Kueba forum_d_web.pdf - Thermotex

gcG7octJ56

Kueba forum_d_web.pdf - Thermotex

FORUM 1

DAS KÜBA-FACHMAGAZIN FÜR KÄLTETECHNIK 2006

www.kueba.com

besuchen sie Küba auf

der iKK 2006 Nürnberg

vom 18. bis 20.10.2006,

Halle 4, Stand 508

Next ecoNomy liNe Steilvorlage in der Allianz-Arena

GastroNomie Kühlung à la carte | Fleisch-eiNzelhaNdel Frische Gaumenfreuden | Kältemittel co 2

Beste Energie-Bilanz | luFtleitsysteme Gleichmäßig gute Kühlung | Küba iNside Kühlung für Windkraftanlagen


02 | editorial | iNhalt | iNterVieW | iNterN | zubehÖr | iNside | rePort | eVeNts | Praxis | serVice

iNhalt

03 | iNterVieW

eine perfekte ergänzung. Ein Interview mit dem neuen

Küba-Vertriebsleiter Don van Wezel.

04 | iNterN

einfach sicher kalt. Die neue grüne economy line und

ihre Vorzüge im Überblick.

06 | rePort

Kühle steilvorlage. Die Küba und ihre grüne economy

line im Kühl-Einsatz für die neue Allianz-Arena.

10 | Kühlung à la carte. Eine perfekt passende Kühlanlage

für das Hotel-Restaurant Pfaffinger Hof.

12 | Gut gekühlte Gaumenfreuden. Gesunder Fleischgenuss

mit Waren aus der bestens gekühlten Fleischhauerei

Schuster in Oberösterrreich.

20 | beste energie-bilanz. Das umweltfreundliche Kältemittel

CO 2 im nachhaltigen Einsatz bei den Aligro-Großmärkten

in der Schweiz.

15 | eVeNts

auf zur iKK. Alles zur IKK und der neuen Chillventa, die

ab 2008 ihre Pforten öffnet.

16 | iNside

Viel Wind für viel energie. Beste Küba-Kühlung für

Windkraftanlagen-Generatoren.

18 | zubehÖr

Gleichmäßig gut gekühlt. Die Vorteile der Gewebeschläuche

von Thermotex auf einen Blick.

23 | FreQueNtly asKed QuestioNs

das neue elektroG. Was Kälteanlagenbauer unbedingt

wissen müssen.

staNdards

02 | editorial / iNhalt

02 | imPressum

editorial

liebe leseriN, lieber leser,

ein Schreckgespenst geht in Deutschland um: höhere Steuern,

ein starker Euro, teures Öl, nach wie vor extrem kostenträchtige

Rohstoffe wie Kupfer oder Aluminium und eine sich abschwächende

Weltkonjunktur – die Aussichten für die kommenden

sechs Monate trüben sich deutlich ein. Grund zur Panikmache

besteht aus unserer Sicht trotzdem nicht.

Eine kluge und beherzte Produktpolitik kann dafür sorgen,

dass das Tief ohne Nebenwirkungen vorbeizieht. Wir haben

unser Produktportfolio mit der neuen grünen economy line

einerseits und mit der blauen Classic Line andererseits daher

genauestens auf die Wünsche unserer Kunden abgestimmt. Dabei

haben wir streng darauf geachtet, dass der allgegenwärtige

Kostendruck eben nicht zu einer Qualitätsminderung führt.

Als erfahrener Produzent hochwertiger Kältetechnik-Komponenten

ist für Küba das optimale Kosten-Nutzen-Verhältnis der Produkte

die beste Basis für eine wechselseitig erfolgreiche Partnerschaft

mit Planern, Anlagenbauern und Betreibern. In einer

Zeit, in der andere Unternehmen versucht sind, dem Zwang zur

Kosteneinsparung durch Qualitätsminderung nachzugeben, reagieren

wir antizyklisch: Wir fühlen uns unseren Marktpartnern

gegenüber zu einer strikten Einhaltung und Weiterentwicklung

unseres hohen Qualitätsstandards in der Produktion, im Materialeinsatz

und in der Ausführung verpflichtet. Damit stärken wir

das Band unseres gemeinsamen Erfolges – denn Qualität verbindet

und schafft neue Chancen.

Viel Spaß beim Lesen,

Ihr Don van Wezel

imPressum

FORUM Das Fachmagazin für Kältetechnik

HERAUSGEBER: Küba Kältetechnik GmbH, Oberdiller Straße 23, D-82065 Baierbrunn,

Tel.: +49/(0)89/74473-264, Fax: +49/(0)89/74473-107 V.i.S.d.P: Michael Münch (Küba

Kältetechnik) MITARBEITER DIESER AUSGABE: Don van Wezel, Josef Irl, Ing. Peter

Strauß, Oliver Memminger, Kai Krebs, Marcus Höpfl, Peter Rudolf Wohlmuth, Dr. Gabriele

Lüke, Petra Sippel REDAKTION, GRAFIK, PRODUKTION: imprime – Dr. Lüke,

Mai & Partner – Journalisten & Grafikdesigner, Perchtinger Str. 8–10, 81379 München,

Tel.: +49/(0)89/747344-73 und -74 DRUCK & VERSAND: artconcept Werbeagentur

GmbH, Martinsried/München

Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der Küba Kältetechnik GmbH. Das Urheberrecht

bleibt vorbehalten. Keine Haftung für unverlangt eingeschickte Manuskripte, Bilder und Dateien.

serVice | Praxis | eVeNts | rePort | iNside | zubehÖr | iNterN | iNterVieW | iNhalt | editorial | 03

Herr van Wezel, seit Januar 2006 ist die neue Küba economy

line auf dem Markt. Wie ist der Verkauf angelaufen?

Wir können uns über einen gelungen Start freuen. Es erreichen

uns täglich frische Anfragen aus dem In- und Ausland.

Das zeigt, dass Küba ein gutes Gefühl für die Bedürfnisse des

Marktes hatte. Warum ist die neue Reihe so marktgerecht?

Die neue economy line ist eine effiziente Lösung für standardisierte

Kühlaufgaben in Handel und Dienstleistung – also für

jene unsensiblen Kühlgüter, die lediglich eine konstante Temperatur

brauchen. In diesem Sinne ergänzt die grüne economy

line auch perfekt unsere blaue Classic Line. Diese wird ja wie

bekannt bei komplexen oder individualisierten Kühlaufgaben in

der produzierenden und verarbeitenden Industrie eingesetzt.

Die genannten standardisierten Kühlaufgaben sind ein wachsendes

Marktsegment?

Wir beobachten in Deutschland und auch im Ausland, dass

Dienstleistung und Handel schnelle und intelligente Lösungen

für Standardkühlaufgaben benötigen. Supermärkte, Lebensmittelläden,

Tankstellen, Restaurants, Catering-Services oder Kioske

stehen in aller Welt vor der gleichen Aufgabe: Sie müssen

verpackte Ware, also Ware, die so wieder aus den Verkaufs- und

Arbeitsräumen hinausgeht, wie sie hereingekommen ist, für eine

relativ kurze Zeit kühlen. In dieser Zeit muss die Ware einfach sicher

kalt sein – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Einfach, sicher, kalt – so lautet auch das Motto, unter dem die

neue economy line steht.

Genau. Einfach in der Montage, bedingungslos sicher im Betrieb:

So bleibt das Kühlgut unter allen Umständen kalt. Der

Kunde bekommt damit eine passgenaue Lösung.

eine perfekte ergänzung

Don van Wezel leitet seit dem 1. Januar 2006 bei der Küba den

Vertrieb. Dem FORUM erläutert er, was die Luftkühler-Produktlinie

economy line auszeichnet.

Da hüpft das Herz des Kunden.

… und nicht nur deshalb. Die Geräte stehen in kürzester Zeit zur

Verfügung, sie sind wie gesagt schnell und einfach montiert, die

Reinigung ist sehr leicht – was natürlich im Lebensmittelbereich

von großer Bedeutung ist. Selbstverständlich ist die neue Gerätereihe

auch preislich attraktiv kalkuliert.

Und für komplexe Kühlaufgaben gibt es die Classic Line.

Die Classic Line kommt immer dann ins Spiel, wenn es um mehr

als die Temperatur geht. Daher spielen Stichworte wie Langzeitlagerung,

Absicherung von Reifeprozessen, Luftfeuchtigkeit,

Präzision der Luftverteilung, Hygiene oder Korrosionsschutz

etwa bei säurehaltigen Umgebungen eine entscheidende Rolle.

Entsprechend wächst die Komplexität der Geräte.

Das ist der wesentliche Unterschied zur economy line?

Genau. Die blaue und die grüne Welt entsprechen sich komplett.

Sie unterscheiden sich lediglich in ihren Einsatzgebieten

und eben ihrer Komplexität. Das heißt, dass die neue economy

line natürlich die bewährte Küba-Qualität liefert: also eine hohe

Kälteleistung durch CAL ® -Verteiler-Wirkung, eine lange Lebensdauer,

große Installationssicherheit sowie die hygienische Pulverbeschichtung.

