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vmzinc

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4A usgabe

2010

F O C U S O N Z I N C S O N D E R A U S G A B E

Wettbewerb


Wettbewerb ARCHIZINC

Die diesjährige Preisverleihung im Pariser

Eiffelturm hat einen nachhaltigen Eindruck

hinterlassen.

Die besondere Anerkennung, die Spanien

bei dieser Ausgabe der „Archizinc Trophy“

zuteil wurde, hat die unbestrittene Kreativität

des Landes auf dem Gebiet der

Architektur sowie die wichtige Rolle unterstrichen,

die Zink als zukunftsweisender

Werkstoff für die architektonische Kultur

Spaniens einnehmen wird.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war

die Preisverleihung durch die Juroren von

Archizinc, die jeweils die passenden Worte

fanden, um die Besonderheiten der einzelnen

Gewinner zu würdigen und dabei

großzügig einen Einblick in den Prozess

ihrer Meinungsfi ndung gewährten. Die

Begeisterung dieser Fachleute war für

die besondere Qualität des Ereignisses

ausschlaggebend.

Ohne Frage haben uns aber in erster Linie

die Gewinner einen einmaligen Augenblick

beschert. Indem sie für ihre Schöpfungen

spontan Begriffe wie „Integration“, „Eleganz“

oder „Schlichtheit“ verwendeten,

konnten sie sämtliche Teilnehmer des

Abends für diese gemeinsamen Werte

einnehmen. Gewinner, Industrielle und

Juroren haben sich zusammengetan, um

diese großartigen Projekte zu unterstützen

und deren Interesse für die Gesellschaft im

Allgemeinen zu betonen.

Die überaus große Vielfalt der Architekturstile,

Gebäudetypen und vertretenen

Länder bestätigt die zunehmende Internationalisierung

von Zink und seinen Verwendungsmöglichkeiten

und macht uns

nicht zuletzt stolz auf die Organisation

einer Veranstaltung, die rund um den architektonischen

Gebrauch von Zink so viele

unterschiedliche Kulturen und Erfahrungen

versammelt.

Christopher Smith

Herausgeber

WETTBEWERB ARCHIZINC

4. Ausgabe - Oktober 2010.

FOCUS ON ZINC ist die internationale

Architekturzeitschrift von VMZINC ® .

Dieses Sonderheft erscheint nur

in Deutsch, Englisch, Französisch

und Spanisch.

Herausgeber:

Christopher SMITH.

Projektleiter:

Isabelle FERRERO.

Redaktion:

Dominique BOUDET,

Frédéric BOREL,

Lionel DUNET,

Dominique QUEFFELEC,

Gilles de MONTMARIN,

Serge FRAAS,

Lluis DILME,

Dirk Jan POSTEL,

Simone KOSREMELLI,

Nicos KALOGERAS,

Roger BALTUS,

Tugay DINDAR,

Christopher SMITH.

Redaktionelle Beiträge:

Olivier NAMIAS,

Jenny GILBERT,

Barbara NORDBERG,

Christopher SMITH.

Gestaltung:

GRAPHIC PLUS

Druck:

Imprimerie VINCENT

© Copyright Umicore Building

Products France s.a.s.

Oktober 2010. Jede vollständige

oder teilweise Wiedergabe dieses

Dokuments ist ohne vorherige schriftliche

Genehmigung der Umicore Building

Products France s.a.s., strikt untersagt.


Individuelles Wohnhaus

Kollektives Wohnhaus

öffentliche Einrichtungen

Gewerbliche Gebäude

Spezialpreise

| INHALT

Preisträger

Casa B3, Pamplona (Spanien)

Sonderpreis

Individuelle Wohnhauser, Vilariño (Spanien)

Preisträger

Wohnhaus, Madrid (Spanien)

Sonderpreis

Sozial- und Notwohnungen, Paris (Frankreich)

Preisträger

Nationalmuseum für Unterwasserarchäologie, Cartagena (Spanien)

Preisträger

Institut für Okular-Mikrochirurgie IMO, Barcelona (Spanien)

Preisträger

Zur Universität gehöriges Büro, Cartagena (Spanien)

Preis Audace

Wohnhaus "Hanover House", Bradford (Großbritannien)

Sonderpreis technische Leistung

Bürogebäude, Hoboken (Belgien)

Umweltpreis

Domaine de Cicé-Blossac Resort et Spa, Bruz (Frankreich)

Preis Tradition

Behindertengerechtes Wohnen, Tilburg (Niederlande)

Großer Preis der Jury

Individuelles Wohnhaus, Los Angeles (USA)

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

04-07

08-09

12-15

16-17

20-23

24-27

30-33

36-37

38-39

40-41

42-43

44-47

2


2

Andrew Liang Studio 0.10 [Urban Nodes], USA

11 ausgewählte von 60

eingereichten Projekten

Ken Crosson, Crosson Clarke

Carnachan, Neuseeland

Omiros Emmanouilides, Omiros One

Architektur PTY Ltd, Australien

Vaíllo & Irigaray + Galar Arquitectos,

Spanien - Preisträger

Pasel. Künzel Architekt, Niederlande Peter Carmichael, Cocks Carmichael PTY Ltd

Architekt, Australien


Alfonso Penela Fernández, Spanien - Sonderpreise

| INDIVIDUELLES WOHNHAUS

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

Individuelles Wohnhaus

Pasel. Künzel Architekt, Niederlande

Thomas Bangert & Thomas Krawczyk, BKA,

Deutschland

Jade Vidal, Bower Architektur, Australien

Carlos Garcia Tolosana, Spanien

3


4

Individuelles

Wohnhaus

Habitat individuel

Casa B3

Pamplune Pamplona (Spanien) (Espagne)

Architectes Architeken: : Antonio Antonio Vaíllo Vaíllo i i Daniel Daniel - -

Juan L. Irigaray Huarte. VAÍLLO &

IRIGARAY + GALAR Arquitectos.

Projektleiter: Chef de projet Daniel : Daniel Galar Galar Irurre, Irurre

Architekt

Technik: Techniques VMZ : VMZ Stehfalz Jointebou

Aspect : QUARTZ-ZInC ®

Oberflächenausführung: QUARTZ-ZInC ®

Surface en zinc : 480 m2 Fläche Zink: 480 m2 Abenteuer Innenwelt

Im Kontext einer wenig attraktiven, vorstädtischen

Umgebung entscheidet sich die Casa B3 für Diskretion

und versteckt Öffnungen und Gärten in den

Vertiefungen eines Zinkvolumens.

Fotos: José Manuel Cutillas, Spanien.

Zeichnung: Vaillo & Irigaray + Galar Arquitectos, Spanien.

Die gleichermaßen skulpturale wie undurchdringliche

Casa B3 scheint aus einem nur vorsichtig

zugehauenen Block gemeißelt zu sein.

Daraus ergibt sich eine eindrucksvolle, fast

feindliche Präsenz, die von den Architekten

mit der unbestimmten Natur des Standortes

gerechtfertigt wird: ein Niemandsland, wie

man es so oft in Wohngebieten am Stadtrand

findet, ein zeitgenössischer Un-Ort mit unbestimmten,

in die Länge gezogenen Straßen.

