Kapitalmarkt - fit4Future - Raiffeisen

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Kapitalmarkt - fit4Future - Raiffeisen

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Globale Einflüsse

auf die Kapitalmärkte

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Was ist der Kapitalmarkt?

Geld, das nicht für den Konsum gebraucht wird – in

Österreich ca. 10% des verfügbaren Volkseinkommens

- wird gespart!

Veranlagung erfolgt in unter anderem in

Wertpapiere

Immobilien

Sparbücher

Was ist der Kapitalmarkt?

Grundsätzlich unterscheidet man:

Geldmarkt Kapitalmarkt

Sparbücher Anleihen

Bundesschatzscheine Aktien

Bausparvertrag Fonds

Termingeld Zertifikate

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Was ist der Kapitalmarkt?

Geldmarkt: Markt für kurzfristiges Finanzkapital

(Laufzeit bis zu 1 Jahr)

Kapitalmarkt: Markt für langfristiges Finanzkapital

(Laufzeit > 1 Jahr)

! Über den Kapitalmarkt verschaffen sich

Unternehmen langfristiges Kapital für Investitionen!

Wie funktioniert der Kapitalmarkt?

Emittenten Investoren

Kapitalnehmer

z.B.: Unternehmen

Mittelverwendung

z.B.:

Investitionen

Bilanz BÖRSE

Mittelherkunft

(Eigenkapital +

Fremdkapital)

als

Drehscheibe

Vermittler

z.B.: Banken,

Investmenthäuser

Kapitalgeber

z.B.: Private Anleger

Institutionelle Anleger

Kapitalgeber erhält

durch den Kauf einer

z.B. Aktie Rechte:

z.B. Dividende oder

Mitspracherecht

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Kapitalmarkt – Alternative

Finanzierungsmöglichkeit

Möglichkeiten der Unternehmensfinanzierung:

Hereinnahme

von Partnern

Eigenkapital Fremdkapital

Börsegang -

Aktien

Anleihen

Alternative Finanzierungsmöglichkeiten für

Unternehmen zum „klassischen“ Bankkredit

Kapitalmarkt – Alternative

Finanzierungsmöglichkeit

Anleger hat die Möglichkeit, als

1. Gläubiger ANLEIHEN

2. Miteigentümer AKTIEN

zu investieren.

Kredite

Chancen auf langfristig höhere Erträge verbunden mit

einer höheren Risikobereitschaft

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Geographische Unterschiede in

der Unternehmensfinanzierung

Quelle: EZB, Eurostat, Wiener Börse, Stand: 2006

Geographische Unterschiede

beim Aktienbesitz

Wie viele Personen halten Aktien?

Quelle: Deutsches Aktieninstitut, IMAS, Stand: 2007

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Kapitalmarkt – Aufgaben

Markt, an dem Wertpapiere gehandelt werden

Kapitalzufluss für Unternehmen und öffentliche Hand

Stimulation der Gesamtwirtschaft

Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Fördert Wachstum und Innovation

WICHTIGER ERFOLGSFAKTOR FÜR

JEDE VOLKSWIRTSCHAFT

Die Rolle der Banken am

Kapitalmarkt

Für einen funktionierenden Kapitalmarkt spielen

„Banken“ eine wichtige Rolle:

•Beratung und Begleitung

von Unternehmen bei

Börsegängen bzw.

Kapitalerhöhungen über

die Börse

•Beratung und

Betreuung der Kunden in

allen Veranlagungs-

Angelegenheiten

•Abwicklung

von Wertpapieraufträgen

•Verwahrung der

Wertpapiere am

Kundendepot

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Funktionsweise und Aufgabe

der Börse im Kapitalmarkt

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Welche Aufgaben hat die Börse?

Hauptaufgaben der Börse:

Aktive Gestaltung des Kapitalmarktes zum Nutzen

der gesamten Wirtschaft.

Plattform für Emittenten (Unternehmen), Anleger

und Banken.

Bedeutung für den Anleger:

An einer Wertpapierbörse können Anleger

jederzeit Wertpapiere kaufen und verkaufen.

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Was wird an der Börse gehandelt?

Wertpapierbörse Warenbörse

Handel z.B. mit: Handel z.B. mit:

Forderungspapieren

= Gläubigerpapiere mit Zinsen,

z.B. Anleihen

oder

Anteilspapieren

= Teilnehmerpapiere mit

veränderlichen Ertrag, z.B.