Was die neue economy line im technischen

Sinne zu einer eigenständigen Gerätelinie macht, ist ihre Ausstattung:

Diese entspricht den standardisierten Anforderungen

der Anwendungsszenarien – Stichwort „built to application“.

An diesem Konzept werden sich auch die Wettbewerber reiben

müssen. Keiner von ihnen hat derzeit ein solches Angebot.

Die neue economy line war auf jeden Fall die richtige Entscheidung

für die Küba. Wir können jetzt alle Marktsegmente vollständig,

bedarfsgerecht und mit höchster Qualität bedienen.

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einfach sicher kalt

Mit der neuen grünen economy line gelingt der Küba eine marktgerechte Neupositionierung: Von der standardisierten

bis zur komplexen Kühlaufgabe – Küba hat für jeden Anwendungsfall die beste Lösung.

mit der NeueN ecoNomy liNe ist den Entwicklern der Küba

eine innovative, marktgetriebene Erweiterung des Produktportfolios

gelungen: Die auf den neuesten technischen Stand gebrachten

Luftkühler der economy line bieten eine passgenaue

Lösung für standardisierte Kühlaufgaben in Handel und Dienstleistung.

„Damit hat die Küba nun sowohl im Bereich der komplexen

als auch der standardisierten Luftkühler ein lückenloses

junior dF

➡ Platz sparend:

Ablauf horizontal, dadurch verringert sich die Bauhöhe inklusive

Umlenkbogen (90 °) auf 180 mm

➡ beste luftführung:

integriertes Luftleitblech, führt die Luft an die Zellendecke und

damit weit in den Raum

➡ bei extremen anwendungen:

Einbau einer Zusatzheizung möglich – zum Beispiel beim Einsatz

in Tiefkühlzellen mit hoher Begehungsfrequenz

➡ einfache montage:

Gerät leicht an der Zellendecke zu verschrauben, abnehmbares

Ventilatorblech

1

Sortiment“, erläutert Geschäftsführer Thies Hachfeld. Standardkühlaufgaben

erledigt die grüne economy line; bei komplexen

oder individuellen kältetechnischen Installationen vor allem in

der verarbeitenden und produzierenden Industrie kommt die

bewährte variantenreiche Classic Line zum Einsatz.

Diese Unterscheidung ist sinnvoll: Verpackte „unsensible“ Ware,

die so aus dem Laden herausgeht, wie sie hineingekommen

compact dF

➡ einfache montage:

klappbares Ventilatorblech, abnehmbares Seitenteil

➡ Platz sparend:

Ablauf vertikal, Bauhöhe inklusive Ablauf 315 mm

➡ Geringe breite:

kompakte Bauweise, dadurch nur 872/972 mm breit

➡ beste luftführung:

integriertes Luftleitblech, führt die Luft an die Zellendecke und

damit weit in den Raum

ist, die eher kurz und bei konstanter Temperatur lagert, braucht

keine komplexen Luftkühler. Als Kältequalitätsparameter ist hier

lediglich die Temperatur von Bedeutung. Die Ware muss einfach

sicher kalt sein. Und genau dafür steht die neue Produktlinie:

Die economy line ist einfach in Montage und Reinigung, absolut

sicher im Betrieb und hält das Kühlgut damit unter allen Umständen

kalt. Eine bedarfsgerechte Lösung in der bewährten

Küba-Qualität. Die neue Produktlinie ist zudem preislich attraktiv

kalkuliert; darüber hinaus sind die Geräte stets innerhalb

kürzester Zeit verfügbar.

Was sie im technischen Sinne zu einer eigenständigen Produktlinie

macht, ist vor allem ihre Ausstattung: Diese entspricht

passgenau den standardisierten Anforderungen – „built to application“.

Innerhalb der neuen Linie differenziert die Küba vier

➡ erweiterter leistungsbereich:

jetzt bis 52 kW

➡ Feinere leistungsabstufung:

neu mit Ventilatordurchmesser von 500 mm

➡ erhöhte Wurfweite:

Küba Air Jet als Zubehör

➡ schnelle reinigung:

Wanne schwenkbar als Zubehör

market plus sP comfort dP

+ Set =

www.next-economy-line.de

Baureihen: junior DF, compact DF, market plus SP und comfort

DP. Jede Baureihe verfügt über mehrere Ausführungsvarianten

zwischen 0,5 und 50 kW.

Die Classic Line hingegen steht für die produzierende und verarbeitende

Industrie wie immer bei komplexen Kühlaufgaben

parat, also immer dann, wenn es um mehr geht als nur um die

Temperatur des Kühlguts. Dort spielen die Stichworte Langzeitlagerung,

Absicherung von Reifeprozessen, Luftfeuchtigkeit,

Präzision der Luftverteilung, Hygiene oder Korrosionsschutz,

etwa bei säurehaltiger Umgebung, eine Rolle. Geschäftsführer

Thies Hachfeld ist zufrieden: „Diese Abgrenzung macht deutlich,

warum die neue economy line die richtige Entscheidung für

die Küba ist: Wir können jetzt alle Marktsegmente vollständig,

bedarfsgerecht und mit höchster Qualität bedienen.“

➡ erweiterter leistungsbereich:

jetzt bis 28 kW

➡ Platz sparend:

Bauhöhe 303 mm

➡ beste luftführung:

integriertes Luftleitblech, geringe Luftgeschwindigkeit (bis 0,8 m/s),

führt die Luft an die Zellendecke und damit weit in den Raum

➡ Kaum zug:

Geringe Luftgeschwindigkeit im Kühlraum durch integriertes

Luftleitblech, leise Ausführung per se integriert (Standard mit

zweistufigen Ventilatoren), extrem leise Ausführung in der dritten

Stufe „S“ mit Zubehör (Kondensator)

FORUM 01/2006 01/2006 FORUM


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www.next-economy-line.de

Kühle

steilvorlage

Die neue Allianz-Arena in München besticht

nicht nur durch ihre Architektur

und die bunten Illuminationen. Auch kältetechnisch

hat sie einiges zu bieten.

Fussball macht huNGriG und durstig.

Vor allem die Fans. Schließlich kostet auch

Mitfiebern Energie. Zu Recht legten die Betreiber

der neuen Allianz-Arena in München daher

größten Wert auf die Versorgung der Besucher.

Bis zu 70.000 Menschen passen ins Stadion

und wollen essen und trinken. Für sie gibt es

an 28 Kiosken Bratwurst, Pizza oder Pommes

für den kleinen Imbiss zwischendurch. In zwei

Fan-Treffs schenken die Münchner Brauereien

Hacker Pschorr und Paulaner den Schlachtenbummlern

ihr jeweils bevorzugtes Bier aus. Das

Familienrestaurant Arena à la Carte, seine Bar

und sein Bistro bieten eine Speisekarte nach

dem Geschmack von Eltern, Kindern, VIPs

und Sponsoren. Und auch in der spielfreien

Zeit, wenn das Stadion als Location für Events,

Konferenzen oder Symposien genutzt werden

kann, ist für leckere Bewirtung gesorgt.

Angesichts dieser Massen- und Exklusiv-Verköstigungsszenarien

waren gerade von den

FORUM 01/2006 01/2006 FORUM


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1

Kältetechnikern intelligente und effiziente Lösungen gefordert.

Denn so verschieden wie die Geschmäcker sind auch die

Kühlgüter. Die Kältetechnik musste entsprechend auf die unterschiedlichsten

Anforderungen der zu kühlenden Waren eine

Antwort geben. Nicht zu unterschätzen war dabei gerade auch

die Zahl der zu versorgenden Menschen:

• 2200 Sponsoren,

• 2600 Business-Seats-Inhaber,

• 1500 VIPs,

• zweimal 1300 Besucher der Fan-Treffs und

• die zu erwartenden Schlangen vor den 28 Kiosken

wünschen sich von den zwei Hauptküchen nicht nur genug und

nach Wunsch zu essen und zu trinken, sondern auch, dass alle

Produkte in einwandfreiem Zustand in die Verarbeitung und

dann in die Mägen gelangen. Die meisten der angebotenen

Waren stammen übrigens aus der Region.

Der gefragte und mit Großprojekten vertraute Gastronomie-

Fachplaner Arno Stuckert in Augsburg übernahm daher die

Gesamtkonzeption des Cateringbereichs. Die operative kältetechnische

Umsetzung erfolgte durch die Muhr GmbH aus dem

niederbayerischen Viechtach sowie die Kühlanlagenbau Süd-

Ost GmbH aus Dresden. Muhr zeichnete für die Kälteanlagen

der zwei Großküchen verantwortlich; Kühlanlagenbau Süd-Ost

stattete die Kioske aus. Im November 2004 wurde mit der Montage

begonnen. Dabei wurden zuerst die kälte-, dann die isolier-

2

technischen Installationen vorgenommen. Als Voraussetzung

für das Funktionieren des Systems wurde auf jeder der sieben

Stadionebenen ein Kaltwassernetz mit Rückkühlsystem installiert.

