Februar - S & D Verlag

sudverlag

Februar - S & D Verlag

02/2010

Tierporträt

Diskus-Fische

mögen

es heiß

Unsere besten

Tier & Apotheke

Natürliche

Hilfe bei

haarigen

Problemen

Exklusiv

aus Ihrer

Apotheke

Diese Ausgabe wurde

von Ihrer Apotheke bezahlt…


Inhalt

Da ist der Wurm drin

Hundewelpen stecken sich oft

über die Muttermilch mit Larven

von Spul- und Hakenwürmern an.

Experten geben Tipps zur Abwehr.

Seite 10

Maine Coon – die

Seefahrerkatze

Um ihre Herkunft ranken sich die

wildesten Gerüchte und sie trägt

selbst im Sommer Schneeschuhe.

Seite 18

Serie: Zoos und Tierparks

Winterspaß im

Allwetterzoo Münster

„Füttern erlaubt“ heißt es bei den

Elefanten und in der begehbaren

Vogelvoliere in Münster.

Erleben Sie Tiere „hautnah“

und viele Überraschungen.

Seite 27

2

Serie Serie zum zum

AusAusschneiden!schneiden! Wissenschaft & Forschung

04 Gewinnspiel – Eintrittskarten Allwetterzoo Münster

04 Kopfüber in die Tiefe klettern – Nasenbär

04 Fühjahrskatzen sind robuster

05 Natur in Zahlen

05 Tierischer Lauschangriff beim Uhu

05 Hat der Ostsee-Dorsch eine Chance?

Aktuell & Erstaunlich

06 Der Iditarod – Das härteste Rennen der Welt

26 Gewinnspiel – Nintendo DS-Konsole und Spiel

26 Orcas – Schlaflos im Ozean

Natur & Wildnis

08 Wie alt bist Du, Fisch?

08 Die Geheimsignale der Bachstelze

09 Skurile Tierarten neu entdeckt

25 Feldhamster in Not

Tierhaltung & Pflege

10 Schon bei den Kleinsten ist der Wurm drin

12 Maßnahmen am Unfallort – Serie: Erste Hilfe für Haustiere

13 Mieze auf den Zahn gefühlt

20 Zu Gast beim Fotoshooting – So wird Ihr Tier zum Star

22 Fertigfutter – was bedeuten die Angaben auf der Verpackung?

29 Mit Homöopathie gegen haarige Probleme – Meerschweinchen

31 Serie: Untermieter auf Zeit – Siebenschläfer lieben Gruppenkuscheln

Tier & Schutz

11 Supernasen im Kampf gegen den Artenschmuggel

13 Karneval – für Tiere absolut kein Spaß

Tierporträt

18 Die sanfte Waschbärkatze – Maine Coon

24 Diskusfische mögen es heiß

Sammelserie: Zoos und Tierparks

27 Tiere „hautnah“ erleben – Allwetterzoo Münster

Rubriken

14 Juniorseiten – Rätsel und mehr

16 Tierposter mit Kalenderteil

19 Kreuzworträtsel

30 Vorschau & Impressum

32 Tierische Redewendungen – Jemandem einen Bären aufbinden

Hallo ...

…ich bin Drago und erkläre Euch das Titelbild:

Die ursprüngliche Heimat aller heute

vorkommenden Haushühner ist Indien und

Südostchina. Sie stammen von einer einzigen

Wildhuhnart ab, dem Bankivahuhn, das noch heute dort wild lebt.

Gute Legehühner können im Jahr bis zu 300 Eier legen, während ein wild

lebendes Bankivahuhn nur zwei- bis dreimal im Jahr 6 bis 12 Eier legt.

www.unsere-besten-freunde.com

Foto: © fotolia


–––––––––––

Am 14. Februar

ist Valentinstag

–––––––––––

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Tierisches Liebesgeflüster

Beim Valentinstag in der Natur lässt sich die männliche Tierwelt einiges

einfallen, um das Herz ihrer Damen zu gewinnen.

Sex für Geschenke versprechen

weibliche Skorpionsfliegen ihren

Männchen. Die in feuchten Waldrändern

lebenden Fliegen legen sich dafür

mächtig ins Zeug. Zuerst nehmen die

Männchen die auserwählte Spinnenfrau

genau unter die Lupe. Wichtigstes Kriterium:

wie viel Eier sie wohl legen mag.

Dann produzieren die Männchen aus

Speichel eiweißhaltige Bonbons als

Hochzeitsgeschenk. Für attraktive Weibchen

gibt es größere Bonbons, für weniger

vielversprechende kleinere. Die folgende

Begattung dauert so lange, wie

das Weibchen am Bonbon lutscht. Das

kann sich über Stunden hinziehen. Und

je länger der Sex währt, desto mehr

Nachkommen sind zu erwarten.

Schwanenmänner brauchen keine Geschenke,

um sich bei der auserwählten

Partnerin beliebt zu machen. Einmal ge-

funden, bleiben Schwäne ein Leben lang

zusammen. Trotzdem geben sich die

männlichen Vögel aber große Mühe, die

Partnerin bei Laune zu halten. Mit hoch

aufgerichteten Federn schwimmt der

Schwan am Weibchen vorbei und gurrt

dabei leise Liebesschwüre. Gefällt ihr

das, beugt sie den Kopf und legt ihren

Schnabel dicht an den des Männchens.

Lohn für die Liebe: fünf bis acht Eier.

Delfine und Tümmler nehmen es mit der

Treue nicht so genau. Bei ihnen ist Toleranz

in der Partnerschaft das Wichtigste

und Seitensprünge sind für beide Partner

erlaubt. Hierbei gilt: „Gelegenheit

macht Liebe“. Bemerken männliche Delfine

ein Weibchen ohne Partner in der

Nähe, ist die verhängnisvolle Affäre vorprogrammiert.

Entdeckt der zugehörige

Tümmler den Treuebruch und der Rivale

ist noch in der Nähe, setzt es Flossenhiebe.

Pünktlich zum 1. eines jeden Monats ...

... erscheint „Naturheilkunde & Gesundheit“ und informiert Sie über

+ Tipps zur Gesunderhaltung + Tierhaltung und Pflege + Mensch und Tier +

und vieles mehr.

Weiterhin erscheint im S & D Verlag: KOPFfit, die Zeitschrift für

Gehirnjogging und Gedächtnistraining; Rätsel-aktuell, die Kundenzeitung

ist randvoll mit Rätseln und interessanten Artikeln sowie SUDoku, für alle

Freunde der japanischen Knobelei.

Unsere besten Freunde

Friedlicher geht

es bei Präriehunden

zu. Sie

leben in Nordamerika

in riesigen

Kolonien

mit mehreren

tausend Tieren.

Diese Kolonien

bestehen aus

vielen einzelnen

Familiengruppen mit jeweils einem

Männchen und mehreren Weibchen. Deren

Behausungen liegen dicht an dicht

in einem Netzwerk aus unterirdischen

Tunnelsystemen. Damit der Hausherr bei

den vielen Damen nicht den Überblick

verliert, hat sich die Natur den „Erkennungskuss“

einfallen lassen. Dabei drückt

der Präriehund seine Lippen auf die eines

Weibchens und erkennt an der Art, wie sie

ihn küsst, um wen es sich handelt.

DAS ORIGINAL

Unsere besten Freunde 02/2010 3

Fotos: © wikipedia


Wissenschaft & Forschung

Füttern

Sie ...

... im Allwetterzoo Münster die

Elefanten, freuen Sie sich auf

die Pinguin-Parade und haben Sie

einen ganzen Tag lang tierisch viel

Spaß (siehe auch Zoo-Sammelserie

auf S. 27 und 28).

Wir verlosen fünfmal

2 Eintrittskarten.

Schreiben Sie bis zum 28. 2. 2010

eine ausreichend frankierte

Postkarte mit dem Lösungswort

(farbig unterlegte Felder aus dem

Rätsel auf Seite19) und der Adresse

der Apotheke, von der Sie

„Unsere besten Freunde“

erhalten, an:

S & D Verlag GmbH

Stichwort: Münster

Postfach 12 13

47592 Geldern

Kopfüber

in die Tiefe

klettern

Immer die Nase vorn haben die in Südund

Mittelamerika heimischen Nasenbären,

wenn sie aus ihrem Baumnest zur

Nahrungssuche kopfüber nach unten

klettern. Das ist möglich, weil die etwa 41

bis 67 Zentimeter großen und bis zu

sechs Kilogramm schweren Kleinbären

ihre Pfoten komplett nach hinten drehen

können, um sich besser mit ihren Krallen

am Baumstamm festzuhalten. Der bis zu

69 cm lange Schwanz dient als Stützeund

Balancestange. Nasenbären klettern

nur zum Schlafen, zur Paarung und zur

Geburt der drei bis sieben Jungtiere auf

Bäume. Bei der Fortbewegung und Nahrungssuche

am Boden strecken sie den

Schwanz senkrecht in die Höhe. Früchte,

Insekten, aber auch Mäuse und Aas zählen

zu den Leibspeisen der tagaktiven

Kleinbären. Nasenbär-Weibchen und

Jungtiere leben in Gruppen von bis zu

25 Tieren zusammen. Die Männchen sind

Einzelgänger und dürfen sich nur zur

Paarungszeit nähern.

Wer sich eine Katze zulegen möchte,

kann sich getrost auch für ein im Herbst

geborenes Tier entscheiden. Entgegen

einer noch immer verbreiteten Auffassung

sind „Herbstkätzchen“ genauso widerstandsfähig

wie im Frühling geborene

Samtpfoten. Der alte Volksglaube

stammt aus Zeiten, in denen viele Katzen

noch Streuner waren. Damals hatten es

im Frühjahr zur Welt gekommene Tiere

tatsächlich leichter als solche aus Herbstwürfen,

denn die Witterung war angenehmer

und das Beuteangebot größer.

4 Unsere besten Freunde 02/2010

Foto: © wikipedia

Frühjahrskatzen

sind

nicht robuster

Foto: © aboutpixel.de/Conny S.


Tierischer

Lauschangriff

beim Uhu

Auf den ersten Blick hat der Uhu wunderschöne

große Ohren. Doch die Federbüschel

auf dem Kopf sind nicht zum

Hören da, sondern dienen als Drohmittel

oder als Schmuck bei der Brautwerbung.

Das echte Gehör aller Eulen liegt in einem

Federkranz hinter den Augen versteckt.

Werden diese Federn aufgerichtet,

wirken sie wie ein Trichter, der auch

noch die feinsten Geräusche ansaugt.

