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Presseinfo zum Jubiläum 12. August 2011 - Zoologische ...

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ELEONORE BECK STIFTUNG<br />

PRESSEINFORMATION<br />

<strong>12.</strong> <strong>August</strong> <strong>2011</strong><br />

Bayerische Stiftung für den<br />

internationalen Naturschutz<br />

10 Jahre Eleonore Beck Stiftung<br />

2001 wurde aus dem Vermächtnis von Eleonore Beck die<br />

Eleonore Beck Stiftung gegründet. Die Stiftung konnte im<br />

vergangenen Jahrzehnt mehrere Million Euro für die<br />

internationale Naturschutzarbeit der <strong>Zoologische</strong>n<br />

Gesellschaft Frankfurt (ZGF) zur Verfügung stellen. Zum<br />

10jährigen <strong>Jubiläum</strong> der Stiftung pflanzt der Stiftungsrat eine<br />

Elsbeere im stiftungseigenen Wald. Die Elsbeere ist der Baum<br />

des Jahres <strong>2011</strong>. Passend <strong>zum</strong> internationalen Jahr der<br />

Wälder, zu dem die Vereinten Nationen aufgerufen haben,<br />

findet auch die Stiftungsratssitzung im Wald statt.<br />

(Derching, <strong>12.</strong> <strong>August</strong> <strong>2011</strong>) Vor zehn Jahren wurde die in München ansässige<br />

Eleonore Beck Stiftung gegründet. Die Stifterin hatte verfügt, dass die Erträge ihres<br />

Vermögens ausschließlich der Naturschutzarbeit der ZGF zur Verfügung stehen<br />

sollen. Die ZGF ist mit rund 70 Naturschutzprojekten in 25 Ländern vertreten ist und<br />

fördert auch in Deutschland Wald- und Gewässerschutz.<br />

„Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, die Eleonore Beck Stiftung im Sinne der<br />

Stifterin als einen starken Partner der ZGF zu entwickeln“, freut sich Dr. Thomas<br />

Kantenwein, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Und er ergänzt: „Neben<br />

Grundbesitz in München haben wir auch die 14 Hektar Wald im Vermögen der<br />

Stiftung belassen. Wirtschaftswald und Stiftungen passen gut zusammen. Beides<br />

muss umsichtig bewirtschaftet werden und Erträge soll es über Jahrhunderte geben.<br />

Mit unserer Stiftung wollen wir auch Beispiel gebend sein und andere auffordern, sich<br />

für die Gemeinschaft und kommende Generationen einzusetzen“.<br />

Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Gunter Ernst, erläutert die Pflanzung der Elsbeere<br />

im Stiftungswald: „Wir folgen mit der Pflanzung einer Elsbeere der Aufforderung der<br />

Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Frau Prof. Dr. Beate Jessel, für eine<br />

stärkere Verbreitung des seltenen Baumes zu sorgen.“ Das Kuratorium des Vereins<br />

„Baum des Jahres“ hat die Elsbeere (Sorbus torminalis) als Baumart für das Jahr<br />

<strong>2011</strong> auserkoren, weil sie in Deutschland sehr selten vorkommt und kaum bekannt ist.<br />

Dabei trägt sie zur Vielfalt in unseren Wäldern bei und ist ein wichtiger Nahrungsbaum<br />

für Insekten und Vögel.<br />

ELEONORE<br />

BECK<br />

STIFTUNG<br />

Eleonore Beck Stiftung<br />

c/o Kantenwein, Zimmermann, Fox,<br />

Kröck & Partner<br />

Theatinerstr. 8<br />

Telefon: 089- 89 96 86-0<br />

Fax: 089- 89 96 86 – 86<br />

Thomas.Kantenwein@Kantenwein.de<br />

<strong>Zoologische</strong> Gesellschaft Frankfurt<br />

Bernhard-Grzimek-Allee 1<br />

60316 Frankfurt<br />

Telefon: 069- 9434 46 0<br />

Fax: 069- 439 348<br />

E-Mail: info@zgf.de<br />

Abdruck frei, die Eleonore Beck Stiftung freut sich über ein Belegexemplar Page 1 of 4


