KV zÜriCh BuSineSS SChool: moTor der wirTschafT

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KV zÜriCh BuSineSS SChool: moTor der wirTschafT

Von Daniel Jositsch. Die Zeiten, in denen man eine Lehre machte

und damit die Berufsausbildung abgeschlossen hatte, sind vorbei.

Mittlerweile kann man sich im Berufsleben nur behaupten,

wenn man bildungsmässig am Ball bleibt. Der Grund dafür ist

heute noch besser erkennbar als früher. Wir stehen vor grossen

wirtschaftlichen Herausforderungen wie zum Beispiel die Schwäche

des Euro, die unsere Produkte und Dienstleistungen massiv

verteuert hat. Wir sind teuer; daran lässt sich wenig ändern. Wir

müssen also auch gut sein, wenn wir im internationalen Markt

bestehen wollen.

Gut sind unsere Produkte und Dienstleistungen, weil unsere

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Topleistungen erbringen.

Damit sie das angesichts der rasanten Entwicklung nicht

nur heute, sondern auch morgen können, müssen sie sich

immer wieder aus-, fort-, weiter- und nachbilden. Der Kaufmännische

Verband (KV) und seine Schulen haben diese Herausforderung

schon längst erkannt und bieten den Angestellten

des kaufmännischen Sektors die notwendigen Bildungsangebote.

Die KV-Bewegung ist in der Mitte des 19. Jahrhunderts

aus dem Bedürfnis entstanden, dass junge Kaufleute sich weiterbilden

und damit ihre Chancen im Berufsleben verbessern

können. Der KV Zürich ist deshalb seit 151 Jahren der Verband

für Bildung und Beruf; die Reihenfolge dieser Begriffe wurde

nicht zufällig gewählt, denn der KV war zuallererst ein Bildungsverband.

Das Flaggschiff der beruflichen Weiterbildung im kaufmännischen

Bereich im Raum Zürich ist die KV Zürich Business School

(KVZBS), die nicht lange nach der Gründung des Verbands ins

Leben gerufen wurde. Das war eine visionäre Leistung von

den damals verantwortlichen Personen des Verbands. In einer

Zeit, in der Ausbildung als etwas betrachtet wurde, das

mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter als abgeschlossen galt,

eine Weiterbildungsinstitution zu gründen, brauchte Weitsicht.

Die KVZBS kann daher auf eine Erfolgsgeschichte sondergleichen

zurückblicken. Sie hat ganz offensichtlich mit ihrem

Angebot den Angestellten im kaufmännischen Bereich

das geboten, was sie in der jeweiligen Zeit brauchten. Was

einst der Stenokurs war, erfüllt heute die EDV-Ausbildung, um

nur ein Beispiel zu nennen. Die KVZBS hat Tausenden von

kaufmännischen Angestellten geholfen, in ihrem Beruf à

jour zu bleiben und weiterzukommen. Die Erfolgsgeschichte

des Dienstleistungsbereichs in der schweizerischen Wirtschaft

ist daher auch zu einem nicht unwesentlichen Teil

auf die KVZBS zurückzuführen. Sie hat stark dabei mitgewirkt,

dass unsere Angestellten in der Lage waren, Höchstleistungen

zu erbringen.

Die KVZBS ist ein Leuchtturm in der schweizerischen Berufsbildung.

Und sie soll es auch bleiben. Die Anforderungen, um

diese Position halten zu können, werden in den nächsten

Jahren nicht geringer werden; im Gegenteil. Die wirtschaftliche

und gesellschaftliche Entwicklung geht rasant voran. Was

heute als Weiterbildungsangebot nachgefragt wird, kann

morgen schon überholt sein. Dazu kommt, dass der Konkurrenzkampf

im Weiterbildungssektor immer heftiger wird. Die

Nachfrage nach Bildungsangeboten kann zwar noch gesteigert

werden und wird wohl noch zunehmen, aber wir befinden

uns in der Schweiz schon auf einem sehr hohen Niveau.

Der Kuchen wird also nicht mehr viel grösser, und die Konkurrenz

schläft nicht. Viele Anbieter im Weiterbildungssektor blicken

neidisch auf die KVZBS und versuchen, ein möglichst

grosses Stück des Kuchens zu ergattern. Wenn die Business

School ihre Position verteidigen will, muss sie innovativ bleiben

und ihr qualitatives Niveau halten. Der KV hat sich als

Verband zum Ziel gesetzt, seine Mitglieder von der Lehre bis

zur Pensionierung aktiv zu begleiten. Im KV Zürich und im Bereich

der Weiterbildung ist die KV Zürich Business School für

diese Aufgabe verantwortlich. Dabei geht es nicht (nur) um

die reine Weiterbildung, sondern es geht auch um den Austausch

von Gedanken und Ideen. Die KVZBS bringt Berufsleute

mit ähnlicher Ausgangslage und mit vergleichbaren Zielen

zusammen. Sie ist also eine Denkfabrik, aus der neue Gedanken,

Konzepte bis hin zu unternehmerischen Ideen entstehen

können. Und sie ermöglicht unseren Berufsleuten den Aufbau

von Netzwerken, die sie im täglichen Leben und an ihrem

Arbeitsplatz brauchen. Die Dienstleistung der KVZBS war

einst visionär, heute ist sie eine selbstverständliche Notwendigkeit.

Sie ist ein unentbehrlicher Bestandteil unseres Verbandes

und unserer Wirtschaft. Sie wird das auch in Zukunft

bleiben. Ich danke daher im Namen des KV Schweiz der KV

Zürich Business School ganz herzlich für die ausserordentliche

Leistung. Ich gratuliere ihr zu ihrem Jubiläum und wünsche

ihr, und damit auch uns, alles Gute für eine weiterhin

erfolgreiche Zukunft.

Daniel Jositsch (47), ist seit November 2011

Präsident des KV Schweiz. Nach seinem

Rechtsstudium war er rund zehn Jahre lang

als Anwalt tätig, ehe er 2004 zum ausserordentlichen

Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht

und strafrechtliche Hilfswissenschaften

an der Universität Zürich ernannt

wurde. Seit 2007 ist der SP-Politiker Mitglied

des Nationalrats.

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