Daran angeschlossen wurden alle Kältemittel-Verflüssigereinheiten,

die die Gastronomie braucht. Die Wasserzulauftemperatur

beträgt +8 °C, die Rücklauftemperatur liegt bei maximal

+40 °C. Bezüglich der eingesetzten wassergekühlten Verdichter

legten die Betreiber vor allem Wert darauf, dass diese besonders

leise laufen, sprich, 35 dBA nicht überschreiten.

am beispiel der ebenen 3 und 4 lässt sich der konkrete

Kühlbedarf deutlich machen:

Auf der Ebene 3 im Bereich Familienrestaurant waren

• ein Getränkekühlraum (36 m 3 ),

• ein Lebensmittelkühlraum für Molkereiprodukte (15 m 3 ),

• ein Gemüsekühlraum (20 m 3 ),

• ein Fleischkühlraum (20 m 3 ),

• acht Kühltische, Kühlwannen und Konfiskatkühler

zu versorgen.

Auf der Ebene 4 im Bereich Hauptküche standen

• ein Getränkekühlraum (52 m 3 ),

• ein Lebensmittelkühlraum für Molkereiprodukte (31 m 3 ),

• ein Gemüsekühlraum (46 m 3 ),

• ein Fleischkühlraum (46 m 3 ),

• ein Kühlraum Fertigware 1 (42 m 3 ),

• ein Kühlraum Fertigware 2 (42 m 3 ),

• ein Kühlraum Geschirr (31 m 3 ),

• ein Kühlraum Eiswürfel (22,5 m 3 ),

• die Kühlung für den Portionierraum (129,5 m 3 ) sowie

• die Kühlung für den Technikraum (33 m 3 )

auf der Tagesordnung.

Bei der Realisierung der Planung lieferte Küba Kältetechnik die

Ventilator-Luftkühler zu. Installiert wurde die market-plus-SP-

Baureihe aus der neuen grünen economy line, außerdem kamen

einige SG-Verdampfer mit erhöhter Blasweite, gerichtetem

Luftstrom und höherer Pressung zum Einsatz. So finden sich

die Küba-Geräte in allen Einsatzbereichen: in der Großküche,

in den Portionierräumen (hier unter anderem mit Textilschlauchadapter),

in den offenen Kühlräumen, in den Tiefkühlräumen

sowie in den Kioskbereichen. Passend zur neuen Zweiteilung

der Küba-Welt werden mit den Küba-Luftkühlern damit sowohl

komplexe als auch standardisierte Kühlaufgaben – wie etwa im

Kioskbereich – gelöst.

Doch mit der Menge und der Art der verschiedenen Kühlaufgaben

hörte die kältetechnische Herausforderung in der Allianz-

Arena noch nicht auf. Auch die Installation weist einige Besonderheiten

auf. Für die beschriebenen Stadionebenen 3 und 4

war es beispielsweise möglich, alle Kältebedarfsträger dieser

beiden Ebenen über zwei Verbundanlagen an das installierte

Kaltwassernetz anzuschließen, also eine Verbundlösung zu

schaffen. Für die anderen Ebenen war ein solches Konstrukt

mehr iNFo

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4

6

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1 blick auf das stadion:

ein traum für jeden

Fußballfan – und Kältetechniker

2 Josef Köppel, bauleitender

monteur der muhr

Gmbh, bei der endmontage

eines sP-Verdampfers

3 universelle market-plus-

Flexibilität: auf bild Nummer

3 ist das Gefriergut

bei – 35 °c im tiefkühlraum

natürlich verpackt

und …

4 … auf bild 4 wird Gemüse

„einfach, sicher, kalt“

offen gekühlt.

5 Kommt in kleinen Kühlzellen

mit geringer bauhöhe

groß raus: der junior dF in

einer der Kiosk-Kühlzellen

6 dafür lohnt sich das

schlangestehen: an den

28 Kiosken warten Getränke

und snacks auf die

hungrigen und durstigen

Fans

jedoch nicht möglich. Hier wurden 19 einzelne wassergekühlte

Verflüssigungssätze aufgestellt und einzeln mit dem Kaltwassernetz

verbunden. Diese wassergekühlten Kältesätze wurden

direkt über den Kühlräumen montiert – zwischen Kühlraumdecke

und Rohdecke. Zudem wurden alle Kälteaggregate mit

einer Datenschnittstelle gekoppelt. So können Störmeldungen

schnell erfasst und die Störungen behoben werden. Einzeln versorgt

werden unter anderem:

• Getränkekühlraum Ebene 3, Sektor 1 (97 m 3 Raumvolumen),

• Nassmüllkühlraum Ebene 0 Sektor 4 (43 m 3 ),

• Tiefkühlraum Ebene 0, Sektor 4 (70 m 3 ),

• Getränkekühlraum Ebene 4, Sektor 3 (76 m 3 ),

• Lebensmittelkühlraum Ebene 5, Sektor 1 bis 4 (49 m 3 ),

• Schnellabkühler mit einer Kälteleistung von 12,5 kW.

Angesichts dieser ausgefeilten Planung und Installation kann

im Kampf um die deutschen und internationalen Pokale nichts

schief gehen – wie die Fußballweltmeisterschaft ja bereits deutlich

bewiesen hat. Kaltes Bier, leckere Bratwurst und viele Tore

– da hat der Fußballfan allen Grund, glücklich zu sein.

62 luftkühler aus der blauen und der grünen Küba-Welt gibt es in

der allianz-arena. sie bringen es auf eine Gesamtkälteleistung von

158,15 kW. eine auflistung der aggregate, ihrer einsatzgebiete und

ihrer Kälteleistung finden sie unter http://www.kueba.com/kueba/

deutsch/nbsp/menu/what_146_s_new/aktuelles/forum/index.html


10 | editorial | iNhalt | iNterVieW | iNterN |zubehÖr | iNside | rePort | eVeNts | Praxis | serVice

FORUM 01/2006

Kühlung à la carte

Eine Verbundlösung und der Einsatz des junior DF sorgen im Hotel Pfaffinger Hof

für beste und energiesparende Kühlung.

blitzsauber und strahlend – so wie diese Küche im hotel Paffinger hof stellt sich der Gast eine gute Küche in der Gastronomie vor. daneben

ein blick in die tiefkühlzelle: tiefgekühltes Gemüse und obst wird hier bei einer raumtemperatur von –20 °c für die Verarbeitung frisch

gehalten. damit die temperaturen konstant gehalten werden können, setzte Kälteanlagenbauer Josef irl von der irl Kältetechnik Gmbh &

co. KG in edling den junior dF aus der grünen Küba economy line auch in der tiefkühlzelle ein (bild rechts außen).

„Gute KältetechNiK ist das a uNd o in der Gastronomie.“

Alois Bichler, Inhaber des Pfaffinger Hofs, hatte daher sehr

genaue Vorstellungen von der Qualität der Kühlanlagen, die er

für sein neues Hotel benötigte. Für Kälteanlagenbauer Josef

Irl, Geschäftsführer der Irl Kältetechnik GmbH & Co. KG im bayerischen

Edling gab es nur eine Lösung. Er orderte bei Küba.

„Denn nur Küba liefert die hochwertige Qualität für eine richtig

gute Kälteanlage“, ist Irl überzeugt.

Der Pfaffinger Hof ist ein nagelneues Hotel, das erst im Jahr

2003 in Pfaffing am Inn, geografisch im Schnittpunkt von München,

Chiemgau und Voralpen, errichtet wurde. „Wir verbinden

traditionelle bayerische Gemütlichkeit mit den Vorzügen eines

modernen Hotelbetriebs“, beschreibt Wirtin Luise Bichler die

Vision ihres Hauses. Egal, ob ein beschaulicher Privaturlaub,

eine entspannte Geschäftsreise oder fröhliche Familienfeste auf

der Tagesordnung stehen – der Pfaffinger Hof bietet stets das

richtige Ambiente. Vor allem aber will Luise Bichler ihre Gäste

mit gutbürgerlicher regionaler Küche verwöhnen. Vom Rahmsülzchen

bis zum Hirschkalbsbraten reichen die Angebote der

Küche. Kein Wunder, dass für die Bichlers die Kältetechnik eine

wesentliche Bedeutung hatte, als sie den Neubau planten.