Das Haus befindet sich in einer Wohnsiedlung,

die um einen kleinen Kreisverkehr angelegt

ist. Da es sich auf kein anderes Außenelement

beziehen kann, verschließt es sich festungsartig

in sich selbst und bildet die Basis für

die Erschließung dieses Ortes. So ersetzt das

Innenleben die fehlende Außenwelt: dezente

Mikro-Gärten finden in Bodenvertiefungen

und in Aussparungen des massiven Hausvolumens

Platz. Dank breiter, unsichtbarer

Fensterflächen, die hinter der Hauptfassade

zurückspringen, lassen sie sich von den im

Erdgeschoss gelegenen Wohnräumen ebenso

wie von den Schlafzimmern im ersten Stock

aus genießen.


| Preisträger | INDIVIDUELLES WOHNHAUS

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

Die Zinkverkleidung sämtlicher Außenfassaden

verleiht diesem monolithisch geprägten

Wohnhaus ein strenges und solides Aussehen.

Der Grundriss basiert auf einem konsequent,

fast radikal wiederholten Doppelkreuz. Erst

wenn man das Haus eingehender betrachtet,

sieht man, wie sich der Monolith langsam öffnet

und einem kostbaren Gegenstand gleicht,

welcher mit der Sorgfalt eines Möbelstückes

gestaltet wurde. In die von dem zurückspringenden

Kreuz verursachten Vertiefungen sind

Fenster eingesetzt, die Wände sind mit Holz

verkleidet. Dieses weichere Material erlaubt

den Architekten, die in dem ganzen Architekturkomplex

wirksame Dualität zwischen

Innen- und Außenwirkung zum Ausdruck zu

bringen.

5


| Preisträger | INDIVIDUELLES WOHNHAUS

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

Die Zinkverkleidung ist so konzipiert, dass die unregelmäßige, dezidiert moderne

Wirkung der Fassade noch verstärkt wird. Die zugrundeliegende Struktur besteht aus

drei unterschiedlich breiten, mithilfe einer herkömmlichen Zinkspule hergestellten

Streifen, die entweder unverändert weiterverwendet oder erneut unterteilt werden,

um zwei unterschiedlich breite Streifen zu erhalten. Durch dieses einfache Verfahren

lässt sich der Materialverlust einschränken.

6


8

Individuelles

Wohnhaus

Habitat individuel

Vivienda Individuelle Wohnhauser,

Vilariño (Spanien) (Espagne)

Architekt: Architecte Alfonso : Alfonso Penela

Fernández

Technik: Technique VMZ : VMZ Stehfalz Joint debout

Oberflächenausführung: Aspect : Zinc naturel BLAnK-ZInC ®

Surface en zinc : 350 m2 Fläche Zink: 350 m2 Fotos: Paul Kozlowski, Frankreich.

Zeichnung: Alfonso Penela Fernández,

Spanien.

Zinkboote

Haus oder Dorf? Zwischen Land und Meer verwirklicht

der Architekt Penela Fernandez mit einem zugleich

kontextbezogenen und modernen Verfahren das Prinzip

des „kritischen Regionalismus“.

Der durch den Architekturhistoriker Kenneth

Frampton geprägte Ausdruck „kritischer Regionalismus“

bezeichnet eine architektonische

Richtung, die zwei bisher als unversöhnlich

geltende Tendenzen verbindet: einerseits die

moderne Architektur, die in ihrem zeitlosen

und universell gültigen Anspruch den Standort,

wenn überhaupt, nur am Rande berücksichtigt;

andererseits der berühmte „Kontext“, der die

lokale Kultur und ihre Wurzeln einbezieht. Ähnlich

wie die von dem Dänen Jorn Utzon stammende

Oper in Sydney oder die Arbeiten des

Portugiesen Alvaro Siza sind auch die von Penela

Fernández in Vilariño konzipierten Häuser

für diese Strömung repräsentativ. Das Projekt

bezieht sich auf die bereits bestehende Umge-

bung und inspiriert sich am Konstruktionsprinzip

von Schiffsrümpfen. Die Form des Hauses

korrespondiert mit dem ländlichen Kontext

dieser zwischen Land und Meer angesiedelten

Gemeinde, die lange vom Fischfang und den

Erträgen der Landwirtschaft lebte.

Um sich der Topographie des Geländes anzupassen,

hat sich der Architekt an den bereits

existierenden Höhenlinien ausgerichtet. Die

zahlreichen, auf das Mauerwerk gesetzten Dächer

zeugen von dieser Auflage. Der zugleich

homogene und vielschichtige Bau zeichnet sich

durch die besondere Sorgfalt seiner Artikulationen

und seiner konstruktiven Behandlung aus.

Unter Ausnutzung des Gefälles hat Penela Fernández

einen Teil des Komplexes unten an den


| Preisträger

Abhang verlegt und Wohnräume in die Erde

gegraben, die über eine große gemeinsame

Terrasse zum Meer hinaus verfügen. Das Klima

an der spanischen Atlantikküste ist rauh, und

die Regenfälle sind häufi g: Die Dächer der drei

Wohnschiffe bilden eine Art Schutzschild gegen

die vom salzhaltigen Wind ausgehende Korrosionsgefahr.

Der Architekt stellt die Dächer –

die unveränderbaren Schiffsrümpfe werden in

der Seemannsprache als „Unterwasserschiffe“

bezeichnet – den Wohnräumen gegenüber, die

gleichsam als „Überwasserschiffe“ wandelbar

sind und sich beliebig umgestalten lassen,

ohne dabei die Navigationsmöglichkeiten des

Schiffes einzuschränken.

| INDIVIDUELLES WOHNHAUS

Man betritt das Haus wie ein kleines Dorf

mit zahlreichen Treppen und Gassen. Sowohl

die Dachkonstruktionen als auch die Mauern

sind mit Zink verkleidet, wobei die beiden

abschüssigen Flächen der Bedachung zunehmend

komplexer gestaltet sind, je mehr sich

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

diese metallene Haut dem Boden nähert. Faltenreiche

Volumen in der Verlängerung der

Dachfugen überlagern die vertikalen Wände

und öffnen in einer zwischen zeitgenössischen

und modernen Elementen oszillierenden

Formensprache ihre Fenster zum Meer hin.

9


8 ausgewählte von 33

eingereichten Projekten

10

Atelier Loyer & Brosset Architekts, Frankreich

Luc Goedgebeur, AIBG Studiebureau, Belgien

Architekturbüro Jean Denis Rossi, Frankreich

Frans Masana y Joan

Dalmases, MMDM Arquitectos

s.c.p, Spanien


| KOLLEKTIVES WOHNHAUS

Kollektives Wohnhaus

Lode Havermans, Niederlande Estudio Entresitio, Spanien - Preisträger

Kraus - Schönberg, Großbritannien

Architekturbüro Brenac & Gonzales, Frankreich - Sonderpreise

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

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| Preisträger | KOLLEKTIVES WOHNHAUS

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

Vorstädtisches Signal

Maße, Farben, Formen: Die Architekten von Entresitio

haben mit viel Aufwand ein Gebäude des sozialen

Wohnungsbaus in ein aussagekräftiges Signal gegen die

Banalität eines Außenbezirkes in Madrid verwandelt.