Aktien

Agrargütern

Energie

Rohstoffen

Wie wird an der Börse gehandelt?

Kassamarkt

(z.B. Aktien)

Geschäftsabschluss

Geschäftserfüllung

Geschäftsabschlüsse werden

innerhalb von 3 Tagen erfüllt

Terminmarkt

(z.B. Optionen)

Geschäftsabschluss

Geschäftserfüllung

Geschäftsabschlüsse werden zu

festgelegten Konditionen später erfüllt

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Internationale Börseplätze

Wiener Börse

Quelle: Wiener Börse

1771 1818 1878

1914/39

1985 1997

2004 2007

1999 1999

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Stimmungsbarometer der

Wiener Börse - ATX

ATX = Austrian Traded Index

Spiegelt die Kursentwicklung der 20 größten und

umsatzstärksten Unternehmen der Wiener Börse wieder

Die Aktien werden gewichtet nach Marktkapitalisierung, d.h.:

- börsenmäßigen Wert

- Streubesitz

- Repräsentationsfaktor

(= dient der Anpassung der Gewichtung einer Aktie in einem Index bzw. begrenzt

die Maximalgewichtung einer Aktie in den Indizes der Wiener Börse.

Werte mit einer hohen Kapitalisierung und einem hohen

Streubesitzanteil = stärkerer Einfluss auf ATX!

Zusammensetzung ATX

Name

Erste Group Bank AG

OMV AG

Telekom Austria AG

Verbund

Raiffeisen International Bank Holding AG

Voestalpine AG

Vienna Insurance Group

Wienerberger AG

Intercell AG

Andritz AG

Oesterreichische Post AG

Strabag SE

RHI AG

Flughafen Wien AG

Mayr Melnhof Karton AG

bwin Interactive Entertainment AG

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment

Zumtobel AG

Palfinger AG

Austrian Airlines AG

Quelle: Bloomberg, per 14. Oktober 2009

% Gewichtung im Index

19,53

18,26

10,00

8,78

8,26

8,00

4,65

3,91

2,96

2,61

2,29

1,63

1,58

1,56

1,55

1,25

1,24

0,88

0,58

0,48

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ATX - langfristig

Quelle: Bloomberg, per 16. Oktober 2008

ATX - seit Jahresbeginn

Quelle: Bloomberg, per 16. Oktober 2008

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Die Börse als Wirtschaftsbarometer

Kursbildung nach Angebot und Nachfrage

Die Börse blickt in die Zukunft

Aktienkurs wird von den Erwartungen der

Marktteilnehmer beeinflusst

Sie reagieren auf volkswirtschaftliche und

politische Veränderungen sehr sensibel!

Einflussfaktoren auf den Aktienkurs

Erfolgsaussichten des Unternehmens/der Branche

Allgemeine Wirtschaftslage

Fundamentaldaten

Kurs

Angebot und Nachfrage

Spekulationen

Erwartungen

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Kursveränderung - Beispiel Daimler Aktie

Quelle: Bloomberg

Gewinnwarnung

Ablösung des Konzern-Chefs

Jürgen Schrempp

Trennung

von

Chrysler

Finanzkrise und

Rezessionsängste!

Einflussfaktoren auf den Aktienkurs

Erfolgsaussichten des Unternehmens/der Branche

Allgemeine Wirtschaftslage

Fundamentaldaten

Kurs

Angebot und Nachfrage

Spekulationen

Erwartungen

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Kettenreaktion

Die Finanzkrise

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Die Finanzkrise

Vom Immobilienboom zum Börsen-Crash

Niedrige Leitzinsen ab 2000 => „billiges Geld“

US-Immobilienmarkt boomt

80 US NAHB Index (Vorlaufindikator Wohnbau)

70

60

50

40

30

20

15

-20

89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05

Quelle: Thomson Financial Datastream, Raiffeisen RESEARCH

25

20

15

10

0

US Hauspreisentwicklung

(% p.a., Case-Shiller Index, r. Skala)

-5

-10

5

-15

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Gründe für die Finanzkrise

Historisch niedrige Zinsen

Risikoreiche Kreditvergabepolitik:

- aufgeweichte Kreditvergabestandards

- Kredite an bonitätsschwache Schuldner („subprime“)

=> NINJA Loans (no income, no job, no assets)

- variable Kreditzinsen mit niedrigen Anfangsraten

Steigende Immobilienpreise werden für weitere

Kreditaufnahmen (Konsumkredite) verwendet

MOTTO: Alles wird schon gut gehen, die

Immobilienpreise werden schon weiter steigen!