Was war gefordert? Insgesamt fünf Kühlräume, darunter ein

Tiefkühlraum sowie eine Fleisch-, Getränke-, Gemüse- und Küchenkühlzelle

im Plusbereich mussten bestückt werden. Dabei

gab es zwei besondere Anforderungen: Auftraggeber Alois

Bichler legte zum einen größten Wert auf eine energiesparende

Anlage. Zum anderen waren, weil die Kühlzellen sehr klein sind,

hochwertige Geräte mit geringem Platzbedarf von Nöten. Diese

Innenmaße galt es zu bedienen (L x B x H):

tiefkühlzelle: 2100 mm x 1000 mm x 2480 mm

Fleisch-Kühlzelle: 2140 mm x 1000 mm x 2380 mm

Küchen-Kühlzelle: 2140 mm x 1700 mm x 2380 mm

Gemüse-Kühlzelle: 2140 mm x 1000 mm x 2380 mm

Getränke-Kühlzelle: 3880 mm x 2680 mm x 2080 mm

Die Lösung, die zwischen Januar und Oktober 2003 installiert

wurde, sah schließlich so aus: Man entschied sich kompressorenseitig

für eine Verbundlösung anstelle einer Lösung, die

aus verschiedenen Einzelanlagen besteht. Die spezifischen Vorteile

dieser Verbundanlage werden im Anschluss noch erläutert.

Zur Bestückung der Kühlzellen wurden Verdampfer der Küba

eingesetzt. Auf Grund des geringen Platzes entschied sich Irl

dabei für den schlanken junior DF aus der neuen grünen Küba

economy line. Bei der Installation wurden die Kühlzellen nicht

komplett verbaut, sondern einzelne Kühlzellenpaneele maßgeschneidert

zusammenmontiert. Der Verflüssiger wurde im Dachgeschoss

untergebracht.

Mit diesen Geräten können die nötigen Temperaturen nun mühelos

erreicht werden. In der Tiefkühlzelle sind –20 °C gesichert,

die Fleischkühlzelle hat garantierte 0 bis +2 °C, in der Küchenkühlzelle

sind +3 °C Standard, das Gemüse wird bei +5 °C

gekühlt, die Getränke bei +6 bis +8 °C. Da die Küba-Geräte

für eine komfortable Bedienung stehen, sind auch Abtauen und

Reinigung ein Leichtes: Zweimal am Tag werden die Kühlzellen

automatisch bei einer Abtau-Endtemperatur von +8 bis +10 °C

abgetaut. Die Reinigung erfolgt regelmäßig nach Bedarf.

Zur Steuerung der Kühlzellentemperatur kommen Dixell-Regler

zum Einsatz. Um kompressorenseitig die Verbundanlage zu regeln,

wird ein Frequenzumrichter verwendet.

Bezüglich der Energiesparanforderung erwies sich die genannte

Verbundlösung als die überlegene. „Bei Einzelanlagen hätte

eigens eine Be- und Entlüftungsanlage eingebaut werden müssen.

Das wäre ein unnötig höherer Installationsaufwand gewesen

und hätte zudem die Energiekosten in die Höhe getrieben“,

erläutert Kälteanlagenbauer Irl. Durch die Verbundanlage spart

der Kunde – wie gewünscht – Energie und damit bares Geld.

Zwischen 20 und 35 Prozent weniger Energie als beim Einsatz

von Einzelanlagen werden verbraucht.

Die Verbundanlage mit Wärmerückgewinnung in Kombination

mit Küba-Verdampfern und dem Küba-Verflüssiger im Dachgeschoss,

gesteuert durch Frequenzumrichter und Dixell-Regler,

ermöglichte daher eine maßgeschneiderte, leistungsfähige und

energetisch höchst sparsame Anlage. Alois Bichler hat somit

genau die Lösung bekommen, die er wollte: „Die Anlage funktioniert

gut, bislang gab es keinen nennenswerten Störungen. Ich

bin sehr zufrieden.“

irl Kältetechnik Gmbh & co. KG

das unternehmen mit sitz im bayerischen edling wurde 1966 gegründet

und wird nun in der zweiten Generation von Josef irl geführt.

die Firma ist spezialisiert auf Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik

im Gewerbe- und industriebereich. ihr umfassendes

angebot besteht aus: Verkauf, Planung, Projektierung, installation

von Neu- und Gebrauchtkälteanlagen sowie Wärmepumpenanlagen,

Wartung, Kunden- und bereitschaftsdienst, recyling und umstellung

von altkälteanlagen. mehr unter: www.irl-kaeltetechnik.de

11

01/2006 FORUM


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FORUM 01/2006

Gut gekühlte Gaumenfreuden

Um ihren Kunden beste Qualität zu bieten, leistet sich die Fleischhauerei Schuster im oberösterreichischen

Ostermiething eine Kühlung modernsten Standards.

die schWeiNe VoN heute sind der Schinken von morgen

– sagt ein deutsches Sprichwort, das natürlich in Ostermiething

in Oberösterreich genauso gilt. Da hat nämlich die Fleischhauerei

Schuster ihren Sitz. Das Familienunternehmen steht für

feinen Schinken und viele andere Köstlichkeiten aus Fleisch.

Zudem bietet es Partyservice, Kantinenbetreuung, Hochzeits-

und Eventcatering in allen Variationen: vom belegten Brötchen

über Fingerfood bis zum Buffet, vom kleinen Kreis bis zur großen

Gesellschaft. Und damit das Fleisch, der Schinken und die

Wurst in bester Qualität auf den Tisch kommen, optimiert die

Inhaberfamilie Schuster natürlich auch immer wieder die kältetechnischen

Installationen.

Im April 2003 fiel der Startschuss zur letzten Modernisierungsrunde.

Die Familie Schuster hatte den Neubau einer Großfleischhauerei

mit angeschlossenem Verkaufs- und Wohnbereich

beschlossen. Der Neubau war nötig geworden, weil der

bestehende Betrieb sehr stark ausgelastet war und entsprechend

dringend neuer Kapazitäten bedurfte. Bezüglich der Kältetechnik

war dies ein großer Schritt nach vorn: Die bisherige,

vor allem aus Einzelaggregaten bestehende Lösung wurde von

einer komplexen Verbundlösung mit ergänzenden Einzelanlagen

abgelöst.

Die Konzeption und Umsetzung der Anlage übernahm die

Strauß Kälte-Klimatechnik G.m.b.H. in Salzburg. Das Unternehmen

ist langjähriger Geschäftspartner der Familie Schuster

und war deshalb prädestiniert für diese Aufgabe. Sie konnte die

Wünsche des Kunden individuell und optimal erfüllen.

techNiK: Küba-KomPoNeNteN auF eiNeN blicK

dort, wo’s das besondere gibt: Fleischhauerei (Fleischerei), Partyservice,

Kantinenbetreuung und imbiss in einem.

In Sachen Technik, Energie und Hygiene sind für das neue Betriebsgebäude

nun seit März 2004 modernste Geräte im Einsatz.

Die Kälteanlage erfüllt dabei die folgenden Vorgaben: Sie

muss die Energie optimal nutzen, für verschiedene Temperaturbereiche

auslegbar sein sowie für unterschiedliche Anwendungsszenarien

taugen, das heißt, sowohl Kühlung als auch

Klimaregulierung vorsehen. Damit lassen sich für die verschiedenen

Bereiche die jeweils optimalen Bedingungen herstellen:

Temperatur und Feuchtigkeit können passgenau auf die Bedürf-

anwendung / Kühlraum anzahl luftkühlertype

EG

raumtemperatur in °c dt1 rel. luftfeuchtigkeit

Zerlegung 1 DPA 044-N +10 8

Produktion 1 DPA 044-N +10 8

Fleischkühlraum 1 SGAE 92 0 7 90– 95

Pökelraum 1 SGAE 81 +2 7

Klimaraum 1 SGA 61 +10 10 60–70

Tiefkühlraum 1 SGBE 91 – 22 7

Expeditkühlraum 5 KVB 2928 0 8 90

Verpackung 1 DPA 044-N +10 8

Verladung 1 DPA 042-N +10 8

Gang 1 DPA 042-N +10 8

Müll 1 SPA 042C +4 8

KR Küche 1 SGAE 81 0 7 90

Verkaufskühlraum 1 KVB 2923 0 8 90

KG

Kühlraum 1 SGAE 81 +4 7 90

Tiefkühlraum 1 SGBE 82 – 22 7

www.next-economy-line.de

01/2006 FORUM


14 | editorial | iNhalt | iNterVieW | iNterN | zubehÖr | iNside | rePort | eVeNts | Praxis | serVice

FORUM 01/2006

bild links: Gebündelte Kompetenz vor der anlagenregelung: ing. Peter strauß (l.) & Franz schuster. bild rechts: hier lässt es sich angenehm

arbeiten: unter dem dPa044-deckenluftkühler bei maximal 0,8 m/s luftgeschwindigkeit im zerlege- und Verarbeitungsbereich.

nisse der Räume abgestimmt werden. Ebenso lassen sich die

Luftgeschwindigkeiten anpassen. Denn da in den Räumen die

Mitarbeiter ganztätig beschäftigt sind, müssen die Luftgeschwindigkeiten

zur Vermeidung von Zug so gering wie möglich sein.

und so wurde die Kälteanlage aufgeteilt:

• Verbundsystem für Kühlräume

• Verbundsystem für Zerlege- und Arbeitsräume

• Verbundsystem für Kleinkühlstellen im Verkaufsgeschäft

• Einzelanlagen für Tiefkühlräume zum Zweck der

Energieoptimierung und Betriebssicherheit

zur Funktionsweise: Der Arbeitsprozess einer Fleischerei beginnt

im Zerlegebereich. Auf rund 75 m² findet an den Einzelarbeitsplätzen

nun die Feinzerlegung von Fleischwaren unter

strauß Kälte-Klimatechnik G.m.b.h.

auf 40-jährige erfahrung im bereich der Kälte- und Klimatechnik

kann die strauß Kälte-Klimatechnik G.m.b.h aus salzburg-tahlgau

zurückblicken. Kälte- und Klimatechnik für Gastronomie, lebensmittelhandel,

supermärkte, Frischdienstlager, Fleischwerke sowie

die Gebäudeklimatisierung gehören zum leistungsbereich der

Firma. in diesen segmenten gehört der anlagenbauer, der auch

einer der fünf eigentümer des Kälterings austria ist, zu einem der

leistungsstärksten Familienunternehmen in Österreich. ing. rudolf

strauß, zuständig für den bereich technik, und ing. Peter strauß,

der den bereich Verkauf betreut, stehen für den expansionskurs des

betriebs. im Jahr 1998 begann ein wichtiger abschnitt für strauß:

das neue betriebsgebäude wurde bezogen. es umfasst eine Grundfläche

von ca. 5500 m 2 und lager-, Produktions- sowie büroflächen

von insgesamt 1300 m 2 .

einem viermotorigen comfort-DP-Deckenluftkühler aus der neuen

grünen Küba economy line statt. Durch die geringe Luftgeschwindigkeit

von maximal 0,8 m/s ist das Arbeiten unter diesen

Luftkühlern sehr angenehm. Nach der Feinzerlegung geht das

Fleisch zunächst zur Weiterverarbeitung und dann zum Selchen

(Räuchern) in die Räucheranlagen beziehungsweise zum Kochen

in die Mehrwagen-Kochanlagen. Anschließend steht das

Pökeln (Konservieren) der Wurst- und Fleischprodukte auf dem

Programm. Der Pökelraum wird durch einen elektrisch abgetauten

SGA81 bei konstant +2 °C kalt gehalten. An den Pökelraum

angeschlossen sind ein Expeditkühlraum (Vorkommissionierkühlraum)

und ein Fleischkühlraum, die beide mit statischen

Luftkühlern ausgestattet sind. Direkt auf den Expeditkühlraum

folgt der Verpackungs- und Verladebereich. Hier verrichten jeweils

ein viermotoriger und ein zweimotoriger comfort-DP-Deckenluftkühler

ihr kühlendes Werk. Alle DP-Geräte sind zur Zugvermeidung

mit Stufenschaltern ausgestattet.

„Wir haben uns bemüht, unserem langjährigen Geschäftspartner

eine wirtschaftliche und auch technisch ausgefeilte

Top-Standard-Lösung mit mehreren Anlagen zu errichten“, unterstreicht

Rudolf Strauß, der die Anlage konzipiert hat. „Denn

unser Prinzip lautet: kluge und synergetische Lösungen für die

individuellen Anforderungen der Auftraggeber.“ Für Geräte der

Küba hat Strauß sich wegen der breiten Produktpalette entschieden.

„So konnten wir einen Fabrikatmix vermeiden.“ Der

Kunde, die Fleischhauerei Schuster, ist mit der Anlage, die seit

Betriebsbeginn einwandfrei läuft, auf jeden Fall sehr zufrieden.

Und die Endkunden genießen die feinen Waren.

serVice | Praxis | eVeNts | rePort | iNside | zubehÖr | iNterN | iNterVieW | iNhalt | editorial | 15

herzlich willkommen! auf unserem iKK-messestand präsentieren wir ihnen gemeinsam mit unseren Konzernpartnern die neue grüne economy

line und zwei Geräte aus der classic line. Kommen sie vorbei. sprechen sie uns an. Wir freuen uns auf sie (halle 4, stand 508)!

auf zur iKK

Zum letzten Mal öffnet die IKK in Nürnberg in diesem Jahr ihre Tore. 2008 wird sie als Chillventa

wiedergeboren. Küba und die neue economy line sind 2006 und 2008 dabei.

iNNerhalb VoN Kürzester zeit ist die neue grüne economy

line der Fachöffentlichkeit ein Begriff geworden. Nach

einer erfolgreichen Roadshow im ersten Quartal dieses Jahres

und einer Hausmesse am Standort Baierbrunn werden die vier

neuen Baureihen auf der IKK in Nürnberg nun auch einem breiteren

Publikum vorgestellt. Ergänzt werden die Produkte der

economy line in Nürnberg durch zwei variantenreiche Geräte

aus der blauen Classic Line für die Langzeitlagerung sensibler

und offener Produkte. Wir laden Sie, liebe Leserinnen und Leser,

zwischen dem 18. und 20. Oktober herzlich an unseren Stand

ein und freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Mit der diesjährigen IKK endet die Geschichte dieser Messe.

Im Juli 2006 haben 26 Unternehmen und fünf Branchenorganisationen

der Klima- und Kältewirtschaft, darunter die Küba

Kätetechnik GmbH, den Ausstellerkreis Chillventa Nürnberg gegründet.

Aus diesem Kreis wird eine neue Messe, die Chillventa,

hervorgehen. Sie wird im Oktober 2008 zum ersten Mal ihre

Pforten öffnen und die IKK ablösen.

Warum eine neue Messe? Zu dieser Entwicklung kam es, weil

Gespräche über die Zukunft unserer Branchenmesse mit dem

Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe VDKF Mitte des

Jahres endgültig gescheitert waren – ungeachtet der Bemühungen

auf allen Seiten. Der VDKF wollte trotz der Enttäuschung

auf der Hannover Messe 2005, die mit einer Halbierung des Be-

suchervolumens einherging, die IKK im Jahresturnus fortführen.

Zudem sollte die IKK in den ungeraden Jahren an die primär von

Heizungs- und Sanitärtechnik und deren Verbänden getragene

Frankfurter Großmesse ISH/Aircontec angedockt werden. Das

hätte Einfluss auf ihre konzeptionelle Klarheit genommen. Außerdem

hatte der VDKF geplant, den erfolgreichen und weltweit geschätzten

Messeplatz Nürnberg aufzugeben.

Mit diesen Vorschlägen waren viele Aussteller nicht einverstanden.

So entstand der Ausstellerkreis Chillventa Nürnberg, der

sich mittlerweile um einige bedeutende Unternehmen erweitert

hat und außerdem den Bundesinnungsverband des Deutschen

Kälteanlagenbauerhandwerks BIV gewinnen konnte. Der BIV

vertritt 19 Landesinnungen und insgesamt 1100 Kälte-Klima-

Fachbetriebe. Darüber hinaus haben zehn italienische Branchenunternehmen

erklärt, die neue Chillventa zu unterstützen.

Die NürnbergMesse wird die neue Messe veranstalten. Sie wird

ein beachtliches Finanzvolumen in die Chillventa investieren.

Unter anderem hat sie zugestimmt, die Aussteller-Standmieten

um mehr als zehn Prozent zu senken, den Werbe-Etat zu

verdoppeln und die Leistungen der Verbände, Organisationen

und Institutionen angemessen zu vergüten. Mit einem modernisierten

Messekonzept wird die Chillventa die erfolgreiche

Geschichte der IKK fortsetzen: unter einem neuen Namen an

einem geschätzten Messeplatz.

01/2006 FORUM


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FORUM 01/2006

Gute NachrichteN Für umWelt – uNd WirtschaFt.

Die nachhaltige dezentrale Energieerzeugung entwickelt sich

mehr und mehr zu einem ausgesprochenen Wachstumsmarkt.

Dabei wird die Windenergie schon bald die bedeutendste regenerative

Energiequelle sein und die bislang führende Wasserkraft

abgelöst haben.

Die Zukunftsperspektiven für die Nordex-Gruppe, einen der

weltweit größten Anbieter von Windenergieanlagen, könnten

also besser nicht sein. Gleiches gilt für seinen strategischen

Partner, die Winergy AG aus Voerde am Niederrhein. Winergy,

ein langjähriger Küba-Kunde, ist führender Anbieter von Getrieben

und Generatoren für Windkraftanlagen in Voerde und Ruhstorf.

Der Sitz in Voerde steht für die Getriebe, Ruhstorf für die

Generatoren.

Ein herausragendes Referenzprojekt, das die Nordex-Gruppe

und Winergy gemeinsam umgesetzt haben und an dem auch

die Küba beteiligt ist, ist der Windpark Ketzin, der derzeit größte

Viel Wind für viel energie

Um die Generatoren der Windräder gut zu kühlen, greift die Winergy AG aus

Voerde auf Wärmetauscher mit größtmöglicher Fläche zurück.

aus Wind verhindert übrigens die Emission von 30.000 Tonnen

klimaschädlichem CO 2 pro Jahr.