Hier handelt es sich um ein kompromissloses,

düsteres, vertikales, sich nach oben hin

verjüngendes Wohnhaus, das eher an den

merkwürdigen Monolithen aus Stanley Kubricks

berühmtem Film „2001 – Odyssee im

Weltraum“ erinnert, als an die herkömmlichen

Wohnhäuser, die üblicherweise unser Stadtbild

prägen. Die Architekten von Entresitios haben

sich in erster Linie deshalb für einen spektakulären

und gegen einen bewusst dezenten

Entwurf entschieden, um für eine gewisse architektonische

Abwechslung zu sorgen und in

einem aufstrebenden Viertel, diesem in Madrid

zwischen der 4. und 5. Ringstraße gelegenen

Außenbezirk, ein starkes Zeichen zu setzen.

Es geht um wichtige Themen: um Dichte

und den Kampf gegen die Zersiedelung – um

Nachhaltigkeit und solidarische Ökonomie.

Der Bauherr, Pächter von Sozialwohnungen,

hat einen Wettbewerb ausgelobt, um den Architekten

für einen Komplex mit 132 Wohnungen

auszuwählen, der in seiner Vorstellung die

acht Stockwerke der benachbarten Gebäude

nicht überragen sollte. Estudio Entresitio beschloss,

über diese Vorgaben hinauszugehen.

Da die Überschreitung der Traufhöhe der Straße

in den städtebaulichen Vorschriften vorgesehen

war – vorausgesetzt, dass die Konstruktionsfläche

einer Gebäudefläche mit Standardhöhe

auf demselben Grundstück entspricht und,

dass der Komplex gegenüber der Straßenflucht

zurückgesetzt ist – projektierten die Architekten

diesen bezüglich seiner Lage, seiner Höhe, seiner

Farbe und seiner Anlage ungewöhnlichen

Wohnkomplex, dessen Hauptelement ein 22

Stockwerke umfassender Turm ist.

Die Architekten haben sich für die Verwendung

besonders aussagekräftiger Elemente ent-

Habitat Kollektives collectif Wohnhaus

Immeuble Wohnhaus, de logements

Madrid (Espagne) (Spanien)

Architecte Architekten: : Estudio Entresitio

Techniques Technik: VMZ : VMZ Stehfalz Joint debout

& VMZ Profil Flatlock-Profil agrafé

Aspect : AnTHRA-ZInC ®

Oberflächenausführung: AnTHRA-ZInC ®

Surface en zinc : 275 m2 Fläche Zink: 7 620 m2 Fotos: Paul Kozlowski, Frankreich.

Zeichnung: Estudio Entresitio, Spanien.

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| Preisträger | KOLLEKTIVES WOHNHAUS

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

schieden, um eine verständliche Botschaft zu

vermitteln. Für das komplexe Abenteuer des

kollektiven Wohnens haben sie einer einfachen

Form Gestalt verliehen, die vollständig mit Zink

verkleidet ist. Die Entscheidung der Architekten

für das edle ANTHRA-ZINC ® erklärt sich aus drei

Gründen. Zum einen eignet sich das Material

gut für hinterlüftete Fassaden, die in Spanien

wegen des Wärmekomforts weit verbreitet

sind. Zum anderen entspricht das ausgewählte

Material den im sozialen Wohnungsbau verpflichtenden

Brandschutzregeln, die einen Abstand

von mindestens 1,50 m zwischen zwei

Fenstern vorschreiben. Das letzte, ästhetische

Argument schließlich hängt mit der Fassadengestaltung

zusammen, die durch die Zinkmodule

rhythmisiert wird. Es handelt sich um

eine Anordnung von Horizontalstreifen, die sich

je nach Funktion mal perforiert, mal vorspringend,

ineinander schieben. Als Abbild des urbanen

Gewebes und der urbanen Aktivität verweist

uns dieser Bau auf die Dualität zwischen

der Koexistenz und der gleichzeitigen Ambivalenz

sozialer Hierarchien. Die ganze Komplexität

des Konzepts spiegelt sich in der Anordnung

der Filter, die wie eine Haut aus Zink und Glas

um ein einfaches Volumen herum verlaufen.

Dieses Profil erlaubt eine Lesart des Gebäudes,

die je nach Standort des Betrachters variiert.

Die von weitem düster wirkende Masse wird

aus der Nähe durchlässig, und auch die spielerische

Verwendung der grafischen Textur

offenbart sich erst direkt vor dem Bau. Den

Architekten war es ein Anliegen, ein dunkles

Material zu verwenden, das dennoch die Schatten

herausarbeitet, wofür sich die spanische

Sonne besonders gut eignet. Der je nach Lichteinfall

von Braun zu Schwarz changierende

Wohnkomplex ist zu einem unumgänglichen

Wahrzeichen an der Straße von Madrid nach

Valencia geworden.

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Besonders bemerkenswert ist die Lichtführung im Inneren. Die Fenster scheinen

willkürlich über die Fassaden verteilt zu sein. Sie variieren in der Größe und springen

bisweilen wie frei über der Straße schwebende Schachteln aus der Mauer vor.

Die scheinbare Unordnung trügt allerdings, da die Anordnung der Fensteröffnungen

genauestens von der Rasterzeichnung der Verkleidung vorgegeben wird. Jedes

Stockwerk wird durch vier 75 cm hohe und von einem Balken betonte Streifen gegliedert,

die die Höhe der über eine, zwei oder drei Zinkreihen verteilten Fenster bestimmt.

Diese Horizontalgliederung wird durch die zusätzlichen Vertikalfugen rhythmisiert,

die eine dreigliedrige, abwechselnd durch drei Stehfalze und eine Hohlfuge

geprägte Struktur einfügen.


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Habitat Kollektives collectif Wohnhaus

Logements Sozial- und notwohnungen,

sociaux et d’urgence

Paris (France) (Frankreich)

Architectes Architekten: : Architekturbüro

Atelier d’Architecture

Brenac et & Gonzales

Technique Technik: Kassetten : Cassettes

Aspect : QUARTZ-ZInC ®

Oberflächenausführung: QUARTZ-ZInC ®

Surface en zinc : 1 200 m2 Fläche Zink: 1 200 m2 Nur einer unter vielen

Dieses kollektive Wohnhaus variiert verschiedene

Materialien und Konzepte: Die Antwort einer urbanen

Architekturcollage auf eine sehr vielfältige Umgebung.

Fotos: Paul Kozlowski, Frankreich.

Zeichnung: Architekturbüro Brenac & Gonzales, Frankreich.

