Geschäftsbericht 2008 - Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

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Geschäftsbericht 2008 - Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

Geschäftsbericht 2008

Wir übernehmen Verantwortung.


Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

Strom-, Gas-, Wasser-, Wärmeversorgung

2008 2007 2006 2005 2004

Bilanzsumme T€ 31.516 22.417 19.804 29.879 29.849

Umsatzerlöse T€ 29.814 24.659 22.866 16.942 17.658

Jahresgewinn T€ 541 674 285 430 685

Stammkapital T€ 2.301 2.301 2.301 2.301 2.301

Anlagevermögen T€ 24.429 17.193 17.324 23.444 23.997

Investitionen (ohne Finanzinvestitionen) T€ 578 170 332 1.172 1.208

Abschreibungen T€ 459 508 1.212 1.787 1.671

Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH

Strom-, Gas- und Wassernetz

2008 2007 2006

Bilanzsumme T€ 25.636 25.606 24.750

Umsatzerlöse T€ 11.243 10.404 9.322

Jahresgewinn T€ 0 0 1

Stammkapital T€ 1.000 1.000 11.536

Anlagevermögen T€ 22.306 22.985 16.690

Investitionen T€ 1.140 8.114 1.173

Abschreibungen T€ 1.618 1.613 1.244

Stadtwerke Georgsmarienhütte Eigenbetrieb

Abwasserentsorgung, Oberflächenentwässerung

Panoramabad GmbH

Hallen- und Freibadbetrieb

2008

Bilanzsumme T€ 6.237

Umsatzerlöse T€ 172

Jahresgewinn T€ 0

Stammkapital T€ 50

Anlagevermögen T€ 2.540

Investitionen T€ 2.540

Abschreibungen T€ 0

2008 2007 2006 2005 2004

Bilanzsumme T€ 52.938 52.323 50.634 50.633 52.051

Umsatzerlöse T€ 4.778 4.305 4.134 4.175 4.137

Jahresgewinn T€ -579 97 238 334 512

Stammkapital T€ 2.551 2.551 2.551 2.551 2.551

Anlagevermögen T€ 51.334 49.000 43.266 44.216 45.192

Investitionen T€ 4.266 7.333 1.516 798 382

Abschreibungen T€ 1.931 1.597 1.680 1.643 1.629


Geschäftsbericht 2008

Wir übernehmen Verantwortung.


2(3 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Inhalt

Vorwort 5

Bericht des Aufsichtsrates 7

Wir übernehmen Verantwortung

Verantwortung für Georgsmarienhütte 10

Verantwortung als kommunaler Dienstleister 11

Verantwortung für die Versorgung der Bürger 12

Verantwortlich für das Panoramabad 13

Verantwortung für die Umwelt 15

Biogasanlage 15

Fern- und Nahwärme 17

Photovoltaik 18

Verantwortung für die Mitarbeiter 19

Mitarbeiterjahresgespräche 20

Fortbildungsmaßnahmen 20

Wohlbefinden und Gesundheit 21

Verantwortung als Ausbilder 22

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte 2008

Lagebericht der Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH 26

Lagebericht der Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH 31

Lagebericht Panoramabad GmbH, Georgsmarienhütte 35

Lagebericht der Stadtwerke Georgsmarienhütte Eigenbetrieb 37

Jahresabschlüsse der Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH 44

Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH 54

Panoramabad GmbH, Georgsmarienhütte 62

Stadtwerke Georgsmarienhütte Eigenbetrieb 70

Impressum 79


Sie übernehmen Verantwortung

mit Kompetenz, Engagement und

Freude: die Mitarbeiter der

Stadtwerke Georgsmarienhütte


4(5 Stadtwerke Georgsmarienhütte


Wir übernehmen Verantwortung.

Vorwort

Im vergangenen Jahr erlebten die Stadtwerke Georgsmarienhütte

ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst

machte der weltweite Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise

eine deutliche Anhebung der Verbraucherpreise

erforderlich. Mitte des Jahres purzelten die Preise analog

zur Ölpreissenkung allerdings auf ein niedrigeres Niveau.

Die Versorger sahen sich einer öffentlichen Diskussion

ausgesetzt hinsichtlich zu langfristiger Beschaffungsstrategien

oder der Ölpreisbindung. Wir haben uns der Kritik

gestellt, was durch eine geringe Wechselbereitschaft

honoriert wurde.

Verantwortung übernehmen heißt für uns, die Beschaffungsseite

zu optimieren, um unseren Kunden wettbewerbsfähige

Energietarife anzubieten. Zusammen mit

anderen kommunalen Versorgern haben wir uns an den

Kraftwerksprojekten der Trianel in Lünen und Krefeld

beteiligt. Mit dem Einstieg in die eigene Stromerzeugung

wollen wir zukünftig unabhängiger von den weltweiten

Preisschwankungen auf den Energiemärkten agieren

können. Doch auch vor Ort betreiben wir mit gezielten

Investitionen und Beteiligungen in Wind- oder Bioenergie,

Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung eine nachhaltige

Energiepolitik und unterstützen somit die Bundesregierung

beim Erreichen der gesetzten Klimaschutzziele.

Der Transport der Energie an unsere Kunden muss

verantwortungsvoll, sicher und zudem kostengünstig

abgewickelt werden. Auch wenn die Spielregeln für die

Netzgesellschaft im Rahmen der Anreizregulierung klar

sind, die Anforderungen an das Personal und die EDV

nehmen stetig zu. Um die Kostensituation zu optimieren,

loten wir zudem weitere Kooperationsmöglichkeiten mit

anderen kommunalen Unternehmen aus.

Mit der Einstellung des Hallenbadbetriebes zum 1. Mai

2008 haben die umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen

des Panoramabads begonnen. Wir

wagen mit der Attraktivierung einen Schritt nach vorne

und berücksichtigen dabei den Trend zu mehr Gesundheit

und Wellness. Die Eröffnung ist für Oktober 2009 geplant.

Die Biogasanlage mit der neuen Schlammbehandlungsanlage

erlebte 2008 eine sowohl wirtschaftlich als

auch technisch schwierige Zeit und erforderte einen

hohen personellen wie materiellen Aufwand. Aus dieser

Verantwortung heraus wurden bereits erste Maßnahmen

eingeleitet, die insbesondere die Schlammbehandlung

und -entsorgung ökologisch verbessern und zukunftssicher

aufstellen.

Wir sind sehr zuversichtlich, auch die zukünftigen

Herausforderungen mit Erfolg gemeinsam zu bewältigen.

Wilhelm Grundmann, Geschäftsführer


6(7 Stadtwerke Georgsmarienhütte


Wir übernehmen Verantwortung.

Bericht des Aufsichtsrates

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte haben sich auch

2008 als verlässlicher und kompetenter Partner für die

Bürger dieser Stadt erwiesen. Mit dem kontinuierlichen

Ausbau des Leistungs- und Versorgungsspektrums bietet

das Unternehmen mittlerweile nicht mehr „nur“ Strom,

Gas, Wärme und Wasser. 2008 konnte auch der Dienstleistungssektor

weiter ausgebaut werden. So wird seit

Beginn des Jahres der neue Lichtliefervertrag zwischen

Stadt und Stadtwerken angewendet. Das Unternehmen

ist damit langfristig für die Beleuchtung der öffentlichen

Straßen Georgsmarienhüttes verantwortlich. Eine zweite

wichtige Neuerung ist die Integration des Panoramabads

in den Unternehmensverbund der Stadtwerke. Seit Mai

2008 laufen die Umbauarbeiten, im Oktober dieses

Jahres soll das neue Panoramabad eröffnet werden.

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte haben für das

Geschäftsjahr 2008 einen Jahresabschluss vorgelegt,

der den positiven Trend des Unternehmens trotz einer

schwierigen Marktsituation belegt. Auch in diesem Geschäftsjahr

ist es gelungen, kundenorientiert, fair und

wirtschaftlich zu handeln. Dass die Stadtwerke Georgsmarienhütte

auch in Zukunft verantwortungsvoll im Sinne

ihrer Kunden – den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt

Georgsmarienhütte – agieren, darauf wird der Aufsichtsrat

großes Augenmerk legen.

Während des gesamten Geschäftsjahres wurde der

Aufsichtsrat durch die Geschäftsführung regelmäßig in

schriftlichen und mündlichen Berichten über die Lage und

Entwicklung der Gesellschaft sowie über die wesentlichen

Geschäftsvorfälle unterrichtet. Auf dieser Basis wurden

vom Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung zuständigen

Entscheidungen gefällt.

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss

zum 31.12.2008 ist von der Pricewaterhouse-

Coopers AG, Osnabrück, geprüft und mit dem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen worden. Der

Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31.12.2008,

den Geschäfts- und Lagebericht sowie den Vorschlag der

Geschäftsführung über die Ergebnisverwendung der Stadtwerke

Georgsmarienhütte geprüft und für in Ordnung

befunden. Er empfiehlt der Gesellschafterversammlung,

den Vorschlag der Geschäftsführung über die Ergebnisverwendung

zu beschließen. Nach dem abschließenden

Ergebnis seiner Prüfung erklärt der Aufsichtsrat, dass sich

keine Einwendungen ergeben haben und er den von der

Geschäftsleitung aufgestellten Jahresabschluss damit billigt.

Georgsmarienhütte, im Juni 2009

Heinrich Lunte, Vorsitzender des Aufsichtsrates


8(9 Stadtwerke Georgsmarienhütte


Wir übernehmen

Verantwortung

Dieses Motto ist für die Stadtwerke

Georgsmarienhütte keine leere Floskel.

Täglich übernehmen sie Verantwortung

für ihre Stadt, die Umwelt und die

Mitarbeiter – und das bereits seit

über zehn Jahren.

Wir übernehmen Verantwortung.


10(11 Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH


Verantwortung für

Georgsmarienhütte

Als regional verwurzeltes Unternehmen besteht eine enge Bindung zwischen der Stadt Georgsmarienhütte,

den Stadtwerken und den Bürgern. Dieser partnerschaftlichen Nähe sind sich die Stadtwerke

bewusst, ebenso der Verantwortung, die sie als Versorger, Dienstleister und Arbeitgeber für die Stadt

und ihre Bewohner tragen.

Verantwortung zu tragen meint nicht, in sämtlichen

Bereichen perfekt zu sein. Im Selbstverständnis der

Stadtwerke Georgsmarienhütte bedeutet Verantwortung

vielmehr, sich die eigene Rolle zu verdeutlichen, die man

im Miteinander mit verschiedenen Partnern einnimmt.

Das Bestreben, den unterschiedlichen Erwartungen

als Versorger, Dienstleister und Unternehmen gerecht zu

werden, ist für die Stadtwerke Georgsmarienhütte eine

Verpflichtung. Eine Verpflichtung, der sie gerne nachkommen.

Verantwortung als kommunaler Dienstleister

In ihrer Rolle als kommunaler Dienstleister fühlen

sich die Stadtwerke verantwortlich für die Menschen

in Georgsmarienhütte und Umgebung. Dass

die Aussage vom „guten Service“ hier mehr ist als

eine leere Floskel, zeigt sich im Einsatz der

Mitarbeiter.

Der persönliche Kontakt mit diesen wird leicht gemacht.

Nicht allein im zentral gelegenen Kundenzentrum

„Am Rathaus 12“, sondern auch in der Geschäftsstelle

an der Malberger Straße treffen Kritik und Anregungen

auf die offenen Ohren der Kundenberater, die selbstver-

ständlich auch telefonisch zu erreichen sind. Fragen zu

Produkten, Tarifen und Dienstleistungen werden hier

kompetent beantwortet. Ein Service, den in Stoßzeiten

bis zu 150 Kunden täglich nutzen. Auch Energiekostenmessgeräte

können entliehen werden, um den „Stromfressern“

unter den Haushaltsgeräten auf die Spur zu

kommen. Zudem stellen die Stadtwerke den zum

Verkauf oder zur Vermietung eines Hauses notwendigen

Energiepass aus. Zu den weiteren Dienstleistungen

zählen insbesondere die Energiesparberatung und der

Service für Bauherren. Dieser beinhaltet auf Wunsch ein

persönliches Beratungsgespräch, bei dem erläutert wird,

worauf es bei der Installation der Hausanschlüsse für

Erdgas, Strom, Trink-, Regen- und Abwasser ankommt.

Zusätzlich kümmern sich die Stadtwerke bei Neubauten

um die Koordination von Terminen und Anträgen für die

Hausanschlüsse.

Obwohl viele Kunden den persönlichen Kontakt

vorziehen, bieten die Stadtwerke ergänzend für diverse

Dienste auf ihrer Website einen Online-Service an:

Zählerstände können hier schnell und ohne Umstände

durchgegeben, Anschlüsse an- oder abgemeldet und

Bankeinzugsermächtigungen erteilt werden. Als konzeptionelle

Erweiterung des bestehenden Angebotes ist

momentan der Online-Zugang zu Rechnungen und


12(13 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Verbrauchsdaten in Planung, so dass die Georgsmarienhütter

jederzeit bequem von zu Hause aus den Überblick

behalten können.

Als Bonus für Kunden, die die Versorgung mit sämtlichen

Energien in die Verantwortung der Stadtwerke

legen, besteht der so genannte „Partnerschaftsvertrag“,

durch den der Kunde 2,5 Prozent Rabatt auf die

Rechnungsbeträge von Strom, Wasser, Fernwärme und

Gas gewährt bekommt. Aber auch alle anderen Kunden

der Stadtwerke können von stabilen und moderaten

Preisen profitieren. Dabei werden die Tarife automatisch

auf den Verbraucher zugeschnitten, so dass für jeden

Kunden der für ihn günstigste Tarif berechnet wird.

Zu-sätzlich besteht für Kunden, die sich langfristig

(mindestens ein Jahr) an das Unternehmen binden, die

Möglichkeit, vom „Sondervertrag Strom“ zu profitieren –

und ihren Strom zu entsprechend günstigen Konditionen

zu beziehen.

Nicht allein für den einzelnen Kunden, sondern auch

für die Gesamtheit der Bürger stehen die Stadtwerke

Georgsmarienhütte als Dienstleistungsunternehmen

zur Verfügung. Dies wird in ganz anderen als nur dem

klassischen Bereich der Energieversorgung spürbar.

Beispielhaft dafür ist das Panoramabad, das seit 2008 in

Verwaltung der Tochtergesellschaft Panoramabad GmbH

steht. Ebenfalls seit 2008 gibt es einen „Lichtliefervertrag“

mit der Stadt Georgsmarienhütte, die die Stadtwerke als

Dienstleister mit der Organisation der Modernisierung

des Beleuchtungssystems beauftragt hat. Auch die Co 2-

Bilanz der Stadt Georgsmarienhütte und ihrer Bürger

wird durch das Engagement im Bereich der Energieerzeugung

aus regenerativen Quellen (Biogas, Photovoltaik)

positiv bedient.

Es ist darum nur konsequent, wenn sich die Stadtwerke

nicht allein darum bemühen, eine Vielzahl unterschiedlichster

Dienstleistungen zu erbringen. Statt auf

das „was“ wird ebenso Augenmerk gelegt auf das

„wie“, und zu diesem gehört in erheblichem Maße

eine maximale Versorgungssicherheit, auf die die

Kunden vertrauen können.

Verantwortung für die Versorgung der Bürger

Energiepolitische Abhängigkeiten, Lieferengpässe

oder witterungsbedingte Ausfälle können die

Verfügbarkeit von Strom, Gas, Wasser und Wärme

verzögern oder gar verhindern. Die Stadtwerke

Georgsmarienhütte sehen sich in der Pflicht, derartige

Risiken weitestgehend zu minimieren.

Um den störungsfreien Ablauf der Stromversorgung

zu gewährleisten, wurden innerhalb der letzten zehn

Jahre über eine Million Euro in das Mittelspannungsnetz

investiert. Auf dieser Grundlage konnten letztendlich

2008 in Dröper die letzten Mittelspannungsfreileitungen

im Stadtgebiet durch erdverlegte Kabel ersetzt werden.

Damit verringern sich nicht nur die Wartungs- und

Instandhaltungskosten des Leitungsnetzes, sondern

auch die Empfindlichkeit gegenüber äußeren (Wetter-)

einflüssen. Dieses Vorgehen hat sich bereits bei drastischen

Wetterlagen wie beispielsweise dem Orkan

„Kyrill“ im Januar 2007 bewährt.

Auch die weiteren Leitungsnetze werden konsequent

saniert. Bevor jedoch mit einer Bau- oder Sanierungsmaßnahme

begonnen wird, finden schon frühzeitig Gespräche

innerhalb der einzelnen Unternehmenszweige und der

Stadt Georgsmarienhütte statt, damit die geplanten

Maßnahmen zeitlich aufeinander abgestimmt werden.

Dadurch wird die Belastung der Bürger auf ein möglichst

geringes Maß reduziert. So untersuchen die Stadtwerke

bei einer geplanten städtischen Straßensanierung parallel

die Rohrleitungen und Kanäle und werden bei Bedarf

aktiv, bevor die neue Straßendecke geteert wird.

Neben den materiellen schaffen die Stadtwerke

auch die strukturellen Grundlagen für eine sichere

Energieversorgung. Dazu zählt das Konzept eines

Komplettversorgers, der die Dienste Strom, Gas, Wasser

und Fernwärme aus einer Hand anbietet und entsprechend

in der Lage ist, sie aufeinander abzustimmen.

Unabdingbar ist zudem die Versorgung der Stadt

mit Licht. Insgesamt 4.300 Straßenlaternen im Gebiet

der Stadt Georgsmarienhütte befinden sich „in Obhut“


der Stadtwerke, die in regelmäßigen Intervallen einen

Komplettaustausch der Leuchtmittel vornehmen. Dies

verringert den Aufwand, der entstünde, wenn auf jede

ausgefallene Leuchte einzeln reagiert werden müsste,

und erhöht im gleichen Atemzug die Betriebssicherheit.

Darüber hinaus möchten die Stadtwerke Georgsmarienhütte

die bereits bestehenden Kooperationen mit benachbarten

Versorgern im Sinne der Kosteneinsparung

weiter ausbauen. Gemeinsam wollen sich die Stadtwerke

der Region den neuen Herausforderungen stellen

und hoffen auf zahlreiche Synergien, die gerade im

technischen Bereich genutzt werden können.

Die Versorgung in Georgsmarienhütte ist demnach

langfristig gesichert, sämtliche Netze sind in gutem

Zustand und werden regelmäßig kontrolliert. Schuldig

bleiben die Stadtwerke ihren Bürgern derzeit lediglich

das Badevergnügen. Dass dieser Zustand kein dauerhafter

ist, dessen sind sich alle Beteiligte bewusst.

Entsprechend laufen die Arbeiten am alten und neuen

Panoramabad auf Hochtouren.

Verantwortlich für das Panoramabad

Lange Zeit lief Wasser durch Becken und Rutsche

des alten Panoramabades – doch das ist nun vorbei:

Seit Mai 2008 laufen stattdessen die Bauarbeiten in

geordneten, aber zügigen Bahnen, um das neue

Panoramabad rechtzeitig fertig zu stellen.

Den selbst gestellten Anspruch, auf die Bedürfnisse

„ihrer“ Bürger einzugehen, unterstreichen die Stadtwerke

Georgsmarienhütte mit der umfassenden Renovierung

des Panoramabades. Zu diesem Zweck erfolgte am

1. Januar 2008 die Gründung der Tochtergesellschaft

Panoramabad GmbH, die das Georgsmarienhütter Hallenbad

übernahm, um die Sanierung zu bewerkstelligen.

Nachdem innerhalb von nur zwei Monaten der Abriss

und die komplette Demontage des 37 Jahre alten

Hallenbades bewerkstelligt wurden, konnte bis Ende

2008 mit der Fertigstellung von Roh- und Stahlbau das

erste Etappenziel des Neubaus erreicht werden. Auch

die Wasserrutsche, altes und neues Wahrzeichen und

Publikumsliebling im bisherigen Badebetrieb, ist bereits


14(15 Stadtwerke Georgsmarienhütte

installiert. Farblichtspiele und eine Zeitmesseinrichtung

erhöhen den Badespaß, auch wenn die Rutsche nun

mit 77 Metern etwas kürzer ist als ihre Vorgängerin.

Attraktiver ist sie allemal.

Die weiteren Planungen der Stadtwerke sehen vor,

dass nach Abschluss des Fassadenbaus sowie der

Gewerke Wasser- und Haustechnik, Heizungsanlage,

Fliesen, Estrich und Sanitäranlagen rechtzeitig zur planmäßigen

Eröffnung am ersten Oktoberwochenende 2009

Wasser in die Becken fließen kann.

Die Einrichtung eines 12,5 x 8 Meter großen Kursbeckens,

dessen Boden je nach Bedarf auf 1,80 Meter

abgesenkt werden kann, wird eine der bedeutendsten

Neuerungen sein. Hinzu kommen ein Mutter-Kind-

Bereich mit Ruheflächen und eine attraktive Sauna mit

einem schönen Saunagarten. Ein weiteres Bonbon bietet

der zukünftige Gastronomiebereich, der von allen Teilen

des Bades zugänglich ist und von dessen Terrasse man

einen herrlichen Blick über Georgsmarienhütte hat. So

macht das Panoramabad seinem Namen alle Ehre. Viel

Glas und der offene Charakter, der durch die freie Sicht

nach außen entsteht, verstärken den positiven Eindruck

noch.