Schutz von Wälder und der größten Tierwanderung der Welt<br />

Mit ihren geförderten Naturschutzprojekten setzt sich die Eleonore Beck Stiftung ganz<br />

besonders für natürliche Wälder ein, insbesondere auch im Tropengürtel der Erde.<br />

Diese Wälder sind Zentren der biologischen Vielfalt, sind überaus wichtig für den<br />

lokalen und globalen Wasserhaushalt und sind bedeutende Speicher von<br />

Kohlendioxid. Fast ein Viertel der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen stammt aus<br />

der Abholzung der Wälder. Um auf die Bedeutung der Wälder aufmerksam zu machen<br />

und ihre Erhaltung zu fördern, haben die Vereinten Nationen das Jahr <strong>2011</strong> <strong>zum</strong><br />

internationalen Jahr der Wälder auserkoren. Mit ihrem Naturschutzengagement für die<br />

Wälder handeln Eleonore Beck Stiftung und ZGF im Sinne vordringlicher Aufgaben<br />

der Weltgemeinschaft.<br />

Ein großer Teil der Gelder der Eleonore Beck Stiftung kam auch im Serengeti<br />

Nationalpark in Tansania <strong>zum</strong> Einsatz. Die Serengeti ist Schauplatz einer der größten<br />

Tierwanderungen, mit mehr als eineinhalb Millionen Gnus und Zebras und gilt als<br />

einer der wichtigsten Nationalparks weltweit. Erst kürzlich konnte der Bau einer<br />

Fernstraße durch dieses Wildnisgebiet und Weltnaturerbe verhindert werden. Die<br />

Mittel der Eleonore Beck Stiftung können durch Eigenmittel der ZGF und Anträge an<br />

Dritte mitunter verdoppelt werden und entfalten so eine starke Wirkung für den Schutz<br />

der Biologischen Vielfalt.<br />

Ansprechpartner für Redaktionen<br />

ELEONORE BECK STIFTUNG<br />

Dr. Thomas Kantenwein | Vorsitzender des Vorstandes<br />

c/o Kantenwein, Zimmermann, Fox,<br />

Kröck & Partner<br />

Theatinerstr. 8<br />

Telefon: 089- 89 96 86-0<br />

Fax: 089- 89 96 86 – 86<br />

Thomas.Kantenwein@Kantenwein.de<br />

ZOOLOGISCHE GESELLSCHAFT FRANKFURT<br />

STIFTUNG „HILFE FÜR DIE BEDROHTE TIERWELT“<br />

Dipl,-Biol. Dagmar Andres Brümmer / Dipl.-Biol. Sigrid Keiser | Presse und<br />

Öffentlichkeitsarbeit<br />

Bernhard-Grzimek-Allee 1<br />

60316 Frankfurt<br />

Telefon: 069- 9434 46 11<br />

Fax: 069- 439 348<br />

Emails: andres-bruemmer@zgf.de | keiser@zgf.de<br />

Abdruck frei, die Eleonore Beck Stiftung freut sich über ein Belegexemplar Page 2 of 4


ELEONORE BECK STIFTUNG | Hintergrund<br />

<strong>12.</strong> <strong>August</strong> <strong>2011</strong> | Seite 3<br />

Hintergrund<br />

Die Eleonore-Beck-Stiftung<br />

Die Gründung der Eleonore Beck Stiftung geht auf ein Testament der Stifterin zurück, in dem sie verfügt hatte,<br />

dass ihr Vermögen in einen unveräußerlichen Fonds zu überführen ist, dessen Erträge ausschließlich<br />

Grzimeks „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“ zukommen sollten. Nach ihrem Tode wurde im Jahr 2001 die<br />