Der Beitrag der Kältetechnik: Zu einer Windanlage gehören

etwa 18 verschiedene Komponenten. Das sind beispielsweise

Getriebe, Kupplungen oder Umrichter. Unter anderem ist auch

ein Generator, der bis zu 2500 kW Leistung bringt, Bestandteil

einer solchen Anlage. Er muss mit Wasser gekühlt werden. Da

ein Großteil der Komponenten von der Winergy AG geliefert

wird, lag die Beteiligung der Küba an diesem spannenden Projekt

auf der Hand. Zur Kühlung des Generators wurde ein Wär-

Winergy aG

die Winergy aG (hauptsitz in Voerde) ist führender anbieter von Getrieben

und Generatoren für Windkraftanlagen. das unternehmen hat

in den letzten Jahren seinen marktanteil auf mehr als 40 % ausgebaut.

im bereich der Windkraftanlagen mit einer Kapazität von mehr als

einem megawatt der so genannten megawatt-Klasse erreicht Winergy

sogar einen marktanteil von mehr als 50 %. Von den 49.000 bis heute

weltweit installierten anlagen sind 24.000 mit Winergy-Getrieben

ausgestattet. das entspricht einem anteil von über 45 %. außerdem

gehört Winergy mit einem Weltmarktanteil von ca. 16 % zu den führenden

anbietern von Generatoren für Windkraftanlagen.

deutsche Windpark überhaupt. Der Park befindet sich ca. 20 Kilometer

nördlich von Potsdam im Windeignungsgebiet Nauener

Platte. Er wurde vom Nordex-Winergy-Team für den Kunden

e.disnatur, eine Tochter des Fürstenwalder Energieversorgers

E.DIS AG, Anfang 2005 errichtet. Der Park ist mit acht N90-Turbinen

ausgestattet und verfügt über eine installierte Gesamtleistung

von 18,4 MW.

Zum Hintergrund: Der Windpark Ketzin gilt als Schwachwindstandort.

Um den optimalen Energieertrag an einem solchen

Standort zu erwirtschaften, wurden die Maschinen auf 100 Meter

hohen Rohrtürmen errichtet. In dieser Nabenhöhe liegt die

gemessene mittlere Jahreswindgeschwindigkeit bei 6,3 m/s.

Die speziell für das Binnenland entwickelten und hier eingesetzten

2,3-MW-Anlagen werden rund 35 Millionen kW Strom

pro Jahr erzeugen. Diese Strommenge entspricht dem

Jahresverbrauch von ca. 8000 privaten Haushalten in

Brandenburg. Die Gewinnung dieser Strommenge

metauscher mit möglichst großer Fläche,

das heißt mit einer möglichst großen Wärmeübertragungsleistung

benötigt. Dieser

Wärmetauscher musste jedoch gleichzeitig

einen möglichst niedrigen luftseitigen Druckverlust

gewährleisten. Die Küba entwickelte für

diese Aufgabe einen Prototypen auf Basis ihres

Know-hows.

Wie funktioniert die Rückkühlung des Kühlwassers?

Die durch die Generatorenverluste erhitzte Innenkühlluft

wird ausschließlich durch den drehenden Rotor vorangetrieben.

Nach dem Austritt aus dem Statorpaket wird die Luft durch

den Wärmetauscher gedrückt. Die auf diese Weise rückgekühlte

Innenluft wird dann wieder in die Bereiche der beiden Statorwickelköpfe

in den Rotor zurückgeleitet. Beide Kühlströme (Luft/

Wasser) sind für sich geschlossene Kreisläufe. Das erwärmte

Wasser-Glykol-Gemisch wird durch die Außenluft rückgekühlt.

Bei voller Generatorenleistung können Gesamtverluste am Generator

von bis zu 85 kW entstehen. Eine zusätzliche Verrippung

zur Entwärmung des Generators ist nicht erforderlich.

Oliver Memminger, Konstruktionsleiter der Winergy AG

in Ruhstorf, schätzt die Zusammenarbeit mit Küba sehr:

„Im Wettbewerb mit anderen namhaften Herstellern

setzte sich Küba Kältetechnik aufgrund der hervorragenden

Projektbetreuung, der großen Flexibilität, des

hohen Qualitätsstandards und der vorbildlichen Dokumentationsarbeit

durch.“ Solche Voraussetzungen seien

im Seriengeschäft unabdingbar. Besondere Anerkennung

fanden zudem die kurzen Reaktionszeiten

bei Anfragen aller Art, die unbürokratische

Abwicklung der Prototypenaufträge sowie die



kurzen Lieferzeiten. „Maßgeblich war für uns außerdem

das große Know-how der Küba. Denn dadurch, dass

alle Komponenten von namhaften zertifizierten Herstellern

stammen, können wir auch die hohe Qualität garantieren“,

stellt Memminger zufrieden fest.

zu einer Windanlage gehören neben dem Küba-gekühlten

Generator 17 verschiedene hauptkomponenten

17


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FORUM 01/2006

Gleichmäßig gut gekühlt

Mit Gewebeschläuchen von Thermotex lässt sich die Raumkühlung einfach und

hygienisch optimieren: Die Luft wird gezielt im Raum verteilt.

Frisches, KNacKiGes Gemüse, zarte Steaks oder feine

Tortenstücke – das macht Appetit und lässt die Kunden einkaufen.

Doch leider findet man in den gekühlten Arbeitsräumen

der Lebensmittelindustrie immer wieder auch schlaffen Salat,

schrumpliges Fleisch oder ausgetrocknete Backwaren. Der

Grund dafür ist in der Regel eine ungleichmäßige Luftverteilung.

Mit einem System, das auf Gewebeschläuchen der Thermotex

Luftleitsysteme GmbH in Moers sowie auf Verdampfern der Küba

basiert, lässt sich dieses Problem jedoch schnell und leicht lösen.

Denn mit Hilfe der Schläuche, die direkt mit den Verdampfern

verbunden sind, kann die Luft gleichmäßig im Raum verteilt

werden. „In gekühlten Arbeitsräumen sind Gewebeschläuche

derzeit Stand der Technik“, bestätigt auch Rolf Otten, Projektingenieur

bei der Linde AG mit Sitz in Wiesbaden.

Dieser konsequente Einsatz der Gewebeschläuche hat Sinn:

Alle Firmen, die produktionsbedingt ihre Arbeitsräume kühlen

müssen, benötigen überall eine gleichmäßige und zugarme

Kühlung. Wärmenester müssen dringend vermieden werden.

Das kombinierte Thermotex-Küba-System ermöglicht dies und

zeigt zudem einen positiven Nebeneffekt: Denn die Lösung führt

zu verbesserten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, ergo

zu geringeren Krankheitsquoten. Entsprechend hat sich das

Schlauch-Verdampfer-System bei den großen Logistikzentren

des Lebensmitteleinzelhandels – etwa von Edeka, Rewe oder

Tengelmann – weitgehend durchgesetzt. Auch den gesamten

Verkaufs- oder Arbeitsraum über diese Lösung zu kühlen, anstatt

die zu kühlende Ware in einzelnen Kühlregalen zu lagern,

wird mehr und mehr genutzt. „Letzteres ist ein weiterer idealer

Anwendungsfall für ein System aus Küba-Verdampfern und

Thermotex-Gewebeschläuchen“, so Claudio Steinmann, Kältetechniker

TS bei Frigo-Consulting in Schlieren, Schweiz.

Wie funktioniert die Lösung konkret? Die aus dem Küba-Verdampfer

austretende Luft wird in die Thermotex-Gewebeschläuche

geleitet und dann im Raum verteilt. Die Schläuche bestehen

aus Polypropylen, einem Synthetikgewebe, das sich durch

geringstes Wasserrückhaltevermögen auszeichnet. An ihrem

Ende werden die Schläuche nicht zugenäht, sondern mit einem

runden Endboden („Enddeckel“) im gleichen Durchmesser versehen.

So entsteht ein geschlossenes Drucksystem. Die Luft

tritt an der gesamten Oberfläche des Schlauches mit einer Geschwindigkeit

von weniger als 0,2 m/sec aus. Kondenswasser

entsteht nicht, denn aufgrund des luftdurchlässigen Gewebes

erfolgt keine Taupunktunterschreitung. Gegenüber den früher

eingesetzten isolierten Blechkanälen mit Luftgittern ist diese

Form der Luftsteuerung viel einfacher und praktischer. Sie bietet

sogar noch weitere Vorteile: eine geringere Pressung, niedrigeres

Gewicht, schnellere Montage und nicht zuletzt einen

günstigeren Preis. Auch die Tatsache, dass die Schläuche gereinigt

werden können und gegen aggressive Reinigungsmittel

und Laugen resistent sind, macht sie zu einer hervorragenden

Alternative zu VA-Kanälen.