Selbst eine etwa ein Kilometer weit im

Laub raschelnde Maus, kann so den immer

hungrigen Jägern der Finsternis

nicht entkommen.

Foto: © Deutsche Wildtierstiftung

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Hat der

Ostsee-Dorsch

eine Chance?

Die EU hat strenge Fangquoten für den

Ostseedorsch festgelegt, viele Staaten

halten sich jedoch nicht daran. Laut

WWF fangen einige 32 bis 45 Prozent

mehr Dorsch als erlaubt. Damit der Fisch

aber weiterhin eine Chance hat, müssen

die Fangquoten strikt eingehalten werden.

Auch ihre Fangtechniken müssen

die Fischer ändern, damit mehr Jungfische

heranwachsen können. Zur Zeit

werden etwa 28 Prozent eines Fanges

wieder über Bord geworfen, da die Tiere

zu klein sind. Das überleben allerdings

nur die wenigsten Jungfische! „Wir müssen

dem Ostsee-Dorsch Zeit geben, sich

von der rücksichtslosen Ausbeutung vergangener

Jahre zu erholen“, sagt Heike

Fester, Fischereireferentin beim WWF.

Unsere besten Freunde

120.000 Haare drängen sich auf

einem Quadratzentimeter Fell

des See-Otters.

Er hat damit das dichteste

Haarkleid in der Tierwelt.

Zum Vergleich: auf dem Kopf

eines Menschen sind es durchschnittlich

„nur“ 300 Haare

pro Quadratzentimeter.

Das extrem dichte Fell schützt

den etwa 40 kg schweren und

150 cm langen (davon 30 cm

Schwanz) Seeotter vor der

Kälte des Nordpazifik.

Er hat als einziges im Meer

lebendes Säugetier keine

isolierende Fettschicht.

Zwischen den seidigen Haaren

sorgen winzige, vom Otter

regelmäßig in sein Fell geblasene

Luftbläschen für eine gute

Isolierung und garantieren,

dass das Tier beim Schwimmen

nicht bis auf die Haut nass wird.

Unsere besten Freunde 02/2010 5

Foto: © wikipedia

Fotos: © wikipedia

Natur in Zahlen


Aktuell & Erstaunlich

Das härteste Rennen der Welt

Am 22. Januar 1925 erreicht die Behörden in Washington ein dringender Notruf aus der

Goldgräberstadt Nome, im Nordwesten des Bundesstaates Alaska.

In der Stadt war die Diphtherie ausgebrochen

und der einzige Arzt musste

mit nur vier Krankenschwestern etwa

10.000 Einwohner betreuen, hatte jedoch

keine Impfstoffe zur Verfügung

und auch die anderen Medikamente

gingen zur Neige. Eine Epidemie drohte

die Bevölkerung auszulöschen. Flugzeuge

gab es zwar schon in Alaska, aber die

waren wegen der großen Kälte nicht

einsatzbereit. Aus diesem Grund organisierten

die Behörden eine der spektakulärsten

Rettungsaktionen der Geschichte.

Eine Staffel von 20 Mushern (Hundeschlittenführer)

wurde per Morsetelegraph

zusammengetrommelt und diese

brachten die Medikamente, bei Temperaturen

von bis zu -52 °C in der Rekordzeit

von nur fünf Tagen nach Nome und

die Epidemie konnte eingedämmt werden.

Die Bevölkerung war gerettet.

Aus Andenken an dieses spektakuläre

Rettungsunternehmen wurde 1973 das

Iditarod-Hundeschlitten-Rennen ins Leben

gerufen. Die weltweit besten Schlittenhunde

und ihre Musher messen ihr

Können und ihre Kräfte auf einer Strecke

von über 1.850 Kilometern durch die

arktische Schneelandschaft Alaskas. Die

Gespanne bestehen aus bis zu 16 Hunden,

einem Schlitten und dem Lenker.

Die besten Teams schafften die Strecke

in 10 bis 17 Tagen. Die Teilnehmer sind

zwischen 18 und 65 Jahre alt und kommen

aus allen Gesellschaftsschichten.

Anmelden zu dieser Parforce-Jagd durch

die Polarnacht kann sich nur, wer sich

vorher schon durch Siege von mehreren

kleineren Rennen über mindestens 500

Meilen (etwa 800 km) qualifiziert hat.

Wer ohne Erfahrung und Können in diese

Rennen geht, spielt mit seinem Leben

und mit dem seiner Hunde.

Wer beim Iditarod versagt oder sich

nicht auf seine Hunde verlassen kann,

hat schon verloren.

6 Unsere besten Freunde 02/2010


Fotos: © pirena

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Unsere besten Freunde

Schlittenhunde

Die Schlittenhunde sind die wahren Helden der

Polregionen. Ohne sie könnten die Inuit (Eskimos)

in Amerika und die Ureinwohner in Sibirien nicht

überleben. Auch die Erkundung von Nord- und

Südpol durch Forscher wie Roald Amundsen wäre

ohne diesen unermüdlichen und treuen Läufer

nicht möglich gewesen.

Typische Schlittenhunderassen sind:

Der Grönlandhund der Inuit, einer der

ältesten Gebrauchshunderassen weltweit.

Er ist kraftvoll, robust, ausdauernd und zäh.

Sein dichtes, doppeltes Fell schützt ihn

auch vor extremer Kälte und Nässe. In Notzeiten

diente er auch als Fleischreserve.

Der Alaskan Malamute war bis ins

19. Jahrhundert die einzige Hunderasse im

nordwestlichen Teil der Arktis. Seinen

Namen erhielt er von dem Indianerstamm

der Malemuten in Alaska. Diese

Hunderasse wird seit über 2.000 Jahren

zum Transport von Gütern in dieser Region

eingesetzt.

Die Sibirischen Huskys sind die kleinsten

Schlittenhunde, doch durchtrainierte

Tiere können das Neunfache ihres Körpergewichts

ziehen. Ein Gespann aus 16 Tieren

kann somit über 3.500 kg transportieren.

Huskys sind ein echter Familienhund,

denn sie gehorchen allen Angehörigen.

Sprichwörtlich ist auch ihr hervorragender Orientierungssinn.

Der Weiße Samojede ist vielleicht die

unbekannteste Schlittenhunderasse. Sie

wurde von dem Volk der Nenzen oder

Samojeden im Westen Sibiriens gezüchtet.

Die Hunde lassen sich leicht mit weißen

Wolfsspitzen und anderen weißen Hunden

verwechseln, sie sind jedoch eine eigene

Rasse mit sanftem Charakter und einem geselligen

Wesen. Ursprünglich wurden sie genutzt als Arbeitshunde,

Schlittenhunde, Hütehunde und Wachhunde.

Neben den oben aufgeführten vier Hunderassen

gibt es noch eine ganze Reihe andere Hunderassen,

die für das Ziehen von Schlitten genutzt werden

können. Viele der zum Ziehen von Schlitten

ausgebildeten Hunde sind Mischlinge. Selbst ein

Gespann aus reinrassigen Pudeln startete schon

beim Iditarod in Alaska, konnte das Rennen jedoch

nicht beenden, da das Fell der Pudel nicht dicht genug

war, um sie vor der großen Kälte zu schützen.

Unsere besten Freunde 02/2010 7


Natur & Wildnis

Wie alt bist Du,

Fisch? H

Foto: © S. Guckenbiehl

Wipp, wipp, weg bin ich!

Die Geheimsignale der Bachstelze

Bachstelzen wippen fast ununterbrochen

mit dem Schwanz und

werden daher in Norddeutschland

als Wippstert bezeichnet. Doch warum

machen die Vögel das überhaupt? Dieser

Frage ging ein Heidelberger Biologieprofessor

nach. Christoph Randler

stellte fest, dass die Vögel umso heftiger

wippten, je wachsamer sie waren. Synchron

zu der aufgeregten Schwanzbewegung

schauten Bachstelzen aufmerksam

umher. Der Wissenschaftler deutet

das nicht als Drohgebärde oder Warnsignal

für Artgenossen, sondern als Signal

für die Feinde der lebhaften Vögel.

Foto: © wikipedia

aben Sie sich beim Blick ins Aquarium

nicht auch schon einmal

gefragt, wie alt Ihre Zierfische

eigentlich sind? Dann schauen Sie Ihnen

doch mal auf die Schuppen.

Unter einer Lupe kann man konzentrische

Streifen erkennen. Jeder Streifen

steht für ein Lebensjahr. Es gibt aber

auch noch eine andere Möglichkeit das

Alter eines Fisches zu bestimmen.

Das funktioniert allerdings erst durch eine

Operation oder nach dem Tod. Ein

knochenähnliches Gebilde im Innenohr

des Flossenträgers, das sogenannte Otolith,

entwickelt durch die saisonal bedingten

Temperatur- und Lichtveränderungen

des Wassers jedes Jahr einen

neuen Ring, der den Jahresringen der

Bäume gleicht. Um zu wissen, wie alt ein

Fisch geworden ist, muss der Tierarzt

also nur die Ringe zählen.

Nach dem Motto: „Ein Angriff lohnt sich

nicht, ich habe dich gesehen und bin

schneller weg, als du fliegen kannst.“ Ob

Habicht, Sperber und andere Greifvögel

allerdings überhaupt wissen,

was diese Wippsignale bedeuten,

ist noch nicht untersucht

worden. Na dann,

wipp weiter, kleiner

Wippstert!