Die Begriffe der Polyvalenz und der sozialen

Mischung sind im Bereich des Wohnungsbaus

sehr beliebt und verkörpern die Befreiung vom

monofunktionalen und ghettoartigen Anblick

großer Wohnkomplexe. Im Rahmen dieses

Wohnprogramms für eine multikulturelle

Bevölkerung möchte man das „Zusammenleben“

fördern und die Risiken einer räumlichen

Trennung ausschließen. Während die

beiden Begriffe meistens nur angesprochen,

aber nicht umgesetzt werden, überspitzt das

Projekt des Pariser Architekturbüros Brenac et

Gonzales ihre Deutung geradezu.

Das auf dem Grundstück eines ehemaligen

Krankenhauses errichtete Gebäude gehört zu-

sammen mit seinem Pendant auf der anderen

Seite des Geländes zu einem Programm, das

sozialen Wohnungsbau, Geschäfte und eine

Tagesklinik umfasst. Die Nutzer und Bewohner

des Gebäudes befinden sich in diversen sozialen

Notlagen.

Die Maßanalyse des Projektes basiert auf

einem Kubus, von dem die Architekten verschiedene

Parallelflächen abgeleitet haben,

um die endgültige Form zu gewinnen: einen

Sockel in Form einer „Mantilla“ aus vorgefertigten

Betonelementen, über dem zwei kleine

Türme aus Zink und Backstein aufragen. In den

oberen Stockwerken befinden sich hängende

Gärten und Stege, die das Gebäude zu einer


| Preisträger | KOLLEKTIVES WOHNHAUS

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

Miniaturstadt machen, wobei dieser Eindruck

durch die Vielfalt der verwendeten Materialien

zusätzlich verstärkt wird. Die Heterogenität

geht auf den Bauherrn zurück, der das neue

Gebäude auf diese Weise mit dem früheren

Krankenhaus verbinden wollte. Es verkörpert

beispielhaft die in dem Neubau fortgeführte

rationalistische Architektur des 19. Jahrhunderts

mit ihrer Kombination aus Backstein,

Stein und Metall für die Fassaden und Zink

für die Dächer. Die Verteilung der Materialien

auf der Fassade spiegelt nicht etwa die unterschiedlichen

Funktionen des Gebäudes wieder.

Vielmehr soll eine urbane Architekturcollage

entstehen, in der die Präsenz verschie-

dener Kategorien von Bewohnern nicht über

einen möglicherweise als Ausschilderung

misszuverstehende Wechsel der Texturen interpretiert

werden kann.

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Pablo Collado Trabanco y Pedro

Fernández Guerrero, Spanien

18

Niel Wilson, Australien

Guillermo Vázquez Consuegra,

Spanien - Preisträger

Tono Foraster Mariscal, AV6

Arquitectos, Spanien

José Manuel Chacón Bulnes, Spanien

14 ausgewählte von 89

eingereichten Projekten

Johan Bosschem und Jan de Vloed, Belgien

Dasch Zürn von

Scholley, Deutschland

Enrique Krahe

Marina, Spanien Suzel Brout, Frankreich


David Pierce,

Cabinet Urban Salon Architects,

Großbritannien

| ÖFFENTLICHE EINRICHTUNGEN WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

öffentliche

Einrichtungen

Francisco Amaral Polvora, BFJ

Arquitectos, LDA, Portugal

Carlos Casanueva Galan, IC+2F Arquitectura,

Spanien

Josep Llinás Carmona, Spanien - Preisträger

Malcolm Bowes,

Architectus Auckland,

Neuseeland

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| Preisträger | ÖFFENTLICHE EINRICHTUNGEN

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

An den Grenzen

Das Zentrum für Unterwasserarchäologie in Cartagena,

gleichzeitig öffentlicher Raum und Museum, präsentiert

seine Sammlungen in einer großen, von zwei

Oberlichtkonstruktionen erleuchteten Vertiefung.

Fotos: Duccio Malagamba, Spanien.

Zeichnung: Guillermo Vázquez Consuegra, Spanien.

Das in Südspanien gelegene Cartagena ist eine

alte europäische Stadt. Qart Hadasht, die neue

Stadt am Mittelmeer, wurde um 227 v. Chr. gegründet.

Der berühmte Hannibal stammte aus

Cartagena, es wurde von Scipio dem Afrikaner

erobert und avancierte zum Schauplatz einer

ganzen Reihe wichtiger historischer Ereignisse,

bevor die Stadt später zu einem Hauptstützpunkt

der spanischen Marine wurde. Insofern ist es

nur konsequent, dass sich dort das Nationalmuseum

für Unterwasserarchäologie befindet.

Der bereits 1996 geplante, aber erst 2008 abgeschlossene

Museumsbau entspricht der zeitgenössischen

Tendenz, städtische Uferzonen

an Flüssen oder am Meer aufzuwerten. Das

von dem Architekturbüro Vázquez-Consuegra in

Sevilla entworfene Museum befindet sich auf

einem ehemaligen Hafengelände. Dieses Hybridwesen,

gleichzeitig öffentlicher Raum und

Museum, öffnet sich zur Straße hin in zwei Auskragungen.

Die eine ist geradlinig und undurchsichtig,

die andere gebrochen und mit breiten

Fenstern versehen. So entsteht ein Zwischenraum,

den die Passanten ohne innezuhalten

durchqueren können.

Unter der Erde verbinden sich diese beiden

separaten Elemente in einem weitläufigen

Untergeschoss auf Meereshöhe, in dem die

ungefähr 700 Sammlungsstücke gezeigt werden.

Eine Öffnung führt zum Mittelmeer hinaus,

doch der Großteil des Lichtes stammt aus den

von der Straße aus sichtbaren Auskragungen,

die als große Oberlichtkonstruktionen fungieren

und das zum Hauptgeschoss gewordene

Souterrain belichten. Als sichtbare Spitzen des

Eisberges spiegeln sie gewissermaßen die

Topgraphie des Ortes wider: Die Parallelfläche

verweist auf die urbane Ordnung, während der

vielfach aufgespaltene Block an jene Bastionen

erinnert, hinter denen die Städte einst vor den

menschlichen oder natürlichen Gefahren des

Meers Schutz suchten.

Die auf der rückwärtigen Seite großzügig verglaste

Bastion ist auf der Meerseite geschlossen.

Von einem Fenster im unteren Teil aus ist

die Straße zu sehen, und das von Süden her

einfallende und vom Wasser reflektierte Licht

wird von einem Sonnenschutz gedämmt, der

an die Schallbretter von Glockentürmen erinnert.

Auch diese angeschrägten Klingen sind

mit Metall verkleidet, wobei hier Zink statt Blei

verwendet wird, um das Licht zurückzuhalten.

In Kombination mit dem Stein ähnelt das Zink

einem „Leuchtturmwärter“, der die verschiedenen

Sammlungen des Museums hütet.

öffentliche

Einrichtungen

Équipements publics

nationalmuseum für

Unterwasserarchäologie,

Cartagena (Spanien)

Architekten:

Guillermo Vázquez Consuegra

Technik: VMZ Flatlock-Profil

und VMZ Stehfalz

Oberflächenausführung: BLAnK-ZInC ®

Fläche Zink: 3 120 m 2

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| Preisträger | ÖFFENTLICHE EINRICHTUNGEN

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

Anders als üblich wurde der Zink hier

diskontinuierlich auf eine Reihe von

Schallbrettern aufgetragen, die als

Sonnenschutz fungieren. Eine Stahlstruktur

bildet das innere Gerüst, auf das die

mit der Falzmaschine geformte Verkleidung

montiert wurde.

22


24

öffentliche

Einrichtungen

Équipements publics

Institut de für Microchirurgie Okular-Mikrochirurgie, Oculaire

IMO, Barcelona Barcelone (Spanien) (Espagne)

Architecte Architekten: : Josep Llinás Carmona

Chef Projektleiter: de projet Roger : Roger Subirà Subirá

Technik: Technique VMZ : VMZ Stehfalz Joint debout

Aspect : QUARTZ-ZInC ®

Oberflächenausführung: QUARTZ-ZInC ®

Surface en zinc : 20 000 m2 Fläche Zink: 20 000 m2 Ein Dach zwischen zwei

Welten

Das Institut für Okular-Mikrochirurgie liegt größtenteils

in die Hügel von Collserola eingebettet. Das Dach als

fünfte Fassade der modernen Architektur wird hier zur

Hauptfassade des Gebäudes.

Fotos: Paul Kozlowski, Frankreich. Zeichnung: Josep Llinás Carmona, Spanien.

Man kann in der Ronda de Dalt einfach nur die

barcelonesische Version der um unsere Städte

führenden Ringstraßen sehen. Für den Architekten

Josep Llinás allerdings, der am Rand dieser

Verkehrsader das neue Institut für Okular-Mikrochirurgie

errichtet hat, besitzt diese ausgebaute

Umgehungsstraße noch eine ganz andere Bedeutung.

Sie bezeichnet die Grenze zwischen

Stadt und Land: Hinter ihr erstrecken sich die

bewaldeten Hügel von Collserola und begrünte

Abhänge, aus der vereinzelte Konstruktionen

herausragen, wie etwa der Fernsehturm nach

einem Entwurf von Norman Foster.

Diese Infrastruktur und Grenze gleichsetzende

Lesart des Standortes war für die Konzeption

des Gebäudes ausschlaggebend. Da sich das Klinikgrundstück

auf der „ländlichen“ Seite befand,

hat Llinás es in den Abhang eingelassen und

versucht, es in der Natur aufgehen zu lassen.

Von der Ronda aus erinnert das Institut mehr

an andalusische Felsarchitekturen als an die

allzu oft aus der Krankenhausarchitektur bekannten

monotonen Strukturen. Das IMO hat

keine oder vielmehr eine durchlässige Fas-


| Preisträger | ÖFFENTLICHE EINRICHTUNGEN

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

sade, eine Art Zwischenraum, durch den Rampen

verlaufen, die zu den unterschiedlichen

Ebenen des Geländes führen. Die Außendächer

schützen die eigentliche Glasfassade vor

der Sonne. Alle öffentlich zugänglichen Räume

bieten dem Betrachter einen Panoramablick

auf die Stadt. Durch eine Abfolge massiver

und skulpturaler weißer Pfosten hindurch,

die Säulen aus Gipssteinbrüchen ähneln, ist

in der Ferne das Stadtzentrum von Barcelona

zu erkennen. Ein künstlich angelegtes Becken

im unteren Teil des Geländes reflektiert die

Dächer der Gebäude und führt einen vertikalen

Aspekt in den Horizontalraum ein.

Da Augenbehandlungen nur bei reduzierter

Lichteinwirkung stattfinden können, ist die

Klinik größtenteils unterirdisch angelegt. Sie

verschwindet unter einem großen Stehfalzdach

mit seinen leichten oder abrupten, langen oder

kurzen Schrägen, eine Art „Zink-Origami“, das in

seiner Gestaltung die beiden Vorgaben Gefälle

und Organisation der medizinischen Abläufe

vereint. Von den Anhöhen Collserolas aus wirkt

25


| Preisträger | ÖFFENTLICHE EINRICHTUNGEN

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

diese „5. Fassade“ der modernen Architektur

zugleich als Skulptur und geologisches Ereignis.

Vom Gebäudeinneren aus ist die Dachkonstruktion

mal sichtbar, mal unsichtbar und lässt

durch zahlreiche Spalten Licht eindringen – fast

ein Spiel für die Augen, die in diesem Institut

geheilt werden sollen.

Die Fähigkeit, schwach geneigte Flächen

zu verkleiden – einer der Hauptvorzüge

von Zink – spiegelt sich hier in einer grafischen

Textur wider, die das Dach in eine

abstrakte Landschaft verwandelt. Die

Dachrinnen sind durch maßgerecht angefertigte,

gerade Abflussrinnen ersetzt, die

die von dem Stehfalz vorgegebene und an

einer stärkeren Neigung orientierte Struktur

rahmen. Aufgrund des flexiblen Materials

lassen sich die Abweichungen in der

Neigung des Dachs nachzeichnen, ohne,

dass bei allen Artikulationen zwangsläufig

auf Abflussrinnen zurückgegriffen

werden müsste.

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Heyen Lippros + Partner, Deutschland Malmström Edström

Arkitekter, Schweden

28

Salens Architecten,

Belgien

Pedro Ponce de Leon Hernandez, Spanien

12 ausgewählte von 49

eingereichten Projekten

Nikiforidis

Prodromos,

Griechenland

Matthew Lucas, Associated

Architects, Großbritannien


Bernardo Garcia Tapia + Fernando

Pardo Calvo, Spanien

Conix Architects, Belgien

| GEWERBLICHE GEBÄUDE WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

Gewerbliche Gebäude

Antonio Cruz Villalon, Cruz Y

Ortiz Arquitectos, Spanien

Atelier Christian de

Portzamparc, Frankreich

Mariano De Duonni, Cabinet

Hassell, Australien

José Manuel Chacón

Bulnes, Spanien - Preisträger

29


30

Lieux Gewerbliche d’entreprises Gebäude

Zur Universität gehöriges Büro,

Cartagena (Spanien)

Architekt: José Manuel Chacón

Bulnes

Technik: Gefalztes und perforiertes Zink

Oberflächenausführung: QUARTZ-ZInC ®

Fläche Zink: 1 200 m 2 (Fassade),

5 500 m 2 (Dach)

Altes und Neues

Um den Ausblick auf ein historisches Bauwerk zu erhalten,

hat der Architekt Chacón Bulnes die Glaswände eines

Bürogebäudes mit einer perforierten Zinkhaut überzogen.

Fotos: David Frutos und David Munuera navarro, Spanien.

Zeichnung: José Manuel Chacón Bulnes, Spanien.

Die Geschichte des Gebäudes, in dem sich die

neuen Büroräume der Polytechnischen Universität

von Cartagena befinden, ist untrennbar

mit der des Antiguo Penal de Presidarios

y Esclavos verknüpft. Die Steinmauern dieses

über zwei Jahrhunderte alten, strengen und

mächtigen Bauwerkes umgeben einen eindrucksvollen

Hof, der einen geschlossenen und

steinernen Platz darstellt. Das 1776 zwischen

Hafen und Arsenal erbaute frühere Gefängnis

hat verschiedene Funktionen erfüllt und lange

den CIM (Cuartel de Instrucción de Marineria),

das Ausbildungszentrum für Offiziersanwärter

der spanischen Marine, beherbergt.

Erst zu Semesteranfang 2009 konnten Studenten

die Soldaten in dem großen rechteckigen

Hof ablösen, den der Architekt José Manuel

Chacón Bulnes mit einem textilen Netz überspannt

hat, das dem ebenso strengen wie

steinernen Platz einen wohltuenden Schatten

spendet. Die Verwandlung der Offiziersschule

in eine universitäre Einrichtung setzte zwei

ganz unterschiedliche Maßnahmen voraus:

zum einen die Renovierung eines historischen

Gebäudes, zum anderen die Gestaltung eines

Neubaus für die zusätzlichen Räumlichkeiten.

Im Zuge der Restaurierung des alten Gebäudes

hat Chacón Bulnes das Satteldach, welches im

Jahre 1946 durch ein Großfeuer zerstört wurde,

rekonstruiert. Die von den Hügeln hinter dem

Hafen aus sichtbare Zinkverkleidung rahmt

den rechteckigen Hof. Auch für den Anbau der


| Preisträger | GEWERBLICHE GEBÄUDE

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

Universität, einem lang gestreckten Block, der

sich in seiner Modernität diametral von der

historischen Substanz unterscheidet, wird Zink

verwendet.

Der Neubau war durchaus nicht unumstritten:

Man warf dem Anbau vor, den Blick auf

das Meer zu beeinträchtigen und eines der

wichtigsten städtischen Kulturdenkmäler zu

entstellen. Auf diese Polemik hat der Architekt

zu antworten gewusst, indem der Anbau mit

den entsprechenden Maßen an der Schmalseite

des historischen Gebäudes errichtet

wurde. Verglichen mit den früheren, direkt

an die bestehende Fassade angeschlossenen

Speiseräumen distanziert sich der Neubau von

seinem Vorgängerbau. Die verglaste Fassade

mit ihrer perforierten Zinkverkleidung gibt den

Blick bis auf die Steinmauern frei. Die doppelte,

durch viele Falzungen rhythmisierte Zinkhaut

dient gleichfalls als Sonnenschutz und verhindert,

dass sich die hinter den metallenen

Maschrabiyya versteckten Büroräume zu stark

aufheizen.

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| Preisträger | GEWERBLICHE GEBÄUDE

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

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Die Fassadenflächen sind nach der Zeichnung des Architekten mithilfe von perforierten

Zinkspulen geformt worden. Sie wurden einfach auf ein Metallgerippe montiert.

Das Material ist 1 mm dick.


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Atelier Loyer & Brosset

Architekts, Frankreich

Lode Havermans

Architekt, Niederlande

Andrew Liang Studio 0.10

[ Urban Nodes ], USA

Kraus - Schönberg,

Großbritannien


Conix Architekts,

Belgien

| SPEZIALPREISE

Spezialpreise

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

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Audace Kühnheit

Immeuble Wohnhaus de "Hanover logements House",

Bradford (Großbritannien)

(Royaume-Uni)

Architekten: Architecte : Kraus - - Schönberg

Technik: Technique VMZ : VMZ Stehfalz Joint debout

Aspect : AnTHRA-ZInC ®

Oberflächenausführung: AnTHRA-ZInC ®

Surface en zinc : 1 300 m2 Fläche Zink: 1 300 m2 Zwischen Vergangenheit

und Gegenwart

Eine anthrazitfarbene Zinkbedachung ersetzt den

traditionellen Schiefer, um sich an den komplexen Linien

einer zeitgenössischen Dachkonstruktion inmitten eines

denkmalgeschützten Viertels zu orientieren.

Fotos: Kraus - Schönberg, Großbritannien.

Zeichnung: Kraus - Schönberg, Großbritannien.

Aufbauten stellen den Architekten gemeinhin

vor zwei Probleme: Das erste ist technischer

Art, da das Zusatzgewicht mit der Tragfähigkeit

der bestehenden Struktur kompatibel sein

muss, das zweite Problem ist ein ästhetisches.

Ob man sich für Kontrast oder Integration

entscheidet, das „neue Organ“ muss von dem

bereits existierenden Bau akzeptiert werden,

damit letztendlich ein einheitliches Bauwerk

entstehen kann. Gelegentlich stellen sich

solche Probleme in dem speziellen Kontext

historischer Viertel, wie hier in Bradford in der

Grafschaft Yorkshire.

Das so genannte Hanover House befindet sich

in „Little Germany“, einer im 19. Jahrhundert

von Händlern zumeist deutscher Herkunft

erbauten Lagerzone. Die Stadt legt heute

Wert darauf, diesen wichtigen Bestandteil des

städtischen Kulturerbes zu schützen und neu

zur Geltung zu bringen. Das aus Gebäuden im

viktorianischen Stil bestehende Viertel verdankt

seine bemerkenswerte Einheitlichkeit

weniger der Architektur als dem Sandstein,

aus dem sämtliche Fassaden errichtet sind. Es

ist gewissermaßen eine Ironie des Schicksals,

dass dem in Koblenz ansässigen und über ein


| sPeZiALPreise | KÜHNHEIT

Büro in London verfügenden Architekturbüro

Kraus - Schönberg die Aufgabe zufällt, Hanover

House in einen Komplex mit elf Wohnungen

zu verwandeln. Die schönsten Wohnungen

befi nden sich ganz oben im Gebäude, unter

einer Bedachung, die künftig das Dachstockwerk

des unter Denkmalschutz stehenden

ehemaligen Lagerhauses krönt. Der Aufbau

wird im Wesentlichen von den Pfostenreihen

in der Mitte des Gebäudes getragen. Um

eine Lastableitung auf die Fassade zu verhindern,

haben die Architekten das Dach als eine

große, selbsttragende und monolithische

Struktur aus gewalztem Holz konzipiert. Die

Falten betonen die Steifheit des Materials

und evozieren eine zugleich idyllische und

moderne Landschaft, die der Dächervielfalt

in „Little Germany“ gut entspricht. Obwohl in

dem Viertel traditionell für Bedachungen vor

allem Schiefer verwendet wurde, erwies sich

das Material für dieses komplexe Dach mit

seinen unzähligen Dachkehlen und Dachfl ächen

als ungeeignet. Stattdessen haben sich

die Architekten für schwarzes, vorbewittertes

Zink entschieden, ANTHRA-ZINC ® , das den Neigungen

des Daches leichter folgen kann und

besser mit der schwarz-blauen Farbpalette der

unmittelbaren Umgebung harmoniert.

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Technische

Leistung

Bürogebäude

Hoboken (Belgien)

Architekt: Sylvie Bruyninckx

Architecte-Associé Conix Architects

Technik: VMZ Stehfalz

Oberflächenausführung: QUARTZ-ZInC ®

Fläche Zink: 1 975 m 2

Eine Zinkschlaufe

Ein expressionistischer Anbau verkörpert die Erneuerung

eines industriellen Standortes, der sich der Verarbeitung

von Metallen widmet.

Fotos: Serge Brison - Zeichnung: Associé Conix Architects, Belgien.

Der vom Architekturbüro Conix Architects für

die Büroräume von Umicore in Antwerpen

entworfene Anbau lässt keinen Zweifel an

seiner Funktion aufkommen. An einem

Standort, an dem mit Edelmetall gearbeitet

wird und wo man sich dessen Recycling zur

Aufgabe gemacht hat, wirkt dieser Neubau

wie ein riesiges Band, das soeben aus einer

Walze zu quellen scheint – eine expressionistische

Form, die mehr als nur eine Fassadenapplikation

ist.

Das Band gibt einen Querschnitt vor, der die

Verwaltungs- und Empfangsabteilungen des

Unternehmens beherbergt. Das Licht dringt

durch die Platten, die Giebelmauern wachsen

faltenartig nach oben, indem sie den Neigungen

und Windungen der großen Zinkschleife

aus QUARTZ-ZINC ® folgen.

Dieser Neubau ist Teil der Neustrukturierung

eines Industriestandortes in einem Vorort von

Antwerpen. Conix Architects versteht diesen

Ort als eine echte Miniaturstadt, einen Komplex,

der sich der Produktion verschrieben hat

und der ein neues Selbstverständnis brauchte.

Außer den Gebäuden hat das Architekturbüro

u. a. auch den Verkehr und den Zugang zur

Fabrik neu geregelt, manche Fassaden renoviert,

die Ausschilderung übernommen und

Grünflächen angelegt.

Als Symbol für die Neugestaltung des Ortes


| sPeZiALPreise | TECHNISCHE LEISTUNG

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

bringt das Band auch die besondere Flexibilität

des Zinks und seine Eigenschaft als recyclingfähiger

Werkstoff zur Geltung. Es handelt

sich um ein starkes und identitätsstiftendes

Zeichen, das überlebensgroß die Gleichung

zwischen industrieller Bestimmung und ästhetischem

Anspruch illustriert.

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Environnement

Umwelt

Domaine de Cicé-Blossac Resort

et Spa, Bruz (France) (Frankreich)

Architectes Architekten: : Architekturbüro Atelier Loyer & Brosset Loyer

Architectes & Brosset

Technique Technik: VMZ : VMZ Stehfalz Joint debout

Aspect : QUARTZ-ZInC ®

Oberfl ächenausführung: QUARTZ-ZInC ®

Surface en zinc : 5 300 m2 Fläche Zink: 5 300 m2 Fotos: Paul Kozlowski, Frankreich.

Zeichnung: Atelier Loyer & Brosset

Architeks, Frankreich.

Auf Stelzen

Dazu aufgefordert, in einem hochwassergefährdeten

Gebiet eine Hotelanlage zu konzipieren, haben die

Architekten Loyer et Brosset die Umweltzwänge in

architektonische Vorteile verwandelt.

Der Park in Cicé wirkt wie ein natürlich gewachsenes

Ensemble, aber der Eindruck täuscht.

Bevor ein Golfplatz und eine Hotelanlage gebaut

wurden, befand sich dort eine Kiesgrube,

die Baumaterialien an die Stadt Rennes lieferte.

Inzwischen füllen die im Park angelegten

Teiche die früheren, von den Erdaushebungen

noch auf dem Grundstück vorhandenen

Löcher. An diesem zwischen Industrie und Natur

oszillierenden Ort wollte der Architekt Loyer

seinen Bau ganz der Umwelt unterstellen, was

sich in einer konsequenten Berücksichtigung

des Ecodesigns ausdrückt und in sämtlichen

Aspekten des Projektes zum Tragen kommt.

Diese Behandlung zeigt sich zunächst an der

Lage der Gebäude, die sich zwischen den etwa

vierzig Jahre alten, allmählich über das Grundstück

ausgedehnten Bäumen befi nden. Sie

kommt gleichfalls in der Form der Konstruktionen

zum Ausdruck, die bewusst einen traditionellen

Stil pfl egen: Modische Architektur wird

schnell altmodisch, so der von Loyer indirekt

formulierte Grundsatz, während eine klassischere

Form immer zeitlos anmutet.

Die verwendeten Materialien (Beton, Holzverkleidung,

Zink) wurden als ausgesprochen

pfl egeleichte Werkstoffe gewählt. Da Zink eine

geringere Dachneigung ermöglicht und im


| sPeZiALPreise | UMWELT

Falle einer Zerstörung der Wohnanlage recycelt

werden kann, wurde ihm gegenüber des

lokal vorherrschenden Schiefers der Vorzug

gegeben. Weniger klassisch hingegen sind

die Pfähle, auf denen die Wohnungen stehen

und die nicht umsonst auf den Typus von

Pfahlbauten anspielen: Der Park befi ndet sich

in einem hochwassergefährdeten Gebiet, und

obwohl der Städtebauplan im Jahr 2004 hier

noch Konstruktionen vorsah, hat der Architekt

für sich selbst gewisse Regeln gesetzt, um

die Bauten den Umweltzwängen anzupassen.

Die Gebäude müssen den freien Wasserabfl uss

erleichtern, die obligatorischen Hygienebedingungen

erfüllen, Fauna und Flora respektieren

und nicht zuletzt zwischen Architektur und

Landschaft vermitteln. Das letzte Ziel dürfte

erreicht sein: Die senkrechten Linien der Pfähle

scheinen sich aufzulösen, sobald das Wasser um

einen Meter steigt, und die Besucher gleiten

schwerelos auf grazilen, in Bäumen angebrachten

Stegen dahin.

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

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Tradition

Logements Behindertengerechtes pour handicapés Wohnen

Tilburg (niederlande)

(Pays-Bas)

Architekten: Architecte : Lode Havermans

Architecten

Technik: Technique VMZ : VMZ Stehfalz Joint debout

Aspect : QUARTZ-ZInC ®

Oberflächenausführung: QUARTZ-ZInC ®

Surface en zinc : 460 m2 Fläche Zink: 460 m2 Täuschende Schlichtheit

Die zwei „Ikonen-Häuser“ gehören zu einem

Wohnkomplex für Behinderte, der um einen renovierten

ehemaligen Bauernhof konstruiert wurde.

Fotos: Joris Casaer, Belgien.

Zeichnung: Lode Havermans Architecten, niederlande.

Auf den ersten Blick wirkt dieser vom Architekturbüro

LHA in Tilburg gebaute Wohnkomplex

ausgesprochen banal. Mit seinen schlichten

Satteldachhäusern scheint er weit entfernt

von den sonst so innovativen und ultramodernen

Formen der holländischen Wohnungsarchitektur.

