Der Limes - Odenwald

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Der Limes - Odenwald

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VI

Osterburken war der Standort einer

römischen Kohorte, das gut

erhaltene Kastell ist in einer Parkanlage

zu besichtigen. Südlich der

Stadt wurden ein steinerner Wachtturm

und Teile der Limesmauer

nachgebaut, von der Plattform kann

der Besucher weit in die Landschaft

blicken. Nördlich von Osterburken

ist der Limeswall als Bodendenkmal

800 m lang zu verfolgen.

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Römermuseum Osterburken

am UNESCO-Welterbe Limes

Zweigmuseum des Archäologischen

Landesmuseums

Römerstraße 4, 74706 Osterburken

Tel.: 0 62 91 / 41 52 66

info@roemermuseum-osterburken.de

www.roemermuseum-osterburken.de

Römische Sehenswürdigkeiten

• Römermuseum Osterburken

am UNESCO-Welterbe Limes Zweigmuseum

des Archäologischen Landesmuseums

Baden-Württemberg

Obergermanisch-Raetischer Limes

Osterburken

Römermuseum

Im Rahmen des Antrags an die UNESCO,

den Limes in Rheinland-Pfalz, Hessen,

Baden-Württemberg und Bayern auf die

Liste des Welterbes zu setzen, wurden

die beiden Zweigmuseen des Archäologischen

Landesmuseum am Limes als

überregionale Informationszentren ausgewiesen

und ausgebaut. Das bislang

nur aus einem Schutzbau über einem

Bad bestehende Römermuseum Osterburken

wurde um einen modernen Neubau

erweitert und aufgewertet.

Die neue Ausstellung

gliedert

sich in drei thematische

Teile:

Im Erdgeschoss

– einem Licht

durchfluteten

Raum mit Außenbezug

durch

offene Glaswände

– wird am

Beispiel des rö mischen Garnisonsstädtchens

Osterburken das Alltagsleben der

Römer in der Region vermittelt.

Ein Limes teilt den Raum in eine germanische

und eine römische Hälfte. Die

signifi kanten Baustrukturen „Limes“,

„Kastell“, „Lagerdorf“ und „Gräberfeld“

werden vorgestellt. Im germanischen

Teil sind Funde aus germanischen Siedlungen

im Taubertal ausgestellt – einheimische

Keramik mischt sich mit römischer

Importware.

Das Obergeschoss widmet sich ausschließlich

der römischen Religion. Am

Beginn stehen die bekannten olym-

pischen Götter aus der griechisch-römischen

Mythologie, dargestellt auf

einer hinterleuchteten Wand. Von dieser

Folie aus entwickeln sich die Facetten

der Glaubenswelten: Römische Vorstellungen

vermischen sich mit einheimischem

keltischen Glauben, römische

Götter wie Mars oder Merkur verschmelzen

mit nichtrömischen Göttern. Am

Ende steht das berühmte Mithras-Relief

als Zeuge eines neuen, in der Region völlig

fremden Kultes aus dem Orient.

Im Altbau werden herausragende Funde

aus Osterburken gezeigt. Um die Ruine

des vor Ort konservierten Badegebäudes

wird römisches Badewesen

erklärt. Am Schluss steht ein Nachbau

des Benefi ciarier-Weihebezirks mit seinen

zahlreichen Weihesteinen und dem

dazugehörigen Tempel aus Holz. Nach

dem Originalbefund der im Grundwasser

konservierten Holzreste wurden der

Tempel und die Fassung der heiligen

Quelle im Originalmaßstab nachgebaut.

Die Installation zeigt die faszinierende

Vielfalt römischen Holzhandwerks in einer

Fülle, wie sie sich an keinem anderen

Ort nördlich der Alpen erhalten hat.

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