Eleonore Beck Stiftung mit Sitz in München rechtskräftig. Im gleichen Jahr hatte die <strong>Zoologische</strong> Gesellschaft<br />

Frankfurt (ZGF) die Aktion „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“ von Bernhard Grzimek ebenfalls in eine Stiftung mit<br />

gleichem Namen übergeführt. So konnten fortan die Erträge der Eleonore Beck Stiftung wunschgemäß in die<br />

Stiftung „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“ fließen und dienen von dort aus der internationalen Naturschutzarbeit<br />

der ZGF. Das Stiftungsvermögen umfasste <strong>zum</strong> Start Grundstücke, Immobilien und einen Kapitalstock, der für<br />

den Bestand einer Stiftung ungeeignet war. In den Folgejahren erreichte der ehrenamtliche Vorstand und Rat<br />

die Anpassung des Vermögens an die Bedingungen einer Stiftung. Bauland wurde zu guten Konditionen<br />

veräußert und auch die Familienvilla in Aichach fand einen neuen Besitzer. Teile der Inneneinrichtung konnten<br />

dem Heimatmuseum <strong>zum</strong> Andenken an die bedeutende Unternehmerfamilie übertragen werden. Da geeignete<br />

Immobilien und Land durchaus zu wichtigen, inflationsgeschützten Bestandteilen eines Stiftungsvermögens<br />

gehören und <strong>zum</strong> Teil das Überdauern jahrhundertealter Stiftungen in Deutschland erst ermöglichten,<br />

entschloss sich der Stiftungsrat dazu, auf einem Grundstück in München zwölf Wohneinheiten zu errichten.<br />

Und auch der übernommene Waldbesitz in der Größe von 14 Hektar verblieb im Stiftungsvermögen und wird<br />

unter der Ägide des Forstamts Derching und des Revierförsters, Rolf Banholzer, nachhaltig bewirtschaftet. Die<br />

Eleonore Beck Stiftung ist ein wichtiger Partner der <strong>Zoologische</strong>n Gesellschaft Frankfurt und ermöglicht so<br />

umfangreiche internationale Naturschutzprojekte.<br />

Die Stiftung „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“<br />

Die Stiftung „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“ geht auf das außerordentliche persönliche Engagement von<br />

Bernhard Grzimek zurück. Er war ein grandioser Visionär und hat mit seinem Charisma und seinem Wirken<br />

zahlreiche Menschen für den Naturschutz begeistert. Als „Vorläufer“ der heutigen Stiftung richtete Grzimek<br />

1961 ein Sonderkonto mit dem Namen „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“ ein. Zahlreiche Spenden und<br />

Vermächtnisse sowie die kluge Finanzpolitik der Grzimek Nachfolger ließen über die Jahrzehnte auf diesem<br />

Sonderkonto einen beträchtlichen Kapitalstock wachsen.<br />

14 Jahre nach Grzimeks Tod gründete die ZGF im Jahr 2001 aus diesem Kapitalstock eine der größten<br />

Naturschutzstiftungen Europas: Die Stiftung "Hilfe für die bedrohte Tierwelt". Damit hatte die ZGF einen<br />

Großteil ihres Kapitals auf alle Zeit für den Naturschutz festgeschrieben.<br />

In der Satzung der „Stiftung Hilfe für die bedrohte Tierwelt" ist festgelegt, dass der Stiftungszweck durch<br />

Förderung der „<strong>Zoologische</strong>n Gesellschaft Frankfurt von 1858 e. V.“ verwirklicht wird. Das bedeutet, dass alle<br />

Erträgnisse der Stiftung den weltweiten Natur- und Artenschutzprojekten der ZGF zufließen. Somit steht die<br />

Zukunft der bestehenden und auch künftigen Arten- und Naturschutzprojekte der ZGF auf einer festen<br />

finanziellen Basis. Diese Planungssicherheit unterstützt die Philosophie der ZGF: erfolgreich Naturschutz<br />

betreiben - mit einer kontinuierlichen Arbeit vor Ort und der Perspektive, dass die Projekte auf Jahre hinaus<br />

auf einer soliden Basis stehen. Die Stiftung „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“ erhält die Zuwendungen der<br />