8 Unsere besten Freunde 02/2010


Wenn der Vampir-Frosch mit dem

Alien-Gecko …

… im Mekong-Delta umherstreift,

dann schlägt das Herz eines jeden

Forschers höher. 163 neue Tier- und

Pflanzenarten entdeckten Wissenschaftler

in dem Gebiet, das sich über Kambodscha,

Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam

und Südwest-China erstreckt. Darunter

sind ein vogelfressender Frosch

mit Fangzähnen und ein Leoparden-

Gecko, der mit seinen orangen Katzenaugen,

den spindeldürren Gliedern und

der fluoreszierenden Haut aussieht wie

ein Wesen aus einer fremden Welt. Kaum

entdeckt sind sie schon stark von Lebensraumverlust

und Handel mit Wildarten

bedroht. „Die neuen Funde zeigen,

dass im „Greater Mekong“-Gebiet

vermutlich noch hunderte Arten auf

ihre Entdeckung warten“, so WWF-Süßwasserexperte

Martin Geiger. „Sie

drohen auszusterben, ohne jemals von

Forschern gesichtet worden zu sein.“

Insgesamt 100 Pflanzen-, 28 Fisch-,

18 Reptilien-, 14 Amphibien-, 2 Säugetierarten

sowie eine „flugfaule“ Vogelart

wurden im Einzugsgebiet des unteren

Mekong jüngst beschrieben. Zu den kuriosesten

Arten zählen eine getigerte

Grubenotter, eine rubinrote Odessabarbe

sowie der Nonggang-Schwätzer, der

seine Flügel nur in Gefahrensituationen

benutzt. „Der entdeckte Leoparden-

Gecko ist eine biologische Sensation“,

Leoparden-Gecko

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Ruderfrosch

so Martin Geiger. „Seine grellen Katzenaugen

und das Fleckenmuster könnten

ihm jedoch zum Verhängnis werden. Sie

machen ihn zu einer Goldgrube für Reptilienhändler.“

Ein Teil der neu entdeckten Arten lebt in

sogenannten Insel-Habitaten, also in

isolierten Lebensräumen. Werden diese

„Inseln“ zerstört, so verschwinden bestimmte

Tier- und Pflanzenarten für

immer von der Bildfläche. Im Greater

Mekong Gebiet stellt die Verbauung der

Flüsse, die Umwandlung von Wald in

landwirtschaftliche Flächen, der Bergbau

und die Zerstückelung der Landschaft

durch Straßen und Infrastruktur eine

große Gefahr für die biologische Vielfalt

dar. Über 240 große Staudämme sind in

der Region bereits gebaut oder konkret

in Planung. Diese seien für die bekann-

Unsere besten Freunde

Tierarten

neu

entdeckt

Vogelfressender Frosch

ten und noch unentdeckten Arten, vor allem

auch für die wandernden Fischarten

wie den Riesenwels oder die Riesenbarbe,

eine Katastrophe. „Grenzübergreifende

Schutzgebiete, die auch die Dynamik

des Mekongs und seiner Nebenflüsse

wahren, sind für den Erhalt der außergewöhnlichen

Artenvielfalt unabdingbar“,

fordert WWF-Experte Martin Geiger.

Unsere besten Freunde 02/2010 9

Fotos: © Thomas Ziegler/WWF Greater Mekong


Apothekentipp

Schon bei den

Kleinsten ist der

Wurm drin

Hundewelpen stecken sich oft

über die Muttermilch mit Larven

von Spul- und Hakenwürmern

an. Aber auch im Mutterleib ist

eine Übertragung möglich. Experten

empfehlen daher eine regelmäßige

Entwurmung.

Der Wurm ist klein, der Weg ist lang: Die

in der Muskulatur des Muttertieres ruhenden

Larven werden in der Trächtigkeit

aktiviert und wandern über die Plazenta

bis in die Leber der ungeborenen

Welpen. Von dort geht es nach der Geburt

weiter in Lunge und Darm, wo sie

sich letztlich zu geschlechtsreifen Würmern

entwickeln. Die oft wochenlangen

Wanderungen der frühen Larvenstadien

können ernste Organschädigungen bei

Jungtieren hervorrufen.

Beim erwachsenen Hund erfolgt die

Übertragung vorwiegend durch Wurmeier

im Kot, die sich in der Umwelt zu infektionsfähigen

Larven entwickeln. Sie

gelangen über die Maulhöhle in den

Magen-Darmtrakt unserer Haustiere.

Durch das Schlecken, aber auch schon

Schnüffeln an Hundehäufchen und Vogelkot

können sich Hunde jederzeit neu

infizieren. Auch Menschen tragen an

Schuhsohlen die winzigen, nicht mit

bloßem Auge sichtbaren Eier mit in die

Wohnung und verbreiten sie so. Larven

von Hakenwürmern sind sogar in der

Lage durch die gesunde Haut des Hundes

zu dringen. Weiterhin ist ein Bandwurm-Befall

auch indirekt über Haarlinge,

Flöhe oder auch Mäuse möglich.

Fotos: © DGK/Heck

Das Problem:

Wurmbefall ist oft zunächst symptomlos.

Hinweisend sind jedoch breiiger Kot und

Durchfall, stumpfes Fell und/oder Entwicklungsstörungen.

Bei starkem Befall

kann man Würmer im Kot oder aber

auch in Erbrochenem finden. Mehr als 20

Prozent aller Hunde tragen laut einer

Studie in ihrem Fell Spulwurmeier, an denen

sich sehr leicht auch der Mensch anstecken

kann.

Besonders in Haushalten, in denen Kinder,

alte oder kranke Menschen leben, ist

daher regelmäßiges Entwurmen ratsam.

Eine Entwurmung funktioniert jedoch

nicht wie eine Impfung, sondern tötet

nur vorhandene Würmer und Larvenstadien

ab und schützt somit lediglich eine

gewisse Zeit vor Neubefall. Die ESCCAP

(European Scientific Counsel Companion

Animal Parasites), eine internationale

Vereinigung von Veterinärparasitologen,

empfiehlt daher offiziell folgendes Entwurmungsschema:

Muttertiere

10 Tage vor der Geburt entwurmen.

Welpen ab dem 14. Lebenstag

alle 2 Wochen bis zum Absetzen

gemeinsam mit der Mutter entwurmen,

dann noch 2 Mal.

Alle Hunde

vierteljährlich

bis hin

zu 12 Mal im

Jahr (z. B.

Jagd- oder Zuchttiere) gegen

Spul- und Bandwürmer.

Die gebräuchlichsten Wurmmittel sind

Tabletten (auch in Form von Leckerli),

Pasten oder Flüssigkeiten vom Tierarzt.

Aber auch Präparate aus

natürlichen Kräuterextrakten

können Abhilfe schaffen.

Fragen Sie in Ihrer Apotheke!

Ihre Apotheke …

Kompetente

Beratung

in Sachen

Gesundheit

… alles Gute für Ihr Tier!

10 Unsere besten Freunde 02/2010


Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Supernasen im Kampf

gegen den Arten-Schmuggel

Der Handel mit bedrohten Arten blüht. Um Schmugglern das Handwerk zu

legen, setzt der Zoll verstärkt auf vierbeinige Ermittler.

Unsere besten Freunde

Unsere besten Freunde 02/2010 11

Fotos: © Andreas Eistert/WWF

Wenn die Artenschutzspürhunde

Amy und Uno am Frankfurter Flughafen

ihre Nasen in Gepäckstücke

stecken, dann sind sie hochkonzentriert

und lassen sich durch nichts und niemanden

von ihrer Aufgabe ablenken. Und die

lautet: such die verbotene Fracht. Während

ihrer mehrmonatigen Ausbildung sind Amy

und Uno auf 15 Geruchsbilder von exotischen

Tieren trainiert worden und dieses

Wissen setzen sie nun erfolgreich ein. Die

beiden vierbeinigen Ermittler erschnüffelten

seit 2008 unter anderem mehrere Kilogramm

Kaviar, Elfenbein-Figuren, Handtaschen

aus Schlangenleder, Haifischflossen

und sogar einen kompletten Bärenschädel.

Das Konzept des Artenschutzspürhundes

geht auf eine Initiative der Umweltschutzorganisationen

WWF und TRAFFIC zurück.

„Hunde haben im Vergleich zum Menschen

einfach den besseren Riecher“, erklärt Volker

Homes vom WWF. „Sie können selbst

Objekte mit geringem Eigengeruch wahrnehmen.

Dazu zählen Elfenbein, Schlangenledertaschen

oder in Glas verpackter Kaviar.

Hunde sind daher ideal für die schnelle

Kontrolle von Gepäckstücken, Postsendungen

oder ganzen Containern.“ Wichtig bei

der Ausbildung ist, dass die Vierbeiner nicht

zubeißen oder am Koffer kratzen, wenn sie

etwas finden. Sie müssen sich vielmehr vor

das verdächtige Gepäckstück setzen. Falls

sich lebende Tiere darin befinden, werden

sie so nicht verletzt.

Vor allem Flüge aus den für Artenschmuggel

besonders „kritischen Regionen“ wie

Südost-Asien, Lateinamerika oder Afrika erreichen

Deutschland und Europa über das

Drehkreuz Frankfurt. Die Erfolge von Amy

und Uno sollen nun europaweit ausgedehnt

werden. „Die EU ist weitgehend zu einem

Binnenmarkt ohne innere Grenzen geworden.

Deshalb brauchen wir ein effektives

und konsequentes Vorgehen gegen

den Artenschmuggel an den Einfallstoren

in die EU in allen Mitgliedsstaaten“, erklärt

Volker Homes. Ziel ist es, an den größten

europäischen Flug- und Seehäfen und in

den bedeutenden Postverteilerzentren zukünftig

Artenschutzspürhunde einzusetzen,

um illegal eingeführte exotische Arten und

Reisemitbringsel zu erschnüffeln.


Tierhaltung & Pflege

Schnelle Maßnahmen am Unfallort

Atmung und Puls überprüfen, den Kreislaufzustand kontrollieren,

Temperatur messen – das sollte jeder Tierbesitzer beherrschen

und am gesunden Tier geübt haben. So gelingen diese

Handgriffe im Ernstfall sicher und sind auch dem Tier vertraut.

Je kritischer der Kreislaufzustand eines Tieres ist, umso blasser

sind seine Schleimhäute. Erkennen können Sie das an der Augen-

und Mundschleimhaut. Ziehen Sie ein Augenlid nach unten,

so dass Sie innen die Schleimhaut sehen: Sie muss rosa

sein. Ziehen Sie die Lefzen hoch, auch die Mundschleimhaut

muss kräftig rosa sein. Wenn Sie mit dem Finger darauf drücken

und die Stelle blass wird, darf es nicht länger als zwei Sekunden

dauern, bis die Mundschleimhaut wieder rosa ist. Andernfalls

ist der Kreislauf des Tieres labil. Ein zu flacher Atem

und ein zu schnelles Hecheln sind ebenfalls Alarmzeichen. Die

normale Atmung bei Hunden entspricht 10 bis 40 Atemzüge

pro Minute, die bei Katzen 20 bis 40 Atemzüge, bei Kaninchen

sind es 32-120 Atemzüge und beim Meerschweinchen 45-170

Atemzüge.

Erste Hilfe für Haustiere

Bei einem regungslosen Tier müssen Sie prüfen, ob es überhaupt

noch atmet. Dabei mit beiden Händen sanft den Brustkorb

umfassen und herausfinden, ob eine Atembewegung

spürbar ist. Halten Sie außerdem einen angefeuchteten Finger

vor die Nasenlöcher und stellen Sie fest , ob ein Luftzug zu

spüren ist. Sollte das Tier nicht mehr atmen, sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen

beginnen!

Wie das geht, lesen Sie in den weiteren Folgen dieser Serie.

