierbedarf wird weltweit weiter steigen.

ein Vierteljahrhundert und längeren

Dauerbetrieb ausgelegt.

Sie stellen über diesen Zeitraum

gleichbleibend gute Papierqualität

her. Doch mit welcher

Wirtschaftlichkeit? Die Effizienz

dieser Anlagen wird von einer

Betriebskostenentwicklung

flächenbehandlung und Streichanwendungen.

Siemens hat die Automatisierung

für alle elektrotechnischen

Bereiche des PTC geliefert,

welche die Energiewartung, Installation

des Motorsteuerschranks,

modernste Antriebstechnik

und Prozessautomatisierung

umfassten. Die Installationsplanung

kam als nächstes,

was für den kontinuierlichen

und stabilen Betrieb von grund-

überrollt, die viele Papierfabriken

mit Sorge verfolgen und zu

Entscheidungen drängen:

• Umbauen, Modernisieren

oder Stillegen?

• Kleinere Anlagen aufgeben,

ihre Kapazitäten in nur einer

größer dimensionierten Produktionslinie

zusammenfassen?

• Damit aber auch die Flexibilität

verringern und das wirtschaftliche

Risiko steigern?

Es gibt keine generell gültige

Antwort auf diese Fragen, sondern

nur individuell sorgfältig

durchdachte Lösungen.

Ein Drittel der Weltpapierproduktion

erfolgt auf

Voith-Maschinen und mit Hilfe

von Voith-Prozesstechnik.

Voith Paper prägte die Entwicklung

der Papiertechnik. Beginnend

bei der Verbesserung der

ersten Papiermaschine, die in

Deutschland gebaut wurde; weiterführend

mit der Konstruktion

des Raffineurs für die Holzschlifferzeugung;

über viele

Meilensteine bis hin zu Verfahren

für heutige Papierherstellungen

aus 100 Prozent Altpapier.

Voith Paper ist technologieführend,

versteht sein Know

legender Bedeutung war. Die

letzte Phase war die Inbetriebnahme

des PTC. Für die Antriebstechnik

hat Siemens die

Anlage mit dem SINAMICS

Konverterkonzept mit SINA-

MICS S120 ausgerüstet, einem

Bausatz für hochgenaue Systeme,

der an bestimmte Papiermaschinen

und spezifische Anforderungen

gekoppelt ist.

Das gemeinsame Ziel aller

Voith-Partner am PTC ist, die

Kompetenzen zu bündeln und

so den Kunden einen Mehrwert

zu schaffen. Es besteht eine offene

Zusammenarbeit ohne zwingende

Exklusivität.

Überdies wird das Paper Technology

Center auch der Wissenschaft

zur Verfügung stehen:

Mit Universitäten steht Voith

ebenso in Kontakt wie mit Fachhochschulen.

Und an der

Berufsakademie Heidenheim

könnten durch das PTC (und

mitten im regionalen Netzwerk

des Paper Valley) auch neue Studiengänge

entstehen – gemäß

den neuen Ansprüchen nicht

nur in der Papiertechnik, sondern

auch in der Prozesstechnik.

how aber nicht nur als Wettbewerbsinstrument,

sondern ebenso

als Verpflichtung. Denn: Von

einem ihrer wichtigsten, verläßlichen

Partner erwartet die internationale

Papierwirtschaft

gerade heute nachhaltige Unterstützung

bei der Lösung ihrer

Zukunftsprobleme.

Noch vor wenigen Jahren hieß

das Konzept dafür „größer, breiter

und schneller“ – Anlagen für

quantitative und qualitative Produktionssteigerungen.

Heute haben

sich die Anforderungen ausgeweitet.

Mit welchem Rohstoffbedarf,

welchen Energiekosten,

welchem Wartungsaufwand wird

produziert? Wo lassen sich Kosten

senken? Voith Paper kümmert

sich über die Technik hinausgehend

auch um das Dienstleistungs-Management,

das die

Betriebskosten einer Papierfabrik

mitbestimmt. Neue Lösungsprofile

werden nicht nur in

exzellenten Neuanlagen eingefordert,

sondern auch für die

maßgeschneiderte Optimierung

bestehender Betriebseinrichtungen.

Voith Paper stellt sich dieser

Herausforderung – Beweis: Das

Paper Technology Center.