Dass es sich nicht nur um optische Verbesserungen

handelt, sondern dass sich die Stadtwerke als Fachleute

auch in Sachen Energie- und Kosteneinsparung verantwortungsbewusst

zeigen, ist dabei selbstverständlich.

So wird die Wasseraufbereitung ausschließlich mit Chlor

anstelle des bisherigen Soleanteils durchgeführt. Für

Gäste, die Solewasser bevorzugen, wird jedoch das

Lehrschwimmbecken über einen Anteil verfügen.

Die Georgsmarienhütter können sich also in jeder

Hinsicht entspannen, wenn es pünktlich zum Abschluss

der Freibadsaison wieder heißt „Wasser marsch – im

Panoramabad“. Für Besucher, die nicht nur entspannen,

sondern sich auch verausgaben wollen, bietet das neue

Kursprogramm ab Herbst die passende Abwechslung.


Verantwortung für die Umwelt

Der Klimawandel ist eines der herausragenden Themen unserer Zeit – die gesamte Gesellschaft wird

vor große Herausforderungen gestellt. Der Schlüssel für erfolgreichen Klima- und Umweltschutz ist eine

nachhaltige Energiepolitik. Dazu zählt zum einen der verantwortungsbewusste Umgang mit Energie.

Zum anderen kommt dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien im Rahmen der Versorgung eine

wesentliche Rolle zu. Als Energiedienstleister können und wollen die Stadtwerke Georgsmarienhütte

sich von dieser Verantwortung nicht freisprechen. Daher zählt neben den Beratungsangeboten zur

sparsamen Energieverwendung auch die umweltfreundliche Energieerzeugung und damit die klimaschonende

Energieversorgung der Bürger als wesentlicher Baustein zum Angebot der Stadtwerke.

Biogasanlage

Eines der jüngsten Projekte, wenn es um alternative

Energien geht, ist die Biogasanlage, die

im Dezember 2007 in Betrieb genommen wurde.

Aus täglich bis zu 150 Tonnen Gärsubstrat aus

Abfallprodukten der Nahrungsmittelindustrie

gewinnt die Anlage jährlich rund 2,6 Milionen

Kubikmeter Biogas – ein Gemisch aus Methan

und Kohlenstoffdioxid.

Das Herzstück der Anlage ist der Fermenter. In diesem

Faulturm entsteht in einem mehrstufigen Prozess aus der

Vergärung von organischem Material unter Luftabschluss

mit Hilfe von Bakterien Biogas. Dieser Prozess benötigt

etwa vier Wochen. Das erzeugte Gemisch nutzen die

Stadtwerke, um in einem Blockheizkraftwerk (BHKW)

elektrische Energie zu produzieren – bei Volllast ergeben

sich jährlich etwa 6,3 Millionen Kilowattstunden. Hinzu

kommt thermische Energie, die – anders als bei ver-


16(17 Stadtwerke Georgsmarienhütte


gleichbaren Anlagen – nicht ungenutzt entweicht. Die

im Prozess entstehende Wärme wird zum Beheizen des

Fermenters, der Hygienisierung sowie der Gärrest- und

Schlammtrocknung verwendet. Seit Inbetriebnahme

der Trocknung Mitte 2008 werden somit aus jährlich

80.000 Tonnen Klärschlamm und Gärresten stufenweise

2.000 Tonnen. In getrockneter Form verfügt dieser

Schlamm über einen hohen Heizwert und kann somit

industriell als Primärbrennstoff in Müllheizkraftwerken,

Steinkohlekraftwerken oder in der Zementindustrie eingesetzt

werden. Ein Teil des anfallenden Gärrestes aus

der Biogasanlage kann auch direkt als Wirtschaftsdünger

oder Bodenverbesserer in der Landwirtschaft genutzt

werden. Mit der Biogasanlage und der angeschlossenen

Trocknungsanlage wird daher nicht nur auf eine sichere

und umweltschonende Nutzung des Klärschlamms

gesetzt. Gleichzeitig werden biologische Abfallstoffe

recycelt und für die umweltfreundliche Gewinnung von

elektrischer Energie genutzt. Der aus dem Biogas gewonnene

Strom kann rund 1.800 Haushalte versorgen.

Die anfänglichen Erwartungen hinsichtlich der

Biogasanlage sind in 2008 allerdings etwas gedämpft

worden. Mitverantwortlich dafür ist die nicht erwartete

dramatische Veränderung auf dem Substratmarkt.

Der Markt für Einsatzstoffe ist heiß umkämpft – sowohl

was Preise als auch die Qualität betrifft. Während zu

Beginn der Planungs- und Bauphase noch 20 Euro pro

Tonne für die Abnahme gezahlt wurden, muss heute

Geld zugezahlt werden, um überhaupt an Inhaltsstoffe

für die Biogasanlage zu gelangen. Hier besteht ein

starker Verdrängungswettbewerb im Kampf um die

knappen Substrate. Dies führte 2008 insgesamt zu

Mehrkosten von etwa 250.000 Euro im Bereich der

Abfallstoffbeschaffung.

Parallel kommt hinzu, dass die als Hauptverwertungsstoff

vorgesehene Molke in geringerem Umfang als

erwartet zur Verfügung steht. Es muss auf Ersatzstoffe

ausgewichen werden. Die technische Ausstattung der

Anlage ermöglicht zwar die Verwertung einer Vielzahl

von Einsatzstoffen, allerdings bedeutet das gleichzeitig

eine deutlich stärkere Belastung der Pumpen, Rohrleitungen

und Fördertechnik aufgrund der unterschiedlichen

Eigenschaften der eingesetzten Substrate. Die

Folge sind Korrosionen und Verschleißerscheinungen,

die zu einem erhöhten Instandhaltungsaufwand führen.

Insgesamt betrachtet wird das erste Betriebsjahr

der Biogasanlage als Lehrjahr gesehen. Die ersten Erfahrungen

im Handling der Gärmedien sind gemacht – die

richtige Durchmischung der unterschiedlichen Inhaltsstoffe

zur Erreichung eines effizienten Gärprozesses

muss noch gefunden werden.

Die Stadtwerke fühlen sich in der Verantwortung

und tragen durch unterschiedlichste Maßnahmen dazu

bei, die Anlage und die einzelnen Prozessstufen entlang

der Wertschöpfungskette zu verbessern – angefangen

bei den Einsatzstoffen über den Aufwand während des

Verarbeitungsprozesses bis zur Optimierung der Verkaufserlöse

für getrocknete Gärreste an die Landwirtschaft

und getrocknete Klärschlämme an Kraftwerksbetreiber.

Das Grundkonzept hat sich als sinnvoll und

realisierbar erwiesen. Die Stadtwerke Georgsmarienhütte

schauen optimistisch in die Zukunft und gehen davon

aus, dass die Anlage dauerhaft auf Volllast gefahren

wird und damit – neben der bereits vorhandenen ökologischen

– auch die ökonomische Tragfähigkeit der

Anlage gegeben ist.

Fern- und Nahwärme

Bereits Mitte der 80er Jahre hat die Stadt Georgsmarienhütte

die alte Vision verwirklicht, die Abwärme

des Georgsmarienhütter Stahlwerkes zu

nutzen. Seitdem bestand eine enge vertragliche

Beziehung zur Nutzung der im Stahlproduktionsprozess

entstehenden thermischen Energie.

Durch den Betrieb der Fernwärmeversorgung

können die Stadtwerke einen wesentlichen Beitrag

zum Schutz der Umwelt leisten. Jährlich werden

der Atmosphäre 1.500 Tonnen des Klimagases

CO 2 erspart.

Auch wenn der Vertrag zur Wärmelieferung mit

der Georgsmarienhütte GmbH 2009 ausläuft, die Stadtwerke

zeigen Verantwortung und wollen auch zukünftig

thermische Energie umwelt- und klimaschonend produzieren.

Zu diesem Zweck werden im Jahr 2009 für die

Wärmeversorgung rund zwei Millionen Euro in die

Errichtung eines modernen erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerkes

mit 2 MW Leistung investiert.

Der dort erzeugte Strom kann entweder als Spitzen-


18(19 Stadtwerke Georgsmarienhütte

strom verkauft werden – oder die Stadtwerke Georgsmarienhütte

nutzen ihn für den eigenen Bedarf. Und

die anfallende Nahwärme kann für die Versorgung der

Kunden genutzt werden, die bislang mit der Abwärme

des Stahlwerkes versorgt wurden.

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine besonders

effektive und umweltfreundliche Form der Energiegewinnung.

Kraft und Wärme aus Energieträgern

gleichzeitig zu gewinnen, ist ein uraltes natürliches

Prinzip. Jede Muskelzelle arbeitet danach. Brennstoffe

(Nahrungsmittel) werden umgewandelt in lebensnotwendige

Kraft und Wärme in einem einzigen, gekoppelten

Prozess. Dadurch wird der Brennstoff bestmöglich

genutzt. Bei optimalen Bedingungen und entsprechendem

Wärmebedarf kann KWK eine Ausnutzung von bis

zu 85% der eingesetzten Brennstoffenergie erreichen.

Gegenüber getrennter Erzeugung von Strom und

Wärme lässt sich im Idealfall etwa ein Viertel bis ein

Drittel an Energie sparen. Für jede Kilowattstunde

Strom, die weniger produziert wird, lassen sich fünf bis

sieben Kilowattstunden Nutzwärme gewinnen. Gleichzeitig

wird der CO 2-Ausstoß um ein Vielfaches gesenkt.

Damit reiht sich die neue KWK-Anlage der Stadtwerke

nahtlos in den bereits bestehenden Pool der Nahwärmeversorgung

ein. Neben den Verbrauchsstellen, die

am Hauptnetz angeschlossen sind, werden bislang die

Marienschule und die Kläranlage des Eigenbetriebes

sowie die Wohngebiete Langstücksweg und Averwetters

Feld über eine eigene Arealversorgung mit Nahwärme

versorgt. Insgesamt gab es zum Ende des Jahres 2008

eine Versorgung von 208 Verbrauchsstellen mit Fernund

Nahwärme.

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte leisten damit

aktiv einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung,

den Anteil des KWK-Stroms an der gesamten

Elektrizitätsproduktion bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent

zu erhöhen. Ziel ist es, die Energieeffizienz weiter voranzutreiben,

um den Verbrauch der Endenergie nachhaltig

zu reduzieren und die Klimaschutzanstrengungen zu

unterstützen. Es zeigt sich, dass der verantwortungsbewusste

Umgang mit Energie nicht bloß Credo im alltäglichen

Handeln des Unternehmens Stadtwerke Georgsmarienhütte

ist. Er ist vielmehr ein Leitgedanke, der auch

den Kunden vermittelt werden soll. Mit Rat und Tat

bemühen sich die Stadtwerke, Tipps und Hilfestellung zu

geben, und unterstützen so ihre Kunden beim Energieund

– als angenehmen Nebeneffekt – auch beim Geldsparen.

Insbesondere der Bereich Wärme-Contracting

soll daher zukünftig weiter aufgebaut werden. So übernehmen

die Stadtwerke auch Verantwortung für ihre

Kunden und sensibilisieren diese für die Umstellung auf

effiziente Energieerzeugungsanlagen, beispielsweise im

Zusammenhang mit Gebäudesanierungen.

Photovoltaik

Das Engagement in Sachen alternative Energiequellen

beschränkt sich jedoch nicht allein auf den

Betrieb der Biogasanlage. Die Sonne als Energiespender

ist praktisch unerschöpflich. Somit wird sie

auch zukünftig eine wichtige Quelle darstellen.

Deshalb haben die Stadtwerke Georgsmarienhütte

das Jahr 2008 auch genutzt, um die Anzahl der

Photovoltaik-Anlagen aufzustocken.

Nachdem bereits im Dezember 2007 die Photovoltaik-Anlage

auf dem Georgsmarienhütter Rathaus in

ihrer Fläche verdoppelt wurde, installierten die Stadtwerke

im Folgejahr auf dem Süddach der Sporthalle der

Freiherr-vom-Stein-Schule am Kruseweg die 80. Georgsmarienhütter

Photovoltaikanlage. Diese löste mit einer

Fläche von 305 Quadratmetern die Anlage auf dem

Rathaus als das größte Solardach auf den öffentlichen

Gebäuden der Stadt ab und erbringt eine maximale

Leistung von 34,2 Kilowatt. Dies deckt den Jahresbedarf

von etwa acht Mehrfamilienhäusern oder der Grundschule

samt Sporthalle.

Nur kurze Zeit später wurde das Dach des neuen

Oeseder Feuerwehrhauses an der Wellendorfer Straße

mit einer 27-Kilowatt-Anlage ausgestattet. Mit 180 Photovoltaik-Modulen

auf 240 Quadratmetern ist dies die

zweitgrößte Anlage, die immerhin den Energiebedarf

von sechs Mehrfamilienhäusern deckt. Insgesamt, so

haben Berechnungen ergeben, reduziert der Betrieb

allein dieser beiden Photovoltaikflächen den CO 2-Ausstoß

in Georgsmarienhütte um 30 Tonnen jährlich.

Angesichts dieser Tatsache sind die Kosten von rund

250.000 Euro für beide Projekte bei einer durchschnittlichen

Lebensdauer von mehr als 20 Jahren für eine

Photovoltaik-Anlage durchaus hinnehmbar.

In Planung ist der weitere Ausbau der Photovoltaik-

Aktivitäten auf öffentlichen Dächern. Vorab muss bei

jedem Dach allerdings einzeln geprüft werden, ob es als

Träger einer Photovoltaikanlage geeignet ist. Genug

Raum zur weiteren Nutzung der Sonnenenergie ist in

Georgsmarienhütte vorhanden.


Verantwortung für die Mitarbeiter

Als Dienstleistungsunternehmen sind die Stadtwerke Georgsmarienhütte besonders auf die Kompetenzen

und Leistungen ihrer Mitarbeiter angewiesen. Ihr Beitrag zur Unternehmensentwicklung ist für

die Stadtwerke unabdingbar – und nur qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sichern den langfristigen

Erfolg des Unternehmens. Dass sie von ihren insgesamt 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (inklusive

Panoramabad) nicht nur profitieren, sondern dass auf diese im Wortsinne „Wert“ gelegt wird, ist ein

wesentliches Element der Unternehmenskultur der Stadtwerke Georgsmarienhütte.


20(21 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Mitarbeiterjahresgespräche

Die nun jährlich stattfindenden Mitarbeitergespräche,

in denen über gegenseitige Erwartungen

und Stimmungen gesprochen wird, dienen

unter anderem dazu, sich der jeweiligen Arbeitssituation

des Gegenübers bewusst zu werden.

Dabei wird sowohl eine Rückschau des vergangenen

Jahres gehalten als auch ein Blick in die

Zukunft geworfen.

Ziele dieser Gespräche sind die Verbesserung von

Kommunikation und Zusammenarbeit, indem gegenseitig

konstruktive Kritik geübt wird. Nicht zuletzt kann

auf diese Weise das Arbeitsklima verbessert werden.

Darüber hinaus soll die allgemeine Zufriedenheit

erhöht werden, indem die Individualziele des Mitarbeiters

und die Unternehmensziele einander gegenübergestellt

und angeglichen werden. Die daraus entstehende Motivation

und verbesserte Leistungsbereitschaft, besonders

aber der verbesserte Kommunikationsfluss innerhalb des

Unternehmens, sind für beide Seiten überaus positiv.

Der Rückblick auf die bereits stattgefundenen Gespräche

bestätigt, dass sie dazu beitragen, die gesteckten

Ziele zu erreichen und das Arbeitsklima positiv zu

verändern. Die hohe Verantwortung und Selbstständigkeit

in ihrer Arbeit wird von den Mitarbeitern sehr geschätzt.

Das Mitarbeitergespräch selbst wurde als

Instrument der individuellen Förderung verstanden und

entsprechend positiv aufgenommen. Aufbauend auf diesen

bestärkenden Erfahrungen ist geplant, regelmäßig

Mitarbeiterjahresgespräche durchzuführen und diese zu

intensivieren.

Doch auch in der Zwischenzeit können sich die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Stadtwerke Georgsmarienhütte

in regelmäßig stattfindenden Meetings austauschen.

So gibt es unter dem Motto „Wo drückt der

Schuh?“ zweimal jährlich ein Frühstück mit der Geschäftsleitung,

in dem abteilungsübergreifend kommuniziert

wird. Wöchentlich treffen sich auch die Techniker

innerhalb der „Technikerrunde“ mit dem Geschäftsführer.

Alle zwei Wochen tauschen sich die Abteilungsleiter

innerhalb der „Geschäftsführerrunde“ aus.

Fortbildungsmaßnahmen

Die Einrichtung individueller Gespräche ist keineswegs

nur symbolisch zu verstehen. Der echte

Mehrwert, der aus diesen Gesprächen erwächst,

hat vielmehr programmatischen Charakter. Die

Mitarbeiter der Stadtwerke Georgsmarienhütte

sind Partner mit individuellen Kompetenzprofilen.

Darauf wird die Beschäftigungspolitik der Stadtwerke

konsequent ausgerichtet. Dass dabei großer

Wert auf die Förderung dieser individuellen Kompetenzen

gelegt wird, versteht sich von selbst.

So haben die Mitarbeiter der Stadtwerke 2008

verschiedenste Fortbildungen wahrgenommen. Unter

anderem bestand die Möglichkeit, an speziell auf die

Energiebranche zugeschnittenen Veranstaltungen teilzunehmen.

Dazu gehörten beispielsweise der „Biogas-

Innovationskongress“ oder der Lehrgang „Umwelttechnische

Berufe“. Aber auch auf das Training-on-thejob

wird großer Wert gelegt: Alle Mitarbeiter werden

regelmäßig durch die Vorgesetzten mit Unterstützung

der externen Fachkraft für Arbeitssicherheit und des

Betriebsarztes angeleitet. Neue Mitarbeiter erhalten

gleich bei der Einstellung eine Betriebsanweisung

durch den jeweiligen Vorgesetzten.

Im Rahmen des betrieblichen Qualitätsmanagements

werden die Mitarbeiter darüber hinaus für ihre jeweiligen

Bereiche speziell geschult, beispielsweise in „Arbeiten

an Gasleitungen“ oder „Baustellenkoordination“.

Dadurch wird von den Mitarbeitern auch ein Beitrag zur

Zertifizierung des Unternehmens geleistet und die

Qualität der Prozessabläufe sichergestellt. Zudem wird in

jedem Jahr die Teilnahme an interessanten Vorträgen

und Seminaren unterschiedlichster Themenrichtungen

ermöglicht. So gab es beispielsweise eine Fortbildung

„Kundenorientierung“ und ein Seminar, das sich mit

„Kommunikation und Umgangsformen“ befasste.


Gesundheit und Wohlbefinden

Doch nicht nur gut aus- bzw. weitergebildete Mitarbeiter

sind wichtig für ein leistungsfähiges Unternehmen.

Weder die Gesundheit noch das persönliche

Wohlbehagen dürfen zu kurz kommen. In Zeiten

von Stress, Burnout und extremer körperlicher wie

geistiger Belastung liegt es den Stadtwerken Georgsmarienhütte

am Herzen, ihre Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter fit zu halten – von Kopf bis Fuß.

Zu diesem Zweck wurde beispielsweise im Frühjahr

2009 eine Rückenschule veranstaltet, in der den

Teilnehmern Übungen für alle Muskelgruppen, die die

Wirbelsäule unterstützen, gezeigt wurden. Darüber

hinaus konnten die Teilnehmer einige Tipps zur richtigen

Körperhaltung am Arbeitsplatz mitnehmen.

Für die Mitarbeiter des Panoramabads wird momentan

ein Betriebssportprogramm in Hagen a.T.W. angeboten,

so dass diese weiterhin ihre Bahnen schwimmen

können und zum Eröffnungszeitpunkt des Panoramabads

fit sind. Auch der Betriebsarzt der Stadtwerke

Georgsmarienhütte unterstützt die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter nach Kräften: Seine medizinischen

Dienstleistungen reichen von der Gesundheitsberatung

über die Gesundheitsschutzunterweisungen bis hin

zu Untersuchungen, die den Arbeitsplatz betreffen.

Weiterhin kümmert sich der Betriebsarzt im Rahmen

des Qualitätsmanagements um Arbeitssicherheit und

-schutz. Er überzeugt sich vor Ort regelmäßig persönlich

von der Sicherheit der Anlagen, Arbeitsplätze und

Baustellen.

Doch nicht nur die körperliche Gesundheit steht im

Fokus: Ein gutes, familiäres Betriebsklima und ein kollegialer

Umgang sind den Stadtwerken Georgsmarienhütte

wichtig. Gepflegt wird dieses Klima beispielsweise

durch jährlich stattfindende Betriebsausflüge. 2008 besuchten

die Mitarbeiter der Stadtwerke den Flughafen

Münster-Osnabrück und bekamen dort interessante

Einblicke in die Abläufe.