Den Puls überprüfen Sie bei Hund, Katze und Nagern am besten

an der Innenseite der Oberschenkel. Umgreifen Sie ein Hinterbein

von hinten und fühlen unter leichtem Druck mit den

Fingern an der Innenseite, weit hinten und oben Richtung Hüfte.

Dort ist die Oberschenkelarterie gut zu fühlen. Nehmen Sie

nicht den Daumen – sonst spüren Sie möglicherweise Ihren eigenen

Puls! Normalwerte für den Ruhepuls sind beim Hund 70-

100 Schläge pro Minute. Je kleiner der Vierbeiner, desto höher

ist der Puls. Welpen haben bis zu 200 Schläge pro Minute. Bei

Katzen sind es 100 bis 140 Schläge, bei Kaninchen 220 bis 320,

beim Meerschweinchen 230 bis 380, beim Goldhamster 510

bis 560 und bei einer Maus 330 bis 780 Schläge pro Minute.

Die Körpertemperatur messen Sie bei Hund und Katze mit einem

digitalen Fieberthermometer. Das kann im Liegen oder im

Stehen geschehen. Am besten das Thermometer vorher mit

Speiseöl oder Vaseline einfetten. Den Schwanz hochheben und

das Thermometer etwa einen Zentimeter tief in den After stecken.

Das Tier festhalten, damit es sich nicht bewegt. Normale

Werte für die Körpertemperatur sind beim Hund zwischen 38,2

und 38,8 Grad Celsius. Über 39°C hat Bello Fieber. Zwischen

37,8°C und 39,2°C darf die Temperatur bei Katzen liegen. Bei

Nagern sollten Sie das Fiebermessen dem Tierarzt überlassen,

denn es stresst die Kleintiere ungemein. Und das kann bei angegriffener

Gesundcheit schlimme Folgen haben! Generell gilt:

Behalten Sie Ruhe und bringen Sie das verletzte Tier schnellstmöglich

zum Tierarzt oder in die Tierklinik.

In der nächsten Ausgabe lesen Sie:

Was beim Transport zu beachten ist

Ihr Apotheker hält alle Produkte

bereit, damit es Ihrem Tier bald

wieder besser geht.

12 Unsere besten Freunde 02/2010


Fotos: © animalpress

Was mir gefällt, liebt auch mein

Haustier, mag sich so mancher

Kostümnarr in der fünften Jahreszeit

denken. Daher macht die Kreativität,

die wir Menschen bei der Kleiderwahl

an den Tag legen, auch vor unseren

vierbeinigen Freunden nicht Halt.

Im Internet findet man etliche Anbieter,

die Faschingskleidung für Tiere verkaufen.

Hier gibt es beispielsweise Haar-Reifen

mit roten Teufelshörnchen, Ballett-

Röckchen und Mützchen oder einen

Ganzkörperanzug Modell Hai oder Hot

Dog. „Warum soll das Tierquälerei sein?

Schließlich setzen viele Menschen auch

außerhalb der närrischen Zeit ihrem

Hund für ein lustiges Foto eine Sonnenbrille

auf oder ziehen der Katze ein

T-Shirt an“, sagen die Fans der tierischen

Maskerade.

In der Tat erscheint diese „Vermenschlichung“

des Haustieres relativ harmlos,

aber ist das wirklich nötig? Wieso kann

man sein Tier nicht einfach Tier sein lassen

und sich an seinem ganz natürlichen

Anblick freuen? Wenn dann noch

ein Pudel beispielsweise zu einem Löwen

oder ein Bernhardiner zu einer Kuh

umgestylt wird, ihnen dafür entsprechend

das Fell geschnitten und gefärbt

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Karneval – für Tiere

absolut kein Spaß

wird, führt das entschieden zu weit,

meint die Redaktion von „Unsere besten

Freunde“.Tiere können sich nicht wehren,

sie halten still, weil sie ihrem

Herrchen gefallen wollen, weil sie ihren

Besitzer lieben, egal was er ihnen antut.

Nutzen Sie diese Gutmütigkeit Ihres

Haustieres nicht aus. Denn „Karneval ist

purer Stress für Tiere“, mahnt der Bund

Deutscher Tierfreunde e.V. „Hunde sind

keine Jecken. Große Menschenmengen,

wie sie bei Rosenmontagszügen typisch

sind sowie herumliegende Scherben

bergen außerdem eine hohe Verletzungsgefahr.“

Zudem besteht die Wahrscheinlichkeit,

dass sich ein verschrecktes

Tier losreißt und wegläuft. In einer

großen Menschenmenge ist es dann

kaum wieder zu finden. „Wer sein Tier

liebt, sollte es in den närrischen Tagen

auf ruhigen Straßen, Plätzen und Gegenden

Gassi führen und auf keinen Fall ins

bunte Treiben mitnehmen“, so die Tierschützer.

Statt Katzen und vor allem

Hunde zu kostümieren, sollte man sich

lieber selbst als Hund oder Stubentiger

verkleiden, um Spaß zu haben. Am

Aschermittwoch ist sowieso alles wieder

vorbei. Und beim anschließenden Katzenjammer

tröstet der vierbeinige Freund

zu Hause bestimmt gerne!

Unsere besten Freunde

Erkrankungen in der Maulhöhle sowie

Schäden am Zahnhalteapparat, Schäden

der Zahnsubstanz oder Maulhöhlentumore

gehören zu den häufigsten

Erkrankungen bei Katzen. Sie sind

schmerzhaft, können Folgeerkrankungen

auslösen und das Wohlbefinden

von Katzen stark einschränken. Für viele

Katzenhalter ist es jedoch sehr

schwer, die Anzeichen solcher Probleme

frühzeitig zu erkennen.

„Das Katzenzahnbuch“ von Tierarzt

und Zahnarzt Dr. Markus Eickhoff

(Parey-Verlag, 19,95 Euro, ISBN

9783830441946) klärt umfassend, aber

leicht verständlich zu dieser Problematik

auf. In dem 104-seitigen Ratgeber,

der mit 153 Abbildungen und Grafiken

anschaulich bebildert ist, erläutert

Dr. Eickhoff, warum „einfach Abwarten“

nicht die richtige Methode sein kann,

um eine Katze vor Schmerzen und

bleibenden Schäden zu schützen.

Gleichzeitig beschreibt er, wie eine effektive

Zahnpflege sinnvoll in den Alltag

integriert werden kann und welche

Futtermittel die Zahnhygiene unterstützen

können. Darüber hinaus

erfährt der Katzenhalter, woran er

Zahnerkrankungen bei seinem Tier erkennen

kann und welche Behandlungsmethoden

zur Verfügung stehen.

Unsere besten Freunde 02/2010 13

Foto: © Parey-Verlag

Mieze auf den

Zahn gefühlt

... kurz gemeldet


Unsere besten Freunde für Kinder

Suchbild

Die Elefantenherde ist etwas durcheinandergeraten.Wie

viele Tiere sind hier zu sehen?

Was ist hier falsch?

Irgend etwas stimmt

hier doch nicht!

Kannst du erkennen,

was es ist?

Scherzfrage

Was ist hier

gemeint?

Puzzle

Welch ein Unglück, das schöne Tierbild ist zerschnitten!

Kannst du erkennen, welches Tier abgebildet ist?

Zwei Gleiche

Welche Eichhörnchen sehen völlig gleich aus?

14 Unsere besten Freunde 02/2010


Schatten vertauscht

Die Schatten der Schnecken wurden vertauscht. Wie ist es richtig?

Buschstaben suchen

Wie heißt der Wolf in der Fabel? Verfolge den Weg

der Buchstaben zu den leeren Kästchen und trage sie

dort ein.

Wer kennt sich aus?

Wenn du die nachstehenden Buchstaben

zeilenweise richtigs ortierst, erhältst du

fünf Begriffe rund um den Hund.

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Dr. Drago

Unsere besten Freunde

Hallo, liebe Leser,

endlich ist wieder Fasching. Ich gehe dieses Jahr als Arzt. Meine

Mutter hat mir einen weißen Kittel genäht und die Brille habe

ich von meinem Vater bekommen. Papa ist ein sehr eitler Drache

und glaubt, mit Brille sähe er wie ein Opa aus. Daher trägt

er sie nur, wenn er draußen unterwegs ist und alles scharf sehen

muss. Zu Hause zieht er sie meistens aus, stolpert dann

über meine Spielsachen und schimpft, dass mein Kram überall

herumliegt. Dabei kann ich doch gar nichts dafür, dass er nicht

sieht, wo er hintritt! Zugegeben: ich sehe mit seiner Brille auch

nichts. Alles ist total verschwommen. Meine Mutter sagt, ich

solle doch als Blinde Kuh zum Faschings-Umzug gehen. Aber

habt ihr schon einmal eine Kuh mit Brille gesehen?

Unsere besten Freunde 02/2010 15


1 Montag

2 Dienstag

3

Mariä Lichtmess

Mittwoch

4 Donnerstag

5 Freitag

6 Samstag

7 Sonntag

8 Montag

9 Dienstag

10 Mittwoch

11 Donnerstag

12 Freitag

13 Samstag

14 Sonntag

15

Valentinstag

Montag

16

Rosenmontag

Dienstag

17

Fastnacht

Mittwoch

18

Aschermittwoch

Donnerstag

19 Freitag

20 Samstag

21 Sonntag

22 Montag

23 Dienstag

24 Mittwoch

25 Donnerstag

26 Freitag

27 Samstag

28 Sonntag

Foto: © istockphoto/fotolia


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Ihrer Apotheke

Unsere besten Freunde


Tierhaltung & Pflege

Die sanfte Waschbärkatze

An diesen Miezen ist einfach alles riesig und um ihre Vergangenheit ranken sich

noch heute die wildesten Gerüchte.

Wenn Katzen zur See fahren, kann

das erstaunliche Folgen haben,

wie eine der vielen Geschichten

um die Herkunft der Maine Coon beweist.

Sie erzählt von dem Leben eines

englischen Hochsee-Kapitäns namens

Coon. Der trieb die ganze Küste entlang

Handel und liebte Katzen über alles. Wo

immer er an Land ging, folgten ihm seine

Perser- und Angorakatzen. Und genau

wie bei Herrchen, bleiben auch die

Ausflüge der Samtpfoten nicht ohne

Folgen. Wann immer langhaarige Baby-

Kätzchen in irgendeinem Hafen zur Welt

kamen, lautete der Kommentar: „Das ist

schon wieder eine von Coons Katzen.“

Schon bald fanden die Menschen Gefallen

an den schnurrenden Abenteurern

und man begann mit der Zucht, aus der

die heutige Maine Coon entstanden

sein soll. Eine andere Geschichte besagt,

dass die Maine Coon eine Mischung aus

Katze und Waschbär (englisch: racoon)

ist, doch das ist biologisch natürlich gar

nicht möglich. Trotzdem benehmen sich

die kräftigen Katzen manchmal wie ein

Waschbär. Denn genau wie er stecken

sie gerne ihre Pfoten ins feuchte Nass

und tasten nach Essbarem. Viele Maine

Coons fressen ihr Futter auch nicht

direkt aus dem Napf, sondern angeln es

mit der Tatze hinaus und führen diese

dann zum Maul.

Die großen und kräftigen Tiere (Kater

wiegen bis zu neun Kilo, Katzen etwa

fünf Kilo) mit ihren hohen Beinen, dem

buschigen Schwanz und dem muskulösen

Hals brauchen etwa dreieinhalb Jahre

bis sie ausgewachsen sind. Für Katzenverhältnisse

echte Spätentwickler!

Typisch für die Maine Coon sind die

wuchtigen Pfoten mit den eingebauten

„Schneeschuhen“. Über zwei Zentimeter

lange Haarbüschel zwischen den Zehen

verhinderten einst, dass der wilde Jäger

im Schnee einsinkt. Auch das dichte, lange

Fell ist dank seiner öligen Zusammensetzung

wetterfest und pflegeleicht.

Es ist aber je nach Jahreszeit unterschiedlich

lang und dicht. Kämmen

und bürsten Sie es außerhalb des Fell-

18 Unsere besten Freunde 02/2010

Foto: © wikipedia

wechsels im Herbst und Frühjahr einmal

pro Woche, dann bleibt es immer glänzend

und geschmeidig.

Die sanften Riesen, die bis zu 20 Jahre

alt werden können, sind lebhaft, gesellig,

verschmust, kinderlieb und unaufdringlich.

Allerdings wahren sie manchmal

ein wenig Distanz und möchten nur

spielen, wenn sie das Sagen über den

Spielverlauf haben. Man braucht mit einer

Maine Coon nicht unbedingt einen

Garten, aber wenn sie Auslauf hat, entwickelt

sie sich schnell zu einer erfolgreichen

Jägerin, vor der keine Maus und

kein Vogelnest sicher ist.

Eine Liste von Züchtern finden

Sie im Internet unter:

http://www.high-crime.org/lms3/


Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Unsere besten Freunde

Unsere besten Freunde 02/2010 19


Foto: © Babette Schwob

Tierhaltung & Pflege

Die Vierbeiner sind aufgeregt. Es ist

ihr allererster Auftritt als Models

bei Babette Schwob im nordrhein-westfälischen

Krefeld am Elfrather

See. Ob Mali (2), Finja (6) und Angelo (2)

wirklich Talent haben, wird sich heute

herausstellen. Genauso nervös wie ihre

zwei Chihuahua-Hündinnen und ihr

Whippet ist deren Frauchen Svenja Thielemann.

Um die quirligen Vierbeiner bei

Laune zu halten, hat sie ihre Freundin

Ingrid und deren Chihuahua-Mix Gismo

(3 Monate) mitgebracht. Shih-Tzu-Dame

Coco (10 Monate) macht die bunte Runde

komplett. Nun kann es losgehen.

Wirbelwind Gismo rennt über den Rasen,

schnüffelt mal hier, buddelt mal da.

„Er ist immer in Bewegung, deshalb ist

es ja auch so schwer, ein gutes Foto von

ihm zu machen“, seufzt sein Frauchen.

Babette Schwob bringt das nicht aus

der Ruhe. „Lassen Sie ihn einfach toben“,

sagt sie, legt sich ins Gras und drückt auf

den Auslöser. „Wichtig ist, dass man immer

auf Augenhöhe mit dem Tier ist und

keine Angst hat, sich dabei auch einmal

schmutzig zu machen“, erklärt die kaufmännische

Angestellte. Fotografie ist für

sie mehr als nur ein Hobby. Sie bietet

Fotoaufnahmen für Privat, Züchter und

Werbung an (Mehr Infos im Internet unter:

www.bs-fotodesign.de). „Ich bin

ständig auf der Suche nach neuen Models,

um mein Bildarchiv zu erweitern.

Für Privatpersonen biete ich kostenlose

Foto-Shootings an, wenn ich die Bilder

gewerblich nutzen darf, sie zum Beispiel

an Agenturen oder Kalenderverlage verkaufen

kann“, erklärt Babette Schwob.

Ein Fototermin entweder draußen oder –

mit Hilfe einer mobilen Studioausrüstung

– auch bei den Tier-Besitzern zu

Hause dauert es mindestens 1,5 Stunden.

Einige Voraussetzungen müssen die

Models allerdings erfüllen: „Hunde soll-

Zu Gast beim

Fotoshooting

So wird Ihr Tier

zum Star

Wie setze ich meinen vierbeinigen Liebling ins rechte Licht? Babette Schwob zeigt, wie’s geht

Keine Angst vor schmutziger Kleidung:

Babette Schwob bei der Arbeit.

Coco und Gismo sorgen für Ablenkung

Die Models und ihre Frauchen: Svenja Thieleman

mit Mali und Finja sowie ihrer Freundin Ingrid mit

Coco und Gismo (v.l.)

Geduld und eine ruhige Hand sind bei der

Tierfotografie ebenso gefragt wie Verständnis

für die Launen der Models

ten die Grundkommandos „Bleib!“, „Sitz!“,

„Platz!“ beherrschen und sich in freier Natur

so bewegen, dass ich keine Angst haben

muss, dass sie stiften gehen.“

Das käme den Vierbeinern aus Duisburg

nie in den Sinn. Sie haben sichtlich Spaß

daran, sich von ihrer besten Seite zu zeigen.

„In der Regel binde ich die Besitzer

in das Shooting mit ein. Die meisten Tiere

fühlen sich wohler, wenn ihr Mensch

in der Nähe ist. Problematisch wird es

erst, wenn Herrchen oder Frauchen zu

hohe Erwartungen an ihre Lieblinge haben

und Posen und Verhaltensweisen

verlangen, die das Tier nicht zeigen

möchte“, erklärt Babette Schwob. Das

Geheimnis guter Tierfotografie ist eben

Geduld und Einfühlungsvermögen, nicht

Strenge. „Die Tiere sollen sich beim Fototermin

natürlich verhalten und zu nichts

gezwungen werden.“ Auch tierische Models

haben eine Tagesform. „Katzen sind

20 Unsere besten Freunde 02/2010


Lieblings-Model: Der schöne Whippet Angelo

eroberte das Herz der Fotokünstlerin im Sturm

schwieriger zu fotografieren als Hunde,

weil sie ihren eigenen Kopf haben. Hunde

tun alles, um ihrem Besitzer zu gefallen.

Wenn die Tiere aber nicht fotografiert

werden wollen, dann mache ich mit

den Besitzen einen Termin an einem anderen

Tag aus“, erzählt die Fotokünstlerin.

Flexibel zu sein gehört zu ihrem Job

dazu. Das reine Fotografieren macht sowieso

noch die wenigste Arbeit. Auswerten,

Archivieren, Anbieten und Versenden

der Bilder sowie die Pflege ihrer Homepage

sind sehr viel zeitaufwändiger.

„Die Besitzer der Tiere bekommen bei einem

kostenlosen Shooting sechs Abzüge

von meinen Fotos“, erzählt Babette

Schwob. Auf die freuen sich natürlich

auch die Frauchen der Rasselbande vom

Elfrather See. „Die Arbeit mit Tieren

macht einen Riesenspaß, ist aber auch

anstrengend“, gibt die vierfache Katzenmama

zu und krault Whippet Angelo

Foto: © Babette Schwob

Exklusiv aus

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Da fliegen die Öhrchen: Shih-Tzu Coco in Aktion.

Frauchen lockt mit einem Leckerli

Eine gute Fotoausrüstung ist wichtig, um gute Bilder

zu machen. Babette Schwob benutzt bei diesem

Termin ausschließlich ein 70 -200 mm-Teleobjektiv

liebevoll den Kopf. Der genießt die Streicheleinheiten

sichtlich. „Nach jedem Fotoshooting

würde ich am liebsten alle Models mit nach

Hause nehmen“, lacht Babette Schwob. Bei ihr

heißt die Bezahlung Liebe – und das sieht man

jedem ihrer Bilder an.

Unsere besten Freunde

Klein, aber fein: Gekonnt posiert Welpe Gismo auf

dem Arm seines stolzen Frauchens

Natürlichkeit ist wichtig, die Fotografin bleibt im

Hintergrund: Babette Schwob hält die quirligen

Vierbeiner im Bild fest

Tipps für tierisch gute Bilder

Spaß: Fotografieren Sie Ihren Liebling nie, wenn er keine Lust dazu hat. Machen Sie

zwischendurch Pause und hören Sie sofort auf, wenn das Tier quengelig wird.

Bildhintergrund: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier vor einem ruhigen Hintergrund (einfarbiger

Vorhang, weiße Wand, grüner Rasen, blauer Himmel) agiert.

Muster im Hintergrund lenken vom Hauptmotiv ab.

Objektiv: Verwenden Sie am besten Teleobjektive.

Perspektive: Sie sollten beim Fotografieren immer auf gleicher Höhe mit ihrem

Tier sein. Sitzt es auf einem Tisch, sollten Sie sich davor setzen. Sitzt es auf dem

Boden, heißt es für Sie: Bitte auf die Knie. Liegt das Tier, dann müssen auch Sie liegen.

Umgebung: Achten Sie darauf, dass Sie die Sonne im Rücken haben, dass Ihnen

niemand vor die Linse läuft und dass keine unerwünschten Gegenstände im

Bildausschnitt herumliegen. Das Tier sollte immer so abgebildet sein, dass es das

Bild ausfüllt.

Assistenten: Bitten Sie eine zweite Person, den Blick Ihres Tieres durch Wedeln

mit Spielzeug oder einem Leckerli in Richtung der Kamera zu lenken.

Unsere besten Freunde 02/2010 21

Fotos: © Sabine Guckenbiehl


Tierhaltung & Pflege

was bedeuten die Angaben auf der Verpackung?

„Nur die besten Zutaten für Ihren Liebling“ versprechen uns die Futtermittelhersteller.

Doch was verbirgt sich hinter den vielen Abkürzungen und Bezeichnungen?

