Die US-Immobilienkrise - fit4Future

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Die US-Immobilienkrise - fit4Future

Von der Finanzmarktkrise

zur Weltwirtschaftskrise

– musste das sein?

Warum steigt die Arbeitslosigkeit in

Österreich, wenn die Immobilienpreise

in den USA sinken?


Die US-Immobilienkrise

Oder: Wer nichts hat, bekommt alles.

Die Zeit bis 2007:

• Geld spielt keine Rolle – ein Haus für jeden Amerikaner.

-> „Subprime-Kredite“


IWF-Prognose für

Verschiedene Regionen


Die US-Immobilienkrise

Oder: Wer nichts hat, bekommt alles.

Die Zeit bis 2007:

• Geld spielt keine Rolle – ein Haus für jeden Amerikaner.

-> „Subprime-Kredite“

• Konsum – koste es, was es wolle!

Das eigene Haus als Bankomat.


Die US-Immobilienkrise

Oder: Wer nichts hat, bekommt alles.

Die Zeit bis 2007:

• Geld spielt keine Rolle – ein Haus für jeden Amerikaner.

-> „Subprime-Kredite“

• Konsum – koste es, was es wolle!

Das eigene Haus als Bankomat.

• Kreditpakete – Der „Virus“ wird

weltweit verbreitet (ABS, CDO, …)

• Rating-Agenturen: Rate mal, was da drinnen ist?


Die US-Immobilienkrise

2007:

Hauspreise können auch sinken –

und zwar schnell.


Von der Immobilienkrise

zur Finanzmarktkrise 2007 –> 2008

• Kreditpakete –

Rücknahme ausgeschlossen!

• Überraschung! – Hohe Verluste bei vielen Banken weltweit.


Schlagzeilen 2008

„Schweizer UBS schreibt 10 Milliarden Dollar Verlust!“

„Merrill

„Bear

„Royal Bank of Scotland

„Schwarzer Donnerstag für die BayernLB!“

Lynch schockiert mit neuerlicher Milliarden-Abschreibung!“

Stearns

„Fannie-Mae

geht unter!“

schreibt Milliarden ab!“

Summe: $ 4.000.000.000.000,--

$ 4 Billionen (=4.000 Milliarden)

und Freddie-Mac benötigen 75 Milliarden Dollar!“

„Deutschen Banken fehlen Milliarden!“


Von der Immobilienkrise

zur Finanzmarktkrise 2007 -> 2008

• Kreditpakete –

• Überraschung! –

Die Angst geht um –

Rücknahme ausgeschlossen!

Hohe Verluste bei vielen Banken weltweit.

Vertrauen ist Mangelware.

• Lehman Brothers – die Pleite, die alles besiegelt.

(+15.9.2008)

• Der Geldhahn ist zu – rette sich wer kann!

-> Wer liquide ist, lebt weiter.


Von der Finanzmarktkrise

zur Weltwirtschaftskrise

2008 –> 2009:


Banken, die kein Geld mehr haben –

schon gar nicht zum Verleihen


Ein (amerikanischer) Konsument, der

weniger konsumiert (z.B. Autos).


Firmen, die weniger investieren und

weniger produzieren.


Die Wirtschaft schrumpft,

die Börsenkurse brechen ein.


Zusammenfassung

des Grauens

US-Immobilienblase (bis 2007)

• Ungezügelte Kreditvergabe an US-Bürger

• Verkauf der Kreditrisiken an Banken weltweit

• Einbruch der Hauspreise in den USA

Subprime-Krise –> Finanzmarktkrise (2007–2008)

• Hohe Verluste bei Banken weltweit

• Kein Vertrauen mehr unter den Banken

• Lehman-Pleite

Finanzmarktkrise –> Weltwirtschaftskrise (2008–2009)

• Wirtschaftsrückgang

• Steigende Arbeitslosigkeit

• Steigende Staatsverschuldung


Ursachen

der aktuellen Krise ?




Banken haben nicht (mehr) das klassische

Bankgeschäft betrieben, sondern spekulierten.

Geschäfte, bei denen die Beteiligten

nicht genau wussten, was dahinter stand.

Anreizsystem, das Spekulationen begünstigt.

BAB –

„Bonuses are back!“


Ist diese Krise einzigartig?

Spekuliert man erst in letzter Zeit?


Holland, anno 1637


„Best-Of“ der

Spekulationsblasen seit 1600

1637: Tulpenzwiebelspekulation in Holland („Tulpenfieber“)

1700: Darién-Desaster => Zusammenbruch Schottlands.

1720: Mississippi-Spekulation, Frankreich

1720: Südseeblase, England

1873: Eisenbahnspekulation, Nordamerika

1873: Blase der Deutschen Gründerzeit => Gründerkrise.

1929: Beginn der Weltwirtschaftskrise mit dem Crash an der New Yorker Börse

am 24. Oktober ("Black Thursday").

1980: Silberspekulation der texanischen Gebrüder Hunt.

1990: Die Aktien- und Immobilienblase in Japan platzt.

2000: Platzen der Dotcom-Blase / New Economy

2007: Die Immobilienblase in den USA platzt.

=> Subprime-Krise

=> Finanzmarktkrise

=> Weltwirtschaftskrise


Ausblick:

Wie geht es weiter?


Prognosen nach Buchstaben

–> V, U, L, …

W?


Ausblick:

Wie geht es weiter?





Prognosen nach Buchstaben:

–> V, U, L, …

Arbeitslosigkeit?

W?

Herausforderung Staatsverschuldung

Inflationsgefahr?


Staatsverschuldung

am Beispiel USA – Neuverschuldung


Staatsverschuldung

am Beispiel USA – Gesamtschulden

100%

90%

80%

70%

60%

50%

15.000

in % des BIP in Mrd. US-$

13.000

11.000

9.000

7.000

5.000

40%

3.000

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009p 2010p


Staatsverschuldung USA:

Wem die Schuldenuhr schlägt…


Staatsschuldenquote

1995 – 2010e

in % des BIP

200

175

150

125

100

75

50

25

0

Japan

Belgien

Österreich

Schweiz

Rumänien

1995 2000 2005 2010


Hyperinflation,

Deutschland 1919 –

1923

Quellen: diverse


Inflationsrate Österreich

1954 –

10%

8%

6%

4%

2%

0%

2009e

1954 1964 1974 1984 1994 2004 2009e


Inflation oder Deflation?

Inflation: Gesamte Geldmenge > Gesamtangebot an Gütern

-> Steigende Preise

-> Steigende Löhne

-> Höhere Produktionskosten

Auswirkungen: reger Konsum, hohe Beschäftigungsquote & BIP

Deflation: Gesamtangebot an Gütern > gesamte Geldmenge

-> Preise sinken

-> Löhne gehen zurück

Auswirkungen:

Deflationsspirale

z.B. Japan!

Kaufzurückhaltung, Produktionsrückgang,

steigende Arbeitslosigkeit


Beispiel US-Dollar:

Geldmenge vs. Geldumlauf

Quelle: Format 17/2009


Zusammenfassung






Entstehung der Krise(n)

Ursachen

Spekulationsblase –

kein einmaliges Ereignis

Herausforderung Staatsverschuldung

Inflation / Deflation

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