Gemeinsame Aktivitäten, ein verantwortungsvoller

Umgang mit der Gesundheit, die Möglichkeit der beruflichen

Fortbildung und das Wissen, als Mitarbeiter geschätzt,

gehört und einbezogen zu werden: All das sind

für die Stadtwerke Georgsmarienhütte Verpflichtungen,

die gerne und selbstverständlich erfüllt werden und

somit zum guten Betriebsklima innerhalb des Unternehmens

beitragen.


22(23 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Interview mit Josef Rolf, Netzmeister und Ausbildungsleiter im Bereich Elektro,

sowie mit Steffen Schulz, Auszubildender als Elektroniker für Betriebstechnik

Verantwortung als Ausbilder

Verantwortung übernehmen heißt für die Stadtwerke Georgsmarienhütte auch, sich um den Nachwuchs

zu kümmern. Deshalb sind die Stadtwerke ein engagierter Betrieb, der sich die fundierte und umsichtige

Ausbildung junger Menschen zur Aufgabe macht.

Welche Rolle spielen für die Stadtwerke Georgsmarienhütte

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Rolf: Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter spielen bei

uns eine sehr wichtige

Rolle. Sie sind das Kapital

des Unternehmens

Stadtwerke. Ihr Know-how

ist dringend notwendig, will

man als Unternehmen auch

weiterhin erfolgreich sein.

Gut ausgebildete

Mitarbeiterinnen und

„Die Mitarbeiter

sind

das Kapital

des Unternehmens

Stadtwerke.“

Mitarbeiter sind nicht ersetzbar. Das ist übrigens nicht

nur bei den Stadtwerken Georgsmarienhütte der Fall.

Welchen Stellenwert nehmen in diesem Zusammenhang

Auszubildende bei den Stadtwerken Georgsmarienhütte

ein?

Rolf: Unsere Azubis werden so umsichtig und gut ausgebildet,

dass sie im Laufe der Ausbildung das Knowhow

erhalten, um beispielsweise auch die Stelle von

ausscheidenden Mitarbeitern einnehmen zu können.

Deshalb gilt für sie dasselbe wie für alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter: Sie sind für das Unternehmen sehr

wertvoll und tragen zu seiner Zukunftsfähigkeit bei.

Können Sie einmal kurz das Ausbildungssystem der

Stadtwerke Georgsmarienhütte umreißen? Wie

stellen Sie sicher, dass fachlich versierte und praxisnah

qualifizierte Absolventen aus der Ausbildung

hervorgehen?

Rolf: Im Elektro-Bereich bilden wir alle drei Jahre einen

Lehrling aus. Dabei kooperieren wir sehr stark mit der

Ausbildungswerkstatt der Georgsmarienhütte GmbH.

Den Theorieteil lernen unsere Azubis dort, zusammen

mit den Azubis des Stahlwerks. Der Praxisteil findet

natürlich bei den Stadtwerken selbst statt. Durch diese

Kooperation können wir sicherstellen, dass unser Azubis

bestens vorbereitet sind. Ohne die Zusammenarbeit mit

dem Stahlwerk wäre es sehr schwierig, junge Menschen

auszubilden, da einfach zu viel Personal notwendig wäre.

Nach der Ausbildung als Elektriker für Betriebstechnik

sind eine etwa zweijährige Weiterbildung durch spezielle

Lehrgänge und der Einsatz im Stadtwerkenetz nötig, um

die 10-KV-Schaltberechtigung zu erlangen und somit in

den Bereitschaftsdienst aufgenommen zu werden. Diese

Zusatzqualifikation ist sehr wichtig, da Fehler in diesem

Arbeitsbereich im schlimmsten Fall tödlich enden können.

Wir bilden jedoch nicht nur in der Elektro-Sparte

aus: Alle zwei Jahre wird jemand im kaufmännischen

Bereich ausgebildet. Die Kläranlage hat ebenfalls alle

drei Jahre einen neuen Auszubildenden.

Was können Sie einem jungen Georgsmarienhütter

oder einer jungen Georgsmarienhütterin empfehlen,

der/die sich für eine Ausbildung bei den

Stadtwerken Georgsmarienhütte interessiert?

Rolf: Ein guter Realschulabschluss sollte unbedingt

mitgebracht werden.

Zudem ist es ein

Vorteil, in Georgsmarienhütte

zu wohnen,

da Azubis,

wie schon gesagt,

nach ihrer Ausbildung

im Elektro-

Bereich Bereitschaftsdienst

haben. Die

Stadtwerke sind

24 Stunden, sieben

Tage die Woche

„ Wichtig ist uns

auch, dass

ein gut ausgebildeterMitarbeiter

im

Unternehmen

bleibt.“


„Die Qualifikation eines Mitarbeiters

wird insgesamt

immer wichtiger werden –

nicht nur für die Stadtwerke

Georgsmarienhütte.“

erreichbar und kümmern sich um etwaige Störungen.

Wer sich also vor einer solchen Aufgabe nicht scheut

und Interesse daran hat, in einem wachsenden,

zukunftsfähigen Unternehmen zu arbeiten, sollte sich

bewerben. Wichtig ist bei uns auch, dass ein gut ausgebildeter

Mitarbeiter im Unternehmen bleibt. Wir

streben an, dass unsere Azubis mindestens ein Jahr im

Unternehmen weiterarbeiten und zusätzliche Erfahrungen

sammeln.

Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Wie werden

sich Qualifikation und berufliche Ausbildung in den

nächsten Jahren entwickeln?

Rolf: Die schulischen Voraussetzungen werden weiter

steigen. Die Qualifikation eines Mitarbeiters wird insgesamt

immer wichtiger werden – nicht nur für die Stadtwerke

Georgsmarienhütte.

Aus welchen Überlegungen heraus haben Sie sich

für eine Ausbildung bei den Stadtwerken Georgsmarienhütte

entschieden?

Schulz: Ich habe

nach der Schule

einen Ausbildungsplatz

in

Georgsmarienhütte

gesucht.

Die Stadtwerke

fand ich als

Arbeitgeber

interessant,

weil ich meine

Ausbildung schon

gerne in einem

größeren Unternehmen

mit mehr

Möglichkeiten

machen wollte.

Außerdem ar-

„Mir war es wichtig,

in einem

familiären Umfeld

zu arbeiten,

in dem ich etwas

lernen kann und

nicht nur als

günstige Arbeitskraftgenutzt

werde.“

beitet mein Cousin bereits bei den Stadtwerken und hat

mir einiges Positives erzählt.

Bei den Stadtwerken

Georgsmarienhütte

habe ich mir eine fundierte

Ausbildung

erhofft, mit der ich in

der Lage bin, die

Prüfung zu bestehen.

Außerdem war mir

wichtig, in einem familiären

Umfeld zu arbeiten,

in dem ich etwas

lernen kann und nicht

nur als günstige

Arbeitskraft genutzt

werde.

Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

„Das Klima ist

gut, die Arbeit

macht Spaß

und das Unternehmen

ist sehr

interessant,

weil es immer

stärker wächst.“

Schulz: Voll und ganz. Ich bin hier sehr zufrieden, lerne

jede Menge und meine Arbeit macht mir Spaß. Das liegt

unter anderem auch an den netten Kollegen hier.

Wo liegen die Schwierigkeiten, welche Vorteile

sehen Sie in Ihrer Ausbildung?

Schulz: Schwierigkeiten gibt es eigentlich nicht. Manchmal

wäre es ganz schön, wenn ein zweiter Azubi in

meinem Bereich wäre, so dass man sich beispielsweise

über die Schule austauschen könnte. Das kann ich allerdings

auch in der Ausbildungswerkstatt nachholen. Der

Vorteil ist definitiv, dass ich hier eine fundierte Ausbildung

erhalte und innerhalb meiner Möglichkeiten eigenständig

arbeiten kann.

Wie ist das Verhältnis zu Ihren Vorgesetzen?

Schulz: Das Verhältnis ist relativ locker, kollegial und

angenehm. Wir Azubis werden vor allen Dingen Ernst

genommen und auch einbezogen oder bei Problemen

nach unseren Lösungsvorschlägen gefragt. Das gefällt

mir persönlich sehr gut.


24(25 Stadtwerke Georgsmarienhütte


Die Stadtwerke

Georgsmarienhütte

2008

Auch für das vergangene Geschäfts-

jahr können die Stadtwerke Georgs-

marienhütte ein positives Fazit ziehen.

Mit seinen unterschiedlichen Stand-

beinen und den geplanten Investitio-

nen sieht sich das Unternehmen für

die wachsenden Herausforderungen

des Marktes bestens gerüstet.

Wir übernehmen Verantwortung.


26(27 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Lagebericht der Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

„Kalkulierte Umsatzerlöse konnten

erreicht werden.“

I. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Der konjunkturelle Aufschwung und der Wachstumskurs

der letzten Jahre haben sich bis in die zweite

Hälfte des vergangenen Jahres fortgesetzt. Parallel dazu

sind die Arbeitslosenzahlen 2008 weiter zurückgegangen.

Die internationale Finanzkrise hat zunächst die

Banken, die Versicherungen und später die größeren

börsennotierten Unternehmen, insbesondere der Automobilbranche,

in eine tiefe wirtschaftliche Krise geführt.

In Deutschland sind die Probleme erst zeitverzögert

spürbar geworden und größere wirtschaftliche Auswirkungen

werden vermutlich erst im kommenden Jahr

auftreten. Die Bundesregierung steuert der Wirtschaftsund

Finanzkrise mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm

gegen.

Entwicklung der Branche

Die gute Weltkonjunktur hatte zunächst zu einem

extremen Anstieg der Rohölpreise geführt. Dieser war

wesentlich verantwortlich für einen weiteren Anstieg der

Strom- und Gaspreise bis in die zweite Jahreshälfte. Mit

Entstehen der Finanzkrise begann der extrem starke

Verfall der Energiepreise. Lag der Rohölpreis Mitte des

Jahres noch bei 150 Dollar pro Barrel, so ist er bis Ende

des Jahres auf die Hälfte des Preises abgestürzt. Dies hat

die Strompreise und insbesondere, aufgrund der vertraglichen

Verflechtung, auch die Gaspreise beeinflusst.

Die extreme Preisentwicklung hat speziell die Gasversorger

getroffen, die zunächst ihren Kunden einen

hohen Preisanstieg mitteilen mussten. Mit Absturz des

Ölpreises wurden die Rufe nach Preissenkungen, insbesondere

auch aus der Politik, lauter und die Versorger

mussten entsprechend reagieren. Dies hat das Vertrauensverhältnis

zu den Kunden nachhaltig beeinträchtigt.

Im Strombereich hat dies dazu geführt, dass ein größerer

Anteil von Kunden den Versorger gewechselt und

sich verstärkt auch Billiganbietern zugewandt hat.

Durch die gesetzlich vorgegebene Vereinfachung der

Wechselprozesse und die Wechselaufforderung der

Politik ist dieser Trend natürlich unterstützt worden.

Durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-

Gesetz (EEG) und des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes

(KWK-G) wurde erheblich mehr Strom aus regenerativen

Energien erzeugt und dezentral eingespeist. Der Pflichtanteil,

den jeder Versorger abnehmen muss, ist inzwischen

auf 20 % des gesamten Stromabsatzes gestiegen.

Damit wurden die Prognosen deutlich übertroffen. Allerdings

war der EEG-Strom fast doppelt so teuer wie der

Handelspreis, wodurch sich weitere Preissteigerungen

ergaben.

Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH ist als

Energiedienstleister für die Strom-, Gas-, Wärme- und

Wasserversorgung im Stadtgebiet Georgsmarienhütte

tätig. Neben der reinen Versorgung mit Energie führt sie

auch die Geschäfte des Eigenbetriebes Abwasser der

Stadt und des Wasserbeschaffungsverbandes Osnabrück-Süd

sowie der beiden Tochtergesellschaften

Stadtwerke Netz GmbH und der Panoramabad GmbH.

Der Dienstleistungssektor konnte im Geschäftsjahr

2008 weiter ausgebaut werden. So wurde Ende des

Jahres mit der Stadt Georgsmarienhütte ein Lichtliefervertrag

für die öffentliche Straßenbeleuchtung abgeschlossen.

Damit übernehmen die Stadtwerke langfristig

die Verantwortung für die Beleuchtung der öffentlichen

Straßen. Dabei ist die Verpflichtung eingegangen worden,

die dafür notwendigen Einrichtungen komplett

umzurüsten, um die maximal mögliche Stromeinsparung

zu erreichen. Ein weiterer Zuwachs im Dienstleistungsportfolio

hat sich aus der Übernahme der Geschäftsbesorgung

für die Panoramabad GmbH ergeben. Die

Panoramabad GmbH hat zum 01. Januar 2008 den

Betrieb des Hallen- und Freibades übernommen und

wurde in den Unternehmensverbund der Stadtwerke

Georgsmarienhütte integriert.

Einen weiteren Schritt in die Zukunft der verlässlichen

und umweltfreundlichen Energieversorgung haben


die Stadtwerke Georgsmarienhütte bereits Anfang 2004

gemacht. Sie sind mit 0,3% an der Trianel GmbH beteiligt.

Dieses Netzwerk kleiner und mittlerer Energieversorger

verfolgt das Ziel, die Konkurrenzfähigkeit kommunaler

Unternehmen insbesondere bei der Energiebeschaffung

zu gewährleisten. Darüber hinaus werden

gemeinsam Projekte entwickelt mit dem Ziel, auch kleineren

Stadtwerken den Einstieg in die Energieerzeugung

zu ermöglichen. So sind die Stadtwerke zusammen mit

30 anderen Stadtwerken und regionalen Versorgungsunternehmen

an dem Bau eines Kohlekraftwerkes in

Lünen beteiligt. Der offizielle Baubeginn war im Frühjahr

2008. Ende 2012 soll in diesem Kraftwerk erstmals

Strom erzeugt werden. Mit Hilfe dieser virtuellen Kraftwerksscheibe

wollen die Stadtwerke ca. 15 % ihrer

Stromhandelsmenge selbst erzeugen und damit ihre

Einkaufssituation verbessern.

Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und der

Erweiterung des Beschaffungsportfolios um regenerative

Energien wurde in 2008 auch der Bau von Photovoltaikanlagen

mit insgesamt 61,2 kW elektrischer Leistung auf

den Dächern der Freiherr-vom-Stein-Schule und der

Oeseder Feuerwehr umgesetzt.

Marktentwicklung

Auch wenn sich die einzelnen Geschäftsfelder im

Geschäftsjahr 2008 unterschiedlich entwickelt haben,

konnten die kalkulierten Umsatzerlöse erreicht werden.

Für diese Entwicklung gaben sowohl die teilweise gestiegenen

Preise als auch erhöhte Absatzmengen im

Versorgungsbereich den Ausschlag.

Auf dem Strommarkt ist der Absatz durch den

Verlust einzelner Sondervertragskunden als auch von

Haushaltskunden leicht gesunken. Insgesamt ist eine

erhebliche Zunahme bei den Stromanbietern festzustellen,

was den Wettbewerb deutlich verstärkt. Durch

die Vereinfachung des Wechselprozesses hat die Bereitschaft

der Kunden zu einem Lieferantenwechsel deutlich

zugenommen. Dazu kommt das sehr aggressive Werben

einiger Anbieter um Kunden. Die Stadtwerke sind

jedoch weiterhin Marktführer und beliefern die größte

Zahl an Kunden im Versorgungsgebiet.

Ab dem 1. Oktober 2007 bieten die Stadtwerke

auch eine Versorgung mit Erdgas an. Im Geschäftsjahr

2008 konnten weitere Kundengewinne erzielt werden.

Zum Jahresende wurden etwa 60 % der Erdgasbezieher

im Stadtgebiet beliefert. Eine sehr defensive Preispolitik

und der extreme Anstieg der Bezugspreise, der sich aufgrund

der hohen Heizölpreise bis zum Herbst 2008 eingestellt

hat, haben zu eingeplanten Anfangsverlusten

geführt. Die internationale Finanzkrise hat anschließend

im gleichen Maße für einen drastischen Verfall der

Ölpreise gesorgt, welcher sich aufgrund der Vertragsbeziehungen

jedoch erst zeitlich versetzt, auch auf die

Bezugspreise beim Erdgas, auswirkte. Die Lieferpreise

konnten diesen Turbulenzen nicht folgen, weil dies für

die Kunden nicht nachvollziehbar war. Derzeit pendeln

sich die Preise auf einem niedrigen Niveau ein, so dass

die Lieferpreise wieder reduziert werden können.

Bei der Wasserversorgung konnte die Abgabe

durch einen höheren Bedarf im gewerblichen Bereich

leicht gesteigert werden. Die Abgabemenge an die

Privatkunden hat – parallel zum Rückgang der Bevölkerung

im Versorgungsgebiet – leicht abgenommen.

Insgesamt wurde eine gute Kostendeckung erreicht.

Die abgegebene Fernwärmemenge konnte gegenüber

dem Vorjahr um 8,1 % gesteigert werden. Der

Grund liegt in den niedrigeren Temperaturen in den

Wintermonaten. Da die Preise zudem, dem Gaspreis

folgend, angehoben wurden, konnte eine Umsatzsteigerung

erreicht werden. Im Hinblick auf den erforderlichen

und beschlossenen Neubau der Wärmeerzeugung in

diesem Jahr, ist die Instandhaltung bis auf ein Minimum

reduziert worden. Die höhere Abgabemenge, die gestiegenen

Lieferpreise und die geringe Instandhaltung

haben insgesamt zu einem sehr positiven Jahresergebnis

geführt.


28(29 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Unternehmenskennzahlen (konsolidiert)

2008 2007 +/in

T€ in T€ in %

Umsatz 27.411 22.700 20,8

EBITDA 1) 2.294 2.122 8,1

EBIT 2) 1.835 1.614 13,7

EBT 3) 1.531 1.306 17,2

Jahresüberschuss 541 674 -19,7

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 939 1.827 -48,6

Investitionen (ohne Finanzinvestitionen) 578 170 240,0

Eigenkapital 16.068 9.527 68,7

Bilanzsumme 31.516 22.417 40,6

Eigenkapitalquote (%) 51,0 42,5 20,0

Eigenkapitalrendite nach Steuern (%) 3,4 7,1 -52,4

Strom (in MWh) 107.841 106.754 1,0

Gas (in MWh) 120.170 26.373 355,7

Wasser (in Tm3 ) 2.035 2.016 0,9

Fernwärme (in MWh) 13.018 12.047 8,1

II. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte haben sich im

Geschäftsjahr 2008 in einem unruhigen Markt gut behaupten

können. Mit einem Jahresgewinn nach Steuern

und vor dem Verlustausgleich der Panoramabad GmbH

von T€ 1.040 konnte das angestrebte Ergebnis (T€ 655)

deutlich übertroffen werden.

Nach der erstmalig für 2008 erfolgten Verlustübernahme

für die Panoramabad GmbH, welche das Ergebnis

nach Steuern in der nachfolgenden Übersicht im

Vergleich zum Vorjahr in einem Umfang von T€ 499

belastet, verbleibt ein Jahresüberschuss von T€ 541.

Ertragslage

Der Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr beträgt

20,8 % bzw. € 4,7 Mio und resultiert mit € 4,6 Mio im

Wesentlichen aus dem Bereich Erdgasversorgung. Hier

konnten im Jahr 2008 deutliche Kundengewinne verzeichnet

werden, was in Zusammenwirkung mit einem

kälteren Witterungsverlauf gegenüber dem Vorjahr zu

einer entsprechenden Absatzsteigerung von 26 GWh auf

120 GWh führte. Weiterhin wurden die zeitweise extrem

gestiegenen Beschaffungspreise durch eine Preiserhöhung

im Herbst 2008 an die Kunden weitergegeben.

Da jedoch allein die Beschaffungskosten für den Gasbezug

und die Netzentgelte gegenüber dem Vorjahr um

€ 4,7 Mio angestiegen sind, konnte für das Anlaufjahr

2008 in dieser Sparte noch kein positives Ergebnis erzielt

werden (T€ -148). Durch eine Verstetigung des hohen

Marktanteils und der daraus resultierenden Prognose-

1) Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern,

Abschreibungen und Verlust Panoramabad GmbH

2) Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Verlust

Panoramabad GmbH

3) Jahresüberschuss vor Steuern und Verlust

Panoramabad GmbH

sicherheit in der Energiebeschaffung wird zukünftig eine

Margenverbesserung angestrebt.

Die Geschäftsbereiche Stromvertrieb (T€ 56) und

Wasservertrieb (T€ 22) erzielten nahezu ausgeglichene

Ergebnisse vor Steuern. Im Bereich Fernwärme wurden in

Erwartung größerer Investitionen nur relativ geringe

Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Das Spartenergebnis

fällt hier mit T€ 278 deutlich besser als in

den Vorjahren aus.

Die Sparte „Sonstige Aktivitäten” – in der Dienstleistungen

und Betriebsführungsverträge enthalten sind –

hat ihre hohe Bedeutung für den Erfolg des Gesamtunternehmens

bestätigt. In dem Ergebnis dieser Sparte

vor Steuern in Höhe von T€ 1.323 ist auch die Gewinnabführung

der Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz

GmbH in Höhe von T€ 217 enthalten.

Die Zahl der Mitarbeiter ist insgesamt stabil. Der

Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig

um 2,7 % auf T€ 2.858 an.