Dabei entwickelt Thermotex vor allem branchenbezogene und

individuelle Varianten: „Unsere Gewebeschläuche sind kein

Lagerprodukt, sie werden jeweils auftrags- und kundenbezogen

gefertigt“, erläutert Geschäftsführer Jörg-Peter Krebs. So

schätzt beispielsweise die Süßwarenindustrie folgende Lösung:

Durch Gewebe mit unterschiedlicher Luftdurchlässigkeit in

einem Schlauch kann die Luftaustrittsrichtung je nach Bedarf

gesteuert werden. Die obere Hälfte (9 bis 15 Uhr) besteht dann

etwa aus luftundurchlässigem Gewebe, während in der unteren

Hälfte (15 bis 9 Uhr) luftdurchlässiges Gewebe eingesetzt wird.

So strömt die Luft nur nach unten aus.

Wie individuell eine Lösung sein kann, zeigt auch dieses aktuelle

Fallbeispiel: Im Viersener Logistikzentrum der Tengelmann

AG bestand die Herausforderung darin, dass in einem Raum

unterschiedliche Deckenhöhen bestanden. Zudem gab es bei

den Umbauarbeiten zur Lagererweiterung Unterzüge, die in

Luftrichtung verliefen, und Regale bis knapp unter die Decke.

Die Heinrich Kreutzträger Kältetechnik GmbH & Co. KG in Bremen,

die schon seit langem auf die Küba-Thermotex-Kombination

setzt, erhielt den Auftrag, diese Räume kältetechnisch zu

optimieren. Die Experten vernähten die Gewebeschläuche mit

Höhen- und Seitenversprüngen. Von einem Verdampfer mit

einem Lüfter wird die Luft nun je nach Bedarf auf zwei oder drei

Gewebeschläuche verteilt. Eine optimale Lösung.

so funktioniert’s (von l. nach r.): schlauchverbindungsstück zum

ausgleich des höhenunterschieds (seitenansicht); hosenstück am

übergang von zwei schläuchen zu einem; zweimotoriger luftkühler

mit thermotex-textilschläuchen. mehr unter: www.thermotex.de

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01/2006 FORUM


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FORUM 01/2006

sb-Vitrine vor dem Fischverkaufsraum co 2 -sGa 051 bei t 0 = 0 °c, zur Kühlung des Fischverkaufsraumes

beste energie-bilanz

In der Filiale des Großmarktes Aligro im schweizerischen Sion kommt als Kältemittel CO 2 zum Einsatz und

macht im Energie- und Kostenvergleich mit dem Standardkältemittel R404A den wesentlich besseren Schnitt.

seit 30 JahreN ist Aligro die unumstrittene Nummer 1 unter

den Großmärkten in der französischen Schweiz. Dass das so ist,

liegt an dem ausgeklügelten Konzept, das Aligro-Erfinder Pierre

Demaurex in den 60er-Jahren in Genf entwickelte und immer

wieder zu optimieren wusste. So erhält die Kundschaft des Familienunternehmens,

vor allem Gastronomen und Einzelhändler,

nicht nur Waren in höchster Qualität und von größter Vielfalt.

Aligro – „Alimentation en gros“ – zeichnet sich zudem durch

besonders benutzerfreundliche Öffnungszeiten aus: Bereits um

sechs Uhr morgens stehen die Türen für die Kunden offen.

Im vergangenen Herbst weihten Dominique und Etienne Demaurex,

die Söhne und Nachfolger von Pierre Demaurex, in

Sion den dritten Aligro-Markt ein. Auf stolzen 5000 m 2 Verkaufsfläche

(bei einer Gesamtfläche von 12.500 m 2 ) findet auch hier

das typische Demaurex-Konzept seine erfolgreiche Umsetzung.

Da die Frische der Waren für die Aligro-Märkte eines der entscheidenden

Qualitätsparameter darstellt, spielte in Sion auch

die Kältetechnik eine wesentliche Rolle. Für die Planung und

Realisierung der gesamten Kälte- und Regelungstechnik im

Normal- und Tiefkühlungsbereich des Großmarktes zeichnete

die LKS KälteSchweiz AG/LKS FroidSuisse SA mit Hauptsitz in

Pratteln bei Basel verantwortlich. Sie ist eine Tochter der USamerikanischen

Carrier/Linde Refrigeration. Sie lieferte drei

Verbundkältesätze sowie die Kühlmöbel mit einer Gesamtverkaufslänge

von 180 m und richtete die neun Kühlräume mit einer

Grundfläche von ca. 200 m 2 sowie die fünf Tiefkühlzellen mit

einer Grundfläche von ca. 90 m 2 ein.

Zu den technischen Basisdaten im Einzelnen: Bei der Normalkühlung

kommt zum dritten Mal die von Linde Kältetechnik neu entwickelte

CO 2 -Verbundkälteanlage CO 2 OLtec zum Einsatz. Die Regelung

und Überwachung dieser auch im transkritischen Betrieb

arbeitenden NK-Verbundkältesätze übernimmt die ebenfalls neu

entwickelte Eckelmann VS3000C. Alle Möbel- und Kühlraumverdampfer

sind mit elektronischen Expansionsventilen ausgestattet.

Die geforderte Gesamtkälteleistung für den Normalkühlbereich

liegt bei 322 kW. Sie ist auf zwei separate Verbundkälteanlagen

mit jeweils identischer Kälteleistung aufgeteilt. Die Tiefkühlstufe

kommt auf eine Kälteleistung von 67 kW. Ihre Wärmeabfuhr erfolgt

im Kaskadenbetrieb durch direkt verdampfendes CO 2 aus den

Normalkühlanlagen. Auch in den Verkaufsräumen stellt sowohl

in der Normal- als auch in der Tiefkühlstufe direkt expandierendes

Kohlendioxid die Wärmeabfuhr sicher. Zur Übertragung der

abzuführenden Wärme von zweimal 236 kW an die Umgebungsluft

dient ein CO 2 -Gaskühler in V-Block-Ausführung. In den Verkaufsräumen

hat der gewerbliche Einkäufer des Einzelhandels

eine Vielzahl von unterschiedlichen Kühlregalen, Kühltheken,

Kühlinseln und Tiefkühlkombinationen aus der Serie Linde Evolution

5 zur Verfügung sowie eine größere Anzahl von Kühl- und

Tiefkühlräumen. Hier kommen ausschließlich CO 2 -Luftkühler der

Küba zum Einsatz. Eine Aufschlüsselung ist der Tabelle auf Seite

22 zu entnehmen. In das Gesamtanlagenkonzept ist außerdem

eine Wärmerückgewinnung integriert. So stehen in der Heizperiode

Heizungswarmwasser mit zweimal 150 kW sowie ganzjährig

Brauchwarmwasser mit 90 kW zur Verfügung.

Einige Details zum Anlagenaufbau und zur Prozessführung

bei der Normalkühlung: In der Normalkühlung wurde bei der

Dimensionierung der Komponenten eine Unterteilung der Verbundanlage

in zwei Druckbereiche vorgenommen. Der Hoch-

druckbereich wurde dabei auf einen maximalen Betriebsdruck

von 115 bar ausgelegt. Dieser Bereich umfasst die Druckseite

der Verdichter, das Wärmerückgewinnungssystem, die Heißgas-

und Flüssigkeitsleitung zum Gaskühler, alle auf der Hochdruckstufe

befindlichen Kältekomponenten sowie ein spezielles

Hochdruckventil. Bei den anderen Anlagenkomponenten, beispielsweise

dem Sammler oder der Flüssigkeits- und Saugleitung,

liegt der maximale Betriebsdruck bei lediglich 40 bar. Die

Verdampfer in der Normalkühlung sind auf der Kältemittelseite

strömungstechnisch für den Arbeitsstoff CO 2 optimiert und für

die höheren Druckbelastungen ausgelegt. So konnte für den

überwiegenden Teil der Anlagen auf standardisierte Komponenten

aus der Gewerbekälte, die unter anderem auch in der CO 2 -

Tiefkühlung zum Einsatz kommen, zurückgegriffen werden.

Ein weiteres grundsätzlich wichtiges Thema beim Betrieb einer

Verbundkälteanlage sind die Aufwendungen für die elektrische

Energie. Gerade hierfür ist das eingesetzte Kältemittel von entscheidender

Relevanz. Setzt man hohe Außentemperaturen

voraus, lässt ein oberflächlicher Vergleich zwischen den Kältemitteln

R404A und CO 2 bezüglich der erzielbaren Leistungszahlen

zunächst deutliche Vorteile des Standardkältemittels

R404A erkennen.