Manfred Schindler


PAPER TECHNOLOGY CENTER

EINE INITIATIVE, GETRAGEN VON DER BUNDESREGIERUNG UND DER DEUTSCHEN INDUSTRIE:

Deutschland – Land der Ideen

Unter der Schirmherrschaft

von Bundespräsident

Horst Köhler

wurde im Juni 2005 die Standort-

und Imageinitiative

Deutschland – Land der Ideen

vorgestellt. Der damalige Bundesinnenminister

Otto Schily

und der damalige Vizepräsident

des Bundesverbandes Deutscher

Industrie und Voith-Aufsichtsratsvorsitzende

Dr. Michael

Rogowski präsentierten als

Vertreter von Bundesregierung

und Wirtschaft Partner und erste

Projekte der Initiative.

Das zu gleichen Teilen von

Bund und Wirtschaft finanzierte

„Land der Ideen“ wird von einer

Reihe namhafter Partnerunternehmen

mitgetragen – darunter

u.a. Voith, Deutsche

DAS PAPER TECHNOLOGY CENTER IST BEI DER PRÄSENTATION AM 11. MAI 2006 DABEI:

Voith – Ort im Land der Ideen

Das Voith Paper Technology

Center ist Teil einer

einzigartigen Reihe

von Orten, die in herausragender

Weise Deutschland als ein

„Land der Ideen“ repräsentieren.

Für die Imagekampagne,

für die die Bundesregierung und

der Bundesverband der Deutschen

Industrie (BDI) zusammenarbeiten,

waren Unternehmen,

Kultureinrichtungen und

überhaupt herausragende Projekte

aufgefordert worden, sich

als „Ort im Land der Ideen“ zu

bewerben. Aus über 1200 Bewerbungen

wurden gerade 365

ausgewählt – ein Ort für jeden

Tag des Jahres 2006.

Das Paper Technology Center

von Voith ging auch ins Rennen

– und schaffte es ins „Land der

Ideen“. Präsentiert wird das

PTC am 11. Mai 2006, also genau

am Tag der Eröffnung des

weltweit modernsten und größten

Papierforschungszentrums.

Die 365 Orte reichen quer

durch alle Bundesländer von

Unternehmen über Forschungsinstitute

und Museen bis hin zu

Festivals. Alle Orte werden in

der Wochenzeitung „Die Zeit“

und in einem „Land der Ideen-

Reiseführer“ vorgestellt. Wie

hat es Voith ins „Land der

Bank, BASF, EnBW, Bayer, Adidas,

Allianz, AWD, Deutsche

Börse, Deutsche Telekom,

DHL, EON, Fraport, Georgsmarienhütte,

IKB, Lufthansa,

Roland Berger, RWE und

Würth.

Ausgewählt durch eine prominente

Jury werden im Jahr 2006

die 365 kreativsten Orte über

Veranstaltungen und Kooperationspartner

bundesweit vorgestellt.

An jedem Tag steht ein

neuer Ort im Mittelpunkt. Die

Ausschreibung richtete sich an

Privatpersonen, Kultureinrichtungen,

Museen, Unternehmen

sowie wissenschaftliche Institute

und Vereinigungen.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten

liegt auf dem Jahr 2006. In den

Monaten vor der Fußball-Welt-

Think in paper: Die Zukunft des Papiers beginnt am Ort der Ideen – bei Voith Paper.

Ideen“ geschafft? In der Kurzbeschreibung

der Kampagne

liest sich die Begründung am

schönsten:

„Ein ganz normaler Tag:

Wecker, Licht, Radio – alle

brauchen Strom, generiert

durch Turbinen und Generatoren

aus dem Hause Voith. Der

Kaffee, die Zeitung, der

Schnupfen: Papierfilter, Zeitungspapier,

Papiertaschentuch

– alles produziert auf Papiermaschinen

von Voith. Ob mit Bus,

Bahn oder Straßenbahn – alle

funktionieren dank Antriebstechnik

von Voith. In den Märkten

Papier, Energie, Mobilität

und Service geht nichts ohne

Voith. Dabei fing alles ganz

klein an: Mitte des 19. Jahrhun-

derts legt Gründervater Johann

Matthäus Voith den Grundstein

für das heutige Weltunternehmen

im schwäbischen Heidenheim.

Er war ein Tüftler und

Mechanikus. Maschinen und

Produkte zu erfinden und zu

verbessern, war seine Leidenschaft.

Dieser Leidenschaft

blieb das Unternehmen treu.

DEUTSCHLAND SOLL DAS LERNEN WIEDER ENTDECKEN:

Wissensfabrik – Voith ist dabei

Die Gründer der Wissensfabrik, Dritter von rechts Voith-Chef Hermut Kormann.