Platzen der Immobilienkrise

80

70

60

50

40

30

20

15

US NAHB Index (Vorlaufindikator Wohnbau)

89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07

Quelle: Thomson Financial Datastream, Raiffeisen RESEARCH

US Hauspreisentwicklung

(% p.a., Case-Shiller Index, r. Skala)

25

20

15

10

5

0

-5

-10

-15

-20

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Die Finanzkrise

Leitzinsenerhöhungen, um Wirtschaft abzukühlen

Quelle: Bloomberg

Die Finanzkrise

US-Immobilienpreise brechen ein

Um die US-Wirtschaft abzukühlen, erhöht die

Notenbank die Leitzinsen innerhalb von 2 Jahren von

1% auf 5,25%

Kredite werden teurer

Immer mehr Subprime-Schuldner können durch

gestiegene Kosten ihre Kredite nicht mehr bedienen

Folge -> Zwangsversteigerungen nehmen zu

Fallende Hauspreise bringen nun auch immer mehr

„bessere“ Schuldner in Probleme

=> Abwärtsspirale nimmt ihren Lauf

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New Century Financial wird erstes Opfer

Pleite des US-Hypothekenfinanzierers im April 2007

Quelle: Bloomberg

Kursabsturz –

Aktien sind wertlos!

Im Juli 2007 erreicht die Krise Europa

Deutsche Banken verspekulieren sich in den USA!

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US-Krise wird zur globalen Krise

Wie kam das Risiko in ausländische Banken?

Risikotransfer der Banken zu Kapitalmarktinvestoren mittels

verbriefter Wertpapiere – Nachfrage vorhanden, da hohe

Zinsgewinne zu erzielen waren!

Private Haushalte

Käufer

u.a. europäische Banken,

Fonds, Versicherungen

und auch Kleinanleger

Langfr. Immobilienkredit

(Subprime-Kredite: Kredit

an schwache Schuldner)

Verkauft die Wertpapiere

US-Banken

verkaufen Immobilienkredit

in „Paketen“

Zweckgesellschaft

(SPV bzw. SPE)

US-Krise wird zur globalen Krise

Qualitätsproblem Liquiditätsproblem

Kreditausfälle und

Kursrückgänge bei

Wertpapieren

Bilanzierungsrichtlinien

machen Abschreibungen in

Milliardenhöhe nötig

Keiner weiß, welche Bank

inwieweit betroffen ist

Folge => Banken leihen sich

gegenseitig kein Geld

(Liquidität) mehr

Durch Zusammenbruch des

Interbankenmarktes kommen

auch Banken in

Schwierigkeiten, die nichts

mit Subprime zu tun haben

Verunsicherung nimmt zu

Folge => US-

Hypothekenkrise wird zur

globalen Finanzkrise

(Vertrauenskrise)

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Auswirkungen der Finanzkrise (I)

Februar 2007: Erste Zahlungsausfälle bei Hypothekenkrediten

April 2007: erstes Opfer New Century Financial

Juni 2007: Deutsche IKB muss vor der Insolvenz gerettet werden

August 2007: Notenbanken greifen erstmals ein und pumpen

Milliarden in den Geldkreislauf

September 2007: der englische Baufinanzierer Northern Rock wird

vom Staat gerettet

Auswirkungen der Finanzkrise (II)

Jänner 2008: Achterbahnfahrt an den Aktienbörsen beginnt;

Bedrohte US-Bank Countrywide wird von Bank of America

übernommen

Februar 2008: Northern Rock wird vorübergehend verstaatlicht

März 2008: US-Investmentbank Bear Stearns bricht zusammen

und wird zum Spottpreis von JP-Morgan übernommen; erste

Gerüchte zu Lehman Brothers tauchen auf

September 2008: US-Regierung fängt die beiden größten

Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac auf (ausständiges

Kreditvolumen über USD 5.000 Mrd.!)

Banken müssen Abschreibungen (Wertberichtigungen) in

Milliardenhöhe vornehmen

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BANKEN

Abschreibungen weltweit

Quelle: Bloomberg

BANKEN - Abschreibungen in USD Mrd.