Eleonore Beck Stiftung und stellt diese dann nach Bedarf der ZGF für die praktische Naturschutzarbeit zur<br />

Verfügung.<br />

Die <strong>Zoologische</strong> Gesellschaft Frankfurt<br />

Die <strong>Zoologische</strong> Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V. (ZGF) ist eine international agierende<br />

Naturschutzorganisation mit Sitz in Frankfurt. Die Gesellschaft ist unabhängig und gemeinnützig. Die<br />

Einnahmen generieren sich aus Mitgliedsbeiträgen, privaten Spenden und Vermächtnissen sowie<br />

Kapitalerträgen der Förderstiftung „Hilfe für die bedrohte Tierwelt". Hinzu kommen Drittmittel, beispielsweise<br />

aus öffentlichen Förderprogrammen.<br />

Die Arbeit der ZGF orientiert sich an der Erhaltung der biologischen Vielfalt. Damit stellt sich die ZGF einer der<br />

großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Der Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen. Aktuell<br />

fördert bzw. betreibt die ZGF rund 70 Naturschutzprojekte in 25 Ländern. Neben dem weitaus größten Bereich<br />

der Naturschutzförderung ist die ZGF auch die Fördergesellschaft des <strong>Zoologische</strong>n Gartens Frankfurt,<br />

dessen Gründungsgesellschaft sie vor 150 Jahren war.<br />

Alle Projekte werden vor Ort entweder durch eigene Mitarbeiter oder durch lokale Organisationen, die das<br />

Vertrauen der ZGF genießen, durchgeführt. Die Projektleiter arbeiten eng mit den jeweiligen Verwaltungen der<br />

Schutzgebiete sowie mit den staatlichen Naturschutzbehörden zusammen. Die ZGF überwacht grundsätzlich<br />

die Verwendung der zur Verfügung gestellten Mittel und kontrolliert und evaluiert die Projekte.<br />

Abdruck frei, die Eleonore Beck Stiftung freut sich über ein Belegexemplar Page 3 of 4


Was tut die ZGF konkret?<br />

• Logistische Unterstützung von Nationalparks und anderen Schutzgebieten weltweit<br />

• Unterstützung von nationalen Behörden und Organisationen bei der Schaffung und Implementierung<br />

von Schutzgebieten<br />

• Beratung von Regierungen in Naturschutzfragen<br />

• Finanzierung und Unterstützung von Tierzählungen<br />

• Spezielle Schutzprogramme für hochgradig bedrohte Tierarten<br />

• Wiederansiedlungsprojekte für vom Aussterben bedrohte Tierarten<br />

• Naturschutzbildung und -erziehung<br />

• Landankauf zur Sicherung von schützenswerten Habitaten für Fauna und Flora<br />

• Schutz und Wiederherstellung von Naturlandschaften<br />

Weiter Informationen unter: www.zgf.de.<br />

Die Elsbeere 1<br />

Die Elsbeere (Sorbus torminalis) ist eine Laubbaumart aus der Gattung der Mehlbeeren (Sorbus). Sie gehört<br />

zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Elsbeere ist ein sommergrüner, 15 bis 25m, im Wald<br />

manchmal über 30m hoher Baum. Die Rinde bzw. Borke ist bei älteren Bäumen häufig asch-grau und<br />

kleinschuppig. Die Blätter ähneln denen des Ahorns. Die Blüten sind weiß und bilden aufrechte, lockere<br />