Auf dem Etikett müssen bei Futtermitteln

gesetzlich vorgeschriebene

Informationen über das Futter

angegeben werden. Wird ein Alleinfuttermittel

verkauft, garantiert der Hersteller,

dass der Hund bzw. die Katze mit

sämtlichen lebensnotwendigen Nährstoffen,

auch den Mineralstoffen und Vitaminen

versorgt ist, wenn ausschließlich

dieses Futter verfüttert wird. Ein „Alleinfutter

für Hunde“ ist für einen

Welpen, einen erwachsenen Hund und

eine stillende Hündin geeignet. Ein „Alleinfutter

für adulte Tiere“ ist nur für erwachsene

Tiere geeignet. Ergänzungsfuttermittel

wie Fleischdosen, Flocken oder

Gemüsekroketten decken nicht den

Nährstoffbedarf ab. Somit müssen sie in

Kombination mit einem Mineralfutter

verfüttert werden, um alle Nährstoffe für

das Tier abzudecken.

Rohprotein, Rohfett, Rohasche und Rohfasern

müssen bei einem Futter angegeben

werden. Aus diesen Prozentsätzen

kann dann rechnerisch die Menge an

den enthaltenen Kohlenhydraten ermittelt

werden (siehe Tabelle). Unter

http://www.futtermedicus.de/futterrechner

gibt es die Möglichkeit kostenlos

den Kohlenhydratgehalt seines Futters

Nährstoffgruppen im Fertigfutter:

auszurechnen. Trockenfutter hat zwischen

40-60 % Kohlenhydrate, Dosenfutter

meist 5-10 %.

Nährstoffgruppe Bedeutung im Futter Beispiel Katzentrockenfutter

Feuchtigkeit: 8 %

Trockensubstanz: 100-8 % = 92 %

Rohprotein (Rp) Eiweiß und alle anderen 22 %

stickstoffhaltigen Verbindungen

wie z.B. freie Aminosäuren

Rohfett (Rfe) Reine Fette, aber z. B. auch 10 %

Fettsäuren und fettlösliche

Vitamine

Rohasche (Ra) Summe aller Mineralstoffe: 8 %

Mengenelemente wie Kalzium,

Phosphor, Kalium, Natrium,

Magnesium und Spurenelementen

wie Eisen, Kupfer,

Zink, Mangan, Jod

Rohfaser (Rfa) Pflanzliche Bestandteile wie 3 %

z. B. Zellulose, Weizenkleie und

Gemüse

Kohlenhydrate Werden rechnerisch ermittelt: Kohlenhydrate = 49 %

z. B. Stärke aus Getreide oder Trockensubstanz –

auch lösliche Kohlenhydrate (Rp- Ra- Rfa-Rfe) =

wie FOS (Fructo-Oligosaccharide) 92-(22+10+8+3) 49 %

22 Unsere besten Freunde 02/2010

Foto: © Fotolia


Foto: © istockphoto

Tierische Proteinquellen sind Fleisch und

Fleisch- und Knochenmehl vom Rind, Geflügel,

Lamm, Kaninchen, Fisch oder getrocknete

Eier. Tierisches Fett ist das Fett

aus dem Gewebe von Säugetieren bzw.

Geflügel. Pflanzliche Proteinquellen sind

Maiskleber, Sojamehl, Sojavollschrot,

Sojaextraktionsschrot oder getrocknete

Bierhefe.

Kohlenhydrate werden größtenteils aus

Zubereitungen von Mais, Reis, Weizen

und Hafer gewonnen. Gerste, Möhren,

Melasseschnitzel, Erbsen und Kartoffeln

werden ebenso verwendet.

Faserstoffe sind z. B. Rübenschnitzel,

Reiskleie, Erdnussschalen, Hafer-, Reis-,

und Weizenkleie sowie Zellulose. Einen

Teil der Faserstoffe umfassen die „Ballaststoffe“.

Unverdauliche Fasern helfen

die gesunde Funktion des Magen-Darm-

Traktes aufrecht zu erhalten, indem sie

die natürliche Bewegung des Darms anregen.

Fructo-Oligosaccharide (FOS) und

Mannan-Oligosaccharide (MOS) werden

von der Bakterienflora im Dickdarm umgebaut

und bilden dabei kurzkettige

Fettsäuren. Diese säuern den Darminhalt

leicht an, was ein optimales Milieu für

die nützlichen Darmbakterien darstellt.

In Hunde- und Katzenfutter eingemischte

Zusatzstoffe müssen futtermittelrechtlich

zugelassen sein.

Die Hersteller kommerzieller Heimtierfutter

müssen für den Zeitraum der Mindesthaltbarkeit

garantieren, dass ihr

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Futter einwandfrei ist. Das bezieht sich

auch auf die Sicherheit vor Zersetzung

(z. B. Fettverderb) und damit verbundenem

Verlust von Nährstoffen während

der Lagerung. Fett unterliegt unter Licht

einem chemischen Abbau durch Luftsauerstoff.

Durch diesen Zerfall kommt

es zu Ranzigkeit, Geschmacks-, Konsistenz-

und Geruchsveränderung sowie

unter Umständen zu Entwicklung ungewollter

Stoffe im Futter. Antioxidantien

sind Substanzen, die den Fettverderb

aufhalten. Werden diese Stoffe einem

Futter beigemengt, werden zuerst die

Antioxidantien umgesetzt und dann erst

die Futter-Inhaltsstoffe zersetzt. „Natürliche

Antioxidantien“ wie Vitamin C oder E

findet man in verschiedenen Getreide-

Zusatzstoffe und ihre Funktion im Futter:

Unsere besten Freunde

keimen und Pflanzenölen. „Synthetische

Antioxidantien“ sind Butylhydroxyanisol

(BHA) und Butylhydroxytoluol (BHT). Sie

dürfen sowohl in Lebensmittel für den

menschlichen Verzehr als auch zum

Schutz für Tierfuttermittel verwendet

werden. Zusatzstoffe haben unterschiedliche

Aufgaben. Um mit dem Futter eine

ausgewogene Ration zu gestalten, müssen

meist Vitamine und Spurenelemente

zugesetzt werden, um den Bedarf des

Tieres abzudecken (siehe Tabelle).

Im nächsten Heft lesen Sie:

Welches Fleisch

und welche

tierischen Nebenerzeugnisse

dürfen ins Futter?

Säureregulatoren Schutz vor Harnsteinen durch die

Beeinflussung des Harn-pH Wertes

Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungs- , beeinflussen das Aussehen und die

Geliermittel, Bindemittel Konsistenz der Futtermittel, denn sie

binden das freie Fleischwasser

Natürliche (Carotinoide) und beeinflussen das Aussehen

synthetische Farbstoffe der Futtermittel

Vanillin, Anis, Fenchel, Natriumglutamat Geschmacks- und Geruchsstoffe

Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Jod, Kobalt, Zusatzstoffe mit Nährstoffcharakter.

Selen, Vitamin A und Vitamin D Durch die Gabe werden fehlende

Spurenelemente und Vitamine ergänzt

Dr. Natalie Dillitzer, Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik

Unsere besten Freunde 02/2010 23


Tierhaltung & Pflege

Diskusfische

mögen es heiß

Dass sie etwas ganz

Besonderes sind,

scheinen diese

schillernden Gesellen

zu ahnen.

Majestätisch schwimmen

sie durchs Becken,

die Ansprüche an ihr

Zuhause sind hoch.

Fotos: © S. Guckenbiehl

Diskus ist griechisch und bedeutet

„Scheibe“ oder „Platte“. Und genauso

sehen diese Zierfische

auch aus. Es gibt sie in vielen Farbvariationen,

von flächig Türkis über Rot, Rottürkis,

Grün und Braun bis hin zu Brillanttürkis.

Die eigentliche Heimat der

Flossenträger ist das Amazonasgebiet

Südamerikas, wo sie in Schwärmen in

weichem, relativ saurem und extrem

sauberem Wasser leben. Da es in den

Tropen ganzjährig heiß und feucht ist,

beträgt die Wassertemperatur hier 29

bis 30 Grad Celsius. Diese Lebensbedingungen

wünschen sich Diskusfische

auch in den heimischen Aquarien. Die

Haltung und Pflege dieser Süßwasserfische

ist daher recht aufwändig.

Diskusfische benötigen alleine wegen

ihrer Größe (bis zu 20 cm) viel Platz. Hinzu

kommt, dass sie als Gruppentiere

mindestens zu dritt leben sollten. Pro

ausgewachsenem Exemplar sollte man

mit 50 Litern Wasser rechnen. Das Aquarium

sollte in Höhe und Tiefe mindestens

50 cm, in der Breite etwa 100 cm

haben. So werden es schnell 250 Liter

und mehr, die mindestens benötigt werden.

Die Wasserqualität muss besonders

gut sein, weshalb ein großer, am besten

biologischer Filter zum Einsatz kommen

sollte. Für die Haltung kann die Wasserhärte

bis zu Härtegrad 15 betragen, der

pH-Wert sollte neutral sein. Will man

Diskusfische züchten, empfiehlt sich

weicheres (etwa Härtegrad 4) und saures

Wasser (pH-Wert von 5-6). Der Nitratwert

sollte unter 50 mg liegen. Deshalb

wird es in der Regel notwendig sein, ein

Drittel des Wassers wöchentlich auszutauschen.

Die Einrichtung des Aquariums darf ruhig

spärlich sein, auch im Amazonas

schwimmen die Fische nicht zwischen

Wasserpflanzen, sondern zwischen den

Ästen oder Stämmen von Bäumen umher.

Wurzeln und Steine sind daher als

Dekomaterial völlig ausreichend. Wer

auf Begrünung nicht verzichten möchte,

kann Schwertpflanzen, Wasserkelche

oder Speerblätter einsetzen, denn diese

Pflanzen vertragen Temperaturen um

die 28 Grad Celsius. Bei der Ernährung

sind Diskusfische wählerisch: Sie lieben

Frost- und Flockenfutter, das variiert

wird. Die Tiere müssen mindestens dreimal

täglich gefüttert werden, große Abstände

zwischen den Fütterungen und

Einseitigkeit können zu Krankheiten

führen. Gute Pflege belohnen Diskusfische

mit einem schillerden Schuppenkleid

und einer Lebenserwartung von

bis zu 15 Jahren.

24 Unsere besten Freunde 02/2010


Seit 1984 steht der europäische Feldhamster

auf der Roten Liste der gefährdeten

Arten. Doch geändert hat

sich nichts. Im Gegenteil: nun ist der

niedliche Nager wegen der Zerstörung

seiner Lebensräume sogar vom

Aussterben bedroht.

Feldhamster leben in steppenartigen

Ebenen mit trockenem Lehmboden.