Auf das Ergebnis aller Geschäftsbereiche vor Steuern

in Höhe von T€ 1.531 entfallen Ertragsteuern in Höhe

von T€ 491. Die Steuerquote beträgt 32,1%. Eine im

Jahr 2008 durchgeführte steuerliche Betriebsprüfung für

den Zeitraum von 2002 bis 2006 ist im handelsrechtlichen

Jahresabschluss 2008 enthalten. Es wurden Rückstellungen

für Steuernachzahlungen und Zinsen in Höhe

von T€ 152 gebildet.


Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögensstruktur der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH wird entscheidend durch das Anlagevermögen

bestimmt. Das Anlagevermögen stieg

gegenüber dem Vorjahr insgesamt um T€ 7.236 auf

T€ 24.429. Die Finanzierung erfolgt per 31.12.2008

zu 65,8 % durch Eigenkapital.

Die Investitionen in Sachanlagen und das immaterielle

Vermögen betrugen T€ 578 und lagen oberhalb der

Abschreibungsbeträge von T€ 459. Die Finanzanlagen

verzeichneten Zugänge in Höhe von T€ 6.866. Darin

enthalten ist einerseits die Kapitalausstattung der Panoramabad

GmbH, welche zu einem Anstieg der Anteile

an dem verbundenen Unternehmen von € 6,0 Mio

geführt hat, und andererseits die Beteiligung an

Projekten der Trianel GmbH zur Energieerzeugung,

welche im Geschäftsjahr 2008 um T€ 866 aufgestockt

wurden.

Die Bilanzsumme der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um 40,6 %

auf € 31,5 Mio angestiegen.

Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund von Einzahlungen

des Gesellschafters in die Kapitalrücklage

sowie aufgrund ergebnisbedingter Zugänge auf insgesamt

€ 16,1 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich

von 42,5 % im Vorjahr auf nun 51,0 % der Bilanzsumme.

Zur Finanzierung der Investitionen in den Geschäftsjahren

2008 und 2009 in den Bereichen Energieerzeugung

und Fernwärme wurde zum Jahresende 2008 ein

Bankdarlehen in Höhe von € 2,5 Mio aufgenommen.

Nach planmäßigen Tilgungen der bestehenden langfristigen

Darlehensverbindlichkeiten belaufen sich die Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten auf € 9,2 Mio,

das sind 29,0 % der Bilanzsumme.

Die Liquidität des Unternehmens war 2008 zu jedem

Zeitpunkt gesichert. Die flüssigen Mittel betrugen zum

Bilanzstichtag € 4,3 Mio.

Qualitätsmanagement

Eine Grundlage des langfristigen Erfolges der Stadtwerke

Georgsmarienhütte GmbH bildet die Umsetzung

eines effektiven und effizienten Managementsystems,

das sich an den Bedürfnissen und Erwartungen der

Kunden sowie den behördlichen Anforderungen orientiert.

Mit der internationalen Norm DIN EN ISO 9001

verpflichten wir uns mittlerweile seit 2005 zur ständigen

Verbesserung unseres integrierten Managementsystems

und der damit verbundenen Produkte und Dienstleistungen.

Das im Mai 2008 erfolgreich bestandene

Überwachungsaudit bestätigte uns die Qualität unserer

Prozessabläufe.

Personalbericht

Mit der Liberalisierung des Energiemarktes hat die

Bedeutung von Service und Versorgungssicherheit zugenommen.

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte reagieren

mit persönlicher Beratung und Betreuung im Sinne

hoher Kundenzufriedenheit. Gerade das hebt ein mittelständisches

kommunales Versorgungsunternehmen

sowohl von großen Konzernen als auch von Anbietern

aus dem Internet ab. Deswegen haben die Stadtwerke

Georgsmarienhütte ihren Service weiter ausgebaut und

beschäftigten im vergangenen Jahr durchschnittlich

62 kompetente Mitarbeiter/-innen in kaufmännischen

und technischen Berufen.

Nur qualifizierte Mitarbeiter sichern den Unternehmenserfolg.

So haben die Stadtwerke 2008 verschiedenste

Fortbildungen organisiert. Weiterhin bilden sie

mit einer Ausbildungsquote von 8 % – in den Berufen

Industriekauffrau/-mann, Fachkraft für Abwassertechnik

und Elektroniker Fachrichtung Betriebstechnik – über

den eigenen Bedarf hinaus aus. Erfreulich hat sich die

Arbeitssicherheit entwickelt: Im Berichtsjahr hat sich kein

meldepflichtiger Betriebsunfall ereignet. Es ist ein Indiz

des erfolgreichen Sicherheitskonzeptes.

Risikomanagement

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH ist in den

jeweiligen Wertschöpfungsstufen eines integrierten

Energie- und Wasserversorgungsunternehmens den allgemeinen

und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt.

Die Übernahme angemessener Risiken ist von unternehmerischem

Handeln und der damit verbundenen Nutzung

von Chancen nicht zu trennen. Daher steht der

verantwortungsvolle Umgang mit diesen Risiken im

Vordergrund des Risikomanagements.

Neben einer kontinuierlichen Risikobeobachtung,

verbunden mit einer Ad-hoc-Berichterstattung durch die

Risikoverantwortlichen, erfolgte die ganzheitliche

Aktualisierung des Risikomanagements im ersten

Quartal 2009. Die identifizierbaren Risiken wurden von

den Risikoverantwortlichen nach ihrer potenziellen

Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet

und unter Berücksichtigung von Steuerungsmaßnahmen

dokumentiert. Insgesamt wurden vier wesentliche

Risiken für die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

identifiziert. Es handelt sich dabei insbesondere um

Risikopotentiale aus der Energiebeschaffung, welche

verbunden mit dem zunehmenden Wettbewerb im

Vertrieb zu Margenrisiken in einer Größenordnung von

über T€ 250 führen.


30(31 Stadtwerke Georgsmarienhütte

III. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Herausforderungen in 2009 für die Stadtwerke

Georgsmarienhütte GmbH ergeben sich aus dem

Spannungsfeld zwischen wettbewerbsorientierten Endkundenpreisen

und der Substanzerhaltung des Unternehmens.

Vor dem Hintergrund des weiter zunehmenden

Wettbewerbs, verbunden mit der Vereinfachung des

Versorgerwechsels, ist auch zukünftig mit einer stärkeren

Fluktuation im Segment der Privatkunden zu rechnen.

Den Stadtwerken ist es als reines Handelsunternehmen

nicht möglich, im Vergleich mit den Billiganbietern das

jeweils günstigste Angebot zu bieten. Als kompetenter

und verlässlicher Ansprechpartner mit einem persönlichen

Service vor Ort und angemessenen Preisen in allen

Versorgungssparten wollen wir weiterhin die Kunden

binden. Mit einem zusätzlichen Bonus an die Kunden,

die ihren Energiebedarf ausschließlich von den Stadtwerken

beziehen, wird ein weiterer Anreiz geschaffen.

Die weiteren Kundengewinne im ersten Quartal 2009

belegen dies deutlich.

In Kooperation mit anderen kommunalen Versorgungsunternehmen

nutzen wir die Vorteile des gemeinsamen

Einkaufs von Energie und Material. Neben einer

marktorientierten Beschaffungsstrategie im Stromeinkauf

wurde auch der Gaseinkauf durchleuchtet und neu aufgestellt.

Mit benachbarten Stadtwerken haben wir unseren

Gasbedarf ausgeschrieben und uns in Teilbereichen

für einen Lieferantenwechsel entschieden. Darüber

hinaus wollen wir die Prozessabläufe für die Bereiche

Beschaffung und Vertrieb weiter optimieren. Dazu gehört

auch die Überarbeitung unseres kundenorientierten

Unternehmensauftrittes.

Langfristig wird die alleinige Energiebeschaffung auf

dem Handelsmarkt aber keine optimalen Preise garantieren.

Daher wollen die Stadtwerke den Einstieg in die

Energieerzeugung weiter verstärken. Neben dem sich in

Bau befindlichen Kohlekraftwerk in Lünen wollen sich

die Stadtwerke an einem weiteren Kohlekraftwerk in

Krefeld-Uerdingen und an einer Windenergieanlage in

Brandenburg beteiligen. Mit den beiden Kraftwerksbeteiligungen

kann mittelfristig ein Teil des Strombedarfs

auf Erzeugerpreisniveau beschafft werden. Der mit der

Onshoreanlage erzeugte Strom kann zudem nach Auslaufen

der EEG-Förderung als reiner Ökostrom

angeboten werden.

Durch den Bau eines erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerkes

mit 2 MW Leistung wird nicht nur die

Grundlast für die Fernwärme erzeugt, sondern auch

Strom produziert, der entweder als Spitzenstrom verkauft

oder für den eigenen Bedarf genutzt werden soll.

Eine weitere Geschäftsentwicklung liegt mittelfristig

im Ausbau des Dienstleistungsbereiches. Die eingeleiteten

gesetzlichen Regelungen zur Energieeinsparung und

-effizienzsteigerung bieten ein großes Gebiet an Einsatzmöglichkeiten.

Insbesondere ist hier die Gebäudesanierung

in Zusammenhang mit der Umstellung auf effiziente

Energieerzeugungsanlagen zu nennen. Daher soll der

Contractingbereich Wärmelieferung aufgebaut und entsprechende

Kapazitäten geschaffen werden.

Insgesamt sieht die Geschäftsleitung das Unternehmen

mit den eingeleiteten Maßnahmen gut aufgestellt.

Auch die aktuelle Finanzkrise zeigt keine signifikanten

Auswirkungen auf das Unternehmen. Der

Energie- und Wasserbedarf der mittelständischen Industrie

ist noch nicht zurückgegangen und bei der

Vergabe von Leistungen sind eher günstigere Preise zu

erzielen. Darüber hinaus kommt den Stadtwerken bei

der Fremdkapitalaufnahme für die geplanten Beteiligungen

im Stromerzeugungsbereich das günstige Zinsniveau

zu Gute. Insgesamt ist das Unternehmen sehr

breit aufgestellt und mit den geplanten Investitionen in

Stromerzeugungsanlagen und dem Ausbau des Dienstleistungsbereiches

auch für die steigenden Anforderungen

des Marktes gewappnet.


Lagebericht der Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH

„Insgesamt positiver Verlauf des

abgelaufenen Geschäftsjahres.“

I. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Entwicklung der Branche

Die Anreizregulierung verändert grundlegend das

Regulierungsregime für die Energiewirtschaft und stellt die

Energieversorger vor weitere Herausforderungen. Während

in der Vergangenheit die Netzentgelte auf Basis der

Netzkosten berechnet und von der staatlichen Genehmigungsbehörde

als Höchstpreise genehmigt wurden, entfällt

zukünftig eine kostenorientierte Kalkulation durch

die Entkopplung von Kosten und Erlösen. Im Rahmen der

Anreizregulierung werden stattdessen kalenderjährliche

Erlösobergrenzen für die Netzbetreiber bestimmt, die

für den Zeitraum der ersten Regulierungsperiode vom

01.01.2009 bis zum 31.12.2012 im Gasbereich und vom

01.01.2009 bis zum 31.12.2013 im Stromssektor gelten.

Die Erlöslage verändert sich kontinuierlich durch eine jährliche

Kürzung um 1,25 %. Die Folge ist, dass die Netzbetreiber

ihre Kosten an das neue Regulierungsregime

anpassen müssen, um weiterhin Jahresüberschüsse zu

gewährleisten.

Aufgrund der aktuellen Rechtsprechung (BGH-Entscheidung

zur Mehrerlösabschöpfung) werden die

Netzbetreiber zudem mit einer weiteren Forderung zur

Reduzierung der Erlöse seitens der Regulierungsbehörde

konfrontiert. Gestützt auf ein Urteil des OLG Düsseldorf

galt bislang die Rechtsauffassung, dass die gekürzten

Netzentgelte erst ab dem Zeitpunkt der Genehmigung

gelten. Mit der Entscheidung des BGH ist nun eindeutig

bestimmt, dass die neuen Netzentgelte bereits ab Antragstellung

gelten und dass die Netzbetreiber die in

diesem Saldierungszeitraum erzielten Mehreinnahmen

nicht behalten dürfen. Da bei einer Rückabwicklung das

Geld vermutlich beim Händler verbleibt und nicht beim

Stromkunden ankommt, besteht seitens der Regulierungsbehörden

die Absicht, ab 2010 diese Mehrerlöse,

einschließlich einer angemessenen Verzinsung, bei Festsetzung

der Erlösobergrenzen als zusätzliche Einnahme

zu berücksichtigen. Damit wird ein weiterer Druck ent-

stehen, im Netzbereich verstärkt nach Kosteneinsparpotential

zu suchen. Ob die Auffassung der Regulierungsbehörden

rechtlich einwandfrei ist, wird sich bei der konkreten

Umsetzung zeigen.

Eine weitere Herausforderung für alle Netzbetreiber

stellt die vom Bundeswirtschaftsministerium und der

Bundesnetzagentur vorangetriebene Liberalisierung des

Zähler- und Messwesens dar. Durch das am 09.09.2008 in

Kraft getretene Gesetz zur Öffnung des Messwesens bei

Strom und Gas entsteht eine neue Stufe entlang der

Wertschöpfungskette der Energieversorgung. Über die

Marktöffnung hinaus wird zukünftig der Einsatz intelligenter

Zähler vorgeschrieben. Die Netzbetreiber müssen Voraussetzungen

schaffen, um sich im neu entstehenden

Markt zu positionieren und die an sie gestellten Anforderungen

zu erfüllen.

„Last, but not least“ ergeben sich weitere Herausforderungen

für die Netzbetreiber aus der Umstellung der

IT-Strukturen und Geschäftsprozesse auf die aktuellen

Anforderungen der Bundesnetzagentur zur Durchführung

der Lieferantenwechselprozesse und die damit verbundene

Marktkommunikation sowie der neuen Bilanzierungs- und

Ausgleichsregeln.

Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Mit der Ausgliederung der Strom-, Gas- und Wassernetze

in eine eigenständige Gesellschaft, die als alleinige

Aufgabe den Betrieb der Versorgungsnetze hat, ist

eine wesentliche Voraussetzung geschaffen worden,

den Unbundling-Vorschriften zu entsprechen und gleichzeitig

alle Synergien ausnutzen zu können, um notwendige

Kosteneinsparungen im Netzbereich zu erzielen.

Darüber hinaus werden verschiedene Kooperationen

mit anderen kommunalen Versorgern in der Nachbarschaft

gesucht, um gemeinsam Leistungen günstiger zu

beziehen oder um die zusätzlichen Aufgaben des Regulierungsmanagements,

die sich beispielsweise aus der


32(33 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Liberalisierung des Zähler- und Messwesens ergeben,

leisten zu können.

Um den Herausforderungen des zukünftigen energiewirtschaftlichen

Umfeldes gerecht zu werden, haben

wir zudem in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche

Veränderungsprozesse im Unternehmen eingeleitet und

umgesetzt. Insgesamt können wir auf einen positiven

Verlauf des abgeschlossenen Geschäftsjahres zurückblicken,

der sich auch in dem erzielten Jahresergebnis

widerspiegelt.

Marktentwicklung

Im Betrachtungszeitraum sind rd. 143 GWh Strom,

rd. 240 GWh Gas und 1.886 Tm 3 Wasser durch die

Versorgungsnetze geleitet worden. Strom- und Wassermengen

sind gegenüber dem Vorjahr geringfügig

gestiegen. Dies ist auf etwas höhere gewerbliche Abnahmen

zurückzuführen. Eine deutliche Zunahme

(+ 7%) an durchgeleiteten Mengen ist im Gasbereich

erkennbar. Die ist vor allem durch den kälteren

Witterungsverlauf im Vergleich zum Vorjahr bedingt.

Personal

Die in Betriebsführungsverträgen festgeschriebene

Abstellung von Mitarbeiter-/innen der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH, Georgsmarienhütte, garantiert die

Wettbewerbsfähigkeit und sichert den Betrieb der Versorgungsnetze.

So kann die Netz GmbH, mit Ausnahme

der Geschäftsführung, auf eigenes Personal verzichten

und doch auf persönliche Leistungen durch erfahrene

Fachkräfte setzen. Mit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems

ist zudem garantiert, dass alle

Mitarbeiter in ausreichendem Maße fort- und weiter-

gebildet werden, was letztlich auch zu einer Erhöhung

der Versorgungssicherheit beiträgt.

Qualitätsmanagement

Eine Grundlage des langfristigen Erfolges der Gesellschaft

bildet die Umsetzung eines effektiven und effizienten

Managementsystems, das sich an den Bedürfnissen

und Erwartungen der Kunden sowie den behördlichen

Anforderungen orientiert. Mit der internationalen

Norm DIN EN ISO 9001 verpflichten wir uns mittlerweile

seit 2005 zur ständigen Verbesserung unseres integrierten

Managementsystems und der damit verbundenen

Produkte und Dienstleistungen. Das im Mai 2008 erfolgreich

bestandene Überwachungsaudit bestätigte uns die

Qualität unserer Prozessabläufe.


Unternehmenskennzahlen (konsolidiert)

2008 2007 +/in

T€ in T€ in %

Umsatz 11.243 10.404 8

EBITDA 1) 2.406 2.265 6

EBIT 2) 788 652 21

Ergebnis vor der Gewinnabführung 217 39 456

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.595 737 252

Investitionen 1.140 8.114 -86

Eigenkapital 11.784 11.536 2

Bilanzsumme 25.636 25.606 0

Eigenkapitalrendite vor Gewinnabführung (%) 1,8 0,3 500

Strom (in MWh) 142.873 141.956 1

Gas (in MWh) 239.666 223.962 7

Wasser (in Tm3 ) 1.886 1.843 2

II. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH hat

die an sie gerichteten Erwartungen erfüllt und ihren

Platz im unruhigen Markt der kommunalen Energieversorger

eingenommen und behauptet.

Ertragslage

Die Netz GmbH hat im Geschäftsjahr 2008 einen

Umsatzanstieg von 8 % auf insgesamt T€ 11.243 erzielt.

Die positive Umsatzentwicklung resultiert im Wesentlichen

aus dem Anstieg der durchgeleiteten Mengen in

allen drei Netzbereichen.

Im Gasnetz hat neben der Mengensteigerung von

7 % auch eine Anpassung der Netzentgeltabrechnung

zu einer Verbesserung der Erlöse beigetragen (vgl. Erläuterung

im Anhang). Weitere Erlössteigerungen ergeben

sich im Stromnetz aus Vergütungen vom übergeordneten

Netzbetreiber RWE für EEG Strom. Diese höheren

Vergütungen resultieren aus gestiegenen Einspeisungen

der Stromerzeuger aus erneuerbaren Energien im Netzgebiet,

insbesondere von der Biogasanlage des Eigenbetriebs,

welche zu entsprechend höheren Strombezugskosten

im Materialaufwand führen.

Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen

und Instandhaltungsmaßnahmen konnten aufgrund des

guten technischen Zustands der Versorgungsnetze Einsparungen

gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Der

Austausch von Freileitungen im MSP-Netz durch Erdkabel

in den Vorjahren zahlt sich hier nun aus. Die Abschreibungen

liegen auf dem Niveau des Vorjahres. Die

Konzessionsabgaben stiegen analog zu den durchgeleiteten

Mengen. Dem Risiko der Mehrerlösabschöpfung

im Bereich Strom wurde durch die Bildung von Rückstellungen

in Höhe von T€ 561 Rechnung getragen,

1) Betriebsergebnis vor Zinsen,

Steuern und Abschreibungen,

2) Betriebsergebnis vor Zinsen

und Steuern

welche wesentlich zum Anstieg der übrigen betrieblichen

Aufwendungen beigetragen haben.

Die Netz GmbH hat das Geschäftsjahr mit einem

zufrieden stellenden Ergebnis abgeschlossen. Der EBIT

stieg gegenüber dem Vorjahr um T€ 136 auf T€ 788.

Das Zinsergebnis stellt sich aufgrund der planmäßigen

Tilgungen von Darlehensverbindlichkeiten sowie kurzfristiger

Finanzmitteldispositionen ebenfalls verbessert

dar. Der Jahresabschluss 2008 weist einen Gewinn von

T€ 217 aus, der aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages

an die Muttergesellschaft abgeführt wurde.

Finanz- und Vermögenslage

Nach dem Erwerb des Gasnetzes im Vorjahr betrugen

die planmäßigen Investitionen im Jahr 2008

T€ 1.519. Dem standen von Anschlussnehmern geleistete

Baukostenzuschüsse in Höhe von T€ 534 gegenüber,

welche von den Anschaffungs- und Herstellungskosten

abgezogen werden. Die Nettoinvestitionen konnten aus

eigenen Mitteln finanziert werden.

Insgesamt ging der Restbuchwert des Anlagevermögens

bedingt durch die planmäßigen Abschreibungen

von T€ 1.664 um 3,0 % auf T€ 22.306 leicht zurück. Davon

entfallen auf den Strombereich T€ 11.746, auf den

Gasbereich T€ 6.929 und auf den Wasserbereich T€ 3.631.

Das Anlagevermögen wird zu 60,0 % durch Eigenkapital

und empfangene Ertragszuschüsse finanziert. Die

langfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten wurden durch Tilgungen in Höhe von

T€ 656 auf T€ 10.753 zurückgeführt.

Die Liquidität des Unternehmens war 2008 zu jedem

Zeitpunkt gesichert. Die flüssigen Mittel betrugen zum

Bilanzstichtag T€ 2.117.


34(35 Stadtwerke Georgsmarienhütte

III. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das aus dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz

im Unternehmensbereich (KonTraG) abgeleitete Risikomanagement-System

stellt die laufende Analyse, Bewertung,

Steuerung und Überwachung einzelner Risiken der

Netz GmbH im Hinblick auf die jeweilige Eintrittswahrscheinlichkeit

und Schadenshöhe sicher. Allen identifizierbaren

Risiken werden Steuerungsmaßnahmen und

Verantwortliche zugeordnet. Hierdurch wird die Risikolage

ermittelt und die Chancen zur Steuerung bzw. zum

Abbau der Risiken können aktiv genutzt werden. Die

letztmalige Aktualisierung des Risikoinventars der Netz

GmbH erfolgte im ersten Quartal 2009. Die Auswertung

des Inventars ergab, dass ein wesentliches Risiko aufgrund

der Einführung der Anreizregulierung und den

sich daraus ergebenden Konsequenzen festgestellt

wurde. Durch entsprechende kostenreduzierende

Maßnahmen wird den negativen Auswirkungen auf das

Unternehmensergebnis entgegengesteuert.

Nach den Entwicklungen in den ersten Geschäftsjahren

ist die Netz GmbH gut aufgestellt, um den langfristigen,

wirtschaftlichen Betrieb der Versorgungsnetze

in Georgsmarienhütte sicherzustellen. Auch wenn die

am 01.01.2009 in Kraft getretene Anreizregulierung zu

einer Festschreibung der Erlösobergrenzen geführt hat

und damit die wirtschaftlichen Vorgaben für die kommenden

Jahre vorgegeben sind, setzt das kommunale

Versorgungsunternehmen mit dem parallelen Betrieb der

Netze für Strom, Wasser und Gas auf Synergieeffekte

und hofft so, die sinkenden Erlöse für die Strom- und

Gasnetze auffangen zu können. Noch unklar ist, in wieweit

die parallel eingeführten Effizienzwerte, mit deren

Hilfe ein Vergleich unter den Netzbetreibern angestellt

wird, zu einer weiteren Senkung der Erlöse führen. Die

Anreizregulierung führt insgesamt dazu, dass sich die

Netz GmbH intensiv mit ihren Kostenstrukturen auseinander

setzen muss. Dennoch bieten die Risiken aus

der Regulierung auch gleichzeitig Chancen für die Netz

GmbH, sich im Marktumfeld strategisch zu positionieren.

Die intensive Auseinandersetzung mit den eigenen

Kostenstrukturen soll zu einer Verschlankung der internen

Prozesse führen.

Vor dem Hintergrund des bedrohlichen Klimawandels

sind seitens des Gesetzgebers zahlreiche Maßnahmen

eingeleitet worden, um den Energiebedarf zu senken

und die Energieeffizienz zu steigern. Letztlich führt eine

Senkung des Energiebedarfs zu einer geringeren Nutzung

der Versorgungsnetze. Zwar sollen diese Mengendifferenzen

durch eine periodenübergreifende Saldierung

aufgefangen werden, in einigen Versorgungsgebieten

muss trotzdem die Frage beantwortet werden,

ob eine leitungsgebundene Versorgung überhaupt noch

rentierlich ist. Dem Thema Liberalisierung des Zählerund

Messwesens stellt sich die Netz GmbH frühzeitig

und offensiv entgegen. Im Rahmen einer seit längerem

bestehenden Kooperation sowie eines Pilotprojektes in

2009 werden die Voraussetzungen hierfür geschaffen.

Darüber hinaus sollen bestehende Kooperationen

mit den kommunalen Nachbarversorgern weiter ausgebaut

werden, um weitere Kosten einsparen zu können.

Aufgrund der gesetzlichen Randbedingungen ist das

Kirchturmdenken endgültig vorbei und die Versorger zeigen

eine große Bereitschaft, die anstehenden Probleme

gemeinsam anzugehen. Dabei sind die technischen

Fragen gegenüber den wirtschaftlichen Randbedingungen

deutlich in den Hintergrund geraten. Die notwendige

Versorgungssicherheit ist aufgrund des erreichten

technischen Standards scheinbar kein Problem mehr.

Der durch die internationale Finanzkrise eingetretene

wirtschaftliche Einbruch kann aktuell sicherlich den

Energieabsatz sinken lassen. Die im Energiegesetz verankerte

periodenübergreifende Saldierung ermöglicht aber,

dass diese möglichen Einbußen bei den Netzentgelten

in den nachfolgenden Jahren ausgeglichen werden können.

Ansonsten werden eher gegenteilige Auswirkungen

erwartet, denn eine geringere Nachfrage im Bauleistungsbereich

führt eher zu günstigeren Angebotspreisen.

Aufgrund des hohen Qualitätsstandards im Betrieb

der Versorgungseinrichtungen und durch die Ausnutzung

sämtlicher Vorteile, die sich aus dem Parallelbetrieb

aller Versorgungsleitungen ergeben, sieht die

Geschäftsleitung das Unternehmen als sehr krisensicher

an und beurteilt die wirtschaftliche Entwicklung positiv.


Lagebericht der Panoramabad GmbH, Georgsmarienhütte

„Insgesamt gute Chancen für das Bad,

sich als eine attraktive Freizeiteinrichtung

zu etablieren.”

I. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Gründung des Unternehmens

In der Vergangenheit wurde das Panoramabad,

bestehend aus einem Frei- und Hallenbadbereich mit

Sauna, als Regiebetrieb von der Stadt Georgsmarienhütte

geführt. Aufgrund des altersbedingten schlechten

Bauzustandes bestand dringender Sanierungsbedarf, der

aufgrund der defizitären Haushaltslage aber nicht von

der Stadt Georgsmarienhütte geleistet werden konnte.

Nachdem bereits mehr als 2 Jahre über die Entwicklung

des Panoramabades beraten worden war, beschloss

der Rat der Stadt, das Panoramabad rückwirkend zum

01. Januar 2008 in die Panoramabad GmbH, eine

100%ige Tochter der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH, einzugliedern.

Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die Panoramabad GmbH hat mit der Stadt einen

Pachtvertrag abgeschlossen und damit das Grundstück

des Hallen- und Freibades mit den aufstehenden Gebäuden

gemietet. Mit den Anlagen sind auch die unmittelbar

für den Badbetrieb eingesetzten Mitarbeiter übernommen

worden.

Nach umfangreichen Planungen und Studien zur

Neukonzeption des Bades ist vom Aufsichtsrat und vom

Rat der Stadt das vorgelegte Konzept gebilligt und die

Sanierung beschlossen worden. Die Generalplanung ist

dem Sieger eines durchgeführten Architektenwettbewerbes

übertragen worden. Die Projektsteuerung und

das Controlling obliegen einem externen Unternehmen.

Anfang Mai 2008 wurde das Hallenbad stillgelegt und

seitdem laufen die umfangreichen Sanierungsarbeiten.

Aufgrund eines wesentlich vergrößerten Angebotes, insbesondere

im Wellness- und Gesundheitsbereich,

kommt die Sanierung praktisch einem Neubau gleich.

Parallel zur laufenden Bautätigkeit ist das Freibad in

den Sommermonaten weiter geöffnet geblieben. Dies

erforderte sowohl verstärkte Provisorien als auch Verständnis

bei den Badbesuchern. Unter diesen Randbe-

dingungen konnten allerdings die Besucherzahlen des

Vorjahres nicht erreicht werden.

Marktentwicklung Badbetrieb

Das abgelaufene Jahr kann aufgrund der Schließung

des Hallenbades im Mai und der Bautätigkeit parallel zur

Freibadsaison nicht als wirkliches Betriebsjahr angesehen

werden. Zudem hatte das alte Bad nur noch geringere

Besucherzahlen zu verzeichnen, die auch mit einer unterlassenen

Instandhaltung begründet sein können. Letztlich

konnte aber noch ein befriedigendes Ergebnis erzielt

werden, da durch die Beschäftigung der Mitarbeiter in

anderen Bereichen auch Einnahmen erzielt wurden.

Personalbericht

Mit der Übernahme des Bades zum 01. Januar 2008

sind insgesamt 13 Mitarbeiter zur Panoramabad GmbH

gewechselt. Bis zur Schließung des Hallenbades haben

diese regulär ihren Dienst geleistet. Der Großteil wurde

auch in der folgenden Freibadsaison benötigt. Danach

wurden sie in anderen Einrichtungen der Stadt oder der

Stadtwerke eingesetzt. Daneben wird diese Zeit genutzt,

um Überstunden und Urlaubsansprüche abzubauen.

Auch wurden Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen,

speziell für die Schwimm- und Saunameister, angeboten

und wahrgenommen.

II. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Panoramabad GmbH hat im Geschäftsjahr 2008

einerseits den Betrieb des Hallen- und Freibades übernommen

und andererseits die im Vorjahr beschlossenen

umfangreichen Sanierungsmaßnahmen begonnen. Die

Einschränkungen, welche sich aus den laufenden Baumaßnahmen

für den Badebetrieb ergeben, führen zu

einer eingeschränkten Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses

2008 mit anderen Perioden.


36(37 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Unternehmenskennzahlen

2008

in T€

Umsatz 172

Ergebnis vor der Verlustabführung -499

Cash Flow aus laufender

Geschäftstätigkeit -376

Investitionen 2.540

Eigenkapital 6.048

Bilanzsumme 6.237

Eigenkapitalquote (%) 96,9

Ertragslage

Die Erlöse aus der Badnutzung beschränken sich

für das Hallenbad auf den Zeitraum von Januar bis April

sowie auf die Freibadsaison. Den Eintrittsgeldern sowie

Erlösen für die Nutzung von Schulen, Vereinen und Verbänden

in Höhe von T€ 161 stehen Abgrenzungen für

im Umlauf befindliche Wertkarten in Höhe von T€ 54

entgegen. Weiterhin enthalten die Erlöse Personalüberlassungen

in Höhe von T€ 65.

Der Materialaufwand in Höhe von T€ 173 umfasst

neben dem Energie- und Wasserbezug (T€ 92) den

Materialeinkauf (T€ 15) sowie die bezogenen Leistungen

für die technische Betriebsführung (T€ 32) und Fremdpersonal

(T€ 33). Die Personalaufwendungen betragen

T€ 345.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe

von T€ 270 resultieren aus Aufwendungen für Instandhaltungen

und Gebäudebewirtschaftung (T€ 117),

Grundstückspachten (T€ 36), Rechts- und Beratungskosten

(T€ 31), Versicherungen (T€ 24), kaufmännischer

Betriebsführung (T€ 39), Personalnebenkosten (T€ 7)

sowie allgemeinen Verwaltungskosten (T€ 16).

Aus kurzfristigen Finanzmitteldispositionen konnten

Zinserträge in Höhe von T€ 113 erzielt werden.

Insgesamt erzielte die Panoramabad GmbH in Anbetracht

der laufenden Baumaßnahmen ein zufriedenstellendes

Ergebnis vor Verlustabführung von T€ -499.

Finanz- und Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft zum 31. Dezember

2008 ist geordnet. Die Investitionen in Höhe von

T€ 2.540 werden durch Kapitalzuführungen der Gesellschafter

in Höhe von € 6,0 Mio finanziert. Insgesamt

wurden für die Sanierungsmaßnahmen bis Ende Februar

2009 ein Auftragsvolumen von € 8,5 Mio vergeben.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für Anfang

Oktober 2009 geplant.

Forderungen gegen Gesellschafter ergeben sich im

Wesentlichen aus der Verlustabführung für das Geschäftsjahr

2008.

Die Liquidität des Unternehmens war 2008 zu jedem

Zeitpunkt gesichert. Die flüssigen Mittel betrugen zum

Bilanzstichtag T€ 3.110.

III. Wesentliche Risiken und Chancen

der zukünftigen Entwicklung

Risiko zukünftiger Entwicklungen

Durch die erheblichen Investitionen, insbesondere

auch in die zusätzlichen Einrichtungen wie Sauna und

Gastronomie, nimmt der Bedarf an Personal und Energie

deutlich zu. Damit steigen die Aufwandspositionen und

das Risiko, dass diese nicht durch Mehreinnahmen

gedeckt werden, nimmt zu. Zwar haben derzeit nahezu

alle Saunabetreiber eine Steigerung bei den Besucherzahlen

zu verzeichnen, es bleibt jedoch die Frage, wie

lange dieser Trend anhält und ob sich die derzeit

schlechte wirtschaftliche Situation negativ auf die

Besucherzahlen in den kommenden Jahren auswirkt.

Chancen zukünftiger Entwicklungen

Der Trend im Freizeitbereich geht derzeit in Richtung

Gesundheitssport und Wellness. Dem wird mit der

Sanierung des Hallenbades und der Erweiterung um ein

Variobecken für Schwimm- und Fitnesskurse, erweiterte

Mutter-Kind-Bereiche, eine mittelgroße Saunaanlage mit

Garten sowie durch eine Gastronomie für alle Bereiche

Rechnung getragen. Mit diesen Angeboten erfährt das

Bad insgesamt eine deutliche Attraktivitätssteigerung,

was sich auch in steigenden Besucherzahlen widerspiegeln

wird. Auch das geplante Preisniveau ist eher im

mittleren Bereich angesiedelt, so dass sich daraus keine

Hemmung ergeben dürfte. Darüber hinaus soll die Vermarktung

des Bades durch begleitende Werbekampagnen

und Events in allen Bereichen verbessert werden.

Insgesamt sieht die Geschäftsleitung für das Bad

gute Chancen, sich als eine attraktive Freizeiteinrichtung

zu etablieren. Die Anziehungskraft, die das Bad bereits

in der Vergangenheit auch in den Nachbargemeinden

hatte, wird durch die neuen Einrichtungen nur verstärkt

und damit zu einer steigenden Besucherzahl führen.


Lagebericht der Stadtwerke Georgsmarienhütte Eigenbetrieb

„Behauptung als kommunaler Partner

in den Tätigkeitsbereichen Schmutzwassertransport

und -reinigung

sowie Oberflächenentwässerung.”

I. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Der Eigenbetrieb Stadtwerke Georgsmarienhütte

ist für die komplette Abwasserentsorgung im Stadtgebiet

verantwortlich. Dazu gehören ein Kanalsystem

zum getrennten Transport von Schmutz- und Regenwasser

sowie vier Versickerungsanlagen und ein Abwasserrückhaltebecken.

Während das Schmutzwasser

zur zentralen Kläranlage Obere Düte fließt und dort

gereinigt wird, kann das Regenwasser dem nächsten

leistungsfähigen Vorfluter zugeführt werden. Da diese

Leistungsfähigkeit nur selten gegeben ist, sind in der

Vergangenheit an verschiedenen Standorten im

Stadtgebiet 23 Regenrückhaltebecken mit einem

Stauvolumen von ca. 164.000 m 3 errichtet worden.

Im Geschäftsjahr 2008 hat das Unternehmen die

kontinuierliche Erneuerung einzelner Teile des Kanalnetzes

fortgeführt. Die dafür benötigten Mittel konnten

aus dem Gebührenaufkommen finanziert werden.

Auf dem Gelände der Kläranlage sind Ende 2007

eine Biogasanlage und Anlagen für eine weitergehende

Schlammbehandlung, sowohl für die Gärreste aus der

Biogasanlage als auch für den auf der Kläranlage anfallenden

Klärschlamm, errichtet worden. Das produzierte

Biogas wird, ebenso wie das bislang schon produzierte

Faulgas, in Blockheizkraftwerke gegeben. Damit wird

Strom (rd. 6,8 Mio. kWh) und Wärme (rd. 7,6 Mio.

kWh) erzeugt, die zunächst für den Eigenbedarf genutzt

werden. Während die Wärme für die Schlammtrocknung

verwendet wird, unterliegt die überschüssige

Strommenge der Förderung nach dem „Gesetz für den

Vorrang Erneuerbarer Energien“ und wird an den

Stromnetzbetreiber abgegeben. Diese Anlagen werden

als Betrieb gewerblicher Art (BgA) eigenständig geführt.

Marktentwicklung

Das Schmutzwasserkanalnetz befindet sich in

einem sehr guten Zustand. Eine Erweiterung ist lediglich

im Zuge der Erschließung neuer Baugebiete nötig. So

liegt das Hauptaugenmerk des Eigenbetriebs auf der

Pflege des vorhandenen Netzes: In jeder Straße, die von

der Stadt Georgsmarienhütte saniert wird, prüft der

Eigenbetrieb das Kanalnetz auf Dichtigkeit und Fremdwassereinfluss.

Gegebenenfalls werden erforderliche

Sanierungsarbeiten unmittelbar durchgeführt – auch um

weitere Straßenbaumaßnahmen und damit verbundene

Verkehrsbehinderungen und Mehrkosten zu vermeiden.

Die Menge des von der Kläranlage Georgsmarienhütte

zu bewerkstelligenden Abwassers lag mit 2.197 Tm 3

geringfügig über dem Vorjahresniveau (2.144 Tm 3 ). Der

Rückgang der Abwassermenge aus Privathaushalten

wurde durch eine erhöhte Abwassermenge einiger expandierender

Unternehmen kompensiert. Die der Kläranlage

insgesamt zugeflossene Abwassermenge lag

mit 2.757 Tm 2 unter dem Wert des Jahres 2007. Dies ist

auf eine geringere Niederschlagsmenge zurückzuführen.

Sie lag mit 993 mm/m 2 in etwa im langjährigen Mittel,

aber deutlich unter dem Vorjahr (1.194 mm/m 2 ).

Die Kläranlage hat auch 2008 hervorragende

Ablaufergebnisse geliefert. Wie schon in den vorangegangenen

Jahren sind die in der Einleitungserlaubnis

geforderten Grenzwerte stets unterschritten worden.

Somit konnte die gesetzliche Abwasserabgabe mit

T€ 77 unter dem niedrigen Vorjahresniveau (T€ 85)

gehalten werden.

Für die Oberflächenentwässerung sind Erweiterungen

ebenfalls nur in neuen Baugebieten vorgesehen.

In 2008 hat es allerdings keine wesentlichen Erschlie-


38(39 Stadtwerke Georgsmarienhütte

ßungen im Stadtgebiet zur Erhöhung der Beitragsfläche

zur Entwässerung gegeben. Auch werden mit geplanten

Straßensanierungen einige Kanalerneuerungen nach den

heutigen Bemessungskriterien durchgeführt. Die Kanäle

werden größer dimensioniert, ohne dass sich die Beitragsflächen

und damit die Oberflächenabflüsse ändern.

Die Biogasanlage und die verbundenen Anlagen

zur Schlammbehandlung haben im ersten Betriebsjahr

deutliche Anlaufschwierigkeiten gezeigt. Aufgrund der

unterschiedlichen Zusammensetzung der eingesetzten

Substrate sind sowohl biologische wie auch technische

Probleme aufgetreten. Dazu kam eine veränderte Marktsituation

mit extrem gestiegenen Rohstoffpreisen, welche

die wirtschaftliche Situation der Anlage maßgeblich verschlechtert

hat. Hier gilt es in der kommenden Betriebsphase

die richtigen Schlüsse aus den ersten Betriebserfahrungen

zu ziehen, um eine Verbesserung zu erreichen.

Qualitätsmanagement

Eine Grundlage des langfristigen Erfolges des Eigenbetriebes

bildet die Umsetzung eines effektiven und

effizienten Managementsystems, das sich an den Bedürfnissen

und Erwartungen der Kunden sowie den

behördlichen Anforderungen orientiert. Mit der internationalen

Norm DIN EN ISO 9001 verpflichten wir uns

mittlerweile seit 2005 zur ständigen Verbesserung

unseres integrierten Managementsystems und der damit

verbundenen Produkte und Dienstleistungen. Das im

Mai 2008 erfolgreich bestandene Überwachungsaudit

bestätigte uns die Qualität unserer Prozessabläufe.

Personal

Der Eigenbetrieb hat mit der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH einen Betriebsführungsvertrag abgeschlossen.

Damit ist auch die Bereitstellung des notwendigen

Fachpersonals gesichert. Die gleiche Konstruktion

ist auch für den Betrieb gewerblicher Art gewählt

worden. Dem Geschäftsführer wird für die Übernahme

der Werkleitung eine Entschädigung gezahlt.

II. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Der Eigenbetrieb hat sich im Geschäftsjahr 2008 als

kommunaler Partner in den Tätigkeitsbereichen Schmutzwassertransport

und -reinigung sowie Oberflächenentwässerung

behauptet.

Ertragslage

Zu dem Anstieg der Umsätze von 11 % trug die

zum Jahresende 2007 fertig gestellte Biogasanlage einen

Anteil von T€ 398, überwiegend aus Stromerlösen, bei.

Neben den bereits erwähnten Anlaufschwierigkeiten

und den daraus resultierenden Kostenbelastungen im

operativen Bereich ist der deutliche Rückgang des

Jahresergebnisses im Wesentlichen auf die gestiegenen

Kapitalkosten für die neue Anlage zurückzuführen. So

stiegen die Abschreibungen um T€ 335 auf T€ 1.932

und die Zinsaufwendungen um T€ 186 auf T€ 205.

Gleichzeitig konnten aufgrund der Kapitalabführung an

die Stadt weniger Zinseinnahmen erzielt werden (T€ 27

nach T€ 154 im Jahr 2007).


Unternehmenskennzahlen (konsolidiert)

2008 2007 +/in

T€ in T€ in %

Umsatz 4.778 4.305 11

EBITDA 1) 1.531 1.573 -2,7

EBIT 2) -401 -24 1.570,8

EBT 3) -578 112 -616,1

Ergebnis nach Steuern -579 97 -696,9

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.338 2.465 -45,7

Investitionen 4.266 7.333 -41,8

Eigenkapital 33.353 38.027 -12,3

Bilanzsumme 52.938 52.323 1,2

Eigenkapitalrendite nach Steuern (%) -1,74 0,26 -780,6

Abwasser (in Tm3 ) 2.197 2.144 2,5

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage des Eigenbetriebes zum 31. Dezember

2008 ist geordnet. Die Bilanzsumme stieg um

1,2 % auf T€ 52.938. Im Berichtsjahr 2008 wurden

liquide Mittel in Höhe von € 4,0 Mio aus den allgemeinen

Rücklagen an die Stadt abgeführt. Um eine langfristige

Finanzierung der getätigten Investitionen für die

Biogasanlage sicherzustellen, wurden langfristige Bankdarlehen

in Höhe von € 6,0 Mio aufgenommen.

Im Berichtsjahr 2008 wurden Investitionen von insgesamt

T€ 4.266 vorgenommen. Davon wurden

T€ 1.174 für den Bau der Schlammtrocknungsanlage

und T€ 1.143 für die Kanalisations- und Sammelanlagen

verwendet. Die Anlagen im Bau betreffen im Wesentlichen

den Ausbau bzw. die Erneuerung von Schmutzund

Regenwasserkanälen, deren Fertigstellung in 2009

erfolgen wird.

Das Anlagevermögen ist zu 65,0 % durch Eigenkapital

gedeckt. Das Eigenkapital entwickelte sich im

Berichtsjahr wie folgt:

in T€

Eigenkapital zum 1. Januar 2008 38.027

Ausschüttung entsprechend Ratsbeschluss

Entnahmen aus den allgemeinen Rücklagen

-95

gemäß Ratsbeschluss -4.000

Jahresergebnis 2008 -579

Eigenkapital zum 31. Dezember 2008 33.353

1) Betriebsergebnis vor Zinsen,

Steuern und Abschreibungen

2) Betriebsergebnis vor Zinsen

und Steuern

3) Jahresüberschuss vor Steuern

Die empfangenen Ertragszuschüsse betragen zum

Bilanzstichtag T€ 12.385 oder 24,1 % des Anlagevermögens.

Den Zugängen von T€ 876 stehen Auflösungen

von T€ 432 entgegen, welche linear entsprechend den

Abschreibungen der bezuschussten Anlagen erfolgen.

Von den Rückstellungen zum 1. Januar 2008 in

Höhe von T€ 258 wurden im Geschäftsjahr 2008 T€ 93

verbraucht. Nach Zuführungen von T€ 15 werden im

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 Rückstellungen

in Höhe von T€ 180 ausgewiesen.

Die Liquidität des Unternehmens war 2008 zu jedem

Zeitpunkt gesichert. Die flüssigen Mittel betrugen zum

Bilanzstichtag T€ 1.090.


40(41 Stadtwerke Georgsmarienhütte

III. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte sind in den

jeweiligen Bereichen den allgemeinen und branchenspezifischen

Risiken ausgesetzt. Neben einer kontinuierlichen

Risikobeobachtung verbunden mit einer Ad-hoc-

Berichterstattung durch den Risikoverantwortlichen

erfolgte die ganzheitliche Aktualisierung des Risikomanagements

im ersten Quartal 2009. Die identifizierbaren

Risiken wurden von dem Risikoverantwortlichen

nach ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit

bewertet und unter Berücksichtigung von

Steuerungsmaßnahmen dokumentiert. Insgesamt konnten

im Bereich Abwasserreinigung und im Bereich der

Biogasanlage keine wesentlichen Risiken identifiziert

werden. Dennoch wurden Maßnahmen und Kontrollmechanismen

eingeführt, um aktiv gegenzusteuern und

somit den Schadenserwartungswert möglichst gering zu

halten.

Für die Oberflächenentwässerung liegen für die

einzelnen Einleitungsstellen Generalentwässerungspläne

vor. Aufgrund von Veränderungen und neuer Bemessungskriterien

ist teilweise eine Überarbeitung erforderlich.

Damit ist bereits im vergangenen Jahr begonnen

worden. Da es offensichtlich nur wenige überlastete

Kanalbereiche gibt, bleibt der bauliche Zustand das

wesentliche Entscheidungskriterium für eine komplette

Sanierung. Diese wird in der Regel im Zusammenhang

mit der Erneuerung der Straße vorgenommen. Damit ist

eine kontinuierliche Erneuerung des Kanalnetzes gegeben

und die gestellten Anforderungen können auf

Dauer erfüllt werden.

Für den Schmutzwasserkanal gibt es nur für die

Hauptkanäle einen generellen Entwässerungsplan, da

die Nebenkanäle aufgrund der Wahl eines Mindestdurch-

messers ausreichend dimensioniert sind. Da zudem das

Alter der Kanäle noch deutlich unter dem Abschreibungszeitraum

liegt, ist eine komplette Erneuerung nur in

Ausnahmefällen notwendig. Im Zuge von Straßenerneuerungsmaßnahmen

werden die Kanäle jeweils gründlich

untersucht und in der Regel ist auch dann der größte

Sanierungsaufwand gegeben.

Um auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet

zu sein, ist in einer Studie für die Kläranlage der

Unterhaltungs- und Investitionsbedarf für die kommenden

Jahre ermittelt worden. Dabei sind sowohl die

zunehmende Belastung durch eine erhöhte Schmutzfracht

im Abwasser, wie auch der bauliche Zustand der

Anlage berücksichtigt worden. Als erste Maßnahme soll

zunächst die mechanische Vorreinigung erneuert und

verbessert werden. Wesentliche Aufgabe dabei ist der

Bau eines neuen Sand- und Fettabscheiders und die

Sanierung des Vorreinigungsbeckens. Durch das Herausholen

von Sand und Fett wird der weitergehende

Reinigungsprozess, insbesondere die biologische Stufe,

entlastet und hat mehr Reserve in Spitzenlastzeiten.

Damit wird das Risiko gemindert, dass durch die unbemerkte

Einleitung von Störstoffen das Reinigungsvermögen

der biologischen Stufe entscheidend gestört wird

und es durch die Abwassereinleitung zu einer Schädigung

des Vorfluters kommt. Die Werkleitung sieht mit

dieser Verbesserung die Kläranlage durchgängig auf

dem vom Gesetzgeber geforderten technischen Standard,

der eine gesicherte Abwasserreinigung garantiert.

Die Biogasanlage mit den weitergehenden

Schlammbehandlungsanlagen hat im ersten Betriebsjahr

viele Schwachpunkte gezeigt, die den kontinuierlichen

Betrieb behindert haben. Zahlreiche technische Maß-


nahmen zur Nachbesserung waren erforderlich. Obwohl

die Anlage zuletzt nahezu störungsfrei lief, soll nun

durch Hinzuziehung externer Experten versucht werden,

die Betriebsstabilität weiter zu erhöhen.

Aufgrund eines schwierigen Marktumfeldes ergeben

sich aus der Beschaffung der notwendigen Substrate

Preis-, Mengen- und Qualitätsrisiken. Eine erhöhte

Nachfrage hat einerseits zu deutlich erhöhten Beschaffungskosten

geführt, andererseits ist es aufgrund problematischer,

nicht bekannter Inhaltsstoffe auch zu

Störungen des biologischen Prozesses im Fermenter

gekommen. Mit der Inbetriebnahme einer vorgeschalteten

Hygienisierung zu Beginn des neuen Jahres besteht

nun die Chance, weitere Substrate mit höheren Energiegehalten

aufzunehmen. Durch die neue Behandlungsstufe

soll zudem der weitere Prozess im Fermenter

stabiler laufen.

Ein weniger störanfälliger Betrieb ist die Grundvoraussetzung

für eine deutlich höhere Gasausbeute im

Fermenter und damit für eine höhere Stromproduktion.

Von großer Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit der

Anlage ist weiterhin der Substratmarkt. Es gibt Anzeichen,

die auf eine Beruhigung des Marktes, analog zu

den übrigen Energiestoffen, hindeuten. Darüber hinaus

soll die Beschaffung durch langfristige Lieferverträge

abgesichert werden, um das Ausfallrisiko zu mindern.

Durch die Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen

gehen wir davon aus, dass mittelfristig positive Ergebnisse

erzielt und die aufgelaufenen Anlaufverluste ausgeglichen

werden.

Um den Anforderungen des zusätzlichen Beprobungsaufwandes

für die Biogasanlage gerecht zu werden,

wird auf der Kläranlage ein neues, größeres Labor-

gebäude errichtet. Dadurch wird zukünftig eine bessere

Kontrolle der Substratlieferungen zur Biogasanlage

ermöglicht sowie eine einwandfreie Untersuchung der

geruchsintensiveren Stoffe sichergestellt.

Durch den ausschließlichen Einsatz von Reststoffen

aus der Lebensmittelindustrie ist die Biogasanlage unter

dem Gesichtspunkt der Klimadiskussion und der standortnahen

Energieerzeugung als Vorzeigeprojekt zu

betrachten. Mit den eingeleiteten Maßnahmen sieht die

Werkleitung gute Chancen, dass die technischen und

wirtschaftlichen Anfangsschwierigkeiten behoben werden

und ein nachhaltiger Qualitäts- und Prozessstandard

erreicht wird.


42(43 Stadtwerke Georgsmarienhütte


Jahresabschlüsse der

Stadtwerke Georgsmarienhütte

Wir übernehmen Verantwortung.


44(45 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2008

AKTIVA

31.12.2008 31.12.2007

A. Anlagevermögen in € in €

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1.Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.537,63 47.780,63

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.010.029,78 2.053.982,78

2. Erzeugungsanlagen 316.833,00 83.968,00

3. Blockheizkraftwerke 54.225,00 71.598,00

4. Verteilungsanlagen 2.538.000,92 2.688.116,10

5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.666.222,01 169.289,01

6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 241.816,70 117.744,05

5.327.127,41 5.184.697,94

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.860.443,13 11.610.953,13

2. Beteiligungen 1.215.099,81 349.172,44

19.075.542,94 11.960.125,57

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

24.429.207,98 17.192.604,14

1.Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.733,19 6.982,93

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.019.259,98 1.653.549,48

2. Forderungen gegen die Stadt Georgsmarienhütte 0,00 159.863,04

3. Forderungen gegen den Eigenbetrieb Stadtwerke Georgsmarienhütte 146.398,33 0,00

4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.339,61 0,00

5. Sonstige Vermögensgegenstände 636.318,67 570.792,37

2.804.316,59 2.384.204,89

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.264.087,22 2.831.881,80

7.087.137,00 5.223.069,62

C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 845,34

31.516.344,98 22.416.519,10


PASSIVA

31.12.2008 31.12.2007

A. Eigenkapital in € in €

I. Gezeichnetes Kapital (DM 4.500.000,00) 2.300.813,46 2.300.813,46

II. Kapitalrücklage 6.000.000,00 0,00

III. Gewinnrücklagen

1.Andere Gewinnrücklagen 7.226.137,98 6.551.737,31

IV. Jahresüberschuss 540.673,51 674.400,67

16.067.624,95 9.526.951,44

B. Empfangene Ertragszuschüsse 459.359,00 514.888,00

C. Rückstellungen

1. Steuerrückstellung 166.823,00 132.093,00

2. Sonstige Rückstellungen 675.600,00 762.600,00

842.423,00 894.693,00

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.154.839,37 7.060.093,05

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 8.277,61

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.492.960,19 1.275.840,93

4. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Georgsmarienhütte 291.982,39 0,00

5. Verbindlichkeiten gegenüber dem Eigenbetrieb

Stadtwerke Georgsmarienhütte 0,00 919.577,25

6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 811.231,19 1.449.344,61

7. Sonstige Verbindlichkeiten

(davon aus Steuern 274.312,80 €; Vorjahr 73.266,98 €)

(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.559,52 €; Vorjahr 1.825,80 €) 1.395.924,89 766.853,21

14.146.938,03 11.479.986,66

31.516.344,98 22.416.519,10


46(47 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Januar bis 31. Dezember 2008

2008 2007

in € in €

1. Umsatzerlöse 29.814.368,73 24.659.206,69

2. Strom- und Energiesteuern -2.402.812,80 -1.959.013,70

3. Sonstige betriebliche Erträge 507.475,09 292.409,83

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.258.339,44 8.781.668,58

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.553.287,39 7.760.840,33

5. Personalaufwand

21.811.626,83 16.542.508,91

a) Löhne und Gehälter 2.457.645,73 2.442.051,94

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

(davon für Altersversorgung 187.357,74 €;

Vorjahr 130.181,59 €) 626.214,76 539.373,48

3.083.860,49 2.981.425,42

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 458.914,39 508.028,74

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 943.751,64 1.380.942,95

8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 217.253,88 38.834,45

9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 499.358,88 0,00

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.072,19 86.830,34

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 360.854,25 394.572,83

12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.034.990,61 1.310.788,76

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 490.844,60 632.133,47

14. Sonstige Steuern 3.472,50 4.254,62

15. Jahresüberschuss 540.673,51 674.400,67


Anhang für das Geschäftsjahr 2008

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ist

nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches

und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für

die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren

gewählt.

Zur Verbesserung der Klarheit sind in der Bilanz die

Posten Empfangene Ertragszuschüsse, Forderungen bzw.

Verbindlichkeiten gegen die Stadt Georgsmarienhütte

und den Eigenbetrieb der Stadtwerke Georgsmarienhütte

sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung der

Posten Stromsteuer eingefügt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten

abzüglich planmäßiger Abschreibungen

angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten

abzüglich planmäßiger Abschreibungen

und steuerlich möglicher Sonderabschreibungen sowie

abzüglich erhaltener Kapitalzuschüsse bewertet. Seit

dem 1. Januar 2003 werden die von den Anschlussnehmern

geleisteten Baukostenzuschüsse von den Anschaffungs-

oder Herstellungskosten der Versorgungsanschlüsse

abgezogen.

Die Herstellungskosten enthalten neben den

Einzelkosten die nach R 6.3 EStR erforderlichen Gemeinkostenzuschläge.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen

werden grundsätzlich pro rata temporis und

linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze entsprechen

den steuerlich anerkannten Werten. Geringwertige

Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben

wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten

150,00 Euro nicht überschreiten. Abnutzbare

bewegliche Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder

Herstellungskosten mehr als 150,00 Euro aber maximal

1.000,00 Euro netto betragen, werden zu einem

Sammelposten zusammengefasst und einheitlich über

5 Jahre linear abgeschrieben.

Unter den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen

Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten

angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bei Anwendung

zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren

unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

sind zu Nominalbeträgen, vermindert um eine angemessene

Pauschalwertberichtigung, angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen

berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und

ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen

passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und

Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus

dem Anlagenspiegel (vgl. Anlage zum Anhang) hervor.

Die vereinnahmten Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten

in Höhe von T€ 86 wurden von den

Zugängen der Versorgungsanlagen aktivisch abgesetzt.

Umlaufvermögen

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als

einem Jahr bestehen mit € 68.000,00 in dem aus dem

Anrechnungsverfahren verbliebenen Körperschaftsteuerguthaben.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

haben eine Restlaufzeit von unter einem

Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital wird vollständig von der Stadt

Georgsmarienhütte gehalten.

Die Stadt Georgsmarienhütte hat der Gesellschaft

Finanzmittel in Höhe von 6,0 Mio Euro zugeführt,

welche zur Finanzierung der Sanierungskosten des

Panoramabades bestimmt sind. Die Mittel wurden der

Kapitalrücklage zugeführt. Die Weitergabe der Finanzmittel

an die Panoramabad GmbH hat den Anteil an

diesem verbundenen Unternehmen entsprechend

erhöht.


48(49 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

Die Anderen Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

in T €

1. Januar 2008 6.552

Einstellung des Jahresüberschusses 2007 674

31. Dezember 2008 7.226

Empfangene Ertragszuschüsse

Bei den Empfangenen Ertragszuschüssen handelt es

sich überwiegend um von Kunden der Fernwärme für

Netz- und Leitungsanschlüsse gezahlte Baukostenzuschüsse,

die bis zum 31. Dezember 2002 passiviert

wurden und jährlich mit 5 % der Ursprungsbeträge zugunsten

der Umsatzerlöse aufgelöst werden.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten den erwarteten

Steueraufwand aus der Betriebsprüfung für die Jahre

2002 bis 2006 in Höhe von T€ 131 sowie Zinsen auf

diese Steuernachzahlungen in Höhe von T€ 21.

Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen:

Rückstellungen T€

Altersteilzeitverpflichtungen 311

Personalkosten (Resturlaubstage,

Überstundenausgleich, Jubiläum etc.) 204

Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 62

Abschlussvergütungen,

Steuererklärungen 43

Interne Jahresabschlusskosten 31

Werbekosten 23

Beratungskosten 2

676

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gehen aus

nachstehendem Verbindlichkeitenspiegel hervor:

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

sind zum Teil durch Ausfallbürgschaften der Stadt

Georgsmarienhütte besichert. Die Verbindlichkeiten

gegenüber der Stadt Georgsmarienhütte in Höhe von

T€ 292 enthalten Verbindlichkeiten aus Anzahlungen für

Kapitalzuführungen (T€ 400), welche mit Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen (T€108) saldiert wurden.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen entfallen T€ 529 auf Lieferungen und

Leistungen.

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt

zusammen:

2008 2007

in € in €

Vertrieb Strom 15.081.588,83 15.049.797,12

Vertrieb Gas 6.230.971,40 1.198.064,00

Vertrieb Wasser 2.736.054,79 2.698.088,49

Fernwärme 949.885,67 842.743,46

Sonstige Aktivitäten 4.815.868,04 4.870.513,62

29.814.368,73 24.659.206,69


Verbindlichkeiten 31.12.2008 davon unter davon 1 bis davon über 31.12.2007

in € 1 Jahr in € 5 Jahre in € 5 Jahre in € in €

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.154.839,37 697.308,49 2.068.932,06 6.388.598,82 7.060.093,05

Verbindlichkeiten aus Anzahlungen

auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00 8.277,61

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen 2.492.960,19 2.492.960,19 0,00 0,00 1.275.840,93

Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt

Georgsmarienhütte 291.982,39 291.982,39 0,00 0,00 0,00

Verbindlichkeiten gegenüber dem

Eigenbetrieb Georgsmarienhütte 0,00 0,00 0,00 0,00 919.577,25

Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen 811.231,19 811.231,19 0,00 1.449.344,61

Sonstige Verbindlichkeiten 1.395.924,89 1.395.924,89 0,00 0,00 766.853,21

14.146.938,03 5.689.407,15 2.068.932,06 6.388.598,82 11.479.986,66

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Aus Anpassungen der Netzentgeltabrechnung für

das Gasnetz durch die Stadtwerke Georgsmarienhütte

Netz GmbH ergeben sich periodenfremder Aufwendungen

aus dem Jahr 2007 in Höhe von T€ 108.

Periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 342 resultieren

aus Nachaktivierungen, welche als Ergebnis der

steuerlichen Betriebsprüfung im handelsrechtlichen

Jahresabschluss 2008 berücksichtigt wurden.

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen für Darlehen

des Stadtwerke Georgsmarienhütte Eigenbetrieb

in Höhe von T€ 27. Das Darlehen wurde im Dezember

2008 zurückgezahlt.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2008 waren durchschnittlich

62 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 17 kaufmännische

und 45 gewerbliche Mitarbeiter.

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der

Arbeitnehmerschaft bestehen bei der Versorgungsanstalt

des Bundes und der Länder. Die Versorgungsanstalt ist

eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Zweck

der Anstalt ist es, Arbeitnehmern der Beteiligten im

Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche

Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die

Anstalt ist keine im Wettbewerb stehende Einrichtung.

Die Altersversorgung wird durch Umlagen finanziert.

Diese setzt sich aus einer Umlage von 6,45 % und

einem Sanierungsgeld für Altfälle zusammen, die vom

Arbeitgeber allein übernommen werden.


50(51 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer ist Herr Wilhelm Grundmann. Von der

Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird hinsichtlich

der Organbezüge Gebrauch gemacht.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Heinrich Lunte, Bürgermeister (Vorsitzender)

Dieter Selige, Städt. Direktor a. D. (stellv.

Vorsitzender),

Ludwig Bußmann, Kaufm. Angestellter,

Martin Dälken, Drogist,

Georg Daudt, Finanzberater

Annette Jantos, Rechtsanwältin,

Ansgar Pohlmann, Dipl. Verwaltungswirt,

Laurenz Suendorf, Steuerberater,

Heinrich Stavermann, Ver- u. Entsorger,

Arbeitnehmervertreter,

Antonius Unland, Rentner.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf

T€ 2.

Beziehungen zu anderen Unternehmen

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH ist bei

folgenden Gesellschaften Alleingesellschafterin:

Eigenkapital Jahres-

31. Dezember ergebnis

2008 2008

in € in €

Stadtwerke Georgsmarienhütte

Netz GmbH 11.784.390,13 0,00

Panoramabad GmbH

Georgsmarienhütte 6.048.029,23 0,00

ESG-Energieservice Georgsmarienhütte

GmbH 23.637,53 253,19

Am 29. August 2006 wurde der Ausgliederungsund

Übernahmevertrag mit der Stadtwerke Georgsmarienhütte

Netz GmbH beurkundet, der die Einbringung

der Verteilungsnetze Strom und Trinkwasser im

Rahmen einer Ausgliederung zur Aufnahme im Wege

der partiellen Gesamtrechtsnachfolge in die Netz GmbH

zum Inhalt hat.

Mit der Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH

besteht ein Ergebnisabführungsvertrag vom 15. Dezember

2006 mit Wirkung ab 1. Januar 2006. Im Jahr 2008

wurde ein Gewinn in Höhe von T€ 217 abgeführt.

Die Stadt Georgsmarienhütte hat das Hallen- und

Freibad „Panoramabad“ ab dem 1. Januar 2008 an das

Tochterunternehmen der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH EDG-Energiedienstleistungen Georgsmarienhütte

GmbH verpachtet. Der Gesellschaftsvertrag dieser bislang

als Vorratsgesellschaft der Stadtwerke gehaltenen

Gesellschaft wurde dazu neu gefasst, die Firma in Panoramabad

GmbH geändert. Ebenfalls mit Wirkung ab

dem 1. Januar 2008 hat die Gesellschaft mit der Stadtwerke

Georgsmarienhütte GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag

sowie einen Betriebsführungsvertrag abgeschlossen.

Für das Geschäftsjahr 2008 wurde ein Verlust

in Höhe von T€ 499 übernommen.

Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen

mit langen Laufzeiten, die nicht in der Bilanz

erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben

sind und deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage

von Bedeutung ist, bestehen nicht.

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Zur Eliminierung von Zinsänderungsrisiken für ein

Darlehen wurde für den Zeitraum vom 2. Januar 2007

bis 2. Januar 2017 ein Zinsswap abgeschlossen. Das

Nominalvolumen beträgt zum 31. Dezember 2008

T€ 5.119. Die Bewertung nach der Marking to market

Methode ergibt einen Marktwert von T€ -99.


Angaben zu Haftungsverhältnissen

Am 23. November 2006 wurde eine Bürgschaftserklärung

in Höhe von T€ 590 für die Übernahme einer

selbstschuldnerischen Bürgschaft für alle gegenwärtigen

und künftigen Ansprüche, die der Euler Hermes Kreditversicherung

gegen die Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH aus dem Kautionsversicherungsvertrag und noch

zu übernehmenden Avale zustehen oder künftig zustehen

werden, unterzeichnet.

Die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH beteiligt

sich am gemeinsamen Kreditrisikopool der Trianel GmbH

(bis 31. Dezember 2008 firmierend unter Trianel European

Energy Trading GmbH).

Die Haftung ist unbeschränkt und betrug zum

Abschlussstichtag T€ 310.

Georgsmarienhütte, den 26. März 2009

Geschäftsführer


52(53 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens 2008

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2008 Zugang Zugang Abgang Umbuchung

in € in € aufgrund steu- in € in €

erlicher Außenprüfung

in €

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte

sowie Lizenzen an solchen Rechten

und Werten 284.673,65 2.745,00 0,00 3.780,00 0,00

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten einschließlich der

Bauten auf fremden Grundstücken 3.087.790,09 59.507,85 0,00 0,00 0,00

2. Erzeugungsanlagen 109.218,45 247.856,78 0,00 0,00 0,00

3. Blockheizkraftwerke 671.431,45 0,00 0,00 0,00 0,00

4. Verteilungsanlagen

5. Andere Anlagen, Betriebs- und

8.113.022,37 60.981,38 100.000,00 86.400,38 22.380,69

Geschäftsausstattung

6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen

480.479,00 57.492,20 0,00 1.294,80 0,00

im Bau 117.744,05 149.391,74 0,00 2.938,40 -22.380,69

12.579.685,41 575.229,95 100.000,00 90.633,58 0,00

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.610.953,13 6.000.000,00 249.490,00 0,00 0,00

2. Beteiligungen 349.172,44 865.927,37 0,00 0,00 0,00

11.960.125,57 6.865.927,37 249.490,00 0,00 0,00

24.824.484,63 7.443.902,32 349.490,00 94.413,58 0,00


Abschreibungen Restbuchwerte

31.12.2008 01.01.2008 Zugang Zugang Abgang 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2007

in € in € in € aufgrund steu- in € in € in €

erlicher Außenprüfung

in €

283.638,65 236.893,02 23.987,00 0,00 3.779,00 257.101,02 26.537,63 47.780,63

3.147.297,94 1.033.807,31 103.460,85 0,00 0,00 1.137.268,16 2.010.029,78 2.053.982,78

357.075,23 25.250,45 14.991,78 0,00 0,00 40.242,23 316.833,00 83.968,00

671.431,45 599.833,45 17.373,00 0,00 0,00 617.206,45 54.225,00 71.598,00

8.209.984,06 5.424.906,27 239.384,56 7.692,31 0,00 5.671.983,14 2.538.000,92 2.688.116,10

536.676,40 311.189,99 59.717,20 0,00 452,80 370.454,39 166.222,01 169.289,01

241.816,70 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 241.816,70 117.744,05

13.164.281,78 7.394.987,47 434.927,39 7.692,31 452,80 7.837.154,37 5.327.127,41 5.184.697,94

17.860.443,13 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 17.860.443,13 11.610.953,13

1.215.099,81 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.215.099,81 349.172,44

19.075.542,94 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 19.075.542,94 11.960.125,57

32.523.463,37 7.631.880,49 458.914,39 7.692,31 4.231,80 8.094.255,39 24.429.207,98 17.192.604,14


54(55 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2008

AKTIVA

31.12.2008 31.12.2007

A. Anlagevermögen in € in €

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1.Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.458,99 5.458,99

2.Software 23.966,57 28.921,57

II. Sachanlagen

29.425,56 34.380,56

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.436.372,30 1.437.142,14

2. Technische Anlagen und Maschinen 20.525.285,34 21.120.475,03

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 203.409,95 195.364,95

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 111.509,81 197.783,35

22.276.577,40 22.950.765,47

22.306.002,96 22.985.146,03

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1.Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 422.330,11 362.849,08

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 525.753,36 225.517,08

2. Forderungen gegen Gesellschafter 244.595,16 1.427.876,70

3. Forderungen gegen den Eigenbetrieb Stadtwerke Georgsmarienhütte 0,00 7.313,63

4. Sonstige Vermögensgegenstände 20.952,31 22.361,99

791.300,83 1.683.069,40

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.116.700,67 575.026,22

3.330.331,61 2.620.944,70

25.636.334,57 25.606.090,73


PASSIVA

31.12.2008 31.12.2007

A. Eigenkapital in € in €

I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00

II. Kapitalrücklage 10.784.390,13 10.535.953,13

11.784.390,13 11.535.953,13

B. Empfangene Ertragszuschüsse 1.565.566,00 1.720.352,00

C. Rückstellungen

1. Sonstige Rückstellungen 1.130.091,19 425.000,00

D. Verbindlichkeiten

1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.753.393,48 11.409.444,43

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 6.267,23

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 284.990,53 428.574,26

4. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Georgsmarienhütte 3.894,19 30.925,28

5. Verbindlichkeiten gegenüber dem Eigenbetrieb

Stadtwerke Georgsmarienhütte 51.349,29 0,00

6. Sonstige Verbindlichkeiten 62.659,76 49.574,40

11.156.287,25 11.924.785,60

25.636.334,57 25.606.090,73


56(57 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Januar bis 31. Dezember 2008

2008 2007

in € in €

1. Umsatzerlöse 11.243.308,27 10.403.672,29

2. Sonstige betriebliche Erträge 213.200,92 186.703,67

3. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.091.943,63 748.989,66

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.473.531,85 4.601.488,51

5.565.475,48 5.350.478,17

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.618.166,30 1.613.077,95

5. Konzessionsabgaben 1.244.285,38 1.177.552,43

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.240.132,06 1.797.494,76

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.680,64 35.379,81

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 612.332,15 645.870,11

9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 219.798,46 41.282,35

10. Sonstige Steuern 2.544,58 2.447,90

11. Aufwendung aus Ergebnisabführung 217.253,88 38.834,45

12. Jahresüberschuss 0,00 0,00


Anhang für das Geschäftsjahr 2008

Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ist

nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB)

unter Berücksichtigung der ergänzenden Rechnungslegungsvorschriften

des GmbH-Gesetzes und des EnWG

aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde

das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Zur Verbesserung der Klarheit sind in der Bilanz die

Posten Empfangene Ertragszuschüsse, sowie in der

Gewinn- und Verlustrechnung, die nach dem Gesamtkostenverfahren

dargestellt ist, der Posten Konzessionsabgaben

eingefügt. Damit wird den spezifischen Besonderheiten

der netzgebundenen Versorgungswirtschaft

Rechnung getragen. Zur besseren Übersicht der

Verflechtungen zur Stadt Georgsmarienhütte ist die

Bilanz um die Posten Forderungen bzw. Verbindlichkeiten

gegenüber der Stadt Georgsmarienhütte und

dem Eigenbetrieb Stadtwerke Georgsmarienhütte

erweitert worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten

abzüglich planmäßiger Abschreibungen

angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten

abzüglich planmäßiger Abschreibungen

bewertet. Seit dem 1. Januar 2003 werden die von den

Anschlussnehmern geleisteten Baukostenzuschüsse von

den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Versorgungsanschlüsse

abgezogen. Die Zugänge zum

Sachanlagevermögen werden grundsätzlich pro rata

temporis und linear abgeschrieben. Zugänge der unter

den Technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesenen

Nieder- und Mittelspannungs-, Gas- und Wasserleitungen

einschließlich der Hausanschlüsse werden in

jährliche Sammelposten zusammengefasst und wie ein

selbständiger Vermögensgegenstand über die betriebsgewöhnliche

Nutzungsdauer ab dem 1. Juli des Geschäftsjahres

abgeschrieben (Jahressammelpostenmethode).

Die Abschreibungssätze entsprechen den

steuerlich anerkannten Werten. Geringwertige Anlage-

güter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben,

wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten

150,00 Euro nicht überschreiten. Abnutzbare bewegliche

Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten

mehr als 150,00 Euro aber maximal 1.000 Euro

netto betragen, werden zu einem Sammelposten zusammengefasst

und einheitlich über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bei Anwendung

zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren

unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Für

Hilfs- und Betriebsstoffe werden Festwerte geführt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

sind zu Nominalbeträgen, vermindert um eine angemessene

Pauschalwertberichtigung, angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle

erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen

passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und

Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus

dem Anlagenspiegel hervor.

Die vereinnahmten Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten

in Höhe von T€ 534 wurden von den

Zugängen der Versorgungsanlagen aktivisch abgesetzt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen Gesellschafter bestehen

gegen die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH und

beinhalten insbesondere Ansprüche aus konzerninternen

Verrechnungen (T€ 626), die mit Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen (T€ 164) sowie Verpflichtungen

aus dem Ergebnisabführungsvertrag (T€ 217)

saldiert wurden.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

haben eine Restlaufzeit von unter einem

Jahr.


58(59 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH

Eigenkapital

Das Stammkapital wird vollständig von der Stadtwerke

Georgsmarienhütte GmbH gehalten.

Empfangene Ertragszuschüsse

Bei den Empfangenen Ertragszuschüssen handelt es

sich um von Kunden für Netz- und Leitungsanschlüsse

gezahlte Baukostenzuschüsse, die bis zum 31. Dezember

2002 passiviert wurden und grundsätzlich jährlich mit 5 %

der Ursprungsbeträge zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst

werden.

Rückstellungen

Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen:

Rückstellungen T€

Mehrerlösabschöpfung Netzentgelte Strom aus

Vorjahren 561

Periodenübergreifende Saldierung 323

Unterlassene Instandhaltungen 110

EEG Vergütungen 60

Erstattung Konzessionsabgaben 26

Rechts-, Beratungs-, Prüfungskosten und

Gebühren 50

1.130

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

sind in voller Höhe durch Ausfallbürgschaften der Stadt

Georgsmarienhütte besichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt

Georgsmarienhütte sind neben Leistungsverrechnungen

im Wesentlichen Verpflichtungen aus noch abzuführenden

Konzessionsabgaben enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Eigenbetrieb

Stadtwerke Georgsmarienhütte beinhalten Verpflichtungen

aus Liefer- und Leistungen (T€ 51).

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt

zusammen:

2008 2007

in € in €

Netz Strom 7.381.649,02 7.323.145,84

Netz Gas 2.230.012,46 1.573.733,40

Netz Wasser 1.631.646,79 1.506.793,05

11.243.308,27 10.403.672,29

Aus Anpassungen der Netzentgeltabrechnung im

Gasnetz ergeben sich periodenfremde Erträge aus dem

Jahr 2007 in Höhe von T€ 68, die der RWE berechnet

wurden, sowie T€ 108, die der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH berechnet wurden. Der Ausweis

erfolgt unter den Umsatzerlösen.

Weitere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 85

resultieren aus Nachaktivierungen, welche als Ergebnis

der steuerlichen Betriebsprüfung im handelsrechtlichen

Jahresabschluss 2008 berücksichtigt und als sonstige

betriebliche Erträge verbucht wurden.

Verbindlichkeiten 31.12.2008 davon unter davon 1 bis davon über 31.12.2007

in € 1 Jahr in € 5 Jahre in € 5 Jahre in € in €

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.753.393,48 685.562,05 3.073.540,65 6.994.290,78 11.409.444,43

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00 6.267,23

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen 284.990,53 284.990,53 0,00 0,00 428.574,26

Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt

Georgsmarienhütte 3.894,19 3.894,19 0,00 0,00 30.925,28

Verbindlichkeiten gegenüber dem

Eigenbetrieb Georgsmarienhütte 51.349,29 51.349,29 0,00 0,00 0,00

Sonstige Verbindlichkeiten 62.659,76 62.659,76 0,00 0,00 49.574,40

11.156.287,25 1.088.455,82 3.073.540,65 6.994.290,78 11.924.785,60


Nach der BGH-Rechtsprechung vom 14. August 2008

zur Abschöpfung der während der Dauer der Verfahren

zur Genehmigung der Stromnetzentgelte erzielten Mehrerlöse

wurden von der Gesellschaft Rückstellungen in

Höhe von T€ 561 gebildet. Die Mehrerlösabschöpfung

hat ihre Ursache in zurückliegenden Wirtschaftsjahren.

Die Verbuchung erfolgte in der Gewinn- und Verlustrechnung

über die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Insgesamt wird das Jahresergebnis 2008 durch periodenfremde

Effekte in Höhe von T€ 300 belastet.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat keine eigenen Mitarbeiter.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer ist Herr Wilhelm Grundmann. An den

Geschäftsführer wurde im Geschäftsjahr 2008 keine

Vergütung gezahlt.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Heinrich Lunte, Bürgermeister (Vorsitzender),

Dieter Selige, Städt. Direktor a. D. (stellv.

Vorsitzender),

Ludwig Bußmann, Kaufm. Angestellter,

Martin Dälken, Drogist,

Georg Daudt, Finanzberater,

Annette Jantos, Rechtsanwältin,

Ansgar Pohlmann, Dipl. Verwaltungswirt,

Laurenz Suendorf, Steuerberater,

Heinrich Stavermann, Ver- u. Entsorger,

Arbeitnehmervertreter,

Antonius Unland, Rentner.

Die Aufsichtsratsmitglieder haben für ihre Tätigkeit im

Geschäftsjahr insgesamt eine Vergütung in Höhe von

€ 260,00 erhalten.

Beziehungen zu anderen Unternehmen

Aufgrund des am 15. Dezember 2006 mit der

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH, Georgsmarienhütte,

abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags

wurde ein Ergebnis von € 217.253,88 abgeführt.

Unbundling

Gemäß § 10 Abs. 3 des Gesetzes über die Elektrizitäts-

und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz -

EnWG) vom 7. Juli 2005 hat die Stadtwerke Georgsmarienhütte

Netz GmbH für die Elektrizitäts- und

Gasverteilung sowie für Tätigkeiten außerhalb des

Elektrizitäts- und Gassektors getrennte Konten geführt

und intern jeweils eine getrennte Bilanz und Gewinnund

Verlustrechnung aufgestellt.

Die Aufteilung auf die Aktivitäten erfolgte über

direkte Zuordnung der Kosten.

Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen

oder assoziierten Unternehmen oder mit Unternehmen

derselben Aktionäre getätigt wurden:

Absatz (an die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH,

Georgsmarienhütte)

– Abrechnung der Netznutzung für die im Eigentum

der Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz

GmbH stehenden Strom-, Gas- und Wasserverteilungsnetze

Beschaffung (von der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH, Georgsmarienhütte)

– Betriebsführung für die Bereiche Stromnetz,

Gasnetz und Wassernetz

– Bezug von Strom zum Betrieb der eigenen

Anlagen

– Abrechnung Netzverluste

Sonstige (mit der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH, Georgsmarienhütte)

– Interne Zahlungseingangsverrechnungen

Georgsmarienhütte, den 26. März 2009

Geschäftsführer


60(61 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens 2008

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2008 Zugang Zugang Abgang Umbuchin

€ in € aufgrund in € ung

steuerlicher in €

Außenprüfung

in €

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte

sowie Lizenzen an solchen Rechten

und Werten 5.458,99 0,00 0,00 0,00 0,00

2. Software 75.473,14 7.562,00 0,00 0,00 0,00

80.932,13 7.562,00 0,00 0,00 0,00

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremden Grundstücken 1.966.556,72 61.406,48 0,00 0,00 0,00

2. Technische Anlagen und Maschinen

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

36.614.469,58 892.124,15 379.208,90 533.987,01 197.783,35

ausstattung

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen

558.774,21 67.338,90 0,00 0,00 0,00

im Bau 197.783,35 111.509,81 0,00 0,00 -197.783,35

39.337.583,86 1.132.379,34 379.208,90 533.987,01 0,00

39.418.515,99 1.139.941,34 379.208,90 533.987,01 0,00


Abschreibungen Restbuchwerte

31.12.2008 01.01.2008 Zugang Zugang 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2007

in € in € in € aufgrund in € in € in €

steuerlicher

Außenprüfung

in €

5.458,99 0,00 0,00 0,00 0,00 5.458,99 5.458,99

83.035,14 46.551,57 12.517,00 0,00 59.068,57 23.966,57 28.921,57

88.494,13 46.551,57 12.517,00 0,00 59.068,57 29.425,56 34.380,56

2.027.963,20 529.414,58 62.176,32 0,00 591.590,90 1.436.372,30 1.437.142,14

37.549.598,97 15.493.994,55 1.484.179,08 46.140,00 17.024.313,63 20.525.285,34 21.120.475,03

626.113,11 363.409,26 59.293,90 0,00 422.703,16 203.409,95 195.364,95

111.509,81 0,00 0,00 0,00 0,00 111.509,81 197.783,35

40.315.185,09 16.386.818,39 1.605.649,30 46.140,00 18.038.607,69 22.276.577,40 22.950.765,47

40.403.679,22 16.433.369,96 1.618.166,30 46.140,00 18.097.676,26 22.306.002,96 22.985.146,03


62(63 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Panoramabad GmbH, Georgsmarienhütte

Bilanz zum 31. Dezember 2008

AKTIVA

31.12.2008 31.12.2007

A. Anlagevermögen in € in €

I. Sachanlagen

1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.478,00 0,00

2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.538.094,53 0,00

2.539.572,53 0,00

2.539.572,53 0,00

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.780,19 0,00

2. Forderungen gegen Gesellschafter 566.636,03 23.056,40

3. Forderungen gegen die Stadt Georgsmarienhütte 7.733,77 0,00

4. Sonstige Vermögensgegenstände 11.223,04 139,86

587.373,03 23.196,26

II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.109.709,61 25.939,87

3.697.082,64 49.136,13

6.236.655,17 49.136,13


PASSIVA

31.12.2008 31.12.2007

A. Eigenkapital in € in €

I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00

II. Kapitalrücklage 6.000.000,00 0,00

III. Verlustvortrag 1.970,77 1.026,37

IV. Jahresfehlbetrag 0,00 944,40

B. Rückstellungen

6.048.029,23 48.029,23

1. Sonstige Rückstellungen 39.400,00 500,00

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.561,72 606,90

2. Verbindlichkeiten gegenüber dem Eigenbetrieb Stadtwerke

Georgsmarienhütte 23.799,25 0,00

3. Sonstige Verbindlichkeiten 53.864,97 0,00

149.225,94 606,90

6.236.655,17 49.136,13


64(65 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Panoramabad GmbH, Georgsmarienhütte

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Januar bis 31. Dezember 2008

2008 2007

in € in €

1. Umsatzerlöse 172.111,39 0,00

2. Sonstige betriebliche Erträge 5.266,85 0,00

3. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 107.616,60 0,00

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 65.475,17 0,00

4. Personalaufwand

173.091,77 0,00

a) Löhne und Gehälter 271.848,05 0,00

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

(davon für Altersversorgung 21.849,96 €; Vorjahr 0,00 €) 72.831,52 0,00

344.679,57 0,00

5. Abschreibungen auf Sachanlagen 368,65 0,00

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 270.325,76 1.537,00

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 113.380,61 863,71

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

(davon an verbundene Unternehmen 1.171,00 €; Vorjahr 0,00 €) 1.171,00 0,00

9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -498.877,90 -673,29

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -164,53 271,11

11. Sonstige Steuern 645,51 0,00

12. Erträge aus Verlustübernahme 499.358,88 0,00

13. Jahresfehlbetrag 0,00 -944,40


Anhang für das Geschäftsjahr 2008

Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ist

nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB)

unter Berücksichtigung der ergänzenden Rechnungslegungsvorschriften

des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für

die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren

gewählt.