Doldenrispen. Die Herbstfärbung ist goldgelb bis leicht rötlich. Die Früchte sind erst olivgrün, später dann<br />

braun mit hellen Punkten und etwa 1,5cm groß. Die Elsbeere wird bis ca. hundert Jahre alt, kann aber in<br />

seltenen Fällen auch älter werden. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Mittel- und Südeuropa. In Deutschland<br />

wächst sie an wärmeren Lagen und Südhängen, ist aber überall selten.<br />

Das Holz der Elsbeere ist eines der härtesten Hölzer in Europa und wird u.a. als Möbelfunier verwendet. Die<br />

kleinen, apfelartigen Früchte sind essbar, jedoch erzeugen sie ein pelziges Gefühl auf der Zunge durch ihren<br />

Tanningehalt. Erst wenn sie überreif oder gekocht sind, ist das Tannin abgebaut. Überreife Früchte sind bei<br />

Vögeln sehr beliebt. Besonders im Elsass wird aus den Früchten der Elsbeere unter dem französischen<br />

Namen Alisier ein im Geschmack dem Schlehenschnaps ähnlicher Schnaps hergestellt.<br />

Das Internationale Jahr der Wälder 1<br />

Die Vereinten Nationen haben das Jahr <strong>2011</strong> <strong>zum</strong> Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Ziel ist, das<br />

Bewusstsein und Wissen um die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung aller Arten von Wäldern <strong>zum</strong> Nutzen<br />

heutiger und künftiger Generationen zu fördern. Dabei soll auf die besondere Bedeutung des Waldes und<br />

einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung auch im Rahmen der Bekämpfung der Armut hingewiesen werden.<br />

Etwa zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten der Erde sind in Wäldern beheimatet. Die Abholzung der<br />

tropischen Regenwälder ist verantwortlich für den Verlust der biologischen Vielfalt und den enormen<br />

Artenschwund, der auf 70-300 Arten pro Tag geschätzt wird. Die UN Ernährungs- und<br />

Landwirtschaftsorganisation (FAO) schätzt, dass jedes Jahr 130.000 km² der Wälder der Welt verloren gehen.<br />

Bis zu 20 Prozent der globalen klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen basieren auf der Entwaldung.<br />

Wälder sind zudem integraler Bestandteil der globalen nachhaltigen Entwicklung. Nach Schätzungen der<br />

Weltbank sind mehr als 1,6 Milliarden Menschen für ihren Lebensunterhalt abhängig von der Nutzung von<br />

Wald. International werden Wald-Produkte in der Größenordnung von 270 Milliarden Dollar gehandelt - Wald<br />

ist ein nicht zu unterschätzender Motor für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung weltweit. Umstellung auf<br />

landwirtschaftlichen Flächen, die nicht nachhaltige Gewinnung von Holz und die Schaffung von menschlichen<br />

Siedlungen sind die häufigsten Gründe für den Verlust der Waldflächen.<br />

Deutschland ist zu einem guten Drittel von Wald bedeckt. Allerdings handelt es sich dabei fast ausschließlich<br />

um Wirtschaftswald, in dem <strong>zum</strong> Teil standortsfremde Baumarten kultiviert werden und der Einschlag der<br />

Bäume erfolgt bereits in ihrem ersten Lebensdrittel. Dies ist für Wälder, die einen wirtschaftlichen Ertrag<br />

erzielen sollen, verständlich, wobei auch ein Wirtschaftswald mit Artenzusammensetzung, Naturverjüngung<br />

und Art der Bewirtschaftung naturnah gestaltet werden kann. Auf weniger als 1% der Landesfläche gibt es<br />

vollständige natürliche Prozesse und Wildnisgebiete. Nach der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt<br />

der Bundesregierung soll bis 2020 dieser Flächenanteil verdoppelt werden. Der Flächenanteil im Wald mit<br />

natürlicher Waldentwicklung soll dann 5% betragen. Die ZGF setzt sich auf ehemaligen Truppenübungsplätzen<br />

in Brandenburg und Thüringen für die Schaffung solcher natürlicher, dynamischer und<br />

totholzreicher Wälder ein. [ 1[ Quelle: Z.T. Wikipedia]<br />

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