Hier bewegt ein einzelnes Tier in nur

wenigen Stunden bis zu einer viertel

Tonne Erde und erschafft so ein Labyrinth

aus Gängen und Kammern, das in

der Tierwelt einzigartig ist. Der Hamster

gräbt seine Löcher jedoch nicht mit

sanftem Gefälle, sondern senkrecht in

den Boden. Wenn Gefahr droht, stürzt er

sich todesmutig mit dem Kopf voraus in

die Tiefe.

Wird er verfolgt, hilft ihm sein Schwanz

bei der Feindabwehr. Hier sitzen Haut

und Fell besonders locker. Schlägt ein

Angreifer von hinten zu, bekommt er

nur ein Stück Schwarte als Beute. Auch

seine Fellzeichnung (dunkler Grund mit

hellen Flanken) ist ein guter Abwehrme-

Fotos: © wikipedia

Foto: © Deutsche Wildtierstiftung

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

chanismus. Forscher vermuten, dass diese

Maserung Feinden ein aufgerissenes

Maul vorgaukeln soll. Die Hamsterpfötchen

mit den langen Krallen simulieren

dabei in aufrechter Haltung spitze Zähne.

Doch das alles hilft dem 30 Zentimeter

großen Gesellen im Kampf ums

Überleben wenig.

Statt kleinen Parzellen mit Gemüse, Getreide,

Luzerne und Gras finden die Nager

Straßen, Industrie-Ansiedlungen

und Monokulturen auf den Feldern.

Wohnungen und Futter werden knapp.

Feldhamster haben in ihrem bis zu zwei

Meter tiefen Bau bis zu fünf Vorratskammern.

Dort lagern sie alles ein, was sie

auf ihren Streifzügen finden können. Oft

kommen so bis zu zwei Zentner Lebensmittel

zusammen. Die benötigen die Nager

für ihre Winterruhe, aus der sie alle

paar Tage erwachen, um zu fressen, sich

zu putzen und ihre neben der Schlafkammer

gelegenen Toilettenhöhlen aufzusuchen.

Ein Weibchen bringt bei guten

Lebensbedingungen dreimal im

Jahr jeweils bis zu 16 Junge zur Welt,

Unsere besten Freunde

in Not

von denen der erste Wurf im Herbst

schon wieder selbst Nachwuchs bekommen

kann. In den 1970er-Jahren gab es

daher noch so viele Feldhamster, dass

sie als Agrarschädlinge und Getreidefresser

gejagt wurden. Um sie zu töten,

setzte man vielfach ihre Erdhöhlen

unter Wasser.

Heute versuchen Naturschutzorganisationen

mit Hamsterschutzprogrammen

die kleinen Nager zu retten. Im Elsass

bemüht man sich sogar, Feldhamster zu

züchten und wieder auszuwildern. Doch

das ist keine Lösung, so lange nicht endlich

wieder genug Futter und Wohnraum

zur Verfügung steht.

Bis bald …

… in Ihrer

Apotheke!

Unsere besten Freunde 02/2010 25


Natur & Wildnis

Mit „Baby Wildkatzen“ können

junge Spieler Tiger, Löwe, Panther,

Gepard, Puma, Jaguar, weißer

Tiger und Löwe auf der Nintendo-

DS-Konsole hautnah erleben und versorgen.

Die kleine Wildkatze klettert auf Bäume,

spielt mit Wollknäueln im Garten, es

wird gekuschelt oder mit Spielzeugen

herumgetollt. Duschen, Föhnen, Fellpflege

und eine Wildkatzen-Toilette im

Badezimmer, Füttern in der Küche, Ver-

sorgen kleiner Wehwehchen – für junge

Katzenmuttis gibt es immer viel zu tun.

Wir verlosen 7 x ein DS-Spiel „Baby Wildkatzen“

+ 1 x eine Nintendo DS-Konsole

von dtp young entertainment . Schreiben

Sie bis zum 28. Februar 2010 eine

ausreichend frankierte Postkarte mit

dem Lösungswort (farbig unterlegte Fel-

Killerwale (Orcas) und Delfine schlafen

in den ersten Wochen nach der

Geburt nicht, genauso wie ihre

Mütter. Das haben amerikanische Wissenschaftler

bei in einem Becken gehaltenen

Killerwalen und Großen Tümmlern

beobachtet. Normalerweise ruhten

die ausgewachsenen weiblichen Orcas

durchschnittlich 5 bis 8 Stunden pro

Tag, während sie sich an der Wasseroberfläche

oder am Beckengrund treiben

ließen. Nicht so bei den jungen

Müttern und ihrem Nachwuchs: Die

Neugeborenen tauchten im ersten Monat

alle 3 bis 30 Sekunden zum Luftholen

auf, ohne ihre Mütter aus den Augen

zu lassen.

An Schlaf war daher für beide nicht zu

denken. Erst nach vier Wochen begannen

die Jungen mit immer längeren Ruheperioden.

Dabei waren die Ruhezeiten

der Kälber stets kürzer als die der

Mütter. Warum bei den Babys eine gesunde

Entwicklung trotz des Schlafdefizits

möglich ist, wissen die Forscher

noch nicht genau. Entweder ist Schlaf

nicht so überlebenswichtig wie bisher

angenommen, oder die Wale und Delfine

haben einen alternativen Mechanismus

entwickelt, der den Schlaf ersetzt.

Die Vorteile für die Kälber liegen auf der

Hand: Die ständige Bewegung macht

die Jungtiere weniger leicht angreifbar.

Zudem hilft sie, die Körpertemperatur

zu halten, solange der isolierende Walspeck

noch nicht ausgebildet ist.

26 Unsere besten Freunde 02/2010

Foto: © fotolia

der aus dem Rätsel auf Seite19) und der

Adresse der Apotheke, von der Sie „Unsere

besten Freunde“ erhalten, an:

S & D Verlag GmbH

Stichwort: Wildkatzen

Postfach 12 13

47592 Geldern


Zoos und Tierparks

Serie Serie zum zum

AusAusschneiden!schneiden! Münster

Durch die TV-Doku-Serie

„Pinguin, Löwe & Co“ wurde der

Allwetterzoo bundesweit bekannt.

Besucher können hier den Tieren

ganz nah kommen und dürfen

einige von ihnen sogar füttern.

Ein Besuch des Allwetterzoos macht gerade in

der kalten Jahreszeit besonders viel Spaß. Jetzt

herrscht in den beheizten Tierhäusern eine

himmlische Ruhe und dank der überdachten „Allwettergänge“,

die die Eingangshalle mit etlichen Tierhäusern,

der Zooschule und dem Restaurant verbinden,

sind trockene Füße garantiert. Lauschen Sie dem

Konzert der Vögel in der mollig warmen Freiflughalle

des Tropenhauses, begegnen Sie den Kleinkantschils

(kleinste Paarhufer der Welt), die über den Besucherweg

laufen oder bestaunen Sie die im dichten Gehölz

frei lebenden Flughunde.

Nicht nur im Tropenhaus herrscht zu allen Jahreszeiten

ein buntes Treiben. Auch das Familienleben der

Erdmännchen lässt sich gut beobachten. Als unmittelbare

Nachbarn der Nashörner bewohnen die Tiere

eine große Anlage, die bis zum Boden verglast ist.

Die Elefantenhalle bildet einen reizvollen grünen

Kontrast zum Wintergrau. Neben den Rüsselträgern,

die ganzjährig von Zoobesuchern gefüttert werden

dürfen, warten in einer begehbaren Voliere munter

kreischende, kunterbunte Gebirgsloris auf Besuch.

Geht man durch die Schleuse und nimmt sich ein mit

Nektar gefülltes Näpfchen, sitzt einem sofort ein kleiner

Papagei auf der Hand. Tropisch warm lieben es

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Unsere besten Freunde

Tiere „hautnah“ erleben

Allwetterzoo

auch die Orang-Utans. Sie bewohnen im Winter eine

von Licht durchflutete Halle, die eher einem Gewächshaus

in einem botanischen Garten gleicht und

deshalb „ZoORANGerie“ heißt. Wunderschöne Pflanzen

bis unters Dach, zwitschernde Vögel und die lebhafte

Wohngemeinschaft von Orang-Utans mit Bartaffen

und Zwergottern verlocken zum langen Verweilen

und Beobachten. Zum längeren Aufenthalt

lädt auch das Aquarium im Allwetterzoo ein. Wie ein

kleiner „Zoo im Zoo“ beherbergt es Fische, Käfer, Amphibien,

Reptilien und sogar Vögel und Affen. Wenn

es hier an ruhigen Wintertagen ganz still ist, hört man

sogar die Laute der Pfeilgiftfrösche, von denen einer

wie eine Autohupe quakt!

Unsere besten Freunde 02/2010 27

Fotos: © Allwetterzoo Münster


Tierhaltung & Pflege

Nicht nur die Häuser, auch die Außenanlagen im Zoo bieten

Sommer wie Winter viele Überraschungen. Geparde sitzen selbst

bei Frost auf ihren Aussichtshügeln, Nashörner pusten in den

Pulverschnee und im Zoo überwinternde Weißstörche fliegen

über die Köpfe der Besucher hinweg. Besonders hübsch sehen

die Brillenpinguine im Schnee aus. Doch den kleinen Frackträgern

kann es auch kalt werden, denn sie stammen von den Küsten

Südafrikas und Namibias. Im Winter sind zwar besondere Vorsichtsmaßnahmen

notwendig, doch die fallen den Besuchern

kaum auf. So müssen die an eisige Temperaturen bestens angepassten

Amurtiger das Haus hüten, wenn der Graben vor ihrer

Anlage zufriert – sie könnten sonst hinausspringen.

Auch bei den Wölfen im Kinder- und Pferdepark oder bei den

Syrischen Braunbären wird vorsorglich das Wasser im Graben vor

den Anlagen abgelassen. Würde sich eine Eisfläche bilden, könnten

die Tiere die Absperrungen überwinden und im Zoo spazieren

gehen. Besteht durch überfrierende Nässe Glatteisgefahr, hüten

auch Giraffen oder Zebras das Haus, weil sie sonst ausrutschen

und sich ein Bein brechen könnten.

Doch das tut dem Zoovergnügen keinen

Abbruch. Denn die Nähe zu den Tieren ist

draußen und drinnen zu jeder Jahreszeit

ein echtes Erlebnis für Groß und Klein!

Adresse:

48161 Münster

Sentruper Straße 315

Telefon: 0251/8904-0

Internet:

www.allwetterzoo.de

Hier finden Sie alles Wissenswerte und viele tolle

Bilder, einen Zooplan mit Rundgangsempfehlung,

Infos zur Gastronomie, aktuelle Veranstaltungen,

Infos zum Artenschutz, Fütterungszeiten und vieles

mehr. Wer nicht bis zum nächsten Besuch warten

möchte, kann einen kostenlosen Newsletter abonnieren.