Die größten “Flops”

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

Wachovia

Citigroup

Quelle: Bloomberg

Merrli Lynch

Abschreibungen: USD 640 Mrd. bis Oktober 2008

Washington

Mutual

UBS AG

HSBC

Bank of

America

JP Morgan

Morgan

Stanley

IKB

Lehman

Brothers

Royal Bank

of Scotland

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Lehman-Pleite führt zur Eskalation

September/Oktober 2008:

- Lehman Brothers als größte Bankenpleite der US-Geschichte

- vormals größte Versicherung der Welt AIG quasi verstaatlicht

- Übernahme von Merrill Lynch durch Bank of America

- Übernahme von des britischen Baufinanzierers HBOS

durch Lloyds TSB

- Morgan Stanley und Goldmann Sachs stark unter Druck

=> Aktienmärkte fallen auf die tiefsten Stände seit Jahren!

Wichtige Aktienmärkte seit

Jahresbeginn

Quelle: Bloomberg

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Folgen – Globale

Wirtschaftsabschwächung

Banken erschweren Kreditaufnahme für Unternehmen aufgrund

eigener Liquiditätsengpässe

Unternehmen brauchen aber Kredite, um Investitionen

durchzuführen und Wirtschaftswachstum zu ermöglichen

Ohne Investitionen gehen Arbeitsplätze verloren bzw. werden

keine neuen geschaffen

Einkommen der Haushalte gehen zurück – weniger Konsum!

Weniger Konsum bedeutet weniger Umsatz für Unternehmen

usw.

Globale Wirtschaftsabschwächung als Folge => Rezession

Euroraum: Vorlaufindikatoren

im freien Fall

70

65

60

55

50

45

40

35

Italien

Jun.97 Jun.99 Jun.01 Jun.03 Jun.05 Jun.07

Quelle: Reuters, Raiffeisen RESEARCH

Frankreich Deutschland

Spanien

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Wege aus der Finanzkrise -

Maßnahmen zur Beruhigung

Oberste Priorität: VERTRAUEN wiederherstellen!

- dazu ist nur der Staat in der Lage – durch Übernahmen,

Kapitalspritzen, Garantien

- auch wenn das den Steuerzahler teuer kommt => ein

Zusammenbruch des Bankensystems wäre viel schlimmer!

Weltweite Maßnahmenpakete der einzelnen Staaten wurden

bereits bekannt gegeben - diese umfassen Kapitalspritzen,

Bürgschaften, Garantien und neue Bilanzierungsregeln

USA – bis zu USD 700 Mrd.

Deutschland – bis zu Euro 400 Mrd.

Österreich – bis zu Euro 100 Mrd.

Anlagegrundsätze

EU insgesamt

ca. Euro 2 Billionen

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Anlageklassen

Anleihen

Aktien

Beurteilungskriterien für

Veranlagungsprodukte

Ertrag

Sicherheit Liquidität

Geldmarkt

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Ertrag und Zeit

Quelle: Raiffeisen Capital Management

Langfristige Perspektive

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Sinnvolle Behaltedauer

Stufenweiser Vermögensaufbau

Risikostreuung

Renten-

Fonds

Geldmarkt-

Fonds

Aktien-

Fonds

Renten-

Fonds

Aktien

Internationale

Rentenwerte

Inländische Rentenwerte

Immobilienfonds

Spareinlagen, Bausparen

Versicherungen

Wertschwankung

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Bei Raiffeisen Salzburg sind

die Kundengelder sicher.

• Solide Geschäftspolitik / konservative Veranlagung

• Stabilität ist uns wichtiger als das schnelle Geld

• Keine Subprime – und „Lehman“-papiere

• Ausreichend Liquidität bei Raiffeisen Salzburg vorhanden

• Geld kommt von unseren Sparern

– dadurch keine Abhängigkeit von der Liquidität internationaler

Geschäftsbanken

• Wir finanzieren unsere Salzburger Unternehmen

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Raiffeisen Kundengarantiegemeinschaft Salzburg

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Zweifache Sicherheit !!!

* Ausgenommen davon sind Ergänzungskapitalund

nachrangige Anleihen

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Stufenweiser Vermögensaufbau

Vielen Dank für die

Aufmerksamkeit

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