„Berücksichtigt man jedoch die günstigen thermodynamischen

und wärmetechnischen Eigenschaften von CO 2 , ergibt sich ein

ganz anderes Bild“, unterstreicht Marcus Höpfl, Leiter der Buchser

Niederlassung und Mitglied der Geschäftsleitung der LKS

KälteSchweiz AG. Er führt aus:

• Durch die bessere Wärmeübertragung, die CO 2 gewährleistet,

besteht die Möglichkeit, am Möbel- bzw. Kühlraumverdampfer

mit einer im Vergleich zu R404A um zwei Kelvin erhöhten Verdampfungstemperatur

zu operieren.

• Aufgrund der hohen Drucklage von CO 2 ergibt sich im Vergleich

zu R404A in der Saugleitung ein um ein Kelvin reduzierter

Sättigungstemperaturverlust. Der Rücktransport des Öls zu den

Verdichtern ist dabei weiterhin gewährleistet. Somit können die

CO 2 -Verdichter in der Normalkühlung mit einem Saugdruck betrieben

werden, der in der Summe einer gegenüber R404A um

drei Kelvin erhöhten Sättigungstemperatur entspricht.

• Die Besonderheiten der transkritischen Prozessführung und

die guten Wärmeübertragungseigenschaften von CO 2 im Gaskühler

ermöglichen eine Abkühlung des Druckgases bis fast auf

Lufttemperatur.

• Bei niedrigen Lufttemperaturen ist beim Einsatz von CO 2 eine

Absenkung der Verflüssigungstemperatur bis auf ca. +10 °C möglich.

Das liegt daran, dass durch das höhere Druckniveau von CO 2

auch bei diesen niedrigen Temperaturen noch ein ausreichend

großer Differenzdruck zum Verdampfungsdruck besteht.

• Der derzeitige Energieverbrauch von CO 2 -Anlagensystemen

NK/TK DX gegenüber vergleichbaren R404A-Anlagensystemen

NK mit Kälteträger-/Rückkühlsystem und TK DX liegt um ca.

21

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FORUM 01/2006

co 2 -sicherheitsmassNahmeN: (l.) backwarenkühlzelle mit akustischem und optischem meldesignal bei co 2 -alarm sowie „betreten verboten

bei co 2 -alarm“-aufkleber-hinweis. (r.) Nach einem ausfall oder stillstand laufen sämtliche anlagen wieder automatisch selbstständig

an, auch wenn das sicherheitsventil (wie hier im bild zu sehen) aktiv war.

15 bis 20 Prozent niedriger. Die Energieangaben beruhen auf

Messungen, die über einen Zeitraum von einem bis eineinhalb

Jahren durchgeführt wurden.

• Die Investitionskosten von CO 2 -Anlagensystemen NK/TK DX

gegenüber den genannten vergleichbaren R404A-Anlagensystemen

sind beim derzeitigen Stand der Technik gleich anzusetzen.

Die Voraussetzung ist, dass die Anlagenleistung NK

bei mehr als 220 kW liegt bzw. die Fläche der Supermärkte

2500 m 2 übersteigt.

Für Marcus Höpfl liegt das Fazit auf der Hand: „CO 2 dürfte als

Kältemittel einer spannenden Zukunft entgegensehen. Im Mo-

ment ist sein Einsatz in der Anlagentechnik zwar geringfügig

teurer, weil die notwendigen Komponenten noch nicht in den

Stückzahlen hergestellt werden wie für Anlagen, die mit fluorierten

Kältemitteln arbeiten. Das bremst die Nachfrage aktuell

etwas aus. Zukünftig wird es aber auch bei geringeren Anlagenleistungen

keinen Preisunterschied mehr geben. Schon

jetzt stellen umwelt- sowie energieeffizienzorientierte Unternehmen

auf CO 2 um und gehen mit positivem Beispiel voran. Führend

sind dabei der skandinavische Raum und Länder wie die

Schweiz, die Niederlande, Luxemburg, Saudi-Arabien und auch

Deutschland.“

die techNiK auF eiNeN blicK

Kühlräume mit co 2 überkritisch und tiefkühlräume mit co 2 unterkritisch. ausgerüstet mit Küba-co 2 -Verdampfern.

raum anwendung Verdampfer leistung / kW t 0 /°c t r /°c P max bar

Kühlraum NK Molkerei S-SGBE 091 10,2 –5 +3/+5 54

Kühlraum NK Abladequai S-SGB 071 11,6 +3 +13/+15 54

Kühlraum NK Zwischenlager S-SGB 061 8,0 +3 +13/+15 54

Kühlraum NK Vorbereitung S-SGB 041 2,9 0 +8/+10 54

Kühlraum NK Zwischenlager S-SGBE 081 7,3 –7 0/+12 54

Kühlraum NK Fleisch S-SGBE 061 4,0 –7 0/+2 54

Kühlraum NK Vorbereitung Fleisch S-SGA 041 2,5 0 +8/+10 54

Kühlraum NK Bäckerei S-SGBE 071 5,7 –7 0/+2 54

Kühlraum NK Vorbereitung Fisch S-SGA 051 3,9 0 +8/+10 54

Kühlraum NK Allgemein S-SGBE 081 7,3 –7 0/+12 54

Kühlraum NK Vorbereitung Fisch S-SGA 051 3,9 0 +8/+10 54

Kühlraum NK Früchte & Gemüse S-SGB 091 10,2 –5 +3/+5 54

Kühlraum TK Tiefkühlraum S-SGLE 082 C 10.5 –31 -–22/–24 32

Kühlraum TK Tiefkühlraum S-SGLE 082 C 10.5 –31 –22/–24 32

serVice | Praxis | eVeNts | rePort | iNside | zubehÖr | iNterN | iNterVieW | iNhalt | editorial | 23

Am 16. März 2005 trat das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro-

und Elektronikgeräten (ElektroG) in Kraft. Damit wurden zwei auch für die Kälteindustrie wichtige EG-Richtlinien in nationales Recht

umgesetzt: die Richtlinie 2002/96/EG über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE Waste of Electrical and Electronical Equipment)

sowie die Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten

(RoHS Restriction of Hazardous Substances).

Inwieweit ist die Küba von diesen neuen Vorschriften betroffen? Unterliegen Produkte der Küba dem neuen ElektroG und wenn ja,

welche? Fallen Kälteanlagen, die mit Küba-Wärmeaustauschern ausgerüstet sind, in den Geltungsbereich des ElektroG?

dem GeltuNGsbereich des ElektroG unterliegen Haushalts-

Groß- und Kleingeräte (z. B. Kühlschränke, mobile Raumklimageräte),

zu deren Betrieb elektrische Ströme oder elektromagnetische

Felder erforderlich sind. Nicht in den Anwendungsbereich

des ElektroG hingegen fallen diese Geräte oder Bauteile, wenn

sie mit Einheiten verbunden sind, die selbst nicht dem ElektroG

unterliegen (z. B. Raumklimageräte, die fest im Gebäude installiert

sind, da das Gebäude nicht dem ElektroG unterliegt), oder

Geräte, die nur durch Fachpersonal installiert werden (z. B. Kälteanlagen).

• Verdampfer, Luftkühler, Verflüssiger und Rückkühler, die zwar

mit Ventilatoren ausgerüstet sind, sind keine Geräte im Sinne

des ElektroG, da sie durch Fachpersonal in ortsfeste Kälteanlagen

eingebaut werden. Die Kälteanlage ist fest mit dem

Gebäude verbunden.

• Wärmeaustauscher sind keine Geräte im Sinne des ElektroG,

sondern Bauteile. Nur wenn diese Bauteile in Geräte eingebaut

werden, die selbst dem ElektroG unterliegen (z. B. Kühler

in Haushaltsgroßgeräten), ist das ElektroG hinsichtlich

der Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher

Stoffe wie Blei, Quecksilber, Chrom oder Cadmium zu berücksichtigen.

Wärmeaustauscher in fest installierten Anlagen unterliegen

nicht dem ElektroG.

• Ebenfalls nicht dem Anwendungsbereich des ElektroG unterliegen

kälte- und klimatechnische Produkte, die z. B. in Fahrzeuge

eingebaut sind, oder Verkaufskühlmöbel (siehe ORGA-

LIM Leitfaden zum WEEE und zur RoHS).

Küba-Wärmeaustauscher und -Geräte sind für industrielle ortsfeste

Kälteanlagen, die durch Fachpersonal installiert werden,

bestimmt und unterliegen daher nicht dem Geltungsbereich

des ElektroG. Trotzdem liegen für die von Küba verwendeten

Werkstoffe, Löt- oder Schweißzusatzstoffe und Kaufteile die Bescheinigungen

der Lieferanten vor, dass diese der EG-Richtlinie

2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung gefährlicher

Stoffe (RoHS) entsprechen. Küba-Wärmeaustauscher unterliegen

zwar nicht dem ElektroG, entsprechen aber trotzdem der

RoHS und dem ElektroG.

mehr iNFo

FREQUENTLY ASKED QUESTIONS

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new/aktuelles/aktuelle_vortraege/elektrog/index.html

01/2006 FORUM


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