Nachhaltigkeitsbericht 2009 Bayerische Staatsforsten

baysf

Nachhaltigkeitsbericht 2009 Bayerische Staatsforsten

Bericht der Unternehmensleitung

Reinhardt Neft (49) verantwortet die Bereiche

Waldbau, Naturschutz, Jagd und Fischerei sowie

Personal, Organisation, Aus- und Fortbildung.

Zudem führt er 24 Forstbetriebe.

Dr. Rudolf Freidhager (51) ist Vorsitzender

des Vorstands und verantwortet die Bereiche Holz,

Technik, Logistik, Weitere Geschäftsfelder, Vorstandsbüro

und Unternehmenskommunika tion.

Er ist verantwortlich für die Interne Revision, Unternehmensentwicklung,

das Zentrum für Energieholz,

die Zentrale Forsttechnik und führt 17 Forstbetriebe.

Karl Tschacha (48) ist für Finanzen, Rechnungswesen,

Controlling, Einkauf und Recht zuständig.

Weiterhin verantwortet er den Bereich

Informations- und Kommunikationstechnik sowie

die Immobilien.

Positive Bilanz für den Wald von morgen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bericht der Unternehmensleitung

das Geschäftsjahr, auf das sich dieser Nachhaltigkeitsbericht bezieht, erstreckt sich von

Mitte 2008 bis Mitte 2009. Auch in der Forstwirtschaft hat in diesem Zeitabschnitt die Weltwirtschaftskrise

unsere Geschäftstätigkeit geprägt. Die Holzmärkte in Europa und in der Welt

sind zu Teilen schwer getroffen. Die Nachfrage unserer Kunden ist stark zurück gegangen. Eine

vorsichtige Besserung hat sich erst zu Geschäftsjahresende abgezeichnet.

Die Bayerischen Staatsforsten sind in der Krise ihren Grundsätzen treu geblieben. Weder sind

wir der Versuchung erlegen, fallende Holzpreise mit Mehreinschlägen zu kompensieren, noch

haben wir gutes Holz in einen schlechten Markt geschnitten. Nicht einmal das volle Kontingent

innerhalb des nachhaltigen Hiebsatzes haben wir genutzt, sondern unseren Einschlag entsprechend

der Marktsituation sogar reduziert. Das solide Ergebnis, das wir erreichen konnten, bestätigt

nicht nur unseren Kurs. Es ist auch dem Vertrauen und dem Verständnis zu verdanken, das uns

der Freistaat Bayern als Eigentümer entgegen gebracht hat.

Auf die Finanzkrise haben wir angemessen reagiert. Davon unbeeindruckt bleiben aber die

großen waldbaulichen Herausforderungen bestehen. Wir müssen heute dem kommenden Klimawandel

begegnen, wenn wir die Substanz unserer Wälder nicht morgen aufs Spiel setzen

wollen. Die klimatischen Bedingungen der nächsten zwanzig oder fünfzig Jahre verlangen nach

einem anderen Wald. Den Umbau unserer Forsten, den unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

vor Jahren begonnen haben, werden wir konsequent fortsetzen. Auch die aktuelle Situation

der Märkte hat daran nichts geändert. Der Spagat ist keine komfortable Position, aber es wird

uns mit ihm gelingen, Einsparungen auf der einen Seite und Investitionen in den Wald auf der

anderen Seite zu verbinden. Sowohl ökonomisch wie ökologisch als auch gesellschaftlich – und

das sind die drei Säulen unseres Nachhaltigkeitskonzeptes – gibt es keine Alternative zu einem

ertragreichen, starken sowie Erholung und Schutz spendenden Wald der Zukunft.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Solidarität und ihren Einsatz

in diesem sehr fordernden Geschäftsjahr.

Regensburg, im Oktober 2009

Reinhardt Neft Dr. Rudolf Freidhager Karl Tschacha

4 Nachhaltigkeitsbericht 2009 Bayerische Staatsforsten Nachhaltigkeitsbericht 2009 Bayerische Staatsforsten 5

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine