Investieren Sie in Ihre Knochen und bewegen Sie sich !

iofbonehealth

Investieren Sie in Ihre Knochen und bewegen Sie sich !

Move it or Lose it

Investieren Sie in Ihre Knochen

und bewegen Sie sich !

Wie Sie durch Bewegung starke Knochen aufbauen und erhalten,

Stürzen und Brüchen vorbeugen und die Rehabilitation nach

Brüchen beschleunigen können.

Verfasst im Auftrag des wissenschaftlichen Beratungsgremiums der IOF („International Osteoporosis Foundation“)

von Prof. Dr. med. Helmut W. Minne, Ärztlicher Direktor der Klinik “DER FÜRSTENHOF”, Zentrum für Endokrinologie

und Knochenstoffwechsel in Bad Pyrmont und Mitglied der deutschen Akademie der osteologischen und rheumatologischen

Wissenschaften.

Photograph by Yuyung Abdi


Die Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der Knochendichte

und –qualität vermindert sind, was zu einer Schwächung des

Skelettes führt und vor allem an der Wirbelsäule, dem

Handgelenk, der Hüfte, dem Becken und dem Oberarm zu

einem erhöhten Bruchrisiko führt. Dadurch wird die

Osteoporose mit ihren Knochenbrüchen zu einer wichtigen

Ursache für Krankheit und Sterblichkeit.

Die Osteoporose, „eine stille Epidemie“ ist ein weltweites

Problem.

Jedes Jahr ereignen sich weltweit etwa 1,6 Mio.

Schenkelhalsfrakturen, wobei diese Zahl bis 2050 auf 4,5 bis 6,3

Mio. ansteigen wird. (1,2)

Bei Frauen über 45 führt die Osteoporose zu mehr Tagen im

Krankenhaus als Diabetes mellitus, Herzinfarkt und Brustkrebs

zusammen genommen. (3)

Schätzungsweise wird nur eine von drei

Wirbelkörperfrakturen frühzeitig erkannt. (4)

Frauen nach erster Wirbelkörperfraktur haben ein deutlich

erhöhtes Risiko innerhalb des nächsten Jahres weitere Brüche zu

erleiden. (5)

Diese, im Rahmen der Reihe “Invest in your bones” von der IOF aus

Anlass des Welt-Osteoporose-Tages herausgegebenen

Veröffentlichungen unterstützen die Aktivitäten der IOF Mitglieder

weltweit und werden in viele Sprachen übersetzt.

2001

Knochenentwicklung

beim jungen Menschen

2002

Osteoporose am

Arbeitsplatz

2003

Lebensqualität

2004

Osteoporose des

Mannes

Gesunder Knochen

Knochen bei Osteoporose

2005

Bewegungstherapie:

Investieren Sie in Ihre

Knochen


Knochen und Bewegung sind unentwirrbar miteinander verknüpft. Knochen helfen

die Muskelkraft in zielgerichtete Bewegung umzuwandeln. Ti e r a rten ohne Skelett wie

zum Beispiel bestimmte Schlangenarten, Raupen oder Quallen können nur kriechen.

W ä h rend Knochen enorme Vo rteile bringen, müssen sie jedoch passend geformt sein

– denn auch richtig kräftige Muskeln nützen nichts, wenn sie auf dünne Knochen tre ffen, die augenblicklich

zerbrechen. Glücklicherweise hat die Evolution dafür gesorgt, dass mit wachsenden und kräftiger werdenden

Muskeln, auch die Knochen schwerer und stärker wurden, so dass sie nicht überlastet werd e n .

Dies gilt nicht nur für Menschen, sondern sowohl für kleine Insekten als auch riesige Dinosaurier.

W ä h rend wir wachsen, werden unsere Knochen in gleichem Maße wie die Muskeln kräftiger. Eine

E rhöhung der Muskelkräfte führt zu einer Kräftigung der Knochen. Kräftigere Muskeln sorgen für

k r ä f t i g e re Knochen. So einfach ist das.

U n g l ü c k l i c h e rweise ist die Osteoporose eine Erkrankung, die zu einer Ve rm i n d e rung der Knochenmasse

mit Zerstörung der Knochenarchitektur führt. Osteoporose schwächt Knochen und schwache Knochen

können leicht brechen. Brüche führen dann zu Schmerzen und bringen erhebliche Beeinträchtigungen

u n s e res täglichen Lebens mit sich, weil sie die Beweglichkeit verm i n d e rn .

Weniger Bewegung wegen einer auf Osteoporose zurückzuführenden Fraktur oder einfach Faulheit

bedeutet, dass Muskeln nicht so viel benutzt werden. Diese Ve rnachlässigung führt zu einer

Einschränkung der Bildung von Knochengewebe. Schwächere Muskeln führen zu schwächeren Knochen.

Dann, wenn Muskeln weniger und weniger benutzt werden, fängt die Kontrolle, die unser Nerv e n s y s t e m

über diese Muskeln ausübt, an, abzunehmen. Dies bedeutet, dass Reflexe nicht mehr so gut und schnell

ablaufen und das Risiko zu stolpern oder zu stürzen nimmt zu. Wenn wir unsere Muskeln nicht

t r a i n i e ren, erhöhen wir unser Risiko für Stürze und Knochenbrüche.

All dies unterstützt den Ansatz, dass die Ve r b e s s e rung von Muskelkraft und –funktion nützlich für unsere

Knochen ist. Bewegung kräftigt die Muskeln, was wiederum zu starken Knochen führt. Ebenso verbessert

Bewegung Muskelkontrolle und –koordination und verm i n d e rt gleichzeitig das Risiko zu stürzen oder im

Falle eines Sturzes sich Knochen zu brechen.

Deshalb lasst uns alle - Menschen jeden Alters - bewegen, um unsere Muskeln zu kräftigen.

Dies bringt erheblichen Nutzen für:

Die Jungen - es hilft ihnen, starke Knochen aufzubauen

Die Erwachsenen - es hilft Ihnen, ihre Knochen zu erh a l t e n

Die Älteren - es hilft ihnen, Knochenverlust und Stürzen vorz u b e u g e n

Selbst Patienten, die bereits Knochenbrüche erlitten haben, können von speziellen Übungen und

Trainingsmaßnahmen pro f i t i e ren, die die Kräfte der Muskeln und ihre Funktion verbessern können. Dies

e rmöglicht eine Wi e d e rherstellung der Beweglichkeit und erleichtert Aktivitäten im Alltag.

Deshalb, lassen Sie uns unsere Beine in die Hand nehmen, lassen Sie uns Knochen aufbauen und lassen Sie

sich uns bewegen !

Helmut W. Minne

Vorwort

1


Die Knochen, aus denen sich unser Skelett zusammensetzt,

stellen ein lebendiges Gewebe dar, das sich

kontinuierlich während unseres Lebens erneuert.

Damit unser Skelett dies effektiv bewerkstelligen

kann und dabei stark bleibt, bedarf es einer

regelmäßigen Stimulation durch körperliche

Bewegung.

Knochen besteht aus einer Verbindung aus

Kalziumsalzen, die ihm seine Härte und weiße Farbe

verleiht. Dabei sind die Kalziumsalze in ein Netz aus

Bindegewebe, bestehend aus großen Eiweißmolekülen,

eingebettet, wodurch der Knochen etwas flexibel

wird. Knochengewebe ist nicht komplett homogen

und fest, sondern besteht aus einer honigwabenähnlichen

Struktur, die sich innerhalb einer festen

äußeren Hülle ausbreitet. Diese effiziente Gestaltung

erlaubt maximale Stärke bei relativ geringem

Gewicht.

Die honigwabenähnliche Struktur stellt eine große

Oberfläche dar, die durch Knochenzellen begrenzt

wird. Durch diese Zellen wird in einem genau

aufeinander abgestimmten Zusammenspiel zwischen

Auf- und Abbau das Knochengewebe kontinuierlich

erneuert. Dieser so genannte Knochenumbau

gewährleistet, dass auch kleinste Knochenbrüche

repariert werden und der Knochen stark bleibt.

Durch den Knochenstoffwechsel kann Knochen auf

eine vermehrte Belastung mit einer Zunahme an

Stärke antworten, oder aber auch Substanz verlieren,

wenn Belastungen abnehmen.

2

Investieren Sie in Ihre Knochenund

bewegen Sie sich !

Wie Sie durch Bewegung starke Knochen aufbauen und erhalten,

Stürzen und Brüchen vorbeugen und die Rehabilitation nach

Brüchen beschleunigen können.

Deshalb heißt diese Veröffentlichung zur Bewegung

auch “Move it or lose it”. Sie wurde zusammengestellt

und geschrieben, um Verständnis zu

wecken für die Bedeutung der Bewegung bei der

Gesunderhaltung von Knochen und dem Kampf

gegen Osteoporose.

Knochen müssen regelmäßig bewegt werden oder sie

werden sich, gleichsam wie unbenutzte Muskeln,

zurückbilden. Um ihre Stärke beizubehalten,

brauchen Knochen jeden Tag eine Vielzahl kurzer,

aber häufiger Belastungen, die jedes Mal auch ein

bisschen gesteigert werden müssen, um die

Knochenstärke zu erhöhen. Dies jedenfalls sind die

Ergebnisse kürzlich veröffentlichter klinischer

Studien. Weitere Studien zum besseren Verständnis

wie und durch welche Formen von Bewegung unsere

Knochen vor dem Bruch bewahrt werden können,

sind jedoch dringend erforderlich. Dies könnte dann

auch die Behandlung von Patienten mit Osteoporose

verbessern.

Weitere Studien sind ebenfalls erforderlich, um wissenschaftlich

nachzuweisen, welche Maßnahmen der

muskuloskelettalen Rehabilitation vorbereitend oder

auch begleitend zu einer medikamentösen Therapie

in Betracht gezogen werden sollten, um

Knochengesundheit zu optimieren, Lebensqualität zu

verbessern, das Frakturrisiko zu senken und das

Wiederauftreten von Frakturen zu verhindern. Auf

diese Art und Weise können wir am besten die

Krankheitslast der Osteoporose mit ihren fatalen

und lebensbedrohenden Komplikationen überwinden.

Illustration by Anuschka Dupalo-Loss


Bewegung bildet und

erhält Knochen.

Knochen ist lebendes Gewebe! Lassen Sie sich nicht

durch die 65 Millionen Jahre alten Knochen der

Dinosaurier aus Büchern, Museen oder dem Fernsehen

beirren. Es gibt nichts Beständiges an einem lebenden

Knochen. Wie ein Muskel kann auch er wachsen oder

schrumpfen. Das einzig Konstante an Knochen ist sein

Wechsel.

Unglücklicherweise entwickelt sich der größte Wechsel

mit zunehmendem Lebensalter. Wenn Menschen älter

werden, werden ihre Knochen schlechter. Bereits mit

dem Zugehen auf die 40 sind Knochen nicht mehr so

stark wie sie einmal waren. Sie haben begonnen, dünner

zu werden – und schwächer. Unbeachtet kann diese

Verschlechterung zu einer Osteoporose werden, die

dramatisch das Risiko erhöht, eine Fraktur zu erleiden.

Eine der besten Möglichkeiten,

gesunde Knochen aufzubauen und

zu erhalten liegt in körperlicher

Bewegung.

Nachdem was bisher bekannt ist, betrifft die

Osteoporose weltweit eine von drei Frauen und einen

von fünf Männern über 50 Jahren (7-9) . Trotzdem werden

vorbeugende Schritte, diesen allmählichen

Knochenschwund aufzuhalten, besonders

Veränderungen des Lebensstils, vielfach nicht unternommen,

weil die Menschen sich nicht bewusst sind, was sie

tun können, um ihre Knochen gesund und stark zu halten.

Dabei gibt es Maßnahmen, die von jedermann

durchgeführt werden können, um das Risiko für eine

Osteoporose zu verringern.

Über die letzten ungefähr zwei Jahrzehnte haben Ärzte

und Wissenschaftler erkannt, dass eine der besten

Methoden, gesunde Knochen aufzubauen und zu erhalten,

in Bewegung besteht.

Genau wie Muskeln, antworten auch Knochen, wenn sie

Der Sportunterricht in der Schule wird immer

wichtiger, da viele Kinder mehr und mehr Zeit beim

Fernsehen und mit Computerspielen verbringen.

3

“belastet” werden und wenn von ihnen verlangt wird,

größere Gewichte zu tragen, als sie es gewohnt sind.

Dies kann durch „Gewichtsbelastung“ erreicht werden

oder durch Training wie zum Beispiel laufen, rennen,

Gewichte heben, springen oder tanzen. Dabei hat ein

geringer belastendes Training wie zum Beispiel Fahrrad

fahren oder schwimmen, obwohl ausgezeichnet zur allgemeinen

Gesundheitsförderung geeignet, nicht den gleichen

Effekt auf Knochen.

Ein regelmäßiges, gut strukturiertes Trainingsprogramm

kann gegen Osteoporose und osteoporosebedingte

Frakturen schützen und die Rehabilitation nach

Frakturen beschleunigen. Dies gilt für alle, nicht nur für

die über 40-Jährigen und zwar deshalb:

Bewegung fördert den

Knochenaufbau bei Kindern

Wie lange ein Haus stehen bleibt, hängt davon ab, wie

stark sein Fundament ist. Genauso hängt die Gesunderhaltung

unserer Knochen davon ab, wie gut sie zu

Beginn beschaffen waren.

Die meisten Menschen erreichen ihre so genannte

Spitzenknochenmasse (“peak bone mass”) mit Mitte 20.

Dann haben die Knochen ihre maximale Dichte und

Stärke erreicht. Mit diesem Erreichen der

Spitzenknochenmasse, bleibt die Knochendichte

während der frühen Erwachsenenphase konstant, um

danach wieder abzunehmen.

Ursprünglich glaubten die Ärzte, dass das Erreichen

dieses Gipfels in erster Linie von der Ernährung und

dabei von einer ausreichenden Kalziumzufuhr und

Sonnenexposition zur Bildung von Vitamin D in der

Haut abhängt. Vitamin D ist zur Aufnahme von

Kalzium mit der Nahrung, für die Funktion eines gesunden

Knochenstoffwechsels und damit für den Erhalt der

Knochenfestigkeit erforderlich.

Neuere Studien jedoch haben gezeigt, dass bei

der Bildung des Knochenfundamentes, das später ein

Leben lang halten soll, Bewegung eine genauso wichtige

Rolle spielt wie Ernährung. Das gilt für die gesamte

Kindheit und das Heranwachsen, aber besonders für

den Schub des Längenwachstums während der

Pubertät (10) .

In Finnland beispielsweise haben Marjo

Lehtonen-Veromaa und Kollegen gezeigt, dass diejenigen

jungen Mädchen mit der größten körperlichen Aktivität

bis zu 40% mehr Knochenmasse aufbauen, als gleichaltrige

Mädchen mit der geringsten Aktivität. Diese zusätzliche

Knochenmenge trägt zur Spitzenknochenmasse

bei und wird den aktiveren Mädchen in ihrem späteren

Leben von Vorteil sein.

Bei Mädchen entspricht die Menge

an Knochengewebe, die zwischen

dem 11. und 13. Lebensjahr aufgebaut

wird, ungefähr jener Menge,

die in den 30 Jahren nach den

Wechseljahren verloren wird (12) .


Ego Seeman aus Australien und andere Kollegen aus

Europa haben Turnerinnen sowohl als junge Mädchen

als auch als junge erwachsene Frauen untersucht und

dabei herausgefunden, dass nicht nur die Turnerinnen

vor der Pubertät, sondern später auch als junge Frauen

eine höhere Knochendichte hatten als nicht turnende

Mädchen oder Frauen (13) . In einer anderen Studie zeigten

Jungen mit der höchsten körperlichen Aktivität pro Tag

eine um neun Prozent größere Knochenfläche und eine

um 12% höhere Knochendichte als ihre weniger aktiven

Altersgenossen (14) .

Die Quintessenz dieser Sache: es ist nie zu früh (oder wie

wir noch sehen werden auch zu nie spät) um damit zu

beginnen, Ihre Knochen so kräftig wie möglich zu machen.

Bewegung erhält Knochen beim

Erwachsenen

So wie die Bewegung helfen kann, Knochen aufzubauen,

kann sie auch helfen, ihn zu erhalten. Das deutlichste

Beispiel hierfür stammt aus einer außerirdischen Quelle,

dem Weltraum. Als die ersten Kosmonauten und

Astronauten zum ersten Mal außerhalb der

Erdatmosphäre reisten, warteten die Ärzte gespannt auf

ihre Rückkehr, um zu sehen, wie sie die Schwerelosigkeit

beeinflusst hat. Der erste und offensichtlichste Einfluss

war, dass ihre Muskeln verschwunden waren. Bald

darauf wurde festgestellt, dass dies auch für ihre

Knochen galt (15) .

In der Schwerelosigkeit müssen die Muskeln nicht so

hart arbeiten, um beim Aufsitzen, Stehen oder Anheben

von Gegenständen zu helfen. Der Körper antwortet

darauf, indem nur noch die wichtigen Muskeln erhalten

werden. Bei den Astronauten passiert das Gleiche wie

bei ehemaligen Gewichthebern: die unwesentlichen

Muskeln verschwinden und mit ihnen geht der

Knochen.

Bewegung und Knochenerhalt sind

unentwirrbar miteinander

verknüpft.

4

Terranauten” sind Freiwillige, die über Wochen oder

sogar Monate im Bett liegen, um Wissenschaftlern zu

helfen, den Einfluss von Schwerkraft und Bewegung

auf Knochen zu untersuchen. Die drei Bilder zeigen

einen jungen Freiwilligen vor und nach einer 3-monatigen

(mittleres Photo) Bettruhe. Exzessives Training ist

erforderlich, um nicht nur die Muskelmasse, sondern

auch Knochendichte und –festigkeit wiederzugewinnen,

wobei Letzteres nicht vollständig wiederhergestellt

werden kann (rechtes Bild).

Nun verstehen wir die Beziehung zwischen

Knochendichte und Muskelmasse besser.

Wir wissen, dass wir uns nicht allein auf die Schwerkraft

als mechanischen Stimulus zum Knochenaufbau

und zum Schutz vor Knochenschwund verlassen können

– körperliche Bewegung spielt dabei eine wesentliche

Rolle.

Dafür gibt es vielleicht nirgendwo sonst deutlichere

Hinweise als bei irdischen Astronauten, jenen, die tagelang

im Bett zubrachten. Als Teil einer Studie zur

Untersuchung der Einflüsse längerer Weltraumreisen

haben Dieter Felsenberg und seine Kollegen von der

Freien Universität Berlin und der europäischen

Weltraumagentur erforscht, was mit gesunden, jungen

Freiwilligen passiert, die ihre Muskeln über einen längeren

Zeitraum nicht benutzen können.

Diese “Terranauten” verbrachten Monate damit, flach

Knochen ändert sich mit der Zeit

Diese Abbildung zeigt, wie die Knochendichte

(„bone mineral density”) mit

zunehmendem Lebensalter abnimmt. Die

mittlere Linie zeigt den Zeitverlauf der

Knochendichte einer durchschnittlichen

(„average“) Frau, während die äußeren

Linien jeweils den Dichteverlauf einer aktiven

(„active“) oder bewegungsarmen („sedentary“)

Frau darstellen. Wenn die Knochendichte

unter eine so genannte Frakturschwelle

(„fracture threshold“), unterhalb

derer Knochenbrüche wahrscheinlich werden,

abfällt, wird die Diagnose einer

Osteoporose gestellt. Die Abbildung macht

deutlich, dass das Erreichen dieser

Frakturschwelle bei einer eher bewegungsarmen

Frau viel früher erreicht wird, als

beispielsweise bei der aktiven Frau.


und ohne jegliche Bewegung zu liegen. Als sie schließlich

wieder aus dem Bett aufstanden, sahen sie sich einer

Unzahl von Schwierigkeiten gegenüber: schwache

Muskeln, kraftlose Beine und Verlust von Knochenmasse.

In weniger als drei Monaten „Raumfahrt“, beobachtete

Felsenberg einen Verlust von bis zu 15% Knochendichte.

Derartige Studien unterstreichen, wie körperliche Bewegung

und Erhalt der Knochensubstanz unentwirrbar

miteinander verknüpft sind.

Bewegung erhält Knochen beim

älteren Menschen

Bewegung kann uns allen helfen: nicht nur jungen, fitten

„Terranauten“.

Mersheed Sinaki und Kollegen aus den USA und Japan

fanden bei älteren Frauen nach den Wechseljahren, die

zur Kräftigung ihrer Rückenmuskulatur über einen

Zeitraum von etwa zwei Jahren kleine Gewichte

benutzten, 10 Jahre später kräftigere Rückenmuskeln als

bei gleichaltrigen, nicht trainierenden Frauen. Ihre

Knochen waren ebenfalls kräftiger, besonders die

Wirbelkörper.

Aber was möglicherweise noch wichtiger ist: Dieses

Training zur Kräftigung der Rückenmuskulatur verminderte

das Risiko eine Wirbelkörperfraktur zu erleiden,

fast um das 3-fache (16) .

Unter den Frauen zwischen 58 und 75 Jahren, die regelmäßig ihre Rückenmuskulatur trainierten, hatten etwa 11%

mindestens eine Wirbelkörperfraktur, während in der Gruppe, die nicht trainierten, über 30% eine Fraktur erlitten.

We i t e rhin hatten Frauen, die nicht am Übungsprogramm teilnahmen, etwa 2-mal so häufig eine Kompressionsfraktur in

ihrer Wirbelsäule oder erlitten Keilfrakturen. Diese entstehen, wenn ein Wirbelkörper, der normalerweise eine

rechteckige Form hat, an einer Seite eingedrückt wird und dann wie ein Keil aussieht. Keilfrakturen, die sehr

schmerzhaft sein können, führen zur so genannten Kyphose oder zur Rundrückenbildung, wenn gleich mehrere

Wirbelkörper betroffen sind.

5

Ein gebrochener Keilwirbel, wie er eingekreist im

rechten Bild zu sehen ist, kann bei älteren Patienten

mit Osteoporose zur Ursache starker Schmerzen und

Bewegungseinschränkung werden. Zwei Jahre früher

ist im linken Bild des gleichen Patienten noch kein

Bruch zu sehen.

Postmenopausale Frauen, die über zwei Jahre an

einem Rückentraining teilnahmen, hatten nur ein halb

so hohes Risiko für Keilfrakturen als Patienten aus der

Kontrollgruppe.

Ein Training zur Kräftigung der

Rückenmuskulatur senkt das Risiko für

Wi r b e l k ö r p e rf r a k t u re n .

Die Abbildung auf der nächsten Seite zeigt den

Einfluss eines Trainings zur Kräftigung der

Rückenmuskulatur auf die Häufigkeit von

K o m p re s s i o n s f r a k t u ren (“Compre s s i o n

F r a c t u res”) und Keilfrakturen (“We d g e d

Ve rtebrae“) bei Frauen nach den

We c h s e l j a h ren. Zehn Jahre nach einem über

zwei Jahre andauernden Tr a i n i n g s p ro g r a m m

b e t rug in der Übungsgruppe der Anteil der

Frauen mit Frakturen lediglich 11%, währe n d

er in der Kontro l l g ruppe bei 30% lag. Mehre re

J a h re nach dem Ende des Tr a i n i n g s p ro g r a m m s

w a ren sowohl Keil- als auch

Kompressionfrakturen in der Trainingsgruppe

immer noch signifikant seltener als in der

K o n t ro l l g ru p p e (in Anlehnung an Literaturstelle 19).

Ein Training der

Rückenmuskulatur in mittleren

Jahren kann Ihre Wirbelkörper

vor Schwäche oder Brüchen

bewahren, wenn Sie älter

werden.


Bewegung verbessert

Körperhaltung und

Gleichgewicht

und beugt Stürzen vor

Obwohl Menschen mit Osteoporose gegenüber gesunden

Personen mit normaler Knochendichte ein deutlich

erhöhtes Frakturrisiko aufweisen, haben Studien gezeigt,

dass es oft ein Sturz ist, der die Fraktur hervorruft. Dies

führt dazu, dass ältere Menschen generell ein erhöhtes

Knochenbruchrisiko besitzen, weil sie häufiger stürzen.

Tatsächlich stürzen jedes Jahr zwei von fünf (40%)

Personen über 65 Jahre. Deshalb kann die Verhinderung

von Stürzen zu einer Vorbeugung von Knochenbrüchen

und dabei vor allem von Schenkelhalsfrakturen führen,

die in ihrer überwiegenden Mehrzahl auf einen Sturz

zurückzuführen sind.

Jedes Jahr erleben etwa zwei von

fünf Personen über 65 Jahre

mindestens einmal einen Sturz.

Aber wie können Stürze verhindert werden? Im Rahmen

der Nachbehandlung schwerer Stürze sollte bei älteren

Menschen eine interdisziplinäre Untersuchung zur

Erkennung und Behandlung zukünftiger Risiken

durchgeführt und ein individuelles Therapieprogramm

zum Erhalt der Selbstständigkeit mit Verbesserung der

körperlichen und psychischen Funktionen eingeleitet

werden. Zusätzlich zu Untersuchungen der häuslichen

Stolperfallen, der Sehfähigkeit und der medikamentösen

Behandlung spielt ein Training für Kraft und

Gleichgewicht eine entscheidende Rolle (19) .

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Menschen mit

besserer Körperhaltung, besserem Gleichgewicht und

größerer Muskelkraft ein geringeres Risiko für Stürze

besitzen und sich deshalb weniger oft verletzen.

Einfluss eines maßgeschneiderten Übungsprogramms

auf Stürze beim älteren Menschen.

6

Ein individuell zugeschnittenes Übungsprogramm beinhaltet ein

Gleichgewichtstraining zur Verringerung der Wahrscheinlichkeit,

Stürze zu erleiden.

Diese Abbildung zeigt,

dass Menschen

über 80 Jahre, die sich

regelmäßig körperlich

bewegen, 20% weniger

Stürze und sogar 35%

weniger sturzbedingte

Verletzungen erleiden,

als Altersgenossen, die

sich wenig bewegen

(Lit.20).


Demgegenüber haben diejenigen mit einem bewegungsärmeren

Lebensstil ein höheres Risiko, eine

Schenkelhalsfraktur zu erleiden, als jene die sich mehr

aktiv betätigen. Beispielsweise haben Frauen, die mehr als

neun Stunden pro Tag sitzen, ein um 50% höheres Risiko

eine Hüftfraktur zu erleiden als Frauen, die weniger als

sechs Stunden pro Tag sitzen (21) .

Aufgrund dieser Zusammenhänge haben einige

Forschergruppen den Nutzen der körperlichen Bewegung

beim älteren Menschen als eine Maßnahme zur

Verbesserung von Koordination, Kraft und Gleichgewicht

wissenschaftlich untersucht.

Frauen, die mehr als 9 Stunden

pro Tag sitzen, haben ein erhöhtes

Risiko für Schenkelhalsfrakturen.

Fasst man die Ergebnisse aller Studien zusammen, zeigt

sich, dass bei über 80-jährigen Frauen, durch ein individuell

zugeschnittenes Trainingsprogramm, das ein fortschreitendes

Krafttraining, ein Gleichgewichtstraining und einen

Laufplan beinhaltet, das Risiko für Stürze um etwa 20%

und für schwerwiegende, sturzbedingte Verletzungen um

über 30% gesenkt werden kann (21) .

Individuell zugeschnittene

Trainingsprogramme können

nachgewiesenermaßen das Risiko

für Stürze und sturzbedingte

Verletzungen vermindern.

Dabei ist der Gleichgewichtsaspekt des Trainings ein entscheidender Punkt. So zum Beispiel konnte eine Studie nachweisen,

dass Patienten, die regelmäßig Tai Chi, einen alten chinesischen Kampfsport, der auf Gleichgewicht zielt,

durchführten, nur halb so häufig stürzten wie ihre Altersgenossen. Diese erhebliche Verminderung wurde nach nur

15 Wochen erreicht, in denen die Teilnehmer einmal wöchentlich unter Anweisung und zweimal täglich für sich

zuhause Tai Chi durchführten.

Bewegung kann dazu beitragen, Knochenbrüchen vorzubeugen,

Schmerzen zu lindern und Lebensqualität zu erhalten.

Dieses Bild zeigt eine typische, muskelkräftigende

Übung aus einem individuell

zugeschnittenen Trainingsprogramm.

7

Diese Abbildung zeigt, dass ältere, über 80-jährige Menschen, die sich regelmäßig

körperlich bewegen, 20% weniger Stürze und 35% weniger sturzbedingte Verletzungen

erleiden als ihre bewegungsarmen Altersgenossen. Diejenigen, die zusätzlich zweimal

täglich Tai Chi durchführen, haben eine eindrucksvolle weitere Sturzrisikominderung

von bis zu 50% (20) .

Tai Chi ist ein alter, chinesischer Kampfsport, der aus einer Serie

von langsamen, sanften und kontinuierlichen Bewegungen

besteht. Es ist besonders für ältere Menschen geeignet, da es

zu kräftigeren Muskeln sowie einem besseren Gleichgewicht

mit erhöhter Konzentration führt.


Bewegung fördert

die Rehabilitation

Durch den Aufbau und Erhalt von Knochen und

durch eine Verbesserung von Gleichgewicht und

Körperhaltung spielt die körperliche Bewegung eine zentrale

Rolle zur Vorbeugung von Osteoporose und

Knochenbrüchen.

Gleichzeitig spielt die körperliche Bewegung aber auch

eine Schlüsselrolle in der Rehabilitation. Erinnern Sie

sich: Muskelkraft und Knochenfestigkeit gehören

zusammen. Übungen zur Kräftigung der Muskulatur

können zum Wiederaufbau von Knochen, bei denen,

die bereits eine Osteoporose entwickelt haben, beitragen.

Ebenso können sie aber auch zur Linderung des

am stärksten beeinträchtigenden Symptoms der

Osteoporose führen: dem Schmerz.

Bewegung bei

Wirbelkörperfrakturen

Bei Menschen mit vermehrter Kyphose und

Rundrückenbildung ist der chronische Schmerz das

vielleicht größte Problem. Dies ist eine Folge der

Osteoporose, die bei älteren Frauen häufig beobachtet

und im allgemeinen lediglich als ein weiteres Symptom

des Älterwerdens betrachtet wird. Tatsächlich ist die

Rundrückenbildung aber fast immer auf eine

Osteoporose mit Wirbelkörperfrakturen vor allem im

Bereich des oberen Rückens zurückzuführen.

Wenn die Wirbelkörper schwächer werden, können sie

nicht mehr länger das Körpergewicht tragen und fangen

an, kleiner zu werden. Dieses Kleinerwerden, auch als

Kompression bezeichnet, führt typischerweise an der

Vorderkante des Wirbelkörpers zu einer Verkrümmung

der Wirbelsäule, die dann im Allgemeinen auch

„Witwenbuckel“ genannt wird.

Die Rundrückenbildung führt zu einem Verlust an

Körpergröße, einer schlechten Körperhaltung und einer

Verschiebung des Körperschwerpunkts. Aufgrund dieser

Veränderungen haben Menschen mit einer vermehrten

Kyphose ein erhöhtes Risiko für Stürze und möglicherweise

Frakturen.

8

Dieses Photo zeigt drei Generationen von

Frauen aus Südkorea und illustriert sehr deutlich

die fortschreitenden Folgen von

Wirbelkörperfrakturen.

Im schlimmsten Falle kann die Rundrückenbildung so

ausgeprägt sein, dass die Rippen das Becken berühren.

Dies passiert immer dann, wenn Wirbelkörperfrakturen

zu einem zusätzlichen Körpergrößenverlust führen. In

dieser Zwangshaltung leiden Patienten dann unter

schweren, chronischen Schmerzen und haben Probleme

beim Atmen. Diese Patienten haben es dann sehr schwer,

sich im Alltag noch zurechtzufinden und laufen Gefahr,

eine Depression zu entwickeln.

Körperliche Bewegung kann dabei helfen, die Schmerzen

und einige der Probleme der Rundrückenbildung zu lindern.

Durch eine Kräftigung der Rückenmuskulatur

kann der Oberkörper wieder in eine aufrechtere

Haltung gebracht werden. Dies kann dann auch die

Beweglichkeit verbessern und Scherzen lindern (22) . Die

Bewegungstherapie kann die Lebensqualität betroffener

Patienten deutlich verbessern.

Körperliche Bewegung ist aber auch ein wichtiger Teil

der Behandlungsstrategie zur Vermeidung zukünftiger

Knochenbrüche. Patienten mit Rundrückenbildung erleiden

häufig mehrere Wirbelkörperfrakturen in kurzen

Zeiträumen. Dabei konnte die „Zeit seit der letzten

Fraktur“ als wichtige Bestimmungsgröße für die

Lebensqualität der Betroffenen identifiziert werden (23) .

Bewegung kann dazu beitragen,

S c h m e rzen und andere Folgen der

Rundrückenbildung zu lindern .

Illustration by Anuschka Dupalo-Loss


Bewegung ist wichtig zur

Rehabilitation nach

Schenkelhalsfrakturen

Schenkelhalsfrakturen zählen zu den schwerwiegendsten

Komplikationen der Osteoporose.

Zusätzlich zu den Einschränkungen des täglichen Lebens

sind die Sterblichkeitsraten bei den Patienten nach

Schenkelhalsfraktur um bis zu 20% höher als bei

Personen gleichen Alters und Geschlecht ohne

Schenkelhalsfraktur.

Über 95% der Patienten nach Schenkelhalsfraktur werden

operativ versorgt und von denen wird weniger als

ein Drittel seine ursprüngliche Funktion wiedererlangen;

ein weiteres Drittel kann nicht mehr selbstständig leben

und braucht ständig Hilfe. Dies führt zu erheblichen

Belastungen der Patienten, der Familienangehörigen und

der Gesundheitssysteme.

Ein individuell zugeschnittenes Übungsprogramm ist ein

wichtiger Bestandteil der Rehabilitation nach Frakturen.

Diese Abbildungen zeigen Übungen, wie sie in einem

speziellen Rehabilitationsprogramm mit fachgerechter

Überwachung durchgeführt werden.

9

Weniger als einer von drei

Patienten nach Schenkelhalsfraktur

wird seine ursprüngliche

Leistungsfähigkeit wiedererlangen.

Neuere Studien konnten zeigen, dass ein intensives

Bewegungstraining bei älteren Patienten nach operativem

Hüftgelenkersatz zu einer Verbesserung von Kraft

und Leistungsfähigkeit führt (24) .

Patienten, die eine Bewegungstherapie erhielten, zeigten

signifikante Verbesserungen einer Vielzahl von

Aktivitäten des täglichen Lebens wie aufstehen, gehen,

Treppen steigen und die Körperhaltung beizubehalten.

Beispielsweise gingen sie durchschnittlich 50% schneller

und konnten 30% schneller Treppen steigen als

Patienten, die nicht an einem Bewegungsprogramm

teilnahmen.

Emotional waren Patienten, die an der

Bewegungstherapie teilnahmen, weniger durch ihre

gesamte Krankheitssituation beeinträchtigt als Patienten,

die nicht teilnahmen, obwohl beide Gruppen hinsichtlich

ihrer Angst zu stürzen, vergleichbar waren (24) .

Wichtige Merksätze

Knochenmasse und körperliche Bewegung sind

unentwirrbar miteinander verknüpft;

Knochengewebe, das nicht beansprucht wird, bildet

sich zurück („Move it or lose it“).

Investieren Sie in Ihre Knochen! Kinder sollten sich

möglichst viel bewegen, um eine möglichst hohe so

genannte „Spitzenknochenmasse“ („peak bone

mass“) aufzubauen.

In Ergänzung zu gesunder Ernährung ist die körperliche

Bewegung ein wichtiger Bestandteil eines

gesunden Lebensstils, der dazu beitragen kann, die

Knochendichte zu erhalten und das Auftreten einer

Osteoporose zu verhindern.

Körperliche Bewegung verbessert Gleichgewicht,

Muskelkraft und Gewandtheit und kann dadurch

Stürze, die zu Knochenbrüchen führen, verhindern.

Zum Erhalt der Knochenfestigkeit sind Übungen

unter hoher Gewichtsbelastung am besten geeignet

– hierzu zählen joggen, Seil springen oder

Gewichtetraining eher als schwimmen oder Fahrrad

fahren.

Körperliche Bewegung fördert die Rehabilitation.

Es ist nie zu spät mit einem körperlichen Training zu

beginnen, aber fragen Sie Ihren Arzt nach der Art

und Intensität, die am besten für Sie geeignet ist.


Trainieren Sie

Ihre Knochen

Regelmäßiges, gewichtsbelastendes, körperliches

Training fördert den Knochenaufbau beim Jugendlichen

und erhält ihn beim Erwachsenen. Für Menschen, die

sich bisher noch nicht im Rahmen eines körperlichen

Trainings engagieren ist nun die Zeit gekommen, damit

anzufangen, egal in welchem Alter sie sich befinden.

Diejenigen, die bereits an einem regelmäßigen

Bewegungsprogramm teilnehmen, sollten sich Gedanken

darüber machen, ob ihr Programm zur Förderung der

Knochengesundheit beiträgt und wenn nicht,

entsprechende, gewichtsbelastende Übungen einbeziehen.

Hierzu gibt es im Folgenden einige Hinweise:

Körperliches Training zur

Förderung der Knochengesundheit

• Menschen mit bestimmten Erkrankungen oder jene,

die bisher noch nicht an einem regelmäßigen körperlichen

Training teilnehmen, sollten sich von ihrem Arzt

beraten lassen, bevor sie sich zu einem Übungsprogramm

anmelden. Ein Krankengymnast oder Sportlehrer

kann zur geeignetsten und sichersten Form eines

Trainings möglicherweise am besten beraten.

• Zur Förderung der Knochenneubildung ist ein intensives

Training unter Gewichtsbelastung am besten

geeignet. Hierunter fallen Sportarten, die das Heben von

Gewichten, rennen, joggen oder springen beinhalten.

Weniger intensive Sportarten ohne Gewichtsbelastung

wie schwimmen und Fahrrad fahren sind gut für das

Herz-Kreislaufsystem und die Muskelkräfte, sie können

10

aber nicht die Knochenbildung anregen. Für letzteres

eignen sich besonders die folgenden Bewegungsformen:

- Schnelles Gehen („Walking“)

- Joggen

- Tanzen

- Tennis spielen

- Volleyball spielen

- Krafttraining in einem nahe gelegenen Fitnesszentru m

• Beginnen Sie langsam und steigern Sie schrittweise die

Intensität

• Kurze, hochintensive Übungen sind zur

Knochenbildung am wirksamsten. Kurze Sprints sind

besser als langes, langsames Laufen.

• Zwei kurze Trainingseinheiten, getrennt durch eine 8stündige

Pause, sind besser als nur eine lange Einheit.

• Wenn die gesamte Übungszeit verkürzt werden soll, ist

es besser, die Länge jeder einzelnen Sitzung zu verkürzen

als die Anzahl der Sitzungen pro Woche.

• Übungen zur Verbesserung von Körperhaltung und

Gleichgewicht können Stürzen vorbeugen und dadurch

das Risiko mindern, einen Knochenbruch zu erleiden.

• Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene

Ernährung mit entsprechendem Lebensstil – denn körperliche

Bewegung alleine kann einer Osteoporose nicht

vorbeugen. Kalzium und Vitamin D sind zum Aufbau

und Erhalt der Knochenmasse erforderlich, während

rauchen und vermehrter Alkoholkonsum zum Verlust

von Knochen beitragen können. Für manche Menschen

kann auch die Verordnung von Medikamenten erforderlich

werden, um den Verlust von Knochensubstanz in

Schach zu halten.

Bewegung sollte auch Spaß machen !

Suchen Sie sich eine Bewegungsform,

die Sie mögen – Tennis spielen,

„Walking“, Tanzen oder andere

Sportarten.


Trainingsformen zur

Behandlung der Osteoporose

Wie oben bereits beschrieben, sind gewichtsbelastende

Übungen und Krafttraining sehr wichtig. Es wird jedoch

empfohlen, vor Trainingsbeginn sich von einem Arzt

oder Physiotherapeuten beraten zu lassen. Weitere

Empfehlungen hierzu sind:

• Beginnen Sie mit einem Programm zum Krafttraining.

• Hüten Sie sich vor Stürzen. Nehmen Sie wenn möglich

an einem Programm zur Sturzvermeidung teil.

• Menschen mit Osteoporose und besonders jene, die

bereits Frakturen erlitten haben, müssen sich über

gewisse Einschränkungen im Klaren sein und beim

Training bestimmte Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen.

- Vermeiden von Erschütterungen oder

Drehbewegungen

- Vermeiden von abrupten und plötzlichen

Bewegungen mit hoher Intensität

- Vermeiden des Vorneüberbeugens aus der Hüfte

- Vermeiden schwer zu tragen

Für mehrere, gut überwachte Übungsprogramme, die

speziell für Menschen mit verminderter Knochenmasse

gestaltet wurden, konnte inzwischen gezeigt werden,

dass sie zum Erhalt von Knochendichte und

Knochengesundheit besonders gut geeignet sind (25) .

Die Bewegung nach Knochenbrüchen zielt darauf ab,

Schmerzen zu lindern und den Patienten zu helfen,

ihren ursprünglichen Bewegungsradius und ihre

Unabhängigkeit zu bewahren. Oft stellen Übungen im

warmen Wasser einen ersten Schritt dar, um weitergehende

Bewegungsübungen zu ermöglichen.

11

Übungen zur Rehabilitation

nach Frakturen

Die Bewegungsübungen nach Knochenbrüchen zielen

darauf ab, Schmerzen zu lindern und den Patienten zu

helfen, ihren ursprünglichen Bewegungsumfang

wiederzugewinnen und damit Selbstständigkeit zu

bewahren. Dabei ist die Überwachung durch einen

erfahrenen Physiotherapeuten (Krankengymnast oder

Sportlehrer) entscheidend, um zu gewährleisten, dass

das Bewegungsprogramm den jeweiligen Bedürfnissen

der Patienten gerecht wird. Oft kann auch die Bewegung

im warmen Wasser einen ersten Schritt vor anderen

Übungen darstellen.

Bitte übertreiben Sie nicht

Es ist möglich, sich zu sehr anzustrengen. Deshalb sollte

das Bewegungsprogramm auf den jeweiligen Patienten

zugeschnitten werden.

Dabei gilt es, die folgenden wichtigen Fakten zu berücksichtigen:

• Frauen und heranwachsende Mädchen, die in einem

extremen Ausmaß trainieren, können durch Östrogenmangel

eine Amenorrhoe (Verlust der Monatsblutung)

entwickeln. Dieser Östrogenmangel trägt bei jungen

Frauen in gleichem Maße zum Knochenverlust bei, wie

der Hormonmangel nach den Wechseljahren.

• Eine zu starke Beschäftigung mit körperlichem

Training kann Hand in Hand mit Essstörungen wie

Bulimie oder Anorexie einhergehen. Der Verlust

wichtiger Nährstoffe, der mit diesen Erkrankungen

verknüpft ist, hat eine schädigende Wirkung auf

Knochen und bei Patientinnen mit Anorexie führt

extremes Untergewicht oft zur Amenorrhoe.

• Sowohl Männer als auch Frauen, die ohne ausreichende

Kalorienaufnahme zu stark trainieren, erhöhen

ihr Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln. Athleten,

die stark trainieren, während sie ihr Körpergewicht aus

Wettkampfgründen niedrig halten, haben ein besonders

hohes Risiko.

• Eine zu hohe Trainingsintensität kann zu

Stressfrakturen oder Gelenkschäden führen.

• Ältere Menschen und jene, die bereits eine

Osteoporose haben, können sich selbst in große Gefahr

für Knochenbrüche bringen, wenn sie plötzlich mit

einem anstrengenden Übungsprogramm beginnen.

Suchen Sie zuerst einen Arzt auf. Steigern Sie Ihr

Bewegungsprogramm allmählich.

• Einige Bewegungsübungen oder Sportarten können

das Risiko für Stürze und damit auch für

Knochenbrüche erhöhen. Deshalb sollte das

Bewegungsprogramm auf die individuellen Fähigkeiten

und Umstände zugeschnitten werden.


Fallbeispiele

Margarete Austin aus

Neuseeland

“Es lohnt sich wirklich

in seine Knochen zu

investieren”

Margarete Austin lebt seit über

50 Jahren in Christchurch, der

Hauptstadt von Neuseeland.

Bevor sie 1984 in das

neuseeländische Parlament

gewählt wurde, hatte sie an

der lokalen gymnasialen

Oberstufe Biologie unterrichtet. 1988 mit 52 Jahren hatte sie

ihre Wechseljahre bereits 10 Jahre hinter sich. Obwohl sie körperlich

sehr aktiv war und jeden Tag spazieren ging, bemerkte

sie, wie ihr Rücken etwas krummer wurde, was zu einem

geringen Verlust an Körpergröße führte. Unter dem Verdacht

einer Osteoporose veranlasste ihr Arzt eine Messung der

Knochendichte, die dann tatsächlich bestätigte, dass Margarete

die Krankheit hatte und ein hohes Risiko für Knochenbrüche

besaß. Nach intensiver Beratung mit ihrem Arzt entschloss sie

sich dazu, ihren Lebensstil zu verändern, um die Krankheit,

wenn nicht zu stoppen, doch mindestens zu verlangsamen.

"Ich war schon immer eine begeisterte Schwimmerin," erklärt

Margarete, "und schätzte mich deshalb immer als relativ fit

und sicherlich auch gesund ein. Damals traf ich ganz bewusst

die Entscheidung, in ein Fitness-Studio einzutreten und habe

im Verlauf der letzten 15 Jahre regelmäßig dreimal

wöchentlich an einem Bewegungsprogramm teilgenommen. Es

beinhaltet 30 Minuten Ausdauertraining zur Förderung der

Herz-Kreislauf-Funktion und 30 Minuten Gewichtetraining,

was sich alle 2-3 Monate ändert, so dass möglichst viele

Muskelgruppen trainiert werden.“

Über 12 Jahre ergänzte Margarete ihr Bewegungsprogramm

mit einer hormonersetzenden Behandlung und der zusätzlichen

Einnahme von Kalzium. Vor drei Jahren änderte sie dieses

zugunsten einer Kombination aus Kalzium und Alendronat

(Fosamax®), einem Medikament, durch eine Erhöhung der

Knochenmasse das Risiko für Brüche senkt. Zuvor hatte sie

einige Rückschläge erlitten: auf einer Fahrradtour durch den

Nationalpark brach sie sich beide Unterschenkelknochen als

sich ihr rechtes Bein in einem Strauch verfing und sie stürzte.

Sie und ihr Arzt sind sich jedoch sicher, dass ihre damalige

Fitness ihr sehr half, wieder gesund zu werden. Dies hat sie

darin bestärkt, ihr Bewegungsprogramm unverändert beizubehalten

und sie ist sich sicher, dass sich ihre Muskeln in einem

guten Zustand befinden. Seither fährt sie nur noch vorsichtig

mit dem Fahrrad und geht ergänzend zu ihrem Training im

Studio noch regelmäßig “walken”. Eine kürzlich durchgeführte

Kontrolle der Knochendichte ergab für Rücken und Hüfte nunmehr

Werte im Altersdurchschnitt. Tatsächlich nahm ihre

Knochendichte am Oberschenkel um 6,3% und an der

Lendenwirbelsäule um 14,2% zu.

12

Kürzlich ist sie von ihrer Funktion als Kanzler der Lincoln

Universität zurückgetreten und möchte aber Vorsitzende der

UNESCO-Kommission in Neuseeland bleiben. Dadurch kann

sie auch weiter ihr Engagement für Gesundheit und Kunst in

Neuseeland weiterführen. "Ich glaube, ich hatte großes Glück"

sagt Margarete. "Ich hatte überhaupt keine Schmerzen als

Folge einer Wirbelsäulenverkrümmung und die Krankheit hat

nicht meine Arbeit oder mein soziales Leben beeinträchtigt.“

Optimal ist, das Auftreten einer Osteoporose ganz zu verhindern;

es ist jedoch nie zu spät auch bei bereits vorgeschädigten

Knochen einen Weg des körperlichen Trainings zur

Wiederherstellung einzuschlagen. Margaretes Motto ist

Selbstbestimmung: "Geben Sie niemals auf, behalten Sie Ihre

Übungen bei und Sie werden wieder zuversichtlich werden,

denn es lohnt sich wirklich, in seine Knochen zu investieren."

Anne Wong, Hong Kong

“Nun bin ich zuversichtlich,

gegen

Osteoporose zu

kämpfen”

Anne Wong ist 64 Jahre alt und

leidet unter Rückenschmerzen

seit ihrem 60. Geburtstag. Ihre

chronischen Schmerzen behindern

sie bei ihrer täglichen

Hausarbeit und schränken ihre

Aktivitäten im Alltag erheblich ein. Sie erinnert sich: "Ich hatte

so starke Schmerzen, wenn ich über einen längeren Zeitraum

stand oder saß. Dies beeinträchtigte mein Leben und ich litt

unter Depressionen. Obwohl ich bald darauf feststellte, dass

sich mein Hals und meine Schultern krümmten, ging ich nicht

zum Arzt, denn ich glaubte, dass Rückenschmerzen und

Rückgratverkrümmung bei älteren Frauen einfach dazugehören.“

Vor drei Jahren rutschte Anne auf dem Fußboden im Bad aus

und zog sich dabei eine schwere Kompressionsfraktur ihrer

Wirbelsäule zu. Nachdem sie zwei Wochen im Krankenhaus

lag, wurde eine Messung der Knochendichte durchgeführt, die

die Diagnose einer Osteoporose mit verminderter

Knochendichte bestätigte. Ihr Physiotherapeut brachte ihr

Übungen zum Dehnen und zur Kräftigung ihrer Muskulatur

bei und erklärte ihr, dass dieses Training ein schwaches

Knochengerüst wieder aufbauen, ihre Körperhaltung

verbessern und damit auch Stürzen vorbeugen könne. Anne

beschloss, das was sie gelernt hatte in einem regelmäßigen

Bewegungsprogramm konsequent umzusetzen. Sie führt nun

ihre Übungen zum Dehnen und Kräftigen ihrer Muskeln

zweimal pro Woche jeweils über eine Stunde durch. Zusätzlich

macht sie jeden Morgen eine halbe Stunde Tai Chi.

Annes Hausarzt hat keinen weiteren Verlust an Körpergröße

bei ihr festgestellt. Ihre Knochendichte hat unter Behandlung

zugenommen und ihre Rückenschmerzen sind jetzt weg. Ihre

Muskelkraft hat sich erheblich verbessert und sie hat jetzt eine

viel bessere Koordination. “Ich bin mir über die Bedeutung

regelmäßiger Bewegung im Klaren," sagt Anne. "Ich fühle

mich wesentlich kräftiger und bin glücklich. Ich traue mir jetzt

zu, gegen Osteoporose zu kämpfen.”


Celia Marcela Casals,

Argentinien

“Ich traute mich,

an drei

Marathonläufen

teilzunehmen!”

Zum ersten Mal hörte ich

von Osteoporose, als

meine Mutter sich mit 60

Jahren einen

Schenkelhalsbruch zuzog.

Danach zog sie sich eine

ganze Reihe tragischer

Brüche zu und verstarb in Folge eines weiteren

Oberschenkelhalsbruches.

Zu dieser Zeit hatte ich keinerlei körperliche Bewegung,

obwohl meine erbliche Veranlagung ein hohes

Osteoporoserisiko vermuten ließ. Im Januar 1993 traf ich Dr.

José Zanchetta, den ärztlichen Leiter des Instituts für

Stoffwechselforschung (“Instituto de Investigaciones

Metabolicas“) in Buenos Aires, zur Behandlung eines Adenoms

(hormonbildende Vergrößerung) der Nebenschilddrüse.

Damals wurde dann auch die Diagnose einer Osteoporose

gestellt und mir wurde bewusst, dass ich mich um meinen

Körper besser kümmern und meinen Lebensstil ändern muss.

Ich bin Rechtsanwältin und Psychologin, arbeite aber derzeit

nur als letzteres und behandle Patienten in meiner Praxis.

Dadurch kann ich meinen Arbeitsablauf selbst organisieren

und habe genug Zeit, mich um meine Gesundheit und mein

Bewegungsprogramm zu kümmern. Ich nehme nun regelmäßig

Kalzium und ein Bisphosphonat ein und widme meinen Übungen

viel Zeit. Ich begann mit rhythmischer Sportgymnastik.

1995 kam dann Yoga Iyengar dazu, das Kräftigen und Dehnen

beinhaltet. Fünf Jahre lang führte ich es bis zu 2 Stunden

täglich durch. 1999 versuchte ich Aerobic, wofür ich mich

jeden Tag mehr und mehr begeisterte. Ich nahm an allen

gewichtsbelastenden Übungen teil, was mir half, meine

Knochendichte zu verbessern, so dass ich mich wieder sicherer

fühlte. Schmerzen, die für Menschen meines Alters so häufig

sind, habe ich nun überhaupt keine mehr.

2003 machte ich die Bekanntschaft von Kampffitness (“combat

fitness”), einer Kombination aus Kampfkunst, Aerobic und

Boxen. Die Teilnahme machte mir enormen Spaß und brachte

mir Freude, Kraft, Stärke, Schnelligkeit und

Bewegungskoordination. Es begeistert mich richtig zu sehen

wie ich mit Konstanz und Beharrlichkeit mit 64 Jahren die gleichen

Bewegungsübungen mache, wie sie meine jungen

Kolleginnen durchführen.

Im Juli 2004 begann ich mit einem persönlichen Trainer zu

joggen. Im Moment jogge ich dreimal pro Woche jeweils frühmorgens.

Dabei benutze ich immer einen Pulsometer zur

Kontrolle meiner Herzfrequenz. Meine abendlichen Stunden im

Fitness-Studio habe ich beibehalten.

Ich habe Glück, die Unterstützung und Ermutigung meines

Hausarztes zu erhalten, der mir zu allen Übungen zugeraten

hat und ich wünschte, vorsichtig und wachsam genug zu sein,

um nicht Knochenbrüche oder andere Verletzungen zu erleiden,

von denen man sich in meinem Alter nur sehr schwer

13

erholt. Nachdem ich nun gute Befunde meiner Herz-Kreislauf-

Untersuchungen hatte, wagte ich es, an drei Marathonläufen

teilzunehmen !

Messungen haben ergeben, dass sich meine Osteoporose sowie

meine verminderte Knochendichte an der Lendenwirbelsäule

erheblich verbessert haben. Im Moment erfreue ich mich einer

ausgezeichneten körperlichen und psychischen Gesundheit und

besitze eine große Energie mit emotionaler Stabilität – und ich

glaube, dass dies weitgehend

mit meiner körperlichen

Bewegung zusammenhängt.“

Gonul Erdinc, Türkei

Bewegung wurde

zum Bestandteil

meines täglichen

Lebens”

Gonul Erdinc, 68, ist eine pensionierte

Lehrerin, bei der im

Alter von 64 Jahren eine

Osteoporose festgestellt wurde. Nachdem sie wiederholt starke

Rückenschmerzen erlitten und bemerkt hatte, dass sie

zunehmend “krummer” wurde, suchte sie ihren Arzt auf. Eine

anschließende Messung der Knochendichte zeigte, dass sie

Osteoporose hatte. Obwohl ihr Arzt ihr Medikamente verschrieben

hatte, nahm sie Gonul nicht regelmäßig ein und

unterbrach die Behandlung für einige Jahre sogar ganz.

Dann, vor sieben Monaten, verspürte sie plötzlich einen

starken Rückenschmerz, als sie sich zu ihrer Enkelin nach vorn

hinunter beugte. Sie kehrte zu ihrem Arzt zurück, der nun eine

osteoporotische Wirbelkörperfraktur feststellte. Gonul nahm

ihre Medikamente wieder ein und nachdem die Behandlung

der akuten Bruchphase abgeschlossen war, nahm sie auch an

einem regelmäßigen Bewegungs- und Gehtraining teil.

Nun nimmt Gonul ihre Medikamente regelmäßig und stellt

sicher, dass sie den Rat ihres Arztes befolgt! Ihr

Trainingsprogramm beinhaltet Bewegungsübungen für den

Hals und Dehn- und Kräftigungsübungen für die gesamte

Muskulatur ihres Körpers, und dabei besonders die

Muskulatur der Rückenstrecker. Zusätzlich joggt sie an drei

Tagen in der Woche.

“Seitdem ich diese Übungen mache, fühle ich mich besser und

aktiver”, sagt Gonul. Bevor sie das Bewegungsprogramm

begann, hatte sie nach dem Einkaufen oder der Hausarbeit

immer starke Schmerzen. “Nun kann ich meine Hausarbeit

alleine erledigen und selbst ohne Schmerzen einkaufen. Ich bin

jedoch sehr vorsichtig. Wenn ich einkaufen gehe, versuche ich

immer kleine, leichte Einkaufstaschen zu tragen und vermeide

die schweren.”

Gonul ist sich sicher, dass ihr regelmäßiges

Bewegungsprogramm für ihre Rückenschmerzen genauso wirksam

ist, wie eine medikamentöse Schmerzbehandlung und sagt:

“Ich bin überglücklich, dass die regelmäßige Bewegung ein Teil

meines Lebens geworden ist – ich würde sie jedem empfehlen.“


Maureen Dunn, Kanada

„Niemand sollte sich

durch seine

Osteoporose zurückhalten

lassen“

Maureen Dunn fand vor 10

Jahren heraus, dass sie

Osteoporose hat. Sie war

hingefallen und hatte sich ihr

Handgelenk gebrochen, nachdem

sie von einem Räuber, der

ihren Geldbeutel stehlen

wollte, niedergeschlagen worden war. Eine Messung der

Knochendichte bestätigte, was bereits auf dem Röntgenbild zu

sehen war: eine schwere Osteoporose.

Als Kind war Maureen immer schlank gewesen und mochte

auch keine Milch und keine Milchprodukte. Obwohl sie körperlich

aktiv war, blieb ihre Abneigung gegen Milchprodukte

bis ins Erwachsenenalter bestehen, und die zu geringe

Kalziumaufnahme trug dann in späteren Jahren zur

Entwicklung einer Osteoporose bei.

Bevor ihre Diagnose gestellt wurde, war sie eine begeisterte

Läuferin, eine Aktivität, die sie zusammen mit ihrem Ehemann

leidenschaftlich gerne ausübte. Trotz der Tatsache, dass mit 58

Jahren bei ihr eine Osteoporose festgestellt wurde, führt

Maureen das Laufen bis heute weiter – vielleicht etwas vorsichtiger

zwar, aber immer noch als ein sehr wichtiger

Bestandteil ihres Lebens. Tatsächlich läuft sie einige Tage pro

Woche und trainiert mit Gewichten jeden zweiten Tag.

Zusätzlich stellt sie sicher, dass sie genug Kalzium zu sich

nimmt, indem sie pro Tag mindestens ein Glas Milch trinkt,

sich kalziumreich ernährt und eine Tablette aus Kalzium und

Vitamin D schluckt. Maureen reist auch sehr gerne und kam

erst kürzlich von einer fünfwöchigen Reise aus der Toscana in

Italien zurück, bei der sie alle 463 Stufen zum berühmten Dom

von Florenz hinaufstieg.

„Ich glaube sehr stark daran, dass mein aktiver Lebensstil mir

dabei hilft, die häufig mit einer Osteoporose verknüpften körperlichen

Einschränkungen zu überwinden“, sagt Maureen.

„Niemand sollte sich von seiner Osteoporose zurückhalten

lassen.“

Maureen hofft darauf, andere zu ermutigen und dazu anzuregen,

körperliche Fitness als Bestandteil ihres Lebens zu sehen –

und zwar trotz Osteoporose und Lebensalter.

Sie arbeitet freiwillig mit in der kanadischen

Osteoporosegesellschaft und beantwortet einmal wöchentlich

die Fragen Betroffener im Rahmen einer Telefon-Hotline.

Weiterhin hat Maureen einige Bewegungsübungen in einem

Schulungsvideo der Gesellschaft zur Knochengesundheit vorgeführt.

14

Wo können Sie zusätzliche Information erhalten

Viele gute Quellen können zur Information über

Bewegungsübungen genutzt werden:

Videos:

Tele Gym

Aktiv gegen Osteoporose

Fit ins Alter durch Präventiv Gymnastik

von Barbara Spachtholz

in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium

Knochengesundheit e.V.

Die aktive Osteoporose Therapie

medi-Bayreuth

Medicusstraße 1

95448 Bayreuth

e-mail: ortho@medi.de

www.medi.de

Falls Prevention Exercise Video

Osteoporosis Australia

Video zu Bewegungsübungen zur Vermeidung von Stürzen

zusammengestellt von der Osteoporosegesellschaft

Australiens verfügbar über das Internet unter: www.osteoporosis.org.au

Veröffentlichungen in deutscher Sprache:

Aktive Gymnastik gegen Osteoporose

Spachtholz B, Minne HW. TRIAS Verlag 1997;

ISBN 3-89373-401-5

Mobiles LEBEN

Zeitschrift des Kuratorium Knochengesundheit e.V.

Leipzigerstraße 6, 74889 Sinsheim, Deutschland

Tel.: +49 (0)72 61/ 92 17 0

www.osteoporose.org

Osteoporose Aktuell

Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V.

Kirchfeldstraße 149, 40215 Düsseldorf, Deutschland

Tel.: +49 (0)211 / 1 91 65

www.bfo-aktuell.de

Schmerztherapie bei Osteoporose

Deutsches Grünes Kreuz e.V.

Schuhmarkt 4, 35037 Marburg, Deutschland

Tel.: +49 (0)6421 / 293-0

www.dgk.de

Aktion gesunde Knochen News

Aktion gesunde Knochen

Breitenweg 7c / 1, 8042 Graz, Österreich

www.aktiongesundeknochen.at

donna mobile Arbeitsgemeinschaft Osteoporose Schweiz

PF 270, 3000 Bern 7

Te.: +41(0)31 312 45 55

ww.donnamobile.ch

Website:

Informationen zur Ernährung und Bewegungstherapie sind

erhältlich auf der Internetseite der

Weltgesundheitsorganisation (WHO):

www.who.int/dietphysicalactivity/en/

Auf der Website der Internationalen Osteoporose

Gesellschaft („International Osteoporosis Foundation

– IOF“) können sie weitere Informationen für die

nationalen Osteoporose Gesellschaften finden:

www.osteofound.org


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projections for hip fracture. Osteoporos Int 7:407-413.

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bone density, physical fitness, and blood lipids in early postmenopausal

osteopenic women. Arch Intern Med 164:1084-

1091.


Wenn Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, bedeutet dies noch nicht,

dass Sie eine Osteoporose haben. Die Diagnose einer Osteoporose kann nur durch

einen Arzt nach durchgeführter Messung der Knochendichte gestellt werden. Wir

raten dazu, dass Sie Ihr Testergebnis Ihrem Arzt zeigen, der Ihnen dann sagen wird,

ob eventuell weitere Untersuchungen erforderlich sind. Die gute Nachricht ist, dass

Osteoporose frühzeitig erkannt und behandelt werden kann.

Lassen Sie sich von der Osteoporose-Selbsthilfegruppe an Ihrem Heimatort dahingehend

beraten, welche Veränderungen Ihres Lebensstils Ihr Osteoporoserisiko vermindern

können. Zur Osteoporosefachgesellschaft Ihres Heimatlandes können Sie über

folgende Internetseite Kontakt aufnehmen:

www.osteofound.org

Zählen Sie zu dem Drittel der Frauen oder

dem Fünftel der Männer, die von

Osteoporose betroffen sind?

Osteoporose schwächt die Knochen. Sie

kann erhebliche Behinderungen verursachen

und sie kann einen fatalen Verlauf

nehmen.

Aber Osteoporose kann auch frühzeitig

erkannt und behandelt werden !

Wie hoch ist Ihr Risiko eine

Osteoporose zu entwickeln ?

Testen Sie Ihr Risiko und beantworten Sie folgende Fragen !

1.

2.

3.

4.

5.

Hat sich eines Ihrer Elternteile nach geringem

Trauma oder leichtem Sturz den Schenkelhals

gebrochen ?

❏ Ja ❏ Nein

Haben Sie selbst sich nach geringfügigem

Trauma oder leichtem Sturz einen Knochen

gebrochen ?

❏ Ja ❏ Nein

Haben Sie länger als drei Monate cortisonhaltige

Medikamente (Cortison, Prednisolon oder

andere) eingenommen ?

❏ Ja ❏ Nein

Sind Sie mehr als 4 cm kleiner geworden ?

❏ Ja ❏ Nein

Trinken Sie regelmäßig größere Mengen

Alkohol ?

❏ Ja ❏ Nein

16

6.

7.

8.

9.

10.

Rauchen Sie mehr als 20 Zigaretten pro Tag ?

❏ Ja ❏ Nein

Leiden Sie häufig unter Durchfall (vielleicht weil Sie

entweder an Glutenunverträglichkeit [Zoeliakie] oder

Morbus Crohn erkrankt sind) ?

❏ Ja ❏ Nein

Nur für Frauen: Sind Sie vor dem 45. Lebensjahr in die

Wechseljahre gekommen ?

❏ Ja ❏ Nein

Hatten Sie für längere Zeiträume als 12 Monate keine

Periode (außer dass Sie schwanger oder in den

Wechseljahren waren) ?

❏ Ja ❏ Nein

Nur für Männer: Leiden Sie unter Impotenz, fehlendem

Sexualverlangen oder anderen Symptomen, die

auf einen niedrigen Testosteronspiegel zurückzuführen

sind ?

❏ Ja ❏ Nein


Die Internationale Osteoporose Fachgesellschaft

(„IOF“) ist eine so genannte

„Nichtregierungsorganisation“, die ein weltweites

Bündnis für betroffene Patienten, medizinische

Fach- und Forschungsgesellschaften,

Wissenschaftler, Berufstätige im

Gesundheitswesen und die Gesundheitsindustrie

darstellt.

Zusammen mit ihren Mitgliedern, Partnern und

anderen Organisationen rund um den Globus

verbessert die IOF Bewusstsein und Vorbeugung

gegenüber Osteoporose und fördert eine

möglichst frühzeitige Diagnose und Therapie der

Erkrankung. Obwohl die Osteoporose Millionen

von Menschen weltweit betrifft, ist das

Bewusstsein für die Erkrankung immer noch gering.

Ärzte können sie oft nicht erkennen,

Einrichtungen zur Diagnose sind selten oder werden

in ihren Möglichkeiten gar nicht ausgeschöpft

und eine Behandlung für diejenigen,

die sie zur Vorbeugung einer ersten Fraktur am

Herausgeber:

Prof. Dr. med. Helmut W. Minne, Ärztlicher Direktor Klinik

“DER FÜRSTENHOF”, Zentrum für Endokrinologie und

Stoffwechselerkrankungen der Knochen; Deutsche Akademie

der osteologischen und rheumatologischen Wissenschaften

Mitherausgeber: Dr. med. Michael Pfeifer, Institut für

Klinische Osteologie Gustav Pommer und MEDWISS BAD PYR-

MONT; Deutsche Akademie der osteologischen und rheumatologischen

Wissenschaften

Ins Deutsche übertragen durch Dr. med. Michael Pfeifer,

Institut für klinische Osteologie Gustav Pommer Bad Pyrmont.

In Partnerschaft mit:

WHO

Collaborating

Centers, Liege,

Beligum; Geneva,

Switzerland;

Sheffield, UK

Bone & Joint

Decade

International

Council

of Nurses

European

Institute of

Women’s Health

dringendsten brauchen, ist sie nicht verfügbar.

Die wachsende Mitgliederzahl der IOF hat sich

seit 1999 mehr als verdoppelt, was die

zunehmende internationale Besorgnis gegenüber

diesem ernstzunehmenden Gesundheitsproblem

widerspiegelt. Es gibt inzwischen weltweit 179

Mitgliedergesellschaften aus mehr als 80 Ländern

(Stand: Juni 2005).

Für weitere Informationen über die IOF und zur

Kontaktaufnahme zu einer Mitgliedsgesellschaft

in Ihrem Heimatland besuchen Sie die

Internetseite:

IOF

5 Rue Perdtemps

CH-1260 Nyon

Switzerland

Tel: +41 22 994 0100

Email: info@osteofound.org

Website: www.osteofound.org

Projektberater:

Gulseren Akyuz, Türkei

Steven Boonen, Belgien

Moira O'Brien, Irland

Outi Pohjolainen, Finnland

Mehrsheed Sinaki, U.S.A.

Ethel Siris, U.S.A.

Rene Rizzoli, Schweiz

José Zanchetta, Argentinien

Herausgeber seitens der IOF: Laura Misteli

Mitherausgeber seitens der IOF: Paul Sochaczewski

Verfasser der IOF: Tom Fagan

Gestaltung und Umsetzung: Brandcom, Basel, Schweiz

Die deutsche Übersetzung wurde freundlicherweise durch die Firma MSD SHARP & DOHME GMBH, Haar, Deutschland unterstützt.

International

Alliance of

Patients’

Organizations

European Men’s

Health Forum

International

Society of

Physical and

Rehabilitation

Medicine


„Wenn mehr Menschen in die Lage versetzt werden, sich um ihre eigene

Gesundheit zu kümmern, können wir die Krankheitslast der Osteoporose

wesentlich vermindern.

Die IOF ermutigt die Menschen, für ihre eigene

Gesundheit Verantwortung zu übernehmen.

Ich mag diese Art des praktischen, eigenverantwortlichen

Vorgehens. Schließlich sind wir keine Opfer, sondern die

Schmiede unseres eigenen Glücks !”

Die Übertragung ins Deutsche ist

eine Initiative des DOP e.V.

Geschäftsstelle des DOP:

Aktion gesunde Knochen

B reitenweg 7c/1

A-8042 Graz

Tel.: +43 (0)316 46 43 48

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Ihre Majestät Königin Ranja von Jordanien, Schirmherrin der IOF.

Die Initiative „Bewegung für Gesundheit“ („Move for Health“) der Weltgesundheitsorganisation

(WHO)

Eine 2002 durch die WHO veröffentlichte Resolution veranlasst die Mitgliedsstaaten jedes Jahr

einen Tag der „Bewegung für Gesundheit“ zu feiern, um die Bedeutung der körperlichen

Aktivität als Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden herauszuheben. Ferner werden die

Länder auch dazu gedrängt, im Rahmen eines integrierten Ansatzes zu Krankheitsprävention

und Gesundheitsförderung, globale und nationale Strategien zur Ernährung, körperlichen

Bewegung und Gesundheit zu entwickeln.

IOF – Outreach and Education: 06; June 2005

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