Die Stadt Georgsmarienhütte hat das Hallen- und

Freibad „Panoramabad“ ab dem 1. Januar 2008 an das

Tochterunternehmen der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH EDG-Energiedienstleistungen Georgsmarienhütte

GmbH verpachtet. Der Gesellschaftsvertrag dieser bislang

als Vorratsgesellschaft der Stadtwerke gehaltenen

Gesellschaft wurde dazu neu gefasst, die Firma in

Panoramabad GmbH geändert. Ebenfalls mit Wirkung

ab dem 1. Januar 2008 hat die Gesellschaft mit der

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag

sowie einen Betriebsführungsvertrag

abgeschlossen.

Zur Verbesserung der Klarheit der Verflechtungen

zur Stadt Georgsmarienhütte ist die Bilanz um die

Posten Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber

der Stadt Georgsmarienhütte und dem Eigenbetrieb

Stadtwerke Georgsmarienhütte erweitert worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des

Zugangs voll abgeschrieben, wenn die Anschaffungsoder

Herstellungskosten 150,00 Euro nicht überschreiten.

Abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren

Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als

150,00 Euro aber maximal 1.000 Euro netto betragen,

werden zu einem Sammelposten zusammengefasst

und einheitlich über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

sind zu Nominalbeträgen angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle

erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen

passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und

Verlustrechnung

Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2008 wurde mit dem Umbau des

Hallenbades begonnen, welcher bis zum Herbst 2009

abgeschlossen werden soll. Zum Bilanzstichtag werden

Anlagen im Bau in Höhe von T€ 2.538 ausgewiesen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus

dem Anlagenspiegel (vgl. Anlage zum Anhang) hervor.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen Gesellschafter bestehen

gegen die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH (T€ 567)

und beinhalten insbesondere Ansprüche aus konzerninternen

Verrechnungen (T€ 138), die mit Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen (T€ 70) sowie Ansprüchen aus

dem Ergebnisabführungsvertrag (T€ 499) saldiert wurden.

In den Forderungen gegen die Stadt Georgsmarienhütte

(T€ 8) sind im Wesentlichen Ansprüche aus Personalüberlassungen

enthalten.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von 50.000,00 Euro wird

vollständig von der Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

gehalten.

Zur Finanzierung der laufenden Umbaumaßnahmen

wurden vom Gesellschafter Finanzmittel in Höhe von

6 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Diese wurden der

Kapitalrücklage zugeführt.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen

für Personalkosten (T€ 27) und für ausstehende Rechts-,

Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 12) enthalten.


66(67 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Panoramabad GmbH, Georgsmarienhütte

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit

von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegen den Eigenbetrieb

Stadtwerke Georgsmarienhütte beinhalten

Verpflichtungen aus Liefer- und Leistungen (T€ 24).

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt

zusammen:

2008

in T €

Erlöse Badnutzung 161

Abgrenzung Wertkarten -54

Erlöse aus Personalüberlassungen 65

172

Die Gesellschaft hat im Rahmen der Übernahme des

Frei- und Hallenbadbetriebes zum 1. Januar 2008 die im

Umlauf befindlichen Wertkarten übernommen. Diese

wurden zum 31. Dezember 2008 als Verbindlichkeiten

abgegrenzt.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2008 waren durchschnittlich

13 Arbeitnehmer beschäftigt.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer ist Herr Wilhelm Grundmann. An den

Geschäftsführer wurde im Geschäftsjahr 2008 keine

Vergütung gezahlt.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Heinrich Lunte, Bürgermeister (Vorsitzender),

Dieter Selige, Städt. Direktor a. D.

(stellv. Vorsitzender),

Ludwig Bußmann, Kaufm. Angestellter,

Martin Dälken, Drogist,

Georg Daudt, Finanzberater,

Annette Jantos, Rechtsanwältin,

Jörg Konrad, Bademeister, Arbeitnehmervertreter,

Ansgar Pohlmann, Dipl. Verwaltungswirt,

Laurenz Suendorf, Steuerberater,

Antonius Unland, Rentner.

Die Aufsichtsratsmitglieder haben für ihre Tätigkeit im

Geschäftsjahr insgesamt eine Vergütung in Höhe von

€ 505,00 erhalten.

Beziehungen zu anderen Unternehmen

Aufgrund des mit der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH, Georgsmarienhütte, abgeschlossenen

Ergebnisabführungsvertrags mit Wirkung ab 1. Januar

2008 wurde für das Geschäftsjahr 2008 ein Verlust von

€ 499.358,88 abgeführt.

Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen

Unternehmen getätigt wurden:

Beschaffung (von der Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH, Georgsmarienhütte)

– Kaufmännische und technische Betriebsführung

– Bezug von Strom, Fernwärme und Wasser

Georgsmarienhütte, den 26. März 2009

Geschäftsführer


68(69 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Panoramabad GmbH, Georgsmarienhütte

Entwicklung des Anlagevermögens 2008

I. Sachanlagen

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2008 Zugang 31.12.2008

in € in € in €

1. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 0,00 1.846,65 1.846,65

2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen

und Anlagen im Bau 0,00 2.538.094,53 2.538.094,53

0,00 2.539.941,18 2.539.941,18


Abschreibungen Restbuchwerte

01.01.2008 Zugang 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2007

in € in € in € in € in €

0,00 368,65 368,65 1.478,00 0,00

0,00 0,00 0,00 2.538.094,53 0,00

0,00 368,65 368,65 2.539.572,53 0,00


70(71 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte, Eigenbetrieb

Bilanz zum 31. Dezember 2008

AKTIVA

31.12.2008 31.12.2007

A. Anlagevermögen in € in €

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1.Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 804,06 1.279,06

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebsund

anderen Bauten 7.013.947,86 6.936.593,86

2. Kanalisations- und Sammelanlagen 35.107.768,57 34.321.779,57

3. Maschinen und maschinelle Anlagen 7.504.404,61 6.173.944,12

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.897,63 78.513,63

5. Anlagen im Bau 1.627.568,02 1.488.385,91

51.333.586,69 48.999.217,09

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

51.334.390,75 49.000.496,15

1.Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 83.728,67 87.300,85

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 273.792,72 165.046,91

2. Forderungen gegen die Stadt Georgsmarienhütte 0,00 137.725,63

3. Forderungen gegen die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH 0,00 919.577,25

4. Forderungen gegen die Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH 51.349,29 0,00

5. Forderungen gegen die Panoramabad GmbH 23.799,25 0,00

6. Sonstige Vermögensgegenstände 80.706,62 355.780,41

429.647,88 1.578.130,20

III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.089.876,19 1.657.202,58

1.603.252,74 3.322.633,63

52.937.643,49 52.323.129,78


PASSIVA

31.12.2008 31.12.2007

A. Eigenkapital in € in €

I. Stammkapital 2.551.346,48 2.551.346,48

II. Rücklagen

1.Allgemeine Rücklagen 12.428.450,09 16.416.428,09

2.Zweckgebundene Rücklagen 19.119.267,86 19.031.218,36

III. Gewinn

31.547.717,95 35.447.646,45

1. Verlustvortrag 68.813,47 0,00

2. Gewinn des Vorjahres 96.627,86 237.652,49

2. Verwendung für den Haushalt der Stadt -95.000,00 -95.000,00

3. Verwendung für Zweckgebundene Rücklagen -100.071,50 -211.465,96

4. Verbleibender Vortrag -167.257,11 -68.813,47

5. Jahresverlust/Jahresgewinn -579.342,43 96.627,86

-746.599,54 27.814,39

33.352.464,89 38.026.807,32

B. Sonderposten für Zuwendungen 160.958,18 190.223,31

C. Empfangene Ertragszuschüsse 12.384.657,23 11.939.738,12

D. Rückstellungen

1. Sonstige Rückstellungen 179.779,95 257.779,95

E. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.836.213,02 259.480,43

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 121.850,00 184.539,95

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 533.779,53 1.336.852,75

4. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Georgsmarienhütte 31.290,76 0,00

5. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH 146.398,33 0,00

6. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtwerke Georgsmarienhütte

Netz GmbH 0,00 7.313,63

7. Sonstige Verbindlichkeiten 189.931,60 120.074,32

6.859.463,24 1.908.261,08

F. Rechnungsabgrenzungsposten 320,00 320,00

52.937.643,49 52.323.129,78


72(73 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte, Eigenbetrieb

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Januar bis 31. Dezember 2008

2008 2007

in € in €

1. Umsatzerlöse 4.777.629,62 4.304.611,60

2. Sonstige betriebliche Erträge 78.868,87 89.617,33

3. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 642.405,33 447.911,99

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 954.238,08 929.892,18

4. Personalaufwand

1.596.643,41 1.377.804,17

a) Löhne und Gehälter 3.414,24 2.190,24

b) Soziale Abgaben 823,56 411,22

4.237,80 2.601,46

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.931.881,26 1.596.963,79

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.724.493,36 1.440.936,55

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.324,38 154.468,96

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 204.977,24 18.844,73

9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -578.410,20 111.547,19

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 3.952,00

11. Sonstige Steuern 932,23 10.967,33

12. Jahresgewinn/Jahresverlust -579.342,43 96.627,86

Nachrichtlich:

Behandlung des Jahresgewinns

a) zur Einstellung in Zweckgebundene Rücklagen 0,00 88.049,50

b) zur Einstellung in die Allgemeine Rücklage 38.339,87 12.022,00

c) zur Abführung an den Haushalt der Stadt Georgsmarienhütte 0,00 95.000,00

d) auf neue Rechnung vorzutragen -617.682,30 -98.443,64


Anhang für das Geschäftsjahr 2008

Angaben zur Form der Darstellung der Bilanz bzw.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Vorschriften der Niedersächsischen Eigenbetriebsverordnung

(EigBetrVO Nds.) über den Jahresabschluss

wurden auch für das Wirtschaftsjahr 2008 angewendet.

Zusätzlich finden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches

(HGB) für große Kapitalgesellschaften

Beachtung. Die Aufstellung des Jahresabschlusses

erfolgte nach den Vorschriften der §§ 242-287 HGB.

Um den betrieblichen Besonderheiten Rechnung zu

tragen, enthält die Bilanz die gesonderten Posten

Empfangene Ertragszuschüsse und Kanalisations- und

Sammelanlagen. Zur besseren Übersicht der Verflechtungen

zur Stadt Georgsmarienhütte und deren Gesellschaften

ist die Bilanz um die Posten Forderungen bzw.

Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Georgsmarienhütte

und den Gesellschaften der Stadtwerke Georgsmarienhütte

Gruppe erweitert worden.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Angaben

der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie die

Zusammensetzung der Umsatzerlöse nicht in der Bilanz

bzw. Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Anhang

erläutert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten

abzüglich planmäßiger Abschreibungen

angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten

abzüglich planmäßiger Abschreibungen

bewertet. In der Zeit vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember

2006 wurden die von den Anschlussnehmern

geleisteten Baukostenzuschüsse von den Anschaffungsoder

Herstellungskosten der Kanalanschlüsse abgezogen.

Seit dem 01. Januar 2007 wird aus Gründen der

Übersichtlichkeit ein Passivposten für Baukostenzuschüsse

gebildet und pro rata temporis aufgelöst. Die

Zugänge zum Sachanlagevermögen werden grundsätzlich

pro rata temporis und linear abgeschrieben. Zugänge

der unter den Kanalisations- und Sammelanlagen

ausgewiesenen Regenwasser- und Abwasserleitungen

werden in jährliche Sammelposten zusammengefasst

und wie ein selbständiger Vermögensgegenstand über

die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ab dem 1. Juli

des Wirtschaftsjahres abgeschrieben (Jahressammelpostenmethode).

Die Abschreibungssätze entsprechen

den steuerlich anerkannten Werten. Geringwertige

Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben,

wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten

150,00 Euro nicht überschreiten. Abnutzbare

bewegliche Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder

Herstellungskosten mehr als 150,00 Euro aber maximal

1.000 Euro netto betragen, werden zu einem Sammelposten

zusammengefasst und einheitlich über 5 Jahre

linear abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungswerten

bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren

unter Beachtung des Niederstwertprinzips

angesetzt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

werden zu Nominalbeträgen, vermindert um angemessene

Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle

erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen

passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und

Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus

dem Anlagenspiegel hervor.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen die Gesellschaften der Stadtwerke

Georgsmarienhütte Gruppe beinhaltet ausschließlich

Liefer- und Leistungsansprüche in Höhe von T€ 75.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.


74(75 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte, Eigenbetrieb

Eigenkapital

Das Stammkapital (T€ 2.551) übersteigt das in

der Betriebssatzung festgelegte Mindestkapital von

TDM 1.620 (T€ 828).

Empfangene Ertragszuschüsse

Bei den Empfangenen Ertragszuschüssen handelt es

sich um von Kunden für Schmutz- und Regenwasserkanäle

gezahlte Baukostenzuschüsse, die bis zum

31. Dezember 2002 passiviert wurden und grundsätzlich

jährlich mit 5 % der Ursprungsbeträge zugunsten der

Umsatzerlöse aufgelöst werden und gezahlte Baukostenzuschüsse,

die ab dem 01. Januar 2007 passiviert wurden

und mit übereinstimmender Abschreibung des

Anlagegutes zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst werden.

In der Eröffnungsbilanz der Abwasserbeseitigung

der Stadt Georgsmarienhütte wurde das Wahlrecht in

Anspruch genommen, das auf den Straßenbaulastträger,

d. h. die Stadt, entfallende Vermögen auf der Passivseite

der Bilanz nicht als „Baukostenzuschüsse für die

Entwässerung öffentlicher Verkehrsflächen“ sondern im

Eigenkapital in den „Allgemeinen Rücklagen“ auszuweisen.

Zur besseren Darstellung und Vereinfachung der

Kalkulation zukünftiger Gebühren erfolgte zum 1.

Januar 2007 eine Umgliederung des auf die Stadt entfallenden

Straßenentwässerungsvermögens in Höhe von T€

7.379 in die „Empfangenen Ertragszuschüsse“; damit ist

die gebührenrechtlich geforderte Trennung von

Kostenmassen in Bezug auf das Anlagevermögen direkt

aus der Bilanz zu entnehmen.

Rückstellungen

Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen:

Rückstellungen T€

Abwasser

Jahresabschluss-, Beratungs- und

Prüfungskosten 13

Vergleichskosten Fox 5

Gebührenausgleich 43

61

Niederschlagswasser

Prüfungskosten 2

Gebührenausgleich 112

114

Biogasanlage

Steuererklärung 1

Prüfungskosten 4

5

31. Dezember 2008 180

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt

Georgsmarienhütte sowie gegenüber den Gesellschaften

der Stadtwerke Georgsmarienhütte Gruppe resultieren

ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten 31.12.2008 davon unter davon 1 bis davon über 31.12.2007

in € 1 Jahr in € 5 Jahre in € 5 Jahre in € in €

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.836.213,02 455.672,97 1.660.060,15 3.720.479,90 259.480,43

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 121.850,00 121.850,00 0,00 0,00 184.539,95

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen 533.779,53 533.779,53 0,00 0,00 1.336.852,75

Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt

Georgsmarienhütte 31.290,76 31.290,76 0,00 0,00 0,00

Verbindlichkeiten gegenüber der

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH 146.398,33 146.398,33 0,00 0,00 0,00

Verbindlichkeiten gegenüber der

Stadtwerke Georgsmarienhütte Netz GmbH 0,00 0,00 0,00 0,00 7.313,63

Sonstige Verbindlichkeiten 189.931,60 189.931,60 0,00 0,00 120.074,32

6.859.463,24 1.478.923,19 1.660.060,15 3.720.479,90 1.908.261,08


Umsatzerlöse

Die im Stadtgebiet von Georgsmarienhütte erzielten

Umsatzerlöse nach innerbetrieblicher Leistungsverrechnung

betreffen:

2008 2007

in € in €

Kanalbenutzungsgebühren

Schmutzwasser 3.459.255,11 3.378.875,04

Regenwasser 488.059,44 489.017,02

Biogasanlage 398.705,41 930,00

4.346.019,96 3.868.822,06

Auflösung Ertragszuschüsse

Schmutzwasser 205.172,88 218.865,16

Regenwasser 226.436,78 216.924,38

431.609,66 435.789,54

4.777.629,62 4.304.611,60

Zinserträge

Die Zinserträge resultieren mit € 27.324,38 aus der

Verzinsung eines an die Stadtwerke Georgsmarienhütte

GmbH gewährten Darlehens.

Jahresergebnis

Die Werksleitung schlägt vor, das Jahresergebnis entsprechend

den nachrichtlichen Angaben zur Gewinnund

Verlustrechnung zu verwenden.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt war 1 Mitarbeiter beschäftigt.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Werksleiter im Wirtschaftsjahr war:

Herr Dipl.-Ing. Wilhelm Grundmann

An die Werksleitung wurden im Wirtschaftsjahr 2008

Vergütungen in Höhe von € 2.677,80 gezahlt.

Der Werksausschuss bestand im Jahr 2008 aus

folgenden Mitgliedern:

Antonius Unland, Rentner (Vorsitzender),

Klaus Kraegeloh, Lehrer (stellvertretender

Vorsitzender),

Georg Daudt, Finanzberater,

Frank Düssler, Geschäftsführer,

Dr. Andreas Grisar, Kfm. Angestellter,

Christoph Gröne, Dipl.-Agraringenieur,

Annette Jantos, Rechtsanwältin,

Thomas Korte, Lehrer,

Franz-Josef Neumann, Dezernent,

Dieter Selige, Städt. Direktor a. D.,

Laurenz Suendorf, Steuerberater.

An die Mitglieder des Werksausschusses wurden keine

Vergütungen gezahlt.

Georgsmarienhütte, den 26. März 2009

Stadtwerke Georgsmarienhütte

Werksleiter


76(77 Stadtwerke Georgsmarienhütte

Stadtwerke Georgsmarienhütte, Eigenbetrieb

Entwicklung des Anlagevermögens 2008

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2008 Zugang Umbuchung 31.12.2008

in € in € in € in €

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte

sowie Lizenzen an solchen Rechten

und Werten 21.959,96 0,00 0,00 21.959,96

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und grundstücksgleiche

Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und

anderen Bauten 10.807.069,80 168.797,44 143.607,77 11.119.475,01

2. Kanalisations- und Sammelanlagen 65.350.527,91 1.143.010,13 669.913,18 67.163.451,22

3. Maschinen und maschinelle Anlagen 13.240.893,44 1.738.626,58 235.887,63 15.215.407,65

4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.310,27 26.751,02 0,00 180.061,29

5. Anlagen im Bau 1.488.385,91 1.188.590,69 -1.049.408,58 1.627.568,02

91.040.187,33 4.265.775,86 0,00 95.305.963,19

91.062.147,29 4.265.775,86 0,00 95.327.923,15


Abschreibungen Restbuchwerte

01.01.2008 Zugang 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2007

in € in € in € in € in €

20.680,90 475,00 21.155,90 804,06 1.279,06

3.870.475,94 235.051,21 4.105.527,15 7.013.947,86 6.936.593,86

31.028.748,34 1.026.934,31 32.055.682,65 35.107.768,57 34.321.779,57

7.066.949,32 644.053,72 7.711.003,04 7.504.404,61 6.173.944,12

74.796,64 25.367,02 100.163,66 79.897,63 78.513,63

0,00 0,00 0,00 1.627.568,02 1.488.385,91

42.040.970,24 1.931.406,26 43.972.376,50 51.333.586,69 48.999.217,09

42.061.651,14 1.931.881,26 43.993.532,40 51.334.390,75 49.000.496,15


78(79 Stadtwerke Georgsmarienhütte


Impressum

Herausgeber:

Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH

Geschäftsführung

Malberger Straße 13

49124 Georgsmarienhütte

Tel. (05401) 8292-0

Fax (05401) 8292-11

Email: info@sw-gmhuette.de

www.sw-gmhuette.de

Konzeption und Realisierung:

e|3 GmbH, Osnabrück

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