Am 26. Januar 2005 haben

neun deutsche Unternehmen

unterschiedlicher

Größe und aus verschiedenen

Branchen vor der Bundespressekonferenz

in Berlin die „Wissensfabrik

– Unternehmen für

Deutschland“ präsentiert. Die

Wissensfabrik hat das Ziel,

Deutschland in ein Stimmungshoch

zu führen und „Deutschland

soll das Lernen wieder entdecken

und Lust auf die Zukunft

machen“, wie es Dr. Jürgen

Hambrecht, der Vorstandsvorsitzende

der BASF AG formulierte.

Von Anfang an dabei ist

bei der Wissensfabrik die Voith

AG – für Dr. Hermut Kormann

mehr als eine Ehrensache: „Die

Idee ist imponierend und deckt

sich mit der Philosophie von

Voith absolut.“

Grundsätzlich ist die Wissensfabrik

ein Bekenntnis zum Standort

Deutschland. Die Unterneh-

15

meisterschaft werden ausgewählte

Entwicklungen aus Deutschland

in Form von überdimensionalen

Skulpturen abgebildet und

an verschiedenen Plätzen im

Zentrum Berlins aufgestellt. Die

Skulpturen bilden in der Hauptstadt

einen „Walk of Ideas“, der

den Menschen aus dem In- und

Ausland die Vielfalt deutscher Innovationen

vor Augen führt.

„Deutschland – Land der Ideen“

ist eine Image- und Standort-Initiative

von Bundesregierung

und deutscher Wirtschaft, repräsentiert

durch den Bundesverband

der Deutschen Industrie

e.V. (BDI). Für Koordination

und Umsetzung zeichnet die

FC Deutschland GmbH unter

Leitung des Geschäftsführers

Mike de Vries verantwortlich.

10.000 aktive Voith-Patente und

400 Patentanmeldungen pro

Jahr sorgen dafür, dass Menschen

sich auch in Zukunft über

die Dinge des täglichen Lebens

keine Gedanken machen müssen.

Voiths Erfindergeist jedoch

wird heute von 30 000 Menschen

an über 200 Voith-Standorten

in die Welt getragen.“

Unterstützung für das „Land der Ideen“ (v.l.): Friedrich-Karl

Finck,Voith-Kommunikationsleiter, Vorstandsvorsitzender

Dr. Hermut Kormann, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael

Rogowski und der Geschäftsführer des „FC Deutschland“,

Mike de Vries.

mer sollen mit gutem Beispiel

vorangehen und ganz besonders

Kinder und Jugendliche anspornen.

Mit Blick auf die Ergebnisse der

PISA-Studien erklärt Dr. Hermut

Kormann: „Viele mittelständische

Unternehmen, auch

in Ostwürttemberg, müssen immer

mehr feststellen, dass vielen

Jugendlichen die Grundlagen

fehlen, eine technikorientierte

Ausbildung überhaupt erfolgreich

abzuschließen. Deshalb

müssen die Unternehmen den

Schulen beistehen. Das beginnt

schon im Vorschulalter, geht

weiter mit Hilfestellungen zur

Hausaufgabenbetreuung oder

bis zu Vertiefungsunterrichten,

um elementare Schwächen zu

beseitigen. Bei Jugendlichen

sind wir sehr bestrebt, die Kompetenz

in Technik, Natur- und

Wirtschaftswissenschaften zu

stärken.“

Die Voith AG unterstützt konkrete

Aktivitäten jährlich mit

rund 1,5 Millionen Euro. Dazu

gehören u. a. der Voith-eigene

Kindergarten und die Voith-

Sonderberufsfachschule. Voith

unterstützt die Heidenheimer

Gymnasien mit Initiativen zur

Förderung der Technik- und der

Wirtschaftskompetenz sowie die

Initiative PEGASUS bei der

Starthilfe zur Unternehmensgründung.

Für Schüler-Ferienarbeiter

bietet Voith ein Sonderprogramm

und initiiert mit den

Schulträgern, der IHK und anderen

Firmen ein Schülerkompetenzzentrum.

Und schließlich

ist Voith auch Hauptsponsor für

die Internationale Schule in

Ulm.

Die Gründer der Wissensfabrik

waren die Chefs von BASF,

Bosch, Fischer, Follmann, KSB.

ThyssenKrupp, Trumpf, Wall

AG und Voith AG.

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