Eintrittspreise:

Erwachsene: 12,50 €

Kinder von 3-17 Jahren: 6,30 €

Die Eintrittspreise beinhalten auch den Einlass in

das Pferdemuseum Hippomaxx und das Delphinarium

im Allwetterzoo

Öffnungszeiten:

November-Februar 9-16 Uhr

März und Oktober 9-17 Uhr

April-September 9-18 Uhr

Parkplätze:

Mehr als 3.000 Parkplätze

Tagesticket: 2,00 Euro

28 Unsere besten Freunde 02/2010

Fotos: ©Allwetterzoo Münster


Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Unsere besten Freunde

Meerschweinchen – mit Homöopathie

gegen haarige Probleme

Die Haut und das Fell unserer kleinen Freunde sind ein Spiegel ihrer Gesundheit.

Denn sie signalisieren, ob mit der Verdauung und dem Leberstoffwechsel alles in Ordnung ist.

Nicht jede haarlose Stelle sollte gleich ein Grund zur Sorge

sein. Bei Meerschweinchen ist es völlig normal, dass

in einem kleinen Bereich hinter den Ohren und kreisförmig

um die Zitzen herum keine Haare wachsen. Die Tiere pflegen

in der Regel ihr Fell selbst und verlieren beim Fellwechsel

mehr Haare als sonst. Bei langhaarigen Rassen können Sie die

Fellpflege mit einer weichen Bürste mit abgerundeten Borsten

unterstützen. Ist das Fell an einer bestimmten Stelle verklebt,

kann das ganz natürliche Ursachen haben. Im Kreuzbeinbereich

(zwischen den tastbaren Hüfthöckern) befindet sich das

sogenannte Kaudalorgan: ein Drüsenfeld, das fettiges Talgdrüsensekret

produziert. Verklebungen in diesen Bereich sind bei

unkastrierten Böcken besonders häufig, denn sie produzieren

sehr viel Sekret als Geschlechtsmerkmal.

Ist die Haut Ihres Meerschweinchens hingegen trocken und

schuppig, hat gerötete Stellen und/oder krustige Ekzeme und

das Fell wirkt stumpf, obwohl der Tierarzt Parasiten, zum Beispiel

Milben oder Haarlinge sowie eine Infektion ausgeschlossen

hat, könnte das ein Hinweis auf einen gestörten Leberstoffwechsel

sein. Hat das Tier zudem wenig Appetit, zittert, ist

besonders geräuschempfindlich und verkriecht sich, können

homöopathische Mittel mit der Kraft der Natur helfen. Gut ver-

träglich ist eine Kombination aus Sulfur, Thallium und Thuja.

Der Lebensbaum Thuja wirkt ausgleichend auf die Leber, Sul-

fur beruhigt Haut und Schleimhaut und stabilisiert zusätzlich

das Immunsystem. Thallium baut Stress ab. Es reguliert außerdem

den Hautstoffwechsel und behebt Haarausfall.

Um Ihrem Nager homöopathische Mittel zu verabreichen, geben

Sie ihm die in der Packungsbeilage angegebene Menge

an Globuli direkt ins Maul oder aufgelöst über das Trinkwasser.

Sie können die Lösung auch über eine Einwegspritze (ohne

Nadel!) aufziehen und dem Tier seitlich ins Maul spritzen. Ganz

wichtig aber ist, die Lebensbedingungen der Tiere zu optimieren.

Dazu zählt eine ausgewogene Ernährung mit handelsüblichem

Kraftfutter, Heu und Saftfutter (Gras, Löwenzahn, Salat).

Besonders Vitamin C ist für Meerschweinchen lebenswichtig.

Auf 100 ml Trinkwasser können Sie 20 mg Ascorbinsäure (aus

der Apotheke!) zusetzen.

Ihr Apotheker hält

alle Produkte bereit, damit

Ihr Tier gesund bleibt!

Unsere besten Freunde 02/2010 29

Fotos: © wikipedia


Foto: © S. Guckenbiehl

Vorschau

Niedliche Lämmchen

Pünktlich vor dem Osterfest

erblicken die kleinen

Wollknäuel das Licht der Welt.

Bald wird sich zeigen, ob aus

ihnen ein Schaf, ein Hammel

oder ein Milchlamm wird.

Foto: © Christa Horn

Bis dann!

Schluss mit der

Frühjahrsmüdigkeit

Die Katze verkriecht sich unter der

Decke, der Hund liegt faul im Zimmer

herum und auch beim Meerschweinchen

herrscht das große Gähnen.

Jetzt ist Hilfe aus der Natur gefragt.

Füchse – schlaue

Gesundheitspolizisten

Flink sind sie, denn nicht nur bei der

Familienplanung rennt den roten

Jägern die Zeit davon.

Auch bei der Nahrungssuche müssen

schon die Kleinen manchmal ein

rasantes Tempo vorlegen.

Am 1. März 2010 liegt die aktuelle Ausgabe von

Unsere besten Freunde für Sie bereit …

… in Ihrer Apotheke!

Lösungen der Kinderseite

Suchbild: Es sind 16 Elefanten. Wer kennt sich aus?: Hütte, Leine, Halsband, Züchter, Kuchen. Was ist hier

falsch?: Affe mit Löwenschwanz, Kamel mit drei Höckern, Esel mit Fischschwanz und Hasenohren. Scherzfrage:

Buchfink. Schatten vertauscht: 1 = B, 2 = D, 3 = E, 4 = A, 5 = C. Zwei Gleiche: A und E. Buchstaben

suchen: Isegrim. Puzzle: eine Gans.

Lösungswort aus dem Januar Kreuzworträtsel: Apfelschimmel.

IMPRESSUM:

Unsere besten

TIERMEDIZIN AUS IHRER APOTHEKE

Anschrift:

S & D Verlag GmbH,

Otto-Hahn-Straße 16

47608 Geldern

Postfach 1213, 47592 Geldern

Telefon (0 28 31) 13 00-0

Telefax (0 28 31) 13 00 20

E-Mail: info@sud-verlag.de

www.unsere-besten-freunde.com

Geschäftsführer:

Manfred P. H. Gleske (v.i.S.d.P.)

Redaktion:

Dr. rer. nat. Rolf Eckhardt

Dipl.-Biol. Sabine Guckenbiehl

Dr. med. vet. Thomas Klein

Apothekerin Claudia Trnava-Bender

Konzept und Grafik-Design:

Diplom Grafikdesigner Jürgen Kahlert

Rätsel:

Hannelore von Berg

Anzeigenabteilung:

Marcus H. Thielen

Telefon (0 28 31) 13 0042

E-Mail: m.thielen@sud-verlag.de

Anzeigenpreisliste:

Nr. 18 (gültig ab 01. 01. 2010)

Copyright:

2010 by S & D Verlag GmbH;

Nach dru cke sind – auch auszugsweise –

nur mit schriftlicher Ge nehmi gung des

Ver la ges gestattet und honorarpflichtig.

Bezug:

Nur über Apotheken; Unsere besten

Freunde erscheint jeweils am Monats anfang.

Für un verlangt eingesandte Manu s kripte

und Bilder übernehmen wir keine Gewähr.

Redaktio nelle Beiträge spiegeln nicht immer

die Meinung des Ver lages wider.

Druck:

Senefelder Misset

NL Doetinchem

Lösung des

Kreuzworträtsels!

30 Unsere besten Freunde 02/2010

Foto: © wikipedia


Untermieter auf Zeit

Exklusiv aus

Ihrer Apotheke

Siebenschläfer

lieben

Gruppenkuscheln

Auf Dachböden von Häusern oder

in Scheunen fühlen sich die niedlichen

Siebenschläfer in den Wintermonaten

pudelwohl. Eng aneinandergekuschelt

liegen zwei bis fünf Tiere

in ihrem Nest aus Moos und Laub. So

trotzen die etwa 13 bis 19 Zentimeter

langen Tierchen mit dem etwa 15 Zentimeter

langen Schwanz während ihres

sechs- bis siebenmonatigen Winterschlafs

den kalten Temperaturen. Jetzt

heißt es für uns Menschen:

Bitte nicht stören!

Denn die Körpertemperatur des jeweiligen

Tieres ist auf die Umgebungstemperatur

abgefallen, Atmung und Herzschlag

haben sich verlangsamt. Die

Energie, die notwendig ist, um die Lebensfunktionen

des Winterschläfers aufrecht

zu erhalten, kommt aus den angefressenen

Fettdepots. Wird ein Siebenschläfer

frühzeitig aufgeweckt, gerät

sein Stoffwechsel derart durcheinander,

dass er sterben würde.

Erst Ende April/Anfang Mai erwachen

die Langschläfer von selbst. Sie sind

dann völlig ausgehungert und abgemagert.

Nun beginnt ein Wettlauf mit der

Zeit. Sobald die Siebenschläfer zu Kräften

gekommen sind, gründen sie eine

Familie. Nach 30 Tagen kommen drei bis

zehn Junge zur Welt, um die sich die Mama

etwa drei Wochen lang liebevoll

kümmert. Eile ist geboten, denn Anfang

Oktober gehen die nachtaktiven Tierchen

wieder schlafen. Vorher müssen sie

sich aber noch dicke Speckpolster anfuttern.

Im Frühjahr fressen sie Insekten

oder kleine Schnecken, im Sommer holen

sie sich Äpfel, Mirabellen oder Kirschen

vom Baum und im Herbst verputzen

sie bevorzugt Eicheln, Kastanien

oder Bucheckern.

Fotos: © wikipedia

Unsere besten Freunde

Unsere besten Freunde 02/2010 31


Fotos: © wikipedia

Überreicht durch die Apotheke Ihres Vertrauens:

Was bedeutet:

Jemandem einen Bären aufbinden

Diese Redensart bedeutet „eine unwahre Geschichte erzählen“, also jemanden anlügen. Eine mögliche

Erklärung dafür ist eine Mischung aus zwei Redensarten: Zum einen ist der Begriff „Bär“ auf den

alten Ausdruck „bar“ zurückzuführen, der so viel wie „Last“ oder „Abgabe“ bedeutet. Jagdgesellen

haben früher als Pfand für ihre Zechschulden einen Bären an der Theke angebunden. „Bär anbinden“

heißt also „Schulden machen“. Zum anderen wurde der Ausdruck „Jemandem etwas aufbinden“ früher

mit „Lügen“ gleichgesetzt. Aus dem angebundenen wurde schließlich der aufgebundene Bär.

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