Hier wollten sich die Architekten in erster Linie

dem Kontext anpassen. Auf dem Grundstück

befand sich ein Bauernhof, den der Besitzer

zu Wohnungen für Behinderte umfunktionieren

wollte. Die elf Appartements konnten

teilweise in dem bestehenden Gebäude untergebracht

werden, der Rest verteilt sich auf

zwei separate Anbauten, die das gewöhnliche

und banale Aussehen kleiner Vorstadthäuschen

haben. Tatsächlich aber ist der Stil dieser

Satteldachhäuser nicht so banal wie es

den Anschein hat. Zahlreiche niederländische

(und auch andere) Architekten haben sich von

der Form des Kubus abgewandt und versuchen,

sich das Prinzip des so genannten „Ikonen-Hauses“

anzueignen.

Dabei kompensiert die sorgfältige Detailbehandlung

die formale Schlichtheit. Mauern

und Dächer bilden eine zusammenhängende

Hülle, volumetrische Störungen werden ausgeschlossen,

und die systematischen Durchbrüche

bringen die Flächen zur Geltung. Dieses

zeitgenössische Konzept für ein Ikonen-Haus


| sPeZiALPreise | TRADITION

wird vom Architekturbüro sorgfältig berücksichtigt.

Die horizontale Linie der Regenrinnen

verschwindet in der Dachkonstruktion. Die

stark vereinfachte Anlage blendet Dach- und

Regenrinnen aus, um die Verkleidungen zur

Geltung zu bringen: Holz für die Fassade und

Zink für das Dach. Weitere Details wie die im

Verhältnis zur Giebelachse versetzten seitlichen

Fenster oder die sorgfältige Holzbearbeitung

an den Dachgauben verraten eine

durchdachte Konzeption und stellen unter

Beweis, dass schlichte Linien durchaus mit

subtilen Feinabstimmungen vereinbar sind.

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

43


| sPeZiALPreise | SPEZIALPREIS DER JURY

Schwarz-Licht

Dieses raffinierte, für einen Galeristen gebaute

Wohnhaus zeichnet sich durch seine dunklen Wände

aus kleinen Zinkanthrazit-Modulen aus, die Profile und

Reliefs herausarbeiten.

Fotos: Benny Chan & Studio 0.10, USA.

Zeichnung: Andrew Liang, USA.

Es bedarf wohl einer gewissen Kühnheit, um

einen schwarzen Kubus mitten in eine Siedlung

mit Einfamilienhäusern zu setzen, wo

man sonst vor allem orangefarbene Ziegeldächer

und farbigen Verputz kennt.

Das Viertel, in dem das Mush House steht,

gehört zu einem in der Nachkriegszeit gebauten

Vorort von Los Angeles. Dort sieht

es genauso aus, wie in allen anderen dieser

ewig gleichen Vorortsiedlungen unserer Großstädte.

Vermutlich kam es den Auftraggebern

– ein Galerist und ein Maler – mehr auf die

avantgardistische Ästhetik an, als auf ein unkonventionelles

Signal, als sie den Architekten

Andrew Liang mit einem so ausgefallenen

Haus beauftragten, das in der Nachfolge des

Malers Pierre Soulages, dem Erfinder des

Schwarz-Lichtes, zu stehen scheint.

Auf dem Grundstück ragen zwei Parallelkuben

auf: Das erste ist dem Wohnraum vorbehalten,

während sich in dem anderen eine Garage

und ein Appartement für die Mutter eines der

Besitzer befinden. Letzteres wäre in Zukunft

auch als Büro umfunktionierbar. Den beiden

Kuben ist eine sorgfältig ausgearbeitete Hülle

gemeinsam, die eher an die Welt der Möbel,

als an die der Immobilien erinnert. Geometrische

Holzflächen und verglaste, mit Holz

gerahmte Volumen durchbrechen einen Block,

der aus einer dichten und dunklen Materialmasse

gemeißelt zu sein scheint.

Dieser monolithische Eindruck entsteht durch

die Fassadenverkleidung aus schwarzem

ANTHRA-ZINC ® . Das Material wurde zu kleinen,

gefalteten und ausgehöhlten Einzelelementen

geformt, die in unterschiedlich großen Streifen

um die Fassade verlaufen. Dieses, für ein

subtiles Relief sorgendes Profil, lässt sich nur

aus der Nähe deutlich erkennen, wo es unter

dem großzügigen Licht der kalifornischen

Sonne zur Geltung kommt.

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |

Grand Spezialpreis Prix der du Jury

Maison Individuelles individuelle Wohnhaus

Los Angeles (USA)

Architecte Architekt: Andrew : Andrew Liang

Studio

0.10 [ Urban nodes ]

Technique Technik: VMZ : VMZ Clip-Profil Profil

à emboîtement

Aspect : AnTHRA-ZInC ®

Oberflächenausführung: AnTHRA-ZInC ®

Surface en zinc : 435 m2 Fläche Zink: 435 m2 45


| sPeZiALPreise

Der Architekt hat eine besondere Sorgfalt

auf die Einzelheiten der Umsetzung verwendet

und die verschiedenen Kassetten

der Fassadenbekleidung entworfen. Die

anthrazitfarbenen Kassetten sind zu unterschiedlich

hohen Horizontalbändern

gruppiert; diese werden ihrerseits von

einem verzinkten Winkeleisen getrennt,

das für eine Verbindung zwischen den

eingetieften und erhabenen Teilen der

Kassetten sorgt. Zu 90° gefalzte Spezialteile

wurden eingesetzt, um gegen das

Problem der Umstülpungen im Material

an den vier Gebäudeecken anzugehen.

Sie sind wie alle anderen Zinkelemente

der Verkleidung im Werk gefertigt

worden.

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| SPEZIALPREIS DER JURY

WETTBEWERB ARCHIZINC NR.4 |


48

Die Jury

Belgien Serge Fraas Architekt,

Cabinet Stekke + Fraas

Frankreich Dominique Boudet Redakteur der Zeitschrift AMC Le Moniteur Architecture

Präsident der Jury im Wettbewerb Archizinc

Frédéric Borel Architekt,

Agence Frédéric Borel Architecte

Lionel Dunet Architekt DESA,

Präsident des Conseil national de l’Ordre des Architectes

Dominique Queffelec Präsident d’ARCORA,

Ingenieurbüro für Tragkonstruktion und Gebäudehülle in Paris

Gilles de Montmarin Architekt DPLG Leiter SEMAPA

(SEM Aménagement de Paris)

Griechenland Nicos Kalogeras Architekt und Ingenieur,

nTUA (national Technical University of Athens)

Großbritannien Christophe Egret Architekt,

Studio Egret West

Kanada Anik Shooner Architekt OAQ OAA FIRAC,

Menkès Shooner Dagenais, Le Tourneux Architectes

Libanon Simone Kosremelli Architekt,

Architekt & Urban Planner

Niederlande Dirk Jan Postel Architekt, Leiter des Architekturbüros

Kraaijvan ger ger Urbis

Polen Tomasz Markowski Architekt,

ECT - The Architect Company

Spanien Lluís Dilmé Architekt,

Leiter des Architekturbüros Estudi Dilmé & Fabré


VMZINC - 10.10 - 10022-D - 9.8 - ISSN 1769-9088

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